<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><FictionBook xmlns="http://www.gribuser.ru/xml/fictionbook/2.0" xmlns:l="http://www.w3.org/1999/xlink"><description><title-info><genre>sf_horror</genre><author><first-name>Edward</first-name><last-name>Lee</last-name></author><book-title>Innswich Horror</book-title><annotation><p>Im Juli 1939 nimmt der Antiquit�tensammler und von H.P. Lovecraft faszinierte Foster Morley an einer Busreise durch die Wildnis des n�rdlichen Massachusetts teil. Er m�chte die Orte besuchen, an denen sich Lovecraft aufgehalten hat, und sehen, was dieser erblicken durfte, um den einflussreichsten Horrorautoren der Geschichte besser verstehen zu k�nnen.</p><p>Als er in die seltsame abgelegene Hafenpr�fektur Innswich Point gelangt die auf keiner Karte zu finden ist , geht er anf�nglich davon aus, dass deren Namen reiner Zufall ist nur um im Verlauf der n�chsten vierundzwanzig Stunden festzustellen, dass er sich in dieser Hinsicht drastisch get�uscht hat.</p><p>Immer tiefer und tiefer dringt Morley in die dunklen Geheimnisse der merkw�rdigen Stadt vor. Spielt ihm seine Fantasie einen Streich, oder gibt es wirklich derart viele �bereinstimmungen zwischen diesem entlegenen kleinen Fischerdorf und der erfundenen Stadt aus Lovecrafts Meisterwerk Schatten �ber Innsmouth ? Hat Lovecraft diesen Ort vor seinem Tod im Jahre 1937 vielleicht tats�chlich besucht?</p><p>Schon bald muss Morley feststellen, dass er beobachtet wird, doch sein Verfolger ist genau der Mann, nach dem er sucht: ein einheimischer Zuh�lter und Heroins�chtiger, der angeblich das unaussprechlichste Geheimnis der Stadt kennt. Wei� er vielleicht auch, welches Mysterium bewirkt hat, dass ungew�hnlich viele Frauen der Stadt gleichzeitig schwanger sind?</p><p>Morley wird von unnat�rlichen Dingen heimgesucht, und als dieser malerische Zufluchtsort in ein Chaos aus Andersartigkeit, Perversion und dem lauernden, ungez�gelten B�sen st�rzt, trifft er endlich die Frau, die im Verborgenen Lovecrafts Kind zur Welt gebracht hat, nur um noch tiefer in einem unterirdischen Sumpf und einer Nacht voller verk�rperter Schrecken zu versinken.</p><p>Denn das schlimmste Geheimnis von allen, das unter den vermodernden Landungsstegen und hinter den verwitterten Fassaden des heruntergekommenen D�rfchens Innswich Point lauert, wurde noch lange nicht enth�llt ...</p><empty-line/><p><emphasis><strong>DER AUTOR</strong></emphasis></p><p>Der amerikanische Schrifsteller Edward Lee wurde am 25 Mai 1957 in Washington D.C. geboren und wuchs in Bowie, Maryland auf. Lee verfasste mehr als 40 B�cher, wovon mehr als die H�lfte als Mass Market Paperback ver�ffentlicht worden sind. Seine Kurzgeschichten erschienen in unz�hligen Anthologien darunter auch die preisgekr�nte Anthologie 999. F�r seine Erz�hlung <emphasis>Mr. Torso</emphasis> wurde er f�r den Bram Stoker Award nominiert. Viele �bersetzungsrechte wurden an deutsche, griechische und rum�nische Verleger verkauft. Lee ver�ffentlicht au�erdem f�r Kleinverlage limitierte Hardcover B�cher, viele davon wurden bereits zu echten Sammlerst�cken. Mehr �ber Edward Lee erf�hrt man auf seiner Homepage http://www.edwardleeonline.com</p><empty-line/><p>Titel der Originalausgabe: The Innswich Horror </p><p>� 2010 by Edward Lee</p></annotation><date/><coverpage><image l:href="#cover"/></coverpage><lang>de</lang><src-lang>en</src-lang></title-info><document-info><author><first-name/><last-name/></author><program-used>FictionBook Editor Release 2.6.6, fb2cut 2.5.4, fb2cut 2.6.2</program-used><date value="2013-03-19">19.3.2013</date><id>39987CA1-6F7E-4429-8B29-CED060E029C9</id><version>1.0</version></document-info><publish-info><year>2012</year></publish-info></description><body><section><p>�WIDMUNG:</p><empty-line/><p>F�r Wendy Brewer. Sei meine Cthulheena.</p><empty-line/><p>DANKSAGUNG: Als Allererstes m�chte der Autor dem gro�en, leider verblichenen H.P. Lovecraft f�r drei�ig Jahre schauriger Wunder und furchtbaren Einflusses danken. Eben-so geb�hrt dem verstorbenen Brian McNaughton mein Dank f�r fr�he Einfl�sse, des Weiteren Tim McGinnis, Bob Strauss, Richard Chizmar und Ian Levy. Ferner stehe ich in der Schuld von Autoren wie S. T. Joshi, Darrell Schweitzer und Anthony Pearsall, die zahlreiche B�cher �ber das Leben und das Werk von HPL geschrieben haben. Man m�ge mir jegliche falsche Darstellung und/oder Fehler vergeben.</p></section><section><title><p><emphasis>I</emphasis></p></title><p>Das Ger�usch des Busses bot einen passenden auralen Hintergrund: Ich stellte mir vor, ich w�rde in der Haut des Meisters stecken und k�nnte sehen, was <emphasis>er</emphasis> auf der anderen Seite des tr�ben Fensters erblickt h�tte. Und das w�ren keine gew�hnlichen Felder, unscheinbaren Baumreihen und auch nicht der typische Sommerhimmel Neuenglands gewesen, sondern etwas weitaus Finsteres. Verdorrte Heidepflanzen, die auf trockenen Auen und zwischen absterbendem Gras herumstanden, und ein Himmel, der bedrohlich auf alles herabsah. Und da � ja! �, �ber die verrosteten �berreste einer uralte Br�cke hinweg, wurde mein Blick vom tr�gen Miskatonic angezogen, in dessen Tiefe Gott wei� was lauerte oder aufgebl�ht und tot oder in einem noch <emphasis>schlimmeren</emphasis> Zustand lag. Das prosaische Busfenster war nicht l�nger eine durchsichtige Scheibe, sondern ein obskures Prisma, ein Spiegel, durch den sich ein unheimlicher Anblick bot in unendlich tiefe Schluchten und Felsspalten, die Dimensionen voneinander trennten und unbeschreibliche Schrecken enthielten. Dann blinzelte ich �</p><p>� und musste grinsen. Unter mir toste lediglich der durch und durch weltliche Essex River, und an jeder Seite erhoben sich endlose Reihen aus Pinien und Eichen. Nein, auch wenn mich Gott mit einem unendlichen Wissensdurst ausgestattet hatte, war ich nicht derart besessen, dass ich auch nur einen winzigen Teil der Vorstellungskraft des Meisters �bernommen hatte. Vermutlich gefielen mir seine Geschichten aus diesem Grund derart gut. Allerdings war Vorstellungskraft eine Gabe, die bei wahren Autoren des Fantastischen auch besser aufgehoben war.</p><p>Autoren wie Howard Phillips Lovecraft.</p><p>Mit mir im Bus sa� etwa ein halbes Dutzend weiterer Fahrg�ste, ihrem Aussehen nach alles hart arbeitende M�nner, und ich fragte mich, ob Lovecraft selbst jemals in diesem Bus gesessen hatte. Falls dem so gewesen war: <emphasis>auf welchem Sitz? Durch welches Fenster hatte er geblickt, um sich zu besch�ftigen?</emphasis> Meine Verehrung dieses Genres war schon eine seltsame Sache. So wie HPL von allem �ber den Kosmos bis hin zur Architektur der Kolonialzeit fasziniert gewesen war, scheint mich seine Arbeit zu fesseln.</p><p>Mein Name ist Foster Morley, ich bin dreiunddrei�ig Jahre alt und habe braune Haare und braune Augen. Ich sch�tze, dass mich Lovecraft als unscheinbar und unauff�llig beschrieben h�tte, doch eine ganz bestimmte Parallele h�tte ihn gewiss am�siert. Wie so viele seiner Charaktere entstamme ich ebenfalls einer englischen Oberschichtfamilie, die von Hause aus wohlhabend ist, und habe einen ungenutzten Abschluss der Brown University. Mein Wohnsitz ist ein 180 Jahre altes Herrenhaus im sch�nen Providence, in der N�he des Athenaeums, das meine Vorfahren schon vor der Revolution bewohnt haben. Diese Familie ist jetzt verblichen, ich bin der einzige Nachfahre. Daher kann ich dank meines Sch�pfers meine Zeit mit Tr�umereien verbringen, in denen es mir ebenfalls an nichts fehlt, und wenn ich mich nicht dem Philanthropendasein hingebe, dann � lese ich. Ich lese</p><empty-line/><p>Lovecraft, und zwar wieder und wieder, da es seinen zu Papier gebrachten Worten gelingt, mich in andere, deutlich interessantere Welten zu versetzen. Welten, die der unsren nicht gleichen, die von Finanzkrisen und unangenehmen Kriegen heimgesucht wird. Nein, stattdessen begebe ich mich in Welten voller schauriger Wunder und teuflischer Schrecken.</p><p>Seltsamerweise kannte ich Lovecraft gar nicht, bis ich vor etwa zwei Jahren, genauer gesagt im M�rz 1937, einen Nachruf im <emphasis>Providence Evening Bulletin</emphasis> las, in dem �ber das Ableben des ans�ssigen Fantasten und dessen seltsame Karriere berichtet wurde. Da meine Neugier geweckt war, besorgte ich mir die Ausgabe des Magazins <emphasis>Weird Tales</emphasis> aus dem Juni 1936 und las <emphasis>Der Schatten aus der Zeit.</emphasis> Von diesem Augenblick an hatte er mich am Haken, und danach gab ich zwar geringe Summen aus, unternahm jedoch beachtliche Anstrengungen, um alles, was der Meister je geschrieben hat, in meine Bibliothek aufzunehmen. Meine Besessenheit war greifbar und mehr als das � vielleicht meine Rettung. Zwar w�hnte ich mich in meiner Einsamkeit ohne jegliche Gef�hrten durchaus zufrieden, doch nun hatte ich etwas gefunden, das mir so lange Zeit gefehlt hatte: einen mentalen R�ckhalt, eine Reise in die verlorenen Regionen, die ich nun jede Nacht unternahm, anstatt die qualvollen leeren Stunden zu z�hlen.</p><p>Dann las ich seine Werke noch einmal an seinem Grab auf dem Swan Point Cemetery, ich schlenderte jede Woche einmal an seinem Wohnhaus in der College Street vorbei und hielt stets inne, um hinauf zum Federal Hill zu sehen und einen Blick in die St. John�s Catholic Church zu werfen, die ein Vorbild f�r seine letzte ernsthafte Erz�hlung gewesen war, die brillante Story <emphasis>Der leuchtende Trapezoeder.</emphasis> Au�erdem ging ich die Angell Street und die Benefit entlang in der Hoffnung, dass irgendein psychischer R�ckstand meines Vorbilds zur�ckgeblieben w�re und mich beschleichen oder mir irgendwie einen makaberen, �therischen Segen verpassen k�nnte. Einmal die Woche kaufte ich im Weybosset�s Store ein, wo auch er seine kargen Einnahmen regelm��ig f�r Lebensmittel ausgegeben hat. Und nicht nur einmal fuhr ich mit der Eisenbahn nach New York, um staunend das heruntergekommene Reihenhaus in Flatbush anzustarren, in dem der Meister hin und wieder mit seiner Frau gelebt hatte; und erst vor Kurzem habe ich eine Kerze in der St. Paul�s Chapel am Broadway angez�ndet, in der sie geheiratet haben. Ferner begann ich, seine Reiserouten nachzuvollziehen: von Marblehead im Bezirk Columbia nach New Orleans, von Wilbraham, Massachusetts, nach Dunedin, Florida � und alles ausschlie�lich per Dampfzug oder Autobus, da ich auf diese Weise dasselbe langwierige und knatternde Erlebnis hatte. F�r mich war es ausgesprochen wichtig, dass ich dasselbe sehen konnte wie er und dass ich dieselben Orte aufsuchte. Einst stand ich vor Poes Grab in Baltimore, nur weil ich wusste, dass Lovecraft dort fr�her einmal ebenfalls gestanden hatte. Ich habe sogar versucht, das Giebelhaus in der Benefit Street 135 zu erwerben, doch die Besitzer wollten es nicht verkaufen, nicht einmal zu dem l�cherlich hohen Preis, den ich ihnen angeboten hatte, schlie�lich handelte es sich dabei um das ber�chtigte, von Flechten �berzogene �ge�chtete� Haus.</p><p>Ob ich besessen bin? Zweifellos. Ein Psychiater w�rde mein Verhalten mit einem Begriff bezeichnen, der ziemlich medizinisch klingen w�rde, vermutlich analytisch und jungianisch. Dank</p><empty-line/><p>Lovecrafts Worten wei� ich, dass ich verzweifelt nach etwas suchte, und ich werde erst wissen, was das ist, wenn ich es endlich gefunden habe.</p><p>�h, Verzeihung. Ich h�tte sagen sollen, dass ich es bereits gefunden habe � und zwar in Innswich �, was mich vermutlich auf ewig heimsuchen wird.</p><p>Ich hatte den Bediensteten das Haus �berlassen � sie waren schon daran gew�hnt, dass ich gelegentlich unerkl�rliche Reisen unternahm � und beschlossen, die fiktive Reise eines seiner Charaktere nachzuvollziehen, des ungenannten Protagonisten aus meiner Lieblingsgeschichte <emphasis>Schatten �ber Innsmouth.</emphasis> In Lovecrafts Notizen wurde dieser ungl�ckliche fiktive Charakter laut seines Vertrauten August Derleth als <emphasis>Robert Olmstead</emphasis> bezeichnet, wenngleich der Name in der ver�ffentlichten Geschichte niemals auftaucht. Doch es ist leicht zu erkennen, dass diese Mr. Olmstead ein Spiegelbild von Lovecraft darstellt: Er ist ein Liebhaber des Altert�mlichen und der Architektur und hat die Tiefen Neuenglands stets mit der preiswertesten Methode bereist, um seinen Leidenschaften nachzugehen.</p><p>Das sollte also mein Sommerurlaub sein. Robert Olmstead ist am 15. Juli 1927 von Newburysport nach Arkham aufgebrochen, um die Archive und die Architektur der Kolonialzeit dieser von Hexen geplagten Stadt er erkunden. Daher hatte ich den Wunsch, Olmsteads Reise so genau wie m�glich nachzuvollziehen, um zu <emphasis>sehen,</emphasis> was Lovecraft gesehen hatte. Wie immer hielt ich mich exakt an die Einzelheiten und begann meine Reise am 15. Juli 1939. Ich verlie� Newburysport an derselben Bushaltestelle vor dem sehr realen Hammond�s Drugstore in Richtung der Stadt Salem, die HPL als Vorlage f�r Arkham gedient hatte.</p><p>Ich hatte mich f�r den vordersten Sitz des Busses entschieden und hatte von dort einen hervorragenden Blick durch die Windschutzscheibe. Wir waren jetzt mehrere Meilen von Essex entfernt, und die Landschaft schien auf eine Weise finsterer zu werden, die man nicht vern�nftig beschreiben konnte. Auf einmal wirkten die W�lder <emphasis>ausgelaugt,</emphasis> die Vegetation hatte ihren sommerlichen Glanz verloren, und sogar die Stra�e, deren einziges Pflaster aus zersto�enen Austernschalen bestand, lie� sich nur noch als <emphasis>fahl</emphasis> bezeichnen, auch wenn dieses Wort l�cherlich oberfl�chlich klingt. Doch da war etwas, das die seit einem Monat andauernde rekordverd�chtige D�rreperiode �berlagerte, eine unerkl�rliche Finsternis, die sich aus Gr�nden, die ich mir selbst nicht erkl�ren kann, in meinem Geist breitmachte.</p><p>Zu guter Letzt bemerkte ich durch die Windschutzscheibe einen erfrischenden Hinweis auf Anzeichen von Menschlichkeit: eine heruntergekommene Holzh�tte � die offensichtlich eine Behausung darstellte � neben einem Geb�ude, das eine R�ucherei zu sein schien. Ein Schweinepferch stach mir ebenfalls ins Auge, der mit einfachem H�hnerdraht errichtet worden war und nicht einmal ein halbes Dutzend Schweine beherbergte. Doch irgendetwas roch k�stlich, und dieser Geruch konnte nur aus der R�ucherei kommen. Schlie�lich kamen ein Schild und ein Verkaufsstand am Stra�enrand in mein Blickfeld. Auf dem Schild stand: ONDERDONK &amp; SOHN. R�UCHEREI � MIT FISCH GEF�TTERTE SCHWEINE. In dem Augenblick, in dem wir vorbeifuhren, schien der Fahrer zu grunzen.</p><p>�Mit Fisch gef�tterte Schweine?�, fragte ich ihn. �Das habe ich ja noch nie geh�rt. Ist es Ihnen vielleicht einmal m�glich gewesen, das Fleisch zu kosten?�</p><p>Das Gesicht des Fahrers blieb weiterhin nach vorn gerichtet, und erst glaubte ich schon, dass er mir gar nicht antworten wollte. �Das hab ich nich� und werd ich auch nie. Das ganze Jahr hocken dieselben f�nf Schweine in diesem Pferch. Wie ich die Onderdonks kenne, verkaufen die mit Fisch gef�tterte <emphasis>Stinktiere.</emphasis> Der und seine Kinder, die sind anners. Ich mag sie nicht und sie m�gen uns nicht.�</p><p>Ich musste kurz nachdenken, bevor ich <emphasis>anners</emphasis> als anders �bersetzt hatte. Dann konnte ich mir die Nachfrage nicht verkneifen: �Und mit uns meinen Sie wen?�</p><p>�Ist doch egal!�, fuhr mich der Fahrer an. �Ich mach einfach nur meine Arbeit. Aber die Onderdonks wagen es nicht, an den Kl�ngel zu verkaufen.�</p><p>Bis dato hatte ich noch nicht die leiseste Ahnung, was die Unbill des Fahrers erregt hatte. �Den Kl�ngel?�, fragte ich, mehr an mich selbst gerichtet.</p><p>�Sie verkaufen den Fra�, den Sie Barbecue nennen, an Einwanderer und einfache Leute, die von New�bry nach Salem reisen, aber sie halten sich vom Kl�ngel in der Stadt fern.�</p><p>Meine Verwirrung wurde immer gr��er. Am liebsten h�tte ich gar nicht weitergefragt, aber ich hatte im Kopf, dass auf der Karte zwischen Newburysport und Salem gar keine andere Stadt verzeichnet war. �Die Stadt? Sie meinen gewiss Salem, aber wir m�ssten doch noch wenigstens eine Stunde davon entfernt sein.�</p><p>�Nein�, knurrte er. Erst jetzt fielen mir die Gesichtsz�ge des Fahrers auf und ich erinnerte mich an Lovecrafts Geschichte und den Busfahrer namens Joe Sargent, der ebenso seltsam aussah wie viele andere aus Innsmouth: schmaler Kopf, flache Nase, eingeschrumpfter Hals, hervortretende Augen, die er niemals zuzumachen schien. Robert Olmstead entwickelte eine spontane Aversion gegen Sargent, als er ihn das erste Mal erblickte. Dieser Mann hier wirkte zwar durchaus m�rrisch, schien jedoch nur ein gew�hnlicher Arbeiter zu sein.</p><p>�Olmstead�, erwiderte er, �und hier ist derzeit der Kl�ngel.� Er drehte am Lenkrad und steuerte den Wagen um eine Stra�engabelung an einem Schild vorbei, auf dem stand: OLMSTEAD � 2 MEILEN � BEV�LKERUNG 361. �Dies ist der einzige Bus, der dahin f�hrt, und wir halten auch nur f�nfzehn Minuten.�</p><p>Mich irritierte nicht die Tatsache, dass wir auf einmal in Richtung einer Stadt fuhren, von der ich noch nie im Leben geh�rt hatte (und die nicht einmal auf einer Landkarte zu finden war), sondern die ganze Situation an sich. <emphasis>�Olmstead?�</emphasis> Ich betonte das Wort ganz besonders. �Wollen Sie mir damit sagen, dass es eine nicht verzeichnete Stadt gibt, die <emphasis>Olmstead</emphasis> genannt wird?�</p><p>Die Frage schien ihn zu irritieren. �Sie steht auf dem Busfahrplan. Wir hatten gro�e Schwierigkeiten, den County davon zu �berzeugen, da halten zu d�rfen. Die haben uns <emphasis>eingemeindet,</emphasis> was immer das zu bedeuten hat, jedenfalls m�ssen wir jetzt Geb�hren zahlen. Dasselbe war notwendig, um von der Post beliefert zu werden. Es ist nicht richtig, dass Olmsteader keine Gelegenheit haben sollen, die gr��eren St�dte zu erreichen, erst recht nicht bei der jetzigen Wirtschaftslage.� Dann deutete er abrupt mit dem Daumen �ber die Schulter auf die anderen sechs Passagiere, die zusammen mit mir im Bus sa�en. �Ohne die Fischerei w�ren wir erledigt�, f�gte er hinzu,</p><p>Obwohl die anderen M�nner den Fahrer geh�rt haben mussten, blieben ihre Gesichter ausdruckslos. Bei ihnen handelte es sich um ungehobelte, sch�big gekleidete Fischer, wie mir beim ersten Anblick klar geworden war, da jeder von ihnen einen Arm voller neuer Angelruten sowie mehrere aufgerollte Netze bei sich hatte. Dennoch reichte die Ablenkung durch diese rauen, aber einfachen M�nner nicht aus, um meine Aufmerksamkeit komplett abzulenken �</p><p><emphasis>Da ist noch etwas anderes.</emphasis> Eine geheimnisvolle Ahnung sagte mir, dass sich das Ganze nicht als blo�er Zufall abtun lie�. Eine Stadt � Olmstead �, die genauso hie� wie die Hauptfigur in Lovecrafts <emphasis>Schatten �ber Innsmouth</emphasis> �</p><p>Die Stra�e wurde schmaler und unebener, w�hrend mir meine olfaktorischen Sinne sagten, dass wir dem Wasser n�her kamen. Auf einmal �berw�ltigte mich die Aufregung und verdr�ngte alle anderen Gedanken. Lovecraft war sein ganzes Leben lang viel gereist, aber meines Wissens wurde in keinem seiner B�cher eine Stadt namens Olmstead erw�hnt. <emphasis>Hatte diese Stadt Lovecraft auf die Idee gebracht, seinen Hauptcharakter nach ihr zu benennen?</emphasis> Ich hoffte es. <emphasis>Und falls dem so war, wie w�rde die Stadt aussehen?</emphasis></p><p>Die Antwort sollte nicht lange auf sich warten lassen.</p></section><section><title><p><strong><emphasis>II</emphasis></strong></p></title><p>Ich war au�erordentlich entt�uscht, als der Rauchwolken aussto�ende Bus an der Stelle hielt, die ich f�r das Stadtzentrum von Olmstead hielt. In meiner Fantasie hatte ich schon geglaubt, eine unfassbare Entdeckung gemacht zu haben. Ich hatte mir ausgemalt, das wahre Vorbild f�r die wohl beste Geschichte des Meisters gefunden zu haben und jeden Moment die vom B�sen �berschatteten Gassen, zerfallenen Werften und in einem seltsamen Winkel stehende bauf�llige Geb�ude mit schiefen D�chern von Innsmouth zu sehen, ebenso den �Wurmzerfall�, den der Sch�pfer der Geschichte so treffend beschrieben hat.</p><p>Stattdessen begr��te mich nichts Derartiges. Die Architektur von Olmstead war gepr�gt von den funktionellen Blockh�usern, die mit den subventionierten Aufbauprojekten Ende der 20er und Anfang der 30er Jahre eingef�hrt worden waren. Was f�r eine Entt�uschung! Daher lie� sich Olmstead nur als rundum durchschnittlich und nicht etwa als einzigartig bezeichnen.</p><p>Der Bus schien eine volle Minute lang Rauch auszusto�en, bevor der Motor endlich zum Stillstand kam. Das halbe Dutzend sch�biger Fischer stand nahezu gleichzeitig von den Sitzen auf und stieg dann mitsamt Angelruten, Ausr�stung und Netzen aus. �F�nfzehn Minuten, falls Sie sich mal die Beine vertreten und Luft schnappen wollen�, informierte mich der Fahrer, ohne mich anzusehen. �Sie wollen doch nach Salem, oder?�</p><p>�Ja, Sir. Vielen Dank�, entgegnete ich und verlie� nach ihm den Bus. Er ging �ber die sterile Stra�e und auf ein Gesch�ft zu.</p><p>Der Geruch nach Fisch und Ebbe kam aus der Richtung her�bergeweht, in der die K�ste liegen musste. Der widerliche <emphasis>Gestank,</emphasis> der Robert Olmstead in der Geschichte derart abgesto�en hatte, blieb allerdings aus. Das Stadtzentrum war nicht bemerkenswert. Ein Blockhaus stand neben dem n�chsten. Einige schienen Wohnh�user zu sein, da an den Fenstern W�sche zum Trocknen aufgeh�ngt worden war, w�hrend andere gesch�ftlich genutzt wurden, auch wenn kaum Hinweise auf hiesige Handelsaktivit�ten zu erkennen waren. Bei dem Gedanken an die �bereifrigkeit, die ich empfunden hatte, musste ich grinsen. Die Namensgleichheit schien tats�chlich nur ein Zufall zu sein. <emphasis>Und dieser Ort hat Lovecraft ebenso wenig kreativ beeinflusst wie jeden anderen Reisenden, da man ihn nur als glanzlos, unscheinbar und langweilig beschreiben konnte,</emphasis> dachte ich.</p><p>Als ich n�her kommende Schritte h�rte, die mich aus diesem jugendlichen Anflug von Entt�uschung rissen, erwartete ich, den frostigen Fahrer wiederzusehen, doch stattdessen sah ich in das l�chelnde Gesicht eines lebhaften, gut gebauten Mannes meines Alters, vielleicht auch etwas j�nger als ich, der einen klassischen Anzug mit Krawatte trug und dessen dunkelbraunes Haar ordentlich gek�mmt war. Er hatte einen Aktenkoffer bei sich und trug einen dieser schicken beigen Strohh�te, die heutzutage bei den j�ngeren M�nnern so in Mode waren. Sein Gesichtsausdruck wirkte seltsamerweise eher erleichtert, obwohl ich mir sicher war, dass wir uns noch nie zuvor begegnet waren.</p><p>�Wie geht es Ihnen?�, begr��te er mich.</p><p>�Mir geht es gut und Ihnen hoffentlich auch.�</p><p>�Entschuldigen Sie die St�rung, aber ich freue mich so, Ihr Gesicht zu sehen, mehr als bei jedem anderen hier.� Seine Augen erblickten den sperrigen Bus. �Gehe ich recht in der Annahme, dass Sie auf der Durchreise sind?�</p><p>�Ja, das ist richtig. Ich bin auf dem Weg nach Salem. Mein Name ist Foster Morley ��</p><p>�William Garret�, erwiderte er und sch�ttelte herzlich meine Hand. Dann fl�sterte er: �In dieser Stadt wohnen seltsame Leute, finden Sie nicht auch?�</p><p>�Das ist mir bisher noch nicht aufgefallen�, gestand ich. �Au�er Ihnen habe ich bisher noch niemanden gesehen. Und Sie sind offensichtlich kein �Olmsteader�, um den Ausdruck des Fahrers zu gebrauchen.�</p><p>�Nein, das bin ich nicht. Ich komme aus Boston und bin Buchhalter � �h, ich sollte sagen, ein <emphasis>arbeitsloser</emphasis> Buchhalter. Haben Sie zuf�llig einen blonden Mann hier vorbeigehen sehen?�</p><p>�Leider nicht. Ich vertrete mir nur ein wenig die Beine, bevor der Bus weiterf�hrt. Warum fragen Sie?�</p><p>Jetzt wirkte er auf einmal sehr viel angespannter. �Er ist mein Freund, m�ssen Sie wissen � Sein Name ist Poynter. Wir haben in derselben Firma gearbeitet und beide die Anstellung verloren, als diese Rezession, wie sie es nennen, unseren Gesch�ftszweig in Mitleidenschaft gezogen hat. Er ist vor einem Monat hierher gekommen und hat mir vor Kurzem geschrieben, dass er Arbeit gefunden h�tte. Aber jetzt kann ich <emphasis>ihn</emphasis> nicht finden.�</p><p>�Ist dem so? Hat er denn geschrieben, wer ihn eingestellt hat?�</p><p>�Einer der Fischereibetriebe unten am Hafen, um die B�cher zu f�hren.� Mit diesen Worten drehte er sich um und deutete auf den Ursprung des fischigen Meeresgeruchs. �Da unten gibt es einige, aber keine, die ich aufgesucht hatte, wusste etwas �ber meinen Freund, und niemand will einen Buchhalter einstellen.�</p><p>�Vielleicht hat Ihr Freund Poynter seinen neuen Job schon wieder aufgegeben und die Stadt verlassen�, schlug ich vor.</p><p>�Nein, nein, das w�rde er nicht tun. Er hat mich <emphasis>erwartet.</emphasis>�</p><p>Meine n�chste Frage schien mir die naheliegendste zu sein. �Wo wollte er sich nach Ihrer Ankunft denn mit Ihnen treffen?�</p><p>Nun deutete Garret auf ein mehrst�ckiges Blockhaus auf der anderen Stra�enseite. �In dem Motel dort, dem Hilman House. Ich habe mir ein Zimmer genommen � kostet nur f�nfzig Cent die Nacht, <emphasis>dar�ber</emphasis> kann ich mich nicht beschweren �, aber das Seltsame ist �� Er machte eine Pause, um die Spannung zu steigern. �Als ich mich angemeldet habe, hat man mir berichtet, dass Leonard Poynter, mein Freund, dort tats�chlich ein Zimmer gemietet hat und weiterhin Gast sei. Das Problem ist nur, dass ich ihn beim besten Willen nicht finden kann.�</p><p>Mr. Garret war offensichtlich verwirrt, aber die ganze Situation war auch mir r�tselhaft. Diese krankhafte Aufregung stieg erneut in mir auf, und jetzt wusste ich genau, dass ich auf etwas gesto�en war. Zuerst eine Stadt und eine Figur, die beide den Namen Olmstead trugen, und jetzt das?</p><p>In Lovecrafts Schatten �ber Innsmouth steigt die Hauptfigur in einem Hotel namens <emphasis>Gilman</emphasis> House ab, und jetzt stand ich hier vor einem Motel, das <emphasis>Hilman</emphasis> House genannt wird. <emphasis>Das</emphasis> konnte nun wirklich kein Zufall mehr sein. Das war einfach nicht m�glich. Etwas an dieser langweiligen Stadt schien Lovecraft immerhin so stark beeinflusst zu haben, dass er Namen daraus entlehnt hatte, und ich war auf einmal �berzeugt davon, dass es hier noch weitere Einfl�sse zu finden gab, die nur ihrer Entdeckung harrten.</p><p>Garret trat n�her an mich heran, und in seinen Augen zeichnete sich die Besorgnis ab. �Mr. Morley? Geht es Ihnen gut?�</p><p>Seine Stimme riss mich aus meinen �berlegungen. �Oh, entschuldigen Sie bitte. Mir ging da gerade etwas durch den Kopf. Aber wissen Sie was? Ich werde ebenfalls einige Tage hierbleiben.�</p><p>�Gro�artig!� Er fl�sterte erneut, doch jetzt umspielte ein leises L�cheln seine Lippen. �Es ist gut zu wissen, dass ich dann nicht der einzige normale Mensch in dieser Stadt sein werde.�</p><p>Ich lachte verwirrt auf, aber bevor ich noch etwas sagen konnte �</p><p>�Hallo, meine Herren�, gr��te uns eine sanfte Stimme.</p><p>Wir drehten und beide mit geweiteten Augen um und erblickten eine gew�hnlich gekleidete, aber au�erordentlich attraktive Frau. Sie kam den Gehweg herunter, hatte die Arme voller Eink�ufe und grinste uns beide �beraus freundlich an.</p><p>Garret tippte sich an den Hut. �Miss ��</p><p>�Ein wundersch�ner Tag, nicht wahr?�, warf ich ein.</p><p>�Oh ja, das ist er�, erwiderte sie, und das war auch schon das Ende unserer Unterhaltung.</p><p>�Ein echter Hingucker�, fl�sterte Garret.</p><p>�Das kann man wohl sagen�, erwiderte ich leicht besch�mt, denn das �beraus gute Aussehen dieser Frau hatte bewirkt, dass ich sie weitaus l�nger als f�r mich �blich angestarrt hatte. Ihr Busen lie� sich nur als ungez�gelt beschreiben, da er nicht nur �ppig war, sondern �berdies nicht durch ein Korsett eingezw�ngt schien. Der Respekt, den ich f�r meinen christlichen Glauben hegte, rief mir die Worte ins Ged�chtnis, die Jesus �ber die Lust gesagt hatte, aber nicht schnell genug, um rechtzeitig den Blick abzuwenden.</p><p>�Wie sagt man in England so sch�n?�, meinte mein Freund kichernd. �Das ist eine wandelnde Milchbar.� Dann beugte er sich weiter zu mir her�ber und f�gte diskret hinzu: �Aber da ist noch etwas Seltsames, das diese kleine Stadt an sich hat.�</p><p>�Und das w�re?�</p><p>�Das ist mein Ernst, Mann. Ich habe in meinem Leben noch nie so viele schwangere Frauen an einem Ort gesehen.�</p><p>�Schwan��, setzte ich an, und als ich einen weiteren, wenngleich deutlich diskreteren Blick hin�berwarf, entging mir auch der deutlich gew�lbte Bauch der Frau nicht mehr. �Das ist ja ein Ding. Sie scheinen recht zu haben.�</p><p>�Wenigstens vierter oder f�nfter Monat, und das ist auch nicht der erste Braten in ihrem Ofen.�</p><p>Ich sah ihn entgeistert an. �Wie in aller Welt k�nnen Sie <emphasis>das</emphasis> mit Bestimmtheit sagen?�</p><p>Er stie� mich grinsend mit dem Ellenbogen in die Seite. �Sie haben ihre Titten doch gesehen. Die sind immer noch prall gef�llt vom letzten Kind.�</p><p>Das unkultivierte Gerede machte mich ganz nerv�s, da ich es ganz und gar nicht gew�hnt war. �Aber wie haben Sie das gemeint, als Sie sagten, Sie h�tten noch nie so viele ��</p><p>�Diese Stadt � Das ist mein voller Ernst. Ich w�rde wetten, dass ich wenigstens ein Dutzend schwangere Frauen gesehen habe, seitdem ich hier bin, und ich kann Ihnen verraten, dass die meisten davon echte Hingucker sind.�</p><p>�Also wirklich � Aber das ist doch etwas Gutes, wenn Sie mir diese Meinung erlauben. Die Regierung ist weise, die Fortpflanzung seit der Spanischen Grippe 1918 zu f�rdern. Wir haben damals eine halbe Million Menschen verloren, sagt man, und fast alles waren junge M�nner.�</p><p>Garret nickte ernst. �Und direkt danach verloren wir � wie viele? � einige Hunderttausend weitere M�nner in diesem teuflischen Krieg gegen die Hunnen. Ich stimme Ihnen voll und ganz zu. Amerika braucht mehr Geburten, insbesondere wenn wir auf einen neuen Krieg gegen Deutschland zusteuern, was viele zu glauben scheinen.�</p><p>Ich war mir meiner Gedanken hinsichtlich dieses Themas nicht sicher, aber ich neigte dazu, den Autorit�ten zu vertrauen. �Doch der Pr�sident hat k�rzlich erst seine Neutralit�t hinsichtlich des europ�ischen Krieges erkl�rt.�</p><p>�Ich muss Ihnen gestehen, dass mich das nicht wirklich beruhigen kann. Sie erinnern sich, was passiert ist, direkt nachdem Deutschland und Russland den Nichtangriffspakt unterzeichnet hatten? Russland ist in Finnland einmarschiert. Und glauben Sie auch diesem Briten Neville Chamberlain kein Wort. Frieden in unserer Zeit? Hitler zieht der Welt einen Schleier vor die Augen. Und was machen die Japaner in der Zwischenzeit? Sie marschieren in der Mandschurei ein.�</p><p>�Beten wir zu Gott, dass die Menschen eine diplomatische L�sung finden k�nnen.� Es lag in meiner Natur, mich nicht an politischen Diskussionen zu beteiligen, aber der Mann hatte einige Argumente genannt, die bewirkten, dass ich mir ziemlich naiv vorkam. �Aber um auf unser vorheriges, falls nicht zu derbes Thema zur�ckzukommen, das m�glicherweise ein wenig zu weltlich, dass wir fruchtbar sein und uns vermehren sollen ��</p><p>�Ja, so wie es im Buch der B�cher steht. Und ich sage Ihnen�, fuhr er fort, �ich war nicht gerade erfreut, dass der Kongress den Comstock Act au�er Kraft gesetzt hat � wann war das? Letztes Jahr?�</p><p>�Nein, nein, das war �36, und da sind wir erneut einer Meinung, William. Verh�tungsmittel sollten illegal bleiben, wenn sie nicht von einem Arzt zur Vermeidung einer Krankheit verschrieben worden sind. Ein offener Markt f�r derartige Dinge w�re ja so, als wolle man die Natur umgehen ��</p><p>�Und Gottes Wille, wenn Sie mir die Bemerkung erlauben w�rden.�</p><p>�Aber nat�rlich�.� Doch dann sahen wir einander an und lachten. �Nicht gerade eine allt�gliche Unterhaltung, was?�</p><p>�Nein, mein Freund, das ist sie nicht, aber es ist dennoch anregend, auf jemanden zu treffen, der meine Grunds�tze teilt�, erwiderte er.</p><p>�Das sehe ich genauso. Ich vermute, dass Sie Ihre Suche nach Ihrem Freund Poynter nun wieder aufnehmen m�chten. Ich werde mir im Hilman ein Zimmer nehmen und dann einen Spaziergang machen. Dabei halte ich nat�rlich die Augen nach Ihrem Freund offen. Wie w�re es, wenn wir heute Abend zusammen speisen? Falls ich Ihren Freund zuf�llig treffen sollte, werde ich ihn mitbringen. Sagen wir um neunzehn Uhr?�</p><p>�Eine gro�artige Idee, Mr. Morley ��</p><p>�Nennen Sie mich Foster, bitte. Und wo finden wir ein passendes Restaurant?�</p><p>Erneut deutete er auf die andere Stra�enseite, dieses Mal auf ein kleines Restaurant, das mir zuvor schon aufgefallen war, Wraxall�s Eatery. �Es ist nicht �bel, und da gibt es gro�e Portionen zu einem kleinen Preis.�</p><p>�Gut. Dann bis heute Abend.�</p><p>Garret ging davon, und seine Schritte wirkten irgendwie angeregter, nun, da er einen �normalen� Vertrauten hatte. Ich versp�rte hingegen erneut den Drang, meiner Lovecraft-Obsession nachzugehen. Die Stadt sah zwar nicht nach dem Innsmouth des Meisters aus, aber m�glicherweise lie�en sich ja winzige Erinnerungsbruchst�cke in irgendwelchen Details entdecken?