<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><FictionBook xmlns="http://www.gribuser.ru/xml/fictionbook/2.0" xmlns:l="http://www.w3.org/1999/xlink"><description><title-info><genre>sf</genre><author><first-name>H.</first-name><middle-name>Beam</middle-name><last-name>Piper</last-name></author><book-title>Der kleine Fuzzy</book-title><date value="1979-10-01">1979</date><coverpage><image l:href="#cover"/></coverpage><lang>de</lang><src-lang>en</src-lang><translator><first-name>Heinz</first-name><middle-name>Peter</middle-name><last-name>Lehnert</last-name></translator><sequence name="Fuzzy (de)" number="01"/></title-info><src-title-info><genre>sf_fantasy</genre><author><first-name>H.</first-name><middle-name>Beam</middle-name><last-name>Piper</last-name></author><book-title>Little Fuzzy</book-title><date value="1962-01-01">1962</date><lang>en</lang></src-title-info><document-info><author><nickname>Xenophile</nickname></author><program-used>Fiction Book Designer, FictionBook Editor Release 2.6, fb2cut 2.5.4, fb2cut 2.6.2</program-used><date value="2013-01-20">20.01.2013</date><id>FBD-6D97B2-14CD-264B-ACA5-B297-1200-6334B7</id><version>1.0</version></document-info><publish-info><book-name>H. Beam Piper. Der kleine Fuzzy</book-name><publisher>Erich Pabel</publisher><city>Rastatt</city><year>1979</year></publish-info></description><body><title><p>H. Beam Piper</p><p>Der kleine Fuzzy</p></title><section><title><p>1.</p></title><p>Jack Holloway stellte fest, da� die orangerote Sonne ihn blendete. Er hob eine Hand, um seinen Hut nach vorn zu schieben, dann griff er zu den Kontrollen, um die Schwingungsphase der Antigrav-Feldgeneratoren zu ver�ndern, damit der Manipulator um weitere drei�ig Meter steigen konnte. Einen kurzen Augenblick sa� er reglos da, paffte an seiner kurzen Pfeife und sah hinunter zu dem roten Tuchfetzen, den er an einem Busch an der Klippe in einhundertf�nfzig Meter Entfernung befestigt hatte. Erwartungsvoll l�chelte er.</p><p>�Das wird reichen�, sagte er laut zu sich selbst nach der Art von Menschen, die lange allein waren. �Bin neugierig, wie die Ladung hochgeht.�</p><p>Das war er immer. Er konnte sich an mindestens eintausend Sprengungen erinnern, die er im Lauf der Jahre ausgel�st hatte�� und das auf mehr Planeten, als er im Augenblick aufz�hlen konnte. Einige Male hatte er sogar thermonukleare Sprengs�tze verwendet, aber jedes Mal war es anders, immer gab es etwas, worauf man achten mu�te, selbst bei einer kleinen Sprengung wie der hier. Er legte den Schalter um, sein Daumen fand den Ausl�seknopf, der einen Funkimpuls aussandte, und der rote Fetzen verschwand in einer Font�ne aus Rauch und Staub, die sich aus der Felsspalte erhob und eine kupferne Farbe annahm, als das Licht der Sonne darauffiel.</p><p>Er wartete, bis sein Manipulator wieder gleichm��ig schwebte, dann glitt er zu dem Spalt in der Klippe hinunter, den seine Sprengladung hineingerissen hatte. Ein voller Erfolg: Die Detonation hatte eine Menge Sandstein aufgeworfen, die Feuersteinader angekratzt und das Zeug nicht allzu weit in der Umgebung verstreut. Eine Menge gro�er Brocken hatte sich gelockert. Er fuhr die vorderen Greifzangen aus, zog und zerrte und setzte dann den unteren Greifer ein, um einen Brocken anzuheben und ihn auf das flache Land zwischen der Klippe und dem Flu� fallen zu lassen. Er lie� einen zweiten auf den ersten herabsausen, wodurch beide zerbrachen, und dann noch einen und noch einen, bis er f�r den Rest des Tages genug Arbeit hatte. Dann landete er, griff sich seine Werkzeugkiste und den fernzubedienenden Antigrav-Heber, kletterte aus dem Fahrzeug, �ffnete die Kiste, streifte sich seine Handschuhe �ber und machte sich mit dem Mikrostrahltaster und einem Vibrohammer an die Arbeit.</p><p>Vor etwa f�nfzig Millionen Jahren, als dieser Planet, den man Zarathustra genannt hatte, noch jung gewesen war, hatte auf ihm ein quallen�hnliches Wassertier gelebt. Als diese Tiere gestorben waren, waren sie auf dem Boden der Ozeane im Schlamm versunken; dieser Schlamm war immer wieder von Sandschichten bedeckt worden, die ihn fester und dichter zusammengepre�t hatten, bis er zu einem glasigen Kiesel geworden war, in dem die eingeschlossenen Quallen wie bohnengro�e Ablagerungen eines noch h�rteren Gesteins verblieben. Einige dieser versteinerten Quallen wiesen durch irgendeine Laune der Biochemie eine besonders intensive Thermofluoreszenz auf; trug man sie als Schmucksteine, so reichte die K�rpertemperatur aus, sie zum Gl�hen zu bringen.</p><p>Auf Terra, Baldur, Freya oder Ishtar war bereits ein kleiner polierter Sonnenstein ein kleines Verm�gen wert. Selbst hier noch brachten sie ansehnliche Summen ein, wenn man sie an die Eink�ufer der Zarathustragesellschaft verkaufte. Mit bewu�t niedriggehaltener Erwartung ging Holloway jetzt mit einem kleineren Vibrohammer aus seiner Werkzeugkiste daran, vorsichtig um den Fremdk�rper herum zu h�mmern, bis der Feuerstein abplatzte und ein glattes gelbes Ellipsoid freigab, etwa einen halben Zoll lang.</p><p>�Mindestens eintausend Solar wert, wenn er �berhaupt etwas wert ist�, kommentierte er seinen Fund. Ein kr�ftiger Schlag hier, ein anderer da, und die gelbe �Bohne� l�ste sich aus dem Kiesel. Er hob sie auf und rieb sie mit den behandschuhten Fingern. �Glaube, das ist eine Niete.� Erneut rieb er daran, diesmal kr�ftiger, dann hielt er sie an den hei�en Kopf seiner Pfeife. Keine Reaktion. Er lie� den Stein fallen. �Wieder eine Qualle, die falsch gelebt hat.�</p><p>Hinter ihm bewegte sich etwas im Busch, es raschelte trocken. Er lie� den rechten Handschuh fallen, drehte sich um und griff sich dabei an die H�fte. Dann sah er, was f�r die Ger�usche verantwortlich gewesen war�� ein etwa drei�ig Zentimeter langes Krustentier mit zw�lf Beinen, langen Antennen und zwei klauenbewehrten Scheren. Er b�ckte sich und hob einen Steinbrocken auf, den er fluchend in Richtung des Tieres warf. Wieder eine von diesen verdammten Landgarnelen.</p><p>Jack Holloway ha�te Landgarnelen. Es waren scheu�liche Dinger, wof�r sie freilich nichts konnten. Genauer gesagt, sie richteten gro�en Schaden an. Im Lager st�rzten sie sich auf alles, versuchten, alles aufzufressen. Sie krochen in Maschinen und fanden dort vielleicht die Schmierung nach ihrem Geschmack, und sie verursachten Pannen. Oft knabberten sie die Isolierung der elektrischen Leitungen an�� und sie machten auch vor seinem Schlafsack nicht halt und hatten ihn darin schon recht schmerzhaft gebissen. Niemand mochte die Landgarnelen gern, selbst andere Artgenossen nicht.</p><p>Das Tier wich seinem Stein aus, krabbelte ein St�ck zur Seite und richtete dann seine zitternden Antennen auf ihn. Jack griff wieder nach der H�fte, dann hielt er inne. Pistolenmunition war hier s�ndhaft teuer, man verfeuerte sie nicht in kindlichem �bermut. Dann dachte er aber daran, da� keine Kugel, die auf ein Ziel abgeschossen wird, letztlich Verschwendung ist, und da� er in letzter Zeit kaum mehr geschossen hatte. Er b�ckte sich erneut, hob einen zweiten Stein auf und warf ihn etwa einen Meter links vor dem Tier ins Gras. Noch w�hrend der Stein in der Luft war, zog er seine Waffe. Als die Garnele fliehen wollte, scho� er aus der H�fte. Das Krustentier l�ste sich auf. Er nickte zufrieden.</p><p>�Der alte Holloway trifft immer noch, worauf er schie�t.�</p><p>Vor nicht allzu langer Zeit hatte er das noch als selbstverst�ndlich erachtet. Aber jetzt wurde er langsam alt und mu�te seine Geschicklichkeit gelegentlich unter Beweis stellen. Er legte den Sicherungsfl�gel wieder um und steckte die Waffe ins Halfter, dann hob er den Handschuh wieder auf und zog ihn an.</p><p>Noch nie hatte er so viele von diesen verdammten Biestern gesehen wie in diesem Sommer. Letztes Jahr waren sie eine Plage gewesen, aber ihre Zahl war bei weitem nicht so gro� gewesen. Selbst die Senioren, die seit der ersten Kolonisation auf Zarathustra waren, hatten das best�tigt. Nat�rlich w�rde es daf�r eine Erkl�rung geben, vermutlich etwas, was so einfach war, da� man nicht darauf kam. Vielleicht hatte auch das extrem trockene Wetter etwas damit zu tun. Oder ein Ansteigen der Nahrung, die sie fra�en, oder das Abnehmen eines nat�rlichen Feindes.</p><p>Jemand hatte einmal behauptet, da� Landgarnelen keine nat�rlichen Feinde h�tten, aber daran zweifelte er. Irgend etwas brachte sie um. Er hatte bereits eingeschlagene Garnelenpanzer gesehen, einige davon dicht neben seinem Lager. Vielleicht waren irgendwelche Huftiere daraufgetreten und Insekten hatten die Kadaver dann leergenagt. Er w�rde Ben Rainsford fragen; Ben m��te es eigentlich wissen.</p><p>Eine halbe Stunde sp�ter war auf dem Taster wieder ein Unterbrechungsmuster zu sehen. Er legte es beiseite und griff wieder nach dem kleinen Vibrohammer. Diesmal war es eine gro�e �Bohne� von hellrosa Farbe. Er l�ste sie aus dem Gestein und rieb sie. Sofort begann sie zu gl�hen.</p><p>�Ahhh! Das ist schon besser!�</p><p>Er rieb noch einmal, erw�rmte den Stein dann an seiner Pfeife, und diesmal blitzte er geradezu auf. Mehr als tausend Sols, dachte er. Au�erdem eine sch�ne Farbe. Er entledigte sich seiner Handschuhe, zog dann einen kleinen Lederbeutel unter seinem Hemd hervor, lockerte die B�nder, an denen er an seinem Hals hing. In dem Beutel befanden sich etwa achtzehn Steine, und alle gl�hten so hell wie Kohlen im Feuer. Er sah sie sich einen Augenblick an und lie� dann den neuen Sonnenstein zufrieden grinsend hineinfallen.</p><empty-line/><p>Victor Grego lauschte seiner eigenen aufgezeichneten Stimme, rieb dabei den Sonnenstein, den er am linken Ringfinger trug, mit der Innenfl�che seiner rechten Hand. Der Stein gl�hte auf. Er stellte fest, da� seine Stimme einen �berheblichen Unterton hatte�� das war gar nicht der Ton, der in einem n�chternen Bericht erwartet wurde. Nun, wenn jemand sich dar�ber wunderte, wenn sie das Band in sechs Monaten in Johannesburg auf Terra abspielten, brauchten sie sich ja nur die Frachtr�ume des Schiffes anzusehen, das es f�nfhundert Lichtjahre weit durch den Weltraum gebracht hatte. Barren von Gold, Platin und Gadolinium. Pelze, Biochemikalien und Weinbrand. Parf�me, die nicht k�nstlich herzustellen waren, Harth�lzer, die kein Kunststoff ersetzten konnte. Gew�rze. Und die Stahlkassette voller Sonnensteine. Beinahe ausschlie�lich Luxuswaren, die einzig verl��lichen Werte im interstellaren Handel.</p><p>Dazu hatte er noch eine Reihe anderer Dinge aufgez�hlt�� Getreide, Leder, Bauholz. Seine Liste hatte mehrere Dutzend Dinge umfa�t, die Zarathustra jetzt selbst erzeugen konnte, die nicht mehr importiert werden mu�ten. Die Gesellschaft brauchte Zarathustra nicht mehr zu tragen�� Zarathustra erhielt die Gesellschaft und sich selbst.</p><p>Vor f�nfzehn Jahren, als die Zarathustragesellschaft ihn hierher geschickt hatte, hatte er neben dem provisorischen Landeplatz nur einen bunten Haufen aus Holzh�tten und vorgefertigten H�usern vorgefunden; genau an dieser Stelle stand jetzt dieser Wolkenkratzer. Heute war Mallorys Port eine Stadt von siebzigtausend Einwohnern; insgesamt hatte der Planet eine Bev�lkerung von fast einer Million, die immer noch im Steigen begriffen war. Heute gab es Stahlwerke und Kernreaktoren und Maschinenfabriken. Jetzt produzierte Zarathustra sein eigenes Spaltmaterial, und erst vor kurzem hatte man begonnen, geringe Mengen angereicherten Plutoniums zu exportieren.</p><p>Die Tonbandstimme verstummte. Er spulte das Band zur�ck, fertigte im Schnellauf eine Kopie und schickte sie hin�ber in die Funkstation. In zwanzig Minuten w�rde sich die Kopie an Bord des f�r Terra bestimmten Schiffes befinden. Bei seinen letzten Handgriffen summte sein Visifon.</p><p>�Dr. Kellogg m�chte Sie sprechen, Mr. Grego�, sagte das M�dchen in seinem Vorzimmer.</p><p>Er nickte. Er sah noch ihre Handbewegung, dann verschwand ihr Gesicht in einem wirren Muster von Farben; als das Bild sich wieder kl�rte, schaute ihn statt dessen der Leiter der Abteilung �Wissenschaftliche Studien und Forschung� an. Kellogg schaute kaum merklich nach oben in seinen Monitorschirm, um nachzusehen, ob Victor auch deutlich sein, Kelloggs, warmes, offenes, sympathisches, aufrichtiges und ein wenig zu strahlendes L�cheln �bertragen bekam.</p><p>�Hallo, Leonhard. Alles in Ordnung?�</p><p>�Guten Tag, Victor.� Er sprach den Namen mit genau der richtigen Portion Ehrfurcht aus�� ein wichtiger Mann zu einem noch wichtigeren. �Hat Nick Emmert heute schon mit Ihnen �ber das Big Blackwater-Projekt gesprochen?�</p><p>Nick war Generalresident der F�deration; praktisch betrachtet, war er auf Zarathustra die terranische F�derationsregierung. Au�erdem war er noch Gro�aktion�r der Zarathustragesellschaft.</p><p>�Nein; hat er das vor?�</p><p>�Nun, das wei� ich nicht, Victor. Ich habe gerade mit ihm gesprochen. Er sagt, es h�tte einiges Gerede gegeben wegen der Auswirkung in Piedmont auf dem Beta-Kontinent. Er machte sich Sorgen dar�ber.�</p><p>�Nun, der Niederschlag mu�te ja beeinflu�t werden. Schlie�lich haben wir eine Million Quadratkilometer Sumpfgel�nde trockengelegt, und die feuchten Winde wehen aus dem Westen. Im Osten mu�te es eine trockenere Atmosph�re geben. Wer redet eigentlich dar�ber, und was macht Nick so besorgt?�</p><p>�Nun, Nick f�rchtet die �ffentliche Meinung auf Terra. Sie wissen, wie stark der Vorbehalt der Umweltsch�tzer ist; jeder hat dort etwas gegen eine zerst�rerische Ausbeutung.�</p><p>�Mein Gott! Der Mann wird doch nicht die Erzeugung von einer Million Quadratkilometer neuem Farmland als zerst�rerische Ausbeutung bezeichnen.�</p><p>�Nun, nein, Nick nennt es nat�rlich nicht so. Aber er f�rchtet, da� unpr�zise Berichte zur Erde gelangen k�nnten, in denen davon die Rede ist, da� wir das �kologische Gleichgewicht gest�rt und Trockenheit hervorgerufen haben. Ich mu� zugeben, da� mich das selbst auch sehr interessiert.�</p><p>Emmert, das wu�te er genau, teilte die gleiche Sorge wie er, da� das Kolonisationsb�ro der F�deration ihm die Schuld geben w�rde, wenn die Umweltsch�tzer sich auf sie einschossen. Kellogg f�rchtete, die Schuld daf�r angelastet zu bekommen, das Projekt nicht gen�gend abgesichert zu haben, bevor seine Firma an dessen Durchf�hrung gegangen war. Immerhin hatte er es in der Hierarchie der Firma schon recht weit gebracht�� jetzt mu�te er sich geh�rig abstrampeln, damit es so blieb.</p><p>�Ein paar Leute, die nicht zur Gesellschaft geh�ren, haben davon Wind bekommen, da� die Niederschl�ge seit dem letzten Jahr zur�ckgegangen sind�, sagte Kellogg. �Auch bei <emphasis>Interworld News</emphasis> wei� man davon, und auch einige unserer Leute sprechen schon von �kologischen Nebenwirkungen. Sie wissen, was geschieht, wenn eine solche Geschichte bis Terra vordringt. Man wird die Gesellschaft scharf kritisieren.�</p><p>Das w�rde Leonhard sehr weh tun. Er identifizierte sich mit der Gesellschaft. Sie war etwas Gr��eres, M�chtigeres als er, so etwas wie Gott.</p><p>Victor Grego identifizierte die Gesellschaft mit sich. Sie war etwas M�chtiges und Gro�es, das er wie ein Fahrzeug kontrollierte.</p><p>�Leonhard�� ein wenig Kritik wird der Gesellschaft nicht schaden�, sagte er. �Jedenfalls nicht dort, wo es wichtig ist�� bei der Dividende. Ich f�rchte, Sie sind zu empfindlich gegen�ber Kritik. Wo hat Emmert seine Geschichte �berhaupt her? Von Ihren Leuten?�</p><p>�Nein, absolut nicht. Das bek�mmert ihn ja gerade so. Dieser Rainsford war es, der alles angefangen hat.�</p><p>�Rainsford?�</p><p>�Dr. Bennett Rainsford, der Naturwissenschaftler vom Institut f�r Xeno-Wissenschaften. Ich habe diesen Burschen noch nie getraut. Sie stecken ihre Nasen immer in Dinge, die sie nichts angehen. Und das Institut schickt seine Berichte immer an die Kolonialbeh�rden. Nick Emmert glaubt, da� Rainsford ein Geheimagent der F�deration ist.�</p><p>Dar�ber mu�te Grego lachen. Nat�rlich gab es Geheimagenten auf Zarathustra, Hunderte sogar. Die Gesellschaft hatte Leute hier, die ihn bespitzelten; das wu�te er, und damit fand er sich auch ab. Auch die gro�en Aktion�re wie <emphasis>Interstellar Explorations</emphasis>, das Bankenkartell und die <emphasis>Terra-Baldur-Marduk-Spacelines</emphasis> hatten ihren Agenten. Nick Emmert hatte ebenfalls seine Gruppe von Spionen und Denunzianten, und die Terra-F�deration hatte Leute auf ihn und auf Emmert angesetzt. Bei dieser Big Blackwater-Geschichte aber an Agenten zu denken, das war wirklich albern. Nick Emmert hatte zuviel Dreck am Stecken; zu schade, da� sein �berladenes Gewissen nicht auch mal durchbrannte.</p><p>�Und wenn er einer ist, Leonhard�� was k�nnte er �ber uns melden? Wir sind eine eingetragene Gesellschaft, haben eine ausgezeichnete Rechtsabteilung, die daf�r sorgt, da� wir unsere Satzung nicht verletzen. Und es ist eine sehr liberale Satzung. Dies ist ein unbewohnter Planet der Klasse III; die Gesellschaft hat diesen Planeten fest in der Hand. Wir k�nnen tun und lassen, was wir wollen, solange wir nicht die Satzung oder das Kolonialgesetz oder die Verfassung der F�deration verletzen. Solange wir das nicht tun, braucht Nick Emmert sich keine grauen Haare wachsen zu lassen. Und jetzt vergessen Sie die ganze verdammte Angelegenheit, Leonhard!�</p><p>Vermutlich hatte er jetzt zu hart gesprochen, denn Kellogg schien sich verletzt zu f�hlen.</p><p>�Ich wei� ja, Sie machen sich �ber verleumderische Berichte, die nach Terra gelangen k�nnten, Sorgen. Das war auch sehr richtig, aber��</p><p>Als er mit seiner Rede fertig war, war Kellogg wieder gl�cklich. Victor schaltete den Bildschirm ab, lehnte sich in seinen Sessel zur�ck und fing an zu lachen. In diesem Augenblick summte das Visifon erneut. Als er es einschaltete, meldete sich wieder seine Sekret�rin.</p><p>�Mr. Henry Stenson m�chte Sie sprechen, Mr. Grego.�</p><p>�Stellen Sie ihn durch.� Er konnte gerade noch verhindern, hinzuzuf�gen, da� es eine willkommene Abwechslung sein w�rde, mit jemandem zu sprechen, der Verstand besa�.</p><p>Das Gesicht, das auf seinem Bildschirm erschien, war faltig und schmal; der Mann hatte schmale Lippen und eine Unzahl winziger F�ltchen um seine Augen.</p><p>�Nun, Mr. Stenson? Gut, da� Sie anrufen. Wie geht es Ihnen?�</p><p>�Sehr gut, danke. Und Ihnen?� Als Grego sich auch gute Gesundheit bescheinigt hatte, fuhr der Anrufer fort: �Was macht der Globus�� l�uft er immer noch synchron?�</p><p>Victor sah auf sein wertvolles St�ck, den gro�en Globus von Zarathustra, den Henry Stenson f�r ihn gebaut hatte und der sich frei schwebend in seinem eigenen Antigrav-Feld etwa zwei Meter �ber dem Boden drehte. Ein orangerotes Licht stellte die K0-Sonne dar, die von ihren beiden Satelliten umkreist wurde.</p><p>�Der Globus selbst stimmt auf die Sekunde, und Darius ebenfalls. Xerxes allerdings befindet sich ein paar Sekunden vor seiner eigentlichen Position.�</p><p>�Wie schrecklich, Mr. Grego!� Stenson war zutiefst betroffen. �Ich werde das gleich als erstes morgen fr�h in Ordnung bringen. Ich h�tte l�ngst einmal nachschauen sollen, aber Sie wissen ja, wie das ist��</p><p>Sie unterhielten sich noch eine Weile �ber belanglose Dinge, dann entschuldigte Stenson sich, da� er Mr. Gregos wertvolle Zeit vertan h�tte, und verabschiedete sich.</p><p>Grego wandte sich um und sah voller Stolz auf seinen Globus. Der Alpha-Kontinent war langsam nach rechts gewandert, und der kleine Fleck, der Mallorys Port darstellte, glitzerte in dem orangefarbenen Licht. Darius, der innere Mond, auf dem die <emphasis>Terra-Baldur-Marduk-Spacelines</emphasis> ihren gepachteten Raumhafen hatten, stand beinahe direkt dar�ber, und der �u�ere Mond, Xerxes, tauchte gerade hinter dem Horizont auf. Xerxes war das einzige an Zarathustra, was nicht der Gesellschaft geh�rte; die Terra-F�deration hatte ihn sich als Flottenst�tzpunkt ausgebaut. Das war der einzige Hinweis darauf, da� es noch etwas Gr��eres und M�chtigeres als die Gesellschaft gab.</p></section><section><title><p>2.</p></title><p>Jack Holloway landete seinen Manipulator vor der kleinen Ansammlung vorgefertigter H�tten. Einen kurzen Moment blieb er still sitzen, w�hrend ihm bewu�t wurde, da� er m�de war, dann kletterte er heraus, �berquerte die freie Grasfl�che hin�ber zum Eingang seines Wohngeb�udes, �ffnete ihn und griff nach dem Lichtschalter. Dann z�gerte er und schaute hinauf zu Darius.</p><p>Der Mond war von einem gro�en Ring umgeben, und er erinnerte sich an die kleinen Zirruswolken, die sich w�hrend des ganzen Nachmittags �ber ihm angesammelt hatten. Vielleicht w�rde es heute nacht regnen. Ewig konnte dieses trockene Wetter ja nicht anhalten. In der letzten Zeit hatte er den Manipulator nachts im Freien stehen lassen; jetzt beschlo� er, ihn in den Hangar zu fahren. Er �ffnete die T�r des Fahrzeugschuppens, stieg wieder in die Maschine und steuerte sie hinein. Als er zum Wohngeb�ude zur�ckkam, sah er, da� er die T�r offen gelassen hatte.</p><p>�Verdammter Narr!� schalt er sich. �Hier k�nnte es jetzt �berall von Garnelen wimmeln.�</p><p>Schnell sah er sich im Wohnzimmer um�� unter dem gro�en Mehrzwecktisch, unter dem Gewehrschrank, unter den St�hlen, hinter dem Bildschirm, hinter dem Metallschrank mit der Mikrofilmbibliothek�� aber es war nichts zu sehen. Dann hing er seinen Hut auf, legte seine Waffe auf dem Tisch ab und ging ins Bad, um sich die H�nde zu waschen.</p><p>Als er das Licht einschaltete, machte in der Duschkabine etwas �Quiek!�</p><p>Er drehte sich schnell herum und sah, wie zwei gro�e Augen ihn aus einem goldenen Flaumball anstarrten. Was immer es auch war, es hatte einen runden Kopf und gro�e Ohren und ein entfernt menschliches Gesicht mit einer kleinen Stupsnase. Es sa� auf seinen Hinterbeinen und war in dieser Haltung etwa drei�ig Zentimeter gro�.</p><p>Es besa� zwei winzige H�nde mit abstehenden Daumen. Jack kauerte sich nieder, um besser sehen zu k�nnen.</p><p>�Hallo, du kleiner Kerl�, begr��te er es. �Sowas wie dich habe ich noch nie gesehen. Was bist du denn �berhaupt?�</p><p>Das kleine Gesch�pf sah ihn ernst an und sagte mit etwas �ngstlicher Stimme: �Quiek!�</p><p>�Ich werde dich Little Fuzzy nennen, ja, der Name pa�t gut zu dir.�</p><p>Er ging n�her heran, sorgsam bem�ht, keine pl�tzlichen Bewegungen zu machen, und redete weiter auf es ein.</p><p>�Ich wette, du bist hereingeschl�pft, w�hrend ich die T�r aufgelassen habe. Nun, wenn ein Fuzzy eine offene T�r findet, dann darf er auch hereinkommen und sich umsehen.�</p><p>Vorsichtig ber�hrte er das kleine Tier. Es zog sich zur�ck, griff gleich darauf aber mit einer kleinen Hand nach seinem Hemd�rmel. Er streichelte das fremde Wesen und sagte ihm, da� es den weichesten, seidigsten Pelz habe, den er je gesehen h�tte. Dann hob er es sich auf den Scho�. Es quiekte vor Vergn�gen und legte ihm einen Arm um den Hals.</p><p>�Klar, wir werden gute Freunde sein, nicht wahr? M�chtest du etwas essen? Sehen wir doch mal nach, was wir finden k�nnen.�</p><p>Er trug es mit einer Hand wie ein Baby�� zumindest glaubte er sich zu erinnern, da� Babys so getragen wurden. Das Wesen wog zwischen f�nfzehn und zwanzig Pfund. Zuerst str�ubte es sich, beruhigte sich dann aber und schien es zu genie�en, getragen zu werden. Im Wohnzimmer setzte er sich in seinen Lieblingssessel neben einer Stehlampe und betrachtete seinen neuen Bekannten.</p><p>Es handelte sich um ein S�ugetier�� die Klasse der S�ugetiere war auf Zarathustra recht stark vertreten��, aber dar�ber hinaus mu�te er passen. Dies war kein Primat, wie man sie von der Erde kannte. �berhaupt glich dieses Wesen nichts, was er von Terra oder von Zarathustra her kannte. Als Zweibeiner geh�rte das Tierchen jedenfalls auf dieser Welt in eine Klasse f�r sich. Es war einfach ein kleiner Fuzzy, das reichte ihm im Augenblick.</p><p>�Was m�chtest du essen, Little Fuzzy?� fragte er. �Mach mal den Mund auf und la� Pappi Jack sehen, was du f�r Bei�erchen hast.�</p><p>Little Fuzzys Z�hne glichen in ihrer Anordnung und Form stark den seinen, sah man davon ab, da� der Kiefer runder war.</p><p>�Wahrscheinlich bist du ein Allesfresser. Wie w�rde dir eine h�bsche Terraf�deration-Weltraum-Notration Ex-Te-Drei schmecken?�</p><p>Little Fuzzy reagierte mit einem Laut, den man vielleicht als Zustimmung zu dem Versuch werten konnte. Ein Risiko bestand zudem kaum�� Ex-Te-Drei war bereits an mehrere S�ugetiere auf Zarathustra verf�ttert worden, ohne da� nachteilige Folgen eingetreten waren. Er trug Little Fuzzy hinaus in die K�che und setzte ihn auf den Boden, holte dann eine B�chse mit der Notration heraus, �ffnete sie und brach ein St�ck ab, das er dem Fremden reichte. Little Fuzzy nahm das St�ck goldbraunen Kuchens, beschn�ffelte es, quiekte begeistert und stopfte es sich ganz in den Mund.</p><p>�Du hast bestimmt noch nie einen Monat lang von dem Zeug leben m�ssen, wette ich!�</p><p>Er brach den Kuchen in zwei H�lften, zerkleinerte eine davon noch weiter und legte die St�ckchen auf eine Untertasse. Vielleicht wollte Little Fuzzy auch noch etwas trinken. Jack wollte schon eine Pfanne mit Wasser f�llen und auf den Boden stellen, dann betrachtete er seinen Gast, der, auf seinen Hinterbeinen sitzend, mit zwei H�nden a�, und er f�llte statt dessen eine tiefe Schale mit Wasser, schraubte den Verschlu� von einer Whiskyflasche ab und stellte ihn daneben. Little Fuzzy hatte Durst, und man brauchte ihm nicht zusagen, wozu die kleine Tasse gedacht war.</p><p>Sich selbst jetzt noch etwas Gro�artiges zu kochen, dazu war es jetzt zu sp�t. Im K�hlschrank fand er ein paar Reste und warf alles in eine Art Gulaschgericht zusammen. W�hrend das Essen warm wurde, setzte er sich an den K�chentisch und z�ndete seine Pfeife an. Das kurze Aufblitzen der Feuerzeugflamme lie� Little Fuzzy erschreckt die Augen aufrei�en, aber was ihn noch mehr in Erstaunen versetzte, war die Tatsache, da� Pappi Jack Rauch von sich blies. Er sa� da und beobachtete dieses Ph�nomen, bis nach ein paar Minuten das Essen hei� war und Holloway die Pfeife beiseite legte. Dann erst machte sich Little Fuzzy wieder �ber sein Ex-Te-Drei her.</p><p>Pl�tzlich gab er ein �rgerliches Quieken von sich und rannte in das Wohnzimmer. Im n�chsten Moment war er mit einem l�nglichen, metallischen Gegenstand zur�ck, den er neben sich auf den Boden legte.</p><p>�Was hast du denn da, kleiner Fuzzy? La� Pappi Jack mal sehen, ja?�</p><p>Dann erkannte er es als seinen einz�lligen Holzmei�el. Ihm fiel ein, da� er ihn drau�en vor dem Schuppen liegengelassen hatte, nachdem er vor etwa einer Woche dort gearbeitet hatte. Anschlie�end hatte er vergeblich danach gesucht. Dies hatte ihn sehr betr�bt, denn wer verge�lich wurde und seine Ausr�stungsgegenst�nde verlor, w�rde in dieser Wildnis nicht lange �berleben.</p><p>Nachdem er gegessen und das Geschirr in den Abwasch gestellt hatte, hockte er sich neben seinen neuen Freund.</p><p>�La� Pappi Jack mal sehen, Little Fuzzy�, sagte er. �Oh, ich nehm�s dir nicht weg, will es nur mal sehen.�</p><p>Die Schneide war stumpf und schartig geworden�� das Werkzeug war zu vielen Dingen benutzt worden, f�r die ein Mei�el wohl doch nicht das richtige war. Etwa zum Graben, zum Aufbrechen und h�chst wahrscheinlich auch als. Waffe. F�r einen Little Fuzzy war es in jeder Beziehung ein handliches Allzweckwerkzeug. Er legte es wieder auf den Boden und machte sich daran, sein Geschirr zu waschen.</p><p>Little Fuzzy sah ihm eine Weile interessiert zu, dann begann er, die K�che zu erforschen. Einige der Dinge, die er untersuchen wollte, mu�te man ihm wegnehmen; anfangs �rgerte ihn das, aber bald lernte er, da� es Dinge gab, die nicht f�r ihn bestimmt waren. Schlie�lich war der Abwasch geschafft.</p><p>Im Wohnzimmer gab es noch weitere Gegenst�nde zu erkunden. Einer davon war der Papierkorb. Er fand heraus, da� man ihn aussch�tten konnte, und prompt st�lpte er ihn um, zerrte alles, was nicht von allein herauskam, noch heraus. Von einem St�ck Papier bi� er ab, kaute darauf herum und spie es angeekelt wieder aus. Zerkn�lltes Papier gl�ttete er, fand dann heraus, da� man es auch zusammenkn�llen konnte und tat das ausgiebig. Schlie�lich verhedderte er sich in einigen Metern alten Tonbandes, verlor dann aber das Interesse daran und ging auf andere Entdeckungen aus. Jack fing ihn ein und holte ihn zur�ck.</p><p>�Nein, Little Fuzzy�, sagte er. �Man kippt Papierk�rbe nicht aus und l�uft dann davon. R�um alles wieder sch�n ein.� Er ber�hrte den Papierkorb und sagte langsam und deutlich: �Papierkorb.� Dann stellte er ihn auf, nahm ein St�ck Papier zur Hand, warf es aus Little Fuzzys Schulterh�he aus hinein. Jetzt war Little Fuzzy an der Reihe. Jack gab ihm Papier und wiederholte mehrmals: �Papierkorb.�</p><p>Little Fuzzy sagte etwas, das fast so klang wie: �Was ist los mit dir, Pappi, bist du verr�ckt oder was?� Nach zwei weiteren Versuchen aber begriff er es und fing an, alles wieder hineinzuwerfen. Ein paar Minuten sp�ter hatte er alles wieder drin bis auf eine grellbunte Plastikschachtel f�r Munition und eine weithalsige Flasche mit einem Schraubverschlu�. Er hielt diese beiden Gegenst�nde in die H�he und sagte: �Quiek?�</p><p>�Ja, du kannst sie haben. Hier, Pappi Jack zeigt dir etwas.�</p><p>Er zeigte Little Fuzzy, wie man die Schachtel �ffnete und schlo�. Anschlie�end schraubte er, so da� Little Fuzzy ihm dabei zusehen konnte, den Deckel von der Flasche ab und dann wieder auf.</p><p>�Hier, jetzt versuch du es.�</p><p>Little Fuzzy sah ihn fragend an und nahm dann die Flasche. Er setzte sich und klemmte sie sich zwischen die Knie. Ungl�cklicherweise versuchte er, den Deckel nach der falschen Seite zu drehen, wodurch er nur noch fester draufsa�. Er quiekte kl�glich.</p><p>�Nein, versuch es noch einmal. Du kannst es schon.�</p><p>Little Fuzzy betrachtete wieder die Flasche. Dann versuchte er, den Verschlu� nach der anderen Seite zu l�sen, und er lockerte sich. Er stie� einen Laut aus, der eigentlich nur �Eureka!� hei�en konnte, und nahm den Deckel ab, hielt ihn in die Luft. Nachdem er gelobt worden war, untersuchte er die Flasche und den Deckel, betastete das Gewinde und schraubte die Kappe dann wieder auf.</p><p>�Wei�t du, du bist ein ganz kluger Fuzzy.� Es dauerte ein paar Sekunden, bis ihm klar wurde, wie klug. Little Fuzzy hatte �berlegt, warum man die Kappe nach der einen Seite drehte, um sie abzunehmen und nach der anderen, um sie darauf zuschrauben. Was reines, logisches Denkverm�gen betraf, so �berstieg diese Leistung jeden Rekord tierischer Intelligenz, von dem er jemals geh�rt hatte. �Ich werde Ben Rainsford von dir berichten.�</p><p>Er ging ans Visifon, stellte die Kombination der Wellenl�nge vom Lager des Naturforschers ein, das sich siebzig Kilometer den Snake River hinab an der M�ndung des Cold Creek befand. Rainsfords Ger�t mu�te auf Automatik geschaltet sein, denn sein Bildschirm leuchtete sofort auf. Vor der Kamera lag eine Karte, auf der in gro�en Buchstaben stand: BIN VERREIST, KOMME AM F�NFZEHNTEN ZUR�CK. AUFNAHMEGER�T L�UFT.</p><p>�Jack Holloway hier, Ben�, sagte er. �Ich habe gerade etwas Interessantes gefunden.� Er erkl�rte mit kurzen Worten, worum es sich handelte. �Ich hoffe, er bleibt bei mir, bis du zur�ck bist. Auf dem ganzen Planeten habe ich noch nichts Vergleichbares gesehen.�</p><p>Little Fuzzy war entt�uscht, als Jack den Bildschirm abschaltete�� das war etwas Interessantes gewesen. Er hob ihn auf und trug ihn hin�ber zu dem Sessel, wo er ihn auf den Scho� nahm.</p><p>�So�, sagte er und griff nach der Bedienung seines TV-Ger�ts. �Pa� auf, wir werden uns etwas Nettes ansehen.�</p><p>Als das Bild sich stabilisierte, sah er als erstes eine Luftaufnahme von den gro�en Feuern, mit denen die Leute der Gesellschaft die eingetrockneten W�lder in den ehemaligen Big Blackwater-S�mpfen niederbrannten. Little Fuzzy schrie erschreckt auf und klammerte sich mit seinen �rmchen an Pappi Jacks Hals, verbarg das Gesicht in seinem Hemd. Nun, hin und wieder verursachte ein Blitz einen Waldbrand und mu�te daher nichts Neues f�r den Kleinen sein. Er drehte an der Bedienung und schaltete auf eine andere Kamera um, diesmal eine, die sich an der Spitze des Hochhauses der Gesellschaft in Mallorys Port befand, drei Zeitzonen westlich. Unter der Kamera breitete sich die Stadt aus, und der Sonnenuntergang zauberte im Westen pr�chtige Farben an den Horizont. Little Fuzzy starrte das Bild ehrfurchtsvoll an. F�r einen kleinen Burschen wie ihn war das sicherlich beeindruckend, hatte er doch sein ganzes Leben im Wald verbracht.</p><p>Interessant waren auch der Raumhafen und viele andere Dinge, eine Gesamtansicht des Planeten von Darius aus verwirrte ihn allerdings erheblich. Dann, mitten in einem Symphoniekonzert aus dem Opernhaus von Mallorys Port, kletterte er herunter, ergriff seinen Mei�el und schwang ihn zweih�ndig �ber die Schulter.</p><p>�Was zum Teufel�? Oh!�</p><p>Eine Landgarnele, die hereingekommen sein m��te, w�hrend die T�r offengestanden hatte, lief quer durch das Wohnzimmer. Little Fuzzy verfolgte sie, schwang sein Schwert und lie� es genau hinter dem Kopf des Tieres niedersausen. Ein Schlag reichte aus, um Kopf und K�rper des Tieres zu trennen. F�r einen kurzen Augenblick betrachtete er sein Opfer, dann schob er den Mei�el darunter und drehte es auf den R�cken. Zwei Schl�ge mit der stumpfen Seite des Mei�els, und der Panzer war geknackt. Jetzt begann er die Garnele zu zerlegen, wobei er Fleischst�cke aus ihr herausri� und mit sichtlichem Behagen verspeiste. Nachdem er die gr��ten Brocken verzehrt hatte, benutzte er den Mei�el dazu, eine der Scheren der Garnele abzutrennen und mit ihrer Hilfe die weniger zug�nglichen Teile herauszuholen. Als er damit fertig war, leckte er sich die Finger und n�herte sich wieder dem Sessel.</p><p>�Nein.� Jack deutete auf den Garnelen-Panzer. �Papierkorb.�</p><p>�Quiek?�</p><p>�Papierkorb.�</p><p>Little Fuzzy sammelte die Panzerst�cken ein, trug sie dorthin, wo sie hingeh�rten. Dann kam er zur�ck und kletterte wieder auf Pappi Jacks Scho� und betrachtete den Bildschirm, bis er einschlief.</p><p>Jack hob ihn vorsichtig auf und legte ihn, ohne ihn aufzuwecken, auf den warmen Sessel. Dann ging er in die K�che, schenkte sich einen Drink ein, den er auf den Wohnzimmertisch stellte, entz�ndete seine Pfeife und machte sich an die Tagebucheintragungen dieses Tages. Nach einer Weile wachte Little Fuzzy auf, stellte fest, da� der Scho�, auf dem er eingeschlafen war, verschwunden war, und quiekte erb�rmlich.</p><p>Eine zusammengefaltete Decke in einer Ecke des Schlafzimmers wurde zu seinem Bett, nachdem Little Fuzzy sich vergewissert hatte, da� kein Ungeziefer darin war. Er holte noch seine Flasche und seine Schachtel heran und legte sie neben sich auf den Boden. Dann rannte er zum Eingang und quiekte, bis Jack ihn hinauslie�. In etwa sechs Meter Entfernung benutzte er den Mei�el dazu, ein kleines Loch auszuheben, das er, nachdem es seinen Zweck erf�llt hatte, sorgf�ltig wieder mit Erde ausf�llte und dann zur�ckgerannt kam.</p><p>Vielleicht waren Fuzzys von Natur aus gesellig und bauten sich ihre Unterk�nfte selbst�� Astl�cher, Erdh�hlen, irgend so etwas. Dies hier, so schien es jetzt, war Little Fuzzys Heim, und er zeigte, da� er sich darin zu benehmen wu�te.</p><empty-line/><p>Am n�chsten Morgen, bei Tagesanbruch, versuchte er, Pappi Jack aus seinen Decken hervorzuheben. Abgesehen von seinen F�higkeiten als zuverl�ssiger Garnelenbeseitiger, war er also auch ein erstklassiger Wecker. Aber vor allem war er eben Pappi Jacks Little Fuzzy. Er wollte wieder hinaus; diesmal griff Jack sich seine Filmkamera und hielt den gesamten Vorgang damit fest. Als erstes w�rde er eine kleine T�r mit einer Feder einbauen m�ssen, die Little Fuzzy allein bedienen konnte. Er entwarf sie w�hrend des Fr�hst�cks. Nach knapp zwei Stunden war sie hergestellt und eingebaut�� Little Fuzzy begriff ihre Funktion sofort und fand allein heraus, wie er sie zu bedienen hatte.</p><p>Jack ging wieder in seine Werkstatt und machte auf der kleinen Esse Feuer und schmiedete darauf eine zugespitzte, breite Klinge, vier Zoll lang, am Ende einer viertelz�lligen, etwa drei�ig Zentimeter langen Stahlstange. Als er damit fertig war, stellte er fest, da� die Spitze �bergewicht hatte, und so schwei�te er an das andere Ende als Gegengewicht einen Knauf an. Little Fuzzy erkannte sofort den Zweck des Ger�tes; er rannte hinaus, grub zur �bung ein paar L�cher und begann dann, im Gras nach Landgarnelen zu suchen.</p><p>Jack folgte ihm mit der Kamera und filmte zwei erfolgreiche Garnelen Jagden, die alle mit einer erstaunlichen Pr�zision vor sich gingen. Little Fuzzy hatte seine Geschicklichkeit bestimmt nicht erst in der Woche erlernt, seit er den Mei�el besa�.</p><p>Er ging in den Schuppen und suchte darin herum, ohne genau zu wissen, was er eigentlich suchte. Aber dann fand er etwas, was Little Fuzzy liegengelassen hatte, als er den Mei�el an sich genommen hatte. Es war ein St�ck glattgeschliffenes Hartholz. An einem Ende war es abgeflacht und scharf genug, um eine Garnele zu k�pfen, w�hrend die andere Seite nadelspitz gearbeitet war. Jack nahm den Fund mit in sein Wohngeb�ude und untersuchte ihn auf seinem Tisch mit einem Vergr��erungsglas.