<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><FictionBook xmlns="http://www.gribuser.ru/xml/fictionbook/2.0" xmlns:l="http://www.w3.org/1999/xlink"><description><title-info><genre>sf_horror</genre><genre>thriller</genre><author><first-name>Tim</first-name><last-name>Svart</last-name></author><book-title>Das Schloss</book-title><annotation><p><emphasis>�Mit ihren gerade einmal sechzehn Jahren hatte Jessica noch keinen einzigen Gedanken ihres zuckers��en Teenagerlebens an den Tod verschwendet. Aus diesem Grund ahnte sie auch nicht, dass er ihr bereits dicht auf den Fersen war...�</emphasis></p><empty-line/><p>Sechs Menschen treffen in einem verlassenen Schloss aufeinander, doch nicht jeder von ihnen ist freiwillig hier. Und nicht jeder wird das alte Gem�uer lebend verlassen. Das Schloss � seit jeher wurde in seinen Mauern gelitten, gequ�lt und get�tet. An diesem d�steren Ort kannst du noch so laut um Hilfe rufen. Niemand wird deine Schreie h�ren.</p><empty-line/><p><strong>�BER DEN AUTOR</strong></p><empty-line/><p>Tim Svart erblickte an einem au�ergew�hnlich hei�en Tag im September 1976 das Licht der Welt. Nach seinem Schulabschluss studierte er Internationales Management und Au�enwirtschaft. Hauptberuflich ist er in der Finanzbranche sowie als Referent f�r verschiedene Wirtschaftsthemen t�tig.�</p><p>In seiner Freizeit verfasst er kurze und lange Geschichten, die neben Lesern aus dem deutschsprachigen Raum bereits Liebhaber in England, Frankreich, Italien, Spanien und den USA fanden. Seine Lieblingsautoren stammen vorwiegend aus den Bereichen "Horror" und "Thriller".�</p><p>Schon w�hrend seiner Schulzeit entwarf Svart neben Kurzgeschichten Drehb�cher f�r Theaterst�cke (u. a. eine Vampirgeschichte, viele Jahre bevor der Vampirtrend seine endg�ltige Renaissance erlebte), bei deren Umsetzung er mitunter selbst als Darsteller oder Regisseur in Erscheinung trat.�</p><p>Tim Svart beschreibt sich selbst als Weltenbummler. Seine Reisen f�hrten ihn durch Europa, nach Asien, Afrika und Nordamerika. Seine Reiseberichte und Fotografien wurden in verschiedenen Magazinen ver�ffentlicht und gewannen internationale Preise.�</p><p>Er liebt die Extreme der schwedischen Jahreszeiten, die ihn immer wieder zu neuen Geschichten inspirieren</p></annotation><date/><coverpage><image l:href="#cover"/></coverpage><lang>de</lang><src-lang>en</src-lang></title-info><document-info><author><first-name/><last-name/></author><program-used>FictionBook Editor Release 2.6.6, fb2cut 2.5.4, fb2cut 2.6.2</program-used><date value="2013-03-04">4.3.2013</date><id>0021683A-3B99-44BB-A094-8D7718FC1DA6</id><version>1.0</version></document-info><publish-info><year>2012</year></publish-info></description><body><section><empty-line/><empty-line/><p>F�r I. &amp; A.</p><p>Ihr wisst wof�r.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>�Das Es duldet keinen Aufschub der Befriedigung. Es steht stets unter dem Druck des unerf�llten Triebes.�</p><empty-line/><p><emphasis>Sigmund Freud</emphasis></p><empty-line/><p>�Oh, wie er es liebte, in solchen Geb�uden auf Entdeckungstour zu gehen. Es war wie auf dem Dachboden seiner Gro�eltern. Egal, wie oft man dort hinaufstieg � man wusste nie, was man fand.�</p><empty-line/><p><emphasis>Tim Svart</emphasis></p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><subtitle>Sommer 1995</subtitle><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>PROLOG</p><empty-line/><p>Mit ihren gerade einmal sechzehn Jahren hatte Jessica noch keinen einzigen Gedanken ihres zuckers��en Teenagerlebens an den Tod verschwendet. Aus diesem Grund ahnte sie auch nicht, dass er ihr bereits dicht auf den Fersen war.</p><p>Es war ein wundersch�ner Morgen im Juli und der Sommer hatte, eine Woche vor Beginn der gro�en Ferien, bereits vollen Einzug gehalten. Die Uhr zeigte erst kurz nach sechs und die Luft roch noch angenehm klar und frisch. Sie trug ultrakurze, rote Shorts, ein bauchfreies Shirt und wei�e Sneakers, als sie zu ihrem allmorgendlichen Jogginglauf aufbrach.</p><p>Sie genoss es, am fr�hen Morgen, bevor die Welt zu hektischem Leben erwachte, f�r sich alleine ihre Runden zu drehen, wobei sie sich voll und ganz auf ihren eigenen Laufrhythmus konzentrieren konnte und ihre Gedanken schweifen lie�.</p><p>Mit jedem einzelnen Atemzug den Duft des Waldes in sich aufsaugend, lief sie, wie schon an den Tagen zuvor, den schmalen Pfad zum See hinunter. Ihr blonder Pferdeschwanz h�pfte bei jeder Bewegung fr�hlich auf und ab und die ersten kleinen Schwei�perlen, die sich auf ihrer gebr�unten Haut bildeten, gl�nzten wie frische Tautropfen in der Morgensonne.</p><p>Einmal mehr w�rde es ein verdammt hei�er Tag werden und mit etwas Gl�ck und dem Einsehen des Schuldirektors, bek�men sie sogar Hitzefrei. Wenn alles nach Plan lief, l�ge sie schon zur Mittagszeit mit ihren Freundinnen am Seeufer in der Sonne und hatte jede Menge Spa� mit den Jungs aus der Oberstufe.</p><p><emphasis>Das Leben konnte so verdammt leicht und unbeschwert sein.</emphasis></p><p>Dabei war es ihr durchaus bewusst, dass das Leben es bisher ausnahmslos gut mit ihr gemeint hatte und es ihr in vielerlei Hinsicht nicht besonders schwer machte. Sie kam aus gutem Hause, ihr Vater hatte eine eigene Firma und Geld ohne Ende. Au�erdem liebte er seine einzige Tochter �ber alles. Sobald sie ihn nur mit ihren strahlend blauen Augen ansah, las er ihr jeden Wunsch von den denselben ab.</p><p>Und sie sah verdammt gut aus. So gut, dass sie den Jungs in der Schule und auf der Stra�e reihenweise die K�pfe h�tte verdrehen k�nnen, wenn sie es denn nur gewollt h�tte. Doch derartige Spielchen lagen ihr v�llig fern. Denn seit zwei Monaten war sie bis �ber beide Ohren verliebt.</p><p>Seit ihrer Geburtstagsparty ging sie mit Tom, dem h�bschesten und coolsten Typen der Schule. Er war einfach toll. Er war der Kapit�n der Fu�ballmannschaft und er hatte sogar einen eigenen Wagen. Es war ein Cabrio, mit dem sie w�hrend der lauen Sommerabende herumfuhren und an versteckt liegenden, lauschigen Pl�tzen gem�tliche Pausen einlegten oder die Abende kuschelnd im Autokino verbrachten.</p><p><emphasis>Ja, das Leben konnte wahrhaftig verdammt leicht und unbeschwert sein.</emphasis></p><p>Und so hatte sie bis zu diesem Morgen keinen einzigen Gedanken daran verschwendet, wie schnell es um eben jene Unbeschwertheit geschehen sein konnte.</p><p>Ein erster, leiser Zweifel r�hrte sich in ihr, als sie wenige Meter voraus etwas auf dem unebenen Waldboden bemerkte. Da sie der zu dieser Tageszeit noch recht tief stehenden Sonne entgegenlief, konnte sie es nicht genau erkennen. Sie sah nur, dass dort irgendetwas lag.</p><p>Etwas, das dort wahrscheinlich nicht hingeh�rte, das ihr an den Tagen zuvor nicht aufgefallen war.</p><p>Sie verlangsamte ihre Schritte und kniff die Augen zusammen. Nach wenigen Schritten hatte sie die Stelle erreicht.</p><p>Und traute ihren Augen nicht.</p><p>Auf dem Boden sa�en Schmetterlinge.</p><p>Wenigstens ein Dutzend der wundersch�nen, farbenpr�chtigen Tiere hatten sich vor ihr auf dem Waldboden versammelt. Aber das eigentlich Faszinierende war die Formation, in der sie sich niedergelassen hatten und die, sie konnte es kaum glauben, ganz eindeutig die Form eines Herzens hatte.</p><p>Erst auf den zweiten Blick bemerkte sie, dass mit den Tieren etwas nicht stimmte. Einige wiegten ihre schimmernden Fl�gel in beruhigendem Rhythmus in der Morgensonne und machten auf Jessica einen ausgesprochen friedlichen Eindruck. Andere Tiere jedoch schlugen sie wild auf und ab, so als versuchten sie vergeblich, ihre federleichten K�rper vom Boden in die Luft zu erheben. Wieder andere r�hrten sich �berhaupt nicht.</p><p>Sie ging in die Hocke, um die Tiere aus der N�he zu betrachten. Erst jetzt bemerkte sie, dass die Fl�gel der meisten Tiere besch�digt waren. Einige hatten L�cher, bei anderen waren an den R�ndern gr��ere Teile herausgebrochen. Ihr Blick fiel auf einen Schmetterling, dem der linke Fl�gel vollst�ndig fehlte.</p><p>Sie wunderte sich noch �ber die seltsame Ansammlung, als sie die Nadeln entdeckte.</p><p>Da die Stecknadeln nicht �ber die sonst typischen, kugelf�rmigen K�pfe verf�gten, waren sie Jessica nicht gleich aufgefallen. Aber nun, da sie sie erst einmal entdeckt hatte, konnte sie gar nicht mehr anders, als sie unentwegt anzustarren.</p><p>Jemand hatte jedem einzelnen Tier eine Nadel durch die K�rpermitte gebohrt und es damit auf den Waldboden gespie�t.</p><p><emphasis>Jemand hatte�</emphasis> Der Gedanke versetzte ihr einen Schock.</p><p>Wer um Himmels Willen sollte so etwas tun? Und warum? Angewidert von so viel Grausamkeit wollte sie aufstehen und sich so schnell wie m�glich aus dem Staub machen.</p><p>Mit einem Mal war ihr dieser vertraute Ort verdammt unheimlich geworden. Was, wenn derjenige, der die Tiere hier platziert hatte, sich noch in der N�he befand?</p><p>Nein, sie wollte einem solchen Menschen auf keinen Fall begegnen.</p><p>Schon gar nicht alleine im Wald.</p><p>Sie wollte gerade aufstehen, als ihr Blick auf den Briefumschlag fiel: Er lag unter Laub und kleineren �sten versteckt, genau im Zentrum des Herzens. Sie zog ihn unter den Bl�ttern hervor und betrachtete ihn. Das rosafarbene Papier war nicht beschriftet, aber die R�ckseite zeigte die eingestanzten Umrisse eines Schmetterlings.</p><p>Mit zitternden Fingern �ffnete sie den nicht zugeklebten Umschlag, zog eine ebenfalls in Rosa gehaltene Karte heraus und begann zu lesen:</p><empty-line/><p><emphasis>�Schmetterlinge sind wundersch�ne, zarte Gesch�pfe. Ihre zerbrechlichen Fl�gel tragen sie mit ungeheurer Leichtigkeit von einem Ort zum anderen. Und doch sind es sprunghafte, unruhige Geister, die es nie lange an einem Ort aushalten.</emphasis></p><p><emphasis>Mit Begeisterung schauen wir sie an, ohne dass es uns jemals gestattet w�re, sie zu ber�hren. Sie wissen um ihre Sch�nheit und zeigen sich gerne in den schillerndsten Farben. Sie lieben es, unsere Begierde zu wecken. Aber sie wissen auch um ihre Zerbrechlichkeit, sind eitel und fliegen jedem davon, der den Versuch wagt, sich ihnen zu n�hern. M�chte man sie ber�hren, oder auch nur in Ruhe betrachten, muss man sie daran hindern, davonzufliegen. Notfalls mit Gewalt.</emphasis></p><p><emphasis>Verstehst du, was ich damit sagen m�chte?�</emphasis></p><empty-line/><p>Ihr Herz begann heftig zu schlagen und sie sp�rte die Panik, die sie ergriff, w�hrend sie die letzten Worte des geheimnisvollen Briefes las:</p><empty-line/><p><emphasis>�Die Schmetterlinge sind wie du, Jessica.�</emphasis></p><empty-line/><p>In diesem Moment h�rte sie unmittelbar hinter sich ein Ger�usch.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><subtitle>SIEBZEHN JAHRE SP�TER...</subtitle><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 1</p><empty-line/><p>Wie nahezu jeder Mensch, fr�nte auch er einer gewissen Leidenschaft.</p><p>Einem Hobby, k�nnte man sagen. Einer Passion. Doch seine Leidenschaft unterschied sich erheblich von denen gew�hnlicher Menschen.</p><p>Vor langer Zeit war ihm ein Sprichwort zu Ohren gekommen, das sinngem�� besagte:</p><p><emphasis>Eine Leidenschaft hei�t Leidenschaft, weil sie Leiden schafft.</emphasis></p><p>Schon damals hatte er schmunzeln m�ssen, als er es geh�rt hatte, denn das Sprichwort stimmte. Auch seine Leidenschaft schaffte Leiden. Allerdings nicht f�r ihn selbst, was das Sprichwort wohl eigentlich h�tte besagen sollen.</p><p>Nein, seine Leidenschaft bedeutete Leiden f�r andere.</p><p>Denn seine Leidenschaft war das T�ten und er ging ihr mit einer Leichtigkeit und Unbek�mmertheit nach, mit der andere Menschen ihre Rosenhecke zurechtschneiden oder Briefmarken sammeln.</p><p>Im Laufe der Zeit jedoch, hatte sie sich zu einer immer schwerer zu kontrollierenden Sucht gesteigert. Die Vorfreude, die er empfand, w�hrend er sich an seine Beute heranpirschte wie ein Raubtier, versetzte sein Gem�t in einen geradezu euphorischen Zustand.</p><p>Es war wie eine Droge.</p><p>Nat�rlich wusste die junge Frau, die er an diesem Abend daf�r auserkoren hatte, eben diese Leidenschaft mit ihm zu teilen, noch nichts von ihrer tats�chlichen Bestimmung.</p><p>Er hingegen konnte sicher sein, dass sie sich v�llig unbefangen auf ihn einlassen und seinem �ber viele Jahre hinweg antrainierten Charme erliegen w�rde. Und wie immer traf er seine Wahl innerhalb weniger Augenblicke mit all seiner Routine.</p><p>Ja, diese Frau war perfekt f�r seine Pl�ne geeignet.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 2</p><empty-line/><p>�Wo bist du?�</p><p>�Gleich da. Aber ich bin viel zu sp�t dran. Wahrscheinlich ist er schon l�ngst weg. Ich wei� jedenfalls nicht, ob ich so lange auf mich gewartet h�tte.� Vanessa sa� hinter dem Steuer des Mini. Mit der rechten Hand presste sie ihr Handy ans Ohr und sah immer wieder nerv�s in den R�ckspiegel. Sie wusste, dass es daf�r wieder einmal Punkte in Flensburg geben w�rde, wenn man sie erwischte, aber sie war einfach noch nicht dazu gekommen, die verfluchte Freisprecheinrichtung reparieren zu lassen.</p><p>�Du bist also wirklich gefahren?�</p><p>�Na klar, was dachtest du denn?�</p><p>�Schwesterchen, du bist verr�ckt. Irgendwann geht das mal richtig schief. Woher willst du wissen, dass du nicht an irgendeinen Verr�ckten ger�tst?�</p><p>�Er ist in Ordnung. Glaub mir. Wir haben ein paar Mal miteinander telefoniert. Er ist wirklich nett. Au�erdem ist es bisher immer gut gegangen.�</p><p>�Ja, der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Ich will es ja nicht beschreien, aber ich habe immer ein verdammt ungutes Gef�hl bei diesen Treffen. Wenn ich Mum davon erz�hle, wird sie vor Sorge sterben.�</p><p>�Untersteh dich. Wenn du ihr davon erz�hlst, bist du die Erste, die stirbt. Dann komme ich n�mlich h�chstpers�nlich vorbei und bringe dich eigenh�ndig um.�</p><p>�Ja, ja. Ist schon gut. Ich werde schweigen. Wie immer. Aber bitte versprich mir, dass du auf dich aufpasst. Ich habe n�mlich keine Lust, dein Foto in so einer Vermisstensendung wieder zu sehen.�</p><p>�Versprochen, ich�� Das Handy rutschte ihr aus der Hand, als sie hektisch nach dem Lenkrad griff und es nach links riss. Der Wagen schleuderte auf die Gegenfahrbahn, doch es gelang ihr, ihn wieder einzufangen, bevor er im Graben landete oder einen der Leitpfosten umm�hte. Sie trat das Bremspedal durch und der Wagen kam entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen. Der Motor erstarb.</p><p>�So ein verdammtes Arschloch. Du bl�der Wichser!�</p><p>Sie blickte in den R�ckspiegel und sah, wie der andere Wagen hinter der n�chsten Kurve verschwand, ohne dass sein Fahrer sich auch nur im Geringsten um sie k�mmerte. Dann b�ckte sie sich und suchte ihr heruntergefallenes Handy im Fu�raum.</p><p>�Bist du noch dran?�, fragte sie, nachdem sie es unter einem der Pedale hervorgeangelt hatte.</p><p>�Um Gottes Willen, was ist denn bei dir los?�</p><p>�So ein bl�der Penner mit einem Leichenwagen. Ist einfach aus einem Waldweg auf die Landstra�e rausgezogen, ohne nach rechts und links zu gucken. Ich bin mir sicher, die Welt der Arschl�cher wird bald wegen �berf�llung geschlossen. Um ein Haar h�tte dieser Vollidiot mich in den Graben bef�rdert.�</p><p>Sie lehnte sich im Fahrersitz zur�ck und sp�rte, wie ihr Herz bis zum Hals klopfte. Ihre H�nde zitterten.</p><p>�Ein Leichenwagen, sagst du?�</p><p>�Ja, warum?�</p><p>�Vielleicht sucht der Typ neue Kunden?�</p><p>�Haha, sehr komisch. Aber fast h�tte es ja geklappt. Du h�ttest bestimmt helfen d�rfen, mich aus dem Wagen zu schneiden.�</p><p>�Sorry, war ein dummer Witz. Tut mir leid. Hast du dir sein Nummernschild gemerkt?�</p><p>�Nat�rlich nicht. Ich war gerade etwas abgelenkt, meinen Wagen nicht gegen den n�chsten Baum zu setzen.�</p><p>�Ich dachte ja nur. Vielleicht h�ttest du ihn anzeigen k�nnen.�</p><p>�Nein, leider nicht. Au�erdem habe ich sowieso keine Zeit daf�r. Ich muss mich jetzt wirklich sputen, wenn ich ihn noch treffen will.�</p><p>�Falls er weg ist, sieh es als Wink des Schicksals. Du wei�t, was ich von diesen Internetgeschichten halte.�</p><p>�Allerdings. Du hast mir schon oft genug eine Moralpredigt deswegen gehalten. Aber ich fahre jetzt trotzdem hin. Also mach�s gut, Schwesterchen.�</p><p>�Du auch. Und bring keine Schande �ber die Familie.�</p><p>�Zerbrich dir nicht immer deinen h�bschen Kopf wegen mir. Ich melde mich. Sp�testens, wenn ich zur�ck bin. Tsch��i!�</p><p>Sie beendete das Gespr�ch und sah sich um. Noch immer stand der Mini entgegen der Fahrtrichtung auf der falschen Spur. Zum Gl�ck war die Stra�e nicht sonderlich stark frequentiert.</p><p>Sie wendete und gab Gas.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 3</p><empty-line/><p>Von seinem Platz aus konnte er die Eingangst�r des Cafes im Erdgeschoss der kleinen Pension perfekt �berblicken. Kuchengierige Rentner besetzten die beiden Tische in den Nischen direkt am Fenster. Die �brigen Pl�tze waren verwaist.</p><p><emphasis>Ist wohl typisch f�r dieses abgelegene Kaff</emphasis>, vermutete er.</p><p>Eine dicke Grauhaarige im Pinguin-Look kam an seinen Tisch gewatschelt.</p><p>�M�chten Sie noch was?�, fragte sie und r�umte seinen leeren Kaffeebecher ab. �Vielleicht was zu essen?�</p><p>�Nein, vielen Dank. Aber Sie k�nnen mir gerne noch einen Kaffee bringen.�</p><p>�Aber nat�rlich.� Sie murmelte noch etwas vor sich hin und wackelte davon.</p><p>Er blickte auf seine Armbanduhr. Seine Verabredung war bereits seit einer Stunde �berf�llig. Dennoch kamen ihm keine Zweifel, dass sie noch erscheinen w�rde.</p><p>Seine Menschenkenntnis hatte ihn bisher nur selten get�uscht und in ihrem Fall war er verdammt sicher gewesen, eine gute Wahl getroffen zu haben. Und auch die Location, die er am Rand dieses Kaffs aufgetan hatte, war perfekt. Es w�rde grandios werden. Davon war er �berzeugt.</p><p>Dann wurde seine Aufmerksamkeit von dem kleinen Gl�ckchen �ber der Eingangst�r geweckt.</p><p>Sein Blick fiel auf eine in Schwarz gekleidete Frau. Er sch�tze sie auf h�chstens Ende, eher Mitte zwanzig. Ihr braunes Haar fiel offen �ber ihre Schultern. Lange Beine steckten in kniehohen Wildlederstiefeln mit gut und gerne zehn Zentimeter hohen Abs�tzen. Dazu trug sie schicke Nylonstr�mpfe und einen verdammt kurzen Rock.</p><p>Die Dicke schob sich in sein Sichtfeld und stellte ihm wortlos einen randvollen Kaffeepot auf den Tisch, bevor sie ebenso wortlos wieder abzog.</p><p>Die junge Frau n�herte sich seinem Tisch. Kurz bevor sie ihn erreichte, kn�pfte sie ihre Lederjacke auf. Unter ihrer Bluse zeichneten sich ihre Brustwarzen ab. Es bestand kein Zweifel, dass sie keinen BH trug.</p><p>�Vanessa?�</p><p>Die junge Frau kam auf ihn zu und reichte ihm die Hand. �S�ren, nehme ich an?�</p><p>Er nickte. �Freut mich, dass Sie noch gekommen sind.�</p><p>�<emphasis>Mich</emphasis> freut es, dass <emphasis>Sie</emphasis> noch da sind. Normalerweise bin ich nicht so unp�nktlich. Da ist wohl mindestens eine dicke Entschuldigung f�llig.�</p><p>�Kein Problem. Vergessen Sie es einfach.�</p><p>Er deutete ihr mit der Hand, auf dem Stuhl ihm gegen�ber Platz zu nehmen.</p><p>�Wollen wir das <emphasis>Sie</emphasis> nicht weglassen? Ich f�hle mich dann so schrecklich alt.�</p><p>�Das sagen ausgerechnet Sie? Aber von mir aus gerne. Ich finde es f�r die Zusammenarbeit ohnehin besser, wenn man per <emphasis>Du</emphasis> ist.�</p><p>Sie reichte ihm die Hand.</p><p>Ihm fielen ihre gepflegten Fingern�gel auf. Wahrscheinlich war ihre Versp�tung auf eine Sitzung im Nagelstudio zur�ckzuf�hren.</p><p>�Das freut mich. Also noch einmal. Offiziell, sozusagen.�</p><p>Ihr L�cheln gefiel ihm. Es wirkte offen, sympathisch. Und irgendwie kumpelhaft.</p><p>�Vanessa.�</p><p>Er reichte ihr ebenfalls die Hand, doch bevor er etwas sagen konnte, tauchte der grauhaarige Pinguin wieder an ihrem Tisch auf.</p><p>�M�chten Sie was bestellen? Wir haben hausgemachten Apfelstrudel im Angebot.�</p><p>�Nein danke. Aber eine Cola light w�re super.�</p><p>�Nat�rlich. Ich dachte mir schon so was.� Dann verschwand sie wieder.</p><p>�Was ist denn mit der los?�, fragte Vanessa und sah zu, wie die Kellnerin in einer T�r mit der Aufschrift <emphasis>Privat</emphasis> verschwand.</p><p>�Mach dir nichts draus. Die Dame hat einen schlechten Tag.� Er z�gerte kurz, bevor er weiter sprach. �Vanessa, ich f�rchte, ich muss dir etwas gestehen. Ich habe dich angelogen.� Er betrachtete die Falten, die sich auf Vanessas Stirn bildeten, als sie die Augen zusammenkniff und f�gte schnell hinzu: �Es ist nichts Schlimmes. Ich habe mir nur abgew�hnt, im Internet meinen richtigen Namen zu verwenden.�</p><p>�Du meinst, du hei�t nicht <emphasis>S�ren</emphasis>?�</p><p>�Nein. Was meinst du? Kommst du damit zurecht?�</p><p>�Kommt auf deinen richtigen Namen an.�</p><p>�Ich meinte eigentlich damit, dass ich dich angelogen habe.�</p><p>�Schon vergessen. Solange du mir jetzt reinen Wein einschenkst. Also, wie hei�t du wirklich?�</p><p>�Willst du raten?�</p><p>�So wie bei Rumpelstilzchen?�</p><p>�Soviel kann ich dir verraten. Rumpelstilzchen ist es nicht.�</p><p>�Dann sag schon. Wie hei�t du?�</p><p>�Jonas.�</p><p>Die Kellnerin kam zur�ck und stellte die Cola �bertrieben heftig vor Vanessa auf dem Tisch ab. Eisw�rfel schlugen gegeneinander und etwas von der dunklen Fl�ssigkeit schwappte �ber den Rand des Glases. Auf der wei�en Tischdecke bildete sich ein brauner Kringel.</p><p>Vanessa griff nach dem Glas, lehnte sich in ihrem Stuhl zur�ck und trank einen Schluck. Einige Sekunden lang betrachtete sie Jonas, ohne etwas zusagen.</p><p>Er sp�rte ihren Blick �ber sein Gesicht wandern. �ber seine hellblauen Augen, die einen so krassen Kontrast zu seinen dunklen Haarstoppeln bildeten. �ber seinen Dreitagebart, der zu so etwas wie einem Markenzeichen geworden war, �ber das schmale Kinn und �ber die f�r seinen Geschmack ein wenig zu markante Nase.</p><p>Schlie�lich brach sie das Schweigen.</p><p>�Doch nicht etwa <emphasis>der</emphasis> Jonas, oder?�</p><p>Er sah sie fragend an.</p><p>�Jonas Lundqvist. Der Fotograf.�</p><p>Jetzt l�chelte er und griff in die schwarze Tasche, die neben seinem Stuhl auf dem Boden stand. Abgesehen von gewissen Accessoires f�r den bevorstehenden Abend, enthielt sie auch eine Nikon. Er zog die Kamera heraus und hielt ihren fragenden Blick auf seinem Speicherchip fest. Dann drehte er Vanessa das kleine Display zu.</p><p>Sie nahm ihm das Ger�t aus der Hand und betrachtete das Foto. �Ich kann es nicht fassen�, sagte sie schlie�lich und gab ihm die Kamera zur�ck.</p><p>�Was ist los? So �berrascht?�</p><p>�Ja. Das hei�t, nein, ich� Es ist einfach so, dass ich Ihre Fotos schon seit Jahren bewundere.�</p><p>�Sind wir wieder beim <emphasis>Sie</emphasis>?�</p><p>�Nein, Entschuldigung. Ich bin nur v�llig platt, dir gegen�ber zu sitzen und ein Fotoshooting zu planen. Ich dachte immer, die M�dels auf deinen Bildern w�ren professionelle Models.�</p><p>�Das sind sie auch. Jedenfalls die meisten von ihnen.�</p><p>�Ich glaube, ich verstehe nicht.�</p><p>�Es sind keine bezahlten Profis, falls du das meinst. Aber sie machen ihr Ding absolut professionell. Jedenfalls die meisten von ihnen.�</p><p>�Und du glaubst, dass ich deinen Anspr�chen gerecht werde?�</p><p>�Absolut.�</p><p>Vanessa schaute etwas verlegen auf die allm�hlich schmelzenden Eisw�rfel in ihrem Glas.</p><p>�Was ist los? Bist du nicht mehr interessiert?�</p><p>�Doch, sogar mehr denn je.�</p><p>�Und was besch�ftigt dich? Du siehst aus, als h�ttest du Zweifel.�</p><p>�Ich frage mich einfach, ob ich gut genug bin, auf deinen Fotos zu modeln.�</p><p>�Davon bin ich absolut �berzeugt.�</p><p>�Ist das dein Ernst?�</p><p>�Mein voller Ernst. Ehrenwort. Ich freue mich riesig auf das Shooting mit dir. Du sagst, du bist seit Jahren ein Fan meiner Bilder?�</p><p>Vanessa nickte.</p><p>�Was gef�llt dir an ihnen? Was macht sie aus deiner Sicht so besonders?�</p><p>�Sie sind so�� Sie suchte nach dem richtigen Wort. �Ausdrucksstark.�</p><p>�Danke f�r die Blumen.�</p><p>�Ehrlich. Ich kenne keinen, der so beeindruckende Fotos macht. Was ist dein Geheimnis? Oder darfst du es nicht verraten?�</p><p>�Kein Problem. Es ist auch kein wirkliches Geheimnis. Ich versuche einfach, die Gef�hle in meinen Bildern m�glichst stark herauszuarbeiten. Und das absolut kompromisslos.�</p><p>�Kompromisslos? Klingt ein bisschen wie <emphasis>r�cksichtslos</emphasis>. Muss ich mir Sorgen machen?�</p><p>Er l�chelte und trank einen Schluck Kaffee. �Es geht darum, die Dinge, die du zeigen m�chtest, immer in der st�rksten Form zu zeigen, die du zu liefern imstande bist. Wenn ein Foto Gewalt zeigen soll, dann zeig soviel Gewalt, wie du kannst. Wenn es Leidenschaft zeigen soll, dann zeig all die Leidenschaft, die du aus der Situation herausholen kannst. Das gleiche gilt f�r Schmerz, f�r Freude, f�r Sex. Eigentlich f�r alles, das du im Bild festhalten willst. Wei�t du, was ich meine?�</p><p>�Klingt irgendwie logisch. Und so gar nicht nach einem Geheimrezept.�</p><p>�Sag ich doch.�</p><p>�Du investierst viel Zeit in die Vorbereitung deiner Shootings, oder?�</p><p>�Eigentlich nicht. Nur bei der Wahl der Location �berlasse ich nichts dem Zufall. Alles andere muss dann einfach geschehen. Wenn das Model mitspielt, k�nnen sich die tollsten Geschichten daraus entwickeln. Manchmal entstehen geradezu magische Momente. Und das ist es, was meinen Bildern den Ausdruck verleiht, von dem du gesprochen hast.�</p><p>�Darf ich dich noch etwas fragen?�</p><p>�Nur zu. Frag was immer du wissen willst.�</p><p>�Du hast gesagt, du arbeitest nicht mit professionellen Models zusammen. Warum? Geht es ums Geld?�</p><p>�Nein, um Geld geht es schon lange nicht mehr. Wobei die Sache mit den Fotos ja eher ein Hobby von mir ist. Geld verdienst du vor allem mit den Videos und Werbespots.�</p><p>Vanessa nickte. �Davon habe ich gelesen. Wirklich beeindruckend. Aber noch mal zur�ck zu den Models. Warum machst du das? Ich meine, warum suchst du die M�dchen �ber das Internet und kontaktierst sie unter einem falschen Namen? Du k�nntest doch jede haben, wenn du von Anfang an sagen w�rdest, wer du bist.�</p><p>�Aber genau das m�chte ich nicht. Ich m�chte mit M�dchen arbeiten, die voll hinter dem stehen, was wir tun. Ich m�chte, dass sie es der Bilder wegen und f�r das Thema an sich machen. Von mir aus auch f�r das kleine Taschengeld, das ich daf�r zahle. Aber eben nicht wegen meines Namens oder weil sie hoffen, durch mich eines Tages vielleicht in einem hochdekorierten Hochglanzmagazin zu landen. Au�erdem m�chte ich nicht, dass bekannt wird, wie ich an die M�dchen komme. Es w�rde sich herumsprechen und die Masche w�rde irgendwann nicht mehr funktionieren. S�ren w�re sozusagen arbeitslos.�</p><p>�Wie kannst du sicher sein, dass ich es nicht herumerz�hlen werde? Zum Beispiel, weil ich vor Stolz fast platze.�</p><p>�Weil du mir unterschreiben wirst, dass du nicht weitererz�hlst, wie es zu dem Treffen gekommen ist.�</p><p>�Und wenn ich mich weigere? Ich unterschreibe nie einen Vertrag, ohne meinen Anwalt zu konsultieren.�</p><p>�Dann gibt es keine Fotos. Ich zahle deine Coke und wir vergessen das Ganze. Hast du ein Problem damit, zu schweigen?�</p><p>�Nein. �berhaupt nicht. Ich war nur neugierig, wie du dich absicherst.�</p><p>�Du wirst au�erdem unterschreiben, dass du freiwillig zu diesem Shooting gekommen bist und dass du alles, was auf den Bildern zu sehen ist, aus freiem Willen gemacht hast.�</p><p>Vanessa leerte ihre Cola. Ihr missfiel der pl�tzliche Stimmungswechsel des Gespr�ches. Gerade eben hatte sie noch den Eindruck gehabt, aufs Heftigste mit einem der begehrtesten und erfolgreichsten Fotografen und Videoproduzenten zu flirten. Nun sa� sie einem Gesch�ftsmann gegen�ber, der ihr knallhart seine Bedingungen um die Ohren schlug. Auf der anderen Seite war es vermutlich v�llig normal f�r jemanden wie ihn, sich auf diese Art und Weise Sicherheit zu verschaffen und nicht in das offene Messer einer durchgeknallten Tussi zu laufen, die er im Internet aufgegabelt hatte.</p><p>�Und die Rechte an den Bilder muss ich vermutlich auch abtreten?�</p><p>�Musst du nicht.� Nun l�chelte er und sein Gesicht nahm wieder diesen warmen Ausdruck an. Einen Ausdruck, der so gar nicht zu der Art von Fotographien passen wollte, mit denen er sich einen Namen gemacht hatte.</p><p>�Muss ich nicht?� Sie war �berrascht.</p><p>�Ich bin der Fotograf. Die Rechte der Bilder liegen ohnehin bei mir. Daf�r braucht es keinen Vertrag. Du unterschreibst nur, dass ich die Bilder, die dich zeigen, auch benutzen darf. Wegen der Pers�nlichkeitsrechte.�</p><p>�H�tte ich mir ja denken k�nnen. Gibt es noch etwas, das ich wissen muss? Vielleicht zum Shooting selbst?�</p><p>�Vergiss das Codewort nicht.�</p><p>�Du meinst das <emphasis>Safeword</emphasis>?�</p><p>Jonas nickte. �Wenn du das Shooting zu irgendeinem Zeitpunkt beenden m�chtest, v�llig egal, aus welchem Grund, sagst du es. Wir brechen dann sofort ab.�</p><p>Vanessa nickte. �Wie lautet es?�</p><p>�Such dir was aus. Sieh zu, dass es nichts ist, das dir im Eifer des Gefechts herausrutscht, obwohl du es nicht so meinst. Das kann unter Umst�nden die Stimmung eines kompletten Shootings killen. Gleichzeitig sollte es etwas sein, dass du im entscheidenden Moment auf keinen Fall vergisst.�</p><p>�G�nsebl�mchen.�</p><p>�G�nsebl�mchen?�</p><p>�Ja.�</p><p>�Benutzt du dieses Wort immer?�</p><p>�Wie kommst du darauf?�</p><p>�Die meisten, f�r die es das erste Mal ist, wirken sehr �berrascht und stellen viele Fragen. Dann sind sie so verlegen, dass sie wenigstens eine Minute f�r den ersten Vorschlag brauchen.</p><p>�Okay, du hast mich ertappt. Ich habe schon �fter mit diesem Notausgang operiert.�</p><p>�Das ist gut. Ich glaube, es wird gro�artig werden. Ich habe ein richtig gutes Gef�hl. Und meine Intuition t�uscht mich nur sehr selten. Eigentlich nie.�</p><p>Er griff nach seiner Kamera und fummelte an einigen der zahlreichen Kn�pfe herum. Dann entfernte er den Deckel vom Objektiv und pustete unsichtbare Staubk�rner weg.</p><p>�Bist du Single?�, fragte er schlie�lich, ohne sie anzusehen.</p><p>�Wie bitte?� Sie war so �berrascht, dass ihre Gegenfrage deutlich aufbrausender klang, als sie es tats�chlich meinte.</p><p>�Entschuldige, ich h�tte dich das nicht fragen sollen. Es geh�rt nicht hierher. Die Tatsache, dass du zu dieser Verabredung erschienen bist, verr�t mir alles, was ich f�r das Shooting wissen muss. Vergiss es einfach.�</p><p>�Glaubst du im Ernst, ich h�tte mich auf eine derartige Verabredung eingelassen, wenn ich zu Hause einen Freund sitzen h�tte?�</p><p>Sie klang leicht am�siert und er musste sich eingestehen, dass ihre Reaktion ihn erleichterte. Und er sah ein, dass seine Frage wohl nicht sonderlich clever gewesen war.</p><p>�Ich habe ein Zimmer f�r uns gebucht.� Er schob einen Schl�ssel �ber die wei�e Tischdecke, der an einem goldenen Anker befestigt war. Auf dem Anh�nger war die Nummer 108 eingraviert.</p><p>�<emphasis>Ein</emphasis> Zimmer?�</p><p>�Wenn es dir nicht recht ist, kann ich gerne��</p><p>�Nein. Kein Problem.�</p><p>�Sicher?�</p><p>Vanessa nickte. �Dann lass uns hochgehen. Ich m�chte mich noch umziehen.�</p><p>�Mir gef�llt, was du anhast.� <emphasis>Und vor allem, was du nicht anhast.</emphasis> �Von mir aus kannst du es anbehalten.�</p><p>�Dann warte mal ab, was ich f�r unser Shooting mitgebracht habe.� Sie zwinkerte ihm zu und griff nach dem Zimmerschl�ssel, der offen auf dem Tisch lag. Dann schulterte sie ihre kleine Reisetasche und verschwand in Richtung der Treppe.</p><p>Jonas blickte ihr einen Augenblick vertr�umt hinterher. Dann legte er einen Geldschein auf den Tisch und folgte ihr.</p><p>Es w�rde ein interessanter Abend werden. Oh ja, das w�rde es ganz gewiss.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 4</p><empty-line/><p>Kid beobachtete die junge Frau.</p><p>Sie hatte ein h�bsches Gesicht mit einer niedlichen Stupsnase. Das schulterlange Haar wurde von einem schwarzen Gummiband zusammengehalten. Hautenge Jeans endeten �ber weinroten Chucks und unter dem wei�en Kapuzen-Sweater zeichneten sich volle Br�ste ab.</p><p>Sie blieb in der T�r stehen und lie� ihren Blick durch die kleine Dorfdiscothek streifen.</p><p><emphasis>Sie �berlegt noch, ob sie bleiben soll</emphasis>, dachte Kid. Er f�rchtete, sie k�nnte ebenso schnell durch die T�r entschwinden, wie sie aufgetaucht war. Doch zu seiner Erleichterung suchte sie sich schlie�lich einen freien Barhocker, neben dem sie ihren Trekkingrucksack abstellte. Sie setzte sich und Kid konnte den oberen Rand eines wei�en String-Tangas sehen, der vorwitzig aus ihrer Jeans herauslugte.</p><p>Sein Mund wurde trocken und er sp�rte seinen Hormonspiegel rapide ansteigen. Dennoch zwang er sich, nichts zu �berst�rzen und erst einmal abzuwarten, ob sich nicht noch jemand anderes zu der jungen Frau gesellte. Er konnte sich kaum vorstellen, dass sie tats�chlich ganz alleine unterwegs war.</p><p>Kid winkte die Bedienung, eine t�towierte Br�nette, zu sich heran und bestellte ein Bier. Sein Blick wanderte durch den Raum zur�ck zu dem M�del an der Theke. Offenbar hatte sie bereits einen weiteren Fan gefunden. Der Typ hinter dem Tresen hatte auffallend gro�es Interesse an dem neuen Gast und beugte sich l�chelnd zu ihr her�ber.</p><p>Sie sch�ttelte den Kopf, wobei ihr rotblonder Pferdeschwanz aufgeregt hin und her wippte. Der Blick des Typen sprach B�nde. Er war so scharf auf die Blondine, dass ein Gef�hl von Eifersucht in Kid aufkeimte, obwohl er selbst bisher kein einziges Wort mit ihr gewechselt hatte.</p><p>Aber das w�rde sich �ndern.</p><p>Er blickte auf seine Uhr. Zehn Minuten waren vergangen, seit sie den Laden betreten hatte. Unwahrscheinlich, dass sich noch jemand dazugesellen w�rde. Zumindest h�tte Kid eine so attraktive Erscheinung nicht so lange warten lassen.</p><p>Die Kellnerin kam mit einem vollen Tablett auf ihn zu und reichte ihm eine Flasche, deren Kaufpreis sie auf einer gelben Karte abzeichnete, die Kid ihr wortlos hinhielt.</p><p>Er nahm das Bier und nippte daran. Es war viel zu warm, aber das st�rte ihn nicht weiter. Er war voll und ganz damit besch�ftigt, sich eine geeignete Strategie zu �berlegen, die junge Frau anzusprechen.</p><p>Inzwischen war der Barkeeper mit seinen Bem�hungen einen Schritt weiter gekommen. Er stellte ein Cocktailglas mit knallrotem Inhalt und einer Schirmchendekoration vor der Blondine auf die Theke. Daneben legte er einen kleinen Notizblock und einen Stift.</p><p>Die sch�ne Unbekannte riss einen Zettel ab, kritzelte etwas darauf und schob ihn �ber den Tresen.</p><p><emphasis>Verdammte Schei�e.</emphasis></p><p>Wenn Kid etwas �berhaupt nicht in den Kram passte, dann, dass sie diesem Dorftrottel ihren Namen und ihre Telefonnummer auf die Nase band.</p><p>Der Barkeeper kam zur�ck, nahm den Zettel von der Theke und starrte ihn eine Weile an. Mit zusammengekniffenen Augen betrachtete er die Blondine, bevor er den Zettel zusammenkn�llte und auf den Fu�boden schnippte.</p><p><emphasis>War wohl nichts.</emphasis> Kid konnte sich das Grinsen nicht verkneifen.</p><p>Er beobachtete die Szene noch eine Weile und als sich nichts weiter tat, nahm er sein Bier, stand auf und steuerte einen freien Barhocker direkt neben der unbekannten Sch�nheit an.</p><p>�Ist hier noch frei?�, fragte er und zog den Hocker ein St�ck vom Tresen weg.</p><p>Die blauen Augen der Frau funkelten ihn an. �Ja klar, kein Problem.� Dann drehte sie sich wieder ihrem Cocktail zu.</p><p>�Ist der gut?�, fragte Kid und nickte in Richtung des Getr�nks.</p><p>�Wahrscheinlich schon, aber ehrlich gesagt, sind Cocktails nicht so mein Ding.�</p><p>�Nicht?� Kid tat �berrascht.</p><p>�Nein, eigentlich stehe ich mehr auf Bier.�</p><p>�Auf Bier?�</p><p>�Ja.� Sie machte eine kurze Pause. �Nun sagen Sie schon, dass Sie das seltsam finden.� Sie l�chelte.</p><p>�Warum sollte ich?�</p><p>�Weil ich es bevorzuge, wenn M�nner die Wahrheit sagen.�</p><p>�Nein, ich meine, warum sollte ich es seltsam finden?�</p><p>�Weil Bier trinkende Frauen eine Minderheit darstellen?� Sie sah ihn an, w�hrend sie den gestreiften Strohhalm ihres Cocktails zwischen Daumen und Zeigefinger drehte.</p><p>�Sie haben eben Geschmack. Darf ich Ihnen eins bestellen?�</p><p>�Nein, vielen Dank. Aber das ist wirklich nicht n�tig.� Sie beugte sich �ber den Strohhalm und saugte kr�ftig daran. Kid beobachtete, wie die blutrote Fl�ssigkeit das Innere des Strohhalms hinaufwanderte und zwischen ihren Lippen verschwand.</p><p><emphasis>Etwas zu schmal</emphasis>, dachte er. <emphasis>Ihre Lippen sind etwas zu schmal. Und ihre Augen stehen eine Nuance zu dicht nebeneinander. Sie sieht gut aus, aber aus der N�he betrachtet, ist sie keine perfekte Sch�nheit. Auf einer Skala von Eins bis Zehn vielleicht eine Sieben. H�chstens eine Acht.</emphasis></p><p>Nicht schlecht f�r den Anfang. Der Abend war schlie�lich noch jung.</p><p>Sie setzte den Strohhalm ab und wischte einen Tropfen des roten Getr�nks aus ihrem Mundwinkel.</p><p>�Au�erdem w�re es dem edlen Spender gegen�ber �u�erst unh�flich, seinen Drink zu verschm�hen und stattdessen ein Bier zu trinken. Was w�rden Sie sagen, wenn Sie mir einen Drink spendiert h�tten und ich w�rde Ihnen gestehen, dass ich ihn nicht mag?�</p><p>�Was glauben Sie, was ich denken w�rde?�</p><p>�W�ren Sie gekr�nkt?�</p><p>�Nein.� Kid schob eine kurze Pause ein. �Vielleicht ein bisschen beleidigt.�</p><p>Sie l�chelte, warf den Kopf nach hinten und l�ste mit einer geschmeidigen Handbewegung das Gummi aus ihren Haaren. Sie sch�ttelte die rotblonde M�hne und streifte das Gummiband �ber ihr Handgelenk.</p><p>�Ich hei�e �brigens Sandy. Das hei�t, eigentlich Sandra, aber das mag irgendwie niemand sagen. Seit dem Kindergarten bin ich f�r alle nur Sandy.�</p><p>�Was ist dir lieber? Sandy oder Sandra?�</p><p>�Fr�her habe ich Sandy gehasst, aber irgendwann hatte ich mich dran gew�hnt. Und mittlerweile kommt es mir sogar komisch vor, wenn mich jemand Sandra nennt. Eigentlich machen das nur meine Eltern. Und die eigentlich auch nur, wenn sie was zu motzen haben. Wie hei�t du?�</p><p>�Kid. Ich bin Kid. Freut mich, dich kennen zu lernen.� Er streckte ihr seine Hand hin, aber sie ignorierte die Geste und griff stattdessen zu ihrem Cocktail.</p><p>�Kid? Etwa so wie der��</p><p>�Wie der Musiker. Genau.�</p><p>�Sorry, wahrscheinlich kannst du diesen Spruch auch schon nicht mehr h�ren. Manchmal sollte ich eine Sekunde nachdenken, bevor ich losplappere.�</p><p>�Nein, kein Problem.�</p><p>�Wirklich?�</p><p>�Ja, alles cool.� Kid trank einen Schluck. Dann winkte er dem Barkeeper mit seiner leeren Bierflasche zu und signalisierte ihm mit zwei Fingern seine neue Bestellung.</p><p>�Was hat dich eigentlich in diesen Dorftreff verschlagen?�</p><p>�Du meinst, wegen meinem Rucksack?�</p><p>�Ja. Normalerweise verirren sich hier kaum Fremde hin und wenn, dann nicht mit ihrer kompletten Wanderausr�stung.�</p><p>�Das war ehrlich gesagt auch eher eine Notl�sung.�</p><p>�Aber immerhin hast du gleich eine nette Bekanntschaft gemacht.�</p><p>�Eingebildet bist du wohl gar nicht, oder?� Sie lachte und Kid sah einen aufgeklebten Brillianten auf einem ihrer Eckz�hne.</p><p>�Ich meinte eigentlich nicht mich, sondern ihn.� Er deutete mit den Augen in Richtung des Barkeepers.</p><p>�Wie kommst du denn darauf?�</p><p>�Na, immerhin hast du ihm einen Liebesbrief geschrieben, nachdem er dir den Drink gebracht hat.�</p><p>�Einen Liebesbrief, den er gleich wieder weggeworfen hat. Nachdem er mir den Drink gebracht hat, den ich nicht mochte. Kein wirklich guter Start, wenn du mich fragst.�</p><p>�Richtig. Den Drink, den du nicht mochtest.�</p><p>�Und den ich nicht bestellt habe.�</p><p>�Logisch. Warum solltest du auch? Du magst ihn ja nicht einmal.�</p><p>�Eben. Und, was sagt uns das?�</p><p>�Ich wei� nicht. Sag du es mir.�</p><p>�Vielleicht, dass ich ihm <emphasis>nicht</emphasis> meine Telefonnummer gegeben habe?�</p><p>�Hast du nicht?�</p><p>�Hab ich nicht.�</p><p>�Was denn dann?�</p><p>�Ein kleines Geheimnis zwischen ihm und mir.� Sie l�chelte verhei�ungsvoll.</p><p>Der Barkeeper kam zu ihnen und stellte zwei Bierflaschen auf den Tresen. Sandy winkte ihn zu sich heran und fl�sterte ihm etwas ins Ohr. Er nickte wortlos, r�umte das noch dreiviertel volle Cocktailglas ab und sch�ttete den Inhalt in das Sp�lbecken hinter der Theke.</p><p>�Ich glaube, den hast du endg�ltig vergrault.� Die Musik war inzwischen so laut aufgedreht geworden, dass Kid Sandy regelrecht ins Ohr br�llen musste, damit sie verstehen konnte, was er sagte.</p><p>�Nicht so schlimm. Ich habe dich ja stattdessen�, schrie sie zur�ck. �Warte kurz, ich bin gleich wieder da.� Sie b�ckte sich und kramte eine kleine, schwarze Tasche aus ihrem Rucksack. �Nicht weglaufen�, rief sie ihm zu und verschwand in Richtung der Toiletten. �Passt du kurz auf meinen Rucksack auf?�</p><p>Kid nickte l�chelnd und nahm einen gro�en Schluck aus der Bierflasche. Das lief ja besser, als er zu hoffen gewagt hatte. Zwar war er sich seiner Wirkung auf Frauen durchaus bewusst, aber dass es mit diesem Prachtexemplar derma�en glatt laufen w�rde, hatte er nicht erwartet.</p><p>Er sah sich um. Allm�hlich f�llte sich der Laden mit dem typischen Mix aus Bauerntrampeln und Dorfschlampen. Allesamt kein Vergleich mit seiner Sandy. Es wurde Zeit, sich aus dem Staub zu machen. Je mehr Leute sie zusammen sahen, desto riskanter wurde die ganze Sache.</p><p>�Alles klar?�, riss Sandys Stimme ihn aus seinen Gedanken. Sie hatte ihren wei�en Sweater ausgezogen und ihn sich um die H�ften gebunden. Darunter trug sie ein schwarzes, tief ausgeschnittenes Tanktop, das von ihren Br�sten nur das N�tigste bedeckte.</p><p>Als sie ihren Kopf �ber seine Schulter beugte, konnte er den Duft ihres Parf�ms riechen. Offenbar hatte sie es in der Damentoilette aufgetragen, denn zuvor war es ihm nicht aufgefallen. Auch ihre Lippen hatten sich ver�ndert. Sie wirkten jetzt voller und gl�nzten im Licht der Barbeleuchtung.</p><p>�Alles prima�, antwortete er. �Ich habe nur gerade �berlegt, ob wir von hier verschwinden. Ich kenne da ein sch�nes Lokal, in dem man sich besser unterhalten kann. Hier wird es jetzt zunehmend ungem�tlicher.�</p><p>�Eigentlich gerne, aber ich muss mich noch um eine �bernachtungsgelegenheit k�mmern.�</p><p><emphasis>Perfekt</emphasis>, dachte Kid. Sie hatte noch nicht einmal ein Zimmer gebucht. Folglich w�rde sie so schnell auch niemand vermissen. Besser konnte es einfach nicht laufen. Ein echter Gl�ckstag.</p><p>�Kein Problem. In dem Lokal vermieten sie auch G�stezimmer. Ich kenne die Vermieterin. Sie hat bestimmt etwas f�r dich. Ist nur ein paar Minuten mit dem Wagen von hier entfernt. Bist du auch mit dem Auto unterwegs?�</p><p>�Nein.�</p><p>�Kein Problem, wir k�nnen meinen Wagen nehmen. Steht drau�en auf der anderen Stra�enseite.�</p><p>�Perfekt. Und ich hatte schon bef�rchtet, der Tag w�rde genau so beschissen weitergehen, wie er angefangen hat.�</p><p>Sie wollte nach ihrem Rucksack greifen, aber Kid kam ihr zuvor. �Lass mal, ich mach das schon. Der sieht schwer aus.�</p><p>�Ist er auch.�</p><p>Er wuchtete den Rucksack auf seine Schultern. �Meine G�te, was hast du da drin? Steine?�</p><p>�Nur das N�tigste�, lachte sie. �Aber ich kann ihn auch selbst tragen. Du musst das nicht tun. Ich kann das alles eh schon nicht mehr gutmachen.�</p><p>�So ein Quatsch. Mach dir dar�ber keinen Kopf.�</p><p><emphasis>Du wirst schon sehen, wie du es wieder gutmachen kannst.</emphasis></p><p>�Also, was ist da drin? Frauensachen?�</p><p>�Frauensachen.�</p><p>Er grinste. �Also los, hauen wir ab.�</p><p>Sie steuerten auf den Ausgang zu und einen Augenblick nachdem sie ihre Verzehrkarten bezahlt hatten, standen sie auf dem Schotterparkplatz der Bar. Inzwischen war er etwa zur H�lfte gef�llt.</p><p>Kid atmete die k�hle Luft ein. Die B�ume warfen lange Schatten und in etwa einer Stunde w�rde die Sonne untergehen. Er lag perfekt in der Zeit.</p><p>�Mein Wagen steht da dr�ben zwischen den B�umen. Aber nicht erschrecken. Er ist etwas� extravagant.�</p><p>Sie �berquerten die Stra�e. Die andere Seite lag bereits im Schatten und es war merklich k�hler. Kid betrachtete Sandy. Sie fror. Unter dem Top konnte er die aufgerichteten Nippel ihrer Br�ste sehen.</p><p>Als sie seinen Blick bemerkte, l�ste sie den Knoten ihres Sweatshirts und zog es �ber.</p><p><emphasis>Du Vollidiot,</emphasis> schimpfte er in Gedanken. <emphasis>Musstest du sie so anstarren? Selbst wenn sie blind w�re, h�tte sie deinen Blick bemerkt.</emphasis></p><p>Aber eigentlich konnte es ihm egal sein. Schon bald w�rde er sowieso alles zu sehen bekommen, was er sehen wollte.</p><p>�Das ist ein Scherz, oder?�, fragte Sandy ungl�ubig, als sie sich dem Wagen n�herten, der unter einer Gruppe Kiefern abseits der Stra�e stand.</p><p>�Ich sagte ja, er ist etwas extravagant.�</p><p>�Extravagant? Das ist wohl ein wenig untertrieben. Ich hatte an so eine aufgemotzte Sch�ssel gedacht, vielleicht sogar an einen Sportwagen. Aber ganz bestimmt nicht an einen Leichenwagen.�</p><p>�Soll ich dir lieber ein Taxi rufen?�, fragte Kid und bem�hte sich nicht, den leicht gekr�nkten Tonfall seiner Stimme zu �berspielen. Er hatte diese Reaktion auf sein Gef�hrt schon oft genug erlebt und machte sich schon lange nichts mehr daraus. Inzwischen musste er sich sogar eingestehen, bei diesem ersten Schock seiner Bekanntschaften einen gewissen Kick zu versp�ren. Au�erdem war der Wagen einfach praktisch.</p><p>�Nein. Tut mir leid, ich war nur etwas��</p><p>��berrascht?�</p><p>�Ja. <emphasis>�berrascht</emphasis> trifft es wohl ganz gut. War nicht b�se gemeint. Was ist mit meinem Rucksack? Passt er in den Kofferraum, oder ist der belegt?� Als sie merkte, was sie gesagt hatte, r�usperte sie sich und fuhr mit belegter Stimme fort. �Sorry, ich meine, hast du Platz oder steht hinten ein Sarg drin?�</p><p>�Nur ein einfaches Transportmodell. Aber f�r deinen Rucksack ist noch Platz. Du kannst es dir inzwischen vorne gem�tlich machen. Die meisten Mitfahrer bevorzugen den Beifahrersitz. Jedenfalls die Lebenden.�</p><p>Sandy lachte, aber es klang ein wenig verkrampft. Sie �ffnete die Beifahrert�r und schwang sich auf den schwarzen Stoffsitz.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><empty-line/><empty-line/><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 5</p><empty-line/><p>Vanessa lie� sich ins warme Wasser gleiten und lehnte ihren R�cken gegen die glatte Kunststoffoberfl�che. Eigentlich hatte sie sich nur schnell frisch machen und umziehen wollen, aber dem einladenden Anblick der riesigen Whirlpoolwanne hatte sie einfach nicht widerstehen k�nnen.</p><p>Sie schloss die Augen und atmete den aufsteigenden Dampf ein. Sie griff nach einer kleinen, mit dem Logo des Hotels versehenen Flasche mit Duschcreme, die auf dem Wannenrand stand und begann, ihren Oberk�rper mit der milchigen Fl�ssigkeit einzureiben. Als sie mit den H�nden �ber ihre Br�ste streichelte, richteten sich ihre Brustwarzen auf.</p><p>Vanessa seufzte leise.</p><p>W�hrend ihre H�nde ihrem K�rper tiefer ins Wasser folgten und schlie�lich zwischen ihren Oberschenkeln verweilten, dachte sie an Jonas. Eigentlich war er ein ganzes St�ck zu alt f�r sie. Sie sch�tzte ihn auf etwa vierzig. Aber er war ihr sympathisch, stand mitten im Leben und war, soweit sie informiert war, ungebunden. Au�erdem sah er verdammt gut aus, war bekannterma�en erfolgreich und damit vermutlich auch ziemlich wohlhabend.</p><p>Sofort sch�mte sie sich f�r diesen Gedanken.</p><p>Au�erdem w�re es in h�chstem Ma�e unprofessionell. Schlie�lich bezahlte er sie daf�r, dass sie ein professionelles Fotoshooting mit ihm durchzog und nicht daf�r, dass sie sich an ihn ranschmiss.</p><p>Sie zuckte zusammen, als sie jemand sanft an der Schulter ber�hrte. Sie hatte niemanden kommen h�ren.</p><p>�Alles in Ordnung?� Jonas sa� auf dem Rand der Badewanne und beugte sich zu ihr hinunter. �Wir sollten aufbrechen.�</p><p>�Haben wir es wirklich so eilig?�, h�rte Vanessa sich sagen. �Ich w�rde gerne noch ein bisschen hier bleiben. Diese Wanne ist wundervoll. Und das Wasser ist noch so sch�n warm.�</p><p>Jonas steckte seine Hand ins Wasser. �Stimmt�, sagte er und tauchte sie tiefer hinein.</p><p>Vanessa sp�rte, wie sein Handr�cken an der Au�enseite ihres Oberschenkels entlang strich, bevor sie langsam den Weg zwischen ihre Schenkel suchte. Sanft glitt sie �ber Vanessas Intimzone hinweg, beschrieb einen engen Kreis um ihren Bauchnabel und wanderte hinauf zu ihren Br�sten.</p><p>Vanessa schloss erneut die Augen und lie� sich noch tiefer in das hei�e Wasser sinken. Seine Hand begann, ihre linke Brust zu kneten, die noch immer voller Duschgel und ganz glitschig war.</p><p>�Das ist unfair�, fl�sterte sie.</p><p>�Was genau?�</p><p>�Meine zweite Brust f�hlt sich benachteiligt.�</p><p>�Das wollen wir aber auf gar keinen Fall.� Seine Hand nahm sich die andere Brust vor und begann, sie ebenfalls z�rtlich zu kneten.</p><p>Vanessa griff nach seiner Hand und f�hrte sie behutsam zur�ck zwischen ihre Schenkel, wo sie sich mit Jonas Zeigefinger streichelte.</p><p>Sie lie� seine Hand los, aber er wusste auch so, was er zu tun hatte. Vanessa streckte ihre Arme aus der Wanne, Wasser lief daran herab und tropfte auf Jonas Jeans. Sie lie� ihre H�nde �ber seine Oberschenkel wandern und dr�ckte ihre Handfl�che gegen seinen Schritt. Deutlich konnte sie seine Erektion sp�ren. Ihre Finger krallten sich in Jonas T-Shirt und mit einem kr�ftigen Ruck zog sie ihn zu sich in die Wanne.</p><p>�Hey, was machst du?�</p><p>�Ich dachte, wir k�nnten diese tolle Wanne gemeinsam ausprobieren. Was meinst du?�</p><p>Statt zu antworten, beugte er sich �ber sie und begann, ihre Brustwarzen zu k�ssen, die sich knapp oberhalb der Wasseroberfl�che befanden. Immer abwechselnd nahm er die eine, dann die andere in den Mund und saugte und knabberte an ihnen. Zun�chst sehr zaghaft, dann immer entschlossener und leidenschaftlicher.</p><p>Sie tastete nach dem Rei�verschluss seiner Jeans, �ffnete ihn und schob ihre Hand so tief in seine Hose, wie sie konnte. Der nasse Jeansstoff klebte wie eine zweite Haut an seinen Beinen, aber schlie�lich gelang es ihr, sie �ber seinen Hintern nach unten zu schieben.</p><p>Seine schwarzen Boxershorts lie� sie folgen. Zuletzt zog sie ihm sein T-Shirt �ber den Kopf.</p><p>Sein nackter K�rper war leicht gebr�unt und �berraschend gut in Form. Ihre H�nde krallten sich in seine Pobacken, als er sich langsam zwischen ihre Schenkel schob.</p><p>St�hnend warf sie den Kopf nach hinten und rutsche pl�tzlich den Rand der Badewanne hinunter. Ihr Kopf tauchte unter und Seifenwasser drang in Nase und Mund ein. Hustend riss sie die Augen auf und suchte mit den H�nden nach dem rettenden Wannenrand. Sie hob den Kopf aus dem Wasser und sah sich um.</p><p>Sie war allein.</p><p>Pl�tzlich klopfte es an der Badezimmert�r.</p><p>�Vanessa? Alles in Ordnung? Wir m�ssen langsam los. Ich wollte noch ein paar Aufnahmen machen, bevor es dunkel wird.�</p><p>Sie richtete sich in der Wanne auf. Das Wasser war inzwischen deutlich k�lter geworden.</p><p>Verdammt, sie war wirklich einged�st.</p><p>�Ich komme! Ich muss mich nur noch schnell anziehen.� Ihr wurde schwindelig und bunte Sternchen blitzten vor ihren Augen auf, als sie sich ruckartig aus dem Wasser erhob, sich ein Handtuch um die H�ften wickelte und aus der Badewanne stieg.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 6</p><empty-line/><p>�Wohin fahren wir?�</p><p>�Lass dich �berraschen. Es wird dir gefallen.� Kid konzentrierte sich auf die Stra�e, die sich in engen Kurven durch einen Kiefernwald schl�ngelte. Er sah Sandy an. Ihr rotblondes Haar gl�nzte im durch die B�ume fallenden Licht der untergehenden Sonne. Lichtreflexe tanzten �ber die zahlreichen Sommersprossen und die ger�tete Haut ihrer Wangen. Er wunderte sich dar�ber, ein derart attraktives M�dchen, das v�llig alleine unterwegs gewesen war, in diesem gottverlassenen Kaff aufgegabelt zu haben.</p><p>�Wie kommt es eigentlich, dass du ganz alleine mit dem Rucksack in dieser Gegend unterwegs bist?�</p><p>�Eigentlich bin ich ja gar nicht alleine.�</p><p><emphasis>Ganz gro�e Schei�e.</emphasis></p><p>�Nicht?�, fragte er und bem�hte sich, es so beil�ufig wie m�glich klingen zu lassen.</p><p>�Nein. Eigentlich war ich mit meinem Freund unterwegs.�</p><p><emphasis>Noch viel gr��ere Schei�e.</emphasis></p><p>�Mit deinem Freund?�</p><p>�Ja.� Nach einer kurzen Pause f�gte sie hinzu: �Entt�uscht?�</p><p>�Nein, nur��</p><p>��berrascht?�</p><p>�Ja. �berrascht trifft es wohl ganz gut.�</p><p>Sie sahen sich an und lachten los.</p><p>Er kannte Sandy erst ein paar Minuten, musste aber zugeben, dass er sie wirklich mochte. Sie war charmant und sah obendrein noch gut aus. Ein echtes Prachtexemplar, das ihm da ins Netz gegangen war. Er versp�rte den Wunsch, sie n�her kennen zu lernen.</p><p>Ein Jammer, dass ihnen kein zweisamer Abend vorherbestimmt war. Aber vielleicht konnte er das ja noch kurzfristig �ndern.</p><p><emphasis>Schnick-Schnack-Schnuck.</emphasis></p><p>�Wieso warst du dann alleine in dieser Dorfkneipe?�, versuchte er das Gespr�ch wieder aufzunehmen.</p><p>�Wir haben uns gestritten.�</p><p>�Worum ging es?�</p><p>Sandy schwieg einen Augenblick.</p><p>�Sorry, ich wollte nicht indiskret sein. Es geht mich wirklich nichts an.�</p><p>�Nein. Kein Problem. Es war v�llig belanglos.� Sie murmelte etwas, das nach <emphasis>�Wie immer�</emphasis> klang. �Eigentlich ging es nur darum, ob wir in einer Pension absteigen oder auf einem Zeltplatz �bernachten.�</p><p>�Du warst f�r die Pension?�</p><p>�F�r den Zeltplatz.�</p><p>�Echt? Ist ja cool.�</p><p>�Findest du?�</p><p>�Na klar. Ich hatte mal eine Freundin, die partout nicht in einem Zelt �bernachten wollte.�</p><p>�Und wie sieht�s bei dir aus?�</p><p>�Ich liebe Zelten. Aber sie wollte einfach nicht.�</p><p>�Ich liebe es auch. Aber das hast du dir jetzt sicherlich schon gedacht. Ihr seid nicht mehr zusammen, nehme ich an?�</p><p>Kid sch�ttelte den Kopf. Dann setzte er den Blinker, bremste den Wagen stark ab und steuerte ihn nach links in einen Waldweg, der so versteckt zwischen den B�umen lag, dass er Sandy �berhaupt nicht aufgefallen w�re.</p><p>�Ihr habt euch getrennt?�</p><p>�Wir sind gleich da.� Im Schritttempo hoppelte der Wagen �ber den engen Weg.</p><p>�ste schlugen rechts und links an die Scheiben. Die schleifenden Ger�usche verursachten bei Sandy eine G�nsehaut. Die feinen, blonden H�rchen auf ihren Armen richteten sich auf. Wie bei einem Tier, das die Gefahr wittert, sie aber noch nicht so recht einordnen kann. �Entschuldige. Dieses Mal war ich wohl diejenige, die indiskret war.�</p><p>�Sie ist gestorben�, sagte Kid tonlos.</p><p>�Oh.� Sandy hielt sich vor Entsetzen die Hand vor den Mund. �Das tut mir leid. Wie ist es�?�</p><p>�Ich habe sie umgebracht.�</p><p>W�hrend die Worte noch als lautes Echo in ihrem Kopf widerhallten und sie �berlegte, ob sie �ber diesen makabren Scherz lachen oder doch lieber emp�rt aus dem Wagen springen sollte, legte sich von hinten eine Hand �ber ihre Augen. Eine zweite Hand dr�ckte ihr ein Tuch �ber Mund und Nase, das einen stechenden Geruch absonderte.</p><p>Sie versuchte, sich aus der Umklammerung zu befreien und bewegte den Kopf wild hin und her. Sie schlug um sich und versuchte vergeblich, den Angreifer in ihrem Nacken zu fassen zu kriegen. Doch mit jedem Atemzug gelangten mehr der bet�ubenden D�mpfe in ihre Lungen.</p><p>Schlie�lich verlor sie das Bewusstsein und sank auf dem Beifahrersitz des Wagens zusammen.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><empty-line/><empty-line/><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 7</p><empty-line/><p>Sie �ffnete die Augen.</p><p>Es war stockfinster.</p><p><emphasis>Wo bin ich</emphasis>, wollte sie fragen, aber ein Knebel verhinderte, dass sie auch nur ein einziges Wort �ber die Lippen brachte. Reflexartig wollte sie sich von der Metallkugel in ihrem Mund befreien, aber sie konnte ihre H�nde nicht bewegen.</p><p><emphasis>Gefesselt</emphasis>, dachte sie. <emphasis>Er hat mich gefesselt.</emphasis></p><p>Ihre Handgelenke waren, ebenso wie ihre Fu�kn�chel, mit Klebeband aneinander gebunden worden. Ein Seil verband beide Fesseln miteinander und verhinderte, dass Sandy ihre H�nde bis hinauf zum Gesicht bewegen konnte.</p><p>Wo um alles in der Welt war sie? Und was war geschehen?</p><p>Sie streckte ihre Finger nach oben, soweit die Fesseln es zulie�en. Schmerzhaft stie� sie mit der Fingerkuppe gegen eine Metallspitze.</p><p>Gleich daneben war noch eine.</p><p>Und noch eine.</p><p>Sie alle waren dicht nebeneinander angebracht und schienen �ber die komplette Decke ihres niedrigen Gef�ngnisses verteilt zu sein. Sandy st�hnte innerlich auf. Nicht auszudenken, wenn sie versucht h�tte, sich aufzurichten. Nicht nur, dass sie sich schmerzhafte Stichverletzungen h�tte zuf�gen k�nnen. Es w�re nicht einmal unwahrscheinlich gewesen, sich ein Auge an einer der Metalldornen auszustechen.</p><p><emphasis>Kid</emphasis>.</p><p>Dieses Arschloch hatte sie tats�chlich bet�ubt und in den Sarg verfrachtet, der hinten in seinem Wagen gestanden hatte. Und es war kein normaler Sarg. Es war einer, den er scheinbar nur f�r diesen speziellen Zweck pr�pariert hatte.</p><p>Sie lachte hysterisch auf, als sie dar�ber nachdachte, dass ausgerechnet ihr so etwas passieren musste. Dabei hatten ihre Eltern sie seit sie denken konnte davor gewarnt, zu Fremden ins Auto zu steigen.</p><p><emphasis>Prima Sandy, das hast du ja ganz gro�artig hingekriegt. Ein Typ macht dir sch�ne Augen und du hast nichts Besseres zu tun, als zu ihm in den Wagen zu springen. Und, voil�, bist du irgendeinem verr�ckten Spinner auf den Leim gegangen.</emphasis></p><p>Und dabei hatte dieser Typ ihr noch nicht einmal Geschichten von niedlichen Babyhunden oder S��igkeiten auftischen m�ssen, so wie es ihre Eltern ihr immer gepredigt hatten. Nein, sie hatte sich v�llig selbst�ndig und ohne jede Not bis zum Hals in die Schei�e geritten.</p><p>Und diese Schei�e stank.</p><p>Ein stechender Geruch erf�llte den engen Innenraum ihres Gef�ngnisses und trieb ihr Tr�nen in die Augen.</p><p><emphasis>Es muss das Zeug sein, mit dem er mich au�er Gefecht gesetzt hat.</emphasis></p><p>Sandy riss an den Fesseln, die daraufhin noch schmerzhafter in ihre Handgelenke und Kn�chel schnitten.</p><p>Ansonsten erreichte sie nichts.</p><p>Ihr Pulsschlag beschleunigte sich und das Pochen in ihrer Halsschlagader vermischte sich mit dem H�mmern der Kopfschmerzen.</p><p>Sie war kurz davor, die Kontrolle �ber sich zu verlieren. Und obwohl sie wusste, dass Panik in dieser Situation die schlechteste aller m�glichen Optionen war, konnte sie sich nicht gegen das aufsteigende Gef�hl erwehren.</p><p>Es war beinah so wie damals.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 8</p><empty-line/><p>Sie stand auf dem Balkon ihres Hotelzimmers und schaute auf das t�rkisblaue Meer, w�hrend die Strahlen der Sp�tnachmittagssonne kleine Schwei�perlen auf ihrer leicht ger�teten Haut entstehen lie�en.</p><p>Sie atmete die warme Luft ein und schloss die Augen. Wenn es nach ihr ging, konnte dieser Urlaub ewig dauern.</p><p>Ohne ihre Eltern, ohne ihren pubertierenden Bruder und ohne ihren streits�chtigen Exfreund. Ganz alleine. Nur ihre beste Freundin Lena und sie. Oh ja, nach dem �berstandenen Abistress hatten sie sich die zwei Wochen �gypten redlich verdient, die gleichzeitig den kr�nenden Abschluss ihrer Schulzeit bildeten.</p><p>Und wer wusste schon, wohin es sie alle in der nahen Zukunft verschlagen w�rde? Lena plante, sich nach dem Sommer f�r einen Studienplatz im Ausland zu bewerben und Sandy w�rde an einer Universit�t in ihrer Heimatstadt studieren. Ein wenig beneidete sie ihre Freundin um deren reiche Eltern, die ihre Pl�ne, gleich f�r mehrere Jahre in die Staaten zu gehen, nur mit einem beil�ufigen <emphasis>�Wenn du das wirklich m�chtest�</emphasis> kommentiert hatten.</p><p>�Wie sieht�s aus? Wollen wir noch zum Basar in den Ort laufen?� Lena war hinter sie getreten, ohne dass Sandy sie hatte kommen h�ren, und schlang freundschaftlich die Arme um Sandys H�ften. Sie legte ihr Kinn auf ihrer Schulter ab und fl�sterte: �Komm, S��e, lass uns gehen. Ich wollte noch ein paar Souvenirs f�r zu Hause kaufen. Und Postkarten haben wir auch noch keine einzige geschrieben.�</p><p>�Wahrscheinlich sind die sowieso erst nach uns in Deutschland. Falls sie �berhaupt ankommen.�</p><p>�Egal, aber ich m�chte wenigstens mit gutem Gewissen sagen k�nnen, dass wir welche geschickt haben.�</p><p>Sandy drehte sich um.</p><p>Lena war wundersch�n, vom Typ her das exakte Gegenst�ck zu ihr. Ihre nussbraunen Locken, die nach �ber einer Woche in der arabischen Sonne dunkel gebr�unte Haut und die gro�en, gr�nbraunen Augen. Kein Wunder, dass die Kerle bei ihr Schlange standen.</p><p>Sie trug ein kurzes Tr�gerkleidchen, dessen fliederfarbener Grundton mit winzigen wei�en und rosafarbenen Bl�ten durchsetzt war. Ihre Sonnenbrille steckte im offenen, vom Duschen noch nassen Haar. Der Duft ihres Duschgels drang frisch und bet�rend in Sandys Nase.</p><p>�Was starrst du mich so an? Stimmt was nicht?� Lenas herzliches Lachen zeigte ihre schneewei�en Z�hne.</p><p>�Doch. Es ist nur��</p><p>�Was? Alles okay?�</p><p>�Ich habe nur gerade daran denken m�ssen, wie es wohl weitergeht, wenn wir wieder zur�ck in der Heimat sind. Du wirst sp�testens in ein paar Monaten in Kalifornien oder in einem anderen Sonnenstaat der USA studieren und ich hocke weiterhin zu Hause bei meinen Eltern.�</p><p>�Neidisch?�</p><p>�Nein, nat�rlich nicht. Na gut, vielleicht ein kleines bisschen. Aber das ist es gar nicht.�</p><p>�Was denn dann?�</p><p>�Ich werde dich schrecklich vermissen.�</p><p>�Ich dich doch auch. Und du kannst mich jederzeit besuchen kommen. Du musst mir versprechen, dass du kommst. Abgemacht?� Lena machte einen Schritt auf Sandy zu und sah sie eindringlich an. Ihre Gesichter ber�hrten sich beinahe.</p><p>Mit einem Mal sp�rte Sandy ein ihr bis dato unbekanntes Kribbeln. Er f�hlte sich irgendwie seltsam an und ohne dar�ber nachzudenken, zog sie Lena pl�tzlich zu sich heran und dr�ckte ihr einen fl�chtigen Kuss auf den Mund. Irritiert und �berrascht von ihrem eigenen Verhalten, trat sie einen Schritt zur�ck. �Sorry, war nicht so gemeint. Ich wei� selbst nicht, was da in mir vorgegangen ist. Bitte, ich��</p><p>�Psst!� Lena dr�ckte ihr sanft ihren Zeigefinger auf die Lippen. Dann zog sie Sandy durch die offene Balkont�r ins Innere des klimatisierten Zimmers.</p><p>Sandy sp�rte die kalte Luft auf ihrer schwitzigen Haut, als Lena sich zu ihr beugte und z�rtlich ihren Hals k�sste.</p><p>�Warum eigentlich nicht?�, fl�sterte Lena und fuhr mit der Zungenspitze �ber Sandys Ohrl�ppchen. �Wir sind doch im Urlaub. Und niemand wird jemals davon erfahren�</p><p>Sandys Herz begann wild zu pochen, als Lena ihre H�nde unter ihr Kleid schob und mit ihren Fingern �ber sie Konturen ihres Stringtangas streichelte.</p><p>Sie sahen sich gegenseitig tief in die Augen. Z�gernd streichelte Sandy �ber Lenas Br�ste. Sie waren voll und weich und zeichneten sich formsch�n unter dem Stoff ihres Kleides ab.</p><p>Lena schob Sandy in Richtung des Kingsize-Bettes und dr�ckte sie sanft auf die Matratze, ohne ihre Lippen von Sandys Hals zu l�sen. Dann k�sste sie Sandy auf den Mund und ihre rechte Hand glitt unter Sandys Kleid. Sandy bebte innerlich, w�hrend Lenas Finger sich vorsichtig in ihr H�schen vortasteten.</p><p>Sie st�hnte leise auf und schloss die Augen, als Lenas Zeigefinger sanft in sie eindrang, sie sich weiter k�ssten und ihre Zungen sich gegenseitig umspielten.</p><p>Als sie eine Stunde sp�ter gemeinsam �ber den Suk schlenderten, hatte Sandy das Gef�hl, jeder der zahlreichen Passanten m�sse ihr das Erlebte an der Nasenspitze ansehen. Nat�rlich war dem nicht so, aber das seltsame Gef�hl blieb.</p><p>Bis zu diesem Tag h�tte sie sich niemals vorstellen k�nnen, mit einer Frau intim zu werden. Und schon gar nicht mit ihrer besten Freundin. Auf der anderen Seite: Gab es etwas Naheliegenderes, als eine derartige Erfahrung mit einem Menschen zu machen, mit dem man seit fr�hester Kindheit durch dick und d�nn gegangen war? Mit jemandem, den man so gut kannte, wie niemanden sonst auf der Welt? Mit dem man all seine Geheimnisse geteilt hatte? Selbst die, die man vor seinen Eltern h�tete, wie seinen Augapfel? Wahrscheinlich nicht. Und eigentlich war die Erinnerung daran viel zu sch�n, als dass Sandy sie nun durch �berfl�ssiges Gr�beln zerst�ren wollte.</p><p>�Sprecht ihr Deutsch? Ich habe Bruder in Deutschland. Komm und probier Malventee. Bei mir kriegt ihr besten Tee in ganz �gypten. Kommt. Nur probieren. Nicht kaufen.� Der junge Mann, der hinter seinem Stand hervortrat, l�chelt sie freundlich an und folgte ihnen einige Schritte, als sie einfach weitergingen.</p><p>�Nein, vielen Dank. Das ist wirklich nett von Ihnen, aber wir m�gen beide keinen Tee.�</p><p>�Keinen Tee? Ihr wisst nicht, was ihr verpasst. Kommen und probieren. Ist eine Einladung.