</p><p>Ich holte meinen kleinen Handkoffer aus dem Bus, und als ich auf die Stra�e zur�ckkehrte, stand der Fahrer mit finsterer Miene vor mir. Seinen Blick h�tte man fast schon hasserf�llt nennen k�nnen. �Warum haben Sie Ihre Tasche geholt? Wir fahren jetzt weiter nach Salem. Sie wollen doch nicht etwa in Olmstead bleiben, oder?�</p><p>�Doch, das m�chte ich�, erkl�rte ich ihm. �Ich habe meine Meinung ge�ndert und beschlossen, einige Tage hierzubleiben.�</p><p>Anf�nglich schien er protestieren zu wollen, als w�rde ihn diese Aussicht erz�rnen. Schlie�lich war ich kein �Olmsteader�. In diesem Augenblick fiel mir auf, wie klein sein Mund erschien. Seine Lippen verzogen sich kaum merklich. �Wenn ich so dar�ber nachdenke, dann k�nnte Ihnen Olmstead tats�chlich gefallen.� Dabei breitete sich tats�chlich ein richtiges L�cheln aus. �Und Olmstead k�nnte <emphasis>Sie</emphasis> m�gen.�</p><p>Er stieg wieder in seinen Bus und fuhr mit einer Rauchfahne und lautem Geklapper davon.</p><p><emphasis>Olmstead k�nnte mich m�gen?,</emphasis> sinnierte ich. Das war mir herzlich egal. Aber irgendetwas an diesem Ort hatte Lovecraft offensichtlich beeindruckt, sodass er einige Einzelheiten in seine ersch�tternde Geschichte �ber inz�chtige Fischersleute und einen Pseudokultschrecken eingearbeitet hatte.</p><p>Wie in der Geschichte wirkte der mit einer Weste bekleidete �ltere Rezeptionist im Hilman freundlich und durch und durch normal, und er vermietete mir nur zu gern ein Zimmer. Ohne gro� nachzudenken, sprudelte aus mir heraus: �Ist Zimmer 428 zuf�lligerweise noch frei?�, da es sich dabei, wie scharfsinnige Leser wissen werden, um das Zimmer handelte, das Robert Olmstead in der Geschichte bewohnt hatte.</p><p>�Sie sind schon einmal hier gewesen!� Der Mann, der mit einem unerkennbaren Akzent sprach, schien sich zu freuen. �Das kann nur bedeuten, dass es Ihnen hier gefallen hat. Seit dem Wiederaufbau sieht Olmstead recht schmuck aus, und hier gibt es einige Annehmlichkeiten.�</p><p>Ich wollte seine Annahme nicht widerlegen, indem ich zugab, noch nie hier gewesen zu sein, sondern erkundigte mich stattdessen: �Seit dem Wiederaufbau?�</p><p>�Ah, ja, Sir. 1930, �31 ungef�hr haben Regierungsfirmen all diese sch�nen, robusten Blockh�user aufgestellt. Feuerfest, sturmfest, wie sie an vielen anderen Orten auch stehen. Als letzten September der gro�e Sturm �ber uns niederging, waren danach keine Sch�den an den Geb�uden festzustellen. Das Olmstead der Vergangenheit war ein trauriger Anblick. Nichts als eine verrottete Hafenstadt, die in sich selbst zusammenfiel. Gott m�ge Roosevelt und Garner segnen!�</p><p>Das �berraschte mich keineswegs. Kurz nach dem Zusammenbruch der B�rsen �28 hatte man die landesweite Wiederbesch�ftigungskampagne ins Leben gerufen, bei der Tausende Arbeitsloser f�r einen Dollar pro Tag bei Bauprojekten besch�ftigt wurden. Viele reparaturbed�rftige St�dte wurden auf diese Weise wieder aufgebaut. Angeregt durch diese neue Information glaubte ich, mir ziemlich gut vorstellen zu k�nnen, wie Olmstead vor diesem Wiederaufbau ausgesehen haben musste � das Stadtbild musste in etwa so ausgesehen haben, wie es Lovecraft seinen Lesern in <emphasis>Schatten �ber Innsmouth</emphasis> beschrieben hatte.</p><p><emphasis>Ich bin genau am richtigen Ort,</emphasis> dachte ich und war ob dieser Aussichten ganz aufgeregt. Gewiss mussten sich hinter dem neuen Antlitz von Olmstead noch einige �berreste des <emphasis>alten</emphasis> Stadtbilds verbergen, und ich war entschlossen, jeden noch so kleinen Riss aufzusp�ren, der mich zu ihnen f�hren konnte.</p><p>Zimmer 428 stellte sich als sehr angenehm heraus: Es war gut m�bliert und mit einem neuen Bett ausgestattet, und es gab sogar ein eigenes Badezimmer mit weichen Handt�chern. Nichts �hnelte der sch�bigen Absteige, mit der sich Lovecrafts Charakter hatte zufriedengeben m�ssen. Im Badezimmer lagen sogar brandneue St�cke einer Luxusseife, der besten, die es landesweit zu kaufen gab. Ebenso beeindruckt war ich von dem Radio, das mir hier zur Verf�gung stand; es war �hnlich � wenn auch nicht <emphasis>ganz</emphasis> so � gut, wie das kostspieligere Modell, das ich in Providence stehen hatte. Durch die Fenster mit Metallrahmen hatte ich Blick auf den seew�rtigen Hang und somit eine formidable Aussicht. Wenn mich �berhaupt irgendetwas st�rte, dann war es die Tatsache, dass hier alles <emphasis>neu</emphasis> war. Das ganze Geb�ude f�hlte sich irgendwie unbenutzt an, als w�re es nur eine Fassade und erweckte den Anschein von Wohlstand, der eigentlich gar nicht existierte.</p><p>Was f�r ein absurder Gedanke!</p><p>Als ich das Zimmer verlie�, erhaschte ich einen Blick auf ein Zimmerm�dchen, das gerade ein anderes Zimmer verlie�, allerdings schob es nicht den erwarteten einen Wagen voller Besen und Laken vor sich her, sondern schleppte einen Koffer. Die Frau konnte kein Gast sein, da ihre Kleidung keine Trugschl�sse hinsichtlich ihrer Aufgaben hier zulie�. Das ganze Szenario kam mir seltsam vor, doch was mich am meisten besorgte, war ihr offensichtlichstes Merkmal.</p><p>Sie war schwanger.</p><p>�Miss!�, rief ich und eilte zu ihr. �Sie d�rfen in Ihrem Zustand doch nicht so schwer tragen! Lassen Sie mich das nehmen.�</p><p>Als ich sie direkt ansprach, wurde ich mit einem L�cheln in ihrem anmutigen, jugendlichen Gesicht, das von �ppigen Locken umrahmt war, belohnt. Ein weniger feinf�hliger Mensch h�tte sie als einen von Garrets �Hinguckern� bezeichnet. Ihre wohlgeformten Beine bogen sich, als sie den Koffer hochhob, w�hrend die Schwangerschaft bei ihr � ebenso wie bei der Frau auf der Stra�e � den Busen auf Dimensionen gesteigert hatte, die selbst der standhafteste Gentleman nur ungeniert anstarren konnte.</p><p>�Oh, das ist sehr nett von Ihnen, Sir, aber der ist �berhaupt nicht schwer�, erwiderte sie freundlich.</p><p>�Ich bestehe darauf. Sie erwarten ein Kind und sollten wirklich nicht ��</p><p>�Also wirklich, Sir.� Sie kicherte am�siert. �Der Koffer ist federleicht. Und mein Arzt hat gesagt, dass leichte �bungen gut f�r das Baby w�ren.�</p><p>Dagegen konnte ich nichts mehr sagen. Auch wenn sie schwanger war, wirkte sie ausgesprochen gesund und agil auf mich. Sie konnte nicht viel �lter als zwanzig sein, und ich sch�tzte, dass die Geburt nicht mehr lange auf sich warten lassen w�rde. Seltsamerweise f�hlte ich mich in ihrer Gegenwart irgendwie j�nger, was vermutlich ebenso ihrem L�cheln, ihrem Geschlecht und ihrer Jugend zu verdanken war. Mir wurde klar, was sie symbolisierte: Vitalit�t, einen strahlenden jungen Menschen, der weiteres Leben hervorbringen w�rde � All das rief mir die fehlende Produktivit�t meiner eigenen, selbstzufriedenen Existenz ins Bewusstsein. Auf einmal rasten die Gedanken in meinem Kopf, bem�ht darum, das Gespr�ch aufrechtzuerhalten, und sei es auch nur, um sich einige Augenblicke l�nger in ihrer N�he aufhalten zu k�nnen.</p><p>�Ein Bekannter, Mr. Garret, sucht seinen Freund, einen Leonard Poynter. Allem Anschein nach hat er sich hier ebenfalls ein Zimmer genommen. Sind Sie ihm zuf�lligerweise begegnet?�</p><p>Trotz ihrer Jugend und Sch�nheit wirkten die Augen des Zimmerm�dchens auf einmal sehr m�de. �Nein, tut mir leid, Sir�, erwiderte sie, wobei sie jetzt deutlich schneller sprach. Ihre vollen Lippen gl�nzten. �Es steht mir auch nicht zu, die Namen der G�ste zu erfahren.�</p><p>�Oh, verstehe�, erwiderte ich und �berlegte, was ich noch sagen konnte. �Wie ist Ihre Meinung �ber die K�che des Restaurants auf der anderen Stra�enseite, Miss? Ich habe vor, mich dort sp�ter mit Mr. Garret zu treffen.�</p><p>�Oh, das Wraxall�s ist ziemlich gut, und das Karwell�s macht um zwanzig Uhr auf, da kann man seit der Aufhebung der Prohibition wieder etwas trinken. Die Leute da sind nett. Unsere kleine Stadt sieht nicht sehr gro� aus, aber viele gute Leute, Arbeiter und Vertreter, kommen auf dem Weg in gr��ere St�dte hier vorbei.�</p><p>�Freut mich, das zu h�ren, und die Stadt ist wirklich sehr sch�n ��</p><p>�Ich muss jetzt aber wirklich gehen, Sir�, warf sie ein. �Es war angenehm, mit Ihnen zu plaudern.�</p><p>�Das Vergn�gen war ganz auf meiner Seite ��</p><p>Ich beobachtete ihren Abgang mit einem niedergeschlagenen L�cheln und konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass sie sich ein wenig unwohl f�hlte.</p><p>Sie ging die Treppe hinunter und verschwand, und ich zwang mich dazu, noch einen Moment zu warten, bevor ich ebenfalls losging. Schlie�lich sollte sie mich ja nicht f�r l�stig oder gar unh�flich halten. Nach einer Minute indes betrat ich selbst das Treppenhaus. Die Schritte des abw�rtseilenden Zimmerm�dchens waren noch zu h�ren, und als ich �ber das Gel�nder blickte, sah ich, dass sie gerade auf dem Absatz angekommen war und den Koffer durch die T�r trug. Leise hallte der Klang der zuschlagenden T�r zu mir nach oben.</p><p>Augenblicklich begann etwas an mir zu nagen, als ich die Treppe hinunterging, und ich wusste, was es war, als ich auf dem Absatz angekommen war, an dem ich sie aus den Augen verloren hatte. Sie war nicht etwa in die Lobby, sondern durch die T�r in den ersten Stock gegangen.</p><p><emphasis>Warum sollte sie den Koffer eines Gastes in den ersten</emphasis> S<emphasis>tock tragen?</emphasis></p><p>Ich drehte am Knauf und fand die T�r verschlossen.</p><p>Ein Gast hatte einfach das Zimmer gewechselt, argumentierte ich, nichts weiter.</p><p>Mehrere Angestellte und vermutlich ein Wartungstechniker waren in der Lobby zugange, alle ziemlich sympathisch, und jetzt drau�en auf der Stra�e, ersp�hte ich mehrere Ladenbesitzer hinter ihren Schaufenstern, einen Mann, der die Kopfsteinpflasterstra�e fegte, sowie einen Postboten. Alle l�chelten und nickten mir zu. W�hrend ich die Stra�e entlangging, sah ich noch weitere Einheimische, von denen keiner es unterlie�, mich freundlich zu gr��en oder mir wenigstens nett zuzunicken. Dabei fiel mir Garrets Bemerkung wieder ein: <emphasis>Einige seltsame Leute in dieser Stadt, was?</emphasis></p><p>Was konnte er nur damit gemeint haben? Abgesehen von dem ungehobelten Busfahrer und vielleicht den verschlagen wirkenden Fischern im Bus hatte ich noch an keiner Person, die mir begegnet war, etwas Seltsames bemerkt. Er hatte erw�hnt, dass er sich bei den Fischereibetrieben am Hafen nach Arbeit umgeh�rt hatte, m�glicherweise war er dort seltsam behandelt worden. Hafenarbeiter waren bekannt daf�r, im Allgemeinen eher m�rrisch und eigenbr�tlerisch zu sein.</p><p>Ich hatte eine Ausgabe von <emphasis>Schatten �ber Innsmouth</emphasis> dabei, und nachdem ich ein wenig herumgewandert war, wollte ich unter einem Schatten spendenden Baum oder in einem Park, so ich denn einen finden konnte, ein wenig darin lesen. Es handelte sich um ein Exemplar der einzigen Hardcoverausgabe von Lovecrafts Werken, die zu seinen Lebzeiten gebunden und ver�ffentlicht worden war, die Visionary-Publications-Edition. Sie kostete einen Dollar plus Porto. Ich war mir inzwischen fast sicher, dass Lovecraft in der Tat in Olmstead gewesen war und dass ihn dieser Ort ziemlich beeinflusst hatte. Dieses Wissen w�rde das erneute Lesen der Geschichte noch faszinierender gestalten.</p><p><emphasis>Jetzt suche ich mir einen ruhigen Ort zum Lesen,</emphasis> dachte ich.</p><p>Auf der anderen Stra�enseite ging eine recht jung wirkende Frau an einem Fahnenmast vorbei und l�chelte mich ebenfalls recht freundlich an. Sie war ebenso h�bsch wie das Zimmerm�dchen, und sie teilten eine weitere Gemeinsamkeit: Sie war ebenfalls schwanger.</p><p>Ungeachtet dessen, was Garret glaubte, fand ich es nicht ungew�hnlich, an einem Tag drei schwangeren Frauen zu begegnen. Es schien einfach Zufall.</p><p>Doch Zuf�lle waren auch der Grund daf�r, dass ich mich jetzt an diesem Ort aufhielt, und als mir das in den Sinn kam, war mein Eifer erneut geweckt. Jetzt konnte ich mein Bestreben angehen, einige entscheidendere �bereinstimmungen zwischen der sehr realen Stadt Olmstead und Lovecrafts fiktivem Innsmouth aufzusp�ren.</p><p>Ich ging hin�ber zur Tankstelle der Ethyl Gas Company, deren Schild Benzin f�r 9 Cent pro Gallone anpries, was einen Penny unter dem Preis in der Stadt lag. Dort kaufte ich ein Paket des von mir bevorzugten Beechies-Kaugummi mit Pepsin von dem sehr freundlichen Tanzstellenbesitzer, der mit mitteilte, dass es keine Karten der Gegend, sondern nur solche des ganzen Landes oder Countys zu kaufen g�be. Er informierte mich jedoch auch, dass es am Wasser B�nke g�be, auf denen ich bequem lesen k�nne.</p><p>Einen Block weiter pries ein Filmtheater Gene Autrys neuesten Film <emphasis>Drei L�mmel in Texas</emphasis> an. Inzwischen lachte ich �ber meine Fantasie. Lovecraft w�re angesichts derartiger moderner Etablissements in der Stadt, die einst das Vorbild f�r das zusammenfallende Innsmouth gewesen war, entsetzt gewesen.</p><p>Bevor ich die Stra�e �berqueren konnte, erschreckte mich ein pl�tzlich aufheulender Motor, und als ich mich umdrehte, rumpelte ein gro�er Lastwagen an mir vorbei, an dessen T�ren IPSWICH FISH CO. stand. Er fuhr offensichtlich gen Norden in Richtung seiner Heimatstadt. Der Wagen war hoch mit gek�hlten Fischen beladen, was ich erkennen konnte, als er vorbeifuhr. Die Anomalie sprang mir sofort ins Auge: Warum sollte ein gro�er Fischereibetrieb aus Ipswich Fische in Olmstead kaufen? <emphasis>Es sollte andersherum sein, oder nicht?</emphasis> Olmstead kam mir nicht gro� oder wichtig genug vor, um mit den bedeutenden Fischereibetrieben mithalten zu k�nnen, und au�erdem hatte ich in der Zeitung gelesen, dass die Fischerei in diesem Teil von Massachusetts aufgrund der vom Gro�en Sturm verursachten Turbulenzen sowie der Versalzung der Fl�sse durch die sommerliche D�rreperiode drastisch in Mitleidenschaft gezogen worden war.</p><p>Als mir von hinten ein Finger auf die Schulter tippte, zuckte ich zusammen und drehte mich ruckartig um. In eine Arbeitssch�rze und ein Baumwollkleid geh�llt stand eine junge, nicht gerade gro� gewachsene Frau mit hellen Augen l�chelnd vor mir, die kaum �lter als drei�ig sein konnte. Sie strahlte ob ihrer Sch�nheit noch st�rker als das Zimmerm�dchen, und nicht einmal die klobigen Arbeitsstiefel und das unvorteilhafte Haarnetz konnten sie verunstalten. Ihre Haare unter dem Netz schienen karamellblond zu sein. �Kommen Sie doch auf ein Eis herein, Sir. Es kostet nur f�nf Cent, und wir stellen es ganz frisch her. Sehen Sie, wir haben sogar eine eigene Maschine daf�r.�</p><p>Sie schien diese Worte mit einem �berschw�nglichen Stolz auszusprechen, und ich war schier sprachlos, als sie einfach meine Hand ergriff und mich in das Gesch�ft f�hrte, das ich nun als Baxters Gemischtwarenladen und Postb�ro identifizierte, wie auf dem Fensterglas geschrieben stand.</p><p>Die Glocke l�utete, als wir durch die T�r gingen. �Mein Name ist Mary Simpson, Sir�, teilte sie mir strahlend mit, bevor sie hinter den Tresen eilte. �Ich vermute, dass Sie nur auf der Durchreise sind, aber Sie <emphasis>m�ssen</emphasis> unser Eis probieren.�</p><p>Meine Belustigung wurde durch ihr gutes Aussehen nur weiter intensiviert. �Schokolade, bitte. Ich bin Foster Morley, Miss Simpson, und Sie haben recht, dass ich nur auf der Durchreise bin. Ich mache gewisserma�en eine Rundreise, um neue Orte zu entdecken und dergleichen. Au�erdem bin ich ein eifriger Leser. Doch ich habe vor, wenigstens einige Tage zu bleiben, und mir daher ein Zimmer im Hilman gemietet.�</p><p>�Oh, gut. Das ist jetzt ein sch�nes Motel, sch�n wie alles andere seit dem Wiederaufbau.�</p><p>�Hm, ja, das hat mir der Rezeptionist auch erz�hlt �� Auf einmal erstarrte ich entgeistert: Nun, da ich der Frau direkt gegen�berstand, konnte ich erkennen, dass die gut aussehende und �bersprudelnde Miss Simpson nicht nur sehr attraktiv und sehr gro�busig, sondern auch sehr schwanger war. Das war anhand der deutlichen W�lbung ihrer Sch�rze nicht zu �bersehen. �Ich finde Olmstead h�chst interessant�, fuhr ich fort. �Der Ort ist ein leuchtendes Beispiel f�r Pr�sident Roosevelts Wiederaufbauprogramm.�</p><p>�Oh ja, Sir. Olmstead war vorher kaum lebenswert. Aber jetzt haben wir �berall neue Geb�ude, eine neue B�cherei, einen neuen Lagerhausbezirk und eine Feuerwehr. Es gibt sogar eine Eisfabrik am Ufer, wie in den gro�en H�fen.�</p><p>�Zuf�lligerweise habe ich gerade eben erst einen Lastwagen voller eingefrorener Fische gesehen, der nach Ipswich unterwegs war. Dann darf ich davon ausgehen, dass die Fischerei hier noch gut l�uft?�</p><p>Sie reichte mir eine Sch�ssel und einen L�ffel. �Es lief nie besser, Sir ��</p><p>�Bitte nennen Sie mich Foster, Mary, und bitte erlauben Sie mir, Ihnen ebenfalls ein Eis auszugeben.�</p><p>Meine Gro�z�gigkeit schien sie zu erfreuen. �Vielen Dank, Sir � �h, Foster.� Dann bereitete sie sich selbst ebenfalls eine Sch�ssel zu. �Aber die Fischerei ist tats�chlich der R�ckhalt der Stadt. Wir verkaufen unseren Fisch an viele St�dte, sogar bis nach Boston, w�hrend wir in der Vergangenheit immer Fisch kaufen mussten, wenn wir welchen essen wollten. Die Fischerei l�uft hier besser als �berall sonst. In Olmstead merkt man kaum etwas von der Rezession.�</p><p>Da sie es ausgesprochen hatte, viel es mir auf einmal auch wie Schuppen von den Augen: Ich hatte seit meiner Ankunft nur saubere Stra�en, schmucke Geb�ude und l�chelnde Menschen gesehen, keine entmutigten Leute, die sich f�r Brot anstellten, keinen herumliegenden Abfall und auch keine einst�rzenden H�user. �berdies erkannte ich eine weitere Parallele zu Lovecraft: Innsmouth war wie Olmstead eine Fischereistadt, der es ungew�hnlich gut ging.</p><p>�Sehen Sie�, erz�hlte sie voller professionellem Stolz weiter, w�hrend sie mit dem L�ffel auf die schimmernden wei�en Maschinen deutete, �hier gibt es auch Westinghouse-Fleischz�chter mit einem eigenen Lieferwagen, der nagelneu ist. Und ��</p><p>Ich wartete darauf, dass sie weitersprach, aber stattdessen schwieg sie und ihre Augen weiteten sich.</p><p>�Was ist, Mary?�</p><p>�So ein Zufall!�, verriet sie. �Ich meine Ihr Buch!�</p><p>Ich hatte meine Ausgabe von Schatten �ber Innsmouth auf die Theke gelegt, als ich die Eissch�ssel in die Hand genommen hatte. Es erstaunte mich, dass sie es erkannte. �Sagen Sie jetzt nicht, dass Sie den gro�en H.�P. Lovecraft ebenfalls lesen?�</p><p>�Nein, Foster, aber das liegt daran, dass ich nie richtig lesen gelernt habe. Ich erkenne den Namen, weil sich Mr. Lovecraft kurze Zeit hier in Olmstead aufgehalten hat, als ich etwa achtzehn Jahre alt war.�</p><p>Ich h�tte beinahe die Sch�ssel fallen lassen. �Mary. Sie sind doch nicht zuf�llig � Mr. Lovecraft <emphasis>begegnet,</emphasis> oder?�</p><p>�Oh nein, dieses Privileg hatte ich leider nicht, aber ich kann Ihnen etwas Interessantes erz�hlen. Damals war das Baxter�s eine Zweigstelle der First National Bank, und mein Bruder Paul, der zu der Zeit siebzehn gewesen ist, hat Mr. Lovecraft in eben diesem Gesch�ft, in dem Sie gerade stehen, bedient. Mr. Lovecraft wollte sich in der Stadt ein wenig umsehen, daher hat Paul ihm eine Karte gezeichnet.�</p><p>Vor Ersch�tterung drohten meine Knie nachzugeben. Der Bruder dieser attraktiven Frau war dem Meister <emphasis>begegnet!</emphasis> Was f�r eine faszinierende Unterhaltung sich da abgespielt haben musste. Und jetzt noch das: Sie erw�hnte eine Karte, die ihr Bruder gezeichnet hatte! Diese hatte zweifellos Einfluss auf eine der fr�hen Szenen in der Geschichte gehabt, als Robert Olmstead von einem liebensw�rdigen �Ladenangestellten� genau das erhielt: eine <emphasis>Karte</emphasis> von Innsmouth. Wie die meisten Autoren hatte Lovecraft eine allt�gliche Begebenheit, die sich tats�chlich abgespielt hatte, benutzt, um die Fiktion auszuschm�cken.</p><p>�Foster, Sie sehen ja ��</p><p>�Sprachlos aus?� Ich lachte. �Dem ist auch so, Mary. Es mag Ihnen eigenartig erscheinen, aber die Werke von Lovecraft sind mein gr��tes Hobby. Ich verfolge es mit gro�er Leidenschaft und interessiere mich auch f�r jede Information �ber sein Leben. Von daher ist dies ein gro�es Gl�ck f�r mich. Sie k�nnten mir tats�chlich helfen, meine Neugier weiter zu befriedigen. Bitte erlauben Sie mir, Sie und Ihren Bruder in den n�chsten Tagen zum Abendessen einzuladen. Dann k�nnte ich nicht nur Ihre wunderbare Gesellschaft genie�en, sondern auch Paul � so hei�t er doch, nicht wahr? � einige Fragen �ber Lovecrafts Besuch stellen �� Doch dann �berkam es mich siedend hei�, als mir mein Fauxpas bewusst wurde. �Entschuldigen Sie, Mary, nat�rlich meine ich Sie, Ihren Bruder <emphasis>und</emphasis> Ihren Ehemann.�</p><p>Bei diesem Kommentar schreckte Mary nicht zur�ck, sondern erwiderte nur: �Oh, das tut mir leid, aber mein Ehemann hat sich als kein sehr guter herausgestellt. Er hat mich f�r eine andere Frau verlassen und ist mit ihr nach Maryland gegangen.�</p><p>�Das bedauere ich sehr, Mary. Sie haben etwas Besseres verdient als so einen verantwortungslosen R�pel.� Es machte mich w�tend, dass es ein Mann wagte, seine schwangere Frau zu verlassen.</p><p>�Ach, es ist schon in Ordnung. Das ist eine der Lektionen, die man im Leben lernen muss�, erwiderte sie �berraschend fr�hlich. �Mein Stiefvater sagt immer, aus den h�rtesten Lektionen lernt man am meisten.�</p><p>�Wie wahr.�</p><p>�Und ich <emphasis>habe</emphasis> ein gutes Leben. Meine Arbeit macht mir Spa�, und ich lebe in einer sch�nen Stadt. Ich f�hle mich gesegnet.�</p><p>�Eine selbstlose und lobenswerte Haltung. Es gibt heutzutage zu viele Menschen, die so vieles als gegeben hinnehmen�, erwiderte ich.</p><p>�Und mein Bruder Paul �� Sie richtete den Blick kurz zu Boden. �Ihm geht es leider nicht so gut, f�rchte ich, und er kann das Haus nicht verlassen.�</p><p>Ich wusste nicht, was ich darauf sagen sollte, daher ging ich nicht n�her darauf ein, sondern meinte nur: �Oh, das ist aber schade. Hoffentlich erholt er sich bald wieder.�</p><p>�Aber ich unterhalte mich gern jederzeit mit Ihnen �ber Mr. Lovecraft. Sie m�ssen wissen, dass Paul den Mann sehr faszinierend fand und er mir alles erz�hlt hat, wor�ber die beiden w�hrend Mr. Lovecrafts Aufenthalt gesprochen haben.�</p><p>�Dann m�ssen wir das unbedingt tun.�</p><p>Sie reagierte mit einem angedeuteten sch�chternen L�cheln. �Wenn Ihre <emphasis>Frau</emphasis> nichts dagegen hat, dass Sie mit einer anderen Frau essen gehen.�</p><p>�Ich habe nie geheiratet�, platzte ich heraus, und mit einem Mal wurde mir die leicht prek�re Situation bewusst. Sie trug schlie�lich das Kind eines Trottels unter dem Herzen.</p><p>�Das kann doch nicht Ihr Ernst sein!�, entgegnete sie, nachdem sie noch einen L�ffel voll Eis gegessen hatte. �Ein gut aussehender Gentleman wie Sie mit so guten Manieren hat <emphasis>nie</emphasis> geheiratet?�</p><p>Ich hoffte, dass ich bei ihren Worten nicht err�tet war. �Ich bef�rchte, es gibt keine Frau, die mich ertragen k�nnte�, sagte ich mit einem Lachen. �Ich bin viel zu z�gellos.�</p><p>�Oh, das glaube ich nicht!�</p><p>�Aber es stimmt. Ich komme morgen Vormittag vorbei, dann k�nnen Sie mir sagen, wann es Ihnen passt.�</p><p>�Das klingt gro�artig, Foster. Ich freue mich schon darauf.�</p><p>Inzwischen f�hlte ich mich ein wenig schuldig, dass ich mich zu einer Frau hingezogen f�hlte, die schwanger war, aber mein Interesse war nat�rlich rein platonischer Art. Au�erdem stellte dies eine gro�artige Gelegenheit da. Alles, was mir Mary �ber die Unterhaltungen zwischen Paul und dem Meister berichten konnte, interessierte mich sehr. Ich wollte die Unterhaltung schon fortsetzen, als die Glocke �ber der T�r ert�nte und jemand hereinkam.</p><p>�Oh, hallo, Dr. Anstruther�, begr��te Mary den Neuank�mmling.</p><p>�Hallo, meine Liebe ��</p><p>�Dr. Anstruther, darf ich Ihnen Foster Morley vorstellen? Er macht hier Urlaub.�</p><p>Ich drehte mich zu einem distinguierten gut gekleideten Mann mit eisengrauem Haar und ebensolchem Bart um. �Wie geht es Ihnen, Sir?� Mit diesen Worten sch�ttelte ich eine weiche, aber kr�ftige Hand.</p><p>Er grinste breit. �Mir geht es hervorragend, Mr. Foster. Wie gef�llt Ihnen unsere kleine Stadt?�</p><p>�Ich finde sie ganz faszinierend, Sir, sie ist sehr sauber und angenehm.� Ich warf einen kurzen Blick zu Mary hin�ber. �Und die Einwohner sind ebenfalls sehr nett.�</p><p>�Oh ja. Falls Sie es noch nicht wussten, Sie kosten soeben die Erzeugnisse der allerersten Eismaschine von Olmstead. Es gab ein ziemliches Aufsehen, als sie aufgebaut wurde.�</p><p>�Gott segne derartigen Luxus!�, versuchte ich zu scherzen.</p><p>�Uns geht es gut, w�hrend andere St�dte den Bach runtergehen � das ist in dieser wirtschaftlich schwierigen Lage schon eine Leistung. Wir haben in letzter Zeit gro�es Gl�ck gehabt.� Er drehte sich zu Mary um und reichte ihr ein Blatt Papier. �Mary, k�nntest du bitte nach dieser Nummer sehen? Ich erwarte eine dringende Lieferung. Mrs. Crommers Wehen k�nnten jetzt jeden Tag einsetzen.�</p><p>�Das hatte ich ganz vergessen�, erwiderte Mary und suchte in einem Regal voller Schachteln, aus dem sie dann eine hervorholte. �Ist das ihr Zehntes?�</p><p>�Nein, ihr Elftes�, antwortete der Arzt. Er sah mich an. �Die Zukunft sichern, wie es der Pr�sident nennt.�</p><p>��h, ja. Das ist richtig�, stammelte ich beinahe schon. Was sollte ich von dieser Information halten? Eine Frau, die ihr <emphasis>elftes</emphasis> Kind erwartete? Und so weit hatte ich einige werdende M�tter gesehen. <emphasis>Olmstead ist auf jeden Fall eine fruchtbare Stadt.</emphasis></p><p>Mary stellte die Schachtel auf den Tresen und �ffnete sie, sodass Dr. Anstruther den Inhalt herausholen konnte: vier sicher verpackte Fl�schchen aus braunem Glas. Auf jedem stand deutlich zu lesen: CHLOROFORM.</p><p>�Es gibt kein besseres An�sthetikum f�r schwierige Geburten�, meinte Anstruther.</p><p>�Die Medizin scheint in Amerika gr��ere Fortschritte zu machen als jemals zuvor�, meinte ich. �Ich habe gelesen, dass es bald schon ein Heilmittel gegen Schizophrenie geben soll, das auf Elektrizit�t basiert.�</p><p>�Nicht zu vergessen die Knochenmarktransplantation bei Patienten mit Blutproblemen und die bevorstehenden Durchbr�che im Kampf gegen die Kinderl�hmung. Amerika ist der Welt weit voraus. Doch angesichts des globalen politischen Klimas bef�rchte ich, dass wir unseren Wissenszuwachs und unsere Industrie demn�chst eher auf den Krieg denn auf den Frieden konzentrieren werden.�</p><p>�Beten wir, dass es nicht so kommt�, erwiderte ich. �Dieser Hitler schien sein Versprechen, nach der Annexion von �sterreich aufh�ren zu wollen, ziemlich erst zu nehmen. Und er hat einen Pakt mit den Sowjets geschlossen.�</p><p>�Die Zeit wird es zeigen, Mr. Foster. Und nun muss ich gehen.� Er sch�ttelte mir erneut die Hand. �Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder.�</p><p>�Guten Tag, Doktor ��</p><p>�Ein so guter Kleinstadtarzt, wie man ihn sich nur w�nschen kann�, lobte ihn Mary, nachdem er gegangen war. �Anscheinend hat er neuerdings jedoch nichts weiter zu tun, als Kindern auf die Welt zu helfen. Er hatte auch alle meine Babys geholt.�</p><p>Ich hoffte, die Nachfrage w�re nicht zu unh�flich, aber ich konnte dem Drang einfach nicht widerstehen. �Mit wie vielen Kindern hat Gott Sie gesegnet, Mary?�</p><p>�Mit neun �� Sie t�tschelte abwesend ihren Bauch, �� dieses hier mitgerechnet.�</p><p><emphasis>Neun Kinder und keinen Ehemann, um die Verantwortung zu teilen,</emphasis> dachte ich mitleidig. Sie war wahrlich eine starke Frau. �Es muss sehr schwer f�r Sie sein, das so ganz alleine zu bew�ltigen.�</p><p>�Oh, mein Stiefvater hilft mir sehr. Es ist nur so, dass er jetzt langsam zu alt wird. Und Paul � nun ja ��</p><p>Auf einmal war ein Poltern im Hinterzimmer zu h�ren, begleitet von etwas, das ich als ged�mpftes St�hnen eines Menschen interpretierte. �Was hat er jetzt wieder gemacht?�, meinte Mary und seufzte. �Ich bin gleich wieder da.� Sie hastete durch die T�r hinter dem Tresen.</p><p>Ich konnte nicht anders, als das Gespr�ch mit anzuh�ren:</p><p>�Kannst du nicht <emphasis>warten</emphasis>?�, beschwerte sich Marys Stimme ged�mpft.</p><p>�Nein, nicht mehr lange zumindest.� Eine m�nnliche Stimme, die bedr�ckt klang.</p><p>�Aber da drau�en ist ein netter Mann, und er hat mich zum Essen eingeladen! Jetzt �� Eine Pause, dann h�rte es sich an, als w�rde sie aufst�hnen, �� setz dich wieder auf deinen Stuhl! Du musst noch ein bisschen warten! Es wird nicht mehr lange dauern ��</p><p>�Ich versuch�s ��</p><p>Mary kehrte mit einem verlegenen L�cheln im Gesicht zur�ck, beugte sich zu mir her�ber und fl�sterte: �Das war Paul, der versucht hat, meine Aufmerksamkeit zu erregen.� Sie schien, den Zorn, den sie versp�rte, zu unterdr�cken. �Der Grund daf�r, dass Sie ihn nicht sehen k�nnen, sind seine Verletzungen. Er ist deswegen sehr gehemmt, seit er vor einigen Jahren diesen schweren Unfall hatte.�</p><p>Es war egoistisch, aber innerlich zuckte ich zusammen, als ich erkannte, dass sich das lebende Vorbild f�r Lovecrafts �Ladenmitarbeiter� gleich auf der anderen Seite dieser T�r aufhielt und f�r mich doch unerreichbar war. Und was hatte er f�r Verletzungen? Mir fiel jedoch kein Weg ein, mich auf h�fliche Art und Weise danach zu erkundigen.</p><p>�Er darf sich hinten aufhalten, w�hrend ich arbeite, damit er sich nicht so einsam f�hlt. Manchmal schl�ft er sogar hier, wenn ihn niemand nach Hause fahren kann.�</p><p>�Oh, verstehe. Es ist, �hm, sch�n, dass Ihnen das m�glich ist�, war alles, was ich dazu herausbrachte, aber was konnte sie mit <emphasis>Setz dich wieder auf deinen Stuhl</emphasis> sonst gemeint haben? Und diese Bemerkung, dass ihn jemand nach Hause fahren m�sse?</p><p>Es konnte nur bedeuten, dass er im <emphasis>Roll</emphasis>stuhl sa�.</p><p>Die Situation hatte ihre vorherige Leichtigkeit verloren, aber mein Egoismus zwang mich dazu, noch einmal auf das Thema zur�ckzukommen. �Bevor ich gehe, w�rde ich Sie gern noch etwas fragen.�</p><p>Sie beugte sich vor, st�tzte beide Ellenbogen auf den Tresen, legte das Kinn auf die F�uste und l�chelte mich fast schon vertr�umt an, auch wenn ich mir nicht vorstellen konnte, dass <emphasis>meine</emphasis> Anwesenheit der Grund daf�r sein sollte. �Sie k�nnen mich fragen, was Sie wollen, Foster. Sie sind ein sehr interessanter Mann.�</p><p>Hatte ich gerade h�rbar geschluckt? Hoffentlich nicht. �Ich habe beschlossen, mir drau�en einen ruhigen Ort zum Lesen zu suchen�, bei diesen Worten hielt ich mein Buch in die Luft. �Es muss faszinierend sein, die Geschichte zu lesen, deren Schauplatz Lovecraft unter dem Einfluss der direkten Eindr�cke dieser Stadt geschaffen hat. Das ist meine Lieblingsgeschichte, und ich werde sie in einem v�llig neuen Licht sehen, wenn ich sie hier erneut lese.�</p><p>�Ich glaube, ich verstehe, was Sie meinen�, erwiderte sie. �Aber das Olmstead, das Sie heute sehen, hat nichts mehr mit dem zu tun, das Mr. Lovecraft vor so vielen Jahren vor Augen hatte.�</p><p>�Genau das denke ich auch!�, rief ich aus. �H�tten Sie zuf�llig eine Fotografie von Olmstead vor dem Wiederaufbau? Ich w�rde sie gern mit Lovecrafts Beschreibungen in dem Buch vergleichen.�</p><p>�Wir hatten nie eine Kamera, aber �� Sie hielt einen Finger hoch. �Es gibt da einen Mann, mit dem Sie reden k�nnten. Nun, vielleicht ist das aber doch keine so gute Idee.�</p><p>Wollte sie mich jetzt zappeln lassen? Ich jaulte beinahe schon: �Mary, bitte, ich flehe Sie an ��</p><p>�Einer der Einwohner war fr�her Fotograf, er wurde sogar in New York ausgebildet und hat f�r Zeitungen Fotos gemacht. Soweit ich wei�, hat er sogar Mr. Lovecraft neben der New Church Green zusammen mit Paul fotografiert. Man kann im Hintergrund das Meer sehen, den Hafen und den Leuchtturm, die alte Larsh-Raffinerie und den Ankerplatz, der damals noch Innswich Point genannt wurde.�</p><p>Bei diesen neuen Parallelen w�re ich beinahe in Ohnmacht gefallen! Innswich: offensichtlich eine Variation von Innsmouth. Der ungenutzte Leuchtturm, der �ber dem ber�chtigten <emphasis>Teufelsriff</emphasis> thronte, von wo aus auch die froschartigen Tiefen Wesen entsprungen waren. Und die Larsh-Raffinerie: In Lovecrafts gro�artiger Geschichte gab es die Marsh-Raffinerie, wo die Geschenke aus goldenen Schmuckst�cken von den menschlichen Anbetern der Tiefen Wesen eingeschmolzen und auf dem Markt verkauft wurden. <emphasis>Ich MUSS dieses Bild sehen!,</emphasis> beschloss ich.</p><p>�Bitte, Mary. Wie kann ich diesen Fotografen finden? Das ist wirklich sehr wichtig f�r mich ��</p><p>Sie dr�ckte ihr Kinn gegen die Handfl�chen. �Wie kann ich <emphasis>Ihnen</emphasis> etwas abschlagen? Ich denke nur, dass es keine gute Idee ist. Sein Name lautet Cyrus Zalen. Er muss etwa vierzig sein, sieht aber wie sechzig aus, und Sie k�nnen ihn gar nicht verfehlen. Er tr�gt immer denselben verschmierten schwarzen Regenmantel. Er riecht furchtbar und � nun ja, er ist nicht nett. Er lebt im Armenhaus hinter der neuen Feuerwehr.�</p><p>Cyrus Zalen. Vermutlich ein Sozialfall oder, um Lovecrafts Ausdruck zu benutzen, ein �Faulenzer�. In Providence nannte man sie �Penner� oder �Trinker�. �Ein ungl�ckliches Schicksal f�r einen Zeitungsfotografen�, merkte ich an.