</p><p>An der Spitze klebten noch Erdreste�� sie war also als Picke benutzt worden. Das flache Ende hatte als Schaufel, als Schwert und Schalenknacker gedient. Little Fuzzy hatte genau gewu�t, was er wollte, als er sich dieses Ger�t angefertigt hatte, und hatte solange daran gearbeitet, bis es so perfekt war, wie er es brauchte; sorgsam hatte er dabei vermieden, es durch extreme Bearbeitung zu empfindlich werden zu lassen.</p><p>Schlie�lich legte Jack es in die oberste Schublade seines Tisches. Er �berlegte gerade, was er sich zu Mittag zubereiten sollte, als Little Fuzzy hereingest�rmt kam, seine neue Waffe krampfhaft festhielt und aufgeregt quiekte.</p><p>�Was ist los, Kleiner? Wo brennt�s denn?� Er stand auf, ging zu seinem Gewehrschrank, nahm eine Waffe heraus und �berpr�fte deren Schlo�. �Zeig Pappi Jack, was passiert ist.�</p><p>Little Fuzzy folgte ihm zu der T�r, die f�r Gestalten von der Gr��e der Erdbewohner gebaut war und stand bereit, jederzeit schnell wieder ins Haus zu verschwinden. Drau�en war eine Harpyie erschienen�� ein Ding von der Gr��e und Gestalt eines Pterodaktyls aus der terranischen Jurazeit, gro� genug, um einen Little Fuzzy mit einem Bissen zu verschlucken. Einen Angriff mu�te die Bestie bereits gegen Little Fuzzy gemacht haben, und jetzt setzte sie zu einem zweiten an. Aber eine Sechs-Millimeter-Kugel aus Jacks Gewehr traf sie mitten im Lauf, warf sie zur�ck. Wie ein Stein brach sie zusammen.</p><p>Little Fuzzy gab einen �berraschten Laut von sich, sah einen Moment zu der toten Harpyie und entdeckte dann die ausgeworfene Patronenh�lse. Er ergriff sie und hielt sie fragend hoch. Jack erlaubte ihm, sie zu behalten, und sofort rannte der Kleine damit ins Schlafzimmer zur�ck. Als er wiederkam, nahm Pappi Jack ihn auf den Arm und trug ihn zum Hangar hin�ber, setzte ihn neben sich in die Kontrollkabine des Manipulators.</p><p>Das dumpfe Brummen des Antigrav-Generators und das Gef�hl, angehoben zu werden, ver�ngstigten Little Fuzzy anfangs, aber nachdem sie die Harpyie mit dem Greifer aufgehoben hatten und auf einhundert Meter H�he angestiegen waren, begann er, sich an dem Flug zu erfreuen. Sie lie�en die Harpyie in einer Entfernung von zwei Meilen in einem Gebiet fallen, das auf neuesten Karten als Holloways Run bezeichnet wurde. Dann flogen sie in gro�em Bogen �ber die Berge wieder nach Hause. Little Fuzzy hatte gro�en Spa� daran.</p><p>Nach dem Mittagessen machte Little Fuzzy auf Pappi Jacks Bett ein Nickerchen. Jack selbst flog mit dem Manipulator zu der Stelle, wo er am Vortage die Sonnensteine freigelegt hatte, machte ein paar Sprengungen, legte mehr Kiesel frei und fand auch einen weiteren Sonnenstein. Es kam selten vor, da� er an zwei Tagen hintereinander f�ndig wurde. Als er zu seiner H�tte zur�ckkehrte, war Little Fuzzy davor gerade mit dem Zerlegen einer weiteren Landgarnele besch�ftigt.</p><p>Nach dem Abendessen�� Little Fuzzy liebte auch gekochte Speisen, wenn sie nicht zu hei� waren�� gingen sie gemeinsam ins Wohnzimmer. Jack erinnerte sich an eine Schraube und eine Mutter, die er in seinem Schubfach gesehen hatte, und er holte sie heraus, zeigte sie Little Fuzzy. Little Fuzzy studierte sie einen Augenblick, rannte dann ins Schlafzimmer und kam mit der Schraubverschlu�flasche zur�ck. Er nahm den Deckel ab, drehte ihn wieder drauf, drehte dann die Mutter von der Schraube und hielt sie hoch.</p><p>�Siehst du, Pappi�, schien er zu quieken. �Ist ganz einfach!�</p><p>Dann schraubte er die Mutter wieder auf die Schraube, warf beides in die Flasche und verschlo� sie schlie�lich.</p><p>�Quiek�, sagte er mit h�chster Befriedigung.</p><p>Er hatte auch das Recht, zufrieden zu sein. Was er soeben geleistet hatte, war eine Klassifizierung gewesen. Schraubverschl�sse und Muttern geh�rten in die gleiche allgemeine Klasse von Dingen, die man auf andere Dinge schraubte. Um sie abzunehmen, drehte man nach links, um sie wieder aufzuschrauben, nach rechts, nachdem man sich vergewissert hatte, da� die Gewinde zueinanderpa�ten. Und da ihm Begriffe wie links und rechts offenbar begreiflich waren, bedeutete das, da� er sich auch abstrakte Begriffe, nicht nur konkrete Gegenst�nde vorstellen konnte. Vielleicht ging dieser Schlu� ein wenig zu weit, aber�</p><p>�Wei�t du, Pappi Jack hat wirklich einen sehr klugen Little Fuzzy. Bist du nun ein erwachsener Little Fuzzy oder nur ein Baby Fuzzy? Hm, ich wette, du bist ein Professor Dr. Fuzzy.�</p><p>Er �berlegte, womit er den Professor, falls er einer war, als n�chstes besch�ftigen sollte. Im Augenblick erschien es ihm zudem unklug, ihm zuviel dar�ber beizubringen, wie man etwas auseinandernahm. Bestimmt w�rde er dann eines Tages nach Hause kommen und wichtige Teile oder Ger�te zerlegt vorfinden. Schlie�lich ging er in seine Ger�tekammer, suchte dort herum, bis er einen Blechkanister gefunden hatte. Als er in die Stube zur�ckkehrte, war Little Fuzzy auf den Tisch geklettert und paffte hustend und keuchend an Jacks Pfeife.</p><p>�He, ich glaube, das ist gar nicht gut f�r dich!�</p><p>Schnell nahm er seine Pfeife an sich, wischte das Mundst�ck ab und steckte sie sich in den Mund. Dann stellte er den Kanister, in dem sich etwa zehn Pfund Steine befanden, auf den Boden und Little Fuzzy daneben. Die Steine waren der Rest seiner Sammlung hiesiger Mineralien, und er war froh, sie nicht alle bereits wieder fortgeworfen zu haben.</p><p>Little Fuzzy inspizierte den Kanister, erkannte dann, da� der Deckel zur Familie der Dinge geh�rte, die man auf- und abschrauben konnte, und hob ihn auf. Als er die Steine entdeckte, kam er sehr schnell darauf, da� sie zu dem geh�rten, was man herausnehmen und verstreuen konnte. Das tat er, und als sie alle auf dem Boden des Zimmers lagen, begann er, sie nach Farben zu sortieren.</p><p>Dies war der erste Beweis daf�r, da� er Farben wahrnehmen konnte, sah man von seinem Interesse f�r den Fernsehschirm ab. Nach und nach ordnete er sie in spektraler Reihenfolge an�� auf ein St�ck Amethyst-Quarz folgte ein dunkelroter Stein. Vielleicht hatte er schon viele Regenbogen beobachtet, vielleicht lebte er in der N�he eines Wasserfalls, wo es st�ndig Regenb�gen gab, wenn die Sonne schien�</p><p>Als er damit fertig war, kam ihm pl�tzlich ein neuer Gedanke: Jetzt legte er die Steine in Muster, in Ringen und Spiralen aus. Jedesmal, wenn ihm ein Muster gelungen war, quiekte er gl�cklich und heischte Aufmerksamkeit. Er besah sich sein Werk einige Zeit und ver�nderte dann die Lage der Steine erneut. Little Fuzzy, das war deutlich zu erkennen, war imstande, k�nstlerisch zu arbeiten. Er ordnete diese Steine einfach, weil es ihm Freude machte, sie anzuschauen.</p><p>Schlie�lich tat er sie alle wieder zur�ck in den Kanister, legte den Deckel drauf, schob ihn ins Schlafzimmer genau neben seine Lagerstatt zu den anderen Sch�tzen. Seine neue Waffe legte er neben sich auf die Decke, bevor er einschlief.</p><empty-line/><p>Am n�chsten Morgen zerlegte Jack einen ganzen Kuchen Ex-Te-Drei und stellte ihn hinunter. Er f�llte die Schale mit Wasser auf, und nachdem er sich vergewissert hatte, das nichts herumlag, was Little Fuzzy zerst�ren oder womit er sich weh tun konnte, flog er mit seinem Manipulator an seine Arbeitsstelle. Den ganzen Morgen arbeitete er schwer, knackte fast eineinhalb Tonnen Kiesel, ohne da� er etwas fand. Dann l�ste er eine Reihe weiterer Explosionen aus, bis eine ganze Steinlawine herunterging, die weiteren Kieselstein freilegte. Anschlie�end lie� er sich unter einem Kugelbaum sein Mittagessen schmecken.</p><p>Eine halbe Stunde, nachdem er wieder zu arbeiten begonnen hatte, fand er das Fossil einer Qualle, die sich nicht richtig ern�hrt hatte, aber kurz darauf entdeckte er vier Einlagerungen, von denen zwei Sonnensteine waren, vier oder f�nf Versuche sp�ter einen dritten. Kein Zweifel, das mu�te so etwas wie ein Quallenfriedhof gewesen sein! Am Sp�tnachmittag, als er alle lose herumliegenden Kiesel untersucht hatte, besa� er neun Steine, darunter einen tiefroten von einem Zoll Durchmesser. Hier mu�te eine Str�mung in einem urzeitlichen Ozean alle Quallen an eine Stelle getrieben haben. Kurz �berlegte er, ob er noch einige Sprengungen vornehmen sollte, entschied aber, da� es dazu bereits zu sp�t war, und kehrte in sein Lager zur�ck.</p><p>�Little Fuzzy!� rief er, als er die T�r zum Wohnzimmer �ffnete. �Wo steckst du, Little Fuzzy? Pappi Jack ist reich, das werden wir feiern!�</p><p>Schweigen. Er rief noch einmal, aber immer noch keine Antwort, kein Trappeln kleiner F��e. Vielleicht hat er alle Garnelen im Umkreis des Lagers ausgerottet und ist jetzt tiefer im Wald auf Jagd, dachte Jack. Er schnallte seine Pistole ab und ging in die K�che. Das meiste des Ex-Te-Drei war verschwunden. Im Schlafzimmer stellte er fest, da� Little Fuzzy die Steine aus der Keksdose ausgesch�ttet und ein Muster gelegt hatte, in dem der Mei�el diagonal auf der Bettdecke lag.</p><p>Nachdem er sich sein Essen zubereitet und in den Ofen geschoben hatte, ging er vor das Haus und rief eine Weile nach Little Fuzzy. Als sich nichts regte, ging er wieder hinein, mixte sich einen Highball und nahm ihn mit ins Wohnzimmer. Beinahe ungl�ubig machte er sich langsam klar, da� er f�r insgesamt fast f�nfundsiebzigtausend Sols Sonnensteine gefunden hatte. Er tat die Steine in den Beutel und gab sich angenehmen Gedanken hin, w�hrend er an seinem Drink nippte, bis eine K�chenglocke ihn daran erinnerte, da� das Essen fertig war.</p><p>Die ganzen Jahre hindurch hatte er allein gegessen und war�s zufrieden gewesen�� pl�tzlich schien es ihm unertr�glich zu sein. Anschlie�end suchte er in seiner Mikrofilmbibliothek herum, fand aber nur B�cher, die er meist schon ein dutzendmal gelesen hatte oder B�cher, die er als Nachschlagewerke aufhob. Mehrmals glaubte er zu h�ren, wie das T�rchen sich �ffnete, aber jedesmal stellte sich heraus, da� er einem Irrtum zum Opfer gefallen war. Schlie�lich legte er sich schlafen.</p><p>Am n�chsten Tag waren der Mei�el, war das Ex-Te-Drei unber�hrt. Jack erneuerte noch das Wasser in der kleinen Schale, dann machte er sich an seine Arbeit. An diesem Tag fand er drei weitere Sonnensteine, aber lustlos und kaum interessiert steckte er sie in seinen Beutel. Relativ fr�h bereits h�rte er mit seiner Arbeit auf, verbrachte noch eine Stunde damit, sein Lager zu umrunden, sah aber nichts.</p><p>Deprimiert suchte er kurz darauf seine K�che auf, um sich einen Drink zu holen, hielt aber pl�tzlich inne. Trinkt man erst einen, weil man sich selbst bedauert, hat der Drink kurz darauf Mitleid mit einem und braucht noch einen. Und zwei Drinks sind gar nichts ohne einen dritten. Nein, er wollte es bei einem belassen. Vielleicht fiel er gr��er aus als sonst, aber auf jeden Fall w�rde er ihn sich erst vor dem Zubettgehen genehmigen.</p></section><section><title><p>3.</p></title><p>Pl�tzlich wurde er wach, rieb sich die Augen und sah zur Uhr. Kurz nach zweiundzwanzig Uhr; jetzt wurde es h�chste Zeit, den Drink zu nehmen und dann endg�ltig zu schlafen. Steifbeinig ging er in die K�che, schenkte sich ein Glas mit Whisky ein und ging an seinen Schreibtisch zur�ck, wo er sein Tagebuch herausnahm. Er hatte fast die Eintragungen f�r den Tag beendet, da �ffnete sich die kleine T�r hinter ihm, und ein d�nnes Stimmchen sagte: �Quiek!�</p><p>Er drehte sich um.</p><p>�Little Fuzzy?�</p><p>Das Ger�usch wiederholte sich, klang ungeduldig. Little Fuzzy hielt die T�r auf, und dann kam von drau�en eine Antwort. Dann kam ein anderer Fuzzy herein und noch einer; insgesamt waren es vier, und einer davon trug einen kleinen Ball aus wei�em Pelz in seinen Armen vor sich her. Sie alle trugen Garnelent�ter wie den in der Schublade bei sich, blieben mitten im Raum stehen und starrten verbl�fft umher. Dann legte Little Fuzzy seine Waffe nieder und rannte auf ihn zu; Jack beugte sich aus dem Stuhl herunter, fing ihn auf und setzte sich dann neben ihn auf den Boden.</p><p>�Deshalb bist du also fortgerannt und hast Pappi Jack Sorgen gemacht? Du wolltest deine Familie auch hier haben!�</p><p>Die anderen legten alles, was sie bei sich trugen, neben Little Fuzzys st�hlernen Garnelent�ter und n�herten sich z�gernd. Jack sprach zu ihnen, und, so schien es zumindest, Little Fuzzy tat es auch. Schlie�lich kam einer zu ihm heran, zupfte ihn am �rmel, griff dann hinauf und zog ihn am Bart. Bald schon kletterten sie alle auf ihm herum, selbst das Weibchen mit dem Baby. Es war so klein, da� es bequem auf seiner Innenhand Platz fand, kletterte aber auf seine Schulter und sa� gleich darauf auf seinem Kopf.</p><p>�Ihr m�chtet bestimmt etwas zu essen haben?� fragte er.</p><p>Little Fuzzy quiekte zustimmend; dieses Wort verstand er. Jack f�hrte sie alle in die K�che und bot ihnen kalten Veldtierbraten, Yummiyams und gebratene Poolballfr�chte an. W�hrend sie aus zwei gro�en Pfannen a�en, ging er zur�ck ins Wohnzimmer, um zu untersuchen, was sie mitgebracht hatten. Zwei der Garnelent�ter waren aus Holz, genau wie der, den Little Fuzzy im Schuppen zur�ckgelassen hatte. Der dritte bestand aus Horn und war wundersch�n poliert, und der vierte sah aus, als h�tte man ihn aus dem Schulterknochen einer Zebralope gemacht. Dann gab es noch eine kleine Axt, die ziemlich steinzeitlich aussah, und ein Feuersteinger�t von der Form eines Orangenschnitts, das an der scharfen Kante etwa f�nf Zoll lang war. In Relation zum Ma�stab seiner Hand, h�tte er das einen Schaber genannt. Eine Weile br�tete er �ber dem Gegenstand, dann bemerkte er, da� die scharfe Kante gezackt war, und entschied, da� es sich um eine S�ge handelte. Und dann gab es noch drei gute Steinmesser und einige Muscheln, offensichtlich Trinkgef��e.</p><p>Mama Fuzzy kam derweil herein und be�ugte Jack mi�trauisch. Schnell stellte sie aber fest, da� er ihrem Familienbesitz keinen Schaden zugef�gt hatte.</p><p>Ein paar Minuten sp�ter kam der Rest der Fuzzyfamilie freudig quiekend hereingetollt. Sie jagten und schubsten sich herum. Mama Fuzzy kletterte auf Jacks Scho�, und Baby Fuzzy machte sich einen Spa� daraus, von seinem Kopf herunter auf ihre Schulter zu springen. Und da hatte er geglaubt, Little Fuzzy verloren zu haben�� jetzt hatte er f�nf Fuzzys und ein Baby-Fuzzy. Als sie von dem Herumtollen m�de waren, richtete er ihnen im Wohnzimmer Bettchen und brachte auch Little Fuzzys Lager und seine Sch�tze her�ber. Ein kleiner Fuzzy im Schlafzimmer war ja noch zu ertragen, aber f�nf und Baby Fuzzy waren einfach zuviel.</p><p>Am n�chsten Morgen beteiligten sich alle, auch das Baby, daran, ihn zu wecken.</p><empty-line/><p>Nach dem Fr�hst�ck fertigte er f�r jeden von ihnen eine Schwert-Schaufel und ein halbes Dutzend weitere f�r den Fall an, da� noch mehr Fuzzys auftauchen sollten. Dar�ber hinaus fertigte er eine Miniaturaxt mit einem Hartholzgriff, eine Hands�ge aus einem abgebrochenen Motors�geblatt und ein halbes Dutzend kleiner Messer aus einem durchgehenden St�ck, die aus viertelz�lligem Federstahl entstanden. Den Fuzzys daf�r ihre eigenen Ausr�stungsgegenst�nde abzuhandeln, machte weniger M�he, als er erwartet hatte. Sie besa�en einen ausgepr�gten Sinn f�r Eigentum, erkannten aber ein gutes Gesch�ft sofort, wenn man es ihnen anbot. Die h�lzernen, kn�chernen, steinernen Artefakte der Fuzzys verstaute er in seiner Schublade. Das war vielleicht der Anfang von Holloways Sammlung zarathustrischer Fuzzy-Waffen und -Zubeh�r-Sammlung. Vielleicht w�rde er sie eines Tages der F�derations-Institut f�r Xeno-Wissenschaften vermachen.</p><p>Nat�rlich mu�te die ganze Familie ihre neuen Schwert-Schaufeln an den Landgarnelen ausprobieren, und Jack folgte ihr mit seiner Kamera. Sie t�teten insgesamt eineinhalb Dutzend Tiere an diesem Morgen, und so hatten sie am Mittagessen begreiflicherweise kaum. Interesse, obwohl sie knabbernd herumsa�en und nachmachten, was er tat. Sobald sie damit fertig waren, legten sie sich zu einem Nickerchen auf sein Bett. Den Nachmittag verbrachte er in seinem Lager mit allerlei Arbeiten, die er zum Teil schon seit Monaten aufgeschoben hatte. Am sp�ten Nachmittag erschienen die Fuzzys, um im Gras herumzutollen.</p><p>Er war gerade in der K�che, um das Abendessen vorzubereiten, als sie durch ihre kleine T�r hereingest�rmt kamen und einen schrecklichen L�rm veranstalteten. Little Fuzzy und eines der anderen M�nnchen kamen in die K�che. Little Fuzzy hockte sich auf den Boden, legte eine Hand ans Kinn, Daumen und den kleinen Finger ausgestreckt, und die andere an die Stirn, wobei er den Zeigefinger ausstreckte. Dann stie� er den rechten Arm steif nach vorn und gab ein bellendes Ger�usch von sich, wie Jack es noch nie von ihm geh�rt hatte. Er mu�te es noch einmal wiederholen, bevor Jack verstand.</p><p>Es gab einen gro�en, h�chst unangenehmen Fleischfresser, den man �Scheusal� nannte, vermutlich, weil dem ersten Kolonisten, dem er begegnet war, dieses Wort durch den Kopf gefahren war. Dieses Tier hatte ein Horn auf der Stirn und je eines an beiden Seiten des Unterkiefers. Ein Scheusal war etwas, das nicht nur Fuzzys, sondern auch Menschen in Aufregung versetzen konnte. Jack legte sein Sch�lmesser und die Yummiyam-Frucht beiseite, mit der er sich gerade besch�ftigt hatte, wischte sich die H�nde ab und ging ins Wohnzimmer, wo er sich durch eine schnelle Z�hlung �berzeugte, da� keiner aus der Familie fehlte, dann trat er an den Gewehrschrank.</p><p>Diesmal nahm er nicht, wie im Fall der Harpyie, die Sechs-Millimeter, sondern die gro�e 12.7er Doppelexpre�, �berzeugte sich, da� sie geladen war und steckte sich noch ein paar Reservepatronen in die Tasche. Little Fuzzy folgte ihm ins Freie, deutete drau�en nach links am Wohngeb�ude vorbei. Der Rest der Familie blieb im Haus.</p><p>Jack trat etwa sechs Meter vor das Haus hinaus und sah sich um. Im Norden war kein Scheusal zu sehen, und er wollte gerade nach Osten gehen, als Little Fuzzy an ihm vorbeigerannt kam und aufgeregt nach hinten deutete. Er wirbelte herum, sah wie das Scheusal von hinten auf ihn zust�rzte, den Kopf gesenkt und das Horn auf der Stirn angriffslustig gesenkt. Er h�tte daran denken m�ssen; ein Scheusal war sehr wohl imstande, aus einem J�ger einen Gejagten zu machen.</p><p>Instinktiv hob er die Waffe an die Schulter und dr�ckte ab. Das lange Gewehr donnerte laut und schlug gegen seine Schulter. Die Kugel traf das Scheusal und warf seine halbe Tonne Lebendgewicht nach hinten. Der zweite Schu� traf es genau unter einem der pilzf�rmigen Ohren, worauf es nach einem konvulsivischen Zucken still liegenblieb. Er lud mechanisch nach, aber ein dritter Schu� er�brigte sich. Das Scheusal war so tot wie er es jetzt gewesen w�re, wenn Little Fuzzy ihn nicht gewarnt h�tte.</p><p>Er erkl�rte das auch Little Fuzzy, der schweigend die leeren Patronenh�lsen aufsammelte. Dann, seine Schulter an der Stelle reibend, wo ihn der Gewehrkolben getroffen hatte, ging er in die H�tte zur�ck und stellte das Gewehr weg. Dann benutzte er den Manipulator, um das Scheusal vom Lager fortzubringen und dann in eine Baumkrone fallenzulassen, wo es den Harpyien einen willkommenen Fra� bieten w�rde.</p><empty-line/><p>Nach dem Abendessen gab es einen neuen Alarm. Die Familie hatte sich nach ihrem abendlichen Herumtoben im Wohnzimmer versammelt, wo Little Fuzzy das Prinzip der Dinge erkl�rte, die man auf- und wieder abschrauben konnte, als sie ein lautes Tuten �ber der H�tte zusammenfahren lie�. Alle erstarrten und sahen zur Decke hinauf und rannten dann hin�ber zum Gewehrschrank, um sich darunter zu verstecken. Dies mu�te etwas viel Gef�hrlicheres als ein Scheusal sein, und was Pappi Jack dagegen unternehmen w�rde, mu�te einer kleinen Katastrophe gleichkommen. Sehr �berrascht aber waren sie, als er einfach nur zur T�r ging, sie �ffnete und hinaustrat. Schlie�lich hatte keiner von ihnen bisher die Hupe eines Polizeigleiters geh�rt.</p><p>Der Gleiter senkte sich vor dem Haus ins Gras, schwankte noch einmal, und dann wurde der Antigrav-Generator abgeschaltet. Zwei M�nner in Uniform stiegen aus, und Jack erkannte sie im Mondlicht sofort: Lieutenant Lunt und sein Fahrer, Ahmed Khadra. Er rief ihnen einen Gru� zu.</p><p>�Irgend etwas nicht in Ordnung?� fragte er.</p><p>�Nein; wir wollten nur mal nachsehen, wie es Ihnen geht�, antwortete Lunt. �Schlie�lich kommen wir nicht oft in diese Gegend. Sie haben in letzter Zeit keine Probleme gehabt, wie?�</p><p>�Seit damals nicht mehr�. Dieses damals bezog sich auf zwei Waldstreicher, ehemalige Veldtier-Hirten aus dem S�den, die von dem kleinen Beutel geh�rt hatten, den er um den Hals trug. Alles, was die Konstabler damals hatten tun m�ssen, war, die Leichen zu entfernen und einen Bericht zu schreiben. �Kommen Sie �rein und h�ngen Sie Ihre Waffen einen Moment ab. Ich hab� da etwas, was ich Ihnen zeigen m�chte.�</p><p>Inzwischen war Little Fuzzy herausgekommen und hatte begonnen, ihn am Hosenbein zu ziehen; Jack b�ckte sich und hob ihn auf, setzte ihn sich auf die Schulter. Der Rest der Familie hielt es jetzt wohl f�r ungef�hrlich und war zur T�r gekommen.</p><p>�He! Was zum Teufel sind das f�r Biester?� fragte Lunt und blieb unwillk�rlich stehen.</p><p>�Fuzzys. Soll das hei�en, da� Sie noch nie Fuzzys gesehen haben?�</p><p>�Nein, habe ich nicht. Was ist das denn?�</p><p>Die beiden Konstabler traten n�her, und Jack ging ins Haus, wobei er den Fuzzys bedeutete, den Weg freizugeben. Lunt und Khadra traten durch die T�r.</p><p>�Ich sagte es Ihnen ja. Sie sind Fuzzys. Einen anderen Namen kenne ich nicht f�r sie.�</p><p>Zwei Fuzzys kamen her�ber und sahen an Lieutenant Lunt herauf. Einer der beiden sagte: �Quiek?�</p><p>�Sie wollen wissen, was Sie sind�� die Neugierde beruht also auf Gegenseitigkeit.�</p><p>Lunt z�gerte einen Augenblick, dann schnallte er seinen Waffengurt ab und h�ngte ihn an einen Haken hinter der T�r. Seine Dienstm�tze plazierte er dar�ber. Khadra folgte seinem Beispiel prompt. Das bedeutete n�mlich, da� sie f�r vor�bergehend au�er Dienst waren und jederzeit einen Drink akzeptierten, wenn man ihnen einen anbot. Ein Fuzzy zog Khadra am Hosenbein und buhlte um Aufmerksamkeit f�r sich, Mama Fuzzy hielt Baby Fuzzy in die Luft, um es Lunt zu zeigen. Khadra z�gerte etwas, hob dann aber den Fuzzy auf, der ihn am Hosenbein gezerrt hatte.</p><p>�Ich hab� noch nie sowas gesehen�, sagte er. �Wo kommen die her, Jack?�</p><p>�Ahmed, Sie wissen �berhaupt nichts von diesen Dingen�, wies Lunt ihn milde zurecht.</p><p>�Sie tun mir nichts, Lieutenant; Jack haben sie ja auch nichts getan, oder?� Er setzte sich auf den Boden, und zwei weitere Fuzzys gesellten sich zu ihm. �Warum machen Sie sich nicht mit ihnen bekannt? Sie sind doch niedlich.�</p><p>George Lunt konnte nat�rlich nicht zulassen, da� einer seiner Leute etwas tat, was er nicht konnte; so setzte er sich ebenfalls auf den Boden und Mama Fuzzy brachte ihm ihr Baby. Unverz�glich kletterte Baby auf seine Schulter und versuchte, auf seinen Kopf zu gelangen.</p><p>�Trotzdem�� bei fremden Lebensformen bin ich immer vorsichtig�, sagte Lunt. �Sie wissen ja, was schon so alles geschehen ist��</p><p>�Es sind keine fremden Lebensformen�� sie sind zarathustrische S�ugetiere�� die gleiche Art, die Sie beinahe t�glich auf Ihrer Speisekarte haben. Ihre Biochemie ist der unsrigen �hnlich. Glauben Sie, da� Sie davon die Masern oder sowas bekommen?� Er setzte Little Fuzzy zu den anderen auf den Boden. �Wir haben diesen Planeten seit f�nfundzwanzig Jahren erforscht, und niemand hat so etwas entdeckt.�</p><p>�Sie sagten es ja selbst�, warf Khadra ein. �Jack ist lange genug hier, um sich da auszukennen.�</p><p>�Nun� nett sind die kleinen Burschen ja.� Lunt griff sich auf den Kopf und gab Baby an Mama Fuzzy zur�ck. Little Fuzzy hatte sich inzwischen des Kettchens bem�chtigt, an dem Lunts Trillerpfeife hing, und versuchte herauszubekommen, was am anderen Ende befestigt war. �Ich denke, sie leisten Ihnen gute Gesellschaft.�</p><p>�Man gew�hnt sich leicht an sie. Machen Sie es sich bequem, ich will ein paar Erfrischungen holen.�</p><p>W�hrend er in der K�che damit besch�ftigt war, einen Sodasiphon zu f�llen und Eis aus dem K�hlschrank zu holen, schrillte im Wohnzimmer laut die Polizeipfeife. Jack �ffnete gerade eine Flasche, als Little Fuzzy in die K�che gest�rmt kam, dicht gefolgt von einigen anderen seiner Artgenossen, die versuchten, ihm die Pfeife abzunehmen. Er �ffnete eine B�chse Ex-Te-Drei f�r die Fuzzys; w�hrend er das tat, ert�nte eine zweite Pfeife.</p><p>�Wir haben in unserer Station eine ganze Schuhschachtel davon!� schrie Lunt ihm �ber den L�rm hinweg zu. �Wir schreiben diese beiden als im Dienst abhanden gekommen ab.�</p><p>�Das ist lieb von Ihnen, George. Ich m�chte Ihnen sagen, da� die Fuzzys sich sehr dar�ber freuen. Ahmed, �bernehmen Sie solange den Job als Barmann, w�hrend ich den Kindern ihre S��igkeiten verabreiche.�</p><p>W�hrend Khadra die Drinks mixte und Jack selbst das Ex-Te-Drei verteilte, hatte Lunt es sich im Sessel bequem gemacht. Vor ihm sa�en die Fuzzys und musterten ihn immer noch neugierig. Das Ex-Te-Drei hatte aber immerhin daf�r gesorgt, da� sie die Pfeifen f�r eine Weile vergessen hatten.</p><p>�Was ich wissen m�chte, Jack, ist, woher sie kommen�, sagte Lunt, w�hrend er seinen Drink entgegennahm. �Ich bin jetzt seit f�nf Jahren hier und habe nie etwas �hnliches gesehen.�</p><p>�Ich bin sogar schon zehn Jahre hier und habe sie nie vorher gesehen. Ich glaube, sie kommen aus dem Norden, aus dem Land zwischen den Kordilleren und dem Gebirge an der Westk�ste. Abgesehen von einigen Landeunternehmungen hier und dort, ist dieses Land niemals erforscht worden. Theoretisch ist es m�glich, da� es von Fuzzys wimmelt.�</p><p>Er berichtete von seiner ersten Begegnung mit Little Fuzzy, und als er von dem Mei�el und der Jagd auf die Landgarnelen berichtete, sahen Lunt und Khadra sich �berrascht an.</p><p>�Das ist es!� rief Khadra aus. �Ich habe aufgeknackte Garnelenpanzer gefunden, die au�erdem fein s�uberlich ausgenommen worden waren, wie Sie es beschreiben. Habe mich immer gefragt, wer das gemacht haben k�nnte. Aber sie besitzen doch nicht alle Holzmei�el! Was, glauben Sie, verwenden sie normalerweise?�</p><p>�Ah!� Jack zog sein Schubfach auf und r�umte seine Sammlung hervor. �Hier ist das Ding, das Little Fuzzy wegwarf, als er meinen Mei�el fand. Der Rest von dem Zeug stammt von den anderen.�</p><p>Lunt und Khadra kamen n�her, um sich die Gegenst�nde anzusehen. Der Lieutenant wollte nicht glauben, da� die Fuzzys so etwas hergestellt haben konnten. Die Fuzzys hatten inzwischen ihre Ex-Te-Drei-Mahlzeit beendet und starrten erwartungsvoll auf den Bildschirm. Jack fiel ein, da� au�er Little Fuzzy noch keiner das Ger�t in Funktion gesehen hatte. Jetzt sprang Little Fuzzy auf den Stuhl, den Lunt ger�umt hatte, griff an die Kontrollen und schaltete das Ger�t ein. Als erstes Bild erschien ein einsamer, verlassener Landstrich im Mondlicht, das von einer Kamera von einem der Stahlt�rme kam, die die Veldtierz�chter benutzten. Das Bild war nicht besonders interessant, und so drehte Fuzzy an den Kn�pfen herum, bis er schlie�lich ein Fu�ballspiel im Stadion von Mallorys Port hereinbekam. Das war genau das Richtige; er sprang wieder hinunter und setzte sich zu den anderen am Boden.</p><p>�Ich hab� schon terranische Affen und freyanische Kholphs gesehen, die gern fernsahen und auch die Kontrollen bedienen konnten�, sagte Lunt. Es klang, als halte er sich an seinem letzten Strohhalm fest, bevor er aufgab.</p><p>�Kholphs sind klug�, sagte Khadra. �Sie verwenden Werkzeuge.�</p><p>�Machen Sie sich Werkzeuge? Oder stellen sie Werkzeuge her, um sich andere zu machen wie etwa diese S�ge?� fragte Jack. �Nein, das tut niemand au�er uns und diesen Fuzzys hier.�</p><p>Damit hatte Jack zum erstenmal ausgesprochen, was er unbewu�t wohl schon l�nger gedacht hatte. Die Konsequenz seiner Worte versetzte die Konstabler in Aufregung.</p><p>�Soll das hei�en, da� Sie glauben�?� setzte Lunt an.</p><p>�Sie sprechen nicht und machen kein Feuer�, warf Ahmed Khadra ein, als ob damit das Problem gel�st war.</p><p>�Ahmed, Sie wissen es doch besser. Diese Regel �Sprache und Feuermachen� ist wissenschaftlich �berhaupt nicht abgesichert.�</p><p>�Aber das gilt als juristischer Beweis�, unterst�tzte Lunt seinen Kollegen.</p><p>�Das ist eine primitive Faustregel, damit die Siedler auf neuen Planeten ungestraft die Eingeborenen ermorden und versklaven k�nnen, indem sie behaupten, sie h�tten es ja nur mit wilden Tieren zu tun�, wandte Jack ein. �Jedes Wesen, das spricht und Feuer macht, ist vernunftbegabt�� richtig. Das besagt das Gesetz. Aber das hei�t doch noch lange nicht, da� ein Wesen, das das nicht tut, nicht auch vernunftbegabt sein kann. Ich haben noch keinen von denen hier ein Feuer machen sehen, und da ich nicht eines Tages nach Hause kommen und mein Lager abgebrannt vorfinden m�chte, werde ich es ihnen auch nicht beibringen. Aber ich bin sicher, da� sie eine Methode besitzen, sich untereinander zu verst�ndigen.�</p><p>�Hat Ben Rainsford sie schon gesehen?� wollte Lunt wissen.</p><p>�Ben ist irgendwo unterwegs. Ich habe ihn sofort angerufen, als Little Fuzzy hier auftauchte. Er kommt erst am Freitag zur�ck.�</p><p>�Ja, das stimmt, das wu�te ich.� Lunt musterte die Fuzzys immer noch zweifelnd. �Mich w�rde interessieren, was er von ihnen h�lt.�</p><p>Wenn Ben sagte, da� sie ungef�hrlich waren, w�rde Lunt das akzeptieren. Ben war ein Fachmann, und Lunt respektierte die Meinung von Fachleuten. Bis dahin aber war er nicht sicher. Vermutlich w�rde er gleich morgen fr�h eine genaue medizinische Untersuchung seiner selbst und Khadras veranlassen, um ganz sicherzugehen, da� sie sich nicht irgendein Ungeziefer zugezogen hatten.</p></section><section><title><p>4.</p></title><p>Am n�chsten Morgen regten sich die Fuzzys gar nicht mehr �ber den Manipulator auf; er war f�r sie kein schreckliches Monstrum mehr, sondern einfach etwas, in dem Pappi Jack herumfuhr. An diesem Tag fand er gleich fr�h einen Sonnenstein und am Nachmittag zwei weitere. Als er relativ fr�h wieder nach Hause zur�ckkehrte, fand er die Fuzzy-Familie im Wohnzimmer vor�� sie hatten den Papierkorb ausgesch�ttet und waren dabei, alles wieder einzusammeln. Au�erdem schien sich eine Landgarnele ins Haus geschlichen zu haben, denn in all dem Abfall fanden sich auch Schalenreste. Sie a�en alle zusammen etwas, dann lud Jack die ganze Gruppe in seinen Gleiter ein und machte mit ihnen einen langen Ausflug nach S�den und Westen.</p><p>Der n�chste Tag sah ihn wieder bei der Arbeit. Er fand drei Steine, und es sah wirklich so aus, als h�tte er einen gro�en Fund gemacht�� dies war ein Quallenfriedhof gewesen. Fr�h am Nachmittag machte er Schlu�, und als er sich seinem Lager n�herte, sah er auf dem Rasen einen Gleiter stehen. Ein Mann mit einem roten Bart in einer verwaschenen Khakijacke sa�, umgeben von Fuzzys, auf der Bank vor der K�chent�r. Eine Kamera und andere Ausr�stungsgegenst�nde waren so abgelegt worden, da� die Fuzzys sie nicht ergreifen konnten. Baby Fuzzy sa� nat�rlich auf seinem Kopf. Jetzt blickte der Mann auf und winkte Jack zu. Dann gab er Baby seiner Mutter und stand auf.</p><p>�Nun, was h�ltst du von ihnen, Ben?� rief Jack, w�hrend er den Manipulator landete.</p><p>�Mein Gott, �berfall mich doch nicht gleich�, antwortete Ben Rainsford und lachte. �Ich habe auf meinem Heimweg beim Polizeiposten haltgemacht. Zuerst dachte ich, George Lunt sei der gr��te L�gner der bekannten Galaxis, aber als ich dann nach Hause kam, fand ich deinen Anruf auf dem Band vor und bin auch gleich her�bergekommen.�</p><p>�Hast du schon lange gewartet?�</p><p>�Nein, nicht sehr.� Rainsford sah auf seine Uhr. �Mein Gott, es sind tats�chlich schon dreieinhalb Stunden. Die Zeit ist schnell vergangen. Wei�t du, deine kleinen Freunde haben ein gutes Geh�r�� sie haben dich schon lange vor mir kommen h�ren.�</p><p>�Hast du gesehen, wie sie Garnelen umbringen?�</p><p>�Allerdings! Ich habe fast alles gefilmt.� Langsam sch�ttelte er den Kopf. �Jack, das ist ja beinahe unglaublich.�</p><p>�Du bleibst doch sicher zum Essen?�</p><p>�Versuch doch, mich fortzujagen, Jack. Ich will alles h�ren, was du �ber sie wei�t. Wenn du so nett bist, alles auf Band zu sprechen.�</p><p>�Gern, aber erst essen wir etwas.� Dann stellte er Ben die Fuzzys der Reihe nach vor. �Dies ist der erste, Little Fuzzy. Er hat den Rest mitgebracht. Dies ist Mama Fuzzy, das Baby Fuzzy. Und das sind Mike und Mitzi. Diesen nenne ich Ko-Ko, und zwar wegen seiner umst�ndlichen Art, eine Garnele zu k�pfen.�</p><p>�George sagte, da� du sie Fuzzys nennst. M�chtest du das als offizielle Bezeichnung registriert haben?�</p><p>�Klar. Das sind sie doch, oder?�</p><p>�Nun, nennen wir ihre Art Hollowayan�, meinte Rainsdorf. �Geh�rig zur Familie der Fuzzys, Gattung Fuzzy. Also die Spezies Holloways Fuzzy�� <emphasis>Fuzzy fuzzy holloway.</emphasis> Wie w�re das?�</p><p>Jack war damit zufrieden. Immerhin hatten sie nicht versucht, extraterrestrische Zoologie mit lateinischen Begriffen zu erfassen.</p><p>�Ich nehme an, da� die ungeheuer vielen Garnelen, die wir in diesem Jahr haben, Schuld an ihrem Erscheinen sind.�</p><p>�Ja, nat�rlich. George sagte mir, da� du glaubst, sie w�ren aus dem Norden gekommen; vermutlich stimmt das. Dann k�nnten sie aber auch eine Art Vorhut sein; es wird nicht lange dauern, bis es hier von Fuzzys wimmelt. Ich m�chte wissen, wie schnell sie sich vermehren.�</p><p>�Nicht sehr schnell. Die Bande hier besteht aus drei M�nnchen und zwei Weibchen und nur einem Kind.� Er nahm Mike und Mitzi von seinem Scho� und erhob sich. �Ich mache jetzt etwas zu essen�� sieh dir nur inzwischen die Dinge an, die sie mitgebracht haben.�</p><p>Als er das Essen in den Ofen geschoben und zwei Drinks mit ins Wohnzimmer gebracht hatte, sa� Rainsford noch immer am Schreibtisch und musterte die Artefakte. Er nahm sein Getr�nk, nippte geistesabwesend daran und sah dann auf.</p><p>�Jack, dieses Zeug hier ist unglaublich.�</p><p>�Noch mehr als das. Es ist einzigartig. Die einzige Sammlung von Eingeborenenwaffen und -ger�ten auf ganz Zarathustra.�</p><p>Ben Rainsford musterte ihn. �Denkst du das gleiche wie ich?� fragte er. �Ja, du tust es.� Er nahm noch einen Schluck von seinem Highball, stellte das Glas ab und ergriff den polierten Garnelent�ter. �Jeder, der solche Arbeit anfertigt, hat alle Voraussetzungen, ein Eingeborener zu sein.� Er z�gerte kurz. �Du sagtest, du w�rdest einen Bericht auf Band sprechen, Jack. Kannst du eine Kopie davon Juan Jimenez zukommen lassen? Er ist der Chefexperte f�r S�ugetiere bei der wissenschaftlichen Abteilung der Gesellschaft�� wir tauschen unsere Informationen gegenseitig aus. Und dann ist da noch ein Angestellter der Gesellschaft, Gerd van Riebeek. Er ist allgemeiner Xeno-Wissenschaftler wie ich, interessiert sich aber besonders f�r Evolutionsfragen.�</p><p>�Warum nicht? Die Fuzzys sind eine wissenschaftliche Entdeckung. Entdeckungen sollten gemeldet werden.�</p><p>�W�rde es dich st�ren, wenn sie hier heraus kommen w�rden, um sich die Fuzzys anzusehen?�</p><p>�Aber nein; die Fuzzys m�gen das sehr gern. Sie leben vorzugsweise in Gesellschaft.�</p><p>Little Fuzzy hatte kurz zuvor das Fernsehger�t eingeschaltet, und jetzt kamen Mama und Baby und Ko-Ko herein und gesellten sich interessiert zu den Fernsehzuschauern. Als dann die K�chenglocke das Essen ank�ndigte, sprangen sie alle auf, und Ko-Ko sprang auf den Stuhl und schaltete das Ger�t aus. Ben Rainsford betrachtete ihn einen Augenblick lang.</p><p>�Wei�t du, ich habe Freunde, die Kinder haben, und sie haben es verdammt schwer, ihrem Achtj�hrigen beizubringen, die Kiste abzustellen, wenn die Sendung vorbei ist�, merkte er an.</p><empty-line/><p>Nach dem Essen dauerte es etwa eine Stunde, bis die ganze Geschichte vom ersten Quieken in der Duschkabine bis heute auf Band gesprochen war. Als Jack fertig war, f�gte Ben Rainsford noch ein paar Bemerkungen hinzu, schaltete das Ger�t aus und sah auf die Uhr.</p><p>�Zwanzig Uhr. In Mallorys Port ist es jetzt sieben Uhr�, sagte er. �Ich k�nnte Jimenez noch im Wissenschaftszentrum erreichen, wenn ich ihn jetzt anrufe. Er arbeitet meistens etwas l�nger.�</p><p>�Nur zu. M�chtest du ihm einige Fuzzys zeigen?� Jack nahm seine Waffe und einige andere Ger�tschaften vom Tisch und setzte Little Fuzzy und Mama Fuzzy und Baby darauf. Dann zog er sich einen Stuhl heran, von dem aus er das Ger�t bedienen konnte, und lie� dann Mike und Mitzi und Ko-Ko auf seinen Scho� klettern. Rainsford stellte die Verbindung her. Dann nahm er Baby Fuzzy und setzte ihn sich auf den Kopf.</p><p>Sekunden sp�ter flackerte der Bildschirm, und dann sah ihnen ein junges Gesicht entgegen. Es war eines jener offenen, nichtssagenden, quasi angepa�ten Gesichter, wie sie in tausendfacher Ausfertigung in jedem Jahr von den Flie�b�ndernder terranischen Bildungsanstalten ausgespuckt wurden.