�</p><p>�Es tut uns leid�, sagte Lena bestimmt. �Aber wir m�chten wirklich nicht.�</p><p>�Zwei so h�bsche Frauen aus Deutschland. Warum so abweisend?�</p><p>Lena dreht sich noch einmal um und wollte etwas erwidern, aber Sandy griff nach ihrem Arm und zog sie weiter. �Komm, lass ihn einfach. Sonst schaffen wir es nie, den ganzen Basar anzusehen.�</p><p>Im Schatten aufgespannter T�cher schlenderten sie durch die engen Gassen. Einheimische H�ndler boten allerhand n�tzliche und weniger n�tzliche Waren an. Vor allem Touristenschickschnack. Kleidungsst�cke, Handtaschen, G�rtel, Imitate ber�hmter Sportartikelhersteller, Gew�rze, Tee, Schmuck. Es schien nichts zu geben, was das Urlauberherz begehrte, was es hier nicht zu kaufen gab. Und jeder H�ndler versicherte seinen Kunden, ihnen f�r die beste Ware weit und breit den g�nstigsten Preis weit und breit zu machen.</p><p>Sandy saugte den Duft der Gew�rze und Lederwaren in sich auf. Sie genoss den Augenblick und f�hlte sich so wohl und unbeschwert, wie schon lange nicht mehr. Am Abend w�rden sie sich im Hotel in das arabische Restaurant direkt am Strand setzen, gem�tlich eine Shisha rauchen und den einen oder anderen Cocktail trinken.</p><p><emphasis>Und danach</emphasis>, dachte Sandy, <emphasis>werden wir sehen, was die Nacht noch so f�r uns bereith�lt.</emphasis></p><p>Wieder sp�rte sie dieses neuartige Kribbeln. Sie blickte sich nach Lena um, die an einem der St�nde stehen geblieben war und nun mit schnellen Schritten auf sie zu eilte.</p><p>�Schau mal, ich habe etwas gekauft.�</p><p>�Gerade eben? So schnell? Hauptsache, du hast dich nicht �bers Ohr hauen lassen. Hier musst du feilschen, was das Zeug h�lt.�</p><p>�Nein, das passt schon. Au�erdem ist es ein Geschenk f�r dich, da wollte ich mit dem Typ auch nicht bis aufs Blut verhandeln.� Sie �berreichte Sandy eine kleine T�te.</p><p>�Ein Geschenk? F�r mich? Was ist es denn?�</p><p>�Schau nach. Ich hoffe, es gef�llt dir.�</p><p>Sandy �ffnete die T�te und zog etwas heraus. Es war eine Art Amulett. Eine aus Holz geschnitzte Figur mit einer kleinen �se. �Das ist doch dieser K�fer, oder?�</p><p>Lena nickte. �Ein Skarab�us. Exakt. Bei den �gyptern gilt er als Gl�cksbringer. Er steht f�r Leben und Auferstehung. Er wird dich besch�tzen, wenn ich in den Staaten bin.�</p><p>�Vielleicht solltest du ihn dann besser selbst behalten? Gl�ck wirst du dort ganz bestimmt gebrauchen k�nnen.�</p><p>�Gef�llt er dir nicht?�</p><p>�Doch, ich finde ihn wirklich toll. Vielen Dank.� Sandy betrachtete die Figur eine Weile und steckte sie dann in ihren Brustbeutel.</p><p>�Gerne.� Lena sah sich unsicher um. Dann dr�ckte sie Sandy fl�chtig einen Kuss auf die Wange. �Dann lass uns weitergehen.�</p><p>�Einen Augenblick noch�, sagte Sandy. �Ich muss ganz kurz etwas nachsehen. Wartest du eben?� Ohne eine Antwort abzuwarten, eilte sie zu einem der St�nde, die sich ein paar Meter die Gasse hinauf befanden.</p><p>Als sie ihr Ziel erreicht hatte, explodierte die Welt um sie herum.</p><p>Der Knall war ohrenbet�ubend und Sandy nahm die Ger�usche der Umgebung pl�tzlich nur noch durch einen wattierten Schleier wahr. Es war beinahe so wie damals, in der Unterstufe, als sie im Winter nach dem Schwimmen Ohrenschmerzen bekommen hatte und eine Woche lang mit Watte in den Ohren herumgelaufen war.</p><p>Nur, dass die Welt um sie herum sich damals v�llig normal weitergedreht hatte. Diese hier allerdings versank in v�lligem Chaos.</p><p>Menschen rannten wild durcheinander, dichter Rauch hing in der Luft und setzte sich bei�end in Sandys Nase fest. Das Atmen fiel ihr schwer. Panisch und ohne zu wissen, was �berhaupt geschehen war, schaute sie sich um.</p><p>An der Stelle, an der sie Lena zur�ckgelassen hatte, herrschte heilloses Durcheinander. Einige der Marktst�nde standen in Flammen und �berall auf dem Boden lagen menschliche K�rper. Einheimische bem�hten sich in dem ausgebrochenen Chaos verzweifelt um Hilfe, knieten neben Verletzten oder versuchten vergeblich, weitere Helfer herbeizuwinken. Doch die Mehrheit der Menschen, allen voran die Touristen, flohen panikartig in alle Himmelsrichtungen.</p><p>Lena. Wo war Lena?</p><p>�Lena! Wo bist du?� Sie schrie aus Leibeskr�ften, doch ihre Stimme ging im allgemeinen Get�se unter.</p><p>Sie rannte los, mitten in das herrschende Chaos hinein, das beinahe apokalyptische Z�ge annahm. Menschen lagen am Boden und schrien, hielten sich blutende Wunden oder starrten mit schockgeweiteten Augen auf abgerissene und kreuz und quer herumliegende Gliedma�en.</p><p>�berall war Blut.</p><p>Von einer Sekunde zur anderen war in dem beschaulichen Urlaubsort die H�lle losgebrochen.</p><p>�Lena? Mein Gott, Lena! Wo bist du?� Tr�nen rannen in Str�men �ber ihr brennendes Gesicht. Erst jetzt bemerkte sie, dass sie selbst aus zahlreichen Schnittwunden blutete, sp�rte jedoch keinerlei Schmerz. Ihr K�rper war vollgepumpt mit Adrenalin.</p><p>Sie entdeckte Lena wenige Meter von der Leiche des jungen Mannes entfernt, bei dem sie den Skarab�us gekauft hatte. V�llig aufgel�st kniete sie neben ihrer Freundin nieder. Lena zitterte so heftig, dass Sandy das Aufeinanderschlagen ihrer Z�hne durch das herrschende Chaos hindurch und trotz ihrer tauben Ohren deutlich h�ren konnte. �berall war Blut.</p><p>Mit zusammengekniffenen Augen sah Lena zu ihrer Freundin auf und versuchte, eine Hand nach ihr auszustrecken, doch ihr Arm fiel kraftlos zu Boden.</p><p>Als Sandy bemerkte, dass Lenas Lippen tonlose Worte formten, beugte sie sich zu ihr hinunter.</p><p>�Alles wird gut. Glaub mir. Wir bekommen das wieder hin. Ganz bestimmt. Es kommt jeden Augenblick Hilfe.� Und tats�chlich h�rte Sandy in der Ferne das leise Heulen von Sirenen.</p><p>�H�r zu�, fl�sterte Lena und ihre Stimme klang verzerrt und br�chig. �Ich werde sterben. Halt mich fest. Halt mich einfach fest, bis es vorbei ist.�</p><p>�Das darfst du nicht sagen, nicht einmal denken�, unterbrach Sandy ihre Freundin schluchzend. �Du musst durchhalten.�</p><p>�Sandy, ich kann nicht mehr. Es tut so schrecklich weh. Mein Bauch.�</p><p>Erst jetzt bemerkte Sandy das klaffende Loch im Bauch ihrer Freundin und ihr wurde �bel, als sie erkannte, um was es sich bei den blutigen Schlangen handelte, die daraus hervorquollen. Sie legte Lenas Kopf in ihren Scho� und streichelte �ber ihr blutverklebtes Haar.</p><p>Noch einmal sammelte Lena all ihre Kraft und presste m�hsam hervor: �Pass gut auf dich auf, meine S��e. Versprich mir, dass du auf dich aufpasst. Und behalte den�� Sie hustete und ein Schwall Blut quoll aus ihrem Mund. �Er� bringt Gl�ck��</p><p>Die Sirenen wurden lauter und schon konnte Sandy die rotierenden Lichter der Rettungswagen sehen.</p><p>Doch in dem Moment, als Lenas Augen nach oben rollten und starr in die grelle Sonne blickten, ohne zu blinzeln, wusste Sandy, dass es zu sp�t war.</p><p>Weinend brach sie zusammen.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 9</p><empty-line/><p>Die zahlreichen Narben der Schnitte an Armen und Beinen waren im Laufe der Jahre verheilt.</p><p>Die seelischen Narben waren es nicht.</p><p>Bis heute war sie nicht �ber den Tod ihrer besten Freundin hinweggekommen. Und dennoch war sie davon �berzeugt, dass dieser Schicksalsschlag sie stark gemacht hatte. Stark genug jedenfalls, um jede Krise zu meistern, die das Leben seither f�r sie bereitgehalten hatte.</p><p>Und genauso w�rde es auch dieses Mal sein.</p><p>Sie w�rde sich nicht unterkriegen lassen.</p><p>Nicht von diesem kranken Arschloch, das sie bet�ubt und in einen Sarg gesperrt hatte.</p><p>Aber was genau war eigentlich passiert?</p><p>Sie erinnerte sich, diesen Typ, Kid, an der Bar kennen gelernt zu haben. Sie hatten sich nett unterhalten und irgendwann hatte er vorgeschlagen, in ein ruhigeres Lokal zu wechseln. In seinem Auto hatten sie sich unterhalten.</p><p>�ber seine Freundin.</p><p>Und er hatte gesagt, er habe sie get�tet.</p><p>Und noch w�hrend Sandy es f�r einen makabren Scherz hielt, hatte sie jemand von hinten �berw�ltigt und bet�ubt.</p><p><emphasis>Jemand.</emphasis></p><p>Es war nicht Kid gewesen. Der hatte am Steuer gesessen und sie hatte ihn die ganze Zeit �ber angesehen.</p><p>Folglich befand sich noch eine weitere Person im Fahrzeug.</p><p>Ob Kid ebenso �berrascht worden war?</p><p><emphasis>Bl�dsinn</emphasis>.</p><p>Nat�rlich hatte er Bescheid gewusst, wer sich dort im Fonds seines Wagens verbarg. Mehr noch. Er musste mit diesem jemand unter einer Decke stecken. Ihr wurde schlagartig spei�bel, als die �berlegung zur Gewissheit reifte. Es war kein spontaner �berfall gewesen. Er hatte sie nicht zuf�llig angesprochen und vorgeschlagen, mit ihm das Lokal zu wechseln.</p><p>Nein, er hatte von Beginn an den Plan gehabt, sie in eine Falle zu locken. Und sie war ihm voll auf den Leim gegangen.</p><p>Sie versuchte, sich zu beruhigen und ihre Atmung unter Kontrolle zu bekommen, indem sie sich auf die Umgebung konzentrierte. Zun�chst h�rte sie nur ihr eigenes Blut, das wild hinter ihren Schl�fen pulsierte.</p><p>Aber je l�nger sie so dalag und sich auf die Dunkelheit einlie�, desto differenzierter nahm sie ihre Umgebung wahr.</p><p>Sie vernahm das sonore Ger�usch eines Motors. Sie fuhren also. Wohin, das wusste sie nicht. Vermutlich zu irgendeinem Versteck. Der Leichenwagen, sie ging davon aus, dass sich der Sarg noch immer in diesem befand, obwohl sie sich dessen nicht einhundertprozentig sicher sein konnte, wippte weich auf und ab, wenn er auf eine Unebenheit im Stra�enbelag traf.</p><p>Abgesehen von dem Motorenger�usch konnte sie noch etwas h�ren. Weit entfernt und nur, wenn sie sich vollkommen darauf konzentrierte.</p><p>Stimmen.</p><p>Sie waren also tats�chlich zu zweit. Mindestens. Oder h�rte sie lediglich Radiostimmen? Nein, die eine Stimme geh�rte Kid, davon war sie �berzeugt. Die andere Stimme sagte ihr nichts. Sie musste dem geheimnisvollen Unbekannten geh�ren.</p><p>Obwohl Sandy sich voll auf die Unterhaltung der beiden Personen konzentrierte, konnte sie lediglich Bruchst�cke des Gespr�ches verstehen.</p><p>�Gefallen� wirklich h�bsch� dieses Mal vorsichtiger� nicht dauernd� beschaffen.�</p><p>��nichts daf�r�� Nun redete der andere. �War sie hin�ber� weggeschafft��</p><p>�Ja� aber� nicht weiter� Abst�nde� immer k�rzer��</p><p>Sandy wurde schlecht. Nat�rlich konnte sie sich irren und sich etwas v�llig Falsches aus den Wortfetzen zusammenreimen. Aber die Bef�rchtung, verr�ckten Killern in die Falle gegangen zu sein, fra� sich mehr und mehr in ihrem Bewusstsein fest.</p><p>Gerade als eine neue Panikwelle �ber sie hinwegzuschwappen drohte und sie einen weiteren vergeblichen Versuch startete, sich von ihren Fesseln zu befreien, sp�rte sie eine Bewegung in ihrer rechten Hosentasche.</p><p><emphasis>Brrr� Brrr� Brrr�.</emphasis></p><p>Ihr Handy!</p><p>Sie hatten vergessen, ihr das Handy abzunehmen. Zwar war der Klingelton ausgeschaltet, doch den Vibrationsalarm hatte sie standardm��ig aktiviert.</p><p>Sie musste nur rangehen und dem Anrufer mitteilen, dass sie gerade von zwei Verr�ckten in einem Leichenwagen durch die Gegend gekarrt wurde und schon konnte sich die Polizei auf die Suche nach ihr machen.</p><p><emphasis>Brrr� Brrr� Brrr�.</emphasis></p><p>Die Sache hatte nur einen einzigen Haken. Sie war ziemlich fachm�nnisch verschn�rt worden und hatte keine Chance, das Telefon aus der Hosentasche zu holen, um das Gespr�ch anzunehmen.</p><p>Wieder riss sie an den Klebestreifen an ihren Handgelenken und wieder erreichte sie nichts. Diese Wahnsinnigen hatten wirklich ganze Arbeit geleistet.</p><p><emphasis>Brrr� Brrr� Brrr�.</emphasis></p><p>Das Handy vibrierte zum dritten und letzten Mal. Jetzt w�rde die Mailbox anspringen und den Anrufer bitten, eine Nachricht zu hinterlassen. Keine Chance, jemandem von ihrer misslichen Lage zu berichten. Tr�nen der Verzweiflung stiegen ihr in die Augen. Sie schlug wild mit dem Kopf hin und her, stie� schmerzhaft gegen die W�nde des Sarges. Sie versuchte zu schreien, aber durch die Metallkugel in ihrem Mund brachte sie nur ein leises Grunzen zustande.</p><p>Ein lauter Knall lie� sie zusammenzucken. Sie konnte sich irren, aber sie hatte das Gef�hl, dass das Ger�usch seinen Ursprung direkt unter ihr hatte.</p><p>Beinahe zeitgleich begann der Wagen zu schlingern. Sandy vermutete, dass er �ber die Fahrbahn schleuderte, wobei er mehrfach ruckartig die Richtung wechselte. Ihr Kopf wurde nach rechts und links geworfen. Sie rechnete jeden Augenblick damit, dass der Wagen sich auf die Seite legen und kippen w�rde.</p><p>Aber das geschah nicht.</p><p>Schlie�lich ebbten die Bewegungen ab und das Motorenger�usch erstarb.</p><p>Schlagartig wurde es still.</p><p>Totenstill.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><empty-line/><empty-line/><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 10</p><empty-line/><p>Der alte Opel Kadett knatterte mit ge�ffnetem Verdeck dem Sonnenuntergang entgegen. Die Luft roch nach Kiefern und der auflandige Wind blies dem Fahrer salzige Seeluft um die Nase.</p><p>Doch trotz der scheinbaren Idylle befand sich seine Stimmung auf dem Tiefpunkt. Seit einer gef�hlten Ewigkeit kurvte Ronnie nun schon durch die Gegend.</p><p>Und, was hatte er erreicht?</p><p>Nichts. Rein gar nichts.</p><p>Es war totale Zeitverschwendung gewesen.</p><p>Das Cabrio machte einen bedenklichen Schlenker in Richtung Stra�engraben, als Ronnie eine halbleere Cola-Flasche aus dem Fu�raum des Beifahrersitzes angelte. Er fing den Wagen gerade noch rechtzeitig ab, bevor er die Stra�e verlie�, wo er garantiert gegen einen der in kurzen Abst�nden Spalier stehenden B�ume geprallt w�re. Die Flasche zwischen die Oberschenkel geklemmt, �ffnete er den Schraubverschluss, bevor er sie schlie�lich zu einem gro�en Schluck ansetzte.</p><p>Er setzte erst wieder ab, als er am Stra�enrand etwas bemerkte.</p><p>Etwa zweihundert Meter von ihm entfernt stand ein Wagen. Ein Kombi. Zwar war das Warnblinklicht nicht eingeschaltet, aber Ronnie war sicher, dass der Wagen sich nicht bewegte. Er verschloss die Flasche, lie� sie auf den Boden zur�ckgleiten und drosselte das Tempo.</p><p>Langsam rollte der Wagen auf das abgestellte Fahrzeug zu. Er kniff die Augen zusammen, um gegen die tief stehende Sonne �berhaupt etwas erkennen zu k�nnen, die vom Lack des abgestellten Fahrzeugs grell reflektiert wurde. In der untergehenden Sonne schien der Wagen regelrecht zu gl�hen und weckte in Ronnie die Assoziation an ein in der W�ste gestrandetes Raumschiff.</p><p>Eine Person kniete neben dem abgestellten Fahrzeug und betrachtete offenbar den linken Vorderreifen. Eine G�nsehaut breitete sich auf seinen Armen aus, als er erkannte, dass es sich bei dem Wagen nicht um einen gew�hnlichen Kombi handelte.</p><p>Es war ein Leichenwagen.</p><p>Als Ronnie sich weiter n�herte, erhob sich die Person und trat winkend auf die Fahrbahn.</p><p><emphasis>Verdammt, mach, dass du da wegkommst. Oder ich fahre dich platt</emphasis>, dachte Ronnie, dem der Sinn �berhaupt nicht danach stand, anzuhalten und dem Fremden seine Hilfe anzubieten.</p><p>Er hupte, aber der Typ machte keinerlei Anstalten, die Stra�e zu verlassen.</p><p>Im Gegenteil.</p><p>Mit langsamen Schritten ging er Ronnies Wagen entgegen und bedeutete ihm mit einer ausladenden Geste, anzuhalten.</p><p>Ronnie �berlegte einen kurzen Augenblick, ob er weiter auf die Person zuhalten und im letzten Augenblick ausweichen und an ihr vorbei fahren sollte. Was, wenn es sich um eine Falle handelte? Er hatte schon �fter davon geh�rt, dass �berf�lle mittels vorget�uschter Autopannen durchgef�hrt worden waren. Doch was, wenn dieser Mann tats�chlich Hilfe ben�tigte?</p><p>Er trat auf die Bremse. Mit quietschenden Reifen kam der Opel zum Stehen. Nur wenige Zentimeter vor den Schienenbeinen des Fremden.</p><p>�Mann, sind Sie lebensm�de? Ich h�tte sie um ein Haar umgefahren! Wieso um alles in der Welt stellen Sie sich mitten auf die Stra�e?� Ronnie be�ugte den Fremden misstrauisch und lie� den Motor seines Wagens laufen.</p><p>Bereit, jederzeit Vollgas zu geben.</p><p>�Entschuldigen Sie, dass ich Sie aufhalte. Aber ich habe ein kleines Problem.�</p><p>Ronnies Blick wanderte hin�ber zu dem abgestellten Fahrzeug. �Reifenpanne?�</p><p>Der andere nickte. �Schon die zweite innerhalb von einer Woche. Mein Reserverad ist noch beim Flicken in der Werkstatt. War ein verrosteter Nagel. Wahrscheinlich habe ich ihn mir auf dem Friedhof reingefahren. Ist echt zum Kotzen, was die Leute alles so einfach in die Gegend schmei�en.�</p><p>�Soll ich den Pannendienst f�r Sie anrufen?�</p><p>�Nein danke. Nicht n�tig. Aber vielleicht k�nnten Sie mich ein St�ck mitnehmen? Nur bis zu meiner Autowerkstatt. Etwa zwei Kilometer die Stra�e runter.�</p><p>Ronnie �berlegte einen Augenblick. Eigentlich hatte er weder Zeit noch Lust, diesen Fremden in seinem Wagen mitzunehmen.</p><p>�Wenn es Ihnen nicht in den Kram passt, ich kann das St�ck auch zu Fu� gehen. Sollte in einer halben Stunde zu schaffen sein.�</p><p>�Nein, nein. Ist kein Problem. Ich kann sie hinfahren. Ich fahre ja sowieso dran vorbei.� Er beugte sich auf die Beifahrerseite und �ffnete die T�r.</p><p>�Warten Sie eine Sekunde. Ich muss nur noch kurz was aus meinem Wagen holen.� Der Fremde ging zu seinem Fahrzeug, �ffnete die Fahrert�r und beugte sich tief ins Innere des Wagens.</p><p>F�r einen Augenblick hatte Ronnie den Eindruck, er unterhielte sich mit jemandem, der noch im Wagen sa�. Doch bevor er den Gedanken weiter verfolgen konnte, tauchte der Kopf des Fremden aus dem Auto hervor. Er schloss den Wagen ab und kam auf Ronnies Wagen zu.</p><p>�Danke. Ist wirklich nett von Ihnen�, sagte er und lie� sich auf den Beifahrersitz fallen.</p><p>�Kein Thema. Ich bin �brigens Ronnie.� Er streckte ihm die Hand hin und der Fremde erwiderte die Geste. Sein H�ndedruck war kurz und kr�ftig. �berhaupt entsprach der Typ in keiner Weise Ronnies Bild von einem Bestatter. Er trug schwarze, enge Jeans und ein ausgewaschenes T-Shirt, von dessen Brust ein Zigarre rauchender Totensch�del in die Welt hinaus grinste.</p><p>�Freut mich, Sie kennen zu lernen. Meine Freunde nennen mich Kid.�</p><p>Ronnie warf noch einen fl�chtigen Blick auf den Leichenwagen und fuhr los. Er h�tte schw�ren k�nnen, dass sich eine der Gardinen im Fonds bewegt hatte. Mehr noch. F�r einen Sekundenbruchteil hatte er geglaubt, dort ein Gesicht gesehen zu haben.</p><p>�Haben Sie jemanden, der auf den Wagen aufpasst?�, fragte Ronnie deshalb so beil�ufig wie m�glich.</p><p>�So schlimm ist die Gegend hier nicht. Au�erdem habe ich ja abgeschlossen. Und ich werde nicht lange weg sein. Da sollte nichts anbrennen. Und au�erdem, wer w�rde schon einen Leichenwagen klauen? W�re den meisten Leuten doch viel zu unheimlich.�</p><p>�Schon gut. Ich hatte nur den Eindruck, Sie h�tten sich mit jemandem unterhalten, als Sie zum Wagen zur�ckgegangen sind.� Ronnie beobachtete, wie Kid hinter sich griff und umst�ndlich einen Gegenstand aus seiner Ges��tasche zog, den er gut sichtbar auf seinem Oberschenkel platzierte.</p><p>Ronnie schluckte, als er das Klappmesser betrachtete. Zwar besa� er selbst auch ein Taschenmesser, doch im direkten Vergleich wirkte seine Version geradezu niedlich.</p><p>Er schluckte und zwang sich, wieder auf die Stra�e zu achten. Er beschleunigte den Wagen. Nicht zuviel, damit es Kid nicht auffiel. Aber genug, um sich selbst etwas zu beruhigen. Es waren nur zwei Kilometer bis zu dieser Autowerkstatt. Nur ein paar Minuten. Und wenn er noch ein wenig schneller fuhr, w�rde er diesen merkw�rdigen Typ umso schneller wieder loswerden.</p><p>Das hie�, wenn er denn �berhaupt vorhatte, sich von Ronnie an dieser Autowerkstatt absetzen zu lassen. Vielleicht w�rde er ihn schon vorher um die Ecke bringen, ihn in irgendeinen Hinterhalt locken und �berw�ltigen. Ronnie sah sein Konterfei bereits auf einem an eine Laterne geklebten Vermisstenplakat und wischte sich kalte Schwei�tropfen von der Stirn.</p><p>�Ist ziemlich unbequem, wenn man drauf sitzt�, lachte Kid und wischte den Griff des Messers an seiner Jeans ab.</p><p>�Ach so�, erwiderte Ronnie, ebenfalls um einen lockeren Tonfall bem�ht. �Und ich dachte schon��</p><p>�Dass ich Sie abstechen will?� Wieder lachte er. �Keine Sorge. Ich bin Ihnen wirklich dankbar, dass Sie mich mitnehmen. Ich h�tte wenig Lust gehabt, die Landstra�e entlangzulaufen. Au�erdem bin ich ziemlich in Eile. Ich habe heute Abend noch eine wichtige Verabredung. Also, kein Grund zur Sorge, ich werde Ihnen nichts tun.�</p><p>�Na dann�, sagte Ronnie und drehte das Radio lauter. Ein Blick auf den� Kilometerstand verriet ihm, dass sie etwa die H�lfte der Strecke zur�ckgelegt hatten.</p><p><emphasis>Gleich bin ich ihn wieder los. Das war das erste und letzte Mal, dass ich einen Fremden mitgenommen habe.</emphasis></p><p>�Was hat Sie in diese Gegend verschlagen?� Kid warf einen Blick auf die auf der R�ckbank liegende Zeltausr�stung. �So ganz alleine.�</p><p>�Eigentlich bin ich mit meiner Freundin hier. Wir machen Urlaub und wollten Zelten. Aber nachdem wir in den letzten Tagen irgendwo in der Pampa �bernachtet haben und ziemliches Pech mit dem Wetter hatten, wollte ich heute zur Abwechslung mal in ein Hotel ausweichen. Oder in eine Pension. Wenigstens bis das Zelt und die Schlafs�cke wieder richtig trocken sind. Und eine Badewanne k�nnte ich auch mal wieder gebrauchen.</p><p><emphasis>Himmel, warum erz�hle ich ihm das �berhaupt? Das geht ihn doch gar nichts an.</emphasis></p><p>�Und?�</p><p>�Was, <emphasis>und</emphasis>?�</p><p>�Sie sind alleine unterwegs. Wo haben Sie Ihre Freundin gelassen? Ist sie schon im Hotel?�</p><p>�Nein. Wir haben uns gestritten und sie ist abgehauen. Jetzt fahre ich schon seit fast zwei Stunden durch die Gegend und suche sie. Aber sie ist wie vom Erdboden verschwunden.�</p><p>�Verstehe.� Kid hatte den Kopf in den Nacken gelegt und blickte in den blauen Abendhimmel.</p><p>�Wie bitte?� Ronnie drehte das Radio wieder leiser.</p><p>�Ich sagte, ich verstehe. Haben Sie denn eine Idee, wo Sie noch nach ihrer Freundin suchen k�nnten?�</p><p>�Nein. Ehrlich gesagt ist es die Suche nach der ber�hmten Nadel im Heuhaufen.�</p><p>�Vielleicht sollten Sie sich erst mal ein Zimmer suchen. Zu dieser Jahreszeit sind viele Hotels und Pensionen ausgebucht. Vor allem, wenn Sie sich erst am Abend auf die Suche machen. Und dann w�rde ich an Ihrer Stelle die �brigen �bernachtungsm�glichkeiten im Ort abklappern. Ein Zelt scheint Ihre Freundin ja nicht mehr zu haben.� Er blickte erneut auf die auf der R�ckbank liegende Ausr�stung. �Und unter freiem Himmel wird sie kaum �bernachten wollen. Und dann k�nnten Sie noch in der Jugendherberge nachfragen. Vielleicht taucht sie ja dort auf. Je nachdem, wie viel Geld sie dabei hat. So da w�ren wir. Danke f�rs Mitnehmen.�</p><p>Er deutete mit dem Finger auf ein wei� get�nchtes Geb�ude mit Reetdach. �Die Werkstatt befindet sich hinten auf dem Hof. Der alte Karl ist ein Kumpel von mir. Er f�hrt mich dann bestimmt zu meinem Wagen zur�ck. Sie brauchen sich also keine weiteren Umst�nde zu machen."</p><p><emphasis>Das h�tte ich sowieso nicht getan. Ich bin froh, dass ich dich wieder los bin.</emphasis></p><p>�W�re auch kein Problem gewesen. Ich h�tte Sie auch wieder zur�ckgefahren. Aber ehrlich gesagt, ich bin ganz froh, dass ich mich so schnell wie m�glich nach einem Zimmer umsehen kann. Und danke f�r den Tipp mit den Hotels. Und der Jugendherberge. Ich werde es in jedem Fall ausprobieren. Vielleicht habe ich ja Gl�ck und finde Sandy dort tats�chlich. Ist ein ziemlich bl�des Gef�hl, wenn man so im Streit auseinandergeht und dann nicht wei�, wo der andere steckt.�</p><p>�Kann ich mir vorstellen�, erwiderte Kid. �Ihre Freundin hei�t Sandy? Sch�ner Name. Ich w�nsche Ihnen viel Gl�ck bei der Suche.�</p><p>Dann �ffnete er die T�r und stieg aus dem Wagen. Ohne sich noch einmal umzudrehen, ging er in Richtung des Hauses davon.</p><p>Ronnie beobachtete, wie Kid das Messer im Gehen zur�ck in die Ges��tasche seiner Jeans schob.</p><p>Alter Schei�. Er war froh, diesen Typ wieder los zu sein. Er hatte die ganze Zeit �ber ein verdammt mulmiges Gef�hl gehabt. Und da war noch etwas.</p><p>Das Messer.</p><p>Ronnie hatte etwas entdeckt. Etwas, das ihm �berhaupt nicht behagte. Es erinnerte ihn an einen Fernsehkrimi, den er vor einiger Zeit mit Sandy angesehen hatte. Da hatte es nicht an einem Messer, sondern an einer Steinskulptur geklebt, aber die Farbe war genau dieselbe gewesen.</p><p>Getrocknetes Blut.</p><p>Aber vermutlich ging nur seine Phantasie mit ihm durch. Mit Sicherheit war dieser Kid ein ganz harmloser Typ und Ronnie war so nett gewesen, ihm aus der Patsche zu helfen. Und die Idee mit den Hotels war wirklich gut.</p><p>Wieso war er nicht schon von selbst darauf gekommen?</p><p>Er lenkte den Wagen zur�ck auf die Stra�e und gab Gas.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><empty-line/><empty-line/><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 11</p><empty-line/><p>Kid sah mit zusammengekniffenen Augen in die untergehende Sonne und beobachtete, wie der Opel seinen Weg �ber die Landstra�e ohne ihn fortsetzte. Als der Wagen hinter der n�chsten Biegung verschwunden war, wandte er sich dem mit Reet gedeckten Geb�ude zu.</p><p>Nur zuf�llig hatte er den Hinweis auf die Autowerkstatt vor einigen Monaten entdeckt. Es war auf seiner ersten Tour �ber die Insel gewesen und er hatte sich gerade auf der Suche nach einem geeigneten Versteck befunden, als ihm das von dichtem Efeu eingerahmte Messingschild aufgefallen war.</p><p>Er schaute sich um. Es war niemand zu sehen. Nicht einmal ein einsames Auto kam die Stra�e entlang.</p><p>Perfekt.</p><p>Er ging auf die Eingangst�r des Hauses zu. Wei�er Kies knirschte unter seinen Schritten. Gelbe und lilafarbene Stiefm�tterchen s�umten den schmalen Weg. Ein Gartenzwerg hielt eine Gie�kanne in der Hand, auf deren abbl�tternder gr�ner Farbe Kid die gl�nzende Schleimspur einer Schnecke ausmachte.</p><p>Er blieb vor der T�r stehen. Eine wei�e Gardine hing in dem kleinen, quadratischen Fenster. Kid schirmte seine Augen mit den H�nden ab, stellte sich auf die Zehenspitzen und versuchte, durch das Fenster einen Blick ins Innere des Hauses zu werfen.</p><p>Kein Licht.</p><p>Keine Ger�usche.</p><p>Er ging �ber den kurz geschnittenen Rasen zur R�ckseite des Hauses. Auf einer Holzbank hatte sich eine schwarze Katze zusammengerollt. Sie �ffnete ihre gelben Augen, als Kid um die Ecke bog, streckte die Vorderpfoten weit von sich, wobei ihre spitzen Krallen zutage traten und verzog sich miauend unter einen �ppigen Flieder.</p><p>Wieder sah Kid sich um. Da auch hier niemand zu sehen war, beschloss er, selbst einen Blick in die Werkstatt zu werfen und nach einem Ersatzreifen Ausschau zu halten.</p><p>Das Grundst�ck, auf dem sich die Autowerkstatt befand, schloss sich unmittelbar an den Garten des Wohnhauses an. Im Gegensatz zu diesem war die Zuwegung hier jedoch deutlich weniger detailverliebt gestaltet worden. Festgefahrener Lehmboden, einige herumliegende Kieselsteine und zahlreiche Pf�tzen, die von den Regenf�llen der letzten Tage zeugten.</p><p>Die Werkstatt bestand aus drei einst�ckigen Geb�uden, eher Baracken, deren Holzw�nde dringend eines neuen Anstrichs bedurft h�tten. Die H�tten waren hufeisenf�rmig angeordnet, so dass sie einen kleinen Innenhof bildeten. Auf der linken Seite befand sich ein offener Schuppen. Kid sah drei Fahrzeuge, von denen er bestenfalls einen alten VW Caddy als fahrtauglich einsch�tze. Die anderen Autos dienten wohl eher als Ersatzteillager.</p><p>Organspender aus verrostetem Blech.</p><p>Zwischen dem Caddy und dem Wrack eines Ford Taunus entdeckte Kid ein Fahrrad mit einem Anh�nger.</p><p>Direkt gegen�ber befand sich das B�rogeb�ude. Es bestand ebenfalls aus Holz und war blau gestrichen. Erst auf den zweiten Blick erkannte Kid, dass es sich dabei um einen alten Bauwagen handelte, dessen R�der in die Erde eingegraben worden waren, so dass das Gebilde lediglich den Anschein eines Hauses erweckte. Kid �berquerte den Innenhof der Werkstatt und klopfte an die klapprige T�r des Bauwagens.</p><p>Keine Reaktion.</p><p>Z�gernd dr�ckte er die Klinke nach unten. Aus irgendeinem Grund �berraschte ihn die Tatsache, dass die Klinke kein verr�terisches Quietschen von sich gab.</p><p>Er zog die T�r auf.</p><p>Kalter Zigarrenrauch schlug ihm entgegen.</p><p>�Hallo? Ist jemand hier?�</p><p>Wieder erhielt er keine Antwort und betrat den Raum.</p><p>Mit Aktenordnern voll gestopfte Regale bedeckten die W�nde. Vor Kopf stand ein Schreibtisch mit einem Drehstuhl, aus dessen abgewetztem Lederbezug hier und da gelbe Schaumgummibahnen hervorquollen. Auf einem niedrigen Hocker in der andern Ecke des Raumes stand eine Kaffeemaschine nebst einem P�ckchen Filtern und einer verbeulten Blechdose, die vermutlich gemahlenen Bohnenkaffee enthielt.</p><p>Nein, hier gab es nichts zu entdecken.</p><p>Kid verlie� das B�ro und zog die T�r hinter sich ins Schloss. Das dritte Geb�ude beheimatete die eigentliche Werkstatt. Wenn er irgendwo f�ndig w�rde, dann vermutlich dort. Kid b�ckte sich unter dem halb ge�ffneten Rolltor hindurch und fand sich im Inneren der Werkstatt wieder. D�mmriges Licht umfing ihn, w�hrend sein Blick durch den Raum schweifte, dessen Zentrum eine leere Hebeb�hne mit in den Boden eingelassener �lwanne bildete.</p><p>Kid trat mit der Fu�spitze gegen eine herumliegende Schraube, die mit einem lauten Platschen in der dunkel und geheimnisvoll schimmernden Fl�ssigkeit verschwand.</p><p>Werkzeuge, ein Wagenheber, Unmengen von Ersatzteilen. Kid vermutete, dass der Besitzer dieses Ladens es sich zur Lebensaufgabe gemacht hatte, f�r jeden auf dem Markt erh�ltlichen Wagentyp die entsprechenden Bauteile vorzuhalten. Er sch�ttelte den Kopf. Die Vorstellung an einen Automessi wollte so gar nicht zum gepflegten �u�eren des Wohnhauses passen. Wahrscheinlich k�mmerte sich seine Frau um das Haus, w�hrend die Werkstatt das Reich ihres Mannes war.</p><p>�Bingo�, entfuhr es ihm, als sein Blick auf ein Regal voller Reifen fiel. Er kramte den Zettel aus seiner Hosentasche, auf dem er sich die Ma�e seines defekten Reifens notiert hatte und wurde bereits nach kurzem Suchen f�ndig. Ein Komplettrad in der passenden Gr��e, nicht neu, aber in durchaus passablem Zustand.</p><p>Er wuchtete das schwere Rad aus dem Regal und dachte dar�ber nach, wie er es am besten zu seinem liegen gebliebenen Fahrzeug schaffen konnte, als ihn ein Ger�usch in seinem R�cken aus seinen �berlegungen riss.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 12</p><empty-line/><p>Auf der Suche nach einer Pension oder einem einfachen Hotel passierte Ronnie das leuchtend gelbe Ortsschild. Die vorderen Sto�d�mpfer des Wagens gaben nach, so dass der Opel regelrecht in die Knie ging, als er das Bremspedal etwas zu heftig bet�tigte.</p><p>Rechts der Stra�e, auf einem gro�en Schottergel�nde, hatte er einen mit buntem Graffiti beschmierten Flachdachbau entdeckt. Die roten Leuchtbuchstaben �ber der Eingangst�r verrieten, dass es sich um eine Disco handelte. Und obwohl es noch recht fr�h am Abend war, belegten bereits zahlreiche Autos den Parkplatz.</p><p>Ronnie steuerte den Opel auf das Gel�nde und stellte ihn neben einem tiefergelegten und mehr oder weniger ausschlie�lich aus Spoilern bestehenden Golf ab. Trotz der wohl nachtr�glich mit Folie abgedunkelten Fondsscheiben konnte Ronnie problemlos das auf der R�ckbank des Wagens stattfindende Treiben erkennen.</p><p>Jemand aus dem Wageninneren dr�ckte seinen aufgerichteten Mittelfinger gegen die Scheibe.</p><p><emphasis>Da wei� man dann auch, warum das Zeug Fickfolie hei�t</emphasis>, dachte er, und setzte seinen Weg �ber den Parkplatz fort. Vielleicht hatte er Gl�ck und Sandy war ebenfalls auf dieses Etablissement gesto�en. Vielleicht hatte sie beschlossen, ihren Streit mit ein oder zwei Bier herunterzusp�len.</p><p>Er schmunzelte.</p><p>Sandy war eine der wenigen ihm bekannten Frauen, die f�r ein Bier jeden Cocktail stehen lie�en. Und eine, die es aus der Flasche trank. �berhaupt war Sandy ein richtiger Kumpeltyp.</p><p>Bevor Sandy und er sich ineinander verliebt hatten, waren sie viele Jahre so etwas wie beste Freunde gewesen. Eine Tatsache, die sie beide lange hatte zweifeln lassen, ob sie diese Freundschaft durch eine Beziehung aufs Spiel setzen sollten. Oft hatten sie dar�ber gesprochen, als sie sich ihrer Gef�hle f�r einander mehr und mehr bewusst wurden. Auch die Variante <emphasis>Wir haben ab und zu Sex und bleiben einfach nur Freunde</emphasis> hatten sie ausgiebig ausprobiert, sich am Ende aber nicht weiter gegen ihre Gef�hle auflehnen k�nnen.</p><p>Seit zwei Jahren waren sie nun ein Paar und eigentlich funktionierte es prima. Irgendwie passten sie wunderbar zusammen. Ronnie �rgerte sich, bei der Diskussion um die heutige �bernachtung so unnachgiebig gewesen zu sein und es auf einen handfesten Streit angelegt zu haben. Andererseits h�tte auch Sandy nachgeben k�nnen und ihm eine Nacht im Hotel zugestehen k�nnen. Eine Nacht in einem richtigen Bett, eine Nacht, um ihre Klamotten zu trocknen und sich in einer hei�en Badewanne zu entspannen. Eine Nacht, in der sie sich nicht auf einer langsam aber stetig erschlaffenden Luftmatratze lieben musste.</p><p>Wie auch immer, es war anders gekommen und nicht mehr zu �ndern. Sie waren im Streit auseinandergegangen und er w�rde alles dransetzen, Sandy vor Einbruch der Nacht wiederzufinden und ihr ein Friedensangebot zu unterbreiten.</p><p>Aber warum ging sie nicht an ihr Handy? War sie noch immer w�tend? Hatte sie keine Lust, sich zu vers�hnen?</p><p>Eigentlich konnte er es sich kaum vorstellen, denn Sandy war normalerweise nicht besonders nachtragend. Das war eher eine Schw�che, die er sich selbst eingestehen musste.</p><p>Er erreichte den Eingang. Hinter einem kleinen Tresen hockte eine junge Frau und kassierte von jedem Gast f�nf Euro Eintritt.</p><p>�Sind aber Mindestverzehr. Kannste also komplett versaufen�, sagte sie mit einer �berraschend piepsigen Stimme.</p><p>Ronnie betrachtete ihr Gesicht, w�hrend er einen Geldschein aus der Hosentasche angelte. Das M�dchen war ausgesprochen h�bsch, zumindest sofern er das durch die �ppige Schminkschicht hindurch beurteilen konnte. Ein winziger Brillantstecker funkelte in ihrem rechten Nasenfl�gel und kleine Silberringe schm�ckten die Unterlippe sowie die rechte Augenbraue. Mit ihren schwarz umrandeten, blauen Augen funkelte sie ihn an.</p><p>�Hier, ein F�nfer zur�ck und deine Verzehrkarte. Nicht verlieren, sonst is�n Fuffi f�llig.�</p><p>Ronnie nickte, lie� das Geld und die gelbe Pappkarte in der Seitentasche seiner Cargohose verschwinden und betrat die Disco.</p><p>Ohrenbet�ubende House-Musik und feuchthei�es Waschk�chenklima schlugen ihm entgegen, als er den schummrigen Vorraum verlie� und den Hauptraum betrat, in dem sich neben einer langgezogenen Bar auch die Tanzfl�che befand. F�r diese Uhrzeit war der Laden schon �berraschend voll.</p><p>Na klar, wo sollte man am Freitagabend in einem Kaff schon hingehen, in dem es nicht einmal ein Kino gab?</p><p>Ronnie sah sich um.</p><p>�ber der Tanzfl�che entdeckte er einen dicken, knallgelben Engel. Er war etwa zwei Meter gro� und hing an einem an der Decke befestigten Stahlseil. Ein Motor sorgte offenbar daf�r, dass er sich unentwegt um die eigene Achse drehte, wobei er sein un�bersehbares und deutlich �berdimensioniertes Gem�cht v�llig schamlos der anwesenden Dorfjugend pr�sentierte. Da er sein Ding dabei in den H�nden hielt, erweckte er den Eindruck, direkt auf die tanzende Menge zu urinieren.</p><p><emphasis>Typisch Dorfdisco</emphasis>, dachte Ronnie und beschloss, das bunte Treiben von der Bar aus zu beobachten. Vielleicht hatte er ja sogar das Gl�ck, Sandy irgendwo in der Menge zu finden. Falls nicht, w�rde er einfach ein paar Leute fragen, ob sie ihnen eventuell aufgefallen war. Klar, es war die viel zitierte Suche nach der Nadel im Heuhaufen, aber letztlich seine einzige Chance. Zumindest solange Sandy sich weigerte, seine Anrufe anzunehmen. Er zog das Handy aus der Hosentasche, um es auf entgangene Anrufe hin zu �berpr�fen.</p><p>Fehlanzeige.</p><p>Dann steuerte er einen freien Hocker an winkte den Barkeeper zu sich heran.</p><p>�Ein Becks�, br�llte er, wobei er sich weit �ber die Theke lehnte, um �berhaupt eine Chance zu haben, sich gegen die wummernden B�sse durchzusetzen.</p><p>Der Typ hinter der Theke nickte und machte sich an einem K�hlschrank an der R�ckseite der Bar zu schaffen. Dann stellte er Ronnie die ge�ffnete Flasche hin, strich mit einem schwarzen Filzstift zwei Euro f�nfzig von Ronnies Verzehrkarte ab und widmete sich einem blonden M�del in grenzwertig aufreizendem Outfit, das zwei Barhocker neben Ronnie Platz genommen hatte.</p><p>Ronnie nippte an seinem Bier und wandte sich der Tanzfl�che zu.</p><p>Eine ganze Weile beobachtete er die Tanzenden, ohne eine Spur von Sandy zu entdecken.</p><p><emphasis>W�re ja auch zu einfach gewesen.</emphasis></p><p>Eine junge Frau, Ronnie sch�tzte sie auf etwa achtzehn Jahre, lief an ihm vorbei. Ronnies Aug�pfel schienen pl�tzlich ihren eigenen Willen zu entwickeln und sein Blick folgte dem M�dchen quer durch den Raum. Ihre Jeans waren so kurz abgeschnitten, dass sie mit Sicherheit den Blick auf ihre Pofalten freigegeben h�tten, wenn eine schwarze Leggins diesen nicht auf Phantasie weckende Weise vereitelt h�tte.</p><p>W�hrend Ronnies Blick an den Beinen der jungen Frau hinunterwanderte, erregte pl�tzlich etwas v�llig anderes seine Aufmerksamkeit. Es war nur eine Kleinigkeit, ein auf dem Fu�boden liegender Gegenstand, der ihm irgendwie vertraut vorkam. Er stellte sein Bier auf der Theke ab und sprang von dem Hocker herunter.</p><p>Und just in dem Moment, in dem er sich nach besagtem Gegenstand b�ckte, kreuzten zwei rosafarbene Prinzessin Lillifee Schuhe mit integrierten Blinkleuchten seinen Weg, stiegen ihm beinahe auf die rechte Hand und das M�dchen, zu dem die Schuhe geh�rten, hob den von ihm anvisierten Gegenstand auf.</p><p><emphasis>Schei�e.</emphasis></p><p>Ronnie erhob sich vom Boden und ehe er sich versah, lie� die Kleine den Gegenstand in ihrer Hosentasche verschwinden und wandte sich zum Weitergehen. Ronnie tippte dem M�dchen auf die Schulter, so dass sie stehenblieb und sich zu ihm umdrehte. Das M�del war h�chstens zw�lf, aber aufgetakelt wie eine Achtzehnj�hrige. Abgesehen von ihren bei jedem Schritt blinkenden Schuhen.</p><p>Was um alles in der Welt machte die um diese Uhrzeit in so einem Laden?</p><p>Es war wohl kein Wunder, dass immer mehr Kinder vor die Hunde gingen, wenn es ihre Eltern einen Dreck interessierte, wo sich ihre Sch�tzlinge nach Einbruch der Dunkelheit so herumtrieben.</p><p>�Entschuldige, du hast da gerade etwas eingesteckt.�</p><p>�Ja. Na und?�, giftete die Kleine ohne jede Vorwarnung. Ihre Augen funkelten ihn angriffslustig an. �Was geht dich das an?�</p><p>�Ich glaube, der Gegenstand geh�rt mir.�</p><p>�Tja, Pech gehabt, Alter. Das kann ja jeder behaupten:�</p><p>�Kannst du es mir bitte zur�ckgeben?�</p><p>Das M�dchen sch�ttelte grinsend den Kopf. Eine rosafarbene Kaugummiblase quoll aus ihrem Mund hervor und wuchs zu gigantischer Gr��e an. Als sie zerplatze, ging der dazugeh�rige Knall im Discol�rm unter.</p><p>Ronnie legte seine Hand auf die Schulter des M�dchens. �Zeig es mir wenigstens. Ich muss nur wissen, ob es wirklich das ist, was ich glaube.�</p><p>In diesem Moment krallte sich eine Hand in Ronnies Oberarm und riss ihn unsanft herum.</p><p>Der Typ, dem sich Ronnie nun gegen�bersah, war einen halben Kopf gr��er als er. Dicke Adern zogen sich wie Spinnennetze �ber seine muskul�sen Oberarme.</p><p>�Gibt�s hier irgendein Problem?�</p><p>Ronnie sch�ttelte den Kopf.</p><p>�Was grabscht du dann meine kleine Schwester an?�</p><p>�Ich habe sie nicht angegrabscht, ich habe sie lediglich etwas gefragt. Sie hat eine Sache gefunden und ich glaube, dass sie mir geh�rt.</p><p>Der Typ sah das kleine M�dchen an und sagte etwas, das Ronnie nicht verstehen konnte.</p><p>Die kleine sch�ttelte trotzig den Kopf.</p><p>�Sie sagt, es stimmt nicht.�</p><p>�Sie l�gt�, br�llte Ronnie gegen die ohrenbet�ubende Musik und erntete daf�r einen bitterb�sen Blick des Muskelprotzes, an dessen Stiernacken nun ebenfalls schw�lstige Adern hervortraten.</p><p>Oh Mann, hier roch es ziemlich nach �rger.</p><p>�Es war ein aus Holz geschnitzter K�fer. Mit einer kleinen �se. Er ist von einem Schl�sselanh�nger abgefallen�, versuchte Ronnie die Situation zu retten und eine Eskalation zu vermeiden, deren Ausgang er sich nicht einmal vorzustellen wagte.</p><p>�Dann zeig mir doch mal den Anh�nger, von dem er abgefallen sein soll. Wenn das stimmt, werde ich noch mal mit meinem Schwesterchen sprechen. Sonst ist das Thema erledigt. Also, zeig das gute St�ck mal her.�</p><p><emphasis>So ein verfluchter Mist.</emphasis></p><p>�Den habe ich nicht hier. Meine Freundin hat ihn.�</p><p>�Und wie kommt dann der Rest von dem Anh�nger hierher?�</p><p>�Meine Freundin muss ihn hier verloren haben. Kann ich den Anh�nger bitte zur�ck bekommen? Er war ein Geschenk ihrer besten Freundin. Sie hat ihn f�r sie gekauft. In �gypten.�</p><p>�H�r zu, es ist mir schei�egal woher dieses Ding kommt. Wenn es so wichtig ist, soll ihre Freundin halt wieder hinfahren und ein neues kaufen. Am besten gleich zwei, falls wieder mal eins verloren geht.�</p><p>�Das geht nicht. Ihre Freundin ist tot.�</p><p>�Das ist dann Pech. Vor allem f�r ihre Freundin. Und jetzt gebe ich dir einen guten Rat.�</p><p>Er beugte sich noch ein St�ck n�her zu Ronnie, so dass diesem eine intensive Bierfahne entgegenwehte.</p><p>�Du siehst jetzt zu, dass du dich hier ein f�r allemal vom Acker machst. Denn wenn ich dich noch ein einziges Mal in der N�he meiner kleinen Schwester oder mit irgendeinem anderen M�dchen aus dieser Gegend hier in diesem Laden erwische, kannst du was erleben. Kapiert?�</p><p>Ronnie nickte, w�hrend Prinzessin Lillifee ihn frech angrinste und dabei ihre vom Kaugummi verf�rbte Zunge pr�sentierte. Dann verschwanden die beiden in der Menge und Ronnie wandte sich erneut der Bar zu.</p><p>Er war absolut sicher gewesen, dass es sich bei dem Gegenstand um den Anh�nger von Sandys Rucksack gehandelt hatte. Sie musste also hier gewesen sein. Er zog sein Portemonnaie aus der Hosenasche, kramte ein Foto daraus hervor und ging zur�ck an die Bar. Der Barkeeper hing noch immer an den Lippen der Blondine.</p><p>�Sorry, wenn ich st�re.�</p><p>�Was denn?� Nur mit offensichtlichem Widerwillen unterbrach der Typ seine Unterhaltung.</p><p>�Hast du dieses M�dchen heute hier gesehen?�</p><p>Der Barmann zuckte mit den Schultern und schob dabei seine Unterlippe nach vorne.</p><p>�Tu mir den Gefallen und denk dar�ber nach. Es ist wirklich wichtig.�</p><p>�Kann schon sein, dass sie hier war.�</p><p>�Kann sein? Was hei�t das?�</p><p>�Das hei�t, dass ich glaube, dass sie hier war. Mann, hast du eine Ahnung, wie viele M�dchen hier jedes Wochenende aufkreuzen? Ich kann mir wirklich nicht jedes Gesicht merken.� Er wandte sich wieder der Blondine zu. �Au�er deins nat�rlich. Du bist ganz anders als diese einheimischen Tussis.�</p><p>Ronnie sah sich um. �Aber die meisten sind doch wahrscheinlich Stammg�ste, oder? Hier aus dem Ort, meine ich.�</p><p>�Ja, das stimmt. Die Kleine habe ich hier vorher tats�chlich noch nie gesehen.� Er deutete auf das Foto. �Jetzt wo ich�s sage, f�llt es mir glatt wieder ein.� Er schlug sich mit der flachen Hand gegen die Stirn. �Ja, die war hier. Sie hat mir sogar einen Zettel mit einer Nachricht gegeben.�</p><p>�Eine Nachricht?�</p><p>�Ja, sie hat gesagt, ich soll sie jemandem geben, falls er kommt und nach ihr fragt. Der Beschreibung nach k�nntest du der Typ sein, den sie meinte.�</p><p>Ronnies Herz machte einen Sprung. �Und?�</p><p>�Was, <emphasis>und</emphasis>?�</p><p>Mein Gott, war dieser Typ schwer von Begriff. �Hast du den Zettel noch?�</p><p>�Ach so. Ja klar, warte mal.� Er fl�sterte der Blondine etwas ins Ohr. Die grinste und nahm einen gro�en Schluck von ihrem knallroten Cocktail.</p><p>Ronnie beobachtete, wie der Typ hinter der Theke abtauchte und etwas vom Boden aufsammelte. Es war eine kleine Papierkugel. Er faltete das Blatt auseinander und strich es mit den Fingern glatt, bevor er es vor Ronnie auf den Tresen legte.</p><p>Er nahm den zerknitterten Zettel in die Hand und betrachtete die handschriftliche Botschaft. Es bestand kaum ein Zweifel, dass es sich um Sandys Handschrift handelte. Sie musste diese Nachricht tats�chlich geschrieben haben.</p><p>W�hrend er las, begannen die Buchstaben vor seinen Augen zu verschwimmen. Das konnte doch wohl nicht wahr sein.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 13</p><empty-line/><p>�Was zum Henker treibst du hier in meiner Werkstatt? Stell sofort das Rad zur�ck, oder ich schlage dir deinen verfluchten Sch�del ein. Wer hat dich �berhaupt hier hereingelassen?�</p><p>Kid fuhr herum. �Die T�r stand offen�, erwiderte er z�gernd, seinen Blick auf den riesigen Schraubenschl�ssel in der Hand seines Gegen�bers gerichtet. Er sch�tze den Mann auf etwa sechzig Jahre. Er war etwas kleiner als Kid, hatte aber die Statur eines T�rstehers. Seine Haut war von Wind und Sonne gegerbt und auf seinen nackten Unterarmen konnte Kid t�towierte Meerjungfrauen mit �ppiger Oberweite erkennen. Offenbar hatte Kid es mit einem echten Seeb�ren zu tun. Und so wie es aussah, war dieser Kerl nicht zu Sp��en aufgelegt und konnte ihm durchaus gef�hrlich werden.</p><p>Verdammt gef�hrlich.</p><p>Der Schraubenschl�ssel erzeugte ein unangenehmes Klatschen, als der Typ ihn immer wieder auf seine linke Handfl�che schlug.</p><p>�So, die T�r stand offen? Und da hast du dir gedacht, spazierst du einfach mal so hier rein und kuckst, ob du irgendetwas von meinen Sachen gebrauchen kannst?� Er machte zwei Schritte auf Kid zu, der unwillk�rlich zur�ckwich und mit dem R�cken gegen das Werkzeugregal stie�.</p><p>�Ich hatte eine Reifenpanne und brauche dringend ein Ersatzrad. Ich habe bei Ihnen angeklopft, aber es hat niemand ge�ffnet.�</p><p>�Und? Was sagt dir das?�</p><p>Kid sah in schweigend an.</p><p>�Nichts? Das dachte ich mir. Es h�tte dir sagen sollen, dass niemand zu sprechen ist und dass du dich besser verpisst. Aber stattdessen glaubst du, hier einbrechen zu m�ssen und mir mein Zeug zu klauen?�</p><p>�Ich bin nicht eingebrochen. Die T�r��</p><p>��stand offen. Das hast du schon erz�hlt. Aber wei�t du was? Das interessiert mich einen Schei�. Du hast hier nichts zu suchen. Und jetzt verpiss dich, bevor ich dir wirklich den Sch�del einschlage.�</p><p>Wieder machte er einen Schritt auf Kid zu, der abwehrend die H�nde ausstreckte. Derartige Komplikationen konnte er gerade jetzt �berhaupt nicht gebrauchen.</p><p>�H�ren Sie, ich bezahle auch f�r den Reifen. Ich h�tte Ihnen sowieso das Geld daf�r hingelegt. Ehrenwort.� Hastig begann er, seine Hosentaschen nach seinem Portemonnaie zu durchsuchen.</p><p>�Dann lass mal sehen, wie viel du mir daf�r bezahlen wolltest.�</p><p><emphasis>Schei�e. Wo ist dieses verfluchte Ding nur?</emphasis></p><p>�Na, wie sieht�s aus?�</p><p><emphasis>Ich muss es im Wagen vergessen haben. So ein verdammter Mist.</emphasis> �Ich�ich meine��</p><p>�Ja?�</p><p>Kids H�nde begann zu zittern, seine Knie wurden weich. Jetzt trennten ihn nur noch wenige Schritte von diesem durchgedrehten Alten. Das Werkzeug in seiner Hand sauste immer wieder auf und ab, beschrieb surrend Kreise in der Luft.</p><p>Der Typ war wirklich f�hig, ihm eins mit diesem Ding �berzuziehen. �Ich muss mein Geld in meinem Wagen vergessen haben. Geben Sie mir ein paar Minuten Zeit, es zu holen. Ich zahle Ihnen einen guten Preis f�r das Rad. Ich brauche es wirklich dringend.</p><p>�Es reicht�, sagte der Alte tonlos. Und dann raste der Schraubenschl�ssel auf Kid hinab.</p><p>Im letzten Augenblick gelang es ihm, unter dem Schlag hindurchzutauchen. Dennoch streifte der schwere Schl�ssel seine Schulter. Der Alte war nicht nur verdammt schnell, er hatte den Schlag auch mit einer m�rderischen Kraft ausgef�hrt, die Kid taumeln lie�. Ein stechender Schmerz fuhr durch seine linke Schulter.</p><p>Bevor er sich von dem �berraschungsangriff erholt hatte, traf ihn der n�chste Schlag. Dieses Mal hieb der Alte den Schl�ssel in seinen Bauch. Kid st�rzte vorn�ber, ihm blieb die Luft weg. Tr�nen stiegen in seine Augen, w�hrend der �ber den Boden rollte, um dem n�chsten Schlag auszuweichen.</p><p>Gerade noch rechtzeitig.</p><p>Krachend hieb das Metall in den Fu�boden. Funken spr�hten und das Echo hallte laut und h�sslich in Kids Ohren wider. Er robbte �ber den Fu�boden, w�hrend der Alte ihm weiter nachsetzte.</p><p>�Mach, dass du hier raus kommst, B�rschchen! Oder ich schlag dich so windelweich, dass dich nicht einmal deine eigene Mutter wieder erkennt!�</p><p>Kids Augen tr�nten noch immer. Seine Umgebung verschwamm. Dann stolperte er, krachte gegen einen an der Wand befestigten Gegenstand. Geistesgegenw�rtig riss er ihn aus der Halterung, zog den Sicherheitssplint und zielte mit dem Ende des kurzen Gummischlauches auf den heranst�rmenden Alten.</p><p>Dieser war derma�en �berrascht, als sich der Schaum des Feuerl�schers �ber seinem Gesicht ausbreitete, dass er seinen Angriff tats�chlich unterbrach. Wild begann er, sich mit der freien Hand den Schaum aus den Augen zu reiben, bevor er den Schraubenschl�ssel fallenlie�, um auch die zweite Hand zu Hilfe nehmen zu k�nnen.</p><p>Auf diesen Augenblick hatte Kid gewartet.</p><p>Mit einer geschmeidigen Bewegung zog er das Messer aus seiner Hosentasche, lie� die gl�nzende Stahlklinge herausspringen und machte einen Schritt auf den noch immer eingesch�umten Werkstattbesitzer zu.</p><p>Bevor dieser wusste, wie ihm geschah, befand sich Kid hinter ihm und hieb ihm mit einer blitzschnellen und beinahe unsichtbaren Bewegung das Messer seitlich in den Hals.</p><p>Der Mann gab ein kurzes Grunzen von sich, drehte sich um und sah Kid mit weit aufgerissenen Augen an.</p><p>Kid blickte auf die blutige Klinge seines Messers.</p><p>Volltreffer.</p><p>Dann kippte der Alte r�ckw�rts in Richtung der Hebeb�hne.</p><p>�l spritze nach allen Seiten, als der schwere K�rper in die tiefschwarze Fl�ssigkeit klatschte. Kid beobachtete, wie der K�rper des Mannes zu seiner gro�en �berraschung vollst�ndig in der widerlichen Br�he der �lwanne versank.</p><p><emphasis>Du meine G�te</emphasis>, dachte er. <emphasis>Wie lange hat diese Grube niemand mehr geleert?</emphasis></p><p>Kid zuckte mit den Schultern. Schlie�lich konnte es ihm nur recht sein, wenn die Leiche des Alten so lange wie m�glich verschwunden blieb.</p><p>Erneut fiel sein Blick auf das Messer in seiner Hand.</p><p><emphasis>Das war knapp</emphasis>, murmelte er. Auch wenn er den Tod des Werkstattbesitzers in keiner Weise geplant hatte, war er doch die einzige M�glichkeit gewesen, die Situation zu bereinigen.</p><p>Schlie�lich waren sie ohnehin schon viel zu sp�t dran.</p><p>Er lie� das Messer wieder in seiner Hosentasche verschwinden und klopfte den Staub von seiner Kleidung. Dann sah er auf die Uhr, die direkt neben dem Rolltor hing und verglich die angezeigte Zeit mit den Zeigern seiner Armbanduhr.</p><p><emphasis>H�chste Zeit. Bevor mein Br�derchen noch auf dumme Gedanken kommt.</emphasis></p><p>Er wusste, dass sein Bruder manchmal schnell die Kontrolle �ber sich selbst verlor.</p><p>Das Ersatzrad vor sich her rollend, verlie� er pfeifend die Werkstatt.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 14</p><empty-line/><p>�Und diesen Zettel hat sie dir tats�chlich gegeben? F�r mich?�, fragte Ronnie den Barkeeper, der ihm immer noch gegen�berstand und ihn schweigend angrinste. �Woher wusste sie denn, dass ich hier auftauchen w�rde?�</p><p>�Keine Ahnung. Vielleicht so was wie weibliche Intuition. Jedenfalls hat sie gesagt, dass ich dir diesen Zettel geben soll. Das habe ich hiermit getan. Alles klar? Ich habe noch zu tun.� Dann widmete er sich wieder voll und ganz der Blondine, die ihren Cocktail inzwischen ausgetrunken hatte und sich sichtlich langweilte.</p><p>Ronnie zerkn�llte den Zettel und warf ihn auf den Boden.</p><p><emphasis>Lass mich einfach in Ruhe</emphasis>, hatte Sandy geschrieben.</p><p>Was sollte der Schei�? Hatte sie diesen Zettel wirklich hier an der Bar f�r ihn hinterlegt? Er beschloss, den Laden zu verlassen und sich auf dem Parkplatz umzuh�ren. Vielleicht w�rde er dort noch etwas herausfinden.</p><p>Ronnie schob sich durch die immer voller werdende Disco. Schwei�nasse K�rper rieben sich an ihm, dr�ngelten, schubsten und in der Luft hing eine Mischung aus Schwei� und s��em Parf�m. Als er den Ausgang erreichte, legte er Miss Piercing wortlos seine Verzehrkarte vor.</p><p>�Schon fertig? Du bist doch eben erst gekommen. Und deinen Mindestverzehr hast du auch noch nicht eingel�st. Solche Kunden k�nnten wir �fter brauchen. Hat�s dir nicht gefallen?�</p><p>�Doch. Klasse Laden. Danke�, entgegnete Ronnie und wollte die Unterhaltung so schnell wie m�glich beenden, als ihm eine Idee kam.</p><p>�Sag mal, hast du dieses M�dchen gesehen?�, fragte er und legte Sandys Foto neben die Kasse.</p><p>�Sieht nett aus. Deine Freundin?� Sie nahm das Foto in die Hand und betrachtete es eingehend.</p><p>Ronnie nickte.</p><p>�Sie ist verschwunden und ich bin auf der Suche nach ihr. Ich glaube, dass sie heute Abend hier gewesen ist. Kannst du dich vielleicht an sie erinnern?� Noch w�hrend er es aussprach, wunderte er sich selbst �ber seine eigene Wortwahl.</p><p><emphasis>Sie ist verschwunden.</emphasis></p><p>Genau genommen war Sandy ja gar nicht verschwunden. Sie beide waren lediglich im Streit auseinandergegangen und nun war er auf der Suche nach ihr. Ja, so musste es richtig hei�en.</p><p>Hoffentlich.</p><p>Pl�tzlich beschlich ihn ein merkw�rdiges Gef�hl. Es war das Gef�hl, dass hier etwas nicht stimmte.</p><p>Die junge Frau �berlegte kurz.</p><p>�Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, dass sie vor einer Stunde oder so mit diesem Typ abgehauen ist.�</p><p>�Mit was f�r einem Typ denn?� Langsam kamen Ronnie Zweifel, ob die Geschichten, die man ihm hier aufzutischen versuchte, tats�chlich der Wahrheit entsprachen. Das alles sah seiner Sandy �berhaupt nicht �hnlich. Weder diese omin�se Nachricht, die sie angeblich f�r ihn hinterlassen hatte, noch die Aussage, dass sie sich mit einem Typ aus dem Staub gemacht haben sollte.</p><p>�Kannst du dich erinnern, wie dieser Kerl ausgesehen hat?�</p><p>Die junge Frau sch�rzte die Lippen und Ronnie konnte f�rmlich sehen, wie es hinter ihrer Stirn arbeitete. Dann sch�ttelte sie den Kopf.</p><p>�Nein, der war nicht besonders auff�llig. Schlank, vielleicht ein bisschen kleiner als du. Vielleicht auch ein bisschen gr��er. Keine Ahnung, hab da nicht so drauf geachtet. Nur seine Karre ist mir aufgefallen. Stand da dr�ben unter den B�umen.� Sie deutete auf die andere Stra�enseite. �Da wo jetzt der Gelbe steht. Da hat er geparkt.�</p><p>�Was war denn so auff�llig an seinem Wagen?�</p><p>�Der Wagen war eigentlich ganz normal. Aber wie krank musst du sein, am Wochenende mit einem Leichenwagen in die Disco zu fahren?�</p><p>�Mit einem Leichenwagen? Hast du gerade gesagt, dass die Frau auf diesem Foto mit einem Kerl in einen Leichenwagen gestiegen ist?�</p><p>�Hab ich doch eben gesagt, oder?�</p><p>�So eine verfluchte Schei�e.� Ronnie riss dem verdatterten M�del das Foto aus der Hand und rannte los.</p><p>Au�er Atem erreichte er seinen Wagen, der v�llig alleine in einer verlassenen Ecke des ansonsten gut gef�llten Parkplatzes stand. Das liebestolle P�rchen von vorhin war samt seiner tiefergelegten Fummelkiste verschwunden und auch sonst hatte sich niemand neben ihn gestellt.</p><p>Sofort fiel sein Blick auf den platten Vorderreifen. Die Ursache war eindeutig. Jemand hatte die Ventilkappe abgeschraubt und ihm die Luft abgelassen. Und dieser jemand hatte eine mit Lippenstift geschriebene Nachricht auf seiner Windschutzscheibe hinterlassen.</p><p><emphasis>Bl�der Spanner! Fick dich selbst!</emphasis></p><p>Unter dem Scheibenwischer klemmte ein aufgerissenes Kondomp�ckchen.</p><p><emphasis>Na gro�artig!</emphasis></p><p>Er kramte sein Handy aus der Hosentasche und dr�ckte die Wahlwiederholungstaste. Ungeduldig dr�ckte er das Ger�t an sein Ohr.</p><p>Wieder ert�nte das Freizeichen.</p><p>Und wie schon bei seinen vorangegangenen Versuchen, nahm niemand das Gespr�ch an.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 15</p><empty-line/><p>Er langweilte sich.</p><p>Ja, verflucht noch mal, es war schei�e langweilig, neben dem verschlossenen Sarg zu hocken und darauf zu warten, dass sein Bruder mit einem neuen Reifen zur�ckkam.</p><p>Vor allem, weil er wusste, was f�r ein Prachtst�ck bestens verschn�rt in der eigens f�r ihren Damenbesuch pr�parierten Kiste lag und nur darauf wartete, endlich ausgepackt zu werden.</p><p>Adam strich sein schulterlanges Haar zur�ck und lauschte in die Stille. Wenn er sich nicht verdammt get�uscht hatte, war da ein Ger�usch.</p><p>Ein Brummen, das direkt aus dem Sarg kam.</p><p>�Hey, was treibst du da?�, rief er und klopfte gegen den Deckel.</p><p>Keine Antwort.</p><p>Nat�rlich nicht. Schlie�lich hatte die Kleine ja den Mund voll. Adam grinste und zog eine Packung <emphasis>Lucky Strike</emphasis> aus seiner Hosentasche. W�hrend er sich eine anz�ndete, blickte er durch die ge�ffnete Heckklappe des Wagens hinaus auf die Landstra�e.</p><p><emphasis>Wo bleibt er nur so lange? Es kann doch nicht so schwierig sein, so einen beschissenen Reifen aufzutreiben.</emphasis></p><p>Ein Gel�ndewagen rauschte an ihm vorbei. Als die Frau auf der Beifahrerseite sich nach ihm umdrehte, f�rchtete Adam einen Augenblick lang, der Wagen k�nnte anhalten. Aber er fuhr einfach weiter.</p><p>Wieder h�rte er das leise Ger�usch aus dem Inneren des Sarges.</p><p>Sollte er nachsehen? Nicht, dass das kleine Mistst�ck da drin irgendeinen Bl�dsinn anstellte.</p><p><emphasis>Nein, ausgeschlossen</emphasis>, beruhigte er sich. Ihr Transportmittel war absolut sicher und zudem vielfach erprobt. Er wusste definitiv, dass es keine M�glichkeit gab, aus dem Sarg zu entkommen. Schlie�lich hatte er es selbst ausprobiert, nachdem Kid und er ihn f�r ihre Zwecke umgebaut hatten. Und au�erdem hatte er der Kleinen eigenh�ndig die Fesseln angelegt.</p><p>Sein Spezialgebiet.</p><p>Nein, es bestand keinerlei Gefahr, dass sie Dummheiten machte.</p><p>Trotzdem k�nnte er nat�rlich nachsehen. Nur um auch wirklich sicherzugehen. Und bei dieser Gelegenheit konnte er sich ja ein bisschen Appetit holen und sich ein wenig mit ihr vergn�gen.</p><p><emphasis>Nur ein ganz kleines bisschen.</emphasis></p><p>Nur bis sein Bruder kam und sie den Reifen wechseln mussten. Nat�rlich w�rde Kid w�tend werden, wenn er mitbek�me, dass Adam es nicht hatte abwarten k�nnen. Allerdings konnte er ihm ja auch die Geschichte mit den Ger�uschen auftischen und sagen, dass er nur sichergehen wollte, dass alles in Ordnung sei.</p><p>Er legte seine Hand auf einen der Riegel am Deckel des Sarges.</p><p><emphasis>Einmal ist keinmal</emphasis>. Hatte es nicht schon im M�rchen so gehei�en?</p><p>Verdammt, er war sich einfach nicht sicher, was er tun sollte. Er schnippte die noch brennende Zigarette in den Stra�engraben. Und gerade als er sich dazu durchgerungen hatte, doch nach der Kleinen zu sehen, sah er seinen Bruder die Landstra�e herauffahren.</p><p>Er kletterte durch die Kofferraumklappe ins Freie und wartete ungeduldig, bis Kid die Strecke bis zu ihrem Wagen zur�ckgelegt hatte.</p><p>�Wo warst du denn so lange? Ich hab schon gedacht, du tauchst gar nicht mehr auf.�</p><p>�Frag nicht. War alles etwas komplizierter, als ich es mir vorgestellt hatte. Ist jetzt aber auch egal. Hauptsache, wir haben ein neues Rad.�</p><p>�Und wo hast du <emphasis>dieses</emphasis> Ding her?� Ungl�ubig schaute er auf das klapprige Fahrrad. Und auf den Anh�nger, in dem ein relativ neu aussehendes Rad lag. �H�tte der Typ, von dem du den Reifen bekommen hast, dich nicht herfahren k�nnen?�</p><p>�Nein, der wollte lieber ein Bad nehmen. Au�erdem war die Batterie von seinem Wagen platt. Ist nicht angesprungen.�</p><p>�H�?�</p><p>�Vergiss es. Lass uns lieber zusehen, dass wir das Rad auf den Wagen kriegen. Wir haben schon genug Zeit verloren.�</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 16</p><empty-line/><p>Sie folgten dem Verlauf des gut zwei Meter hohen Metallzaunes durch den dichten Wald. Kiefernzapfen und vertrocknete �ste knackten bei jedem Schritt verr�terisch unter ihren Schuhen.</p><p>�Am liebsten h�tte ich angehalten und dem Penner ordentlich die Leviten gelesen. Mit etwas weniger Gl�ck w�rde ich jetzt nicht hier stehen, sondern an irgendeinem Baum am Stra�enrand kleben. So ein Idiot.�</p><p>�Siehst du, und zur Strafe hat er jetzt einen Platten. Ausgleichende Gerechtigkeit nennt man so was.�</p><p>�Und warum muss es ausgerechnet die R�ckseite sein?�, wechselte Vanessa das Thema. �Dieses Grundst�ck hat vier Seiten und wir nehmen ausgerechnet die, die mit Abstand am umst�ndlichsten zu erreichen ist. Und wie soll ich eigentlich �ber diesen Zaun kommen? Hast du dir dar�ber mal Gedanken gemacht?�</p><p>Ihr Blick folgte den dicken Eisenstangen, �ber deren angespitzte Enden sich mehrere Bahnen Stacheldraht erstreckten. �Meine Klamotten sind nicht unbedingt dazu geeignet, da r�berzuklettern.�</p><p>Jonas musterte sie von oben bis unten. Sie trug ein schwarzes Netz-Top, das den Blick auf die darunter liegende Haut und den schwarzen BH freigab. Ihr Rock war noch immer verflucht kurz. Vermutlich so kurz, dass er bei einer unachtsamen Bewegung den Blick auf die schwarze Spitze ihrer halterlosen Str�mpfe preisgab. Und sie trug wieder diese Stiefel, die ihm schon bei ihrer ersten Begegnung aufgefallen waren.</p><p>�Da hast du wohl recht. In diesem Outfit kommst du nicht heil �ber den Zaun.�</p><p>Jonas ging einige Meter weiter, bevor er stehen blieb und mit je einer Hand eine Stange des Eisenzauns umfasste.</p><p>�Gut, dass du einen starken Mann dabei hast.�</p><p>Mit einem kr�ftigen Ruck riss er gleichzeitig an beiden Stangen, die mit einem knirschenden Ger�usch nachgaben und sich aus dem Zaun l�sten. Er warf sie zur Seite, wobei er darauf achtete, dass sie beim Aufprall nicht aufeinanderschlugen und unn�tigen L�rm verursachten.</p><p>�Na? Beeindruckt?�</p><p>�Du willst mich wohl verarschen, oder?�</p><p>Vanessa ging zu einer der Eisenstangen, hob sie an und betrachtete sie wortlos. W�hrend den Stangen die Jahre an der salzigen Seeluft deutlich anzusehen waren, gl�nzten die Enden, als w�ren sie eben erst abgeschliffen worden.</p><p>�Das ist nicht dein Ernst, oder?�</p><p>�Was denn?� Er sah sie auf eine Art an, die Vanessa mit dem Ausdruck <emphasis>Dackelblick</emphasis> umschrieben h�tte. �Ich bin mir keiner Schuld bewusst.�</p><p>�Erz�hl mir nichts vom Pferd. Du warst schon mal hier und hast die Dinger anges�gt, oder? Darum sind wir auch erst durch den halben Wald gestolpert. Das konntest du nat�rlich nicht an der Stra�e machen.�</p><p><emphasis>�Hallo, was machen Sie da?�</emphasis> Sie verstellte ihre Stimme, so dass sie nach einer alten Frau klang.</p><p>�<emphasis>Nichts weiter, ich klaube mir nur etwas Altmetall zusammen. Sie wissen doch, die Preise daf�r sind extrem gestiegen.�</emphasis> Dieses Mal klang ihre Stimme tief und m�nnlich.</p><p>�Okay, ich gebe es zu. Schuldig im Sinne der Anklage. Aber ich hatte ein edles Motiv f�r meine Tat, Euer Ehren.�</p><p>�So? Welches denn?�</p><p>�Ich wollte nur sichergehen, dass ich diese junge Dame hier nicht hinterher aus dem Stacheldraht fischen muss.�</p><p>�Sie haben also v�llig selbstlos gehandelt, Angeklagter? Sehe ich das richtig?�</p><p>�Genau so ist es.�</p><p>�Dann wird die Anklage hiermit fallen gelassen. Freispruch in allen Punkten. Noch mal Gl�ck gehabt.�</p><p>Sie lachten gemeinsam, bis Jonas seine Fototasche nahm und sie durch das Loch im Zaun schob, wo er sie vorsichtig ins Gras gleiten lie�.</p><p>�Dann lass uns gehen. Wir haben noch einiges vor.�</p><p>Vanessa sp�rte seine H�nde auf ihren H�ften, als er sie sanft aber bestimmt vor sich her schob. Vorsichtig stieg sie �ber den niedrigen Betonsockel des Zauns und betrat das dahinter liegende Grundst�ck. Jonas folgte ihr.</p><p>Bis zum Schloss waren es noch gut einhundert Meter Luftlinie. Zwischen den beiden n�chtlichen Besuchern und dem alten Bauwerk befand sich ein dichter Wald aus Kiefern und Buchen. Er endete am Ufer eines Weihers, der sich �ber die gesamte R�ckseite des Schlosses erstreckte.</p><p>�Sofern man es durch die B�ume hindurch beurteilen kann, ist es ziemlich imposant. Vor allem jetzt, bei Vollmond. Es sieht beinahe so aus, als w�rde es leuchten. Wirkt irgendwie unheimlich.� Sie lachte kurz auf. �Wahrscheinlich liegt das aber nur an der traurigen Vergangenheit dieses Schlosses. Eigentlich w�re es wundersch�n.�</p><p>�Was denn f�r eine Vergangenheit?�, fragte Jonas beil�ufig. Er war damit besch�ftigt, seine Kamera aus der Fototasche zu holen, einen Blitz und das richtige Objektiv zu montieren.