<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><FictionBook xmlns="http://www.gribuser.ru/xml/fictionbook/2.0" xmlns:l="http://www.w3.org/1999/xlink"><description><title-info><genre>sf_fantasy</genre><author><first-name>Wolfgang</first-name><last-name>Hohlbein</last-name></author><book-title>Die verbotenen Inseln</book-title><annotation><p>Mit einer kostbaren Fracht beladen, versuchen Skar, Titch und die junge Kiina die Feste Caran zu erreichen. Dort leben abtr�nnige Quorrl, die den Priestern und ihren G�ttern in Ninga nicht mehr gehorchen und den Fliehenden Unterst�tzung gew�hren. </p><p>Die kostbare Fracht, die die drei bei sich tragen, sind Quorrl-Gelege, die vor den H�schern der Priester in Sicherheit gebracht werden sollen. Doch schnell stellt sich heraus, da� Skar den Quorrl-Rebellen unwissentlich faule Eier ins Nest gelegt hat. Nur wenige k�nnen den lebenden Mordwerkzeugen, die aus den Gelegen schl�pfen, entgehen. Und au�erhalb der Feste lauern die Armeen der Priester bereits auf die �berlebenden... </p></annotation><date/><coverpage><image l:href="#cover"/></coverpage><lang>de</lang><sequence name="Enwor" number="10"/></title-info><document-info><author><first-name/><last-name/></author><program-used>perl v5.14.2, poppler 0.19, FictionBook Editor Release 2.6, fb2cut 2.5.4, fb2cut 2.6.2</program-used><date value="2012-04-07">07 April 2012</date><id>543C326A-F2AB-49AB-B1B6-ACC19C955026</id><version>1.0</version></document-info><publish-info><publisher>Tosa Verlag</publisher><city>Wien</city><year>1989</year><isbn>ISBN 3-442-24956-2</isbn></publish-info></description><body><section><p><image l:href="#cover"/></p><empty-line/><empty-line/><empty-line/><empty-line/><p><strong>Wolfgang Hohlbein - Die Enwor Saga 10 </strong></p><p><strong>Die verbotenen Inseln </strong></p><p>Umschlag: Der Graph, Wien </p><p>Illustrationen: Christian Mogg </p><p>Ungek�rzte und genehmigte Lizenzausgabe f�r Tosa Verlag, Wien </p><p>� der Originalausgabe 1989 by Wilhelm Goldmann Verlag GmbH, M�nchen </p><p>� der vorliegenden Ausgabe 1996 by Tosa Verlag, Wien </p><p>Gesamtherstellung: Der Graph, Wien </p><empty-line/><empty-line/><p><emphasis><strong>Coverr�ckseite</strong></emphasis></p><p>Mit einer kostbaren Fracht beladen, versuchen Skar, Titch und die junge Kiina die Feste Caran zu erreichen. Dort leben abtr�nnige Quorrl, die den Priestern und ihren G�ttern in Ninga nicht mehr gehorchen und den Fliehenden Unterst�tzung gew�hren. </p><p>Die kostbare Fracht, die die drei bei sich tragen, sind Quorrl-Gelege, die vor den H�schern der Priester in Sicherheit gebracht werden sollen. Doch schnell stellt sich heraus, da� Skar den Quorrl-Rebellen unwissentlich faule Eier ins Nest gelegt hat. Nur wenige k�nnen den lebenden Mordwerkzeugen, die aus den Gelegen schl�pfen, entgehen. Und au�erhalb der Feste lauern die Armeen der Priester bereits auf die �berlebenden... </p></section><section><title><p id="_1">1.</p></title><p>Es war zu still. Als sie den Hof verlassen hatten, vor <emphasis>(Minuten? Skar kam es vor, als w�ren es Stunden gewesen) </emphasis>wenigen Augenblicken, da war es ruhig gewesen; das normale Schweigen, das nach dem Ende eines Tages auch von einem so gro�en Anwesen wie diesem Besitz ergriff, durchbrochen nur noch von den Ger�uschen der Nacht und den kleinen unbewu�ten Lauten, die Mensch und Tier von sich gaben. Jetzt war es, als hielte die Zeit den Atem an. Es war nicht einfach nur leise, dachte Skar beunruhigt.</p><p>Es war still.</p><p>Absolut still.</p><p><emphasis>Unsinn.</emphasis></p><p>Er versuchte sich selbst zu beruhigen. Er war nerv�s - mit Recht -, er hatte Angst - mit noch gr��erem Recht -, und er mu�te an den Verrat denken, den er an Titch begangen hatte. Er wu�te, da� der Quorrl nicht tot war - er hatte hart zugeschlagen, aber nicht hart genug, um ihn wirklich ernsthaft zu verletzen oder gar umzubringen, und Titch w�rde ihn verstehen. Aber das �nderte nichts. Titch hatte sein Leben riskiert und sein eigenes Volk verraten, um ihn zu retten. Vielleicht h�tte der Quorrl, w�re es umgekehrt und <emphasis>er </emphasis>an Skars Stelle gewesen, ganz genau so reagiert, und vielleicht w�rde er ihn sogar verstehen und ihm verzeihen.</p><p><emphasis>Die Krieger haben Befehle aus Ninga gebracht. Die menschlichen Gefangenen werden get�tet. Alle.</emphasis></p><p>Ja, er w�rde verstehen, da� Skar gar nicht anders gekonnt hatte, als zur�ckzukommen und die Gefangenen zu befreien. Aber Skar war nicht sicher, ob <emphasis>er selbst </emphasis>sich vergeben w�rde. Der Quorrl und er waren l�ngst mehr als blo�e Weg- und Kampfgef�hrten. Und Skars Vorrat an Freunden war zu weit zusammengeschmolzen, als da� er es sich leisten konnte, auch nur das kleinste bi�chen davon zu riskieren.</p><p>Skar ritt langsamer, als er das Tor hinter sich hatte. Mit einer Gestik, die gerade weit genug �bertrieben war, um ganz bestimmt bemerkt und richtig gedeutet zu werden, sah er sich um, wie suchend, ein Reisender, der sp�t in der Nacht und unangemeldet kam und sich bem�hte, niemanden aufzuwecken, der aber auch nichts zu verheimlichen hatte.</p><p>Aber irgendwie sp�rte er auch gleichzeitig, da� er seine Schauspielk�nste verschwendete. Das ungute Gef�hl blieb, und verdammt - es <emphasis>war </emphasis>zu still! Skar lauschte auf das ged�mpfte, aber <emphasis>h�rbare </emphasis>Hufschlagen seines Pferdes, seine eigenen Atemz�ge und die des Tieres, das leise Rascheln des Windes, der mit Stroh und trockenem Blattwerk spielt und mit einem sonderbar seidigen Ger�usch �ber den Stoff des halben Dutzend kleiner Zelte strich, das auf dem Hof aufgestellt worden war. Das Knistern der heruntergebrannten Feuer, in deren Glut noch Zweige knackten. Das dumpfe Gewittergrollen Ningas, das wie der schwere Atem eines unsichtbaren riesigen Drachen von Norden her durch die Nacht heranwehte. All diese Ger�usche waren da, und viele mehr, die er nicht bewu�t wahrnahm, die aber da waren und den Pulsschlag der Nacht bildeten, hier in Cant wie �berall sonst auf Enwor.</p><p>Und doch...</p><p>Etwas war nicht richtig. Etwas war da, was nicht hierher geh�rte; vielleicht war es auch gerade umgekehrt, und irgend etwas <emphasis>fehlte. </emphasis>Aber etwas warnte ihn. Nie zuvor im Leben hatte Skar deutlicher das Gef�hl gehabt, in eine Falle zu laufen, als jetzt. Vielleicht auch nicht einmal unbedingt eine <emphasis>Falle. </emphasis>Vielleicht einfach an einen Ort, an dem er nicht sein sollte, oder zu... irgend etwas, dem er nicht begegnen durfte.</p><p>Er hatte den Hof zur H�lfte �berquert und n�herte sich dem finsteren Steinquader, in dem Crons Gefangene auf den Tod warteten, als das Gef�hl so �berm�chtig wurde, da� er innehielt. Vorsichtig hob er den Kopf und sp�hte unter dem Rand seiner schwarzen Kapuze hindurch in die Runde, und f�r einen Moment glaubte er zu begreifen: es war kein sechster Sinn, der ihn warnte, keine mystischen Stimmen aus seinem Inneren, sondern nichts weniger Banales als seine jahrzehntelange Erfahrung als Krieger, das Wissen des Satai, der er trotz allem noch war, und der hartn�ckig darauf beharrte, da� dieser Hof einfach ein wenig zu friedlich und still war; selbst wenn er Titchs Worten glaubte und unterstellte, da� die gut f�nfzig Krieger, die den <emphasis>Bestimmer </emphasis>begleiteten, betrunken in ihren Zelten lagen und schliefen. <emphasis>Sie k�nnen nicht alle betrunken sein, </emphasis>beharrte der Satai in ihm. <emphasis>Die meisten, ja. Fast alle. Aber nicht </emphasis>alle. <emphasis>Du wei�t, da� das unm�glich ist.</emphasis></p><p>Skar ritt langsam weiter, lenkte sein Pferd ein wenig zur Seite, jetzt mehr zu Crons Wohnhaus als dem Kerker hin, und stieg schlie�lich aus dem Sattel. Sein Blick tastete �ber das schmutzige Wei� der Zelte, die heruntergebrannten Feuerstellen und die schwarzen, von der Nacht zu formlosen finsteren Klumpen zusammengeschmolzenen Gestalten der Quorrl, w�hrend seine Hand gleichzeitig unter den G�rtel glitt und sich um den Griff des <emphasis>Tschekal </emphasis>schmiegte; eine Geste ohne wirkliche Bedeutung, denn im gleichen Moment, in dem er die Waffe brauchen w�rde, w�rde sie ihm nichts mehr nutzen. Er war ein Krieger. Ein Kr�ppel, ja, und krank, viel mehr, als er Kiina oder auch nur sich selber gegen�ber einzugestehen bereit gewesen war, aber noch immer ein Krieger. Vielleicht der gef�hrlichste, mit Sicherheit der erfahrendste Satai, den der Krieger-Clan Enwors jemals hervorgebracht hatte. Trotzdem war der Gedanke, es mit f�nfzig Quorrl aufnehmen zu wollen, nichts weniger als l�cherlich. Seine einzige Chance war, das Geb�ude ungesehen zu erreichen. <emphasis>Und dann? </emphasis>fragte der Satai in ihm. <emphasis>Was willst du dann tun, du alter Narr?</emphasis></p><p>Das <emphasis>Hineinkommen </emphasis>in Crons Kerker war nicht das Problem. Er machte sich nicht einmal Sorgen um eventuelle Wachen; er hatte den Vorteil der �berraschung auf seiner Seite, und er war auch mit nur einer Hand durchaus in der Lage, es mit einem oder zwei v�llig ahnungslosen Quorrl aufzunehmen, die zudem wahrscheinlich ebenso betrunken waren wie alle anderen und schliefen.</p><p>Nein, die Probleme w�rden erst beginnen, wenn er versuchte, den Hof wieder zu <emphasis>verlassen. </emphasis>Er war ja selbst dort unten gewesen, zwischen Crons Gefangenen, und hatte gesehen, was die Quorrl aus diesen M�nnern und Frauen gemacht hatten: wimmernde, kriechende... <emphasis>Etwasse </emphasis>mit gebrochenem Willen und zerst�rten K�rpern, die vielleicht gar nicht mehr in der Lage waren, zu fliehen, schlimmer noch: es vielleicht gar nicht mehr <emphasis>wollten. Es ist besser f�r sie, wenn sie sterben.</emphasis></p><p>Vielleicht hatte Titch recht gehabt, und vielleicht war das, was er jetzt tat, grausamer als der Tod, den der <emphasis>Bestimmer </emphasis>aus Ninga f�r sie brachte.</p><p>Er verscheuchte das l�stige Fl�stern mit einer Handbewegung, als wische er unsichtbare Spinnweben aus der Luft vor seinem Gesicht. Es war zu sp�t. Er h�tte gar nicht mehr umkehren k�nnen; selbst, wenn er es gewollt h�tte. Er wu�te nicht, ob er es diesen M�nnern und Frauen wirklich schuldig war, ihre Leben zu retten. Aber er war es sich selbst schuldig.</p><p>Skar senkte den Blick und ging schnell, aber ohne sichtbare Hast weiter, als ihm schmerzhaft zu Bewu�tsein kam, da� er schon viel zu lange reglos hier stand; sicherlich zehn Sekunden und somit eine Ewigkeit f�r jeden Quorrl, der ihn beobachten und sich fragen sollte, wer der n�chtliche Besucher wohl war; und vor allem, was er hier tat. Er ging weiter, sich immer im Schatten des zweist�ckigen Geb�udes haltend und so lautlos, da� nicht einmal er selbst seine eigenen Schritte h�rte.</p><p>Trotzdem w�re er um ein Haar entdeckt worden.</p><p>Es waren seine Instinkte, die ihn retteten, nicht seine Vorsicht. Irgend etwas warnte ihn, Ger�usche oder Bewegungen, die er unbewu�t wahrnahm, Bruchteile von Sekunden, ehe sein Denken sie verarbeiten und darauf reagieren konnte, und Skar huschte mit einem blitzschnellen Schritt zur Seite und kauerte sich in den Schatten der Treppe, die zum Eingang von Crons Haus hinauff�hrte, mit angehaltenem Atem und den Mantel so weit �ber das Gesicht und die H�nde gezogen, da� kein Fleckchen verr�terischer heller Haut sichtbar war.</p><p>Beinahe im gleichen Augenblick wurde die T�r �ber ihm so wuchtig aufgesto�en, da� sie krachend gegen die Wand flog, und die Gestalten zweier Quorrl traten aus dem Haus und gingen die Treppe hinab. Einer von ihnen war Cron, der andere der Mann, den Titch den <emphasis>Bestimmer </emphasis>genannt hatte, auch wenn Skar immer noch nicht wu�te, was sich hinter dieser Bezeichnung verbarg. Er kannte sein Gesicht nicht - trotz allem sah auch f�r Skar noch immer ein Quorrl wie der andere aus, vor allem in der Dunkelheit - aber er erkannte den buntbestickten schweren Mantel wieder, den der Reptilienmann trug, und vor allem die herrische Gestik und den scharfen, keinen Widerspruch duldenden Klang seiner Stimme.</p><p>Skar konnte nicht verstehen, was die beiden Quorrl redeten, denn sie bedienten sich eines Idioms, dessen kein Mensch auf Enwor m�chtig war, schon, weil er nicht �ber die entsprechenden Stimmwerkzeuge verf�gt h�tte. Aber auch ohne da� er die Worte verstand, begriff er fast unmittelbar, da� Cron und der <emphasis>Bestimmer </emphasis>nicht mitten in der Nacht hier herausgekommen waren, um zu plaudern. Sie stritten. Und es war mehr als eine kleine Meinungsverschiedenheit. Es war ein erbitterter Streit, der so laut ausgetragen wurde, da� Skar jeden Moment damit rechnete, eine oder mehrere der schlafenden Gestalten auf dem Hof sich aufsetzen und in ihre Richtung blicken zu sehen; was unausweichlich zu seiner Entdeckung gef�hrt h�tte. Er befand sich zwar im toten Winkel unter der Treppe, so da� Cron und der <emphasis>Bestimmer </emphasis>ihn nicht sehen konnten, aber durch die offenstehende T�r fiel helles Licht, das die Schatten vertrieb, in denen er Schutz gesucht hatte. Vom Hof aus war er so deutlich zu sehen, als st�nde er im hellen Sonnenschein.</p><p>Nach Sekunden, die f�r Skar zu Ewigkeiten wurden, bewegten sich die beiden Quorrl weiter, ohne mit ihrem Streit innezuhalten. Cron gestikulierte heftig, und seine Stimme wurde schriller, fast hysterisch; eine Regung, die Skar bei diesem Kolo� von Quorrl nicht f�r m�glich gehalten hatte, w�hrend der <emphasis>Bestimmer </emphasis>�u�erlich ruhig blieb. Nur seine Stimme war laut und befehlend, und die kleinen Bewegungen seiner H�nde und seines Kopfes und der Rhythmus seiner Schritte verrieten Skar, da� er innerlich vor Wut kochte.</p><p>Skar folgte den beiden Quorrl, als sie sich von ihm entfernten; schon, weil es Selbstmord gewesen w�re, im hellen Licht, das aus der T�r fiel, sitzen zu bleiben, aber nicht nur deswegen. Er erinnerte sich gut an die Ehrfurcht, die er in Titchs Stimme geh�rt hatte, und das Flackern von Angst in den Blicken der anderen Quorrl, als sie den <emphasis>Bestimmer </emphasis>sahen. Wenn es etwas gab, bei dem Cron und dieser m�chtige Quorrl so unterschiedlicher Meinung waren, da� Cron ihm offenen Widerstand entgegenbrachte, mochte das von Nutzen sein. Ganz davon abgesehen, da� die Richtung, in der die beiden Quorrl gingen, ohnehin die einzige war, in die er sich bewegen konnte, wollte er nicht gesehen werden.</p><p>Sie n�herten sich den St�llen, betraten sie aber nicht, sondern blieben vor der nur angelehnten T�r stehen. Crons Gestikulieren und Deuten wurde st�rker, eindeutig zorniger, und als Skar sich den beiden weiter n�herte - schon fast <emphasis>zu </emphasis>weit, als gut war, aber seine Neugier war pl�tzlich st�rker als seine Vorsicht - sah er, da� der Quorrl auf die beiden gro�en, geschnitzten Truhen deutete, die die Begleiter des <emphasis>Bestimmers </emphasis>mitgebracht hatten. Der <emphasis>Bestimmer </emphasis>antwortete, jetzt im gleichen, w�tenden Tonfall wie Cron, fast schreiend, und machte eine drohende Bewegung, als Cron die Hand nach einer der Kisten ausstreckte. Skar fragte sich, was sie enthalten mochten. Was immer sich hinter der geheimnisvollen Bezeichnung <emphasis>Bestimmer </emphasis>verbergen mochte - ein Steuereintreiber oder das quorrlsche �quivalent dazu war er ganz bestimmt nicht. Aber er hatte das sichere Gef�hl, da� das, was er sah, wichtig war; ungemein wichtig. Und vielleicht nicht nur f�r Titch und Kiina und ihn.</p><p>Trotzdem zwang er sich, wieder daran zu denken, warum er �berhaupt hierhergekommen war. Er hatte nicht mehr viel Zeit. Der Schlag, mit dem er Titch niedergestreckt hatte, war hart gewesen, aber der Quorrl hatte auch einen harten Sch�del. Es w�rde nicht mehr lange dauern, und er w�rde aufwachen. Und Titch w�re nicht Titch, k�me er nicht sofort hierher, um ihn aufzuhalten.</p><p>Behutsam kroch er ein St�ck weit in den Schatten des Hauses zur�ck, richtete sich auf und ging weiter, nachdem er einen letzten, sichernden Blick in die Runde geworfen hatte. Er war dem Kerker jetzt nahe, aber sein Herz begann trotzdem ein wenig schneller zu schlagen, als er gezwungen war, aus dem Schatten des Wohngeb�udes herauszutreten und den Hof zu �berqueren; eine Strecke von vielleicht zwanzig Schritten, die f�r ihn aber zur Ewigkeit wurde, denn er hatte jetzt �berhaupt keine Deckung mehr. Und das Mondlicht war viel zu hell. Selbst der betrunkendste Krieger mu�te erkennen, da� sich unter dem schwarzen Mantel kein Quorrl, sondern eine viel kleinere und schlankere Gestalt verbarg.</p><p>Obwohl die Nacht so k�hl war, da� er seinen eigenen Atem als blassen Dunst vor seinem Gesicht erkennen konnte, war er in Schwei� gebadet, als er die T�r erreichte. Er hatte sich weit genug in der Gewalt, dem Impuls zu widerstehen, sich noch einmal umzudrehen und sichernd auf den Hof zu schauen; aber er warf einen raschen Blick zur�ck, als er das Geb�ude betreten hatte und die T�r hinter sich zuschob. Was er sah, h�tte ihn beunruhigen m�ssen, aber das Gegenteil war der Fall. Alles war ruhig. Cron und der andere Quorrl stritten noch immer, aber keine der schuppigen Riesengestalten hatte sich ger�hrt, alles war unver�ndert und still. Aber es war auf eine ungute Art still: eine Ruhe, in der kein Frieden war, sondern die unsichtbar dr�uenden Schatten einer unsichtbaren Bedrohung.</p><p>Skar verscheuchte auch diesen Gedanken, schob die T�r vollends ins Schlo� und drehte sich wieder um. Fast in der gleichen Bewegung schlug er Mantel und Kapuze zur�ck und zog das Schwert. Das fast unh�rbare Sirren, mit dem die rasiermesserscharfe Klinge aus der Scheide glitt, und das vertraute Gewicht der Waffe verfehlten ihre Wirkung ebenso wie die Stille drau�en auf dem Hof.</p><p>Er sah sich um - das Geb�ude war so leer und ruhig, da� er es schon bei seinem ersten, fl�chtigen Blick w�hrend des Eintretens gesehen hatte - aber auch die Stille war hier... <emphasis>falsch. </emphasis>Eine einzelne, kleine �llampe brannte, aber ihre Scheiben waren so verschmutzt, da� sie das Licht nur in schmalen, unregelm��igen Streifen durchlie�, die wie gelbe Messer in die schwarze Masse schnitten, mit der die Nacht den gro�en Raum ausf�llte. Dazwischen nisteten Schatten. Und in diesen Schatten war - <emphasis>Nichts! </emphasis>dachte Skar zornig. <emphasis>H�r auf, dich selbst verr�ckt zu machen!</emphasis></p><p>Er ging weiter, und in einem kindischen Anflug von Trotz nicht durch die schmalen Streifen flackernder gelber Helligkeit, sondern mitten durch das hindurch, von dem sein Verstand behauptete, es w�re Dunkelheit, nichts als die Abwesenheit von Licht, und seine Seele wu�te, da� es etwas anderes war. Schneller, als vielleicht gut war, erreichte er die schmale T�r am anderen Ende des Raumes, stie� sie auf und schob sie hastig wieder hinter sich zu. Erst danach f�hlte er sich wieder einigerma�en sicher. Wenigstens versuchte er sich das einzureden. Aber er war nie ein guter L�gner gewesen, auch - vielleicht gerade - sich selbst gegen�ber nicht. Ein Teil von ihm, den er mit seinem Verstand nicht beherrschen konnte, hatte Angst. Panische Angst. Sein Atem ging schnell. Sein Herz raste, und in seinem Mund war der bittere Kupfergeschmack von Blut. Automatisch hob er die Hand und tastete �ber seine Lippen. Seine Z�hne bluteten, wie so oft in letzter Zeit, und seine Hand zitterte, als h�tte sie nicht mehr die Kraft, das Schwert zu halten.</p><p><emphasis>Was war nur mit ihm los? </emphasis>Er geh�rte nicht zu jenen Narren, die behaupteten, keine Angst zu kennen (und selten lange genug lebten, um diese Behauptung unter Beweis zu stellen), aber er hatte nie Furcht vor der <emphasis>Dunkelheit </emphasis>gehabt oder unter grundlosen �ngsten gelitten. Warum jetzt?</p><p><emphasis>Vielleicht, weil dort drau�en </emphasis>wirklich <emphasis>etwas ist, </emphasis>murmelte der Satai in ihm.</p><p>Es war m�glich. Die Ssirhaa k�mpften nicht nur mit Waffen, die er kannte; nicht einmal nur mit solchen, die er sich vorstellen konnte. Sie verf�gten �ber Hilfsmittel, die es ihnen gestatteten - <emphasis>die Quorrl dort drau�en zu bet�uben, damit er ungehindert hier eindringen und ihre Gefangenen befreien konnte, wobei sie dummerweise nur vergessen hatten, Cron und den Bestimmer mit einzuschl�fern? </emphasis></p><p>L�cherlich.</p><p>Es war unlogisch. Und au�erdem - eine bessere Gelegenheit, seiner habhaft zu werden, konnten sich die Schuppenkrieger gar nicht mehr denken.</p><p>Pl�tzlich viel mehr verwirrt als �ngstlich, drehte er sich wieder um und sah die Treppe hinunter. An ihrem unteren Ende war Licht; der flackernde Schein von Fackeln, vor dem sich Schatten bewegten. Er h�rte Stimmen. Die Stimmen von Quorrl, von mindestens zwei Quorrl, vielleicht mehr.</p><p>Seltsamerweise half ihm das, wieder klarer zu denken. Zwei, vielleicht drei oder sogar vier Quorrl, das mochten mehr Gegner sein, als er in seinem momentanen Zustand bew�ltigen konnte, aber es waren <emphasis>fa�bare </emphasis>Gegner, eine Gefahr, die sein Leben bedrohte, nicht seine Seele. Und gegen die er sich wehren konnte. Er ergriff sein Schwert fester, �berzeugte sich mit einer fast unbewu�ten Geste davon, da� sein Mantel zur�ckgeschlagen war und ihn nicht etwa behindern w�rde, und ging so leise wie m�glich die Treppe hinunter.</p><p>Trotzdem war er nicht leise genug. Das hohe Gew�lbe der Treppe fing das leise Tappen seiner Schritte und das Rascheln des Mantels auf und warf es als wisperndes, lang nachhallendes Echo zur�ck, und einer der Schatten wurde pl�tzlich gr��er und n�herte sich der Treppe. Die T�r zum Verlie�, die ohnehin nur halb geschlossen gewesen war, wurde weiter aufgerissen, und in dem pl�tzlich hell erleuchteten Rechteck erschien der massige Schatten eines Quorrl.</p><p>Skar �berwand die letzten f�nf oder sechs Stufen mit einem einzigen, kraftvollen Satz und stie� in der gleichen Bewegung zu. Der Quorrl starb, ohne zu begreifen, was ihn t�tete, und ohne einen Laut.</p><p>Skar wich dem zusammenbrechenden Riesen mit einer blitzschnellen Drehung aus, stie� die T�r mit der Schulter vollkommen auf und sprang mit hoch erhobenem Schwert in den Kerker hinein. Er gewahrte eine Bewegung aus den Augenwinkeln, warf sich instinktiv nach links und vor, so da� aus seinem Lauf ein langgestreckter Sprung wurde, der in einer blitzartigen Rolle endete, und federte wieder auf die F��e. Seine Klinge ri� eine tiefe, blutige Spur in die Kehle eines zweiten Quorrl, der wahrscheinlich ebensowenig wie sein Bruder drau�en auf der Treppe begriff, was ihn umbrachte, und bohrte sich fast in der gleichen Bewegung tief in die Schulter des dritten und letzten Kriegers, der sich in dem Verlie� aufhielt.</p><p>Der Quorrl br�llte vor Schmerz und �berraschung, besa� jedoch genug Geistesgegenwart, sich mit einem Satz aus der Reichweite von Skars Schwert zu bringen und seine eigene Waffe zu ziehen.</p><p>Skar lie� ihm nicht die geringste Chance. Sein <emphasis>Tschekal </emphasis>bewegte sich vor und nach unten, f�gte dem Quorrl einen zweiten, nicht minder schmerzhaften Stich in den Oberschenkel zu und hob sich wieder, dann prallte die Klinge aus <emphasis>Sternenstahl </emphasis>gegen die Waffe seines Gegners und lie� sie wie Glas zerspringen.</p><p>Der Quorrl taumelte mit einem Schmerzlaut gegen die Wand und starrte aus ungl�ubig aufgerissenen Augen abwechselnd auf seinen blutenden Oberschenkel und den nutzlosen Stumpf des Schwertes in seinen F�usten, und Skar h�tte ihn in diesem Moment t�ten k�nnen, so schnell und beinahe spielerisch, wie er die beiden anderen Krieger niedergestreckt hatte.</p><p>Aber er tat es nicht.</p><p>Etwas geschah mit ihm, etwas Schreckliches und D�steres, das ihn innerlich aufschreien lie�, aber es ging zu schnell und war einfach zu �berm�chtig, als da� er sich dagegen wehren konnte. Seine Hand bewegte sich fast ohne sein Zutun und anders, v�llig anders, als er wollte. Das <emphasis>Tschekal </emphasis>ri� den Arm des Quorrl auf, eine entsetzliche, bis auf den Knochen klaffende Wunde, die von der Handwurzel des Kriegers bis fast zu seinem Hals hinauf reichte, zuckte aber im letzten Moment zur�ck, ehe die Klinge die Kehle des Quorrl ber�hrte und ihn t�tete, machte einen weiteren, blitzschnellen Schlenker, der ihre Schneide fast spielerisch das flache Schuppengesicht des Kriegers ber�hren lie� und eines seiner Augen ausl�schte, und spaltete in der R�ckw�rtsbewegung die Schuppen auf seiner Brust.</p><p>Der Quorrl kreischte, brach in die Knie und kr�mmte sich vor Qual. Seine Hand griff in einer Bewegung, die mehr Reflex als Angriff war, nach Skars Fu�gelenk und zerrte daran. Skar schlug sie ihm ab.</p><p>Aus den Schreien des Kriegers wurde ein ersticktes Keuchen, dann ein Wimmern, aber Skar h�rte immer noch nicht auf. Er konnte es nicht. Er versuchte es, k�mpfte mit verzweifelter Macht gegen diesen f�rchterlichen Blutrausch, der tief aus den schw�rzesten Abgr�nden seiner Seele in ihm emporkroch, aber es war, als versuche er eine Sturmflut mit blo�en H�nden aufzuhalten. Sein Schwert ber�hrte den R�cken des Quorrl, seine Seite und wieder seinen R�cken und f�gte ihm weitere furchtbare Wunden zu, ohne ihn zu t�ten, immer und immer und immer wieder, bis aus der Gestalt zu seinen F��en ein zuckendes, wimmerndes B�ndel wurde, in dem ein grausames Schicksal noch immer <emphasis>Leben </emphasis>sein lie�, Leben und Bewu�tsein und unvorstellbare Qual.</p><p>Und etwas in Skar schrie auf und st�rzte sich auf diesen Schmerz, griff wie mit unsichtbaren gl�henden Flammenfingern nach der unvorstellbaren Pein dieses Wesens und labte sich daran, ein k�rperloser Vampir, der von Schmerz und Furcht lebte und Schmerz und Furcht war, die Chim�re, die all die Zeit �ber geduldig in seinem Innern gelauert hatte, eingesponnen wie eine Spinne in einen schwarzen Kokon aus Vergessen und tr�gerischer Sicherheit, aber bereit und lauernd und t�dlich.</p><p>Skar ri� mit einem erstickten Schrei das Schwert in die H�he und taumelte zur�ck. Das Verlie� begann vor seinen Augen zu verschwimmen, und f�r eine panikerf�llte halbe Sekunde glaubte er die Schatten sich zusammenballen und zu etwas Neuem, Finsteren werden zu sehen, einem kleinen gesichtslosen Ding aus Stacheln und Horn und rei�enden Krallen, und f�r die gleiche Zeitspanne f�hlte er, wie der Einflu� des <emphasis>Daij-Djan </emphasis>st�rker wurde, auch noch den letzten Rest seines freien Willens hinwegzufegen drohte - und erlosch.</p><p>Die Erleichterung war so gewaltig, da� Skar abermals taumelte und gest�rzt w�re, h�tten ihn nicht die Metallst�be des Gitters hinter ihm aufgefangen. St�hnend sank er in die Knie, blieb zwei, drei Sekunden lang mit geschlossenen Augen hocken und stemmte sich m�hsam wieder in die H�he. Er war so schwach, da� er das <emphasis>Tschekal </emphasis>als Kr�cke benutzen mu�te, um sich �berhaupt zu erheben.</p><p><emphasis>Nein, </emphasis>fl�sterte eine Stimme in seinem Kopf. <emphasis>Nicht so.</emphasis></p><p>Als er die Augen �ffnete, stand die <emphasis>Sternenbestie </emphasis>vor ihm. Ihr Anblick erschreckte ihn nicht. Der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>hatte sich ver�ndert, auf eine Art, die Skar nicht in Worte zu fassen vermochte: er war noch immer das kleine schwarze Scheusal, als das er ihn kannte und ha�te, ein t�dliches <emphasis>Ding </emphasis>aus Horn und rei�enden Klauen, und trotzdem ... anders. Finsterer. Drohender. <emphasis>Pr�senter. </emphasis>Aus dem fl�sternden Versucher, der trotz seiner m�rderischen Kraft und des Todes, den er brachte, eigentlich niemals mehr als ein Schatten gewesen war, war ein <emphasis>Etwas </emphasis>geworden, die Idee, die der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>war, hatte einen K�rper bekommen.</p><p>Aber das war es nicht. Skar registrierte die unheimliche Ver�nderung, die mit dem <emphasis>Daij-Djan </emphasis>vonstatten gegangen war, sehr wohl, aber er verschwendete kaum mehr als einen fl�chtigen Gedanken daran.</p><p>Er hatte keine Angst mehr vor ihm. Skar starrte die <emphasis>Sternenbestieg </emphasis>an und wartete auf das kalte Entsetzen, das ihn jedesmal bei ihrem Blick ergriffen hatte. Aber es kam nicht.</p><p>Vielleicht zum allerersten Mal, seit er dem Ungeheuer aus den Abgr�nden der Zeit begegnet war, hatte er keine Angst vor ihm. Im Gegenteil - es war absurd, und es war auf seine eigene Art ebenso grausam wie das, was er dem Quorrl angetan hatte - aber das Erscheinen des <emphasis>Daij-Djan erleichterte </emphasis>ihn.</p><p>Es war nicht so, da� er sich an den Anblick des Ungeheuers gew�hnt hatte, denn er war etwas, woran man sich nicht gew�hnen <emphasis>konnte, </emphasis>und das beim tausendsten Mal so entsetzlich und furchteinfl��end war wie beim allerersten, und der Teil von Skar, der noch Mensch war, kr�mmte sich unter seiner blo�en Anwesenheit zusammen wie ein getretener Wurm - aber er lie� ihn auch gleichzeitig begreifen, da� nicht <emphasis>er </emphasis>es gewesen war, der den Quorrl auf so furchtbare Weise get�tet <emphasis>(get�tet? Er hatte ihn geschlachtet!) </emphasis>hatte, sondern der <emphasis>Daij-Djan, </emphasis>seine furchtbare, finstere Macht, die Skars Hand gelenkt hatte wie die einer Marionette.</p><p><emphasis>Aber das stimmt doch gar nicht, Bruder, </emphasis>sagte der <emphasis>Daij-Djan, </emphasis>der seine Gedanken las. <emphasis>Du hast es genossen.</emphasis></p><p>�Das ist nicht wahr�, sagte Skar. Seine Stimme zitterte. Pl�tzlich hatte er kaum noch die Energie, das Schwert zu halten. Abermals lie� er sich gegen das Metallgitter sinken, legte den Kopf in den Nacken und pre�te den Sch�del so fest gegen die eisernen St�be, bis ihm der Schmerz die Tr�nen in die Augen trieb. Der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>lachte, ein lautloses, unglaublich <emphasis>b�ses </emphasis>Ger�usch, das st�rker und st�rker anschwoll, bis es Skars Sch�del ausf�llte wie das Heulen eines H�llensturms, ihn fast zum Bersten zu bringen schien. Skar st�hnte. Seine Hand zitterte, und sein Herz h�mmerte so schnell und ungleichm��ig wie eine defekte Maschine, die aus dem Takt gekommen war.</p><p>Und dann h�rte er etwas. Ein Ger�usch, so leise, da� er es mehr sp�rte als wirklich wahrnahm, und das doch irgendwie durch das br�llende Gel�chter des <emphasis>Daij-Djan </emphasis>drang. Es war ein leises Wimmern, wie das Weinen eines Kindes.</p><p>Skar zwang sich, die Augen zu �ffnen und den <emphasis>Daij-Djan </emphasis>anzusehen, ihn und das wimmernde B�ndel aus Blut und zerschlagenen Schuppen auf dem Boden neben ihm, und pl�tzlich begriff er, da� es die Stimme des Quorrl war, die er h�rte. <emphasis>Er lebte noch.</emphasis></p><p>Nach allem, was er ihm angetan hatte, lebte er immer noch. Und er litt. Skar konnte seinen Schmerz f�hlen, die unbeschreibliche Qual, die jede Sekunde neu f�r ihn brachte, in der der Tod nicht zu ihm kam. Und er konnte ebenso deutlich f�hlen, wie sich der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>an seinem Schmerz labte, ihn in sich aufnahm wie ein saugendes Ungeheuer das Blut seines Opfers. Der <emphasis>Daij- Djan - </emphasis>und er selbst. Etwas in ihm hatte es <emphasis>gewollt </emphasis>und wollte es immer noch.</p><p>Mit einer Kraft, von der er selbst nicht mehr wu�te, woher er sie noch nahm, ergriff er sein Schwert neu und fester, wankte an dem <emphasis>Daij-Djan </emphasis>vorbei und stie� dem Quorrl die Klinge ins Herz. Das entsetzliche Wimmern erlosch, und wo bisher der Widerhall unbeschreiblicher Qual gewesen war, sp�rte Skar f�r einen unendlich kurzen Moment eine tiefe Erleichterung. Dann nichts mehr.</p><p><emphasis>Wie edel, </emphasis>sagte der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>sp�ttisch. <emphasis>D hast ihn von seinen U Schmerzen erl�st. Nachdem du sie ihm zugef�gt hast.</emphasis> Skar fuhr herum, ri� mit einem Schrei das Schwert in die H�he und lie� den Arm wieder sinken, als ihm klar wurde, wie sinnlos es war, die <emphasis>Sternenbestie </emphasis>mit dieser Waffe angreifen zu wollen. �Ich ... war das nicht�, sagte er unbeholfen. �Ich habe es nie gewollt. <emphasis>Nicht das!�</emphasis></p><p><emphasis>Bist du sicher? </emphasis>Der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>starrte aus seinem schrecklich flachen Nicht-Gesicht zu ihm hoch und hob die Hand. Seine Klaue deutete auf den hinteren Teil des Verlieses, den Bereich hinter der Gitterwand, in dem Crons Gefangene untergebracht waren.</p><p><emphasis>Sieh dorthin, Bruder, </emphasis>sagte er. <emphasis>Sieh dorthin, und dann sag noch einmal, da� du es nicht wolltest.</emphasis></p><p>Fast gegen seinen Willen drehte Skar sich um und blickte in die Richtung, in die die Klaue des Ungeheuers wies.</p><p>Hinter den Gitterst�ben r�hrte sich nichts.</p><p>Erst jetzt, als h�tte sein Bewu�tsein zwar alle Eindr�cke aufgenommen und registriert, sie aber im Moment der unmittelbaren Gefahr als unwichtig eingestuft und unterdr�ckt, fiel ihm auf, wie still es trotz allem hier unten war. Er hatte selbst einen Tag und eine Nacht zwischen Crons Gefangenen verbracht, und er hatte mehr als einmal erlebt, wie sie jedesmal in Panik gerieten, wenn ein Quorrl das unterirdische Verlies betrat. Er begriff erst jetzt, da� er nicht den mindesten Laut geh�rt hatte, w�hrend er mit den Quorrl k�mpfte, und etwas in ihm hatte auch die ganze Zeit �ber gesp�rt, was diese f�rchterliche Stille zu bedeuten hatte, denn er f�hlte nicht einmal Schrecken, sondern nur Entsetzen und Zorn und ein schmerzhaftes Akzeptieren dessen, was er l�ngst gewu�t hatte.</p><p>Die Gefangenen waren tot.</p><p>Die Quorrl, die er erschlagen hatte, waren keine W�chter gewesen, sondern das Exekutionskommando. Die zwei Dutzend M�nner und Frauen, die zu befreien er zur�ckgekommen war, lagen enthauptet auf dem Boden ihres Gef�ngnisses, s�uberlich in drei Reihen nebeneinander und an H�nden und F��en gefesselt. Sie mu�ten schon lange tot sein; vielleicht Stunden. Das Blut, das das faulige Stroh auf dem Boden schwarz gef�rbt hatte, war schon trocken. Es war alles umsonst gewesen.</p><p><emphasis>Und sinnlos, </emphasis>fl�sterte der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>in seinen Gedanken. <emphasis>Sie waren schon tot, als ihr den Hof verlassen habt.</emphasis></p><p>M�hsam drehte sich Skar wieder zu der Bestie um und sah sie an.</p><p>�Was willst du?� fragte er.</p><p><emphasis>Dich.</emphasis></p><p>�Mich?� Skar lachte; im ersten Moment aus blo�em Spott, dann wirklich, als ihm klar wurde, welchen Anblick sie bieten mu�ten, der <emphasis>Daij-Djan, </emphasis>die blutgierigste Bestie, die die Sch�pfung jemals hervorgebracht hatte, und er: ein verkr�ppelter, alter, sterbenskranker Mann, der kaum noch die Kraft hatte, sich auf den Beinen zu halten.</p><p><emphasis>Du kannst leben, </emphasis>fl�sterte der <emphasis>Daij-Djan. Unendlich leben. Unsterblichkeit. Und unbegrenzte Macht, Bruder. Die Macht eines Gottes. Es liegt in deiner Hand.</emphasis></p><p>�Nein�, st�hnte Skar. Wieder �berkam ihn Schw�che, aber diesmal war es nur die Reaktion seines gemarterten K�rpers, der die Kraftreserven, deren Skar sich bediente, l�ngst nicht mehr hatte. �Ver ... schwinde�, murmelte er. �Du kannst mich haben, wenn ... wenn ich dich rufe. Nicht eher. Das war unsere Abmachung!�</p><p><emphasis>Aber du </emphasis>hast <emphasis>mich gerufen.</emphasis></p><p>�Das ist nicht wahr!�</p><p><emphasis>Du tust es unentwegt, </emphasis>beharrte der <emphasis>Daij-Djan. </emphasis>Du wu�test, da� du keine Chance hattest, dies hier lebend zu �berstehen, ohne meine Hilfe. H�r auf, dich selbst zu bel�gen, Bruder - und mich. Du sagst, du willst meine Unsterblichkeit nicht? Aber du bedienst dich ihrer. Du tust Dinge, die du nicht k�nntest ohne meine Hilfe. Nicht ich bin es, der unsere Abmachung bricht, Bruder. Du bist es. Du brichst sie unentwegt. Du sagst, du brauchst meine Hilfe nicht, aber du zwingst mich, sie dir zu gew�hren.</p><p>Wieder sp�rte er, da� sich irgend etwas an dem <emphasis>Daij-Djan ... </emphasis>ver�ndert hatte. Er hatte niemals Zeichen von Ungeduld oder gar Nervosit�t an seinem Dunklen Bruder bemerkt; ja, bisher geglaubt, da� der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>zu solcherlei Empfindungen nicht einmal f�hig war, denn er war eine Kreatur der Ewigkeit, ein Wesen, das nie gelebt hatte und somit auch nicht sterben konnte. Zeit war bedeutungslos f�r ihn. Er hatte eine Million Jahre auf diesen Tag gewartet.</p><p>�Vielleicht wollte ich sterben�, antwortete Skar.</p><p><emphasis>Um mich zu vernichten. </emphasis>Der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>nickte, auf eine beunruhigend menschliche, nachdenkliche Art. <emphasis>Ich verstehe. Aber du t�uschst dich. Dein Tod w�rde nichts �ndern, und du wei�t das, Bruder. Ich gewinne.</emphasis></p><p>�Bist du sicher?� fragte Skar.</p><p><emphasis>Ich gewinne, wenn du lebst und tust, wozu du in dieses Land gekommen bist. Aber ich siege auch, wenn du stirbst. Es spielt keine Rolle. Ich kann nicht verlieren.</emphasis></p><p>�Dann bring mich doch um!� br�llte Skar. �Mach endlich ein Ende!�</p><p><emphasis>Ein Ende? </emphasis>Der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>lachte leise. <emphasis>Aber es f�ngt doch gerade erst an. </emphasis>Seine schwarze, t�dliche Klaue machte eine Bewegung zur T�r hin, und den schwarzen Schatten, die auf der Treppe lauerten.</p><p><emphasis>Komm mit, Bruder, </emphasis>sagte er. <emphasis>Komm und sieh, was ich f�r dich getan habe.</emphasis></p><p>Skar bewegte sich nicht. Der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>wandte sich um und ging zur T�r, und f�r den Bruchteil einer Sekunde war es Skar, als gl�he seine Gestalt unter einem unheimlichen inneren Feuer, verwandle sich in ein tobendes Inferno aus Milliarden und Abermilliarden winziger Funken, jeder so hei� wie die H�lle und jeder voller abgrundtiefer Bosheit und versengendem Ha�. Dann begriff er, da� es nur eine T�uschung gewesen war, ein Lichtreflex der Fackeln auf seiner spiegelnden schwarzen Haut aus Horn. �Warum hilfst du mir?� fragte er. �Warum tust du das alles, wenn mein Leben keine Rolle f�r dich spielt?�</p><p><emphasis>Weil du mein Bruder bist, </emphasis>antwortete der <emphasis>Daij-Djan, und ich dich liebe.</emphasis></p><p>Skar wollte es nicht. Er stemmte sich mit jedem bi�chen Willenskraft, das er noch hatte, gegen das verlockende Wispern in seinem Kopf. Aber er war nicht stark genug. Nach ein paar Augenblicken l�ste er sich von seinem Platz und folgte dem schwarzen Schatten seines h�llischen Bruders.</p></section><section><title><p id="_2">2.</p></title><p>Der Himmel im Osten begann sich grau zu f�rben, als Titch und Kiina auf den Hof zur�ckkehrten. Es war noch immer dunkel, und es war noch immer still; stiller sogar noch als in der Nacht, als Skar gekommen war, denn mittlerweile war auch der Wind erloschen, und die einzigen Laute, die das unheimliche Schweigen durchbrachen, waren das dumpfe Erdbebengrollen Ningas und die Ger�usche ihrer eigenen Schritte.</p><p>�Was ist hier geschehen?� fragte Titch. �Gro�er Gott, Skar - was hast du <emphasis>getan?�</emphasis></p><p>Skar antwortete nicht. Er hatte seine Worte geh�rt, ohne sie zu verstehen, so wenig, wie er die beiden unterschiedlichen Gestalten, die durch das Tor getreten und sich ihm z�gernd gen�hert hatten, wirklich als Titch und die junge <emphasis>Errish </emphasis>erkannt hatte. Er sa� auf der Treppe zu Crons Wohnhaus, reglos, mit angezogenen Knien, �ber die er das Schwert gelegt hatte, und sah mit starrem Blick auf den Hof hinab; so, wie er seit mehr als einer Stunde dasa�, ohne zu denken, ohne das Verstreichen der Zeit zu sp�ren oder die K�lte oder den Wind oder irgend etwas anderes als Entsetzen.</p><p><emphasis>Komm und sieh, was ich f�r dich getan habe, Bruder.</emphasis> Titch bewegte sich, sagte etwas, dessen Sinn ihm entglitt, ehe er danach greifen konnte, und machte eine Bewegung mit den H�nden, die seine Hilflosigkeit deutlicher als alles andere ausdr�ckte. Skar versuchte, seinen Blick vom Hof zu l�sen und den Quorrl anzusehen, aber er konnte es nicht. Der Anblick hielt ihn gefangen, nicht nur, weil er ihn l�hmte, sondern weil er ihn gleichzeitig auch mit einer schrecklich morbiden Faszination erf�llte, und <emphasis>diese </emphasis>war es, die ihn <emphasis>wirklich </emphasis>paralysierte; das Wissen, da� es etwas in ihm gab, einen bisher verborgenen, aber keineswegs <emphasis>netten </emphasis>Teil seines Ichs, das genau das gewollt hatte, und es noch immer wollte, hundertmal schlimmer. Das Entsetzen, das er versp�rte, galt viel mehr jenem dunklen Bereich seiner Seele, der pl�tzlich zu so f�rchterlicher Macht erwacht war. <emphasis>Komm und sieh, was ich f�r dich getan habe, Bruder.</emphasis> Die Quorrl waren tot.</p><p>Alle.</p><p>Die Stille, die Skar auf dem Weg hierher aufgefallen war, war das Schweigen des Todes gewesen, das Geschenk seines dunklen Bruders, der ihm - wieder einmal - den Weg geebnet hatte. Wenigstens war es das, was er sich einzureden versuchte. Sicher war er nicht.</p><p>Eine zweite, sehr viel kleinere Gestalt im schwarzen Mantel trat neben die Titchs, und obwohl Kiina kein Wort sagte, sondern ihn nur voller stummem Schrecken und Best�rzung ansah, war es viel mehr sie, die ihm half, seine L�hmung allm�hlich zu �berwinden, und nicht Titch. Vielleicht, weil er ein Quorrl war. Er erinnerte sich, da� auch Cron zu ihm gekommen war, im Laufe der Nacht, aber er erinnerte sich nicht, was er gesagt hatte, und wo er hingegangen war. M�hsam, als k�mpfe er gegen eine Zentnerlast an, hob er den Blick und sah in Kiinas Gesicht. Das Mondlicht verwandelte ihre Haut in blasses Porzellan. Ihre Augen waren gro� vor Schrecken und fast so schwarz wie die Titchs. Als sie die Hand hob und zitternd nach ihm ausstreckte, sah Skar, da� ihre Finger voller Blut waren; Blut, das dunkler als das eines Menschen war, von der gleichen, fast schwarzen Farbe wie die h��lichen Flecken, die sein Schwert besudelten, seine Knie und seinen Mantel und seine Hand, die sich noch immer so fest um den Griff der Waffe spannte wie im allerersten Moment.</p><p>Sie f�hrte die Bewegung nicht zu Ende, sondern trat an Titch vorbei und lie� sich in die Hocke sinken, so da� sich ihre Gesichter auf gleicher H�he befanden. �Was ist passiert?� fragte sie.</p><p>Er wollte sagen: <emphasis>Ich wei� es nicht.</emphasis></p><p>Er wollte sagen: <emphasis>Das ist nicht mein Werk. Das war das Ungeheuer. Die Bestie. Der Daij-Djan.</emphasis></p><p>Aber er tat es nicht. Es w�re keine Entschuldigung gewesen, nicht Titch und schon gar nicht sich selbst gegen�ber. Der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>war kein Alibi, kein Schuldiger, den er an seiner Stelle anprangern konnte, denn er war ein Teil von ihm selbst. Und er war ihm nicht halb so fremd, wie er sich bisher einzureden versucht hatte.</p><p>Statt dessen sch�ttelte er nur m�de den Kopf und verzog die Lippen zu einem bitteren, kalten L�cheln, das die Best�rzung in Kiinas Blick f�r einen Moment in Furcht verwandelte; eine Furcht, die eindeutig <emphasis>ihm </emphasis>galt, nicht dem Anblick der drei Dutzend erschlagener Quorrl auf dem Hof.</p><p>�Skar�, sagte Kiina. �H�rst du mich? Verstehst du, was ich sage?�</p><p>Er nickte. Sein L�cheln wurde eine Spur w�rmer, aber die Furcht in Kiinas Blick lie� nicht nach.</p><p>�Was ist passiert? Bist du ... verletzt?�</p><p>�Nein�, fl�sterte er, beinahe selbst ein wenig erstaunt, wieder reden zu k�nnen. �Ich bin... unverletzt. Mir fehlt nichts.� Er atmete tief ein, so schwer, da� es sich fast wie ein Seufzen anh�rte, l�ste endlich die Hand vom Griff des <emphasis>Tschekal </emphasis>und versuchte ungeschickt, die Waffe in ihre Umh�llung zur�ckzuschieben. Es gelang ihm nicht. Seine Finger waren verkrampft und nutzlos wie h�lzerne St�cke, von der Stunde, die sie vergeblich versucht hatten, den Griff des <emphasis>Tschekal </emphasis>zu zerbrechen; die Waffe entglitt ihm und fiel klirrend auf den Boden.</p><p>Kiina beachtete sie nicht, aber Titch b�ckte sich rasch danach, wischte das Schwert an seinem Mantel sauber und half Skar, es in die Scheide zu schieben. Sein Blick begegnete dem Skars, ohne da� Kiina es bemerkte, und Skar las die unausgesprochene Frage darin, die Titch qu�lte: <emphasis>Er?</emphasis></p><p>Er nickte, versuchte aufzustehen und sp�rte, da� er nicht mehr die Kraft dazu hatte. Nach dem Kampf gegen die Quorrl war er nur ersch�pft gewesen, aber diese eine, endlose Stunde, die er hier gesessen und auf das Geschenk seines h�llischen Bruders hinabgeblickt hatte, hatte ihn seiner letzten Kr�fte beraubt. Erst mit Titchs Hilfe gelang es ihm, sich zu erheben.</p><p>�Sie sind alle tot�, murmelte Skar. Er sah Titch an, dessen Gesicht unter dem Schuppenpanzer ebenso bleich und fassungslos war wie das Kiinas, wenn auch aus v�llig anderen Gr�nden. �Cron hat sie hinrichten lassen, noch ehe wir fort waren. Du hast das gewu�t?�</p><p>�Ja�, gestand Titch.</p><p>�Warum hast du es mir nicht gesagt?� In seiner Stimme hatte Vorwurf liegen sollen, eine Anklage, etwas, das ihm die Mitschuld an alldem hier geben sollte. Aber sie klang nur m�de.</p><p>�Es h�tte nichts ge�ndert.�</p><p>Aber das h�tte es, dachte Skar matt. Es h�tte <emphasis>alles </emphasis>ge�ndert. Er h�tte sich vielleicht geweigert, zu gehen, h�tte er es gewu�t, er h�tte vielleicht etwas Un�berlegtes oder T�richtes getan, aber er w�re <emphasis>ganz bestimmt nicht </emphasis>zur�ckgekommen.</p><p>Er sprach nichts von alldem aus, aber Titch las die Worte �berdeutlich in seinem Blick. Seine Miene verh�rtete sich. �Ja, ich hatte Angst!� stie� er hervor. �Ich hatte Angst vor dem hier. Ich hatte Angst, da� <emphasis>ganz genau das </emphasis>passiert!�</p><p>�Da� <emphasis>was </emphasis>passiert?� fragte Kiina verwirrt. Skar ri� seinen Blick m�hsam von dem Titchs los und sah das M�dchen an. Nat�rlich, dachte er - sie wu�te ja nichts von seinem Dunklen Bruder, dem <emphasis>Ding, </emphasis>das seit dem Tag seiner Geburt in ihm gewesen war und sein Leben bestimmt hatte, fr�her und viel mehr, als er bisher hatte wahrhaben wollen. Sie hatte die Toten gesehen und Skar, das blutige Schwert in seiner Hand und das Grauen auf seinen Z�gen, aber sie konnte nicht wissen, was <emphasis>wirklich </emphasis>passiert war.</p><p>�Nichts�, sagte er m�de. �Nicht das, was du glaubst, jedenfalls.� Er machte einen Schritt und sp�rte abermals, wie schwach er war. Seine Knie waren weich. Selbst das Gewicht des Mantels schien ihn zu Boden zerren zu wollen. Die �belkeit stieg jetzt in Wellen aus seinem Magen hoch, und in seinem Mund war Blut; noch immer oder schon wieder, das wu�te er nicht. Er taumelte, griff haltsuchend nach Titchs Schulter, verfehlte sie und w�re gest�rzt, wenn der Quorrl ihn nicht wieder aufgefangen h�tte. Alles drehte sich um ihn.</p><p>�Holt die... Pferde�, murmelte er. �Wir m�ssen weg.�</p><p>�Weg?� Titch lachte. �Du tr�umst, Satai. Du wirst nirgends hingehen, ehe deine Wunden versorgt sind und du ausgeruht bist. Au�er ins Land der Toten. Aber auf andere Art, als dir lieb ist.� Skar versuchte seine Hand abzustreifen, aber Titch schien es nicht einmal zu bemerken. Mit schon etwas mehr als sanfter Gewalt drehte er ihn herum und schob ihn auf die T�r zu Crons Wohnhaus zu. Mit der anderen Hand hielt er Kiina zur�ck, die ihnen folgen wollte, und deutete gleichzeitig auf die Reihe niedriger Holzbauten am gegen�berliegenden Ende des Hofes. �Geh und schau nach, ob Scrat noch am Leben ist. Wenn nicht, bring ihre Kiste mit den Heilkr�utern.�</p><p>Kiina antwortete irgend etwas, das Skar nicht verstand, und trotz seiner Schw�che und der �belkeit, die jetzt immer schlimmer wurde, scho� ihm der Gedanke durch den Kopf, da� es Wahnsinn war, dieses halbe Kind loszuschicken. Der erste Quorrl, der ihr begegnete, w�rde sie t�ten. Aber er hatte nicht einmal mehr die Kraft, den Gedanken laut auszusprechen; und es h�tte auch nicht viel genutzt, denn Kiina drehte sich unverz�glich um und verschwand mit raschen Schritten in der Dunkelheit; froh, eine Aufgabe zu haben und irgend etwas zu <emphasis>tun.</emphasis></p><p>Sie betraten das Haus, das immer noch hell erleuchtet war, aber von der gleichen furchtbaren Stille erf�llt war wie der ganze Hof. Ein toter Quorrl in der Uniform der Tempelgarde lag auf den Stufen der Treppe, die ins obere Gescho� hinauff�hrte, und Skar fragte sich, ob auch hier alles Leben ausgel�scht war, oder ob die Bestie sich damit zufrieden gegeben hatte, nur die Krieger zu vernichten.</p><p>Titch stie� die erstbeste T�r auf, an der sie vorbeikamen, und schob Skar in den dahinterliegenden Raum. Es war ein kleines, fast leeres Zimmer, in dem nur einige Truhen und Kisten standen, auf deren gr��te der Quorrl ihn unsanft bugsierte, ihn aber festhielt, bis er sicher war, da� Skar aus eigener Kraft sitzen konnte.</p><p>�Was ist passiert?� fragte er.</p><p>Skar hob den Kopf. Er sah Titchs Gesicht nur wie durch einen Schleier aus Tr�nen und formlosen Nebelfetzen, aber er erkannte den Ausdruck darauf trotzdem. Er hatte ihn schon einmal gesehen; an dem Tag, als Titch das erste Mal dem <emphasis>Daij-Djan </emphasis>begegnete - und begriffen hatte, wer Skar <emphasis>wirklich </emphasis>war.</p><p>�Sag die Wahrheit!� verlangte Titch. �Wir sind allein. Das M�dchen h�rt uns nicht.�</p><p>�Du bringst sie um, du Idiot�, sagte Skar matt. �Der erste Quorrl, der ihr begegnet, wird sie t�ten.�</p><p>�Kaum�, antwortete Titch hart. �Der einzige Quorrl, der auf diesem Hof noch lebt, bin ich. Was ist hier passiert?� Er z�gerte unmerklich, ehe er hinzuf�gte: �Er?�</p><p>Skar nickte. Er konnte nicht mehr sprechen. Aus der �belkeit wurde Brechreiz, der durch den Geschmack des Blutes in seinem Mund nur noch verst�rkt wurde. Ersch�pft lie� er die Schultern nach vorne sinken, st�tzte die Ellbogen auf die Knie auf und k�mpfte darum, nicht nach vorne zu fallen und das Bewu�tsein zu verlieren.</p><p>�Er war die ganze Zeit �ber in unserer N�he�, sagte Titch. �Du hast es gewu�t. Immer. Er war... immer bei uns. Bei <emphasis>dir.�</emphasis> Und erst jetzt begriff Skar den <emphasis>wirklichen </emphasis>Grund f�r Titchs Entsetzen. Er hob abermals den Kopf, und als er jetzt in Titchs Gesicht blickte, sah er, da� aus dem Entsetzen in seinem Blick Zorn geworden war, ein w�hlender, vernichtender Zorn, der an Ha� grenzte. Es waren nicht die Toten. Titch war ein Krieger und zudem ein Quorrl, dessen Verh�ltnis zum Tod v�llig anders war als das Skars oder irgendeines anderen Menschen, und dazu kam, da� er die Tempelgarde fast ebenso ha�te wie ihre Feinde. Er h�tte diese M�nner dort drau�en selbst get�tet, w�re er dazu in der Lage gewesen.</p><p>�Du hast die ganze Zeit �ber nur mit mir gespielt, nicht wahr?� fragte er.</p><p>�Das ist... nicht wahr�, widersprach Skar, aber er war zu schwach, um den Protest in seiner Stimme glaubhaft klingen zu lassen, und die Toten dort drau�en auf dem Hof behaupteten zu laut das Gegenteil, als da� Titch ihm glauben konnte. Die H�nde des Quorrl begannen zu zittern.</p><p>�Du warst nie in Gefahr�, fuhr er fort. �Er war immer da. Er hat immer auf dich acht gegeben. Was wolltest du? Herausfinden, wie weit die Freundschaft eines Quorrl geht? Oder hast du mich nur mitgenommen, damit dir die Zeit auf der Reise nicht zu lang wird?�</p><p>Titch wu�te selbst, da� er Unsinn redete. Aber Skar verstand ihn trotzdem. Der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>war sein schlimmster Alptraum, aber f�r den Quorrl war er mehr, tausendmal mehr. Er war sein Teufel, der D�mon, der nicht nur sein Leben, sondern die Existenz seines ganzen Volkes �berschattete, und anders als die D�monen der Menschen waren die der Quorrl h�chst real. Was h�tte er, Skar, umgekehrt gesp�rt, h�tte er herausgefunden, da� der Mann, den er f�r seinen Freund gehalten hatte, mit dem Teufel im Bunde war?</p><p>Titch deutete sein Schweigen falsch. �Du hast es die ganze Zeit �ber gewu�t�, sagte er noch einmal. �Von Anfang an. Du brauchtest mich nur, um hierherzukommen, und -�</p><p>�Das ist nicht wahr�, unterbrach ihn Skar. �Ich hasse ihn so sehr wie du. Und er ist alles andere als mein Verb�ndeter. Verdammt, sieh mich doch an! Ich sterbe!� Der Zorn gab ihm noch einmal neue Kraft. Er hob den Arm und streckte Titch seine Hand entgegen. Seine Finger waren voller Blut, aber die Haut darunter war bleich und eingerissen wie altes Pergament und hatte im gelben Schein der �llaterne einen kr�nklichen, fast grauen Farbton angenommen. �Glaubst du, das w�re so, wenn ich...� Er suchte nach Worten. �Wenn ich auf seiner Seite st�nde?�</p><p>Titch antwortete nicht, aber die Art, auf die er ihn ansah, war beredter als alles, was er h�tte sagen k�nnen. Vielleicht w�rde nie wieder Vertrauen zwischen ihnen sein, dachte Skar bitter. Aber auch das war nichts als ein weiterer Teil des b�sen Geschenkes, das ihm die G�tter in die Wiege gelegt hatten. Sein ganz pers�nlicher Fluch. Seine Freundschaft war wie Gift. Sie vernichtete die, denen er sie schenkte, und machte die, die sie nicht verderben konnte, unweigerlich zu seinen Feinden.</p><p>�Wer bist du wirklich?� fragte Titch. �Wer bist du, Satai? <emphasis>Was </emphasis>bist du?!�</p><p>Wie oft hatte er diese Frage schon geh�rt? Und wie oft hatte er sie sich selbst gestellt, in den letzten Jahren? Aber sie hatte niemals so weh getan wie jetzt, als er sie aus Titchs Mund h�rte, der letzten Kreatur auf dieser Welt, die ihm noch vorbehaltlos vertraut hatte. Bisher.</p><p>F�r einen Moment war er nahe daran, dem Quorrl alles zu erz�hlen. Aber statt dessen sch�ttelte er nach ein paar Augenblicken nur den Kopf und verbarg wieder das Gesicht zwischen den Fingern. �Ich wollte, ich w��te es�, fl�sterte er. �Bei Gott, Titch, ich wollte, ich w��te es.�</p></section><section><title><p id="_3">3.</p></title><p>Sein Zeitgef�hl war so vollst�ndig erloschen wie seine F�higkeit, irgend etwas anderes zu empfinden als Furcht und Verbitterung. Er wu�te nicht, ob Minuten oder Stunden vergangen waren, bis Kiina zur�ckkehrte. Titch hatte ihn f�r eine kurze Weile allein gelassen, um sich im Haus umzusehen und ihm etwas zu trinken zu bringen, und er mu�te wohl eingeschlafen sein, denn das n�chste, woran er sich klar erinnerte, waren Titchs schuppige Finger, die seinen Kopf hielten und ihn zwangen, die Lippen zu �ffnen und zu trinken; eine bittere, scharf schmeckende Fl�ssigkeit, die zuerst einen leisen Schmerz und dann wohltuende W�rme in seiner Kehle und danach in seinem Magen ausl�ste. Und ein nicht minder schuppiges Gesicht, das neben dem Titchs auf ihn herabstarrte und mindestens dreimal so alt war wie das seine.</p><p>Skar war froh, Scrat zu sehen. Anders als Titch war er nicht davon �berzeugt gewesen, da� der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>alle Quorrl auf diesem Hof get�tet hatte. Trotz ihrer uners�ttlichen Blutgier war die Bestie nicht dumm; wenn sie t�tete, dann nur, wenn es Sinn hatte. Und er war doppelt erleichtert, die alte Quorrl-Heilerin unversehrt zu erblicken; nicht nur, weil er Hilfe jetzt vielleicht dringender ben�tigte als je zuvor. Den Gedanken, da� der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>alles Leben auf diesem Hof ausgel�scht haben k�nnte, h�tte er nicht ertragen.</p><p>Er wu�te nicht, was Titch ihm da einfl��te, aber es wirkte; und es wirkte �berraschend schnell. Skar konnte regelrecht f�hlen, wie sich nach der W�rme eine Woge neuer Kraft in seinem K�rper ausbreitete, so schnell, da� er f�hlen konnte, wie Schmerz und �belkeit erloschen und eine neue, nerv�se Energie seine Glieder durchstr�mte. Und es vertrieb nicht nur seine <emphasis>k�rperlichen </emphasis>Beschwerden. Mit der Mattigkeit und dem Schmerz aus seinen Gliedern wich auch gleichzeitig die D�sternis aus seinen Gedanken. Er hatte das Gef�hl, da� er f�r diese - geliehene - Kraft bitter w�rde bezahlen m�ssen, aber das war ihm im Moment gleich. Was er jetzt brauchte, das war ein klarer Kopf und die F�higkeit, aus eigener Kraft auf den Beinen stehen zu k�nnen, und zu beidem verhalf ihm Scrats Trank.</p><p>Trotzdem blieb er reglos sitzen, als die Quorrl Titch einfach beiseite schob und damit begann, seinen K�rper in Augenschein zu nehmen, rasch und sehr kundig, aber nicht besonders behutsam. Titch und sie wechselten ein paar Worte, w�hrend Kiina einige Schritte abseits stand und dem Tun der alten Quorrl voller unverhohlenem Mi�trauen zusah.</p><p>Skar mu�te ein paarmal die Z�hne zusammenbei�en, um nicht vor Schmerz aufzust�hnen, als Scrat seine Wunden s�uberte und frische Verb�nde anlegte, die sie mit einer �belriechenden, heftig brennenden Salbe bestrich. Sie arbeitete schnell und mit einer Pr�zision, die in krassem Gegensatz zu ihrem Alter und dem Zittern ihrer H�nde stand, aber Skar registrierte auch, da� sie es ohne Anteilnahme tat. Sie behandelte ihn wie eine �rztin, die sie war, aber sie tat es auf eine Art, als versorge sie ein kostbares Tier.</p><p>�F�hlst du dich kr�ftig genug, um zu gehen?� fragte Titch, als Scrat sich �chzend aufgerichtet und einen Schritt zur�ckgetreten war.</p><p>�Das wird er�, antwortete die Quorrl an seiner Stelle. �Aber er ist es nicht.�</p><p>Titch fauchte ein einzelnes, zornig klingendes Wort in seiner Muttersprache, das Scrat mit einem trotzigen Blick quittierte, und wollte die Quorrl einfach aus dem Weg schieben, aber Kiina fiel ihm in den Arm.</p><p>�Was hat sie damit gemeint?� fragte sie mi�trauisch.</p><p>�Der Trank, den er ihm gegeben hat�, sagte Scrat, ohne Titchs warnenden Blick zu beachten. �Er macht ihn stark, Menschenkind. Aber er l��t ihn nur glauben, er w�re es. In Wahrheit nutzt er Kr�fte, die er brauchte, um zu leben, nicht um sich zu <emphasis>bewegen.�</emphasis></p><p>Kiina sah den Quorrl gleicherma�en ver�rgert wie �berrascht an, und Titch machte einen zornigen Schritt auf Scrat zu. �Es ist gut�, mischte sich Skar in den beginnenden Streit ein. �Ich werde vorsichtig sein. Ich danke dir f�r deine Hilfe.� Er sah Titch fragend an. �Die anderen ...?�</p><p>�Leben alle noch�, sagte Titch. �Sie haben nicht einmal gemerkt, was passiert ist.� Er machte eine Geste zur T�r. �Cron will uns sehen.�</p><p>Obwohl er allen Grund dazu gehabt h�tte, dachte Skar, klang er nicht erleichtert, sondern eher besorgt. H�tte er es nicht besser gewu�t, w�re er angesichts Titchs sonderbarer Reaktion sicher gewesen, da� er auch Crons Familie und Gesinde lieber tot als lebendig gesehen h�tte.</p><p>Er verscheuchte den Gedanken, streifte seinen Mantel wieder �ber und bedeutete Titch mit Gesten, voran zu gehen. Kiina wollte sich ihnen anschlie�en, aber Titch sch�ttelte den Kopf. �Bleib zur�ck�, sagte er. �Ich traue Cron nicht.�</p><p>�Ich denke nicht daran, allein hier zu bleiben!� widersprach Kiina heftig. �Wie sicher, glaubst du wohl, w�re ich hier allein, wenn ihr nicht zur�ckkommt?�</p><p>�Titch hat recht�, mischt sich Scrat ein. �Besser, du bleibst hier. Ich will auch nach dir sehen.�</p><p>�Mir fehlt nichts!� sagte Kiina trotzig. <emphasis>Und schon gar nichts, was eine </emphasis>Quorrl <emphasis>heilen k�nnte, </emphasis>f�gte ihr Blick hinzu. Aber wenn Scrat die unausgesprochene Beleidigung �berhaupt bemerkte, dann schien sie sie nicht sonderlich zu st�ren. Mit der Selbstverst�ndlichkeit, mit der das Alter �ber den Widerspruch der Jugend offensichtlich bei allen V�lkern hinwegging, ergriff sie Kiinas Arm und zwang sie fast gewaltsam, auf der Truhe Platz zu nehmen, auf der Skar bisher gesessen hatte. Kiina protestierte lautstark und versuchte sich zu wehren, aber das eine war so sinnlos wie das andere: Scrat reagierte nicht auf ihren Protest und die Beschimpfungen, die sie hineinflocht, und sie war zwar alt, aber sie war eine <emphasis>alte Quorrl, </emphasis>und somit immer noch gut f�nfmal so stark wie das M�dchen.</p><p>�Tu, was sie sagt�, sagte Titch ungeduldig. �Vielleicht ist sie der letzte Quorrl, der dir jemals helfen wird, nach dem, was heute passiert ist.� Er drehte sich um und �ffnete die T�r, und sie verlie�en die Kammer, ehe Kiina abermals widersprechen und wom�glich eines ihrer endlosen Streitgespr�che vom Zaun brechen konnte.</p><p>Das Haus war noch immer so unheimlich still, als Skar dicht hinter dem Quorrl auf den Gang hinaustrat. Dann h�rte er Ger�usche: das Poltern von Schritten �ber ihren K�pfen und Stimmen, die durch eine nur halb geschlossene T�r drangen, aber all diese Laute klangen sonderbar unwirklich und d�ster, die Stille schien noch immer da zu sein, als w�re aus der blo�en Abwesenheit von Ger�uschen etwas anderes geworden, das sich nicht mehr vertreiben lie�. Unbehaglich sah er sich um, und als sein Blick Titchs Gesicht streifte, wu�te er, da� es keine Einbildung war. Auch der Quorrl sp�rte es.</p><p>Sie fanden Cron in der gro�en Kammer, in der er auch das erste Mal mit ihnen gesprochen hatte, sogar in der gleichen Haltung auf dem geschnitzten Thron hockend, die m�chtigen H�nde auf den Knien aufgest�tzt und die Schultern leicht nach vorne gebeugt, so da� er wie eine zu gro� geratene, schuppige Kr�te aussah.</p><p>Aber das war auch alles, was Skar an den Cron erinnerte, den er kennengelernt hatte.</p><p>Der Quorrl hatte sich v�llig ver�ndert, so radikal, da� Skar ihn wirklich nur noch an seiner h�nenhaften Gestalt erkannte. Der Quorrl, den er als Herrn dieses Hofes kennengelernt hatte, war ein Gigant gewesen, nicht nur k�rperlich. Er hatte Kraft und Entschlossenheit verstr�mt wie einen sp�rbaren Geruch, und es war l�ngst nicht nur seine imposante Erscheinung gewesen, die Skar sich in seiner N�he wie einen Zwerg hatte f�hlen lassen.</p><p>Nichts war davon geblieben. Was Titch und ihm jetzt gegen�bersa�, das war ein gebrochener Mann, in dessen Augen sich Entsetzen breitgemacht hatte, das nie wieder v�llig erl�schen sollte. Seine Bewegungen waren matt, und der Spott, der in seiner Stimme liegen sollte, klang einfach nur mitleiderregend.</p><p>�La� deine Waffe stecken�, sagte Cron, als Titch in einer instinktiven Geste die Hand auf das Schwert in seinem G�rtel legte. �Du brauchst sie nicht.�</p><p>Titchs Hand l�ste sich tats�chlich wieder vom Schwert, aber seine Haltung blieb angespannt. Er trat einen halben Schritt zur�ck und machte mit der freien Hand eine Geste zu Skar, Cron nicht n�her zu kommen. Der Quorrl bemerkte die Bewegung sehr wohl, aber er reagierte nicht darauf. Sein Blick war starr auf Skars Gesicht gerichtet, und es war ein Blick, unter dem Skar sich sofort unwohl zu f�hlen begann, denn das Feuer darin, das Titch f�r Zorn oder gar Ha� zu halten schien, war in Wirklichkeit Angst. Die Vorstellung, da� ein Wesen wie dieser gigantische Quorrl vor einem Menschen <emphasis>Angst </emphasis>haben sollte, erschien Skar im ersten Augenblick absurd. Aber es war so. �Ihr m��t fort�, sagte Cron unvermittelt. �Ihr k�nnt nicht... nicht hierbleiben.�</p><p>Skar tauschte einen �berraschten Blick mit Titch. Cron sprach schleppend; m�hsam und mit jener �bertriebenen Betonung, die verriet, wie sehr er sich anstrengen mu�te, um �berhaupt zu reden. Seine gewaltigen Pranken spannten sich um die Lehnen seines Thronsessels, da� das steinharte Holz knirschte. Als sich sein Blick endlich von dem Skars l�ste und er wieder Titch ansah, wirkte er wie ein Mann, der versuchte, aus einem tiefen Schlaf zu erwachen, aber gro�e Schwierigkeiten damit hatte.</p><p>�Hast du uns rufen lassen, um uns <emphasis>das </emphasis>zu sagen?� erkundigte sich Titch mi�trauisch.</p><p>Cron lachte: ein d�sterer, klirrender Laut, der tief aus seiner Kehle kam und Skar erschaudern lie�. Ohne da� er sich der Bewegung im ersten Moment selbst bewu�t wurde, kroch seine Hand wie die Titchs zuvor zum G�rtel und schmiegte sich um die Waffe, die darin steckte. Von Cron ging eine sp�rbare Bedrohung aus; aber er war nicht sicher, ob sie wirklich Titch und ihm galt.</p><p>�Ihr seid die, die sie suchen�, sagte Cron pl�tzlich.</p><p>�Wovon sprichst du?� sagte Titch. Er warf Skar einen warnenden Blick zu, nichts Unbedachtes zu sagen, und Cron registrierte auch dies. Skar nickte fast unmerklich, wobei er sich abermals der Tatsache bewu�t war, da� keine noch so winzige Einzelheit ihres stummen Zwiegespr�ches Cron entgehen konnte.</p><p>�Spiel nicht mit mir�, sagte Cron �rgerlich.</p><p>Titch sah ihn fragend an, und Cron erwachte nun auch k�rperlich aus seiner Starre und beugte sich in seinem Stuhl vor. Obwohl er sa�, war er noch immer einen guten Kopf gr��er als Skar und wirkte selbst jetzt noch beeindruckender als Titch, der selbst f�r einen Quorrl ein Gigant war. Skar mu�te sich beherrschen, um nicht unwillk�rlich einen Schritt vor Cron zur�ckzuweichen. Etwas sagte ihm, da� vielleicht ihrer beider Leben davon abhing, da� er jetzt keine Schw�che zeigte.</p><p>�Sie haben mir nicht gesagt, <emphasis>warum </emphasis>alle Gefangenen get�tet werden sollten�, fuhr Cron fort, als weder Skar noch Titch auf seine Frage antworteten. �Aber jetzt wei� ich es. Sie suchen jemanden. Einen <emphasis>Menschen. </emphasis>Einen ganz bestimmten Menschen.� Sein Zeigefinger deutete anklagend auf Skar. <emphasis>�Dich.�</emphasis></p><p>�Und wenn es so w�re?�</p><p>Titch fuhr unmerklich zusammen und warf Skar einen fast beschw�renden Blick zu, aber diesmal reagierte Skar nicht darauf. Cron hatte vollkommen recht: die Zeit, Katz und Maus miteinander zu spielen, war endg�ltig vorbei.</p><p>�Ich habe mich gefragt, warum�, fuhr Cron fort. <emphasis>Er </emphasis>sah Titch an, lachte wieder dieses rauhe, durch und durch humorlose Lachen und wandte sich wieder an Skar. �Ich habe mich gefragt, was an einem einzelnen Mann so gef�hrlich sein k�nnte, da� die gesamte Tempelgarde ausr�ckt, um ihn zu suchen. Ich habe mich gefragt, was ein einzelner Mensch wohl tun k�nnte, die Tempelpriester selbst zum Eingreifen zu zwingen. Jetzt wei� ich es.�</p><p>�Du redest Unsinn�, begann Titch. �Du -�</p><p>�Schweig!� donnerte Cron. F�r einen Moment, nur f�r den Augenblick, den er brauchte, dieses eine Wort auszusprechen, war er wieder der alte Cron; ein Quorrl, in dessen Blick eine so zwingende Macht lag, da� selbst Titch nicht widersprach. Aber schon in der n�chsten Sekunde sank der Quorrl wieder zur�ck. Er schlo� die Augen.</p><p>�Ihr habt nichts von mir zu bef�rchten�, sagte er. �Wenn es das ist, was du h�ren willst. Ich kann euch helfen. Viel mehr, als du glaubst, Titch.�</p><p>�Ja�, grollte Titch. �M�glichst schnell nach Ninga zu kommen. Auf den Opferaltar. Oder in die Folterkammer der Tempelpriester.� Er machte ein abf�lliges Ger�usch und wollte sich umdrehen, aber Skar hielt ihn zur�ck.</p><p>�Warte�, sagte er. �La� ihn reden.�</p><p>Titchs Augen blitzten zornig auf. �Reden?� schnappte er. �Wor�ber? Und wie lange vor allem? Bis Verst�rkung aus Ninga hier ist und sie uns festnehmen k�nnen?�</p><p>�Du warst schon immer ein Narr, Titch�, sagte Cron ruhig. �Und du hast dich nicht ver�ndert.�</p><p>Titch ignorierte ihn. �Wir sollten gehen, solange wir es noch k�nnen�, sagte er zornig. �Wir h�tten gar nicht kommen sollen.�</p><p>�Das stimmt�, sagte Cron. �Ihr h�ttet nicht kommen sollen. Aber die G�tter haben nun einmal bestimmt, da� ihr es tatet.�</p><p>�Die G�tter?� Titch lachte leise. �Du wei�t ja nicht, was du da redest, Cron.�</p><p>�Dann erkl�re es mir�, verlangte der Quorrl. Er zeigte nicht die mindeste Spur von �berraschung. Er hatte Titchs Bemerkung �ber die G�tter durchaus geh�rt und als das eingestuft, was sie war: n�mlich sehr viel mehr als eine blo�e <emphasis>Redewendung, </emphasis>aber er wirkte nicht erschrocken oder auch nur irritiert, sondern blo� neugierig. Auf eine Art, dachte Skar, als wisse er mehr, als er bisher zugegeben hatte.</p><p>Und auch Titch schien das zu sp�ren, denn er z�gerte merklich. Dann aber sch�ttelte er erneut und noch heftiger den Kopf und machte eine Geste zur T�r hin. �Verschwinden wir.�</p><p>�Nein�, sagte Skar z�gernd. �Warte. Vielleicht... k�nnen wir ihm trauen.�</p><p>�Trauen?� Titch schrie fast. �Nach dem, was passiert ist?� Er warf Cron einen gleicherma�en ver�chtlichen wie mi�trauischen Blick zu. �Ich habe ihm nie wirklich getraut, Skar, so wenig wie er mir.�</p><p>�Warum seid ihr dann hier?� fragte Cron.</p><p>Titch fuhr herum. �Weil ich dich kenne, Cron�, sagte er. �Du ha�t mich, fast so sehr wie ich dich. Aber noch mehr als mich ha�t du die Herrscher in Ninga. Und du bist ein aufrechter Mann. Du w�rdest mir mit Freuden die Kehle durchschneiden - aber nicht, so lange du in meiner Schuld stehst. Und das tust du.�</p><p>�Vielleicht tue ich es immer noch.�</p><p>Titch lachte. �Nach dem, was heute nacht geschehen ist?� Er sch�ttelte heftig den Kopf. �Ich wei� nicht, warum Skar dir pl�tzlich traut - aber ich kenne dich besser.� Er wandte sich an Skar. Seine Stimme wurde fast beschw�rend.</p><p>�Vielleicht ist dir nicht klar, was jetzt geschehen wird�, sagte er. �Aber sie werden den Tod dieser Krieger nicht hinnehmen. In drei Tagen, sp�testens eine Woche, gibt es diesen Hof nicht mehr.�</p><p>�Ich wei߫, antwortete Skar. �Und es tut mir leid.�</p><p>�Das ist nicht n�tig�, sagte Cron leise. Er deutete auf Skar. �H�tte er es nicht getan, dann h�tte ich den <emphasis>Bestimmer </emphasis>erschlagen. Und die, die mit ihm gekommen sind.�</p><p>Skar wu�te im ersten Moment nicht genau, was ihn mehr �berraschte - das, was Crons Worte bedeuteten, oder der Umstand, da� der Quorrl wahrhaftig anzunehmen schien, <emphasis>er allein</emphasis> h�tte dieses Massaker unter den Kriegern angerichtet.</p><p><emphasis>Vielleicht hatte er es ja.</emphasis></p><p>Er verscheuchte den Gedanken und wandte sich mit einem fragenden Blick an Cron. �Ich f�rchte, ich... verstehe nicht, was du meinst�, sagte er unsicher. �Ich habe -�</p><p>Cron unterbrach ihn mit einer abgehackt wirkenden Handbewegung. �Ich wei� nicht, wer du bist, Satai�, sagte er. �Ich wei� nicht, <emphasis>was </emphasis>du bist. Aber ich wei�, was du getan hast. Und du wei�t, was es bedeutet. Spiel nicht mit mir. Ich bin es m�de, zu l�gen.� Wie um seine Worte zu unterstreichen, lie� er sich schwer gegen die geschnitzte R�ckenlehne des Sessels fallen und seufzte; ein lang anhaltender, schmerzerf�llter Laut, der seine Ersch�pfung deutlicher machte als alle Worte. �Ich habe gelogen, so lange ich denken kann, Satai�, fl�sterte er, mit geschlossenen Augen und einer Stimme, die voller Bitterkeit und Schmerz war. �Mein ganzes Leben war eine L�ge. <emphasis>Ich </emphasis>bin eine L�ge.�</p><p>�Was soll das bedeuten?�</p><p>Cron �ffnete m�hsam die Augen und lachte. �Frag deinen Freund, Satai. Er kann es dir erkl�ren. Er wei� es. Ich glaube, er wei� es schon lange. Nicht wahr, Titch?�</p><p>Titch nickte. �Schon als ich dich das erste Mal sah. Schon vorher.�</p><p>�Und trotzdem hast du geschwiegen?�</p><p>Titch wollte antworten, aber Cron machte eine Handbewegung, zu schweigen, und drehte sich wieder zu Skar um. �Die Zeit der L�gen ist vorbei, Satai. Sie werden kommen und mich t�ten, mich und alle anderen. Dein Freund hat recht - in ein paar Tagen wird es diesen Hof nicht mehr geben, und an Cron wird nur noch eine verbrannte Ruine erinnern; und vielleicht die Narben, die ich ihnen schlagen werde, ehe sie mich t�ten. Aber es spielt keine Rolle mehr. Es ist gut so, wie es gekommen ist. Vielleicht haben die G�tter dich zu mir geschickt, vielleicht der Teufel. Du bist nun einmal da, und was du getan hast, ist getan worden. Vielleicht wurdest du gesandt, um das zu tun, wozu ich zu feige war.�</p><p>�Was zu tun?� fragte Titch betont.</p><p>�Ihn zu erschlagen!� antwortete Cron mit unerwarteter Heftigkeit. �Diesen verdammten Tyrannen in Ninga seinen Kopf zu schicken, als die Antwort, die ihnen geb�hrt.�</p><p>Skar sah �berrascht zu Titch, aber auch dem Quorrl schien der Sinn dieser Worte nicht ganz klar. Er deutete ein Achselzucken an und machte eine fast hilflose Handbewegung, ehe er sich wieder an Cron wandte: �Du meinst den -�</p><p>�Den <emphasis>Bestimmer!� </emphasis>antwortete Cron heftig. Er spie das Wort aus wie eine Beschimpfung. �Dieser verdammte Tyrann, der sich als Gott d�nkt. Mein Leben lang habe ich unter ihm gelitten, wie alle anderen. Aber ich war zu feige, mich zu wehren. Ihr glaubt, ihr h�ttet mein Leben zerst�rt? Das habt ihr nicht. Ihr habt nur getan, wozu ich nicht den Mut hatte. Wenn ich sterbe, dann ist es die gerechte Strafe der G�tter f�r meine Feigheit.�</p><p>�Sie sind nicht gerecht�, sagte Skar. Titch fuhr abermals zusammen, und diesmal war in seinem Blick viel mehr Zorn als Warnung, aber Cron schien die Bemerkung �berh�rt zu haben. �Krieger!� stie� er hervor. �Wei�t du, was er von mir verlangt hat? Er wollte <emphasis>Krieger! </emphasis>Die Brut eines Jahres, damit sie ihr verdammtes Heer auffrischen k�nnen. Wir brauchen M�nner und Frauen, die auf den Feldern arbeiten. Die H�user bauen und Krankheiten heilen und das Vieh h�ten, und sie wollen Krieger. Immer nur Krieger!�</p><p>Skar verstand nicht ein Wort. Sein Blick irrte verst�rt zwischen Cron und Titchs Gesicht hin und her, und was er auf den Z�gen des Quorrl-Kriegers las, steigerte seine Verwirrung noch mehr. Titch wirkte erschrocken, ja, fast entsetzt, und pl�tzlich erinnerte sich Skar wieder einer Bemerkung, die Titch irgendwann einmal gemacht hatte, ohne da� er ihren wahren Sinn - oder zumindest ihre Tragweite - wirklich begriffen hatte: <emphasis>Wir werden als Krieger gezeugt, Skar.</emphasis></p><p>�Krieger!� sagte Cron noch einmal. �Unser Volk blutet aus. Unsere Kinder hungern, weil nicht genug M�nner und Frauen da sind, um die Felder zu bestellen, und aus den eisigen Bergen des Nordens r�cken die Ungeheuer n�her, weil es keine J�ger mehr gibt, sie im Zaum zu halten. Krankheiten breiten sich aus, weil unsere Heiler sterben, aber es gibt keine neuen. Und sie wollen Krieger von mir!�</p><p>�Aber der <emphasis>Bestimmer </emphasis>-�, begann Titch, um sofort wieder von Cron unterbrochen zu werden.</p><p>�Der <emphasis>Bestimmer!� </emphasis>br�llte der Quorrl. �Ich habe gefleht, gebettelt, gedroht. Ich habe ihm den Hof gezeigt. Die Greise, die die Arbeit von M�nnern verrichten m�ssen. Die Felder, die ver�den, und die Ernten, die das Ungeziefer auffri�t, weil keiner mehr da ist, sie einzubringen! Er hat nur gelacht.�</p><p>Skar erinnerte sich des heftigen Streites zwischen Cron und dem in dem buntbestickten Mantel. Jetzt wu�te er wenigstens, worum es dabei gegangen war. Nur verstand er es nicht. Jedes Wort, das Cron sprach, steigerte seine Verwirrung eher noch. Mit einer hilflosen Geste wandte er sich an Titch. �Wovon redet er?�</p><p>�Sp�ter�, sagte Cron rasch. �Er kann dir alles erkl�ren. Der Weg, der vor euch liegt, ist weit genug, und ihr werdet froh sein, etwas zum Reden zu haben. Jetzt ist keine Zeit.�</p><p>�Welcher Weg?� fragte Titch.</p><p>Cron lachte leise. �In die H�hlen von Caran.�</p><p>Was immer sich hinter diesem Namen verbarg - es reichte aus, Titch unter seinem Schuppenpanzer erbleichen zu lassen. �Du -�</p><p><emphasis>�Ich�, </emphasis>unterbrach ihn Cron mit erhobener Stimme und Hand, �bin vielleicht ein Feigling, Titch, aber ich bin nicht halb so dumm, wie du glaubst.� Er lachte hart. �Ich habe die L�gengeschichte, die du mir aufgetischt hast, keine Sekunde lang geglaubt. Ich bin selbst ein zu guter L�gner, um die Unwahrheit nicht zu erkennen, wenn ich sie h�re. Vor allem, wenn sie von einem kommt, der das L�gen so wenig gewohnt ist wie du, Titch.� Er beugte sich leicht im Sessel vor und deutete mit der Hand auf Skar. �Ihr wollt nach Ninga, du und dieser Satai und das Menschenjunge, das euch begleitet. Ich wei� nicht, was ihr dort wollt, und ich denke, es ist vielleicht sogar besser, wenn ich es nicht wei�. Aber ich wei�, da� ihr ganz bestimmt nicht dorthin wollt, weil du deine Familie suchst, Titch. Und diese beiden sind nicht bei dir, weil du irgendein n�rrisches Gel�bde abgelegt hast.�</p><p>Skar sah Titch verwundert an. �Ist es das, was du ihm erz�hlt hast?�</p><p>�Und wenn?� knurrte Titch.</p><p>�Dann hat er recht�, antwortete Skar. �Jedes Kind h�tte sich eine bessere Geschichte ausdenken k�nnen.�</p><p>�Ich kann euch helfen�, sagte Cron. �Es ist m�glich, in den Tempel einzudringen. Es ist schwer, aber es ist m�glich. Ich kann euch sagen, wie.�</p><p>�Wie kommst du auf die Idee, da� wir das wollen?� fragte Skar mi�trauisch.</p><p>�Weil du stirbst, Satai�, antwortete Cron. �Weil das Menschenjunge und du den Tod in euch tragt.�</p><p>�Unsinn�, sagte Titch.</p><p>�Ich habe mit Scrat gesprochen�, erwiderte Cron seufzend, in einem Ton, als rede er mit einem uneinsichtigen Kind. �Deine Freunde sterben. Das Weibchen irgendwann, er -� Er deutete wieder auf Skar. �- schon bald. In wenigen Wochen, vielleicht eher. Ihr wollt in den Tempel. Ihr wollt das Wasser des Lebens stehlen, um ihre Leben zu retten.� Er z�gerte sp�rbar. �Aber ihr wollt noch mehr�, fuhr er fort. �Ich wei� nicht was. Ein Mann wie du w�rde nicht sein Leben und seine Ehre aufs Spiel setzen, um einen <emphasis>Menschen </emphasis>zu retten.�</p><p>�Du t�uschst dich, Cron�, sagte Skar. Pl�tzlich hatte er das absurde Bed�rfnis, Titch zu verteidigen. �Titch ist... nicht mehr der, als den du ihn kennengelernt hast. Er w�rde es tun. So wie ich f�r ihn�, f�gte er hinzu.</p><p>�Und wenn!� erwiderte Cron hart. �Er ist ein Krieger, und Krieger �ndern sich nicht. Nicht so. Aber es spielt keine Rolle mehr. Und es ist mir gleich. Von mir aus rei�t diesen verdammten Tempel nieder. Ich schlage euch ein Gesch�ft vor, dir und deinem Krieger-Freund.�</p><p>�Was f�r ein Gesch�ft?� fragte Titch mi�trauisch.</p><p>�Den Weg nach Ninga gegen das Leben meiner Jungen�, antwortete Cron. �Ihr bekommt, was ihr braucht - Pferde, Nahrung und Waffen, und das geheime Wort, das euch den Weg in die H�hlen weist.�</p><p>Titchs �berraschung war nicht zu �bersehen. �Du -?!�</p><p>�Ich kenne es, Titch�, best�tigte Cron mit einem leisen, fast sp�ttischen Lachen. �Oh, ich wei�, du hast mich immer verd�chtigt, in Wahrheit zu ihnen zu geh�ren. Aber du hast es mir nie beweisen k�nnen, nicht? Ich wei�, da� du es versucht hast. H�ttest du auch nur geahnt, wie sehr mich dein Herumspionieren und Forschen am�siert hat, in all den Jahren, du h�ttest mich schon aus blo�em Zorn erschlagen.� Er sch�ttelte den Kopf, als Titch ihn unterbrechen wollte. �Du hattest recht, Titch. Ich geh�re zu ihnen. Ich <emphasis>bin </emphasis>einer von ihnen. Und ich bin nicht der einzige. Es gibt mehr von uns, als ihr ahnt.�</p><p>�Warum... erz�hlst du mir das alles?� fragte Titch z�gernd. Sein Mi�trauen hatte sich nicht gelegt; ganz im Gegenteil. Skar sah, da� seine Hand wieder begonnen hatte, am Griff des Schwertes zu spielen.</p><p>�Vielleicht, weil <emphasis>er </emphasis>dir vertraut�, antwortete Cron mit einer Kopfbewegung auf Skar. Mit h�rbarem Spott f�gte er hinzu: �Wie k�nnte ich einem Mann mi�trauen, der die Freundschaft des Todes genie�t?�</p><p>�Also - was verlangst du?� fragte Skar rasch, ehe Titch reagieren konnte. Er hatte das Gef�hl, da� zwischen diesen beiden ungleichen Quorrl mehr war, als er auch nur ahnte.</p><p>�Was ich gesagt habe�, antwortete Cron. �Ihr bringt die Eier nach Caran. Als Gegenleistung wird man euch den geheimen Weg nach Ninga verraten. Dein Leben und das des Weibchens gegen das meiner Jungen, das ist ein faires Gesch�ft, finde ich.�</p><p>�Warum tust du es nicht selbst?� fragte Titch mi�trauisch. �Weil ich keine Chance h�tte�, antwortete Cron. �Sie w�rden mich jagen. Sie w�rden mich stellen und t�ten, noch ehe ich den halben Weg geschafft h�tte, und sie w�rden meine ungeborenen Kinder dazu verdammen, zu etwas wie du zu werden.�</p><p>Aber das war nicht die Wahrheit. Skar sp�rte es, und auch Titch schien zumindest zu ahnen, was in dem Quorrl wirklich vorging. Cron mochte durchaus die Wahrheit sagen, aber es war nicht die Angst vor Gefangenschaft oder Tod, aus der er beschlossen hatte, hierzubleiben, denn beides erwartete ihn hier hundertmal sicherer als auf dem Weg nach Caran. Cron hatte aufgegeben, und Skar hatte das bereits gesp�rt, als er dieses Zimmer betrat. Der Quorrl war innerlich bereits tot, und vielleicht nicht einmal erst seit heute. Wenn er hierblieb und auf seine Henker wartete, dann war das nur die konsequente Fortsetzung dieses lautlosen Sterbens. F�r einen Moment versp�rte Skar ein tiefes Mitgef�hl mit dem Quorrl.</p><p>�Nehmt ihr an?� fragte Cron, als weder Titch noch Skar antworteten.</p><p>�Haben wir eine Wahl?� fragte Skar.</p><p>Cron lachte. �Nein. Es sei denn, ihr wollt hierbleiben und mir helfen, noch ein paar von diesen Hunden zu erschlagen.�</p><p>�Begleite uns�, sagte Skar pl�tzlich; und wider besseres Wissen. Er wu�te, da� Cron es weder wollte noch konnte. �Du kannst -�</p><p>�Nehmt ihr an?� unterbrach ihn Cron.</p><p>F�r die Dauer von f�nf, zehn endlosen Atemz�gen sagte niemand ein Wort, dann nickte Titch. �Ja. Das Leben deiner Kinder gegen unseres.�</p><p>Es war kein Zufall, dachte Skar, da� er das Wort <emphasis>Kinder </emphasis>benutzte, statt <emphasis>Brut oder Junge </emphasis>zu sagen, wie unter den Quorrl �blich, und auch Cron entging dieser Unterschied nicht. In seine Augen trat ein nachdenklicher, fast verwirrter Ausdruck. Aber er ging nicht darauf ein, sondern nickte nur. �Mein Wort gegen deines.� Er seufzte, schlo� wieder die Augen und legte den Kopf gegen die Sessellehne. F�r einen Moment sah er aus, als w�re er bereits tot.</p><p>Skar wollte noch etwas sagen, aber Titch bedeutete ihm mit einem wortlosen Kopfnicken, da� es jetzt besser war, zu schweigen. Ohne ein weiteres Wort drehten sie sich um und gingen zu Kiina und Scrat zur�ck.</p></section><section><title><p id="_4">4.</p></title><p>Sie verlie�en den Hof noch in der gleichen Stunde. Kiina wirkte sonderbar bedr�ckt, als Skar und Titch zu ihr zur�ckkehrten, und sie sah ihn auf eine Art an, die ihm klar machte, da� Scrats Verschwiegenheit nicht so weit reichte, wie er gehofft hatte. Aber sie sagte kein Wort, erkundigte sich nicht einmal, was sie mit Cron gesprochen hatten, sondern folgte ihnen stumm, als sie das Haus verlie�en und zu den St�llen hin�bergingen.</p><p>Die drei Pferde - Tiere, die weitaus kr�ftiger und z�her waren als die, die Cron ihnen am vergangenen Abend gegeben hatte - waren bereits gesattelt und bepackt, als w�re Cron schon vorher sicher gewesen, da� sie sein Angebot annehmen w�rden. Dazu kamen drei weitere Tiere, von denen eines mit den geschnitzten Truhen beladen war, die Skar schon in der Nacht aufgefallen waren. Er verbi� sich auch jetzt jede Frage nach ihrem Inhalt, aber nach dem Gespr�ch mit dem Quorrl war er nicht mehr besonders schwer zu erraten.</p><p>Erst, als sie den Hof bereits verlassen hatten, brach Kiina das lastende Schweigen und wandte sich mit der Frage an Titch, was jetzt weiter gesch�he. Titch beantwortete sie, wenn auch sehr unwillig und mit nur knappen Worten. Kiina schwieg eine ganze Weile, dann fragte sie: �Und woher willst du wissen, da� sie die Wahrheit nicht aus Cron herauspressen?�</p><p>�Herauspressen? Aus einem Mann wie Cron?�</p><p>�Sie k�nnten ihn foltern�, gab Kiina zu bedenken.</p><p>Darauf antwortete Titch �berhaupt nicht. Mit steinernem Gesicht drehte er sich wieder im Sattel um und trieb sein Pferd zu schnellerer Gangart an.</p><p>Aber weniger als eine halbe Stunde danach blickte Skar noch einmal in die Richtung zur�ck, in der Crons Hof lag, und sah den Widerschein von Flammen am Himmel.</p></section><section><title><p id="_5">5.</p></title><p>Sie ritten ohne Pause bis sp�t in den Abend hinein, und wie auf der ersten Etappe ihres Weges durch das Land der Quorrl mieden sie bewohnte Gegenden und die N�he von D�rfern. Ihr Weg f�hrte sie jetzt nicht mehr direkt nach Norden, sondern mehr in �stliche Richtung, und das Donnergrollen Ningas, von dem Skar noch immer nicht wu�te, was es nun eigentlich bedeutete, wurde allm�hlich wieder leiser. Als sie am Abend, eine gute Stunde nach Sonnenuntergang, ihr Lager aufschlugen, war es nur noch zu erahnen, und vielleicht nicht einmal das. Vielleicht h�rte Skar es nur noch, weil er wu�te, da� es da war.</p><p>W�hrend Titch das Lager aufzuschlagen begann, nahm Kiina einen Teil der Vorr�te aus den Satteltaschen, die Cron ihnen mitgegeben hatte, und bereitete eine einfache Mahlzeit vor: leichten Wein und gesalzenes Fleisch, das sie roh hinunterschlingen mu�ten, denn sie wagten es nicht, ein Feuer zu entz�nden. Sie a�en schweigend, und auch hinterher sagte niemand ein Wort, bis Skar die Stille nicht mehr aushielt und er aufstand, um ein paar Schritte zu gehen. Titch sah ihm nach, reagierte aber nicht einmal auf seinen Blick, w�hrend Kiina fast krampfhaft versuchte, <emphasis>nicht </emphasis>in seine Richtung zu blicken und so zu tun, als w�re sie in Gedanken versunken; wobei Skar allerdings ganz genau bemerkte, da� sie ihn aus den Augenwinkeln heraus scharf beobachtete.</p><p>Er schluckte die Bemerkung hinunter, die ihm auf der Zunge lag, und ging scheinbar unger�hrt weiter. In seinem Innern jedoch brodelte es. Kiina war den ganzen Tag �ber wortkarg gewesen und ihm ausgewichen, so gut dies m�glich war. Und es war wirklich erstaunlich, welch einen gro�en Bogen man um einen anderen schlagen konnte, ohne sich weiter als zwei oder drei Schritte von ihm zu entfernen.</p><p>Sie hatten ihr Lager am Rande eines kleinen Waldfleckens aufgeschlagen, dessen drahtiges Unterholz ihnen wenigstens in der Nacht Schutz vor einer zuf�lligen Entdeckung gab und das nicht mehr als vierzig, allerh�chstens f�nfzig Schritte durchma�, so da� kaum die Gefahr bestand, da� er sich etwa verirrte. Trotzdem entfernte sich Skar nur so weit von Kiina und Titch, da� er ihre Gestalten noch als unscharfe Schatten erkennen konnte, ehe er stehenblieb und sich m�de an einen Baum lehnte. F�r einen Moment sp�rte er nichts als den Wunsch, zu schlafen. Der Ritt war anstrengend gewesen, und Scrats Trank hatte l�ngst seine Wirkung verloren. Er sp�rte jede Meile, die sie zur�ckgelegt hatten, wie eine unsichtbare Zentnerlast auf den Schultern. Und gleichzeitig hatte er Angst davor, sich hinzulegen und die Augen zu schlie�en. Zeit war so kostbar geworden; viel zu kostbar, um sie mit Schlaf zu verschwenden.</p><p><emphasis>Du stirbst, Satai. In einer Woche, l�ngstens einem Monat.</emphasis> Seltsam - er hatte sich immer eingeredet, keine Angst vor dem Tod zu haben. Jetzt, da der Tod zu etwas Realem, N�herkommenden geworden war, hatte er Angst vor ihm, ganz entsetzliche Angst sogar. Vielleicht, weil es sich um eine andere Art des Sterbens handelte als die, die �ber lange Jahre seines Lebens sein Weggef�hrte gewesen war. Der Tod auf dem Schlachtfeld war ihm bekannt und vertraut, fast so etwas wie ein alter Freund, auf dessen Ankunft er stets gefa�t gewesen war. Aber das hier war... anders. Auf eine Art anders und schlimmer, die Skar nicht in Worte fassen konnte.</p><p>Er verscheuchte den Gedanken, �ffnete mit einem Ruck wieder die Augen und atmete tief ein. Er war drauf und dran gewesen, im Stehen einzuschlafen. Er f�hlte sich schlecht. In seinem Mund war schon wieder dieser bittere Kupfergeschmack - sein Zahnfleisch blutete jetzt fast immer - und seine tastende Zunge verriet ihm, da� einige seiner Z�hne locker waren. Das Gift, das Kiina und er in Elay eingeatmet hatten, wirkte vielleicht langsam, aber unerbittlich.</p><p>Als w�re dieser Gedanke ein Stichwort gewesen, tauchte das Gesicht der <emphasis>Margoi </emphasis>vor seinem inneren Auge auf; die pergamentene Totenfratze, in die der graue Staub ihr Antlitz verwandelt hatte. Vielleicht war es das, was ihm solche Angst machte, dachte Skar. Er hatte seinen eigenen Tod gesehen, und was er in der H�hle unter Elay erblickt hatte, das war entsetzlich gewesen. Entsetzlich und eines Menschen unw�rdig. Er wu�te, da� er nicht <emphasis>so </emphasis>sterben w�rde.</p><p>Skar verscheuchte auch diesen Gedanken, l�ste sich endg�ltig von seinem Platz und ging zu den anderen zur�ck. Aber er setzte sich nicht wieder zu Kiina und dem Quorrl, sondern blieb abermals stehen und trat nach sekundenlangem Z�gern zu den Pferden. Eines der Tiere reagierte mit einem verlangenden Schnauben auf seine Ann�herung. Skar l�chelte, hob die Hand und streichelte seine Blesse. Das Tier revanchierte sich mit einem freundschaftlichen Stupser seiner gro�en, feuchten Nase, der Skar fast aus dem Gleichgewicht gebracht h�tte.</p><p>�Sei vorsichtig�, sagte Titch hinter ihm. �Sie sind Reiter gew�hnt, die zehnmal so stark sind wie du.�</p><p>Skar drehte sich �berrascht zu dem Quorrl um. Er hatte nicht einmal geh�rt, da� Titch aufgestanden und n�her gekommen war. Entweder hatte sich der Quorrl besonders leise bewegt, oder seine Sinne verloren allm�hlich ihre gewohnte Sch�rfe, dachte Skar beunruhigt.</p><p>�Jetzt �bertreibst du�, sagte er, um seine Verlegenheit zu �berspielen.</p><p>Titch zuckte mit den Achseln und begann seinerseits die Stirn des Tieres zu streicheln. �Meinetwegen auch nur dreimal.� Skar sah zu der Stelle hin�ber, an der er Titch und Kiina das letztemal gesehen hatte. Das M�dchen war nicht mehr da. �Wo ist Kiina?� fragte er.</p><p>Titch zuckte abermals mit den Schultern. �Ich wei� es nicht. Sie geht ein wenig herum, denke ich.�</p><p>�Du meinst, sie geht mir aus dem Weg.�</p><p>�H�tte sie denn einen Grund dazu?� Titch sah ihn noch immer nicht an, sondern schien voll und ganz damit besch�ftigt, das Pferd zu t�tscheln, das seine rauhen Liebkosungen mit einem Ger�usch quittierte, das fast an das Schnurren einer Katze erinnerte.</p><p>�Ich wei� es nicht�, antwortete Skar. �Vielleicht. Was hat Scrat ihr erz�hlt?�</p><p>�Die Wahrheit, denke ich�, antwortete Titch. �Ich habe so wenig mit ihr gesprochen wie du. Aber wenn Scrat es noch nicht getan hat, dann solltest du es tun - und zwar bald. Morgen abend werden wir Caran erreichen. Es kann sein, da� uns dann nicht mehr viel Zeit zu langen Erkl�rungen bleibt. Sie wird sich fragen, warum wir sie �berhaupt mitnehmen, auf eine so gef�hrliche Mission.�</p><p>�Kaum�, antwortete Skar. �Sie ist ein Kind, und sie ist -�</p><p>�- nicht dumm�, fiel ihm Titch ins Wort. �Ich an ihrer Stelle h�tte mir diese Frage l�ngst gestellt, und du auch, Satai.�</p><p>�Ich habe ihr versprochen, sie mitzunehmen.�</p><p>�Unsinn�, sagte Titch �berzeugt. �Versprechen hin oder her - du bist kein Mann, der daf�r bekannt ist, unn�tige Risiken einzugehen. Und <emphasis>sie </emphasis>ist ein Risiko. Ein gr��eres, als du wahrhaben willst.�</p><p>Skar sah ihn scharf an. Obwohl sie kaum anderthalb Meter auseinanderstanden, konnte er Titchs Gesicht nicht erkennen, denn die Nacht war sehr dunkel. Aber die Stimme des Quorrl klang nerv�s. Er war nicht nur aufgestanden, um mit ihm zu plaudern; nicht einmal, um �ber Kiina zu reden.</p><p>�Erz�hl mir von Caran�, sagte er �bergangslos. �Und -� Er deutete auf die beiden geschnitzten Truhen, die sie vom Sattelgurt des Packpferdes gel�st und in zwei Schritten Abstand am Waldrand deponiert hatten. �- davon.�</p><p>Titchs Blick folgte seiner Geste, und trotz der Dunkelheit konnte Skar den Schatten erkennen, der �ber seine Z�ge huschte. �Caran�, murmelte er. �Ich f�rchte, es gibt nicht viel, was ich dir dar�ber erz�hlen kann. Ich wei�, da� die H�hlen existieren, und ich wei�, wo sie sind, aber das ist auch alles. Sie sind das Versteck der Bastarde. Ihre ...� Er l�chelte fl�chtig. �... ihre R�uberh�hle, w�rdest du sagen. Sie leben dort, wenn sie nicht gerade auf Raubzug gehen oder eine Stadt niederbrennen.�</p><p>�Auf Raubzug?� Nach allem, was Skar w�hrend seines kurzen Aufenthaltes in diesem Land �ber das Volk der Quorrl und vor allem �ber ihre Art zu leben gelernt hatte, fiel es ihm schwer, die Vorstellung von R�uberbanden zu akzeptieren, und er sagte es Titch.</p><p>Der Quorrl nickte. �Oh, sie sind auch keine R�uber, wie du sie kennst�, sagte er. �Sie stehlen und rauben, um zu leben, das ist wahr, aber sie tun es nicht aus �berzeugung, oder weil es ihnen Freude bereitet. Sie haben keine andere Wahl.�</p><p>�Das klingt wie eine Verteidigung.�</p><p>�Das ist es auch�, bekannte Titch mit �berraschender Offenheit. �Ich verstehe sie. Obgleich ich viele von ihnen erschlagen habe.�</p><p>�Dann ist es f�r dich nicht ungef�hrlich, zu ihnen zu gehen.�</p><p>�Es ist lange her�, antwortete Titch ausweichend. �Und du wei�t doch, ein Quorrl sieht aus wie der andere. Ich glaube nicht, da� sie mich erkennen.�</p><p>Skar blieb ernst. Aber er ging nicht weiter auf das Thema ein - wenn Titch ihm sagen wollte, wer die Bastarde waren und was sie in Caran erwartete, dann w�rde er es tun, und wenn nicht, dann nutzte alles Fragen und Dr�ngen nichts -, sondern kniete nach ein paar Augenblicken neben einer der Truhen nieder und versuchte den Deckel zu �ffnen. Obwohl er nicht in seine Richtung sah, sp�rte Skar, da� Titch ihn aufmerksam beobachtete. Aber der Quorrl schien nichts dagegen zu haben, und so dr�ckte und schob er so lange an dem primitiven Mechanismus des Schlosses herum, bis er mit einem Klicken aufsprang. Behutsam hob er den Deckel der Kiste an und sah hinein.</p><p>Obwohl er gewu�t hatte, was er finden w�rde, war er �berrascht.</p><p>Im Innern der Truhe befand sich ein h�lzernes, mit weichem Stoff ausgeschlagenes Gestell, in dem zahllose, gelblichgr�n schillernde Eier lagen. Jedes war so gro� wie eine Kinderfaust, und obgleich ihre Oberfl�chen nicht glatt waren, sondern aus winzigen �berlappenden Schuppen bestanden, machten sie auf Skar einen h�chst zerbrechlichen Eindruck. Z�gernd streckte er die Hand aus und hielt inne, als Titch eine Bewegung machte. �Fa� sie nicht an, bitte.� Titch trat neben ihn, blickte einen Moment mit undeutbarem Ausdruck in die Truhe und bat Skar dann mit einer Geste, den Deckel wieder zu schlie�en. Skar gehorchte.</p><p>�Was werden sie damit tun?� fragte Skar. �Sie ausbr�ten?� Titch lachte leise. �Das ist nicht n�tig. Wir sind keine V�gel, Skar. Und auch keine Kr�ten, auch wenn wir so aussehen. In genau hundert Tagen werden die Jungen schl�pfen, und sie werden nichts mit ihnen tun. Und das ist genau das, was Cron wollte. Nichts.�</p><p>�Du meinst, sie werden nicht zu Kriegern heranwachsen�, vermutete Skar.</p><p>�Das werden sie sogar ganz bestimmt�, erwiderte Titch. �Zumindest einige von ihnen, denn die Bastarde sind Krieger.�</p><p>�War Crons Opfer dann nicht sinnlos?�</p><p>Titch sch�ttelte heftig den Kopf. �Es gibt einen Unterschied, Skar. Aber ich wei� nicht, ob du ihn verstehst.�</p><p>Ehe er antwortete, sah Skar sich noch einmal um. Von Kiina war nichts zu sehen. Die Nacht war zwar dunkel genug, da� sie in ein paar Schritten Entfernung stehen konnte, ohne da� er sie sah, aber er sp�rte, da� es nicht so war. Irgendwie hatte er stets gef�hlt, wenn sie in seiner N�he war. �Erkl�re ihn mir.�</p><p>�Es sind die Bestimmer, die das Schicksal festlegen�, sagte Titch. �Sie und die Priester des heiligen Tempels in Ninga.� Er deutete auf die Truhen. �Sie bestimmen, was aus diesen Eiern schl�pfen wird.�</p><p>�Wie?� fragte Skar. Er war weder �berrascht noch schockiert. Crons Worte waren zwar verwirrend gewesen, aber doch eindeutig, zusammen mit dem, was er schon vorher von Titch erfahren hatte. Es gab mehr Unterschiede zwischen seinem Volk und dem der Quorrl als das Aussehen.</p><p>�Das wei� niemand�, antwortete Titch. �Einmal im Jahr, wenn der Winter vor�ber ist, ziehen die Bestimmer durch das Land und sammeln die Brut ein, um sie nach Ninga zu holen. Bringen sie sie zur�ck, so steht fest, ob es Krieger oder Handwerker, Bauern oder Kaufleute sein werden.�</p><p>�Und das glaubt ihr?� Skar sch�ttelte zweifelnd den Kopf. �Es ist so�, sagte Titch �berzeugt. �Oh, ich wei�, was du jetzt denkst, aber du t�uschst dich. Es ist kein Trick. Kein Hokuspokus, um ein abergl�ubisches Volk im Zaum zu halten. Sie wissen vorher, was aus der Brut wird. Der Bestimmer erfragt die W�nsche der Ahnen und w�gt ab, was gut f�r sie und was gut f�r unser Volk ist.�</p><p>�Das ist doch Unsinn!� protestierte Skar. �Du hast es selbst gesagt, Titch: sie schl�pfen so oder so, und -�</p><p>�Du verstehst immer noch nicht�, unterbrach ihn Titch. �Hast du schon vergessen, was Ennart dir erz�hlt hat? Wir sind nicht wie ihr. Wir wurden gemacht, Skar. Wir sind Werkzeuge. Das dort in den Kisten, das ist nur das Rohmaterial, der Stahl, der in Ninga geschmiedet wird. Und nur seine Herren bestimmen, zu welcher Form. Sieh mich an. Ich bin ein Krieger. Ich bin es immer gewesen, vom Tage meiner Geburt an, und ich werde es sein, solange ich lebe. Es spielt keine Rolle, ob ich es will oder nicht. Ich kann nicht anders. Etwas in mir... etwas in diesen ungeborenen Quorrl dort, wird... ver�ndert.�</p><p>�Au�er, sie werden nicht nach Ninga gebracht�, sagte Skar d�ster.</p><p>Titch antwortete nicht sofort. Seine Stimme war leiser geworden, w�hrend er sprach, und bitterer, und es war wieder derselbe, hilflose Zorn darin, den Skar schon einmal geh�rt hatte, als Titch �ber sein Volk sprach.</p><p>�Ja�, fl�sterte er nach einer Weile. �Au�er, sie werden zu Bastarden. Vielleicht werden auch sie eines Tages zu Kriegern werden, und vielleicht sogar zu wilderen und zornigeren Kriegern, als ich je einer war, oder irgendeiner meiner M�nner. Aber es wird ihre Entscheidung sein, und das ist der Unterschied. Daf�r hat Cron sein Leben gegeben. Nicht f�r dich oder mich.�</p><p>�Und daf�r bist du bereit, deines zu opfern�, sagte Skar ernst. �Vielleicht.�</p><p>�Aber begreifst du denn nicht?� sagte Skar. �Es ist nicht wahr, Titch. Ihr k�nnt aus eurem Schicksal ausbrechen! Das, was du tust, beweist es doch!�</p><p>�Was tue ich?�</p><p>�Du lehnst dich gegen sie auf. Du selbst bek�mpfst sie, obwohl du behauptest, es nicht zu k�nnen.�</p><p>�Aber ich bleibe ein Krieger�, sagte Titch beinahe sanft. �Meine Feinde haben sich ge�ndert, nicht ich. Ich wurde zum K�mpfen gemacht, und ich werde k�mpfen. Ich kann nichts anderes. Sowenig wie du.� Er senkte m�de das Haupt, und Skar sp�rte, da� der Quorrl jetzt nicht weiter reden w�rde, ganz gleich, was er sagte.</p><p>Und es war auch nicht n�tig. Mit wenigen S�tzen hatte Titch ihm mehr �ber das Volk der Quorrl verraten, als wahrscheinlich jemals ein lebender Mensch gewu�t hatte, mehr als irgendein Mensch wissen durfte. Und er ahnte, da� dieses Geheimnis gr��er und schrecklicher war, als er jetzt schon begreifen mochte, der wahre Grund, aus dem das Schuppenvolk aus dem Norden so hart war, und so unbarmherzig jeden vernichtete, der den Grenzen seines Landes auch nur nahe kam, denn es w�rde untergehen, an gebrochener Selbstachtung sterben wie ein Mensch an gebrochenem Herzen, w�rde jemals bekannt, was sie wirklich waren.</p><p>Seltsam, dachte Skar. Die Dinge hatten sich verkehrt. Nichts war mehr so, wie es war. Aus den Menschen, dem Volk, das sich als die rechtm��igen Herren Enwors d�nkte, waren die Eroberer geworden, Diebe, die nicht weniger als eine ganze Welt gestohlen hatten, und das Volk, das als Inbegriff der H�rte und des Schreckens galt, der Quorrl, erschien ihm pl�tzlich empfindsamer und verwundbarer, als es die Menschen jemals gewesen waren. Er sah auf, las die unausgesprochene Frage in Titchs Blick und nickte fast unmerklich. Ich werde schweigen. Und Titch seinerseits las die Antwort in seinen Augen.</p><p>�Was wirst du tun, wenn wir Ninga erreichen?� fragte er. Und er las auch die Antwort auf diese Frage in Titchs Blick, ehe der Quorrl sie aussprach.</p><p>�Es zerst�ren�, antwortete Titch.</p></section><section><title><p id="_6">6.</p></title><p>Er schlief ein, bevor Kiina zur�ckkehrte, und er tr�umte.</p><p><emphasis>In seinem Traum stand er wenige Schritte neben ihrem improvisierten Nachtlager und blickte auf sich selbst und Kiina herab, die nebeneinander und in d�nne Decken eingerollt schliefen, und auch auf Titch, der nicht schlief, sondern zusammengekauert dahockte und �ber sie beide wachte, seinen zweiten, unsichtbaren Traumk�rper aber nicht bemerkte. So wenig wie den Daij-Djan, der hinter ihm stand und Skar sp�ttisch zuwinkte, ehe er sich - so langsam, als lege er besonderen Wert darauf, da� er jede seiner Bewegungen auch ja mitbek�me -, herumdrehte und zu den Pferden hin�ber - Skar folgte ihm, als er sich den Tieren n�herte. Eines der Pferde hob den Kopf und begann unruhig mit den Hufen zu scharren, ein zweites schnaubte, als sp�re es die Ann�herung der Bestie, und wie in einer besonders sorgf�higen Choreografie seines Traumes sah auch Titch f�r einen Moment stirnrunzelnd auf und blickte zu den aneinandergebundenen Tieren hin�ber.</emphasis></p><p><emphasis>Dann beruhigten sich die Pferde, als der Daij-Djan an ihnen vor�berging und sich Crons Truhe n�herte. Seine Klaue ber�hrte das Schlo� und zerbrach es.</emphasis></p><p><emphasis>Was tust du da? fragte Skar.</emphasis></p><p><emphasis>Der Daij-Djan winkte ihm sp�ttisch zu, griff mit der anderen Hand in die Truhe und nahm eines der Eier hervor. In seiner Hand wirkte es gr��er, als es war, sonderbarerweise aber noch verletzlicher, und Skars Herz schien einen schmerzhaften Sprung zu machen, als er begriff, was die Sternenbestie vorhatte.</emphasis></p><p><emphasis>Halt! rief er. Tu es nicht!</emphasis></p><p><emphasis>Tats�chlich z�gerte der Daij-Djan; aber nur f�r eine Sekunde. Dann schlo� sich seine Kralle fester um das Ei und zermalmte es. Die gr�ne Schale zerbrach ohne einen Laut. Eine farblose Fl�ssigkeit quoll zwischen den Fingern des Daij-Djan hervor, und etwas, das in Skars Augen wie ein zappelnder winziger K�rper aussah, obwohl er sich verzweifelt einzureden versuchte, da� das nicht m�glich war, da� in diesen Hunderten und Aberhunderten von Eiern noch kein wirkliches Leben sein </emphasis>konnte, <emphasis>denn sie waren erst wenige Tage alt. Er trat auf den Daij-Djan zu, senkte die Hand auf das Schwert und blieb abrupt stehen, als sich das Ungeheuer nach einem zweiten Ei b�ckte und es aus der Truhe nahm.