</p><p>�Oh, Bennet, das ist aber eine nette �berraschung�, begann er. �Ich h�tte nie erwartet�� Dann verschluckte er sich und konnte nur noch einen Laut der �berraschung von sich geben. �Was, beim Dai Butsu, ist das da vor Ihnen auf dem Tisch? Sowas habe ich noch nie gesehen. <emphasis>Und was ist das da auf Ihrem Kopf?</emphasis>�</p><p>�Eine Fuzzy-Familie�, sagte Rainsford. �Ein ausgewachsenes M�nnchen, ein erwachsenes Weibchen und ein junges M�nnchen.� Er hob Baby Fuzzy auf und legte ihn zur�ck in die Arme seiner Mutter. �Die Spezies nennt sich Fuzzy Fuzzy Holloway Zarathustra. Der Herr links von mir ist Jack Holloway, ein Sonnensteinprospektor. Er ist der urspr�ngliche Entdecker dieser Art. Jack, das ist Juan Jimenez.�</p><p>Sie sch�ttelten sich die Hand auf eine terranisch-chinesische Art und Weise, wie sie sich an Bildsprechger�ten eingeb�rgert hatte, und versicherten sich, da� es ihnen ein Vergn�gen sei. Jimenez war dabei recht abwesend, denn er konnte den Blick nicht von den Fuzzys nehmen.</p><p>�Woher kommen die?� wollte er wissen. �Sind Sie auch sicher, da� sie von hier stammen?�</p><p>�Ja. Raumschiffe haben sie bisher noch nicht entwickelt, Dr. Jimenez. Ich w�rde sagen: fr�hes Steinzeitalter.�</p><p>Jimenez hielt das f�r einen Witz und lachte. Und zwar eine Art von Lachen, die man nach Belieben an oder abschalten konnte. Rainsford versicherte ihm, da� die Fuzzys wirklich Eingeborene waren.</p><p>�Wir haben alles, was wir �ber sie wissen, auf Band gespeichert�, sagte er. �Etwa eine Stunde. K�nnen Sie mit sechziger Geschwindigkeit aufnehmen?� W�hrend er sprach, nahm er an dem Ger�t einige Schaltungen vor. �Also gut, wir werden es Ihnen �berspielen. Und k�nnen Sie Gerd van Riebeek erreichen? Ich m�chte, da� er es auch h�rt. Es ist genauso gut sein Fach.�</p><p>Als Jimenez das Zeichen gab, dr�ckte Rainsford den Abspielknopf, und eine Minute lang gab das Bandger�t einen hohen Pfeifton ab. Die Fuzzys sahen sich erstaunt an. Dann war es vorbei.</p><p>�Ich denke mir: wenn Sie das geh�rt haben, werden Sie und Gerd hier herauskommen und sich dieses V�lkchen ansehen wollen. Wenn es m�glich ist, sollten Sie noch jemanden mitbringen, der als qualifizierter Psychologe gilt, jemand, der die geistigen F�higkeiten der Fuzzys beurteilen kann. Jack hatte recht, als er von fr�hem Steinzeitalter sprach. Wenn die nicht vernunftbegabt sind, dann aber h�chstens ein Milliardstel Millimeter davon entfernt.�</p><p>Jimenez starrte ihn �berrascht an. �Das ist doch nicht Ihr Ernst?� Er sah von Rainsford zu Jack Holloway und wieder zur�ck. �Nun, ich werde mich wieder bei Ihnen melden, wenn ich das Band geh�rt habe. Sie befinden sich drei Zeitzonen westlich von uns, nicht wahr? Dann beeilen wir uns, da� wir vor Mitternacht Ihrer Zeit anrufen�� das w�re hier einundzwanzig Uhr.�</p><p>Er meldete sich sogar eine halbe Stunde vor der angegebenen Zeit zur�ck. Diesmal aber aus einem Wohnzimmer statt aus einem B�ro. Neben ihm sa�en zwei Leute, auf der einen Seite ein Mann mit einem freundlichen, offenen, ein wenig vom Wetter gegerbten Gesicht. Die andere Person war eine Frau mit schimmernd schwarzem Haar und einem Mona-Lisa-�hnlichen L�cheln im Gesicht. Die Fuzzys waren inzwischen m�de geworden und nur durch Sonderrationen Ex-Te-Drei dazu zu bewegen gewesen, noch aufzubleiben.</p><p>Jimenez stellte seine Begleiter als Gerd van Riebeek und Ruth Ortheris vor. �Ruth geh�rt zu Dr. Mallins Abteilung; sie hat im Bereich Schulpsychologie und im Jugendgerichtswesen gearbeitet.�</p><p>�Und mit Au�erirdischen�, erg�nzte die Frau. �Ich war auf Loki, Thor und Shesba.�</p><p>Jack nickte. �Ich war auf diesen drei Planeten auch. Kommen Sie heraus?�</p><p>�Oh ja�, sagte van Riebeek. �Morgen gegen Mittag werden wir ankommen und vielleicht zwei Tage bleiben. Wir werden Sie aber nicht bel�stigen�� ich habe einen Gleiter, der f�r uns drei gro� genug ist, um darin wohnen zu k�nnen. Wo finden wir Sie?�</p><p>Jack gab ihm die Koordinaten durch.</p></section><section><title><p>5.</p></title><p>Victor Grego dr�ckte seine Zigarette langsam aus.</p><p>�Ja, Leonhard�, sagte er geduldig. �Das ist sehr interessant und zweifellos eine bedeutsame Entdeckung, aber ich begreife nicht, warum Sie darum so einen Wirbel veranstalten. Bef�rchten Sie, da� ich Ihnen vorwerfe, da� Leute, die nicht zur Gesellschaft geh�ren, Ihnen zuvorgekommen sind? Oder haben Sie einfach den Verdacht, da� alles, womit Bennet Rainsford zu tun hat, automatisch eine teuflische Verschw�rung gegen die Gesellschaft ist?�</p><p>Leonhard Kellogg verzog schmerzhaft das Gesicht. �Worauf ich hinauswollte, Victor, ist, da� dieser Rainsford und dieser Holloway �berzeugt sind, da� diese Fuzzys, wie sie sie nennen, keine Tiere, sondern vernunftbegabte Wesen sind.�</p><p>�Aber� das w�rde Zarathustra ja zu einem Planeten der Klasse IV machen!�</p><p>�Und die Gesellschaft hat nur einen Vertrag f�r die Klasse III�, f�gte Kellogg hinzu. �F�r einen unbewohnten Planeten.�</p><p>Der ebenfalls automatisch ung�ltig wird, wenn auf Zarathustra vernunftbegabte Lebewesen entdeckt werden.</p><p>�Sie wissen doch, was geschehen w�rde, wenn das stimmte?�</p><p>�Nun, ich denke mir, da� die Vertr�ge neu ausgehandelt werden m��ten, und da das Kolonialb�ro jetzt wei�, was f�r ein Planet das ist, w�rde man mit der Gesellschaft nicht gerade gro�z�gig sein��</p><p>�Man w�rde �berhaupt nicht mit uns verhandeln, Leonhard. Die F�derationsregierung w�rde einfach die Stellung einnehmen, da� die Gesellschaft bereits ausreichende Profite aus ihren urspr�nglichen Investitionen gezogen hat, und w�rde uns�� das hoffe ich wenigstens�� im Wert unserer gegenw�rtigen Besitzt�mer entsch�digen. Der Rest verfiele dann an den Fiskus.�</p><p>Alle Veldtierherden auf Beta und Delta, die nicht das Brandzeichen der Gesellschaft trugen. Alle noch ungehobenen Mineraliensch�tze, alles bebaubare Land. Es w�rde jahrelange Verhandlungen bedeuten, um den Anspruch wenigstens auf Big Blackwater durchzusetzen. Die Terra-Baldur-Marduk-Spacelines w�rden die Gesellschaft verklagen, weil sie ihr Vorstimmrecht verl�re, und auf jeden Fall w�rde das Import-Export-Monopol der Gesellschaft sich zur Luftschleuse hinaus verfl�chtigen.</p><p>Und Nick Emmert, guter Freund und wichtiger Aktion�r der Gesellschaft, w�rde verschwinden. Daf�r w�rde ein Generalgouverneur des Kolonialb�ros mitsamt seinen Truppen und einer komplizierten B�rokratie an seine Stelle treten. Das bedeutete freie Wahlen, ein parlamentarisches System, und Hinz und Kunz w�rden der Gesellschaft Gesetze vorsetzen�� und eine Kommission f�r Eingeborenenangelegenheiten, die ihre Nase in alles steckte.</p><p>�Aber sie k�nnen uns doch nicht einfach alle Vertr�ge aufk�ndigen�, beharrte Kellogg. �Das w�re ungerecht!� Und, als g�be das den Ausschlag, f�gte er hinzu: �Es ist doch nicht unsere Schuld!�</p><p>Grego zwang sich, seine Ungeduld nicht zu zeigen. �Leonhard, bitte, versuchen Sie sich doch dar�ber klar zu werden, da� die Terraf�deration sich einen Teufel darum schert, ob es gerecht ist oder nicht oder wessen Schuld es ist. Die F�derationsregierung bedauert die Vertr�ge, die sie mit der Gesellschaft abgeschlossen hat, und zwar seit dem Zeitpunkt, seit sie gemerkt hat, was sie damit weggegeben hat. Denn dieser Planet ist mehr wert als Terra, selbst vor den Atomkriegen. Wenn sie jetzt also eine Gelegenheit bekommen, ihn zur�ckzuerhalten�� dazu noch mit Verbesserungen�� glauben Sie dann etwa, da� sie ihn nicht nehmen? Und was soll sie hindern? Wenn diese Gesch�pfe auf dem Beta-Kontinent vernunftbegabte Wesen sind, dann ist unser Vertrag nicht das Papier wert, auf das er geschrieben wurde, und damit ist alles aus.� Er schwieg einen Augenblick. �Sie haben doch das Band geh�rt, das Rainsford Jimenez �berspielt hat. Hat er oder Holloway denn ausdr�cklich behauptet, da� diese Wesen wirklich vernunftbegabt sind?�</p><p>�Nein, so ausdr�cklich nicht. Holloway bezog sich st�ndig als Leute auf sie, aber er ist schlie�lich nur ein unwissender alter Prospektor. Rainsford hat sich nat�rlich nicht festgelegt, nach keiner Seite; aber er lie� sich alle Wege offen.�</p><p>�Gehen wir einmal davon aus, da� ihr Bericht stimmt�� k�nnten diese Fuzzys denn vernunftbegabt sein?�</p><p>�Wenn wir das unterstellen, ja�, sagte Kellogg unwillig. �Ohne weiteres.�</p><p>An Hand der vorliegenden Beweise blieb Kellogg kaum ein anderer Schlu� �brig.</p><p>�Ich werde Ernst Mallin mitnehmen�, sagte Kellogg schlie�lich. �Dieser Rainsford hat keine Ahnung von Psychowissenschaften. Vielleicht kann er noch auf Ruth Ortheris Eindruck machen, nicht aber auf Ernst Mallin�� wenigstens nicht, nachdem ich zuvor mit Mallin gesprochen habe.� Er �berlegte kurz. �Wir m�ssen diesem Holloway die Fuzzys wegnehmen, dann ver�ffentlichen wir einen Bericht �ber ihre Entdeckung, wobei wir sorgf�ltig darauf achten m�ssen, da� Rainsford und Holloway auch alle Entdeckerehren zugesprochen bekommen. Wir werden sogar die Bezeichnung �bernehmen, die sie f�r sie gepr�gt haben. Aber wir werden auch darauf hinweisen, da� diese Fuzzys, obgleich sehr intelligent, auf keinen Fall vernunftbegabte Wesen sind. Wenn Rainsford an dieser Behauptung festh�lt, werden wir das Ganze als einen ausgemachten Schwindel bezeichnen.�</p><p>�Glauben Sie, da� er schon einen Bericht an das Institut f�r Xeno-Wissenschaften geschickt hat?�</p><p>Kellogg sch�ttelte den Kopf.</p><p>�Ich glaube, er wird versuchen, einige von unseren Kollegen auf seine Seite zu bringen; zumindest aber, da� sie seine und Holloways Beobachtungen best�tigen.�</p><p>�Er wird damit bald beginnen, wenn man ihn nicht daran hindert. Und in sp�testens einem Jahr wird hier eine kleine Armee von Schn�fflern auftauchen. Bis dahin m�ssen Rainsford und Holloway gr�ndlich diskreditiert sein. Leonhard, Sie m�ssen Holloway diese Fuzzys wegnehmen, und dann werde ich pers�nlich garantieren, da� sie f�r eine Untersuchung nicht zur Verf�gung stehen werden. Fuzzys�, sagte er nachdenklich. �Es handelt sich doch um Pelztiere, nicht wahr?�</p><p>�Holloway erz�hlte auf dem Band von ihrem weichen, seidigen Pelz.�</p><p>�Gut. Darauf m�ssen Sie in Ihrem Bericht besonders hinweisen. Sobald er ver�ffentlich ist, wird die Gesellschaft zweitausend Sol pro St�ck f�r Fuzzypelze bieten. Bis Rainsfords Bericht uns jemanden von Terra hergelockt hat, sind diese Biester vielleicht schon alle ausgerottet.�</p><p>Kellogg musterte ihn best�rzt.</p><p>�Aber, Victor, das w�re ja V�lkermord!�</p><p>�Unsinn! Unter V�lkermord versteht man die Ausrottung einer Rasse vernunftbegabter Wesen. Das hier sind Pelztiere. Es ist an Ihnen und Ernst Mallin, das zu beweisen.�</p><empty-line/><p>Die Fuzzys, die auf dem Rasen vor dem Lager spielten, erstarrten und blickten nach Westen. Dann rannten sie alle zu der Bank neben der K�chent�r und kletterten hastig hinauf.</p><p>�Was ist los?� fragte Jack Holloway.</p><p>�Sie h�ren einen Gleiter�, erkl�rte Rainsford. �So haben sie sich gestern auch verhalten, als du mit deinem Gleiter herankamst.� Er sah zu dem Picknick-Tisch, den sie unter dem Federblattbaum gedeckt hatten. �Alles fertig?�</p><p>�Alles, au�er dem Mittagessen. Das ist fr�hestens in einer Stunde fertig. Jetzt sehe ich sie.�</p><p>�Du hast bessere Augen als ich, Jack. Oh, jetzt erkenne ich sie auch. Hoffentlich ziehen die Kleinen eine gute Schau f�r sie ab�, f�gte er besorgt hinzu.</p><p>Rainsford war aufgeregt gewesen, seit er angekommen war. Nicht, da� diese Leute aus Mallorys Port so bedeutend waren: in Wissenschafts-Kreisen hatte Ben einen besseren Namen als irgend jemand der Mitarbeiter der Gesellschaft. Er war einfach wegen der Fuzzys erregt.</p><p>Der Gleiter war zuerst ein kaum sichtbarer Fleck am Himmel, aber jetzt wurde er immer gr��er und landete schlie�lich auf der Lichtung. Als der Antigrav-Antrieb abgeschaltet war, gingen Holloway und Rainsford, begleitet von den Fuzzys, die von ihrer Bank heruntergesprungen waren, auf das Fahrzeug zu.</p><p>Die drei Besucher kletterten aus dem Gleiter. Ruth Ortheris trug lange Hosen und einen Pullover; die Hosen waren in kn�chelhohen Stiefeln gesteckt. Gerd van Riebeek hatte offensichtlich viel Au�endienst geleistet: Er trug robuste Stiefel, einen alten, verwaschenen Khakianzug und eine respektheischende Waffe, die zeigte, da� er sehr wohl wu�te, was er hier im Piedmont zu erwarten hatte. Juan Jimenez war in den selben Sportanzug gekleidet, den er gestern am Bildschirm getragen hatte. Alle drei trugen sie fotografische Ger�te bei sich. Sie sch�ttelten reihum die H�nde, als sie sich begr��ten, und dann forderten die Fuzzys Aufmerksamkeit und tobten herum. Schlie�lich begaben sich alle, Fuzzys und Menschen, zu dem Tisch unter den B�umen.</p><p>Ruth Ortheris setzte sich mit Mama und Baby ins Gras; sofort interessierte sich Baby f�r ein silbernes Amulett, das sie an einer Kette um den Hals trug. Dann versuchte es, sich auf ihren Kopf zu setzen. Sanft aber bestimmt verwehrte sie ihm das. Juan Jimenez hockte zwischen Mike und Mitzi und untersuchte die beiden abwechselnd, wobei er leise in ein Mikrofon sprach, das zu einem Tonbandger�t auf seiner Brust geh�rte. �berwiegend benutzte er lateinische Worte. Gerd van Riebeek hatte sich in einen Klappstuhl gesetzt und besch�ftigte sich mit Little Fuzzy, der auf seinem Scho� sa�.</p><p>�Wissen Sie, das ist irgendwie erstaunlich�, sagte er. �Nicht nur, da� man nach f�nfundzwanzig Jahren so etwas entdeckt, sondern da� es auch etwas so Eigenartiges gibt. Hier, er hat nicht die geringsten Rudimente eines Schwanzes, und auf dem ganzen Planeten gibt es keine schwanzlosen Tiere. Au�erdem: Auf dem ganzen Planeten gibt es kein S�ugetier, das auch nur im geringsten mit ihm verwandt w�re. Nehmen wir doch unsere Rasse�� wir geh�ren zu einer recht gro�en Familie, etwa f�nfzig Gattungen von Primaten. Aber dieser kleine Kerl hat �berhaupt keine Verwandten.�</p><p>�Quiek?�</p><p>�Und das ist ihm auch v�llig egal, nicht wahr?� Van Riebeek strich Little Fuzzy sanft �ber den Flaum. �He, was ist denn da los?�</p><p>Ko-Ko, der auf Rainsfords Scho� gesessen hatte, war pl�tzlich zu Boden gesprungen, hatte sich seine Schwert-Schaufel gegriffen und schlich jetzt durchs Gras. Alle Menschen sprangen auf, griffen zu ihren Kameras. Die Fuzzys schienen �ber eine solche Aufregung verwundert zu sein. Schlie�lich ging es doch nur um eine Landgarnele.</p><p>Jetzt stand Ko-Ko vor ihr, klopfte ihr auf die Nase, um sie zum Stehen zu bringen, dann stellte er sich in dramatischer Pose auf, lie� seine Waffe wirbeln und lie� sie auf den Hals der Garnele heruntersausen. Sekunden sp�ter hatte er sie umgedreht, den Panzer aufgeschlagen und begonnen, sie auszunehmen.</p><p>W�hrend des Essens sprachen sie einzig und allein �ber die Fuzzys. Die Objekte ihrer Unterhaltung knabberten derweil an Leckerbissen, die man ihnen gab, und unterhielten sich quiekend. Gerd van Riebeek vermutete, da� sie sich �ber die seltsamen Angewohnheiten der menschenartigen Wesen unterhielten. Juan Jimenez musterte ihn daraufhin verst�rt, als fragte er sich, wie ernst Riebeek diese Bemerkung gemeint hatte.</p><p>�Wissen Sie, was mich in dem Bandbericht am meisten beeindruckte, war der Zwischenfall mit dem Scheusal�, sagte Ruth Ortheris. �Jedes Tier, da� sich auf eine Verbindung mit Menschen einl��t, wird versuchen, seine Aufmerksamkeit zu erregen, wenn etwas nicht stimmt, aber ich habe noch nie von einem geh�rt, nicht mal einem freyanischen Kholph oder einem terranischen Schimpansen, das dazu die Pantomime benutzen w�rde. Little Fuzzy hat aber tats�chlich Symbole benutzt, indem der die hervorstechenden Merkmale eines Scheusals abstrahierte.�</p><p>�Sie glauben, diese Geste mit dem steifen Arm und das Bellen sollten ein Gewehr darstellen?� fragte Gerd van Riebeek. �Er hat Sie schon vorher schie�en sehen, nicht wahr?�</p><p>�Ich glaube nicht, da� es etwas anderes h�tte sein sollen. Er wollte mir sagen: �Gro�es h��liches Ding drau�en. Schie� es wie die Harpyie�. Und wenn er nicht an mir vorbeigerannt w�re und es mir gezeigt h�tte, h�tte mich das Scheusal umgebracht.�</p><p>Z�gernd meldete sich Jimenez zu Wort. �Ich wei�, da� ich davon nichts verstehe�� Sie sind der Fuzzy-Experte. Aber w�re es nicht m�glich, da� Sie hier zu einfach menschliche Ma�st�be �bertragen? Da� Sie sie mit Ihren eigenen Merkmalen und gedanklichen Strukturen versehen?�</p><p>�Juan, das werde ich nicht sofort beantworten. Ich glaube, ich werde es �berhaupt nicht beantworten. Warten Sie ab, bis Sie etwas l�nger in Gesellschaft der Fuzzys sind, und dann fragen Sie noch einmal�� aber am besten sich selbst.�</p><empty-line/><p>�Sie sehen also, Ernst, das ist das Problem.�</p><p>Leonhard Kellogg legte diese Worte noch auf das bisher Gesagte drauf, um ihm das rechte Gewicht zu verleihen. Dann wartete er. Ernst Mallin sa� reglos da, die Ellbogen auf den Tisch und das Kinn in die H�nde gest�tzt. Feine Runzeln erschienen an seinen Lippenr�ndern.</p><p>�Ja. Ich bin nat�rlich kein Anwalt, aber��</p><p>�Das ist keine rechtliche Frage. Es ist ein Problem f�r einen Psychologen.�</p><p>Damit lag es wieder bei Ernst Mallin, wie er wu�te.</p><p>�Ich m��te sie schon selbst sehen, bevor ich meine Meinung dazu sagen kann. Sie haben Holloways Band bei sich?� Als Kellogg nickte, fuhr Mallin fort: �Hat einer von ihnen ausdr�cklich behauptet, es handle sich um vernunftbegabte Wesen?�</p><p>Kellogg gab die gleiche Antwort, die er Victor Grego gegeben hatte, f�gte dann noch hinzu:</p><p>�Der Bericht besteht beinahe ausschlie�lich aus Holloways unbest�tigten Behauptungen �ber Dinge, von denen er angibt, der einzige Augenzeuge gewesen zu sein.�</p><p>�Ah.� Mallin gestattete sich ein kleines L�cheln. �Und er ist kein qualifizierter Beobachter. Was das betrifft, ist das auch Rainsford nicht, unabh�ngig davon, welche Position er als Xeno-Wissenschaftler einnimmt. In den Psychowissenschaften ist er ein v�lliger Laie. Er hat einfach die Angaben eines anderen unkritisch �bernommen. Und was die Beobachtungen betrifft, die er behauptet, selbst gemacht zu haben�� woher wissen wir denn, da� darin nicht eine Menge falscher Eindr�cke enthalten sind?�</p><p>�Woher wollen wir wissen, da� er nicht einen gewollten Betrug veranstaltet?�</p><p>�Aber, Leonhard, das ist doch eine schwerwiegende Anschuldigung.�</p><p>�Das ist alles schon dagewesen. Wie etwa der Kerl, der eine Marsianische Hochland-Inschrift in einer H�hle in Kenia angebracht hat, zum Beispiel. Oder Hellermans Behauptung, eine terranische Maus mit einem thoranischen Tilbras gekreuzt zu haben. Oder der Piltdown-Mensch im ersten pr�atomaren Jahrhundert?�</p><p>Mallin nickte. �Keiner von uns w�nscht sich so etwas, aber Sie haben recht, es ist schon vorgekommen.�</p><p>�Dann ist es unsere Pflicht, diese Geschichte zu verhindern, bevor daraus ein Skandal in Hellermans�schen Dimensionen wird.�</p><p>�Zuerst m�ssen wir das Band �berpr�fen, damit wir wissen, womit wir es genau zu tun haben. Dann m�ssen wir diese Tiere gr�ndlich und unvoreingenommen �berpr�fen und Rainsford und seinem Komplizen klarmachen, da� man der wissenschaftlichen Welt nicht ungestraft solche l�cherlichen Behauptungen auftischen kann. Wenn wir sie nicht im Guten �berzeugen k�nnen, bleibt uns nichts anderes �brig, als das in aller �ffentlichkeit zu tun.�</p><p>�Ich habe das Band schon geh�rt, aber wir k�nnen es ja noch einmal abspielen. Wir wollen diese Tricks analysieren, die dieser Holloway den Tieren beigebracht hat, und sehen, was sie beweisen.�</p><p>�Ja, nat�rlich, das m�ssen wir sofort tun�, sagte Mallin. �Dann werden wir �berlegen m�ssen, was f�r eine Erkl�rung wir herausgeben und welche Art Beweismaterial wir zu ihrer Unterst�tzung ben�tigen.�</p><empty-line/><p>Nach dem Abendessen durften die Fuzzys auf dem Rasen herumtollen. Als aber dann die D�mmerung aufkam, gingen sie alle ins Haus, und jeder bekam eins der neuen Spielzeuge aus Mallorys Port�� eine gro�e Kiste mit vielfarbigen B�llen und kurze St�be aus durchsichtigem Plaste. Sie wu�ten nicht, da� es sich um einen Molek�lmodellbaukasten handelte, stellten aber schnell fest, da� die St�be in die L�cher in den B�llen pa�ten und da� man auf diese Weise dreidimensionale Gebilde bauen konnte.</p><p>Das machte viel mehr Spa� als die bunten Steine. Sie bauten sich einige kleinere Gebilde, zerlegten sie dann aber wieder und begannen mit einem einzigen gro�en St�ck. Ein paarmal rissen sie es wieder ab und begannen von vorn, gew�hnlich von erheblichem Quieken und Gestikulieren begleitet.</p><p>�Sie haben eine k�nstlerische Ader�, sagte van Riebeek. �Ich habe schon viele abstrakte Skulpturen gesehen, die nicht halb so gut waren wie das, was sie hier tun.�</p><p>�Gute Ingenieure sind sie auch�, f�gte Jack hinzu. �Sie verstehen etwas von Gleichgewicht und vom Schwerpunkt. Sie st�tzen das Ganze gut ab und achten darauf, da� es nicht kopflastig wird.�</p><p>�Jack, ich habe �ber die Frage nachgedacht, die ich mir selbst stellen sollte�, sagte Jimenez. �Wissen Sie, ich kam voller Mi�trauen hierher. Nicht, da� ich an Ihrer Ehrlichkeit zweifelte; ich hatte nur gedacht, da� Sie Ihre Zuneigung, die Sie offenbar zu den Fuzzys versp�ren, so weit gehen lassen, da� Sie ihnen mehr Intelligenz zuschreiben, als sie wirklich besitzen. Jetzt dagegen meine ich, da� Sie sie sogar untersch�tzen. Abgesehen von tats�chlicher Vernunft habe ich noch nie etwas �hnliches gesehen.�</p><p>�Warum abgesehen?� fragte van Riebeek. �Ruth, Sie waren den ganzen Abend so ruhig�� was meinen Sie?�</p><p>Ruth Ortheris schien unschl�ssig zu sein. �Gerd, es ist noch zu fr�h, um sich eine Meinung zu bilden. Ich wei�, da� die Art, wie sie zusammenarbeiten, nach zweckvoller T�tigkeit auf ein vereinbartes Ziel hindeutet, aber ich kann dieses Quieken einfach nicht als Sprache erkennen.�</p><p>�Lassen wir doch einmal die Sprache und die Feuer-Regel beiseite�, sagte van Riebeek. �Wenn sie an einem gemeinsamen Projekt arbeiten, m�ssen sie doch irgendwie kommunizieren.�</p><p>�Das ist keine Kommunikation, das ist Symbolisieren. Man kann einfach nicht vernunftbegabt denken, ausgenommen in verbalen Symbolen.�</p><p>�Ich beharre darauf, da� eine Sprache nicht entwickelt werden kann, wenn nicht vorher Vernunft existiert�, sagte Jack.</p><p>Ruth lachte. �Das erinnert mich an mein College. Es war die bedeutsamste Frage der Studenten im ersten Jahr. Im zweiten bereits wurde uns aber klar, da� es die alte Huhn-oder-Ei-Geschichte ist.�</p><p>�Nun, vielleicht sind sie nur geringf�gig vernunftbegabt�, warf Jimenez ein.</p><p>Ruth Ortheris lacht wieder. �Das w�re dasselbe, als spreche man davon, da� jemand geringf�gig tot ist oder nur ein wenig schwanger�, sagte sie dann. �Man ist es, oder man ist es eben nicht.�</p><p>�Vernunft�, versuchte van Riebeek zu erkl�ren, �ist das Ergebnis der nat�rlichen Selektion in der Evolution, genauso, wie es bei k�rperlichen Merkmalen abl�uft, und es ist ein �u�erst wichtiger Schritt in der Evolution jeder Rasse, eingeschlossen unsere eigene.�</p><p>�Moment mal, Ruth�, meldete sich Rainsford. �Soll das hei�en, da� es in bezug auf Vernunft keine graduellen Unterschiede gibt?�</p><p>�Nein. Es gibt Grade der geistigen Entwicklung�� Intelligenz, wenn Sie so wollen��, genauso wie es Temperaturgrade gibt. Aber Vernunft ist eben fundamental unterschiedlich zu Nicht-Vernunft. Man k�nnte es so ausdr�cken, da� eine Entwicklung der Intelligenz sich so steigert, da� sie schlie�lich einen Siedepunkt erreicht, von dem an man von Vernunft sprechen kann.�</p><p>�Ich halte das f�r eine sehr gute Analogie�, gestand Rainsford ein. �Aber was geschieht, wenn dieser Siedepunkt erreicht ist?�</p><p>�Genau das m�ssen wir herausfinden�, sagte van Riebeek ihm. �Wir wissen heute genausowenig, wann Vernunft aufgetreten ist, wie im Jahre Null oder im Jahr 654 der pr�atomaren �ra.�</p><p>�Einen Augenblick�, unterbrach Jack. �Bevor wir weiterreden, sollten wir einmal den Begriff �Vernunft� definieren.�</p><p>Van Riebeek lachte. �Haben Sie schon einmal versucht, von einem Biologen eine Definition des Begriffs �Leben� zu bekommen?� fragte er. �Oder von einem Mathematiker die Definition des Begriffs �Zahl�?�</p><p>�Das ist es ja gerade�, sagte Ruth Ortheris. Mit einem Blick zu den Fuzzys versuchte sie, eine Definition zu geben. �Ich w�rde sagen, ein gewisses Niveau geistiger Aktivit�t, das sich qualitativ von der Nicht-Vernunft darin unterscheidet, da� es die F�higkeit einschlie�t, Ideen zu symbolisieren, aufzuspeichern und weiterzuleiten, ebenso wie die F�higkeit zu Verallgemeinern und die F�higkeit, abstrakte Ideen zu bilden. Da�� jetzt habe ich kein Wort von Sprache und Feuermachen gesagt.�</p><p>�Little Fuzzy symbolisiert und verallgemeinert�, sagte Jack. �Er symbolisiert ein Scheusal mit drei H�rnern, und er symbolisiert ein Gewehr als ein langes Etwas, das L�rm macht. Gewehre t�ten Tiere. Harpyien und Scheusale sind Tiere. Wenn ein Gewehr eine Harpyie t�tet, wird es auch ein Scheusal umbringen.�</p><p>Bevor irgend jemand weitersprechen konnte, begann das Visif on zu summen. Die Fuzzys rannten alle hin�ber zu dem Ger�t, und Jack schaltete es ein. Der Anrufer war ein Mann im grauen Anzug mit welligem Haar und einem Gesicht, das aussah wie das von Juan Jimenez in zwanzig Jahren von heute.</p><p>�Guten Abend, hier ist Holloway.�</p><p>�Oh, Mr. Holloway, guten Abend.� Der Anrufer sch�ttelte sich die Hand und l�chelte. �Ich bin Leonhard Kellogg, Leiter der wissenschaftlichen Abteilung der Gesellschaft. Ich habe mir das Band angeh�rt, das Sie �ber die� die Fuzzys besprochen haben.� Er blickte auf den Boden. �Sind das einige von diesen Tieren?�</p><p>�Das sind die Fuzzys.� Jack Holloway hoffte, da� der andere diese Korrektur verstanden hatte. �Dr. Bennett Rainsford ist hier bei mir, zusammen mit Dr. van Riebeek und Dr. Ortheris.� Aus den Augenwinkeln konnte er sehen, da� Jimenez sich wand, als w�rde er von Ameisen gebissen, w�hrend van Riebeek mit undurchdringlicher Miene auf den Bildschirm starrte und Ben Rainsford ein Grinsen unterdr�ckte. �Einige von uns sind au�er Sichtweite, und ich bin sicher, da� Sie viele Fragen stellen wollen. Entschuldigen Sie uns einen Moment, w�hrend wir n�herr�cken.�</p><p>Er achtete nicht auf Kelloggs Protest, da� das doch nicht n�tig sei, bis die St�hle alle vor den Bildschirm ger�ckt waren. Dann reichte er noch Fuzzys herum, wobei Ben Little Fuzzy erhielt, Gerd Ko-Ko, Ruth Mitzi und Jimenez Mike; Mama und Baby nahm er selbst auf den Scho�.</p><p>Baby begann sofort, ihm auf den Kopf zu klettern, wie er es erwartet hatte. Das schien Kellogg, ebenfalls wie erwartet, aus dem Konzept zu bringen. Er beschlo�, Baby zu einem sp�teren Zeitpunkt beizubringen, eine lange Nase zu machen, sobald er ein entsprechendes Zeichen gab.</p><p>�So, und jetzt zu dem Band, das ich gestern abend besprochen habe�, begann er.</p><p>�Ja. Mr. Holloway.� Kelloggs L�cheln wurde von Minute zu Minute mechanischer. Er hatte Schwierigkeiten, seinen Blick von Baby abzuwenden. �Ich mu� sagen, da� es mich sehr erstaunt hat, welche hohe Intelligenzstufe diesen Tieren zugeschrieben wird.�</p><p>�Und jetzt wollen Sie sehen, was f�r ein gro�er L�gner ich bin. Ich nehme Ihnen das nicht �bel; es fiel mir selbst schwer, es zu glauben.�</p><p>Kellogg lachte breit und melodisch.</p><p>�Oh nein, Mr. Holloway; bitte mi�verstehen Sie mich nicht. Ich habe nie dergleichen gedacht.�</p><p>�Hoffentlich nicht�, warf Ben Rainsford nicht gerade freundlich ein. �Wenn Sie sich erinnern�� ich habe mich f�r Mr. Holloways Angaben verb�rgt.�</p><p>�Nat�rlich, Bennett, das steht au�er Zweifel. Gestatten Sie mir, Ihnen zu dieser au�ergew�hnlichen wissenschaftlichen Entdeckung zu gratulieren. Eine v�llig neue S�ugetierart��</p><p>�Bei der es sich um die neunte extrasolare vernunftbegabte Rasse handeln k�nnte�, erg�nzte Rainsford.</p><p>�Guter Gott, Bennett!� Kellogg mimte verhaltene �berraschung. �Das ist doch nicht Ihr Ernst?� Wie der sah er zu den Fuzzys, l�chelte erneut und lachte ein wenig.</p><p>�Ich dachte, Sie h�tten das Band geh�rt�, meinte Rainsford.</p><p>�Nat�rlich, und was da berichtet wird, ist �u�erst bemerkenswert. Aber Vernunft! Nur weil man ihnen ein paar Tricks beigebracht hat und sie St�cke und Steine als Waffen benutzen�� Jetzt zeigte er wieder ein ernstes Gesicht. �Solch eine weitreichende Behauptung kann man doch erst nach sorgf�ltigen Untersuchungen aufstellen.�</p><p>�Nun, ich m�chte nicht behaupten, da� sie vernunftbegabt sind�, erkl�rte Ruth Ortheris ihm. �Das ginge fr�hestens �bermorgen. Aber es k�nnte sehr leicht der Fall sein. Sie besitzen eine Lern- und Entscheidungsf�higkeit, die etwa der eines achtj�hrigen terranischen Kindes entspricht und die durchaus �ber der von erwachsenen Angeh�rigen anderer Rassen, die als vernunftbegabt anerkannt sind, liegt. Und man hat ihnen keine Tricks beigebracht; sie haben durch Beobachtungen und Versuche gelernt.�</p><p>�Wenn ich auch etwas dazu sagen darf, Dr. Kellogg�, mischte Jimenez sich ein. �Sie besitzen alle k�rperlichen Merkmale, die wir bei anderen vernunftbegabten Rassen auch kennen: Untere Gliedma�en zur Fortbewegung und obere zum Hantieren. Sie gehen aufrecht, sehen zweidimensional, erkennen Farben, die Daumen der H�nde liegen sich gegen�ber�� all das sind Charakteristika, die wir als erforderlich f�r die Entwicklung von Vernunft ansehen.�</p><p>�Das ist ja wunderbar!� sagte Kellogg begeistert. �Das wird Wissenschaftsgeschichte machen. Jetzt wird Ihnen allen ja klar sein, wie unendlich wertvoll diese Fuzzys sind. Sie m�ssen umgehend nach Mallorys Port gebracht werden, wo sie unter Laborbedingungen von qualifizierten Psychologen untersucht werden k�nnen.�</p><p>�Nein.�</p><p>Jack nahm Baby Fuzzy von seinem Kopf und gab ihn Mama, setzte dann beide auf den Fu�boden. Das war eine reine Reflexhandlung, denn er wu�te sehr wohl, da� er nicht die H�nde frei zu haben brauchte, wenn er mit dem elektronischen Bild eines Mannes ins Streiten geriet, der zweitausend Meilen entfernt war.</p><p>�Vergessen Sie, was Sie gesagt haben, und fangen Sie noch einmal von vorn an�, riet er Kellogg.</p><p>Kellogg ignorierte ihn. �Gerd, Sie haben doch einen Gleiter dort. Richten Sie ein paar h�bsche bequeme K�fige her��</p><p><emphasis>�Kellogg!�</emphasis></p><p>Der Mann auf dem Bildschirm verstummte und starrte sein Gegen�ber indigniert an. Das war das erstemal seit Jahren, da� ihn jemand einfach bei seinem Nachnamen genannt hatte. Nicht Mr. Kellogg oder Sir�� und vielleicht zum erstenmal in seinem Leben war er angeschrien worden.</p><p>�Haben Sie mich beim erstenmal nicht verstanden, Kellogg? Dann reden Sie keinen Unsinn von K�figen. Diese Fuzzys werden nirgendwohin gebracht.�</p><p>�Aber, Mr. Holloway! Verstehen Sie denn nicht, da� diese kleinen Wesen sorgf�ltig studiert werden m�ssen? Wollen Sie denn nicht, da� man ihnen ihren rechtm��igen Platz in der Natur zuweist?�</p><p>�Wenn Sie sie untersuchen wollen, kommen Sie hier heraus und tun Sie es. Das hei�t, solange Sie weder sie noch mich bel�stigen. Und was das Studieren betrifft, so geschieht das hier bereits�� Dr. Rainsford untersucht sie, zusammen mit drei von Ihren Leuten. Und wenn man es so bezeichnen kann, dann untersuche ich sie auch.�</p><p>�Und ich m�chte auch diese Bemerkung betreffs qualifizierter Psychologen klarstellen�, f�gte Ruth Ortheris mit einer Stimme zu, die fast den absoluten Nullgrad der Kelvin-Skala erreicht hatte. �Sie werden doch nicht meine berufliche Qualifikation anzweifeln, oder?�</p><p>�Oh, Ruth, Sie wissen genau, da� ich nichts dergleichen tun wollte. Bitte mi�verstehen Sie mich nicht�, bat Kellogg. �Aber hier handelt es sich um hochspezialisierte Arbeit��</p><p>�Wieviele Fuzzyspezialisten haben Sie denn im Wissenschaftszentrum, Leonhard?� wollte Rainsford wissen. �Der einzige, den ich mir vorstellen kann, ist Jack Holloway hier.�</p><p>�Nun, ich hatte an Dr. Mallin gedacht, den Chefpsychologen der Gesellschaft.�</p><p>�Der kann auch herkommen, solange er anerkennt, da� er meine Genehmigung f�r alles braucht, was er mit den Fuzzys anfangen m�chte�, erkl�rte Jack. �Wann d�rfen wir Sie erwarten?�</p><p>Kellogg meinte, vielleicht am n�chsten Nachmittag. Nach einigen kl�glichen Versuchen, die Unterhaltung wieder etwas fr�hlicher zu gestalten, was ihm aber nicht gelang, schaltete er schlie�lich ab.</p></section><section><title><p>6.</p></title><p>Die Stimme aus dem Lautsprecher verstummte; einen Augenblick summte das Bandger�t leer. Die Fotozelle klickte zweimal, die, mit einem Relais verbunden, ein Segment des Sonnenschildes �ffnete und ein anderes auf der entgegengesetzten Seite der Kuppel schlo�. Kommodore Alex Napier blickte von seinem Schreibtisch auf und musterte die zerkl�ftete Landschaft von Xerxes und die Schw�rze des luftleeren Weltraums �ber dem beunruhigend nahen Horizont. Er griff nach seiner Pfeife und klopfte den Kopf im Aschenbecher aus. Keiner sagte etwas. Langsam stopfte er Tabak in den Pfeifenkopf.</p><p>�Nun, meine Herren?� forderte er zu Stellungnahmen auf.</p><p>�Pancho?� Captain Conrad Greibenfeld, der Erste Offizier, wandte sich an Lieutenant Ybarra, den Chefpsychologen.</p><p>�Wie zuverl�ssig ist das Zeug?� fragte Ybarra.</p><p>�Nun, ich habe Jack Holloway vor drei�ig Jahren gekannt, das war auf Fenzis. Ich war damals noch F�hnrich. Er mu� jetzt �ber siebzig Jahre alt sein�, betonte er. �Wenn er etwas sagt, glaube ich es. Und Bennett Rainsford ist nat�rlich absolut zuverl�ssig.�</p><p>�Und wie steht�s mit dem Agenten?� beharrte Ybarra.</p><p>Er und Stephen Aelborg, der Geheimdienstoffizier, tauschten Blicke aus, und Aelborg meinte:</p><p>�Einer der besten. Einer von unseren eigenen Leuten, Lieutenant in der Marinereserve. Sie brauchen sich wirklich keine Gedanken wegen seiner Glaubw�rdigkeit machen, Pancho.�</p><p>�Nach dem, was ich geh�rt habe, scheinen sie vernunftbegabt zu sein�, sagte Ybarra. �Wissen Sie, das ist etwas, was ich die ganze Zeit halb erhofft und halb bef�rchtet habe.�</p><p>�Sie meinen, ein Grund, dort unten in dieses Durcheinander einmal richtig einzugreifen?� fragte Greibenfeld.</p><p>Ybarra sah ihn einen Moment ausdruckslos an. �Nein. Nein, ich meine einen Fall von Vernunft, der gerade an der Grenze liegt; etwas, worauf unsere heilige �Sprache-und-Feuer-Regel� nicht zutrifft. Wie haben wir diese Meldung �berhaupt erhalten, Stephen?�</p><p>�Nun, sie wurde uns vom Kontaktzentrum in Mallorys Port am sp�ten Freitagabend �bermittelt. Im �brigen scheinen mehrere Kopien dieses Berichts auf Band zu existieren; unser Agent gelangte in den Besitz einer solchen Kopie, �berspielte sie dem Kontaktzentrum, das uns den Bericht mit den Anmerkungen des Agenten �bermittelte�, sagte Aelborg.</p><p>�Nat�rlich�, fuhr er fort, �erkannte Grego sofort, was das zu bedeuten hatte. Er schickte Ernst Mallin, den Chef Psychologen der Gesellschaft, und Kellogg sofort auf den Beta-Kontinent, und sie hatten den Auftrag, Rainsfords und Holloways Behauptungen als dummes Zeug darzustellen. Jetzt hofft die Gesellschaft, die Fuzzys als Pelztiere jagen zu k�nnen, bis kein Exemplar mehr da ist, an dem man Rainsfords Theorie auf der Erde �berpr�fen kann.�</p><p>�Letzteres war mir bisher noch nicht bekannt.�</p><p>�Nun, wir k�nnen das beweisen�, versicherte Aelborg ihm.</p><p>�Wenn diese Fuzzys vernunftbegabte Wesen sind�, meinte Conrad Greibenfeld, �dann ist da unten doch alles illegal: Die Gesellschaft, die Kolonialbeh�rden, alles. Zarathustra w�re dann ein Planet der Klasse IV.�</p><p>�Wir werden nicht eingreifen, solange wir nicht dazu gezwungen werden. Pancho, ich denke, die Entscheidung dazu liegt im wesentlichen bei Ihnen.�</p><p>Pancho Ybarra erschrak.</p><p>�Gro�er Gott, Alex! Das kann nicht Ihr Ernst sein. Wer bin ich denn? Ein Niemand. Ein ganz gew�hnlicher Doktor der Medizin und der Psychologie. Die besten Psychologen in der ganzen F�deration��</p><p>�� befinden sich nicht auf Zarathustra, Pancho. Sie sind auf Terra, f�nfhundert Lichtjahre, sechs Monate Schiffsreise entfernt. Ein Eingriff liegt nat�rlich in meinem Kompetenzbereich, aber die Frage, ob vernunftbegabt oder nicht, die liegt bei Ihnen. Ich beneide Sie nicht, aber ich kann Ihnen das nicht abnehmen.�</p><empty-line/><p>Gerd van Riebeeks Vorschlag, da� alle drei Besucher im Gleiter schlafen sollten, war nicht sehr ernst genommen worden. Gerd selbst wurde in einer Kammer des Wohngeb�udes untergebracht, Juan Jimenez begab sich mit Ben Rainsford f�r die Nacht in dessen Lager. Ruth Ortheris behielt die Kabine des Gleiters f�r sich allein. Am n�chsten Morgen meldete Rainsford sich am Visifon, w�hrend Jack, Gerd und Ruth gerade mit den Fuzzys fr�hst�ckten; er und Jimenez hatten beschlossen, die Gegend um die Quelle des Cold Creek abzusuchen, da sie davon �berzeugt waren, da� es in den dortigen W�ldern noch mehr Fuzzys geben mu�te.