</p><p>�Hast du eigentlich die geringste Ahnung, was f�r einen Ort du dir da f�r deine Fotos ausgesucht hast?�, fragte Vanessa, w�hrend sie das Schloss betrachtete. Das Licht des Vollmondes verlieh ihm einen kalten, blauen Schimmer.</p><p><emphasis>Gruselig.</emphasis></p><p>�Ich hoffe, einen guten.�</p><p>�Ich wei� nicht so recht.�</p><p>�Was ist los? Gef�llt es dir nicht?�</p><p>�Doch schon, aber��</p><p>�Warte mal ab. Wir werden hier ganz tolle Fotos machen. Vanessa, du siehst wirklich umwerfend aus und in dieser Kulisse werden die Bilder atemberaubend werden. Glaub mir, ich hab ein untr�gliches Gesp�r daf�r.�</p><p>�Mr. Lundqvists Gesp�r f�r Fotos, ja?�</p><p>�So in etwa.�</p><p>�Trotzdem. Ich nehme an, du wei�t <emphasis>nicht</emphasis>, was es mit diesem Schloss auf sich hat, oder?�</p><p>�Ich habe ein bisschen recherchiert. Gegoogelt und so. Aber so richtig viel habe ich nicht gefunden. Au�er auf so einer Webseite, auf der sich irgendwelche Spinner gegenseitig Gruselgeschichten erz�hlen.�</p><p>�Irgendwelche Spinner? Was wurde denn dort geschrieben?� Vanessa war stehen geblieben und schaute suchend durch die dichten Zweige zum Schloss hin�ber. Es schien, als erwarte sie, dort etwas Bestimmtes zu entdecken.</p><p>�Ich wei� nicht mehr so genau, ich habe es nur �berflogen. Irgendetwas mit verschwundenen Kindern, glaube ich. Warum fragst du?�</p><p>�Okay, da du dich mit der �rtlichen Geschichte offenbar nur �u�erst unzureichend auseinandergesetzt hast, werde ich dir als Kind dieser Gegend eine kurze Nachhilfestunde geben. Setz dich!� Sie deutete auf einen umgest�rzten Baumstamm, der etwa einen halben Meter �ber dem Waldboden hing.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 17</p><empty-line/><p>�Dieses Schloss��, begann sie und deutete mit einer ausladenden Handbewegung auf das Gem�uer im Hintergrund. ��wurde irgendwann im vorigen Jahrhundert gebaut. Es geh�rte einem reichen Reeder hier aus der Gegend, dessen Schiffe Handelsg�ter aus S�deuropa bis nach Skandinavien transportierten. Eines Tages verlor er durch einen schweren Sturm die H�lfte seiner Flotte. Er stand von einem Tag auf den anderen vor dem Ruin.</p><p>Aus lauter Verzweiflung brachte er zun�chst seine Familie und anschlie�end sich selbst um. Nachdem er in einer eiskalten Vollmondnacht, so wird es jedenfalls �berliefert, zun�chst seiner Frau und dann seinen drei Kindern die Kehlen durchgeschnitten hatte, erh�ngte er sich in seinem Arbeitszimmer, das sich dort oben im Turm befunden haben soll.�</p><p>�Tolle Geschichte. Aber ich glaube nicht, dass wir uns davon��</p><p>�Psst. H�r zu. Es geht noch weiter. Da es keine Erben gab��</p><p>�Klar, der Typ hatte ja alle umgebracht.�</p><p>�Soll ich weitererz�hlen, oder nicht?� Ihre Stimme klang ein wenig ver�rgert.</p><p>�Sorry Darling. Go on.�</p><p>�Also, da es keine Erben gab, fiel das Schloss in den Besitz der Stadt. �ber f�nfzig Jahre lang stand es leer und merkw�rdige Geschichten begannen die Runde zu machen. Die Menschen im Ort fingen an zu tuscheln, im Schloss gingen die Geister der ermordeten Unternehmerfamilie um. Und manch einer behauptete steif und fest, des Nachts den toten Reeder an einem Seil hinter dem Fenster seines Turmzimmers h�ngen gesehen zu haben. Sogar das Knarren der Deckenbalken, an denen er sich aufgeh�ngt hat, behaupteten sie, geh�rt zu haben.�</p><p>�Daran glaubst du nicht wirklich, oder?�</p><p>�Nat�rlich nicht. Und die Leute der Stadtverwaltung auch nicht. Also beschlossen sie irgendwann, das Geb�ude wieder zu nutzen. Sie sanierten es und funktionierten es zu einem Kinderheim um.�</p><p>�Okay. Und weiter?�</p><p>�Es dauerte nicht lange, bis erneut erste Ger�chte aufkamen. Ger�chte �ber verschwundene Kinder.�</p><p>�Du meinst, die Kinder sind aus dem Heim abgehauen?�</p><p>�Das zumindest wollte man der Allgemeinheit weismachen. Sofern man das Verschwinden nicht g�nzlich bestritten hat.�</p><p>�Aber auch daran glaubst du nicht.�</p><p>�Es spielt keine Rolle, was ich glaube. Das alles geschah ja lange vor meiner Zeit. Das Heim wurde Mitte der Siebziger Jahre geschlossen. Aber die Menschen damals waren davon �berzeugt, dass dort etwas Ungeheuerliches vor sich ging.�</p><p>�Und was soll das gewesen sein?�</p><p>�Es hie� immer wieder, dass dort Kinder und Jugendliche, vor allem M�dchen und junge Frauen, regelm��ig gefoltert und missbraucht wurden. Immer wieder soll es �u�erst brutale Vergewaltigungen gegeben haben, an denen sich ein Gro�teil des Personals beteiligt hat. Regelrechte Orgien sollen abgehalten worden sein. Auch Leute von au�erhalb h�tten sich daran beteiligt, erz�hlte man sich hinter vorgehaltener Hand. Stinkreiche Typen, die mit ihren scheinheiligen Spenden die Finanzierung des Kinderheims �berhaupt erst m�glich gemacht haben.</p><p>Es geht sogar noch weiter. In einigen F�llen wurden M�dchen als Sexsklavinnen in geheimen R�umen und Verlie�en gehalten. Andere wurden als solche verkauft. An irgendwelche Perversen.</p><p>Viele der Kinder sollen die gr�sslichen Torturen nicht �berlebt haben. Aber ihre Leichen wurden einfach weggeschafft. Diese Kinder wurden dann offiziell als <emphasis>entlaufen</emphasis> gef�hrt und polizeilich gesucht. Nat�rlich ist nicht ein einziges von ihnen jemals wieder aufgetaucht.�</p><p>�Und das alles ist niemandem aufgefallen? Und woher wei�t du das alles?�</p><p>�Einige Jahre vor der endg�ltigen Schlie�ung des Heims verdichteten sich die Ger�chte um die schrecklichen Ereignisse und es gab sogar Hausdurchsuchungen.�</p><p>�Lass mich raten. Es wurde nie etwas entdeckt?�</p><p>�Genau so ist es. Entweder wussten die Verantwortlichen vorher Bescheid, weil sie rechtzeitig gewarnt wurden, oder das Ganze war tats�chlich so geschickt eingef�delt, dass man einfach keine Spuren gefunden hat. Auf jeden Fall kam die Sache ins Rollen, weil eine neue Leiterin des Heims von der Sache Wind bekommen hatte und nicht bereit war, die Augen davor zu verschlie�en.</p><p>Spenden hin oder her.</p><p>Sie hat ihre Stellung wenige Wochen nach ihrem ersten Arbeitstag gek�ndigt und die Polizei informiert.�</p><p>�Und dann?�</p><p>�Die Polizei hat ihre Vorw�rfe scheinbar ernst genommen. Wenigstens sollte es daraufhin eine hochrichterliche Anh�rung geben.�</p><p>�Sollte?�</p><p>�Ja. Am Tag vor dem angesetzten Termin wurde die ehemalige Heimleiterin von einem Auto �berfahren und t�dlich verletzt. Am helllichten Tag. Mitten in der Stadt. Fahrerflucht. Keine Zeugen.�</p><p>�Klingt nach einem abgekarteten Spiel.�</p><p>�Ziemlich.�</p><p>�Und damit endet die Geschichte des Horrorheims?�</p><p>�Jedenfalls ist es einige Jahre sp�ter geschlossen worden. Die genauen Gr�nde kenne ich nicht. Die Ger�chte um das Heim hielten sich jedenfalls hartn�ckig und wurden auch niemals aufgekl�rt.</p><p>Angeblich soll es die geheimen Keller und Verlie�e aber immer noch geben. Auch die Frage, wohin die Kinderleichen verschwunden sind, von denen immer wieder die Rede war, konnte bis heute nicht beantwortet werden. Und den Zugang zu diesen Geheimr�umen hat auch noch niemand entdeckt. Wobei das Gel�nde ja auch abgesperrt ist und eigentlich niemand hier herumschn�ffelt.�</p><p>�Oh, wirklich? Es ist abgesperrt? Ist mir gar nicht aufgefallen.�</p><p>�Spinner.� Sie knuffte ihn freundschaftlich in die Seite.</p><p>�Auf jeden Fall bin ich davon �berzeugt, dass unsere Fotos mit dieser Schauergeschichte im R�cken noch besser werden. Du erinnerst dich, was ich dir zum Thema <emphasis>Stimmung</emphasis> gesagt habe?�</p><p>Vanessa antwortete nicht und begann stattdessen, sich lasziv auf dem Baumstamm zu r�keln.</p><p>Jonas schaute durch den Sucher seiner Kamera und machte die ersten Fotos.</p><p>Das Blitzlicht seiner Kamera tauchte die Umgebung in grelles, wei�es Licht, das Vanessa an ein lautloses Sommergewitter erinnerte.</p><p>Sie warf ihren Kopf nach hinten. Ihre langen Haare fielen wie ein Wasserfall �ber den Baumstamm und flossen geschmeidig dem Waldboden entgegen. Die unebene Rinde des Stammes kratze hart �ber ihren R�cken. Vanessa umfasste ihre Br�ste mit beiden H�nden und begann, sie gleichm��ig zu massieren.</p><p>�Perfekt! Man merkt, dass du so etwas nicht zum ersten Mal machst. Weiter so!�</p><p>Immer wieder klackte der Spiegel der Kamera und ihr Blitz riss die d�stere Umgebung f�r Sekundenbruchteile aus dem fahlen Mondlicht.</p><p>Vanessa verga� die Welt um sich herum, lie� sich fallen und gab sich vollends dem Shooting hin. Ihre Unterschenkel baumelten rechts und links am Baumstamm herunter. Ihr Top rutschte einige Zentimeter nach oben. Der schmale Spalt gab den Blick auf ihren flachen Bauch sowie auf ein zierliches Trible-Tattoo unmittelbar neben ihrem Nabel frei.</p><p>�Warte�, rief Jonas. �Genau so. Ja, das ist super. Spitze. Vanessa, das sind gro�artige Bilder.� Er schoss noch einige Fotos aus unterschiedlichen Positionen, bevor er die Kamera auf dem Baumstamm ablegte und Vanessa seine Hand zum Aufstehen reichte.</p><p>�So, ich glaube, hier haben wir alles. Lass uns reingehen.�</p><p>Vanessa verkrampfte innerlich und wurde ruckartig aus ihrer Entspannung gerissen. Sie griff nach seiner Hand und setzte sich auf.</p><p>�Du willst da wirklich rein? Hast du mir nicht zugeh�rt, was ich dir �ber das Schloss erz�hlt habe?�</p><p>�Doch, aber wir sind uns doch einig, dass es keine Gespenster gibt und dass die �brigen Geschichten, so grauenvoll sie auch sein m�gen, uns nicht wirklich gef�hrlich werden k�nnen, ist auch offensichtlich. Oder?�</p><p>Vanessa schwieg einen Augenblick. Eigentlich war es ihr in dem Moment klar gewesen, als Jonas sie durch den Wald auf das Grundst�ck gelotst hatte. Und dennoch hatte sie insgeheim gehofft, das alte Gem�uer nicht betreten zu m�ssen.</p><p>�Du meinst es also wirklich ernst�, stellte sie schlie�lich fest.</p><p>�Na klar. Eine bessere Kulisse k�nnen wir doch �berhaupt nicht finden. Es gibt dort sogar noch ein altes Schlafzimmer, in dem�� Er brach den Satz ab.</p><p>Zu sp�t.</p><p>�Moment mal.� Vanessa sprang von dem Baumstamm herunter und trat direkt vor ihn. Ihre Augen reflektierten das Licht des Mondes und funkelten ihn angriffslustig an. �Willst du damit sagen, dass du schon dort drin warst?� Wieder deutete sie auf das Schloss.</p><p>�Ich habe doch gesagt, ich habe einige Vorbereitungen getroffen.�</p><p>�Ja, aber ich dachte, du h�ttest nur den Zaun anges�gt. Was ich, nebenbei bemerkt, schon f�r mehr als genug halte.�</p><p>�Ich wollte dir ersparen, dass wir erst die T�r aufbrechen m�ssen, bevor wir die Bilder machen k�nnen.�</p><p>�Wie bitte? Die T�r aufbrechen? Das darf doch wohl nicht wahr sein.� Sie machte auf dem Absatz kehrt und stampfte mit w�tenden Schritten davon, bevor sie wieder kehrtmachte und sich mit verschr�nkten Armen vor ihm aufbaute. �Jonas, tue mir bitte einen Gefallen. Ich will nichts mehr von deinen Vorbereitungen wissen. Lass uns von mir aus dort hinein gehen und unsere Fotos machen. Und je schneller wir wieder drau�en sind, desto besser.�</p><p>�Abgemacht.�</p><p>Er l�chelte und sie war sich nicht sicher, ob sie ihn am liebsten gek�sst oder ihm doch lieber eine reingehauen h�tte.</p><p>�Hast du mir nicht vorhin erz�hlt, dass du keinen gro�en Wert auf Vorbereitungen legst? Dass du die Dinge lieber spontan geschehen l�sst?�</p><p>�Keinen gro�en Wert auf die Planung des Shootings. Den Zugang zur Location im Vorfeld sicherzustellen ist etwas anderes.�</p><p>Wieder dieses schelmische Grinsen, das ihn um Jahre j�nger wirken lie�.</p><p>Vanessa griff nach seiner Hand und zog ihn hinter sich her.</p><p>�Na, dann lass uns mal anfangen. In Wahrheit kann ich es n�mlich kaum erwarten, dein geheimnisvolles Schlafzimmer zu besichtigen.�</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 18</p><empty-line/><p>Der Wagen raste die Landstra�e entlang, schlingerte hier und dort in einer engen Kurve oder an Stellen, an denen der Wind Sand und Schmutz aus den angrenzenden D�nenw�ldern auf die Fahrbahn geweht hatte.</p><p>Ronnie hatte das Verdeck geschlossen, denn der hereinbrechende Abend brachte Schatten und K�lte. Er sah auf die Uhr. Eine verdammte Stunde hatte ihn der Wechsel des Vorderreifens gekostet. Eine Stunde, w�hrend der die Suche nach dem geheimnisvollen Leichenwagen, die Suche nach Sandy, ins Stocken geraten war. Ihm wurde �bel, als er an ihren vollkommen �berfl�ssigen Streit dachte, der sie �berhaupt erst in diese Situation gebracht hatte.</p><p>Hier irgendwo musste es gewesen sein. An diesem Abschnitt der Landstra�e hatte er den Leichenwagen entdeckt und diesen Typen, Kid, mit zu der Autowerkstatt genommen. Und offenbar hatte ihn sein erstes Gef�hl nicht get�uscht. Irgendetwas hatte mit diesem Kerl nicht gestimmt. Und so wie es aussah, wusste er nun auch, was es gewesen war. Offenbar hatte er ganz genau gewusst, wo sich Sandy befand. Entweder, er hatte sie irgendwo abgesetzt, wobei Ronnie bef�rchtete, dass hier eher der Wunsch Vater des Gedanken war, oder er hatte sie selbst irgendwo versteckt.</p><p>Zum Beispiel in eben jenem Leichenwagen.</p><p>Und hatte Ronnie nicht den Eindruck gehabt, Kid habe sich vor ihrer Abfahrt mit jemandem im Auto unterhalten?</p><p>Konnte das wom�glich Sandy gewesen sein?</p><p>Aber warum sollte sie das tun? Warum sollte sie sich weigern, ihm gegen�berzutreten?</p><p>Nein, das konnte er sich beim besten Willen nicht vorstellen. Es konnte nur eine einzige Erkl�rung geben.</p><p>Kid war mit Sandy in dieser Disco ins Gespr�ch gekommen, hatte sie irgendwie davon �berzeugt, mit ihm in seinem Wagen wegzufahren und hatte es irgendwie geschafft, sie zu �berw�ltigen und in diesem Auto zu verstecken.</p><p>Himmel, gab es ein besseres Versteck um jemanden wegzuschaffen, als einen Leichenwagen?</p><p><emphasis>Schei�e! Schei�e! Schei�e!</emphasis></p><p>Ronnie schlug w�tend auf das Lenkrad.</p><p>Ihm kam der Gedanke, die Polizei zu informieren. Aber vermutlich w�rde sie sowieso nichts unternehmen, da Sandy bei weitem keine vierundzwanzig Stunden vermisst wurde. Sofern man im beh�rdlichen Sinn �berhaupt von <emphasis>vermisst</emphasis> sprechen konnte. Nein, er w�rde die Sache zun�chst selbst in die Hand nehmen m�ssen.</p><p>Sein Blick streifte ein am Stra�enrand aufgestelltes Kreuz. Es war nicht das Kreuz an sich, das seine Aufmerksamkeit schon beim ersten Mal erregt hatte, als er daran vorbeigefahren war. Stumme Zeugen dieser Art gab es hier in der Gegend zuhauf. Es waren die frischen Blumen. Ein wahres Blumenmeer ergoss sich rund um das Holzkreuz, dass noch keinerlei Anzeichen von Verwitterung aufwies. Es konnte noch nicht lange hier stehen. G�nsehaut breitete sich auf seinen Armen aus, als er den eingravierten Namen las:</p><p><emphasis>Sandra.</emphasis></p><p>Und etwa f�nfhundert Meter hinter eben diesem Holzkreuz war er auf den liegengebliebenen Leichenwagen gesto�en. Ronnie drosselte das Tempo und stellte den Opel schlie�lich am Stra�enrand ab. Erwartungsgem�� war der Leichenwagen inzwischen verschwunden. In der Hoffnung, vielleicht eine Spur oder irgendeinen Hinweis auf seinen Verbleib zu entdecken, stieg er aus.</p><p>Die Sonne war inzwischen vollst�ndig untergegangen und ein kreisrunder Mond stand am schwarzblauen Himmel. Ronnie bildete sich ein, das Rauschen des Meeres zu h�ren, war sich aber nicht sicher, ob es sich nicht doch um das Ger�usch des Windes handelte der durch die angrenzenden W�lder wehte. Er folgte einige Meter dem schmalen Grasstreifen zwischen der auf dem Asphalt aufgemalten Seitenlinie und dem angrenzenden Stra�engraben, dessen Anblick ihn unweigerlich an eine Kreuzung aus Sumpflandschaft und M�lldeponie denken lie�.</p><p>Plastikt�ten, Tetra-Packs, Papiert�ten und Becher einer amerikanischen Fastfood-Kette, Zigarettenschachteln. Bedeutungsloser M�ll. Aber zwei Dinge erregten Ronnies Aufsehen und er kletterte vorsichtig den rutschigen Grashang in den Graben hinunter, um sie n�her in Augenschein zu nehmen.</p><p>Ein Fahrrad mit Anh�nger.</p><p>Es war zwar nicht neu, aber ohne jeden Zweifel fahrtauglich. Er wunderte sich, wer ein solches Gespann achtlos in einem Stra�engraben entsorgte. Aber er sah noch etwas anderes:</p><p>Einen Autoreifen. Genauer gesagt, ein vollst�ndiges Rad, bestehend aus der dazugeh�rigen Felge und den �berresten eines geplatzten Reifens.</p><p>Ohne jeden Zweifel hatte er also die richtige Stelle gefunden. Hier hatte der defekte Leichenwagen gestanden. Und wie Ronnie es schon bef�rchtet hatte, war dieser nun verschwunden.</p><p>Er war zu sp�t gekommen.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 19</p><empty-line/><p>Adam h�rte Ger�usche. Irgendjemand trieb sich hier herum und er wollte unbedingt herausfinden, um wen es sich dabei handelte.</p><p>Er trat aus dem Schutz der dichten Farne auf den Waldweg hinaus, den das Mondlicht in geheimnisvolles Licht tauchte.</p><p><emphasis>Bingo!</emphasis></p><p>Geb�ckt pirschte er sich an den abgestellten Wagen heran.</p><p>Und immer wieder hatte er dabei seinen Bruder vor Augen, wie er sich just in diesem Augenblick im Inneren des Schlosses mit dieser Sandy vergn�gte.</p><p>Sie begrabschte.</p><p>Sie k�sste.</p><p>Sie folterte.</p><p>Sie v�gelte.</p><p><emphasis>Seine</emphasis> Sandy.</p><p><emphasis>Das ist so unfair. Ich muss mich hier drau�en herumtreiben, w�hrend er es da drinnen mit ihr treibt.</emphasis></p><p>Dabei hatte sein Bruder ihm beim letzten Mal versprochen, dass er dieses Mal zuerst ran durfte.</p><p>Das war garantiert das letzte Mal gewesen, dass er sich auf diese Schnick-Schnack-Schuck-Schei�e eingelassen hatte. Der Teufel wusste, warum sein Bruder immer schon vorher ahnte, f�r was er sich entschied.</p><p><emphasis>Schei� Stein schl�gt Schere.</emphasis></p><p><emphasis>Schei� Schere schl�gt Papier.</emphasis></p><p><emphasis>Schei� Papier schl�gt Stein.</emphasis></p><p>Seine Eingeweide krampften sich bei dem blo�en Gedanken zusammen. Dabei w�re sein Bruder ohne ihn �berhaupt nicht auf die Idee mit dem Schloss gekommen. Und von dem Kellerraum h�tte er auch nichts erfahren. Ganz zu schweigen von dem genialen Versteck, das Adam entdeckt hatte.</p><p>Das Versteck in dem sie...</p><p>W�tend trat er in den weichen Waldboden. Lehmkl�mpchen klatschten gegen die Scheinwerfer des Autos und Adam �rgerte sich �ber seine eigene Unbeherrschtheit. Er hatte wahrlich keine Lust, seine Anwesenheit zu verraten, bevor er herausgefunden hatte, was im Inneren des Wagens vor sich ging. Vielleicht w�rde er ja doch noch auf seine Kosten kommen. Sollte sein Bruder diese bl�de Schlampe doch alleine ficken. Er w�rde sich einfach eine andere suchen.</p><p>Geduckt schlich er um die Motorhaube des Wagens herum und riskierte einen Blick durch das Fenster der Fahrert�r. Beide Frontsitze waren verwaist. Die hinteren Seitenfenster waren mit schwarzer Folie abgeklebt, so dass er nichts weiter erkennen konnte, ohne dass er sich gegen die Scheibe h�tte lehnen m�ssen.</p><p><emphasis>Zu gef�hrlich</emphasis>, dachte er. Wenn sie wirklich da drin waren, sollten sie ihn noch nicht entdecken.</p><p>Ein Ast knackte unter seinem Fu� und Adam fluchte leise, w�hrend er den �belt�ter mit der Fu�spitze unter den Wagen schob. Neben der hinteren T�r ging er in die Hocke und r�ckte so nah wie m�glich an das Fahrzeug heran.</p><p><emphasis>Perfekt.</emphasis></p><p>Von hier aus konnte er das Geschehen im Wagen sozusagen aus erster Reihe belauschen. Und dann h�rte er auch schon die n�rgelnde Stimme des M�dchens.</p><p>�Warum fahren wir nicht einfach nach Hause? Im Auto ist irgendwie nicht so mein Ding. Ich f�hle mich st�ndig beobachtet. Vielleicht ist dein Auto auch einfach zu klein f�r mein Ego.�</p><p>Adam vermutete, dass Letzteres wohl ein Scherz gewesen sein sollte, aber niemand lachte dar�ber. �Was ist denn los, Sweety? Ist doch mal was anderes als immer nur im Bett oder auf dem K�chentisch.�</p><p>Au�er dem M�dchen befand sich also noch ein Typ in dem Wagen. Offensichtlich ihr Macker.</p><p>�Pass blo� auf, ich glaube du verwechselst da was. Mit mir hast du es noch nie auf dem K�chentisch gemacht.�</p><p>�Hab ich nicht? Ups.�</p><p>�Du Penner, dir werd� ich helfen!�</p><p>Adam h�rte lautes Gekicher. Zu gerne h�tte er einen Blick durch die Scheibe riskiert, aber er traute sich einfach nicht.</p><p>Noch nicht.</p><p>�Hey, was machst du da? Jenny, so kenne ich dich ja gar nicht.�</p><p>�Gef�llt�s dir nicht?�</p><p>�Doch, es ist sogar�. Oh� Jaa...� Es war ein tiefes, lustvolles Seufzen.</p><p>Adam hockte noch immer neben der Wagent�r und lauschte dem Treiben des Paares. Sein Mund war trocken und sein Herz schlug bis zum Hals. Langsam erhob er sich, schirmte sein Gesicht mit beiden H�nden ab und dr�ckte es gegen die folierte Scheibe.</p><p>Deutlich konnte er nun die Konturen des Liebespaares erkennen. Der Typ lag ausgestreckt auf der R�ckbank, seine Hose bis zu den Knien heruntergezogen. Das M�dchen, Jenny hatte er sie genannt, hockte auf seinen Schienbeinen. Ihr blonder Lockenschopf hing �ber seinem Schritt und bewegte sich rhythmisch auf und ab. Sie hatte ihre Hose offenbar anbehalten und Adam starrte auf ihren nackten R�cken.</p><p>Er konnte sich f�rmlich vorstellen, wie sie sein Ding im Mund hatte, es mit ihrer Zungenspitze bespielte und zart daran saugte. Er sp�rte die Erektion in seiner eigenen Hose, w�hrend er daran dachte. Zu gerne h�tte er es sich selbst einmal auf diese Weise besorgen lassen. Aber bei den M�dchen, die Kid f�r ihn klarmachte, traute er sich nicht. Zu gro� war seine Angst, dass eine von ihnen sich ihm widersetzte und ohne Vorwarnung zubiss.</p><p>Aus diesem Grund hatte er schon ein paar Mal �berlegt, zu einer Nutte zu gehen und es sich f�r Geld von ihr machen zu lassen. Aber er traute sich nicht.</p><p>Nicht, seit er als Jugendlicher eine auf dem Stra�enstrich angesprochen hatte. Sie war nicht einmal besonders h�bsch gewesen, schien ihm aber f�r seine Zwecke geeignet zu sein. Doch dieses dunkelhaarige Mistst�ck hatte ihn nur mitleidig angesehen und dann weggeschickt. Zun�chst hatte er sich geweigert, aber als sie damit drohte, ihm ihren Zuh�lter, oder noch schlimmer, seine Eltern, auf den Hals zu hetzen, hatte er sich verzogen.</p><p>Eine Woche sp�ter hatte er die Nutte dann umgebracht, nachdem er sie drei N�chte lang bei ihrer Arbeit beobachtet hatte und sichergehen konnte, dass ihr Aufpasser nicht hinter der n�chsten Ecke lauerte. Bevor er ihr schlie�lich die Kehle durchschnitt, hatte er sie ordentlich gefickt, sich zu diesem Zeitpunkt aber auch schon nicht mehr getraut, seinen Schwanz in ihren Mund zu stecken.</p><p>�Aaah. Jaaa.�</p><p>Das St�hnen des Typen wurde immer lauter und die Kopfbewegungen der Blondine immer schneller. Adam beschloss, dass es Zeit war, sich der Kleinen anzunehmen, bevor sie sich v�llig verausgabte.</p><p>Er schlich um das Auto herum, so dass er vor <emphasis>der</emphasis> T�r stand, hinter der sich der Kopf des Typen befand.</p><p>Dann betrachtete er den Hammer in seiner rechten Hand, den er aus dem Schloss mitgenommen hatte. Der Sein schwarzer Kopf gl�nzte verhei�ungsvoll im Mondlicht.</p><p>Langsam und lautlos legten sich die Finger seiner linken Hand um den T�rgriff des Fahrzeugs.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 20</p><empty-line/><p>Inzwischen war es stockdunkel geworden, der Mond ging immer wieder hinter einer Wolke in Deckung und nur die Scheinwerfer seines Wagens tauchten den vor ihm liegenden Asphalt in gelbwei�es Licht.</p><p>Ziellos fuhr Ronnie die Landstra�e entlang, hielt mal hier, mal dort, ohne etwas zu entdecken, das ihn vielleicht auf die Spur des Leichenwagens h�tte bringen k�nnen. Ein Kaninchen huschte quer �ber die Stra�e und wurde f�r einen kurzen Moment vom Lichtkegel der Scheinwerfer erfasst. Mit Grauen wartete Ronnie auf den dumpfen Knall, den er schon einmal geh�rt hatte, als er in der Stra�e seiner Eltern eine Katze aus der Nachbarschaft �berfahren hatte. Aber das gef�rchtete Ger�usch blieb aus.</p><p><emphasis>Gl�ck gehabt</emphasis>, murmelte er und dachte dabei mehr an das Nagetier als an sich selbst.</p><p>Noch einmal zog er sein Telefon aus der Hosentasche und w�hlte Sandys Nummer. Dieses Mal schaltete sich die Mailbox sofort ein und eine ihm vertraute Stimme gab kund, dass sie derzeit leider nicht zu erreichen sei, der Anrufer aber gerne eine Nachricht f�r sie hinterlassen k�nne.</p><p>Hatte sie ihr Handy ausgeschaltet? Oder hielt sie sich irgendwo auf, wo sie keinen Empfang hatte? Nein, vermutlich war einfach nur der Akku leer.</p><p>Wieder einmal.</p><p>�Sandy, ich bin�s�, sprach er nach dem verhassten Ton. �Bitte ruf mich zur�ck. Ich mache mir wirklich Sorgen um dich. Wo steckst du denn?�</p><p>Ein kurzes Dr�cken der roten Taste beendete die Verbindung.</p><p>W�tend warf er das Ger�t auf den Beifahrersitz.</p><p>Nachdem er einige Minuten weitergefahren war, beschloss er, zur�ck in den Ort zu fahren und sich nach einer �bernachtungsm�glichkeit umzusehen. Sein urspr�nglicher Plan, sich zuerst darum zu k�mmern und dabei gleichzeitig Ausschau nach Sandy zu halten, war durch die j�ngsten Ereignisse gr�ndlich durcheinander gewirbelt worden.</p><p>Auf der linken Stra�enseite kam die zwischen B�schen und B�umen gut getarnte Einbiegung zu einem Weg in Sicht, der in den angrenzenden Wald hineinf�hrte. Ronnie setzte den Blinker, bremste den Wagen auf Schrittgeschwindigkeit herunter und bog in den schmalen Weg ein.</p><p>Eigentlich hatte er nur wenden wollen, als ihn wie aus dem Nichts eine seltsame Neugier �berkam und ihn zu dem Entschluss brachte, dem Weg zumindest ein kurzes St�ck zu folgen.</p><p>Langsam steuerte er den Wagen �ber den unebenen Untergrund. Er hoffte inst�ndig, sich nicht irgendwo in dem feuchten Waldboden festzufahren. V�llig alleine h�tte er keine Idee gehabt, wie er den Wagen wieder h�tte befreien k�nnen.</p><p>W�hrend sich zu seiner Linken der finstere Wald ausbreitete, folgte der Weg auf der Rechten einem hohen Eisenzaun. Jenseits der Gitterst�be konnte Ronnie durch dichte B�ume hindurch die Umrisse eines Hauses erkennen. Nein, es war kein Haus.</p><p>Es war ein Schloss.</p><p>Und w�hrend er sich fragte, wer oder was wohl in diesem Schloss wohnte, wurde ihm klar, dass es sich wohl eher um eine Ruine als um ein bewohntes Bauwerk handelte. Soweit er erkennen konnte, waren die Fenster der unteren Etagen mit Brettern verbarrikadiert worden. Die oberen Etagen schienen zwar nicht verschlossen, jedoch lauerte hinter ihnen nichts als tiefschwarze Dunkelheit.</p><p>Pl�tzlich trat Ronnie auf die Bremse.</p><p>Hatte er es sich nur eingebildet, oder hatte er tats�chlich etwas gesehen.</p><p>Etwas oder <emphasis>jemanden</emphasis>.</p><p>Dort hinten, wo der Weg eine leichte Biegung machte. Er h�tte schw�ren k�nnen, dort eine Bewegung wahrgenommen zu haben.</p><p>Bestimmt ein Reh oder ein anderes Tier auf der Flucht, dachte er und setzte seine Fahrt langsam fort.</p><p>Er folgte der Biegung und w�re beinahe in ein direkt hinter der Kurve abgestelltes Fahrzeug gekracht.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 21</p><empty-line/><p>�Nicht aufh�ren. Mach weiter, das ist so... oh, Jenny.�</p><p>Nico lag mit heruntergezogener Hose auf der R�ckbank des Wagens. Seine Finger krallten sich im hellblonden Haar seiner Freundin fest, deren Kopf sich im Rhythmus der aus den Magnat-Boxen str�menden Musik auf und ab bewegte. Er schloss die Augen, sein Atem ging schnell und flach. Jeder Muskel in seinem K�rper verkrampfte sich, w�hrend er verzweifelt gegen den nahenden H�hepunkt ank�mpfte.</p><p><emphasis>Mein Gott, lass es noch nicht vorbei sein!</emphasis></p><p>Pl�tzlich schoss Jennys Kopf oben, sein glitschig feuchter Penis glitt aus ihrem Mund. Mit einer Handbewegung wischte sie Haarstr�hnen beiseite, die ihr wild ins Gesicht hingen, und starrte durch das get�nte Wagenfenster in die Dunkelheit hinaus, wobei sie nun ihren Unterleib rhythmisch vor und zur�ck schob, so dass der Stoff ihrer Jeans �ber Nicos noch immer steifen Penis rieb.</p><p>�Hey, warum machst du nicht weiter mit dem��</p><p>�Psst. Ich glaube, da drau�en ist jemand�, antwortete sie abwesend.</p><p>�Und wenn schon. Ich habe keine Lust, dass uns jedes Mal irgendein Penner unterbricht. Mach einfach weiter. Soll er sich doch daran aufgeilen, wenn es ihm gef�llt.� Er legte seine H�nde auf ihre H�ften und beschleunigte ihre Bewegungen.</p><p>Aber es n�tzte nichts. Der Stimmungsbruch war irreparabel.</p><p>�Schei�e!� Mit einer ruckartigen Bewegung schob Jenny Nicos H�nde beiseite und kletterte �ber seinen Oberk�rper, um besser aus dem Wagenfenster schauen zu k�nnen.</p><p>�Was ist denn los?� Er versuchte, sich aufzurichten, um ebenfalls einen Blick durch das Fenster zu werfen, was aber misslang, da Jenny noch immer rittlings auf ihm hockte.</p><p>�Da war jemand. Er hat durchs Fenster geglotzt.�</p><p>�Und wer k�nnte das gewesen sein?�</p><p>�Woher soll ich das wissen? Aber ich habe sein Gesicht ganz deutlich gesehen. Er hat es richtig gegen die Scheibe gedr�ckt.�</p><p>�Bist du sicher? Du hast dir das bestimmt blo� eingebildet.�</p><p>�Nein, verdammt. H�ltst du mich f�r bescheuert? Und au�erdem, was ist das hier?�</p><p>Nico verdrehte seinen Hals so weit es ging und sah ziemlich genau in der Mitte der Scheibe einen kreisrunden Fleck.</p><p>�Kacke! Ist das von einer Nase?�</p><p>�Gen�gt dir das als Beweis?�</p><p>�Okay, dann reicht�s jetzt. Egal wer das war, ich gehe jetzt da raus und haue diesem Penner eins in die Fresse.�</p><p>Er zog seine Jeans hoch, die noch immer auf H�he seiner Kniekehlen hing und befreite sich von Jenny, indem er zwischen ihren Oberschenkeln hindurchtauchte. Noch w�hrend er in sein T-Shirt schl�pfte, riss er die Wagent�r auf und trat ins Freie.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 22</p><empty-line/><p>Ronnie konnte es kaum glauben. Er stieg aus dem Opel und betrachtete den Wagen, der vor ihm am Rand des schmalen Waldweges parkte und in den er um ein Haar hineingekracht w�re.</p><p>Bei dem lilafarbenen Golf handelte es sich zweifellos um seine Parkplatzbekanntschaft. Wut stieg in ihm auf, als er an den platten Reifen dachte. Und an die Zeit, die ihm dadurch f�r die Suche nach Sandy verloren gegangen war.</p><p>So leise wie m�glich n�herte er sich dem Golf, als pl�tzlich die Hintert�r des Wagens aufgesto�en wurde. Der Typ, der umst�ndlich aus dem Wageninneren nach drau�en kletterte, war gerade dabei, sich sein T-Shirt �ber den Kopf zu ziehen. Ronnie konnte sich recht gut vorstellen, womit der andere besch�ftigt gewesen war. Schlie�lich war er ja schon auf dem Parkplatz unfreiwilliger Zeuge von dessen aktivem Liebesleben geworden.</p><p>�Du schon wieder?�, platzte es aus dem Typen heraus, als sein Blick auf Ronnie fiel. �Jetzt pass mal auf. Du kriegst jetzt richtig sch�n was auf die Fresse, du bl�der Spanner.�</p><p>�Hey, ganz ruhig bleiben.� Ronnie wich einen Schritt zur�ck und stie� gegen den K�hlergrill seines Wagens. �Kannst du mir vielleicht erst mal sagen, was dein Problem ist? Du hast mir doch die Luft aus dem Reifen gelassen, oder? So gesehen w�re ich wohl eher derjenige, der hier Schl�ge verteilen m�sste.�</p><p>�Was mein Problem ist? Das kann ich dir sagen, du bescheuerter Vogel. Mein Problem ist, dass uns schon den ganzen Abend so ein Stelzbock verfolgt und sich daran aufgeilt, meiner Freundin und mir heimlich zuzusehen. Das ist mein Problem. K�nnte jetzt aber ruck zuck zu deinem werden.�</p><p>Er ging einige Schritte auf Ronnie zu und faltete seine H�nde. Bei der folgenden Bewegung ert�nte ein lautes Knacken der einzelnen Fingergelenke.</p><p>�H�r zu, ich habe euch weder verfolgt, noch habe ich euch beobachtet. Ich habe vorhin nur zuf�llig neben eurem Wagen geparkt.�</p><p>�Und was machst du dann <emphasis>hier</emphasis>? Bist du hier auch <emphasis>zuf�llig</emphasis> vorbeigekommen?�</p><p>Ronnie beobachtete, wie eine Blondine aus dem Golf stieg. Ronnie sch�tzte sie auf h�chstens sechzehn und er fragte sich, ob der Typ nicht gegen das Gesetz verstie�, wenn er es mit ihr tat.</p><p>Ihr Haar war zerzaust und auf ihrer Stirn gl�nzten kleine Schwei�tropfen.</p><p>�Nico, was ist los? Wer ist das?� Sie deutete mit einem Kopfnicken auf Ronnie.</p><p>�Das ist der Typ, der uns st�ndig in den Wagen glotzt. Scheinbar hat er unsere Botschaft falsch verstanden.� Zu Ronnie gewandt, fuhr er fort: �Das war n�mlich keine Einladung, uns weiter hinterherzufahren, sondern eine Warnung.�</p><p>�Okay, also noch mal zum Mitschreiben: Ich bin euch nicht hinterhergefahren.�</p><p>�Sondern?� Dieses Mal war es die Blondine, die sich zu Wort meldete, w�hrend sie sich einen Kaugummi in den Mund schob, das Papier zu einer kleinen Kugel zusammenkn�llte und es in die K�nigsfarne schnippte, die mannshoch abseits des Weges wucherten.</p><p>�Ich suche jemanden.�</p><p>�So? Wen denn? Und warum ausgerechnet hier?�</p><p>Ronnie betrachtete die Blondine. Ihr Gesicht leuchtete rot. Offenbar hatte sie versucht, die zahlreichen Pickel auf ihren Wangen so gut wie m�glich mit Rouge abzudecken. Ihre langen, schlanken Beine steckten in einer knallengen R�hren-Jeans. Blasse Haut schimmerte durch fransige Schnitte im ausgewaschenen Stoff. Es schien, als habe sie sich ebenso beeilt, den Wagen zu verlassen, wie ihr Freund. Unter ihrem wei�en Shirt trug sie keinen BH und Ronnie konnte die Abdr�cke ihrer Nippel durch den d�nnen Stoff hindurch sehen. Tats�chlich hatte er die beiden wohl wieder einmal in flagranti ertappt. Kein Wunder, dass sie nicht gerade begeistert �ber sein Auftauchen waren.</p><p>Er wollte gerade erz�hlen, dass er sich auf der Suche nach seiner Freundin befand, die mit einem Typ in einem geheimnisvollen Leichenwagen davongefahren war, als das M�dchen ihm zuvor kam.</p><p>�Wei�t du, mein Schatzi meint es ja nicht b�se, aber normalerweise verirrt sich keine Sau auf diesen Weg und heute geht es hier zu wie auf der Autobahn.�</p><p>�Wie auf der Autobahn?�</p><p>�Ja. Bist du schwer von Begriff?� Der Typ, der eine ganze Weile nur dagestanden und Ronnie aus w�tenden Augen angeblitzt hatte, mischte sich nun wieder in das Gespr�ch ein. �Zuerst glotzt du uns auf dem Parkplatz ins Auto. Dann kreuzt hier, mitten im Wald, dieser Verr�ckte mit seinem Leichenwagen auf. Die Karre, die auch vor der Disco rumgestanden hat. Und jetzt schon wieder du. Komm S��e, mir reicht�s f�r heute. Wir fahren zu mir, da haben wir wenigstens unsere Ruhe.� Er griff nach der Hand seiner Freundin und zog sie hinter sich her zum Wagen.</p><p>�Wartet!� Ronnie folgte den beiden. �Habt ihr etwas von einem Leichenwagen gesagt? Ihr habt ihn gesehen? Hier?�</p><p>�Ja. Ist hier vorbeigefahren. Sch�tze vor �ner Dreiviertelstunde oder so. Hab nicht auf die Uhrzeit geachtet. Wir hatten gerade besseres zu tun.� Er zwinkerte seiner Freundin zu, die inzwischen vor der ge�ffneten Beifahrert�r stand. �Also, mach�s gut Alter. Und nichts f�r Ungut, wegen deinem Reifen. Is ja nur�n Platten. Wir haben nichts kaputt gemacht.�</p><p>Beide stiegen ein und zogen die T�ren hinter sich ins Schloss.</p><p>Der Ofenrohrauspuff gab ein tiefes Brummen von sich, w�hrend der Wagen langsam an Ronnie vorbeirollte. Das M�dchen sah ihn durch das Seitenfenster an, aber Ronnie war mit seinen Gedanken ganz woanders.</p><p><emphasis>Der Leichenwagen</emphasis>.</p><p>Sollte ihm tats�chlich der Zufall zu Hilfe kommen, dem Wagen wieder auf die Spur zu kommen? Wohin mochte er wohl gefahren sein, wenn die beiden ihn auf diesem Weg gesehen hatten? Und war Sandy noch immer in dem Wagen gewesen? Er hatte nur eine Chance, Antworten auf seine Fragen zu bekommen. Er musste diesem Weg folgen.</p><p>Die Lichter des Golfs verschwanden hinter der Wegbiegung und auch das Dr�hnen des Auspuffs war kaum noch zu h�ren. Ronnie stand alleine auf dem ansonsten menschenleeren Waldweg. Er betrachtete den Opel. Am besten machte er sich zu Fu� auf die Suche. Allzu weit konnte der Weg vermutlich nicht in den Wald hineinf�hren. Und ohne Auto war er erheblich unauff�lliger unterwegs. Er verriegelte die Wagent�r, bevor er sich aufmachte und dem Weg tiefer in den finsteren Wald hinein folgte.</p><p>Der Gedanke, wom�glich doch nicht alleine zu sein, kam ihm nicht.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 23</p><empty-line/><p>Adam hockte in seinem Versteck zwischen dichten Farnen und kochte innerlich vor Wut.</p><p>Ein leichtes Kitzeln erregte seine Aufmerksamkeit, als eine Spinne seinen linken Handr�cken erklomm. Er hob sie mit Daumen und Zeigefinger der andern Hand an und rieb beide Finger kurz und druckvoll aneinander. Die zur�ckbleibende schwarze Masse wischte er an seinem Hosenbein ab, w�hrend er beobachtete, wie der lilafarbene Golf langsam �ber den Waldweg davonfuhr.</p><p>Das blonde M�dchen und sein Freund w�ren ganz sicher leichte Beute gewesen. Sie waren so mit sich selbst besch�ftigt gewesen, dass es ein Leichtes gewesen w�re, dem Typen eins mit dem Hammer �ber den Sch�del zu geben und seinen Platz im Auto einzunehmen. Vielleicht h�tte er die Kleine auch einfach ins Schloss gebracht und sich in einem der zahlreichen Zimmer mit ihr vergn�gt.</p><p>Am liebsten h�tte er vor Entt�uschung geschrien, wenn er daran dachte. Endlich h�tte auch er mal wieder einen Stich f�r sie beide klarmachen k�nnen.</p><p>Und was f�r einen. Die kleine Blonde war nach seinem Geschmack ein echtes Ass. Sie hatte mindestens so viel Feuer, wie die kleine Schlampe, die Kid an diesem Abend angeschleppt hatte und von der er sich aus irgendwelchen Gr�nden nicht wieder losrei�en konnte.</p><p>Und wem hatte er diese Pleite zu verdanken? Einzig diesem verfluchten Typen, von dem sein Bruder sich hatte mitnehmen lassen.</p><p>Aber warum zum Teufel war er �berhaupt hier aufgetaucht? Offenbar hatte er ja keine Ahnung gehabt, dass Kid und er diesen Weg entlanggefahren waren. Nein, auf diese Idee hatten ihn erst die Blonde und ihr Macker gebracht.</p><p><emphasis>So eine verfluchte Schei�e.</emphasis></p><p>Dieser Typ hatte ihm den ganzen Abend vermasselt. Aber das w�rde Adam ihm heimzahlen.</p><p>Er schob die gef�cherten Pflanzenbl�tter beiseite, um den Waldweg besser �berblicken zu k�nnen. Der Opel stand nach wie vor mit ausgeschaltetem Licht und Motor am Rand des Weges. Vom Fahrer war nichts zu sehen. Vorsichtig schob Adam seinen Oberk�rper aus dem Pflanzendickicht und sah gerade noch, wie der Opelfahrer zu Fu� hinter der n�chsten Biegung verschwand. Von dort aus waren es noch etwa einhundert Meter bis zur n�chsten Abzweigung.</p><p>Und dort w�rde er unweigerlich auf den abgestellten Leichenwagen sto�en.</p><p>Dann w�re es nur noch eine Frage der Zeit, bis ihn die Suche nach seiner Freundin ins Schloss f�hrte. Zwar war der einzige offene Zugang eine gut getarnte Kellert�r, aber fr�her oder sp�ter w�rde es ihm sicherlich gelingen, in das Geb�ude einzudringen. Notfalls mit auch mit Gewalt, davon war Adam �berzeugt. Und was das bedeutete, mochte er sich nicht einmal vorstellen.</p><p>Es bestand kein Zweifel, dass er das verhindern musste.</p><p>Er hob den Hammer vom Waldboden auf und trat hinaus auf den Feldweg. Sein K�rper warf im Mondlicht einen bedrohlichen Schatten, w�hrend er den Hammer wie einen Baseballschl�ger hin und her schwang.</p><p>Dann machte er sich auf den Weg.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 24</p><empty-line/><p>Die dicke Holzt�r T�r quietschte und �chzte, als Jonas sie langsam aufzog. Die Ger�usche hallten in der leeren Eingangshalle wider und Vanessa lief ein Schauer �ber R�cken und Arme.</p><p>�Hui, ganz sch�n unheimlich�, fl�sterte sie und griff nach Jonas Unterarm.</p><p>�Es ist sensationell. Schau nur, wie das Mondlicht durch die oberen Fenster f�llt. Der ganze Raum wirkt, als w�re er in magisches Licht getaucht. Absolut perfekt.�</p><p>�Wir haben ziemliches Gl�ck, dass gerade Vollmond ist, oder?�</p><p>Jonas l�chelte.</p><p>�Okay, kein Gl�ck. Du hast es geplant, richtig?�</p><p>�Sagen wir, ich habe es bei meinen Terminvorschl�gen durchaus ber�cksichtigt.�</p><p>�Du bist wirklich ein Perfektionist.�</p><p>�Von nichts kommt nichts.�</p><p>�Das hast du wohl recht. Wo geht�s lang?�</p><p>�Ich w�rde gerne zuerst ein paar Fotos von dir auf der Treppe dort dr�ben machen. Wer wei�, wie lange der Mond noch so hell ist. Die anderen Bilder k�nnen wir sp�ter immer noch machen.�</p><p>�Welche anderen Bilder? Meinst du das Schlafzimmer?�</p><p>�Warte ab und lass dich �berraschen.�</p><p>Sie durchquerten die Halle und ihre Schritte hallten auf dem staubigen Steinboden wider.</p><p>�Schau, jemand muss die Fliesen rausgerissen haben. Man kann noch erkennen, wie der Boden fr�her einmal ausgesehen hat.� Jonas wischte dicken Staub mit der Schuhspitze beiseite. �berreste eines karierten Marmorbodens kamen zum Vorschein.</p><p>�Nachdem das Kinderheim aufgel�st worden war, setzten ziemlich schnell Pl�nderungen ein. Die Leute haben rausgerissen, was nicht niet- und nagelfest war. Darum wurde das Geb�ude dann sehr bald verschlossen. Au�erdem wollte man wohl vermeiden, dass sich hier Obdachlose und verwahrloste Jugendliche einquartieren.�</p><p>Vanessa lehnte sich gegen die Wand. Von dem hellen, abbr�ckelnden Putz hob sie sich mit ihrer leicht gebr�unten Haut und ihrem schwarzen Outfit ab, wie ein Insekt auf einer wei� get�nchten Wand. Sie stemmte den Absatz ihres rechten Stiefels gegen die Mauer, so dass der ohnehin schon kurze Rock noch mehr lediglich von Nylon und Spitze bedeckte Haut freigab.</p><p>Sie beobachtete Jonas, der hinter dem Sucher seiner Kamera in Deckung ging und sie erneut fotografierte.</p><p>Sah er in ihr tats�chlich nur ein x-beliebiges Fotomodell, mit dem er hier und heute einen Job durchzog? Oder w�rde er ihren weiblichen Reizen im weiteren Verlauf des Abends doch noch erliegen und seine Professionalit�t �ber Bord werfen?</p><p>Diese Frage besch�ftigte sie, w�hrend sie, noch immer mit dem R�cken an die Wand gelehnt, von einer lasziven Pose zur n�chsten wechselte. Kein Zweifel, auch sie konnte die ganze Sache professionell durchziehen, musste sich aber eingestehen, dass Jonas eine gewisse Anziehungskraft auf sie aus�bte, der sie sich gerne hingegeben h�tte. Er war einfach ein verdammt toller Typ.</p><p>�Gehst du r�ber auf die Treppe?� Jonas Stimme holte sie aus ihrer Gedankenwelt.</p><p>�Was genau soll ich tun?�</p><p>�Setzt dich einfach auf die Stufen und lass deiner Phantasie freien Lauf. Du machst das schon.�</p><p>Vanessa erklomm die imposante Freitreppe. Als sie etwa auf der H�lfte angelangt war, setzte sie sich mit gespreizten Beinen mittig auf die steinernen Stufen, wobei ihr Oberk�rper unterschiedlichste Posen einnahm.</p><p>�Ziemlich staubige Angelegenheit�, lachte sie, nachdem einige Minuten vergangen waren und Jonas schon eine ganze Reihe, wie er ihr immer wieder versicherte, sehr guter Bilder gemacht hatte.</p><p>�Wenn wir noch lange hierbleiben, bin ich definitiv nicht mehr vorzeigbar.� Behutsam klopfte sie wei�en Staub von ihrem schwarzen Rock, den Wildlederstiefeln und Nylonstr�mpfen.</p><p>�Dann lass uns hochgehen. Du wolltest doch das Schlafzimmer sehen. Das Bett ist nicht so staubig.� Jonas lachte und griff nach seiner Tasche. Dann folgte er Vanessa die Treppe hinauf.</p><p>W�hrend sie die vom Mondlicht erhellte Galerie entlanggingen, sah sich Vanessa die unter ihnen liegende Eingangshalle an. Unz�hlige Male war sie an diesem Schloss vorbeigefahren und hatte sich immer wieder gefragt, wie es wohl darin aussehen mochte. Zwar hatte sie immer wieder die Geschichten geh�rt, die sich um die Vergangenheit des Gem�uers rankten und auch die eine oder andere Beschreibung der Schlossr�ume war ihr zu Ohren gekommen. Aber niemals h�tte sie geglaubt, es jemals zu betreten und mit eigenen Augen zu sehen.</p><p>Und schon gar nicht mitten in der Nacht.</p><p><emphasis>Du musst total verr�ckt sein.</emphasis></p><p>Jonas stie� eine am Ende der Galerie liegende T�r auf und deutete Vanessa mit einladender Geste einzutreten.</p><p>�Willkommen in Eurem Schlafgemach, gn�diges Fr�ulein.�</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 25</p><empty-line/><p>Sie betraten ein quadratisch geschnittenes Zimmer.</p><p>Vanessa sch�tzte die Gr��e auf mindestens drei�ig Quadratmeter. Mondlicht schien durch die zerbrochenen Glasscheiben und zauberte geheimnisvolle Muster auf den Fu�boden und die W�nde. M�ll und Graffiti zeugten von einer Reihe ungebetener Besucher.</p><p>Kein Wunder, dass die Stadtverantwortlichen das Geb�ude hatten verschlie�en lassen.</p><p>Durch die Fenster konnte Vanessa die Silhouette des Waldes erkennen, durch den sie gekommen waren. Sie befanden sich also auf der R�ckseite des Geb�udes.</p><p>Wie schon in der Eingangshalle, waren auch aus diesem Raum s�mtliche M�bel entfernt worden. Alle, mit Ausnahme eines riesigen Himmelbettes, das in der Mitte des Raumes stand. Die Liegefl�che war mindestens 2,50 Meter im Quadrat und an allen vier Seiten hingen verstaubte und von Motten und Witterung zersetzte Vorh�nge herab. Vanessa erinnerten die halbtransparenten Stoffbahnen an einen angegrauten Brautschleier, der seit vielen Jahrzehnten auf einem Dachboden vor sich hingammelte.</p><p><emphasis>Oder an Gespenster</emphasis>, dachte sie, als ein leichter Windsto� durch die zerbrochenen Scheiben in den Raum hineinwehte und die T�cher in lautlose Bewegung versetzte. Erst jetzt fielen ihr die schwarzen Kerzen auf, die �berall auf dem Fu�boden herumstanden. In dem dunklen Raum hatte sie sie zun�chst gar nicht bemerkt. Aber nun sah sie, dass es bestimmt an die zwanzig Kerzen unterschiedlicher Gr��e waren, jede von ihnen mindestens zehn Zentimeter hoch. Und alle Dochte schienen unbenutzt.</p><p>�Das warst du auch, oder?�</p><p>�Was meinst du?�</p><p>�Die Kerzen. Die hast du doch hier aufgestellt, oder nicht?�</p><p>�Ich dachte, wir sorgen im Vorfeld ein bisschen f�r die richtige Stimmung.� Er kramte in seiner Kameratasche und f�rderte zwei Feuerzeuge zutage. �Hier, lass uns loslegen.�</p><p>�Meine G�te, du hast ja eine richtig romantische Ader. Das h�tte ich dir gar nicht zugetraut. Hast du auch Champagner und Erdbeeren dabei?� Sie ging in die Hocke und z�ndete die ersten Kerzen an.</p><p>�Nein, aber wenn ich gewusst h�tte, dass ich dich so leicht beeindrucken kann, h�tte ich nat�rlich so etwas mitgebracht.� Auch Jonas begann nun, die Dochte der umherstehenden Kerzen zu entz�nden. �Soll ich noch schnell was besorgen gehen? Der n�chste Supermarkt ist nur ein paar Kilometer weit weg. Mit dem Wagen bin ich ruck zuck wieder zur�ck.�</p><p>�Ne, lass mal. Ich glaube, wir kriegen das auch so hin.� Vanessa lachte. �Au�erdem sind die L�den in diesem Kaff doch sowieso schon geschlossen. Es ist schon ziemlich sp�t.�</p><p>Jonas sah auf die Uhr und nickte nachdenklich. Inzwischen brannten alle Kerzen. Die Flammen tanzten im Luftzug und tauchten den Raum in unruhiges, gelbliches Licht. �Du hast recht, es ist schon ziemlich sp�t. Zeit, dass du ins Bett kommst.�</p><p>Er entfernte den Objektivdeckel von seiner Kamer und aktivierte den Blitz. Ein kurzes, helles Summen und eine rote Leuchtdiode signalisierten seine Einsatzbereitschaft.</p><p>Vanessa ging auf das Himmelbett zu. �Meinst du, das Ding h�lt noch? Sieht schon ein wenig mitgenommen aus.�</p><p>�Das h�lt.�</p><p>�Meinst du?�</p><p>�Ich wei� es. Ich hab�s ausprobiert.�</p><p>Vanessa schob den Vorhang beiseite und krabbelte auf allen Vieren auf die Matratze. Sie war dick und weich, so dass Vanessas Knie darin versanken, w�hrend sie sich bis zur Mitte der Liegefl�che vorarbeitete.</p><p>�Ist schon geil�, sagte sie, nachdem sie gen�gend Vertrauen in die Haltbarkeit des alten M�belst�ckes entwickelt hatte und sich auf den R�cken fallen lie�. Arme und Beine von sich streckend, betrachtete sie den gut zwei Meter �ber sich h�ngenden Betthimmel. Wilde Schatten tanzten im Kerzenlicht �ber die geschwungenen Stoffbahnen.</p><p>Erinnerungen an Schattenspiele ihrer Kindheit wurden wach. Ihr Vater, der, wenn er nicht gerade auf einer Gesch�ftsreise weilte, an ihrem Bett sa� und ihr Gutenachtgeschichten erz�hlte. Dazu erweckte er im Licht der Nachtischlampe Schattentiere zum Leben, die riesenhaft �ber die W�nde ihres Kinderzimmers wanderten.</p><p>Ihr Daddy. Viel zu fr�h hatte er sie verlassen. Vanessa, ihre Mum und ihre Schwester alleine zur�ckgelassen. Sie war gerade einmal neun Jahre alt gewesen, als es passierte. Sie hatte nicht verstanden, warum und wohin ihr Vater gegangen war und es war ihr auch egal, dass die Erwachsenen von einem f�rchterlichen Ungl�ck sprachen. F�r sie hatte damals einzig und allein gez�hlt, dass er fort war. Er war in dieses Flugzeug gestiegen und nie wieder zur�ckgekehrt.</p><p>Vanessa schloss die Augen. Vielleicht hatte ihre Schw�che f�r �ltere M�nner tats�chlich etwas mit dem Verlust ihres Vaters zu tun? War sie unbewusst noch immer auf der Suche nach einem Ersatz f�r etwas, das ihr nichts und niemand zur�ckgeben konnte?</p><p>Wieder dachte sie �ber Jonas nach, als das Blitzlicht sie aus ihren Gedanken riss. Er war ein faszinierender Mann. Und ein absoluter Meister seines Fachs. Er sprach nicht, w�hrend er fotografierte und Vanessa lie� sich einfach von ihren Gef�hlen leiten.</p><p><emphasis>Es ist schon seltsam, wie gut alles passt. Wir haben noch nie zusammen gearbeitet und trotzdem verstehen wir uns vollkommen blind. Ganz ohne Worte.</emphasis></p><p>Vanessa setzte sich auf und fing an, die H�kchen ihres BHs zu l�sen.</p><p>�Was tust du?�, fragte Jonas.</p><p>�Wonach sieht es denn aus? Ich dachte, du m�chtest vielleicht ein bisschen mehr Haut sehen? Oder bringe ich dich in Verlegenheit?� Sie zog den schwarzen BH unter ihrem Netzshirt hervor, so dass ihre apfelgro�en, festen Br�ste zum Vorschein kamen. Anschlie�end entledigte sie sich ihres Rockes sowie ihrer Stiefel und legte sich zur�ck auf die Matratze. Unter ihrem Shirt wirkte ihr beinahe nackter K�rper wie unter einem Fischernetz begraben.</p><p>�Sieht ein bisschen so aus, wie die kleine Meerjungfrau auf Landausflug�, scherzte Jonas.</p><p>�Gef�llt�s dir nicht? Ich kann mich gerne wieder anziehen.�</p><p>�Untersteh dich!� Er kroch zu ihr auf die Matratze und fotografierte weiter.</p><p>Schlie�lich legte er die Kamera beiseite und begann, in seiner Fototasche zu kramen.</p><p>�Was suchst du? Ist die Speicherkarte voll?�</p><p>�Schlie� die Augen. Ich habe noch eine kleine �berraschung.�</p><p>�Ah, also och Champagner und Erdbeeren? Ich wusste es.�</p><p>�Nein�, fl�sterte er. �Aber so �hnlich. Mach die Augen zu.�</p><p>Vanessa tat, wie ihr gehei�en. Sie schloss die Augen und wartete ab, was geschehen w�rde. Die Matratze bewegte sich wie ein Wackelpudding hin und her, als Jonas zu ihr her�berkrabbelte.</p><p>Pl�tzlich und ohne jede Vorwarnung sp�rte Vanessa den Druck auf ihrem Bauch. Instinktiv �ffnete sie die Augen, aber Jonas, der rittlings auf ihr sa�, dr�ckte ihr die Innenfl�che seiner Hand auf die Augen.</p><p>Dann beugte er sich �ber sie. Sein Gesicht war ganz nah an Vanessas Ohr. Sie konnte sein Parf�m riechen.</p><p><emphasis>Er riecht wundervoll.</emphasis></p><p>�Nicht schummeln. Lass die Augen zu.�</p><p>Es war nur der Hauch eines Fl�sterns und Vanessa merkte, wie sich die kleinen H�rchen auf ihren Unterarmen aufstellten, als Jonas begann, sie mit seidenweichen B�ndern an das massive Bettgestell zu fesseln.</p><p>�Jonas�, hauchte sie und sp�rte das Kribbeln, das wie elektrischer Strom durch ihren K�rper floss.</p><p>Nachdem Jonas mit ihren H�nden fertig war, kroch er hinunter zu ihren Kn�cheln. Er fixierte ihren rechten Fu� und kehrte zu Vanessas Oberk�rper zur�ck.</p><p>Sie sp�rte seinen Atem auf ihrer Haut, als er sich �ber sie beugte.</p><p>�Darf ich?�, fl�sterte er direkt in ihr Ohr und ein Finger streichelte sanft �ber ihren mit schwarzer Spitze bedeckten Venush�gel.</p><p>�Unbedingt�, hauchte Vanessa.</p><p>�Du denkst an das Codewort. Nur f�r den Fall.�</p><p>�Psst�, nicht jetzt. �Mach einfach weiter.�</p><p>Sie sp�rte, wie Jonas behutsam ihren Slip herunterzog. Der weiche Stoff streichelte �ber die Innenseite ihrer Schenkel. Irgendwo an ihrem gefesselten Kn�chel lie� Jonas das schwarze St�ckchen Stoff zur�ck und begann, auch ihren zweiten Fu� an einen der Bettpfosten zu knoten.</p><p>Vanessa versuchte, sich zu bewegen. Es war nicht unm�glich aber ihre M�glichkeiten, selbst Aktivit�t zu entfalten, waren sehr eingeschr�nkt. Obwohl die B�nder aus Seide waren, sa�en die Knoten stramm an ihren Gelenken, so dass zu heftige oder ruckartige Bewegungen einen leichten Schmerz verursachten.</p><p>Ziehen und Zerren h�tte keinen Sinn gehabt. Die Knoten w�rden sich weiter zuziehen und irgendwann w�rde der Stoff beginnen, schmerzhaft in ihre Haut zu schneiden. Sie �ffnete die Augen und sah in das Objektiv der Kamera.</p><p>Wieder vernahm sie das Klicken des Spiegels, doch dieses Mal fotografierte Jonas sie ohne das grelle Blitzlicht.</p><p>�Ist es nicht zu dunkel, um ohne Blitz zu fotografieren?�</p><p>�Bin ich der Fotograf, oder du?�</p><p>Klick.</p><p>Klick.</p><p>�Ich dachte ja nur��</p><p>Klick.</p><p>Klick.</p><p>�Also, wenn du abwechslungsreiche Bilder m�chtest, viel bewegen kann ich mich nicht.�</p><p>Wortlos ging Jonas neben ihr in die Hocke. Vanessa sah ihn an. Seine hellblauen Augen befanden sich unmittelbar vor ihrem Gesicht. Sie versuchte, den Kopf zu heben, schaffte aber lediglich ein paar Zentimeter.</p><p>Genug, um Jonas mit ihrer herausgestreckten Zunge �ber seine Nasenspitze zu fahren.</p><p>�Hey, das Model wird aufm�pfig.�</p><p>Sein Gesicht befand sich nun noch n�her vor dem ihren. Nah genug um�</p><p>Sie �ffnete langsam den Mund, fuhr mit der Zungenspitze �ber ihre Lippen.</p><p>Jonas folgte der Einladung und senkte seine Lippen langsam auf die ihren herab.</p><p>Vanessa sp�rte den sanften Druck, als sich seine Lippen um ihren Mund schlossen und seine Zunge suchend umherwanderte.</p><p>Sie seufzte leise. Am liebsten h�tte sie ihre Arme um Jonas Hals geschlungen und ihn ganz nah zu sich herangezogen. Aber nach wie vor verhinderten die Fesseln jegliche von ihr ausgehende Initiative. Sie konnte sich nur voll und ganz Jonas Regie hingeben.</p><p>Seine H�nde wanderten in ihren Nacken, w�hrend er sie st�rmisch und leidenschaftlich k�sste. Sie w�hlten in ihren Haaren und zogen sanft an ihnen. Dann begannen sie, ihren K�rper zu erkunden.</p><p>Seine H�nde waren kalt und die Ber�hrungen jagten nicht enden vollende Schauerfeuerwerke durch ihren K�rper.</p><p>Sie streichelten �ber ihre Schultern, wanderten ihre Arme entlang. Seine Finger drangen durch den Netzstoff ihres Tops zu ihren Br�sten vor, spielten mir ihren Brustwarzen.</p><p>Vanessa st�hnte vor Lust.</p><p>Seine H�nde legten sich auf ihre Br�ste, kneteten sie. Zun�chst sanft, dann immer fester, bis schlie�lich ein lustvoller Schmerz sie durchzuckte. Der Stoff von Jonas Jeans rieb w�rmend �ber ihren Schamh�gel. Vanessa konnte sein steifes Glied sp�ren, das vergeblich versuchte, sich seinen Weg aus dem engen Gef�ngnis zu bahnen. Sein Mund glitt k�ssend �ber ihren K�rper, ber�hrte ihre Br�ste, ihren Bauchnabel, glitt hinunter zu ihren feuchten Lippen und wieder zur�ck.</p><p>�Jonas�, hauchte sie in sein Ohr, w�hrend er ihren Hals k�sste und seine Z�hne sanft in ihre Haut dr�ckte, wie ein l�sterner Vampir.</p><p>�Schlaf mit mir. Ich will, dass du mit mir schl�fst. Hier und jetzt.�</p><p>�Bist du sicher, dass du das m�chtest?�, fl�sterte er.</p><p>�In diesem Augenblick gibt es nichts, das ich mir mehr w�nschen w�rde.�</p><p>Er kniete zwischen ihren gespreizten Beinen und wollte gerade den Rei�verschluss seiner Hose �ffnen, als Vanessa den Kopf anhob:</p><p>�Jonas�, keuchte sie. �Hast du welche dabei?�</p><p>�Was?�</p><p>�Gummis. Versteh mich nicht falsch, aber ich m�chte nicht, dass wir es ohne Gummi machen.�</p><p>Jonas zog den Zipper seines Rei�verschlusses wieder nach oben. �Aber du nimmst schon die Pille, oder?�</p><p>�Klar, aber ganz ehrlich, wir kennen uns gerade ein paar Stunden und mir w�re es einfach lieber so. Ist das okay f�r dich?�</p><p>�Nat�rlich.� Er beugte sich �ber sie und k�sste sie lange und ausgiebig. �Es gibt da nur ein klitzekleines Problem.�</p><p>�Du hast keine dabei, stimmt�s? Mister <emphasis>Der-perfekte-Plan</emphasis> hat keine Gummis dabei. Das darf doch wohl nicht wahr sein.�</p><p>�Jetzt mach aber mal halblang. Wer konnte denn ahnen, dass du mich so um den Finger wickelst.�</p><p>�<emphasis>Ich</emphasis> wickele <emphasis>dich</emphasis> um den Finger? Dass ich nicht lache.�</p><p>�Und au�erdem, wenn ich welche dabei gehabt h�tte, h�ttest du mir garantiert unterstellt, dass ich auch das geplant und es den ganzen Abend nur <emphasis>darauf</emphasis> angelegt h�tte, oder etwa nicht?�</p><p>�Okay, der Punkt geht an dich. Und jetzt?�</p><p>�Sag du es mir. Wir k�nnten zur�ck ins Hotel fahren. Genug tolle Fotos haben wir.�</p><p>�Ich finde es aber eigentlich ziemlich cool hier.� Vanessa sah sich um. Noch immer wiegten sich die Vorhangfetzen im leichten Wind und das Licht der Kerzen flackerte unruhig.</p><p>Heller.</p><p>Dunkler.</p><p>Heller.</p><p>Dunkler.</p><p>�Ehrlich?� Jonas schien �berrascht. �Vorhin hatte ich eher den Eindruck, die ganze Sache w�re dir nicht geheuer. Und jetzt spuckst du gro�e T�ne?�</p><p>�Willst du Sex oder diskutieren?�</p><p>�Wenn du mich so fragst, Sex.�</p><p>�Ich habe meine Tasche bei dir im Wagen gelassen. Sie liegt auf der R�ckbank, glaube ich. Wenn du sie holst, k�nnen wir weitermachen. Du kannst sie auch aufmachen. Innen in der Rei�verschlusstasche findest du ein paar Kondome. Aber beeil dich! Ich habe keine Lust, hier zu lange alleine rumzuliegen.�</p><p>�Du meinst, ich soll dich hier angebunden lassen?�</p><p>�Warum nicht? Ist doch mal was anderes. Aber lass deine Kamera hier.�</p><p>�Wozu? Du kannst sie doch sowieso nicht benutzen. In deinem Zustand.� Er zog sanft an den Knoten ihrer Fesseln, die sich durch ihr vorangegangenes Liebesspiel weiter zugezogen hatten.</p><p>�Nein, du Schlaumeier. Aber wenn die Kamera hier bleibt wei� ich, dass du zur�ckkommst.�</p><p>�Raffiniert. Also gut. Ich lasse dir meine Kamera als Pfand zur�ck und beeile mich.� Er begann, in seiner Kameratasche zu kramen.</p><p>�Was suchst du? Hast du den Autoschl�ssel verlegt?�</p><p>�Du klingst ja schon wie eine alte Ehefrau. Das kann ja heiter werden.� Er zog zwei weitere Seidenb�nder aus der Tasche. Auch sie waren schwarz und ebenso lang und breit wie die Fesseln an Vanessas Gelenken.</p><p>�Was machst du?�</p><p>�Wenn schon, denn schon. Es soll ja kleiner sagen, ich w�re nicht gr�ndlich gewesen.� Mit diesen Worten beugte er sich �ber Vanessa und legte ihr das erste der beiden T�cher �ber die Augen. Dann hob er ihren Kopf an und knotete die beiden Enden zusammen.</p><p>�Du hast aber nicht das vor, was ich glaube, dass du��</p><p>Jonas schob ihr das zweite Seidenband zwischen die Z�hne, zog es stramm und knotete es ebenfalls hinter ihrem Kopf zusammen.</p><p>Vanessa bewegte den Kopf von rechts nach links, hob ihn an und versuchte, den Knebel mit der Zunge aus ihrem Mund herauszudr�cken.</p><p><emphasis>Keine Chance. Er sitzt einfach zu stramm.</emphasis></p><p>Trotz der vergeblichen Versuche, sich des Knebels zu entledigen, versp�rte sie ein erregendes Kribbeln, als ihre Nackenmuskeln erschlafften und ihr Kopf zur�ck auf die Matratze sank.</p><p><emphasis>Gefesselt und geknebelt in einem alten Schloss.</emphasis></p><p>�Jnas, beiil dch�, versuchte sie, ihm zuzurufen.</p><p>�Wie ich sehe, tut der Knebel seinen Dienst. Mach also keine Dummheiten und warte sch�n, bis ich wieder zur�ck bin.�</p><p>Wieder h�rte sie das vertraute Ger�usch.</p><p>Klick.</p><p>Klick.</p><p>Dieses Mal blendete das Blitzlicht sie selbst durch ihre Augenbinde hindurch.</p><p>�Bis sp�ter, Liebling.�</p><p>Vanessa h�rte, wie die Zimmert�r leise quietschend ins Schloss gezogen wurde. Dann war es still.</p><p>Ein leises Gef�hl von Angst beschlich sie. Hatte er die Kamera tats�chlich zur�ckgelassen? Oder hatte er sie doch mitgenommen. Und falls ja, was hatte das zu bedeuten? Hatte es �berhaupt etwas zu bedeuten? M�glicherweise hatte er gar nicht vor, zur�ckzukommen. Oder hatte er lediglich Angst, die wertvolle Kamera k�nnte gestohlen werden? Aber von wem? Schlie�lich waren sie ja alleine in diesem alten Schloss.</p><p>Zumindest hoffte sie das.</p><p>Der Gedanke war ihr bisher noch nicht in den Sinn gekommen. Aber was, wenn sich noch jemand in diesem Schloss aufhielt?</p><p>Jemand <emphasis>au�er</emphasis> ihnen.</p><p>Jemand, der wom�glich nichts Gutes im Schilde f�hrte.</p><p><emphasis>Bl�dsinn.</emphasis></p><p>Sie wischte den Gedanken ebenso schnell beiseite, wie er aufgekommen war.</p><p>Jonas mochte sie.</p><p>Und er war mindestens so scharf auf sie, wie sie auf ihn. Mit Sicherheit lag seine Kamera irgendwo hier auf dem Bett herum. Oder gleich daneben.</p><p>H�tte er ihr doch nur nicht die Augen verbunden, dann h�tte sie wenigstens sehen k�nnen, was um sie herum geschah.</p><p>So aber lag sie hier. Alleine und wehrlos. Nahezu nackt, mit gespreizten Beinen. Blind, geknebelt und ans Bett gefesselt. Geradezu so, als warte sie nur darauf, dass jemand kommen und ...</p><p>Verdammter Mist, sie lag tats�chlich hier und wartete� genau darauf.</p><p>Sie lachte innerlich.</p><p>Trotz aller Vorfreude auf das bevorstehende Liebesspiel beschleunigte sich pl�tzlich ihr Puls. Mit einem Mal sp�rte sie ihr Herz in ihrer Brust h�mmern.</p><p>Dann, ganz pl�tzlich, von einer Sekunde zur anderen, kam die K�lte. Und unter der schwarzen Seidenbinde schloss Vanessa die Augen und lauschte frierend den Ger�uschen der Nacht, die durch die eingeschlagenen Fensterscheiben zu ihr herein drangen.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 26</p><empty-line/><p>Vom Meer aufsteigender Nebel waberte �ber den Waldweg.</p><p>Er h�llte B�ume und Str�ucher in undurchsichtige Schleier und verlieh ihnen neue Gestalten. Riesen, Kobolde und Skelette, die ihre H�nde nach Ronnie ausstreckten, w�hrend er dem Verlauf des dunklen Pfades folgte.</p><p>Tiefe Reifenprofile, in deren lehmigen Vertiefungen sich das Wasser der j�ngsten Regenf�lle gesammelt hatte, zeugten von einer nicht lange zur�ckliegenden Benutzung. War es wirklich das gesuchte Fahrzeug gewesen, das seine Spuren hier im feuchten Waldboden hinterlassen hatte?</p><p>Und falls ja, w�rde es ihn auch auf der Suche nach Sandy weiterbringen?</p><p>Ein letztes Mal wollte er sie anrufen, es noch einmal probieren. Er griff in seine Hosentasche.</p><p><emphasis>Mist.</emphasis></p><p>Er hatte das Telefon im Wagen auf dem Beifahrersitz liegenlassen. Kurz erwog er, noch einmal umzukehren und es zu holen, verwarf den Gedanken aber gleich wieder. Lieber wollte er zusehen, so schnell wie m�glich eine Spur seiner Freundin zu finden.</p><p>Wie angewurzelt blieb er stehen. Langsam lie� er sich in die Hocke sinken und betrachtete den gro�en Schatten, den er, etwa zwanzig Meter voraus, mitten auf dem Weg zu sehen glaubte.</p><p>Ohne dass er h�tte sagen k�nnen, wovor er sich tats�chlich f�rchtete, beschleunigte sich sein Pulsschlag und ein seltsames Gef�hl beschlich ihn.</p><p>Reglos hockte er in der Dunkelheit, starrte auf den Schatten.</p><p>Hatte er gerade eine Bewegung gesehen?</p><p><emphasis>Nein da ist nichts. Der Nebel spielt mir einen Streich.</emphasis></p><p>Sorgsam darauf bedacht, m�glichst kein unn�tiges Ger�usch zu verursachen, erhob er sich und setzte seinen Weg fort.</p><p>Seine Knie zitterten bei jedem Schritt, w�hrend er behutsam einen Fu� vor den n�chsten setzte. Ein Zweig zerbrach unter seiner Schuhsohle, das krachende Ger�usch lie� ihn zusammenzucken.</p><p>Ronnies Blick streifte den Schatten.</p><p>Ruckartig erwachte dieser aus seiner Starre und bewegte sich in rasendem Tempo auf Ronnie zu, der mit einem halsbrecherischen Satz den Weg verlie�. Doch bevor er hinter einem der Farne in Deckung gehen konnte, huschte der Schatten schnell wie ein Pfeil an ihm vorbei, brach lautstark durch das Unterholz und verschwand in der sch�tzenden Dunkelheit des Waldes.</p><p>Erleichtert atmete Ronnie auf.</p><p>Er sah hin�ber zu der Stelle, an der das Reh in den B�schen verschwunden war.</p><p>Und machte eine �berraschende Entdeckung.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 27</p><empty-line/><p>Zum zweiten Mal an diesem Abend erwachte Sandy aus einer �thernarkose. Die Hammerschl�ge in ihrem Kopf waren noch schlimmer als beim ersten Mal, so dass sie die Augen zun�chst geschlossen hielt.</p><p>Das Letzte, woran sie sich erinnerte war, dass sie in der v�lligen Dunkelheit dieses Sarges gelegen hatte. Irgendwann wurde der Deckel ge�ffnet und das grelle Licht einer Lampe blendete sie. Noch bevor sie sich darauf hatte einstellen k�nnen, dr�ckte ihr erneut jemand einen dieser stinkenden Lappen auf Mund und Nase, woraufhin sie binnen Sekunden das Bewusstsein verloren hatte.</p><p>Doch trotz einiger Erinnerungsl�cken erkannte sie, dass sich an ihrer Lage etwas ver�ndert hatte. Offenbar befand sie sich nicht mehr in dem engen Sarg. Sie lag auf einem weichen Untergrund, vielleicht einem Bett oder einem Sofa.