</emphasis></p><p><emphasis>Nicht! flehte er. Ich bitte dich!</emphasis></p><p><emphasis>Wieder z�gerte der Daij-Djan; und diesmal l�nger als das erste Mal. Seine Kralle schlo� sich abermals um das Ei, aber er zerst�rte es nicht, sondern blickte Skar nur durchdringend an. Du bittest mich, Bruder? fl�sterte er. Worum? Um das Leben dieser Tiere, das noch nicht einmal eines ist?</emphasis></p><p><emphasis>Sie sind keine Tiere! protestierte Skar. Sie haben nichts mit dir und mir zu tun! La� sie in Ruhe.</emphasis></p><p><emphasis>Aber du t�uschst dich, sagte der Daij-Djan. Sie haben </emphasis>alles <emphasis>mit dir und mir zu tun. Sie sind der Grund, aus dem ich erschaffen wurde. Aus dem </emphasis>wir beide <emphasis>erschaffen wurden, Bruder. Sie zu vernichten, existieren wir.</emphasis></p><p><emphasis>Seine Hand schlo� sich mit einem Ruck um das Ei und zerquetschte es wie das erste.</emphasis></p><p><emphasis>Skar schrie auf, ri� sein Schwert aus dem G�rtel und warf sich mit einem zweiten, gellenden Schrei auf die Bestie.</emphasis></p><p><emphasis>Der Daij-Djan wich seinem Hieb aus wie ein Schatten. Die Klinge fuhr mit einem schmetternden Schlag in den offenstehenden Deckel der Truhe und spaltete ihn, und die Ersch�tterung lie� fast ein Dutzend der kostbaren Eier aus ihren Gestellen rutschen. Zwei oder drei von ihnen zerbrachen, als sie auf dem Boden der h�lzernen Truhe aufschlugen.</emphasis></p><p><emphasis>Der Daij-Djan lachte b�se, drehte sich fast gem�chlich um und n�herte sich der zweiten Kiste, und Skar schrie wie unter Schmerzen auf, setzte ihm nach und hob seine Waffe zu einem mit aller Macht gef�hrten, beidh�ndigen Hieb.</emphasis></p><p><emphasis>Er hatte vergessen, da� er nur noch eine Hand hatte. Als er zuzugreifen versuchte, prallte sein Armstumpf mit aller Macht gegen den st�hlernen Griff des Schwertes, und diesmal schrie er vor Schmerz auf. Er taumelte, f�hlte sich pl�tzlich von unmenschlich starken H�nden gepackt und durch die Luft geschleudert. Der Aufprall h�tte ihm alle Knochen im Leibe zerbrochen, w�re er wirklich und nicht nur im Traum angegriffen worden, und h�tte nicht ein Busch dem Sturz die �rgste Wucht genommen. Aber auch so scho� ein entsetzlicher Schmerz durch seinen R�cken und nahm ihm den Atem. F�r Sekunden wogten rote und graue Nebel vor seinen Augen, und er k�mpfte - absurd genug - gegen die Bewu�tlosigkeit.</emphasis></p><p><emphasis>Als er wieder sehen konnte, packte die Klaue des Daij-Djan seine Brust und ri� ihn mit brutaler Kraft in die H�he. Das Gesicht der Sternenbestie schwebte dicht vor dem seinen, vor Ha� und Wut zu einer Grimasse verzerrt, und seine Stimme kreischte etwas, das er nicht verstand.</emphasis></p><p><emphasis>Skar schrie auf, ballte die Hand zur Faust und schlug mit der furchtbaren Gewalt zu, die nur Todesangst oder absolute Wut hervorbrachte. Er sp�rte, da� er traf und irgend etwas in der schuppigen graugr�nen Fratze vor ihm zerbrach, und </emphasis>begriff, da� er nicht mehr tr�umte.</p><p>Das Gesicht vor ihm geh�rte nicht dem <emphasis>Daij-Djan, </emphasis>sondern Titch, und auch die Hand, die ihn in die H�he gerissen hatte, war die des Quorrl. Sonderbarerweise lag er in dem gleichen, stacheligen Busch, in den ihn der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>in seinem Traum geschleudert hatte, und auch das Schreien des Ungeheuers war noch immer in seinen Ohren, nur da� es jetzt Titchs Stimme war, die wie von Sinnen br�llte, und <emphasis>seine </emphasis>Faust, die ihn gepackt hatte und sch�ttelte. Skar versuchte sie beiseite zu schieben, aber das h�tte er nicht einmal geschafft, wenn er im Vollbesitz seiner Kr�fte gewesen w�re. Der Quorrl tobte wie ein Besessener. Sein Gesicht war aufgeplatzt und voller Blut, wo ihn Skars Faust getroffen hatte, und in seinen Augen loderte ein Ausdruck, der an Mordlust grenzte.</p><p><emphasis>�Du!� </emphasis>br�llte er. <emphasis>�Was hast du getan?! Warum hast du das getan?!� </emphasis>Er schleuderte Skar zu Boden, ri� ihn sofort wieder in die H�he und warf ihn mit solcher Wucht gegen einen Baum, da� er vor Schmerz fast das Bewu�tsein verlor. Wie durch einen Nebel aus Blut und treibenden schwarzen Schlieren sah Skar, wie er das Schwert aus dem G�rtel hob und in die H�he ri�. Aber er schlug nicht zu. Pl�tzlich begannen seine H�nde zu zittern. Er lie� die Waffe fallen, taumelte einen Schritt zur�ck und hob die H�nde, in einer hilflosen, fast verzweifelt wirkenden Geste. �Warum?� wimmerte er.</p><p>Skar sank langsam in die Knie. Schmerz und Schw�che waren so schlimm, da� er abermals das Bewu�tsein zu verlieren drohte, und er wu�te, da� Titch ihn t�ten w�rde, wenn das geschah. Und trotzdem war es nicht dieser Gedanke, der ihn in die Wirklichkeit zur�ckri�.</p><p>Es war der Anblick der Truhe hinter dem Quorrl.</p><p>Ihr Deckel stand offen und war fast auf ganzer L�nge gespalten, und von ihrem Rand tropfte eine wasserklare, schleimige Fl�ssigkeit zu Boden. Neben ihr, im niedergetrampelten Gras, lagen die zerquetschten �berreste zweier gr�ngelber, kinderfaustgro�er Eier.</p><p>Er hatte nicht getr�umt.</p><p>Er lag unweit der Stelle, bis zu der er dem <emphasis>Daij-Djan </emphasis>gefolgt war.</p><p>Nicht im Traum.</p><p>�Warum?� fl�sterte Titch. �Ich habe dir vertraut, Satai. Ich habe dir vertraut wie nie zuvor einem anderen, und du -�</p><p>�Er war es nicht, Titch�, sagte Kiina.</p><p>Titch fuhr herum und starrte sie an, und auch Skar hob m�hsam den Kopf und blinzelte zu dem M�dchen hin�ber. Kiina war neben der aufgebrochenen Truhe auf die Knie gesunken und blickte aus ungl�ubig geweiteten Augen auf ihren Inhalt und das, was damit geschehen war. �Sieh doch!�</p><p>Der Quorrl z�gerte, machte eine unschl�ssige, halbe Bewegung, wie um sich umzudrehen und zu ihr zu gehen, und starrte dann wieder auf Skar hinab. Seine Lippen bewegten sich, ohne da� Skar den mindesten Laut h�rte, und seine gewaltigen Pranken zuckten, als k�nne er sich kaum noch beherrschen, ihn nicht zu packen und zu zerrei�en.</p><p>�Bitte, Titch�, sagte Kiina. �Komm hierher und sieh dir das an!�</p><p>Diesmal reagierte der Quorrl. Z�gernd ging er zu ihr hin�ber, blieb stehen und beugte sich vor, um die Stelle zu betrachten, auf die ihre ausgestreckte Hand deutete. Dann erstarrte er. Skar stemmte sich hoch, machte einen Schritt und fiel wieder auf die Knie herab, ehe es ihm gelang, seinem geschundenen K�rper so viel Kraft abzutrotzen, da� er sich die wenigen Schritte zu Kiina und dem Quorrl schleppen konnte - und verga� zum zweiten Mal f�r Sekunden Schmerz und Schw�che, als er begriff, was Kiina entdeckt und Titch gezeigt hatte.</p><p>In dem niedergetrampelten Gras neben der Kiste waren Fu�spuren: seine, die Kiinas und die gr��eren, viel tieferen Abdr�cke Titchs eisenbeschlagener Stiefel.</p><p>Und eine vierte Spur.</p><p>Sie war kleiner als selbst die Kiinas, und das feuchte Gras begann sich bereits wieder aufzurichten, denn der K�rper, der sie hinterlassen hatte, war kaum schwerer als ein Kind gewesen. Und es war nicht die Spur eines Menschen, sondern der Abdruck eines kleinen, hornigen, harten Fu�es mit nur drei Zehen, die in rasiermesserscharfen gebogenen Krallen endeten.</p><p>Die Spur des <emphasis>Daij-Djan. </emphasis></p></section><section><title><p id="_7">7.</p></title><p>�Also?� </p><p>Nur dieses eine Wort. Aber etwas in Titchs Stimme machte es zu mehr als einer Frage; selbst mehr als einem Befehl. Sie hatten kein Wort gesprochen, seit Kiina die Spur des <emphasis>Daij-Djan </emphasis>entdeckt hatte, sondern nur die Pferde gesattelt, ihr weniges Gep�ck und die beiden kostbaren Truhen auf den Packtieren festgeschnallt und den improvisierten Lagerplatz verlassen, so schnell es nur ging; ein Ritt durch eine stockfinstere Nacht, den ihre Eile zu einer Flucht und das unwegsame Gel�nde zu einem halsbrecherischen Risiko gemacht hatten. Erst jetzt, als das kleine Waldst�ck meilenweit hinter ihnen lag und sie sich wenigstens der Illusion hingeben konnten, in Sicherheit zu sein, gestattete Titch ihnen, wieder langsamer zu reiten. Und erst jetzt stellte er die Frage, auf die Skar die ganze Zeit �ber mit klopfendem Herzen gewartet hatte.</p><p>Und es war mehr als eine blo�e Frage. Von Skars Antwort w�rde alles abh�ngen: Titchs weiteres Verhalten, mit Sicherheit Skars und vielleicht sogar Kiinas Leben; und m�glicherweise das Schicksal ganz Enwors.</p><p>Er antwortete nicht gleich, und Titch wiederholte seine Frage auch nicht, sondern sah ihn nur stumm und mit steinernem Gesicht an, aber in seinen Augen war eine H�rte, die Skar niemals zuvor an ihm gesehen hatte. Zum allerersten Mal war er wirklich das, was die meisten Menschen unter dem Wort Quorrl verstanden: ein Killer. Ein Ding, noch nicht ganz Mensch, aber auch nicht mehr Tier, das nur aus Kraft und Zorn bestand und zu nichts anderem als zum T�ten gemacht war. Pl�tzlich hatte Skar Angst vor ihm; vor der Ver�nderung, die mit ihm vonstatten gegangen war.</p><p>Und doch war dies nicht der Grund, aus dem er nicht sofort antwortete. Er z�gerte auch nicht etwa, um sich eine Ausrede einfallen zu lassen, obgleich er wei� Gott Zeit genug dazu gehabt h�tte; und aus dem Stehgreif ein Dutzend Geschichten, die �berzeugender waren als die Wahrheit. Aber er sp�rte einfach, da� Titch es wissen w�rde, wenn er ihn belog; und gleichzeitig hatte er Angst davor, sie auszusprechen, als ahne etwas in ihm, da� das <emphasis>Ding, </emphasis>das dort drau�en in der Nacht umherschlich und ihn belauerte, mit jedem Male st�rker wurde, wenn er seine Existenz best�tigte. Der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>war wie eine L�ge: er wurde wirklicher, je �fter er �ber ihn sprach.</p><p>�Du hattest recht�, sagte er schlie�lich. �Er war die ganze Zeit �ber da.�</p><p>�Seit wann?� fragte Titch. Seine Stimme war kalt wie die einer Maschine, und vielleicht war es gerade das, was sie so drohend und furchteinfl��end machte. �Seit Elay? Seit Drasks Burg? Oder schon vorher?�</p><p>�Seit mehr als zwanzig Jahren, Titch�, murmelte Skar. �Und ich glaube, schon l�nger. Vielleicht seit dem Tag meiner Geburt. Er ist ein Teil von mir.�</p><p>�Den du nat�rlich ha�t.� Der Spott in Titchs Stimme tat weh. �Ja. So wie du den Krieger in dir.�</p><p>Titch machte eine zornige Handbewegung. �Ich will nicht mit dir diskutieren, Satai. Behalte deine geschliffenen Worte f�r dich. Ich wei�, da� du besser reden kannst als ich. Ich will einfach nur die Wahrheit h�ren. Wer bist du? Was willst du wirklich, und wozu hast du mich gebraucht?�</p><p>Skar hielt sein Pferd mit einem so heftigen Ruck am Zaumzeug an, da� das Tier vor Schmerz schnaubte und auszubrechen versuchte. Er brachte es zur R�son, ohne die Bewegung auch nur bewu�t zu registrieren. Pl�tzlich sp�rte er nichts anderes als Wut; einen Zorn, der aus Hilflosigkeit geboren war und fast k�rperlich weh tat. <emphasis>�Verdammt!� </emphasis>br�llte er. �Was willst du h�ren? Da� ich dich die ganze Zeit �ber angelogen habe? Ja, zum Teufel, ich habe es! Aber nicht, weil es mir Spa� macht, sondern weil ich dieses ... dieses <emphasis>Ding </emphasis>genauso f�rchte wie du. Und ich hasse es, ja! Ich hasse es mehr, als du dir vorstellen kannst!�</p><p>Titch blieb ganz ruhig. Skars Zornesausbruch prallte von ihm ab, ohne da� sich auch nur etwas an seinem Blick �nderte, geschweige denn an der eisigen Entschlossenheit, die Skar sp�rte. Daf�r lenkte Kiina ihr Pferd mit einer heftigen Bewegung herum und versuchte das Tier zwischen Skars und Titchs Pferde zu dr�ngen, was ihr aber nicht gelang.</p><p>�Wovon redet ihr?� fragte sie. Ihr Blick irrte haltlos zwischen Titchs und Skars Gesichtern hin und her, und was sie sah, lie� sie mit jeder Sekunde �ngstlicher werden. �Was ... was bedeutet das alles. Titch! Was hat das zu bedeuten? Was waren das f�r Spuren? Was meint ihr? Skar!�</p><p>�Sag es ihr�, grollte Titch.</p><p>�Bitte, Titch, ich glaube nicht, da� das -�</p><p><emphasis>�Sag es ihr.� </emphasis>verlangte Titch noch einmal, leise, scharf und im gleichen, keinen Widerspruch duldenden Ton wie zuvor. �Sag ihr alles, Satai. Ihr und mir. Jetzt! Oder ich schw�re dir, da� ich auf der Stelle kehrtmache und dich allein weiterreiten lasse. Nicht�, f�gte er bitter und mit einem abf�lligen Verziehen der Lippen hinzu, �da� ich noch glauben w�rde, da� das einen Unterschied macht.�</p><p>Kiina hob in einer hilflosen, flehend wirkenden Geste die H�nde. �Was soll er mir sagen?�</p><p>�Die Wahrheit �ber den <emphasis>Daij-Djan�, </emphasis>fl�sterte Skar. �Das Wesen, dessen Spuren du gefunden hast.� <emphasis>Aber er war nur ein Schatten, der keine Spuren hinterlie�. </emphasis>�Das Ding, das die Krieger auf Crons Hof erschlagen hat.�</p><p>�Der <emphasis>Daij-Djan?� </emphasis>Kiinas Reaktion verriet deutlich, da� sie diesen Namen nicht zum ersten Mal h�rte. �Aber ich dachte, er w�re ... vernichtet. Der <emphasis>Dronte...</emphasis>�</p><p>�Deine Mutter hat dir von ihm erz�hlt�, vermutete Skar, ehe ihm einfiel, da� nicht nur Gowenna Kiina die Geschichte von ihrer ersten Begegnung mit der Sternenbestie erz�hlt hatte, sondern er selbst. Trotzdem verbesserte er sich nicht, sondern fuhr fort: �Aber sie hat dir nur erz�hlt, was sie <emphasis>glaubte.�</emphasis></p><p>�Und was hat sie <emphasis>geglaubt?� </emphasis>fragte Titch auf eine Art, die Skar erneut zusammenfahren und den Quorrl fast verzweifelt anblicken lie�. Die Bitterkeit in Titchs Stimme tat ihm weh; mehr als je zuvor.</p><p>�Da� er nur ein Ungeheuer war�, sagte er z�gernd. �Ein ... <emphasis>Ding. </emphasis>Ein Gesch�pf der Sternengeborenen, wie der <emphasis>Dronte </emphasis>oder die <emphasis>Ultha - </emphasis>oder das <emphasis>Netz.� </emphasis>Er machte eine Handbewegung, die klar machte, da� er die Aufz�hlung beliebig fortsetzen konnte. �Aber das war er nicht. Er hat nur einen K�rper bekommen, damals. Aber er war schon immer da. In mir.�</p><p>�In <emphasis>dir?�. </emphasis>Kiina versuchte zu lachen, aber es gelang ihr nicht. In die verungl�ckte Mimik, zu der ihr Spott geriet, mischte sich eine erste Spur aufkeimenden Entsetzens, das sich nur noch einen Moment hinter Hysterie verbergen konnte.</p><p>�Was ... was meinst du ... damit?� stammelte sie.</p><p>�Nicht so wie in Helth�, sagte Skar rasch. �Er... er geh�rt zu mir. Er ist ein Teil von mir, so wie... wie ich ein Teil von ihm bin.�</p><p>Es war so schwer, es in Worte zu fassen; vielleicht, weil auch er selbst bis jetzt nicht <emphasis>wirklich </emphasis>begriffen hatte, wie viel seiner Seele seinem Dunklen Bruder geh�rte, und wie wenig noch ihm. Vielleicht war es genau umgekehrt, und vielleicht war <emphasis>er </emphasis>der Schatten, ein l�cherlich zappelndes Etwas, das sich einbildete, Herr �ber ein Leben zu sein, in dem es in Wahrheit nur geduldet gewesen war, von Anfang an. �Ich habe geglaubt, ich k�nnte ihn besiegen�, fuhr er fort. �Aber ich bin mir nicht mehr sicher.� Titch starrte ihn an. Er schwieg, verzog nicht einmal eine Miene, aber Skar sp�rte genau, da� ihm diese Worte nicht reichten. Er hatte den Quorrl belogen, vielleicht nur einmal, aber es war einmal zu oft gewesen. Und pl�tzlich ri� Titch sein Pferd herum, rammte ihm die Fersen in den Leib und sprengte davon, so schnell, da� Skar nicht einmal Zeit fand, einen Ruf auszusto�en, um ihn zur�ckzuhalten. Die Nacht verschluckte den Quorrl binnen Sekunden. Nur das dumpfe Dr�hnen seiner Hufschl�ge war noch f�r eine Weile zu h�ren, bis auch dieses Ger�usch leiser wurde und schlie�lich ganz verklang.</p><p>�Er wird wiederkommen�, sagte Skar leise, zu Kiina gewandt und ohne wirkliche �berzeugung. <emphasis>Denn wenn nicht, dann ist das unser Todesurteil. Auch seines. </emphasis>�Er kommt bestimmt zur�ck. Er... braucht sicher einfach eine Weile f�r sich.�</p><p>Er drehte sich im Sattel um und sah Kiina an, aber das M�dchen schien seine Worte gar nicht geh�rt zu haben. Aus weit aufgerissenen Augen starrte es in die Nacht hinaus, in die Richtung, in der Titch verschwunden war; aber Skar war fast sicher, da� sie etwas ganz anderes sah.</p><p>�Kiina�, sagte er schleppend. �Ich -�</p><p>�Erz�hl es mir�, unterbrach ihn Kiina. �Alles.�</p><p>Skar blickt sie an, schwieg, und sah schlie�lich zu Boden. Er wollte reden, endlich mit jemandem reden, der sein dunkles Geheimnis mit ihm teilte und es ihm somit ein wenig leichter machte, es zu ertragen; und gleichzeitig f�rchtete er sich davor wie vor nichts anderem auf der Welt.</p><p>Aber dann sah er auf und glaubte einen Schatten zu sehen, ein fl�chtiges schwarzes Huschen vor der noch dunkleren Farbe der Nacht, und mit dem Wind wehte ein unh�rbares b�ses Lachen zu ihm heran, ein Ger�usch, das voller Spott und Hohn war, aber auch das Versprechen auf kommenden, noch gr��eren Schrecken mit sich brachte, und etwas wie Trotz regte sich ihn ihm.</p><p>Skar begann zu reden.</p></section><section><title><p id="_8">8.</p></title><p>Er sprach lange. Skar achtete nicht auf die Zeit, aber es mu�te eine Stunde sein, in der er redete; langsam, leise und mit fast teilnahmsloser Stimme, und Kiina zuh�rte; wortlos, starr und mit ausdruckslosem Gesicht. Er erz�hlte ihr alles; alles, woran er sich erinnerte und alles, was ihm w�hrend des Redens noch einfiel, und das war eine Menge. Sie war der erste Mensch in seinem Leben, der die Geschichte seines Dunklen Bruders von Anfang an h�rte, und, ohne da� er irgend etwas weglie� oder besch�nigte. W�hrend er sprach, geschah etwas mit ihm; eine Art L�uterung, die es ihm erm�glichte, ehrlicher zu ihr zu sein, als er es jemals sich selbst gegen�ber gewesen war. Sie erfuhr mehr von seinem Leben, als selbst Del jemals gewu�t hatte, und irgendwie sp�rte er, da� sie es auch besser verstand als er; vielleicht, weil sie w�hrend all der Zeit kein Wort sagte, sondern nur zuh�rte, ihm nicht einmal mit einem L�cheln oder einem Stirnrunzeln zu verstehen gab, da� sie etwas verstand oder mi�billigte, sondern einfach zuh�rte. Aber als er zu Ende gekommen war und sich die Pause in seinen Worten lange genug ausdehnte, Kiina begreifen zu lassen, da� es nichts mehr zu erz�hlen gab, war sie es, die das Schweigen brach.</p><p>�Du tust mir so leid, Skar�, sagte sie. Worte, die pathetisch, vielleicht sogar albern geklungen h�tten, bei jeder anderen denkbaren Gelegenheit. Aber jetzt sp�rte er, da� sie ehrlich gemeint waren, und sie schienen ihm das wertvollste Geschenk, das er jemals bekommen hatte. Er hob die Hand, um sie zu ber�hren, wagte es aber dann nicht, sondern l�chelte nur dankbar und sah sie an.</p><p>Kiina hielt seinem Blick ruhig stand. In ihren Augen war keine Spur von Furcht, sondern nur genau das, was sie gerade mit Worten ausgedr�ckt hatte: ein tiefes, vollkommen ehrlich gemeintes Mitleid, das ihn mit einem Gef�hl von W�rme und Dankbarkeit erf�llte. Zum ersten Mal in seinem Leben machte ihn Mitleid nicht zornig, und er sp�rte pl�tzlich, wie viel, wie unendlich viel er vers�umt und verloren hatte, einfach dadurch, da� er ein Leben fast ohne Freundschaft und Gef�hle gelebt hatte. St�rker als je zuvor f�hlte er sich zu dem M�dchen hingezogen, und heftiger als je zuvor fragte er sich, ob sie das war, wof�r er sie hielt. Aber er brachte nicht einmal jetzt den Mut auf, sie zu fragen. Er hatte Angst, alles zu zerst�ren, wenn er nicht die Antwort bekam, die er h�ren wollte. Und vielleicht, dachte er, wollte er sie gar nicht wissen. Es mochte sein, da� es L�gen gab, die gut waren.</p><p>Irgendwann, nach einer langen Zeit, in der sie einfach in vertrautem Schweigen nebeneinander gesessen hatten, ohne sich wirklich zu ber�hren und doch n�her, als Skar jemals einem Menschen gewesen war, stiegen sie wieder auf ihre Pferde und ritten weiter, in die Richtung, die Titch ihnen bedeutet hatte. Gegen Morgen kam Regen auf, der nicht lange anhielt, aber einen eisigen Hauch �ber dem Land zur�cklie�, K�lte jener besonders unangenehmen Art, die nicht einmal sehr heftig war, aber unerbittlich durch jedes Kleidungsst�ck und jeden Schutz kroch und Skar das Gef�hl gab, in einen Mantel aus schneidendem Glas eingeh�llt zu sein. Er hatte Schmerzen; viel heftigere, als er Kiina gegen�ber zugab, und er f�hlte sich schwach und krank, und die K�lte lie� ihn jede winzige Verletzung, jeden Schnitt und jeden Kratzer auf seiner Haut doppelt intensiv sp�ren.</p><p>Er begann Kiina auszuweichen, auf die gleiche Art, auf die sie ihm ausgewichen war, vorher - ohne sich wirklich weiter als zwei, drei Schritte von ihr zu entfernen, ohne auch nur ihrem Blick auszuweichen oder sich mit einer Miene anmerken zu lassen, was wirklich in ihm vorging, und doch sp�rbar. Kiina mu�te die Mauer, die er zwischen ihr und sich selbst aufrichtete, so deutlich f�hlen, wie er es umgekehrt getan hatte. Der Gedanke schmerzte ihn, um so mehr, als er v�llig andere Gr�nde hatte als sie: sie wu�te, da� er krank war, und sie wu�te wohl auch, da� er sterben w�rde, aber er wollte nicht, da� sie sah, wie schlimm es wirklich war. Trotz allem war er noch immer - jetzt erst recht - der einzige Schutz, den sie hatte.</p><p><emphasis>Aber das stimmt doch gar nicht, Bruder, </emphasis>wisperte die Stimme des Versuchers hinter seiner Stirn. <emphasis>Ich bin bei euch. Ich kann auch ihr helfen. Wenn das alles ist, was du willst, dann schenke ich dem M�dchen dasselbe wie dir. Unsterblichkeit. Macht.</emphasis></p><p>Skar ignorierte das k�rperlose Wispern. Er war nicht einmal sicher, ob es wirklich dagewesen war, oder ob er es sich nur einbildete; ganz einfach, weil ein Teil von ihm diese Worte h�ren wollte, so sehr, wie der andere Teil sich davor f�rchtete. Vielleicht war der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>gar nicht da; vielleicht war er nie dagewesen. Vielleicht wurde er schlicht und einfach verr�ckt.</p><p>Trotzdem ertappte er sich dabei, ganz automatisch den Kopf zu heben und aus zusammengekniffenen Augen in den Regen hinauszublinzeln, der noch immer fiel. Aus den str�menden eisigen Fluten war ein kaum sichtbares Nieseln geworden, das aber fast noch k�lter war. Die winzigen Tropfen stachen wie Nadeln in sein Gesicht und taten in den Augen weh. Skar ignorierte auch diesen neuerlichen Schmerz und versuchte, das allm�hlich aufweichende Grau der D�mmerung mit Blicken zu durchdringen.</p><p>Sie ritten weiter nach Norden, ohne im Grunde wirklich zu wissen, wohin, oder gar warum, denn wenn Titch nicht zur�cckam, dann waren sie so gut wie tot.</p><p>Nein, verbesserte sich Skar in Gedanken. Dann waren sie nicht so gut wie tot, dann waren sie tot, zwei Verlorene in einem Land, das nicht nur voller Feinde, sondern selbst ihr Feind war. Irgend etwas sagte Skar, da� sie hier nicht leben konnten, selbst wenn es die Quorrl und die Ssirhaa und alle anderen Ungeheuer, die sich noch in Cants finsteren W�ldern verbergen mochten, nicht gegeben h�tte. Er hatte Ennarts Worte keine Sekunde vergessen: Diese Welt wurde gemacht, Satai. Und mehr noch als f�r irgendeinen anderen Teil Enwors galt dies f�r Cant. Es war ein Land, das geschaffen worden war, von Wesen, die er sich nicht einmal vorzustellen vermochte, und f�r Wesen, die den Menschen so fremd und unverst�ndlich waren wie sie umgekehrt ihnen. Es war das Land der Quorrl, ihre ureigendste Heimat, in der nur sie leben konnten, und niemand sonst. Mit einem Mal fielen ihm all die Geschichten und Legenden �ber die Quorrl wieder ein; Geschichten, an deren Verbreitung er selbst fr�her kr�ftig mitgewirkt hatte. Sie waren l�cherlich, eine wie die andere. Selbst wenn die Quorrl gewollt h�tten - sie konnten Enwor gar nicht erobern. Ganz einfach, weil sie auf Dauer so wenig in der Lage waren, dort zu leben, wie die Menschen Enwors in diesem Land. <emphasis>Nicht die Quorrl, die du kennst, </emphasis>fl�sterte der <emphasis>Daij-Djan. Aber vielleicht die, die Ennart und seine Br�der noch erschaffen werden.</emphasis> Ennart ist tot! dachte Skar zornig.</p><p><emphasis>Bist du sicher, Bruder?</emphasis></p><p>Sei still, antwortete Skar in Gedanken.</p><p><emphasis>Aber - warum? Hast du immer noch Angst vor der Wahrheit, Bruder?</emphasis></p><p>Vor dem, was du Wahrheit nennst, ja, antwortete Skar auf die gleiche, lautlose Weise. Trotzdem mu�te etwas von seinem stummen Zwiegespr�ch mit jenem finsteren Teil seiner selbst sp�rbar sein, denn Kiina blickte pl�tzlich erschrocken hoch und sah ihn irritiert an. Skar wandte rasch den Blick und tat so, als konzentriere er sich v�llig auf den aufgeweichten Weg. Sie bewegten sich dicht am Waldrand entlang, und auch das war etwas, was ihm Sorge machte - sp�testens ihr letztes Gespr�ch mit Cron hatte ihm klargemacht, da� Cants W�lder nicht so leer und unbewohnt waren, wie es den Anschein hatte. Aber sie mu�ten jede Deckung ausnutzen, die sie bekommen konnten. Sie waren mehr als nur vogelfrei, ohne Titchs Begleitung, wie er sich in jeder Sekunde schmerzhaft vor Augen hielt. Wenn sie irgend jemand entdeckte - buchst�blich <emphasis>irgend jemand - </emphasis>waren sie tot. <emphasis>Au�er, du nimmst meine Hilfe an.</emphasis></p><p>�Verschwinde endlich�, sagte Skar. Er sagte es laut, schrie es fast, und wieder sah Kiina auf und blickte ihn gleicherma�en fragend wie erschrocken an, sagte aber auch jetzt kein Wort. �Ich brauche dich nicht!�</p><p><emphasis>Bist du sicher, Bruder? </emphasis>antwortete der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>sp�ttisch. <emphasis>Dann sieh nach Westen.</emphasis></p><p>Skar tat es - und fuhr erschrocken zusammen, obgleich er zumindest geahnt hatte, was er sehen w�rde. Der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>tat niemals etwas durch Zufall oder ohne Grund. Er hatte auch den Moment, wieder mit ihm zu sprechen, sorgsam gew�hlt.</p><p>Vielleicht hatte er sogar daf�r gesorgt, da� die Quorrl ausgerechnet jetzt auftauchten, dachte Skar verbittert. Mittlerweile traute er dem Monster alles zu. Es hatte die Macht eines Gottes, auch wenn er das bis jetzt nicht hatte wahrhaben wollen. Es waren viele. Durch den nieselnden Regen und das bla�graue Licht der D�mmerung fiel es Skar schwer, ihre Zahl zu sch�tzen, aber es mu�ten zwanzig sein, m�glicherweise auch f�nfzig oder zweihundert, das blieb sich gleich - es waren so oder so zu viele, um sich ihnen zu stellen.</p><p>Seine Hand glitt zum Schwert, verharrte einen Moment auf dem Griff der Waffe und l�ste sich wieder davon, ohne sie zu ziehen. Da� er die Quorrl gesehen hatte, bedeutete nicht, da� auch sie schon entdeckt worden waren. Sie waren nur zwei - vier, mit den Packpferden - aber sie hatten den Wald hinter sich, eine schwarze Mauer, die ihre Schatten verschlingen mu�te. �Was hast du?� fragte Kiina, die seinen Schrecken nat�rlich bemerkt hatte.</p><p>Skar deutete stumm nach Westen, und nach ein paar Augenblicken verriet ihm der Ausdruck auf Kiinas Gesicht, da� auch sie die n�her kommenden Reiter bemerkt hatte. Zu Skars �berraschung zeigte sie keine Spur von Schrecken oder gar Panik, sondern bi� sich nur nachdenklich auf die Lippen und deutete dann auf den Waldrand.</p><p>Skar nickte, hob aber fast im gleichen Moment abwehrend den Arm, als Kiina unverz�glich ihr Pferd wenden und ins Unterholz f�hren wollte.</p><p>�Unsere Spuren�, sagte er mit einer besorgten Geste zu Boden. �Sie reiten fast genau auf uns zu. Sie werden sie sehen.� In dem aufgeweichten Morast, zu dem der Regen das Erdreich gemacht hatte, waren die Hufabdr�cke ihrer Pferde tats�chlich kaum zu �bersehen; nicht einmal f�r Wesen, die nicht �ber die scharfen Sinne eines Quorrl verf�gten.</p><p>�Sie werden uns sehen, wenn wir noch lange hier herumstehen�, sagte Kiina betont. Sie machte eine ungeduldige Handbewegung. �Was hast du vor? Auf den Knien herumrutschen und die Spuren verwischen?�</p><p>�Nein�, antwortete Skar. �Aber ich ...� Er brach ab, warf einen sichernden Blick zu den Quorrl zur�ck - sie waren n�her gekommen, aber noch nicht so weit, da� sie sie h�tten sehen k�nnen - und zog schlie�lich doch sein Schwert. Mit der Spitze des Tschekal deutete er auf den Wald.</p><p>�Steig vom Pferd�, sagte er. �Aber pa� auf. Du darfst keine Fu�spuren hinterlassen. Versteck dich irgendwo.�</p><p>�Ja�, sagte Kiina sarkastisch. �Das beste wird sein, ich klettere auf einen Baum und sehe zu, wie sie dich abschlachten.�</p><p>�Ich habe nicht vor, mich umbringen zu lassen�, antwortete Skar �rgerlich. Das hatte er wirklich nicht. Er war sicher, da� es Momente gab, in denen ein Opfer sinnvoll war, aber dieser geh�rte ganz gewi� nicht dazu.</p><p>�Ich reite zwei-, dreihundert Schritte weiter und verstecke mich dann auch�, sagte er. �Vielleicht sehen sie unsere Spuren ja gar nicht. Und wenn doch, ist es ziemlich sinnlos, da� sie uns beide erwischen, oder?�</p><p>Er gab Kiina gar keine Gelegenheit, erneut zu widersprechen, sondern versetzte ihr einen Sto�, der sie halbwegs aus dem Sattel warf, so da� sie ganz instinktiv nach einem tiefh�ngenden Ast griff und sich daran festklammerte. Ehe sie auch nur begriff, was er tat, griff er nach den Z�geln ihres Pferdes und sprengte los. Kiina st�rzte mit einem Wutschrei zu Boden, aber Skar wu�te, da� der weiche Morast ihren Sturz d�mpfte, und sprengte weiter, ohne sich auch nur noch einmal nach ihr umzudrehen. Die beiden Packpferde folgten ihm ganz instinktiv.</p><p>Skar ritt wirklich nur eine kurze Strecke. Die zwei-, dreihundert Schritte, die er Kiina gegen�ber zugegeben hatte, und dann noch einmal die gleiche Distanz, als Referenz an Kiinas Sturheit und die scharfen Sinne der Quorrl. Schlie�lich entdeckte er eine L�cke zwischen den B�umen; keinen richtigen Weg oder gar eine Lichtung, aber eine schmale Bresche, die ihm und den Pferden Deckung gew�hrte und - mit ein bi�chen Gl�ck - von den Quorrl nicht gesehen wurde.</p><p>Aber es schien so, als w�re sein Vorrat an Gl�ck endg�ltig aufgebraucht. Die Quorrl waren n�her gekommen, und als sie nahe genug heran waren, da� Skar trotz des schlechten Lichtes Einzelheiten erkennen konnte, sah er seine Bef�rchtungen gleich in doppelter Hinsicht best�tigt: es waren weitaus mehr als zwanzig Reiter - mindestens f�nfzig, sch�tzte er, wenn nicht hundert - und sie bewegten sich tats�chlich fast genau auf die Stelle am Waldrand zu, an der er sich von Kiina getrennt hatte.</p><p>Skar dr�ngte Kiinas Pferd und die beiden Packtiere r�cksichtslos in das dornige Unterholz des Waldrandes hinein, band ihre Z�gel hastig aneinander und zwang dann sein eigenes Tier, ein paar Schritte r�ckw�rts zu gehen, bis sich die Bresche wieder genug erweitert hatte, um es herumzudrehen. Dann band er es ebenfalls an einen Ast, stieg aus dem Sattel und n�herte sich behutsam dem Waldrand.</p><p>Seine Vorsicht war keineswegs �bertrieben.</p><p>Die Quorrl hatten den schmalen Saumpfad am Wald erreicht und haltgemacht. Ein paar der riesigen Schuppengestalten war aus den S�tteln gestiegen und schien den Boden zu untersuchen, die anderen bildeten einen weit geschwungenen, aber fast geschlossenen Dreiviertelkreis vor den B�umen. Sie hatten ihre Spuren entdeckt, dachte Skar d�ster. Und sie brauchten nicht einmal einen besonders talentierten F�hrtenleser, um zu erkennen, da� sie erst wenige Minuten alt waren.</p><p>Geduckt schlich er zu seinem Pferd zur�ck, stieg wieder in den Sattel und griff nach dem Z�gel. Er war weniger besorgt, als er Kiina gegen�ber den Anschein erweckt hatte. Sicher, er war nicht in seiner besten Form, aber er hatte ein Quorrl-Pferd, ein ausgesucht kr�ftiges Tier sogar, und er wog zweihundertf�nfzig Pfund weniger als die schuppigen Kolosse, die eine halbe Meile hinter ihm Aufstellung genommen hatten. Skar glaubte nicht, da� es ihm besondere Schwierigkeiten bereiten w�rde, den Quorrl einfach davonzureiten.</p><p>Was ihm Unbehagen bereitete, war Kiina. Er war nicht sicher, da� es ihm gelang, alle Quorrl vom Waldrand fortzulocken. Und er war noch sehr viel weniger sicher, da� Kiina die Nerven behalten w�rde, falls die Quorrl etwa auf die Idee kamen, in unmittelbarer N�he ihres Versteckes ein Lager aufzuschlagen. Aber welche Wahl hatte er schon?</p><p>Skar zog abermals sein Schwert, ritt bis zum Waldrand und hielt wieder an. Sorgsam legte er die Waffe vor sich �ber den Sattel, wickelte den Z�gel um den Stumpf seines linken Armes und zog zweimal pr�fend daran, bis er sicher war, das Tier auf diese Weise wenigstens notd�rftig dirigieren zu k�nnen.</p><p>Wie er erwartet hatte, hatte sich ein kleiner Trupp von der Hauptmacht der Quorrl gel�st und folgte seiner Spur, wobei sie sich erfreulich ungeschickt anstellten: tief �ber die H�lse ihrer Pferde gebeugt, entgingen ihre Gesichter zwar dem stechenden Regen, ihren Augen aber auch alles, was weiter als f�nf oder sechs Schritte vor ihnen war.</p><p>Skar war nahe daran, den Quorrl einfach etwas zuzuschreien, damit sie ihn entdeckten, bef�rchtete dann aber, damit eher ihr Mi�trauen zu erwecken. Statt dessen stach er dem Pferd mit der Schwertspitze leicht in die Flanke.</p><p>Das Tier stie� ein schrilles Wiehern aus und machte einen Satz, und im gleichen Moment flogen die K�pfe der vordersten Quorrl in die H�he. Eine Sekunde sp�ter drang ein vielstimmiger, gellender Schrei durch das Rauschen des Regens an Skars Ohr, und als er das Pferd wieder unter Kontrolle hatte und herumri�, begann der Boden hinter ihm unter dem Stampfen gleich mehrerer Dutzend eisenbeschlagener Hufe zu dr�hnen.</p><p>Und fast in der gleichen Sekunde h�rte er einen Schrei: d�nn, voller Panik und Entsetzen und so weit entfernt, da� er fast im Gebr�ll der Quorrl unterging - aber es war eindeutig Kiinas Stimme!</p><p>Skar fluchte, ri� das Pferd in vollem Galopp herum und mu�te abermals um sein Gleichgewicht k�mpfen, als sich das Tier mit einem schmerzerf�llten Kreischen auf die Hinterl�ufe aufrichtete. Irgendwie gelang es ihm, das Tier wieder in seine Gewalt zu bringen - und dann war er unter den v�llig verbl�fften Quorrl wie ein schwarzer Racheengel, dessen Schwert gleich zwei, drei der schuppigen Gestalten auf einmal aus den S�tteln fegte. Es war pures Gl�ck, da� er die n�chsten Augenblicke �berlebte; und wahrscheinlich einzig der Fassungslosigkeit der Quorrl zu verdanken, die mit allem gerechnet haben mochten - nur nicht damit, von einem einzelnen Menschen <emphasis>angegriffen </emphasis>zu werden. Es war kein wirklicher Kampf - Skars m�chtiges Schlachtro� ritt die Quorrl, die nicht schnell genug zur Seite sprangen, einfach �ber den Haufen, und dann war er auch schon hindurch und preschte auf die Hauptmacht der Reptilienkrieger zu, noch immer rasend schnell und mit hoch erhobenem Schwert, das Tod versprach.</p><p>Etwas stimmte nicht.</p><p>Skar sp�rte es, noch ehe er es sah, mit der Erfahrung des Kriegers, der zu viele K�mpfe hinter sich gebracht hatte, um noch von irgend etwas �berrascht zu werden. Die Armee der Quorrl - ein un�berwindbarer Wall aus stahlgepanzerten Pferden und Leibern, an dem er einfach zerschmettern mu�te, hielt ihn nicht auf, sondern teilte sich vor ihm, in einer blitzschnellen, fast eleganten Bewegung, die so flie�end und leicht war, als w�re sie tausendfach ge�bt worden, und er h�rte wieder Kiinas Schrei und sah sie dann auch, eine winzige, sich windende Gestalt im Brennpunkt des durchbrochenen Dreiviertelkreises, den die Quorrl bildeten, schreiend vor Furcht und gehalten von drei riesigen schuppigen Gestalten, von denen eine Skar den Eindruck vermittelte, sie kennen zu m�ssen, ohne da� er sie wirklich erkannte, w�hrend ihm zwei der Krieger (Gro�er Gott, es waren Krieger! dachte Skar entsetzt) mit gez�ckten Schwertern und hoch erhobenen Schilden entgegentraten, er sp�rte, da� die Quorrl nicht nur nicht richtig reagierten, sondern da� dies nichts anderes als eine Falle war, da� die Quorrl keine Sekunde auf sein T�uschungsman�ver hereingefallen waren, sondern wahrscheinlich schon gewu�t hatten, wo Kiina war, ehe sie den Waldrand erreichten, und da� er ganz genau das tat, was sie von ihm erwarteten, alles in einer einzigen Sekunde und einem einzigen, ebenso l�hmenden wie entsetzenden Gedanken.</p><p>Aber er war unf�hig, zu reagieren. Wie eine Maschine, die diese Taktik des Fl�chtens-Herumfahrens-Zuschlagens einmal zu oft ausgef�hrt hatte, sprengte er einfach weiter, gefangen in seinen eigenen Reflexen und Verhaltensweisen und unf�hig, die Erkenntnis zu verarbeiten, da� er in den Tod raste.</p><p>Das Pferd prallte in vollem Galopp gegen den hochgerissenen Eichenschild des ersten Quorrl und schmetterte den Krieger zu Boden.</p><p>Ein weiterer Fehler, wie Skar wieder den Bruchteil einer Sekunde zu sp�t begriff. Der Quorrl war nicht von seinem Ansturm �berrascht worden, er hatte ihn erwartet. Der Schild, nur lose an seinem Arm befestigt, zerbrach in drei Teile und flog davon, und der Quorrl st�rzte zur Seite. Aber im gleichen Moment vollf�hrte sein Schwert eine blitzartige, ungemein kraftvolle Bewegung, die die f�rchterliche Wucht des Anpralles noch ausnutzte, und durchtrennte beide Vorderl�ufe des Pferdes. Skar wurde aus dem Sattel geschleudert, �berschlug sich zwei-, dreimal in der Luft und noch zwei- oder dreimal am Boden, ehe er halb bet�ubt im Morast zum Liegen kam. Der schrille Schmerzensschrei des Pferdes ging im dumpfen Ger�usch seines Zusammenbrechens und dem sonderbar weichen Laut unter, mit dem Skar selbst auf dem Boden aufschlug.</p><p>Er h�tte das Bewu�tsein verlieren m�ssen, aber er tat es nicht. Dieselben Reflexe, die ihm zum Verh�ngnis geworden waren, mobilisierten Kraftreserven in seinem geschundenen K�rper, die ihn noch immer zum Berserker machen konnten. Er sprang auf, hieb mit dem Schwert zwei-, dreimal in die leere Luft vor sich und begriff erst dann, da� niemand da war, der ihn angriff. Schweratmend, den linken, verkr�ppelten Arm sch�tzend vor den K�rper gehalten, das Schwert in der Rechten, w�hrend die Spitze des <emphasis>Tschekal </emphasis>kreisende, achtf�rmige Bewegungen in die Luft schnitt, stand er da und sah sich um.</p><p>Sein Sturz hatte ihn wieder ein St�ck von Kiina und ihrem Bewacher weggetragen. Er erhaschte einen fl�chtigen Blick auf das Gesicht des M�dchens, das die Angst zu einer Grimasse gemacht hatte, und den wuchtigen Helm des riesigen Quorrl hinter ihm, der es mit brutalem Griff hielt, dann konzentrierte er sich wieder auf den anderen Krieger.</p><p>Der Quorrl war n�her gekommen, aber auf halber Strecke stehengeblieben, und Skar begriff, da� er ihm nicht den Gefallen tun und selbst angreifen w�rde. Den Schild hatte er halb erhoben, so da� nur noch sein gepanzerter Sch�del und ein St�ck der rechten Schulter �ber seinen Rand hervorragten, und sein Schwert bewegte sich auf �hnliche Weise wie das Skars; vielleicht nicht ganz so elegant, daf�r aber ungleich kraftvoller.</p><p>Er hatte keine Chance. Das hier waren keine Bauern, auch keine unerfahrenen Schl�ger, wie die Mitglieder der Tempelgarde, die Titch und er besiegt hatten, sondern Krieger, jeder einzelne so gut ausgebildet wie er und zehnmal so stark. Die berittenen Quorrl schienen nicht in den Kampf eingreifen zu wollen, sondern bildeten eine lebende Arena, aber selbst, wenn er diesen einen besiegte...</p><p>Es war vorbei, dachte er. Er konnte genausogut das Schwert fortwerfen und auf einen gn�digen raschen Tod hoffen.</p><p>�La�t das M�dchen in Ruhe!� rief er, wider besseres Wissen und mit einer Stimme, die vor Hilflosigkeit und Zorn zitterte. �La�t sie gehen, und ihr k�nnt mich haben!�</p><p>Der Quorrl, der Kiina festhielt, verst�rkte seinen Griff, und aus ihren panikerf�llten Schreien wurde ein erstickendes Keuchen.</p><p>Skar ri� sein Schwert in die H�he und st�rzte sich auf den Krieger.</p><p>Der Quorrl parierte seinen ersten Hieb mit dem Schild, was ein Fehler war. Skars Klinge aus <emphasis>Sternenstahl </emphasis>zerschnitt das fingerdicke Eichenholz wie Pergament und hinterlie� eine blutige Wunde in dem Arm, der es hielt. Der Quorrl prallte zur�ck und hieb kraftvoll nach Skar, ein Schlag, der ungezielt war, Skar aber trotzdem zwang, seinen Angriff abzubrechen und sich hastig in Sicherheit zu bringen. Sofort setzte er nach, duckte sich unter einem weiteren Schwertstreich des Quorrl weg und schlug wuchtig nach dessen Klinge. Sein <emphasis>Tschekal </emphasis>traf das Breitschwert des Quorrl dicht �ber dem Griff und zerbrach es. Der Quorrl wankte, und zum ersten Mal glaubte Skar so etwas wie Furcht in seinen dunklen Augen aufblitzen zu sehen.</p><p>Aber er hatte die Fairne� der Quorrl �bersch�tzt. Er kam nicht dazu, seinem Gegner nachzusetzen und den Kampf zu beenden. Hinter ihm stampften schwere Hufe auf den Boden, dann traf ihn etwas mit f�rchterlicher Wucht genau zwischen die Schulterbl�tter und lie� ihn auf die Knie f�llen.</p><p>Diesmal raubte ihm der Schmerz wirklich die Sinne. Er verlor nicht das Bewu�tsein, aber er sp�rte, wie das Schwert seinen pl�tzlich kraftlosen Fingern entglitt und er nach vorne kippte. Sein Gesicht tauchte in den Morast ein. K�lte und klebrige Feuchtigkeit f�llten seinen Mund und seine Nase, und er sp�rte, wie er zu ersticken begann.</p><p>Eine Hand packte ihn, ri� ihn in die H�he und wirbelte ihn herum, dann fuhren grobe, in Eisen geh�llte Finger durch sein Gesicht und lie�en ihn wieder atmen. Skar ri� sich instinktiv los, torkelte einen Schritt zur�ck und hob sch�tzend die Arme �ber den Kopf.</p><p>Er war von einem Dutzend Quorrl umgeben. Jeder der Krieger trug einen schweren Eichenschild, aber keine Waffe, und es dauerte trotz allem noch immer Sekunden, bis Skar begriff, was sie taten, und warum.</p><p>Ein harter Sto� traf seinen R�cken. Er taumelte, k�mpfte vergeblich um seine Balance und st�rzte, fiel aber nicht wirklich, denn fast im gleichen Moment traf ihn der Sto� eines anderen Schildes vor die Brust und schleuderte ihn wieder zur�ck. Er schrie, schlug blindlings mit beiden Armen um sich und wurde abermals von einem Schildsto� getroffen, der ihm die Luft aus den Lungen trieb. Sein Blick suchte Kiina, aber er fand sie nicht, denn die Welt hatte sich in ein irrsinniges auf und ab aus tanzenden Farben und vorsto�enden und zur�ckprallenden Schilden verwandelt, die ihm das Leben aus dem Leib pr�gelten. Wieder fiel er auf die Knie, und wieder wurde er in die H�he gerissen. Die Quorrl stie�en ihn zwischen sich hin und her wie ein Spielball, und ihr rauhes Lachen mischte sich mit dem pfeifenden Ger�usch seines Atems und Kiinas Schreien, die immer gellender und verzweifelter wurden.</p><p>Dann bekam er einen der Schilde zu fassen. Ohne wirklich zu wissen, was er tat, zerrte er daran, warf sich einen Sekundenbruchteil sp�ter mit aller Macht gegen den Krieger und sp�rte, wie dieser unter seinem pl�tzlichen Ansturm den Halt verlor. Der Quorrl st�rzte und ri� Skar mit sich, aber der Kreis war durchbrochen, und Todesangst und Verzweiflung gaben Skar �bermenschliche Kr�fte. Er sprang auf, schmetterte einem zweiten Quorrl die Faust ins Gesicht und ri� die Waffe des zusammenbrechenden Kriegers an sich. Sein w�tender Hieb prallte an dem hastig hochgerissenen Schild eines weiteren Quorrl ab, aber allein die schiere Wucht des Schlages reichte, den Krieger zur�ckweichen zu lassen und Skar f�r einen Moment Luft zu verschaffen.</p><p>Aber es war nur eine Atempause, und er hatte nichts erreicht. Kiina schrie noch immer, aber ihre Schreie waren leiser geworden, fast nur noch ein Wimmern, und ihre Bewegungen langsamer. Skar begriff voller Entsetzen, da� der Quorrl, der sie hielt, damit begonnen hatte, sie zu erw�rgen, ganz langsam, so da� er es sehen mu�te, und sich vielleicht in die verzweifelte Hoffnung hineinsteigerte, noch rechtzeitig zu kommen, um sie zu retten. Obwohl er wu�te, wie sinnlos es war, rannte er los.</p><p>Er kam genau vier Schritte weit.</p><p>Ein berittener Quorrl versperrte ihm den Weg. Skar t�uschte einen Stich gegen seine Beine an, warf sich im letzten Moment vor und rollte unter dem scheuenden Pferdeleib hindurch, aber der Quorrl reagierte mit unglaublicher Schnelligkeit: als Skar auf die F��e federte, traf ihn ein Fu�tritt gegen die Schulter. Aus seinem Sprung wurde ein ungeschicktes Stolpern, er fiel, stemmte sich wieder hoch und st�rzte ein zweites Mal, als der Quorrl sein Pferd herumri� und ihn einfach niederritt. Es glich einem Wunder, da� er den wirbelnden Pferdehufen entkam und seine Waffe behielt.</p><p>Er kam noch einmal auf die F��e, aber er sp�rte, wie seine Kr�fte endg�ltig versiegten. Er machte einen Schritt, taumelte und lie� das Schwert fallen. Er war kein Satai mehr, begriff er voller Entsetzen. Er hatte noch das Wissen eines Satai, seine Erfahrung und Reflexe, aber die geheimen Kr�fte der Kriegerkaste standen ihm nicht mehr zur Verf�gung. Das Reservoir an scheinbar unersch�pflichen Kr�ften in seinem Inneren war versiegt. Er hatte es einmal zu oft angezapft.</p><p>Skar fiel. Er hatte nicht mehr die Kraft, den Sturz abzufangen, sondern konnte sich gerade noch zur Seite kippen lassen, um nicht abermals mit dem Gesicht in den Morast zu st�rzen und diesmal wirklich zu ersticken; obgleich dies wahrscheinlich eine Gnade gewesen w�re, gegen das, was ihn erwartete.</p><p>Er versuchte, Kiina zu entdecken. Wie er war sie auf die Knie gesunken, aber der Quorrl, der sie niederdr�ckte, hielt sie auch gleichzeitig fest. Seine gewaltigen Pranken hatten sich um ihre Kehle gelegt und dr�ckten unbarmherzig zu.</p><p>�La�t sie... in Ruhe... ihr... verdammten ... Tiere�, st�hnte Skar. Er wu�te nicht, ob die Quorrl seine Worte �berhaupt h�rten. Seine Stimme war nicht mehr als ein kraftloses Fl�stern. Tr�nen f�llten seine Augen. Er wollte nicht, da� sie starb. Nicht <emphasis>so.</emphasis></p><p><emphasis>Ein Wort, Bruder, </emphasis>fl�sterte der Versucher hinter seiner Stirn. <emphasis>Ein Gedanke, und sie lebt.</emphasis></p><p><emphasis>Sie lebt.</emphasis></p><p>Die beiden Worte schienen millionenfach gebrochen in Skars Kopf nachzubauen, wie ein h�llisches, nicht enden wollendes Echo. <emphasis>Sie lebt. Lebt. Lebt. Lebt... </emphasis>Er konnte ihr Leben retten. Aber um welchen Preis.</p><p>�Nein�, fl�sterte er. �So nicht.�</p><p>Etwas... l�ste sich von ihm; ein entsetzlicher Druck, der die ganze Zeit auf seiner Seele - und seinem K�rper! - gelastet hatte, den er aber erst jetzt �berhaupt bemerkte, als er nicht mehr da war, und pl�tzlich hatte er wieder Kraft; nicht viel, aber genug, sich in die H�he zu stemmen und das Schwert zu ergreifen. Er taumelte auf den Quorrl zu, der Kiina erw�rgte.</p><p>Ein Fu�tritt traf seine Kniekehle und schleuderte ihn abermals zu Boden.</p><p>Skar schlug ungeschickt mit dem Schwert nach dem Quorrl, verfehlte ihn und stemmte sich abermals hoch. Vor seinen Augen wirbelten Farben, aber auch Schlieren grauen Nebels, die dichter wurden, die Welt langsam, aber unbarmherzig verschlangen. �La�t sie in Ruhe!� st�hnte er. �T�tet... mich, aber la�t sie gehen!�</p><p>Etwas traf ihn und schleuderte ihn wieder zu Boden. Er hatte nicht die Kraft, noch einmal aufzustehen. Er dachte an Kiina, und er glaubte, den Druck dieser entsetzlichen geschuppten Pranken an seinem eigenen Hals zu sp�ren, bis er begriff, da� es Tr�nen waren, die ihm den Hals zuschn�rten. Mit einer Kraft, die er gar nicht mehr haben durfte, schleppte er sich weiter, krallte die Finger seiner rechten Hand in den morastigen Boden und zog sich mit nur einem Arm auf Kiina zu, und den Quorrl, der sie umbrachte.</p><p>�La� sie... gehen, du Bestie�, st�hnte er. �T�te mich. Mach mit mir, was du willst, aber la�... la� sie gehen!�</p><p>Der Quorrl verstand seine Worte, und tats�chlich l�ste er seinen Griff; aber nicht ganz, und auch nur f�r einen winzigen Augenblick. Er lachte.</p><p>�Das werde ich, Mensch�, sagte er. �Oh, das werde ich, keine Sorge. Wir werden dich t�ten, wie jeden, der hierher kommt. Aber erst sie. Erst das Menschenjunge, dann dich!�</p><p>Skar schrie auf, taumelte auf die Knie und brach sofort wieder zusammen. Die H�nde des Quorrl schlossen sich um Kiinas Hals und dr�ckten zu.</p><p>�Erst sie!� br�llte der Quorrl. �Und dann dich! Sieh zu, wie sie stirbt! Sieh es dir an, Mensch!�</p><p>Skar hob die Arme. Er wollte aufspringen, sich auf den Quorrl st�rzen, aber er konnte es nicht. Seine Kraft reichte nicht einmal mehr, sich aufzurichten. Hilflos, schluchzend vor Zorn und Schmerz lag er da und sah zu, wie der Quorrl Kiina t�tete. Und dann l�sten sich die Pranken des Quorrl von Kiinas Hals. Langsam, ja, fast behutsam, lie� er das M�dchen zu Boden sinken, richtete sich wieder auf und kam auf Skar zu. Seine Gestalt �berragte die Skars wie die eines zornigen Gottes, als er neben ihm stehenblieb und durch die d�nnen Sehschlitze seines Helmes auf ihn herabsah.</p><p>�Warum wehrst du dich nicht, Satai?� fragte er.</p><p>�Ungeheuer�, fl�sterte Skar. �Du verdammtes ... Tier.�</p><p>�Bin ich das?� fragte der Quorrl. �Sind wir das f�r euch, Mensch?�</p><p>�Du ... Bestie�, st�hnte Skar. �Mach mit mir, was du willst. La� das M�dchen in Ruhe und mach mit mir, was du willst.�</p><p>�Das werde ich, Satai�, sagte der Quorrl und hob die H�nde an den Helm, um ihn abzusetzen. Und eine Sekunde, ehe Skar endg�ltig das Bewu�tsein verlor, sagte Titch noch einmal: �Das werden wir, Satai.�</p></section><section><title><p id="_9">9.</p></title><p>Wie zuvor gewann er das Bewu�tsein nach Sekunden zur�ck. Seine Ohnmacht war tief und w�re zu der absoluten Hilflosigkeit vollkommener Ersch�pfung geworden, aber das Entsetzen �ber den Anblick des Gesichtes unter dem Helm war zu gro�. Sein Geist und sein K�rper schrien nach der Ruhe, die er ihnen viel zu lange verweigert hatte, aber da war noch etwas in ihm, etwas das st�rker war und ihn zwang, wieder wach zu werden und sich dem Unvorstellbaren zu stellen.</p><p>Er schlug die Augen auf, als zwei von Titchs Kriegern ihn hochhoben und damit begannen, sein Gesicht von Schlamm zu reinigen; mit einem Tuch, das nicht sehr viel weicher war als die Kettenhandschuhe, die sie trugen. Skar schlug die H�nde der Quorrl beiseite und versuchte sich vollends aus ihrem Griff loszumachen; mit dem Erfolg, da� er um ein Haar schon wieder zu Boden gest�rzt w�re, h�tte nicht eine der Riesengestalten blitzschnell zugegriffen und ihn gest�tzt.</p><p>Skar sp�rte allein an der Ber�hrung, da� es Titch war. Aus einem ebenso absurden wie sch�dlichen Gef�hl von Trotz heraus ri� Skar sich abermals los, und der gleiche Zorn gab ihm auch die Kraft, auf seinen eigenen Beinen zu stehen, wenn auch schwankend.</p><p>�R�hr mich nicht an, du Mistkerl!� fauchte er.</p><p>Titch, der schon wieder die Hand ausgestreckt hatte, um ihn zu st�tzen. Sein Blick war ausdruckslos. Skar suchte vergebens nach irgendeinem Gef�hl in den dunklen, pupillenlosen Fischaugen des Quorrl. Titch sah ihn nur pr�fend an; auf eine angespannte, aber keineswegs feindselige Art.</p><p>�R�hr mich nie wieder an�, sagte Skar noch einmal; aber in einem Ton, bei dem er sich selbst fast l�cherlich vorkam. Mit einem Ruck drehte er sich um und humpelte zu Kiina hin�ber. Die Quorrl, mit denen er Augenblicke zuvor noch um sein Leben gek�mpft hatte, wichen jetzt respektvoll vor ihm zur�ck, und als er Kiina erreichte und neben ihr niederkniete, sah er, da� Titch einen zusammengerollten Mantel unter ihren Kopf geschoben hatte, so da� sie wenigstens nicht im Schlamm lag. Sie war bla� und zitterte, ihre Augen waren weit und dunkel vor Furcht, und an ihrem Hals waren rote W�rgemale, die sich bald blau verf�rben w�rden. Aber sie war bei Bewu�tsein, und ihr Blick verriet, da� sie Skar erkannte. Sie versuchte zu sprechen, brachte aber nur ein hilfloses Kr�chzen zustande.</p><p>�Nicht reden�, sagte Skar. �Das tut dir nur unn�tig weh. Der Schmerz l��t bald nach�, f�gte er hinzu, was eine glatte L�ge war - so, wie Kiinas Hals aussah, w�rde sie tagelang nicht richtig reden oder schlucken k�nnen und wahrscheinlich selbst beim Atemholen Schmerzen haben. Er ha�te Titch f�r das, was er getan hatte; obwohl er seine Gr�nde - fast - zu verstehen glaubte. Wenigstens <emphasis>hoffte </emphasis>er das.</p><p>Nur, um seine H�nde zu besch�ftigen und �berhaupt etwas zu tun, r�ckte er das improvisierte Kissen unter ihrem Kopf zurecht und schl�pfte auch aus seinem eigenen Mantel, um ihn wie eine Decke �ber ihr auszubreiten.</p><p>Er sp�rte, wie Titch hinter ihn trat, noch ehe er seine Schritte h�rte. Weniger zornig, als er selbst wollte, richtete er sich auf und starrte den Quorrl an.</p><p>�Du widerliche Bestie�, murmelte er. In seiner Stimme war kein wirklicher Zorn. Sie klang nur so, wie er sich f�hlte: unendlich m�de.</p><p>�Ich mu�te sicher sein�, antwortete Titch, ganz eindeutig <emphasis>nicht </emphasis>im Tonfall einer Entschuldigung. Skar war sicher, da� er es nicht genossen hatte, Kiina Schmerzen zuzuf�gen. Aber es schien ihm auch nicht sehr viel auszumachen.</p><p>�Sicher?� Skar gab ein Ger�usch von sich, von dem er selbst nicht genau wu�te, was es bedeutete.</p><p>�So eine Art Test, wie?� fragte er bitter.</p><p>�Wenn du es so nennen willst.�</p><p>�Du bist ein Narr, Titch.� Skar machte eine weit ausholende Geste, die nicht nur Kiina und Titch, sondern auch die gut f�nfzig Quorrl-Krieger vor dem Waldrand einschlo�. �Wenn ich wirklich der w�re, f�r den du mich h�ltst, dann w�rst du jetzt tot. Und sie auch.� <emphasis>Und wenn du w��test, wie nahe er dir war, w�rst du nicht halb so gelassen, </emphasis>f�gte er in Gedanken hinzu. Und Titch schien zumindest zu sp�ren, was in Skar vorging, denn sein Achselzucken fiel nicht ganz so gleichg�ltig aus, wie es wohl beabsichtigt gewesen war. �M�glicherweise�, sagte er. �Aber ich hatte keine Wahl.� Er machte eine zornige Handbewegung. �W�rst du der, f�r den ...� Er stockte.</p><p>�F�r den du mich gehalten hast?� schlug Skar vor.</p><p>�Ich w�re sowieso gestorben, oder?� schnappte Titch. �Besser fr�her und in einem ehrenvollen Kampf, als sp�ter und...� Wieder f�hrte er den Satz nicht zu Ende, sondern sah Skar mit pl�tzlicher Betroffenheit an.</p><p>�Und was hat es dir genutzt?� fragte Skar leise. �Du untersch�tzt den <emphasis>Daij-Djan, </emphasis>Titch. W�re ich wirklich die Bestie, h�tte ich dich l�ngst get�tet. Oder zugesehen, wie du Kiina umbringst, um dich zu t�uschen.� Er schnaubte �rgerlich. �Du hast nichts bewiesen.�</p><p>�Vielleicht�, gestand Titch. Er wurde immer unsicherer. �Vielleicht auch nicht. Ich mu�te etwas tun.�</p><p>�Etwas so �berfl�ssiges?� Skar wu�te, wie unfair er dem Quorrl gegen�ber war. Titch hatte gar nicht anders gekonnt; der Quorrl konnte so wenig aus seiner Haut hinaus wie er selbst, und schlie�lich konnte jeder nur im Rahmen seiner M�glichkeiten handeln. Mit dem <emphasis>Daij-Djan </emphasis>stand Titch einem Gegner gegen�ber, dem er einfach nicht gewachsen war, weder an Kraft oder Schl�ue; und schon gar nicht an Bosheit.</p><p>�Es ist nichts geschehen, oder?� schnappte Titch.</p><p>�Ja�, antwortete Skar bissig. �Und wie viele deiner M�nner sind verletzt?� <emphasis>Oder tot? </emphasis>f�gte er in Gedanken hinzu. Er hatte nicht zugeschlagen, um zu t�ten, aber er wu�te, welche furchtbare Gewalt in den Hieben des Satai-Schwertes steckte. Selbst einen Quorrl konnte man damit ganz unabsichtlich in zwei Teile schneiden, ohne es auch nur zu merken.</p><p>�Wo kommen sie �berhaupt her?� f�gte er hinzu, als Titch nicht antwortete, und eigentlich auch nur, um �berhaupt etwas zu sagen und die Situation so - vielleicht - ein wenig zu entspannen. Es war ein Teufelskreis, dachte er matt, ein Teufelskreis aus Furcht und Schrecken und gegenseitigem Mi�trauen und Belauern, in dem Kiina und er und Titch vom ersten Moment an gefangen gewesen waren. Und jeder Versuch, ihn zu durchbrechen, schien sie immer nur noch tiefer hineinzuziehen.</p><p>Wie zur Antwort auf diesen Gedanken glaubte er ein leises, unendlich b�ses Lachen zu h�ren. <emphasis>Ich gewinne, Satai. Gleich, was du tust. Ich gewinne.</emphasis></p><p>�Die Krieger?� Titch versuchte zu l�cheln. �Sie waren schon eine ganze Weile in unserer N�he. Aber sie waren nicht sicher.�</p><p>�Wessen?�</p><p>�Wer wir sind.�</p><p>�Wer du bist.� Skar verstand. Nat�rlich - es war nicht nur die einleuchtendste, es war die einzige Erkl�rung. �Es sind Deserteure. Sie geh�ren zu deinem Heer.�</p><p>�Meinem <emphasis>ehemaligen </emphasis>Heer�, verbesserte ihn Titch, auf eine so erschrockene, nachdr�ckliche Art, da� Skar ihn irritiert ansah, aber nicht weiter nachhakte.</p><p>�Viele von ihnen kennen dich�, fuhr Titch fort.</p><p>�Und dich.� Skar warf einen neuerlichen, diesmal sehr viel aufmerksameren Blick in die Runde. Keines der schuppigen Gesichter kam ihm bekannt vor, aber das �berraschte ihn nicht weiter - schon <emphasis>menschliche </emphasis>Soldaten waren schwer zu unterscheiden, wenn sie Uniformen trugen. Und diese Krieger hier waren Quorrl, die selbst f�r Skars Augen fast alle gleich aussahen. Seltsam, dachte er - jetzt, wo er wu�te, wer diese Quorrl waren, sollte er sich eigentlich sicherer f�hlen, wenn schon nicht besch�tzt, so doch wenigstens nicht mehr <emphasis>bedroht. </emphasis>Aber das Gegenteil war der Fall. Hatte Titch vielleicht recht? dachte er best�rzt. F�hlte er sich am Ende in der N�he dieses riesenhaften Quorrl nur dann sicher, wenn er glaubte, der St�rkere zu sein? Skar begann sich unter dem Blick der gepanzerten Riesenkrieger unwohl zu f�hlen. Er versuchte sich vorzustellen, wie es sein mu�te, diesen Kriegern sein Leben anzuvertrauen - nach dem, was geschehen war. Er konnte es nicht.</p><p>�Ich mu� mich um Kiina k�mmern�, sagte er ausweichend. �Die M�nner haben einen Heilkundigen bei sich�, sagte Titch. �Er ist nicht so gut wie Scrat, aber er kann sich besser um sie k�mmern als du oder ich. Wir�, f�gte er mit leicht erhobener Stimme hinzu, als Skar widersprechen wollte, �haben zu reden.�</p><p>�Wor�ber?�</p><p>Titch machte eine Handbewegung, von der Skar im ersten Moment annahm, sie deutete nach Norden. Dann begriff er, da� er nur nicht in Kiinas N�he reden wollte. Er warf einen letzten Blick auf das reglos daliegende M�dchen, ehe er sich widerwillig in Bewegung setzte und Titch ein gutes Dutzend Schritte weit bis zum Waldrand folgte.</p><p>�Also?�</p><p>Titch wiederholte seine Handbewegung, die aber diesmal den Kriegern galt. �Was mit Kiina geschehen ist, tut mir leid�, sagte er. �Wir haben ein Problem, Skar.�</p><p>�Ach?� Skar lachte sp�ttisch. �Tats�chlich? Und welches?� Titch deutete abermals auf die Krieger. <emphasis>�Sie </emphasis>sind unser Problem.�</p><p>Skar blickte fragend.</p><p>�Sie sind nicht allein�, fuhr Titch fort. �Das da ist nur die Vorhut. Ein kleiner Trupp, der das Gel�nde erkundete. Sie haben unsere Spuren gesehen und uns beobachtet, bis sie sicher waren. Die anderen werden in zwei -� Er warf einen Blick in den Himmel, in dem der Anteil an Grau das Schwarz der Nacht bereits �berwog. �- in weniger als zwei Stunden hier sein�, verbesserte er sich.</p><p>�Wie viele?�</p><p>Titch hob die Schultern. �Vier-, vielleicht f�nfhundert. Und es kommen noch mehr, f�rchte ich.�</p><p>�Sie wollen nach Caran�, vermutete Skar.</p><p>�Manche, ja�, best�tigte Titch. �Einige wollen wohl versuchen, bei den Bastarden Unterschlupf zu finden. Die meisten wollen einfach in die Berge.�</p><p>�Und was hat das mit uns zu tun?� fragte Skar. �Ich meine - au�er der Tatsache, da� wir jetzt nicht mehr ganz allein sind?�</p><p>�Und Schutz haben?� f�gte Titch hinzu. Er sch�ttelte den Kopf. �Du t�uschst dich, Satai. Wenn es stimmt, was ich heute nacht erfahren habe, sind es mehr als zweitausend, die der Tempelgarde entkommen sind.�</p><p>Skar verstand. �Du meinst, sie werden verfolgt.�</p><p>�Von der Garde?� Titch lachte abf�llig. �Du untersch�tzt uns schon wieder, Mensch�, sagte er. �Die Garde war nie sehr zahlreich. Und selbst wenn - zweitausend <emphasis>dieser </emphasis>Krieger wiegen zehntausend von ihnen auf. <emphasis>Sie </emphasis>machen mir keine Angst.� Skar war �berrascht. War das Stolz in Titchs Worten? �Was dann?�</p><p>�Andere werden sie verfolgen�, sagte Titch. �Ennarts Br�der oder Ian und seine M�nner. Wir bringen den Tod nach Caran, Skar.�</p><p>�Dann trennen wir uns von ihnen�, sagte Skar. �Wir -�</p><p>�Das ist unm�glich�, unterbrach ihn Titch. �Sie haben mich erkannt, Skar. Sie bestehen darauf, da� ich sie f�hre. Und selbst, wenn es nicht so w�re, t�te ich es.�</p><p>�Du hast sie von ihrem Eid entbunden, oder?�</p><p>�Ich sie�, nickte Titch. �Aber nicht sie mich. Und selbst wenn - ich bin f�r diese M�nner verantwortlich. Sie haben mir ihr Leben anvertraut, noch ehe wir Cant verlie�en. Was soll ich jetzt tun? Sie wegschicken und ihnen erkl�ren, da� mich das alles nichts mehr angeht?�</p><p>Nein, nat�rlich konnte er das nicht. Skar seufzte. �Dann haben wir jetzt also eine Armee.�</p><p>�Gro� genug, Ninga im Sturm zu nehmen�, sagte Titch ernst. �Aber nicht, gegen die Ssirhaa anzutreten.�</p><p>Skar schwieg einen Moment. Er empfand eine tiefe Verwirrung - und so etwas wie Zorn auf das Schicksal. Sie hatten - praktisch von einem Augenblick auf den anderen - nicht nur unerwartete Hilfe bekommen, sondern pl�tzliche Macht. Und doch verstand er Titchs Besorgnis nur zu gut, denn es war eine Macht, die ihnen rein gar nichts nutzte; ganz im Gegenteil. Jeder einzelne dieser M�nner war eine Gefahr, denn sie wurden von einem Gegner gejagt, dem es gleich war, ob sie zu dritt, dreitausend oder drei Millionen waren. Wenn diese Quorrl bei ihnen blieben - und es gab nicht den mindesten Grund, dachte Skar bitter, etwa anzunehmen, da� das nicht der Fall sein w�rde - war der einzige Vorteil verspielt, den sie - vielleicht - je gehabt hatten. An ein Verstecken war nicht mehr zu denken.</p><p>�Wir m�ssen uns von ihnen trennen�, sagte er noch einmal. �Ja�, antwortete Titch. �Das m�ssen wir wohl. Aber ich kann es nicht. Du und das M�dchen, ihr solltet gehen.�</p><p>Skar funkelte den Quorrl an. �Bei Gott, Titch, manchmal w�nsche ich mir fast, da� du wirklich das Monstrum w�rst, das du so gerne spielst. Es w�rde mir erheblich leichter fallen, dir die Kehle durchzuschneiden.�</p><p>�Du bleibst also?� fragte Titch unger�hrt.</p><p>�Habe ich eine Wahl?�</p><p>�Kaum�, gestand Titch. �Ich halte dich nicht. Ich rate es dir nicht einmal - aber ich glaube auch nicht, da� du l�nger als einen Tag �berlebst, wenn du allein versuchst, die H�hlen zu erreichen.�</p><p>�Bestimmt nicht�, schnappte Skar, so feindselig er konnte. �Ich kenne nicht einmal die Parole.�</p><p>�Ich verrate dir das Wort gerne�, erwiderte Titch. �Allerdings macht es nur den Unterschied, ob du get�tet wirst, <emphasis>bevor </emphasis>oder <emphasis>nachdem </emphasis>du die H�hlen betreten hast.�</p><p>�Habe ich dir schon gesagt, da� ich dich manchmal f�r einen echten Mistkerl halte?� fragte Skar.</p><p>Titch nickte unger�hrt. �Mehrmals - also?�</p><p>�Du meinst das ernst, nicht?� murmelte Skar. �Ich meine - du w�rdest uns gehen lassen. Auch auf die Gefahr hin, da� wir alles verderben.�</p><p>�Ich glaube nicht, da� es irgend etwas gibt, woran ich dich hindern k�nnte�, erwiderte Titch. Seine Stimme klang h�rbar ungeduldiger als bisher. Er sp�rte, da� Skar eigentlich nur noch redete, um Zeit zu gewinnen.</p><p>Aber wieder antwortete Skar nicht direkt, sondern drehte sich erneut um und sah zu Kiina zur�ck. Sie waren zu weit von ihr entfernt, als da� er erkennen konnte, ob sie noch bei Bewu�tsein war oder schlief. Einer von Titchs Quorrl war neben ihr in die Hocke gegangen und tat etwas an ihrem Hals. Der Anblick beunruhigte Skar mehr, als er sich erkl�ren konnte. �Und was hat das alles mit ihr zu tun?�</p><p>�Eigentlich nichts�, antwortete Titch. �Aber vielleicht alles. Ich wei�, wie viel dir an ihr liegt. Du h�ltst sie f�r deine Tochter, richtig?�</p><p>Skar z�gerte. F�r einen winzigen Moment ha�te er Titch fast daf�r, die Frage laut ausgesprochen zu haben. Dann zuckte er mit den Schultern. Vielleicht war sie es, vielleicht nicht - welche Rolle spielte das? Sie war auf jeden Fall das Kind, das er sich immer gew�nscht hatte, ohne es auch nur zu wissen. �Und wenn?�</p><p>�Ich kann sie wegbringen lassen�, fuhr Titch fort. �Weg von hier, weg von Cant.�</p><p>�Und wohin?�</p><p>�Irgendwohin�, erwiderte Titch. �An einen Ort, an dem sie in Sicherheit w�re, bis die Entscheidung gefallen ist.�</p><p>�Du wei�t genau, da� das nicht geht. Sie mu� nach Ninga. Wozu, zum Teufel, glaubst du wohl, tue ich das alles?�</p><p>�Das wei� ich nicht�, antwortete Titch. �Auf keinen Fall nur, um Kiina zum Wasser des Lebens zu bringen. Sie ist krank, ich wei�, aber nicht so krank, da� ein paar Wochen oder auch Monate einen Unterschied machen w�rden. Wenn wir gewinnen, kannst du sie immer noch holen lassen. Wenn nicht...� Er zuckte mit den Schultern. �... dann spielt es keine Rolle mehr, ob sie noch zehn oder f�nfzig Jahre zu leben hat.�</p><p>F�r einen Moment war die Verlockung fast �berm�chtig, Titchs Vorschlag nachzugeben. Seine Worte klangen so logisch, so zwingend einleuchtend, da� Skar f�r Sekunden kein Argument einfiel, sie zu entkr�ften. Dann sch�ttelte er den Kopf, einfach aus dem Gef�hl heraus, da� es richtig war.</p><p>Titch seufzte. �Du -�</p><p>�Woher kommt diese pl�tzliche Sorge um das M�dchen?� unterbrach ihn Skar.</p><p>�Das M�dchen?� Titch lachte hart. �Das M�dchen interessiert mich nicht�, behauptete er, obwohl er selbst wissen mu�te, wie durchsichtig diese L�ge war. �Du bist es, der mir Sorgen bereitet, du Starrkopf. Seit dieses Menschenjunge in deiner N�he ist, bist du nicht mehr du selbst. Du wirst eine Dummheit begehen, wenn sie in Gefahr ger�t. Und sie <emphasis>wird </emphasis>in Gefahr kommen, wenn wir sie mitnehmen, das verspreche ich dir.� Er deutete erregt nach Norden, wo sich die Umrisse der Berge bereits als m�chtige schwarze Schatten aus der D�mmerung herausgesch�lt hatten. �Wir reiten geradewegs in eine Falle. Vor uns die Bastarde, hinter uns die Ssirhaa...� Er sprach nicht weiter, aber Skars Phantasie reichte durchaus, sich den Rest vorzustellen.</p><p>Trotzdem.</p><p>�Sie bleibt�, sagte er bestimmt.</p></section><section><title><p id="_10">10.</p></title><p>�Es war richtig, da� du es nicht zugelassen hast�, sagte Kiina sp�ter, als er ihr von seinem Gespr�ch mit Titch erz�hlte. �Ich h�tte diesem Fischgesicht die Augen ausgekratzt, wenn es mich weggeschickt h�tte. Und dir auch�, f�gte sie hinzu.</p><p>Sie wandte den Blick und sah Skar auf eine Art an, die Antwort erwartete; oder wenigstens ein L�cheln oder ein Verziehen der Lippen der Zustimmung, vielleicht auch nur ein Blick.</p><p>Skar tat nichts von alledem; zum einen aus M�digkeit - es war jetzt fast Mittag, und sie ritten ununterbrochen, und in scharfem Tempo -, zum anderen, weil er Kiina nicht das Gef�hl geben wollte, er h�tte es um ihretwillen getan. In dem Moment, in dem er sich Titch gegen�ber geweigert hatte, Kiina fortzuschicken, hatte er dies vielleicht sogar geglaubt, aber es war nicht die Wahrheit. H�tte er auch nur eine Sekunde an <emphasis>sie </emphasis>gedacht, h�tte er getan, was Titch vorschlug, und sie weggeschickt, so schnell und so weit er konnte. Aber ihre Handlungen wurden schon lange nicht mehr von <emphasis>Vernunft </emphasis>gelenkt.</p><p>Er straffte die Schultern und sah mit einer demonstrativen Bewegung weg, um Kiina zu sagen, da� er nicht antworten w�rde. Er hatte keine Lust zu reden, weder mit ihr noch mit sonst irgend jemandem; vielleicht am <emphasis>allerwenigsten </emphasis>mit ihr. Skar ritt ein wenig schneller, um an Titchs Seite zu gelangen, und deutete nach Norden, als er sein Pferd neben dem Quorrl z�gelte und Titch aufsah. Der Quorrl trug wieder seine goldene Prachtr�stung, hatte aber den Helm nicht aufgesetzt. Er sah besorgt aus. W�hrend Skar an Kiinas Seite geritten war, war ihm aufgefallen, da� Titch sich immer wieder im Sattel umgedreht und in die Richtung geblickt hatte, aus der sie gekommen waren. �Wie weit ist es noch?�</p><p>�Bis zu den H�hlen?� Titch zuckte mit den Schultern. �Einen halben Tagesritt. Vielleicht weniger. Wenn die Sonne untergeht, sind wir da.�</p><p><emphasis>Wenn die Sonne untergeht - gro�er Gott, wie hatte sich alles ge�ndert! </emphasis>Skar war nicht sicher, ob er noch so lange durchhalten w�rde. Er war so m�de. So unendlich m�de.</p><p>�Wir w�ren schneller, wenn wir allein reiten w�rden.�</p><p>Titch reagierte nicht einmal mit einem Blick auf seine Worte, und Skar beeilte sich, hinzuzuf�gen: �Nur als Kundschafter, meine ich. Ich verlange nicht von dir, deine M�nner zur�ckzulassen. Die Bastarde werden nicht begeistert sein, wenn wir mit einem Heer vor ihrer Bergfestung erscheinen�, f�gte er nach einer neuerlichen Pause hinzu, als Titch immer noch nicht antwortete.</p><p>�Es ist keine Festung�, antwortete der Quorrl. �Und sie wissen l�ngst, da� wir kommen.� Er rang sich ein fl�chtiges L�cheln ab. �Sie w�ren vielleicht noch weniger begeistert, wenn sie annehmen m��ten, da� wir ein falsches Spiel spielen. Und das w�rden sie, wenn sie s�hen, da� wir f�nfhundert Krieger zur�cklassen und allein weiterreiten.�</p><p>Er hob die Hand und deutete nach Norden. �Siehst du den Berg dort - zwischen den beiden schneebedeckten Gipfeln, den kleinen, dunkleren?�</p><p>Auch Skar hob die Hand �ber das Gesicht und sch�tzte seine Augen vor dem noch immer best�ndig nieselnden Regen. Nach einem Moment sah er, was Titch meinte.</p><p>Er war nicht ganz sicher, ob es wirklich ein Berg war - seine Flanken waren zu glatt und zu ebenm��ig, und seine Form erinnerte an eine gigantische, zu einem knappen Drittel abgeflachte Pyramide. Aber er verscheuchte den Gedanken, da� es sich bei diesem Berg um ein k�nstliches Gebilde handeln konnte, fast so schnell, wie er ihm gekommen war. Der Berg mu�te zwei Meilen hoch sein, wenn nicht mehr. Er nickte.</p><p>�Caran�, erkl�rte Titch. �In seinem Fels befinden sich die H�hlen, in denen die Bastarde leben. Und ich glaube, auch noch ein gutes St�ck darunter. Was sch�tzt du, wie weit man von seinem Gipfel aus sehen kann?�</p><p>�Keine Ahnung�, murmelte Skar. �Aber auf jeden Fall weit genug. Du hast recht.� Er seufzte. �Du warst schon einmal hier?�</p><p>�Mehr als einmal. Und auch nicht allein. Ich spreche aus Erfahrung, wei�t du? Es gibt keine M�glichkeit, sich Caran unbemerkt zu n�hern. Eine Menge guter M�nner haben ihr Leben gegeben, um das herauszufinden.�</p><p>Skar sah �berrascht auf. Er kannte Titch mittlerweile gut genug, um diese Bemerkung als das zu deuten, was sie war: als Einladung zu einem Gespr�ch. Titch sagte niemals etwas <emphasis>nur so. </emphasis>Soviel er wu�te, gab es das Wort <emphasis>Konversation </emphasis>in der Sprache der Quorrl nicht einmal.</p><p>�Ich kam als Feind damals�, fuhr Titch fort, ohne Skar anzusehen und mit sonderbarer Betonung. Skar sp�rte, da� er l�chelte, obwohl auch er nicht aufsah, sondern die Kapuze wieder weit ins Gesicht gezogen hatte, um sich vor dem Regen zu sch�tzen. �Um sie zu vernichten. Heute komme ich als Fl�chtling zu ihnen. Als Bittsteller. Ich hoffe, sie lassen mir Zeit, zu sagen, was ich von ihnen will.�</p><p>�Sie werden wissen, was hier vor sich geht�, vermutete Skar. �Und? Sie sind uns nichts schuldig.�</p><p>�Worauf willst du hinaus?� Skar sah nun doch auf und blickte den Quorrl scharf an. Er sp�rte, da� Titch ihm nicht alles gesagt hatte, was es �ber Caran zu wissen gab.</p><p>�Darauf, da� es vielleicht doch besser ist, wenn du dich von uns trennst�, antwortete Titch nach kurzem Z�gern. �Noch ist Zeit dazu.�</p><p>�Und wie weit w�rde ich ohne dich kommen?� fragte Skar. �Vielleicht weiter als <emphasis>mit </emphasis>mir�, antwortete Titch mit gro�em Ernst. �Jetzt gerade. Die Tempelgarde hat alle H�nde voll damit zu tun, mich und meine M�nner zu jagen. Sie werden kaum Ausschau nach einem einzelnen Mann und einem Kind halten. Dort vorne -� Er deutete wieder auf die Berge. �- gibt es kein Zur�ck mehr. H�r auf mich, Skar. Nimm Kiina und gehe nach Ninga. Ich gebe dir zwei Krieger mit, die euch den Weg zeigen.� Skar z�gelte sein Pferd, und auch Titch verhielt sein Tier. Die hinter ihnen reitenden Quorrl wichen nach rechts und links aus, und die L�cke blieb auch vor ihnen erhalten, als wollten sie ihnen Gelegenheit geben, in Ruhe zu reden und sich dann wieder an die Spitze des kleinen Heereszuges zu setzen.</p><p>�Du willst nicht, da� ich mitkomme�, sagte Skar ernst. �Nicht wahr? Es ist nicht nur deine Sorge um mich oder das M�dchen. Du willst nicht, da� wir nach Caran gehen.�</p><p>Titch schwieg, aber er tat es auf eine Art und Weise, die Skar begreifen lie�, da� er der Wahrheit sehr, sehr nahe gekommen war, mit seiner Vermutung. Und ganz pl�tzlich wu�te er auch, warum: Caran war vielleicht das letzte Bollwerk der Freiheit in ganz Cant: vielleicht das einzige, das es jemals wirklich gegeben hatte.</p><p>�Du traust mir immer noch nicht�, sagte er leise.</p><p>�Doch�, antwortete Titch. �Dir schon, Skar.� Er l�chelte traurig, sagte noch einmal: <emphasis>�Dir </emphasis>schon, Satai�, und lie� sein Pferd weitertraben.</p><p>Skar wu�te, da� es ein Fehler war - aber seine Hand reagierte fast ohne sein Zutun. Blitzschnell beugte er sich vor, ergriff den Quorrl am Arm und ri� ihn mit solcher Macht herum, da� selbst Titch f�r einen Augenblick im Sattel wankte.</p><p>�Was willst du damit sagen?� schnappte er mit einer Stimme, die vor Wut zitterte - seltsam, dabei <emphasis>empfand </emphasis>er gar keinen Zorn, sondern nur einen tiefen, w�hlenden Schmerz, wie von einer offenen Wunde, in die Titchs Worte S�ure gegossen hatten. �Du glaubst, ich -�</p><p>Titch ri� sich los. Zwei, drei der Krieger, die an ihnen vor�berritten, bewegten sich pl�tzlich langsamer, und Skar sp�rte die aufmerksamen Blicke, die Titch und ihn trafen. Aber er war nicht sicher, ob sich diese M�nner wirklich einmischen w�rden, wenn es zwischen Titch und ihm zum Streit kam.</p><p>Pl�tzlich war aller Zorn verraucht. Er seufzte, sah Titch einen Moment lang fast bittend an und senkte dann den Blick. �Sprich es doch wenigstens aus�, sagte er.</p><p>�Was?� Titchs Stimme war hart, schneidend wie Glas. �Da� ich Angst vor dir habe? Ja. Jeder hier f�rchtet dich, Satai; das, was du bist. Da� ich Angst habe, da� du auch noch Caran zerst�rst? Ja, das habe ich! Und ich wei� nicht, was ich dagegen tun soll.�</p><p>�Aber das werde ich nicht�, sagte Skar. �Ich will doch nur -�</p><p>�Ich bin mit einem Heer zu dir gekommen, um dein Volk zu retten�, sagte Titch. �Du hast es zerst�rt. Wir sind nach Elay gegangen, um die <emphasis>Ehrw�rdigen Frauen </emphasis>zu befreien, aber Elay ist in Flammen aufgegangen. Wir sind zu den letzten Errish gefl�chtet. Sie wurden vernichtet. Wir haben die Ssirhaa getroffen, Skar - und du wei�t, was mit ihnen geschehen ist.�</p><p>�Und jetzt kommen wir hierher und finden dein Volk sterbend vor�, fl�sterte Skar. �Ich verstehe.�</p><p>In Titchs Augen blitzte es auf. �So, tust du das? Ich bin nicht sicher. O nein, ich bin ganz und gar nicht sicher. Vielleicht sollte ich dich umbringen, Satai, solange noch Zeit ist. Vielleicht sollte ich in Kauf nehmen, da� ich und alle meine M�nner sterben, ehe ich zulasse, da� du diesem Berg auch nur <emphasis>nahe </emphasis>kommst. Vielleicht -�</p><p>Er sprach nicht weiter, aber Skar sah einen tiefen, qu�lenden Schmerz in seinen Augen, eine Pein, die mit Worten nicht zu beschreiben war, und er verstand nur zu gut, was der Quorrl in diesem Moment durchmachte. Was er am Morgen getan hatte, hatte nichts ge�ndert: seine Zweifel waren da wie eh und je, vielleicht sogar st�rker als zuvor.</p><p>Und er hatte recht, dachte Skar bitter. Vielleicht - nein, ganz bestimmt - <emphasis>waren </emphasis>sie Freunde, wenn auch auf eine Art, die schwer zu begreifen war und nichts mit den Gef�hlen gemein hatte, die er Del oder Kiina entgegenbrachte - aber es war eine Freundschaft, die vom ersten Tag an unter einem blutigen Vorzeichen gestanden hatte, in der �fter das Schwert als das Wort gesprochen und die weniger von Vertrauen als nicht eingel�stem <emphasis>Mi�trauen </emphasis>gepr�gt worden war. Und Skar h�tte Titchs Aufz�hlung noch nach Belieben fortsetzen k�nnen: <emphasis>er </emphasis>war es gewesen, der Titchs Vater erschlug, es war das Ding gewesen, von dem noch immer ein Teil in <emphasis>ihm </emphasis>war, das fast die H�lfte seines Heeres vernichtet hatte, und es war die gleiche, finstere Macht, die ganz Enwor verw�stete, die auch ihn erschaffen hatte. Ja - er <emphasis>war </emphasis>in Titchs Leben eingebrochen wie ein schwarzer Engel der Vernichtung. W�re Titch ein Mensch gewesen, h�tte er gar nicht anders gekonnt, als ihn zu hassen.</p><p><emphasis>Aber nichts von alledem ist meine Schuld, Freund, </emphasis>dachte er. Er wollte es laut aussprechen, aber ein weiterer Blick in Titchs Augen hinderte ihn daran. Es w�re sinnlos gewesen. Der Quorrl wu�te so gut wie er, da� er nichts von alledem gewollt, geschweige denn <emphasis>herbeigef�hrt </emphasis>hatte. Und trotzdem.</p><p>�Wenn du willst, dann gehe ich�, sagte er. �Sofort. Ohne ein weiteres Wort. Ohne eine Frage. Willst du es?�</p><p>Titch z�gerte. Skars Worte irritierten ihn sichtlich. Einen Moment lang irrte sein Blick �ber Skars Gesicht und dann ins Nirgendwo, als h�tte er v�llig das Konzept verloren, dann sch�ttelte er abgehackt den Kopf.</p><p>�Nein�, sagte er. �Ich... verdammt, ich glaube, ich wei� selbst nicht mehr, was ich will.�</p><p>�Keiner von uns wei� das noch�, fl�sterte Skar.</p><p>�Aber ich verspreche dir eines�, fuhr Titch fort, und pl�tzlich klang seine Stimme wieder hart und befehlend. �Wenn ich glaube, da� es in Caran wieder geschieht... wenn ich auch nur <emphasis>denke, </emphasis>da� du den Tod auch dorthin bringst, Skar, dann werde ich dich t�ten. Dich und das M�dchen. Ohne Gnade.� Er nickte heftig, um seine Worte zu bekr�ftigen, und legte die Hand auf das Schwert; eine Geste, die aus seiner Drohung ein feierliches Versprechen machte. �Willst du jetzt immer noch bleiben?�</p><p>Skar nickte. Er fragte sich, ob Titch wohl ahnen mochte, da� er ihn um genau dieses Versprechen gebeten h�tte, h�tte er es nicht von sich aus gegeben?</p><p>Titch starrte ihn noch f�r die Dauer eines Atemzuges lang an, dann ri� er sein Pferd mit einer unn�tig groben Bewegung herum und sprengte los, wieder zur�ck zur Spitze des Heeres. Hinter ihm schlo� sich die L�cke in den Reihen der Quorrl wieder, so da� Skar ihm gar nicht h�tte folgen k�nnen, selbst, wenn er gewollt h�tte.</p><p>Aber er machte nicht einmal den Versuch. Niedergeschlagen, verkrampft und vielleicht zum ersten Mal im Leben aus Schmerz den Tr�nen nahe, sah er dem Quorrl nach, bis seine Gestalt zu einem goldenen Blitz im niederstr�menden Grau geworden war, ehe er sein Pferd herumdrehte und langsam an Kiinas Seite zur�ckritt. <emphasis>Ist das deine Rache, Bruder? </emphasis>dachte er. <emphasis>Zerst�rst du jetzt das einzige, was mir bisher noch die Kraft gegeben hat, dir zu widerstehen?</emphasis></p><p>Die Stimme in seinem Inneren schwieg.</p></section><section><title><p id="_11">11.</p></title><p>Irgendwie schaffte er es, bis zum Abend durchzuhalten. Skar wu�te nicht wie - wenn er versuchte, sich an den Tag zur�ckzuerinnern, dann war in seinen Gedanken nur ein w�stes Durcheinander von Schmerz und Fieber und Durst und Alptr�umen, die ihn plagten, obwohl er nicht einmal schlief. Einmal hatte er geglaubt, den <emphasis>Daij-Djan </emphasis>zu sehen - er war neben Kiina geritten und hatte irgend etwas zu ihr gesagt, woraufhin sie sich zu ihm herumdrehte und antwortete, aber unter der schwarzen Kapuze des Quorrl-Mantels war nicht Kiinas Gesicht gewesen, sondern die grinsende Fratze der Sternenbestie, und um ein Haar h�tte er sie geschlagen. Er bemerkte seinen Irrtum rechtzeitig, aber von diesem Moment an mied auch sie seine unmittelbare N�he. Sie rasteten nicht unmittelbar am Fu� der Berge, wie Skar gehofft hatte, sondern ritten noch fast eine Stunde weiter, obwohl das Licht bald so schwach wurde, da� jeder Schritt auf dem rissigen, ger�ll�bers�ten Boden zu einem lebensgef�hrlichen Risiko wurde. Titch lie� eine kleine Anzahl seiner Krieger zur�ck, um ihren R�cken zu decken, aber die Hauptmacht des Heeres - w�hrend des ganzen Tages waren mehr oder weniger gro�e Gruppen von Deserteuren zu ihnen gesto�en, so da� ihre Zahl nun auf �ber siebenhundert angewachsen war - qu�lte sich weiter, bis Caran zu einem gigantischen Schatten vor ihnen geworden war, der fast den gesamten Horizont ausf�llte, wie ein dreieckiges schwarzes Loch, das aus der Nacht ausgestanzt worden war.</p><p>Schlie�lich erreichten sie ein kleines Felsplateau, und Titch gab das Zeichen zum Anhalten. Die Krieger stiegen aus den S�tteln und begannen unverz�glich ein Lager aufzuschlagen - die Skar schon sattsam bekannten kleinen, schmuddeligwei�en Zelte und zu seiner �berraschung auch eine gro�e Anzahl mit Stein eingefa�ter Feuerstellen. Aber er begriff auch fast im gleichen Moment, wie l�cherlich seine Bef�rchtungen waren. Die Nacht w�rde kalt werden, und sie waren einfach zu viele, um auch nur den Versuch zu unternehmen, sich zu verstecken. Ganz davon abgesehen, da� es zum Caran hin so gut wie keine Deckung gab, mu�ten auch ihre Verfolger ganz genau wissen, wo sie zu finden waren. Titch hatte ihm erkl�rt, da� es nur diesen einen Weg zum Berg hinauf gab.</p><p>M�de und so ungeschickt, da� er fast st�rzte, kletterte er vom Pferd und lie� sich schwer auf einen Felsen sinken. Seine Schultern schienen Zentner zu wiegen, und das Schwert zerrte wie eine Tonnenlast an seiner H�fte. Ihm war �bel.</p><p>�Hier�, sagte eine Stimme neben ihm. �Trink das.�</p><p>Skar sah auf und blinzelte wie durch einen Nebel aus Schw�che in Titchs Gesicht. Der Quorrl hatte wenig mit ihm geredet, seit ihrem Gespr�ch vom Mittag, aber er war ihm auch nicht direkt ausgewichen, wie Kiina es getan hatte. Mit zitternden H�nden griff Skar nach der Schale, die der Quorrl ihm hinhielt, setzte sie an und stellte erleichtert fest, da� sie keine von Titchs Zaubertr�nken enthielt, sondern ganz ordin�res, aber eiskaltes Wasser. Er leerte sie mit gro�en, fast gierigen Schlucken.</p><p>�Hast du Hunger?� erkundigte sich Titch.</p><p>Skar <emphasis>hatte </emphasis>Hunger - er hatte seit zwei Tagen so gut wie nichts mehr gegessen, und wo sein Magen sein sollte, befand sich ein harter Klumpen, der im Rhythmus seines Herzschlages pulsierte. Aber allein der Gedanke an Essen machte ihn gleichzeitig fast krank.</p><p>�Ja�, antwortete er. �Aber ich kann nichts essen.�</p><p>Die Besorgnis in Titchs Blick wurde ein ganz kleines bi�chen tiefer. Aber er ging mit keinem Wort auf Skars Antwort ein, sondern trat einen Schritt zur�ck und streckte die Hand aus, um ihm aufzuhelfen.</p><p>Skar schwindelte. Titch mu�te fester zugreifen, um ein abermaliges Straucheln zu verhindern. �Bist du sicher, da� du gehen kannst?� fragte er.</p><p>�Gehen?� Alles in Skars Kopf drehte sich. Er hatte M�he, den Sinn von Titchs Worten zu begreifen.</p><p>�Die H�hlen�, erinnerte Titch geduldig. �Es ist nicht mehr weit bis zum Eingang. Aber uns bleibt auch nicht mehr viel Zeit. Du solltest hierbleiben�, f�gte er nach einem unmerklichen Z�gern hinzu. �Der Weg ist nicht sehr weit, aber anstrengend. Ich bin nicht sicher, da� du es schaffst. Aber ich gebe dir mein Ehrenwort, da� ich zur�ckkomme.�</p><p>Auf eine absurde, v�llig unlogische Weise erf�llten Skar diese Worte mit Trotz; einem Trotz, der ihm die Kraft gab sich loszurei�en und auf eigenen F��en zu stehen; und ohne da� der Quorrl ihn st�tzen mu�te. �Ich komme mit�, sagte er. �Und wenn es das letzte ist, was ich tue.�</p><p>�Gib nur acht, da� es nicht wirklich das letzte ist�, murmelte Titch. Aber er versuchte nicht mehr, Skar zur�ckzuhalten, sondern wartete geduldig, bis dieser sich wieder weit genug in der Gewalt hatte, aufrecht zu stehen und zwar langsam, aber ohne zu taumeln, neben ihm herzugehen.</p><p>Seltsam - er hatte den Eindruck gehabt, da� sie erst seit wenigen Augenblicken auf dem von Felsen �bers�ten Plateau waren. Aber die Quorrl hatten das Lager bereits f�r die Nacht vorbereitet - rings um die nahezu kreisrunde Steinplatte waren Posten aufgestellt, die trotz der zahlreich brennenden Feuer beinahe vollst�ndig mit der Nacht verschmolzen, und neben den zahlreichen kleinen Zelten waren �berall Lager aus Fellen, Decken, S�tteln oder einfach nur Stoffetzen ausgerollt worden. Vielf�ltige Ger�usche drangen durch die Nacht: Atmen und Reden, Schleifen und Rascheln, das Klirren von Metall und Glas, das Knarzen von altem Leder, E�- und Trinkger�usche, der Hufschlag von Pferden ...</p><p>Er blieb stehen, lauschte. Es war... beunruhigend; auf eine Art und Weise, die er nicht v�llig verstand, und die ihm vielleicht gerade deshalb um so mehr angst machte. Es war, als kr�che eine unsichtbare Linie einer zweiten, dunkleren Finsternis aus der Nacht heran, ein unheimliches Schweigen, in dem alle Ger�usche doppelt intensiv, aber isoliert wirkten. Eine ungeheure Einsamkeit ergriff von ihm Besitz.</p><p>�Was hast du?� fragte Titch, der sein Z�gern bemerkt hatte. Seine Stimme klang aufmerksam, fast erschrocken. Aber Skar reagierte nicht darauf. Er lauschte; nach au�en und in sich hinein. Es war keine Einbildung. Seine Wahrnehmungen waren ganz pl�tzlich von phantastischer Klarheit; so, als sorge irgendeine �bergeordnete Macht daf�r, da� seine Sinne um so sch�rfer arbeiteten, je weiter sein K�rper verfiel.</p><p>�Ich wei� es nicht�, beantwortete er Titchs Frage. �Irgend etwas... passiert.� <emphasis>War das der Tod? </emphasis>Pl�tzlich bekam er Angst. Sein Herz jagte. Kalter Schwei� bedeckte seine Stirn und seinen Nacken. Er hatte davon geh�rt, unz�hlige Male: da� alles viel klarer und einfacher erschien, in den letzten Momenten, da� man Dinge sah und h�rte und f�hlte und roch, an denen man sein ganzes Leben lang vor�bergegangen war, ohne sie auch nur zu registrieren. Da� man ...</p><p>Er zwang sich mit Gewalt, den Gedanken nicht zu Ende zu denken, beantwortete Titchs besorgten Blick mit einem ebenso breiten wie falschen L�cheln und ging �bertrieben schnell weiter. Seine eigenen Schritte dr�hnten wie schwerer Hufschlag in seinen Ohren. Titch folgte ihm in zwei Schritten Abstand, ohne den Blick auch nur eine Sekunde von ihm zu nehmen. Skar sp�rte es, obwohl er sich nicht erlaubte, auch nur aus den Augenwinkeln in Titchs Richtung zu sehen.</p><p>Sie durchquerten das Lager, ohne auch noch mit einem einzigen Quorrl zu reden.</p><p>Skar nahm an, da� Titch bereits alles gekl�rt hatte: Anweisungen f�r die Dauer ihrer Abwesenheit, sicher auch f�r den Fall, da� sie <emphasis>nicht </emphasis>zur�ckkamen - die Chancen daf�r standen weitaus besser als daf�r, <emphasis>da� </emphasis>sie wiederkamen - f�r das, was mit Kiina zu geschehen hatte, in einem der beiden F�lle.</p><p>Kiina...</p><p>Gegen seinen Willen sah Skar auf und suchte nach ihr, ohne sie zu sehen. Wieder gestand er sich ein, da� er all dies hier letztendlich nur ihretwegen tat. Vielleicht um ihrer Mutter willen, der er ein Versprechen gegeben hatte, da� er niemals hatte einl�sen k�nnen. Er - prallte so wuchtig gegen einen Felsen, da� er vor Schmerz und �berraschung aufschrie und beinahe gestrauchelt w�re. Titch streckte rasch die Hand nach ihm aus und hielt seinen Arm, auch, als l�ngst klar war, da� er sein Gleichgewicht wiedergefunden hatte. Skar wollte sich instinktiv losrei�en, unterdr�ckte den Impuls aber im letzten Moment. Ganz anders als sonst hatte die Ber�hrung des Quorrl pl�tzlich etwas ungemein Beruhigendes. F�r einen Moment glaubte er die Kraft des Quorrl zu f�hlen wie einen ruhigen, m�chtigen Strom reiner St�rke, von dem ein ganz kleines bi�chen auch in ihn flo�, ganz einfach, indem er Titch gestattete, seinen Arm zu halten.</p><p>�Was hast du?� fragte Titch noch einmal.</p><p>Skar l�ste seine Hand mit sanfter Gewalt aus der des Quorrl und zuckte mit den Schultern. Er wu�te es nicht. Vielleicht wurde er verr�ckt. Vielleicht starb er. Er mu�te fast all seine Kraft aufwenden, um in der Wirklichkeit zu bleiben. Dem, was er f�r die Wirklichkeit hielt. <emphasis>Er glaubte f�r einen Moment aufzuwachen, zum zweiten mal in kurzer Zeit aus seinem millenienw�hrenden Traum in die Wirklichkeit zur�ckzugleiten, eine von mehreren (zahllosen?) Wirklichkeiten, aber der Bann des Traumes war zu m�chtig, der Schlaf zu tief. F�r den Bruchteil einer Sekunde war er wieder er selbst, aber der Tr�umer war st�rker - er sp�rte, wie er wieder hinabgezogen wurde in den schwarzen Wirbel des Traumes und </emphasis>sch�ttelte m�hsam den Kopf, in einer Bewegung wie unter Schmerzen. Die Bilder, die f�r Bruchteile von Sekunden vor seinen Augen gewesen waren, verschwanden, aber sie lie�en etwas zur�ck: ein Gef�hl von Bitterkeit, das Gef�hl - nein, das Wissen - etwas verloren zu haben, das er nie wirklich besessen hatte.</p><p>Wieder hob Titch die Hand, um ihn zu ber�hren, aber diesmal wich Skar ihm aus. Erf�llt von einem grundlosen, entsetzlichen Schrecken sah er sich um. Alles wirkte... falsch. Die wenigen Farben, die die Nacht �briggelassen hatte, waren falsch, die Ger�usche noch immer �berlaut und - deutlich, aber zu schrill, in einer Tonart, die unm�glich war, Titchs Bewegungen und die der schwarzen Schatten in der Nacht hinter ihm abgehackt und unecht, das ruckhafte Armheben einer Marionette. Etwas... geschah. Mit ihm.</p><p>Titchs Gesicht verfinsterte sich. �Zum Teufel, Skar, was -�</p><p>�Nichts�, unterbrach ihn Skar. �Ich war nur einen Moment... verwirrt.�</p><p>Titchs Gesichtsausdruck machte sehr deutlich, was er von dieser Antwort hielt. F�r die Dauer eines kurzen Atemzuges war Skar sicher, da� er ihn zur�ckschicken w�rde. Aber der Moment verging, ohne da� Titch etwas sagte, und schlie�lich drehte sich Skar demonstrativ um und ging weiter; so schnell, da� sich pl�tzlich Titch anstrengen mu�te, um mit ihm Schritt zu halten. �Es war wirklich so�, sagte er noch einmal - und mehr, um sich selbst zu beruhigen, als den Quorrl. �Beeilen wir uns lieber. Wir haben nicht mehr viel Zeit.�</p><p>Sie verlie�en das Plateau und gingen noch ein St�ck weit den gewundenen Saumpfad hinauf, blieben dann aber wieder stehen, als Titch den Arm hob und nach links deutete. Skar strengte sich an, um in der Dunkelheit irgend etwas sehen zu k�nnen, das mehr als Schw�rze und noch dunklere Schatten war. Nach einer Weile glaubte er, so etwas wie einen Ri� im Berg wahrzunehmen, einen dreieckigen, niedrigen Spalt, der schon f�r einen Mann seiner Statur <emphasis>schmal </emphasis>schien. Wie Titch sich hindurchzw�ngen wollte, war ihm ein R�tsel.</p><p>Aber er tat es. Mit einer Geschicklichkeit, die selbst Skar dem Quorrl nicht zugetraut h�tte, schl�ngelte und dr�ngte sich Titch so lange hin und her, bis seine Gestalt nach und nach im Berg verschwand. Skar stand dabei und sah ihm zu, und allein das Bild erf�llte ihn schon wieder mit Furcht; einem an Panik grenzenden Grauen, das er nur noch m�hsam unter Kontrolle halten konnte. Seine Phantasie, einmal au�er Rand und Band geraten, gaukelte ihm ein anderes Bild vor: f�r ihn sah es aus, als verschlage der Berg den Quorrl, aus dem Ri� im Felsen wurde ein dreieckiges steinernes Drachenmaul, in dem sich Titchs Gestalt unter unertr�glichen Qualen wand, w�hrend er tiefer und tiefer in den Schlund des Ungeheuers gesogen wurde. Ein Omen? <emphasis>Eine Warnung, diesen Ort nicht zu betreten, die er ernst nehmen sollte? </emphasis>Unsinn. Und doch ... Er hatte ein �hnliches Gef�hl schon einmal gehabt, pl�tzlich erinnerte er sich wieder: auf Crons Hof. <emphasis>Er mu�te aufwachen. Der Traum begann ihm zu entgleiten, der Tr�umer verlor die Kontrolle dar�ber, und der Getr�umte drohte vom Spieler zum Regisseur zu werden. Er war zu lange in jener fremden, armen Welt gewesen, um -</emphasis> Skar ballte die Hand so heftig zur Faust, bis ihm der Schmerz die Tr�nen in die Augen trieb. Die fremden Gedanken und Bilder vergingen, aber das Gef�hl blieb. <emphasis>Er durfte nicht in diesen Berg. </emphasis>Etwas Unvorstellbares w�rde geschehen, wenn er es tat, etwas, das tausendmal schlimmer war als das, was auf Crons Hof passiert war, etwas - <emphasis>H�r auf! </emphasis>dachte Skar. <emphasis>Ich wei�, da� du es bist! H�R AUF!</emphasis> Er fuhr herum, starrte in die Dunkelheit und versuchte, die schlanke Gestalt seines h�llischen Bruders zwischen den Felsen zu erkennen. Aber wenn er da war, so hielt er sich geschickt verborgen, ein Schatten zwischen den Klumpen geronnener Finsternis, in die die Nacht die Felsen verwandelt hatte. Nur seine Gedanken waren da, das t�dliche Fl�stern in Skars Kopf, und - Skar st�hnte. Wellen von wechselnder K�lte und Hitze durchfluteten seinen K�rper. Seine Schl�fen begannen zu pochen. Er hatte Schmerzen.</p><p><emphasis>Du stirbst, Bruder. Betrete diesen Ort, und du stirbst.</emphasis> Er starrte den <emphasis>Daij-Djan </emphasis>an, der nun doch gekommen war, ein schlankes t�dliches Nichts, vielleicht wirklich, vielleicht nur in seiner Vorstellung real, das blieb sich gleich, und es waren gerade seine Worte, gerade diese Warnung, von der Skar wu�te, da� er besser daran t�te, sie ernst zu nehmen, die ihn schlie�lich dazu brachten, sich herumzudrehen und Titch zu folgen.</p><p>Der Quorrl hatte sich mittlerweile v�llig durch den Felsspalt gezw�ngt und winkte Skar ungeduldig, ihm zu folgen. Skar lie� sich ungeschickt auf Knie und Ellbogen sinken, zog die Schultern zusammen und begann in die H�hle zu kriechen. Scharfkantiges Felsgestein schrammte �ber seine Schultern und an seinem R�cken entlang, und er fragte sich erneut, wie um alles in der Welt Titch es geschafft hatte, seine Titanengestalt durch den schmalen Spalt zu zw�ngen.</p><p>Eine schuppige Hand griff nach ihm und zog ihn auf die F��e, kaum da� der Druck des Felsens auf seine Schultern verschwand. Halb von Titch gezogen, halb aus eigener Kraft, stand Skar auf und sah sich um.</p><p>Es war nicht dunkel, wie er erwartet hatte. Sie befanden sich am Eingang eines gewaltigen Felsendomes, dessen W�nde und Decke zerborsten und von Rissen und Schrunden �berzogen waren, der Skar aber trotzdem fast zu gleichm��ig und eben geformt vorkam, um nat�rlichen Ursprunges zu sein. Ein r�tlicher Schein, der aus dem Nichts kam, erhellte die Luft. Auf dem Boden lagen unf�rmige rote und braune und schwarze Brocken, Felsen, die aus der Decke gebrochen waren. Und unweit des Einganges ein toter Quorrl.</p><p>Skar fuhr �berrascht zusammen, als er die verkr�mmte Gestalt sah. Der Blick, mit dem Titch ihn ma�, verriet ihm, da� der Anblick des Leichnames f�r ihn keine �berraschung darstellte. Titch war schon einmal hiergewesen. Und er war offensichtlich weiter vorgedrungen, als er bisher zugegeben hatte.</p><p>Angewidert und fasziniert zugleich trat Skar n�her und musterte den Leichnam.</p><p>Da� es ein Quorrl-Krieger gewesen war, erkannte er nur noch an der schuppigen R�stung und dem gewaltigen Breitschwert, das eine der mumifizierten Krallenh�nde noch umklammerte. Der K�rper mu�te seit mindestens zehn Jahren hier liegen, dachte Skar. Fragend sah er Titch an, aber der Quorrl wandte sich rasch ab und ging weiter, so da� Skar ihm folgen mu�te. Die H�hle war weitaus gr��er, als Skar angenommen hatte. Sie gingen gute zehn Minuten �ber den mit Tr�mmern �bers�ten Boden, ohne da� die jenseitige Wand auch nur einen Deut n�her zu kommen schien, und sie fanden mehr tote Quorrl, mal einzeln, wie der Krieger am H�hleneingang, mal in ganzen Gruppen �ber- und nebeneinandergest�rzt, und fast durchweg in dem gleichen fortgeschrittenen Stadium der Verwesung wie die erste Leiche.</p><p>Skar fror. Obwohl sie sich bereits tief im Inneren des Berges befinden mu�ten, war es hier drinnen merklich k�lter als drau�en. Ihr Atem zauberte kleine graue W�lkchen vor ihre Gesichter, wie Nebel, und ihre Schritte schlugen sonderbar widerhallende Echos aus dem zerborstenen Boden, und das Licht, dieses seltsame, fast unheimliche rote Licht, schien die Gestalt des vorausgehenden Quorrl zu umflie�en wie leuchtendes Wasser.</p><p><emphasis>Unwirklich, </emphasis>dachte Skar. Das war das Wort, nach dem er die ganze Zeit �ber gesucht hatte. <emphasis>Unwirklich. </emphasis>Nicht falsch oder fremdartig; es war, als bewegten sie sich Schritt f�r Schritt in eine Welt hinein, die sich von der ihren so v�llig unterschied, da� es einfach keine Bezugspunkte mehr gab. Keine andere Welt, sondern eine andere <emphasis>Wirklichkeit, </emphasis>als g�be es neben ihr noch eine andere Realit�t. Aber wenn es so war, dachte er, welche war dann die <emphasis>wirkliche </emphasis>Welt?</p><p>Skar sp�rte, wie sich seine Gedanken zu verwirren begannen, aber er f�hlte auch, da� er diesmal nicht mehr genug Kraft hatte, den Teufelskreis zu durchbrechen, in den ihn Furcht und Todesn�he hineingeschleudert hatten. Er wankte. Sein Fu� stie� gegen einen kopfgro�en Stein und lie� ihn davonrollen, aber Titch sah nicht einmal auf, obwohl das Ger�usch lang anhaltend und hundertfach gebrochen durch den unterirdischen Dom hallte. Wieder stie�en sie auf Tote; M�nner diesmal, die nicht so friedlich oder wenigstens schnell gestorben waren wie die, die sie bisher gefunden hatten. Obwohl ihre K�rper fast bis zur Unkenntlichkeit mumifiziert waren; papierd�nne, eingeschrumpfte Karikaturen der kraftstrotzenden Gesch�pfe, die sie einmal gewesen waren, sah Skar noch immer die Spuren unertr�glicher Pein auf den ausgezehrten Gesichtern. Ihre Glieder waren verkr�mmt; manche gebrochen, und Skar sah einen Quorrl, dessen Kehle von seiner eigenen Hand aufgerissen war.</p><p>�Was ist hier passiert?� fragte er.</p><p>Titch antwortete nicht, und als Skar hochblickte, sah er, da� der Quorrl einfach weitergegangen war. Ver�rgert lief er ihm nach, holte ihn ein und zog ihn grob am Arm herum.</p><p>�Warum antwortest du nicht?� fragte er. �Du -�</p><p>Skar verstummte abrupt, als er in Titchs Gesicht blickte. Der Quorrl wirkte eindeutig erschrocken; aber auch verwirrt. Ohne da� Titch auch nur ein Wort sagen mu�te, wu�te Skar, da� er seine Frage gar nicht verstanden hatte.</p><p>�Entschuldige�, sagte er, w�hrend er Titchs Arm loslie�. �Entschuldige - <emphasis>was?� </emphasis>Titch blickte auf seine Hand herab, als h�tte Skar sie beschmutzt, mit seiner groben Ber�hrung. Dann starrte er Skar an. �Ich glaube nicht, da� du -�</p><p>Skar trat einen halben Schritt zur Seite, und Titchs Worte verstummten. Die Lippen des Quorrl bewegten sich weiter, aber Skar h�rte nichts mehr, und nach ein paar weiteren Sekunden brach Titch ab und blickte ihn mit einer Mischung aus Schrecken und �rger an.</p><p>Skar schauderte. Er kannte diesen unheimlichen Effekt, diese b�se Magie der Laute, die gesprochene Worte nur noch dann h�rbar bleiben lie�, wenn sich Sprecher und Angesprochener direkt ansahen. Er hatte ihn bereits zweimal erlebt.</p><p>�Ich habe gefragt, was das hier ist�, sagte er, nachdem er sich wieder so postiert hatte, da� Titch seine Worte h�ren konnte. Er machte eine weit ausholende Geste. �Die Toten - das waren <emphasis>deine </emphasis>M�nner.�</p><p>�Und?� fragte Titch.</p><p>Skar verstand. Titch <emphasis>wollte </emphasis>nicht dar�ber reden. Und er respektierte dies. Zumindest im Moment.</p><p>Er wollte weitergehen, aber jetzt hielt ihn Titch am Arm zur�ck. Er sagte etwas, was Skar nicht verstand. Skar ri� seinen Arm los und drehte den Kopf, und Titch wiederholte seine Frage: �Dieses... Schweigen, Skar. Du wei�t, was es bedeutet.�</p><p>�Stimmt�, antwortete Skar und ging weiter. Titch starrte ihn sekundenlang beinahe feindselig an, zuckte dann in einer bedr�ckend menschlichen, trotzig-resignierenden Geste die Achseln und folgte ihm.</p><p>Aber Skars Antwort war nicht nur eine billige Retourkutsche. Er wu�te, was dieser unheimliche... Wortzauber zu bedeuten hatte, und gleichzeitig wu�te er es nicht. Er wu�te nicht, was ihn <emphasis>bewirkte, </emphasis>und noch viel weniger, wozu er gut sein mochte. Was er wu�te war, <emphasis>wieso </emphasis>sie ihn f�hlten. Es gab nur diese eine Erkl�rung: Caran, was immer sich hinter diesem Wort verbergen mochte, war ein Ort der <emphasis>Alten.</emphasis></p><p>Lange Zeit gingen sie einfach schweigend nebeneinander her. Skar fiel auf, da� Titch immer nerv�ser wurde, auch wenn der Quorrl sich alle M�he gab, �u�erlich gelassen zu erscheinen. Und auch er selbst f�hlte sich... unbehaglich, auf eine schwer greifbare Weise. Fast ohne da� er sich dessen bisher bewu�t geworden w�re, hatte sich sein K�rper ein wenig erholt: die Schmerzen waren auf ein ertr�gliches Ma� zur�ckgegangen, und das Gehen fiel ihm beinahe <emphasis>leicht, </emphasis>als sch�pfe er aus jedem Schritt Kraft, statt da� es umgekehrt war. Vielleicht war es wirklich Titchs Ber�hrung gewesen, die ihm ein wenig von seiner alten St�rke zur�ckgegeben hatte, vielleicht war es auch dieser Ort, von dem er ein Teil war, der ihm neue Kraft einfl��te. Und gleichzeitig f�hlte er immer st�rker, da� er nicht hier sein sollte. Die Warnung des <emphasis>Daij-Djan </emphasis>war ernst gemeint gewesen. Und ehrlich. Nach einer Weile begann der Boden vor ihnen sanft anzusteigen, und schlie�lich - waren es Minuten, oder wirklich Stunden gewesen, wie Skar sich einbildete? - n�herten sie sich dem jenseitigen Rand des Felsendomes. Der Boden wurde steiler, und die Risse, die ihn durchzogen, breiter. Titch gab ihm mit einer Geste zu verstehen, da� er zur�ckbleiben sollte, und Skar gehorchte, wenn auch nicht ganz. Statt stehenzubleiben, verlangsamte er nur seine Schritte, so da� der Abstand zwischen Titch und ihm allm�hlich gr��er wurde.</p><p>Der Quorrl war vielleicht zwanzig Meter von ihm entfernt, als er die Wand erreichte und stehenblieb. Auch Skar verhielt mitten im Schritt. Seine Hand sank auf das Schwert herab und fingerte nerv�s am Griff der nutzlosen Waffe. Titch tat etwas an der Wand, was er nicht erkennen konnte; wahrscheinlich suchte er nach einem Durchgang, einer verborgenen T�r oder einer weiteren, getarnten Spalte.