</p><p>�Er war ein guter Fotograf � bevor er mit dem Heroin in Kontakt kam. In New York traf er sich mit Ex-Soldaten, die bei ihrem Aufenthalt in Frankreich s�chtig geworden waren, in einer Stadt namens � Marcy? Ich erinnere mich nicht mehr.�</p><p>�Marseilles�, korrigierte ich sie. Ich hatte von diesen Orten gelesen, die sie Heroinlabore nannten und an denen das Harz aus den Schlafmohnblumen in diese verheerende neue Droge verwandelt wurde. �Dennoch muss ich Mr. Zalen finden.�</p><p>Das schien ihr Sorgen zu bereiten. �Bitte, tun Sie das nicht, Foster. Er ist kein netter Mann. Er wird versuchen, Ihnen Geld abzuluchsen, vielleicht bestiehlt er Sie sogar. Er ist bekannt daf�r, � unmoralische Dinge zu tun, aber es w�re sehr undamenhaft von mir, das n�her auszuf�hren. Und es ist schon so viele Jahre her, zehn wenigstens. Er wird das Foto bestimmt gar nicht mehr haben. Bitte, Foster, gehen Sie nicht dorthin.� Sie beugte sich noch etwas weiter vor. �Er lebt an einem <emphasis>schmutzigen</emphasis> Ort, an dem es vermutlich von Krankheiten wimmelt. Eine Frau ist dort vor Jahren an Typhus gestorben.�</p><p>Ich nahm ihre Warnung durchaus ernst und f�hlte mich ein wenig geschmeichelt, dass sie sich derart um mein Wohlergehen sorgte. Aber wenn Mr. Zalen Geld f�r seine alten Bilder haben wollte, dann sollte er es bekommen. Meine Geldb�rse war gut gef�llt.</p><p>�Sie m�ssen sich keine Sorgen machen, Mary. Ich bin z�her, als ich aussehe. Ich habe die Ausbr�che 1919 und 1923 �berlebt und bin in meinem ganzen Leben noch nicht einen Tag krank gewesen. Ich werde mich sehr vorsehen, wenn ich mit Mr. Zalen spreche, und ich kann Ihnen gar nicht genug f�r Ihre Ratschl�ge danken.�</p><p>Sie packte meinen Unterarm mit gro�er Entschlossenheit. �Versprechen Sie mir etwas, Foster. Ich glaube, Paul hat noch einen Abzug des Bildes irgendwo. Falls dem so ist, dann werde ich es f�r Sie besorgen, wenn Sie mir versprechen, <emphasis>nicht</emphasis> zu Cyrus Zalen zu gehen.�</p><p>Ich war ber�hrt und fast schon am�siert �ber den Eifer, mit dem sie darauf bestand, dass ich nicht zu diesem Mann gehen sollte. �In Ordnung, Mary. Ich verspreche es.�</p><p>Sie strahlte mich an und umarmte mich dann so pl�tzlich, dass ich beinahe zur�ckschreckte. Der viel zu kurze Kontakt sorgte daf�r, dass sich unsere Wangen ber�hrten. Ihr Haar duftete wunderbar.</p><p>�Und ich kann Ihnen gar nicht genug daf�r danken�, fuhr ich fort, �dass sie meine Einladung zum Mittagessen f�r morgen annehmen. Oh, und hier, f�r das wunderbare Eis.� Ich legte f�nf Dollar auf den Tresen.</p><p>�Aber es kostet nur f�nf Cent ��</p><p>�Behalten Sie den Rest, bitte. Sie k�nnen daf�r etwas f�r Ihren Stiefvater und Ihre Kinder kaufen.�</p><p>Der Moment zog sich in die L�nge. Ihr Blick hielt den meinen fest. �Sie sind sehr nett, Foster�, brach es aus ihr heraus. �Vielen Dank ��</p><p>�Dann bis morgen!�, rief ich und ging hinaus.</p><p>Ich ging in freudiger Eile davon, nicht nur angetan von der engelhaften und liebenswerten Frau, sondern auch von diesem neuen und �berraschenden Aufflammen meiner Obsession.</p><p>Mir war sofort klar, dass ich das Versprechen brechen musste, dass ich ihr gemacht hatte. Ihre Sorge war ganz offensichtlich �bertrieben, und ich konnte ihren Bruder wohl kaum eines Fotos berauben, das ihm sehr viel bedeuten musste. <emphasis>Das Armenhaus hinter der neuen Feuerwehr!,</emphasis> rief ich mir ins Ged�chtnis, und � da! Auf einem Schild direkt vor mir stand FEUERWEHR, und ein Pfeil zeigte nach Westen. Ein lautes Ger�usch erschreckte mich, als weitere mit Fisch beladene Lieferwagen �ber die Kopfsteinpflasterstra�e auf mich zukamen, und als sie vorbeifuhren, bemerkte ich, dass die westlichste Stra�e abgesperrt war � dort wurden anscheinend gerade Rohre verlegt �, daher zog ich es vor, um den Geb�udeblock herumzugehen, in dem sich Baxters Gemischtwarenladen, Wraxell�s Eatery und die anderen Gesch�fte befanden. Die Gasse war breit, und ich stellte erfreut fest, dass sie sauber sowie frei von Unrat, Gestank und Ungeziefer war. Als ich sie zur H�lfte durchquert hatte, h�rte ich eine so leise Stimme, dass ich erst glaubte, sie mir einzubilden.</p><p>Ich blieb stehen und lauschte �</p><p>�Mist! Das hast du mit Absicht gemacht. Ich <emphasis>wei�,</emphasis> dass es so ist. Du willst mir wieder alles vermasseln!�</p><p>Gut, die Stimme war leise, aber sie geh�rte zweifellos Mary, und als ich mich umdrehte, sah ich ein schmales Fenster, das einen Spaltbreit offen stand.</p><p>Es war eigentlich ganz und gar nicht meine Art � bitte glauben Sie mir �, aber irgendetwas in meinem Kopf <emphasis>zwang</emphasis> meine Augen, durch diesen Spalt zu blicken �</p><p>Die Zeit schien stillzustehen, als mein Gehirn die makabre Szene vor meinen Augen richtig registriert hatte. Ein d�nner, ausgezehrter Mann sa� gebeugt in einem Rollstuhl � zweifellos Paul. Tiefe Falten des Alters oder der Verzweiflung hatten sein Gesicht gezeichnet, und sein Haar war v�llig durcheinander. Doch sein schlechter k�rperlicher Zustand lie� das mitgenommene Erscheinungsbild und die Unreinlichkeit verblassen.</p><p>Ich f�hlte mich schrecklich, als ich ihn musterte.</p><p>Seine Beine endeten an den Knien, von denen nur noch leerer Stoff herabbaumelte.</p><p>Seine Arme endeten an den Ellenbogen.</p><p><emphasis>Mein Gott</emphasis>, dachte ich. Ich hatte nicht im Traum gedacht, dass der Unfall, den Mary erw�hnt hatte, so schwerwiegend gewesen war. Mein Verstand wollte nicht glauben, dass dieser zerst�rte �berrest eines menschlichen K�rpers vor mehr als einem Jahrzehnt der energische siebzehnj�hrige �Ladenmitarbeiter� gewesen war, der Lovecraft/Robert Olmstead netterweise mit einer handgezeichneten Skizze der Stadt versorgt hatte.</p><p>Und was sich dort jetzt abspielte, war wahrhaft ein mitleiderregend Anblick.</p><p>Marys Bauch erschwerte es ihr, sich vorzubeugen, doch genau das tat sie, um an Pauls Hose herumzufingern. Mir war nun klar, welches Problem er zuvor gehabt hatte. Ein Eimer in der Ecke des B�ros sagte mir, dass er diesen hatte erreichen wollen, als er aus dem Stuhl gefallen war, um zu urinieren, was angesichts seiner Behinderung keine einfache Aufgabe war. Ich konnte nur vermuten, dass seine Hose zu diesem Zweck jederzeit offen stand.</p><p>Mit offensichtlicher Abscheu auf dem Gesicht hielt Mary eine Blechdose zwischen die Beine des armen Mannes, in die er jetzt seine Blase entleerte.</p><p>Ihr Unbehagen schien immer gr��er zu werden. �Gro�er Gott, Paul! In dir ist ja mehr als in einem Pferd! Beeil dich!�</p><p>Eine weitere Minute verging, bis er endlich fertig war und Mary die Dose angewidert in einem kleinen Waschbecken ausgoss. �Du jammerst immer genau dann um Aufmerksamkeit, wenn ich auch mal welche bekomme.�</p><p>�Tue ich nicht�, jammerte er. �Ich musste mal, und du warst nicht da.�</p><p>Sie setzte sich mit einiger M�he auf einen Klappstuhl und umfing ihren geschwollenen Bauch mit den Armen. �Ich mache das alles nur f�r dich und Stiefvater, wei�t du. Ich habe zwei Jobs und bekomme noch ein Baby. Ich bin es so leid, dass du mich als selbstverst�ndlich ansiehst. Du hast Gl�ck, dass du noch am Leben bist, und das w�rst du <emphasis>nicht,</emphasis> wenn ich nicht gewesen w�re, Paul.�</p><p>Paul tobte und wackelte mit den Armst�mpfen. �Oh ja, ich habe so ein Gl�ck, noch am Leben zu sein! Vielen Dank auch!�</p><p>�Sag nicht so was�, erwiderte sie mit sanfterer und irgendwie unheilvollerer Stimme. �Es h�tte sehr viel schlimmer kommen k�nnen. F�r uns beide.�</p><p>�Er wollte mit <emphasis>mir</emphasis> reden, nicht mit <emphasis>dir</emphasis>�, fauchte Paul mit Spucke auf den Lippen und Tr�nen in den Augen. �Ich kannte Lovecraft besser als du, und nur weil ��</p><p>�Das reicht�, fiel sie ihm w�tend ins Wort. Dann stand sie auf und wollte den Raum verlassen.</p><p>�Mary, warte! Bitte!�, flehte sie der Invalide an.</p><p>�Was?�, erwiderte fast schon knurrend.</p><p>�Ich m�chte, dass du ��</p><p>�Du m�chtest, dass ich <emphasis>was</emphasis> tue?�</p><p>Jetzt war seine Stimme nur noch ein erb�rmliches Piepen. �Du wei�t schon � Mit deiner Hand ��</p><p>Ihr Gesicht lief rot an. �Nein! Das ist dreckig und eine S�nde! Es ist widerlich!�</p><p>Ich zog die Augenbrauen in die H�he.</p><p>Pauls verzweifeltes Wimmern ging weiter. �Aber es f�llt mir so schwer, es selbst zu tun. Ich bin hier hinten immer so einsam und ��</p><p>�Nein!�</p><p>�Wenigstens � darf ich gucken? Ich habe doch sonst nichts mehr, Mary. Bitte, lass es mich sehen, nur f�r eine Sekunde ��</p><p>Marys h�bsches Gesicht war jetzt von Abscheu verzerrt. �Nein! Ich bin deine Schwester, um Gottes willen!� Dann rannte sie aus dem Zimmer und knallte die T�r hinter sich zu.</p><p>Zuerst der furchtbare Anblick und nun diese Andeutungen. Ich stand v�llig verwirrt am Fenster. Dann wanderte mein Blick zur�ck zum ungl�cklichen Paul, und ich sp�rte, wie sich meine Seele zusammenkrampfte �</p><p>Er sa� jetzt zusammengesunken und verzweifelt da, mit dem R�cken zu mir, und seine Schulter zuckten, w�hrend sein verlorenes Wimmern weiterging. Ich musste ihn nicht sehen, um zu wissen, dass er versuchte, mit den St�mpfen seiner Ellenbogen zu masturbieren.</p><p><emphasis>Was f�r eine Trag�die,</emphasis> dachte ich.</p><p>Dann zog ich mich zur�ck. Auch wenn mich die Situation mitgenommen hatte, urteilte ich doch nicht �ber die beiden, sondern dachte nur, dass viele Menschen ein schlimmes Schicksal erleiden mussten. <emphasis>Das arme M�dchen, schwanger und muss doch doppelt arbeiten, um den invaliden Bruder und vermutlich einen ebenfalls invaliden Stiefvater durchzubringen. W�hrend der arme Bruder nur � das als einziges Mittel hatte, um etwas Vergn�gen zu empfinden.</emphasis> Die traurige Realit�t lie� mich meine eigene Person nur in einem noch schlechteren Licht sehen. Ich war der z�gellose dreckige Reiche, der nie in seinem Leben hatte arbeiten m�ssen, w�hrend diese Leute �</p><p>Mir wurde klar, dass ich etwas sehr Gro�z�giges f�r diese verzweifelte Familie tun w�rde, bevor ich die Stadt wieder verlie�.</p><p>Die Gasse f�hrte auf eine Kreuzung, an der ich in Richtung Westen ging und dem Schild folgte. Saubere Blockh�user auf der einen Stra�enseite und ein dichter Baumbestand auf der anderen. Ich verga� meine stille Verzweiflung und beschloss, mich erneut meiner Aufgabe zu widmen.</p><p><emphasis>Ich MUSS diesen Cyrus Zalen finden �</emphasis></p><p>Das Sonnenlicht drang durch die �ste, w�hrend eine sanfte Brise aus dem Osten meine Ohren streichelte. Ich fragte mich, ob Lovecraft je �ber diese Stra�e gegangen war, und hoffte, dass es so war. Ich wusste, dass ich sah, was er gesehen hatte, w�hrend sein Geist bereits mit <emphasis>Schatten �ber Innsmouth</emphasis> besch�ftigt war.</p><p>Ein Knacken zu meiner Linken lie� mich innehalten. Ich drehte mich und schaute zu den B�umen, konnte aber niemanden sehen, obwohl ich sicher war, dass jemand da sein musste. Das Ger�usch, das ich geh�rt hatte, war eindeutig gewesen: ein trockener Ast, der unter einem Fu� zertreten worden war.</p><p>Nachdem ich noch einige Schritte gegangen war, erklang das Knacken erneut.</p><p>�Hallo da dr�ben!�, rief ich und sah eine Gestalt zwischen den B�umen herschlurfen. Eine Gestalt in einem langen, zerfetzten schwarzen Regenmantel. �Mr. Zalen! Bitte! Ich muss dringend mit Ihnen sprechen!�</p><p>Die Gestalt verschwand so schnell, als w�re sie vom Wald verschluckt worden. Ich fragte mich, wie debil Mr. Zalen durch die Unbill von Opiumabh�ngigkeit und Verarmung geworden war. In sp�teren Stadien waren die Opfer dieser Ursachen oftmals durcheinander oder schlichtweg verr�ckt. Sollte das bei Zalen ebenfalls der Fall sein, so w�rde sich mein Ausflug als sinnlos erweisen.</p><p>Nach einem zehnmin�tigen Spaziergang stand ich vor der neuen Feuerwache, wo mehrere M�nner sich freundlich unterhielten, w�hrend sie das gro�e, neue L�schfahrzeug wuschen und polierten. Keinen halben Block weiter fand ich, was nur das Armenhaus sein konnte.</p><p>Das eingeschossige Geb�ude mit kleinen Wohnungen wirkte, als w�re es durch die Not zusammengepresst worden, als geh�rte die Seelenlosigkeit ebenso wie die abbr�ckelnde Farbe und die mit Teppichen verh�ngten zuerbrochenen Fensterfronten dazu. Der Geruch von Urin und verdorbenem Essen drang daraus hervor. Ein �ltlicher Mann mit einem Glasauge sa� zusammengesunken vor einem Raum mit einer sch�bigen T�r, und ich glaubte schon, er w�re nicht mehr am Leben, bis er einmal zitterte und hustete. Eine fettleibige blinde Frau mit einem wei�en Stock hockte ebenso abwesend vor der n�chsten Wohneinheit. Sie schaute blicklos auf, als sie ohne Zweifel mein Vorbeigehen geh�rt hatte, dann stand sie von der Milchkiste auf, auf der sie gesessen hatte, schlich zur T�r und ging hinein. Die T�r knallte zu.</p><p>Die letzte Wohnung erschien mir dunkler als der Rest, obwohl das Sonnenlicht hier ebenso wie bei allen andern Apartments hereinschien. Ein Briefkasten ohne T�r lie� keine R�ckschl�sse auf den Namen des Bewohners zu, und mir fiel eine mit Fett befleckte M�llt�te am Stra�enrand auf, die voller heruntergebrannter Kerzenstummel, alter Gl�hbirnen und leerer Lebensmitteldosen, in denen Fliegen herumkrochen, war. Der aufgerissene Gehweg f�hrte weiter, und ich blieb vor einem merkw�rdigen T�rklopfer stehen, der in der Mitte der l�dierten T�r hing: ein einfaches Oval aus fleckiger Bronze, das ein m�rrisches, halb ausgebildetes Gesicht darstellte. Nur zwei Augen, weder Mund noch Nase, keine weiteren Gesichtsz�ge.</p><p>Widerstrebend fasste ich den T�rklopfer an und starrte unsicher auf das Namensschild, das direkt dar�ber befestigt war: C. ZALEN.</p></section><section><title><p><strong><emphasis>III</emphasis></strong></p></title><p>Was sich hinter der sich �ffnenden T�r befand, entsprach schon eher meinen Erwartungen: ein d�nner, blasser Mann, der jedes Anzeichen f�r den k�rperlichen Verfall aufwies. Er trug noch immer den sch�bigen schwarzen Regenmantel, der offen stand und enth�llte, dass er kein Hemd anhatte, eine eingesunkene Brust und hervorstehende Rippen besa�. Seine ausgefranste Hose war an den Knien abgerissen worden, sie war seine ganze Kleidung unterhalb der G�rtellinie, abgesehen von den auseinanderfallenden Schuhen. Seine tief eingesunkenen Augen schienen fast gar nicht existent wegen der riesigen Augenringe darunter. Ich gab mir die gr��te M�he, ihn anzul�cheln und unerschrocken zu wirken.</p><p>�Ah, Mr. Zalen. Mein Name ist Foster Morley. Ich habe gesehen, wie Sie durch den Wald den Weg nach Hause abgek�rzt haben, aber anscheinend haben Sie mich nicht geh�rt.�</p><p>Der Mann runzelte die Stirn. Er hatte sein langes schwarzes Haar, das er nur selten zu waschen schien, entweder mit Haar�l oder, was viel wahrscheinlicher war, mit dem darin befindlichen Fett nach hinten gestrichen. �Was wollen Sie?�, fragte er mich mit einer Stimme, die h�rter klang, als ich es bei so einem ruinierten Ungl�cklichen erwartet h�tte.</p><p>�Sie sind der Fotograf, nicht wahr? Der Zeitungsmann, oder bin ich da falsch informiert?�</p><p>�Das ist eine Ewigkeit her, aber ich sch�tze, wenn Sie �ber mich <emphasis>informiert</emphasis> sind, dann sind Sie entweder von der Polizei oder ein Klient � und Sie sehen nicht wie ein Polizist aus, also kommen Sie lieber rein.�</p><p><emphasis>Also scheint er noch immer einige Klienten zu haben, die ihn als Fotografen buchen,</emphasis> dachte ich. Was bedeutete, dass er zumindest <emphasis>etwas</emphasis> Geld verdienen musste. Er bat mich in ein Wohnzimmer, das sehr heruntergekommen aussah. Darin standen nur wenige M�bel, darunter eine Couch ohne Beine, und eine gro�e h�lzerne Kabeltrommel diente als Tisch. Ein chemischer Geruch in der Luft deutete darauf hin, dass er irgendwo Fotos entwickelte. Bevor er hereinkam und die T�r verriegelte, sah er nach links und rechts, als w�rde dort drau�en etwas Verd�chtiges lauern. Dann griff er seltsamerweise <emphasis>hinter</emphasis> ein Buchregal, dessen Bretter sich in der Mitte durchbogen, und zog einen einfachen Ordner hervor.</p><p>�F�nfzig Cent das St�ck, Mr. Morley�, sagte er zu mir und reichte mir den Ordner. �Ich sehe an Ihrer Kleidung, dass es Ihnen besser geht als den meisten heutzutage. Sie wollen kaufen, nicht verkaufen.�</p><p>Ich hatte nicht die leiseste Ahnung, was er meinte, aber ich sah dem Ordner seitlich an, dass er mengenweise Fotos enthielt. Augenblicklich durchstr�mte mich eine Aufregung ob der Dinge, die mich erwarteten. Mary musste mich trotz ihres Abscheus gegen diesen Mann hier angek�ndigt und ihm erz�hlt haben, was ich von ihm wollte. Nerv�s setzte ich mich und schlug den Ordner auf �</p><p>Zu was f�r einem schrecklichen Ort die Welt in solchen Zeiten werden konnte. Ich h�tte mich beinahe auf die widerw�rtigen Bilder �bergeben, die mir von den gl�nzenden Oberfl�chen der Fotos entgegensprangen. Das waren weder Bilder von</p><empty-line/><p>Lovecraft noch von dem Olmstead vergangener Zeiten. Das war schlicht und einfach Pornografie.</p><p>Die Szenen, die sich auf den wenigen Seiten abspielten, die ich mir ansah, lie�en sich nicht beschreiben. Ich kann nur sagen, dass die Fotografien selbst erschreckend lebhaft und von einem Experten angefertigt worden waren.</p><p>�Aber die mit dem wei�en M�dchen, das es mit den farbigen Typen treibt, kosten jeweils einen Dollar�, fuhr er fort. Dann zog er den abgewetzten Regenmantel aus und h�ngte ihn auf einen Nagel an der Wand. �Wenn Sie auf Kinder stehen, die kosten zwei Dollar das St�ck.�</p><p>Ich warf ihm den schaurigen Ordner zu. �Das ist � nicht das � weswegen ich hier bin.�</p><p>�Ach, dann sind Sie doch ein Verk�ufer? Tja, Sie m�ssen mir im Voraus den Film und die Entwicklung bezahlen, und ich kriege die H�lfte vom Verkaufspreis. Aber denken Sie daran, wenn sie nicht h�bsch genug sind, mach ich mir gar nicht erst die M�he, denn dann kann ich die Bilder nicht verkaufen. Und zu je mehr Sachen Sie sie �berreden k�nnen, umso teurer kann ich die Bilder verkaufen.�Meines Nichtbegreifens wegen verwirrt erwiderte ich einfach nur: <emphasis>�Was?�</emphasis></p><p>Er warf mir einen messerscharfen Blick zu. �So ist das Gesch�ft, Mann! Sie haben ein paar hei�e T�chter und wollen, dass ich sie nackt fotografiere oder wie sie gerade ein paar Typen ficken, oder?�</p><p>Ich starrte ihn an. �Nein�, kr�chzte ich. �Ich habe keine Kinder.�</p><p>�Was wollen Sie dann, Morley?�, schrie er mich auf einmal an. �Ich brauche <emphasis>Geld,</emphasis> und Sie vergeuden meine Zeit! Verschwinden Sie von hier!�</p><p>Mit leerem Blick reichte ich ihm eine Zehndollarnote.</p><p>�Wof�r ist denn das?� Er riss mir den Geldschein aus den Fingern und schimpfte weiter. �Ich steh nicht auf Tricks, Mann! Ich bin keine Schwuchtel. Wenn Sie ein <emphasis>M�dchen</emphasis> ficken wollen, okay, ich hab eins hier, aber lassen Sie den Schei�! Sie fangen langsam an, mir Angst zu machen �� Dann br�llte er in Richtung der T�r, die anscheinend zum Schlafzimmer f�hrte: �Candace! Komm da raus!�</p><p>Bevor ich widersprechen konnte, �ffnete sich die T�r und eine scheue und sehr nackte Frau Mitte zwanzig kam hindurch. Sie bedeckte mit einer Hand ihren blo�en Schamh�gel und mit der anderen versuchte sie, die beiden angeschwollenen Br�ste zu verdecken. Was sie jedoch ganz und gar nicht verbergen konnte, war ihr riesiger Bauch, der ihre Schwangerschaft im letzten Trimester deutlich zutage treten lie�. Beil�ufig h�rte ich, dass im Nebenzimmer ein Radio lief, aus dem, glaube ich, �Heaven Can Wait� von Glen Gray ert�nte.</p><p>Das M�dchen l�chelte mich schief an, was ich trotz der Haare, die ihr ins Gesicht fielen, erkennen konnte. �Hallo. Wir � wir werden eine sch�ne Zeit zusammen haben, Sir ��</p><p>Noch mehr von der realen Welt, die mir immer weniger gefiel. Inzwischen hatte ich den Schreck �ber diesen furchtbaren Irrtum halbwegs verdaut und runzelte die Stirn, um mich dann direkt an Zalen zu wenden. �Ich habe Ihnen das Geld gegeben, damit Sie nicht das Gef�hl haben, Ihre kostbare Zeit w�re <emphasis>vergeudet.</emphasis> Ich habe kein Interesse an Prostitution oder Pornografie.�</p><p>Zalen kicherte. �Ach, kommen Sie, Mr. Morley. Hatten Sie Ihren Schniedel jemals in einer <emphasis>schwangeren</emphasis> Frau? Ich wette nicht!�</p><p>�Sie sind ein gottloser Strolch!�, schrie ich ihn an.</p><p>�� und Sie k�nnen sie noch nicht mal schw�ngern.�</p><p>In diesem Moment w�nschte ich mir nichts mehr, als dass Blicke t�ten konnten; mein angewiderter Blick h�tte ihn vermutlich in zwei Teile geteilt. �Ich interessiere mich f�r ein ganz <emphasis>bestimmtes</emphasis> Foto, das sich, wie mir gesagt wurde, in Ihrem Besitz befindet, und falls das der Fall ist, bezahle ich Ihnen weitere einhundert Dollar daf�r.�</p><p>Zalen blieb bei meinen Worten der Mund offen stehen, dann scheuchte er das M�dchen mit einer Handbewegung zur�ck ins Schlafzimmer. �<emphasis>Einhundert Dollar,</emphasis> sagen Sie?�</p><p>�Einhundert Dollar.� Nun bemerkte ich kleine schwarze P�nktchen in den Ellenbeugen des Mannes, die ich erst f�r Pfeffer hielt, bis meine Naivit�t nachlie� und mir mein Verstand sagte, dass es sich um Narben von Nadeleinstichen handelte. �Meine Geduld schwindet, Mr. Zalen. Haben Sie nun eine Fotografie eines Autors namens Howard Phillips Lovecraft oder nicht?�</p><p>Zum ersten Mal zeichnete sich ein echtes L�cheln auf Zalens Gesicht ab. Die Couch quietschte, als er sich hinsetzte und seine langen wei�en Beine verschr�nkte. �Ja, ich erinnere mich an ihn. Er hatte eine Stimme wie ein Kazoo und hat nie was anderes gegessen als Ingwerpl�tzchen.� Auf einmal sprang er auf und zog etwas aus dem B�cherregal. Er zeigte es mir mit einem Grinsen, das seine Zahnl�cken entbl��te.</p><p>Es war ein Exemplar der Visionary-Publications-Edition von <emphasis>Schatten �ber Innsmouth.</emphasis></p><p>Ich zog meines aus der Jacke und zeigte sie ihm ebenfalls.</p><p>�Ich h�tte nicht gedacht, dass irgendjemand tats�chlich was von dem Kerl <emphasis>lesen</emphasis> w�rde, aber ich sag Ihnen, <emphasis>viele</emphasis> Leute taten es, nachdem das hier rausgekommen war, und sie waren nicht gerade gl�cklich �ber das, was er �ber unsere Stadt zu sagen hatte. Der Gro�teil von Olmstead lebte damals am Innswich Point, also hat er einfach den Namen zu <emphasis>Innsmouth</emphasis> ge�ndert. Gro�er Gott. Hat alle Namen ver�ndert, aber nur ein wenig, wissen Sie? Als ob er uns wissen lassen <emphasis>wollte,</emphasis> wor�ber er tats�chlich geschrieben hat.�</p><p>�Um Himmels willen, Mr. Zalen�, erwiderte ich. �Er hat einfach seine Eindr�cke von dieser Stadt als Schauplatz f�r eine fantasievolle Geschichte genutzt. Sie bezichtigen ihn praktisch der Verleumdung. Alle Autoren tun etwas Derartiges.� Ich r�usperte mich. �Also. Haben Sie das Foto?�</p><p>�Ja, ich habe es, aber nur das Negativ. Ich kann es Ihnen bis morgen entwickeln.� Sein L�cheln wirkte auf einmal verschlagen. �Aber den Hunderter nehme ich im Voraus.�</p><p>Ich bin kein Mann, der zu Konfrontationen oder br�skem Benehmen neigt, aber das wollte ich nicht hinnehmen. �Ich gebe Ihnen <emphasis>f�nf</emphasis> Dollar als Bearbeitungsgeb�hr, und die restlichen f�nfundneunzig bekommen Sie, wenn ich habe, was ich will�, entgegnete ich und warf ihm weitere f�nf Dollar zu.</p><p>Er nahm sie nur zu begierig an sich. �Abgemacht. Morgen, so gegen vier.� Seine Augen verengten sich. �Wer hat Ihnen gesagt, dass ich das Bild habe?�</p><p>�Eine Freundin�, entgegnete ich. �Eine Frau namens Mary Simpson ��</p><p>Daraufhin warf er sich mit dem R�cken gegen die Lehne und heulte fast schon auf. �Ach, jetzt versteh ich! Sie ist eine <emphasis>Freundin</emphasis> von Ihnen, ja? Dann sind Sie wohl doch nicht der Saubermann, f�r den ich Sie gehalten habe.�</p><p>Bei der Bemerkung zuckte ich zusammen. �Was in aller Welt meinen Sie damit?�</p><p>�Mary Simpson war fr�her die Stadtschlampe. Jetzt ist diese Stadt <emphasis>voller</emphasis> Schlampen, aber Mary war die erste. Sie war eine <emphasis>Hure,</emphasis> Mr. Morley, eine Hure erster Klasse, wie mein Gro�vater zu sagen pflegte.�</p><p>�Sie l�gen�, entgegnete ich entr�stet. �Sie versuchen nur, mich w�tend zu machen, weil Sie Leute mit Geld verabscheuen. Ich sehe Ihr verschlagenes Grinsen, Mr. Zalen, aber ich h�tte Lust, es Ihnen aus dem Gesicht zu wischen, indem ich doch kein Gesch�ft mit Ihnen mache, sondern diese H�hle aus Drogen und Liederlichkeit verlasse, die Sie Ihr Zuhause nennen.�</p><p>�Aber das werden Sie nicht tun, <emphasis>Mr.</emphasis> Morley, denn Typen wie Sie bekommen immer das, was sie haben wollen. Sie werden morgen wiederkommen und das restliche Geld bei sich haben. Sie wollen die Wahrheit eigentlich gar nicht wissen.�</p><p>�Und welche Wahrheit soll das sein?�</p><p>�Vor nicht allzu vielen Jahren war Mary Simpson die beste Hafenhure von ganz Innswich. Mann, sie hat acht oder zehn Babys gekriegt. Und durch sie habe ich eine Menge Kohle verdient.�</p><p>Bei der Prahlerei konnte ich nur noch grinsen. �Ich soll jetzt wohl glauben, dass Sie ihr Zuh�lter sind, was?�</p><p>�Nicht bin, war. Vor etwa f�nf Jahren hat mich die Schlampe verlassen.�</p><p>�Ich glaube Ihnen immer noch nicht. Sie hat mich �ber ihre Situation aufgekl�rt und dass sie von ihrem Ehemann verlassen worden ist. Dieser Mann war gewiss von noch zweifelhafterem Ruf als Sie.�</p><p>�Ehemann, Jesus.� Er sch�ttelte den Kopf und grinste noch immer. �Wenn Sie das glauben, dann sind Sie bestimmt auch �berzeugt davon, dass der <emphasis>Krieg der Welten</emphasis> aus dem Radio letzten Oktober tats�chlich stattgefunden hat.�</p><p>Nat�rlich hatte ich kein Wort davon geglaubt, ich hatte schlie�lich das Buch gelesen! Aber worauf wollte Zalen hinaus? Mir war klar, dass er versuchte, sein Spielchen mit mir zu spielen. �Und jetzt wollen Sie mir vermutlich auch noch erz�hlen, dass sie eine Drogenabh�ngige war, so wie Sie.�</p><p>�Nein, auf dem Trip ist sie nie gewesen, sie war nur verr�ckt nach Schw�nzen.� Er zog eine Augenbraue hoch. �Na ja, nach Schw�nzen und Geld.�</p><p>�Und das soll ich einem Drogenabh�ngigen abnehmen, der so tief gesunken ist, dass er Bilder von unschuldigen jungen schwangeren Frauen an Degenerierte verkauft.�</p><p>�Es gibt eine Menge �Degenerierter� in der Welt, Morley. Angebot und Nachfrage � <emphasis>das</emphasis> hat Ihr Kapitalismus hervorgerufen.� Er sah mir direkt in die Augen. �Sie w�ren �berrascht, wie viele kranke Typen da drau�en herumlaufen, die sich gern schwangere M�dchen ansehen.�</p><p>�Und Sie sind der Lieferant � zweifellos, um Ihren Drogenkonsum zu finanzieren�, fuhr ich ihn an. �Ohne das Angebot g�be es keine Nachfrage, und dann w�rde die Sittlichkeit wieder Einzug halten. Doch das wird nie geschehen, solange Raubtiere wie Sie im Gesch�ft bleiben. Sie verkaufen Verzweiflung, Mr. Zalen, indem Sie die Unterdr�ckten und die von Armut Geplagten ausnutzen.�</p><p>Das schien ihm doch gegen den Strich zu gehen. �Hey, Sie sind nur ein reicher Waschlappen, der kein Recht hat, �ber Leute zu urteilen, die er nicht kennt. Nicht jeder hat es so leicht wie Sie. Die Regierung baut <emphasis>Schlachtschiffe</emphasis> f�r diese neue Marineerweiterung, w�hrend das halbe Land Hunger leidet, <emphasis>Mr.</emphasis> Morley, und w�hrend zehn Millionen Menschen keine Arbeit haben. Die Umverteilung des Reichtums ist die einzige moralische Antwort. Die Dinge, zu denen ein teilnahmsloser Milit�rlieferant mich, das M�dchen im Hinterzimmer, Mary oder <emphasis>irgendjemand anderen</emphasis> zwingt, um zu �berleben, gehen <emphasis>Sie</emphasis> absolut nichts an.�</p><p>Mit gro�er Betr�bnis musste ich zugeben, dass er in dieser speziellen Hinsicht recht hatte. Vielleicht war das der Grund, dass seine Worte mich dazu brachten, ihn umso mehr zu verabscheuen. Auch wenn ich offensichtlich ein Anh�nger von Marx und Engels war, hatte mich Zalen recht treffend beschrieben. <emphasis>Ein reicher Waschlappen.</emphasis> Ich machte mir nicht die M�he, auf meine zahlreichen philanthropischen Taten hinzuweisen, und ich war mir sicher, dass ein zeitgen�ssischer Psychiater meine wohlt�tigen Handlungen als Versuche eingestuft h�tte, meine Schuldgef�hle zu beseitigen. Schlie�lich erwiderte ich: �Ich muss mich f�r diese Beurteilung entschuldigen, aber f�r nichts anderes. Selbst wenn das wahr ist, wessen Sie Mary beschuldigen, k�nnte ich es ihr kaum ver�beln, und zwar aus genau den Gr�nden, die Sie genannt haben. Ich glaube, dass sie und Millionen anderer Unterdr�ckter � und sogar <emphasis>Sie,</emphasis> Mr. Zalen, letzten Endes die Opfer einer diskriminierenden Umgebung sind.�</p><p>�Oh Mann, Sie sind mir ja einer!�, kommentierte er lachend.</p><p>Mir war klar, dass ich mich von ihm nicht �berlisten lassen durfte, denn das w�rde meine Verzweiflung nur erneut heraufbeschw�ren, und in diesem Fall w�rde er gewinnen. �Ich bin hier aufgrund von Gesch�ften, die meine Vergangenheit betreffen. Belassen wir es dabei. Ich werde au�erdem � sagen wir, f�nf Dollar pro St�ck � f�r jedes qualitativ hochwertige Foto bezahlen, das Sie von diesem Innswich Point geschossen haben, bevor der Wiederaufbau seitens der Regierung begonnen hat.�</p><p>Sein freches Grinsen kehrte zur�ck, und er l�mmelte sich selbstsicher auf dem Sofa. �Sind Sie <emphasis>sicher,</emphasis> dass das alles ist, was Sie wollen, Mr. Morley?�</p><p>�Ziemlich sicher�, versicherte ich ihm.</p><p>�Aber warum? Damals war ganz Olmstead heruntergekommen und Innswich umso mehr.�</p><p>�Ich bezweifle zwar, dass Sie es verstehen werden, aber ich bin interessiert daran, die Stadt so zu sehen, wie Lovecraft sie gesehen hat, als sie die kreative Entwicklung seines Meisterwerks inspiriert hat.�</p><p>�Das ist also Ihr <emphasis>Hobby</emphasis>?�, spottete er.</p><p>�Ja, und im Vergleich zu dem Ihren doch ein eher harmloses.�</p><p>Er lachte. �Sprechen Sie <emphasis>mein</emphasis> Hobby lieber nicht an, Mr. Morley. Ich werde schon sehr bald eine Dosis brauchen.� Er klopfte sich auf die Innenseite des Ellenbogens. �Sie sollten bleiben und zuschauen. Es w�rde jemandem wie Ihnen guttun, mal so etwas zu sehen, der einzigen Rettung, die der Kapitalismus und all seine Doppelz�ngigkeit den Armen lassen, mal direkt ins Gesicht zu blicken.�</p><p>�H�ren Sie damit auf, Ihre Schw�chen auf die Wirtschaft von Amerika abzuschieben�, fuhr ich ihn an.</p><p>�Und dieses Buch �� Er hielt <emphasis>Innsmouth</emphasis> erneut hoch. �Das ist ziemlich d�mlich, wenn Sie mich fragen.�</p><p>�Dasselbe w�rden Sie vermutlich auch �ber �Die Ballade vom alten Seemann� sagen, Mr. Zalen.�</p><p>Er schlug belustigt die H�nde zusammen. �Jetzt wird es langsam interessant! Coleridge war ebenfalls ein Junkie. Aber Lovecrafts Reise nach <emphasis>Innsmouth</emphasis>? Er hat die Stadt v�llig falsch beschrieben!�</p><p>�Es ging doch gar nicht um die <emphasis>Stadt</emphasis>�, rief ich entr�stet aus. �Das ist eine sehr ausgekl�gelte <emphasis>Fantasiegeschichte</emphasis> voller sozialer Symbole!�</p><p>�Aber er h�tte sich wenigstens mehr M�he dabei geben k�nnen, die Namen der Leute zu ver�ndern.�</p><p>Alarmiert setzte ich mich auf. �Warum sagen Sie das? Ich dachte, er h�tte gr��tenteils die Namen von <emphasis>Orten</emphasis> angepasst?�</p><p>�Nein, nein, verdammt noch mal. Er hat fast jeden in der Stadt damit beleidigt. Erinnern Sie sich an den Busfahrer aus der Geschichte, Joe Sargent? Der Mann hei�t in Wirklichkeit Joe <emphasis>Major!</emphasis> Und Larsh, der Name der beiden Gr�nder der Stadt, wurde nur in Marsh ver�ndert. Und vergessen wir nicht Zadok Allen. Wie hat ihn Lovecraft bezeichnet? Als �alten Trunkenbold�?�</p><p>�Zadok Allen war der wichtigste Nebencharakter der Geschichte, ein 96-j�hriger Alkoholiker, der die dunkelsten Geheimnisse von ganz Innsmouth kannte.�</p><p>Erneut starrte er mich grinsend an. �Sie sind nicht gerade sehr aufgeweckt, was? Der Mann hie� eigentlich Adok Zalen. Kommt Ihnen der Nachname irgendwie bekannt vor?�</p><p>Diese Andeutung irritierte mich. �Zadok Allen � Adok Zalen, und � Sie hei�en ebenfalls Zalen.�</p><p>�Genau, er war mein Gro�vater. Lovecraft hat ihn eines Abends in der N�he der Docks mit irgendeinem Fusel, den er im Kramladen gekauft hatte, betrunken gemacht. Am n�chsten Tag ist mein Gro�vater gestorben � an Alkoholvergiftung von dem Schnaps, den Ihr Held Lovecraft ihm gegeben hat.�</p><p>K�nnte sich das wirklich so abgespielt haben? Und falls ja, stellte sich die Frage, wie viel von dem, was Lovecraft ersonnen hatte, eigentlich von Adok Zalen stammte.</p><p>�Damit hat er der Welt eigentlich einen Gefallen getan�, plapperte Zalen weiter. �Gott, mein Gro�vater war �lter als die Welt und nichts wert. Er hat gelogen und geklaut, und es war Zeit f�r ihn zu gehen.�</p><p>�Ich bin beeindruckt, wie viel Respekt Sie vor Ihren Verwandten haben�, meinte ich mit vor Sarkasmus triefender Stimme.</p><p>�Lovecraft war ein Amateur. Seabury Quinn war ein <emphasis>viel</emphasis> besserer Autor als er.�Ich h�tte aus der Haut fahren k�nnen! �Er war nichts dergleichen, Mr. Zalen!