</p><p>Vorsichtig versuchte sie, ihre H�nde zu bewegen. Doch diese waren noch immer vor ihrem K�rper zusammengebunden. Auch an ihren Fu�kn�cheln sp�rte sie nach wie vor eng anliegende Fesseln, die im Gegensatz zu vorher jedoch aus Metall zu bestehen schienen, das kalt und unnachgiebig gegen ihre Haut dr�ckte. Zudem waren ihre Beine auseinandergespreizt.</p><p>Trotz der heftigen Kopfschmerzen �ffnete sie langsam die Augen. Tats�chlich war jeder ihrer beiden Fu�kn�chel in einer Art Eisenmanschette gefangen. Eine Metallstange von etwa einem halben Meter L�nge verband beide Manschetten miteinander und verhinderte, dass Sandy ihre Beine schlie�en konnte.</p><p>Sie blickte an ihrem K�rper herab. Zu ihrer Erleichterung stellte sie fest, dass sie nicht nackt war. Sie konnte nicht sagen wieso, aber aus irgendeinem Grund hatte sie so etwas bef�rchtet.</p><p>Dennoch versetzte ihr der Anblick der Kleidungsst�cke an ihrem K�rper einen Schock. Die knappen Shorts und das T-Shirt mit dem ausgefransten Saum, das den Blick auf ihren Bauchnabel freigab � beides geh�rte nicht ihr.</p><p>Ihre Entf�hrer hatten ihr also neue Kleidung angezogen, w�hrend sie bewusstlos gewesen war.</p><p>Und da sie au�erdem sp�rte, dass sie unter der Kleidung keine Unterw�sche trug, bedeutete dies, dass die beiden sie nackt gesehen hatten. Sie mochte gar nicht daran denken, was diese Typen m�glicherweise mit ihr angestellt hatten, w�hrend Sandys nackter K�rper v�llig wehrlos vor ihnen gelegen hatte.</p><p>Soweit sie sehen konnte, waren die Kleidungsst�cke, die sie trug, nicht neu. Insbesondere das ehemals wei�e Shirt hatte einen gr�ulichen Schleier angenommen und Sandy wurde �bel bei der Vorstellung daran, wie viele M�dchen vor ihr in eben dieser Kleidung bereits auf demselben Sofa gelegen haben mochten.</p><p>Und bei dem Gedanken an das, was anschlie�end mit ihnen geschehen war.</p><p>Sie wischte den Gedanken beiseite und konzentrierte sich so gut es ging auf die seltsamen Ger�usche ihrer Umgebung. Sie h�rte ein tiefes, sonores Brummen, das aus der Ferne an ihre Ohren drang.</p><p>Feuchte, kalte Luft streichelte �ber ihre Arme und Beine. Sie zitterte. Schmerzhafter denn je sp�rte sie die Fesseln, die sich trotz ihres behutsamen Ziehens keinen Millimeter lockerten.</p><p>Und sie war allein.</p><p>Von ihren Entf�hrern war nichts zu sehen. Dennoch hatten diese sie hierher verschleppt und gefesselt zur�ckgelassen.</p><p>Ihr Blick schweifte umher. Sie befand sich in einem Raum, bei dem es sich offensichtlich um einen alten Gew�lbekeller handelte. Er wurde von flackerndem Licht erf�llt, das seinen Ursprung in einem Fernsehger�t hatte, auf dem gerade ein stummgeschalteter Film lief. Die dargestellte Szene zeigte eine im Freien stattfindende Hochzeit, die aber in diesem Augenblick von einem heftigen Unwetter �berrascht wurde. Jemand sprang mitten durch die Hochzeitstorte hindurch, w�hrend die aufgeregte G�steschar panikartig die Flucht ergriff.</p><p><emphasis>Immerhin haben sie den Fernseher angelassen. Fehlt nur noch eine Pizza</emphasis>, versuchte sie sich selbst ein wenig aufzuheitern.</p><p>Doch der Versuch misslang.</p><p>Wie sie bereits vermutet hatte, lag sie tats�chlich auf einem Sofa. Der Bezug bestand aus beigefarbenem Cord, starrte vor Dreck und war mit gro�en und kleinen L�chern geradezu �bers�t. Sandy fielen die zahlreichen Flecken auf.</p><p>Die Erkenntnis traf sie wie ein heranfliegendes Messer. Eine Welle von Panik schwappte �ber sie hinweg. Tr�nen schossen ihr in die Augen und kullerten �ber ihre Wangen.</p><p><emphasis>Diese Flecken � das ist Blut. Getrocknetes Blut.</emphasis></p><p>�Ihr Arschl�cher!� Mit aller Kraft zerrte sie an ihren Fesseln. �Lasst mich sofort hier raus! Ihr verdammten Schweine!�</p><p>Hatte sie die aufkeimende Panik bisher noch erstaunlich gut unter Kontrolle gehabt, so brachen die Ereignisse der letzten Stunden in diesem Moment wie ein Tsunami �ber sie herein. Sie schluchzte und konnte die Tr�nenflut nun nicht mehr zur�ckhalten.</p><p>Doch als sie die Stimme h�rte, die durch den Keller hallte, versiegten die Tr�nen schlagartig. Stattdessen krampften sich ihre Organe zusammen und ein riesiger Klo� im Hals machte ihr das Atmen beinahe unm�glich.</p><p>�H�r mit der Heulerei auf, hier unten kann dich sowieso niemand h�ren.�</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 28</p><empty-line/><p>Die enge Schneise war beinahe unsichtbar. Insbesondere jetzt, wo der Nebel von Minute zu Minute dichter wurde und der Mond immer wieder hinter dichten Wolken verschwand, war sie kaum zu erkennen.</p><p>Ronnie �berquerte den Weg und betrachtete den zugewucherten Pfad. Er war etwa zwei Meter breit und von einem kniehohen Teppich aus Gr�sern und Pflanzen bedeckt. Das alles h�tte ihn nicht weiter interessiert, w�re ihm nicht noch etwas anderes aufgefallen.</p><p>Der Gro�teil der Pflanzen war plattgewalzt oder wenigstens abgeknickt und es war offenkundig, dass diese Sch�den nicht auf ein fl�chtendes Reh zur�ckgehen konnten. Vielmehr, so vermutete Ronnie, waren sie auf ein Fahrzeug zur�ckzuf�hren, das sich seinen Weg durch das Unterholz gesucht hatte.</p><p>Er folgte dem Pfad.</p><p>Seine Hosenbeine strichen durch das hohe Gras und versetzten riesige M�ckengeschwader in Gefechtsbereitschaft. Das hochfrequente Summen ihrer Angriffsfl�ge reizte seine ohnehin schon strapazierten Nerven aufs �u�erste. Doch s�mtliche Verteidigungsbem�hungen, wildes Schlagen, Klatschen und Hauen seinerseits, zeigten keinerlei Wirkung und bereits nach wenigen Metern gab er sich der �bermacht seiner blutr�nstigen Gegner geschlagen.</p><p>Doch die Strapazen waren auf einen Schlag vergessen, als sich wenige Meter vor ihm die Silhouette des Leichenwagens aus dem Nebel sch�lte.</p><p><emphasis>Oh man.</emphasis></p><p>Er hatte den Wagen also tats�chlich ausfindig gemacht. Geduckt schlich er zu dem abgestellten Fahrzeug, dessen Motor und Scheinwerfer ausgeschaltet waren. Zusammengekauert verharrte er schlie�lich neben der Fahrert�r und lauschte.</p><p>Au�er dem noch immer anhaltenden Surren der M�cken und dem gelegentlichen Ruf eines K�uzchens, war es still.</p><p>Beinahe be�ngstigend still.</p><p>Selbst das Rauschen des Windes und der Baumwipfel war nicht mehr zu h�ren. Wie dicke Watte hatte sich der Nebel �ber die Landschaft gelegt und unterdr�ckte jegliche Ger�uschentwicklung schon im Keim.</p><p>Ronnie erhob sich, um einen Blick ins Innere des Wagens zu werfen.</p><p><emphasis>Niemand zu sehen.</emphasis></p><p>Er schlich um das Fahrzeug herum, konnte aber nichts Interessantes entdecken. Die gro�en Heckscheiben, hinter denen sich normalerweise ein Sarg befand, waren mit undurchsichtigen Gardinen abgeh�ngt.</p><p><emphasis>V�llig normal.</emphasis></p><p>Nachdem er das Fahrzeug einmal vollst�ndig umrundet hatte, legte er seine Hand auf den Griff der Fahrert�r. Er sah sich um, schloss die Augen und atmete tief ein.</p><p>Dann zog er am T�rgriff.</p><p>Nichts.</p><p>Abgeschlossen.</p><p>Sein Versuch, die Beifahrert�r zu �ffnen, war ebenfalls nicht von Erfolg gekr�nt.</p><p><emphasis>Logisch. Zentralverriegelung.</emphasis></p><p>Dennoch wollte er nichts unversucht lassen und ging erneut an das Heck des Fahrzeugs. Es wunderte ihn nicht weiter, dass auch die Heckklappe verschlossen war und sich nicht �ffnen lie�.</p><p>Was ihn umso mehr �berraschte, war der Schlag auf den Hinterkopf, den er in diesem Moment sp�rte. Ein rasender Schmerz durchzuckte seinen K�rper. Grelle Lichter blitzen vor seinen Augen auf und er sp�rte das Blut, das warm und klebrig in seinen Nacken tropfte.</p><p>Dann gaben seine Knie nach und ein gewaltiger Strudel aus Nebel, K�lte und Dunkelheit riss ihn erbarmungslos in die Tiefe.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 29</p><empty-line/><p>Adam schleifte den leblosen K�rper hinter sich her. Es war deutlich leichter gewesen, die M�dchen durch den Schlosspark zu tragen als diesen kr�ftigen Burschen. Nachdem er versucht hatte, ihn hochzuheben, hatte er einen schmerzhaften Stich im R�cken gesp�rt und beschlossen, ihn lieber hinter sich herzuziehen. Also hatte er die Kn�chel kurzerhand mit dem G�rtel des Typen zusammengebunden und zerrte ihn nun seit gut f�nf Minuten durch den Wald.</p><p>War ihm doch egal, dass der Kopf des Typen st�ndig gegen irgendwelche �ste, Wurzeln oder Steine schlug. Was hatte er seine Nase auch unbedingt in anderer Leute Angelegenheiten stecken m�ssen?</p><p>F�r einen kurzen Moment hatte Adam in Erw�gung gezogen, den Typ ins Schloss zu bringen und Sandy ihren Retter zu einem sch�nen Paket verschn�rt zu pr�sentieren. Allerdings hatte er sich dagegen entschieden, weil er keine Lust hatte, sich von Kid wieder anschnauzen zu lassen. Zu deutlich hatte er ihm vorhin mitgeteilt, dass er mit Sandy allein sein wollte.</p><p>Kid konnte ihn mal. Und das kreuzweise.</p><p>Und dieser Typ hier konnte ihn ebenfalls kreuzweise. Schlie�lich hatte <emphasis>er</emphasis> ihm die Sache mit der Blondine versaut.</p><p>Und eine entsprechende Strafe hatte sich Adam ebenfalls schon �berlegt.</p><p>Er kannte den Park wie seine Westentasche. Gleich hatte er es geschafft. Direkt hinter der alten Buche. Er beschleunigte seine Schritte, aber der schwere K�rper des Bewusstlosen bremste ihn sofort wieder aus.</p><p><emphasis>Hoffentlich ist er noch nicht tot. Er soll sich ruhig noch ein bisschen an den anderen erfreuen. Vielleicht gefallen sie ihm ja sogar. Die eine oder andere H�bsche ist schon dabei gewesen.</emphasis></p><p>Gut, inzwischen waren sie sicherlich nicht mehr ganz frisch, obwohl Adam stets gut f�r sie gesorgt hatte.</p><p>Er lachte laut auf und blickte auf den bewusstlosen K�rper in seinem Schlepptau. In der Situation, in der dieser Typ sich befand, durfte man eben nicht so w�hlerisch sein.</p><p><emphasis>Nur schade, dass ich nicht sehen kann, was er f�r Augen macht, wenn er bei den anderen ankommt. Falls er sich nicht vorher das Genick bricht.</emphasis></p><p>Adam erreichte einen Stapel aufeinander get�rmter Zweige. Achtlos lie� er Ronnies aneinandergebundene F��e auf den Boden klatschen und machte sich daran, das Wirrwarr aus �sten und d�nnen Baumst�mmen beiseite zu r�umen.</p><p>Es dauerte einige Minuten, bis die �berreste eines gemauerten Brunnens unter den H�lzern sichtbar wurden. Mit den F��en wischte Adam Kiefernnadeln und Erde beiseite. Schlie�lich hatte er eine etwa einen Quadratmeter gro�e Fl�che freigelegt.</p><p>Aus seiner Hosentasche f�rderte er einen kleinen Schl�ssel zutage. Er lie� die feine Silberkette mit dem Schl�ssel durch seine Finger gleiten und betrachtete sie f�r einen Augenblick nachdenklich.</p><p>Die zu der Kette geh�rende Frau befand direkt unterhalb von Adam. Dort unten in dem finsteren Loch, durch eine Metallplatte zu seinen F��en vom Rest der Welt abgeschottet.</p><p>Er b�ckte sich und schob den Schl�ssel in das Vorh�ngeschloss, bevor er die schwere Fallt�r in die H�he wuchtete.</p><p>Adam blickte hinab in den schwarzen Schlund. Das Loch war tief. Wie tief genau, wusste er nicht, da sein einziger Versuch, es zu je �berpr�fen, vorzeitig gescheitert war, als ihm die verdammte Taschenlampe aus der Hand gerutscht war, noch bevor er sie �berhaupt eingeschaltet hatte. Sie war in die Finsternis gest�rzt und irgendwo dort unten aufgeschlagen. Anschlie�end hatte er einfach einen Stein hinterher geworfen und die Sekunden bis zu seinem Aufprall hatten Adam zu der Erkenntnis gebracht, dass das Loch f�r seine Zwecke bestens geeignet war.</p><p>Geradezu perfekt.</p><p>�So Kumpel, jetzt geht�s abw�rts.�</p><p>Er griff nach den zusammengebundenen Kn�cheln des noch immer bewusstlosen Ronnie und zog ihn zwischen den �berresten der Brunnenwand hindurch, bis sein K�rper parallel zu dem Loch lag. Dann ging er in die Knie und l�ste den G�rtel von Ronnies Kn�cheln, bevor er ihn mit einem kr�ftigen Schubs in den Abgrund stie�.</p><p>Das Letzte, was Adam h�rte, bevor er die Eisent�r zufallen lie� und sorgf�ltig verschloss, war das dumpfe Ger�usch, mit dem der abst�rzende K�rper irgendwo in der Tiefe aufschlug.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 30</p><empty-line/><p>Sandys Blick fuhr herum. Die Stimme schien aus dem Nichts zu kommen. Tats�chlich aber hatte sie ihren Ursprung in einer vollst�ndig in der Dunkelheit liegenden Ecke des Raumes. Die Person, die gesprochen hatte, war im Schutz der Finsternis beinahe unsichtbar. Im Schneidersitz hockte sie in einem heruntergekommenen Ohrensessel.</p><p>Umst�ndlich erhob sich die Person aus dem Sessel und trat in das flackernde Licht des Fernsehers.</p><p>Es war Kid.</p><p>Seine Finger spielten mit einem Gegenstand, wie ihn Sandy schon einmal auf einem Foto gesehen hatte. Sie wusste, wozu man so ein Ding benutzte, traute sich aber nicht, den Gedanken zu Ende zu denken.</p><p>�Herzlich willkommen in unserem kleinen Reich. Und wie gesagt, das Schreien kannst du dir sparen. Niemand wird dich h�ren. Hier unten haben schon viele M�dchen um Hilfe gerufen, aber keinem hat es etwas gen�tzt.�</p><p>�Was haben Sie mit mir vor?�</p><p>Kid sch�ttelte langsam den Kopf. �Warum so f�rmlich? Wir waren doch schon beim <emphasis>Du</emphasis> angekommen.�</p><p>�Was wollen Sie von mir?�, wiederholte Sandy die Frage.</p><p>�Du solltest nicht so viele Fragen stellen. Das macht die ganze Stimmung kaputt. Schau mal hier, gef�llt es dir?� Er lie� den unheimlichen Gegenstand� vor ihren Augen hin und her schaukeln, bevor er ihn schlie�lich in der Ges��tasche seiner Jeans verschwinden lie� und stattdessen nach einer auf dem Boden liegenden Fernbedienung griff.</p><p>Sandys Blick wanderte automatisch zu dem Fernsehger�t, das auf einem umgedrehten Bierkasten thronte. Das Hochzeitsvideo lief noch immer und Sandy erkannte die Stelle wieder, an der das Unwetter beginnt und die Hochzeitsgesellschaft fluchtartig die Feier verl�sst. Offenbar lief das Video in einer Endlosschleife.</p><p>Als Kid den Ton einschaltete, fiel der Groschen.</p><p><emphasis>Guns N� Roses. November Rain.</emphasis></p><p>�Ein phantastischer Song. Was meinst du?�</p><p>�Was soll das?�</p><p>�Psst. Achte auf den Text.�</p><empty-line/><p><emphasis>I know it's hard to keep an open heart</emphasis></p><p><emphasis>When even friends seem out to harm you</emphasis></p><p><emphasis>But if you could heal a broken heart</emphasis></p><p><emphasis>Wouldn't time be out to charm you?</emphasis></p><p><emphasis>Oh!</emphasis></p><empty-line/><p>�Was wollen Sie mir damit sagen? Warum haben Sie mich hierher gebracht?� Sandy versuchte, sich auf dem Sofa aufzurichten, was sich wegen ihrer sperrigen Fu�fessel alles andere als einfach gestaltete.</p><p>Als sie es schlie�lich geschafft hatte, kam Kid auf sie zu. Er stellte die Bierflasche auf einem kleinen Tisch ab, beugte sich leicht �ber sie � und gab ihr eine schallende Ohrfeige.</p><p>�H�r gef�lligst mit diesem albernen <emphasis>Sie</emphasis> auf. Hast du mich verstanden?�</p><p>Sandy weinte. Zwar hatte sie den Schlag kommen sehen, konnte wegen ihrer gefesselten H�nde aber herzlich wenig dagegen ausrichten.</p><p>Er schlug erneut zu.</p><p>Sandys Kopf flog zur Seite, als der Schlag in ihrem Gesicht explodierte. Eine Mischung aus Schnodder und Blut tropfte auf ihr Shirt.</p><p>�Hast du geh�rt, was ich gesagt habe? Antworte mir gef�lligst, wenn ich mit dir rede.�</p><p>�Ja, ja. Schon gut. Aber h�ren Sie, ich meine, h�r bitte auf, mich zu schlagen�, schluchzte Sandy mit tr�nenerstickter Stimme.</p><p>�Okay.� Kid setzte sich neben sie und legte seinen linken Arm auf die R�ckenlehne hinter Sandys Kopf.</p><p>Sie sp�rte seine Finger in ihren Haaren.</p><p>�Es gibt zwei M�glichkeiten.�</p><p>Die Finger seiner rechten Hand ber�hrten Sandys Kinn und drehten ihren Kopf langsam in seine Richtung. Noch immer lief ein feiner Faden Blut aus ihrem rechten Nasenloch und die Augenbraue dar�ber war rot und geschwollen.</p><p>�Entweder, du zeigst dich ein bisschen entgegenkommend und wir zwei machen uns einen netten Abend � mit allem, was dazugeh�rt.�</p><p>�Oder?� Ihre Stimme zitterte.</p><p>Er l�chelte schief.</p><p>�Oder du entscheidest dich gegen mich und ich lade auf der Stelle meinen Bruder zu uns ein. Ich habe ihn n�mlich vorhin weggeschickt, weil ich glaube, dass du mit mir besser dran bist. Ich mag dich n�mlich. Und nebenbei bemerkt: Mein Br�derchen war dar�ber nicht besonders am�siert.</p><p>Dann �berlasse ich dich <emphasis>seiner</emphasis> Obhut. Und wenn du meine ehrliche Meinung h�ren willst: Er ist etwas� nun ja�, morbide veranlagt. Er hat von Zeit zu Zeit sehr unsch�ne Fantasien, wenn du wei�t, was ich meine. Und ich kann ihn nicht immer davon abhalten, sie in die Tat umzusetzen.</p><p>Er ist wie ein Vulkan. Hier und da hilft nur ein anst�ndiger Ausbruch, den unterirdischen Druck abzubauen. Das sind keine sch�nen Momente, vor allem f�r euch Frauen, aber sie ersparen uns allen einen v�llig unkontrollierbaren Mega-Ausbruch.�</p><p>Er legte seine rechte Hand auf ihr Knie und fuhr langsam an der Innenseite ihres Oberschenkels entlang.</p><p>�Es w�re wirklich schade, wenn er dich so zurichten w�rde, wie unseren letzten Gast. Und bei all dem, was er mit ihr angestellt hat, hat sie hat fast vier Stunden gebraucht, bis sie endlich gestorben ist.�</p><p>Er griff hinter das Sofa und f�rderte den Fu� einer Tischlampe zutage. Sie hatte keinen Schirm mehr, doch die nackte Birne gl�hte augenblicklich auf, als Kid den kleinen Schalter umlegte. Er hielt Sandy die Gl�hbirne unmittelbar vor ihr rechtes Auge.</p><p>Geblendet kniff sie die Augen zusammen. Sie sp�rte die ungeheure Hitze, die von dem hei�en Glas ausging.</p><p>�Glaub mir, das Ding macht ziemlich schmerzhafte Brandwunden.�</p><p>Einmal mehr schn�rte sich Sandys Kehle zu und dem Klo� war auch durch kr�ftiges Schlucken nicht beizukommen. Wieder stiegen ihr Tr�nen in die Augen und die Vorstellung, was w�hrend der n�chsten Stunden mit ihr geschehen w�rde, lie� die Panik zur�ckkehren.</p><p>Grinsend stellte Kid die Lampe neben der Couch auf dem Fu�boden ab.</p><p>�Aber keine Sorge. Ich wollte dir nur einen Eindruck vermitteln, auf was f�r ausgefallene Ideen mein Bruder von Zeit zu Zeit kommt. Wie geht es deinem Kopf?�</p><p>�Schon okay.�</p><p>Daumen und Zeigefinger von Kids rechter Hand bohrten sich schmerzhaft in Sandys Wangen, w�hrend sich sein Gesicht dem ihren bedrohlich n�herte. Sie sp�rte seinen Atem und schloss die Augen in st�ndiger Erwartung der n�chsten Ohrfeige.</p><p>�L�g mich nicht an. Dieses �therzeug macht h�llische Kopfschmerzen. Also versuch nicht, mir zu erz�hlen, dass es ausgerechnet bei dir nicht so ist. Hast du mich verstanden?�</p><p>Sie versuchte zu nicken, doch er hielt ihren Kopf wie in einem Schraubstock.</p><p>�L�g mich nie wieder an, oder ich breche dir dein h�bsches N�schen.� Sein Kopf wippte nach vorne und versetzte Sandy mit der Stirn einen leichten Schlag auf den Nasenr�cken. �Also, wie geht es deinem Kopf?�</p><p>�Es dr�hnt wie in einem Flugzeug.�</p><p>�Na also, ist doch gar nicht so schwierig, oder?� L�chelnd stand er auf und fummelte etwas aus seiner Hosentasche hervor. Es war eine Palette mit Pillen, von denen er eine aus der Packung dr�ckte und sie Sandy vor den Mund hielt.</p><p>�Hier, nimm die. Damit geht es dir in ein paar Minuten besser. Wir wollen doch nicht, dass uns deine Migr�ne den gem�tlichen Abend versaut, oder?�</p><p>Sandy sch�ttelte den Kopf und betrachtete misstrauisch die Tablette.</p><p>�Ganz normale Schmerzmittel. Kein Grund zur Sorge. Oder traust du mir etwa nicht?�</p><p>�Nein� ich��</p><p>�Dann mach endlich den Mund auf�, zischte er.</p><p>Sandy befolgte den Befehl und schluckte die Tablette. Was hatte sie schon zu verlieren? Entweder war es tats�chlich ein Schmerzmittel � umso besser. Oder es war etwas anderes. Vielleicht Drogen oder ein Gift. In diesem Fall w�rde ihr die Einnahme vielleicht so einiges ersparen, was sie nicht bei vollem Bewusstsein erleben wollte.</p><p>Kid hielt ihr seine Bierflasche an den Mund.</p><p>�Trink einen Schluck.�</p><p>Sandy trank. Bier tropfte aus ihrem Mundwinkel. Sie verschluckte sich und musste husten.</p><p>�Nicht so gierig�, lachte Kid und setzte selbst zu einem kr�ftigen Schluck an.</p><p>Sandys Blick fiel erneut auf den Fernseher. Das Video hatte inzwischen wieder von vorne begonnen.</p><p>�Was hat es damit auf sich? Ist das Ihr, ich meine, <emphasis>dein</emphasis> Lieblingslied?�</p><p>Kid schaute sie mit zusammengekniffenen Augen an.</p><p>�Das war es mal. Ja.�</p><p>�Jetzt nicht mehr?�</p><p>�Nein.�</p><p>�Und wieso l�uft es dann ununterbrochen? Du k�nntest es doch einfach ausmachen.</p><p>�Nein�, schrie Kid.</p><p>Sandy zuckte zusammen. <emphasis>Es ist unglaublich, wie schnell seine Stimmung zwischen entspannt und explosiv wechselt. Du musst dich verdammt in Acht nehmen. Er ist mit Sicherheit genauso verr�ckt wie sein Bruder.</emphasis></p><p>�Ich kann es verdammt noch mal nicht <emphasis>einfach ausmachen</emphasis>. Wir m�ssen es h�ren. <emphasis>Du</emphasis> musst es h�ren. Verstehst du?�</p><p>Sandy �berlegte einen Augenblick, welche Antwort wohl die richtige w�re. Schlie�lich hatte sie keine Lust auf einen weiteren Schlag ins Gesicht. Da sie sich nicht entscheiden konnte, beschloss sie, einfach bei der Wahrheit zu bleiben. �Ehrlich gesagt, nein. Ich verstehe es nicht. Hat es mit irgendetwas zu tun, das du erlebt hast? Etwas, das mit diesem Lied zusammenh�ngt? Eine Erinnerung?�</p><p>Sie hatte ins Schwarze getroffen.</p><p>Doch Kids verr�terischer Gesichtsausdruck hielt nur einen Sekundenbruchteil an. Sofort hatte er die Fassung zur�ckgewonnen.</p><p>Er setzte sich so dicht neben sie, dass ihre Oberschenkel sich ber�hrten. Seine Hand streichelte erneut �ber die Haut ihrer Beine�</p><p><emphasis>Jetzt ist er beinahe sanft</emphasis>, dachte sie.</p><p>�und blieb schlie�lich in ihrem Schritt liegen.</p><p>Da Sandy aufgrund ihrer Fesseln keine Chance zur Gegenwehr hatte, schloss sie die Augen und schwieg.</p><p>�M�chtest du die Geschichte h�ren?�</p><p>Sandy schluckte. Eigentlich interessierte die Geschichte dieses Verr�ckten sie einen Schei�. Aber wenn sie ein ernsthaftes Interesse an dem vorheuchelte, was Kid ihr offenbar unbedingt erz�hlen wollte, konnte sie auf diese Weise vielleicht etwas Zeit schinden. Zeit, die ihr m�glicherweise eine gute Idee oder einen gl�cklichen Zufallsretter bescherte.</p><p><emphasis>Vielleicht ist es wie in einem M�rchen? Pl�tzlich kommt der Ritter auf seinem wei�en Pferd und rettet mich aus der Burg des B�sewichts?</emphasis></p><p>Zumindest konnte seine eigene Geschichte ihn vielleicht davon abhalten, sie permanent zu begrabschen.</p><p>�Ja�, hauchte sie. �Was ist passiert?�</p><p>�Interessiert dich das wirklich? Wenn ich herausfinde, dass dir das, was ich zu erz�hlen habe, in Wirklichkeit an deinem s��en Arsch vorbeigeht, dann kannst du was erleben. Also, willst du die Geschichte h�ren?�</p><p>�Ja. Bitte.�</p><p>�Okay, machen wir es uns also ein wenig gem�tlich.�</p><p>Kid machte sich an einer Tasche zu schaffen, die in der Dunkelheit neben dem Sessel auf dem Boden gestanden hatte. Er pfiff durch die Z�hne, als er sich erhob und Sandy einen kurzl�ufigen Revolver pr�sentierte.</p><p>Sandy wurde blass.</p><p>�Keine Panik. Wenn du dich nicht zu widerborstig gibst, wirst du keine n�here Bekanntschaft mit meiner kleinen Freundin machen.� Er hielt den silbernen Lauf vor seinen Mund gab ihm einen z�rtlichen Kuss. Dann legte er die Waffe auf den kleinen Tisch neben dem Sofa und lie� sich neben Sandy nieder.</p><p>Sie konnte sein Deo und das intensive Eau de Toilette riechen, als Kid ganz nah an sie heranr�ckte. Seine Finger streichelten �ber die feinen H�rchen auf ihrem Unterarm.</p><p>Und dann begann er, seine Geschichte zu erz�hlen.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 31</p><empty-line/><p>Das H�mmern war unertr�glich. Er hatte das Gef�hl, sein Kopf w�rde jeden Augenblick in tausende St�cke zerbersten. Vorsichtig tastete seine Hand nach der Stelle an seinem Hinterkopf, an der die Schmerzen ihren Ausgangspunkt zu haben schienen.</p><p>Warme, klebrige Fl�ssigkeit.</p><p>Blut.</p><p><emphasis>Irgendein verdammtes Arschloch hat mir die Lichter ausgeblasen.</emphasis></p><p>Er sah sich um. Es war stockfinster.</p><p><emphasis>Wo bin ich?</emphasis></p><p>Ronnie versuchte aufzustehen, doch er brach den Versuch schlagartig ab, als er sich mit den H�nden vom Boden wegdr�cken wollte. Er schrie vor Schmerz auf und tastete seinen linken Unterarm ab. Direkt oberhalb der Handwurzel f�hlte er eine unnat�rliche Beule.</p><p><emphasis>Schei�e. Das hat gerade noch gefehlt.</emphasis></p><p>Er kniete auf dem Boden und lauschte angestrengt in die Dunkelheit. Irgendwo in der Ferne h�rte er ein leises Ger�usch, dessen Ursache er sich nicht mit Sicherheit erkl�ren konnte, das wom�glich aber von der angrenzenden Landstra�e herr�hrte.</p><p>Sein Sch�del brummte und er vermutete, sich eine fette Gehirnersch�tterung eingehandelt zu haben. Und in seinem Handgelenk pochte es wie Teufel.</p><p>Ein s��licher Gestank hing in der Luft und brachte Ronnie in Verbindung mit den h�llischen Kopfschmerzen um ein Haar dazu, sich zu �bergeben. Der Geruch erinnerte ihn an ein St�ck Fleisch, das er im vergangenen Sommer unter der Abdeckung seines Grills vergessen hatte. Nach einer knappen Woche bei �ber drei�ig Grad war das Kotelett quasi von den Toten auferstanden und als Ronnie nichts B�ses ahnend den Grill �ffnete, schwappte ihm, neben einem Haufen dicker, wei�er Maden, der ekelhafteste Gestank entgegen, der jemals seinen Geruchsinn heimgesucht hatte.</p><p>Bis heute.</p><p>Bis zu diesem verfluchten Moment.</p><p>Vorsichtig tastete er seine Umgebung ab. Irgendetwas lag um ihn herum auf dem Boden.</p><p>Die Dinger f�hlten sich an, wie gro�e Pakete. Sie waren weich und in etwas eingepackt, dass sich nach Plastik anf�hlte.</p><p>Pl�tzlich glitten seine Finger �ber einen Gegenstand. Ronnies Herz begann heftig zu schlagen und er pfiff durch die Z�hne.</p><p>Eine Taschenlampe? Ja, es war tats�chlich eine Taschenlampe.</p><p>Seine Finger fuhren die Konturen der Lampe entlang.</p><p>Splitter.</p><p>Das Glas war zersprungen. Vermutlich hatte sie jemand fallen lassen. Nerv�s suchte er nach dem Schalter.</p><p><emphasis>Oh bitte, lass sie funktionieren. Bitte!</emphasis></p><p>Ronnie schob den Regler nach vorne.</p><p>Ein leises Klicken ert�nte, das in der Stille dieses unheimlichen Ortes jedoch unnat�rlich laut klang. Dann schnitt der wei�e Lichtstrahl wie in Laserschwert durch die Dunkelheit.</p><p><emphasis>Yes! Yes! Yes!</emphasis></p><p>Ronnie ballte die Faust seiner linken Hand. Wieder fuhr ein stechender Schmerz seinen Arm hinauf, der seine Freude dieses Mal jedoch nicht im Geringsten tr�ben konnte.</p><p>Der Strahl der Lampe wanderte umher. Der kreisrunde Raum, in dem er sich befand, hatte einen Durchmesser von etwa drei Metern. Die gemauerten W�nde waren feucht. Hier und da tropfte Wasser aus der Dunkelheit herab und Ronnie konnte riesige Pilzflechten sehen, die sich �ber alte Backsteinmauern zogen. Wahrscheinlich h�tte es feucht und muffig gerochen, doch der s��liche Gestank �berlagerte alles andere.</p><p>Ronnie lie� den Lichtstrahl die W�nde hinaufwandern. Das Licht der Lampe reichte nicht ganz bis zur Decke des Raumes, aber er glaubte, in der Dunkelheit eine Klappe zu erkennen.</p><p>Die Erkenntnis, dass ihn jemand hier herunter geworfen haben musste, traf ihn wie ein erneuter Schlag.</p><p>Ihm fielen die weichen Pakete ein, die er um sich herum in der Dunkelheit ertastet hatte. M�glicherweise hatte eines dieser Dinger seinen Sturz abgefedert, so dass er sich nicht gleich den Hals gebrochen hatte. Zwar konnte er von hier unten kaum absch�tzen, wie tief er tats�chlich gest�rzt war, aber vermutlich war er mit einem kaputten Handgelenk noch gut bedient.</p><p>Er leuchtete den Boden seines Gef�ngnisses ab.</p><p>Und erstarrte.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 32</p><empty-line/><p>�Warst du schon mal verliebt?�</p><p>Sandy nickte.</p><p>�Ich meine, so richtig. So verliebt, dass es wehgetan hat, weil der andere deine Liebe nicht erwidert hat?�</p><p>Sie �berlegte einen Augenblick. Wenn sie ehrlich war, hatte sie bisher jeden Jungen bekommen, an dem sie Interesse gezeigt hatte. Schon in der Schule waren die Jungs stets um sie herumgeschwirrt, wie die M�cken ums Licht. <emphasis>Genau wie bei Lena.</emphasis></p><p>Sie wollte gerade zu einer diplomatischen Antwort ansetzen, als Kid ihr zuvorkam.</p><p>�Okay, du brauchst nichts zu sagen. Ich kann mir schon vorstellen, dass du bisher jeden um den Finger gewickelt hast.�</p><p>�Nein, das stimmt nicht. Es ist nur��</p><p>�Psst. Erinnerst du dich noch, was ich dir �ber das L�gen erz�hlt habe?�</p><p>Sandy nickte und murmelte schnell eine Entschuldigung.</p><p>�Dann halt dich gef�lligst daran. Oder willst du, dass ich dir wehtun muss?�</p><p>�Nein�, fl�sterte sie.</p><p>�Wie bitte? Ich habe dich nicht verstanden.�</p><p>�Nein�, sagte sie erheblich lauter, aber das Zittern in ihrer Stimme war nicht zu �berh�ren.</p><p>Kid griff nach der Pistole und betrachtete sie mit einem abwesenden L�cheln. Dann schob er den Lauf der Waffe langsam zwischen Sandys Beine. Das kalte Metall glitt an der Innenseite ihres Oberschenkels entlang und die runde �ffnung schob sich wie eine aus Eisen geschmiedete Schlange unter ihre eng anliegenden Shorts.</p><p>Sie sp�rte ein heftiges Pochen in ihrem Unterleib, als Kid die M�ndung ganz langsam zwischen ihre Schamlippen schob.</p><p>�Wenn ich abdr�cke, wirst du von einer .38er gefickt. Wie w�rde dir das gefallen, meine S��e?�</p><p>Sandy zitterte am ganzen K�per. Ihre Z�hne schlugen unkontrolliert aufeinander.</p><p>�Nein. Bitte. Nimm sie weg. Bitte.� Ihre Augen f�llten sich mit Tr�nen.</p><p>�Keine L�gen mehr?�</p><p>Sie sch�ttelte heftig den Kopf.</p><p>�Bitte?�</p><p>�Nein.�</p><p>�Versprochen?�</p><p>�Versprochen.�</p><p>�Also gut.� Unendlich langsam, Sandys Angst und die Freude des Augenblicks bis zum Letzten auskostend, zog er die Pistole aus ihrer Hose.</p><p>Der Lauf der Waffe gl�nzte feucht, als Kid ihn betrachtete. Sein Mund verzog sich zu einem fiesen L�cheln.</p><p>�War gar nicht so schlecht, oder? Sieht ja fast so aus, als h�tte es dir gefallen, das Ding in deiner kleinen Fotze zu f�hlen.� Er roch an dem st�hlernen Lauf und fuhr schlie�lich mit der Zunge dar�ber, bevor er die Waffe zur�ck auf den Tisch legte.</p><p>�Aber wir schweifen vom Thema ab. Lass uns weitermachen. Wir haben noch einiges vor. Und mein Bruder m�chte schlie�lich auch noch auf seine Kosten kommen. Also, wo waren wir stehen geblieben?�</p><p>Sandy schluckte. �Du� du wolltest wissen, ob ich schon einmal jemanden��</p><p>�Richtig. Eigentlich brauchst du dazu gar nichts zu sagen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie es fr�her in der Schule und in der Disco abgelaufen ist. Ich kannte auch mal eine wie dich.�</p><p>�Eine wie mich?�</p><p>�So ein h�bsches Ding, das glaubte, alles in der Welt durch sein Aussehen erreichen zu k�nnen. Eine, die immer zu den angesagtesten Cliquen geh�rte und die sich �ber alle lustig machte, die nicht cool genug waren, dazu zu geh�ren.�</p><p>�So eine bin ich nicht.�</p><p>�Ach nein? Willst du mir erz�hlen, dass du mich fr�her auch nur mit dem Arsch angeschaut h�ttest? Fr�her, als ich noch eine dicke Brille und so eine h�ssliche Zahnspange mit einem Drahtb�gel auf dem Kopf getragen habe?�</p><p>�Vielleicht hast du recht.�</p><p>Kid nickte. �Siehst du. Und M�dchen wie dich wird es immer geben. Wieder und wieder verletzt ihr Menschen, ohne dar�ber nachzudenken.�</p><p>�Und deshalb habt ihr mich entf�hrt? Ich verstehe das nicht.�</p><p>�Sie hie� Jessica. Wir waren sechzehn und sie ging in die gleiche Klasse. Sie war der Star der ganzen Schule. Alle Jungen waren geil auf sie und haben ihr hinterher geglotzt, wenn sie mit ihrem Knackarsch und ihren Supertitten �ber den Schulhof stolziert ist. Eine Chance bei ihr hatten nat�rlich nur die coolsten Typen aus der Oberstufe. Und mit einem von denen war sie dann auch zusammen.</p><p>Es war an ihrem Geburtstag.</p><p>Ein Kumpel von einem Kumpel hatte geh�rt, dass sie abends mit ein paar Freundinnen in der Disco feiern gehen wollte. Also kaufte ich von meinem letzten Taschengeld, der Monat war fast rum, einen Blumenstrau� und ein Parf�m. Die Dame in der Drogerie hatte gesagt, dass es <emphasis>der</emphasis> Duft des Sommers sei und alle jungen Frauen w�rden darauf abfahren. Sie hat es f�r mich in rosa Papier eingepackt. Mit einer t�rkisfarbenen Schleife. Es sah wundersch�n aus.�</p><p>�Das war wirklich s�� von dir. Hat ihr das Geschenk gefallen?�</p><p>�Sie hat es gar nicht angesehen.�</p><p>�Warum? Was ist passiert?�</p><p>�Als ich abends in die Disco gekommen bin, stand sie mit ihren Freundinnen an einem der Stehtische und hat Sekt getrunken. Nicht pur, sondern mit diesem s��en Sirup drin, den damals alle M�dchen so gerne tranken.�</p><p>Sandy nickte.</p><p>�Alle, au�er dir nat�rlich.�</p><p>�Das hast du dir gemerkt?�</p><p>�Nat�rlich.� Er l�chelte.</p><p>�Und was dann?�</p><p>�Ich ging mit meinen Blumen und dem Geschenk zu ihnen an den Tisch. Neben Jessi waren ihre M�dels aus der Clique dabei. Sie lachten und hatten offensichtlich viel Spa�. Jessi sah toll aus. Sie trug eine wei�e Jeans und ein apricotfarbenes Oberteil.</p><p>Als ich mich ihrem Tisch n�herte, tippte Nicole, diese arrogante Schlange, ihr auf die Schulter und fl�sterte ihr etwas ins Ohr. An ihrem Blick konnte ich sehen, dass sie sich �ber mich lustig machte.</p><p>Dann drehte Jessi sich zu mir um und schenke mir das bezauberndste L�cheln, das ich jemals gesehen hatte. Und ihre Br�ste kamen mir noch sie so gro� vor, wie an diesem Abend. Damals war �berzeugt davon, dass sie irgendwie nachgeholfen hatte. Jedenfalls war ihr Dekollet� atemberaubend.</p><p>Meine Knie wurden weich. Am liebsten h�tte ich auf dem Absatz kehrtgemacht und w�re weggelaufen.</p><p><emphasis>Jetzt oder nie</emphasis>, dachte ich stattdessen und nahm meinen ganzen Mut zusammen. Langsam ging ich auf sie zu.</p><p>Ich wollte ihr gerade den Blumenstrau� �berreichen, als mich jemand von der Seite anrempelte.</p><p>Der Blumenstrau� fiel zu Boden und kaltes Bier ergoss sich �ber meine Hose. Ich wollte den Strau� aufheben, aber in diesem Moment trampelte jemand mit seinen Turnschuhen auf die Bl�ten der Rosen.</p><p><emphasis>&gt;Was macht dieser Clown denn hier?&lt;</emphasis></p><p>Es war Tom, der Captain der Fu�ballschulmannschaft. Im Vorbeigehen schmiss er mir sein leeres Bierglas vor die F��e.</p><p><emphasis>&gt;Seht mal, der Kleine hat sich in die Hose gepisst&lt;,</emphasis> hat er den M�dchen zugegr�lt.</p><p>Ich schaute an mir herunter und sah den riesigen Fleck, den das Bier in meinem Schritt hinterlassen hatte. Jessis Freundinnen haben sich kaputtgelacht und sich mit Sekt zugeprostet�</p><p>�Und Jessica?�</p><p>�Der Typ, der mich angerempelt hatte, ging auf sie zu und hat angefangen, sie zu k�ssen. Sie hat ihm ihre Zunge so weit in den Hals geschoben, dass ich am liebsten gekotzt h�tte. Dann hat er mit der einen Hand ihre Megatitten angegrabscht und die andere in ihren Schritt geschoben.�</p><p>�Schei�e.�</p><p>�Das kannst du laut sagen. Jedenfalls habe ich mich so schnell wie m�glich verzogen.�</p><p>�Und das Geschenk? Hast du es ihr nie gegeben?�</p><p>�Ich habe es vor der Disco in einen M�lleimer geworfen.�</p><p>�Was hast du dann gemacht?�</p><p>�Ich bin mit dem Fahrrad in den Wald gefahren. Dort gab es eine verfallene Jagdh�tte, in der mein Bruder und ich als Kinder zusammen gespielt haben. Sp�ter haben wir uns dort versteckt, haben geraucht und Bier getrunken. Mein Bruder war auch da. Ich habe ihm die Geschichte erz�hlt und zusammen haben wir uns so richtig besoffen. Als wir nach Hause kamen, hat unser Alter uns daf�r windelweich gepr�gelt.</p><p>Mein Bruder hat mir damals in dieser H�tte geschworen, dass er sich etwas einfallen lassen w�rde. Wegen Jessi, meine ich. Niemand d�rfe so etwas mit seinem Bruder machen, hat er damals gesagt. �</p><p>�Hat er sich dran gehalten?�</p><p>�Und ob. Das hei�t, in den Wochen danach passierte zun�chst nichts und ich hatte Adams Schwur schon wieder vergessen.�</p><p>�Aber dein Bruder nicht.�</p><p>�Nein. Mein Bruder nicht. Es war ihm todernst. Wie ernst, habe ich dann ein paar Wochen sp�ter erfahren.�</p><p>�Was war passiert?�</p><p>�Ich kam aus der Schule nach Hause und Adam hockte im Schneidersitz auf meinem Bett. Er grinste so merkw�rdig und ich fragte ihn, was los sei.</p><p><emphasis>&gt;Komm mit, ich zeig�s dir&lt;</emphasis>, sagte er nur und lief aus dem Haus.</p><p>Obwohl ich ihn immer wieder fragte, wohin er wolle, gab er mir keine Antwort.</p><p>Mit unseren Fahrr�dern fuhren wir zu der alten H�tte. Vor der T�r warf Adam sein Rad ins Gras und sah mich mit ernstem Blick an.</p><p><emphasis>&gt;Du wei�t, was ich dir versprochen habe? Vor ein paar Wochen, als die Sache mit dieser kleinen Schlampe passiert ist.&lt;</emphasis></p><p>Ich wusste nat�rlich, wen er meinte und nickte. Und ich wusste auch noch, was er mir damals versprochen hatte. Eine �ble Vorahnung beschlich mich.</p><p><emphasis>&gt;Ich hab sie dir besorgt&lt;</emphasis>, sagte er. Obwohl er mein Bruder war, machte sein L�cheln mir pl�tzlich Angst. Ich wusste, dass er manchmal ausrastete und die Kontrolle �ber sich verlor. Aber seitdem er von unserem Kinderarzt irgendwelche Medikamente dagegen bekommen hatte, war es eigentlich besser geworden.</p><p><emphasis>&gt;Was meinst du damit?&lt;</emphasis> Ich sah ihn fragend an.</p><p><emphasis>&gt;Komm mit&lt;,</emphasis> sagte er nur und verschwand in der H�tte.�</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 33</p><empty-line/><p>Er z�hlte sechs Pakete.</p><p>Sie alle waren sorgf�ltig mit Frischhaltefolie umwickelt worden, doch die Umrisse der K�rper waren deutlich erkennbar.</p><p>Ronnie w�rgte, w�hrend der Strahl der Lampe nerv�s von einem K�rper zum n�chsten huschte. Durch die zahlreichen Folienschichten hindurch konnte er die Konturen menschlicher Z�ge nur schemenhaft erkennen.</p><p>Haare.</p><p>Sie alle hatten lange Haare. Er blickte in Gesichter mit weit aufgerissenen, toten Augen. Unter der Folie sah er nackte Br�ste. Bei den Toten handelte es sich ausnahmslos um Frauen.</p><p>Um <emphasis>junge</emphasis> Frauen, wie Ronnie zu erkennen glaubte.</p><p>Die M�dchen waren unbekleidet in Folie gewickelt und hier abgelegt worden.</p><p><emphasis>Welches kranke Arschloch macht so etwas?</emphasis></p><p>In diesem Augenblick dachte er an Sandy.</p><p>Sein Mund wurde trocken, seine H�nde feucht. Pl�tzlich begann er zu frieren. Er h�rte, wie seine Z�hne aufeinander schlugen.</p><p><emphasis>Sandy. Oh mein Gott, Sandy. Hat dich dieser Dreckskerl in seiner Gewalt?</emphasis></p><p>Hektisch lie� er den Strahl der Lampe �ber die W�nde gleiten. Er musste hier raus. Er musste einen Weg finden, sich aus diesem Verlie� zu befreien und Sandy zu Hilfe zu kommen.</p><p><emphasis>Du bist so ein verdammter Esel. Warum hast du nicht vorhin schon die Polizei gerufen?</emphasis></p><p>Wieder fiel ihm sein Handy ein, das in aller Seelenruhe und v�llig nutzlos auf dem Beifahrersitz seines Wagens lag</p><p><emphasis>Ganz gro�e Klasse!</emphasis></p><p>Wieder und wieder leuchtete er die W�nde ab. Und entdeckte schlie�lich etwas, das erneute Hoffnung in ihm aufkeimen lie�.</p><p>Direkt vor ihm in der Wand klaffte ein gro�es, schwarzes Loch.</p><p>Die �ffnung war gut einen Meter hoch und zudem breit genug, dass Ronnie ohne Probleme hindurchpassen w�rde. Er trat vor die �ffnung und leuchtete hinein.</p><p>Direkt hinter dem Loch begann ein Gang.</p><p>Ronnie schob sich vorsichtig hindurch und trat in den dahinter liegenden Tunnel. Zwar war er hoch genug, dass Ronnie aufrecht gehen konnte, daf�r aber relativ schmal. Ohne M�he konnte er die W�nde rechts und links von sich gleichzeitig mit den Handfl�chen ber�hren.</p><p>Ronnie richtete den Strahl der Lampe auf den Boden und marschierte los.</p><empty-line/><p>Je weiter er dem Tunnel folgte, desto mehr wurde der ekelhafte Gestank durch den modrigen Geruch des alten, feuchten Mauerwerks abgel�st. Die W�nde des Ganges waren, wie der Raum zuvor, mit Backsteinen verkleidet, die �ber ihm eine bogenf�rmige Decke bildeten.</p><p>Immer wieder lief er trotz seiner Lampe in eines der riesigen Spinnweben, die sich quer �ber den Gang spannten. Schwarze Spinnen mir riesigen K�rpern und haarigen Beinen hockten in ihren Netzen und lauerten auf Beute. Einige ergriffen die Flucht, wenn der Strahl der Lampe sie erfasste, andere blieben wie versteinert an Ort und Stelle und begannen hektisch auf und ab zu wippen, wenn Ronnie sich ihren Netzen n�herte und diese schlie�lich mit seiner Lampe zerst�rte.</p><p>In Anbetracht der Unmenge von Spinnweben schien es Ronnie offenkundig, dass der Gang schon eine Ewigkeit nicht benutzt worden war.</p><p><emphasis>Er hat die Toten einfach durch das Loch in der Decke geworfen</emphasis>, dachte er und ging weiter, w�hrend sich erneut ein klebriges Spinnennetz �ber sein Gesicht legte.</p><p>Der Lichtkegel huschte �ber den aus festem Lehm bestehenden, staubigen Boden. Er war mit unendlich vielen Steinen �bers�t und Ronnie fragte sich, ob diese im Laufe der Jahre wohl aus der Decke herausgebr�ckelt waren. Ein Gef�hl der Beklemmung stieg in ihm auf, als er dar�ber nachdachte, dass dieser alte Gang jederzeit einst�rzen und ihn unter sich begraben konnte.</p><p><emphasis>Wenn ich Gl�ck habe, bin ich sofort tot. Wenn nicht, hocke ich hier in der Falle wie diese Bergleute in S�damerika. Nur, dass niemand wei�, dass ich �berhaupt hier bin.</emphasis></p><p>Pl�tzlich �ffnete sich der Gang zu einer Kammer mit einem quadratischen Grundriss. Mit seiner Lampe leuchtete er die W�nde ab und konnte kaum glauben, was er dort entdeckte. Auf insgesamt drei Ebenen waren Nischen in die steinernen W�nde eingelassen worden, die ihn entfernt an Regale in einem Supermarkt erinnerten. Doch anstelle von Konserven, Kartons und Flaschen, wurde in ihnen etwas v�llig anderes aufbewahrt.</p><p>S�rge.</p><p>Ronnie fr�stelte, als er die unheimliche Ansammlung genauer in Augenschien nahm. Es handelte sich ausnahmslos um einfachste Holzs�rge, ohne jegliche Art von Verzierungen oder Beschl�gen. Und noch etwas fiel im auf. Sie alle waren be�ngstigend klein.</p><p><emphasis>Kinders�rge. Schei�e, das sind Kinders�rge.</emphasis></p><p>�belkeit stieg in ihm auf.</p><p>Umgehend verlie� er die unheimliche Kammer durch einen Durchbruch auf der dem Eingang genau gegen�berliegenden Seite. Dahinter setzte sich der schmale Gang fort.</p><p>Er beschleunigte seine Schritte, blieb aber abrupt stehen, als im Licht der Lampe ein Loch im Boden erschien. Es zog sich beinahe �ber die komplette Breite des Ganges, nur an den Seiten blieb ein etwa f�nfzehn Zentimeter breiter Rand.</p><p>Vorsichtig trat er an das Loch und leuchtete hinein. Der Boden lag gut zwei Meter unter ihm. Auf der etwa zwei Quadratmeter gro�en Fl�che lag ein viereckiges Gestell aus rostigem Metall. Seine Gr��e entsprach exakt der des Loches und in gleichm��igen Abst�nden ragten angespitzte Metallstangen etwa einen halben Meter in die H�he. Das Konstrukt erinnerte ihn an Fallen, die er vor einigen Monaten in einer Fernsehreportage �ber den Vietnamkrieg gesehen hatte. Vietkong-K�mpfer hatten dort offene Fallgruben im Dschungel ausgehoben, auf deren Boden sich senkrecht aufgerichtete Bambusspitzen befanden und die nur darauf warteten, dass ein unachtsamer US-Soldat hineinst�rzte.</p><p>Schockiert betrachtete Ronnie die Grube. Der Schein seiner Lampe erfasste etwas wei�es, das zwischen den t�dlichen Spitzen lag.</p><p>Knochen.</p><p>Menschenknochen, wie Ronnie aufgrund des daneben liegenden Sch�dels vermutete. Aber etwas anderes schockierte ihn noch vielmehr.</p><p>Es war eine Puppe, die direkt neben einer winzigen, skelettierten Hand lag. Sie trug ein rosafarbenes Kleid und blickte mit schwarzen Knopfaugen direkt in den Strahl von Ronnies Lampe. Ihr roter Mund schien zu einem stummen Schrei ge�ffnet und auf ihrer Wange klaffte ein gro�es Loch. Vermutlich hatte sich eine Maus oder irgendein anderes Ungeziefer in dem weichen Puppensch�del eingenistet.</p><p>�So eine verfluchte Schei�e�, murmelte Ronnie und riss seinen Blick mit Gewalt von der t�dlichen Grube los, denn schlie�lich hatte er ein ganz anderes Problem.</p><p>Irgendwie musste er auf die andere Seite gelangen.</p><p>Da die Grube nur einen guten Meter lang war, w�re es kein Problem gewesen, einfach auf die gegen�berliegende Seite zu springen. Ronnie leuchtete an die Decke.</p><p><emphasis>Verdammt niedrig.</emphasis></p><p>Was, wenn er im Sprung gegen die Decke stie� und direkt in die Grube katapultiert wurde? Er hatte wei� Gott� keine Lust, auf einem dieser �berdimensionierten D�nerspie�e zu landen.</p><p>Mit zwei gesunden H�nden h�tte er versucht, �ber den schmalen Rand an der Grube vorbei zu balancieren. Die unebenen Backsteine der W�nde boten gen�gend M�glichkeiten, sich festzuhalten. Vorsichtig bewegte er seine linke Hand.</p><p>Der Schmerz raubte ihm buchst�blich den Atem und er musste die Z�hne zusammenbei�en, um nicht lauf aufzuschreien. Auch diese Option schien nicht wirklich in Frage zu kommen.</p><p>Er leuchtete noch einmal in die Grube hinab und sah gerade noch, wie etwas Kleines blitzschnell in der Wange der Puppe verschwand.</p><p>Der Strahl der Lampe wanderte auf die andere Seite der Grube und erfasste ein Brett, das dort auf dem Boden lag. Ronnie vermutete, dass es, von wem auch immer, als Br�cke genutzt worden war, um auf die andere Seite zu gelangen.</p><p><emphasis>Um tote Kinder in ihren kleinen S�rgen in die geheime Kammer zu transportieren? Mein Gott, was ist hier blo� vor sich gegangen?</emphasis></p><p>Zu dumm, dass das Brett ausgerechnet auf der anderen Seite der Grube liegen musste.</p><p>Wieder leuchtete er zum Rand der Grube.</p><p>F�nfzehn Zentimeter. Bestenfalls zwanzig.</p><p>Konnte man das schaffen? Konnte <emphasis>er</emphasis> das schaffen? Vielleicht mit dem R�cken zur Wand, so dass er nur eine Hand benutzen w�rde, um sich zumindest ein wenig Halt zu verschaffen?</p><p>Und wenn er st�rzte? Wahrscheinlich w�rde er mit dem Gesicht direkt auf einem dieser Spie�e landen und sich f�r alle Ewigkeit zu dem Skelett dort unten gesellen.</p><p>Die Ratten w�rden sich freuen. Ein besonders dickes Exemplar huschte in diesem Moment �ber den Grubenrand und verschwand auf der anderen Seite in der Finsternis.</p><p><emphasis>Sandy.</emphasis></p><p>Wo war Sandy? Irgendwo hielt ein geisteskranker Perverser seine Sandy gefangen. Davon war er �berzeugt. Er musste hier raus. Und wenn er dar�ber nachdachte, hatte er ohnehin keine andere Chance, als die Flucht nach vorn anzutreten. Der Schacht, in den man ihn hineingeworfen hatte, war eine Sackgasse. Wenn er dorthin zur�ckging, konnte er ebenso gut hier sitzen bleiben und auf den Sankt-Nimmerleins-Tag warten.</p><p>Nein, das kam �berhaupt nicht in Frage. Entschlossen, es auf die andere Seite der Grube zu schaffen, nahm er die Sache in Angriff.</p><p>Er presste seinen R�cken gegen die Backsteinmauer und schob vorsichtig einen Fu� auf den schmalen Sims. W�hrend er die Taschenlampe in der linken Hand hielt, suchte er mit der rechten nach kleinen Vorspr�ngen und L�chern in der Mauer, um sich ein wenig zus�tzlichen Halt zu verschaffen.</p><p>Langsam zog er den zweiten Fu� hinterher. Den sicheren Untergrund hatte er nun vollst�ndig verlassen. Sein Herz schlug zunehmend schneller, w�hrend er einen vorsichtigen Blick hinunter in die Grube wagte.</p><p><emphasis>Verlier blo� nicht das Gleichgewicht. Nur nicht nach vorne kippen.</emphasis></p><p>Wie aufgerichtete Lanzen streckten ihm die Metallstangen ihre m�rderischen Spitzen entgegen. Er strauchelte, als er ein St�ckchen Stoff bemerkte, das schlaff an einer der Spitzen hing, wie ein F�hnchen bei totaler Windstille. Im letzten Augenblick stellte er das Gleichgewicht wieder her, lehnte den Hinterkopf gegen die Backsteine in seinem R�cken und atmete tief durch. Um vollst�ndige Gewissheit zu erlangen, h�tte er sich vorbeugen m�ssen, aber auch so vermutete er, dass der Stofffetzen zu den vermoderten Kleidungsresten geh�rte, die er rund um das Skelett bemerkt hatte.</p><p>Nachdem er sich wieder einigerma�en beruhigt hatte, setzte er seinen Weg fort. St�ck f�r St�ck kam er voran. Behutsam schob er zuerst den linken Fu� �ber den schmalen Sims, dann lie� er den rechten folgen. Immer darauf bedacht, blo� keine unn�tige Bewegung zu machen, die ihn aus dem Gleichgewicht bringen konnte. Schwei�perlen bildeten sich auf seiner Stirn und tropften ihm ins Gesicht. Doch er wagte nicht, sie beiseite zu wischen.</p><p>Vermutlich war nicht mehr als eine Minute vergangen, doch die Zeitspanne, die er auf dem schmalen Grat verbracht hatte, war ihm schier endlos vorgekommen. Schlie�lich erreichte er das Ende und schob den linken Fu� auf die erl�sende andere Seite. Ein letztes Mal suchte seine rechte Hand Halt in der Wand und griff nach einem hervorstehenden Stein.</p><p>Ronnie erschrak, als der Stein, den seine Finger umschlossen, pl�tzlich wackelte. Und als sein Oberk�rper nach vorne kippte, l�ste sich das St�ck Ziegel aus der Wand und er verlor endg�ltig den Halt.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 34</p><empty-line/><p>�Mein Bruder �ffnete die T�r zu der H�tte und wir betraten den Innenraum. Die Luft war hei� und stickig und am liebsten h�tte ich auf dem Absatz kehrtgemacht. Staubk�rner tanzten im Licht der Sonnenstrahlen, die durch die Ritzen der Bretter vor den Fenstern fielen. Die Umgebung wirkte auf mich ziemlich gespenstisch.</p><p>Und dann war da noch diese Musik. Mein Bruder hatte einen Kassettenrekorder aufgestellt, der leise vor sich hin spielte.�</p><p>�November Rain?�</p><p>Kid nickte. �An diesem Tag wurde das Lied zu unserer Hymne. Es geh�rt f�r uns einfach dazu. Und irgendwie kommt es mir manchmal beinahe vor, wie ein Fluch.</p><p>Ich saugte die Atmosph�re in mich auf und sah mich um. Und in diesem Augenblick dachte ich, ich bek�me einen Herzinfarkt.�</p><p>�Was um Himmels Willen hast du gesehen? War <emphasis>sie</emphasis> da?�</p><p>�An dieser Stelle muss ich etwas ausholen. Solange ich denken kann, hatte Adam schon immer eine Schw�che f�r die Jagd und f�r tote Tiere. Fr�her konnte ich mit dieser Leidenschaft nicht so recht etwas anfangen. Zumindest wollte ich es mir nicht eingestehen. Ich wollte nichts davon wissen, wenn er Tiere gefangen und gequ�lt hat. Zuerst nur Insekten, sp�ter immer gr��ere Tiere. V�gel, Kaninchen, Katzen, Hunde. Einmal hat er die Katze unserer Nachbarin mit einer Drahtschlinge gefangen und am Apfelbaum in ihrem Garten aufgeh�ngt. Die Alte w�re fast gestorben, als sie ihre Miezekatze am n�chsten Morgen vor dem K�chenfenster baumeln sah.�</p><p>�Das ist ja grauenvoll�, murmelte Sandy.</p><p>Kid ging gar nicht darauf ein. �Stundenlang stand er auf dem Weihnachtsmarkt vor dieser Insektenbude. Wei�t du was ich meine? Die haben dort Tiere aus der ganzen Welt. Riesige Schmetterlinge und K�fer. W�rmer die gr��er sind als Blindschleichen, mit dicken, schwarzen Borsten. Monsterheuschrecken und was wei� ich, was noch alles.�</p><p>Sandy nickte. �Du meinst diese Tiere, die auf Nadeln aufgespie�t sind?�</p><p>�Genau die. Und auf Adam �bten sie eine unglaubliche Faszination aus.�</p><p>�Oh mein Gott.� Sandy wurde kreidebleich. �Du willst damit doch hoffentlich nicht sagen, dass dein Bruder� ich meine, dass er dieses M�dchen�?�</p><p>�Adam war schon immer recht kr�ftig, aber trotzdem habe ich keine Ahnung, wie er es fertig gebracht hat. Jedenfalls hatte er Jessica irgendwie �berw�ltigt und in diese H�tte geschafft. Sp�ter hat er mir erz�hlt, dass er ihr beim Joggen im Wald aufgelauert hat. So wie ich ihn verstanden habe, hat er sich den Spa� gemacht, ein kleines Arrangement f�r sie vorzubereiten. Er wollte mir aber nie erz�hlen, was genau es gewesen ist. Jedenfalls hat er sie ganz in der N�he der H�tte �berfallen und dorthin verschleppt.�</p><p>�Bitte! Was hat er mit ihr gemacht?�</p><p>�Er hat sie in diese H�tte geschleppt und sie einfach auf dem Fu�boden festgenagelt. Sie sah so aus, wie einer dieser K�fer.�</p><p>�Oh mein Gott. Mit wird ganz �bel.�</p><p>�Kann ich verstehen. Im ersten Moment war ich auch total geschockt. Ich habe ihn angeschrien, ihn gesch�ttelt und dann habe ich ihm eine geknallt. Aber er hat mich nur angesehen und gesagt:</p><p><emphasis>&gt;Ich habe dir doch gesagt, dass ich mir etwas einfallen lasse. Ich w�nsche dir viel Spa� mit ihr. Ich warte drau�en.&lt;</emphasis></p><p><emphasis>&gt;Himmel&lt;</emphasis>, schrie ich ihn an. <emphasis>&gt;Ich wollte sie lebend! Ich war verliebt in dieses M�dchen. Ich habe nicht gesagt, dass du sie umbringen sollst.&lt;</emphasis></p><p><emphasis>&gt;Ich habe sie nicht umgebracht&lt;</emphasis>, sagte er nur und ging aus der H�tte.</p><p>Als er in der T�r stand, drehte er sich noch einmal um.</p><p><emphasis>&gt;Noch nicht&lt;.</emphasis></p><p>Fassungslos blieb ich zur�ck und starrte Jessica an. Sie war nackt und aus ihren H�nden, Kn�cheln, aus ihren Schultern und Knien ragten riesige N�gel hervor.�</p><p>�Bitte h�r auf. Ich meine es wirklich ernst. Ich glaube, ich muss mich sonst echt �bergeben.�</p><p>�Dann rei� dich gef�lligst zusammen�, schrie er Sandy an und schlug ihr mit der flachen Hand ins Gesicht. �Meinst du, mir macht es Spa�, diese Geschichte zu erz�hlen?�</p><p>Sandy bem�hte sich vergeblich, die Tr�nen zur�ckzuhalten.</p><p>�Sei still und h�r mir zu�, zischte Kid und z�ndete sich eine Zigarette an, die er von dem kleinen Tisch neben dem Sofa geangelt hatte, auf dem er zuvor seinen Revolver abgelegt hatte.</p><p>�Also, k�nnen wir weitermachen?�</p><p>Sandy nickte.</p><p>�Als ich mich einigerma�en gefangen hatte, bin ich auf Jessi zugegangen. Und wei�t du, was mir als erstes aufgefallen ist?�</p><p>Sandy sch�ttelte den Kopf.</p><p>�Ihre Titten waren tats�chlich riesig. Vermutlich waren sie es nicht einmal, aber f�r ein M�dchen ihres Alters, kamen sie mir damals so vor.� Er grinste und inhalierte den Rauch seiner Zigarette. �Ich hatte noch nie einen so perfekten K�rper gesehen. Ich kniete mich neben sie und als ich vorsichtig ihren weichen Bauch streichelte, �ffnete sie die Augen. Nur ein St�ckchen, aber ich konnte ihr leuchtendes Blau sehen und sofort sp�rte ich wieder dieses Kribbeln.�</p><p><emphasis>&gt;Hilf mir. Bitte hilf mir.&lt;</emphasis> Sie konnte nur noch fl�stern und musste h�llische Schmerzen haben, aber sie lebte.</p><p>Ich streichelte ihre Haut. Sie war weich wie Seide. Mit meiner Hand fuhr ich zwischen ihre Schenkel und hab ihre Muschi gestreichelt. Sie zuckte zusammen, als ich meinen Finger in sie reingesteckt habe.�</p><p>�Das ist ja widerlich.� In dem Moment, in dem sie es gesagt hatte, bereute sie es.</p><p>Und bevor sie reagieren konnte, schnellte Kids Hand nach vorne und griff nach ihren Haaren. Ein h�llischer Schmerz zuckte durch ihre Kopfhaut und sie schrie vor Schmerz auf.</p><p>Grinsend hielt Kid ihr ein dickes B�schle langer, rotblonder Haare vor die Nase und wedelte damit herum. Dann bewegte sich sein Mund zu ihrem Ohr.</p><p>�Halt jetzt sofort die Schnauze, oder ich bringe dich auf der Stelle um�, fl�sterte er.</p><p>Der Schmerz in ihrem Ohrl�ppchen war unbeschreiblich und sie sp�rte warmes Blut ihren Hals herunterlaufen.</p><p>Kid sah sie an. Sein Mund war blutverschmiert und ohne Vorwarnung spukte er ihr etwas entgegen.</p><p>Als Sandy das kleine St�ckchen knorpeliges Fleisch mit dem glitzernden Brillanten in ihrem Scho� entdeckte, �bergab sie sich.</p><p>Sie hatte erwartet, dass Kid �ber sie herfallen und sie vielleicht sogar umbringen w�rde, aber nichts dergleichen geschah.</p><p>Kopfsch�ttelnd betrachtete er die Kotze auf dem Sofa. Dann dr�ckte seine Zigarette auf Sandys nacktem Oberschenkel aus. Als sie erneut vor Schmerz aufheulte, stopfte er ihr einen Stofflappen in den Mund und legte seinen rechten Zeigefinger auf ihre Lippen.</p><p>�H�rst du mir jetzt wieder zu?�</p><p>Sandy schluchzte und nickte heftig.</p><p>�Es tut mir leid, dass ich dir wehgetan habe. Aber du darfst mich nicht immer so provozieren. Verstehst du das?�</p><p>Wieder nickte sie.</p><p>�Also gut. Dann erz�hle ich die Geschichte jetzt zu Ende. In Ordnung?�</p><p>Sandy versuchte etwas zu sagen, aber mit dem St�ck Stoff im Mund war es ihr unm�glich und sie h�tete sich davor, es einfach auszuspucken. Ihr Oberschenkel und ihr Ohr schmerzten h�llisch, aber sie bem�hte sich, m�glichst wenig Ger�usche von sich zu geben. Sie w�rde einfach nur zuh�ren, wie Kids abartige Geschichte weiterging.</p><p>Zwar glaubte sie nicht mehr daran, aber vielleicht hatte sie ja doch noch eine letzte Chance, diesen Raum lebend zu verlassen.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 35</p><empty-line/><p>Im Schloss war es still.</p><p>Nur von drau�en drang das Rauschen der Baumwipfel an ihre Ohren. Und irgendwo in der Ferne h�rte sie den Ruf eines K�uzchens. K�hle Nachtluft str�mte durch die zerbrochenen Fenster.</p><p>Vanessa begann zu frieren.</p><p><emphasis>Wo bleibt er denn blo� so lange? So ganz allm�hlich k�nnte er durchaus wieder auftauchen.</emphasis></p><p>Das leise Quietschen der T�r holte sie zur�ck ins Hier und Jetzt.</p><p>�Jonas?� Sie versuchte, seinen Namen auszusprechen, aber durch den Knebel klang es selbst in ihren eigenen Ohren irgendwie seltsam.</p><p>Dann h�rte sie seine Schritte.</p><p><emphasis>Endlich.</emphasis></p><p>Er blieb stehen. Wahrscheinlich erg�tzte er sich an ihrem Anblick.</p><p>Keiner Wunder, welcher Mann w�rde diese Aussicht nicht wenigstens einen kurzen Moment genie�en wollen, bevor er sich seiner Lust hingab?</p><p>Er setzte seinen Weg fort. Seine Schritte verursachten ein unheimliches Echo in dem fast leeren Raum.</p><p>Vanessa sp�rte die schwankenden Bewegungen der Matratze, als Jonas sich langsam n�herte. Sie konnte seinen Atem h�ren.</p><p>Schnell und flach.</p><p>Er musste sich ziemlich beeilt haben, wenn er so au�er Atmen war. Auf der anderen Seite war er ja auch nicht mehr der J�ngste. Sie l�chelte bei der Vorstellung, ihn sp�ter damit aufzuziehen. Oder er hatte sich verlaufen und war deshalb so kurzatmig? Schlie�lich war es eine bekannte Tatsache, dass die meisten M�nner �ber keinen besonders guten Orientierungssinn verf�gten.</p><p>Sie zuckte zusammen, als er sanft �ber ihren Kn�chel streichelte. Seine Finger fuhren die Fesseln entlang, vermutlich hinauf bis zum Bett, und wieder zur�ck. Ein Finger malte kleine Kreise auf den R�cken ihres Fu�es, so dass der Stoff ihrer halterlosen Str�mpfe ein angenehmes Kribbeln auf ihrer Haut verursachte.</p><p>Dann begann er, ihren Fu� zu k�ssen.</p><p>Sie sp�rte seine Lippen. Sie wanderten �ber ihren Fu�, das Schienbein hinauf und ber�hrten schlie�lich sanft ihre Kniescheibe. Von dort glitten sie auf die Innenseite ihrer Schenkel.</p><p>Vanessa st�hnte leise.</p><p><emphasis>Mach weiter. Bitte h�r nicht auf. Es ist wundervoll.</emphasis></p><p>Mit beiden H�nden folgte er den Konturen ihrer Beine, hinauf zum Saum ihres Tops. Behutsam schoben seine H�nde es zu ihren Br�sten hinauf, w�hrend seine Zungenspitze zuerst langsam und zur�ckhaltend, dann immer fordernder und gieriger, um ihren Bauchnabel kreiste.</p><p>Kalte H�nde legten sich auf ihre nackten H�ften und trieben eisige Lustschauer durch ihren K�rper. Sie fuhren ihren Rippenbogen entlang und schoben das leichte Top �ber ihre Br�ste. K�hle Fingerspitzen schlossen sich um ihre steifen Nippel, dr�ckten und drehten sie, bis Vanessa vor Schmerz einen leisen Schrei ausstie�.</p><p>Dann schlossen sich seine Lippen im ihre Brustwarze, w�hrend die Spitze seiner Zunge sie verspielt umkreiste. Sanft biss er zu.</p><p>Sie sp�rte die Erektion in seiner Hose, als er seinen K�rper gegen ihre feuchte Vagina dr�ckte, in der es heftig pulsierte und pochte. Sie versuchte, ihre Lust herauszuschreien, aber der Knebel lie� es nicht zu.</p><p><emphasis>Mach schon. Zieh endlich deine verdammte Hose runter. Ich will dich sp�ren. Sofort.</emphasis></p><p>Jonas Zunge wanderte �ber ihre Brustwarzen, dann �ber ihren Bauchnabel, wo sie f�r einige kreisende Bewegungen verharrte und schlie�lich hinunter zwischen ihre Beine glitt.</p><p>Sie sp�rte die feuchte Lust an den Innenseiten ihrer Schenkel, w�hrend er seine Zunge zwischen ihren Beinen kreisen lie�.</p><p>Seine Haare streichelten �ber ihre Beine. Es kitzelte jedes Mal, wenn er seinen Kopf auf und ab bewegte.</p><p>Und in diesem Moment traf die Erkenntnis sie wie ein Hammerschlag.</p><p>Die Person, die ihren Kopf gerade zwischen ihren Schenkeln vergrub, hatte lange Haare.</p><p>Sie hatte nicht die geringste Ahnung, wer es war, aber etwas stand ohne jeden Zweifel fest.</p><p>Es war nicht Jonas.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 36</p><empty-line/><p>Wie in Zeitlupe kippte Ronnie nach vorne, geradewegs den Speerspitzen unter sich entgegen.</p><p><emphasis>Das war�s. Diese teuflischen Dinger werden mich gnadenlos durchbohren, ohne dass ich irgendetwas dagegen tun kann.</emphasis></p><p>Doch bevor er endg�ltig den Halt unter den F��en verlor und kopf�ber in die Grube st�rze, gelang es ihm mit letzter Kraft, sich mit dem rechten Fu� von dem schmalen Sims abzusto�en. Halb fiel er, halb stolperte er zur Seite. Da sich sein linker Fu� bereits auf der rettenden anderen Seite befand, reichte der Impuls aus, seinen K�rper in genau diese Richtung kippen zu lassen und ihn auf diese Weise vor der t�dlichen Falle zu bewahren.</p><p>Instinktiv riss er die H�nde nach vorne. Die Taschenlampe rutsche ihm aus der Hand, noch bevor er mit den Handfl�chen auf dem Boden aufschlug. Ein gr�sslicher Schmerz erinnerte ihn an sein verletztes Handgelenk und trieb ihm einmal mehr Tr�nen in die Augen.</p><p>Bunte Sterne leuchteten vor ihm in der Dunkelheit auf.</p><p><emphasis>Dunkelheit.</emphasis></p><p>Wo war die verfluchte Taschenlampe?</p><p>Hektisch tastete er den Fu�boden ab, konnte aber nichts entdecken. Nichts, au�er dem Rand der m�rderischen Grube, der er nur um Haaresbreite entkommen war. Vermutlich war die Lampe bei seinem Sturz direkt in das Loch hineingefallen und hatte endg�ltig den Geist aufgegeben. Es war ohnehin schon einem kleinen Wunder gleichgekommen, dass sie noch funktioniert hatte.</p><p><emphasis>Okay, dann also ohne Licht</emphasis>, dachte Ronnie und lauschte einmal mehr in die Dunkelheit. Erst jetzt fiel ihm erneut das leise Brummen auf, das er unmittelbar nach seinem vermeintlichen Sturz in den Schacht wahrgenommen hatte.</p><p>Und es schien lauter geworden zu sein.</p><p>M�glicherweise hatte es seinen Ursprung am anderen Ende dieses Tunnels.</p><p>Er vergewisserte sich noch einmal, auf welcher Seite des Ganges sich die Grube befand, stand auf, und machte sich langsam daran, dem stockfinsteren Gang zu folgen.</p><p>Im Gegensatz zu vorher, kam er nur langsam voran. Zu gro� war seine Sorge, weitere Gruben oder andere hinterh�ltige Fallen, die er in der Dunkelheit nicht rechtzeitig erkannte, k�nnten sich auf seinem Weg befinden.</p><p>Eine gute Orientierungshilfe bildeten die W�nde des Ganges. Da er noch immer beide Seiten gleichzeitig ber�hren konnte, bestand keine Gefahr, versehentlich in die verkehrte Richtung abzudriften.</p><p>Und er h�rte noch immer dieses Ger�usch, das nun zunehmend lauter wurde. Ronnie war sicher, dass er sich direkt darauf zu bewegte. Und vielleicht hatte er Gl�ck. Vielleicht wurde Sandy genau dort festgehalten.</p><p>Immer wieder musste er sich zwingen, nicht zu schnell und zu unbedacht den Gang entlang zu eilen. So sorgf�ltig, wie es seine innere Aufregung zulie�, tastete er mit den Fu�spitzen den Boden ab, bevor er den n�chsten Schritt tat. Zudem gab er in regelm��igen Abst�nden den Kontakt zu den W�nden auf und streckte vorsichtig beide H�nde aus, um nicht ungebremst gegen eine andere Wand oder einen eventuell von der Decke herabh�ngenden Gegenstand zu sto�en.</p><p>Er konnte nicht sagen, wie lange er sich auf diese Weise durch die Dunkelheit getastet hatte, doch pl�tzlich stie�en seine ausgestreckten H�nde auf einen Widerstand. Aufgeregt betastete Ronnie die vor ihm liegende Umgebung.</p><p>Seine Finger wanderten �ber Steine. Ohne Zweifel handelte es sich um eine Mauer.</p><p>Der Tunnel endete in einer Sackgasse.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 37</p><empty-line/><p>�M�chtest du wissen, ob ich es mit ihr gemacht habe?�</p><p>Ohne eine Antwort abzuwarten, sprach Kid weiter. Er hockte im Schneidersitz auf dem Sofa. Seine rechte Hand lag auf Sandys linkem Knie.</p><p>�Oh ja, ich habe es mit ihr getrieben. Und es war unbeschreiblich. Es war das erste Mal, dass ich es mit einem M�dchen getan habe. Und dann gleich mit so einem Prachtst�ck.</p><p>Als ich mit ihr fertig war, habe ich meinen Bruder gerufen. Er hatte sich so f�r mich ins Zeug gelegt, dass ich ihm den Spa� nicht vorenthalten wollte.