</p><p>Skar besah sich die Felswand genauer. So weit er sie in dem d�sterroten Schein �berhaupt erkennen konnte, schien sie so zerrissen und schrundig wie das ganze Innere dieses unheimlichen Berges. Es gab handbreite, klaffende Spalten, die wie erstarrte schwarze Blitze durch den Fels liefen und ihn in ein Mosaik aus Millionen und Abermillionen unregelm��iger Einzelteile zerrissen, aber auch gro�e, wie in den Stein gebrannt wirkende L�cher, in deren Tiefe es hier und da funkelte; Kristall- oder Erzeinschl�sse, wie Skar vermutete. Aber keine dieser gewaltsam oder einfach von der Zeit geschaffenen L�cken war auch nur ann�hernd gro� genug, Titch oder ihn hindurchzulassen. Schlie�lich trat Skar neben den Quorrl und tippte ihm mit dem Zeigefinger auf die Schulter, damit er den Kopf wandte und seine Worte verstand.</p><p>�Was tust du?� fragte er.</p><p>Statt zu antworten, streifte Titch seine Hand ab und wandte sich wieder der Felswand zu. Seine Finger glitten scharrend �ber den Fels, tasteten hierhin und dorthin, dr�ckten auf Vorspr�nge und in Vertiefungen - Skar verstand, auch ohne da� Titch antworten mu�te. Der Quorrl suchte nach einem geheimen Mechanismus, der einen Durchgang in dieser massiv erscheinenden Felswand �ffnete.</p><p>�Woher wei�t du, wo der Eingang ist?� fragte er. Die H�hle war gewaltig.</p><p>�Weil Cron es mir verraten hat�, antwortete Titch.</p><p><emphasis>Und weil du schon einmal hier warst, </emphasis>f�gte Skar in Gedanken hinzu. <emphasis>Und ihn schon einmal gefunden hast. </emphasis>Aber er sprach es nicht laut aus, sondern sah schweigend zu, wie Titch die rotbraune Wand vor sich Handbreit um Handbreit abtastete, mit fast geschlossenen Augen und so konzentriert, wie Skar den Quorrl noch niemals zuvor erlebt hatte.</p><p>Pl�tzlich erstarrte Titch. Auf seinen Z�gen erschien ein Ausdruck, der beinahe an Angst grenzte. Seine Hand hatte irgend etwas in einer der Spalten ertastet. Skar sah, wie sein Arm sich vor Anstrengung spannte. Aber irgend etwas sagte ihm, da� Titch keine Kraft brauchte, um den Hebel oder was immer er gefunden hatte, zu bet�tigen.</p><p>Titch sah hoch. In seinen dunklen Tieraugen loderte eine Angst, die Skar einen eisigen Schauer �ber den R�cken laufen lie�. �Du kannst... es dir noch �berlegen�, sagte er stockend. �Was?�</p><p>Titch machte eine Kopfbewegung in die Richtung, aus der sie gekommen waren. �Du kannst noch gehen, Satai. Ich gebe dir Zeit, den Berg zu verlassen.� <emphasis>Wovor hatte Titch Angst?</emphasis> Er antwortete nicht, und der Quorrl wertete sein Schweigen als das, was es war. Sein Arm spannte sich mit einem kurzen, heftigen Ruck, und aus der Wand vor ihnen antwortete ein ebenso kurzes, hartmetallisches Ger�usch auf die Bewegung; wie ein Peitschenhieb, nur lauter, und der Hieb einer Peitsche aus Stahl.</p><p>Titch sprang zur�ck. Jeder Muskel in seinem gewaltigen K�rper war gespannt. Sein Blick irrte fast gehetzt hin und her, tastete �ber den zerrissenen Fels, flackerte. Seine Finger bewegten sich, schlossen sich zu Krallen und �ffneten sich wieder; schnell und mehrmals hintereinander und mit einer Kraft, die seine Schuppen knistern lie� wie trockenes Papier. Der Quorrl war halb wahnsinnig vor Angst.</p><p>�Was -?� begann Skar.</p><p>Titch hob die Hand, um ihn zum Schweigen zu bringen. Und im gleichen Moment, wie zur Antwort auf seine Bewegung, klappte ein Teil der Felswand wie ein Paar steinerner Insektenfl�gel zur Seite.</p><p>Skar erstarrte.</p><p>Er hatte einen Durchgang erwartet, ein Tor, das sich �ffnete, vielleicht auch einfach nur ein Loch im Boden, aber ein Teil der Felswand vor ihnen, den Titchs Tasten aus seinem vielleicht jahrelangen Schlaf geweckt hatte, war nicht gr��er als der Deckel einer kleinen Seekiste.</p><p>Und dahinter loderte die H�lle.</p><p>Skar starrte in ein rubinrotes, flackerndes Auge aus Glas oder Kristall, in dessen Tiefe ein d�steres Feuer brannte. Ein unheimlicher Hauch wehte ihm entgegen, etwas, was vielmehr seine Seele als seinen K�rper streifte und ihn schaudern lie�; ein fast k�rperliches Empfinden von Gefahr, eine Drohung von so unvorstellbarer Natur, da� sich sein Verstand einfach weigerte, sie zu begreifen. Er wu�te nur eines, aber das mit absoluter Gewi�heit: da� er etwas gegen�berstand, das schlimmer, tausendfach schlimmer als der Tod war.</p><p>Das Licht im Inneren des Teufelsauges begann zu pulsieren; zuerst langsam, wie im Rhythmus eines gewaltigen b�sen Herzens, dann immer schneller und schneller, wobei es allm�hlich an Leuchtkraft zunahm.</p><p>Und dann ert�nte die <emphasis>Stimme.</emphasis></p><p>Skar fuhr zusammen wie unter einem Hieb. Er verstand die Worte nicht, die pl�tzlich aus dem Nichts auf Titch und ihn einh�mmerten, denn es waren Worte <emphasis>(Laute, entsetzliche, grauen-erregende Laute) </emphasis>einer Sprache, die vor einer Million Jahre untergegangen war, zusammen mit den Wesen, die sie sprachen. Aber allein ihr blo�er Klang lie� ihn sich kr�mmen wie unter Schmerzen, denn es waren Worte, die die gleiche f�rchterliche Drohung enthielten wie das rote Licht und das Feuer im Inneren des H�llenauges.</p><p>Und dann h�rte er, wie Titch antwortete.</p><p>Es war nur ein Wort. Ein kurzer, bellender Laut, der Skar die Stimmb�nder zerrissen h�tte, h�tte er auch nur <emphasis>versucht, </emphasis>ihn auszusprechen, und der ihn f�r die gleiche Zeitspanne, die er brauchte, um ihn hervorzubringen, in etwas unsagbar Fremdes, F�rchterliches verwandelte.</p><p>Der Quorrl taumelte. Langsam, als k�mpfe er gegen einen unsichtbaren Widerstand an, sank er auf die Knie, hob die H�nde vor das Gesicht und verbarg seine Augen vor dem lodernden, b�sen Licht, mit dem das D�monenauge in der Wand sie �bersch�ttete.</p><p>Das rote Pulsieren verlor ganz allm�hlich an Heftigkeit. Das Auge starrte sie noch immer an, und in seinem Licht war noch immer die gleiche, f�rchterliche Drohung, aber sein Flackern wurde allm�hlich langsamer. Und dann, ebenso langsam und lautlos, wie sie sich ge�ffnet hatten, schlossen sich die steinernen K�ferfl�gel in der Wand wieder. Die Stille, die folgte, war beinahe schlimmer als alles andere zuvor. Und es dauerte lange, sehr lange, bis Skar die Kraft fand, sich an Titch zu wenden und die Hand zu heben, um seine Aufmerksamkeit zu erregen.</p><p>Das Gesicht des Quorrl war grau vor Anstrengung und Furcht, als er den Kopf wandte und ihn ansah. Skar suchte vergeblich nach Erleichterung in seinem Blick. Die Furcht war aus seinen Augen verschwunden - aber das Entsetzen war geblieben. �Und ... jetzt?� fragte er z�gernd.</p><p>Titch wollte antworten, aber er kam nicht dazu. Ein dunkles, mahlendes Ger�usch erscholl, und direkt hinter dem Quorrl spaltete sich der Fels; diesmal auf mehr als Mannesl�nge. Fassungslos und alarmiert zugleich beobachtete Skar, wie der Spalt breiter wurde, als sich der scheinbar massive Stein teilte. Ein Spalt entstand, wurde zu einer erst hand-, dann armbreiten �ffnung und schlie�lich zu einer quadratischen, gut zwei Meter messenden �ffnung, hinter der der Beginn eines halbrunden Stollens zu sehen war, der tiefer in den Berg hineinf�hrte. Dasselbe rote Licht, das auch den Felsendom erhellte, f�llte auch ihn aus. Trotzdem konnten sie nur wenige Schritte weit sehen, denn die Luft war seltsam unklar; als hinge Nebel oder feiner Staub in ihr, dachte Skar.</p><p>Titch machte eine abwehrende Geste, als Skar den Stollen betreten wollte. �Nein.�</p><p>Skar war fast erleichtert. Sie waren hierhergekommen, um diesen Stollen zu finden. Und trotzdem erf�llte ihn die blo�e Vorstellung, ihn zu betreten, mit Furcht.</p><p>�Wir warten.� Titch atmete so schwer und tief ein, da� es sich fast wie ein Keuchen anh�rte. Das Sprechen schien seine ganze Kraft zu erfordern. �Ich wei� nicht, was weiter geschieht. Cron hat es mir nicht gesagt.�</p><p>�Und vorher...�</p><p>�Ich wu�te es nicht�, murmelte Titch. Er sah weiter in Skars Richtung, damit er seine Worte verstand, aber sein Blick war leer; ins Nirgendwo gerichtet. Und gleichzeitig direkt in die H�lle. Seine H�nde zitterten. �Ich wu�te das geheime Wort nicht. Keiner von uns wu�te es.�</p><p><emphasis>Das geheime Wort...</emphasis></p><p>Skar verstand erst jetzt <emphasis>wirklich, </emphasis>was mit diesem so t�uschend harmlosen Begriff gemeint gewesen war. Keine Parole, wie er angenommen hatte, nichts, was Titch oder er irgendeinem W�chter sagte, damit ihnen Durchla� gew�hrt wurde. <emphasis>Das geheime Wort, das euch den Weg in die H�hlen von Caran �ffnet...</emphasis> Es war unvorstellbar. Allein die Vorstellung ersch�tterte Skar bis ins Innerste. Es war <emphasis>der Berg selbst, der ihnen Einla� gew�hrte oder nicht. Nicht die, die in ihm lebten. </emphasis>Er starrte den Tunnel hinter dem getarnten Tor an, und wieder erf�llte ihn sein blo�er Anblick mit Grauen.</p><p>�Keiner von uns wu�te es�, sagte Titch noch einmal. Etwas in seiner Stimme lie� Skar aufhorchen; ein Klang, ein Zittern, das vorher nicht darin gewesen war, etwas Neues, das er noch nie an dem Quorrl geh�rt hatte. Er sprach, aber er sprach nicht mit Skar. Er sprach <emphasis>zu </emphasis>ihm, aber nicht, um ihm etwas zu erz�hlen, sondern nur, um zu reden, und mit ihm nur aus dem einzigen Grund, weil es leichter war, mit einem Zuh�rer zu sprechen als mit einem Stein.</p><p>�Keiner wu�te es�, sagte er noch einmal. Es klang wie ein Schrei. �Wir... wu�ten nicht einmal, da� es existiert. Niemand war hiergewesen, vor uns.� Er hob in einer hilflosen Bewegung die H�nde und starrte Skar an, und wieder war in seinen Augen dieses unbeschreibliche Entsetzen, das Skar verriet, da� er nicht ihn sah, sondern in seine eigene, ganz private H�lle blickte; die H�lle der Erinnerungen, die er seit jenem entsetzlichen Tag mit sich trug und der er niemals ganz w�rde entkommen k�nnen. �Wir waren f�nfhundert, Satai. Die Besten. Nicht viele, aber ein Heer, wie dieses Land noch keines gesehen hat. Ich habe jeden einzelnen Mann selbst ausgesucht. Viele von ihnen waren meine Freunde.�</p><p>�Sie hatten euch geschickt, um Caran zu erobern?� fragte Skar leise den Quorrl.</p><p>Titch nickte. �Die Bastarde hatten einen <emphasis>Bestimmer </emphasis>get�tet�, antwortete er. �Nur einen, und es war noch dazu umsonst. Sie schlugen zu fr�h zu. Die Brut, die er nach Ninga bringen sollte, befand sich noch im Dorf ihres Vaters. Aber sie t�teten ihn und alle, die bei ihm waren. Ich war jung damals, Satai. Ein Krieger, aber ohne Erfahrung. Trash suchte mich aus, um das Heer zu f�hren, denn er selbst hatte Cant bereits verlassen und Blut gekostet, so da� er nie mehr zur�ckkehren durfte. Wir sollten sie ausl�schen, ein f�r allemal. Der Befehl kam direkt aus dem Goldenen Tempel in Ninga.�</p><p>Wieder schwieg der Quorrl f�r endlose, qu�lende Sekunden. Er schlo� die Augen. Sein Gesicht arbeitete, als w�ren die Muskeln unter seiner gr�ngrauen Schuppenhaut lebendig geworden; winzige zuckende W�rmer, die sich hin und her warfen und aus ihrem Gef�ngnis zu entkommen versuchten.</p><p>�Wir hatten einen von ihnen gefangengenommen�, fuhr er fort. �Die Tempelpriester brachten ihn zum Reden, so da� wir von diesem Eingang wu�ten. Ich f�hrte das Heer zum Berg. Es ... es war ein Tag wie heute, Satai. Ein Abend im Winter. Die Nacht kam, und wir lagerten auf dem gleichen Plateau, auf dem die M�nner auch jetzt sind. Wir rechneten mit einem Angriff. Ich lie� das Lager befestigen und dreifache Wachen aufstellen. Aber nichts geschah. Wir f�hlten uns sicher. <emphasis>Stark.� </emphasis>Er stie� das Wort hervor wie einen Schrei.</p><p>�Als die Sonne aufging, drangen wir in den Berg ein, durch den Eingang dort vorne. Wir sahen niemanden, aber ich war n�rrisch genug, nicht auf diese Warnung zu achten. Ich glaubte mich schon am Ziel. Niemand war dem Berg vor uns so nahe gekommen, und keiner hatte ihn je betreten.�</p><p>Er lachte hart. Seine Stimme wurde bitter, als er nach einer sekundenlangen Pause weitersprach. �Keiner, von dem man je wieder geh�rt h�tte. Wir... wir kamen hierher und durchsuchten die H�hle, auf eine Falle gefa�t oder einen Hinterhalt.�</p><p>�Es <emphasis>war </emphasis>eine Falle�, vermutete Skar.</p><p>Titch nickte. �Und wir waren schon mittendrin. Sp�ter habe ich erfahren, da� sie uns zehnmal h�tten vernichten k�nnen, schon lange, ehe wir dem Berg auch nur nahe waren. Sie sind <emphasis>viele, </emphasis>Skar, viel mehr, als ich damals ahnte. Aber wozu sollten sie k�mpfen? Wir Narren haben uns selbst umgebracht. <emphasis>Ich </emphasis>habe sie umgebracht. Alle.�</p><p>�Wie?� fragte Skar einfach.</p><p>�Ich brachte sie hierher. An genau diese Stelle. Der... der Gefangene war bei uns. Er zeigte uns den Eingang. Das Tor, das ins Innere des Berges f�hrt. Es liegt irgendwo hinter diesen Felsen, aber du kannst ein Leben lang vergeblich danach suchen, wenn du nicht genau wei�t, wo es ist. Er... er zeigte es mir. Er f�hrte mich und das Heer hierher und zeigte mir den geheimen Mechanismus, der den W�chter aktiviert. Keiner von uns wu�te, da� es ihn gab. Keiner wu�te, <emphasis>was </emphasis>er war.�</p><p>�Dieses... Auge?� Skar deutete mit einer Kopfbewegung auf die Stelle �ber Titchs Kopf, an der der Felsen auseinandergeklappt war. Sein Blick streifte den offenstehenden Eingang des Felstunnels und saugte sich an der lastenden Schw�rze dahinter fest, und seine �berreizten Nerven gaukelten ihm Schatten und Bewegungen vor, die nicht da waren. Es kostete ihn M�he, sich von dem unheimlichen Anblick loszurei�en und sich erneut Titch zuzuwenden.</p><p>�Es war genau wie heute�, sagte der Quorrl. �Der ... der Fels spaltete sich, und dann h�rten wir die <emphasis>Stimme. </emphasis>Gro�er Gott, diese <emphasis>Stimme, </emphasis>Skar. Ich habe sie nie wieder vergessen. Niemals.�</p><p>�Aber damals hast du nicht geantwortet�, sagte Skar. Er sprach schnell, fast hastig. Titchs Blick flackerte. Er sp�rte, da� der Quorrl die Beherrschung zu verlieren drohte. Die Erinnerungen wurden �berm�chtig. Titch zitterte am ganzen Leib, gemartert von einem Entsetzen, das aus sorgsam zugesch�tteten Abgr�nden seiner Erinnerungen wieder hervorbrach.</p><p>�Ich wu�te nicht, da� es eine Antwort gab�, murmelte der Quorrl. �Wir... wir h�rten die Stimme, und ich sp�rte, da� etwas geschah. Das Licht. Ich... ich hatte Angst. Alle f�hlten es. Ein paar M�nner flohen. Auch ich wollte fort, aber ich konnte es nicht. Ich war wie... wie gel�hmt. Sie sprach, aber ich... ich konnte nicht antworten, Skar. <emphasis>Ich wu�te die Antwort doch nicht!�</emphasis> Skar ber�hrte Titchs Hand. Die Schuppenhaut des Quorrl f�hlte sich eiskalt an, und er sp�rte, wie Titchs Puls jagte. �Und weiter?� fragte er. Titch w�rde den Verstand verlieren, wenn er es nicht aussprach. Er mu�te es tun, jetzt. Die Erinnerungen waren wie ein vergifteter Pfeil, der in seiner Seele steckte. Sie w�rden ihn umbringen, wenn er ihn nicht herauszog; ganz gleich, wie weh es tat. Skar spannte sich insgeheim. Er w�re nicht �berrascht gewesen, h�tte Titch ihn angegriffen.</p><p>Aber die Spannung fiel so schnell von dem Quorrl ab, wie sie gekommen war. Seine Glieder zitterten weiter, aber der gef�hrliche Moment war vor�ber. Titchs Stimme brach fast, als er weitersprach.</p><p>�Sie starben alle�, fl�sterte er. �Der W�chter... Caran t�tete sie.�</p><p>�Aber <emphasis>wie?� </emphasis>fragte Skar. �Was hat sie umgebracht, Titch?� Titch machte eine Handbewegung ins Nirgendwo. �Der Berg. Angst. Ich wei� es nicht. Du hast es gef�hlt, Skar. Du... du mu�t es gesp�rt haben. So wie ich. Wie alle, damals.�</p><p>Skar nickte z�gernd. Er <emphasis>glaubte </emphasis>zumindest zu verstehen, was der Quorrl meinte. Es waren keine <emphasis>k�rperlichen </emphasis>Gegner gewesen, die Titch und seine M�nner angriffen; keine Monster wie der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>oder die <emphasis>Ultha, </emphasis>und auch nicht die Wirkung irgendeiner unvorstellbaren G�tterwaffe wie der Scanner der <emphasis>Errish </emphasis>oder des gr�nen Feuers der Ssirhaa. Es war der Atem dieses H�llenauges gewesen, das kalte t�dliche Feuer, das in seiner Tiefe glomm.</p><p>�Es wurde st�rker�, fuhr Titch fort. �Es... es wurde einfach st�rker. Er stellte die Frage, aber ich wu�te die Antwort nicht. Die M�nner begannen zu fliehen, einer nach dem anderen, und schlie�lich lief auch ich davon. Aber es... es war zu sp�t. Es war �berall, nicht nur hier. In der Luft. Im Fels. In... in <emphasis>uns.� Und da war es von Anfang an, </emphasis>dachte Skar. <emphasis>Schon lange, bevor ihr hierhergekommen seid. Es war eure eigene Angst, die euch umbrachte, mein Freund.</emphasis></p><p>Titch sprach nicht weiter, sondern senkte den Blick und verbarg das Gesicht hinter den H�nden, aber Skar wu�te auch so, was geschehen war. Er hatte den Ha� und die Furcht gesp�rt, die das D�monenauge im Fels verstr�mte wie ein unsichtbares Gift, den Atem der <emphasis>Sternengeborenen. </emphasis>Den Ha�, den es in die Seelen seiner Opfer s�te und das Grauen, von dem es sich n�hrte. Es war das gleiche, alles Lebende und Denkende verspottende Prinzip, auf dem die f�rchterliche Macht der Netzkreatur beruht hatte: indem es seine Opfer mit Ha� n�hrte, z�chtete es sich seine eigene Nahrung. Angst, aus der es neue Kraft gewann, um neue Opfer zu vernichten.</p><p>�Es war nicht deine Schuld, Titch�, sagte er leise. Er war nicht sicher, ob Titch ihn geh�rt hatte, denn der Quorrl sah ihn nicht an, aber nach ein paar Sekunden f�gte er hinzu: �Du wu�test nichts von dieser Falle. Du konntest es nicht wissen.�</p><p>Aber Titch hatte seine Worte geh�rt. �Ich habe sie hierhergebracht, Satai. Fragt ihr einen General <emphasis>eures </emphasis>Volkes, ob er von einer Falle <emphasis>gewu�t </emphasis>hat, wenn er seine Armee verliert?� Er nahm die H�nde herunter und sah Skar wieder direkt an, und pl�tzlich wurde sein Blick hart. �Damals habe ich mir geschworen, sie zu vernichten, Skar. Ich wu�te nicht wen. Ich dachte, es w�ren die Bastarde, die diese teuflische Falle errichtet hatten, und ich schwor mir, da� sie eines Tages daf�r bezahlen w�rden. Sp�ter begriff ich dann, da� sie nicht mehr waren als wir. Werkzeuge. Sie <emphasis>benutzen </emphasis>diese Dinge nur, aber sie wissen nicht einmal wirklich, was sie tun. Sowenig wie alle anderen. Wie du oder ich, oder die Tempelpriester in Ninga. <emphasis>Das </emphasis>war der Grund, aus dem ich meinem Vater folgte und das Heer anf�hrte. Ich wollte euch niemals helfen, Skar. Die Menschen sind mir gleich. Ich hasse sie nicht, aber ich empfinde auch keine Freundschaft f�r sie.�</p><p>�Aber das stimmt doch gar nicht�, sagte Skar beinahe sanft. Titchs Augen flammten auf. �O doch!� antwortete er heftig. �Als der Hilferuf der Hohen Satai kam, Skar, wei�t du, was ich da getan habe? Ich habe gelacht! Ich h�tte ihre Boten get�tet, h�tte ich es gekonnt.�</p><p>�Aber du hast es nicht�, antwortete Skar. �Was z�hlt ist, was man tut. Nicht was man <emphasis>will.�.</emphasis></p><p>�Sie waren mir gleich, und sie sind es noch�, behauptete Titch. �Aber dann habe ich begriffen, wer es wirklich ist, den sie bek�mpfen, und <emphasis>das </emphasis>war der Grund, aus dem ich mit meinen M�nnern Cant verlie� und mich Trash und Del anschlo�. Ich wollte sie, Skar. Ich wollte die <emphasis>Sternengeborenen, </emphasis>und ich will sie noch.� Er ballte die Faust und schlug damit so wuchtig auf den Boden, da� Skar seine Knochen knirschen h�rte.</p><p>�Sie werden bezahlen, Skar�, sagte er im Tonfall eines Verzweifelten, aber auch gleichzeitig eines feierlichen Versprechens. �Hundertfach bezahlen. F�r das Leben dieser M�nner hier und das derer, die drau�en in eurer Welt gestorben sind. Und derer, die noch sterben werden.�</p><p>�Eine eindrucksvolle Rede�, sagte eine Stimme hinter ihnen. �Aber du hast vergessen, dein eigenes Leben auf deine Liste zu setzen, du Narr.�</p><p>Skar fuhr herum und in die H�he, gleichzeitig fiel seine Hand auf den Schwertgriff herab und zerrte die Waffe aus dem G�rtel. Aber er wu�te, da� er nicht schnell genug sein w�rde.</p></section><section><title><p id="_12">12.</p></title><p>�Der einzige Grund, aus dem du noch am Leben bist, ist, weil ich wissen will, wer dir das Wort verraten hat!� Die Stimme des Quorrl bebte vor Zorn. Sie waren sechs - f�nf riesige, bis an die Z�hne bewaffnete Krieger und dieser Quorrl, der seiner Kleidung und seinem Auftreten nach wohl ihr Anf�hrer war. Es war das dritte Mal, da� er diese Frage stellte, aber Titch antwortete auch diesmal nicht. Wie Skar wurde er von zwei hinter ihm stehenden Kriegern gehalten, allerdings mit sehr viel mehr Kraft; auch sehr viel mehr, als n�tig gewesen w�re, selbst einen Kolo� wie ihn zu b�ndigen.</p><p>�Woher kennst du das Wort?� br�llte der Quorrl. �Wer hat es dir gesagt? Wer ist der Verr�ter?!� W�tend holte er aus und schlug Titch mit dem Handr�cken so wuchtig �ber den Mund, da� sein Kopf in den Nacken flog und seine Oberlippe aufplatzte. Titch st�hnte, gab aber ansonsten keinen Laut von sich.</p><p>�Du wirst nicht besonders viel von ihm erfahren, wenn du ihn totschl�gst�, sagte Skar, als der Quorrl abermals die Faust hob. Der schuppige Riese fuhr mit einem zischenden Laut herum und trat nun auf Skar zu, mit Augen voller brodelndem Ha� und immer noch erhobener Faust. Im ersten Augenblick rechnete Skar fast damit, da� er ihn kurzerhand erschlagen w�rde. Aber dann erstarrte der Quorrl im letzten Moment. Aus der lodernden Mordlust in seinen Augen wurde ein t�ckisches Funkeln. �O nein, <emphasis>Mensch�, </emphasis>sagte er betont. �So leicht mache ich es dir nicht. Was hast du gesucht, als du hierhergekommen bist? Ein Abenteuer?� Er lachte, ein schriller, kichernder Laut, wie das Lachen eines Wahnsinnigen. �Das wirst du bekommen - aber anders, als du glaubst. Du wirst eine gro�e Erfahrung machen, Mensch. Du wirst herausfinden, welches Ma� an Schmerzen ein menschlicher K�rper ertragen kann, ehe er zerbricht.� Er unterstrich seine Worte nun wirklich mit einem Schlag gegen Skars Brust; allerdings einem, in den er nur einen Bruchteil seiner Kraft legte. Trotzdem reichte der Schmerz, Skar aufschreien zu lassen und ihn f�r Sekunden in bedrohliche N�he einer Ohnmacht zu schleudern. Er w�re zusammengebrochen, h�tten ihn nicht die beiden Quorrl festgehalten, die ihn auch �berw�ltigt hatten. �Du Narr�, st�hnte Skar mit zusammengebissenen Z�hnen, als er wieder genug Luft bekam, um reden zu k�nnen. Zu all den kleinen und gro�en Schmerzen in seinem K�rper gesellte sich nun auch noch ein heftiges Stechen in seiner linken Seite. Der Schlag des Quorrl mu�te eine seiner Rippen angebrochen haben. Jeder Atemzug tat weh. �Wenn du uns totpr�gelst, erf�hrst du nie, wie wir hierhergekommen sind.�</p><p>�Wer sagt dir, da� ich es will?� fragte der Quorrl lauernd. �Vielleicht reicht es mir, euch zu t�ten.�</p><p>Skar hob m�hsam den Kopf und blickte den Quorrl mit einem Ausdruck an, von dem er wenigstens <emphasis>hoffte, </emphasis>da� er ver�chtlich aussah. �Und wer sagt dir, du Narr, da� wir die einzigen sind, die das geheime Wort kennen?� fragte er.</p><p>In den Augen des Quorrl glomm schon wieder dieses gef�hrliche Feuer auf, und Skar sah, wie sich seine m�chtigen H�nde zu F�usten ballten. Pl�tzlich war er fast sicher, da� der Quorrl wahnsinnig war; auf eine gef�hrliche, gewaltt�tige Art, die ihn noch unberechenbarer werden lie�, als es Quorrl ohnehin waren. Der Quorrl fuhr herum, wandte sich wieder an Titch und schlug ihm die Faust in den Leib. �Rede!� fauchte er. �Woher wi�t ihr das Wort? Wer hat es euch verraten?�</p><p>�Cron�, sagte Skar.</p><p>Die Hand des Quorrl, schon wieder zur Faust geballt und zu einem weiteren Schlag gegen Titchs Gesicht erhoben, erstarrte mitten in der Bewegung. Sekundenlang stand er einfach da und starrte Titch an, dann drehte er sich ganz langsam wieder zu Skar herum und lie� den Arm sinken.</p><p>�Du l�gst!� behauptete er. �Cron verr�t uns nicht.�</p><p>�Das hat er auch nicht�, antwortete Skar. �Er hat uns zu euch geschickt.�</p><p>�Zu uns - <emphasis>geschickt?� </emphasis>wiederholte der Quorrl ungl�ubig. �Du willst mir allen Ernstes glauben machen, da� Cron einen Mann wie <emphasis>Titch </emphasis>zu uns <emphasis>schickt? </emphasis>Titch, den Schl�chter?�</p><p>Der <emphasis>Schl�chter? </emphasis>Diese Bezeichnung war Skar neu - aber irgendwie pa�te das, was sie vermuten lie�, zu dem fast irrationalen Verhalten des Quorrl. Skar zuckte mit den Achseln und hoffte, da� der Quorrl nicht gut genug im Gesicht eines Menschen lesen konnte, um seine Verwirrung zu bemerken.</p><p>�Er hat uns gesagt, wie wir den W�chter �berwinden k�nnen�, wiederholte er. �Freiwillig. Es war sein Wunsch, da� wir zu euch gehen.�</p><p>�Mit einem <emphasis>Heer?�</emphasis></p><p>Skar sch�ttelte den Kopf, so weit dies die schuppigen Krallen zulie�en, die ihn hielten. �Die Krieger sind erst sp�ter zu uns gesto�en�, sagte er. �Aber das ist eine andere Geschichte.� Er deutete mit einer Kopfbewegung auf Titch, der halb bewu�tlos in den Armen seiner beiden Bewacher hing. �La�t ihn los, und ich erz�hle euch alles.�</p><p>Der Quorrl lachte blo�. �Ich erfahre auch so, was ich wissen will.�</p><p>�So?� antwortete Skar. �Wenn du wei�t, wer dieser Mann ist, dann solltest du auch wissen, da� es wenig Sinn hat, irgend etwas mit <emphasis>Gewalt </emphasis>aus ihm herauspressen zu wollen.�</p><p>Der Quorrl z�gerte. Einen Moment lang irrte sein Blick unentschlossen zwischen Titchs und Skars Gesicht hin und her, dann machte er eine Quorrl-Geste, deren Bedeutung Skar nicht verstand. �Vielleicht hast du recht�, sagte er. Dann flog ein rasches, b�ses L�cheln �ber die nur angedeuteten Z�ge in dem flachen Fischgesicht. �Aber wir haben ja noch dich, nicht wahr, <emphasis>Mensch!�</emphasis></p><p>�Satai�, verbesserte ihn Skar, so ruhig er konnte.</p><p>Die �berraschung des Quorrl war nicht gespielt. Sekundenlang starrte er Skar verbl�fft und mit wachsendem Unglauben an, dann trat er n�her, legte die Hand unter sein Kinn und zwang seinen Kopf in den Nacken, um ihn genauer zu betrachten. Sein Griff tat weh. Skar hatte das Gef�hl, sein Kiefer w�rde zerquetscht.</p><p>�Du siehst nicht aus wie ein Satai�, sagte er.</p><p>�Nat�rlich nicht�, pre�te Skar m�hsam hervor. Unter dem unbarmherzigen Druck der Quorrl-Pranke begannen seine Z�hne wieder zu bluten. �Ich habe mich verkleidet, damit mich niemand erkennt. Du wei�t doch, da� Satai in Wahrheit zw�lf Fu� gro� sind und Messer anstelle von Fingern an den H�nden tragen.�</p><p>Der Quorrl schlug ihn. Skar sah den Hieb kommen und spannte sich, aber diesmal verlor er wirklich das Bewu�tsein; wenn auch wieder nur f�r Sekunden. Als sich die schwarzen Schleier von seinen Gedanken hoben, hockte er auf den Knien und spuckte Blut. Die beiden Quorrl hatten ihn losgelassen, standen aber unmittelbar neben ihm, um ihn bei der geringsten verd�chtigen Bewegung zu packen.</p><p>�Ein Satai, so?� Der Quorrl blickte mi�trauisch - aber auch fast ein wenig respektvoll, dachte Skar erstaunt - auf ihn herab, machte einen Schritt zur�ck und winkte dem Krieger, der Skar die Waffe entrissen hatte. Der Quorrl trat gehorsam herbei und reichte ihm das <emphasis>Tschekal </emphasis>mit der linken Hand. Seine Rechte blutete noch immer heftig, denn er hatte sich nicht darauf beschr�nkt, Skar die Waffe zu entrei�en, sondern auch, sie in der gleichen Bewegung zu zerbrechen.</p><p>Nachdenklich drehte der Quorrl das Satai-Schwert in den H�nden, blickte wieder auf Skar, dann auf Titch und erneut auf Skar herab und schob die Waffe schlie�lich scheinbar achtlos in seinen G�rtel. �Es ist ein Satai-Schwert�, sagte er. �Und? Was beweist das? Du kannst es gestohlen haben. Oder gefunden.�</p><p>�Niemand, der nicht zu Recht den Mantel eines Satai tr�gt, w�rde es wagen, ein <emphasis>Tschekal </emphasis>auch nur anzur�hren�, sagte Skar. �Das solltest selbst du wissen.�</p><p>�Die Dinge haben sich ge�ndert�, antwortete der Quorrl achselzuckend. �Wer bist du? Wie ist dein Name?�</p><p>Skar z�gerte einen unmerklichen Augenblick. Dann sagte er: �Skar.� Es hatte keinen Zweck, alles mit einer �berfl�ssigen L�ge aufs Spiel zu setzen.</p><p>�Skar?� Der Quorrl legte den Kopf schr�g. Seine Augen wurden schmal, wodurch er vollends wie ein Reptil aussah. Offensichtlich, dachte Skar, war der Name Skar selbst hier, im hohen Norden Cants, nicht g�nzlich unbekannt. Skar war nur nicht sicher, ob das nun unbedingt ein Vorteil war...</p><p><emphasis>�Du </emphasis>bist Skar?�</p><p>�Irgendeiner mu� es sein, oder?�</p><p>�Man hat mir Skar anders beschrieben.�</p><p>�Nicht nur die Dinge �ndern sich�, antwortete Skar. �Auch Menschen. Selbst Satai werden �lter.�</p><p>�Und verlieren Glieder?�</p><p>�Manchmal�, antwortete Skar leichthin. Er setzte dazu an, aufzustehen, z�gerte eine halbe Sekunde und f�hrte sie schlie�lich zu Ende, als seine beiden Bewacher keinen Versuch unternahmen, ihn daran zu hindern.</p><p>�Wie ist das passiert?� fragte der Quorrl mit einer Geste auf Skars Armstumpf.</p><p>�Auf dem Weg hierher�, antwortete Skar. �Jemand... wollte meinen Kopf. Aber ich konnte ihn �berzeugen, mit meiner Hand Vorlieb zu nehmen.� Er machte eine unwillige Armbewegung, als der Quorrl ihn unterbrechen wollte. �Also, was willst du jetzt tun? Titch und mich t�ten, �ber meine Hand sprechen oder h�ren, warum wir hier sind?�</p><p>Noch vor zwei Minuten h�tte der Quorrl ihn einfach erschlagen, wegen dieser unversch�mten Worte. Jetzt starrte er ihn einfach nur an, noch immer zornig, aber auch verwirrt, und eigentlich viel mehr verwirrt als wirklich w�tend.</p><p>�Also gut. Dann sprich, Satai.�</p><p>�Nein.�</p><p>Der Kopf des Quorrl ruckte mit einer reptilienhaft schnellen Bewegung herum, und auch Skar sah �berrascht auf, als er Titchs Stimme h�rte. Er hatte Titch f�r bewu�tlos gehalten, aber der Quorrl stand hoch aufgerichtet zwischen den beiden Kriegern, die ihn hielten, mit blut�berstr�mtem Gesicht, aber ohne das mindeste Zeichen von Schw�che.</p><p>�Was soll das hei�en?�</p><p>�Wir reden mit Rowl�, antwortete Titch. �Nicht mit dir. Crons Nachricht ist zu wichtig, um sie einem Verr�ckten anzuvertrauen.�</p><p>Die Augen des Quorrl blitzten t�ckisch. �Wer sagt dir, da� ich dich nicht auf der Stelle umbringe?�</p><p>�Niemand�, antwortete Titch gelassen. �Warum tust du es nicht?�</p><p>Die Blicke der beiden ungleichen M�nner kreuzten sich. Titch wirkte mit einem Male herablassend, so kalt und hochm�tig, da� es trotz allem mit einem Male der andere zu sein schien, der als Gefangener vor ihm stand.</p><p>�Also gut�, sagte der Quorrl schlie�lich. �Aber wenn das alles nur ein Trick war, dann wirst <emphasis>du </emphasis>herausfinden, was ich deinem Freund versprochen habe. Du wirst sehr lange sterben.� Titch machte sich nicht einmal die M�he, zu antworten.</p></section><section><title><p id="_13">13.</p></title><p>Der Raum war klein, vollkommen finster und so kalt, da� Skars R�cken schmerzte, wo er die Wand ber�hrte. Skar wu�te nicht, wie lange sie schon hier waren, aber es mu�te lange sein. Sein Magen meldete sich ab und zu mit einem grollenden Ger�usch, und zu dem Hunger hatte sich schon vor einer geraumen Weile Durst gesellt; ein untr�gliches Anzeichen, da� sie seit Stunden in diesem schwarzen Loch sa�en und darauf warteten, da� etwas geschah.</p><p>Sie waren getrennt worden, wie er erwartet hatte, aber seine Bewacher hatten sich nicht einmal die M�he gemacht, ihn zu fesseln. Es war auch nicht n�tig. Die W�nde der w�rfelf�rmigen, acht Schritte messenden Kammer bestanden aus massivem Fels, und Skars tastende Finger hatten nicht die mindeste Unebenheit darauf gefunden. Selbst die T�r war spurlos verschwunden, kaum da� sie sich geschlossen hatte. Skar hatte den Gedanken an Flucht fast ebenso schnell wieder aufgegeben, wie er ihm gekommen war. Au�erdem waren sie nicht hierhergekommen, um zu <emphasis>fliehen.</emphasis></p><p>Trotzdem machte sich Skar Sorgen; mehr, als er sich eingestand. Er wu�te nicht genau, was er erwartet hatte, aber nach Titchs Erz�hlungen und dem, was auf Crons Hof geschehen war, mu�te es wohl so etwas wie eine Gemeinschaft edler R�uber sein; Verfemte, die sich in ihre uneinnehmbare Festung in den Bergen zur�ckgezogen hatten und von dort aus gegen Ungerechtigkeit und Terror k�mpften. Aber nachdem er den Wahnsinn in den Augen des Quorrl gesehen hatte, war er nicht mehr v�llig sicher, da� es wirklich so war. Vielleicht waren die Bastarde nicht mehr als ganz gew�hnliche Verbrecher, und vielleicht hatten sie sich selbst der Gnade (oder wohl eher <emphasis>Ungnade) </emphasis>einer Bande halb verr�ckter Meuchelm�rder und Strauchdiebe ausgeliefert. Und er machte sich Sorgen um das, was au�erhalb des Lagers geschehen mochte. Wenn ihm sein Zeitgef�hl nicht v�llig abhanden gekommen war, dann mu�te es drau�en schon l�ngst wieder Tag geworden sein. Vielleicht wurden Titchs Krieger nerv�s, wenn sie nicht zur�ckkamen. Oder sie - Ein schleifender Laut und rotgelber Lichtschein, der durch einen rasch breiter werdenden Spalt in der Wand vor ihm drang, rissen ihn aus seinen �berlegungen. Skar sah auf, blinzelte in das sanfte, aber seinen an stundenlange Dunkelheit gew�hnten Augen trotzdem unangenehme Licht und hob sch�tzend die Hand vor das Gesicht. Ein riesiger Schatten erschien in der T�r, trat einen Schritt auf ihn zu und machte eine befehlende Geste. Skar richtete sich hastig auf, damit der Quorrl nicht auf die Idee kam, seiner Aufforderung mit einem Hieb Nachdruck zu verleihen, und trat an ihm vorbei aus der T�r. Zwei weitere Schuppenkrieger erwarteten ihn. Sie sprachen kein Wort, aber die Bewegung, mit der sie ihn in die Mitte nahmen, war eindeutig genug. Auf dem Weg hierher hatte Skar kaum Gelegenheit gefunden, sich in Ruhe umzusehen, was er nun nachzuholen versuchte. Aber eigentlich gab es gar nicht viel zu entdecken. Der Tunnel, durch den sie gingen, war von halbrunder Form und ma� gute zehn Fu� an der h�chsten Stelle, und wie die H�hle drau�en bestanden auch seine W�nde aus rotbraunem, rissigem Fels, der manchmal glatt und wie poliert aussah, an anderen Stellen zerborsten wie von gewaltigen Hammerschl�gen, manchmal auch wie geschmolzene Lava zu bizarr gerundeten Formen erstarrt. In unregelm��igen Abst�nden unterbrachen T�ren die W�nde, durch die er einen Blick in die dahinterliegenden R�ume werfen konnte. Allerdings waren die meisten vollkommen leer. Bis auf das unheimliche r�tliche Leuchten, das auch hier �berall die Luft erf�llte, schien es an den H�hlen von Caran absolut nichts Geheimnisvolles zu geben.</p><p>Schlie�lich wurde er in einen halbrunden, ebenfalls vollkommen leeren Raum gebracht, in dem ihn Titch und zwei weitere Krieger erwarteten. Skar warf einen raschen, besorgten Blick in Titchs Gesicht. Die Oberlippe des Quorrl hatte aufgeh�rt zu bluten, und es waren keine neuen Verletzungen hinzugekommen. Zumindest schien Titch nicht mi�handelt worden zu sein. �Fahs hat mich nicht anger�hrt�, sagte Titch. Es war wohl nicht sehr schwer gewesen, in Skars Gesicht zu lesen. �Er ist verr�ckt, und es macht ihm Freude, zu qu�len. Aber er ist auch ein Feigling.�</p><p>�Der Quorrl, der uns... empfangen hat?�</p><p>Titch grinste schief und rieb sich mit Daumen und Zeigefinger �ber die aufgeplatzte Lippe. �Wenn du es so nennen willst...�</p><p>�Ihr scheint alte Freunde zu sein�, sagte Skar.</p><p>�Wir kennen uns�, gestand Titch. Er grinste noch immer, aber etwas in seinem L�cheln warnte Skar, nicht danach zu fragen, was der Quorrl gemeint hatte, als er Titch als <emphasis>Schl�chter </emphasis>bezeichnete. Es war verr�ckt - aber je l�nger er den Quorrl kannte, desto weniger schien er �ber ihn zu wissen.</p><p>�Was haben sie mit dir gemacht?�</p><p>�Gemacht?� Skar zuckte mit den Schultern. �Nichts. In ein eiskaltes dunkles Loch geworfen und mich hungern lassen, aber sonst nichts. Ihr Quorrl scheint eine sonderbare Auffassung von Gastfreundschaft zu haben.�</p><p>�Manche von uns, ja�, sagte Titch. �Sei froh, da� du noch lebst. Ich habe nicht damit gerechnet, so weit zu kommen. W�re es nach Fahs gegangen, w�ren wir drau�en geblieben. Aber verteilt �ber die ganze H�hle.�</p><p>Skar l�chelte fl�chtig, aber er antwortete nicht mehr. Die vier Quorrl, die sie bewachten, mu�ten sie ohnehin f�r verr�ckt halten, wenn sie der Sprache m�chtig waren, in der sie sich unterhielten. Aber Skar lie� sich von Titchs scheinbar lockerem Ton nicht eine Sekunde t�uschen. Der Quorrl war so nerv�s wie er, wahrscheinlich mehr, denn er wu�te sehr viel besser, mit <emphasis>wem </emphasis>sie es zu tun hatten. Sie versuchten beide nur, sich einzureden, da� es keinen Grund gab, Angst zu haben.</p><p>�Wer ist Rowl?� fragte er.</p><p>�Ihr Anf�hrer�, antwortete Titch. �Du w�rdest ihn einen R�uberhauptmann nennen.�</p><p>�Und du?�</p><p>Titch �berlegte einen Moment. �Einen Rebellen�, sagte er. �Aber auch einen M�rder. Er ist gef�hrlich, Skar. La� dich nicht von seinem �u�eren t�uschen, oder von seiner Art, sich zu geben. Nur ein Ungeheuer kann ein Heer von Ungeheuern f�hren.�</p><p>Das klang nicht besonders ermutigend, fand Skar. Aber was hatte er erwartet? Da� Fahs sie am Leben gelassen hatte, bedeutete nicht, da� sie es auch <emphasis>bleiben </emphasis>w�rden.</p><p>Das Ger�usch der T�r und ein warnender Blick Titchs lie�en ihn verstummen. Skar drehte sich bewu�t langsam herum, sah aber im ersten Moment nichts, denn die W�chter versperrten ihm die Sicht. Erst, als die beiden Krieger respektvoll zur Seite traten, sah er Rowl.</p><p>Er begriff fast augenblicklich, was Titch gemeint hatte, als er ihn vor Rowl warnte.</p><p>Der Anf�hrer der Bastarde sah absolut normal aus - f�r einen Quorrl: ein sieben Fu� hoher Gigant mit schuppiger gr�ner Panzerhaut und Schultern, hinter denen sich ein Mann von Skars Statur bequem zweimal verstecken konnte. Sein Gesicht war flach und reptilienhaft, gleichzeitig aber auch mit der Andeutung menschlicher Z�ge, und selbst seine Kleidung unterschied sich kaum von der der Krieger, die sie hierhergebracht hatten. Er trug keine Waffen. Nichts an diesem Quorrl wirkte irgendwie gef�hrlich oder auch nur ungew�hnlich.</p><p>Nichts - au�er seinen Augen, dachte Skar.</p><p>Es waren die kalten, pupillenlosen Fischaugen eines Quorrl, die ihm aus dem flachen Echsengesicht entgegenstarrten, aber es waren auch die Augen eines Mannes, der die <emphasis>Macht </emphasis>kennengelernt hatte; nicht die Augen eines Wahnsinnigen, wie Fahs, oder eines Fanatikers, wie es Ian gewesen war. Rowls Blick war der eines Herrschers. Skar hatte Augen wie diese schon gesehen; in den Gesichtern unterschiedlichster Wesen aus verschiedenen V�lkern und Kulturen, und doch waren sie irgendwie alle gleich gewesen: Es war der Blick eines Mannes, der vielleicht keine Willk�r oder Ungerechtigkeit, aber auch ganz bestimmt keine Gnade kannte. Aus den Augenwinkeln fing er einen warnenden Blick Titchs auf und trat zur Seite, als Rowl n�her kam; aber er tat es absichtlich langsam, ohne eine Spur von Furcht oder gar Unterw�rfigkeit, und die Reaktion in Rowls Blick sagte ihm, da� er auf die einzig richtige Art gehandelt hatte.</p><p>�Du bist also Skar�, sagte der Quorrl, nachdem er stehengeblieben und Titch und ihn einige Sekunden lang abwechselnd angesehen hatte. <emphasis>�Der </emphasis>Skar?�</p><p>Skar nickte. Bei jedem anderen h�tte er versucht, die gewichtige Betonung des ersten Wortes durch eine l�ssige Bemerkung oder einen Scherz zu entsch�rfen. Bei Rowl w�re dies ein Fehler gewesen. Wenn es �berhaupt etwas gab, was dieser Quorrl respektierte, dann war es St�rke.</p><p>�Und du Titch?�</p><p>�Der Titch�, f�gte Titch kalt hinzu. �Ehe du fragst, Bastard.� Rowl l�chelte fl�chtig. �Ich h�tte nicht gefragt�, sagte er. �Vielleicht kennst du <emphasis>mich </emphasis>nicht, Titch. Ich dich daf�r um so besser.� Er wandte sich wieder an Skar, blickte ihn sekundenlang durchdringend und mit leicht gerunzelter Stirn an und trat dann einen Schritt zur�ck, um mit ihnen beiden zugleich reden zu k�nnen, ohne st�ndig den Kopf zu drehen.</p><p>�Jetzt, nachdem ich mich davon �berzeugt habe, da� ihr wirklich die seid, von denen Fahs behauptete, da� sie es sind�, begann er umst�ndlich <emphasis>(Um Zeit zu gewinnen? </emphasis>dachte Skar. <emphasis>Und wenn ja, warum?), </emphasis>�frage ich mich um so mehr, <emphasis>warum </emphasis>ihr gekommen seid. Ihr m��t entweder besonders dumm sein - oder besonders verzweifelt. Ihr seid auf der Flucht vor dem Heer aus Ninga?�</p><p>�Auf der Flucht ja�, antwortete Titch. �Aber nicht vor diesen T�lpeln, die kaum wissen, an welcher Seite sie ein Schwert anfassen m�ssen.�</p><p>�Oh, ganz so dumm sind sie leider nicht�, antwortete Rowl betr�bt. �Du bist nicht der einzige Krieger, den dieses Land jemals hervorgebracht hat, Titch. Aber wenn ihr nicht vor ihnen flieht, warum sind all diese Krieger dann drau�en auf dem Plateau? Und die gut tausend anderen, die ihnen noch folgen?�</p><p>�Wenn du alles so genau wei�t�, mischte sich Skar ein, �dann wei�t du auch, warum die Krieger gekommen sind. Sie suchen Schutz, Rowl. Sie wollen sich deinen M�nnern anschlie�en. Dir.�</p><p>�Mir?� Rowl lachte leise, aber es klang nur kalt. �Du scherzt, Satai. Was bringt dich auf die Idee, da� ich auch nur so viel f�r sie tun w�rde?� Er schnippte mit den Fingern. �H�ltst du mich wirklich f�r so dumm, dem gleichen Heer Unterschlupf zu gew�hren, das noch vor zwei Jahren dort drau�en lag, um Caran zu �berrennen?�</p><p>�Es ist nicht mehr das gleiche Heer�, antwortete Skar.</p><p>�Und wenn.� Rowl machte eine wegwerfende Handbewegung. �Sie waren meine Feinde. Und jetzt sind sie die Feinde derer, die noch meine Feinde sind. Sie interessieren mich nicht.� Er schnitt Skar mit einer herrischen Geste das Wort ab, als er widersprechen wollte, und fuhr fort: �Aber <emphasis>ihr </emphasis>interessiert mich. Fahs sagt, ihr h�ttet eine Nachricht von Cron f�r mich?�</p><p>�Keine Nachricht�, antwortete Titch.</p><p>�Was dann?�</p><p>�Sein Wort, Rowl. Das du einl�sen wirst. Cron und ich schlossen einen Handel, bevor er starb.�</p><p>�Er... <emphasis>starb?� </emphasis>Rowl sch�ttelte verwirrt den Kopf. �Cron ist tot, sagst du?�</p><p>�Ja. Und ich f�rchte, auch alle, die auf seinem Hof gelebt haben.�</p><p>�Habt ihr es gesehen?� fragte Rowl mi�trauisch. Die Nachricht von Crons Tod hatte ihn sichtlich ersch�ttert. �Wart ihr dabei?�</p><p>�Nicht direkt�, antwortete Skar. �Aber wir sahen den Hof brennen. Und es sah nicht so aus, als w�re irgend jemand entkommen.�</p><p>Rowl starrte ihn an. Seine m�chtigen Kiefer mahlten, und zum ersten Mal bemerkte Skar so etwas wie ein Gef�hl in dem Gesicht des Quorrl. Die Nachricht von Crons Tod ging ihm sichtbar nahe. Aber er fand seine Fassung auch ebenso schnell wieder, wie er sie verloren hatte.</p><p>�Was ist passiert?� fragte er. �Wer war es? Die Garde?�</p><p>�Das wissen wir nicht�, antwortete Titch. �Er schickte uns fort, ehe sie kamen. Aber es mu� die Garde gewesen sein - oder andere von Ningas Schergen. Cron hat einen <emphasis>Bestimmer </emphasis>get�tet.� Rowl blickte Titch zweifelnd an, sagte aber nichts, sondern gab ihm nach einem Augenblick mit einer Geste zu verstehen, weiterzureden. Und Titch tat es.</p><p>Nat�rlich erz�hlte er nicht die Wahrheit. Damit hatte Skar nicht gerechnet. Titch konnte unm�glich erz�hlen, was <emphasis>wirklich </emphasis>passiert war - selbst, wenn Rowl ihm geglaubt h�tte, w�re das einzige Ergebnis wohl gewesen, da� er ihn und Skar auf der Stelle h�tte t�ten lassen.</p><p>Und trotzdem war er �berrascht, <emphasis>wie </emphasis>�berzeugend und vor allem phantasievoll Titch l�gen konnte. Die Geschichte, die er Rowl erz�hlte, hatte mit der Wahrheit nur insofern zu tun, da� er von Crons Auseinandersetzung mit dem <emphasis>Bestimmer </emphasis>und ihrer abschlie�enden Flucht vom Hof sprach, aber sie h�tte selbst Skar �berzeugt, h�tte er die Wahrheit nicht gekannt.</p><p>�Er ist tot�, schlo� Titch. �Wir haben seinen Tod nicht miterlebt, aber du kennst Cron so gut wie ich - er war kein Mann, der davongelaufen w�re.�</p><p>�Das bist du auch nicht�, antwortete Rowl. Skar suchte vergeblich nach irgendeiner Reaktion in seinem Gesicht. Rowls Z�ge waren wie aus Stein, Es war nicht zu erkennen, ob er Titchs Geschichte glaubte oder nicht. �Trotzdem bist du geflohen. Warum?�</p><p>�Weil wir nicht nach Cant gekommen sind, um in einem sinnlosen Kampf zu sterben�, antwortete Titch.</p><p>�Dann war es doppelt dumm, zu mir zu kommen�, sagte Rowl hart. �Wenn du glaubst, ich lasse dich am Leben, nur weil du mir die Nachricht vom Tod meines Bruders -�</p><p>�Wir bringen dir seinen letzten Wunsch�, unterbrach ihn Titch. �Und sein Erbe.�</p><p>Rowls Augen wurden schmal. �Sein Erbe?�</p><p>�Der Grund, aus dem er den <emphasis>Bestimmer </emphasis>t�tete.� Er legte eine lange, genau bemessene Pause ein und fuhr mit ver�nderter Stimme fort: �Cron und ich schlossen einen Handel, ehe er starb, Rowl.�</p><p>�Und was habe ich damit zu tun?�</p><p>�Skar, ich und ein Menschenjunges, das drau�en bei meinen Kriegern zur�ckgeblieben ist, sind auf dem Weg nach Ninga�, antwortete Titch. �Wir m�ssen in den Goldenen Tempel. Und du bist der einzige, der uns den Weg dorthin zeigen kann.� F�r eine einzelne Sekunde verlor Rowl seine scheinbar so unersch�tterliche Haltung. Fassungslos starrte er Titch an. �Du... du denkst...�</p><p>�Ich habe das, was der <emphasis>Bestimmer </emphasis>wollte, Rowl�, unterbrach ihn Titch. �Crons Brut. F�nfhundert befruchtete Eier, die niemals in Ninga waren. Ich versprach Cron, sie zu dir zu bringen. Das war unser Handel, Rowl - f�nfhundert neue Leben gegen den Weg in den Goldenen Tempel.�</p><p>�Du l�gst!� behauptete Rowl impulsiv. �Cron h�tte sie niemals <emphasis>dir </emphasis>anvertraut.�</p><p>�Das stimmt�, antwortete Titch unbeeindruckt. �Er vertraute sie Skar an. Du kennst seinen Ruf, Rowl. Er ist ein erbarmungsloser Krieger, aber er hat noch nie sein Wort gebrochen. Cron wu�te, da� er sterben w�rde, und er wu�te, da� Ninga Truppen schicken w�rde, um sich zu holen, was er ihnen freiwillig niemals gegeben h�tte. Er hatte nur die Wahl, die Brut zu vernichten - oder zu euch zu bringen.�</p><p>�Selbst, wenn es so w�re�, antwortete Rowl unsicher. �Was sollte mich daran hindern, hinauszugehen und sie mir einfach zu nehmen?�</p><p>�Crons Wort.�</p><p>�Crons Wort!� Rowl lachte, aber es klang nicht einmal halb so kalt und abf�llig, wie es sollte. �Crons Wort!� sagte er noch einmal. �Es war <emphasis>sein </emphasis>Wort, nicht das meine.�</p><p>�Cron war dein Bruder.�</p><p>�Und?� schnappte Rowl. �Das sind eure Gesetze, nicht unsere. Ihr wollt nach Ninga? Dann geht. Ich werde euch nicht aufhalten. Geht und versucht, wie weit ihr kommt, ihr Narren. Ich werde hinausgehen und mir nehmen, was mir zusteht.�</p><p>�Das d�rfte dir schwerfallen�, sagte Skar ruhig. �Ich habe daf�r gesorgt, da� die Eier vernichtet werden, wenn irgendein anderer als Titch oder ich ihnen auch nur <emphasis>nahe </emphasis>kommen.� Es war ein Bluff, und es war ein Fehler, das sp�rte er schon, w�hrend er die Worte aussprach. Rowls Gesicht erstarrte wieder zu Stein, w�hrend in Titchs Augen ein j�her Schrecken aufglomm. �Vernichtet?� vergewisserte sich Rowl. �Bist du sicher?�</p><p>�Probier es aus.�</p><p>�Das werde ich, Satai�, antwortete Rowl. �Ich wei� jetzt, da� du l�gst. Nicht einmal Titchs M�rderbande w�rde sich an der ungeschl�pften Brut vergreifen, Mensch.�</p><p>�Sie vielleicht nicht�, antwortete Skar gelassen. �Aber Kiina.�</p><p>�Kiina? Wer soll das sein?�</p><p>�Das M�dchen�, sagte Skar. �Das ... <emphasis>Menschenjunge, </emphasis>von dem Titch dir erz�hlt hat. Ich glaube nicht, da� <emphasis>sie </emphasis>sonderliche Hemmungen hat, ein paar hundert Quorrl-Eier zu verbrennen. Sie h�lt nicht sehr viel von den Quorrl, glaube ich.�</p><p>Rowl starrte ihn an; eine Sekunde, zwei, drei, vier. Es fiel Skar mit jedem Herzschlag schwerer, dem durchdringenden Blick seiner Augen standzuhalten, aber irgendwoher nahm er die Kraft, es dennoch zu tun - vielleicht aus dem sicheren Wissen heraus, da� es sein und Titchs Tod war, wenn er es nicht schaffte. Und schlie�lich erlosch das drohende Funkeln in Rowls Augen und machte hilflosem Zorn Platz. �Also gut�, sagte er gepre�t. �Was verlangt ihr?�</p><p>�Dein Wort�, sagte Skar. �Freies Geleit f�r Titchs M�nner und einen F�hrer, der Kiina, Titch und mich nach Ninga bringt.�</p><p>�Der Weg auf die verbotenen Inseln ist gef�hrlich�, antwortete Rowl. �Selbst der, den ich euch zeigen kann. Die M�nner werden nicht zur�ckkommen. Ich schicke sie in den sicheren Tod, Satai. Du verlangst viel.�</p><p>�Ich <emphasis>biete </emphasis>viel.�</p><p>Wieder vergingen Sekunden, in denen Rowl ihn nur anstarrte. Dann, ganz pl�tzlich, fiel die Spannung von ihm ab. Er lachte leise. �Du w�rst ein guter H�ndler geworden, Satai�, sagte er. �Wei�t du das?�</p><p>�Ich <emphasis>bin </emphasis>es�, antwortete Skar.</p><p>Rowl lachte erneut, und jetzt h�rte es sich fast echt an.</p><p>�Kommt�, sagte er. �La�t uns gehen und Crons Eier holen. Und dieses Menschenweibchen, das so gut darauf aufpa�t.�</p></section><section><title><p id="_14">14.</p></title><p>Sein Zeitgef�hl hatte ihn nicht getrogen. Es war wieder Tag geworden, als sie den Berg verlie�en und den schmalen Saumpfad hinuntergingen, der zum Felsplateau und den wartenden Kriegern f�hrte. Skar hatte damit gerechnet, da� Rowl eine kleine Armee zu seinem Schutz mitnehmen w�rde, aber der F�hrer der Bastarde hatte nur vier Krieger ausgew�hlt, ihn zu begleiten. Und die - wenigstens vermutete Skar das - wahrscheinlich auch eher, um Titch und ihn zu bewachen statt Rowl zu besch�tzen. Aber je weiter sie sich dem Lager n�herten, desto klarer wurde Skar auch, warum Rowl auf jeglichen Schutz verzichtet hatte. Es spielte keine Rolle, ob er vier oder vierzig M�nner mitnahm; oder vierhundert. Die Anzahl der Krieger, die auf der kreisrunden Felsplatte lagerten, hatte sich beinahe verdoppelt: es mu�ten weit �ber tausend Quorrl sein, die sich auf dem steinernen Plateau dr�ngten. Zelte und Lagerst�tten und Feuer waren verschwunden, denn der vorhandene Platz reichte nicht einmal ganz aus, um jedem der Krieger ein Fleckchen zum Sitzen zu gew�hren. Die Kette gr�nbraun geschuppter, dicht an dicht stehender K�rper reichte noch weit den Weg hinab, der zum Plateau f�hrte. Der Anblick beunruhigte Skar, denn es machte auch den Quorrl sicherlich keinen Spa�, dichtgedr�ngt wie eine Schafherde auf einer zu kleinen Koppel dazustehen. Wenn sie es trotzdem taten, konnte es eigentlich nur einen Grund daf�r geben: in der einzigen Richtung, in der Platz zum Ausweichen gewesen w�re - n�mlich <emphasis>hinter </emphasis>ihnen, war etwas, was sie daran hinderte.</p><p>Eine Anzahl Quorrl kamen ihnen entgegen, als sie sich dem Plateau n�herten, aber Titch machte eine rasche, abwehrende Handbewegung, der die Krieger veranla�te, stehenzubleiben und beiseite zu treten, um ihm und seinen Begleitern auf dem schmalen Saumpfad Durchla� zu gew�hren. Skar beobachtete die Quorrl genau, als er an ihnen vor�berging. Die meisten starrten demutsvoll zu Boden, aber zwei, drei Krieger sahen Titch - und vor allem seinen Begleiter - auch sehr aufmerksam an, und der Ausdruck auf ihren Gesichtern sprach B�nde. Es war nicht sehr wahrscheinlich, da� auch nur einer von ihnen Rowl <emphasis>kannte; </emphasis>aber sie alle hatten von ihm geh�rt, und sie mu�ten zumindest <emphasis>ahnen, </emphasis>wer der hochgewachsene Quorrl mit den brennenden Augen neben ihrem Anf�hrer war. Es war erstaunlich, dachte Skar, wie sehr sich Titchs Krieger ver�ndert hatten, seit er sich von ihnen getrennt hatte: aus der stumpfen Masse grauer Kampfmaschinen waren Individuen geworden. Dann, fast im gleichen Moment, in den er den Gedanken dachte, begriff er, da� es nicht die Quorrl waren, die sich ver�ndert hatten. <emphasis>Er </emphasis>war es. Zum ersten Mal im Leben sah er die Quorrl so, wie sie wirklich waren.</p><p>�Wo?� fragte Rowl knapp, als sie den Rand des Lagerplatzes erreicht hatten und stehenblieben. Die Krieger wichen auch hier vor ihnen zur�ck und versuchten, eine Gasse f�r sie zu bilden, aber es gab einfach keinen Platz mehr, um rasch auszuweichen. Sie mu�ten notgedrungen stehenbleiben und warten, bis sich in der Masse aus �ber tausend Quorrl schubsend und dr�ngelnd ein schmaler Pfad gebildet hatte, durch den sie nur hintereinander gehen konnten.</p><p>Titch sah sich einen Moment suchend um, dann deutete er nach vorne; v�llig willk�rlich, wie Skar annahm. Selbst f�r die scharfen Augen eines Quorrl mu�te es unm�glich sein, Kiina inmitten dieses un�berschaubaren Durcheinanders zu entdecken. Rowl schien zu dem gleichen Schlu� zu gelangen wie er, denn er runzelte vielsagend die Stirn und sah Titch einen Moment lang voller unverhohlenem Mi�trauen an. Aber dann zuckte er nur die Schultern und folgte dem Quorrl in der goldenen R�stung. Erneut mu�te Skar den Mut dieses Quorrl bewundern. Wenn auch nur die H�lfte dessen stimmte, was er geh�rt hatte und nur ein Bruchteil von dem, was er aus Rowls und Fahs Worten geschlossen hatte! - konnte Rowl absolut nicht sicher sein, das Plateau jemals wieder zu verlassen. Trotzdem z�gerte er keine Sekunde. Seine Haltung war noch immer so selbstbewu�t und gelassen wie zuvor; er kam Skar eher vor wie ein Mann, der sich inmitten seines <emphasis>eigenen </emphasis>Heeres bewegte, nicht zwischen den Kriegern eines Mannes, den er noch vor Stundenfrist f�r seinen Todfeind gehalten hatte.</p><p>Wahrscheinlich war es purer Zufall: Trotz des ungeheuerlichen Gedr�nges auf der Felsenplatte gab es genau in ihrem Zentrum einen kleinen, fast freien Fleck, auf dem sie Kiina fanden, eingerollt in eine Decke aus Fell und mit Kopf und Schultern gegen eine der beiden verzierten Truhen gelehnt; so wie sie eingeschlafen war. Die Quorrl umgaben sie und die beiden Truhen wie eine lebende Schutzmauer. Aber es geh�rte nicht besonders viel Phantasie dazu, sich auszurechnen, <emphasis>wem </emphasis>dieser Schutz galt. Nicht dem M�dchen, sondern dem Inhalt der beiden Kisten. Der Anblick war so bizarr, da� nicht nur Skar, sondern auch Titch und der Bastard verbl�fft stehenblieben und auf das schlafende M�dchen herabblickten; wenngleich die Reaktionen auf ihren Gesichtern v�llig unterschiedlich waren. Titch wirkte betroffen, w�hrend in Rowls Augen f�r Bruchteile von Sekunden fast so etwas wie Zorn aufflammte. Skar f�hlte, wie sein Herz einen raschen, erschrockenen Schlag machte und schneller weiterh�mmerte. Rowl mu�te schon mehr als begriffsstutzig sein, um nicht sofort zu wissen, was das absurde Bild bedeutete.</p><p>Skar trat mit einem raschen Schritt an ihm und Titch vorbei, beugte sich vor und zerrte grob die Felldecke herunter, in der Kiina sich eingedreht hatte. �Verdammt noch mal!� br�llte er. �Gehorchst du so den Befehlen, die ich dir gebe?�</p><p>Kiina blinzelte. Durch den pl�tzlichen Ruck hatte sie das Gleichgewicht verloren und war auf den linken Arm herabgefallen, der zu schmerzen schien. Verschlafen rieb sie sich den Ellbogen und blickte aus geschwollenen, aber bereits wieder von Zorn erf�llten Augen zu Skar hoch. �Was f�r -?�</p><p>�Du wei�t genau, wovon ich rede!� unterbrach sie Skar mit perfekt geschauspielerter Wut. Gleichzeitig versuchte er, Kiina mit Blicken zu signalisieren, da� sie mitspielen sollte. Aber <emphasis>so </emphasis>wach schien das M�dchen nun doch noch nicht zu sein - das oder Skars Worte hatten sie so w�tend gemacht, da� sie ihn einfach nicht verstehen wollte.</p><p>Mit einem Ruck richtete sie sich auf, pre�te den schmerzenden Ellbogen gegen den Leib und funkelte ihn an. �Wovon, zum Teufel, sprichst du �berhaupt?� fauchte sie. �Du verschwindest, ohne ein Wort zu sagen, bleibst eine ganze Nacht fort und l��t mich mit diesen Ungeheuern hier allein, und dann -�</p><p>�Gebt euch keine M�he�, sagte Rowl.</p><p>Kiina verstummte mitten im Wort und sah den Quorrl �berrascht und neugierig zugleich an, und auch Skar drehte sich langsam herum und forschte in Rowls Augen. Zu seiner eigenen �berraschung fand er nichts von dem Zorn darin, den er erwartet hatte. Im Gegenteil - Rowl wirkte eher am�siert als w�tend. �Man sollte sich nicht auf <emphasis>Kinder </emphasis>verlassen, wenn es um das eigene Leben geht�, sagte Skar. Er kam sich selbst albern vor bei diesen Worten. Rowl hatte ihn l�ngst durchschaut. Trotzdem - er w�re sich noch hilfloser vorgekommen, h�tte er nicht versucht, die Geschichte wenigstens noch einen Augenblick aufrechtzuerhalten. �Sie ist -�</p><p>�Du hast mich belogen, Satai�, unterbrach ihn Rowl.</p><p>Skar schwieg. Rowl sah Titch an. Sein Blick forderte eine Antwort, aber auch der Quorrl sah weg. Schlie�lich wandte sich Rowl wieder zu den beiden Truhen um und machte eine fordernde Handbewegung. ��ffnet sie.�</p><p>Kiina wollte sich herumdrehen und seinem Befehl nachkommen, aber Titch hielt sie hastig am Arm zur�ck und schob sie mit sanfter Gewalt ein St�ck zur Seite. Dann lie� er sich - so langsam, da� es fast wie eine zeremonielle Handlung aussah - in die Hocke sinken, streckte beide H�nde nach dem Deckel der ersten Kiste aus und hob ihn vorsichtig an. Rowl trat neben ihn und blickte auf den kostbaren Inhalt der Truhe hinab; lange. Was er sah, schien ihn zufriedenzustellen. Er winkte Titch, die Truhe wieder zu schlie�en, und deutete auf die zweite Kiste. Diesmal z�gerte Titch eine Spur zu lange, um Rowl nicht sp�ren zu lassen, da� es kein Zufall gewesen war, da� er ausgerechnet <emphasis>diese </emphasis>Truhe nicht zuerst ge�ffnet hatte.</p><p>Rowl bemerkte die fehlenden Eier sofort. Er fuhr hoch, starrte Titch und Skar abwechselnd und voller Mi�trauen an und fragte in herrischem Ton: �Was ist passiert?�</p><p>�Der <emphasis>Bestimmer�, </emphasis>antwortete Titch. �Er hat -�</p><p>�Du l�gst!� unterbrach ihn Rowl. Seine Stimme war ganz kalt, aber es war eine K�lte, die Skar nur zu gut kannte. Sie enthielt eine un�berh�rbare Drohung.</p><p>�Er sagt die Wahrheit�, sagte Skar. �Cron und dieser andere Quorrl aus Ninga hatten Streit. Der <emphasis>Bestimmer </emphasis>hat nach ihm geschlagen. Cron wehrte sich, und der andere st�rzte. Dabei ist es passiert.�</p><p>�Und aus diesem Grund hat Cron ihn auch get�tet�, f�gte Titch hinzu. �Ich glaube, er wollte es nicht einmal. Es ging alles sehr schnell.�</p><p>Rowl starrte ihn an. Sein Gesichtsausdruck verriet, da� er Skar und Titch kein Wort glaubte.</p><p>Aber dann geschah etwas Seltsames: Mi�trauen und Zorn verschwanden wie weggezaubert aus seinem Blick. Er beugte sich zu Titch herab, nahm ihm den Deckel der Truhe aus der Hand und lie� ihn unendlich behutsam wieder einrasten. Mit einer kraftvollen Bewegung richtete er sich wieder auf, scheuchte Titch ein St�ck zur�ck und winkte die vier Krieger herbei, die ihn begleitet hatten. Die Quorrl postierten sich rechts und links der beiden Truhen und streckten die H�nde nach den Tragegriffen aus.</p><p>�Einen Augenblick�, sagte Titch.</p><p>Rowls Kopf flog mit einem Ruck in die H�he.</p><p>�Du hast bekommen, was du wolltest�, sagte Titch. �Was ist mit uns?�</p><p>�Warum fragst du?� fragte Rowl. �Reicht dir mein Wort nicht? Die beiden Menschen und du -�</p><p>�Davon rede ich nicht�, unterbrach ihn Titch. Er wies mit den gespreizten Fingern der linken Hand auf die Krieger, die hinter Rowl und seinen vier Begleitern eine dicht geschlossene Mauer bildeten. �Ich spreche von ihnen, Rowl.�</p><p>�Du kennst die Antwort auf diese Frage ebenfalls�, antwortete Rowl. Er zog eine Grimasse. �Ich mu� verr�ckt geworden sein, dir und diesem Satai Zuflucht in Caran zu gew�hren. Aber so verr�ckt, dich mit einem <emphasis>Heer </emphasis>einzulassen, bin ich nun wieder nicht.�</p><p>�Hast du Angst?� fragte Skar.</p><p>�Vielleicht�, sagte Rowl gleichm�tig. �Ich m�chte nicht als der Mann in die Geschichte Cants eingehen, der Caran verlor - durch Dummheit.�</p><p>�Es w�re d�mmer, sie nicht einzulassen�, antwortete Skar. �Diese M�nner stehen auf <emphasis>deiner </emphasis>Seite, du Narr. Begreif das endlich. Sie haben nichts mehr mit den Herrschern von Ninga zu tun!�</p><p>�Ich wei߫, sagte Rowl. �Wenn ich es nicht w��te, w�re keiner von ihnen noch am Leben. Niemand kommt Caran auch nur auf drei Meilen nahe, ohne da� ich es will.�</p><p>�Dann la� sie ein!� verlangte Skar noch einmal. �Verdammt, Rowl, sieh dich doch um! Diese Krieger sind auf der Flucht! Auf der Flucht vor einem Feind, der auch dich angreifen wird, wenn er sie vernichtet hat!�</p><p>�Wenn das stimmt, ist es nur um so kl�ger, sie hierzulassen, Satai�, antwortete Rowl kalt. �Denn wenn es diesen Feind wirklich gibt, von dem du sprichst, dann wird er erst einmal <emphasis>sie </emphasis>�berwinden m�ssen, nicht wahr?�</p><p>Die eiskalte Verachtung, die aus den Worten des Quorrl sprach, erf�llte Skar mit pl�tzlicher, kalter Wut. Er ballte die Faust, trat auf den Quorrl zu und beherrschte sich im letzten Moment. Rowl betrachtete ihn aufmerksam, v�llig ohne Furcht, aber mit fast wissenschaftlichem Interesse.</p><p>�Du wirst jeden einzelnen dieser M�nner noch bitter n�tig haben�, sagte Skar. �Vielleicht stehst du schon morgen wieder hier und <emphasis>bittest </emphasis>sie, dir zu helfen. Ich hoffe, sie sagen nein.�</p><p>�Das hoffst du nicht wirklich�, antwortete Rowl sp�ttisch. �Doch ich wei�, was du meinst, Satai. Aber du t�uschst dich. Die Tempelgarde -�</p><p>�Ich spreche nicht von der Garde, du Narr!� unterbrach ihn Skar. Aufgebracht deutete er nach S�den. �Irgend etwas kommt auf uns zu. Sp�rst du es nicht? Und es sind nicht nur diese paar Krieger aus Ninga.�</p><p>Rowl machte ein abf�lliges Ger�usch. �Selbst wenn du recht h�ttest, Satai, w�rde das nichts an meinem Entschlu� �ndern. Sie bleiben hier. Sie k�nnen bleiben, so lange sie wollen. Ich gew�hre ihnen freien Unterschlupf in den Bergen. Nicht in Caran.�</p><p>�Du f�hlst dich sicher, nicht?� sagte Skar. �Du glaubst, nichts k�nnte dir in deiner verdammten H�hlenfestung dort oben gef�hrlich werden. Aber du t�uschst dich, Rowl. Die Macht, die jetzt in Ninga herrscht, wird nicht einmal euer <emphasis>W�chter </emphasis>aufhalten.�</p><p>�Was soll das hei�en?� fragte Rowl lauernd. <emphasis>�Die Macht, die jetzt in Ninga herrscht?�</emphasis></p><p>�Es sind l�ngst nicht mehr die Tempelpriester, Rowl�, sagte Titch. Er sprach leise, aber in fast beschw�rendem Tonfall, der Rowl sichtbar aufhorchen lie�. �Skar sagt die Wahrheit. In Ninga herrschen l�ngst nicht mehr die Tempelpriester.�</p><p>�Ach?� sagte Rowl sp�ttisch. Das hie� - er <emphasis>versuchte </emphasis>sp�ttisch zu klingen, aber seine Stimme war h�rbar unsicherer geworden. �Hat es eine Revolution gegeben, von der wir gar nichts gemerkt haben sollten?�</p><p>�Dein Spott wird dir im Hals steckenbleiben, wenn du ihnen gegen�berstehst�, sagte Skar ernst.</p><p>�So?� Rowl hatte M�he, weiterhin gelassen zu erscheinen. �Und woher wei�t du das, Satai? Hast du sie etwa gesehen, diese Feinde, vor denen selbst Titchs unbesiegbare Krieger zittern?�</p><p>�Ja�, antwortete Skar. �Das habe ich. Und Titch und Kiina hier auch.�</p><p>�Und wer sind sie?� fragte Rowl.</p><p>Skar sagte es ihm.</p></section><section><title><p id="_15">15.</p></title><p>Der gleiche Tag, aber sp�ter, und wieder im Inneren des Berges: sie befanden sich in Rowls Gemach, einem riesigen, halbrunden Raum, dessen Decke sich gute drei�ig Fu� �ber ihren K�pfen spannte. Es war ein wenig heller hier drinnen als in den d�sterroten G�ngen und Katakomben Carans, denn Rowl hatte zus�tzlich fast ein Dutzend Fackeln entz�ndet, deren knisterndes Feuer nicht nur das bedr�ckende H�llenlicht der Katakombenwelt vertrieb, sondern auch die warme Feuchtigkeit, die in den endlosen G�ngen und Treppenfluchten nistete. Trotzdem f�hlte sich Skar so unbehaglich wie in dem lichtlosen Gef�ngnis, in dem er seine ersten Stunden in Caran verbracht hatte. Es war nicht immer gut, zu <emphasis>sehen, </emphasis>wo man sich befand. Und diese Kammer... Sein Verdacht, da� Caran weder ein Berg noch nat�rlichen Ursprungs war, war fast zur Gewi�heit geworden, schon auf dem Weg hier herauf. Es war schwer, sich ohne Anhaltspunkte und im Innern eines zyklopischen... <emphasis>Gebildes </emphasis>wie Caran zu orientieren, aber Skar war ziemlich sicher, da� sie sich dicht unterhalb der abgeflachten Spitze des Pyramidenberges befinden mu�ten. Rowl hatte sie durch Stollen und G�nge gef�hrt, die scheinbar meilenlang gewesen waren: endlose Treppenfluchten hatten sich mit niedrigen, vollkommen leeren G�ngen und schr�gen Rampen abgel�st, und ein paarmal hatten sie klettern m�ssen; nicht, weil es die Erbauer Carans so vorgesehen hatten, sondern weil Teile der chtonischen Anlage zusammengebrochen waren - manchmal �ber primitive Treppen und Leiterger�ste aus Holz, manchmal �ber steile Halden aus Tr�mmern und scharfkantigem Schutt. Caran war ein Alptraum; ein Alptraum aus Stahl und Rost, denn nichts hier war nat�rlichen Ursprungs. Der Berg war kein Berg, sondern ein <emphasis>Geb�ude, </emphasis>ein tief in die Erde gerammtes Gegenst�ck zum fl�sternden Turm im Herzen des Drachenlandes, nur gr��er; und unendlich viel �lter. Auf dem Weg hier herauf hatte Skar die Last der Jahrhunderttausende gesp�rt, die an diesen Mauern vor�bergegangen waren wie Stunden im Leben eines Menschen.</p><p>Seltsamerweise half ihm diese Erkenntnis nicht, mit dem Unwohlsein fertig zu werden, das Caran ihm einfl��te. Das Wissen, da� dies ganz und gar kein magischer Ort war, sondern nur ein weiteres �berbleibsel aus der phantastischen Welt der <emphasis>Alten </emphasis>h�tte ihn beruhigen m�ssen, aber das genaue Gegenteil war der Fall. Skar kam sich eingesperrt vor, lebendig begraben in einer riesigen Falle aus Metall und erstarrter Zeit.</p><p>Caran war nicht tot, das f�hlte er. Die titanischen W�nde aus Stahl, von Jahrhunderttausenden oder auch -millionen in zusammengebackene Gebilde aus scharfkantigem Rost verwandelt, die uralte, verbrauchte Luft, die zum Husten reizte und ihm trotz der allgegenw�rtigen Feuchtigkeit immer das Gef�hl gab, Durst zu haben, die toten Dinge, unverst�ndliche Hinterlassenschaften einer Kultur, deren Denken so fremd wie ihre Architektur unangenehm gewesen war, das alles suggerierte dem Betrachter das Gef�hl von Verfall und Tod. Aber es war falsch. So zerfallen und leer dieses Gebilde auch sein mochte, etwas war hier, etwas, das lebte, oder zumindest <emphasis>existierte. </emphasis>Es hatte nicht einmal lange gedauert, bis Skar begriffen hatte, woher dieses Gef�hl kam: obwohl �u�erlich vollkommen verschieden, erinnerte ihn Caran doch an Ennarts Turm im Tal der Drachen. Es war das gleiche Gef�hl des st�ndig Belauertwerdens, das gleiche Empfinden unsichtbarer b�ser Augen, die ihn aus Ecken und Winkeln heraus anzustarren schienen, gesichtslose D�monenfratzen, die ihn von den W�nden herab angrinsten und blitzartig verschwanden, wenn er versuchte, genauer hinzusehen.</p><p>Skar verscheuchte den Gedanken und sah wieder zu Rowl auf, der am anderen Ende des wuchtigen Metalltisches Platz genommen hatte, der wie ein Pilz aus Rost aus dem Boden wuchs. Titch hatte l�nger als eine Stunde geredet, und Rowl hatte sich ver�ndert in dieser Zeit. Nicht �u�erlich. Sein Gesicht war noch immer so unbewegt wie vorher, und seine Haltung noch immer die eines Herrschers, obwohl er sich l�ssig auf eines der sonderbaren Sitzm�bel gel�mmelt hatte, die wie der Tisch und die �brigen M�belst�cke(?) direkt aus dem Boden hervorwuchsen. Trotzdem sp�rte nicht nur Skar, wie ersch�ttert der Quorrl war; ersch�ttert und auf eine Art und Weise getroffen, die ihn an die schreckliche Ver�nderung erinnerte, die mit Cron vor sich gegangen war, kurz vor seinem Tod. Skar hatte versucht, sich in Titchs Erz�hlung einzumischen, aber der Bastard hatte ihn so r�de unterbrochen, da� er es kein zweites Mal versuchte. Was Titch erz�hlte, war eine Sache der Quorrl, und <emphasis>nur </emphasis>der Quorrl. Da� Skar - selbst als Akteur - in die Geschehnisse um die Ssirhaa hineingezogen worden war, �nderte daran gar nichts.</p><p>�Und was erwartet ihr jetzt von mir?� fragte Rowl. Er klang m�de; <emphasis>ersch�ttert. </emphasis>Sein Gesicht, seine Haltung und selbst seinen Blick hatte Rowl noch immer unter Kontrolle. Seine Stimme nicht. Sie zitterte. Aus jedem einzelnen Wort sprach Angst. <emphasis>Und etwas hier fing diese Angst auf, griff mit gierigen, unsichtbaren Klauen danach und saugte sich voll damit, wie ein Schwamm, der nach �onen wieder mit Wasser in Ber�hrung kam. </emphasis>Skar sp�rte es; so deutlich, da� er fast glaubte, ein widerliches Schmatzen und Schl�rfen zu h�ren, die ersten m�hsamen Lebens�u�erungen der Bestie, die aus ihrem ewigen Schlaf erwachte.</p><p><emphasis>Es beginnt auch hier, </emphasis>dachte er. Nicht so schnell wie im schwarzen Turm Ennarts, und nicht mit so entsetzlicher Zielbewu�theit wie in Drasks Burg, die ihnen um ein Haar alle zum Grab geworden w�re, aber es begann. Er wu�te es. Auch Caran war ein Verm�chtnis der <emphasis>Alten, </emphasis>und es begann zu erwachen, kaum, da� er auch nur in seine N�he gekommen war. Und er wu�te noch etwas mit unersch�tterlicher Sicherheit: da� Caran ebenso untergehen w�rde wie diese beiden Orte. Wie vielleicht ganz Enwor.</p><p>�Die Ssirhaa�, fl�sterte Rowl. Er sch�ttelte den Kopf, sah abwechselnd Skar und Titch an und spannte die H�nde um die Armlehnen seines Sessels; so kraftvoll, da� das rostzerfressene Metall bedrohlich knirschte. �Soll ich dir glauben, Titch?� Anders als bisher antwortete Titch nicht mit einer scharfen Bemerkung oder auch nur mit Spott. Er nickte einfach. �Du wei�t es doch l�ngst�, sagte er, nach einer ebenso langen, nachdenklichen Pause wie der, die Rowl vorher gemacht hatte. �Du wei�t besser als ich, was in Ninga vorgeht. Und nicht erst seit heute.�</p><p>�Wei� ich das?�</p><p>�Die Frage ist eher, ob du es wissen <emphasis>willst�, </emphasis>antwortete Titch. Er machte eine komplizierte Quorrl-Geste, deren Sinn Skar verschlossen blieb, die Rowl aber zu einem fast �rgerlichen Stirnrunzeln veranla�te. �Du kannst mir nichts vormachen, Rowl�, fuhr er fort. �Ich kenne dich. Dich und deine Bastarde. Vergi� nicht, da� wir einmal Feinde waren. Und ich wei� alles �ber meine Feinde.�</p><p>Rowl l�chelte. Schwieg. Zum ersten Mal, seit sie hier heraufgekommen waren, suchte sein Blick bewu�t den Skars.</p><p>�Und du, Satai?� fragte er. �Glaubst du auch, wir sollten uns gegen unsere eigenen G�tter auflehnen?�</p><p>Skar antwortete nicht sofort. Titch hatte Rowl beinahe alles erz�hlt, was seit ihrer ersten Begegnung vor den Toren der Trutzburg der Zauberpriester geschehen war. <emphasis>Beinahe - </emphasis>nicht vollkommen. Von seiner - Skars - wirklichen Rolle hatte er kein Sterbensw�rtchen verlauten lassen. Skar fragte sich, wie lange es noch dauern mochte, bis sie selbst in dem Gespinst aus L�gen und Halbwahrheiten die Orientierung verlieren w�rden, das Titch in den vergangenen Stunden gesponnen hatte. In seiner Geschichte waren zu viele L�cken; zu vieles, was Rowl mi�trauisch oder zumindest nachdenklich machen mu�te, sobald er Gelegenheit fand, in Ruhe �ber das nachzudenken, was Titch ihm erz�hlt hatte. Er mu�te aufpassen.</p><p>�Sie sind nicht eure G�tter�, sagte er z�gernd.</p><p>�Sie haben uns erschaffen�, sagte Rowl.</p><p>�Und?� Skar machte eine wegwerfende Geste. �Deine M�nner haben ihre Kleider und Waffen selbst erschaffen. Sind sie deshalb <emphasis>G�tter?�</emphasis></p><p>�Das ist ein Unterschied.�</p><p>�Das ist es nicht�, behauptete Skar ver�rgert. �Es ist eine Frage des <emphasis>Wissens, </emphasis>nicht g�ttlicher Macht.�</p><p>Er beobachtete Rowl genau, und er �berlegte sich jedes Wort zweimal, ehe er es aussprach. Ohne da� er selbst es auch nur gemerkt h�tte, war seine Art zu reden so langsam und betont geworden wie die, in der sich Rowl und Titch unterhalten hatten. Skar war nicht halb so sicher wie Titch, da� sie Rowl <emphasis>wirklich </emphasis>trauen konnten. Da� die Bastarde sich gegen die Herrscher in Ninga auflehnten, bedeutete keineswegs automatisch, da� sie sich auch gegen ihre <emphasis>G�tter </emphasis>auflehnen mu�ten. Ganz im Gegenteil - Skar war nicht �berzeugt davon, da� er sich nicht um den Hals redete mit dem, was er sagte. Trotzdem fuhr er fort: �Ich habe Ennart gegen�bergestanden, Rowl. Er war kein Gott.�</p><p>�Woher willst du das wissen?� fragte Rowl. �Bist du schon so vielen G�ttern begegnet, da� du sie erkennst, wenn du einen siehst?�</p><p>�Nein�, antwortete Skar. �Aber ich erkenne einen Betr�ger, wenn ich einen sehe. Und um auf die Frage zur�ckzukommen, Rowl - es ist v�llig gleich, ob ihr euch gegen die Ssirhaa auflehnen <emphasis>wollt </emphasis>oder nicht. Es ist nicht eure Entscheidung. Ennart und die anderen Ssirhaa haben l�ngst entschieden.�</p><p>�Unseren Tod?� Rowl bem�hte sich, sp�ttisch zu klingen, aber es mi�lang. Und Skar antwortete auch nicht, sondern sah ihn nur weiter schweigend und durchdringend an, bis es pl�tzlich <emphasis>Rowl </emphasis>war, der unter seinem Blick immer nerv�ser wurde und schlie�lich wegsah.</p><p>�Ihr verlangt zu viel von mir�, sagte er.</p><p>�Zu viel? Was, Rowl? Da� du um dein Leben k�mpfst? Und wenn schon nicht um deines, dann um das der M�nner, die dir ihre Leben anvertraut haben?�</p><p>Rowl wirkte irritiert. �Was soll ich tun?� fragte er. �Meine M�nner bewaffnen und Ninga st�rmen? Wenn du die Wahrheit sagst, Satai, dann w�rde ich sie damit in den Tod schicken.� Er sch�ttelte den Kopf, noch immer verst�rt und unsicher, aber zugleich auch entschlossen. �Ich brauche Zeit�, sagte er. �Zeit ist genau das, was wir nicht haben, Rowl. Ich bin ziemlich sicher, da� sie <emphasis>wissen, </emphasis>wo Titch und ich sind. La� dir genug Zeit, und du brauchst nicht mehr nach Ninga zu gehen, um dich davon zu �berzeugen, da� wir die Wahrheit sagen!� Er sprach lauter weiter, schrie fast: �Verdammt, Rowl, sie sind bereits auf dem Weg hierher! Titchs M�nner fliehen nicht vor der Garde!�</p><p>�Caran ist sicher�, beharrte Rowl. Die Worte klangen hohl wie das bedeutungslose Plappern eines Kindes, das sich selbst Mut zu machen versucht. �Keine Macht dieser Welt kann den <emphasis>W�chter </emphasis>�berwinden�, fuhr er fort. �Frag Titch - er hat es versucht. Er und viele andere.�</p><p>�Die Ssirhaa haben den <emphasis>W�chter erschaffen, </emphasis>du Narr�, sagte Titch leise.</p><p>�Und selbst, wenn es nicht so w�re�, f�gte Skar hinzu. �Was glaubst du, wie lange es dauert, bis sie das Wort in Erfahrung bringen? Einen Tag? Zwei? Sie sind G�tter.�</p><p>�Hast du nicht gerade behauptet, genau das w�ren sie nicht?�</p><p>�F�r mich. F�r Titch. Vielleicht f�r dich. F�r viele deiner M�nner werden sie es sein, wenn sie ihnen gegen�berstehen, Rowl. War Cron der einzige Quorrl au�erhalb Carans, der das geheime Wort kannte?�</p><p>�Nein�, gestand Rowl widerstrebend. �Aber es gibt nicht viele. Nur eine Handvoll, und die -�</p><p>�Einer reicht�, unterbrach ihn Skar. �Du kennst die Macht der Ssirhaa nicht.�</p><p>�Ich brauche Zeit�, beharrte Rowl. �Ich... kann das nicht entscheiden. Nicht so schnell, und nicht allein. Ich mu�... Erkundigungen einziehen. Mit ein paar Leuten sprechen. Und mit meinen M�nnern.�</p><p>�Bist du ihr F�hrer oder nicht?� fragte Skar.</p><p>�Das bin ich�, sagte Rowl. �Ihr <emphasis>F�hrer, </emphasis>Satai. Nicht ihr Herrscher. Ich befehlige sie nur so lange, wie <emphasis>sie </emphasis>es wollen. Ich kann ihnen nicht befehlen, ihre G�tter zu verleugnen.�</p><p>�Dann mach ihnen klar, da� alles, was sie von ihren G�ttern zu erwarten haben, der Tod ist�, erwiderte Skar. Verzweiflung begann sich in ihm breitzumachen. Er sp�rte, da� Rowls Selbstsicherheit gr�ndlich ins Wanken geraten war, aber er sp�rte auch ebenso deutlich, da� der Bastard keinen Schritt mehr nachgeben w�rde. Nicht jetzt. Und wahrscheinlich h�tte er umgekehrt kaum anders reagiert, w�re er an Rowls Stelle gewesen. Der Quorrl brauchte einfach Zeit, um all das zu verarbeiten, was er innerhalb der letzten Stunden geh�rt hatte.</p><p>Aber Zeit war genau das, was sie am allerwenigsten hatten. <emphasis>Er </emphasis>vor allem.</p><p>Als h�tte er seine Gedanken gelesen, sagte Rowl noch einmal: �Ich brauche Zeit. Zwei Tage, vielleicht drei.�</p><p>�So viel Zeit haben wir nicht�, sagte Titch.</p><p>�O doch, die habt ihr�, widersprach Rowl, pl�tzlich wieder hart, in befehlendem, herrischem Ton. �Ihr habt nichts zu bef�rchten. Bis ich mich entschieden habe, steht ihr unter meinem pers�nlichen Schutz.�</p><p>�Du hast uns dein Wort gegeben -�</p><p>�Euch am Leben zu lassen und nach Ninga zu bringen, ja�, fiel ihm Rowl ins Wort. �Ich habe nicht gesagt, <emphasis>wann </emphasis>ich euch dorthin bringe.�</p><p>�Skar stirbt�, sagte Titch ernst. �Und das M�dchen auch.�</p><p>�So schnell stirbt es sich nicht�, erwiderte Rowl gereizt. Er stand auf. �Kein Wort mehr jetzt! Ich werde euch meine Entscheidung wissen lassen, sobald ich sie gef�llt habe. Geht jetzt!� Skar erhob sich niedergeschlagen, w�hrend sich Titch nicht von seinem Platz r�hrte. �H�ltst du so dein Wort, Bastard?� fragte er bitter.</p><p>Rowl starrte ihn an. Seine Augen blitzten zornig. �Du hast die Wahl, <emphasis>Krieger�</emphasis>, sagte er betont. �Du kannst aus freien St�cken in dein Gemach gehen, oder als Gefangener. Aber gehen wirst du. Jetzt.�</p><p>Titch hielt seinem Blick noch eine weitere Sekunde lang stand, ehe er mit einem Ruck von seinem Stuhl aufsprang und sich zum Ausgang wandte. Als Skar ihm folgen wollte, rief ihn Rowl noch einmal zur�ck: �Satai!�</p><p>Skar blieb stehen, und auch Titch verharrte mitten im Schritt und drehte sich mit mi�trauisch gerunzelter Stirn zu Rowl um. Der Bastard starrte ihn an, und es war etwas in seinem Blick, was Titch bewog, nur noch eine Sekunde stehenzubleiben, ehe er abermals herumfuhr und davonst�rmte.</p><p>�Auf ein Wort, Satai�, sagte Rowl, als sie allein waren.</p><p>�Was willst du wissen?� fragte Skar grob. �Ob Titch die Wahrheit sagt?�</p><p>�Nein.� Rowl sch�ttelte heftig den Kopf, setzte sich wieder und lie� schwer die Arme auf die Lehnen seines Sessels fallen. �Ich wei�, da� er mich bel�gt.� Er l�chelte fl�chtig, als Skar antworten wollte, und hob abwehrend die Hand. �Gib dir keine M�he, Satai. Ihr bel�gt mich. Beide. Zumindest verschweigt ihr mir etwas.�</p><p>Fast zu seiner eigenen �berraschung f�hlte Skar sich nicken. �Das stimmt�, sagte er. �Aber es ist nichts, was dich anginge. Es hat mit... mit mir zu tun. Nur mit mir. Was Titch �ber die <emphasis>Sternengeborenen </emphasis>und die Ssirhaa erz�hlt hat, ist die Wahrheit.�</p><p>�Ich wei߫, sagte Rowl.</p><p>Skar sah �berrascht auf. �Du wei�t, was -�</p><p>�Ich wu�te, da� <emphasis>etwas </emphasis>passiert�, sagte Rowl. �Nicht <emphasis>was. </emphasis>Aber eure Geschichte pa�t zu gut zu dem, was hier geschieht, als da� sie v�llig erlogen sein k�nnte. Trotzdem: ich habe dich nicht zur�ckgerufen, um <emphasis>dar�ber </emphasis>mit dir zu reden.�</p><p>�Sondern?�</p><p>Rowl z�gerte. Sein Blick blieb weiter auf Skar gerichtet, und trotzdem brachte er irgendwie das Kunstst�ck fertig, ihm auszuweichen. Skar hatte das Gef�hl, da� es ihm schwer fiel, weiter zu reden.</p><p>��ber dich, Satai�, sagte er schlie�lich.</p><p>Skar schwieg.</p><p>�Du bist mehr, als du zugibst, Satai�, fuhr Rowl fort, als die erhoffte Reaktion ausblieb. �Ich sehe dich an, und ich sehe einen alten Mann. Einen Satai, der von sich behauptet, nur noch wenige Tage zu leben zu haben, und der ganz so aussieht, als w�re das die Wahrheit. Einen Kr�ppel. Aber da ist noch mehr. Etwas an dir macht mir angst, Satai, und das verstehe ich nicht. Warum habe ich <emphasis>Angst </emphasis>vor dir?�</p><p>�Vielleicht, weil ich schlechte Nachrichten bringe�, sagte Skar ausweichend. Er begann sich immer unbehaglicher zu f�hlen. Er hatte das Gef�hl, aus Glas zu sein. Rowl mu�te ihn einfach durchschauen, so m�helos, wie er Titch durchschaut hatte. �Schlechte Nachrichten sind nichts Besonderes f�r einen Mann wie mich�, antwortete Rowl.</p><p>�So schlechte Nachrichten?�</p><p>�Du bist nicht der erste, der das Ende der Welt prophezeit.� Rowl beugte sich in seinem bizarren Sessel vor, legte die Handfl�chen flach auf den Tisch und starrte Skar durchdringend an. �Es ist nicht das, was du tust oder sagst, Satai. Es ist das, was du <emphasis>bist.�</emphasis></p><p>Skar schwieg weiter, denn er sp�rte, da� es nichts gab, was er sagen konnte. Jedes Wort, gleich welches, h�tte Rowls Mi�trauen mehr gesch�rt. Und Rowl schien auch nicht wirklich mit einer Antwort gerechnet zu haben, denn nach einigen Sekunden lie� er sich im Sessel zur�cksinken, legte den Kopf gegen die wuchtige Lehne aus rissigem Metall und schlo� die Augen. Er seufzte tief. �Wei�t du, was das hier ist?� fragte er pl�tzlich.</p><p>�Was?�</p><p>Rowl machte eine weit ausholende Armbewegung, ohne die Augen zu �ffnen. �Dies alles hier. Caran.�</p><p>�Nein�, antwortete Skar. �Woher sollte ich? Ich war niemals zuvor hier.�</p><p>�Aber du wei�t, was es nicht ist.�</p><p>�Wof�r es die meisten halten�, sagte Skar nickend. �Ein Berg. H�hlen.�</p><p>�Ja.� Rowl seufzte, �ffnete endlich die Augen und stand wieder auf. Als er an Skars Seite trat, �berragte er ihn wieder um mehr als eine Hauptesl�nge. Und trotzdem schien er etwas von seiner Gr��e eingeb��t zu haben, auf eine schwer in Worte zu fassende Weise <emphasis>m�der </emphasis>geworden zu sein. Voller Schrecken begriff Skar, da� es die gleiche, unheimliche Ver�nderung war, die auch mit Cron vonstatten gegangen war, kurz vor seinem Tod. L�ngst nicht so heftig, aber sp�rbar.</p><p><emphasis>Es beginnt auch hier, Bruder. Du bringst den Tod, egal, wo du hingehst.</emphasis></p><p>�Es <emphasis>ist </emphasis>ein Berg, Satai�, murmelte Rowl. �Aber er wurde gemacht. Jemand hat ihn gebaut. Jemand hat dieses ungeheuerliche ... <emphasis>Ding </emphasis>erschaffen, so m�helos, wie wir eine Burg bauen, oder eine Stadt. Ein Ding von der Gr��e eines Berges, mit Tausenden von R�umen und Meilen �ber Meilen von G�ngen und Fluren. Wir sind viele, Skar. Tausende. Und doch bewohnen wir nur einen kleinen Teil der H�hlen. Wei�t du, warum?� Skar sch�ttelte stumm den Kopf.</p><p>�Weil sie uns angst machen�, sagte Rowl. �Sie sch�tzen uns, aber wir bezahlen einen hohen Preis f�r diesen Schutz. H�her, als sich die anderen dort drau�en vorstellen k�nnen. Und es gibt Dinge in diesen H�hlen, die ...� Er unterbrach sich, schwieg eine Sekunde und wechselte abrupt das Thema.</p><p>�Dieser Turm, in dem ihr auf den Ssirhaa gesto�en seid, Skar - war er wie dieser?�</p><p>Skar wollte antworten, aber pl�tzlich wurde ihm klar, da� er die Antwort nicht wu�te. Er hatte dar�ber nachgedacht, von dem Moment an, in dem ihm klargeworden war, was Caran <emphasis>wirklich </emphasis>war, aber nicht sehr lange und nicht sehr intensiv. Es war, als h�tte ihn etwas daran gehindert, l�nger als einen Augenblick �ber diese Frage nachzudenken.</p><p>Er wu�te sogar, warum dies so war. Sich mit diesem absurden Titanengebilde zu besch�ftigen, hie�e, seinem b�sen Fl�stern Einla� in seine Gedanken zu gew�hren. Jetzt mu�te er es. Sein Blick glitt �ber die bizarre, zum gr��ten Teil unverst�ndliche Einrichtung, die zu gro� f�r einen Menschen und gerade eine Spur zu klein f�r quorrlsche Bewohner war, tastete �ber den Boden, rostig und rot wie alles hier drinnen, aber von Millionen von F��en so glatt wie ein Spiegel poliert, die W�nde mit ihren sonderbar geformten T�ren und den Dingen, die darin eingelassen waren: an zwei der vier W�nde befanden sich matte Spiegel von rechteckiger Form und mehr als Mannesl�nge, die meisten blind geworden, einige zerbrochen, so da� sein Blick in dunkle H�hlen dahinter fiel, in denen es unheilvoll glitzerte, und andere, v�llig fremdartige Dinge, die an und in den W�nden aus zusammengebackenem Rost befestigt waren. Von vielen waren nur noch Umrisse zu gew�hren: rechteckig oder rund, manche auch von Formen, die einfach zu bizarr waren, um sie zu beschreiben, aber eindeutig <emphasis>geschaffen, </emphasis>nicht durch Zufall entstanden. Schlie�lich sch�ttelte er den Kopf. �Nein. Caran ist... anders.� <emphasis>Schlimmer, </emphasis>f�gte er in Gedanken hinzu. Trotz allem hatte er in Ennarts Turm im Drachenland noch Vertrautes entdecken k�nnen: T�ren, die auch wie T�ren aussahen, auch wenn sich die R�ume dahinter von Etage zu Etage bewegten und f�r Riesen gemacht zu sein schienen, M�bel, die nicht aus dem Boden wuchsen und wie gestaltgewordene Fieberphantasien aussahen, und Fenster, durch die man nach drau�en sehen konnte. Seine Antwort schien Rowl zu erleichtern. Trotzdem zitterte seine Stimme noch immer, als er weitersprach.</p><p>�Ich versuche oft, mir vorzustellen, was f�r ein Volk es wohl gewesen sein mag, das <emphasis>solche </emphasis>Macht hatte. Aber ich kann es nicht.�</p><p>�Niemand kann das�, sagte Skar.</p><p>Rowl sah ihn auf eine Art an, die Skar schaudern lie�. Aber er ging nicht auf seine Antwort ein, sondern fuhr mit leiser, beinahe abwesender Stimme fort: �Ich denke dar�ber nach, seit ich das erste Mal herkam. Ich frage mich, welche Welt es gewesen sein mag, in der Wesen von solcher Macht gelebt haben. Manchmal tr�ume ich davon. Und manchmal tr�ume ich, da� sie wiederkommen. Da� sie jemanden schicken, ihr Eigentum zur�ckzufordern.� Er legte eine winzige Pause ein. �Bist du dieser Mann, Satai?�</p><p>Skar erschrak. War es so leicht, seine Gedanken zu lesen? �Nein�, sagte er. Unsicher und mit einem nur halb gegl�ckten L�cheln f�gte er hinzu: �Wie kommst du auf diese Idee?� Statt direkt zu antworten, ging Rowl zu einer der Seitenw�nde und winkte ihm, nachzukommen. Skar setzte sich z�gernd in Bewegung, blieb aber in sicherem Abstand zu dem Quorrl stehen.</p><p>�Gib acht, Satai�, sagte Rowl. �Ich will dir etwas zeigen.� Seine Hand ber�hrte eine Vertiefung auf einer der metallenen Truhen, die die W�nde flankierten, und pl�tzlich glomm inmitten des rostroten Chaos unter seinen Fingern ein winziges, rotes Auge auf. Skar fuhr �berrascht zusammen. Aber das war es nicht, was Rowl ihm zeigen wollte. Seine Hand wies auf eine Stelle hinter Skars R�cken. Er nickte auffordernd, w�hrend sein Blick wie gebannt an Skars Gesicht hing.</p><p>Skar drehte sich herum und sah in die angegebene Richtung - und schrie �berrascht auf.</p><p>Einer der gro�en, blinden Spiegel war nicht mehr blind.</p><p>Es war auch kein Spiegel mehr.</p><p>Statt rostrotem Widerschein und flackernden Lichtreflexen zeigte die gl�serne Fl�che ein naturgetreues Bild der Felsebene vor dem Eingang Carans, und nicht nur das: auf dem Plateau am Ende des Saumpfades waren Titchs Quorrl zu erkennen, eine quirlende gr�ngraue Masse, die sich <emphasis>bewegte!</emphasis></p><p>Skar keuchte. �Aber das ist -�</p><p>�Zwei der kleineren Spiegel haben das schon immer getan�, sagte Rowl hinter ihm. �Sie sind der Grund, aus dem es nie jemandem gelungen ist, uns zu �berraschen, Satai. Du kannst alles auf ihnen sehen, was im Umkreis von f�nf Meilen geschieht. Und manchmal andere Dinge, die wir nicht verstehen.�</p><p>Skar h�rte kaum hin. Sein Blick hing wie gebannt an dem sich <emphasis>bewegenden </emphasis>Bild. Er redete sich ein, da� dies nichts als ein weiterer Trick der <emphasis>Sternengeborenen </emphasis>war, ein weiteres Verm�chtnis ihrer ungeheuerlichen Macht und ihres unvorstellbaren K�nnens, aber das nutzte nichts. Der Anblick erschlug ihn fast. Er glich nichts, was er jemals gesehen hatte; nichts, was er sich jemals <emphasis>vorgestellt </emphasis>hatte. Ein Bild, das sich bewegte, war... war <emphasis>unm�glich.</emphasis></p><p>Unsicher trat er n�her, brachte es aber nach ein paar Schritten einfach nicht fertig, weiter zu gehen, und blieb wieder stehen. Sein Blick saugte sich an der leicht nach au�en gekr�mmten Scheibe und den daumennagelgro�en Quorrl-Gestalten darauf fest. Wenn er aufmerksam genug hinsah, konnte er sogar die Wolken erkennen, die �ber den Himmel zogen.</p><p>�Was ... was ist das?� fragte er stockend.</p><p>�Nur eines von vielen Geheimnissen, die Caran birgt�, antwortete Rowl. Er trat neben Skar und blickte abwechselnd ihn und die auf Spielzeuggr��e zusammengeschrumpfte Quorrl-Armee auf dem Spiegel an. �Etwas, das so alt ist wie Caran. Ein Verm�chtnis der Wesen, von denen du behauptest, sie w�ren keine G�tter, Satai. Was drau�en geschieht, siehst du hier, obwohl eine halbe Meile Stahl zwischen uns und ihnen ist. Wir werden auch das Heer aus Ninga rechtzeitig sehen, auf einem der anderen Zauberspiegel.�</p><p>�Ich glaube nicht an Zauberei�, sagte Skar. Es war fast nur ein Reflex; ein Satz, den er einfach ein paarmal zu oft gesagt hatte, bei �hnlichen - wenn auch weniger dramatischen - Begebenheiten wie jetzt, als da� er ihn zur�ckhalten konnte.</p><p>Rowl l�chelte. �Ich auch nicht�, sagte er. �Aber das Wort ist so gut wie jedes andere.�</p><p>�Und du sagst, es gibt... noch mehr davon?� murmelte Skar. Er wollte Rowl ansehen, aber er konnte es nicht. Der Spiegel hielt seinen Blick gefangen. Es war ihm unm�glich, wegzusehen. Rowls Nicken bemerkte er nur aus den Augenwinkeln.</p><p>�Drei�, antwortete Rowl. �Zwei von ihnen haben das schon immer getan. Dieser da erst seit wenigen Monaten.� Er seufzte. �Das ist es, was mir angst macht, Satai.�</p><p>�Seit... wenigen Monaten?� Skar erschrak; so heftig, als w��te er, was Rowls Worte bedeuteten. <emphasis>Etwas </emphasis>in ihm wu�te es. �Seit zwei Monaten - vielleicht schon l�nger, aber vor zwei Monaten habe ich es bemerkt. Und das ist nicht alles, Satai. Es gibt... andere Dinge, die pl�tzlich erwachen. R�ume, die ewig im Dunkel lagen, sind wieder hell erleuchtet, und manchmal h�rt man... Ger�usche.� Pl�tzlich war die Furcht wieder in seiner Stimme. �Manchmal gehe ich hinunter, Satai, in die Katakomben unter dem Berg, und ich habe Dinge dort gesehen, die... f�rchterlich waren. Caran erwacht, Satai. Er hat geschlafen, vielleicht seit dem Tag, an dem seine Erbauer weggegangen sind, aber er erwacht wieder. Jemand... hat ihn geweckt.� <emphasis>Du? </emphasis>f�gte sein Blick hinzu.</p><p>�Dann solltet ihr... nicht mehr hierbleiben�, sagte Skar m�hsam. Es fiel ihm schwer, zu sprechen; nicht die T�tigkeit des Redens selbst, sondern das Formulieren der Worte. Nicht nur sein Blick, auch sein Geist war gel�hmt von dem, was er sah. Der Anblick des magischen Spiegels f�llte ihn so vollkommen aus, da� in seinem Kopf einfach kein Platz f�r irgendeinen anderen Gedanken war.</p><p>�Vielleicht�, sagte Rowl. �Aber vielleicht auch nicht. Vielleicht wird alles ein wenig besser.�</p><p>�Ennarts Turm brach zusammen, als er versuchte, ihn zu erwecken.�</p><p>�Ennart war ein Narr, nach allem, was ihr mir erz�hlt habt�, antwortete Rowl. �Er mag die Macht eines Gottes gehabt haben, aber er war dumm.�</p><p>�Ihr m��t weg!� sagte Skar. Pl�tzlich wu�te er, da� ihn sein Gef�hl nicht get�uscht hatte - etwas <emphasis>war </emphasis>hier, eine ungeheuerliche Gefahr, die nicht einmal halb so verborgen war, wie er bisher geglaubt hatte, sondern sich ganz offen zeigte. Sie alle - ihn eingeschlossen - waren noch nicht in der Lage, sie zu erkennen, aber er wu�te auch, da� es zu sp�t sein w�rde, wenn es ihnen gelang. Es war wie Drasks Turm - die Falle war vielleicht einfach <emphasis>zu </emphasis>offensichtlich, um sie zu sehen.</p><p>�Das k�nnen wir nicht, Satai�, antwortete Rowl.</p><p>�Aber ihr k�nnt nicht hierbleiben!�</p><p>�Und wir k�nnen auch nirgendwo hingehen.� Rowl seufzte und drehte sich herum. Skar h�rte, wie er wieder zur gegen�berliegenden Wand zur�ckging. Sekunden sp�ter erlosch das Bild an der Wand.</p><p>Trotzdem dauerte es noch lange, ehe er sich vom Anblick des wieder matt gewordenen Zauberspiegels losrei�en und zu Rowl umdrehen konnte.</p><p>�Es gibt keinen Ort, an den wir gehen k�nnten�, sagte Rowl noch einmal. �Ich wei� es, und Titch wei� es ebenso. Und auch du solltest es wissen, wenn du wirklich der Mann bist, f�r den ich dich halte.�</p><p>�Das ist Unsinn!� widersprach Skar. �Ninga -�</p><p>�Ninga!� Rowl machte eine wegwerfende Handbewegung. �Oh, ich wei� - wir k�nnten uns Titchs Heer anschlie�en und Ninga im Sturm nehmen. Wir k�nnten es sogar <emphasis>ohne </emphasis>Titchs Hilfe tun. Wir h�tten Ninga auch schon vor einem Jahr erobern k�nnen, oder vor hundert. Aber was h�tte das ge�ndert?�</p><p>�Ich ... verstehe nicht...�, sagte Skar hilflos.</p><p>�O doch, Satai, das tust du�, sagte Rowl. �Was w�rde es nutzen? Wir k�nnten die Herrscher in Ninga besiegen. Wir k�nnten Cant mit Gewalt erobern. Das h�tten wir schon immer gekonnt. Caran ist nicht leer, Satai. Es gibt Waffen hier. Waffen wie die der <emphasis>Ehrw�rdigen Frauen, </emphasis>und schlimmere. Niemand k�nnte uns widerstehen. Aber was haben wir zu gewinnen?�</p><p>�Die Freiheit�, sagte Skar.</p><p>�Freiheit?� Rowl lachte �ber das Wort wie �ber einen schlechten Scherz. �Welche Freiheit, Satai? Die Tyrannenherrschaft der Tempelpriester durch eine andere Tyrannenherrschaft zu ersetzen? Zu tyrannisieren, statt tyrannisiert zu werden? Zu verfolgen, statt verfolgt zu werden? Denk nach, Satai! Bist du mit allen Herrschern einverstanden, drau�en, in eurem Teil der Welt?�</p><p>�Nat�rlich nicht�, antwortete Skar.</p><p>�Und gibt es ein Land in eurer Welt, das den Satai h�tte widerstehen k�nnen, h�tten sie sich zusammengeschlossen und es angegriffen?� Er beantwortete seine eigene Frage mit einem Kopfsch�tteln, bevor Skar auch nur reagieren konnte. �Nat�rlich nicht. Warum also sollten wir es tun? Es gibt dort drau�en nichts f�r uns zu gewinnen, Satai. Wir leben, es gibt niemanden, der �ber uns bestimmt. Hier sind wir frei. Dort drau�en blieben wir ewig Gejagte, auch als Herren.�</p><p>�Wenn es Ninga nicht mehr gibt -�</p><p>�Es sind nicht die Priester im Goldenen Tempel�, unterbrach ihn Rowl. �Es ist das Volk der Quorrl selbst, das uns nicht will, begreif das doch. Wir w�ren ewig ausgesto�en; Verfemte, selbst auf dem Thron Cants. Sollen wir <emphasis>das </emphasis>gegen unsere Freiheit eintauschen?�</p><p><emphasis>Freiheit? </emphasis>dachte Skar. Die Freiheit, lebendig in einem berggro�en Sarg aus Stahl eingeschlossen zu sein, der langsam, aber unerbittlich, ihre Seelen vergiftete? Wenn das Freiheit war, war er nicht sicher, da� es sich lohnte, daf�r zu k�mpfen.</p><p>Aber er sprach nichts von alledem aus. Rowl hatte ihn nicht zur�ckgehalten, um Antworten zu bekommen, das begriff er pl�tzlich. Er hatte nur jemanden gebraucht, der zuh�rte.</p><p>�Bitte la� dir nicht zu viel Zeit�, sagte er.</p><p>�Nat�rlich nicht�, antwortete Rowl. �Aber deine Sorgen sind unbegr�ndet. Du wirst nicht sterben, solange du in Caran bist. Niemand hier wird krank oder altern.�</p><p>Das hatte Skar gar nicht gemeint. Die Sorge um sein eigenes Leben war sein geringstes Problem. Die Dinge hatten sich l�ngst zu schnell und zu gewaltig entwickelt, als da� die M�chte, die sie lenkten, es zulassen w�rden, da� er einfach starb und damit vielleicht den Lauf der Geschichte �nderte. Trotzdem sah er Rowl verwirrt und zweifelnd an. �Was meinst du damit?�</p><p>�Das, was ich sage�, antwortete Rowl, pl�tzlich wieder l�chelnd. �Es ist so. Niemand wei�, warum, aber es ist die Wahrheit. Und nun geh - bitte. Geh zu Titch und sag ihm, da� ihr meine Entscheidung binnen zweier Tage bekommt.�</p></section><section><title><p id="_16">16.</p></title><p>Rowl hatte Titch, Kiina und ihm drei nebeneinanderliegende Kammern zugewiesen, aber Skar fand die beiden anderen zu seiner �berraschung zusammen, und als w�re das allein noch nicht genug, fand er sie in einem vertrauten Gespr�ch; Kiina l�chelte sogar, als er eintrat, wurde aber sofort ernst, kaum da� sie ihn erkannte. Ihre Hand hatte in der des Quorrl gelegen. Jetzt zog sie die Finger auf eine fast schuldbewu�te Art wieder zur�ck.</p><p>Der Anblick erf�llte Skar mit einem absurden Gef�hl von Eifersucht, das wiederum Zorn nach sich zog - Zorn auf sich selbst und seine v�llig widersinnige Art, zu reagieren. Er h�tte froh sein m�ssen, die beiden so zu sehen. Nach dem, was Titch vor zwei Tagen mit Kiina und ihm getan hatte, hatte er mit allem gerechnet; einschlie�lich eines Messers, das Kiina dem Quorrl zwischen die Schulterbl�tter stie�. Nur nicht damit, die beiden wie alte Freunde nebeneinander sitzen zu sehen.</p><p>Er verscheuchte den Gedanken, schlo� die T�r hinter sich und lie� sich auf eines der sonderbaren Sitzm�bel sinken, ehe er auf Titchs fragenden Blick reagierte.</p><p>�Was hat er gewollt?� fragte der Quorrl.</p><p>�Rowl?� Skar machte eine nichtssagende Handbewegung, um Zeit zu gewinnen. �Nichts Besonderes�, sagte er. �Wissen, ob du die Wahrheit sagst. Er war wohl der Meinung, einen menschlichen L�gner leichter zu durchschauen als einen aus seinem eigenen Volk.�</p><p>Das war nicht die Antwort, die Titch hatte h�ren wollen. Seine Miene verfinsterte sich. Aber er ging mit keinem weiteren Wort darauf ein, sondern drehte sich br�sk weg und starrte die W�nde an. Skar sp�rte, da� die Kluft zwischen ihnen wieder um eine Winzigkeit breiter geworden war. Er fragte sich f�r einen Moment selbst, warum er Titch belogen hatte. Vielleicht war es nur ein Gef�hl gewesen, die Ahnung, da� es besser war, wenn Titch nicht <emphasis>alles </emphasis>�ber Rowl wu�te. In letzter Zeit lie� er sich ohnehin mehr von Ahnungen und Gef�hlen leiten als von seinem Verstand.</p><p>�Zwei Tage�, f�gte er nach einer Pause hinzu. �Er hat mir versprochen, sich binnen zwei Tagen zu entscheiden. Immerhin.�</p><p>�Dann m�ssen wir fliehen.�</p><p>Die Entschlossenheit in Kiinas Stimme lie� Skar verwundert aufsehen. �Warum?�</p><p>�Weil wir keine zwei Tage mehr haben�, antwortete Kiina. �Die Reise bis Ninga dauert f�nf Tage. Zusammen mit den zweien, die dieser idiotische Quorrl braucht, um sich zwischen �berleben oder Sterben zu entscheiden, macht das sieben.�</p><p>�Wie hast du das so schnell ausgerechnet?� fragte Skar l�chelnd.</p><p>Sein Spott prallte von Kiina ab. �So viel Zeit bleibt uns nicht�, sagte sie noch einmal. �In sieben Tagen -�</p><p>�- bin ich tot?�</p><p>Kiina senkte betreten den Blick. Ihre H�nde begannen an den Falten ihres Mantels zu zupfen, und pl�tzlich schien sie nicht mehr zu wissen, wohin damit. Sie war nerv�s, und in ihrem Gesicht arbeitete es, obgleich sie sich alle M�he gab, sich zu beherrschen. Skar glaubte pl�tzlich zu wissen, wor�ber Titch und sie geredet hatten, als er hereinkam.</p><p>�Das bin ich nicht�, sagte er, als weder Kiina noch Titch auf seinen Einwurf antwortete, der ihm im �brigen bereits selbst schon wieder leid tat. Er z�gerte einen Moment, dann erz�hlte er, was Rowl ihm �ber Carans unheimliche Macht berichtet hatte. �Was f�r ein Unsinn!� schnappte Kiina, kaum da� er zu Ende geredet hatte. �Und das glaubst du?�</p><p>�Warum nicht?�</p><p>�Warum nicht, warum nicht!� �ffte Kiina seine Stimme nach; aus dem sanften Spott in seinen Worten wurde dabei b�ser Hohn. �Weil ich die Tochter einer <emphasis>Errish </emphasis>bin, Skar, darum nicht! Und weil ich alles wei�, was es �ber die Krankheiten eines menschlichen K�rpers zu wissen gibt. Meine Mutter hat mich vielleicht nicht alles gelehrt, aber sie hat mir beigebracht, den Tod zu erkennen, wenn ich ihn sehe.� Sie machte eine herrische Geste, als Skar sie unterbrechen wollte. �So etwas ist unm�glich. Es hie�e, die Zeit anzuhalten. Er sagt das nur, um dich zu beruhigen und zum Bleiben zu bewegen. Wir m�ssen weg hier, Skar!� Sie deutete heftig auf Titch. �Titch und ich haben bereits einen Plan.� Skar sah den Quorrl an und las in seinem Blick, da� sie <emphasis>keinen </emphasis>Plan hatten. Keinen, der Erfolg haben konnte. Der Quorrl hatte die Ausweglosigkeit ihrer Situation l�ngst erkannt. Caran war nicht nur eine Festung, es war auch eine Falle, wie es keine zweite auf dieser Welt gab. Wenn er mit Kiina �ber irgendwelche Fluchtpl�ne gesprochen hatte, dann nur, um sie zu beruhigen; ihr etwas zu geben, wor�ber sie nachdenken konnte, ehe sie ins Gr�beln geriet und vielleicht erkannte, wie gering ihre Chancen wirklich waren.</p><p>�Es ... k�nnte stimmen�, sagte Titch pl�tzlich.</p><p>Kiina richtete sich kerzengerade auf und starrte ihn an. �Was?�</p><p>�Es gibt... Geschichten�, antwortete Titch unsicher. �Manche behaupten, da� sie unverletzlich sind. Es gab... Ger�chte. Ger�chte von Bastarden, die mehr als hundert Jahre alt sein sollen. Aber es sind nur <emphasis>Ger�chte�, </emphasis>f�gte er betont und an Skar gewandt hinzu.</p><p>Skar antwortete nicht, sondern betrachtete seine rechte Hand. Die Haut war grau geworden und rissig und erinnerte mehr an zwanzig Jahre altes Pergament als an menschliche Haut, und wenn er versuchte, sie zu bewegen, kostete es ihn M�he; tat manchmal sogar weh. Er hatte lange nicht mehr �ber sich selbst nachgedacht, aber das bedeutete nicht, da� es ihm besser ging. Vielleicht hatte er sich schon so sehr daran gew�hnt, sich schlecht zu f�hlen, da� es ihm h�chstens aufgefallen w�re, wenn es ihm pl�tzlich besser gegangen w�re. Aber Rowl hatte nicht behauptet, da� Caran Krankheiten <emphasis>heilte. </emphasis>Trotzdem behauptete er: �Ich f�hle mich bereits besser.�</p><p>Kiina verzog ver�chtlich die Lippen. �O ja, das sieht man dir direkt an, Skar. Soll ich dir einen Spiegel bringen, du verdammter Idiot?�</p><p>Ihre Wut war nur Furcht. Sie hatte Angst; Angst vor Rowl, Angst vor diesem vermeintlichen Berg und vor allem Angst um ihn. Skar, der den Gedanken an seinen eigenen Tod l�ngst akzeptiet hatte und den Moment nur noch hinausz�gerte, weil es vorher noch etwas zu <emphasis>tun </emphasis>galt, nicht weil er Angst davor hatte, verga� manchmal, da� nicht jeder so gelassen �ber sein eigenes Ende nachzudenken vermochte wie er.