</p><p>Ruth, Gerd und Jack sa�en drau�en am Fr�hst�ckstisch im Freien und plauderten und dachten sich Ausreden daf�r aus, nicht abwaschen zu m�ssen. Mama Fuzzy und Baby rannten im hohen Gras herum. Pl�tzlich stie� Mama Fuzzy einen schrillen Schrei aus und rannte auf die H�tte zu, wobei sie Baby mit der flachen Seite ihres Schwert-Spatens zur Eile antrieb.</p><p>Jack rannte ebenfalls sofort ins Haus. Gerd ergriff seine Kamera und sprang auf den Tisch. Ruth entdeckte als erste den Grund f�r die Aufregung.</p><p>�Jack! Dort dr�ben!� Sie deutete auf den Rand der Lichtung. �Zwei fremde Fuzzys!�</p><p>Jack lief weiter, aber statt seines Gewehrs holte er seine Kamera heraus, zwei zus�tzliche Schwert-Spaten und ein wenig Ex-Te-Drei. Als er damit wieder erschien, hatten die beiden Fuzzys bereits die Lichtung betreten und standen jetzt nebeneinander da. Beides waren Weibchen, und beide trugen sie Garnelent�ter bei sich.</p><p>�Haben Sie ausreichend Filmmaterial?� fragte er Gerd. �Bitte, Ruth, nehmen Sie das.� Er reichte ihr seine Kamera. �Bleiben Sie weit genug von mir weg, um alles festhalten zu k�nnen, was ich tue und was sie tun. Ich werde jetzt versuchen, gut Freund mit den beiden zu werden.�</p><p>�Unsere Fuzzys befinden sich jetzt hinter Ihnen�, sagte Gerd ihm. �Und zwar in einer richtigen Schlachtreihe, die Schwert-Spaten hoch erhoben. Jetzt bleiben sie stehen, etwa neun Meter hinter Ihnen.�</p><p>Jack brach ein St�ck Ex-Te-Drei ab, steckte es sich in den Mund und a�. Zwei weitere St�cke hielt er dann den beiden Fuzzys hin. Das war zweifellos eine Versuchung f�r die beiden, f�hrte aber nicht dazu, da� sie unvorsichtig wurden. Schlie�lich warf er ihnen die St�cke so hin, da� sie sie erreichen konnten. Ein Fuzzy sprang vor, warf seinem Kameraden ein St�ck zu, griff sich das zweite und rannte zur�ck. Gemeinsam knabberten die beiden dann unter leisen Ger�uschen des Wohlgefallens daran herum.</p><p>Seine eigene Fuzzy-Familie schien nicht sonderlich erbaut davon zu sein, da� er diese Kostbarkeiten an Au�enstehende verschwendete. Die beiden Fremden jedoch beschlossen n�herzukommen, und bald hatte er sie soweit, da� sie ihm die Notration aus der Hand a�en. Dann nahm er die beiden st�hlernen Schwert-Spaten heraus und konnte ihnen seine Absicht deutlich machen, sie einzutauschen. Die beiden Fremden waren unglaublich begeistert�� das war zuviel f�r den bereits vorhandenen Stamm, und �rgerlich quiekend r�ckte er n�her.</p><p>Die beiden fremden Weibchen zogen sich ein paar Schritte zur�ck und hoben ihre Waffen. Alles schien mit einem Kampf zu rechnen, und keiner wollte ihn. Nach allem, was Jack aus der Geschichte Terras wu�te, war dies eine Situation, die sich zu ernsten Schwierigkeiten auswachsen konnte. Dann trat Ko-Ko vor, schleppte dabei seinen Garnelent�ter in offensichtlich friedlicher Absicht hinter sich her. Mit leisem Quieken n�herte er sich den beiden Weibchen, ber�hrte dann erst das eine und dann das andere. Dann legte er seine Waffe auf den Boden und stellte einen Fu� darauf. Die beiden Weibchen begannen ihn zu streicheln.</p><p>Augenblicklich war die Krise behoben. Der Rest der Mitglieder kam heran, streckte seine Waffen hin und begann, die Fremden zu streicheln. Dann setzten sich alle im Kreis auf den Boden und schwankten rhythmisch mit den Oberk�rpern. Schlie�lich erhob sich Ko-Ko, die beiden Weibchen folgten ihm, und dann marschierten sie alle hintereinander durch das Gras und auf das Haus zu.</p><p>�Haben Sie alles aufgenommen?� fragte Jack Holloway.</p><p>�Zumindest auf den Film�, antwortete Gerd. �Aber verstanden habe ich das nicht. Was ist geschehen?�</p><p>�Sie haben soeben den ersten Film �ber die Beziehungen zwischen verschiedenen Fuzzyst�mmen aufgenommen. Das hier ist das Zuhause der Familie, sie will keine fremden Fuzzys in der N�he haben. Anfangs wollten sie die M�dchen fortjagen. Dann gefiel Ko-Ko ihr �u�eres, und er beschlo�, sich mit ihnen zusammenzutun. Damit war alles anders�� die Familie stellte fest, da� sehr wohl noch zwei Fuzzys in diesem Lebensraum Aufnahme finden konnten. Schlie�lich ist Pappi Jack ja ein guter Versorger. Ich sch�tze, sie zeigen den M�dchen jetzt die Familiensch�tze. Wissen Sie, die beiden haben in eine sehr wohlhabende Familie eingeheiratet.�</p><p>Die M�dchen bekamen die Namen Goldl�ckchen und Cinderella. W�hrend des Essens sa�en sie alle im Wohnzimmer und hatten den Fernseher eingeschaltet; nach dem Essen begab sich die ganze Bande auf ein Nickerchen in Pappi Jacks Bett. Er selbst verbrachte den Nachmittag damit, die Filme zu entwickeln, w�hrend Gerd und Ruth die Notizen ins Reine schrieben, die sie am Tage zuvor gemacht hatten. Am Sp�tnachmittag, als sie damit fertig waren, kamen die Fuzzys heraus, um herumzutollen und Garnelen zu jagen.</p><p>Sie alle h�rten den Gleiter lange vor den Menschen und rannten zu der Bank neben der K�chent�r. Es war ein Polizeifahrzeug; es landete, zwei Beamte stiegen aus und erkl�rten, da� sie nur vorbeigekommen w�ren, um die Fuzzys zu sehen. Sie wollten wissen, woher die Neuen gekommen waren, und als Jack es ihnen erz�hlte, sahen sie sich an.</p><p>�Wenn wieder welche auftauchen, dann ruft uns und haltet sie auf, bis wir hier sind�, sagte einer von ihnen. �Wir k�nnten auf unserer Station auch noch einige gebrauchen�� haupts�chlich wegen der Garnelen.�</p><p>�Was h�lt George denn davon?� fragte Jack. �Als er neulich abends hier war, schien er sich vor ihnen zu f�rchten.�</p><p>�Ah, das hat sich gelegt�, sagte einer der M�nner. �Er hat mit Ben Rainsford gesprochen; Ben sagte, sie w�ren v�llig ungef�hrlich. Ben sagte sogar, da� sie keine Tiere, sondern denkende Wesen seien.�</p><p>Jack begann, den beiden von dem zu erz�hlen, was sie bisher mit den Fuzzys erlebt hatten. Noch w�hrend er damit besch�ftigt war, traf ein zweiter Gleiter ein, und diesmal waren es Ben Rainsford und Juan Jimenez. Sie kletterten aus ihrer Maschine, sobald das Antigrav-Feld abgeschaltet war.</p><p>�Jack�, begann Rainsford sofort. �Dort oben wimmelt es nur so von Fuzzys. Sie alle bewegen sich in diese Richtung hier, es ist eine echte V�lkerwanderung. Wir entdeckten �ber f�nfzig von ihnen, vier Familien, Einzelwesen und P�rchen. Ich sch�tze, da� ihre tats�chliche Zahl noch zehnmal h�her ist.� Dann entdeckte er Goldl�ckchen und Cinderella. �He, wo kommen denn die beiden M�dchen her?�</p><p>Jack erkl�rte es ihm.</p><p>Kurz darauf n�herte sich ein drittes Fahrzeug, diesmal ein gro�es Flugboot. Auf seinem Vorderdeck befanden sich zwei M�nner, und Jack erkannte in dem einen Kellogg�� der andere mu�te Ernst Mallin sein. Ein dritter Mann kam aus der Steuerkanzel, nachdem das Antigrav-Feld abgeschaltet war. Jack konnte Mallin nicht leiden. Er hatte ein schmales, verkniffenes Gesicht, dem man Arroganz und Bigotterie ansah. Der dritte Mann war j�nger. Sein Gesicht war nichtssagend, aber eine Ausbeulung unter der Schulter verriet einiges. Nachdem Kellogg ihn vorgestellt hatte, stellte Mallin seinerseits den jungen Mann als Kurt Borch, seinen Assistenten, vor.</p><p>Kaum da� sie sich dem Lager gen�hert hatten, interessierte Kellogg sich sehr f�r die Fuzzys. Er hockte sich hin, um sie zu untersuchen. Dann sagte er etwas zu Mallin, der seine Lippen zusammenpre�te und den Kopf sch�ttelte. Dann meinte er:</p><p>�Wir k�nnen sie solange nicht als vernunftbegabte Wesen ansehen, bis wir etwas an ihrem Verhalten finden, das sich durch keine andere Hypothese erkl�ren l��t. Wir l�gen weitaus richtiger, wenn wir erst einmal Unvernunft voraussetzen und dann versuchen, diese Annahme zu �berpr�fen.�</p><empty-line/><p>Sie a�en drau�en am Picknicktisch, wo die Fuzzys sie interessiert beobachteten. Kellogg und Mallin waren deutlich bem�ht, sie nicht zu erw�hnen. Erst nach Einbruch der Dunkelheit, als die Fuzzys ihren Ball ins Haus brachten und alle im Wohnzimmer versammelt sa�en, brachte Kellogg, der sich wie ein Versammlungsleiter auff�hrte, das Gespr�ch auf dieses Thema. Lange Zeit lie� er sich dar�ber aus, welch wichtige Entdeckung sie doch seien, und kein anderer kam dazu, auch nur ein Wort zu sagen. Die Fuzzys selbst ignorierten ihn und begannen, ihre Konstruktion aus Stangen und Kugeln zu zerlegen. Eine Weile sahen Goldl�ckchen und Cinderella interessiert zu, dann beteiligten sie sich auch.</p><p>�Ungl�cklicherweise�, fuhr Kellogg fort, �besteht ein Gro�teil dessen, was wir wissen, nur aus unbest�tigten Angaben Mr. Holloways. Bitte, verstehen Sie mich nicht falsch. Ich selbst bezweifle keine Sekunde lang das, was Mr. Holloway ausgef�hrt hat, aber Sie m�ssen sich dar�ber im klaren sein, da� professionelle Wissenschaftler nur �u�erst z�gernd unbest�tigte Berichte von�� entschuldigen Sie bitte�� unqualifizierten Beobachtern akzeptieren.�</p><p>�So ein Unsinn, Leonhard!� unterbrach Rainsford ihn ungeduldig. �Ich bin professioneller Wissenschaftler und habe ein paar Jahre mehr Praxis als Sie. Ich akzeptiere Jack Holloways Aussagen. Ein Prospektor wie Jack ist ein sehr sorgf�ltiger und exakter Beobachter. Leute, die das nicht sind, leben auf Grenzplaneten nicht lange.�</p><p>�Nein, bitte, verstehen Sie mich nicht falsch�, wiederholte Kellogg. �Ich bezweifle Mr. Holloways Aussagen nicht. Ich dachte nur an die Reaktion auf Terra.�</p><p>�Darum w�rde ich mich nicht sorgen, Leonhard. Das Institut akzeptiert meine Berichte, und ich verb�rge mich f�r die Verl��lichkeit von Jack Holloway. Au�erdem kann ich einen Gro�teil seiner Beobachtungen aus pers�nlicher Anschauung best�tigen.�</p><p>�Und nicht nur das�, warf Gerd van Riebeek ein. �Eine Kamera ist kein unqualifizierter Beobachter. Wir haben eine Menge Filmmaterial �ber die Fuzzys.�</p><p>�Ah ja, solche Filme wurden wohl erw�hnt�, sagte Mallin. �Sie haben aber noch keine entwickelt, oder?�</p><p>�Eine ganze Menge. Alles bis auf die Aufnahmen, die heute nachmittag im Wald gemacht wurden. Wir k�nnen sie sofort vorf�hren.�</p><p>Er zog die Leinwand vor dem Gewehrschrank herunter, holte den Film und legte ihn in den Projektor ein. Die Fuzzys, die gerade eine neue Konstruktion aus Kugeln und St�ben in Angriff genommen hatten, waren zuerst etwas ungehalten, als das Licht erlosch, rannten dann aber aufgeregt herum, als Little Fuzzy pers�nlich auf der Leinwand erschien, wie er sich eine kleine Abfallgrube grub. Besonders Little Fuzzy war sehr erregt�� falls er sich selbst nicht erkannte, dann erkannte er auf jeden Fall den Mei�el. Dann sah man ihn, wie er Garnelen t�tete und a�, wie er Schraubenmuttern auf- und abdrehte. Dann traten auch die anderen Fuzzys auf, und die Vorstellung endete damit, da� Goldl�ckchen und Cinderella zu der Gruppe stie�en.</p><p>�Die Aufnahmen, die Juan und ich heute nachmittag im Wald machten, sind nicht sehr ergiebig�, sagte Rainsford. �Meist sind nur Hinterteile zu sehen, die in den B�schen verschwinden.�</p><p>Mallin und Kellogg sahen sich �berrascht an.</p><p>�Sie haben uns gar nicht erz�hlt, da� es noch mehr von ihnen gibt�, sagte Mallin mit einem anklagenden Unterton. Er wandte sich an Kellogg. �Das �ndert die Lage nat�rlich.�</p><p>�Ja, allerdings, Ernst�, stie� Kellogg erfreut aus. �Das ist eine wunderbare Gelegenheit. Mr. Holloway, ich gehe doch richtig in der Annahme, da� hier in der Umgebung alles Land Ihnen geh�rt, oder? W�rden Sie uns nun erlauben, auf der Lichtung zu lagern, auf der unser Fahrzeug jetzt steht? Wir werden uns vorgefertigte H�tten besorgen�� die n�chste Siedlung ist Red Hills, nicht wahr?�� und lassen sie von einem Bautrupp der Gesellschaft aufstellen; auf die Weise bel�stigen wir sie bestimmt nicht. Eigentlich wollten wir nur heute nacht in unserem Fahrzeug hier bleiben und morgen wieder nach Mallorys Port zur�ckfliegen, aber wenn es hier in den W�ldern von Fuzzys wimmelt, ist daran nat�rlich nicht mehr zu denken. Sie haben doch nichts dagegen, oder?�</p><p>Er hatte sehr viel dagegen. Die ganze Geschichte wuchs sich zu einer sp�rbaren Last f�r ihn aus. Aber wenn er Kelloggs Bitte nicht nachkam, w�rden die drei achtzig oder hundert Kilometer von hier ihr Lager errichten, und dann w�ren sie von seinem Land weg. Er wu�te, was dann kommen w�rde. Mit Fallen oder mit Bet�ubungsgas w�rden sie Fuzzys einfangen, sie in K�fige sperren und Labyrinth- oder Schockexperimente mit ihnen machen. Einige w�rde man ganz bestimmt sezieren und sich vielleicht nicht einmal die M�he machen, sie vorher zu t�ten. Wenn sie auf seinem Land so etwas begannen, konnte er zumindest Ma�nahmen dagegen ergreifen.</p><p>��berhaupt nicht. Ich mu� Sie nur noch einmal daran erinnern, diese Wesen r�cksichtsvoll zu behandeln.�</p><p>�Oh, wir werden Ihren Fuzzys nichts tun�, sagte Mallin.</p><p>�Nicht einem�, sagte Holloway. �Jedenfalls nicht mehr als einmal.�</p><empty-line/><p>Am n�chsten Morgen erschienen w�hrend des Fr�hst�cks Kellogg und Kurt Borch. Borch hatte sich abgetragene Kleidungsst�cke angezogen, dazu hohe Stiefel, und an seinem G�rtel trug er eine Pistole. Sie hatten eine Liste von Dingen bei sich, von denen sie glaubten, da� sie sie f�r ihr Lager ben�tigten. Keiner von beiden schien mehr als eine �u�erst nebelhafte Vorstellung davon zu haben, was man f�r ein Lager alles brauchte. Jack machte ein paar Vorschl�ge, die angenommen wurden. Prompt strich er auch, als er beim Lesen darauf stie�, ein R�ntgenger�t wieder durch.</p><p>�Wir wissen nichts dar�ber, wie hoch die Strahlungstoleranz der Fuzzys ist�, sagte er. �Und wir werden das nicht auf die Weise herausbekommen, indem einer von ihnen eine t�dliche Dosis erh�lt.�</p><p>Zu seiner �berraschung widersprach keiner von beiden. Gerd, Ruth und Kellogg borgten sich seinen Gleiter und flogen nach Norden; er und Borch gingen zu der Lichtung hin�ber, und kurz darauf erschienen Rainsford und Jimenez, um Mallin abzuholen. Borch selbst nahm sich ein Boot, um damit nach Red Hill zu fahren. Gegen Mittag kehrte er zur�ck, und kurz darauf hatten die Experten der Gesellschaft aus Red Hill das neue Lager errichtet.</p><p>Zwei Jeeps kehrten am sp�ten Nachmittag zur�ck, und aufgeregt erz�hlten die Insassen von den vielen Fuzzys, die sie gesehen hatten. Insgesamt hatte man drei Lagerst�tten, eine davon in einem hohlen Kugelbaum, entdeckt. Die ersten beiden hatte man verlassen vorgefunden, die dritte war noch bewohnt gewesen. Kellogg bestand darauf, Jack und Rainsford abends in seinem Lager zu bewirten. Das Mahl war ausgezeichnet, denn s�mtliche G�nge waren fertig gekocht geliefert worden und brauchten nur aufgew�rmt zu werden.</p><empty-line/><p>Rainsford, der am Abend zuvor noch in sein eigenes Lager zur�ckgeflogen war, kehrte am sp�ten Vormittag von S�den her zur�ck und landete vor Jacks Haus. Jack war ihm beim Ausladen seines Gep�cks behilflich, dann setzten sie sich unter den gro�en Federblattbaum, um eine Pfeife zu rauchen und den Fuzzys beim Spielen zuzuschauen. Hin und wieder sahen sie Kurt Borch, der dr�ben im anderen Lager herumlief.</p><p>�Ich habe den Bericht abgeschickt�, sagte Rainsford mit einem Blick auf die Uhr. �Inzwischen d�rfte er sich auf unserem Postboot nach Mallorys Port befinden; morgen um diese Zeit ist er bereits im Hyperraum nach Terra unterwegs. Wir werden �berhaupt nichts davon sagen, sondern einfach zusehen, wie Kellogg und Mallin sich den Mund fusselig reden, um uns davon abzuhalten.� Er kicherte. �Ich habe ganz eindeutig Vernunft f�r die Fuzzys reklamiert; als ich soweit war, den Bericht abzuschicken, konnte ich zu keinem anderen Schlu� kommen.�</p><p>�Ich schon gar nicht. Habt ihr das geh�rt, Kinder?� fragte er Mike und Mitzi, die herangekommen waren, weil sie irgend etwas von den M�nnern erwarteten. �Onkel Ben sagt, da� ihr vernunftbegabt seid.�</p><p>�Quiek?�</p><p>�Sie wollen wissen, ob es gut zu essen ist. Was wird jetzt geschehen?�</p><p>�Etwa ein Jahr lang nichts. In sechs Monaten, wenn das Schiff auf Terra eintrifft, wird das Institut den Bericht an die Presse geben, und dann wird man ein Forschungsteam herschicken. Die Regierung wird wohl auch einen Vertreter entsenden. Schlie�lich sind unterzivilisierte Eingeborene auf kolonisierten Planeten automatisch M�ndel der Terraf�deration.�</p><p>Jack kam zu dem Schlu�, da� ihm das gar nicht gefiel. Je weniger er mit der Regierung zu tun hatte, desto besser, und seine Fuzzys waren seine M�ndel. Das sagte er auch deutlich.</p><p>Rainsford nahm Mitzi auf und streichelte sie. �Ein sch�nes Fell�, sagte er. �Solch ein Pelz w�rde gute Preise bringen. Und das wird er auch, wenn wir es nicht erreichen, da� diese Leute hier zu vernunftbegabten Wesen erkl�rt werden.�</p><p>Er sah hin�ber ins andere Lager und dachte nach. Vielleicht war Leonhard Kellogg auch schon auf diesen Gedanken gekommen und z�hlte insgeheim schon den Profit aus den Fuzzy-Pelzen f�r die Gesellschaft.</p><p>Kellogg wollte nicht, da� Fuzzys vernunftbegabt waren. Erkl�rte man sie nicht dazu, waren es einfache Pelztiere. Jack sah vor seinem geistigen Auge schon einige dekadente reiche Witwen, die ihre fetten Leiber in die Felle von Little Fuzzy, Mama Fuzzy, Mike und Mitzi, Ko-Ko und Cinderella, Goldl�ckchen und Baby Fuzzy geh�llt hatten. Bei dem Gedanken wurde ihm schlecht.</p></section><section><title><p>7.</p></title><p>Der Dienstag begann hei� und windstill; eine scharlachrote Sonne schob sich an einem klaren, messing-farbenen Himmel herauf. Den Fuzzys schien das gar nicht zu gefallen�� sie waren an diesem Morgen reizbar und unruhig. Vielleicht w�rde es doch bald einmal regnen. Jack und sein Besucher beschlossen, sich drau�en an den Picknicktisch zu setzen. Nach etwa zwanzig Minuten verabschiedete Ben sich, weil er sein Gewehr holen und auf Jagd gehen wollte.</p><p>Kurz darauf kamen Ruth Ortheris und Gerd van Riebeek zu Jacks Haus her�ber und leisteten ihm beim Fr�hst�ck Gesellschaft.</p><p>Kaum hatten sie sich an den Tisch gesetzt, kamen einige Fuzzys her�bergelaufen; bisher hatten sie in der Umgebung nach Garnelen gesucht. Little Fuzzy sprang auf den Tisch, um nach Leckerbissen zu suchen, Ruth nahm sich Goldl�ckchen auf den Scho�, und als Gerd sich nach einigen Minuten ins Gras ausstreckte, setzte sich Ko-Ko auf seine Brust.</p><p>Dann erhob sich in Kelloggs Lager ein Gleiter und schwebte her�ber. Juan Jimenez steuerte ihn, und als er herankam, steckte Ernst Mallin seinen Kopf heraus und fragte Ruth, ob sie fertig sei. Dann richtete er Gerd aus, da� Kellogg ihn in ein paar Minuten abholen w�rde. Nachdem Ruth in den Gleiter gestiegen war, setzte Gerd Ko-Ko von seiner Brust herunter und holte eine Zigarette aus der Tasche.</p><p>�Ich wei� nicht, was in sie gefahren ist�, sagte er, w�hrend er dem Gleiter nachschaute. �Oder doch, ich wei� es: Sie hat eine Anweisung von oben bekommen. Kellogg hat gesprochen. Fuzzys sind einfach dumme kleine Tiere�, sagte er bitter.</p><p>�Sie arbeiten doch auch f�r Kellogg, nicht wahr?�</p><p>�Ja, aber das bedeutet noch lange nicht, da� er meine fachlichen Ansichten diktiert. Wissen Sie, in der schlimmen Stunde, als ich den Job annahm�� Er stand auf, um seinen G�rtel auf der einen Seite hochzuziehen, weil seine Kameraausr�stung schwer daran zog. �Jack, hat Ben Rainsford bereits einen Bericht �ber die Fuzzys an das Institut geschickt?� wechselte er das Thema abrupt.</p><p>�Warum?�</p><p>�Wenn nicht, dann sagen Sie ihm, er soll sich damit beeilen.�</p><p>Sie hatten keine Zeit, sich weiter dar�ber zu unterhalten, denn in Kelloggs Lager erhob sich ein zweiter Gleiter�� zweifelsohne der Kelloggs.</p><p>Jack Holloway lie� sich mit seinen Hausarbeiten Zeit, schob vor allem das Abwaschen lange vor sich her. Nach und nach kehrten die gemieteten Gleiter wieder in das andere Lager zur�ck, und als Jack sich an seinen Wohnzimmertisch gesetzt hatte, nachdem die Fuzzys ihr Mittagsschl�fchen begonnen hatten, war auch Gerd van Riebeek wieder da und klopfte an seine T�r.</p><p>�Jack, kann ich Sie einen Augenblick sprechen?�</p><p>�Nat�rlich, kommen Sie �rein.�</p><p>Van Riebeek trat ein, schnallte seinen Waffengurt ab. Er drehte seinen Stuhl so, da� er im Sitzen zur T�r hinausschauen konnte, die Waffe vor sich auf dem Boden. Dann begann er, Leonhard Kellogg in vier oder f�nf Sprachen zu verfluchen.</p><p>�Nun, im Prinzip bin ich Ihrer Meinung�, sagte Jack. �Aber was hat er denn jetzt getan?�</p><p>�Wissen Sie, was dieser Sohn eines Kooghras vorhat?� fragte Gerd. �Er und dieser�� Er benutzte einige Worte in sheshanischer Sprache, die auf Terra nicht ihresgleichen hatten. �Er und dieser Schwachkopf Mallin bereiten einen Bericht vor, in dem sie Ihnen und Ben Rainsdorf vorwerfen, einen handfesten Schwindel inszenieren zu wollen. Sie haben die Fuzzys ein paar Tricks gelehrt, haben ihre Ger�tschaften selbst hergestellt, und Sie und Rainsford haben sich zusammengetan, um die Fuzzys zu vernunftbegabten Wesen erkl�ren zu lassen. Jack, wenn das nicht eine elende Gemeinheit w�re, w�re es der gr��te Witz des Jahrhunderts!�</p><p>�Ich nehme an, die beiden wollten, da� Sie diesen Bericht ebenfalls unterzeichnen?�</p><p>�Ja, und ich habe Kellogg gesagt, er k�nne mich�� Was Kellogg h�tte tun sollen, war offenbar in jeder Weise unausf�hrbar. Er fluchte erneut, z�ndete sich dann eine Zigarette an. �Folgendes ist passiert: Kellogg und ich, wir befanden uns etwa drei�ig Kilometer n�rdlich des Cold Creek. Sie wissen sicherlich, wo ich meine? Oben an der Stelle, wo Sie gesprengt haben. Nun, wir fanden eine Stelle, an der Fuzzys gelagert hatten. Und wir entdeckten ein kleines Grab, wo die Fuzzys einen der Ihren bestattet hatten.�</p><p>Er h�tte mit so etwas rechnen m�ssen, und doch �berraschte es ihn sehr. �Sie meinen, sie begraben ihre Toten? Wie sah das Grab aus?�</p><p>�Ein kleiner Steinh�gel, in der Fl�che etwa neunzig Zentimeter mal einen Meter zwanzig, etwa drei�ig Zentimeter hoch. Kellogg sagte, da� sei blo� ich gro�es Abfalloch, aber ich wu�te sofort, worum es sich handelte. Ich habe es ge�ffnet. Unter den Steinen war festgestampfte Erde und dann ein toter Fuzzy, eingeh�llt in Gras. Ein Weibchen; irgendein Raubtier, vielleicht ein Buschgoblin, hatte sie angefallen und zerrissen. Und passen sie gut auf, Jack: sie hatten ihren Garnelent�ter mit begraben.�</p><p>�Sie begraben ihre Toten! Was hat Kellogg denn getan, w�hrend Sie das Grab �ffneten?�</p><p>�Er rannte hektisch umher, w�hrend ich begeistert davon sprach, wie bedeutsam dieser Fund sei. Er dr�ngte st�ndig nur darauf, endlich wieder ins Lager zur�ckzukehren. �ber Funk forderte er Mallin auf, das auch zu tun, und als er ihm dann erz�hlte, was wir gefunden hatten, wollte Mallin sofort mit aschfahlem Gesicht wissen, wie wir die Geschichte verheimlichen k�nnten. Ich fragte ihn, ob er verr�ckt geworden sei, und dann kam Kellogg damit heraus�� sie wollen auf keinen Fall, da� den Fuzzys Vernunft nachgewiesen wird.�</p><p>�Weil die Gesellschaft Fuzzyfelle verkaufen will?�</p><p>Van Riebeek sah ihn �berrascht an. �Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Ich glaube, sie aber auch nicht. Nein. Wenn die Fuzzys n�mlich intelligente Wesen sind, dann ist der Vertrag der Gesellschaft null und nichtig.�</p><p>Diesmal fluchte Jack, aber nicht auf Kellogg, sondern auf sich selbst.</p><p>�Was bin ich doch f�r ein Tattergreis! Mein Gott, ich kenne das Kolonialgesetz, schlie�lich habe ich mich auf unz�hligen Planeten hart an seinem Rand bewegt. Da� ich nie daran gedacht habe�� ja, er w�re wertlos, Sie haben recht. Wie stehen Sie jetzt �berhaupt zur Gesellschaft?�</p><p>�Ich geh�re nicht mehr dazu, aber das ist mein Problem. Ich habe genug Geld auf der Bank, um meine Reise nach Terra bezahlen zu k�nnen, ganz abgesehen davon, was ich f�r meinen Gleiter und einige andere Sachen erhalte. Und Xeno-Naturforscher brauchen sich um einen Job nicht zu sorgen. Da w�re ja noch Ben mit seiner Gruppe. Und, mein Lieber, wenn ich nach Terra zur�ckkomme, werde ich ordentlich auspacken!�</p><p>�<emphasis>Wenn</emphasis> Sie zur�ckkommen. Wenn Ihnen nicht vor Betreten des Schiffes ein Unfall zust��t.� Jack dachte einen Augenblick lang nach. �Verstehen Sie etwas von Geologie?�</p><p>�Nun, ein wenig; ich habe manchmal mit Fossilien zu tun. Ich bin gleicherma�en Pal�ontologe und Zoologe. Warum?�</p><p>�M�chten Sie nicht eine Weile bei mir bleiben und mit mir versteinerte Quallen suchen? Wir werden zu zweit nicht automatisch die doppelte Menge finden, aber w�hrend ich in eine Richtung schaue, k�nnen Sie die andere im Auge behalten. Dadurch leben wir vielleicht etwas l�nger.�</p><p>�Ist das Ihr Ernst, Jack?�</p><p>�Ich hab�s doch gesagt, nicht wahr?�</p><p>Van Riebeek erhob sich und streckte Jack seine Hand hin. Jack kam um den Tisch herum und sch�ttelte sie. Dann griff er nach seinem Waffengurt und schnallte ihn sich um.</p><p>�Leg deinen auch lieber um, Partner�, sagte er. �Vermutlich ist Borch der einzige, f�r den wir eine Pistole brauchen werden, aber��</p><p>Van Riebeek tat es ihm nach, zog seine Pistole, um die Kammer zu laden. �Was tun wir jetzt?� fragte er dann.</p><p>�Nun, wir werden versuchen, diese Sache auf legalem Weg zu bereinigen. Ich werde sogar die Polizei verst�ndigen.�</p><p>Er bet�tigte die Kontrollen am Visifon. Der Bildschirm wurde hell, und dann erkannte man darauf das Innere einer Polizeistation. Der Sergeant, der sie ansah, erkannte ihn und grinste.</p><p>�Hallo, Jack. Wie geht�s der Familie?� fragte er. �Ich komme mal einen Abend �raus, um sie mir anzusehen.�</p><p>�Sie k�nnen gleich welche sehen.� Ko-Ko, Goldl�ckchen und Cinderella kamen aus dem Schlaf r�um her�ber, und Jack setzte sie alle drei auf den Tisch. Der Sergeant war fasziniert. Dann mu�te er bemerkt haben, da� die beiden Anrufer selbst im Haus ihre Waffen trugen. Seine Augen verengten sich.</p><p>�Gibt es Schwierigkeiten, Jack?� fragte er.</p><p>�Einige kleine, aber sie k�nnten gr��er werden. Ich habe hier einige G�ste, die mir nicht mehr willkommen sind. Oder besser: ungebetene G�ste, die ich hinauswerfen m�chte. Wenn hier ein paar blaue Uniformen w�ren, k�nnte ich mir ein paar Kugeln sparen.�</p><p>�Ich verstehe. George hat schon erw�hnt, da� Sie noch bedauern w�rden, diese Bande zu sich eingeladen zu haben.� Er griff nach dem Telefon. �Calderon an Wagen drei�, sagte er. �H�ren Sie mich, drei? Jack Holloway hat �rger mit einigen Besuchern. Ja, ganz richtig. Er will sie wegschicken und bef�rchtet, da� sie ihm �rger machen werden. Jawohl, <emphasis>der</emphasis> friedfertige Jack Holloway. Fliegt also mal zu ihm hin�ber und jagt diese Leute von seinem Grund. Wenn sie sich aufblasen und anf�hren, da� sie gro�e Tiere der Gesellschaft seien, so interessiert uns das �berhaupt nicht.� Er legte den H�rer zur�ck. �In einer Stunde werden sie da sein, Jack.�</p><p>�Ja, vielen Dank, Phil. Kommen Sie ruhig mal abends her�ber und bleiben Sie eine Weile.�</p><p>Er schaltete das Ger�t ab. �Wei�t du�, sagte er dann. �Ich hielte es f�r fair, Kellogg wenigstens davon zu unterrichten. Wie ist seine Nummer?�</p><p>Gerd gab sie ihm, und Jack w�hlte sie�� es war eine dieser komplizierten Kombinationen der Gesellschaft. Augenblicklich erschien Kurt Borch auf dem Bildschirm.</p><p>�Ich m�chte mit Kellogg sprechen.�</p><p>�Dr. Kellogg ist im Augenblick sehr besch�ftigt.�</p><p>�Er wird noch viel besch�ftigter sein, wenn er h�rt, was ich zu sagen habe. Ihre ganze Bande hat bis achtzehn Uhr Zeit, von meinem Grund und Boden zu verschwinden.�</p><p>Borch wurde beiseite geschoben, und Kellogg erschien. �Was soll der Unsinn?� fragte er ver�rgert.</p><p>�Ich befehle Ihnen, zu verschwinden. Wollen Sie auch wissen, warum? Gerd van Riebeek kann es Ihnen sagen.�</p><p>�Sie k�nnen uns nicht so einfach wegschicken. Sie selbst haben uns doch die Erlaubnis erteilt��</p><p>�Ist hiermit zur�ckgezogen. Im �brigen schickt Lunt zwei seiner Leute her�ber. Ich gehe davon aus, da� Sie Ihre Sachen gepackt haben, wenn die beiden da sind.�</p><p>Er schaltete ab, w�hrend Kellogg ihm noch zu erkl�ren versuchte, da� alles auf einem Mi�verst�ndnis beruhe.</p><p>�Ich denke, das w�re alles. Bis Sonnenuntergang ist es noch eine Weile�� wir sollten ein wenig auf unsere neue Partnerschaft trinken. Dann gehen wir hinaus und beobachten den Feind.�</p><empty-line/><p>Als sie hinauskamen und sich auf die Bank neben der K�chent�r setzten, war noch keine Feindt�tigkeit zu sehen. Kellogg hatte inzwischen vermutlich die Polizeistation angerufen und sich alles best�tigen lassen, und au�erdem gab es sicherlich eine Menge zu packen. Nach einer Weile tauchte Kurt Borch mit einem Antigrav-Heber voller Kisten und anderem Gep�ck auf. Jimenez ging daneben her und achtete darauf, da� nichts herunterfiel. Jimenez kletterte auf den Gleiter und Borch hob die Last an und kehrte wieder in die H�tte zur�ck. Dies wiederholte sich mehrere Male. Unterdessen schienen Kellogg und Mallin einige Meinungsverschiedenheiten zu haben. Ruth Ortheris kam mit einer Mappe unter dem Arm heraus und setzte sich unter dem Sonnenschutzzelt an einen Tisch.</p><p>Weder Jack noch Gerd hatten auf die Fuzzys geachtet, bis sie einen entdeckten, der gerade den Weg zu der kleinen Br�cke hinunterlief.</p><p>�Sieh dir diesen Dummkopf an. Bleib hier, Gerd, ich hol sie schon ein.� Jack hatte Goldl�ckchen erkannt.</p><p>Er lief den Weg hinunter, aber als er dann die Br�cke erreicht hatte, war Goldl�ckchen schon hinter einem Gleiter vor Kelloggs Lager verschwunden. Als er n�herkam, noch etwa sechs Meter von dem Fahrzeug entfernt war, h�rte er pl�tzlich einen Laut, wie er ihn noch nie zuvor geh�rt hatte�� ein schrilles, d�nnes Kreischen, als ob eine Feile auf einem S�geblatt entlangfuhr. Im gleichen Augenblick schrie Ruth:</p><p>�Nicht! Tun Sie es nicht, Leonhard!�</p><p>Als Jack den Gleiter umrundete, erstarb das Kreischen urpl�tzlich. Goldl�ckchen lag am Boden, ihr Fell hatte sich ger�tet. Kellogg stand �ber ihr, hatte einen Fu� erhoben. Er trug wei�e Schuhe; sie waren beide mit Blut verschmiert. Mit seinem Fu� trat er auf den kleinen, blutenden K�rper, und dann war Jack �ber ihm. Etwas krachte furchtbar, als seine Faust im Gesicht des anderen landete. Wieder und wieder schlug er zu. Sp�ter wu�te er nicht mehr, wie oft er das getan hatte, als Ruth Ortheris� Stimme zu ihm durchdrang.</p><p>�Jack, passen Sie auf! Hinter Ihnen!�</p><p>Er lie� Kelloggs Hemd los, sprang zur Seite, drehte sich um und griff dabei nach seiner Pistole. Kurt Borch stand etwa acht Meter von ihm entfernt und hielt seine Waffe auf ihn gerichtet.</p><p>Jack feuerte blitzschnell, immer noch aus der Drehbewegung heraus. Auf Borchs Hemd bildete sich ein roter Fleck, der ein gutes Ziel abgab. Jack dr�ckte noch einmal ab. Borch lie� seine Pistole fallen, die er nicht mehr hatte abfeuern k�nnen, knickte in den Knien ein, schlug dann vorn�ber auf den Boden.</p><p>Hinter ihm ert�nte Gerd van Riebeeks Stimme. �Keine Bewegung; jeder nimmt die H�nde hoch. Sie auch, Kellogg.�</p><p>Kellogg, der am Boden gelegen hatte, stemmte sich in die H�he. Aus der Nase str�mte Blut, und er versuchte, es mit dem �rmel seiner Jacke abzuwischen. Als er auf seine Leute zutaumelte, prallte er mit Ruth Ortheris zusammen, die ihn w�tend von sich stie߅ Dann kniete sie neben dem kleinen geschundenen K�rper nieder und ber�hrte ihn. Ruth begann zu weinen.</p><p>Juan Jimenez war aus dem Gleiter geklettert und starrte mit schreckgeweiteten Augen auf die Leiche Kurt Borchs.</p><p>�Sie haben ihn umgebracht!� schrie er. �Ermordet!� Er rannte auf das Wohngeb�ude zu.</p><p>Gerd van Riebeek feuerte ihm einen Schu� vor die Beine, worauf er wie angewurzelt stehenblieb.</p><p>�Helfen Sie Dr. Kellogg, Juan�, trug er ihm auf. �Er ist verletzt.�</p><p>�Rufen Sie die Polizei�, sagte Mallin. �Ruth, machen Sie das, auf Sie wird man nicht schie�en.�</p><p>�Lassen Sie nur. Ich habe sie ja schon gerufen, wie Sie sich vielleicht erinnern�, warf Jack ein.</p><p>Jimenez hatte ein Taschentuch hervorgeholt und versuchte, damit das Nasenbluten seines Vorgesetzten zu stillen. Kellogg versuchte die ganze Zeit mit undeutlicher Stimme Mallin zu erkl�ren, da� das ganze nicht seine Schuld sei.</p><p>�Das kleine Biest hat mich angegriffen; es hat mich mit seinem Speer gestochen.�</p><p>Ruth Ortheris sah auf. Die anderen Fuzzys kauerten neben ihr um die Leiche von Goldl�ckchen.</p><p>�Sie zupfte ihn nur am Hosenbein, so wie sie es immer machen, wenn sie jemanden auf sich aufmerksam machen wollen�, sagte sie dann. Sie verstummte, weil ihre Stimme versagte. �Und er hat sie solange getreten, bis sie tot war�, f�gte sie dann hinzu.</p><p>�Ruth, schweigen Sie!� herrschte Mallin sie an. �Das Tier hat Leonhard angegriffen und h�tte ihn ernsthaft verwunden k�nnen.�</p><p>�Was es auch getan hat!� Kellogg, der sich immer noch das Tuch vor die Nase hielt, zog mit der freien Hand sein Hosenbein in die H�he, zeigte auf eine blutende Stelle an seinem Schienbein. Sie sah aus wie ein kleiner Kratzer. �Sie haben es selbst gesehen.�</p><p>�Ja, das habe ich! Ich sah, wie Sie sie wegstie�en und dann auf ihr herumtrampelten. Dabei wollte sie Ihnen nur ihr neues Spielzeug zeigen.�</p><p>Jack tat es inzwischen leid, da� er Kellogg nicht in dem Augenblick erschossen hatte, als er sah, was vor sich ging. Die anderen Fuzzys hatten versucht, Goldl�ckchen auf die F��e zu stellen. Als sie begriffen hatten, da� das keinen Sinn hatte, lie�en sie den toten K�rper wieder sinken und kauerten sich im Kreis herum, wobei sie leise Klagelaute von sich gaben.</p><p>�Wenn gleich die Polizei kommt, verhalten Sie sich still�, verlangte Mallin. ��berlassen Sie das Reden mir.�</p><p>�Sie wollen wohl Zeugen einsch�chtern, Mallin, wie?� fragte Gerd. �Wissen Sie denn nicht, da� auf der Polizeistation jeder unter dem L�gendetektor aussagen mu�? Und Sie werden als Psychologe bezahlt.� Dann bemerkte er, wie einige der Fuzzys ihre K�pfe hoben und nach S�dosten sahen. �Jetzt kommt die Polizei.�</p><p>Aber es handelte sich nur um Ben Rainsfords Gleiter, auf dessen Ladedeck eine Zebralope festgebunden war. Ben �berflog Kelloggs Lager, landete dann und sprang mit gezogener Waffe heraus.</p><p>�Was ist passiert, Jack?� fragte er und sah sich dann um. Sein Blick ging von Kellogg zu Borch und der Waffe neben Borchs Leiche und zu Goldl�ckchen. �Ich verstehe. Das letzte Mal, als jemand eine Waffe gegen dich zog, nannte man es Selbstmord.�</p><p>�Das war es diesmal auch, mehr oder weniger. Hast du in deinem Fahrzeug eine Filmkamera? Dann mach ein paar Aufnahmen von Borch und Goldl�ckchen. Und achte dann darauf, ob die Fuzzys irgend etwas unternehmen; nimm es ebenfalls auf. Ich denke, du wirst nicht entt�uscht sein.�</p><p>Rainsford sah ihn verbl�fft an, steckte dann aber seine Waffe ein, ging zu seinem Gleiter zur�ck und kam mit einer Kamera wieder. Mallin bestand darauf, da� er als Arzt das Recht habe, Kelloggs Verletzungen zu behandeln. Gerd van Riebeek folgte ihm in das Wohngeb�ude, um eine Erste-Hilfe-Ausr�stung zu holen. Sie kamen gerade wieder heraus�� van Riebeeks Waffe in Mallins R�cken��, als der Polizeigleiter neben Rainsfords Fahrzeug niederging. Das war nicht Wagen drei. George Lunt sprang heraus, �ffnete dabei sein Pistolenhalfter, w�hrend Ahmed Khadra ins Funkger�t sprach.</p><p>�Was ist geschehen, Jack? Warum haben Sie nicht gewartet, bis wir hier sind?�</p><p>�Dieser Verr�ckte hat mich angegriffen und diesen Mann da dr�ben ermordet!� erregte sich Kellogg.</p><p>�Hei�en Sie auch Jack?� fragte Lunt.</p><p>�Mein Name ist Leonhard Kellogg, und ich bin Chef der��</p><p>�Dann halten Sie den Mund, bis Sie gefragt werden. Ahmed, rufen Sie die Station an, Knabber und Yorimitsu sollen mit ihren Untersuchungsger�ten herkommen. Und erkundigen Sie sich, was Wagen drei aufh�lt.�</p><p>Mallin hatte inzwischen das Verbandszeug ausgepackt, Gerd seine Waffe eingesteckt. Kellogg dr�ckte sich immer noch das Tuch an die Nase und wollte wissen, was es hier noch zu untersuchen g�be.</p><p>�Da haben Sie doch den M�rder. Sie haben ihn doch auf frischer Tat ertappt. Warum verhaften Sie ihn nicht?�</p><p>�Jack, gehen wir dort hin�ber, wo wir diese Leute bewachen k�nnen, ohne sie st�ndig h�ren zu m�ssen�, sagte Lunt. Er sah zu Goldl�ckchens Leiche. �Geschah das zuerst?�</p><p>�Vorsicht, Lieutenant!� rief Mallin ihnen nach. �Er hat immer noch eine Pistole.�</p><p>Jack Holloway erz�hlte ihm die Vorkommnisse, und Lunt fragte immer wieder dazwischen. �Kellogg stampfte also auf dem Fuzzy herum, und Sie schlugen ihn dann. Wollten Sie ihn daran hindern?�</p><p>�Ganz richtig. Ich sage das auch unter dem Detektor aus, wenn Sie wollen.�</p><p>�Schon gut. Ich werde diese ganze Bande dem L�gendetektor unterziehen. Und dieser Borch hatte sein Schie�eisen in der Hand, als Sie sich umdrehten? Schon gut, Jack. Wir werden nat�rlich ein Verh�r machen m�ssen, aber das hier ist eindeutig Notwehr gewesen. Glauben Sie, da� einer von dieser Bande aussagen wird, ohne da� man ihn verhaften und an den Detektor anschlie�en mu�?�</p><p>�Ruth Ortheris, denke ich.�</p><p>�Schicken Sie sie mir bitte her, ja?�</p><p>Sie war immer noch bei den Fuzzys, die klagend quiekten. Ben Rainsford stand neben ihr, half ihr auf. Dann ging sie zu Lunt hin�ber.</p><p>�Was ist geschehen, Jack?� fragte Rainsford. Er sah hin�ber zu Gerd. �Und auf wessen Seite steht er?