�, br�llte ich fast schon hysterisch, denn so langsam zeigte Zalens gezielte Einsch�chterung Wirkung. Schlie�lich ging es hierbei um mein literarisches Idol, und ich w�rde nicht zulassen, dass dessen Name und Talente von diesem heruntergekommenen Pornografen in den Schmutz gezogen wurden. �Haben Sie die Bilder der Stadt von fr�her nun oder nicht?�</p><p>�Die habe ich. Warten Sie hier.� Mit diesen Worten stand er auf und schlurfte ins hintere Zimmer.</p><p><emphasis>Der hat ja Nerven,</emphasis> dachte ich und war jetzt tats�chlich aufgew�hlt. Was konnte <emphasis>er</emphasis> schon �ber hochwertige Fantasygeschichten wissen? Je l�nger ich dar�ber nachdachte, desto mehr neigte ich dazu, seine Anschuldigung, Lovecraft trage die Schuld an Adok Zalens Ableben, infrage zu stellen. <emphasis>Er stellt diese Behauptungen einfach auf, um eine negative Wirkung zu erzielen.</emphasis> Nicht anders als mit seinen L�gen �ber Mary. Ich st�hnte beinahe auf, als mein umherstreifender Blick mir einen Teil des Schlafzimmers zeigte. Zalen hatte die T�r offen gelassen. Als Erstes stach mir eine gro�e Kamera auf einem Stativ ins Auge. Und dann � war da noch etwas anderes.</p><p>Die schwangere Prostituierte � Candace, glaube ich, hatte er sie genannt � sa� in einer merkw�rdigen Pose auf dem Bett. Sie war immer noch nackt, und aufgrund ihrer Schwangerschaft hatten sich ihre Warzenh�fe zu blassrosa Kreisen erweitert. Der gro�e, massige Bauch trug nur zu den Schwierigkeiten bei dem bei, was sie tat �</p><p>Ein Band war um ihren Oberarm gewunden, um die Venen in ihrer Armbeuge anschwellen zu lassen, und in eine dieser Venen injizierte sie gerade etwas mit einer Pipette, die mit einer Hohlnadel ausgestattet war. <emphasis>Dieser verteufelte Mann hat sie abh�ngig gemacht, damit er sie weiterhin ausnutzen kann �</emphasis></p><p>Zalens Stimme war deutlich zu h�ren, wenngleich man ihn nicht sehen konnte. �Du nimmst zu viel�, beschwerte er sich bei dem M�dchen. �Das ist nicht gut f�r das Kind. Du wei�t doch noch, was mit Sonia passiert ist?�</p><p>�Aber ich kann nicht anders!�, jammerte sie.</p><p>�Wenn das Kind tot geboren wird, dann steckst du in gro�en Schwierigkeiten ��</p><p>Ich <emphasis>wollte</emphasis> nicht einmal Vermutungen anstellen, was er mit dieser Bemerkung gemeint hatte. Sie planten wahrscheinlich, das Baby an eine Adoptionsagentur zu verkaufen.</p><p>Die ganze Szene und die damit verbundenen Implikationen sorgten daf�r, dass mir die Spucke wegblieb. Ich war hier <emphasis>nicht</emphasis> in meinem Element und hoffte, das alles w�rde mir eine Lehre sein. Wieder zur�ck zog er die T�r hinter sich zu; er trug eine weitere Aktenmappe unter dem Arm. �Ich hatte nie mehr als diese f�nf, <emphasis>Mr.</emphasis> Morley�, erkl�rte er auf seine unversch�mte Weise. �Aber es macht hundert f�r alle zusammen. Akzeptieren Sie�s oder lassen Sie�s bleiben.�</p><p>�Ich lasse mich nicht erpressen, <emphasis>Mr.</emphasis> Zalen�, versicherte ich ihm. Solch ein Versuch war allerdings zu erwarten gewesen. Da er jetzt von <emphasis>meiner</emphasis> Sucht wusste, w�rde er so viel Honorar anstreben, wie meine Duldsamkeit zulie�. �Ich sagte, f�nf Dollar pro St�ck, und bei f�nf Dollar pro St�ck bleibt es, und das auch <emphasis>nur,</emphasis> wenn sie exakt das sind, wonach ich suche.�</p><p>�Wenn sie Ihnen gefallen, dann zahlen Sie mir doch einfach, was sie Ihnen wert sind. Wie klingt das f�r Sie?�</p><p>�Das klingt fair�, erwiderte ich und schlug die Mappe auf.</p><p>Das erste Foto nahm mir den Wind aus den Segeln: ein seew�rtiges Panorama der Stadt, das durchh�ngende Mansardend�cher, halb eingest�rzte Giebel und nicht rauchende Schornsteine zeigte. N�her am Ufer erhob sich eine Dreiergruppe Kircht�rme, von denen bei zweien die Uhr fehlte. <emphasis>Mein Gott,</emphasis> dachte ich. Es ist nahezu genau wie im Text: <emphasis>Robert Olmsteads erster Blick auf Innsmouth durch das Fenster von Joe Sargents Bus.</emphasis> Ein zweites Foto zeigte das vom Einsturz bedrohte Ufergebiet mit den halb verfallenen Werften, den Fischerbooten mit zersplittertem Rumpf und Berge ungenutzter Hummerfallen. Eine Reihe trostloser Fabriken und weiterverarbeitender Betriebe � seit Langem verlassen � erhob sich jenseits dieser Szene aus Verfall und Vernachl�ssigung, aber erneut entsprach dies direkt HPLs tr�bsinnig anschaulicher Beschreibung aus dem Buch. Auf dem dritten Foto sah man ein niedriges Steingeb�ude, das von dorischen S�ulen umgeben war; dessen Au�enmauern wirkten vom Alter zerfressen. Eine gro�e Doppelt�r stand offen und gab den Blick auf die Dunkelheit dahinter frei.</p><p>�Das ist die alte Freimaurerhalle�, informierte mich Zalen.</p><p>Und dann wurde es mir schlagartig bewusst. �Nat�rlich! Das ist das Geb�ude, in dem Lovecraft den esoterischen Orden von Dagon angesiedelt hat und in dem die Mischlingspriester ihre Gottesdienste abgehalten haben. Dabei trugen sie ihre pomp�se Kleidung und goldene Tiaren.�</p><p>�Jetzt sehen Sie sich das letzte Bild an�, forderte er mich auf.</p><p>Allerdings w�re das n�chste Bild erst das vierte, und ich hatte geglaubt, Zalen h�tte gesagt, der Satz beinhalte <emphasis>f�nf</emphasis> Bilder. Dennoch wandte ich mich dem n�chsten zu und war �berw�ltigt vom Anblick eines makabren Sonnenuntergangs �ber der Hafenbucht. Der Effekt lie� das Wasser geschmolzen aussehen. Hinter weiteren verfallenen Werften und Reihen aus windschiefen, zusammengeschusterten H�tten, deren D�cher jeden Moment einzust�rzen drohten, sah ich das von der Sonne beleuchtete Wasser und kaum erkennbar, was etwa eine Meile weiter drau�en lag: eine unregelm��ige schwarze Linie direkt �ber der Wasseroberfl�che. Ein toter Leuchtturm schien gen Norden zu blicken.</p><p>�Lovecrafts Teufelsriff.� Ich erkannte es auf den ersten Blick.</p><p>�Mhm. Allerdings nichts Teuflisches dran�, entgegnete Zalen. �Es ist noch nicht einmal ein Riff. Es ist blo� eine Sandbank.� Er rieb sich die H�nde. �Aber die Bilder sind gut, nicht wahr?�</p><p>�Das sind sie�, gestand ich. �Es ist eine Schande, dass Sie dieses gro�artige Talent f�r die Fotografie vergeudet und vergessen haben.�</p><p>Ich war noch immer schwer beeindruckt von den Bildern � der Wahrheit, die sie mir mit der Darstellung der Stadt vor so langer Zeit vermittelten. �Wann genau wurden diese Bilder aufgenommen, Mr. Zalen?�</p><p>�Im Sommer 1928, Juli, da bin ich ziemlich sicher. Ich habe sie nur aufgenommen, weil Lovecraft sie haben wollte. Ich habe es gratis gemacht, weil ich gedacht hatte, er w�rde mich einem dieser komischen Schundmagazine empfehlen, f�r die er geschrieben hat. Hat er jedoch nie gemacht, der knauserige Bastard.�</p><p>Dieses Wissen spornte mein Interesse zu neuen H�hen an, und aus diesem Grund waren mir die Fotos deutlich mehr wert als f�nf Dollar das St�ck. Aber ich war ver�rgert ob seines Erpressungsversuchs. �Ich gebe Ihnen f�nfzig Dollar f�r den Satz, aber keine hundert.�</p><p>�Es macht hundert�, beharrte er. Dann erneut dieses freche Grinsen. �Sie haben das letzte Bild ja noch gar nicht gesehen, <emphasis>Mr.</emphasis> Morley.�</p><p>�Oh. Das ist richtig.� Ich bl�tterte zur letzten Fotografie weiter.</p><p>Ich starrte runter, ohne zu blinzeln. Viele Sekunden verstrichen auf die Weise. Dann klappte ich den Ordner zu, stand auf und reichte Zalen eine Einhundertdollarnote. �Guten Tag, Mr. Zalen.�</p><p>�Dann morgen um vier?�</p><p>�Seien Sie versichert, dass ich hier sein werde.�</p><p>�Mit weiteren hundert Dollar f�r das Lovecraft-Foto.�</p><p>�Mit weiteren <emphasis>f�nfundneunzig.</emphasis>� Ich n�herte mich der T�r. �Bitte entt�uschen Sie mich nicht, Mr. Zalen.�</p><p>Er lachte. �Die einzige M�glichkeit, das zu tun, ist, wenn ich mir den goldenen Schuss verpasse mit dem Zeug, das ich mir von dem Geld kaufe, das sie mir gegeben haben. Die Haupttodesursache bei Junkies, wissen Sie.�</p><p>�Wenn Sie vorhaben, an einer �berdosis zu sterben, Mr. Zalen, tun Sie es bitte nicht bis morgen.� Meine Hand schloss sich um den schmutzigen T�rknauf. �Aber <emphasis>�bermorgen</emphasis> w�re ganz nett.�</p><p>�Das ist die richtige Einstellung.�</p><p>Ich trat hinaus aus dem stinkenden, nach Chemikalien riechenden Zimmer in das �beraus warme Tageslicht. Zalens verwahrloste Wohnung war ebenso finster gewesen wie sein Herz.</p><p>Seine nahezu ausgemergelte Gestalt blieb im T�rrahmen stehen. �Sie gehen jetzt zur�ck auf Ihr Zimmer, was? Um Ihrem <emphasis>Hobby</emphasis> nachzugehen?�</p><p>Selbst angesichts dessen, was ich gerade erworben hatte, fand ich seine Andeutung au�erordentlich beleidigend. �Mr. Zalen, mein Hobby, wie Sie wissen, ist das Werk von H.�P. Lovecraft.�</p><p>�Richtig. Dann werden Sie jetzt also in der Stadt herumlaufen � um zu <emphasis>sehen,</emphasis> was Lovecraft gesehen hat.�</p><p>�Das ist genau das, was ich vorhabe, nicht, dass es Sie das Geringste angeht. Ich werde Innswich Point aufsuchen.�</p><p>�Da ist es jetzt verdammt langweilig, Mr. Morley. Nichts als Blockh�user und ein Pier aus Zement.� Hatte er soeben gekichert? �Aber gehen Sie lieber nicht des Nachts dorthin.�</p><p>Mit gerunzelter Stirn blieb ich an seiner von Moos �berwucherten Eingangsstufe stehen. �Wirklich, Mr. Zalen? Werden mich sonst die Tiefen Wesen holen? Oder werden mich die Akolythen von Barnabas Marsh Dagon als Opfer darbringen?�</p><p>�Nee, aber die S�ufer und Fl�chtlinge w�rden mit einem Kerl wie Ihnen sicher gro�en Spa� haben. Drogenschmuggler verkriechen sich da.�</p><p>�Gute Freunde von Ihnen, kein Zweifel.�</p><p>�Sie bringen es mit einem Boot hierher.� Der unansehnliche Mann kratzte sich in der Armbeuge. �Und mein Gro�vater hat nicht gelogen, als er Lovecraft erz�hlt hat, dass es unter dem alten Hafen ein Netzwerk aus Tunneln gibt. Die stammen aus dem 17. Jahrhundert. Freibeuter und Schmuggler haben sie als Unterschlupf benutzt.�</p><p>Dies war interessant, aber das lie� ich mir nicht anmerken.</p><p>�Und wenn Sie einen richtigen Leckerbissen wollen, gehen Sie die Hauptstra�e in Richtung Norden weiter und sehen sich Marys Haus an�, fuhr er h�hnisch fort. �Das ist ein echtes <emphasis>St�ck aus dem Leben.</emphasis> Es ist blo� einen Wurf von dem der Onderdonks entfernt.�</p><p>Unwillk�rlich zuckte ich zusammen und lie� ihn so mein Unbehagen sp�ren, aber auf einmal <emphasis>war</emphasis> ich neugierig darauf, wie Mary ihr anstrengendes Leben mit so vielen Kindern bestritt, die sie ohne Hilfe eines Mannes gro�zog. �Die Onderdonks�, wiederholte ich. �Oh, der Stand am Stra�enrand, den ich gesehen habe?�</p><p>�Ja. Und kosten Sie das Barbecue.� Dieses Mal war ich mir nicht sicher, wie ich seinen streitlustigen Tonfall zu deuten hatte.</p><p>Ich war fest entschlossen zu gehen; ich w�rde keine weitere Bel�stigung zulassen, aber als ich losging, f�gte er hinzu: �Und Sie sollten das Buch ein wenig genauer lesen.�</p><p>Ich drehte mich auf dem aufgerissenen Gehweg um. �Sie meinen doch gewiss nicht <emphasis>Schatten �ber Innsmouth</emphasis>?�</p><p>�Was denken Sie denn?�</p><p>�Ich habe es Dutzende von Malen gelesen, Mr. Zalen, sehr aufmerksam. Ich kann wahrscheinlich die meisten der 25�000 W�rter auswendig wiedergeben. Worauf wollen Sie also hinaus?�</p><p>Die Sonne beleuchtete die rauen Gesichtsz�ge dieses durch und durch verdorbenen Mannes. �In der Geschichte, was passiert da mit Au�enseitern, die zu viel herumschn�ffeln, <emphasis>Mr.</emphasis> Morley?�</p><p>Ich ging weiter und war beinahe am�siert �ber diesen letzten billigen Versuch, melodramatisch zu wirken.</p><p>�Und heute Abend�, rief er mir nach, �wenn Sie Mary f�r ein paar Dollar ficken, richten Sie ihr aus, dass sie der Vater ihres dritten oder vierten Kindes gr��en l�sst ��</p><p>Damit war meine Belustigung dahin. Dieser Mann war unausstehlich, und vermutlich wirkte er effektiver auf meine Psyche ein, als ich es mir selbst eingestehen wollte. Das Einzige, was ich noch mehr hasste als ihn, war, wozu mich seine Manipulation getrieben hatte.</p><p>Als ich eine abgeschiedene Ecke zwischen den B�umen gefunden hatte, schlug ich den Ordner auf und sah mir das f�nfte Bild unterhalb der Fotos der Stadt an. Es war nat�rlich ein Foto von Mary, in deprimierend expertenhafter Aufl�sung und Beleuchtung. Sie war nackt, ja, und � schlimmer noch � schwanger, doch selbst in diesem Zustand hatte sie f�r Zalens verfluchte Linse eine verf�hrerische Positur eingenommen. Es war eine schreckliche Kollision von Gegens�tzen gewesen, die meinen sofortigen Kauf ausgel�st hatte. Aber ich <emphasis>wusste,</emphasis> ich wusste um meines Lebens und der Liebe <emphasis>Gottes</emphasis> willen, dass ich KEINER von Zalens degenerierten Kunden war. Es war der Schreck �ber die zuvor erw�hnte Kollision gewesen, der mich gezwungen hatte, es zu kaufen: der Liebreiz verwoben mit einem aufw�hlenden Motiv, die Anmut und Sch�nheit Hand in Hand mit der Verderblichkeit einer unterdr�ckten Frau. Es fiel mir jetzt auf, dass Mary derma�en sch�n war, dass ich h�tte erschaudern k�nnen. Auf dem Bild h�tte ich sie f�nf Jahre j�nger gesch�tzt, aber wenn �berhaupt schien ihre derzeitige Sch�nheit sogar noch intensiver. Was sollte es, wenn ein Teil von Zalens obsz�nen Verunglimpfungen im Wesentlichen den Tatsachen entsprach? Selbst wenn sie in schlechteren Zeiten als Prostituierte gearbeitet <emphasis>hatte,</emphasis> wer war ich, �ber sie zu richten?</p><p>Ich w�rde es <emphasis>nicht</emphasis> tun. Seit undenklicher Zeit waren Frauen durch die M�nner und deren Lust ausgenutzt worden; Marys Vergangenheit ging mich nichts an, da ich wusste, dass Gott alles vergibt. Ich konnte nur beten, dass er <emphasis>mir</emphasis> vergeben w�rde.</p><p>Auf dem Weg zur�ck in die Stadtmitte fand ich einen billigen Laden, der genau das anbot, was ich brauchte: eine kleine Aktentasche. Ich t�tigte meinen Kauf bei einem weiteren freundlichen Olmsteader, einem Mr. Nowry, der sich sehr �ber mein Trinkgeld freute. �Wie komme ich auf dem schnellsten Weg zum Ufer?�, erkundigte ich mich.</p><p>�Folgen Sie einfach der Kopfsteinpflasterstra�e, Sir�, deutete er. �Die f�hrt Sie direkt zum Wasser. Und da unten ist es wirklich sehr sch�n.�</p><p>�Da bin ich mir sicher. Vielen Dank.�</p><p>�Achten Sie nur darauf,�, beeilte er sich hinzuzuf�gen, �sich nicht nach Einbruch der Dunkelheit da aufzuhalten.�</p><p>Die freundliche Warnung kam mir unangebracht vor. �Aber Olmstead scheint mir nicht gerade ��</p><p>�Ja, Sir, das ist eine sch�ne Stadt mit netten Leuten. Aber in jeder Stadt gibt es ein paar faule �pfel, nicht wahr?�</p><p>Da hatte er allerdings recht. Als ich den Laden verlie�, sah ich im B�ro eine Frau, von der ich annahm, sie m�sse seine Gattin sein, etwas auf Papier kritzeln.</p><p>Und ihr �berweites machte kein Geheimnis aus der Tatsache, dass sie schwanger war.</p><p><emphasis>Noch eine Frau, die ein Kind erwartet,</emphasis> dachte ich und versuchte m�hevoll, zun�chst �ber meine Besorgnis nachzusinnen. Gut, mir waren in der kurzen Zeit seit meiner Ankunft ungew�hnlich viele schwangere Frauen begegnet, aber ich durfte nicht vergessen, dass ich im Grunde ein Kosmopolit war, der in eine neue und kleine Arbeiterortschaft gekommen war. Eigentlich unterst�tzte ich die Initiativen der Regierung, das Bev�lkerungswachstum zu f�rdern. Die kleinen Gemeinden waren st�rker darin eingebunden und offenbar auch empf�nglicher daf�r, was auf lange Sicht dem gr��eren Ganzen zugutekam. Mit diesem Wissen �berdachte ich meine anf�ngliche Reaktion auf die Zahl werdender M�tter, die ich gesehen hatte. Gewiss war sie nicht so <emphasis>�bertrieben,</emphasis> wie ich gedacht hatte.</p><p>Als ich mich gem�chlich dem Ufer n�herte, bemerkte ich jedoch ein niedriges, offenes Blockhaus, in dem ich ein volles Dutzend Frauen sehen konnte, die zufrieden frische Austern aus der Schale brachen und eindosten. Die meisten von ihnen waren schwanger.</p><p>Zalens Einsch�tzung des industriellen Zentrums der Stadt erwies sich als �beraus zutreffend. Mir fiel sofort auf, dass Innswich Point trotz der gro�artigen, nach Meeresbrandung duftenden Aussicht auf den Hafen in der Tat einen sehr traurigen Anblick bot. Aber, oh, h�tte ich diesen Ort doch nur so sehen k�nnen wie Lovecraft! Wenigstens w�rde mir Zalens Foto ein Faksimile dieses Privilegs erm�glichen. Alles, was jetzt blieb, war der Teil des Namens, den sich der Meister ausgeborgt hatte. Eine weitere Entt�uschung erwartete mich, als ich hinaus auf das Riff blickte und mir dann einfiel, dass es �berhaupt kein Riff war, sondern eine langweilige Sandbank. Die Arbeiter an den zahlreichen Docks und Fischverarbeitungsst�tten waren gr��tenteils kr�ftige M�nner mit unscheinbaren Gesichtern, sehr �hnlich den Leuten, mit denen ich Bus gefahren war. Ich w�rde nicht behaupten, dass sie mich anstarrten, aber ich f�hlte mich dort auch nicht gerade willkommen. Gewiss war dies die Ursache f�r Garrets Ablehnung der m�nnlichen Bev�lkerung; er bezog sich auf diese m�rrischen Bootsleute.</p><p>Das Blockhaus, in dem sich die Eisfabrik befand, rasselte und r�hrte, laute Lastwagen kamen und gingen. Doch aus einem h�her gelegenen Fenster einer der Fischfabriken l�chelte mich eine h�bsche Frau an, und als ich ging, wurde ich von einigen weiteren Frauen in einem offenen Blockhaus ebenfalls mit einem L�cheln bedacht. Sie sa�en an langen Tischen und flickten Netze.</p><p>Die meisten von ihnen waren schwanger.</p><p>Ich lie� die harmlos wirkende Szenerie und das Tagwerk der Menschen hinter mir. Mein Appetit war gewachsen seit meinem Eis mit Mary, und pl�tzlich freute ich mich auf das Mittagessen mit ihr am kommenden Tag. Auch meine Verabredung zum Abendessen mit dem gut gelaunten Mr. William Garret hatte ich nicht vergessen, doch ich bedauerte, keine Neuigkeiten �ber seinen verschwundenen Kollegen in Erfahrung gebracht zu haben. Als in der Ferne eine Glocke dreimal l�utete, wurde mir bewusst, dass ich keine weiteren vier Stunden bis zum Abendessen durchhalten w�rde, also wanderte ich die Hauptstra�e gen Norden entlang und verlie� den dichter bewohnten Bereich der Stadt.</p><p>Inzwischen setzte mir die Hitze ganz sch�n zu. Ich bef�rderte mein Sakko und die Krawatte in die Aktentasche und marschierte weiter. Wie Lovecraft war ich daran gew�hnt, t�glich l�ngere Strecken zu Fu� zur�ckzulegen. <emphasis>Vielleicht ist der Meister ebenfalls diese Stra�e entlanggegangen,</emphasis> gr�belte ich. An beiden Seiten des Weges standen B�ume. Die beschauliche Ruhe der Szenerie kam mir sehr gelegen nach der unangenehmen Angelegenheit mit Cyrus Zalen.</p><p><emphasis>Ah!,</emphasis> dachte ich, als mir der Briefkasten am Ende einer langen, staubigen Auffahrt auf der westlichen Stra�enseite auffiel. Darauf stand der Name Simpson, und ich war augenblicklich versucht, Zalens schr�gen Ratschlag zu befolgen und hineinzugehen, um mich Marys Stiefvater und Kindern vorzustellen, doch dann besann ich mich eines Besseren. Mary hatte angedeutet, dass es ihrem Stiefvater nicht gut ging. <emphasis>Warte lieber noch damit,</emphasis> lautete meine weise Entscheidung. Wenn es das Schicksal wollte, dass ich ihrem Stiefvater begegnete, sollte Mary zugegen sein.</p><p>M�glicherweise erzeugte die pl�tzliche Abgeschiedenheit den Gedanken, doch als ich weiterging, hatte ich das h�chst unangenehme � geradezu sprichw�rtliche � Gef�hl, beobachtet zu werden. Durch die B�ume auf der k�stenw�rtigen Seite konnte ich recht weit sehen; ich vermochte sogar den Rand von Innswich Point auszumachen, aber ostw�rts? Dort lauerte der Wald tief und dunkel. Lediglich mit dem Grenzbereich meines Geh�rsinns, k�nnte ich <emphasis>schw�ren,</emphasis> h�rte ich etwas sich verstohlen bewegen. Blo� ein Waschb�r, h�chstwahrscheinlich, oder einfach nichts weiter als Einbildung, aber dann stieg mir ein k�stlicher Duft in die Nase. Der Stand am Stra�enrand und die R�ucherei lagen direkt vor mir, und jetzt lockte das einfache Schild mich: ONDERDONK &amp; SOHN. R�UCHEREI � MIT FISCH GEF�TTERTE SCHWEINE. Gro�e, eingepferchte Schweine � f�nf an der Zahl � grunzten, als ein junger Mann in den fr�hen Zehnern ihren Trog mit gekochten Stinten und anderen K�derfischen f�llte. Erfreut stellte ich fest, dass am Stra�enrand mehrere Fahrr�der und zwei Kraftfahrzeuge geparkt waren, deren Besitzer sich am Stand anstellten. Es war immer sch�n, ein florierendes Gewerbe zu sehen.</p><p>Als ich an die Reihe kam, wurde ich von einem wettergegerbten Mann in Overall bedient, der eine eingedellte Eisenbahnerm�tze trug und vermutlich der Namensgeber dieses Unternehmens war. �Was darf es sein, Fremder?�, erkundigte sich eine raue Stimme mit leichtem europ�ischen Akzent.</p><p>Ich sah keine Speisekarte. �Es riecht wirklich k�stlich. Was haben Sie anzubieten, Sir?�</p><p>�Schweinenacken-Sandwiches oder Hachsen mit Bohnen. Die meisten nehmen den Schweinenacken. Einen besseren werden Sie nicht finden, und wenn�s nicht schmeckt, m�ssen Sie�s nicht bezahlen.�</p><p>�Das klingt vertrauenerweckend!�, erwiderte ich erfreut. �Das nehme ich.� Einen Augenblick sp�ter wurde mir ein Sandwich mit besagtem Schweinenacken gereicht, das halb in Zeitungspapier eingewickelt war.</p><p>�Bei�en Sie vor dem Bezahlen einmal ab�, erinnerte mich Onderdonk. �Und dann sagen Sie mir, dass es nicht das Beste ist, was Sie je gegessen haben.�</p><p>Ein Bissen best�tigte seine Aussage. �Es ist <emphasis>hervorragend,</emphasis> Sir�, versicherte ich ihm. �Ich habe von Kansas bis zu den Carolinas Schweinenacken probiert, sogar in Texas � <emphasis>Dieser</emphasis> hier �bertrifft alles.�</p><p>Onderdonk nickte unbeeindruckt. �So was macht ein Fischer, wenn er nicht mehr richtig fischen kann. Ich glaube, man nennt es <emphasis>Genialit�t.</emphasis> Ich hatte die Idee, die Schweine mit Fisch zu f�ttern. Dadurch wird das Fleisch feuchter und man kann es langsamer und l�nger r�uchern.�</p><p>�Das ist definitiv ein Erfolgsrezept�, begl�ckw�nschte ich ihn. Ich bestand darauf, dass er das Wechselgeld von meinem Dollar f�r das F�nfundzwanzig-Cent-Sandwich behielt. �Aber � waren Sie fr�her wirklich Fischer?�</p><p>�Wie mein Vater und sein Vater vor ihm und so weiter.� Auf einmal wirkte der raue Mann ein wenig ver�rgert. �Ich kann nicht mehr fischen. Das ist nicht richtig. Aber das hier l�uft anst�ndig.�</p><p>Meine Neugier war geweckt. �Wie man sehen kann, Sir, komme ich nicht aus dieser Gegend, aber was mir in Olmstead � in der Gegend rund um Innswich Point � aufgefallen ist, dass es mehr als reichlich Fisch zu geben scheint.�</p><p>�Das ist richtig � aber nur f�r Olmsteader, und das sind mein Junge und ich <emphasis>nicht,</emphasis> obwohl wir dieses St�ck Land schon seit Urzeiten besitzen.� Mit dem Thema hatte ich offensichtlich einen wunden Punkt getroffen. �Was die betrifft, sind wir Au�enseiter. Immer, wenn mein Junge und ich fischen wollten, kamen sie uns in die Quere. Einige dieser Olmsteader sind echt ein rauer Haufen. Ich lass meinen Jungen doch nicht wegen ein paar Fischen zusammenschlagen.�</p><p><emphasis>Territorialismus,</emphasis> dachte ich mit einem Mal. Er war weiter verbreitet, als die meisten Menschen wussten; in meiner Heimatstadt waren die Hummerf�ngerfamilien bekannt f�r ihre Fehden, ebenso die Muschelf�nger. �Das ist bedauerlich, Sir. Aber der Beweis f�r Ihre <emphasis>Genialit�t</emphasis> hat einen alternativen Markt geschaffen, der gewiss florieren wird.�</p><p>�Hm�, brummte er.</p><p>�Dann nehme ich an, wegen der Gebietsangelegenheit m�ssen Sie den Fisch kaufen, mit dem Sie Ihre Schweine f�ttern?�</p><p>�Nee, den fangen wir selbst � sehen Sie, jede Nacht schleichen mein Junge und ich uns ans n�rdliche Ende des Points und werfen ein paar Netze ins Wasser, dann schleichen wir uns wieder zur�ck. Wir sind nicht l�nger als zehn Minuten auf dem Wasser, dann sind wir wieder verschwunden. Die Zeit reicht gerade mal f�r ein oder zwei Eimer K�derfische, aber mehr brauchen wir f�r die Schweine nicht.�</p><p>�Nun, immerhin funktioniert ihr System.�</p><p>�Sieht ganz so aus.� Der junge Sohn des Mannes stellte sich jetzt neben seinen Vater. Onderdonk klopfte ihm auf die Schulter. �Er arbeitet hart f�r so einen jungen Kerl, und ich will, dass er das Richtige lernt. Das ist die amerikanische Lebensart.�</p><p>�Das ist sie in der Tat�, erwiderte ich und l�chelte den Jungen an, doch dann fragte ich Onderdonk: �Zuf�lligerweise bin ich auch ein gro�er Freund von Schweine<emphasis>rippchen</emphasis>. Bieten Sie diese ebenfalls an?�</p><p>�Rippchen? Ja, aber nur zweimal die Woche. Die sind immer in wenigen Stunden ausverkauft. Wenn Sie in zwei Tagen wiederkommen, haben wir wieder welche.� Er deutete auf den Schweinepferch. �Schon bald werden mein Junge und ich Harding schlachten. Harding ist der Fettsack da dr�ben.�</p><p>Ich ging davon aus, dass er das gr��te Schwein meinte. Doch ich musste lachen. �Aber Sie haben Ihr Schwein doch nicht nach Amerikas 29. Pr�sidenten benannt?�</p><p>�Das habe ich getan!�, erwiderte er. �Und ich bin verdammt stolz darauf. Harding hat doch nichts geleistet, und dieser Teapot-Dome-Skandal hat daf�r gesorgt, dass die B�rsen zusammenbrachen, und Amerika zu dem gemacht, was es heute ist.�</p><p>Dagegen konnte ich kaum etwas einwenden, war aber dennoch am�siert.</p><p>�Erst ein <emphasis>ehrlicher</emphasis> Kerl � Calvin Coolidge � hat daf�r gesorgt, dass das h�chste Amt der Nation wieder den Respekt bekam, den es verdient. Jawohl, Sir!� Er zwinkerte mir zu. �Ich werde garantiert kein Schwein Coolidge nennen. Aber in diesem Stall haben wir au�erdem Taft, Wilson, Garner und diesen Sozialisten FDR!�</p><p>Himmel. Der Mann hatte gewiss politische �berzeugungen, die sonderbar f�r einen einfachen Arbeiter waren. �Sch�n�, entgegnete ich. �Dann werde ich �bermorgen wiederkommen und Hardings ger�ucherte Rippchen kosten.�</p><p>�Tun Sie das, Sir, Sie werden <emphasis>nicht</emphasis> entt�uscht sein.�</p><p>Ich verabschiedete mich, t�tschelte dem schweigenden Jungen den Kopf und gab ihm einen Dollarschein. �Eine kleine Anerkennung f�r dich, junger Mann, dass du so gut und hart f�r deinen lieben Vater arbeitest.�</p><p>�Vielen Dank, Sir�, piepste der Junge.</p><p>�Einen sch�nen Tag noch!�, sagte Onderdonk, und dann ging ich meines Weges.</p><p>Es hatte mich aufgemuntert, dass die Arbeiterklasse trotz der schlechten Wirtschaftslage �ber die Runden kam. Der Mann war bewundernswert. Unfairerweise von den Massen vorhandener Fische abgeschirmt, hatte er das Hindernis �berwunden und war auf andere Weise erfolgreich geworden.</p><p>Dann schlenderte ich die Stra�e zur�ck, durch meinen Kopf schwirrten Gedanken, die meine Stimmung verbesserten. Nat�rlich das gute Essen und das ebenso gute Wetter; das Wissen, dass ich am n�chsten Tag ein seltenes Foto von H.�P. Lovecraft besitzen w�rde; die Wahrscheinlichkeit, dass mich am Abend im Wraxall�s ein weiteres gutes Mahl erwartete (denn frische Meeresfr�chte waren � mehr noch als Schweinefleisch � ein gro�er Genuss f�r mich) sowie die simple Genugtuung, dass ich auf Wegen wandelte, die Lovecraft ebenfalls beschritten hatte.</p><p>Und da war noch etwas anderes, das meine freudige Erregung steigerte.</p><p>Mary.</p><p><emphasis>Mary Simpson,</emphasis> gr�belte ich. So wundersch�n. So g�tig und aufrichtig und flei�ig. Sie wirkte auf mich einzigartig, selbst wenn sie in ihrer Vergangenheit schlechte Zeiten durchlebt hatte. Schwanger, ohne gegenw�rtigen Ehemann, und doch arbeitete sie, um ihre Pflichten zu erf�llen. Ich gestand mir ein, dass ich dabei war, ihr in platonischer Liebe zu verfallen, und platonisch w�rde sie bleiben m�ssen, da ich nichts Weitergehendes anstreben konnte, sosehr ich es mir auch w�nschen mochte.</p><p>Und ich w�rde sie am n�chsten Tag zum Mittagessen treffen.</p><p>Ich drehte mich um, und mein Herz pochte wie wild in meiner Brust. Die �berraschung hatte mich auf h�chst unangenehme Weise aus meinen Gedanken gerissen.</p><p>Aus dem Wald im Westen hatte ich ganz sicher ein Ger�usch geh�rt.</p><p>Ich war auf eine Auseinandersetzung �berhaupt nicht vorbereitet, aber nun war ich mir sicher, dass man mir nachstellte, und das wollte ich sofort unterbinden.</p><p>Ich starrte intensiv in den Wald, dann glaubte ich, einen Zweig zerbrechen zu h�ren. �Ich h�re Sie!�, rief ich und z�gerte nicht, zwischen die B�ume zu treten. �Zeigen Sie sich wie ein Mann!�</p><p>Weitere Zweige zerbrachen, als mein Verfolger tiefer in den Wald hineinlief. Ich war mir nicht sicher, warum, aber ich setzte ihm nach.</p><p>F�nfzig Meter tiefer im Wald verriet ein einsamer Sonnenstrahl die Identit�t des Beobachters.</p><p>Nur eine kurze Sekunde lang ersp�hte ich die Gestalt, zwar nicht das Gesicht, aber immerhin die Kleidung: den langen, schmutzigen Regenmantel mit Kapuze.</p><p>�Also wirklich, Mr. Zalen, das ist keine Art, einen zahlenden Kunden zu behandeln!�, br�llte meine Stimme durch die B�ume. �Falls Sie mich berauben wollen, kann ich Ihnen versichern, dass ich gut bewaffnet bin!�</p><p>Das war korrekt, denn ich hatte die kleine halb automatische Pistole, die ich bei der Colt Patent Firearms Company in Hartford erworben hatte, bereits aus der Hosentasche geholt. Es war ein Modell 1903, von dem ich gelesen hatte, dass der ber�chtigte Bankr�uber John Dillinger sie an dem Tag, an dem er niedergeschossen wurde, bei sich gehabt hatte. Ich war kein besonderer Sch�tze, aber mit einem vollen Magazin war ich gut genug.</p><p>Zalen war stehen geblieben und hatte mich offensichtlich geh�rt. Auf einmal rannte er los und verschwand erneut zwischen den B�umen.</p><p>�Ich bin sehr entt�uscht, Mr. Zalen!�, rief ich ihm hinterher. �Aber, Dieb oder nicht, vergessen Sie unsere Verabredung f�r morgen nicht.�</p><p>Die dicht stehenden B�ume verschluckten meine Stimme. Ein ruhiger, zur�ckhaltender Mann wie ich h�tte durch eine derartige Beinahe-Konfrontation eigentlich ersch�ttert sein sollen, aber ich f�hlte nichts dergleichen. Ich war ganz ruhig, zuversichtlich und unbeeindruckt, und ich hatte auch nicht die Absicht, Zalen am folgenden Tag nicht aufzusuchen. Er hatte etwas, das ich haben wollte, und ich w�rde wie beabsichtigt daf�r bezahlen. Da er jetzt wusste, dass ich bewaffnet war, w�rde er von feindseligen Handlungen gewiss absehen.</p><p>Als ich mich umdrehte, um wieder zur Stra�e zur�ckzugehen, sah ich das Haus.</p><p>Es musste Marys Haus sein.</p><p>Nur ganz schwach drang das Sonnenlicht durch den dichten Schirm aus Bl�ttern und �sten. Der in dieser Region nur sp�rlich fallende Regen hatte bewirkt, dass der Waldboden trocken wie Zunder war. Das, was ich da sah, tat ich anf�nglich als H�gel ab, doch bei konzentrierterem Hinschauen erkannte ich kleine, einfach verglaste Fenster inmitten eines riesigen Efeuteppichs. Schlie�lich entdeckte ich Ecken, die weniger �berwuchert waren, sowie ein Schieferdach und einen Kamin aus alten fleckigen Ziegelsteinen, die noch aus der Zeit vor der Revolution stammten. Hinter dem eckigen und mit Efeu �berwucherten Haus befand sich jedoch eine sonnen�berflutete Lichtung, auf der eine einsame, winzige Gestalt umherzutollen schien. Als ich genauer hinblickte, sah ich, dass es sich um einen Jungen handelte, der Pfeile mit einem einfachen, mehr als wahrscheinlich selbst angefertigten Bogen abschoss. Die Pfeile waren jene f�r Kinder hergestellten mit Gummisaugnapf an der Spitze, und der Junge schoss damit auf einen alten, aufgestellten Fensterrahmen, in dem sich noch das Glas befand.</p><p>Das war also eines von Marys �lteren Kindern. Seltsam blo�, dass nur eines im Freien zu sehen war. So nah beim Haus h�tte ich erwartet, all ihre acht Kinder sehen oder zumindest h�ren zu k�nnen. <emphasis>Sie hat angedeutet, dass ihr Stiefvater auf die j�ngeren aufpasst,</emphasis> fiel mir wieder ein. Dennoch wirkte das Haus merkw�rdig leise.</p><p>Augenblicklich kam ich mir wie ein Eindringling vor. Nur weil ich Zalen verfolgt hatte, war ich �berhaupt so weit in den Wald hineingelaufen. Dennoch, trotz des Drangs zu gehen, blieb ich stehen und starrte das �berwucherte Haus an. Der Impuls, in ein Fenster zu sehen, war sehr stark, aber ich riss mich zusammen. Nicht nur w�re dies die Tat eines Flegels � der ich nicht war �, sondern es w�re sogar illegal. <emphasis>Ich habe nicht das Recht, mich hier aufzuhalten, und sollte gehen.</emphasis> Aber ich wunderte mich doch �ber die Motive meines Unterbewusstseins � oder meines Ichs, wie Freud es nannte.</p><p>War es Mary, die mein Ich zu ersp�hen hoffte?</p><p>Als ich mich umdrehte, um zu gehen, h�tte ich beinahe laut aufgeschrien.</p><p>Da, unmittelbar vor mir stand der Junge.</p><p>Ich erholte mich rasch von dem Schreck. �Hallo, junger Mann. Mein Name ist Foster Morley.�</p><p>�Hallo�, erwiderte er err�tend. Er war d�nn, hatte strahlende Augen und sah aus wie so viele Kinder: neugierig und unschuldig. Ich sch�tzte ihn auf etwa zehn � das war bei Heranwachsenden immer schwer zu sagen �, und er trug saubere, wenngleich abgenutzte Kleidung. In einer Hand hielt er seinen einfachen Bogen und in der anderen einen K�cher mit den Saugnapfpfeilen. Nach einem Moment f�gte er hinzu: �Mein Name ist Walter, Sir.