</p><p>�Vielleicht glaube ich es auch nur�, sagte er. �Spielt das eine Rolle?�</p><p>�Noch nicht�, sagte Kiina w�tend. �Aber bald. Morgen oder in drei Tagen.�</p><p>�Dann warten wir bis morgen oder in drei Tagen�, antwortete er. �Wir haben sowieso keine andere Wahl - nicht wahr, Titch? Oder hast du <emphasis>wirklich </emphasis>einen Plan, wie wir hier herauskommen?� Titch sah weg.</p></section><section><title><p id="_17">17.</p></title><p>Aber es dauerte keine drei Tage, sondern nur eine Nacht und ein paar Stunden. Sie hatten nicht mehr lange geredet; danach. Titch hatte sich nach einer Weile unter einem fadenscheinigen Vorwand zur�ckgezogen, und als er gegangen und Skar mit Kiina allein war, sp�rte er pl�tzlich, wie sehr ihn die Ereignisse der vergangenen Tage angestrengt hatten. Die Zeit auf Crons Hof und die Pflege der alten Quorrl hatten seine Kr�fte ein wenig regeneriert, aber schon der Ritt nach Caran hatte diese neugewonnene St�rke wieder aufgebraucht. Und alles, was danach gekommen war, zehrte von seiner Substanz; dem letzten bi�chen Lebenskraft, das noch in ihm brannte - ein Vorrat f�r drei Tage, allerh�chstens vier oder f�nf, wenn er Scrat glauben konnte.</p><p>Er schickte Kiina fort und streckte sich auf dem unbequemen Bett aus Metall und zerschlissenen Decken aus, und trotz allem fiel er fast sofort in einen tiefen, traumlosen Schlaf, aus dem er erst am n�chsten Morgen erwachen sollte.</p><p>Dem Morgen des Tages, an dem alles zu Ende ging.</p></section><section><title><p id="_18">18.</p></title><p>Er erwachte, und er wu�te, da� es fr�her Morgen war. Es gab hier drinnen keinen Unterschied zwischen Tag und Nacht; das d�sterrote Licht aus dem Nirgendwo leuchtete ununterbrochen, und auch die Bastarde schienen ihren eigenen Lebensrhythmus gefunden zu haben, der mit dem der Welt drau�en nicht mehr viel gemein hatte. Aber seine innere Uhr arbeitete jetzt wieder so pr�zise und verl��lich wie fr�her, und als er die Augen aufschlug und die Beine von seinem unbequemen Nachtlager schwang, wu�te er, da� jetzt auch drau�en �ber den Bergen die Sonne aufging.</p><p>Und noch etwas hatte sich ver�ndert: Skar f�hlte sich besser. Es war keine Einbildung; auch nicht der ber�hmte Glaube, der Berge versetzen und sogar Krankheiten heilen konnte, wenn er nur fest genug war - es war eine <emphasis>sp�rbare </emphasis>Besserung. Sein R�cken schmerzte und f�hlte sich taub an, aber das lag nur an dem unbequemen Bett, auf dem er geschlafen hatte. Zum ersten Mal seit Wochen erwachte er nicht mit �belkeit und qu�lendem Durst in der Kehle, und zum ersten Mal seit ebenso langer Zeit kostete es ihn kaum M�he, aufzustehen und sich anzukleiden. Und wie lange es her war, da� er sich - wie jetzt - frisch und <emphasis>wirklich </emphasis>ausgeruht vom Schlaf erhoben hatte, wu�te er schon gar nicht mehr zu sagen.</p><p>Als er sein Zimmer verlassen wollte, fiel sein Blick auf den rechteckigen blinden Spiegel, der neben der T�r in die Wand eingelassen war (Skar wu�te, da� es alles andere als ein <emphasis>Spiegel </emphasis>war, aber solange seine unheimliche Macht nicht erwachte, erf�llte das mattrosa Glas diesen Zweck hervorragend), und was er sah, lie� ihn mitten im Schritt stocken und sein Spiegelbild betrachten. Es war ein Anblick, der ihn zugleich entsetzte und mit einer fast verzweifelten Hoffnung erf�llte.</p><p>Was ihn entsetzte, war sein eigenes Aussehen: er hatte mindestens drei�ig Pfund an Gewicht verloren. Seine Wangen waren hohl und fleckig, graue Schatten, die sich auch auf seinem �brigen Gesicht, seinem Hals und den Armen fanden. Sein Zahnfleisch war zur�ckgegangen, so da� sein L�cheln etwas vom Grinsen eines Totenkopfes haben mu�te, und er hatte in den letzten Tagen einen Gro�teil seiner Haare verloren, ohne es auch nur selbst zu merken: aus der beginnenden Stirnglatze, �ber die er sich seit zwanzig Jahren �rgerte, war Kahlheit geworden, die fast bis zum Scheitel hinaufreichte. Seine Augen waren tief in die H�hlen zur�ckgekrochen und mit dunklen Ringen unterlegt.</p><p>Und trotzdem: als er das letzte Mal bewu�t in einen Spiegel gesehen hatte, war es <emphasis>schlimmer </emphasis>gewesen. Rowl hatte die Wahrheit gesagt. Caran sch�tzte ihn. Die st�hlernen Mauern dieser uralten Ruine hielten selbst dem Ansturm des Todes stand.</p><p>Er hob die Hand und streckte zitternd die Finger nach seinem Spiegelbild aus. Das Gespenst im Spiegel vollzog die Bewegung getreulich nach, und Skar f�hrte sie nicht zu Ende; seine Finger verharrten zitternd Millimeter �ber dem geborstenen Glas, als h�tte er Angst, das Bild darin k�nne ebenso zerspringen, wenn er es ber�hrte. <emphasis>Sah er es wirklich, oder wollte er es nur sehen? Und was war das da hinter ihm, dieser Schatten, klein und schlank und insektenhaft und -</emphasis> Skar schlo� die Augen, ballte die Hand zur Faust und zwang sich, an nichts zu denken. Das Bild des <emphasis>Daij-Djan </emphasis>verschwand aus seinem Kopf, und als er die Augen wieder �ffnete, war es auch aus dem Spiegel verschwunden. Alles, was er sah, war gerissenes Glas und sein eigenes Spiegelbild, das durch die Spr�nge in der reflektierenden Fl�che gleichsam in mehrere Teile zerschnitten schien, die nicht ganz genau aufeinanderpa�ten. Skar blieb lange Zeit so stehen und betrachtete den grauen Totenkopf, der ihm aus der spiegelnden Fl�che entgegengrinste. Er suchte nach neuen Zeichen des Todes, neuen Spuren, die vielleicht das Gegenteil dessen bewiesen, was ihm dieses Bild sagen wollte. Diese eine Nacht bewies nichts, dachte er. Es konnte Zufall sein; vielleicht nur ein letztes Aufflackern seiner schwindenden Kr�fte, dem der endg�ltige Zusammenbruch folgte. Oder vielleicht doch nichts als die Kraft seiner eigenen Einbildung.</p><p>Aber irgend etwas sagte ihm, da� es nicht so war.</p><p>Er beschlo�, Kiina und Titch gegen�ber zumindest vorerst nichts von dieser Ver�nderung zu erw�hnen: Titch h�tte es beunruhigt, und Kiina garantiert zu neuen bissigen Bemerkungen provoziert. Und er hatte weder Lust, Titchs Nervosit�t zu sch�ren, noch Kiinas Streitlust. Er l�chelte seinem eigenen Spiegelbild zum Abschied zu - die Wirkung war so erschreckend, da� er sich fest vornahm, in Zukunft nicht mehr zu l�cheln, wenn er nicht allein war - nahm seinen Mantel vom Stuhl und verlie� die Kammer. Statt des schweren groben Quorrl-Mantels trug er jetzt wieder den schwarzen Umhang eines Hohen Satai; ein Kleidungsst�ck, das f�r die feuchte K�lte hier drinnen fast zu d�nn war, ihm aber angemessen schien, um Rowl gegen�berzutreten. Zum ersten Mal seit langer Zeit f�hlte er sich wieder als der, der er war: nicht einfach nur ein Satai, sondern der <emphasis>Herrscher </emphasis>der Satai. Nur das vertraute Gewicht des <emphasis>Tschekal </emphasis>an seiner Seite fehlte. Er w�rde Rowl bitten, ihm die Waffe zur�ckzugeben, sobald sie Caran verlie�en.</p><p><emphasis>Der halbtote Herrscher �ber ein nicht mehr existierendes Volk, Bruder, </emphasis>fl�sterte eine Stimme in seinen Gedanken. <emphasis>Hast du Dels Worte schon vergessen? �Es gibt nicht mehr viele Satai. Vielleicht sind wir beiden die letzten, die �berlebt haben.�</emphasis> Aber nicht einmal dieser Gedanke vermochte seine Hochstimmung zu zerst�ren. Und er hatte sich eingebildet, den Tod nicht zu f�rchten? L�cherlich. Jetzt, als ihm eine neue Gnadenfrist geschenkt worden war, begriff er, da� er sich die ganze Zeit �ber selbst belogen hatte. Auch ein Satai war nicht vor der Angst gefeit.</p><p>Auch nicht davor, sich zu verlaufen.</p><p>Skar passierte die zweite Gangkreuzung, als ihm klar wurde, da� er nicht mehr genau wu�te, wo er war. Er blieb stehen, sah sich um und drehte sich schlie�lich einmal um seine Achse. Sein Blick tastete die zerborstenen W�nde ab, suchte nach etwas Vertrautem und fand nichts. Die halbrunden, von fl�ssigem rotem Licht erf�llten G�nge waren alle gleich; es gab nichts, woran er sich orientieren konnte. Bisher war das auch nicht n�tig gewesen, denn Skar war niemals <emphasis>allein </emphasis>durch einen der Stollen gegangen. Aber Rowl hatte darauf verzichtet, eine Wache vor ihren T�ren zu postieren, wohl, um ihnen zu beweisen, da� sie wirklich seine G�ste waren, und nicht seine Gefangenen - eine gro�m�tige Geste, die Skar zum Verh�ngnis h�tte werden k�nnen, h�tte er seinen Irrtum nur ein wenig sp�ter bemerkt. <emphasis>Meilen �ber Meilen von G�ngen, Satai. Und ich habe Dinge dort gesehen, die schrecklich waren.</emphasis></p><p>Gottlob hatte er nicht den Fehler begangen, irgendwo abzubiegen. Er mu�te einfach nur den Weg zur�ckgehen, den er gekommen war, um sein Quartier wiederzufinden. Schlimmstenfalls w�rde er zu Titch oder Kiina gehen und bei ihnen warten, bis Rowl jemanden schickte, um sie zu holen.</p><p>So weit die Theorie.</p><p>In der Praxis fand er auch sein eigenes Zimmer nicht wieder. Die T�r war verschwunden. Skar war vollkommen sicher, sie nicht hinter sich geschlossen zu haben, aber jetzt war sie fort, und schlimmer noch: er sah auch keine <emphasis>geschlossenen </emphasis>T�ren mehr. Skar marschierte gute zehn Minuten - viel l�nger, als er zuvor gegangen war - in die entgegengesetzte Richtung, aber er sah nichts au�er gekr�mmten roten G�ngen und den bizarren Mustern, die Rost und Verfall in den Stahl der W�nde gefressen hatten.</p><p>Aber das war unm�glich! Er war nirgends abgebogen, hatte keine T�r ge�ffnet, keine Abzweigung gew�hlt...</p><p>Er blieb wieder stehen, drehte sich abermals herum und ging wieder in die entgegengesetzte Richtung. Diesmal z�hlte er seine Schritte, und als er bei tausend angekommen war, blieb er erneut stehen. Eine gute halbe Meile...</p><p>H�tte er nicht gewu�t, da� es v�llig unm�glich war, h�tte er geschworen, sich in einem anderen Gang zu befinden als dem, in dem seine Unterkunft lag. Furcht mischte sich in seine Verwirrung. Was hatte Rowl gesagt? <emphasis>Es geschehen... Dinge. Dinge, die mir angst machen.</emphasis></p><p>Er �berlegte, abermals kehrt zu machen und den Weg noch einmal zur�ckzugehen, und vielleicht noch einmal und noch einmal, bis sich dieses unheimliche R�tsel irgendwie l�ste, und in Gedanken sah er sich schon wieder und wieder den Gang hinauf und hinab laufen, so lange, bis er entweder vor Ersch�pfung zusammenbrach oder ihn ein Quorrl fand, der zuf�llig hier herunter kam. Die Vorstellung war so l�cherlich, da� sie f�r einen Moment sogar seine Furcht vertrieb.</p><p>Aber wirklich nur f�r einen Moment.</p><p>Dann h�rte er das Ger�usch, ein Kratzen und Schleifen und Schaben wie von harten Krallen, die �ber den Boden fuhren, und als er sich herumdrehte und sah, was es verursachte, erstarrte er f�r eine Sekunde vor Entsetzen.</p><p>Hinter ihm kroch ein schwarzes mi�gestaltetes Ding den Gang entlang, ein Monster wie eine �bermannsgro�e Spinne mit zu vielen Beinen und einem dreieckigen Insektensch�del, in dem ein einzelnes rotes Auge blitzte, das die Form eines Sehschlitzes in einem Helmvisier hatte. Skar starrte die unheimliche Kreatur fassungslos an und fragte sich, ob er all dies wirklich erlebte oder ob er tr�umte. Das Ding war gr��er als er, und seine schwarzen kantigen Beine - Skar z�hlte insgesamt vierzehn St�ck - waren so weit gespannt, da� es den Gang fast auf voller Breite ausf�llte. Es bewegte sich nicht sehr rasch, kam aber dank seiner enormen Gr��e trotzdem bedrohlich schnell auf ihn zu, und seine Bewegungen waren sonderbar eckig und ruckhaft, als w�re es nicht lebendig, sondern nur eine Puppe. Aus dem vorderen Drittel seines Sch�dels wuchsen zwei handlange, aufw�rts gekr�mmte Sicheln, die sich im Takt seiner marschierenden Beine bewegten.</p><p>�Geh zur Seite, du Narr!� sagte eine Stimme hinter ihm. Skar gehorchte, ohne auch nur eine Sekunde nachzudenken. Blitzartig wich er vor der st�hlernen Spinne zur�ck, pre�te sich gegen die Wand und hielt instinktiv den Atem an, als das Ungeheuer n�her kam. Der Blick des flimmernden roten Auges blieb starr geradeaus gerichtet. Obwohl das <emphasis>Ding </emphasis>ihn einfach sehen mu�te, reagierte es nicht; weder auf seinen Anblick, noch auf seine Bewegung.</p><p>Als es an Skar vor�berging, sah er, da� es nicht lebte.</p><p>Sein K�rper bestand aus unz�hligen, ineinandergreifenden Ringen aus schwarzem Stahl, der sich an vielen Stellen schon mit der Krankheit Carans infiziert hatte: Rost. D�nne schwarze Dr�hte woben ein engmaschiges Netz um das hintere Drittel seines Leibes, und die scharrenden Ger�usche, die Skar geh�rt hatte, wurden nicht von seinen Beinen verursacht, sondern von den eisernen Gelenken, die ihm diese spinnenhaften Bewegungen verliehen. Eines der Beine war besch�digt - es bewegte sich noch im Takt der anderen, aber viel ruckhafter, und aus einer zerbrochenen Stelle im mittleren Glied quoll ein Gewirr zerrissener Dr�hte, wie Adern und Nerven aus Eisen.</p><p>Als das Metalltier Skar fast passiert hatte, ber�hrte das besch�digte Bein seine Hand. Der Stahl war kalt - so unglaublich <emphasis>kalt,</emphasis> da� Skar vor Schmerz aufschrie und Fetzen seiner Haut am K�rper der Eisenspinne h�ngen blieben, als er die Hand zur�ckri�. Fluchend vor Schmerz taumelte er zur�ck und pre�te die blutende Hand gegen den Leib. Sein Arm prickelte vor K�lte und war taub.</p><p>Das Metalltier marschierte indessen unber�hrt weiter. Skar erkannte eine schemenhafte Gestalt ein paar Schritte vor sich, die sich hastig in eine Nische in der Wand zur�ckzog.</p><p>Es dauerte mehrere Minuten, bis das Eisentier weit genug gelaufen war, da� Rowl sein Versteck verlassen und zu ihm kommen konnte. Auf dem Gesicht des Quorrl mischte sich �rger mit Erleichterung, als er sah, da� Skar nicht schwer verletzt war.</p><p>�Was sollte das?� fauchte er zornig. �Wolltest du dich umbringen lassen? Wenn du lebensm�de bist, nimm ein Messer, das geht schneller und ist nicht so schmerzhaft!�</p><p>�Ich hatte keine Ahnung -�, begann Skar, wurde aber sofort wieder von Rowl unterbrochen: �Was, zum Teufel, tust du �berhaupt hier?�</p><p>�Das erkl�re ich dir, wenn du mir sagst, wo ich �berhaupt bin�, antwortete Skar. �Ich wollte zu dir, und -�</p><p>�Zu mir?� Rowl zog eine Grimasse. Seine Hand deutete auf die Gangdecke, und sein Blick funkelte mi�trauisch. �Mein Quartier liegt <emphasis>oben, </emphasis>Satai. Wieso gehst du Treppen <emphasis>hinab, </emphasis>wenn du <emphasis>hinauf </emphasis>willst?�</p><p>�Treppen?� wiederholte Skar verst�ndnislos. �Ich bin keine Treppen...� Er brach ab, blickte den Quorrl verwirrt an und rettete sich in ein Achselzucken. <emphasis>Es geschehen sonderbare Dinge hier, Satai. Dinge, die mir angst machen... </emphasis>�Ich mu� mich wohl verlaufen haben�, sagte er. �Caran ist ziemlich gro�. Vor allem f�r jemanden, der sich hier nicht auskennt.�</p><p>�Und ziemlich t�dlich�, f�gte Rowl finster hinzu. �Vor allem f�r jemanden, der zu neugierig ist.�</p><p>Skar war nicht sicher, wie diese Worte gemeint waren - ob als Drohung oder Warnung. Er versuchte auch nicht, es herauszufinden, sondern deutete auf das Metalltier, das schon fast im r�tlichen Dunst des Ganges verschwunden war. �Was ist das?� Rowl zuckte unwillig mit den Schultern. �Ich wei� es nicht�, antwortete er. �Es gibt viele von ihnen hier unten. Niemand wei�, was sie sind. Sie waren schon hier, als wir kamen. Vielleicht von Anfang an.�</p><p>Skar schauderte. �Du meinst, sie geh�ren... hierher?� fragte er stockend. �Sie laufen <emphasis>(seit einer Million Jahren) </emphasis>die ganze Zeit hier herum?�</p><p>�Manche bewegen sich durch die G�nge, andere tun andere Dinge�, antwortete Rowl in einer Art, die Skar klar machte, wie wenig Lust er hatte, �ber dieses Thema zu reden. �Einige sehen aus wie das da, andere sind kleiner oder gr��er. Aber alle sind t�dlich. Du stirbst, wenn du sie ber�hrst, Satai. Du hast Gl�ck gehabt.�</p><p>Skar blickte auf seine blutende Hand herab. Er dachte an die grausame K�lte, die er gef�hlt hatte. Dabei hatte er die Spinnen nur fl�chtig ber�hrt; kaum mehr als ein Hauch. Und trotzdem h�tte dieses fl�chtige Streifen beinahe ausgereicht, ihn auch seine andere Hand verlieren zu lassen. �Es ist die K�lte, die sie nicht altern l��t�, sagte er unvermittelt.</p><p>Rowl starrte ihn an. �Was?�</p><p>�Die -� Skar brach ab und blickte verwirrt in das Gesicht des Quorrl hinauf. <emphasis>Was waren das f�r Worte? </emphasis>Er wu�te, da� es so war, da� aus irgendeinem Grund Teile dieses unglaublichen Gebildes noch immer ihren Dienst taten, weil sie <emphasis>kalt </emphasis>waren, weil K�lte das Gegenteil von W�rme und W�rme Bewegung und damit Leben war, aber er vermochte nicht zu sagen, woher dieses Wissen kam. Es war einfach da; als h�tte etwas in diesen rostroten W�nden einen versch�tteten Teil seiner Erinnerungen zum Leben erweckt. Erinnerungen an Dinge, die er nie erlebt hatte.</p><p>�Ich glaube, ich mu� mich bei dir bedanken�, sagte er hastig. Rowl grunzte �rgerlich. �Bedank dich bei dem Mann, der gesehen hat, in welche Richtung du gegangen bist�, sagte er. �Aber tu es sp�ter, jetzt ist keine Zeit daf�r. Komm.�</p><p>Er wollte nach Skars Hand greifen und ihn einfach mit sich ziehen, aber Skar wich seiner Ber�hrung aus und brachte schnell zwei Schritte Distanz zwischen sich und den riesigen Quorrl. �Wieso hast du �berhaupt nach mir gesucht?� fragte er. �Ist etwas passiert?�</p><p>�Noch nicht�, antwortete Rowl. �Aber es wird etwas geschehen, wenn wir noch lange hier herumstehen und reden. Vor der Burg sind Truppen aufgetaucht. Tempelkrieger aus Ninga. Und irgend etwas... ist bei ihnen. Ich wei� nicht, was. Und jetzt komm.�</p></section><section><title><p id="_19">19.</p></title><p>Wie um den Wahnsinn auf die Spitze zu treiben, brauchten sie eine gute halbe Stunde, um die Ebene Carans zu erreichen, auf der Rowls Quartier lag; f�r eine Strecke, f�r die Skar Minuten ben�tigt hatte; und noch dazu, ohne eine einzige der zahllosen Treppen und Leitern hinabzusteigen, �ber die Rowl ihn jetzt zur�ckf�hrte. Aber er weigerte sich einfach, �ber diese neuerliche Unm�glichkeit nachzudenken.</p><p>Au�erdem brauchte er all seine Kraft, um mit Rowl mitzuhalten, denn der Quorrl rannte mit Riesenschritten vor ihm durch die verlassenen Korridore, so da� Skar mehr als einmal bef�rchtete, den Anschlu� zu verlieren und sich erneut zu verirren. Rowls Gemach hatte sich vollkommen ver�ndert, als sie es erreichten. Aus dem gro�en, von schon fast unheimlicher Stille erf�llten st�hlernen Dom war ein Hexenkessel geworden. Mindestens drei, wenn nicht vier Dutzend Bastarde dr�ngelten sich zwischen den rostigen M�belst�cken, und einer der magischen Spiegel Rowls war in Betrieb: er zeigte wieder das Felsplateau mit Titchs Kriegern, aber das war auch schon alles, was das Bild mit dem von gestern gemein hatte. Wo Skar am Tag zuvor ein zwar eng zusammengepferchtes Heer erblickt hatte, tobte jetzt ein Chaos aus durcheinanderst�rzenden, fl�chtenden Leibern. Hunderte von Kriegern hatten den Saumpfad erklommen, der weiter an Carans Flanken emporf�hrte, und vor dem Ri� im Fels herrschte ein heilloses Chaos. Offensichtlich versuchten die Krieger, ins Innere Carans zu fliehen.</p><p>Rowl schrie einem seiner M�nner etwas zu und lie� ihn einfach stehen, und Skar ging zu Titch und Kiina, die er inmitten des Durcheinanders entdeckte. Der Blick des Quorrl war gebannt auf den Zauberspiegel gerichtet, w�hrend Kiina offensichtlich schon Zeit gefunden hatte, ihr Staunen zu �berwinden. Als sie die blutende Stelle an seiner Hand entdeckte, trat eine stumme Frage in ihre Augen. Skar ignorierte sie.</p><p>�Was ist passiert?�</p><p>Titch h�rte seine Worte gar nicht, sondern starrte weiter auf den Spiegel. Es war nicht die Unm�glichkeit der sich bewegenden Bilder, die ihn bannte, begriff Skar. Die M�nner dort drau�en waren <emphasis>seine </emphasis>M�nner, und er war f�r das Leben jedes einzelnen verantwortlich. Was er f�r Faszination gehalten hatte, war Entsetzen.</p><p>Schlie�lich beantwortete Kiina seine Frage. �Ich wei� es nicht. Niemand wei� es. Rowl lie� uns vor einer Stunde rufen. Die Krieger aus Ninga sind da. Aber da ist... noch mehr.�</p><p>Skar versuchte, mehr Einzelheiten zu erkennen, aber es gelang ihm nicht. Das Bild war seltsam unscharf, wie von einer d�nnen Staubschicht �berzogen. �Was ist das?� fl�sterte er.</p><p>Die Frage galt niemand besonderem, aber Titch antwortete trotzdem: �Etwas... ist dort drau�en, Skar. Nicht die Garde. Die M�nner sind in Panik. Ich... ich mu� zu ihnen!!� Den letzten Satz hatte er geschrien. Pl�tzlich fuhr er herum, stie� Kiina und Skar grob beiseite und lief zum Ausgang. Aber er kam nur wenige Schritte weit, ehe ihm zwei von Rowls Bastarden den Weg vertraten. Titch versuchte auch diese M�nner zur Seite zu dr�ngen, aber die beiden Quorrl hielten ihn - vorsichtig, aber trotzdem sehr entschlossen - zur�ck. Schlie�lich gab Titch es auf und wandte sich mit zornbebender Stimme an Rowl.</p><p>�Sag ihnen, da� sie mich durchlassen sollen!�</p><p>�Das werde ich bestimmt nicht tun, Titch�, antwortete er ruhig. �Es gibt nichts, was du f�r deine M�nner dort drau�en tun k�nntest.�</p><p>�Du -!�</p><p>�Wir k�nnen mehr von hier aus tun�, unterbrach ihn Rowl. Er wandte sich br�sk ab und gab Skar einen Wink, n�her zu kommen. Kiina schlo� sich ihm wortlos an, als Skar gehorchte, und nach ein paar Sekunden gesellte sich auch Titch zu ihnen. Die beiden Krieger, die ihn am Verlassen des Raumes gehindert hatten, folgten ihm in geringem Abstand; schweigend und mit steinernen Gesichtern, aber jederzeit bereit, zuzugreifen.</p><p>�Wof�r h�ltst du das, Satai?� fragte Rowl und deutete auf den Spiegel. Er war nerv�s; noch erschrockener als vorhin, als er Skar vor der Metallspinne gewarnt hatte.</p><p>Skar zuckte hilflos die Schultern. Er wu�te, was Rowl meinte - der Spiegel war lang nicht mehr so klar wie gestern. Graue Schlieren und treibende Fetzen wie schlieriger Nebel glitten �ber das Bild, und manchmal meinte man, Bewegung wahrzunehmen, die anders war als die der fl�chtenden Quorrl, sich aber nicht greifen lie�.</p><p>�Irgend etwas scheint deinen Zauber zu st�ren�, sagte er schlie�lich.</p><p>�Zauber?� Kiina runzelte die Stirn, w�hrend es in Titchs Augen abermals zornig aufblitzte. Rowl starrte ihn durchdringend an, und Skar sp�rte die Drohung, die in diesem Blick lag. Er erinnerte sich gut seines gestrigen Gespr�chs mit Rowl. An jedes Wort. Auch an die, die der Bastard nicht ausgesprochen hatte.</p><p>�Wir -�</p><p><emphasis>�Herr!� </emphasis>Einer der Quorrl begann wild zu gestikulieren und deutete auf einen zweiten, kleineren Zauberspiegel, der an der anderen Wand hing. Skar hatte ihn bisher gar nicht beachtet, und er sah auch jetzt nichts als ein wildes Durcheinander von Farben und Bewegung. Aber Rowl zog erschrocken die Luft zwischen die Z�hne ein, und Titch fuhr wie unter einem Hieb zusammen. Rowl machte eine befehlende Geste. Einer seiner Quorrl tat etwas an der metallenen Truhe, die Rowl auch schon gestern ber�hrt hatte, als er Skar das Geheimnis des Zauberspiegels zeigte, und pl�tzlich verschwand das Bild von Titchs Armee von der gro�en Glasfl�che. Statt dessen zeigte sie nun pl�tzlich einen Ausschnitt des Berghanges, zwei, vielleicht drei Meilen weiter s�dw�rts, die Stelle, an der der ger�ll�bers�te Tr�mmerhang allm�hlich in den schmalen Saumpfad �berging, der zum Plateau und sp�ter zum Eingang Carans hinauff�hrte. Zwei, drei Quorrl schrien erschrocken auf, und Kiina schlug mit einem keuchenden Laut die Hand vor den Mund.</p><p>Auch dort unten lagerten Quorrl; Nachz�gler des Heeres, vielleicht auch Wachen, die Titch dort zur�ckgelassen hatte, um ihren R�cken zu decken. Ihnen gegen�ber, vielleicht noch durch eine halbe Meile zerkl�fteten Gebietes getrennt, hatten gute drei-, vierhundert Krieger Aufstellung genommen; M�nner in den glitzernden R�stungen der Tempelgarde, wie sie Skar schon mehrmals begegnet waren.</p><p>Aber das war es nicht, was Skar erstarren lie�.</p><p>Zwischen den Kriegern aus Ninga und den angstvoll zusammengedr�ngten Quorrl aus Titchs Heer war noch etwas. Umrisse. Drei kolossale, schattenhafte Dinger, f�nfzig oder mehr Fu� hoch und von st�ndig wechselnder Form, wie graubrauner Nebel, der sich zu einem K�rper zusammenballen wollte, ohne da� es ihm jemals wirklich gelang. Aber was immer sich in diesem schattenhaften Etwas verbarg, es wurde deutlicher. Nach Sekunden glaubte Skar schuppige Panzerplatten zu erkennen, etwas wie eine riesige Kralle, Z�hne von der L�nge eines Armes und kleine, t�ckische Augen, die voller uners�ttlicher Gier auf die Quorrl herabstarrten.</p><p>�Was ist das?!� br�llte Rowl. �Wieso hat es keiner gesehen?�</p><p>�Das... das war vorhin noch nicht da�, antwortete der Quorrl, der die Zauberspiegel bediente. �Ich schw�re es, Herr, ich habe ununterbrochen hingesehen, und -�</p><p>�L�g nicht, Kerl!� unterbrach ihn Rowl br�llend. Er hob die Faust, wie um den Mann zu schlagen.</p><p>�La� ihn, Rowl�, sagte Skar leise und ohne den Blick vom Spiegel zu nehmen. �Er sagt die Wahrheit. Das da drau�en sind die Wesen, die Caran geschaffen haben.�</p><p>Rowl starrte ihn an. Seine Kiefer mahlten.</p><p>�Vielleicht solltest du jetzt anfangen, dar�ber nachzudenken, wie lange ihnen dein famoser <emphasis>W�chter </emphasis>Widerstand leisten wird�, f�gte Kiina sp�ttisch hinzu.</p><p>Skar warf ihr einen warnenden Blick zu und trat n�her an den Zauberspiegel heran, um mehr Einzelheiten zu erkennen.</p><p>Sein Herz begann zu jagen. Er h�rte, wie Kiina etwas sagte, aber er war unf�hig, darauf zu reagieren oder das Gesagte auch nur zu <emphasis>verstehen. </emphasis>Er hatte Angst. Was dort unten, am Fu�e des Berges, geschah, ging ihn an, und nur ihn. Die Schatten waren seinetwegen gekommen.</p><p>Er war nicht einmal �berrascht, als sich in den wogenden Nebelschleiern K�rper zu bilden begannen; einer, zwei, schlie�lich drei titanische dunkelgr�ne Drachenkreaturen, ins Absurde vergr��erte Br�der der Tyrr, auf der Anschis <emphasis>Errish </emphasis>geritten waren, Monstren mit K�pfen so gro� wie Droschken und Gehirnen klein wie Kinderf�usten. Er sp�rte kaum, wie die Unruhe unter Rowls Quorrls fast zur Panik wurde. Kiina ber�hrte seinen Arm, nicht mehr um ihn zur�ckzuhalten, sondern um Schutz zu suchen. Ihre Finger krallten sich tief in seine Muskeln, aber auch der Schmerz drang nicht wirklich bis an sein Bewu�tsein vor.</p><p>Auf den R�cken der drei riesigen Drachen sa�en Gestalten: schwarz, gewaltig und klobig wie die Tiere, die sie ritten, gepanzerte Riesen mit absurd gro�en K�pfen. Und im gleichen Moment, in dem Skar vollends vor den Zauberspiegel trat und stehenblieb, hob eine der schwarzen Riesengestalten die H�nde und nahm ihren Helm ab.</p><p>Titch schrie auf. Unter Rowls M�nnern brach vollends eine Panik aus; manche versuchten, aus der Kammer zu rennen, andere begannen schreiend durcheinanderzulaufen oder fielen auf die Knie und verbargen die Gesichter zwischen den Armen, andere standen wie gel�hmt und blickten das goldene, edel geschnittene Gesicht an, das unter dem schwarzen Riesenhelm zum Vorschein gekommen war.</p><p>Skar war nicht einmal �berrascht. Vielleicht war seine F�higkeit, zu erschrecken, einfach ersch�pft; vielleicht hatte er es sogar gewu�t, zumindest <emphasis>geahnt.</emphasis></p><p>Es war das Gesicht eines Ssirhaa.</p><p>Nicht <emphasis>irgendeines </emphasis>Ssirhaa. O nein, ganz bestimmt nicht.</p><p>Es war Ennart.</p><p>Der Gott der Quorrl, den Skar und Titch eigenh�ndig get�tet hatten.</p><p>�Aber das ist... unm�glich�, stammelte Titch. �Das kann nicht sein! Sag, da� es nicht wahr ist, Skar!�</p><p>Skar reagierte nicht, aber Rowl wandte sich mit einer zornigen Bewegung um und blickte abwechselnd Skar und Titch an. <emphasis>�Was </emphasis>ist unm�glich, Titch?� fragte er. �Hast du mir nicht selbst erz�hlt, da� sie es sind, die jetzt in Ninga herrschen?�</p><p>�Aber nicht er!� keuchte Titch. Seine Stimme klang fast hysterisch. Er zitterte am ganzen Leib. �Nicht er, Rowl! Er ist tot! Wir... wir haben ihn get�tet! <emphasis>Ich habe ihn umgebracht, Rowl, mit meinen eigenen H�nden!�</emphasis></p><p>Rowls Augen weiteten sich, als er begriff, da� Titch die Wahrheit sprach. Der hysterische Klang in seiner Stimme bewies das hundertmal mehr als seine Worte.</p><p>�Das kann nicht sein!� stammelte Titch. �Das ... das ist Zauberei! Es ist unm�glich!�</p><p>Rowl tat etwas an seiner Truhe, und das Bild �nderte sich erneut: statt der beiden sich gegen�berstehenden Quorrl-Heere und der drei Drachengestalten waren jetzt nur noch Kopf und Schultern des Ssirhaa zu erkennen. Und als h�tte der nur darauf gewartet, hob Ennart in diesem Moment den Kopf, so da� seine dunkelgoldenen Augen, durch die Macht des Zauberspiegels dutzendfach vergr��ert und lodernd wie erstarrtes Feuer, direkt auf Skar und die anderen hinabzublicken schienen. F�r einen entsetzlichen Augenblick war Skar fast sicher, da� es so war: da� nicht nur er Ennart, sondern der Ssirhaa umgekehrt auch <emphasis>ihn </emphasis>sah. Aber das war nat�rlich unm�glich. Er mu�te seine Angst beherrschen, dachte er. Wenn er anfing, Ennart <emphasis>wirklich </emphasis>g�ttliche Macht zuzubilligen, dann hatte er diesen Kampf verloren, bevor er noch richtig begonnen hatte.</p><p><emphasis>�Satai!� </emphasis>Die Stimme des Ssirhaa schien direkt aus dem Bild zu dringen, und sie war wie das Dr�hnen zusammenst�rzender Berge. Es war keine Einbildung: obwohl Skar noch immer wie erstarrt dastand und das goldene Gesicht auf dem Zauberspiegel ansah, h�tte er sich vor Schmerzen gekr�mmt, h�tte er es gekonnt. Rechts und links von ihm schlugen die Quorrl gequ�lt die H�nde vor die Ohren, aber das nutzte ihnen nichts, denn die Stimme des Ssirhaa erklang direkt in ihren K�pfen. Vielleicht h�ren sie es alle, dachte Skar. Vielleicht gab es niemanden in diesem st�hlernen Berg, der die Stimme des zornigen Gottes nicht h�rte.</p><p><emphasis>�Satai!� </emphasis>rief Ennart noch einmal, und fast noch lauter und mit vernichtenderer Kraft als das erste Mal. <emphasis>�Ich wei�, da� du mich h�rst! Ich wei�, da� du dort bist! Komm heraus! Komm hierher, oder alle, die bei dir sind, werden sterben!�</emphasis></p><p>Der Blick der riesigen goldenen Augen saugte sich an Skars Gesicht fest, und pl�tzlich war Skar sicher, da� Ennart ihn sah. Er wu�te nicht wie, und er wu�te nicht, woher dieses Wissen kam, aber es gab keinen Zweifel daran. Vielleicht war er doch ein Gott.</p><p><emphasis>�Ich bin nicht gekommen, um zu t�ten, Satai�, </emphasis>fuhr Ennart fort. <emphasis>�Ich will dich, Satai - nicht Titch oder Rowl oder die Bastarde. Nur dich. Das M�dchen und die anderen sind frei, wenn du zu uns kommst.�</emphasis></p><p>�Tu es nicht, Skar�, sagte Kiina mit zitternder Stimme. �Das ist eine Falle!�</p><p><emphasis>�Caran ist eine Festung!� </emphasis>fuhr Ennart fort. <emphasis>�Ich wei� das. Und ich wei� auch, wie stark sie ist. Nicht einmal mir w�rde es leichtfallen, sie zu erobern - aber ich werde es tun, wenn du mich dazu zwingst. Viele gute M�nner werden dabei sterben - auf beiden Seiten. Willst du das, Satai?�</emphasis></p><p>�Nein�, murmelte Skar. �Ich komme, Ennart.� Seine Hand glitt zum G�rtel, fand die leere Schwerth�lle und schlo� sich darum. Er hatte gewu�t, da� er sein <emphasis>Tschekal </emphasis>noch einmal brauchen w�rde, aber er hatte nicht gewu�t, da� es so bald sein w�rde, und <emphasis>so.</emphasis></p><p>�Er kann dich nicht h�ren�, sagte Rowl.</p><p><emphasis>�Ich gebe dir eine Stunde�, </emphasis>sagte Ennart. <emphasis>�Bist du bis dahin nicht hier, greifen wir an.�</emphasis></p><p>�Das ist nicht n�tig, Ennart�, antwortete Skar. �Ich werde da sein. Du hast gewonnen.� Er drehte sich um, blickte in Rowls Gesicht und hob die Hand. �Mein Schwert.�</p><p>�Du... du willst doch nicht wirklich dort hinausgehen?� murmelte Rowl. Er sprach schleppend. Seine Stimme klang belegt und war von der gleichen Mischung aus Schrecken, Faszination und L�hmung erf�llt wie sein Blick.</p><p>�Mein Schwert�, wiederholte Skar.</p><p>Rowl hob den Arm und gab einem seiner Krieger einen Wink. Der Quorrl entfernte sich mit schnellen Schritten, um Skars Waffe zu holen. Keiner von ihnen sprach ein Wort, bis er zur�cckam und Skar das <emphasis>Tschekal </emphasis>�berreichte. Skar schob die Waffe in seinen G�rtel, wandte sich ohne ein weiteres Wort um und ging. Aber dann streifte sein Blick Titchs Gesicht, und er z�gerte noch einmal. Er wu�te selbst nicht genau, warum. Titch war vielleicht von allen hier der einzige, der wirklich <emphasis>wu�te, </emphasis>warum er ging. Nicht aus Angst vor dem Ssirhaa oder aus Sorge um Rowl und seine Bande von Halsabschneidern und M�rdern. Der wahre Grund war, da� er Titch sein Wort gegeben hatte. <emphasis>Es wird sich nicht wiederholen. </emphasis>Caran w�rde frei bleiben; selbst um den Preis seines eigenen Lebens. Vielleicht wartete er darauf, da� Titch ihn von seinem Wort entband, f�r den Bruchteil einer Sekunde. Dann, ehe Titch es vielleicht <emphasis>wirklich </emphasis>tun oder einer der anderen etwas sagen konnte, was ihn wom�glich doch noch zur�ckhielt, wandte er sich br�sk um und ging zur T�r.</p></section><section><title><p id="_20">20.</p></title><p>Er brauchte viel l�nger als die vereinbarte Stunde, um den Fu� des Bergmassivs zu erreichen, in das Caran hineingebaut war: die H�hle und das Felsplateau waren voller fl�chtender Quorrl gewesen, die ihm entgegenkamen und es ihm fast unm�glich machten, auch nur von der Stelle zu kommen. Die Frist, die Ennart ihm gegeben hatte, war l�ngst abgelaufen, ehe er auch nur aus dem Berg heraus war, und sie verstrich ein weiteres Mal, bis es ihm gelang, das Felsplateau zu �berwinden und den eigentlichen Abstieg zu beginnen.</p><p>Aber Ennart griff nicht an. So, wie er Skar durch den magischen Spiegel hindurch <emphasis>gesehen </emphasis>hatte, schien er auch jetzt zu wissen, da� er auf dem Wege zu ihm war. Vielleicht las er ja seine Gedanken. Drask hatte es gekonnt - wieso sollten die, die die Zauberpriester geschickt hatten, nicht �ber die gleiche Macht verf�gen?</p><p>Aber Skar gestattete sich auch diesmal nicht, diesen Gedanken weiter zu verfolgen. Wenn es so war, dann w�re es ohnehin m��ig, noch irgend etwas tun zu wollen - welche Chance hatte er gegen einen Gegner, der seine geheimsten W�nsche und Pl�ne kannte, im gleichen Moment, in dem sie in seinem Kopf entstanden ...</p><p><emphasis>Oder der unsterblich ist, Bruder?</emphasis></p><p><emphasis>... </emphasis>und wenn es nicht so war - nun, <emphasis>er </emphasis>hatte Ennart schon einmal get�tet, unter Voraussetzungen, die nicht viel besser gewesen waren als heute. Und er hatte nicht vor, sein Leben zu verschenken.</p><p>Sein Blick suchte die Schatten zwischen den Felsen ab, die den Weg flankierten. Hier und da glaubte er eine Bewegung wahrzunehmen, aber es war jedes Mal nur ein Schatten oder eine Sinnest�uschung, wenn er genauer hinsah. Ennart schien Wort gehalten zu haben: die Garde hatte die fl�chtenden Quorrl nicht verfolgt.</p><p>Dann begriff er, da� es gar nicht die Quorrl aus Ninga waren, nach denen er suchte. Wonach er mit klopfendem Herzen Ausschau hielt, das war ein d�rres schwarzes Ding ohne Gesicht und mit t�dlichen Klauen, sein schwarzer Schutzengel, von dem er sich vergeblich einzureden versuchte, da� er Angst vor seinem Anblick h�tte. Das hatte er l�ngst nicht mehr - ganz im Gegenteil. Er sehnte ihn fast herbei. Und nicht erst seit heute. Vielleicht hatte es erst dieser dramatischen Entwicklung bedurft, damit er bereit war, sich selbst gegen�ber die Wahrheit einzugestehen: er hatte l�ngst damit angefangen, mit der Kraft des <emphasis>Daij-Djan </emphasis>zu kalkulieren. <emphasis>Du brichst unser Abkommen, Bruder. Du tust es unentwegt, denn du zwingst mich, dich zu besch�tzen, ohne den Preis zu bezahlen.</emphasis></p><p>Aber irgendwie wu�te er, da� es jetzt soweit war. Der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>war da. Er war ganz nahe, so nahe bei ihm wie vielleicht nie zuvor. Skar sp�rte sein Dasein, und er sp�rte die entsetzliche Kraft, die ihn begleitete, bereit, auf ein Wort, einen Gedanken hin auf ihn �berzugehen. <emphasis>Noch nicht, Bruder, </emphasis>dachte er. <emphasis>Noch nicht. Aber bald.</emphasis></p><p><emphasis>Bald.</emphasis></p><p>Der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>fl�sterte lautlos seine Zustimmung, und die Schatten rings um Skar wurden wieder ein wenig heller. Er f�hlte sich stark. Allein das Wissen, selbst Ennart �berlegen zu sein, wenn er es nur <emphasis>wollte, </emphasis>verlieh ihm neue Kr�fte.</p><p>Der Ssirhaa erwartete ihn allein. Seine beiden Begleiter und er waren von den R�cken ihrer zyklopischen Reittiere gestiegen, aber es war nur Ennart, der ihm entgegenkam. Die beiden anderen Riesengestalten hatten sich ein St�ck zur�ckgezogen; ebenso wie ihre Tiere. Zusammen mit den Quorrl, die sich in respektvollem Abstand zu den riesigen Drachenwesen versammelt hatten, bildeten sie fast so etwas wie eine lebende Arena, als w�ren sie bem�ht, einen w�rdigen Rahmen f�r das Zusammentreffen zwischen Skar und ihrem Herrn zu schaffen.</p><p>Skars Blick glitt fl�chtig �ber die Gesichter der Quorrl-Soldaten. Nur wenige blickten in seine Richtung. Die meisten starrten die beiden schwarzgepanzerten Riesen und ihre entsetzlichen Reittiere an, und pl�tzlich begriff Skar, da� auch diese Krieger vor Angst halb wahnsinnig waren. Ihre Furcht vor Ennart und seinen Begleitern war kein bi�chen kleiner als die der Quorrl in Caran oder die von Titchs Kriegern.</p><p>Das war es, was sie erwartete, dachte er. <emphasis>Angst. </emphasis>Das Lebenselixier der <emphasis>Sternengeborenen, </emphasis>die Energie, die ihre furchtbare Vernichtungsmaschinerie antrieb. Die Quorrl w�rden vielleicht etwas erleben, was keinem anderen Volk auf dieser Welt je widerfahren war - von ihren eigenen G�ttern beherrscht zu werden, nicht im �bertragenen Sinne, sondern wortw�rtlich. Aber sie w�rden einen entsetzlichen Preis daf�r zahlen. Und er glaubte zu sp�ren, da� manche von ihnen es bereits wu�ten.</p><p>Langsam trat er auf Ennart zu. Der Ssirhaa hatte seine schwarze R�stung abgelegt und trug jetzt wieder die Kleider, in denen Skar ihn im Turm kennengelernt hatte: eine kn�chellange Toga aus flie�endem Gold unter einem lose fallenden, bestickten Umhang der gleichen Farbe, und wieder hatte Skar dasselbe irrationale Gef�hl, lachen zu m�ssen, das ihn schon einmal �berkommen hatte bei Ennarts Anblick. Die Kleider unterstrichen die ehrfurchtgebietende Gestalt des Ssirhaa noch, aber alles an ihm schien eine Spur <emphasis>zu </emphasis>machtvoll, eine Winzigkeit �bertrieben, um wirklich noch g�ttlich zu sein.</p><p>Er n�herte sich dem Ssirhaa bis auf drei Schritte und blieb stehen. Seine Hand griff nach dem Schwert im G�rtel, strich fast liebevoll �ber seinen Griff und verharrte darauf. Ennarts Blick folgte der Bewegung. Er l�chelte, aber seine Augen blieben kalt. �Es hat lange gedauert, bis wir uns wiedersehen�, sagte er, und auch dieser Satz war etwas, das Skars Mi�trauen eher noch st�rkte.</p><p>�Ja�, sagte er. Seine Hand schlo� sich fester um das Schwert. Er beobachtete Ennart genau, und das sonderbare Gef�hl wurde immer st�rker. Etwas an Ennart war... <emphasis>falsch. </emphasis>�Was willst du?�</p><p>�Dasselbe, was ich schon einmal von dir wollte, Satai�, antwortete Ennart.</p><p>�Den Tod?� Skar zog das Schwert eine Handspanne weit aus der Scheide und lie� die Klinge mit einem h�rbaren Ger�usch wieder zur�ckfallen. �Vielleicht waren Titch und ich das letzte Mal nicht gr�ndlich genug�, sagte er b�se. �Aber ich kann versuchen, es besser zu machen.�</p><p>F�r Bruchteile von Sekunden blitzte es in Ennarts Augen b�se auf, und f�r die gleiche Zeitspanne verlor der Ssirhaa auch die Kontrolle �ber seine Z�ge. Wut verzerrte das goldene Antlitz des Quorrl-Gottes, schien es zu etwas anderem zu machen, etwas, das nicht Quorrl oder Mensch war, eine Maske hinter einer Maske, und auch dahinter nicht sein wirkliches Antlitz, sondern das Gesicht eines Wesens, das kein Gesicht hatte, und ... Ein st�hlerner Besen schien durch Skars Kopf zu fahren und den Gedanken davonzuwirbeln. Das Gef�hl, zu wissen, was sich hinter Ennarts Maske verbarg, verging, aber etwas blieb: das Wissen, da� da etwas war.</p><p><emphasis>Es ist alles gelogen, Bruder. Sie sind Meister der L�ge.</emphasis> Dann gewann der Ssirhaa seine Fassung zur�ck, und mit der Wut auf seinem Gesicht verschwand auch das Fl�stern seines Dunklen Bruders aus Skars Gedanken. Skar l�ste die Hand vom Schwert, zog sie aber nicht sehr weit zur�ck. Seine Finger blieben in Griffweite der Waffe, und Ennart registrierte auch das; und auch das nicht ganz so unbeeindruckt, wie Skar erwartet hatte. �Ich wiederhole mein Angebot, Skar�, sagte Ennart. �Ich bin gekommen, um dich zu holen. Du hast keine Wahl. Nur die, als Gefangener oder als freier Mann mit uns zu kommen.�</p><p>�Das hatten wir schon einmal, nicht?� fragte Skar bissig. Ennart schwieg. Nur in seinen Augen regte sich etwas. Etwas B�ses, Lauerndes.</p><p>�Du kannst mich nicht zwingen, Ssirhaa�, fuhr er fort. �Du hast es schon einmal versucht. Es ist dir nicht gelungen, und es wird dir auch jetzt nicht gelingen. Ist <emphasis>ein </emphasis>Tod nicht genug, um daraus zu lernen?�</p><p>�Die gleiche Frage k�nnte ich dir stellen, Satai�, antwortete Ennart mit gro�em Ernst. �Ich habe den h�chsten Preis bezahlt, den du dir denken kannst. Das Leben.�</p><p>�Eigentlich siehst du ganz munter aus�, sagte Skar. Er sp�rte, da� er den Boden unter den F��en zu verlieren begann. Ennart hatte sich ver�ndert, aber etwas war gleich geblieben: die Unm�glichkeit, ihn mit Worten zu besiegen. <emphasis>Sie sind Meister der L�ge.</emphasis> �Ihr habt mich get�tet, Titch und du�, antwortete Ennart. �Ich bin ein Gott, Satai, und f�r mich und meine Br�der gelten andere Gesetze als f�r dich oder die Quorrl. Aber dieser K�rper ist sterblich, und er kann Schmerzen versp�ren. Ihr <emphasis>habt </emphasis>mir Schmerz zugef�gt, schlimmer, als du dir vorstellen kannst, und ich habe den Tod kennengelernt, durch euch. Und trotzdem bin ich bereit, dir zu vergeben. Was soll ich noch tun, um dein Vertrauen zu erringen?�</p><p>�Wie w�re es, wenn du dein Schwert nimmst und dir die Kehle durchschneidest?� schlug Skar vor.</p><p>�Du kannst nicht gewinnen, Skar�, sagte Ennart ernst.</p><p>�Das will ich auch nicht�, antwortete Skar. �Es reicht mir v�llig, wenn ich verhindere, da� <emphasis>ihr </emphasis>gewinnt.�</p><p>Ennart seufzte. Seine Stimme nahm den Ausdruck an, den man einem uneinsichtigen Kind gegen�ber anschl�gt. �Was mu� noch geschehen, damit du einsiehst, wie sinnlos dein Kampf ist, Satai?� fragte er. �Wie viele Leben willst du noch vernichten? Wie viel Ungl�ck willst du noch verbreiten, du und das <emphasis>Ding, </emphasis>das in dir steckt?�</p><p>Skar erschrak. �Du ... <emphasis>wei�t </emphasis>-?�</p><p>�Ich bin ein Gott�, wiederholte Ennart mit einem milden L�cheln. Er streckte die Hand aus. Skar machte einen raschen Schritt zur�ck und griff wieder nach seiner Waffe, und Ennart zog den Arm mit einem bedauernden Seufzen wieder zur�ck. Skar machte einen weiteren Schritt nach hinten und zog die Waffe vollends aus dem G�rtel.</p><p>Ennart hob die Hand, und hinter ihm erklang ein Skar wohlvertrautes, warnendes Ger�usch: der Laut, mit dem Dutzende von Pfeilen auf B�gen gelegt und die Sehnen straffgezogen wurden.</p><p>�Versuch es nicht, Satai�, sagte Ennart. �Ich f�rchte den Tod dieses K�rpers nicht, aber er w�re sinnlos. Es w�rde Zeit kosten, ihn neu zu schaffen. Und wir haben nicht mehr viel Zeit, du und ich.�</p><p>�Dann zaubere dir doch welche�, knurrte Skar.</p><p>�Selbst uns sind Grenzen gesetzt�, sagte Ennart l�chelnd. �Nicht einmal ein Gott kann die Zeit besiegen. Steck das Schwert ein - ich bitte dich. Ich bin nicht hier, um zu k�mpfen. Ich will nur reden.�</p><p>�Was willst du von mir?� fragte Skar. Ennart antwortete nicht, und das Scharren und Schleifen hinter Skar wiederholte sich. Widerstrebend lie� er die Klinge wieder in die lederne H�lle an seinem G�rtel gleiten. �Du willst mich? Dann komm und hole mich! Oder gib deinen Kriegern ein Zeichen, mich zu erschie�en.� <emphasis>W�rde er schnell genug sein? Er wollte nicht sterben, selbst jetzt noch nicht. Skar fragte sich, ob die unendlich kurze Zeitspanne, die ein Pfeil brauchte, um von der Sehne zu schnellen und sein Ziel zu treffen ausreichte, seinen dunklen Bruder um Hilfe zu rufen.</emphasis> �Ich will nicht deinen Tod, Satai�, sagte Ennart geduldig. �Wir brauchen dich. <emphasis>Enwor </emphasis>braucht dich. Deine Macht.�</p><p>�Ihr braucht mich, um zu gewinnen.�</p><p>�Nein�, antwortete Ennart, und trotz allem sp�rte Skar, da� der Ssirhaa die Wahrheit sagte. �Es gibt keinen Zweifel mehr an unserem Sieg. Die Frage ist nur, <emphasis>wie </emphasis>wir gewinnen - ob Enwor uns kampflos zur�ckgegeben wird oder sein Widerstand in einem Meer von Blut ertrinkt. Diese Welt geh�rt uns. Sie hat uns immer geh�rt, und wir werden sie zur�ckbekommen. Aber es ist <emphasis>deine </emphasis>Entscheidung, wie.�</p><p>�Enwor geh�rt euch nicht�, antwortete Skar. �Vielleicht hat es euch einmal geh�rt. Aber wenn, dann habt ihr diesen Anspruch verspielt, indem ihr es zerst�rt habt.�</p><p>Ennart seufzte. Er wirkte... traurig. Nicht zornig oder aufgebracht, sondern eher entt�uscht, ein Mann, der eine Antwort bekommen hatte, die er vorher kannte.</p><p>�Es ist zu sp�t, Skar�, sagte er. �Die <emphasis>Sternenkreatur </emphasis>ist bereits zu stark. Sie wird erwachen, so oder so. Bald!�</p><p>�Und du f�rchtest, da� ihr ihrer nicht mehr Herr werdet�, vermutete Skar. �Ist es so?�</p><p>�Vielleicht�, gestand Ennart mit �berraschender Offenheit ein. �Ja, vielleicht hattest du recht mit dem, was du mir im Tal der Drachen prophezeit hast. Die Kreatur ist stark, viel st�rker, als wir glaubten. Die Zerst�rung des Turmes kam zu sp�t. Vielleicht verlieren wir die Kontrolle �ber sie, wenn sie erst einmal wirklich erwacht ist. Was nicht hei�t�, f�gte er etwas lauter und mit deutlich ver�nderter, jetzt wieder durch und durch hochm�tiger Stimme hinzu, �da� wir sie f�rchteten. Wir haben sie erweckt, und wir k�nnen sie auch wieder zerst�ren. Jederzeit.�</p><p>�Und euch damit eure einzige Waffe nehmen?� fragte Skar sp�ttisch.</p><p>�Das ist sie nicht�, antwortete Ennart, und wieder wu�te Skar mit unersch�tterlicher Gewi�heit, da� der Ssirhaa die Wahrheit sagte. �Es ist unsere einzige Waffe, euch zu <emphasis>besiegen, </emphasis>Mensch. Die anderen w�rden euch <emphasis>vernichten. </emphasis>Willst du das?�</p><p>�Ich will wissen, warum du hier bist!� sagte Skar, ohne direkt auf Ennarts Frage zu antworten. Seine Stimme zitterte. Die Berge schienen sich um ihn zu drehen. Alles wurde unwirklich. Etwas ... nagte an seinen Gedanken. Da war ein Wissen, ein unersch�tterliches, uraltes Wissen, tief in ihm, das ihm sagte, da� Ennart nicht log. Da� er nur die Wahl hatte, diesen Bestien Enwor kampflos zu �bergeben, oder zuzusehen, wie sie es zerst�rten. <emphasis>War denn alles, was er tat, falsch?!</emphasis></p><p>�Um dir eine letzte Chance zu geben, Skar�, antwortete Ennart. �Dir und dieser ganzen Welt. Enwor wird uns geh�ren. Wir werden es neu schaffen, so wie es war, ehe deine Vorfahren kamen und es uns wegzunehmen versuchten. Es spielt keine Rolle, ob es eine tote oder eine lebende Welt ist, die wir neu formen. Aber wir wollen euren Tod nicht.�</p><p><emphasis>�Unseren </emphasis>Tod. Du meinst -�</p><p>�Was Elay vernichtete�, unterbrach ihn Ennart leise, �k�nnte auch anderen St�dten widerfahren. Ikne. Ninga. Oder Caran, in dem ihr euch sicher f�hlt. Das <emphasis>Sternenfeuer </emphasis>ist keine Legende, Skar. Es existiert, und es liegt in unserer Macht, es zu entfesseln. Willst du das? Willst du, da� ganz Enwor verbrennt?�</p><p>Skar schauderte. Er dachte an eine Stadt voller toter <emphasis>Errish, </emphasis>eine Stadt voller grauem Staub, der t�tete, sofort und barmherzig wie Kiinas Schwestern, oder langsam und qualvoll, wie die <emphasis>Margoi. </emphasis>Und ihn. �Das ... das w�rdet ihr nicht tun�, sagte er. �Wir haben keine andere Wahl mehr, Skar�, sagte Ennart traurig. �Die Kreatur ist bereits zu stark. Wir k�nnen ihr Erwachen nicht mehr verhindern, selbst, wenn wir es wollten.�</p><p>�Ich dachte, ihr w�rt allm�chtige G�tter�, sagte Skar voller b�sem Hohn.</p><p>�Wir waren es, und wir werden es wieder sein�, antwortete Ennart. �Aber die, die die <emphasis>Sternenkreatur </emphasis>erschaffen haben, waren ebenso m�chtig wie wir. Sie ist stark. Unendlich stark und voller Bosheit und Ha� auf alles Leben. Und wenn sie den Zauber bricht, den wir um ihren Geist gewoben haben...�</p><p>Er brach ab, sah Skar sekundenlang durchdringend und stumm an und machte eine komplizierte Bewegung mit der linken Hand, die zugleich Skar als auch den Kriegern hinter ihm galten. Skar h�rte, wie sich die Quorrl wieder zur�ckzogen.</p><p>�Nun?� Ennart machte eine weitere Handbewegung, die diesmal ihm galt.</p><p>�Du ... l��t mir keine gro�e Wahl, wie?� fragte Skar; eigentlich nur, um Zeit zu gewinnen. Er war verwirrt, verst�rt und erschrocken wie niemals zuvor im Leben. <emphasis>Was Elay vernichtet hat, k�nnte auch andere St�dte treffen. </emphasis>Die Drohung war ernst gemeint. Sie w�rden tun, was Ennart ihm prophezeite, wenn er nicht...</p><p>... die verriet, die ihm vertrauten? Er dachte an das Versprechen, das er Titch gegeben hatte, und das zweite, gewichtigere, das er sich selbst gegen�ber abgelegt hatte.</p><p>�Nein�, sagte er. Seine Hand sank wieder auf das Schwert, und als er zu Ennart aufsah, war etwas in seinem Blick, das dem Ssirhaa klarmachte, wie ernst er seine Worte meinte. �Du kannst mich zwingen, dich zu begleiten, aber du kannst mich nicht zwingen, euch zu <emphasis>helfen. </emphasis>T�te mich, oder la� mich gehen.� Der Ausdruck von Trauer in Ennarts Blick vertiefte sich, und f�r eine Sekunde fragte sich Skar, ob nicht <emphasis>er </emphasis>es war, der sich irrte. Er hatte die Unfehlbarkeit nicht gepachtet. Vielleicht hatte er von Anfang an auf der falschen Seite gestanden, und es waren die Ssirhaa, die im Recht waren; ganz einfach, weil man eine Welt nicht stehlen konnte wie einen Edelstein oder ein St�ck Land.</p><p>�Das ist dein letztes Wort?� vergewisserte sich Ennart.</p><p>Und vielleicht war es das, diese... ja: beinahe <emphasis>Verzweiflung, </emphasis>die aus Ennarts Worten sprach, die Skar endg�ltig �berzeugte, da� das Wesen mit der goldenen Haut kein Gott war. Ein Gott bat nicht, wo es nichts mehr zu bitten gab.</p><p>Ohne zu antworten, drehte sich Skar herum und ging langsam den Weg zur�ck, den er gekommen war; angespannt, gefa�t auf das Peitschen von Bogensehnen und den hei�en Schmerz, der Sekundenbruchteile danach kommen mu�te. Ein unsichtbarer Schatten schien sich zu ihm zu gesellen, aber der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>schwieg, als wisse er, da� auch er verloren hatte, da� Skar sich nicht mehr wehren w�rde, wenn Ennart jetzt den Befehl gab, ihn zu t�ten.</p><p>Aber der t�dliche Pfeil kam nicht. Ungehindert erreichte Skar den ersten Felsen und ging weiter.</p><p>�Satai!�</p><p>Er hatte sich vorgenommen, sich nicht noch einmal umzudrehen, ganz gleich, was geschah, aber in Ennarts Stimme war eine so zwingende Macht, da� er doch stehenblieb und zu dem Ssirhaa zur�cksah. Ennarts Gestalt hatte nichts G�ttliches mehr, aus zwanzig Schritten Entfernung betrachtet. Er wirkte nur klein und verloren und so hilflos, wie sich seine Stimme angeh�rt hatte.</p><p>Was Skar schaudern lie�, das war nur noch die Erinnerung an das, was er gesagt hatte: <emphasis>Was Elay zerst�rt hat, kann auch andere St�dte treffen. </emphasis>F�r einen kurzen, entsetzlichen Moment glaubte er, eine furchtbare Ver�nderung an dem Ssirhaa zu sehen: sein K�rper schien sich aufzul�sen, zu einem tobenden Chaos aus Millionen und Abermillionen winziger wirbelnder Funken zu werden, ein lodernder D�mon aus Feuer, der die Welt in Brand stecken w�rde.</p><p>Hatte er es wirklich gesehen? Skar zweifelte jetzt daran. Er war nicht mehr sicher, ob es den Flammend�mon in Ennarts Turm wirklich gegeben hatte, oder ob es nur eine Warnung gewesen war, eine verschl�sselte Vision dessen, was kommen w�rde.</p><p>�Satai!� rief der Ssirhaa noch einmal, und seine Stimme zerbrach den Bann. �Du hast dich entschieden! Was ab jetzt geschieht, ist allein dein Werk!�</p><p>Skar starrte den Ssirhaa sekundenlang wortlos an. Er f�hlte nichts mehr als Verachtung. Dann hob er die Hand, wie zu einem sp�ttischen Gru�, und ging weiter.</p></section><section><title><p id="_21">21.</p></title><p>Titch erwartete ihn neben dem Spalt, der ins Innere des Berges f�hrte. Irgendwie hatte er das Kunstst�ck fertiggebracht, die Panik unter seinen Kriegern zu besiegen: aus der kopflosen Flucht der Quorrl war ein disziplinierter, wenn auch <emphasis>langsamer</emphasis> R�ckzug geworden. Skar registrierte mit einem leichten Gef�hl von Verwunderung, da� sich die Quorrl ins Innere des Berges zur�ckzogen, flankiert und angeleitet von M�nnern, die die zerfetzten Phantasie-Uniformen der Bastarde und ihre wilden Gesichtsz�ge trugen. Offensichtlich hatte sich Rowl doch noch bereit erkl�rt, Titchs Heer Zuflucht in seiner Festung zu gew�hren.</p><p>Titch wirkte viel mehr �berrascht als erleichtert, Skar unverletzt und frei zur�ckkehren zu sehen. Aber er stellte keine Frage <emphasis>daran, </emphasis>sondern trat ihm mit einem ungeduldigen Schritt entgegen und deutete talw�rts. �Was hat er gewollt?�</p><p>�Ennart?� Skar blickte in die Richtung, in die Titchs Hand wies. Er seufzte tief. �Du wirst es mir wahrscheinlich nicht glauben�, sagte er, leise und im Tonfall tiefster Verwirrung. �Aber er hat mich um Hilfe gebeten.�</p><p>Der Quorrl war nicht einmal sehr �berrascht. �Sie f�rchten die Kreatur, die sie selbst erweckt haben�, sagte er. Mit einem ver�chtlichen Verziehen der Lippen f�gte er hinzu: �Und sie nennen sich G�tter!�</p><p>Sie gingen zur�ck ins Innere Carans. Auch der st�hlerne Dom hinter dem Felsspalt hatte sich mit Quorrl gef�llt, aber Skar wu�te nur zu gut, wie tr�gerisch der Schutz der st�hlernen Kuppel war; und Titch mu�te es auch wissen. Sein Gesicht zeigte nicht die mindeste Regung, w�hrend sie die Kuppel durchquerten und sich dem eigentlichen Eingang Carans n�herten. Skar versp�rte ein pl�tzliches, heftiges Mitleid mit dem Quorrl. Vielleicht w�rde keiner dieser Krieger am n�chsten Morgen noch leben, und vielleicht w�rde Titch sein Heer ein zweites Mal verlieren.</p><p>Die Stille kam Skar doppelt unheimlich vor, nach dem L�rm und den Schreien und dem Chaos fl�chtender und durcheinanderst�rzender Quorrl in der gewaltigen H�hle. Zwei von Rowls M�nnern erwarteten sie, um sie sicher weiter ins Innere des Berges zu begleiten, aber ihre N�he vermittelte Skar nicht das Gef�hl von Sicherheit; ganz im Gegenteil - der Anblick der beiden breitschultrigen Kolosse schien die Fremdartigkeit Carans noch zu betonen. Wie beruhigend, �berlegte Skar, wirkte ein Besch�tzer, der selbst Angst hatte?</p><p>�Was wird Rowl tun?� fragte er. Seine Worte rief unheimliche hallende Echos in dem halbrunden Gang aus Metall hervor. Die Schatten schienen sich zu bewegen, als h�tte der Klang seiner Stimme sie aus ihrem �onenlangen Schlaf gerissen, so da� sie sich nun formierten, um ihn f�r diesen Frevel zu bestrafen. Titch zuckte mit den Schultern und sah zu ihren Begleitern zur�ck, ehe er antwortete. Auf den Gesichtern der beiden Quorrl war nicht zu erkennen, ob sie Skars Worte verstanden hatten oder nicht. �Ich wei� es nicht�, gestand er. �Frage mich, wie jemand reagieren wird, der v�llig unberechenbar ist. Ich glaube, er selbst hat nicht viel mit den Ssirhaa im Sinn. Warum sollte jemand, der die Gesetze der G�tter ha�t, sie selbst verehren? Was seine M�nner allerdings tun werden ...�</p><p>Er sprach noch weiter, aber mit einem Male gelang es Skar nicht mehr, sich auf seine Worte zu konzentrieren. Ein unwirkliches Gef�hl ergriff von ihm Besitz. Titchs Stimme schien zu zerbr�ckeln, Tr�mmer aus Schall, die an ihm vor�berglitten, ohne da� er sie greifen und in die richtige Reihenfolge bringen konnte.</p><p>Die Schatten wogten heftiger, und Skar sp�rte mit fast k�rperlicher Intensit�t, wie <emphasis>etwas </emphasis>geschah. Es war ein Hauch jener anderen, unendlich fremden und feindseligen Welt, von der ein Teil in ihm schlummerte, der pl�tzlich in die Wirklichkeit hin�berzugreifen schien.</p><p>Auch Titch und die beiden anderen Quorrl sp�rten es. Sie blieben stehen. Titch sah auf, sah sich zuerst verwirrt und dann erschrocken um und machte eine hilflose Geste; begleitet von Worten, die Skar so wenig verstand wie die zuvor. Er versuchte nicht, zu antworten, sondern gab Titch nur mit einer Geste zu verstehen, da� er schneller gehen sollte. Und pl�tzlich war die Angst da, die er in Ennarts Gegenwart vermi�t hatte.</p><p>Nach einer Weile begann er zu laufen, schlie�lich zu rennen, und er verfiel erst wieder in einen etwas langsameren Trab, als ihn sein jagender Herzschlag und d�nne Schmerzpfeile in seinen Lungen dazu zwangen. Skar war v�llig ersch�pft, als sie endlich in die oberen, bewohnten Etagen Carans zur�ckkehrten. Auch hier war es still, aber das war es schon immer gewesen; trotz der unheimlichen Akustik im Inneren des st�hlernen Berges, die alle Laute zu verst�rken und verzerren schien, herrschte eine fast unheimliche Ruhe, in der jeder menschliche Laut isoliert und fehl am Platze schien, und so dauerte es eine Weile, bis Skar die Ver�nderung �berhaupt auffiel: das fast magische Schweigen Carans war noch da, aber alle anderen Ger�usche waren verschwunden.</p><p>Er blieb stehen, hob die Hand und machte eine rasche, abwehrende Geste, als Titch den Mund �ffnete. Der Quorrl runzelte die Stirn, legte den Kopf schr�g, lauschte - und erschrak ebenfalls.</p><p>�Irgend etwas stimmt hier nicht�, fl�sterte er. Er zog sein Schwert, gab den beiden Quorrl neben ihm einen Wink, sich ebenfalls zu bewaffnen, und trat mit einem geschmeidigen Schritt an Skar vorbei. Auch Skar zog seine Waffe. Aufmerksam sah er sich um, w�hrend er dem Quorrl in drei Schritten Abstand folgte. Narrten ihn nur seine �berreizten Nerven, oder war das blutige Licht Carans dunkler geworden, seine Farbe etwas mehr ins Rot verschoben und d�sterer?</p><p>Nach ein paar Schritten blieb Titch stehen, hob warnend die Hand und deutete mit der anderen auf eine T�r, nur wenige Schritte entfernt und auf der anderen Seite des Ganges. Skar nickte. Mit einer wortlosen Geste wies er die beiden Bastarde an, zur�ckzubleiben und ihren R�cken zu decken, �berquerte den Gang und pre�te sich dicht neben der offenstehenden T�r gegen den rostigen Stahl der Wand. Titch vollzog die Bewegung auf der anderen Seite der T�r nach, wechselte das Schwert von der rechten Faust in die linke - und bewegte sich pl�tzlich rasend schnell. Mit einem einzigen, geschmeidigen Satz sprang er durch die T�r und nach links, und Skar folgte ihm, ebenso schnell und bereit, sich bei der geringsten verd�chtigen Bewegung zur Seite zu werfen und gleichzeitig zuzuschlagen.</p><p>Aber ihre Vorsicht war unbegr�ndet.</p><p>Das Zimmer war leer. D�sterrotes Licht und ein fremdartiger, stechender Geruch hingen in der Luft, auf dem pilzf�rmigen Tisch aus verrostetem Eisen standen Teller und Schalen mit den Resten einer Mahlzeit, und direkt neben der T�r lag ein achtlos fallen gelassenes Kleidungsst�ck, aber von seinem Bewohner war keine Spur zu sehen.</p><p>Skar tauschte einen raschen, fragenden Blick mit Titch und schob sein Schwert in die Scheide zur�ck. W�hrend der Quorrl mit gez�ckter Waffe neben der T�r stehenblieb, um ihn und den Gang gleichzeitig im Auge behalten zu k�nnen, durchsuchte er die Kammer in aller Eile.</p><p>Er wu�te selbst nicht genau, warum er es tat - an einem leeren Zimmer war nun wirklich nichts Besonderes, schon gar nicht in einem Gebilde wie Caran, das im Grunde aus nichts anderem als leeren Zimmern bestand - <emphasis>sehr vielen </emphasis>leeren Zimmern sogar - aber er sp�rte, da� er sich nicht t�uschte: und da� es Titch genauso erging wie ihm: das Gef�hl von Gefahr war nicht kleiner geworden; im Gegenteil. Es war nicht mehr nur ein <emphasis>Gef�hl- </emphasis>es war Gefahr, eine m�rderische Drohung, die greifbar in der Luft lag.</p><p>Der Anblick des Zimmers jedenfalls erbrachte nichts. Skar durchsuchte es so gr�ndlich, wie dies in aller Hast m�glich war, aber alles, was er fand, waren weitere Beweise daf�r, da� der Raum von seinem Bewohner in aller Hast verlassen worden war. Und da� - Drau�en auf dem Gang erscholl ein gellender Schrei.</p><p>Titch wirbelte herum und st�rzte mit einem einzigen Satz aus der T�r, und Skar flankte kurzerhand �ber den Tisch und raste hinter ihm her. Das <emphasis>Tschekal </emphasis>glitt wie von selbst aus dem G�rtel und sprang in seine Hand. Mit zwei, drei gewaltigen Schritten st�rmte er aus der Kammer, sprang an Titchs Seite und drehte sich erst dann herum, bereit, sich zu verteidigen oder auch anzugreifen, je nachdem.</p><p>Der Korridor hinter ihnen war leer. Nur rotes Licht und Schatten wogten zwischen den rostzerfressenen W�nden. <emphasis>Aber das stimmte nicht. Da war noch etwas. Etwas, das unsichtbar und drohend in der Welt zwischen den Dingen lauerte, und das er kannte...</emphasis></p><p>Verwirrt sah er sich um, schob schlie�lich sein Schwert wieder in den G�rtel und wandte sich an den Quorrl, der geschrien hatte. �Was war los?�</p><p>�Ich ... ich wei� es nicht�, stammelte der Quorrl. Sein Gesicht war bleich, soweit Skar dies in der unsicheren Beleuchtung erkennen konnte, und seine H�nde hielten das Schwert viel fester, als n�tig gewesen w�re. Sie zitterten. Der Blick seiner dunklen, schreckgeweiteten Augen tastete unstet in der roten Dunkelheit hinter Skar.</p><p>�Du wei�t es nicht? Soll das hei�en, du hast einfach <emphasis>nur </emphasis>so geschrien?�</p><p>�Ich ... ich dachte, ich h�tte etwas gesehen, Herr�, antwortete der Quorrl. Es kostete ihn M�he, seinen Blick vom anderen Ende des Ganges zu l�sen; und es gelang ihm nicht vollst�ndig. Der Quorrl war halb wahnsinnig vor Angst. �Einen ... Schatten�, f�gte er unsicher hinzu.</p><p>Ein Quorrl, der schrie, weil er sich vor einem <emphasis>Schatten </emphasis>erschreckt hatte? dachte Skar. L�cherlich. Aber er sah die Warnung in Titchs Blick und drang nicht weiter in den Bastard, sondern wandte sich an den zweiten Quorrl.</p><p>�Und du?�</p><p>�Ich habe nichts gesehen, Herr�, antwortete der Quorrl. �Ich habe in die andere Richtung geschaut.�</p><p>Skar setzte zu einer zornigen Entgegnung an, aber Titch kam ihm zuvor. �Und du hast auch nichts gesp�rt?�</p><p><emphasis>�Gesp�rt? </emphasis>Ich verstehe nicht, was Ihr meint...�</p><p>�Verdammt noch mal, du -� Titch schluckte den Rest seiner w�tenden Entgegnung hinunter und ballte hilflos die Faust. �Irgend etwas ist hier�, sagte er, wieder an Skar gewandt. �Ich wei� es.�</p><p>Er sp�rte es also auch, dachte Skar. Und er sp�rte wahrscheinlich auch, da� es etwas war, was ihnen nicht fremd war, sondern ...</p><p>Er wu�te es nicht. Die Antwort war da, so sicher und zweifelsfrei wie der Schatz an niemals gelerntem Wissen, der tief in ihm schlummerte, aber seinem Zugriff ebenso entzogen. Er wu�te nur, da� es etwas war, dem sie schon einmal begegnet waren.</p><p>Lautlos bewegten sie sich weiter, bis sie die erste Gangkreuzung erreichten und Titch stehenblieb und sich mit einer fragenden Geste an einen ihrer Begleiter wandte. �In welcher Richtung liegt Rowls Kammer?� fragte er.</p><p>Der Quorrl deutete nach rechts.</p><p>�Und dort?� Titch wies mit einer Kopfbewegung nach vorne, dann nach links.</p><p>�Nichts. Nur ein paar R�ume. Die meisten sind leer.�</p><p>�Und in denen, die <emphasis>nicht </emphasis>leer sind?� beharrte Titch.</p><p>�Unterk�nfte�, sagte der Quorrl. �Kammern f�r die Jungen. Waffen. Alles m�gliche eben.�</p><p>Titch �berlegte sekundenlang. Die Worte des Kriegers klangen nicht ehrlich. Auch Skar sp�rte, da� der Quorrl ihnen etwas verschwieg. Aber Titch ging nicht weiter darauf ein, sondern richtete sich wieder auf und deutete mit einem lautlosen Seufzen nach rechts.</p><p>Sie gingen weiter, dicht hintereinander und ganz instinktiv so, da� sie sich gegenseitig Deckung geben konnten, ganz gleich, aus welcher Richtung ein Angriff erfolgen mochte. Kurz bevor sie in den Seitengang einbogen, warf Skar noch einen Blick �ber die Schulter zur�ck.</p><p>Und sah das Gespenst.</p><p>Nat�rlich war es nicht <emphasis>wirklich </emphasis>ein Gespenst. Er sah es nur f�r den Bruchteil einer Sekunde, und er begriff in der gleichen, unendlich kurzen Zeitspanne, da� er das gleiche sah, was den Quorrl hatte aufschreien lassen: Es war eine Gestalt; gro� und mit den buckelig-breiten Proportionen eines Quorrl, aber gleichzeitig anders; mi�gestaltet, wie eine Wachsfigur, die in hei�es Wasser gefallen und aufgequollen war. Das Schemen verschwand zu schnell wieder, als da� Skar Einzelheiten erkennen konnte, aber er hatte einen Eindruck von etwas Schwarzem, Brodelndem, das gleichsam aus dem Quorrl herauszuwachsen schien, ihn dabei aber zugleich auch auffra�, und - Das Ding war fort, noch ehe Skar Gelegenheit fand, einen Schrei auszusto�en, aber was zur�ckblieb, war ein klebriges Gef�hl von Angst, und wieder und ungleich heftiger das Wissen, einer Bedrohung gegen�berzustehen, die nicht neu war. �Worauf wartest du?�</p><p>Skar schrak hoch und herum und registrierte erst jetzt, da� Titch und die beiden Quorrl gute zehn Schritte weitergegangen waren.</p><p>�Nichts�, sagte er unsicher. �Es war...�</p><p>�Nur ein Schatten?� schlug Titch vor.</p><p>�Ja�, murmelte Skar. �Das war es wohl.� Er l�chelte, ein wenig <emphasis>zu </emphasis>�berzeugend, wie er selbst sp�rte. �Geht weiter. Rowl wartet sicher schon auf uns.�</p><p><emphasis>Er - oder jemand anderes. Etwas anderes, </emphasis>wisperte eine Stimme hinter seiner Stirn. F�r einen Moment sah er ihn: die d�rre, zerbrechlich wirkende Kindergestalt seines Dunklen Bruders, die aus den Schatten herausgetreten war und ihm sp�ttisch <emphasis>(oder auffordernd?) </emphasis>zuwinkte und wieder verschwand, ehe Titch oder die beiden anderen ihn sehen konnten.</p><p>Sie fanden weitere, offenstehende T�ren, und untersuchten auch die dahinterliegenden R�ume; die ersten zwei oder drei so gr�ndlich wie den, auf den sie in dem anderen Gang gesto�en waren, dann nur noch mit einem fl�chtigen Blick. Das Ergebnis war �berall das gleiche. Alle R�ume waren leer. H�tte Skar es nicht besser gewu�t, h�tte er geschworen, da� ganz Caran verlassen war.</p><p>Er ging unwillk�rlich langsamer, als sie sich Rowls Kammer n�herten, und auch Titch wurde sichtbar nerv�ser. Etwas war... hier. Es war kein Gef�hl mehr, es war <emphasis>Wissen; </emphasis>als k�nne er mit einem neuen, zus�tzlich erworbenen Sinn pl�tzlich durch die Wand sehen und die Gefahr erkennen, die dort drinnen auf sie lauerte; dasselbe unsichtbare Ding, das schon alles Leben hier drinnen verschlungen hatte und nun auf seine letzten Opfer wartete.</p><p>Dicht vor Titch und mit klopfendem Herzen betrat er den Raum. Niemals zuvor im Leben hatte er eine solche <emphasis>Angst </emphasis>versp�rt wie jetzt.</p><p>Nichts.</p><p>Der Raum war leer und k�hl und von rotem Licht erf�llt wie immer. Die drei Zauberspiegel an der Wand waren erloschen, und in der Luft hing der gleiche, durchdringend-stechende Geruch wie in jenem ersten leeren Zimmer, das sie durchsucht hatten.</p><p>�Verdammt. Wo, zum Teufel, sind sie alle?� Wo war Kiina? �Aber das ist doch unm�glich�, murmelte Titch, der dicht hinter ihm durch die T�r getreten war. �Wir waren keine zwei Stunden fort! Sie k�nnen nicht alle...�</p><p><emphasis>Tot sein? O doch, das k�nnen sie, Bruder. Erinnere dich an Ennarts Worte. Was jetzt geschieht, ist allein deine Schuld. Und er ist kein Mann leerer Drohungen.</emphasis></p><p>Es dauerte Sekunden, bis Skar begriff, da� Titch den Satz nicht zu Ende gesprochen hatte; und da� an dem nachfolgenden Schweigen etwas Erschrockenes, Ungutes war. Mit klopfendem Herzen drehte er sich herum.</p><p>Er war auf Schlimmes gefa�t gewesen, aber die Wirklichkeit �bertraf seine Erwartungen.</p><p>Neben der T�r lag ein toter Quorrl. Er lag auf dem R�cken, die Beine angezogen, den rechten Arm noch im Tod erhoben und die Finger in die Wand gekrallt, und aus seiner Brust ragte der Griff eines Dolches. Aber es war nicht diese Waffe, die ihn umgebracht hatte.</p><p>Seine linke K�rperh�lfte war skelettiert. Aus dem �rmel seines zerschlissenen Wamses ragte eine zerbrochene Skelettklaue; die Knochen lagen so da, wie der Quorrl gest�rzt war, aber auseinandergefallen, denn selbst die Sehnen und B�nder, die ihnen Halt gegeben hatten <emphasis>(noch vor zwei Stunden, Bruder!), </emphasis>waren verschwunden. Seine Kleider waren eingesunken, das linke Hosenbein und der Stiefel scheinbar leer, und die grausame Elimination des Lebens hatte auch vor seinem Gesicht nicht haltgemacht: die linke H�lfte seines Kopfes war ein grinsender, ausgeh�hlter Totensch�del. Hinter der leeren Augenh�hle war nichts mehr. Was immer seinem K�rper dies angetan hatte, hatte auch vor seinem Inneren nicht haltgemacht.</p><p>F�r Bruchteile von Sekunden glaubte Skar noch einmal das Gespenst zu sehen, diese b�se verquollene Karikatur eines Quorrl, von etwas Gro�em, Verquollenem befallen, das wie rasend schnell wuchernder Krebs aus seinem K�rper hervorgekrochen war.</p><p>Skar versuchte, seinen Widerwillen zu �berwinden und sich den Leichnam des Quorrl genauer anzusehen, aber es fiel ihm sehr schwer. Obwohl es ein Quorrl und kein Mensch war, ersch�tterte ihn der Anblick mehr, als irgend etwas zuvor. Vielleicht war es die entsetzliche Vereinigung von Leben und Tod, das schreckliche Totenkopfgrinsen auf der einen und der fassungslose, abgrundtief entsetzte Ausdruck auf der anderen Seite des zweigeteilten Quorrl-Gesichtes.</p><p>Er bewegte die Schwertspitze zum G�rtel, wie um die Waffe wieder in ihre H�lle zu schieben, f�hrte die Bewegung dann aber nicht zu Ende, sondern behielt das <emphasis>Tschekal </emphasis>in der Hand, als er neben dem Toten niederkniete. Titch und die beiden Quorrl r�hrten sich nicht, sondern starrten voller Unglauben und Entsetzen auf den toten Krieger herab, so da� es an Skar war, den Leichnam genauer zu untersuchen. Skar begriff den Grund f�r Titchs Entsetzen. Wahrscheinlich h�tte er es umgekehrt auch Titch �berlassen, w�re dieser Tote ein <emphasis>Mensch </emphasis>gewesen. �Was hat ihn umgebracht, Skar?� fragte Titch. Seine Stimme war nur noch ein Hauch, ein entsetztes Fl�stern, erf�llt von abgrundtiefem Grauen. �Was war es?�</p><p>Statt zu antworten, beugte sich Skar weiter vor und betrachtete den Toten genauer. Der Quorrl lag in einer bereits halb erstarrten Lache dunkler Fl�ssigkeit, die Skar im ersten Moment f�r Blut gehalten hatte. Jetzt sah er, da� das nicht stimmte: die Pf�tze war zu gro�, und der Geruch stimmte nicht - es war der gleiche, fremdartig-vertraute Geruch, der ihm schon vorher aufgefallen war. Skar bewegte sich in der Hocke einen halben Schritt zur�ck, um der schwarzen Fl�ssigkeit nicht zu nahe zu kommen; er hatte das Gef�hl, da� es besser war, wenn er sie <emphasis>nicht </emphasis>ber�hrte. Skar schluckte den bitteren Klumpen hinunter, der in seiner Kehle sa�, hob das Schwert und ber�hrte mit der Spitze die Schl�fe des Totensch�dels. Der Knochen zerbr�ckelte wie eine d�nne Schicht aus Gips, eine leere Schale, unter der nichts mehr war. Was immer ihn angegriffen hatte <emphasis>(Was immer? Aber du wei�t doch ganz genau, was es war, Bruder. Du hast es GESEHEN!), </emphasis>hatte sein Fleisch, seine Muskeln und seine Organe verzehrt und auch dem Knochen seine Festigkeit genommen, ehe es zu dieser glitzernden schwarzen Pf�tze geworden war; wahrscheinlich im gleichen Augenblick, in dem der Quorrl starb. Skar betrachtete nachdenklich den Dolch, der den Quorrl und das, was ihn befiel, get�tet hatte - und dann wu�te er es. Die Antwort war so klar, da� er sich sekundenlang fragte, wieso er es nicht sofort gemerkt hatte.</p><p>�Es ist die Kreatur, Titch�, murmelte er. Er sah auf, begegnete dem Blick des Quorrl und sah das gleiche Begreifen und Erschrecken darin wie in sich selbst.</p><p>�Sie ist hier! Die gleiche Kreatur wie in Drasks Burg!� Vielleicht war sie die ganze Zeit �ber hiergewesen, ein unvermeidbarer Teil von allem, was die <emphasis>Sternengeborenen </emphasis>erschaffen und hinterlassen hatten. Vielleicht hatte er sie <emphasis>mitgebracht.</emphasis></p><p>�Aber du hast sie vernichtet!� sagte Titch. �Sie ist tot, Skar!� Das stimmte. Aber wer hatte je gesagt, da� es nur diese <emphasis>eine </emphasis>Kreatur gab? Sie hatten ein Wesen geschaffen, das eine ganze <emphasis>Welt </emphasis>erobern sollte!</p><p>Er stand auf und entfernte sich ein paar Schritte von dem Toten, und auch Titch und die beiden anderen Quorrl wichen jetzt fast hastig aus seiner unmittelbaren N�he zur�ck, als f�rchteten sie, sich zu besudeln oder anzustecken, wenn sie ihm zu nahe kamen.</p><p>�Wo sind die anderen?� fragte Titch. �Rowl und die Krieger?� <emphasis>(Und Kiina?) </emphasis>�Sie k�nnen nicht alle -�</p><p>�Nein�, unterbrach ihn Skar; so hastig, da� er selbst begriff, wie gro� seine Angst war, Titch k�nnte recht haben mit dem, was er sagen wollte. �Nein. Wir h�tten Spuren finden m�ssen.� Skelette. <emphasis>Kiinas skelettierter Leichnam, verkr�mmt und in einer Pf�tze aus schwarzem brodelndem Schleim liegend, der... </emphasis>Es kostete Skars gesamte Kraft, das Bild aus seinem Kopf zu verscheuchen und sich wieder an Titch zu wenden.</p><p>�Wir h�tten Spuren gefunden�, sagte er noch einmal. �Sie m�ssen geflohen sein. Rowl ist ein intelligenter Mann - er wird die Gefahr erkannt haben und geflohen sein.� Er mu� es sein. Er <emphasis>mu� </emphasis>einfach, weil dies die einzige Chance f�r Kiina war, noch am Leben zu sein.</p><p>Er wandte sich an einen der beiden Bastarde: �Gibt es einen... eine Zuflucht?� fragte er. �Einen Ort, an den ihr euch zur�ckzieht, falls... falls Caran angegriffen wird?�</p><p>�Nein, Herr�, antwortete der Quorrl. �Das ist nicht vorgesehen. Niemand... Caran ist unangreifbar. Rowl hat uns immer gesagt, da� nichts hier eindringen kann. Er hat gesagt, wir w�ren sicher.�</p><p>Ja, dachte Skar d�ster. Vor jedem Feind, der von <emphasis>au�en </emphasis>kam. Nicht vor einem, der schon auf sie gewartet hatte, lange, ehe sie �berhaupt kamen.</p><p>�Wir m�ssen sie finden�, sagte er bestimmt. �Sie m�ssen hier sein. Irgendwo. Es mu� einen Ort geben, an den...� Er stockte, starrte eine Sekunde lang an Titch vorbei ins Nichts und setzte dann neu an. �Wo ist Rowls Quartier?�</p><p>Einer der beiden Quorrl sah weg. Der andere hielt seinem Blick stand, wurde aber zunehmend nerv�ser. �Ich ... verstehe nicht. Das hier -�</p><p>�Du verstehst verdammt gut!� unterbrach ihn Skar. �Ich rede nicht von dem hier. Das ist euer Thronsaal, euer ...� Er suchte nach Worten. �Nenn es, wie du willst, aber es ist nicht Rowls Schlafraum, oder?�</p><p>�Nein�, gestand der Quorrl.</p><p>�Dann bring uns dorthin�, verlangte Titch.</p><p>Der Quorrl z�gerte, und Titch ergriff ihn w�tend an der Schulter und zwang ihn, sich herumzudrehen und den Toten neben der T�r anzusehen. �Es sei denn, du willst sein Schicksal teilen. Willst du das?�</p><p>Das wirkte. Der Quorrl sch�ttelte erschrocken den Kopf, l�ste Titchs Hand von seiner Schulter und deutete auf die T�r. Sie verlie�en den Raum und gingen zur�ck in die Richtung, aus der sie gekommen waren.</p><p>Titch fiel ein paar Schritte zur�ck und signalisierte Skar mit Blicken, es ihm gleich zu tun. �Was, zum Teufel, macht dich so sicher, da� sie dort sind?� fragte er im Fl�sterton.</p><p>�Nichts�, antwortete Skar. Er sah sich nerv�s um. Der Gang war leer wie vorhin, aber der Anblick des toten Quorrl machte es ihm unm�glich, auf seine innere Stimme zu h�ren. Er war halb wahnsinnig vor Angst, und er sah unentwegt den Leichnam des Quorrl vor sich; aber er trug Kiinas Gesicht. �Aber Rowl ist ein vorsichtiger Mann. H�ttest du dich allein auf diese Mauern verlassen?�</p><p>�Ich w�re erst gar nicht hierhergekommen�, grollte Titch. Aber er wu�te, was Skar meinte, und nickte gleichzeitig. �Wenn es einen Ausgang aus dieser Falle gibt, dann dort�, behauptete Skar mit sehr viel mehr �berzeugung in der Stimme, als er wirklich empfand. Er klammerte sich einfach verzweifelt an die Hoffnung, da� es so war.</p><p>Sie fanden noch mehr tote Quorrl, nachdem sie die Gangkreuzung wieder erreicht hatten und nach rechts abgebogen waren: zwei, drei Krieger, die ebenso grausam oder schlimmer verst�mmelt schienen wie der, den sie als ersten gefunden hatten, aber auch einige, die fast unversehrt schienen; zumindest auf den ersten Blick.</p><p>Dann sah Skar etwas, das ihn unvermittelt stehenbleiben und neben einem der Toten in die Hocke sinken lie�.</p><p>Der Quorrl wies - von dem Schwerthieb, der ihn get�tet hatte abgesehen - keine sichtbaren Verletzungen auf, aber �ber der Brust war sein Hemd eingesunken, und auch unter seinem Leib glitzerte eine Lache dieser dunklen, schlierigen Fl�ssigkeit, die verriet, was <emphasis>wirklich </emphasis>f�r seinen Tod verantwortlich gewesen war. Und seine rechte Faust umklammerte etwas. Etwas Kleines, Gelblichgr�nes, von der Gr��e einer Kinderfaust...</p><p>Skar wollte die Hand danach ausstrecken, aber einer der Quorrl kam ihm zuvor. Er schrie auf, stie� Skar brutal von den F��en und zur Seite und b�ckte sich blitzschnell nach dem Toten. Skars warnender Schrei kam zu sp�t.</p><p>Es ging rasend schnell, und trotzdem sah Skar alles fast �bernat�rlich klar und deutlich, denn seine Sinne arbeiteten mit jener phantastischen Sch�rfe, die sich nur in Momenten absoluter Gefahr einstellte: der Quorrl ri� das Ei an sich und fuhr in der gleichen Bewegung herum und zur�ck, Crons Brut wie einen kostbaren Schatz gegen die Brust gedr�ckt und die linke Hand mit dem Schwert drohend erhoben.</p><p>Und fast in der gleichen Sekunde zerplatzte das Ei. Etwas Kleines, sich Windendes mit einem d�nnen peitschenden Schwanz und zu vielen Beinen kroch heraus, bohrte sich durch die Panzerschuppen des Quorrl und verschwand in seinem Arm. Der Krieger stie� einen keuchenden, halberstickten Schrei aus, taumelte zur�ck und gegen die Wand und lie� sein Schwert fallen. Sein Gesicht verzerrte sich vor Qual, w�hrend er den Arm in die H�he ri� und aus hervorquellenden Augen auf seine Hand starrte. Etwas <emphasis>bewegte sich unter seinen Schuppen, </emphasis>kroch, wand und schl�ngelte sich in seinem Arm nach oben und dehnte sich dabei rasend schnell aus.</p><p>Titch schrie auf, warf sich mit einem gewaltigen Satz nach vorne und stie� ihm das Schwert ins Herz.</p><p>Der Krieger starb ohne einen Laut. Er st�rzte, rollte in einer letzten, zuckenden Bewegung auf den R�cken und lag dann still. Sein aufgebl�hter Arm sank in sich zusammen wie eine mit Luft aufgeblasene Tierhaut, in die jemand ein Loch gesto�en hatte. Eine schwarze Fl�ssigkeit quoll zwischen seinen Schuppen hervor und sammelte sich zu einer �belriechenden Pf�tze.</p><p>Skar wandte angeekelt den Blick ab und stemmte sich hoch. �Gro�er Gott, Skar, wir... wir haben es <emphasis>mitgebracht.� </emphasis>stammelte Titch. Er fuhr herum. Seine Hand krallte sich in das Gewand des �berlebenden Bastards und ri� ihn so heftig herum, da� der Quorrl vor Schmerz aufst�hnte.</p><p>�Die Brut!� schrie er. �Die Truhen mit Crons Gelege! Wo sind sie?!�</p><p>�In... in Rowls Privatgemach�, stammelte der Krieger, ohne den Blick von seinem toten Kameraden zu l�sen. �Rowl hat sie in seine R�ume bringen lassen, und -�</p><p>Titch unterbrach ihn mit einem Sto�, der ihn gegen die Wand schleuderte. �Zeig uns den Weg!� schrie er. �Sofort!�</p><p>Der Krieger reagierte nicht. Sein Blick saugte sich am Arm seines toten Kameraden fest, und der aufgebrochenen gr�nlichen Eih�lle, von der noch Fetzen zwischen seinen Fingern klebten. Seine Lippen bewegten sich, aber anstelle von Worten kamen nur hilflose, wimmernde kleine Schreie dar�ber.</p><p>Titch knurrte und hob die Faust, um ihn zu schlagen, aber Skar fiel ihm in den Arm, schob ihn mit schon etwas mehr als sanfter Gewalt ein St�ck zur Seite und wandte sich mit einem besorgten Blick an den Bastard. Der Quorrl stand kurz davor, nicht nur die Beherrschung, sondern g�nzlich den Verstand zu verlieren. Er schien gar nicht bemerkt zu haben, was Skar und Titch taten. Sein Blick irrte wie hypnotisiert zwischen den beiden toten Quorrl hin und her. Er zitterte am ganzen Leib.</p><p>�Bitte�, sagte Skar leise, aber so eindringlich, wie er konnte. �Zeig uns den Weg. Du mu�t nicht mitkommen, wenn du nicht willst.�</p><p>Der Quorrl schien wie aus einem Traum zu erwachen. M�hsam hob er den Kopf, starrte auf Skar herab und blickte dann erneut seinen toten Kameraden an. F�r ihn mu�te der Anblick hundertfach schlimmer sein als f�r Skar. Skar war erschrocken und angeekelt gewesen, aber f�r den Quorrl bedeutete das Geschehen mehr; ungleich mehr. Skar versuchte sich vorzustellen, was <emphasis>er </emphasis>empfunden h�tte, w�re diese Scheu�lichkeit aus einem <emphasis>menschlichen </emphasis>Kind hervorgekrochen. Er verfolgte den Gedanken vorsichtshalber nicht sehr weit.</p><p>�Bitte�, sagte er noch einmal.</p><p>Der Quorrl hob unsicher die Hand. �Dort... vorne�, fl�sterte er. �Die vierte T�r.�</p><p>Skar drehte sich herum, hob sein Schwert auf und ging in die angegebene Richtung. Nach einer Sekunde folgte ihm Titch, und nach einigen weiteren Augenblicken h�rten sie, wie sich auch der Quorrl von seinem Platz l�ste und mit schnellen Schritten hinter ihnen herlief. Wahrscheinlich war f�r ihn nichts was sie erwarten konnte so schlimm, wie die Vorstellung, allein mit seinen beiden toten Kameraden zur�ckzubleiben; jetzt, wo er <emphasis>wu�te, </emphasis>was sie umgebracht hatte.</p><p>Sie rannten jetzt beinahe, aber auf den letzten Schritten zu Rowls T�r wurden sie langsamer, bis der Quorrl schlie�lich stehenblieb und sich auch Skar nur noch auf Zehenspitzen bewegte; was an sich v�llig unsinnig war, denn welcher Gegner auch immer auf der anderen Seite der T�r warten mochte, er <emphasis>wu�te, </emphasis>da� sie kamen.</p><p>Skars Herz h�mmerte zum Zerspringen, als er das Schwert hob und die T�r damit aufstie�.</p><p>Es war wie ein Blick in einen Alptraum.</p><p>Fr�her einmal mu�te dieser Raum behaglich - oder wenigstens halbwegs <emphasis>wohnlich - </emphasis>eingerichtet gewesen sein, aber daran erinnerten jetzt nur noch Schemen: ein Bild, das von der Wand gefallen und auf die bemalte Seite gest�rzt war, ein umgest�rzter Stuhl mit zersplittertem Bein, bunte Stoffetzen, die einmal als Vorh�nge das allgegenw�rtige Rostrot der W�nde zu kaschieren versucht hatten... dies alles war vernichtet und zerbrochen, zerst�rt wie in einem Anfall rasender Wut, aber auch diese Zerst�rung war noch einmal zerst�rt worden, von etwas, das danach gekommen war, und gr�ndlicher.</p><p>Der Boden gl�nzte unter einer feuchten, schlierig-klaren Schicht. Die Luft stank so durchdringend, da� das Atmen zur Qual wurde. Die skelettierten Reste von sieben, acht Quorrl lagen auf dem Boden oder zerbrochen �ber St�hlen und dem breiten Bett, dessen Seidenbezug schwer und dunkel vom Blut der <emphasis>Sternenbestie </emphasis>geworden war.</p><p>Skar machte einen unsicheren Schritt in den Raum hinein, trat ein St�ck zur Seite und sah sich aufmerksam um. Hinter ihm schoben sich Titch und der Quorrl durch die T�r und blieben ebenfalls stehen.</p><p>Die beiden Truhen standen aufgebrochen direkt neben der T�r. Sie waren leer. Ihre Schl�sser waren aufgebrochen, die Deckel zerborsten wie von Axtschl�gen, und der rotviolette Samt, mit dem sie ausgeschlagen gewesen waren, zerfetzt und zum Teil herausgerissen. Die Eier waren verschwunden; nur einige leere Schalen zeugten von dem, was geschehen war.</p><p>�Sei vorsichtig�, fl�sterte Titch, als Skar sein Schwert einsteckte und behutsam n�her an die Kisten herantrat. Skar nickte, wu�te aber gleichzeitig, da� er nichts zu bef�rchten hatte. Die Truhen waren jetzt nichts mehr als leere, nutzlose Beh�lter, deren t�dliche Fracht l�ngst ausgeschl�pft oder an einen anderen Ort gebracht worden war.</p><p>Er blieb wieder stehen, starrte in die Truhe hinab und ballte in hilflosem Entsetzen die Hand zur Faust. Es geh�rte nicht viel Phantasie dazu, sich auszumalen, was geschehen war. Die Toten hier im Zimmer mu�ten die Wachen sein, die Rowl sicherlich bei seinem kostbaren Besitz zur�ckgelassen hatte, vielleicht auch Bedienstete, die die Brot pflegen und �ber ihre Sicherheit wachen sollten. Skar wu�te nicht, was sie get�tet hatte - vielleicht ein Fehler der Bestie, die zu schnell und zu brutal zuschlug, ehe sie lernte, da� lebende Wesen sterben konnten, wenn man ihnen ihre K�rper zu schnell nahm, vielleicht waren auch andere Quorrl hereingekommen, und es hatte einen Kampf gegeben. Es spielte keine Rolle - am Ende hatten sie gesiegt und den Tod hinaus in die G�nge Carans getragen. Zu Rowl. Zu Kiina.</p><p><emphasis>Und sie hatten ihn hierhergebracht!</emphasis></p><p>Als h�tte er seine Gedanken gelesen, sagte Titch in diesem Moment: �Was haben wir getan, Skar?�</p><p>�Nichts�, antwortete Skar automatisch. �Wir haben nichts getan, Titch. Das ist Ennarts Werk. Und vielleicht meines�, f�gte er leiser hinzu. �Er hat... mich gewarnt. Ich h�tte nicht zur�ckkommen d�rfen.�</p><p>�Haben ... <emphasis>sie </emphasis>das getan?� stammelte der Bastard. �Die Ssirhaa?�</p><p>�Vielleicht�, antwortete Skar. Aber vielleicht auch nicht, f�gte er in Gedanken hinzu. Vielleicht hatte der <emphasis>Bestimmer </emphasis>auf Crons Hof diesmal etwas anderes getan, als sich die Eier nur <emphasis>anzusehen, </emphasis>und vielleicht waren diese beiden Truhen von Anfang an nicht f�r Ninga, sondern f�r Caran bestimmt gewesen.</p><p>Aber wenn es so war, dann bedeutete das ...</p><p>Er weigerte sich, den Gedanken zu Ende zu denken und drehte sich wieder zu Titch und dem zweiten Quorrl um. Er wollte es nicht, aber seine Zunge gehorchte ihm nicht mehr. Gegen seinen Willen h�rte er sich selbst fragen: �Wie viele seid ihr?�</p><p>Der Quorrl z�gerte. Sein Gesicht war grau vor Schrecken, und er sah Skar auch jetzt nicht an. Sein Blick irrte unstet durch den Raum. �Ich... darf euch das nicht sagen�, antwortete er schlie�lich.</p><p>Titch fuhr herum und funkelte ihn an, aber wieder hielt Skar ihn mit einem warnenden Blick zur�ck.</p><p>�Ihr seid f�nfhundert, nicht wahr?�</p><p>Der Quorrl starrte ihn an, schwieg. In seinem Gesicht arbeitete es.</p><p>�Es ist so�, behauptete Skar. �Ihr seid viele; vielleicht Tausende, wie Titch glaubt, aber hier drinnen seid ihr nur f�nfhundert.�</p><p>�Ungef�hr�, gestand der Quorrl widerwillig.</p><p>Titch keuchte, als er begriff, was Skar mit seinen Worten sagen wollte. �F�nfhundert -�</p><p>�F�nfhundert Eier f�r f�nfhundert Quorrl�, sagte Skar grimmig. �Cron hat es gewu�t, Titch. Diese Kisten waren niemals f�r den Goldenen Tempel in Ninga bestimmt.�</p><p>�Niemals!� behauptete Titch. �Das ist unm�glich, Skar! Er konnte nicht wissen, da� wir nach Ninga gehen!�</p><p>�Er hat uns selbst hierher geschickt!�</p><p>�Cron war kein Verr�ter!� beharrte Titch.</p><p>�Cron vielleicht nicht�, sagte Skar. �Aber m�glicherweise der, den wir f�r Cron gehalten haben.�</p><p>Titchs Augen wurden weit. �Wei�t du, was du da sagst?� <emphasis>Sie sind Meister der L�ge, Bruder. </emphasis>Und eine L�ge mu� nicht immer <emphasis>gesprochen </emphasis>sein. Skar nickte. �Ja. Cron war nicht Cron.� <emphasis>Sowenig wie Ennart Ennart war. Oder Ian Ian. Oder...</emphasis> Aber das war nicht alles. Das schlimmste, ersch�tterndste Wissen, das diese Erkenntnis mit sich brachte, sprach er nicht laut aus. Wenn es wirklich so war, dachte er, dann bedeutete es nichts anderes, als da� der <emphasis>Daij-Djan versucht hatte, sie zu sch�tzen, als er in jener Nacht die Kisten aufbrach, um die Eier zu vernichten.</emphasis></p><p>�Nein�, fl�sterte Skar. �Das... das kann nicht sein.� Es war unvorstellbar. Unm�glich.</p><p>�Was?� fragte Titch.</p><p>Skar sah auf und begriff erst jetzt, da� er den Gedanken laut ausgesprochen hatte. Er wollte antworten, irgend etwas sagen, aber er konnte es nicht. Seine Kehle war wie zugeschn�rt. Sein Blick glitt an Titchs Gesicht ab und suchte die T�r, und er erblickte einen schwarzen tiefenlosen Umri� in der roten D�mmerung des Ganges.</p><p>Der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>sah ihn an, und der b�se Hohn in seinen gar nicht vorhandenen Augen war erloschen und hatte einem Ausdruck tiefer, ehrlich empfundener Trauer Platz gemacht. <emphasis>Ich konnte es dir nicht sagen, Bruder. Du h�ttest mir nicht geglaubt. Es gibt Dinge, die lernt man nur durch Schmerz.</emphasis></p><p>Titch drehte sich langsam zur T�r; folgte seinem Blick. Aber sein Gesicht blieb starr. Er sah den <emphasis>Daij-Djan </emphasis>nicht; so wenig wie vorher. Das <emphasis>Ding </emphasis>von den Sternen war Skars ganz pers�nliche H�lle, sein privater D�mon, der nun in ihm und nur f�r ihn existierte und den andere nur sehen konnten, wenn er es <emphasis>wollte. </emphasis>Und was jetzt und hier geschah, das ging nur sie an. Skar begriff mit einem Male, warum der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>vorhin so widerstandslos nachgegeben hatte, als er Ennart gegen�berstand. Er hatte da schon gewu�t, da� er am Ziel war. Er hatte gesiegt; es spielte keine Rolle, ob Skar sich noch einmal der Illusion hingab, ihm entkommen zu sein oder nicht.</p><p>Der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>hob die Hand. <emphasis>Komm zu mir, Bruder. Nimm meine Hand, und das Leiden hat ein Ende. F�r uns beide.</emphasis> Skar begann zu zittern. Langsam, unsicher, wie von einer Macht gelenkt, die st�rker war als sein eigener Wille, wandte er sich vollkommen um und trat zwischen Titch und dem Bastard hindurch, der ausgestreckten Hand des <emphasis>Daij-Djan </emphasis>entgegen; und der Erl�sung, die sie versprach.</p><p>Titchs Pranke fiel schwer wie ein Stein auf seine Schulter herab, und die ungeheure Kraft der Ber�hrung und der Schmerz, den sie mit sich brachte, ri� ihn in die Wirklichkeit zur�ck. F�r Bruchteile von Sekunden hatte die Gestalt der <emphasis>Sternenbestie </emphasis>noch Substanz, dann wurde sie v�llig zu einem Schatten und verschmolz schlie�lich mit der roten D�mmerung des Ganges. Skar schlo� die Augen, blieb sekundenlang reglos und zitternd stehen und atmete h�rbar aus. Titch sagte nichts, aber er sah ihn auf eine Art an, die Skar begreifen lie�, da� er <emphasis>wu�te.</emphasis></p><p>�Danke�, fl�sterte er.</p><p>Titch l�chelte; fl�chtig und ganz kurz nur, aber in einer Art so ehrlicher, tief empfundener Freundschaft, wie Skar sie niemals zuvor versp�rt hatte, w�hrend der Blick des Quorrl irritiert zwischen seinem und Titchs Gesicht hin und her irrte. Aber auch der Bastard wagte es nicht, etwas zu sagen, als sp�rte er, da� zwischen den beiden ungleichen Wesen etwas vorging. Und es war Titchs Ber�hrung, die Last seiner starken hornigen Pranke auf Skars Arm, der das Etwas in Skar noch einmal - vielleicht zum letzten Mal - am Erwachen hinderte. F�r einen kurzen Moment bekam der Schl�fer noch einmal die Oberhand, und der ewige Traum ging weiter.</p><p>Aber schon der fl�chtige Hauch der Wahrheit, der Skars Bewu�tsein gestreift hatte, erf�llte ihn mit neuem Wissen. Zweierlei: Er sp�rte, da� es zu Ende ging - seine Zeit lief jetzt ab, unwiederbringlich und schnell. Und er wu�te, wo Rowl und Kiina waren, wenn sie noch lebten. Es gab nur einen einzigen Ort in diesem Labyrinth aus Stahl und roter Dunkelheit, an dem sie sicher waren.</p><p>Fast behutsam l�ste er Titchs Hand von seiner Schulter und wandte sich wieder an den Quorrl. �Die Katakomben�, sagte er. �Die H�hlen unter Caran - gibt es noch einen anderen Weg dorthin?�</p><p>Wieder z�gerte der Quorrl, und wieder tat er es auf jene ganz bestimmte Art und Weise, die Skar erkennen lie�, da� er ihnen etwas verschwieg.</p><p>�Wie kommst du darauf, da� sie dort sind?� fragte Titch. �Rowl hat davon gesprochen�, antwortete Skar. �Mehrmals. Ich an seiner Stelle h�tte versucht, dorthin zu kommen.� <emphasis>Weil es der einzige Ort in dieser Festung ist, wo sie - vielleicht - sicher sind. Der einzige Ort, bis zu dem Ennarts Macht nicht reicht. Und wei�t du auch, warum? Weil dort etwas anderes, Schlimmeres regiert.</emphasis></p><p>Er ignorierte das Fl�stern des <emphasis>Daij-Djan, </emphasis>so gut er konnte, und machte eine fast flehende Geste zu dem Bastard. �Bitte! Willst du hier oben sterben?�</p><p>�Wie sie?� f�gte Titch mit einer Geste auf die toten Quorrl im Raum hinzu.</p><p>Der Bastard deutete ein Kopfsch�tteln an. �Nein�, murmelte er. Sein Blick suchte den Skars, und f�r einen zeitlosen Moment waren es nicht seine Augen, sondern die des <emphasis>Daij-Djan, </emphasis>in die Skar sah. <emphasis>Auch er wird sterben, Bruder. Ein weiterer Toter mehr auf deinem Weg zu mir.</emphasis></p><p>�Es gibt... einen geheimen Fluchtweg, Herr. Niemand... wei� davon. Nur Rowl und ein paar Eingeweihte.�</p><p>�Und du geh�rst dazu?�</p><p>Statt direkt zu antworten, wandte sich der Quorrl um und ging zur jenseitigen Wand, wobei er einen gewaltigen Bogen um die beiden aufgebrochenen Kisten schlug. Er bewegte sich langsam; Skar sp�rte, wie schwer es ihm fiel, zu tun, was sie von ihm verlangten. Es war das letzte, vielleicht bestgeh�tetste Geheimnis Carans, das sie ihn preiszugeben zwangen, und Skar war nicht einmal sicher, da� er es wirklich aus Angst tat; oder gar, weil sie ihn �berzeugt hatten. Vielleicht war das <emphasis>Ding </emphasis>in ihm einfach schon zu stark, als da� er ihm widersprechen konnte. Der Quorrl hob die Hand und ber�hrte eine Stelle an der Wand. Ein helles, durchdringendes Klacken erscholl. In der rotbraunen Canyonlandschaft aus Rost und Rissen erschien ein mannshoher Kreis, als sich ein tonnenschweres Segment der Wand wie von Geisterhand zu bewegen begann; langsam, mit drehenden, schraubenden Bewegungen, wie der Deckel eines �bergro�en metallenen Beh�ltnisses. Ein Schwall eisiger Luft schlug ihnen entgegen, die gleiche, furchtbare K�lte, die Skar schon bei seinem ersten Ausflug in die verbotenen Katakomben unter dem Berg gesp�rt hatte.</p><p>Skar und Titch traten n�her, z�gerten aber beide noch, den zum Vorschein gekommenen Gang zu betreten - vor allem, weil es kein Gang war: hinter dem st�hlernen Deckel lag eine schr�g in die Tiefe f�hrende, spiegelglatte Fl�che, die sich in einer engen Spirale nach unten schraubte. Der Stollen war selbst f�r Skar nicht hoch genug. Titch und der Quorrl w�rden kriechen m�ssen; und Skar war nicht sicher, da� sie auf dem glatten Boden nicht den Halt verlieren w�rden.</p><p>�Wohin f�hrt das?� fragte Titch.</p><p>�In die Katakomben, Herr�, antwortete der Quorrl. �Es gibt einen Tunnel, der aus Caran herausf�hrt - zwei, drei Meilen weiter westlich in den Bergen.� Er sprach unsicher, stockend und mit gro�en Pausen zwischen den einzelnen Worten. �Vielleicht haben sie es geschafft.�</p><p>Titch machte eine auffordernde Handbewegung. �Dann geh. Wir folgen dir.�</p><p>Der Quorrl r�hrte sich nicht.</p><p>�Worauf wartest du?� fragte Titch ungeduldig. Ein mi�trauisches Funkeln glomm in seinen Augen auf. �Wenn dieser Weg sicher ist, dann geh ihn als erster.�</p><p>�Einer... mu� zur�ckbleiben, Herr�, antwortete der Quorrl. Sein Blick wich dem Titchs aus und saugte sich an den Toten auf dem Boden fest. �Die T�r l��t sich nur von hier aus schlie�en.� Titch schwieg betroffen, und auch Skar hatte f�r Augenblicke M�he, sich seinen Schrecken nicht zu deutlich anmerken zu lassen. Er glaubte pl�tzlich zu wissen, was all die Toten auf dem Weg hierher und hier drinnen zu bedeuten hatten. Er sah den Quorrl an, aber diesmal wich der Krieger seinem Blick nicht aus. Erstaunlicherweise entdeckte Skar in seinen Augen aber auch keine Spur von Angst.</p><p>�Gibt es ... keinen anderen Weg?� fragte er.</p><p>Titch blickte �berrascht, und der Quorrl deutete ein Kopfsch�tteln an. �Geht�, sagte er. �Erschlagt ein paar von ihnen f�r mich.�</p><p><emphasis>Und genau das ist der Grund, aus dem wir hier sind, </emphasis>dachte Skar bitter. <emphasis>Weil zu viele so gedacht haben - wie du, mein Freund. Weil sie alle und immer so gedacht haben. Das ist der Grund, aus dem aus Enwor eine H�lle geworden ist. Aus dem alles, was von seiner Gr��e geblieben ist, Waffen und die namenlosen Schrecken der Vergangenheit sind.</emphasis></p><p><emphasis>Und aus dem es uns gibt, Bruder, </emphasis>f�gte eine fl�sternde schwarze Stimme in seinem Kopf hinzu.</p><p>Trotzdem sagte er: �Ich verspreche es.�</p></section><section><title><p id="_22">22.</p></title><p>Tageslicht, drei oder vielleicht auch vier Stunden sp�ter: ein winziger Fleck, scheinbar noch Meilen entfernt, wie eine zerbrochene M�nze, die im Sonnenlicht gl�nzte. Skar wu�te kaum noch, woher er die Kraft nahm, zu gehen. Seine Glieder schienen Zentner zu wiegen, und sein R�cken schmerzte, als h�tte jemand einen Dolch hineingesto�en. Er hatte sich verletzt, auf dem Weg nach unten, und er hatte Titch verletzt; vermutlich sehr viel schwerer als sich selbst. Was sie f�r einen Gang gehalten hatten, war eine R�hre aus spiegelglattem Metall gewesen, die in immer enger werdenden Windungen nach unten f�hrte, ein Fluchtweg im wahrsten Sinne des Wortes, auf dem es kein Zur�ck mehr gab. Was ihm vermutlich das Leben gerettet hatte, war der simple Zufall gewesen, da� Titch als erster durch die verborgene T�r getreten war: sie hatten beide den Halt verloren, kaum da� sie ein paar Schritte gemacht hatten, und waren in immer enger - und schneller! - werdenden Spiralen nahezu senkrecht nach unten gerast. W�re der Quorrl <emphasis>hinter </emphasis>ihm gewesen, h�tte er Skar mit seinem K�rpergewicht wahrscheinlich zermalmt, als die R�hre sie nach endlosen Minuten in den finsteren Kellergew�lben Carans ausspie.</p><p>So war es Skar gewesen, der mit der Wucht eines lebenden Geschosses in den R�cken des Quorrl traf. Er hatte sich das rechte Knie geprellt, und sein Armstumpf war aufgebrochen und hatte wieder zu bluten begonnen, denn er hatte ganz instinktiv versucht, den Sturz mit den H�nden aufzufangen; Verletzungen, die schmerzhaft und hinderlich, aber nicht besonders gef�hrlich schienen. Was mit Titch war, wu�te er nicht. Wie es seine Art war, hatte der Quorrl kein Wort dar�ber verloren, aber er bewegte sich m�hsam und blieb in immer k�rzeren Abst�nden stehen - angeblich, um sich zu <emphasis>orientieren - </emphasis>und manchmal, wenn er glaubte, Skar sehe es nicht, zuckte sein Gesicht vor Schmerz. Skar hatte den dumpfen Laut und das Knirschen in Titchs R�cken sehr wohl geh�rt, als er gegen ihn prallte. Er mu�te dem Quorrl mehrere Rippen gebrochen haben; wenn nicht schlimmeres. Was danach kam ...</p><p>Selbst Skar war sich nicht sicher, was von dem, woran er sich erinnerte, wirklich geschehen und was blo�e Einbildung gewesen war. War ihm der obere, bewohnte Teil Carans unheimlich und fremd vorgekommen, so kam in diesen unterirdischen G�ngen noch eine sp�rbare Feindseligkeit hinzu; ein Gef�hl, als begingen sie einen Frevel, allein dadurch, da� sie hier waren. Dieser Ort war nicht von Menschen und nicht f�r Menschen gemacht; und auch nicht f�r Quorrl. Skar wu�te jetzt, was Rowl gemeint hatte, als er davon sprach, da� es nicht gut war, hier herunter zu kommen.</p><p>Sie hatten auch hier unten Skelette gefunden; acht, vielleicht zehn Quorrl, die im Tod �bereinandergest�rzt waren, so da� ihre Zahl nur noch zu sch�tzen war, und einen Bastard-Krieger, der scheinbar unversehrt schien. Und einmal hatte Skar geglaubt, am Ende des Stollens, durch den sie gingen, einen mi�gestalteten Schatten zu sehen, war aber nicht sicher gewesen, so da� er es vorzog, Titch nichts von seiner Beobachtung zu erz�hlen. Zumindest waren sie nicht angegriffen worden. Die einzige konkrete Gefahr, der sie begegneten, waren zwei der eisernen Spinnentiere gewesen, die ihren ruhelosen Weg durch die Keller Carans zogen. Sie waren ihnen ausgewichen; einmal leicht, das zweite Mal nur, indem sie so lange rannten, bis sich der Gang teilte und im letzten Moment eine andere Abzweigung nahmen als das Eisentier. Titch hatte auch den Umstand, da� Skar die alptraumhafte Kreatur kannte, ohne ein Wort hingenommen. Vielleicht begriff auch er, da� mit Skar etwas geschah; vielleicht war er auch nur einfach zu sehr verletzt, um sich auf mehr als das absolut Notwendige zu konzentrieren.</p><p>Skar hoffte, da� es nicht so war. Seine eigenen Kr�fte lie�en jetzt so rasch nach, da� er manchmal zu sp�ren glaubte, wie das Leben aus ihm herausflo�, ein dunkel pulsierender Strom, der aus unsichtbaren Wunden in seiner Seele rann und ihn schw�cher und schw�cher werden lie�, mit jedem Schritt. Er war nicht mehr in der Lage, zu k�mpfen. Titch war endg�ltig zu seinem Schwert und seiner Faust geworden.</p><p>Als h�tte der Quorrl seine Gedanken gelesen, blieb er in diesem Augenblick wieder stehen und lehnte sich schweratmend gegen die Wand. Als er Skars besorgten Blick bemerkte, zwang er sich zu einem L�cheln und deutete auf die zerbrochene M�nze am Ende des Ganges. �Das dort vorne mu� der Ausgang sein, von dem der Krieger gesprochen hat�, sagte er.</p><p>Skar nickte m�hsam. Auch er wankte vor Schw�che. Sie mu�ten Meilen gelaufen sein, aber das war es nicht allein.</p><p><emphasis>Wie lange noch? </emphasis>dachte er. <emphasis>Eine Stunde? Zwei? Wie lange noch, bis das Gift, das er in Elay eingeatmet hatte, seinen K�rper endg�ltig verbrannte?