�</p><p>�Auf unserer. Er hat der Gesellschaft gek�ndigt.�</p><p>Inzwischen schwebte Wagen drei heran; Jack mu�te die ganze Geschichte noch einmal erz�hlen. Lunt verh�rte der Reihe nach Jimenez und Mallin und Kellogg, als er mit Ruth fertig war. Dann kamen er und ein Mann aus Wagen drei zu Jack und Rainsford her�ber.</p><p>Gerd van Riebeek stie� zu ihnen, als Lunt gerade sagte:</p><p>�Jack, Kellogg hat Sie wegen Mordes angeklagt. Ich sagte ihm, da� es Notwehr gewesen sei, aber er h�rt nicht auf mich. Nach dem Gesetz mu� ich Sie jetzt verhaften.�</p><p>�In Ordnung.� Er schnallte seine Waffe ab und reichte sie dem Polizisten. �Und jetzt, George, erhebe ich Anklage gegen Leonhard Kellogg wegen der T�tung eines intelligenten Wesens, n�mlich eines Eingeborenen des Planeten Zarathustra, der allgemein unter dem Namen Goldl�ckchen bekannt war.�</p><p>Lunt sah zu der kleinen Leiche und den sechs klagenden Fuzzys um sie herum.</p><p>�Aber, Jack�� juristisch sind sie keine vernunftbegabten Wesen.�</p><p>�Sowas gibt es nicht. Ein intelligentes Wesen ist intelligent, und das nicht erst, wenn man es dazu erkl�rt hat.�</p><p>�Fuzzys sind vernunftbegabte Wesen�, warf Rainsford ein. �Das ist die Meinung eines qualifizierten Xenowissenschaftlers.�</p><p>�Meine auch�, sagte Gerd van Riebeek. �Dies ist der Leichnam eines vernunftbegabten Wesens. Und das ist der Mann, der es ermordet hat. Lieutenant, verhaften Sie ihn; worauf warten Sie?�</p><p>�He, einen Augenblick!�</p><p>Die Fuzzys waren aufgestanden und schoben ihre Schwert-Schaufeln unter die Leiche Goldl�ckchens und hoben sie auf die st�hlernen Sch�fte. Ben Rainsford richtete seine Kamera auf sie, als Cinderella die Waffe ihrer Schwester aufhob und dem Leichenzug damit folgte. Die anderen trugen die Leiche zum anderen Ende der Lichtung. Rainsford blieb dicht hinter ihnen. Von Zeit zu Zeit machte er Bilder, lief ihnen dann wieder nach.</p><p>Sie setzten die Leiche ab. Mike, Mitzi und Cinderella begannen zu graben. Die anderen liefen umher und suchten Steine. George Lunt war ihnen gefolgt. Jetzt blieb er stehen, nahm seine M�tze ab und hielt sie in den H�nden. Als die in Gras geh�llte Leiche in das kleine Grab gelegt wurde, senkte er seinen Kopf.</p><p>Dann, als der Steinh�gel vollendet war, setzte er die M�tze wieder auf, zog seine Pistole und lud sie durch.</p><p>�Jetzt kann es losgehen, Jack�, sagte er. �Ich werde jetzt Leonhard Kellogg wegen Mordes an einem vernunftbegabten Wesen verhaften.�</p></section><section><title><p>8.</p></title><p>Das war nicht das erste Mal, da� Jack Holloway gegen Kaution freigelassen wurde, aber noch nie war die Kautionssumme so hoch gewesen. Aber die war es beinahe auch wert gewesen, wenn er daran dachte, wie Leslie Coombes Augen sich geweitet hatten und Mohammed Ali O�Brien den Mund aufgerissen hatte, als er den Beutel mit Sonnensteinen auf George Lunts Tisch geknallt und George aufgefordert hatte, sich daraus den Gegenwert von f�nfundzwanzigtausend Sols herauszunehmen. Besonders, nachdem Coombes eine gro�e Schau daraus gemacht hatte, Kelloggs Kaution mit einem dieser ber�hmten beglaubigten Blankoschecks der Gesellschaft zu bezahlen.</p><p>Er sah zu der Whiskyflasche, die er in der Hand hielt, und griff dann nach einer zweiten im Schrank. Eine f�r Gus Brannhard und eine f�r den Rest der Leute. Hier drau�en in den �rmlichsten Vierteln eines abgelegenen Planeten hielt sich hartn�ckig das Ger�cht, da� Gustavus Adolphus Brannhard nur als Anwalt t�tig wurde, wenn es um Schie�ereien oder Veldtier-Diebst�hle ging. Aber das stimmte einfach nicht�� niemand auf Zarathustra kannte den Grund, aber Whisky war es nicht.</p><p>Jetzt sa� Gus im gr��ten Stuhl im Wohnzimmer. Er war ein H�ne von einem Mann, mit lockigem goldbraunem Haar und einem breiten Gesicht unter einem dichten Bart. Er trug eine verwaschene, schmierige Buschjacke mit Patronenstreifen, kein Hemd, sondern nur ein zerrissenes Unterhemd auf einer stark behaarten Brust. Auch unter seinen Shorts quoll eine dichte Beinbehaarung hervor. Auf seinem Scho� sa� Mama Fuzzy, w�hrend Baby auf seinem Kopf herumturnte. Auf je einem Knie sa�en Mike und Mitzi. Die Fuzzys hatten sofort Gefallen an Gus gefunden. Vermutlich hielten sie ihn f�r einen Riesen-Fuzzy.</p><p>�Aah!� grollte er, als die Flasche und ein Glas neben ihn gestellt wurden. �Die Hoffnung darauf h�lt mich seit Stunden am Leben.� Er f�llte sich ein Glas ein, und um sicherzugehen, da� auch alles ihm geh�rte, st�rzte er den Inhalt in einem Zug hinunter.</p><p>�Das ist eine nette kleine Familie, Jack�, sagte er dann. �Wir haben vor Gericht gute Chancen, solange Baby nicht versucht, auf dem Kopf des Richters herumzuklettern.�</p><p>�Ich will nur, da� Kellogg �berf�hrt und verurteilt wird.�</p><p>�Nimm das nicht zu leicht, Jack�, warf Rainsford ein. �Du hast ja beim Verh�r gesehen, was wir alles gegen uns haben.�</p><p>Leslie Coombes, den Staranwalt der Gesellschaft, war von Mallorys Port in h�chster Eile her�bergekommen. Mit ihm, geradezu an einer Leine, war Mohammed Ali O�Brien gekommen, der Generalstaatsanwalt der Kolonie, der gleichzeitig auch Hauptankl�ger war. Sie hatten beide versucht, den Fall f�r nichtig erkl�ren zu lassen�� Notwehr von Seiten Holloways und T�tung eines ungesch�tzten wilden Tieres seitens Kelloggs. Als sie damit nicht durchgekommen waren, hatten sie in einer verzweifelten gemeinsamen Anstrengung versucht, die Zulassung eines jeden Beweisst�cks, das sich auf die Fuzzys bezog, zu verhindern. Schlie�lich war das Ganze nur ein Klagegericht; Lieutenant Lunt als Polizeichef hatte nur �u�erst beschr�nkte Vollmachten.</p><p>�Du hast ja gesehen, wie weit sie gekommen sind, nicht wahr?�</p><p>�Ich hoffe, wir hegen nicht den Wunsch, da� sie Erfolg haben werden�, sagte Rainsford d�ster.</p><p>�Wie meinst du das, Ben?� fragte Brannhard. �Was werden sie deiner Meinung nach tun?�</p><p>�Ich wei� es nicht. Das beunruhigt mich ja so. Wir stellen uns gegen die Zarathustragesellschaft, und die Gesellschaft ist zu gro�, um ganz ruhig verklagt zu werden�, antwortete Rainsford. �Sie werden versuchen, Jack irgend etwas anzuh�ngen.�</p><p>�Am L�gendetektor? Das ist l�cherlich, Ben.�</p><p>�Glaubt ihr nicht, da� wir beweisen k�nnen, da� die Fuzzys intelligent sind?� fragte Gerd van Riebeek.</p><p>�Wer soll denn Vernunft definieren? Und wie?� fragte Rainsford. �Coombes und O�Brien k�nnen festlegen, da� nur die �Sprache-und-Feuer�-Regelung gilt.�</p><p>�Ach was!� Brannhard war seiner Sache sicher. �Da gibt es ein Grundsatzurteil von vor vierzig Jahren auf Vishnu. Es ging um einen Kindesmord, dessen eine Mutter angeklagt wurde. Ihr Anwalt beantragte Freispruch, weil Mord als ein T�tungsdelikt an intelligenten, vernunftbegabten Wesen definiert wird; da Vernunft angeblich erst dann vorhanden ist, wenn jemand sprechen, einer Feuer machen kann, trifft das bei einem Kleinkind nicht zu�� es kann beides nicht. Das Gericht wies das nat�rlich zur�ck�� wenn jemand diese Voraussetzungen nicht erf�llt, ist das kein Beweis, da� er nicht vernunftbegabt ist. Sprache und Feuer sind ein positiver Beweis f�r das Vorhandensein von Vernunft�� ihr Fehlen ist aber nicht automatisch das Gegenteil.�</p><p>Brannhard schenkte sich noch einen Whisky ein und trank ihn, bevor eines der vernunftbegabten Wesen in seiner Umgebung sich daran vergreifen konnte.</p><p>�Es ist also kein Problem�, fuhr er fort. �Wenn ich beweisen will, da� Jack Holloway im Recht war, als er Kurt Borch niederscho�, mu� ich zuerst beweisen, da� Kurt Borch nicht im Recht war, als er Jack bedrohte und Kellogg zu Hilfe kommen wollte. Und um das tun zu k�nnen, mu� wiederum bewiesen werden, da� Kellogg sich im Unrecht befand, als er den Fuzzy niedertrampelte. Das geht nur, wenn die Fuzzys vernunftbegabte Wesen sind. Dies wird ein Schwerpunkt meiner Verteidigung werden.�</p><p>�Dazu brauchen wir Aussagen von Experten�, warf Rainsford ein. �Aussagen von Psychologen. Und ich nehme an, wir alle wissen, da� die einzigen Psychologen auf diesem Planeten von der Gesellschaft angestellt sind.� Er leerte sein Glas und sah zu den letzten Eisw�rfeln auf dem Boden seines Glases, dann erhob er sich, um nachzuschenken. �Ich h�tte genauso gehandelt wie du, Jack, trotzdem w�re es mir lieber, da� das alles nicht geschehen w�re.�</p><p>�Ha!�</p><p>Mama Fuzzy sah �berrascht auf, als Brannhard diesen Ruf ausstie�.</p><p>�Was glaubt ihr, was Victor Grego sich im Augenblick w�nscht?�</p><empty-line/><p>Victor Grego legte gerade den H�rer auf die Gabel zur�ck. �Das war Leslie auf der Jacht�, sagte er. �Sie kommen jetzt herein. Sie werden am Krankenhaus Station machen, um Kellogg abzuliefern, dann kommen sie hierher.�</p><p>Nick Emmert knabberte an einer Scheibe Brot herum. Er hatte r�tliches Haar, w��rige Augen und ein weichliches Gesicht.</p><p>�Holloway mu� ihn ziemlich zugerichtet haben�, sagte er.</p><p>�Ich wollte, er h�tte ihn umgebracht!� stie� Grego hervor. Dabei sah er, da� der Generalresident zusammenzuckte.</p><p>�Das ist doch nicht Ihr Ernst, Victor!�</p><p>�Einen Teufel ist es!� Er deutete auf das Bandger�t, das sich gerade abgeschaltet hatte. �Das ist nur ein Vorgeschmack dessen, was bei der Verhandlung auf uns zukommen wird. Wissen Sie, was auf dem Grabstein der Gesellschaft einst stehen wird? �<emphasis>Zu Tode getrampelt, mit Hilfe eines Fuzzy, von Leonhard Kellogg�</emphasis>.�</p><p>�Aber, Victor, sie werden doch Kellogg nicht des Mordes �berf�hren�, sagte Emmert. �Nicht, weil er eines von diesen kleinen Biestern umgebracht hat.�</p><p>�Unter Mord�, zitierte Grego, �ist die vors�tzliche und ungerechtfertigte T�tung eines vernunftbegabten Wesens einer jeden Rasse zu verstehen. So lautet das Gesetz. Wenn sie vor Gericht beweisen k�nnen, da� die Fuzzys vernunftbegabte Wesen sind��</p><p>Dann w�rden eines Morgens zwei Gerichtsbeamte Leonhard Kellogg in den Gef�ngnishof f�hren und ihm eine Kugel durch den Kopf jagen, spann er den Gedanken weiter�� was eigentlich kein Verlust sein w�rde. Das Problem dabei war, das gleichzeitig damit auch der Vertrag der Zarathustragesellschaft auslaufen w�rde. Vielleicht lie� sich verhindern, da� Kellogg �berhaupt vor Gericht gestellt wurde. Kaum ein Raumschiff verlie� je Darius, ohne da� im letzten Augenblick ein oder zwei betrunkene Raumfahrer an Bord geschleppt wurden. So, wie Holloway Kellogg zugerichtet hatte, d�rfte es keine Schwierigkeit sein, ihn ebenso abzuschieben. Daf�r mu�te man die f�nfundzwanzigtausend Sol zwar abschreiben, die als Kaution hinterlegt waren, aber f�r die Gesellschaft war das nur ein Pappenstiel. Nein, dann galt es immer noch den Holloway-Proze� durchzustehen.</p><p>�M�chten Sie, da� ich drau�en warte, w�hrend die anderen hereinkommen, Victor?� fragte Emmert, stand auf und schob sich dabei eine weitere Schnitte in den Mund.</p><p>�Nein, nein, bleiben Sie. Das wird die letzte Gelegenheit sein, da� wir alle gemeinsam �ber die Sache sprechen; danach m�ssen wir alles vermeiden, was nach Beeinflussung aussieht.�</p><p>�Nun, gern, wenn ich Ihnen helfen kann, Victor.�</p><p>Ja, das hatte er gewu�t. Wenn es zum Schlimmsten kam und der Vertrag der Gesellschaft f�r ung�ltig erkl�rt w�rde, w�rde er sich irgendwie noch durchschlagen, k�nnte alles tun, um aus den �berresten der Gesellschaft noch etwas f�r sich herauszuholen. Wenn allerdings Zarathustra tats�chlich einen neuen Status erhielte, w�re Nick am Ende. Sein Titel, seine gesellschaftliche Stellung, seine Schmiergelder, seine Privilegien�� alles w�rde sich in Luft aufl�sen. Daher konnte man davon ausgehen, da� man von Nick praktisch alles verlangen konnte, was man brauchte.</p><p>Die Sprechanlage auf dem Schreibtisch gab einen leisen Summ ton von sich, und eine weibliche Stimme teilte mit, da� Mr. Coombes und seine Begleiter eingetroffen waren.</p><p>�Bitte, f�hren Sie sie herein.�</p><p>Coombes trat als erster ein, eine hochgewachsene, elegante Gestalt mit einem ruhigen, zufriedenen Gesicht. Leslie Coombes w�rde diesen Gesichtsausdruck auch inmitten eines Bombenangriffs oder eines Erdbebens tragen. Grego hatte Coombes als seinen ersten Anwalt ausgew�hlt, und der Gedanke daran verlieh ihm Auftrieb. Mohammed Ali O�Brien war dagegen alles andere als hochgewachsen, elegant und ruhig. Seine Haut war fast schwarz�� er war unter einer B3-Sonne auf Agni geboren worden. Sein kahler Sch�del gl�nzte, und �ber einem m�chtigen wei�en Schnurrbart stach eine gro�e Nase hervor. Was erz�hlte man sich von ihm? Er sei der einzige, der auch im Sitzen herumlaufen k�nne. Den beiden Genannten folgte jetzt der Rest der Expedition nach dem Beta-Kontinent�� Ernst Mallin, Juan Jimenez und Ruth Ortheris. Mallin bedauerte sofort, da� Kellogg nicht bei ihnen war.</p><p>�Das bezweifle ich�, reagierte Grego darauf. �Aber bitte, setzen Sie sich. Wir haben leider eine ganze Menge zu besprechen.�</p><empty-line/><p>Oberrichter Frederic Pendarvis schob den Aschenbecher ein paar Zoll nach rechts und gleich darauf die schlanke Vase mit den Sternblumen ein paar Zoll nach links. Dann stellte er die gerahmte Fotografie der freundlichen, wei�haarigen Frau direkt vor sich. Jetzt nahm er aus der silbernen Schachtel eine d�nne Zigarre heraus, schnitt sie sorgf�ltig an einem Ende ein und z�ndete sie an. Dann fiel ihm keine andere Verz�gerungstaktik mehr ein, und er zog die beiden dicken B�cher n�her an sich heran und schlug das rote, das mit den Kriminalakten, auf.</p><p>Der erste Fall war ein Mord�� wie immer. Und zwar auf dem Beta-Kontinent, Polizeirevier F�nfzehn, Lieutenant George Lunt. Jack Holloway�� der alte Jack hatte sich also wieder mal eine Kerbe in seine Waffe geschnitten��, Cold-Creek-Tal, F�derationsb�rger, Terraner, menschlich; vors�tzliche T�tung eines vernunftbegabten Wesens, Kurt Boren, Mallorys Port, F�derationsb�rger, Terraner, menschlich. Ankl�ger Leonhard Kellogg, dito. Verteidiger des Beklagten Gustavus Adolphus Brannhard. Das letzte Mal, als Jack jemanden erschossen hatte, hatte es sich um zwei Diebe gehandelt, die ihm seine Sonnensteine abnehmen wollten. Der Fall war niemals vor Gericht gekommen. Kellogg allerdings war Angestellter der Gesellschaft�� diesen Fall mu�te er selbst bearbeiten, denn die Gesellschaft k�nnte versucht sein, Druck auszu�ben.</p><p>Im zweiten Fall ging es ebenfalls um Mord, und er stammte auch aus Revier F�nfzehn auf dem Beta-Kontinent. Er las den Bericht und blinzelte. Leonhard Kellogg, T�tung eines vernunftbegabten Wesens, Name unbekannt, daher Goldl�ckchen genannt, Eingeborene, Rasse Fuzzy-Zarathustra. Ankl�ger Jack Holloway, Anwalt des Beklagten Leslie Coombes. Offensichtlich ein Versuch, Kelloggs Anklage l�cherlich zu machen. Pendarvis mu�te laut lachen. Kelloggs Klage sollte wegen Geringf�gigkeit gar nicht erst zugelassen werden. Gut, da� es Leute wie Gus Brannhard gab, die ab und zu f�r einige Abwechslung sorgten. Rasse Fuzzy-Zarathustra!</p><empty-line/><p>In dem Glas war nicht genug Eis, und so warf Leonhard Kellogg noch etwas hinein. Dann wieder war es zuviel, und er schenkte noch etwas Weinbrand nach. Er h�tte nicht so fr�h mit dem Trinken beginnen sollen. Bis zum Abendessen w�rde er betrunken sein, aber was sonst sollte er tun? So, wie sein Gesicht jetzt aussah, konnte er nicht hinausgehen, und er war sich zudem nicht sicher, ob er dazu �berhaupt Lust versp�rt h�tte.</p><p>Sie alle hatten ihn im Stich gelassen�� Ernst Mallin, Ruth Ortheris und sogar Juan Jimenez. Auf der Polizeistation hatten Coombes und O�Brien ihn wie ein dummes Kind behandelt, dem man verbieten mu�te, vor Fremden auch nur ein Wort zu sagen. Wieder zur�ck in Mallorys Port hatten sie ihn v�llig ignoriert. Victor Grego gar hatte ihm empfohlen, Urlaub zu machen, bis die Sache vor�ber war�</p><p>Im Nebenzimmer summte das Visifon. Vielleicht war das Victor. Er st�rzte den Inhalt seines Glases hinunter und eilte nach nebenan.</p><p>Es war Leslie Coombes, und sein Gesicht zeigte wie immer keinen Ausdruck.</p><p>�Oh, hallo Leslie.�</p><p>�Guten Tag, Dr. Kellogg.� Diese formelle Anrede lie� die Zurechtweisung f�rmlich sp�ren. �Oberrichter Pendarvis hat mich informieren lassen, da� der Antrag auf Niederschlagung Ihrer Anklage gegen Holloway abgelehnt worden ist. Beide Verfahren werden vor Gericht ausgetragen.�</p><p>�Sie meinen, das Gericht nimmt diese Sache ernst?�</p><p>�Es ist ernst. Wenn Sie verurteilt werden, wird der Vertrag der Gesellschaft fast automatisch ung�ltig. Und�� obwohl das nur f�r Sie pers�nlich von Belang ist�� man k�nnte Sie zum Tode durch Erschie�en verurteilen.� Er tat das mit einem Achselzucken ab. �Jetzt m�chte ich mit Ihnen �ber Ihre Verteidigung sprechen, f�r die ich verantwortlich bin. Sagen wir, zehn Uhr drei�ig morgen in meinem B�ro. Bis dahin werde ich wahrscheinlich wissen, welches Beweismaterial gegen Sie vorgebracht werden kann. Ich erwarte Sie also, Dr. Kellogg.�</p><p>Vielleicht hatte er noch mehr gesagt, aber das war alles, was bei Leonhard h�ngen blieb. Ihm war gar nicht bewu�t, da� er wieder ins Nebenzimmer ging, bis er merkte, da� er in seinem Sessel sa� und sein Glas erneut mit Weinbrand f�llte. Er hatte nur noch wenig Eis, aber das st�rte ihn jetzt nicht mehr.</p><p>Stunden sp�ter stand er schwankend auf, stolperte zu seiner Liege hin�ber und warf sich mit dem Gesicht nach unten auf die Kissen.</p><empty-line/><p>Als Leslie Coombes Victor Gregos B�ro betrat, fand er dort Nick Emmert vor. Die beiden erhoben sich, um ihn zu begr��en, und Grego fragte: �Sie haben es geh�rt?�</p><p>�Ja, O�Brien hat mich unverz�glich angerufen�, antwortete Coombes. �Ich benachrichtigte auch sofort meinen Klienten. Ich f�rchte, es war ein ziemlicher Schock f�r ihn.�</p><p>�Pendarvis wird die Verhandlung selbst leiten�, sagte Emmert. �Ich hielt ihn immer f�r einen vern�nftigen Mann, aber was hat er jetzt vor? Will er der Gesellschaft ans Leder?�</p><p>�Er ist nicht f�r die Gesellschaft, er ist auch nicht gegen sie. Er ist einfach f�r die Einhaltung der Gesetze. Das Gesetz schreibt vor, da� ein Planet mit vernunftbegabten Wesen ein Planet der Klasse IV ist, der eine Regierung der Klasse IV haben mu�. Wenn Zarathustra ein Planet der Klasse IV ist, dann m�chte er, da� dem Gesetz Gen�ge getan wird. Wenn es sich um einen Planeten der Klasse IV handelt, ist der Vertrag der Gesellschaft illegal zustande gekommen. Sein Job ist es, Ungesetzlichkeiten nicht vorkommen zu lassen. Frederic Pendarvis� Religion ist das Gesetz, und er ist ein Priester. Man erreicht niemals etwas, wenn man mit einem Priester �ber Religion streitet.�</p><p>Nick Emmert sah seine Felle davonschwimmen. �Sie hatten gestern recht, Victor. Ich w�nschte, Holloway h�tte diesen Sohn eines Khoogra umgebracht. Vielleicht ist es noch nicht zu sp�t dazu��</p><p>�Das ist es, Nick. F�r so etwas ist es zu sp�t. Wir k�nnen nur noch den Proze� gewinnen.�</p><p>�Dann kann ich nur hoffen, da� diese Fuzzys nicht vor Gericht aufstehen, ein Freudenfeuer anz�nden und eine Rede in terranischer Sprache halten�, meinte Grego.</p><p>Nick Emmert schrak auf. �Sie glauben also selbst, da� sie vernunftbegabt sind!�</p><p>�Nat�rlich�� Sie nicht?�</p><p>Grego l�chelte s�uerlich. �Nick glaubt, da� man eine Sache glauben mu�, um sie beweisen zu k�nnen. Das hilft zwar, ist aber nicht notwendig. Nehmen wir mal an, wir diskutieren folgenden Fakt: Die Fuzzys werden im Urteilsspruch als vernunftbegabt bezeichnet.�</p><p>�Dazu�, warf Emmert ein, �m��te erst einmal definiert werden, was das ist.�</p><p>Grego sah �berrascht auf. �Leslie, ich glaube, Nick hat da etwas Wichtiges angesprochen. Wie lautet die rechtliche Definition von Vernunft?�</p><p>�Soweit ich wei�, gibt es die nicht. Vernunft ist etwas, was einfach akzeptiert wird.�</p><p>�Und die �Sprache-und-Feuer�-Geschichte?�</p><p>Coombes sch�ttelte den Kopf. �Ist nicht. <emphasis>Das Volk der Kolonie von Vishnu</emphasis> gegen Emily Morrosh, 612 A.E.�</p><p>�Dann brauchen wir selbst Fuzzys, um sie studieren zu k�nnen�, schlug Grego vor.</p><p>�Zu dumm, da� wir an Holloway nicht herankommen�, sagte Emmert. �Vielleicht w�rde es klappen, wenn er sein Lager mal allein verl��t.�</p><p>�Nein, das k�nnen wir nicht riskieren.� Grego dachte einen Moment nach. �Einen Augenblick mal. Ich glaube, wir schaffen es doch. Und zwar auf legalem Weg.�</p></section><section><title><p>9.</p></title><p>Jack Holloway sah, wie Little Fuzzy die Pfeife be�ugte, die er in den Aschenbecher gelegt hatte, dann hob er sie auf und steckte sie in den Mund. Little Fuzzy sah ihn tadelnd an und begann, auf den Fu�boden hinabzuklettern. Pappi Jack war gemein; als ob ein Fuzzy nicht auch einmal eine Pfeife rauchen wollte. Na, vielleicht w�rde es ihm nicht schaden. Er hob Little Fuzzy auf und setzte ihn auf seinen Scho�, bot ihm die Pfeife an. Little Fuzzy zog daran. Er mu�te nicht einmal husten; offensichtlich hatte er gelernt, nicht zu inhalieren.</p><p>�Der Kellogg-Fall soll zuerst verhandelt werden�, sagte Gus Brannhard. �Ich konnte das absolut nicht verhindern. Versteht ihr, was sie da so machen? Sie werden zuerst gegen Kellogg verhandeln, wobei Coombes gleichzeitig Ankl�ger und Verteidiger ist, und wenn es gelingt, da� er unschuldig gesprochen wird, ist das ein Pr�judiz gegen die Beweise f�r die Intelligenz der Fuzzys, die wir in deinem Verfahren vorlegen wollen.�</p><p>Mama Fuzzy versuchte erneut, ihn am Trinken zu hindern, aber er wu�te das geschickt zu umgehen. Baby hatte aufgeh�rt, auf seinem Kopf zu sitzen und spielte jetzt Versteck hinter seinem Schnurrbart.</p><p>�Gleich zu Anfang�, fuhr er fort, �werden sie jeden Beweis f�r die Fuzzys ausschlie�en, wenn es geht. Viel wird das nicht sein, aber es wird uns schwerfallen, auch nur das Geringste durchzubekommen. Was sie nicht ausschlie�en lassen k�nnen, werden sie angreifen. Sie werden die Glaubw�rdigkeit anzweifeln. Nat�rlich k�nnen sie beim Einsatz eines L�gendetektors niemandem vorwerfen, da� er l�gt, aber sie k�nnen auf Selbstt�uschung bestehen. Du stellst also eine Behauptung auf, die du f�r richtig h�ltst, und der L�gendetektor gibt dir recht. Dann werden sie eben sagen, da� du dich im Recht glaubst, aber nicht die F�higkeit besitzt, die Wahrheit zu erkennen. Und schlie�lich werden sie behaupten, da� das, was sie nicht angreifen oder leugnen k�nnen, kein Beweis f�r die Vernunft der Fuzzys ist.�</p><p>�Was zum Teufel wollen sie denn als Beweis?� fragte Gerd. �Atomenergie, einen Antigrav-Antrieb und einen Hyperantrieb?�</p><p>�Sie werden eine h�bsche kleine, sehr genaue Definition von Vernunft haben, die so zugeschnitten ist, da� die Fuzzys dabei herausfallen. Und die werden sie dem Gericht vorlegen und versuchen, sie akzeptieren zu lassen. An uns liegt es jetzt, zu erraten, worin diese Definition bestehen wird, damit wir eine Gegenthese und unsere eigene Definition bereithalten k�nnen.�</p><p>�Ihre Definition wird auch Khoogras beinhalten m�ssen. Gerd�� begraben die Khoogras ihre Toten?�</p><p>�Zum Teufel, nein, sie fressen sie auf. Aber du mu�t ihnen immerhin zugestehen, da� sie sie vorher kochen.�</p><p>Ben Rainsford wollte gerade etwas sagen, hielt aber inne, als eine Polizeisirene durchs Lager heulte. Die Fuzzys schauten interessiert auf. Sie wu�ten, wer da kam�� Pappi Jacks Freunde in den blauen Uniformen.</p><p>Jack ging zur T�r und �ffnete sie, schaltete dabei das Au�enlicht an.</p><p>Der Gleiter landete; George Lunt, zwei seiner Leute und zwei Zivilisten stiegen aus.</p><p>�Hallo, George, nur herein!�</p><p>�Wir m�chten uns mit Ihnen unterhalten, Jack.� Lunts Stimme klang gequ�lt, ihr fehlte jede W�rme und Freundlichkeit. �Das hei�t, diese M�nner m�chten Sie sprechen.�</p><p>�Aber nat�rlich, immer herein.�</p><p>Er machte den Eingang frei, um sie eintreten zu lassen. Irgend etwas stimmte hier nicht, irgend etwas war geschehen. Khadra trat als erster ein, stellte sich dicht hinter Jack auf. Dann folgte Lunt, stellte sich nach einem schnellen Blick in die Runde zwischen Jack und den Gewehrschrank. Der dritte Polizist lie� die beiden Fremden vor sich eintreten und schlo� dann die T�r, lehnte sich dagegen. Jack fragte sich, ob man ihm seine Kaution gestrichen habe und ihn jetzt verhaften wollte. Die beiden Fremden sahen erwartungsvoll zu Lunt. Rainsford und van Riebeek hatten sich erhoben. Gus Brannhard beugte sich vor, um sein Glas nachzuschenken, stand aber nicht auf.</p><p>�Die Papiere�, sagte Lunt zu einem seiner Begleiter.</p><p>Der Angesprochene holte ein zusammengefaltetes Dokument aus der Tasche und gab es dem Polizisten.</p><p>�Jack, das ist nicht meine Idee�, sagte Lunt. �Ich m�chte es nicht tun, aber ich mu�. Ich w�rde auch sehr ungern auf Sie schie�en, aber wenn Sie Widerstand leisten, mu� ich es tun. Und ich bin kein Kurt Borch�� ich kenne Sie und werde keinerlei Risiko eingehen.</p><p>Dies�, so fuhr er fort, �ist ein Gerichtsbeschlu�, Jack, wonach Ihre Fuzzys beschlagnahmt werden. Diese M�nner sind Beamte des Zentralgerichts; sie haben den Auftrag, die Fuzzys f�r das Verfahren nach Mallorys Port zu bringen.�</p><p>�Ich m�chte den Wisch sehen, Jack�, sagte Brannhard, der immer noch nicht aufgestanden war.</p><p>Lunt �bergab sie an Holloway, der sie Brannhard reichte. Gus betrachtete das Schreiben kurz und nickte.</p><p>�Ein Gerichtsbeschlu�, stimmt, unterzeichnet vom Oberrichter.� Er h�ndigte ihn wieder aus. �Sie m�ssen die Fuzzys mitnehmen, das ist alles. Aber behalte das Dokument und la� dir eine unterschriebene Quittung mit Daumenabdruck geben. Schreib sie gleich auf der Maschine, Jack.�</p><p>Gus wollte ihn mit irgend etwas besch�ftigen, damit er nicht Zeuge dessen wurde, was nun geschah. Der kleinere der beiden fremden Beamten hatte ein B�ndel, das er unter dem Arm getragen hatte, fallen gelassen. Es handelte sich um mehrere Segeltuchs�cke. Jack setzte sich an die Schreibmaschine, versuchte, nicht auf das zu h�ren, was um ihn herum vorging, und stellte die Quittung aus, f�hrte die Fuzzys der Reihe nach auf und beschrieb sie. Er erg�nzte, da� sie sich bei guter Gesundheit bef�nden und nicht verletzt seien. Eines der Wesen versuchte ihm auf den Scho� zu klettern und schrie dabei herzerweichend. Es klammerte sich an seinem Hemd fest, aber es wurde fortgerissen.</p><p>Drei der Fuzzys steckten jetzt bereits in den S�cken, als Jack langsam aufstand und immer noch von den Ereignissen wie bet�ubt zu sein schien. Er zog die Quittung aus der Maschine. Es gab eine Debatte dar�ber, ob sie unterzeichnet werden sollte, und als Lunt drohte, ohne Fuzzys zu verschwinden, unterschrieben die zwei und gaben ihren Daumenabdruck. Jack gab Gus das Papier, wobei er sich bem�hte, nicht zu den zappelnden S�cken zu schauen und nicht auf die quiekenden Laute zu h�ren.</p><p>�George, d�rfen sie nicht einiges von ihrem Spielzeug mitnehmen?� fragte er.</p><p>�Aber sicher�� was denn?�</p><p>�Ihre Bettchen, ein paar Spielsachen.�</p><p>�Sie meinen doch nicht etwa diesen M�ll?� Einer der beiden Beamten trat gegen die Konstruktion aus Stangen und Kugeln. �Wir haben nur Order, Fuzzys mitzubringen.�</p><p>�Sie haben geh�rt, was die beiden Herren gesagt haben, Jack�, meinte Lunt, wobei er das Wort <emphasis>Herren</emphasis> schlimmer als Khoogra betonte. Er wandte sich an die M�nner. �Also, Sie haben sie�� worauf warten Sie noch?�</p><p>Jack sah von seiner Haust�r aus zu, wie die S�cke in den Gleiter verladen wurden, die M�nner einstiegen und davonschwebten. Er ging zur�ck ins Haus und setzte sich an den Tisch.</p><p>�Sind sie fort, Jack?� fragte Brannhard. Dann stand er auf, griff hinter sich und holte einen kleinen wei�en Pelzball hervor. Baby Fuzzy griff mit beiden H�nden nach seinem Bart und zog freudig daran.</p><p>�Baby! Sie haben ihn nicht erwischt!�</p><p>Brannhard l�ste die H�ndchen aus seinem Bart und gab Jack den Fuzzy.</p><p>�Nein, aber sie haben auch f�r ihn unterschrieben.� Brannhard leerte erneut sein Glas, fischte eine Zigarette aus der Tasche und z�ndete sie an. �Jetzt fahren wir nach Mallorys Port und holen uns die restlichen zur�ck.�</p><p>�Aber� der Oberrichter hat den Beschlu� unterschrieben. Er wird sie uns nicht geben, nur weil wir ihn darum bitten.�</p><p>Brannhard machte ein unh�fliches Ger�usch. �Ich wette alles, was mir geh�rt, da� Pendarvis diesen Beschlu� niemals gesehen hat. Diese Dinger liegen stapelweise im Gerichtsb�ro herum, blanko unterschrieben. Wenn jemand jedesmal warten m��te, bis ein Richter Zeit hat, einen Antrag zu unterschreiben, wenn man einen Zeugen vorladen oder etwas beschlagnahmen will, dann w�rde nie etwas erledigt werden. Wenn Harn O�Brien sich das nicht ausgedacht hat, dann stammt es todsicher von Leslie Coombes.�</p><p>�Wir nehmen meinen Gleiter�, sagte Gerd. �Kommst du mit, Ben? Es geht los.�</p><empty-line/><p>Gus Brannhard war nerv�s, und das zeigte sich darin, da� er zuviel redete. Das beunruhigte Jack. Als sie schlie�lich die T�r mit der Aufschrift <emphasis>Oberrichter</emphasis> erreicht hatten, blieb Gus ein drittes Mal stehen, um sich seine Kleidung zurechtzur�cken und durch seinen Bart zu streichen.</p><p>Im Privatzimmer des Richters befanden sich zwei Leute, als sie eintraten. Pendarvis hatte er hin und wieder schon gesehen, sie waren sich aber noch nie pers�nlich begegnet. Neben ihm sa� Mohammed Ali O�Brien, der �berrascht zu sein schien, als er sie eintreten sah. Es wurden keine H�nde gesch�ttelt; der Oberrichter beugte sich lediglich ein wenig vor und bedeutete ihnen mit einer Geste, sich zu setzen.</p><p>Dann kam er gleich zur Sache.</p><p>�Meine Sekret�rin, Mi� Ugatori, berichtet mir, da� Sie sich wegen einer Handlung von Mr. O�Brien beschweren.�</p><p>�Allerdings, Euer Ehren.� Brannhard klappte seine Mappe auf und zog zwei Papiere hervor�� den Beschlu� und die Quittung �ber die Fuzzys�� und schob beides �ber den Tisch. �Mein Klient und ich m�chten gern erfahren, auf Grund welcher Gesetze Euer Ehren diesen Akt sanktioniert haben und mit welcher Berechtigung Mr. O�Brien und seine Leute in Jack Holloways Lager kommen, um diese kleinen Leute aus der Obhut ihres Freundes und Besch�tzers, Mr. Holloway, wegzunehmen.�</p><p>Der Richter betrachtete die beiden Schriftst�cke.</p><p>�Mi� Ugatori hat nat�rlich Fotokopien dieser Schrifts�tze gemacht, als sie mit Ihnen diesen Termin f�r eine Besprechung vereinbarte, aber Sie k�nnen mir glauben, Mr. Brannhard, da� ich diesen Beschlu� zum ersten Mal im Original sehe. Wie Sie wissen, werden diese Anweisungen alle blanko unterschrieben. Das ist eine Praxis, die viel Zeit und M�he erspart hat, und bis heute sind sie nur benutzt worden, wenn keinerlei Zweifel daran bestanden, da� ich oder ein anderer Richter einverstanden waren.� Er wandte sich an O�Brien, der sichtlich unruhig wurde. �In diesem Fall h�tte ein solcher Zweifel ganz sicher bestanden, und h�tte ich das Papier gesehen, h�tte ich es niemals unterschrieben. Mr. O�Brien�, fuhr er fort, �man beschlagnahmt nicht einfach f�nf vernunftbegabte Wesen als Beweisst�cke, wie man vielleicht ein Veldtier-Kalb beschlagnahmt, wenn es um einen Proze� wegen gef�lschter Brandzeichen geht. Die Tatsache, da� die Intelligenz der Fuzzy noch nicht <emphasis>de jure</emphasis> festgestellt wurde, bedeutet, da� man noch sehr wohl von ihrem Vorhandensein ausgehen kann. Und Sie wissen sehr wohl, da� die Gerichte angesichts der M�glichkeit, da� eine unschuldige Person zu Unrecht leiden mu�, nichts unternehmen d�rfen.�</p><p>�Und, Euer Ehren�, sprang Brannhard in die Bresche, �es kann doch nicht geleugnet werden, da� diesen Fuzzys massiv Unrecht geschehen ist! Stellen Sie sich vor�� nein, stellen Sie sich unschuldige, hilflose Kinder vor, denn das sind diese Fuzzys. Gl�ckliche, vertrauensselige Kinder, die bisher nur Zuneigung und Freundlichkeit gekannt haben. Und sie wurden brutal entf�hrt, von rohen H�nden in S�cke gestopft��</p><p>�Euer Ehren!� O�Briens Gesicht war viel schw�rzer angelaufen, als die hei�e Sonne von Agni es gebrannt hatte. �Ich kann nicht ohne Protest zulassen, da� Gerichtsbeamte so charakterisiert werden!�</p><p>�Mr. O�Brien scheint zu vergessen, da� er hier zwei Augenzeugen der angesprochenen schrecklichen Vorg�nge vor sich hat.�</p><p>�Wenn die Beamten Verteidigung brauchen, Mr. O�Brien, dann werden sie vor Gericht verteidigt�, sagte Pendarvis. �Ich glaube daher, da� Sie vorerst Ihre eigene Handlungsweise verteidigen sollten.�</p><p>�Euer Ehren, ich bestehe darauf, da� ich nur so handelte, wie ich es f�r meine Pflicht hielt�, sagte O�Brien. �Diese Fuzzys sind ein Beweisst�ck erster Ordnung f�r den Proze� <emphasis>Volk</emphasis> gegen <emphasis>Kellogg</emphasis>, da die Anklage gegen den Beklagten nur durch eine Demonstration ihrer Vernunft aufrechterhalten werden kann.�</p><p>�Warum�, fragte Brannhard, �haben Sie sie dann auf so verbrecherische Weise in Gefahr gebracht?�</p><p>�Sie in Gefahr gebracht?� sagte O�Brien erschrocken. �Euer Ehren, ich habe nur so gehandelt, da� Ordnung und Sicherheit vor Gericht gew�hrleistet sind.�</p><p>�Und dazu haben Sie sie dem einzigen Menschen auf diesem Planeten weggenommen, der wei�, wie man f�r sie sorgen kann, der sie so liebt wie er seine eigenen Kinder lieben w�rde. Statt dessen wurden sie einer Behandlung unterzogen, die sehr gut t�dlich f�r sie ausgehen k�nnte.�</p><p>Richter Pendarvis nickte. �Ich glaube, Sie haben den Fall nicht �bertrieben dargestellt, Mr. Brannhard. Mr. O�Brien, ich mu� Ihnen f�r Ihr Verhalten meine Mi�billigung aussprechen. Sie hatten keinerlei Recht, in diesem Fall, wo es um potentiell vernunftbegabte Wesen geht, so zu handeln. Ich ordne daher kraft meines Amtes an, da� Sie diese Fuzzys unverz�glich freilassen und in den Gewahrsam von Mr. Holloway zur�ckbringen.�</p><p>�Nun, nat�rlich, Euer Ehren.� O�Brien war sichtlich unruhig geworden. �Es wird etwa eine Stunde dauern, sie hierherbringen zu lassen.�</p><p>�Sie wollen damit sagen, da� sie sich nicht in diesem Geb�ude befinden?� fragte Pendarvis.</p><p>�Oh nein, Euer Ehren. Hier best�nde dazu keine M�glichkeit. Ich habe sie ins Wissenschaftscenter bringen lassen��</p><p>�<emphasis>Was?</emphasis>�</p><p>Jack hatte sich geschworen, seinen Mund �berhaupt nicht aufzumachen und Gus das Reden zu �berlassen. Aber dieser Aufschrei hatte sich gleichsam mit Gewalt Luft verschafft. Niemand schien es aber geh�rt zu haben, denn Gus Brannhard und Richter Pendarvis hatten ebenso wie er reagiert. Pendarvis beugte sich vor und sagte mit gef�hrlich sanft klingender Stimme:</p><p>�Sprechen Sie vielleicht von dem Geb�ude der Abteilung f�r wissenschaftliche Studien und Forschung der Zarathustragesellschaft?�</p><p>�Ja, in der Tat; dort hat man Einrichtungen, um alle m�glichen Arten lebender Tiere zu verwahren, und man kann jede wissenschaftliche Arbeit��</p><p>Pendarvis fluchte unbeherrscht, hatte sich aber gleich wieder in der Gewalt, Brannhard schaute drein, als h�tte seine eigene Brieftasche versucht, ihm die Kehle durchzubei�en.</p><p>�Sie glauben also�, sagte Pendarvis mit m�hsam erzwungener Ruhe, �da� Beweismaterial der Anklage in einem Mordproze� logischerweise in den Gewahrsam des Beklagten gegeben wird? Mr. O�Brien, Sie er�ffnen da wirklich neue M�glichkeiten!�</p><p>�Die Zarathustragesellschaft steht nicht unter Anklage�, murrte O�Brien.</p><p>�Nein, nach den Akten nicht�, stimmte Brannhard zu. �Aber wird nicht die wissenschaftliche Abteilung der Zarathustragesellschaft von einem gewissen Leonhard Kellogg geleitet?�</p><p>�Dr. Kellogg ist seines Amtes bis zum Ende dieses Prozesses enthoben worden. Die Abteilung wird jetzt von Dr. Mallin geleitet.�</p><p>�Und der ist Kronzeuge der Verteidigung; ich sehe keinen praktischen Unterschied.�</p><p>�Nun, Mr. Emmert sagte, es w�re nichts dagegen einzuwenden�, murmelte O�Brien kleinlaut.</p><p>�Jack, hast du das geh�rt?� fragte Brannhard. �Merk dir das gut, denn vielleicht mu�t du das vor Gericht einmal best�tigen, was du da geh�rt hast.� Er wandte sich an den Oberrichter. �Euer Ehren, darf ich vorschlagen, da� die Herbeischaffung dieser Fuzzys Marshal Fane �bertragen wird. Ferner m�chte ich vorschlagen, da� Mr. O�Brien der Zugang zu jeder Kommunikationsm�glichkeit versperrt wird, bis die Fuzzys wieder beigebracht worden sind.�</p><p>�Das scheint mir ein sehr vern�nftiger Vorschlag zu sein, Mr. Brannhard. Ich werde Ihnen jetzt eine gerichtliche Anweisung geben, Ihnen die Fuzzys auszuh�ndigen und einen Durchsuchungsbefehl, um sicherzugehen. Und, denke ich, eine Vormundschaftsanweisung auf den Namen Holloway, der als Besch�tzer dieser potentiell vernunftbegabten Wesen bestimmt wird. Wie hei�en Sie eigentlich? Oh, hier steht es ja auf der Quittung.� Er l�chelte erfreut. �Sie sehen, Mr. O�Brien, wir ersparen Ihnen eine Menge �rger.�</p><p>O�Brien besa� nicht genug Verstand, um sich einen Protest zu verkneifen. �Aber das hier sind doch nur der Beklagte und sein Anwalt in einem anderen Mordfall, in dem ich die Anklage vertrete.�</p><p>Pendarvis� L�cheln gefror. �Mr. O�Brien, ich bezweifle, ob man Ihnen erlauben wird, hier noch gegen irgend jemand oder irgend etwas Anklage zu erheben, und ich enthebe Sie hiermit insbesondere jeglicher T�tigkeit in den F�llen Kellogg oder Holloway. Sollten Sie auch dagegen protestieren, erlasse ich einen Haftbefehl wegen gesetzwidriger Handlungen im Amt.