</p><p>Ich wartete vor der H�tte, rauchte eine Zigarette und als er nach einer Weile herauskam, war er schwei�gebadet.</p><p><emphasis>&gt;Und? Was machen wir jetzt mit ihr?&lt;</emphasis> W�hrend ich drau�en stand und eine geraucht habe, war mir unser Problem erst so richtig bewusst geworden. Nachdem wir Jessica �berfallen, entf�hrt, am Fu�boden festgenagelt und mit ihr geschlafen hatten��</p><p>�Mit ihr geschlafen? Ihr habt sie auf unvorstellbar grausame Weise misshandelt und vergewaltigt. Ihr beide.�</p><p>Kid sah sie lange an. Hinter seiner Stirn arbeitete es. <emphasis>Was soll ich mit ihr machen? Soll ich sie direkt umbringen, oder lieber sp�ter?</emphasis></p><p>Er sagte nichts. Stattdessen fuhr er einfach fort:</p><p>�Jedenfalls konnten wir sie ja schlecht wieder gehen lassen.</p><p><emphasis>Okay, du darfst wieder nach Hause, aber bitte versprich vorher, dass du uns nicht verr�tst, ja?</emphasis></p><p>Nein, es war vollkommen klar, dass es nur einen einzigen Weg gab.</p><p><emphasis>&gt;Schei�e, hast du �berhaupt dar�ber nachgedacht, als du die Kleine hierher gebracht hast? Ist dir klar, was das bedeutet?&lt;</emphasis></p><p>Mein Bruder sah mich an. Und ganz beil�ufig, so als h�tte ich ihn nach der Uhrzeit gefragt, sagte er:</p><p><emphasis>&gt;Na klar, wir machen sie kalt und vergraben sie im Keller dieser H�tte. Der Boden ist aus Lehm. Hab ich alles schon gecheckt. Au�erdem hat�s dir doch auch gefallen, sie zu v�geln. Also tu jetzt nicht so, als wenn du auf einmal ein Problem damit h�ttest.&lt;</emphasis></p><p>�ngstlich sah ich mich um. Wir waren tief im Wald, abseits der �blichen Wege und dennoch hatte ich pl�tzlich Sorge, jemand k�nnte uns beobachten.</p><p><emphasis>&gt;Verdammt, wir haben ein Problem. Raffst du das nicht? Da drinnen liegt eine halbtote Blondine.&lt;</emphasis></p><p>Obwohl ich wusste, dass mein Bruder eine etwas morbide Veranlagung hatte, �berraschte mich seine Reaktion.</p><p><emphasis>&gt;Du hast recht, es ist ein Problem. Wir sollten so schnell wie m�glich zusehen, dass sie ganz tot ist.&lt;</emphasis></p><p>Er zog etwas aus seiner Hosentasche. Es war eins dieser Butterfly-Messer, die damals total in Mode waren. Ich glaube, jeder Teenager hatte so ein Ding in der Tasche. Es war total cool, mit so einem Teil rumzufuchteln. Aber ich glaube, niemand au�er meinem Bruder hatte damals wirklich einmal einen Menschen damit umgebracht. Vielleicht mal eine streunende Katze oder so, aber doch keinen Menschen. Dabei funktioniert das wirklich gut.� Er dachte an den Typ in der Werkstatt. Es war tats�chlich dasselbe Messer gewesen, das Adam ihm damals pr�sentiert hatte.</p><p>�Ihr habt es wirklich getan, oder?� Sandy schluckte. Ihre zahlreichen Wunden schien sie nicht mehr zu sp�ren. Zu sehr hatte Kids Geschichte sie geschockt. In ihren Gedanken sah sie sich selbst auf dem Boden jener Waldh�tte liegen. Ihr Herz raste und ein gleichm��iges H�mmern breitete sich hinter ihren Schl�fen aus.</p><p>�<emphasis>Er</emphasis> hat es getan. Mein Bruder l�chelte mir zu, bevor er mit dem Messer in der H�tte verschwand. Ich hatte erwartet, dass Jessica schreien w�rde. Aber das geschah nicht. Ich vermute, sie war schon zu schwach. Oder bewusstlos. Jedenfalls kam mein Bruder schon nach kurzer Zeit wieder heraus.</p><p>Er sah mich schweigend an und nickte in Richtung der Eingangst�r.</p><p><emphasis>Lass es uns hinter uns bringen.</emphasis></p><p>Interessanterweise schien ihn das Begraben der Toten mehr zu belasten, als das T�ten selbst.</p><p>So wie Adam es geplant hatte, haben wir Jessica im Keller der H�tte vergraben. Adam musste das Grab schon Tage vorher ausgehoben haben, denn als wir die Leiche nach unten trugen, mussten wir sie nur noch in das Loch legen und es mit Erde zusch�tten. Er hatte sogar darauf geachtet, dass das Loch die richtige Gr��e hatte. Es war fast auf den Zentimeter genau auf Jessica abgestimmt.</p><p>Und dann hat er etwas total Geniales gemacht, das uns m�glicherweise tats�chlich den Arsch gerettet hat. Wei�t du was?�</p><p>Sandy sch�ttelte den Kopf.</p><p>�Nachdem wir das Loch etwa zur H�lfte zugesch�ttet hatten, zog er einen toten Hasen aus einer Plastikt�te und legte ihn in das Loch.</p><p><emphasis>&gt;Falls sich doch mal ein Hund hierher verirrt. Von einem J�ger oder von den Bullen. Wenn er anschl�gt und anf�ngt zu buddeln und nur eine verweste Karnickelleiche ausgr�bt, wird vermutlich niemand weitersuchen.&lt;</emphasis></p><p>Ganz sch�n gerissen, oder? Ich war wirklich platt, mit welcher Akribie er das alles geplant hatte. �berleg mal, er war ein Teenager, der noch zur Schule ging.</p><p>Nachdem wir das Loch zugesch�ttet hatten, hat er einen vermoderten Teppich �ber der Stelle ausgebreitet, so dass man wirklich nichts mehr sehen konnte.</p><p>Trotzdem hatten wir im Nachhinein betrachtet wahrscheinlich ziemliches Gl�ck, dass niemand die H�tte durchsucht hat, denn das ganze Blut haben wir nat�rlich nicht mehr von dem Holzboden abbekommen.�</p><p>�Schrecklich�, murmelte Sandy. �Wurde Jessica jemals gefunden?�</p><p>�Ich glaube nicht. Zumindest habe ich nie etwas davon geh�rt. Noch am selben Tag wurde sie als vermisst gemeldet und am n�chsten Tag wurde eine riesige Suchaktion gestartet. Aber seltsamerweise kam niemand darauf, in der alten H�tte zu suchen. Vermutlich, weil kaum jemand von ihrer Existenz wusste.</p><p>Und zur Sicherheit hatten Adam und ich die Klappe im Boden zugenagelt, nachdem wir Jessi dort vergraben hatten, so dass den Keller selbst bei einer Durchsuchung vermutlich niemand entdeckt h�tte.�</p><p>�Und dann? Wie konntet ihr damit leben? Ihr hattet ein Menschenleben auf dem Gewissen.�</p><p>�Am Anfang war es schlimm. Ich bildete mir ein, jeder k�nnte mir ansehen, was wir getan hatten. Vor allem, als die Polizei in unsere Schule kam und Fragen �ber Jessica stellte. Ich war ziemlich nerv�s, Adam nicht so sehr. Zumindest wirkte er nach au�en ausgesprochen cool.</p><p>Aber mit der Zeit wurde es besser. Und als die Polizei die Suche nach Jessica einstellte, war es sogar ein ziemlich geiles Gef�hl. Wir waren die einzigen, die wussten, was mit ihr geschehen war.</p><p>Das einzig Bl�de war, dass wir niemandem davon erz�hlen konnten und je mehr Zeit verging, desto schwerer fiel es uns, den Mund zu halten.</p><p>Ein halbes Jahr nach Jessicas Tod haben wir dann beschlossen, ein weiteres M�dchen zu entf�hren, um ihm die Geschichte zu erz�hlen.�</p><p>Sandy sch�ttelte langsam den Kopf. Dieser Typ war noch viel irrer, als sie geglaubt hatte.</p><p>�Allerdings suchten wir uns dieses Mal niemanden aus unserer Schule aus. Die Gefahr, dass uns fr�her oder sp�ter doch jemand auf die Schliche kommen k�nnte, erschien uns zu gro�. Also w�hlten wir ein M�dchen, zu dem wir keinerlei Verbindung hatten.�</p><p>�Wie oft?�</p><p>�Bitte?�</p><p>�Wie oft hab ihr es getan? Ich meine, wie viele M�dchen habt ihr entf�hrt?�</p><p>�Du meinst, in den vielen Jahren, die seitdem vergangen sind? Ich k�nnte es dir sagen, aber was w�rde es dir n�tzen? Au�erdem wei� ich nicht, ob du es wirklich wissen willst.</p><p>Auf jeden Fall haben wir die alte H�tte im Wald solange benutzt, bis wir im Keller kleinen Platz mehr hatten. Das letzte M�dchen mussten wir schon in mehreren St�cken vergraben, weil wir kein ausreichend gro�es Loch mehr ausheben konnten. Man, das war vielleicht ein Schei�. �berall war so viel Blut.</p><p>Danach haben wir die alte H�tte zum Einsturz gebracht, so dass niemand durch Zufall auf den alten Keller sto�en konnte. Er h�tte ja vorher die ganzen Tr�mmer abtragen m�ssen. So verr�ckt war aber niemand.</p><p>Bis heute nicht.</p><p>Jedenfalls haben wir uns danach ein neues Versteck gesucht. Irgendwann wurde es uns dort auch zu hei� und wir zogen wieder um. So ging es immer weiter. Bis wir schlie�lich auch auf dieses Schloss hier gesto�en sind. Adam ist perfekt darin, solche Orte zu finden.</p><p>Er ist ein echtes Naturtalent.</p><p>Und ich muss sagen, es erf�llt mich mit au�erordentlichem Stolz, dich hier in unseren vier W�nden begr��en zu d�rfen.�</p><p>Sandy starrte Kid mit weit aufgerissenen Augen an, w�hrend dieser sanft, beinahe z�rtlich, eine Haarstr�hne aus ihrem Gesicht entfernte. Tr�nen liefen �ber ihre Wangen und sie hatte das Gef�hl, jeden Augenblick das Bewusstsein zu verlieren. Und wenn sie dar�ber nachdachte, gab es nichts, was sie sich in diesem Augenblick sehnlicher w�nschte.</p><p>Seine Hand glitt unter ihr Shirt und massierte ihre linke Brust, w�hrend er mit der Zunge das Blut von ihrem Hals leckte.</p><p>Sie schloss die Augen und sp�rte die G�nsehaut, die sich auf ihrem K�rper ausbreitete.</p><p>Wenn sie doch nur ohnm�chtig w�rde. Dann konnte dieser Geisteskranke ihretwegen �ber sie herfallen und mit ihr anstellen, was immer er wollte.</p><p>Und sie t�ten.</p><p>Es stand f�r sie ohnehin au�er Frage, dass es genau darauf hinauslaufen w�rde.</p><p>Ja, wenn nicht in den n�chsten Minuten ein Wunder geschah, w�rde ihr Leben hier in diesem Keller zu Ende gehen.</p><p>Und als habe eine geheimnisvolle Macht ihre Gedanken erh�rt, geschah just in diesem Augenblick das Unglaubliche.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 38</p><empty-line/><p>Vor Wut und Entt�uschung h�tte Ronnie beinahe laut aufgeschrien, riss sich im letzten Augenblick aber zusammen. Sollte sich tats�chlich jemand in der N�he befinden, wollte er ihn nicht durch unbedachtes Verhalten �ber sein Kommen informieren.</p><p>Er lie� seine H�nde �ber die Mauer gleiten. Da das Brummen mit jedem Schritt, den er sich dieser Wand gen�hert hatte, lauter geworden war, musste es irgendwo hier seinen Ursprung haben. Und da es inzwischen eine betr�chtliche Lautst�rke erreicht hatte, konnte er sich nicht vorstellen, dass die Ursache des Ger�usches hinter einer massiven Steinmauer lag.</p><p>Vielmehr vermutete er�</p><p><emphasis>Yes!</emphasis></p><p>Sein Herz begann vor Freude und Aufregung heftig zu klopfen. Seine Finger glitten �ber ungleichm��ige Unterbrechungen in der Steinwand.</p><p><emphasis>Ein Loch.</emphasis></p><p>Auch diese Mauer�ffnung begann auf dem Boden und war etwa einen Meter hoch. Allerdings war sie nicht durchg�ngig, sondern wurde durch irgendetwas versperrt.</p><p>Ronnie kniete vor der �ffnung nieder und tastete �ber die vor ihm liegende Fl�che. Sie war nicht eben, wenngleich deutlich glatter als die ungleichm��ige Steinmauer. Er versp�rte einen stechenden Schmerz in der Fingerkuppe, als sich etwas unter den Nagel seines rechten Zeigefingers bohrte.</p><p>�Schei�e!�</p><p>Er steckte den Finger in den Mund und saugte kr�ftig daran. Der Schmerz lie� nur langsam nach und Ronnie schmeckte das aus der Wunde austretende Blut. Er wusste genau, was geschehen war. Er kannte diesen Schmerz, denn schon mehr als einmal hatte er sich einen Holzsplitter unter den Fingernagel gerammt.</p><p>Das Loch war also mit einer Holzplatte verschlossen worden.</p><p>Schon wollte er sich mit voller Wucht gegen das Hindernis werfen, als er f�r einen kurzen Augenblick innehielt.</p><p><emphasis>Was, wenn dieser irre Typ direkt hinter dieser Platte sitzt und mich direkt mit einer geladenen Knarre in Empfang nimmt? Oder er haut mir gleich wieder eins �ber den Sch�del.</emphasis> Er tastete nach der Wunde an seinem Hinterkopf. Das Pochen war noch immer recht heftig, aber das Blut war inzwischen geronnen.</p><p>Aber welche Alternativen hatte er? Wenn es auch nur die geringste Chance gab, Sandy zu finden und ihr zu Hilfe zu kommen, musste er auf die andere Seite dieser Wand.</p><p>Was auch immer ihn dort erwartete.</p><p>Also setzte er sich, mit dem R�cken an die Holzplatte gelehnt, auf den Hintern und stemmte sich mit beiden F��en vom Boden ab.</p><p>Langsam und mit einem knirschenden Ger�usch, gab die Platte nach.</p><p>Ronnie hielt kurz inne und wartete, ob sich auf der anderen Seite etwas tat. Doch es geschah nichts. Niemand schrie auf, er h�rte keine hastigen Schritte und niemand rief verzweifelt um Hilfe. Lediglich das Brummen war nun, da er die Holzplatte schon ein gutes St�ck nach hinten geschoben hatte, erheblich lauter geworden. Es erinnerte ihn an einen laufenden Motor.</p><p>Vielleicht war gerade wegen dieses Ger�usches niemand auf ihn aufmerksam geworden. Bestimmt hatte der Motor, zu was auch immer er geh�ren mochte, das Knirschen des Holzes �bert�nt.</p><p><emphasis>Gl�ck muss man haben</emphasis>, dachte Ronnie und schob die Platte so weit nach hinten, dass der Spalt gro� genug f�r ihn war.</p><p>Unmittelbar vor der �ffnung ging er in die Hocke und schaute vorsichtig hindurch. Und wie er in dem tr�ben Licht, das aus dem Raum hinter dem Loch in den Gang hineinfiel, feststellen konnte, hatte er keine Holzplatte beiseite geschoben, sondern einen Schrank.</p><p>Genauer gesagt, eine uralte, modrige Kommode, die so vor dem Loch platziert worden war, dass sie es vollst�ndig verdeckte.</p><p>Vielleicht, dachte Ronnie, wusste dieser Verr�ckte nicht einmal etwas von der Existenz des Ganges.</p><p>Vorsichtig robbte er durch das Loch in den dahinterliegenden Raum.</p><p>Das Motorenger�usch dr�hnte hier noch lauter, als auf der anderen Seite der Mauer. D�mmriges, flackerndes Licht verlieh der Umgebung eine gruselige Atmosph�re und obwohl es nicht besonders hell war, mussten sich Ronnies Augen nach der Wanderung durch die vollkommene Dunkelheit zuerst an die neuen Lichtverh�ltnisse gew�hnen.</p><p>Er schob den Kopf hinter der Kommode hervor und lie� seinen Blick umherschweifen.</p><p>Die Lichtquelle befand sich offenbar in einem weiteren Nebenraum. Durch eine angelehnte T�r fiel ein breiter Streifen gelblichen Lichts. Genug, um die Umgebung in Augenschein zu nehmen.</p><p>Ronnie befand sich in einem alten Gew�lbekeller. Unmengen alter M�bel standen kreuz und quer herum, bedeckt von einer zentimeterdicken Staubschicht und quadratmetergro�en Spinnweben.</p><p>Er erhob sich und trat aus der Deckung der Kommode hervor. Unmittelbar neben der angelehnten T�r entdeckte er das Ger�t, das f�r das Brummen verantwortlich war.</p><p>Einen benzinbetriebenen Stromgenerator.</p><p>Er �berlegte, warum jemand diese Ger�uschkulisse in Kauf nehmen sollte, der eigentlich Wert darauf legen musste, unentdeckt zu bleiben. Doch vermutlich, so seine Erkl�rung, waren die Mauern dieses Geb�udes, bei dem es sich mit Sicherheit um das alte Schloss handelte, so dick, dass drau�en nichts von dem Ger�t zu h�ren war. Und sofern das Licht nur innerhalb dieses Gew�lbekellers genutzt wurde, w�rde auch davon niemand etwas mitbekommen.</p><p><emphasis>Eigentlich ein perfektes Versteck. Mit angeschlossenem Leichenentsorgungsplatz.</emphasis></p><p>G�nsehaut breitete sich auf seinen Armen aus.</p><p>Er durchquerte den Raum und blieb neben dem laufenden Generator stehen. Rote Buchstaben verrieten den Namen des Herstellers. Von einem Rohr, das vermutlich als Auspuff diente, zweigte ein Schlauch ab, der gut zwei Meter �ber Ronnie in einem kleinen Loch in der Decke verschwand.</p><p>Ohne dar�ber nachzudenken, b�ckte er sich und hob ein Metallrohr auf, das neben dem Generator auf dem steinernen Boden lag. Es war etwa einen halben Meter lang und lag angenehm schwer in der Hand.</p><p><emphasis>Beruhigend schwer.</emphasis></p><p>Er griff das Rohr mit beiden H�nden und lie� es wie einen Baseballschl�ger durch die Luft fahren. Prompt meldete sich der stechende Schmerz in seinem Handgelenk. Sofort l�ste er die linke Hand von dem k�hlen Metall. Aber selbst mit einer Hand konnte ihm das Fundst�ck gute Dienste leisten.</p><p>Noch immer fiel flackerndes Licht aus dem Nebenraum durch den T�rspalt. Langsam n�herte sich Ronnie der massiven Holzt�r. Anstelle einer Klinke, verf�gte sie �ber einen klobigen Metallring.</p><p>Er sp�hte durch den T�rspalt.</p><p>Und zuckte augenblicklich zur�ck.</p><p><emphasis>Sandy.</emphasis></p><p>Zwar hatte er nur einen Sekundenbruchteil in das Innere des hinter der T�r liegenden Raumes geblickt, aber was er gesehen hatte reichte, um ihm das Herz bis zum Hals schlagen zu lassen.</p><p>Sandy lebte.</p><p>Noch zweimal riskierte er einen kurzen Blick, um sich einen besseren Eindruck von den Gegebenheiten zu verschaffen. Etwa zwei Meter vor der Couch, auf der er Sandy gesehen hatte, stand ein Fernseher. Seine R�ckseite war Ronnies Versteck zugewandt. Anhand des flackernden Lichts konnte Ronnie erkennen, dass er eingeschaltet war, wenngleich er keinen Ton h�rte.</p><p>Sandy sa� mit blutverschmiertem Gesicht auf dem Sofa. Ihre Augen waren geschlossen und jemand war gerade dabei, sie zu begrabschen und ihren Hals abzulecken. Es war dieses Arschloch, das er in seinem Wagen mitgenommen hatte.</p><p><emphasis>Kid.</emphasis></p><p>Mein Gott, er musste sich innerlich kaputtgelacht haben, als Ronnie ihm von seiner Suche nach Sandy berichtet hatte.</p><p>Und irgendwie hatte dieser Kerl es also tats�chlich geschafft, sie in seinen Wagen zu locken.</p><p>Er betrachtete die Eisenstange in seiner Hand.</p><p>Was sollt er tun?</p><p>Vielleicht wie <emphasis>Rambo</emphasis> in den Raum st�rzen und dem Typ den Sch�den einschlagen?</p><p>Das klang nach einem Plan. Doch der Plan hatte eine entscheidende Schw�che.</p><p>Er war nicht <emphasis>Rambo</emphasis>. Und er befand sich auch nicht in einem dieser Action-Streifen aus Hollywood. Mit etwas Pech hatte der Kerl Sandy etwas angetan, bevor Ronnie �berhaupt in seine N�he kam. Vermutlich w�rde er ihn sofort entdecken, sobald er den Raum durch die T�r betrat.</p><p>Nein, er musste einen anderen Weg finden, das Arschloch auszuschalten.</p><p>Sein Blick wanderte durch den Raum � und blieb an dem Generator h�ngen.</p><p>Ronnie l�chelte, w�hrend er auf das Ger�t zuging. Der rote Schalter war nicht zu �bersehen und ehe er sich versah, hatte er ihn umgelegt.</p><p>Augenblick erstarb der Motor und eine Sekunde sp�ter wurde es stockdunkel.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 39</p><empty-line/><p>�So eine verfluchte Schei�e! Was zum Teufel soll das?�</p><p>�Sieht so aus, als h�tte der Generator den Geist aufgegeben.�</p><p>�Halt die Schnauze, du bl�de Kuh. Das sehe ich auch.�</p><p>Ein lautes Klatschen, gefolgt von einem kurzen Aufschrei, folgte. Trotz der Dunkelheit, hatte der Schlag gesessen.</p><p><emphasis>Du verfickter Hurensohn</emphasis>, zischte Ronnie, der hinter der T�r in Deckung gegangen war. <emphasis>Wenn du herkommst, um nachzusehen, schlage ich dir mit dem hier den Sch�del ein.</emphasis> Die Finger seiner linken Hand streichelten �ber das Metallrohr.</p><p>�Ich gehe nachsehen, was mit diesem verfluchten Generator los ist und du bleibst solange hier liegen und r�hrst dich nicht vom Fleck. Verstanden?�</p><p>Sandy murmelte etwas, das vermutlich ein <emphasis>Ja</emphasis> war, denn Kid ging nicht weiter auf sie ein.</p><p>Stattdessen bewegte er sich vorsichtig durch die Dunkelheit. Seine Schuhe verursachten knirschende Ger�usche auf dem unebenen Steinboden. Langsam n�herte er sich der T�r.</p><p>Er stie� mit dem Fu� irgendwo gegen. Ein schepperndes Ger�usch �bert�nte sein Fluchen.</p><p>Dann hatte er die T�r erreicht.</p><p>Ronnie wich blitzschnell zur�ck, als sie sich langsam und quietschend �ffnete.</p><p>In der beinahe vollst�ndigen Dunkelheit konnte er Kids Silhouette nur erahnen, als er vorsichtig einen Blick riskierte. Wenn er sich nicht komplett t�uschte, stand Kid jetzt genau vor dem Generator.</p><p>So leise wie m�glich trat Ronnie aus seinem Versteck hervor und schlich auf Zehenspitzen auf den Entf�hrer zu. Das Stahlrohr in seiner rechten Hand lag auf seiner Schulter. Bereit, jederzeit auf den Sch�del des Typen niederzusausen.</p><p>In der Sekunde, als der Generator ein orgelndes Startger�usch von sich gab und das Licht im Nebenraum anging, drehte Kid sich um, wie von einem siebten Sinn ferngesteuert.</p><p>Das Stahlrohr in Ronnies Hand raste nach unten.</p><p>Doch Kid war schnell.</p><p>Zu schnell.</p><p>Mit einer geschmeidigen Bewegung tauchte er unter dem Schlag hindurch. Das Stahlrohr hieb gegen den Generator und ein rasender Schmerz durchfuhr Ronnies linken Arm.</p><p>Er sah Sterne und schrie w�tend auf, als Kid ihm mit voller Wucht gegen die Kniescheibe trat.</p><p>Ronnies Waffe fiel scheppernd zu Boden. Im n�chsten Augenblick h�rte er ein lautes Knirschen. Gleichzeitig hatte er das Gef�hl, sein Gesicht w�rde explodieren. Seine Augen f�llten sich mit Tr�nen und warme Fl�ssigkeit schoss aus Mund und Nase. Klebriges Blut rann durch seine Finger, die er sich instinktiv sch�tzend vor das Gesicht hielt.</p><p>Sein Gegner nutze die vollkommen entbl��te Deckung brutal aus und ein erbarmungsloser Tritt in den Unterleib raubte ihm endg�ltig den Atem.</p><p>Weinend sank er auf die Knie.</p><p>Als ihn eine Hand bei den Haaren packte und erbarmungslos nach oben riss, wurde ihm schwarz vor Augen.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 40</p><empty-line/><p>�Komm schon, du Hurenbock. Lass dich nicht so h�ngen. Ich habe keine Lust, mir an dir das Kreuz zu verrenken.� Mit dem Stahlrohr in der Hand, eine Hand an seinem Kragen, man�vrierte Kid sein noch immer benommenes Opfer vor sich her.</p><p>Er hatte keine Ahnung, wie dieser verfluchte Kerl in den Kellerraum hinter ihrem Versteck gelangt war. War es nur Zufall, dass die Suche nach seiner Freundin ihn hierher gef�hrt hatte? Oder hatte er bei Ihrem ersten Aufeinandertreffen tats�chlich Verdacht gesch�pft?</p><p>�Ich h�tte dich vorhin schon umbringen sollen. Jetzt hast du es glatt geschafft, die romantische Stimmung zu versauen. Deine Freundin und ich haben uns blendend unterhalten. Eigentlich wollten wir gerade zur Sache kommen.�</p><p>�Du verfluchter Schei�kerl�, fl�sterte Ronnie.</p><p>Er sah erb�rmlich aus. Seine Unterlippe blutete und war dick geschwollen. Roter Rotz troff aus den L�chern seiner deformierten Nase.</p><p>�Was war das? Hast du noch immer nicht genug?�</p><p>�Ich sagte, du verfluchter Schei߅�</p><p>Das Stahlrohr erzeugte ein leises Summen, als es durch die Luft fuhr. Dann krachte es mit voller Wucht auf Ronnies Oberschenkel.</p><p>Schreiend brach er zusammen und blieb wimmernd auf dem Boden liegen.</p><p>�Das hast du dir selbst zuzuschreiben. Und jetzt steh auf, du Schwuchtel.� Kid packte ihn erneut an den Haaren und zog ihn auf die Beine.</p><p>Schwankend stand Ronnie vor ihm. Der Oberschenkel seiner Jeans f�rbte sich dunkel.</p><p>�Wenn ich noch einen Ton von dir h�re, schlage ich dich mit dem hier auf der Stelle tot. Hast du das kapiert?�</p><p>Ronnie nickte. Tr�nen liefen �ber sein Gesicht und vermischten sich mit dem aus Mund und Nase austretenden Blut, w�hrend Kid ihm das Stahlrohr auf den zertr�mmerten Nasenr�cken presste.</p><p>�Aber wenn du sch�n brav bist, dann darfst du zusehen, wie ich es deiner S��en besorge, bevor ich dich umlege.� Mit einem kr�ftigen Schlag in die Rippen bugsierte er Ronnie durch die T�r.</p><p>�Ronnie!� Sandy schrie entsetzt auf, als Ronnie blut�berstr�mt in den Raum taumelte.</p><p>Auf der Suche nach Halt, griff dieser nach dem Fernseher, verfehlte ihn jedoch. Unmittelbar vor dem Sofa gaben seine Beine nach und er sackte st�hnend in sich zusammen.</p><p>�Ja, schau mal her, wen ich dir�� Der Rest des Satzes blieb Kid im Halse stecken, als er Sandy ansah. Seine Augen verengten sich zu zwei schmalen Schlitzen. W�tend spuckte er auf den am Boden liegenden Ronnie.</p><p>�Du verdammtes Mistst�ck. Du h�ltst dich wohl f�r besonders schlau, oder?�</p><p>Langsam machte er einen Schritt in Sandys Richtung. Sie sa� auf dem Sofa und starrte mit aufgerissenen Augen abwechselnd zu Kid und zu ihrem schwer verletzten Freund.</p><p>Ihre zitternden H�nde umklammerten Kids Revolver.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 41</p><empty-line/><p>Kid wiegte das Stahlrohr in seiner Hand und ging langsam auf sie zu.</p><p>�Keinen Schritt weiter. Wenn du n�her kommst, knall ich dich ab. Ich schw�r�s dir.� Sandy schluchzte. Trotz dem von der Waffe in ihren H�nden ausgehenden Machtgef�hl, konnte sie die Tr�nen beim Anblick ihres am Boden liegenden Freundes nicht mehr zur�ckhalten. �Ich wei�, wie man mit so einem Ding schie�t.�</p><p>Nat�rlich wusste sie es <emphasis>nicht</emphasis>.</p><p>Als kleines M�dchen hatte sie sich zu Fasching als Cowboy verkleidet und eine Pistole besessen, die so �hnlich ausgesehen hatte, wie das Exemplar, an das sie sich nun in ihrer Verzweiflung klammerte, wie ein Ertrinkender an einen ins Wasser gehaltenen Ast. Allerdings war die Spielzeugvariante erheblich leichter gewesen. Und nat�rlich war sie nicht dazu bestimmt, irgendjemandem Schaden zuzuf�gen.</p><p>Ihr Herz h�mmerte in ihrer Brust, als sie sich �berlegte, wohin sie zielen sollte. Ein Kopfschuss w�re mit Sicherheit sofort t�dlich und w�rde sie umgehend und ein f�r alle Mal von ihrem Peiniger befreien. Allerdings war die Gefahr, dass der Schuss sein Ziel verfehlte, ungleich gr��er, als wenn sie die Waffe direkt auf seine K�rpermitte richtete. Und f�r einen gezielten Schuss auf seine Arme oder Beine, mangelte es ihr definitiv an K�nnen.</p><p>Schwei�tropfen liefen von ihrer Stirn, vermischten sich mit ihren Tr�nen und brannten in den Augen. Au�erdem fror sie ganz erb�rmlich. Bisher war es ihr nicht aufgefallen, aber f�r das Klima in dem alten, feuchten Gem�uer war sie eindeutig zu sp�rlich bekleidet. Die K�lte lie� sie zittern und auf ihrem K�rper bildete sich eine G�nsehaut.</p><p>�Einen Schei� wei�t du, du bl�de Schlampe.� Kid schien ihre Unsicherheit f�rmlich riechen zu k�nnen. Hochkonzentriert beobachtete er jede ihrer Bewegungen. Wie ein auf Beute lauerndes Raubtier, mit zu Schlitzen verengten Augen, kam er langsam und v�llig unbeirrt auf sie zu.</p><p>�Bleib stehen!� Ihre Stimme �berschlug sich. Der Revolver zitterte wie das sprichw�rtliche Espenlaub, als sie ihn langsam anhob und auf Kid richtete.</p><p>Dieser hatte nichts f�r sie �brig, au�er einem mitleidigen L�cheln.</p><p>�Ich warne dich zum letzten Mal. Ich schie�e.�</p><p>�Wenn du es bis jetzt noch nicht fertiggebracht hast, wirst du es auch nicht mehr tun. Hast du jemals auf einen Menschen geschossen? Oder auch nur auf ein Tier? Au�erdem magst du mich doch, oder? Erz�hl deinem Freund doch lieber davon, wie gut wir uns verstanden haben. Vielleicht gef�llt es ihm ja sogar, wenn wir es vor seinen Augen treiben.�</p><p>Er wandte sich Ronnie zu. Dieser lag am Boden und blickte schwer atmend zu ihm auf. Sein Gesicht war geschwollen und noch immer lief ihm ein konstanter Blutstrom aus Mund und Nase.</p><p>�Na Kumpel, wie sieht�s aus? Hast du nicht schon immer davon getr�umt, deiner S��en dabei zuzusehen, wie sie es mit einem richtigen Mann treibt?�</p><p>Ronnie hob seinen Kopf so weit wie m�glich an und spuckte etwas in Kids Richtung.</p><p>Mit Blut durchsetzter Rotz landete auf seinem rechten Turnschuh.</p><p>�Das war nicht sehr schlau.� Seine Stimme war ruhig und vollkommen emotionslos. Dann holte er aus und trat Ronnie mit voller Wucht ins Gesicht.</p><p>Dieser jaulte auf wie ein verpr�gelter Hund und hielt sich die sch�tzend die H�nde vor sein blut�berstr�mtes Gesicht. Abgebrochene Z�hne rieselten zwischen seinen Fingern hindurch und landeten auf den Boden vor ihm.</p><p>Sein Kopf kippte zur Seite, als er das Bewusstsein verlor.</p><p>�Du mieses Schwein!�, kreischte Sandy.</p><p>Kid fuhr herum. Er sah ihren entschlossenen Blick und den auf sein Gesicht gerichteten Lauf des Revolvers.</p><p>Dann dr�ckte sie ab.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 42</p><empty-line/><p>Gierig fuhr Adam mit seiner Zunge �ber den K�rper der jungen Frau, die er so unverhofft und wie ein Geschenk verschn�rt in einem der R�ume <emphasis>seines</emphasis> Schlosses vorgefunden hatte.</p><p>Wie gut, dass er seinem Instinkt gefolgt war und sich die Eingangst�r noch einmal aus der N�he angesehen hatte. Er hatte sich tats�chlich nicht get�uscht. Die massive T�r, am Vortag ganz sicher noch sorgf�ltig verschlossen, hatte offen gestanden. Nur einen Spalt zwar, aber es war ihm dennoch aufgefallen. Und in der Tat hatte es sich verdammt noch mal gelohnt, der Sache auf den Grund zu gehen.</p><p>Es machte ihn unglaublich an, wie diese Frau hier seine Ber�hrungen zu genie�en schien. Zum ersten Mal in seinem Leben zwang er eine Frau nicht dazu, mit ihm zusammen zu sein. Zum allerersten Mal wehrte sie sich nicht gegen seine Ber�hrungen oder zerst�rte die romantische Stimmung mit ihrem von Panik erf�llten Gewinsel. Er genoss es sogar ein wenig, keine Gewalt anwenden zu m�ssen, um ihr nahe zu sein.</p><p>Zudem war sie wundersch�n.</p><p>Die kleinen Schwei�tropfen auf ihrer makellosen Haut gl�nzten wie Perlen im Mondlicht. Sorgf�ltig aufgereiht auf ihrem perfekten K�rper, den er als regelrechtes Kunstwerk empfand. Er streichelte �ber die schwarze Seide ihrer Fesseln, k�sste ihre verbundenen Augen. Die Nippel ihrer kleinen, aber festen Br�ste reckten sich gierig in die Nacht und lechzten geradezu danach, wieder und wieder von ihm ber�hrt zu werden.</p><p>Er verfiel geradezu in einen Rausch und presste seinen K�rper an den ihren, w�hrend er aus seiner Hose eindeutige Signale empfing, endlich zur Tat zu schreiten.</p><p>Ein neues, ihm bis dato v�llig unbekanntes Gef�hl ergriff von ihm Besitz.</p><p><emphasis>Ich liebe diese Frau. Ich habe mich in sie verliebt.</emphasis></p><p>Doch von einer Sekunde zur anderen schlug die von Lust erf�llte Stimmung um.</p><p>Gerade hatte er seinen Kopf tief zwischen ihren Schenkeln vergraben und war dabei, die Frau mit seiner Zunge zu verw�hnen, als diese urpl�tzlich in heftige Bewegungen verfiel. Ihr K�rper b�umte sich auf, sie warf ihren Kopf hin und her und unverst�ndliche Laute drangen aus ihrem geknebelten Mund.</p><p>Adam verstand die Welt nicht mehr.</p><p>Hatte er etwas falsch gemacht? Augenscheinlich hatte der Frau doch gefallen, was er bis dahin mit ihr angestellt hatte. Wieso um alles in der Welt str�ubte sie sich mit einem Mal so sehr gegen seine Ber�hrungen?</p><p>War sie auch nicht anders als die �brigen Schlampen, die er in der Vergangenheit zu ihrem Gl�ck hatte zwingen m�ssen?</p><p>�Lass das�, br�llte er. �H�r sofort damit auf! Was ist denn auf einmal los?�</p><p>Die Bewegungen der Frau wurden immer heftiger und unkontrollierter. In blinder Panik zerrte sie an den Fesseln ihrer H�nde und F��e.</p><p>�Lass es sein, du kommst sowieso nicht frei. Wer auch immer das getan hat, er hat ordentliche Arbeit geleistet.� Er warf den Kopf in den Nacken und ein schauriges Lachen hallte durch den Raum.</p><p>Die Frau presste ihren Unterleib in die H�he und versuchte erneut, sich aus eigener Kraft aus ihrer aussichtslosen Lage zu befreien.</p><p>Adam warf sich der L�nge nach auf ihren K�rper.</p><p>�Wenn du nicht sofort still h�ltst, muss ich dir wehtun.�</p><p>Dann riss er ihr einem heftigen Ruck die Augenbinde runter und schlug ihr mit der flachen Hand ins Gesicht.</p><p>Gespenstische Stille folgte.</p><p>Mit vor Entsetzen geweiteten Augen starrte die Frau ihn an, jede Bewegung ihres K�rpers erstarb. Die gesamte Szenerie glich einem im Standbild eingefrorenen Videofilm.</p><p>Dann begann sie zu schreien und erneut brach das Chaos los.</p><p>Ihre panikerf�llten Schreie wurden durch den Knebel erheblich ged�mpft. Dennoch versetzten sie Adam in Panik.</p><p>�H�r auf! H�r sofort auf damit!�</p><p>Sie schrie immer weiter und ihr K�rper begann erneut, sich unter ihm zu winden.</p><p>Er presste ihr seine Hand auf Mund und Nase.</p><p>In dem ausbrechenden Durcheinander konnte Adam sehen, wie sich die Augen der Frau mit Tr�nen f�llten, w�hrend sie weiterhin vergeblich versuchte, um Hilfe zu rufen. Soweit es ihre Fesseln und der rittlings auf ihr hockende Adam zulie�en, b�umte sie sich immer wieder auf, riss an ihren Fesseln und warf ihren Kopf hin und her.</p><p>Adam bedauerte die Wendung der Ereignisse zutiefst, war sich aber gleichzeitig im Klaren dar�ber, dass er an der Situation nichts mehr �ndern konnte.</p><p>Er wusste, was er zu tun hatte.</p><p>Hektisch begann er, mit seinen H�nden die Matratze abzusuchen, w�hrend die Frau unter ihm weiterhin tobte und mit allen ihr in diesem Augenblick zur Verf�gung stehenden Mitteln f�r ihre Befreiung k�mpfte.</p><p>Um ihr Leben k�mpfte.</p><p>Adam war auf der Hut. Er wusste aus Erfahrung, welche unglaublichen Kr�fte diese jungen Dinger entwickeln konnten, wenn es ihnen ans Leder ging. Noch einmal schlug er zu, aber sein Opfer lie� sich einfach nicht beruhigen.</p><p><emphasis>Typisch.</emphasis></p><p>Er sah sich um, w�hrend er die Finger seiner rechten Hand um ihren Hals legte.</p><p><emphasis>Irgendwo hier muss das verfluchte Ding doch liegen. Wo ist er denn?</emphasis></p><p>Dann wurde er f�ndig. Erleichtert griff er nach dem Gegenstand, der nur wenige Zentimeter hinter ihm auf der Matratze lag.</p><p>Noch immer schrie die Frau irgendetwas in ihren Knebel hinein. Doch so sehr Adam sich auch bem�hte, er konnte es einfach nicht verstehen. Er vermutete lediglich, dass es immer wieder das gleiche Wort war.</p><p><emphasis>Vielleicht ein Name? Ja, das konnte es sein. Sie rief einen Namen.</emphasis></p><p>Und dann traf ihn die Erkenntnis, ohne jede Vorwarnung und v�llig unvorbereitet.</p><p>Wie auch immer diese scharfe Braut hierher geraten war, sie hatte sich ganz sicher nicht alleine an dieses Bett gefesselt. Und niemand w�re so bescheuert, einen solchen Leckerbissen alleine zur�ckzulassen.</p><p>Und diese Tatsache lie� nur einen einzigen Schluss zu.</p><p>Derjenige, der sie hier angebunden hatte, w�rde wiederkommen.</p><p>Mit beiden H�nden ergriff er die Haare der Frau und zog ihren Kopf zu sich heran.</p><p>Ihre Augen funkelten angriffslustig und noch einmal versuchte sie, sich aus Adams Griff zu befreien.</p><p>Er packte fester zu und riss an ihren Haaren.</p><p>Als ihr Widerstand erstarb, beugte er sich dicht �ber sie und fl�sterte ihr ins Ohr: �Schau mal hier, meine S��e. Ich habe eine Kleinigkeit f�r dich mitgebracht.�</p><p>Dann lie� er den blutigen Hammer dicht vor ihrem Gesicht kreisen.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 43</p><empty-line/><p>Sie erwartete einen ohrenbet�ubenden Knall.</p><p>Sie rechnete damit, dass ein gro�es, blutiges Loch, mitten in Kids Gesicht sichtbar w�rde. Dass die Kugel seinen Sch�del zerfetzte und dass die Wucht des Treffers seinen K�rper nach hinten riss.</p><p>Doch nichts dergleichen geschah.</p><p>Zu ihrem grenzenlosen Entsetzen gab der Revolver nur ein leises Klicken von sich. Nach einer kurzen Pause, dr�ckte sie erneut ab.</p><p><emphasis>Klick.</emphasis></p><p>Und noch einmal.</p><p><emphasis>Klick.</emphasis></p><p>Und wieder.</p><p><emphasis>Klick. Klick. Klick.</emphasis></p><p>Entmutigt lie� sie den Revolver sinken und begann hemmungslos zu weinen.</p><p>�Hast du im Ernst geglaubt, dass ich dich mit einer geladenen Waffe alleine lasse? Schon daf�r, dass du mich f�r so d�mlich h�ltst, m�sste ich dich auf der Stelle umbringen.�</p><p>Langsam ging er auf sie zu.</p><p>�Aber du hast Gl�ck. Ich mag dich. Wirklich.�</p><p>Durch den Tr�nenschleier hindurch sah sie nur noch seine verschwommene Silhouette. Sie h�rte ein Ger�usch. Ein lautes Scheppern. Vermutlich hatte er das Stahlrohr fallenlassen.</p><p>Er streckte seine Hand nach ihr aus, ber�hrte ihre H�nde. Seine Finger streichelten sie, schlossen sich dann um den Lauf der Waffe.</p><p>Widerstandslos lie� sie sich den Revolver wegnehmen.</p><p>Ronnie dr�ckte die Trommel heraus und hielt sie ihr direkt vor das Gesicht.</p><p>�Siehst du das?�, fragte er leise. �Leer. Keine Patronen.� Dann erhob er seine Stimme. �F�r wie bescheuert h�ltst du mich?�</p><p>Seine linke Hand glitt in die Tasche seiner Jeans und f�rderte goldgl�nzende Patronen zutage.</p><p>Es war nicht zu �bersehen, dass er den Moment in vollen Z�gen genoss, in dem er die Patronen, eine nach der anderen, in die Trommel schob.</p><p>�Jetzt ist das Baby scharf.� Er dr�ckte Sandy den Lauf der Waffe mitten auf die Stirn. �Wenn ich jetzt abdr�cke, fliegt dein Gehirn bis hinten an die Wand.�</p><p>�Bitte. Bitte nicht. Ich tue, was du willst. Und ich werde auch nicht versuchen, abzuhauen. Versprochen.�</p><p>�Und wer garantiert mir, dass du mich nicht wieder verarschst?�</p><p>�Ich sch�re es. Hoch und heilig. Aber bitte nimm die Waffe runter.�</p><p>Kid schwieg. Er schien zu �berlegen, ob er ihrem Wunsch nachkommen, oder sie doch lieber erschie�en sollte.</p><p>Schlie�lich nahm er den Revolver runter. Eine Welle der Erleichterung durchflutete ihren K�rper.</p><p>�Also gut. In der Tat glaube ich, dass wir noch ziemlich viel Spa� zusammen haben k�nnten. Und ich habe da auch schon eine Idee. Magst du sie h�ren?�</p><p>Sandy nickte.</p><p>�Dir ist doch klar, dass jemand f�r die Sache mit der Pistole bestraft werden muss, oder?�</p><p>Sandy schwieg.</p><p>�Das ist dir doch klar, oder?�</p><p>Jetzt nickte sie wieder.</p><p>�Gut. Dich brauche ich noch eine Weile. Au�erdem habe ich meinem Bruder versprochen, dass er auch noch auf seine Kosten kommt. Also m�ssen wir uns etwas anderes �berlegen.�</p><p>Sandy wurde �bel. Eine b�se Ahnung beschlich sie. Eine verdammt b�se.</p><p>�Den da brauchen wir nicht mehr. Der geht mir schon die ganze Zeit auf die Nerven.� Er blickte hinunter zu Ronnie und versetzte ihm einen leichten Tritt mir der Schuhspitze.</p><p>�Schl�ft offenbar noch. Schade. Jetzt verpasst er doch glatt seine eigene Party.�</p><p>Kid b�ckte sich und hob die Eisenstange vom Boden auf.</p><p>�Los. Da dr�ber.� Mit dem Lauf des Revolvers zeigte er zun�chst auf Sandy, dann auf Ronnie.</p><p>�Aber��</p><p>�Mach einfach, was ich dir sage.�</p><p>Mit kleinen Schritten bewegte sie sich an Kid vorbei auf ihren noch immer bewusstlosen Freund zu. Sie musste h�llisch aufpassen, wegen der Fu�fesseln nicht der L�nge nach hinzuschlagen. Zentimeter f�r Zentimeter schob sie ihre nackten F��e �ber die rauen Steine. Als sie Ronnie erreicht hatte, sah sie Kid fragend an.</p><p>�Dreh ihn um. Auf den R�cken.�</p><p>Sandy kniete vor Ronnie nieder. Sein gepr�geltes Gesicht war vor kaum wiederzuerkennen. Wieder begann sie zu schluchzen. Wie gerne h�tte sie tr�stend seine Wange gestreichelt. Doch sie traute sich nicht, sein Gesicht zu ber�hren. Zu gro� war ihre Angst, ihm dabei unn�tige Schmerzen zuzuf�gen.</p><p>Und als wollte er ihren Entschluss best�tigen, st�hnte er leise auf, als Sandy ihn behutsam an der Schulter ber�hrte und ihn vorsichtig auf den R�cken drehte. Eine Hand unter seinen Kopf haltend, damit er nicht unsanft auf dem Boden aufschlug.</p><p>�Oh Ronnie, mein Liebling. Was hat er dir nur angetan?�</p><p>�Psst. Nicht reden. Es ist besser f�r ihn, wenn du ihn nicht aufweckst. Glaub mir.�</p><p>�Was hast du mit ihm vor? Kannst du ihn nicht einfach in Ruhe lassen? Sieh ihn dir doch an. Er kann nicht mehr.�</p><p>�Das h�ttet ihr zwei euch vorher �berlegen m�ssen. Er, bevor er hier aufgetaucht ist und rumgeschn�ffelt hat. Und du, bevor du meintest, mir meine eigene Waffe unter die Nase halten zu m�ssen. Los, steh auf.�</p><p>Sandy tat, was Kid von ihr verlangte.</p><p>�Und jetzt?�</p><p>Schweigend hielt er ihr das Eisenrohr hin.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 44</p><empty-line/><p>Die Warnblinklichter des Gel�ndewagens flackerten kurz auf, als Jonas den Knopf der Zentralverriegelung bet�tigte.</p><p>Nachdenklich trat er durch das Loch im Zaun, um zu Vanessa zur�ckzukehren. Seine rechte Hand steckte in der Tasche seiner Hose und spielte nerv�s mit den beiden quadratischen T�tchen, die er aus Vanessas Handtasche geholt hatte. Wie beschrieben, hatten sie sich in einer der Innentaschen befunden.</p><p>Aber er hatte noch etwas entdeckt.</p><p>Durch Zufall und ohne, dass er auch nur im Geringsten danach gesucht h�tte. Es �berraschte ihn, wie sehr die Entdeckung seiner Stimmung zusetzte, obwohl er selbst seine Reaktion als v�llig unangemessen erachtete.</p><p>Doch die Sache lie� ihm einfach keine Ruhe. Gab es eine einfache Erkl�rung f�r seine Entdeckung oder hatte sie ihm die ganze Zeit �ber etwas vorgemacht? Er w�rde sie darauf ansprechen. Aber erst sp�ter. Schlie�lich hatte sie ihm eine Einladung erteilt, die er unm�glich ausschlagen konnte.</p><p>Gedankenverloren schlenderte er durch den verwilderten Schlosspark. Er folgte dem Ufer des Weihers und blickte hin�ber zu der Schlossruine. Es war ein phantastisches Geb�ude und im Licht des Vollmonds wirkte es noch beeindruckender als am Tage.</p><p><emphasis>Vermutlich, weil man nicht sofort erkennt, wie verfallen und verlassen es ist.</emphasis></p><p>Ein kalter Schauer lief ihm �ber den R�cken, als er an die Geschichten dachte, die Vanessa ihm zur Vergangenheit des alten Gem�uers erz�hlt hatte. Wenn nur die H�lfte davon der Wahrheit entsprach�</p><p>Er blieb stehen und blickte mit zusammengekniffenen Augen zum Schloss hin�ber. Etwas war ihm aufgefallen und hatte ihn stutzig gemacht. Wenn er das Schloss nicht selbst inspiziert h�tte und absolut davon �berzeugt gewesen w�re, dass es vollkommen verlassen war, dann h�tte er schw�ren k�nnen�</p><p>Verdammt, er hatte sich nicht get�uscht.</p><p>Es war eindeutig. Hinter den B�schen vor der Mauer des Schlosses, am gegen�berliegenden Ufer des Sees, leuchtete etwas.</p><p>Sein Herz begann zu klopfen. Waren sie doch nicht alleine? Hatte er Vanessa in der irrigen Annahme, dass sie alleine in dem alten Gem�uer unterwegs waren, v�llig wehrlos zur�ckgelassen?</p><p>F�r einen kurzen Augenblick �berlegte er, sofort zu Vanessa zur�ckzukehren, entschied sich dann aber dagegen. Zu gro� war die Neugier, was hinter seiner Entdeckung steckte. Er verfiel in einen leichten Trab und joggte um das Gew�sser herum.</p><p>Nach wenigen Minuten hatte er die gegen�berliegende Seite erreicht und schlich zwischen dem Schilf der Uferzone und den vor der Schlossmauer wachsenden� B�schen hindurch.</p><p>Und dann entdeckte er es.</p><p>Er hatte sich wahrhaftig nicht get�uscht.</p><p>Ein aus gelblichem Licht bestehender Kranz markierte die Umrisse einer T�r. Ungleichm��ig fiel das Licht durch das Laub der B�sche.</p><p><emphasis>Mein Gott, es gibt tats�chlich einen weiteren Eingang.</emphasis></p><p>Vorsichtig bog Jonas einige �ste beiseite und trat durch das Blattwerk hindurch. Mehrere abgebrochene Zweige best�tigten ihn in seiner Vermutung, nicht der Erste zu sein, der diesen Weg nutzte. Er trat aus dem Busch heraus und fand sich vor einer rostbraunen Metallt�r wieder, auf der jemand einen makabren Spruch in gelber Neonfarbe hinterlassen hatte:</p><p>HAU AB, HIER LAUERT DER TOD!</p><p>Z�gernd griff er nach der massiven Klinke und dr�ckte die T�r langsam nach innen. Sein Herz setzte einen Schlag aus und begann danach, um so heftiger zu klopfen, als die T�r ein in seinen Ohren unendlich lautes Quietschen von sich gab. Sein K�rper erstarrte und er lauschte in das Innere des Geb�udes hinein.</p><p><emphasis>Stimmen.</emphasis></p><p>Zwar konnte er keine Details verstehen, aber er war sich absolut sicher, dass sich dort drinnen Leute miteinander unterhielten.</p><p>Folglich waren es mindestens zwei.</p><p>Er wusste, dass es das Cleverste gewesen w�re, sich umgehend aus dem Staub zu machen, aber seine Neugierde war geweckt. Er wollte unbedingt wissen, was sich dort abspielte.</p><p>So leise wie m�glich schl�pfte er durch den T�rspalt. Zu seinen F��en erstreckte sich eine steile Treppe. Stufen, die vermutlich in den Keller des Schlosses f�hrten. Das tr�be Licht, das er durch den T�rspalt hatte sehen k�nnen, suchte sich einen Weg offensichtlich aus einem der Kellerr�ume, die sich unmittelbar an die Treppe anschlie�en mussten.</p><p>Sein Herz klopfte bis zum Hals, w�hrend er einen Schritt vor den n�chsten setzte und die Treppe hinunter ging. Mit jedem Schritt, schienen die Stimmen lauter zu werden.</p><p>Seiner Einsch�tzung nach, handelte es sich tats�chlich um zwei Personen. Und sie schienen �ber irgendetwas zu streiten. Zumindest bildete er sich ein, in der einen Stimme Wut, vielleicht aber auch Verzweiflung, zu erkennen.</p><p>Geh�rte sie einer Frau?</p><p>Er war sich nicht sicher, vermutete es aber.</p><p>Nach wenigen Metern endete der Gang vor drei T�ren. Die T�ren, die nach links und rechts abzweigten waren geschlossen. Keinerlei Licht schimmerte durch die Schlitze unter den massiv anmutenden Holzt�ren. Lediglich aus dem Raum direkt vor ihm, dessen T�r nur angelehnt war, drang tr�bes Licht.</p><p>Auf Zehenspitzen schlich er zu der angelehnten T�r und riskierte einen Blick in den dahinter liegenden Raum.</p><p>Die beiden Personen, es handelte sich in der Tat um einen Mann und eine Frau, wurden zur H�lfte von einem Sofa verdeckt. Sie standen mit dem R�cken zu ihm und der Mann schlug in diesem Augenblick mit etwas, das f�r Jonas wie eine Eisenstange aussah, auf etwas ein, das im Schutz den Sofas auf dem Boden zu liegen schien.</p><p>Gebannt starrte Jonas auf die Szene, die sich vor seinen Augen abspielte. Er wagte kaum zu atmen. Wieder rang er mit sich. Er musste von hier verschwinden.</p><p>Sofort.</p><p>Aber die Situation fesselte ihn. Was w�rden die beiden als n�chstes tun? Was trieben sie dort �berhaupt? Und wer oder was lag dort am Boden? Zu dumm, dass er von ihrem Gespr�ch fast nichts mitbekam. Zum einen sprachen sie ziemlich leise, zum anderen lag ein lautes Brummen in der Luft. Vermutlich von einem Generator, denn irgendwoher musste der Strom ja kommen, der die elektrische Beleuchtung erm�glichte.</p><p>Aber obwohl er kein Wort verstehen konnte, schien es offensichtlich zu sein, dass die beiden sich �ber etwas stritten.</p><p>Dann sah er, wie der Mann der Frau die Metallstange hinhielt.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 45</p><empty-line/><p>Sandy sch�ttelte den Kopf.</p><p>�Nein. Bitte. Das ist doch hoffentlich nicht dein Ernst.� Aber sie wusste, dass er es sehr wohl ernst meinte.</p><p>Mit zitternden H�nden griff sie nach dem Rohr.</p><p>Wieder sah Kid sie mit diesem durchdringenden Blick an, der sich tief in ihre Gedanken zu graben schien. �Und wage es blo� nicht, es gegen mich zu erheben. Dann jage ich deinem Freund hier sofort eine Kugel ins Hirn. Verstanden?� Er zog seine Waffe aus dem Hosenbund hervor und betrachtete ihren silbernen Lauf mit geradezu abartiger Entspanntheit. �Also? Wie hast du dich entschieden?�</p><p>Sandy schluckte und versuchte wieder einmal vergeblich, die Tr�nen der Verzweiflung zur�ckzuhalten.</p><p>�Was soll ich tun?�, schluchzte sie und wischte sich mit dem Handr�cken den Schnodder aus dem Gesicht.</p><p>�Hier�, sagte Kid nur und stie� mit dem Fu� leicht gegen Ronnies linke Kniescheibe.</p><p>�Nein, das kann ich nicht tun. Niemals.�</p><p>�Gut. Dann erschie�e ich ihn.� Er richtete den Revolver auf Ronnies Kopf. ��berleg es dir gut. Wenn ich abgedr�ckt habe, gibt es kein Zur�ck mehr.�</p><p>�Du bringst uns doch sowieso um.� Sandys Stimme zitterte.</p><p>�Dich schon. Irgendwann. Aber er hier hat noch eine klitzekleine Chance, lebend aus dieser Sache rauszukommen. Willst ausgerechnet du es sein, die sie ihm versaut? Eine interessante Vorstellung. Gerade die Frau, die er liebte und wegen der er �berhaupt erst in diese missliche Lage geraten ist, ist schuld an seinem Tod. Die Frau, die ihn als einzige h�tte retten k�nnen. Diese Frau hat es vermasselt.�</p><p>�Du bist so ein unglaubliches Schwein.�</p><p>�Was hast du gesagt?�</p><p>�Nichts. Gar nichts. Ich nehme alles zur�ck.�</p><p>�Gut.� Er l�chelte.</p><p><emphasis>Seltsam, wenn er so dasteht, sieht er �berhaupt nicht so aus, wie ein geisteskranker M�rder. Er sieht sogar richtig gut aus. Aber ist es nicht genau das, was diese Leute so gef�hrlich macht? Dass man ihnen ihren Wahnsinn eben nicht ansieht, wenn sie einem auf der Stra�e begegnen? Oder in der Disco.</emphasis></p><p>�Los jetzt.� Seine Stimme riss sie aus ihren Gedanken. �Wir haben nicht ewig Zeit.�</p><p>Sandy griff das Stahlrohr mit beiden H�nden. Sie sp�rte die �belkeit in sich aufsteigen und als sie Ronnies Kniescheibe betrachtete, musste sie w�rgen.</p><p>�Gut so. Und jetzt holst du kr�ftig aus und schl�gst zu. Und wenn du vorher abbremst oder ich irgendwie das Gef�hl habe, dass du es nicht vern�nftig machst � du wei�t, was dann passiert oder?�</p><p>Sie nickte.</p><p>�Gut. Dann los.�</p><p>In diesem Augenblick konnte Sandy es nicht mehr zur�ckhalten. Obwohl ihr Magen vollkommen leer war, �bergab sie sich. Gr�ngelber Schaum lief ihr Kinn herab und tropfte auf ihre Kleidung, ihre nackten F��e und den Boden.</p><p>�Himmel. So schwer ist es doch wirklich nicht.� Kid riss ihr die Eisenstange aus der Hand, holte aus und lie� sie mit atemberaubender Geschwindigkeit auf Ronnie niedersausen.</p><p>Das Ger�usch der berstenden Kniescheibe fuhr Sandy durch Mark und Bein. Ronnies K�rper zuckte zusammen. Er st�hne kurz auf, ohne aus seiner Bewusstlosigkeit zu erwachen. Sofort bildete sich eine Blutlache unter seinem Knie.</p><p>�So. Jetzt du. Sein anderes Knie. Oder er stirbt. Du kannst es dir aussuchen.� Er reichte Sandy die Stange.</p><p>Ihre H�nde krampften sich um das kalte Metall.</p><p>Sie sah die Blutspritzer.</p><p>Ronnies Blut.</p><p>Sie war kurz davor, sich erneut zu �bergeben, w�rgte die saure Fl�ssigkeit aber wieder hinunter.</p><p><emphasis>Es tut mir so leid. Es tut mir so unendlich leid, Darling. Aber ich kann nicht anders. Er wird dich erschie�en. Ich bin mir absolut sicher, dass er es tun wird, wenn ich nicht�</emphasis></p><p>�Jetzt! Sofort!�</p><p>Kids Schrei befreite sie aus ihrer Starre. Sie riss das Metall in die H�he. Tr�nen str�mten �ber ihr Gesicht. Kid und die Welt um sie herum verbargen sich hinter einem verschwommenen Schleier. Eine Mischung aus Schwindel und unbeschreiblichen Kopfschmerzen ergriff sie. Sie war sicher, das Grauen in ihrem Kopf w�rde diesen jeden Augenblick explodieren lassen. Der Alptraum wollte einfach kein Ende nehmen.</p><p>Dann schlug sie zu.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 46</p><empty-line/><p>Jonas hatte genug gesehen.</p><p>Mehr als genug.</p><p>Er schlich in Richtung des Ausgangs, nur darauf bedacht, sich blo� nicht durch ein Ger�usch zu verraten. Er beschleunigte seine Schritte, als er die erste Stufe der Kellertreppe erreichte.</p><p>Er erklomm die Treppe, lehnte die T�r hinter sich an, so wie er sie bei seiner Ankunft vorgefunden hatte und stand au�er Atmen in der klaren Nachtluft. Fahles Mondlicht verlieh der Umgebung einen unheimlichen Blaustich.</p><p>Die H�nde auf die Knie gest�tzt, atmete er tief durch. Schwei� lief �ber seine Stirn und tropfte ihm ins Gesicht. Er zitterte und wurde das Gef�hl nicht los, sich ebenfalls jeden Augenblick �bergeben zu m�ssen. Wieder und wieder lief die Kellerszene vor seinem geistigen Auge ab.</p><p><emphasis>Vanessa.</emphasis></p><p>Er musste sie da oben rausholen. So schnell wie m�glich, bevor sie von einem der Leute dort unten im Keller entdeckt wurde. In was zum Teufel hatte er Vanessa da nur hineingezogen? Wieso war er auf die bescheuerte Idee gekommen, ausgerechnet dieses Schloss f�r sein Fotoshooting auszuw�hlen?</p><p>Er schob sich durch die B�sche, ohne sich die M�he zu machen, die �ste beiseite zu biegen, die ihm immer wieder schmerzhaft ins Gesicht klatschten. Sein Herz schlug ihm noch immer bis zum Hals, als er den Schilfg�rtel des Sees erreichte. Er wischte sich den Schwei� aus dem Gesicht und blickte zur�ck auf die Schlossmauer, die sich drohend in den blauschwarzen Nachthimmel erhob.</p><p>Hatte er die gespenstische Atmosph�re des alten Gem�uers bisher genossen und die Umgebung lediglich als perfekte Fotokulisse gesehen, so breitete sich in ihm mit einem Mal ein Gef�hl regelrechter Angst aus.</p><p>Sp�testens nach Vanessas Vortrag hatte er gewusst, dass dieses Schloss viele d�stere Geheimnisse h�tete. Die meisten von ihnen waren bekannt, waren schon oft von der Presse aufgegriffen und bis ins kleinste Detail ausgeschlachtet worden. Vielleicht hatte sich im Laufe der Jahre auch die eine oder andere �bertreibung oder Ausschm�ckung der Ereignisse in die Berichterstattungen eingeschlichen.</p><p>Doch damit konnte er umgehen.</p><p>Aber nun hatte er diesem Ort des Schreckens v�llig unfreiwillig ein weiteres Geheimnis entlockt. Ein Geheimnis, das vermutlich niemand kannte.</p><p>Niemand au�er ihm.</p><p>Seine Gedanken kehrten zur�ck zu Vanessa, die gefesselt und geknebelt in einem der Schlosszimmer lag, nachdem er sie in diesem Zustand dort zur�ckgelassen hatte. Es war nur ein Spiel gewesen, aus dem nun blutiger Ernst zu werden drohte.</p><p>Er musste sie so schnell wie m�glich befreien und mit ihr von hier verschwinden. Vergessen war seine Vorfreude auf ein romantisches Sch�ferst�ndchen in einem historischen Himmelbett.</p><p>Die Eingangst�r des Schlosses befand sich genau auf der gegen�berliegenden Seite des Geb�udes.</p><p>Noch einmal atmete er tief durch.</p><p>Dann rannte er los.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 47</p><empty-line/><p>V�llig au�er Atem lie� Jonas seinen Blick durch die Eingangshalle wandern.</p><p>Es war totenstill.</p><p>Und mit einem Mal f�hlte er die unbeschreibliche K�lte. Es lag nicht an der Temperatur. Die Luft war noch immer angenehm warm. Vielmehr schien sich die K�lte von innen heraus auszubreiten und sich ihren Weg an die Oberfl�che seines K�rpers zu bahnen. Eine seltsame Bedrohung lag wie eine elektrische Ladung knisternd in der Atmosph�re, nur darauf wartend, endlich mit aller Gewalt �ber ihn hereinbrechen zu k�nnen.</p><p>Pl�tzlich zerriss ein Ger�usch die Stille, bei dem es sich h�chstwahrscheinlich um das Zuschlagen einer T�r handelte. Gespenstisch hallte das Echo von den kahlen W�nden wider.</p><p>Und pl�tzlich war es da. Das unverkennbare Ger�usch schwerer, schneller Schritte.</p><p>Sie mussten von oben kommen.</p><p>Sein Blick glitt hinauf auf die Galerie.</p><p><emphasis>Vanessa!</emphasis></p><p>Sein Puls beschleunigte sich und er rannte auf die Treppe zu, auf der Vanessa der Linse seiner Kamera noch vor kurzem ihren atemberaubenden K�rper pr�sentiert hatte.</p><p>Am liebsten h�tte er ihren Namen geschrien, w�hrend er die Treppenstufen hinaufeilte. Aber er traute sich nicht. Auf gar keinen Fall wollte er unn�tige Aufmerksamkeit erregen. F�rchterliche Bilder rasten durch seinen Kopf. Schreckliche Fantasien, was mit Vanessa geschehen sein konnte, w�hrend er nichts besseres zu tun gehabt hatte, als sich um ein paar beschissene Gummis zu k�mmern. Oh Mann, er hatte sich wie ein pubertierender Teenager benommen. Besessen von dem Gedanken an eine schnelle Nummer.</p><p><emphasis>Du bist so ein Vollidiot</emphasis>, schimpfte er. <emphasis>Du h�ttest sie niemals alleine zur�cklassen d�rfen.</emphasis></p><p>Er erreichte die oberste Treppenstufe und hetzte dem Gang entgegen, von dem unter anderem das Schlafzimmer abzweigte. Gerade als er in diesen einbiegen wollte, prallte er mit etwas zusammen.</p><p>Nicht mit <emphasis>etwas.</emphasis></p><p>Mit <emphasis>jemandem</emphasis>.</p><p>Obwohl beide M�nner durch die Wucht des Zusammensto�es zu Boden gingen, sch�tzte Jonas, dass der andere etwa einen halben Kopf kleiner war als er selbst. Sein schulterlanges, schwarzes Haar hing ihm str�hnig ins Gesicht. Tiefschwarze Augen funkelten Jonas an, w�hrend der Mund seines Gegen�bers vor Erstaunen weit offen stand.</p><p>�Schei�e�, h�rte Jonas den anderen fluchen, als dieser sich langsam vom Boden erhob. Speichel tropfte aus seinem Mund und Jonas fielen die roten Sprenkel in seinem blassen Gesicht auf.</p><p><emphasis>Blut. Verflucht, das ist Blut.</emphasis></p><p>�Vanessa!�, rief Jonas.</p><p>Keine Antwort.</p><p>Nat�rlich nicht, schlie�lich hatte er sie geknebelt. Der Versuch, sich selbst zu beruhigen, schlug fehl.</p><p><emphasis>Was, wenn er sie�</emphasis></p><p>Nein, daran durfte er nicht einmal denken.</p><p>�Suchst du dieses kleine, geile Mistst�ck? Vanessa? Ich glaube, du hast sie dr�ben im Schlafzimmer vergessen. Oh Mann, ein dummer Fehler. H�ttest du nicht tun sollen.� Er sch�ttelte langsam den Kopf. �Eine so h�bsche Frau so wehrlos und so ganz alleine hier in meinem Schloss zur�ckzulassen. Schade, dass du keine Zeit mehr haben wirst, ihren Tod zu bedauern.�</p><p>Jonas Augen folgten dem Blick des Mannes und weiteten sich vor Entsetzen, als sie den Hammer in dessen Hand erblickten.</p><p>Und das Blut, das an seinem Griff und dem gl�nzenden Gummikopf klebte.</p><p>�Du verfluchtes Schwein.� Trotz aller Bem�hungen, so gefasst wie nur irgend m�glich zu klingen, �berschlug sich seine Stimme beinahe. �Was hast du mit ihr gemacht?�</p><p>Erneut verzog sich das Gesicht des anderen zu einer h�sslichen Fratze. Langsam hob er den Hammer.</p><p>Jonas rechnete jeden Augenblick mit einem Angriff.</p><p>Doch dieser blieb aus.</p><p>Stattdessen tippte sich der Typ dreimal mit dem Hammer gegen die eigene Stirn. �Ich habe ihr sch�nes K�pfchen ein wenig mit meinem Werkzeug bearbeitet. Aber keine Sorge, ich habe daf�r gesorgt, dass sie kurz vor ihrem Ableben noch ein wenig Spa� hatte. Einen allerletzten Fick, wenn du verstehst, was ich meine.�</p><p>Jonas starrte ihn an. Unf�hig, zu reagieren.</p><p>�Man, du verstehst doch, was ich dir sage, oder? Eine letzte gro�e Nummer. Wo wir �brigens gerade beim Thema sind: Wo warst du eigentlich? War ziemlich dumm von dir, einfach so zu verschwinden. Bumm, bumm.� Wieder tippte er sich mit dem Hammer gegen die Stirn.</p><p>Das war zuviel. Bei Jonas brannten alle Sicherungen durch. Nein, sie brannten nicht durch, sie explodierten f�rmlich. Der Gedanke daran, was dieser Widerling mit Vanessa angestellt hatte und die Erkenntnis, dass er durch sein Weggehen zumindest eine Teilschuld an ihrem Tod haben sollte, brachten ihn um den Verstand.</p><p>Mit einem wilden Schrei st�rzte er sich auf den Langhaarigen.</p><p>Erneut prallten die K�rper der beiden M�nner aufeinander. Jonas F�uste flogen auf das Gesicht des anderen zu.</p><p>Zu sp�t sah er, dass dieser seinen Hammer in die H�he gerissen hatte und mit voller Wucht auf Jonas einschlug.</p><p>Der Versuch, unter dem Schlag hindurchzutauchen, misslang. Zwar konnte Jonas verhindern, dass der Hammer seine Sch�deldecke traf, die er vermutlich in zwei H�lften gespalten h�tte, doch er war nicht schnell genug, dem Schlag vollends auszuweichen.</p><p>Mit rasendem Tempo schlug der Kopf des Hammers auf seiner linken Schulter ein. Jonas war froh, dass es sich bei der Waffe lediglich um einen Gummihammer handelte, denn ein anderer h�tte ihm vermutlich schon beim ersten Treffer die Schulter zertr�mmert. Aber auch so war er Schmerz schlimm genug.</p><p>Jonas sah Sterne vor seinen Augen aufblitzen und ein f�rchterliches Brennen zog von der Schulter bis in die Fingerspitzen hinab. Von einer Sekunde zur anderen baumelte sein Arm schlaff und leblos an seinem K�rper herunter.</p><p>Als Jonas den zweiten Schlag heranfliegen sah, versuchte er, beide Arme als Deckung in die H�he zu rei�en, doch nur sein rechter gehorchte dem durch die Nervenbahnen geschickten Befehl.</p><p>Sein linker Arm blieb taub.</p><p><emphasis>Schei�e. Das ist genau das, was du jetzt nicht gebrauchen kannst.</emphasis></p><p>Mit dem Mut der Verzweiflung wich Jonas zur�ck und der Hammer sauste nur wenige Millimeter an seinem Gesicht vorbei.</p><p>Doch sein Angreifer war unerm�dlich. Schon startete er die n�chste Attacke. Mit einem einzigen gro�en Schritt befand er sich wieder unmittelbar vor Jonas, dessen linker Arm sich nur ganz allm�hlich von dem ersten Wirkungstreffer erholte. Das Kribbeln hatte nachgelassen und zumindest die Finger gehorchten seinen Befehlen.</p><p><emphasis>Wenn doch nur der Rest auch noch�</emphasis> Er wich zur Seite aus, als der andere einen weiteren Schritt in seine Richtung machte. Er stand im wahrsten Sinne des Wortes mit dem R�cken zur Wand.</p><p>�Komm schon, du miese Ratte�, zischte sein Gegner und Speichel flog Jonas entgegen. �Ich krieg dich doch sowieso. Du machst es nur schlimmer, wenn du so rumzappelst. Du willst doch nicht als Feigling sterben, oder? Die Kleine hat schlie�lich auch ganz tapfer stillgehalten, als ich ihr den Sch�del mit meinem Freund hier��</p><p>�Halt einfach dein verfluchtes Maul, du Monster�, schrie Jonas ihn an. Er sp�rte, dass die Verzweiflung allm�hlich die Kontrolle �ber ihn gewann. Und er wusste, dass dies seine Aussichten, lebend aus diesem Kampf herauszukommen, erheblich reduzierte. �Was willst du �berhaupt von uns? Was haben wir dir getan?�</p><p>Wie ein Boxer t�nzelte der andere vor ihm hin und her, wobei der Hammer immer wieder mit einem pfeifenden Ger�usch durch die Luft sauste.</p><p>�Nichts. Nichts habt ihr getan. Genau genommen, hast gerade <emphasis>du</emphasis> mir sogar einen au�erordentlich gro�en Gefallen getan, indem du mir die Kleine so perfekt verschn�rst serviert hast. Aber es �ndert leider nichts daran, dass du dummerweise zur�ckgekommen bist und ich dich nun irgendwie loswerden muss. Also, komm schon her.�</p><p>Erneut st�rzte er sich auf Jonas, der inzwischen beschlossen hatte, dass die Wand in seinem R�cken seine Ausgangslage eher verschlechterte, als dass sie ihm n�tzte. Mit einer schnellen Bewegung glitt er zur Seite.</p><p>Der Hammer hieb in die Wand. Staub und kleine Steine stoben auf und rieselten zu Boden. Pfeilschnell drehte der andere sich um die eigene Achse und funkelte Jonas mit seinen dunklen Augen an.</p><p>Dann warf er den Hammer.</p><p><emphasis>Ein Fehler. Er hat einen Fehler gemacht.</emphasis></p><p>Jonas, der nun mit dem R�cken zum Gel�nder der Galerie stand, sah das Geschoss auf sich zurasen. Er lie� sich fallen. Als er der L�nge nach auf dem Boden aufschlug, fuhr einmal mehr ein rasender Schmerz durch seine Schulter.</p><p>Der Hammer jagte �ber seinen K�rper hinweg. Jonas sah, wie das Werkzeug �ber das Gel�nder flog und tief unter ihm in der Dunkelheit der Empfangshalle verschwand, wo es mit einem dumpfen Knall aufschlug.</p><p>Der Hammerwerfer stie� ein wildes Br�llen aus und st�rzte auf Jonas zu. Offenbar hatten ihn der missgl�ckte Wurf und die Erkenntnis, dass er seinem Gegner nun unbewaffnet gegen�berstand, endg�ltig rasend gemacht.</p><p>Jonas sprang wieder auf die F��e und machte einen Ausfallschritt zur Seite, als sich sein Angreifer mit ausgestreckten Armen in seine Richtung warf. Mit der vollen Wucht seines K�rpergewichtes krachte er gegen das morsche Holzgel�nder.</p><p>Noch ehe Jonas ihm nachsetzen konnte, brach ein St�ck von einem guten Meter L�nge aus dem Gel�nder heraus und st�rzte in die Tiefe. Jonas Angreifer stand schwankend auf der Kante der Galerie und versuchte verzweifelt, seinen K�rper wieder ins Gleichgewicht zu bringen.</p><p>W�hrend Jonas noch �berlegte, ob er den Unbekannten vor dem unmittelbar bevorstehenden Sturz bewahren oder ihn doch lieber mit einem dezenten Tritt in den R�cken die Galerie hinunterst�rzen sollte, verlor dieser endg�ltig den Kampf gegen die Schwerkraft.</p><p>Er stie� einen langgezogenen Schrei aus, w�hrend sein K�rper nach vorne kippte und in die Tiefe st�rzte, wo er in der Dunkelheit verschwand.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 48</p><empty-line/><p>Die Eisenstange fiel scheppernd aus ihren H�nden.</p><p>Schluchzend und am ganzen K�rper zitternd sank Sandy neben Ronnie auf die Knie, w�hrend das gr�ssliche Ger�usch brechender Knochen wieder und wieder in ihren Ohren echote.</p><p>�Na siehst du.� Kid legte ihr tr�stend eine Hand auf die Schulter. �War doch gar nicht so schwierig.�</p><p>�Fass mich ja nicht an�, zischte Sandy und entzog sich seinem Griff.</p><p>�Steh auf!�</p><p>Sandy sah ihn wortlos an. Sie fror ganz erb�rmlich und ihre Augen brannten von der Unmenge vergossener Tr�nen.</p><p>�Los, du sollst aufstehen.�</p><p>�Was willst du denn noch? Ich habe doch alles getan, was du von mir wolltest. Bitte lass mich gehen. Oder wenigstens ihn.� Sie deutete auf Ronnie.</p><p>�Sieht es f�r dich so aus, als w�rde er einfach hier herausspazieren, wenn ich es ihm erlaube?� Er wandte sich dem am Boden liegenden Ronnie zu und stie� ihn leicht mit dem Fu� an.</p><p>�Hallo! Aufwachen! Du kannst gehen! Siehst du, er reagiert nicht mal. Ich denke, wir haben ganze Arbeit geleistet. Der geht nirgendwohin. Au�erdem sind wir zwei noch l�ngst nicht fertig. Es wird allm�hlich Zeit, dass wir mal zur Sache kommen, findest du nicht? Der eigentliche H�hepunkt steht schlie�lich noch aus.�</p><p>Ein langgezogenes Ger�usch, gefolgt von einem dumpfen Knall, lie� ihn herumfahren.</p><p>�Was zum Henker war das?�</p><p>�Was meinst du?�, schluchzte Sandy. �Ich habe nichts geh�rt.�</p><p>�Willst du mich verschei�ern? Das war ja wohl kaum zu �berh�ren. Was bitte geht da vor sich?� Nach einer kurzen Pause f�gte er hinzu:</p><p>�Adam. Was um alles in der Welt treibst du da oben? Manchmal hast du wirklich nichts als Schei�e im Kopf.�</p><p>Er griff Sandy in die Haare und zog sie zu sich heran.</p><p>�Ich gehe jetzt da raus und sehe nach, was mein Br�derchen dort veranstaltet. Und wenn ich wiederkomme und ihr habt euch auch nur einen Zentimeter von der Stelle bewegt, dann knalle ich euch beide ab. Und solltest du auf die glorreiche Idee kommen, alleine abhauen zu wollen, dann werde ich deinem Freund hier bei lebendigem Leib den Bauch aufschlitzen und ihm seine Nieren zum Abendbrot servieren. Und ganz abgesehen davon w�rdest du mit deinen Fu�fesseln ohnehin nicht weit kommen. Habe ich mich klar genug ausgedr�ckt?