�</p><p>�Freut mich, dich kennenzulernen, Walter.� Sch�chtern sch�ttelte er mir die Hand. �Lautet dein Nachname zuf�lligerweise Simpson?�</p><p>Er wirkte freudig �berrascht. �Ja, Sir.�</p><p>�Das ist aber ein Zufall! Ich bin ein Freund deiner Mutter. Heute Morgen haben wir uns erst bei Mr. Baxter unterhalten. Du kannst stolz darauf sein, eine so hart arbeitende Mutter zu haben.�</p><p>Er schien sich �ber diese Information zu wundern. �Ja, Sir, ich bin sehr stolz auf sie, ebenso wie Opa.�</p><p>Sein �Opa� konnte nur Marys Stiefvater sein.</p><p>�Er schl�ft jetzt�, f�gte er hinzu. �Er ist � alt.�</p><p>�Ja, und den �lteren muss man immer Respekt erweisen.� Ich sah mir seinen einfachen, aus Zweigen zusammengebauten Bogen an. �Du bist ja ein richtiger Bogensch�tze, Walter. �bung macht den Meister.� Dann zeigte ich auf das Fenster, das er als Ziel benutzte und an dem schon mehrere Pfeile hingen. �Und bei deinen beeindruckenden F�higkeiten k�nntest du einmal im Olympia-Team der Bogensch�tzen stehen.�</p><p>�Glauben Sie wirklich?�, fragte er aufgeregt.</p><p>�Nat�rlich, wenn du dabeibleibst und immer flei�ig �bst. Wenn du �lter bist, musst du mit einem richtigen Bogen trainieren, aber ein so vorsichtiger Junge wie du braucht gewiss nicht mehr lange darauf warten.�</p><p>�Meine Mom sagt, ich bekomme einen richtigen Bogen, wenn sie genug Geld verdient, um einen zu kaufen. Aber ich darf ihn nur benutzen, wenn sie zusieht.�</p><p>�Das ist ein guter Ratschlag, mein Sohn. �Ehre deine Mutter�, wie es in der Bibel steht.�</p><p>�Sind Sie hier, um � sie zu sehen?�, erkundige er sich. �Sie ist noch bei der Arbeit.�</p><p>Ich wollte den Jungen nicht anl�gen, konnte ihm aber auch nicht verraten, dass ich hier in der N�he einen Verfolger gejagt hatte. �Nein, Walter, ich habe nur einen Spaziergang in der Natur gemacht, als ich zuf�llig auf dich und dieses Haus gesto�en bin. Diese W�lder sind eine wahre Wohltat f�r mich, da ich die meiste Zeit in der Stadt verbringe, in Providence.�</p><p>�Oh. Ich laufe auch oft durch den Wald, Sir.� Er deutete hinter das Haus. �Da vorne ist ein sch�ner Weg, der durch den Wald hindurch bis zur Stadt f�hrt. Da lang geht meine Mom jeden Tag zur Arbeit.�</p><p>�Danke f�r diesen Tipp, junger Mann�, schw�rmte ich. �Bestimmt werde ich auf diesem Weg zur�ckgehen. Aber verrate mir doch mal, warum du hier drau�en ganz alleine bist? Du hast doch sicher Br�der und Schwestern, die alt genug sind, dass du mit ihnen spielen kannst.�</p><p>Seine Augen wirkten auf einmal leer, als h�tte ich ihm eine schwierige Frage gestellt. �Ich muss jetzt gehen und meinem Opa helfen, Sir.�</p><p>�Nat�rlich. Du bist ein guter Junge, dass du deinem Gro�vater beistehst.� Mehr konnte ich nicht sagen, da ich das Gef�hl hatte, er w�rde auf der Stelle weglaufen, wenn ich ihn mit meiner vorigen Frage weiter bedr�ngen w�rde. Aber mir schoss durch den Kopf: <emphasis>Mary hat noch sieben weitere Kinder. Sind die alle in dem Haus?</emphasis> �Aber bevor du gehst, Walter, m�chte ich dir etwas schenken.� Vermutlich �berschritt ich damit einige Grenzen, aber ich konnte nicht widerstehen. �Und ich bin mir sicher, dass dir deine Mutter und dein Gro�vater geraten haben, von Fremden nichts anzunehmen, aber wir beide sind ja keine Fremden, nicht wahr?�</p><p>�Nein, nicht wirklich, Mr. Foster�, erwiderte er und schien gespannt auf das erw�hnte Geschenk zu sein.</p><p>�Ich m�chte, dass du das hier nimmst und dir einen besseren Bogen kaufst�, sagte ich und reichte ihm eine Zehndollarnote. �Und w�re es nicht nett, wenn du von dem, was dann noch �brig ist, deiner Mutter ein paar Blumen kaufst?�</p><p>�Oh, ja, Sir, das w�re es!�, rief er freudig aus.</p><p>�Und wenn deine Mutter fragt, woher du das Geld hast, dann sagst du einfach,von ihrem Freund, Mr. Morley.�</p><p>�Danke, Sir. Vielen Dank!�</p><p>�Gern geschehen, Walter. Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder.�</p><p>Ich l�chelte, als er zu dem flachen Haus st�rmte, eine kaum erkennbare T�r �ffnete und im Inneren verschwand.</p><p>Was konnte es schon schaden? Ich hoffte nur, dem Jungen eine Freude gemacht zu haben. W�hrend ich mich auf die Suche nach dem Weg hinter dem Haus machte, kam ich in der einen Richtung nicht weiter � und mir gingen weitere Fragen durch den Kopf. Wo genau <emphasis>waren</emphasis> die anderen Kinder? Und warum hatte Walter meine Frage nicht beantworten wollen?</p><p>Ich ging um das Haus herum auf die Lichtung zu, behielt dabei jedoch die Fenster im Auge. Das letzte Fenster, das ich vor Erreichen der Lichtung passierte, war fast vollst�ndig mit Efeu bedeckt.</p><p>Was konnte ich zu meiner Rechtfertigung sagen, falls mich der Stiefvater erwischte, w�hrend ich hindurchsah?</p><p>Und dennoch blickte ich durch das Fenster, dachte nicht an m�gliche Konsequenzen, und warum ich es tat, werde ich wohl niemals wissen.</p><p>Ich wei� nur, dass ich w�nsche, ich h�tte es nicht getan.</p><p>Durch das verschmierte Fensterglas blickte ich in ein kleines Zimmer mit einer bescheidenen Feuerstelle, neben der noch ein Holzofen stand, sowie einigen M�beln, die man nur als behelfsm��ig beschreiben konnte. Irgendwie beeindruckte es mich, wie sie ihre �rmliche Situation verbessert hatten, in dem sie Dinge � wie Schachteln, Kisten und lose Ziegelsteine � zu alternativen Zwecken wiederverwendeten. Mehrere Kisten bildeten beispielsweise die Grundlage f�r ein Bett und offensichtlich �bernahm ein gro�er Leinensack voller getrockneter Bl�tter die Aufgabe einer Matratze, �ber die man �bliche Laken gelegt hatte. In einem Schrank standen nicht etwa Trinkgl�ser, sondern benutzte Blechdosen, die demselben Zweck dienten. Ein Tisch, dessen Platte aus h�lzernen Wandpaneelen unterschiedlicher L�nge bestand, besa� Beine aus dicken Baumst�mmen. Dieser Einblick in ihr Elend schmerzte mich � und ich kalkulierte bereits, wie sehr mein Wohlstand in der Lage w�re, dieser armen, aber funktionierenden Familie zu helfen.</p><p>Ich duckte mich, als eine T�r im Inneren ge�ffnet wurde. Zuerst war nur der junge Walter zu sehen, dann folgte eine zusammengesunkene Gestalt, die von einem klappernden Ger�usch begleitet wurde. Nur das wenige Tageslicht, das durch die kleinen Fenster hineinfiel, spendete ein wenig Licht. Als ich blinzelte, glaubte ich zu erkennen, dass die Gestalt an Kr�cken ging, und obwohl sie sich durch einen dunklen Bereich bewegte, erkannte ich langes, graues Haar, was mir sagte, dass es sich nur um Marys Stiefvater handeln konnte; Walter half ihm, zu dem behelfsm��igen Bett zu gelangen.</p><p>Ein seltsames, protestierendes Ger�usch erklang, als er das Bett endlich erreicht und sich unter gro�en Schwierigkeiten hineingelegt hatte. Ich konnte so gut wie nichts im Detail erkennen, aber das gro�e Ausma� seiner Gebrechen � eine massive Form der Arthritis, mutma�te ich � war anhand seiner gebeugten Gliedma�en v�llig klar. Fehlten an der Hand, die ein St�ck Karton aufhob, um sich damit Luft zuzuf�cheln, etwa � einige Finger?</p><p>�Hier hast du etwas Wasser, Opa�, sagte Walter und brachte ihm eine der Blechdosen. Aus dem mir zu Verf�gung stehenden Blickwinkel sah ich nur, dass Walter die Dose vorsichtig anwinkelte, damit er daraus trinken konnte. Bei dem �berlauten Schluckger�usch zog ich die Augenbrauen hoch.</p><p>��hm, Opa�, setzte Walter an. �Da drau�en war ein Mann. Er ist ein Freund von Mom, und sein Name ist Foster Morley ��</p><p>Die schrecklich gel�hmte Gestalt schien sich aufzusetzen, und w�hrenddessen sah ich eine tragisch unnat�rliche Verdrehung ihres R�ckgrats. Aber es waren Walters Worte, die seine Bewegung ausgel�st hatten.</p><p>�Und er � er hat mir das hier gegeben.� Der Junge z�gerte, dann zeigte er den Zehndollarschein. �Damit ich Mom ein paar Blumen kaufe.�</p><p>Die Reaktion des Stiefvaters auf diese Information werde ich nie im Leben vergessen.</p><p>Er kam schlingernd hoch, wodurch sich sein R�cken noch weiter durchbog, streckte eine deutlich deformierte Hand aus und stie� dann einen Laut in einer Sprache aus, die ich noch nie zuvor geh�rt hatte: ein hohes, fast schon gequ�lt klingendes Kreischen, vermischt mit einem tiefen Knurren, das sich zu einem meiner Ansicht nach verr�ckten lauter und leiser werdenden Quieken vereinte und von einem Klang begleitet wurde, der sich anh�rte, als w�rde Fl�ssigkeit verspritzt.</p><p>Die Pl�tzlichkeit � und <emphasis>Unweltlichkeit</emphasis> � des lautstarken Widerspruchs traf mich fast schon k�rperlich, als h�tte man mir einen Ball gegen die Brust geschlagen. Ich taumelte r�ckw�rts, behielt das St�ck Fenster jedoch weiterhin im Auge, und alles, was ich sagen kann, �ber, was ich <emphasis>denke,</emphasis> was ich sah, ist Folgendes:</p><p>Etwas <emphasis>schoss</emphasis> aus den Schatten hervor, die diesen schwachen Mann umgaben. Was dieses <emphasis>Etwas</emphasis> war, kann ich nicht akkurat beschreiben. Es konnte ein St�ck Seil oder auch eine Peitsche gewesen sein, das mit klar erkennbarer Bosheit auf den Jungen zuflog. Ich kann nur sagen: Es erinnerte mich an eine <emphasis>Peitsche.</emphasis></p><p>Diese Peitsche schlug mit einem feuchten, aber resoluten Knall zu und schien Walter die Zehndollarnote aus der Hand zu rei�en, um dann wieder zu dem kranken alten Mann zur�ckzukehren.</p><p>Erneut stie� er diesen Mix aus furchtbaren tiefen T�nen und dem Kreischen aus, und dann folgte dieses schaurige phlegmatische Platschen, woraufhin der Junge vor meinen Augen erbleichte und aus dem Zimmer rannte.</p><p>Eine schlimme Krankheit, f�rwahr, hatte diesen armen alten Mann befallen, und zwar nicht nur seinen K�rper, sondern auch seinen Geist.</p><p>Ich konnte das Ganze nicht l�nger mit ansehen und fl�chtete zu der Lichtung hinter dem Haus, st�rzte in das Sonnenlicht und einen Schwarm Schmetterlinge und rannte � halb von Sinnen � noch ein ganzes St�ck weiter, bis ich den Pfad entdeckte, von dem der Junge gesprochen hatte.</p><p>�ber angeborene Defekte und progressive Krankheitsbilder wusste ich herzlich wenig, und obwohl mein Sinn f�r Mitleid und Mitgef�hl ausgepr�gt war, musste ich das Bild dieses dementen und unansehnlichen Mannes mit Gewalt aus meinem Kopf verbannen �</p><p>W�hrend ich den Pfad des Jungen entlangging, war ich mir meiner Umgebung mehrere Minuten lang nicht wirklich bewusst. Mein Herz pochte nach all dem, was ich gesehen hatte, wild in meiner Brust, und ich atmete schnell. Nach und nach kam ich wieder zu Sinnen, bis ich innehielt, die H�nde auf die Knie st�tzte und mich ausruhte.</p><p>Mein schneller Abgang von dem verfluchten Haus hatte mich auf einen Trampelpfad gef�hrt, der an beiden Seiten von mannshohem Gras umgeben war. Insekten zirpten, und die Sonne strahlte auf mich herab.</p><p><emphasis>Es war nur die Dunkelheit in diesem einsamen Haus,</emphasis> dachte ich, <emphasis>und meine Fantasie, die mir das, was ich gesehen habe, grotesk ausgemalt hat.</emphasis></p><p>Ausgerechnet Cyrus Zalen und seine allzu zutreffenden Vermutungen hinsichtlich meiner aktuellen Lebensumst�nde kamen mir wieder in den Sinn. <emphasis>Ein reicher Waschlappen.</emphasis> Mein unverdienter privilegierter Status hatte mich von derartigen tragischen Realit�ten abgeschirmt, mit denen sich jene, die weniger Gl�ck gehabt hatten, herumschlagen mussten, und das war einfach nicht richtig. Ich musste diese schrecklichen Realit�ten <emphasis>kennenlernen</emphasis> � <emphasis>und</emphasis> ihre Konsequenzen �, um zu dem besseren Mann zu werden, wie Gott es mir gewiss vorherbestimmt hatte. Mein Mitgef�hl durfte nicht gespielt sein, mein Mitleid nicht bewusst kreiert. Ich sah mich selbst als Philanthropen, der jenen, die weniger hatten, gerne etwas <emphasis>abgab.</emphasis></p><p>Ich wusste, dass ich <emphasis>mehr</emphasis> geben musste, und dass es nicht einfach nur Geld sein durfte.</p><p>Sanfte Stimmen rissen mich aus meinen Gedanken. Als ich den Kopf drehte, blitzte gro�fl�chig ein Schimmer auf. Durch das hohe Gras erkannte ich einen bescheidenen See, auf dem sich das Sonnenlicht widerspiegelte. Aber die Stimmen �</p><p>Ich musste meine Augen abschirmen, um nicht geblendet zu werden. Dort, am Ende eines kurzen Piers, sa�en zwei Frauen, eine honigblond, die andere mit obsidianfarbenem Haar. Beide waren nackt und unterhielten sich angeregt, w�hrend sie ihre F��e ins Wasser baumeln lie�en. Etwas weiter im Wasser schwamm eine kleine Flasche, die als Boje diente.</p><p>Der nackte wei�e R�cken der M�dchen gl�nzte in der Sonne, aber die ruhige Szenerie spiegelte nicht die Stimmung der Dunkelhaarigen wider, die fauchte: �Ich <emphasis>hasse</emphasis> es einfach, Cassandra! Es macht mich krank � ihr Zustand, meine ich. Und ich muss heute Abend schon wieder hin. Oh Gott, ich verabscheue es <emphasis>so sehr.</emphasis>�</p><p>�Dann bist du also noch nicht so weit?�, erkundigte sich die andere.</p><p>�Nein, ich glaube nicht. Sie zwingen mich hinzugehen � jeden Abend �, bis sie sich sicher sind!� Das M�dchen schien zu w�rgen. �Und ich muss gleich zu mehreren! Einer reicht nicht! Es m�ssen jeden Abend mindestens zwei sein, und ich habe geh�rt, sie haben zwei weitere bekommen. Wie viele sind das insgesamt, sieben?�</p><p>�Sechs, glaube ich. Vergiss nicht, dass einer gestorben ist, und der lockige Mann konnte nicht � du wei�t schon. Man wei� nie, wann einer von ihnen auf einmal nicht mehr gut genug ist. Manchmal enden sie so wie Paul.�</p><p><emphasis>Paul!</emphasis> Der Name bewirkte, dass ich die Ohren spitzte. Gut, es war ein recht h�ufiger Name, aber meinten sie damit vielleicht Marys invaliden Bruder?</p><p>�Ach, Schei�e!�, meinte die schwarzhaarige Frau �berraschend profan. �Einer am Abend sollte gen�gen!�</p><p>�Es ist so, wie es der Doktor gesagt hat, Monica. Mit je mehr du es tust, desto gr��er ist die Aussicht auf Erfolg ��</p><p><emphasis>Wovon in aller Welt sprechen sie da?,</emphasis> fragte ich mich verwirrt. Und � der <emphasis>Doktor</emphasis>? Meinten sie <emphasis>Dr. Anstruther</emphasis>?</p><p>�Darum testet er sie so oft�, fuhr die Honigblonde fort. �Um sicherzugehen, dass sie nicht ihre � Ich habe das Wort vergessen. Portens? Nein, Potenz verloren haben.�</p><p>Bei diesen seltsamen Worten wurde mein Gesicht immer l�nger.</p><p>�Aber sie sind so <emphasis>h�sslich</emphasis>!�, kreischte die Dunkelhaarige, Monica, emp�rt auf. �Davon bekomme ich Albtr�ume.�</p><p>Die Honigblonde, Cassandra, nahm Monicas Hand, um sie zu tr�sten. �Es ist, wie sie sagen, du musst mit der richtigen Einstellung an die Sache herangehen. Es geht nicht ums Vergn�gen, sondern um etwas sehr viel Wichtigeres. Es ist egoistisch, so zu denken, wie du es tust. Und sie <emphasis>m�ssen</emphasis> so sein, wie sie sind � sicherheitshalber ��</p><p>�Argh! Es ist so <emphasis>furchtbar</emphasis> ��</p><p>�Das musst du mir nicht sagen, Monica. Ich hatte schon sechs Babys. Aber so l�uft es hier nun mal. Es ist besser f�r unsere Zukunft.�</p><p>�Ich wei� nicht, wie du das <emphasis>sechs Mal</emphasis> ertragen konntest!�</p><p>Cassandra antwortete vertr�umt: �Schlie� einfach die Augen und denk an etwas <emphasis>Sch�nes,</emphasis> Monica. Stell dir vor, bei jemand anderem zu sein, bei jemandem, der gut aussieht, der stark und s�� ist und ��</p><p>�Bei jemandem, der normal ist!� Monica war noch lange nicht bes�nftigt. �Nicht alle M�dchen machen, was <emphasis>die</emphasis> wollen.�</p><p>�Nein, aber so bleiben wir in deren Gunst, wie es der Doktor gesagt hat.�</p><p>Monica schien kurz davorzustehen, in Tr�nen auszubrechen. �Gott, warum kann ich nicht wenigstens ein Mal einen richtigen Mann haben? Manchmal w�rde ich am liebsten einfach abhauen.�</p><p>�Pst! Sag doch nicht so was�, schalt Cassandra sie. �Wir beide wissen, was mit M�dchen passiert, die probieren wegzugehen ��</p><p>Verwunderter h�tte ich nicht sein k�nnen als jetzt, w�hrend ich der geheimnisvollen Unterhaltung lauschte �</p><p>�Ich sollte lieber mal nach der Falle sehen�, meinte Cassandra und sprang in das Wasser, das ihr bis zur Brust reichte. Sie watete zu der behelfsm��igen Boje hin�ber. Derweil stand Monica auf und streckte sich mit den H�nden hinter dem R�cken. Dabei drehte sie sich um, sodass ich einen Blick auf ihren K�rper werfen konnte, der wundersch�n und gertenschlank war. Sie konnte nicht �lter als achtzehn sein. Als sie sich weiter umdrehte, blickte sie in meine Richtung und streckte sich immer noch. Das gl�nzende schwarze Haar wurde von einer vom See kommenden Brise verweht. Sie war ein exotischer Anblick mit ihren kleinen Br�sten, den langen Beinen und dem flachen Bauch. Ich wollte mich abwenden, da mir mein unabsichtlicher Blick g�nzlich unangemessen erschien, doch dann kehrte Cassandra zur�ck. Sie kletterte �ber die Leiter zur�ck auf den Pier und hielt eine kleine, mit Flusskrebsen gef�llte Falle aus Draht in der Hand. Im Gegensatz zu Monica war Cassandra im neunten Monat schwanger.</p><p>�Sieh mal, sie ist voll!�, jubelte sie und hielt die Falle mit den umherkriechenden Tieren hoch.</p><p>Monica kam zu ihr her�ber. �Wow, das sind aber viele.� Sie hob die Falle vorsichtig an. �Das m�ssen ja zehn Pfund sein. Wir k�nnen gleich f�r <emphasis>mehrere Tage</emphasis> Eintopf kochen.�</p><p>W�hrend ich sie weiter belauschte, achtete ich auf nichts anderes mehr � und meine Finger wurden m�de. Ich lie� meine Aktentasche fallen �</p><p>Das Ger�usch war zu deutlich; beide M�dchen sahen augenblicklich fragend in meine Richtung. Konnten sie mich sehen? Ich blieb regungslos stehen.</p><p>�Ich glaube, da ist jemand�, vermutete Cassandra, dann hob sie einen Finger an die Lippen. �Hoffentlich sind es nicht <emphasis>sie</emphasis> ��</p><p>�Sieh mal! Da dr�ben!� Monica deutete direkt auf das hohe Grasb�schel, hinter dem ich mich versteckte.</p><p>�Ist es ��</p><p>�Nein, es ist ein Mann! Ein <emphasis>richtiger Mann</emphasis>!� Sie kam vom Pier aus n�her, immer noch nackt. �Hey, warten Sie! Kommen Sie her!�</p><p>Ich schnappte mir meine Aktentasche und rutschte aus.</p><p>�Nein!�, jaulte Monica. �Gehen Sie nicht! <emphasis>Bitte!</emphasis> Wir k�nnen Sie sehr gl�cklich machen! KOMMEN SIE ZUR�CK!�</p><p>Ich hatte nicht die Absicht, ihr Folge zu leisten. Meine F��e trugen mich rasch den engen Weg entlang und ich konnte nur hoffen, dass keines der M�dchen mein Gesicht gut genug hatte sehen k�nnen, um mich sp�ter wiederzuerkennen. In der Ferne h�rte ich Monica traurig sagen: �Oh, SCHEISSE! Er ist weggerannt!�</p><p>Ich wurde erst langsamer, als ich die Stadtmitte erreicht hatte und dankbar das Hilman House betrat �</p><p>*�*�*</p><p>In der Sicherheit meines Zimmers setzte ich mich aufs Bett, um wieder zu Atem zu kommen. Ich schaltete das Radio ein, da mich die Musik zur�ck in die Normalit�t bringen w�rde, und entspannte mich augenblicklich, als �Our Love� von Tommy Dorsey ert�nte. Danach folgten jedoch die st�ndlichen Nachrichten: Der Oberste Gerichtshof erkl�rte einen Arbeiterstreik f�r unzul�ssig, General Francisco Franco hatte Madrid mit seinen Faschistentruppen �bernommen, ein Wissenschaftler namens Fermi warnte die Regierungen der Alliierten, dass es jetzt einen Prozess gebe, bei dem Atome gespalten werden, wodurch eine gewaltige Zerst�rungskraft freigesetzt werde. Keine dieser Nachrichten klang hoffnungsvoll; ich schaltete das Ger�t wieder aus.</p><p>Die Ablenkung, auf die ich gehofft hatte, war sabotiert worden. <emphasis>Was genau hatte sich heute eigentlich zugetragen?,</emphasis> fragte ich mich desillusioniert. Ich versuchte angestrengt, eine logische Erkl�rung zu finden f�r das, was ich gesehen und geh�rt hatte, doch es gelang mir nicht. Das alles wollte f�r mich keinen Sinn ergeben, doch ich �berlegte mir, dass es mir in meinem erregten und ersch�pften Zustand guttun w�rde, zur Ruhe zu kommen, um meine Gedanken zu sammeln. Die Hitze des Tages sowie mein schnelles Laufen hatten bewirkt, dass ich ziemlich schmutzig und verschwitzt war, daher nahm ich ein k�hles Bad. Ich versuchte, meine Gedanken zu ordnen �</p><p>Doch trotz des k�hlen Wassers �berkam mich eine heftige M�digkeit, die mich immer wieder eind�sen lie�. Traumschnipsel qu�lten mich: Bilder, nicht nur verworrene, sondern auch abscheuliche.</p><p>Der Mann in dem einfachen Haus, deformiert durch ein katastrophales arthritisches Syndrom, der feuchte, widerliche Beschimpfungen in einer unverst�ndlichen Sprache ausstie� und dann mit dieser Peitsche oder was immer es gewesen war, nach dem jungen Walter schlug.</p><p>Und die beiden nackten M�dchen am Pier, die eine schwanger und die andere offensichtlich voller Furcht vor einer Schwangerschaft, aber dennoch resignierend � Ihre r�tselhaften Worte erklangen immer wieder in meinem leichten Schlummer:</p><p><emphasis>� Es macht mich krank � ihr Zustand, meine ich �</emphasis></p><p><emphasis>� Dann bist du also noch nicht so weit? �</emphasis></p><p><emphasis>� Sie zwingen mich hinzugehen � jeden Abend �, bis sie sich sicher sind! �</emphasis></p><p><emphasis>� Manchmal enden sie so wie Paul �</emphasis></p><p>Die Worte verschwammen ineinander, und dann konnte ich rasiermesserscharf ihre K�rper vor mir sehen, ihre strahlende nackte Sch�nheit, ihre gl�nzende wei�e Haut und ihre femininen Formen, die ich verbotener- und falscherweise zu Gesicht bekommen hatte in all ihrer Exotik �</p><p>M�glicherweise war ich eingeschlafen, als diese deutlichen Bilder pl�tzlich verbannt wurden � durch das von Mary �</p><p>Zuerst nur von ihrem sch�nen Gesicht und ihrer einfachen, ehrlichen Art sowie von einigen ihrer Bemerkungen.</p><p><emphasis>� Ein gut aussehender Gentleman wie Sie mit so guten Manieren hat nie geheiratet? �</emphasis></p><p>Und dann eine teuflische Verschmelzung: der erste faszinierende Blick auf sie, w�hrend sie im Baxter�s arbeitete, sich langsam wandelnd zu der sch�ndlichen und ausbeuterischen Fotografie, die ich dem widerlichen Cyrus Zalen abgekauft hatte: Mary, nackt, schwanger und provokativ fotografiert als visuelles Futter f�r Degenerierte �</p><p>Die Endg�ltigkeit dieses Bildes riss mich aus meinem Schlummer, und ich bin mir sicher, dass ich h�rbar aufgest�hnt habe. Die pl�tzliche Unruhe war � wie ich peinlich ber�hrt zugeben muss �, ein ungez�geltes k�rperliches Verlangen der h�chst s�ndhaften Art. Ich war fleischlich erregt, und obwohl ich in der Vergangenheit immer mehr als nur einen guten Job geleistet habe, abstinent zu leben, lie� sich die grundlegende Notwendigkeit jetzt nicht unterdr�cken. Ich m�chte nicht ins Detail gehen, sondern nur sagen, dass mich meine Lust zu dem trieb, wof�r einsame M�nner <emphasis>bekannt</emphasis> sind, dass sie es in derartigen Momenten der Schw�che tun, und danach � voller Scham � betete ich zu Gott, dass er mir diesen verderbten und h�chst unversch�mten Angriff auf seine Gnade vergeben m�ge �</p><p>Peinlich ber�hrt lag ich in der Klauenfu�wanne, doch dann riss ich erschrocken die Augen auf �</p><p>Ich hatte ein pl�tzliches, nicht zu leugnendes Ger�usch vernommen: ein heftiges Einatmen. Es war ein ansprechendes, laszives Ger�usch, das mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Frau stammte.</p><p>Ich starrte auf die gegen�berliegende Wand, mit einem Male �berw�ltigt von dem Gef�hl, beobachtet zu werden. Aber falls dem so war �</p><p>Von wo genau?</p><p>Ich sprang aus der Badewanne, zog mir einen Bademantel an, und wie ein Paranoiker begann ich tats�chlich, die gegen�berliegende Wand und die Decke �ber der Wanne abzusuchen. Aber ich stie� auf keinerlei �Guckloch�; Minuten sp�ter �rgerte ich mich �ber meine t�richte �berreaktion. Das Ger�usch, das ich zu h�ren geglaubt hatte, war h�chstwahrscheinlich ein �berbleibsel meiner Tr�ume, meines erm�deten K�rpers und meines ermatteten Geistes. <emphasis>Um Himmels willen!,</emphasis> spottete ich. <emphasis>Wer sollte ausgerechnet mich bespitzeln?</emphasis></p><p>Mein neuer Pierce-Chronograf, eine Armbanduhr, zeigte mir, dass meine Verabredung zum Abendessen schnell n�her kam. Ich puderte mich, putzte mir die Z�hne mit einem neuen Produkt, das Listerine-Zahnpasta genannt wurde, und zog meinen Abendanzug an. Auch wenn ich mich auf das Abendessen mit Mr. Garret freute, waren meine Gedanken haupts�chlich bei einer anderen Verabredung: der zum Mittagessen am folgenden Tag mit Mary. Seltsamerweise hatte ich das Gef�hl, sie mit meiner erniedrigenden und selbstmissbr�uchlichen Tat vorhin beschmutzt zu haben, eine absurde Abstraktion, aber so war ich. Nichtsdestotrotz w�rde ich nicht gehen, bevor ich nicht eine einfache Sache erledigt hatte.</p><p>Ich setzte mich an den kleinen Schreibtisch, der in meinem Zimmer stand, und �ffnete meine Aktentasche. Aus dieser holte ich den Ordner hervor, den ich Mr. Zalen abgekauft hatte, und zog das zuunterst liegende Foto von Mary hervor. Mit abnehmender Grimmigkeit erlaubte ich mir, es anzusehen �</p><p>Die Sch�rfe, der Kontrast und die Gesamtklarheit des Bildes schienen mir jetzt noch st�rker zu sein als zuvor. Und erneut wirkte diese Fusion von Marys objektiver k�rperlicher Sch�nheit mit dem erschreckenden ausbeuterischen Motiv erdr�ckend auf mich: diese anmutige und �berschw�ngliche Pose, nur f�r den visuellen Bedarf gottloser, zur Perversion neigender M�nner. Jedes Element der Fotografie schien Lust auszustrahlen: Marys bodenlose, funkelnde Augen; ihr sinnliches L�cheln; die hohen Br�ste mit den dunklen Brustwarzen, die voller Milch waren; die schlanken, sch�n geformten Beine. Mir fiel auf, dass jeder Zentimeter ihres makellosen nackten K�rpers entweder vor Schwei� gl�nzte oder mit einem �l eingerieben worden war, was bewirkte, dass ihr ganzes Bild schimmerte, als w�re es innerhalb der Grenzen des Fotopapiers lebendig. Aber ich w�rde nicht der Wolllust unterliegen, zu der dieses Bild mich zu verleiten versuchte.</p><p>Nur der Liebe.</p><p><emphasis>Eine monstr�se Welt ist das, die so etwas zul�sst,</emphasis> fand ich. <emphasis>Dass die Armen und die Verzweifelten f�r die niedersten Instinkte versklavt werden.</emphasis> Ich holte eine kleine, zusammenklappbare Schere aus meiner Reisetasche und begann, das Foto in kleine St�cke zu schneiden. Ich arbeitete mich vom Rand nach innen vor, bis nur noch das winzige Quadrat mit Marys wundersch�nem Gesicht �brig war. Die Fetzen warf ich weg; das Quadrat jedoch versteckte ich in einem Fach in meiner Brieftasche.</p><p>Dann ging ich die Treppe hinunter; als ich mich dem Erdgeschoss n�herte, �ffnete sich die T�r zum Atrium, bevor ich danach greifen konnte, und auf einmal stand ich vor einer schlanken, attraktiven jungen Frau in einem sch�nen, aber einfachen Kleid, wie es viele Frauen in den w�rmeren Monaten bevorzugten. Sie war auf dem Weg nach oben, w�hrend ich nach unten ging. Sie schenkte mir ein sanftm�tiges L�cheln und nickte, als sie n�her kam.</p><p>�Guten Tag.�</p><p>�Hallo�, erwiderte sie, als ob sie sch�chtern w�re. Als sie mich passierte, erschrak ich bis ins Innerste; ich hatte so lange gebraucht hatte, um die schlanke Gestalt und das obsidianschwarze Haar zu erkennen.</p><p><emphasis>Monica,</emphasis> war ich mir sicher. <emphasis>Eines der M�dchen vom Pier �</emphasis></p><p>Augenscheinlich hatte sie mich nicht als den Eindringling erkannt, den sie nur wenige Stunden zuvor so leidenschaftlich angefleht hatte.</p><p><emphasis>Sie wird doch nicht hier wohnen �</emphasis> Vielleicht war sie hier als Zimmerm�dchen angestellt. Aber, ehrlich, warum sollte ich mir Sorgen machen?</p><p>Ich h�rte ihre leisen Schritte, als sie die Treppe hinaufstieg, dann an mir vorbei ins Atrium ging, doch als die T�r langsam hinter mir zufiel � ich wei� nicht genau, warum ich das �berhaupt bemerkt habe �, schienen die Schritte sehr schnell aufzuh�ren. Ich bin mir auch nicht sicher, was mich zu meiner n�chsten Tag bewogen hat.</p><p>Ich ging zur�ck ins Treppenhaus und blickte nach oben.</p><p>Von Monica war nichts mehr zu sehen, aber dann �</p><p><emphasis>Klick!</emphasis></p><p>Ich registrierte das Ger�usch schnell genug, um zu der T�r im ersten Stock hinaufzusehen. Diese fiel vor meinen Augen ins Schloss.</p><p><emphasis>Der erste Stock,</emphasis> dachte ich. <emphasis>Die VERSCHLOSSENE T�r.</emphasis> Monica hatte aus welchem Grund auch immer eindeutig Zugang zu dieser Etage.</p><p>Mit gerunzelter Stirn kehrte ich ins Atrium zur�ck. Allerdings war mir nicht ganz klar, warum mir das zu schaffen machte.</p><p>Der freundliche Page und der Rezeptionist gr��ten mich, als ich vorbeiging. Bei Letzterem angekommen, musste ich einfach nachfragen: �Wenn es Ihnen nichts ausmacht, Sir, ich bin neugierig, aus welchem Grund der erste Stock verschlossen ist.�</p><p>Es kann Einbildung von meiner Seite gewesen sein, aber sein �bliches L�cheln und seine Gutm�tigkeit schienen f�r einen Augenblick abzurei�en. �Aber Sie wohnen doch im <emphasis>vierten</emphasis> Stock, Mr. Morley. Warum sollten Sie ��</p><p>�Nat�rlich�, versuchte ich abweisend zu klingen. �Ich h�tte vorausschicken sollen, dass ich versehentlich den ersten Stock f�r das Erdgeschoss gehalten habe.� Ich m�chte dies nicht direkt als L�ge bezeichnen, sondern eher als bescheidene Abweichung von der Wahrheit.</p><p>Doch der gutm�tige Gesichtsausdruck des Mannes war bereits zur�ckgekehrt. �Ah, nun ja, diese Etage ist bis auf Weiteres gesperrt. Renovierung. Die Arbeiten sollten nicht l�nger als einen Monat dauern.�</p><p>�Verstehe. Vielen Dank, dass Sie meine ziemlich sinnlose Neugier befriedigt haben. Ich h�tte es mir denken k�nnen.� Dann w�nschte ich ihm einen guten Abend.</p><p>Nach �berqueren der Stra�e erwartete mich im Wraxall�s ein appetitanregender Duft. Das Restaurant sah makellos aus und war mit einfachen St�hlen und Tischen in einem nicht wirklich �berraschenden nautischen Gesamtbild eingerichtet. An den W�nden hingen Fotos alter Fischer in Regenjacke, die stolz beachtliche Fische in die Luft hielten, ein Steuerrad, ein Schiffsfenster und mehrere Fischnetze mit Schwimmern verzierten die Ecken. Ich hielt es f�r m�glich, dass dieses Restaurant vor dem Wiederaufbau die d�stere Cafeteria gewesen war, in der Robert Olmstead widerstrebend und unter den sonderbaren Blicken heruntergekommener Kerle gegessen hatte.</p><p>Messinglaternen, originellerweise mit Kerzen im Innern, verzierten die Holztische. Doch meine Augen verengten sich, als ich bemerkte, dass Mr. Garret nirgends zu sehen war. Nur ein Tisch war besetzt, von einem Paar, das sich leise unterhielt.</p><p>Als die Kellnerin mit der Speisekarte erschien, war sie sprachlos.</p><p>Ich h�tte mich nicht mehr freuen k�nnen. Es war Mary �</p><p>�Oh, Mary, was f�r eine angenehme �berraschung.� Ich versuchte, meine Freude in Zaum zu halten.</p><p>�Foster!� Sie l�chelte mich an und dr�ckte mir eine Hand gegen den R�cken, um mich in die Ecke zu schieben. �Nehmen Sie die Fensternische. Von dort aus kann man wunderbar den Sonnenuntergang beobachten. Ich bin so froh, dass Sie kommen konnten.�</p><p>�Ich hatte keine Ahnung, dass Sie hier ebenfalls arbeiten.�</p><p>�Oh, ich springe nur manchmal ein. Aber die Bezahlung ist nicht �bel, nun, da unser wunderbarer Pr�sident das Mindestlohngesetz unterschrieben hat.�</p><p>Ich hatte davon gelesen: ziemlich sch�bige vierzig Cent pro Stunde. Aber ich musste mir ins Ged�chtnis rufen, dass Gl�ck � und die harte Arbeit meines Vaters, nicht meine eigene � mir einen wesentlich wohlhabenderen Status verschafft hatten als den der meisten anderen.</p><p>Sie f�llte mein Wasserglas, w�hrend ich mich setzte. �Haben Sie einen sch�nen, ruhigen Ort gefunden, um Ihr Buch zu lesen?�</p><p>�Oh, <emphasis>Schatten �ber Innsmouth</emphasis> �� Ich hatte beinahe vergessen, dass dies mein urspr�ngliches Ziel gewesen war. �Eigentlich war ich so damit besch�ftigt, die Stadt zu durchstreifen, dass ich gar nicht dazu gekommen bin. Morgen aber. Nach unserer Verabredung zum Mittagessen, die, wie ich von ganzem Herzen hoffe, noch immer steht.�</p><p>Auf einmal seufzte sie und lie� dramatisch den Kopf h�ngen. �Machen Sie Witze? Ich kann es kaum erwarten. Das wird mein erster freier Nachmittag seit Wochen sein.�</p><p>Diese Worte beunruhigten mich. �Mary, es gibt nichts Bewundernswerteres als einen schwer arbeitenden Menschen�, dann beugte ich mich n�her an sie heran, �aber ich w�nschte, Sie m�ssten sich nicht so plagen, wo Sie doch ein Kind erwarten.�</p><p>�Sie sind so s��, Foster�, erwiderte sie grinsend und dr�ckte meine Hand. �Aber harte Arbeit ist das, worauf Amerika aufgebaut wurde, oder nicht?�</p><p>�Ja, das ist wahr�, entgegnete ich leicht schuldbewusst.</p><p>�Au�erdem sagt Dr. Anstruther, es sei in Ordnung, bis zum achten Monat zu arbeiten, solange ich mich nicht zu sehr anstrenge.�</p><p>Ich war sicher, dass dies stimmte, trotzdem war ich besorgt. Als sie sich vorbeugte, um mir die Speisekarte zu reichen, konnte ich ein wenig in ihren Ausschnitt sehen und erinnerte mich zuerst an die zerst�rte Fotografie und als N�chstes an den einen Sekundenbruchteil w�hrenden Blick, den ich im Hinterzimmer des Baxter�s auf ihren Busen hatte werfen k�nnen. Und hier war es erneut, dieses perfekte Tal aus Fleisch.</p><p>Ich biss mir beinahe die Z�hne ins Zahnfleisch, als ich den Blick abwandte. Gro�er Gott! Ich hoffte, sie hatte es nicht bemerkt.