�</p></section><section><title><p>10.</p></title><p>Kolonial-Marshal Max Fane war genauso schwer wie Gus Brannhard, aber erheblich kleiner. Zwischen die beiden auf dem R�cksitz des Wagens des Marshals eingeklemmt, betrachtete Jack Holloway die R�cken der beiden uniformierten Beamten auf dem Vordersitz, w�hrend sich in seinem Innern Zufriedenheit und freudige Erwartung ausbreiteten. Gleich w�rde er seine Fuzzys zur�ckbekommen. Little Fuzzy und Ko-Ko, Mike und Mama Fuzzy, Mitzi und Cinderella; immer wieder sagte er sich diese Namen in Gedanken auf und stellte sich vor, wie sie sich um ihn dr�ngten und gl�cklich waren, wieder bei Pappi Jack sein zu d�rfen.</p><p>Der Gleiter senkte sich auf die Landeplattform des Wissenschaftszentrums der Gesellschaft, und im gleichen Augenblick kam ein Polizist der Gesellschaft her�bergelaufen. Gus �ffnete die T�r, und Jack kletterte nach ihm hinaus.</p><p>�He, hier k�nnen Sie nicht landen!� schrie der Beamte. �Das ist hier nur f�r die Direktoren der Gesellschaft!�</p><p>Max Fane stieg hinter ihnen aus dem Gleiter, die beiden Beamten kletterten vom Vordersitz aus heraus.</p><p>�Was Sie nicht sagen�, meinte Fane. �Mit einem Gerichtsbeschlu� lande ich �berall. Nehmt ihn gleich mit, Leute, damit er nicht irgendwo �ber ein Visifon stolpert.�</p><p>Der Mann wollte protestieren, lie� sich dann aber widerstandslos mitnehmen. Vielleicht wurde ihm langsam klar, da� die Gerichte der F�deration doch etwas m�chtiger als die Gesellschaft waren. Vielleicht glaubte er aber auch, da� eine Revolution ausgebrochen sei.</p><p>Leonhard Kelloggs�� im Augenblick Ernst Mallins�� B�ro befand sich im ersten Stock des Penthouses, von der Landeplattform nach unten gez�hlt. Als sie den Fahrstuhl verlie�en, wimmelte es in der Halle von Leuten, die aufgeregt in Gruppen diskutierten. Alle verstummten, als sie sahen, wer und was da kam. Fane scheuchte wenige Sekunden sp�ter die vier Sekret�rinnen aus dem Vorzimmer. Dann nahm er seine Dienstmarke in die Hand und stie� die T�r auf. Kelloggs�� im Augenblick Mallins�� Sekret�rin schien ihnen einige Sekunden zuvorgekommen zu sein, denn sie stand aufgeregt gestikulierend vor Kelloggs�� Mallins�� Schreibtisch. Mallin erhob sich, erstarrte in der Bewegung. Juan Jimenez stand an der Seite des Raumes und schien nach einem Ausweg Ausschau zu halten. Fane schob auch diese Sekret�rin beiseite und hielt Mallin seine Plakette unter die Nase. Dann �berreichte er ihm die Dokumente. Mallin starrte ihn erschrocken an.</p><p>�Aber wir bewahren diese Fuzzys f�r Mr. O�Brien, den Staatsanwalt auf�, sagte er. �Ohne seine Genehmigung k�nnen wir sie nicht herausgeben.�</p><p>�Dies ist eine Anweisung des Gerichts�, sagte Max Fane sanft. �Sie ist von Oberrichter Pendarvis erlassen worden. Was Mr. O�Brien betrifft, so bezweifle ich, da� er noch Staatsanwalt ist. Offen gestanden, ich f�rchte sogar, da� er im Gef�ngnis sitzt. <emphasis>Und dahin</emphasis>�, schrie er pl�tzlich, w�hrend er sich vorbeugte und auf den Tisch schlug, �<emphasis>werde ich auch Sie bringen, wenn Sie die Fuzzys nicht unverz�glich an uns �bergeben!</emphasis>�</p><p>Wenn Fane sich pl�tzlich in einen L�wen verwandelt h�tte, h�tte das Mallin nicht mehr ersch�ttern k�nnen. Unwillk�rlich zuckte er vor dem Marshal zur�ck.</p><p>�Aber das kann ich nicht�, protestierte er. �Wir wissen nicht genau, wo sie sich im Augenblick befinden.�</p><p>�Sie wissen es nicht.� Fane fl�sterte die Worte fast. �Sie geben zu, da� Sie sie hier festhalten, aber Sie� wissen� nicht� wo� sie sind. <emphasis>Noch einmal von vorn, und zwar die Wahrheit diesmal!</emphasis>�</p><p>In diesem Moment summte das Visifon. Ruth Ortheris, gekleidet in ein blaues Kost�m, erschien auf dem Bildschirm.</p><p>�Dr. Mallin, was geht hier vor?� wollte sie wissen. �Ich bin gerade vom Mittagessen zur�ckgekommen und finde in meinem B�ro eine Horde M�nner vor, die alles auf den Kopf stellt. Haben Sie die Fuzzys noch nicht gefunden?�</p><p>�Was?� schrie Jack. Im gleichen Augenblick schrie auch Mallin beinah. �Ruth, schweigen Sie! Schalten Sie ab und verschwinden Sie!�</p><p>Mit einer f�r einen Menschen seines Umfangs erstaunlichen Geschwindigkeit fuhr Fane herum und baute sich vor dem Bildschirm auf.</p><p>�Ich bin Kolonial-Marshal Fane. Junge Frau, ich m�chte, da� Sie unverz�glich hier erscheinen. Und zwingen Sie mich nicht, jemanden nach Ihnen zu schicken, denn das w�rde weder mir noch Ihnen helfen.�</p><p>�Ich komme sofort, Marshal.� Sie schaltete ab.</p><p>Fane wandte sich wieder an Mallin. �So�� werden Sie mir jetzt endlich die Wahrheit sagen, oder mu� ich Sie mitnehmen und unter den L�gendetektor setzen? Wo sind diese Fuzzys?�</p><p>�Aber ich wei� es nicht!� jammerte Mallin. �Juan, sagen Sie es ihm; Sie waren f�r sie verantwortlich. Ich habe sie nicht mehr gesehen, seit sie hierhergebracht wurden.�</p><p>Jack hatte M�he, den Klo� in seinem Hals herunterzuschlucken und ruhig zu sagen: �Wenn den Fuzzys irgend etwas zugesto�en ist, werden Sie noch Kurt Borch beneiden, bevor ich mit Ihnen fertig bin.�</p><p>�Nun, wir haben sie hergebracht. Ich hatte ein paar K�fige herrichten lassen��</p><p>Jimenez sprach nicht zu Ende, denn jetzt trat Ruth Ortheris ein. Sie wich Jacks Blick nicht aus, war aber auch nicht fixiert auf ihn. Sie nickte ihm zu, als h�tte sie ihn irgendwo einmal kennengelernt, und setzte sich.</p><p>�Was ist vorgefallen, Marshal?� fragte sie. �Warum sind Sie mit diesen Herren hier?�</p><p>�Das Gericht hat angeordnet, da� die Fuzzys wieder an Mr. Holloway zur�ckgegeben werden.� Mallin war v�llig aufgel�st. �Er hat hier irgendein Dokument, und wir wissen nicht, wo sie sind.�</p><p>�Oh, nicht das!� Auf Ruths Gesicht zeigte sich Entsetzen. �Was kann�� Dann verstummte sie.</p><p>�Ich kam gegen sieben Uhr hier an�, sagte Jimenez, �wollte ihnen Nahrung und Wasser geben, und sie waren aus ihren K�figen ausgebrochen. An einem K�fig war das Gitter locker, und der Fuzzy hatte sich daraus befreit und dann die anderen herausgelassen. Sie kamen in mein B�ro�� und haben dort ein Chaos hinterlassen�� und gelangten dann durch die T�r in die Halle. Jetzt wissen wir nicht, wo sie sind. Und mir ist auch v�llig unklar, wie sie das geschafft haben.�</p><p>Vermutlich deshalb, weil diejenigen, die sie in diese K�fige gesperrt hatten, immer noch davon ausgegangen waren, es mit dummen kleinen Tieren zu tun zu haben, dachte Jack.</p><p>�Jetzt wollen wir die K�fige sehen�, sagte er.</p><empty-line/><p>�Sie sagten, einer von ihnen sei aus seinem K�fig ausgebrochen und h�tte dann die anderen freigelassen�, sagte Jack zu Jimenez, als sie kurz darauf mit dem Lift hinunterfuhren. �Wissen Sie, welcher es war?�</p><p>Jimenez sch�ttelte den Kopf. �Wir nahmen sie einfach aus den S�cken und steckten sie in die K�fige.�</p><p>Wahrscheinlich war es Little Fuzzy gewesen; er war immer das Gehirn der Gruppe gewesen. Unter seiner F�hrung hatten sie vielleicht eine Chance. Die Schwierigkeit war nur, da� das ganze Haus von Gefahren wimmelte und die Fuzzys keine davon kannten�� weder Strahlen noch Gifte und elektrische Dr�hte oder derlei Dinge. <emphasis>Falls</emphasis> sie �berhaupt geflohen waren.</p><p>In jedem Korridor, den sie passierten, an jeder Abzweigung konnte er Angestellte der Gesellschaft sehen, die mit Netzen, Keschern und anderem Fangger�t herumrannten. Jimenez f�hrte sie schlie�lich einen Gang hinunter, an dessen Ende eine T�r offenstand. In dem kleinen Raum dahinter herrschte ein bl�ulich-wei�es Licht von einer Nachtlampe; hinter der T�r stand ein Drehstuhl. Jimenez deutete hinauf.</p><p>�Auf den m�ssen sie gestiegen sein, um die Klinke niederzudr�cken und die T�r zu �ffnen�, sagte er.</p><p>Es war eine Klinke wie an den T�ren im Lager, ein Schnappschlo� mit einem festen Griff statt einem Knopf. Sie mu�ten gelernt haben, damit umzugehen. Fane dr�ckte die Klinke versuchsweise nieder.</p><p>�Nicht besonders schwierig�, sagte er. �Sind ihre kleinen Freunde kr�ftig genug, sie zu bet�tigen?�</p><p>Jack probierte es ebenfalls und nickte dann. �Sicher. Und sie sind auch klug genug dazu. Selbst Baby Fuzzy, den einer Ihrer Leute nicht mitnehmen konnte, h�tte das geschafft.�</p><p>�Und sehen Sie nur, was sie in meinem B�ro angestellt haben�, warf Jimenez ein.</p><p>�Das kann man ihnen kaum vorwerfen�, sagte Fane. �Jetzt wollen wir doch mal sehen, was sie mit den K�figen angestellt haben.�</p><p>Die K�fige hatten sich in einem Hinterzimmer, in dem alles m�gliche gelagert wurde, befunden. Auch dieser Raum hatte ein Schnappschlo� mit einer Klinke, und die Fuzzys hatten einen K�fig her�bergeschleppt und sich darauf gestellt, um die T�r zu �ffnen. Die K�fige selbst waren etwa einen Meter f�nfzig lang und einen Meter breit und hatten einen Sperrholzboden, h�lzerne Rahmen und ein viertelz�lliges Netz an den Seiten und oben. Die Oberseiten besa�en Scharniere und waren mit Haspen, durchgesteckten Bolzen und aufgeschraubten Muttern befestigt. Von f�nf K�figen waren die Muttern abgeschraubt worden, w�hrend der sechste von innen heraus aufgebrochen war. Bei diesem war das Netz an einer Ecke vom Rahmen gel�st und dann in einem Dreieck zur�ckgebogen worden. Die so entstandene �ffnung war gro� genug, um einen Fuzzy hindurchzulassen.</p><p>�Ich verstehe das nicht�, sagte Jimenez. �Dieser Draht sieht gerade so aus, als w�re er abgeschnitten worden.�</p><p>�Das wurde er auch; Marshal, ich w�rde einigen Ihrer Leute mal die Hosen strammziehen. Ihre Leute sind bei der Durchsuchung von Gefangenen nicht besonders sorgf�ltig. Einer der Fuzzys hatte ein Messer.� Er erinnerte sich daran, wie Little Fuzzy und Ko-Ko in den Betten herumgew�hlt hatten, und berichtete von den kleinen Messern aus Federstahl, die er angefertigt hatte. �Ich nehme an, er pre�te eines an sich, rollte sich zusammen, als ob er furchtbare Angst habe, und lie� sich dann in einen Sack stecken.�</p><p>�Und hat dann abgewartet, bis er ganz sicher war, da� er nicht dabei erwischt wurde, als er es benutzte�, sagte der Marshal. �Dieser Draht ist weich genug, um leicht zerschnitten zu werden.� Er wandte sich an Jimenez. �Sie sollten eigentlich froh sein, da� ich nicht zum Geschworenen bestimmt werden kann. Warum geben Sie denn nicht auf und lassen Kellogg ein Gnadengesuch stellen?�</p><empty-line/><p>Die Suite im Hotel Mallory war �berf�llt, als Jack Holloway mit Gerd van Riebeek zur�ckkam; lautes Stimmengewirr herrschte, und die Ventilatoren m�hten sich redlich, den Tabakrauch hinauszupumpen. Gus Brannhard, Ben Rainsford und Baby Fuzzy hielten eine Pressekonferenz ab.</p><p>�Oh, Mr. Holloway, haben Sie sie schon gefunden?� rief jemand, als sie eintraten.</p><p>�Nein, wir haben das Wissenschaftszentrum vom Boden bis zum Keller durchsucht. Wir wissen, da� sie ein paar Stockwerke tiefer gegangen sind, aber das ist alles. Ich glaube nicht, da� sie das Haus verlassen konnten, denn der einzige Ausgang auf Stra�enh�he f�hrt durch einen Raum, in dem ein Portier Dienst tut. Und sie sind ganz sicher nicht von einer Landeplattform oder einer Terrasse heruntergeklettert.�</p><p>�Ich denke, da� dieser Gedanke sehr unerfreulich ist�, sagte jemand, �aber k�nnten sie sich nicht in einem Abfallkorb versteckt haben und sind dann in den Massen-Energie-Konverter geworfen worden?�</p><p>�Wir haben auch daran gedacht, aber der Konverter befindet sich in einem Kellerraum, dessen einziger Zugang verschlossen war. Au�erdem ist in der fraglichen Zeit kein Abfall abtransportiert worden.�</p><p>�Nun, das ist gut zu h�ren, Mr. Holloway. Sie haben die Suche noch nicht aufgegeben?�</p><p>�Sprechen wir jetzt �ber den Sender? Nein, ich habe nicht aufgegeben. Ich werde hier in Mallorys Port bleiben, bis sie gefunden worden sind oder ich sicher sein kann, da� sie sich nicht mehr in der Stadt aufhalten. Ich setze einen Finderlohn von zweitausend Sols f�r jeden Fuzzy aus, der zu mir zur�ckgebracht wird. In K�rze werde ich Ihnen genaue Beschreibungen geben��</p><empty-line/><p>Victor Grego �ffnete die eisgek�hlte Cocktailflasche.</p><p>�Noch etwas?� fragte er Leslie Coombes.</p><p>�Ja, danke.� Coombes hielt sein Glas hin, bis es gef�llt war. �Wie Sie sagen, Victor, Sie haben die Entscheidung getroffen, aber das taten Sie auf meinen Rat hin, und der Rat war schlecht.�</p><p>Er hoffte nur, da� sich der Schaden in Grenzen hielt. Auf jeden Fall versuchte Leslie Coombes nicht, irgendwem den Schwarzen Peter zuzuschieben, und wenn man bedachte, wie ungeschickt O�Brien sich verhalten hatte, h�tte er das guten Gewissens tun k�nnen.</p><p>�Ich bin von falschen Voraussetzungen ausgegangen�, sagte Coombes leidenschaftslos, als diskutiere er einen Fehler, den Hitler oder Napoleon begangen hatte. �Ich hatte gedacht, da� O�Brien nicht eine dieser Blankovollmachten benutzen w�rde, und ich hatte dar�ber hinaus nicht angenommen, da� Pendarvis �ffentlich zugeben w�rde, da� er solche Gerichtsbeschl�sse blanko unterzeichnet. Er ist deshalb von der Presse stark kritisiert worden.�</p><p>Und er hatte nicht damit gerechnet, da� Holloway und Brannhard vor Gericht ziehen w�rden. Aber die Irrt�mer hatten schon fr�her eingesetzt. Kellogg hatte nicht erwartet, da� Holloway ihn von seinem Grund und Boden jagen w�rde. Kurt Borch hatte angenommen, es reiche aus, wenn er mit einer Waffe herumfuchtelte. Und Jimenez hatte erwartet, da� die Fuzzys still in ihren K�figen sitzen w�rden. Aber all das sprach er jetzt nicht aus.</p><p>�Ich frage mich�, sagte Coombes statt dessen, �wohin sie entkommen sind. Soweit ich wei�, wurden sie im gesamten Geb�ude nicht gefunden.�</p><p>�Ruth Ortheris hat eine Idee ge�u�ert�� sie und ein Assistent mu�ten Ger�te aus dem Zentrum abtransportieren, und sie vermutet, da� die Fuzzys als blinde Passagiere auf dem dazu benutzten LKW mitgefahren sind. Das klingt unglaubw�rdig, aber in diesem Fall klingt alles so. Vielleicht k�nnen wir sie finden, bevor Holloway es tut. Auf jeden Fall sind sie nicht mehr im Wissenschaftscenter, das ist sicher.� Er f�llte sich sein eigenes Glas wieder auf. �O�Brien ist also v�llig erledigt?� fragte er dann.</p><p>�V�llig. Pendarvis hat ihn vor die Alternative gestellt, zur�ckzutreten oder eine Anzeige wegen Amtsmi�brauch �ber sich ergehen zu lassen.�</p><p>�Aber sie k�nnten ihn doch niemals deshalb verurteilen, oder? Vielleicht noch wegen Amtsmi�brauch, aber��</p><p>�Sie k�nnten ihn verklagen, und dann k�me er unter den L�gendetektor, und Sie wissen, was dann so alles herauskommen w�rde�, sagte Coombes. �Jedenfalls hat diese Geschichte Pendarvis gegen uns gebracht. Ich wei�, da� er v�llig objektiv urteilt, aber das �ndert nichts daran, da� er im Unterbewu�tsein gegen uns sein wird. F�r morgen nachmittag hat er eine Konferenz mit Brannhard und mir einberufen. Ich wei� nicht, wie die ausgehen wird.�</p></section><section><title><p>11.</p></title><p>Die beiden Anw�lte hatten sich hastig erhoben, als Oberrichter Pendarvis eintrat; er nickte beiden h�flich zu und setzte sich an seinen Tisch, griff nach seiner silbernen Zigarrenkiste und holte eine Panatella heraus. Gustavos Adolphus Brannhard hob seine Zigarre wieder auf, die er beiseite gelegt hatte und machte ein paar Z�ge. Leslie Coombes fischte eine Zigarette aus seinem Etui. Beide sahen dann den Oberrichter an, abwartend wie zwei gez�ckte Waffen�� eine Streitaxt und ein Rapier.</p><p>�Nun, meine Herren, wie Sie wissen, haben wir hier zwei Mordf�lle, in denen uns f�r jeden ein Anklagevertreter fehlt�, begann Pendarvis.</p><p>�Aber wieso, Euer Ehren?� fragte Coombes. �In beiden F�llen handelt es sich um Geringf�gigkeit. Ein Mann hat ein wildes Tier get�tet, und ein anderer t�tete einen Menschen, der versuchte, ihn umzubringen.�</p><p>�Nun, Euer Ehren, ich glaube nicht, da� meinen Mandanten juristisch oder moralisch irgendeine Schuld trifft�, sagte Brannhard. �Ich m�chte, da� das durch einen Freispruch best�tigt wird.� Er sah zu Coombes. �Ich nehme weiter an, da� Mr. Coombes ebenso daran interessiert ist, da� sein Mandant von jeder Spur einer Mordanklage reingewaschen wird.�</p><p>�Ich bin ganz Ihrer Meinung. Leute, denen man ein Verbrechen vorgeworfen hat, sollten, wenn sie unschuldig sind, dies auch �ffentlich best�tigt bekommen. Aber jetzt zur Sache�� ich hatte vor, den Fall Kellogg zuerst und dann den Fall Holloway zu verhandeln. Sind Sie beide damit einverstanden?�</p><p>�Absolut nicht, Euer Ehren�, erwiderte Brannhard prompt. �Die Grundlage unserer Verteidigung ist, da� dieser Borch im Zusammenhang mit der Aus�bung eines ungesetzlichen Aktes get�tet wurde. Wir sind bereit, das zu beweisen, aber wir wollen nicht, da� unser Fall durch eine vorhergehende Verhandlung pr�judiziert wird.�</p><p>Coombes lachte. �Mr. Brannhard m�chte seinen Mandanten reinwaschen, indem er den meinen von vornherein verurteilt. Damit k�nnen wir uns nat�rlich nicht einverstanden erkl�ren.�</p><p>�Ja, und er bringt denselben Einwand gegen Sie vor. Nun, ich werde beide Einw�nde aus der Welt schaffen. Ich werde veranlassen, da� man beide F�lle zusammenlegt und beide Angeklagten zusammen vor Gericht stellt.�</p><p>Gus Brannhards Augen leuchteten kurz erfreut auf; Coombes dagegen war gar nicht einverstanden.</p><p>�Euer Ehren, ich gehe davon aus, da� dieser Vorschlag scherzhaft gemeint war�, sagte er.</p><p>�Das war er nicht, Mr. Coombes.�</p><p>�Dann, Euer Ehren, wenn ich das mit allem Respekt sagen darf, mu� ich schon sagen, da� dies h�chst ungew�hnlich ist�� ganz zu schweigen davon, da� es inkorrekt ist, soweit ich mich mit Verfahrensvorschriften auskenne. Wir haben es hier nicht mit einem Fall von zwei Komplizen zu tun, denen man dasselbe Verbrechen vorwirft. Es handelt sich um zwei verschiedene M�nner, die zweier verschiedener krimineller Akte bezichtigt werden, und die Verurteilung des einen w�rde beinahe automatisch den Freispruch des anderen bedeuten. Ich wei� nicht, wer anstelle von Mohammed O�Brien die Anklage vertreten soll, aber ich bedauere den armen Kerl jetzt schon zutiefst. Ja, Mr. Brannhard und ich k�nnten auch irgendwo Poker spielen, w�hrend der Ankl�ger den Fall allein l�st.�</p><p>�Nun, wir werden nicht nur einen Anklagevertreter haben, Mr. Coombes, sondern zwei. Ich werde Sie und Mr. Brannhard als Anklagevertreter vereidigen, und Sie k�nnen Mr. Brannhards Mandanten und er den Ihren unter Anklage stellen. Ich denke, damit w�ren alle Schwierigkeiten beseitigt.�</p><p>Nur mit gro�er M�he gelang es ihm, auf seinem Gesicht die W�rde aufrechtzuerhalten, die seinem Amt angemessen war. Brannhard dagegen schnurrte wie ein Tiger, der gerade einen jungen Bock gerissen hatte. Leslie Coombes� Gelassenheit br�ckelte dagegen immer st�rker ab.</p><p>�Euer Ehren, das ist ein ausgezeichneter Vorschlag�, lie� Brannhard sich vernehmen. �Ich werde mit dem gr��ten Vergn�gen die Anklage gegen Mr. Coombes Mandanten vertreten.�</p><p>�Nun, alles, was ich sagen kann, Euer Ehren, ist, da� dieser Vorschlag Ihren ersten um L�ngen schl�gt, wenn es darum geht, welcher ungew�hnlicher ist.�</p><p>�Nun, Mr. Coombes, ich habe das Gesetz und die Vorschriften der Jurisprudenz sehr sorgf�ltig �berpr�ft, und ich habe nirgendwo eine Vorschrift gefunden, die einem solchen Vorgehen widerspr�che!�</p><p>�Ich wette, Sie finden aber auch keinen Pr�zedenzfall in dieser Richtung!�</p><p>Leslie Coombes h�tte das eigentlich besser wissen m�ssen, denn in der kolonialen Rechtssprechung fand sich beinahe f�r alles ein Pr�zedenzfall.</p><p>�Aber gut�, gestand er dann ein. �Ich hoffe nur, Sie wissen, was Sie tun. Auf jeden Fall bekommen diese beiden Verfahren eine Bedeutung, die �ber ihre eigentliche weit hinausgeht.�</p><p>Gus Brannhard lachte. �Nat�rlich. Es geht um die Freunde der kleinen Fuzzys gegen die gro�e Zarathustragesellschaft. Ich will beweisen, da� die Fuzzys intelligent, vernunftbegabt sind, und Mr. Coombes m�chte im Interesse der Gesellschaft dieses auf jeden Fall verhindern, um der Gesellschaft ihren Vertrag zu erhalten. Um nicht mehr und nicht weniger geht es doch.�</p><p>Das war unh�flich von Gus. Leslie Coombes hatte bis zum Schlu� genau diesen Eindruck verhindern wollen.</p><empty-line/><p>Von jetzt an gab es einen nicht endenwollenden Strom von Berichten, wonach hier oder dort Fuzzys gesehen worden waren, oftmals sogar gleichzeitig in weit auseinanderliegenden Teilen der Stadt. Einige stammten von publicitys�chtigen Menschen oder pathologischen L�gnern und Verr�ckten, andere waren das Ergebnis ausschweifender Phantasie. Es bestand auch Grund zur Annahme, da� eine nicht geringe Zahl davon ihren Ursprung in der Gesellschaft hatte und nur dazu bestimmt war, die Sucharbeiten zu erschweren. Ein Umstand aber machte Jack Holloway Mut: Die Firmenpolizei der Zarathustragesellschaft f�hrte eine gr�ndliche, wenn auch geheime Suchaktion durch, und gleichzeitig besch�ftigte sich die Polizei von Mallorys Port, die unter Kontrolle der Gesellschaft stand, mit der Suche nach den Fuzzys.</p><p>Max Fane widmete sich beinahe ausschlie�lich der Suche. Das hing nicht damit zusammen, da� er der Gesellschaft schlecht gesinnt war, obwohl das zutraf, oder weil der Oberrichter ihn dazu dr�ngte. Der Kolonial-Marshal war einfach f�r die Fuzzys. Das gleiche galt f�r die Kolonial-Polizisten, �ber die Nick Emmerts Verwaltung praktisch keine Autorit�t besa�. Colonel Jan Ferguson, der Kommandant, unterstand direkt dem Kolonialb�ro auf der Erde. Er hatte �ber Visifon seine Mithilfe angeboten, und George Lunt, dr�ben auf dem Beta-Kontinent, rief t�glich an, um sich nach den Fortschritten zu erkundigen, die die Suchaktion machte.</p><empty-line/><p>Binnen einer Woche waren die in Holloways Lager gemachten Filme so oft im Fernsehen gezeigt worden, da� das Interesse an ihnen langsam nachlie�. Baby Fuzzy jedoch stand immer noch f�r neue Aufnahmen zur Verf�gung, und es dauerte nur ein paar Tage, bis eine Sekret�rin eingestellt werden mu�te, um seine Verehrerpost zu beantworten. Einmal, als Jack eine Bar betrat, glaubte er, Baby auf dem Kopf einer Frau sitzen zu sehen. Ein zweiter Blick verriet ihm aber, da� es sich um eine lebensgro�e Fuzzy-Puppe handelte, die mit einem Kunststoffband festgehalten wurde. Nach einer weiteren Woche sah er in der ganzen Stadt Baby-Fuzzy-H�te, und in den Schaufenstern der Gesch�fte wimmelte es von lebensgro�en Fuzzy-Puppen.</p><p>Zwei Wochen nach dem Verschwinden der Fuzzys, an einem Sp�tnachmittag, setzte Marshal Max Fane Jack im Hotel ab. Sie blieben noch eine Weile im Wagen sitzen, und Fane sagte:</p><p>�Ich denke, wir sind am Ende, Jack. Wir haben alle Meldungen von Verr�ckten und Gewinns�chtigen �berpr�ft. Keiner hat sie wirklich gesehen, was ja an sich nicht so schlimm ist. Schlimmer ist, da� es keinerlei Spuren von ihnen gibt. Es wimmelt �berall von Landgarnelen, aber nirgendwo wurde ein geknackter Panzer gefunden. Und sechs aktive, verspielte Fuzzys m��ten eigentlich eine Menge anstellen. Normalerweise sollten sie versuchen, Obstst�nde zu pl�ndern oder anderen Unfug zu treiben. Aber nichts dergleichen. Die Polizei der Gesellschaft hat die Suche bereits aufgegeben.�</p><p>�Nun, ich werde nicht aufgeben.� Jack sch�ttelte Fanes Hand und stieg aus dem Wagen. �Sie waren eine gro�e Hilfe, Max. Ich m�chte Ihnen von Herzen danken.�</p><empty-line/><p>Gus Brannhard war nicht da, als er die Zimmerflucht betrat; Ben Rainsford sa� an einem Leseger�t und studierte einen Psychologietext, w�hrend Gerd an einem Schreibtisch arbeitete, den sie sich hatten hereinstellen lassen. Baby spielte am Boden mit h�bschen neuen Spielsachen, die man ihm gebracht hatte. Als Pappi Jack hereinkam, lie� er sie fallen und rannte auf ihn zu, um sich aufheben zu lassen.</p><p>�George hat angerufen�, sagte Gerd. �Sie haben auf ihrer Station jetzt eine Fuzzyfamilie.�</p><p>�Oh, das ist ja gro�artig.� Jack war bem�ht, ehrliche Begeisterung zu zeigen. �Wieviele?�</p><p>�F�nf, drei M�nnchen und zwei Weibchen. Sie nennen sie Dr. Crippen, Dillinger, Ned Kelly, Lizzie Borden und Calamity Jane.�</p><p>Typisch f�r einen Haufen Polizisten, unschuldigen Fuzzys solche Namen anzuh�ngen!</p><p>�Warum rufst du die Station nicht mal an und sagst guten Tag?� fragte Ben. �Baby mag sie; es hat ihm Spa� gemacht, wieder mit ihnen zu sprechen.�</p><p>Jack lie� sich dazu �berreden und stellte die Verbindung her. Es waren recht nette Fuzzys, wenn auch nicht ganz so wie seine Familie.</p><p>�Wenn Ihre Familie nicht rechzeitig zur Verhandlung auftaucht, kann Gus ja unsere vorladen�, schlug Lunt ihm vor. �Irgend etwas mu� vor Gericht vorgewiesen werden. In sp�testens zwei Wochen kann diese Bande hier alle m�glichen Dinge ausf�hren. Ihr solltet sie jetzt mal sehen�� und dabei sind sie erst seit gestern nachmittag bei uns.�</p><p>Jack sagte, da� er hoffe, da� seine Fuzzys rechtzeitig zur�ck sein w�rden�� aber er wu�te selbst, da� er dabei wenig �berzeugt klang.</p></section><section><title><p>12.</p></title><p>Ben Rainsford flog kurz danach zum Beta-Kontinent zur�ck, Gerd van Riebeek blieb in Mallorys Port. Die Polizisten vom Revier F�nfzehn hatten f�r ihre Fuzzys st�hlerne Schwert-Schaufeln hergestellt und berichteten von einem merklichen R�ckgang der Garnelenplage. Sie fertigten ihnen auch einen Satz verkleinertes Tischlerwerkzeug an, womit sich ihre Fuzzys aus alten Kisten und Brettern ein Haus zimmerten. Ein Paar Fuzzys tauchte auch in Ben Rainsfords Lager auf, der sie adoptierte und ihnen die Namen Flora und Fauna gab.</p><p>Ein jeder hatte jetzt Fuzzys, und Pappi Jack hatte nur Baby. Er lag auf dem Boden seines Wohnzimmers und lehrte Baby Knoten binden. Gus Brannhard, der den gr��ten Teil des Tages in dem B�ro des Gerichtsgeb�udes verbrachte, das man ihm in seiner Eigenschaft als Sonderankl�ger zur Verf�gung gestellt hatte, flegelte in einem Lehnstuhl in einem rot-blauen Nachtanzug und rauchte Zigarren, trank Kaffee. Sein Whiskykonsum war bis auf zwei Drinks pro Tag zur�ckgegangen, und im Augenblick studierte er auf zwei Leseger�ten zugleich juristische Texte, wobei er hin und wieder Bemerkungen in ein Diktierger�t sprach. Gerd sa� am Schreibtisch, wo er gro�e Mengen Papier verbrauchte, um etwas mittels Logikkalk�l zu l�sen. Pl�tzlich kn�llte er einen Bogen zusammen, warf ihn fluchend auf den Boden. Brannhard sah von seinen Bildschirmen auf.</p><p>�Was ist los, Gerd?�</p><p>Gerd fluchte erneut. �Wie zum Teufel kann ich beweisen, da� Fuzzys verallgemeinern k�nnen?� fragte er. �Und wie soll ich nachweisen, da� sie abstrakt denken k�nnen? Ja, wie soll ich beweisen, da� sie �berhaupt Ideen haben? H�lle und Teufel, wie kann ich glaubw�rdig nachweisen, da� ich bewu�t denke?�</p><p>�Arbeiten Sie immer noch an der Idee, die ich erw�hnte?� fragte Brannhard.</p><p>�Bisher, ja? Sie war nicht schlecht, aber��</p><p>�Angenommen, wir k�mmern uns um bestimmte Abschnitte des Verhaltens der Fuzzys und pr�sentieren sie als Beweise f�r vorhandene Vernunft�, schlug Brannhard vor. �Zum Beispiel diese Beerdigung.�</p><p>�Trotzdem werden sie darauf beharren, da� wir Vernunft definieren.�</p><p>Das Visif on summte. Baby Fuzzy sah gleichg�ltig auf und wandte sich dann wieder dem Knoten zu, den er soeben fabriziert hatte. Jack stemmte sich aus seinem Sessel und schaltete das Ger�t ein. Es war Max Fane, und zum erstenmal seit Jack ihn kannte, war der Marshal erregt.</p><p>�Jack, haben Sie die neuesten Nachrichten geh�rt?�</p><p>�Nein. Ist etwas passiert?�</p><p>�Bei Gott, ja! Die ganze Stadt wimmelt von Polizisten, die Fuzzys jagen; sie haben Anweisung, auf sie zu schie�en. Nick Emmert ist gerade im Fernsehen aufgetreten und hat eine Belohnung ausgesetzt�� f�nftausend Sols pro St�ck, tot oder lebendig.�</p><p>Es dauerte ein paar Sekunden, bis sie begriffen. Dann bekam Jack Angst. Gus und Gerd waren aufgesprungen und dr�ngten sich jetzt hinter Jack vor den Bildschirm.</p><p>�Sie haben da einen Verr�ckten aus dem Lager von der East Side gefunden, der behauptet, die Fuzzys h�tten seine zehnj�hrige Tochter verletzt�, sagte Fane. �Die beiden sind jetzt im Polizeihauptquartier und haben ihre Geschichte den Reportern von der Zarathustra News und der �berregionalen Agentur erz�hlt. Nat�rlich werden beide von der Gesellschaft kontrolliert; sie strahlen das aus, was das Zeug h�lt.�</p><p>�Hat man die beiden unter dem L�gendetektor verh�rt?� wollte Brannhard wissen.</p><p>�Nein, und die Stadtpolizisten lassen niemanden an sie heran. Das M�dchen sagt, da� sie drau�en im Freien gespielt habe, und die Fuzzys w�ren auf sie losgegangen und h�tten mit St�cken auf sie eingeschlagen. Ihre Verletzungen werden genau genannt�� mehrfache Bluterg�sse, Bruch des Handgelenks und ein Schock.�</p><p>�Das glaube ich nicht! Sie w�rden nie ein Kind angreifen!�</p><p>�Ich m�chte das M�dchen und ihren Vater sprechen�, sagte Brannhard. �Ich werde verlangen, da� sie ihre Aussagen unter dem Detektor machen. Das ist doch ein Schwindel, Max! Da gehe ich jede Wette ein! Und genau im richtigen Zeitpunkt�� eine Woche vor der Verhandlung.�</p><p>Vielleicht hatten die Fuzzys mit dem M�dchen spielen wollen, und sie hatte Angst bekommen und einen von ihnen verletzt. Ein zehnj�hriges Kind wirkte auf einen Fuzzy gef�hrlich gro�, und wenn sie sich bedroht f�hlten, w�rden sie sich w�tend wehren.</p><p>Aber eines stand jetzt auch fest�� sie lebten noch und befanden sich in der Stadt. Das war eine Sache�� gleichzeitig schwebten sie in gr��erer Gefahr als je zuvor; das war das andere. Fane fragte Brannhard, wie schnell er fertig sein k�nnte.</p><p>�In f�nf Minuten? Gut, ich werde Sie abholen�, sagte er dann. �Bis nachher.�</p><empty-line/><p>Das Kind, Lolita Lurkin, hatte gegen einundzwanzig Uhr vor dem Haus gespielt, als pl�tzlich sechs Fuzzys, alle mit Keulen bewaffnet, angeblich auf sie eingedrungen waren. Ohne dazu provoziert worden zu sein, h�tten sie sie zu Boden gezerrt und geschlagen. Ihre Schreie hatten ihren Vater herbeigerufen, der die Fuzzys vertrieben hatte. Die Polizei hatte beide, das M�dchen und ihren Vater, Oskar Lurkin, ins Polizeihauptquartier gebracht, wo sie ihre Geschichte erz�hlt hatten. Die Stadtpolizei, die Polizei der Gesellschaft und Konstabler k�mmten jetzt mit Unterst�tzung von bewaffneten B�rgern die �stliche Stadth�lfte ab; Generalresident Emmert hatte sofort eine Belohnung von f�nftausend Sol angeboten�</p><p>�Das Kind l�gt. Und wenn sie erst unter einem Detektor sitzt, wird sich das erweisen�, sagte Brannhard. �Emmert, Grego oder beide zusammen haben diese Leute bestochen, damit sie solche Geschichten erz�hlen.�</p><p>�Oh, davon bin ich �berzeugt�, sagte Gerd. �Ich kenne das Viertel�� eine Slumgegend. Ruth hat dort oft f�r die Jugendgerichtshilfe gearbeitet.� Er schwieg kurz, f�gte dann hinzu: �F�r ein paar hundert Sol tun die Leute dort alles, besonders, wenn die Polizei vorher ihr Einverst�ndnis signalisiert.�</p><p>Er schaltete das Ger�t auf den Kanal von Interworld News um, die die Jagd auf die Fuzzys von einem Gleiter aus verfolgte und �bertrug.</p><p>Die Interworld News war ganz auf der Seite der Fuzzys; der Reporter berichtete in �u�erst sarkastischem Ton �ber die ganze Angelegenheit. Mitten in eine Aufnahme von J�gern blendete man im Studio ein Bild der Fuzzys ein, das im Lager aufgenommen worden war. Sie warteten darauf mit bettelnder Miene auf ihr Fr�hst�ck.</p><p>�Das�, sagte dann eine Stimme, �sind die schrecklichen Ungeheuer, vor denen uns all diese tapferen M�nner besch�tzen wollen.�</p><p>Ein paar Sekunden sp�ter peitschte ein Schu� auf, und Jack schlug angesichts einer einsetzenden Schie�erei das Herz bis zum Hals. Der Gleiter des Senders raste sofort in die entsprechende Richtung, und als er am Ort des Geschehens eintraf, waren die Waffen bereits wieder verstummt. Eine Menschenmenge dr�ngte sich um etwas Wei�es, das am Boden lag. Jack mu�te sich zwingen, weiter zuzusehen, dann atmete er h�rbar erleichtert auf: Es war nur eine Zaraziege, ein dreigeh�rntes domestiziertes Huftier.</p><p>In diesem Augenblick summte das Visifon.</p><p>�Ich habe gerade mit Richter Pendarvis gesprochen�, berichtete Gus Brannhard. �Er erl��t eine einstweilige Verf�gung, die es Nick Emmert untersagt, Belohnungen auszuzahlen, es sei denn f�r lebende, unverletzt an Marshal Fane �bergebene Fuzzys. Gleichzeitig gibt er eine �ffentliche Warnung heraus, da� jeder, der Fuzzys t�tet, mit einer Klage wegen Mordes zu rechnen hat, solange ihr Status noch nicht gekl�rt ist.�</p><p>�Das ist gro�artig, Gus! Haben Sie das M�dchen oder ihren Vater schon gesprochen?�</p><p>Brannhard verzog das Gesicht. �Das M�dchen ist in einem Krankenhaus der Gesellschaft, in einem Privatzimmer. Die �rzte lassen niemanden zu ihr vor. Ich nehme an, da� Emmert ihren Vater in der Residenz versteckt h�lt. Und ich habe auch die zwei Polizisten nicht auftreiben k�nnen, die sie ins Pr�sidium gebracht haben, genausowenig wie den Sergeanten, der die Anzeige aufgenommen hat. Alle sind verschwunden. Max hat zwei Leute zur East Side geschickt, die herausfinden sollen, wer die Polizei �berhaupt alarmiert hat. Vielleicht kommen wir auf diese Weise weiter.�</p><p>Die Anweisungen des Oberrichters wurden wenige Minuten sp�ter gesendet; ein paar Minuten darauf brach die ganze Fuzzyjagd zusammen. Die Polizisten beider Lager gaben sofort auf. Einige B�rger machten noch etwa zwanzig Minuten lang weiter, und die Konstabler blieben ebenso da, wohl, um auf erstere aufzupassen. Dann wurde die Belohnung zur�ckgenommen, die Flutlichter der Suchgleiter erloschen, und die ganze Aktion war zu Ende.</p><p>Kurz darauf kam Gus Brannhard herein und begann, sich wieder auszuziehen, sobald die T�r hinter ihm geschlossen war. Kaum hatte er Jacke und Krawatte abgelegt, f�llte er sich ein Wasserglas mit Whisky, leerte es mit einem Zug zur H�lfte und zog dann seine Stiefel aus.</p><p>�Was war los, Gus?� fragte Gerd.</p><p>Brannhard begann zu fluchen. �Das ist alles ein riesiger Schwindel, der meilenweit gegen den Wind stinkt.� Er griff nach seiner Zigarre, die er weggelegt hatte, als Fane angerufen hatte. �Wir haben die Frau gefunden, die die Polizei gerufen hat. Sie, eine Nachbarin, sagt, da� sie gesehen hat, wie Lurkin betrunken nach Hause gekommen ist, und kurz darauf habe sie das M�dchen schreien h�ren. Sie sagt, er pr�gelt sie immer, wenn er getrunken hat, was so etwa f�nfmal die Woche vorkommt. Sie verneint entschieden, jemals etwas gesehen zu haben, was auch nur einem Fuzzy �hnlich sah.�</p><p>Die Aufregung der vergangenen Nacht f�hrte zu einer neuen Welle von Fuzzymeldungen; Jack begab sich in das B�ro des Marshals, um mit den Leuten zu sprechen, die sie machten. Das erste Dutzend unterschied sich durch nichts von den Berichten vergangener Tage. Dann sprach er mit einem jungen Mann, der qualitativ mehr zu bieten hatte.</p><p>�Ich hab� sie ganz deutlich gesehen�� so, wie ich Sie jetzt sehe��, und sie waren etwa f�nfzehn Meter von mir entfernt. Ich hatte einen automatischen Karabiner bei mir und legte auf sie an, aber, mein Gott, ich konnte nicht schie�en. Sie sahen aus wie kleine Leute, Mr. Holloway, und sie schienen so verst�rt und hilflos zu sein. Also feuerte ich �ber ihre K�pfe in die Luft, um sie zu verjagen, ehe jemand anderer sie sah und auf sie scho�.�</p><p>�Nun, mein Freund, daf�r m�chte ich Ihnen die Hand sch�tteln. Sie wissen, da� Sie damit eine Menge Geld weggeworfen haben�� jedenfalls mu�ten Sie das ja glauben. Wie viele haben Sie gesehen?�</p><p>�Nun, nur vier. Ich h�rte, da� es sechs sein sollten, aber die beiden anderen k�nnen sich in den B�schen dahinter befunden haben, wo ich sie nicht sehen konnte.�</p><p>Er zeigte auf der Landkarte, wo es geschehen war. Es gab noch drei weitere Leute, die die Fuzzys tats�chlich gesehen hatten, aber keine genauen Zahlenangaben machen konnten. Jeder konnte aber genau den Ort angeben, und wenn man die vier Orte miteinander verband, ging daraus deutlich hervor, da� die Fuzzys sich in nordwestlicher Richtung durch die Vorbezirke der Stadt entfernten.</p><p>Brannhard tauchte zum Mittagessen im Hotel auf, immer noch fluchend, zur H�lfte aber belustigt.</p><p>�Sie haben Harn O�Brien ausgegraben und auf uns angesetzt�, sagte er. �Und zwar mit einer ganzen Latte von Zivilklagen und Beschwerden wegen Bel�stigung und so etwas. Damit wollen sie mich auf Trab halten, w�hrend Leslie Coombes sich auf die Verhandlung vorbereitet. Sie haben sogar versucht, den Manager hier dazu zu bringen, da� er Baby hinauswirft; ich drohte ihm mit einem Verfahren wegen Rassendiskriminierung, und da wurde er schnell vern�nftig. �brigens habe ich gerade die Gesellschaft auf sieben Millionen Sols Schadenersatz verklagt, und zwar eine Million f�r jeden Fuzzy und eine Million f�r ihren Anwalt.�</p><p>�Heute abend�, sagte Jack, �fahre ich mit zwei von Max� Leuten in einem Gleiter hinaus. Wir werden Baby mitnehmen und eine Lautsprecheranlage installieren.