</emphasis></p><p>Instinktiv streckte er die Hand aus, um gleich dem Quorrl irgendwo Halt zu finden, aber er war zu weit von der gegen�berliegenden Wand entfernt, und selbst die Anstrengung, die beiden Schritte dorthin zu tun, erschien ihm zu gro�. Ohne direkt auf Titchs Bemerkung zu antworten, ging er weiter, und nach Sekunden h�rte er, wie sich der Quorrl von der Wand abstie� und ihm mit schleifenden, ungleichm��igen Schritten folgte.</p><p>Der Weg schien kein Ende zu nehmen. Der winzige Fleck aus flackernder gelber Helligkeit schien sich von ihnen zu <emphasis>entfernen, </emphasis>statt n�her zu kommen, und Skar war auf diesem letzten St�ck des Weges mehr als einmal nahe daran, einfach aufzugeben. Die Verlockung war gro�: einfach aufgeben, sich auf den kalten Boden zu legen und die Augen zu schlie�en, ein vielleicht langsamer, aber sanfter Tod.</p><p>Aber dann w�rde er Kiina niemals wiedersehen, und das allein war der Grund, aus dem er sich zwang, weiterzugehen, wie eine Maschine, die zu nichts anderem gemacht war als dazu, einen Fu� vor den anderen zu setzen, und nichts anderes konnte. Schlie�lich blieb Titch wieder stehen und sagte etwas, aber Skar war so ersch�pft, da� er einfach weiterging, bis der Quorrl ihn am Arm zur�ckhielt.</p><p>�H�r�, sagte er warnend.</p><p>Skar lauschte. Zuerst h�rte er nichts au�er dem Rauschen seines eigenen Blutes und dem Wispern Carans, das nur in seinem Kopf Realit�t war, aber nach einer Weile vernahm er ein anderes Ger�usch - eine Mischung aus Lauten, einzeln nicht zu identifizieren, die in ihrer Gesamtheit aber etwas ergaben, was er nur zu gut kannte: Schreie, das Klirren von Metall, Schritte, das Kreischen sterbender Pferde und Quorrl...</p><p>�Sie k�mpfen�, sagte Titch.</p><p>Skar war zu m�de, um ihn zu fragen, wer da gegen wen k�mpfte, oder gar warum. Er blickte den Quorrl an, und es fiel ihm schwer, sich zu besinnen, wer er war. Warum sie in diesem kalten, roten Gang waren, <emphasis>wo </emphasis>sie waren. Er nickte, machte einen weiteren Schritt - und taumelte mit einem Schrei gegen die Wand, als Titch ihm so wuchtig die H�nde in den R�cken stie�, da� er glaubte, seine Rippen m��ten brechen. Ungeschickt fing er die �rgste Wucht des Anpralles mit den Unterarmen auf und fuhr zornig herum.</p><p>Er sah die Bewegung aus den Augenwinkeln und zog instinktiv den Kopf zwischen die Schultern. Ebenso instinktiv und ohne zu denken hob er die Arme in die H�he, um sein Gesicht zu sch�tzen. Etwas klatschte weich und widerlich feucht gegen seine hochgerissenen Unterarme und schleuderte ihn ein zweites Mal gegen die Wand.</p><p>Erst dann erkannte er seinen Gegner.</p><p>Es war ein Quorrl - und doch wieder nicht. Seine Beine und die untere H�lfte des K�rpers waren normal, aber was dar�ber lag, war ein Alptraum aus zerfetztem Stoff und aufgedunsenem, brodelndem schwarzen Gewebe, das zum Doppelten seiner normalen Gr��e angeschwollen schien, kaum mehr ein erkennbarer K�rper, sondern eine formlose, zuckende Masse aus pulsierender Schw�rze, aus deren oberem Teil Skar ein einzelnes, mi�gestaltetes Auge anstarrte.</p><p>Skar versuchte sein Schwert zu ziehen, aber das grauenerregende Etwas, in das der Parasit den Quorrl verwandelt hatte, lie� ihm keine Chance. Sein verkr�ppelter K�rper suggerierte eine Plumpheit, die ganz und gar nicht da war. Das Ungeheuer sprang vor, packte ihn und schleuderte ihn mit f�rchterlicher Wucht zu Boden. Eine riesige, feuchte Hand, schwammig und aufgedunsen, aber noch immer von unmenschlicher St�rke, pre�te Skar zu Boden, w�hrend sich die andere Pranke seinem Gesicht n�herte. Zwischen den halb zusammengewachsenen Fingern glitzerte etwas Kleines, Gelblichgr�nes.</p><p>Der Anblick lie� Skar aufschreien. Mit einer verzweifelten Anstrengung ri� er sich los, versuchte zur Seite und aus der Reichweite des mutierten Quorrl zu gelangen und gleichzeitig sein Schwert zu ziehen. Es gelang ihm, aber die Waffe behinderte ihn mehr, als sie nutzte. Er stolperte �ber seine eigene Klinge, taumelte ein zweites Mal gegen die Wand und stie� blindlings zu. Das <emphasis>Tschekal </emphasis>glitt scheinbar widerstandslos in das aufgebl�hte Fleisch der Quorrl-Brust und t�tete den Angreifer auf der Stelle, aber im gleichen Moment ber�hrte dessen Pranke Skars H�fte und zerbrach die Eih�lle. Ein kleines, schwarzes Etwas mit haarigen Beinen und d�nnen scharfen Z�hnen wirbelte heraus und bohrte sich in Skars Haut.</p><p>Skar erstarrte. Wie in Trance sah er zu, wie sich die rasiermesserscharfen Z�hne des winzigen Monsters in seine Haut gruben und rissen, seine Beine rasend schnell zu arbeiten begannen, wie kleine scharfkantige Scheren, die die gewaltsam geschaffene �ffnung vergr��erten und - erstarrten.</p><p>F�r eine Sekunde hockte die schwarze Scheu�lichkeit einfach reglos da, jetzt wirklich wie eine fette schwarze Spinne, die sich in Skars H�fte verbissen hatte, dann begann sie pl�tzlich zu zittern, versuchte r�ckw�rts zu kriechen, ihre F�nge aus Skars Bein zu ziehen.</p><p>Und starb.</p><p>Skar sah es nicht nur - er <emphasis>f�hlte </emphasis>es. F�r die gleiche, winzige Zeitspanne, in der sich die Z�hne der Kreatur in sein Fleisch gebohrt hatten, hatten sich auch andere, unsichtbare F�nge in seinen Geist gew�hlt, wei�gl�hende Str�me aus Schmerz und unvorstellbarem Ha�, der jedes bi�chen Menschlichkeit in ihm auszul�schen drohte. Aber pl�tzlich war der Druck fort. F�r den Bruchteil einer Sekunde glaubte Skar einen lautlos gellenden Schrei zu h�ren, den Todesschrei einer Kreatur, die bisher nicht einmal gewu�t hatte, da� es so etwas wie den Tod �berhaupt gab, dann verhallte auch er, und im gleichen Moment fiel das kleine Ungeheuer von seinem Bein. Sein K�rper begann sich aufzul�sen, kaum da� es den Boden ber�hrt hatte.</p><p>Skar taumelte. Der Tunnel schwankte vor seinen Augen wie das Deck eines Schiffes im Sturm. �belkeit breitete sich in seinem Leib aus, gefolgt von Schw�che und ein heftiges Schwindelgef�hl.</p><p><emphasis>�Skar!� </emphasis>Titch sprang vor und fing ihn auf, als er zusammenbrach. Der Quorrl schrie etwas, aber Skar verstand ihn nicht, denn er verlor f�r Sekunden das Bewu�tsein.</p><p>Als er die Augen wieder aufschlug, lag er auf dem Boden, der linke Arm des Quorrl st�tzte seinen Kopf, und Titchs Gesicht hing nur einen Fingerbreit �ber dem seinen. Der Quorrl hatte auf seinen Pulsschlag gelauscht.</p><p>Skar richtete sich st�hnend in eine halb sitzende Position auf, versuchte Titchs Arm beiseite zu schieben und registrierte mit einem Gef�hl von Resignation und Bitterkeit, da� ihm selbst dazu die Kraft fehlte. Irgendwie brachte er das Kunstst�ck fertig, nach Titchs Arm zu greifen und sich daran in die H�he zu ziehen. Er stand, aber er wankte. Die Wunde an seinem Bein brannte wie Feuer.</p><p>Titchs H�nde hielten ihn immer noch, und der Quorrl lie� auch nicht los, als Skar versuchte, seinen Arm beiseite zu schieben. Sein Blick glitt besorgt �ber Skars Gesicht. �Gro�er Gott, ich dachte, es w�re vorbei�, sagte er.</p><p>�Wo ist er... so pl�tzlich hergekommen?� murmelte Skar. Er sah Titch an, aber die Gestalt des Quorrl wankte und verbog sich immer wieder vor seinem Blick, als betrachte er sie durch einen Zerrspiegel.</p><p>�Er mu� hier gewartet haben. Wahrscheinlich wimmelt es hier unten von diesen ... diesen...� Er suchte sekundenlang vergeblich nach Worten, zuckte schlie�lich mit den Schultern und lehnte Skar wie ein krankes Kind gegen die Wand. Pedantisch �berzeugte er sich davon, da� er aus eigener Kraft stehen konnte, ehe er sich umdrehte und in die Hocke ging, um den Quorrl zu untersuchen, der Skar angegriffen hatte.</p><p>Skar sah bewu�t in eine andere Richtung. Der Quorrl war tot, und das, was immer in ihm gewesen war, auch; gestorben im gleichen Augenblick, in dem sein Wirt starb. Ein Parasit, dachte Skar. Sie waren nichts anderes als Parasiten, winzige, m�rderische Monstren, die in die K�rper ihrer Opfer eindrangen und ihr Fleisch in... etwas <emphasis>anderes </emphasis>verwandelten. Aber sie t�teten sie nicht, sowenig wie das Netz seine Opfer get�tet hatte. Was sie taten, war tausendmal schlimmer.</p><p>�Sie m�ssen Rowl und die anderen verfolgt haben�, sagte Titch, als er sich nach einer fl�chtigen Untersuchung des toten Quorrl wieder aufrichtete. �Wahrscheinlich haben wir nur Gl�ck gehabt, bisher auf keinen von ihnen zu sto�en. <emphasis>Du </emphasis>hast Gl�ck gehabt�, f�gte er betont hinzu. �Eine halbe Sekunde sp�ter, und du hat...�</p><p>Er brach mitten im Wort ab. Seine Augen weiteten sich, als sein Blick auf die heftig blutende, daumentiefe Wunde in Skars H�fte fiel.</p><p>�Du ... du hast es nicht get�tet�, fl�sterte er. In seiner Stimme war ein Entsetzen, das Skar im ersten Moment nicht einmal verstand. �Du hast -�</p><p>�Es ist gestorben, als es mich gebissen hat, ja�, sagte Skar. Er sah, wie Titch noch einmal und nicht weniger heftig erschrak, und pl�tzlich war im Blick des Quorrl etwas Neues, Ungutes, das Skar schaudern lie�. Er versuchte zu l�cheln und einen Scherz zu machen, um die Situation zu entspannen. �Kiina behauptet ja schon lange, da� ich manchmal ungenie�bar bin.� Aber Titch blieb ernst. Das Entsetzen in seinen Augen wurde eher noch tiefer. �Es ... es tut dir nichts�, fl�sterte er.</p><p>Skar hielt seinem Blick stand, aber es fiel ihm schwer, unendlich schwer. Der Quorrl schien innerlich zu Eis zu erstarren, und Skar sp�rte, wie sich etwas zwischen ihnen �nderte. Ein falsches Wort, vielleicht nur eine falsche Betonung - oder auch etwas, das er <emphasis>nicht </emphasis>sagte - und alles w�re zu Ende.</p><p>�Vielleicht t�tet es nur Quorrl�, sagte er vorsichtig. �Crons Geschenk war f�r Rowl und seine Bastarde gedacht, nicht f�r mich.�</p><p>Titch antwortete nicht, aber Skar sp�rte auch so, da� es die falschen Worte gewesen waren. �Titch�, sagte er. �Bitte! Zieh jetzt keine falschen Schl�sse. Ich bin so �berrascht wie du.� Titch schwieg weitere f�nf, dann zehn Sekunden - und pl�tzlich l�chelte er, nerv�s und gezwungen und nicht sehr �berzeugend. �Schon gut�, sagte er. �Es... tut mir leid, Skar. Wieso werfe ich dir eigentlich vor, noch am Leben zu sein. Gehen wir weiter, ehe noch mehr von diesen Biestern hier auftauchen.� Er gab Skar keine Gelegenheit, zu antworten. So hastig, da� es fast einer Flucht gleichkam, drehte er sich herum und ging dem Ende des Tunnels entgegen.</p><p>Auf den letzten Metern wurde der Weg schwierig. Der Boden stieg pl�tzlich steil an und war mit scharfkantigen Tr�mmern �bers�t oder von Rissen durchzogen, so da� Skar seine ganze Konzentration aufwenden mu�te, um keinen Fehltritt zu tun. Seine H�fte tat sehr weh, und er hatte Schwierigkeiten, das Bein zu bewegen. Die Wunde hatte aufgeh�rt zu bluten, aber ringsum war das Fleisch taub und hart geworden. Es fiel ihm sehr schwer, zu gehen. Selbst, wenn er gewollt h�tte, h�tte er Titch kaum einholen k�nnen, auf den letzten Metern.</p><p>Aber schlie�lich hielt Titch von selbst an und wartete auf ihn. Schwer gegen die Wand gelehnt blieb Skar stehen und blinzelte in das ungewohnt grelle Licht der Sonne hinaus.</p><p>Unter ihnen lag ein gewaltiger, mit hausgro�en Tr�mmern und Felsbrocken �bers�ter Krater. Es war kein Ausgang aus der st�hlernen Festung, sondern das zerborstene Ende eines Stollens, der fr�her einmal viel weiter gef�hrt haben mu�te. Jemand hatte ihn genommen und wie ein d�nnes Schilfrohr einfach entzweigebrochen, und die gleiche, unvorstellbare Kraft hatte auch den Rest des Berges hinweggefegt. Obwohl seine Schw�che ein Ma� erreicht hatte, die ihn selbst so einfache Dinge wie das Atemholen m�hsam werden lie�, sp�rte Skar einen Schauer von Entsetzen, als ihm klar wurde, welch unvorstellbare Gewalten hier vor �onen am Werk gewesen waren; Gewalten, die einfach ein St�ck aus der st�hlernen Festung herausgerissen hatten. Caran setzte sich fort, auf der anderen Seite des gut zwei Meilen messenden Kraters, in dessen Hang sie standen. Skar konnte die g�hnenden L�cher der Tunnel�ffnungen und G�nge auf der anderen Seite erkennen, zusammengedr�ckte S�le und st�hlerne Kammern, von den Hammerschl�gen zorniger G�tter getroffen und zermalmt wie d�nnes Goldblech. Was er f�r Felstr�mmer gehalten hatte, waren Brocken aus geschmolzenem Stahl.</p><p>Titch hob die Hand und deutete schr�g nach unten. In der bizarren Tr�mmerlandschaft bewegten sich... Punkte. Ameisen zwischen kopfgro�en Felsen, deren hektisches Hin und Her Skar die Gr��e dieses Kraters und damit das Ausma� der Zerst�rung erst wirklich klar machten. Gro�er Gott, welche Gewalten hatten sie herausgefordert?</p><p>�Der Hang ist nicht sehr steil�, sagte Titch nachdenklich. Er sah Skar besorgt an. �Schaffst du es?�</p><p>Vor zwei Tagen h�tte Skar nicht einmal �ber die Frage nachgedacht. Jetzt wu�te er die Antwort im ersten Moment wirklich nicht. Der Hang war wirklich nicht besonders steil, daf�r aber sicherlich eine Meile lang, und die G�tter allein wu�ten, was sie dort unten erwarten mochte. Die Gestalten dort unten waren zu weit entfernt, und Skars Sehverm�gen nach der stundenlangen Wanderung durch das rote Licht Carans zu sehr getr�bt, als da� er sie unterscheiden konnte, aber der L�rm, den sie h�rten, sprach eine deutliche Sprache. Er w�rde jedes bi�chen Kraft bitter n�tig haben, dort unten. Vielleicht sollte er sich von Titch helfen lassen. Der Quorrl war stark genug, ihn die ganze Strecke zu tragen, ohne auch nur au�er Atem zu geraten. Aber dann dachte er an den knirschenden Laut, den er geh�rt hatte, als seine Knie Titchs R�cken trafen, und sch�ttelte den Kopf. �Es ... geht schon wieder.�</p><p>Titch sah ihn zweifelnd an, sagte aber nichts mehr, sondern begann schweigend mit dem Abstieg.</p><p>Es war leichter, als Skar bef�rchtet hatte. Der Boden war absch�ssig und mit zahllosen Tr�mmern �bers�t, aber eine Million Jahre Rost und Erosion hatten ihn por�s werden lassen, so da� ihre F��e festen Halt fanden. Dann und wann l�sten sich kleine Tr�mmerlawinen und Wolken von rostrotem Staub unter ihren Schritten, und einmal st�rzte Titch und blieb sekundenlang benommen liegen.</p><p>Der Kampfl�rm nahm allm�hlich zu. Nach und nach konnte Skar Einzelheiten erkennen, obwohl ihnen titanische Stahlfetzen und bis zur Unkenntlichkeit vom Rost zusammengebackene Tr�mmer mehr und mehr die Sicht nahmen: es waren Quorrl, die dort unten k�mpften, Rowls Bastarde auf der einen und Ennarts Tempelgarde aus Ninga auf der anderen Seite; soweit es in dem verzweifelten Handgemenge, dem sie sich n�herten, irgend etwas wie erkennbare <emphasis>Seiten </emphasis>gab. Skar hielt nach dem Ssirhaa und seinen beiden Begleitern selbst Ausschau, konnte sie aber nirgends entdecken. Er sah auch Kiina und Rowl nirgends, gestattete sich aber nicht, deswegen zu erschrecken. Der Krater war gewaltig, und zwischen den Riesentr�mmern auf seinem Grund konnte sich eine ganze Armee verstecken, ohne da� er auch nur eine Spur von ihr sah. Er zog sein Schwert, obwohl er sich dabei fast selbst l�cherlich vorkam - die Waffe lag so schwer und klobig in seiner Hand, da� er M�he hatte, unter ihrem Gewicht nicht die Balance zu verlieren. Er w�rde einfach zusammenbrechen, wenn er versuchte, damit zuzuschlagen; oder auch nur einen Hieb abzuwehren. Er w�rde - �Das ist Rowl!�</p><p>Titchs Schrei ri� ihn zur�ck in die Wirklichkeit. Sein Blick folgte Titchs ausgestreckter Hand und fand eine winzige, in schreiendes Rot gekleidete Gestalt auf der anderen Seite des Kraterbodens. Der Quorrl k�mpfte inmitten einer kleinen Schar Bastarde gegen eine erdr�ckende �bermacht von Ningas Gardesoldaten. Trotzdem schien der Ausgang des Kampfes noch keineswegs festzustehen: Rowls M�nner befanden sich in einer leicht zu verteidigenden Position, und sie k�mpften mit der verbissenen Wut von Wesen, die nichts mehr zu verlieren hatten. Die meisten Gestalten, die reglos auf dem Boden lagen, trugen die schreiend bunten Parader�stungen der Tempelgarde, nicht die schmuddeligen Fetzen der Bastarde.</p><p>�Wo ist... Kiina?� murmelte er.</p><p>�Sie mu� bei ihm sein�, antwortete Titch; eine Spur zu hastig. Er sah Skar an und zog seine Waffe. Sein Gesicht zuckte vor Schmerz, als er die linke Schulter bewegte. �Rowl hat mir versprochen, auf sie acht zu geben. Wenn sie noch lebt, ist sie bei ihm.� Sein Blick wurde durchdringend; und sehr besorgt. �Schaffst du es wirklich?�</p><p>Statt zu antworten, lief Skar los.</p><p>Sie wurden angegriffen, als sie die H�lfte der Distanz zwischen sich und den Bastarden zur�ckgelegt hatten; von einem halben Dutzend Gardesoldaten zugleich. Unter normalen Umst�nden h�tte Skar die Falle bemerkt, aber er war zu schwach und Titch zu schwer verletzt, als da� sie Energie darauf verschwenden konnten, auf ihre Umgebung zu achten. Sie st�rmten zwischen zwei gewaltigen eisernen Tr�mmerbrocken hindurch und sahen sich urpl�tzlich einer Wand aus drohend erhobenen Speeren und Schwertern gegen�ber.</p><p>Titch rannte den ersten Krieger einfach �ber den Haufen, aber dann war der Schwung seines Aufpralles aufgebraucht, und Skar sah, wie er sich unter einem Hieb kr�mmte, den er normalerweise aufgefangen h�tte, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Eine Speerspitze z�ngelte nach seinem Gesicht und verfehlte es um Haaresbreite, dann traf ein Keulenhieb sein rechtes Knie und lie� ihn mit einem Schmerzensschrei zusammenbrechen.</p><p>Skar war mit einem Satz bei ihm und schlug die Lanze beiseite, die ein zweites Mal nach Titchs Kehle stach. Sein <emphasis>Tschekal </emphasis>zerschnitt den Speerschaft wie d�nnes Stroh, aber schon dieser eine, fast kraftlose Hieb kostete ihn das letzte bi�chen Kraft. Er taumelte, fiel selbst neben dem Quorrl auf die Knie und versuchte vergeblich, die Arme zu heben, um den erwarteten Angriff abzuwehren.</p><p>Der t�dliche Hieb kam nicht. Gleich drei Krieger aus Ninga waren auf ihn zugesprungen, aber sie z�gerten. Ihre Waffen waren drohend erhoben, und Skar wu�te, da� er nicht mehr die mindeste Chance hatte, auch nur einen von ihnen abzuwehren, aber er sah auch die Unentschlossenheit auf ihren Gesichtern - und begriff, was sie bedeutete.</p><p>Taumelnd stemmte er sich wieder in die H�he, schwang seine Klinge und hieb ungeschickt nach dem Krieger, der ihm am n�chsten stand. Der Quorrl wich dem Schwertstreich fast spielerisch aus. Aber er machte keine Bewegung zur�ckzuschlagen oder den Hieb auch nur abzublocken, womit er Skar zweifellos die Waffe aus der Hand geprellt h�tte.</p><p>Und dann zogen sich die Krieger zur�ck; so schnell, wie sie aufgetaucht waren. Skar sank m�hsam um Atem ringend gegen einen Tr�mmerbrocken, w�hrend Titch den fl�chtenden Gardesoldaten fassungslos nachblickte. �Was -?�</p><p>�Sie wollen mich lebend, Titch�, fl�sterte Skar. �belkeit stieg in seiner Kehle empor und machte das Sprechen zur Qual. Unter seiner Zunge sammelte sich bittere Galle. Sein Herz schlug pl�tzlich ganz langsam; aber so schwer, da� er jeden Pulsschlag bis in die Fingerspitzen f�hlte. Er versuchte, sich von seinem Halt zu l�sen und auf Titch zuzutaumeln, aber seine Kr�fte versagten.</p><p>�Hilf mir, Titch�, st�hnte er.</p><p>Der Quorrl stemmte sich �chzend in die H�he und kam auf ihn zu, ein riesiger, verzerrter Schatten, dessen Umrisse sich vor Skars Augen aufzul�sen schienen wie ein Spiegelbild auf klarem Wasser, in das jemand einen Stein geworfen hatte. Dahinter kam etwas anderes zum Vorschein, etwas dunkles, spinnengliedriges, d�rres, das Skar sp�ttisch zuwinkte, <emphasis>jetzt, Bruder. Jetzt. Ich habe dir gesagt, da� ich gewinne, so oder so.</emphasis></p><p>Der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>verschwand und wurde wieder zu Titch, und aus der d�rren Insektenklaue wurden die starken H�nde eines Quorrl, der ihn hielt. Skars Knie gaben unter seinem K�rpergewicht nach. Er fiel, sp�rte, wie Titch ihn auffing und ihn st�tzte, als ihm die Kraft fehlte, zu gehen.</p><p>Der n�chste Eindruck, den er bewu�t wahrnahm, war der zahlloser schwerer K�rper, die sich um ihn dr�ngten und einen lebenden Schutzwall f�r Titch und ihn bildeten, eine Gasse aus Quorrl-Kriegern, an deren Ende eine h�nenhafte geschuppte Gestalt in einem flammendroten Mantel stand, die Titch mit einer Mischung aus Erleichterung und Entsetzen entgegensah. Er erinnerte sich nicht, gelaufen zu sein. Sein K�rper hatte einfach weiter einen Fu� vor den anderen gesetzt, aber ohne Titchs Hilfe h�tte er es niemals geschafft. Rings um ihn herum tobte ein Chaos aus Lauten und Bewegungen, die keinen Sinn mehr zu ergeben schienen. Die Quorrl hatten sich in einer Felsspalte aus rotem Stahl verschanzt, und er glaubte zu sp�ren, da� der Kampf ein wenig an Heftigkeit eingeb��t hatte, aber er hatte nicht einmal mehr die Energie, sich darauf zu konzentrieren. Kraftlos sank er auf die Knie herab, lie� sich gegen den kalten Stahl sinken und schlo� die Augen. Schmerzen pulsierten durch seinen K�rper, in immer schnelleren, immer hei�eren Wogen. Er hatte das Gef�hl, innerlich zu verbrennen.</p><p>�Was ist hier los?� fragte Titch, an Rowl gewandt. �Wo sind deine M�nner?�</p><p>Rowl antwortete nicht sofort, sondern beugte sich �ber Skar und blickte ihn sekundenlang mit steinernem Gesicht an, ehe er sich mit einem Ruck umwandte und zu Titch aufsah. �Tot.� Er machte eine knappe, wedelnde Handbewegung. �Das hier sind alle, die noch leben. Aber warum�, f�gte er mit ver�nderter, zischender Stimme hinzu, �fragst du nicht, wo <emphasis>deine </emphasis>Krieger sind, Titch?�</p><p>�Meine ...?� Titch blinzelte irritiert. �Was ... soll das hei�en?� Rowl deutete mit einer zornigen Geste auf den gegen�berliegenden Rand des Kraterwalles. Skar glaubte Gestalten dort oben zu erkennen, Reihen um Reihen gedrungener schuppiger Gestalten in den graubraunen Lederharnischen quorrlscher Krieger, aber das war l�cherlich, es waren Titchs Soldaten, die Krieger, die er nach Enwor gebracht hatte, um gegen die <emphasis>Sternengeborenen </emphasis>zu k�mpfen, M�nner, die...</p><p>Seine Gedanken begannen sich zu verwirren. Jetzt, als die unmittelbare Gefahr �berstanden war, schlugen Ersch�pfung und Schmerzen mit aller Wucht zu. Etwas Gro�es, Dunkles schob sich in sein Bewu�tsein und begann sein Denken einzuweben. Das letzte bi�chen Kraft versiegte, und ein Gef�hl von W�rme und Schwere machte sich in ihm breit: Eine Ersch�pfung, die noch tiefer war als die, die er bisher versp�rt hatte, aber von v�llig anderer, beinahe wohltuender Art.</p><p><emphasis>War das der Tod? </emphasis>dachte er. Aber wenn ja, dann war er anders, als er immer geglaubt hatte, denn der Friede, den der Tod doch angeblich bringen sollte, kam nicht. Trotz der wohltuenden Mattigkeit in seinen Gliedern wurden die Schmerzen in seinem K�rper schlimmer. Skar hatte das Gef�hl, innerlich zu verbrennen, von einem inneren, lodernden Fieber aufgezehrt zu werden. Er glaubte zu sp�ren, wie sich das Fleisch von seinen Knochen l�ste, wie er zerfiel, bei lebendigem Leibe verbrannte von dem kalten Feuer, das er in Elay eingeatmet hatte. <emphasis>Und das auch Kiina t�ten w�rde, denn auch sie hatte der Hauch des Sternenfeuers gestreift.</emphasis></p><p>Der Gedanke gab ihm die Kraft, der Verlockung jener gro�en Ruhe hinter seinen Gedanken zu widerstehen und nach den beiden Quorrl zu sehen. Titch bemerkte die Bewegung aus den Augenwinkeln und h�rte unvermittelt auf, mit Rowl zu streiten. Aber als er in Skars Gesicht sah, erschrak er zutiefst. Seine Augen weiteten sich in pl�tzlichem, entsetzten Begreifen. Mit einer r�den, befehlenden Geste brachte er Rowl vollends zum Verstummen, kniete neben Skar nieder und streckte die Hand aus, wie um ihn zu ber�hren, schrak aber dann im letzten Moment wieder zur�ck. Seine Finger begannen zu zittern.</p><p>�Skar! Du -�</p><p>�Spar dir deinen Atem, wenn du mir sagen willst, da� ich sterbe�, murmelte Skar. �Das wei� ich selbst. Aber gib mir noch ein paar Minuten, ja? So schnell wirst du mich nicht los.� Der scherzhafte Tonfall, in den er die Worte aussprechen wollte, mi�lang kl�glich. Er griff nach Titchs Hand, um sich daran in die H�he zu ziehen, aber der Quorrl reagierte nicht auf die Geste, sondern starrte ihn weiter an. Titch l�chelte sogar, aber der Schrecken in seinen Augen vertiefte sich eher noch. <emphasis>Hatte er sich so ver�ndert, in diesen wenigen Augenblicken?</emphasis></p><p>Beinahe nur noch, um Titch zu beweisen, da� er nicht �bertrieben hatte, streckte Skar abermals und fordernder die Hand aus und lie� sich von dem Quorrl auf die Beine helfen, als er endlich reagierte und seine ausgestreckte Hand ergriff. Er wankte. Hitze und K�lte jagten sich in rasend schnellen, peinigenden Wogen durch seinen Leib, und der bittere Geschmack in seinem Mund wurde unertr�glich.</p><p>Abermals hatte Skar das Gef�hl, da� der Kampfl�rm nachgelassen hatte, aber die dichtgeschlossene Verteidigungslinie der Quorrl, eine wogende Mauer aus Fleisch und blitzendem Metall, verwehrte ihm den Blick. Nur ein kleiner Teil der Bastarde k�mpfte wirklich - der st�hlerne Spalt, in den sich Rowls M�nner verschanzt hatten, war zu schmal, um mehr als vier oder f�nf der riesigen Schuppenkrieger nebeneinander Platz zu bieten. Aber was auf den ersten Blick eine hervorragende Verteidigungsposition schien, konnte nur zu schnell zur Falle werden, wie Skar mit dem ge�bten Blick des Kriegers erkannte. Wenn die �bermacht der Feinde zu gro� wurde, gab es nichts, wohin sich die Quorrl zur�ckziehen konnten. Ganz abgesehen davon, da� sie Pfeilen oder Speeren und anderen Wurfgeschossen praktisch schutzlos ausgeliefert waren.</p><p>Er verscheuchte den Gedanken und hielt nach Kiina Ausschau. Zwischen den Dutzenden riesiger Gestalten, die sich in dem schmalen Spalt dr�ngten, war es schwer, �berhaupt etwas zu erkennen. Aber er sah, da� Kiina nicht hier war.</p><p>Statt dessen sah er sich urpl�tzlich wieder Rowl gegen�ber, der Titch und ihn mit unverhohlener Feindschaft entgegenstarrte. Der Quorrl war verletzt, wie fast alle hier. Das Blut auf seinen Kleidern und der Klinge des m�chtigen Breitschwertes stammte nicht nur von den Gegnern, die er erschlagen hatte, aber der Ausdruck auf seinem breiten Barbarengesicht war nicht der von Schmerz, sondern von Zorn. �Ihr -�</p><p>�Wo ist Kiina?� unterbrach ihn Skar.</p><p>Im ersten Moment sah es so aus, als w�rde Rowl �berhaupt nicht antworten. Dann machte er eine abgehackte, irgendwie zornige Bewegung zum Rand des Kraters hinauf. �Bei deinen <emphasis>Freunden, </emphasis>Satai.�</p><p>Wieder sah Skar nach oben. Seine Augen begannen zu tr�nen, denn er blickte direkt in die Sonne, so da� die gezackte Linie des Kraterwalles zu einem tiefschwarzen Scherenschnitt vor einem blendendhellen Hintergrund wurde, �ber dem sich die Gestalt der Quorrl-Krieger nur als daumengro�e Schatten abhoben. Es war unm�glich, irgend etwas dort oben zu unterscheiden. Trotzdem glaubte er f�r einen Moment, Ennart selbst zu erkennen, der zwischen den Kriegern stand und voller Verachtung und Zorn auf sie herabblickte. Erst dann begriff er, was Rowl <emphasis>wirklich </emphasis>gesagt hatte.</p><p>�Sie -�</p><p>�Wir wurden angegriffen�, fiel ihm Rowl grob ins Wort. Er wirkte unsicher, trotz seines Zornes. Skars Frage hatte ihn von einem Augenblick auf den anderen in die Defensive gedr�ngt; eine Rolle, in der er augenscheinlich nicht sehr viel Erfahrung hatte; und in der er sich auch nicht sehr wohl zu f�hlen schien. �Ein halbes Hundert dieser Hunde haben uns aufgelauert, auf halbem Weg hierher. Sie haben das Menschenjunge mitgenommen. Aber ich glaube, es war noch am Leben.�</p><p>Skar war nicht einmal sehr erschrocken, sondern empfand ganz im Gegenteil eine fast absurde Erleichterung. Ennart hatte den vielleicht einzigen schwachen Punkt erkannt, den er hatte. Aber solange er glaubte, Skar mit dem M�dchen erpressen zu k�nnen, w�rde er Kiina wenigstens nicht umbringen. �Konntest du es nicht verhindern?� fragte Skar m�de.</p><p>In seiner Stimme war kein Vorwurf, aber Rowl fa�te die Worte so auf. Zornig antwortete er: �Verhindern?� schnappte er. �Verdammt, wir sind froh, da� wir noch am Leben sind, Satai! Sie haben uns -�</p><p>�Es ist gut, Rowl�, unterbrach ihn Titch. �Skar hat es nicht so gemeint.� Er machte eine bes�nftigende Handbewegung und warf Skar einen fast beschw�renden Blick zu, ehe er sich wieder an Rowl wandte und mit bewu�t ruhiger, sachlicher Stimme fortfuhr: �Was ist geschehen, Rowl?�</p><p>Der Bastard starrte ihn nur an. Aber eine Antwort war auch nicht n�tig - was sie gesehen hatten, oben und auf dem Weg hierher, war mehr als ausreichend. Nach einer Weile wandte sich Skar m�de um und humpelte zum vorderen Ende des Spaltes, in dem Rowls Krieger sich verschanzt hatten.</p><p>Der fl�chtige Eindruck, den er auf dem Weg hierher gehabt hatte, hatte ihn nicht get�uscht: der Kampf war tats�chlich fast zum Erliegen gekommen. Eine Anzahl Gardekrieger bildete noch immer eine drohende Schlachtreihe, kaum zwanzig Schritte vom Versteck der Bastarde entfernt, und dann und wann flog ein Stein oder ein verirrter Speer in ihre Richtung. Aber es war kein Angriff mehr, sondern nur eine Drohung, ihnen zu sagen, da� sie bleiben sollten, wo sie waren. Er h�rte, wie Titch und Rowl n�her kamen und hinter ihm stehenblieben.</p><p>�Was tun sie?� murmelte Titch verwirrt.</p><p>�Was sie die ganze Zeit �ber getan haben�, grollte Rowl. �Sie spielen mit uns.� Hilflos ballte er die F�uste. �Sie h�tten uns l�ngst vernichten k�nnen. Zehnmal, allein auf dem Weg hierher.� Skars Blick glitt wieder zum Kraterrand hinauf. Er war nicht sicher - aber es schien, als w�re die Reihe stumm dastehender Krieger in Bewegung geraten.</p><p>�Sie warten�, fl�sterte er. �Sie haben auf uns gewartet, Titch. Auf mich.�</p><p>Eine Sekunde sp�ter best�tigte Rowl seinen Verdacht. �Sie kommen.� Er lachte, ein bitterer Laut, der sich fast wie ein Schrei anh�rte. �Jetzt wird sich herausstellen, ob deine legend�ren Krieger wirklich so gut sind, wie man behauptet.�</p><p>�Es ist nicht Titchs Schuld�, sagte Skar. �Sie k�nnen nicht anders, Rowl. Sie gehorchen ihren G�ttern.�</p><p>�G�tter?� Rowl lachte b�se. �G�tter, Satai? Hast du gesehen, was uns dieser <emphasis>Gott </emphasis>angetan hat?�</p><p>�Ja�, antwortete Skar mit einer Geste auf die langsam n�her kommenden Krieger. �Aber sie nicht.�</p><p>Rowl machte eine Bewegung, als fege er seine Worte beiseite. �Warum seid ihr gekommen?� fragte er, zitternd, mit einer Stimme, die fast nur ein Fl�stern war, und trotzdem wie ein Schrei klang. �Warum seid ihr hierhergekommen, du und dieser ... <emphasis>Krieger!� </emphasis>Das Wort wurde zu einer Beschimpfung, so wie er es aussprach. �Alles war gut, bevor ihr gekommen seid.�</p><p>�Nein�, antwortete Titch. �Bevor <emphasis>sie </emphasis>gekommen sind, Rowl. Bevor Ennart und seine Br�der auftauchten.�</p><p><emphasis>Die du geweckt hast, Bruder, </emphasis>f�gte die wispernde Stimme des <emphasis>Daij-Djan </emphasis>in Skars Gedanken hinzu.</p><p>�Alles war gut�, fl�sterte Rowl noch einmal. Er hatte Titchs Worte gar nicht geh�rt. �Ich h�tte euch get�tet, Satai. Ich habe mir geschworen, euch zu t�ten, in jeder Sekunde, seit es begann. Aber ich werde es nicht tun. Ich will sehen, wie ihr unter den Schwertern eurer eigenen Krieger sterbt.�</p><p>�Das werden wir nicht�, sagte Skar. �Keiner wird mehr sterben.�</p><p>Rowl wirkte nur irritiert, aber in Titchs Blick machte sich neuer Schrecken breit, als er begriff, was Skars Worte bedeuteten. �Es ist sinnlos, Titch�, fuhr Skar fort. �Sie wollen nur mich.� <emphasis>Und haben Kiina. </emphasis>�Ich h�tte gleich mit ihnen gehen sollen. <emphasis>SIE </emphasis>Dann w�re das alles vielleicht nicht passiert.�</p><p>�Was f�r ein Unsinn!� Titch begann w�tend mit beiden H�nden zu gestikulieren; gleichzeitig warf er Skar einen fast beschw�renden Blick zu. In der Verfassung, in der Rowl war, mochten schon diese wenigen Worte reichen, da� sich Skar um seinen Kopf redete. Und um den Titchs gleich mit. �Diese... <emphasis>Dinger </emphasis>waren in Crons Gelege, oder? Sie waren f�r Caran bestimmt, von Anfang an. Keiner von uns konnte das wissen.�</p><p>Aber Skar h�tte es wissen m�ssen. Der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>hatte ihn gewarnt, mehr als einmal, und es war so, wie Titch behauptet hatte: er brachte Ungl�ck, den Tod, gleich, wohin er kam, und warum. Er h�tte nicht nach Caran kommen d�rfen.</p><p>�Wer bist du, Satai?� fragte Rowl. �Der Teufel?�</p><p><emphasis>Vielleicht, </emphasis>dachte Skar bitter. Laut sagte er: �Ich bin sowenig der Teufel, wie Ennart ein Gott ist, Rowl. Wenn wir anfangen, so zu denken, dann haben sie gewonnen.�</p><p>�Aber das haben sie doch schon�, murmelte Rowl.</p><p>Und vielleicht hatte er recht, dachte Skar. Vielleicht hatten sie schon gewonnen, noch bevor dieser Kampf begann, und vielleicht hatte er ihnen nicht nur die Freiheit, sondern auch den Sieg geschenkt, damals, an jenem Tag vor langer Zeit in der Brennenden Stadt Combat, als er den Stein der Macht von seinem Platz entfernte und damit das Siegel erbrach, das sie so lange Zeit in ihrem Gef�ngnis gehalten hatte. Vielleicht.</p><p>Der Gedanke weckte die Erinnerungen, und obwohl er es nicht wollte - denn es waren gr��tenteils keine guten Erinnerungen, sondern Momente der Entt�uschung, der Schmerzen und der Angst gewesen - glaubte er alles noch einmal zu erleben. Ihr Weg zur Brennenden Stadt, die verzweifelte Flucht vor den M�chten, die sie geweckt hatten, Velas Triumph und Niederlage, schlie�lich ihr Tod, und - �Sie kommen.�</p><p>Rowls Stimme ri� ihn abrupt ins Hier und Jetzt zur�ck. Skar sah hoch, blinzelte einen Moment verst�ndnislos in Titchs steinernes Gesicht und erkannte voller Schrecken, da� die Krieger weit mehr als die H�lfte der Strecke zur�ckgelegt hatten. Was war mit der Zeit geschehen? Es mu�te fast eine Stunde vergangen sein; und als er in Titchs Gesicht blickte, begriff er, da� es wirklich so war: da� er die ganze Zeit �ber reglos und mit leerem Blick dagestanden und ins Nichts gestarrt hatte. F�r ihn war es, als w�ren nur Sekunden verstrichen.</p><p>Rings um ihn herum griffen die Bastarde nach ihren Waffen und bereiteten sich auf ihren letzten Kampf vor, und auch Skar zog ganz instinktiv das <emphasis>Tschekal </emphasis>aus dem G�rtel und lehnte die Waffe griffbereit neben sich an die Wand. Titchs Krieger waren trotz allem noch zu weit entfernt, um sie anzugreifen, aber Rowls Worte bezogen sich auch nicht auf sie - Skar registrierte mit einer Mischung aus Schrecken und Verbl�ffung, da� es die Gardesoldaten aus Ninga waren, die sich nur einen Steinwurf entfernt erneut zum Angriff formierten. Was hatte Ennart vor? Wenn diese Krieger der zu allem entschlossenen Bastarde wirklich angriffen, w�rden sie vielleicht siegen, aber nur sehr wenige w�rden sich dieses Sieges noch erfreuen k�nnen.</p><p>Titchs Gedanken schienen sich in eine �hnliche Richtung zu bewegen, denn er runzelte ungl�ubig die Stirn und sah erst Rowl, dann Skar an. �Will er seine eigenen Leute in den Tod hetzen, dieser Narr?� murmelte er. �Das ... ergibt keinen...� Er stockte, sah abermals nacheinander Skar und den Bastard an und begann pl�tzlich heftig zu gestikulieren.</p><p>�Es ergibt doch einen Sinn, Rowl!�</p><p>�Ach?� machte Rowl. �Und welchen?�</p><p>�Er hat Angst vor uns, Rowl!� antwortete Titch erregt. �Begreif doch! Er hat Angst, da� die Krieger ihm nicht mehr gehorchen, wenn sie mich sehen!�</p><p>�Wieso?� fragte Rowl und zog eine Grimasse. Sein Ton wurde abf�llig. �H�ltst du dich jetzt auch f�r einen Gott?�</p><p>�Nein�, antwortete Skar an Titchs Stelle. �Aber sie.� Er deutete auf das n�her kommende Heer. �Titch hat recht - es ist die einzige Erkl�rung. Ennart ist nicht sicher, da� die Krieger uns wirklich angreifen, wenn sie Titch bei uns sehen. Versteh doch!�</p><p>Rowl verstand ganz offensichtlich <emphasis>nicht - </emphasis>wie konnte er auch ? �Das sind Titchs Krieger!� fuhr Skar aufgeregt fort. �Es ist <emphasis>sein </emphasis>Heer, Rowl! Es sind die Krieger, die den Treueschwur ihrem eigenen Volk gegen�ber gebrochen haben, um zu Titch zur�ckzukehren! Sie werden nicht angreifen!�</p><p>�Sie tun es bereits, Satai.�</p><p>�Das tun sie nicht! Sie denken, sie greifen <emphasis>euch </emphasis>an. Dich. Die Bastarde. Sie... oder k�nnen nicht ahnen, da� Titch bei uns ist. Wenn wir durchhalten, bis das Heer nahe genug heran ist...�</p><p>�... haben wir eine Chance�, f�hrte Rowl den Satz zu Ende. F�r die Dauer von zwei, drei Atemz�gen machte sich eine verzweifelte Hoffnung auf seinen Z�gen breit. Dann erlosch der Ausdruck so �bergangslos, wie er gekommen war.</p><p>�Es ist sinnlos, Satai�, sagte er. �Selbst, wenn du recht hast und sie uns nicht t�ten, werden sie es tun.� Er wies mit einer Kopfbewegung auf die Tempelgarde. �Oder Ennart selbst. Er wird nicht zulassen, da� Titch ihm den Rang streitig macht.� Nat�rlich hatte er recht, dachte Skar bitter. Der Umstand, da� Ennart die M�nner aus Ninga in den sicheren Tod schickte, bewies ja schon, da� Titchs Hoffnung nicht unbegr�ndet war - f�r seine M�nner <emphasis>war </emphasis>er so etwas wie ein Gott, und im Gegensatz zu Ennart ein Gott, der Gnade und <emphasis>Menschlichkeit </emphasis>kannte und f�r den diese Krieger nicht nur Schwerter und Speere waren, an denen eher zuf�llig lebende Wesen hingen. Selbst, wenn es ihnen gelang, dem Ansturm der Garde lange genug standzuhalten, da� das Heer auf Sichtweite herankam, w�rde er verhindern, da� die Krieger Titch erkannten. Er war vielleicht kein wirklicher Gott, aber er verf�gte zweifellos �ber die <emphasis>Macht </emphasis>eines Gottes. Er blickte �ber die K�pfe der Krieger hinweg zu den Gardesoldaten. Die M�nner hatten sich zum Angriff formiert - in einer Aufstellung, die Skar bei Quorrl noch nie gesehen hatte, wohl aber in zahllosen Schlachten und Scharm�tzeln mit anderen V�lkern. Und er hatte sie f�rchten gelernt: Die Krieger hatten mannsgro�e Schilde vor die K�rper gehoben, zwischen denen gerade genug Platz war, einen Speer oder eine Pfeilspitze hindurchzuschieben. Sie w�rden Rowls Bastarde einfach niederrennen.</p><p>Nachdenklich sah er Titch an. �Hast du noch Kraft?�</p><p>Titch blinzelte. �Das fragst du <emphasis>mich? </emphasis>Wozu?�</p><p>�Ja, wozu, Satai?� fragte Rowl mi�trauisch.</p><p>Skar nahm sein Schwert wieder in die Hand. �Wenn du an seiner Stelle w�rst, Rowl - w�rdest du damit rechnen, da� wir dich angreifen?�</p><p>�Angreifen?� �chzte Rowl. �Ihr wollt -�</p><p>�Es ist die einzige Chance�, fiel ihm Titch ins Wort. Er hatte begriffen, was Skar meinte. �Ich mu� versuchen, durchzubrechen. Wenn ich das Heer erreiche und die M�nner �berzeugen kann, haben wir eine Chance. Auch ein Ssirhaa kann nicht gegen tausend meiner Krieger k�mpfen.�</p><p>�Ihr -�</p><p>�Wir haben keine andere Wahl�, unterbrach ihn nun Skar. Erregung hatte ihn ergriffen. Er sah in Titchs Augen, und f�r einen winzigen Moment war es wieder da, das alte, allzulang vermi�te Gef�hl, an der Seite eines Freundes zu stehen, Schulter an Schulter neben einem Mann zu k�mpfen, auf den er sich hundertprozentig verlassen konnte. Es war albern und pathetisch, aber er sp�rte, da� es Titch in diesem Moment ebenso erging. Und er wu�te, da� es mehr als ein <emphasis>Gef�hl </emphasis>war. Mit Del hatte er es oft erlebt - und sie hatten oft genug K�mpfe gewonnen, die sie eigentlich gar nicht gewinnen konnten.</p><p>�Vielleicht greifen sie uns nicht an�, sagte er, wieder an Rowl gewandt. �Sie m�ssen sich nicht gegen den Ssirhaa stellen. Es reicht, wenn sie Titch und mich nicht aufhalten. Wenn wir Ennart t�ten, haben wir eine Chance.�</p><p>�Ennart... <emphasis>t�ten?� </emphasis>kr�chzte Rowl.</p><p>Titch grinste. �Wir haben �bung darin, wei�t du?�</p><p>�Ihr kommt keine f�nfzig Schritte weit�, sagte Rowl unsicher. �Nicht ohne deine Hilfe�, sagte Titch. �Aber wenn wir diese Barrikade dort durchbrechen...� Er machte eine wedelnde Handbewegung. �Sie wollen Skar, Rowl. Keiner von ihnen wird es wagen, ihn zu t�ten.�</p><p>Rowl war irritiert, verunsichert, und f�r einen Moment tat er Skar beinahe leid. Der Bastard hatte keine Chance gehabt. Titch und er hatten sich so geschickt die B�lle zugeworfen, als w�ren sie ein eingespieltes Team, das seit Jahren nichts anderes tat. Vielleicht war es die Angst, die ihnen die F�higkeit dazu gegeben hatte.</p><p>Schlie�lich nickte Rowl. �Was haben wir schon zu verlieren - au�er unserem Leben?� Er lachte, leise und hart und auf eine Weise, die Skar schaudern lie�, drehte sich wieder zu seinen Kriegern um und rief ein einzelnes, weit schallendes Wort. Die Bastarde griffen an, so schnell und mit solcher Wut, da� selbst Skar f�r einen Sekundenbruchteil vor �berraschung erstarrte. Es gab kein Z�gern, keine Verwirrung oder gar Furcht - die drei Dutzend Krieger st�rmten wie ein Mann aus ihrer Deckung hervor und warfen sich auf den Schildwall der Gardisten, so schnell und mit solcher Wucht, da� selbst dieses Hindernis ihrem Ansturm nur Augenblicke standhielt. Skar beobachtete voller Entsetzen, wie sich ein halbes Dutzend von Rowls M�nnern an den Speeren der Gardesoldaten selbst aufspie�te, zu schnell und von den hinter ihnen heranst�rmenden Kriegern zu sehr bedr�ngt, als da� sie noch ausweichen konnten. Aber schon die zweite Welle der Bastarde spaltete den Schildwall - und ohne ihren Schutz waren die Krieger Rowls M�nnern nicht gewachsen. Die Schlachtreihe wankte, zerbrach binnen weniger Sekunden in zwei ungleiche H�lften und l�ste sich in schierem Chaos auf, als die Bastarde mit der R�cksichtslosigkeit von Berserkern unter den Kriegern zu w�ten begannen.</p><p>Und dann waren sie pl�tzlich mitten drin.</p><p>Skar erinnerte sich nicht einmal, �berhaupt losgelaufen zu sein; vielleicht war er es auch nicht, vielleicht hatte Titch ihn einfach mitgerissen, oder ein Leben lang antrainierte Reflexe und Verhaltensweisen hatten einfach das Kommando �ber seinen K�rper �bernommen, so schnell und gr�ndlich, da� sein Bewu�tsein es nicht einmal mehr gemerkt hatte: von einer Sekunde auf die andere fand er sich inmitten eines w�tenden Handgemenges, das nur aus ineinander verschlungenen Leibern, Bewegung, blitzenden Schwerten, Schreien und Blut zu bestehen schien. Quorrl k�mpften gegen Quorrl, Giganten gegen Giganten, und es war ihm unm�glich, Freund und Feind auseinanderzuhalten. Alles wurde unwirklich. Schw�che und Ersch�pfung waren vergessen, aber auch der Grund, aus dem sie diesen Ausbruch versucht hatten. Er wu�te nicht einmal mehr, warum er �berhaupt hier war, gegen wen er k�mpfte, oder warum. Er hatte den Vergleich selbst oft benutzt, aber nun war es wirklich so - er war zu einer Maschine geworden, einem Ding, das einfach k�mpfte, ganz gleich gegen wen oder aus welchem Grund. Sein Schwert bewegte sich vor und zur�ck, parierte Hiebe, blockte Angriffe ab und griff selbst an, traf und wurde getroffen...</p><p>Es war die H�lle. Skar fiel und wurde von einem Quorrl wieder auf die F��e gezerrt, der eine Sekunde sp�ter von einem anderen Quorrl niedergestochen wurde. Skar hieb blindlings nach dem Angreifer, verfehlte ihn und stolperte weiter. Wieder wurde er getroffen, und wieder fiel er auf die Knie herab, sprang wieder hoch und taumelte weiter.</p><p>Es war wie ein Rausch. Es war sein letzter Kampf, und etwas in ihm schien dies zu wissen und verlieh ihm die volle Kraft eines Berserkers, jedes bi�chen Energie, das in seinem K�rper war, einschlie�lich jener ungreifbaren M�chte, die das Leben in Gang hielten. Er w�rde sterben, selbst wenn er diesen Kampf gewann, das wu�te er, denn die Kraft, die seinen Arm f�hrte, war die Flamme des Lebens selbst, aber er war unf�hig, darauf zu reagieren; nicht einmal mit Angst. Er st�rmte weiter, ein Zwerg inmitten eines tobenden Heeres aus Giganten, der trotzdem von allen am schlimmsten w�tete. Ohne da� er selbst es auch nur sp�rte, war pl�tzlich <emphasis>er </emphasis>es, der Rowls Bastarde anf�hrte, und ebenso unmerklich begannen die Krieger aus Ninga vor ihm zur�ckzuweichen. Statt vor der geballten Macht der Quorrl spaltete sich die Schlachtreihe der Tempelkrieger mit einem Male vor ihm, und mehr als ein Quorrl warf seine Waffe fort und ergriff schreiend die Flucht, als er ihn erblickte, schreiend, einem D�mon gleich, scheinbar unaufhaltsam und unverwundbar, �ber und �ber mit Blut besudelt, seinem eigenen und dem der Quorrl, die er erschlagen hatte, blindlings mit seiner t�dlichen Klinge um sich schlagend, deren jeden Widerstand durchdringender <emphasis>Sternenstahl </emphasis>l�ngst sein Geschick ersetzt hatte.</p><p>Die Krieger aus Ninga wichen immer schneller zur�ck; aus den Angreifern waren l�ngst Verteidiger geworden, die J�ger selbst zu Gejagten. Der gesamte Trupp wankte wie ein einzelner Mann, der schwer getroffen worden war - und dann zerbrach die Schar der Angreifer endg�ltig in zwei Teile, bildete eine Gasse, durch die Skar und die Bastarde fast ungehindert hindurchst�rmten. Wie von weit, weit her h�rte Skar Titch etwas schreien, wandte sich im Laufen um und hielt nach dem Quorrl Ausschau. Er verstand nicht, was Titch rief, aber der Quorrl gestikulierte wild, deutete auf etwas, das vor Skar lag - und prallte pl�tzlich in vollem Lauf zur�ck, so heftig, als w�re er gegen ein unsichtbares Hindernis gerannt.</p><p>Und mit ihm die anderen Bastarde.</p><p>Ihr Vormarsch kam so abrupt zum Stehen, da� Skar sich in gut zehn Schritten Abstand von ihnen fand, ehe auch er stehenblieb und sich in die Richtung drehte, in die Titchs ausgestreckter Arm noch immer deutete.</p><p>F�nfzig Schritte vor ihm, auf einem mannsgro�en Felsen stehend, gro� und golden und hoch aufgerichtet, ein grausames L�cheln auf den Lippen, stand Ennart.</p><p>Er war nicht allein. Am Fu�e des Felsens, den er erklommen hatte, stand eine dicht an dicht geschlossene Reihe aus gut f�nfzig Quorrl, und aus Rissen und Felsspalten, aus Schatten und Winkeln, aus Schluchten und L�chern krochen... Wesen.</p><p>Sie hatten sich weiter verwandelt. Die beiden ver�nderten Quorrl, auf die sie in den Stollen Carans gesto�en waren, waren noch immer als Quorrl zu erkennen gewesen, wenn auch auf entsetzliche Weise entstellt. An den Kreaturen, die sich jetzt um Ennart scharten, erinnerte kaum mehr etwas an die riesigen, stolzen Krieger, die sie einmal gewesen waren. Was auf Skar und die anderen zutaumelte, langsam, schwerf�llig, mit torkelnden, trunkenen Schritten, das waren lebende Alptr�ume aus feuchtem, blasigem Fleisch, brodelnde Klumpen aus schwarzem Schleim, ohne Sinnesorgane, ohne Glieder oder erkennbare Form, riesigen amorphen Schnecken gleich, deren Leiber M�he hatten, nicht auseinanderzuflie�en.</p><p>Einige taten es. Skars Entsetzen war noch viel zu gro�, als da� er der Beobachtung Bedeutung zuma�, aber er sah sehr genau, da� sich mehrere der absurden Kreaturen kaum mehr zu bewegen imstande waren; ihre Deformation hatte ein Ma� erreicht, in dem es keine Muskeln oder auch Knochen mehr in ihrem K�rper zu geben schien; manche waren einfach nur noch Klumpen aus brodelnder schw�rzlicher Masse, die pulsierend dalagen. Hinter ihm erscholl ein gellender Schrei, und Skar fuhr herum. Auch hinter ihnen waren diese f�rchterlichen Wesen aufgetaucht, alptraumhafte Kreaturen, die vor wenigen Stunden noch Rowls Br�der und Freunde gewesen waren, ein gro�er, sich langsam und unerbittlich zusammenziehender Kreis aus fleischgewordenem Wahnsinn, dessen r�ckw�rtige H�lfte j�h zwischen den Tempelkriegern und Rowls M�nnern aufgetaucht war. Langsam, r�ckw�rts gehend und ohne Ennart auch nur eine Sekunde aus den Augen zu lassen, wich Skar zur�ck, bis er wieder neben Titch stand. Der Quorrl hatte sein Schwert mit beiden H�nden gepackt und sah sich wild um, aber in seinen Augen flackerte Panik.</p><p>�Eine Falle!� sagte er. �Das war eine Falle.�</p><p>Nat�rlich war es das, dachte Skar bitter. Der ganze Angriff der Garde hatte keinem anderen Zweck gedient als dem, sie aus ihrem Verstecke herauszulocken, und hierher.</p><p>Schw�che machte sich wie eine warme Fl�ssigkeit in seinem K�rper breit. M�hsam drehte er sich wieder herum, blickte zu Ennart zur�ck und versuchte einen Schritt zu machen. Er taumelte. Titch hielt ihn fest. Skar sch�ttelte seine Hand ab, zwang sich zu einem weiteren Schritt und blieb schwankend stehen. Der Krater begann vor seinen Augen zu verschwimmen, was er sah, war nur noch eine Masse aus grauer und schwarzer Bewegung, in deren Zentrum ein goldenes Funkeln zitterte.</p><p>�Ennart!� Er hatte schreien wollen, aber seine Kehle brachte nur noch ein Fl�stern hervor. Trotzdem war er sicher, da� der Ssirhaa ihn h�rte. Er sp�rte, wie die riesigen goldenen Augen dieses gottgleichen Wesens sich an ihm festsaugten.</p><p>Etwas Gro�es, Schwarzes bewegte sich auf ihn zu. Skar hieb blindlings mit dem Schwert danach, sp�rte, wie das <emphasis>Tschekal </emphasis>etwas traf und zerschnitt, das sich wie feuchter Schwamm anf�hlte, machte einen weiteren Schritt, fiel wieder auf die Knie herab und stemmte sich abermals hoch, das Schwert als Kr�cke benutzend, weil er nicht mehr die Kraft hatte, es zu heben. �Komm her!� fl�sterte er. �Komm hierher, du ... Ungeheuer. K�mpfe mit mir!�</p><p>Irgendwoher nahm er die Kraft, noch einmal das Schwert zu heben und zwei, drei Schritte weiter zu torkeln, ehe er abermals auf die Knie fiel. Und f�r Sekunden kl�rte sich sein Blick, vielleicht beeinflu�t durch Ennarts magische Kraft, der seinen Triumph bis zur letzten Sekunde auskosten wollte.</p><p>�Ich habe dich �bersch�tzt, Satai�, sagte der Ssirhaa. �Ein Mann sollte auch wissen, wann er verloren hat.�</p><p>Skar torkelte weiter. Fiel wieder hin. Qu�lte sich noch einmal auf die F��e und st�rzte erneut. Er f�hlte sein Herz nicht mehr schlagen. Eine unglaubliche K�lte machte sich in seinem K�rper breit. Er wollte aufstehen, erhob sich taumelnd auf die Knie und st�rzte schwer zur Seite. Der Schmerz, mit dem er auf dem Boden aus gerissenem Stahl aufschlug, war seltsam isoliert, wie eine gl�hende Nadel, die durch die allumfassende Schw�rze in seinen Gedanken stach, ohne ihm wirklich weh zu tun. Dunkelrote Nebel breiteten sich in seinem Blickfeld aus. Er konnte noch sehen, aber alle Bewegungen waren mit einem Male sonderbar schnell und abgehackt, gleichzeitig aber auch fast l�cherlich langsam, als w�re die Zeit zerbrochen, in eine viel zu schnelle und eine viel zu langsame H�lfte. Titch rief ihm irgend etwas zu, aber die Worte verwandelten sich auf dem Weg zu ihm in klickende, schrille Ger�usche, die keinen Sinn mehr ergaben.</p><p>Nach einer Ewigkeit h�rte er Schritte. Ein breites, goldfarbenes Gesicht, das zugleich einem Quorrl wie einem Menschen zu geh�ren schien, beugte sich �ber ihn, und Augen voller unstillbarer Gier blickten auf Skar herab. Er sah den Triumph darin, den er erwartet hatte, das Wissen um den sicheren Sieg - aber auch noch etwas anderes. Bedauern. Ein Bedauern, das Skar galt, aber nicht seinem Leben, sondern Entt�uschung jener Art war, auf die man ein unersetzliches Werkzeug betrachten mochte, das zerbrochen war.</p><p>�Du bist ein Narr, Skar�, sagte Ennart. �Warum hast du mich gezwungen, dich zu t�ten?�</p><p>�Du kannst... mich haben�, fl�sterte Skar. Sein Blick suchte Titch und die anderen, aber er sah sie nicht mehr. Der Ring der Ungeheuer hatte sich geschlossen. �Versprich mir... Kiina freizulassen und schenke ihnen das Leben�, fl�sterte er. �Und du kannst... mich haben.�</p><p>Der Ssirhaa seufzte. �Es ist zu sp�t, Satai�, sagte er. �Dem M�dchen wird nichts geschehen, aber sie...� Er sch�ttelte bedauernd den Kopf. Er konnte Titch und die Bastarde nicht am Leben lassen. Nicht nach dem, was sie gesehen hatten.</p><p>�Dann gew�hre ihnen ... wenigstens einen... ehrenhaften Tod�, fl�sterte Skar. Er konnte kaum noch reden. Blut f�llte seinen Mund. Er begann daran zu ersticken.</p><p>�Selbst dein letzter Atemzug gilt einem anderen�, sagte Ennart l�chelnd. �Welch eine Schande, dich so sinnlos zu t�ten. Was f�r eine Verschwendung.�</p><p>Er zog sein Schwert. Skars Blick glitt ohne Furcht �ber die Klinge der gewaltigen Waffe, suchte noch einmal Titch und fand ihn diesmal: Der Quorrl stand R�cken an R�cken mit Rowl, mit gleich zwei Schwertern bewaffnet, bleich vor Entsetzen, aber reglos und ohne eine Spur von Furcht. Zwischen ihm und der Front von Ennarts Ungeheuern war weniger als ein Meter. <emphasis>Nicht so, </emphasis>dachte Skar. <emphasis>La� ihn nicht so sterben. </emphasis>Er hatte nicht mehr die Kraft, zu sprechen, aber Ennarts hoch erhobene Klinge verharrte f�r einen Moment, als h�tte er seine Gedanken gelesen. Ihre Blicke trafen sich. Ennart l�chelte.</p><p>Und Skar dachte: <emphasis>Jetzt, Bruder. Wenn du mich noch haben willst, dann komm.</emphasis> Und der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>kam.</p></section><section><title><p id="_23">23.</p></title><p>Der Flu� war so breit wie ein kleines Meer, mit einer Str�mung, die so rei�end war, da� Skar selbst aus zwei-, oder dreihundert Metern H�he noch die kleinen Wirbel und Strudel erkennen konnte, die die Wucht des dahinschie�enden Wassers in seine Oberfl�che rissen, wie kleine wirbelnde Gespenster aus purer Bewegung, in unabl�ssigem Werden und Vergehen. Die Felswand auf der anderen Seite des Canyons schien Meilen entfernt und kaum h�her als zwei �bereinandergelegte Finger; dabei war sie ein nicht enden wollender Sturz ins Nichts, eine viertel Meile hoch wie die Wand, auf deren Krone er stand, und von einem seit �onen tobenden Sturmwind zu einem Spiegel aus reflektierendem grauen Gestein poliert.</p><p>Skar schlo� den Kragen seines schwarzen Satai-Mantels fester, um vor dem Spr�hwasser gesch�tzt zu sein, das selbst hier oben wie feiner alles durchdringender Nebel in der Luft hing. Es war kalt; auf den Wipfeln der B�ume im Norden lag noch Schnee, und die allgegenw�rtige Feuchtigkeit machte alles noch schlimmer. Sein eigener Atem hing wie grauer Dampf vor seinem Gesicht und vermischte sich mit dem Spr�hregen des Sturzes, und seine Finger prickelten vor K�lte. Vor seinen Stiefelspitzen, nicht einmal eine Handbreit entfernt, endete der Fels. Hinter der vor Feuchtigkeit gl�nzenden, t�ckisch-glatten Kante war das Nichts, ein dreihundert Meter tiefer Fall, dessen blo�er Anblick ihm noch vor wenigen Tagen den Magen herumgedreht h�tte. Jetzt empfand er... nichts. Er h�tte einen Schritt machen und in das tobende wei�e Chaos dort unten eintauchen k�nnen, nur um eine halbe Stunde - oder auch f�nf - sp�ter na� und frierend, aber unverletzt, irgendwo Meilen entfernt ans Ufer des Ningara zu kriechen und sich f�r seine eigene Dummheit zu verfluchen. F�r einen Moment war er fast versucht, es zu tun; einfach nur, um sich selbst zu beweisen, da� er es <emphasis>konnte.</emphasis></p><p>Skar l�chelte. Der Gedanke war verr�ckt, aber er war nicht der erste seiner Art. In den letzten Tagen �berkamen ihn die sonderbarsten Anwandlungen, und manchmal fiel es ihm schwer, ihnen zu widerstehen. Vielleicht war die Unsterblichkeit etwas, mit dem Menschen einfach nicht fertig werden konnten.</p><p>Er verscheuchte auch diesen Gedanken, machte - sich selbst mi�trauend - einen Schritt zur�ck und wandte sich erst dann vollends nach Norden. Ninga, die Verbotenen Inseln und der Goldene Tempel lagen wie eine Spielzeuglandschaft unter ihm, ein blitzendes Schmuckst�ck in einem Diorama aus fleckigem Gr�n und Wei� und dem allgegenw�rtigen Donnern des Sturzes, einem Laut, der jedes andere Ger�usch verschluckte und es hier, weniger als eine Meile von seinem Ursprung entfernt, unm�glich machte, sich zu unterhalten, ohne zu schreien. Es war wie das Br�llen eines Drachen, ein Schrei unstillbarer Wut, der seit einer oder vielleicht auch zehn Millionen Jahren anhielt und niemals enden w�rde, so lange sich diese Welt drehte. Ja, er konnte verstehen, warum die Quorrl ihr gr��tes Heiligtum ausgerechnet <emphasis>hier </emphasis>errichtet hatten. Sie waren ein wildes Volk, trotz allem, und wenn es einen Ort gab, der dem Wort <emphasis>Zorn </emphasis>Gestalt verlieh, so war es der Sturz.</p><p>Skar rief sich in Gedanken zur Ordnung und besann sich auf den Grund, aus dem er hergekommen war. Gleichzeitig gestand er sich ein, da� er auf Titch h�ren und sich die m�hsame Kletterei h�tte ersparen k�nnen. Der Goldene Tempel war ein phantastisches Bauwerk - aber als Festung nicht das Pergament wert, auf dem seine Grundrisse gezeichnet worden waren. Es gab keine Mauern oder W�lle; keine nennenswerten Verteidigungsanlagen; nicht einmal eine M�glichkeit, Schiffe oder Fl��e am Anlegen auf den meilenlangen, vollkommen ebenen Stranden der Insel zu hindern. Heute abend, wenn die Sonne unterging, w�rden sie angreifen, und zwei Stunden sp�ter waren die Inseln in ihrer Hand - Skar war nicht nur sicher, da� es so kam: er <emphasis>wu�te </emphasis>es. Auch das war etwas, was neu war: manchmal <emphasis>wu�te </emphasis>er Dinge einfach. Und das war lange nicht alles. Er hatte das sichere Gef�hl, da� er seine Kr�fte gerade erst zu entdecken begonnen hatte.</p><p><emphasis>Es war so anders gewesen, so v�llig anders, als er erwartet hatte. Der Daij-Djan, sein Dunkler Bruder, war nichts als...</emphasis></p><p>�Skar!�</p><p>Durch das Dr�hnen des Sturzes hindurch ahnte er den Ruf mehr, als er ihn h�rte. Trotzdem sah er auf, hob die Hand �ber die Augen, um sie vor dem Spr�hregen aus nadelspitzen Wassertropfen zu sch�tzen, und sah in die Richtung zur�ck, aus der er gekommen war. Titchs Ruf hatte sich angeh�rt, als komme er aus meilenweiter Entfernung, aber der Quorrl befand sich keine drei�ig Schritte hinter ihm. Seine goldene R�stung gl�nzte vor N�sse, und die Art, in der er das Bein nachzog, verriet Skar, da� er noch immer Schmerzen hatte. Anders als er brauchte der Quorrl Zeit, um die Verletzungen auszukurieren, die er in Caran davongetragen hatte.</p><p>Skar ging ihm entgegen; weniger, um Titch den m�hsamen Weg zu ersparen, als vielmehr, weil es unmittelbar am Rand der Schlucht unm�glich war, miteinander zu reden. Titch blieb stehen, schweratmend, taumelnd vor Ersch�pfung und mit schmerzverzerrtem Gesicht. F�r den Weg, den Skar in einer guten Stunde zur�ckgelegt hatte, mu�te er kaum die halbe Zeit gebraucht haben. Skar hob die Hand und ber�hrte den Quorrl fl�chtig an der Schulter. Kraft flo� wie ein unsichtbarer Strom aus seinen Fingern in den K�rper des Quorrl; er sp�rte, wie Titchs Ersch�pfung einer wohligen Mattigkeit wich und seine Schmerzen auf ein ertr�gliches Ma� schwanden. Er h�tte die Wunden des Quorrl auch heilen und ihn fast so stark und unverwundbar wie sich selbst machen k�nnen - aber das Entsetzen, mit dem Titch diesen Vorschlag abgelehnt hatte, hatte ihn daran gehindert, ihn ein zweites Mal zu machen. Der Quorrl wich auch jetzt fast erschrocken vor ihm zur�ck, kaum da� seine Finger ihn ber�hrt hatten. Aber er protestierte nicht, sondern starrte ihn nur eine halbe Sekunde lang fast feindselig an, ehe er sich mit einem Ruck herumdrehte und auf das bunte Flickenmuster aus Zelten hinabdeutete, zwei Meilen unter ihnen im Tal.</p><p>�Die Sp�her melden Reiter�, sagte er knapp. �M�nner aus Ninga. Du solltest im Lager sein, wenn sie kommen.�</p><p>Sein Blick wich dem Skars aus; wie stets seit <emphasis>(waren es wirklich erst sieben Tage? Skar kam es l�nger vor) </emphasis>sie Caran verlassen und sich auf den Weg hierher gemacht hatten, und wie immer in diesen endlosen Tagen und N�chten <emphasis>(die N�chte waren das Schlimmste, er brauchte keinen Schlaf mehr, und in den endlosen Stunden, die er wach dalag und darauf wartete, da� es wieder Tag wurde, sp�rte er die Einsamkeit am st�rksten), </emphasis>versetzte es seither Skar einen d�nnen, tiefgehenden Stich. Wie immer setzte er dazu an, etwas zu sagen, und wie stets konnte er es nicht. Es war absurd: er hatte die Macht eines Gottes, eine Macht, von der Kreaturen wie Ennart nur getr�umt h�tten, aber all diese ungeheuerliche Macht reichte nicht aus, Titchs Freundschaft zur�ckzugewinnen. Dabei war es so leicht. Vielleicht noch leichter, als er glaubte. Vielleicht h�tte er nur darum zu bitten brauchen. Aber er konnte es nicht. Das war etwas, was ihm verwehrt war, f�r immer. Skar war endg�ltig von der Seite derer, die <emphasis>baten, </emphasis>auf die Seite der <emphasis>Fordernden </emphasis>getreten.</p><p>Er sp�rte, da� er mit seiner Antwort ein wenig zu lange gez�gert hatte. Titch begann nerv�s zu werden. Hastig sagte er: �Es ist gut. Ich komme.� Und ebenso hastig wandte sich Titch um und lief zum Lager zur�ck.</p><p>Skar blickte ihm traurig nach. Es gab keinen Grund f�r diese Eile. Sie h�tten den Weg ebensogut gemeinsam zur�ckgehen k�nnen. Aber Titch mied seine N�he, wo es nur ging. Langsamer als n�tig, nur um Titch nicht in die Verlegenheit zu bringen, laufen zu m�ssen, folgte er dem Quorrl.</p><p><emphasis>Es war so anders, so v�llig anders, als er erwartet hatte. Aber auch der Preis, den er bezahlt hatte, war anders gewesen. Viel h�her. </emphasis></p><p><emphasis>So viel h�her. Warum hast du mir das verschwiegen, Bruder? </emphasis>dachte er.</p><p>F�r Sekunden lauschte er in sich hinein, aber die Stimme des <emphasis>Daij-Djan </emphasis>schwieg. Sie war f�r immer erloschen, in dem Moment, in dem sie eins wurden, und er w�rde sie nie wieder h�ren, weil der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>jetzt <emphasis>er </emphasis>war, so wie er zu der <emphasis>Sternenbestie </emphasis>geworden war.</p><p>Obwohl er sich nicht bem�hte, sonderlich schnell zu gehen, erreichte er das Lager nur wenig nach Titch, denn der Quorrl hatte seine alte Behendigkeit l�ngst noch nicht zur�ckgewonnen. Das Heerlager war in konzentrischen Kreisen errichtet worden, wie alle Quorrl-Lager: ein Wall aus Schilden und hastig gebauten, nichtsdestoweniger aber sehr massiven h�lzernen Barrikaden au�en, hinter denen die Krieger in sorgsam �berlegten Stellungen lagerten - die st�rksten und am besten bewaffneten M�nner au�en, ganz innen die Wagen mit den mitgebrachten Vorr�ten und die Zelte mit den Verwundeten und Kranken. Seine eigene Unterkunft befand sich genau im Zentrum dieses Systems aus �berlappenden Ringen und Kreisen, wie es dem F�hrer eines Heeres zukam, so da� er gezwungen war, jedesmal die H�lfte des Lagers zu durchqueren, wenn er es verlassen oder betreten wollte. Am ersten Tag hatte ihm dies nichts ausgemacht; jetzt litt er darunter. Trotz des Respekts und der Ehrerbietung, die ihm die Quorrl entgegenbrachten, war es ein Spie�rutenlauf. Auch das war etwas, was ihm der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>verschwiegen hatte - da� er noch immer darunter litt, jetzt vielleicht mehr als zuvor. Er verscheuchte auch diesen Gedanken, ging nun doch schneller und betrat das Zelt nur wenige Augenblicke nach Titch. Der Quorrl hatte an einem gro�en, h�lzernen Tisch Platz genommen, auf dem sich eine zweifarbige Karte Ningas und der Heiligen Inseln befand. Ihre R�nder waren mit Nadeln im Holz befestigt, um zu verhindern, da� sie sich aufrollte; kleine, buntfarbene Steinchen markierten die Lage ihres Heeres und das der Verteidiger. Die roten Steine, die die Tempelgarde und die hastig zusammengetrommelten Truppen aus Bauern und Handwerkern markierten, die die Tempelpriester zu Hilfe gerufen hatten, waren in der �berzahl. Aber Skar wu�te, wie wenig <emphasis>Zahlen </emphasis>in diesem Kampf bedeuteten.</p><p>Titch wollte aufstehen, als er das Zelt betrat, aber Skar winkte hastig ab und wandte sich an Rowl, ohne sich mit einer Begr��ung aufzuhalten. �Sie kommen also.�</p><p>Der Bastard nickte nerv�s. �Etwa zwanzig. Ein Priester ist bei ihnen.�</p><p>Skar war nicht �berrascht; wenn, dann allenfalls dar�ber, da� es erst jetzt geschah. Sie waren am vergangenen Abend hierhergekommen, und im Grunde hatte er schon im Laufe der Nacht damit gerechnet, da� ein Abgesandter aus Ninga erschien. Das Heer hatte sich sehr schnell bewegt, f�r ein Heer dieser Gr��e, aber auch ein sich schnell bewegendes Heer war noch immer <emphasis>langsam. </emphasis>Ihr Auftauchen konnte niemanden auf den Verbotenen Inseln �berrascht haben.</p><p>�Was befehlt Ihr, Herr?�</p><p>�Nichts�, antwortete Skar nach kurzem �berlegen. �La� sie herkommen. Ich will den Priester sehen, sobald er eingetroffen ist.�</p><p>�Und die Krieger?�</p><p>Skar zuckte scheinbar gleichg�ltig mit den Schultern. Er verstand die Frage nicht ganz - die M�nner waren Parlament�re, und als solche genossen sie freies Geleit; soviel er wu�te, selbst bei den Quorrl. �Sie kommen nicht als Angreifer�, erinnerte er Rowl. �Nehmt ihnen ihre Waffen ab und la�t sie in Frieden, solange sie ihn nicht selbst brechen. Behandelt sie, wie Quorrl Unterh�ndler behandeln.�</p><p>Rowl nickte und entfernte sich, r�ckw�rts gehend und so schnell, da� er fast �ber seine eigenen Beine gestolpert w�re. Unter anderen Umst�nden h�tte Skar ein Lachen unterdr�cken m�ssen bei diesem Anblick. Jetzt trug er eher dazu bei, seine Verbitterung noch zu vertiefen.</p><p>Auch Titch wollte sich erheben und gehen, aber Skar hielt ihn mit einer Handbewegung zur�ck. �Warte�, bat er. �Ich m�chte mit dir reden.�</p><p>Titch blieb. Aber er erhob sich und blieb auf der anderen Seite des Tisches stehen; eine Haltung, die Respekt, aber auch Distanz ausdr�ckte. �Ja?�</p><p>�Dieser Priester...�, begann Skar unsicher. �Was will er?�</p><p>�Um Gnade bitten. An deine Vernunft appellieren. Dir drohen - was wei� ich?�</p><p>�Du bist ein Quorrl�, erinnerte ihn Skar �berfl�ssigerweise und in sch�rferem Ton, als er gewollt hatte. Aber Titch reagierte nicht mehr darauf. Skar hatte ein einziges Mal Schrecken in seinen Augen gesehen, im ersten Moment, als der Quorrl <emphasis>begriff, </emphasis>und dann nicht mehr. Vielleicht hatte er es von Anfang an gewu�t, tief in sich drinnen. Vielleicht war es ihm auch gleich. �Du bist ein Quorrl!�, sagte er noch einmal, und in - wenigstens versuchte er es - vers�hnlicherem Ton als das erste Mal. Er widerstand der Versuchung, vielleicht zu l�cheln. Er hatte in einen Spiegel gesehen, vor drei oder vier Tagen, und er wu�te, wie sein L�cheln wirkte. Seither versuchte er, es zu vermeiden. �Er wird dir drohen�, sagte Titch nach einer Weile. �Wenigstens wird er es versuchen.�</p><p>�Drohen? Er m��te ein Narr sein, wenn er das t�te. Wir sind dreimal so viele wie sie.�</p><p>�Hat das M�nner, die glauben, Gott auf ihrer Seite zu haben, jemals beeindruckt?� sagte Titch. �Aber du hast nat�rlich recht. Er wird es versuchen, aber er wird selbst nicht daran glauben, da� wir nachgeben. Wir haben gewonnen, Skar. Die Verbotenen Inseln geh�ren dir.�</p><p>Er sagte: <emphasis>dir. </emphasis>Nicht <emphasis>uns. </emphasis>Skar h�rte diesen Unterschied sehr wohl. Und es tat ihm weh. Seltsam - er hatte nicht geglaubt, da� er �berhaupt noch Schmerz empfinden konnte.</p><p>�Und dann?�</p><p>�Wird er dich t�ten�, sagte Titch ruhig. �Oder es wenigstens versuchen.�</p><p>�Bist du sicher?�</p><p>�Nein�, antwortete Titch. �Aber das ist es, was ich t�te, an seiner Stelle.� Er wartete, da� Skar eine weitere Frage stellte. Als diese nicht kam, drehte der Quorrl sich mit einem angedeuteten Nicken herum und ging zum Ausgang des Zeltes, blieb aber dann noch einmal stehen.</p><p>�Du h�ttest Ennart nicht t�ten sollen, Skar�, sagte er leise. �Ich wei�.� Skar seufzte. <emphasis>Er h�tte so vieles nicht tun sollen. Er h�tte so viele nicht t�ten sollen. </emphasis>�Aber es ist nun einmal geschehen. Es war ein Fehler. Aber wir alle machen Fehler.�</p><p>�Auch -�</p><p>�Auch <emphasis>ich�, </emphasis>sagte Skar heftig. Titch hatte etwas anderes sagen wollen, und f�r einen Moment, einen kurzen, schmerzhaften Moment voller fast wahnwitziger Hoffnung, glaubte Skar beinahe, er w�rde es noch immer tun, seine Angst einfach �berwinden und sagen, was er dachte, wie der Quorrl, den er kannte. Aber dann nickte Titch nur, drehte sich mit einem Ruck herum und verlie� mit schnellen Schritten das Zelt.</p><p>Skar war allein. Er war fast immer allein in diesem Zelt, das viel zu gro� f�r einen einzelnen Mann war. Er f�hlte sich einsam. Und wie immer, wenn ihn dieses Gef�hl <emphasis>bewu�t </emphasis>�berkam - es war st�ndig da, aber manchmal verga� er es einfach, wie einen Schmerz, an den man sich im Laufe der Zeit einfach gew�hnte - schien es ihm ein wenig schlimmer als vorher. Wenn es �berhaupt noch etwas gab, das ihn umbringen konnte, dann war es diese Einsamkeit. Selbst das Fl�stern seines Dunklen Bruders war verstummt. Der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>existierte nicht mehr. Er hatte ihn besiegt, f�r alle Zeiten vertrieben, im gleichen Moment, in dem er ihn endg�ltig zum Leben erweckte.</p><p>Skar ging zu dem gro�en, an einen Thron erinnernden Sessel im Zentrum des Prunkzeltes, lie� sich schwer auf die Sitzfl�che fallen und schlo� die Augen.</p><p>Beinahe sofort kamen die Erinnerungen.</p><p><emphasis>Es war so anders gewesen, so v�llig, so grauenhaft anders. Was hatte er erwartet? Da� der Daij-Djan wie eine Chim�re aus den Schatten hervortreten und mit Feuer und Schwert gegen den Ssirhaa und seine Krieger antreten w�rde? L�cherlich. Aber das hatte er auch wirklich gar nicht geglaubt. Ob, es war genau das gewesen, was er sich </emphasis>eingeredet <emphasis>hatte, zu glauben. Was er hatte glauben </emphasis>wollen. <emphasis>Aber die Wahrheit war so einfach wie brutal, und es war diese: der Daij-Djan hatte niemals existiert. Es hatte immer nur ihn gegeben, es war stets er gewesen, Skar, Skar und noch einmal Skar, Skar, der t�tete, Skar, der log, Skar, der verriet, um an sein Ziel zu kommen. O ja, die Bestie war schlau, ein Meister der Tarnung, sie hatte sie alle get�uscht, Titch, Kiina, Anschi, selbst Del, und doch war es so. Skar hatte nicht einmal versucht, eine Antwort auf die Frage zu finden, </emphasis>wie <emphasis>sie es bewerkstelligt hatte, denn er wu�te, da� er es nicht konnte - der Daij-Djan war ein Wesen aus einer anderen Welt, Kreatur eines Kosmos, der v�llig anderen Gesetzm��igkeiten gehorchte als der der Menschen, und die zu verstehen er einfach nicht in der Lage war. Aber er hatte endg�ltig begriffen, da� immer er es gewesen war. </emphasis>Seine <emphasis>Hand hatte das Schwert gef�hrt, und er hatte den Daij-Djan nur gesehen, weil er es wollte, genau wie die anderen.</emphasis></p><p><emphasis>Aber die Zeit der L�gen war vorbei. Der Daij-Djan war vernichtet, so gr�ndlich, wie der Satai vernichtet worden war, der Skar hie�. Die beiden Teile des Ganzen waren wieder zusammengef�gt, der Schl�fer erwacht.</emphasis></p><p>Ein Ger�usch drang in seine Gedanken und ri� ihn abrupt in die Wirklichkeit zur�ck. Skar �ffnete die Augen, blinzelte einen Moment in das pl�tzlich ungewohnt grelle Tageslicht, das durch den Eingang fiel, und erkannte dann Rowl; hinter ihm ein anderer, prachtvoll gekleideter Quorrl, der von zwei schwerbewaffneten Kriegern flankiert wurde. Obwohl die beiden Soldaten ihre Schwerter gezogen und auf den Priester gerichtet hatten, sah man ihnen ihre Angst �berdeutlich an. Skar war ein wenig �berrascht, wie lange er dagesessen und mit seinen Erinnerungen gerungen hatte.</p><p>�Herr?� sagte Rowl leise.</p><p>Skar hob die Hand; winkte Rowl und den anderen, n�her zu kommen. Die Quorrl gehorchten.</p><p>�Der Bote aus Ninga�, sagte Rowl.</p><p>�Ich wei�.�</p><p>Skar hob die Hand und winkte den beiden Quorrl, die den Priester bewachten, zur�ckzubleiben. Rowl runzelte die Stirn, wie um anzudeuten, was er von diesem Befehl hielt, w�hrend die beiden Krieger sich mit eindeutiger Erleichterung zur�ckzogen und rechts und links des Zelteingangs Stellung bezogen. Skar z�gerte nur einen Moment, dann gab er ihnen einen neuerlichen Wink, vollends zu gehen. Eine Sekunde sp�ter machte er die gleiche Handbewegung in Rowls Richtung.</p><p>�La� uns allein.�</p><p>Es war das erste Mal, seit Caran - aber Rowl z�gerte, seinem Befehl nachzukommen. �Wir haben ihn durchsucht, Herr�, sagte er. Seine Hand glitt unter den Mantel und kam mit einem kleinen, beidseitig geschliffenen Dolch wieder zum Vorschein. �Dies hatte er bei sich. Ihr solltet vielleicht -�</p><p><emphasis>�La� uns allein, Rowl�, </emphasis>sagte Skar noch einmal.</p><p>Rowl ging - wenn auch nicht, ohne dem Priester noch einen letzten, drohenden Blick zuzuwerfen. Skar und der Quorrl aus Ninga blieben allein zur�ck.</p><p>Eine Weile schwiegen sie beide. Skar sah den Quorrl an, und der Quorrl sah ihn an. Dann sagte der Quorrl: �Was ist das - Dummheit oder Mut?�</p><p>�Da� ich Rowl weggeschickt habe?� Skar l�chelte matt; diesmal ganz bewu�t auf die schreckliche Wirkung dieses L�chelns bedacht. Und sie verfing auch bei dem Quorrl - sein Gesicht blieb unbewegt, aber in den lodernden Ha� in seinen Augen (dem Ha� eines Fanatikers, dachte Skar alarmiert, dem Ha� eines Wesens, dem sein eigenes Leben nichts galt, das vielleicht seit dem Tag seiner Geburt nur nach einem Grund <emphasis>gesucht </emphasis>hatte, es seinem Glauben zu opfern - er mu�te vorsichtig sein), in diesen unstillbaren Ha� mischte sich jetzt nicht nur Verachtung, sondern auch Schrecken; vielleicht die ersten Vorboten der Furcht. �Ich habe keine Angst vor dir, Priester�, sagte Skar, als der Quorrl auch nach Sekunden nicht antwortete. �Wenn du gekommen bist, um mich zu t�ten, hast du dir den Weg umsonst gemacht.�</p><p>�H�ltst du dich f�r unsterblich, du Narr?�</p><p><emphasis>Ich bin es, </emphasis>dachte Skar. Laut sagte er: �Tut das nicht jeder - irgendwie?�</p><p>Zorn verdunkelte das Gesicht des Quorrl. Er machte einen Schritt auf Skar zu und blieb wieder stehen. �Ich bin nicht gekommen, um mit dir <emphasis>zu philosophieren, </emphasis>Satai!�</p><p>�Ich wei�.� Skar seufzte. �Du bist gekommen, um mir zu drohen. Mir zu sagen, da� die Welt untergehen wird, wenn ich die Verbotenen Inseln auch nur betrete. Und wenn das alles nichts nutzt, mich zu t�ten.� Er machte eine wedelnde Handbewegung, wie um die Worte zu verscheuchen, l�stigen Insekten gleich. �Gut, du hast es gesagt - oder ich habe es f�r dich getan. Aber wir werden die Inseln nehmen, ganz gleich, was du sagst. Die Welt wird nicht untergehen, und wenn doch, dann werde ich der erste sein, der es merkt. Und wenn du mich t�test, wird Titch an meine Stelle treten, oder Rowl.�</p><p>Er bewegte sich unruhig auf der unbequemen Sitzfl�che des Thrones, weniger, um nach neuen Worten zu suchen, als mehr, um dem Quorrl Gelegenheit zu geben, das Geh�rte zu verarbeiten. Dann l�chelte er erneut und fuhr fort: �T�tet ihr noch immer Gefangene?� Die Frage war �berfl�ssig. Der Ningara war noch immer voller Blut, und durch den wei�en Schaum des Sturzes konnte man dann und wann fallende K�rper erkennen, die Meilen weiter s�dlich an die Oberfl�che steigen und den Flu� in ein Totenbett verwandeln w�rden.</p><p>�Ihr opfert die M�nner, die ihr gefangengenommen habt�, fuhr er fort, als der Quorrl nicht reagierte. �Aber es ist sinnlos, glaube mir. Ihr Blut wird eure G�tter nicht st�rker machen. H�rt auf damit!�</p><p>Der Quorrl reagierte immer noch nicht, und Skar f�gte hinzu: �Du siehst, es ist alles gesagt, was gesagt werden mu�. Du kannst also wieder gehen.�</p><p>Der Quorrl starrte ihn an. �Du -�</p><p>�Ich gebe euch Zeit bis Sonnenaufgang�, unterbrach ihn Skar kalt. �Kapituliert ihr bis dahin, schenke ich euch das Leben. Ihr habt mein Wort, da� ihr Cant unbehelligt verlassen d�rft. �bergebt ihr uns die Inseln nicht, sterbt ihr.� Er hob die Hand. �Du kannst gehen. Die Audienz ist beendet.�</p><p>�Du bist wahnsinnig, Satai!� keuchte der Quorrl.</p><p>�Vermutlich�, antwortete Skar gelassen. �Noch etwas?� Nat�rlich war ihr Gespr�ch <emphasis>nicht </emphasis>beendet - der Quorrl wu�te es, und Skar wu�te es. Es war nur ein Spiel, ein Spiel, das Skar sehr gut kannte, und das er oft gespielt hatte - wenn auch meistens auf der anderen Seite. Nun, dachte er zornig, es machte sehr viel mehr Spa�, der zu sein, der herumstie�, als der Gesto�ene.</p><p>�Du... du zerst�rst unser Volk�, stie� der Quorrl schlie�lich hervor. Seine Stimme klang nicht mehr halb so selbstsicher wie noch vor Augenblicken. Er war fassungslos; vielleicht zum ersten Mal in seinem ganzen Leben wirklich in die Defensive gedr�ngt und unge�bt in <emphasis>dieser </emphasis>Art des Kampfes.</p><p>�Nein�, antwortete Skar ruhig. �Das tue ich nicht, Quorrl. Ich f�hre nur aus, was getan werden mu�. Seid ihr Quorrl es nicht, die glauben, da� alles vom Schicksal vorbestimmt ist?�</p><p>�Du hast kein Recht dazu�, sagte der Quorrl. �Du vernichtest unser Volk. Du zerst�rst Werte, die seit �onen gelten.�</p><p>�Vielleicht sind sie falsch�, sagte Skar.</p><p>�Und wenn!� In den Augen des Quorrl blitzte neuer Zorn. �Und wenn, Satai - oder was immer du sein magst. Wenn, dann sind es <emphasis>unsere </emphasis>Fehler.�</p><p>�Ihr versklavt euer Volk�, antwortete Skar.</p><p>�So wie ihr das eure?�</p><p>Skar lachte leise. �Ich sehe ein, es hat wenig Sinn, mit dir diskutieren zu wollen, Priester. Ich konnte nie gut reden, wei�t du? Also - beginnen wir noch einmal. Ich gebe dir eine zweite Chance. Vielleicht gelingt es ja <emphasis>dir, mich </emphasis>zu �berzeugen.� Der Quorrl war mehr als irritiert. F�r einen Moment ruderte er wirklich mit den Armen, wie ein Eisl�ufer, der verzweifelt versucht, die Balance wiederzufinden, die er auf dem schl�pfrigen Untergrund verloren hatte. Sp�testens jetzt hatte er begriffen, da� Skar die ganze Zeit �ber nur mit ihm gespielt hatte, und dieses Wissen mu�te ihn mit einer ohnm�chtigen Wut erf�llen. Skar geno� den Anblick, rief sich aber gleichzeitig in Gedanken zur Ordnung. Er nutzte niemandem, wenn er den gesammelten Zorn seines Lebens an diesem Quorrl auslie�. Und ihr Gespr�ch war wichtiger, als der Priester ahnen mochte. Skar war ziemlich sicher, da� der Quorrl es selbst <emphasis>nicht </emphasis>wu�te - aber es war gut m�glich, da� die Existenz Enwors <emphasis>wirklich </emphasis>vom Ausgang dieser Unterredung abhing.</p><p>�Sprich�, sagte er in einem Ton, der viel vers�hnlicher klang als bisher.</p><p>Der Quorrl fand m�hsam seine Fassung wieder. �Ich sollte dich t�ten�, sagte er. �Du hast recht, Satai - ich bin tats�chlich gekommen, um dich zu t�ten, sollten Worte versagen. Aber etwas sagt mir, da� ich das nicht kann.� Verwirrt und noch immer mi�trauisch, vielleicht noch immer eine Falle witternd, blickte der Quorrl sich in dem gro�en, fast leeren Zelt um. �Wir sind allein?�</p><p>�Vollkommen�, antwortete Skar. �Du kannst offen reden. Niemand h�rt uns zu.�</p><p>�Ihr <emphasis>d�rft </emphasis>die Verbotenen Inseln nicht angreifen�, sagte der Quorrl. �Du bist ehrlich, Satai. Du bist vielleicht der Mann, der unserem Volk den Untergang bringt, und ich hasse dich, wie ich nie jemanden geha�t habe, aber du bist ehrlich, und deshalb will auch ich ehrlich sein.�</p><p>�Bevor du mich umbringst?� Skar l�chelte wieder, aber der Quorrl blieb ernst. Als er weitersprach, wurden seine Stimme und die begleitenden Gesten fast theatralisch, aber Skar sp�rte trotzdem, da� der Quorrl vielleicht nie zuvor etwas so ernst gemeint hatte wie diese Worte.</p><p>�Ich wei� nicht, wer du bist, Satai�, begann er. �Manche glauben, da� du der Teufel bist. Andere sagen, du w�rst nichts als ein wahnsinniger Satai. Ich wei� es nicht, und ich will es auch gar nicht wissen. Du bist aus dem Nichts gekommen und hast unser Land verw�stet. In nur sieben Tagen hast du mehr Unheil angerichtet als dein ganzes Volk in siebentausend Jahren.� Er schwieg, wartete auf eine Antwort, aber Skar blickte ihn nur an. Der Quorrl hatte recht - in den letzten sieben Tagen, seit ihr Heer Caran verlassen hatte, hatten sie eine Spur der Verw�stung durch Cant gezogen, eine immer breiter werdende Narbe, die nie wieder vollst�ndig heilen w�rde.</p><p>�Und doch ist das nichts gegen das, was geschehen wird, wenn du den Goldenen Tempel betrittst.�</p><p>�So?� sagte Skar sp�ttisch.</p><p>Der Quorrl nickte mit gro�em Ernst. �Enwor wird untergehen�, sagte er. �Diese Welt wird sterben, Satai. Es steht geschrieben, da� Enwor stirbt, wenn der Fu� eines Menschen den Boden der Heiligen Inseln ber�hrt.� Seine Stimme �nderte sich, wurde zu einem deklarierenden, gleichzeitig monotonen wie fast angstmachend eindringlichen Singsang, der etwas in Skar ber�hrte und zu Eis erstarren lie�. �Der Himmel wird bersten, und Feuer wird die St�dte der Menschen und Quorrl verzehren. Die Erde selbst wird brennen und die Meere kochen, und sieben mal sieben mal sieben Jahre Dunkelheit wird sich �ber die senken, die die Vernichtung �berleben. So steht es geschrieben, und so wird es geschehen.�</p><p>Skar wollte lachen, aber pl�tzlich konnte er es nicht mehr. F�r Sekunden war er versucht, dem Quorrl die Wahrheit zu sagen - n�mlich da� er sich irrte, auf unsagbar schrecklichere Weise, als er auch nur ahnte. Die Worte aus seiner heiligen Schrift, die er gerade zitiert hatte, waren keine Prophezeiung - es war das, was geschehen <emphasis>war, </emphasis>vor unendlich langer Zeit. Und die Dunkelheit hatte nicht sieben mal sieben mal sieben Jahre gedauert, sondern <emphasis>eine Million </emphasis>Jahre. Sie dauerte noch immer an.</p><p>�Du glaubst das wirklich�, sagte er leise.</p><p>�Ich <emphasis>wei� </emphasis>es�, antwortete der Quorrl heftig. �Titch und Rowl und seinen Bastarden kannst du vielleicht weismachen, da� du der Befreier bist, aber ich kenne die Wahrheit. Du bist gekommen, um uns zu vernichten.�</p><p>�Nicht euch�, antwortete Skar. �Die, die euch mi�brauchen.�</p><p>�Du kannst nicht gewinnen, Satai�, sagte der Quorrl fast verzweifelt. �Wenn schon nicht an uns, dann denk an die, die dir ihre Leben anvertraut haben. All die Krieger dort drau�en werden sterben, wenn ihr die Inseln angreift. M�chte, die st�rker sind als ihr, besch�tzen die Heiligen Inseln.�</p><p>�Euer Gott, ich wei߫, sagte Skar leise. �Ich habe ihn get�tet.� Der Quorrl lachte. �Narr! Niemand t�tet einen Gott! Du hast einen K�rper vernichtet, aber das z�hlt nicht. Er wird wiederkommen. Er wird kommen und euch vernichten!�</p><p>�Was denn nun?� fuhr ihm Skar ins Wort, in bewu�t grobem, verletzendem Tonfall. �Werde ich Enwor vernichten oder Ennart uns?�</p><p>�Spotte ruhig�, sagte der Quorrl zornig. �Du -�</p><p>�Soll ich dir sagen, warum du <emphasis>wirklich </emphasis>hier bist, Quorrl?� unterbrach ihn Skar. Er beugte sich im Sessel vor und starrte auf den buntgekleideten Quorrl herab, obgleich er dadurch vollends in die Reichweite seiner H�nde geriet. �Du hast Angst!� behauptete er. �Du bist nicht hier, weil deine G�tter es dir befohlen haben, oder weil irgend etwas geschrieben steht. Du hast Angst. Deine Welt ist zerbrochen, Quorrl. Du wei�t nicht mehr, was Wahrheit ist und was nicht. Du hast Angst, zugeben zu m�ssen, da� du dich geirrt hast. Da� ihr belogen worden seid, all die Jahre und Jahre und Jahre �ber. Da� eure G�tter sterbliche Wesen waren wie ihr! Du hast Angst, morgen fr�h dazustehen und zu sehen, wie ich deine Verbotenen Inseln betrete, ohne da� sich der Himmel auftut und der Zorn Gottes sich �ber uns ergie�t! <emphasis>Deshalb </emphasis>bist du hier, und aus keinem anderen Grund.�</p><p>�Unsere G�tter -�</p><p>�Eure G�tter sind tot!� schrie Skar. �So wie unsere. Sie waren niemals G�tter!� Sein Zorn verrauchte so schnell, wie er gekommen war. Ersch�pft lie� sich Skar zur�cksinken und schlo� die Augen. �Es gibt keinen Gott�, murmelte er, fast nur zu sich selbst, aber doch so laut, da� der Quorrl es h�ren mu�te. �Und wenn, so hat er sich einen schlechten Scherz erlaubt, als er uns erschaffen hat.�</p><p>Er h�rte, wie der Quorrl sich bewegte, und �ffnete wieder die Augen. Der Priester war n�her gekommen und stand nun direkt vor ihm. Seine H�nde waren leicht ge�ffnet; Krallen, die einen Mann wie Skar m�helos zerquetschen konnten. Aber er wu�te, da� er es nicht tun w�rde.</p><p>�Du glaubst es wirklich�, fl�sterte der Quorrl. �Das... das war die Wahrheit, nicht?�</p><p>�Und wenn?�</p><p>�Dann ist alles verloren�, fl�sterte der Quorrl. �Enwor wird untergehen.�</p><p><emphasis>Was mit Elay geschehen ist, k�nnte ganz Enwor passieren, </emphasis>fl�sterte die Stimme eines toten Quorrl-Gottes hinter Skars Stirn. Er schauderte. Vielleicht war die <emphasis>Sternenkreatur </emphasis>das kleinere �bel. Trotz seines Erwachens wu�te er l�ngst nicht alles, l�ngst nicht. Er hatte einen kleinen Zipfel der Wahrheit erkannt, aber er war nicht allwissend. Hinter dem Tor, das er aufgesto�en hatte, lag nur ein weiteres Tor, und danach noch eines und noch eines. <emphasis>Was mit Elay geschehen ist...</emphasis></p><p>Er verscheuchte den Gedanken.</p><p>�Geh�, sagte er sanft. �Geh in Frieden, Priester, und sprich mit deinen G�ttern, falls es sie denn wirklich gibt. Geh und sage ihnen, da� ich komme - und da� ich wei�, wer sie sind.� Verwirrung trat in die Augen des Quorrl.</p><p>Skar z�gerte. Er sagte Dinge, die er nicht hatte sagen wollen. Aber der Quorrl tat ihm mit einem Male leid. Er war ein Tyrann, ein Wesen, das vermutlich Hunderte, wenn nicht Tausende von Leben ausgel�scht hatte, ohne auch nur dar�ber nachzudenken. - aber konnte er ihn verurteilen? Pl�tzlich hatte er das Gef�hl, ihm diese letzte Chance einfach schuldig zu sein. Auch wenn er ganz genau wu�te, da� es umsonst war.</p><p>�Sprich mit ihnen�, sagte er noch einmal. �Geh und sage Ennart, da� ich wei�, wer sie sind. Ich habe es niemandem gesagt, und ich werde es niemandem sagen - wenn sie aufgeben. Sie haben es versucht, und sie haben versagt. Sie k�nnen gehen oder sterben.�</p><p>�Du drohst unseren <emphasis>G�ttern?� </emphasis>keuchte der Quorrl. �Du bist -�</p><p>�Wahnsinnig, das sagtest du schon�, unterbrach ihn Skar. �Aber vielleicht braucht es einen Wahnsinnigen, um Wahnsinnige aufzuhalten.�</p><p>Der Quorrl schwieg. Sein Blick ging ins Leere, aber Skar sp�rte, wie sich etwas in ihm �nderte, etwas zerbrach. Seine Hand glitt unter den Umhang, l�ste die silberne Spange, die ihn hielt, und streifte ihn ab. Skar wu�te, was geschehen w�rde, aber er r�hrte nicht einmal einen Finger, um es zu verhindern.</p><p>�Du l��t mir keine andere Wahl, Satai.�</p><p>Skar verfolgte mit fast wissenschaftlichem Interesse, wie die Hand des Quorrl an seiner Schulter emporkroch, wie eine kleine, f�nfbeinige Spinne mit messerscharfen Krallen, wie sich diese Krallen in seine Haut gruben und die Schuppen aufrissen, so m�helos, wie ein Mensch Papier zerrei�t, weiter w�hlten, sich in das weiche, blutende Fleisch darunter gruben und schlie�lich auf Metall stie�en. Alles schien mit geradezu l�cherlicher Langsamkeit abzulaufen. Selbst ohne die unheimliche Macht des <emphasis>Schl�fers </emphasis>h�tte Skar dem Quorrl spielend ausweichen, ihn vermutlich sogar �berw�ltigen k�nnen, noch ehe seine Finger den winzigen Dolch fanden und aus seinem Fleisch rissen.</p><p>Aber er tat es nicht. Der Quorrl br�llte vor Schmerz, als die Klinge aus seinem Arm glitt, in den sie vielleicht vor drei�ig, vielleicht auch schon vor hundert Jahren versenkt worden war, um auf diesen Moment zu warten, und er br�llte noch einmal und noch gellender, als er sich vorwarf und Skar die handlange Schneide des Dolches mit aller Kraft ins Herz stie�.</p><p>Der Schmerz war entsetzlich. Unvorstellbar. Skar war unsterblich, aber nicht unverwundbar, und er sp�rte, wie der rasiermesserscharfe Stahl sein Fleisch teilte, eine seiner Rippen zerbrach und sein Herz durchbohrte, wie Blut aus seinem K�rper und <emphasis>in </emphasis>seinen K�rper rann und wie sein eigener Schmerzensschrei zu einem erstickten Keuchen wurde und dann abbrach.</p><p>Er starb, schnell und im letzten Moment fast schmerzlos. Und wurde wiedergeboren.</p><p>Die eiskalte Hand des Todes ergriff seine Seele und zuckte zur�ck, schnell und fast entsetzt, als sie auf etwas traf, das vielleicht nicht st�rker war als sie, ihr zumindest aber ebenb�rtig und auf jeden Fall unendlich <emphasis>b�ser. </emphasis>Skar starb und �ffnete einen zeitlosen Augenblick sp�ter wieder die Augen, st�hnend vor Schmerz, aber von einem rasenden, wilden Triumph erf�llt, als er das Entsetzen in den Augen des Quorrl sah.</p><p>Der Priester taumelte zur�ck, das Gesicht eine Maske aus Pein und unsagbarem Grauen, selbst eine Gestalt wie aus einem b�sen Traum: sein Oberk�rper war blut�berstr�mt, und wo sein linker Bizeps gewesen war, hing ein blutiger Hautfetzen herab. Die Schmerzen mu�ten unvorstellbar sein. Schlimmer als das, was Skar erlebt hatte. Und doch schien er sie nicht einmal zu sp�ren. Seine Augen quollen vor Entsetzen aus den H�hlen, als er sah, wie Skar sich st�hnend in seinem Thron aufrichtete, mit der Hand nach dem Messer in seiner Brust griff und es herauszog. Die Wunde h�rte auf zu bluten, kaum da� die Klinge aus seinem K�rper geglitten war. Der Schmerz verebbte, dann das Wimmern des Priesters. F�r Sekunden durchdrang nur das helle Klirren die Stille, mit dem Skar dem Priester die Waffe vor die F��e warf. Dann wurde der Eingang aufgesto�en, und fast ein Dutzend Quorrl quollen wie eine braungr�ne Lawine ins Zelt, angef�hrt von Rowl, der eine gewaltige Streitaxt schwang. Als er Skar blut�berstr�mt dastehen sah, schrie er auf und holte mit seiner Waffe aus.</p><p>�Nicht!�</p><p>Rowl erstarrte mitten in der Bewegung, und irgendwie brachte er es sogar fertig, die Waffe zur�ckzurei�en. Die zwanzig Zentimeter lange Schneide der Axt stoppte eine Handbreit vor dem Nacken des Priesters.</p><p>�Tut ihm nichts�, sagte Skar noch einmal.</p><p>Rowl lie� widerstrebend die Waffe sinken, gab aber den Kriegern in seiner Begleitung einen Wink, auf den hin zwei von ihnen den Priester ergriffen und mit brutaler Kraft zu Boden stie�en. �La�t ihn los�, befahl Skar. �Und holt Verbandszeug. Er verblutet.�</p><p>�Er hat versucht, Euch zu t�ten, Herr!� protestierte Rowl. �Mich kann man nicht t�ten�, antwortete Skar. �Und ich glaube, er wei� es jetzt. Geht. Geht und holt Verbandszeug und dann la�t uns allein.�</p><p>Tats�chlich verlie�en die Krieger das Zelt wieder. Aber Rowl blieb. Und ein Blick in seine Augen sagte Skar, da� er auch weiter bleiben w�rde. Er sagte nichts mehr. Er war es m�de, zu streiten. Vor allem mit denen, die eigentlich seine Verb�ndeten sein sollten. Aber immerhin schwang Rowl seine Axt wieder �ber die Schulter und zog sich bis zum Ausgang zur�ck, so da� seine Anwesenheit jetzt nur mehr symbolischen Charakter hatte. Der Priester war Skar immer noch nahe genug, um ihn mit einem Sprung zu erreichen, lange ehe Rowl auch nur irgend etwas dagegen tun konnte.</p><p>Allm�hlich schien der Schmerz nun doch an das Bewu�tsein des Priesters zu dringen. Er kr�mmte sich, pre�te die Hand auf die blutende Wunde in seinem Arm und versuchte etwas zu sagen, brachte aber nur ein unverst�ndliches Keuchen zustande. Seine Augen waren voller Angst und wirkten wie L�cher in seinem Sch�del, als er den Kopf hob und Skar ansah.</p><p>�Wer... wer bist du, Satai?� st�hnte er.</p><p>Skar antwortete nicht direkt, sondern stieg mit langsamen Bewegungen von seinem Thron herab, ging auf den knieenden Quorrl zu und streckte die Hand aus, wie um ihm auf die F��e zu helfen. Aber er f�hrte die Bewegung nicht zu Ende, als er das Entsetzen in den Augen des Priesters sah, ein Entsetzen, das ihn t�ten w�rde, wenn er ihn auch nur <emphasis>ber�hrte.</emphasis></p><p><emphasis>Mein blo�er Anblick t�tet, </emphasis>dachte er bitter. <emphasis>Schon jetzt. Schon nach nur sieben Tagen. Was w�rde nach sieben Jahren sein - oder nach siebenhunderttausend? Was hast du mir angetan, Bruder?</emphasis> Einer der Krieger kam zur�ck, begleitet von einem kleinw�chsigen, hellgr�n geschuppten Quorrl, der nur einen raschen Blick auf den zerfetzten Arm des Priesters warf und sich dann stumm und geschickt daran machte, die Wunde zu verbinden. Skar trat ein paar Schritte zur�ck und wartete. Der Quorrl schien gro�e Schmerzen zu haben, aber er ertrug sie auf die Art seines Volkes: lautlos und ohne auch nur mit dem Augenlid zu zucken.</p><p>Als der Verband angelegt war, wollte der Heilkundige sich Skar zuwenden, denn auch seine Kleidung war voller Blut. Aber Skar sch�ttelte nur den Kopf und machte eine Geste, er solle gehen. Mochte der Quorrl glauben, er w�re nur leicht verletzt. Es wurde genug �ber ihn geredet, und er hatte es nicht mehr n�tig, seinen Status als Gott <emphasis>(oder Teufel) </emphasis>zu beweisen.</p><p>Schlie�lich waren sie wieder allein; nur Rowl verharrte stur an seinem Platz neben dem Eingang.</p><p>�Warum hast du das getan?� fl�sterte der Quorrl. �Um mir meine Machtlosigkeit zu beweisen?� Er lachte bitter. Etwas geschah mit seinen Augen, und pl�tzlich begriff Skar, da� er zum ersten Mal im Leben einen Quorrl weinen sah. Vielleicht war er der erste Mensch, der diesen Anblick erlebte. �Um mir zu zeigen, wie machtlos unsere G�tter sind?�</p><p>Skar sch�ttelte den Kopf. �Um dir zu zeigen, da� sie l�gen�, sagte er. �Sie behaupten, G�tter zu sein, und sie beweisen es, indem sie <emphasis>euch </emphasis>ihre Unsterblichkeit demonstrieren.� Er schlug die geballte Faust auf die blutige Stelle seiner Brust, an der der Dolch eingedrungen war. �Auch ich bin unverwundbar. H�ltst du mich deshalb f�r einen Gott?�</p><p>�Aber das ist unm�glich�, wimmerte der Quorrl. Er stand kurz davor, zusammenzubrechen. �Du kannst nicht -�</p><p>�Nichts ist unm�glich�, sagte Skar. �Nenne es Zauberei, wenn du willst - aber das ist es nicht.�</p><p>�Du bist ein D�mon�, fl�sterte der Quorrl. �Du bist der, von dem geschrieben steht, da� er kommen und Enwor vernichten wird! Die Prophezeiung wird sich erf�llen!�</p><p>�Geh�, sagte Skar einfach. Er sp�rte, wie sinnlos es war, jetzt weiter zu reden. �Geh in Frieden, Priester, und rede mit ihnen. Sprich mit deinen Br�dern, und sprich mit deinen G�ttern. Und dann entscheide, was dir wichtiger ist - dein Glaube oder das Leben deines Volkes.�</p><p>�Mein Volk!?� Der Quorrl gab einen Laut von sich, der wie ein kleiner Todesschrei klang. �Mein Volk, Satai? Du hast es bereits zerst�rt. Es gibt nichts mehr, was zu verteidigen sich lohnen w�rde. Cant wird niemals mehr sein, was es war, bevor du kamst.� Er zitterte. Unsicher drehte er den Kopf und starrte Rowl an, der noch immer reglos neben der T�r stand. �Du hast Cant vernichtet�, sagte er noch einmal. �Du hast die Zukunft unseres Volkes den <emphasis>Bastarden </emphasis>geschenkt.�</p><p>�Ja�, sagte Skar.</p><p>Und wieder war er allein. Es war Nacht geworden, schon vor Stunden, und vom Flu� drang das unerm�dliche H�mmern und S�gen der Quorrl herauf, die mit Einbruch der D�mmerung mit dem Bau der Fl��e begonnen hatten. Der Priester und seine Begleiter waren vor Stunden gegangen, und kurz darauf war Titch noch einmal zu ihm gekommen, mit irgendwelchen Fragen, an die er sich nicht mehr erinnerte; sowenig wie an seine Antworten.</p><p>Seither war er allein. Und er w�rde es bleiben, bis die Sonne wieder aufging und der Angriff auf die Verbotenen Inseln begann. Niemand hier - und Skar zuallerletzt - hatte wirklich geglaubt, da� die Priester auf sein Ultimatum eingehen und tats�chlich kapitulieren w�rden. Und trotzdem fieberte Skar vielleicht am meisten von allen dem Abend entgegen, und als das geschah, womit er im Grunde gerechnet hatte - n�mlich nichts - war er vielleicht von allen am tiefsten entt�uscht. Wider jede Logik hatte er sich eingeredet, da� sie es vielleicht noch verhindern konnten; da� am Ende vielleicht doch noch die Vernunft �ber den Ha� siegen und der Krieg Quorrl gegen Quorrl nicht stattfinden w�rde.</p><p>Aber hatte die Vernunft eigentlich jemals gesiegt?</p><p>Skar kannte die Antwort, so, wie er - fast - alle Antworten auf - fast - alle Fragen kannte. Enwor w�re nicht, was es war, h�tte sie gesiegt, damals, in jener unvorstellbar alten Welt. Der Welt, deren Bote er war. Ein letzter Gru� ihrer Urahnen, um zu vollenden, was sie begonnen hatten. Er w�rde es tun. Das Wissen war schon lange in ihm gewesen, vielleicht seit Jahren, ganz bestimmt aber seit jenem schrecklichen Moment vor sieben - jetzt fast acht - Tagen, in dem er seinem Dunklen Bruder endg�ltig erlaubt hatte, Gewalt �ber ihn zu erlangen; aber es hatte erst der Worte des Predigers bedurft, ihm die Kraft zu geben, es sich einzugestehen: <emphasis>Du bist der Mann, von dem geschrieben steht, da� er Enwor vernichten wird.</emphasis></p><p>Es war die Wahrheit. Er war nicht als Befreier gekommen. Er war der Zerst�rer.</p><p>Skars Augen f�llten sich mit brennenden Tr�nen, als jener winzige Teil in ihm, der noch Mensch war, die endg�ltige Wahrheit akzeptierte. Der <emphasis>Schl�fer </emphasis>war niemals ein Besch�tzer gewesen. Kein unsichtbarer, allm�chtiger Cherub, sondern der <emphasis>Vollender </emphasis>im b�sesten, negativsten Sinne des Wortes. Wie die <emphasis>Sternenkreatur </emphasis>war auch er nichts als eine Waffe, ein brodelndes finsteres Ding aus den tiefsten Abgr�nden der menschlichen Seele, geschaffen zum Vernichten, und sonst nichts. Eine Waffe wie die <emphasis>Sternenkreatur. </emphasis>Ein <emphasis>Teil </emphasis>der <emphasis>Sternenkreatur, </emphasis>nur b�ser, gnadenloser, denn sie war nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus der letzten und unwiderstehlichsten Kraft der Sch�pfung geschmiedet - der Seele.</p><p>Diesmal hatte er nicht mehr die Kraft, die Erinnerungen zur�ckzudr�ngen.</p><p><emphasis>Es war so anders gewesen. So </emphasis>entsetzlich <emphasis>anders, als er erwartet hatte.</emphasis></p><p><emphasis>Wenn du mich noch willst, dann komm, Bruder, hatte er gedacht. Und der Daij-Djan war gekommen, ein schwarzer Sturm aus dem Nichts, ein Orkan aus Ha� und unwiderstehlicher Kraft, der mit der Schnelligkeit und Gewalt eines Blitzes in seinen Leib und sein Bewu�tsein gefahren war, ein finsterer Tornado, der die Zeit zum erstarren brachte und die Schw�rze zwischen seinen Gedanken zum Leben erweckte. Er hatte ihn nicht </emphasis>unterworfen, <emphasis>sondern war an </emphasis>seinen Platz zur�ckgekehrt wie die verloren geglaubte H�lfte eines Talismanes, und aus Skar, dem Satai, und dem <emphasis>Daij-Djan, der Sternenbestie, war wieder geworden, was es vor �onen gewesen war, ein Ganzes, das millionenfach m�chtiger war als die Summe seiner einzelnen Teile. Er hatte seine Pers�nlichkeit nicht verloren, nicht einmal seine Erinnerungen oder sein Selbst, sondern etwas </emphasis>hinzugewonnen. <emphasis>Es war wie in jenem schrecklichen Moment in Drasks Burg gewesen - f�r Bruchteile von Sekunden, nicht einmal die Zeit, die der Gedanke brauchte, sich zu bilden, war er wieder in die entsetzliche Welt des Alptraumes hinabgetaucht, hatte die Stimmen der Alten geh�rt, und </emphasis>Wissen <emphasis>war in ihn geflossen, Wissen von ungeheurer, beinahe allumfassender Gr��e: Macht in seiner reinsten, erbarmungslosesten Form. Aber anders, als er geglaubt hatte, hatte sich sein Ich nicht in diesen Strudel fremder Empfindungen und Gedanken aufgel�st, sondern im Gegenteil </emphasis>ihn <emphasis>in sich aufgesogen, und aus Skar war wieder Skar geworden, gleichzeitig aber auch der Daij-Djan, und der Schl�fer, der endlich erwacht war, um seinen uralten Auftrag zu erf�llen.</emphasis></p><p><emphasis>Die Kraft und Unsterblichkeit, die der Daij-Djan ihm versprochen hatte, kamen - aber sie waren nebens�chlich. Den wirklichen, wahren Preis hatte ihm sein Dunkler Bruder verschwiegen; vielleicht, weil er ihn selbst nicht gekannt hatte. Er war aufgestanden, hatte Ennarts Schwert und fast in dergleichen Sekunde seinen Leib zerbrochen, und gleich seinem Dunklen Bruder zuvor war er f�r Minuten in Raserei verfallen, einem tobenden Blutrausch, dem letzten Aufschrei des Daij-Djan in sich, der zu sp�t begriff, da� auch er get�uscht worden und nicht Skar, sondern </emphasis>er <emphasis>das Opfer war. Er hatte Dutzende von Quorrl get�tet, aber das alles war nebens�chlich, fast unwirklich. Es war das Wissen gewesen, was ihn ersch�tterte. Das Wissen, wer er war. </emphasis>Warum <emphasis>er geschickt worden war.</emphasis></p><p>�Einen <emphasis>Dirne </emphasis>f�r deine Gedanken, Hoher Satai�, sagte eine leise Stimme vom Eingang her.</p><p>Skar sah auf, versuchte die lastenden Schatten am anderen Ende des Zeltes mit Blicken zu durchdringen und erkannte einen schlanken, in flie�endes Schwarz gekleideten Schemen. Kiina. Mit Ausnahme Titchs und Rowls war sie die einzige, die sein Zelt ohne Anmeldung betreten durfte; vielleicht sogar die einzige, die es aus freien St�cken betreten <emphasis>wollte.</emphasis></p><p>�Meine Gedanken?� Skar l�chelte matt. Kiina war zu weit entfernt, um sein Gesicht zu erkennen, denn mit Einbruch der D�mmerung hatte die Dunkelheit auch Besitz von seinem Zelt genommen, und die einzelne Kerze, die er entz�ndet hatte, schuf mehr Schatten als Helligkeit. So konnte er es sich leisten, einfach noch ein paar Sekunden dazusitzen und nicht einmal die Hand zu heben, um die Tr�nen von seinem Gesicht zu wischen. Dann, als Kiina sich doch bewegte und mit einem leisen Rascheln von Seide und dem Klirren von Metall auf ihn zukam, tat er es nat�rlich doch. Trotz allem war er noch immer zu sehr Mensch, um nicht noch die Scham zu kennen.</p><p>�Ich k�nnte mein Angebot erh�hen�, sagte Kiina, als er nicht antwortete. �Zwei <emphasis>Dirne?� </emphasis>Sie l�chelte entschuldigend. �Mehr habe ich nicht. Ich bin die Tochter eines armen Satai.�</p><p>�Ich w�rde sie dir schenken�, antwortete Skar. �Aber ich bin sicher, du willst sie nicht wissen.�</p><p>Kiina kam abermals n�her und blieb wieder stehen; zwei Schritte vor seinem Thronsessel, in der Distanz, die sie stets einhielt, als w�re da eine unsichtbare, aber un�berwindliche Wand, eine Mauer aus Glas und Furcht, die kein lebendes Wesen durchdringen konnte, ohne Schaden zu nehmen.