</p><p>Ich ben�tigte eine weitere Ablenkung, aber diesmal braucht ich keine zu fabrizieren. Eine Schiffsuhr aus Messing an der Wand sagte mir, dass ich f�nf Minuten Versp�tung hatte. �Sagen Sie, Mary, ist ein ansehnlich gekleideter Mann Ende zwanzig hier gewesen? Braunes, kurzes Haar? Sein Name ist William Garret.�</p><p>Sie sch�ttelte den Kopf. �Nein, Foster. Mitte der Woche ist hier immer wenig los � wie man sagt: Freitag ist Fischtag. Sp�ter gibt es einen Ansturm, wenn die Fischer von den Docks zur�ckkommen. Aber ich f�rchte, den Mann, den Sie beschrieben haben, habe ich nicht gesehen.�</p><p>�Wir wollten uns hier treffen�, erkl�rte ich, zuckte dann jedoch mit den Achseln. �Macht nichts. Entweder kommt er zu sp�t oder er hat eine Anstellung gefunden. Er ist Buchhalter.�</p><p>�Es k�nnte sein, dass einer der Gro�h�ndler einen Buchhalter braucht�, meinte sie.</p><p>�Ja, das wird es wohl sein.� Es war offensichtlich. Vermutlich hatte er seinen Freund Mr. Poynter aufgesp�rt und Arbeit gefunden. Ich w�nschte ihm von Herzen alles Gute.</p><p>Wir hielten etwas Small Talk, dann gab ich meine Bestellung auf, die Marys Empfehlung entsprach: Fischsuppe, frittierte Ipswich-Muscheln und mit Krebsfleisch gef�llten Streifenbarsch. Ich genoss derartige Gerichte immer sehr und bedauerte Lovecraft, der ebenfalls aus New England stammte, aufgrund einer Abscheu gegen Meeresfr�chte jedoch nie den Genuss derartiger K�stlichkeiten teilen konnte. Ich bem�hte mich, den Blick von Mary abgewendet zu halten, w�hrend sie ging, um an den anderen Tischen zu bedienen. <emphasis>Sie ist nur so � wundersch�n,</emphasis> dachte ich immer wieder. Schlie�lich gingen die G�ste vom anderen Tisch, dann verlie� ein Mann, der weiter hinten gesessen hatte, ebenfalls das Restaurant und schien den Block hinunterzugehen. Ehe ich mich versah, sa� Mary mit zwei Malzcola mir gegen�ber.</p><p>�Ich liebe Ihre Gesellschaft, Mary, aber wird Ihr Arbeitgeber nicht ��</p><p>�Machen Sie sich wegen Mr. Wraxall keine Sorgen�, versicherte sie mir und nippte an ihrem Getr�nk. �Er geht jeden Abend um sieben in die Bar � das Karswell�s � und spielt wenigstens drei Runden Sechserpasch. Daher kann ich ebenfalls eine Pause machen, w�hrend Ihr Essen zubereitet wird.�</p><p>�Wie angenehm�, rief ich nahezu.</p><p>Selbst gelassen dasitzend gl�nzten ihre Augen wie Diamanten, und ich konnte jetzt die F�lle ihres dunkelblonden Haares bewundern, nun, da es vom Haarnetz befreit war, das sie im Laden getragen hatte. Als ich mich erwischte, wie ich ihre Lippen musterte, die sich um den Strohhalm schlossen, zuckte ich ob der in dem Anblick liegenden pl�tzlichen Erotik fast zusammen.</p><p>�Und wie war Ihr Umherstreifen?�, erkundigte sie sich.</p><p>�Wunderbar, Mary. Ich glaube, ich habe dem meisten in der Stadt einen ordentlichen Besuch abgestattet ��</p><p>�Die Docks?�, warf sie ein.</p><p>�Oh ja, an den Docks war ich auch.�</p><p>�Lassen Sie sich nicht davon abschrecken, wenn die Bootsleute nicht �berm��ig freundlich waren�, erkl�rte sie.</p><p>�Tats�chlich hat mich mein Freund Mr. Garret davor auch schon gewarnt, aber eigentlich sind mir diese Arbeiter nicht weiter aufgefallen.�</p><p>�Das liegt nur daran, dass sie � wie lautet das Wort?� Sie legte eine Fingerspitze an die Lippen. �Besitzergreifend sind.�</p><p>Das schien merkw�rdig. �Besitzergreifend? Wie in aller Welt meinen Sie das?�</p><p>�Sie m�gen keine Fremden, Foster�, fuhr sie fort. �Fremde sollten nicht in unserem Hafen sein, sondern in deren eigenem bleiben. Wir schicken unsere Boote nicht nach Rockport oder Gloucester. Warum sollte es denen gestattet sein, ihre Boote zu uns zu schicken?�</p><p>Nun ergab es einen Sinn; das war der Territorialismus, von dem Onderdonk so verbittert gesprochen hatte. Ein �Fremder� aus einer anderen Hafenstadt konnte leicht feststellen, wo die Fischerboote aus Innswich ihre Netze auslegten und wann sie rausfuhren. �Das scheint mir eine angemessene Faustregel�, sagte ich, �und ich freue mich, dass es der Fischindustrie der Stadt so gut geht.� Nach einer Pause f�gte ich hinzu: �Ich hoffe nur, dass es <emphasis>Ihnen</emphasis> ebenfalls gut geht, Mary.�</p><p>�Was, mir? Mir geht es gut. Dank des Mindestlohns verdiene ich prompt mehr, und seitdem ich f�nfundzwanzig wurde, erhalte ich eine monatliche Dividende vom Stadtkollektiv.�</p><p>�Vom Stadt�kollektiv?� Ich kicherte halbherzig. �Das klingt ein wenig sozialistisch.�</p><p>�Nein, es ist nur ein Gewinnbeteiligungsplan f�r Einwohner, die arbeiten und zur hiesigen Wirtschaft beitragen�, erkl�rte sie. �Der Gro�teil der Einnahmen kommt vom Fischfang. Ich bekomme das Geld jetzt seit drei Jahren, und jedes Jahr wird es ein bisschen mehr.� Sie senkte die Stimme. �Ich sch�me mich, das zu sagen, aber wir haben zu Hause nicht einmal richtige M�bel, doch dieses Jahr werde ich dank des Kollektivs welche kaufen k�nnen.�</p><p>Diese Bemerkung machte mich traurig; von meinem kurzen Besuch bei ihrem Haus erinnerte ich mich an die behelfsm��igen Gegenst�nde, die Marys Armut sie zwangen, als M�bel zu benutzen. �Sie sind eine zielstrebige Frau, Mary, und mit all diesen Kindern? Plus Ihrem Bruder und Ihrem Stiefvater, f�r die sie sorgen m�ssen? Ihre Widerstandskraft ist wirklich bemerkenswert. Ich muss allerdings zugeben, dass ich heute Ihrem Sohn Walter begegnet bin. Was f�r ein guter Junge.�</p><p>Dieses Eingest�ndnis schien sie zu bedr�cken. �Sie � sind bei meinem Haus gewesen?�</p><p>Nun musste ich meine Worte mit Bedacht w�hlen. �Eigentlich nicht. Ich kam blo� vorbei, als ich von dem Barbecuestand die Stra�e rauf zur�ckgekehrt bin.�</p><p>Ihre Stimme schwankte. �Und � Sie sind � Walter begegnet?�</p><p>�Das bin ich in der Tat. Was f�r ein t�chtiger junger Mann. Er �bte � recht geschickt � seine K�nste als Bogensch�tze. Ich habe mich allerdings nur einen Moment mit ihm unterhalten.�</p><p>�Aber Sie haben nicht meinen � Stiefvater � gesehen?�</p><p>�Oh, nein, nein. Ich ging nur an Ihrem Haus vorbei�, wiederholte ich. �Ich mag Walter sehr, aber ich sage Ihnen, ich habe keine Spur von Ihren anderen Kindern gesehen. Sie haben doch insgesamt acht, richtig?�</p><p>�Ja, aber sie sind alle j�nger. Wahrscheinlich haben sie geschlummert.�</p><p>�Zweifellos, an solch einem hei�en Tag.� Die Versuchung nagte an mir, ihr einfach einen Scheck �ber 5000 Dollar auszuschreiben, f�r ein <emphasis>neues</emphasis> Haus, mit <emphasis>echten</emphasis> M�beln, um ihr das Leben zu erleichtern.</p><p>Aber ich f�rchtete, wie das zu diesem Zeitpunkt aufgenommen w�rde �</p><p>�Und ich hoffe, Sie sind nicht furchtbar entt�uscht von mir, Mary, aber die Umst�nde haben mich gezwungen, mein fr�heres Versprechen zu brechen�, gestand ich ihr. �Ich habe mich heute fr�her am Tag mit diesem Mr. Cyrus Zalen unterhalten ��</p><p>�Oh, Foster, das haben Sie nicht getan!�, rief sie aus.</p><p>Ich hob einen Finger in die Luft. �Es war kaum von Bedeutung, ehrlich. Sehen Sie, ich konnte Ihren Bruder doch nicht einfach des Fotos mit H.�P. Lovecraft berauben; das erschien mir falsch. Und wie es das Gl�ck wollte, besitzt Zalen noch immer das Negativ, und wir haben vereinbart, dass ich ihm morgen einen Abzug davon abkaufen werde. Aber Sie hatten mit einer Sache ganz recht�, sagte ich kichernd. �Er ist wirklich einer von der dubiosen Sorte.�</p><p>Marys pl�tzlich niedergeschlagener Gesichtsausdruck lie� mich sofort bereuen, ihr diese Information �berlassen zu haben. Aber mir gefiel der Gedanke einfach nicht, sie ihr vorzuenthalten.</p><p>�Er ist ein b�ser Mann, Foster�, sagte sie. �Und er lebt in einer schmutzigen Gegend. Er ist drogens�chtig und ein Betr�ger.�</p><p>�Das bezweifle ich nicht, nachdem ich ihm begegnet bin.�</p><p>�Und er nutzt Leute aus � <emphasis>Frauen,</emphasis> Foster. Arme Frauen.�</p><p>�Das kann ich mir vorstellen�, erwiderte ich.</p><p>Jetzt schluckte sie schwer. �Ich bin mir sicher, dass er Ihnen � von mir erz�hlt hat.�</p><p>Hier hatte ich keine andere Wahl, als sie anzul�gen, um ihre Gef�hle nicht zu verletzen. �Warum sagen Sie so etwas? Er kann �berhaupt nichts �ber Sie sagen.�</p><p>Sie griff �ber den Tisch und ber�hrte meine Hand. �Foster, ich muss ehrlich zu Ihnen sein � weil ich Sie so sehr <emphasis>mag</emphasis> ��</p><p>Diese pl�tzliche �u�erung ersch�tterte mich �</p><p>�� aber vor langer Zeit war ich eine der Frauen, die er ausgenutzt hat�, endete sie und blickte mir direkt in die Augen.</p><p>Meine Antwort kam ohne Z�gern, ebenso mein L�cheln. �Mary, es gibt Zeiten, in denen wir <emphasis>alle</emphasis> einen falschen Weg im Leben einschlagen, und wenn wir aus Verzweiflung etwas Unethisches tun, sind wir nur menschlich. Das sind keine schwerwiegenden S�nden, und Sie m�ssen daran glauben, dass Gott alles vergibt.�</p><p>Ihre Augen waren nur ein Blinzeln davon entfernt, in Tr�nen auszubrechen. �Tut Er das wirklich?�</p><p>�Ja�, versicherte ich ihr und nun war meine Hand es, die die ihre nahm. �Die Folgen einer Mutterschaft sind f�rwahr belastend. Die Vergangenheit liegt jetzt hinter Ihnen, und all ihre vergangenen Bef�rchtungen liegen ebenfalls hinter Ihnen. Dasselbe gilt f�r alle Menschen, Mary. Dasselbe gilt f�r mich. Sie tun jetzt das Richtige, und Sie haben eine wunderbare Zukunft, die Sie erwartet.�</p><p>Sie schluckte schwer und dr�ckte meine Hand. �Dann werde ich es jetzt einfach aussprechen, weil ich Sie nicht anl�gen m�chte.� Dann kr�chzte sie: �Bevor mich das Stadtkollektiv aufgenommen hat, hat es in der Vergangenheit Zeiten gegeben, in denen ich Zuflucht zu Akten der Prostitution nehmen musste.�</p><p>�Aber das ist doch <emphasis>unwichtig</emphasis>�, erwiderte ich, unbeeindruckt � denn dies wusste ich bereits. �Sie sind jetzt eine moralische, ehrliche und sehr hart arbeitende Frau. <emphasis>Das</emphasis> ist alles, was z�hlt, Mary.�</p><p>Sie sah mich daraufhin so eigent�mlich an. �Ich erkenne es an Ihren Augen � es st�rt Sie wirklich nicht, nicht wahr? Ich meine, was ich in der Vergangenheit gewesen bin.�</p><p>�Es st�rt mich nicht im Geringsten�, sagte ich aus ganzem Herzen. �Mich interessiert nur, was Sie jetzt sind: eine wundervolle, wundersch�ne Person.�</p><p>Sie schluchzte eine wenige Male, als eine Glocke erklang und jemand rief: �Bestellung fertig!�</p><p>Sie wischte sich die Augen, l�chelnd. �Foster, das ist <emphasis>jetzt</emphasis> erste Mal seit Jahren, dass ich mich meinetwegen wohlf�hle � dank Ihnen.�</p><p>�Sie haben allen Grund dazu, sich Ihretwegen wohlzuf�hlen, und ich hoffe, dass es <emphasis>immer</emphasis> so bleiben wird.�</p><p>�Ich sollte jetzt lieber Ihr Essen holen, bevor ich einen ausgewachsenen Weinkrampf bekomme.� Und dann war sie auf und eilte nach hinten.</p><p>Ich sa� in platonischer Verz�ckung da. Diese wunderbare Frau schien mich aufrichtig gern zu haben, etwas Seltenes in meinem abgeschiedenen Leben. Was mich am gl�cklichsten machte, war das Wissen, dass meine Worte und mein Ernst ihr geholfen hatten, sich selbst in einem besseren Licht zu sehen.</p><p>Als mein Essen kam, war es ein Koch mit Sch�rze anstelle von Mary, der es brachte. �Entschuldigen Sie, Sir, aber Ihre Kellnerin ist kurz indisponiert. Irgendetwas hat sie wohl zum Weinen gebracht.�</p><p>�Gewiss eine Allergie�, sagte ich. �Bisher hat sie sich fabelhaft um mich gek�mmert.�</p><p>�Guten Appetit, Sir.�</p><p>�Vielen Dank, es wird mir gewiss schmecken.�</p><p>W�hrend ich das k�stliche Mahl genoss, bemerkte ich lackierte Plaketten, die an den W�nden befestigt waren � es handelte sich um Namensschilder alter Schiffe. HETTY war auf einem zu lesen, und auf anderen: SUMATRY QUEEN und COLUMBY. Ich war mir nicht sicher, warum � und vielleicht lag es auch nur an dem himmlischen Essen, aber � klingelte bei diesen Namen nicht etwas?</p><p>Die Fischsuppe war selbst nach Providence-Ma�stab hervorragend, und der Streifenbarsch d�rfte der beste gewesen sein, den ich je probiert hatte. Zum Ende des Mahls f�hlte ich mich wie der s�ndigste Vielfra�, speziell in Zeiten, wo so viele kaum zu essen hatten.</p><p>Mary kehrte zur�ck � ein wenig erfrischt und wieder gefasst �, und nachdem sie den Tisch abger�umt hatte, setzte sie sich erneut mir gegen�ber. Ich h�tte das Essen nicht noch mehr loben k�nnen. Aber ihr Blick sagte mir, dass ihr noch immer etwas Sorgen bereitete.</p><p>�Was haben Sie vorhin gesagt, Foster�, setzte sie an, ��ber Cyrus Zalen? Sie meinten, Sie w�rden sich <emphasis>noch einmal</emphasis> mit ihm treffen?�</p><p>�Ja, morgen um vier.� Ich wusste, dass es ihr nicht behagte, mich in der N�he dieses Schuftes zu wissen, daher wollte ich sie beruhigen. �Dabei geht es nur darum, einen Abzug dieser Lovecraft-Fotografie zu kaufen, damit Ihr Bruder die seine behalten kann. Zalen hat etwas Zeit gebraucht, um das Negativ zu entwickeln. Aber ich garantiere Ihnen, dass es das letzte Mal sein wird, dass sich meine Wege mit denen des Mannes kreuzen.�</p><p>�Das ist gut, Foster. Er hat eine b�se Art an sich � er ist ein Verschw�rer.�</p><p><emphasis>Aber auch der Vater eines Ihrer Kinder,</emphasis> schoss mir der finsterere Gedanke durch den Kopf. <emphasis>Doch Ihnen wird er nichts mehr antun, Mary. Daf�r werde ich sorgen.</emphasis> �Ein Verschw�rer und noch einiges mehr�, sagte ich mit unbeschwerterer Stimme. �Ich habe den Mann heute tats�chlich zweimal dabei erwischt, wie er mir nachgeschlichen ist. Einmal vor unserem Treffen und einmal danach.�</p><p>�Er ist Ihnen nachgeschlichen?�</p><p>�Ja, er schlich im Wald herum und hat mich verfolgt. Ich bin sicher, er hatte einen Raub�berfall im Sinn. Ich war auf dem Weg zum Stand der Onderdonks, um mir ein Sandwich zu holen, und auf dem R�ckweg begann Zalen, mir weniger verstohlen zu folgen. Ich bin ihm in den Wald hinein nachgerannt, um ihm zu zeigen, dass ich vor seinesgleichen keine Angst habe.�</p><p>�Foster, das h�tten Sie nicht tun d�rfen!�</p><p>�Dieser Mann wei�, dass ich �ber einige Mittel verf�ge, daher denke ich, er hat sich ausgerechnet, mich zu berauben w�rde mehr Profit abwerfen als mein Kauf des Lovecraft-Fotos. Doch ich habe ihm klargemacht, dass ich sehr wohl f�hig bin, mich zu verteidigen. Er wird es nicht noch einmal versuchen, dessen bin ich mir sicher. Aber dieser unangenehme Zwischenfall hat mich in die N�he der Stelle gef�hrt, wo Klein Walter seine Schie�k�nste erprobt hat � so sind wir uns begegnet. Zalen war da l�ngst verschwunden.� Nat�rlich erw�hnte ich nicht, dass es Zalen gewesen war, der mir gesagt hatte, wo ich Marys heruntergekommenes Haus finden konnte.</p><p>�Dieser Mann ist eine Plage�, meinte sie und st�hnte. �Ich sehe ihn nur selten, aber dann erinnert es mich immer � an das ��</p><p>Ich dr�ckte ihre Hand, um sie zu beruhigen. �Sie m�ssen alle negativen Erinnerungen vergessen, die durch Zalen ausgel�st werden. Er hat nichts zu bedeuten. Erfreuen Sie sich stattdessen an dem, was die Zukunft bringen wird. Ich versichere Ihnen, dass sie rosig aussieht.�</p><p>Sie sah mich traurig an. �Ach, wenn das doch nur wahr w�re, Foster.�</p><p>Darauf reagierte ich nur mit einem L�cheln, da ich beschlossen hatte, nichts weiter dazu zu sagen. Das war auch nicht n�tig, weil ich in diesem Moment wusste, was ich tun w�rde �</p><p>Nach einem bisschen weiteren Small Talk stand ich auf und wollte mich entschuldigen. �Ich bin mir sicher, dass Mr. Garret heute nicht mehr erscheinen wird, und ich bin nach dem langen Tag etwas m�de. Aber nehmen Sie bitte zur Kenntnis, Mary, dass diese kurze Zeit mit Ihnen zu verbringen das Highlight meines Tages gewesen ist. Sie sind ein wunderbarer Mensch.�</p><p>Sie wurde rot und blinzelte eine Tr�ne weg. Dann sah sie sich um, ob uns auch niemand beobachtete, und k�sste mich kurz auf die Lippen. Ich erbebte vor Wonne.</p><p>Ihre Lippen kamen dicht an mein Ohr. �Bitte kommen Sie morgen zu mir in den Laden. Ich habe um zw�lf Uhr Feierabend.�</p><p>�Ich werde dort sein. Und dann gehen wir irgendwo sch�n Mittagessen.�</p><p>Dann umarmte sie mich fast schon verzweifelt. �Bitte vergessen Sie es nicht.�</p><p>Ich kicherte. �Mary, keine Macht der Welt k�nnte mich das vergessen lassen.�</p><p>Ein weiterer schneller Kuss, dann wandte sie sich ab und nahm den F�nfzigdollarschein an sich, den ich auf dem Tisch liegen gelassen hatte. �Ich bin gleich mit Ihrem Wechselgeld wieder da.� Als sie nach hinten eilte, verlie� ich leise das Restaurant.</p><p>Der Himmel verdunkelte sich auf spektakul�re Weise, als ich auf die Hauptstra�e hinaustrat. Die versinkende Sonne tauchte die Wolken �ber der K�ste in unglaubliche Farben. Die einfachen Pflastersteine auf der Stra�e schienen zu gl�nzen; gut gekleidete Passanten schlenderten fr�hlich an mir vorbei, die perfekten menschlichen Zutaten zu einem Abend voll friedlichen Zaubers. In diesem Moment ging mir auf, dass ich mich nie zufriedener gef�hlt hatte.</p><p>Eine schrille Sirene zerriss die abendliche Stille. Ich bog um die Ecke und sah einen langen rot-wei�en Krankenwagen auf dem Gehweg, um den mehrere uniformierte Bedienstete herumwuselten. Einige Anwohner standen daneben und schauten besorgt zu.</p><p><emphasis>Was ist denn hier los?,</emphasis> dachte ich, und meine gute Laune war augenblicklich verschwunden, als ich bemerkte, dass sich die Aktivit�ten auf den Discountladen konzentrierten, den ich fr�her am Tage aufgesucht hatte. In diesem Moment wurde eine Trage aus dem Laden gebracht, und auf dieser lag ein sehr ruhiger und sehr bleichgesichtiger Mr. Nowry. Die schwangere Frau des Mannes stand in der T�r und schluchzte in aller �ffentlichkeit.</p><p><emphasis>Oh nein �</emphasis></p><p>�Der arme Mr. Nowry�, verk�ndete eine leise Stimme neben mir. �Er war so ein netter Mann.�</p><p>Ich drehte mich um und sah eine attraktive rothaarige Frau neben mir stehen. �Ich � Ich hoffe, er ist nicht verschieden. Er war ein so freundlicher Mann, wie man ihn zu treffen sich nur w�nschen kann; vor ein paar Stunden noch habe ich mich mit ihm unterhalten.�</p><p>�Vermutlich ein weiterer Herzanfall�, �u�erte sie vorsichtig.</p><p>�Ich gehe mal und schaue�, sagte ich und machte mich auf den Weg zu dem nachlassenden Tumult. �Sir? Entschuldigen Sie bitte die St�rung�, fragte ich einen der Krankenpfleger, �aber k�nnten Sie mir verraten, wie es Mr. Nowry geht?�</p><p>Der j�ngere Mann sah m�de und ausgelaugt aus. �Ich f�rchte, er ist vor wenigen Minuten gestorben. Wir konnten nichts mehr f�r ihn tun � seine Pumpe hat letztlich versagt.�</p><p>Ich senkte den Kopf. �Ich habe ihn kaum gekannt, aber nach dem, was ich sehen konnte, war er ein guter Mann.�</p><p>�Oh, sicher, ein Olmsteader durch und durch.� Er wischte sich die Stirn. �Aber heute ist schon ein komischer Tag. Das sage ich Ihnen.�</p><p>�In welcher Beziehung?�</p><p>�In einer Kleinstadt wie dieser haben wir nicht mehr als zwei oder drei Todesf�lle pro Jahr, aber heute? Das war jetzt schon der <emphasis>zweite.</emphasis>�</p><p>�Der zweite? Wie tragisch.�</p><p>Die Trage mit dem Verblichenen wurde jetzt hinten in den Wagen geladen. Der Mann, mit dem ich mich unterhielt, deutete ins Innere. �Ein junges M�dchen ebenfalls, noch keine halbe Stunde her. Eins von denen, die sich in schlechter Gesellschaft befanden, aber dennoch � Sie ist bei der Niederkunft gestorben.�</p><p>Ich schaute, wohin er deutete, und bemerkte eine zweite Trage.</p><p>Augenblicklich verengte sich mein Hals.</p><p>Ein d�nnes M�dchen in den Zwanzigern mit str�hnigem Haar lag dort tot neben Mr. Nowry, und ein Laken bedeckte es bis zum Kinn. Trotz der Leichenbl�sse erkannte ich ihr Gesicht.</p><p>Es war Candace � eine von Zalens verschrienen Fotomodellen und Prostituierten. Aber der dicke, angeschwollene Bauch war jetzt fort, nur angeschwollene Br�ste waren unter dem Laken noch erkennbar.</p><p>�Bitte sagen Sie mir, dass ihr Baby �berlebt hat�, beschwor ich ihn.</p><p>�Dem Baby geht es gut�, best�tigte er.</p><p>�Gelobt sei Gott ��</p><p>Der Mann sah mich �u�erst merkw�rdig an, dann schloss er die Heckt�r des Krankenwagens und ging seines Weges.</p><p>Ich kehrte zu der Frau zur�ck, mit der ich gesprochen hatte. �Leider ist Mr. Nowry verstorben. Wir sollten ihn in unsere Gebete einschlie�en.� Ich warf der armen Witwe, die immer noch weinend in der Ladent�r stand, einen traurigen Blick zu. �Seine Frau tut mir sehr leid.�</p><p>�Es d�rfte bei ihr jetzt jeden Tag so weit sein�, berichtete mir die Frau mit hoffnungsvoller Stimme. �Sie m�ssen sich keine Sorgen machen; die Nowrys leben schon seit Langem in der Stadt. Das Kollektiv wird sich um seine Witwe k�mmern.�</p><p>Ein weiterer Hinweis auf dieses Kollektiv. Mein anf�nglicher Eindruck war aufgrund der unvermeidlichen Assoziationen nicht gerade positiv gewesen, aber nun schien es, dass ich zu hastig geurteilt hatte. Die Initiative h�rte sich vielmehr nach einem tauglichen System der sozialen und finanziellen Verwaltung und Profitverteilung an. Es war ermutigend zu wissen, dass Mrs. Nowry nicht auf sich allein gestellt sein w�rde. Und was Candace� Neugeborenes betraf � nun, ich konnte blo� annehmen, dass sich Familienangeh�rige darum k�mmern w�rden oder es zu einer Pflegefamilie kam.</p><p>�Sie sind neu in der Stadt�, stellte die Rothaarige deutlich l�chelnd fest. Dann seufzte sie. �Nur auf der Durchreise, f�rchte ich.�</p><p>�Ja, das stimmt, aber warum ist das so schlimm?�</p><p>�Die gut aussehenden M�nner bleiben <emphasis>nie</emphasis> lange.�</p><p>Diese schmeichelhafte �u�erung traf mich unvorbereitet. �Das ist, �h, sehr nett von Ihnen, Miss, aber ich muss mich jetzt leider verabschieden. Guten Abend.� Ich ging schnell fort. Frauen, die mich so unerwartet mit Komplimenten bedachten, machten mich jedes Mal sprachlos. Zumindest hinterlie� es, wenn auch selbsts�chtig gedacht, ein gutes Gef�hl. Als <emphasis>gut aussehend</emphasis> hatte ich mich noch nie betrachtet. Ich l�chelte dann, als ich mich erinnerte, dass Mary sich �hnlich ge�u�ert hatte.</p><p>Die Schicht am Empfang hatte gewechselt, als ich zur�ck im Hilman House war; eine �ltere Frau mit herabh�ngenden Schultern h�tete die Rezeption.</p><p>�Ma�am, ich w�rde einem Ihrer G�ste, einem Mr. William Garret, gern eine Nachricht hinterlassen�, sagte ich zu ihr. �W�ren Sie so freundlich, ihm diese zukommen zu lassen?�</p><p>Ein Ausdruck der Verwirrung trat kurz in ihre Augen. Sie schaute ins G�stebuch. �Ach herrje, Mr. Garret hat sich vor einigen Stunden ausgetragen, zusammen mit einem Bekannten.�</p><p>�War das etwa Mr. Poynter?�</p><p>�Ja, Sir, das ist korrekt. Sie haben den Bus genommen. Sie wollten zur�ck nach Boston, glaube ich.�</p><p>�Verstehe. Vielen Dank, dass Sie mir Ihre Zeit geopfert haben.�</p><p>Das erkl�rte einiges, auch wenn ich es bedauerte, Garret nicht mehr wiederzusehen, sei es auch nur, um ihm Gl�ck f�r die Zukunft zu w�nschen. Zumindest hatte er seinen Freund Poynter wiedergefunden. Zu schade, dass sie hier keine Anstellung hatten finden k�nnen.</p><p>Auf meiner Etage traf ich auf dem Gang ein Zimmerm�dchen, das einen Wagen vor sich herschob. Sie l�chelte und begr��te mich. Es dauerte einen Augenblick, bis ich sie erkannte.</p><p>Es war die junge Frau, mit der ich schon bei meiner Ankunft gesprochen hatte, die Schwangere, jetzt allerdings �</p><p>�Oh, meine Liebe!�, rief ich aus. �Wie ich sehe, haben Sie Ihr Kind bekommen ��</p><p>�Ja, Sir�, erwiderte sie recht unger�hrt. �Einen Jungen.�</p><p>�Da sind wohl Gl�ckwunsche angebracht, aber � wirklich � Sie sollten sich ausruhen, nicht arbeiten!�</p><p>Sie starrte mich mit geneigtem Kopf nachdenklich an. �Ich r�ume nur ein wenig auf, Sir, dann kann ich nach Hause.�</p><p>�Aber es ist inakzeptabel, dass Ihr Arbeitgeber darauf besteht, dass Sie so kurz nach der Geburt schon wieder arbeiten ��</p><p>�Ehrlich, Sir, ich wei� Ihre Sorge zu sch�tzen, aber mir geht es gut. Ich werde mich sehr bald hinlegen.�</p><p>�Das hoffe ich doch.� Ich war ersch�ttert. Und das trotz all der neuen Arbeitsgesetze, die vor einer derartigen Ausbeutung sch�tzen sollten. �Wo ist das Baby?�</p><p>Nach einer seltsamen Pause antwortete sie: �Zu Hause, Sir. Bei meiner Mutter �� Sie schenkte mir ein sanftes L�cheln, das mir gezwungen vorkam, und schob ihren Wagen weiter.</p><p><emphasis>Das ist ja unfassbar,</emphasis> dachte ich. Ein weiterer Grund f�r Mary, hier herauszukommen. Stadtkollektiv hin oder her, Arbeitskr�fte � und ganz speziell <emphasis>schwangere Frauen</emphasis> � sollten nicht als simple Betriebsmittel betrachtet werden. Gewissen medizinischen Umst�nden musste immer Spielraum gegeben werden.</p><p>Ich hatte bereits beschlossen, Mary und ihre ganze Familie mit zur�ck nach Providence zu nehmen. Sollte sich das als Fehler herausstellen, dann war das eben so. Zumindest h�tte ich es versucht. Mir war nur nicht klar, wie und wann ich meinen Wunsch vermitteln sollte. Es war von allergr��ter Wichtigkeit, dass sie wusste, dass nichts als Gegenleistung von ihr erwartet wurde, wovon sie schwer zu �berzeugen sein d�rfte, angesichts der dunkleren Aspekte ihrer Vergangenheit.</p><p><emphasis>Ich werde ihr ihre Last nehmen,</emphasis> beschloss ich, <emphasis>und ihr das Leben erm�glichen, das sie verdient. Und vielleicht, nur vielleicht �</emphasis></p><p>Eines Tages h�tte ich vielleicht das Privileg, sie zu heiraten.</p><p>So viel zu meinen �platonischen� Absichten, doch es war unerl�sslich, dass ich ehrlich mir selbst gegen�ber war. Nat�rlich war mein Idealismus gro�, und ich wusste, dass sich die Dinge nicht immer so entwickelten, wie wir es uns erhofften.</p></section><section><p>Aber ich wusste, was <emphasis>ich</emphasis> wollte. Ich wollte <emphasis>sie</emphasis>. <emphasis>Und ich werde alle Anstrengungen unternehmen, um der Mann zu sein, nach dem sie sich sehnt, den sie bisher jedoch nie hatte.</emphasis></p><p>Mir war klar, dass ich die Wogen nicht nur meines Zorns �ber die Ausbeutung des jungen Zimmerm�dchens, sondern auch der Trauer �ber Mr. Nowrys Herzinfarkt gl�tten und auf andere Gedanken kommen musste. Ich entschied dann, mich in der Stille des sauberen Zimmers zu entspannen, daher setzte ich mich auf mein Bett und schlug mein Lieblingsbuch auf: <emphasis>Schatten �ber Innsmouth.</emphasis> Allerdings wollte ich jetzt nicht konzentriert darin lesen; das sparte ich mir f�r den kommenden Tag auf, wenn ich den perfekten Platz, vielleicht sogar mit Blick auf den Hafen, gefunden hatte. Auch wenn dort andere Geb�ude standen, waren das Hafenbecken selbst ebenso wie die geheimnisvolle See dahinter die gleichen, die Lovecraft ersp�ht hatte, als ihm die Grundz�ge zu seinem Meisterwerk erstmals in den Sinn gekommen waren, eine brillante Verschmelzung aus Atmosph�re, Konzept, Charakteren und letztendlich Horror. Augenscheinlich war Lovecraft derart von Irwin Cobbs angeberischem, doch h�chst makabrem �Fischkopf� und auch Robert Chambers� fehlerhaftem, aber bildergetr�nktem �Hafenmeister� beeinflusst gewesen, dass er die Grundlagen dieser Geschichten ergriffen und diese in geniale neue Richtungen gef�hrt hatte, um seine eigene �berragende Geschichte �ber symbolische � und g�nzlich monstr�se � Rassenmischung zu weben. Als der Erz�hler Robert Olmstead darin zuf�llig auf den verfallenden und legendenumwobenen Seehafen von Innsmouth st��t, kommt er als Erstes dahinter, dass die Stadtbewohner vor langer Zeit eine Art Pakt mit einer Rasse schrecklicher amphibischer Meereswesen eingegangen sind, die Captain Obed Marsh, ein Seeh�ndler, auf einer Reise nach Ostindien entdeckt hatte; als Zweites und Schlimmstes, dass dieser monstr�se, von Habgier getriebene Pakt nicht nur Menschenopfer beinhaltete, sondern auch die ungez�gelte Kreuzung der Kreaturen � der Tiefen Wesen � mit der menschlichen Bev�lkerung von Innsmouth. Jede Seite, auf die ich umbl�tterte, f�hrte mich zu einem Bild oder einer Zeile, das beziehungsweise die ich leicht als meinen Favoriten erachten konnte.</p><p>Dies war so eine, eine Dialogzeile, gesprochen von niemand anderem als dem �alten S�ufer� Zadok Allen, dessen Vorbild aus dem wirklichen Leben Zalens Gro�vater Adok gewesen war. Die Zeile lautete wie folgt: �So ein�n wie den K�pt�n Obed gibt�s kein zweites Mal nich � der alte Satansbraten. Ho, ho! Ich wei� noch gut, wie er immer von fremde L�nder erz�hlt hat un die Leute f�r bl�d erkl�rt hat, weilse inde christliche Kirche gegang sind und sich dem�tich mit ihr�m Schicksal abgefund�n hab�n. Soll�n sich bessere G�tter anschaffen, sagt er, wie die V�lker auf�n Westindischen � solche G�tter, wo ihn�n f�r ihre Opfer jede Menge Fisch geb�n und wirklich die Gebete von�n Leuten erh�rn.�</p><p>Naturgem�� am�sierte mich die sich anbietende Parallele: �jede Menge Fisch�, den die Tiefen Wesen nach Innsmouth gebracht hatten im Austausch f�r blutige Opfergaben. Ich musste kichern wegen des Reichtums an lokalem Fisch in dieser sehr <emphasis>realen</emphasis> Stadt. Beinahe h�tte ich laut aufgelacht!</p><p>Etwas, das ich meinem Unterbewusstsein zuschrieb, bewirkte, dass ich mit dem ziellosen Bl�ttern aufh�rte, und als N�chstes rasteten meine Augen auf einer weiteren Zeile von Zadok Allens volltrunkenem Gestammel ein: �Obed Marsh, der hat drei Schiffe gehabt � die Brigantine <emphasis>Columby,</emphasis> die Brigg <emphasis>Hetty</emphasis> un die Bark <emphasis>Sumatry Queen</emphasis> ��</p><p>Ein Schwindel befiel mich, als ich diese Worte anstarrte. Dann: <emphasis>Nat�rlich! Ich wusste, dass ich diese Namen schon einmal gesehen hatte! Sie waren die ganze Zeit hier �</emphasis> Denn jetzt erinnerte ich mich daran, dieselben Namen an den dekorativen Schiffsplaketten im Restaurant gesehen zu haben.</p><p>Also existierte nicht nur die Stadt �Innsmouth�, wenngleich unter ihrem wahren und nicht allzu verschiedenen Namen Innswich, ebenso hatte es in der dunklen Vergangenheit dieser Stadt diese Handelsschiffe gegeben. Ich konnte nicht anders, als Lovecraft ob der Gewissenhaftigkeit seiner Nachforschungen zu bewundern � etwas, f�r das er durchaus bekannt war �, dass er solch minuti�se Details aus der Realit�t �bernahm und in seine fiktive Handlung einflocht.</p><p>Ich las Teile einiger weiterer Szenen erneut, alle mit au�ergew�hnlichem Vergn�gen, dann legte ich das Buch beiseite in hei�er Erwartung, es am n�chsten Tag noch einmal komplett zu lesen. Aber in Bezug auf den n�chsten Tag gab es etwas, auf das ich mich noch mehr freute �</p><p><emphasis>Ich muss m�glichst gut aussehen,</emphasis> erkannte ich und erschauderte dann, als ich meinen Koffer �ffnete und meinen besten Anzug in zerknittertem Zustand vorfand. Um diese Zeit w�rde nirgends mehr offen sein, wo ich ihn frisch aufb�geln lassen konnte; daher konnte ich nur hoffen �</p><p>Als ich in den Wandschrank blickte, erkannte ich, dass ich Gl�ck hatte! Dort, angelehnt, stand ein aufklappbares B�gelbrett, und auf dem obersten Regalbrett befand sich ein Dampfb�geleisen. Ich wusste so gut wie nichts �ber derartige T�tigkeiten, aber wie schwer konnte es schon sein? Ich nahm das B�gelbrett heraus und suchte nach einer Art Verriegelungsstift, um die Beine auszuklappen, als �</p><p>�Verflixt!�</p><p>� es rutschte mir aus den H�nden und schlug gegen die R�ckwand des Schrankes.</p><p>�Oh, um Himmels willen!�, beschwerte ich mich lautstark, als ich sah, dass das leichte Brett mit solcher Kraft gegen die R�ckwand geschlagen war, dass es darin tats�chlich ein Loch hinterlassen hatte. <emphasis>Die Hotelleitung wird dar�ber nicht allzu sehr erfreut sein,</emphasis> dachte ich. <emphasis>Bis ich ihnen das Doppelte der Reparaturkosten bezahle.</emphasis> Ich trat hinein, um das B�gelbrett herauszuholen, lie� mich dann herunter auf ein Knie, um den Schaden zu inspizieren. St�cke von Putz lagen herum, indes schien die Besch�digung der Gipswand 30 cm lang und mehrere Zoll breit. Das war eine unsolide Konstruktion, gelinde gesagt, doch hatte ich diesen st�mperhaften Unfall allein meiner eigenen Ungeschicklichkeit zuzuschreiben.</p><p>Doch bevor ich aufstehen konnte �</p><p>Als ich mein Gesicht vor den Spalt hielt, schien ein ganz schwacher Lichtfaden in der Dunkelheit jenseits der Gipswand zu h�ngen. Kurze �berlegung sagte mir, ich hatte ein kleines Loch in der Seitenwand entdeckt, die nur die Wand zu meinem Badezimmer sein konnte. Als ich hastig aufstand und ins Bad ging, stellte ich fest, dass ich dort versehentlich das Licht angelassen hatte.</p><p><emphasis>Ein Loch,</emphasis> gr�belte ich. <emphasis>In der Wand �</emphasis></p><p>Ein <emphasis>Guck</emphasis>loch?</p><p>Der Gedanke erschien absurd, jedoch konnte ich meinen fr�heren Eindruck nicht vergessen: Als ich gebadet hatte, h�tte ich nicht nur schw�ren k�nnen, einen Menschen <emphasis>hinter der Wand</emphasis> atmen zu h�ren, sondern war erf�llt gewesen von dem Verdacht, beobachtet zu werden �</p><p>Mit Logik lie� sich mein n�chstes Unterfangen nicht erkl�ren. Zur�ck im Schrank entfernte ich vorsichtig weitere St�cke des Putzes. Der Schaden war bereits angerichtet, also machte eine weitere Besch�digung der Wand wenig aus; ich w�rde daf�r bezahlen, unabh�ngig von der Gr��e des Loches. Ich sch�tze, meine Motive zu diesem fr�hen Zeitpunkt waren von meinem Unterbewusstsein bestimmt, doch nachdem ich weitere Putzst�cke von der Wand entfernt hatte und mit meiner kleinen Taschenlampe in das Loch leuchtete, entdeckte ich einen Zwischenraum dahinter, der leicht f�r einen schmalen Gang gehalten werden konnte. Freilich h�tte es sich dabei auch nur um einen Wartungsgang handeln k�nnen, f�r Zugang zu Rohren, elektrischen Leitungen oder so. Dennoch �</p><p>Ich entfernte noch einige St�cke, bis das Loch gro� genug war, damit ich hindurchsteigen konnte, und dann krabbelte ich hinein.