� Er faltete den Stadtplan auseinander. �Sie scheinen in diese Richtung zu ziehen, m��ten also etwa hier sein. Wenn Baby dann am Mikrofon ist, m��te es eigentlich m�glich sein, ihre Aufmerksamkeit zu erregen.�</p><p>Sie entdeckten nichts, obwohl sie bis zum Einbruch der Dunkelheit unterwegs waren. Baby hatte viel Spa� mit dem Lautsprecher; wenn er hineinquiekte, gab das ein ohrenbet�ubendes Ger�usch, und die drei Menschen in dem Gleiter zuckten jedesmal zusammen, wenn er nur den Mund aufmachte. Auch auf Hunde wirkte es, und bald folgte dem Gleiter, wohin er auch immer flog, ein Chor kl�ffender K�ter nach.</p><p>Am n�chsten Tag kamen ein paar vereinzelte Berichte herein, aber haupts�chlich ging es um kleinere Diebst�hle. Von einem Rasen hinter einem Haus war eine Decke verschwunden, von einer Couch auf einer Veranda waren einige Kissen gestohlen worden. Eine erschreckte Mutter berichtete, sie h�tte ihren sechsj�hrigen Sohn beim Spielen mit einigen Fuzzys entdeckt, die sofort geflohen waren, als sie dem Kind zu Hilfe eilte. Das Kind habe anschlie�end f�rchterlich geweint. Jack und Gerd eilten sofort an den Schauplatz des Geschehens. Die verworrene und stark von Phantasie gef�rbte Geschichte des Kindes war in einem Punkt eindeutig�� die Fuzzys waren nett zu ihm gewesen, hatten ihm nichts zuleide getan. Sofort lie�en sie eine Bandaufnahme dieser Aussage �ber die Sender gehen.</p><p>Als sie zur�ck ins Hotel kamen, strahlte Gus Brannhard vor Freude.</p><p>�Der Oberrichter hat mir noch eine Aufgabe �bertragen�� ich leite eine Untersuchung dar�ber, ob die Geschichte von neulich nicht ein Schwindel war, und ich habe das Recht, jeden zu verklagen, der etwas Strafw�rdiges getan hat. Max Fane hilft mir, Zeugen herbeizuschaffen. Morgen fangen wir damit an�� Polizeichef Dumont ist der erste, den wir verh�ren. Vielleicht kommen wir bis zu Nick Emmert und Victor Grego.� Er lachte rauh. �Das wird Leslie Coombes vermutlich einiges Kopfzerbrechen bereiten.�</p><empty-line/><p>Gerd landete den Gleiter neben einem rechteckigen Aushub. Er ma� etwa f�nfzehn Meter in der L�nge und war sechs Meter tief. Auf seinem Grund grub sich eine Motorfr�se immer tiefer in den Boden, w�hrend ein L�ffelbagger den ausgegrabenen Kies nach oben neben das Loch warf. F�nf oder sechs M�nner in Arbeitsanz�gen und Schaftstiefeln kamen ihnen entgegen, als sie aus dem Fahrzeug stiegen.</p><p>�Guten Morgen, Mr. Holloway�, sagte einer von ihnen. �Es ist gleich dort hinter dem H�gel. Wir haben nichts anger�hrt.�</p><p>�W�rden Sie mir noch einmal sagen, was Sie gesehen haben? Mein Partner hier war nicht da, als Sie anriefen.�</p><p>Der Vormann wandte sich an Gerd. �Wir haben vor etwa einer Stunde zwei Sprengungen durchgef�hrt. Ein paar von den M�nnern, die dann �ber die H�gelkuppe dort liefen, sahen, wie diese Fuzzys unter einem Felsvorsprung wegrannten.� Er deutete in die Richtung. �Sie verst�ndigten mich, und ich sah selbst nach. Wir entdeckten die Stelle, an der sie gelagert hatten. Der Fels hier ist ziemlich hart, und die Ersch�tterungen der Explosionen m�ssen sie aufgescheucht haben.�</p><p>Sie gingen durch hohes, mit Blumen durchsetztes Gras zu der angegebenen Stelle und fanden unter einem �berh�ngenden Felsen zwei Kissen, eine rotgraue Decke und einige Fetzen alter Kleidungsst�cke, die aussahen, als h�tte sie jemand als Poliert�cher benutzt. Ein zerbrochener E�l�ffel, ein Steinmei�el und andere Metallgegenst�nde lagen herum.</p><p>�Ja, das ist es. Ich habe mit den Leuten gesprochen, die die Decke und die Kissen vermi�ten. Hier m�ssen sie letzte Nacht eingezogen sein, nachdem Ihre Leute die Arbeiten eingestellt hatten; die Sprengungen haben sie dann verjagt. Sie sagen, da� sie in diese Richtung gelaufen sind?� fragte er und deutete auf den kleinen Flu�, der aus den Bergen im Norden herabkam.</p><p>Das Fl��chen war recht tief und rei�end, so da� die Fuzzys es vermutlich nicht hatten �berqueren k�nnen; sie w�rden ihm weiter flu�aufw�rts gefolgt sein. Jack notierte sich die Namen der M�nner und bedankte sich bei ihnen. Falls er die Fuzzys selbst entdeckte, w�rde er ein mathematisches Genie ben�tigen, um die Anteile der Belohnung auszurechnen, die den bisherigen Informanten zustanden.</p><p>�Gerd, wenn Sie ein Fuzzy w�ren, wohin w�rden Sie von hier aus gehen?� fragte er.</p><p>Gerd sah den Flu� hinauf, der aus bewaldeten H�geln hervorscho�.</p><p>�Da oben finden sich ein, zwei H�user�, sagte er. ��ber die w�rde ich noch hinausgehen. Dann w�rde ich mich in eine seitw�rts abgehende Schlucht schlagen, zwischen die Felsen, wo mich ein Scheusal nicht erreichen kann. Nat�rlich kommen so nah an der Stadt keine Scheusale vor, aber das wissen sie ja nicht.�</p><p>�Wir werden noch einige Gleiter ben�tigen; ich werde Colonel Ferguson bitten, uns auszuhelfen. Max hat ja alle H�nde voll mit diesen Untersuchungen zu tun, die Gus jetzt eingeleitet hat.�</p><p>Am Steuer des Gleiters, den Jack sich vom Hotel gemietet hatte, sa� ein Polizeikorporal, w�hrend Gerd Jacks Platz in einem der beiden Polizeigleiter eingenommen hatte. Der dritte pendelte zwischen ihnen hin und her, und alle drei hielten untereinander Funkverbindung.</p><p>�Mr. Holloway.� Das war der Beamte in dem Gleiter, den Gerd gesteuert hatte. �Ihr Partner ist jetzt unten am Boden; er rief mich gerade �ber sein Handfunkger�t: Er hat einen geknackten Garnelenpanzer gefunden.�</p><p>�Sprechen Sie weiter, und geben Sie mir Ihre Richtung an�, sagte der Korporal am Steuer und lenkte seinen Gleiter in die H�he.</p><p>Sekunden sp�ter erblickten sie das andere Fahrzeug, das �ber einer schmalen Felsnase am linken Ufer des Flusses schwebte. Der dritte Gleiter n�herte sich von Norden. Gerd befand sich immer noch am Boden, als sie neben ihm landeten. Er sah auf, als sie aus den Fahrzeugen sprangen.</p><p>�Das ist es, Jack�, sagte er. �Typische Fuzzyarbeit.�</p><p>Das traf zu. Was immer sie auch benutzt hatten, es war nichts Scharfes gewesen�� der Kopf war zerschmettert statt sauber abgetrennt worden. Der Panzer jedoch war von unten auf die �bliche Weise aufgebrochen worden, und alle vier Scheren waren als Besteck benutzt worden, das Fleisch herauszupicken.</p><p>Sie schickten den Gleiter wieder hinauf, w�hrend sie alle drei am Boden weitersuchten und immer wieder riefen: �Little Fuzzy! Little Fuzzy!� Dann entdeckten sie eine Fu�spur und dann eine zweite, wo das Sickerwasser den Boden aufgeweicht hatte. Gerd sprach aufgeregt in sein Handfunkger�t, das er an einem Riemen vor der Brust trug.</p><p>�Einer von euch sollte etwa zweihundert Meter vorgehen, dann nach links und wieder zur�ck!� gab er Beobachtungen aus der Luft weiter. �Sie stecken irgendwo dort drinnen.�</p><p>�Ich sehe sie! Ich sehe sie!� dr�hnte es aus dem Funkger�t. �Sie klettern rechts von Ihnen einen Abhang hinauf. Zwischen den Felsen!�</p><p>�Verlieren Sie sie nicht aus den Augen; jemand soll uns abholen und hinaufbringen, dann gehen wir ihnen entgegen.�</p><p>Der gemietete Gleiter scho� herunter, der Korporal ri� die T�r auf. Er machte sich nicht die M�he, die Antigrav-Aggregate abzustellen, und sobald sie im Innern waren, hob er wieder ab. Einen Augenblick lang drehte sich der Berg schwindelerregend um sie, dann sah sie Jack, wie sie zwischen den Felsen herumkletterten. Es waren nur vier, und einer half einem anderen. Er fragte sieh, wer sie sein mochten, was aus den beiden anderen geworden war und ob der eine, der Hilfe brauchte, schwer verletzt war.</p><p>Der Gleiter landete auf einer Schr�ge am Gipfel des kleinen Berges, und Jack, Gerd und der Pilot kletterten hinaus und machten sich sofort an den Abstieg. Pl�tzlich befand sich Jack in Reichweite eines Fuzzys und griff sofort zu. Drei weitere huschten an ihm vorbei, den steilen Abhang hinauf. Der, den er sich gegriffen hatte, trug etwas in der Hand, und damit teilte er jetzt wilde Schl�ge auf Jacks Gesicht aus; Jack hatte gerade noch Zeit, mit einem Arm den Angriff abzublocken. Dann packte er den Fuzzy fester und entwaffnete ihn. Die Waffe war ein viertelpfundschwerer Hammer. Er steckte ihn in eine Seitentasche und hob den sich str�ubenden Fuzzy mit beiden H�nden hoch.</p><p>�Du hast Pappi Jack geschlagen!� klagte er. �Kennst du Pappi Jack nicht mehr? Armes, ver�ngstigtes Ding!�</p><p>Der Fuzzy in seinen H�nden quiekte w�tend. Jack sah genauer hin und stellte fest, da� er diesen Fuzzy noch nie gesehen hatte. Es war weder Little Fuzzy, noch der lustige Ko-Ko oder der schelmische Mike. Es war ein fremder Fuzzy.</p><p>�Na, kein Wunder, da� du Pappi Jack nicht kennst. Du bist ja gar keiner von Pappi Jacks Fuzzys.�</p><p>Neben dem Gleiter sa� der Korporal auf einem Stein und hielt unter jedem Arm einen Fuzzy fest. Sie h�rten auf, sich zu wehren und quiekten erb�rmlich, als sie sahen, da� ihr Begleiter auch gefangen war.</p><p>�Ihr Kollege ist unten und jagt den vierten�, sagte der Korporal. ��bernehmen Sie diese beiden auch; Sie kennen sie, im Gegensatz zu mir.�</p><p>�Halten Sie sich fest; sie kennen mich ebensowenig wie Sie.�</p><p>Mit einer Hand zog er ein St�ck Ex-Te-Drei aus seinem Hemd und bot es dem Fuzzy an; der Fuzzy quiekte vergn�gt, ri� ihm den Rest aus der Hand und verschlang ihn. Er mu�te schon zuvor davon gegessen haben. Als Jack dann auch dem Korporal Ex-Te-Drei gab, schienen auch die beiden anderen, ein Weibchen und ein M�nnchen, damit vertraut zu sein. Von unten rief Gerd herauf:</p><p>�Ich habe einen. Es ist ein Weibchen;. ich wei� aber nicht, ob es Mitzi oder Cinderella ist. Ihr werdet staunen, was sie bei sich tragen.�</p><p>Jetzt tauchte Gerd auf, den vierten Fuzzy strampelnd unter seinem linken Arm, w�hrend unter seinem rechten Ellbogen ein K�tzchen, schwarz mit einem wei�en Gesicht, hervorlugte. Jack war so entt�uscht und niedergeschlagen, da� er kaum Neugier empfand.</p><p>�Es sind nicht unsere Fuzzys, Gerd. Ich hab� sie noch nie gesehen.�</p><p>�Jack, sind Sie sicher?�</p><p>�Nat�rlich bin ich das!� Er war beleidigt. �Glauben Sie, ich kenne meine Fuzzys nicht? Und meinen Sie, da� sie mich nicht kennen?�</p><p>�Wo kommt die Mieze her?� fragte der Korporal.</p><p>�Keine Ahnung. Sie m�ssen sie irgendwo aufgelesen haben. Sie trug sie wie ein Baby in den Armen.�</p><p>�Diese Fuzzys m�ssen jemandem geh�ren. Sie haben schon Ex-Te-Drei gegessen. Wir werden sie mit ins Hotel nehmen. Wer immer es sein mag, ich wette, da� er sie genauso vermi�t wie ich meine.�</p><p>Seine eigenen Fuzzys, die er nie wieder sehen w�rde. Die volle Erkenntnis traf ihn erst, als er und Gerd wieder in dem Gleiter sa�en. Von seinen Fuzzys hatte man keine Spur mehr gefunden, seit sie aus ihren K�figen im Wissenschaftszentrum ausgebrochen waren. Diese Fuzzys waren es gewesen, die man gesichtet und verfolgt hatte�� warum hatten seine Fuzzys nicht auch in den drei Wochen seit ihrem Verschwinden Spuren hinterlassen?</p><p>Weil seine Fuzzys nicht mehr existierten, schlo� Jack. Sie waren niemals aus dem Wissenschaftszentrum herausgekommen. Irgend jemand, den Max Fane nicht unter dem Detektor verh�rt hatte, hatte sie umgebracht. Es hatte keinen Sinn mehr, etwas anderes zu glauben.</p><p>�Wir fliegen zu ihrem Lager zur�ck und holen die Decke und die Kissen und das andere Zeug�, sagte er. �Ich werde den Leuten, die diese Sachen vermissen, Schecks zukommen lassen. Diese Fuzzys sollen die Sachen behalten k�nnen.�</p></section><section><title><p>13.</p></title><p>Das Management des Hotels schien seine Haltung gegen�ber den Fuzzys ge�ndert zu haben. Vielleicht lag es an Gus Brannhards Drohungen mit einer Klage wegen Rassendiskriminierung oder an der M�glichkeit, da� die Fuzzys sich doch als vernunftbegabte Wesen und nicht als Tiere erweisen w�rden. Vielleicht sch�mte sich der Manager auch, als die Lurkin-Geschichte zusammengebrochen war, und wurde von der zunehmenden Welle der Sympathie f�r diese kleinen Wesen in der Bev�lkerung beeinflu�t. Vielleicht war der Hoteldirektor aber auch zu der Erkenntnis gekommen, da� die Zarathustragesellschaft doch nicht so allm�chtig war, wie er geglaubt hatte. Auf jeden Fall wurde den Fuzzys, die George Lunt und Ben Rainsford f�r die Verhandlung mitbrachten, ein gro�er Raum, der �blicherweise f�r Bankette benutzt wurde, frei gemacht. Die vier Fremden und ihr schwarz-wei�-geschecktes K�tzchen kamen darin unter. Die Leitung lieferte kostenlos Spielzeug und einen gro�en Fernsehschirm. Die fremden Fuzzys st�rzten sich besonders auf letzteres und waren fasziniert von den beweglichen Bildern. Allein die Katze langweilte sich dabei.</p><p>Nach einigem Z�gern brachte Jack auch Baby mit herunter und stellte ihn den anderen vor. Alle schienen sich �ber diesen neuen Spielkameraden zu freuen, und Baby wiederum hielt das K�tzchen f�r das Wunderbarste, was er jemals gesehen hatte. Als es Zeit war, sie zu f�ttern, lie� Jack sein eigenes Essen in den kleinen Saal bringen und a� mit ihnen. Gus und Gerd gesellten sich sp�ter zu ihm.</p><p>�Jetzt haben wir diese Lurkin und ihren Vater�, erz�hlte Gus und fuhr mit hoher Stimme fort: ��Nee, der Alte hat mir verhauen, und die Bullen haben gesagt, ich soll sagen, es waren die Fuzzys�.�</p><p>�Hat sie das gesagt?�</p><p>�Unter dem L�gendetektor, dessen Schirm blau wie ein Saphir war, vor einem halben Dutzend Zeugen. Interworld sendet eine Aufzeichnung davon heute abend. Ihr Vater hat es auch zugegeben und mir die Namen der Polizisten genannt. Wir suchen die beiden noch. Solange wir sie nicht gefunden haben, kommen wir Emmert und Grego nicht n�her. Die beiden Streifenbeamten haben wir schon, aber sie haben auf Anweisung ihres Leutnants, dieses Wollers, gehandelt.�</p><p>Damit war einiges gekl�rt, aber Brannhard hatte noch viele ungel�ste Fragen. Woher waren diese vier Fuzzys gekommen, die durch Emmerts wilde Jagd aufgescheucht worden waren? Irgend jemand mu�te sie sich irgendwo gehalten haben�� bei ihm hatten sie gelernt, Ex-Te-Drei zu essen, hatten an Bildschirmen herumhantiert. Ihr Erscheinen war zu sehr abgestimmt, um noch Zufall sein zu k�nnen. Die ganze Sache roch ihm nach einer �blen Falle.</p><empty-line/><p>Ben Rainsford, seine zwei Fuzzys, George Lunt, Ahmed Khadra und die anderen Konstabler und ihre Familien, trafen kurz vor Mittag am Samstag ein. Die Fuzzys wurden in dem ger�umten Bankettsaal einquartiert und freundeten sich schnell mit den vier bereits dort befindlichen Artgenossen einschlie�lich Baby an. Jede Familie richtete sich ihren eigenen Lagerplatz her, aber sie a�en gemeinsam und spielten mit dem Spielzeug der anderen oder sa�en gemeinsam vorm Fernseher. Anfangs war die Familie, die man am Flu� gefunden hatte, eifers�chtig, wenn man ihrem K�tzchen zu viel Aufmerksamkeit schenkte, aber das lie� nach, als sie erkannten, da� niemand sie ihnen wegnehmen wollte.</p><p>Das alles w�re ein gro�er Spa� gewesen�� elf Fuzzys und ein Baby Fuzzy und eine schwarz-wei�e Katze, wenn Jack nicht immer wieder an seine eigene Familie h�tte denken m�ssen, die sich nicht an diesem fr�hlichen Treiben beteiligen konnte.</p><empty-line/><p>Max Fane strahlte, als er sah, wer da auf seinem Bildschirm erschien.</p><p>�Nun, Colonel Ferguson, freut mich, Sie zu sehen.�</p><p>�Marshal.� Ferguson grinste breit. �In einer Minute werden Sie sich noch mehr freuen. Zwei meiner Leute von Station Acht haben Woller und seinen Sergeanten, diesen Fuentes, aufgegriffen.�</p><p>�Ha!� Er sp�rte eine innere W�rme, als h�tte er soeben einen Becher Honig-Rum von Baldur getrunken. �Wie?�</p><p>�Nun, Sie wissen doch, da� Nick Emmert dort unten eine Jagdh�tte besitzt. Station Acht pa�t f�r ihn darauf auf. Heute nachmittag flog einer von Lieutenant Obefemis Gleitern dar�ber hinweg, und man ortete mit einem Detektor Strahlen im Infrarotbereich, als ob der Generator in der H�tte eingeschaltet ist. Als er landete, fanden die Beamten Woller und Fuentes, die sich dort wie zu Hause f�hlten. Sie verhafteten sie, und beide gestanden unter dem L�gendetektor, da� Emmert ihnen die Schl�ssel gegeben und sie hingeschickt hatte, damit sie sich bis nach dem Verfahren versteckten.</p><p>Sie leugneten, da� der Plan von Emmert inspiriert sei. Das war einer von Wollers Geistesblitzen gewesen, aber Emmert wu�te, worum es ging, und machte sofort mit. Sie werden sofort morgen fr�h hierher gebracht.�</p><p>�Nun, das ist wirklich gro�artig, Colonel. Wissen die Nachrichtenagenturen schon davon?�</p><p>�Nein, wir m�chten sie beide zuerst hier in Mallorys Port verh�ren und ihre Gest�ndnisse zu den Akten nehmen, ehe wir die Geschichte verbreiten. Sonst k�nnte jemand noch auf den Gedanken kommen, sie f�r immer zum Schweigen zu bringen.�</p><p>Daran hatte der Marshal auch gedacht, und das sagte er Ferguson, worauf dieser nickte. Dann z�gerte er einen Augenblick und sagte:</p><p>�Max, was halten Sie von der Situation hier in Mallorys Port? Mir gef�llt sie gar nicht.�</p><p>�Wie meinen Sie das?�</p><p>�Es sind so viele Fremde in der Stadt�, f�hrte Ian Ferguson aus. �Und alles Fremde von einer bestimmten Sorte�� st�mmige, junge M�nner, zwischen zwanzig und drei�ig; sie laufen zu zweit oder in kleinen Gruppen herum. Das ist mir seit vorgestern aufgefallen, und jedesmal, wenn ich mich umdrehe, scheinen es mehr geworden zu sein.�</p><p>�Nun, Ian, dies ist ein Planet der jungen Leute, und wir m�ssen schon mit einem gro�en Zuschauerandrang f�r den Proze� rechnen.�</p><p>Ferguson sch�ttelte den Kopf.</p><p>�Nein, Max, das sind keine Proze�besucher; wir wissen beide, von welchem Schlag sie sind. Sie erinnern sich, wie es bei dem Verfahren gegen die Gebr�der Gawn war? Kein Radau in den Bars, keine Schl�gereien, kein Gest�nker. Die Leute gehen einfach spazieren und verhalten sich ruhig, als erwarten sie von irgend jemandem ein Stichwort.�</p><p>�Eine Infiltration!� Verdammt, jetzt hatte er es doch als erster gesagt! �Victor Grego beginnt, sich Gedanken zu machen.�</p><p>�Ich wei�, Max. Und Victor Grego verh�lt sich wie ein Veldtier-Bulle: Er ist ungef�hrlich, solange er keine Angst hat, aber dann mu� man auf ihn aufpassen. Und gegen die Bande, die sich hier einnistet, haben die Leute, die Sie und ich aufbieten k�nnen, genauso lange keine Chance wie ein Glas billigen Gins auf einer Beerdigung auf Sheshan gef�llt bleibt.�</p><p>�Sie wollen doch nicht etwa auf den Feuermeldeknopf dr�cken?�</p><p>Der Konstabler-Commander runzelte die Stirn. �Das m�chte ich nat�rlich nicht, denn man w�rde es auf der Erde als �u�erst unangenehm vermerken, wenn ich es ohne Not t�te. Noch mehr w�rde man es mir allerdings ver�beln, wenn es notwendig sein sollte, und ich tue es nicht. Ich werd� mir die Sache erst noch einmal genau ansehen.�</p></section><section><title><p>14.</p></title><p>Frederic und Claudette Pendarvis gingen gemeinsam durch den Dachgarten hinunter zur Landeplattform, und Claudette hielt wie immer inne, um eine Blume abzuschneiden und sie ihm ans Revers zu heften.</p><p>�Werden die Fuzzys vor Gericht auftreten?� fragte sie.</p><p>�Oh, das werden sie wohl m�ssen. Ich wei� nicht, wie es heute morgen sein wird; heute geht�s n�mlich haupts�chlich um Formalit�ten.� Er zog eine Grimasse, die halb ein L�cheln und halb ein Stirnrunzeln war. �Ich wei� noch nicht, ob ich sie als Zeugen oder als Beweisst�cke betrachten soll, und ich hoffe, da� man nicht von mir verlangt, dar�ber gleich zu Anfang eine Entscheidung zu treffen. Was ich n�mlich auch tun w�rde, entweder w�rden Coombes oder Brannhard mir vorwerfen, etwas zu pr�judizieren.�</p><p>�Ich m�chte sie sehen. Ich habe sie auf dem Bildschirm gesehen, aber ich m�chte sie in der Wirklichkeit erleben.�</p><p>�Du bist schon lange nicht mehr in einer meiner Verhandlungen gewesen, Claudette. Wenn es sich herausstellt, da� sie heute vor Gericht gebracht werden, rufe ich dich an. Ich werde sogar meine Stellung insofern mi�brauchen, da� ich arrangiere, da� du sie au�erhalb des Gerichtssaals erleben kannst. H�ttest du dazu Lust?�</p><p>Nat�rlich; Claudette hatte an solchen Dingen ungeheuren Spa�. Sie k��ten sich zum Abschied, dann ging er zu seinem Gleiter, dessen T�r der Fahrer bereits aufhielt. Aus dreihundert Meter H�he sah er zur�ck�� sie stand immer noch auf dem Dachgarten und winkte ihm nach.</p><p>Er w�rde sich erkundigen m�ssen, ob sie gefahrlos kommen konnte. Max Fane machte sich Sorgen, da� es Unruhen geben k�nnte, und Ian Ferguson teilte diese Bef�rchtung�� beide waren sie keine M�nner, die an zwanghaften Einbildungen litten. Als sich sein Gleiter auf das Gerichtsgeb�ude herabsenkte, sah er, da� Soldaten auf dem Dach postiert waren, die nicht nur Pistolen trugen�� er sah Gewehrl�ufe und Helme in der Sonne blinken. Dann, als der Gleiter gelandet war, sah er, da� ihre Uniformen von einem helleren Blau als die der Konstabler waren. Schaftstiefel und rotgestreifte Hosen�� das waren Angeh�rige der Raumflotte. Ian Ferguson hatte also tats�chlich Alarm gegeben. Er �berlegte kurz, ob Claudette hier vielleicht in gr��erer Sicherheit als zu Hause war.</p><p>Ein Sergeant und zwei M�nner kamen auf ihn zu, als er ausstieg. Der Sergeant tippte an den Schirm seiner M�tze.</p><p>�Richter Pendarvis? Guten Morgen, Sir.�</p><p>�Guten Morgen, Sergeant. Warum bewacht die F�derationsflotte das Gerichtsgeb�ude?�</p><p>�Wir halten uns in Bereitschaft. Befehl von Commodore Napier. Sie werden feststellen, da� Marshal Fanes Leute weiter unten das Kommando haben, aber Flotten-Captain Casagra und Captain Greibenfeld von der Navy erwarten sie in Ihrem B�ro.�</p><empty-line/><p>Die Offiziere in seinem B�ro waren beide bewaffnet. Desgleichen Marshal Fane, der ihn ebenfalls erwartete. Sie erhoben sich alle, um ihn zu begr��en, setzten sich wieder, als er hinter seinem Tisch war. Er stellte ihnen die gleiche Frage, die er auf dem Dach dem Sergeanten gestellt hatte.</p><p>�Nun, Colonel Ferguson hat gestern abend Commodore Napier um Beistand gebeten, Euer Ehren�, sagte der Offizier in der schwarzen Flottenuniform. �Er �u�erte den Verdacht, da� die Stadt infiltriert worden sei. Dieser Verdacht war v�llig gerechtfertigt, Euer Ehren; seit Mittwoch nachmittag hat Captain Casagra auf Anweisung Commodore Napiers hier ein Landekommando durchgef�hrt und damit Vorbereitungen getroffen, die Residenz zu besetzen. Diese Aufgabe ist jetzt erf�llt�� Commodore Napier ist hier, und Generalresident Emmert und Generalstaatsanwalt O�Brien befinden sich wegen verschiedener F�lle von Korruption und Amtsmi�brauch in Haft. Damit werden sich Euer Ehren aber nicht zu befassen haben. Man wird die beiden f�r ihren Proze� nach Terra schicken.�</p><p>�Dann hat Commodore Napier die Zivilregierung abgel�st?�</p><p>�Nun, sagen wir, da� er sie kontrolliert; das h�ngt ganz vom Ausgang dieses Verfahrens ab. Wir m�chten wissen, ob die augenblickliche Administration legal ist oder nicht.�</p><p>�Dann werden Sie sich in die eigentliche Verhandlung nicht einmischen?�</p><p>�Kommt darauf an, Euer Ehren. Wir werden auf jeden Fall daran teilnehmen.� Er sah auf seine Uhr. �Sie er�ffnen die Verhandlung erst in einer Stunde? Dann werde ich vielleicht noch Zeit haben, etwas zu erkl�ren.�</p><empty-line/><p>Max Fane traf mit ihnen vor der T�r zum Gerichtssaal zusammen und grinste freudig. Dann entdeckte er Baby Fuzzy auf Jacks Schulter und schaute zweifelnd drein.</p><p>�Ich wei� nicht recht, Jack. Ich glaube nicht, da� er im Gerichtssaal zugelassen wird.�</p><p>�Unsinn�, erkl�rte Brannhard ihm. �Ich gebe ja zu, da� er ein unm�ndiges Kind und ein unbedarfter Eingeborener ist, aber er ist der einzige �berlebende der Familie der verstorbenen Goldl�ckchen, und als solcher hat er ein Recht, der Verhandlung beizuwohnen.�</p><p>Bis zur Er�ffnung der Verhandlung war noch eine halbe Stunde Zeit, aber die Zuschauerb�nke waren bereits voll und ebenso der Balkon. Auf den Geschworenenb�nken hatte eine Anzahl Offiziere in schwarzen und blauen Uniformen Platz genommen. Da dies kein Geschworenengericht war, hatten sie die B�nke offensichtlich mit Beschlag belegt. Auch die Presseb�nke waren mit Menschen und Ger�ten �berf�llt.</p><p>Baby schaute interessiert auf den gro�en Bildschirm hinter dem Richtersessel; von hier aus erfolgte die �bertragung der Verhandlung f�r die �ffentlichkeit, gleichzeitig zeigte der Bildschirm aber auch wie ein Spiegel den Zuschauern die gleiche Szene. Es dauerte nicht lange, bis Baby sich auf dem Bild erkannt hatte, woraufhin er begann, erregt mit den Armen zu fuchteln. In diesem Augenblick gab es an der Eingangst�r etwas Unruhe und einen Auflauf, und Leslie Coombes kam herein, gefolgt von Ernst Mallin und zwei seiner Assistenten, Ruth Ortheris, Juan Jimenez�� und Leonhard Kellogg.</p><p>Coombes blickte zu dem Tisch, wo Jack und Brannhard sa�en, entdeckte Baby, der sich selbst in dem gro�en Fernsehschirm zuwinkte und wandte sich protestierend an Fane. Fane sch�ttelte den Kopf, Coombes protestierte erneut, erntete aber nur ein weiteres Kopf sch�tteln. Schlie�lich zuckte er die Schultern und f�hrte Kellogg an den f�r sie reservierten Tisch, wo sie Platz nahmen.</p><p>Sobald Pendarvis und seine beiden Richterkollegen�� ein kleiner Mann mit einem runden Gesicht zu seiner Rechten, ein hochgewachsener schlanker Mann mit wei�em Haar und einem schwarzen Bart zu seiner Linken�� Platz genommen hatten, begann die Verhandlung sofort. Die Anklagen wurden verlesen, und dann wandte Brannhard als der Ankl�ger Kelloggs sich an das Gericht.</p><p>�� bekannt als Goldl�ckchen, Angeh�rige einer intelligenten Rasse� absichtliche Tat, begangen von Leonhard Kellogg� brutaler, ungerechtfertigter Mord.� Er trat einen Schritt zur�ck und lehnte sich an den Tisch, wobei er mit Baby Fuzzy spielte, w�hrend Leslie Coombes Jack Holloway des brutalen Angriffs auf den besagten Leonhard Kellogg bezichtigte und ihm vorwarf, Kurt Borch r�cksichtslos niedergeschossen zu haben.</p><p>�Nun, meine Herren, ich denke, wir k�nnen jetzt mit der Vernehmung der Zeugen beginnen�, sagte der Oberrichter. �Wer beginnt?�</p><p>Gus gab Baby Fuzzy an Jack und trat vor; Coombes stellte sich neben ihn.</p><p>�Euer Ehren, dieser ganze Proze� h�ngt von der Frage ab, ob ein Angeh�riger der Spezies <emphasis>Fuzzy Fuzzy Holloway Zarathustra</emphasis> ein vernunftbegabtes Wesen ist oder nicht�, sagte Gus. �Wir sollten jedoch, bevor wir versuchen, diese Frage zu kl�ren, durch Zeugenaussagen feststellen, was in Holloways Lager im Cold Creek Tal am Nachmittag des neunzehnten Juni des Jahres sechshundertvierundf�nfzig der Atom�ra geschah. Sobald dar�ber Klarheit besteht, k�nnen wir uns der Frage widmen, ob das genannte Goldl�ckchen ein vernunftbegabtes Wesen war oder nicht.�</p><p>�Ich bin einverstanden�, sagte Coombes. �Die meisten der Zeugen werden sp�ter noch einmal aufgerufen werden m�ssen, aber im allgemeinen ist Mr. Brannhards Vorschlag im Zusammenhang mit der Zeit�konomie zu begr��en.�</p><p>Ein Beamter trat vor, nahm einige Schaltungen am Zeugenstuhl vor, dann leuchtete eine Kugel von etwa sechzig Zentimeter Durchmesser, die in einem Gestell schwebte, in hellem Blau auf. George Lunts Name wurde aufgerufen; der Lieutenant setzte sich in den Stuhl, der Helm des L�gendetektors wurde ihm �bergest�lpt, die Elektroden befestigt.</p><p>Die Kugel blieb ruhig und blau, w�hrend er seinen Namen und Dienstgrad angab. Dann wartete er, w�hrend Coombes und Brannhard miteinander verhandelten. Schlie�lich zog Brannhard ein silbernes Halbsolst�ck aus der Tasche, sch�ttelte es in seinen H�nden und schlug es mit der rechten Hand auf das linke Handgelenk. �Kopf�, sagte Coombes, Brannhard hob seine Hand, verbeugte sich leicht und lie� dem anderen den Vortritt.</p><p>�Also, Lieutenant Lunt�, begann Coombes. �Als sie in dem provisorischen Lager gegen�ber Holloways Camp eintrafen, was fanden Sie dort vor?�</p><p>�Zwei tote Leute�, sagte Lunt. �Einen terranischen Menschen, der durch drei Sch�sse in die Brust get�tet worden war, und einen Fuzzy, den man zu Tode getrampelt hatte.�</p><p>�Euer Ehren!� brauste Coombes auf. �Ich mu� darauf bestehen, da� der Zeuge aufgefordert wird, seine Antwort neu zu formulieren, und da� die eben gegebene Antwort aus dem Protokoll gestrichen wird. Unter den gegebenen Umst�nden hat der Zeuge kein Recht, die Fuzzys als �Leute� zu bezeichnen.�</p><p>�Euer Ehren�, wandte Brannhard ein. �Mr. Coombes Einspruch ist nicht weniger voreingenommen. Er hat kein Recht, unter den gegebenen Umst�nden zu behaupten, die Fuzzys w�ren keine �Leute�. Das liefe darauf hinaus, den Zeugen zu zwingen, von den Fuzzys als von unvern�nftigen Tieren zu sprechen.�</p><p>So ging es f�nf Minuten lang hin und her. Jack kritzelte derweil auf einem St�ck Papier herum. Baby griff sich auch einen Stift und ahmte ihn nach. Die Zeichnungen sahen den Knoten �hnlich, die er zu binden gelernt hatte. Schlie�lich griff das Gericht ein und bat Lunt, mit eigenen Worten zu berichten, warum er zu Holloways Lager geflogen war, was er dort gefunden hatte, was man ihm erz�hlt hatte und was er getan hatte. Einen kleineren Streit zwischen Brannhard und Coombes gab es an einer Stelle noch, worin n�mlich der Unterschied zwischen H�rensagen und <emphasis>res gestae</emphasis> liegt. Als er seine Aussage beendet hatte, sagte Coombes: �Keine weiteren Fragen.�</p><p>�Lieutenant, Sie haben Leonhard Kellogg auf eine von Jack Holloway vorgebrachte Anzeige wegen Mordes festgenommen. Ich nehme an, da� Sie diese Anzeige als berechtigt ansahen?�</p><p>�Jawohl, Sir. Ich war in dem Glauben, da� Leonhard Kellogg ein vernunftbegabtes Wesen umgebracht hat. Nur intelligente Wesen begraben ihre Toten.�</p><p>Dann sagte Ahmed Khadra aus, nach ihm die beiden Beamten, die mit dem anderen Gleiter gekommen waren. Brannhard rief auch Ruth Ortheris auf, und nach einigen vergeblichen Einspr�chen von Coombes wurde ihr gestattet, ihre Version der Geschehnisse zu berichten. Als sie ihre Aussage gemacht hatte, klopfte der Oberrichter mit seinem H�mmerchen auf den Tisch.</p><p>�Ich glaube, da� mit dieser letzten Aussage die Tatsache best�tigt wurde, da� das Wesen, das uns hier unter dem Namen Goldl�ckchen bekannt ist, wirklich von dem Beklagten Leonhard Kellogg zu Tode getrampelt wurde und da� der Mensch namens Kurt Borch tats�chlich von Jack Holloway niedergeschossen wurde. Unter diesen Umst�nden k�nnen wir und jetzt der Frage zuwenden, ob diese beiden Todesf�lle tats�chlich im Sinne des Gesetzes als Mord einzustufen sind. Es ist jetzt elf Uhr vierzig, wir vertagen die Sitzung f�r eine Mittagspause. Das Gericht tritt um vierzehn Uhr wieder zusammen. Es sind da einige Dinge, darunter auch �nderungen im Gerichtssaal, vorzunehmen, die vor der Nachmittagssitzung erledigt werden m�ssen� Ja, Mr. Brannhard?�</p><p>�Euer Ehren, im Augenblick ist nur ein Mitglied der Fuzzy-Spezies im Gerichtssaal anwesend.� Er hob Baby auf und hielt ihn hoch. �Wenn wir die Frage der Vernunft oder Nichtvernunft dieser Wesen er�rtern, w�re es da nicht vorteilhafter, auch die �brigen Fuzzys aus dem Hotel Mallory her�berkommen zu lassen, damit sie uns zur Verf�gung stehen?�</p><p>�Nun, Mr. Brannhard�, antwortete Pendarvis ihm. �Wir werden die Fuzzys ganz sicher dem Gericht vorf�hren, aber bitte warten Sie damit noch, bis das Gericht wieder zusammengetreten ist. Vielleicht ben�tigen wir sie heute nachmittag noch nicht.� Er klopfte wieder auf den Tisch. �Die Verhandlung ist bis vierzehn Uhr vertagt.�</p><empty-line/><p>�Einige Ver�nderungen im Gerichtssaal� war recht vorsichtig ausgedr�ckt. Vier Reihen Zuschauersitze waren entfernt worden, ein Trenngatter war zur�ckgenommen worden. Der Zeugenstand, urspr�nglich neben der Richterbank angeordnet, war an das Trenngitter geschoben worden und stand jetzt der Richterbank gegen�ber. Dar�ber hinaus hatte man eine gro�e Anzahl von Tischen hereingebracht und halbkreisf�rmig um den Zeugenstand angeordnet. Jeder, der an den Tischen sa�, hatte jetzt die Richter vor sich und konnte auch sonst das Geschehen im ganzen Saal verfolgen, indem er auf den Bildschirm sah. Ein Zeuge im Zeugenstand konnte auf die gleiche Art und Weise den L�gendetektor einsehen. Gus Brannhard sah sich um, als er eintrat.</p><p>�Kein Wunder, da� sie uns zwei Stunden Mittagpause gelassen haben�, sagte er zu Jack. �Ich m�chte wissen, wessen Idee das war.� Er lachte. �Sieh mal Coombes�� ihm scheint das gar nicht zu gefallen.�</p><p>Ein Beamter mit einem Sitzplan kam auf sie zu.</p><p>�Mr. Brannhard, Sie und Mr. Holloway dort dr�ben den Tisch am �u�ersten rechten Ende. Dr. van Riebeek und Dr. Rainsford hier her�ber, bitte.�</p><p>Der Lautsprecher des Gerichtsdieners �ber ihnen gab zwei scharfe Pfiffe von sich und pl�rrte:</p><p>�Achtung, Achtung! Das Gericht trifft in f�nf Minuten zusammen��</p><p>Brannhards Kopf flog herum, und Jacks Blick folgte ihm. Der Ausrufer war ein Offizier in der Uniform der Raumflotte.</p><p>�Was zum Teufel soll das?� fragte Brannhard. �Befinden wir uns in einem Kriegsgericht?�</p><p>�Das habe ich mich auch gefragt, Mr. Brannhard�, sagte der Beamte. �Die haben ja inzwischen den gesamten Planeten �bernommen, wissen Sie.�</p><p>�Vielleicht haben wir Gl�ck, Gus�, sagte Jack. �Ich habe immer geh�rt, da� man als Unschuldiger vor einem Kriegsgericht besser wegkommt, als Schuldiger eher vor einem Zivilgericht.�</p><p>Er sah, da� Leslie Coombes und Leonhard Kellogg an einem �hnlichen Tisch wie dem ihren am anderen Ende der Reihe plaziert wurden. Gus sah zur Balustrade hinauf.</p><p>�Ich wette, jeder Anwalt auf diesem Planeten verfolgt die �bertragung�, sagte er. �Oh! Siehst du die wei�haarige Dame in dem blauen Kleid, Jack? Das ist Richter Pendarvis� Frau. Es ist das erstemal seit Jahren, da� sie im Gerichtssaal erscheint.�</p><p>�Achtung, Achtung! Bitte erheben Sie sich f�r das ehrenwerte Gericht!�</p><p>Jemand mu�te dem Offizier einen Schnellkurs in gerichts�blicher Phraseologie gegeben haben. Jack stand auf, hielt dabei Baby Fuzzy im Arm, w�hrend die drei Richter hereinkamen und ihre Pl�tze einnahmen. Kaum da� sie sich gesetzt hatten, ert�nte wieder der Hammer des Oberrichters.</p><p>�Um m�glichen Einspr�chen zuvorzukommen, m�chte ich mitteilen, da� die hier vorgenommenen �nderungen nur provisorischer Art sind, ebenso wie der Ablauf des nachfolgenden Geschehens. Wir verhandeln im Augenblick nicht gegen Jack Holloway oder Leonhard Kellogg. F�r den Rest dieses Tages, und, so f�rchte ich, noch f�r viele Tage, werden wir uns ausschlie�lich damit befassen, die Intelligenzstufe der Spezies <emphasis>Fuzzy Fuzzy Holloway Zarathustra</emphasis> zu bestimmen.</p><p>Aus diesem Grund werden wir eine Zeitlang auf einige traditionelle Gerichtsgepflogenheiten verzichten. Wir werden Zeugen aufrufen, wobei Aussagen, soweit n�tig, in der bisherigen Weise unter dem Detektor gemacht werden. Wir werden auch eine allgemeine Diskussion f�hren, an der alle teilnehmen k�nnen, die an diesen Tischen sitzen. Ich hoffe, diese Diskussion l�uft diszipliniert ab, so da� jeder ausreden kann.</p><p>Ihnen wird inzwischen auch aufgefallen sein, da� einige Offiziere von der Flottenbasis auf Xerxes anwesend sind, und ich gehe davon aus, da� Sie auch wissen, da� Kommodore Napier die Zivilregierung unter Kontrolle genommen hat. Captain Greibenfeld, w�rden Sie sich bitte erheben? Er nimmt hier als <emphasis>amicus curiae</emphasis> teil und hat das Recht, Zeugen zu befragen und dieses Recht an jeden seiner Offiziere abzutreten. Mr. Coombes und Mr. Brannhard k�nnen dies ebenfalls tun, wenn sie es f�r n�tig halten.�</p><p>Coombes sprang sofort auf. �Euer Ehren, wenn wir jetzt die Frage kl�ren sollen, ob Fuzzys vernunftbegabte Wesen sind oder nicht, m�chte ich vorschlagen, da� wir als ersten Tagesordnungspunkt versuchen, eine akzeptable Definition des Begriffs Vernunft vorzunehmen. Ich f�r meinen Teil w�rde gern erfahren, was der Ankl�ger Kelloggs und Verteidiger Holloways darunter versteht.�</p><p>Da war es also�� sie wollen, da� wir es definieren.</p><p>Gerd van Riebeek sah besorgt drein; Ernst Mallin l�chelte s�ffisant. Gus Brannhard jedoch schien sich zu freuen.</p><p>�Jack, die haben genausowenig eine Definition wie wir�, fl�sterte er.</p><p>Captain Greibenfeld erhob sich ein zweites Mal.</p><p>�Euer Ehren, wir haben uns im St�tzpunkt Xerxes w�hrend des vergangenen Monats mit genau dieser Frage besch�ftigt. Uns liegt sehr daran, die Klassifikation dieses Planeten festzustellen, und wir sind auch der Ansicht, da� dies nicht das letztemal sein wird, da� die Frage, ob vern�nftig oder nicht, aufkommen wird. Ich glaube, Euer Ehren, da� wir eine solche Definition gefunden haben. Bevor wir aber mit der Diskussion beginnen, m�chte ich das Gericht um Erlaubnis bitten, eine Demonstration vorzunehmen, die uns allen beim Verst�ndnis der angesprochenen Probleme helfen soll.�</p><p>�Captain Greibenfeld hat diese Demonstration bereits mit mir besprochen, sein Antrag findet meine Zustimmung. Bitte, fahren Sie fort, Captain�, sagte der Oberrichter.</p><p>Greibenfeld nickte, worauf ein Gerichtsbeamter eine T�r rechts neben der Richterbank �ffnete. Seine Raumsoldaten kamen herein, trugen Kisten vor sich her. Einer trat vor den Richtertisch, der andere begann, an den Tischen kleine, batteriebetriebene H�rger�te auszuteilen.