</p><p>Er verscheuchte den Gedanken. Vielleicht war es das letzte Mal, da� er Kiina sah, und er opferte weitere zehn dieser unendlich kostbaren Sekunden damit, sie anzublicken. Er war nicht der einzige, der sich ver�ndert hatte, in den letzten sieben Tagen. Zum ersten Mal seit langer, langer Zeit sah Kiina nicht krank und ver�ngstigt aus. Ihr Gesicht hatte seine jugendliche Frische zur�ckgewonnen, und in die dunklen aufmerksamen Augen, die sie mehr als alles andere von ihrer Mutter geerbt hatte, war das Leben zur�ckgekehrt, jener nie ganz erl�schende Trotz, der bereit war, selbst G�tter herauszufordern - und gute Chancen hatte, ihnen zu widerstehen. Sie trug einen langen, mit goldenen und silbernen Linien bestickten Mantel aus schwarzer Seide, der an seinen eigenen Zeremonienmantel erinnerte und den sie sich auch wahrscheinlich aus keinem anderen Grund ausgesucht hatte, und darunter eine R�stung aus winzigen Metallschuppen und -pailletten. Es war die R�stung eines Quorrl, aber aus irgendeinem Grund pa�te sie Kiina so perfekt, als w�re sie eigens f�r sie angefertigt worden. An ihrer rechten Seite hing ein zweischneidiges Kurzschwert, von dem der ahnungslose Quorrl-Schmied, der es angefertigt hatte, geglaubt haben mochte, es w�re ein Dolch, an der anderen Seite des breiten Schuppeng�rtels die Scannerwaffe einer <emphasis>Errish. </emphasis>Jedes andere M�dchen ihres Alters, dachte Skar, h�tte in diesem Aufzug zumindest ein L�cheln hervorgerufen. Kiina nicht. Vielleicht war es ihr Blick und der unbeugsame Wille darin, vielleicht die selbstverst�ndliche Gelassenheit, mit der sie Mantel, R�stung und Waffen trug, oder einfach die Art, in der sie sich bewegte, die der �bertrieben amazonenhaften Verkleidung alles L�cherliche nahm.</p><p>Aber die Ver�nderung, die mit Kiina vonstatten gegangen war, beschr�nkte sich nicht nur auf ihre Kleidung. Ganz und gar nicht. Kiina war eine sch�ne Frau geworden. Vielleicht war sie es immer gewesen, aber die Umst�nde hatten es nicht gewollt, da� er sie so sah wie jetzt: ein M�dchen, das ganz bestimmt nicht mehr Kind, nicht mehr ganz M�dchen und auch noch nicht ganz Frau war, sondern irgendwo auf jenem haarscharfen Grat dazwischen balancierte, einem zeitlosen Moment, den manche - nur ganz wenige - Frauen Zeit ihres Lebens beibehalten konnten. Ihre Mutter hatte zu diesen Frauen geh�rt, erinnerte sich Skar. Gowenna, die einzige Frau, die er jemals <emphasis>wirklich </emphasis>geliebt hatte. Und vielleicht, gestand sich Skar in Gedanken ein, sah er Kiina auch einfach nur so, weil er sie so sehen <emphasis>wollte.</emphasis></p><p>�Sagst du mir jetzt, was du denkst?� fragte Kiina.</p><p>�Da� du eine sehr sch�ne Frau geworden bist�, antwortete Skar. Er hob die Hand und lie� sie sofort wieder sinken. Er hatte Kiina nicht mehr ber�hrt seit Caran, und er tat es auch jetzt nicht. Vielleicht war sie die einzige - selbst Titch eingeschlossen -, die keine Angst vor ihm hatte, aber es war dieses eine winzige Wort, das Skar den Mut nahm, sie zu ber�hren: vielleicht. Er h�tte es nicht ertragen, in ihren Augen das gleiche Entsetzen aufblitzen zu sehen wie in denen des Quorrl.</p><p>�Das wei� ich�, sagte Kiina. Und dann tat sie etwas, das <emphasis>Skar </emphasis>�berrascht zusammenfahren lie� - mit einem einzigen Schritt durchbrach sie die unsichtbare Mauer und trat neben ihn. Ihre Hand senkte sich auf seinen Unterarm und hielt ihn fest, und in ihrem Blick war nicht eine Spur von Angst oder gar Abscheu. Und nach einer weiteren Sekunde streckte auch Skar z�gernd die Hand aus und ber�hrte ihre Finger. Sie f�hlten sich kalt an. So glatt wie Porzellan und ebenso kalt, und der Puls darunter schlug schnell und verriet, da� sie <emphasis>doch </emphasis>Angst hatte. Aber nicht vor ihm, dachte er beruhigt. Nicht vor ihm.</p><p>Und pl�tzlich war es, als lese <emphasis>Kiina </emphasis>seine Gedanken. �Wovor hast du Angst?� fragte sie.</p><p>Er versuchte nicht einmal, es zu leugnen. Der Moment war zu kostbar, um ihn mit einer L�ge zu vergiften.</p><p>�Vor Morgen�, sagte er.</p><p>Kiina nickte, als h�tte sie genau diese Antwort erwartet. �Es ist nur eine dumme Prophezeiung, Skar�, sagte sie. �Die Worte eines verzweifelten alten Mannes, der seine Welt zerbrechen sieht.�</p><p>�Nein�, antwortete er. �Das ist es nicht. Der Priester hatte recht, Kiina. Etwas... Furchtbares wird geschehen, wenn wir die Verbotenen Inseln betreten. Ich wei� es.�</p><p>�Dann tu es nicht�, schlug Kiina mit fast kindlicher Unbefangenheit vor. �Hungert sie aus. Belagert diese l�cherliche Festung, bis sie aufgeben oder verhungern. Wir haben gesiegt, so oder so.� Sie l�ste ihre Hand aus seinem Griff, richtete sich auf und wich wieder hinter die unsichtbare Wand zur�ck. Der Zauber des Augenblicks war dahin, und Skar versuchte nicht einmal, ihn zur�ckzuhalten. Was zwischen ihnen gewesen war, vielleicht nur f�r die Dauer eines Atemzuges, das war mehr als Liebe gewesen, mehr als Freundschaft und Vertrauen, sondern etwas, das auf seine Art so tief und allumfassend gewesen war wie der unstillbare Ha�, der in seiner Seele brodelte. Der <emphasis>Daij-Djan, </emphasis>der nach Hause zur�ckgekehrt war.</p><p>Der Gedanke irritierte ihn, aber er beruhigte ihn auch, denn er bewies, da� irgendwo in ihm noch etwas Menschliches war. Der <emphasis>Schl�fer </emphasis>war erwacht, aber der Traum hatte zu lange gew�hrt, um sich nicht ein winziges St�ckchen weit in die Wirklichkeit hin�bergerettet zu haben.</p><p>Kiina deutete sein Schweigen falsch und versuchte, ihre Behauptung zu untermauern. �Vor einer Stunde sind schon wieder Boten gekommen�, sagte sie. �Es ist �berall dasselbe, Skar, in ganz Cant. Die Quorrl stehen gegen die Tyrannei Ningas auf und wehren sich. Und es sind nicht nur Bastarde. Sie t�ten <emphasis>Bestimmer </emphasis>und Prediger, wo immer sie auftauchen. Es wird nicht mehr lange dauern. Ninga ist schon gefallen. Diese n�rrischen Priester wissen es nur noch nicht.�</p><p>�O doch, sie wissen es�, antwortete Skar. �Sie <emphasis>wollen </emphasis>es nicht wissen - das ist der Unterschied.�</p><p>Noch bevor Kiina antwortete, wu�te er, da� ihr Gespr�ch auf eine rein pragmatische Ebene zur�ckfallen w�rde; Dinge, die er ebensogut - und besser und vor allem <emphasis>produktiver - </emphasis>mit Titch oder Rowl h�tte bereden k�nnen. Entt�uschung machte sich in ihm breit, ein kurzes, aber heftiges Hadern mit einem Schicksal, das ihm noch einmal einen Schatten niemals gehabten Gl�cks gezeigt hatte, nur um es ihm sofort wieder zu entziehen.</p><p>�Glaubst du wirklich, die Erde wird sich auftun und uns alle verschlingen, wenn wir diese alberne Insel betreten?� fragte Kiina.</p><p>�Nein�, antwortete Skar l�chelnd. �Aber vielleicht der Himmel.�</p><p>Kiina seufzte. Sie war nicht dabei gewesen, als Skar mit dem Priester gesprochen hatte, aber es gab niemanden im Lager, der nicht den genauen Wortlaut ihrer Unterredung kannte. Rowl, dachte Skar, halb am�siert, halb ver�rgert. Verschwiegenheit schien nicht unbedingt zu den Tugenden des Bastards zu geh�ren. �Worte�, sagte sie. �Nichts als -�</p><p>�Denk an Elay�, unterbrach sie Skar.</p><p>Kiina verstummte abrupt. Sie starrte ihn an, und zum ersten Mal, seit sie hereingekommen war, machte sich Unsicherheit auf ihrem Gesicht breit. �Was... meinst du?�</p><p>�Ich wei� es nicht�, gestand Skar. �Ennart hat versucht, mich zu warnen, und Yul auch - erinnerst du dich?�</p><p>Kiina nickte abgehackt. �Das Sternenfeuer?� Sie versuchte zu lachen, aber es klang wenig �berzeugend. Das Bild der verw�steten Stadt hatte sich in ihr Ged�chtnis so unausl�schlich eingegraben wie in das Skars. �Der Staub -�</p><p>�Nicht der Staub.� Skar sprach langsam, beinahe schleppend. Wie alles war auch das Wissen um dieses Geheimnis da, aber seinem gewollten Zugriff noch entzogen. Die T�ren hinter der T�r �ffneten sich nur langsam. Der <emphasis>Schl�fer </emphasis>wachte eifers�chtig �ber jedes Schlo�, das er aufzubrechen versuchte; vor allem in Momenten wie jetzt, in denen Skar wieder ein wenig mehr Skar war. �Das, was ihn ausgel�st hat.� <emphasis>Was Elay getroffen hat, k�nnte auch anderen St�dten geschehen...</emphasis></p><p>Und f�r einen kurzen Moment hatte er eine Vision. Er wu�te hinterher selbst nicht zu sagen, ob die Worte des Quorrl-Priesters sie ausgel�st hatten oder seine eigene �berreizte Phantasie - oder ob der unsichtbare W�chter in seinem Kopf vielleicht nur f�r einen Moment unaufmerksam war, so da� er einen Blick hinter eine der verschlossenen T�ren tun konnte. Was er sah, war <emphasis>...ein berstender Himmel, aus dem Flammen auf die Erde fielen und Mensch und Tier versengten.</emphasis></p><p><emphasis>... St�dte, die zu Fackeln geworden waren, gigantischen Scheiterhaufen, deren Bewohner schneller starben, als sie das Unheil �berhaupt begriffen, das �ber sie kam.</emphasis></p><p><emphasis>... W�lder und Ebenen, zu einer schwarzverkohlten Schlackemasse verbrannt.</emphasis></p><p><emphasis>... kochende Seen und Fl�sse, und Feuer, das aus der Erde brach, eine lodernde Antwort auf die Flammen, mit denen der Himmel den Angriff begonnen hatte.</emphasis></p><p>Die Vision verging so schnell, wie sie gekommen war, aber nicht vollst�ndig. Etwas blieb zur�ck, etwas wie ein �bler Geschmack, die d�stere Ahnung, da� das, was er gesehen hatte, mehr war als eine Vision, da� es geschehen <emphasis>war </emphasis>und wieder geschehen <emphasis>w�rde, </emphasis>wenn nicht...</p><p>- ja, wenn was nicht?</p><p>F�r eine Sekunde �berlegte er ernsthaft, Kiinas Rat zu folgen - aufzustehen und sich das erste erreichbare Pferd zu nehmen, um zu reiten, so weit und so lange, wie das Tier durchhielt. Die Idee war schlicht und einfach kindisch, aber vielleicht war eine kindische Reaktion in einer Welt voller Wahnsinniger das einzige, was Sinn machte.</p><p>�Was hast du?� fragte Kiina. Sie sah ein wenig erschrocken aus, und Skar begriff, da� sich seine Empfindungen deutlich auf seinem Gesicht widergespiegelt haben mu�ten. Er sch�ttelte den Kopf, stand mit einer ruckhaften Bewegung auf und ging zu einer der schweren h�lzernen Truhen, in denen seine Kleider verwahrt waren. Sie hatten noch viele Stunden, aber er streifte trotzdem den Mantel ab, �ffnete die Truhe und begann seinen Harnisch anzulegen. Nicht die prachtvolle R�stung, die Rowl aus den unergr�ndlichen Waffenkammern Carans f�r ihn geholt hatte, sondern den alten, zerschrammten Brustharnisch aus Leder; mit Ausnahme des Schwertes das einzige, was ihm von seiner alten Satai-Kleidung geblieben war.</p><p>Mit nur einer Hand war es nicht leicht, die Schnallen und Klemmen zu schlie�en. Kiina sah ihm eine Weile wortlos und kopfsch�ttelnd dabei zu, dann trat sie hinter ihn, stie� seine ungeschickt tastenden Finger einfach beiseite und half ihm. Wieder wurde ihm mit schmerzhafter Deutlichkeit bewu�t, da� sie vielleicht das letzte lebende Wesen auf der Welt war, das seine Ber�hrung nicht f�rchtete, und absurderweise war es gerade dieses Wissen, das <emphasis>ihre </emphasis>Ber�hrung unangenehm werden lie�. Skar beschimpfte sich in Gedanken f�r diese idiotische Reaktion, aber er wu�te gleichzeitig, da� er diese Furcht nie wieder loswerden w�rde - die Angst, eines Tages in Kiinas Augen zu blicken und darin die gleiche Furcht zu sehen, wie sie in Titchs und Rowls Augen stand.</p><p>Als Kiina zur�cktrat und sich herumdrehte, stie� ihr Fu� gegen etwas, das klappernd davonflog - der kleine Dolch, mit dem der Quorrl-Priester Skar zu t�ten versucht hatte. Instinktiv b�ckte sie sich, um ihn aufzuheben, aber Skar hielt sie mit einer fast erschrockenen Handbewegung zur�ck.</p><p>�La� ihn liegen�, sagte er.</p><p>Kiina sah verwirrt auf, verbi� sich aber jede Frage. Sie schien zu begreifen, warum Skar befohlen hatte, da� die Waffe dort liegenbleiben sollte.</p><p>�Warum hat er das getan?� fragte sie nachdenklich.</p><p>�Er mu�te versuchen, mich zu t�ten. Ich an seiner Stelle -�</p><p>�Das meine ich nicht.� Kiina deutete auf die winzige Waffe und machte eine Bewegung, als wolle sie sie mit dem Fu� ansto�en. �Ich frage mich, warum er es <emphasis>so </emphasis>getan hat. Er h�tte dir mit einer Hand das Genick brechen k�nnen - ohne sich selbst zu verst�mmeln.�</p><p>�Vielleicht mu�te er es�, antwortete Skar. Er hatte lange �ber diese Frage nachgedacht, aber zu einer befriedigenden Antwort war er nicht gekommen.</p><p>�Du meinst, es war kein einfacher Meuchelmord, sondern etwas wie eine zeremonielle T�tung.�</p><p>Aus Gr�nden, die ihm im allerersten Moment selbst nicht v�llig klar waren, erf�llten diese Worte Skar mit Zorn. Aber er beherrschte sich; statt Kiina anzufahren, was sein erster Impuls war, nickte er nur und wandte sich rasch ab, damit sie sein Gesicht nicht sah. Kiina war der Wahrheit vermutlich sehr nahe. Was ihn zornig machte, das war nur die Wahl ihrer Worte. Obwohl der Quorrl gekommen war, um ihn zu t�ten, war es Skar unm�glich, Feindschaft f�r ihn zu empfinden. Der Priester tat, was er glaubte, tun zu m�ssen. Wie sie alle.</p><p>Er b�ckte sich nach seinem Mantel, streifte ihn wieder �ber und schlo� ungeschickt die silberne Schnalle. W�hrend er dies tat, wurde ihm klar, was f�r einen Kontrast das Kleidungsst�ck bilden mu�te: der prachtvolle Zeremonienmantel des Kriegsherrn aller Satai �ber dem zerschrammten Lederharnisch eines einfachen Kriegers. Aber vielleicht, dachte er, auf eine hysterische Art belustigt, war er das ja jetzt auch: der Kriegsherr <emphasis>aller </emphasis>Satai, - und sei es nur, weil er vielleicht der <emphasis>letzte </emphasis>Satai war. Er hatte nichts mehr von Del und dem Heer geh�rt, seit sie die Ruinen Elays verlassen hatten. Aber alles, was seither geschehen war, hatte bewiesen, da� sie ihre Gegner nicht untersch�tzen durften. Ihr beinahe totaler Sieg hier in Cant bedeutete nicht, da� auch Del und seine Begleiter ihr Ziel erreicht hatten.</p><p>�Ich frage mich, ob sie angekommen ist�, murmelte er.</p><p>�Wer?�</p><p>Er drehte sich zu Kiina um. �Das M�dchen�, sagte er. �Die junge <emphasis>Errish, </emphasis>die ich zu Del geschickt habe - ich habe ihren Namen vergessen.�</p><p>�Ich auch�, antwortete Kiina. �Aber ich wei�, was du meinst. Sie wird angekommen sein. Daktylen sind schnell.�</p><p>�Schneller als ein Pfeil? Oder ein Scannerblitz?�</p><p>Kiina machte eine wegwerfende Bewegung. �Du denkst zu viel, Hoher Herr�, sagte sie sp�ttisch. �Glaubst du wirklich, Ennart h�tte es dir nicht gesagt, wenn es ihnen gelungen w�re, Dels Heer zu schlagen?�</p><p>Das war etwas, woran Skar noch gar nicht gedacht hatte. Aber er mu�te Kiina recht geben. Der angebliche <emphasis>Gott </emphasis>war viel zu sehr von sich und seiner Allmacht �berzeugt gewesen, um eine <emphasis>solche </emphasis>Nachricht f�r sich zu behalten.</p><p><emphasis>Au�erdem, </emphasis>fl�sterte eine Stimme in seinen Gedanken, <emphasis>spielt es �berhaupt keine Rolle, ob Del siegt oder nicht, ob Ikne befreit wird oder untergeht. Das Schicksal Enwors wird sich hier entscheiden. Hier und jetzt.</emphasis></p><p>Er legte seinen Waffengurt um, zog das Schwert halb aus der zerschrammten ledernen Umh�llung und lie� es �bertrieben wuchtig zur�ckfallen, ehe er sich wieder �ber die Truhe beugte. Sorgsam w�hlte er vier <emphasis>Shuriken </emphasis>aus, kleine, f�nfzackige Wurfsterne mit rasiermesserscharfen Schneiden, befestigte sie in den daf�r vorgesehenen Schlaufen seines G�rtels und nahm schlie�lich noch einen Dolch an sich. Die mattsilberne Scannerwaffe - eine von Tausenden, die sie aus den Waffenkammern Carans mitgenommen hatten, lie� er unber�hrt - wie die meisten. Skar hatte keinen entsprechenden Befehl gegeben, aber nur sehr wenige Quorrl hatten sich mit diesen f�rchterlichen Waffen ausger�stet. Wenn er es recht bedachte, dann war der Scanner an Kiinas Seite eigentlich der einzige, der ihm bewu�t aufgefallen war. Es war gut so. Carans finstere Katakomben bargen noch andere Geheimnisse; Dinge (Waffen), die so f�rchterlich waren, da� die Scanner der <emphasis>Ehrw�rdigen Frauen </emphasis>dagegen wirken mu�ten wie eine Kerze gegen einen Waldbrand. Sie hatten - fast nur auf Kiinas Dr�ngen hin - einiges davon mitgenommen, aber niemand machte Anstalten, es zu benutzen. Und Skar wu�te auch, warum das so war. Wenn sie diesen Kampf gewinnen wollten, dann mit der Kraft ihrer Herzen und ihren Schwertern, nicht mit der gleichen Macht, der sie gegen�berstanden.</p><p>Sie verlie�en das Zelt und gingen zum Flu� hinunter; ein Weg von einer halben Stunde, den sie wortlos zur�cklegten, und jetzt wieder in zwei Schritten Abstand. Trotzdem schien etwas Neues zwischen ihnen zu sein; eine Art von Vertrautheit, die Skar nicht zum ersten Mal in Kiinas N�he sp�rte, aber sehr lange vermi�t hatte. Und es war nicht nur Einbildung, nichts, was er sich nur selbst einzureden versuchte, denn als sie das Ufer des Ningara erreichten und Titch zu ihnen trat, z�gerte der Quorrl den Bruchteil eines Atemzuges, und sein Blick wanderte fragend zwischen Skars und Kiinas Gesichtern hin und her. Dann, wie um eine Frage zu beantworten, die Skar noch gar nicht gestellt hatte, sch�ttelte er den Kopf und deutete gleich darauf ein Nicken an, ein Zeichen der Ehrerbietung, das Skar mehr schmerzte, als dem Quorrl klar sein mochte. Er wollte nicht Titchs <emphasis>Herr </emphasis>sein, sondern sein <emphasis>Freund. </emphasis>Aber vielleicht hatte er seinen Anspruch auf das Wort <emphasis>Freundschaft </emphasis>verwirkt, vor sieben Tagen. �Wie kommt ihr voran?� fragte er - sinnlose Worte, die einzig dem Zweck dienten, das Schweigen zu brechen. Er hatte selbst Augen, um zu sehen.</p><p>Trotzdem antwortete Titch: �Nicht so gut, wie ich es mir w�nschte. Aber es wird reichen.�</p><p>Skar konnte Titchs Besorgnis nur zu gut verstehen. Er zweifelte nicht an ihrem Sieg, aber was er sah, machte ihm abermals und mit schmerzhafter Deutlichkeit klar, wie hoch die Opfer sein w�rden, die er verlangte. M�glicherweise gab es kaum ernstzunehmenden Widerstand von Priestern und den wenigen Gardesoldaten, die noch nicht geflohen, erschlagen oder kurzerhand zu ihrem Heer �bergelaufen waren - aber die Verbotenen Inseln brauchten auch keine klug ausgedachte Verteidigung - sie selbst waren ihr bester Schutz. Inmitten des fast zwei Meilen breiten Ningara gelegen, war es beinahe unm�glich, sie zu erreichen. Die H�lfte ihrer Fl��e w�rde von der Str�mung zerbrochen oder �ber den Sturz gerissen werden, ehe sie den Inseln auch nur nahe kamen. Und <emphasis>ganz </emphasis>so naiv, wie Skar es sich gew�nscht hatte, waren die Baumeister des Goldenen Tempels leider doch nicht gewesen: Zumindest schienen sie die M�glichkeit eines Angriffes bedacht zu haben, und selbst ein Narr konnte sich an zwei Fingern abz�hlen, aus welcher Richtung ein eventueller Feind kommen mu�te. Es gab eine einzige, schmale Br�cke, die �ber die rei�enden Fluten f�hrte, aber die begann auf der <emphasis>anderen </emphasis>Seite, dem n�rdlichen Ufer des Ningara.</p><p>Trotzdem hatten sie Holz genug - w�hrend der vergangenen vierundzwanzig Stunden hatten die Krieger die sp�rlichen W�lder auf dieser Seite des Flusses fast v�llig abgeholzt und nicht einmal vor den Dach- und St�tzbalken der wenigen H�user haltgemacht, auf die sie stie�en. L�ngs der glattgeschliffenen Kieselstein-Ufer des Ningara war eine m�chtige Barriere aus Baumst�mmen und Balken entstanden, aus der jetzt eine m�chtige Flotte roher, aber �u�erst massiv wirkender Fl��e entstand. Das unabl�ssige H�mmern, S�gen und Nageln mu�te selbst �ber das Tosen des Sturzes hinweg zum Goldenen Tempel dringen, wie eine d�stere Todesmelodie, die f�r die Verteidiger dort dr�ben den Untergang ihrer Welt einl�utete.</p><p>�Das ist Wahnsinn�, murmelte er. �Die H�lfte der Krieger wird ertrinken.�</p><p>�Vielleicht gibt es einen anderen Weg�, sagte Titch. Skar sah ihn fragend an, und der Quorrl machte eine vage Handbewegung nach Westen. �Wir versuchen, ein Haltetau hin�ber zu bringen�, erkl�rte er. �Rowl hat ein Dutzend seiner besten M�nner ausgesucht, die mit einem Boot �bersetzen werden. Wenn es ihnen gelingt, k�nnen wir versuchen, eine Kette zu spannen.�</p><p>��ber <emphasis>eine Meile?� </emphasis>fragte Kiina zweifelnd.</p><p>Titch zuckte mit den Schultern. �Hast du eine bessere Idee, Menschenjunges? Skar hat recht - die Str�mung wird die H�lfte unserer Fl��e in den Sturz rei�en. Wenn nicht alle.�</p><p>�Es gibt eine Br�cke�, erinnerte ihn Kiina.</p><p>�Auf der anderen Seite des Flusses�, entgegnete Titch gereizt. �Und selbst, wenn wir zwanzig Meilen flu�aufw�rts marschieren und an einer ungef�hrlichen Stelle �bersetzen - ich kenne diese verdammte Br�cke. Sie ist nicht mehr als ein Steg. Was sollte die Priester daran hindern, sie niederzubrennen - selbstverst�ndlich erst, wenn unsere Krieger versuchen, sie zu benutzen?�</p><p>Kiina und Titch fuhren fort, so heftig aufeinander einzureden, da� zu einem richtigen Streit nicht mehr viel fehlte - aber Skar h�rte kaum mehr hin. Sie hatten all diese Argumente - und Dutzende anderer - immer und immer wieder durchdiskutiert. Er hatte sogar mit dem Gedanken gespielt, es selbst zu versuchen. Er war vielleicht der einzige, der eine Chance hatte, den Ningara lebend zu durchschwimmen - aber das Risiko war zu hoch. Die Chancen, da� er abgetrieben und �ber den Sturz gerissen wurde, standen unangenehm hoch. Und selbst, wenn er es unbeschadet �berstand - sie w�rden Zeit verlieren. Zeit, die sie nicht hatten. �Wann?� fragte er knapp, als Kiina und Titch endlich aufh�rten, sich gegenseitig mit Argumenten zu beschimpfen, die der eine so gut kannte wie der andere.</p><p>�Wann was?� Titch blinzelte irritiert, dann begriff er. �Oh, das Boot.� Er �berlegte einen Moment. �Sie sind vor einer Stunde aufgebrochen, aber sie m�ssen weit nach Westen. Die Str�mung ist auf Meilen hin un�berwindlich. Zwei, drei Stunden, sch�tze ich. Ich lasse dich rufen, wenn es soweit ist.�</p><p><emphasis>Weil du nicht willst, da� ich hier bleibe, </emphasis>dachte Skar bitter. <emphasis>Weil die Krieger Angst vor mir haben, und ich sie nerv�s mache. </emphasis>Er sprach das nicht aus, aber seine Gedanken mu�ten �berdeutlich auf seinem Gesicht zu lesen sein, denn Kiinas Antlitz verdunkelte sich pl�tzlich vor Zorn, w�hrend Titch fast hastig wegsah und so tat, als beobachte er gebannt die Bauarbeiten an einem der zahllosen Fl��e.</p></section><section><title><p id="_24">24.</p></title><p>Skar blieb, und es dauerte keine drei oder vier Stunden, bis das Boot auftauchte, sondern weniger als eine.</p><p>Mit allem anderen schien sich auch sein Sehverm�gen gebessert zu haben, denn Skar war der erste, der den winzigen, wild auf und ab h�pfenden Punkt auf den tobenden Fluten des Ningara sah, wenn auch nur Augenblicke, bevor sich Unruhe unter den Quorrl breit machte und mehr und mehr Krieger ihre Arbeit unterbrachen und aufgeregt nach Westen zu deuten begannen. Schlie�lich l�ste sich auch Skar von dem Platz im Schatten, wohin er sich zur�ckgezogen hatte, um die Arbeiten durch seine Anwesenheit nicht mehr als n�tig zu behindern, und trat zum zweiten Mal durch eine L�cke in der Barriere aus Baumst�mmen und Balken ans Ufer. Und diesmal war die Spannung unter den Quorrl gr��er als ihre Furcht, denn niemand wich vor ihm zur�ck oder floh gar aus seiner N�he. Selbst Titch warf ihm nur einen fl�chtigen Blick zu und starrte dann wieder gebannt nach Westen.</p><p>War der Plan Skar vorhin schon verr�ckt vorgekommen, so begriff er beim Anblick des winzigen Bootes erst richtig, wie <emphasis>aberwitzig </emphasis>er war. Die Str�mung des Ningara war selbst hier, noch eine halbe Meile vom Sturz entfernt, schon so gewaltig, da� sich das Wasser in eine Fl�che aus Glas verwandelt zu haben schien; Steine, die man hineinwarf, erzeugten keine Wellen, sondern verschwanden einfach unter der Oberfl�che, und die armdicken Taue, mit denen die bereits fertiggestellten Fl��e befestigt waren, waren zum Zerrei�en gespannt; einige <emphasis>hatten </emphasis>bereits nachgegeben, und allein in der Stunde, die Skar hier unten gestanden hatte, hatten sich drei oder vier Fl��e losgerissen und waren im Sturz verschwunden, gottlob ohne Besatzung.</p><p>Das Boot hatte keine Chance, dachte Skar. Er zweifelte nicht daran, da� Rowl seine besten M�nner ausgesucht hatte; aber Quorrl <emphasis>waren </emphasis>nun einmal keine Seefahrer, und auch ein <emphasis>guter </emphasis>Quorrl war noch immer ein <emphasis>miserabler </emphasis>Matrose. Au�erdem h�tte der genialste Seemann der Welt keine Chance gehabt, gegen das Toben dieses Flusses.</p><p>Sie mu�ten das Boot Meilen weiter im Westen zu Wasser gelassen haben, um sich dann einfach der Str�mung anzuvertrauen und wie mit einem Pfeil auf die Inseln zu zielen: ein Vorhaben, das schon unter normalen Umst�nden an Wahnsinn gegrenzt h�tte. In diesem Flu� mit seiner unglaublichen Str�mung, seinen t�ckischen Untiefen und Strudeln und Riffen und den Sandb�nken, die fast st�ndlich ihre Lage und damit das Str�mungsverhalten des gesamten Flusses �nderten, grenzte es an Selbstmord.</p><p>Dabei sah es f�r Minuten fast so aus, als w�rde es gelingen: das Boot tauchte als winziger Punkt �ber dem Flu� auf, der stumpfe Bug deutete genau auf das Westufer der gr��ten der drei Inseln, und irgendwie (Skar versuchte nicht einmal, sich vorzustellen, <emphasis>wie </emphasis>sie es bewerkstelligten) gelang es den Quorrl sogar, das Schiffchen zu steuern und halbwegs auf Kurs zu halten. Aber nicht sehr lange.</p><p>Skar war nicht der einzige, der das Ungl�ck kommen sah. Vielleicht gab es eine Unterstr�mung, vielleicht lauerten Riffe wie eine unsichtbare Barriere vor den Inseln, oder die riesige Felsmasse verursachte unter der Wasseroberfl�che Strudel, die sie besser sch�tzten als jede Mauer - aber was immer es war, es vernichtete das Boot. Eine halbe Meile vor dem Ufer b�umte sich das winzige Schiffchen pl�tzlich auf. Skar sah, wie einer der Quorrl �ber Bord st�rzte und im Wasser versank, dann verwandelte sich das Boot in einen sich immer schneller und schneller drehenden Kreisel, rotierte acht-, neun-, zehnmal um seine eigene Achse - und wurde wie von einer Riesenfaust gepackt und meterweit in die Luft geschleudert.</p><p>Es zerbrach, ehe es wieder auf der Wasseroberfl�che aufprallte. Skar wandte sich mit einem lautlosen St�hnen ab. <emphasis>Wahnsinn, </emphasis>dachte er. <emphasis>Das ist heller Wahnsinn. Sie werden alle ertrinken!</emphasis> �Bist du jetzt zufrieden, Quorrl?� fragte Kiina hinter ihm. Skar drehte sich widerstrebend um und sah, da� sie auf Titch zugetreten war und herausfordernd die F�uste in die H�ften gestemmt hatte. Ihr Gesicht flammte vor Zorn. �Und das gleiche wird euren n�rrischen Fl��en passieren! Ihr werdet -�</p><p>�Sei still!� unterbrach sie Titch. �Es gibt keinen anderen Weg - oder wei�t du einen?�</p><p>Kiina ignorierte seine Frage. Statt zu antworten, schlug sie ihren Mantel zur�ck und zerrte die silberne Scannerwaffe aus dem G�rtel. �Und wenn!� sagte sie. �Zehn M�nner mit <emphasis>diesen </emphasis>Waffen dort dr�ben auf den Mauern, und <emphasis>keines </emphasis>deiner Fl��e erreicht auch nur die Flu�mitte, mein Wort darauf.� Sie begann zu schreien und erinnerte Skar nun vollends an ein hysterisches Kind. <emphasis>�Warum benutzt ihr sie nicht? Ihr </emphasis>habt <emphasis>diese Waffen - nehmt sie und brennt diese verfluchte Insel aus dem Flu�!�</emphasis></p><p>Ihr Zornesausbruch bewirkte das Gegenteil dessen, was er sollte - Titch beruhigte sich von einer Sekunde auf die andere, und aus dem Zorn in seinem Blick wurde ein sanfter, fast v�terlicher Tadel. Vorsichtig hob er die Hand, nahm Kiina den Scanner aus den Fingern und schob ihn behutsam in ihren G�rtel zur�ck. �Das geht nicht, Kind�, sagte er.</p><p>�Nenn mich nicht so!� Kiina schlug w�tend seine Hand beiseite und funkelte ihn an. �Und wieso geht es nicht?�</p><p>�Frag Skar�, antwortete Titch. �Er wird es dir erkl�ren.� Und lie� Kiina einfach stehen.</p><p>Sekundenlang blickte sie ihm wutschnaubend nach, dann fuhr sie auf der Stelle herum und starrte Skar an, ganz offensichtlich einfach auf der Suche nach einem anderen Opfer, an dem sie ihren �rger auslassen konnte.</p><p>�Glaubst du das auch?� schnappte sie.</p><p>�Was?�</p><p>�Was dieses n�rrische Fischgesicht von Quorrl zu glauben scheint!� fauchte Kiina. �Da� wir die H�lfte der M�nner sinnlos opfern und mit Pfeil und Bogen gegen die <emphasis>Scanner </emphasis>anrennen sollen?!�</p><p>�Das werden wir nicht�, antwortete Skar ruhig. �Titch hat recht. Es w�re falsch, sie mit diesen Waffen angreifen zu wollen. Wir w�rden den Sieg verschenken.� Er wu�te nicht, woher dieses Wissen kam, aber es war so. Dies hier war nicht einfach nur ein weiterer Krieg. Es war so etwas wie die finale Auseinandersetzung, die vielleicht endg�ltige Entscheidung, welche Welt �berleben w�rde - die der Menschen und Quorrl, oder die der <emphasis>Alten </emphasis>und der <emphasis>Sternengeborenen.</emphasis></p><p>Kiina gestikulierte aufgeregt zur Flu�mitte hin. �Was f�r ein Sieg?� fragte sie h�hnisch. �Ich frage mich allm�hlich, ob auch nur einer von uns die Inseln jemals erreichen wird. Und selbst, wenn diese Fl��e nicht zerbrechen - dort dr�ben werden Ssirhaa auf uns warten, Skar!�</p><p>�Es gibt keine Ssirhaa. Schon lange nicht mehr.�</p><p>�Dann eben Ians Br�der�, antwortete Kiina erregt. �Und <emphasis>sie </emphasis>werden keine Hemmungen haben, sich mit allem zur Wehr zu setzen, was sie haben. Hast du vergessen, was uns Ennart in seinem Turm gezeigt hat?�</p><p>Aber Skar wu�te, da� es nicht so war. Es war kein Zufall, da� ihre Gegner bisher darauf verzichtet hatten, die f�rchterliche Macht ihrer Waffen gegen sie einzusetzen. Etwas war dort dr�ben, auf diesen Inseln, hier, am Ufer, vielleicht in diesem ganzen Land, das st�rker war als die vergessene Technik <emphasis>der Alten. </emphasis>Kiina irrte sich - dieser Kampf w�rde genau so entschieden werden: Mann gegen Mann, und allenfalls Willen gegen Willen. Nicht <emphasis>Technik </emphasis>gegen Fleisch.</p><p>Skar antwortete nicht mehr, denn ihm war klar, da� Kiina ganz bestimmt nicht nachgeben w�rde, sondern drehte sich mit einem wortlosen Achselzucken um und folgte Titch.</p><p>Er fand ihn nur wenige Schritte flu�abw�rts, wo er in eine erregte Diskussion mit einigen anderen Quorrl verwickelt war. Als die Krieger Skar n�her kommen sahen, brachen sie mitten im Wort ab und zogen sich zur�ck, was Titchs Zorn noch mehr zu sch�ren schien. Aber der Quorrl war nicht der einzige, der w�tend war. Die Stimmung n�herte sich allgemein dem Siedepunkt, und Skar fragte sich nicht zum ersten Mal, ob dies vielleicht einfach die Art der Quorrl war, Angst zu zeigen. �Hat sie dich �berzeugt?� fragte Titch gereizt, als er n�her kam.</p><p>Skar l�chelte. �Nein - wenn sie auch in einem Punkt recht hat. Es wird schreckliche Opfer kosten, diese Inseln zu nehmen.�</p><p>�Es hat schreckliche Opfer gekostet, sie jahrtausendelang unber�hrt zu lassen�, knurrte Titch. Er schnitt Skar mit einer Geste das Wort ab, als er zu einer Antwort ansetzte. �Zerbrich dir nicht unseren Kopf, Satai. Es spielt keine Rolle, ob hundert sterben oder tausend oder f�nftausend. Sie haben ebenso viele get�tet, mit einer Handbewegung. Jede Woche, jeden Monat, jedes Jahr. Solange dieses Land besteht.�</p><p>Und vielleicht war es das erste Mal, da� Skar <emphasis>wirklich </emphasis>begriff, warum Titch und Rowl und all diese Quorrl bei ihm waren, warum ihr Heer kaum auf Widerstand stie�, sondern im Gegenteil immer mehr und mehr Quorrl zu ihnen �berliefen. Dieser Krieg, der Aufstand der Quorrl und der Sturm auf die Verbotenen Inseln waren nichts, was spontan geschehen w�re. M�glicherweise hatte er es <emphasis>ausgel�st </emphasis>mit seinem Kommen, aber er war h�chstens der Funke gewesen, der eine l�ngst vorhandene Z�ndschnur in Brand setzte. Ein <emphasis>wichtiger </emphasis>Funke, ohne den es vielleicht noch einmal hundert oder auch hunderttausend Jahre gedauert h�tte, ehe sich Titchs Volk gegen die Tyrannnei der Priesterk�nige zur Wehr setzte, aber doch nicht mehr. Der Wille dazu war schon lange in ihren Herzen gewesen. Er erinnerte sich pl�tzlich der ohnm�chtigen Wut, die er in Crons Augen gesehen hatte, der Verbitterung in Titchs Stimme, als er das erste Mal von den <emphasis>Bestimmern </emphasis>sprach, und tausend anderen Kleinigkeiten, die er kaum beachtet hatte, die aber mit einem Male Sinn ergaben. Es war, als h�tte Titch seine Gedanken gelesen. �Hast du das wirklich geglaubt?� fragte er leise. �Hast du wirklich geglaubt, <emphasis>wir </emphasis>helfen dir, <emphasis>deinen </emphasis>Krieg zu gewinnen, Satai?� Er sch�ttelte den Kopf, und f�r einen Moment, einen winzigen, unendlich kostbaren Moment, sprach er wieder mit Skar, nicht mit dem <emphasis>Ding, </emphasis>in das er sich verwandelt hatte, und f�r die gleiche Zeitspanne war er wieder Titch, sein Freund, nicht Titch, der F�hrer des Quorrl-Heeres, der nur Skars Befehlen gehorchte. �Das Schicksal hat es so gewollt, da� unsere beiden K�mpfe zu einem wurden�, sagte er, �aber das ist Zufall, nicht mehr und nicht weniger. Wir werden zusammen siegen oder zusammen untergehen, aber wir k�mpfen aus verschiedenen Gr�nden, Satai.�</p><p>�Und ich dachte -�</p><p>�Da� wir <emphasis>dir </emphasis>folgen?� Titch lachte. �Das ganze Volk der Quorrl f�r einen Menschen? Sei kein Narr, Skar. Ich wei� nicht, was du bist, aber ich wei�, was du <emphasis>nicht </emphasis>bist - n�mlich ein Gott. So wenig wie Ennart und die anderen.�</p><p>Etwas ... geschah. In Skars Seele und dr�ben, auf den Inseln. Skar sp�rte es, wenn auch nur auf einer tieferen, seinem direkten Begreifen nicht zug�nglichen Ebene seines Bewu�tseins, aber er sp�rte zumindest, da� sich etwas �ndert - im gleichen Moment, in dem ihm klar wurde, wie sehr er sich get�uscht hatte.</p><p>Es war so etwas wie der letzte Schritt, der sich in seinem Innern vollzog. Bei Titch - und in gewissem Ma�e auch bei Rowl - hatte dieser Proze� schon stattgefunden, aber nun vollzog er sich bei jedem einzelnen dieser �ber dreitausend Quorrl-Krieger in seiner N�he: er akzeptierte endg�ltig, da� die Quorrl keine Werkzeuge waren, keine ... <emphasis>Dinge, </emphasis>die er nach Belieben einsetzen und wie Figuren auf einem Brett herumschieben konnte, sondern lebende, denkende, <emphasis>f�hlende </emphasis>Wesen, jedes einzelne dieser wandelden Gebirge aus Schuppen und Muskeln und Knochen ein lebendes Wesen wie er, mit einem Schicksal, mit Gedanken, Gef�hlen, Zorn und Ha�, so wichtig oder unwichtig wie er selbst, wie Kiina und Titch und alle anderen, denen er bisher Menschlichkeit zugebilligt hatte. Er hatte die Quorrl benutzt, um sich den Weg zu ebnen, aber Titch hatte recht - es war niemals <emphasis>ihr </emphasis>Kampf gewesen. Er hatte kein Recht, auch nur ein einziges weiteres Leben zu opfern, um an sein Ziel zu gelangen.</p><p>Und es war, als w�rde etwas tief, tief drinnen in seinem Innern auf diese Erkenntnis reagieren. Er hatte kein Recht, auch nur noch ein einziges Leben von Titch zu fordern. Er hatte es nie gehabt.</p><p>�Was hast du?� fragte Titch. Es klang alarmiert; erschrocken. Skar fuhr zusammen. F�r die Dauer eines Herzschlages blickte er den Quorrl irritiert an, erst dann wurde ihm klar, da� seine Gedanken Besitz von seinem Gesicht ergriffen und es zur Grimasse hatten werden lassen.</p><p>�Nichts�, sagte er hastig. �Ich ... irgend etwas geschieht.�</p><p>�Etwas?� Titchs Augen wurden schmal.</p><p>Skar drehte sich abrupt um und sah zum Flu� hin�ber. Die Inseln lagen wie eine schwarze Masse aus geronnener Nacht in der Mitte des zwei Meilen breiten Bandes, fast unsichtbar, w�ren die Kuppeln und D�cher aus Gold nicht gewesen, auf denen sich dann und wann ein verr�terischer Lichtstrahl brach.</p><p>�Dort dr�ben?�, Titch trat neben ihn. �Glaubst du, sie werden -�</p><p>Der Flu� bewegte sich.</p><p>Skar sp�rte es, den Bruchteil einer Sekunde vor Titch, aber der Quorrl <emphasis>sah </emphasis>es fr�her als er, denn er brach mit einem erschrockenen Laut mitten im Wort ab und hob die Hand.</p><p>Es war keine T�uschung: der Flu� <emphasis>bewegte </emphasis>sich - genauer gesagt: <emphasis>etwas </emphasis>im Flu� bewegte sich, wenn auch nichts Konkretes, Fa�bares. Skar sp�rte es, und Titch <emphasis>sah </emphasis>es, aber weder er noch der Quorrl konnten wirklich erkennen, was es war. <emphasis>Es </emphasis>war, als ... als w�re ein Teil des Wassers zu... etwas anderem geworden, etwas zugleich K�rperlosem wie ungeheuer M�chtigem, das einen Teil der sch�umenden, dahinschie�enden Fluten in Bewegung brachte.</p><p>Und sie waren nicht die einzigen, die es merkten: mehr und mehr Quorrl hielten in ihrer Arbeit inne, starrten auf den Flu� hinaus oder begannen sich unruhig zu bewegen; einige Krieger flohen vor dem Ufer, �ber dem pl�tzlich etwas Unheimliches, Drohendes zu h�ngen schien, andere standen wie gel�hmt. �Was ist das?� fl�sterte Titch.</p><p>In das Tosen des Sturzes und das seidige Rauschen der Str�mung mischte sich ein neuer Klang; ein Laut, den sie mehr mit den K�rpern als mit dem Geh�r aufnahmen; wie das Vibrieren eines Erdbebens, kurz, bevor der Schall sein Ziel erreichte. Der Boden zitterte <emphasis>nicht, </emphasis>aber es war ein Gef�hl, als sch�ttelte sich die Wirklichkeit in Entsetzen vor dem, was der Flu� gebar. Etwas <emphasis>kam.</emphasis></p><p>Dann sahen sie es. In der Oberfl�che des Flusses entstanden neue Strudel und Wellen, winzige Spritzer und br�llend aufsteigende Schaumgeysire, wo sich das Wasser an dem neu aufgetauchten Hindernis unter seiner Oberfl�che brach, und etwas Dunkles, ungeheuer <emphasis>Gro�es </emphasis>stieg vom Grund des Flu�bettes empor; langsam, aber mit der unaufhaltsamen Kraft einer Naturgewalt. <emphasis>Gro�er Gott! </emphasis>dachte Skar. <emphasis>Habe ich das getan?</emphasis></p><p>Es konnte kein Zufall sein - aber der Gedanke, da� es nur geschehen war, weil er es <emphasis>wollte, </emphasis>war unvorstellbar.</p><p>Das Toben des Flusses wurde heftiger. Zwischen dem diesseitigen Ufer und den Verbotenen Inseln schien pl�tzlich ein Riff zu sein, eine Mauer dicht unter der Wasseroberfl�che, an der sich die Str�mung br�llend und in kochenden Schaumwolken brach, w�hrend es h�her und h�her stieg, jetzt schon fast sichtbar und nur noch von hochspritzendem Wasser und der Nacht verborgen. Unter den Kriegern brach eine Panik aus. Auch die letzten zogen sich fluchtartig zur�ck, als der gewaltsam gestaute Flu� sich br�llend �ber seine Ufer ergo�. Ein paar M�nner wurden ergriffen und ins Wasser zur�ckgezerrt, und dicht vor Skar und Titch zerbarst die Barriere aus Bauholz und Balken wie eine Spielzeugpalisade unter einem Hammerschlag.</p><p>Skar r�hrte sich nicht. Er h�rte Titch aufschreien und in panischer Angst davonst�rzen, aber er selbst bewegte sich nicht von der Stelle. Er wu�te, da� ihm nichts geschehen w�rde. Er war sicher. Was immer dort kam, es kam, weil er es <emphasis>gerufen </emphasis>hatte; nicht, um ihn zu vernichten. Rings um ihn herum tobten die entfesselten Fluten des Ningara, aber keine der t�dlichen Wogen kam ihm auch nur nahe.</p><p>Er wu�te nicht, wie lange es dauerte; Sekunden, allerh�chstens Minuten, in denen sich der Flu� hin und her warf wie ein br�llendes Raubtier, das mit aller Macht an seinen Fesseln zerrte, ohne sie wirklich zerbrechen zu k�nnen. Die Verbotenen Inseln waren verschwunden, der Flu� zu einem Chaos aus wei�em Schaum und brodelnder Bewegung geworden, und das Br�llen der Str�mung �bert�nte f�r Minuten sogar das Dr�hnen des Sturzes. Dann, so unmerklich und langsam, wie es begonnen hatte, beruhigte sich die Flut wieder, und Skar sah ...</p><p><emphasis>Es war schwarz. Die Farbe des Dronte, die Farbe der Sternenkreatur, aber es war keines von beidem, und doch Teil der gleichen, unheiligen Sch�pfung, ein monstr�ser Strang aus pulsierendem schwarzem Fleisch, der sich wie ein verkr�ppelter Gigantenarm �ber den Flu� spannte, zwanzig, drei�ig Meter breit und eine Meile lang, eine lebende Br�cke, die den t�dlichen Flu� �berwand.</emphasis> Und die entstanden war, weil <emphasis>er es gewollt hatte!</emphasis></p><p>Skar machte einen Schritt auf das Ufer zu und blieb wieder stehen. Langsam, eingeh�llt in Schaum und spritzendes Wasser, stieg das ungeheuerliche <emphasis>Etwas </emphasis>weiter aus dem Flu�, wie ein D�mon, der aus den Abgr�nden der Zeit emporstieg, um zu vollenden, was seine Sch�pfer vor einer Million Jahren begonnen hatten. Er h�tte Angst haben sollen, oder zumindest so etwas wie Ehrfurcht f�hlen, aber in ihm war nichts; Skar f�hlte sich leer, und er kam sich winzig vor. Die lebende Br�cke wuchs weiter, und l�ste sich schlie�lich ganz aus dem Flu�, nur auf einem kaum armbreiten St�ck mit dem Ufer verbunden, ein k�hner, �ber eine Meile frei tragender Bogen, der auf ihn und Titch und das Heer wartete.</p><p><emphasis>KOMM!</emphasis></p><p>Es war nicht wirklich eine Stimme; nicht wie das Fl�stern seines Dunklen Bruders, sondern eine v�llig neue, zugleich fremde und auf unheimliche Weise vertraute Art der Kommunikation, die weit �ber alles hinausging, was er je erlebt hatte. Etwas von ihm war dort dr�ben, in den riesigen H�hlen unter den Inseln, in denen das Herz der Kreatur schlug, so wie etwas von ihr stets in ihm gewesen war; es war kein <emphasis>Austausch </emphasis>von Gedanken, sondern das, was er selbst f�hlte.</p><p>Er machte einen weiteren Schritt auf das Ufer und damit den Beginn der monstr�sen Br�cke zu und blieb wieder stehen; z�gerte, machte einen weiteren Schritt und drehte sich herum. Die meisten Krieger waren geflohen, sp�testens in dem Moment, in dem dieses monstr�se Etwas aus den Fluten des Ningara aufgetaucht war, aber hier und da standen auch noch kleine Gruppen von Quorrl, und dicht hinter ihm, so nahe, da� er sich fragte, wieso er seine Schritte nicht geh�rt hatte, war Titch wieder aufgetaucht. Sein Gesicht war grau vor Furcht. Er zitterte so heftig, da� die winzigen Metallschuppen seiner R�stung klirrten.</p><p>�Komm ruhig n�her�, sagte Skar. �Es wird dir nichts tun. Keinem von euch.�</p><p>Titch starrte ihn an, aber er r�hrte sich nicht von der Stelle. Sein Blick glitt �ber die schwarze, zuckende Masse aus lebendem Gewebe, dann wieder �ber Skars Gesicht und schlie�lich wieder �ber die Br�cke. �Was ... was ist das, Skar?� stammelte er. Skar antwortete nicht. Wie konnte er Titch erkl�ren, was er selbst noch nicht verstand? Oh, er <emphasis>wu�te, </emphasis>was es war - nichts anderes als der <emphasis>Dronte, </emphasis>nichts anderes als die <emphasis>Ultha </emphasis>und die zahllosen anderen Gestalten, die es angenommen haben mochte im Laufe der �onen - aber das war es nicht, was Titch wissen wollte.</p><p>Mit klopfendem Herzen machte Skar den letzten Schritt und setzte den Fu� auf die Br�cke. Er h�rte, wie Titch hinter ihm einen kleinen, entsetzten Schrei ausstie�, und pl�tzlich hatte auch er selbst Angst; und sei es nur, weil er jetzt vielleicht zum ersten Mal wirklich begriff, wie gro�, wie ungeheuer <emphasis>m�chtig </emphasis>die Kreatur war. Selbst diese monstr�se Nabelschnur war ein Nichts gegen ihre wirkliche Gr��e.</p><p><emphasis>�Skar!�</emphasis></p><p>Er blieb abermals stehen und drehte sich um, als Kiina mit einem Schrei zwischen den Quorrl auftauchte. �Skar, was -?!� Wie Titch zuvor blieb sie mitten im Schritt stehen, und f�r Sekunden malte sich das gleiche, ungl�ubige Entsetzen auf ihren Z�gen ab, das er auch im Gesicht des Quorrl gelesen hatte. Aber Kiina fand ihre Fassung weitaus rascher wieder als der Quorrl; vielleicht, weil sie weniger als er begriff, was sie <emphasis>wirklich </emphasis>sah. �Gro�er Gott, was ist das?� fl�sterte sie. Ihre Augen wurden gro�. �Du ... du willst doch nicht wirklich �ber ... �ber dieses <emphasis>Ding </emphasis>gehen?�</p><p>�Ich mu� es�, antwortete Skar traurig.</p><p>Kiina wollte weitergehen, aber Titch ri� sie mit einer groben Bewegung zur�ck. �Keiner von uns wird auch nur einen Fu� darauf setzen!� sagte er.</p><p>�Dann wird Enwor untergehen�, sagte Skar.</p><p>Vielleicht war es die <emphasis>Art, </emphasis>in der er die Worte aussprach: ruhig, fast gelassen, aber ohne die K�lte, die in den letzten Tagen in seiner Stimme gewesen war. Sie hatten nichts von einer Drohung an sich, aber es gab auch keinen Zweifel daran, da� Skar die Wahrheit sprach.</p><p>�Die... die M�nner werden mir nicht folgen�, sagte Titch unsicher. �Sie haben Angst, Skar. Sie -�</p><p>Ein gellender Schrei �bert�nte das Rauschen der Str�mung, ein Br�llen von solcher Urgewalt und Wildheit, da� selbst Skar im ersten Moment zusammenfuhr und sich erschrocken umsah. Dann, wie ein leiseres, entsetztes Echo, schrien auch zwei, drei von Titchs Kriegern auf und deuteten mit ausgestreckten Armen �ber den Flu�.</p><p>Die Br�cke war nicht mehr leer.</p><p>An ihrem jenseitigen Ende war ein unheimliches, d�sterrotes Licht aufgeflammt, das Skar die Tr�nen in die Augen trieb und ihn blinzeln lie�. Trotzdem erkannte er die titanischen Drachenkreaturen sofort.</p><p>Es waren nicht die Drachen, wie sie die <emphasis>Errish </emphasis>ritten, sondern die h��lichen, ins absurde vergr��erten Br�der der Tyrr, die Ennart und seinen Zauberpriestern als Reittiere dienten, und es war ein gutes Dutzend dieser Ungeheuer, das br�llend und mit gierig vorgestreckten Krallen �ber die Br�cke herangetobt kam. Keines von ihnen trug einen Reiter, aber Skar glaubte eine winzige, schwebende Gestalt in der Luft �ber ihnen zu erkennen. Im ersten Moment hielt er diesen Eindruck f�r eine T�uschung; dann erinnerte er sich, auch Ian auf den R�cken seines Reittieres <emphasis>hinaufschweben </emphasis>gesehen zu haben, als er ihm das erste Mal begegnete.</p><p>�Zur�ck!� befahl Titch. Pl�tzlich war seine Stimme voller Kraft und hatte wieder den gewohnten, befehlenden Tonfall angenommen, und noch etwas geschah - etwas, das Skar im ersten Moment in Erstaunen versetzte, ehe er begriff, warum es so war: Der Anblick der heranrasenden Bestien h�tte jeden <emphasis>Menschen </emphasis>vollends in Panik versetzt, aber auf die Quorrl schien er genau entgegengesetzt zu wirken: einige wenige Krieger ergriffen tats�chlich die Flucht, aber die meisten folgten einfach Titchs Befehl und zogen sich nur zwanzig, drei�ig Schritte weit vom Ufer zur�ck, ehe sie stehenblieben und ihre Waffen zogen. Der Anblick der Schwerter und B�gen kam Skar im ersten Moment fast l�cherlich vor, angesichts der f�nfzig Fu� gro�en Kolosse �ber dem Flu�, und doch war in den Gesichtern der Quorrl keine Angst mehr. Die Drachen waren eine Gefahr, die sie verstanden, die vielleicht un�berwindlich, aber <emphasis>greifbar </emphasis>war, und Quorrl hatten sich niemals vor einem Feind gef�rchtet, der einen <emphasis>K�rper </emphasis>hatte. Skar l�chelte stumm in sich hinein, als er begriff, da� die Ssirhaa jetzt vielleicht ihren letzten, entscheidenden Fehler begangen hatten.</p><p>Die Drachen n�herten sich schnell. Die Br�cke war eine Meile lang, aber die Ungeheuer legten mit jedem Schritt ein gutes Dutzend Meter zur�ck, und was immer sie lenkte, schien sie regelrecht in Raserei zu versetzen. Zwei, allerh�chstens drei Minuten, dachte er, und die schuppigen Ungeheuer w�rden wie ein Orkan aus Fleisch und Panzerplatten unter Titchs Krieger fahren und sie einfach niederwalzen.</p><p>Er griff nach seinem Schwert, f�hrte die Bewegung aber nicht einmal ganz zu Ende, sondern wandte sich um und winkte Kiina zu sich. Das M�dchen z�gerte. Ihr Blick irrte nerv�s zwischen Skar und den heranrasenden Ungeheuern hin und her, ehe sie sich einen sichtbaren Ruck gab und n�her kam.</p><p>Skar legte den linken Arm um ihre Schulter und deutete mit der anderen Hand schr�g nach oben, zu der schattenhaften Gestalt, die �ber der Front der Drachen heranraste. �Siehst du ihn?� fragte er.</p><p>Kiina sch�ttelte den Kopf, sah ihn fragend an und verengte die Augen zu schmalen Schlitzen, als er auffordernd nickte und seine Handbewegung wiederholte. Dann nickte sie.</p><p>�Er... schwebt!� fl�sterte sie verbl�fft. �Aber das... das ist doch ... unm�glich.�</p><p>�Dann erkl�re ihm das doch�, sagte Skar sp�ttisch.</p><p>Kiina verstand sofort, was er meinte - aber sie r�hrte keinen Finger, sondern blickte ihn nur ungl�ubig an. Skar nahm ihre Hand, f�hrte sie zum Griff des Scanners in ihrem G�rtel und nickte auffordernd.</p><p>Kiina z�gerte eine weitere Sekunde, zog dann ihre Waffe und trat einen halben Schritt zur�ck, um zu zielen. Sie ging sehr ruhig zu Werke, mit einer Kaltbl�tigkeit, die selbst Skar erstaunte. Ohne der Front der heranrasenden Drachen auch nur einen Blick zu g�nnen, spreizte sie die Beine ein wenig, ergriff ihre Waffe mit beiden H�nden und richtete den Lauf auf die schwebende Gestalt.</p><p>Sie scho�, als die Drachen noch hundert Schritte vom Ufer entfernt waren. Der Scanner spie eine d�nne, grausam helle Nadel aus Licht aus, die den schwebenden Zauberpriester mit t�dlicher Pr�zision traf und durchbohrte. F�r den Bruchteil einer Sekunde schien sich seine Gestalt aufzubl�hen, wuchs auf das drei-, vier-, f�nffache ihrer wirklichen Gr��e und begann gleichzeitig wie unter einem unheimlichen inneren Feuer <emphasis>zu </emphasis>gl�hen.</p><p>Dann explodierte er.</p><p>Die Nacht wurde f�r Sekunden zum Tag. Ein grellwei�er Feuerball tauchte den Flu� in blendende Helligkeit, dehnte sich rasend schnell aus und f�rbte sich orange, dann dunkelrot, ehe er an den R�ndern zu zerfasern begann und ganz allm�hlich verbla�te.</p><p>Und mit ihm verschwanden die Drachen.</p><p>Selbst Skar hielt es im ersten Moment f�r eine T�uschung; ein Trugbild, mit dem ihn seine geblendeten Augen narrten - die Drachenbestien st�rmten weiter, und sie waren jetzt schon so nahe, da� er das Zittern der lebenden Br�cke unter ihren Schritten zu h�ren glaubte. Aber im gleichen Moment, in dem der schwebende Zauberpriester verschwand, verloren ihre K�rper Farbe und Substanz, verwandelten sich von fleischgewordenen Alptr�umen in flackernde Schemen, halb transparent, so da� er durch die K�rper der vordersten Tiere hindurch die hinter ihnen herst�rmenden Ungeheuer sehen konnte - und vergingen ganz. Kiinas Augen wurden gro�. �Bei allen G�ttern!� hauchte sie. �Was -?�</p><p>Skar zog sein Schwert. Sein Blick suchte den Titchs, und im gleichen Moment, in dem er in die Augen des Quorrl sah, wu�te er, da� er gewonnen hatte. In Titchs Blick zeichnete sich dasselbe, ungl�ubige Staunen ab wie in dem Kiinas, aber nicht einmal mehr ein Schatten von Furcht. Nur noch Zorn.</p><p>�L�ge�, zischte der Quorrl. �Es war nichts als ein Trugbild! Es sind alles <emphasis>L�gen!�</emphasis></p><p>�Ja�, antwortete Skar. Die Spitze seines Schwertes deutete �ber den Flu�, auf das lodernde rote Licht, in dem die Kuppeln und T�rme der Tempelanlage zu verschwimmen schienen wie in einem Meer von Blut. �Erinnerst du dich, Titch? Sie sind Meister der L�ge. Das waren deine eigenen Worte.� Er z�gerte einen ganz kurzen Moment, und obwohl er sp�rte, da� er schon gewonnen hatte, f�gte er hinzu: �Und sie selbst, Titch, sind die gr��te L�ge.�</p><p>Titchs Gesicht war wie aus Stein, als er sein Schwert hob und eine befehlende Geste machte. Und als Skar sich Sekunden sp�ter abermals umwandte und zum zweiten Mal auf die Br�cke aus schwarzem Fleisch hinaustrat, folgte er ihm.</p></section><section><title><p id="_25">25.</p></title><p>Sie waren noch ungef�hr dreihundert, als sie die Insel betraten. </p><p>Die meisten Quorrl waren in Panik geflohen, als die Br�cke auftauchte, und sp�testens danach, als die Drachen erschienen; und von denen, die geblieben waren, hatten wiederum die meisten Titchs Befehl mi�achtet, vielleicht gar nicht geh�rt, so da� sich in Skars Begleitung weniger als ein Zehntel des urspr�nglichen Heeres befand.</p><p>Aber das war mehr als genug. Wahrscheinlich, dachte er, h�tte es keines einzigen dieser Krieger bedurft, um es zu Ende zu bringen, und f�r einen ganz kurzen Moment war er sogar nahe daran gewesen, Titch zur�ckzuschicken.</p><p>Sie waren nicht noch einmal angegriffen worden. Hinter den Zinnen und Wehrg�ngen des festungs�hnlichen Tempelkomplexes bewegten sich Schatten, und dann und wann huschten unheimliche Lichtreflexe �ber den Himmel. Manchmal h�rten sie Ger�usche: Laute, wie sie seit �onen kein lebendes Wesen mehr geh�rt hatte, und die nicht nur Skar schaudern lie�en. Das unheimliche rote Licht war nicht erloschen, sondern erhellte jetzt den gesamten Tempelkomplex, und ein paarmal hatten sie winzige schwebende Gestalten �ber den schimmernden Kuppeld�chern gesehen.</p><p>Skar war der erste, der von der lebenden Br�cke herunter - und rasch ein paar Schritte zur Seite trat, um Titch und seinen Quorrl Platz zu machen. Er fror. Es war kalt gewesen �ber dem Flu�. Ein eisiger Wind hatte an ihren Kleidern gezerrt und versucht, sie von der Br�cke zu sto�en, und das Toben des Flusses hatte noch nicht ganz aufgeh�rt; manchmal hatte die lebende Br�cke unter ihren F��en wie ein waidwundes Tier gezittert, und zwei- oder dreimal hatten sich gewaltige Wogen an ihren Flanken gebrochen und sie mit eisigem Wasser �bersch�ttet. Er wu�te nicht, wie lange sie gebraucht hatten, um die Insel zu erreichen, aber es mu�te <emphasis>lange </emphasis>gewesen sein; trotz allem hatten sich die Quorrl nur sehr langsam bewegt, und mehr als einer war auf halber Strecke wieder umgekehrt, fast wahnsinnig vor Angst oder Entsetzen. Der Himmel im Osten f�rbte sich grau, und in einer Stunde w�rde der Tag heraufziehen.</p><p>Er winkte Kiina zu sich und wartete geduldig, bis auch der letzte Quorrl von der Br�cke heruntergetreten war. Obwohl auf ein Zehntel seiner urspr�nglichen Gr��e zusammengeschrumpft, war es noch immer ein m�chtiges Heer, und doch schien es vor dem zyklopischen Tempelgeb�ude zu einem Nichts zusammenzuschrumpfen.</p><p>Erst jetzt, als sie ihm ganz nahe waren, sah Skar, <emphasis>wie </emphasis>gewaltig der Goldene Tempel der Quorrl wirklich war: die Insel war gut dreihundert Fu� breit und vielleicht f�nfmal so lang, aber der Tempelkomplex bedeckte sie zur G�nze, ausgenommen des schmalen sandigen Streifens, auf dem sie standen. Das knappe Dutzend goldgedeckter Kuppeln und D�cher mu�te sich eine halbe Meile �ber ihnen befinden, und wohin er auch blickte, sah er Gold und andere edle Metalle. Und nichts war so, wie er es sich vorgestellt hatte - der Tempel war von geometrischer Strenge, alle Linien klar und gerade und bar jedes barbarischen Zierrates und Schmuckwerks, wie er es unwillk�rlich bei einem von Quorrl erschaffenen Heiligtumes angenommen hatte. Es gab nur ein einziges - allerdings <emphasis>gigantisches </emphasis>Tor, das die fugenlosen Mauern durchbrach. Zu Skars Erstaunen war es nicht einmal geschlossen. Die beiden drei�ig Meter hohen Fl�gel aus goldbedecktem Holz standen weit offen und gaben den Blick auf einen weitl�ufigen, von einer verwirrenden Symmetrie kleiner ineinandergeschachtelter Geb�ude umschlossenen Innenhof frei. Schatten bewegten sich darauf, und manchmal blitzte etwas im Widerschein des unheimlichen roten Lichtes und verriet, da� der Hof nicht ganz so leer war, wie es im ersten Moment den Anschein gehabt hatte.</p><p>Als sie sich langsam dem Tor n�herten, schlugen Flammen aus dem Boden.</p><p>Eine zehn Meter hohe Feuerwand brach aus dem Sand, grelles Licht und sengende Hitze ergo� sich wie der Atem eines zornigen Drachen �ber Skar und die vordersten Krieger. Einige der Quorrl schrien auf und ergriffen die Flucht, und auch Titch prallte entsetzt zur�ck und ri� beide Arme in die H�he, um sein Gesicht zu sch�tzen.</p><p>Skar ging fast gelassen weiter. Er sp�rte die Hitze wie die Quorrl, und das Licht stach wie mit Dolchen in seine Augen. Er konnte nicht mehr atmen; als er es versuchte, schienen sich seine Lungen mit Flammen zu f�llen. Und trotzdem wu�te er, da� nichts davon real war. Es gab dieses Feuer sowenig, wie es die Drachen gegeben hatte. Mit zusammengebissenen Z�hnen, um einen Schmerzensschrei zu unterdr�cken, ging er weiter und trat mit einem entschlossenen Schritt in die Wand aus brodelnden Flammen hinein.</p><p>Das Feuer erlosch, und mit ihm Hitze und Licht. Im ersten Moment st�hnte Skar abermals, denn nach der eingebildeten H�llenglut war die K�lte der Nacht fast ebenso schmerzhaft, aber nach einer Sekunde verging auch dieser neue Schmerz. Er drehte sich herum und winkte den Quorrl. �Es war nur eine Illusion!� rief er. �Ihr habt nichts zu bef�rchten. Sie k�nnen euch nichts mehr tun!� Er ging weiter, ohne auf Titch und die Quorrl zu warten.</p><p>Und blieb abermals stehen, als er das Tor durchschritt und der Innenhof vor ihm lag. Jetzt, nicht mehr geblendet vom d�sterroten Schein des unheimlichen Lichtes, sondern selbst darin eingeschlossen, konnte er fast so gut sehen wie bei Tage.</p><p>Und was er erblickte, das lie� ihn vor Zorn und Entsetzen aufst�hnen. Entsetzen, als er begriff, wie heimt�ckisch die Falle gewesen war, die Ennart und seine Br�der f�r sie aufgestellt hatten, und Zorn, als ihm ihre Sinnlosigkeit zu Bewu�tsein kam. Der Hof war voller <emphasis>Ultha. </emphasis>Wie schwarze Tr�mmer bedeckten sie die goldenen Fliesen, mit verrenkten Gliedern und zerbrochenen Panzern �ber- und nebeneinandergest�rzt, so, wie sie der Tod getroffen hatte; Hunderte, wenn nicht Tausende der schlanken Insektenkreaturen, die auf Titch und ihn gewartet hatten. Und ihr Anblick verfehlte nicht einmal jetzt seine Wirkung. Skar h�rte, wie die ersten Quorrl hinter ihm auftauchten und entsetzt zur�ckprallten; und f�r Augenblicke brach endg�ltig Panik unter den Kriegern aus. Keiner der D�monen war noch am Leben, aber ihr blo�er Anblick ersch�tterte die Quorrl bis ins Innerste �G�tiger Gott!� fl�sterte Titch neben ihm. �Was ist das?�</p><p>�Das Empfangskomitee�, antwortete Skar, ohne sich zu ihm herumzudrehen. Seine Stimme wurde bitter. �Eine kleine �berraschung, die sich Ennart zu unserer Begr��ung ausgedacht hat.�</p><p>�Was ... was hat sie umgebracht?� stammelte Titch. Selbst er k�mpfte mit aller Macht um seine Selbstbeherrschung. Skar mu�te ihn nicht einmal ansehen, um zu erkennen, da� auch Titch am liebsten seine Waffen fortgeworfen h�tte und geflohen w�re. �Nichts�, antwortete er. �Sie haben niemals gelebt, Titch.�</p><p>�Aber die Ssirhaa�, murmelte Titch. �Sie ... sie haben -�</p><p>�Es gehorcht ihnen nicht mehr�, unterbrach ihn Skar. �Verstehst du denn immer noch nicht? Sie haben die <emphasis>Kreatur </emphasis>erweckt, aber sie haben keine Macht mehr �ber sie!�</p><p>�Aber warum hier?� fl�sterte Titch, der seine Worte gar nicht geh�rt zu haben schien. �Das... das m�ssen Tausende sein! <emphasis>Warum hier?� </emphasis>Er schrie fast, und Skar begriff, da� er die Antwort auf seine eigene Frage so gut wu�te wie er. �Sie h�tten uns vernichten k�nnen! Sie h�tten uns mit einer Handbewegung ausl�schen k�nnen, die ganze Zeit �ber!�</p><p>Es war Kiina, die antwortete, nicht Skar. �Weil das nicht in ihre Pl�ne gepa�t h�tte, Titch. Was h�tte es genutzt, die Bastarde zu schlagen? Ein paar h�tten �berlebt, so oder so.� Sie lachte bitter. �Kannst du es dir wirklich nicht denken, Quorrl? Kannst du dir nicht vorstellen, was dein Volk empfunden h�tte, w�re dein Heer in den Tempel einmarschiert und nicht wieder herausgekommen?�</p><p>Titch starrte sie an, und auch Skar sp�rte einen erneuten, eisigen Schauer von Zorn, als ihm die ganze Brutalit�t des Denkens klar wurde, das hinter diesem Plan stand.</p><p>�Daf�r werden sie bezahlen�, murmelte Titch. �Ich werde diesen verdammten Tempel niederrei�en, mit eigenen H�nden. Sie werden -�</p><p>Ein Scannerblitz zuckte �ber den Hof, verfehlte ihn um weniger als eine Handbreit und t�tete einen seiner Krieger.</p><p>Skar schrie auf, warf sich mit weit ausgebreiteten Armen auf Kiina und ri� sie zu Boden, und hinter ihm barst die Front der Quorrl auseinander wie unter einer lautlosen Explosion.</p><p>Eine Sekunde sp�ter brach auf dem Hof die H�lle los.</p><p>Dutzende von grellen, stabd�nnen B�ndern aus Licht stachen nach den Quorrl, und pl�tzlich waren �berall Gestalten; grotesk plumpe, hastende Schatten mit �bergro�en K�pfen und in schwarzen R�stungen, die j�h zwischen den gest�rzten <emphasis>Ultha </emphasis>hervorwuchsen oder aus T�ren und Fenster�ffnungen herausst�rmten.</p><p>Ein weiterer Scannerblitz schlug nach Skar. Er warf sich herum, rollte f�nf-, sechsmal �ber den Boden und ri� Kiina dabei einfach mit sich und kam endlich wieder auf die Beine. Kiina ri� fluchend ihren Scanner aus dem G�rtel und scho� auf eine der schwarzgekleideten Gestalten, ohne sie zu treffen.</p><p>Skar opferte eine kostbare Sekunde daf�r, sich umzusehen. Der Hof hatte sich in ein Tollhaus verwandelt. Schon der erste Angriff der Zauberpriester hatte fast einem Viertel ihrer Krieger das Leben gekostet, und Ians Br�der schossen erbarmungslos und mit t�dlicher Pr�zision auf die, die bisher �berlebt hatten. Dutzende von Quorrl lagen bereits tot oder mit furchtbaren Brandverletzungen am Boden, und noch w�hrend sich Skar herumdrehte, fielen drei, vier weitere Schuppenkrieger unter den grellen Lichtblitzen der Zauberpriester.</p><p>Skar rannte los, st�rmte im Zickzack auf eine der monstr�sen Gestalten zu und t�tete sie mit einem Schwertstreich, ehe sie seine Ann�herung auch nur bemerkte. Ein Scannerblitz z�ngelte nach ihm. Er lie� sich fallen, ri� noch im Sturz einen <emphasis>Shuriken </emphasis>aus dem G�rtel und schleuderte die Waffe. Der winzige Metallstern bohrte sich in die R�stung des Zauberpriesters, der auf ihn geschossen hatte. Der Wurf war nicht kr�ftig genug, den wuchtigen Panzer v�llig zu durchdringen, aber die rasiermesserscharfen Klingen des <emphasis>Shuriken </emphasis>schienen irgend etwas im Inneren der R�stung zerst�rt zu haben. Der Mann taumelte pl�tzlich, lie� seine Waffe fallen und griff sich an den Hals. Etwas zischte. Blaues Feuer brach aus den Sehschlitzen seines Helmes, h�llte den Zauberpriester in ein zischendes Netz d�nner, wei�blauer, wabernder Funken und t�tete ihn, und fast in der gleichen Sekunde traf ein Blitz aus Kiinas Scanner einen weiteren Zauberpriester und lie� seine R�stung explodieren.</p><p>Diesmal war die Wirkung ungleich schrecklicher als vorhin �ber dem Flu�. Ein rotoranger Feuerball breitete sich auf dem Hof aus, verschlang auf zwanzig, drei�ig Meter alles, was sich ihm in den Weg stellte und fegte Menschen und Quorrl von den F��en, und die kochende Hitzewelle, die Skars R�cken versengte, war dieses Mal <emphasis>nicht </emphasis>eingebildet, sondern grausame Wirklichkeit. Sekundenlang blieb er schweratmend und keuchend vor Schmerz liegen, ehe er m�hsam den Kopf hob und halbblind nach seinem Schwert tastete.</p><p>Kiinas Schu� hatte den Kampf entschieden. Vielleicht hatte die Explosion den Quorrl einfach die Sekunden verschafft, die sie brauchten, vielleicht war es auch nur eine Laune des Zufalls, da� sich die meisten Zauberpriester in der N�he des Mannes aufgehalten hatten, auf den Kiina zielte, und von der Druckwelle get�tet oder ebenfalls von den F��en gefegt worden waren, vielleicht war es auch einfach der Schock, einen der ihren von ihren eigenen Waffen get�tet zu sehen - aber das m�rderische Feuer hatte aufgeh�rt. Und die Quorrl, die noch am Leben waren (nicht einmal die H�lfte ihrer urspr�nglichen Zahl, dachte Skar schmerzhaft), griffen nun ihrerseits erbarmungslos an. Die Zauberpriester brauchten vielleicht nur Sekunden, um sich neu zu formieren, aber diese winzige Zeitspanne reichte: aus der massiven Wand aus Licht und Feuer, die den Schuppenkriegern entgegengeschlagen war, wurde ein chaotisches Durcheinander fast ungezielt abgegebener Sch�sse, die nur noch selten ihr Ziel trafen. Und wo es den Quorrl gelang, die Zauberpriester zum Zweikampf zu stellen, stand der Sieger von vornherein fest. Es vergingen nur noch Sekunden, bis Ians Br�der die Sinnlosigkeit ihres Widerstandes einsahen und die Flucht antraten.</p><p>�Skar! Dort dr�ben!�</p><p>Skar wandte den Kopf, sah Titch wild mit den Armen zum gegen�berliegenden Ende des Hofes deuten und blickte in die gleiche Richtung.</p><p>In dem Durcheinander von H�usern, T�rmchen und Erkern hatte sich ein Tor ge�ffnet, aus dem waberndes rotes Licht herausfiel, stechender und irgendwie... <emphasis>b�ser </emphasis>als der Schein, der den Hof erf�llte. Die �berlebenden Zauberpriester versuchten dieses Tor zu erreichen, aber gleichzeitig kam auch etwas daraus hervor, etwas Riesiges, Formloses, wie kriechende Schatten, die versuchten, Form und Gestalt anzunehmen.</p><p>Der Ansturm der Quorrl geriet abermals ins Stocken. Die Zauberpriester hatten vollends aufgeh�rt zu schie�en - nur noch sehr wenige waren am Leben -, aber nun war es das Tor und das, was aus ihm herauskam, das die Krieger innehalten lie�. Es waren Drachen. Die gleichen h��lichen Bestien wie drau�en auf der Br�cke, aber diesmal nur drei - und diesmal waren sie <emphasis>echt.</emphasis></p><p>Skar wu�te es. Es gab keinen Unterschied zwischen ihnen und den Trugbildern, die ihnen der schwebende Zauberpriester vorgegaukelt hatte, aber er wu�te einfach, da� er den Ungeheuern jetzt wirklich gegen�berstand; drei titanischen schuppengepanzerten Kolossen, deren Augen voller t�ckischer, b�ser Intelligenz auf ihn und die Quorrl herabstarrten und in deren Nacken drei gewaltige, goldschimmernde Gestalten sa�en.</p><p>�Das ... das ist Ennart!� fl�sterte Kiina fassungslos. Sie war neben ihn getreten, und Skar sah erst jetzt, da� sie verletzt war: quer �ber ihren Hals und die linke Wange zog sich eine d�nne, aber tiefe und heftig blutende Wunde, und eine Str�hne ihres blonden Haares war verkohlt, ihr Gewand voller Blut. Aber ihre rechte Hand hielt noch immer den Scanner. Skar hielt ihren Arm fest, als sie die Waffe heben und auf die vorderste Drachenbestie zielen wollte.</p><p>�ber den drei Ungeheuern begannen sich Schatten zu bilden. Wie Rauch, der aus dem Nichts kam, begannen wolkige dunkle Schemen �ber den K�pfen der drei Bestien und ihrer Reiter zu wogen, zogen sich zusammen, trieben wieder auseinander, ballten sich erneut zu verg�nglichen Formen ...</p><p>Das Blitzen von Gold, der Farbe der Ssirhaa... Ein riesiges, ins Ungeheuerliche vergr��ertes Gesicht, halb Mensch, halb Quorrl, und gleichzeitig auch etwas anderes, etwas gleicherma�en Fremdes und B�ses wie auch Edles und unbeschreiblich Sch�nes...</p><p>Skar sah aus den Augenwinkeln, wie einer der Quorrl aufschrie und auf die Knie fiel. Andere schleuderten ihre Waffen fort und flohen oder erstarrten einfach zur Reglosigkeit, als sich die Gestalt eines Ssirhaa aus den Schatten bildete, ein fast absurd gro�er Kolo�, halb so hoch wie der h�chste Turm des Goldenen Tempels und mit Ennarts Gesicht.</p><p><emphasis>Ihr Verfluchten! </emphasis>dr�hnte eine Stimme �ber den Hof, die Stimme eines Gottes, eines <emphasis>zornigen </emphasis>Gottes, laut und m�chtig genug, sich die Quorrl vor Schmerz kr�mmen zu lassen. <emphasis>Ihr wagt es, unser Heiligtum zu sch�nden! Ihr werdet den Zorn der G�tter sp�ren!</emphasis></p><p>Skar lie� das Schwert sinken. Rings um ihn herum fuhren die Quorrl fort, auf die Knie zu sinken oder einfach zu fliehen, aber er selbst sp�rte nichts als eine gro�e, fast friedvolle Ruhe. Er begriff pl�tzlich, wie verzweifelt Ennart sein mu�te, zu diesem letzten, fast schon l�cherlichen Mittel zu greifen.</p><p>�Gib auf, Ennart�, sagte er. �Wir glauben deinen L�gen nicht mehr.�</p><p>Er hatte nicht einmal laut gesprochen. Trotzdem wandten sich die drei goldenen Gesichter �ber den Drachenk�pfen in seine Richtung; und Augenblicke sp�ter auch das �bermannsgro�e Antlitz der G�ttergestalt.</p><p><emphasis>Du wagst es, dich den G�TTERN in den Weg zu stellen? </emphasis>dr�hnte die Stimme. <emphasis>Dann wirst du sterben, so wie alle anderen!</emphasis> Die Riesengestalt beugte sich vor. Ihre Hand senkte sich, und der ausgestreckte Zeigefinger ber�hrte einen Quorrl-Krieger, der dicht neben Titch auf die Knie gesunken war.</p><p>Der Quorrl starb.</p><p>Er mu�te so gut wie Skar wissen, da� das Abbild des gigantischen Ssirhaa nichts als ein weiterer Trick war, eine Illusion wie die Drachen und das Feuer, aber dieses Wissen nutzte ihm nichts. Er stand seinem <emphasis>Gott </emphasis>gegen�ber, dem Inbegriff all dessen, woran er je geglaubt - und was er je gef�rchtet! - hatte, und er sp�rte seinen Zorn und dann seine Ber�hrung, und sie t�tete ihn. Und dies war wirklich der letzte Fehler, den Ennart beging. Titch schrie auf, als w�re <emphasis>er </emphasis>es gewesen, den die Hand des zornigen Gottes ber�hrte, aber es war keine Furcht, sondern Zorn, alles hinwegfegender, kochender Zorn, der ihn aufbr�llen lie�. Seine Hand ri� den Bogen vom R�cken und tastete nach einem Pfeil.</p><p>Aber Skar war schneller.</p><p>Sein Schwert klirrte zu Boden, als er zum G�rtel griff und einen weiteren <emphasis>Shuriken </emphasis>aus seiner Schlaufe l�ste. Einer der Ssirhaa vor ihm fuhr mit einem Mal herum und ri� den Arm in die H�he, etwas Kleines, Silbernes blitzte in seiner Hand, aber die Bewegung schien mit einem Mal l�cherlich langsam zu sein, als h�tte sich die Zeit geteilt, und Skar bef�nde sich auf der anderen, schnelleren Seite: er ri� den Arm in die H�he, bewegte die Finger in schnellen, zahllose Male ge�bten Gesten - und schleuderte den Wurfstern.</p><p>Die f�nfzackige Scheibe aus <emphasis>Sternenstahl </emphasis>traf den Hals des Drachenungeheuers und bohrte sich hinein. Ihre Wucht war kaum gro� genug, die Hornplatten der Bestie zu durchdringen, und wahrscheinlich sp�rte das Tier nicht einmal Schmerz - aber es war auch nicht der <emphasis>Shuriken, </emphasis>der es t�tete.</p><p>Es war Skar.</p><p>Etwas in ihm. Die ungeheure, finstere Macht, die sein Dunkler Bruder ihm geschenkt hatte, und die er jetzt zum ersten Mal bewu�t entfesselte. Der Drache starb, nicht weil die l�cherliche Waffe ihn get�tet h�tte, sondern einfach, weil Skar es <emphasis>wollte. </emphasis>Mit einem gellenden Schrei b�umte sich das Ungeheuer auf, brach wie vom Blitz getroffen zusammen und zermalmte seinen Reiter unter sich, und es ri� noch im Zusammenbrechen das zweite Monstrum mit sich. Der Drache schrie, strauchelte und warf seinen Reiter ab, drohte f�r Sekunden ebenfalls zu st�rzen und fand im letzten Moment seine Balance wieder. Dann traf ihn ein Blitz aus Kiinas Scanner und verwandelte seinen Kopf in eine auseinanderspritzende Masse aus Fleisch und kochendem Blut. Das Ungeheuer torkelte noch ein paar Schritte weiter, vielleicht einfach zu dumm, um zu begreifen, da� es bereits tot war, ehe es sich mit einer grotesken Bewegung zur Seite neigte und endlich fiel. Im Zusammenbrechen begrub es drei oder vier Zauberpriester unter sich.</p><p>Kiina wollte auf den letzten Drachen anlegen, aber Skar hielt sie abermals zur�ck.</p><p>Die riesige G�ttergestalt war verschwunden, im gleichen Moment, in dem der erste Drache und mit ihm sein Reiter gestorben war, und die wenigen �berlebenden Zauberpriester hatten sich vollends hinter das Tor zur�ckgezogen - aber keiner der Quorrl machte Anstalten, sie zu verfolgen. Eine tiefe, fast unheimliche Stille hatte sich �ber dem Hof ausgebreitet, die selbst das Prasseln der Flammen und das St�hnen der Verwundeten und Sterbenden zu �bert�nen schien.</p><p>Skar zog langsam sein Schwert - nicht mehr, um zu k�mpfen, sondern einfach als Geste, nur, weil es dazugeh�rte - und trat dem letzten verbliebenen Drachen und seinem Reiter entgegen. Er war nicht einmal erstaunt, als er in sein Gesicht sah und erkannte, da� es Ennart war. Sie <emphasis>alle </emphasis>waren Ennart.</p><p>Minutenlang standen sie einfach da und sahen sich an, der Satai, der kein Satai mehr war, und der Gott, der nie einer gewesen war. Dann, nach einer Ewigkeit, wie es Skar vorkam, stieg Ennart mit den m�hsamen Bewegungen eines unendlich alten, unendlich m�den Mannes vom R�cken seines bizarren Reittieres herab. Er kam Skar kleiner vor, als er ihn in Erinnerung hatte. M�der.</p><p>Titch und Kiina kamen n�her, aber Skar hielt sie mit einer raschen Bewegung zur�ck. Der Ssirhaa geh�rte Titch, aber es war noch nicht vorbei. Skar hatte seine Worte nicht vergessen. <emphasis>Was Elay widerfahren ist...</emphasis></p><p>�Du Narr�, fl�sterte Ennart. �Du verdammter, tr�umerischer Narr�, fl�sterte er. �Wei�t du, was du getan hast?� Seine Stimme bebte. Er versuchte sogar, Zorn in seine Worte zu legen, aber es gelang ihm nicht. Er hob die Hand, und Skar sah, da� sie nicht leer war - aber was er im ersten Moment f�r eine Waffe hielt, das war in Wahrheit ein flacher, mit zahlreichen kleinen rechteckigen Kn�pfen versehener Kasten, an dessen vorderer Schmalseite ein dunkelrotes Licht wie ein pulsierendes Auge flackerte. �Ich sollte es tun�, fl�sterte er. �Ich sollte euch alle zur H�lle jagen. Ihr...�</p><p>�Gib endlich auf, Ennart�, sagte Skar leise. �Du hast verloren.�</p><p>�Ja�, fl�sterte Ennart. �Aber ihr auch. Es wird euch vernichten, Satai. Dich und deine Quorrl-Freunde und alle anderen. Wei�t du, was du getan hast?� Er lachte; das schrille, hysterische Lachen eines Wahnsinnigen. �Du wolltest nicht, da� Enwor uns geh�rt? Du hast es dieser Kreatur geschenkt! Sie gehorcht uns nicht mehr, Satai. Sie wird euch alle t�ten! Sie wird diese Welt auffressen, wie sie es schon einmal fast getan hat!�</p><p>�Nein�, antwortete Skar ruhig. �Das wird sie nicht, Ennart. Und jetzt -� Er streckte die Hand aus und deutete auf das K�stchen. �- gib es mir.�</p><p>Der Ssirhaa z�gerte.</p><p>�Es ist schon einmal geschehen, Ennart�, sagte Skar leise. �Du hast mir erz�hlt, wie Enwor war. Und du selbst hast mir erz�hlt, warum unsere Welt heute so ist, wie sie ist. Du kannst nicht wollen, da� das noch einmal passiert.�</p><p>�Warum erschl�gst du diesen Hund nicht einfach?� fragte Titch. Ohne auf Skars warnenden Blick zu achten, trat er n�her und ri� sein Schwert aus dem G�rtel. �Was hat er da? Was ist das schon? Eine weitere Teufelswaffe? Eine weitere L�ge?�</p><p>�Nein�, antwortete Skar leise. �Es ist das, was Elay vernichtet hat.�</p><p>Titch erbleichte, und Kiina hob erschrocken die Hand an den Mund, sagte aber nichts.</p><p>�Und es kann ganz Enwor vernichten, nicht wahr?� fuhr Skar fort. �Eine Bewegung deiner Hand, Ennart, und Enwor brennt. Unsere Welt wird ein zweites Mal untergehen.�</p><p>Ennart lachte. Seine Finger glitten �ber das so harmlos aussehende K�stchen, senkten sich auf eine der kleinen Tasten - und zogen sich wieder zur�ck. Skar unterdr�ckte im letzten Moment einen erschrockenen Ausruf, als er das Ger�t achtlos vor ihm zu Boden warf.</p><p>�Ihr Narren!� kicherte Ennart. �Ihr verdammten, blinden Narren! Ihr wi�t ja nicht, was ihr getan habt! Ich wollte, ich k�nnte dabei sein, um eure Gesichter zu sehen! Bei Gott, ich wollte, ich k�nnte es.�</p><p>Skar b�ckte sich, hob das K�stchen vorsichtig auf und gab es Kiina, und Titch hob sein Schwert mit beiden H�nden und enthauptete Ennart mit einem einzigen Hieb.</p></section><section><title><p id="_26">26.</p></title><p>Der Raum lag tief unter dem Allerheiligsten des Tempels, ein W�rfel von vielleicht drei�ig Schritten Kantenl�nge, der aus dem gewachsenen Fels unter dem Flu�bett herausgemei�elt worden sein mu�te, denn die gewendelte Treppe hatte sie Hunderte und Aberhunderte von Stufen weit in die Tiefe gef�hrt.</p><p>Es war kalt hier unten. Kalt und feucht und d�ster. Das unheimliche rote Licht - die gleiche Art unheimlicher, aus dem Nichts kommender Helligkeit, wie sie sie auch in Elay und Caran erlebt hatten - regierte auch hier, aber es war matter, kaum mehr als ein Schimmer, der den Dingen sonderbar falsche Umrisse und ihren Bewegungen etwas Irreales gab. Und alles hier war alt. Unglaublich <emphasis>alt.</emphasis></p><p>Die verborgene Treppe, die sie hinter der G�tterstatue im Allerheiligsten des Tempels gefunden hatten, bestand aus massivem Granit, aber ihre Stufen waren ausgetreten wie die einer Stiege aus weichem Holz; zum Teil nur noch so d�nn, da� Skar fast in Sorge gewesen war, ob sie das Gewicht der beiden Quorrl tragen w�rden. Die Luft war so verbraucht, da� das Atemholen weh tat, und jedes noch so winzige Ger�usch weckte unheimliche, verzerrte Echos in dem schier endlosen Treppenschacht hinter ihnen.</p><p>Skar sah sich mit klopfendem Herzen um. Er hatte keine Angst, aber er sp�rte eine Erregung, wie sie wohl nur Entdeckern vorbehalten war. Selbst er, der fast alle Geheimnisse dieser uralten Welt kannte, konnte ein Gef�hl von Ehrfurcht nicht ganz unterdr�cken, als er sich vor Augen f�hrte, da� er vielleicht der erste Mensch in der Geschichte dieses Planeten war, der diesen Raum betrat. Das Herz des Tempels, das Allerheiligste, der gr��te Schatz - und zugleich der Fluch - des Volkes, dem diese Welt geh�rte.</p><p>Titch ber�hrte ihn an der Schulter und deutete mit der anderen Hand auf eine halbrunde T�r in der der Treppe gegen�berliegenden Wand. Er sagte nichts; so, wie er auch auf dem Weg hier herunter kein einziges Wort gesprochen, ja, sich fast angstvoll bem�ht hatte, nicht das winzigste Ger�usch zu machen.</p><p>Skar fragte sich, was in den beiden Quorrl vorgehen mochte. Ganz egal, wie gegens�tzlich Titch und Rowl waren, sie waren Quorrl, und sie standen am Eingang eines Ortes, an dem seit einer Million Jahren das Schicksal ihres Volkes entschieden worden war.</p><p>Titch machte eine fragende Geste, die Skar mit einem Nicken beantwortete. Aus den Augenwinkeln sah er, da� Kiina einen Schritt machte und losgehen wollte, aber Skar hielt sie mit einer fast erschrockenen Bewegung zur�ck. Und selbst Kiina schien den Zauber dieses Ortes zu sp�ren, denn sie versuchte nicht, sich loszurei�en, sondern trat fast ehrf�rchtig beiseite, als Rowl und Titch sich der niedrigen T�r n�herten. Was immer dahinter liegen mochte - es stand den beiden Quorrl zu, es als erste zu sehen. Und zu entscheiden, was damit zu geschehen hatte. Sie w�rden warten, bis Titch oder Rowl zur�ckkamen, um sie zu holen.</p><p>Die beiden Quorrl verschwanden in dem schimmernden roten Licht jenseits des Durchganges, und obwohl Skar sie noch f�r Augenblicke sah, verschluckte die Stille das Ger�usch ihrer Schritte, als h�tten sie eine unsichtbare Barriere durchbrochen, hinter der die Gesetze dieser Welt nicht mehr galten.</p><p>Trotzdem dauerte es noch lange, ehe Kiina das lastende Schweigen brach.</p><p>�Was ist das hier?� fragte sie. Sie fl�sterte; trotzdem hallten ihre Worte lange in der Felsenkammer wider, wispernden Echos gleich, die sich unmerklich ver�nderten, bis sie zu etwas anderem, Fremden wurden, das nichts mehr mit einer menschlichen Stimme zu tun hatte.</p><p>�Ich wei� es nicht�, antwortete Skar - und mehr, um das unheimliche Echo dieser Worte zu �bert�nen als aus irgendeinem anderen Grund f�gte er hinzu: �Vielleicht sollten wir es auch nicht wissen.�</p><p>�Es gibt Dinge, die nicht f�r Menschen gedacht sind, wie?� Kiina versuchte sp�ttisch zu klingen, aber es gelang ihr nicht. �Vielleicht�, antwortete Skar ernst.</p><p>�Du h�ttest sie nicht allein gehen lassen d�rfen�, sagte Kiina nerv�s. �Sie werden -�</p><p>�Sie werden tun, was immer sie tun m�ssen�, unterbrach sie Skar. �Das hier geht uns nichts an, Kiina.� <emphasis>Vielleicht m��ten sie uns t�ten, wenn wir w��ten, was hinter dieser T�r ist, </emphasis>dachte er. Vielleicht war es das letzte, schreckliche Geheimnis der Quorrl, das Geheimnis ihrer Existenz, und vielleicht bezahlten Titch und der Bastard daf�r, ihr Volk befreit zu haben, jetzt mit einem Wissen, das so furchtbar war wie das seine, und unter dem sie so zerbrechen mu�ten wie er.</p><p>Kiina schlo� die Augen, lehnte sich gegen die Wand und seufzte tief. �Ich kann es kaum glauben, Skar�, fl�sterte sie. �Es ist vorbei. Wir haben gesiegt. Es ist unm�glich, aber wir haben sie geschlagen.�</p><p><emphasis>Hatten sie das wirklich? </emphasis>Skar war nicht sicher. Es gab Dinge, die nicht einmal er wu�te; und sei es nur, weil er sie nicht wissen <emphasis>wollte. </emphasis>Mit Ennarts Tod war der Widerstand der Zauberpriester endg�ltig zusammengebrochen. Die wenigen, die den Kampf im Hof �berlebt hatten, hatten sich in das Labyrinth aus Hallen und G�ngen zur�ckgezogen, aus dem der Tempel zum gr��ten Teil bestand, verfolgt von Titchs Quorrl, deren Zahl im Laufe der letzten Stunde wieder auf mehr als tausend angewachsen war: mehr als die H�lfte des Heeres war geflohen und w�rde wahrscheinlich nie wieder zur�ckkehren, aber es waren vor allem Rowl und seine Bastarde, die ihre Furcht schlie�lich doch �berwanden und ihnen folgten. Und sie waren es auch, die am schlimmsten unter Ians Br�dern w�teten, wo immer sie ihrer habhaft wurden. Als die Sonne aufgegangen war, brannte der Tempel der Verbotenen Inseln an zahllosen Stellen, und die heiligen R�ume hallten wider von Waffengeklirr und den Schreien der K�mpfenden. Schwarze Rauchwolken verdunkelten den Himmel �ber dem Sturz, und mehr als einmal hatten gewaltige Explosionen die Tempelanlage ersch�ttert. Der Kampf w�rde vielleicht noch Stunden dauern, vielleicht auch den ganzen Tag oder noch l�nger, aber Kiina hatte trotzdem recht - es war vorbei. Aber er hatte auch Ennarts letzte Worte nicht vergessen. Als h�tte Kiina seine Gedanken erraten und reagierte darauf, zog sie den kleinen Metallkasten unter dem G�rtel hervor und drehte ihn fast ehrf�rchtig in der Hand. Skar betrachtete sie aufmerksam. Er wu�te, da� dieses Ding jetzt so harmlos war, wie es ein totes St�ck Metall nur sein konnte, und trotzdem behagte es ihm nicht, Kiina damit spielen zu sehen. Allein sein Anblick bereitete ihm Unbehagen. Auf eine schwer in Worte zu fassende Art fand Skar den Gedanken fast obsz�n, da� ein so harmlos aussehendes kleines Etwas �ber den Untergang einer ganzen Welt entscheiden konnte.</p><p>�Ob er es getan h�tte?� fragte Kiina nachdenklich.</p><p>Skar zuckte mit den Schultern und sah weg. Auch die Antwort auf diese Frage geh�rte zu den Dingen, die er nicht wissen wollte. Er wartete darauf, da� Kiina das K�stchen wieder einsteckte, aber sie tat es nicht, sondern hielt es im Gegenteil dichter unter die Augen und fuhr mit den Fingern an seinen Kanten entlang, als betaste sie ein kostbares Schmuckst�ck, h�tete sich aber, einem der kleinen Kn�pfe auf seiner Oberseite auch nur nahe zu kommen.</p><p>�Wir sollten es zerst�ren�, sagte Kiina pl�tzlich.</p><p>Skar l�chelte. Er wu�te, da� das nicht ging, und Kiina wu�te es ebenfalls. Das K�stchen war aus dem gleichen Metall gefertigt, aus dem sein Schwert bestand, aus dem gleichen Stahl, aus dem die Schiffe geschmiedet worden waren, mit denen ihre Vorfahren von den Sternen kamen; Eisen aus dem Herzen einer Sonne, das durch keine Gewalt des Universums zerst�rt werden konnte. Aber er begriff, warum Kiina dies gesagt hatte, und allein dieses Wissen stimmte ihn ein ganz kleines bi�chen froher.</p><p>�Oder es an einen Ort bringen, an dem es nie wieder gefunden wird�, fuhr Kiina fort. �Gibt es einen solchen Ort?�</p><p>�Vielleicht�, antwortete Skar. �Warum suchst du nicht danach?�</p><p>�Warum suchen wir beide nicht danach?� Sie l�chelte - oder <emphasis>versuchte </emphasis>es wenigstens -, steckte das K�stchen mit einer pl�tzlich hastigen Bewegung wieder ein und fragte noch einmal: �Warum bleiben wir nicht zusammen, Skar? Enwor ist gro�, und wir werden einen Ort finden, an dem -�</p><p>�Du kannst nicht bei mir bleiben, Kiina�, unterbrach sie Skar sanft.</p><p>�Aber wieso denn nicht? Es ist vorbei, Skar! Die Quorrl brauchen dich nicht mehr, das hast du selbst gesagt. Sie... sie ...� Sie begann zu stottern, verhaspelte sich und unterdr�ckte nur noch halb ein Schluchzen. �Wir ... wir werden zusammen bleiben, nicht wahr? Wir werden gemeinsam nach Ikne zur�ckgehen und Del helfen, alles wieder aufzubauen, und wir ... wir werden...�</p><p>Aber er w�rde nie wieder hier weggehen. Die Treppe, die sie hier heruntergef�hrt hatte, endete nicht in dieser Felsenkammer, sondern ging weiter, vielleicht direkt hinab in die H�lle, vielleicht an einen Ort, der schlimmer war. Skar hatte Rowl und Titch erlaubt, ihn bis hierher zu begleiten, und er hatte es auch Kiina gestattet, gegen jede Logik und wahrscheinlich aus dem einzigen Grund, noch einige weitere kostbare Minuten in ihrer N�he zu sein. Aber er w�rde niemandem gestatten, ihn weiter zu begleiten, denn dort unten wartete etwas auf ihn - auf ihn und jeden, der ihm folgte - das schlimmer war als der Tod.</p><p>Sie wu�te es. Sie mu�te es geahnt haben, schon ehe sie hier herunterkamen, aber sie war noch immer Kind genug, sich selbst bel�gen zu k�nnen. Sie versuchte es selbst jetzt noch.</p><p>�Es ist vorbei, Skar�, stammelte sie. �Es ... es ist doch vorbei, oder? Wir haben die Ssirhaa geschlagen, und ... und die Quorrl t�ten die Zauberpriester, wo immer sie sie sehen. <emphasis>Es ist zu Ende, Skar!�</emphasis></p><p>Er hatte nicht die Kraft, ihr die Wahrheit zu sagen. Sie kannte sie so gut wie er, aber sie auszusprechen, w�rde sie vollends zur Wirklichkeit werden lassen. Statt zu antworten, trat er mit einem traurigen L�cheln auf sie zu und hob die Hand, um sie zu streicheln, aber Kiina schlug seinen Arm beiseite und wich rasch drei, vier Schritte vor ihm zur�ck.</p><p>�Es ist vorbei, Skar!� wiederholte sie wie ein Kind, das sich etwas immer und immer wieder selbst vorsagte und hoffte, da� es dadurch Wahrheit w�rde. �Alles wird wieder werden, wie es war. Du ... du wirst doch wieder anders! Es ist doch vorbei! Es gibt keinen Grund mehr f�r dich, so ... so ... so <emphasis>anders </emphasis>zu sein!� Er hatte geglaubt, da� es nichts mehr gab, um ihn zu ersch�ttern, da� er den absoluten H�hepunkt des Schmerzes und der Angst kennengelernt hatte. Aber das stimmte nicht. Es gab nie ein <emphasis>Endg�ltig. </emphasis>Es gab kein Entsetzen, dem nicht noch ein gr��eres folgen konnte, keine Qual, die nicht noch verschlimmert werden konnte, kein Abgrund, unter dem nicht noch eine tiefere, bodenlosere Schlucht lauerte, und Kiinas Worte schleuderten ihn in diesen Abgrund, warnungslos und brutal und endg�ltig. <emphasis>Es gibt keinen Grund mehr f�r dich, so zu sein...</emphasis></p><p>Auch sie f�rchtete ihn. Ihre Angst vor ihm war so gro� wie die Titchs und der anderen, und was er f�r die Kraft einer Liebe gehalten hatte, die selbst diese Angst zu �berwinden vermochte, das war nichts als ihre kindliche Vorstellung, er k�nne die furchtbare Ver�nderung, die mit ihm vorgegangen war, einfach wieder r�ckg�ngig machen, sie �berwinden wie eine Krankheit. Aber das konnte er nicht. Es w�rde schlimmer werden. Er w�rde auch den Rest seiner Menschlichkeit verlieren, nach und nach, im Laufe der Jahre, vielleicht auch nur Wochen, und irgendwann, das wu�te er, w�rde sie ihre Angst nicht mehr beherrschen k�nnen. Er wu�te, da� es so kommen mu�te. Er war noch immer zum Teil Mensch, etwas von dem alten Skar war noch in ihm, in dieser Kreatur mit gottgleichen Kr�ften und einem unverwundbaren K�rper, in die er sich verwandelt hatte, und er hatte sich an dieses winzige Etwas geklammert, in den letzten Tagen. Und es war nur dieser winzige Teil in ihm, der schwindende Rest seiner Seele, der noch Skar war, den Kiina in ihm sah. Aber er wurde bereits schw�cher, und bald - entsetzlich <emphasis>bald - </emphasis>w�rde es ihn nicht mehr geben. Das, was Skar gewesen war, w�rde einfach aufgehen in der finsteren Macht des <emphasis>Daij-Djan, </emphasis>in der gottgleichen Gewalt des Schl�fers und dem Wissen, das in ihm war. Er war Skar, aber er war auch der Mann, der vor ihm den Schl�fer in sich getragen hatte, und der davor und davor und davor... <emphasis>f�nftausend Generationen. </emphasis>In seiner Seele schlummerte ein me�bares St�ck Ewigkeit, und was immer es war, in das er sich verwandelte, wenn es endg�ltig erwachte - Kiina w�rde es f�rchten, und irgendwann w�rde sie beginnen, es zu hassen.</p><p>Ohne ein Wort und sehr hastig, damit Kiina die Tr�nen in seinen Augen nicht sah, drehte er sich herum und folgte Titch und dem Bastard.</p></section><section><title><p id="_27">27.</p></title><p>Der Raum war viel gr��er als die Felsenkammer am Fu�e der Treppe, fast schon ein Saal, und hier sah er auch all die Pracht und den Zierat, den er bisher vermi�t hatte - jedenfalls hielt er das Blitzen von Gold und Silber, das Funkeln von Edelsteinen und kostbaren Metallen im ersten Moment daf�r. Bis er erkannte, was es wirklich war.</p><p>Er war nicht sicher, ob er wirklich verstand, was er da sah. Der Saal war voller gro�er, funkelnder Bl�cke aus poliertem Metall, voller Rohre und Kessel, voller blinkender Lichter und anderer, verwirrender Dinge, deren wahre Natur er nicht einmal erraten konnte. In gro�en, mattsilbernen Schalen brodelte farblose Fl�ssigkeit, und die Luft war erf�llt vom Wispern �onenalter, metallener Stimmen.</p><p>Jemand hatte versucht, ihn in einen Tempel zu verwandeln - inmitten des verwirrenden Durcheinanders aus Maschinen und Rohren stand ein Altar aus schwarzem Basalt, �ber und �ber bedeckt mit Schmuck und Opfergaben und sakralen Dingen, und an den W�nden - den wenigen Stellen, die freigeblieben waren - entdeckte er kunstvoll gewebte Teppiche, Bilder und Waffen. Aber das Ergebnis dieser Bem�hungen war kein heiliger Ort, sondern ein Chaos, in dem der Blick kaum mehr Halt fand und sich zu verlieren drohte. Gleichzeitig wirkte der Anblick ersch�tternd, denn er machte klar, wie hoffnungslos die Bem�hungen der Quorrl geblieben waren, diesem Ort auch nur einen Deut von seinem fremdartigen Wesen zu nehmen.</p><p>Er entdeckte Titch nur wenige Schritte neben dem Eingang. Der Quorrl stand hoch aufgerichtet und starr vor einer der flachen Schalen, die Skar auf den ersten Blick an ein Taufbecken erinnert hatten. Er hatte das Schwert gezogen, aber der Arm, der es hielt, hing nutzlos herab, und seine linke Hand umklammerte den Rand des Beckens. Im ersten Moment dachte Skar, da� er seine Schritte gar nicht geh�rt hatte; aber dann reagierte er doch und begann zu sprechen.</p><p>�Es ist eine Maschine, Skar.�</p><p>Auch dieser Raum geh�rte zum Reich des roten Lichts und der unheimlichen Echos. Als die vier Worte zur�ckkehrten, gebrochen und verzerrt und um Tonlagen h�her, wie die kichernden Stimmen unendlich b�ser Kinder, da bedeuteten sie etwas anderes. Skar h�rte erst aus diesem Echo das wahre Entsetzen heraus, das die Erkenntnis f�r Titch bedeuten mu�te.</p><p>�Nichts als eine verdammte alte Maschine. Wir... wir haben einen Gott aus Stahl angebetet!�</p><p>�Niemand mu� das erfahren, Titch�, antwortete Skar. Er kam sich l�cherlich vor, bei diesen Worten, und dumm, und falls Titch sie �berhaupt h�rte, so reagierte er nicht darauf, sondern starrte nur weiter ins Leere. F�r einen Moment fragte sich Skar voller Angst, ob Titch diesen Schock �berwinden w�rde. Dies war der Ort, an dem seit Urzeiten das Schicksal seines Volkes entschieden worden war. Das Sanktuarium des Goldenen Tempels, der Quell des Wassers des Lebens. Hierher hatten die <emphasis>Bestimmer </emphasis>die ungeborenen Kinder der Quorrl gebracht, um ihr Leben festzulegen, hier war entschieden worden, ob die n�chste Generation der Quorrl zu Kriegern oder Bauern, zu �rzten oder Schl�chtern, zu Gesch�pfen wie Titch und Rowl oder zu Ungeheuern heranwachsen w�rde. Und es war nichts G�ttliches an diesem Ort. Es war so, wie Titch gesagt hatte: es war eine Maschine. Nicht mehr. <emphasis>Gro�er Gott, was um alles in der Welt sollte er sagen, um ihn zu tr�sten?</emphasis></p><p>Nach einer Weile drehte Skar sich wortlos herum und ging zu Rowl hin�ber. Der Bastard hockte vorn�bergebeugt neben dem Altarblock, und Skar sah erst jetzt die zweite, reglose Gestalt, die neben ihm lag: der Priester. Er erkannte sein Gesicht nicht wieder, aber es war der gleiche Quorrl, der am vergangenen Abend zu ihm gekommen war, um ihn zu t�ten. Sein Arm hing in einer Schlinge, und seine Schulter war unter einem dick und ungeschickt angelegten Verband verborgen, auf dem dunkle Flecken die wieder aufgebrochene Wunde verrieten. Sein Kopf lag in einer dunklen Lache, und sein Gesicht war blutverschmiert. Aber er lebte noch.</p><p>Und er war sogar bei Bewu�tsein. Als er Skars Schritte h�rte, flatterten seine Lider, und er versuchte kraftlos den Kopf zu heben. Rowl sah auf, und in den ma�losen Schmerz auf seinen Z�gen mischte sich eine fast ebenso ma�lose Wut. Er ballte die Faust, um den Priester abermals zu schlagen.</p><p>�Bitte nicht�, sagte Skar.</p><p>Rowls Kopf ruckte herum, und f�r einen winzigen Moment konzentrierte sich sein Zorn nun auf Skar. Aber er verrauchte, noch ehe er die Energie aufbrachte, hochzuspringen und sich auf ihn zu st�rzen.</p><p>�Bitte t�te ihn nicht�, sagte Skar noch einmal. �Es ist nicht mehr n�tig.�</p><p>Er wartete sekundenlang auf eine Reaktion, die nicht kam, dann ging er neben dem Priester in die Hocke und versuchte ihn aufzurichten, aber der Quorrl war zu schwer. Immerhin gelang es ihm, ihn auf den R�cken zu w�lzen, so da� sich ihre Blicke trafen.</p><p>�Du rettest mir das Leben?� murmelte der Priester. �Warum?�</p><p>�Das tue ich nicht�, erwiderte Skar. Er deutete auf Rowl, dann in die ungef�hre Richtung, in der Titch zur�ckgeblieben war. �Vielleicht schenken sie dir das Leben, Priester�, sagte er. �Ich hoffe es. Aber ich kann es nicht.�</p><p>�Er wird sterben�, grollte Rowl. Seine Stimme klang flach, wie die eines Mannes, der im Schlaf redete, und Skar wunderte sich fast, da� er seine Worte �berhaupt geh�rt hatte und darauf reagierte. �Er wird f�r das bezahlen, was sie unserem Volk angetan haben.�</p><p>�Du ... Narr�, st�hnte der Priester. �Du hast es immer noch nicht begriffen. Unser Volk?� Er lachte leise. �Es gibt kein <emphasis>Volk </emphasis>der Quorrl. Wir wurden erschaffen, Bastard! Wir wurden <emphasis>gemacht, </emphasis>wie diese Dinge hier. Wir sind nicht mehr als Maschinen, die nur zuf�llig aus Fleisch und Blut bestehen.�</p><p>�Bitte sei still�, sagte Skar ruhig. �Du wei�t, da� das nicht stimmt. Nicht mehr.�</p><p>Der Priester wollte widersprechen, aber Skar sp�rte, da� seine Zeit verrann und da� sie vielleicht kostbarer war, als er bisher geglaubt hatte. �Vielleicht war es einmal so�, fuhr er fort. �Vielleicht hat das alles hier einmal einen Sinn gehabt. Aber es ist vorbei, Priester. Du hast mich gestern gefragt, ob ich die Zukunft deines Volkes den Bastarden schenken will, erinnerst du dich?� Der Priester nickte.</p><p>�Das brauche ich gar nicht mehr�, fuhr Skar fort. �Sie geh�rt ihnen bereits. Das alles hier ist sinnlos geworden, schon vor langer Zeit. Die Quorrl haben gelernt, ihr Leben selbst zu bestimmen. Die Zukunft wird M�nnern wie Rowl geh�ren.�</p><p>�Es wird keine Zukunft geben, du Narr�, fl�sterte der Priester. �Keine Ordnung mehr. Keine Regeln. Cant wird untergehen, und alles wird im Chaos versinken.�</p><p>Skar h�rte das Schleifen von Metall und wu�te, was er erblicken w�rde, noch ehe er sich herumdrehte und Titch erkannte. Der Quorrl hatte das Schwert gehoben. Seine Augen waren schwarz vor Ha�.</p><p>�Geh mir aus dem Weg!� zischte er. �Geh zur Seite, damit ich diesen Hund erschlagen kann.�</p><p>Skar stand tats�chlich auf. Aber statt den Weg freizugeben, trat er Titch im Gegenteil entgegen und dr�ckte seinen Waffenarm herunter.</p><p>�Was w�rde es n�tzen, ihn zu t�ten?� fragte er. �Wem w�rde es n�tzen? Er hat dasselbe getan wie wir; nur auf seiner Seite. Er hat getan, was er tun zu m�ssen glaubte.�</p><p>Titchs Arm zitterte. Aber Skar hielt ihn mit unerbittlicher Kraft fest. �Ihr braucht ihn, Titch�, sagte er beinahe beschw�rend. �Ihr m��t eine neue Welt aufbauen, und ihr werdet jedes bi�chen Hilfe brauchen, das ihr bekommen k�nnt.�</p><p>�Ihn?� Titch kreischte es fast. �O ja, sicher - wir brauchen M�nner wie ihn. Sie werden uns helfen, nicht wahr? So lange, bis sie sich einen neuen Gott gebaut haben. Bis die Ssirhaa wiederkommen, oder andere.�</p><p>�Das werden sie nicht�, sagte Skar ruhig. �Nie wieder, Titch. Es gibt sie nicht mehr. Schon lange nicht mehr.�</p><p>�Vielleicht hat es sie nie gegeben�, fl�sterte der Priester. Skar und Titch sahen �berrascht auf ihn herab. Der Quorrl hatte sich aufgerichtet und sa�, Kopf und Oberk�rper gegen den Altarstein gelehnt und mit schmerzverzerrtem Gesicht da, aber die Furcht in seinem Blick war etwas anderem, viel tiefer Reichendem gewichen.</p><p>�Was willst du damit sagen?� schnappte Titch. Sein Mi�trauen war keineswegs bes�nftigt, aber die Worte des Priesters hatten ihn verwirrt.</p><p>Statt zu antworten, hob der Quorrl m�de die Hand und deutete auf einen dunkelroten Vorhang hinter Titch. �Zieh ihn auf.�</p><p>Titch z�gerte. Sein Blick wanderte unsicher zwischen Skars und dem Gesicht des Priesters hin und her. Vielleicht vermutete er eine Falle, aber m�glicherweise hatte er auch nur Angst vor dem, was ihn hinter dem dunkelroten Samt erwarten mochte. Dann, ganz pl�tzlich, drehte er sich mit einem Ruck herum und ri� den Stoff mit einer einzigen Bewegung zur Seite.</p><p>Dahinter kam eine schmale, nicht ganz mannshohe Nische zum Vorschein, die fr�her vielleicht einmal Teile der verwirrenden Technik dieses Raumes beinhaltet hatte, denn aus ihren Seitenw�nden ragten noch die Enden abgeschnittener oder herausgerissener Kabel und Ger�te. Jetzt enthielt sie einen hohen Felssockel, auf dem eine weniger als anderthalb Meter hohe Statue aus gr�nlichem Stein stand.</p><p>Titch keuchte, und Rowls Augen weiteten sich in j�hem Entsetzen, als er die steinerne Figur erblickte.</p><p>Skar trat neugierig n�her. Er verstand den Grund f�r Titchs Schrecken nicht - die Skulptur zeigte keine der namenlosen Schrecken quorrlscher D�monologie, keinen <emphasis>Daij-Djan </emphasis>oder <emphasis>Ultha </emphasis>oder andere Schreckensgestalten, sondern ein schlankes, echsenhaftes Wesen mit fein geschnittenen Z�gen und fast zerbrechlichen Gliedern. Das Vorbild, nach dem es geschaffen worden war, konnte nicht viel gr��er als ein Kind gewesen sein, und auch nicht bedeutend kr�ftiger, wenn die nadelspitzen F�nge in dem halb ge�ffneten Maul und die schrecklichen Krallen an den Enden seiner Finger und Zehen auch seine Wehrhaftigkeit bewiesen. Es hatte einen Schwanz, wie die Reitechsen der <emphasis>Errish, </emphasis>und in den Augen, die kunstvoll aus rotem Kristall nachempfunden waren, stand eine gro�e, noch nicht menschliche, aber auch ganz und gar nicht mehr tierische Klugheit.</p><p>�Was ist das?� murmelte Skar verwirrt.</p><p>�Wir�, antwortete der Priester. Skar h�rte, wie er aufstand und sich st�hnend n�herschleppte. Weder Titch noch der Bastard versuchten ihn daran zu hindern. �Das Volk, aus dem wir gemacht wurden, Satai. Unsere Vorfahren.�</p><p>Skar besah sich die Statue noch einmal und genauer, und nach ein paar Sekunden begriff er, da� der Priester die Wahrheit sprach. Das kleine Echsenwesen hatte kaum �hnlichkeit mit einem Quorrl, und doch schien alles, was die gro�en Schuppenkrieger ausmachte, schon vorhanden zu sein, wie etwas, das unter der Oberfl�che des Sichtbaren schlummerte und nur darauf wartete, hervorzubrechen.</p><p>�Ich habe ihn mir angesehen�, fl�sterte der Priester. �Seit ich das erste Mal hier heruntergekommen bin, habe ich ihn betrachtet, Satai, Tag f�r Tag. Und ich habe getan, was ich tun mu�te, damit wir nicht wieder zu <emphasis>dem da </emphasis>werden.� Pl�tzlich fuhr er herum, und Zorn flammte in seinen Augen auf, ein heiliger, lodernder Zorn, der selbst Titch einen halben Schritt zur�ckweichen lie�. �Du nennst es eine Maschine!� schrie er. �Und vielleicht ist sie das! Vielleicht hast du recht, und wir haben immer nur einen Gott aus Stahl angebetet! Aber er war das einzige, was zwischen uns und <emphasis>ihm </emphasis>stand!�</p><p>Titch antwortete nicht, aber etwas in seinem Blick schien zu zerbrechen, und pl�tzlich wu�te Skar, da� sein Ha� auf den Priester und seine Br�der erloschen war. Vielleicht - sicher - w�rde er dem Quorrl niemals trauen, und vielleicht w�rde er ihn trotz allem t�ten, aber er verstand jetzt seine Gr�nde. Es war diese Statue, die Mahnung an das, woraus die Quorrl erschaffen worden waren, die den Priester und seine Vorg�nger Tag f�r Tag, Jahrhundert f�r Jahrhundert, Jahrtausend f�r Jahrtausend daran erinnert hatten, wie wichtig ihr Tun war.</p><p>�Wir werden wieder zu ihnen werden, wenn ihr die Maschine zerst�rt�, sagte der Priester. �T�tet mich. Vernichtet sie, und ohne das Wasser des Lebens wird <emphasis>das da </emphasis>aus euren Eiern schl�pfen!�</p><p>�Du irrst dich, Priester�, sagte Skar. Er deutete auf Rowl. �Sie sind der Beweis. Ihr braucht diese Maschine nicht mehr. Vielleicht war euer Tun n�tig, vor langer Zeit. Vielleicht mu�te diese Maschine einmal sein, aber das ist vorbei. Die Bastarde haben es bewiesen, und alle anderen Quorrl, die ihre Kinder vor euch versteckt haben. Die Natur hat l�ngst �bernommen, was diese Maschine begonnen hat.�</p><p>�Und die ... die Ssirhaa?� fl�sterte Rowl.</p><p>Skar deutete mit einer Kopfbewegung auf den Priester. �Er hat es selbst gesagt, Rowl. Wahrscheinlich hat es sie nie gegeben.�</p><p>�Aber wer waren sie dann?�</p><p>�Sterbliche Wesen wie wir�, antwortete Titch an Skars Stelle. Er lachte bitter, aber in seinen Augen schimmerten Tr�nen. �Ich h�tte es wissen m�ssen. Ich h�tte es erkennen m�ssen, als Ennart zum zweiten Mal erschien. Es gibt nur ein Volk auf unserer Welt, das seine Gestalt nach Belieben �ndern kann, Rowl.�</p><p><emphasis>Ja, </emphasis>dachte Skar bitter. <emphasis>So wie es nur einen Mann auf ihrer Welt gab, der zu einem Plan wie diesem f�hig war. </emphasis>Er h�tte es wissen m�ssen. Er betrachtete den Priester, Rowl und Titch mit einem langen, fast melancholischen Blick, dann l�chelte er zum Abschied, wandte sich um und blieb dann noch einmal stehen, um sich ein letztes, ein unwiderruflich allerletztes Mal an Titch zu wenden.</p><p>�Versprichst du es mir?� fragte er.