�</p><p>Sandy versuchte zu nicken, aber Kids Griff in ihre Haare hinderte sie daran. Noch einmal zog er kr�ftig und heftige Schmerzen tobten �ber ihre Kopfhaut.</p><p>�Ja�, hauchte sie. �Ich habe verstanden.�</p><p>�Gut.� Er lie� ihre Haare los und stie� sie unsanft zur�ck auf den Boden. �Dann sehen wir uns gleich.�</p><p>Mit einem unheimlichen Funkeln in den Augen betrachtete er noch einmal seinen Revolver, �berpr�fte die geladene Trommel und steckte ihn schlie�lich zur�ck in den Hosenbund. Dann lie� er Sandy und Ronnie zur�ck und verschwand durch eine T�r, von deren Existenz Sandy bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts bemerkt hatte.</p><p>Dann war sie allein.</p><p>Allein mit Ronnie.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 49</p><empty-line/><p>Sie beugte sich �ber ihn und betrachtete ihren Freund. Zwar hatten sie sich im Verlauf des Tages zerstritten, aber er war der Mann, den sie liebte. Und dennoch z�gerte sie, ihn zu ber�hren.</p><p>Sein Gesicht war f�rchterlich entstellt, blutverschmiert und be�ngstigend blass.</p><p>Leichenblass.</p><p>Zudem zeigte es keinerlei Regung. Kein Muskel bewegte sich, kein noch so kleines Zucken seiner Augenlider verriet, ob er �berhaupt noch am Leben war. Wie eine marmorne Maske gl�nzte seine fahle Haut im Schein der k�nstlichen Beleuchtung.</p><p>Ihr Blick glitt hinunter zu seinen Knien. Deutlich konnte sie die hervorstehenden Knochen unter dem dunkelrot gef�rbten Stoff seiner Hose erkennen.</p><p><emphasis>Mein Gott, was habe ich ihm nur angetan. Aber hatte ich eine Wahl? Dieser Verr�ckte h�tte ihn doch erschossen, ohne mit der Wimper zu zucken. Was h�tte ich denn tun sollen?</emphasis></p><p>Ein wenig wunderte sie sich dar�ber, dass �berhaupt noch Tr�nen in ihr waren, als diese nun abermals �ber ihr Gesicht liefen, w�hrend sie z�gernd Ronnies Wange ber�hrte.</p><p><emphasis>War</emphasis> er noch am Leben?</p><p>Behutsam griff sie sein rechtes Handgelenk und f�hlte nach seinem Puls. Panik breitete sich in ihr aus, als sie keinen Schlag feststellen konnte.</p><p>�Ronnie. Bitte, tu mir das nicht an. Lass mich jetzt nicht alleine. Ich wei�, dass das alles meine Schuld ist, aber zusammen werden wir es schaffen. Wir kommen hier wieder raus. Ganz bestimmt. Aber daf�r brauche ich dich. Bitte!�</p><p>Doch Ronnie zeigte keine Reaktion.</p><p>�Warum haben wir uns blo� so gestritten? Und wor�ber? Eigentlich war es totaler Quatsch. Es w�re doch schei�egal gewesen, wo wir �bernachten. Und es tut mir so unendlich leid, dass ich zu diesem Mistkerl ins Auto gestiegen bin. Er wollte mich doch nur zu einem Hotel mitnehmen, weil ich einfach nicht mehr wusste, wo du warst und wohin ich sonst h�tte gehen sollen. Ach Ronnie, bitte tu mir das nicht an. Ich brauche dich doch. Ich liebe dich.�</p><p>Ein leises St�hnen kam �ber Ronnies Lippen und einen Augenblick sp�ter �ffnete sich sein nicht vollst�ndig zugeschwollenes Auge zu einem schmalen Schlitz.</p><p>�Ich� auch.�</p><p>�Ronnie!� Sie schrie vor Erleichterung beinahe auf und begann, sein Gesicht zu k�ssen, unterlie� es allerdings wieder, als sie den schmerzverzerrten Ausdruck sah, der sich bei ihren Ber�hrungen darauf breit machte. �Ich bin ja so froh, dass du lebst. Ronnie, wir m�ssen von hier verschwinden. Irgendwie. Bevor dieses Monster zur�ckkommt. Er wird uns t�ten. Ich bin mir sicher, wenn wir noch hier sind, wenn er zur�ckkommt, wird er uns beide t�ten.�</p><p><emphasis>Und dich sicherlich noch fr�her als mich. Schlie�lich ist er mit mir noch nicht fertig. Und sein Bruder auch nicht</emphasis>, dachte sie, ohne es auszusprechen.</p><p>Ronnie murmelte etwas. Seine Stimme war leise und br�chig, so dass Sandy ihn nicht verstehen konnte.</p><p>�Was hast du gesagt? Ich habe dich nicht verstanden.� Sie hielt ihr Ohr direkt vor seinen Mund.</p><p>�Meine Tasche�, fl�sterte er erneut. �Hosentasche.�</p><p>Ein schmaler Blutfaden lief seinen Mundwinkel herab. Dem Klang seiner Stimme war unschwer zu entnehmen, wie sehr ihn jedes einzelne Wort anstrengte.</p><p>�In deiner Hosentasche? Hast du gesagt, ich soll in deiner Hosentasche nachsehen?�</p><p>Seine Antwort war nur ein leises St�hnen.</p><p>Behutsam begann sie, die Taschen seiner Jeans abzutasten. Die Linke war offensichtlich leer. Zumindest konnte sie nichts f�hlen. Und auch, als sie mit der Hand vorsichtig hineinfuhr, kam sie zu keiner anderen Erkenntnis.</p><p>Auf was auch immer Ronnie sie hatte aufmerksam machen wollen, es musste sich in der anderen Tasche befinden. Zumindest hoffte sie das. Denn sie wollte es ihm auf keinen Fall zumuten, ihn auf den Bauch oder auch nur auf die Seite drehen zu m�ssen, um an seine Ges��taschen zu gelangen.</p><p>Ihre Hand fuhr seine rechte Leiste entlang.</p><p>Und tats�chlich.</p><p>Sie konnte es deutlich sp�ren. Irgendetwas befand sich in seiner Tasche. Etwas, von dem er wollte, dass sie davon wusste.</p><p>Ihre Finger glitten in die Tasche. Sie l�chelte, als sie den Gegenstand hervorzog und in eingehend betrachtete.</p><p>Nat�rlich. Warum war sie nicht selber darauf gekommen. Sie wusste doch, dass er niemals ohne dieses Ding aus dem Haus ging. Bisher hatte sie es immer albern gefunden, aber in diesem Augenblick schwor sie sich, niemals wieder ein Sterbensw�rtchen �ber diese Angewohnheit zu verlieren.</p><p>Inst�ndig hoffte sie, dass sie noch Gelegenheit haben w�rde, ihren Schwur zu halten. Aber der Gegenstand zwischen ihren Fingern gab ihr wenigstens neue Hoffnung.</p><p>Hoffnung f�r sie beide.</p><p>Die Sache war nat�rlich nicht ohne Risiko. Aber was hatten sie schon zu verlieren? Im schlimmsten Fall t�tete er sie etwas fr�her, als er es urspr�nglich vorgesehen hatte. Und wer konnte schon sagen, ob selbst dies nicht eine Verbesserung ihrer Situation bedeutete. Nach all den Geschichten, die Kid ihr �ber sich und seinen Bruder erz�hlt hatte, war sie mehr denn je davon �berzeugt, dass ihre Todesqualen umso schlimmer ausfallen w�rden, je l�nger sie am Leben blieb.</p><p>So gesehen bestand also keinerlei Zweifel, dass sie es riskieren w�rde. Sie musste lediglich noch den richtigen Augenblick nach Kids R�ckkehr abpassen. Und sie musst einen Ort finden, an sie dem jederzeit Zugriff auf den Gegenstand hatte und an dem sie ihn so lange wie n�tig verbergen konnte, ohne Gefahr zu laufen, dass Kid ihn vorzeitig entdeckte.</p><p>Sie lie� ihren Blick durch den Raum schweifen und �berlegte fieberhaft. Sie musste eine L�sung finden, bevor Kid zur�ckkam. Und je nachdem, was er dort oben vorfand, w�rde er sie sicherlich nicht besonders lange alleine lassen. Jedenfalls nicht l�nger, als unbedingt n�tig.</p><p>Da sie nicht wissen konnte, wo Kid sie hinbeordern w�rde, wenn er zur�ckkam, w�re es definitiv am besten, den Gegenstand ganz nah an ihrem K�rper zu verstecken. Sie schaute an sich herab, aber weder die Hotpants, noch das bauchfreie Top boten sonderlich gute Versteckm�glichkeiten.</p><p>Sie schluckte, aber die Idee, die ihr in diesem Augenblick kam, schien die einzige L�sung zu sein. Sie war sich nicht sicher, ob es funktionieren w�rde, aber ihr blieb keine andere M�glichkeit, als es zu probieren.</p><p>So schnell wie m�glich.</p><p>Sitzend lehnte sie sich gegen die Wand, schob ihre aneinander gefesselten H�nde unter den ausgeleierten Gummizug ihrer Hose und begann, ihren Plan in die Tat umzusetzen.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 50</p><empty-line/><p>Jonas verschwendete keine Zeit, seinem Gegner hinterher zu schauen. Er hoffte einfach, dass der Absturz ihn f�r eine Weile au�er Gefecht setzte.</p><p>Lange genug jedenfalls, um nach Vanessa zu sehen und von hier zu verschwinden.</p><p><emphasis>Wenn er ihr wirklich etwas getan hat, werde ich ihn eigenh�ndig umbringen, bevor ich diesen Ort wieder verlasse</emphasis>, schwor er sich, w�hrend er den Gang zu dem Zimmer entlang hetzte, in dem er Vanessa zur�ckgelassen hatte.</p><p>Die Sorge um sie schn�rte ihm die Kehle zu. W�hrend er rannte, versuchte er immer wieder, den dicken Klumpen in seinem Hals herunterzuschlucken, der ihm das Atmen so f�rchterlich schwer machte. Kalter Schwei� stand auf seiner Stirn und bereits zum zweiten oder dritten Mal in dieser Nacht hatte er das Gef�hl, sich jeden Moment zu �bergeben.</p><p>Als er die T�r zum Schlafzimmer erreichte, war diese nur angelehnt.</p><p>Obwohl er es kaum erwarten konnte, das Zimmer endlich zu betreten, hielt er f�r einen kurzen Moment inne. Die Angst vor dem, was er vorfinden w�rde, war einfach zu gro�. Hatte dieser Mistkerl Vanessa wirklich den Sch�del mit seinem Hammer eingeschlagen, so wie er es behauptet hatte?</p><p>Blanke Panik ergriff ihn und in diesem Moment wurde ihm endg�ltig klar, was er den ganzen Abend gesp�rt, sich aber nicht hatte eingestehen wollen.</p><p>Er hatte sich Hals �ber Kopf in diese Frau verliebt.</p><p>Ein Ger�usch riss ihn aus seinen Gedanken und hastig stie� er die T�r auf. Da der Mond sich wieder einmal hinter einer dunklen Wolke verbarg, wurde der Raum nur von dem flackernden Kerzenlicht erhellt. Jonas starrte gebannt auf das Bett.</p><p>Dort lag sie.</p><p>Noch immer waren ihre Arme und Beine an die Bettpfosten gefesselt. Ihr ohnehin fast durchsichtiges Oberteil war bis zum Hals nach oben gerutscht, so dass Jonas ihre freiliegenden Br�ste sehen konnte.</p><p><emphasis>Oh mein Gott�</emphasis></p><p>Vanessa hatte ihren Kopf angehoben und starrte ihn mit weit aufgerissenen Augen an.</p><p>Eine Welle unglaublicher Erleichterung erfasste ihn.</p><p>Er st�rzte auf das Bett zu.</p><p>�Du lebst. Mein Gott, ich kann dir gar nicht sagen, wie froh ich bin, dass es dir gut geht.� Mit zitternden Fingern l�ste er den Knoten hinter ihrem Kopf und befreite sie von ihrem Knebel.</p><p>�Du Arschloch!�, schrie sie ihn an und Jonas wich erschrocken zur�ck. �Mir geht es �berhaupt nicht gut. Hast du �berhaupt eine Vorstellung, was f�r eine schei� Todesangst ich in den letzten Minuten hatte? Irgend so ein Verr�ckter ist�� Dicke Tr�nen kullerten �ber ihr Gesicht und erstickten ihre Stimme.</p><p>�Ich wei�.� Jonas streichelte sanft �ber ihr Haar. �Ich habe ihn getroffen, als ich auf dem Weg zur�ck zu dir war. Er hat behauptet, dass er dich mit seinem Hammer�� Er schluckte und brach den Satz ab. Hektisch begann er, die Knoten an Vanessas Handgelenken zu l�sen.</p><p>�Dazu h�tte wohl auch nicht viel gefehlt�, schluchzte Vanessa. �Was ist mit ihm? Wo ist er jetzt?�</p><p>�Wir haben gek�mpft und er ist �ber das Gel�nder der Galerie gest�rzt.�</p><p>�Glaubst du, dass er� Ist er tot?�</p><p>�Ich wei� es nicht.� Eilig kroch er zu ihren F��en und befreite ihre Kn�chel. �Kann schon sein. Zieh dir was �ber und dann lass uns so schnell wie m�glich von hier verschwinden.�</p><p>�Worauf du dich verlassen kannst.� Vanessa setzte sich auf und rieb ihre ger�teten Handgelenke und Kn�chel, w�hrend Jonas ihre Stiefel und Kleidungsst�cke einsammelte.</p><p>Hastig zog sie ihr H�schen �ber, schl�pfte in ihren Rock und zog die Stiefel an. �Okay, lass uns abhauen, bevor diesem Kriminellen einf�llt, dass er doch noch nicht tot ist. Im Fernsehen tauchen sie ja auch wieder auf, wenn alle glauben, dass sie schon l�ngst gestorben sind.�</p><p>Jonas griff nach Vanessas Hand und zog sie hinter sich her.</p><p>Sie verlie�en das Zimmer, eilten den Gang entlang und blieben schlie�lich auf der Galerie stehen.</p><p>�Jonas?�</p><p>Er sah sie schweigend an, w�hrend er in die herrschende Stille lauschte. Er wollte m�glichst sichergehen, dass der Angreifer nicht irgendwo in der Dunkelheit lauerte.</p><p>Vanessa senkte ihre Stimme. �Es tut mir leid.�</p><p>�Was tut dir leid?�</p><p>�Dass ich dich eben <emphasis>Arschloch</emphasis> genannt habe. Ich war nur v�llig panisch. Dieser Wahnsinnige, er h�tte mich um ein Haar umgebracht.� Wieder begann sie, leise zu schluchzen.</p><p>Jonas ging auf sie zu und nahm sie in den Arm. �Komm her. Es gibt nichts, wof�r du dich entschuldigen musst�, fl�sterte er. �Schlie�lich war ich so bescheuert, dich alleine zu lassen. Hat er dir etwas getan? Abgesehen davon, dass er dir einen ziemlichen Schock versetzt hat, meine ich.�</p><p>Vanessa sch�ttelte den Kopf. �Nein. Hat er nicht.�</p><p>Jonas hoffte, dass sie die Wahrheit sagte und ihm nicht nur etwas vormachte.</p><p>�Versprichst du mir etwas?�, fragte sie ihn nach einer kurzen Pause.</p><p>�Was immer du willst.�</p><p>�Lass mich nie wieder alleine. Ja? Versprichst du mir das?� Sie legte ihre Arme um seine Taille.</p><p>Jonas schluckte. Er sp�rte die aufkeimende Erektion in seiner Hose, als Vanessa sich an seinen K�rper schmiegte.</p><p><emphasis>Nicht jetzt,</emphasis> raunte ihm seine innere Stimme zu. <emphasis>Ganz mieses Timing.</emphasis></p><p>�Ja�, sagte er nur. �Ich verspreche es.� Dann sah er sie schweigend an. In diesem Augenblick tauchte der Mond hinter einer Wolke hervor und sein Licht fiel durch eines der Fenster im Obergeschoss. In Gestalt zweier kleiner, wei�er Perlen spiegelte sich der Himmelsk�rper in Ihren dunklen Augen wider.</p><p>Sein Mund wurde trocken.</p><p>�Wir sollten hier verschwinden�, fl�sterte er und schob sie sanft von sich weg. �Lass uns abhauen.� Er hoffte, sich die Entt�uschung in ihrem Blick nicht blo� eingebildet zu haben, als er ihre Hand griff und sie die Stufen in die Empfangshalle hinunterzog.</p><p>�Ja, du hast recht. Wir sollten diesen Ort so schnell wie m�glich verlassen und die Polizei verst�ndigen. Die kann sich dann mal diesem Verr�ckten widmen. Wo liegt er eigentlich? Meinst du, er ist wirklich tot?�</p><p>Jonas blickte zur Treppe zur�ck. �Irgendwo da hinten, auf der anderen Seite der Galerie. Aber ehrlich gesagt m�chte ich gar nicht wissen, was mit ihm los ist. Lass uns einfach zusehen, dass wir endlich hier rauskommen. Es wird h�chste Zeit.�</p><p>�Hast du eigentlich dein Handy dabei?�</p><p>�Nein, liegt drau�en im Wagen. Ich denke, es reicht, wenn wir die Polizei verst�ndigen, sobald wir im Wagen sitzen und endg�ltig in Sicherheit sind.�</p><p>�Endg�ltig in Sicherheit? Glaubst du, der Typ ist doch noch nicht erledigt?�</p><p>F�r einen kurzen Moment erwog er, Vanessa von seiner Beobachtung im Keller zu berichten, entschied sich aber dagegen.</p><p><emphasis>Warum soll ich ihr jetzt noch mehr Angst machen? Gleich haben wir es geschafft und es reicht, wenn sie den Rest der Geschichte erf�hrt, wenn wir der Polizei alles erz�hlen.</emphasis></p><p>�Nein, das glaube ich nicht. Aber sicher ist sicher. Los jetzt!�</p><p>In dem Augenblick, als Jonas Hand nach der T�r griff, um ihnen beiden den Weg hinaus in die Nacht zu ebnen, ert�nte hinter ihnen ein leises Klicken.</p><p>Als h�tten sie die synchrone Bewegung einstudiert, fuhren sie herum.</p><p>Jonas sp�rte, wie das Blut hinter seinen Schl�fen zu pulsieren begann, als er den Mann erkannte, der sich im Schutz der Dunkelheit an sie herangeschlichen hatte und der nun breit grinsend vor ihnen stand.</p><p>In seiner Hand hielt er den Revolver.</p><p>�Keinen Schritt weiter, ihr zwei H�bschen. Oder die Lady hier kriegt eine Kugel in ihr h�bsches K�pfchen.�</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 51</p><empty-line/><p>�Mein Gott.� Vanessas Finger krallten sich schmerzhaft in Jonas Unterarm. �Wer zum Teufel ist das?�</p><p>�Sp�ter.�</p><p>�Was soll das hei�en? <emphasis>Sp�ter.</emphasis> Wei�t du etwa wirklich, wer das ist? Woher?�</p><p>Jonas schluckte.</p><p><emphasis>Mist.</emphasis></p><p>�Das ist in der Tat eine Frage, die mich auch interessieren w�rde�, mischte sich der Mann mit der Waffe in das Gespr�ch ein. �Allerdings muss ich unser gem�tliches Pl�uschchen an dieser Stelle leider abbrechen. Wenigstens vorerst. Mein Bruder und ich haben n�mlich noch weitere G�ste, die es sicherlich als �u�erst unanst�ndig empf�nden, von ihren Gastgebern zu lange im Stich gelassen zu werden. Apropos, habt ihr meinen Bruder zuf�llig irgendwo gesehen? Ich m�chte zu gerne wissen, wo er sich wieder rumtreibt.�</p><p>�Nein.� Jonas sch�ttelte den Kopf und sah Vanessa an. Sie schien zu verstehen. Es erschien ihm alles andere als clever, dem Besitzer eines Revolvers davon zu berichten, seinen vermissten Bruder vor wenigen Minuten in einen metertiefen Abgrund gesto�en zu haben und dabei zu erw�hnen, dass dieser sich bei seinem Abflug vielleicht das Genick gebrochen hatte. Nein, manchmal hielt man besser den Mund.</p><p>�Und was ist mir dir?� Der Typ richtete seine Waffe auf Vanessa.</p><p>�Nein. Nein, wirklich. Ich habe keine Ahnung.�</p><p>�Na gut, das kl�ren wir sp�ter. Und wehe, ihr habt mich angelogen. Da versteht der gutm�tige Kid n�mlich �berhaupt keinen Spa�. Wenn ich also bitten d�rfte.� Er deutete mit seinem Revolver zu einer T�r auf der anderen Seite der Halle.</p><p>Jonas ergriff Vanessas Hand und langsam durchquerten sie die Halle. Kid folgte ihnen, seinen Revolver im Anschlag.</p><p>�Da geht�s lang.� Er dirigierte Jonas und Vanessa durch eine T�r, hinter der eine steil nach unten f�hrende Treppe begann. Da es ziemlich dunkel war, stiegen sie die Stufen langsam und vorsichtig hinunter.</p><p>Zu langsam.</p><p>�Geht das vielleicht auch ein bisschen schneller? Oder muss ich mit einer Portion Blei nachhelfen? Wer von euch beiden m�chte denn zuerst? Vielleicht die Dame? Es hei�t doch immer, <emphasis>Ladies first</emphasis>, oder?�</p><p>Jonas dr�ckte Vanessas Hand und erh�hte das Tempo, in dem sie die Stufen hinabstiegen.</p><p>Am Fu� der Treppe angekommen, begann ein niedriger, aber relativ breiter Gang. Seine Decke war leicht gew�lbt und bestand, ebenso wie die W�nde, aus dunklen Bruchsteinen. Ein schwacher Schein schien ihnen vom Ende des Ganges her entgegen und tauchte die Umgebung in d�mmriges Licht. Jonas atmete die Luft durch die Nase ein. Sie war angenehm k�hl, roch aber feucht und muffig.</p><p><emphasis>Ein richtig alter Gew�lbekeller. Kein Wunder, dass die beiden diesen Ort als Versteck f�r ihre kriminellen Machenschaften ausgew�hlt haben.</emphasis></p><p>Jonas h�rte ein leises Brummen, das stetig an Lautst�rke zunahm, je weiter sie sich der Lichtquelle am vermeintlichen Ende des Ganges n�herten.</p><p>�Was ist das f�r ein Ger�usch?�, fl�sterte Vanessa ihm in dem Augenblick zu, als er selbst anfing, dar�ber nachzudenken.</p><p>�Vermutlich ein Generator�, antwortete Jonas, ohne �ber seine Antwort nachzudenken.</p><p>�Du h�ltst dich wohl f�r ausgesprochen schlau, was?�, fragte der Revolvermann und dr�ckte ihm den Lauf seiner Waffe in den R�cken. �Kennst du dich eigentlich mit Medizin aus?�</p><p>�Nein. Nicht besonders jedenfalls. Warum?�</p><p>�Weil <emphasis>ich</emphasis> mich gut genug damit auskenne, um dir den Rat zu geben, dass es f�r dich ges�nder w�re, deine schlauen Erkl�rungen f�r dich zu behalten. Darum. Ist die Botschaft in deinem Gro�hirn angekommen? Noch ein Wort zuviel und ich knall dich ab. Verstanden?�</p><p>Jonas nickte.</p><p>�Eigentlich kann ich dich sowieso nicht gebrauchen. Ich hab schon einen von deiner Sorte hier unten und das ist bereits einer zuviel. Was die Gegenwart dieser entz�ckenden Lady angeht, sieht die Sache nat�rlich anders aus. Du bist selbstverst�ndlich herzlich willkommen. Wie hei�t du eigentlich?�</p><p>Vanessa z�gerte.</p><p>�Bist du taub?� Er griff nach ihren Haaren und riss ihren Kopf herum.</p><p>Vanessa schrie vor Schmerz auf. Jonas wirbelte herum, doch der Typ aus dem Keller richtete sofort den Revolver auf ihn. Dann wandte er sich wieder Vanessa zu.</p><p>�Jetzt h�r mir gut zu, S��e. Ich werde das nur ein einziges Mal sagen. Und auch nur, weil ich dich wirklich niedlich finde. Wenn ich dich etwas frage, ganz egal was, dann erwarte ich eine Antwort von dir. Und zwar z�gig. Hast du das kapiert?�</p><p>�Ja.� Vanessas Kopf folgte seiner Handbewegung. Er war kurz davor, ihr ein dickes B�schel Haare auszurei�en. �Das tut �brigens verdammt weh�, zischte sie.</p><p>�Ach, tut es das? Du wirst es kaum glauben, aber das sollte es auch. Und du kannst dir nicht im Geringsten vorstellen, wozu ich f�hig bin, falls du nicht parierst, wenn ich dir etwas sage. Aber ich freue mich schon darauf, dir jemanden vorzustellen, der dir in dieser Hinsicht ein wenig Nachhilfe geben kann. Also, hast du verstanden, was ich dir gesagt habe?�</p><p>�Ja, ich hab�s verstanden.�</p><p>�Okay.� Er lie� ihre Haare los. �Also, wie hei�t du?�</p><p>�Vanessa.�</p><p>�Stimmt das?� Er sah Jonas an und zielte gleichzeitig mit seinem Revolver zwischen Vanessas Augen.</p><p>�Ja. Es stimmt.�</p><p>�Na also, geht doch. <emphasis>Vanessa</emphasis>. Ein wirklich sch�ner Name. Passt gut zu dir. Ich denke, wir zwei werden noch viel Spa� miteinander haben. Und du? Hast du auch einen Namen?� Wieder sah er Jonas an. �Nein, sag nichts. Eigentlich m�chte ich ihn gar nicht wissen. Ich werde so schnell sentimental, wenn ich jemanden erschie�e, dessen Namen ich kenne. Anonym klappt das irgendwie besser. Und jetzt weiter. Genug geplaudert.�</p><p>Sie erreichten das Ende des Ganges.</p><p>�Los, mach die T�r auf!� Er stie� Jonas mit dem Lauf der Waffe in den R�cken.</p><p>Jonas tat, wie ihm gehei�en. Und erkannte den Raum sofort wieder. Au�erdem sah er die T�r auf der gegen�berliegenden Seite des Kellers, hinter der er vor kurzem noch selbst gehockt und Kid zusammen mit der anderen Frau beobachtet hatte.</p><p>�Rein da. Nun macht schon.�</p><p>Sie traten durch die T�r und Jonas Blick wanderte durch das Kellergew�lbe, wo er an den beiden Personen h�ngenblieb, die rechts von ihnen auf dem Fu�boden kauerten. Er erkannte die junge Frau, die von Kid die Eisenstange entgegengenommen hatte und mit der sie, nach einigem Z�gern, auf irgendetwas eingeschlagen hatte.</p><p>Auf irgendjemanden.</p><p>Der junge Mann, der neben dem M�dchen auf dem Boden lag, sah f�rchterlich aus. Geronnenes Blut bedeckte den Gro�teil seines Gesichts. Ein Auge war vollst�ndig zugeschwollen und seine Nase war im wahrsten Sinne des Wortes zu Brei geschlagen worden. Und erst die Beine. Die Hose des Mannes war im Bereich der Knie ebenfalls von Blut durchtr�nkt. Selbst durch den Stoff hindurch konnte Jonas die herausstehenden Knochenfragmente der zertr�mmerten Kniescheiben erkennen.</p><p>Dieser Mensch musste unfassbare Schmerzen haben. Ein Wunder, dass er nicht l�ngst das Bewusstsein verloren hatte. Aber das hatte er nicht. Das Lid seines halbge�ffneten Auges flatterte nerv�s, w�hrend das Auge selbst hektisch umherschaute.</p><p>Jonas Blick glitt hin�ber zu Vanessa.</p><p>�Mein Gott, das ist ja f�rchterlich�, fl�sterte sie und starrte die Frau an, die mit dem R�cken an der Wand lehnend zu ihren F��en sa�. Sie beide mussten in etwa das gleiche Alter haben. Sie trug verblichene Hotpants und ein vor Dreck starrendes T-Shirt. Ihre Handgelenke waren zusammengebunden und die Fu�kn�chel steckten in eisernen Manschetten. Eine Stange zwischen beiden Kn�cheln spreizte ihre Beine auseinander, so dass sie, abgesehen von dem traurigen Gesamtbild, einen ziemlich aufreizenden Anblick bot. �Hat <emphasis>er</emphasis> euch das angetan?�</p><p>�Ah, ich sehe schon, die Familienzusammenf�hrung schreitet voran.� Kid trat zwischen Vanessa und die andere Frau. �M�chtest du dich unseren neuen G�sten nicht vorstellen?�</p><p>Die Frau nickte. Ihr eigentlich h�bsches Gesicht sah ebenfalls ziemlich mitgenommen aus. An Mund und Hals klebte getrocknetes Blut. Zwar konnte Jonas es unter den langen Haaren der Frau nicht genau sehen, aber er glaubte zu erkennen, dass ein St�ck ihres Ohrl�ppchens fehlte.</p><p>�Sandy. Ich bin Sandy.�</p><p>�Und er?�, fragte Kid. �Ich bin mir zwar nicht sicher, ob es sich noch lohnt, aber es w�re doch nur h�flich, wenn du ihnen auch deinen Freund vorstellen w�rdest, oder?�</p><p>Sie nickte. �Das ist Ronnie. Es geht ihm ziemlich schlecht, weil��</p><p>�Okay, das reicht. Du musst unseren G�sten nicht mit deinen langweiligen Geschichten auf den Geist gehen. Nicht jetzt. Vielleicht haben wir sp�ter ja noch etwas Zeit f�r ein bisschen Smalltalk.�</p><p>Er wandte sich Vanessa zu. �So, jetzt du.�</p><p>�Hallo Sandy, ich bin Vanessa. Und das ist Jonas.�</p><p>�Na gut, jetzt ist es also doch raus. Eigentlich wollte ich seinen Namen ja gar nicht wissen, aber jetzt ist es auch egal. Seine Zeit l�uft sowieso langsam ab.� Mit seinem Revolver zielte er auf Jonas. �Geht da r�ber zu der Couch. Los, macht schon.�</p><p>Jonas und Vanessa durchquerten den Raum. Mit langsamen Schritten gingen sie auf das Sofa zu, das Jonas bereits aus seinem Versteck hinter der T�r gesehen hatte.</p><p>Wenn er doch nur eine z�ndende Idee h�tte, sie aus dieser misslichen Lage zu befreien. Eins war ihm klar: Er w�rde nicht mehr viel Zeit haben. Es bestand wohl nicht die Spur eines Zweifels daran, dass dieser Verr�ckte ihn �ber kurz oder lang eiskalt aus dem Weg r�umen w�rde. N�chtern betrachtet hatte er einfach keinen Grund, ihn am Leben zu lassen. Kid - Jonas fragte sich, ob es wohl sein richtiger Name war - war ausschlie�lich an Vanessa und dieser Sandy interessiert. Und wie zum Teufel hatte er sie und ihren Freund blo� in dieses Verlie� geschafft? Selbst mit der Hilfe seines Bruders, war es bestimmt alles andere als einfach gewesen, die beiden zu �berw�ltigen und hierher zu bringen.</p><p>Das klickende Ger�usch der Revolversicherung riss ihn aus seinen Gedanken.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 52</p><empty-line/><p>Sandy sa� noch immer auf dem Boden und blickte Jonas und Vanessa hinterher, w�hrend Kid ihr den R�cken zuwandte. Er schien sich sicher zu f�hlen und nicht im Traum daran zu denken, dass noch irgendeine Gefahr von ihr ausgehen k�nnte.</p><p><emphasis>Wo hat er die beiden blo� auf einmal hergeholt? Und was haben sie mitten in der Nacht an diesem gruseligen Ort getrieben? Und wo zum Teufel ist dieser andere Verr�ckte abgeblieben? Sein Bruder.</emphasis></p><p>Eigentlich konnte sie froh sein, dass er scheinbar spurlos verschwunden war. So gab es nur einen Gegner, mit dem sie es aufnehmen mussten. Und sie waren zu viert, also deutlich in der �berzahl. Okay, auf Ronnie konnte sie nicht wirklich z�hlen.</p><p>Sie sah zu ihm hin�ber. Er hatte die Augen geschlossen und es war nicht ersichtlich, ob er im Augenblick bei Bewusstsein war, oder nicht. Zumindest war er noch am Leben, wie ihr das gleichm��ige Auf und Ab seines Brustkorbs verriet. Die Blutungen in seinem Gesicht waren inzwischen versiegt, aber unter seinen Knien hatte sich ein blutiger See gebildet, dessen Gr��e noch immer stetig zunahm.</p><p>�Jonas, du setzt dich auf das Sofa�, sagte Kid, der noch immer unmittelbar vor Sandy stand und das Geschehen aus der Ferne mit seinem Revolver dirigierte.</p><p><emphasis>Jetzt oder nie</emphasis>, dachte Sandy. <emphasis>Wenn ich es jetzt nicht wage, ist die Chance wahrscheinlich ein f�r allemal dahin. Wenn er diesen Jonas erst erschossen oder ihn auch nur au�er Gefecht gesetzt hat, werden Vanessa und ich kaum noch eine Chance gegen ihn haben.�</emphasis></p><p>Bem�ht, m�glichst kein Ger�usch zu verursachen und damit Kids Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, begann sie, ihre H�nde unter den Bund ihrer Hose zu schieben. Solange er in ihrer N�he stand, hatte sie eine gute Chance, ihren Plan umzusetzen. Hoffentlich w�rden die anderen beiden schnell genug schalten, wenn es so weit war.</p><p>Sie sah, wie Jonas sich auf dem Sofa niederlie�.</p><p>�So ist es gut. Vanessa, siehst du das Fass? Neben dem Sofa.�</p><p>Vanessa nickte. �Ja.�</p><p>Sandys Finger waren eiskalt, als sie sie behutsam zwischen ihre Schamlippen schob und nach dem Gegenstand tastete, den sie zuvor mit wildem Herzklopfen hineingeschoben hatte.</p><p><emphasis>Jetzt hat es also doch etwas Gutes, dass der Mistkerl mir keine Unterhose gegeben hat.</emphasis></p><p>�Dahinter liegen ein Seil und eine Rolle breites Klebeband. Nimm beides und gehe damit zur�ck zum Sofa.�</p><p>Sandy frohlockte, als ihre Finger ihr Ziel erreichten. Jetzt musste sie den Gegenstand nur noch�</p><p>In diesem Augenblick drehte Kid sich um und sah zu ihr hinunter.</p><p>�Was machst du denn da?�</p><p>Sandy sp�rte, wie ihr Herzschlag aussetzte. Und ohne sich selbst sehen zu k�nnen, wusste sie, dass nun auch die letzte verbliebene Farbe aus ihrem Gesicht gewichen war.</p><p><emphasis>Verdammter Mist. Warum ausgerechnet jetzt, wo ich so kurz vor dem Ziel bin? Warum musstest du dich ausgerechnet jetzt umdrehen, du verfluchtes Arschloch?</emphasis></p><p>Sie schloss die Augen und rechnete damit, dass Kid die Waffe heben und sie einfach erschie�en w�rde. Aber der t�dliche Schuss blieb aus.</p><p>Stattdessen lachte Kid. �Na, du hast ja vielleicht Nerven. Besorgst du�s dir etwa selbst? Wow. Ich h�tte nicht gedacht, dass dich das alles hier so ant�rnt. Mein Kompliment. Wirklich. Vielleicht habe ich dich tats�chlich falsch eingesch�tzt. Vielleicht werden wir noch l�nger Spa� miteinander haben, als ich gedacht habe.�</p><p>Sandy �ffnete die Augen und sah ihn an.</p><p>�Mach ruhig weiter. Wenn du soviel Freude an unserem kleinen Treffen hast, m�chte ich sie dir ja schlie�lich nicht verderben.� Dann wandte er sich wieder Jonas und Vanessa zu.</p><p>Sandy atmete tief durch.</p><p><emphasis>Puh, das war knapp. Mein Gl�ck, dass dieser Penner so sehr von sich �berzeugt ist.</emphasis></p><p>Langsam zog sie ihre H�nde wieder aus der Hose heraus. Ihre gr��te Sorge war, dass der glitschige Gegenstand, den sie m�hsam mit ihrem Mittel- und Zeigefinger festhielt, ihr aus der Hand rutsche und zu Boden fiel. Das Ger�usch h�tte sie mit Sicherheit verraten und ihren Plan zunichte gemacht.</p><p>�Zuerst wirst du ihm mit dem Klebeband die Handgelenke zusammenbinden. Und wehe, du machst das nicht richtig. Ich kontrolliere das, wenn du fertig bist.�</p><p>Vanessa ging zu Jonas und blieb unmittelbar vor ihm stehen. Dann begann sie, nach dem Anfang des Klebebandes zu suchen.</p><p>Zufrieden betrachte Sandy das winzige Schweizertaschenmesser in ihrer Hand. Das Messer, auf dem Ronnies Initialen eingraviert waren. Das Messer, das er, lange vor ihrer gemeinsamen Zeit, von einer Exfreundin zum Geburtstag bekommen hatte und dessen blo�e Anwesenheit schon so oft f�r Streitigkeiten zwischen ihnen beiden gesorgt hatte. Doch das alles war vergessen. Sie h�tte kaum in Worte fassen k�nnen, wir dankbar sie in diesem Augenblick daf�r war, es in den H�nden zu halten.</p><p>Die Zeit dr�ngte. Sie musste den Angriff starten, bevor Vanessa Jonas die H�nde gefesselt hatte.</p><p>Mit zitternden Fingern klappte sie die kleine Klinge heraus. Und zum ersten Mal w�nschte sie sich, sie w�re nur ein ganz klein wenig gr��er gewesen.</p><p>�Wird�s bald? Oder muss ich nachhelfen?�</p><p>�Nein, ich hab�s schon. Es war nur etwas schwierig, den Anfang zu finden. Hier!� Vanessa drehte sich um und demonstrierte Kid das von der Rolle gel�ste Klebeband.</p><p>�Also gut. Dann fang an.� Er blickte kurz auf seine Armbanduhr. �Aber z�gig, die Zeit wird langsam etwas knapp.�</p><p>In diesem Moment stach Sandy zu.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 53</p><empty-line/><p>Kids markersch�tternder Schrei hallte durch den Keller.</p><p>Er fuhr herum und br�llte Sandy an, die sich in Erwartung �belster Schl�ge auf den Boden wegduckte.</p><p>Dann starrte sie wieder auf das Messer.</p><p>Die Klinge steckte bis zum Anschlag in Kids Achillessehne. Lediglich der rote Griff mit dem ber�hmten Kreuz ragte heraus.</p><p>�Du verdammtes Mistst�ck. Was hast du getan?�, schrie er, w�hrend das Blut aus seiner Ferse sprudelte.</p><p>Er riss den Revolver hoch und Sandy ahnte, dass er ihr nun endg�ltig das Leben aushauchen w�rde.</p><p>Er zielte auf sie, riss die Waffe jedoch im letzten Moment herum.</p><p>Der Schuss krachte und hallte� ohrenbet�ubend durch den Keller.</p><p>Der am Boden liegende Ronnie zuckte zusammen, als die Kugel in seinem Bauch einschlug. Sofort bildete sich ein roter Fleck auf seinem T-Shirt, der mit rasender Geschwindigkeit gr��er wurde.</p><p>�Du mieses Schwein�, br�llte Sandy. Sie hatte sich vom Boden erhoben und auf Kid gest�rzt, w�hrend dieser noch den Anblick des sterbenden Ronnie genoss.</p><p>Mit all ihrer Kraft hieb Sandy ihre Z�hne in seinen Oberarm und biss zu. Zu ihrem eigenen Entsetzten sp�rte sie pl�tzlich das gro�e St�ck Fleisch in ihrem Mund.</p><p>Angewidert spuckte sie es aus und der blutige Klumpen landete auf dem Fu�boden, unmittelbar vor Kids F��en.</p><p>Wieder schrie er auf. Ein weiterer Schuss l�ste sich und die Kugel jagte ziellos durch den Keller. Dann fiel sein Revolver polternd zu Boden. Entgeistert starrte er auf das blutige Loch in seinem Arm. Doch anstatt den Revolver aufzuheben und Sandy einfach zu erschie�en, fingerte er etwas aus der Ges��tasche seiner Hose.</p><p>Sandy wurde �bel, als sie den Gegenstand erkannte, den sie bereits in Kids H�nden gesehen hatte, als sie auf dem Sofa liegend das Bewusstsein wiedererlangt hatte.</p><p><emphasis>Dann doch lieber Tod durch Erschie�en</emphasis>, dachte sie.</p><p>Kids Hand schnellte nach vorne und packte Sandys Haare, bevor diese eine ausweichende Bewegung machen konnte.</p><p>Sie schrie auf, als er sie im Bruchteil einer Sekunde zu sich heranzog.</p><p>Und dann sp�rte sie die d�nne Drahtschlinge, die sich um ihren Hals legte, sich blitzschnell zusammenzog und einen f�rchterlichen Schmerz ausl�ste, w�hrend sie sich tief ins Fleisch fra�.</p><p>Die Schlinge zog sich immer enger zusammen. Schon sp�rte Sandy, wie ihr das Atmen zunehmend schwerer fiel.</p><p>R�chelnd riss sie den Mund auf, doch der verzweifelte Versuch, nach Hilfe zu rufen, misslang.</p><p>Tr�nen stiegen ihr in die Augen und sie sah die Welt um sich herum nur noch durch einen verschwommenen Schleier.</p><p>Sie sah diese junge Frau. Vanessa.</p><p>Sie hockte teilnahmslos auf dem Sofa und starrte sie an.</p><p><emphasis>Was zum Teufel ist mit ihr los? Warum hilft sie mir nicht?</emphasis></p><p>Ihr Blick glitt weiter durch den Raum.</p><p>Jonas war aufgesprungen und kam auf sie zu. In diesem Moment b�ckte er sich, um etwas vom Boden aufzuheben.</p><p>Sandy sch�pfte Hoffnung, als sie sah, dass Jonas das Stahlrohr gefunden hatte und mit diesem bewaffnet auf Kid zust�rzte.</p><p>Kid riss sie herum und schob ihren K�rper wie einen lebenden Schutzschild zwischen sich und den angreifenden Jonas, wobei sich die Drahtschlinge um ihren Hals immer weiter zuzog.</p><p>Ihre Lungen schrien nach Sauerstoff. Schon tanzten bunte Sterne vor ihren Augen und sie sp�rte, wie warmes Blut aus der tiefen Schnittwunde troff und ihren Hals herablief.</p><p>In diesem Augenblick lie� Kid die Drahtschlinge los und stie� Sandy beiseite.</p><p>Sandy taumelte nach hinten. Panisch versuchte sie, den t�dlichen Draht zu l�sen. Doch Kid schien ihn in ihrem Nacken zugedreht zu haben, so dass sie sich nicht von ihm befreien konnte. Zudem hatte er sich tief in ihren Hals eingegraben und mit ihren gefesselten H�nden war es ihr absolut unm�glich, die Finger dazwischen zu bekommen, um die t�dliche Schlinge zu lockern.</p><p>Panisch blickte sie sich um.</p><p>Ronnie lag zusammengekr�mmt auf dem Boden, sein Kopf war leblos zur Seite gekippt. Seine weit aufgerissenen Augen starrten ungl�ubig auf das Loch in seinem Bauch, w�hrend sich der rote Fleck auf seinem T-Shirt noch immer in be�ngstigendem Tempo ausbreitete. Dunkelbraune, beinahe schwarze Fl�ssigkeit sammelte sich in einer riesigen Pf�tze auf dem Boden.</p><p>Sandy k�mpfte verzweifelt gegen den nahenden Erstickungstod. Irgendjemand musste doch in der Lage sein, sie aus diesem f�rchterlichen Alptraum aufzuwecken.</p><p>Sie sah, wie Jonas mit dem Stahlrohr ausholte und es Kid mit voller Wucht gegen den Sch�del schlug. Eine riesige Wunde klaffte auf seiner Stirn auf und hellrotes Blut schoss in einer regelrechten Flut �ber sein Gesicht. Er br�llte wie ein angeschossenes Raubtier. In seiner Panik wischte er mit den H�nden �ber sein Gesicht und versuchte, die Augen von dem herabstr�menden Blut zu befreien. Stattdessen rieb er es jedoch immer tiefer hinein, so dass er blind und vor Schmerzen rasend durch den Keller stolperte.</p><p>Sandy taumelte r�ckw�rts. Wenn es ihr nicht sofort gelang, die verfluchte Drahtschlinge zu l�sen, w�rde sie j�mmerlich ersticken. Wo war blo� dieses andere M�dchen? Warum kam sie ihr nicht zu Hilfe? Sandy konnte sie nirgends entdecken. Ihr K�rper schrie nach Sauerstoff, ihre Lungen brannten und vermutlich w�rde es nur noch wenige Sekunden dauern, bis sie das Bewusstsein verlor.</p><p>Und pl�tzlich stand sie vor ihr.</p><p>Aber konnte das sein? Nein, sie musste sich t�uschen. Das was sie sah, war absolut unm�glich.</p><p>Das M�dchen, das vor ihr stand, war nicht Vanessa.</p><p>�Lena?� Sie presste die Worte mit der letzten Luft hervor, die ihre Lungen hergaben. �Bist zu es wirklich? Wie kommst du hierher?�</p><p>�Hallo Sandy. Ich bin hier, um dich abzuholen. H�r auf zu k�mpfen, es n�tzt ja doch nichts. Du machst es dir nur unn�tig schwer.�</p><p>Sandy starrte sie ungl�ubig an.</p><p>Lena trug das gleiche gebl�mte Sommerkleid, wie damals im Urlaub. Und in ihrem Bauch klaffte das gleiche riesige Loch. Blutrote Darmschlingen hingen heraus, verknotet zu einem Wirrwarr, das Sandy an Spaghetti mit Tomatenso�e denken lie�. Aus zahllosen Schnittwunden im Gesicht, an Armen und Beinen troff frisches Blut, das schnell einen kleinen See zu ihren F��en bildete.</p><p>Lena streckte ihr ihre Hand aus.</p><p>�Komm schon, Sandy. Es ist vorbei. Gleich hast du es �berstanden.�</p><p>�Nein, ich kann nicht. Ich��</p><p>�Ich habe so lange auf dich gewartet. Nun komm schon.�</p><p>Sandy sp�rte Lenas Hand, die nach der ihren griff. Zu ihrer �berraschung war sie nicht kalt, sondern angenehm warm.</p><p>�Es ist sch�n hier dr�ben. Alles wird gut werden.�</p><p>�Was ist mit Ronnie? Er braucht mich doch.�</p><p>�Komm mit. Du wirst schon sehen, alles wir gut werden�, wiederholte sie.</p><p>Noch einmal blickte Sandy sich suchend um. Jonas zweiter Schlag mit dem Stahlrohr traf Kid in den Magen und Sandy konnte das Brechen seiner Rippen h�ren.</p><p>Kid gab ein lautes Grunzen von sich.</p><p>Dann brach er wortlos zusammen.</p><p>�Komm. Wir m�ssen gehen.� Lenas Stimme klang sanft und weich in Sandys Ohren. �Es ist an der Zeit.�</p><p>�Es tut so weh�, schluchzte Sandy und griff ein letztes Mal nach der Schlinge an ihrem Hals.</p><p>�Es wird aufh�ren, sobald du dich entschieden hast. Vertrau mir, bei mir war es nicht anders. Damals in �gypten.�</p><p>Und mit einem Mal sp�rte Sandy, dass ihre Freundin recht hatte.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 54</p><empty-line/><p>Jonas blickte hinab auf den bewusstlosen Kid und warf die blutige Eisenstange in eine Ecke des Kellers, in der sie mit lautem Klirren aufschlug.</p><p>Sein Blick fiel auf Sandy.</p><p>Sie sa� auf dem Boden, ihren Oberk�rper gegen die Wand gelehnt. Die blutunterlaufenen Augen in ihrem bl�ulich verf�rbten Gesicht waren weit aufgerissen und starrten voller Entsetzen ins Leere. Offenbar mit allerletzter Kraft hatte sie es geschafft, die Finger ihrer gefesselten H�nde unter die Drahtschlinge zu schieben, die sich tief in das Fleisch ihres Halses gegraben hatte, wo sie in einer blutigen Furche verschwand.</p><p><emphasis>Du hast uns das Leben gerettet,</emphasis> dachte er und wandte sich traurig ab.</p><p>Ronnie lag ebenfalls mit weit aufgerissenen Augen auf dem Kellerboden. Aus seiner Bauchwunde trat kein weiteres Blut aus und die Oberfl�che der Blutlache unter seinem K�rper schien bereits zu gerinnen. Leider bestand nicht der geringste Zweifel, dass auch f�r ihn jede Hilfe zu sp�t kam.</p><p>�Sie sind beide tot. G�tiger Gott, sie sind wirklich beide tot. Lass uns von hier verschwinden und die Polizei holen.� Er drehte sich zu Vanessa um, die noch immer auf dem Sofa sa� und die Szene schweigend beobachtete.</p><p>Sein Herz blieb beinahe stehen, als er das Blut sah.</p><p>�Vanessa! Was ist passiert?� Er st�rzte auf das Sofa zu. Eine z�gig anwachsende Blutlache breitete sich unter ihren F��en aus. Er ber�hrte ihr Gesicht mit beiden H�nden. Es war leichenblass und ihre Lippen bebten, als sie zu ihm aufsah und mit zitternder Stimme sprach.</p><p>�Er hat mich getroffen. Als sich der Schuss gel�st hat. Bevor er die Waffe verloren hat. Hier.�</p><p>Sie l�ste ihre H�nde von ihrem rechten Bein und Jonas starrte auf das blutende, kreisrunde Loch, knapp oberhalb ihrer Kniescheibe.</p><p>�Du musst sofort zu einem Arzt.�</p><p>�Mir ist ganz kalt und schwindelig. Jonas, f�hlt es sich so an, wenn man verblutet?�</p><p>Er wusste es nicht, aber er f�rchtete, dass sie mit ihrer Vermutung richtig lag.</p><p>�Nein, mach dir keine Sorgen. Ich schaffe dich so schnell wie m�glich hier raus.�</p><p>Er sah sich suchend um. Auf dem Boden lag die Rolle Klebeband, mit der Vanessa ihn hatte fesseln sollen. Er hob sie auf und begann, sie stramm um Vanessas Knie zu wickeln.</p><p>Vanessa l�chelte. Es wirkte etwas gequ�lt, aber sie l�chelte. �Hast du ihn angelogen?�</p><p>�Was genau meinst du?�</p><p>�Als du sagtest, du h�ttest keine Ahnung von Medizin.�</p><p>�Hab ich auch nicht. Aber ich denke, das hier sollte die Blutung f�r eine Weile stoppen.�</p><p>Sie lehnte ihren Kopf gegen seine Schulter, als er sich �ber sie beugte, um weitere Bahnen Klebeband an ihrem Bein zu befestigen. �Was ist mit ihm? Ist er auch tot?�</p><p>�Nein, ich denke, er ist nur bewusstlos. Aber er wird einen ziemlichen Brummsch�del haben, wenn er wieder aufwacht.�</p><p>Pl�tzlich h�rten sie Schritte. Leise zwar, aber sehr schnell n�her kommend.</p><p>�Verdammt, was ist das denn?� Vanessas Finger krallten sich panikartig an Jonas Hosenbeinen fest.</p><p>�Schei�e, dass kann ja nur dieser Langhaarige sein.�</p><p>�Du meinst den Bruder?�</p><p>�Genau den. Wir m�ssen hier weg. Kannst du laufen?�</p><p>�Ich denke schon ich�� Aber als sie versuchte, sich aufzurichten und ihr verletztes Bein belastete, sackte sie zusammen und st�hnte vor Schmerz.</p><p>�Nein, das geht so nicht.� Jonas griff unter ihre Arme und Beine und hob sie hoch. �Ich trage dich. Wir m�ssen zusehen, dass wir hier verschwinden.�</p><p>Die Schritte wurden schnell lauter.</p><p>�Schaffst du das?�</p><p>�Willst du mich ver�ppeln? Du Fliegengewicht.�</p><p>�Na na, �bertreib mal nicht.� Pl�tzlich wurde ihr Gesichtsausdruck wieder ernst. �Hast du �berhaupt eine Idee, wie wir hier rauskommen sollen? Wenn wir durch den Gang gehen, durch den wir gekommen sind, laufen wir diesem Typen doch direkt in die Arme.�</p><p>�Lass mich mal machen�, erwiderte Jonas und lief los.</p><p>Mit Vanessa auf seinen Armen verlie� er den Keller durch die T�r, durch die er Kid zuvor heimlich beobachtet hatte. Er folgte dem kurzen Gang bis zu der steilen Treppe und trug Vanessa die Stufen hinauf.</p><p>�Woher wei�t du von diesem Ausgang?�, fragte Vanessa und Jonas glaubte zu h�ren, dass ihre Stimme d�nner und schw�cher klang, als noch vor wenigen Augenblicken.</p><p><emphasis>Du musst dich beeilen. Wenn du sie nicht auch noch verlieren willst, musst du dich verdammt noch mal beeilen.</emphasis></p><p>�Ich habe ihn zuf�llig entdeckt, als ich vom Wagen zur�ckgekommen bin.�</p><p>�Du wusstest also, was sich hier unten abspielt, als du zur�ckgekommen bist?�</p><p>�Daf�r, dass es dir so schlecht geht, dass du nicht einmal mehr alleine laufen kannst, bist du ziemlich neugierig, meine Liebe. Spar dir deine Kr�fte besser auf. Ich erz�hle dir alles sp�ter. Okay?�</p><p>Sie nickte und schloss f�r einen kurzen Moment die Augen.</p><p>Sie erreichten die oberste Stufe der Treppe und traten durch die T�r hinaus ins Freie. Jonas atmete die klare Nachtluft ein.</p><p>�Hey, ihr da drau�en. Bleibt ja stehen! Oder ich knall euch ab, ihr verfluchten Schweine. Was habt ihr mit meinem Bruder gemacht?� Die Stimme, die durch den Kellergang hallte, erinnerte Jonas daran, dass ihnen nicht mehr viel Zeit blieb, diesen Ort zu verlassen.</p><p>�Oh nein�, fl�sterte Vanessa. �Hat dieser Alptraum denn nie ein Ende? Das ist er, oder?�</p><p>�Ich f�rchte ja�, antwortete Jonas knapp und rannte los.</p><p>Zweige peitschten ihm ins Gesicht, doch das merkte er kaum. Sie mussten so schnell wie m�glich zu seinem Wagen gelangen. Erst dort waren sie in Sicherheit.</p><p>Als sie die Hecke durchquert hatten und den Schilfg�rtel erreichten, blieb er stehen.</p><p>�Wir haben zwei M�glichkeiten, auf die andere Seite zu kommen�, fl�sterte er Vanessa ins Ohr. Ihre Augen waren geschlossen. Sie gab einen kaum h�rbaren Laut von sich, mit dem sie ihm wohl signalisieren wollte, dass sie ihn h�rte.</p><p>�Entweder wir laufen um den Teich herum. Allerdings gibt es wohl keinen Weg, auf dem wir uns ihm besser pr�sentieren k�nnten.� Er betrachtete den inzwischen sternenklaren Nachthimmel. Der Vollmond tauchte die Umgebung in helles Licht. �Wenn wir �ber diese Wiese laufen, sind wir Freiwild f�r ihn. Wenn er wirklich die Waffe aus dem Keller mitgenommen hat, werden wir diesen Weg mit Sicherheit nicht �berleben.�</p><p>Wieder fl�sterte Vanessa etwas.</p><p>Er beugte sich dicht �ber ihr Gesicht. �Was sagst du?�</p><p>�Der andere Weg. Was ist der andere Weg?�</p><p>Jonas seufzte. �Der See. Wir k�nnten uns im Schilf verstecken und wenn die Luft rein ist, schwimmen wir r�ber und gehen an der Stelle an Land, wo das Loch im Zaun ist. Dort dr�ben, wo der gro�e Baum steht. Wir sind dann direkt am Auto und k�nnen dich ins n�chste Krankenhaus bringen.�</p><p>�Hey, wo seid ihr? Wartet ihr auch brav auf mich?�</p><p>Jonas hatte keine Zeit, eine Antwort von Vanessa abzuwarten. Obwohl ihm klar war, dass sie nicht aus eigener Kraft durch den Teich w�rde schwimmen k�nnen, schlug er sich in das dichte Schilf der Uferzone.</p><p>Eiskaltes Wasser schwappte in seine Schuhe, kroch seine Hosenbeine empor und tr�nkte schlie�lich den Saum seines T-Shirts, als er bis zur H�fte im Wasser stand. Der sumpfige Boden unter seinen F��en gab nach und er versank bis zu den Kn�cheln im weichen Schlick.</p><p>�Kalt. Das Wasser ist so schrecklich kalt.� Vanessa, die noch immer in seinen Armen lag, zitterte am ganzen K�rper, als das Wasser ihren R�cken umsp�lte.</p><p>�Eine andere Chance haben wir aber nicht. Du musst durchhalten.�</p><p>�Ich wei� wo ihr seid! Ihr k�nnt ruhig rauskommen. Oder wollt ihr mit dem lieben Onkel etwa Verstecken spielen? Okidoki, ich z�hle bis zehn und dann komme ich euch holen! Einverstanden?�</p><p>Ohne eine Antwort abzuwarten, begann er zu z�hlen.</p><p>�Eins� Zwei��</p><p>�Also gut, wir m�ssen weg. Ich habe keine Ahnung, ob er wirklich wei�, wo wir sind, aber wenn er uns hier findet, sind wir verloren. Wir schwimmen jetzt r�ber auf die andere Seite.�</p><p>�Drei� Vier��</p><p>Jonas watete tiefer ins dunkle Wasser. Der schlammige Seegrund zerrte und saugte bei jedem Schritt an seinen Schuhen, so als wolle er sie f�r immer in sein nasskaltes Reich hinunterziehen. Das Wasser stand ihm schon bis zur Brust. Behutsam balancierte er Vanessa auf seinen Armen vor sich her. Ihr Kopf kippte immer wieder nach hinten, so dass er einen Arm in ihren Nacken schieben musste, damit sie kein Wasser schluckte. Es schien, als sei sie kurz davor, endg�ltig ohnm�chtig zu werden.</p><p>�F�nf� Es ist Halbzeit! Ich komme gleich!�</p><p><emphasis>Zum Gl�ck macht das Wasser sie leichter. Sonst w�rde ich es niemals bis zur anderen Seite schaffen.</emphasis></p><p>�Sechs��</p><p>Immer weiter entfernte Jonas sich vom Ufer. Inzwischen hatte er das Ende des Schilfg�rtels erreicht, so dass der n�chste Schritt ihn hinaus ins offene Wasser f�hrte.</p><p><emphasis>Wenn er irgendwo steht, von wo aus er uns sehen kann, wird er uns ohne Schwierigkeiten abknallen, wie ein paar Teichh�hner.</emphasis></p><p>�Sieben��</p><p>Das Wasser des Sees war glatt wie ein Spiegel, dem das helle Mondlicht ein geradezu zauberhaftes Aussehen verlieh. Jonas sah sich um, aber niemand war zu sehen. Konnte er es wagen?</p><p>Er hatte keine Wahl. Fr�her oder sp�ter w�rde er es ohnehin riskieren m�ssen. Vanessa ging es zunehmend schlechter und die Wahrscheinlichkeit entdeckt zu werden, w�rde mit weiter verstreichender Zeit eher gr��er denn kleiner werden.</p><p>�Neun� Ups, ich habe mich verz�hlt oder? Hallo? Waren wir nicht erst bei acht? Egal, ihr hattet sowieso mehr als genug Zeit. Zehn! Ich komme!�</p><p>Das war das Startsignal f�r Jonas.</p><p>Er wagte den Schritt aus dem Schutz der Pflanzen, hinaus ins offene Wasser, das ihm sofort bis zum Hals stand. Und das, obwohl er schon auf Zehenspitzen �ber den weichen Grund balancierte.</p><p><emphasis>Wenn der See so tief ist, dass ich nicht mehr stehen kann, wird es kritisch.</emphasis></p><p>Aber er hatte Gl�ck.</p><p>Nicht nur, dass er ihren Verfolger nirgends entdecken konnte. Auch entpuppte sich das Gew�sser als weniger tief, als er bef�rchtet hatte. Mal reichte ihm das Wasser bis zur Unterlippe, dann wieder folgte eine flachere Stelle, an dem es ihm gerade bis zur H�fte reichte, so dass Jonas in die Hocke ging, um kein allzu perfektes Ziel f�r einen eventuellen Sch�tzen abzugeben.</p><p>Doch sie erreichten das gegen�berliegende Ufer ohne weitere Zwischenf�lle.</p><p>Lediglich Vanessas Zustand bereitete ihm zunehmend Sorge. Etwa seit sie die Mitte des Sees erreicht hatten, hatte sie die Augen nicht mehr ge�ffnet und reagierte nicht mehr auf seine Fragen.</p><p>Nach wie vor trug er sie auf seinen Armen vor sich her und watete durch den Schilfg�rtel, als er pl�tzlich ein lautes Rascheln hinter sich h�rte.</p><p>Jemand folgte ihnen durch das Schilf.</p><p>Jonas blieb stehen. Er wagte kaum zu atmen und sp�rte das Herz in seiner Brust h�mmern. Sein Schlagen kam ihm derma�en laut vor, dass er f�rchtete, es k�nne sie verraten.</p><p>Das Ger�usch kam n�her. Jonas traute sich nicht, sich umzuschauen, wobei er sich selber ein wenig albern vorkam.</p><p><emphasis>Wie bei einem kleinen Kind</emphasis>, dachte er. <emphasis>Wenn ich ihn nicht sehe, sieht er mich vielleicht auch nicht.</emphasis></p><p>Hinter ihm knackte etwas im Schilf.</p><p>Er warf seine Furcht �ber Bord und fuhr entschlossen herum.</p><p>Und h�tte beinahe laut losgelacht, als eine fette Bisamratte panikartig die Flucht ergriff. Er verharrte noch einen Augenblick in seinem Versteck, konnte aber keine weiteren Ger�usche mehr h�ren. Es wurde wirklich Zeit, dass er zu seinem Wagen kam. Jetzt, wo der Auftrieb des Wassers der Wirkung der Schwerkraft nicht mehr entgegenwirkte, wurden seine Arme doch verdammt schwer.</p><p>Er erklomm das flache Ufer, sah sich ein letztes Mal um und trug Vanessa zur der Stelle des Zauns, an der sie gemeinsam das Schlossgel�nde betreten hatten.</p><p>Sein Wagen schien unversehrt und Jonas atmete erleichtert auf.</p><p>�Vanessa, wir haben es geschafft. Jetzt wird alles gut.�</p><p>Zu seiner gro�en Erleichterung �ffnete sie die Augen. Mit einem endlos m�den Blick sah sie ihn an.</p><p>�Das ist gut�, fl�sterte sie und schlief augenblicklich wieder ein.</p><p>Jonas legte sie behutsam neben seinem Wagen ab und angelte den Wagenschl�ssel aus seiner Hosentasche.</p><p>Er dr�ckte den Knopf f�r die Zentralverriegelung und starrte entsetzt auf die dicken Wassertropfen, die aus dem schwarzen Plastikgeh�use quollen.</p><p>Noch einmal dr�ckte er und schaute flehend zu seinem Wagen.</p><p>Nichts passierte.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 55</p><empty-line/><p>Er stand am Ufer des Sees und blinzelte auf die im Mondlicht glitzernde Oberfl�che.</p><p>Er war froh, das Chaos, das er unten im Keller vorgefunden hatte, hinter sich gelassen zu haben. Zu gerne h�tte er gewusst, was genau dort vor sich gegangen war.</p><p>Jedenfalls stand au�er Frage, dass sein Bruder, sonst ein absoluter Perfektionist und Planer, aus irgendeinem Grund die Kontrolle �ber die Situation verloren hatte.</p><p>Aber er hatte schon eine verdammt gute Ahnung, wer hinter diesem Durcheinander steckte. Und er w�rde sie finden. Irgendwo hier drau�en mussten sie schlie�lich stecken. Sie hatten keine Chance, denn niemand kannte das Gel�nde rund um das Schloss so gut wie er.</p><p>Dennoch blieben offene Fragen.</p><p>Zum Beispiel, wie der Typ, der tot neben seinem Bruder gelegen hatte, in den Keller gekommen war. Schlie�lich hatte er ihm geh�rig eine mit dem Hammer verpasst und ihn in den alten Brunnen geworfen.</p><p>Genau wie all die anderen.</p><p>Aber von denen war nie wieder eine aufgetaucht. Wie zum Teufel hatte er es blo� geschafft, aus dem verschlossenen Schacht zu entkommen? Und dann hatte er es auch noch fertig gebracht, ihr Versteck im Keller zu finden. Gab es wom�glich eine Verbindung zwischen dem alten Brunnen und dem Keller des Schlosses? Sobald wie m�glich w�rde er der Sache nachgehen.</p><p>Aber so wie es aussah, hatte er diesen Typ tats�chlich untersch�tzt. Doch der Wichser hatte daf�r bezahlt.</p><p>Und es war auch nicht wirklich schade um ihn. Der Tod des M�dchens hingegen war aus seiner Sicht �u�erst bedauerlich. Wenigstens zu diesem fr�hen Zeitpunkt war er eine v�llig �berfl�ssige Verschwendung gro�artigen Materials.</p><p>Es war wie verhext, aber in dieser Nacht lief einfach nichts nach Plan. Schon zwei M�dchen waren ihm an diesem Abend durch die Lappen gegangen. Erst die kleine Blonde im Auto und jetzt dieses rotblonde Luder. Diese Sache ging allerdings ganz klar auf die Kappe seines Bruders. Keine Ahnung, wie er es geschafft hatte, dieses todsichere Ding zu verbocken.</p><p>Aber das Schicksal meinte es dennoch gut mit ihm. Schlie�lich war da ja noch die Br�nette, die er oben im Schlosszimmer gefunden hatte.</p><p>Ein Geschenk des Himmels.</p><p>Zu dumm, dass auch sie es mit Hilfe ihres Freundes irgendwie geschafft hatte, ihm und seinem Bruder zu entkommen.</p><p>Er massierte seinen Nacken. Die Schmerzen waren betr�chtlich, aber er konnte sich nicht beschweren. Es war mit Sicherheit mehr Gl�ck als Verstand gewesen, dass der sich bei dem Sturz von der Galerie nicht alle Knochen gebrochen hatte.</p><p>Jetzt musste er nur noch diese dunkelhaarige Sch�nheit wieder einfangen, bevor sie sich endg�ltig aus dem Staub machte. Er zog den Revolver seines Bruders aus dem Hosenbund, den er im Keller gefunden hatte, und kontrollierte die Trommel.</p><p><emphasis>Noch vier Kugeln.</emphasis></p><p>Mehr als genug f�r diesen Mistkerl.</p><p>F�r die Kleine hatte er sich schon etwas anderes �berlegt. Es w�re einfach zu schade, sie mir nichts, dir nichts �ber den Haufen zu schie�en, bevor er sich mit ihr richtig vergn�gt hatte.</p><p>Erneut lie� er seinen Blick �ber das Wasser schweifen, als er am gegen�berliegenden Ufer eine Bewegung bemerkte. Just in diesem Augenblick verlie� eine Peron den Schilfg�rtel und kletterte ans Ufer. Und wenn er sich nicht verdammt irrte, trug sie eine zweite Person vor sich her.</p><p>Er l�chelte.</p><p>Vermutlich hatten sie ihren Wagen irgendwo dort hinten in der N�he des Zauns geparkt. Und ja, sie hatten einen geh�rigen Vorsprung. Aber es gab nur einen einzigen Weg, den sie mit einem Fahrzeug nutzen konnten. Und wenn sie nicht tiefer in den Wald hineinfahren wollten, wovon er nicht ausging, gab es nur eine Richtung, in die sie fahren konnten.</p><p>Und <emphasis>er</emphasis> kannte die Abk�rzung, die er nehmen musste, um ihnen den Weg abzuschneiden.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>KAPITEL 56</p><empty-line/><p>W�tend trat Jonas gegen den linken Vorderreifen.</p><p>Das konnte doch nicht wahr sein. Er war ein solcher Vollidiot. Warum hatte er nicht daran gedacht, den Schl�ssel aus der Hosentasche zu nehmen, bevor er ins Wasser gestiegen war? Aber was n�tzte es? Das verfluchte Ding war hin und er musste sich wohl oder �bel etwas anderes �berlegen.</p><p><emphasis>Schei� Elektronik.</emphasis></p><p>Er sah sich um.</p><p>Hatte er etwas geh�rt? Ein Ger�usch? War ihr Verfolger ihnen bereits dicht auf den Fersen? Was, wenn er sich im Schutz der B�ume an sie heranschlich und sie ohne Vorwarnung aus dem Hinterhalt erschoss?</p><p>Nein, daran durfte er jetzt nicht denken.</p><p>Er sah zu Vanessa. Sie lag am Boden und hatte die Augen geschlossen. Ihre Haut erschien ihm gespenstisch blass und er hoffte inst�ndig, dass es lediglich am Licht des Vollmonds lag. Er musste sie von hier wegbringen. Sie ben�tigte unbedingt medizinische Versorgung. Dringend.</p><p>Er betrachtete den Gel�ndewagen, dessen verchromte Fensterumrahmung das Mondlicht wie ein Spiegel reflektierte.</p><p>Wenn er sich einen schweren Stein suchte, konnte er eine der Seitenscheiben einschlagen, um wenigstens in das Innere des Wagens zu gelangen.</p><p>Und dann?</p><p>Wie sollten sie ohne Z�ndschl�ssel den Wagen starten und von hier verschwinden? Zum ersten Mal in seinem Leben bereute er es, keinerlei kriminelle Erfahrung gesammelt zu haben. Ansonsten h�tte er vermutlich eine Vorstellung davon gehabt, wie er den Wagen auch ohne Z�ndschl�ssel h�tte starten k�nnen.</p><p>Trotz Wegfahrsperre.</p><p><emphasis>Der Z�ndschl�ssel.</emphasis></p><p>Aber nat�rlich! Wieso er darauf nicht gleich gekommen war.</p><p>Hektisch begann er, den Rand des Weges abzusuchen. Es musste doch mit dem Teufel zugehen, wenn er hier nicht f�ndig w�rde.</p><p>Und tats�chlich. Schon nach wenigen Augenblicken fand er einen Stein, der f�r sein Vorhaben geeignet schien. Er hob ihn auf und sch�tzte, dass er gut und gerne zwei Kilo auf die Waage brachte.</p><p>Auf der Unterseite seines Fundst�cks wimmelte es von K�fern, Asseln und Tausendf��lern. Aber die Krabbeltiere interessierten ihn nicht. Stattdessen ging er zur�ck zum Wagen, wo er den Stein mit voller Wucht gegen die Seitenscheibe der Beifahrert�r h�mmerte. Schon beim ersten Versuch zersprang die Sicherheitsscheibe in Millionen winzige Glaskr�mel.</p><p>Und in der gleichen Sekunde jaulte die Alarmanlage los.</p><p>�So eine verfluchte Schei�e!� Eine bessere M�glichkeit, ihren Verfolger zu seinem Wagen zu lotsen, h�tte er sich wahrlich mit keinem noch so gescheiten Plan ausdenken k�nnen. Mit ohrenbet�ubender Lautst�rke hallte die Hupe durch die Nacht, w�hrend das gelbe Licht der Blinker wie das Feuer eines Leuchtturms in die Dunkelheit hinausstrahlte.</p><p>Er beugte sich in den Wagen und riss die Klappe des Handschuhfaches auf. Nach kurzem Suchen wurde er f�ndig und l�chelte wissend, als er den Ersatzschl�ssel herauszog. Alle hatten sich immer wieder �ber diese Angewohnheit lustig gemacht, aber er hatte schon immer gewusst, warum er den Schl�ssel ausgerechnet im Innern des Wagens aufbewahrte.</p><p>Er dr�ckte den Knopf, der die T�rschl�sser des Wagens entriegelte und den markersch�tternden Hupton er Alarmanlage augenblicklich verstummen lie�. Erleichtert atmete er auf und �ffnete die Beifahrert�r, bevor er zu Vanessa hin�berlief und sich neben ihr auf den Waldboden kniete.</p><p>�Vanessa, wach auf. Wir verschwinden. Jetzt wird alles gut. Vanessa. H�rst du mich?� Er ber�hrte sanft ihre Wange.</p><p>Keine Reaktion.</p><p>Ihr Kopf fiel kraftlos nach hinten, als er seine Arme unter ihren K�rper schob und sie zum Wagen trug.</p><p>Panik stieg ihn ihm auf und er legte sein Ohr an ihren Mund. Atmete sie? Er konnte es nicht mit Sicherheit sagen. So schnell wie m�glich setzte er sie auf dem Beifahrersitz ab, schnallte sie an und nahm selbst hinter dem Steuer Platz.</p><p>Der Wagen sprang gleich beim ersten Versuch an.</p><p>Erde und Laub wirbelten in die H�he, als er den Allrader mit Vollgas beschleunigte. Der Wagen flog regelrecht �ber den engen Waldweg.</p><p>Jonas schaltete das Fernlicht ein, um einen besseren �berblick �ber die un�bersichtliche Strecke zu bekommen.</p><p><emphasis>Bitte, halte blo� alle br�nftigen Rehe, Hirsche und sonstigen Waldbewohner von diesem Weg fern. Nur f�r ein paar Minuten</emphasis>, dachte er und gab weiter Gas.</p><p>Sein knappes Sto�gebet wurde erh�rt.</p><p>Wenigstens teilweise, denn das, was etwa zwanzig Meter voraus durch das Geb�sch brach und sich breitbeinig in der Mitte des Weges aufbaute, war tats�chlich weder ein Reh noch ein Hirsch.</p><p><emphasis>Nein, bitte nicht. Kann es nicht einfach vorbei sein?</emphasis></p><p>Im glei�enden Licht der Scheinwerfer konnte Jonas die langen, schwarzen Haare erkennen. Schon einmal war er mit dem jungen Mann an diesem Abend auf �u�erst unerfreuliche Weise zusammengetroffen. Allerdings hatte der Typ bei ihrer ersten Begegnung einen Hammer bei sich gehabt und keinen Revolver.</p><p>Diesen richtete er nun auf den heranschnellenden Wagen.</p><p>Jonas hatte den Gedanken noch nicht zu Ende gebracht, als der erste Schuss durch die Nacht peitschte. Nahezu zeitgleich schlug das Geschoss irgendwo in der Karosserie des Wagens ein.</p><p>Instinktiv duckte Jonas sich hinter das Armaturenbrett, ohne den Wagen jedoch abzubremsen. Er sah zu Vanessa hin�ber, die noch immer reglos im Sicherheitsgurt des Baifahrersitzes hing.</p><p><emphasis>Wenn er sie nur nicht trifft. Sie hat keine Chance, sich in Sicherheit zu bringen.</emphasis></p><p>In diesem Augenblick fiel der zweite Schuss. Glassplitter regneten auf Jonas nieder. Er trat das Gaspedal durch und tauchte gerade noch rechtzeitig aus seiner Deckung auf um zu sehen, wie der Wagen die noch immer auf dem Weg stehende Person erfasste.</p><p>Es gab einen dumpfen Knall und der Wagen ruckelte kurz, als der wuchtige K�hlergrill auf den K�rper des Mannes traf. Er wurde auf die Motorhaube geschleudert, sein Kopf prallte gegen die A-S�ule der Fahrerseite. Ein roter Spr�hregen ergoss sich durch die geborstene Frontscheibe in den Innenraum des Wagens.</p><p>Noch bevor Jonas das Geschehene erfasst hatte, war der leblose K�rper in der Nacht verschwunden. Jonas blickte in den R�ckspiegel und bildete sich ein, auf dem dunklen Waldweg einen leblosen, menschlichen Haufen liegen zu sehen.</p><p>Erst jetzt fiel ihm auf, dass er den Fu� vom Gas genommen hatte und der Wagen beinahe zum Stehen gekommen war. Wieder dr�ckte er das Pedal bis zum Anschlag durch und der Wagen schoss �ber den schmalen Weg. Zweige schlugen rechts und links gegen das Fahrzeug und hinterlie�en mit Sicherheit deutliche Spuren im Lack. Aber das war ihm egal.</p><p><emphasis>Nur weg von hier. Raus aus diesem Alptraum.</emphasis></p><p>Nach wenigen Sekunden erreichte er das Ende des Weges. An der Einbiegung zur Landstra�e brachte er den Wagen zum Stehen.</p><p>Noch einmal betrachtete er den Waldweg im R�ckspiegel.</p><p>Nichts.</p><p>Nur tiefschwarze Nacht.</p><p>Erleichtert atmete er aus.</p><p>Dann sah er Vanessa an, die von den dramatischen Ereignissen der letzten Minuten nichts mitbekommen hatte.</p><p><emphasis>Sie ist wundersch�n. Bitte, lass es nicht zu sp�t sein. Wir brauchen beide noch Zeit. F�r einander.</emphasis></p><p>Dann gab er Gas und der Wagen jagte hinaus auf die verlassene Landstrasse.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>EPILOG</p><empty-line/><p>�Es war eine gute Idee, hierher zu fahren. Einfach ein bisschen Abstand gewinnen. Eigentlich kann ich es immer noch nicht glauben. Was wir erlebt haben, ist wirklich reif f�rs Kino. Aber jetzt reicht es auch. Erst mal keine Action mehr, ja?�</p><p>Jonas nickte und legte l�chelnd seinen Arm um ihre Schulter. Er sah sie lange an. Auf ihre Kr�cken gest�tzt, blickte Vanessa in die �ber dem Meer untergehende Sonne. Ihr rechtes Bein steckte vom Kn�chel bis zum Oberschenkel in einer mit Klettverschl�ssen befestigten Schiene.</p><p>Ja, sie waren so gerade eben noch einmal davon gekommen. Obwohl Vanessa viel Blut verloren hatte, hatte sich ihr Zustand im Krankenhaus als weniger kritisch herausgestellt, als Jonas es bef�rchtet hatte. Der Querschl�ger aus Kids Waffe war ein glatter Durchschuss gewesen und die Verletzung w�rde relativ schnell wieder verheilen. Das Schlimmste war der Schock, den ihre Verletzung, vor allem aber die Ereignisse an sich, ausgel�st hatten. Aber auch in dieser Hinsicht machte sie sichtbare Fortschritte.</p><p>�Ich muss immer wieder an dieses andere P�rchen denken. Wie leicht h�tte es f�r uns genauso ausgehen k�nnen.�</p><p>�Da hast du recht. Mir gehen die beiden auch nicht aus dem Kopf.�</p><p>�Hat die Polizei eigentlich eine Spur von diesem Kid gefunden?�</p><p>�Soweit ich wei� nicht. Aber sie werden ihn kriegen. Ganz sicher. Bisher haben sie nur die Leiche seines Bruders auf dem Waldweg gefunden. Und nat�rlich die Toten im Schloss.�</p><p>�Das mordende Geschwisterpaar. Gruselig, oder? Klingt fast wie in einem Horrorfilm. Und dann die Geschichte mit diesem Brunnen und dem Geheimgang. Grauenvoll.�</p><p>�Vor allem frage ich mich, wo die beiden noch �berall Leichen versteckt haben.�</p><p>�Glaubst du das wirklich?�</p><p>�Ich f�rchte schon. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass das Schloss ihr erstes Versteck gewesen ist. Ich habe da so ein Gef�hl, dass sie dieser Besch�ftigung schon etwas l�nger nachgegangen sind. Und die Polizei hat auch so etwas angedeutet.�</p><p>Vanessa legte ihren Kopf an seine Schulter.</p><p>�Und deine Kamera?�</p><p>�Ist bei der Polizei. Als Beweisst�ck. Sie lag noch auf dem Bett im Schlafzimmer.�</p><p>�Glaubst du, dass ihnen die Bilder gefallen?