</p><p>Im Inneren wieder auf die Beine gekommen, n�herte ich mich dem fadengleichen Lichtstrahl. Der Instinkt, selbstredend, f�hrte mein Auge spornstreichs an ihn heran.</p><p>Ich blickte direkt in mein Badezimmer.</p><p><emphasis>Es IST ein Guckloch,</emphasis> war mein erster Gedanke, doch dann: <emphasis>Nein, das ist l�cherlich!</emphasis> Das Hilman war offenkundig eine respektable Herberge. F�r das Loch konnte es eine Reihe vern�nftiger Erkl�rungen geben: ein einfacher Baufehler, ein Nagelloch, wo ein Bild gehangen hatte.</p><p>Tiefer in der Dunkelheit bemerkte ich allerdings einen <emphasis>weiteren</emphasis> Lichtfaden.</p><p>Jede Vorsichtsma�nahme ergreifend, um nicht zu stolpern, ging ich zu dieser Stelle und entdeckte zu meiner Best�rzung ein weiteres Loch, durch das ich direkt in das Schlafzimmer der Suite neben der meinen sehen konnte.</p><p>Jetzt war ich ratlos, was ich davon halten sollte. Ein leises Klappern drang an meine Ohren und, das Auge an das Loch gepresst, bemerkte ich Bewegung.</p><p>Es war das Zimmerm�dchen, mit dem ich gerade gesprochen hatte und das an diesem Morgen noch schwanger gewesen war. Mit ernstem Gesicht und leerem Blick nahm sie lethargisch die Aufgaben in Angriff, das Bett zu machen und das Zimmer aufzur�umen. Auf einem Stuhl neben der T�r bemerkte ich jedoch eine kleine Reisetasche, die offen stand und mit Kleidung gef�llt war. Und auf der Kommode?</p><p>Da lag ein sch�ner beigefarbener Koko-Kooler-Hut, identisch zu dem, den William Garret heute Morgen getragen hatte, als ich ihm begegnet war. Nahe der T�r stand zudem ein Aktenkoffer, der seinem allzu �hnlich erschien.</p><p><emphasis>Aber Garret und sein Freund sind bereits abgereist,</emphasis> entsann ich mich.</p><p>Sobald das Zimmerm�dchen das Bett gemacht hatte, stopfte sie den Hut in die Reisetasche, schloss diese und trug sie und den Aktenkoffer aus dem Zimmer �</p><p>Nur die n�chternsten und sachlichsten Gedanken besch�ftigten nun meinen Geist. Ich glaubte, dass sich auf dieser Seite des Flurs zwei weitere Zimmer befanden, und als ich in diese Richtung schaute � tats�chlich �, machte ich zwei weitere der d�nnen Lichtstrahlen aus, die die Existenz zweier weiterer Guckl�cher anzeigten. In der entgegengesetzten Richtung dieses verborgenen Ganges waren einige mehr solcher Lichtstrahlen zu entdecken �</p><p>Ich hielt die Taschenlampe nach unten auf den Boden gerichtet. Falls dieser Gang in der Tat zu einem �blen Zweck existierte � entweder aus Perversit�t oder um sich aus der Ferne einen Eindruck von den Wertsachen eines Gastes zu verschaffen �, dann musste es eine Art unbeobachtbaren Zugang geben. Ganz am Ende des Ganges stie� ich auf etwas am Boden, das nur eine Fallt�r sein konnte.</p><p>Ich �ffnete sie, entdeckte eine Sprossenleiter und ohne gro�artige bewusste Entscheidung fand ich mich als N�chstes die Leiter herunterklettern in den zweiten Stock des Hotels �</p><p>Der Abstieg geschah in v�lliger Finsternis, und ich glaubte mich schon in der Speiser�hre einer mesozoischen Kreatur auf dem Weg zu deren Magen. Eine t�rlose �ffnung kennzeichnete den verborgenen Gang parallel zum Flur des zweiten Stocks. Ich betrat ihn und sah mich �hnlicher Dunkelheit gegen�ber. Ein Lichtfaden markierte jedes Zimmer in diesem Stockwerk, doch als ich einen schnellen Blick hineinwarf, sah ich nur unbewohnte R�ume.</p><p>Also stieg ich weiter hinab zur n�chsten Etage. Dem <emphasis>ersten</emphasis> Stock. Durch die �ffnung gelangte ich in einen anderen Korridor, dessen Dunkelheit nur durch weitere periodisch auftretende Lichtf�den erhellt wurde. Hier allerdings nahm ich schwach Stimmen wahr.</p><p>Ich schlich so langsam � und leise � wie m�glich zum ersten Guckloch.</p><p>Aus meinem Blickwinkel konnte ich nur einen Teil des einfachen, sauberen Raumes dahinter erkennen und sah Regale mit Dosen, Schw�mmen, Eimern, Handt�chern und anderen derartigen Dingen. Die Stimmen waren eindeutig weiblich und klangen ungezwungen. Mehrere junge Frauen befanden sich in dem Raum, die ich nur teilweise sehen konnte; sie schienen auf verschiedenen Sofas zu sitzen. Alle befanden sich in irgendeiner Phase der Schwangerschaft.</p><p>�� aus Providence, glaube ich, und er sieht ziemlich gut aus�, sagte eine.</p><p>�Oh, den kenne ich � er ist ziemlich sch�chtern�, bemerkte eine andere.</p><p>�Und ziemlich reich! Habe ich zumindest geh�rt. Aus diesem Grund wollen sie ihn auch nicht nehmen.�</p><p>Mein Verstand geriet ins Stocken, w�hrend mein Auge auf dem Loch verblieb. <emphasis>Sprachen sie etwa � �ber mich?</emphasis></p><p>Eine Dritte, kaum sichtbar, f�gte hinzu: �Oh, ich wei�, wen du meinst.� Ein Kichern. �Ich war oben, habe durch die Guckl�cher geschaut und gesehen, wie er � ihr wisst schon � an sich herumgespielt hat!�</p><p>�Nein!�</p><p>�Er hat sich einen runtergeholt! In der Badewanne ��</p><p>Die anderen lachten, w�hrend ich, wie zu erwarten, meine Stimmung in den Keller rutschen sp�rte. Sie konnten <emphasis>nur</emphasis> �ber mich sprechen.</p><p>�� und du hast recht, er sieht recht gut aus, aber mir haben die anderen beiden viel besser gefallen.�</p><p>�Die M�nner aus Boston?�</p><p>�Genau. Ich h�tte nichts dagegen gehabt, es mal mit einem von ihnen zu tun zu bekommen.�</p><p>�Aber, Lisa! Von denen sieht jetzt keiner mehr besonders gut aus!� Daraufhin kicherten sie alle los.</p><p>Ich konnte nur durch das Loch starren, mehr mit meinen konfusen Gedanken besch�ftigt als mit der Szene im Raum. Das war unerh�rt, Frauen, die �beraus wahrscheinlich Zimmerm�dchen waren, spionierten Hotelg�ste aus. Das war sicher strafbar, und ich hatte ganz sicher einen Anwalt, der das Hotel nur zu gern verklagen w�rde, aber �</p><p><emphasis>Was war der Grund f�r all das?,</emphasis> fragte ich mich trotz meiner Besch�mung und meines Schrecks. Frauen waren nicht gerade als Voyeure bekannt; diese Verirrung war allein M�nnern vorbehalten. Und der Verweis auf zwei M�nner aus <emphasis>Boston</emphasis> konnte sich nur auf Mr. Garret und Mr. Poynter bezogen haben. <emphasis>Von denen sieht jetzt keiner mehr besonders gut aus?</emphasis></p><p>�Gott, es ist nur so deprimierend, es tun zu m�ssen, wenn sie so sind�, kam eine andere Anmerkung. �Ich bin froh, dass ich schwanger bin.�</p><p>�Genau. Und sie werden den Mann aus Providence nicht behalten.�</p><p>�Warum nicht?�</p><p>�Ich hab doch gesagt, dass er reich ist. Die anderen sind immer arme Schlucker � keiner wei�, dass sie hier sind �, aber der Mann aus Providence ��</p><p>�Der ist kein armer Schlucker, wenn er reich ist. Jemand w�rde kommen und nach ihm suchen ��</p><p>Selbst wenn ich meine Vorstellungskraft aufs �u�erste anstrengte, hatte ich keine Erkl�rung f�r die Worte, die ich da h�rte, noch f�r die haarstr�ubenden Beweise, die ich aufgrund meiner Neugier aufgedeckt hatte.</p><p>Ich ging weiter zum n�chsten Loch �</p><p><emphasis>Gro�er Gott �</emphasis></p><p>� und sah die wohl makaberste Szene, die ich in meinem dreiunddrei�igj�hrigen Leben bisher gesehen hatte.</p><p>Mehrere Matratzen lagen auf dem Boden, und in den Ecken standen einige Metallpfannen. �Gott, wie ich es hasse�, erklang die Beschwerde einer Frau. Es handelte sich um noch eine schwangere Frau, diese war aber eher sch�big und �lter. Sie hatte sich auf die Knie niedergelassen und neigte sich zu einem Mann, der auf einer der Matratzen lag.</p><p>Oder, um mich schleunigst zu korrigieren: zu den <emphasis>�berresten</emphasis> eines Mannes �</p><p>Er lag zergliedert da, nackt, mit Narben an den Stellen, wo man ihm die Arme an den Ellenbogen und die Beine an den Knien abgenommen hatte. Er war schlank, hatte blasse Haut und trug einen Bart, und die schwangere Frau wusch ihn gerade mit einem klatschnassen Schwamm im Lendenbereich. Ihr Ausdruck des Widerwillens h�tte nicht anschaulicher sein k�nnen. �Die stinken blo� so! Oh, und die L�use! Ich hasse das wirklich <emphasis>so sehr</emphasis>!�</p><p>�<emphasis>Du</emphasis> hasst es!�, beschwerte sich eine zweite Frau. �Du musst es ja nicht <emphasis>tun</emphasis>!�</p><p>Dieser Einwand war von der vordersten Matratze gekommen, auf der ein Mann in identischem Zustand wie der erste lag, nur dass dieser glatt rasiert und blond war. Ich konnte Stiche an seinen St�mpfen erkennen. Doch die Frau war nicht dabei, ihn zu waschen � sie hatte gerade unverhohlen Geschlechtsverkehr mit ihm, einen Ausdruck des Unwillens im Gesicht.</p><p>Und dieses Gesicht kannte ich.</p><p><emphasis>Monica,</emphasis> schoss es mir durch den Kopf, <emphasis>vom Pier.</emphasis> Ich hatte sie erst vor Kurzem im Treppenhaus gesehen, als sie durch die st�ndig verschlossene T�r im ersten Stock gegangen war.</p><p>Jetzt wusste ich, warum man die T�r immer absperrte.</p><p>Welche Art von Wahnsinn konnte erkl�ren, was ich da gerade vor mir sah? Diese armen M�nner waren eindeutig zu Invaliden <emphasis>gemacht</emphasis> worden. Dass sie identische Unf�lle erlitten hatten? Ausgeschlossen. Und ihre Amputation spiegelten exakt die von Marys Bruder Paul wider. Welche �ble Ahnung dr�ngte mich zu glauben, dass diese M�nner <emphasis>mit Absicht</emphasis> und <emphasis>vors�tzlich</emphasis> ebendieser obsz�nen Absicht wegen verst�mmelt worden waren?</p><p>Am hintersten Rand meines Sichtfelds erkannte ich ein drittes Opfer auf einer Matratze. Auf dessen Lende hatte sich eine andere d�nne, junge Frau energisch niedergelassen und ihren Rock hochgezogen, um ihr Privates zug�nglich zu machen. �Beeil dich, du stinkendes Schwein�, murmelte sie.</p><p>�Der hier schei�t sich auch ein�, sagte die schwangere Frau ver�chtlich. �Das macht er mit <emphasis>Absicht.</emphasis>�</p><p>�Das tue ich nicht!�, protestierte das Opfer, das sie gerade wusch. Der Mann schien eine Sprachbehinderung zu haben. �Ich kann nichts dagegen tun ��</p><p>�Du wei�t doch, wo die Pfannen stehen!�, kreischte die Frau. �Vielleicht sollten wir eine Weile aufh�ren, dich zu f�ttern! Mal sehen, wie dir das gef�llt!�</p><p>�Lass ihn in Ruhe, Joanie�, rief die j�ngere Frau mit dem hochgezogenen Rock. �Ich habe ihn als N�chstes, und wenn er aufgeregt ist, schafft er es nicht. Er wird noch so enden wie Paul.�</p><p><emphasis>Wie Paul,</emphasis> hallte es in meinem Kopf wider.</p><p>Im blanken Horror des Ganzen beobachtete ich eine Szene, die sicher der H�lle entsprungen war. Als diese Joanie ihre Zusammenkunft beendet hatte, �chzte sie, stand auf und blickte auf ihren verkr�ppelten Spender hinunter. Nach etwa einer Minute oder so rollte sich der arme Mann von der besudelten Matratze, sodass er auf dem Bauch lag, dann h�pfte er auf die Enden seiner Gliedma�en. Daraufhin schlenderte er unbeholfen � wie ein Hund, auf allen vieren � zu einem der Metallbeh�lter, um zu urinieren. Derweil begann der blonde Mann in etwas wie gequ�lter Gl�ckseligkeit zu keuchen, w�hrend ihn seine unwillige Partnerin, Monica, mit einer Mischung aus erbittertem Hass und Brechreiz anblickte. Es schien eine Art Zuchtgehege der H�lle zu sein, auf was mein Auge gesto�en war.</p><p><emphasis>Unfassbar,</emphasis> dachte ich in tiefster Verzweiflung. <emphasis>Monstr�s �,</emphasis> denn die Absicht, so makaber sie auch war, lie� sich allzu deutlich erkennen.</p><p>Ein perverses Teufelchen muss mein unmittelbares Verlangen vereitelt haben, diesen Ort des Grauens zu verlassen � ebenso das komplette Geb�ude � und einfach zu fliehen; stattdessen blickte ich durch weitere dieser furchtbaren Guckl�cher. �hnliche Szenen unbegreiflicher Obsz�nit�t waren die Belohnung f�r meine M�he: M�nner, reduziert auf nackte Torsi, lagen entweder reglos auf schmutzigen Matratzen oder durchquerten auf ihren abgehackten Stummeln den Raum. Einer schleckte Wasser aus einer Sch�ssel, wiederum wie ein Hund. Ein Raum nach dem anderen gl�nzte mit diesen unbegreiflichen, grotesken Szenen. Aber hinter dem n�chsten Guckloch �</p><p><emphasis>Gott, erl�se mich,</emphasis> betete ich.</p><p>Dies war keine Kammer aufgezwungener Zeugung. Stattdessen ersp�hte ich einen klinisch ausgestatteten Raum: medizinische Vorr�te, Infusionsflaschen an St�ndern, mehrere erh�hte Betten. In zwei dieser Betten lagen bewusstlose M�nner mit bandagierten Gliedma�en: der eine quasselnd und sabbernd, in den F�ngen eines Albtraums, der andere mit offenem Mund und g�nzlich still. Der Mann wirkte jung, aber ich konnte klar erkennen, dass er keine Z�hne mehr hatte.</p><p>Doch das vorderste Bett bek�mmerte mich am meisten.</p><p>Darin lag Mr. William Garret, die St�mpfe der k�rzlich amputierten Gliedma�en �hnlich bandagiert. Eine Schale mit blutigen chirurgischen Instrumenten, darunter auch eine Knochens�ge, belegte einen Tisch in der N�he; zu dem Flaschen, die deutlich lesbar mit CHLOROFORM beschriftet waren. <emphasis>Das ist eine Operationssuite,</emphasis> erkannte ich jetzt, <emphasis>verborgen in einem Hotel, dessen erster Stock stets verschlossen ist.</emphasis> Watte steckte in Garrets Mund, und als er pl�tzlich auf dem Bett zu zucken und zu blinzeln begann, trat eine schwangere Krankenschwester an seine Seite und t�tschelte ihm beruhigend die Schulter. �Ganz ruhig, Sie kommen wieder in Ordnung�, sagte sie leise zu ihm. �Das geschieht alles aus einem Grund, der viel wichtiger ist als irgendeiner von uns.� Sie versuchte, munter zu klingen. �Und denken Sie nur an all die h�bschen M�dchen, die Sie genie�en werden.�</p><p>Garret wimmerte durch die Watte in seinem Mund hindurch. Diese hatte sich scharlachrot gef�rbt, und in diesem Moment bemerkte ich auch eine kleinere Schale aus rostfreiem Stahl, voll mit k�rzlich gezogenen Z�hnen.</p><p>�Er kommt zu sich, Doktor�, sagte die schwangere Krankenschwester. �Bald wird er mehr Schmerzmittel brauchen.�</p><p>�Bereiten Sie die Injektion bitte vor, Lucy.�</p><p>Die Stimme kam von au�erhalb meines Blickfeldes, aber ich war nicht �berrascht, als N�chstes Dr. Anstruther in Laborkittel ans Krankenbett treten zu sehen. �Sie sollten sich lieber nicht wehren, Mr. Garret, sondern vielmehr Ihr neues Schicksal akzeptieren. H�ren Sie auf, sich Ihr fr�heres Leben zur�ckzuw�nschen. Dann geht es Ihnen gleich viel besser, das versichere ich Ihnen.� Er �bernahm eine Spritze von der Schwester und injizierte sie schlie�lich in eine Vene. �Das Morphinsulfat ist ziemlich wirksam und wird Ihnen regelm��ig so lange verabreicht, wie es n�tig ist � nur eine Frage von Tagen, ehrlich.� Dann zog er Garret mit einer Pinzette die Watte aus dem Mund. �Und wie Sie bereits gefolgert haben, habe ich Ihnen s�mtliche Z�hne gezogen.�</p><p>Garret sah den Arzt mit einem verzweifelten Gesichtsausdruck an. �W� W� Warum?�</p><p>�Mit der Zeit werden Sie es verstehen. Oh, und ich freue mich, berichten zu k�nnen, dass ich Ihren Samen unter dem Mikroskop untersucht und eine beeindruckende Spermienanzahl und exzellente Motilit�t vorgefunden habe. Sie sind ein hervorragender Kandidat f�r die Erzeugerschaft.�</p><p>Garret starrte nur, als blickte er in einen unberechenbaren kosmischen Abgrund.</p><p>Anstruther drehte sich der Krankenschwester zu, w�hrend er fix etwas auf einer Tafel notierte. �Lucy, der Herr in Bett Nummer zwei ist leider verstorben. Er muss ebenso wie Mr. Garrets Gliedma�en entsorgt werden.�</p><p>�Ja, Doktor.�</p><p>�In wenigen Tagen wird es Ihnen sehr viel besser gehen�, sprach der Arzt wieder Garret an. �Und wie Lucy bereits gesagt hat, werden Sie zuk�nftig f�r geraume Zeit die Gesellschaft vieler, vieler Frauen genie�en k�nnen, die gr��tenteils sehr begehrenswert sind. Das ist das Los eines Erzeugers, Mr. Garret. Tun Sie sich einen Gefallen und bewahren Sie sich Ihre mentale Gesundheit. Solange Sie viril sind, bleiben Sie am Leben, und ich rate Ihnen, in Ihren Ruhezeiten zu Ihrem Gott zu beten, an welchen auch immer Sie glauben.�</p><p>Der von der Operation ersch�tterte und jetzt zahnlose William Garret brabbelte: �Sehen Sie, was Sie mir angetan haben! Sie � Sie � Sie sind ein Monster!�</p><p>Anstruther l�chelte ruhig. �Nein, Mr. Garret. Sie haben das Gl�ck, dass Sie die <emphasis>wahren</emphasis> Monster niemals sehen m�ssen ��</p><p>Als ich mich zwang, den Blick von diesem Tartarosloch in der Wand abzuwenden, f�hlte ich mich wie ein 100 Jahre alter Mann. Mit geweiteten Augen taumelte ich den Weg zur�ck, den ich gekommen war, zu der Leiter; mit der unbedingten Absicht, hinauf zur�ck in mein Zimmer zu gelangen, meine Sachen zu packen und diesen von Gott verlassenen Ort schnellstm�glich hinter mir zu lassen. Aber als ich zu der �ffnung kam, hinter der sich die Leiter befand �</p><p>Mein Herz pochte wie wild in meiner Brust.</p><p>Ich h�rte Schritte. Die nach oben kamen.</p><p>Dem Eindringling zuvorkommen und unentdeckt mein Zimmer erreichen zu k�nnen, hielt ich f�r g�nzlich unwahrscheinlich. Eine unterbewusste Direktive brachte mich stattdessen zur�ck in den fast lichtlosen Gang und hindurch bis ans gegen�berliegende Ende; ich vermutete � und betete �, dass es dort einen identischen Aufgang geben w�rde. <emphasis>Bitte, Gott,</emphasis> flehte ich innerlich.</p><p>Entweder war mein Gebet erh�rt worden oder ich hatte einfach Gl�ck gehabt, denn ja, dort befand sich ebenfalls eine Leiter. Ich trat hinaus und packte die Sprossen, doch bevor ich nach oben klettern konnte �</p><p>�Sie da�, rief eine Stimme vom anderen Ende.</p><p>Ich drehte mich nicht um, um nachzusehen, sondern versuchte stattdessen, mich in der Dunkelheit des Aufgangs zu verstecken.</p><p>�Wer ist da? Nowry? Peters?�</p><p>Ich vergeudete keine Zeit, um dar�ber nachzudenken, warum die m�nnliche Stimme den Namen eines Toten rief, allerdings war leicht vorstellbar, dass Nowry Verwandte in der Stadt besessen hatte. Stattdessen schritt ich zur Tat. Ich kletterte nicht nach oben, sondern nach unten, denn in die oberen Stockwerke zur�ckzukehren mochte jede Chance zur Flucht zunichtemachen. Ein �hnlicher versteckter Gang zweigte im Erdgeschoss; ich wusste, dass ich die Guckl�cher dort nicht �berpr�fen musste. <emphasis>Aber es muss einen Ausgang geben, und ich muss ihn finden!</emphasis></p><p>Doch im Licht meiner Taschenlampe waren weder eine T�r noch ein anderer Gang zu sehen �</p><p>Dann h�rte ich, wie die Schritte die Leiter herunterkamen, die ich soeben verlassen hatte.</p><p>Ich hastete zum anderen Ende des Ganges, wo h�tte ich sonst hingehen k�nnen? Ich �berlegte, dass es einen Zugang von drau�en zu diesen verborgenen G�ngen geben musste. Wie etwa war mein Verfolger hierher gelangt?</p><p><emphasis>Eine T�r!,</emphasis> betete ich. <emphasis>Dort muss eine T�r sein!</emphasis></p><p>Aber als ich an das Ende des Ganges kam, fand ich keine T�r, und die Schritte kamen immer n�her.</p><p>Meine Schuhsohle war es, die auf sie stie�: keine aufrechte T�r, auch keine Klappe, sondern eine drehbare Luke aus Metall. Erleichtert �ffnete ich sie, nur um sogleich aufzukeuchen, als meine Taschenlampe Einzelheiten des unansehnlichen Ausgangs offenbarte � ein alter, gemauerter Schacht mit einer mit Schleim bedeckten Eisenleiter, der direkt nach unten f�hrte. Mit gr��ter Entschlossenheit begab ich mich in diese unheilvollen Tiefen, schloss die Luke �ber mir und stieg hinab. Ich musste mich in v�lliger Dunkelheit vorw�rtsbewegen und rechnete halb damit, jeden Augenblick in einen offenen Abwasserkanal mit dessen f�kalen Ger�chen und den sie sie begleitenden Stoffen zu st�rzen. Doch als meine F��e festen Boden trafen und ich meine Taschenlampe wieder einschaltete, fand ich mich in einem weiteren Gang wieder. Meine Panik hatte meinen Orientierungssinn durcheinandergebracht, aber ein Instinkt sagte mir, dass der gemauerte Weg von Norden nach S�den f�hrte. Aus einem mir unbekannten Grund entschied ich mich f�r die s�dliche Richtung.</p><p>Die Taschenlampe nach vorne gerichtet legte ich mindestens neunzig Meter in der �bel riechenden Finsternis zur�ck. Ich wusste jetzt, dass dieser Gang kein au�er Dienst gestellter Kanal war; es gab keine Anzeichen der erwarteten R�ckst�nde. <emphasis>Das ist ein Tunnel,</emphasis> erkannte ich und so deutlich, als w�ren sie laut ausgesprochen worden, hallten <emphasis>Zalens</emphasis> Worte in meinem Kopf wider: <emphasis>Und mein Gro�vater hat nicht gelogen, als er Lovecraft erz�hlt hat, dass es unter dem alten Hafen ein Netzwerk aus Tunneln gibt �</emphasis></p><p>Ich brauche wohl kaum das Ausma� des K�ltegef�hls beschreiben, das mir raupengleich das R�ckgrat hochkroch. Von der h�llischen Szene, die ich im Hotel mit angesehen hatte, konnte ich nur vermuten, dass zeugungsf�hige M�nner mit geeignet vorteilhaftem Aussehen gezwungen wurden, hiesige Frauen zu befruchten, deren Neugeborene dann an eine illegale Adoptionsagentur verkauft wurden. Doch warum war ich mehr verst�rt von dem, was Zalen mir erz�hlt hatte, insbesondere von seinem abschlie�enden, geheimnisvollen Monolog: <emphasis>Was passiert in der Geschichte mit Au�enseitern, die zu viel herumschn�ffeln?</emphasis></p><p>Nun schien es, als w�re ich durch schauderhafteste Umst�nde selbst in Lovecrafts fiktiven Robert Olmstead verwandelt worden, den Au�erst�dter, versessen darauf, dem Schrecken von Innsmouth zu entrinnen.</p><p><emphasis>Ich k�nnte heute Nacht noch zu Zalen gehen,</emphasis> schoss es mir durch den Kopf, <emphasis>wenn ich doch nur den Ausgang aus diesen verfluchten Katakomben finden w�rde �</emphasis></p><p>Minuten sp�ter �berreichten das Schicksal oder Gott mir besagten Ausgang als Geschenk.</p><p>Der Tunnel entlie� mich nahe einem steinernen Landungssteg am Rand des Hafens. Ein spektakul�rer, frostwei�er Mond hing zwischen den Wolken; das Wasser im Hafenbecken war glatt wie Glas. Der Blick hinunter auf den Hafen im Zwielicht unter dem violetten Nachthimmel wirkte �bernat�rlich, aber alles andere, was ich zuvor gesehen hatte, war alles andere als <emphasis>�bernat�rlich,</emphasis> sondern eher <emphasis>fantastisch</emphasis> oder <emphasis>b�sartig.</emphasis> Der ganz normal wirkende Hafen war bei genauerer Betrachtung mit geheimnisvollen Schl�nden �bers�t. Von den Eing�ngen zu von Felsen verdeckten Grotten und von Tunnelausg�ngen gingen seltsame Ger�che aus. Kein menschlicher Instinkt konnte mich daran hindern, einen dieser Schl�nde zu betreten �</p><p>Weitere von Flechten und Salpeter �berzogene Katakomben erwarteten mich, wobei mehrere G�nge vom Hauptweg abzweigten. Ich musste sch�rfstens aufpassen, dass ich mich hier nicht verlief. Ich entschied mich f�r die am weitesten links liegende Abzweigung. Immer auf sicheren Stand bedacht schritt ich voran und schaltete die Taschenlampe jeweils nur kurz ein, um die Batterien zu schonen. Ich musste nicht allzu weit laufen, bis ein h�chst abscheulicher Verwesungsgeruch meine Nase best�rmte; das Taschentuch vor meinem Gesicht vermochte kaum die �belkeit erregenden D�mpfe abzuwehren. Schlie�lich ging der Tunnel in eine gewaltige H�hle �ber, nach dem ersten Blick hinein h�tte ich beinahe aufgekreischt und w�re geflohen.</p><p>Aber wie konnte ich das tun? Ich musste herausfinden, <emphasis>was</emphasis> das war �</p><p><emphasis>Ein Beinhaus,</emphasis> dachte ich. <emphasis>Eine behelfsm��ige Grabst�tte �</emphasis></p><p>Es waren �berwiegend Skelette, die in der obsz�nen, tropfenden Kaverne aufgeschichtet lagen, ganze Stapel von ihnen. Einige hatten noch immer Kleidungsfetzen an sich, die die Auswirkung der menschlichen Verwesung �berstanden hatten. Die Knochenhaufen am entfernten Ende schienen die �ltesten zu sein, w�hrend jene auf dem Weg dorthin � nordwestlich, sch�tzte ich � vor j�ngerer Zeit angelegt worden waren. Zur Mitte hin sah ich weniger Skelette, daf�r mehr mumifizierte K�rper. Das war ein ausgewachsener <emphasis>H�gel</emphasis> aus menschlichen Leichen, den die Vorsehung f�r angebracht hielt, mir vor Augen zu f�hren; Hunderte, mindestens, hatte man hier abgelegt, anstatt sie auf einem anst�ndigen Friedhof zu begraben. <emphasis>Warum?</emphasis> Diese Frage machte mir zu schaffen. Wer k�nnte daf�r verantwortlich sein? Die von der Zeit geleerten Augen der Sch�del schienen mich zu beobachten, als ich den Rand der widerlichen Aufsch�ttung entlangschritt, und als ich schlie�lich an deren Ende ankam, w�re ich inmitten des Gestanks und der gottlosen Anspielung beinahe kollabiert.</p><p>Die hier � Dutzende von ihnen � waren offensichtlich die j�ngsten Neuzug�nge der Grabst�tte, und w�hrend die meisten der anderen Leichen mehr oder weniger �ganz� gewesen waren, erforderte der Zustand der Bestandteile des verwesenden, aufgedunsenen Haufens wenig Spekulation hinsichtlich der Herkunft.</p><p>Was vorrangig den grausigen Haufen aus mit verrottendem Fleisch bedeckten Knochen und Sch�deln und von W�rmern durchl�cherten K�rpern beherrschte, waren die �berreste <emphasis>zergliedeter</emphasis> menschlicher Wesen, denen die Arme ab den Ellenbogen und die Beine unterhalb der Knie fehlten. Stofffetzen lagen wie willk�rlich hingeworfene Flaggen zwischen den gestapelten Leibern herum. Ich sah zu viele Koffer und Reisetaschen. In der N�he befand sich eine kleinere, Krankheiten verbreitende Ansammlung aus abgetrennten Armen und Beinen.</p><p><emphasis>Ein Keller voller Leichen, ein Ablageplatz f�r Mordopfer,</emphasis> wurde mir klar. Ich wusste nicht, wie lange es diesen Ort schon gab, und ich <emphasis>wollte</emphasis> es auch gar nicht wissen.</p><p>Ein schlurfendes Ger�usch in der Ferne bewirkte, dass ich die Augen aufriss und die Taschenlampe ausschaltete. Vorsichtig ging ich zur�ck und betete, nicht hinzufallen, denn der unverkennbare Klang von Schritten � und ein geheimnisvolleres, ununterbrochenes knirschendes Ger�usch � schienen auf dem Weg zu der Grabst�tte zu sein. <emphasis>Aber von wo?,</emphasis> wollte ich wissen. Der Weg, auf dem ich gekommen war, lag hinter mir, wohingegen die Ger�usche von vorn kamen. Ich duckte mich hinter einen Stapel halb mumifizierter Leichen, gerade als ein tanzender Lichtschein zu sehen war.</p><p><emphasis>Noch ein Eingang,</emphasis> erkannte ich, <emphasis>von einem weiteren dieser stygischen Tunnel.</emphasis> Ich versteckte mich und verhielt mich so still wie die Leichen um mich herum, als schlie�lich das Licht einer �llaterne aufflackerte und der Eindringling aus einem bisher noch nicht gesehenen Zugang auftauchte. Die Gestalt schob eine h�lzerne Schubkarre vor sich her, in der sich der erwartete Inhalt befand: der nackte, an den St�mpfen bandagierte Torso des ungl�cklichen Opfers, das nach der Operation in Dr. Anstruthers Schreckenssuite gestorben war. Seine halben Gliedma�en wackelten bei jeder Bewegung der Schubkarre, und auf seinem toten Bauch lagen mehrere S�tze abgetrennter Gliedma�en sowie einige Koffer. Dann hielt die Karre an, und die Laterne wurde auf den Boden gestellt. Die Koffer wurden als Erstes auf den Haufen geschmissen, dann die Gliedma�en und schlie�lich, begleitet von einem leisen Grunzen, auch der Torso. Bei dem Eindringling selbst konnte ich nur den K�rperbau eines Mannes feststellen, und ich konnte sehen, dass er sich kein Taschentuch vor Mund und Nase hielt. Wie er den Gestank ertragen konnte, war mir ein R�tsel � bis er die Laterne wieder aufnahm und das flackernde Licht sein Gesicht offenbarte.</p><p>Es war Mr. Nowry, den ich nur Stunden zuvor tot im Krankenwagen gesehen hatte.</p><p>Mit welchem Trick sich das erkl�ren lie�, dar�ber wollte ich gar nicht nachsinnen, aber beim ersten Anblick seines blassen Gesichts in dem Licht, wenngleich dieser nur kurz war, keuchte ich auf.</p><p>Die Gestalt erstarrte und drehte sich um. Ich erstarrte ebenso, betete und machte mich bereit, meine Pistole hervorzuholen �</p><p>Die Laterne wurde hierhin und dorthin geschwenkt, doch dank der Gnade Gottes verrieten ihre Strahlen mich nicht in meiner gehockten Stellung. Schlie�lich kehrte Nowry zu seiner Schubkarre zur�ck und verschwand auf dem Weg, den er gekommen war.</p><p>Ich wartete ganze f�nf Minuten, bevor ich mich auch nur bewegte, dann stand ich auf und drehte mich um, schaltete meine Taschenlampe ein und marschierte flotten Schrittes auf meinen eigenen Ausgang zu. Doch als ich das tat, bemerkte ich wider Willen eine weitere, l�ngliche �ffnung in der Felswand. Jawohl, ein weiterer Tunnel.</p><p><emphasis>Den werde ich unter gar keinen Umst�nden betreten,</emphasis> gab ich mir die Selbstanweisung, doch bevor ich es bewusst registrierte, entsandten meine F��e mich in diesen in den Fels gehauenen Eingang. Ungeachtet all der Bitterkeit dessen, was ich bisher gesehen hatte, dr�ngte sich mir die Frage auf, ob Lovecraft selbst sich in einen dieser Tunnel hineingewagt hatte; dann wurde mir klar, dass er es getan haben musste, denn woher sonst h�tte er vergleichbare unterirdische Netzwerke in Meisterwerken wie nicht nur �Schatten �ber Innsmouth�, sondern auch �Das Fest�, �Der Au�enseiter�, �Ratten im Gem�uer� und so weiter ableiten k�nnen. Ich befand mich nun inmitten einer Geschichte von Lovecraft, wusste allerdings, dass das obsz�ne Gemetzel, das im Hilman stattfand, sowie die H�hle des Schreckens beileibe keine �Geschichte� waren. Dennoch �berstieg das Ausma� meiner Neugier die Leistungsf�higkeit meiner Vernunft.</p><p>Ich musste sehen, was sich am Ende <emphasis>dieses</emphasis> Tunnels befand.</p><p>W�hrend die hin und wieder eingeschaltete Taschenlampe mich voranf�hrte, drang mir ein weiterer Geruch in die Nase, dankenswerterweise war es nicht der des Todes noch so �bel riechend. Es war ein starker Duft mit einer bestimmten Auspr�gung. Je tiefer ich in den Tunnel vordrang, desto vertrauter wurde das Odeur:</p><p>Es roch zweifellos nach <emphasis>Fisch.</emphasis></p><p>Mir blieb die Luft weg, als der Tunnel in eine unterirdische Kammer �berging, die mehrfach so lang und breit war wie die vorherige, und in dieser ruhten mehrfach so viele Leichen.</p><p>Diese hier waren allerdings irgendwie anders �</p><p><emphasis>Warum kein Gestank nach Verwesung und nat�rlichem Verfall?,</emphasis> �berlegte ich. <emphasis>Warum lediglich der Geruch nach frischem Fisch?</emphasis> Aber als meine Augen die <emphasis>Einzelheiten</emphasis> dessen registrierten, was meine Netzh�ute erfassten, wurde mir hier noch �bler als in der vorangegangenen Grabst�tte.</p><p>Der Berg aus K�rpern war <emphasis>riesig,</emphasis> f�nf bis sieben Meter hoch und bestimmt drei�ig Meter lang. Doch mein Wahrnehmungsverm�gen schien sich zu verzerren, als ich diesen Morast aus aufget�rmten Leichen blinzelnd musterte. <emphasis>Sie � sie � sie sind nicht v�llig menschlich,</emphasis> begriff ich. <emphasis>Einige mehr, andere weniger �</emphasis> Fast allen hatte man die Kleidung abgenommen. Ihre tote, nackte Haut schimmerte wachswei� und unter dieser lichtdurchl�ssigen Bl�sse zeichneten sich gr�n geaderte Verf�rbungen ab. Schwerwiegende k�rperliche Deformationen hatten den L�wenanteil der Leichen in abscheuliche Missbildungen verwandelt. Die meisten waren kahlk�pfig, aber alle besa�en weit offene, �berwiegend blaue, �berm��ig vorstehende Augen. Bei n�herer Inspektion entdeckte ich mal mehr, mal weniger verl�ngerte H�nde und F��e, und zwischen den Fingern und Zehen sah ich eindeutig �</p><p><emphasis>Mein Gott �</emphasis></p><p>� Schwimmh�ute.</p><p>Beim Anfassen � und ich wei� nicht, was mich dazu veranlasst hat, eines dieser Dinger <emphasis>anzufassen</emphasis> �, f�hlte die Haut sich seltsam feucht, schleimig und gummiartig an, �hnlich wie Froschhaut. Aber die schrecklichste Entdeckung erwartete mich noch: Wenigstens die H�lfte dieser deformierten Verblichenen hatte Schlitze entlang der Kehle. Wie Kiemen.</p><p><emphasis>Genau wie in der Geschichte,</emphasis> ratterten meine Gedanken. Konnte das denn wirklich wahr sein? <emphasis>Wahnsinn,</emphasis> dachte ich stattdessen. Gewiss konnten unterirdische Gase, die bekannt daf�r waren, sich in H�hlen und Tunneln wie diesen zu sammeln, Halluzinationen hervorrufen. Es war mein Unterbewusstsein, derzeit benebelt von solchen Ausstr�mungen, das mich glauben lie�, Lovecrafts gr��tes Werk w�rde auf einer Art biologischer Tatsache basieren. Ich trat zur�ck von dem grausamen Haufen klaffender M�nder; nicht blinzelnder glasiger kugelf�rmiger Augen; blasser, verbogener Gliedma�en; und Ohren, die teilweise oder komplett geschrumpft zu sein schienen, auf haarlosen, halbmenschlichen Sch�deln. Verletzungen waren ohne Frage die Todesursache dieser missgebildeten Opfer gewesen: Wunden, fast ausschlie�lich am Kopf und an der Brust, und es gab Hinweise, dass der �berwiegende Teil der Wunden von Klauen und Z�hnen hervorgerufen worden war.