</p><p>Der Quorrl nickte. Er hatte verstanden, was Skar meinte. So, wie er ohne irgendeine Erkl�rung wu�te, wohin er ging, und weshalb.</p><p>�Ich werde sie besch�tzen, Skar�, sagte er feierlich. �Du hast das Ehrenwort eines Quorrl, da� er sie mit seinem Leben besch�tzen wird, wann immer es n�tig ist.�</p></section><section><title><p id="_28">28.</p></title><p>Eine Stunde sp�ter und eine Meile n�her an der H�lle sah Skar zum ersten Mal wieder Tageslicht. Die Treppe hatte ihn weiter in die Tiefe gef�hrt, noch einmal hundert, vielleicht auch zwei- oder dreihundert Meter unter das Allerheiligste des Tempels, in die verbotenen Katakomben der Heiligen Insel, von deren Existenz vielleicht nicht einmal die Priester gewu�t hatten. Niemand war je hier heruntergekommen; nicht seit Hunderttausenden von Jahren. Es gab keine Hindernisse, keine Fallen oder Sperren, nicht einmal eine einfache T�r, aber die Stufen, die Skar hinabgeschritten war, waren seit Urzeiten von keinen lebenden Wesen Fu� mehr ber�hrt worden. Der Staub, der auch hier auf W�nden und Boden lag, war zu einer fingerdicken, granitharten Schicht geworden, bar jeder Spur, und dar�ber hinaus <emphasis>wu�te </emphasis>Skar einfach, da� es so war. Und es bedurfte dazu nicht einmal seiner geliehenen Kr�fte: er sp�rte, da� er das erste lebende Wesen war, das es seit undenklichen Zeiten wagte, die Stille hier unten zu durchbrechen. Selbst die Einsamkeit bekam Substanz, wenn sie nur lange genug andauerte.</p><p>Dabei war es hier unten keineswegs still oder gar leblos. In gewissem Sinne �hnelten die zyklopischen H�hlen und G�nge den Katakomben Carans, nur da� sie gr��er waren, besser erhalten und perfekter gestaltet, und unsagbar <emphasis>�lter. </emphasis>Er war zahlreichen Dingen begegnet, die nicht einmal er verstand - den gro�en, metallenen Spinnen, wie sie auch durch die steinernen Eingeweide der Bergfestung gekrochen waren, aber auch anderen, die sich gesch�ftig hin und her bewegten, ohne von seinem Eindringen auch nur Notiz zu nehmen, und Dinge taten, die schon vor Jahrhunderttausenden sinnlos geworden sein mochten.</p><p>Jetzt war er seinem Ziel ganz nahe.</p><p>Es hatte irgend etwas mit diesem Licht dort vorne zu tun; Tageslicht, das es gar nicht geben durfte, eine viertel Meile unter der Erde. Es war ein Kreis aus wei�em, sonderbar <emphasis>weichem </emphasis>Licht, noch winzig klein durch die gro�e Entfernung, in der er sich vor ihm befand, und viel zu perfekt, um nat�rlichen Ursprungs zu sein. Aber war hier unten �berhaupt <emphasis>irgend etwas </emphasis>nat�rlichen Ursprungs? Er versuchte, in Gedanken die Strecke zur�ckzuverfolgen, die er bis hierher gegangen war, und die Gr��e dieser ungeheuerlichen unterirdischen Festung zu erfassen, aber seine Phantasie kapitulierte vor dieser Aufgabe. Caran war gro� gewesen, aber <emphasis>das hier </emphasis>war... unvorstellbar. Eine Stadt unter der Erde, ein Durch- und In- und Nebeneinander von S�len und G�ngen und bodenlosen Sch�chten, das Platz f�r Millionen von Menschen bot.</p><p>W�hrend er weiterging und sich dem Ring aus wei�er Helligkeit n�herte, fielen ihm Ennarts Worte ein: <emphasis>Dieser Kontinent wurde gebaut, Skar. </emphasis>Und vielleicht hatte er bis heute nicht wirklich begriffen, wie der angebliche Ssirhaa diese Worte gemeint hatte.</p><p>Er brauchte lange, um sich dem Licht so weit zu n�hern, da� er erkannte, was es war: ein Ring aus schwarzem Stahl, der in den Fels getrieben worden war, doppelt so hoch wie ein Mann und zehn oder mehr Meter lang. Auf seiner anderen Seite schimmerte Tageslicht - aber er konnte den Himmel trotzdem nicht erkennen. Dicht hinter dem jenseitigen Ende der st�hlernen R�hre spannte sich etwas, das er im ersten Moment f�r eine Wand aus Glas hielt, ehe er sah, da� sie sich bewegte.</p><p>Dann wurde ihm klar, wo er sich befand.</p><p>Die schimmernde Wand war Wasser, Wasser, das mit ungeheurer Wucht eine viertel Meile �ber ihm �ber den Rand des Sturzes scho� und noch einmal die gleiche Distanz zur�cklegte, ehe es zu einer gewaltigen Wolke aus Gischt und kochendem Schaum und dann, noch einmal Meilen um Meilen weiter, wieder zu dem wurde, was es war, ehe es seinen endlosen Fall begann: dem Ningara. Er befand sich auf der anderen Seite des Sturzes; hinter dem Wasserfall.</p><p><emphasis>Ein passender Ort, um es zu Ende zu bringen, </emphasis>dachte er. Und - wenn es kein Zufall, sondern von den Sch�pfern dieser chtonischen Welt so gewollt war, woran Skar kaum noch zweifelte - ein Akt abgrundtiefen schwarzen Humors, wie ihn wohl nur die G�tter selbst zustandebringen konnten: es <emphasis>war sein </emphasis>Zuhause; der Ort, an dem die <emphasis>Kreatur </emphasis>geboren war und an den sie sich wieder zur�ckgezogen hatte, um ihren Jahrmillionen dauernden Schlaf zu schlafen. Das Wesen, das zu dem einzigen Zweck erschaffen worden war, das Volk der Quorrl auszul�schen, lebte unter dem Herzen dieses Volkes, in ebenjenen Felsen, auf denen das gr��te Heiligtum der Schuppenkrieger errichtet war.</p><p>Skar blieb eine Zeitlang reglos stehen und blickte in das rauschende Wei� jenseits der st�hlernen R�hre hinaus, und eine gro�e Ruhe �berkam ihn. Er hatte noch immer Angst, denn obwohl es die Ewigkeit war, die auf ihn wartete, die Unsterblichkeit und Macht der G�tter, von der er trotz allem bisher nur einen winzigen Hauch in sich trug, war ein kleiner Teil von ihm noch immer menschlich; und dieser winzige verbliebene Rest war fast wahnsinnig vor Furcht.</p><p>Aber er hatte keine Wahl.</p><p>Er war das einzige, was noch zwischen dem Jetzt und dem endg�ltigen Untergang dieser Welt stand.</p><p>Skar drehte sich herum, um weiterzugehen, und blieb dann noch einmal stehen. Das weiche Licht, das durch den Sturz hereindrang, beleuchtete auch die gegen�berliegende Seite des Tunnels, der ihn hierhergef�hrt hatte, und Skar sah, da� sich die metallene R�hre dort fortsetzte. Der Fels, in den sie eingelassen war, war verbrannt; zum Teil geschmolzen und zu schwarzen Tr�nen auf dem Boden erstarrt. Und es konnte noch nicht sehr lange her sein, da� hier Gewalten getobt hatten, die ausreichten, Granit zu schmelzen.</p><p>Z�gernd drehte er sich vollends herum, ging auf den st�hlernen Tunnel zu und sp�hte hinein. Er schien nicht besonders lang zu sein - das Tageslicht verlor sich nach ein paar Schritten auf dem makellosen Schwarz seiner Wand, aber auch an seinem jenseitigen Ende war Helligkeit; das gleiche, d�sterrote Licht, das �berall hier unten herrschte, nicht hell genug, Einzelheiten zu erkennen, aber ausreichend, um ihn sehen zu lassen, da� der Tunnel in einem Hohlraum gewaltigen Ausma�es zu enden schien.</p><p>Skar blickte wieder den Gang hinab. Die <emphasis>Kreatur </emphasis>wartete auf ihn. Er sp�rte ihre N�he, viel, viel deutlicher, als er sie oben gef�hlt hatte, selbst deutlicher als in dem Moment, als er die Br�cke und damit ihren K�rper ber�hrte, und er sp�rte ihre Ungeduld. Sie hatte eine Million Jahre auf ihn gewartet, und jede weitere Sekunde mu�te unertr�glich f�r sie sein.</p><p>Und trotzdem setzte er nach einer weiteren Sekunde den Fu� auf den schwarzen Stahl, nahm noch einmal all seine Kraft zusammen und trat in den schwarzen Tunnel. Hinter und <emphasis>in </emphasis>ihm schrie die <emphasis>Kreatur </emphasis>voller Entt�uschung und Ungeduld auf, aber irgendwoher nahm er die Kraft, ihrem Zorn noch einmal zu widerstehen und weiter zu gehen.</p><p>Die R�hre war nicht sehr lang. Skar ging ein Dutzend Schritte, in denen aus dem r�tlichen Nebel vor ihm Schatten und die Umrisse gewaltiger, fremdartiger Dinge wurden, dann noch eines und noch eines - und blieb ersch�ttert stehen.</p><p>Unter ihm lag ein Schacht von wahrhaft ungeheuerlicher Gr��e. Seine gegen�berliegende Wand mu�te eine Meile entfernt sein, vielleicht weiter, und in der Tiefe verlor sich sein Blick in grundloser Schw�rze, die nur seine Phantasie mit Schatten und der d�monischen Bewegung der H�lle erf�llte, in die er hinabf�hren mochte.</p><p>Und da waren sie: Eingesponnen in ein Netz titanischer metallener Verstrebungen und Tr�ger, gefangen wie die Beute einer ungeheuerlichen Spinne und so t�dlich wie der Zorn der G�tter warteten sie auf ihn. Schimmernde schwarze Geschosse, schlanken, gefl�gelten Stahlpfeilen gleich, gef�llt mit der Urkraft der Sch�pfung und zu keinem anderen Zweck erschaffen als der Vernichtung, und in ihrer Schlichtheit und Majest�t trotzdem von einer fast morbiden Sch�nheit.</p><p>Es mu�ten Hunderte sein, wenn nicht Tausende, dachte Skar. Die Waffen der <emphasis>Alten. </emphasis>Das Sternenfeuer, das Enwor von einer bl�henden Welt in eine H�lle verwandelt hatte, vor f�nftausend Generationen von ihren Sch�pfern in diesen bodenlosen Schacht im Scho� der Erde versenkt, aber noch immer da, noch immer t�dlich, und noch immer bereit, zu vollenden, was ihre Erbauer begonnen hatten.</p><p>Eines der st�hlernen Spinnennetze war leer. <emphasis>Elay.</emphasis></p><p>Und die anderen?</p><p>Er dachte an das so harmlos winzige K�stchen, das er Kiina gegeben hatte, und Bilder und die Namen von St�dten zogen vor seinem inneren Auge vorbei. <emphasis>Ikne. Bel-Ishtar. Denwar. Kohon. Malab. Orkala.</emphasis></p><p><emphasis>Enwor.</emphasis></p><p>Dutzende von St�dten in Dutzenden von L�ndern, deren Bewohner vielleicht nicht einmal gewu�t hatten, da� dieser Krieg tobte, geschweige denn, <emphasis>worum </emphasis>er gefochten wurde, und mehr: die unbekannten L�nder auf den anderen, unbekannten Kontinenten jenseits der Meere, die eisigen Inseln des Nordens, die fruchtbaren Ebenen des s�dlichen Kontinents und die L�nder und Meere auf der anderen Seite der Welt, und selbst dann w�re dieses Waffenarsenal der H�lle nicht leer, sondern noch immer bereit, Enwor ein drittes und viertes und f�nftes Mal zu verbrennen, immer und immer und immer wieder.</p><p><emphasis>Wahnsinn, </emphasis>dachte er. <emphasis>Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn. </emphasis>Vielleicht <emphasis>waren </emphasis>die <emphasis>Sternengeborenen </emphasis>G�tter gewesen, aber wenn, dann G�tter aus einem Universum des Irrsinns, G�tter, die nicht von den Sternen, sondern aus der H�lle herabgestiegen waren, und die gar keine andere Wahl gehabt hatten, als sich am Schlu� selbst zu vernichten.</p><p><emphasis>Welches Erbe habt ihr uns hinterlassen?</emphasis></p><p>Pl�tzlich ertrug er den Anblick nicht mehr. Er fuhr herum, rannte den st�hlernen Tunnel zur�ck und floh aus seiner N�he, rannte, so schnell er konnte, bis seine Beine sich einfach weigerten, ihn weiter zu tragen, und seine Lungen bei jeden Atemzug unertr�glich schmerzten.</p><p>Keuchend sank er gegen die Wand, schlo� die Augen und zwang sich, tief und gleichm��ig zu atmen. Das Zittern seiner Glieder beruhigte sich allm�hlich, aber die Bilder hinter seiner Stirn verbla�ten nicht, sondern wurden immer schlimmer: er sah die gefl�gelten Todesboten, aber er sah auch Gesichter, das goldene Antlitz Ennarts, zu einem h�hnischen, irren Lachen verzerrt, den Ha� in Ians Augen, und den b�sen Triumph darin, selbst im Moment seines Todes, und den funkenspr�henden Feuerk�rper des D�monen, den er in Ennarts Turm im Tal der Drachen gesehen hatte, eine Warnung, die er zu sp�t, viel zu sp�t begriffen hatte. Und das Gesicht eines alten Mannes. Er hatte etwas zu ihm gesagt, etwas, das wichtig war, unglaublich wichtig, aber er hatte es ... vergessen. Er hatte es einfach vergessen. Bis jetzt.</p><p>Als er die Augen �ffnete, stand sie vor ihm.</p><p>Skar erschrak nicht. Er hatte gewu�t, da� sie ihre Ungeduld nicht mehr l�nger z�geln und ihn <emphasis>holen </emphasis>w�rde, wenn er zu lange damit z�gerte, zu ihr zu kommen, und sie hatte Erbarmen mit dem winzigen verbliebenen menschlichen Teil in ihm und hatte eine Gestalt angenommen, die ihn nicht erschreckte - schlank, kleiner als er selbst und von fast menschlichen Proportionen, wenn auch unfertig, wie eine Puppe aus schwarzem Lehm, deren Sch�pfer sich nicht die M�he gemacht hatte, ihr ein Gesicht oder Finger zu geben, erinnerte sie mehr an den <emphasis>Daij-Djan </emphasis>als wirklich an einen Menschen. Aus ihrem R�cken ragte ein fingerdicker Strang schwarzen, pulsierenden Fleisches, wie der Faden einer Marionette.</p><p>Das Gesch�pf hatte keinen Mund, um mit ihm zu sprechen, und es machte auch keine Bewegung, sondern stand einfach nur da und schien ihn anzublicken, aber Skar wu�te auch so, warum es gekommen war. Er dachte an Kiina, und eine tiefe Trauer �berkam ihn, als er sich von der Wand abstie� und dem Boten der <emphasis>Sternenkreatur </emphasis>folgte.</p><p>Der Weg war nicht mehr sehr weit.</p><p>Der Gang endete nach knapp hundert Schritten vor einer runden T�r aus Stahl, die Tonnen wiegen mu�te, sich aber lautlos und wie von Geisterhand bewegt �ffnete, als Skar und sein d�monischer F�hrer sich ihr n�herten. Und noch ehe er sie durchschritt, wu�te er, da� er sich nun im Herzen dieser unterirdischen Welt befand, dem Ort, an dem schon einmal �ber das Schicksal der Welt entschieden worden war.</p><p>Der Raum war klein; verglichen mit dem, was er auf dem Weg hierher gesehen hatte. Blinkende Lichter und unverst�ndliche Ger�te und Apparaturen f�llten die W�nde, und genau gegen�ber der T�r befand sich ein Tisch mit einer geneigten Platte, in die Schriftzeichen einer l�ngst untergegangenen Sprache eingraviert waren.</p><p>Die <emphasis>Sternenkreatur </emphasis>erwartete ihn, und als Skar sie sah, war er im ersten Moment beinahe entt�uscht, denn auch sie �hnelte einem Menschen, wie das Gesch�pf, das geschickt worden war, um ihn zu holen. Aber dann wurde ihm klar, wie unbedeutend ein <emphasis>K�rper </emphasis>war. Sie konnte jedes beliebige Aussehen annehmen, sie war der <emphasis>Dronte </emphasis>gewesen, das gigantische schwarze Gespinst unter dem Wald von Cearn, und die Br�cke, die Titchs Heer auf die Inseln gebracht hatte, und auch diese Gestalt hatte sie nur gew�hlt, um mit ihm zu reden, ihm in einem Aussehen gegen�berzutreten, das dem seinen entsprach. Sie h�tte nicht einmal hier unten auf ihn warten m�ssen, dachte er. Sie hatte kein Herz, kein irgendwie geartetes Zentrum oder etwas, das einem menschlichen Gehirn entsprach. Sie war einfach eine ungeheuerliche Masse lebender Materie, ein Netz aus finsterem Protoplasma, das vielleicht nicht nur Cant, sondern diese ganze Welt durchdrang, und ihr kleinster Teil war so m�chtig und unverwundbar wie ihre Gesamtheit. Sie alle - selbst Ennart - hatten geglaubt, sie w�re vernichtet, zerst�rt bis auf einen winzigen Rest, aus dem sie zu neuer Gr��e heranwachsen mu�te, aber das stimmte nicht. Sie hatte immer existiert. Es hatte sie immer gegeben, wie die Quorrl, wie die Menschen, wie diese Welt. Vielleicht war sie das �lteste lebende Ding auf diesem Planeten, und vielleicht war sie �lter als diese Welt, �lter als die Sonne, denn das, woraus sie entstanden war, war von den Sternen gekommen; zusammen mit ihren Sch�pfern.</p><p>Die <emphasis>Sternenkreatur </emphasis>hob die Hand. Ein Schatten huschte �ber ihr nur angedeutetes Gesicht, und wenn sie �berhaupt in der Lage war, so etwas wie Freude zu empfinden, dann war es genau das, was sie in diesem Moment sp�rte. Skar versuchte nachzuempfinden, was in einem Gesch�pf vorgehen mu�te, das unendlich <emphasis>lange </emphasis>auf seine Befreiung gewartet hatte, aber er konnte es nicht.</p><p><emphasis>HERR</emphasis> Wieder war es kein Wort, keine Telepathie, sondern eine Stimme, die aus <emphasis>ihm selbst </emphasis>kam, denn er war viel mehr Teil der <emphasis>Kreatur, </emphasis>als er bisher geahnt hatte. Es war nur Skars Bewu�tsein, das unter dieser vollkommen fremden, allumfassenden Art der Kommunikation zerbrochen w�re, h�tte es nicht versucht, es in Worte und f�r ihn begreifbare Empfindungen zu verwandeln. �Ich bin gekommen�, sagte er.</p><p>Die schwarze Hand aus Fleisch, das kein Fleisch war, streckte sich weiter aus. <emphasis>KOMM. ICH GEH�RE DIR.</emphasis></p><p>Skar machte einen Schritt - und blieb wieder stehen.</p><p>Er konnte es nicht.</p><p>Er war hier heruntergekommen, um zu sterben, seine menschliche Existenz aufzugeben und Teil dieses ungeheuerlichen Wesens zu werden, zu <emphasis>ihm </emphasis>und gleichzeitig zu seinem <emphasis>Herrscher </emphasis>zu werden, aber pl�tzlich konnte er es nicht mehr. Er begann zu zittern. <emphasis>WORAUF WARTEST DU? WIR GEH�REN ZUSAMMEN, DU UND ICH. WIR SIND EINS. DU BIST DER WILLE, ICH DER K�RPER.</emphasis></p><p>Er konnte es nicht. Er wollte es, denn er wu�te, da� etwas Unvorstellbares geschehen w�rde, wenn er sich weigerte, seinen Teil der Abmachung zu erf�llen. Enwor w�rde untergehen, nicht im Feuer der Sterne, sondern im W�rgegriff der Bestie, die so oder so erwachen w�rde, unter seinem Willen und Lenkung, oder als rei�ende Bestie, die zu nichts anderem f�hig war, als zu t�ten - aber er konnte es nicht.</p><p>Es war Kiina, die es verhinderte.</p><p>Er versuchte, an Enwor zu denken und daran, da� sein Leben ein winziges Opfer war, gegen das der ungez�hlten Millionen, das er damit rettete, aber er sah Kiinas Gesicht vor sich. Er versuchte, an Titch zu denken, und das Wort, das er ihm gegeben hatte, aber es war Kiinas L�cheln, das auf diesen Gedanken antwortete. Pl�tzlich begriff er, da� er es niemals f�r Enwor getan hatte. Nicht f�r Del oder Titch oder Gowenna oder irgendeinen anderen Menschen, der ihm etwas bedeutete oder je bedeutet hatte, nicht f�r diese Welt, von der er au�er Schmerzen und Furcht wenig erhalten hatte, sondern nur f�r Kiina.</p><p><emphasis>WIR WERDEN DIE WELT BEHERRSCHEN, SKAR. UND SP�TER DAS UNIVERSUM. KOMM ZU MIR, UND ICH MACHE DICH ZU EINEM GOTT.</emphasis></p><p>Aber das wollte er nicht. Oh, er <emphasis>wollte </emphasis>es - alles in ihm <emphasis>schrie </emphasis>danach, den letzten Schritt zu tun und zum Herrn der Ewigkeit zu werden, er <emphasis>wollte </emphasis>die Unsterblichkeit und die Macht �ber Welten, vielleicht Galaxien.</p><p>Aber er konnte es nicht. Der Gedanke an Kiina lie� es nicht zu. Er hatte die Verlockung der Macht gesp�rt. Er w�rde ihr widerstehen, vielleicht ein Jahrhundert, vielleicht ein Jahrtausend. Er wu�te, da� er das Wort, das er Titch gegeben hatte, halten konnte - er konnte seinen K�rper und seine menschliche Existenz der <emphasis>Sternenkreatur </emphasis>opfern und damit ihr Herr werden; sie b�ndigen, vielleicht, solange es Leben auf dieser Welt gab, sicher aber, solange Titchs Volk existierte. Aber irgendwann, vielleicht erst in einer weiteren Million Jahre, w�rde er der Verlockung erliegen.</p><p>�Nein�, sagte er.</p><p>In seinem Innern schrie der <emphasis>Daij-Djan </emphasis>in rasendem Zorn auf, und auch die <emphasis>Kreatur </emphasis>bewegte sich unruhig. Aber weder sie noch sein Dunkler Bruder vermochten ihm noch etwas anzutun. Es war nicht die Zukunft seiner Welt, die ihm die Kraft gab, diesem ungeheuerlichen Gesch�pf zu widerstehen, nicht Enwor und die Furcht um kommende Generationen, sondern eine Macht, die st�rker war, die einzige Kraft der Sch�pfung, der selbst das Feuer der Sterne nichts anzuhaben vermochten: die Liebe.</p><p>�Nein�, sagte er zum dritten Mal, und jetzt mit ruhiger, sehr entschlossener Stimme. �Ich werde es nicht tun. Aber ich gebe dich frei.�</p><p>Die <emphasis>Sternenkreatur </emphasis>erstarrte. Vielleicht sp�rte sie in diesem Moment zum ersten Mal in ihrem endlos langen Leben so etwas wie Verwirrung. <emphasis>DU GIBST... MICH FREI?</emphasis></p><p><emphasis>Geh zu ihnen, </emphasis>hatte Drask gesagt. <emphasis>Geh zu ihnen und bitte sie um Frieden, Skar. </emphasis>Es waren Drasks Worte, die Worte eines alten, halb verr�ckten Mannes, der sein Feind gewesen war. Kiinas Hand streckte sich aus und �ffnete die letzte T�r in seiner Erinnerung, und jetzt, endlich, erfuhr Skar das allerletzte, endg�ltige Geheimnis des Schl�fers, den wirklichen Grund, aus dem er erschaffen worden war.</p><p>�Ich habe die Macht dazu�, sagte er. �Ich kann es tun, und ich mu� es tun. Du bist frei.�</p><p><emphasis>DU SCHENKST MIR DEINE WELT, SATAI?</emphasis></p><p>Skar l�chelte, als ihm klar wurde, da� das fast dieselben Worte waren, die er selbst Drask geantwortet hatte.</p><p><emphasis>DU WEISST, DASS ICH SIE ZERST�REN WERDE. ICH MUSS ES TUN.</emphasis></p><p>�Das mu�t du nicht�, antwortete Skar leise. �Sowenig wie ich dir unsere Welt schenke, denn du brauchst sie nicht.� Er atmete tief ein, um Kraft f�r die n�chsten Worte zu haben; und gleichzeitig wu�te er, da� sie im Grunde �berfl�ssig waren, denn die <emphasis>Kreatur </emphasis>war in ihm, und er war in der <emphasis>Kreatur, </emphasis>war es immer gewesen. Trotzdem sprach er laut und mit fester Stimme weiter: �Die Zeit des T�tens ist vorbei, Bruder�, sagte er. �Wir haben den Krieg beendet. Jetzt tu du es auch.�</p><p><emphasis>ICH BIN DER KRIEG.</emphasis></p><p>�Das warst du�, antwortete Skar. �Du wurdest erschaffen, um zu t�ten.�</p><p><emphasis>AUS KEINEM ANDEREN GRUND, UND ZU KEINEM ANDEREN ZWECK.</emphasis></p><p>�Wie die Quorrl. Wie wir. Aber es ist Zeit vergangen, unendlich viel Zeit. Selbst f�r dich. Enwor ist gro� genug f�r mehr als ein Volk, Bruder. Geh. Nimm dir die eisigen Inseln des Nordens. Nimm die Tiefen des Meeres und die brennenden W�sten, nimm dir die Berge und die H�hlen unter der Erde. Nimm dir jeden Ort, an dem Menschen nicht existieren k�nnen, und lebe einfach. Ich gebe dich frei.�</p><p><emphasis>Z�GERN. VERWIRRUNG UND EIN GEF�HL, DAS NEU UND UNENDLICH S�SS WAR: HOFFNUNG</emphasis> Dann: <emphasis>UND DU? DU WIRST STERBEN, MENSCH! ICH K�NNTE DIR DIE EWIGKEIT SCHENKEN.</emphasis></p><p>�Ein Menschenleben ist lange genug�, antwortete Skar.</p><p><emphasis>DU GIBST MICH ... WIRKLICH FREI?</emphasis></p><p>�Deswegen bin ich hier�, antwortete Skar. �Ich war niemals dein W�chter, Bruder. So, wie du niemals mein Feind warst.� <emphasis>ICH WEISS. UND ICH WEISS, DASS DU DIE MACHT HAST, ZU TUN, WAS DU SAGST. ABER WER BIST DU? �Ich hin dein Sch�pfer�, </emphasis>sagte Skar. �Und ich befehle dir: geh. Geh und la� den Menschen und Quorrl ihre Welt, so wie sie dir deine lassen werden.�</p><p>Und die <emphasis>Sternenkreatur </emphasis>ging.</p><p>Es geschah ganz undramatisch, von einer Sekunde auf die andere und fast lautlos: der schlanke Beinahe-K�rper bewegte sich, machte einen raschen Schritt auf ihn zu und ber�hrte seinen Arm, nur f�r den Bruchteil einer Sekunde und beinahe sanft, dann fiel er in sich zusammen, verlor seine Form und Gr��e und wurde zu einem Gespinst d�nner, peitschender F�den, die sich rasch und lautlos entfernten. Es gab keine Fragen mehr, kein Wenn und Aber und keine Antworten, denn der gr��te Teil ihres Gespr�ches hatte auf einer Ebene seines Bewu�tseins stattgefunden, auf der es keine L�gen und Unklarheiten gab. Und mit ihr l�ste sich etwas aus Skar. Der k�rperlose Schatten, die Macht und K�lte eines Gottes, die ihm niemals geschenkt, sondern immer nur geliehen worden waren. Er hatte seinen Auftrag erf�llt. Er brauchte sie nicht mehr. Nie mehr.</p><p>Eine tiefe, unendlich tiefe M�digkeit �berkam Skar. Er wollte nichts als schlafen, sich auf dem harten Boden aus schwarzem Stahl ausstrecken und die Augen schlie�en, und sei es, um sie nicht wieder zu �ffnen. Aber er konnte es nicht. Noch nicht. Es gab noch etwas, was getan werden mu�te, um es <emphasis>wirklich </emphasis>zu Ende zu bringen. Nicht f�r Enwor, nicht f�r Titch und seine Quorrl, sondern nur f�r sich.</p><p>Er sp�rte seine N�he, noch ehe er die Schritte h�rte und gleich darauf das Rascheln von Seide und das ged�mpfte Klirren von Metall, aber er widerstand der Versuchung, sich herumzudrehen. �Bravo�, sagte eine leise, entsetzlich <emphasis>bekannte </emphasis>Stimme hinter ihm. �Das war eine eindrucksvolle Rede. Eine der besten, die ich je geh�rt habe. Aber auch die d�mmste.� Das helle Schleifen, mit dem ein Schwert aus der Scheide gezogen wurde. Schritte. Aber Skar drehte sich immer noch nicht herum. Seine Augen f�llten sich mit Tr�nen.</p><p>�Wie lange wei�t du es schon, Skar? Seit wann spielst du schon mit mir?�</p><p>Langsam, wie gegen einen fast un�berwindlichen Widerstand ank�mpfend, drehte Skar sich herum und blickte in sein Gesicht. Tr�nen liefen �ber seine Wangen, aber er sch�mte sich ihrer nicht. �Und wie lange geh�rst du schon zu ihnen, Del?�</p><p>�Vom ersten Tag an, alter Mann�, antwortete Del.</p><p>Skar schlo� die Augen. Die Worte taten weh, viel schlimmer, als Del sich vorstellen mochte. Er h�tte es ertragen, w�re es Vela gewesen, deren magische Kraft Del ver�ndert hatte. Er h�tte es ertragen - er hatte <emphasis>darum gefleht, </emphasis>da� es so war, w�ren es die Sumpfleute gewesen, die Del in Cosh gesundgepflegt hatten, oder irgend etwas in der Zeit danach, in den Jahren, in denen sie sich nicht gesehen hatten.</p><p>Der Gedanke, da� der Mann, den er wie einen Sohn aufgenommen hatte und der zuerst zu seinem Sch�ler, dann zu seinem <emphasis>Freund </emphasis>geworden war, ihn sein Leben lang belogen hatte, brachte ihn fast um den Verstand.</p><p>�Warum, Del?� fl�sterte er.</p><p>Der schwarzhaarige Riese sch�rzte die Lippen. �Warum? Soll ich all die Argumente wiederholen, die du kennst? Ennart hat die Wahrheit gesagt, Skar. Wir... haben andere Vorstellungen von der Zukunft dieser Welt als ihr.�</p><p>�Ihr?�</p><p>�Es hat immer Menschen wie Vela gegeben, du Narr. Oder mich. Enwor wird wieder werden, was es war.�</p><p>Skar dachte an den H�llenschacht und an den Tod, der darin lauerte. Den Tod f�r mehr als eine Welt. Er schwieg.</p><p>�Du bist ein Narr, Skar�, sagte Del. �Du warst es immer, aber was du jetzt getan hast, das �berrascht selbst mich. Du hast die Unsterblichkeit verschenkt.�</p><p>�Und was willst du jetzt tun?� fragte Skar leise. �Mich t�ten?� Del z�gerte einen winzigen Moment; dann zuckte er mit den Achseln. �Ich habe keine Wahl, Skar.�</p><p>�Es wird dir nichts mehr nutzen�, antwortete Skar. �Die Quorrl wissen, wer die angeblichen Ssirhaa waren. Sie werden die S�mpfe von Cosh niederbrennen und ihre Bewohner erschlagen. Ich k�nnte sie nicht einmal daran hindern, wenn ich es wollte. Ihr habt verloren.�</p><p>�Nein�, antwortete Del. �Diesmal bist <emphasis>du </emphasis>es, der sich irrt. Das hier ist nicht alles, was von der Welt der <emphasis>Alten </emphasis>geblieben ist, Skar. Und ich bin nicht der einzige, der Enwor wieder zu dem machen will, was es einmal war.� Er hob sein Schwert. �Ich gebe zu, da� du unsere Pl�ne gest�rt hast. Vielleicht wird es jetzt noch einmal tausend Jahre dauern, ehe diese Welt uns geh�rt, aber eines Tages wird es soweit sein. Wir haben trotzdem gewonnen, wei�t du?� Das Schwert hob sich ein wenig h�her, aber er griff noch nicht an. �Und soll ich dir verraten, warum?� fragte er. �Deinetwegen. Du hast uns den Sieg geschenkt, du alter Narr. Die <emphasis>Sternenkreatur </emphasis>und du, ihr wart das einzige, was uns wirklich im Weg stand. Und jetzt - wehr dich, alter Mann!�</p><p>Der Schlag kam so schnell, wie Skar erwartet hatte; sogar noch eine Winzigkeit schneller. Auch Del war �lter geworden in den letzten zwanzig Jahren, aber er war noch immer ein Gigant, und er machte an K�rperkraft und Erfahrung zehnmal wett, was er an Gewandtheit verloren hatte.</p><p>Und trotzdem war Skar schneller.</p><p>Als Dels Klinge niedersauste, tauchte er blitzschnell zur Seite weg, trat nach seinem Bein und ri� sein eigenes Schwert aus dem G�rtel, f�hrte die Klinge in einem blitzschnellen, aufw�rts gef�hrten Hieb unter Dels Armen hindurch und f�gte ihm eine tiefe, blutende Schnittwunde in der Seite zu.</p><p>Del br�llte vor Schmerz und Wut, taumelte zur�ck - und griff sofort wieder an.</p><p>Diesmal blieb Skar keine Zeit, auszuweichen und zur�ckzuschlagen; Dels Hiebe prasselten mit solcher Kraft und Schnelligkeit auf ihn herab, da� er sie kaum abzublocken vermochte, und jeder einzelne Schlag vibrierte als dumpfer Schmerz durch seine Schultern und raubte ihm ein ganz kleines bi�chen seine Kraft. Er versuchte zur Seite zu t�nzeln, trat nach Del und verlor beinahe selbst das Gleichgewicht, als der Riese dem Tritt nicht auswich, sondern ihn mit zusammengebissenen Z�hnen hinnahm und gleichzeitig mit der freien Hand nach seiner Brust schlug. Dann durchbrach Dels Klinge seine Deckung, traf seinen linken Arm und spaltete das Fleisch bis auf die Knochen. Skar taumelte mit einem Schmerzensschrei zur�ck, prallte gegen die Wand und warf sich instinktiv zur Seite. Dels Schwertspitze bohrte sich knirschend neben ihm in den Stahl, zuckte wie eine angreifende Schlange zur�ck und f�gte Skar noch in der R�ckw�rtsbewegung eine weitere, tiefe Wunde zu.</p><p>Im ersten Moment machte ihn der Schmerz fast wahnsinnig, aber dann gelang es ihm, ihn zu unterdr�cken, ihn zu isolieren und auf einen winzigen, brennenden Punkt zu bannen, der au�erhalb seines K�rpers lag. Als Dels Klinge nach seinem Hals z�ngelte, wich er ihr mit einer fast spielerischen Bewegung aus, packte gleichzeitig sein Handgelenk und verdrehte es. Etwas knackte. Del br�llte vor Schmerz, torkelte zur�ck und wechselte sein Schwert von der rechten in die linke Hand. Auf seinem Gesicht mischten sich Zorn und Schmerz mit �berraschung. F�r einen Moment stockte der Kampf. Sie standen einfach da, Skar taumelnd vor Ersch�pfung und aus zwei gef�hrlichen Wunden blutend, Del mit gebrochener Hand und ebenfalls blutbesudelt, wenn auch das wenigste davon sein eigenes war.</p><p>Dann verzogen sich seine Lippen zu einem halb h�hnischen, halb aber auch anerkennenden L�cheln. �Du bist immer noch gut, alter Mann�, sagte er. �Aber nicht gut genug. Das warst du nie, wei�t du?�</p><p>�Bisher hat es immer gereicht�, keuchte Skar. Seine Lungen brannten, und die Schw�che war wieder da, schlimmer als zuvor. Er w�rde diesen Kampf nicht mehr lange durchstehen. Aber vielleicht wollte er das auch gar nicht. �Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, da� du mich jemals besiegt h�ttest�, f�gte er hinzu.</p><p>�Das ist lange her�, antwortete Del. �Ich habe dazugelernt, wei�t du? Und ich hatte einen guten Lehrer.�</p><p>Er griff wieder an. Irgendwie gelang es Skar, seinen Hieben abermals zu entgehen und aus der Ecke zu entkommen, in die Del ihn getrieben hatte, aber er trug eine weitere, tiefe Stichwunde davon, aus der das Leben unbarmherzig aus ihm herausflo�.</p><p>Del lachte. Im gleichen Ma�e, in dem Skar schw�cher wurde, schien er an Kraft zu gewinnen. Auch er war getroffen worden, aber der Schmerz schien nur seine Wut zu sch�ren, ihn nicht zu schw�chen.</p><p>�Du hast verloren, Skar�, sagte er. �Die Unsterblichkeit hat nicht ganz so lang gedauert, wie du geglaubt hast. Du verlierst, und wir werden siegen. Nach dir wird es keinen <emphasis>W�chter </emphasis>mehr geben.�</p><p>Er hob sein Schwert, um zum letzten, entscheidenden Angriff anzusetzen, und Skar lie� sein Schwert und sich selbst fallen, ri� noch im Sturz seinen letzten <emphasis>Shuriken </emphasis>aus dem G�rtel und schleuderte ihn nach Dels Gesicht.</p><p>Der Satai schrie vor Schrecken, und obwohl es unm�glich schien und der kleine Wurfstern nur den Bruchteil einer Sekunde brauchte, um sein Ziel zu erreichen, warf er sich im allerletzten Moment noch herum und ri� den Arm in die H�he.</p><p>Er war schnell, unglaublich <emphasis>schnell. </emphasis>Aber er war nicht schnell <emphasis>genug. </emphasis>Der <emphasis>Shuriken </emphasis>traf sein linkes Auge und zerri� es, grub eine blutige Spur in seine Schl�fe und den Sch�del und prallte klirrend gegen die Wand hinter ihm. Del taumelte, kreischte in purer Agonie und schlug die Hand vor das Gesicht.</p><p>Skar warf sich mit einem verzweifelten Satz herum, packte sein Schwert und kam mit einer Rolle wieder auf die F��e. Noch einmal, ein allerletztes Mal, k�mpfte er mit den �bermenschlichen Kr�ften eines Satai, bewegte er sich so schnell, da� das Auge ihm kaum zu folgen vermochte, wurde zu einem huschenden, t�dlichen Schatten. Del war gegen die Wand getaumelt. Er wimmerte. Zwischen seinen Fingern quoll dunkelrotes, z�hfl�ssiges Blut hervor.</p><p>Skar erstarrte. Sein Schwert verharrte Zentimeter vor Dels Kehle, zitterte, bewegte sich weiter, ber�hrte seine Haut und ritzte sie - und sank kraftlos herab.</p><p>Er konnte es nicht. Er <emphasis>wollte </emphasis>es nicht. Er hatte allen Grund, Del zu hassen, aber er konnte es nicht. Er konnte nicht mehr t�ten.</p><p>Del lie� st�hnend die Hand sinken. Sein Gesicht war eine rote Maske aus Qual und Blut, in der sein unverletztes Auge wie ein schwarzer Krater wirkte, aber der Ausdruck darin war noch immer Ha�. Und auch in seinem Innern schien etwas verletzt zu sein, denn als er sprach, kam auch �ber seine Lippen Blut. �Warum ... erschl�gst du mich nicht?� st�hnte er. �Gib mir... wenigstens einen ehrenvollen Tod.�</p><p>Skar l�chelte traurig. �Es gibt keinen ehrenvollen Tod, Del�, sagte er. �Das habe ich dir immer gesagt. Aber du hast es nie begriffen. Nicht einmal jetzt.�</p><p>Del st�hnte. Er taumelte, drohte an der Wand zusammenzusacken und fand im letzten Moment wieder Halt. Seine blutige, linke Hand streckte sich nach Skars Schulter aus und krallte sich hinein.</p><p>�Und ich habe immer gesagt�, st�hnte er unter Schmerzen, �da� du ein romantischer Narr bist, alter Mann.�</p><p>Und damit hob er sein Schwert und stie� es bis zum Heft in Skars Brust.</p></section><section><title><p id="_29">29.</p></title><p>Die Schmerzen waren unvorstellbar. In seinem Kopf loderte eine Sonne, und das Blut in seinen Adern hatte sich in fl�ssige Lava verwandelt. Ihm wurde wechselweise �bel, hei� und kalt und schwindlig, und ein paarmal griff schwarze Bewu�tlosigkeit nach seinen Gedanken und drohte ihn zu �berw�ltigen. Aber Del war so sehr Satai wie Skar, und wie er hatte er gelernt, den Schmerz zu besiegen oder sich wenigstens mit ihm zu arrangieren, wenn er ihn schon nicht ignorieren konnte.</p><p>Es dauerte Minuten, aber er verlor nicht das Bewu�tsein, und nach einer Weile hatte er seinen K�rper wieder so weit unter Kontrolle, da� er daran gehen konnte, die schlimmsten Wunden zu versorgen, so da� er wenigstens nicht verbluten w�rde. Er wu�te, da� er �berleben w�rde. Sein Auge war zerst�rt, und die f�rchterliche Narbe, die er zur�ckbehalten w�rde, w�rde ihn f�r den Rest seines Lebens daran erinnern, da� auch <emphasis>er </emphasis>nicht unbesiegbar war. Del war sich selbst gegen�ber ehrlich genug, zuzugeben, da� er Skar nicht <emphasis>besiegt </emphasis>hatte. Es war Gl�ck gewesen; eine Mischung aus Zufall und den romantischen Anwandlungen eines alten Narren. Skar h�tte ihn t�ten k�nnen, h�tte er es wirklich gewollt.</p><p>Zu seinem eigenen Erstaunen erf�llte ihn der Anblick des toten Satai nicht mit Triumph, sondern mit einem vagen Gef�hl von Trauer. Er hatte ihn geha�t, von dem Moment an, in dem er wie ein Gespenst aus einer l�ngst vergessen geglaubten Vergangenheit aus dem Nichts wieder aufgetaucht war, und alles, was Skar seither getan hatte, hatte diesen Ha� gesch�rt, denn er hatte sehr schnell begriffen, da� sein alter Lehrmeister vielleicht der einzige war, der ihre Pl�ne noch vereiteln konnte. Er hatte ihn geha�t, und er ha�te ihn noch, f�r das, was er getan hatte - und trotzdem empfand er keine Zufriedenheit bei dem Gedanken, ihn am Ende doch noch besiegt zu haben.</p><p>Sie waren einmal Freunde gewesen ...</p><p><emphasis>Aber es ist zwanzig Jahre her! </emphasis>dachte er verwirrt. Und er hatte alles zerst�rt, worauf er sein Leben lang hingearbeitet hatte. Und trotzdem ...</p><p>Del verscheuchte diesen Gedanken, hob sein Schwert auf und wandte sich um, um den Raum zu verlassen. Sein Blick streifte noch einmal den toten Satai und blieb auf etwas Schmalem, Silbernem haften, das an seiner rechten Hand gl�nzte.</p><p>Z�gernd wandte er sich um, ging in die Hocke und hob Skars Hand an.</p><p>Es war ein Ring.</p><p>Nicht <emphasis>irgendein </emphasis>Ring. Del erkannte den schmucklosen Silberring mit dem Schlangenmotiv sofort, obwohl er ihn noch nie zuvor im Leben gesehen hatte.</p><p>Es war der Ring der <emphasis>Margoi. </emphasis>Der Ring, der seinem Besitzer Macht �ber das Volk der <emphasis>Errish </emphasis>und all ihrer Verb�ndeten gab. Das Volk der <emphasis>Errish </emphasis>existierte nicht mehr, auch wenn die Rakete, die <emphasis>Elay </emphasis>hatte treffen sollen, ihr Ziel verfehlt hatte und die Stadt der <emphasis>Ehrw�rdigen Frauen </emphasis>nur f�r wenige Jahre verseucht war, statt in einem nuklearen Feuerball zu vergl�hen - aber dieser Ring war trotzdem ein Schatz. Es <emphasis>gab </emphasis>noch <emphasis>Errish, </emphasis>hier und da, und vor allem: sie hatten Verb�ndete. Und er w�rde Verb�ndete brauchen, dringender als alles, denn Skar hatte recht gehabt mit dem, was er ihm prophezeite. Die Quorrl w�rden Cosh vom Antlitz dieses Planeten tilgen.</p><p>Er bog Skars Finger auseinander, streifte den Ring ab und versuchte ihn sich selbst anzustecken. Er pa�te nicht. Selbst f�r seinen kleinen Finger war er zu schmal, also schob er ihn in eine Tasche seines G�rtels, wollte aufstehen und z�gerte noch einmal. Vielleicht w�rde er sich sp�ter daf�r selbst in Gedanken einen n�rrischen Trottel schimpfen, aber pl�tzlich ertrug er es nicht mehr, in Skars gebrochene Augen zu blicken. Er streckte die Hand aus, um sie zu schlie�en.</p><p>Er sah die Bewegung in den erstarrten Augen des Toten, aber seine Reaktion kam zu sp�t.</p><p>Titch warf sich auf ihn, ri� ihn wie ein Kind in die H�he und brach ihm mit einer einzigen, kraftvollen Bewegung auch noch das unverletzte linke Handgelenk. Del br�llte vor Schmerz auf, dann wurden seine Schreie zu einem erstickten Keuchen, als der Quorrl ihn abermals in die H�he und herumri� und ihn mit aller Kraft gegen die Wand schleuderte.</p><p>Del sp�rte, wie mehrere seiner Rippen unter dem Aufprall brachen. Er fiel zu Boden, kr�mmte sich und versuchte die H�nde zu heben, als der Quorrl ihm mit einem Wutschrei nachsetzte, ein tobender Gigant, der die F�uste geballt hatte und ihn mit einem einzigen Schlag zermalmen mu�te.</p><p>�Halt!�</p><p>Titch erstarrte. Sein Gesicht loderte vor Ha�, und seine Augen schienen zu brennen, aber er r�hrte sich nicht mehr von der Stelle, sondern stand einfach da, unglaublich gro�, unglaublich m�chtig, unglaublich <emphasis>drohend.</emphasis></p><p>Eine zweite, sehr viel schmalere, kleinere Gestalt in einem zerfetzten schwarzen Mantel trat neben ihn. Ihre rechte Hand hielt ein Schwert, die linke den schlanken, silberfarbenen Zylinder mit der Scannerwaffe.</p><p>�T�te ihn nicht, Titch�, sagte Kiina. �Noch nicht.�</p><p>Del versuchte sich st�hnend aufzurichten, aber seine gebrochenen Handgelenke gaben unter dem Gewicht seines K�rpers nach. Wimmernd w�lzte er sich auf den R�cken, suchte mit den F��en nach Halt und stemmte sich in einem fast unglaublichen Kraftakt in die H�he, bis er gegen die Wand gelehnt dasa�.</p><p>Kiina starrte ihn an, und als Del in ihre Augen sah, verga� er f�r einen Moment sogar die f�rchterlichen Schmerzen und seine Angst. Kiinas Gesicht war leer, aber in ihren Augen war etwas auf entsetzliche Weise <emphasis>Vertrautes, </emphasis>das ihn innerlich zu Eis erfrieren lie�.</p><p>Und pl�tzlich begriff er, da� alles umsonst gewesen war. �Nein, Titch�, sagte Kiina noch einmal. �T�te ihn nicht. Er geh�rt mir.�</p><p>Del sch�rzte trotzig die Lippen, als Kiina Schwert und Scanner einsteckte und statt dessen einen Dolch zog. Er verlor fast den Verstand vor Angst, w�hrend sie sich vorbeugte und gleichzeitig Titch einen Wink gab, ihn festzuhalten, aber er schrie nicht einmal auf, als Titch bewu�t viel heftiger als n�tig Zugriff und ihm auch noch das Schl�sselbein brach. Zumindest diese letzte Genugtuung w�rde er ihnen nicht g�nnen. Trotzdem hatte er sich nicht gut genug in der Gewalt, der schmalen Klinge in Kiinas H�nden nicht aus einem weit aufgerissenen Auge zu folgen. Aber Kiinas Messer ber�hrte nur seinen G�rtel und schnitt die kleine Tasche auf, in der er den Ring der <emphasis>Margoi </emphasis>verstaut hatte. Mit fast bed�chtigen Bewegungen schob sie ihn auf ihre Hand, ballte die Faust und stand wieder auf. Dann ging sie zu Skar hin�ber, kniete neben ihm nieder und ber�hrte z�rtlich seine Stirn mit der Hand. Ihr Gesicht war noch immer starr. Del entdeckte nicht die mindeste Spur von Trauer oder gar Zorn auf ihren Z�gen. Und als sie nach einer Ewigkeit aufsah und wieder ihn anblickte, da l�chelte sie sogar.</p><p>Und wieder - und wieder mit dem gleichen, grenzenlosen Schrecken wie beim ersten Mal - gew�hrte Del etwas Vertrautes in ihrem Blick. Etwas, das er kannte. Seit langer, langer Zeit kannte.</p><p>�Wei�t du, Del�, sagte sie, �er hatte recht - ihr habt verloren. Ihr werdet immer verlieren, solange es M�nner wie ihn gibt.�</p><p>�Ich habe ihn besiegt, oder?� antwortete Del trotzig.</p><p>�Besiegt?� Kiina sch�ttelte den Kopf. Das L�cheln in ihrem Blick erlosch. �O nein, Del. Das hast du nicht. Niemand konnte ihn besiegen. Du hast ihn get�tet, aber selbst das nur, weil er es wollte.�</p><p>�Was f�r ein Unsinn�, sagte Del. �Sieh mich an. Er hat gek�mpft wie nie zuvor, aber ich war besser.�</p><p>�Er hat jemanden gesucht, der ihn t�tet�, sagte Kiina, als h�tte sie seine Worte gar nicht geh�rt. �Und du warst der einzige, dem er es gestattet h�tte.�</p><p>�Dann war er ein Narr!� sagte Del. �Wir werden gewinnen, du dummes Kind. Ihr k�nnt mich umbringen, aber nicht uns alle. Wir werden siegen. Es gibt keinen W�chter mehr.�</p><p>Kiina l�chelte erneut. Sie stand auf. Ihre Hand glitt zum G�rtel und zog den Scanner. Titch richtete sich hastig auf und trat ein paar Schritte zur�ck, w�hrend sie die Waffe auf Del richtete. Aber er sah den Scanner gar nicht. Er starrte entsetzt in Kiinas Augen, und jetzt, endlich, begriff er, was es war, das ihm darin so bekannt, auf so f�rchterliche Weise <emphasis>vertraut </emphasis>vorgekommen war.</p><p>�O doch, Del, den gibt es�, sagte sie. �Es hat ihn immer gegeben, und es wird ihn immer geben. Ich bin seine Tochter.� Del starrte sie an. Und Kiina gab ihm gen�gend Zeit, die ganze Tiefe seiner Niederlage zu begreifen, ehe sie ihn erscho�.</p></section><section><title><p id="_30">30.</p></title><p>Das Wasser des Sturzes rauschte so unbeteiligt und kraftvoll nieder, wie es dies seit Millionen von Jahren tat, und wie es vermutlich auch noch in Millionen Jahren sein w�rde; eine gewaltige, schweigende Macht, die in ihrer ruhigen Majest�t selbst die bizarre unterirdische Welt <emphasis>AetAhen </emphasis>zu einem Nichts zu degradieren schien. Aus der Tiefe drang ein machtvolles dumpfes Dr�hnen zu ihnen empor, und Kiina konnte die K�lte sp�ren, die wie ein eisiger Hauch der Ewigkeit von der Wand aus st�rzenden Wassermassen ausging.</p><p>Wie viele Jahrmillionen hatte dieser Flu� gebraucht, sich eine halbe Meile tief in den Granit der Erde zu graben? Wie viele K�nigreiche hatte er entstehen und untergehen sehen? Wie viele V�lker waren an seinen Ufern erwacht und wieder verschwunden?</p><p>Kiinas Gedanken begannen auf sonderbaren Pfaden zu wandeln, w�hrend sie dastand und den Wasserfall ansah. Aber vielleicht waren sie gar nicht so seltsam; vielleicht war das hier der einzige wirkliche Grund, aus dem Welten wie Enwor existierten; nicht das hektische, von Anfang an zum Scheitern verurteilte Streben der Menschen nach Macht und Ewigkeit, sondern die elementaren Gewalten der Sch�pfung, deren Wirken ihnen nur ziellos und blind vorkommen mochte. Hatten Menschen jemals die Ewigkeit gesehen? Hatten denkende Wesen jemals das Verstreichen der Jahrhunderttausende gef�hlt, wie Tage, die aufeinander folgten? Die Berge hatten es. Die Fl�sse hatten es, und Feuer und Sturm hatten es. Vielleicht war es gerade umgekehrt - vielleicht waren <emphasis>sie </emphasis>die H�ter <emphasis>dieser </emphasis>Dinge, nicht die Krone der Sch�pfung, sondern verg�ngliche kleine Werkzeuge, deren einziger Daseinszweck es war, sich fortzupflanzen und eine kleine Strecke der Ewigkeit als Volk zu existieren, ehe sie wieder verschwanden, auf die eine oder andere Weise.</p><p>Sie mu�te sich pl�tzlich beherrschen, um nicht die Hand auszustrecken und die gl�serne Wand dicht vor sich zu ber�hren, obwohl sie wu�te, da� es sie t�ten w�rde. Was aussah wie eine Wand aus mattem Glas, die sich in einem sanften Wind bog und verzerrte, das war ein Fallen und Rei�en von so ungeheuerlicher Wucht, da� schon die fl�chtigste Ber�hrung ausreichen mu�te, sie von den F��en und in die Tiefe zu rei�en.</p><p>Und vielleicht w�re dieser der beste Ausweg. Das einzige, was Sinn machte.</p><p>Sie vertrieb den Gedanken, trat langsam einen Schritt vom Ende der st�hlernen R�hre zur�ck und nickte den beiden Quorrl zu.</p><p>Sie hatten Skars Leichnam in den schwarzen Mantel eines Hohen Satai gewickelt und hierher zur�ckgetragen, an den einzigen Ort in dieser angstmachenden unterirdischen Welt aus rotem Licht und Furcht, an dem der Tag herrschte. Der einzige Ort, der eines Mannes wie Skar w�rdig war.</p><p>Seltsam - sie empfand beinahe keine Trauer. Trauer war etwas, das stets mit Hadern verbunden war - mit dem Verlust eines Menschen, der zu fr�h gegangen war, obwohl es nicht h�tte geschehen d�rfen.</p><p>Aber er hatte nicht anders enden k�nnen als so. Er hatte den Tod gesucht; vielleicht seit dem Tag seiner Geburt.</p><p>Titch und Rowl hoben den toten K�rper gemeinsam hoch und traten an ihr vorbei. Sie z�gerten einen Moment, und Titch sah sie an, als erwarte er, da� sie etwas sagte; irgend etwas von Gewicht, oder vielleicht auch nur ein Gebet.</p><p>Aber sie schwieg. Es war alles gesagt worden, was zu sagen war. Rowl hatte vorgeschlagen, Skars Leichnam mitzunehmen und ihn mit den Ehren eines K�nigs zu begraben, aber sowohl Titch als auch sie hatten diesen Vorschlag abgelehnt. Er war hier heruntergekommen, um sein Leben f�r seine Welt zu geben, und es w�re ihnen beiden wie Verrat vorgekommen, h�tten sie seinen toten K�rper mit zur�ckgebracht, nach oben, in die Welt, f�r die er so viel geopfert und die ihm so wenig daf�r zur�ckgegeben hatte. Er sollte gehen, wie er gekommen war - still und unbemerkt, ein Mann, der aus dem Nichts erschien und ins Nichts verschwand. Und gab es ein w�rdigeres Grab f�r ihn als <emphasis>dies?</emphasis> Sie gab Titch einen Wink mit den Augen, und er und der Bastard warfen den toten K�rper mit aller Macht in den Sturz hinein. Die gl�serne Wand teilte sich, schien ihn f�r den Bruchteil einer Sekunde schwerelos zu halten - und schlo� sich wie ein Vorhang aus kristallener Schw�rze. Er w�rde auf ewig dort unten liegen, gehalten und beh�tet von der Urkraft der Sch�pfung selbst.</p><p>�Eine Minute�, murmelte Rowl. �W�ren wir nur eine Minute fr�her gekommen...�</p><p>�Es h�tte nichts ge�ndert�, antwortete Kiina. �Ich glaube, er hat es so gewollt.�</p><p>�Niemand will sterben�, murmelte der Bastard.</p><p>�Er hat die Unsterblichkeit kennengelernt, Rowl. Nur f�r wenige Tage, aber er hatte die Macht und das Wissen eines Gottes. Welchen Sinn kann ein Leben haben, wenn man die Ewigkeit verloren hat?�</p><p>Titch und Rowl traten zur�ck, und Kiina nahm noch einmal ihren Platz ein und sah in die Tiefe. Unter ihr war nichts als schaumiges Wei� und kochende Bewegung, und doch war es ihr f�r einen Moment, als sehe sie ihn, eine kleine, unendlich verlorene Gestalt, die hoch aufgerichtet in den tobenden Gischtwolken stand und ihr zuwinkte. Es war nur eine Illusion, sie wu�te es, aber sie hob trotzdem ihrerseits die Hand und erwiderte seinen Gru�, und sie wu�te, da� sie ihn genauso in Erinnerung behalten w�rde.</p><p>Dann senkte sich ihre Hand auf den G�rtel, zog den Scanner hervor und warf auch ihn in das kochende Wei� hinab. Die Waffe war nutzlos geworden. Sie hatten Skars K�rper aus der Kammer geschafft, und sie war noch einmal stehengeblieben und hatte den Scanner abgefeuert, immer und immer und immer wieder, bis das Herz der unterirdischen Stadt zu einer H�lle aus wei�gl�hendem schmelzendem Stahl und explodierenden Flammen geworden war, und auch dann noch, so lange, bis aus dem Feuer der Sterne, das ihre Hand verschleuderte, ein matter Glanz wurde und der Scanner in ihren Fingern zu gl�hen begann.</p><p>Vielleicht w�rde er wieder funktionieren, wenn sie ihm Zeit gab, sich zu erholen. Aber sie wollte ihn nicht mehr. Nie mehr. Sie hatte erst jetzt begriffen, was Skar gemeint hatte, als er sagte, da� sie diesen Krieg verlieren mu�ten, bedienten sie sich der gleichen Waffen wie die, gegen die sie k�mpften. Sie hatte es erst wirklich begriffen, als Rowl, Titch und sie den gleichen Weg gingen wie Skar vor ihnen, und als sie den geballten Tod in dem Schacht hinter sich sahen, den Tod f�r hundert Welten, der noch immer darauf wartete, entfesselt zu werden. Das Geschenk der G�tter. Das einzige Erbe, das sie ihren Kindern f�r die Ewigkeit hinterlassen hatten.</p><p>Und nach einer weiteren Stunde zog sie auch den kleinen Kasten aus dem G�rtel, den Skar ihr anvertraut hatte, und schleuderte auch ihn den Wasserfall hinaus. Es war Skars Wille gewesen, da� sie einen Ort fand, an dem er nicht wieder gefunden wurde. Und sie hatte ihn gefunden. Einen Ort und einen W�chter, wie er besser nicht vorstellbar war.</p><p>Aber sie wandte sich auch jetzt noch nicht um, sondern z�gerte noch einmal und hob die Hand vor das Gesicht. Ihr Blick glitt �ber das silberne Blitzen des Ringes an ihrem Mittelfinger, dem Symbol ihrer Macht, Skars allerletztem Geschenk an sie. Langsam, aber mit ganz sicheren, ganz ruhigen Bewegungen, zog sie ihn vom Finger.</p><p>�Was tust du?� fragte Titch.</p><p>Kiina l�chelte. �Was ich tun mu߫, antwortete sie.</p><p>Der Quorrl hob den Arm, wie um sie zur�ckzuhalten, und lie� die Hand dann wieder sinken. Wortlos sah er zu, wie Kiina mit aller Kraft ausholte und den heiligen Ring der <emphasis>Ehrw�rdigen Frauen </emphasis>so weit in den Sturz hinausschleuderte, wie sie konnte. �Du hast soeben ein K�nigreich verschenkt�, sagte er. �Das war der Ring der <emphasis>Margoi. </emphasis>Wer ihn besitzt, w�re der Herrscher der <emphasis>Errish </emphasis>gewesen.�</p><p>�Es gibt sie nicht mehr�, sagte Kiina l�chelnd. �Und wenn doch, so brauchen sie keinen Herrscher.� Sie wandte sich zu ihm um, sah erst ihn, dann Rowl und dann wieder ihn an. �Wir m�ssen aufh�ren, zu herrschen, Titch. Vielleicht war es das, wof�r er wirklich gek�mpft hat.� Sie w�rden lernen m�ssen, wie dieser Flu� zu werden, dachte sie. Wie die Berge, wie der Sturm. Sie w�rden lernen m�ssen, sich gegenseitig zu respektieren, statt sich zu beherrschen.</p><p>�Was wirst du jetzt tun?� fragte sie, an Titch gewandt.</p><p>�Das alles hier zerst�ren�, antwortete der Quorrl. �Und wenn ich es nicht kann, dann wenigstens daf�r sorgen, da� es nie wieder gefunden wird. Ich wei� noch nicht, wie, aber irgendwie wird es mir gelingen.�</p><p>�Und dann?� Kiina deutete mit einer Kopfbewegung nach oben, wo �ber einer halben Meile Felsen und Ewigkeit die neue Welt der Menschen und Quorrl auf sie wartete.</p><p>Titch zuckte mit den Schultern. �Ich wei� es nicht�, sagte er. �Mein Volk braucht M�nner, die es f�hren. Aber ich wei� nicht, ob ich es will. Ob ich es sollte.�</p><p>�Ohne dich w�re keiner von uns hier�, sagte Rowl. �Cant braucht einen neuen K�nig.�</p><p>Titch sah ihn an, verzog das Gesicht. �Es <emphasis>hat </emphasis>einen neuen K�nig, Rowl. Den besten, den es sich w�nschen kann. Ich bin nur ein Krieger, nicht mehr.�</p><p>�Vielleicht stimmt das sogar�, antwortete Rowl. �Aber wer sagt, da� ein Land nur <emphasis>einen </emphasis>K�nig haben kann? Cant ist ein gro�es Land, und es hat einen gro�en Thron.�</p><p>Und pl�tzlich verzog sich Titchs Gesicht zu einem L�cheln. �Das stimmt�, sagte er. �Aber dein Hintern ist breit genug, ihn allein auszuf�llen, dreckiger Bastard.� Er sch�ttelte lachend den Kopf, als Rowl abermals widersprechen wollte, und deutete auf Kiina. �Sie hat recht, wei�t du? Auch ich m�chte lernen, wie es ist, zu <emphasis>leben, </emphasis>statt zu herrschen. Es tut mir leid, da� du es bist, der den schlechteren Teil erwischt hat - aber ich f�rchte, du bist derjenige von uns, der K�nig werden mu�.</p><p>Pech f�r dich�, f�gte er lachend hinzu.</p><p>Rowl antwortete mit Worten seiner Muttersprache, die Kiina nicht verstand, und zwischen den beiden Quorrl entbrannte eine Art freundschaftlicher Streit, dem Kiina eine Weile l�chelnd zusah, ehe sie sich umdrehte, Skars Schwert aufhob und unter ihren G�rtel schob.</p><p>Als sie gehen wollte, rief Titch ihren Namen, und sie drehte sich noch einmal zu ihm um.</p><p>�Wo willst du hin, Menschenjunges?� fragte er.</p><p>Kiina zuckte mit den Schultern. �Enwor ist gro� - Fischgesicht.� Sie l�chelte, zuckte abermals mit den Schultern und machte eine vage Bewegung mit beiden H�nden. �Irgendwohin.�</p><p>�Das trifft sich gut�, antwortete Titch und trat neben sie. �Dann haben wir denselben Weg.�</p><empty-line/><p><strong>ENDE</strong></p></section></body><binary id="cover" content-type="image/jpeg">/9j/2wBDAAUDBAQEAwUEBAQFBQUGBwwIBwcHBw8LCwkMEQ8SEhEPERETFhwXExQaFRERGCEYGh0dHx8fExciJCIeJBweHx7/2wBDAQUFBQcGBw4ICA4eFBEUHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh7/wAARCAMHAfcDASIAAhEBAxEB/8QAHQAAAQQDAQEAAAAAAAAAAAAABAMFBgcAAggBCf/EAGsQAAECAwMHBQoKBwQFCgMBEQECAwAEEQUSIQYTIjEyQfAHQlFSYRQjYnFygYKRoaIIFTOSsbLBwtHSJENT4eLx8hY0Y3MldIOTsxcYJjZEVGSjtMM1RZQJN1V1hKQ4VpXTKEZlZnbE4/P/xAAcAQACAwEBAQEAAAAAAAAAAAADBAECBQYABwj/xABGEQABBAEDAgMFBQcBBQUJAAABAAIDEQQSITEFQRMiUQYUMmFxI4GRocEVM0JSsdHwJAclNOHxFmJyssImNUNEU2OCksP/2gAMAwEAAhEDEQA/AOa5RIQpalJGAqSBBChdl1UoQRhUQsww4UOoVo6VNXHTGPoJaKVYEDCHDtyubc63IwMsuy7R3/W3Xf4o3KrwSLl2ihCSkuBwLCKYalGmzGOs3W77N5SgpKtrq8caMEG9eiGF42u8hdEhKQaUEIOpSiaXdSoC7Umh/GNy9cadQs3lA9NYbpuYcS4uorUYYCLhu+6sxlraYdTcQMa131hudeGloDDfG7swVJFBugJRJTQka4uT6JyKPStnFhfZHiSUkkCldceG7mzQazxujGgADqJMVr0RgFqFFawVDXrjegURWNSm8q9Qio3CNxRSaROm+V7hePJTRQBqKwipsJUa1OELI0UqFaisYpVFHUcI8AvaqWqDs6wKRiVoIACqYxqty8UpwGEJXME6VMYrwrgWtFBAJITGihU7MKKBGN4YGNSslw0OoRG/Yoo2SYUSrER4RU6teEbqB3bo8BxAMUNdwrWvFAJGjqjxBJ1QoQkHsjYJSTo6oml60klJrowq21U13xuUXRo648oumjridFqlpPUMBWsKMJUV1oEgeFG144YYxhrUmlDFg2lCxy7TRVQnwoQeViASDSFCVqTiqgEJLU2naqa9sVcaVmrRbiia3sBGZ7sj01WnNobKiroSTElsjk9y3tWgkMmZ9wdZbeaT610gD5Gt5KMG2okPlo9HysWTK8iHKPMf/I2me1yeY+xZh+sv4OeVb5rO2pZLPkX1fYmFHZkLeXBGDCqVjI6CHwZLRTLJK8rJdBGukmfzw22n8HHKRiXrZdt2fOf5l5j80DGfCe6nwyqQjaiIl2VvJ5lXkqwJi3LGUzL3roeS4FpPnTq89Ii11GoCHInNlbqadkN3lSFCKA6o3u3hq1QoWqkCFA2M3hDLWFDLkk0yVKJI1DfG7bSQakYws0k9pjcNgrFa+KDtjtDMiRAJUAnUY9DRIKSaYwW0xgBTVHpbRm1EnSvYCDNi9VQyJFKXCtQJrc46Y8SFbsTBDaCSo9MFolwlQKU8wca4uIa4Q3SpvbZOuvmjYsi7q0hBYYqqgNSNROEboZJXo0qdcWEKqZk2FCgKUrUwrRa8FHUMIPcYokpoK9JhPMGo1pi/gqvi2gDL6Q3AxuhuiKbhBuZoe2MLVUkKB1RAhIU+KgVgEqSMBSNsyi4AKVprgjME4EDHs/fG5l7qVYkCm6I8MqfEQBZokr3xgQD54PzN+vR/ONXZYoJVuEeEa94loNTV0gdP7o8bAwQdUFITnCBGLl6DA4xXwlbWkUhCjeqb46BCS0EpUUAVGuohYtLoKmpHbGyQW0mqdIbqRXQVIeAh0VCdNMet4OFSYXULyAbpFY8ZRSqhQpPgx4sK9qRRnXaIqE3hQChTpeqNHbzi77xSg41FU4Qkgm8Q2nEbyY2AcSolY17qxOlVtbM/5fMEZGvyjkZF9KjUpU13sP3icSLprv4EJTab4vqJJSAKV8ULoDaySBRJVUA9v9UIWgC2jSGJO6Msj0WSN3Ita7oAQLlerhzaQi+bkui7S9o8ceF1kxrnqD/Mu+Er1wNNP7hr4+zCCBtK7RZtauLSguClQdZJMM8ypRUopUY2mTiVmgJOAhNxSrx0KCm6sXuuU4xlJO/QYk1hIlIUFFQJPSDG6RUGtY0S3glalYE9EULh2TAC3VSmEYBomNlJDaqRlNKoFMOj90SPkoWqQK0oPOP3Qom4kCNSg3gY9eSLgGvGvmixNcqvKxdEhQAGuE3aUNKVpGPLGIUKGsJu3aGtRhFbV2tWgULwSQK0jy+EgAiuMeUSRhrpCaBWgoa1ipKMAvVi8pQHjjwNlOrfGNrFadtIXCMTpahHgCeApJpJAqCxhrEbAVFborWkbpb0hVWqFW2KqATeUddAKxIDR8RVCfRJZinH74wCmqJZk3kblLlHLgWJYs3NNjW6W7iD5K1YROMmOQbKqfl89az0pZDXUN1933Cke9C78qOP4iitie/4QqdoY9QhSjRKVKPQBXS9cdR5MfB4yVkpituWrN2v86Xa2qakGvvRZGSnJ7kfk3Vdi2FKyr1flVKU6585alH2xnTdbha0hotMMwHn4jS4tydyTynykdpY1kTs6OatDAu/PVo+2J7k7yA8oFozCRaLEpZTPOceeStXzG6+0iOwmWyQ4ChCPGCU+9dhYDN7fWjKm6/kO2YAE7HgNHJXONk/BnlpR69a2UszNt722JTM+28T7Ymtj8i/JzIOhacmmnyOc/MOr9ilFPsi1cySrf7LuzGj9M9TD2xnPz538uTAx2DndM0rZ8tZrAYkZFmWb3ZtISnj0YVSzUUSK+Tj9WkKmpzla6Gqv8Mbkg68fHj9aAFxRQ1D3FApbzZ0ejXCvc4DhVdNT24QoVIziMRVXbjGFJMwU3k0HQcIiyV4NSJ/WV4w9GNAO8DOu8e9Hk27LtMuPTL6GG2hW8o4JFPCgGzcobGnj3PJWixNPdRDl5V3zR4ObQ35TDcWZ7S5rSQEVPSjbzZbcl0rSRQgt152lvTHDuXVjt2PlhaEvLsuNyYm30S19V6raXFAY6VdXZHc6UVUHK82msRyVy1krnWm0pOb+MLR3H/vKuyN7oL7mLDwVkZ7dLNXoqxbYqsVI1a43Zl7yaVBxg5MrQoFDWkYGgAAE413R27IgVgultBqZUAqlDSN2mlE1NPFBrTJcKzTVCobu1N3CkHZDaCZaQrDBCsThCipdJFaUglLGiGwaqBNYXDaVJBFSAqh9UHbF6oZlQDcsc5eCagwvduJ113cYQU03eQtdaAJGHn8UKuSzYcWgmms14MEEXohGQoNlkOITQkUGIr++PG5cpXUUB3Q4NtlLAUAonsjRq6XdYJHW4EGERHZU8S0EGtMhZSTXpggMpvEgmtMAD++CwwlQVpaR3pJ/NHhTQUIOGtSv5GJ8MnsoL/RN7kuM6AQTo7xSEwzVQA1w6S7CFqSLtFqRuAjEy6lKoo4jAavxiBErF9JuVLkAgpNOkCEVS5F0no52EOz0soLuLQEmuGzGiJbQF/EUOqn4xHgqDMQmxMpVd4thJr0E7/PGXFZtYIND0phzVLh1TQKTeIxNab40RKLSmiyFIJ3KEV8ClcTWmlUs4EA3Ujz+LtjxxtBFUoummJAB+yHNbIDyUJKjhqqegRpMMoAAQCDvxijobV2zpsCCpWkI0mEpzhos1IpBq2ktBKxpKGBqY8DV/GhAGJxgRiKJ4iDCVVSaYAUMJOoKU15oNSK0g51hAJq4ANeqEc3nCogFSThiIG+MtRGSWkUg3wumrdHj6lKoQMDBE20ErUlG6mFYHQlaKF6qUit0jd6oroVwbXiEZvajI3mVZ0i7GRFLyk6XMXHs5hpc9UD2ukgpABFccTDjZfcz6mRPvuScnnE1cbbK7ml1ap6qourJiwchWZdM7YAFoOoI/SHnFXvKuaNy9e5qU/NjnJ8vwBem0HExPHNaqVT2XkNlVbuZ+K7CnHO1wJav7tELKePEIl9lcg2UUxT41tWUs53SwQguqVWu0ao8GOimgkPJuugYblqVs+aN0IAJKbp8V37sYsvWcg8bLfi6bEFS1hfB+sMHPWtato2hm/+7tpaa+aLx96JGORbk5YFBYbr3+I5OP3trS3xY6dJqgw8IfxR7sNY/O/phF2dK7unG40Y7KBynJNyfNVpkvIK8u+v6yjCc/kFydSrWctHJyypaW6FIDZvdXXEoymnHWZiz5GWmW5R+fcWyla7hDIzalFQCto4Up1jpVGipykbNlJJ16YZYSl2aGLukVOHm6Svo1DdhAvFfyXFSY2jgLlXl8ySlcnMogbFs7uKQ7lZLmbvbbjjydlSj4PzYqxBrhHRPwju/fG7J3Sdn+VjMuj6I58dazRpHYdPlLoQ491h5Y0PpeKIUNNOB1b+OPChBS71bw2dUezACVhNdY1xklITk69mJKUmZx8bTUs2XFJ9UMF4byhNaXIZdScdUIrJr2RYdncj/KNPpbcZybdaC/1r7zbdPRKqxMbB+DVbk7L5+18o5STd/ZsMKf8AbVMKS9Rgby4JuPHeeAqKBXzUUhVtu+aKKiehIr96OrMnfg/ZFSSszaTk1bDlMSt0tJTjuCVBQ9cWBk3kNkxkuaWNY0vL9721AlWz11GvvQi/rEbfhFpgYZd3XGmTeReVWUjYVYlhTky3XF3N3EfPUKCLEyS+D9lTaCM5a01J2O11E9+X6hQe9HUraENpcStaUL6AKfQaQqGcMONfTCU3WpTs0AI7cJg+LdUxk98HzJeQUF2vNTlsuHUgVYR6kKr70WHk3yf5J5NqKrFsSXlHgml9ZU4r1qUVe2JNmqFv98bMu517HjGM2TLml+JxTDIGN+EUhkISUuLSkEdAFB4o3HyGqnvdHlQs5oNOXver9sapoW03aDxQsTaOGr1bZcc1H5o6YXQ8hLlyvNpWEkqCF1VdA6Sk9MR/KTLSw8nc2XnBMOOGiUMaStqm/R1g+qPFrncJnGw5sh2iFpcVKq5tnXW54AiJ8pGW6sk7OYLTGfnpgqSkC9oEbKldO0nxw92PaEra8i3P2e5nZd0K09VKRB+XLJuYnLPlbZs9s5yWKitpvGt7en5vvdkWx21M0LT6PjwnqDYsrYCwb9fn96jTtr8qT1hfHQnnkypRnQW0Mp731sFeyJXyQ2/lFarU/wD2ibeWpkpzUx3MEZwK5uoBUVizlXlIZRqypJ60f0VrNtoYlxeN1N3cKw/ZC5dZRSuUjVlW0tyaZmVZhaF3QptalbVaV80aMsJLC31XadR6TJLiyAMZY3FbGlP8scvrHyerL3HZmeVqlkpofR13fNSGjIzlAlbcnlSipRcpNOHQQty8MEq7NGI9ak1JWdly7L5P2OLUtsqdc7pmZkIQFKqVpuYAgDpiLuzFps8pss/aYSxaDc40Ji7dzbYUE6qdioG3GjeePzSeN0DGkxXNc2nFuoEnf7m9h9VKsrssco7Ry3XYuTbqGs0pbCUoLalKWnaxWPBhrRauWsjldY0rbk+sqU42ChLidlTl3SuUECZcyU5kvl4l7NqcljM92y9xNSvSvK0vHe+dDTljlNaFvT7M0ttptKUgshAWCcRpXlbWlBGM0782tfF6fG5jGQsboLTZ739VP+U2zZB+3mJvKLKFDUqAkNyQZUpRTo31VQd/SYr+215Ntzkm5k33Whtpy+Q46DpVF2l5R7YluX1mZQzWUbdrsWe/Pyz5YWwpk3wpKUpJSQNQNFeswJlNknlzlAWp6ZsmWbdcbuFLT6AlIBqK44UxisLtDA3/AD8EDps0OPHGJJRVHuAPw/5q6mXCW0IJ1kDWY5T5VZNT8426loqbFoWjqSD/ANpV4UdS5PsvpsSTE60O62mE5/naV3GIjyTKcWLdvrSofGk3S8lJVpTbnzfnRGBk+6u8UC6XynOg8RzmWuV2bMmpk/o0pOL8hpavuQ8WZkRlVPfIWFaP+0l1I+vx7Y7GuhKRQJPiEbrbbccTearhxqMbJ9qH9mfn/wAlkjpI/m/Jcp2ZyP5dPTAD1htMNr1renGSkeYKKol1nchE66QZnKBqXWNaWZPOp9ZUn6IvxAGduUwux4UhhLiyqiRiTCkntLmScEBGb0mBvqqrPJHkNYFmCetZMzaJbKlrfcmFoVdT4LJ3xW2X0u7PzHdEtZLNkWRLf3ZjQ87lNairhUWllXbByiKnGs0mzpVy8wvaSvrPKpTDcnzq2qUqXKW2PjWYLFM1KNG4jTUlV3AZz0o3ugMysh/iPcXAevZIdRbHCy2gBRGWlyoEnC7u6YVQyFru9fx6MOXc4HffKXztFPrjGmwpq+y22lw7OGro/LHdNjXNOffZCLYUoDUKKuwkZdro/N9aHDvdcyQ3rT0b0wV3O73Ru1eF6MEApULq7JmSx3mjuB8PjwoVfl653O+bm6kw5MMVfoWe+fNvK8e1G7Ei80c0Rx/PSi4jVNXyTcwyosGoo6lNC4TSid/OGukCrCLqAkXmtabtAR0iH1LALguCtzBSxvA0hgPBMJTrClXW0DOtpV3sqrRR8/ZEFi8H2E2NS9GqkYV3itPUqPZptpphK7nfF43tXnoSeiHdhi62ttGB374HDCkTKkJTiobVejRpu1qMe00pPCaM3RoL3r2lRs8oAdi9u5zYdTZ7XxiQSdSc2PFjta9EQHNM6RaGIuJ8Ho0ooYweVfUQE3vhKnKJFwqxHk+lGrTRvlR0gcPPDpmAPkqfW17MBvtU7yO+bWrS0vP5/XFXR0pbJ8k3PoSdDBNVaqk640DYSCkipAwxg1KFXiVVSm9UC+DqjHWVA4i+UppSmMAdGih6a3EhS9I7o1caxvBVBB0swC+UlFSCU7vxhJ5tdClQIAqrWr8YE6JGa+k3rTpqUQCTGhb1JQraTQ6OqDHpcd1g3EgpFdpMJuDEJqBXGAOZtsja0I2NK9hXxxkGoZ77erh4/wCKMgehW1o58shgEHfx9750SJnLUp7nTOm7mnQtp0XRm7quqkaXs+xUQfePyaNn90Ns88KhA11jn5Yg7lXxHabXXGTGWj3ckuJgy88zSrszKnHa526900oeyJ1YFsSVutd02TOB9CNsJrirqlOiRHD0jadp2PMB6zppTLp3V/dpeeOpuRCx7VcsKVyjyhzSZst/ogGCkJVrcVU0qvoTopT4zHOdSw2wx67XR40/iGqVkKaKG8On7PPC6WUqc0uMYxKrjel0+Ld4Mem8tzR4xjAJtPUmy1EJVlDIMqSD3hzQN27dw/GE5KwLNkkXJNhUqmtc2y84lv5l7NwvNM/9IZD/AC3Pub4OOGc6P3Rd9gCl5osqJ29kFYeUed+NWXZsuXUOd8VsocK06inZK1H3YY/+Rvk/Zfbddybzrn+uuXbvzlQ1q5UJ+VtOeaRJys1LszSmkXdu6lStKqqw/ZFcpkjb9ros6blUyDjputKU7UKPRogQ+GZLRtYH1W1key2bFH4jo9QAs/L9U8WLkRkzYxztnWDJy/YmXSPfh+l0ISs3Wk0puAERGXy5amMu15NtWSSEuKT3TntIqTrXcps9tYmrKwhRCUKC+i74UKOa8buWbk4EmK4NkFEi/uKESxdZXojVx1oXS1nJcY097ojZJbUyuqTqjWcZL0iqUT3ouJKM5sqR1VQC0JsduASczaEpInOPzCWkb1rKbu10xHk5fZKOWyJOXtRTsypzNISllZTX6IpGQactC3M1aDi2nDMJbmZm8b21dpeiyLEsLkyTacvJNTKJy1b9UlUwvb9HCH5cV7ap35LtMj2dw8BtTa3mv4RsPr8lZXyo6Pe7Y8Peg30fNV7IhGVeXsxYGUXxMLDzhVdDSg/VSqp6t1XOJGvfWINaWU+W1l5RIctWYWClWf7lATdWwVU1JTTdr1wOPDe74iB+azcT2ayckBzSACLF9/or0S4hT7YWtJc6gOlDKMscnXrZ+JRaSO6r6kXamt4dpFIqtQTkZypZ5xxbbLqr2kopGYew91X1EwwJvuTr2UDY0X7Yeuu9Upo4n14waPDafiNrVx/ZaF1uc8lpaKI9T2+6lcsvlpKt5SWrZKpRaUSEsp1x4ODHUQKAdsQNq1stctX7UVZj6Gky5KkslxKS3TUnVpHR1mN8hJVOU+VGUlpBtcu3NSRQoUvXVOg010rSkN2SVvDIactJmbk1Z524w4kru0Ui9Xcdd6LsicLDdytHH6bj4jnsjYDKAygd9637p9yVyrtLKizLYyZtUCYe7jUGXAdDZwSQBuMRrIXJ5vKpc1LOOGVn0ISZV68pZQUuaeiTd6u7nHph45H7BM1lWbbYD6bPbC81eBUdlSc3eVirC981MSDIXIa1snMrO7kzTXcAvoSk3r6mlXvNrun0YlsjY7DjSvl5eHgunbA7S6gQPn3ClWQGT7+T1huWV3WqZCXL7ZU3d2kjR19KVfOj3Lv4/ZyYX8QPpam2lpcF1tNFp0ryca6vbD+jQYdp2/QI1GmlNe36RGUHa3E+q4H31/vPvDwHG734KoyX5TbblJej92aU78m6psC56ISIUyByVtDKS31WxNn9BMyJ1T1EhK1pVW6nwe2LsmmWa7Svmjq+KMvstgOX1JrqFwC5sw171XDV0MntKGxObjwhjnbE3/QUKVX2ryYWgvKx60rJtlElnXL6qCq03tq7Q+VBrHJZZIbYcnJ6YnXApRcUp26lZ63g0vJ1dWJXO5UWDJZ5qbtBsrT+rYq6s+gnGG6cy4sWWkTMS4mZi8KXEMKaXqpz6RHjZLyNys2T2jznMDC/gVtz+PKi/KZO5X2FlFK2lJqmHrGSlN5JSki8nW2VJqcbsReYlbf5Q7cbnRZhkWm0BAfUKJ2iq9VWvXuiwTlvNzAumwQ01+rWZi/7tKDzKgB/KvKSbnCzLzMiyOyUKnPXfu+7B4o3Ak0mYPaYwRANiHiAVq+X0U5lpVEvZzTLalBDbaW0gm9QAU3wtnQ2M0cfd+rFcJtLKpDVPja0nOzuZjq9jZghuaypeZBJtJfb3M31ewCAHEP8y5t0us3SsB2t4UzevsiJ8magsW9QDC1Jvp/7y70w1/G+VkhaFX5111kL+TmZdPsuBJr41Kg3kmbnUM2q7Mt5qYfm3HnEDFIvOLUKHfr6sS7GdGw72hF+oqbIbDSFApUN/R9WPSgOAEKUN/Tv8KMvFTZUCejGPcQUpUCa4QnVPVjwk0jTu77v3Yg2WdstTynbDl1ESrP99I0UvaPyPi2LxHk4qrE9ud9r6MRvKHJKz7VanFtrdkZ2aQoLmGDSqjzlJ1E+FtXd8MYjmNf5zQQpLrZUllbbbhc7hlsEtYOLGpauanEVwiKGXBmrxfw/xNHS2enpicZScnduWNMOksGds8XnO6W9Hnc5Ax+b9aIm3KtLXLJQhVRpoUV6KODH2fpLsN0AGMeOVw3UHT+MfFG3ZDZmis6WcdG4PHTSr00po+OC22++FrNuJVjew1Xtn80KmQmH0/IgujvnNzt3X7ojJRhT5wrmv1mzd2bx+t26Ma7Razrooe6NsgFxSjopvaO1dPH1tr3MHvPePkvu/ZpKwgoNrZCnQi6oHSu83HZ4+6mPVM/o5aNeaj0lJ/ijwbYtVuknmb5V4ele13fV5Hu9ZKY2H6x7yr/ga4VFU/KtcxSEeT3tPzsPs2lRu+tumcunH7On2K+dFw1e5QS5a66ku9c8b+PEI1dFGkBnHQPG7jxmHDMkiruLWwvBWhqHT2Xb3Z1QmEyKSxpL6rvvaV73vdj2heLkguXczFxTYbcom7TSVoudZXHzUwOWCO+/rXLy/L39OGscXoLl6mutunkp106PGfZG+YHdGPynu7OEVc1eGybS3Muutui/VaruvZKRpceD4UaKl5gkmnV6qPBUr1+DB78mWS1Q1bGu+i7o7vPBEunPjV4Vy/pXdcXLF4GkzFtuhzbd8IRe7b6U3fm8dsB9z4tGmu7xu48GH5TKX5kssH9YlHg3k8elAhHenXG/+zpvRUsUgpqelkX0hSKKUa3L1KejqhJEutD11KFUIqAd3FTDgbgmQlCFoVfocNR8Y80DuMFb6ioqKlKKahIw858cDcxXa6kE+h0u4laiRqxVT1jtgJ1IQslKMCcTerDvNMFNEkZxRNFKCKUHq7RA6Wm+6SooWGgu6pVKAerGBOjVw/dATAuurWoFJXhSmEBmXJF5d3AYUhznW6mi7oOsYgV9kIlFbow1VNYXfFtsjtko7pumGqfJfm9tIyCHx3kD0uPXGQLw0YlNj6++IhtnljOKMETD1V8dPHFIXsCxXcocp5Ox2qBMw6EOOEpFxKdtfqjkpDW604Y1aXweOT1WUdrDKS0wRZUm53psj+8Lu9XDRGifRSMcY6mlAlKQlIAAFAPpVvuxEbOt7JmwLKYsmz5hKG5VoIRLtNrUlN3dfN5uvjVAisvJ51L2ZsnMDSzZccSpW11UD70cll+Plyauy34WiIKeuFK2KlQUk7R6YVaWhAzaFJSOqTToioJrKe3g6lx+10hF3FNxltPqKVH2xGbRypyam3gm2LYU6sE1QHXXE/NCiPZFI+mTFEfkMarzndHKKVCgVEMPYJUDzkQtPzLcvJPvuqShttpS1EmmoViouSC1MnLQy5IsZLCnBZ674RKltQq4jXgmvzosjlEeLWRFq5uVdcfWyWUpFbxrgcPPAciDwpNJKb6cPHnbHxqICqHkZlWpzLFQm0hQl2luDODnKIR9sacrkhZcrlgiUsyWbZJYSp9trZvCpGj4qQJkZlcMlnXUmQzqc2EEuqLZBJvarp8H1QQ2ify3yyD8u3cE6pBKKX8wgBIUquG6H3j7RzhwV9gdHNH1B2VIajDa52P3KQZE5TPWplfZTc9Z8mzOLQc5MH5ZYzd690Y6O7rQnaVvWjlbb8zZ1lW8my5FOw4Aq9dSq6pWFDjerSEVIZZ5dGkV701MNtNU6mYuw0Ks6ysncsVyOVcvMTiUklCUJuqeqU3VXq9HbENbpFWk/dcV03ihvmLA5o5q7ur22Up5PcqbUVlK7k1ac+m0pNC1IZf0QdHpVzgQnpi2U0zIqOtz1XfXFM5EmUtHKtYyeyZaZs+XcvOzbgU4pN3ULyyQDW7qHTF1tt5wICFA3vZsxm5d6tR7rjvaWOJmWDG3SSBY259aHFrn62bJ7o5UbRswTHxbLvTThVNL2U3rzido+OJDZ9ncnmT7zDs3b652YlHEKaUkm6CMeYKe9CuW/J/bFt5fT8w2821KPpbUhatdUt3VaI8n3oV/5H2lgd2ZSTCmegMD8T9ENNlikYHh3r2XTS9SwZYY2TZBb5RYbzdetFMHKe4m0bRszKCUPe32nGGqYaSHTe0d2sQ5cujjQ+Ip9jOEONOXlJTW8AElPtMT6w8jbEkbFl5JCe7ESV7NOTN2+i9dUrcIkJbRLBoFCUjRzeFONUCOQ4EEt/NYZ9oYYJIixpIj1c7WDx69lW2VdhWllfkRYk7JKraWaRfQoXCEKSnOdmBSn2wZYeQbn/J+9k1ar7KHn1X1PDSuLvJuq9SU+2J6pSGxnVKSgHVVFFJwhptDKWwbNd7mnLRbMx+yRecc/wB23pQK2vdendZT+vZIiEUZ0tDtQ9R6b+gQmRWSUpkzLzq2HZlx2YuIcfePUrSnrh8mrMs6Yl6z8sw8WzrcCdDR9kRm2Mt5eUQO4bNdmlf4tGveVU+7DTaGV1pT8nWVZakHelNXfeXRPuxcwPmdqceVly580ri+R3mPdWEhKUOtNJSEpF7Vq8qkJ2haUtJy+etKZYl5Qc9Tt087pimspMrkyrOayit+YLYGwp8sqPjS0lIPqiGO8pmRdnAiVUZjZwZZUPeVdMMt6Y5/f8km7JaOVfKst7JTLuvSRem9rvbcupOl5S7uENsxlvPGV0bJDP7MvzGl06SafQqOdLW5Y3XUFiTsei9y1rv09QERac5ScsX1FBtgy7e5CG2xT2FUaEfSSOUu/LaF025lJb2L0zbaE/4SGUtND0qK+tECmcsMk5e0lPTtsImnTsLWXH1IV2EBVz0bsUDPzs1OhZmH1urc21LNawnLtGmuNKHpUYujSUfnH0V4WpyoWSFFuRl5qbR07LftvfVhkXymWmqXb7istmV2cS4rz9X6sVowCOkfewEEMpxxPHzY048CIci0jJmyKUTOW+Uz5dAtPCu3mGk+2lfei6Pg6W4HrLtFqecenLRz98YKXVN0aOOA512vQY5+Zb0aHj6In/JVlROWHaZkZKdEpKzNLmfbvpW4OtXHrbKkx7qXTw/Fd4QVMTMqYCQrouSnsoHlF8WJKyzFTd7onU5wClNlAUPbDhOs2s8yG2JmXZ8bZe+kiIcjLabzubeslDyEa3GnylfzFj70PUhlrZQZzj4mJL/NbCvqBUfP340jDYb+q6XUCnFNi90ICbZm3LVSMQ273tA7Lrd2qew1g6WYZYfccYZotekunOoN8MS8sLBTMpKpuYqNybPdI+rGKy6ydzqkGcmSeqiTdPsCIA6Kc/wn8CvB7PVSV35DDj50b+PmeOI1LZaWAWXP0yZPlyriejwI3tDK6zQM6yzNTPkU6f8AEuxVsEt1pKuXBPvfM793ajcfJLd8G76UQc5fu90FlmwXG/8AWpoN7ulu/CUxlbaRYPcbMtLH/Gq4nd0FMFZhSnkKheFO1ZyjQVTnYJr09kQ7LjJ/JibHddsBMg7+3S5dV4Kbu/z3oYlWjas9LUmLXdczm6raLnnoDzlc6GpuZkbODoQu/wBe6VFS+nHf86NjA6bk6y+Enb0/z+6UyJYtOmSt/VRa17PZkZx6RkJ9qclG/wBY23jsq0VJ7PK0oFDCWRuDY11URTS2j08c6sPU44madqEZlZxD/wAncVdKbygmlTUJGle2uyG0MrXTE3B0KSKaWyNFNeOdWPruC5/hASCj3XB5bA2ShuOxTfMsh4kNzFVtrvIqRrFMEnxlfubjgYW00CnFNqotCGwvCjeI9JVAMet2wutlVFEMrBcBosqqmuOvo0j83sKqKqlaOJN0bVG9FRAUTVRxPVqfKHTDtJUlCS6EoCgQgkEqo44MDqII1HYHiFd0alBzTg75m6hKUlZJABNUnSxTgDToPTBbDawEBNFkuKUTdBrglSicagKwjx1tCXc2u8oI0Ac3VV4Xq0IwqdIedNObE8KEK6h5ltRaUGwpJ1KrQVrh5if5CkJpaK0VW4pKCVUUTXGpBr09viPWEODQSWkaBRU6NVY1u3sONfaFRu4wUyyVlLbiDTOUOCdEHp16SfUnwTFgL3VuNk39zUDqAM0CSVCoJcOAx0tWHAKgUltFNCorS4cKYU1U6NdQn2bgkQYplCilthILxIJUonEVxrhq0Po369phhpt1zPoTcUKBJBqTf8evjWkR53qqgIIt3locZGZVcxr06SvB2ryeCpMJtILlxGpi9du4pujyb17wf6Uw4tpYzKb682yujd69s878x2fC6yY0ZYE2SLlSi6khStpWin+H+lMW0g8rw2TMZe7V/HO9Gj4N1X/mcJj0OMEGjFS9v2NDR/l70O05K0NM/wDKt/JZpXVVzq79HisNxliiaU2hy5fReDZwvXfJ2eOqmPU0/FupBPZN87I3XwBrO3q1xk41mGAQajn6tXzYOm0PJTdQlq8NK9muOPKVCQl76a/JeLQ53heSmII9SpB5oJufaevkJpm0ihBNOntgQozMuXEXSL1KAjcT0GHVtDAvOKqF0JV6idcJOS7Dsu5fKitRKkAkq+kRR7LU3SbQh1Sc4EigASRQjV6oDcYvNgJSKnAaujxmHJTCgSCkgJxUMDvEIsgOVoMN2MBdGjNkpN0uyl+62pRFeyMgwtFlS3AtIzfgq8XWjIGYyeEXxGjlV3nIVs9VyfSy/MZhlw1dd0tjnbPFYDSKuXeiNHDV290RwTl0bBpVwf8AKVJ2WjuGxrFvSrQuIJcUmqcNJWFTd8qI9O5e5Tz6nULnw1Lr1MoFE+2sRKXeOeHzPZBn7L/h6XG6KtgYORarLkuNWiVvLmLxecVfJ6fR4/fHjpJKgnapxx+EJN0uKv7daj6eP3mMKi04a66ccfgmCnypTVqVufBWqeUSZ/8AwU9/xmo6daZzeKsQjq+Lsji7k+yltHJLK6XmrOmGGS93p3O7GZU5pK8Hm8VjpeTy/deS60/Yk06z+rVLzDbo2eg3ae9HN9UxnveHNW/0+QNaQVMLQlJOdZAmmG3QDqcSXPrQRKSzEtdbYbbYapstJCYjxy2s9thBXLzDRXzVAJgaZy3k00LFkT76knmNo+kqjIEMw2orVOS8gAk19VIPiOyET3dokZYPhV7OFCb1emtKwVOSrU22WpmXl321blovfTEL/wCUeedmC3LWAtsU1OTyAT5gkx5M5bTy2Dm5FqWdG90lafuxdmHN81Jy5CQS42PmprKSzMvLBuXCGhvKQaH5sbvISq6CWsNwIFfnRVT2VeUmaL09bakN9VhhCU+2p9sRm28tcn3VXrTt1U0f1iO6HHE7P7IXhBWdMe7ugPyhduKvO1rWsqzxnp6elGDT9a5T60MSMtbBeZddl33JpTevNMFF/wAV8JrFEz3KHkvJvKMjKl5QGCUy91B89Pshom+Vl9bC0y9ihgblLmLyfVdTDzOiTFLOzWNV+DLeafQ6uWs3NNjAKdmQlQ8aKFPvQ2PZSW646h341RLtdWXlro86iVetNI5sXyh5UrBabtRUsF68wlCfbSsR60bStCfeL03OvPL6ylY0h9nRiPiNIDs9vbddAW5ltk+iaJtO2FTR6iy4+lGj1NKnmuxF7U5XbIYVWy5Gam1dLl5Kdr0vqxTDqihANcfPA7pvLFDDo6fCztaVOY88bKxbZ5WrbdZLNmMsyKDTT1rHsSPdiIWplXlJabebnbZmnEdQLon1aoYnTU0jxvVx2xcRNbwF7xHP5Wi3VqcOcWpZ6SaxtQhs1xEJdFMRC9KUpiYIFQlbNpwSADqhSlGwAmPGiQoDshVtJVQA64YaxAcV6lmtT2QZLpS1RVMbsatsqCa13QWhkFqt4VpDbGpZ7ylG1qwvrqAk0FCaeuFGpfPXElRHaQkRsyxiCq5QDAhQMF5xxsIQmtTgAKfhDcbL4SznUt2UtoSElal3XKBQAhbOpvJVUDSJOmkfdjS6p0CqlhYVpApJBhUMtNoJuJqpWAIAp6zDrIks96fLHtq07ParKvql0aWiSHWfUYeZbK20iyGptLbv/lpT5xEcl2nGk7qfOhZgX80yxjte3jhcS7Ahk+MWrNzZ28OpTRrLYl3NuWcnWkAJdI1ivUgyTylK1oW7Z6yhSQbqX6HE03pV9EQZLJKhfqTjTRTtc7R2eNqHF5rMlJDXgLb+6mKDo2Gf4UQ9Vyh3UuOU0q/L/wBy71/rCb3sSnrJjBb63hQSTQzerOOKUi9pdletzt/ZEbbZo+6Cu/pq2ceapWzxsq8KJxkeux2bdl2LWslmdk3pkS7mczl9m9dReRQ7jd+b4o8ej4rAS1lqjeqZR5cmYWtaBVns2w0M38o22rb17yrrJhYT1pqS73QM3tUzaEpXd8Kl2nztmJfyv2BJWFlcLKs+yZSUki0lxo6WnewurqTz0q4rBdmZAsP8kr+UlM7ajTin7/8AhJ0V3k1pjdWVdaJY3DZE2QMA1fJDe/Le8s1k0q2Swt+b77Mmmb1L09lKtL/zE/NglqVITmloWsFWiUt6R5uzx7qYlOQKZE242Z6VZXJ5rOTA75eQlCVLKk0PNu1p96MsuXeypyk7hseRalEum4GGwq7RO5yp5t5WPgjzPiYNJBGwHKVdHqrdRmWAMyR8k7m7/O5uPpc35sY1LklflaSb2zs+F4XG1FgZUyFkZMWkLIkZBicflXL81PONq03VaQutYjDpNVeFeFShZL1kzVp9z29LM5l7vYmZfvLrB/aXUbXq5vmizcq262jZe8HsSodQ0pjRq93zR/CsbVepXA8XPvcJiXZVZNOZLW4ZGYHdTJo4yVDRfqkVScTs4evDmxKbWs+wGOTezbeYyZk2Zuacp+s2rqipSccK5vR6sUkzmNDSBYcrNgJvfhVYU4Nh0Ym6ryE4139m1telrQXZ8uM01jnapPp7N3ydJOP3Yci22FLShZCL1bm6qtnyfS63kmLK5KbPsi3puZl5+x2XSywX2ndLp52NOdxjBcjK8GPxCNkGKHxH6FULaXUOLfaClqOjVXWvXvK3exOleSqN2GB3tpR71jcQ3o31Xtm7s00trxdKolVlWpLS0wgzFgyMwkIS2WgLl8VS3dvXtrnel5MOYydkcpsvMxYKSxZa+/ml3vac2nOKUCa1qpWFdavHHjmeHeoUKu/ortg1d1W7qSp0rZUQSKhSer6SurxopjYy78wakj5P5M+Tteri7E0txyVkpubasOzWksNXmxMvjPKeINL9FaAr0XTBuTkjk1bspNyVoSLQtQSz8xLlrYf72q6lxOpNNdRS9zu2Zcrw2eKW7fmqiHUatV6mWDGD8xXoHoqVta+ar+raHSlwNrFFm7pXlXVeFs3lJ48LBxLTins8LgrgVNp17V36yvmjwVRO+SHJ6zLTyiL9uEOyBGZaL3/aH1XlJ9G7e+cnepUHnyBAwvdvSrHFqNKsCl9xxLSWVLSgVTXovUT9X6OclUaLSHSxnNJF4Xk3xtKT9Xa+crmqTEmyxsA2PbE9ZT2h3McwBm9tq8jt5yFJ8m8qHXkzYsacyolJG17Hk7SYmdDOOXu96KlaKq9KVeilXbHjkhsfiN3FWp8GzRVdzOCsO+uXPzBW7oSr0vbqWf0YXO9t55WtF1SFVrqTo7J40YtzlOyMskWbLZW5Hy/+h5iodbF5ebXeu3rpPOKafzwYeT4WQZWeTa1gSdpdyyTs224vOX76G63dvSHZzb2jqgLc5r4vEaOO3dEdjEGiVW7rSn21UcvpTdzbak6Kh5SuL3lKgeXlymubzTg5nWHm42om+ROT7+WeVJkpGWZkkvXcG/1DQu98u1rh5XOjbLY2fY2UDtk5PSLGalf0OZdmO/LfW3tKurCglOlqp1eyhfHBf4Y55/6r2jbUoDNMVD1KE8e3woCaaQ0Ft1Q25eStSdDRwTxxpW3ycMZM5TTsxZWUFkNC0ww85KzUv3nP3bys24gUHbgkbN3fjWr8s4Hkh4AAJK+d2RDJNbiwiiP8/RVLdIsd0yvJddevOID/AGVpSMg8y7fdLTozboO6ier064yLFoXgVT7JAdHihOhIV443aT30eKMRgadsfOBuurOydmErAbSkYBOOEKouKLaCaEKjVkKbXWgoOOiFyEBvOJwI46YKNkk42sXi154TW7cDnihRboFyg34+sQFnLwFRiVY+yPONqGCl5MP14/dDvYeWWUlkSypSUn2+50qpm1tJdT716GJzCqeiBlnOG90QJ7bTcRU8PKllQdZlDTwFJ53ZdjY8rOUjqCA3Z6V9OYSo+2K5xjBrrAXRN9E34jjyVNf+UnK8qqLTzR/y0XdnxQNaeVtv2m1m5m1ppaFfLIqEpX5kAUiNZy+cMIJQmoxxg0cTW8BAkmc7lLZ9Ti76nVk13qMKLF8rWV3ccIRSyUrxTQGFlZtVK401iHGxpUutaOEoUohVbwxjxObvqUpWN3CNXlZw6KboMeoTQVSm8RrgwFLwNLwA3hdGEY8QlA6ax42pTYpvpCCllSgFdMDdurDZaOEgE9saBScYVWi6CVaoQcukm70QNwRm7rVwdEI3akwsQUgVjRAvKNIBVogNLE6NIUCiqtYULYCUkx4hIJVQQRgUE2lW0oURQ43IJlmwgIrXERpKpSgC8MbkODSmylCbu6G4mWlZH0tGFIzWO+F2GQqukaR6lpAbQaazBLbdyppQQ6xiUe9btNXXbhqoI11TSvtgsX1upWgkjovgERornKWRUAUKVpx9kFy6Eui8UE1O0BWkPRx0lXOSsm0FqOcobqqkXq/RBMy0AVrICUBQCSEEwM3LpDVEJIUFayNcEutLUFhDYugi+CE4w2GoHKIzGjmPksPBX1enj0YVs1BUWnWx1Rq6ePvbUbS2PfczTZ9NN0/lg6Wu90NHVgn5S9cGklN70tLyb0MtbdoJclZcCUBdVvcVc82j96F5RpC220NsEBHetPDRUaeVpUHi9RhKWli6U+EU3t2Hpc7RT85XhQ8SzDhlm2nViqzntDDRSKc3pof5UME0IdoaXF+ZoF57vVxGlWqdJStrnXgOEqh0l25ZtAKiXVLOCgnVzb31vd5t2ngCRM4Z3vvleEr6eL0Lhr9FQ6paThztLOL4PF5USWjsvAq3cvW3MqMjMkso2P71M0knUDrK1earasPChzyKtFleVs7ki+Q5KPyqZBu/tLDCbvt0iryoZeTW2JezMibZs+0iznZZaZuSrz1bKbqB4aE/OiH5PTRk7bZtJutZd7OI8oXtK9TyvR84jAZimVrmcVx9+4/BaRl0UfVPC5B7J+xsoC6HQpt74sT3vR661dmg0n5450PHIAB/bJ3PfK9xKps7V5Kjq7FQryx2jI2vbUiJAgMlpUw64NIOPKSlN1SekISmI/knaD1j2mzPy/yrTnz+snf1eFQZrHZGK69i4Kjj4Uw+SHyiZIyrtNRJe/TpjONm9znFBP3vZ2QCpsupcWm9cUo10dEYk/e+9sqUmJplDIjKW1HrQsEsTXdfyjZcShbDqW9JOlt47x9WBZKwe5rTklW7MsyjLPfJjFK1Xb15SUpRjePT97W1HkgMF81x3/BAdFupXy2gO2Lk6Zh6k3dOcr2oTeVhhru4bMNeUAV/yM2AMSe7lfN76fo4vQ1codvO5XW8wluiZdi8JZta0gDR2lXsKm9q8Ea0kxILZle6OT2z7FlrSkO7mHc7mu6k87OJ2r25Sk+LcYyhGYIomu5u/pz/AHThdrleqwdZ77cCi4okt7XyfN6dnrelzbsWVyE0Ta9oJVQZqUIppK5449UM1hZPh+flhaUxLMSKe+Ou91o8JStle0VeoatpSYlOQBkJPKi2bQmHrPblnytuXUt9td+r3YqG+o5AfCWBAx49Lw5Q6S+JmslLdEiw61PUbzWcc5udQpxO4fd9GJLyJBLUhlE+yBniy3m9rT+V+bUp92IBNSD8k8nP5ouFQ7424leFVdT0cK/SREl5O7bTkxa7zqmw7KTV3OI8RCArxp2aeNO5MFyYC/FeWmyaP9P7KsElTN2UIMsUuglom4o1F7XxVXzvB0ZBktktb88kzVky4AaHey3Ot3kXtq9jUGl7Dwew1c7YyZE/ar6rCLE3Ju98bzbqUfKKVtJWa3q7X7yIf8gX5PJGTtaUtacbTMTbaUIYQvOqBTXEhF4JOPRF8jMPgkx7u22UQxeejwqqtCz35J11E2+0XqqADa0qT0nEYflx8Gk3tLJHKZmz7LlZCy3E5mk1eaUEVmFqSfYlCU+asCZH2YxNW23Nz5kGGWSTM511OtKVKCdJV7FKk6Wra8JMMdvNzr9tGYn3Ww46dN1lTepV298mq7x4KVQxJI6Z4aCBX+eqCAIxfqp9y82A7aFi2blMmSCJtbXc80wDpIWrZ0uwqUK+EObED5OgU5bWUKYgn3kaOj6Kfm9asTrkxmJSZyVtSwbYtCVlbOmbvcpemUFd9V6uFa9U4wx5DWI/I5dS707P2YyxLLcC3e7Wf2d1N1N86+NQhHGk93hkxXG9F0fUH+3CZkb4pEw2tI8j2VEtZzztgW6rPWRaaiFk81xRzar13mnYPr1QrOZLTGSOUtr2elH6LMWTOmTmgMF1SpWld5178dUQm0JB+yJhxl4svMKUSM0W3Ua9q8nZVexp+JizMkcqU2lyd2lZVrkd3WXJP9wuuOfKIzamrt7nKGrt8eMXzIXQXNHuHcj+h/uohk8TY7Uk/gwSEtL2lbysyA+1Ls4+UF3t+j8mn+UUmokrz9anODBxvrFXO6xvJ4rE05PMqHskcp+7VEvS715uabqnT2ezdeSfWnZhfKTJAT1vPWhkapi0ZObdVMIuOtsut3rys3dWa+7pJ2qweMGHJe952cBR7bchQ46o2tHa0y5PZB5WWvLd1ZPyOdzOJLdpN30Xub8oKbKhjEWyhkZmzpt6Qn2TeG9rNrTVXN0SRzoubkln5LIM24nKy0JOzlTaS200k57rKvKzVQn5SKUmWr77iq1WgFxR3rRVRx2dL8PKhnFlmmmeH/CKo1zfztBmDWRtcOSgH+6UjOOBK1r0r95dVepXbxpRkGhgn5Yd0Nbk5u7Xt1RkaOlnokjqKoVhPffNHpFHEim+PGCc8fFBDYBfbr0x8tXaOKdBL97T5Ov53HCYxxJCBo10dH53HBVF08mMxyFfEshLZb2ZaHxtRfdU0HVZtffFXdFtYVsqTu5sXxk3yH8imUtlS9rWLIvzUgtNW3RPPgr9Emo88SXAcoLY77rhwFQbVVON/CEHVEuKu4Y4Yn8I7ey35GeQrI+xTbFvszEnJh1LSFqm5hWkReoAkklV0E+aOeOVqa5Cv7PPy3J9Ytr/ABrVGbm3i5cOklStFa67PZFNVqWx0qdfO3ANDWlDBjx2oufkmmvg/nJuRluUGzLV+PdPuqaDsxm/lFZv5M12FJ3c2JJpFYqMpjSMpHe+SfIJyC5VWDL25YNmuz8hME3HhPTGkfObw88J5YcgfINkrYUzbdv2a9ISLBop7u1/RPonSige26RqXCSG8KnCCWDTAYxcfKgvkA/s3My2QFn2sq1yEdzTKi/mU98SV1zquqlQ1c6KgaRnCrGlIbjbaWk2Wx/V/wBMb5rBGPkQo3KrcWwhCStStSQKk7ovjk0+DVlDbMh8b5VTgyXs0DOtoU2l55weEm9RvR3n1QYvDeUIC1z7cpjtxgSOm5HQmU1pfB3yWV3LY2TM/lpMsbU0Zpxhlxej5vU3SBf+Wbk2Ap/yH2FmafJ90j62ZiQ4ngKxFKglDSwXGOUu/KD2x0DYOVvwfMoJq7lJyaPZN57/ALVJWi86036CbtPmGHLLH4L6ZyxzlLyZ28MoJF3vktKOXUFaFdV7UpXjA8cUMgHOyII1zGYSSLiiN0O9t2TaViWrMWXa0k9JzkutTbrLqbqkLFcCD4obVpvC5zsIqVdppYRupCKWikxa3I2eRwyj7HKTLWr3aZrvTrLjlxtm6kaVw1VpJVu50dD8nnI58HbL6VmJvJVyatBqVUlL4E1MNrQSKiqV0NDjj2QAyAchXApcUoZv0gim7yut4Md4238G3kYsyzX7StGSflJSXQVuvOT7oSlI3nSij8tJb4N8rZE+mwZe1p6fDSwy7V6l9SdFSr9PH7IK2QO4VHBUM0w5+s36PqgtoO4Foa9L1R4wyK9mlfr0xZHIvMcl7T08zyjNT1xxbXcL0tfzbdL1+t0jXo6+iNAeUWkiNSgQaKBV4HRVBEuM8e++D9GqOvMg+SnkNyxly9koqbne5rudBnH0rRexF5KrvViRzPwf+SeRlnZmYs+ZabaQpxxbloOJSlI1kmsSeoMaaINqvut91xYwzjjmvPop301eOCmGiBTNoc0r2zF75SJ+DrLoUmVYtKcWAQM1nqVu9Zd2Gjk5PI6/YkqxljLzbNrVOfmO+XaZxV3YNNlKd0aceRqZr0lKSQUa1BVRZzJxzzP0XkeyDUj9H79rau+hpfxJ+b1Y6uyV5JOSrKCym7WsZl2blXzRDndLnW2caGCMpeSPkrsCyHLWthh2UlWNtzulzHS2dFRMD/bOPdb2rHp8lLlJGy6XsRpU5i7+ltdXaglMh21w95W19ZJV5PVi0ct2OST4ieaySYm3bT0c2e/ZraTevJV4CVc2K/QltC76Gkit5Tjl/SVxxzkxr48/iAmiPqs+SLRW4P0WzZSp2lDzbqk7PN/BXo+SmHHM44eD6Stfm1jS8+ymE5KWDjtxYXsBKnVKUm7xe1bPjTsuUgJUWhLd05/uevffI/Wc7wVfN6YO7ZDG6QTL4rRm7gu9gUnm/WrxpQ6AAJApq07+Kuk6vV/VrtWyLP5ILQmEsd9aeP6tzPI2lc5WqJwOSXI0gESTlN3f1/jGNL1iKE1I0j7k8zAe/wCAgrneUOeOJNM5js6ClJ0fKTXi7Dhm0386i8oX9m8rwfuj5x6yVXrOtSxuS+x7Tes+dl5zPNfKfLc7S+9X0rvTCknIcl6tReZc2O+Z5Pg3b3ju4/ui/wC0xVhhr6Kvuf8A3gqyWkBhIcSHBVVers81XHvKTGwbdzq0Lbpe0Rd2VhO1o9a6lX9QSYt61eTOXmW8/Y89hRK2g5z9+0mmv6fbXdrWPa1jzXcU+xmXC3gdvs8XO43Ex86GfZh39FWXGfF8SaQboxUVLQoaiTdxv9vanhUbBAclAmp09a1JULurj+lMFWRLs/GjPd5zUnnO+97Ts3qq6Dqb97rVrZNlSHJvPqEizrd/Vlx7naKdKtOd71NUTk5gx6tpP0VIoPE7gfVVbTH+75rOccfmjbOaTmaGOjoXtHVTyfB/ds3yOTzJi+HO4l3unuhz80RS1bO5PZC1O55gTbLzTmI796PlDS97shOPq8UhprSfuTLsJzfiICrQBtsOLoW66SFeL3un+e1oGqGuazTWz1ugUr977uqzMxya/Inus7SP13Owu/VHojsg+wbI5NrVmO55JQcmhrbLrgV72vaTxWCv6oGizG78FRuJf8Q/FVGJk57OOuXGxeVf513dhd1/z17Wz0u3mq3DQpOjdTo6Ov7P4dmy+UjIuzrHspmYsqXdBdmUocq4rZuq7YiuTwsgTd23u+yebp3vrKVX6OMTDEGayaPxIxt+aHLA+N+lyjgS82xdSohKdJIApgnwder3vEIFSkpUHFKSsLupu1rjxx1bpsCweT62D3FI4vNfq++I7ML2vD8Ydjyb5Lf9zdp/rDnWr1uPOarHrsMflewg/REHTJHbsIKoOZbANVVp4N6vn7cNf2pTAsyqXCcRjTddu+ftx1/mXFwWpIcl8iruJ8u1aNwoGc5t7R6OyI5ZSchGZmcFrpm8yZlXcy2858levJvJT6/4iYaZ1MPbYjd+CCcTSfiH4qvVB4JaOezrujuVxx1oRpVxx3O3EISL6FoKbuCfRVxzdm/bJyM5PcoJetnsOutNaHyjn1VfT+ApvbHJVYD8kruCXdZnAO9uZxX474XHXoA7S5pB+YRf2XLV2PuXO62WWXHL1VNqNCna0OP6b20KFdzTYlwSBpeRpaN3Vq3U2buj5L9bEg9Z9pmTnA8HB3hd/wBWz4+de9LBMNTyGRipRcUrFCrul1uNL7yY32ODmh3qs5zaNIN5lbrvdGn8revbPW49FUC2klaW7zylKRdwvGiaJ0ecnx+74MSGyGLIZtWSYtDGTztXdpPeuEqPlJ61IuCwMmOSa35nMSJDz37MuvI+alfle90QpmdQbi0XNJHyCPBimW/MAud+5yuhJLbv6yvzlbN3rJ4vQjaANBTFu+rOHm69n5o9nhR05bvJ7yZ2DIh20WFSjRNKmZdUonoABqejxRSvKH/ZAZljImXe1qzucvdZN3RVzdFXzophdVblu8jDXr2V58Lwh8SgSiSg0BaHRRRrs6VNsfxdEZDgWmnJslrOF1alK56bo6uHj9nlRkbGoBKaCVzqw0su7tcEpRpJonWYRlxVd4gisFJ0VNpvUBVHyqvyXWvKeGUqStTiVm4R0K6I7P8AgSOFXJXaIUCpItdfT+yajitKnc4oXEhCR0dkdqfAdCv+S+0juNrrw/2TURJuzlDxz9soz8POZmUWHkzKIVSXcmXlrT0qSEU9hV644+fONY6+/wDtAK/F+SV39tM6vJRHH72uKsFttFkNOpIPGpcO4wjdNUmF1DTrzDCSqByvNEWIVgaXbvwA3SrkttlpypQLYVrxwzDf2Vjz/wC0Bccb5MbEaKiW1WwmoThXvDn21jf/AOz7IHJrbyRs/HP/ALLcef8A2gwB5O8n0jGtsf8AsuQGvOjE7LidKTp4mkHNJbUpaVpKFEgADeIBCsVCLi+Cpki3ldytyTU2m9I2ag2hMIvXs5m1JuJ+eUmu+kPjyhKndX58GLkTlcnZGXy2ymlb9tvtAyjLw/8Ah6NLtpeUlWNdXnNYh8NflHmHpwcn9kLusMfpFqlJ+UeVpNtatydOvSpO9MdW2/aEvY2T09ar5CJeSl1zLvkISVK9gMfMXKW2HrYtmftabUTMz00t94npXiftFPFA8dut+o9kWQ6QmdYKQoGuJ6YTWQDup5vwjdRVUgkGqu2Nl1VUVVTsJh87pYGkOhdP64vb4IPKRNZI5dy+Tc24fie2Hc05U/JTKvk1at+o7qKSeZFFLRT+iPG1ttLS42SFpNU+PreCoQB7NQpGjK+hPwg+Ryy+UrJtc3KoSxlNKYys0L2ldV8krHUT6jiO3582xZs3ZVqzdmT7ZZmpR5TLyDzVpVdI8xj6X8iWVS8sOSfJy3nlX5qYk0pmV9Z5vvTh+ehUcw/DqyNl7Myms3LGWF1NstqRMUF6j6Eim87YVq2dCEYnEHSUw/dcy/JGOkfgCz77PKda8j+pdsZT7jfhIeaCVeoq+dHNorXH7I6M+AL/APdZtj9l8Su/+oZhl4tpQmldF/C7JRyB5QlHXlf/AFCPxpHz8JLJ2PRj6A/C50OQHKInVflf/UtR8/yM+dv0onCHlKHkb0lWF56aVnMO9wu1LG63c3iBwi7eO0nxwYHUDMjFKQOt+6NeJqz3m10D8B5am+Uq0GakA2U4ac28FtAE9v4mOjOX991jkeyhUydMsoQfJUtKT9aOdfgR995U7Qd1f6Gc/wCKxhHQvwkP/uNZQf5bX/GRGXk75jR60noD9nXouIqCroZ71484tF7yqwpLDNPZ446eh1EfjHky5h8h/s/RucflhSUGGrqfeV9HF6OvbG4DdYD6JXTnwNlOHJK15Zwnvc4kivanVDn8K68chbLSTQKtJNfM0vCAfghCuT9skYHuxNfHm4cfhXpKsirJScK2ig+e4uscw5oHU6+a2tX+iXNqM2UhtRNSMDjgdd73qwQ2lKHwCAuqST7fw9sIoZF1LijnGtRIGNNX0mvmr0wQWy1MBa0qrUXiDqUbqR5hr9KOyYueJpFypAlkVdKgFG/q16/YFD1eMQW2oOuIQpJcIVXUdeJp6wPX00jSzWWFNKvLvXTeug6q4j24eausUh0alEhVTS+lN8ADxD2gng4VcASo3CIQStlKgaEHTR1NZ+1KfN1tGOsMl33XsnrMcXtqlGivxlIjlN/vpdIl6e8ja0lY/RHUuRqkO5L2W8aVVKIKqk9VO/xRzHtGPs2fUrZ6Q63uVI8phUnlItJZJuFbQ2gaHNDdDAyKsN1e+7f8w0eeFfwlUSflHS05ygWxnKFN9ASCo7RbT9sMjiLlx0aOlpJcUk9Y3fq/1E12MTbHZ9B/RITfGfqrd5FZpx6wHZJ1RV3M4Amu5KhgPYYU5YbMbeyXRNLT3yUeDwG7XS77YQ5E5UmQn5mpDbi0tJTv0N/tgrlctNMvYAkVAFU08mid9wb/AGRyz7/afk9f+q2m74O6p9TaU0bTdSm6K79ZKftI93WAoqMrXnUlRShRJu4+NQ9WHF4HwFKEKUWb14A7twTT63qpu1eOBKVs1FVJw1npBJ9SKcVPXONtWA3ldIIBLKCTzRFC5bg/2vtJ75U5yg8nX92v8UX9LCrKPJH0RQuXOGWFomlFJcN1KVVvf1cagqOX6G77Zw+X6rb6kLa0+hTIE1N3E3cEq3dXwRtKV4PokQqgtNzV5LNCO+VG3zlb9+jwrX7LNlS0XW7ylK72mtPC/NxeSpwyzsJ6w302bn89eaCu96GtVOdXqq4pHSmQBwYeSscCxamtv2hL29yV93PEuvMuIzg/xcE+rTSfPFaObecWi4jOXbt3a0uP6ta3dU53N3IJp0SqlpUtu9tU49p51aeFtxs5vdduqV83H23uNEWHijHDmg7E2FbIl8SvkKTxybPPNZb2cPKv+FUH8RxeTF7zDn6Is+CYork9B/ttJOfq899h/q/Kdq9p3+5v+Qfojn+vADJaPkP6rW6ZvC4fNcwz1EzBSgEXrxI8wOPRx2xobynCFABKqpJ3667Wvm/T4MFrQ2plWkpSi5o0GBFSdXnPt3k1Sk0LWVpSlK1ahQ6Q1YU1ceKnWs4WCTRU45ECoW1PUJ/up91Q/N0/unmQGUibel5iXJAnJR0tzA+qrzxCORID46mXv/CnrftBxwYilmWt8UZVLtGVfIDMwpBZ2b6b2r0vC1U8FKk89mYYy5pW9wBX5rWgyfdmMdfqp5yy5Ii2Zb43kB+mSras43T5cJ8+se3xRRUymgHdD4dOdV3uivm6+hPzk9kda2PaEnbNntz8rRxt5GI6OkRSnK9kb8XzBtGQl/0OZcqW6fJqKk/TpH+Qi3Q+oFp92l5HH9l7qOM03MxVhmq63ToL5qBpbPi0ceE7LnkeczlnZbt4502mz3xu8nRvjR8VOLxNW51xtVHKLStRuq49JPF5MF5H1OVFkfJ/35n64FfnA+rwUqjpskfZOHqFjRDzKdfCVmHHsqLNks5RhEmFFNd6iv8ABPrin3K91LcK+9rISE+SR/F6vKi3fhGNH+2Uk6MT3CAR4lL/AB9kVO+ClzPFuiWimvpHH6o9vQar9D/4GOvRMZ4+2faELWlVsnT0dDUk9Huq42sjfNNEksjvh0ds3VdKvPd93yYyNfS1KC1zmwlV0HeVQQ4FJmQMCN0aMJULwrUVwgxrNl4FTRUScPHHyz9V1L3JyZTdJUU1rHaPwJCn/kytJKcKWsvD/ZNRxkSpta6PXgk6qmOy/gSkHk2tNfTay/8AhNREg8nCpjbylPHwleSm1OUtixGrNtSWku4FvqXnmyq9nLlKU1UumKRPwSMqt+U1jf7tf4xMvh2vOtymS+bdWiq5rZUR+zjkqYtGbrTul5Wl1+OrxRMUYCmnlX8/8EbKemjlNY3+6cgcfBFyt3ZS2LT/ACnI58enJuv96f8A94Y8anJv/vT3+8MFLV4FfQj4M/JlaPJjkdP2VaNoS849NWgZkKYBCQM2hIGPkxBvh/gL5Pcn/wD8LH/grhb4B8w5McnltFxxayLTGJNU/It7PZA3w/kqTyfZPU/++x/4S4C34kV3wlcYUr339Z82Ot/gASQuZVT5Ar+isg9Wl8n11HqTHJqNEHfHXHwAJlNzKuRVTAyj2vXVK/wEN5AqIpWJ1vCub4SM+5ZvIZlS+1tLlTLei8oNH2Lj5zvCj1Ot82Pof8KOWenOQrKplkYolUTB8lpxLivYmPniE3gCqJwBsVOSeEkpNQAbxNej98DqoCoKggqu4UxgdzGtRvhsoLd1osKrr3QrUANxo4lPWOz0/vjSvycVtFql3R8BmfcmeRqYl31XkylsOss9iVIacPtWr1wX8N6zEznIr3WaAyNoMPJ85U3/AO4PVDV8BSUca5IJ5x6qRMWy8615IbaR9KDDx8NGebleQ1+VWarnJ9hlHoqU79CIzXfvEyOFwWoJS6UjFQNI6I+AZQcrdrKp/wDJHBT/AGzUc7KxWsgaWusdF/ATIHKpaaaYmxHMf9s1DUnwFBbyup+XTJKdy55L7WyWs99lmYnczdLxIRoPIXjTyY5l/wCa5lmx/wDPLH53X8HS/dF9/CmWtvkKt5SFqSR3LiDQ/wB5Rzo4QVa8/U/p01zf15vfNvRTFYSDRV5nVSvhHwWssykE29ZCUntX+ELI+C1lheH+nbII6dKKC+OLQMznu7pumj+vPzocpa1rTaBuWnMnxPkxpiOc8PH4JF0jG9l1x8Hvkctrk8yznLVtO0ZCdads5TFGVE6SnEKvY+Qr50Tf4RZP/IzbxV+yR/xURQvwObSn5rlLmhMTL77XxU58o6opvX2tKh88X78Iog8jNvVx70j/AIqIQla5uYwON7hMNfqgLh6LiaWUl4Vpo0UbvZ14KlM3nDLjQvDSV2bPW8JXzU+DCF5mXNRtEpNO08bMKypxNf8AZ7OzzruHgpjs2ClgON0umvgiBQyctc9M03/w4c/hUJLmR1mJO6f/APbXAHwQznbAtm7gBMtkedOqHT4UqSck7JUP/vhj/ulxy7t+r18/0WsP+B+5c5S4SuYSALiUitNx3wQ3UpAS9RaccTrAoo+1Q9VdWARlpe44p1aqpKrqW6DZICa+7TzdFIOQhCS8XRqNQBXFJrT16/NXpEdkQAsLdL2Y2lhiiyBeINa66EfgTBrCSoJbUlRJpQ0xvUNPpHFYQlmlLW6hTKlJSmoVU4kginsH8qQ4yyAWL+cCHRVQUQKYmp9VPZAypG6cZZloANOe/wD1dq/d3R03knQ5NWesY1lWtLHHQHTjHMkqamrP6u75Ojoq9vu+DHT2S3/VqzXf/BNfUEct7RHysP1/RbHSxu4KDZR5DTNq5VP2oq0kJadu3AUXrikti7x+JhKU5NUNjv8AaLi97maQE6OGjerXVhwDEX5S0p/t9PrWlYGjpKSOoOP5kQ1yU1OyBbRIzqmBs6Lihjgn8fUnwVQWHGnfC1zZKsDshySRMeW6OD6qw7XyhnMmJL4ukbGflmgi6h5Sr13tu0UIhNpTD9qzDr06+SRz3NH+WocUVE45O8qHrRmvi60nQ/nbwl3CLvNrdw7IPyxyIl30mdsxoNTQCqt813pheHIZizeHI2nHv6oskXjxB8Zuuyqtlm8tKrtEqCboAA3lR9RUPPU6ioRs0lIWkLaoUjAhRFQbtPt/ldEbhptDa0AElKdHBWs40x6bnBwO7KklaAUqPqjfJtqytNFdCyvyKPJH0RW+U2RNqWlbU1MsPy4acXUBZoqLHlvkUeSIpjLBa/7UWmL6gG3NVfB8XHsjkelNe6V2g1t6WugznNbEHOFqT5KcnokbSan52ZCi1phtvVXyteH4Qx8rkvXKhk1qO4fk/CvK41fbCGQttTVlzcmwpRVKOu5vNl35u10cboL5XccoWVB3/sn3j+BjSjZMzNHiOvY0kpHsdj21tKDst5tr5PwecfC+6n+oR6G6PLUuqFKvE0CaDD62kMfu3kwStFW0hKVEFV7Sw446qVR4W7xJGyrUTqKsVfNpu8Hykx0Besmk7ZBOBOWln3f2mvsoo3fZxRMXdO/3R7yTFKZABpOVtnqP7WvnpSvt4AEXZOj9Fd8kxynXNshn0/VbvTP3DlzYEuJWoLINFnRA2tY8W4eqm4GNFqUglSUUoqtQacYfR2mCVIRdoFFQrU3dRxpgnXzfo3UI0MuFpCy9qSNnxEePjx165jgsFymHIk0f7TTv7PuP74iFWm1dtWbcW2olt5YpTaN4408/veEqJ1yOB1rKCa6O5Fekq+OP3JTELtpN62JhxBF/OLFL+koXsTTj3lCEYHH32U+ob+qckNwMP1/RP/JvlCzYFqCWfmD3HNOd8HUX1vUmnkp7BF02jJS1pyLstMpDku82pC0nUoHXHMq0lU0kOaKs2qo8FPO97i6lUW/yX5WJmZZmw58jP5ujSv2g8WoEe2M3rfT3bTx89/7pvp+S0fZOVSZW2LMZMW9OyL6C6yT3pwjbaVs+lxtQFkkAMqrMNKDumX/4yE9J3/W8UdCZeZMJylskt0DU41/dnOr+4/gdYih7FQ9LZb2fLzrOacatBsLRzi5fBI9Hp7PKEaOBnjMxnA/EBv8A3SuVj+BIB2T98IlKhlpIKvaHcKcPSc/EeqKptMLzSkoIzbpA1dBH5T7OgVtv4QxCss5UAapFNB6S/wB8VRNhxBSc3UoIN3zj+H1eTD/Qz/o4/ogZ4uV6CIbz+D7QbpseD/OMhdbReUbwDgUaqTRYorxoVXjwlRkauyV1H0XOLI0CoCggohJW0pJoYRlEkIqvUYJcSkPNmmEfL642XROKdQwSKjNc3q+L6Y7I+BKkq5MbS7LXX/wmo4/He0uFpnN4a+tjWOxvgTJu8l9pVwvWu5T/AHTURN+7Kphn7VRD4e5oxkj5c19CI5FmGwpCtPWo8cfhHXvw9pN1VlZKzIxS3MPoPpJT+SOSJhspbThrUfxi0I+zCYmdUhTa4ihXide/+caEqS5QJCsIIddvlzOEa938oTugui4hRwgmmlcGl2f8ApxbXJdbqlYVtepKsRQMt4UjT4dbilcn1hKTpJTa5oU4CmZcwpC/wHGVjkpt1aQU3rYUQRiahlvCkI/DkZcRyZ2AtQvFFrovFWBrmXMIAB50ZxuFceO4DR60XH8D3LBnJ3lYZk5o0YthvuA15ilYoVhrqUpHp3opxrDa3rglpam3EuNm6oEEEXuarRV2bMOBuoUlA7Svp9lhZLeUOSVrWE8e92hJOyyiNwWkj7Y+Y9tyc1ZdqzlmzTBbmJV5TLqDrSpKrpHrjuT4N/LFKZa2KiwbUmgnKSSaosk/3lH7TVS90jzxSfwwOTldh5YnLaUSTZNsOVmqBPepm7d2eclYuq8d7pgGM7wyQUzI3XS51CVEjCNXEr0saQskrRSohF83yrGHiUq1JaS3NPb3xiEjPhNKpJoB0mPQzjtDziLf+C1yYry85Q2JqYYULBsdzOziqbakq0GqeFje8GsBc8NFozRa7D+D9kwvJLkhsCxnwtM2mXD76V81x3vqk+YrI80c/fDsywEzalkZFy0xUWf+nTtP2qkkNJ8wvnyVxfnLVyp2FyZ5NLm51aHrUdQruCRC7pfu4VvUNAMKx89soLWnrdtqcte0n1TM3OPF95azQqWpVTs0wHRuhSFpcdRTDzSaQs5xZI31jo74CCg9yrWmoCl2xXKj/bNRzoEkrUKYDWY6M+AU2o8qNsTCB3pNiuJJ7c81DMxqMoLOV0B8Lr/7gOUHlyv/AKlqOAmxUk8K4pHf/wALEFfIPbyUDOVzC8Oql9on6DHAxzjeIGHn/GPYDfJqVMh1L1DoCiGiKXQNZg9rFRF4VuBOuG5lI1oGuHGXSQLxGNysbTN/iWe8eivn4E7JY5UZ0LWAPil0UqP2zUdDfCHITyN5QGmGabNf9qmOevgS1c5TZ8LvLpZrgvY/tWo6K+EA0p/kayhZb0iJdJpjucTGRmbZzfuT8G+OuJJXp1/xc7zBMLymnOELuX1aSlKVXZTeV5PHSqBlktsu3Uc67pcceimDEvEzGAOpOICf2minz6o7Jg2XPO3K6g+Cc1/oW2aft0+DuMOHwnR/0Vs3D/5kn9Z/hr4/fDb8EQH+y1svkEfpqR81sfm80O3wnqnIuzCBWk+nOdmgsfThHJE/71A+f6Lb/wDlFz1MkBQ/Rt/hXNm7eveLD+GDgNEP1zOH1lJ0enVxegClWqZ0+kv0lfSL3g+lBsoaEVp1M5t6Hk9MdmDYXPjdODDeOaxpoqTr0lbuds3iL3g9ZN6JlZWT2fyVnMoS9mcz3jN0weUpSU9P4+wGI3ZUm9N200xJpL0w6u8hvVXSvUr4go11Ya70XZlVY4sDkgesplOdPeqjrrU4lW1wIyeoZfhuY0ckj8O6cxodeo+gVRyDVydvrwV8okq0h1uP4lR0xku1cyes5JOCZZse4I5oTVMyi8bqVqF1PiVdu/d4TXprJtKkZOyDboN5Mq2lXjuiMr2iNtYnukinOVLco2PKFaQ3UTRzws2k/Re/q1skrSmhp5pV1XHpJw2dLqnRkXKbJvf22n1ZrXmy35N0A/QeKGI7KtEOZxQKlKVXHSptK9LdxeTGrh0cdh+QSE4+1d9SpBkbnRb1k/5w9ppx+KUxeh2KmKd5ObOVaGU7EzdOZkL2cw5+pPHg9Uxa87Oysuw46+9czY0k0x9Uc31l3iTgDlbHTxUSo7KRl4ZR2huHdDnhXNLDj8BA7DrrTqu+g6Q6U6taaDHjtMKTj78/Ovv7nStfztlPvJNfu6sZQvOhDSLzfO0vCu6/KHF28roWeVoBWM7croBg1aR5MUxll/1qtDfp+Tzfu0i5mcGk+TFOZeYZUzn/AOz6yU870VcUMc90Y1M76LY6iPsQo9KhIaCmyVaVSu9SmNPsja05ienFha1qWkiiby9XrPBpvoYWvOoSlSSUIA0kpF3dX7a+rpUI2QrOOJZLCilJwBNdWHT2n1ncBHS0CbKxLruhJcKUkM5s1Wbt5N012Uq+t73VOB+VNkfFFoiRdmM9UZ0d783b1VcUiQ8ndmKnrU7tUgiTa/WEbeleSnzaJ4MJco2OVL2H/ZkoznB8LjXCnvd5PhDsN0w2LTD4iauTwf8ASeQ/zPB6D+Pt7TF3Tv8Ac1+SYpbINL/9qJMU/Wfxfd4VWLqe+QX5JjG62ft2n5fqtHpf7l3zXOrozd8dQHmFO+9T2nS7fKjXMgiqGzrpr2uLqvm+ClUKvjRW6egr49UCuSpXRLBTe17Pkj6Ve94qdZ2tYdWp5yT4W5MYf9h+8PbsxC7UAmZuaJwOcc2am7pavc4N29OuSRJftGceI+Sap85VU+xPGMQXKIEW/PMvAjNzK+9r0ucnp9H2dkZ+Mby5B3oJ2UfYs+9NLl7TrfKkqupTd5yv6ve6FYbySnpGcbdl28yllV5rrC7pfQn63V0k0N3SSTv4+txjCMy6U6jjx+XjCNvTr2WfeldB5B5QjKKw25tZDcyjQfZ6ihEb5S8lQ/lBZeUsqkDMzLXdoHPTnE3VdpB+zois8kLbnLDtdidl23CwEfpLYKe/Ju1Un14+V4NRHRMm/K2rJNTLKkuNOIqkg7iI4jOgd06cSR/Cb/6LooXjJYWnZUd8IPDK+WX8mO4Em/1dNfH8hFUOPIe005urmIpwOuOL0W38IQUymljTOfoKe99fTXx/MxU8wHgBhTa9BN6m+9Xjz9j0P/gI/osLqIvIchlNLdNxBcAcw0ej27kCMj1Sm0JcfNTTGiEG8nZTjcw3cC7GRqU48JXxGjlc7SlzNJC8cYMmglL7ZGI6ICksVio0YIdKe6QquiN0fLyBtsugdurpyHyZ5LX7Ol5nKbL2blHXG1d0Wc3ZzneVf5gCgenZjobJLlN5GMkbClrFsjKHNSbAVcR3DMHaN460HeSfPHFoPeKg+hx44zPnt480WdHqVY8nR2XYHKTyi8hWW9h/FWUdvl2VzmebPc0yktqCVJzidDAi9545q5QcmeS6zrHemskuUJ+1p7O96s92yls3/KVgBRKuiIY8glJrsUP0wE+jTJ5lT9EGZBXdE958Tsg8EnEDj0osXk+yY5J52zWJ/LPlKm7Nm3L2cs1uznlKZ74ad9ooGoSk7MVzMUHH8MIlK75F/V2RL222kVjqXcmQ/KryFZGZPMWDYOU5YkWSpQSqQnFqUpSiokqU2ScTWE8veVTkMy3ydcsC38oQ/JLWlxITJzKFIWkKN4EI3Co9KOHilwbz6/4o1LjogLcf5o/jfJWhygZO8l9l2HOT2R3KM7acy0UFiz3LMdTnAVJCjnVAJF0EnV2RW1KLWRu1Qixv9GFUqupJO7XDDGAcJd7kbZ03NWfONTklMOMzDKwppxCikoKedhuGOPbHSOQPwj5K1LPGT/KbZibQlnRmnLQba273NcbSn1qT6o5kcWghf1o1SlOjr8rRgr2Nd8QXmPIXRj3JHyV5bzil8nXKJLWdU/8Aw9+WUpXo55SF3fHWG4/BZyoE1/1oyfzP7SqvqxQjkwtCKoUQns1+2EnZgrGtQ48UC8Mjui6gV0MjkP5PMlJpi0cvuU+zlS7PfHpRiWqtz0kqK1J8Sa9sSDKf4Q2SGRGTjWSnJFYSRKNN3G51wOISg9ObcTfc7bx19McnrWpZqSfXWNCTncTFPCvkoodSespbetTKi237btib7on5g3n3CLt878BS74hSm6kMgexhMaZ4/CN0AJMWG6gqwOT3JrIC2ZV+Yyq5RkZPPpdCWpRFmOzOcTdBvXk6I1ndujpzkhyx+D9yaWc7L2JlW8t+YCe6Zl2SmCt27eu4XLqdrcBq0o4pUaPVHNwj1yoXSp0cYrJDfJXg5fQG3uXDkYtqy5qy53KdLslMsrZcbMhMCqVCihVKAcRHNeWmTHIn+nTOTXKm+yc0txmTdsp9entJReui7pdNaRS0uT0/xQdnh+1Ht6YJBjaeCqPlvsipbDfXt44uxOuTax8j7WTOf2qyx/s+G1IDZbkHJlb96t7EUpdoK1rtGK+H7YeD86sFyla/xxr6NWwNJHVW67F5Kcp+Qvk6lJhuxsp33ZmauCYmHpWZKnLtaYZug1q1DnCJravK9yT2pZz9nT1voflZhtTbzapR6i0qBBSdDXjHCzL2N9bp6FUT73H3lQUwUqbF2pVXEdPhQL9jMe7UXuv7v7KD1DTsGq8Mo8neSGYmlKsLlEcs9vPZ0SzlmvO08RoKDtpDZkbk/kBPSDUxb2W4s50HvknLyT2jdVT5QYYpSnC7eisGGkF1JCiU0xPW7YOqRLYdPfO9pV+PGjsxqNxHadPiH8v7JJ2Rvelde5F5c8l2SdiiyrJthSZfOF1RXLvKUtaqaRJRiTQQ421yjcmVs2W9Ztp2qmYlHxRxtUq9RQvXep0xyHJTNaZ8lr51z5uHVV6PhQY8o7F7n6DStHjWFcKhQ+z0Jdeo2mR1MgfCrjtOweSV13PSGVU1J46u5nl/SIVlbB5MWkB2Yyrm5vsEspH0iKjQkZu8UrolxPOvKLnN9HjmpgmVvMnOn5M3tNvq+PXzUwycJ2n9678v7JZuRZ+Afgukclbe5NrCAMi+y085+tzbl/d0jweKwnyh5X2BbFgiVlrWADsygOOZtWglN0qVFCSrl5CmxopTepRXOG1hs8K5qkw4S7rrqaBvYdClXtHwvx0tr0tpL9lMY/xS4kj1TBzdTC3SBatOyJLk/kZsLnsoA+01iG+5nGkdG1Tyud0Kix05d5KhkKFpAJGFM0v8sc4sXyUgpupTdKbwF0877er9ZUOueUAna5xGl2pT9h4SlUTN0lkxBe8n8P7KrM10Xwgbq3soJjIC2O/z0/35v5NwZzZ2vSwxhnlbPyFvD/S83Rs/J988ro8Gnm6xivWBeVdc2Ep29WzeVx4ureg5pTN9SVX1NJNwqVvVs8fN2Upuwzp3hjSJHLzsq/4Qrck8qslbIkwzZ7rrtypDd1eJ8aoh+VeUs7bVbra5eX/ZX9rHWTx7qVRFS/8AJAcc5X1eFQuw60pj/ERdUvm6Pn482z6Lp8MDtZJJ+a9JlySt07AfJF2cwDMNsPvBpBu6e1c33vaFcGJXZUjkhZ8yyp+1w8WjVv8AR3PF6XO+deiFYJN1KlY7j6/u/V5yVRs4S1pdGP2/bxUwaeAy7aiPohRzaOwP1V0f2rycAoLS8L5E/lhotx/JC2Cl2amUF5KbqXAhWEVnL98GvVh6sPt4oI9dONyvo3fBV+ZPFYz2dIYx1teQU3J1B7m0WhS1dl5LEhCrdWE0qq62R29HHjguz7PyKbcC1zy3KGiVKSekdnHriAzLrg74hTi01CSEgDWadHZ9PQklWXW6WrwSXBQKCFUwqK7h2cVVDBxHuH7w/l/ZBGTX/wANW2MqMm5cNMJnAB2BejEGtb4otjKmdfftfuRnRzbmbVjop/MrisRyredu00NJu71ub9h+jqxuyG0JSs67oxGA6328K2qw9NZjkuY42VMmc6WtQGyn+T4yOsjv7E+C9+1czl/Z2fUlUP6sscnAmhtRGPgn8IptCyhZrqRVNRj4P3vrc2l1NZSSElWI0lDsP9PG+r+jsmdqe8n/AD6Kw6i9gprQFMrfkcjrQLqmLXEnUq1S7i9LyfRVDFJWfY78y78YWxmWWnFZvvau/wCltYbO0nd9ohleUHLzSVYVKaer83A1au5zbBR6SePC+tta3o8RzG6fEP5f2SzsnUfhCtnJ+3MjbIlu4ZGbA/WHvbuO7o8HV+MNOUz2QtsTBfNrBl/9o2HPe+dr/CKvWyUqTgbwOu7W9ew4/Lq2ccvJTo6QVtau37OFXqjZ0ZjJPEbI6/qiv6g57C1zQvZ1iX7rfYYme7GWrubdzdzndX0aej1gIbVCtQRrc8Hq8GFJtKxMXgpF65epdSkdX7fZ1VRq8kt0NFNqub1VTo6XH5lKjcYKHKQcbTVYliWXYjcwqQZUgzMwFPkuOqKjiaBRUVXaAm9r0exMWVyS5ay9mTHxfaExm5F097cOjmFerZOiPR6DECuYZuucbPgbONMOnfxdgSZwZrsX7qfBTr3+fjSgU2BHPEYncIkeS+J4e1TXl0npC18pmXrPn2nf0JLecbc0NpatL3fnRWswtCjcvKVXWno1N/Qg8AQYdPmrw5vlaV1Xqp/ElMNy0qSC4XUpA53qX948CG8LGGNC2IG9KFPL4ry+uV4Vk6CXFFR5/Qcejz/P7TGQkzMltzOkpFw1KOnWn6b3ze2MhwgjgJawueZUqS0hSTjXH1Qu4At0AGgUU09UIygGaI3wu4AHEUFNIR8tLdl0Tj5k90zKaeGnyt0eFILVVqTdupvfRx6PVVG7Lgd6/wA2NwHe+s53733oIDtaTrdDELUStSqG4KmAnRVLaVrvNVI9sOL9AohIqLo+2G8oBUlKRRVCKHxwwxXYEE+zpZxK7gwIEDKOkrGDZm6CLxriDA79y6btBEP3TjCh3FJS6pJHHqjwJBSCFUVHmbJJqYxBQSArWIoirZsRv+0rx7sIoXjD1YL1lMW2zO2rI/G0o38pJ90Kaz2jhpjHt92Kvk0i6tWAtNyLqflsRujYAr1jxcVi/MmJXkItdlK/7MTNnqQiswlydfObN5Kb21i2FKSCdYrW7d0osDKTkq5HMnbFftm17EzEiylJUsTUwo1UaAUC+mOSyfbSLGkbHLjvDjsBQNn7im2YBcLDguNnVFRp0GNHUG74zF3O2/yCInS1/YS1SxWmdE27X1ZyHZNh8i2UjiZTJyzp5a3QS4Wp14TDPRRt35S7jggqOOik40Zf7TljgH40gB70KH1N7LzcX0cFz0BmxTXWEnUb4uq3eQ16dsFFv8n9tM5RSinNFgtJlnGkekdJQ36opudZeamXGJhpbLjRKVoWKKSoawRujTwes4fUS4QPBLdiO4+o5H3qr4XR8ofdWtzsjN+qkF2ZJTVpWhLWdJtZxyZeSy2itAVHUKxYGVfJRaFlcnzeWdm2g3asg24W50toupRQ0K21VqtsKoi8LtaV1GCZOdFjvax5ouNBWEZcLCrW+mhwUO2FWyAitSOPHA63ApIFxA7BSFZZylRgYfa60NwRLS6HDCMSqqyFeqn8MapcNCq8cIWl3FuOC6a9tIaYUAikXKrUtpSSDVS6qwg+VcQp5YxrSicP3w3SpupcugUKumCpZwiqjTDfX90OwnZJyt3RrQCLrakjtJg6WcCHQpBAIThjASySUJA1ipgtFQ0ly8U4UGhGrGbISUmyc5c51jX5egVKg1p1K3rwuqSB8mk9XjhKlQ1MuOKUGzqxSb3WvU+2HSTeSpAcUKGiVG71eEw0DsgnZGySlIW2hw3QUppTnE3qn3fZ4KYPGPy5x0qfOUro6Eq+bDawEZ9KSq6SoVrzlG8mvYNL2/NODYel1LuXFA7Sgra0js+V9uyqCAgcodkpzlKmWr3rO+jzU3buF3jwYOS2XHG3F86qaaurzr1dnR/p0m5p51tou50KqD9Ufl4qYPkHHULU0Wb1SfpH5eKCI0qLTmyFh79m+rmXxdcvejdTx1lQXLPn/ZfN8G7d181Xo+aAJap1eD8ptdP0cXocgwL1cPk/C2vX4XCYG5tq/CPlHgol11IGFMf38Y46zBkslLjyggqFKjWAN4/H19GMN7byEKKAkDfBMq/fZUAooNTjgdx49e6KVS8Ue3gsltVV6t46fwHqPOGJJQ4pQbAoT1qcc7gUoLLJroBypvHG4emn2H1DeAYLQpSDppoqtQb/AI93n4qQBuClLuobFFIqquJHs+z2dggyTuqQClAFdE144r0FVEWV3k3kgFZwApx2/wArphQrClFAQQpWkPrfQK+3pqFwVrRTVHTereoaCvqP0caJhN0l7RBCAejo1/bxiI9GDebCcdnDzCv0/R4k2S2VFJJBVq8WJ+z6T4xVauCvZNkMNkOaQOrDjt/kIJBZCDU16BTjjtMIqQq7ga0jVLYcF5FBuNT5uP5GJDV4pcXQi+Tid1Bxx0RohLLa6Ygq3047f568DaW0m8QquOs+Pj+oRmbbcRdJFBvrxx6MQWrySvPXSm9XGgrx4v5HD0KLaKLJCugfh6+AKqKCg5Q0KQN3TweNKNFm8sVAHYfVq832arsXG6GtqJZbObVeO+vq/D+RMDXVFZ0qDWePNxQQqpSwBeAN7o48XFapKCxoJIFTv48frp0Uu0UpK0eUlCACjGuHbq/EerDnV0UUlV1NUgGgPs+zg3TCj6ipASohSgLwPr483rHUlwkoSAqqcPUBx4+jEEaqUvE6CFUN6hqT5q/aP5XhA94ElLmKgbxH0fQeLsKMOK0kKTSsDJUDNXXBdJGJ9X4jikGAtVtJO6S71xKXintxwxOPjPFaCTAUlQUq6tRTpHqinbx5wqpbyrwSgKTUqwXjhjiMfGP5VAHfKM4TeSkVw8IV43+eoCidq8Skn1nNBSmwKiihhomnHZr3GAnibguhKmiKb8RQ4e7+OKVVIcdK2VLCkKoqlMNI1/Ds6MMVJgIuAvBxS0oTW7cxwxFT7vF1JJmhDJQ6yQpwJWCcbwA7afYfYNQECrBbQgFKBeppjxU+1PsPTBqVZxCkNXUmir5IxOCfze09OAAevLcWtYLaTopI14k/cPqRuBqZgVCSkC1Q3S5RoIu3aFe/yuwcJVGR7MuhLa0aS8NkeV1NnjwUxkF1Duopc/SovY7lUrCrxVn7tOdh64RkBVQqd4gl0UcvKO/CPl54XRP+JPLSe960NXk9GrR/eni9HlOOuqNQyaD9nz/ZHrig1eTioJRqJ53H3ojhI8LxQQRmilQoBQ+uBqJuhRSb90/TCqUF81vKACNfrgIKVnElKiD2+OGGFEYhpqtCkDGuuBrxAuqxMGqBAUCcYDcBqqpFKRLk1GUnNLQapbOHTwIHBIWKjCNnsDRIjZASSm9qinARxssSgKu3lGFEqzZNwmMRWoqoRsrnUIjzXWodupNyfPL+P5rGoXZk8f8A8jdjp/4QylHkIm8cF9yD30xy9ydpAyhmCdkWXP8A/o3Y6d+EKoDkGmRXUZQ++mPmHtiK6906v5j/AOlauFvjyLjxSiDQY641QtxtQW2pSVDEEH90bBSUnHtjynHBj6gWalmNNK5+SzlMmbPm27bm36vJLTNvp0aTEupWbbmRo7bRUkEJ1hSd9TEy+Fbyfyc3YicvpEBqalhcnrowcQdlevaBu+ZSjujn/INd/KJmzs5d+MgqRP8AtklsK8xUD5o6pyOmHspvgzJDhvVsh+SN4fskraSrt2UmsfK/aSAdG6lHnQ7anBru1g8D+v5DsFt4r/GjLSuP8k7aeyft+VtZlCXSyo3m17LiFJKFpPYpClDzxaOUvKsJfk8/sfk/PuzrM4bpzjWlISt3+6Xv1vlndq8GF5I8neWGV7CpzJ+wUzUoh3NlzPJRQ+mqpic5Wcgs9knyeWnlXbOUNH5Vr+6y0tfRfU4lKUqUTvvdGBjf6pl9CkyIo8t7S8OADeTq7bCyNz8kGIS0S0bKmCte4CPM452RpQ0xBie8m3JrN5VSM1bdoTgsfJ+TbUuYn3UXtXVRUFUdNmdQgwYjNOaaP82A3JPYDdKsiLzQUPGdw9zzwoKjprseje8UWtZeRfJLPzDNnyHKNOCeznes7Zisy57NEeMxE8u8i7TyWLFoy80LRsl00lLRCM3nVDabUhRqhYorROOiYDhe0GPky+FpcwnjU1zb+ljf+qh2O5ou1G2jeNPCVBzKaA+QIDYRRNeN0ES66Kpxv8GOnjes14RecPBg+XnC7mgQXMdWH07UANo0a9TjsguSUEnAUv8AZ/FGnEbSbxSd2L5+Uv6C+pBYAfGD7vevK6yunyVD0oaZcn2p0+BDjKa6frtL738veh0JXlFCqHgRdXfRr0MdHZ2sPK/MqHNp1FLlUjDS0a85P5VcXYbmAEHvd+qaivN+b6I92Cks3pbNPcy8z5fTBKXi606SRBlxnjhVX1b3Rx5UOKVtXQc5z7urwiPt9p5tKMVlMolD3MhNUpwSlRr1k6XH1Uw5ywxzj3FUkxLQqEUnuy196S4b6U3r2iqtBeSnj521dVDjKupadospIIqClO7tw2cU+r5rLZyhmXGq46RXzbtdAfb/ACuwTJzC3J26t5Fa10VqqT1irnavHh07XnmlDd09pQhtYJSlBpuw418YQ4ocSo6F67TcadJ1eYeo7xQtLr9G0qeK01NMEjt3+fgaj5ZaUXUkNkHDSUeN3sG8CoibVk5S7bkwrNhShRO9IG4j7T2Y9U1BqG0CaCXyi6Biqp116eNfSYbWXlCYKtEJqaUIPSft9p3EwUgLUFaS7taApx4/eenCiki0dLuOJdvEBBArX1fgD566q0VvUcAUaLSdY9X2kcJMAtu0HfARU4eY3vtp5uxRJFC41eCwb2o+Liv7iIEVNUiVqVUKCjjo4buKj+V6NxnAm+2kKNKY7tXHm6QISQ6GkmqaAilT6/s4OvVt8FffHCAMDTravtH8qxQhWCOQooTrJWrXGylLu3MUjeajxcfhqSaALRUmhSN9OOzgQl3QaEOazqw431/kYqG2vIhKgU1BN0bvb9h9u/XlbqbyK+KvHSPZ5kmktuopskbrvHR7BvCa4JlCVUWKXcNXj/H2npVSaXrW4cQs0NQAa1HHb7KdFUVEOOFSASBqr4unzcY0xLjS2rqFUVqJPHj4IjTPBBwUDd1019P4fzBiQKUEUl3FIVVRBT0U8fH0a7sDKWgbySRhX8ePrRq4op0r1AOn1faeCKJEJVpqXU1rhx2D+YxI1qhxSi1IIAJurAoPFwDwBUW84FkIXdupoD26/tH8iQFlhK9DWsmoPZxTgCElpLKSaXlE+3X+P8yoQUUEMLQKUnCoKqa+3ivFI0crnBWhWU3j4uCOCaJTDiO5+o4o3T49X4fyCTAzqxoqU4UqJp5uAeCqCtba8NltMqqoISADuPHHq0kHlHuclxkBVaVwOvDxDX4seg6O769JKENE3dWPm48XYmEnnA6kqUKtA1O7VpeI6+KqgwCoShzmRVSWglShU4nEePXuHb561CfYaqGTQE7O7V2b9Z9R3UpsVht9UtpKwu3qHDdq17j6+xMITcwlRS5miUg1Sqtdfbu1j2eFB2ilHKGU4rOnOLUBjika8VD7R/KsaOuApSEaTmF0AYHAD7FezoTBClouOJIUEoBJw8Svu+ym7EAC4Qq+pNaXVceWPWk6q0IwWosFaPuHO6vejI3IW4aG/ml7e2rt3eFXi9GQakPWufZLFxIIrQwu8c44Ma0VA8soZ0Y0x1Qss6Qu4aUfMF0bxQT62uiKih1EaY/GMedVVYXgAkJwI8cbsodoEErUE1rgrqjphN8qSX0lG0MKgdU9MDcN0lyFo8lTU1cUKJrWtIDeS3eCgsjWBBik3hVaiboFdUIzBBCADeAVhgYMw7LzDRQDwUKqrvwgN1ZNajXrgyZvKTiN8CPNpAXshRG8iLE7J2MWkFEmnVAjVoGqSdQ1Ru4Q2o1xTqjRB3DVFHbBMBYo/WghtQJxGEJFIKU1hZm6qhpFm/JVcpJkEsfHs1QYfFk9/wCjdjpT4Qi68hU5UYHuSnz0xzPyfq/09MimHxZP/wDpHY6b5fzf5CplQTopMpX56Y+Ze2H/AL+6ff8AMf8A0rVwf+HkXH5bKSitCKGlI2DtK3QQipvQotIChdEIqGjW/dRzo+nhZTTqTzkD/wDdCsDD/wCZyx9TgvR0jyZznxb8FWYm1O5q5IT6kE9YrdpFAcn9kTlpzS3JVkuTJR3ExT9a882pN3suIKlqO67TfWLb+EXbrGTuQtk8mNnFN5qVZ7scSf1bScLyusVaevm464+ce1mMzquVDiMduHNcfkG3f9f0WxhkxNc4qmeTC05yTy0sqTZmnm5ebnG5WZQhRAcbdUELB8aVGL1ygygtDKb4I87adqPF2bvtsrWd92bQAfUmOfuT3HL3J3/8Ky//ABUxc8nh8DWe/wBcT/6tMG9o4GeNjvI3Eke/3lTjEkOHyKo7JezXLYt+Rs5Uzm0zL6Wyq5WgvaRp2JCj5ov22skcosouRqTncmLLA+MJtKkSWebSGZFtLiWW7y1AK0tLtKvHFH8nF3+1aq7fxZaOY/ze43rnvUi8OVpbs98FrJaZsxSkysoZTuopNNHNqQpKutpqSIt7Q5MjMrGjZQtw3PG+rtte4HdVx2jS4qtkcinKeDfGSroIxBE5LYetcXnkXydWw5ZuUtkZVJZakLXs6SUlZWF0mwxRxzR5wWlJrv0Y5OE5MlQQJh6nlmFFvTDbrSTMPEKUARfOqsafUOjdRz2hrpWtruGG+Qf5vkgMnY3gJZkIdljROtZFfEmPLyHAVBdKYe7Ei5S7HVktyh21YTGxLuNlPkqbSpPsIiOtqc1/JjZTHbQA3QWdIAjGCstmq6Cgwg1lbiLlVgpCq0qYbmXCaigIprqIIBOc14AV3RpRPST2p4aN9hI1XThBrC8Q6KE7q143+qGdLysEjAb4OacCkEGu/p43Q/G+wlXCinLOKW4pSmkglQ0Ru9QMHy5emGQFBVSRuIp09EM6iX3ClRqQCLxGuurXBMo8VENsoSlQWTgUiuENNKA4bp3lXz3T+q930oMS+1VzOnreDzSfohnl3Vlqp0OaerDnIhDnez8gvR8Kn9OjxpEBQ06yh76HXDnVr59wXtZ17Pb73NUmHeXo6829gNPtva4YmKKXXNqqk83wU9XjnaO1ByX81nM6abNzQGkns8JXHNiHN3Ug0n1bbL0shKyAugUb28/y/HeRBTT61PUIOsIUekccajDVLvIWAgKuGl4E7t9PpPt1mkHIcvJKbtCTd6KU/ceNwy1XTmwvQFCLqVEgjdv4/qBLSltu80km+oaFd3FeBSjcHClSQnFO/tx1+zg0qTLONttpCj3xvEKO+u7jp7VUoQrAo9nRIrxxxjB7MxRNOOONUAtKADY0jUqwLdKccc2CJXRvKqk1AxOFOL3R94QIhSjXVZxnuY3gE7wDeTh9gB846QI8DyVJCzdBGoAih52Pip6vGoQkhN5N4Gh1VAFU47/MB6j2GNVE5ouDCuJAJoed7Ej6d8CLVKIAccTqu09uIH2caJj2UcKnVXzfNNfRgTTj6bwI7rkwttaUaujo1Dxb+Bq9QtASlZ734PSK18WpJ/qpXwapu0USptQIONdno1fiP6aU0dUlKXEo74VbunX+/wDnrFzpTipROOvp+zWpP8rwGKdUXLiBcqPV9nNVxdMWDVWqRC1d6N5WbUUCoHm/EezpFBUjvilobvKqMfb9NPUd4NczlEFSjVRT+/7309KqeOuqTVTYxwBHHmHmpuBNgxetEOhNLxdvAHZ48Z/lqHLpoFITc6aef7EnildHlICaFWNb2vfifpJ9faRCAdU0u43ppJp9A+gHikWDaUHdE58KCtdcMcfF+Hq8cI529M3w1VJFFJNezH2cG7AapkkOhNddd+GFfwjdDqy5WqQVJok8ceyDaQFSlq+8dI3BQYpV7fpPG5BboTd1gg6GvjUkfzrXd5RSCKJ0am7jrFD94/zJoKu6lBBX8kaKOOFDd+hJ/ndqZgUHZazKMykNitSkHjjp7KJoWgXFazU08XAHs3g12ceClFKxeJFQabuONJUIBxKaoAoVasdXFD6+mkFAtDpauPKwIwBBCcOOk+o7imAZwkNXa3gVAinTx9nhxs6TfAJwhJ4FCwu9UVrQ8eP29BqTSota3N9y+hKtLRV/l/VSr0vJTCLqGNkXc3eGkpXm+srjSjZ0munXN7Pzgq99n9Ozo64EoTS7SmpHlce74SYI0UVCTeJfDgbYQL3N+Uwr87mp4CoyN5dGcVclW77i17KucLv8Pu+KMgi9VrnmWBM4BrBMEpFH7lam9qgVlwGYaphjCt+7NFR60fLrXSOCkrbikEpSgC8QKinQOyMW4tIdJxIpTEdojSWvkAoVz64iFnUrU443dCiMMAPHFiN1nOsBIqNBVSl1ugKBgR9JFAkJwJMF0S7MKN5Fw4HVuhF4BtexgEYGpjw4VmmuUDMCiKE64AdINd8ODoCq117obnEXlnE9sWJ2TcRtJvN3RiaxolAB10BEburAJ3jXCIXeOlsxU3XomWrdK7t0HEboUaWVkECmOEI3DdSRiAYVaCrwGoxLTvvuvFW3yU8meVVpNotzuUsycywpiWcN39bVDjmbrshDijXfhdjpbL/JxGUuQc/k83MhkvMpDa/8RJBT9BjkWX5TMtpWSTJM5Rz6ZdkXQBdAA8dKxojlByzu3kZS2jTX/eFfjHzXrXst1jquY3JfM1ug20AHbjm+eFpwZkUTS2uU6v8AI5yktLCFZOqKvBeaI+msPOSfITlXOTtcoHEWDItYlxSkO18lKFaPrhgRyqZfMtoQjKubuU1KCSfXSsRnKDKG3bcezltWvOT4O51wmmO6mqOj9269KNJkjZ8w1xP3AkD+qVEkLexVw2vljkXycSVzIyYFuW61npZt4BwM2elSq1vLqHccbw19gACaDtSZm7TnXp20Jp6ZmZhwuPOOkEuLO8xqT28/avQlnflM79saWB0lmDbg4uceSef+n+crzpy/spPyZ2TOTuXVkJk5RUwZV9ubmc0L+baaIUVaOvBOreVYR0NJ5B2+v4ND2SDrH+mX1KmhLOOJ2u6Q9m66rxQmlemOaMmcr8osly+bAtJ+RMxTOlrnUrSvrMGt8pGXqHs5/aq0j2Z8/jGD1zpHUc6VnglrQwhwu7JHHbjdNwysYDfdNtkzFqZL5XS009LFiest9tRl327uA1pIPWH0x0jyR2pYD+TzmQttkP5M2u4tNkvOaISlWkqUVd+TdQq9RROJ2aYRzXbuUNr27aBtG2Z12dmyhLZdcNSEjcOjjpNd8msorYyedeXZc8pkPIuOJKUrSodBSoFKvUqG+rdGPUYQ1ztLh3HYjgg/I/kSPmqRzeGduFdr/IZath2u+1KZNsZV2eT3l1m1O43m/KSolGHiPmMP+TXweMmlWlY81b+VE3IuT7wT8STLaS+ul5WbS80umpPRq6IqCxuV/lDs+QbkLNygLEq3sI7maVc8k3cOLsSGycsZrIKRmMqJiaNoZc25KpErMunOCRlnNa+qXFpu3RuCeg0i3T8XrLC1mTMCBtbQbd6XZIb6mvuXpHx8tCs34R3Jtkczl3N5R5R8oQsl21Q2pmRZspbylJbbQ2o5y8ANno3xQtqz2SYs92QsHJybLwOnaVoTilL0f8JAS2nz34lFk8oKssskzkFltPX3G++WJa0y5jJv9RzrNK2arrcvV5ujXM3Kz1l2jN2daMvmJmVdLLybwK0uIVdUCRhr36o6uAEXZST14y9RwooadGELNICnSSKgp1UEIMoPdBN4FNTjQx6h3viQFU1isaTHUkntTpKFDbRNDuxO/ikLsuqvXkkGmsQEyurYCjQDVBcuEpQrOCijUoIrjGjCdknInNhYZllG/eqoebCsLyypdSwVFZQaaVThjSG4KCxRJIBPR++DJMEqSybmkrZPioOd0w8xLOCOljmzQsZup5nZ/JXqh3Q60CpFNlPWVoq97R0U8XYZw5T9rhnNJXk//wDPi9BMpN1oHg7nTeuYXYOHIJHZPSX+/uOg/wAd5X8UEk3nq5vT0U3EpHN9Xb7vNhoYLaJvqVHVGiq9d+zjahyDqGQnN4qZuqoem6rj+pSYIDQVSE7SZQi6FG6K4Hppjx6+iDQ/RAXQVpgdVTq+329phjYmAorQSQkGiSN3HGEOLJK7iD0VgbgrAqQSj6VSql1qlKaHDVxxqBjaUCQUleAdNa9GPH8yYbmHc2hcsKlKkio6TxxSF5J0PMuNpNA0oYjfTDj8SIoArjdPIKGzmyUFvZu6NK831Y+7zYPqQMfkvu+v+LnbUN0m2qYtRiT57zgbT869x4PjIhV+qXn5YYG+pKr2N66q7ztnjoBhcm1ekcCNx4w/H7NmqRo5MJS537TSrC94Jw/Ne/pVAknnEXlhu8tPyldyo9rQ1+V/ppe4+rFatSTSObmQp2i9FITUHHXr48XlRjT7inbg6aDV4/s+jwaBMvB11IVgE6W/xj8fN03o3S8hBCUbYOGrdj9tfXu1QwLxRS3VUUspqsadMddb3Hn31jwLS4FGtAAOjjf7eiA886paiQCL1TrxHGPq86inm3CVA4HE6t+l9lfP0Vi4VSaRDSwqrowSRv8AOfopCSlZtZdUScNW6v8AM+zojRxQSbjgqg9HRv8AYDxSElOXudohNSO2tT9PGMFDVA3RLoN1S146iPX+4fzpA6XEs1uGtVACvq+3jGE3nHUtqABqAPw+njVCDbgecVfNReF2nHi4rHi2160stzv6nBQhWxSuO/7nBAqK82QvMC9VOOG6lfx4qaKpcU0tBN001jHR4un+YEBuzLrTxWUFVcK48cdN6l9BJVS6ku1m0uBTiiCnaUSd38+DWEQ40FOC/QaqEHSoLv0k8AURUlcxLHRKQVXtZx1n8OLsJhxpTrilUBSmmo4cE8aVDtahkr1D90kJF6hpx7PZA7jql3lKFBSvi4qfbuAjZxBbbv7iog+PjjEQK4tzEJxGBVx5x/KsFqlHKUJBVerr1g7uKD2byqEJhQK9qtRSnHn9tebVOYeQtS2xoqqK+LgH+caIWEi/WppSL0qpRSlrbQUrRdu7Zw8Lm+DxpKgebUpTAAuEjFFewfu9h8601nXgFjDnXlJ2UpKut1rg95PWveXgHylq4d6a+Kni3+weDWWlSF7JtaSUVcSa3VXCNw8HxH19sZHrKFOmjpWg4BWbO+lebjvHr7VRkXVVznLAZwFI3xstSe7xUb40aJQ6hKTrMaP1TOFRI2o+V3sutpSNLvel8/rQek52h8qGtlIIGina68FjW6K8YwVZT2lFZwfKUHOXzoEdo0iisac3jj5yoIzuAB07nzoItWz+55SzZkj+/wAsZhPkh1bX0tGPAWapUbtumRAJo0AAb2vR+yBXyCtSFGhCteP2QWQEoBSkiqtcBPVBUkkYq1x4Ck2w2kHGrlb5rhAywg3AkUoIXVevrBNcI0WAHdXNjxTLCk0r6kKtFbiggpKlHUAKmEjS6TDjYFrWhYdrS9rWS+ZeelzVp2gN2uvAxRxIaSBui1ZU6yA5JcrcqH0EyLtnWeBVybmNm7uUEE1MQ61pL4vtCclVOX+5nlM3gKXqb6R0/wAh2WVuZQzHcNrzKH3JqyDOJCW0oDakPrZIAAxvAJPjB6Y5dm3O6puZcPOWVekTHMez/VM/Mzp4skjSyqoHne9zz+QRsuFjGNLe6Gv3iklNKYR6ReUoFVKYe2MKarNDzq+2PVg1GGsx2Q3WddpBbIFTAz2BIpBanVKJqcK8boQmSHTUJgTrRmoZV44UjUVIFa9GowoQoDAQkVLQKYRSkw3dJXwBSN74uiNAElNTrjAUkUig2VilkqcSSQaU6INennH3nnnyXHHqlxROKipQUK+URDegqvYwqks10km9B213VeETK667+O2C5qefnSX3386dFHopwTpY6tX8MN6XEtLO9Q1RteLihXWdYg7SEM7IhGAUakE+CYLZukiiK0TrrSBGkoWCEipI6oEbNOKC6DCnbDTHpd7bTgKpAAx88EG6pKhcoAOjjpgBt4FdCojDrGDmyBQ3qinRDsb0q5tJyljnHsd173oJls6k0HyrnpXN+/yobPFx9aFZavbXN/ehxsiWLU8A4682fx/pgyzXnymg15yi+dohVVeyGmVp3mur7+l1ebBMqbszWvW6ytH8YZa67QSKpOpU+wpo1FNH9XoaOjtc7Ha/LDhKzGu9+q+9pelxzoY0utrcbqcN2I6L32wdKZ7W/q7NLVdCfm3YMHWqEeidmHWye6ttCUpQPCH3fK/pg4PPhamboUV3mtekFfN49FKoZkzZzGcdBLffF4L2U83j+KFgSRUEnY3p6u1x5OzFy1UtP8vaBezS6HbSrq9P4jR7fKiSydkpniyzL2iwJx03DLTBudmio3kLFNxiG54Nas4i5dvo6urwvH/VtLCcNRie6P2VU+Dzrvh3fF2RR8ZPw7KWv08q17FyPt5nKeyzO2U6WO6b+eDra9lxJ5vNolPt52vS1clMpJ63rSLVkuuMd3O5t3RR+sUpKsTCuQNsP5MZMi0LTmXEpmXFps6zg6SHFJVQrrTRSOKqxh+mspF29ZTFuSUwUysqlAnZMipZWV4qrTSSpPG6OL6x1PLwYn5EbA8N27gE/n329LWzjY8UxAcoraljKbFc/wB1Pb2m23HdrRSrOauarV+BhqXfDmZUKODSWk4XVfl45ykxOeUW25mzLMQ1KUSHXQCaVwph9MVyqYvH/N06ufP4/NAvY7ruT17F96lYGxngjv63sFXqOO3Ff4YNuSzDjiXFA6BOHm1bvEfb0CPGXXErc54SKp1az4vK4xhJ50pmlalginn1bsOcPV0AQm86tKQRoFBqrt37seOmOypZgRpZ/Rmma9WvHHV2Y3L6KIEu1zaVveFnPq3fe520B3SGP7wa+7pdbR/zE/N6sYZkLbuN3lpVspSpVOt/F/EEx4xlSXItTzpWVhxIoaYm7WlOgdn4YHR1U6Wznm1aGoru4pxrSnr/AJ7Tc46hTzYC0d9TsgVqv1Ya/s7Bs8+Qi8ypKlOqopQGCMaUqdeA4oFE4bSHaNzl5IcbBTVOluOq7Wvq/lspIdWSkU72o30gGpI17z2q+kY7QfdCnFrbooOUvE7QFBeOrtI4vJjxJW29Ul0leCiVYXMBqrhqPF