� Sie kicherte leise.</p><p>�Ich hoffe, dass sie die Sache professionell und rein dienstlich angehen. Aber ja, ich bin mir sicher, dass ihnen die Bilder gefallen werden. Apropos, da gibt es etwas, das ich dich die ganze Zeit schon fragen wollte.�</p><p>�So? Was denn? Willst du mir einen Antrag machen?�</p><p>�Nein. Jedenfalls noch nicht. Aber wer wei߅� Er l�chelte.</p><p>�Was denn dann?�</p><p>�Als ich die, du wei�t schon, aus deiner Handtasche geholt habe, habe ich etwas entdeckt. Zuf�llig.� Das letzte Wort betonte er auff�llig.</p><p>�Nat�rlich, zuf�llig.� Sie knuffte ihn mit dem Griff ihrer Kr�cke in die Seite.</p><p>�Ehrlich. Es war wirklich nur ein dummer Zufall.�</p><p>�Ist ja schon gut. Ich gehe nicht davon aus, dass du Zeit und Lust hattest, in Ruhe meine Sachen zu durchsuchen. Schlie�lich wusstest du ja, dass ich im Schloss sehns�chtig auf dich gewartet habe. Also, was ist los?�</p><p>�Das Foto. Da war so ein Foto, auf dem du ein Baby auf dem Arm hast. Da habe ich mich gefragt, ob du vielleicht��</p><p>Vanessa begann laut zu lachen. �Und da hast du dich gefragt, ob ich vielleicht ein Kind habe, von dem ich dir nichts erz�hlt habe? Ist es das?�</p><p>Sie machte eine kurze Pause und wartete auf eine Reaktion von Jonas.</p><p>Der schluckte schwer, sagte aber nichts.</p><p>�Das Baby hei�t Lily�, fuhr Vanessa fort. �Sie ist die Tochter meiner besten Freundin. Mein Patenkind. Zufrieden?�</p><p>Jonas l�chelte verlegen. Auf eine �hnliche Erkl�rung hatte er gehofft, aber jetzt, da er tats�chlich mit ihr konfrontiert wurde, kam er sich irgendwie d�mlich dabei vor.</p><p>�Jonas? Versprichst du mir etwas?�</p><p>�Was du willst.�</p><p>�Bist du sicher?� Sie sah ihn an. Ihre Augen spiegelten den im Meer versinkenden Feuerball wider und ihre Haut schimmerte in einem zarten Bronzeton. Eine braune Haarstr�hne fiel ihr ins Gesicht und Jonas schob sie z�rtlich hinter ihr Ohr.</p><p>�Was immer du willst�, wiederholte er und zog sie ganz nah zu sich heran. Er sp�rte die W�rme ihres K�rpers, als sie sich an seinen Brustkorb schmiegte.</p><p>�Bitte lass mich nie wieder alleine.�</p><p>�Das habe ich dir doch schon einmal versprochen, wenn ich mich nicht irre. Ist das alles?�</p><p>�Im Augenblick schon. Mal sehen, was mir noch so einf�llt. Aber f�rs Erste w�rde es mir reichen.�</p><p>�Versprochen. Hoch und heilig.�</p><p>Sie sahen sich lange an, bevor Jonas sich zu ihr hinunter beugte. Ihre Lippen schmeckten salzig, als er sie k�sste.</p><empty-line/><p>Die junge Rothaarige stand an der Theke des Schnellrestaurants und wartete, bis die ganz in Braun gekleidete Bedienung ihr einen Burger, eine Portion Pommes und einen Pappbecher mit irgendeinem Softgetr�nk auf das Tablett gepackt hatte.</p><p>Auf der Suche nach einem freien Tisch durchquerte sie das Restaurant. Ihr K�rper war perfekt. Die schlanken Beine steckten in quietschbunten Leggins und die t�rkisfarbenen High Heels lie�en sie noch l�nger wirken, als sie es ohnehin schon waren. Unter dem eng geschnittenen Shirt zeichneten sich �ppig die Cups ihres BHs ab. Und die zahlreichen Sommersprossen auf ihrer s��en Nase verliehen ihrem weichen Gesicht eine ganz besondere Note.</p><p>Sie lie� sich an einem Tisch am Fenster nieder, von dem aus sie auf den Parkplatz hinausblicken konnte. Abgesehen von ihrem Roadster standen nur zwei weitere Wagen auf der riesigen Fl�che.</p><p>Und etwas abseits, auf einem nur sp�rlich ausgeleuchteten Teil des Parkplatzes, unmittelbar in der N�he der B�sche, die das Rastplatzgel�nde von der Autobahn trennten, entdeckte sie einen weiteren Wagen. Es war ein schwarzer Van, der eigentlich nicht besonders auff�llig war. Nur die Scheiben des Laderaums kamen ihr, selbst aus der Ferne betrachtet, irgendwie seltsam vor. Es schien, als habe der Besitzer des Wagens sie mit schwarzer Farbe gestrichen.</p><p><emphasis>Wer macht so etwas? Und wozu? Und warum parkt man so weit ab vom Schuss, obwohl der ganze Parkplatz leer ist?</emphasis> Diese Fragen besch�ftigten sie, w�hrend sie ihren Burger aus dem knisternden Papier wickelte.</p><p>Sie sah von ihrem Tablett auf und lie� den Blick durch das Restaurant schweifen. Ihr fiel ein gut aussehender, junger Mann auf, der ebenfalls alleine an einem der Tische sa�.</p><p>Offenbar hatte er sie auch bemerkt, denn als sie ihn ansah, erwiderte er ihr L�cheln. Nach kurzem Z�gern erhob er sich von seinem Stuhl und kam an ihren Tisch.</p><p>�Darf ich mich zu dir setzen?�, fragte er. Seine Stimme klang angenehm weich und sympathisch.</p><p>Sie l�chelte freundlich, als sie ihm einen Platz anbot.</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>NACHWORT</p><empty-line/><p>Lieber Leser,</p><empty-line/><p>an dieser Stelle bedanke ich mich bei Ihnen, dass Sie meine Geschichte <emphasis>Das Schloss</emphasis> gelesen haben und hoffe, dass es Ihnen Spa� gemacht hat.</p><p>Sollte sie Ihnen �berhaupt nicht gefallen haben, d�rfen Sie nat�rlich von Ihrem R�ckgaberecht Gebrauch machen, sofern Sie nicht so lange an der Geschichte gelesen haben, dass die Frist inzwischen abgelaufen ist. Sollten Sie es hingegen innerhalb dieser Frist zu Ende gelesen haben, l�sst mich diese Tatsache hoffen, dass Sie das Buch wom�glich nicht ganz so schlecht unterhalten hat.</p><empty-line/><p>Und das bringt mich umgehend zu meinem n�chsten Anliegen. Ich wei� es sehr zu sch�tzen, dass Sie mir in den letzten Stunden das vielleicht Wertvollste gewidmet haben, das Sie besitzen:</p><p>Ihre Lesezeit.</p><p>Auch daf�r m�chte ich Ihnen meinen allergr��ten Dank entgegenbringen. Es ist ein tolles Gef�hl und es macht mich unbeschreiblich gl�cklich zu wissen, dass Menschen wie Sie die Geschichten lesen, die ich zu Papier (oder auf das Ebook) bringe.</p><empty-line/><p>Da ich wei�, dass es viele meiner Leser interessant finden (manche von Ihnen da drau�en lieben es geradezu), mehr �ber die Entstehung einer Geschichte zu erfahren (ich selbst z�hle mich �brigens ebenfalls zu dieser Spezies), m�chte ich Ihnen im Folgenden einen kurzen Einblick geben, wie die Idee zu meinem Psychothriller <emphasis>Das Schloss</emphasis> das Licht der belletristischen Welt erblickte.</p><p>Sofern Sie die nachfolgende Kurzgeschichte <emphasis>Entdeckungen</emphasis> gelesen haben oder noch lesen werden, wird Ihnen eine Szene begegnen, in der ein Typ namens Adam auf eine geheimnisvolle Schlossruine st��t. Dieser unscheinbare Augenblick bildete in der Tat die Keimzelle zu dem daraus entstandenen Roman.</p><p>Es war ein sonniger Tag und ich fuhr mit meinem Wagen eine von Kiefernw�ldern ges�umte Landstra�e entlang. Trotz Klimaanlage hatte ich die Fenster heruntergekurbelt und genoss den f�r mich einmaligen Duft nach Seeluft und Kiefern, der einem insbesondere an der Ostsee begegnet.</p><p>Pl�tzlich erblickte ich rechts der Stra�e, auf einer Lichtung mitten im Wald gelegen, die Ruine eines zerfallenen Schlosses. Auf der Stelle erlag ich seinem Reiz und legte eine Pause ein. W�hrend ich um das alte Gem�uer herumschlenderte und einige Fotos schoss, ratterte es in meinem Hirn bereits wie verr�ckt.</p><p><emphasis>Himmel</emphasis>, dachte ich. Was konnte man in so einem Bau alles anstellen?</p><p>Als ich zur�ck zu meinem Wagen kam, hatte sich ein weiterer dazugesellt. Ein Herr im Anzug stieg aus und fragte mich, ob ich Interesse h�tte, das Schloss zu kaufen. Dankend lehnte ich ab und jeder von uns ging wieder seines Weges.</p><p>Aber in diesem Augenblick entstand die Idee zu dem vorliegenden Roman.</p><p>Das Schloss findet sich �brigens auf dem Cover des Buches wieder. Und wenn Sie ganz genau hinsehen, k�nnen Sie vielleicht sogar die mit Brettern vernagelten Fenster im Erdgeschoss erkennen.</p><p>Alles echt.</p><p>Ich schw�re es Ihnen.</p><p>Nur die auf dem Cover abgebildete Umgebung des Schlosses ist das Ergebnis unz�hliger Photoshop-Stunden. Nicht einmal der abgebildete Zaun existiert in Wahrheit.</p><empty-line/><p>Zum guten Schluss m�chte ich noch ein Wort zu der bereits erw�hnten Kurzgeschichte <emphasis>Entdeckungen</emphasis> loswerden, die Sie im Anschluss an dieses Nachwort finden.</p><p>Von Beginn an hatte ich nie das Ziel, diese Geschichte zu verkaufen. Ich habe sie einzig f�r diejenigen von Ihnen geschrieben, denen <emphasis>Das Schloss</emphasis> gut gefallen hat und die Interesse an den Ereignissen haben, die im Roman selbst zwar an einigen Stellen erw�hnt, aber nicht n�her ausgef�hrt werden. Sollten Sie den Roman vor der nachfolgenden Geschichte gelesen haben, werden Sie mit Sicherheit zahlreiche Kleinigkeiten bemerken, die Ihnen mehr oder weniger bekannt vorkommen. Sollten Sie die Geschichte hingegen vor dem Roman gelesen haben, setzen Sie sich vor ein prasselndes Kaminfeuer und lesen Sie sie noch einmal. Sie werden viele kleine Entdeckungen machen.</p><p><emphasis>D�j� Vu.</emphasis></p><empty-line/><p>Damit m�chte ich f�r dieses Mal schlie�en und sie die Welt noch einmal mit Adams Augen sehen lassen.</p><p>Er wurde �brigens auf einem anonymen Friedhof beigesetzt, ohne dass jemand von seiner Familie anwesend war. Seine Eltern haben sich seiner vermutlich gesch�mt � sie wollten es mir trotz hartn�ckigen Nachfragens nicht best�tigen. Sein Bruder Kid w�re mit Sicherheit gerne dabei gewesen, f�rchtete aus naheliegenden Gr�nden aber, dass die Polizei die Trauerfeier auf der Suche nach ihm observieren w�rde.</p><p>So, ich denke, damit habe ich Ihnen gegen�ber auch diese letzte Informationsschuld beglichen.</p><p>Folgen Sie Adam also ein allerletztes Mal in das geheimnisvolle Schloss und entdecken Sie gemeinsam mit ihm all die Dinge, die den vorliegenden Roman �berhaupt erst m�glich gemacht haben. So gesehen sollten wir Adam in dankbarer Erinnerung behalten. Ganz egal, was f�r ein Mensch er gewesen sein mag.</p><p>In diesem Sinne danke ich Ihnen noch einmal aufs Herzlichste f�r Ihre Zeit und freue mich auf das n�chste Mal. Wenn es Ihnen gefallen hat, erz�hlen Sie es gerne weiter.</p><empty-line/><p>Tim Svart</p><p>Yngsj�, Schweden</p><p>11. September 2012</p><empty-line/></section><section><empty-line/><empty-line/><p>ENTDECKUNGEN</p><empty-line/><p>KURZGESCHICHTE</p><empty-line/><p>TIM SVART</p><empty-line/></section><section><empty-line/><p>Suchend wanderte sein Blick �ber die vorbeiziehende Landschaft, w�hrend der Wagen �ber die Schnellstra�e rollte, die sich in nicht enden wollenden Windungen durch den Kiefernwald schl�ngelte.</p><p>�Wir sind da. Das ist es.�</p><p>Er drosselte die Geschwindigkeit, als er zwischen den B�umen zu seiner Rechten endlich den gut zwei Meter hohen Metallzaun entdeckte.</p><p>�Was? Das Ding da? Diese� Ruine?�</p><p>Ja, das musste es sein.</p><p>Er hatte schon so viel dar�ber gelesen, dass eigentlich kein Zweifel bestand. Dennoch wollte er sichergehen und fuhr noch ein paar Meter im Schritttempo den Zaun entlang. Auf H�he eines beeindruckend gro�en Tores verlie� er die Stra�e und brachte den Wagen auf einem kleinen Vorplatz, unmittelbar vor dem eisernen Tor, zum Stehen. Er stellte den Motor ab und betrachtete eine Weile das zur�ckversetzt auf einem weitl�ufigen Grundst�ck liegende Geb�ude.</p><p>Aus dieser Entfernung erweckte es �berhaupt nicht den Anschein, verlassen zu sein. Nur wenn er sehr genau hinschaute, glaubte er, die mit Brettern vernagelten Fenster im Erdgeschoss erkennen zu k�nnen.</p><p>Es sah exakt so aus, wie er es nach den Beschreibungen im Internet erwartet hatte.</p><p>�Das ist nicht dein Ernst, oder?�</p><p>Ohne ihr weitere Beachtung zu schenken, verlie� er den Wagen und schlenderte dem Tor entgegen. Scheinbar beil�ufig sah er sich um.</p><p><emphasis>Niemand zu sehen.</emphasis></p><p>Die beiden gewaltigen Fl�gel waren mit Rost �berzogen, aber alles in allem machte das Ding noch einen recht stabilen Eindruck. Im hohen Gras entdeckte er eine schwere Eisenkette und ein Vorh�ngeschloss.</p><p>Der B�gel war durchtrennt.</p><p><emphasis>Bolzenschneider</emphasis>, vermutete er.</p><p>Wenn er sich tats�chlich f�r dieses Geb�ude entschied, musste er umgehend ein neues Schloss anbringen.</p><p>Er betrachtete ein verwittertes Schild, das neben dem Tor an einem der Betonpfeiler des Zauns montiert worden war.</p><p>Auf dem Schild standen zwei Namen.</p><p>Sein eigener � und der Name einer Frau. <emphasis>Ihr</emphasis> Name.</p><p>Die gro�en Buchstaben tanzten vor seinen Augen, verschwammen dann v�llig, um sich schlie�lich wieder in ihre wohl seit ewigen Zeiten angestammte Position zu begeben.</p><empty-line/><p><emphasis>Zu verkaufen.</emphasis></p><p><emphasis>Interessenten werden gebeten, sich bei der Stadtverwaltung zu melden.</emphasis></p><empty-line/><p>Es folgte eine v�llig verwitterte und trotz Adams stark ausgepr�gter Fantasie nicht mehr zu entziffernde Telefonnummer.</p><p>�Dann wollen wir uns den alten Kasten doch mal n�her ansehen. Was meinst du?�</p><p>�Unbedingt. Lass uns reingehen. Ich bin echt gespannt. Ich wollte schon immer in einer runtergekommenen Schlossruine wohnen.�</p><p>Adam verdrehte die Augen, obwohl sie ihm nat�rlich nicht wirklich geantwortet hatte.</p><p>In Wirklichkeit war sie ja nicht einmal hier.</p><p>Und die Polizei hatte nicht die geringste Spur. Seit nunmehr drei Tagen galt sie als vermisst.</p><p>Die Frau, f�r die er dieses Schloss gesucht und � so wie es aussah � gefunden hatte.</p><p>Er dachte zur�ck an den Tag, an dem sie sich zum ersten Mal begegnet waren. Das Wetter war f�rchterlich gewesen. Zwei Tage am St�ck hatte es unentwegt wie aus K�beln gegossen. Der Regen troff aus ihren langen Haaren, als sich ihre Blicke trafen. Sie hatte keinen Schirm bei sich, so dass ihre Kleider v�llig durchn�sst an ihrem K�rper klebten.</p><p><emphasis>Miss wet T-Shirt.</emphasis></p><p>Sie sah einfach umwerfend aus, wie sie, zitternd vor K�lte, dastand und ihn ansah. Ihr Blick bettelte f�rmlich um Hilfe und er war ihm sofort erlegen.</p><p>Am liebsten h�tte er sie gleich auf der Stelle flachgelegt.</p><p>Trotz ihrer physischen Abwesenheit freute er sich �ber ihre Zustimmung im Geiste und lehnte sich vorsichtig gegen den rechten Torfl�gel. Knarrend gab er nach und glitt, von einem unangenehmen Quietschen begleitet, nach innen.</p><p>Er folgte der lang gezogenen Einfahrt �ber das Grundst�ck. Kiefernzapfen und vertrocknete �ste knackten bei jedem Schritt verr�terisch unter seinen Schuhen.</p><p>�Fr�her war das bestimmt ein richtiger Schlosspark. Wirklich beeindruckend. Und jammerschade, dass alles so heruntergekommen ist. Auf der anderen Seite ist es f�r unsere Zwecke sicherlich kein Nachteil, dass sich schon ewig niemand mehr f�r diesen Prachtbau interessiert hat. Was meinst du?�</p><p>�Wenn du das sagst�, antwortete die Stimme einsilbig und verfiel wieder in Schweigen.</p><p>Als er die Eingangspforte des Schlosses erreicht hatte, betrachtete er die mit Brettern vernagelten Fenster und r�ttelte an der schwer anmutenden Holzt�r.</p><p>Alles dicht.</p><p>Hier kam niemand ohne entsprechende Werkzeuge rein. Jemand hatte sich offenbar gro�e M�he gegeben, unerw�nschte Besucher aus dem Geb�ude fernzuhalten. Lediglich die Fenster in der ersten Etage waren nicht verbarrikadiert worden. Adam konnte einige zerbrochene Fensterscheiben sehen.</p><p>Ein kalter Schauer lief ihm �ber den R�cken und er sah sich unwillk�rlich um. Nat�rlich war es albern, aber pl�tzlich hatte er das Gef�hl, das alte Geb�ude beobachte ihn mit seinen leeren, blinden Fenstern.</p><p>�Vielleicht will es gar nicht, dass wir hineingehen und es uns ansehen?�, meldete sich die Stimme wieder.</p><p>�Unsinn. Das ist ein altes Haus, sonst nichts�, fuhr er sie an und begann, das Geb�ude im Uhrzeigersinn zu umrunden. Vielleicht hatte er ja Gl�ck und fand noch einen weiteren Eingang. Vielleicht einen, bei dem man sich nicht so viel M�he gegeben hatte, ihn zu verschlie�en. Oder wenigstens einen, der von der Stra�e aus nicht zu sehen war, so dass er sich in Ruhe Zugang verschaffen konnte.</p><p>Der Park, den er w�hrend seines Erkundungsganges durchquerte, hatte beeindruckende Ausma�e. Zu seiner Linken erstreckte sich eine weitl�ufige Wiese, die als lang gezogene Uferzone eines riesigen Weihers auslief. Ein G�rtel aus dichtem Schilf zog sich rund um das Gew�sser, das am gegen�berliegenden Ufer an einen Wald angrenzte. Er konnte nicht erkennen, wie weit das Grundst�ck in dieses Waldst�ck hineinreichte, aber er vermutete, dass sich der Zaun, dem er mit dem Wagen gefolgt war, einmal um das komplette Areal zog und sich folglich auch irgendwo durch diesen Wald schl�ngelte.</p><p>Ein perfekt abgeschirmter Ort.</p><p>Als er die R�ckseite des Schlosses erreichte, �berkam ihn ein dringendes Bed�rfnis.</p><p>�Sorry S��e, aber ich muss mal pinkeln.�</p><p>�Typisch. Aber zum Gl�ck bist du ja ein Kerl. Geh doch einfach da dr�ben in die B�sche.�</p><p>Adam grinste. Eine ausgezeichnete Idee.</p><p>Eine dichte Hecke zog sich die Schlossmauer entlang. Dorthin konnte er sich in Ruhe zur�ckziehen.</p><p>W�hrend er so dastand und seine Blase in einem satten Strahl erleichterte, glaubte er, durch die Hecke hindurch etwas erkennen zu k�nnen.</p><p>�Brat mir doch einer �nen Storch. Wenn das keine T�r ist, fress ich �nen Besen.�</p><p>Er stopfte seinen Schwanz zur�ck in die Hose, wobei er sich vor lauter Aufregung �ber seine Entdeckung so beeilte, dass er seine Jeans besudelte.</p><p>Es war ihm egal.</p><p>Er musste unbedingt in Erfahrung bringen, was es mit seiner Entdeckung auf sich hatte.</p><p>Mit wenigen gro�en Schritten trat er aus der Hecke heraus und fand sich vor einer rostbraunen Metallt�r wieder.</p><p><emphasis>Ich hab�s doch gewusst. Bingo!</emphasis></p><p>�Hey, was treibst du denn da so lange? Du solltest nicht stundenlang an deinem Ding rumspielen, sondern nur pinkeln. Oder hast du dich verlaufen?�</p><p>Er schmunzelte. Nachdem die Kleine anfangs noch etwas sch�chtern gewesen war, war sie zunehmend aufm�pfiger geworden. Und obwohl er sich einerseits dar�ber �rgerte, musste er sich andererseits eingestehen, dass ihn das ziemlich ant�rnte.</p><p>�Warte! Ich bin gleich zur�ck. Ich habe nur gerade etwas entdeckt, das ich mir kurz ansehen m�chte.�</p><p>Auf der verborgenen T�r, der sich Adam nun gegen�ber sah, hatte irgendein Witzbold einen warnenden Spruch in gelber Neonfarbe hinterlassen:</p><empty-line/><p>HAU AB, HIER LAUERT DER TOD!</p><empty-line/><p><emphasis>Oh, wie passend, ein sch�neres T�rschild h�tte ich mir ja kaum selbst ausdenken k�nnen.</emphasis></p><p>Z�gernd griff er nach der massiven Klinke und dr�ckte die T�r langsam nach innen. Mit einem - in seinen Ohren - unendlich lauten Quietschen, �ffnete sie sich. Er trat in den hinter der T�r�ffnung liegenden Gang und lauschte in das Innere des Geb�udes.</p><p>Stille.</p><p>Und Dunkelheit.</p><p>Er l�ste eine Taschenlampe von seinem G�rtel und schaltete sie ein. Der Strahl wanderte �ber W�nde aus dunklem Stein und verharrte schlie�lich auf einer steilen Treppe, deren Stufen vermutlich in den Keller des Schlosses hinabf�hrten.</p><p>Sein Herz klopfte ihm vor Aufregung bis zum Hals, w�hrend er einen Schritt vor den n�chsten setzte und die Treppe hinunter ging. Dann folgte er einem schmalen Gang. Im Licht seiner Lampe entdeckte er riesige Spinnweben, die er beiseite wischte, bevor er seinen Weg fortsetzte. Einmal huschte eine fette Ratte durch den Lichtkegel. Vermutlich war sie den Besuch derartiger St�renfriede nicht mehr gewohnt, denn so wie es hier unten aussah, war der alte Kellergang schon seit einer Ewigkeit nicht mehr benutzt worden.</p><p>Oh, wie er es liebte, in solchen Geb�uden auf Entdeckungstour zu gehen.</p><p>Es war wie auf dem Dachboden seiner Gro�eltern. Egal, wie oft man dort hinaufstieg � man wusste nie, was man fand.</p><p>Nach wenigen Metern endete der Gang vor drei T�ren.</p><p>Die nach links und rechts abzweigenden T�ren waren geschlossen. Er r�ttelte an den massiv aussehenden Klinken, aber nichts tat sich. Die Holzt�ren waren abgeschlossen. Lediglich die T�r in der Mitte war augenscheinlich nur angelehnt. Nach kurzem Z�gern �ffnete er sie und lie� den Lichtstrahl durch den dahinter liegenden Raum gleiten.</p><p>Adam atmete die Kellerluft durch die Nase ein. Im Gegensatz zu der stickigen Gewitterschw�le, die dort oben seit zwei Tagen herrschte, war sie angenehm k�hl, roch daf�r aber feucht und muffig.</p><p><emphasis>Hey, ein richtiger Gew�lbekeller. Wie cool ist das denn?</emphasis></p><p>Und in dem Augenblick, in dem der Strahl seiner Lampe �ber das massive Bruchsteinmauerwerk des fensterlosen Raumes glitt, war er endg�ltig davon �berzeugt, das richtige Geb�ude f�r sein Vorhaben gefunden zu haben.</p><p><emphasis>Sie wird sich freuen, wenn ich ihr davon berichte. Endlich kommen wir aus dieser engen H�tte raus. Und unsere l�stigen Nachbarn sind wir auch auf einen Schlag los. Vor allem diese alte Schachtel mit ihrem nervigen K�ter.</emphasis></p><p>Er frohlockte. Wenn alles nach Plan lief und er das Geb�ude schnell f�r sie herrichten konnte, w�rde er sogar das Geld f�r das Rattengift f�r diese Mistt�le sparen, die schon mehrfach in den Lichtschacht seines Kellerfensters gepisst hatte.</p><p>Adam �berlegte einen Augenblick, einen Weg ins Obergeschoss zu suchen, um sich die �brigen R�ume anzusehen, entschied sich aber dagegen.</p><p><emphasis>Schlie�lich wartet da drau�en jemand auf mich. Und au�erdem kann ich mir den Rest des Geb�udes beim n�chsten Mal ganz in Ruhe ansehen.</emphasis></p><p>Er kehrte zur�ck in den Kellergang und folgte seinem Verlauf, bis er die steile Treppe erreichte. Wenige Augenblicke sp�ter fand er sich im Freien wieder. Noch immer war die Luft schw�l und stickig. Lediglich vom nahe gelegenen Meer schien ein leichter Wind aufzuziehen. Sein Blick wanderte gen Himmel. Am Horizont t�rmten sich tiefschwarze Wolken auf. Vermutlich w�rde es in K�rze ein heftiges Sommergewitter geben.</p><p>�Hallo? Wo steckst du?�</p><p>Keine Antwort.</p><p>Noch einmal rief er nach ihr.</p><p>Wieder nichts.</p><p>Eilig schritt er durch die Hecke und folgte der Wand des Geb�udes. Er wollte es wenigstens einmal vollst�ndig umrundet haben, bevor er zu seinem Wagen zur�ckkehrte.</p><p>Er befand sich bereits in dem parallel zur Stra�e verlaufenden Waldst�ck, als er eine weitere Entdeckung machte. Zwischen verwitternden Baumst�mpfen und einem wahren Labyrinth aus abgebrochenen Zweigen, entdeckte er die �berreste einer Mauer.</p><p>Wenigstens schien es sich auf den ersten Blick um eine Mauer zu handeln.</p><p>Bei genauerem Hinsehen hingegen, entpuppte sich die seltsame Ansammlung von Steinen als etwas v�llig anderes. Und wenn er mit seiner Vermutung richtig lag, handelte es sich bei seinem Fund um die �berreste eines alten Brunnens.</p><p><emphasis>Wie spannend.</emphasis></p><p>Als Jugendlicher hatte er einmal eine Geschichte gelesen, in der ebenfalls ein solcher Brunnen vorgekommen war. Zwar konnte er sich nicht mehr an den Titel erinnern, wusste aber noch grob, wovon sie gehandelt hatte. Ein Meteorit war auf die Erde gest�rzt und hatte besagten Brunnen vergiftet. Als Folge der Vergiftung starben nicht nur die Tiere des Bauern, auf dessen Land der Brunnen gestanden hatte, sondern auch seine Familie. Und wenn er sich recht erinnerte, hatte der arme Kerl sich am Ende selbst umgebracht.</p><p>Adam liebte derartige Horrorgeschichten. Egal, was andere Menschen davon hielten, f�r ihn waren sie einfach das Gr��te.</p><p>Er st�berte zwischen den St�mmen und Zweigen herum und schob mit seinen F��en Erde und Laub beiseite.</p><p>Und tats�chlich wurde er f�ndig. Was f�r ein gro�artiger Tag!</p><p>�Adam, wo bleibst du denn schon wieder? Hast du mal auf die Uhr gesehen? Wir m�ssen los. Du wei�t, dass wir noch ein ziemliches St�ck zu fahren haben.�</p><p>�Halt endlich deine verdammte Klappe und lass mich in Ruhe. Das alles mach ich doch sowieso nur f�r dich. Du bist doch diejenige, die mir st�ndig in den Ohren liegt, dass es ihr in der alten H�tte nicht gef�llt, oder? Himmel, ich hatte noch nie eine, die so anstrengend war, wie du.�</p><p><emphasis>Okay, ich bin auch der Meinung, dass wir dringend eine neue Bleibe brauchen, aber das muss ich ihr ja nicht unbedingt auf die Nase binden.</emphasis></p><p>Also lie� Adam sich vom Dr�ngeln der Stimme aus dem Off nicht aus der Ruhe bringen. Stattdessen b�ckte er sich und wuchtete die schwere Eisenplatte in die H�he, die er St�ck f�r St�ck mit den F��en freigelegt hatte.</p><p>Darunter offenbarte sich ihm ein tiefes, schwarzes Loch.</p><p>Adam ballte die F�uste. Am liebsten w�re er wie Rumpelstilzchen im Kreis geh�pft, um seine Entdeckung zu feiern.</p><p><emphasis>Heute back ich, morgen brau ich, und �bermorgen hol ich der K�nigin ihr Kind!</emphasis></p><p>Er liebte M�rchen.</p><p>Beinahe ebenso sehr, wie Horrorgeschichten.</p><p><emphasis>Es ist einfach alles so perfekt.</emphasis></p><p>�Komm her, das musst du dir ansehen!�</p><p>Sie kam nicht.</p><p>Nat�rlich nicht.</p><p>Wieder l�ste er die Taschenlampe von seinem G�rtel und stellte sich an den Rand des Loches.</p><p><emphasis>Wie tief es wohl ist?</emphasis></p><p>Doch in dem Augenblick, in dem er die Lampe einschalten und hineinleuchten wollte, traf ihn etwas im Nacken. Vor Schreck zuckte er zusammen und lie� die Lampe fallen.</p><p>�So eine verfluchte Schei�e!�</p><p>Er starrte hinunter in die Dunkelheit.</p><p>Es bestand kein Zweifel. Die Lampe war weg. Er w�rde wohl oder �bel eine neue besorgen m�ssen.</p><p>Wieder traf ihn etwas.</p><p>Er sah nach oben. Auf den knorrigen Zweigen der alten Kiefer, etwa acht Meter �ber ihm, hockte ein Eichh�rnchen. Und in unregelm��igen Abst�nden rieselten die Reste eines gro�en Zapfens auf Adam herab, an dem das Tier in aller Seelenruhe herumknabberte.</p><p>�Du elendes Schei�vieh! Du hast meine Lampe auf dem Gewissen.� Er hob einen Stein vom Boden auf und warf in Richtung des Tieres.</p><p>Mit wenigen S�tzen war es in die Krone eines der benachbarten B�ume verschwunden.</p><p>Der Stein, den Adam geworfen hatte, fiel wieder herunter. Zuerst wollte er ihm ausweichen, doch er fiel ganz von alleine an ihm vorbei und verschwand in dem geheimnisvollen Loch im Boden.</p><p>Das Ger�usch, mit dem der Stein irgendwo in der Tiefe aufschlug, brachte Adam auf eine Idee.</p><p>Er suchte einen weiteren Kiesel und lie� ihn in die Grube hinabfallen. Dann z�hlte er die Sekunden bis zum Aufschlag des Steins. Zwar hatte er nicht die geringste Ahnung, wie er die Sekunden � sofern er denn �berhaupt mit richtigen Zeitabst�nden gez�hlt hatte � in eine n�here Erkenntnis bez�glich der Tiefe des Loches umsetzen sollte. Aber an einer pr�zisen Tiefenmessung war er auch gar nicht interessiert. Ihm gen�gte das gute Gef�hl, dass das Loch tief genug war.</p><p>�Tief genug? Wof�r denn?�</p><p>Er zuckte zusammen, als er ihre Stimme in seinem R�cken h�rte. F�r einen kurzen Augenblick hatte er sie tats�chlich vergessen.</p><p>�Wie oft habe ich dir schon gesagt, dass du nicht immer so verdammt neugierig sein sollst? Du wirst es schon noch erfahren, wenn es so weit ist.� W�hrend er das sagte, kreuzte er die Finger hinter seinem R�cken. Wenn man schon log, dann sollte man sich wenigstens an die �brigen Spielregeln halten. �Und schleich dich gef�lligst nicht immer so an. Du wei�t ganz genau, wie sehr ich das hasse.�</p><p>Ein lautes Donnergrollen riss ihn aus seinen Gedanken.</p><p>Ob es ihm passte, oder nicht. Sie hatte recht. Er sollte sich besser beeilen.</p><p>Hastig klappte er die Eisenplatte zur�ck �ber das Loch und verdeckte sie wieder mit Zweigen, Erde und Laub.</p><p><emphasis>Was f�r eine Entdeckung. Was f�r ein Tag.</emphasis></p><p>Dann machte er sich mit eiligen Schritten auf den Weg zu seinem Wagen.</p><p>Er schlug sich durch das dichte Buschwerk entlang des Zauns und als er das Tor erreichte und aus dem Dickicht hinaustrat, traf ihn beinahe der Schlag.</p><p>Neben seinem Wagen parkte ein weiteres Fahrzeug.</p><p><emphasis>Verdammte Schei�e, was will der denn hier?</emphasis></p><p>Es war ein Streifenwagen.</p><p>�Alles klar bei Ihnen?�, fragte der Polizist, w�hrend er sich umst�ndlich aus dem Wagen sch�lte. Er hatte einen �ppigen Bierbauch und ein gewaltiger Schn�uzer zierte sein krebsrotes Gesicht. Abgesehen von seiner Polizeiuniform erinnerte er Adam eher an einen franz�sischen K�chenchef, als an einen Gesetzesh�ter. �Ich habe ihren Wagen hier stehen sehen und wollte nur nachsehen, ob alles in Ordnung ist.�</p><p>Adam trat durch das Tor und zog es sorgf�ltig hinter sich zu.</p><p>�Wissen Sie, dieses alte Geb�ude zieht immer wieder eine ganze Reihe Gesindel an. Es scheint wie ein Magnet auf dieses Pack zu wirken. Deshalb schaue ich hin und wieder mal nach dem Rechten.�</p><p>�Das finde ich gut�, erwiderte Adam. �Dieses Schloss ist ein wirklich tolles Geb�ude. Es ist gut, wenn die H�ter von Recht und Ordnung es im Blick behalten.�</p><p>�Was treibt Sie denn hierher? Wollen Sie investieren?�</p><p>�Wie bitte?�</p><p>�War nur so eine Vermutung. Da Sie es sich angeschaut haben, dachte ich f�r einen Augenblick, Sie h�tten vielleicht Interesse, es zu kaufen.�</p><p>�Steht es denn zum Verkauf?� Nat�rlich stand es das. Adam hatte ja das Schild gesehen. Aber das musste er diesem Dorftrottel ja nicht unbedingt auf die Nase binden.</p><p>�Haben Sie denn Interesse?�</p><p>�M�glicherweise.�</p><p>�Oh. Wirklich?�</p><p>�W�re das so au�ergew�hnlich?�</p><p>�Nein. Ich meine� Doch. Irgendwie schon.�</p><p>Adam sah ihn fragend an.</p><p>�Wissen Sie, dieses Schloss steht schon ewig leer und die Stadt versucht seit Jahrzehnten, es zu verkaufen.�</p><p>�Wo liegt denn das Problem?�</p><p>�Das Problem? Kennen Sie denn die alten Geschichten nicht?�</p><p>Adam sch�ttelte den Kopf. Und er musste diesem Polizisten nicht einmal etwas vorspielen. Er hatte wirklich keine Ahnung, wovon der Kerl sprach. �Nein, was denn f�r Geschichten?�</p><p>�Es gibt eine ganze Reihe gruseliger Begebenheiten, die man sich von diesem Ort erz�hlt.�</p><p>�Was denn zum Beispiel?� Adams Interesse war geweckt.</p><p><emphasis>Komm, erz�hl�s mir. Ich liebe Horrorgeschichten.</emphasis></p><p>�Fr�her geh�rte es einem reichen Typ. Als sein Laden pleite ging, brachte er zuerst seine Familie und anschlie�end sich selbst um. Das Schloss stand danach sehr lange Zeit leer und schnell begannen die ersten Geschichten die Runde zu machen. Die Menschen hier in der Gegend begannen zu tuscheln. Sie erz�hlten sich, im Schloss gingen die Geister der get�teten Familie um. Und manch einer behauptete, den toten Unternehmer nachts an einem Seil hinter dem Fenster des Turmzimmers gesehen zu haben. Er hat sich da oben an einem Deckenbalken aufgeh�ngt. Sogar das Knarren der alten Holzbalken wollen sie geh�rt haben.�</p><p>�Klingt ja spannend. Und weiter?�</p><p>�Das Geb�ude fiel in den Besitz der Stadt und irgendwann beschloss man, es zu einem Kinderheim umzufunktionieren. Schon kurz nach der Er�ffnung h�rte man immer wieder davon, dass dort Kinder und Jugendliche, vor allem M�dchen und junge Frauen, regelm��ig gefoltert und missbraucht wurden. Immer wieder soll es Vergewaltigungen gegeben haben. Es sollen regelrechte Orgien abgehalten worden sein. Neben dem Personal sollen sogar Leute von au�erhalb dabei mitgemacht haben. Irgendwelche stinkreichen Typen, die das Heim mit ihren Spenden finanziert haben. Man sagt, viele der Kinder h�tten die gr�sslichen Torturen nicht �berlebt, aber ihre Leichen seien heimlich weggeschafft worden. Es wurde behauptet, diese Kinder seien entlaufen, aber kein einziges von ihnen ist wohl jemals wieder aufgetaucht.�</p><p>�Das sind ja f�rchterliche Geschichten. Kein Wunder, dass niemand dieses Schloss kaufen wollte.�</p><p>�Sehen Sie. Und so ist es bis heute geblieben. Und?�</p><p>�Was? Und?�</p><p>�Wie steht es mit Ihnen? Haben Sie noch Interesse?�</p><p>�Ich werde dar�ber nachdenken. Auf jeden Fall danke ich Ihnen f�r die offenen Worte.�</p><p>�Nichts zu danken. Nehmen Sie es mir nicht �bel, aber ich muss weiter. Kommen Sie klar?�</p><p>�Sicher. Und noch mal, vielen Dank.� Adam beobachtete, wie der Polizist in seinen Wagen stieg. Er lie� den Motor an und wendete das Fahrzeug auf dem engen Vorplatz des Eingangsportals.</p><p>Er lie� das Fahrerfenster herunter, als sein Wagen langsam an Adam vorbeirollte. �Mir ist da noch etwas eingefallen. Nur eine Kleinigkeit.�</p><p>�Ja?� <emphasis>Hau endlich ab, Columbo. Du nervst!</emphasis></p><p>�Hier in der Gegend ist vor einigen Tagen eine junge Frau verschwunden. War wohl als Anhalterin unterwegs. Diese jungen Dinger lernen es einfach nicht. Falls Sie etwas in dieser Richtung mitbekommen, w�re es furchtbar nett, wenn Sie sich an die n�chste Polizeidienststelle wenden w�rden. Das war�s schon.�</p><p>Oh man, der Typ hatte tats�chlich nicht die geringste Ahnung, wen er da gerade vor sich hatte. �Mach ich. Kein Problem.�</p><p>Langsam rollte der Wagen davon.</p><p>Pl�tzlich lief Adam ihm ein St�ck hinterher. �Sagen Sie mal, wie hei�t denn die junge Frau, die Sie suchen?�</p><p>�Melanie. Melanie Hansen. Und danke, dass Sie die Augen offen halten! Machen Sie es gut.�</p><p>Dann bog der Wagen auf die Landstra�e und fuhr davon.</p><p><emphasis>Idiot!</emphasis></p><p>Adam blickte ihm hinterher, bis die R�cklichter hinter der n�chsten Kurve verschwanden. Langsam ging er zur�ck zu seinem eigenen Wagen.</p><p><emphasis>Was f�r ein Trottel.</emphasis> Kein Wunder, dass die Bullen mit ihren Suchaktionen auf keinen gr�nen Zweig kamen.</p><p>Er entriegelte den Kofferraum. Lautlos glitt der Deckel nach oben.</p><p>Die Frau starrte ihn mit weit aufgerissenen Augen an. Adam hatte sie mit einem Abschleppseil fachm�nnisch gefesselt und ihr einen Streifen extrabreites Klebeband �ber den Mund geklebt, das er eigens zu diesem Zweck aus dem Baumarkt besorgt hatte.</p><p>Ihr Rucksack lag neben ihr.</p><p>Drei Tage fuhr er sie nun schon in seinem Kofferraum spazieren, nachdem er sie w�hrend eines starken Regengusses am Stra�enrand aufgelesen hatte. Ja, diese Anhalterinnen waren noch immer die dankbarsten Opfer. Einfach zu beschaffen, oft einigerma�en attraktiv und fast immer hinterlie�en sie kaum nachvollziehbare Spuren.</p><p>�Hallo S��e. Es gibt gute Nachrichten. Ich habe eine neue Bleibe f�r uns gefunden. Ich bin mir sicher, es wird dir gefallen - das Schloss. Sieht aus, als w�re es genau das, wonach wir gesucht haben.�</p><p>Als die ersten Regentropfen auf das Dach seines Wagens prasselten, schlug er den Kofferraumdeckel zu, klemmte sich hinter das Steuer und fuhr fr�hlich pfeifend dem beginnenden Gewitter entgegen.</p><p>Was f�r ein Tag! Er liebte Horrorgeschichten. Und er wusste genau, wie diese hier weitergehen w�rde.</p></section></body><binary id="cover" content-type="image/jpeg">/9j/2wBDAAUDBAQEAwUEBAQFBQUGBwwIBwcHBw8LCwkMEQ8SEhEPERETFhwXExQaFRERGCEYGh0dHx8fExciJCIeJBweHx7/2wBDAQUFBQcGBw4ICA4eFBEUHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh7/wAARCAK8AdIDASIAAhEBAxEB/8QAHAAAAgMBAQEBAAAAAAAAAAAABQYDBAcCAAEI/8QAWhAAAQMDAgMFBAUHCAUKBAQHAwECBAAFERITBiEiBxQxMkEjQlFSFTNhYnEkQ1NygYKSCBZjc5GhorIlNMLS8BdEg5OjsbPB4eImVMPRNWTT8fInNjdVZXT/xAAbAQACAwEBAQAAAAAAAAAAAAACAwABBAUGB//EADgRAAICAQMDAwMCAwcDBQAAAAACAQMRBBIhEyIxBTJBFEJRIzMGFWEWJENScYGCU2KxJXKR0fD/2gAMAwEAAhEDEQA/ALN8uImAVz1G5ET18aUj3QDopHoRGNq6IkF00o7msdI6J6voNNlcPiK5gixu75959SyzZ8jtLpfqvvB0u9hA/Qp+S1RmTle3Wp/ZrTRZbZwteDj/AC22bpOhgOjcfU1+4ajWxF3YkYUUbPr36KR1lxnaaq/Tld9kOZ3Inua/XyyTxqFl3Y0mrlpH40zFlcO6FGUluVrvjpqW0k4RcrmSH2lGNTlnTVfW842jH9H2Jv3pgVkvRMvIJXkpkgX4cWEQhCbZH/epAtiovEGEUWyyTr2/ublbrxlYLP8AzSkzYltGhRi19DK1y+w5aaXqTgT7bxIEjXqsob9Hg9U8anbxIwYX+1a/PgnxrLbVNXClVzNPgrESoSzjll53V22r4Nq8RJl2OawHiFVF1+5XS3ljxbiv0P8A1qvcIcHFHw+I9w2xyCD1uoLxFae6/lqEeoPK7R7tLm7FmzBufRPs3o5YuNyZ3UK7nLK0t3G4DYueWMquc0OuBDbC4K9FaudC0t3GUd3ijWqjfVaaYEGEt2Y/BAv1InhQeTdnvO8RXaXP8KD2/UM+PrVX6vRWz8DdmoWWcVzvv+sF60Z8tKd9ng3VLv8AcZUtwQJVR5BoVW6a+2+5hhHIRzWuciZy31pk7ZuEo1pUdxgiRoGuwWs2a9mnKLhVXlR12b0yBqNLss2D6O8tLHQpHqxCLyX4UTj3wALG9sI5HkR+SfbWb95K4W27qbjkqeldwzylJ3dqq0aty7HrRxGFyZrNLzg22xcUsJLGbvKmejUZsuTxq7dL0fvnfWoxm25ERFTK/srI7QVkGc4Yn53F6FVebErSOFmJfYw2DdqKNfFX+bFJdliOQadI9jytfn5D9x4uKkUbiE23s5q5ic0/Gle4S1mxpBh3Rvec6lZpzuJTZMtlltMV5rntOfJbpy9aExj8KAPrWRFZpTSjEdhaCLoWIwp0U9Othmzb5Fu/cRHKOJGbIUSDFo1tb40sy7uRoHIxzFenPmnjTAf6JLLkM71AGRy6WNUjcN+2r1vBwusZiHNbnnXzPVzcYT0qdec+DZZ6YlXh4EonEiJATdK4cjGVwtBZd5cdqbokc568urxWtMfD4IRjzF+jUcni1zm86Qu01tkZNhfQzo2hGde2rfGmdb+hnfSKkZhwb9KvarVYVmlERHMRKbLVPBNjqqNUjhNRVbjwxVPs3u1nI36MutrhEeq5GV3iv3a11/CFomcPluFlAEJtCqViO8PsqTeVXooderIu8KX8VvajxsKiyHI5yfhTvE4oY0zhtPsoVyKxcYVVrIbXJSHdm95eJBo5RPbny/ZRKfcmHkHSKNHOD5H55Ilaa7Pkx2Ud2TYp1xLsoVVH3fR56pGuiDhPLoSs0j3+ZdEIQxxoNPzDK6nXhRg2CDVfe5L7OjgT0f6jF9IRSFVd32j39FVonEAkUgil3CZ66XrXBKVdQ+j7r6s3HuiIOJEEPvT/ADv0eWg3b5HPpunXgYR32K4ey9vQr8rRa3zI5JLSKZwhInu1mkExY5UUzWq1PP8AjTBDuLRiDskzrfhyY8Eqf0EbFjkfEmOkSESIVzxYwqr60fskl42IEwfBc8/hSVa5zAqrW5XnnwplCObMRHlfpY9vi3xSl2PKD0SH8BK7TnjAohJqGnhSTxLclDrJhNTmYpqbBM+ORGl3Fb4pWX8dLIGReTkblUWkwwb17BW4p4hHGGjhpl+OeKDx7t3iKp+TVx4LQm5iKdS6i8kdyzQN0l4kcNyqqIuOVWLG0dyVXoxz6KWviNIz/FzxUzcCcO229WW3KyCJTbHNduiV8sfBFsJh060bwugg9bNTKzzq5jMwp1/5RXOyuy4o2S9ueHIyvTX56aYHErBQ9zdHuUrgm8H7PRMZj9ypRH4bcz8mmMz+5Vxq8/aav5BH/WHqNxA9WrqXDH1dul9ZGgjLvojW0nWeTYfCUbvA/wBfy1Zkgsc1dkEjaH8+dVF9Us8wI/k752qxJNvEhV9oTofSjxDesmwLya69xxbL5Yk72SV3qAfoZKHQfhg8T6ceWbtrF0ec9Pl8JLHJrpmy7bAIu97Kp9LNGj7KGHvRBOy/WrPsrQLsXhYct6C+jdDk/o6owWcLFeoR/Rqvd4J0UiNSn/TOv/IZf/GT/wCRBjXWT3jf3vzn1ZKOweKXqHA8IStGsvCFqlMUxxRBCGPWQmjyUFuVv4Qt0jMGdaJm58mjoqfVRjdKC59FXrdHrC6fiQwm5+sGyu7XfTbWRjQY3/PTbws7gZ6GFdD24QvzY37emsn4vMMXE9zFbFH3JJT9nb8unljFOruh4zMHP1uinTWdOH8Dz/OQv/zMevVmWr7769TTFsNX4o4oHLMVDRmiRvJOdJF5lx3jY1p0Y/xRWLVniGdCcHbGZ28TmqPZSuZ6K/pVfxxUzgfjI29ncnu/GlsI1c7R+Vbv2yLt8ESFD9WrOuvz92YM3uNbSN65yfnX6B7ZOXAE5M+z2x/56yP5OhSnafm9Dq5FRo0Rza4cT3iIi58cVFCEHcUj5XmrogEEN6MkNeq+CVozBhL/AA6MZrlF2V2yuMzQi+jddfpzj3WHga4NGTS5Yr0/Wr8wcNjCS6QyOKrTikMaiJ7ya6/Rvaa6SlnaFE9i4L9S/BKRqLOnGTo6GjrtsPy0B5I7Vc3nz50d7OrenEPHVvgIxVEpd5/9WzrX++gVzY+EdRO5oq1sH8mWyvLcZ9/202wiSOxceCZ6/wC6o/Bl6Zq/Gl7jWOxluRxtcgXIiNanNUoeK3W7iGxJcIRMikD1KufKvwpN7cbqSQo7QNz11u18uWqqXY/xQezXH6GuD2thSuQ0X3HeiVUxDxu+TRD2UP088CzxZEn2a7vjqL2OOh6+/SvNko96O7vpci4d9v21t3atY1lwEc1zUKiq5F9Wr/61lvCPD8viPiNlqVXs2+chys+rbUreG4nzAOq0TIu5PY/kYex3gtbtc/paan+jo3P96tN454rgcOBhDKqe1kMGIY/8ZP3KJSD2fhLh3ZTEePHH1v8AjX5c474hlcT8QPuRVUQm9IAouUG1PBM0Cd5H7T9K9ofDjbnwXcwZ3SY1DWvyS9FY9WryVFxX654Ju384OzOBMeuTPjbb0+8zpx/ZX5m46tSROJCtbyEVVeOmI0ZwMZWeqLMgEb1xip45Fa7wqBrWIuFctdrtt8H0ZlkL2yazfTvLFERuURzOrNbL2QJ3xgzo9o1FlqLoRM1htrGskrxqvUiZRfhWg8LvuVmiN7u5yPcqLrR2UzSXXf8A7FVXzpWxH3mh9rlhNPjjlxguI0SY5OVMO/CsiNYb61XONalc53ldjNaIXtPuboZYhIIyY6SPdypdJ2mOjseFLepXLyVyrlG0uXaJ/odPTJpnqw3uFiRwXxM9UmltaKheSOR/hVqLw9dHDYNlvw0a9SasrmmS49rAzhSK+xDaF/yFXKVELtJh28CtFYk3Hcs7mc1Uu+Q610kV98SKV34fntJuEjOe12eXwSljYIj3ptuazPrW+cK8VcOcWHDa5UIkCU76p2eTnfChHH/ABIwiS2jEg0L1Ki46aYjtnmBFmkpuTKMZBbNaSVVrFaudQ3tTy/bW4dlvF7ghbHuLWP1tVr2+GpPmpEFbY5Ii4YQbkTzK3FdrCPbwClBkpqYmW9PmT4VHr6kdvkRpNT0bNtntnwNfaDw4PZ+nIEZVCRVfpavJ321lzrlPiKTxEr+eGr41t3Z9xLBuFqHa5+2sZ6qPKplWuWkTtk4LPYjJcYgVfbyO5ux5ftq6LMTsk2eo6Xs3J8ieGeQjkchFV7lw6nywQXnaEKCVXu5tpP4Ksci4tSQ5uYoCp0ffrZoJovDNsWVdE/LC/VMorGlp2x/uJ0tK0p9Tb/wKXE6JYraJMoU0kbtAx+n9JSba1cwrSkK8hne85fCr1wkRbjdyS5c3zs5fcqtLtvtklAMpUJ9ynKnByWfe/wDqMY7aFYrHoxj2fHPNan4ehR33RRuYjUd4J8KqQoMtUQb2uamcMwtGoNnNEmDKVz2I1upV+K03MouQ66d9mPgOigNYZoGIhHouVwnhTRFlLFjsjOAiF08lX1oRZHjik7yRHKYjfBfhRxyOkK04kY5ETnn0rLL7vJtdEzsr8gK7GPCu/ekTPoq5oD2lQVmWZ92iJuNa32jESj1zkmIrxnYBqo7lipBy48eL7R3sCdL24ylI390zE8HQs0/XpRXTvPzTeE5Ly/U66XzDa0eUTPOta7ULB9CKs8CZt0r6vbH0sdWVOkCazmmedPRjkOu2D9M9hqB/mPCLyGSvz72o8u0a+e13E78Stt7HpBXWUP5tNjoYysj4js/052rXaBu6Nc4n7fCs9T5U6Gv00xdzImukOz0ua39tErfOVjep7Xftp0b2ZjVcNlGX91ld/wDJsxnjLO39xlXOqWBn8k1AqJcytTc3FYlHODrwVbwMQyqXff1sq47gKJrRq3GRn4aKceDuDbfBESa9zQBH55BSUNmpSyJVYNNHpWp0rpfd2IMMUKn7N72KRziIBxEz7j9FYEtw20eiky7xStM7WO0K1N4a/mrw2bcD5JMhn5z9SsedpI1M8s1pprlK8SczXXpfc9iTxJZSa4xUcdEc1/JK5s6/6Yh6P07f89U3B0NXS9ennzqxZlX6Xhbf6dv+ejb2GOn3qfo21sx2acQFX6zupv8AJX5qGTCK/PVX6Tgkx2Z38f5zuxv8lfl9j11ZXwpFHNcG/wBbr/vrl9z1K3KuqaBbklL1LVYDR+i0btbW+6tPOTsKv0b/AEIv+sr1HNtP0P8Agr1GQVJspHP6h6VqpuLq5+FdlFl/UTWteQXVz5UqXwbYpGTsuVf+UG0YX8+lb928ZTgYvj89fnPhqaaxXuLd4yDIeM/WxpEy1V+1KdeKO1O8cT2k8G5RoTWl8WiYTp/x0tuTTR2TJnbHkdqTUNU9MJXbXGRNbUziuXEexy7Qh4b419BNMmcNYiL9lHMyZYrLNgKZeJLU/HjKCq/sfX6S7X3mZZdSZ2tknR/SYr8yQpDwTwnaiK4JGvT9i5rQOJO1TiK+xtiXDtbWomMjGRF/z0m/Ni4g26J0ov3sIEiY86jciZfnHXX6q7MLW3hrs9t0Q2AlNH7xI/WfX5SAjRnDIwiojs4JWlXbtfv12iJHfbbWFGtwisaRP9qisfgy0Qu/LRwCu1LiPvPHhSjVrxx120VHYRKFN4ikPeuiOxiNVOvnn8UoYZIsuW48gpCmkLreujGh3wowJABG1HnR34spi+MCbn6lm+J5Nr7KrxF4ngkt1zeizWsRE1rzcz5kpst9stljWU6IBiSCLghM9Tkr82W+9ns/EMWdAuTWGGvmVvSn3Fp24n7RppgrofDGWQzS4w/T7aVYszOYNFN/6c1tPgC9tfFxp96W1QnexjP9pj1dWZlI7OVHRuYKG5VcOQJVXmq0EM9ufrKZWZ723wb/APyX7skuy3CzG8Yx99ifdf8A+tLHb7YXRJjJYEVBtXQzFI/AfGU/g+8kuNvEJ+4HaeJ/Nq/bRfiftIufEsAoZ0GJ7T5Nf+9Qsk5iYNVN6JWyOJAtTlVrub1XlVk0cwStaUSI5ycsVHHYB5c7itVKNxIsRx2nNJId6JySnuYupkp22NLG9ygCd6O8XoxeVaL2d2a+3GLIeyEUzGL5nvw5FqThV1tABPpJpl09aOR2aZIHHNqtCGfayyGpjURXN6aQ2ccFo0b8uD7lw3dzwtttpRS6urWSk6bwFeWOVzgxE1u5t1plKdh9qs64S2Dt8UTgouSHUPOqfFPEY5BRvYeMqt63q9mEoc2QdPSPopzLClG4MuK7gdIilH77H1bP2a8SGxtAGT7mK4jdo0uBc/YwoePiPXRv/lovSJshDDT+k2Ht/wBqqVHnyS2/RxjYMPBPZ1Itd1h3C5PAFYrhuYxqYq527cTx4Vl7lHVFlyNPs0+WkKZ2hXy5tRSTUY13go/WgV1id59uORvF+0nmo8N8mW6ynjZJDH4nalv0OY7dX3mphq1wK9S7lmNb4LnL4PVE5UPiSBxZDhyhIrEd8OS/hTzZwikC1wI6YeniNcYqe2TDjdH9BYhS7nZbg1xhNEN3mwuVrVbHxWKVahxpBFlQD9BQuT0pSnWqH3sKS1XLuStX0oYrg2q9A7lKR4UfgzPHlS3r3+3iTt6LX9FcXdyfg2SWHhvhW2d4j7MUbB7iJ8tYdduJZ3EV2uE6VL2RCZ7APxav/wC1TcTy7vfCqsZyhAPyj+C0JtUOJGkKyWmtpPAnwfT07Tn3XbvgmtEUkwqllo5rWp0082Ce+IwERgnHQa9KZSk8MYMWawYtLmL04o1AHNFc2IpRx2p1Z1M8Kf1DC/A7sSdNkbkpuwNF8W0/2mGIVv74U+6jG+DkwiUgMvsYTEYY4kCnle3nqq5ZuKo1xubLeWWhwZ8rOSpS2jM8mpL+nXsQdXwt+E2ci6GuXpa1f76FSZc2MRw+9lYz4s9aLTbsFhRQQhcNiphHYzypdvx5CFeGLFcRrOe6i+WkvMJOYF9SzbiQXELcJl37meU5UfrfrG/GnNGLhHFHbud6kEGz3HvpHW9ybLNWeqtVWdOgjPNmqsntIEYCpLhyR7j/AD/m6Vsh4wa01ViWbx5iyoc+EWzXf2sEjNCa/cWsi4y4LNwrcjRipugKNxBL89TO40LDcV0PbKP7/VRJ/aP9PWUVqusEOR8hrtvq6ktnMRBt9Ru012xlHXseKoLXawqi+3Br11knaFJmQe0i8zYBnAKk56te3xSmJ/Hly4Xkw2M7mVowaB+zf/vUk3++fTF3n3CQFELIO5znM8qL9lGiTGYkRq9Ul8I6eD47i3iNrud4kVM3ijiIiIv0xIpaflzq7TcY3ki0zpr+APqrY+80/hvioN0akS5KMUhPB/z03SuGrbxVDFBJKWHLH/q5M9BP6PRX5/3ijXkuFpstHHd5tEVANUR9P1biJnTWWadjZU6yepRfT09RGSlxlwzfLFe3Q71HUSJ9WvuP/UobFw9BZE1H/FK026doN74ksfcrrabFLjPTCFIN+tP6T6ys+bb5g3OVuhU9MVtPOMRTIz8u1vdoX0So7ZyvkRE/TN/z192ZiI5Co9yr8Kjj5BNBKTzBfqT7anzklb7Ghj9LxkCnZZduXPu59z/q6/Kq4Va0QnarxCSySLSSHa1DIYRj3bb9f9uukEUdXIq5pdSSixEj9bet9z2L4k7ikaq6fhTLYttxEa92lq+NLsSPhyrnFF4KsCxWlfzXwpkoYeoNeoH6Rn9lepb+knfoX16jwB1QCV2hepOdRby6soiUwTogjGzt86rKALWK1BN1fhWWZydrANA9X56UzXYkc1V0s6qtCRg0Xobn8K6GuXLyx+yoAUHNI1Fc5FRV9K5G12c+FEUGZ7cMZr+2vNA95UGg011YG8qBYzDnKi6qlAwblRruhfjVhQOHyciZqfuhEVj1Zq+yoTeD9hH5RE0/sqIkZzXaWv1fdxRxSOaPCYVfwqaDDKYiPXCfbip/oL/1FtzSMVEVqp9mKvxG7zdLnr+GKLSY2gy6sux64r6AcfQqqx6L8cVUvb8ExX8g2NAWTOaNqK1EXmtXL7bBDKNWuVWt8UohGa4ZnvVyIjV8atmeyUjnMbqVv2UcAiVOEDJVVHeHJMUOHtIjkexyvVOVNs8Ku1uQSJy+FC0j6XI5W+P2VZXkEaBMKnKvE29zki1PKRvePq1/sqMuM8kqCD4JBIVXK7GfSjlpOBulNaNdn1pffluFyi1atDkWYJTK1crySi8l4NHh3mE+SkOS9Va9F9s1MJViKO23uT3S3gPsDciFfnk6kOLLFAu7glOh4aI5EaxyLprYv5PoBXQEmOMSMEMqPUj2ZXFAJeJjMliJwurYuYENHjb4tatBeN4iMhDiAsaCLy3HvbnlW+AsK25MnK1BHVXN6cIqUkceW1epBtYiucmFRV8KnyFRzXnB+cLhAaFHJsvanqqUNFHC9itQT1+Ga0C8wHoZ7Ea7l6LStIA1j1epdD2ryZV+Bk2AkMaW1/swYx8anQ5GLhcK71xRWETdIjG83r4pVedCYCarkVEz5kxVNxBPJIGGO4IxZL1aiJ0InLNFbIa523eFCbgKr61UjtR0Zm27r9OVExjkkYwTEcupcKvhiszvMzkdNEYxB1dxXaYdJhUQbNGlcLVODE3HqhHI1U8HJR68BItqGBpFKFOT1YnNFoOqx4cJ72NcrHdPxdmmI8SM2SqYiMBi1oKIB6vRCtXllfjQfiW3DCNkyK5WOIvWqpySvQrmrI7k0a2L4Z+NEYr5MtjXjA00ZORGv9FrSYs8CW52JXsyMejeb1RaNW2xSbs9pe+iTV8F8Eq9K4YDKUpgMQJsZ0J4LQ+wzZdjkvaYQyjRcPRPFEpcgRZyP1j4ehwHja5EnPenWpFwjKvyLFHjzmzreIccyL1KxOS0Lt/EsKQAbxmYmr4VEXiEzb3tecbEzyXxoOpniQ6+OYGi4tuQraklkxzML9YnNUqgSVNEHW85JCGT3ulXVQut2nTGsax+kXjob6VRZeDTJo2qNWNDyTPOgfEj+7zJYutrLPjo0QGpo5vWs84lizHteEONobsYStdPKKaHiOFBud9ZWc3aSSPciiY1qszzz8aNF/UkrfwIr2Hjuc1zVRFT4V3FubWEY47M6E6eVHZ+6Uyo5rdLvTFcuixnvRrwtTSnwpk/JOShcTrKG1XDVUb4JVYgzbLNQ9InLzo8RjHge7SjVb6VQlRimE1dzpXwSnSnACWcFZIaFI1WqmlPSrkxVQbAsZqx41XYRIp2ouV+NWI0gb5L3r4eiVmmecBoUHRMor3sRFrysC9r2M0IunktElOJxEQjPsxiviRROJ9VhmfFKXPgZmQhaBiYAWNCdPUnxqy/SIjSka3QvL8KFFDqc0Y9TSIvQiJ41LCmOUzoswaK3OF+ynq/aLcvEYhUVI6o2h02PkSo/Cu+NE7adrFy/Rz5VJdbeV7NwLm4d9lPfgBBGnRED1o7OfSvgFdywqNSis1isa4ZWt1fHFUYqqqKxyIuPsoljglmS8Bg3IiqmKstEA66EYvT4LVLL3N0sVUq3FNgfjhyeNWZXPdxB/8AMEr1VlnJn85/HXqrMA9JvwOPD4WsvgVIHOGvpiLHD9YoUYz8KWeHiyH8SoN7uSMfTRfrzaYAB73eJBH/AC1ytUk78Qe/9Hvpo0u9ziTFjNAzEcPP7KtSI4LhH2pNujIPyMVjKWZPGdvIjmsCTo+yjHDfEXDNxMO3mNKhSSL0kevs6UiWZ4Nd3qOg2d4mcUWE1lcp4jyvY3x5+tD7U9SMUj2rvL5ufpWy8X8LBj2l6icpGublFcuedYtHjlHNKhNKKiqi4X0rZVn2t5PL+oUVLPWo9hMdRI/DhPX1TC1dgS2jZp2yNa7k3NCTABvK9VL9nVV6E8JmoBpWtVvl1fGtHTObDzjJqfY/YoB2mvkgCFROge4Pl9+lviNGsvh2hREFLUm3o8u5WnQLfEsXZ8OAVdsqgy/+spA4hELuqlQedHVyZWbfMWqp1a9FXformkTJbZKSFXLWq/k7K1CJhDO0kfpai4yi1T4jKxZivZuoi89Oa4szEfqIwj0ROely1osr5xk5KWb8mndnfDYLmhZ912iQ4r/Zj/TOote5QJpCBiW6NGGPyaGUcZFBZ+BoMbawRwBro/pKQHXIKKurrYysF2+e1T03paaaievcXnvZnSgQKv6lWGyYzRaX22O8nx0UvSL7EVcqAyJ8c1QPxnAjv0bJ1X8aTCXfk7T630x/vCvGpmk4aktZFisfjztZ9tZUYZhF0qiKnxRKd7rxRGuFsNHGFzXGTkmPClYmhq88rjxzW2iWxyeW9XspezNUcAog348Pxqe3W2bOlAjxgOeUztLMVONGGQmlNPinOtN7G7ZHPxFbzaEegAK9fxpzPwcitGdx64X4V4Z4NsTXSI8eVdkbhziMRcLRGzXcUM7jLao6kL6sTCUZPYH3a9njCYNXPTW9Xp5Vog7swuiB1LOhafHmruVYXa2Znaen0ienVr+qALlxKaRIw+MqAZzRNS4zQqdfpE1dsgGaGLlMJTVL4AuMcCqWdCaNfBcOXNLBo4bNIkJN7vLVqZRrCYoJW5sZN31PpqLisRuLCYLqH0Zb/wBXSLcBqokevtHK7CJ+kpt4xvAZZiDt0MoyfJ8tfeyiwincW97kJ7GKm/gnzVur7FjJ5DVfr32Qoy8G8J2+xxEn3tPyoo9xI/yVcu91inBtxrdFjj/qWblXbsUz3GmTsRIm5gbyf7FKXEk0MBU24xyjX56yWdWz2npNFT6fpf3iSFGiultadrWNynkb44p5gkAe2zApBA1wB5G9W81rMh3ULiI5gXov400WXiMYoh4pGIQpW8lz6UqtXrfmDT6rq9Jema3ILQZqXWImpi5eusat5c6+dtAWsnQ2hGIHscdDfGouEwil8ZRgkRGJzcqZqp2y3LvU0SDRGqAbmonxxWxJjfmTzuGemdgnRla0SR3JhG+FFIlwcwKgG1Eai+al6G1ZK4IRWqzmrcVZJMDGf3fU5VXC5RK6PM4OJO2M5NY7NZKkmFGg2FR6prc5uVqO5d2HxQ5suEJ4d/CpoTGK47FY0cxJslCky1Uzz8ar324xjccMt20/SWQjVSsTxOWN3ZKVlvtfBYY9vtz5UMQ2vf0vGzCpis2jQ7LJvTWRzyCGNzTqxhK0ztmhvmxLYCIzJBOc5UcuUpJ+inJIAdWsjSE0tR6NpDe8XZ7w8CzMJtjJGIBg/v8Amq0RgW8l8alHIOkAKSlyZPrKjG9hF1uH1/CnbMgEsiesaMiRw6yFT+2qTLDAYvfZoEcZyatPwWmTheAOfKcpGYQfUlFbnZrWMT5c6S4TG/30D58KdP07op32mfkAP/5ZK8J6xyo/uwiZ8yPTOauXGXbHcoApBOvzvqvvN26y9CyZPW1+o6B19xbmcM2biSCSVbIg4NzGn1bPq31nY7cXUqKhBqx+h9a3wxNEK4x3hD9Z0PfUfaFa0BPHLRNpJHn6Pzlb6WfnfHJ5H1TSpRd1KvY5ly2UM2WNi5axnmdjmtNUGHGhxhxo8aOg/jp6vxo1wNYGT5BnmcqtGulFbRbiYNitWYaIR8hialVqc21ksrsszK+Tqel6jQ6FE6vvFsSQw9D4kc2PBXNqY0mMoFGy2RmvXwVqUNkSAtI5zRk0fZVV91iMcivGZaT074O19b6a85lx+4CUckJYywg5YmrWo6zC4w0LcZSBwPWcnXo+/Tfw7xlarLEK2RAkPIqedlKYzjlXTKez3za62Udlfk8r6jNOq12KQ7wxwzbIrFmT0ZMM3mqL4Vfu5AOlK4cYTRo1NI8cqPgssSHaWz7rJUQXDyrGeKrSpc59vdkkYZ9GMNz61ntrvs7ok7Wlv9O0r9GXJDljuZo+iISKvqqc64htEtyiuZAhuw7D0VvJKBlv4Qqj3R5DsLjwqGDxXbQTGFOCYcKEy9rU5pQ9PURjk2vrfS9j5cLfygGgjQrSsEARK7Xq0D056WVkTJ5EarGo7r5eFaD2ncZweJI1vSDBKLuz3f6xSBHKjSprRvOurHB4J+47S2akRyvXnzr1WFkvzycleogMDjwxGefjLShE5sdVTtORopcYbV/SV7s0QpuPQtUirkbqr9qaOHNjPd8SVjvj+8ZO/Td/6e6CiiPadRo3p9KkY/bfpYq59fsqMcrWufhVlSCQaOazLl8aM4bm69j92TiThA1qnHLvRk0bhPl9yso48i/RvEcgO6rNa6/xzR/sJlKPjd488ix3rivdt8Xb4uYT9KzH91VX74k27t+lsURdQEf0Pcn61M/Z3CS68UW2K1uR6tZPsRvhSyjRI7rVE/GtW7CYIBDuN7c3oamwNfgvrWp8YObR1HYcO0S6R44lCrk1Ccjf21W4h4djAtKPh+rcv66QO0S7d4I1qvXcOXd/ZT/wRLS99m7ENt7oNwWv+rrD0eou/wCT031P02q+m39hjlzgRyHRDnfr8FxXFthDGTDVe5iOxmiXEbGDmvw7Q9y6katcQ9CsTL/xrfmuxIeDg3VzRe6Gu8cg3uG4ZUMX2Yk6/wByslQoyIQfXWzlxcez2NLD7XABp/v1mUuxQ1UijLIHr9ysNltdT5ecZPQJpLtdTuQWZLh6FcrnfhQM8WMUi6leqrWgC4Vt5Q7h7jIYi+CaKlbwNZzx12b2dDeiaav6hDLZ6XqU+wzqMMbE0rrVfSvphA3NRNeF9EWr12tpbbPbGI9VTKaXonjVdY6OVMr6+NO48wc+xLK+yzydRQRtY2I3qc7xz6Vr3YrFa28EaxVRGgWsugBio8Y9TFci+atX7KCsjXxrdSJrYjE+2l/6gI818Qaxwe5A3a4K9+TkLlMrnprQTmYsF25nCJnlWS3aXJtt4aePGa5DLjVoVMVfm8UyY9vRGAEZ5U0p1O5UFdipxJ0b9FbdFbp9wyXKSx0J6q4qtwuhrneFYhxXBY5JcxZTxneqonV4JT0sy5XOzOe1rRuZlMIirWa8QDuUmPJcFr12U68to+ukGdPTbsWNP2ityjLzLl7/ADvrS+y2Fs26Vd9xPbv6P6tlYbIlKRzEUvRnnW68BGWJ2bgL+bABz/8APUcBDOuO+JlncSKDaXAiaBj+ShUw26NntjL93NCrltGI6YniRdb6mi75BM9qL9bNX8Fu++wmisko7rc5Wr4VNHeeHOGxrnvVWckWrMJhCK3W/C/hXF0Y9l4hiA5zivTOdNBdGIyLsiMzA1dnsQzuOgyC60c9vLK8k5VW7VopY9+VhkR2pFVqpRLgc0wN7j97arFRPNp8aMdolufcLyBolRVVmlupvjS68Rz+DUnU6OyPv8GOOEYT3uculufBKjMRFcxMePitO8rge6ua4bEa97+TU1VWXs74mQLmpFb4fMldDrLOTk2aW3A39hT3bFxUaJjp50LkhE/i8xNpVlrKwz45ph7I7DcrCCctyRG7qt0Ii0t3SU8PaS4+MtZKyiIvOstnnJrq7VWJ+Bu7SSqE0TkXO3/0dJAruKTLNGZjWHzOpq7WboONZYBDl8zlT/ClYXIuJH3uQSIX68mj/uq604B1T7nNWWSxE6n12MzE6s5pSDPMj9RVRUx4VfBPYrOa04SapwAhCCIVSewoJxpdfpC6KERfycPRRvga4iXhl2E29hF66QEkbj0Jr8yrSa/yatVXs7CyCMxieZ34VfGCNpTIcqvrVOK9VdhfCiUTPzf3U4y+C5C242CjH5H0zcVCHcLFGMm3nVq66AMDrH10dgDSVwft7uSDV9J+/EHQTvpnd9h94ECn0WRH7aE3n6qVL9b9u6TM+0Jrf11ZbcTQ0yLoej6vypdjuZBlkmJGkvZ1/o6CLEhtucDn9Otsp6yd4mSI/Sq6KDygjXOEpquPdkI9kR7iN9VclVh2eIdGPkHUQ3eKtovqq5nAf8n1OzfCCZID9tTcOsGy7icbmzVyo9xVwpLtcMc+KVky3k99nu0uRHbEsLk5tY7nVT3JMGOj9O5DU+0oqrwvFKns428PX/BWS3SSVA7aF2082qtOk34MuzPtlwibgyM5E10q8S8J2tYwtm4ySEIzXRJqK9uZNN3o+qm7bKGeyJ73txuUMO573ZQmKd04Sg+BZUn/AAURb2WQ58RXWe+6pI0+rMyqXVVWzhJE6v0fVaWve5l5idC86ojf7Srd0gyrbOLCmieE4nK17HJhUWqwNLCI1y4z64p5zy5+7Xq6x96vUwzdQb+ycOe0OI5hFRGNJlF/Vqx21o194AuvCOR6Zr5wCAreL2GY5Gv2iL/dVHtPI854m6qqqK7nWF3mbIiTv0JnRvbAjo5RrhE8KnEVGrnPN3pURhu1pheVdNZpdlUzT+DkD92KPc7tAh8uSDeq/wANHf5QRmOvFqYiplBvVapfyf4e7xXKkO/5vFyn73KqfbXJ3uL3CVc7DERKDw0GhE30MJCkyuE8a3mzg+guzq3Qmp+VyuuR+/WK8GWz6Z4qt1uairuSGqT+rTzf+Vbv2h3SPbga/QIXO/e9yjtbtwP9Lq/vG7JjF+W4TrvJdHhGKgH7LNsevnWj9ib7jCS5W+fDMKKrN1m4PR10R7OISWrs2dcJCflk9Xn3Cf4KHtnnY1U73IepPc10D6qKcLg36X0q31DqamBf7TYrBGU0YTNDH6Mp8tLEEjhsz1fspvvkZ8m3SAI7qc3KfspTtDuThv8AFPCppr81YK9f0vQv6g+dnvFQ7fuWe7lUcFX62Gf9W37lEOIo0ELlSOYRIx+tug2us/mkJpxtjI+hULU1jkVV8/xqXUw8YE+n+o26KzqD+p2eG8L+OithtJJgdyNIi/cZudVZTLZpcrkVagEQ4JAzxpDwkGuUc1eeukpopmTqX/xEzJhVwaTx5ZzMh5ODaIPrYuKRngwxNLs5rbbJOJxJ2crIm4ly0E4b1+9WPowQmvRzfItOqTZlTl666NVsvgihjTLNY+um/h6T3Y6Ezoez2lKbCsZzqyG5tZTjkSfoS03y33SOmVTcYnWx9cTTWpVeRDRhkZ89YUO9k19JP76vtukhzM4yn40Gw1pdCm0/SkcJcLIiIPH6SqaxBymuWOrXCJ44XOolfmrieQSVOIVHuT8Fph7JOIrhZrrHFvq2HKPoeFV/x/31U0ZgOu91nKzgF9o1iPZb4QTmaAyEU7cp/dWycNShm7J2vwrVbFciK1PBMUq/yjBI4doksbnm5jl+ymPsueK49mxogE57TxYz64pGZxEBzMbnfHkxl7C7bSsRz9WcJjwonYxtkBapGoj3YXGPBapmOSKU8R7nNUSqznUcUygapFeqpywqLWiuTMjTmOB2t8IaIqr6UrX6aw0pJ4TPR8dWoJzEzprgN1mmasNJghez6366s9nyPIOVBkCGjDq3Dnp4VlYm+W8jhwddVPJaGQilNHIwg9Hvtp04/wAmm2kSJtqf4UrMIBvHkR6BQesYU9n+vTXxqXul3gyxF2yjZrSiWvMSx0K32JXAYtkHZciEY1dHgua6kjOszUwjcInhWd3nie+L0juJm6kz4tpBkcS8TumlIK6nbpXFMlJrjECPqkd9zH6DgBOxXkkuUvUiMzWO31XJx3I1uzmUn7KZezTia7Tpjo9xMh2uJpYie6tK1/a8HH59wiEVJaqqp8KB54xA+tG6iO/3BvtujsJwvZlUiMy/k5P1KyOMBIUhxiYcvo5fwrV+2djTcHWdYrl06+T1/UrHpDijGrSuUi+i0yue05eqj9cIwZKKuUIrs+lE4klWl0vTopYt+GkTr5URZLZ3lG6stp0ATybz2fEReC7imPabWr/BSNCkJhGfjTb2PSN+2ywfmixl/wBys+bhDODu7RAHRn79Io9sx/qdD1Dl4/4DZFdyVyc6KQDo57WOTC/hQW2PY5j8EblnPFG7W/fEhnNRqNXGaec+eQ0BqKxEonYvZ2a4D8ntn1QA9mE/CrnDoscKypa/WHcuiktP6mP9Tp6X9h7P/YDLpDY8DkTm/NBmAKxz2vZyxTA/ww9cLQ+W8bHdb8VVlCWSP0Pq9mlTZ9gFJlvl/bXBJDnAUOpNKeNWJOkjlxjGKEHexBu/HHKs30k/k6f9po/yD3wWQdxssm1y90o0TQn6j6yy6QSwZsiGR/tBLt5pp7M7vJbd0gbvsyfPQrtKGIfE8pBPX9I9aenjpnI1sdd+t/nO7JPaNjGGINSM8UdyzVm5ymEIj3GDtqnJmvwpBuZXo9Qo1y4T6xXeNDJZzPEg+eUTxzQvpc/Jt0vrzpEyyGgLKFjkcf7CJRfhWb3a6MMF7HNz1IhcrWJETn1OVP213brlIt81p4xXMc1yJjOUdQxpFScxI6z+IourlWQ1X+URYgLHt/EYETK+xM9Pe+WseR+l6Ki1u/H7vpfseedV+qRr/wDHWDNxrRuK0pOYyec1VEo+2Szvv+Ner5p+7XqYZukaxwpbXN4pYiNRqNE/n8aW+1sSRpsRUwiIrsp+2mLhUyF4rEm85Wqx+P7avcc2i33eY1k0bmPHnCp686yX2KjQ0nf0ND36Z6UMdkII6aqrIrUdp9a0AvBUBvgSR/FRzg7hjhuBNHKlxCzpQ36mMM72dV9TXnAD+g61E3yH+yqAnDXA5rrITEuUmrn/AIKyLjaUsniOQ9VzoVG/2Vs3Ht9aPh4pyIjQsTAET9JWBL7VFzndf10a5bP4FWVpRVCfcxqH8ne0Nk8RTrurcNAJGNX75P8A0qHtfuTySZImuTBS4an3Gf8ArTh2Ux1sfZs+U9EaWU9xlX7vgOsk40uCSeIDbrugQ9P7y86Kz9Roj/clP6Onaz/iH5faXOkWmNb/AKOjCFHHoZoVyf8AnUMTjxwORbDDMpOvcOR9JL2akquQiiXnzpk1pPmDEmu1Va7UfB+hngiXnhKFfowBgIrdRUb6KnJ1ZkVhIt7OHQNR51Z/vpy7B7p9I8NXWyHe1FFkjUd8rvGlPj1hIM4JttEb9U9U9VrNGEt48SdSd+p9P7/eh2JgGW5VYzm75apbABx11j8efVTO3gkIuFxXfvBtyQNr9vc+eqY7JGcD6w5P3qKzUpE4kqj0fVX1718ClOe1YbtHhmhzWsV+U+FOpuE7fsvz3yrlh4a4aiHee4rOKrMaA6+lan1SyHZ6Dqh24AgrB7MXGd7HdR5mf7FZESSiOdtroXNaTxhxO9eHyMaHusUaYGNn+CsfUy5yq5zRK8PMzAjWUPpa0Ry331+FzoqJ1zaxeaNoYYv1lMvAVgDxLeVtpjPC1Q7upnj+FP8Ag5iLvbIJS6jcqtaNrv2pV0l0V0drWoiqnpzptufZ7abfNQG/McVfgRlSQOz+2lY9UlS3kT3dxKzddc4OhHpF2zeJB5hHi0uGPc/GpuC45blxVAjD5ZJzf8taHG7L7DJLjv70f686P2jhuxcHnTuZUWUf3zfJWjrRgi6V5fAB/lByGih2uMJ+oqPzhU9K6/k+3REFMtb39e4rxoiei0rdq899zvJBmejXgHhqZ9aE9nF0PY+JwOc9G73LOaX08rmAZzXb03GDtLhltHE0pjmIgSO1tcrPVaS5MkrelNKjx41+jeKLUDiG35eEZivamHL4pyrM5HZm9Hkc9jlYqcmtd4UtLtk4mBk6CL4yjYM6SYiJtC9p161ohFuqp9b7Qf5v7lOn/Jcoue1J0frtrtvA9kAntje1ENxNvcoGtWZCb0u6tATwhd9/jC2ob60fnJTn21XkkSRbECo9wgydb/8Ao6RODEh/z+heIxbn1dMnbsbuV7t0zZEUix3bYyD8lal4eTLD9TTVyKMm7EPEGRCMe/1zQRLo5CleitV6eCV5SKQbmqFrnKnLT6VTBGcuXKrUwvOnumDn9Q1jsaa6VdWKiaVUmp6p+FB+IiKHj8mUzrl4x+2jHYAomzJKtco1Z9WrveoHxLGX/lOduEVEdL6krDxMt/X/AOjtJfO2n/8AfcGu37fThmxJ4B1/m/m0VkCyXqNrHpnTX6c4s4es3EVut0W4GILuztTXM/UrNeIeB+GGmzb7jNLjz9bP9yr6i1xiZFzotRrbv00MwC/LanCzLqeI3BFolYVsuQqVZ4u4Ht9hsCXGIUpNx+hjHvokuV/Bd3pd+l/cgK9hk38qIH82PcZU/aJYe4cW76B3QTh7g1T5vfZSlwVIW2XRHJlBkZofWrfTDVipb7lC7zG9Ce8lDLxU0xI5NK+spR0EOErENtoJdDPmpktjk2mPerGavcdX2VbbaHcWKQ+2/wCd3lqnDhCHrINV5VX1VZE9B1rxkY2iK0Jdtcvd5PspouDB2vhuHDcqZevkT0WlewpJmHANnm/OfZTDxA0N0n6VKrgC6ej0dR1frNLAeoUfRUpTAsSj65I05omvTp+FTSmI9PsqOUMsWUoRizzwqu8UqvJ1j8SdNE96JOJFUejam+vfWDZxGh1a3IzCckzQGTKyJebW86LXGKKU/D3OT1quWxsSO0rxO0fjS31K/B0aPQLf8Q47NIh5fFrCvztiTCOTwVKj7U5QV43kPI9MNRiaU+NPfZ3CZGilKIaNZjKKvilZJepQrzx7cTqxUA+Toa9fsqV2cbzNq6NjfSleTtlIxQuRzH+C6fH8Ko3NDNXaeNWqicsN9Kb/AKCgJGYzfOjh+RGe5+Ndm4biu0GNKkFc9MYVcZqvq4Gf2d1RmBWNVHK7P2VVaF73MHhd1zvK1P8AurSp3CFrVWo55RtzledWbFw7aY89rwtIUieR7kyjak6qv5Dj+HdVEDDxFBW39i0lTqpN3Rtj/gZWIphSIqBZyra+2y6937PrdAL9dNe32f3WVicNGvJjVR1IcvUWb5yWt1f0La9Uvcl+ZK9TsGUYeD56E42TdOiN0OYRSU+X+fA77tfSUUg9HRofWHGVUXKKufjUCOdnmq/20qynfPk6fpvqn0UYis2lJsd6f61H/jqyOdaYoDSpt3hD8NDGE1udWIKq7bV3lXnUi5cVqaNVJXRxM5mTbd/EVrptRBo454jPxEcaAyK3iJ7Mb/f/AKSl+2xu9zGRVfso8jG6npjGauSIcuJH8P8AHVNHEznVzrZGI4g8/e7zO9z9A3s1qg8KJHBcIZRib9WhOt9YFJbuuKVU8SaqlY7Lusqqv41MVF09T+VBCRE5HX6uy9NoLe9c40ORKiI/X0aVq+ZVVMO5VUI5rOTSdVVkTs2cDZ2O3wdk41jKcmgUn2LtXl5/GnftXj2mfCnnhXW3LtrvjGOQzXqrGWyCNVGqTVUnSiK9w1dmgdYjA+m6ad2D9DhnWl3Alugiu0Te225GSQP9HS0Ekdq6xz4aM+bXWMherFVzl51M8hzuYJj1VvqnpQvpYacydHRet2aVNiTwbSdB7I/9JQdt/wDTVBvWv87d4zMdfnrGpb2+COXl9tfYSmVU0rlPtoJ00fk0V/xLd/kG/jS5Bue2GJ/qyP6Hs9+l0o+XXRNIikZivDtfW7PwpyVxXPBxb9XZqm3uL7YpzKuj0rQewtzY/G+ZJ0Cg4bvaLQBkEovInmr5IiuReTVRfspwk1/it0c113RToi7nyE8lc2yHFA0ZRXaOMnv9dZTEh635aRn9tXWAIj8KRf2Vm+mibOTtJ63dXR0Uk1Q8iCKTvfSURQf1lCeI7zboyLMRVlShjwMLPLSOkJSE62rqq73Qncye0f5qr6UR/N3+wViKaUYhZvtCP6n/AK/xrlocOEpPrc/w0bWFVYEUm/ufP7tajjNI7cJcbDtp0h3Exdr5308XCdZpuzLiXOKIjPTfrEbtG/Kn9dB0YcR381GjKDowdBNU0zuP0ge9WZUQK3OKP/p6UeJQxEZMMG7w1Fh23iR/2dZBfRK5zCOVc/reNCJD3I7qcuP1/D8az9OH8ko9Rso/b4HPsjOF3GcTfMEQmq9ckJooz26zAzLtanAMEwmBcnsya6zGPyVVTqq7AVXNcq5ZzrXszOTL1f09mDsID6lRRvai+DqtJFI0aNblF9XLU0eUR79tAqqr5UTxq4oSKqMchNxfdRKYI4HvsQ2ArMKcwhf1j9NQ8Uw2u7QilXGDnywmv2dB+HIDEKB6DXXr96jF8jMQ42c3/drLFcQPTVMkp/2DrMlwzxu5xpsbW8elznu8KTp7gx5CtdLA/SmNQ3+NBpIWuE52l+UzhfCh0u3vYNjwhV7Fb1L9tZ7NJFnydrSevtp+ITA6WMtpYmokwCr4/WImFoh2mnjzeF2NDLA9zStVGifqVUrK/ooO2iqPQVfRqqufxo3aIz1HrdHRj/VM8lxT6KIr4Muv9UfVclWNEIjUdnGfGmy33d8iOGEYb02uSET1qANuVHs1Nyxf76LwoYgKr2s05+K8qayy6YkxabWvpX3LBIWOiDR7JGlV56V9a7tMXvkxgVc1rFXrevpVlHRzR38sqiYzjwqtHK8WkccepfiqYzSF0K45k7n9p22dyDgZ8S3JtRE9zRrqgIqD9nGEQhHv1v66ggyiFtm0VPaffqQBBovzr/4daUrhPBwL7nv958PGc+eQupepmMfCq0+2sMjRNK1o9PWqrV+chHhRrHpy8dPjQC4ucAiGarkanJ2V5LSbtL5eDt+ner9PZUVZ8JgyOGs0DWJ6otXYzrfMhNiuuEcTm++5aW7sB5Q7jWI1v2rSNfBSBjeZj8sT0atIo0q2cm7W+r2p2mucU3iDB4aNarHI3jKmghB+Rn/vrKeGXkWaxHF9puc81V4cuUsshIpS9a/PRZkUYpjybWvW/Vro9myZWTBfZNiJahocKEJYitNIDlq+OurMu1K/b2pcZ3R09dKcOQ1q4YiuYvJUX1orbYzFy5CE1aco34Ut9LVWpsp9c1N11cKWLnbyRg5LLisz9/NXID7Dabd3ufcYqr59sb9TqUuMFXaHrYqC1cqUxiGQjtZFRNXKq01UYyM9X9Rth+kd8eXw/FN677s7QU6Bx/kbS3CZ+Uc91XZ+FMBYb9vlrrqHBVFy9V1fhW5ODzeSsgXY8r69RdITvnfXqYCKEqGFTNY1KhPEZtqjE519aZHOY1H9frXKIRDa0dlvqlTGAPuK74zkRMtqxam/6UC17asIJSZeruXpUQGOWWPDuvPKgfwWnvHDigaDt5lMvNPJSS1VXzLyWnziqO89nGi5y3zLSagWuXSlI0/CQdL1vPXIwsVW5YvhRSCPcYj/AFSogR2sRcfCpoT9iP18udPefGDl0fud5UntYNyue5FoM5GvKrmuolM9q5cPRaoDARx8IqJQ7OCPZvswSwG6yalSrctWPRowqmX+ZtdECkUWpPGoYkdxFcca+3f5W/CqX8jmr6faQSGic5ztWkPy+tfFM1omiH0sX19auNi7REjbO7jnuURbbu+sRuxt6ffo+TKkR+AbYbWy4HVHN6PVcUTBYCxTqNHOex69PTTHZbOONlqIrEf9tGokQiFUbkT7iqtSYJkGQbe1FZrTmiVZWEm54ckpgj21M5d6VM+AmHYTwqFimaIMYiEx0M6tVQFjiALvGU505Chcnjx56F3Pg6FOGm4sgBBrrwJ9QgMBbY5kaVzFR/2VdBbh80b/AH0wituhGsRnRjxSrQLUMeft+NQgtDgKnuV82vZPTb0f/Upr+j8e9Xn23oqEEl8Rc82qlRLDVSJpYtOT7d91FSufo/DstRKhBIlwXvc5PBaGmhPa7S4Wqn89vRHvVcZqgSAxCZe9EqBpyJkiEkkTEcnMf3fLSdeBLHlvY5el3guPGtgS1uIPlilTjmxZj7wQ/wDVjoIEbRGAhNjLW5b4JVy1PVshRGRUTGUojbrYluOhpj/Yv6UYvotMDbENI6d3Gh1f1I/4JT44LK0F6OVCNYNF91MUwQQtIJSERu58c1XhRhhRiEY1Xr64/wDKiw48Uaq9FYrPeVVqZF5LnDogxval6NHvPoPx/dCzigBYCN1i8znUYtYC3Ndxcjj+5S9HtIj3+6gYRVYLwVtYncsvwbOR+g8mUcy+rV8tEnW9WR3aERExlEojb4Txwxidqe9reeKlbq2FR+cIqtwjc0aSHnPmBXSERqO1sc3LuSq3xozEgNaLLGt0qmOa5WvqBUyuY4jsIvKjFtGEMTR+OdaZzT4jIecFRsMiha1qIqN9PWpu6rpRhUVqY+NX3GeyTtBE2Rj321BMYYklFN0Mx4JRxH5M8+MRANUG3JCNDq3WvNE+FH4FvU0jQ9fYt95ExVOLEAh2Ga16uRfWm8ZIwoSZanJMrU4mApzmFkXTxtjp8PtShx1aOSitajvlWm83dO4v22evitLrwRTGeiZaqJ0rSrE6iYNWlu6LdQrSZCjjkejupV54pYnS3FGoke5cu8HUwywIr9CDXn449KEy4WdSJhSJ5KWl/TnYxuu0MXp16fgHCkscNYrwvI5elVVaUuNQHCxrIzFa13nphYFzJbmP1I7xyi1DNinmDfpVFTw6lqtkpbvXwNo1S26XpWe8WLTHSMeK8mHIvXjNNDkYU7iDw1F9pVENqYkdhX4c5q6URPSi8aE0MNCIuOeOfwpOqarfFjT4NnpVF8pZTCe8+gYPWxg0c7DuSolE7cNzZLtL1RHJh658KpwogRNV7DOY97/K53hV2IFUc5Xkjtb8XE8aKyxHXyXpPT79PqUhkIOI3CMuHI5z9eHItLbrewR1Y7qZ4swvhR64P25PtEaQTk86etVhRBGKiNTSiv8AVafp64muNpi11jdV+sQOhOznTn8KtwbbuNXK6HfbRgUdF0NRdH41afbyCO16Jrbj0p1ZzuoBPoj79eo73Q3z/wDaV6jyBvPz0ITkTOOefCrUVrkVUVuG0R7nhmprVVVSvltGqNURmO1qvjig/qRPGJ8leOHfK5cOcxvhXahdFltPsq5E5omavRRmCZzWKmhOa8qknNZJUDlTSjV6qCeZ2Ab52wMzbkC6cMmKiILA/JSi4JFyipjNM9iZFHYZAVRSE9pr9n/BQx8Mz+aNXH4UirYm6J8HU9Rve/pO3vBkRvtm5aqrVq+owUZNLWOIvwWrYrTME3Xya71atCJ8Iu4riDIierqZ+m78P5Fuj06TvX3gpzl3WjTk5fWiLYeyzfMvLHJUqvFZGZMzIeqafBy+tXJ8khg6Y7OS8movrVvuzkXpdtde9wXl5Suc5elKsxmvdzY3l7iV6NGM9vdRswZ3MiL8KJxoj47dCLlrf7loWsVYzI2rSNqp3klphoBEQzGPIvPKJ4UyWkKvMj+SelBLc18l6Nai5z8PCnrhmKjs6mj6fX403bOzuKveuO1C3BhMemHi5+i4pht8ELThV4iKP3mtdXojUIbCDflqeCUbCDCIrWrmqiOODn45wOvE3B/Athl2oEhLxt3CMw5CDkh9hufc0ddAuKeAyW3jkNgCYRWzXs7oT7j6fe0tlrSbw2e6JJcwduYqDDo6vxfSXxDept44jbeW+zVunaYz8y1nkqELM2z8DW7iU3DU+Nc9UVND7j3gbOvb+TR5Ki4D4X4Z4qtdzjx+/JxCADiAF3hmg+P3KcMWXtMhKhkSHxWEO5uD8shB0h2CYSyXsFwiNUckDsc6hD5wJwsO7cQuS6NKK2AA40x7H6XMZVyw8LQL9fpv0fvW6yxB78iTMJr0Mp47Utm3Q2raQbK39EmSV/2arcJR+8dlvEwI/wBfuMeTb+T/AI3KhBMkF4GDI2Us11liTluPnMAR/wC5ornim02AMa2TrOty2ZQ3EKKQQesegmjb8lUO7jeuSD1YrgRY5Wn0ZwF2lKhA7x/wtabTYrMeCk3euEbfXckD0M/o/JQ3sw7PeG77cZceSy7ALHjvMxwJbWt5emnR/wCdaNx3Jt8ewcK9+twpmq3j06zvHp9mzPl8f2112SSLfIvFx7haEtv+jye0SQR+vyfPUIY1beEBXziAdutMJSkkKuhZBNW2z776KXSxcC2eV3B0GbeDC9maQkkcdmv+j6H1oXYXHb/OCb4b3cnbVZrIt675N3x1LrqggrdOALVcOFy8ScJOMoYv+uwpG3ug/fZ56GMs/Z65bXAOC8y5hmMSQWPIGxjHv+49laD2IBWILiNC/wCqLa372fj/AMa6ye3JIiX22NMLpWWzP8dWCG+P+zvsvt/G68NXqPxJ3UbQEfNHMD+cT5NqgHYJwJw1d+L7jwjPPc3NCJxYxI8hjcsG/wCr62VonbgJi9p90eo+ajDq/DRUvYNaI4u0gs4SZRbWZip+xlQhiBoscl3eQEEw4bXKjBvJqdpz8+mnvtF4O4ctPCPC0yEG4715a6QveJDXsDo0fc6/P40Gi3e1WySWFD4EC6MN78qS8SfjWjdpsgT+C+zwzIg4moB8ga/Vo8lSXJsK3A3CvDd14fu6zAXJC2MLC/k0lrGH8/ro5eHhQW3cH8NXLg653/hpLlENa5Gi5RppBvd+sx7GMp/7MNj+a/GSn9iFYTNxdvXo8/uUKS2/QfZjPkWKSl3g3mf/AKRleR8ZjfK3TWV1KYWOzeyW+9cWxbTcO8tFKyzWB+lzfZ/q0H41gQLRxjNtMEBlhhK4HtJHW/QT9SnPsfeNe0KyoL5l/wAlAe0tg3cd3rc//wAkX/PTEBL/ABvwhw1ZuF7BPgx7nv3kW+TdkDcwPk+RlAeH41pkXaHAkb2yVWjIwZND2a/3H0/dqXPgfgbHuW3/AGGUlcOCRb/AXkNe9N/z1qQMMcfWCxcO8VS7Nbe+JsIxHkkka/XrHr/Nsr3Z3w1YuJ+IQWm5d8/KdajJGI5mjA8++yivbQn/APNC6fqB/wDBZU3Yn/8A3ChfiT/w31QvIGfb+C2uucYP0mGZE9mLdkDex7tzR7jKM8E8MWG8Rrn9ILNzb4zpH5OUbGv/AKPyVV4iPwzuXpI8AwLkM3syEJqY/q9p7lMfY8sdWcQb6+NsfuE2/I2oWDE4fsN44Vmz7QswJrf7QsaTtv1t+49jGUh4A8mtw8OrUI0fuPZlcp1gP30Updia/b0vAz9Ss4IxGI5M0GCOCTBVHOTKIi0LljV5GpzRfBMtowSK17lVqq1fWvkqONw2o1EV7PtqPTDxyFpdW9DdooT7YxpyEcRGJ8FSqyw2Ncu01HJj1pnubcxHOeFEVXevjVWJHdIb7Z7dK8mo1Ky2V2J2RJ3dHdRZPVZAXaYDSbqO0py5YTwWvsyHj2L0R6JzRcYq80Hcp+huVz4164mGonOIwqvZ4K1OVYJpzOLD1tFydPqIA3tVI7+kTkY7GXV9aUKIqNjsc5OaKldSBbo9GFznK8vGrVsir5EGmn4rVaiitVypn9N1tlt0JZ4KyoyVIa0rGic9ML8Knjw3tNto5jUVcVYJGQSOXTlU5otXICMIjHLjV6cqd6dfiNkmX+KNDDz9TWdDiuXQVyIxrfRtWxvIU2rRrYnzVeBGa1q4zU4AsV6M0ZVa7WTxBT7v/wDk2V6jvcv+NVeqiH54fBeMiogkRuPFFqaPBG9NSlRq/DFOb4TABeqjyv2pQ36Mc8DzBDzz8KuPAaeORYaIjJaNa3UxV6lxRAMARWq54lUaL6VbjRWDlPdJdjKYRtHYwBaWhaFEY9PFVrBq9RFCTZPmDrei+nfW6pI+whCYgxbSx2aU9yoFMR0lzEG1iKngtFjxFYFCsVHI7xqqcLXMa5Uzn1T0rkURbZERZJ7L1q/6Nd1SYBbgOJI+1eVXA2V2jWVV0fbUkHQ2SrHsV6NXzUUuMrMJ22JyrjlTrV2vEitHZ9Tp+8z658PClNeYLk7yi4TNVoVnMwipIA5nL+2naNACSI971VS51YT3ahYM+69ryoV7W9H2VtR7a+JOHr9No2t6nzAuR48EQla4qMcq8kTxqnKYU0hgBJlF559Fq4yzHizCHkDV7iL5vRM0wW21K5rcYWtq0Iv6knM1GuZ16aeCjZYGlMaXsfnmtN1oAjF8Ewn99V4cZBrpc1EVfWjcMRGh6WIiJ4qtG/jk53wXLRFRHnK1faKngvhRu0sV6t3X4HnrwnOhltdl+lCJn1TFG47Nt6auSu8Eqf6GaYj5HHtFvVm4gZbkhJPEWKJoPbjZ1/46BcPEjwL3GmygPkAC7Lxt96qvLPR4VJ04X40AQcskiwcOXORfbF9JzLi6O8EdJAxsYDc/z0CEBjiMQ3iq5fUIHYYqufpq4BnRuNfqqZBGHjW9Wa9RrcgO/osKP3XrGzS//HQnhO9zOGZ6y4iDVq9BRP8AKZtUZAeiodDPnq4IHbmbgebIU6hvVqUnWQAxsOz/AD1UusiwHBDg2iOYMOKP2hCDHrI5/nJVDGvoe/VQqaOaIRBxhsf8vVVBjtxrcbTf7XbAA76I1vjd3HuDHoJ5Pv1NwDd7Vw0c8ySs32wlFtjGOka2Enbo0kiez71FpP8Aq9Qhbt9wWzX1k+zGX2C5Yj2eejV6m8JcQHSaYNwtUo/+sMGxjmvdSt419V+kVML8h643uGCzfQHD0MgYpOuWQ/15qVIggtvcM8xC7QpDSP2GanVZI/VzHUacl9pUFhvtEu9t4j4hfdIopI95Wtew2j3Errs3v1s4Zu5p8sUomoaCYwGj36XSP/KKhn9Y9aPqhgLmxANuh1t+73VzlVXkZtupq41v1gvfD1htkJLkkm0D2dwgh6DN6Pv/AHKV9wnW/XVaUd4x9Y6XISDrwvxnZLJY7xZbqlyUl2HsIQYx6Qt6/v8A36ocAcXR7DcJg1B321SnuSRGJ06/6Ss4kFIa5qTbJth6n1X4du0UsgkFVJua3urPuyRzW+EbxwnY+MwXSCO8JGC8jmAcEauT7Ne5/wCVDuPVtt0vMq5w97aknIYmtnUzW+l2D/raEGTWx1FpJ/ZY89OQSNvEHEHCV5sNltLvp8P0UPYYQYw9fs/16ESJXDUe/WyRABMDDiDZuezHunewmvcpdIFRue9jPZ/dr6BwVYjnM/ipyBj9xFeuDOJeIn3oqXoW/p3xsGzr0fv1xwpf7RZuMTX3YPsI9zxxxjH79IwtwZdCdDKkGN/1m5UEjfKk8JHfc54QXMx5TD93FIGPQx7/AM556sdmt4tNoh3NJ6zd6WLu+2MY+hv8dKAR6/bk11ZTUzrogxj4U4hThq4GIHdl24vQQR+nW2hl9WwHkKezd/Fl+ds7GdH79QC0KmtWPWqxQP3ejyVUwQrIxOWlVRz/AIrXG25jlXzr+FXJCKMjE0J8E6ajd0qqIzUtHmIA8gucBpBaearQru5IjVc1Hc6Zyhdt6FREX4pVORGTbRhNSovwpHiA632cC49FKmpzHK6qRkXeTSitWj0iHsOXSr0avxqiQI1yqu/uri3xMWZPf+lOs0clWWFQxWOafdT16a4gsc9qda60XklXGdYdtV1fhXMRqNNyrPZPOJOnQldfMRyfdlfAhP7qpaywZgyo7AdfiqUeaFpFz4VRuMfWArHqrUzhqVapNfepqs2Xp0WGYccaiGo18W6qlEP2m4/z0L4YXdhMXOvR00XZ4V6RX3LuPlV1fRudT2+X5K9X3bf89eoxYoTLezda5yamq7P4V2y2j2tTUV2FzRp0RCgR7Fy7TlW1UKkpkN6qLQxqc1oJngkf+RQvAYTGomnUbPlqW2xztE1CO06vBPhXQAMPennfza1MrRR4Ecu41cjz4/CvOat5usx8QfVvQNKml0f/AHuUnsI0atcvT6UPY9SztpSeHLKUVmu0scgmYa341BbYYNhTKZN1q5fyrP1ZTiDffQmo95VuEYEZdIXPV3r9tSD1kGMaDRNHJFWupK7khqp1DZ6p614rVVqsG5zUdzR1Aszv3iLNMiVdMDXEcnaewRF0PXnRfh2yPZD3yPy1vNOdEhWkKx8IurP20btdvXuyxttMNTPmr1SRD1xDHzXWutbuqirLhvSc5GCajFTqqa3xRCY9RMev2U1SYY1M1yI1UdUYYoxKRFwv2IlN8+Tnb/mAG22q543lerU8WpRSOJ+nx8Fq53J715r4eFdgjPY3xRUqp/AziT7AEN5lMq6HM9fjVo73uXCoquTyOr7Gbh6LoTTVt5HDREaFFfQYjIiZjPJyw26BMMXUvjmpmI5UamHVANU8cLVwfpR4JJA5qC1c/GpojmMYqtxlahmDKpdQ/X41KMR2Caq6E+NXgAmXwqmIb3q/XXjEIkrb82qqcyYqLgB+ioHsCryZToRK4f1EbnklB0kFYqYdltFYpCGczopZC4RmrC4VHfjUMt7UGg8818anJ0s+C1TPkqN55wvPlRxMgHDm4VMLXvxdUj+SYRK5xnlRlEbkXwY6uStXT9tfCIxruTudV5ElWeZeVUWeK9gxvWqE+SzZaVr+dCp3FVrGYgySdGj3HUEmcSxyx27bUxQw5BhbJGqZa7K1HMerxt6vGkqXxIALURhBo77Kri4pc0mdLSt9aCX4DGieNQRyPHhrn+vxpNGJsLiUBV1e182Kvn4h7ydqEFhqJybmqltV9y4ujr4savNtZc8hmjWPQyKzRRauIkTYZo0VKjNDsKla0EEav6la6vii1omhjcr6rXMiM9MEExHo1eeVqwBzV82E5cko4L5O9BF060RfjivG5MVox5qVnUqbTFx65qZRIrkynL1qgCAZl22MI3+ypn4VuOde0M3kRninxqwrMomW86gRxGMjejnlPhUknQrNzWufhXwYG76v2nc/hUxAo8Tmoxc0ixy605Asg6M5oNyqvq2oWTHNXKI9F+9Vp0Jyqrke4apUR4ZOS69xazb4zydyKKumW4j3G+rEmj7anZF1qvSiO+FVEUwkZgat+xKtnloxmrSrH48a1V358nJfSbHwoHvgWIdrW+dPGhJWPc9UVNOKJTSPOVHY1O+NQPYRHak8PXNcy+Oo8yet0U7ERAYsR+tXI3l6LUoQqMqavBfWiAGv29Lm4+FfHNXGFZSOmdCu/wDJ9QeF0IqO9aryHsex7VVNSeFTNjvc7DlVtcrG5orBK7C+NTpy/AbapUPvCYiMjnRX8k+NFJBVYiYdlMc66PpYNysY1vLm1tDTle5UYjm5X0rtUJsXJ4PVX9a53JO8/wBJXqH6x16jEDA1mISqjlV+f7K9PjL3RcPXqb5vhVkXsyaX46vBKmnDe+JoYnP4VJIhmFo3HTpBDcufjR5qaxJnwXwondeHZG4w8AbXcsvalUFHLDlDRXNGnvInhXn7qZRpg+oaL1GvU01uC7oJzQ6GqqOcuhcVWJEkbWgK6VanXy81ETsKYqOaiJiphDK1249U/Csy19Tk6E3/AJAwIh2pl2E/GrbI5NLGOcitz6VfmdWlV086otINpFGJ66s6koorxwR7JfkPMt6d1G5jFTNHIlsELCv1akZledV+H5wJUdkculHtbUt/uTIEtoWM1vVnPC16RNRXs3SfMdVobn1W2PkqX6QCA5qlGmt3la30oSC7qRzmrF0/b8arXF8mTN3ZHNq/3VwRkTOQ7r3/AASufqNU2e09DpfSKa6s3DVBMGYBy5a142dX216MJzh58WeNL/DoZ5iGaMLtTGcmr60wW0r9lgSjVj8dTa36R2evcxwPUaa6L9injorUTQtfRqZearXiGYhHdOEROX211GL3hukfL4pRzMTyc7ExJ9R+FTWvOuhzgOM4TnKip8KhNyNtuTnivgGRRO1kTK5pmCFtktiSGJhXN+2r0x+kKuao0RfBM0NWZDwqNHqSqT3v3tY2dK+jlq8CcckxJByyGNaIbnNTm/K0OnBuHeWlYMTm55oq1NMPpYjvpLaenjhyUAut3jphCXVyqnqjvGkPPIaBx8kgnaSAE/PyrzSr8a7sVqM0uTSnm+FIke8w1TIiLu587nclqrdOJHhk6BkEqY549anU4DNQjy2Gbndatd6xafrMVj4uLJISdRUz8KvxuPFG5jTB1ovqlM6kCDUXOTHLnVc8kbNTHlGx/wAFWlKPxbFONXOUg/soFeuIoQTvOjFM74K6q6hY6Sp7kRzQua5VT0pLuwrqV5EfOe5jl8iJS5P45d4iBt/bUD+M0UaK+KiuX3tdSbPgkE1zs8gjWuarsp45SgNwhzQE1o7Virq8VjdqyBf+squ7iNj+SgaiL8edLx8hArZlvTG079tTAHPTSxoF8fGiIrzbMdTHZ+xKM268Wp3JmrKfMyhLF4w5QSYK3BHJ8aIcOTFh3QRhvcwieKrTKFLVcJjTlkBYrG8k0+NcTmWIJhl7wquVeaMZQMQO2zi24NcxkoSORPf9aKF4ntb/ABkYWszm8SxWteOKJXY9+lZZRSKRSbj6XuwQ/QgL5bXMbpKN6+qoSpgEgSCIqzGovwR3hWD2i5JFjqx7MOXyriisbiRRjVNC5XxVEp0Xkk2OQ6dEfrjmGfPzOriPe9xV3oyDM311cqyMvEskj8NlvbVd96nPyizH4X1RKZF3BDZD3ooROkbICO+x/Ohn8+RDX2wUYqeKq6snW4SHZxIIv7a+NkPe1WEc5VX1Wg35khsUfjy2K1WkcRfgjG4q5C40tLzaHEeFfme2sURNDVdrRajSQ1XdZlY1PBcZqbyG/k4jt72ptoM325xULbxaXvVDlG1/omfCsE7/AKF5Sc/DFcEuAcqpJbs/hS95D9FsNbioiNlAdy8FelDLjcYWpIwZQnuReTc5rBI92JzVh3Y9OrnVqNd5IlR7SaHIuUVearUzEjK3sjwbvGjIQG4oOpfFajIGMpHDcdw8eGW5SscXiu8PGrO/na1fgtdg4pvIx6O/uVPv1eFNaa++vwa80KrlEczHz1NFh6nPRF5r7+Kxl3El5Gukcp3hXcXjPiMZWjHKXnS/EjX9RZ1NgO8UA6ormEIicnt81VT3ORJG1kEwh6V9o0nmWsuH2gXSOpDHjiM7Pi70rkfaAkk+8aKNqp6jpqWQc199hopJMgZ3qciNdQm53AGnccXBWryRtKE7j3e1IujCu8agZxVCd4Maq/bTd/MwJjxn8jJ9JM+Lq9S1/OUH6NleosjDcSM3no9HuyxedW91WoiotUVkMGN7jnG344XFQLdrVhFdcgNx4orqkTBMSHI8l43a241VcQwpsZwZbUy79lJB+M7KCQ8KGQrk5JpXxquftDgidpSI9eXjVy4xIYYJNiDHVSAflfhVdkMWhzSsRqpz8KXncfIglI1jGp8HLQyR2ibiK5dCemErC+nSfB1qPVNTXPeMZI4XEVEQi/qpUkeyMd7YUVda+r6Sn9oLG8xP0L68qrG7SJaJ7Nqkx6ryoVoX5Nj+t3xHaaTD4ce0jCvKMWj0SjSW+3Jhz2Mc/wBXKlYaTj+7PT2ZGMVfi6qxeOL5lWumenurTkrrT2nMv1Wq1Hvc3aUC3Pd1NwrfDCVHHBDCdmiO5NXvV+fi8Z3cjcfSb855pmo04pub3Kv0mZzk93XR4+YMu+72y5+kJ12tkNioU4xK5PVaEMucGU1zwSwKqeiur87Sr9JN0lecrvxr4G6PRyPVzgp4eaj3idhv8q8Wl/siTADeniqV8Bf7DBw19waRXePrX5vuV72T43Nar8a+iuZyj1tVGqvh61N5Z+gLhxjbd1+2qOz65pTvPGpmu0x2p9i1nAHXQ7V0+vwSopaXYbcaHqv4UEaiJJNbjbI4lucgquedUb9lctuUkqojpD1RfvUnRzzm5GUbv21YbIlY6RqlMhs+BeyfkZjSX45nRqfjVI8kb+l0mluVKnas6UWoDGl6NbmaV/CgkgwOMJvJshyVGsmPnCvVy/jSq+RLei1A0cxztTnvalUQa3nHueC4/GoTynNXAlwiUvjjziPX2qY9OdTpbZrxciLn7Fqw9gTbepDct1tylRvup3LzKxaFktcpieDlzXo1pluPtCGVznURNhMe4J+c/wAtQCuKm+r5fjTEvZhxG61knjCr0YzXt46v7KT+6FRVRMsVPGpAGwvrJevvLUbiPVfOtUdl/wA769sE+d9DggUGZc9Lqvx5LkT63TS93d7UVUI6udDlXGt/9tSCDnFkKj8ul45fGuJ8xEazEz1+NKYxER6qryKmPjUqia5rMo/OfjVbCBsUgiuXS4aJ9tTbxM53xov2UCSE9vPLlb8c18SKRX6UeqZoNofTDonkQqK6QxE/Gp95iPVw5bF+NAQQSbiMXW7PrmiA7U0bVdqX7aMnTCIzCR7dTo6/trokqPuadQUT7HUNfAaj26Wrz+ypD2cKi1rlHfhVyBgtPmCQiputTCejq8KdFXmQ/P8AWoAeANpFVVVUSqxAiREeIKux40E1kG36VhovSZi4qu67Qyuw8rGpn40rpFIshEIitz6VMaAxqo9BvXH99HsGdMZEnwHeBmKlfHy7dzRHhXlzzS0ASNb7RHMRV9UqwkYSMVUw7NDtgnTkOBm2zKNZpz65q2tyt7XLko845JSwKO5iv1MTn4Oq4OO0gVI4GEanN2PGl/IWzYFfpOKmpHvHz8OdQvnhemNbE+3NDAQwPfubC49FcnKvsyExRa1XQ1PglHKFwszyWnzGq5F5fraqibIRivVpc5+9QYomI7UpFyvglQtTCrlyZ9aKYJGQzIPKVmVImPxqq+4uazSjsLQ8vNn1y/hmqftFcqZzQpQAGXz+XlqB01c+WhuonzVyrn/NToQWEd5/xWvUN3X/ABr1TYQ1p92lP1sJLIvxy+hyXATSOVTOXn+NKku5Oa9zWNVH+uartuB/Skzz4Oh2jsa4DX2rUTUn2Yoea7nIZMEc39tLb7hKfyR+nPxqEjyEfl5EXl6UMI+R0OkQMMm4PRuXStafjVdkspfIqaE+2hLWZTmuUq0oXOi6mNTn6otVOSS0F40p4mams5/atUJN2lI3HhnwwlWe76orVdq5VBJjbjU08sfZRJwJxvkpfStwcvU+uO/ycOy/nXTg6UbmuHM+CUzMFbH+SRs6Xhul1edcZ6OXD6r9SOxirAGa0XPjUjgHZ+Tgk6cXoId+n4JU0MbiK1uXc1r6IXmTTz+K018D2IlzkDVRqsVjvak+FSQ+gDLVYlPO3Do9GM8M+9T3aLAyY4aKLGn4elXpsYI7u0TBqoGNwzCeP20wWYDIgVUbX5cucrSX7hyUYCXDfDUYTGDMLD3eGUozeOE4rWo7aHnHwqXhxyypDFe9Vx4c6Z7g5HMVEbnCUg6EUR8mMXbh0bZTlUTURPhS/c4YYzXI7DUWtS4hewIHvcPmnPmlYjxtdlLIexjE8fjWmlvyYtVWiAyfeEATQBEwnvfGuQcSkRPasR7fVqpQY5BjTONzPgvwqi1z1eri4T4Yp+Dmbx8tDbRdTIxuEK/1X0p4tnZqh0Rd1FY7nWI265Ph3Fp2Jq0rzalb32ecbRp0Rg3GwiJhefNKkIMRwjD7Ko/1neEYyo14CKM6iioMuj9ytGtskZQ5zyrmNuhvBBKXlIZ0PqQo6XlPBnP/ACfEIdIqjRCL89N3C3BtqsSdARFke+Z9DO2MN/B9GXmzKR74EhHbTffYv/7V1wLxXNv1p72eH3ce+RnnqbRbvLeRohARk1bfj2RGVifHfZpfA32WaDH3oikc8ZNbG1uUQrnvGXFWZgXEepVo/IHg/JFzsF0tsxIk6I8RXeVMZ1VRdFc1cOaqr9qV+sb1ao5wCmMjos6OvsX48raB8f8AAgeKbcKXCaGLPH46h41soJrA2H5m7uTNTDjfFK029dl1+ttv74MIpKD8+y/2lIxmc0oIGbAMsH2uR+9XW0Qm2m1roxo+RlTWgYyXECEH71QDYUCDYGL+UNc3NVGkHqTRzT4058QWoaRzOKN6NROnNLlpga8IjOSLQJI7Zg+2rQWQmtr8J9lGe5DVzmoTDXfZRG22bXgrWqrfBcUaDY/bNRuGp96imckxgXQ2wPzanVZ7hG2SDInQ/wAj/lprDZh/o9Lq+zLPto8a9FJkPYZddLMMm4VC7GKrNATZIhMKM7PcrSLxYBdyITGWbPmZ/noJZuG/y4ijEqoNmvRU3h7BFutrLHOJ73kXU3wrz2q0LHdaYpl49Mx86O6M32aD5olJjnkkmQaK9G+nOriyZ4J0wgwAyR3PNqc3NQOeBF0sTGPRa+P7wKIjBlymvC5qv3d6ke96pj0qbZJiA3ZDDOJXlDqGF6orU9XLRWKRHyHCIxw0YzlhPHNCbCEiAeNr0ZyR6ovqnxo1bok1dRRGa7r0tRfVKPbyBvJHQG94Yxpl5qitVEqvxNaCMtgslRCKXkv2UbskOW6Qxj0byzzX41T4xHIBIgoRiqivw5fTNLs4NXvQUplkI0ar1Iwf2c1oUSIjF9er40/zpEiQLYSEiKni6l8tsOSUjXMT7OdTqzBl6dYpmCmF5LVVWKxaa5tvcwCq0aJ9tL0kKtVeqn0WdQS6FFU+yuHfhVmoSrzpxlIq9Xq9UIHblHRlzlDV3gZ9U2YQn7aZONoaROJJYkx9c6gWnS5VwlIydnpkZkSvuOSVMTQ5PFM185JpyqVMxgZsjeejDc5yJ7tNUWzGl2gihRcDA99BIAs+nVWsWVGxOAbmXBBlkReigcPoidEgsNAGRrFVEZQ8kJ6JuL5PhTDbWPbBjjwiKrKjnDRGoxURFWmJOFAro7xLuEPS9FH41TYH1fTHcAJpRjPH40JfGc1cPXlS+oaugDiNajl5Vbgh6tXgldoxmUTTlmrmtF2w2GIxGch49KLeV0CkERps1kcQ1K578ZVPBa3PguyxLfaYtuRNwqs1vf8AMSlLg2xKkJk8ok3JDMCx6D+etp7OYCOhQE2MlYv1lLdxOwQ+LLT9H3oYlTbI9mtjq7tkXcFuKQnVTb2t2nunGO1ukJoCNeug6E2hDGMfn81VJE5jJfgK0D0UKM1u6Uz6USXeC1NL2uczz86W3tJ3pFHlHauSJRViuexzHo5iqmpy/GleZk2PiMSL3HclXRDlzjlpr8930pHziLlfNzr9GXuC6VbTB0KTPNPjX594lgki3x7epuknNFptE8HK9Rbdgo3Jg4yMGiasJ40IbrKunwSr80qklPREy1PWq5F0sXl6VtOQU9KMcuF51Zt06TBNuxiaXKvxqmi5XmlfeVQhrvAnarcImmHOXcaxcJWz2DiK3cSRWjZ7KUPmlfjxMo5HjVUWtf7OLvu29uFxcYxPj521ByOfpx0MVxshQSUw5w9D6UOF+Go/DtrS1xyPIwZM6nU1WaWUkAMgjeRmalrsgdb/AAqwitb4/s+S+FW1Gvwq1Fjbac/BasIFmKhAewPJUVPNXnhUIlY1fGryh/GuHNRV51XksoDboTVmvzv2jxIouNbh3VNsb36tDK/QnEZe6wSl3Pcr8+Xl55lxWW/zuWk3sPoTkWzh5oo0XOedTcNxO8cQRvZq/L1RUokeKuhpFTn8EolwHDX+ckZVy3r+FJd8JwO2c4LPHAXD4cVzyuREVGryoDwtBGZGI1qbfz+q1pXaHZkHwXNJozoe1y5SlfhMH5OFomM1PblW/BKXTzWW1fcF7bbW8mDY5qeqJ60VgWpUc8jmrpVP20TtcZgetF8E8Vq83GHIx6Jy8aY7TMDor4KcYMZr2LocVWpgmfRa7kQ4sgqKvtRJ7vwqSY0gkTBEbuJqdiolcTYZpTCtXLlT1SkBbARNtkqLdUNpaQK82KnuIvpXrPCGwkwzI6o5CtbHa1fj40ZaQjCvIdjHNYLL0zyVfjVLh94zTpTIyK5yK148ryVaVZE5BiMRH9DO+122gDLZJjj2SPbh7U+zxrLRtGOW5VZjPhW19o+z9IubJC1MRXvRXO8z81j09Mq8mG5VPKnpTUjAv7YICOY96q1q/ZVYjiNcvJFSutzHNOVfWtc5FdlFrSgrAY4WXekEibRCKQFX5Ew0bQ0TELs+8te7MA54kHn6zYJooje7Q4Et6EY72q+VKe0dklFngKaQ13Y+QAmMu1IqcqM9pBIBCwY4kY12tVdqbz50N4KtpV4iAJplFpR6vY59M/aECFEhQ5hQNJIV+EWsdjzuHPMZFdJ7iSVhECr1zz0VSkRSLPIBoHanp5lrod2KISyBwnsV3LLkxir1kusyXIVAxGK9vqr0zTrExBm6ee4X7jajgiPKdyc+WnV4UmGjuaR6ERVrb7qK6Ftr1LDE9dOfMlZDcWO3noYD2Oa5c1KOOBb88gA4FTw8KoysI9ESjZGo9MryoLNRNxcelaTM5Xr1er1QA03tVjsHf5b8Lq7wtJSoquxTl2rEITieW5XdPeKVRhy9VV3pQ7MHdI3DTGUatfNKuVOlattE5yclTFTJHI7SjXJmgmk09PkmtTiKu5jorXbMGIvC1zMZdsg4PJlZVbk5/W/V+forTEWWfg6UJA7fsPH520th60xHgX2lH3YT2OTSjaoTXlI5q6kRPR2KgtSlOB4k1KjE+Fdvau3p3HOaieGKOUmFHRRghkiGUKuV6ou3jXQMjE2ckIr3+lXjmLp7oj0RPDFUXckx40DSM6ZwwT0RHaEWnLgm0FuF0FFUmhPO9/y0pDV73oiZ5VtfZzZVj8Ld9x7e4fpPcDWca6cwFFEgUegx+zB0MZWt9j8Rq2pkl6dCkyz+yslXve+ryKLw+TzkrZ+x8JE4UjMMqMJrV2FoZ5fJg1KbUEftikITj6K7D9JA6ETHhS0ntDe0H73TTl2ukM/tBRmhjFYFmnlS8OO96+0rVPjJiSewjt6DYVW5TmnitERqx52BYxSOamnPxqzFt7QtYqKxXkXwdVoIEAZSEREx4YrDNmWD5wQy4jYsdSKiJhvNK/NvaWAS3sp4z9WSZVFreuO7w8MA66tDfFFT4V+eeIp1tOcz0I5Ho71X1rXT4Merx08ifL6DPVeWVqmZ7n+ReSeNSHc8xEc+oCNwq4XFa4OQdIxSN5Y5VG5j2O8M11HfgmEXlVwgta5Z41AyoAetyJjx5Ufszj2qcw4lVysZzSh0cbRmapOS5zimSMxveGveiIxfWp4IfoHs54/DOsQI5nIMg2IitWn62XiHLwJipr8c1+SYVzfabxHOqq0RH6URK17gW7PkTWPE9XNIv9lWMybj3kCtXFRsMnNeVBRK9RomrnUjjOYOp4LDXeWqzC4qucw2pnPOhXfVVOSV8eZX+tUXBQ40LuWOSnrorImBYr3/AAxWs8Xsd/N+R1de2lZQNrsPw70rPfHJ0dKnYVVCj3ezf+CLTHwSAY+JLehlRrnlRPCg8YLtwSq1P2Uehl7pdYcpw0c4Zm4SkT+3yE/vHjtUjf8AwFckd5U0oj0rLOBSFQrWbTUyLSjl8a1vtJIsjs6mo1ORNL/wrIbLIUIlTCK/QmHJTqE5wFR3mjREGMIt3OpPF+eVVSE2Z6NQjVRVyz4VVjmBKExrnkRWs5t+2qhSIyO5ipkjV6Fp/TiYNfTwNh1bIAxwkGpPK5M1Ao1GnJuUXpeyl2yMPIkNLuParU6m59aagnCRzBEdp0+d9ZWpFOA+IW44fkvioQZmk21RU9PhVfgIDZMo71dyE3wTkqLTZOjhfajqEnJUXTq9XVR4FgOIaaVNLmvG1yqz40LxC4M8P2OZ726jYy5RGhDhXRkwq+i+q1j80whS3NKNW4VMOanmrYO3Jyrf4iq523sLzX7FrHr6j3TVRnNuE9KlU5kX+CjLDsyMOVUavxrtTNbhWInTUdwIOYJqte7WzzUOIR6dOrFaIjBQz8OXglpu8W4jVCIx/tGVqZ9qQ36SH+U7rNcasCYVUR6eats4PuQh9ndsKIOevuz3/ISnpHbkXPukm4IjNdxM0TGOMVyO1KvpRTtGM/vtrA1zXJHI7cyzlU3ZxDEvGKMV2Vcj+aLRXtRt0KIUJ1KiLr6+qufMd5qfYhlvE8uU+ToIxzQomGN+f7a+cKNel3AUDlGjfO5U5L9lW7nJgGEPeMNXovJEz4V9iXW3MkDahdtufRFWtt8GaHjZgr8TX2cyXIjNe5qNXkqLhEpaWQ44sPcqvVcqvxpz4hZYrhrK0rGuROWWLlaTTOCw6sA5jxt9W0mvyZ29oNkxU1/ClW4orZJGfbTycKkYhE8cUk3NqtnFR3xp1Zmcp16vuEr1GAaH2nP/APi+UjW+bQtAmta5nNmHUx9p0ZWcUOIvvtbig8YTnDy5EzUq9p6amvjB6GByOVNSaceFXNsTmorkTNfADCgVVV608a8dyJp0plFpybpOulHYfWbm25mtMZrVLSUcLhA+hqu3Yb2VmbHi0q3TzrWrPAfL7PjmitRVCAi86lqrONo3YiJ3GYWpSbeUfyUfpXw79DcI5XLmpLOxyQVIwiY04XNQSkajcI5cqtJf2cF2RyC5y583N1VlwvjVmczS/oXUtQDTU3GOdc6wDYF+D7OS8XuHbQv1JMJtP+4z41+lJSBCFowoxjRsYzU/7KzD+T1ZHkNcL4ovqm7IM+rvjWuyYwT3NArocxzNWln2USQA78icx40uhHrqQo36GL8EWtj7O7YeVbbc0SK4Op2py+tZbdIY499juTbcMqZcufHFbh2aPcvDsTac1mrVobVvHecnW3duBR7XoejjeM8LOb4qJlfspVjxk3WNVUVyO5r8KY+3acYPFMVg3cmRUbqT5qUASTNewKuVdxEyqJzShfljJp/24DeeSDbr1ImdNfXancn4TlVJpjskI7Vz0c6uasvYZjsO080cnKsqTg14M47X+ILdEtb4LzIpCv8AD0rC7rGinjkeJEUq+CVpPa9bmSpBZTx6hif/AGVl0gQ2CI4ZXKH1X3m106/OTkap5lsgoDFQbkenPNczI6IjMeC86ttajiYXwc3KV3MCVYo1RqYRujP20aRgx+QRFiveRzceC5/ZRWOBWjblOeatWyMNzmkRepzdC/ilFkhI8GtG5RnNcUyQtgtXphFaEycsN0VJ3tz4wU1cxpporeomuAqtb4UqxSqwitci+OKkhDScZblLhwmMVVH1quK/QvZlwO+0I25XAqMYrPZC+Px/8qzTsnjwLhFlDI1qzRdKLW4Wm0rNtoSgkb0WQPbKhCfV/wBIx9VMhJWNIgAQHtXILc8mtaFmArF0UtRIce7X8gpTjyItjN0MeTzkpruMxEkRU3UJueRPeZVyCUNh+ro/tqxDjEaTW9KJDGzR4JXntTHJakBYKdzEhIZBk8mikkNlsMsBjbxUXRo0M+atCVm41WUm3C3ibIUY9wY86+is135NmlfjaLAbMONIY1SP0J45q2RlvDf7ePwahmLlKius9jDkYNykGqZ+2h1oc6Tf4LUdhO8MyjqXHtNN9fBoHaY4QeDpqBTWxEZ6/erKYT90DXI1qYXC/hmtX7So3/wbcxs0rp0eC/bWY2GGRkZSPw1jumnaeceQtKEIpShf0PRPtxViRKR6tXW1X/HNDz7bHqg/++qZnPxhrXZ+ynZyaZeQmF7YtwFrR+GL5802R3o9ilDgjE566RGPMbzJhfhVh0uXFYEUY70c5eY0oXkQ47LJRybTndTfCmLs2ijVtxeNMMQbHI30R1Z624SCRFY4KNKxFRz8+uK1PseY+Rb573OajFUWrpzmsty5kzP7TKP5R7GLxTbxo1MLETWz0XxrE7mzSVyonr5fhX6C/lM20i8ThksMzDIjGtZpwq9VYrLtxZB2Oe1qNMmNOcLQV8FQAb/EFHOhYMdrANRh3jX80n2Utz0VZD3fHnT1xIKLMi7rVcNz8MINF56GUkzyNy1UTxHWpJBKqJWzdn21/wAm8Ysr6v6RJrSsU11vHA8MX8wbQVBbkb2jn/rU9BbuXeCHST8WAULFE3D1x6+NFu3uA0IoUx71e4qqmlfsSouz8428cxWmcmFY5MpVP+UBNl96jxnuR49blGqVkdM2E6hnQ3plFJHy1PCrsM7Ue1VAnjyoUstzGta/wTxqQEhVK1GuXCrySnYwZX5HjaiEA7UEaZZjmlKVxszHge4QdKfHNMpZrBgRCEwvwRKHFnCPF2mOG1dWM5oU8k+wVViSY22SOTc+5SfxG130u/WxUyma1Z4GbdIPaPHeG7i0txkVEoEipha9Xe2+vUwmDWO1uPovQz4yzRypaCRGoPLepadu10bXnarc9LKQla9GjVuaXD4Q9PpfJdeQbmKqMxhedfGka5iIweUSqgcq5yOVcKtSFyN7WsX0pFd9h1kfHBYYjly7VyrbuBzhDwFKTO6RY5GM/grEY6uVXuVnRW48LAig4BATa3CPBTXffgl1ibMwZbCc10JBojUTn5ajO0SsZluHY5V1aVIRVQTGoiav2VwTmNrsK7GUXHpUz06+Rjx34B80aDXU4eUqCABym3XD6F8KMrFIE4xOGhEkfU6KK2C1FlXSHEdyQioxg/8ApKqJ4KNu4EsqWzga2BByKQHeTjf75H1LHTq3V9po5aPkJU1ySQl5bGhIuAoxF+b/AAUO4m34IAwjey5uIwqE1/8AR1ms9278mI4vEAK8Sx7eMyqYKa8fYtbR2coIVpgjKxUcwjmoqVi9gG6XfJU9xVcRXoNqr8K3Dg0TQcNRxsIjjKRXtzRzPccXW+6RN7dYrScX25VAqDcLOE+NJ8OI1plIxVcmFzz8Kfe1Z5C8SQVyjnIHqz6UoBjuKNzGNQbkfyXPjSbPMl0Y2JBbhW9m1uLpQipjHwr1ya+OJzWh3l0+PwohbWtQ3XjFR8QscQKDGrm6lwmmk1puD35MG42IR8mQNzFVqPy0a0hXizsK1brA0uI3kQPon7K2Hje2tlvNIF0uiv548XUgz4CBcsyNlGv+sYnhXST2nMv8ZM6M1HQ2FG3Q4T9Ls16flsEHVnLtS0y8SWpjAHcJOkzN1MUohI49peNfOPnRpJleME9vkbDU1NRURdVMdiOIr3gRyJvJhM0pRU5orq6gTXhneP1b800nUHGYJO6yRuamR1msjUwr0anPWuK1V+g7Vcq/XN11l9y0juJmJ7r1WqDsDPCV9k2S6xpgc4ImCffWtx4E4/DHKjA5WKRcl+4+vzs4msDHYxpWnvsu4ibZbueKdiEEfyIq4zVTIG8/SEfiaEYC/RqIjCdavf06qljqMpxypRRyCM8jvlrLJEi3Kve7efuKv/N59nRKycQT3ptDKN+irHmuAMhFwxame5WfbSPYr6djUSQ3H203xZI5EdCItQhcC5FXxoLxFuRhbgxb+ur7Cq19SXJY745FJ6JSHTfAdL7LDMOI2CRqFYLSjlyuml+zGe6+RWta5vt2prX0oxebvBKNzGo/Wq8k+CUJ4eY2TxDHGwiI1x28lpOycnTsfOTWeMgIPgqcJzleQjUXVistgmeMbRryROXOtl4/Ri8IT2o9MgY1OSfZWKg/KNWXJ0+CUce7AGl9syTkcxXasqq1WI9znLo5YqZjVZz5afwrwxEex5Pd/GjyOseDkT8o0js58OVE7bGHLkKvNuz1a1WqkWNlrGvXHqq1cBoQb1yqNdyX7aHIl5ObjMV7DFANGam4Qfx8UzT92EXKayPNjPejlV4U0fZzrNpMpiB3XCaiLyameaJWjdiEkY4syQg0RUexivx6/wDC0h7e7Aiz2wUf5QDt3iyMj0RXd0ZhtZHcwuSUxj0a1W5VqeqU49s90kg7RXNOTU1Rp1qnkbzpPuJhmnudhHaR8iZo/ggq3wBGAM6UjNAh60VnTp+7SSblHRfl/vzWm35GSgucZB7m496qzqY8aetZ9dfEQUB7TR/HTFBBSfqVt3Y/O3OzSTH9Q3JHfxsxWIenjWmdkE7b4fu8fPJTgciU5DK/kfOECtj8ZRiPYmnS/wAaoduVxWWaO0g0Go3JoVK54PG66cYxBPIrBplVVKi7bGjbNjjaNUYi4R6+uKW8fqE+TPNZH6EfjR6rRGI1Nxj0RMt8tVBvbhE05SrkQqIRrWM5Zo7OBJa4hldwIMf1j3s1VFb071BHLEQm29+jz7mklUONxF3hc/zH+2SjHAKE+hlQWNxkllMXkcFWqHubCO6aS+1gLWyLfJ9CMxT2yOI1ua1Opc0sdr4RpabQuObXvT+yqEOZrpZ8Fr1SaH/LXqsI1rj2V3uI97M5VKSWscxjXuRXIvwo3eJJUiox2pUVtDG6UAxHoTLlpSxvQ9iidxDFTWRcqqNzVxkYL5LkQzMcupW1EALWoRGq5Pxq/Hkog1ChAsTKZ1N51nhPg1IkeStHDzwQftBk/wCzrcOAjCm2B1u9mRBiXorGEiua1shjNEU5FYqfDFbLwGJB2gEAb9sRhK/f+GK1P2iL+xTPbbbCNG9RbuEc8K+0+2qzWj2jvX2ejytf71N8CHEJa3FIu4p3Kx+hf8dfI4IsFVKFQS90e2Qaj1Yb7+iks+4CxssJNwfDDOQanFJHr9m8HVq/Upo7JDrd+O7OpU3lGRzxjJ5WNZ+cpVl2Hfk3HuChIOCve09po1g3K1r+TlFiJcTSzh092iEej/mc/Gv/ALnUnOAHuzxg0qUqJJmCKBPaEd3hUJ5KD3Vofo8wAmVRPjulxhqPz+z6yblGWQzJOkQ4hIzkN+Uqh/MT7KLRYbzmBHkDiOAVquVwfM37lVJli7+hndkXZtyFTaGWQ/z6/wA3Wx9n+/8Aze3trI/zbKxmBmHfmWoqCEWMV70Jt+fR0VtPZ+KWtnH3xdomj6tlBRy+DHqo7AR2hLvXWC8jWjwB2rQnhSurwhE9Rq57k5+NNXHoStvQHOE5oVju5Iuc0qsGxjSq1zWpp8XJ40ccRMB0exSzBHIkAaV7sa+b8fGrUgaLHaj2eRPGvtsTSxEzpYjcr+NWJiogmqiZ18qi+QHM+urBjujyPy4Zkw/7KBT7YPLhMZkL19PhTbNjPWcsdzEcMirz+FUns2yNGrfDlzrT4gxPBld3tqOiFiOblW5RHfZWRyRpb7uYaIrseWv0JxLb1YVhUVG4yj0+NYnxhGaG9lLjThKYhmsF0RCPuKuf5Vrq4jVjmvVMNrsA3Kq48yuzmrNzCr4g3ouVTxoxGJDvD01Fg7RnZUfJPwpNujkfdZCNby3KswZagKF7lXT5HVUkddyVWctRMVI4GHlaiRNv1R+UroTnRzRZKLyYuV/GrUqG8Yn88qxdVcECv0fzT71QodeH5QjS9wxdYFTK6l8tGR8QpKluhW8COjMXDjLWWrKekPa3lRrvHT6Ud4amvYjRvdgTfh4rULNrs0oyiHolNTPuIOm20SZgCo1xnFavuYxWOQeKu76WDeuE95adOGLvLur8scqY9/NXgaapGOwqpUxGucJyNTNUbXGXbZz50eihz41XkCDFb1FJHvEsap5ZD6FcOZ/nhAXmPblj8n69bbf+F4l1apcIOR+mZWW2+1Gs3HUWJMLtk1a2L7rx0t8m5LlY0vjk6/zXuzmN1I4D/SsggBQkJHorWvVfhW28YDxwld3q/oSMTCYrE4Z0HACulXue6k/Iek9pEXcj69HudVXrQv0gV+4MmtjvcqnJVCDer1TRRDhocYanLlWA97RTKn8jnLJ4xxq7THViKvq70oLeLieEjGseTD8phXcqbZLwqHU93UnJG4pR41jCKILXMcrdWpNPwpUWGYpyZKvhNK9eejHJK03sAe+Rab0JAtejXMc3K8+VY3LVzAtCx6oP4LWs/wAmxX6LkN+BBRMqRfWh1HKE+RS7ZpgTcclF7Mm2AbH/ANZWeXKQrZe05csp67bBB/5QXbIttCBG/RSHdg6ZXTzSjT2xIHyX3FH3dm4Jm3o6tFL70hHgDNsF9n0eei4UIotvbfQ2QAyeHtfMzb+StSAO4ukjQXGXkXKeKNdRKzS3WrdWGBzkf463VxHiL3t7lRUynjijndsxHiYxiuxnVp8EqfIs0TsTGWdxJGc5zRmcFyqiN5VF/KGZKDeBBK8a6cKPDaudisU8jiSKkc2lwwu1YXGUqP8AlJx0Hd4io5zXqzGpzs4Wk+WJ8GTPIqozb8fWrMTXusx6rVfoTyouV+FW4D0erWKisVF89OEHfFgnkZHPnxDU3A5iBVG/FaZ/5riukIBCyhp0UPh2QVm3O4zxk1/Oypsb4Gb0D9tH7dg9tmjbof22Rms4WAUSIrRzBqqs/UxRfh21zi7ZN0Z2P96oe1SOrOz+eMvNwzjVFZUSvgW7/qGF4/Ur1Ra1+CV6hK2GhcSsaFzdvPJtByPQoWc1RUWmO9gU0ZxnaUwylNrHr68qVp3jYe3+ScLnK9yc1X051IUaq5HkXS/UnJErgCNYxEarFcvrnwrxyPRGsc5F6vMlC35gemdmQmhwq3cyu4N/7tbH2dTgnDGXe+raNm2ROisJhPUilH8WrWw9nMwAbUMpdwo44vbUvIm/uUFcOd4OOSgEF7OU97EJ/wCIypboqxSskvtiuex6anh0dWfjQew3MG6YxZm2TLmoBlcXu9lTfSMX2b/JUOe7k6dyhCwu2XUu8D2fWz7r/uVpHY04FruN7XBVzIZ7RPIFv6n79ZEpt57VNIRXP953uVqHZBCSFJNzRxZPiTvHk1j/APZQsBY/abFDj/S9xNPjr7+2JSD6GaPv1SiKsd5oM7JSkXvHL89o/wCPq6K8LyAoObad/wCrF3gQx+7Qe23GK56mmOSLMEPbOMhPJR1xhYX8GL3C9xueBG46s8gQCoGdpzo6Gp/x0Vo/AU4cyDInhLuDQmwifD79Y72kSWz3AWYFBEjFdgaE6vc9pWn9me19GP7kEohY0P1+/SF9wbpmnAR4wkvkz7duJsufHciN+yll6OaN+pvJFw37aa+IRELJi5TvCqxyZRMK37KVpYSKde7dBGvwRhF5IlE/vwMo/bLEHcGn1WjR89WpGCgGL2ZCP62ddR3kRQR3zGqiBjsTSxfrH1RNJAskAXB+tG7Y2/f9p0VMBnF1gmUesYuejFKU8soQx/WHGxev71a0OEshdpr0xnC0i8SQVhBUqhXb3Ojo/N1rg5zyI/FKa4inTOhy5rFe0F4CHVw+ao3nW68WMaltZpTS1c4SsevNtDLcdippIzmq/FKLwZbIEG2jUjhtzhHLz+yjo4SEjOGvj6VWbCUUrQiYRV6VpusMNskg9SeKYzV7gFiDO7rBcBqsROaryocFq9+GjvilabxXZWDcx7eeUX+2s6lgIGc1ypyRc0ecgt5G19q3I28iZRWZWqCB/wBDFc5vNruX4U9WBopnD3Jqans5Uok0tDMjv9x/91SICaOBQnMUQsOTxdmuo8jSmGcq+30iK4SM55bmqtvVHPXXyREqYEzyN3DcMss42P5qq/Ct54Hto4sZrNtUXHolYLYuKYNnc17Y7pDk9M01wu2o0JqqGyNcn2uqD0c/StsFhlGYrenFfn7hj+UDbN1B3exyQDVeZQP14rY+EuO+D+IAtfab7FKRfzRX7ZEqs5KGYjGbfOkztCtgTPiXPZQiwz6maPlptkyEcmXKip8UoJfXDdHMPTlmjnUfwRP3CLjE5f5iXc0QXtCATR0VgNvtLpRSFluVNb9b9Aq/Q3G5raLgy47CrtjiP6HsrCrdtzPZRDDfo9x+ttAhtQFBVYu7ECo1Hr872P6aK2VJUaCoklM1kfq6qJPs7lG0Y0Yz4dWNVekQJIWtRjl20+D/AAWlbgyGPdTDtzIhPbSFV+TOVP2UKlmkvtSbwxEKxq4cj6KnMZXKjmFci8k0qyg850l66EY4Y28nZVq0OzgV8AqeZzbfqRqOfp5oipWhdgRzzHXKLHCZz0Vq6c8qzWSyQquHhyjX1ViVqH8nMTmzJSi1ouU1q1OeKJ47RaP3Cl2sq3+fE1BsXS3bY7X60sTCDfMEPCve/wA1aF2tgH/yhTGjH7NNt7dfr0ZpQODcP7N5Hqzq8KiDsA9SMFMwNCdfvVTX/wDENz6z2P8AV01Qresko9xPafM+qa23E8qShbnz9DKbvE7ARBhr3twSK3Cpq8aJ7SEhSEBp3Au0vx6pXIoseDNJvj9mQeFc/wBFqtHAQKSysTDSPy1UXxSrjyAPPYcwrePoqI5mhRuymefhXP8AKcY3+cMZE1Irkzj9lfOxeMReOBuCRyOYF78/DlVr+Ukx7blbXSUVSOaqNVKCPeT4MnC1qyAlT2aq3CsVK7jCRhNGrrV+fsq7tpGjq8itIqeC+tcBY0ytc56DR3rTvBlGMMjbiY9+hstZGXgIToqyibYBk3dwmrpZ9yu58VodCvZ52fGjgYFeFFKjdb1/Uqzxx7bgS6CJzJ3fXQWxSSC0c/YaqL3k0Q1gn7Zd0ZIpGM0fpKcgg/P2n8a9XaoiKqdVeoemMybHxPFVlnOqp4DrOnPVrcVsfGsZGWGXlMKg6xonpmuX4PbVkkb2hdLvCroBbm4TakPH6PbQwL1R2ESiiHUEf2oS7ZPq9D/LQTOZH/4ZLHTCY3RIn5w5Kf8AhkMJOHxnBIxtptkGQg/aVn0qUI0XVryR6ojh/I79J+2tAstlcW0R2RWpLG9uXD+R3/rU3mfBmayyiupXjcgiscuF5c0q3Fllnhcm08j0yjej1+NVr0JiySIJwyNZ4qg1RWL8tTxH91MJyCUbuWvC41p8KdWc9zopQpPc4KqqO0ZY/wBa0jsYu4gyZZjhVdZG94Gz32/o6zoThEMUuC9b8hTR4O+Wn3skVCypohgxrjtYyOwn1z/+NygeBla8mxS+KtzdDHt4m7bNpjhrqwP321mka9w5Ey4MNEPvrJ1y9C+SN5PPTHbuH5Ew67aGha4z5cfbkdJuv36zKUyU27ilwzDfulwvLq1UxUwSUj5GXiba74C1AM6UpSJtkUmpdFfo/szClm4dCA24XKed/wCkr832lO/dpLfyzcSKjWEPjzaP/fX6O7NzCuVvKVfabXv0mI2yZb/aEeLDiFcIhifVs6NaUOkdzWSISBGWUzr0aPLS12kcRJCvNviDN1vUmhjGUB4l4mkLdJXd5yDiFjhOSRtkY4DWa/Y9H3/89FHklaYSAtx3f4ki6gsEuMoh7jHkkIQZWs/XqnfLeKFJYpLgKNtkcRwBdej+jfRKxx2yWFufd48g8wuZQh9fR7ul36P/AMT2lEbrb5bY4TwtMtJJdxg2edPnH+pU2DPaX7FJM4A2atO99Qq+/wDP+Fe4u3DRhBNgbydY+v8AOVQ4gklceGe1YuApCaFEToaN3+fzsoI/iCEaNEBcF9XvWOvmY/7hKcgjoy3gXrwIj4RGI5ejl+yso4ijOW4bjFXKcsVsxWNkaygejguTlWe8UQcEe8bU156auTnvXtM+FDxOVqj8OafjTBwuzRNfrwiVzOiFFHGfT1qvOrsCLoOwrGqrCpj9tXEC4gucZRgrGjOZzR9ZBxNEQUiQn2LprY+IX6rfEdhFRExWY8TMxLIj2+vKryW/kM9nMpS2MD882O0rS7xKVsfiWY1PTrSjfZwxB2gos+UuaVeOyKDikj/FFZhakRkQ4v3V7TTFetQYe9MDrgr03FVatQRuexValMElyFbZJJTY2RI96fN4U62e2D+jkQUZF/It8ftfI8fmMT/YZS9ZmhA5EXaLtaH5+f8A/gp94dCJDRIf+jJeJpY4xk6N7c/Pu+4yqDOblw1ZnmKjY5oSjIw+ZH5sTvrDm/3KUpnBVxGhT2uS0igYQyuUijVrGv0I/n6vTnitJjx0LbxKHeL36M8Y/a/63LC/zE+6yurqQUp5HtOGZvP3slHtpJeQHnTH5sa88VCCLYO0vj/g46RTnMYA/rIkzrrV+De2nhe7YW7f6ON+cGTqY+sp4uAV0fZmJJGMn5x/W39f/BSIWEiaiDXyrirJvP05xT2qcOTosvhy1G70k6O5m4zysd+vWagbdGm3BSJH7iUh220K1znkVUVrdVat2dcRxv8A8DnFTvWj2ZCe+2lz+YNNF/hHk+Wk97K/bS4tGqeGseujI5F0UiMmvEdqeXSzbzRubZYIyvLFGyPIf77G+avCtXsN1S7qp+5STa8ASQJ6MQjmpn4JQqXqXPjn7KZI7VljdrXYc33UXNV5NvZ+cKmF9VSnCRTOTcT2e28ejy+/WnfydQmSRcniETTtZa37KSJUGMNXx/8AHWrfyf4T44LiFjyalflj/uVbi1EHtFa4XG5cFKZERmF8VbVIrWb3W96l8cq3nTN2iWswOPZRGkciN08l/CgFyaZSjM4SoxyojnItVX/Ubk8hNUobWnRmG5w6g11KJxilLozqx4eNX+hr1a9ryKnlf8KpzSJKlIIYma0RMak81M6aT5J/UsSJdkFbo8QzmmMxmt+23GX+vOgVxmwpEwTITdlqphqv68fGqvEsSdFe0qR2PardSuG//wAq44PCYxHHRC6PDDh+C/jTNhlcdOw9ol7QSN1ubtDfpVPFa9/KPcVLjbyn69WtB0V7Coomdpkpj1Rz2McqP+ZK5/lSGjvu1sYkfS1FdzTwpH3BfJmcAaGCxRoqO0eCsota7V3+YNCD2NdUrNFOYzHMO1rdPhqpqbCLFxK3Sq/zdDNvS+tJjyD3QEjZFGxIJ8/kr6sYY4+2UeXr5uv6umFOGxzpCKuYkUab8gik92hV5EJHKJFGUfnC0P1dZmDFhY23nCk0a/JXYwyhW5wt0m/hz9FW4XMJCFGzf16eii0EY3NUC+qeNbEUYYW6P1LkZPH4V6tHfwRBVyr9Mi5r+hdXqYQ2zi268DXiyyvpKHPiSj+cgH6tVYvPsnButEt3FZdoi83y4v8A+nTjfkesQyKImnQ7HRWWHARY3UImrWmOiuN5PWJXCRiBpuQuAbPdnBjQ5100Yyr5PsP+zq3Jkdnp4qKtgl+yJowOYT/rKSYtvKsj6sm3+rV6RDwhBZKRPPS9+JHQnZkPSj8Fzk2O4ltHtPrB9T1rQuBbDBh2d90A5ZiDeN4CDXToZWFSM5KH2Zej2daZ2YXeQKAsDfUXS/2e35/16PyZ/kQruALuIZAYHfFVVVVG+vWIZBSVIe3jKLw2yJp1/v1OKftXh20m0bVo3GP0/wCOmFs25RzoHvhJZCSNzb1jdTzOQ3zhq68PW+HJa3RkjVV6E17Lvc6K74Umui8Sy++5D3n8reox/wDH36lJf9V5VBpMi7iOYTQTP/DKs2JZrXRZBURe8D0DIePqb1/PQR3GlTReDpx9DLqU2YgnvTcIQj9lv3Gfv0KDFud2DdDtjIIsUY5CcvIjOv8Aj0V8sN2MWMkAEfuyEI7vGOnS77/3KZeH55UlXGYrmi5sGSP7y9GjRTlnYKu5wZvwIcsmbcbg4I2PXOjW/Tn36/RXY8qTeDTmykPc1fWefVX5v4TRT2UkPC5RBqMY/lzW39l+TWmUZJC8pDhkH92kvy2RdybkFHtuOrLnbdkIkXcdzITrZVHgf6R4mjGjCTMcysJMJ0sZ7N22Fn+3Vz+UbvAvduMTBtuM54sD1aP16n7MLtEtVlhW+5OjNnG0F+r9zVqI139JWf7hlc/3c0j6IsaQs2Nx4awH6FZuaHL/AEdVbu+R3WBhwPa/nSD+qD8ztv79DQcVRZzCQLcgDTpUtqxV2nPYQOn/APipRv12jsjqcTpynKNiIG1jcxGbnm1O/wBitENAjpv+AtxOtwJHJdbWtolCSOfdeQhGa2sIzQQf36Tz3x10uSBCgiDIRHsUnuP9/oqvxfxNISKSDcgLbioNm1Hf0620ItN7N3lCks8tNwmE3/zx/wBJQKGalwmFBvniSYQqMNyY9ntGk9+lfi0b8vY1PaMWnXhOL3GCscv1qpvG/Xpa4sE4biSF8X034OVd3OLzXBlQ3jIxup49xn61DbaURBLFXx9yoXkLDY5z2rqZzHQG7nUM4csXv+LmP8tQQEbvJT6HZgiq4ZNKp8Kz7iCWjpLlcqrjlTJcLjqA7QPO6uuk65kfImtag+WcPphHL9ju7IYDAYvmw7NL/FJSSbm4q8+nNTK3bK5PDC4oXd3kcXXnl4UcCLCk3mvOjsVEAgkDulF52frUCH40egRly3kH6t352oLDdnAk5dv8sLuDe0Qxp53/AKOnIBAFDKK0u6KTGDMeRRaO9GH+YH/R0v2sA4cwik32RwmEpnRyZdHY/lts+8/wWmeBIWIFqvSZFQBy2wxNvUyEJ/Ng2f0i+tQaGzogbhKMaOmByWEkEil8jDN/1YNB5yppUJ5CoYSbBBl8g9s3swbn+epYknvEAOQAGg7dgYx9D4u2/wA39c+hl/k5LMCi7OUd+TzvX2nzVChbnSJAlXP5GXP64X0vK6PI4hCAEDe/NqP53/NUd4uMmM5YrFkDc3m5ir0c+dEuA40dsrvZ/o0jU5KyQfCZb1VAJGZYe1HGx43CLhjMSW6SJy+f/wAqguVvUBgmE5ozoPWisdpfyXz0wAeVYohqEu0pGs2xlaZn5z82+qr4++JdpOY2Dd9W/p+/o/3KhQ3cLcaQJdpG267iThJoI0PpjwzV/wDnJZ1hkQRFGRf01ZdIAaDce+h+sGvMevxH+vTmBsO72kVwiphU8R0vabqX3zgYGbLMuazGr1RakKxDuGxFVrceqVVihY6IJjCuRy/OlWHsIhUZuNa5vrmjQe9ZTWMwC+06627sMLFZw3JRRDE9D9Tv0lZKXbw8bX6/vVqXZA0DOF5KIQZGobpX4ULecmVoM37Urgy39oc4b37+t6Zdq8KVm3OHMeonIdU1pzR3JKi7SYiH49m7rnuc52fNQJLcSOVXNe8bfRKpPI6UnbkaJv0WJ6aXlyuUVE50ClPTfQgEVGB5q/POrgBNVzx5cxWternuXx5UGLG/KXtepFa5ucp4Lyq5ZZkj8Vg+475So0LevOda9WaI2xDQ4wnpLemXdbfDTTDdbbAjoJwmqjdGXqnPnVF7WHHgjmNbjwxp5VsSDMNXYkrJHaXJK96BQcdVRfmql/KVdm+w2tcqjcxVRi/Gr3YZANI7QpDgj1o0PQ1fWq/8oyOr+J4gz+wI1mGj9awPwwXyJ/DncYph5Jr1sp0hSkGAmSP2me/Wfx0Ehx/84GnRoY/zUzgUpQFEFSILQPoezzErTgzDPLn5tgCRiIrJHsXlP1o1v6lJK4BKlode6kIxz9z3WV3fZx7fEE4DPaNTU4rPFiUhybgqysmkFL84/NQPYMRN4/wAQFgd6Ft6Pffr81ErjbiW2NBe1UKkxmXt/wBilLh64Elfke5hD0evCmWAlvHMyMb+jo29FOSxo8EE6XKVJRU25Hnd/wA3+2vURfA6l9q/x/Skr1M3FDfersFIslVc57iMxypCuUlhIrGaFRG/GiV2mEe5zH8lx+FA5rxuCrVcrcr4pzrg1vMRwewfCyethnBmOIJEwqeCVLPK5lsexjdL0XUuapw47FJgZlT455VNJQr4REGVqauXx8KGe5uR9fsBscaHMERFa1jckXLdH91aj2YwwpIhHAYbmOVRvRiYVP21mLtZC7pzMI7TjD61jska9kAQoqohSEVWojNWKe/BhrrzJnE/uICztrG8MqsH7PV07n+eurBCDIk5mn7qIZHfnPdqtxGD/TDgACVDDc/cGSvsGIsYZRueivz5XcqNXEjR3ACyM7OQjZ7NSfL+uzzsqzYYM4S98URQxNxw4+2utpnfv1fsEFJ7dkPsxEToHudLHfOxlGLTavYgQ7u7Q5C918hNTC7n+5RSo+AXFuzrDctpQLdtBPaA29Lk/wCP9ioHXBW3yYXe7yKfH3xytGjbf8Ku9oUW52zi+U1p0jJhEAxCa2dHWz2lA+LriFUSGgRfk3NcD8jtv5/f9+mYIxejcWJY42Adz+kZXsyLt6emtb7DAa7YrgH/ACtxHbg/c/rK/PEEBr5LJ+QZwqbf79fp3sfbCgWH2IO6DjH1kjkkDdl1SxDMz8wIH8pQSgfbVA7n1AIu3pa+kAd9ssXuzG5ut2NrSUSVp2Be613krQP5Ri95udigR1Fz3ySCE6NHkrP+DbGw19WDIhtl951RRkYvSh9t+jrpUoaaPAS2btOla/pDuQ4r2gjgt5NEc38dWItuuNojOkXO597Xe3Bkz3lhGadz2fuVWufd7PbkSROhllovtE9p5meT/JS3cb+6+XBEkKqQiPZ3cb2aEf1/8dVVAe0ebRG/nNLC58hF9o1VHL0vfHZq3B6f4a7bMtRuMLdaIJgzMXVp90ZyO9z6ul+53WQNQwLG0UQcKO4Ckjv1vO1/5vXRTsnD3TjK1iODaVikVu4yiheTLZPbMGxyECEj2iZtv/Ov+K0icaK5wn6Wc9K6V+K09cXsQUYyMzqcm5ms4Dcxz2lDIeiu1YbTjhmfXeYY0bU5cvTkrPhj1qm7ZnRNL3Khcc1+b7KK8W204HOMFio3XyX40qy55Yh0kbWRt9xPjQFFWUw8USEwu3nG38tRkZbXt1GK4Rne63xWrJiJJE049W0Tn1VUA+CaQ4UsSNcnJr0XnTAMkkyxDIFhYpRkRU8rl6lpSu0eRDNodHVnPmqtyiU2HjpCkNQEsRmOTKYd1NqCVPuoRrqjDMLPiRvNamAHEpEVHJlF8fhTZZky3KNUXtHD9oLydNQGAkzcdyT6zoe+mezxSgRDA3sC2Ze552D/AEhCUWQD5ZI8mWAgVjwG64byIj+l0ZWEzrf9/wCz40eC1I0J7HJJCJ5I9zjiI7LB88OkGT0J8PsqQMWKFBo4jfZznbDZTNKEadPrzL8nwr4sUobaGISIUzCQzBUjSZ7y8D87rv6Nnw9asMmkOQEYoV7ufb73t+49fq/bE+/8lJnF0lQtQQF2lVHZjyvc/q6M3WQsVpcp9Jg6n7hR6DeUftP9ykDiif3iSgQ7qjH7hPcoQAOqq5cquaZeHpJmoCBaI4Jpi61VVH9XQq3WlTM3HK5HLzYjVzn8UpjtUEMViPImkP59ypqaX7rX+4tWQP2mApj6nBiFuJfZjgkXR/WObTFERTKm1vFUY3PWMUmiSAQx7Y9JPzlBG5OvdCptC2vaR5JP9UF8o3fPRiCimbtS130UW/IhySaJMUQ/K0Ln0WBkla4gyu6hR7erQr3j0j3P1PcfVC1zjWS8+13FhyfrBv8ArGO/SUbwWTuFRDaxR8yHqPRJY4jvKb9J9XVS5QRrH57el6O0aPq3D1+589UTI2QDL3lqAZlqj6auHQiNA7Rz96lLgC8EDI+iLjy0fUGJThMe5htL/MlGnBsm/f4KBXseMzNfmrXeyF6B4GOoiYI85NT/AF8mKx88hzTa0ToTxrVOyF6v4UlKUSox5iaX+nwpN7ZnInwZDxujicdzHquvBKpT3tIitziueM+8ReN54DtF9bVHyuSgXxk0hWaNyMe9zWdejRn06apEVdtoWo132LV66v0w3vVutU29LPn+2l8El7pLdz9iJ6UQAeMSSMLEJofUQ9obVyTJv/Dqg6eRTKhNWn41xMIrtL2s06vWtCPkxmh9hSOJxLMMN+Xsj5bn3UqDt8mIbi6OVpNpgwIz9daufyb0VeJblJ0a2pD0o1fWqHb0Rh7+BxYm2m17NE+NZIsneOx2CS2Luy3qgtj9SiUHdH9YVm35tNVoQ5BMM+r/APqUVjDRv21pRDMUeIE21cTzoqN0J7lZyeNH05H0EzWl8UN0WxCKmnb0YSkyUNFV6jHopLxsk01+zIV4bTZu7U2h7Z2atL/0lPhgBChFPHEXd3Abh+lqf0lIFu3fp6z/AOStgwJ0cSSw/k0fqf8Aep6dwgWEtHB+Od5Ln/8A5q9RUttmKV6o0+NS45Mr1TYWZBOe8pSburP20PeAj0ZtKrkRcLTLMiIrHPX09KX45DqzUiojN1UrmVpsjk9smyycn22jcUr3K5GtZlFzXyU/aBstwiN56kqRjFGEyNei5f41DNdrRUTC9FCqb24NOyNmIKgxtITKjRK2bsVAUYCFD9YMZP6zcrHradjWI5BqSt47FrkAFv72P2RHm1+SidDku+zkzLigIfpy8OMBf9d0KQfn+/o10PsVoEa5mzmKIv1Y16nrTDf5HeOMb67Z3bcSS7oH6f0lVrBdES+BmGQpO7E2xk29XTTEQTv5CtsjraJQTCkRUQn1bPK8ZPkfr+emT6XtfdU0GMhSMdy9noeu5530z2s3DMhqnkTYcqWvRrJG3X/7milfiIFhS528UeOhYgnv7zHIMjhG/pKqByhDiWwQbfw3O7w/Qd0dh4ro669e55Gff98dZLxME9tvT7Wm0VI79Ej77qeiyJEK3jztKEbNEMYCEf3X32aNdK7Y7iTHHkox5C+bLadDbQ5xBOwBrNG6ULZEKNrxvPzkG++Nn6/5yti7Kwm+gsmUuercITqfWdcMraXR/wAqhb93Qm3GUsjSIbNFajwQCFggASN38o1kInk+rZ09dFc+7Bz7fgCdsNgCX6Nu072veh6Hv3NOz/SVlEp8JqbEaGLvYiNwQakY5/8ASfwVqn8piVL/APh9iNcgRiczaz521jkZWuIjyseqp4baaqte2ZNWl9hQmR5EjfOfaXc+JP8AJVrhmzzb6oLVJnW6HCi+3KSQTRoZ/R++/wDVo3dJySLX3dI+0Yj2vft7fuVc4H4JNd3LNPPhiiDHrIhCdbG0Gw1WJ2yaGkiwrFBH4bsIBui+wZNJ07g9vRqfVPhyyXJOJ0u8tOSH630X4d4fsYciCcu2MfkP0koil4JCBiUXvL88gUeTmOHOJVY+zvaqoqKNVcvw+yvztxBIW0PfofhdxXpz8K23im4MTh4mjKK9/NfjX5v4sMQtxdrcpNZOaf8AlQwcfwPYrjHvlmhvI9rDuXCtX3qA3zhpxUVBMVpUzt58FoWkCe+IsgTnDemNDE9xPjTjwjd3zY4rdORHua7G761CGYNG+EiQpCLgi8sr5aFX9jgvao29Keqetapx5YAppcMTEaicnJ4rWfToyCGgDKqtVelU8asGxMCZJSSEneGKrHLz5rzoxw5NOUriSTLJEnuu5aao36G8bmsyQjnLyT7Ku2+C8EZWviE5pnx5rTPgRkYY7bdIOPY7sFVf5Dj6aPWqFuxBRNjdKSMaPtoXRreP8+b7lLEJpVDgHfU/JwyF3PKm27zfqU82fZQyhX8rxcmEGMotD5Wr8479GOrGHaFFIgd5cU5u9RQSdBh5dMkDciImfdjpUlzGYhzuYIMzXKloV8YmlTI5iKrB/KFnqvrXY8JGa9FmNaZkmHIMBurdRebABb6MT4/CoLmLWQjnMjHGjGDckN2lM7X1TPufP9tQoXr7OYSJJEVRzWOV2WPbh6ck50gMgrcRTZYSYQD2oupFwuV8M+lMfF1yGRpBrIeUytcqORml6IuOeKnZHDCtUpGnQ4tQfykTcB1LjkVvj+2qFg23HnCSac2FuQ9EeNj83/V0wooQySew9laxbkjbjfWG/pB66CygLHuzXQVCFZUpkcgxk9i9v9ZTAwCTT9yzvS/pPnH8khn9W71qyBNkfXHb3pzGCa1Jlze/rjvVU5M+Zi/jVoI0WJGFL2xNK9LjIFLdkGyzyNCfwT8FqEQnye8lCUiyp8/ZI1jfylgmLzQgPK79lTx1bJDJeJBtBcJywm6E1RkAzzKQXiP9lQYX46lUwVIslx2o+5EaRmiUMap0IN6ciM+yonDVwEczQ4ix0QrhryV73ZRHL+Zf9uKkaJJLVEgxoC4ykBFGUm4JwB+KgKvNi8uTatMeGWZxjEL7SU4z3FbqlgAFMIph+834KiVCC1d4K773N9kUbybesmpzdGinGxXRLzBRC/64BNL20H7sgrfn6vIHyNtSNY1dx4/q/uez8lBx94g8RIeEUadZGEHr1a266mSJA3yNtJm2X6v5WVq/Y6ZG8Hmer0cxsh+U/cZWTTCEJ7QiaFeytH7FtxeHJOoYxtQ+Uz4Z+2kuaoMe40Usnjiec7W/XfGqxVT4ox/3qJcegY3jS4k7vHcR53Kjk8uaAbalE8ZYLGE/GqWA85CNzlDLC6yMV6aPChPeI+14aHu9+rwEiDQgnB7v0del76HzoEhBaIPtB/K91WTbksxVZhwXorjO8K4OjEdoc16qnuVEiKU/sgkEuz5Hvorsj+iUXcGTo0P/AElGngzPw+TQf5OJBt4iuBnk5JDy1vzKtDu25Tu4wjDcVEa0WWovu5on2G2UpuIXmi82pG5onupVLtpt5V4xeZEwwYUcufWgXG8L7BbhjzJTW/oo7EtMjZYo4+ih8OO9UYvy0dhKpBbe6ujS+uhX4wZhe4wVqQEHlNx3uUhzCFUr3kGzze5WwR+G7HcGyCSoK7/z5qCTw1w5DOMqxM7fjoe+szpuHI5jRZixJcEyELkC+/W7WielxhgKkIq5RhpG39zrpUuHCloLdhqWGQaPfrZ1v6xkorGCKxW/YgqohFJ7PckeSrSQR3S2vVM/Rdz5/dr1LCTT4+uJ/AT/AH69TCCFNDqjGTK8mfLSO1HpqYjuWfwrQp6I2IRWPRVVFTzUgtjkRyq5fFVrLM74PZU19OD4qt21Yr0yq/NVA43ME5WPTx+NWSi0dWM/sqlKVcI3QuFTNKoXpsXc/YfYzHaGo13hWz9jpEcBAyi7aNfisQhlaMjmq6tu7IhxVt5Y0rI115eT5B/PUd8HIZ88Ai5wRW/i66whu/JFmubpavJ1DhQVSdIdHRWtaucIXHJKvxJp53Edy60O9ZPsURqYWq0ZhHy5DTmcw2tzdLWUtJyHgK21TCcrWv6SeFQ3OecTFilJ1E5ItQhMIBxoX2ao/W/Wb2dL0i7EnylETbftk1fcpkubUGbdMUA4xCE0M+/7lRljvaNCmR7F/Go4U0YwvIR/QxK+TrqWVBZubZB+5qZ1toogS5UY1piuwTSvN2ute7G27lqwPqE0y5dWHx1I4+M9Kelbj2LjanDrXNJocpntcylN7xDlb+UusPHD7EbIU5Bufqz5G1k/DvDVxvN57nDXG4z6wi6Wsp+7eFzerfk22nX+5SNdrmsKchbabzjwuCaf360ROS6OFwaLa+GLHw2nfl4ltEiWLUAqSI+WfV6Oj9R9EksfCl2koaDKNDmEjtHtwx6WPf8ApKxs3EMloGq1Ew1+FER/n+/U8DiuREO3byitflSjf5aGLMjuk34NvbapdsOQsqWSUT3j669sklHGbaGTR52Uo2fi5TxxoMyqNnvkpt4VuffFVExlevr+5UMr7lBHFr27BAjRQjdjCfCkybwroIGYRjXpnLc+9T7eYB7lfY0FyaNzD3/YlT9qYolsZbgNTGlOjHvcqI56d/AnX6IGJwmOUBu25jVyn2ZoRa1CYgZrERyqnWxPhijtylDmWVsFglVhWLnPouaRhSiW+7rFJ0N8iKlABYkL4HeRJGttcJhEKzOET4NrLOL47XFeYTPZjXpRPSjBbsSLd5cdM6Hsy2hkiSG4C1xyImlFSQxfT7aMAUI5lkXEcPAlENOav9yiwgRURnOMT6tmj5qgsEd/XMF3n2hx+SrSbyiVU3k6GZUguhNt3+SmCS/arcpRhGELjEkBM3Sw6MUijTKvJ9xPGmAJHutsk7zkICZbhGRxGZfNeIjcjYnozl40Lgd2Q7XkFGkj+k1GiOyJ51IxfBfdB9tGYA5AwDa6QUeO924ssLd1mPFgQp/dmoUWisZHlGMRrk2pjULIjE1MjtMP6gSJ4v8ASgswrkgtaPDtkSBRg+RRaG+RM+OffqwYjCR3yRsDGcKIByLFf/qSsc5qorPfkP8A7qU+Kph46uc124wb3K9yLgwkX3X/AHvmWqAkXbuX6UuMohMkYNEy/wApGLy5/wDpTOMrZKHlva0qlkBGye3oYxExyeL1/Gs+7w0kpXPcquVc6ko3CK5JjJLiK4i5K55Fwi4Xw01fgoLzbf3/AGsLhXlMT5AnaP3h1BwlcZCOFCnZMoZO53cn5zX9/wByuI2djDpC42/ZJt9GonukqldAfR0sr46mEH6goyF62f0dQYaFZpI2jgiQPeFA+QVkd79L478Y6Te+uEq7BnjFFZOEczPo+1vIWRGHoOBxFxgzV87OXilLY8FhtPpaYSMY9iE6GhV6Y0ub44+2r8d7pCncVTuQYY4FkFTS+N1+rE5vHhamSB5mQMSOAMJpmBZGDGRuqLMc9M62k/Nvx6VMRymaio82wIjLcGSR2T2/R9Zran1jF+NDSkPule8IyJJklmFjsfojy2M6GPB8H884rmDKkN0Mt5ldN2kjQyaOZ9fMoT58Hoi8lq8kDEwwVaYvd9oSk72QY/zAh/VnD9x+qhp1kiVHE3NbPOu4P6zz1wtwg5EgVzE29+EMhdbxiH9ZFJ+/UC7Z5AvbRUF/V/P1/wDsqvJYfKVVRCqTc1s6a2HsYFH/AJqua5Cv1Hc5y/BPtrLwgT6JHy9wfWytX7IAx/5sGQKKRVk9T3/hQOPXhYMc7R5EVnF8xkdqOa2TlVx00FG8HRIJ1v8Alo/fRjXiqerhpoYQnNv2rVPEUhhjRPZ+Z1UoQCuTiKzknjVcg5PJjyKxn3qcUQK6+Wh7Pn6KjnCil0bcV/3at5JLAHBCbZNof39LqmUjyIweHj0dTaspHew2xXVytpB+0H1sqkEOaR/J3Kj5FzaqNb7JMaV8edCe2iSRnFzxvANWs0uR+fCif8nUDR3i6FUbmsUKIrflpS7YJLF41OkVpFRWJqV/gtSE7w3xswTgKMZUIombb0pht0QH0OQ4lQhPKxn5yk+3LPkmQolQg3p8m5/go/w/LkIEpBRFQbOW5tsINlasGMZrAkVQzGmLtqrNTKr8QW0kRCDmKm54g0fnag+h/YDmBMSSP1f5fafcqtdnFfGYxXLlvqtQYhQ+u827vDfqZ1+zYOqvEO0YCS19mKOzQzR0kfXwbjIfdeVHO+yob2YmyQZPaMY7WymCwak+Vj6uZ/aavUN+nHp/zp/8depYe8ByTPcd6OXSv2VWCFzWve/L2p4JqqzLjvbKV+pUb4pqSrFtHFURHGGF71TkmqudVxk91ZHeCJA0eiJpRvKgtwCiax4VOnxz40z3nCDDpUbGuauMUElJqENFYmpyYylDHOQLa96gyKHaVFImdf8A2db52SmghsBjr7PvT9sg/k0Vi1pCXmJS+zY+tT7ISrqHbcCKMh/ffQQc/o8+QVaCRg32ccQ9pUlqo2YxivK4BZmHjE1yuc5zteFzUN6aS3cc3eLK16llu6Gr4Yqjc2EfGcXCNR79XJOrFGHsyCuJ56LKVXEfuO+sz8KCwTvLNaNPBVxmo7v3o73GeikM9ebU+FQWtkllxGuyRhPkX41Y41G3bNvt0lC7RYyj0Gfr6v1KXTmEOIwZNzb19FX94YWkIOGMYybeWebTQWeKUs7cGL2fmZRqoG8+R3vWU7S5dOPKnpzrcex14/5sOePBPyhdzPm8vpWL20TgzGucNV1edUrbexCNrtLRoxEYyVuPz5lTFR/3DLqBS7akIt8tZWjdsvY5OrxRazeaxAyXLjUzbVEanxzW39twGSJtqAwake/W5itTm1PtrF+JxO3EFrTLFflWeP7aJpxIyn2i3MeQqqRpMNVvJqetetsg43IBxnlUic0T3a6kCGwehc6lT09KosZtHRB7rdzCI9PWlGk0G2Glwpye13EIz32eWtY4IOGVIiJkSSTsIxnR56zLBizIiKm5sDfTpwzNWJJgFIEWgBB9fyDq18ma5N6ZNFYjI3ExCGXrRMN/+1In8ookgK26eR6jaLKsT4rTi/clcRiaiYfjWv8AbSd/KkivXh+A5x/OdWJ9i4rQ5zKExMwDLFKBcrDAuTXaUcPQ5nxdQPi+0p9JCM1MdaIv2rUnAckf83AxHq3Aulqp81EbzrNGX5mc2uX1dQR4EWfuYEG7jVJG81fJ7N+fjSWUhxS3hFncM/S/HgqU6XYrUK46Jqb+fT4OpcQCrxExG8mMbuItHAlz67bA0YPyZPq+vcq1EjOLGeDuz2oeC7SNsjCO0e8T7n2VxIQqu+uT2n6SP8hKvxSRmSYblWGVe/OA4b8oq6/ef9z7KMAJPeRYstyOK1J8EMhilFzmOHy0M+QSeq0YRXBmHlAMkbanjI+TBXWOK0jMKxjPeJ6UKsytZ3XcdJc0w5dvkGjrrfKTKq1oGr5W/GpkKr47FbsKdkIL9Q10tiaXInNE8x6hRDJeHZ2yCHmO1+2o02zgRSOVHk+Y655J6VnnGx0dJK1pVejn6WvVfaKi+LX/ABd8Vpx4lks2BtkbzyNV5FR7dBhZ/OP+L1rMLnJU80ziYe1VymF55x41WAJKI36FxiroZCtxVNqI5c1OxqO5VYAwNuPJEN7X2mSbhPOwf5uvm4skqo1jXcl+sXyo6hcYH6PPtPkq+o0AHdcxzly8nNfM30qZDDVquEuVGeskgTS0cwTH+GWM5aFXwyvpTfAVoCMOR7wqGUxnei9cmG9rFVRvZ748p4+lIXB6Df3iO5dbiPZ7Byczt1c9CfOlOwpDhvZKAVgnqklY53Lqe/WqM2Cr+2p5IWjGVgtgsbaRrAuM16a3sR5M70dE8EXGVqjeJDlLIepFcjlIRztWhH7jtLDMx7yInOrTnshPV0dTw0BIdhudZoqjH5cL+aVzvGht30xmd3KMcZoiMa4SruPGbTryz7js5xUGQVe+KFpEGYY/btN7AfydDH/46v8AD8ssuQMe4RSZ09affoDK3UAIXtN0nufJrp87NLdua5KieRiVCkGQhn7enCtrYuyKMxeDFKEyK8kh+B1ky29ivxgjq2fsmEFeDVEgtpRn6+vz1nwXHkw/i8gLdxXPFKRWG3fIn20AiX6A2Z3U4VRnlzRbtCVF44uqlG/c336qUrjocXKCRH+bNNQ2bBqnJtowsYm4N/l664hlYMW5z6umo7STNlfy8n+ei0eKJUQeNHz9VaXQyu+0gikjjkNI9rHqjvIlTzpDHakaMao92c/LUkqKFBOe0KJj1Shx8DY1Bh0K7nqd60MJkDeaB2JySAuFxKoVInTqa31Sk7tenNj8cyHpG9g9jehyc0rSewFokDdZSs1PaMaqqelZ728bR+PXvaulGiYq/bWeuZ3EsznAuQXMJtkRWR/vMpqsMqe0O0Im4PX5H+tKNtViJhaZ7GVUXDK1CRkNNMk4hSi7sh/zaM6a7nlDKAvtXkJoZ7m3VR8saoAeM7fW99KPEd/UUNSi/Jh5+ep7SBow2MKvX5KC3pCMTfjk6/hS3br/AC9SKK47o3k62PptuMhkoTZQ9DXk6k0+7TEcgjKAqrnQn9lep0TiW5omMi/6mvVRDq9QYgbd3wwF3Se57tBLPDlLHlJF2YqE987NLv46b7gZNggrlMQYx9aA/wBulO73mCC4rHaISpt/nOv+CuBVGMnvY92ADMtM5IoziB4E0AIPr1u3P8FCt0spZUrkRU5PQj/I6jo7hvRiCCciaulG+9S2cZ2z3PINj3PdpeNPeX0p0SHsOYMhWEcxgnPUjdXT6PrUuzmONLYpiNkscTDWyW/Vt/X/APL9tZpa5OmOvPZ3Pq/ycb+qtN7Np06PDWYmzck29ajkdGj2nuMqPAh/MASVPSRxhMmTQxBl7xiQP/6jH0PvRhiMow7ez53q/qodd5Cj4wWaYARZkYwPyP8AaVfuJ2uEOAQqDGzzs/N7lMMzi3JUJfZb4xbj/k8lWbQeO2ZLOu6bEdBjIQnUz+kqtdfYSvj7PR+bqKLDwHviLtD8nzVW0Mbr9f4RQAGJo9LGZV7W6XOWhArsNdGtCPavr44oRe5CvcM7k0PYuHZbhHVBFksTGldSr6JTITgRYOUO4rJdtDanT6ry5VsfYkVncyteIauRfPnK1hlmVqOUz2JzZhUzjNbf2DDiyoZenu5Bv6XouU/bUhYg59nksdtmwl+s6gPuiIjvZjJ/R/WVj/FTfy4cshREQbOtj3+0dWh9uJgw+IYvtibmgjGVld5uKmuG6JF2xg6+Xs6rPJtp9oDugkUTCezHrqGMJBXCKHx2zj0P0V8mDVRvISjXC1tjGRswzXMO1+BLSYk0jlElLLuCIjR7ndSO1vSiUXvAtJdkYxsJoM9n1m3VG2rtHRGG9sgWMXL6KCmPWWccp7yDczk1nq+tMCh24PUhuKEUyl1+QdLn8qsIihsoMl9m8j6L8Eoxt4DsoqFe/W9hPaV7t7tY5ki1mT2qq/rZr8lEsboOe/NhmNoRQWwnIZfZ+0/V/SfuUSjzSnt+MoNRv6Oj60PuPr10jzIMVQ48Y7tsmvS3Sz64f8FLdhcEezIU72RCt3l3F8rPk/GriODn2T3yUJDXLxHIiObzf10KjhT6an913FEMnQ9hNPSynbjmEg4v0lDKPWwevXWfW07hQBmL3XK9ftyef3KYLcsyxIknZ2jZIR4M7v6Ru4MdSsjFKFF/LCd+Gwgh7WvvRQ/WfuUKkKMTiC/JvZs3H/f6/JRmEdwUabn7Im4m2TzsJ5gNqABhjgqaZcNbSbcgUpstnsyIx/S8IG+iVNc1QSFhN9kWD3sfdif81/OaiO/OEocMyAC9UeArosckfdfzGELyZY1i+8ZKiu8k4E2u4bRhpudz3NbGdPtHEd+kqFizxdcNTUAfviqMm4m552v0+Z9IxE55opfZ/fpS/WkEPya/NVAjaghjmNnc1LySrWpGk17avSqqZT1XFWhvGjevUqfZUIWhyHkVdLerDMJ8dCeP7KtCAciZkLqblmPt1r5/2VWERzvJhtXouAphV2tom54/d/yVXkIrxXMhXthJZXgHqzuR05pyXkP+2nm2SH6WCYASPkDEjRsXDZzVJ4PX3SUk3QJdgRmqiphfFPLRrhZ7StbGRHIjlAh4rVy8iI9faMX0fV4LyM0tuhpShK4QlQ7GcsmGqqibJfs+C0GJpWeRGN7u6OZ6OY9dRhKjPj7zKty56hthkUrNwwlG3b5qZiv8p19x321WmoMLn7bFams6qDxcNMImWP8AeqB5BUoylnAHpcrNtiePgtbfwCMDLQJjUVH6E1/hWDW1xDXhXq1ulH6VTPhiv0Fwc0TLSzKIj9POp8kQmlPVhXtH4KvjWp9mSo3hgrwO6ke/x+OKy+RpGj0JlGu8FxWjdlhFbw8fCu5P6OXjmo/gP5MI4lM83Fdx3ERzllP1OShN10sVj2eCJiiXFBE/nvdGhZgayH8qDXd+WozHgtBEjpL1mNuhEIpSbesnk96mhs3kiIPR+c1UlWIpBoFfmPt/5Ka4rWOBqcnj7taYkzOWi3GR5HjZooLLuBCF+SjE0kbSRRIN6Y06NT9eug6iESH3kpRjJ8NdQSan/JrkvO68xnu3d0fvcqU+18RJXHRUHFIgx+fK0wdhAWItylMerdDB+WkvtTmsLxvKKRVJz19f6Ok1+7Bp+CoEDxydEfD3U18ON3uREHuP9/X/AIKz6FcSZewYxgR76ceDbuYPeSCKmfNo6OplajMGJrNqPLEsgSbY3IrBeZaxrtQkkegGsKQbXbiIz4/8ZrXrnIGeDIR4RuXQ5zig8/7axftETPd3sGTKa1Y537v/AN6C8dXBT7O/+do5RGKNmtgye5WnWM0aRCMxxWNRGY8KyXghcTirnm8D80+cKKM0BWlK9rnux4UBYw9yKvPvBf8Aq69VPBU5ajcv6WvVYjBQuKmul52Ml2lZr+s6mNoa4UKJJKGKLKj6HnJRi2wlS4SjmMopT2E0M0UDvEFe/lSVlSE9s/A65aTk+h4O0JEiK2Y1VU4sjcz10/GrGGNj/SESK0kYjV30d5xO+ahP0oUUjB029vo2wR9OuiUVZ86PLMCPsW4ekbyFJq/7P36HwU7AsAYoDNJuBexhMFboyr1rSexeQD6Qmwzx8hkv2BjJ52OrOpg1j3RWDKcqiH7dpR6Ea/41qfZ40JY8c8dBb0ghDkIcg+VWY354MgvnsOLZsZVUSIV/sye47cowjoapkwO6jJ7Afs9bs/pH0wX6C26dpNznAtKcpfMkjpY936T/AD0GgR1K9xxJnSuhnyddT4E2e+Rc4gi/lG+32REHrkLuef8AUoaGQ0e3ra5itXJFR1HONUKixU9oJT7mtn5ulxB+y61o9wZLdHr3lRucUmjx1eFVoq6CsVPH1qdwUK1mp71RPfevjXAmgbJaNqcl970WmI+YE3KNFoO9H7TWo9dGc4zW29hpH/R5gsawInP1kc9cVkvCyR2se56I97+liY8K2HskbDe94HhewbvBq+9S2mYk59kAXt8CUN5tmdpSM66y27y0yTaQg9xnk+Wtl7fo4Zt9s6fpBu6x+58lZ9I4TuKx/wA0pNepn5ur8GlH7RPTB3+emjhW2nlRNSPa1Ea9zPxSqqcBX1VCdNraKRzPZk96m3hzhu7wlQRxbSDXQx7PfpY92koAiuBOOh3anCJ14Z6UZ4ePEiSVMaGRRs+oZ8tGpFrEWbgQS7r0I/Xo89CpVsmezyEghaPIz6yj2iR14XuzZV9EqIiE+5XPblL7osUvqTo6P3KD9nXdAXmKJQm3PtZVzt6NkFr9iuN7361om0y3RxBkV+M47RLMuZh8nMenm2Xe5/HWZcQSTjIxrDnY5jvbBd4If5PwrR+Jyq2IpJCS1iaUSQi9OoP5lf49VZNxO8jZijOpFmI5HSFXq1E9E/sojkGm2viRsjswnx5CoWZHBoT79LroiR4Y3PUrlamp/svc93+13OhXAUfvN/CiuXRFFuOwPXuO+WmbiBxGHKBrpijK1dvVy9iv1P8A96qAAOFziI5j2m1pnSvhhV8/9tG4CHiDRBqYfc3p3dcKv5GXzv8A16XYIXq+MwyIqlfqVXFxhrf/ALrRuFuPYjUlQ3EGv0kNrEX2z/Duv/pVhl6GK2tKKJ39sYTQlBFeQf8Aq4vMhl+/SzxjJnxlFpfthKNr9Cde50+Z1OBIzDQS7UkZd8jZieyd1yfDuSfbSXx7HWPJNIFtIpSMJ7NdDBv0+Ro6gEia7n1KvOuFKrumuzscnOoUWoAdrlU9cV202hmn/vrsGhyanakSu3RWPTWxj3JUIcDK7TyRMVMj3uamWpp/Go47GtZlzFVtfTuajOTFRtQgQMdzo+lz1cioqafgtXuF5KBA5jsMyZvSxcGa5HZy11UIYxPA8hU1NRq4TOKhthEbLdHR+NTk08v/ADqEyMMIppB1I1EerGIwjlbpI/nnqb7y/bXV/nMBEEMeWFVpHIiLlqqrvd+C/ZX0JUhuGxzlexiKjdzxzj0f8fsoWFhJpVknbgjEVBDX051QeQvYAbCov3Mk3B+8/wD4ZW68Iov0S4ns/vViDFN3gmdzb9x+5Wx8C3BCWTay/oZ5aYkc5HoGJveBpuEGP9anzsqyvCrvq/r9H+Os0OXcQm4r3srSuznBuD1CH2RSLUujwGYXxSx8fjO8MkMRj1kvRFRftoDdhN3+g2U9UWj/ABuHRxhPZ1o9ZT8q5fGgsgKmkdQ/BPSs0cjnTB8tg1HsD9zdpuA16wxuRPaL60rgl+1GhQ7ZBm162Pp7shQyraAmY+5p9+tO8zMgHKd+HIuU+xiUAnse9+tvNfgtON4HskXAUanqraCTgobS9iJj1VKkV5MvgeOxWSrLfdhPImhUG1un1bis77WzLH4tmR2keUatHo+7Wj9j6CFbLojdDSI4aY+CVm3ao9xOMZbFbqYis6k9UpCfuj7PAtxl0Yc9HqxU5Jnwpk4QkuCwxHMI5q89WfClPCfV+0yvruUw8LlRsIwlYTSq6vP6VqgRk0O0flTVzuoMg+jo3NdZj2s7AAj+t2sj/c6KZ/pGZujSHLKIjHe+/wAlB5nDZ52Vnm70ik9Rk/joXgNDPeGmPBP7yjPYkA/+ynDgtGTRpGaznp9pz92vLwaqOxDOJNbHMYjGP/4fXotkPa7jvBnLF9wm2Dz/AKlV5DsHP+bc/wBBkx/XNr1B++f/AO7un8NeoxI8XTh/EjViVtv6X6PeoRGJEAhQrHVd9/WcieQdavcIhNgfsifI+s9vUcsSRKKVCbevQMbOr9+ub8ns0fswKkqBaTv3jgKLcZojEH83365hhgW0/wDpVVltIRzxjOujR/7KrOdcgTyxNkeCP1o8nTV5Q9+uMVZsLe2hfUEH0Pd56WG8AO6NhuDLutrjzIoiF9n77dP6N/z1r/ZrbgHjA2kT2g2PINg9D3trNLpdLmAESOEsIMki8x48GfqVrHB5xEQI8EIUenQQFSOBL+RfvsAIeJpiFgqIPfHDJr9z5P8AboRc5tqgAlxyxwoPzvX5/wBz56LX+/JC4wuQF/JSkka1ITcVvXS7xSaGUJJcsSEXzsfRpO8gn8fyASbVDnM+tFI2HoQel76UnAONFEgFGns3k9nTsl2gyFLHdaBYF7RhCeR9MTLDHFbpVwOcg40qP7OGnT0+5QeB/kylWukAGACL7NdZNurqQy8hIHaIBntt/pp9tMeODiMsJoC4kprexI/9H166+y7UG8kPIbbC7cdrRav1PzlMyId+AZaLeUgRKhPvfq1ufZaIXdxjeNXyUJhjl6UWsfgzSQmQwsCV4jq9NPw/pK0fspvQzSBoghqVCe5+jqtxzHX4LnbUx5+K7WMQGhNHHl7Q9SupYvSHlKRIKGZ+bUafmW/pKu/yirpPtV1tCpM2hlF9WNNNI9jvt8Ft9zBLFu9ZCA6f8dJz3B47Mj3EHKjRRMiBco2LsDcF2t+fi9ajvMVQShumHO4zE1uahej+ylWRfbvHlCKw0wisZ7R7+prP420SBdp7kFvzclVPrMDa7V+jrbnJqRQvxBeTbIUhJKyNnW/XQo10vGUUoS5H87/Z1QdMloBd9C7nuG+X/q6oyLifG6stfnYytKSEqjzwd9IzL0HvXIe5r5P/AMFFe3Hd+j7eg0FuDeR+vXSf2bzZv84EX9r2ear3bNPPOuUT2wsbfg8nk/40VHbmDN6h4Mq4nKkcKEIAWgbN7SY2tStf06P3Xq5379ZZe00yXAV43q3Co9i8npitLvUnAUQRBKYL94bGA1Iuvpez9xia/wBlZxe0G0hBsepGDflhNGMpn/1oDz9hd4OuxrXceg22i9C6PWmW7KFy76qoxbbiD9rrerfl/wCjrPWY1Iv9JWkREQI8KiD5NkDIMet7H6dsdUUC422MSI7GGqhlVo8bmeTF/touArY8XXJ70kaAXVLG96I8Mt3kIz7vxoOQb48gZZzCqASKpBEVOl+OTOXp8KK22Q0Sxk/J3ljJ3lr3iV6TCO8AP/BKvA0PiZKhNOjyJIdCak6Y1T574d3kOL77M80pa45hSyAcORJjG7q3cMRG6tb3c1Rn2/H7aYbVJHGA1z9xkW2kWaVyhTchSneRjs+I81YuQUZCPHIIgzBCkmZ7NFwcq8tP3Hf3VCjGZCI8iI1eS1zFYqt0Lj1qSbH7tIOxXcxOxX23ta97UyuUa5agk6GxGiYmlNWcKtWxs56VTKKmeS19crWGYjRqjfNlfilXDjQaoRCNfzwiJjHVzWoGRAAqMRjGMRi80y/K9PmqpNjjV7kY1U+Cq709KvlkDiLhqt1JhUaiZ5r4p/ZQ+RLUhEGEaK1eWcVWCivlzGIjl5InhUISZkMc1NvC+NSzAGYHU/44zU8GGmrGdzl4fCrBC4bZvqj38wD5tTPmXw11fCFTYY5coPpavzaOeamjbWjwGLrx/B79SL6/qD9z9+oPIVYIJCKN7HIngi8q0jglovo1iOI1Hcl0Z8azQiPIZqCVy58dTfGnexHYGMzea7OjKqiYxRoOoSPI3ue4bdTR6muyuG88Vq/Y+EC8KsMr9BEK/kqVhoLxFcViBIXTjDuXjWwdms9jeFCKxyta171RXVLJDev5Mw43HFLxZNkIVHmWS5Ux4c1oXeQjVNSsRvTzMvmSrN+uA/54zzHC0Ka0VzccmrVPiCUCVbyK4rd1rUUat9U+2kjNhWs8RCqQspfZ+R/3aKhaIEpGNE9U+NB4pV0kIn1jOp+tlGEmCGDJS+0YwetmijFsodu7BshJz6/rKCl1sD0dH61fJd3jlEg9tjEqCbP3SoMYtej/ACVqRzNsHvshJtQ5vLLHurJe1KWwfG8/CKPnW6djI48nhq6OcjhkaRuVa3lWP9oxBpxtc2K7cRj00rorL9+BuzgQXT3ZRdt2M+Kpii9juOlHIxXOVXenpVeeXW3pYi1NZpqR3ond2sVfHLfNRxYJ2Bn6RlCPkW5uM+dnmosy+HED/SfexRWfV4Hrbq/6zopfnXMy6NUYY0VMtRHZoYlzlNTWp3I5y9TGL6UKOTbgcUvISzSaeRB9Y3mf5qB3G7q4wxlJ3d7PPo89L5zilbijX+CuO+y1XmdCjH5GeV36lFuAdA73j+s/jr1DkfPx5Iv/AFjK9VkwfqltyHMCVpnCY5fBq+elq6W8hCtc1Csb8V8a9GVI8jUf2Ps9yOpJHQ/56XAX+RNvppgZCygiJgg9A2VhQ9giHd5tluuIIylXmhNGj3qjnCFEE9NsY2MZqShbpATLKi98Jl73LrZ/kqN0lOIbIpQycKjNjaVnP+N/uUjAboKvEid5ujxNBLiFGRHvV/XrbWwdmoAAOEXf1xj2jNzyOrKO+6Xor2mKZGbbGMf01qPZqaAQBLo46EHubZIy9SsphmbzAL4gjhW/3LZAqmIXr7x5TNoAoIZr0tqMBfaCc9m+ToD+/T1dShLfpGzKEg0IzQ9/ut54pb4qKaDJlmFHCZOlw1jk6ma/zn36CDSqbhHtZBhuixrk3aikXCEePzjo5LHNgRyiXbV4l2ERg9WhH6PafqV1LeW1SYcWHg4i8xjWPrf98n3KiuU0N2kKkxO6YJvjIchOv+jqSP2jDbLuCA1NUJFHKe5COHt7rPZ/56FRr5bRZbLjyPYa01vHqfp/SPZVa2qE2YPcRbS+376QnSF/3KuW4rAopzzCLKHy+VxP1/uVDFangpzJwGBWFBmbYljtZubf8dO3YaENseUX1Yxk/OD89JimCG5ZLgu6PkDb5fqPf79aB2ayL0sr2vcxEF0Ig9vTTHQxbOSP+UVdmuudt/0eVZaCcwe4PprJUv8AdwbSECTbR+t406dVaB/KBkHBfrbNXdVSD9o/crMz3Hd3NuNoeb40j5H1p2+S5c+MLu56EQMZifffiqcrim7OGhO+xWfYweuu4BbdMONJaZZ8+vSNrqsyTWmFKiAjWkI0/wCcEO/X+vRRwO3kIOILpNE8OSlKnmGMK6P7aK2tk4+7+WCKviQZE/7OrJbrYrdHMRNoUKR5Rjcmv+3TTJwrdYyx0IdIYUZ0ayJ1vZ+vT6fkveQ8HIZF8NmWQmjz/m69x8jUk70k3KSNrGaP0jH04Rg2kN7idx2S6H+zeQnVSl2jwrpOugl7iESZcz5nPdo6NFap4bH4Od6g++TIr0ipKEcG9tbhiD9p+a+r0/r0iXXmMbUQiET6xmqnzjA7kTCpDz0k9n0bf5vSOs9uWFORqNZuJ536qhwnKuPJTjYDGPFAIa5znLP0n3aUfRtO0C1Bi2+JJSZqLJj7rw6MPV/y+P8AfUkh3cRsSOVSMR5Gs3XOe7KuHnwX7yVNY8HUYzhkljSH94nAD0v22+Ug/tT1qGQVGBe3Sg3q5NTVEuti+COX7K4jKpcMacjHuKkeNIeulwnpzcqp+jxUGDhbfakgKRY5pEx5JbTmJ7OZEZ4AOnoRccqsiJGNbwLsiY8jiyVGRXawp4d1evqi+5QuNoKWaNEiDSa9kaTEAJXuaJnNZQfh9tHHynSRKZSnMSURrFIgEYOXCD4mZ/SMqFGR8Yj2bu9oo7GIrEVcNz488VFw4rhkG9E8X5VvzpTBxkIx5rSywvRDNXTqTR1v8ifw0HsWkLZjnpmQFmUb8lTAAWnRgPimegmNC16sRV8UT3VoZJtcVrx6HkexWJzbmjB0arzo3OhGpqYR2Or4fsqBHiOaOBEeuUXU1FwiOT0qDJBQrarC83cla92XJlfsWukjNH0oNyp5k5UXG1HEIQY8IJ6YYr/FfBW19cFGmV6NTWHq0tJnLW88VMi5BEpj3wmuRjWPYRijRfewn/fV62R9AOTVYrtDHtx4u14zUF5E4SPkNchRouB+nNff/CiFucphjV4wlVSMa72mPRXVRRK1CI1zVYqMG97m8/Kr/eq0ZVUb2KNqKqYRUJ5V5Mz+2o4Y1w3rEirtoqas55Kv/lXleo0VWKiJhz0yPPh15q5LyU44xlnMawZMuXxaTklP8UbwQBhRRqrmY6l50iwFGK4iMiIRvoipjNO7SDQ45Cu8BZ22t8KNDbSk7cg2PDld70MRrGpzyq8krdey0AycJKAr0cXccnR61lDDDARrnCciPHnwrbuxS3jJwpviVpHGK7CP5YoX8jbPYYpxi0v88LiwiDRHE8i+mKBT2azkaHQ1ysaiJ6fsrR+JrKpuOLwjhNMxhytYnquKAXqzMEDV3bZKPSqk9G0ge5Rs9uKkcozd4IM7NOuppKBLtoEu3r295mj9yiUba0oiHFtDT8r3Ol1A5gbkKQMIMYX6shOnR11BRxKaxjGxmj28P6l1VXuAiCG16Pzh3T1V2oO5gVTTsyx/m/8Acod9JElHIJSk6/c+sp6IVsNo7EHSl4fmpHIjhoRu6qO5VmvagHe4wuiCRvSRMq1edan/ACetn+Y16ModsZJDR7flrKO0Y4A8TXIxvZbZNHza/kpS+/ILxwJhgqNNvvGvq96vi26ULBR+DGa3631akTArAD0+zXoO/wCT5H01WsHeE/0nDUsSPH0EUYPd+LKbAgQJLWEy5csRUyxzXZShEjbRzVcdUyuM5xT9xRaYUGRajNKWVFKNzBn93bpbeVmRoECFIPoOzXqpGRbgHKouTL7L092uCjUjssd0rzo9Jgd4gDmCBujH0MTX5PkodLCIA9bFXW3p0U5AHB+y79ED+GvVNo+x/wDFXqPpCT9CcQXgTpP0QZDqKDIa9F7to2W7fRrpHS0zYVzPImSdxscjSZEQjmP9p9XTvxbM+iYrtmb3wypoKuNdY9NvVwkKOGBd1M+QfRr/AHK5c5Pe9vwHX8RAhcTLsp7EfsFcMfV/WVKt6FOSJ9HwxglD18yR9Sf9JSPIe9JXtV1vT6xyetErac82QMRlKkXHkB01eSBy5snkckhvEYpSZZ3hMaNDn/o6fuEijI0pZjXBKg/ZnRGaiPrOIrL5Pt/d0mAQQy6xkJ0r0eStW4GjXSFIe6+IT2pBbbEfrYNv/vqhOeQIK7njXO7NkrEQpOs5FH9R8g3/AK9RcbXFp0iTwKVDIjRqNF6Dez/6uqfaw07eN7kYjElIr9ZEJuM/qyUjyRz3IIRV2+vr1r0Mqp8mmv2YGNbiORZIiwQL37199umprXf0DGmJJRB95ju0Z9/3Oileyy7nCySIVFQhNCoxOr9yvrEO+YgFRWbi0MkcK2mQp5W/OXct0Uns45JGjW/3KL3C7AkW9AJ7UqlwTHTj2lDrnYF0SwQd7Ovc+r1/8dFA1npak7sDqlr9YQnuf++jyZWHRD7FxLDCbdEJ+R7ntddN/ZHOHIuhi7CiXc/1gf8AuUgWIM2FbV4jnKi28pHRcDJqf9XT/wDyfLjsTntCJjtcrCpjU/8AtqmMUeT3bpENMv8AaO9i5IAisfWeRgxCgHs7hPn2Wblar2ngDcOJYir3zdTdikHH8jm7nv0A4f4JOkc/djhLFT2msZOtjar3SM/wxTsEG3Du7JNx70LQ/wCo2NQ31VmdzjSjKFJJRsXTRO6mNHuSpvbxEY4etm5qZXrbaQLIU3fu67cffIhB+Pz1plcrMEF6ROAioiR+9qT0J5UorEmnNIDMmAEEm3oGieT+CpZNutjrcI7SjjbjNzcEnV9ZRmKyFHjBMcqjwPXuETyNfQ5AcmgSylvUIibm4x/Q/RXfEB7qK4KIc1RyRP0RNwmnQR9WLUW1lucUEaTuKcnjpxpqjxmkwDl3kIu4uhCeb7/+xTqn5MOs9hmPGUiPl2e+BF9XH3Ovr/PO/jrPFfzXnmmnieQGRKMi5X2v5snQOlRU5044znfrW2w7bGXsaS6PTE63qwos/nGeTp/irE0ROX41oXEXEiyOD7Xb0kbyCRgxxkJ9Xt0tp5gNH7GKVxnJJcuhXIqrrYjPTK+FVI6u2hEaNj3ZK96P8r8pjNVYZXMZGIITmMKuhHeqr/8AaunDI8Kq9dO2xEx8cupgCDTaZpBhjkjSjI2JHQESYFmhRmJyUL/u0xsjpHSRHUDYoo7WQUG42VhSH83mT7r6TOHnrInARRvmOPI1PQhNsUhg28vwfTTajIODAMAkV3IswSmRXuM5F5xTfeT3c1cBi7x0BcIfZCLaJjbGXXo2/wDj/tKCSYx45e9hE5x/m1fMymTibaW2OCreYhtYz2XV+kJ++zcqjtgPH71EI131CaFX9lUWARzHOc1r1XUqplyr61OhlLJQw3KNg0VqoqfWKi4r7Phq6ThWjbo5YTxWvKKRF2gNfqUCrjQ3PtE6qhQRjEC0+dQihf7uPKj0w5F/VVK7TTowqNw5uvpXmrGL4/j61TYViALqIrULlebPzOM6v4+VW2uQYGl1g8GHVVRebl6VH+2oWfLi1S2fb17Txt0hy/zLjq/ZUNqRfosKqJNZG7iL46ld0o2vkgCtY6NJaF3snB3UXweq+lTcIR3EtrEdze0jn6NXlY3lj8fVKhQQUhNOsaIPq3dWiuVOXYEu8T5M7f3NH/sq87h82BCRd0uGg+t87vaE/wC0oPKBNAo27KILRq23k/fqhZftASyrqMWNafqU3ILuwmEOmfdpHsc2bEmDa/Vob7qu101SLkix9pS+0162bNX4k3af2ZCyFQq7o/aEf1MZ+bZW99ijHy+CgoUaCeKU/u6V+Yh3GU4mWPVE/Cv0h2STHJ2b2owFUp0M9ytT4K/FLsfE4NDd7ZMb4quNwBx5ODJmsDuyn6lavvo6i0viMJ7YVp0yYfXn466Xe0GDGmcRXGQoXgf35zVcq+D/ABoffDFDZApCMU22TBCfrsoW7llfyNjgNHnx+SzMYUbfDq9+pduDc0li1FTcHoFz+/SDvjEii/KxDHp5k/2GV8iyZoMqVVITzj1s/wAdSBI1vs+zNHkwl1j9dfTSquUnKNNA9Hv1fdxUE8ZWS+ZMdBNHjQ2Bd2yJLhP6h56maPGtdftwSHP0T/J3hPdwRdZL3KsZZeSKi9SdFY12kTYpeKbgCNHaJWHyJzvEnL363L+TyhGcAXISgG0DpjdKtf1N6PWsS7X4UT+ftydGV+lHdfxIuPRKz1sLl+ciV9Kex0rHT2bPPr8/9HWwcNX+AawiSzCCUxU2Vjr52OYP2gP/ANOsc2Ay5H1uMeR/ma91W23UUdBEj2xUlJ176eZ9MYQNa3W3HctqnQDJFITQRFH1RXe49lAeMOHCR7iI8Fd1/d/yjb9fkfVZb3eTKLvBUTcXm/HU9v69cXKXcIJCq9zXj0I6M9HeX7KzgOB7XcjxTooiOYJU0ua5Or9teJLJKcUaDTUnlang6prncbdPAr5AUDMe7rczwocLANelV1Z9mz5qdXwmBVkHXdS/KSvV3u/ZF/4/bXqbgQbZxVLJN3d0qDH7RmtB6aynEOHKKIAd1V9T9Lf4K1K8o6TJ0BjqxV6BjYlELB2EXKVK7/xZcUs8P6wYxrrM/wD3K5eT205SeTEARUWTk6qR6eLWU0RLExY28ZxQm6e7iRdL/wCs+/WlcSWOwR+JI/CfDNtR6EGwcq4ySuV5P/ZXxeEVTiTbeK0QglE9IpFd1jZp825+bo9hIaTLVU9v9vCBvBEuCEITU/8ArNFaD2acTOvTgWpJyjURHP2yJp3qHXrh2LbLRIRBGu4lnv3SiVrGAfp/SVX7JIwEu4L5CN3MQ3bZ8k9336CSb+Ri7RrfOu63hGp7eMju8DeTW/Uz83/tVmUWBPWNv7BghDp3CZ6Hv/fr9BX1wwdof847ctvPFWG+NKQpdDyG0fnNv7jaSLhZLa/hB9ytqnEEykySSJxADf7rPZ/531XgdU3kzuKbEjCFCMsontJHm2W0ftZ7eFxu5wCwbiSOwEfbkZYrNzQ/rf5H0ptaJSgj7u3EKvo/rA/ye0ougLinESW6O9N5Cbm30vZob7+r9Sgkcw9Q5MmRxADhqRbm2qDeQviiN55I1+ZzqUZfZffYV0NDMg3PGu3q7x9Y39J+pT/aotmkwoaXG5gMPc7xEMRdkiE/OVNa7lxFwlbXrGkx7raXCXcW4E9ohfzmnc/WqSZHj8ifF4MFHiFtU+QLcQmRv3dKaabuzaVGs8srYQhPRzsInlXX+NKss6326GFBL9ICFHbIIRm5qT9Rnv05WKB3GKGQCBtG22yE2Nzy+/ufJRKgvZyH1NCOs1Z6YEK3SNtdfU976CcBQZyWE09yKG2JI0FlgJ1v0aP8FB+OeJ2xoqnkFXBRv9mNPz/ufuddK1v444jHAgsccJYL2uR0ZOjpY5jPaf4KpcRJXRaVDFum2O5cTzFkgWJDIR7xkJ1Na3c6NdHo1p4S4qDLLEuCWfDNsbyMJ1UG7RLpw46Fe2W5v5SOSkNgk8gGDb7Nw/4XV8hW6OQgbiaUoJ5bb3mIKSPUEH6b+s6Oute4Hb8D/Gs9tg/RdvsgWOGUjkkFKROj2fv0UkcL22471pbpU2PaYJrZq/Sf+ysas/Fcm4cIyYzbepr4E/8Ao8yDw7QQftP3+miXAF1vdluiXJXz++Yf3oaxm41Dd71LzEmV0ev/AHG5/CFr4fuOYCTJctB/lG4Lo/6N76zPiufMnb5ZH1g3q8bwE06CfPo/U11opePVvBzxBTQp3fb0DIcjtf6lY5x9IDlyw1EhVVc6PN+pRU/Jzbn8CJepHeIquVPql2xrjQ9W0tZotPmEkiENxMsDljWfLQ3brVgwnkaiVeiMKcujb049aijRlJhaZI0ab9GypvfReGjb9n11RAXZyscZ8eS8mwqor0b50d6afsq/EYYVvlRyPb0jY92558a+Wn7aE2wzYl1G56qnLQ5V8w1ok8RSua0xGkY5+gZvfcic6uSHEMwGOIw+ZAlRyK1ehUJ4bjPt9VputJXlbIC4rXMkoCOZkZv+sNbz3h/AnpSPIY9kgTk6UTDhvL9i81/VX1pnsk1GoMimeJoykMvd2f6s9E6HJ9yoGHLuUs+IabvTS7m6Yj/I07B+zGb/AH6WbM5PotIJ1MHaK9UwPXufdJ+/TGosxfbQVFt7XeNwvSxxHeb9R9J+93O9zE5jRj9Yxp1aahAuSQN5JElzcvVVaJyi5Ki8nP8A3fSoC4dEE5ysc9w9Pm0qiMXzr9r05V8a9rgBG98hiuRWEReeln5tP7fGubkXTIa8qCKVz0IVmMYeiadP4Z51CHMeM5zkc1HphVeNiLqyviMP9qc6vzJSgBpYRjkR2+mQ+Dn8zfsHVMJngysdTjMiJsua3OJA+b3/AMK19Y4iK1ypIfH1OcjiJjUEnL/E6oQkJHXQqG1IqsRrkcnJHacsX8XJXXBjNwJGyNsW8ZGEeviJBpqz+31qUzTkEsLS4pcKq4XmspPBPwYyqfBjm7chDEKbdIozKjfKNV9s/wDY2qyBkdUMFIxZuYftRuft7XkeT83/ANnroddgBVupe5m5ZH/k/wDfRNJpdO4U2SfXp7L3vqw/xs3P+rqCUULvZimC6B6NHd/k/wDf0VMlCr3d0SWMjVYrH+LmuxRKROhpISHsKu79WTy6K7t9rFMuOXbUnHWwbCaNVHgWkF5krDWPg6JnofpGH2dKl+TdR7IKCXuZHjbJjBKIf1bDx+pv3K/QPYdPPP4YibABCKIn1e3pr8/cTQVgWO2T94ZhyWuY3Wua3/sSu0GXwrAMD8kM1F3B/Gk5DxyY7xMUbeLOIRkGRd24PYjHv1aa+KCFDSKUPthER24nu6qXbyY5+IbpMFkW5Je9m5825U0LUMJyFKRiq2mkcsOBBkqYWNsqs9mzW/o0UFVTqvc19ntjcx/R7v36MWhUFOGKWu3876p8Q2+TKkKtvmIiaOtlXADwKFy1BJl8duhi4w1fKnxqMcho/qxuRvoiuzircoCCNqartb0wqO95nxqTlsdzTA9z+j8nRRrZsA3H6G/k2XhqdnN4YcajGs5ntFXn5Ky/jW8w14+nPng3kYZUYRrsK5MfCtC7DiEh8Dz4RQI8Mo7CDe9OSqg/SsX49ACTxBKPDYhDrIehGK7muPlrNW+JHPGEyEeIJFkjmasVrGPxhWK7kpFXCPrm8xz2bu5hwFKRSayOG/KYxVSJJt8mJDaSCjyoTU5XM5qzOMfsqss6fHnDYkkkmF8qN5+fw/ZWl3EkV1jnnykIQjhJpXW1j9SJqWmGcAD7KBWmRyvTa0Ebnyp8KEmixzWQF3BJVkkzkUyMGqqiItfJzg3IDcmIU8eRhqKTTlrk+FLAcETY0KPJHsvR6ub1uXwq7NE0ew7Q1Wq3kqeNAZcUmXsARVVi4wtWBS3DhtQrlaRnJVd6UxJ7sC7PB8UQc/6u2vV3n+lZXqYZj9j8ATuGLdcFAs0NzvBUcopCi0BC79Hrf79IpZHE/GPaPItj3OtMsW8Qo86Exp2x7n6SloN0tqKQdw71yXLNsjG/566fxxGvNzkWebdJVu1A24kkjvBPlc9nU+sPiD2cr3TyPVwjcPdnVnh28CCJeFFtjuJOY0e73v6SsV4pgXrdLexX19wKrfaPH5NPkp04cvkxbDc7USck2Umo8ZpUzodQjhe+tgRj3SbMAVdvbwRCuZr/AEjGPZRk2lZXvEBWRBDwM4HueoOpjf0lVeDYMmZNcEC7kWMZ8hZIyeyYD7jK4fI3ZE0MAy4k6SSCEJ7z/P8AuUH4c7+RhUjXD2T3O3PdbQhoH7/KW4Nu0VrpDdkneQl29G4/845369GuF74/h1sGLcEV8C4xdq4JE5jc13tGn/rGVXuc3ZvJCTe6QyFRm6RNs2tnR5Ge49/6Or8NEI6bbuHjJCgpo3ZKk0b7PNqJSx1U9sFng23DkXK9TlaAT+7l7jIYPoOz3/3/AKulaTBWMQFwdBWIIpHAUbx9auf5P89MV9cC0WkoIL/YikO21QvvE69v/B5qA8U3gN4sYd6RpUbGMGP3xqP/AH/9iqwasBGHfbd/OLC2XAdbBCgSuvbePp1/1nv1Y4g4gtU+3CjnmGCkZdjUQerf+/r/AI6Vzpc4N9bdT/lRB6Nwnuv9nV/jNYUi1W2TBjbQuoKveTz+0+s/x1YlwtwrxNaYJzgIcMVdbRjV4+vT1+zrSuBJbSq8chxdkoxsjs82fZ/V/wAdfnJBRY0gcpROV+rWmfGtL4fPKuwRRka1rca02l66cnIh0BXbPNLNk4OiQwpq9nt6MupIvTWMhxzxVKJSemvOOhlPvbXPOeJbUMeGbuur2g4+n5Pf9+s1UxVbuqbrI/wfSZXAxLezOC7b7gXYkbpd1ZXm1028Z3ZZ62HuGd2Latsg9zo+r0PpKFtjCwg9ur63IqA2lLgZGD16PeoxASsEhUjFiZ0jIRutnw0eSjcmQs4AgwZxgi8knWT6536lJ4JRU5i2yfIzXR2JOtYbFtbBotxJIyQr/Jp/R0uDNd8By49xtXDYQg+ujanqTb+es44rO14ek4X6U1o17edNU40SVAk91l7hPke+s94gcdSIpFeMrlw1CN9K0U+Dhar3gA7XNLqRitY9NbUTwzUSEyuMVI95CSEaRyqjeSUwWm1QEirImytky/VMe3H/AJ1oMpxbDiEx8BYKKZ/P2jsaf20dISOkYUpBiWI76xrSZ51QPHtIjPlbSq5n51jtY3VbnEAhWB24ixXJ3tWubo/dqQUJs97Umle3KuR2fxo5aZbiR9e3peNqcm+PnoLOc1ZD5CD5E56E9OdXuGzKM70XDELy1L6dVTyQtXZToxCkUjxsFq1PT5yef7VWubefQ06EeRjmi0IrFzq9NLvxzV18c5dTnqRGNXQjyeRmCKn7WcqDgRzXkajkXLla5E/W/wDSoXA7W4+4X2ccDBJL29Up3UBUZ9W5P0bqXLysh9xivAJg9xqMajEwiKqeX+6pLVN2xse4ImvYwznKZ2XETONLk9V58lr16FqC1yHKRyKxguWlERGrlE+//wCVWGTPE9kQaNc5xkbqXC5yVvjn7tRlcM7kEMiIipqYj056l8zvwqSSWLp3hMdHRxEYPnnS13ur+HxqqozKjGMMzV1BY9U8NHgv6q1CEunU5CJHG1FYr2I12NpjPOn4vqV4yFcIbG7aaUTCk5aCeQf4s8a6YFCqhmCemdBVd6NYq+0V32J6VaWMwTCoj3dWpHI4eVGxPIn67/SoQ6GRkeA9SsA9+Ve7T4pt+d3760O4ckY76ZUfHVCaRo33Gk86fsSrUkix2rMI0Tu7tR5WInmV/ufsoLaWkUZHITXvEUfj73x/ZUyLH60zY6BHh01fFjeXvD/1X/bqcsgGkpGyD6fzPR7vn/8AFpZhTDNCNGOPhMPb+sn1f+3Vkslmoj2SZmz+ZTT7vn/z1UkG3gwEMtyQZ0HKEQnQx49NNXE0YDbjb7zYzbMoROpCfoKT+A72gJSCUqF5+Qiaa0K+Wc+6jgtUqEfv8n+cHv1ms8m7T+wASwBulilWuSkQq94ccas8rNb/ALnkrROyWwHg8LxlRAlCQ6+0+FZtdEBb44+7m9lK62b43+xbWjdmV4PH4Cf9aocPZuD/AF6XMj4Mbm4S/XJJqhTEk+3o9/2lVruqIDO6MiDeN/Q+qV8mwD3EhHjVCbj81Nee7LChPETSNzEzRQ4sF3J0yYhTbRBd4fr3M+77lCTSnCUaEMujwo39Bz3W6WUCjlRYXnTc6/n/AIKo2S2fSIjxhi1yGhcYf2afH/CtHuEsUDxNXsyzNsfx+SvW0woScwKZBkwMik/x0ftHC0vZIU5hoMnRoVlQ8RwDWRzbXMahYpdD0Pt+T79EQ2Dsc/KbCcB8j2z6x7f3x1mHGNpWPPKGGDI9125kfW2tU7DxTY9iliBgwRS0WQRfOxPufcqnfhPufEsyfBhklSXkdoA+kp5HWewzefHuYNoPcdtU62aE9mxvyMoKSPPu957jbo6tLIR24NUx9/8A2K1dGX0yBarLeJJhNcdCJpO536/v184ngSycZRZkxr4kocbQx6D8Xffp+RBl/DkaZGtj5iyNUUabTxtTK+PNat3Xh4TgCmDchgmOmFxpXw+KVonDcIZYw4jEhw1MBW93anJyqvjzojeuEQviut0COUndRKTKLhuvHxoHIYNfQdxkb0M31hOY9Hu0HKmo+6jVT9anztCsSw0CrZou9D6JA3j0u1UmHjy1NtOakhPu0aCXIvo93zO/ir1fNk3xT+KvUYnBs1q4ZlXO5jhsfsou5rfIbo06f+/NDpVrSBfHQYY9hXptjkvD4L8y/JXVwudySDJKI0lFG/Qx7H/nK4tXFl2b7KcwVyXyflD/ACVjyezTBZjRwx45treKpSbalT3G/qUNVeHY8oMEJ5ksYvaE3B6f469Lv1wudzGfuwoYU0/V15btb5lz7umCmlatxfkdt0MQMOzljEsU+9iar1NKVqtJy00H4Jdu3Qcw7HNbuLlw05KtG47Y9x4UvFrEVHLDbqVfmdVrseZCmWYsZ72jOF+4qYp3wQA8ZAnC4gIDkIyr6/L+bo1IWfHYQ4TizJE4BEH5X+5XHG5obeP4xSr50C99AeNJytBFRh13UY8j0QnzkpUFS+w4bIkEekAz8iCm4/n4OT0qa5B7jZ4r5ItbpjtaY/N4XlQGxGVZZVkkVRvY55H/AHkqE1zlzDN3Tqohpyb9lX8jOv8AIyjnKWeA08mqOrla9vypij9iusIUpkeUDNrkMUTc+59tI75EZ+hjealVuE+NclnnYyRFevLWrEb8qUeOBcX75GC5CBbZ8uBc27ckKZYz4pVrhGcJskT359k5jeS/cr0mP/OXgYU/eX6Ys+kBf6cXuE/coHwjvPlmGxM9Ov8As5U1OIkT1xl47Gx1uhCMTk8b1xSOUSLobhXvVulip6Ux8blMbuaOb1CE9Gp8aH2aQxkFRKFHEVuVVfSlMQnvNuHbZElrfqgtGqf2VLcxhmQ7WNie0MLlj8arTj6izRLuKRTIz/o6uAxE/o/Ycn1QG4HbWrrH5GVw6eYK7QTZEn1jF8v8FEQRMWkq5Qikf/DQSP8AnBG29z2muriBDsXjTWy7c9z4LQvyxyKHklAuJDukTGuwrhjCvIqc8/ZRIatJb2xmPRqPMwbEVcKtDb+Nve3RnvIzbarVa5PGmocXVz+oBbfFKUyLhHZenL1xTCgGNLrLryzpY1E6ql4ftslzVeBgl8HKmevGKnvTir+TIuyiD15enXmn/BmnyB5McGJsk3gHR7JPNVa5GKhyG3uUkf6TVootee7gMkFfY5RhCMjE15/WpOcRcqznVFEnVoRHvwnovxruKR4T4RvU1V8fXmlEbtGEKx25rWaCkRVVHeNCHNRTO6lyi+NWCNzCBNDR7EM8CNE0jHrya9Xquj9VM/21TmNVH6kREVrEUbmpjC6/I/7ftqPhKRpuSMQrFHrR20bxKnyfs/76LzY6lKITid4YgWKu0mEIxVV2n9dvrVBwBANc1jFTbYhOnC9T2u1/+lHJKElFYQ6ueUkojtJE0scm2v8AY+qkUKxtbWOGRChRdOOZ2KT0X0elGRRhL3giqQw3vexr5PJZDmj+rVPdcmfGrDAduI9RvEZGt0NUXV7rF8EX79TkaxHNUgkwg0Io19xW/m/x9agkvBDmMKhAH1aHsVruTH+Dnv8Awo+jGCejAHaZWyNI2ublTEIn136uKhCvHjoIL0c5Hs8hka/6zc+rHXKJMRCsc4qka5hHqjs6yD9f3KsqIq6QiVH4R0YLmt+sezm4/wC5Vdyvc5rkccLSKhGOVvueDyfv4qEILh/qr0GVrgta5zlcn1irye//AO1C7INjrSV6jTSP2TnoviR3lxRe5YWE95yMRpBdTUT6tG8msqtbhqlqiB2GtdhzVZ8z382PqASQg8PZZGT2fkJ5CVFJuEhpFRr1aNUwrUWrEouiOqCTm9mtnX89CvxEXcqFBC2XgrLgJrJTXs++2ttsfEswPDkQpp5Nvb1P3Caun9HWLcLwoR70NJcpwh499lNQreNAKEp2YH5PvUh5yPp+QnxRfyukbQV7yMnQzX6VovZ4u1waNDLgo0e8g9zofWLSIw0Du5JuJWl8FHxwcDd9nrTre/8AXpToPhxfdBSLO74JAjErvyhPZvG9tMycO8NxDCPNeRbeqfk5M/Uve+sxecvezNhyC7hFcxn79EO6uFGJCdPGv6T2nTVbMFDlOuPDkCRDKORky6xSni06tP1bSD/SMft0n6m2W5LOfEKN7Ce3B7zUoVKhbG1tSBG7w/5PJ8lU3CdlVcdVUnR9Z56d4AG3+edrNIX/AEVj3Bv82irl+kQb5wSt1OqfkshsX2fS/TWel5Ext1Nk/wBCGTO1EIRrNv56GXLNw7EjQjWo9zApt1cxCDkE6Njb6KVbrEWyFlnhXBQiarnnGNd97PcrrsW78lruYY/tRaX9BP6ukyXfbqjzob6PJz0Me9nUylpBHfwaJceLJkSyWwAMS1thG+0I/rfr1/7NelNLJkd/OO4dEdpOhdTfPWYb0ze3FUesnVRS5XF/0cKH3kaD2/za9VPAHO5z4IWlUAu6Shx957H1NbeIbMbuuw85VGMbykOunq0e5WXS5D3DGNZiuRzOvVUAysjQhEcXUNz8P0fWYoHKD3FF1SRczKGZvi87/Z6XM/XoEt1hp7HuPMnnJrqpPmhHJcsUmgafxPHQk0g0rUcZNxieCe81aKiQHLa3AOV/3K9QjP8A+Tr1PEmr26YLfIQvtMv9/wB2rtuHHWePvZE6Hk0PY9/TSow7BkeT3K4td03LoznrR/yVi2HpqdVxwauKGArXRSBikGSPpevXWMywJbinVMoXL2DxTs7iEcVF2l9norP7tL35e+iETOeWurHu4y8MTVY6cQSoRJNvM0rfvber/vr52VT2w+JmvzoRfjSnapposl5WOVmob2q37Vb/APaurXLeCcwyu0r9lOnkQl42dpjnD4ldut6XY0VXlDbcX99A7dMFiMIF3qldcZzBXCJGn+L2jTU77apBOSQEM4PQ7k16N9ahIvBpcha8eMI6oVUgEY5XoqL4fZRi4xMDdIVW5TwRaFjGhMMVMqtV04J9RHySsexJLStK7cVPBPCpHIbreiYe5a+paiBIwnV9iJRQcMjWZUD9XjU6ZOugS4Ju5rffFk4/JiD2JQ/mG+qtvEaJxRKjERUapMjrgaoDvI1ERCffpi4fuIZaiSYiEGN/QfR1M/8A1KnwA773wDeLE27gL2RFCoXYoAeHJFAZIQZMOxjlTd2pWxY0cUsEzIieTbriLakWxhEv0gpe7/Wb/koXQLeJKrLIu2MRCfayrXel3hpJz5NNNduh43Oe3+uFlQ3S3hUvor/4KoFnFOXPftKrF5I2qTbqxWaSpz00ekWoX5spE/cY+hUi2IqjT/HR7TNLyRMzOKKGDbeNNJGtLy012kV8iRq0v8fm1V1p7mMoxoN5eljiO9KNWmK1A61Yz+LTRx4OXfG5iRoGMYxGuARmpF0vErdXNfF1cMANkZJR3SGsc3Q5wS6tb9KoxqfDFEpe+MKjEN6YblB5Qmp+hXMb/avOgMkwlilYJ4t0uhUcqKxRE55aqeCLzpngWL3EBHFejZDGAenuI3n5KHWxjTTo7TI96PIxNLXY5IlWLq90kjmlKUptfm/ZVnggDS8TxQ4CquV/UVfg2qIHO1LYCyFEQBREjoRmh/u0iq1yL1MVM0zcZ3RbpMVBB240Zm3o16suoG7GrrJ5f+MVYJVGRwyo5nJWLlKeRJeOIUaeLbV3SfWyU8g3fNSMbCPy3wWtT7Ab8IVzJw/JciClJqGq/PUDUGXDhq9x0Jibze9r0Jj3qK2HgTiLiKSjJk3Zhv6zy/ee6tlWyjztkGx9FbcIYkYIY8aag7YIn/I/Ze6Ks7eXaT2e305bSStv7op4JTliOar4cjdFr7pBf5Xf1lfpCPhQc6xPtVtY4F+O4MMwoM3oNo/PG/M/2N/76oBxLltcdiOcwAnkE15FZ0KAYlwqfv8APlUJWBJkO3IGrl1uVpNWALzCD/v5V1KOcjlLIV8kupXycj5Eks+rF/38q5G8apuR3N7w1yOGq8kId/r+5z5VcFlK66voua+UTA1YhXIqeeT+j/crmzjM+0A3SCRrGd2aqp5mO6lJ+54V3xCjEsZlc4r0VV7rlPO9frCf21xDMEFjC4pctYxBgRU8w38nr/FyqpgUD7mZZU542MRRo7nURWKjEe3Kc8eNdh1KF5CvCryO5InLlX2SiNyjRJlv3qhAvwlHzIEqlKMXV5B6q7uksr5LUH6Pq5LSNZktXd/pT2wtzdJ0Me/843/w6XpsxUlP0ej6F5Go4U3lWCVC4VqrySn6yvc/hUOlyqxUxpSsoLMI5mFbinPg68vDHji5qiZ5LSXkbkVFc0Ul6uXKoTCJ8KsyzgaBrkRWuamVf+2hMuShZL2N5EQj9S/tqU5sCYxU1J6pURCJBfFKa5HFY9FR6Yz9tfI5RjXckLl6NdhKHrGY/W5HqNU5tZ+yubWrTI4Dl1uePzL6c6LwQJEcMrHkXmTOXVxNkaAhDGTA1XU5PtWqjY8kUdX5yjn/AN2KmvLSQ5EcTm+cQ3/2rSWB6hs/YsUQuFrqXd5q1zKzi4iiLLMMovaMXTTt2QnAlqOEPIqp+kpMs8EV0vs3eNsjFvnO/wDUoagzgozMbr0tRicsUGnCN3prWORU8c1cZI6kUr1VhKpS5kdp3IFFcnhmtIsruRzAtMrUzUbZLBI52rS5a4NLUidREaxKGSytc7kuaLaAelHRc48arDORrFwRyLXBFx7yZrlrsDX41EQFyNXc/F9eqLP416mCzSjxhkK7xa2hpobY6KoXplV8KeS2ZM6CLl32JQqRw24hVcxrl+FZZg7qWCw1zmNVmnOUqptO0PawT9SrTM7h+Ujl1DelfWWWUFdzbIqUGZD3qJZYpB7jtDlxy8KrBFKV2GCf/ZTuSBNahE20VFX4V3HhmY7U8Kf2UzJmx8gOG2QlvIAzFTV4ZqayiPFaTLEVjk5UekiRW9Y8Jj4VDtKweWs6aOBG/kGySlIXQ8Svz/ZUSAepFeg1THpRfu2Bq5E1VCrHt6Vz9iVUZA6klYBpIWosh7tGeX2UR76xEQm8TC1U0FVOSZ/Gvjt1nS/GE8KvkDqQfL7MI8LVTGV+PLVVUN7aNzVku0qxMI1nLFfJwmEVFViq5PjVYkB7lw9ufhSoeSdcPpxNuQHQ1xsuwqNcuVdTS4sc3DzXxlTUjE1s+Ws7HEc06IjenT4r8aKs7y2LtjauceLaKXNNd5fPNAI5Xsfhq+5mo5d2YRgtGE0t50CPbpDnayOVHL619SC8bV61XKVUeSWargtkuKvciDTUtQgUhpg0QejW+ogQVYRpdS4anNKI27Ns4gFMDDzb9esi+9+pToMU3clbka97PtPZ9HnphTdA0QkNyx+fB9//AIf+5S9HAp7mshCjwVXPonIMdytjhcTn0OE1+ofyf7dH4AILlLNI2+5NCpFewQHCcrEc5H51/vItCLoZHOZCE2QMAnapb1aj9B/B71+KJnlRKRLJDtxXPUb+h4QDePq0oudaL/3UDluaECYV/eFR244b8Nf9n21fkoCSx6Wq9xEeufRavcIIwd6jvVzkdl2hqJq8UxVMg+v6vzfNU9re6HdI8gT9lwCM1Kzn4rUBG6/WxtwmjQA4ozo9UV4F06nebKftRaF3GDFdHQiNOFF0PV5U1eyemXqv261WmO7MDuOIp0QaMV2DM0O0efl9r9WKGXBjXuTMMrUci7zREyiK9fYs/BtUEJt0BpXKei6NG3pqK0zS26cGcBVaUD0exftSjN3abGDb26X2knc/St92gjk5LyxVgn65tN3ZerTGuoPGQFhFq7GI968qF9m0MQuyrh5fZ842t9FAZ9yqyaQ9GdqZihPFVgh36B3SZ7N4/qTM+sET52VetrlV+FoircJV5IYJxjwLebLvngoeRAERhI+Ot7HE8xyUlYcd5Y4jezisdyXk9gv0n676/WYVTCoqIqetL184J4cvmTPhCaZdXtEHo/N1AT8ucXuVIRQrG2SMeiJz+pZ8v/dXxyNO2FBjSsiYxHIvwb76fxYo92x8CT+FLnF5GNbS/VyPmJ7+ug1rRg3bveNpzWaWt0Z01WBRJcEUj1RFjN209G1TIi6cvGFyqmVXNEjIN7StbID4ZziqB1RWaXqNzVbhFSpgga4lPvR+HZZhFXWP2Y9zp00q3Qgx3M/JfPRWROUSW6FsxlII/s5H/wBP9Sr8wL5Ep53NAxzvHTyZQOCKrzscuGtIn24olYJ6RZrEK56jT7KvDAxFXCsdn7KnDE0pr1M/DFDPIfUF+UNyyFKEBXPzy9nV62Cy/W+CVW/nOimmE9PgP/HRW3IL6wj9DG/LUyVuE2RYrioR90iEkDX7lcG4cumwigg4KNntB/P7SnzvUYPgUj9f3qm+nhezwQf8FBvAEu+2K77re6xCfO9lcybFez4zCLnpp2PeR99Z99ld/SBPP530Dlg+3Q5losQxNF+Ur58e7VdtjuiSbgcwMJJj6Nfl10wLOIv5ti/quqvOukoocbRNejy66JUHbxDk2S5KUgrZBkDAx643Xsdn8KqLwlcx+0VQJ+/TkUh9rr5Pqg7vjxbYOt9HIApmsMp41HuiVG+OEofItLkVFcmNPwpnI2c1rxveJrvsqkkR72e1Pn8KjuWLpLexucjTV+NdBjIwa5amfwox3HU/Kalq6OA9wdLRZX8KGLJKFfuw/wBD/hr1NH0PJ+X++vVWLSYg/Ty2+Ln/AFcKfsqEljtjiKTYYq/YlEGseknQiK5Klxt8nMrUUCF4btz1zsYqk/hyGxHdOM00DO1yqiJ4VXlRd96Ydp/bVbIChp+Bb/mxF6OSdfvVN/NeF740/hotJ3IEUhVej2DZqVqVTh3AxIceThm29up9DOIjI2tHd9klZ3CdrVjNQRqvwxXD+DbSr9xYgl+zFMKEYYbDNa3PwzX0j+eMc/xo5QTAsO4StDE5Wwbk+K1CXhC072scLTq9F8KaunHN9VSP0vTzPSq6ZBVn9n1ukqijdoVeaMSqAez21x3ufNZuItOUe7I6SVjmbYhe8vrXbJI5rlQKK5vrVzX8Af8AkSZHAFskP3F0DZj0r7/yecPSE2WmcwuPHXim8mpuRMXLNPiqVRSI5x1eolcuOSo2pswQTbr2YbKbkSVufrNoBJ4VnRW7atXV7ra1bupRe1HLIMnyP9oOp44UlO2jo3d919TYQw01nuAc6wmynwqqSGbGXjVrvtSt8Ww6VypGPX4LUR7MHzdyir9r0qbADDI0Z7fFtevuIMEgUVGFJ0MGlbSC2RVV4yQY/R92qadl/D10nfSI3FhSRn1sRvlqBoZXZSwA2boMiGYP2gCD8hGVWDHtrxvcBQFVjXuY5q6f2VuV+7JOF7w7fnJISUrNLygfoR1IfEXYsMG2Sw3gsZPf3/aVWR2wzWaxziROZ26Gaxtb1bf2/wAWqgcsWZr0I5pEb8Kd+J+DOKrTHH7CLcIsYbvaD8/69J6kckYeYctFJ512vZrUyADjjy934VTExUa70XNHVWMdPYru7pHjGMfnf0/5Kh2OWEwVenrez3qkSUOMMppVnSchym5MQm4mvXIH7v8ABQB8Nw3taHQ9rCqjHt5ZIrdW5+4tEeBjbCd0kn+r9uhBk8n6T9+it0t7kR7SoMbmiwRrkxtja7DGfrkSrGiFMe5UwjC82KYaIvmd4Of+2hJ8tVeaonqipTperWxjyKjFaiEQbkYvij/K1tK11AgJREM4m61FEVFTy/jViHP1j2dRdvslsIf/AMrUo2aH197MjofslsJvhFxUkjpfyqjSWI7sPynpRiO7WiJS8IybzU9F8aMxjIxUzyqokkl3b6qry5o7d7QhNDKs6+dZR/KYuM+BwhBWEcgNySjXub+olWCaROHab5BfGnDjTQP8zXe0xWP8d9nMu1KW6WqYhYUfUbu7x6nMTz/+JWX8G9o99sE1ikkElR1d1o5fCv0rwfxFC4qtLShcNw3NwRF9KhRg+BKm13sRBqmdfd6EXNqIv1osf1f/AB+crSu0fhGRw4EclsxHQCrs+zH9SPzs/wAdZ9cyS8brTZQfJ+5H8vvv/wC0qhYPioquTaKJVz0ez/4+ej91tsgWk0gBG6/FyPoBbkKNyGKUjMk+Stct1tjutIZCAGRH+DVfroXBM02MM8KmjjwnhWnfQYibZCxP3GVXncPD2fya3k+7QEEIb+pHomUq5udKc0bmmNvCMkzU1AeNfsbRGNwMQjGrvq13qjmVCCeJ6oi+xaRnrXBFFqwyKjFrRAcENR6bx+hPHSyrreEobVVY+l6p8zKDZkozcGy57nvA7KeqrXeUMmkTHphfFEzWoBsEJrMyIzPwRtXY1sghZ7GOxqfBWUfTLMr0HbpRo3MX5tFXwWWfMDqC1pHfFSYrSJ0aKYKCeFufwoIaG+MRBsEqMX4Nqn7IyOpr3vsFJ/Cl1e5Fe1qr82amXgWa5EeshqqtabDhK2I3LM5+2oLg9RK2MLoVfGrjlcSREZ7ZVTNH9n0pxNLysVq+OKnB2dRWPyc6qxPRKfWxpKKmhyrn1WrI4x9KsyN7l+NVFeIE2ZR9hncDh60xJDxnjOJ+stXhWkLSo+LBRQ/HPhTU2ABxnEOrlenjla9IgDNhzJJGDTxG1ahPIK+h4PzAr1Evo1vzj/tr1M2Cw8AzXqr0Xn4VxdHvQSEG5E0JlcrVW2Kqu5pyqa5dUMjWouXVNxrZNnANhS5G29z9LkevKiC7zxtKxzGcvWqEESNE0T1TlRWO1Ebo9KmZG1xC8yVLkRHxFUr3Kirh6fFakeFhbcMascitTx+yo7ijBKr16ht5/jXQZW+BqMcqotEvMTEl7Ok/UQrWqS9hnRXtXRnookQLnlTRlNNL89VFPaRHORVXwo7b5feBKjxubyxmhpszMrI3W0YTrIQP6TuZyX4VIHQ8mh2eTfSoJWpsvSmM6M1yNVa5yqqoqpWowkzIEcMYymRFR3xqG0gHgvdyI1Pj8KC3u4HVzIzXqRUXC49ak4W1imyGucruWdvNYI1cTd0zpv6Uyab6kMl1as18AZdGHInjUkjRuYbnwrhgkUeVT1rdJy5g+YZqyiJVS5W/U1SsXq/GrqsYucJ4V0BmXLqzihAkgB3/AGR+19yrEUJ5BHd5+p+WrejlUkV4mO2SE0qvhUFyVDQwR8KAejPpTFaxbcNm4IY6rNAhSNGuOfgtFZHJMUvyPpKcguhuKA3Y3KjE3m3NLl2d0rUNQv3ee1rn8+VLc+SInstLHpo00Tu6ucx67dZ9xFCZ4opB/v1AD7deFLLOLusEsJ/xj9FVJPCVoHGVIsh8crPI9SUvGVzPzpl/fqgUnP6xX/vVAC7IhTYDhK2Rb5QhsdzQnOjETjLWgWmHdF5YKRE163/Vvd/BSqR7VTwxRTg/iI/Dt1bJQKGjO+uYqePw/wDOq8iwtNvVg7tnfFvujPATIsd02/Lt/ffSdeMOyYAM5Ewm6v8Ax56/Q0Ow2HiyOK6R48Ig15scg/J+vSZx32bCMfeg5ilITrx5P4Ksmwe/5P1w7/2VjDnnFkODt0yTfrKS/wCTVZrjbI/EcK4i5Pex43/NTtMx3tkflUGFN+Uw9PjRZj0eBjvsqKZHYyC92Oba+WMjTiax1TAQQikZ8aSu3y2EuHZvKIhHPWMXe5JTBefyE4+fs6sywMu3D0y2bjX95CRqZ+KVAT8fWm3d7hva5u28ml43KnNFZ51ovZZfEHDc5xrTNIJObtDk5Kz0rm0wD2+VKAcaahkcNWuJzarPrEovIAEomLlrXK1FRXP5Zf8AVtqGcbJnaBfL5CS3XmMEUPHtCDTxUfvfudNKksp3bjXkI95H6XN0eL/eqeJg0T/nhcf8G/8Ap1VXl7bBsi5EeT+k+pJ/BULIGAIMOHkf/F/x8ifwVr3ZzI3+Gsm8B+wGMg/P/Sa6yRwTDDkwWL9ur/j7f460HsxkG+hJdr+tTc713fc6v12VCGnwBseFXuXUvxqRjUVyIvglUYMnSBrVboVfdq0wztfhRygvJZGxm4mlMLUw24JzbXAy454yteGR+tFTPjzzQTWTeWlHnyr+yumDGzzMytfXK7Sj2py9aqnnNQ2hmFd9q0uY2DE7yYgWOrnQxjcZqNhkMzUzlXtb2Oy4epKYgDkxBsd1/BKAyNx8/LUyueijxiLtLhuFVKFWwTjXRVz0t8KC/ntOh6d+mrsGCE2o/JfKnKl8D3yZ70TzeLl+NS32Yo07u1V++td23bYBi45r6/Glz32bAqM6Sjr/AOcuNc0Q/glei3IBHK1yeFU7iR2FGnJfH9lR2yO0bt5/kd4fjRvnfiAUor6HWYvleF5OlE51XJhz8N6cfCu3kY1iKiNz9lQOGRpEdlWI6jhDETYZ8a9X3X+pXqbkvAKQpGkY7XjHjzorPkIS3oiD1+uaXpDmxxs3n9b05cquhKhI0ZNfS5cOxWJDqtVgsRNb0VXsVlEgnRipzTNUIj2a3ty/Ccq5ORRPR6LnFGL6cvxBbuytkxkVPH4L8aBqZwTMa9Fai+bFXJkzOnPv+CJUUlu+PL0RuE5rR438wMo/T/TsPTpI3hYx/j6V3ZrukYBIskhN/wCd1LlxmsfIRrUzp+rf8aYOHAxS24jirqV/1jfjWabt1mYOn9FCab9UISpAnEV6PUiaOS5qARmauTvD0oDMMkWaaM1F6vBdXhXEaQm89N7w5ZretmZwcOyjpE98C9kxsxqNVvjy9KlsqvdKLJaNWtfyX7a+TCEdFeBGZY5vJ9SWp6iiaXeLV5Vj+nmNVvOs+u3+n7AqJ/W3POr7EC5upWc6EDMjHNf6rRGO9xWJpXGa3nAsO/YD62EZ11NGxuddRBFuF1r7n1dS7PtNdQWWeWyrU9KrMCx5OqpUdpC9V9a8zkjFxzoCvgJ2sS9+QjPBjcUUOvKorMxGhUnzVLLenNETwoRlPkGzHIrH/bS9clyn4UblL40Dn80dVQaRSuzNSO+2kq9xldqp/uI0xSpeReZMVYHJm1zjuauOdByCfr9acL3GXXmghA8/Cq8AglgdXjX3YxyTNEBAXOakQP2VPJCXhW9XLh2ekm3GdHT30z0vr9E2E305w+G5LE2SEbna+FYRwzaCSrmibeedfoy0C7jHFF2vIypkBji0R+42Q5NekhXY/CkO/cSmi8RhhhGMg8tQ+utD4kXahZT4ZrCAEWdLlzi/Wd6fUDwbleFIojAH4ac0q8G3yNIuBBAOx+0/S5ye6+mhpU1RUUv1gB1i3Axu59q3ENu/NkOR7KvJBw/lB3m42fhmBNt5h4fK0n6KJdl1/FeLCOY1yK53lT5SV7tStqX7s4uUQXtCDZvM/rGVkfYpdy2e6Pgkcvd5PkRV8pKogf7dLGG3cShvrE24lx6Zb9vyFpBlTrhPioW3W5cEK45ci97+jr9HXy1QeILU+NKENcdbNfz0CtXD0VW6ntRNHu1BWwwyHKxKNAJmCbczHyXoZ838ddEuAjnVtpjrNOsjcYP5GD92t1u3AHDN0eppNuY4vzLUcbgOwQmM7vEYN3zNqRgb03/BhMSRdZ6shwYJoqkZoMRydFaJ2Uxp0CeUJIY5OgehCO8tPZLBEYDRtpj8K6tdtSOEjRMw3NQW6bSv9GyVlNld4RHKuXcqZGdAhuY/cc/l+FURjc9dLlRMVYjheNHjfr580VPSnGYtuZnDmqnKpwEVjV1uRU+FV0b1J1rpRKlY5ieLVWpghaV6MGrGPwjkzQG4ZauvNEivUj1QblREqpOZ0o7zr8KzXpvTBv0VkV2EtlKjx69C4Xx+yiATMajk18lofb1btLpymfGu2uYir9tPT2CNViW4PtzuTBj2WsV7nJQ23Te5kV5Uzq8U+FdGkiSaulu5jx+yhcrM2W9Qqow56s1h1L9Puydr0vS1314ZAu0ceVOeZHqueelasySCCxpDFRMeqUvCkNhScKZUVvx95KlkYvRdTNQwM+HvLUou3zlY7xmr9Lah5hn7C6BqTSrJc5Eb6Noo3G2mERqJVIKMEuhulrG+tW3Zc1HNxo+NakTpnFvv65w9qfFKiYPJOtctqM6K/SiOxXmNe1qpnNHWJJtuvVOgeX1j69R4IJb3PO5HyFcis+ZKuxMjLDDutw5yuoXOeVx3ai5b4+euoL0Saqve3LWZbl3hWPwegsTPEBuGciyJKud068eNeNIUnNFXlyoQycxzS6F5qvolTw5sfm4pUY1PHLKrdAjounMFiSEhdD0IrXIvJKius5whNEVuHKmNdWJF2tzHY3Na+tDLxPgSoyox9DfEIkuh0NFO+5Ec5txIxHPC8ir65rppxRmveF/Nv2+NCFMBsPSMul3xrmCNsl228vj/AH1y3rsWvdPyenS6l7+idS5jTyd5rVV2nq519t5xsk5IrkRV8Kpliui8nftVK9GXrdoXWir/AGVkr1GoSYlpNl/pWnsTuQZZF1HsoEbHK6urRJJtvQiq7q8KFNRTMG3bIxUXzfGiTHbbnj0Kj0VMfbXY0lz3WZmTgeq6WjTabYiBOK5VkdXNqUXAZ6hTZZzoDEKilTVyT1o0I4xvZtu5etdaDxNgXgIrGLmpGMyqrUUR6PZVnGPChgRJwYeWYT41OxmlG4TKeFVivVjERfWugSHvcNjfnpZBngs0xGZ5LXEqpRfVIi+lQSlXklQdEAuZjDqDy2ZX8aKzF8aFynf3VB4BnD82fSlq6gRVponLlX0DnsyiVRMCbc42tcUILb8LlabDh1vqtIjIqeFQWKiw0alfWxsKiUYkRlzyqaywHyZaDVM86vBQw9m1kXvTZT0Xp5LWngV2tU8cUPsEMVst4BuamtydX41ZGVGK/C885o5FuXbgBJELaMmWVlt7sBIE2QwAVWO7qby9a1ABFJFR6v8AH0oZcEyrlVM/CgmBtc8FOKZ8gNtMiZcgcLWKypPdu2CbLEmnTI0vX8UrZgGcyztIxuHDIjU/CsU4tE8HHVyI1PrVaRF+2oW8G6WtGyIyhKuoZBaV/bWF3uwvg3absZZsGyP+2tZ4Gug5NlhmVepq4f8A20H4kgMXiaYMqZafLx1QMF/s4v5LpbBtX/WAdBqaZDEZJ3GNwJ3rWWQ+98I3l8tAlkwSedjPdrTku8e7IMkNqoDR4LVlFjeX0r24nvVFqRPCvbjPWpkdg+kJrTn4VVRyjflPCuyPxlU8KhY9Hk5+FT4E3+wuPZ7Poxla+Deoxor3Mz65r7tszoYr+rwVU8K4OFwehVQlOMR0AysxrRXq7wxVkb9ar06V+1arCYitY5MI5K7ZH1kc95MK37auSvknRqa1qE6MYzKovKpv3kSqclRjY5pCa9dBjnAyue8jBPUY1YRWqxPlqOfdGKRUCxG9OEzQ87PaYRuhF6kqqRyK1XouOfrXOsveOyD1VHp9NneRHlETV1Yevq2uIMgqPV65Rq9PP1rhnU9zsIjW864LcFQ7QBanx5pWBbImZiw70VNXT+nAQnxCkA2SQjGt+C1bs5WLHQadCfMlCzn3I7xK7SxefVXFuIWQ5IoCox7uVakuVLYmsxvpbtTo3S4M95YJysGTX81dJPPIZssaiM9K5ZbGsRUUnV71fQiGPLUVV+Fb3R7PMHnUv0VH7de9yNWkYm5n92ru81kXfVFR/wDbVBSbY9vz9VTanKLKJhvwZzpyV7IwYtVfZc/UfyW8yPiz+OvVWTc+SvUZlE+eY62p59DVNvZ1qnilCEmFkxyygja7S7DsV+oLmyAThxFaxpHBJpVE9aF8PpbLTHOUsZuCqqbatzzWsvTjB0Y9SfOTBrfP3mbT2JuO5IqL4UXWEVDsYqDVUHyVX1t9qLbnDcxsJgjMVXZ0elfbnIG5rDcnOxyRGVmmiM8HSq9bfGHMKmQiuDlqKqt5quOeKHSWtFEV6sVHu6Wcq1C9R48s6EAxoWeV2PDFVZ/D8Cdbu6oRGvTrYREoXoeU7ZNWh9Yrm/ddWZijClCwTcq9OSpXL479SqFVRyc/20auUI9pmNGXCNd5C48a6iBRrlcuFd8a4btczdNj21CUWR16gAOUvde7ymbhPznPFegBUW5rRdumM0QTlyo2PRfgldj0xB6G5Vq+7iqricmq29dmQfC0OkN9mqaKsNMwctw9S+0ovE3yt2xtf+s2rKATubxiaNi+/wAq9FoknbvPC+va2uZ6IBkEGhmKriM0u8FowCaBH60Ii1QuFkkHNrSaEbfgi1W/mtc8OeGYx6fjWzfwePmzeNce6gRM68J+FdLe4ifnl/CkeRYruNV9qjkx4NfQaTbLwwytRxGp/bSt3IBpz77Ezo1Lj8as8MyxSrruIo+v3KyslulpHVe8E1fjTt2N282okpSqTD2NqS4aGtaqryHVL5UqnLelMGg+Y5M4oVL8Fq7Mf486FTHrVDAdM8KEzGqtEpCqtV3jR1QsF925VUkBwvhRh7FbVKSnPNTOSYARw5IiInOnDgSA1nt3N8F5rS8oHulMRvPNPlkF3OC0CpzemVqCbJCZ9D1V7OfPnUDX7ZyaUb9X619QrETpz9tQlUjldoai/bUxIv4L9tK8sHcc1upFVKq3LlhaF2yVKGryvT2Suxii0vrFqVPGoHT5Aobi+CXUg9bF8G0h8X250+4EnNHpevNG07XEfTroPMZrZmqyH0yr2VCQopEQphxzsfq0UT4j/wD6iIP6zYZp10BDCKKZuxyEA/5m1e9pnWpNb/mqyJISiaHOy6ijHoxE08k+ygwX4q7He53jU8jI4CG7lPCvqF5VX3OWOVfFeqeNQssvexrefwqox7N/xrz36uVUJQjqdu1mq+Rb+wOnejRvRrua1GBmWscQq8qGKM4WIryKq1NFOf3uaU3JhGAfQxm31tx71QFG5TqrdOPHktcoEpBZReSVwMJla9URG4T40WQcFtjEXLlSopAxouXMShryG0oPU5OfjXyUQzVTSRHp9tXmAjmSB5tWnkxtUH6Gs06Eq28z9hdZERzvhQaUR6sc1FXlXO1FExzB6f0rXL7GOCo7U5zERM8q+DFtM1aupedSwdJG6HenOpCuA1jlV3lrl21/J63Tv8FCUfI8O5uzyqWKEEUTjK7Q53W38agjgfNM8rWo1rXZZ+FFCAjLEwdOY1wtbPTNLOOtb5OB/EPqmP7nR/zPka4F2tDSZaiejdVcgkvMx+l7tWv8KG250ZrCM15VE9Vq1Bc4I1MF7Ma/krsTweS6ZeQjyLr0eSrjiMGFXvV7NXg7FDQqQpt1VHHT33sruQ+IqNe47Xq7yP19FUFsCPeQf/Mjr1V0K7H1qf8AWV6rEj+wmXlEPUiI7lVeUZ/kX0qG0ySkjte5U1OXmtUEOUk47XuyieFJjkPZgIgmGYjn+ZETCV6XKMZqYbo+NekMRkNit5ZTnVYqrsquaZAZUuQlWL7PyP6ajkR5MePHjjkEEJvut9aI2/ysqa5eRn41VZChNhx5dvdEkMwj1/spBPGkWSQ4Mpi91e/AyfCtFJ1+aqUgQnse1w2qn2pWXWaSLU6mcN+Ttej+r2aK3pRHaLgijeJXNIN/2tqE+p0kYQqjnu+NR8R2qLFltUO439+nCwW+KgxzUEm/tM6q5Omp3vK/g9ZqPUZWpZx7ieP3CytHF2slInnrskiLo8raiI1HXDcdzdUhBD0+RK79abMQfNmbq272K0kHfWI+NGArVX0TC1XIHYao2uUTvX1SmOOEbAs0tROdCXiaQx1dnkvxofAmAWlr3gve+4ZX0RrcUONaJTDooTouE991EbgJG24itc9q6vFFqjZ4Y3teQjyPd952aCYHYIdoREIhRDIf39DPLTzwJFFGtrNsWjX1UHjQIuFXb9KNcJEfsq3PKqQtQ+9ehaFTnqnhRM3kWhE3wpsjkjIKmOXPjQ2YTmlXZirl1CZarqbUgKSI3UvKuGtXFffWpWpzqi4ITMRWUNks5UReq+FVCJl1QshtTGfSLCO5tb6U3AeNX7ueWcIlKcVEbIVU+ar1ukFc5yK7kj+VVkz2BpXt3nfCpYZWantdyTNCzudvYyuFatTC57n7Kd8Ax5Coowe69OND15Vyskb2bK83NVagh8ghHldKJmhdxc4V3ioxyoj3O1UMxwVX7y3PbrdzoPMGzVRuVzShE5qeNDg0g8uGryqFMa81KfxqOqBJQ/Gr0d9DG1bB4JzqBhFNPj615fHPKuRIitrh3jULJMeuK+AJ+Usz8a+iVVbzqp4HYqL71TBXwE+IDDGDDUSltk56PREVcVc4pORI3JaWo8gupOaVEkxWIOce6zEGit04+GKkBdJjmEcrGqieuKpQPqWURbhAERGoiY+FGJBRbmd5mNXDc/ZXU+aeKMWWMdrWhlxM9CiRFT+ypXPcVY2tc0DzgMsFUiiYQisYx/y1Mgoo4JBkKMkjXQa6keOMulcVSE8ixfrH+dnrR1/t5D+QoQbwhIoxv6PloajznXcJ9R8lFG8or2+i4qqVE3Rs93VSPoKpfmDqz65qKk2qVQRzsc86EXpVOmq82cc7Xh3PKRF00WIiDOjG8koEZdsUlW8l3q2wu05SPv5K4ppB9G497/e6a+fS5NpiZ63VWB5M0OIq94fVjxthSylTbX9XVRW1yhRl2l7uQHm0PpKtRy9HWtFl8wi+9VANA296B+mH/wBRXqS1cTP1pP4q9QCz/9k=</binary>
</FictionBook>