</p><p>�Bitte, stecken Sie sie sich ins Ohr und schalten Sie die Ger�te ein�, sagte er. �Danke.�</p><p>Baby Fuzzy versuchte, Jacks Ger�t zu erwischen, aber Jack steckte sich den Apparat ins Ohr und schaltete ihn ein. Sofort h�rte er Ger�usche, wie er sie noch nie zuvor vernommen hatte, und Baby sagte zu ihm: �<emphasis>fle-inta sa-wa�aka; igga sa geeda?</emphasis>�</p><p>�Mein Gott, Gus, er spricht!�</p><p>�Ja, ich h�re es. Was soll�?�</p><p>�Ultraschall; mein Gott, warum sind wir nicht l�ngst darauf gekommen?�</p><p>Er schaltete das Ger�t wieder ab. Baby Fuzzy sagte:</p><p>�Quiek�. Als er es wieder anstellte, sagte Baby: �<emphasis>Kukk-ina za zeeva.</emphasis>�</p><p>�Nein, Baby, Pappi Jack versteht dich nicht. Wir m�ssen sehr geduldig sein und unser beider Sprachen lernen.�</p><p>�<emphasis>Pa-pii dschek!</emphasis>� schrie Baby. �<emphasis>Ba-bii za-hinga; Pa-pii dschek za zag ga he-izza!</emphasis>�</p><p>�Dieses Quieken ist nur der h�rbare Teil ihrer Sprache. Ich wette, in unseren Stimmen gibt es auch eine Menge Ultraschallaute.�</p><p>�Nun, er kann uns verstehen; er hat seinen und deinen Namen verstanden.�</p><p>�Mr. Brannhard, Mr. Holloway�, mischte sich Richter Pendarvis ein. �Ich bitte um Ihre Aufmerksamkeit. Haben Sie jetzt alle Ihre H�rger�te wieder eingeschaltet? Gut, fahren Sie fort, Captain.�</p><p>Diesmal ging ein Kadett hinaus und kam mit ein paar Soldaten zur�ck, die sechs Fuzzys trugen. Sie setzten sie in den freien Raum zwischen der Richterbank und dem Halbkreis von Tischen und traten zur�ck. Die Fuzzys dr�ngten sich zusammen und sahen sich um, und Jack starrte sie ungl�ubig an. Das war doch unm�glich�� sie existierten doch gar nicht mehr. Aber da standen sie�� Little Fuzzy und Mama Fuzzy, Mike und Mitzi und Ko-Ko und Cinderella. Baby quiekte auf und sprang vom Tisch. Mama rannte ihm entgegen und pre�te ihn mit ihren Armen fest an sich. Dann sahen sie ihn alle und begannen zu schreien: �<emphasis>Pa-pii dschek! Pa-pii dschek!</emphasis>�</p><p>Jack war sich gar nicht bewu�t, da� er aufgestanden war, und pl�tzlich fand er sich am Boden mitten in seiner Familie wieder, und die Kleinen dr�ngten sich um ihn, klammerten sich an ihn und quiekten vor Freude. Wie aus weiter Ferne h�rte er, wie der Richter Pendarvis auf seinen Tisch klopfte und sagte: �Das Gericht zieht sich f�r zehn Minuten zur�ck!� Inzwischen war Gus bei ihm, nahm auch einige Fuzzys auf den Arm, dann trugen sie die ganze Familie zu ihrem Tisch hin�ber.</p><p>Die Fuzzys taumelte und schwankten ein wenig und konnten sich nicht richtig auf den Beinen halten. F�r einen kurzen Augenblick machte ihm das Sorgen, dann wurde ihm klar, da� sie nicht unter Drogen standen oder krank waren�� sie hatten sich f�r kurze Zeit in geringer Schwerkraft befunden und sich noch nicht an ihr normales Gewicht gew�hnt. Jetzt wurde ihm klar, warum er keine Spur von ihnen gefunden hatte. Er bemerkte, da� jeder Fuzzy eine kleine Schultertasche trug�� ein Sanit�tsp�ckchen der Flotte�� die an einem Band befestigt war. Warum hatte er nicht selbst daran gedacht, ihnen so etwas zu basteln? Er ber�hrte eine Tasche, w�hrend er sie ansprach, und sie antworteten ihm erregt und �ffneten ihre Taschen, um ihm zu zeigen, was sie alles darin aufbewahrten�� kleine Messer und Werkzeuge und bunten Kram aller Art. Little Fuzzy zog eine kleine Pfeife aus Hartholz hervor, dazu einen Tabaksbeutel und begann, die Pfeife zu stopfen. Schlie�lich holte er ein kleines Feuerzeug hervor.</p><p>�Euer Ehren!� rief Gus. �Ich wei�, da� das Gericht sich zur�ckgezogen hat, aber bitte achten Sie auf das, was Little Fuzzy tut!�</p><p>Little Fuzzy knipste sein Feuerzeug an und hielt die Flamme an den Pfeifenkopf, sog den Rauch ein.</p><p>Auf der anderen Seite des Raumes schluckte Leslie Coombes ein oder zweimal und schlo� die Augen.</p><p>Als Pendarvis die Sitzung wieder er�ffnet hatte, sagte er:</p><p>�Meine Damen und Herren, Sie haben jetzt Captain Greibenfelds Demonstration gesehen. Sie haben geh�rt, da� diese Fuzzys Laute von sich gaben, die wie Sprache klangen. Und Sie haben erlebt, wie einer von ihnen sich eine Pfeife angez�ndet hat. Eigentlich ist das Rauchen vor Gericht zwar untersagt, aber w�hrend dieser Verhandlung werden wir zugunsten der Fuzzys eine Ausnahme machen. Ich hoffe, andere Anwesende f�hlen sich dadurch nicht benachteiligt.�</p><p>Wieder war Leslie Coombes blitzschnell aufgestanden.</p><p>�Euer Ehren, ich habe heute morgen bereits schon einmal dagegen protestiert, diese Wesen mit anderen Leuten gleichzustellen. Ich mu� noch entschiedener dagegen protestieren, da� auch das Gericht dies jetzt tut. Ja, ich habe geh�rt, wie diese Fuzzys Ger�usche gemacht haben, die man irrt�mlich f�r eine Sprache halten kann, aber ich bestreite, da� es sich tats�chlich um eine solche handelt. Was den Trick mit dem Feuerzeug betrifft, so will ich behaupten, da� ich ihn jedem terranischen Primaten oder einem freyanischen Kolph innerhalb von drei�ig Tagen auch beibringe.�</p><p>Greibenfeld erhob sich.</p><p>�Euer Ehren, wir haben in den vergangenen drei�ig Tagen, w�hrend die Fuzzys sich in unserem St�tzpunkt auf Xerxes befanden, ein W�rterbuch mit etwa einhundert Fuzzyvokalen zusammengestellt, die alle ihrer Bedeutung nach klar sind. Dazu kommt noch eine gro�e Zahl, deren Bedeutung wir noch nicht ergr�ndet haben. Und was diesen sogenannten Trick mit dem Feuerzeug betrifft, so hat Little Fuzzy�� wir kannten diesen Namen bisher nicht und nannten ihn M2�� ihn sich allein beigebracht. Wir haben ihn auch nicht gelehrt, Pfeife zu rauchen. Das kannte er schon, ehe wir etwas mit ihm zu tun hatten.�</p><p>Jack erhob sich, w�hrend Greibenfeld noch sprach. Als der Flotten-Kapit�n geendet hatte, sagte er:</p><p>�Captain Greibenfeld, ich m�chte Ihnen und Ihren Leuten danken, da� Sie f�r die Fuzzys gesorgt haben. Und ich bin sehr froh dar�ber, da� Sie gelernt haben, ihre Sprache zu h�ren, und danke Ihnen f�r all die sch�nen Dinge, die Sie ihnen geschenkt haben. Warum aber haben Sie mich nicht verst�ndigt, da� sie sich in Sicherheit befanden? Der vergangene Monat war nicht sehr gl�cklich f�r mich.�</p><p>�Ich wei� das, Mr. Holloway, und wenn es Ihnen ein wenig hilft, so kann ich sagen, da� wir das sehr bedauert haben. Wir konnten allerdings nicht das Risiko eingehen, unseren Agenten auffliegen zu lassen, der die Fuzzys am Morgen nach ihrer Flucht aus dem Wissenschaftszentrum geschmuggelt hat. Als Sie und Marshal Fane mit dem Durchsuchungsbefehl dort auftauchten, befanden sie sich bereits auf einer unserer Raketen zum Xerxes. Jetzt k�nnen wir, und dar�ber bin ich froh, offen �ber die Angelegenheit sprechen.�</p><p>�Nun, Captain Greibenfeld�, sagte der Oberrichter, �ich nehme an, da� Sie weiteres Beweismaterial �ber die Beobachtungen und Untersuchungen, die Sie und Ihre Leute auf Xerxes angestellt haben, vorlegen m�chten. F�r das Protokoll m�chte ich aber doch aufnehmen, wann und wie sie dort gemacht wurden.�</p><p>�Jawohl, Euer Ehren. Rufen Sie bitte den vierten Namen auf der Liste auf, die ich Ihnen �bergab.�</p><p>Der Oberrichter griff nach einem Zettel. �Lieutenant Ruth Ortheris, TFN-Reserve�, rief er.</p><p>Diesmal schaute Jack Holloway in den gro�en Bildschirm, in dem er jeden sehen konnte. Coombes Gesicht war einen Augenblick lang starr und totenbla�. Ernst Mallin zitterte vor Wut, w�hrend Ben Rainsford mit gleicher Intensit�t neben ihm grinste. Als Ruth vor den Richtertisch trat, bereiteten ihr die Fuzzys Ovationen; sie erinnerten sich an sie und mochten sie gern.</p><p>Lieutenant Ortheris sagte unter dem Detektor aus, da� sie als Reserveoffizier der Raumflotte nach Zarathustra gekommen war und eine Stellung bei der Gesellschaft angenommen hatte.</p><p>�Als ausgebildete Psychologin�, fuhr sie dann fort, �arbeitete ich unter Dr. Mallin in der wissenschaftlichen Abteilung und ebenso im Bereich der Jugendgerichtshilfe. Meine Berichte schickte ich in regelm��igen Abst�nden an Commander Aelborg, den Chef des Geheimdiensts auf Xerxes. Mein Auftrag lautete, zu �berpr�fen, ob die Zarathustragesellschaft die Bedingungen ihres Vertrags unter den Gesetzen der F�deration einhielt. Bis zur Mitte des vergangenen Monats hatte ich, abgesehen von einigen Unregelm��igkeiten in den finanziellen Transaktionen des Generalresidenten Emmert, nichts zu berichten. Dann, am Abend des f�nfzehnten Juni��</p><p>Das war der Abend, an dem Ben seinen Bandbericht an Juan Jimenez weitergegeben hatte; sie beschrieb, wie sie von diesem Bericht Kenntnis erhalten hatte.</p><p>�Ich leitete so schnell wie m�glich eine Kopie des Bandes an Commander Aelborg weiter. Am n�chsten Abend rief ich von Dr. Riebeeks Boot aus Xerxes an und berichtete �ber meine Erfahrungen mit den Fuzzys. Ich wurde dann informiert, da� Leonhard Kellogg ebenfalls eine Kopie des Holloway-Rainsford-Bandes erhalten hatte und Victor Grego verst�ndigt hatte. Kellogg und Ernst Mallin wurden mit dem Auftrag auf den Beta-Kontinent geschickt, die Ver�ffentlichung jedes Berichts zu verhindern, wenn in ihm von einer Vernunftbegabung der Fuzzys die Rede war, und gleichzeitig sollten sie Beweismaterial daf�r fabrizieren, da� Dr. Rainsford und Mr. Holloway einen riesigen wissenschaftlichen Schwindel aufzuziehen planten.�</p><p>�Ich erhebe Einspruch, Euer Ehren�, meldete Coombes sich zu Wort. �Das ist alles nichts weiter als H�rensagen.�</p><p>�Dies geh�rt zu einer Einsch�tzung der Lage durch den Geheimdienst der Raumflotte, basierend auch auf anderen Informationen, die wir erhielten�, warf Captain Greibenfeld ein. �Lieutenant Ortheris ist �brigens nicht unsere einzige Informantin. Wenn ich von Ihnen noch einen Einwand h�re, Mr. Coombes, werde ich Mr. Brannhard bitten, Victor Grego vor Gericht zu zitieren und ihn unter dem Detektor dazu zu befragen.�</p><p>�Und Mr. Brannhard wird dem mit dem gr��ten Vergn�gen nachkommen, Commander�, sagte Gus laut und deutlich.</p><p>Coombes setzte sich schleunigst wieder.</p><p>�Nun, Lieutenant Ortheris, das ist ja alles sehr interessant, aber im Augenblick wollen wir herausfinden, wie diese Fuzzys �berhaupt nach Xerxes gekommen sind�, warf der Richterkollege namens Ruiz ein.</p><p>�Ich werde sofort darauf kommen, Euer Ehren�, antwortete sie. �Am Abend des zweiundzwanzigsten wurden die Fuzzys Mr. Holloway weggenommen und nach Mallorys Port gebracht. Mohammed O�Brien �bergab sie an Juan Jimenez, der sie ins Wissenschaftszentrum brachte und in einem Raum hinter seinem B�ro in K�fige sperrte. Daraus befreiten sie sich unmittelbar darauf. Ich fand sie am n�chsten Morgen und konnte sie aus dem Geb�ude schmuggeln und an Commander Aelborg �bergeben, der von Xerxes heruntergekommen war, um die Fuzzy-Angelegenheit pers�nlich in die Hand zu nehmen. Wie ich dies genau gemacht habe, werde ich nicht aussagen, denn das widerspr�che meinen Vorschriften als Sicherheitsoffizier. Kein Gericht kann mich zwingen, vertrauliche Dinge dieser Art auszusagen�� ich erhielte auch keine dienstliche Genehmigung daf�r.�</p><p>Brannhard erhob sich. �Bevor die Zeugin entlassen wird, m�chte ich sie noch fragen, ob sie etwas von den vier Fuzzys wei�, die Jack Holloway am Freitag am Ferny Creek gefunden hat.�</p><p>�Nun, nat�rlich; das sind meine Fuzzys. Ich habe mir schon gro�e Sorgen um sie gemacht. Ihre Namen lauten Komplex, Syndrom, Id und Superego.�</p><p>�Ihre Fuzzys, Lieutenant?�</p><p>�Nun, ich k�mmerte mich um sie und arbeitete mit ihnen; Juan Jimenez und einige J�ger der Gesellschaft fingen sie auf dem Beta-Kontinent. Sie wurden auf einer Farm etwa f�nfhundert Kilometer n�rdlich von hier gehalten. Ich habe die meiste Zeit mit ihnen gearbeitet, und Dr. Mallin war auch die meiste Zeit dort. Am Montag abend dann kam Mr. Coombes dort hinaus und holte sie ab.�</p><p>�Mr. Coombes sagten Sie?� fragte Brannhard.</p><p>�Mr. Leslie Coombes, der Anwalt der Gesellschaft. Er sagte, sie w�rden in Mallorys Port gebraucht. Es dauerte einen Tag, bis ich herausbekam, wof�r man sie dort ben�tigte: Sie wurden kurz vor der Fuzzyjagd freigelassen, in der Hoffnung, da� sie dabei umgebracht w�rden.�</p><p>Sie sah hin�ber zu Coombes, und wenn Blicke h�tten t�ten k�nnen, w�re Coombes jetzt auf der Stelle tot umgefallen.</p><p>�Warum wollte man Fuzzys opfern, wenn diese ganze Geschichte doch bald auffliegen w�rde?� fragte Brannhard.</p><p>�Es war kein Opfer. Sie mu�ten diese Fuzzys loswerden und f�rchteten sich vor einer Mordanklage � la Kellogg, wenn sie sie selbst umbr�chten. Jeder einzelne von ihnen, angefangen mit Ernst Mallin bis zum letzten Mitarbeiter war n�mlich der �berzeugung, es mit vernunftbegabten Wesen zu tun zu haben.�</p><p>�Nun, jetzt wissen wir, wie die Holloway Fuzzys nach Xerxes gekommen sind�, sagte der Oberrichter. �Jetzt m�chte ich gern Dr. Ernst Mallin h�ren.�</p><p>Wieder sprang Coombes auf. �Euer Ehren, ich m�chte vor weiteren Aussagen allein mit meinem Mandanten sprechen.�</p><p>�Ich sehe keinen Grund, weshalb wir dazu die Verhandlung unterbrechen sollten, Mr. Coombes. Sie k�nnen anschlie�end mit dem Klienten sprechen.� Er klopfte auf den Tisch. �Dr. Ernst Mallin, darf ich Sie in den Zeugenstand bitten?�</p></section><section><title><p>15.</p></title><p>Ernst Mallin schrumpfte zusammen, als wolle er sich verkriechen, als er seinen Namen h�rte. Er wollte nicht aussagen. Diesen Augenblick f�rchtete er seit Tagen. Jetzt w�rde er sich auf diesen Stuhl setzen m�ssen, und sie w�rden ihm Fragen stellen, und er konnte sie nicht wahrheitsgem�� beantworten, und dieser Globus �ber seinem Kopf�</p><p>Als der Gerichtsbeamte ihn an der Schulter ber�hrte und ansprach, glaubte er zuerst, da� seine Beine ihm den Dienst versagen w�rden. Die n�chsten Meter, die er zu gehen hatte, erschienen ihm wie Kilometer, wobei er von allen Seiten angestarrt wurde. Irgendwie erreichte er aber den Zeugenstuhl, bekam den Helm auf den Kopf, die Elektroden wurden befestigt. Fr�her einmal hatte man Zeugen einen Eid abgenommen, da� sie die Wahrheit und nichts als die Wahrheit zu sagen h�tten, aber das war heutzutage nicht mehr �blich. Es war auch nicht mehr n�tig.</p><p>Die Kugel �ber ihm blieb blau, w�hrend er seinen Namen angab und �ber seinen beruflichen Werdegang berichtete. Einmal allerdings flackerte sie rot auf, als er seine Ver�ffentlichungen erw�hnte�� das war das Papier eines Studenten, das er unter seinem Namen ver�ffentlich hatte. Er hatte das bereits vergessen�� sein Gewissen aber nicht.</p><p>�Dr. Mallin�, sagte der �lteste der drei Richter, der in der Mitte sa�, �worin besteht nach Ihrer fachlichen Meinung der Unterschied zwischen vernunftbegabtem und nichtintelligentem Denken?�</p><p>�In der F�higkeit, bewu�t zu denken�, erkl�rte er. Der blaue Ball �ber ihm blieb blau.</p><p>�Meinen Sie damit, da� nichtintelligente Wesen kein Bewu�tsein haben, oder sind Sie der Meinung, da� sie nicht denken?�</p><p>�Nun, keines von beiden. Jedes Lebewesen mit einem Zentralnervensystem besitzt irgendeine Art von Bewu�tsein�� das Bewu�tsein seiner Existenz und seiner Umgebung. Und jedes Wesen mit einem Gehirn denkt, um diesen Ausdruck mal ganz allgemein zu benutzen. Was ich meine, ist, da� nur der vernunftbegabte Verstand denkt und auch wei�, da� er denkt.�</p><p>Bisher bewegte er sich noch auf sicherem Boden. Er sprach �ber Sinnesreize und Reflexe, wobei er bis in das erste pr�-atomare Jahrhundert zur�ckgriff und Pawlow, Korzybski und Freud erw�hnte. Die Kugel blieb ruhig.</p><p>�Das nicht vernunftbegabte Tier ist sich nur dessen bewu�t, was unmittelbar auf es einwirkt, und reagiert automatisch darauf. Es empf�ngt ein Signal und reagiert in einem vorgegebenen Muster�� dies ist etwas, was man messen kann, dieser Reiz ist uninteressant, dort befindet sich ein Sexualobjekt, dieses ist gef�hrlich und so weiter.</p><p>Das vernunftbegabte Gehirn dagegen kann generalisieren. F�r das nichtintelligente Tier ist ein Ereignis entweder absolut neu oder v�llig vertraut. Ein Hase l�uft vor jedem Hund davon, weil f�r ihn ein Hund mit jedem anderen Hund identisch ist, der ihn schon gejagt hat. Ein Vogel wird auf einen roten Apfel zufliegen, und jeder rote Apfel wird etwas sein, worin er gern pickt. Das vernunftbegabte Wesen wird sagen: �Diese roten Objekte geh�ren zur Klasse der �pfel. Sie sind e�bar und aromatisch�. Es erschafft also eine Unterklasse des allgemeinen Begriffs wie �Obst� und damit der Begriff �Nahrung�, wovon Obst ein Teil ist.�</p><p>Immer noch blieb der Schirm blau. Die Richter warteten, und so fuhr er fort:</p><p>�Nachdem nun diese abstrakten Gebilde entstanden sind, wird es notwendig, sie zu symbolisieren, um sie auch unabh�ngig von dem eigentlichen Gegenstand behandeln zu k�nnen. Das vernunftbegabte Wesen ist ein Wesen, das symbolisiert und Symbole weitergibt; es kann anderen vernunftbegabten Wesen seine Gedanken in symbolischer Form weitergeben.�</p><p>�Wie <emphasis>Pa-pii dschek</emphasis>?� fragte der Richter zur Rechten.</p><p>Die Kugel wurde augenblicklich rot.</p><p>�Euer Ehren, ich kann nicht zuf�llig eingepr�gte und mechanisch nachgeplapperte Laute als Sprache bezeichnen. Die Fuzzys haben nur gelernt, diesen Laut mit einem bestimmten Menschen zu identifizieren und ben�tzen ihn als Signal, nicht als Symbol.�</p><p>Immer noch leuchtete es rot. Der Oberrichter schlug mit dem Hammer auf den Tisch.</p><p>�Dr. Mallin! Von allen Menschen auf diesem Planeten sollten wenigstens Sie sich der Unm�glichkeit bewu�t sein, unter dem L�gendetektor zu l�gen. Andere Menschen wissen nur, da� das nicht geht�� Sie kennen auch die Gr�nde daf�r. Ich werde jetzt Richter Janivers Frage neu stellen und erwarte von Ihnen, da� Sie sie wahrheitsgem�� beantworten. Tun Sie es nicht, werte ich das als eine Beleidigung des Gerichts. Als diese Fuzzys also �<emphasis>Pa-pii dschek!�</emphasis> schrien�� glauben Sie oder glauben Sie nicht, da� es sich dabei um einen Ausdruck handelte, der in der Meinung der Fuzzys f�r Mr. Holloway stand?�</p><p>Er konnte das nicht sagen. Diese ganze Intelligenz war ein gro�er Schwindel�� das mu�te er glauben. Die Fuzzys waren geistlose Tiere.</p><p>Aber nat�rlich glaubte er das nicht�� er wu�te es sogar besser. Er schluckte.</p><p>�Ja, Euer Ehren. Der Begriff �<emphasis>Pa-pii dschek�</emphasis> ist nach Meinung der Fuzzys ein Symbol f�r Mr. Jack Holloway.�</p><p>Die Kugel verf�rbte sich langsam von rot zu violett und blieb dann blau. Mallin atmete innerlich auf. Er war hindurch.</p><p>�Dann denken Fuzzys also bewu�t, Dr. Mallin?� Jetzt stellte Pendarvis eine Frage.</p><p>�Oh ja. Die Tatsache, da� sie Wortsymbole benutzen, best�tigt das, selbst ohne andere Beweise. Die Enzephalogramm-Aufnahmen, die wir machten, halten gut einen Vergleich mit denen eines zehn- oder zw�lfj�hrigen Kindes von der Erde aus. Das gleiche gilt f�r die Lernkapazit�t und die F�higkeit, R�tsel zu l�sen. Bei R�tseln �berdenken sie das Problem immer zuerst und verrichten dann die rein manuelle Arbeit, und zwar mit der gleichen Anstrengung wie vielleicht f�r einen Menschen das H�ndewaschen ist.�</p><p>Die Kugel strahlte jetzt in klarem Blau. Mallin hatte es aufgegeben, zu l�gen; jetzt dr�ngte alles aus ihm heraus, was er wirklich dachte.</p><empty-line/><p>Leonhard Kellogg vergrub sein Gesicht in seinen Armen vor sich auf dem Tisch. Trauer und Angst schlugen wie Wellen �ber ihm zusammen.</p><p><emphasis>Ich bin ein M�rder, ich habe eine Person get�tet. Zwar nur eine kleine, possierliche Person mit einem Pelz, aber sie war eine Pers�nlichkeit. Ich wu�te es, als ich das Grab entdeckt hatte, ich wu�te es, als ich sie t�tete. Man wird mich auch auf diesen Stuhl setzen, und ich mu� es vor allen Leuten hier zugeben. Dann wird man mich hinausbringen und mir auf dem Hof mit einer Pistole eine Kugel durch den Kopf schie�en�</emphasis></p><p><emphasis>Und das alles, weil dieses kleine Ding meine Aufmerksamkeit auf sich lenken wollte!</emphasis></p></section><section><title><p>16.</p></title><p>Kaum da� der Gerichtsdiener verstummt war, trat Max Fane mit ausdruckslosem Gesicht an den Richtertisch.</p><p>�Euer Ehren, ich sch�me mich, Ihnen melden zu m�ssen, da� der Beklagte, Leonhard Kellogg, dem Gericht heute morgen nicht vorgef�hrt werden kann. Er ist tot; er hat in seiner Zelle Selbstmord begangen.�</p><p>�Wie konnte das geschehen, Marshal?� fragte Pendarvis.</p><p>�Der Gefangene war in eine Einzelzelle eingeliefert worden, in der er von einer Fernsehkamera beobachtet wurde. Um zweiundzwanzig Uhr ging er nach unseren Informationen zu Bett und zog sich die Decke �ber den Kopf�� das tun viele Gefangene wegen des Lichts in der Zelle. Au�erdem behielt er sein Hemd an.</p><p>Als heute morgen ein W�chter ihn wecken wollte, fand er das Bett unter der Decke mit Blut durchtr�nkt. Kellogg hatte den Rei�verschlu� seines Hemdes solange hin und hergezogen, bis er seine Schlagader durchschnitten hatte. Er war tot.�</p><p>�Gro�er Gott, Marshal!� Pendarvis war ersch�ttert.</p><p>�Ich glaube aber nicht, da� man Ihnen einen Vorwurf machen kann, weil Sie nicht mit so etwas gerechnet haben. Darauf w�re niemand gekommen.�</p><p>Janiver und Ruiz berieten sich kurz und stimmten dann zu. Marshal Fane verbeugte sich leicht und trat zur Seite.</p><p>Leslie Coombes, der sich sichtlich anstrengen mu�te, ein geb�hrend schockiertes und betr�btes Gesicht zu machen, erhob sich.</p><p>�Euer Ehren, ich stelle fest, da� ich keinen Mandanten mehr habe�, sagte er. �Genau genommen, habe ich hier �berhaupt nichts mehr zu tun; die Anklage gegen Mr. Holloway ist nat�rlich automatisch hinf�llig. Er hat einen Mann erschossen, der versucht hat, ihn umzubringen, das ist alles. Ich bitte Euer Ehren daher, die Anklage gegen ihn fallenzulassen und ihn aus der Untersuchungshaft zu entlassen.�</p><p>Captain Greibenfeld erhob sich.</p><p>�Euer Ehren, mir ist klar, da� der Beklagte sich unserer Rechtssprechung entzogen hat, aber ich m�chte darauf hinweisen, da� wir hier sind, um die Klassifikation dieses Planeten neu zu bestimmen und eine entsprechende Definition von Vernunft zu erhalten. Ich bitte Euer Ehren daher, diese Fragen zu beantworten.�</p><p>Jack Holloway sprang ebenfalls auf.</p><p>�Ich bin au�erdem noch nicht tot, Euer Ehren, und ich stehe hier auch vor Gericht. Der Grund, warum ich nicht tot bin, hat mich vor dieses Gericht gebracht. Meine Verteidigung l�uft darauf hinaus, da� Kurt Borch in die T�tung eines Fuzzys verwickelt war. Ich m�chte von diesem Gericht feststellen lassen, da� es Mord ist, wenn ein Fuzzy umgebracht wird.�</p><p>Der Richter nickte langsam. �Ich werde die Klage gegen Mr. Holloway nicht fallenlassen�, sagte er. �Mr. Holloway ist unter der Anklage des Mordes verhaftet worden. Wenn er unschuldig ist, steht ihm zumindest die Genugtuung eines Freispruchs zu. Ich f�rchte, Mr. Coombes, da� Sie die Anklage weiterhin werden vertreten m�ssen.�</p><empty-line/><p>Der Hammer klopfte langsam auf den Tisch. Little Fuzzy kletterte auf Jack Holloways Scho�. Nach f�nf Tagen vor Gericht hatten sie alle gelernt, was dieses Ger�usch f�r Fuzzys und andere Leute zu bedeuten hatte.</p><p>Der Saal sah wieder wie ein Gerichtssaal aus. Die Tische standen in einer Reihe vor dem Richtertisch, und der Zeugenstuhl und die Geschworenenbank befanden sich wieder an ihrer angestammten Stelle. Die Aschenbecher und Kaffeemaschinen waren verschwunden�� es erschien den Fuzzys wohl, als sei die gro�e Party zu Ende. Baby, das sich noch nicht an die Gerichtsordnung gew�hnt hatte, huschte unter dem Tisch hervor, wurde aber von seiner Mama unverz�glich zur�ckgeholt.</p><p>Eines aber war neu und ungew�hnlich. Am Richtertisch sa� jetzt ein vierter Mann, ein Mann in der schwarzen Uniform der Raumflotte. Er sa� ein wenig abseits von den Richtern und versuchte so zu erscheinen, als sei er gar nicht vorhanden: Flotten-Kommodore Alex Napier.</p><p>Richter Pendarvis legte seinen Hammer auf den Tisch. �Meine Damen und Herren, sind Sie jetzt bereit, �ber das Ergebnis Ihrer Diskussion zu berichten?� fragte er.</p><p>Lieutenant Ybarra, der Flotten-Psychologe, erhob sich. Vor ihm befand sich ein Leseger�t, das er jetzt einschaltete.</p><p>�Euer Ehren�, begann er, �es bestehen immer noch erhebliche Meinungsverschiedenheiten in Detailfragen, aber wir sind uns in allen Hauptpunkten einig. Der Bericht ist sehr umfangreich und bereits zu Protokoll gegeben worden. Habe ich die Erlaubnis des Gerichts, nur eine Zusammenfassung zu geben?�</p><p>Die Richter gestatteten es ihm. Ybarra sah auf den Leseschirm und fuhr fort:</p><p>�Wir sind der Ansicht�, sagte er, �da� man Vernunft im Gegensatz zu ihrem Fehlen so definieren kann, da� sie durch das bewu�te Denken charakterisiert wird, durch die F�higkeit, in logischer Folge und in Begriffen zu denken. Wir�� ich meine damit jeden Angeh�rigen einer vernunftbegabten Rasse�� denken bewu�t und wissen, da� wir denken. Dies bedeutet aber nicht, da� all unsere geistigen Aktivit�ten bewu�t ablaufen. Die Psychologie hat herausgefunden, da� nur ein kleiner Teil dieser Vorg�nge im bewu�ten Bereich abl�uft. Seit Jahrzehnten haben wir den Verstand als einen Eisberg bezeichnet�� ein Zehntel ist sichtbar, der Rest nicht. Auf diesem Gebiet findet im �brigen seit Jahrhunderten eine Forschung statt, die noch nicht abgeschlossen ist.</p><p>Das vernunftbegabte Gehirn�, erkl�rte er dann, �denkt nicht nur aus Gewohnheit bewu�t, sondern es denkt in Verbindungen. Es stellt eine Verbindung zwischen zwei Dingen her. Es argumentiert logisch und kommt zu Schl�ssen; diese Schl�sse werden dann Grundlage neuer Hypothesen, aus denen sich weitere Folgerungen ergeben. Dies ist f�r uns der gr��te Unterschied zum nicht-intelligenten Denken. Das nichtintelligente Hirn befa�t sich nur mit �grobem� sensorischem Material�� das vernunftbegabte Gehirn �bersetzt sinnliche Wahrnehmungen in Ideen, bildet dann Ideen von diesen Ideen, besch�ftigt sich auf abstrakten Ebenen damit, und dabei gibt es kaum eine Grenze.</p><p>Und dies bringt uns dazu, mindestens eine Manifestation der Vernunft als solche festzuhalten: Das vernunftbegabte Wesen benutzt Symbole. Das nicht-vernunftbegabte Wesen kann dies nicht, denn es ist unf�hig, �ber einfachste Sinneseindr�cke hinaus etwas wahrzunehmen oder zu verarbeiten.�</p><p>Ybarra trank einen Schluck Wasser.</p><p>�Das vernunftbegabte Wesen�, fuhr er fort, �kann aber noch etwas tun. Dabei handelt es sich um eine Synthese der vorher genannten F�higkeiten, die aber mehr ist als nur die Summe der verschiedenen Teile. Das vernunftbegabte Wesen ist der Vorstellung f�hig. Es kann sich etwas vorstellen, was es in der Realit�t �berhaupt nicht gibt, und kann daran arbeiten, es weiterentwickeln und schlie�lich eine Realit�t daraus formen. Es kann also auch sch�pferisch t�tig sein.�</p><p>Er hielt inne. �Und zu dieser Definition der Vernunft sind wir gelangt; wenn wir auf ein beliebiges Wesen treffen, dessen geistige Prozesse diese Charakteristika einschlie�en, werden wir in ihm ein vernunftbegabtes Bruderwesen erkennen. Unser aller Meinung ist es, da� die Fuzzy genannten Wesen solche Wesen sind.�</p><p>Jack umarmte das kleine Wesen auf seinem Scho�, und Little Fuzzy sah auf und murmelte: �<emphasis>He-inta?</emphasis>�</p><p>�Du hast es geschafft, Kleiner�, fl�sterte Jack. �Du bist einer von uns.�</p><p>Ybarra war noch nicht fertig.</p><p>�Sie denken bewu�t und zusammenh�ngend. Wir brauchen dabei nur an die Herstellung der Garnelent�ter zu denken, ferner an die Werkzeuge, die sie sich geschaffen haben.</p><p>Vor allem aber k�nnen sie sich etwas vorstellen, und zwar nicht nur neue Ger�te, sondern auch ein anderes Leben. Das beweist sich an dem ersten Kontakt der Fuzzys mit der menschlichen Rasse. Little Fuzzy, ein Angeh�riger jener Spezies, die wir <emphasis>Fuzzy sapiens</emphasis> nennen sollten, fand im Wald einen wunderbaren Platz, einen Platz, der anders als alles war, was er bisher gesehen hatte. An diesem Platz lebte ein m�chtiges Wesen. Er stellte sich vor, wie es w�re, ebenfalls dort zu leben, die Freundschaft und den Schutz dieses r�tselhaften Riesen zu erhalten. Und so freundete er sich mit Jack Holloway an und lebte bei ihm. Und dann stellte er sich vor, wie es w�re, wenn seine ganze Familie diese Bequemlichkeiten und diesen Schutz genie�en k�nnte, und er ging und holte seine Angeh�rigen zu sich. Wie so viele andere vernunftbegabte Wesen hatte Little Fuzzy einen wunderbaren Traum�� und er geh�rt zu den wenigen Gl�cklichen, die ihn Wirklichkeit werden lie�en.�</p><p>Der Oberrichter lie� den Applaus ein paar Minuten gew�hren, bevor er ihn mit seinem Hammer zum Verstummen brachte. Nach kurzer Beratung mit seinen Kollegen klopfte er erneut auf den Tisch.</p><p>�Es ist der einstimmige Beschlu� des Gerichts, den Bericht von Lieutenant Ybarra zu Protokoll zu nehmen und ihm und allen Mitarbeitern daran zu danken.</p><p>Dieses Gericht verk�ndet nun, da� die Spezies, die als <emphasis>Fuzzy Fuzzy Holloway Zarathustra</emphasis> bekannt ist, in der Tat eine Rasse vernunftbegabter Wesen ist und den Respekt aller anderen vernunftbegabten Wesen und den vollen Schutz der Gesetze der terranischen F�deration genie�en sollen.� Er bet�tigte erneut seinen Hammer.</p><p>Flotten-Kommodore Napier beugte sich zu ihm her�ber und fl�sterte ihm etwas ins Ohr. Dann nickten alle drei Richter zustimmend. Der Flottenoffizier erhob sich.</p><p>�Lieutenant Ybarra, ich m�chte Ihnen in Vertretung der Flottenbeh�rden und der F�deration, Ihnen und allen, die an diesem Bericht gearbeitet haben, f�r Ihre klaren und verst�ndlichen Ausf�hrungen danken. Ich habe dar�ber hinaus vorgeschlagen, einen Bericht an das B�ro f�r Forschung und Entwicklung weiterzuleiten�� vielleicht ist es dann beim n�chsten Mal so, da� wir, wenn wir ein Volk entdecken, das sich mit Ultraschall verst�ndigt, das einen Pelz besitzt und in einem milden Klima lebt, sofort wissen, womit wir es zu tun haben.�</p><p>Jack hoffte, da� Ybarra f�r seine Arbeit einen weiteren Streifen erhalten w�rde. Jetzt aber h�mmerte Pendarvis erneut auf den Tisch.</p><p>�Ich h�tte fast vergessen, da� das ja auch ein Kriminalfall ist�, gestand er ein. �Dieses Gericht verk�ndet also, da� der Beklagte Jack Holloway im Sinn der Anklage unschuldig ist. Er wird unverz�glich aus der Haft entlassen. Wenn er oder sein Anwalt vortreten m�gen, wird ihnen die geleistete Kaution zur�ckerstattet.� Weitere Hammerschl�ge beendeten das Verfahren.</p><p>Diesmal lie�en sich die Zuschauer durch nichts mehr aufhalten. Jeder jubelte und tobte, so laut er konnte, w�hrend Onkel Gus Little Fuzzy �ber den Kopf hochhielt und schrie:</p><p>�Das ist der Sieger! Durch einstimmigen Beschlu�!�</p></section><section><title><p>17.</p></title><p>Flotten-Kommodore Napier sa� an dem Schreibtisch, der einmal Nick Emmert geh�rt hatte, und sah zu dem kleinen Mann mit dem roten Bart und dem zerknautschten Anzug, der ihn konsterniert anstarrte.</p><p>�Aber Kommodore, das kann doch nicht Ihr Ernst sein!�</p><p>�Doch, ganz gewi�, Dr. Rainsford.�</p><p>�Dann sind Sie verr�ckt!� explodierte Rainsford. �Ich tauge genausowenig zum Generalgouverneur wie zum Kommandanten der Flottenstation auf Xerxes! Ich habe in meinem ganzen Leben noch keinen Verwaltungsposten innegehabt.�</p><p>�Das k�nnte f�r Sie sprechen. Sie ersetzen einen gestandenen Administrator.�</p><p>�Und ich habe einen Beruf. Das Institut f�r Xeno-Wissenschaften��</p><p>�Ich denke, da� man dort froh sein wird, Ihnen Urlaub gew�hren zu k�nnen. Doktor, unter diesen Umst�nden sind Sie der richtige Mann f�r diese Aufgabe. Sie sind �kologe und wissen daher, was f�r verheerende Folgen es haben kann, wenn das Gleichgewicht der Natur gest�rt wird. Die Zarathustragesellschaft hat sich um diese Welt gek�mmert, solange sie ihr Eigentum war, aber jetzt sind neun Zehntel davon �ffentliche Dom�ne, und aus der ganzen F�deration werden Leute herbeistr�men, um zu versuchen, �ber Nacht reich zu werden. Sie wissen, wie man diese Dinge unter Kontrolle h�lt.�</p><p>�Ja, als Umweltschutzkommissar oder so �hnlich, wovon ich etwas verstehe.�</p><p>�Als Generalgouverneur werden Sie die gro�e Linie der Politik festlegen. Sie werden die Verwaltungsexperten einstellen.�</p><p>�Wen, zum Beispiel?�</p><p>�Nun, Sie werden einen Generalstaatsanwalt brauchen. Wen w�rden Sie f�r diesen Posten ausw�hlen?�</p><p>�Gus Brannhard�, antwortete Rainsford unverz�glich.</p><p>�Gut. Und wen�� das ist eine rein rhetorische Frage�� werden Sie zum Kommissar f�r Eingeborenenangelegenheiten ernennen?�</p><empty-line/><p>Jack Holloway flog mit dem Polizeigleiter zur�ck zum Beta-Kontinent. Diesmal war er offizieller Passagier: Kommissar Jack Holloway mit seinem Stab: Little Fuzzy, Mama Fuzzy, Baby Fuzzy, Mike, Mitzi, Ko-Ko und Cinderella. Die wu�ten allerdings nichts von ihren offiziellen Positionen.</p><p>Irgendwie w�nschte er sich, er h�tte auch keine.</p><p>�Wollen Sie einen guten Job, George?� fragte er Lunt.</p><p>�Habe ich bereits.�</p><p>�Der w�re viel besser. Dienstrang eines Majors, achtzehntausend Sols pro Jahr. Kommandant des Eingeborenenschutzkorps. Und Ihre Dienstzeit bei der Polizei geht Ihnen auch nicht verloren�� Colonel Ferguson gew�hrt Ihnen Urlaub auf unbestimmte Zeit.�</p><p>�Nun, verdammt, Jack, ich w�rde ja gern, aber ich m�chte nicht gern meine Kleinen verlassen.�</p><p>�Keine Sorge, die k�nnen Sie mitbringen. Ich bin befugt, zwanzig Mann vom Konstablerkorps als Ausbildungskader auszuleihen, und Sie haben ja nur sechzehn Leute. Ihre Sergeanten werden bef�rdert. Die Anfangsst�rke des Korps soll einhundertf�nfzig Mann betragen.�</p><p>�Sie scheinen zu meinen, da� die Fuzzys soviel Schutz ben�tigen?�</p><p>�Allerdings. Das ganze Land zwischen den Kordilleren und den Bergen der Westk�ste wird zur Fuzzyreservation. Und die Fuzzys au�erhalb davon m�ssen ebenfalls besch�tzt werden�� Sie wissen doch, was kommen wird: Jeder will Fuzzys haben. Selbst Richter Pendarvis wollte, da� ich ihm und seiner Frau ein Paar beschaffe. Es wird Banden geben, die sie jagen, man wird Bet�ubungsbomben und Schlaf gas einsetzen. Ich werde eine Dienststelle f�r Adoptionen einrichten m�ssen, die Ruth leiten soll. Und dazu brauchen wir eine Menge Inspektoren��</p><empty-line/><p>Sie kamen nach Hause, zur�ck an einen wundervollen Ort. Sie hatten viele sch�ne Orte gesehen seit jener Nacht, wo man sie in die S�cke gesteckt hatte: den Ort, wo alles so leicht gewesen war und wo sie so hoch hatten springen k�nnen, und dann den Platz, wo sie die anderen ihres Volkes getroffen hatten und so viel Spa� miteinander gehabt hatten. Jetzt kehrten sie an den wundervollen Ort im Wald zur�ck, wo alles begonnen hatte.</p><p>Und sie hatten so viele Gro�e kennengelernt. Einige von ihnen waren schlecht gewesen, aber es waren die wenigsten. Die meisten Gro�en waren gut. Selbst der, der den Mord begangen hatte, hatte bedauert, was er getan hatte.</p><p>Er hatte dar�ber mit den anderen gesprochen�� mit Flora, Fauna, mit Dr. Crippen und Complex, mit Superego und Dillinger und Lizzie Borden. Jetzt, da sie alle mit den Gro�en zusammenleben w�rden, w�rden sie eines Tages auch begreifen, warum man ihnen diese komischen Namen verliehen hatte. Und das war nicht schwer�� die Gro�en steckten sich jetzt Apparate in ihre Ohren und konnten h�ren, was sie sagten. Pappi Jack erlernte inzwischen einige ihrer Worte, und sie seine.</p><p>Bald w�rden alle Angeh�rigen seines Volkes, die es wollten, Gro�e finden, die sich um sie k�mmerten, die mit ihnen spielten und sie liebten und ihnen von der wundervollen Nahrung etwas abgaben. Und wenn die Gro�en sich einmal um sie k�mmerten, w�rden vielleicht mehr von ihren Babys �berleben und nicht so fr�h sterben. Und sie w�rden es den Gro�en vergelten. Zuerst, indem sie ihnen ihre Liebe gaben und sie gl�cklich machten. Sp�ter, wenn sie erst gelernt hatten, wie, w�rden sie ihnen auch helfen.</p><empty-line/><subtitle>ENDE</subtitle></section><section><p>H. Beam Piper</p><p><strong>Der kleine Fuzzy</strong></p><p>Erich Pabel Verlag KG�� Rastatt/Baden</p><empty-line/><p>Titel des Originals: LITTLE FUZZY</p><p>Aus dem Amerikanischen von H. P. Lehnert</p><p>TERRA-Taschenbuch erscheint vierw�chentlich im Erich Pabel Verlag KG, Pabelhaus, 7550 Rastatt</p><p>Copyright (c) 1962 by H. Beam Piper</p><empty-line/><p>Redaktion G�nter M. Schelwokat</p><p>Vertrieb: Erich Pabel Verlag KG</p><p>Gesamtherstellung: Clausen &amp; Bosse, Leck</p><p>Verkaufspreis inkl. gesetzl. MwSt.</p><p>Unsere Romanserien d�rfen in Leihb�chereien nicht verliehen und nicht zum gewerbsm��igen Umtausch verwendet werden; der Wiederverkauf ist verboten.</p><empty-line/><p>Alleinvertrieb und Auslieferung in �sterreich: Pressegro�vertrieb Salzburg, Niederalm 300</p><empty-line/><p>A-5081 Anif</p><empty-line/><p>Abonnements- und Einzelbestellungen an PABEL VERLAG KG, Postfach 1780, 7550 RASTATT, Telefon (0 72 22) 13�� 2 41</p><empty-line/><p>Printed in Germany</p><empty-line/><p>Oktober 1979</p></section></body><binary id="cover" 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