0wQN9VTUingwtuhWUgLNUq1HAbvPwCKaTCn3UNoYZv1OiECpMB2jOtpS0kIxUDeWRqxFPs/lWisvMrlCxNSjmbeZcADp7Snd5uKJrWXW2K4xZ7X6rwoSaSpNkzkfbFpkZyU7jZU2kLW7hXDo8/GjSNzaXJZyaadezwl84ElHYej0eCFVtDk9yjnLReYk7RcDy3mC4HBhqcUNXn43VNajyRbE2gm4lx4NpcTr0yd3o8ECvB+x3XeqdR6plwZwFRVs3fm+53Wr1LGjhga5ndD3u55i8al3Y5vVu3fKJ+b5OygXFZ4uZ010VeSmt7XtbNPe5169meUpaXFpRjoq6T91PHW0dHlkpTfcShhWCesnq3uOrzkqvfRtr3WMCtw2H10cbXcUUpKwrAHV4trD1jVWNHV6F9tKK6RqBrBx8W17K76wmpV9N28LxF1xVcARroNW0Ujo80btqLrhIcXgdHDQKdSh7U9lMdcWXuEnZrpcDhIO6nm0T7qT4tkaSUwqpab1VIVgRTRO1QfY77PmpSujLGXNBwlKdqvOvRuLwUnOITrB2VbQqfo+jyq3PKgcJRtzOpKWkqBoKaKdqp+wHjayPWm8y3opRgkA6I1jDf2AcXaZE36L1eq5uZoXkUOox6+AZhRJ3xrLkh2gG+MdvB6qhrMfKboLr6T3JioFUq2urD5YVlTtuWiZGSZHdS9jOOttK8FIUu7E95MpfkztuwZcWxk4WJiU73PzQn3OddbS/drS6V3Ukbs4k44w6cudi5CZFIRZFmZOzHxrOMiZE4J9VxvvnVJOcrd816MMdeByRjeGQ436Vt96q7D8t2q9tnJ22rBdQ1bljTEkNG4XWlK62pQOMTDlSsAWXkhycvIzinZ2xcQEnBWeU7/wC7Et+CjlbaCLVeyYlkTjodvTBecmFFmWQnaUps4UqrXWul26Nu5d5fOWxI2jYXJ3bzMrlNJtImW2HZQfpbNxKi2hTibqVAEGmOz47uic9xn8AtIrffv2+f3oEeKDGH3yuR2cjconLHetlVhzbEgP18y6llv0Su7f8ANEUKSA6SMM5rpe+2LjsBiVnrJtHLXlAVNWyZeXS/LybrtAsOKUlnG9Wh0rqaak1piIDkuUXJ2aULOt7Iaw2rNV3pLjTakFlOzeVdx9VISd1h7pHNx4tbW8kGvuF80rNxwB5jSpqZGlgIHXWkWdyk5Iy1lSTOUlhaFkPzPcczLZzTsybRtNqVrXzqHxdkSLkePJEphg2zYs9MWrKlHdLsyVZlGlm72brS6FKThQ7XYYnK622ODxmxl3yHN/NMRY9mrVIZpSikqQpNBvFKxs3fCUgc49sdi8qvJ4xlXlLk6H2M3YVltPqmUtUSV3rl1tIGOld3bgYrblbsrk8t3k5ncoMlgZC1LCmWm5xoy2ZWoOOJbza21YeFexNW1CMbp3tnDlSRRiI+fkjcN3oWa7/lYTUmAWgnUjPgxH/pXZqP/wCl3/8A1y4oRwHPugftFfTF9/BhFcpbMcrQnJl8f/l64YMl7S5K8jrUcZtGV/tFOocOcmS2rMt46V1KjpC9ik0xgePnnE6jkOawvNN2H1d34XnxeJCwXX+BVMkKSpKSKECE3L6wFdBjqT+z3JlynyL4syWYsm1syvuR9tvXdcopzRoFYp34i9uqDHM9r2dO2Tas3ZM4yWpqRdU29XSSVfh+aOj6P16LqD3RuYWPbyD+nqEjNimIAg2E3XO9at+lCbqDdcNDSmjFqZIZM2BY2T03lTllIrnG5dlKhJJfW0hSnCktgqBrVaCVXRSiUlRvXkiPE8ptlzKnZCYyKydZkPk2s1L6bAvbSrw0+3UT0jXFZOrTvkc3GhLw3k2APu7n8B8iUQQgDzFVCAThjzuNUIY1i/bY5OrFyisWdtvk/YElalnBJm7LzjjyHEOd8QtLizW7cxp5qAxWGQE7kzZ+VTE5lXLPzlmspvlpoJ0nP1aVXqXkxOP1iPKje5jTbeW9/UfLfsboopi0miVJ8msirP8A+TzKO17Zl89agsjuySH/AHdq8nNuHHad74R0BrwxFSvAkAgHVHbTKuTtnITLK0ZaW+Mpa+58bjvl95y6nAqV5SdWAvKjnvLrKPkzOTs5Z2RuRbsjPTfe3ZqamXF5tKVJXo3idd1I3Rzfs91+XKmmBhf8QFmgBsPU2PXYb88lOTQhoG6qtsuX6nXBSOsUY9MWFyRZF2PaEw/beVIf+JZQOuOMt/8AaM23nFq1gpbF5tNRic4B0w4SvKtYrDvcw5NMnRYdaCTolbgF3WpxQ0leaOin6q/xCyCIvI53AH035P5epS3gg7kqpkhV8byNcEtEIVVOKjqi0st8k7Hm7FncpMlZXMGzs18YSektAaevOMzbdSdEi7oaxpVw1ocj/wDyd1eYyzs6dffJzjRzisyhpKb926kg3tFw766NMYO3rTThnJawmuWjn/O/0VTD5tNqvW74UKpVj0DCFgFmpArTZw46D6o6v5abDyJnuTSwnUzsvZWTDUyzMNmWZxdQptV1CE9Y3te7SO6I1kflryPy0o7Z1k5F1dcvVl5tuq5saSatqVe0tHBBPZrMY+J7aOyMfxWYznGyK9PqTW/y3rupfgBrq1LntpKbyQlV4qFQer7YJbvXUlLt4E0A6TFt8teSWT0hZFl5a5GJZFi2j3pTOlgbqlBSUqrd5yT0XUxVVmSk3aNpS1nyrBcfmVpbbSDSqiek4U7Y6/pfWYM7H94ZsO98j1B+iQnxzGaWzDyyaBv2ws66a0KSD4vK7YtBSclMgbJstElZjFt2xNy3dC56bvZltpSu9htuu8JTTUd6uiFUZRZJ5WyjreUGTTFlTEqaLn5C8jNpcVm87o7SQq6CnGoVXcby0ftM4OEohJi/mv8ATn9fkqOw7Fat1WiWXmizncfF56QQhTalUShRPQB1uK+7DvaFguZK5WuWbameU3LrqtxF1Kn2lfrEdFU4eVF78mA5OJpsDJyzXmZ12Wzn6VeWu7ezatJRIwVr1VGMX6/7YN6Th++RxmRtXtx957KuLgeLJ4ZNKgilJQ2RUEHpPG6CFqUCkZ0s5zOYU8n7YsO0v7F5NZXWg9ad+27QE4pbjbbfepZRVs4nTNdqJVKf2My4QbPFmsyb7za+4Jr9oUpuqu3aXVIUqhQdYunGE5/b842md2K8RVZcdq+g5P4fPjdSOkh9jWLVKZ6kzivBYvXS7jtbOvwafN6qoNkz+jV+jY53Z4Sf6YyeQ5ZkzOyM8AHZVxUuvC9glXvV0jj1oGXUtZtsluvr0U/e450fSoJmztDmcHusSRpYd05y0wujIu1UdLSTpIF5Xg7XF7ZVBcpMS/ddXwSznUH5TyVXfWn5ul2QxNvHNZvFdzR20+Dzve40T2nQ2lGbv3FrCVdanF35yudB2t2tUPKkE9a1pWnOLcmFISvFDCUUKUNpwQEppuT+OMOWQ9sTcrPukGiu5nbylNd7IJxSpNN5/NrwiKtrBbqg5u6UponR0rv8XF5UPOTLeetJZr+pcwuXrnfEIvYnSNfC+gGOc9p2sb0qUAUKTmA5xlFlWfyyTRbYs4pc1pWrz049m6K/zwUlCs7VIeBu5vZ0rt73dnwesEqiactS0ty9nBSeufNSIPklMWG1MAWyxnpUnDN7fN2tmuFeKRynsLkDG9mmTNYXUXcD5laHVWa8wttbqmVGuaTnEqurcAAoPS495SYTemCUJZBKSDsgKx9Y8E8XVG4gxZCsk5syIYkGAFIcNNhQ271NeEQ3J/KPI2zzRDDkwdTky50+Enm7SdX0Qth/7RJcuCWSLBe4xuqhV/U9vwsqZekBhaDKBYtRJL5DqXFJKKYVNPtHaOL1db1DVk9bq+L7VRO8pZKyLdyYdtSRku5bRlXFF5A3kYrT29N/70QCUuuvZpDV+YWtN09YlWA9sdX0D2kx+rYbskN0FmzmnfSf87pLKxHY8mi7vhKPuLvFLS3ELCapNDgDpU4+ttKsvVlC0CkrCcAoAUI38fV2ZlaUwxk3ZVnGyJdmYmplF8zcwg7N3SSkE4Xq/NhukbUVlBK2vLzrEksNyapqXOb2FISkpuq8IdNfshHF9rpsmMZUeOfd/wCcmjzXw1x9SDtwrSdPDTpLvN6KOd0F2a/al3DDS5t7pV67t70oQmSWCLt4539pdPg9GjpcXY8kmXZiZZaaZ7pDrlxBGhe2U3ldHHQImk3MWXkzZ0oxZ8gzMzswxfM1Mbk3sCEahW9Xwb3jjb6p1z3OaPHhiMkj+GjbjuT2H3X6BKQY3iAucaAUKcWlSkqSUodSdFJOkr6vBSraSqPBpSvf+87G9O2na49HZiaotyyMoW7ts2Oy081gt9rRuXzcv+KpTeF5Wz2CIpb9nvWVas1ZYFXJfU7oo0Lt9KsPKTxWI6R7Qe+SuxJ4/DlaLLbsfcfw59VabE8MB4Ngqe8kTv6fIp3/ABZMf+oMVzOKAtBbZLnf3Lvk8363F3ZsHkjTS2pEH/72TB//AChUV5JPSQygS7aDBmmr5WtvOJ000Uejwk8VjlvZubwuudReBdNaaHJ3k4T2YLx4h/nZDJYQbzziG1ZzoFVr2vP/AEwtJzLslNMmWuocr1QebpaJSdE3nL35aRe3J9M5LvsvDJ6VLDqEhxV8E3q1TevHXVSFRHMkcspHJSYVZcmuctd8qLZcQm6kVOyhCvp+7qjC/wBozs2SaNuI8llbd9752ofLc2rSdGEQDtYopTk5yYsPKe0LPtOUaVJdwvpempF1LikHfnGnVbQJu4Q05bZKWPkjPTLjza7Rn3yTKSiUrzcshWi2tSv1itFOj666MXhk7lTZs1OfFqpxC5sCrjYTq01DXSisRRVNRitcqOUSbt5Uyxkvba7NnWHVy6JZSU/pSb3yiHFDRV4HO5sN9J61LnSOIaW1VtJ3F3V7Xvv/AHRcjEbGBvaphRdm5nuiaZQt0OL1pCtra0buinjeRHnfe6DU16iOr4upo6Pmw2odbTtu2pxRFq2pPzZ/ZrUR6PRzVH0YaSM1U9P2eaPoUUm3m2WC9notJlaGgtVBd0eage0poPP95N3IxRGLJwZ0f1d6/o1+8n5sZDdhQ2wKXN9AQkpjyYUVOgGEmXLmFax6+u+4mkfJL2XX6VOOTa2JezMoWmZ0j4tn21yU9Xcy4kpUrUdRIPm6KxcvKwmYyn5IpC2phBNsZPzC5O0sE4EXW16ukhteobcc4tXkrbCU0pqMdNcjlsjKGXVYlq51xnKiz1y0waKomdZSlt1P+0l82utdd7fHJ+07fdWtzm/wEE/Qc/iLv6BFxfNbFFeSC2jZzVoTTZu2XZDKbQtNX/e5lN7udpPUSF5y7TAlOluuwaxJ+07RyzlZ1mYULSmJ1t3PIQPlVuBVdXWiX8pdnJ5OciZXINEww7O2k8Z21HGjtttqSlgdGN1Ru+D2xX+TM0bLt2yZ+v8Adpht2vgpUD+6NHCe3Ja/LjG7uPoO/wB5/KklOCwhq6PyiOSmU/JY/lNlLMPWSi1bZW+h1kKXnFovNo0eboN6tVcd8VW3ZnJUh5KH8pLadaSoH+5/h92LHNhPWzyFWtkmwQ9O5PT7zbfhqQ5nE3fGlVI5xWVllSwkihwPRxd40YwehYkmWJWvyHDS7YNobHj1PCPlu06aart5RMtOTl3k3ygsLJwTpetWZE4KtKweLjZUq8rm3U+9FPZN4SGUBB/+Wpp4+6WIbAlwpKglRA1mgw0f4kw7ZNgfF2UH/wCDE/O7oY4/djG9H05mDivYxxNkHfc9h+ir4xkcNlcPwvLWnHP7OWO24pbWaXMOoSqiV4JSn72HhRTFtZY29bNgSljWnNImJeVuBBLSQ4QhJS2CsC8boJpUnWrpi0vhbYW9k7/+D1fTFC0T1TCfsrFHN0uGTSOL+m5TGU4h5C6N+DH/ANZrJ/8A7Yf/APXLig5k/pD/APmK+lX4xfvwY/8ArNZA3/2Yf/8AXLjn2aJExMYGocVX1j8YJ0g/70yPo3+r1SYfYs+/9FO+TDKGZsq0Fzcso56RUJuWa8JBSlxKVU2SypV7/LT0CJry62VJf8vzHdQDsq+hl+YAvfJpFV+ToNqxEVvyWyzk7lSlhoELmWHZe/1c6gsj3nExL+UXKFq0OW+cm3ZkGzkzSJBbvUSBm13etzjFsuEHqRkiP8Bv8qH6qsbvJupByoyjrHIfk/MPd8mLXnVT8y5o/KuhxVPmqpFIPpu4eF9sX9lVLzNu/BrkVLqmcyfnAiZQLuttSkH3VAxQR7564N7Ky64pmnlr3A/jt+VUqZjaLVcvwfbSfYytyXSo4THddkvDpZQlL7PpX3Fa/B3RXHLBZbNkcpeUNmtAIbRNrU2gagFi8B5gqJ78H+Qencq7GcUxnUS88uZJ3N5tnSV63Gx6XjiveU+1kW9yg23ayCHEPTrim1jUUCgR7BC2HHXU5C3jSL+uo1+VhHe7yBXHZoucivKfTfaDv/DajmlSlEADWdWqOm7ETn+RTlJw12g7X/dtRzQpNxQUNxrC/ss2pMv/AMY/8jUTJNaV0hyb2LY8xye5Uqt98s2VK2ZLyYzW2x3vPzCk/wC2cUaatGkVv8VckGf/AOtOUxH+oJi1eSKlvZN5YZKuDNm2bLl7QlFub8/LJQ4rxNrTSOabQs2bs61JizJ1pbE1LG66hVKpVUimvpFIR6G12VnZMTpHNILTQrgtG+49bv5ok5prTS6FsvL7kcsXJu17Os341fVaNlJknG3W9JZSlSdrmnpMUlkUP+lNlgHRU/j6SVRHk31EpN4noArD3kKb2VtmDGiHhX5qo6OPpbMHGnLXElw3s3wKQTIZHDZXXytLX/zcMgze2Ft3vEllykUxZVoOWfPy1qNPZlbTyHkL6qkGo8fi3xcfKukn4NuQhNaqdRX/AHLkUVSqDXUCPPjC/ss0HBff8z//ADFUyjTwukrXzavg+ZUWY3giybcdlW0dVPdaFD6xp2UipuT5l55ybUz3p5aBLyrnUdfdbaV7jjgqetFqZQZ6X+D/AJfrINHcqFlBp/jspio+TqaDKrSfZRVyWbatBHapl5BKfmFZ9GFOl37hl6e7x+YbatMPOz6K4OWqzeT6VyzQm27TtWzpwybQLMsyHEgAFI16tWqI7Yi+SeUVOKftG2Z3ONhHydzN7Olo0vHRSK/ZDn8J2zFPTNl5XSbmdsuelhLKzeyDUrQr0gpXNilg4XHXGxgLl6L+zPSG9Q6TE5uVIBVUCBRHI4sfig5U3hSlukK0OWbKqw8qLVkpqw87mmZYS7jjiLu+qU4+OJH8HhdMo7OQDiZSbSvtCXEn7Yo2UacSkFaVgHVUDHSi6fg8FSspbPKdaJObUO0KzVI1PaPFiwOgjHjNht8/QpfGJkyzIe6g+Vz9MprTu/KuTzyfEb5H3jEv5Ip0szkgDrlbYYQ33zmvNOIX9RH1drXCMqdPLC1UJPfBPvKV2G8sj6REt5KAX7VQAKn47s9eHkvfZjGj15jZPZmj/J/X/kgwurMd9UtywaPKfagWABVsr8IXGzXyojZviqW3L6l4e9d48nwokfLVhyn2oViukgq8A5ls18cRAkP5kg9+9Hq/jxdjpfZR5PRcQj/6bP6JDNb/AKiT6lLy8yyKpoeavV4Wz6oKqe5sOnj3U/OgOg+Xo9XQc51zZ8fCYVr5rm2uOoBJ5SJKcGtnHrXlXfnfmV/Feh3sGt9RFaZkbkoVevIT+7+GI/n+2jLY969X6EqiR5HKdfKlMjUwhDY0ruLwRe9ZT82Of9p3f7rlJTGGPtgFZXwgkn4usohRT8pq/wBn++Kql3XC4FBd6jYBr01H3q+bzxbHwgmlfFtkrvAABytfEj7TFOyxK1jHCmPt/AxzP+zU/wDstCP/ABf1T3WWf64n6K4WVLZyEyuKaYzxr7n5SPEfFFWIccKi5dSVIWa19H7VeoeOLMVVvk/yxXQgotBQPu/bh5/FFTqcSpa7tVFSjqPHb6vHA/YBmmDKP/3D/Re6ofNGFdHJqoPyc826atTFnS5uLvJ2bzavq64reVLEnacrOumjTLhcXje0Q5ePsifcjTQaYmKtZv8AQW0OVPWW6dxiurJZYn7SZk33zKNLeUxfzegjHR0edx0Awj7MaG5PUWvPkpt//q4f0R80kxwkc7/orWs5uxrRsqz8ncoWGWXZaXSbNerg+0UpCVIPiu6PgxFMvMkJrJpKZjPGckV0St9KbmbJ6RU4+FqHgqOlGXJ+es5EzZi83OypcvKZcb728rWlwFIBTW8nEU2YsXIe0+7mJmypkBVmPMvZtsuK7wUhKXE6WKk0cTj04dsZbcPqHstN73HJeI43pvb1JF7gkm63HJv+FEErMsaSKcFBsmJdlaVorccUluXZebN66pa0I/4ZOl4ldWk65R2sjUZRJctBy1EzBaQTmQlWASBvHiivMmHHmH51QZadU2G51ojnlpxBUn1KX83xxN+WqSLkxJW+wnOtTrWbO1gvWPMoKh3qYM/tWxjpnRh7XAaTuTTTV+n6380GDy4biGg1XP3oOxH8gZVh5tabadS+Cwc5dTiFV3Ec7nfZAHKdbctb9pszVnMOtBiVp3w3dJLlcLvpca4iUuISgKQt0X7yVV1bKuP4lJjYMuAtlF4Zy7rA0k7P1h7fJjtcL2WxsPqLc4yOe/etRvmv60O3ZZkmc6XHMOkD6K0uR41t2zK//el7/jmKwnHazbpbeN3PFV2o8f3PvbSVXrL5Hifj6zB//Knh/wCeYrGblnWpt1Sbt4vEAXE7V6l32Hi7GH7IkftzqH/4/wBXJvqBPu0X3/orR5I5k92sIvkZyx3ivxiaXSK0E0+0tbjVSpZorzEiLI5IZZxUzLrcUAoWQ6VeebXSKyaW6gZsCpqsE+eAexbWjr3Uq/7n9ZEXOswRH5H9FYvJParvxtYry1kh1cwwPJDbaz9YxEsqmGmMrbZQ0tSQ1NzCU+UF1H0DitZByToUu1bCr+rn5xRFObm20/bDBlquuWtrKKkhCp546t6lJp/wzxStfZoaPanLru3/APpIqZVuwIwfX9Amt+ZVfLyrgSRSqTUq1/jxhGzibyjm8A4aqR1O0cfbCSL5UgpbQhwKoUmtKaP48bkp24UpWmqlXakAiqeOO36u1obwschFty15YlgTiaa/BvbLn4+2Mgcv5p9rHQ8hXVjIsdXZVFLmtAulQO6PVL00GNUErLhMJldVoEfKb2Xb6bTy2vBCb+MWfyF25IStqGQtm2mrLk2JlNpNTPNK2/lGvBvtOKHjSnfFUNqruglCaiAZuIMuF0RNWl2u8M2pRl/lH/azLC1coSokTTtGm/ASm62nx3bo+dDNLuXXApOuG7OOburC0s4UIqqGIYhBEI28DZBl85tXfyUcowsacz8zMsszhbRLzUq7duWghCbrffKUacQnDHAjXQ4qn2V+TfI7aSRlFaFtCyn5vvrqZWZrTrbNdLppHLVXN/uxuZhRFCSfOrZjnMn2YifKJYHmM967/L7v82RW5hAoi1aOX2WmTUtYE5krkHZiWbLmSjum0HQrOTd3m3VCqU+fzCpvD8mbHJ63Zs3NZU5SGXVMlCFyPcql96CkuKvKRs1U3u3eMUrO/e0OrHmcrp9EPnpDRD4THkXuT3P3m/8AOFXx97pdD8tNt8lXKGzZy28tfi2ZkkqQHPiyYcC0HUml0Ux3xzkq7LuFhJz4Bwc0rp9EiFXDh/V9sCOVr/L7YJ0npDemQ+Cx5c3sDW34AfmryT+KbIV9cj2VuRuRRsO2LRtGs5N2W7JOtNNX+5P0l1ekrXjeTQDUE9ojzlHyCyUyhtWdyiyUy1sNhm0Hc65KzLtyl5N5Wlrx13CKRQ7A6XfIhYE99x+t1aQiegluQciKUhx52BBF2BXyRTk7UQrMlrXsPIKx30ZP2wLcyinO9GeaaVmZNHOSm/tqJ51OakxXKltKWW1KJVWpPg+rS6YEXGzOuNvFwhj6jdk8kpaSTV2VzclvKKmxkvN2lR6WnJXNT8qb36f+rStKhg2sIujoN3cRU6Wxya5OqJtGzss7Fl7LeOdpM/LNJvXrujW/QdoipVvLzevSqrVxx82N7yimhJI8f3fST6ozpOiSCTxcabwyedgbrjn09fu4AVvHFU4WrSylyrycybyW/svkVMF9U01+nWq42q6/e+UutnZxu49De84xVKSXFVJ3Qo6PqwirDZw0I0cLpsGGHeHuXGyTyT8/8odkJ85fz2XQvJDbdiT1j5RWLaFpS8vI23KtXye8rbmM3mnryVbVbt8HUNWuKvy9ybyEybst8WblW/lRarriQ0JaWSyzL3VXlKUrEOKupVq60QNAUnEKI88JvLIFIy8f2e92yXzMlNOIJFCjQrnngDir7pr3jUKIVkckOW5sabks/M9xPWde7lmS3fzjKlZxyWcpjdUtVQuhKTepr0bkyis7kpy8sk5Q5QTEjZVqO4zTjVpJv6PkkhfZhWnqjkvEM9EalSqUaJpC3UvZoZczZ4ZDG8d2+ncfQnfe90xHk6RRFq77fy05PcirNes3kyk3Jy0JqXLb1tTIXfa6LgWKY1NaAbtcRDkqs/JRc/OzeU+VYsbNS6kS47lcezucbUjOaH7O8k+jEAbXo0jdtelD+P0ZkEBja92o8uO7j+Ir5cUOyG6azdLqbLjKbkeyr5O5PJBvLjuJEgGu43vix9eaKE3K0ui9VBUnGuuKTyas7I93Lp6QtXK5lOT7BzqpzuBz9LSm7RtLetNQpXi5sQVK6mFAmprFOndBGHG6Nkrqd61sT3GyiXI1EEhdYDK7krXyWzWRMzlk88mazq3pjuF8XnFuKcK6XKbaq0vU0R0RQhmJXJrK0vWLaLNuSzLne5kSykd0IcbuuJU2vm3VKChr2sYibT5vUrx82PWnjnt8H6V7Ow9O8TwnEiQ2Qa5PJQpsgyVY4XS/J1ltkraWT/8AZS1Zhh+xHm65uZcuLs9PNYKl/KpCtSwa7OAAgO3rF5DrBez/AHfNWkoovtyLEypxKuy+ilPORHPi0rASXTinwYVWt0FNDgodWFYvZIsnMkWQ5rTy0bWfW/7f1XnZm1FqnPKDlf8A2otSUdQwxZklJIzcpKgG7Laq7tLx3Ytfk6t3k0yMmWJs5XicdRJ9zE9wuorecvuHUdqiRTdSObmnDVyv2fbBjbmDdaeev3Y1s/2Xgz8ZmK2R0bG9m1v9dQJ/vZu0qzMMTi6rtWfyis5Evz9pW7kzlWHVTMxf+L+4HU7SrxosimkcdnRiR8k9p5BZOos60pzKpPd9VPzEuiUd2iKJSogY3Lzvzx0CKSbmLqjoUoLsesqK66d2hvQzL7KjJ6cOnyZMmmqJttkVVHy/8/mgtzdEokDRauTllnMjrdnHrbsfKQd1aKFyfcbvflXk6QUQmmEV1K5z9X5UBVzfezj1NPnRvKv0zuLXHN1RvdD6UOkYjcVj3Pa3YaquvuASWXN48peRVpy7rbIzfgKRc2dLR/D2+TBNlkOpx747v52zehqbbANaA8eMeF7sFNO3BQGnHiV4PvRvDcbJN2xso9gtOKzbp72tF1CrnWCrvpceTZ+RjmQdktydo2jbo+MHNOYbzD3Wrm6jcFoTe6ykdWoNTypx153HpTzUwbeDQ/Sz3tC7g19I3+v0fRjE690T9swe7umdG3vpIBP4gpnFyfd366tX5lNlZyfZSWb3DalopOnf+Qd2hzk6GoRXKJLJpFviUTbocskGq5juNd7fVu7TXS7j4+cBEJvP9zVB1X6eGrnejpJ+bGlVOindBdzl3vmiinWjG6N7Es6PG6PHypNLuxINfMbbJifqnvBBLBsr5lcqcg2LBtCx3LeS4J1bjz6+53U31L6MN2jFZTdj5Ps2rKN2VbrM1KEJQ7MdxqTm9LnDnfl8QiMibqboNFjQKumuqFEu1xToo2CnpprgvRvY4dIdK6HJkPic6iCL9RsK/oqZHUhPptg2V4ZK2xyf2BLvJbtnO53Ni/3G9soQAObrJv8Ar7Ihb7GStnZaSM9JWs47IrfOc/R3EqYSDopVU1IiEqJwcW7fubWn5Svq+9720w+GqUertX/Z+aBdO9hMfCnmfFO/7UU7cb7UDxyOyJkdTMjW20ClZ09ZWStqyEiZfKmVbmmGQy/nm1NpXTZ27tCB0VhZVr2Fk1ke9k/Zc58ZWlMuKQ/MIbupZv0vUr2AersEVfLqz2Nf8FaPsHq2uzwo2Lz2ofK7a/J3wWH2JLdMM2Q58LTYYQBRu9yNyPQbduQqO6oOQyie6crLtB2zppuck6qcJSttrN6Ll5N1SfFRSh5PvWlk5lZk98VmyLQF+zXtbUyLvch0e93lYLTeUmhGIvJw6KWLy0zCUVo43pAdKU9bq8dVKoXlnCG0XX2l4XlK+d+b3vKTDftL7IY3XA15cWPbw4cg9j93b6kcEhAxM849irBVtWixyVWeFus1mphGOYRfxpr0uzx+2IjbdvItvKBlybAk5MXW2m80pSZVr0drBSuCKRVZbU8WwTojd4j9nvV8GEll5UyXE6kkjs1n7Pt8OLdJ9k2YWpz5nyPIoFxur9Adv1+atP1DxaptBXlknbGQGTwz8vbge71m/wC7K/zHPWrE+SBEFyyZyb+PWJmzLWDyJqZq7SXc/RUqp6xpK9nN1Q6tA2dvOrut5vSrs/lV6vJjxDy3CkaLSkC8pV7jrJ9H0kwt0v2Hh6blyZbMh5c8U7jf0PHb9d1eXqhnaGlgFK6sk7fyDyeS8lrKIOZxtLf90dFKXirm71rcV6VN1YgWVchky273Tkvb+ebeVoyfc7ibiaXtFa8KbPN92IlU3W1LVecUrS63HF7RSqNFOlwozVxGpKlXtnRu/eTxeiek+w8XSst+XDO8ufWqyN647D1UZPVfGAaWcK4MjbXyHyemmZhy3C5MIDgu9xPDSWRUbPQlA8x5yjET5T0ZNT045P2Ja+edcmEX5fudzQ0VJU5eNMaxDWGyK6eIWm+i564SemXFqSgOad06PZ1rvpL/AKSmJ6X7Ex9O6geoMyZHPPNkVXcUAAFfI6l40JiLAAlyopmAspSsqOkAdWrHV4+CqPSpKUpQlLmepRspJorx48U7Ewg64kNFWLhu1SU79rt7OMK+PpUWypoLQ4FAK8LxYHjz07gArKBtKPLShy4tF0iMhLOZ2ezhGmNLHSVjWMiFYC1z2wldSOyEdLPDxwpLlWdVjujRKVZ0Y74+UldsFbHIPyXz/KhatoyMpa7Vn9wsJdWpxlTtaqpTdFtH4ItsA0OWUqD/AKir88I/AFJGVOU5Boe4G/8AiGOfcrco8oBlTaVLXmwO7HP155q1J60S5+lDbHqXRcv8ES2E3yvLWRCa7pJX549HwSLVqumWMqvDD9BV/wDtI5kRlPbigulsWikVwrMK/fDjYmVGUSVrv2xPKTTD9IV+EWZJqUGFdC/80zKLOpByskk4YVklfmg2X+CVbiVpvZXyZV2SKvzxzbbWVNtrcQDbFooVTCkwr8YQkspso2loIt+0K13zCo85yr4AK6Yb+CTadf8ArnL/AP6vP54x34JNp7ss5f8A/V5/PHPrOVuUylf9Y7U8vupfHHlQ4NZTZSlH/WS0/L7qVxx0UgUkrmhEhxGPdSugfBLtcHHLSS88mfzws38Ee2FjRyykz4pI/nikpDKK3HXj3XbNp3tzmeKub6UTvky5RrZsqc/Tppb4LGbcbLpSnd0Dp3bMDlyXRM1Vao+BgdppS9z4IdtJF7+2VngdJk1/mgc/BJt6ujltZhH+qr/NFs5Sy8hlnkAGw6t1nNYth5aKe9e49KOQeVTJu2skLXqzPzj0hNf3Zy+etopVpeCnx4wnidYZkksHxN5HpfH9F7w1dA+CVbn/AOmdnf8A0qvxhQfBJtz/APTOz/8A6VX4xzD8d2lqNoPV8s9ZKv3+OEHLXtZDhQuem0qBxBdMaXvBHZW93vuupB8Eu31aP9rLO/3C/wAY9PwScoU4DKyzv9wv8Y5cNr2ujT+MJr/en8Y0NvWwcRaE1/vT+MW94cVX3YLqNXwUMpBoDKuzv9wv8Y0/5pWU6jT+1dnf7hf4xy+m2LZJv/GE1/vT+MLItu2Ui93fM/70/jEHKcp90C6eR8EnKEklWVlkgf6uv8Y8d+CJlGUgpyvsqn+rL/GOaHrdtYND/SE1U/4yvxhaTty1XFoQbTmgOjPK/GLeM5R4IC6O/wCZ7lE6kKVllZYA6JVf4xivgc5QGpGWdmgf6qv8YoNm2bQGu1ZoAHVnlfjGTGUFpIeObtaapTVnVfjEW8qdAV9n4HmUAThllZp//El/mjQfBByi1DLGzDQf9zX+aKKayryixSi1rRKSP++KhVrKTKLOoKLWtIkDH9LVBB8iq8K7m/ggZRJUL2WNmCp/7qv8YUV8EO3ganLKzBT/AMMv8YpNdu5RqQlSrWtIEnD9JX+MeptfKR1NF2taQAP7df4wRrX9iquoq60/BGt3OXhlhZ2H/hF/jBEv8EzKBy9eyxs4U/8ACr/NFFt2pb4Ub1pz9D/jnxdbsjdu2LXUhRFqz43/AC58fW7Ytqee6qQFeivglW7THLKzj/8Aii/zxjfwUrabUK5YWeaf+DX+eKDdtq2GGqG1Z8nV8ufF09sai3bYKA58Zz2P+OfH9kX8d7FBjC6CHwWbVvknK2Qx/wDCq/PHrvwVLYunNZXyBH+rK/NHOz1s2ukrQbUnanV+kK/GA0W9b8vUm1p0j/WVdnhRQ50ze6gY0R7LpNPwWrZFy9ldIBQH/dldvhQSz8F21lJF7K2QH/4qr88c0zdv2y4W3kWrO6sf0lXb2xvKW/a+CF2rO1J/7wr8Y83qkw7q5wIT2XTKPgy2qlJBynklDp7kVh70ej4NFpoIJypklgbhKH88c7s2naK0uHu+cCScKPH8YJZtO0AlQbtCcvpTvfP5+PFBx1LIP8SCMOEbUuhW/g1WgTfbyqlU01juNX5oVl/g6T5ziDlNLJWvAHuM/m48Uc9tWnPhxsqnpqnO76fxh6sy0Jogn4xmCVnvffjh73HigzeoZB/jXnYMLd6V1f8AN1nRgbcbd/8AxU3vK24P/wCbjPHMj+00r3vd3CNn17UUY9lARnCLRmHD/mudg8Lt9Q8GGt/KO0FPuKS4+lRNPltV7jipiT1LKHL1RmDAf4V0QPg82mf/AOJpan+pn8RHo+DvaJH/AFmlT/8AiZ/PHPktPZRWlRlq03Q4L2w8Va6aOvG90/O1Cj7KMz8lQGddHP74pWleVXp48qE5vaCaF2nWpdhQH+BXJMfB3tF75K3ZHm/9mPm39hjf/m+2gKVyilv9yfx3RWto2r3GARbEz3LL7a86bq9Q1V6VKw2cYTNt2pMFmYD8ywy1c73n7/1vBSr6Ne0JntLO9ocXIJxoWn4Faw+D7OpN85QytVf+DPb2xt/ze5wJuf2hlaK/8H4u2KGysmJ00nmZ12/pIv547StSuiIlMWvPvB1lqdms2LyEd+UlPqrx7Yad1ydv8aNH07He29K6jZ+D9Nkf9ZGEn/Vj0U60LJ+D/OEG9lPL1P8A4Y7x5XZHGE7atoNmvdbwA/xD0VgIWzaCnBSef/3hin7dyz/Ej/suH0XbbfwfppSiTlGxU7+5TvHldkbJ5A55KqDKSXAP/hT0V60caNWtaISAJt7D/EPRC6rTnCihnHwf8w9FIj9v5f8AMqjpMHouwneQGfaAS3lHKKCd3cvYfCghHIPaRUoqyjk0g7u5uw+HHFjNtWmXShNozIUDudMOTttWicPjGaUpKcRnVdB7Yk9fyz/GvfsqD0XXiuQG0VNFLWUkqpP+rH8Y8lvg+T6GheyklENAYjubsHhRxyi27SRLB5M/NJKl0pfV2QQq2rTS3mvjGaJUAaZxXQO2I/7QZZ21q37Kg9F2Afg+zhzRGUsrh/4Uaft48UKn4P07Qn+0jQGjj3Kebtc/j6aJyaen5fJ0JmJ53PujOOaRev3tNN68rou4eErpMB5d29OSNm/FrM7PtZy6bl4+JSSKq6vs7YK7rWcRZfdKg6bjjsuhB8Hd8n/rUzj/AOBF5X/mQz5Z8hj1gZP2jb5t/u0yTJdLHcV0u3TvIXdr23Y5Wsy0J95VDMzWvrnZ18eFpR1lyYLWv4K+UipmafePdD/fHTXRGb0cIvB1nNc8Bz9rHYKs3TccNsjhUu+aitKcfuMJVL8t3oteBxox6rSYJLmA2U0p9PH2Cl05ou0CqYGpu0+tx5Sq9+165uQUjMALh7qw1pTrX2jS8XvRkItFaTdcOg1o83X5NLvHYIyLoaoFtBB1xqah5OMLNirxHZCSk99Se2PkWql3A3XVPwAxW3cqVdEk19dUcx5S1VlFaX+tvf8AEVHT3wBtG2crf9RZ+uuOZMoE/wDSCeIxrNvfXMTIpjTc0ld0ph7spNC8FaroAhsbQq+OyHaSP6Oo7zhF4hTlRxtNtoEOz7hHSIWYb702kayo+zVCLN1bilUxIMOVkNh2ZSdwUPZrij30SrNFo9Dhl5JDSW6lSuN8JvPBMktq5pFfG6PX3UtzKQpVQFcbuPFSG6cdJfcdCzdvcb+PHSEnS+MQFqxxe7xuf+CfJBQfaeFaV2oNk5tEpNtrQ+XvN/FDBIzBZcu9bbg+zwtycbbaCRx5MOyOWOQul+TC2HmbDaYJwPHH5YaOVmy2bbyatGUNXaXnJfvadpOpVNfNV6MM1gWv3DZzLI+VaQ1nO9804KV2kdHO9cSu3Z5MzJ54ULhGb8LytfF6OUb9nN4iAdhS4+cF0kHWDSNFYxd1u8jip7PT8harTSne+dzrl7yUenXV6MVblRkflBk5cNpSKm0kVvhQKfWI3o52vNBNMeHcJobdTmVJUNWEIIpeJjZN5awKUrGXSklPSYYO6sF4KhBSDCku0XAqqtWMeJbqSTBMlLlyl0nSwjzRalxpaLaCiml4kboc5GVSFIdSlVadEeyEu4h9V9NaCDpebcSopDeO7H98NRsaOUBziUIttZUbgNb2qkeiUmQ8pdBSnRDnZqHHHCpSRrh6lWkvOLbui9Tp/fD8cLH8IDnlqYZOzH3R3pCEov8AWTDrZ1lUJrneb871RImJPOCiErQi/wBYwktUowaOru61UvYr9Lj7sN+7sjOpyAHl+wSdmWc07nG6aAvKXpHS97S9H7qY2k5QCoI21Xdo6MO9lyWUVt0ZsOwXnGelsJSlavKPHWh4HJ3yjvv512yGh4ecavXce2FpOsYMR0a+FduNId3ClB5iVxLW/mJ6wgOQs0l/UaaSvS+dqib2zyf5dWP+mTljOuhu7sXFewKvb4jzlpTMu9m1tqZ8Epp7IJFl4c5oFUcxzU0TViOssYsg7XWTpeYxoLDfEtXftt+Te6OPnRIs+ZgtTgLT2zho3fC3QtMNb81x0/ww77qxCDyFAZ2RmAFvTF5KyqmA3wHMMUbU4nWBviwbQlw/KhlN0qUb1T0iInbTIQ+pnaRdxoIxciCnJ6OTULTGEqKL28Jw8cDJzqHW3F0W4T9EGEthCEklGv1iAU3HnUlIJqq6CIztHnT5dbFJZC8WbqhUHWno4FIK0bl5WJRzujjCGHugsd5HGqHKzJa1bXaKWGqtjSU6pV0JVjvvdMN+IG8pchEzM6KNMgD56tPxYwnIS1qT7jYZlnXbyrtAKJGIFaRLLLycsWzQ0q03e7HnLvexeT6VNX8XjMSSz5W1Hs27Ytn9yDmPleldOCt6errjPm6gB8CqBXKh1q5K2hY8uxM2hMg5097lWim/sp0rqYk0nkVn7FFtTPyPdObLWl4KkqvVrilShTwaa4fZfJyz7GlDaNqK7omHe+NVKsOdspV7dXrMb2Pavxvk3lIwk57MZl0DxpcQrp6qRwIzTlzScOUFw9E12vLyktZjCbFlwwQ135xzZ2uss6W0rV1U+KMlu/2ZVp8O5teZ5ylLvKAHn43CK9msonpyfdmHlG+vSp1leOmqHbJG1C/ZM+1MGjLLddfNS4kfeVhs+aLiEgcqj2rXlAtOYD7VgSKXplxq7othSgpV2+frJ4qIQkbImHwLQygtu7+0ZBT1bt5Sk84hPr34xGrZyzte0FliWfDEmHb4RTFfWvdbp/fEZNoTrjpDqyoDfDbWIgitoF8K17XtRies3MSQdeZluou6nePtT6oi5LtHflGtr5v4w65By77+SdqE4Z5q41tc2983FPFBDBNFhT7WiQW2zoeT+YwxKPJoV8dukUmKdIU86VlQx3wGW7ywpIpBdtLvvuHOgY6hA6FEAGuAgTXbJika2rvtVmigmNJp4FFVOq8QjFupccJbGpOMCtOKLpJKaR4KTwimNFYKqp8KDHLilgOOFSd6umEGk32jfVUk6oLcuNgpNNBOA6YmrXhstEoWogBWHjhwyYkUz9qtpcvlCDrvHZGvfztXqhtQhxKkqAGPbuiy8iJJmUshLzsukOumuJUKdA17tfnPRBIxYXgFIJh5iXbdec3BN/m7/kxTsTwqKxyjmX7QnSXpjAH3lJVd2uN2qJdlfaQbksyGs2NFS/CcoePJ7bqohPfjM1bx2vJ7IKT3Q2i0TYQbADr1Wi4tXhKu3THVHJrT/mrW+86cM65TzXOPq6hHNFmj5IGmb9LZ6tOjwY6T5Mu8/BNygrq7pdzfO56Pt92DYoqdv1CXyPgJ9FTKMG6pcundjWv08eUqBBRTxF0nrJSK19VOPNG4f30zvM5yfKjSiy4taOcox9OaKXHHzpTvP7bD9Z5XzoyPMEu1UoHDtBHnCajjrKjIsqkUqUbul8mlKCE38HQOlULMpNaUrUiPbQRdnAbuF6PkTXjddxR7rqP4AwPxxlUlIrSVl6/Ocjmi2G1C1pxYVQ59f1o6Z+AKki2crqHXKS/1nI5otgg2jNqGJDy/rQXmrUAUg2EhS7igakw4r722pWoAUT2Qiwi8kvITUVp543tFSswGSKHWqGG+XdVPm+z9FqgqQ2kKoVnEDog2ylEuiYOG6kNSXSp0KTjQUh3kA2GE5w0WcSOyEsl1cJ3Bg8U+bgLacLbEuVIKb614GGubcvLUEKATXS8cGTaGG5HOLQsgrogGAG2LzzjYQbmCopBGIm2UXNnM7vBHCUUVoacmAReQmiR0wbYlrOy021NFsXkprQwG+hTqlpCaJCcI1aZSt1qtQUjGCDzGykZKaNI7KwMmrcfnpnF498zi7nNvb/NgjHaT5jFg2CJm05yXYS5cYaTjdTtXdH3Vfe5pEU3kvOGRnG2ZlRTLqNCQkm70xOxl3LWfm2pQtt8y7cOyoXqefrfmUmM/Nic4nT3SunV2V1juAyneHxKvNeV3y7zvVu63rhOx5NNrzM7Zlpy6G86AEoVqXo3rqheum8FJ+b5ormzLVmH5a9Qusufs9HXSJjkrPsPKDz8w6ypvVtaF1VePzRhujfH8QQwaVacrHI3M2Zmpqxpam92Vpq8JOJvJ7IpV2VXKrbC0kEHUR70dq2pbDz/eJ79MZ0qTHhfhpp+bFdZTZP2TadotO2nLMzTLv/aAtV5F5XjqdnfGxiZh0aZDwiMlvgLmz7f4YkVhPS7QzLwDfMzmltRalpcjFlvnuiRtZ1pknvba5fO3NG90p3RA8sMkprJyael8X2f8q4u76OHtjWiyD2RTum9OaZmZkgUcWnRI3aMNzrji3JRQN6isAd2jHsmt4KNUlN4aRVujxRbu3iSp0HEDdDRda8ApBYjDz0xmrNxd0V3DeTf0dLfzbvpQ+yzrQYdm8wa3FK5uv8IilhWqJCalH1Z1wZxNxHW630KHniaWuk2fagDCaSU5/pGV8lV5W1ru7+KQ3FNpN0lZGoFl5594nEUuoXq31B81FaSYk/J/YlnmaM3PSU1Ni5f+UVsnXqHgqhgl2GTNrL9+iqFxSkqN4+Fx4OyTEllJ4gUSczRvPYXdn1eCcdrDtjiutdUknJY0bLocTFx4xqdu4roLI8SzFlss2ekBpu6jVo8dsPjD7vxg00SGhpf0xWnJ5bP6Kznp4/J4bOgvS5tKc5PFYcbbVa70yyzLqIZzemXNLSvaccPHBKMoskFWgZDhq2Vjmiq6j5F27uhlt7Jaxco5Z+StOWTMKdGClilFevjyYre07Rt2ypcONWhnEq2lA0p467XG84uoOVvxazMC1s9nW0/J3VaKubx9WN5kT2bsfSSLgFTvKlyeW5kNMStqSM53ZZuc74vNpaU3pUTeTXHDgQy59h+zs98m67dw0lXVJ2vxjo9bPxtk+9ZVvsZ6UWLjnSvyk69HRx/nHLtvS0zkzlMZVAKpUulUt1i2pV1KadKfe85jt+j9VkIMch3SskYdujKqf/Sqssybrvc+b0dd3Zu0rdATr6VJhnyhdWHFqDqlqKkk47rvH1tpSokuUsqbI+I5CdQWxKNLdmXQP1zl28nROlTpiMWpMIUS6FKNbqxm0qT23fVxejYleXDZVYo73Pnx/m3/AM3Hq1QFJobWoJSkoOcoGx64m+TeRuUVqlossNybLnykxMLRh6GuLDyQyZsTJ4HMpE/O/wDevSVza6Okn7FeFhTZrI2hrd06xpUSya5OXiBNWyyGN4kc7pueUobKdJP7hFk2BkbY0wykTE+C2nQDCULShCsd97Sx4rEfymkbeZzswwyp1k7xS9xpJ9UQefm8oGB/8QUvaua0/d7LvmrzUxllz5/hdSryr2LGRdhsBiYfZWsdTRTdKusLvHjMMGWOX9nM6MqAyB3vDn7PldVXzopSZnbWfGefeLo0fx2trt/iJhOQsbKC0/8A4dKOOVvG+Sm6jS6VQL9kRneR1qdRPCccrssTMofQw8UpdrRTmG4jzcb4LyLtJ6RyVyhtYuKZ7plwy2U6V5VCK+v8YiM/YC5VK1WtOIadKiEtJ06pqd/mj22becNnGzZBCWpVpIvJGAViVVp4xGp4QDaCh0dtpN8gqYU7RSwlNAoCgNOysF2taaJOx/i6WfQVPKC3LgAJ7K0gGzmbWti0EykuhSydJTSAEgYaqxIlcntoqszOLvNvgXg1QHfqrWLvkDDupcdKgm+CG5VxcwkMkqzhGhBM1Z79n5697YknJpLd3ZRtOkValhf53m6u+6fNBmi91YlWTZNnsS1mssBihaT31vwabOkNr5QfNPRFVTDwMyAUbadrxRdC5Y0arv8Alfm6Olx6op7KLvVoFqmw4pCOPMPehqcVSFA67UbtDBVAQcYSQQlFSKwpNXCtRu6qQOsOEApGEKAJspUPUrRGuNpRouqCi2KGojWXaWs4pNAIebGZbushxCgLxivCnhaKXeVdvFIaFadJ7fb6vHGqit4kqbUEjeIWmMK3dpRorxcGNXE3QAhZCiKU48USNyp+LlPWTck1aFpyrCFFKUArdJxqBu9VYst1aG5ETTzmdallXc1TWKbsT0D1diqxfk8s5xmV7tVpOLJSkA7I17h4XFcCMsp1MtZyZVolZvkLNNnt1eD7OzE42Q3GuFF7amjNT7iHFUQ2akAKxVTH6RHsg1feLhCWw0kK0l0vYY7uyBG0oTNFS0X0qIVgqu7949fhQ9MpDac04lVQCsEk44avp9Q6MPbFVk2WqlgNhWKHV1uqTrUd27ppHSmRN7/mj5QK23DMrwOpQvN/ZSOcHZcodZzOy2DjrwoO3opHR2RJp8EvKInEd0rI7NNr90M4h+3Z9Ql8k3EVSLLkwpd6+oN7V0DjjyUxrLl7Fn9n5V3yr0J4rmM9Xva7vtTCfdhLyQp0KU6lV7Zw93jzqj6Y00Fx+oErxypSrX30J1XbvTqjIVbKTWhJ8YpGRalXWD2VXNshKlA4EUgefTdmUBRqDWD5QIXnFKNSVJAge1mwJsJI2a/THxdjtyvockdrpz4BaSm0crFgapWX+lyOYrSQVWi9TnzC6/OjqD4CFUz+VvR3LL/S5HN7jRM+6q6D39R96NKMawKSh8qSQyUNZtBoEmtOyG+fdU/NkoOpNB2w4zy0s3yTQw1S3fHXHRu9kHe7SKVWt7+qIk2EICFaruOO+HCVuvqLtMAcPHAbbLrmkvRSR6odrPQCykITop1wqGajqKb8bwx4beUHary3JVFQNFWAgJ5bjTKykG8SL3ihxtRLazdSqiQqtYGSguodVnQBUCKH7U7LwAhbZ5KFJUF4EgKEbqo44ENLoEJ0jBU1JrddSGnAKIwEaoYTfzCRR1A0+2LkUNkmQWnfugi6c1rPu8ceKC5V2rIr97jjrRoRup5a4zM/o+Bx+bqjwUE2rg5PMpUy9nsyMwwJqV/Z9eu1pU48mJpaUlIvhmdsl/Mu7xW9tdBOOpKvXHO0raUygNkrpMt63OdE8yXysIoy+13r0tm79MZWThuL9TUEtAV02VMDP9wTzPfaX2+ovwr3H0xvb2T3crEvMOTAebf30UKe9x5MRiylfG0rn0q78PknKq8d3j60TCyLc+MsmjZkyGO7mdXu3uzHjCMiQqrWqIWXb3xVN5iexlG3Pk+oq9Xz9P8AFFmjJOyMpbK7pDDLxdH5lfeT82Kcy5ZzM20zmA1nLyOd1aevR4VjD9ySZav2PaQsqfOiVqRje0NElOrs4xMFkbK+LxYdiEw1wBoptypyDsqXmX5edlwzf+TcbvdldWv0r3sERX/kxYJa7ntUNAnXMczR62+75OlF+8o9mtT1nmdYNA+wKEXT9ojmrK3KPKWxLbVZbc3dlxSneEn7DGpiZMjmgEqhjI4KYsu8kLTycmwXn2Z6SzuDrLn1k10YnGThTlZkGbGFPj2zBnJXa74hWkpHup7RdTviGKy0t9wFExOCZa1XXG07PRogQ2WPlNMWLbAtKx+8vVx4w49cazHa2lqlzLIT7Z9pIDebmM2FVSr7pvYdMO0q6JR+akye+IWpHlqCqdMQ+dtv4ztqenSAHXZgPNo2gmqq7z9aDcrLb/0+7TMjBGc2dtKfBHTsxmPwWO+LdNeKSrjyNk5yclu5JKYSl5pxJzbhKtG7eTv8H2noicoyn7m7nTlHZvyOGdDqe+XvBu9XD90cyDK5UtLtKCi4dHvlejxDwfohZXKTaEwqiyXx+rr87pHi4pCLunau6ERS6snLFkrdkC9IpC2lbKGjS74tmnHQmGXN21YEq6x3SkM5zBuuldxvKUrSpte92RRslyguJk3jZzhYP7KvNu+EDx24w12xltadpSpe7qb8VU7SdJW7auwvH02dt2vBgd3V8/2mZtoPS0tUMNf3qbd6+ylOltc4D0d2MRK2ZUMWvJWgoBnM98bde6itpSbuKcE/briGZH8qVnWbZLUvaMqJjNNrzbucVoXvBT6OvxatmNZa8oT9tlcnJNFoOO6ZXtLT1ewfu6I1cfG8N2q+EBzXOIaFflmWS3aTHeg4obecPWUn6NL7uzBVpZCzRA7imlyrvfKuUGho9XeNHm3VeFvhp5HLWlE2Yy8+8c04M24HKdXRu8b/ABiJhlNlQBZfeJF0BxtWcdLmlzk6Pb2RgSZkvvHgndMGINFqlbdtu2rBtB6XtMCaldJsPtr5yedgYlnJAymdalFPs4TDCnJhB62cITuw0FJ9cVXykWl3RNUqRm++cYdGPvQ75HZT/FmTzLIL7z03fRnfJSlKfXeSOy7GtNAZIi0d14uoroqb+LmARolpoZ/wUV2dH7PvRU2W85Zz6naJFPLu98VzdfhRFZXK1wZ94zKq6s0fCV9n79cNk5NDMd32lNZhl0+dd3mpTTRx39CuykZ+L08wyay61Vz9k+SYsWVsmdtK0kuvSknqlWx/eFuaLabydnDHx3Rjjegtr25NPE2vPMtS7H/ZWmikJuJ/VhKRqF5OPgwdlFlFk/MIYlxaDzrEp3zNC8jP3usriniiKHPW5aLTrozLLeoeDzcI32M7lUZ5UnLIn7YmmkZtw3ioJwwTid/s9mqJRlFkpLWLkWJqYSHJ95wBSya3Ek1p6hEwyJkWpGwmX22g0tKiXFBN68q8UgceKFOU+Sz+Rc87czagQ7dOFdMj6OKw2ISGJQ5f2mlVFZL6pG0mZhgFoC9XVF2WXPiflGp1ggtOBPW7NH3VerrRDOSSWsy2pKese0JcVcWkrOl5O0nZopSv5VjzJ+WtHJueKZeYL8iCRTR52ypXV5urq+KMvIbrpMTN8R2n0RuXuTLM9Z704l2jzbF+nXSMb31vZDfyPMATM18rntH5qa13xLFzjL7rbrTzuacGO0rSBN5PrvcViOzlnfErknbNnHB4pr5d3ST4Vbv1uyGOmSHcHsrtj0MCnc3MpUe+FS28dG6oivq8JPCjFPZXimUE7X9p9bvidGuiq7FoPlspBzJBdGwKK2sd/lJ/qrFeZeSTwtknBzOXfKXRAF73VeqNWc0LRY2AcKDzCM4+ptKFAEjGE1oKatAKpWlYLDzgmEIqKkQ6SgZXKKvhJWSd0Ikow2QzUsGRevcwQu6+c0whugIrjGz+BoSKECA36rKEt664xWrVqteuBbpNDoqOBh+sGzVTc+5MXVFF26BjRWs4fRA1i2epebri0leKumpOAx7B64siSsruW8sLRUioaw0TgaajvPGEWG5VHO2S8tLOMsstJ0EJbIUKY1wO/tPGMQPKCaRN2o9mHgQg3ABupXo8/AETe2rXRIyrraAkzj6DcTT5PX4ujjGIKWkIIcCAlaiSs9sEvZCa7fdCSDJfcVcWorUulANlI4TwTEjEsM4tK3KgJKgSoYGmr2q4uQHZ8sGW3XU0QtV5OBGrj6PW6hl4iYSqieconyezjE9IuwAQvOch0y7jRaqq5ncSrXU7t3THQOSII+CVbwbBTWZULh3jOt09kUKvOLIXS66gAJSrUe3X4ovzJYqc+CHa17SWJpRJGs9+bw+iHMT/AIhn1CFLtGVRDuez9NQ0fT9mEJyyRjhj6Wz64TDrKlpUM5gOOdHiZgKSgDOa4+lMPlpcg8C7XrzuamR/lJjIx15gm/Sp5ulqHzx9I8QjIvapv2Kg7SVoLZAKlEgmkD2mk95JAqaV6d8OTLanALpxgOfCUvIQUaV4a4+HRyXa+qSwUV058BRLRnsqKBWLMvX1OxzPRBm3BS6nOKx88dO/AUbcTN5UuIwSWZbX43Y5cn19/XeFQVqGjG3ibxLHmGh6GtF6+kJrRTpqTAUvUur526sZOgrJNapBoDBUnLhttYB1CtYIG6nWqDZEtLbz5u3U0SMCP3w8yJQ20laFNFVDUGkMouJfrUkkDCkOwfYTLJUm+HFAilDHpjoC9E0yOpBuJuTLYKyKqKqcCAM4lDqgqoqowVMNrD7ekFGgAOG+EJlN1wg0JqIBELaiz7OAKKYS4zOhxKgoISgnpUfX0YeYRPLTsezbUJZeSL7iQW3Oqbta/QPNEFacS2tBKSbqKE9JvGn0iJ3Z8s4/YLU42orQUIbKBS8CMTv7B6zDkbdWyUc7dQKelJiSn0yk0gpN8lRprTSoGroB9QhJDDSWg4VG8q8AmmIJNT7MIsd+x5e0EBM7RtZbKGlEC9WmBOPbTzRW9uWbaFnOIbdQEUXcS6QnHEU9dD64FLEWbr21bJGbbbvBQVTXWFG5kZujJolN2o8/ihumlqUqilYphKrlKg0JgJNKzQrX5K8qjI20zJvnvOc06+Fhu9H2dEXhadjPNSsrlHKvAsu3e6KczS6tceOkxybYc93PMNEvdX516OgMh8vP9BlCpgN97TrRzU00btMfPGJ1HCALXRivVDO7rKaOVOZPcQXi26ClOc9Aou+rGvo+LRyQNpWUxPy5PdYb2Rd2cV08f9MMHKvboXZ8rmXwc7Mejhr9qofORa3pfMPWLaBAbN3ucmt3ogkLTDAK7Kp5VmcmOUvx1YfxPNP0eHT2/mqmKs+EBk+3LzLc2uqXUuqF0aqFJ/Kr19GEP2VDD9g26LTRoiunTSz17G9je2hxeJhyy/aayiyaWtsZ5wNKF066pSPyn1xeFzHuEjDsVdg1NsrnqybOmLQD2YPfmu+ZrR2Od7bvvQ1EEOaA0aw8SM2uzZ0PS1Qpp3QproDpcdEAWrMonH3ppFAl57SpqqTpU8GNEEkpglE2i0yA0oM49PAhmnHFvuX1k3jiSd8FoUO51y5OF0RaLeQTGVLQYs8sMPtM1bcrSqaKVdV7viu6MVkkDOVLW2qps19ipEww04P1a3HF3b3rh/srJ8WyWe4JFh4l1LbYqpFfSvUHnhrtrJ+0rJmDL2kzmnUEr6a3fCGB17oCk5+clJXMMOoSM5nK5tN4K6Qql4eYiIBD92leUvOSLkrlC1ZNspmLE7q+TLrWebcvJ0bt2l6LCyd5PrMGTPxhaDA+Mu6ly7mbcVqVeTVOIMQdfKRb9t5Mv5L2kz8YPvOITKu3rpQo87VEpyhtrLWxcj5eWyhElmKdzt5xpOebziVbV3nXU+cpTe3QpM1xoWvKHqyBn3jOzVn0dsqVdW2uadKUIN3a0b/F3fjDJO2YZcXpd5l5jOfLU/W3b11Kdfn1eoRJJm3ZKZlZOXtYq+LJBrNy0gz/ANoe/WK8CvO6Te31hktnKGfmJUy8tKCRkhdGborC9pJ0leTrg8eruqJ6yGy7tCx5TubP6/u6XOSeO2JBauVeUdtyvxfIkupdIuN6OF29zlDzq/CIvyW2fZ0xOFVsmjFUoq7sDraKceOmHXL7KuzJYv2dk2+Hg5dDk1mszS7/AIetSq7z6t8BdhwukL9PKkkgKPZdEm02JdmYzxbGLg8H+lJ4EOGTTTs1Lyzcs3eXmdZ2cK/W+3wlREmnc4SVmrnOh4RadoWoJWxrPllUW3myhoXlL8K9zYbdGhONp6m7bs6xAWBmLUntfO73o7KaiIk+9a2UdsZ10FyYXu3KvRKrB5N559bhnqyuOwVpd8pOBp5/di1rCyckLLSGZOXDRvp3bdMLxVx7BEsjJS02THFW/KryyMg5eVsl+0rawIawa5uklKU/W+ylIjLDGctosj5Fd1A9kXJlk22zYCi63fvqQ2hF/Sc8/N1cXlJiqLPYzqm3uuVeD9sGLQOEPGmdI0lytjJWRpkzIpdH6lStvZqK9bpPCVKhXKCSM7k/OSjzty+0pN/ZQnde9fGAgqxXM1ZMiHR/2Vv51z6ONq9BLoeKFJa3g4c3wePuwzTu4WVaoTk8dtOVthc7Zte8yxXNYJ+SVoq+tTs1xLLPnay6mXkl0H9YsXdJVLu/j6EeT1L7GV8ylh8ZlV9t0eknt19793sEOj0w0zbqbKbvIQVhtS1ceF7yumMOTcgLpI5KNUhZO0paXPxf317OnOB3S72Up0ryerRKfp3GHK07PmZj4vkE/ICaU7M7POSr51Sqnt1QrK5GyDxfW+zQjEd++Uu3tLN/7NR7fMIXs20HEtNLdpR9lSh1r4w4/qi+DtMApfJtwnA51x/9Y1QYA+cbh0JUfKHWiC8pEt+lSUwk4Zqjjel1r6drtcV9OqJo6U5xxwZheG0qhu/O8/8AK7DBlNLGZsok1Oauud7+ar0e+a9fnrGy42rAUqdmmSHFJvGla64fMnkgsOqAKwRiCdXshsn1ZqZNEVTe3w5WOpspeTUJBxAHr6YzyUULeZShVoAFCgAnXCdlsKdnxQKUlZpWmr2xk0oUddKknNppWsFZKFInkLVcIIqCD+6IPCkKxuTmxQZqp1M443dNWxo+8fmjXEmt6cTIyzs3QO87y1JqU4cXrvjhbI+zhLWSySaPOteDp6X/APsThq3atmNZeTKqtSw+T2+bs9bV0Xsdel0x6qSBd4sn1UTtKY7omCt+ucOijVtcfl2YHlQp5VKHN15/V1/RCwl3lKrgXc38ns81KUq3b+LsPQkHpJLRIrnF98+aab9W6DVSPdJCcObbUha3lIUmmyccT4R7KfuEe5osuCgSTcJVeUMcD+P09sKtya5gqU/eRXBpKkp8Hs7aezcIcCypRSwtYWpI2qqHR4uw9tK7zFgqXSA7neffazLvfL/6u8rSqAPoVwBHQchKolPgiWm2Xc6oO4r1f9oQd8VvktZgzzhoHWrha6t6pxV7Cn1q6sW5bSWJX4L9tNSbObCXNjV+tbO6vGuGcQ/atHzCXe/kLl85pLaL7i9nvujv4Sn5yoQmlp73pBQCr1K4+yEJgqbvVN2ntjzuhpBXdJUa0oSaeyPozHd1y7hWyPmzeVdvJBIBxpX2RkCvuB1IKVEClNeEZFvFpedCCbTCyjNuJWk0Jw0fEIHtBBDySaGqhrh3Eu3m2VtA6wDAU8hPdLKSoVFKj1x8IY+yV9hfGulfgSpcZGVF0aOZlfpdjk20a55QQeeqsdcfAuJS5lUm6ogMy30OxyVaAF4km53xWrxx0eE77JczltqRBy7QNRWqddDBzDYzC1uGlNYgYN0xBIpGzyj3M6pJqVDVD4HltKE2l6pWsFCtKmEODLLpSkhsrwwhusNLalLC6qKKJrUxPJayszZ5dcSoJQgqrwYyOqZQgDb7rS6cyzahy0upUyFpuqrTf04RpajYzAUAArOa+ykOVstKZS0VN1UVXq+LDogVaWX7LN4Er6PFj0QbHdcaFmD7YhaScuX5R4pOLSgQOkUqfoiSZIWs5Z8w5LvKSWnUb6aJpSvt+iG/I5aW7VcQ4KIeQaVO7A/T9sDz4LFszaHEFsJVebHSknD7IaidRtZ7hrVn2UhueBQujhUqiFgitPV4Jjy2bMkp5CmZthS223FFQwqCP5n1wzZBWghbSUKJqTRPYKkkxOW2UTMoyUOgqcWAo7yACro3n6I0DUjVXdnKoHLHJmeyetIqCS7Ju4tuUH4wwS8dKTaJeYYdkbQlg7KbGIVtXfZzeNUAyk5JX+/2jkrM55n/ALr7uipR+nxVrGZLHoVg+1VD6lCqwKUOEOdmWlNSbzKnCShYxgK0pOcs+0HJKdbKHUbQMeOvJAbu4pGuBEghEpG23aBmnbxBupOiIdLOmldzoUV993Ebois7M559FwUSNcSfIdhqbm1sOE0I19EVcQ1qmqVv2XlSMo7MEtPUzzTebDmlspx9e/8AixMvyHWlxJli6HA0rN79KqcPb7vlKirZjJa1cns1ajFXWTduUpevXecnSiVZFzeYtFQfe0hr8rA9EY5bAWnweEPQRyqcy6s02RlTaFnK1y8wtpH+WlRCfYIjFLuc8uLn5f8AJoy+VM5a6Hf0V7E+VgrpinJkXUq7VRqQO1sBTF2tkKxUqvNixsmrUU9ZLLCVFMw01m9d7wfS0LvvDXFYhJGNKQXZ029KrvJWQIuW2pBpTjLC0Zi0AzL2vMZ7M98FM3zkpSq8rnJObTxhFcr1nd0RJLIs62cpJpmz7PYzzrt6p6LvOUpXHniS2pklZ9nZRWTk2r9NnSR3XM525tJvXUp1XRd11x3R4U3ZDtAci1lPTtt93tJzrkg4lxA8I6lH5sWTyn5Rs5SWNaDCpZ1ptaE3G6J5tTe5u/GAMrLLmMgLXc/ss/mWLSkBXDY0lJ2lki8U3t2rtxhumptT4dolV/ZJCv4ero/1KhGZ+ohwTUMYfdph5PZaWfkLWelJfPZQss5yQaV4PV6yglOo69Gmowzz1o2eMiGrOUHnrWmp/uibc0sLqVZv15xX064k1r2cJazJO0BMCXnTLd0S7g/wUtq0fGi7hu88RLKGXl5iWRlBIpKW3VBE2je04QSCMdSwArwVYQ3yUs0UmeWn35eWLLOtxz7tEwiApSw4sVUnXCKQVKCUgkk6Y9KLtyPyUlcnkMzNoS4VbRCD31vBjRvJSlPWPTuOCcQDBQ21SR2lRPJzICZfSbRtrPycqG85mm6Z1zRvYdGBT86JNZmUMhIkWZYlniyZBbnf0oWc6uuF69XHxfVoKyifmJh+SmOwZz511V3a6yvt1Virld+cNcC4n0dGC+HpSTJ/EvZXDIBLhSVOaVMFaWlxxrVDoyQ3geFccXYjWSU8y/YYY3tN+7ifu197a1v7Kg6ns+9xxdhlkTq3CxJvK8hMnKPjYjWNM1Mpx6+1o+6n3TrirrParNtyngNp9LDs48kmLNy4zRshtmuOlt7N0I6OPdTFdWYwWltYEu3Ozdzoo5u608P90Ares0AWeypK1JUGAlasej93s6yUqhWYVcOcV8pStTpK4xHF5MZZKGzZjbebq4lnR33drrbXHVTGzAedHF1PZB3eVpKzjsVS9qvzdhZazLjRCVJWFoURtApO7S6TwBBFik2jbcu44KXUNNoR1lJV6PTxUwbyvSGYtKVtSnyrdz0grxww5MvuSs83MoXRaVA3YyJN9l0UR1tDu6nS7ktasm5aN5i+yGLyl6LbouqUPZ4tpXNTdRtFnM2LIToIObc+beUocfmh9tFLxllzsmBONuNqXRzRwViFXqYYK4rhGaqnEizXpEylM4V85N69x6MZYIEgeOybia4No+tp4ln3Pi6pYDQ+dzaf8Ti7Cqj3XKPMmgbcaub72bNO3Xx4xpV3/R3dPezTSv6N3Rpe3dPG6NZotd0NnM97Lae9+Dh2a46Nj9TQV5zVUeVUqhC2glxISo4kA1hOzXGm5hARdpW6TTXu6IkOW0snPtOJQpCTiDWIvJoKZkUOF6FXilYG05T6Uha2iBRWJAh0yVZSZ9tAFxKfV9MNebrMLWpR0sKUiSZJshVq5teKQkYXf3QKThWulbMqxSVD2qgv3+vs3jq8Kvp+OIJlv/8AGpvGocbT5W7R7IsFIRcAFdRFy9e0SB1vN/Par7Kgj40daPfc3d2NHSCQPdpwmKwnzWs2PZ1oGyW0uPKQVtIzTN5Setztrjd1VRKHy48Bmm1t3xf/AAr08/2Qy2MHM9MEjyEX9roh+Em2B8iXS5d+b6+2GbRXFIKS+3SsxnXLwupOoCg7Rr41CN80gulWaSEqwWQKkGqejxH1dsKi5eS68sBQcGrpx7OkGvn3w4WO25Mzi03EFtRTUKxwxp07vs3Vip8qGTSkFgsuyeTjY/aG/wCTWn4xPcpqs/BVt0784n/1SKePDp0ohc/NgTl8agEjyFa8OccCOLyYmeUBr8Eu2STzk/N7oR5OEMYJ1SM+ZCWby4rlcnf+bsB9sIvOlSQkIKVKxNDTp6Y1mHjTDjGNUFawAUpQonC4adHRH0MOpYaUaziW8bxUek+KMhfuUZ5NCkkjnHx/hGQUNtVspVmWOczfVVtQJbIcE23qcc8/qh/aknL7TldtWzDVaTJcU3/mJ/nWPgkb/Kvsbm7ldC/AxCSjKcEEValK4/5kckzAVnlEjRCjHW/wQm3AnKhxJSNCVwp/mRyW8Ct4Hm1OqOr6dvA1ctn/AL8pNgUbTVOsxrOAZm4MNLGCGQoISLpwIp7YDnnCp3RNBXGNJ+yzm7kIyxQRNADFFccInItQKliyG9EjAkHdh0ceKIhYLClX1g4AVFV0wrX98SPNpaZQEroGxjRW/V09OPFIwepQtmcL5WthyGNppCZRPSzku1mwpRaCSNE9pP0/brgCzUd7vgrRUkahiThCVoTLgdQkqui6MKk1wSPx+nXDjZ6BM2fKhxaStaq7hDWIwMbQQc3cposp5cvPNKqaNrocN0PWVUsBPNzLBKlrRqGG4138DthscllS9ozAz5u5xV0AjVWoiTWw8tUlZkytepCgolStdU9vjPt1wy3lIPdQTPY0xMWbawqHh+rx48LVq80XTk+Q+lnGlR5Wo9U+UkRCsv7DD9iJtqV7880O+0/i51fZCfJVlMw8WbOtEmo+Sc0eddTd1dCfdSNdIdgfoGlKF3itDuFOpuXKZk557O98ubaVc3nV3aScP3xrISrqH6AuX3ynDx4YHyuLqUw4kJems69R396a3YQYP+kmaM/JuJp/Fx7sA6lKWxloQmPsqk+X+fD+V/cqUi9Kt0NN+jXfqw6Ppis61FyJdyuzHdXKFa7qvlA/cV6KQPsiJ/4kZsezAtRmzaWraBexXQViRZITYZnwkP0AVEcJqoEJhwyfUROghI2oI7cK1Wus8ip1FrWEGJ4AhxtTbn3erd2tfjTskQLM5HsyVtZ+SxZOwjOaSPSrWlMKRFOSu1iM6z/h/J/T972RZSX2XmQ1v0um7HAZTpsOcsjOy80gjdLZTZMjKXI4sPgd0MtZv0E/eF5NOn1xyTllYE/YUyZOdSgJzqrhKwr1R2PZc6tWgGqff4/ftRDOVjJdGUdlMsSrzt7unOZulzTT5VdWcUPSqN0dR07M1uLTwhsOlcorF5V0KrCV5YcuFFYcrclHLLtaas90EuS7yml4UxSaGG5w99jWDkYBSPIy3GbMnEsPTBYlHXc5Mkc9Kfk06PNvYn16wIsTKNizMq1SNsWdaSZC1WdMzLd7vno4XVA9EU6DRQUMCG1EedMeotBw90uOlxcw+sLz1+hvVqommusNwz6G6asIUsOve1YeXGVuUJDtj5Q5ifzLnenfkdm9dUm7s7XHNjybenLSmBZjMnfcmNC4SnSV9kRu0bRmpm+0ubv6UDOKUlS0FRJu6xCrmBFjc5nBU4yuUwxKJln7S7unmms2A233mURtOXVJ+UVsip6vzWTJ60e5X1IcAeknUFE2k6i2TUlOGsEFXshlzaS4VOEukDHtMetBF5tLiSADj2iJJ23XqVjcm2SV7Lp9br7M5I2fLd0hzNfLoUnR8hVFV9GLGmS8/aNXq5xzb2fEnj0dmGrkeHc2Q8xMEfpE46pqWre+RSm8q7d7b3zVU8J1lWQS7Uu872YfTxdg0DbtZeW/heOjNFsHTxN1PbtfNu8dar3cXZd1rDNqNfsi1nkoWUtm9pYeEdn5uyni6qKztORKbTe3ULlz2n6IK9lJfFOxKlvJ86ht5yXOmb2jr9e17PvBJibl1K8VXQlN0lXTwo/NPhKiusiH3k2izucc8m9d9VP4YsUhsVcv6G1evGlNr7K+9tbTUW4SuYNMlKJ5aqzynJXPCjbKkr0LqkqpTjwvJTEdsUB2fSnvmb1Lu1h5t8MzE0QK46dfV6uj3vEJJtSkusNOvNg1u39rdQ7uhPzvEIA4bp2MaW0pvJ1kgJJ94539W5op6Ro8e7DiFZt2ilVqaJT1lce94SUqhJKhPySVqWL5GGkrR2ud6XFSI2ZKaIamELziKJGj4Wl6PHVi5Kzi29lDOV6Vrkj3RT5J1LnO45yfFzYrGxFNfJu/J7C0bNzcVeuL0y4kPjPIq1ZMa83nR6Gl9n441jn7ZP8Am/lu8fhGfMKNra6ebYW+it3It4ztmKRU97CR4PT92ldqGx223pi12pBQA7kdS33u9zU3fSVX8NURKwMo52Qokd8zl4c7zcfeg+0WO6Zp2ZePfi7nMPBSnp5v0c3CMww04vvlarHaiGqU2Znme6xrGc72OddUkHx9b1Qtaeeo098l4eiro7fChNLzTCHZ1p5oFwJ16SsEg/QFcUgNDmfOLmaBF40VW8r5uinH63WjSxn3GFd53UcyxaU7ZwUnTWmmJwoKnVx9kQhAKJgVUlQSoGgNCDxT2dsWjacoyptzOZpSy1dQ146Cvs4oIrq0JR2WtFTK1IuhdUkDarhTj7TFn7KiMYcLIDqqqdWi6RUmlN/j43CH7JpCk2s0y0pxQTgoqNcbwGHbjxUxHJDGgIqSaA01Y/uiX5CsKOUTSm7qgg6Rx11vcfvMBk2Fqtq10ha0ioGkoqTpK0hwD81UVtlC0HrUmng1/wBoUjA3k3di7j4/b1SYsidW3LSzqFrvFsKvFYrSlz8D6q9VUVGp94roWtN11WxpOXvNd3jipimPvazIDbr9FKLPSyy6hlkoeS6olKQNJKtQ51N3s8EQ4NF8zyLyVghBCVDaB1Ds3+3oUqAmEOoCpZtartKXbqgk3VJvK14jR53WHZTeYdLobzTqM4F9TaViPP6XQrwoaV3HUlJwH5aY+Rzv1kp0tY6vq2saRKMkWgAXvlM22lPlq4pxqjJbzspfKEaCypKVc7RTo+6nikS2zKSNhNU+Vdu7e1eu139ik877YHIaAVJjYpJzDinZhKkt1Kxzd1aA6qdv84sLKSg+CTapcF646kAHoMy2e3t1RXEg4VmrStNN7AeFQDV4+MDFj5UAH4JVqLcXR1x1FQree6UHfr18YQ1gkmVn1CgigaXK+tnAV/lGU45v08XY2kBmyXaV48GC0si92aWHo/xKj6ExtrAc5ByGBJPfPP8AZGQ4iWaADtO931L62vyjT7YyG9CoH0n5jNNzvyWCL3oqH8Xb/E12pjMtCnV+t4/vaPNh1l2P0knv1fd0v6Vc3nQ3vikw2o7dfmx+eSdIX2oi1ffwTAEDKfClGpev/mxx33Uzn6Xz4o7O+DC2G2cqFBAqW5cHH/NjhxTZ7pVQgEY+2Or6W+sdq5LqLLnKdXJtDcq2sGqiqnsMNrakqUpzRNVnf440cdVmwg4m9G7ACGqqSSUmpw8caLn2s8NohTrJJhGbK1HQSi7j0/yg61XcwGZfN1vC+SBTdXo6DxqjzJeWzNjAKJCrt40UONcD2uHXJ0X1m6lugqoDfXp83745WWR8uZtwtvHjDYxaZbfCUOoIIKrm7xn90aZMzpFoMNvK73eAxAoMY8tsoEy2hVCMyVkqJG8V4+2Gtp3NqNEUuuaJB7KxtQHSN0nkDUpTlSwlm1Vlul1YChQdkGLdLuTDSVAkIVVWgTTBR6OwQjbbhmrIkLQZTfKFXVhVMRSvHq1wjZylP2bPNrSEKUE3ce2h3Q03lZ8jbCtbJl0T+T1nuUqC22HOpeSkXvF6MVvlxZRybyuz8kzmWXbr7fgKvelta4mvJrPB2wrlR3pahzutf42YV5QbJ+NbFz+9vT63NBPHALr1NtZMLvAm082jMm7dl7Rshm0asZ/5Mivyb1270b04+PDynSSroOZs7aFJ1aKq3vST/PUpUVDk2TZynqZ/M1755KkqTwfN2xadgTwesvPeTT51fo4vQrkHWSfVMPZopc/cozbqMtbWLm+ac+sYjjprEy5YKjL60X6UDqG/m3APpEQpvSgUZpoWiwWLWIvB1J3Q62KlCZpLprt6obzdbzYppwRZi1Z1vvlDnNUXduFJVxZHTmZmmXRrqlTm0nvcXNZMjelhMV74hxXV8XH5YonJEl4udP3eOL0Xdk3acoAGZr5Nbelr2rscj1hpa8Adl5hpPFpSEyxOhMu8QPqcfu2oSdqzMO584/dx0dXhe9448nbWcdaDq9Tabqk7OjwDxdhpmbZem3sc243peknX9EZ2G97H6jvSC4Wqg5arCBtZ+0UPPF44uUHoXde67wKRUDuDtOiOmJ96RmHkMqdzedBRnDzLyVIT9ZPq6sc92vICStR9j9m4etuVzo7qN2pGgd5a9E2t6YaB6vsjFNpVRKd2qFFKQClI10hNpJrQa8bsFBRihS2aig3x7pKcIphCzYIbugY3sIWaZOJ4rHiqpGXStSzQUoN8OFmy63n2G0JzlV0B7TCYpX+rqxOOSCVl5q3zPzA7xZI7o/22y3731Yq/hQ42rFmpb4ps9FlSbl+XkGw3eH61SdFZ9dVe7zUwRI9xTyb+dQHEDVgVa+td/wAT2eUmEWE52cKkIvru1Tdp5Kve4ugQulOamrygNOqryk868lVfm7ut4V69owM0sCw5j5qRJLDsvmjhwEXldHHNiF5S2aH7Wz4p33BwaXouK+ao+3XEttM/o+iy1j6Wld2cfXEctlCFOIToLcUOts7KfzcAQV26FC3lNNnNIatBhAWlAUbt+8nb9ezxvMT+3JppMoxLSxXnJgaZ+79n9KYr6XdccU07RxrP+O7tY+zjdEilf04hhmtB+s9g9qohjiBQTMrNTg70Qc048Zgu53vjd1epSeb0/O4rGiWgVrJAR3qrWns7Phdh+rs3YebTl8wcw1i3m9Da7e3pu+3nQ2MtOyrywrNtueDRWcTtdXxcbNHDSrarU3QD8Vh5j5Onu6/oTAFpqfGZfZLeda5+bT+GO173VJhTJqaLrFG3qeDx4vZ00MOk5Kh1mq2QPC4V2+3yjEOCVJ0pOXmW51m67plbavS2VfZ7vWSmOcp7QtRyX1ZsmOgJZDqHUArS082aKT1wRo8flTFLZdS5l8tbRZaFDfVc8lSr/wBBhTI7J3A/iTY1m00v6XiiTWKf9HypOPfONXF6IlLgAorhEjs7+7Hs2OqriqoTctYbqV5QKWLHW+m+tC8y93zG6OMPRV0iEwD3QMG3HUN8y7oaFb0GZPsfGGTsnLn9a1m85877ym/vQIyFuXHHL4cbw07+moACuzzbg0fKOtKYpgGmuHzv8UxNtRRAlmVltThUpSBpLqMDe/fxuhOV0jdmc+mjiUPUJANVa/w43zRtKXGwgrQkJaJUVVF5WrHzniphttuz/wBCLrpQlRcNypACsRgfVxhGk9tstLarKhNmsfpK1VcuXKhsDa/DjzT/AJNEKctPukJcTdQa9BHA43xGU7w+tKlLSSTVIVWgKift4qYnHJsyVPTLrNEsioxxIFNZ9XFBCk7biQ5H6VIcp33mLFzIxMyfd1q+6OMIXJpZftJx53BptxKswvZX48cNX09GL5lVaH6WhpvQDdPnK1n2jR/MqArEzDDF4ivdF7QoraulF5XbW9pJ2q9gj0TdIKQiFC/VHqV+k5gsZ0Ed6xT3tSVbSrtLyTeTgf6UZlQuN98cUoarldql3p7Cfm9Bha0AzNEc++3oc7m7Ovt1+H44SfazjrVO9laruGjrzY+rVXlYdWGQrjdHSLUvNTkvLtBKNg7V3waaXhE8KTdkE4ooF1zRKE1SlPN0ldXsRwoGoOTjo7kNoXRg7m/lOrtXutpXSqg6x1VhQKfDhKWwUjWtKFDaUn8vu9a6qIcwXuh/ElmgFIQlxOadUKVTuoAPpP2ajhZVolTnwTbXCkXyXQoFXbNIp48DT2b6iqW5lTqwholZoQkp3EgAaqb+j8YtaeAe+ChaoQq7V5JF7oTMo6a83p8XTDGEblZ9QpcNINrmmXTdzizRHUulQ+iPZdpQeC0BsqClAEhONf5fWjeUBQXW2AXMdC4Uj6YcZdlIcKyApSykkgbNfR49FUfSmtXNGTheSoDr9HgHPTKumMgpiVbv9613dHxRkMFVARoZdLxG1h6uPHAk4gOWgyl24RUEw+Il7r7lAam8DWGq0052bl7jaRTGp3x+b27hfcjSu/4MIut5T01XJf78cNKWA6SI7p+DHRMvlIOlEv8A+5HCbqAF1G+sdV07bHauS6n+/P3LytDWCpKtR/in62lx+MBU/V/hD5kwwHrRZaOFOZtJXpUh8upINCsGxO8SYYoc76O0rjR9WqB3AO631BTigSooOlimu1x9ghwzyZOWeEnRvN3bmtOlew38fSyzRUQ8cSdd/RToxzcDdytytQUYygClzN9o6RUUnswhrN5BaA3E3oOfWpaqlSbxF9XYYHKKpxpjqjaApZ97UpfktftPJ+Zs54pCmAXUw1Mz65ZzvqAUOJKFYHefJhLJiZDVrISpVEzIzK8dV6PLdkhLTMwyUJIQq+ipGIHng7ClJGUbUw5NZ5l2aeArS55OleGpPnpzfYIsp9KJiVcQhaVrWKXr1cKXubx6RMUvycWiE5QsBVAHbzeN7q3k+8mnbqVhF1Sr47m1Af4mle4/q2o8/ZY2WzzByrNhl2y7TMlMai4pnwtIVG5XHgxI8iFFKZ6QPfizM19BStHR5uHt7cYFy+kSJmUngD8olHNVrrdVh5NIcsm2aPmdd+WmVp1bN1KUIu+xWPW9cDuwCjvfrhJUd5YLDE9Ks2hQB5mWp/mI+V6dq6pR+b04Uq2QDHReX9mm2Mnn2BnwWWs4G/e8XZT7drnR4FCiKUNYqzzBNY79TdPonBuVdSEPrBpehazg0C26r9tEsyGtCWn5Q2Nb8uHWeac1T3oj07KKs+emJI6mnDd88eDrNKdVqaZLKc+NHGwRTZ2bsWKzOkNMDehOklKsKaStrj5xMU3Yc+WJmtflLvV2ro+z3osiUnGHGm1vuXVDSp1+Ps8FMZWZBZC98IUrlrQe+R3fe4V93ZhG05gB84jAbrye3j80NHxiiVYXOBGeTtV6vG15vCVDFPWsheMsUOXdHove72Hi7AmYvdLFy1tm1n3Gr2dzTQOc8hKaaQ6TiMO2Kxysn+7Lfmp0N3c8oq8dVE/bD5lRlE3mlybYvn5NXHq4JiONNvPPOBeKlYccfSaa0LCxukpyEEi+5QbJznZBcjLd9bUfQgxuRYbdalmPl1Ynjj2Cr3JWV3pBI8mGAEw4Nb8SZ+40kEgrIrTUrp8cIKlqRKGrLabBbeNQVAA+IfgOExtNWRnUa6gqUR9b7OFR7xKV44w7lRBUvSpxi0uTaXZl8kmhShnnFTTjml8mmqEpV04pJiF2nJ5uUWAMTdClp/q7eNKLKl5dclZsgw/cCkySG1c27oq0vnJT73QIJEdW6BmBoGlqJ+RzTya80L2bq/PpbJ4ux4t9+XfbbzawEqSFXFqva7o+ar5vopVG9muBSaFKqIXexUKfRr50HFSZJgl8hr812mCK8eTGixqwSKTaZ15hrOFnekYuaOq/d92le2Ge21Tj8y7qDZvcz1aXHzYPmh3daLQ1DRWja09ZvV2ubr2vShK0S0VBj9F17eG0nUnV4SuKxQ7o8aZTLlbzecJWhVEqGvwVXru1x1UxL8lliWlHBTBXfFXteklKU6XHzVKhoflHnLQbbCAiYWHLt/a0VcJ/kmH+whmm0sIRVOitV69XyfZxeUmIavTOtqVts96bc+TT1rvymymnzb/up2sYbbbYzoFGc6GgpbnlePXTSTxWHq1JEvd5xdFyvN+bx9WGoO/Kppne9qHO61ePzRQv1IbTQpbZLPiXOOdzTn1jq39qvWeyJAqY7+Qyeff+29q8LXtc7a1xMNPNTIZDOazbaivHoSPJ48GHJpS6Z5aKOJBB0O1J+zgwF5pFDLS5f/0q1MH9hc9FIp066q4TFecro/6Wd0U/vcqhz5qlJT/w0/zixmw3tLco2mpOh2V+3jGK+5X/AO8Wcd2bUjwsFfvgDymYG/aBRGy5Zcw+yi7fOOIFKH+RA8/aoRJXLOYs6zHAhd6YFXL149dKk+wH1jddq2ZPENzkuW0pqsBJJ8IkV9ifUek1lltoYXZzi0KQ4DgFFIHZ9tfN4oRkvUtuLwy01ytsknEGzw42pKu51lVKEUGlTX5VPMfCoqkqXaZaKW0oWpRCCUil4AfShXs8GGnJqZUG3Zd+6FuJJAvUxSsK3eTXz9MOTrSquTKwVLbFLorgEiu4dp+cPRBju0T0juiuDxBynCz3QJkpQyGu8JWitdHSJUnDs+g9sC5TqCs0GZQH0LvOw8+Ht8UDzj5dnA8k320BabikePDS8Q96AbTvKmGndBoaOnhtXQT/ABRtB/mIWQ+PhMc0ye6Hj3rbT1ewnfFgZFNdzWGZioDTums3E6GjS7x9WITmA5N9yIQK52ir3SpV36Lo9FPQYmlo9xyOTWYFcbraGxzdRUrHVj1ebCxFqk/mbSY5jOvuZ10ta1adbyV39dEnyk+TSD1ChSjQX+ru46V28nrdbgQ3Wa209MpezJa74pA2d+BiVTNjzNFuihDd/Sb0tEj7u1d1fO0Q+9wCTw3FS6GQi2i01Ou0nRQbYVhipN6rmOO11tLp8pUGyEs29NS6X0FCzQKKQNEcKVwoXRQlvvjhYLSmtPHS5+0nzXcFdsP9gNy7SEzThuIUACVAaJvG8rV5XvdbRf4S7l7PI7lkWZVoAoUhV8pwoaDDVXjsXXJV5emkNJQSSTQ11n93t7RTdxaHXlVSKISooTXUCQOzcn6OjEmy5QITMpBXmsVHDEEgnpw2tfaek0oe6pemNL2VL5yYzj6ygNYgU2cd3zos63Slr4LtqIbJUtK0pUNVB3QjHX0pH0aqRX7SSmXmVlCCqoAFcQMN1K1w+ga6RYFsOh74L0+4V4KWhIFNpXdCNdKY4fSOiDYf/EM+oQQbYVzaEHOBRqDe2SSpI6ukrj5yoWYlG2n/AJY1v7dwK41Hi7HjwL4oM1ntHq/h0Qcw1T/M0Ur6sfS2bttc+4UaSjLWbcTfbWNHGhINfKGPHhKjI1nFLSttxObCinUSUU841cdZUZBFFAdlKGWiL11pZIvFSumGabYKZptTTYJ1BMS9xgqfUEpUGkiqa7+PHDXasopFosXUgLJAxj87BfaQ8q0vg1S+bl8oQdZbl/8A3I4PdQEq9cd//B4butW8Drzcv/7kfP1+9njjhUx02Af9O1cz1E3OfuWgTpXqRMMkpcB+93PhnPk/Ju+PrfVGuIxKCoZ4443xOMh5esoWONrSV5WjSnhV3QfL3gclsb96E5KzXc+eaZb+Uv5s9W7huT2eyEbUGal3Xs7rl+Zo/bx5MOdqStNxGbu89Kk3j/TX+KGTKWe/0O6N+ijOc36IxwCCAth9USD2UHmEOXac/fCiEqWtLRTQFIKTXVGJWlQJIJXCyUgqBIOqNl42WVE5CsLW0VKxCkuBSTEwyka+MbKRbUu4tIuhCxVWtQp09MRmcaXm23WE6IIT466oUTPK7hfkLxDCtMimqgw5vTFowVSbzINl+7OJeBIDRGrreeL+yXm2p+TS+QXmqD5TR303eSnikUDL6v8AC+7Fi8mGUYlixZ8w/wB4dPe++K5qbqvR3/uj0pIbqHZJZEbXxnUrGt9gPWY7qFL3W2tf3Uf1ViOZIP8A6RTXRffF83H6MTEwtNlmdlXWa95mG7mc8dafd+b1ojliWe3JzV1tvTC1aXWTROH3vP0KVAWnUEjD3TzaLwYseZn/AJbNyhXm84rm9Xq7KtfV6RVXM9voAmm1DnJJ94x0jlL3/JG1u58P0Vf1bt36w9mqOaZmrzyUaqb4mE8pjEHKsLJrJb+1WTrMxKKDE9KfK0Ku+ITopVdOGGr2RE56Tm5Wbf8AjJKg92j5TwvK7IlPJjZFtpbftKx5o51hzGWJb74FaO1e6fxiyZuTlcssn+6LQeS6pLaNQV3snwq+CrzK6YoX+GebH9FL5fDcW0qFBu98rsw6y1oLQ5fW5duovDSw1Yc3j0UwPldYxsW05iVNdKi2/wDLOz9sNbSyjdWLtp+53TYpysr+1tn/ANke5X2B3QfK8r6FJ/nWIm1a01KyhQ08kr56qj8IZkoLjyMdUFyCJRtObdeUUc9V4/hFywBUZGkJaXmZ15akhN4nHVDzLy7MhLrefWErSMMYTTaEqy2RLNkLGs1MNk1MvzLyy4gqQRhjHhZTbXNjFDlbGazlpInUg3tVaRMrImkTaENNP3lK1ihiDkFtugwPRGsrNTUu8lyXVcIOJi7twl3FzjY5VgPNO0FcUhZI9d36fZ4MES6iWA0jF0FIHnx47PCiLsZUu9zUdxdz16/4NeONGJdkhZ9sW2DMyxEjLtfKzbjaV5vrXW1YqVdw/fjATG5NsnjbyvLKsJ22baalXEXJZs33k66pIWLvnza/mK6ImdtsCctlwD+6BYbb8lN1Pq/HqxpJyzdmSqJaVcvy+Cys7Uw4Ui8s9F7A03XI0fOZmRmcdrOaClbWrjxc2NCFmm1mZEmqktLoZl6miUla7tbxHi2dKo2YYpuYU/NFx3NFrRou4m9u0q04VDraWeeS0Es43+feVtVF3HqiNJeyUSzSQtaS/dSpRJ0vXxq8pMGfK4fCk2Ad14zfakpguHTuXQe2l7N9bd7Eq1phtlkhXfSnvrenf5q9IFW/s+bWFLZJlsyzj33FvO3fJu3U/T5u2DpANqZSvNhC1NaSlKUTs9XwdKnWuHzwH6lbSh3Ey8vPMKljeQqtNC7crhq3Ur7erEiyQb+Xz+itTgob3pfRztrZ51axZvPVYdcQpOltqSON/o1VevXkxJ8kZiky80fkqXM3taV6nH5oq54OwVZB5CU7997qp30j7388P4YbLTkc06soboh3STo7P3ub81PWBMF54szTr2JFfJ5tejwoPd/SWLub6bqVJB6yed5PCrqoT8RrTbkEMeDbVC+51NzAdNSEZwbr3TpeeCbNbzWaaJxRjii6m6FXN3q8mCS9pUwq35W5XH1tqG+aP6RXMkOX7/N2h9ij9PVizn2mWhOetsthCG7ysFdTSvceFdV1ohvK8z/oSUmBjm5hTPkVT+7hMS6znj3Oc0MXLuvn793HpQw8obQ/snNlpn5O6dhV1GlRX19cCLrTcIp4Ve5OFb1pS4QlSryNngeD7o6qokhtB+XU0LRGfYqnN9TRTdTeu01XlXf3iIhZEwhuflXg6dFVVKCUnNi94Xkq4AiVM1VZ5zXfWkHwVK40h6oVm5WnGPKlJiTzQbnWnXM24tSUJwTdTTVS8rjyUwbPvtMy1Knvmw2NG/o16O3S8HzwmW0t5NyzVRVh9WnjVWrds9Pq6EpjZIZUHHSPFpq06JJHi2kmn1VQOH7SSky+UMjo91ohlK1soW5mkrTTGm8AUwp28FMeTC3LiWFGhqUa1XgnHfXoA/qg8tIBl23EXitq6mnWFBX11/kExtLSq1qbCmwoHGgNQRiNevUOFRqBtbrNcb29EFIWe4/PqdDRUoi8AAiqThvI6RwmHDKyeDkxL2cykXWW7zoxwUamuFO3+ZMOrRl2bPdmmnAkt0QEEaJJodfjHCYjEzempl50qNVJzilatHE09Vf5gwKRB1eJv6IqxGXTaTTOFJdv56lJx49HZh9si0Jmzv0nPtFjO/tE829e3dZScddEwHZ4Jzr9Gf8ACc73zU7XhbKh7NULyiQqZ7no7mi50K63Vr7dfngcWJHM3U8KfFfGfKU6VlLem+6Ze6xOu/Ks98511N5KtV7s/AGDrSTmJa+nvTdKU0Va1Ypx8lP1tqsCsSHcEoi82gPrOd0qKvEDcVc2797ddukkX093nfu0ubo7ScdlKfPe37VYofd9mm29kN7vEXllobbYuOfKrQWwVUN0VApv6PoPRDpJy7qEFLaUoU4m8V1N1IAvaiMNevxnpEBWdKABCCkgDRwGolY11NNZ39m6HckBtYShSCEUQhS9qqK193f2nXDRbRKVkdbUNay0NofLalJzQIJAACcaar2Iw+jfSJw5/wDmozqyKhb6VUO6swkxWFtPOqm+41qF1AKii6aGlMDu1n6N1ItZ66fgszpqkAuJUEDcBND7BDWEKnZ9QoIqIrnsBnuiu/qaV360LCYPt+U8HS0f3/djx94NvZvWtzY9YjJkGo49Hm9ZPzY+jtcud00iJoAypdHfXXB4XW/cYyB5p/MoeTXM1wznP2ur6PTzjGRcBVcVbKGit0KuJQkCoGHheKGO0JbOTjYQE3q1JJiXobUEgFASsC7gfH0QyTzFy0mbyQUqNCAY/PkYtfXBIrE5A2EtSdvLApVtrf2Lj56uoKnygHHGPo1yNEps+2qJui419C+2PnmWUuP3gKYR02IPsmrEzn6pnLSWF0NiLByIIpmSaBy75V4J3ev0vJiBAULYiwMmGc1LCjLTtb3lLomt1NfIV6oJkbsLVTGFvCfbUUADiHW9G5m67PVx3K5w5sQHKqYWoFIbTQXb4r0CkS10ttS7uezeN7oT9kQi21IXMPDNqoL171xmYTTJKHHsncx4iYWjugJRAUq79EOM9LpZdl1JWSVaKxXjdGlnZtDqaJSaprqh3bbbm0tBV0qSvSokRszDyLNgGpyAVKLXZi1Adhx+bDU0lxorONDQKoT4/piVPSbmYcbDarqscAPRiMzJDM682lCqAAnDzwJjkSZlFDPpBUlKd4xhxybQ4Z1phpyjgFUCnO9UBoBCyCgUu66x7IuOsOIcadCXkaaDTX2fbFkBWXY+VVo2cWJa2ZerI1fV2tTnn3p0jjE0sxVn2rM/GbEyHT+sFw9Uc2uHR5oiCWRatlh5uiMO8L6qq4J1dJUFedPbAGTcgty1ZprPmz7RCg4woNpukdCk08n3teN5d7L7pOSBoFt2U6yn7xkla4G9hzwv1Wju48mOcBi4E9MX/ZVuGcm12FarGam7pQNnvlU1SqvnTh6WySIoOaacZecaULriFFKqdO+LRDTYKmEVatbkuY/6ITgTnbzj9wfNqn6fZ44zkxttMhPT9jWgxevlRKTTRXWiwPUPHviKcnOUpsaZMs+e8vXe+fs7vm6IVyqAkco2bTs6bvJmbr4VUaLmpQPnBgEkOskFRpsn5p15WwHjKTtOsPdF1UV+BddiWcoNty9oyciGDU0U4drQ5t3jq9sRaWGddpDGMzSzSeyJEfICk0ocziqx4ltGbVerrh8lrEeo0rcL0b2vZqZWVZf7oHffK52lx69cFcQVcPrsmkMtBkQvMA3aj7uz6o3YcDkr3/rXUq7NL8yeKxIrHmLN/spalnTAGf8A7w1s7SfC9FWH7oqXaVXVaiBBJb43Qt8W0F6hpr9PjikapmU92AkYb9rrcfzi1m7PsS2ZViXJS01NNVltrq7OjS9TS8d2KySaVLnUqkAxof8AM441xfHJ9ZR/5PrIUatd1Z9w7P7W4FepI/piuOUGxJaz5lh+zGQ0y7gWxzLu1tKi3cmcckLCZz3ycmn2OK+ton0Yvrsobjrj+q8mJNkNuFTqiV4JTdXs6PhbWHs6wSYbaPszGFT81Oje/FfzR44e87nas3XNPRApzePq+CmEqM1wFe9+F4z1fXtc7ag7XHulgDW6aZZl8zWLNc3e6qbldrVv0VQXMCZpjfza7vSlWu9zfBH1t968RKMjuh18Miml1trUd/hcJjeZBpTyVo1dP7jHpHUwqKsqK5RC84M+Mc33rqc5PpbW/rdBMODrLbMsEO1FxtKbq9rcOt2fR1YUmU3rTZz7ubzZTu5vjHlcYwRaTLr+dawzWl1uto8ePmwsJEekzrAQgLbVfqb16hru6PGeL1TMn3FtTqVhVbtGlVNNHAbwR9no3Y3cl7ialNSAARXCEpdhLZzq1IC1gXKHeKce3UcBmQVupMakYUt5hbiVkNuApLZO0RVXYd3j89YIZUhLKxUi6SS2QMCcOnt4EJNocczatFQAKtG8acfv1gV3Yavr74o3lBRVQAY4018b95om526s2MpktR5kWg09jT73jpe5qv6oHm9+rN6PlbVenw0+l54d5tjuwFqnegvweym/wfZ4ojM2KKz22sFRUrm6SUqT7qeNUGYbUFlkBOMqXRZ+BptX/o8LoV6J62MBZXsF/JydlxXPZrU5d8JV69Tyfp11jeybz/dLve8XNPZuoSP3bMOLrLLyn2s93pxK0X9reocfmiyZbsqIs2+C2suDnJHjr/OJhJTD0tJKaKkZpZIBKSN4P00iKSjJJcKEhSm1pUkeOoP0xN5iz1zGStkTjcuEhN5h9QSNysD7I9NRO6YG268lZqXTZjoLLKphJUSokat/2Q7yjbwsuXQGGQLqQcDWpJqcPOIh7rrmmhF5JNMASK3gPwicKlw4wvXfJuJFMBe0a+YE/Rvi+I2nWvSvLxRQz+eKg4P8RS9Db9Y1+FC8qwpp8ZkFvNr8m4pSfw3daFmAXaPoaNZe8EXaXVK1606VLvGkqJDYsi4+8VHukbJOvTSnjVtRoDdKyO0ttM2UY7msuXlD+uPdDvzdFN6h8H5vRhAMlLliZdaYl/kgouE+UlKk3ePtj22ybUtJ195+ga0G6dVGI0Txe0oNlBQVzzrrubvoPlVGxpVw97RgGlRVNB9UWzmQpD6LiluKUQlVAL2GOJ4B7TC9lsPPTl9CQEkkKOskpUlOvop7R0hJgizJNUxMS6y2UlJJAFagjChw8GnmMShqRbSUpS0EKKSgFIoBTDEVPTX1DfUGw2ao2j0Sk8mk0o7Nk3HNQL95ATXDAlYNa0oTXsx6CoRugpZBKqKaFGlBON0VOI1mmofyTCzqlG62hgLvUAK8ThVWFR21r2HooVJWVR3SgLQFqoG00wwG7cOzzjpwJkRaiVRs2kWlLJBZqnFnNfKe6raTTnK97xx7ak2JJpvuh1dUbSrhGcwu10fNwlV5eXfCQXWqDN8/SV2jx4fViKWjOmYn64kaPghPbhpbhxdVC8T9bbpXa23X6JN/Fbk1jjuwVjU+Tzj7T1ouqZzP/Nbm60BLn/8AlJ0YpY0Cb7jYWu8EpVnVV0ldb0k8Vi3Zkh34JU4flXRMp8LS7rSN8OYzvtWj5hEk4VCqqySzRqrXkpTtJ2d3uwsXwyWRr/Wc7jjrQMS45ro3f2F4qhF90ktAd4K70fQWbLmjujZhkr70k4nUV6NOKH1xkJMuOtYnG9zEakxkX1N9V7Ta6DeQc4KqCkpBVUnsPTDVakuG7QlypYqokgA9sSNttC5ZRC03gkgjEbj4oZZ8KVPMKqml4gE16Y+ARL6cTSnvJQ2pNn2rXAqS1hTsX2R8/VIDI0kax0dpjv8A5LVaNqJO5LW7sXHz5mZlx9SkXRRI6O09kdLh7QtWTlG5nJOVCXJ9ttQIStdAa9IoN3TFkWU0hEkwVaTiajDdU1FNXi8/SYgVkS6lzLDjgrcSVn2jp14cDGLCycF+TK5jRUoFSezCv0/T2CPZ37sq+J8QSdqOhuzJpxdEuNjR8VN2Pb9PbFeTLqgXTrCgB6ol2Vs2E2ctNauKUKU8dejpP0dBiEzC0qWtFaUVh49Vd2FeNUBwGeQL2QbeVtJuKbfSDVKab9+v8IldlKGcllEZxBPM5ur7DwIjzDOeDR6OLuuHnJydcWZZpeFyvRzvCorjxmNOtQS106082khYd0EDN7KUpvaO0pKVb/4vEIiNuy7fdGeaqG+Dd45sTZd1d7NobUpvBTinEnC94Sdd73fJTDZlLL5+WdIHybadQvc7sPHlQqzlMy/DShLVQtSSDQDpheUUC4lV9SVI0gKHEcYwOogFRB3a43aJBBB/lBapL1asfIx1ldl9xpVi06o9XDD7eFVMN3dEzI5RfGLFaSs1m65zb0ecmtUpIbV4vVAeRU63LWlLhRwmVLa62OH28YGH6VlkzFlWq/hXurOc79X+9z1RLhSDalNr2cLckmZmXfzE9Kj9GmR/vOjSqfrV3m9R2UbbrFuTLae9uAXXL3X50X1kHWZye7xxo3eOztiEcqeTVJo20H2CyP0d3OOJ6qVJ8ra1wIbO0lUYaVYALSlBwJNa07P3R5dW4UJChStcYd7Sk+4xIrNwpmJfPJI46aphvZbF4GowO+Lq9rG5dZSoihphhB0onvq1UAUE1NeiN5aUmVuOZgJKE4mm+DUspbcUpwUK28354lDcUZk5aXxMa2hL93ST13ONZzq+FjdppYajehLLC22LaP6NZzLDH6pryU3egaXG4QLhWnyQuJ8LSujsj2gpnmu+9Tyt2+BaRdqtpCw7Dnn5fOtFrN9EGHJ2cGtTIHjVeXAItZ5jBl6julp87jRhOYn1Toz05MEefwvFFyCp02n+TyQRMzbEv3Un1+lx+MP6cjZeySA/bpk3f1TobSaXkq0bqVb7244fVrZpbjS76HFAg1BBg2Xtmfl/kHrvjxgTmSu4d+S9v/FuphaeRVqSbDipWZ7slA5VFwq0/Cprr2RZdgO5mwZRJzte5kto2k88r/L7OdFRWDlXMNTITPEuglPg36akmgw2tcXLZjJW2yuSxqtJzezoq7PR4VHnOcz4jajSOy8DRzNc9jXVs3+Z0+FwmDRQAVZ62hzdo7vZ/FGrhOeSysgvrSXaXOwD61f5KMLLl380h1w6S1E/J9oB92v1dYTFRkub8W6E5mpN8tmhuPO+tUK1dqfrbNY3nL7iFBvZu1UpWA2dnWPC+cU6lJggh7HMjON/d/lGKYrLNA8U5yvncJhZ+WTwEdsG92mQB1U5Wlxu8m9pbN294Xj+tr2hZgm9gW6aXM52O7Vv9vbDvLSQrmms5R291kqvJ7KatFP1toQsJLjDx+bWPrbN6JGRXZMtjSFksKNM4Q4ipqAoHopuHZxSC/i280EgOUxwF7DV0E8eeMUvNoUFOFKSKEmmkQQN9ej7eiNZWZbvrUh0BRwFd2AO5I47YUkkJOyIIL3WPsBoraLiwFmiFEE0FO3j2R5LMJzJ0ACSlanCAK0Jrx++D0IQuzwAhKiaIBJ1nEdPGuFG0OobzZN0awihwBPj7Pt1wRm4VaDdk39+ru444TDLlIxJssaNS38p1dIqFU+6oeFd0tKJQQc4habtNkqbSn0U+8nH8TAto2bU1lQCcypN9NbqkHD5t0H6u1dVBWOpwd6IUjaUSswAd8o7328u/f0UK9eqHKTeAlXg8F5sgd+v3ru6uz2D2jmwIkOtWo4pxrTv3ljwanUePeVCU6ooeNLiAdFKlJCkp5v2cC7DValdoVV2c0FTNqKZQatrWCK80Y/jFt8mssm08hZ2QmRUBxTCBhW9drXX08UpFVsUZymtKWF0JWVor03kkdJ3GnBi0OSKvcsxLm7nSW1AVGtQ16uzjCAZQOmwvSO82yrtDaha8pMLSbina3anUDUbuj8dcTSXUXg+lIUgZsAdhx+2vm88MFryqkZWJl2ynNtPr3nUkU6ePHEkkirOOh1KAnZCh4VfH00/dWGsQUy1Z7gRsnSTYz1oMpHe85drTq9UHWQno+9DplC63Y9iTAln223nKXb93Hm4XgRzuBWMyRZ/SK/rWfJ8DsTU/j4oCy9mEvzjKS+MN2l+sSlSlXq01Kp6VdQpDwFC0kX/AGmhR+xqmzze2Dpo5yd2kr1Kw9Lah9bYDciu73tROnRtV3Z+aeObDaw1RnNt3LyklKU3usq7+XikSfJqVJ7+v9Vg2G/BTtJu0u6OHBEejK9Md7S9jygYXorGtVb9AK391POPN2Q9vZxDbbaQkhAu4XTU4hQ1DfQ+c7iaDvoS05VxCiu8pRJxoKmu/wAXFI0tRbjwUlq+DRV0AkVFCqta661Pm8cRA/RI5vokJna90KWwJnRBoRVStVw1vKFNeoewb0iu7TFCkBy42kJwBqCagGuvcr3vCNBmwG3EzAcUAB8mrUUm6K16fs80JCbvO58tEAhKQRheAVj0Y4ni9QrnXRQ62W81V6rALTne+9+UnG76kq/q1xdTi0Si2WloSb14J5p3c1XW+3mqTB7jrrbzbqXM4sKuBvrAVCuPyphHKZTTTzU2G823NDOX+sTQjm8XvCVGUHmOctHdacTbYB6Jrn5kAZu5eaTpKvCuPO3dXR9lbxNbqlSHPggKWcBnU3//AKxMULNVeBo997nDpPYfXF8tafwM1KRrzqc5/wDWJjRwnf6mP6hXmFRELn6aLLM1gWjt/m6NrfGSz97X+q6mj9qePBgc95JNa4/J6KeOiFs7Qar/AKecvJj6E11LmKRL6qNA+ivm8ahGQD8p8oL/AIUZBtail1RMFS65xNV41Kt+HZWAZsJE7LKUCClZokQ7PMKmM4SULxN2u76IAnu9T0ughSwFaRGrVHwFuxX0h3w0pvyfIpJ2lhrQn70fPKVku+g9v0Egx9FMhUgSlo9F1P3o+ek9MyzC5jVXNKzfynTd6eBHUYI+yCyp/jTc1OHU0SEEmpO4UETiwSXLEYbN4rKzodt4n6DWK6lVOLmmr1FVJBSBuwEWfLX5eQbaZoFhaarpvJH40i2Zu1Wj8iiuWakouNlASQuoc7MDT2ViOMqKpdSinOLNBEh5QFJDy0JQVFCQSOgaQr7KQ02Q2hMpfKam8TWLYjfIqPksrGlXG0scfRDjZAuTgSTQUjbMfpFWc05nG/k9HSVhC7kopxlJNUHVe1FVaEfVw6RjuTB2ClV6dbOnXmi2zTOtI+rjRXOpBbLjqitsPBLdQKqbpXzJ4vXeqpUNlmTQbfSkgJGspHOrUK+nDo9JUPElZypiavAd5HfG/JVdSnftUUr+eMQ6IjhXZM03qUHyjs34vtWdkCDji36Wkn0b3shuzHyVUPd78rH3osLlSsuYOYtBIzPes26adXS6erxWIK4SgYAHxiKOahNOpL2Q/mJlme+Wzbl+nkqT+VPvRamQ7Eg5ZDdTtOLc+T/2d291byvdVFOS4wIGdzv5sYtPJGaHxRZcv8i8XUy/5lKx6MfR7TFuVDhSesiJh5ixbTk2XqOS8w6znPFQaPlEK4AMDyMuxaDk1IWi+GmXGS5MuFzYTUKSrzXa+PxmFpuXCbNe7nLwNe+t6Ks5zU7PO0fUmnRFdcotpUmvi+XmKYZx4eF6heOik8CKHnZUYy0VI5OPWxkbYPxa1n5xlTwcRVOqt7RSrBXymrx9IiNO2bMyc13O80tLgcuLCk0KTFvZBzWRjVkWSpU0Z051ruqQDahcQpu8KueVe89eiCMsrQsvKG2sxYliTjkjKIvgzW3dupvdN7aVSpptdkLvnLXVWyGHKqLOIl1d1tFyujcFbyf5Q7Sds2daNq9wT8tmSMflNBejpJ/dqpDnl1koqzE90CzyA6K5rR8pSUqVj27+nVFczb9bXz8vuucfu1QRpDtwoay1MVWbLm1CBMZn5vO0kp19CVfOg6VySrZfdEvMd+bb74054N7S0a6W6nniLumaLaHaqrd0trm3fy+70gQ72XlVakmGs6M9X0VISK1p608VEQ9jjwVVNFq2Jm2C5TEcdMNTMmt9vNpQpVOgV+2Jv/aSzZgVfs7vvybks45/eLytJOcpo7Khq51YcrMn55gH+z9v2Rk6w7d71Ls55bfVvOO6alD2bqQUWFYGlAzZU2MChQ8yeOOiBM2L4K0qw6MInk63laxKKteWygTboadvvCikLQq7evJ6ydrzUwpANkvWNaSmRMvPMKebzZdbCl9znavKTXSwSrDX7IFq0q7VGmkpvNAKIbqq983jgqi+MlbQFnZHSsyrOuNtNXMb28gepXT2jsisJTJyYFvsyQlzOgOVaLQ+XQlV1Kt91J9frMZlBlTadvr/ALNtOqStybQEijYACe9pSnQF2mcVv316IDkjxW6V5oVh8lqZuYl57LC0a560XqMjR72y3eupu82ukfRrEyvVoWtWkfLViOPm7MIyAYs6z5ezWR3poZtGCtlOq6qtean+YMDVer3k+P0cQnWrra4zHOsq12i5lwksutKLDJ2zRVTjho+b3eskQG+93YaDHwxo7q4+v2+VHrovONEtByuyaYnHD6enm+CI8ldbL5/QmRu+d1dpNMf5mLeHSLHsEgkqDaW3G0pCEm6qg3g7q+b91DCrMwQHSQQVAJUAMATifdKf6tWjzis4Lia3ziKkDfvJ6CP6aQu+oB1YWtaw47cuX61xpXHjDprEtYX/ABI5fq5Xkt35grbQpCSgEJO4YD8P5ak2BLZyqnUlsklWcUAVdlK+LikESykobQujeIJUSAbpwNK11avb4UbPttNNtpALlxRqpIIukCoPrUR5uiLDHf8Awrxl0hES9KNd5o5o9XT0a3eyFmyzW5cxVdvKV7bvq40YbHXKtUDdzZVdV6SsL3jPnx60Kstku1zR6qNIeva48WzcMcOUB2wtOBu59ZXnNHFJSk9nhcfOhCrLLFa/J+jzKDX28XYxLrYQZglsFIArd2k6KujjR6qoa560rxMtL7/1uj1bvZzvZ2RZrSRZQwSE3vZg2jNPpGg6gaScPq+Sn620DeaygVcCE6TbiVAnZ39X5vk3uapMOQGbZc084/spVe2inR63Z7PBTDTaFQ+M78rpatK4nq4jm9PWhtnlVwdSrS2Jgy/KA+8+BV6Z1bs1eu7WvVu82uJjySTGYyhdbJRmlocTo6WINfdFfX4Soi/KWzdtxiY/7wjC431aD6YIyan5+VtLPDB10LXnHNPaTXp4164pK2xSudxScDMd35Xz0wx35l113N7XWvbPNVT8NeMSeVBujOjNOuXr/N0ePeiGWHnDNrcRpJqdWHr4/NEysPSIZffdJ0e9+kacc3mw7A3ZUk8rbUzyclu5JMvODBSNL1atausrS/MmIRbMz8Y2uXgx3jU1j4SV9B8L5t7VtTHKKcmbNyecDdAtDdxGvbNaebH6E7N2kCspmWLDKUoNa4N5zG9tfxfxJTB3pOLklSSVs/ONNoaFbpuq2to4Dq7yf5FMTCUl+55ZthzBSReVtbJxHW3JP8wYDsRjudkLv7Srylej/En+kmHQNPVrdVduqVx832eDFmnT2WdkZDnGgUic6ZNw972Ffl+t97dDfMTRQyyFvaN6qsVeF+RP1taVVXtR1wvAB1xA2updVRR+bdPAUqGy03Q0ytzPBemdDa7R9AvdGlvTC7zUoce9qYmWCvLXnhmHG10PN0tHS1fWJ9vNhp7sUQVu1zdL3l7z4udjtaMKE1Cyrue9ewu6j4W7aveavQpUCrdN0zdHai7hs3knHEg11IT6/FBzsaTTBSOsVaFWpJmroDdUfJ85KbqvdUrDVXCGe1HlPWQ6lL+dEspVL928psqUfHpUV80c6NbLmFG0JYBmWziK3xUfs6nd7uzzdmG+y7RTI2w0FUaCjmztc5WjvrzU/NVvMc/kNrJkeOdq/NbWIdBAq7QT74Zzmpz7276eLsX8EuI+BYHhtOP6X/13HbHP+UlmmRtB1t496bvHY0rpUbqONrC9ui+JR5xz4Eq3CdEzGiD/AK9Gz012t7HDvSBnRFkLrVAM94llVxOj9ZPR5SjGqlVup1oCUqUo6NOONpUDl7WONrpjSTdLTSK+mo9WPoQdsuT0hK50yv606Hi8XWjIwPD9cP1ityoyLal6vmux7PbQAVOKwJ10hvtRsO2ghDYrQ4duEOjBUGktqSpVzcofaYb5tOetJhBAopXN3YR8JY6yvo7h5bUzyCSUS1o16g+9HzSeTV9WcJRr+3sj6aZIpuS1o0/Zj70fMh1Bz6r+nr3eOOqwD/p2rJk+Mp3yTQFWo2lanFXioatRoPs4wEWM0FKlw2u8U3hXtIJrv6SOKxX2Rq1t2mlalVUUqUexVBx/IRP5cqcaYSm8XKXvGb3i7eFVgeUdblQbKB8oTifjl1DalAqUgAV1UA7OkH+VICyfcQ4hTQU4KN1IpzaqP0V4AjzLc1yhm1KKg4h66RUYCpHTTdwmkbZLi5OrQ4uilNkJB6t2vH4gQ5B5WqshtP6QMHk073dv9baoYsMWQH7MlXpsDOm7p7XN3E6ud5VdKIXZkrnAW863fuBStXldXj0lRZ2Tf6RZLD5l8M39VPm/xPo1UhlotKSuqlVNsyhs6dpQ4u4VHpXfN7fHEpyOm0VEiSPlVGulpqu3FJu6uOiJnatly1uAB6VDua1Zzylc6tb21xtRu18gLSsSa7qliX062qFva+9Q9GsQUDQhGXV2T1lTYbk5kxONShcedfa7xrTRW0E+Om/70c9qWpKikg1CaGL6sO3W3LOdS7m0u6TaK4X9HS3a+tFQ5bSC7Oymn5dojN55S0HwVaQ+m7AZ21SPjuq0xNBSTWHgzM+xZEnPyCu/2faWc8hSkpUlV2ngq1/TDU68kDUIXk2u5giZnHb1LoQnVfSU3admGELkpnlSBeXFoP2W1WXYafaNXnAdd3RbuppVCvPTdQDCBbJkLPyiyoZVNTBkRNYl3b5uCdIw3Tb9jFouS8tmXyhAu5xS85dTpOXtXb9lI2TZ1ormQ1Z0g+a8zNq2Uq2fBEJyuo3wnIgHM0tFH1UyyG/svKfG8tbFZ1fydnujQRW8rSu6hUXfneODrUtJmbyULMrmUPh1pzvrlzSbSpSs2qlFHa1+juhpsiw8orJlPjB+zZJlmW085MuJ0NLq4n1Qhyjd3CyWDP2gHa6pUNJGnzVOYnmqV/u09MBjeHmkhI37QPTfa2VmVWWc06ZmYN1xtEs4dFCAhPNu80XYlGS+SGQlpSb0urLRmyZ4Xs647IKXn/Jx0aK3b+2IhJzHc/J88qXAq1Na9Lq3ePVAlk5VTDD7aJaRZU+64kpJUa9nQn2fhBbJFNFKQFJbWyUUxaGZsq27MtKVH6/PZn2OAQIrJu02pcvZmrWivONuaPbqMPkpbT8tMvG28ie7w0O+9zTyULRe2dgdHjgiW5Rci5iV7mmLFtWymR+zdSvT+YPXrrFtbz8DfzQ3sJ4UOYk3AktKZCu+bVylOON0COMtpWWi8Vd82b9OON9IcLZVk7MWu9P5O5STskHflBNy3PUnS2cMbvRCNkgTAzExMMHvn96lnOZeuqvNqobvipBw9U00nfIO0TIWwEKxYLdMfXzdrH82qPbYZRZmWs9JSEuAm0RWW2l5tSnEpU560q80NUs8GJl15jvubPhbKfzQHlxaSpiZkplNQe5N139opPR0wN7L3VIxbg1WnZOVmTuTeThCZkP2zNYBHfME87dRNdUQ2UteVl7Xk8orWnQ7Od1JQ444NQ0lK0U9F5WO7RuxWTE260pBJKrvbErlHXrVZTohvR09ezTagRZpRiyl0DZ9s2bPWfnrNmkONto+UQfF9mHu7QEMWUWWtn2NMiz7NzM9On5Qj9Xe2r2FFKvbuhWlrMRVdgWS5JIYekmw6Apx2iEo0lJup2VDfxSHjIewGLVyvsmzGBmmnnMTTmJvO+y79kItEPiBhaqtiOjVak9j2lMTMpiMf4k7SVGnW+bvEEHVSuH6zav7V77v2642t+WlbPtabZltLNvlkr611Kfx/knZED2cuIHk992bul+BTe9saD8Z7gHUpjNWtEPLWoNJWhwtOKxAGo16E7qjxeoAxCklgCi79QQUoVoioBwr0/ZvoYbVupzYWGCUJReIQskitSTWvQTxeosmclG0KFACohJGbTgDdFK3SKa+z0cQTHhDN3Isnm4RedcWWQpDqaJSokqIB2amnnHq62BGceJYTLlSC45UJNRinXqprB4pCDk0L6C88SFICr9cBsYbI7fV1ob5l9NwqSReBrW7W6aAEVqOkfyvUb1tPwrzRXKcTPU76TWnT216OrdV9bag0T820O80a+d1drjydnCGOVYzwaxpnPJVo3q7/JV/VSHAtMs4Zo1b7U3fBUTTwk4fvEEABQpG2tZvul940eOLab+yq4m+NKh7EK4xjdizHcy3nWnG11Tt6StXpc7jSVDnZrKRLlRzjhdu9ZXUH03v6aQ4sYA/rKXc4dpN3Xsnj0oq3S/kITpFH2WxLOvtu55H+XrTza/NvfN7EmAplLTeGcJ52rbxqDtYda7d7dpSr3ii+9NHGgzne9m9ioDo51fRhabAB71QHR1uebj80UnYBVK10oZyp2Wh+xG5iXACpTUpJx6Lus0N7jVEZyeYdccaXnFBKUXlUGKU0rXZ13cP4osS121zdmzjLay4tVQlRTg4aEBW7GtP5XohGSDaEqZCkApqpDzhVTWDhieqAPpxhQs1I0Tk9ZOyB7kXnSUZ1wlAIxujecRiageoaiqklsSVQJ5D7ZSCcHk12QBWu/WTwbsRJpD70ypKCG1GqFUNRs0oBd8Y9e4rpYdlIl7OspU+64opSg31UrVIwB1ipx40YYj8qHO5RnlLtJyYm5aykrCSAp1YWRoY/u4oqqOSkhOzFoNnF0hdAkA4b8d+/jRiJTtoTVp5RzFpTSSruhSiOwGtAPUPV2Y2NycypaU/OIdILhDS7yTgoAUph20/eRSdWpyHL5IqUyN9pDpbVcCUkpwNFdns9XpRurMtSzrjis6heioggEcVI/fQwlUKxcSUlIpTcd1dXYN/tvQ12jMqUXpcVKG0m7cwwIA+2n7iCGS6hssYN17Iebm1Z8KQTTEiir2jUlOqtTqH81QNOkOkrzN1ANSu7SuhQ69Wo8BMCWraBzjbKlk4USFEKoeaewajCsk2GmG2Ugc5RF0ip1nVr1mMud1yNP8AKtuOHRHqWpWtLTi1tJJqkKUTSgrSuNa7Q4KoZLRn0iXKGypRUAAesrEUOqg1j+SYcp5aXLzLN+8pRIQKjAi95tkGIw+4p11xJXisAClNMHUB21qYdkfR0qYI7GtOFmToTaNnvUdDukhzyinx9BVxUQy221S0ZpTzWao4pec521ROG6DEvJBamnn3Ktd+2L3b+/ytKG3KMqOZmsSy93zm+Rs+LH90IObpetOIXCVIJqY/tHk7n69/k9f+Izd83PTT26ouTAfAgVTRSl1I/wDy6OdLCnH2VOJGdazqKL/y8Tujo63pYs/AlmJVRukTaQKf69DnTxplH1CVzPNGucZZ4KOcVoJScOMI8feJTmzpqWAR81Xj480As1FfR+bGxmsfR2erHdBy5hLMO9+bcP1/BjIRc2D+zonjXGRe166Xckm00pToQsBY10wr58DA77d20GihBB30wJ8+JgmSWlDTl1RT0Xk1r6WMDvOJM6ypKQHe1VQfPhHw1ppfRXhS3JdJSxagqaBG/wASo+Zald8Wo7o+n+ThHxdaZJFSj7FR8u5kEPKpWhjqsH9y371jSDzuT7kfnn7Sa/xG1XPnCLGYzamWkNuEEXU7Qu67v1R9HVVEG5NBW2gKVzbCl3/SHb4VIsKdKbzRFRdXRKdI+imp8Ha/BMUyXU/ShuNC1UmWbiprKSccBCS87eT2QHLqLc0HybxSdOm+E7XXnLQnHF1BD9B2CNpJCypd1QonHHfDrRSrSn0i+zgQ8e+9ifBuq1+C5FnWS60LMZks6rOaNW6J51SLu1hVWl4KjzSIqvJG0UhJaeC83e0MDeSo6x6VB5NB6U5sbKG0GJYy0qgHOlDjjrg0xop0U3uzH8cYa8TSlHi1NC4/KozClpl6/q83nl3b2zoiiU0SnA7/ABQ2WrbjUnKlmSm1GZ0c336/pa/ve3shCyZJdqkKnWlOFtxzGqLuCucK03K5u/aiUy7aSMzcTWnQlKendvonhULGOZ/xOpKSERqs5u0pfKCWfs+003ZgaEtMtXQnm3U5tPpb+qNWzGssMnFfFXxgwc+WWs2fIvK0VYbQSmLdmMmLKtRWeWwEvBFVzAvXhVNNGvapXW+bDFlJYkwlL0vPB+65+jrmpVv+8XtHSb5qtFX46o86RzfiNpiKcG9lz/NMYd54p/VAUtIOzU4zKoWS48u4kU3xNbVs5qQmCkAuHdnApHO1UJVBOSVn2bf7ptC0KPtnBofrLqbquxOKdZ+iASTMYwudtSe54WZJZBz8lMOz1p96Erpt3CDiU3kKvDwrt0eUThgqc5MzIsWyM3MMstol7y8dI3b2tIp5W1e3QjbFqsStJJCgcO9yYNVKcOGkr9ornRjeSds2lMC0K3Qfk/8ADUnaUq98p+HjMYma9sjQXKuNLMHaT3SE9lIJmaan7ROYstlzOS0r+3XeVdV5I0cN49tW5YWm9aVrl94uu9DgO3zr10+DqixLXyGSLUe+OrSenE9GbzI2tpWJ18ahC8lZ+REiKCz7NV099vr62io7Kbqd8TBlQxbxnUjAF6B5GizaLS7GtfuF+zW0mYfZLdy40oKaLmcSKhQUpJBrUnfEXyfkZOxp58W5KutWjK0UyrOClK6PTx2xasxYmR/chthNmqYzY72tpxeN5KU3hmzhxuiB5TWGwmZMzZNZ3O62zevt3laKtPm7q64agzmTk1sveFIz+FFTVvyvcc6/IP8AfzecOcveSnRVtUvK92K7nJFM2pToFVLxHNP74c5SUDk4lt90stGt9y7W75uPpobaFlTVmhM4QFSy/k3tofuhyKGOL4BVoL5j3TDLs2e0EqVJOLUes9UfRCpdU1fQ0yhpCtV3H7OPFDvZsk7PsO9xsgtt+UnSgyas0Md5mH8z0t+SnZTd2aqwr0dmEGtCLkHYcjOWn3mUB01pqvmoBVrhfLB7J6hlGLOeM/oiWmu6fk0pTdzbjeo8bsIksglnJ/J6etZwVU61RoAKN682q7eXXRwSoV/deheSMs9M2s/aNoA53TIrz1b/ADQMnUoYibKyMlvixp6cdcQ47VIu9Y6okGSOTarOm2jMd+ZdwaPbtK0fElOOrzxqJt12YaZa1X/mqoIksspLEqyH1Jab7vz2tencSSpWvDUkdaPOaUCSW0ROsqCEFxwLF3SVs827+b3ubDnybTFpWbaj+Wlmy72ZZ/Rg23e741+sUm9X9nSmv2RXuVOVMtMrel7O1E99d8lKryU4catUTLIG05x6xnbHYvO2W0FHm7alKTo4dF0+kqKMgbuGqmPDJp1SHlP85MKemRPONJbdfot4hdCHLir21u1+kk9sDsNqKlKQCltIBwFQPx3+aCUSylXnypRBKSpKAoGlNX/lj0kq6qqqtZ1lCFIAS2lQUa7QFd49eEaEhtOMNBCNhxpAAohKwCSDUE3tRO/d/VGLQG8L6m1ISpSirdxU6Ozs83ZVW0HnKtgoC6Gp3i9qCd27Ho8KFHJRJdvKcSm6lWiE0A37Q8HjSVAmvq1YuAcLTU7LJLiQp9KUKKSVaRvAVJGvXdr/ADjZ5lObaaDgW0aBwUpWuNTh5P06qiHmzpBlcyUOlakJKc2aHElVNVNWB9deiCEyTKyp1Leax2bxrvNRXdQcGogbp64Vi8fxJsTJhSluAIDaNFIoVUw1HDorxdg5qTlFodWtlLrgBNagDVeKa17AfNXcY9SxKMSrhW44lBQCEihwwNdevH7YHNqFCXDLNqwKgRWgOOidWugPngjJCUJ7r+FFzykS7bYUlDbZxNSlRFdfT0j1HctNGJeUDrjSkF3BzveoAgV6AAdY9g6pqtNyM9aq0qSFALuHckAgHoAHR7N1aITNiuWfLPLKyogXSMNdR0k7q+vouxdpQ2aTshu6Vh9BQtAICglQFLo6a19vYeaQAhMzRSkOrbStSq4nGhOA19hp6q40MJZmbTMLNHVEipUSk0pr1iu9Pr7SId5awGZwKRMoUb4SUlKCKUwOo9bD0juAIsfPyruqPcKPJeKgtRbKqpASlKveV85PGjA1nWGqUDbbAzrSHFJmHNlWbGl+67Ek+IhLl0MvOO978LekkJ19B4pBEx3mx3JCVc6qUopsqFAVduu76ubdoCqVS9pNtTbYdlVU18lQm/X23Ve7673ZCXKvOizbB+LpQ3+6NYunBIw95X281SYkdhAJs3PKoCLq+crXU/QnhUVbyi2pL2llC/Lgn9n3zwdFOkcNd7+VYI4gBUi1SSDUU3WW4p1Us2KNXEipI34dnZT+Qi5MiG0KydaqkX6klRwqanH1YRSsm0hUwygKuqSEmlBVQAqT7IuzIt1LmT8tmm8BUFSq0OH7xFYt1bOFFPTktm2VKWSLqwqianDAU9lPN0g1YX3i7OrcQlJ1EEAaIqR1e37dRoJCllS5fMh0uBaglSU12iMRj4vYOgVg9vu5l2YlJY4IFwuUGIBx9p9fbURbJl8FtlKYMXjSUkHHFO2mt0lawlaiArtwxxxvEK9Z8GCJh4FtohpZUlKqIvbyN3t4UYHZCc00ltSHVoKVFdRrqgjdqqR6u2EX3gp6WQ64W1JcBqmukigPrx9fnhctLccnutOTzTfJJzk1cl30JcdvqSEhVTqw0tQ6D/NIrGpm1EqecLLjxrRsHSx7NfaP5k0dMplByTX3PolCs24NKo9p6OClNYoCjOJaDaUhtVVHHHivt6VKpDJ/ERWx0tyVd00x/wAQaPgqvXter0oeSUTOT7OILzLuvS+b7yfm01QDZrGftGVaGJc20aXye/f0e74hDlZzLQl7SkmWWwB8mjDTUlXiwx93wYDM7cLQxmamkpjcDbDiyHTcCTz1eO9+770dNW88P+ZQl39Y4/fc5vfDaNTq1bW6OZiAFZ8viujh3zneDXwY6Pt//wDMbw/ap8L/ALbXfD2GKlCQyhUZXL7i3AtSBVQr0wqysKug0T5qwIVYElSQeyN23CbqE1UT0/vjsRJ/KubDK5RT5z3eQf8AL8ngRkDvtmjne+f2RkEtV0rvNhrOmle95m7e9UCvCk9LjOQtLVz3h6PRe3elCdo07qad75r5nm6Y+INcvozxRpTKwUqMnaRAFLn2Kj5hzIotaamtPtj6fZN6Nn2iCkiiN/iVHy/mHazqsRQD7Y7DB/ct+9YUo87lMOTVLiJqYfBGizT23h9HF5USVxSu5lKJbzjbdeZtavpMMHJsx+jOv96xzfW3Vrvh9yloLGmnqDYV9Hj88Uld9oQhF2yqqcdDrri6g3lafjgizG86JhWIomiYDmVpF+6imNYJsh5tpb61u0SU3qQ63hS5qdmG3ESIczmlXQiy8kH37oOFXG9MoX68BhqirXXECUzgWbv6uJLY1uCVLEhPEZnNd8pe531Yq5zuxQnbq1ha65ealGHCAlxvT8rUvV2xMZQi4FMUeDo929cvdkVI280oiZmW2yHE3kUSNna6vHRFmZMNGUssN1aLSArN+Te/G97ObDcb9RpZuUzS3UnHMobN4L2tJSr267e8fu/SY8mmR3NU47/S8nj5sFSwH6gf5m14+d66fegW0sT3018Wjx+aLFIhV1yqyufTJWhdFf7vndWirZTd7FXvH9ar7rZW0lILrxR0Xrik9FNfT4W1s4Rf2WdiJtmxX2DM0ddFWnXf2uynZ6bqh/JMRHIjJmWlZv4xW+Hgy38rpc5Olo/W7PVGX1CfwIiau1uYXmbp9FryZZCps1xdo2k0FTjhUqpSKisSDKq2bOsGzX84AnNBJI3KO/djESy/5R2rLWqWk2i64olN4OYJ8Wj7IpvKPKG0bWvKn5tTgJKkorjQ6o5nH6fkZrhJkrY1xxjSFIbcyotLKaadEuVMSjaFOXcaKrgd0WDZ9mSEhYFmtycolC3mEuurJJJUfPEA5HLObtWfmpN5KQXWSlJuiorq8UWNYci6018Uz6CHGgcyq4KFIwG6DdRaxrfCZ2Wp0tjWnUVYOQ7VvWhI92WU9LyrLTeYoQnZ62lUxG7UK3fjtidSyJsXr5o3tJTTR8YwiQ8ndvfEwdkVCgN7XpaWIhp5QrTkVm0JpADS3DdG0pJN5JOljuVGR4bmAEFazXNMxYQN1Hcksh5HK2wHpR0CTm2l1bnNNV9X7NQrQ832xDHrNtHJTKB/J22pcqS73vN+E5s3b3lee9paotJNouZK2KLHSpgzmaUZqhTtuaKk+bN09KsR3lHmpa1cmrKtxj+8MzPcxOcxu5txd1WGls4elG7h5pLwxy5zqnT3aHSt+FV1ZgRYttPMpeJabvdHVN1PH74eZazp+0ZZ+0HiM01d7ozrtzm37qfmqPvaoj0pniu8y861nTjW91trj6IkaZL+0KJ5ux2D8Zhf6N33B26q8ptN7ya+NPbGxPKI6vusfHxJMi9HZRI5TWrJ2zMysjMKaZnEtpmW7qVIcuBQGiRTnGJCw33nBN5d0XlKV1vPx2RDbMZmZG2zOLZK1EqFw4a9r1RYKgtqiL5U4lNM2amqim7e0fm/0piRRQ8kGOqKJsWygHmy18rSvW6L34+aKwt6em7Utx5hgroHLiKaOzgIt+RczjDaWx3O7ndrFWvfpebR8o6JgMyUs1OVaSy3jzBd0tXT0/l2YkWUnHO2O9SjmQmTtc93T8iLjjjf7TZvJ8HikWXZCJoKrLpAk20ZhEsOZo/KBRPhK9keWfZzQYcNLnT243ut2cHadZZlnubPMs5r+rZ1eEnisGjBjt4PCWmy5HUEuENvpQ1Lqom8VFN3TbVoqSOdzU/W0usZZsspmz88XWyXCrTIupu3dLV5SfS88CBrOP1rRzmdZCjQDHf+7yVQ9CbcAal86vOLvKv3Dpau3xeo86KP83COMkuFEIUySRjVzN6PMOhXwa4woQl7vgo7m3E5znaXVx49KB7bZaPyhOd8Y2kq0t3zYClCc/33U64rrXrqdaq6/J/NjFWsscoidWWQ3MqQU4pFUKC9xFKYeb6N0N1uWoppy8h5YcUCNCtKdGPkn6ddIOdnHO5nEtpAFKFZJxIJIOPaQPN0ViOs2U27M5lag42CoqWtYNaja9h/lSK6Bdq8QLt3rx5U3NgKWlRWs1xcoCq7eoMMBQj1eOHPJqyCGLr2caRWikiijrorXqxw7K+Iw7yUr3K00thxISQCkECtNev1/T0wUwVvrTnFoW0skKqUpIxqBTxU/kRBWu2pUmlHDEoCnONNpDiVgY0URspr29A4JENE/KtNqSFBSghKS+FFO7Xq8r2dFKO6EuoccUp1CAFJABVfwrXdTdTt1bwqGSecSm8XV50rJw6cans306MerBW7m0nGHcpoZlglbwumqXASANaQcd/k+dPSMXdlh6XlkOIdKU3iABdApv14bRPmrTRUqnlnNB5/NgJNxKhS4BewoMTQ7vHj2iHOddZlpNBLSChIupqpKqqI/eT69yVQR7tqCO55OxUQnJpkKLFTV1vHZ2VKup0abPZ4PYI1ecS6ysNOjqc/aIP71f1KhWXli9aTr1C7nHNPm68Eq7MLwjzud5mZuPPNUbc29Ha166V6vpVhdjbR3bpsysnBZNlqSdlQokbVcSN/Woo8AxSso8Zm01zbhKlE1STo1qCa4eJI4JiwOVl8tz+arm+83etogEU+lPn6qk3a9kCoZ0uKvKG+lKx558xamIW00FOyZhTz9TUBKT+76TxSll8ltpmbKWXF0cbGFBqJNKezjGtXMNBQAbKhhiRjdxOOrtHFaSnIp2akJ2XmW1OApFVA9Ou96xxhW8TtNr08etqua0rQTJy6VBt0F2qUJB1Cur28VFItPJW3Jy7KiQX3LzxIrUmpu6vBHt6DVZVpItSeZXTvLadCp3JGP1uKmjfajrjjrCQXElDhCgMbuISN/YPZ0CqmX54ih4TPCctZ1LSULZYcSkZs0ABwFcN+vH1Uhvn3s24XFhCkkmhuipoN/QAEjgGpsy4S6lYQUEooSE7JqFGmHb7T0xGp5T/dYlmZotoNEEqFaYJp66K4SKvOotCJHzZ4SDk0hFqza1NhbajVWjgBuG7HS4JFGpxoIni5cKmzpJok4q3HXq0eCDVxXLJLcwhxx0BD5LuGs9O/rD+ZNB7PzcyGUKU4GW1kJXdGKej3T/MCucWeHwnWDWpDknJtSVsoWoUbbaritPVp0c6ALInHBaiHAHO+OFa9auBDvNB5Mm8XRnXXf0dzawUlOcVv0tFStXW8cR2zXLlpJXnc8pSjzAMBjuqdQP8AO7EDcFP0A4Uvbbkmmpqoq3jXdsnA6+2L5tpQ/wCY3e3d0J/9dFIT7omLMeQpoJdaSQTfI1YbqHWpP8qxc9tKI+Afe/8AEo/9dDuA65As7OGxXMCjpKuqUR2xold1wKFAez90IXk50kavHCoUmtB9EdWx1cLn3NtGsBalKqi9TCsZAzJCiloFtN43q4dEZBNaqGLv2zVYBV8LSsaOrS1QM6gGdl0qGFenVG1muDNhBQQVagCdLVj2RjgWu0mSlekjVWvq7Y+MAUV9ElbVqaZP4WbO3uofoVHy/Ugl9Ypju8UfT+wP/hs7nOofoVHzOkQ6/OIRheUQlI0un+L2+EqOwwTWO1c7L8ZU6yPZEvYzZAwzirvjqB93jRgfLKZ/6PkVps/mVu2afjrh7kpbueUEvn6ZpvjS+zVpdERvlEr8UM0/aeD5V7j6YEPNKG+qGB3UACLiFEX61x7YKYUlKSrECmro9sDq2aEnshRkqUop06gYjpjQC8UdMsaASmikApUTXsqd3j4wgZ1D2dvlN5V4UFe2nR44dnyFoSoJICAK0rjv6ePHWESUOOhJSoEJBw9XTx4qx4i1UIzJvKFyzHUIBUphZqWyToxdORFusOWamYkllTSVJvN1NU8GOfXGiCg3iEipBprh2yUtufs2dKmXiKAXkblQeF7WHhLzQ62LqN6bzrDZad29nrJr2eY8XYH7oQkqJTm084Hd1dn8PrKiJ5LW8y/Z3ehUu69rQV4WPhUwu/Nh8Bs8/wB4mWWVfdSq9du87R3/AGwQmiCskx0m7K6aCZkPutOhldnzeboXLt43EFV3VpX1Dz9WIzlflZLWJkIxKWf32eeGh/hhWlzudvr9sE5eZXZOyxoMyaN0pz3L2lS7Sl28lJqeroxS+WGUD2UE/nw33Oyn5Nu9eu+fzJ9UYGSwZEoPAW9htdHF5go/NKUqbvKJNTvhJ/5QQ521L9zyUn0vsF71uKH3YCkmHJuYRLtp01mghxpRyFJuTi2WLMtptM4M3Lr6sWzbVoyIVJtpfafq40y24HLtxOq9drzdddmKEnJSasq0XJSZSWn2tQUIeckrVfbtuz7x7230/uEZ2XieIbT2LkgADuuhbTsadlpWXn2LZZmmnHHLkvMd6dZ17Cjev7Kb1dmF8kLBfyitUPzzOaYk3L/c/wC0VrvFWjqOP8zEHta3s/aEkzOY9zt5kU8LSKseyLUyIyqkZGUP6tqif1acfJAxjBfWul0DoXxxWTdj+v8AyUUk8lbFmcuso2LSmJg5h3ugNNXe+MqvaSldioFyuybbekQ3Zku9Z4a744066p7uhd5SU7SjdVpKHpfOe/jozWU0+zKWUXX38y4GM5+zS4q6rddN5P8AKCrYkLQCCqYs5i0nWRXOtTSs8m9pOK0tFSfMDTVEwyOEgLDSyM+V7YS0mwVX+R+QXxgbUampi7mZVZDhNLl1NxSlJ521+UUhxyYRIy1quTOYzPxPLZ4I/aakp37yqvuw08o+VpRKycpLvmbObSqXmQ2ltNxV5YN1PTer2XfGIiTlq29bSpdpPeGmZZEu64n9bdrdr4QSQPEExuZeOZiN+Ej0vKbA1zncFHUTaFrTFovjOhs96w/Wp0lfh6XZC4YUSwe52mdrjj6IMlWCxLhk69fhb6btaqCDqOvihG75Ol3SvVGPjvexWzD8EYaKCx8zKdNJrK2Gy0WMXQ3c9G987Xu+9G9hpz81nSM7z9Sk7P71JhWxM9Llppth10ua+b2fR+XaiR2bLpSXZqZLDDXy18uc3XidY5v9UNsYshz0rKt3k5psDDp44HaEmDpWzCVZ52oA6eOMDtXjERym5SrCycmRJ2SyJx1v5TmoRo9oV1lRA8puVnKK2R3MwRLs9DXhKvJ0teq749KsEB0q7cKR6vW3V2fI0z0yw07+zcKUq5ulx9WGaYyhyckphozloyjTV9OgCo6zT1VSocCOd7Zt2btIszEwpVWm83r6qU/TDWXn1MpJJ/DjX54CT6ptuH811DLZW5JTJpL5RyJ/aDSZzm1pKveEr1eMiHKxp2yrbz7NnOJOZc7ndNwIzaruym9tcbwkxyLNreDg1wpJWraElnRKzLrSXkFDqUnbSd0WBvhF91vuuxxZaCu+lioSq+pNU6utq8rioUnRMsdkAHvedoryVb/UNW7Vs8/5IcrVs2LZTMupRmBKXG+5nr2KL17RUNVLqRjqvaNIsHJrlbsa25vue06SLPycsNvrbSqeEnDVo9EUexB8KYchWF3oDvTV/S7VXsa1orwae9vjXP8Afr9839m9eSeqrncXfmx7KKl3156XdbmGFUUnMKv7SdG7d9L5o6AYZ5ydm2Jku5l1nnZvHx+qv0XuyKNbSqG6k+vLUtxxJKrisEq0teilP3eKRHc888vO99avmnN3/wBSj6XjhJtanXkSoUW6YrUtKRe0Qno6VEefyYcbDkCO/l/Bf6vRvdOsDja7IMPKvNbpRkqlkSwZzzVc50Ku7wnf03vm+KDjLZ4NB8Z3D3r1Uq/ftelG5ClBlZAF5V5ITzuL33dnZQfmb7Rzbi7iqaN1Wjsp2vF73iERdoJNoOaSGGM9h3tCv1nVTs+FtcJ1N8pI5+ZExh3zRp4Pr9m16ULTzlZNwHva66GqFbPVKMIdfLrWbabUb+knRG/2ezwUwRmyk7KjuWqYply/LDUGkN/OTe0f94n5sRazaUoT7iVQXl9aPxjbU9Py5qy679bmpwHWTxWG2ULPfKs990bn8oXcbNrXiGloapFY6RLvt9zOVcvIQVBOBqfH1fp7VUmeU9gqkbObtKVbusLaQhy4kAjD8K+fzRD8nwFWpLolw3i8CElwVAJxOA3U4qqLbtNBeydfk0sZy4zjTEXro/ED2agKFY0dkrkS6HAKHZL2umUeXm0IzRQdvA4b/mq40oc31JnO6CVktpN7bVROkR09AB4TEQlWnZZ1sONiundNN2IGvxE+vzvcpOplW3pdxAOdSVaCU67tKY+Ovq6RRXJa5zaCabu8FPMwqovsqKQs3Qo1AIr29P2+VDcXUJdcFc2qlNGpqQKbvFxowYHnA2omhIN5KkqVdGOP0ez1xZ0pzgLjgeVeCVV3Y4a/P6/UfVpbSljdW7ltPvd1u3ULCEKUFXqkVAXSuPHvQLYUtdnWqoS4tSyVJoMcRXV4z6vFCOcNwJShKy2aAoAFKrPR4hxrNsdlapkJdccW0g1qL1RU1+8eNSsgFJ6Bt/Cn63ZxKZWXAKcby1Uqmi6D7Pt7YjMogJTLhtvQLhcUQSddSfop5/FBWWlorQgLbKLgAQKNA6YqT7R9HQqGmUtNKbFzNx0vZ3N1DYGBp+ann7UxEYtXmKcJqZl2C9L1198bOj81WvXq9sXnb5//AHFXN16YT/66Oe61PyNT5CU82OgcoTT4CrXbMJ/9dDmI2pQksl1xlcstkpAwvdsYp2ixTGEwUrGKhXjpjdGisVHq/hjomOWMQjUgNvL75GQLV3p49UZBtSHS+glntDDwkEitegY9sIOqu2izUFS1LIqAdPE+qPZFRxJxSkEJ9UZUC1WNWCqq7cTHxthNr6RK2rUzsdP+jbRHPUyr70fPPIezWZiemDQ1aa8HpKunoT6+3a+iNjAfFsyRtZpVfejgvJKXQmXfme+551wd7bvdH8KuMY6/HNQhc5I23lOjzTgbwc5uls02Uq+qr3fNEVywZz0g5zKXV+jEttOdZkpV1x57NZzTv5vzpx16vzbRMMU2yJ+zSWX6hxv9ndVhhd14Y8XYqwJdzdKq5sFwE6VKwfIMgrN68TTRMCr/AEZ1TWlW9q6YUSvNrVS9QjHs9kaTVQ7pVuaSleZQTShGNMeKCFEhal32yQVChhCVbzixphSkqUAfo+iHAlKdVKCtYirXrpbTGLEu3dSbqaao8kwhpSqoBKqUNNUDuqvFoIVhXEwSXrrJ0ElRKaG7qH848XOXqtqmmQVoTH9oPi9m0O4ku98JITsJSrZve75XZg4WzlUZrKD4tyNli/O6jPnykp0Uq0UpF1OOvaxhmk0vWhKix7HAM7NZnOvUV3vaU4lKuxKmwrp0okz7MjkRYfdDLIz7gU2gr6136Nk8VC7mNk3cOFXXTg0clQDL2xviY9zzCu7rVda7omnRe72pSlXk9ClHUo8Kh7DJcmG2hzzTxQ+2hNzFoTapyZdzjrh0uiNLNQJS1ZacUznG2XErLdbtabqimHZAi5O+GnjlWsP+z1p2bZtNcihfrND7whr5Ppcz2WMgkDEPIcp5iT7ohx5Tspv7TZQLnRg2yM215G0PrRIPg+WSq0crPjcpNJNu/nKYaSVdtet81R1wWPYJaV9NLnbq18uuT6zcq5QGdAl5/Nd6dAv5vRTtY6eyrX+BjnHLXJieyTtlyzpxNFoxSpOIWjcrsr0btW6OxbMlyceNFI4/hhn5S8l0ZWZITEmEJ7oAzrRoquduqT0+CrzqhmWF1DSszFy3a9Lu6oHIhKLUs02m1JZ+clbtazBTsp6InFkWq85k6/3mzrNRKo6iXVrvU0akK2rquNdW8m04qyMr25WYqGnD3O42dnnJ+tEyUWbBt11D3emDeP5dR88c5lF8Tho4XZYccGU0iYm6+vCtOZtZWTGRCJ195LtpzemrvV0iulh4Ol67x3xDJvLtiz7GLQNZ97F016yrt27iL2jq1D6sCyxyqmrStN6sw0QMA5ubR1kpSN/Tr88HcleSkrlHbLBtSbDEgDiSU339nR3dbX9kLjEewXJshSngBBS8qcqbfZ7pBl2AFrFXE7SlKWpWquN5R6a3omVmpsqy2pWWfdlJU3NAOL28NFWHpe1OzhD9yp2LZMqqyfipSQWXc222G1XHEeEq91Uq+dECy6HxNlRZdsTD+FO9DYpm9LSUoOX01VXV2Rqwy+K36LDy49Ug+am85LSrgqJZtd9F2+rHDs8adG90+SmEWJd3PNOs6m/1mjofbx1oByHtmQmsk2WbQtFp5+bmnqNuNagrRu3runVStI6ze6Boi8qExM2ZJyPcozDIC23XB/iK2vH3vx6St8NxGhssp8DhLocstjKWz8lCTP8A6Q/o5qVF3q6KlKxu7KsPCiq7fyltPKOdmXnXlIvbLWIS2N13DCm87R8cNFuTk/aU4FrBWa0FMSYsDITkz7pV3RlG73IkgFEoBpK6t7DCvRteeLyz6BaebExnxKF5N5M2tlGqkhKqfOo1A517SveVFo2FyKOofrlHMOSYDdXMW9Dzkq+rEomcoRZEp8VZNyrLLtKOFsbHGj7fFDL8XT08ScobReazt3vYKtrDX2cbMJPyCURrrTnJ8nHJsmWpMuTj5CM5re2buls+UmDHsleS+SApJuthxeZbpndrz3o8s2x8n0y7T/xcZtpr9o6rawGoFPV1Xf3mm0JJogMyUo3jvQjZu7MLOnKs0Wm45MclL4efVVJadwq45jtKu3a9VPrVDLa/JjkPbTjbeT9urkJlzFwL06+hXDfxhD7bcxKzvyzKXLjmhRvZp0UGBhknrPkJpiqZBAd5pB0t5ps9Wn80qi7ZiVBNKt8quTi37CmHm5hDUxKo2JitK+auGNeMIhatFTQZwocYumVdVKTHcktaD7cqf1Sma+2vHkxDMurOYobkuyHw58oOfe53j0d8NxTE7FW1IjIDlCtHJtcvIFZdsuqs7LaPO8JQPW/HsuMW3ZNtoFoy9oNTjJcpT0udhVKqXTXwlHyuXbpYNHwYnfJtlE/Z053O9ne4nvlG/SSm8lPW0eNcPtcBZAQXsXQNlSCTLrLhVonZTpcbSR728w6uO3QENUzClFOkm6ra6u17feSmGmUaebQ0UMkpQE0c6ilfWGknisHMNVabLxrodidKlOPy6quGpZ0jt7XlozBBeVnChd3OXtE3U3VK6vb7vlJiK5RZXFmZ+L7NljMO072fDVo6KU7ar2/Cvi2XTLh6Xkgymdnu5Tf1C/Vzf0ak3Vf1Q1ZH2zY0zOTslISle94PkdW6nFOpOk5q1aXQTF9G6mI+XV6rLCNtlLzNuMuVLiVtozib13TvavR+aeg1acubezFjO2NL1BmO8rc0dlKaFPpXtfAe8pV9zy02X2s08B3tyulsnSp06KRT8Ip6ZtVyZtBL7rnedLNaSje617j6TAZXlpWhBC17bco5PErmFu3b6krUrFJHW/CCZcpoCU3Qs3rw11gR5IDNAgqKyrGteOOhMGSxUEiibpSqt46qXqfeTFWjdMEtDd1KslSW8oJZT1W0HSJUVEnCn00/mBWyHphTdnuKzygh1NFEgEKNBXdwPGqlQST65aaln2GlrCFpoFqrgKCnrB+ncmLUNyaRLozgCS2FXUg4UoOnt9fjVDkJbpKzspvnBUDmk98v0U6EuFp1VaUxx976OxNVZOZvOrl1FJbcJCVpKqgAKV0+bz9qqI2rLATUwhtKkkOE3dVSFGus9g/lSAUPALLRbU2pS6oToilKmuPnHnO+FySU80anBTWaCkWLLtMJvpWjFeaAIIOH2+rsFWlUq8841mUXr6xfUKpAwqTh5Q9faaESDhebDq0ZuoJSL5pvpq6ajgCGW27SDL8oHTcS44k0TjhePTx6zC+rW6gnI4vD2etkMMIXmHXHFLJSLt9Q3Hp8k+rsFT5Usy6S0t5qqFhRos6hX8yfX2mjTk9Nl2XmVFxJIUm4oIodWOrxcUEGTlFMHSIDgpWp1wF5OqinGNDRbUx5RTjs6+gVu3t1dZw44EYLNDLLTigAuukL2/cPoPm8qCLPs9DloGYu3mkJFSetjT6fb2ink4tbr6kpRsvECmoK7fMPZ2GrjIw1qz3vLyvXJdtqYS8Xlp0QMDrNfH2nikX9lQop+Ac05ib0ymprq/TThq7BFBWevuhBS4EFF66QRrPZ5jxUU6AywIb+AtLoWMEzQ9fdyvwEXxdnIU7fKuUEoWgKKSQO395jfOVUgUx7f5QnnAErrj28CMC9JOoxuNcsxwtFoSgbh64yBVrSNxjINqQtC6//ALd2mwKZ7ulzR+Ub0sSIdhlE89MyrMpON91OXc4vMC61Wh3xAbQBexA745zL4vYQ65Gyixb0mokk1xB3R8uLRVrvnElXjZD9os2TNg2g+S62RWjWqnkRyHLyjMlZ+aCmtAIQvZ+Uqqvn/Hqx1xLNJ+LXQF0ABJQE1vYeyOU7WW2t5bnczQFCqt9N7WpWu72j1U2dGN2J32TVivFSOUOyscU3MS6FXlCt84axqSfHTjVCuSzySlUqTTAqGA1dmHHrhkyumUvWkW0lKSyi6cBgCaVp44RybnjLWrJPqILYNwjtJxNIabHqbaWldZWZZ2aiTmQ8kVS6qurUfHTtMMjQbXUjAERZ2UNjNz9llgEXkArQfCCqjzGsVWtCpdx6WWNJJKVeYwaF17IVWikywr3QPluOarjzQv3p57fq8Hp6aVjXWP2Wz7EwRJsPLQ0g0UmmPBMFItQXUtGGR3vVzePth3sKyfjWaHfsGz3xHggYfQr1x5JWY5OONMS0qVKvY7H2iJ7klY8wy6tsAFSFUOFIu1uyE9+lPVg2HJWZJ3mKVcFc443pbZ0fdT/VrrHlDtf4wtpxhBOaYIuXToYpTep6QPmuxbFtJnrMsF1xlj9KN4N87SUq5s+2KfygyTmLHLSp6pedQpzwUeffC2RbRQROm6XvEjjumVu6KXqUpGrXcxUm8eefpEJ5k5/NPV9kKplAn9Z7IR5W4WpC0pCqhrpXwYubkSyklJYf2eMskEuZz5VTfVTeUpI6E1u+Tviof9773HHWheSWZVYWknOg3d2+GIn6UlkQtlbpcuvJSanhJGjEsro/S/zJ7RxWFRNz/cppZ8so/wCt/gm7uP8AKkMGRtvylo5LydoqWgKWLzlSdDraPo8Kh57oTmWqPYOeENDCt6NRpXMadK5y5d7DfsLKMW0E5gWic7QOKXm3k7Wlr2sYGlMsLFtGTYTbReZfGFRe6vi49kS/4Rz7r9oWSw1RyUaDi3CnHSvD8vFBFJS8g/aFqZlitK/RGPPFHKAHi10WLbQCOQpE+P7Q28mzLEZoy4fJv+GrojoHJPk/ybZstImLCM2Q1fccEztrrvTfpTSSfRuxUWS8vLWD38jOvfrHPRp274nVgZdmT7zN5vNdfS0U+qMHImEtNYLC6c4WRA3VwSnvKDk2lP7xYip1vNuZzuZ0p3c1Kq1SPKvRX3KnYNt20ZES8qWWrNao5LaPlKUm6dLBKR/s674ttOUzDye6mVhy4OmBJm2JqYUzPaGv7t1W/GBQZhj4GyzZ8Zsp83I7qsLKelxk5IWPMIfl56zs83MmnWczyd/+IoV8Hxw5SC12yDZ1oututN3U55yibqdVD4Or0qV2b0SpE5k1bmUztlvIDrzd6rl9V3ZxooXdm8n5sYcgw7aE4qRfwAS42256tGl3q8Jh9skodbdkg/3dzNLzuOFBJfJnJ+x5342kJl+UmAe9OG6bl5Kr2oUu0VTH90ONrWzbFn0NoS7E9Lu/9rldCnWvJTtcboeHMl7Zfk1TzAD4cuuNhr0et9FfaBEbmStuzXJZ5hUo5XSS6Dm1eUnDjylQ6JIpv3g4WTNA6Oi02CjxPS7+lIvCuvOY9u4+LhWtCZZaJzxUS7t7top9HpTxWIil82LaQxzTLuhzVdOzEnnXnDLrU0RS5d36W6FJMIu43VxKW8IyYVJhOaqepzk6Wr6YAsx7PTOdee3qGb0tnXevUvbknzlUZZs6HxQvccHhMR2ctb4rl3jXHP3PITe2u3o8qKxYh33XmyWpRaDshJZwuozQ0ttPO44uw0WjlpIsy7mZLlfm9nHztqK7MzMW7OZi8W2q9I+dqiX2dkPZzaf0suuuI+tDnhNj+IqjqbyUFNZTNvz3ynQpKr37uPSVDo1O2FaMhmlUzq9HPJWb3q52o7X5YCtHIazEJKmrYWwBrK27yR4sREYtGxZOTVSXtpucV1VN3FebBUMRva74QrAsPdEZT2YnuYTDDzbgVqoqsRuVcmZZ4FtK84nVRNYMbnZiUIbeopndox7MhsKDhWpKlYihgzdkZXryP5XGasU2XahMs9LI8nRugYfNT7Ym0xaMv8XuvJIJDar42dJNem9v96OYrByinrHLirMKmHF3r6lY1rF1ZByJVZgtKeq9NTPfr+c0rqk18XA6DDOqws6SDzarWwkH7etsWnPvFDGb1bNxN7BtNTUDR9nWNYmUumzJKQLcoA0wi7mWc3eN2u6nj6u/ykx5LMBkZpoCmw3xXHhOzDZbz4l0EtYOU9LdpU3cc7Xe9IQgfEcGqCcptryZPcTBOec0Fr0vkxr/AJfgIhPcWclETi7iEZ3N3ru1oKV93ipg+cCp60z0uHvfWugfTjD9adkBrJt1LPykvLpepzs4MSqvmVh6O4QoPMVrOGloCrxxJbvNkaJ9m/7Y9adHfG9aUkEdtKcfzVC80pxppRzhXUip6RQceftVRJtxSi65eUkKAupqd4x38atUWapTqytx5xD1C5nBgCN6cVYV8LjULGyfmyqymkukIqgIvJ5t2o1U7FcBV6uZV4AhKlpAQaE0xoMDzd/HbOsj20rkHUrVVbbiikEYmtDjh0/Z4Jg0ZtLzBNVsf3x6hOvOOHR5ydlWGzpVr+MMbN5b1xF5d5d3aV5Ojx4O1jE+fshi0lZwd75y7lU6VCT5r3uivWTENtKyzI2hNZ4/JXs3qTrVT6eLsUl4TEFOdsV65OJFoAjSQw2pRSUmhKfNEVtSdfmHUOOKBQKJAAGGkB9sOko+tvPOXgtCmlJIwqCo+PtgCadSFNiooQKCBNbQTL3lyfMlmu6mXlqULym7xSUnCqSfpg6dV3PItgupvoxGGsCg3nwYRyRJEs484bwSmladAJp6oVtR4JCASRo4EVw1dnjhcm3J4DTHaQn3y2BKJqkqFTTjxQKlu7m3kzKwouEKBGJx1+tPs7BUqbbS5PB8KCdDWTv4I4rGkqlGCyhLoN4nHWvo9lfN2Jhx9krPbsFpKNKZcUhKSaLCiadvj7eKml/5aLz3wEG6gBXdSR/+XKihXpruSSDK2KrUob9QqR9HGuLkyzdUfgcMsqqhKnkEprv7t1a4NGKQHmyuXykY1jUii0XcYVUtsLXv8capIVQjDxRohySIXrmMZHiMYyJ1KKXXsxLqStC6BtOKaDshxsBKRaMvcbCm64UTQq/CBXFqQhCjirBVD2w6WQhCp+WudtY+aatl3sjd1Y8h3mzZq6mirpISVasPbHJs5X4wWVuaF5xSurd0lfRxujraSZBs+YaPUPg7o5MtUMMMTeGLRK65xWynS2dWrfr84EdDGfsmrnptpCqrtFKZi1nlJVevrVv6T9FeMY9lggPttVISCVVqddanHzezsFUWHUl4qxB6a/uhRCUqXfTrCSBWmjv+jjARpsG1JF3mViZFza56QCFqvPS5CSSTs3q0r5/b2mka5RLBErPLmm0XUO6fiJOI9tYSyPtZVmTaHlA3VVQsV1jcYnmVDPxtYLK06S1C/ertVFCmlNergQMjQ61AKqOTT8sk/wCZ967x49cO8hLXHm2xoVgaWFJsimq79a7x+aJjkhZT8xNd2FjvTfTo6OOzQw0AVRz2jlPeRVld4cLYbzi1KTvSpPbtDjyUxObLTTNADFvTrtc0Xt8ByzIZl3GwKBGj9n1ofLABTLVIaw9LRu8f1QduyypX6ja0wPenwCNfhdHH5YByoyZlLds/MOu9zad5t46Sk/j5Pi5yVR5NZV2Yw8Co5pF8jY2vJpxs9ZUEymVViFtLpmgtF04XMUeTXinkpimz9ivRvc12pvKpW1smXrDtFUnaY/y3aKUlab3j1xHXZHMqTSqwk6Oina442Y6Fta0rBtVBk5ssPImF6OKdeHzeOkxS83caUQtoIfQ44hSP2Z532+7GRNH4NUeVv4+S592mhhpIUXHbtL1CB64WdYlkNLcvhlN9JHbhWB1TLDbOYQ0SrOkFVe2kCTEwh9CkKqtKaED2QMCzaI5+pJWvNrWoMFxV1BJBBpuhkcmXi4V55dwYbRg61jUkgUF2ArGlUztqy8qpBKVuC8PPDQfQQ2x2rc5Gpq7lUbEdVcam7KIW0k3dOl+9eP8AmOfO7Iilm3bGtu1WJmmdbfS2Gze6fB8HisNj9ufE3KEm15Zmgk5kC4OeEpS2pOkN4Sr50PnKJZ6lTQtyWBdZfxoLvO0kuXTzSIWkbYHzRdWmUlTZyxkzKC81MNlpQVcp2dMM1qSjlM0t32bafXhEYyayrmbJGk/UfsDo+OHGaywBGbADu1oc69q6OExkDFmbfhnfutxnVJoaDjqb6IeYmZyRmaKUPRI+rd49JULSNszS2lsgoPq9KGg5QB/NZ5jvrl7Oc35sSvJFtFnZNz1vlILrYo0DzFK53hUznGMaDYXGrQMvPh0ks5K9yPn5xFtzU70c/r1x6ewe3nRPbNy1eZebeefALa0+Fo14/pwimZK1W5Vh4sq76T9HmjyatwvsPH/d0ih166HCF7tAYCXGyFdtk5dpYSUOrQ86S5euEC9XdgnA09kLHLOyLcPcVoSwca6Ss6HqCerFGWTlAzJsMtllb80RRd8kXa7sDiqkSXJyUyiyhJKQzLstN5zN0S71U6SVVPNVwBFHROBtK3A1oUsy6ySl37N7osnv0ppeDcUVaP4xXVnWqqRPxHPVr+0PPTe2ezxxaeSFqz9lpNkZRMNNMkZsPm7p6RKVYDDBSeKxBMp7LlrVmpyTcZDVoS7mDjdVYaoPBIRYKz54msot4SMgXJS1W8cHPq7ohuXaq2iZWvybijXysYUtSYtGyS1JzDheSwbyTqwOIx52uG7Kd1U0Gp7N0LouuGlMU4DDdrjQA3S0bUJYzglpy8TE9dyvpJJlZJguTK9FJCtfb5XbFarWoKBGuJvk00xZ0vnph1tubVdu4FVxPTTyuNJURLoq3BEcxziGt5Kc7Lydfns0/a8w6466f7vpaW7S6dRiYDJnJ1iV7/K96awzmlXR0lb+t+OomIvM2oxZ5quaDVO+N46a7uzzuPVDhZGXctMzDEqzi73T3Qe26q+m8rX59fnhJrzIL4VcjFcx1NNry2cgkz0qZiXowXcWg7p+jrN3nHx3RFXZQWXPWXPKkrQZUy6EpWAd6VAEH1GsXY3bYfygn5h6w27TC22y33PMIo0kXkhI8LDHzc2IJl/aItkSZmJbMPtZ7OV8JxKdnA4XVfbjDERIO6I3ZQGUNVNtnpjqLICTZOS9mTbTy3G9FR13laNNVcNQp5urjy9LCi23O2OgeSG0mJjJ3ubun5H5QeUrxaXF7ph2Ju6WzP3dqfZtNUthOjqSKDjf73QTEN5Ss8LNdLLP+05uOGrxp9kTRpeYu7B51b2zd5vvJ4rEfy2aKrAmaM97QhK/Usfv/pSmCZO0dpDDNTtVfZL2f3edB3vrKLrSN3iKvVpdvhKiay8g8mSc7tZUtSxdue4lPvfd5qYh9gl6SyizzuFfJu3eBxvnLD7RZzev3e3UE3d59idmKRtsJud29qnbTsxUpOmWeWoJaJui9rBJ/H2k7zDVaTaWGQULK3NwruBA6vHii0svrIbm83aEmlClpJS+mowFOPN5orqdkgphWxeSCquGo4/Z6vNFC2k5G/WkZRvRLgooGooRqp+IPBidZBumi2XHUgros4ClSDSnnG7p6DSIFKvlYKQtJQaat+H7jEtyNcS3aARdRnCmgruqajm8esi0ZUSNtT+y80zjiauXPk9JG/o8FX9URjlPkwy+qZlzg98p5Wr6VD+mJnZlGWGqvY+ld8rXr/HxQxcpiVP5Nd2Ua/vCdPRvXb2G7yOKxaVhcNhapC7zUqscKUqKxqoQRiK0oPshuUAuZaSBjhQ+esGTSkpcIWlQWLwoEgdB3eOBm3QJhK0pOoKAPjP4QI7bJ4cKW5NpCJVaVUIK8fV++ELWSEhsm4CB2UJIgWy0usWMClSypZu7IxNLv0xk1MJLDrZW4FVvJSdY1nd44A4aTaeD/s14xMZ3NVZpzPdhaVGemGgN157Dn+uAZFQcnM3cWu/op52l6Wzu96HBSvi+UceK1314Ju80+jzdL3u0wywWs4uQM1MIRaK3WlXlUu1GN0Clfo4rjdmXanFfBAYznyndCf8A1UUMhbiUOBxkKTcCbxxvEXb214uKCLyywU4r4H7Bc2u6E0/+pi0RpUebXNC6GpMaoUUp0MPHGylICOiNVUI0cYfBpKUlL19zwumMjQG4jsjIm1612s4y2KLOnXV4UF2X3udYpjQxjLKQCh3Rrr8L8sDpm35O2bLazBms5NpZ0FhOaTQm94sBHze7pd5KNiVaUmsKs6aQojYMcg5WECy54unG8etdukU1caMddSxK5CaWkkaJ+r444/y2aPxVPNVLukeYEq6NWjvjo4f3bVzc+zyqzbTp4CDWQKcdsJy17uhNy9oC9zjxzeLsKM60O+BGq3dZ7ja0PevIv+jFg8nk9fsYsqcJWzeuo6vV+31J8mK/fIAzpxcxpjvph7an+HCJbkDMqlZ4Nj9ZqqLuGsauyvGERKNl4JttmSMjbsy2aZuqj4V06vPT3os2yHmHZNh5J71TY6mutMMRxta4jyhyQ7qdfzPyrafJQpKaXfd1bPN2YdcjXUCwEoTUnjj+Qi0JtCnbYBUulnnn9Qw40rurXjD1ZSXS6Ws53soubXZ5XZxowJYjDqZVKk7xxx+Jh+lmAzL1oPz9vZDgFrIcd6VX5Q5BWsm0ETcke6whZeud0JTeUjFHnrc8rHnRBXyvJ9MzJTaVMWmaluupaQ2lCbuF2ldP2R0kWqYo+TX+yiOZZIyatEfFL0oLVn3f+z0V3u9218/8zCcrKrdOQuu1zWpaPiplV5WfeOuvyaUpSq94UHWbpWfne/POn0bnhY3t+MWHOZN5M2LLFm2ZlJzLmc7gavL0tG7pc3jGA15V2JJhtNh5OSkoTpddV0dqwrwfVGfKQapa0bXM+IKA/wBnZkiuYPyn3rt7j6IVFlljB56or4V/R0tHHSxhyVaFszSj36lTqbCUatrj7IcWJC2qXi7VrR13U+wcelCTpiOUyonbUlmpaaLuLrf6v70I5IsNsvWjbEwDmpNoADw1Vu/QYmrbNnzClh4FF5u8tNE67viTo8bzBAybkZ2VdEk8BnN18qUvoWU1x186J96GktIV2eR4cqbcN9ZUquJrjFrcndpy1t5Pf2fmSO6JT5Im93xrZSnyheV5ldAhntTIk2fLE2skSkk58nPNXl/+WcU9ER1+WtDJ2bZtFNW1g35d3Ro4OsOPZD20ooFIuU1nMnBaCn6S+dzV1tzmeT9XgxF7cyUnpIlQq017vmxxidSFpfGMsnKCQVVothublf2B8HrJpj48Ie7SzT0qNRSpd4YnjfxeVHo2UCfRLSZT46vdVNk3YczaE7JAirLhxPR6Ovm8YROeVO0pexbHksnZen7QuaXe083SSBe53uxJcj5BMvMOzBGitd/m7WH24+e7s0iNZZSrVqzNozpZ7258m36NArswSMPHEOkazlWM4dzsqkcmL7iilSqK3woxMrQ2UBQUFeuB51t1l4su3SpvDogqz5Z9tPd6pNb0s3jQjCDaU0HqUZIWFPCk93OXcVEZz7fOExPkW3lRY8wC9IBkTGwWwnq/dvRGsm8sGEqkZa0UGXZ/aNrVdb9H28aU6yytRh/J59cs/wB2yqUIUTcpUnf4Pk7t0ZszXl+pwpRrHCacobeNqWQsjFSyEad7rU9cRe37RmZa3nZ+WzRoBndnnfKeidf7od8gbKmLRtZhuXVRbiis6VKgbu3jfD3bOTctLl/MIq80733N3u+frNmuzeV2dOqLRMdy1TJJDFTZUwSk9ZVtSfc7waDi0fJFWlpXU8ej1VRC7SkpiQn3bJSay6nFOpConGV2S8guXE9ZLTslOBvvjfyiV116yqK5t61JuZzKJ0EvtIUhTqcKw40nvylBCP4XW1P+Tli5KT9pssTWUdHnXE5vNyzlNJWim8qh88SXLHJD4mlBMi0WCHW8Dpd8vbOyeiKlSSCDU14uxPcpcpD/AMntlZPKOemA1nCTrbvKUpKejVxgIs9ocKKKx7o3AtUftrJjKCVLj03KhQLd9awUrTTrYaokfJhk5MICso5qzu65KTr3om4X7yVJ+bpJgbJKxptmyRlQ5ajTTDetknmcbocuVC0J2bRZ/cTzpkzK5s5rAKvKVVR8IpCq9oMeJpxb6KCUxHLW3Zdx5qQmRKyy1Ko0BfpXtVXpPrjcS1oZQp7oefz09NuZtrqaStL0quKPjvb8YY7FsCZtKczKFFIC7t6kXVyc2I04y3PrZo21oSXlA4q48IalJgzBqQZpPCbapC17JtKzpsyc5JvMTKdM4c2HHJC0bTs+eJlph+XA0yac2OmJyyrMtM5iZSM100V97S5ur7YB/svZfcuFmS/q+95WPt1bJAxKnM1dlCsjuUYS0t3PbQefxzYmfK5ykp2sU8GJ/NqlrTsZ8pIUy81u0fJvdXgaoaLUyGydnhhItMmifk3Fp53jT1VcAQ05OMTOTlsmxCqsi93xpwlJ2kpu/VpXVvi77PKC0xn4FFipQ1tzSVtlSHKJ1Y3fy+71VROLNtATdngAaebwwG2Nfmve95SojWWFnKlsoHziEzfk7ezx+EOuSEwBK/FyqB+V+Sre2dJy95P89dYFE4gUnZ2WQU9NozY76FHpTW94PHzdpKVRDMvbD/8AmFnS3ef1vfLnhXveTjrqlKumJtV1o1wIPlJ0sB09Kk+vqx6WjMrIdbvopsq6PJ4621rMWWEux9KhZTAv1wA8naUrj6uqH2zH+4plp6ozeb9Lp+jH3YVy9sT4lnCZcd4ePe/m6Sd/G1hDCCTKa2j3zhO7Ru8VhYLRa5XDkva0jMD5arjehTSTpYdIr73g7MO+WDsicm3hSpdb73p9Cq+6BwqKzyOnCWRmRms24n6D29Ch6urhE2t41slrPPho59VPJFap1dHux50+kcKRi6nt34VQ2yw8mbS4aLbTdHbWlB7awFLlKHyo1IBND2D99YebSSStLzSxok3gfFT6fZDStCUTTKE4jG8rdqqPw8UDDtSdcNKfQXxYAP6nO/W0dnVrTwIa5wJbXn0XTfVzVUxvbN7Xx1iYMDxMrR7NuLb+cuivFx5MYZcTAzLAA/3nkqVpHqcVgfCuTSZrGKvje5d2kqOJ8UPVszWdlqsqrmjdIHRXjisNVoSq5AuzJXppQsJp4hAdhuuKRmVu1K1G8DxxTsxZYdIpJVvaOlUqQFo5hVWvn44pF55YlR+B/JmuPdI/9SqKRZVmn1IUMKxdmW95PwQJEKxKpsKFP9YVF4ubUPNilzQMcY3QsajGiTcSawmKqVUQ6ClyEo4pRjI3bUk7oyJ1qtLuCXYUVIvO6hRRphBkilXxu33wUCgUmuEDSrQSvNrrQKoU3sYMkUNuWiG0awKpTTGPm676Vqn0j/8ADZryT7w8Uci5YD/Q0+7vzJ517AG7T27Xb1VKjryVws+c8gfRHG+X9qZmUmZIMd9caPfNnRJ6PP7PHHTw+ZoK5fIFSEKsmjm01qfk+Nx8LgCDJDvp9DjePB4JgaXYqP8AZ/PpCku/mTmWc1mnG0xqAaki5HvFGaDWs69fZ4+nH29kLWdNGVmEzDFAts0NBd5wO8HjHawgM45t4Fo7Pgp+iFyy9er5Ohsp3DVxpRLlDdlZWVjTU9YbhOvNhxheilV3XhhhAvJ5ng+4x0afvEdPhnikOWTDDc9YlHauq7nU2vvabt3+SYSyQYdYtybS5mhm29Mf4gUB+Ps5uoWOaJVcr92VZNlUu579Zx5+L21A9t25ZditZy0p65LncNd7ydmukn5vViL5R5ZSeTyTIt1ftJ0J7wrRTpU0jh5qQhknYabPlDljltMZ+dJzkpLnyb15QCvV9EMyzVwk8fE1Nt6eJqfftP8ASJ2eNm2aMRuWuvg76hKtr61DEGypyxdvvM5O/wCj5bNpU4c5eK/WIbMsMpJ+25t8vzGYS18lT5qU3eMIjYbDhVgFlxF1Olh9Xj62Y99crTjiB+ELUi+qrhSrONqrU7/KV4XGimHWwbIXPTDOYlzXS4Pmh5yXsB6YoCl13a3fvTFjyslZ1gS4fnn0yjdLlMa44dOuM2Z9o7XadlBE2PONDOuMDOeLSw1+3DyfBiR2XZTzstm3hnOZ1uz6IbprKruibdTZbFWtId80U9O67v8AC2vBwhys2Yme5XWXXi6T+zu3dw8fZteDsxmzB0tAIU5ELdTkladnszbJamFtUQDoAIvGhvc1V6lSfVDZKyCLNeLku83okgoFy8aDtScKkq8yYd5azW5h1JW3ilWl3xzSA8/GHVVC9pyGZli86M2638mvRSpPT49pPqgAeY9ncIkT2yfDyhGZllaXb7FZWYGbmGzdSl1J51KY4e9tREnpVOT073AtInrEtD+6k/q73NVjjjx0myVuMLtF+ReJSpBUM2NLSokH3hxhBk+7Z9rSDaJpnvAeS6HsbzWhrHo0+nmqrsY88kYJfvaSk+INQNj2DYcg889JylA5uzitPo0aqgYvNE5wVzfm7ezspHsylhiWzE6WmXfk2i5saSetTq8UpdbxLfpXc5tAMPO/JOZzq3ubXfdb4BhwND3FwKW0SD41IVz/AHBZYls5TP7V3HRTdvD2+1W5SYYrXn5eTlUPVGaN3rbuONcRq1soJ9mapPTIf7kczeH6zNqUpW7ou8Vhjte3FzQ1qp6GHsxgsjRIbChmO4fFsmabCpqdJSCalPexE1sjKudsbMS01ZiSw1+zCubtb9qGbJ5FoIZces5nOJUpKC+Rqw8Y47YcZuxnGLUWzaDvdalS6Vnsx8Z47II/cJ9jdbtKl1r/ABFlVJfGNmh2RnAK0czi+bsq0dJPb5O+Ig1bpYsN1h3OXK0px5/ZAzc21Zk8pUrMHudV662rq7k8fdTEdtOeetOYztKDOYRSNoO4KO+IxHS7lT7k5ty2JYvql7RElnLrfN53hU0dqJxJZUS5s3NzGMwSoZ3Sunn3r3lJ+2Kcsaomt/8Ai8c7jdEhFo5iiR5tnrXucOPHFJoWPrUEEjUrfytyW7nsmScm2s86p9BcbBu3LyShPn930YrfK+w5d54sMsBJb07l8qVjzhjjDim3coWhLtWlaRababzcs24Wyq9zU3UnR8/0Q/Zb25kbZlmyRYIVMOazjv2kq4+yDgNeN0mGywOBiO3oqSYFmWTNkzH+kC2U97Roe9RUPipnJ3KiZJ7ndsqdWEttd8U8H+bdVquk9MOGVVjSluh2ZsU5yb0nDLDo0ryk18pN7yYhVmtvSVoNLIo7LrS56QNYumGOvY8o42laZQJFq+pCilKWQ2m4qmo0phXspEwsiZf+K2ZC0ZbPEt97a/YI0k3ujFX3oDsu1JQ2eZMpDKNbjulxx44LyWS/OVtF1l4mYwY8nG6keUYWLxIQApyGPgjL3hL2dZtpT9sSFny1nZiSdPfXR1VXlJUrXd0Uq+arfF5SctLy6GUilAN3g3U+3jRhmyNsjuCy2s/g86FLccPWUoG6na1XU/1Uh3T3uUCU6R8fn+t7vlKTGpBD4bNNrDycjxa2WxS6atXKJxF/x0/LwQmN2VOKVecNAk1r00JV+Pr6SqMJSEfKG7gB49X2H103JMaVUtwGtBTAYcaqfzrBeUoClGlJN5TiamlEmnm+32diYbk2XJOWgZ91qrpqoK166H7v27VYcCaLvkinRTzfTxTVjTrBfvrrdNDToxp9nsprIrJbagSUUz5XWMLVs7uZNxtSbpbIvXk07KpHF3ZivH33mrS780RPtfKI1JTVJ1bVRzU+aLbVdrpKumlMEpVx/VzVJiPZXZOM2o+1MS/98avedJr06wnjtWezQ4OC0sTJvyPKbbItJi0UsBjdpnr87S1eF7tNVLr7LoU1vUaJrVKlfN9l3zeCmIGJWestTU5QtjOKFxul3OUre8XoxM7KtBpQzJzVWxc8Ho2qdih7u1SDA2KRHx0mflCkO78mnTTvstp83dS9x1vGYp+zmfkmj4XzRXyY6LnmA7ZswLhTfZu6XhJ44vJihZuV+L7VmJUov3HVQrIACmcQ+WvRSDIpKUh4XFvuKAUEVu3ia048+zow6ZXlQknjiNrq+SrycPZ24xHMlJpoWyw7cQwhZJKq3roNbvN49kSrLpp1mxXWwy53u6haMVaN6h30rx2wq8UtSHy2q9dN1grUL5Ugjs1Xj+PigLMqS6lYXnCViqD2iv04+KCZtaQlCCDvCaeKo9tRCRfSqWBV2FIEEbsrO8yPBfQ03nl36oFE9MJzinQptAbvou9OGz5PH1ixMCg1f7S9ztLj52uGm3FZhjX/AOZxviGqpcgspZ1bkyhBFAUKUQPEIaJCZLL2cAwBxjefeDk4FpXQFKqV80CI2Vg9MFu0uVJJdQmrRKi53tQ9tOPX24Xll7e/5n1mgq0jOC7To7oVFD2I1nZZxd7AiifHxxri98szmvgfWSlSNNU4LpP+sqgjVBXNIN80Mb3QnVGgGsiPW1VNDDQQCLW7UZGNRkEpetdzS6XCWtC8RtXVHjfBdlFIt2WJQtAT0JHG6NmHkKSp2tCtXRSmAj2z7jlstocWohQNKGlMTHzNhNtXfSi2lT2RN6ypsqwvJ+yOTrakJKedcanHbhmEnNuaWhXFK6DDm+lTS1x1fJi/ZE0kc1FPZHJ0s2xKvuWaFOKevHGpOjXHf0BXk+qOjjyNDG7Lj81/huJVe2lZsxIKdQ+24hF1NVJGvRr+PrBhrmmwko72lNU0B7eKcYRbNry9mylnqTOXAVoxqEqNa11+P6a7KjEWn7El5mWvSTy1ouYJ0jiT+P7+aIbxuoCQ0/ZItKgrSVBpKgoCoqodtfwpDs0646mryVLCMMBQ1pQ/SR5wIS7kdQhCUKWKXryVXqg3uP50gxUqlEqu6hId0aOaNAaU1eeniNOcqNI7i27q4NqfcnU7nrMmgznQ62vwr2ztVhbKi0pPJ5D1qMn/AEvMISyyNpWjiVeTq9Q6qoi9i20xYuT06/n6P5xWbzn6zyerQpUeBC2QOTszlZlE7bVpH/RbOLtf1nVSm7x6zCd0j6LT3yY5OzFWsr7f+Q1tBX6y6rSUqnNhry8yrOUVpmaBdDINGwNV31XtX5tqHflTylD8yxYkoaS7OGHgp0U+T2/ZFfHHM8c7j+qBF9bq9akRMY8J8X0xJ8lLLaLucmUrX1U5xWl7ePMIY5VipH9Wr+afV1YsTI2Uccadfw0TTN+PDt6OBCUjtZtEYCwUFvbtusZN2bnRh3tPzsCE1orDfX0or+zVz+W1tl99Rut6OvC7uSlPTCfK5OOu2m6wDqGauePHs6ODEx5KrK7jsRpVPlf1ns6emFMiQY8fiDnsiEaRae5Cy2WA2lpgZu4nT5yocpeVATfQpQ6PdTx+VSoVJA1kcebwVfOhSVmG86U0v3t/nTx/UqFsQW0kLHyi4v3KFm82ieo01QJTS9W6VK8nj3UwLPPPqk1Pd9q0D6e/dd3QZM5rNlq9frjTjjdqAgAPaNDxrPRx5UTNHqFquK/w3qnLMzrdpqnFzARNOXhVWjo1ofSvDgUiQvT9WG5nN9h0wnS/pHB2iOUOQ/0fn5JLX+JRtO5OCtWPCdmK9+NX2pfMa8U/N4wjWj+2FjZOSQtcbKmcxaubIlC7WVziSut26vd5tafVAuWL4TKd3Kl5F00zctMy0zeLfOTeSn7R9AhpsgzE+8tod6W3igL3Q25d2s7NzrksJFltxsd/cCU4+anao+M9AADUMOlyAW2otMOXEABWN+pgmz2mlLS44+Ei9DelBukqxoqC22VvSZKGtS4bIRwpRJTT1mzYMvaI7hd/w1fVpxr1xvlJabVqTLLia1zahhtXirZu/N9sMzEvMNyrWfZOamL3c+zpXTQ+LjxxJsmZR2RnbJmJpvOX1gVoOkdECEZOyKXxxAPHKi2UMvNyH6HN0Lpxp1YaTXNXVNJrFhcpmTrzltuzsqS4FoBu0V0Doivwy+w7R5siLtbp2VTP43mSxm51tlNF5uE1Ts048kqcvx48XHE0WmsDtquLrSLAKilspZ+UMzZl+tZN39XzdFPhR5KZOTUz3+ZLTWd+Szt3jnfVg6RyqZlLHas5pqlxu/f0cdKtKXfN7dWMLuWyVtoLSAltJptXlc7wu0+70qgJDhyKUApMST9lZovE97X+r0fFqgOaU/NTbj2YSoq2wKJ8nmwX8ZB75U5zwOtG+SVqWdZ2ULT1qMlUso6YNVeTzYsRpXtKNsjJNVo5liz5Z8Zr+9OnY0ualKj5sItvJDJqXsOVDr4rNZvBZ0U7VbqUjt39XpqYdrDVJzMpelLrzD2OGxs3fuqHs6IcSKDPfm2ePzbUNRQMBtwtY2RmSvbptaLbBauoSLyTrp2/z9SeyPTqpxzVfdV82uuPKkzGtpof5afF9PF2NSc22VVTQquq7E7X3U/zSqGys8rE6LZQtI1EpHbhT2/jsnDQFIBSUmoNR9P0H7dYFfAVOLLhwAxvdlB+ZXqpskxlULUUX6CuKte+79A4KUxAVVo0slJTQ3kj17/p+knZKgFmVIVUFIFCRTjxK9nQkxpLIFCFOVIG10mlfpp/Iqj1xtFboreGAV06h9B9tNV2Lqq2Cm0iqUgJu4C9v440lQphrPg/h9PF2NHHA1eUVJzfR1dHj2K2r1Qpq02GxdBUu6oBSaebj1artBk0itBPCWmpaXLGdonubNqzmntpvV6df3tKIyO52Laqw9o/Nv6VN/bxdg3u5DkxnFMrW44pV4eF5X3trZ5yVQJlHLsyUuJ8Cpbu329K7tU6ac5J83V1LvcOy04NzSlU6ZFiyi8o5o0SvE+fRSOzd96OerfLPx4pWeJDhqjwK6uPR2YsC0rXfnrNdnHW84WtTdzRulV3fr6Ih1pS7qjn7uGumj8p+HOu7MUkddJ7Gj0WmZqcLbqHUPkKCq4k0OAI39Bu+yHift1b1iTktMTiFLJq1VWN6oA3dtfZqga1JFhnJxcytpwOX7zeOtOvo6TTz9MRu46opCkAqKrxqpOB1dPb7YC4Wm2PTk0oOsXbxoU0BV6/t4MCg3VBtSzRJI9sFyqSXW26giGd+YUkrJRUlwjCKFF4TxOJF9YStObQKEjXqpx+MM2UjhTPMNh1dLgOlq1Hj98JTc26XXbmigqpAVoTDkxMoKlBRSkAecAxduyG82tph0EJ063RCSTVpOhW8Y1fFLujS8IxuubGOoxYBUT3JPOps50ppVtxJPzT+/isXvl2lSPgi2U2v/vgH/mufjFG5NsOuiYq2ShQUr1AU+qeBje/KPUfBNsRCm8VzFfPnVwWIeV31VHbLmtZ74qPBsCMIxVHqRogQ6G/kgkrb9d5oyPczxhGROlVXdsmoGWqsJNcfFBVlvZ23JYCoro0oPCgRlJDawm5dugivmhezlI+OZe7UqCgD7Pxj5o3YtX0SY7FTqUoLJnq6rgr6o41s+VmJuZcfsiUMnLBRq4ohXdCa6VbwwGPleFqjsqTNLKnq9QfRHFtp2jI2s86J+0CkBRzbTTVLl0hKdJO3tb/AArtKiNiQ7BcrM3VIU82TP2cqZLyrQq8P1tLt/wbuH29OuH2YkpZ2zcJ4OZy842+G/BppU7eLsQWz56ygrMqLjTYbTrYPixoPbD/ACCmLRliJNTMyBd2CpCr3k0TTx7MKvtqRki+aZ52VamnS6M25MhfP/WpH3k/V8lMNkokTFrs2fTUe6HflOcnx7Ojo8VkMzLvJVUuu4Hwb2Pnj11QCJp6xpL/AEi4M3j4fN6Aab/F0ERq4PUdPkkS1+agoXMSz2UmVrtn2eMyhk5vnc3nK+doxblrfF+TeRtLOOLQzbfu87naXFYrSylP5KWZMTKmR3fN3823XHytEUVte6qHG1H338k7PYmHvlEXztc5VRvhgyak+W0o2y8qYmi8/mzXv277Bqr7sFsNA5vvP6xPW4/hguzJAHvzIHe/K+brhyNnu59v9FzVzwfHCE0vGyOyPUk7Aky6dWb75t9VMT6zMzIWa68a0/WbO1xxdiO2Y+xI2dnX/km9P6bqq+jxvhuU+VU1OZ2Uk3pgSyL3TpK38fmUmBx+dVcKQXKBMy8xbjpkzXvlUY+Mee770WdyezrhyWs9yoR0p2dnf7RxeTFH/FNoP/pFFHw8IlmR+U67LPcc7LqPgYJ0T4hE5uGZYWMG+k2rup92remC3ms1VDlU9it0ITL/AHOKav8AE9R4/NDHLZTyDtHi8Bm72xe6tLv2e7sww23lR8azGZHeWQ4nUi8pflVGMZWPjztJtqQfC5ymSZ9gsOkHPOt8zZ0lccJgkOGYZX3vRS5evJ48FWH7oiDNoMlSpeQCapTeSlKtoXb1b3i4xIh3et2yrLSGZyeDWCsNJSvZGkxwKUlxX7UjGXGFVS82FEm6SpxV363HpKiv8usj5OSrP2Z3qrlXGObd1Xk+eCJnLqTS8huUljMX1uKrep9nn97XB9kWybalH2LRliyPk83T0dFXNxVxUwaOB0e42V43yRnzhQ+x3fivJ+0LTVXPO97b8q7hWmrpiDzCnFvFUyrE4k11xcOUGTeeycal7P8AlmXe9+Qq9eSlVfP7N2lUNqSkxLzNJusbgcCqwHWC/wBUnLMl40AJ8V2FXGVNAgV92NbLmXZWYS80opKTXCHxy2rPm2X3J+QC3HdTjDqmlecDRPzYJpJ4R/EpE58MZP2SC/37Ouuc7YSltKfbnPo1RLW8orGkzIJTKvTKm9wcUm5s3laPkp970q9tOeExmM3QMstBlNege3WeBC2T09M2TbbM1LPozqDokEAiuHRBAaS7malZHKBatpt2i00AO5HZZKM3fTtVirLUOJbGm5Emyhms5ak4p+Zq83oBrS2UpTe0vSVxWGCVkC+RMAHNEqv+2BOdatCNDaTIu8OmPWok8xZIZlnXnu9V0B5XrjMkMlJzKC1TLtqDcugBTjyhUBPiiKtEL6TD8Xv9y5+hzX3vwgOqhvMdOu5JWI7ZokTIMIbTsZsqTTRp08HBWoEVvlJkA/LTT/c8t3kd8ad+snwqe31x59t4Q4clr71bKrGph5BvoWpKhgCIcEzCZhBl5m6FAVDidcbztmPM3lKTVKTS8BhCTKFpdccEpnghNSpMD1ak6GqR5BZX2jk7OCqi9I/s6p8nj8It1PKfku8Ay/OENf5bivnce9FDIEg8kIT3o3IeEMsOyYYRRzvcWExCDJhRyUuibOtiTtOUbm7PWH5dSL1/VTdSnjw/manggqu3VKoqjY6ur8quAmOb8j8pJnJWbAqXpeucca0dP0qbQ46IvixbVlrRkxaUvNB1l4aq6uaq8nmq3ezohxrw4LDycR0DqKdb13Twx0uzwvpHClJjWoQ4pKEKpq0k867/AC4uxo1NMX1kvLwFcU041j6dcN09a0mwlQLrZod66eD9p/kRFwd7SQanZL7ebqFXOjDZ53H5iq8KbTFDq4up4/CI+bXZfGeZPW73m1Xdr+BPtVtQ3XpiZNxaF3F00dV3FPZ5/e2SYC6b5JhsF90+Wpa/6PmQznfA48lX9UNaZgzBDa9K7evd7SOaTx/EpMKS1lZ0utPHvTn6uvO1Xr1fBVh6O1SC22Ze6lxltspTdNa6tfztL3fKVCxNpkNpLWNJ1AUg3F3i2pKfm3fd93sEH5QS7z2T7rDTlc5sLQsaOHHClQTY0r3jN116Ny4NHdT2FN70dq7BPfgblU5jo97a19vt1wcMa5paVUupwcq8k7BmGcnp+cnmWtgBuv8AmJTu4veuPLVlpeQt92zaMNFsBvOaWglxOl5SdJR9uqJnl5MS7GSk9SmtH1kj6eLsV/aajP8AKXNkzPeAGe+eDcSrRVrTo3feVriHNrZPRSa26kzcpUsZcs2exqalkfJ3urc6fB9cRQWU8zLh0M970f4om+XNoJtdQnxnXqZ1r5ul0/4ifm9EBNyyjJJ1nvivB0VXVbWvEfm1wMttNtfaj7CX2XS26l3OAJxphdx+z3ojjD2k27T5R2LXW9LiRfZzuM0MMOrdRspwTipX8orBhMwFtCmonOfO/i+3XAvDpX8S01TdCt1Ar8oYHdFHjhqA+iHmasx8NOP0xLv3oEdlXROhNBiEwQKAU3KgiXFRDo/k28zZDVoPPXc5e0LuqnbAUtoM5xOpB44/ExC8pfkg0GrNfdXeoFtNjz3a/VVwBW1+UR1LnwSMm1m/e+MEo9TjtYrGxVLRZss0pxNHXQ6rxJLf8fFItDlCBHwTrARnE96tJIOG8rdhiA2131VHGlzoU4KMbIRimN6aJhRCdNEaPh/mlS5Yx5vbGRmbjIJpQ7XdWcbzF/wtqPLLWPjhlO4KH1jCEsGhnK6fjXC9kov20ynoUPrGPlLd19Il2BCm8su/Z80TuT9hjjO3XLDl5x9KgGV7N0uuqvY69nR2le70mOzJVv8A0ZNnddI9hjko5GyjcpNKeqpRUSPA53g7rvqjoBGTG2lys8rWvNqFiYs+fmv0fB0ftHNLnflTBT8gp7YUWCOgq53fE9P2euPclLFs2enn7PfID9c5m++dW6rfTXxSH5eSMzZ8m/MWPaNSBnM16WlpK8HfifPFZQA/T6KvjWOFGha0/L//ABAvU6XOsnzHrJ+drpD1KWjn5M2ixMZ3uTX93a8lQ9L5zXNvzLEtmLZs4kOnX3vqpVspGltb9V7R3wIMyxLOiSezrTt7Dwb30p+2IdG0fBsgmJjuyY7SnFTk4ZlxSgqtUJqMMa09cTHKFQXZ0q0hbigAEUpq9nj/AKYh4Q2uYUEtqChvJMSzKxiYksmbOmnClJdKakjXVN0bunikN/JMl1IeVmJtGaVKovIuFVPCpUbvH/ONkqtF5lGfcopC1gmo1ah7OKVhqyWth+Yms0zcS8n5NJpiCb3R0Q9zM3apZQ6xMsoON5FVaxxwIE9mlS19JKYrOpdYLzzQb91N726lcUhSUs+zgcWPX/Lwk/Trhveta2WCEz7PelYpASkhQwxrdhQTDE/Na6EftfC8L5v84p4RPCM17e6n8rLS3xZqDWzu0eONmGydkknmDx5z5S9pJ0daeN8Mabbn7PzwrVPzdK74VdHjVDpK2wZhF54Zs8w6XyfH8UZ3u0jfg3VTSEFjWRK3M5nH3Ds3ubzerx5KlR4/LWHIy7hLiaBVapc0sDxwE19VOuzxaDA75+047YTTYcuqbzc86q8TW4mldfHGptrChONJqnrcmZpxyVsNu4Lt3OKWa6+P5kwVY+RkzNTYNoKqdbmPg3dJXswp6ofpWy2ZN0IabuilNICuB4/nSr3LPyTMmZh0sN5nRU4k7XHHRBRLp2pLPOkWibPyfseQle9JTnQE6wdrAq1Hwa/eMNlo27Y9lS5zt1o5z6edzuPGYhuWOX4oU2ce/ftdL5t1XZxvir5yamZlVX1HHHX2Q5FjWQ6+EnI10pslXgxlJZ813pmdZcv+Aft4+amIfynSQzjU2AKaKF00lXiM4NpV7+fWUqtcpUpJqFEU7Ykk1bUxaVlMMTGOZ3+SlXvaSfmw60FRHjNhNgplbllLVeRq3wY0wFi6gaUTDJuyWX5cPPMZ11z0dG7EhTYUuxMOd4A/2f04xV0wCo+fQ6qVdpscmXpQ987OPHDnYthkZUyrCnWgBdKF6SryR54snuaXkpQZ5wNnnrpd0bxN7Ds4vQyoTLFb09OipdwFL3N2fH7fVq87II7IAm1dlHbbkZOUU67KNVJcUMeao0379SvVCj00zZ1jNWWhOeKLq8BzsfzbUSRzJW0LYnGzKyjjTTN5KVnaSroAveLS/Kq9LskMk5Gxhnly+fm/250enm16fd8ZgL5NvMmI9OgWFX+TeQlsWyRM21VhjW3m72xpaOvR+mkWtZVnSFkyrTEjLhpuianS63t5vzj4oMXdDSwLo0ufpD6OPFq0Dxpq/p4TwqGMeRxk+STyS5wFlbnXxxx1Y9LAfwJH50qrx/FGUrqHHHF2NqDS0ArRonjzHi7DyzwFX3KlYTs7LuziHHGGZJhWAbSq+rV087RHnivbHlJSWYDsw8pp1dApsBN46teMX9Ny3dIMvMDRU3jzbmjW9hiNpOq79MNUpkxYdnm8xKgnY+Uc8FPO9H6Ogwq+IEc/ktODMc1tEWqEyisKelGe7xKFppYBbcSE3SMNeMAWar/Cx8cdM2rZrE/ZT0u6kZtwZteHN0ugppxzooi2sgMorHm1dzSyn5fRo43m/K6en2RQxO00DZ/BP4ma1z9xSb3ZdKwhtRUSVFVCNVa/hHuS1vzNgzakupL8qSe9dAGr7I8XPOtPNy9oILcyhJK8Oih+qDwBXxKC8EpcS2lQBKyDjpfhh6+00E0lvlctOSOKZqtOwls25Liesy0AM5oUcOl5x5lersEPBsN8vi+2Lo2zXfiftTxWKj5PlqTMzbAbbDeb6mxruq53SfXFh5H5SGzz3PMKz71fky2m/opVe0qaXHpEjcDysKXGkHwFSOXyfUlyi3bqhgodmA+1XFIWkcn0Zg0JLuj0Ju78OjhWzeTBkvbSJsC+5m7i9K9pJT4z5/q7rsHSxcNXRaCa+frbPH1oY0NKTp/8SZxZQB78e+jytrV9tPdhd1IDi32xpq2rylJFfy8bW0vNSNrKNUv2cd45t/UDu8r2c2Nfiu1K555THN3+Ps48qBnZW8O032jPzEixngGu93cF+VTj8sMWV9qKJYn5dRY77qr1vCpXaxrr88Sw2RaUwKF9imlp876OPJhOcyTz8oWHlMZqiaLRta+addfSih1N+IJhjQFCMobVMxk/OMHGlwuuekkdnVp7NUNITSRnbeJxpeb8BbjibvTzN+vzxMl5Eo+KiH5oZ0nBwm5zU3um7pdP7oZZzJadFjmXllpee7pRhXq3kqVpfRXwdeMeBRmClEJM3mO5ya1Pe/m6W7ycNmngxJJV/Mo7mZpWWX+rvdZWjr0dngwlKZOusNCrVXQe+Ytp146OPCYXfs8pmHSD8q4r5R1OzeUlPo/y14xfVSuXWgJjuh0sS7awH097RdVVSidHyen3ebow325YfctpNMnvhC05znaRRf8AVSJpk/JLdtIPTrSaNN+V23vX70A2xI2g/aZmQyO+zP6xtPyV66nXXcn3vPHqtocrtcomtsLdemH1tlxa9EE6QHR68f3xH7QaQbRXdQLhoMSNWrD6YkkzITTrhzTamicFt0qSKbj56fZTCCJPJa0JqdEs4XJe8LtShRpTR6e2Iqla6W8zZwVY6ccyG5WY926m989xPGqu+4TLvuNF5K7h1jfFxWpKTIslLdWVd7u4N3LiLzjvO/2d6nV8cRa1cnAJ4No01ua+dpGv4cc6XBUBQFnZ8Wdjmv0aTV7+rVv777B5rWy2UtfwSsnwRfSqdTpq13r7pis5uRdSxNt1XmVBLHoXvC83ClRanKQUH4LOSyQLxM6nSTqvd9MNY29qJCudUtrSSvBVY3QkKUDqIjcKN5Shj549uG8l2l6usARqBiRLlly/vHr/AIoyFbxRvPrjIJoVNS7jDIdYbdGG1cvaX1o8s4FNqywCeeKQsxhLNXvI0LqvSwjLMTdtSWBVXTw85j5CwW4L6bN8JUzlk0k5hRVTRSVecRza9a0g/a0wkPuE1CF7abis4rRThpHRpHSzaL1nzdBrRj6o5KybswszF4kuut0Sh8oSm5U0ujs0VfV2qR2uAfswFw/UW26/RN+V+Tswmc+OrEqJz5RxrR01c7a+nV90eUt+ZdA7pS+w8PlRt+lo+Vq+3GJ5nQ9300zvlq8d3XwmNJmz7PnBUsBzppe2fXq42YvkdPbNVi6STMxw+JQudtCw5mUZEzaIaI75qc/aKUpPvJ8/vQWcdMzNlNiyr5BdpnKe94O1u8GLLmsj8nnpjPV/WJw4xGGPleFEhsaypGyP7owCPLvK1fvHF6BR4Tm8FMe9tHG6razeT+1pizrxebaeOwjR9lN+EF8pdlzKeTOWQ4Des9wBxvtOB/N6+saWxdAukIAKtBN1R2cU4dvHNTDXlFZRtGxZmQdSCmZaKVL/AMQ6Q/N6jtA1YOHuDaD76Xcrllh8szDZZPO+Uh3sS3y082l6vyu3CeU+TFoZP2kZObQpAb/WAe9rhk48mBGMOT7X0rrlLbs02UJeZDBLne+bd0lc675TnBENM5ZFj2il9VlvuMr1Opul3FWAxV4PhKis2Jx5nTbe9KHuxrTIGYqenWnjimqERhlnBTLZWH4k7zdnWwhb6UtOLQWq3rwNQMTgKc2MlLQtCQ7wUvtM0+T5v08atUInK6mFcR9b+WEeHKpRcS8+AtV3S0U/hx5KjHmNm/iaiHR/CUujKPudQ/R1pPQFfujW0cqFutLIUUYjSChUezj1w3TdryLzIuhCdHWSceON0Ms3Nyxzl1kJ0hgVHHjjfDIjtBe9ST+2lr9y5j4xe97jjohhtS37UtAXJmYKk9ENpJKRGK+UT4ou2JjPhCCbKTWQQCa1rjGhAPO34R64CQSemE00176wdVW7nRFi8kGSzeUInkTDjjbbSE0ujnKVQfUMV04IvvkWYzGSLxzwDzrnhbN0BOl8753VizWakvkS+G2092bkTmZdsMW273q7/wBnVpp17jx5UHDJh3uertql13S/7HzcdHG96/uxIbCtByQHyOd66F1urh8tITr8gm232O47OrfEk3d78rrLWN3oxzvU8+TFm0PZbTwbAv5VSDEzxBYUMfsCzTLBmcdJa0t2l2p91Xlc7dG9myFhSM+48yxWZ/XV83WOHHSYlNuZRON2WGZGyEtErUjOaOgm9tUp0RXMyxarynT0uftL1318elGh06WXIDvEGn77VHtDOFM1T8juZrXtHi6vYf6aCFWbUl07LLKa44k9Ner2H+dBEKdsmZXS6+8ivSR4ut2K/poI9YsidAvZ++KVxJ6K9boCuKCNIwNI5VRIpfMTqTqpzuYfxhKYtRzufNsyjLjmjoXCn7ez2+TESVIT+gtub6FJVXaG11fI97m6MOtiWJa1rTXcbL7bXe08zR3C96+LsDldFAwveVFElKTGUk81M07gHup5u1h5SeKwqLfm9ZY+lXZGlo2M9ZtsOybbrhIQnT8YBPO7Pp5168qhD7aUZ1vVjW5qu1qPbwFGCwvZIwOjPKhwo7pf43nX9UiK+ls606+PSjdqdtc3M5LsIGyrRT1dr3k/0kxpKJKi5dapTdc2a0of/L4upje88VJcQmqdezo7l/W/NsqUmC6QFGpGOGaba0CwlO1pJ/d0J9afBTAwmM7nA6vOa9wu9b8fp1XoMWwlLNVm9hgkge35vGBgYLzbq+9eje8pX4e7zosCAq8rnzlrQ0nKdQl2yFITRRA11oa+/TzDoiIWe7mH7xvLoKEkxbHKZZU2q13J9baF3kUSkDWASR7ygP5mKnfbSJstqUUtqcwp24n7YUIpwatWB9MT9km7mJhaCyVqWi7T1dkPeTgmXrZW8pF8Fa1hv01J6YYcl0uNk4Xu97OcFeNNPFYfrMcQzlAwb6gHANNAu6vzKB4SmFXiindQcwAKdZCPOJbmX1NZzOvXiF6tIaP1/rdaHG1ZuUAem80Wm2ufVKe3WLp5qv6qRBsn8oHJeXU8EqpXoTf0Up8/HjENWUVsWhMKefMxQNfqvd0uOzVCtTlxLClS0BTCTty25hpiazrko0oqSi8shTiek3dlP8XWTDj8fNUpeL+d6G7i9LwvR/NuiOotmXVZCUkZquGc8pOirR2fBHn7IcsmZRhoZ9TQP6lFT+r1Uw49GH4JS+7KWfE5vIpEfGy3jRidUMb/AFuaSrdq47Ice7S2u46py+hSDrOjzf4fd8KDGnLPHyaQLyaaIV873VaXj52sKcmZDuR9iYzXU+ST1kp5tN6tWrzbJNDz8RQGkFBz86w6wVIXopbPM8/R2n+qI4haUKYavG/UgG723fp4pDr/AKPflghppQvCg76fw7T/AFQCmXEupLjrYNNRzlfu8eKBhtIrTWyGTOJUvOZ4jGpFN211ejiseOmrV0OqolWJ9nR2n+mPVNSy1uZsUUFdMKP3s2lKQm6oY4fu7T/TElysDSWClSUxnwonNilapRq2dEj9/nhFTilSxbKjnmylGbbKfFeSn7NXmhvmiWhm2jVu/seel2mj/VCBdeDDTzI77pfZ2wUOtEAT7LKfcnWn0TbhbCrpQpajU1rWp8dfs3RvM91InFJCjfJu1UUG8NRGI6TwMIjclaSm1utXUJTSoQUmnQeaOz1Rj1rzN6/UhbYxVucNLp6OdT1eaLal6lMG5vOJlM8paMFOpTinSqpFNHnYD1q8KBZh9M1Il3Nhcw2vp0ve83q8mIq9Ol4aRLSeb4+B6/EqEkPKRW8ouLOrjz+vxpiNVr2ik/JTLmXMw+UpSq7eps6KtHj8yotDlYeZHwX8mhLU/vqf/dijwXENLzhwu3dL5ydHj81z8pKW0/BfyZKf++p/92G8Mcocosrn1LaUgpVgrojZC83ohAJOrCPapUpSknTO4wlqcBIosdNY2mhZ6WTpupPGqMjZuiUJMZFtKra7dbS9mS4q6+7RRG78YVsy98ayoUvMDRJpjCEu2lxtJReBAINYJsxCk2myhBoQQKj90fH4wGkL6ZMSWlTeTI+L3Vq6v2Ryw+aPuZmoZunqq3037/u6MdQypLtnutjDR+yOXX3FiZVdurUdGhGj1frfe5qkx2/Thca4bqZ0yBYRmZYrQpSiKEjXRJNR7o4Otch5xi7VJICQScKAV7OhXAwgJ5xWbuFZKSnSJwqkY/VA/ndqrKVzYeoKkio11F7xdo4vCNKrWVaNDAdYDRzaFkAEg1ro4b+yMlA4y5fUtZqqtE4ahWMQrvCnVihFBQGlNd3f2HikaabaipKyoAg1ONK0P28GILVOpGSyqzGZrh97EaRp5vd2YVl3yyTWuabu+T06uPnQIHyJh2rDWc9FGj4W1vV93ZhRorXNd5vBlVVXtIn5vo+6nnCsWaNKsUTNPS7rWi2lVdtBA5o4V7dWjFc5YcnFlz+lZQ7geLivJu+Ru1K2emLJWBm1B5AVo1VdKq9YcelsqVAE7LZsgjn+j9ZXafegTmWrxP0qgMpMg7bsT5Vgq/y8dertHnholZJxAeKm1JpvIp4Oz5UdJNTLiBnFMhWkrZUB4vy8aWkyiVtMFmblUuFwc8Zz92jx0QuYfmmjk12XMEw7jTOx5fTSHTKiW7lyhnJYBsBDitFG7SMNvcqoAGp0PWrK84oCHqWsC1JxpapGSzqbykZyGZlq4oeOOhuT2REnk1JtYY6bnpKTdwG/RpFmx6yhTS+G3UqssvIHKKcUpKZLN4JTeMLZY8n09YVmNTD7zbvMq3zNejHQEvooW4QEk6RN5VNHjiqkwFlZJC1bAflCE1cF3nej4j971wUY9cpF3UCTTQuUqVRShxOuPWZa9q3HXDu7JkvpUE6N83kR7KsNNPuLWdEKqlELkrTa20BNyjvfDh6x+MXryQsPf2Rar+sve7TjyoqSaC++Y+0/jFz8nH/VORzXMveVr3+cj0dLrJhjHG5SPUNowpjY9mLnQ2zIpvjmkG7d8fGz4hE+yml8zkklH7NtGn6Sd+uK4YUgFCEkg7Okezq7PFNV2LHt56uQ7L2sdztda9zfPHA+2Ub/AHiA3tq2C90x40OFb0mO2Mn5aUkRMfGANV97DaOcpJ7ePJhqs6SkQx3bPP57NlP6PzjgN/igWaJKs24k0S9opu02dLd5SveV0UkcvZjElksbW+WeN0t+BpAXbvH2w9M+XBxmxzS+Z23CGx4lcSBwlbesKQcsDu6SGZOl1rt3q6/bAuSNgS83KGZf+Sa7zm/Rw36tLighykHz/wAmanSMbil0/wBobvt92FeT1/PZOznewikwfqJjnB1fOi6OdL9w6r+9PiKMztoci0Jk1k7YdpyswMznHk19qqpu/Nr5UI5FywZyizG5DK/pEFZBPh8WrnelvVo9b1QLkC//ANKJlg/s1/WHHhQTMnmfj5eO916Q0/1P6KkYGuN47kpPLfuN3KVxlqUAc0b7mKtYBHsA/qSqNrHl7KanJdkDu19z9bdupSrxb0/b1byobsqSg5crkjUB51rHDeAOPu3Uw82vKsWZa9ksSwPfXcfze9q3HVvhyeX/AHdBjte5ri29jXZVb+/c6uChcqLDZsua7we9PXu95vY2T+bikLpstiwJRm1J2XDrhc38zRr9n8o25Rnyw5JEVOcvfZxWN8ncpGbXSLBtaXLtdTnk827r7PwiJszKyOlQ5Oo6aJcGmieO/wAlYMY2dwKb3ZaUtW2W2ZBHcyF4Xrtetx87mkQTb0mwza8rJtUbbczaPCxNIz4uYsrLuTkmDr75m/BumFss3WjlxZ1Emnet3h/uVxSLzdTcJY/BeS0MuivMhaQdQ3ulHOU6ybKlyzJdxF3ON363E6aut606vuxT2UeRLE/SZl8KOd851/ZV09ROvfd6QIvLlMUBOStWtaPBiItNStChxAQjm6PhXet4J4umOr9nXnK6bHK4UXC/VAyZmRSFtqD5P5P2VI2fNOzjuMxeXRYUq4nwV+dP78YeH15N4Mhypb7FXeMPc8UO6EyRdQlACAnGl5XlXr215vvEwkZOQ10Z967tEa6+EnjVuiJLjJaOdkPLzdgSMtni6lpu/wDslq0r1burjBW1WGi2pfJK0QZjuhgTuic5peDoq3cdEK2xZa3CVEIdCt56uvzGnHWi0zZ2ZmCpV3ROpATq1+c19nuje1XZpPdOcm7knLXAbRZXcu1w1Xtm70cc6HGXfsXHMz0tT/LHGv3fBiIzMilrOloDHx7lU+mBnw9KHDGreh5q1gVMPZHcC7urEkJmyc0EKtBk0NaKCgBh4uBhtAGBbUnrOLocM8wQpVCRVRVhU6z0083YVRXSlXVKSUJVU7k141DgCCUvFaFKWkC6e03cb304+3fdjz42hUETQpg/OWC4xUvUvo7zcQf4v6fCSmAlPWI8KSz5l3NFSVlF7f5KfJ8fYpSYjErdcl6LQlCU826nC9xxtQd3CCGv2n+ZtqGO6AGMdlYBOf6NeqJgZtr/ADLhT4Ka9CaU10TTcI2mWkU2hnHO1WhwSn1dWGBcmEhRUKC7hpfw8XfCvQrmWgmhUc71NJStq/r8fu6XZFaHZWGyc2kNIaS26wqv6tO0FDyutRPu9YCPC0gHW5Ne70fin0hDM6Usu3FkpvUvXVeCr17XN/ijwlRDIBao18/mq2qV1Rci1LQlpqgmC9R11r5qr0IaK2u7Gw4mY0cCvj+fg6MblruirNe3X5rvHk6oQOLt9edTs4BvjjwosBasTa8m2HGEgZk0SakHfxh7IHU4Ey6iUJCqkA3eOnjChgSpx8lSl3FHHHVx9sCzMqVtkBTlSThXtPTx7Y92Vg6lqty8wU3VYKIGHQePZ2xdPKWbvwXMk0KBqqcQfY7+MVCmRDDYvKcJViDe3+bj2Rb3KobvwY8lArC7Ot1ruwd/d6ofweUKV1qhG7oreJBGGzCSkrQolJpTfSNkLo9UFNPGI8dWtSqJUce0xs2s8NpKuFq8nHeeNmMhBWki7GR7UvLuRCX2nApLoIAqbsKyzoM6yXSBdNaq/fDdNzQTRtQoCKGmH4w4WO00LQk1IBWjnYx8gjbuvpcrwGlThg3pGYJw0PuxyO+69epneno6tY62bN+SmLuGiPqxyW+8M+5q2j1umnHztqO46btGCuE6n+8Ssp+kXkOfq/YBgrx8dVMSOVEvdoKavC/nxe2ojCQaij3Hn49GHyVrTjrePyj57sazAsR41JcyriGUU0Ob0Rq80B8o0t9zZRrTu8rs9vkwql9YulLqbo143Ve6OPSVGj5xcb/WXFJ3bVIrVLzTSDecvnOUvFeirSPV/dXikLy5Qtrv5O0NEJ8nnK40vPCKRnXVp8I/e8L0eNInufuRm+b67tOdWt3+pPFYgNTGpO9WCGQ6Q0efjpXdf7/4oFUzZ/yFc87uq4q7evbNR2+7DIVE5pROad0vrU6IQq4qaK636KvJ9K9sq1/1dpiBuo0UnmXkRiw/TzbV28NHVq7IUkZSSbbW+wrNXQflfF+GHo9aALNP6Vnq/KNpznlXfH5P9Ooa37QYRJTLb6s1TrcdOHpdaPPNKobapG0JcG2pk4HE4/w6uKaoGelUd1o00IRdvXut7vHqh5tGXKrTczQbLRKrmnd7R9EETFluNPVLLmbp4cZbm2uhYVG27OD7wCjdRUExfmRKkuWJLKCLtxIT46YfZwKRVZl2peWl13CTMCqSMKU/pH861tDk+eSvJ40CVJQbuO7gE/04BnHFFZ3UT5FKULrL3SRcTqTXXv4/HWJNqPchCa4V0Dh9Hn/kI9ecSgJUVqxxPYdWrzfZrAMIrcU40BdAA53HHziC+4eVYjTcgVGOymbm2zSrhTXAEUrTjhMBOt9/YBSQhDihiCaG8eOFQ+WvKOJmKrxUMFVAFKAGAWUoEykrSAlRUpVADTXGOPMV1rD9mg5mztJ040d8na2ePwi3shsMnGczraCvQ0/bwrais3X3O5VrWN95Hzbyvd45sTjk+mQZR1quaDa7nkKru6ePHDMAorO6iC6MX2U1YcBShSEqqU83DSu8cFUWJajedyHalCccw0dfN0eKRWjD5SkXaUPNO7j8PCgm0J990MsOzBo3oepOzd1eeMfrXQZepZePKw01lk/lX9Fn4eUIGvBF2l5hWdm7yDokqKU3q9Kvq8aSoeZfKtxmxGrKMgO9ouZzOc3m6NKc7Veu6k7MRcvnuj9Vxjd4+tATjqktqN5StHa9G997jSTGnndIxssNEzbrhDiyXxXpPKmZyyVL2UZbuEOu/tPKV1aQPYGVjtkWa7Lmzi9nlFd6+lAHzU9sQh5SrgXRu7VWsejx4XzoQMwm+gJzWirSUFUvbSr2Hk6vxMZ//Z3p4YWeHseef0RTmTn+JTTJzKVOT2fUpjPF4pT3vRSil77PehOzMs0S9uvT4Y7643czejoVUD0ceUTEQL9eOONHZjTCteOONqCSezvT3yOldHu7n7lQZs7WhgOwU4tnLVFp2jLTYYDZl1pXcpt07fP9PWTCtq5fzMxMslmWDWau/WBV7EK9cV2Jlu84sjbToKvBHvJ/zBwpSYUzyVLSlV5BCtfp3eP4UqgQ9menOq4wa4V/fphwVNbay3dttkNGX7kaBrzfBHRx5MbP5byyLQZnBZ3fmr2bmM4dBJw0uzs60V8maddSlV9SsP2mj9Xj3Y8mVYVZZrzOb1gOjwlD+GLP9ncBzGxvjsC6+9eGVONw78lLTlQ8u32bbeJfebPk80no1aSfrbRMS029lDattSalyDknKZ9OJG3pXtrdFU/GJl5vP4s5m51dDndGyLvB2nh/LK27Ul3JF6dzo9C8jR7Bx9CPUugjIeHQsHob7I0GTI0HU5SLlMt6TtafAYwalm8245Xwj2dnG+LiYqMEHQ0VaI8nq8eLZCv4XHE3GbxT8nq0v3K4uxsyUrSHq6QScOsrjjSVG503Bbg4zMcGw1K5EpkeX1yi1vthwVN8gVB3+La7DwI2em0pqlLZNUg49alaesj+ZVCIfaCaBsG8Kioxp07J8L7NaY1U4lTqzopSnSqTTfergR2fzrGiGqulKNzC0gqU2tNCDiK4U1e3iiTCjUzfcAWXCCagFApW7q2ukcYw12g8ZVKygofJOIU5urSus7uLuMAC3X1OkN2e2khVR33Da17I47QqKO2RBHac7SYkz8qw27W9qu+L7qvX54SlbNs5Qoe8nt6idK7o9nq164aVW5bROZakWc5XrqTzeP6cIQ+PJkJ79LtVv+ltaSvVu+9ArRw1O4yfknbt20DVJ3ppd97op9XVjGk7k3fAuzl8FR5t/nXuPxiPIt+0C0QporKlV0QCVYeLo/dhHq8rJ5LtVKKADTFKadNMBxu0qiL21EAcjzZQYZOe6bnW3cf0wimUbSoN6QUb16ujTm11ceimG+cytmdUxv8A8Jv8ODAqrenGe9NGuzrRdgJFG0VOncR0G1tm9eKnLrifC/q/qVA9q947ozmGzt6SukdbjtSmAP7VTtc9nv8Ay0dU9nH0ozFpB4Z51rOOaPX2vnce9FdI7K/KXlqvP1eHel/O+7BRY/Wp+T5/sPTx5UNzNrBRF85qovU8nCB27Tq8CgazSvtiumlI3TiaipGapo5zZ2tno6eKRjJzubqRX09ng8KhsVbTuLlBjdG30YwCZk1Jqeb+G/titK92nxxbiG84kIu1pr18VPAjAteZKlZuqiaY6hwOMatDc4W0IF0BBVU0Orf9vFI9em1qboCRTVhx28GLVS8n1KQ9fvobNCaC9qx/fxhS2eU9sj4L2S4UMTOI/wDd/CKQkJzNNqzqheOrDjpEXdyovK/5rmShOsziD7HYcxjSoQufybwpShhN5Ck9VVewR4ol1VUinnjYKLLgCgcPCjSLqSgbS9BuD0vzRkaKN9JPhRkTaldcotUJmXBNEKzhVqRd73TBOESGyy0bZkGRXO4XBzdH8KxkZHylh3XfS/AVYDDv6E5Xqn6I5PnQgOEJ1KWrjj7qYyMjs+n/ALkLjep/GEWzMuMrbvUOjxx+ZUFs2i2ttFQdro440dkCMjI0Yysdy1cnX1KRpUvU3dP78PbtaUGoSXzg4TtJTQXdIeO90xkZBVLk7JlpdCVXRdrrd53FOMBGuck3hdoejV2Zz6nF6MjIIlikDLyRVW6c17uvN7Pl8XdW0tISXyqkXg508dnF1MZGRVoUvcRwhLYmG7PZvqaJW14CNL3esR5vGoRAMoGX3M5MTZJaPMHlXens+b4WMZGQvk8laGJ8YQqbPqlwib75uwVe3875vrMKS1lzBSc6SaDvmrDS3RkZCzFoNRDDrqHJfupOdbSq5dr5vpT7x6qYMk3USc63MsO0ccNKY1oBe19ifb5SoyMiw5QJvgKlUpPialyykXnRdLixo31Vzf1+LsKZ4jQ36qOaW7Oa9exxejIyH1iqC5YMGVtdFEnNuCu1zhtfSOFKiKzDZQUFKsHCojzGh9pSPOeaExkZGXXmK6CAkMCKs1Mo/ZzodGK3Kc7Vdv8AT1OL0HZKZqWtHM54uBxuuPWCvF4Y+rsxkZDDeQq5P7sqwkO35ZKdw0fd44SmFFPtqQ2tIKgVVAV4q8fxKTGRkaLOVz7lomYC1K+UCxhtb+ONFMNkzOq7pdc31pTwbmc169WP8UZGQGX4kRnC1vO9y3q98pXzKObp8/i7A+dU5gtd5O/SUdWkdfYlX0jSCYyMgLVISDq3KNrC3KhdFaXpfbxVUeIcfQ4nT2k8fV9zyYyMiAjOWiZlV5SysqN3Xex+r2jgqhMu1cQTq8HDfc+uafw7ORkT3UBDtrGZCXNIpO/jq+350Dzs+6CA0WxzvvdXg+DoxkZFUUJVM2pTjudSDd9u76cOL0bST60OvXgN/rx/Eer15GR5jQeVBK2nXzg3VHNOzvjzu5Cgu4drZ0eOj721ryMgRVHJMzClKQkE1Vq8REeTDt5K1VNFavGRSMjIqEVq1zvT4P0fvEed0JrrGb8/k8dkZGR5ylIzc60g6TxSe28rjhW1CHdqdedFKV521q+kxkZFVcJM22yDnad78X7uFaUIm25Zdc66k5u7uX2dF3jR2YyMiQpBTBbj8u4UKCyHE867r1fhDeFA4uqJjIyKuTjFsqYaaGo878OPwAhNUy24d/N+mnH4ExkZHmqwW/dFy9XGnH2xt3RnM3hTjjgmMjIkrxSWcvnxRv3R0jitPp4pGRkeXivBMMPbxWvhbN6NH39unGMZGRCgrcO6sIv3lZmEj4LmSGIH6a30q5j3TGRkMQd1JVAFdxBKemPGl31qK+iMjI0QlSlAKsXenD7YyMjIsqL/2Q==</binary>
</FictionBook>