</p><p>Ich war von diesem h�chst monstr�sen und unglaublichen Anblick zu �berrascht, um weiter nachdenken zu k�nnen. Ich hatte keine Wahl, als meine geistige Gesundheit ernsthaft zu bezweifeln, doch dann h�rte ich wie in der ersten Kammer des Todes erneut das Ger�usch n�her kommender Schritte �</p><p>Erneut l�schte ich mein Licht und duckte mich hinter eine Flanke aufgeschichteter halbmenschlicher Leichen, als ein Licht � nein, mehrere � erkennbar wurden. Aber auch Stimmen waren dieses Mal zu vernehmen, wenigstens zwei; und das an der entferntesten Ecke der Kammer hereinscheinende Licht erm�glichte mir, einen weiteren r�ckw�rtigen Ausgang zu ersp�hen. Inzwischen musste ich davon ausgehen, dass das Tunnelnetzwerk wahrhaft gigantisch war. Zwei Gestalten tauchten auf, eine gr��ere und eine kleine, von denen jede eine Kerzenfischfackel in der Hand hielt. Die flackernden, qualmenden Flammen warfen �berall schroffe Schatten, die einem grauenvollen, kaleidoskopischen Albtraum entsprungen schienen.</p><p>�M�ssen uns beeilen, Sohn, wie wir�s immer tun�, sagte eine raue, erwachsene Stimme mit erkennbarem Akzent. �Man wei� nie, wann einer ihrer W�chter hier herumschn�ffelt.�</p><p>�Ich wei�, Dad�, erwiderte die Stimme eindeutig eines Jungen.</p><p>�Schneid die Bizepse und Waden raus, wie ich�s dir gezeigt hab, und ich hacke die Rippen und B�uche raus. Lass uns versuchen, eine ganze Menge in kurzer Zeit zusammenzukriegen, ja, Sohn?�</p><p>�Klar, Dad.�</p><p>Das qualmende Licht entlarvte m�helos die neuen Eindringlinge: Onderdonk und sein junger Sohn. Sie mussten einen eigenen Tunnel entdeckt haben, der ihnen Zutritt verschaffte, ohne dass sie von der Stadt aus gesehen wurden, in der sie offensichtlich nicht willkommen waren. Mit beachtlichem Geschick holte der Junge mehrere Leichen vom Haufen und schnitt innerhalb von Sekunden das Fleisch von Armen und Beinen ab. Derweil hackte der Vater mit einem Beil in jeder Hand systematisch die Rippen weiterer Leichname klein und trennte sorgsam die Bauchdecke ab. Nachdem sie jeder etwa ein halbes Dutzend der toten, halb menschlichen, halb amphibischen Monstren bearbeitet hatten, wechselten sie. Minuten sp�ter hatten sie ihre Schlachtwaren in Leinens�cken verpackt.</p><p>�Gute Arbeit, Sohn�, lobte Onderdonk den Jungen. �Wette, wir haben hier genug Fleisch f�r mehr als eine Woche zum R�uchern.�</p><p>�Hoffentlich verdienen wir viel Geld damit, Dad.�</p><p>�Das ist mein Junge.� Der Erwachsene l�chelte stolz und t�tschelte seinem Sohn den Kopf. �Das ist Gottes Art, auf gottesf�rchtige Menschen wie uns aufzupassen, indem er daf�r sorgt, dass diese Halbbl�ter gleicherma�en nach Fisch und Schwein schmecken. Welche Wahl haben wir auch schon, wo uns diese Teufelsanbeter aus Olmstead nicht in ihrem Meer fischen lassen?�</p><p>�Ja, Dad. Ich bin froh, dass Gott derart auf uns aufpasst.�</p><p>�Wir haben ziemliches Gl�ck, Sohn, und das d�rfen wir niemals vergessen. F�r viele andere sind die Zeiten h�rter.�</p><p>�Aber, Dad?� Der Junge sah seinen Vater einen Moment zweifelnd an. �Wie kommt es, dass sie nicht verrotten und stinken, du wei�t schon, so wie an dem anderen Ort?�</p><p>�Es ist, weil die Leichen an dem anderen Ort alles reinbl�tige Menschen wie wir sind, aber diese hier?� Onderdonk t�tschelte den glatten gr�nlichen Bauch einer Frau, deren Gesicht und Brust eher kr�tenartig aussahen, inklusive der Warzen. �Alle von denen hier sind wenigstens halb voll mit Fischblut wie dieses Weibsst�ck hier�, bei diesen Worten wiegte er herzlos eine warzenschimmernde Brust. �Diese hier geh�rt vermutlich zur vierten Generation, so wie viele andere � die sind bereits verwandelt. Aber selbst die erste Generation reicht, um zu verhindern, dass sie richtig verrotten, Junge, und K�fer und Ungeziefer wollen nicht an die ran. Das liegt am Fischblut, wei�t du? Darum verrotten sie nicht und darum k�nnen sie auch nicht sterben, es sei denn, man bringt sie um, absichtlich oder durch einen Unfall.�</p><p>�Oh�, erwiderte der Junge, �das ist irgendwie klasse.�</p><p>�Hmmm. Jetzt hilf mir, diese �berbleibsel zur�ckzuwerfen.�</p><p>Entgeistert sah ich von meinem Versteck aus mit an, wie die beiden die Schlachtreste hochhievten und �ber den Grat der Haufen hinwegwarfen, offensichtlich um zu verhindern, dass die �W�chter� herausfanden, was sich hier abgespielt hatte.</p><p>�So�, hallte Onderdonks Fl�stern durch die H�hle, �lass uns abhauen.�</p><p>In dem flackernden Licht beobachtete, wie sie davonzogen, die S�cke mit dem stibitzen Fleisch �ber die Schulter geworfen.</p><p>Doch das �belkeitsgef�hl in meinem Magen hatte mich l�ngst gepackt: Die Beute aus dieser au�ergew�hnlichen Leichenkammer war offensichtlich das, was Onderdonk ahnungslosen Kunden als �mit Fisch gef�ttertes Schwein� verkaufte. Eine kleine Portion davon befand sich derzeit in meinem Verdauungstrakt. Als es mir sicher erschien, taumelte ich davon. Mir war nur allzu bewusst, dass dies alles <emphasis>nicht</emphasis> der Effekt halluzinogener Gase war. Nachdem ich einige Meter zur�ck in den Tunnel gegangen war, erbrach ich den gesamten Inhalt meines Magens.</p><p>Drau�en auf den felsigen Klippen au�erhalb des Tunnels fiel ich auf die Knie und war erleichtert �ber die frische Luft und den Anblick der normalen Welt: das Mondlicht, der Hafen, die Docks und die H�user entlang der K�ste. <emphasis>Ja, die normale Welt.</emphasis> Ich dankte Gott, denn ich wusste jetzt, wie d�nn der Schleier war zwischen Normalit�t und vollkommener, unsagbarer B�sartigkeit. Wer wusste schon, welche anderen anomalen Scheu�lichkeiten die Welt direkt unter ihrer Oberfl�che verbarg? Ich lehnte mich an den Felsen und lauschte dem Wasser, das gegen die Pfosten des Piers und gegen die K�ste schlug � ein Teil von mir war wie gel�hmt, nicht blo� wegen dem, <emphasis>was</emphasis> ich gesehen hatte, sondern wegen dem, was dies alles <emphasis>bedeutete.</emphasis></p><p>Ich lie� die salzige Luft �ber mein Gesicht streifen und meine Lungen f�llen. Ich wusste, mein K�rper und mein Geist ben�tigten einige Augenblicke der Ruhe, bevor ich die Folgen meines n�chsten Schrittes berechnen konnte. Ich starrte stumm auf das vom Pier umgebene Hafenbecken und beobachtete, wie die Boote vom Wellengang sanft hin und her geschaukelt wurden, als mein Blick auf die kaum erkennbare Anh�he der Sandbank fiel.</p><p><emphasis>Lovecrafts Teufelsriff,</emphasis> schoss es mir durch den Kopf. Wenigstens <emphasis>das</emphasis> war reine Erfindung gewesen, aber wer w�rde den Rest glauben? Glaubte <emphasis>ich selbst</emphasis> es denn?</p><p>Anf�nglich glaubte ich, ich m�sse einen Partikel von irgendwas im Auge haben, aber je l�nger ich starrte, desto �berzeugter war ich, dass etwas Kleines die n�chtliche Ruhe im Hafen st�rte.</p><p><emphasis>Ein Boot,</emphasis> dachte ich.</p><p>Es war lediglich ein kleines Ruderboot, und nur eine Person befand sich an Bord, die es leise ins Hafenbecken hineinruderte. Einige Augenblicke fluchte ich gottesl�sterlich in mich hinein, als einige tiefer stehende Wolken den Mond verdeckten und die mysteri�se Szene in Dunkelheit tauchten. Wahrscheinlich war es nur ein Krebsfischer oder jemand, der die Bojen �berpr�fte, aber ich konnte den Verdacht nicht absch�tteln, dass es sich um etwas anderes handelte. Als die Wolken sich verzogen, sah ich, dass das kleine Boot zum l�ngsten Finger der Sandbank gesteuert und dort an Land gezogen worden war; die Einmanncrew war bereits ausgestiegen �</p><p><emphasis>Er l�uft die Sandbank entlang,</emphasis> erkannte ich sogleich. <emphasis>Und � was f�hrt er da mit sich?</emphasis></p><p>Tats�chlich war die Gestalt in der Ferne geschlagen mit etwas, das nach einem Sack aussah, den er hinter sich herschleppte. In diesem Augenblick verzog sich der Wolkenschleier vollst�ndig vom strahlenden Angesicht des Mondes, und auf einmal erstrahlte der gesamte Hafen in spr�dem, geisterhaft wei�em Licht.</p><p>Selbst aus dieser Entfernung konnte ich genug erkennen. Die Gestalt trug etwas, das ich eindeutig als langen, verschmierten schwarzen Regenmantel mit Kapuze erkannte �</p><p><emphasis>Zalen.</emphasis></p><p>Er blieb stehen, als er am breitesten Punkt der Sandbank angekommen war. Dann stand er einfach minutenlang da, den Kopf nach unten geneigt, als ob er �</p><p><emphasis>Als ob er auf etwas wartet,</emphasis> kam mir morbiderweise in den Sinn. <emphasis>Auf etwas, das sich im Wasser befindet �</emphasis></p><p>Und dann tauchte aus ebendiesem Wasser tats�chlich etwas auf.</p><p>Ja, eine Gestalt, aber eine unbekleidete, die von Beulen �bers�t war und in einem gr�nlichen Farbton gl�nzte. Schlank und hochgewachsen stand sie da, besa� jedoch sehr lange Gliedma�en, einen fast flachen Kopf sowie ein Gesicht, das nach vorne spitz zulief. Selbst aus dieser weiten Entfernung konnte ich erkennen, wie <emphasis>riesig</emphasis> die niemals blinzelnden Augen waren; wie Kristallkugeln wirkten sie, in denen eine unterschwellige Bedrohung glitzerte. Schlie�lich erhoben sich zwei weitere dieser urzeitlichen Gesichter langsam aus dem Wasser und legten im Mondlicht den gesamten K�rperbau offen. Eine der Gestalten war definitiv weiblich mit gro�en Br�sten und breiteren H�ften als die anderen beiden, w�hrend deren M�nnlichkeit lang an der Lende herunterhing. Ich war dankbar, dass mir die Distanz weiteren Aufschluss �ber die physischen Details verwehrte.</p><p>Das erste Wesen streckte den Arm aus und nahm Zalen den angebotenen Sack ab �</p><p>Niemand musste mich �ber den Inhalt des Sackes aufkl�ren, denn als die Kreatur ihn �ffnete und hineinsah, ert�nte ein leises Ger�usch, leise, jedoch unverkennbar.</p><p>Das qualvolle Wimmern eines neugeborenen Babys.</p><p>Mehr und mehr wurde alles Wirklichkeit. Wie konnte ich leugnen, was meine Augen sahen? In all diesem schaurigen Wahnsinn, was konnte es da f�r eine vern�nftige Erkl�rung? Auf der Sandbank nahmen die drei Monstren ihre menschliche Beute an sich und kehrten in die nassen Tiefen zur�ck, w�hrend Zalen wieder in sein Boot stieg und fortruderte, und dann �</p><p><emphasis>Bums!</emphasis></p><p>Ich gehe davon aus, dass der pl�tzliche Schock mich aufbr�llen lie�. Eine spindeld�rre, jedoch angriffslustige Masse sprang von oberhalb der Felszunge, wo ich sa�, herab und landete auf mir: blasswei�e Haut und ein d�nnes, grimmiges Gesicht, aber seltsam tote Augen und umgeben von einer Aura aus langem, d�nnem, umherwehendem Haar. Eine d�nne Hand schnappte auf einmal nach meiner Kehle und begann, mit gro�er Kraft zuzudr�cken. Es war der Schreck �ber die Pl�tzlichkeit des Angriffs sowie die vorherigen Enth�llungen, der meine Gedanken beeintr�chtigte. Mehr der Instinkt denn entschlossene geistige Berechnung steuerte meine Verteidigungsversuche, so schw�chlich sie auch sein mochten. Nur einen Bruchteil meiner Willenskraft aufbringend, konnte ich dennoch feststellen, dass meine todesfeeartige Angreiferin weder zu den Wesen geh�rte, die Zalen auf der mondbeschienenen Sandbank bedr�ngt hatten, noch ein lebendiges Exemplar der Halbmensch-Halbmonster-Hybriden war, die ich unter der Erde entdeckt hatte. Stattdessen hatte ich es mit einer feindseligen und v�llig menschlichen Frau zu tun, die mit einer Hand an meiner Kehle zerrte, w�hrend sie mit der anderen nach meinen Augen stach. Wei�e Z�hne schnappten nach mir und schlossen sich Zentimeter vor meinem entsetzten Gesicht wieder, aber als ich mir <emphasis>ihr</emphasis> Gesicht genauer ansah, schrie ich erneut und sehr viel lauter als zuvor. Diesen Schrei musste jeder in Ufern�he geh�rt haben, denn er hallte kanonengleich �ber das dunkle Wasser.</p><p>Das nackte, wilde Ding, das �ber mir hockte, war Candace, die ehemals schwangere Prostituierte, die Zalen als obsz�nes Fotomodell gedient hatte. Von ihrem aufgebl�hten Bauch befreit, sahen ihre von der Milch angeschwollenen Br�ste viel zu gro� aus f�r eine so d�nne Frau. Ihr Tod direkt nach der Geburt hatte daf�r gesorgt, dass sie unter den Augen dunkle Flecken hatte, die wie Teerspuren aussahen, und dass ihre geschwollenen Brustwarzen blau angelaufen waren.</p><p>�Ich habe dich gesehen�, keuchte ich, �im Krankenwagen! Du bist tot!�</p><p>�Bin ich das?�, erwiderte sie trocken und abgehackt. Kein Atemzug drang aus ihrem Mund, w�hrend sie dies sagte, aber noch schlimmer klang ihr Faksimile eines Lachens, als sie mir die Kehle noch fester zudr�ckte und mir mit der anderen Hand in den Schritt fasste.</p><p>�Wir � Wir k�nnten eine sch�ne Zeit zusammen haben, Sir ��</p><p>Es war so abscheulich. Mit der Sanftheit einer Geliebten streichelte sie mich z�rtlich im Schritt, w�hrend die Finger ihrer anderen Hand sich so tief in meine Kehle gruben, dass ich schon glaubte, sie w�rde mir jeden Moment die Luftr�hre durchtrennen und den Adamsapfel aus dem Hals rei�en. Mir war klar, dass der Tod sie in die Rolle des zuvor erw�hnten �W�chters� berufen hatte.</p><p>Falls meine Schreie die Anwohner am Ufer noch nicht alarmiert hatten, dann hatte es der darauf folgende Schuss auf jeden Fall getan. Dieser verj�ngte Kadaver, der vor nicht allzu langer Zeit noch eine missratene junge Frau namens Candace gewesen war, krachte gegen die Felsen. Die Todesangst hatte mich unterbewusst meinen Schrecken �berwinden lassen, sodass ich die Hand in die Tasche stecken und meinen kleinen, mehrsch�ssigen Revolver Kaliber .32 hervorholen konnte. Der blind abgegebene Schuss hatte sie in der N�he des linken Ohres getroffen und einen ordentlichen Teil ihrer Sch�deldecke mit sich gerissen. Keuchend schnappte ich nach Luft, w�hrend ich mit ansah, wie der nackte Leichnam gegen die Felsen prallte. Durch den Schuss war ich mit kalten Brocken ihrer verschlungenen Hirnmasse bespritzt worden sowie mit �bel riechendem Blut, das schw�rzlich aussah und nicht rot, au�er dass es in schwachem Ma�e von F�den eines fremdartigen Bestandteils durchzogen war, die blassgr�n leuchteten. Insgesamt roch es nach schwerem Motor�l und Fisch.</p><p>Die �berlegung, einen Abgang zu machen, kam schlagartig, da in vielen H�usern entlang des Ufers Lichter angingen. Obwohl Candace einen moderaten Teil ihres Gehirns verloren hatte, erhob sie sich z�gernd und taumelte mir hinterher, doch nicht, bevor ich genug Vorsprung erlangt hatte, dass er ihre Jagd sinnlos machte.</p><p>Ich eilte an der Felswand entlang und hoffte, dass mich die d�steren Brocken und das unregelm��ige Licht verbergen w�rden. Schlie�lich �berquerte ich die Anliegerstra�e, rannte zwischen zwei Fischfabriken hindurch und entkam diesem unheimlichen Hafengebiet in den Wald.</p><p><emphasis>Gott sch�tze mich, Gott sch�tze mich,</emphasis> spann mir das vergebliche Gebet im Kopf herum. Nur vereinzelt drang das Mondlicht in die Randzone des Waldes; ich wagte es nicht, tiefer einzudringen, da ich sonst gar nichts sehen w�rde � und ich wollte meine Position nicht m�glicherweise dadurch verraten, dass ich auf meine Taschenlampe angewiesen war, deren Batterien bereits schw�cher wurden. Doch so desorientiert ich nach meinen Erlebnissen auch war, war ich halbwegs sicher, dass ich mich in n�rdlicher Richtung voranbewegte � in die Richtung, die mich zwangsl�ufig zuerst zu Marys Haus und dann letzten Endes aus der Stadt heraus f�hren w�rde. Ich wusste, dass Kilometer angestrengten Gehens vor mir lagen, bis ich die n�chste, sichere Stadt erreicht h�tte. Wenn ich doch nur ein Telegrafenb�ro finden konnte � von einigen wusste man, dass sie vierundzwanzig Stunden am Tag besetzt waren � oder gar eines der seltenen Telefone. Doch als ich mich zwischen den st�mmigen B�umen hindurchschl�ngelte, wusste ich, dass es einen Ort gab, den ich vor allen anderen aufsuchen <emphasis>musste</emphasis> �</p><p><emphasis>Es m�sste ganz in der N�he sein,</emphasis> �berlegte ich nach einer halben Stunde, und als ich zwischen zwei sch�bigen Geb�uden hindurchblinzelte, glaubte ich, den Kopfsteinpflasterweg vor der Feuerwehr zu erkennen. <emphasis>Ja!</emphasis> Da stand sie mit ge�ffnetem Tor, aber merkw�rdigerweise war in der N�he keine Menschenseele zu sehen. Nur noch zwanzig Meter, wusste ich, dann w�rde ich an der unbeleuchteten R�ckwand des Geb�udes stehen, in dem Cyrus Zalen und seine armen Nachbarn hausten. Tats�chlich konnte ich jetzt dieses Appartment komprimierter Verzweiflung vom Wald aus sogar riechen.</p><p>Sollte ich es wagen, zur Vordert�r zu gehen, oder w�re es besser, hinten an eines der Fenster zu klopfen? Beides gefiel mir nicht besonders, aber ich wusste, dass ich mit diesem Mann sprechen <emphasis>musste.</emphasis> Zalens Wohnung lag an einem Ende des altersfleckigen Geb�udes; ich schlich ganz langsam an der Seite entlang, erstarrte dann jedoch, als w�re ich in eine Salzs�ule verwandelt wie Lots Frau Edith �</p><p>Hinter mehreren gewundenen, Jahrhunderte alten B�umen auf der Vorderseite konnte ich die schattigen Umrisse von <emphasis>Menschen</emphasis> erkennen.</p><p>Mein Herz w�re beinahe zersprungen, als sich von hinten eine Hand, rau wie Schmirgelpapier, auf meinen Mund legte und ich zur�ck in den Wald gezogen wurde. Zweifellos hatte einer ihrer �W�chter� mein Vordringen bemerkt. Erstickend und vergeblich rang ich mit dem drahtigen, doch grausam starken Schatten. Alle Luft wich mir aus der Brust, als ich zu Boden gerammt wurde.</p><p>�Seien Sie doch leise, Sie Narr!�, fl�sterte eine Stimme verzweifelt. Es gelang mir, meine Pistole hervorzuholen und sie nach oben zu richten, doch der gesichtslose Schatten sprach weiter: �Wenn Sie den Abzug dr�cken, sind wir beide tot.�</p><p>Auf einmal erkannte ich an der Stimme, dass ich Zalen vor mir hatte.</p><p>�Pst!�</p><p>Die Gestalt in dem sch�bigen Regenmantel hatte �berhaupt keine Angst vor meiner Waffe. Stattdessen lie� Zalen mich auf dem Boden liegen, um heimlich an dem Baum vorbeizugucken, hinter dem wir uns beide versteckten. Als er zur�ckkehrte, wirkte sein Fl�stern ruhiger.</p><p>�Sie haben Gl�ck, dass die Sie nicht gesehen haben. Verdammt, wir hatten beide Gl�ck.�</p><p>�Was wollen Sie ��</p><p>Er wirkte zornig. �Die �berwachen meine Wohnung, Mann! Die warten auf mich, und die sind auch hinter Ihnen her, Sie Idiot! Sie h�tten uns beinahe verraten, und inzwischen muss ich Ihnen wohl nicht mehr erkl�ren, was die mit uns machen w�rden. Sie w�rden sich nicht im Wald verstecken, wenn sie es nicht w�ssten.�</p><p>Mein rasender Herzschlag begann sich zu beruhigen. �W�chter. So hat Onderdonk sie genannt.�</p><p>�Jeder, der zum Stadtkollektiv geh�rt, wei� Bescheid�, fl�sterte Zalen. �Sie dienen <emphasis>ihnen.</emphasis>�</p><p>�Ich habe Sie gesehen!�, fl�sterte ich ebenso heftig zur�ck. �Sie erz�hlen mir, dass Lovecrafts Geschichte der Wahrheit entspricht! Und jetzt <emphasis>glaube</emphasis> ich Ihnen sogar!�</p><p>�Wie k�nnten Sie nicht?� Kicherte die hagere Gestalt etwa? �Sie m�ssen von der K�ste kommen, obwohl ich Ihnen <emphasis>gesagt habe,</emphasis> dass Sie da nach Einbruch der Dunkelheit nicht hingehen sollen. Zwischen Ihrer Rumschn�ffelei und meiner gro�en Klappe ��</p><p>�Jetzt wei� ich, warum so viele Frauen hier schwanger sind � ich habe gesehen, was sie im ersten Stock des Hilman treiben!�, knurrte ich. �Sie verkr�ppeln M�nner und benutzen sie zu ��</p><p>�Sicher, denken Sie doch mal dr�ber nach. Anstruther ist einer der Bonzen hier. Er schneidet ihnen die Beine ab, damit sie nicht weglaufen k�nnen, die Arme, damit sie sich nicht wehren k�nnen, und er zieht ihnen die Z�hne, damit sie die M�dchen nicht bei�en k�nnen. Das Bestreben ist, jede Frau aus dem Kollektiv fortw�hrend schwanger zu halten. Wann immer ein Kerl auf der Durchreise hier herkommt, der jung und von guter Abstammung ist, Bingo! Daf�r benutzen sie sie. Das wollen diese Dinger: Neugeborene ��</p><p>�Als Opfer! Das ist widerw�rtig!�</p><p>Zalen verdrehte im Mondlicht die Augen. �Oh Mann, sie sind wirklich unterbelichtet. Das ist nicht irgendein okkulter Hexenkram. Das ist <emphasis>Wissenschaft.</emphasis> Genau dar�ber hat Lovecraft geschrieben, wenn man zwischen den Zeilen liest. Je mehr Neugeborene die Stadt ihnen geben kann, desto gl�cklicher sind sie. Dann belohnen sie das Kollektiv.�</p><p>�Sie <emphasis>belohnen</emphasis> es?�</p><p>�Dies ist eine <emphasis>Fischereistadt,</emphasis> Morley. Sie belohnen uns mit einem �berschwang an Fisch. Vor dem Neuen Weg, in alten Tagen, haben sie uns auch Gold gegeben.�</p><p>Ich starrte ihn an. �Wie in der Geschichte.�</p><p>�Ja, Mann, genau wie in der Geschichte. Sie geben uns jetzt kein Gold mehr, weil das zu auff�llig wurde. Die Stadt braucht es nicht. Das Gold hat nur bewirkt, dass die Leute faul wurden. Jetzt geht es ausschlie�lich um die Ressource, <emphasis>Fisch.</emphasis> In den letzten zehn Jahren ist dieses kleine verschissene Fischerdorf zum profitabelsten Meeresfr�chteh�fen des Landes geworden. Wir geben ihnen, was sie wollen, und sie geben uns, was wir wollen: Wohlstand. Und jedes Mal, wenn ein Boot von au�erhalb der Stadt versucht, sich hier reinzuschleichen und Netze oder Angeln auszuwerfen �� Zalen kicherte erneut. �Die Boote sinken und die Leute darauf sieht man nie wieder. Denke nur ungern an das, was sie den armen Schweinen antun ��</p><p>Seine Worte wurden langsam von meinem Gehirn verarbeitet. �Sie�, murmelte ich ver�chtlich. �Lovecrafts Tiefe Wesen, die Dagoniten.�</p><p>�Ach, das sind doch nur Namen, die er sich ausgedacht hat, Morley. Wir wissen nicht, <emphasis>wie</emphasis> sie genannt werden �� Er zuckte mit den Achseln. �� daher nennen wir sie einfach die Vollbl�tigen oder die <emphasis>Dinger.</emphasis> Lovecraft hat dennoch genug rausgefunden. Er war �21 zum ersten Mal hier, konnte aber nichts herausfinden, aber �27?� Zalens freches Grinsen strahlte im Dunklen. �Sie sind ihm irgendwie �hnlich, wissen Sie das? Er kam her, weil ihm die Ausblicke hier gefielen, aber dann begann er, herumzuschn�ffeln. Sie haben ihn gehen lassen, weil sie nicht wirklich wussten, wer er war. Doch diese gottverdammte <emphasis>Geschichte.</emphasis>� Er seufzte. �Sie sind hier, seitdem Obed Larsh einige der Mischlinge aus Ostindien mitgebracht hat. Er hat die Vollbl�tigen mit einer Art Bake gerufen, die ihm die Inselbewohner gegeben haben, bevor sie alle ausgel�scht wurden.�</p><p>Kalte Schwei�perlen liefen mir die Wangen herunter wie krabbelnde K�fer. Ich konnte ihn nur anstarren ob der furchtbaren Bedeutung der Dinge, die er sagte, und ich hatte keine andere Wahl, als ihm zu <emphasis>glauben.</emphasis> �In der Geschichte haben Bundesagenten und Schiffe der Marine die Wesen vernichtet, also warum ��</p><p>Er schnitt mir mit einem beleidigten Grinsen das Wort ab. �Das ist der einzige Teil, den er frei erfunden hat � des Dramas wegen, Mann. Ja, ich wei�, sie haben das Riff mit Torpedos beschossen, aber Sie wissen bereits, dass es nie ein Riff <emphasis>gegeben</emphasis> hat. Was Lovecraft gut hinbekommen hat, viel <emphasis>zu</emphasis> gut, war die Geschichte. Es war eine reale Geschichte �ber soziale Dekadenz und den moralischen Zusammenbruch. Sie haben ihre eigene Machtstruktur, genau wie wir; unsere Anf�hrer wechseln, ihre ebenso. Eine ganze Weile haben sie die Vermischung zwischen ihrer Rasse und den Menschen gef�rdert, doch dabei ging es nur um pure Lust. Ein Mensch mit vermischtem Blut ver�ndert sich mit der Zeit � irgendwas in jeder Zelle seines K�rpers � und schlie�lich wird er den Dingern so �hnlich, dass er nicht stirbt. Sie lie�en all die armen Toren in der Stadt in dem Glauben, dass, nachdem die sich komplett verwandelt h�tten, ins Wasser gehen und auf ewig in Harmonie mit ihnen leben w�rden, doch was die Dinger in Wirklichkeit getan haben, war, die Mischlinge als Sklaven zu verwenden. Denn selbst nachdem die sich ver�ndert hatten, waren sie noch teilweise menschlich und behielten ihre menschlichen Schw�chen. S�chte, Unehrlichkeit, Verrat. Es kam an den Punkt, dass die teilmenschlichen Mischlinge begannen, <emphasis>ihre</emphasis> Gesellschaft zu verderben. Und was haben sie getan? Dasselbe, was wir nach Herbert Hoover gemacht haben und die Russen nach den korrupten Zaren. Sie haben ihre Machtstruktur ge�ndert; sie haben ihre eigene Gesellschaft gereinigt, indem sie das verderbliche Element � das menschliche Blut � beseitigt haben. Es gab keine <emphasis>Bundesagenten,</emphasis> die hierher kamen und alle Mischlinge ausgerottet haben. Das haben die Dinger selbst gemacht � es war ein richtiges Gemetzel, so um 1930, sch�tze ich. Sie kamen eines Nachts aus dem Wasser und haben jeden in der Stadt ermordet, der auch nur einen Tropfen ihres Blutes in sich hatte.� Zalen machte eine Pause und dachte nach. �Lovecraft h�tte es sehr gefallen. Sie <emphasis>taten</emphasis> genau das, was er geglaubt hatte: die lebendigen Resultate des Geschlechtsverkehrs zwischen den Rassen � oder in diesem Fall Spezies � ausl�schen.�</p><p>Als ich meine rasenden Gedanken in Worte fasste, schienen sie nur unwillig aus meiner Kehle zu kommen. �Die erste H�hle, auf die ich im Tunnelnetzwerk gesto�en bin, von dem Sie mir erz�hlt haben, war voller verwesender, verst�mmelter Leichen. Sie <emphasis>verwesten,</emphasis> sage ich Ihnen; sie verbreiteten <emphasis>Krankheitserreger.</emphasis> Die Luft war nahezu <emphasis>toxisch.</emphasis>�</p><p>�Die H�hle ist f�r die verstorbenen Erzeuger.�</p><p>�Erzeuger?�</p><p>�Die Kerle, die sie verst�mmeln und im ersten Stock einsperren. Alle Frauen aus dem Kollektiv kommen jeden Abend dorthin, bis sie schwanger sind, aber das haben Sie ja selbst schon herausgefunden. Nun, die M�nner leben nicht ewig, und manchmal wird ein Erzeuger auch impotent. Sie dann zu nichts mehr n�tze, daher bringen die Stadt�ltesten sie um und lassen deren Leichen zusammen mit all den anderen verrotten.�</p><p>Die Dinge ergaben zunehmend einen, wenngleich widerlichen Sinn. �Und die gr��te Grotte, in der Unmengen an Leichen liegen, das sind die Mischlinge, die 1930 Opfer des Genozids geworden sind?�</p><p>�Genau. Die verwesen nicht, weil ihr Fleisch mehr oder weniger unsterblich ist. Selbst wenn sie durch Gewaltanwendung umkommen, zerfallen sie nicht. Was glauben Sie, wo dieser verr�ckte Onderdonk und sein Kind das ganze Frischfleisch herbekommen?� Dann lachte er leise auf. �Na los�, fl�sterte er, �lassen Sie uns von hier verschwinden.�</p><p>Ich hatte keine Ahnung, warum mir dieser Mann � dieser Babym�rder � auf einmal wie ein Verb�ndeter erschien. Vermutlich lag es an den Umst�nden. Entlang Flecken von Mondlicht folgte ich ihm ein gutes St�ck weg von der R�ckseite der Apartmentreihe, bis er an einen kaum erkennbaren Pfad kam. Ich hatte keine andere Wahl, als ihm zu folgen. Dabei dachte ich dar�ber nach, dass Zalens primitive Interpretation einige der neuesten wissenschaftlichen Durchbr�che nur zu abschreckend widerspiegelte. Die letzte Dekade war durch die Werke des darwinistischen Engl�nders William Bateson dominiert, der diese neue und bemerkenswerte Wissenschaft namens Genetik begr�ndet und benannt hatte: Die Idee, dass mikroskopische Zellbestandteile das <emphasis>Erbgut</emphasis> innerhalb einer Spezies weitergeben und dass andere, als <emphasis>Mutagene</emphasis> bekannte Komponenten, sei es per Zufall oder absichtlich, besagtes Erbgut ver�ndern k�nnen. �berdies hatte die ber�hmte, preisgekr�nte Mikrobiologin Hattie Alexander gerade erst diesen Monat die Funktionsf�higkeit eines wundersamen Impfstoffes gegen die Lungenentz�ndung bewiesen, bei dem sie den von ihr so genannten <emphasis>genetischen Code,</emphasis> der innerhalb der Virenzellen zu finden ist, manipuliert hatte. Wenn das menschliche Wissen nun erst derartige Entdeckungen machte, wie viel �berlegener mochten Zalens <emphasis>Dinger</emphasis> hinsichtlich �hnlicher Wissenschaften sein?</p><p>Ich hatte zu gro�e Angst, um l�nger �ber diesen Gedanken nachzusinnen.</p><p>Wir schienen jetzt in Richtung Nordwesten abzubiegen, und zum ersten Mal f�hlte ich mich im Wald sicher. Doch in Lovecrafts Geschichte, da <emphasis>gab</emphasis> es so etwas wie Sicherheit nicht, und seine eigene Version der W�chter konnte sich �berall verbergen, dazu bereit, verbotenes Gerede zu belauschen �</p><p>Und es dann zu melden �</p><p>�Wie viele wurden insgesamt umgebracht?�, lie� mich ein morbides Interesse fragen.</p><p>�Von den Mischlingen? Etwa eintausend, denke ich�, antwortete Zalen. �Viele stammten aus der vierten oder f�nften Generation. Sie lebten in den Ruinen rings um Innswich Point � dem alten Hafengebiet. Als die Regierung <emphasis>tats�chlich</emphasis> herkam, war die ganze Stadt blitzsauber. Kein Gesindel, verstehen Sie? Darum konnten wir uns �berhaupt f�r den Wiederaufbau qualifizieren.�</p><p>Etwas <emphasis>noch</emphasis> Morbideres ging mir durch den Kopf. �Wo�, traute ich mich zu fragen, �sind Marys Kinder? Sie hat mir erz�hlt, sie h�tte acht geboren � und w�rde das neunte erwarten �, aber ich habe nur <emphasis>eins</emphasis> auf ihrem Anwesen gesehen.�</p><p>Zalen schnaufte, w�hrend wir weitergingen. �Keine Frau im Kollektiv darf all ihre Kinder behalten. Sie d�rfen nur eins behalten � ihr erstes.�</p><p>�Ich wei� ja bereits, was mit den anderen passiert.� Ich musste beinahe w�rgen. �Aber ich muss es <emphasis>ganz genau</emphasis> wissen.�</p><p>�Ach, m�ssen Sie das, jetzt?�</p><p>�Sie haben mich unterbelichtet genannt, weil ich vermutet habe, dass die Neugeborenen bei einem okkulten Ritual geopfert werden. Wenn das nicht der Fall ist, was genau <emphasis>machen</emphasis> diese Dinger dann mit all den Neugeborenen?�</p><p>�Woher soll ich das wissen, Mann?� Er grinste mich an. �Ich bin keiner von denen, schon vergessen? Mich hat man nie ins Stadtkollektiv aufgenommen � ich werde hier als Ausgesto�ener betrachtet.�</p><p><emphasis>Aber nicht als derart ausgesto�en, dass man Sie davon ausschlie�t, diesen Dingern zu dienen,</emphasis> �berlegte ich. Ich verabscheute diesen Mann � f�r das, was er war, und das, was ich ihn hatte tun sehen �, aber ich wusste, dass ich ihn nicht ver�rgern durfte. Seine Informationen waren zu wertvoll und konnten mir gut bei meiner Flucht helfen. Einer Flucht, die ich entschlossen war, zusammen mit Mary zu unternehmen �</p><p>�Die Babys, die nicht in Ordnung sind�, sagte er ernst, �ich sch�tze, die werden als Futter verwendet. Candace� Kind zum Beispiel. Sie hat es heute bekommen, und es war durch den Schuss total versaut, den sie sich gesetzt hat � ich hab die Schlampe gewarnt �, aber am Ende hat sie Schwein gehabt. Sie ist noch w�hrend der Geburt gestorben.�</p><p>�Nur in gewisser Hinsicht�, erlaubte ich mir, anderer Meinung zu sein. �Dieses <emphasis>tote</emphasis> M�dchen h�tte mich an der K�ste vorhin fast umgebracht.�</p><p>�Oh, das erkl�rt den Schuss, den ich geh�rt habe ��</p><p>�In der Tat, das tut es. Ich habe sie get�tet, aber sie war bereits tot. Ich habe au�erdem Mr. Nowry gesehen, der in der ersten H�hle Leichen entsorgt hat. Nur Stunden zuvor hatte er tot neben Candace im selben Krankenwagen gelegen.�</p><p>Zalen zuckte mit den Achseln. �Das tun sie nicht oft, nur wenn sie weitere Arbeiter brauchen ��</p><p>�Sie sprechen davon, die Toten wieder zum Leben zu erwecken!�, rief ich aus.</p><p>�Seien Sie doch leise!�, fuhr er mich an. �Und ich rede von weitaus mehr als das. Sie sollten besser beten, dass Sie keinen der Vollbl�tigen je zu Gesicht bekommen, aber lassen Sie sich nicht t�uschen. Sie m�gen primitiv <emphasis>aussehen,</emphasis> aber sie sind den Menschen in jeder Hinsicht �berlegen. Und, ja, sie haben eine Art Reagenz, mit dem sie Leuten das Leben wiedergeben k�nnen, die unter gewissen Umst�nden gestorben sind. Das hatten sie schon immer. Es ist eher so ein zellul�res Zeugs ��</p><p><emphasis>Mehr genetische Wissenschaft,</emphasis> erkannte ich, aber meine Gedanken waren weiterhin abgelenkt. Ich bekam sie einfach nicht mehr aus dem Kopf. �Wie lange � ist Mary schon Teil des Stadtkollektivs?�</p><p>�F�nf Jahre, vielleicht auch sechs. Wen interessiert das schon? Und wo wir gerade von Ihrer kostbaren Mary sprechen �� Zalen blieb mitten im Wald stehen und dr�ngte mich in westliche Richtung. Pl�tzlich riss ich im k�hlen Mondlicht die Augen auf; ich erblickte etwas, das ich schon einmal gesehen hatte �</p><p>Wo der bescheidene See zuvor im Sonnenlicht gegl�nzt hatte, schimmerte er nun im Licht des Mondes. Am Ufer konnte ich fl�chtig einige Gestalten erkennen.</p><p>Zalen hielt mich zwischen den B�umen zur�ck, bevor ich die Gelegenheit hatte, vorw�rtszustolpern. �Keinen Ton!�, warnte er.</p><p>Es w�re mir nicht einmal im Traum eingefallen, jetzt etwas zu sagen; ich wollte es sehen. Mehrere Dutzend Frauen standen im Halbkreis direkt am Ufer, und ich muss zugeben, dass ich beim ersten fl�chtigen Blick an Okkultismus gedacht habe. Die sp�te Stunde, das Mondlicht und der Ort, all das provozierte eine namenlose finstere Assoziation in meinem Kopf �</p><p>Die Frauen trugen einfache Roben, deren Farbe ich im intensiven Mondlicht nicht ausmachen konnte, doch was man erkennen <emphasis>konnte,</emphasis> waren fransige Stoffstreifen, durch Stickereien in einer helleren Farbe unterteilt. Innerhalb dieser Segmente waren aufwendigere Stickereien zu sehen; recht glyphenartige Symbole und die merkw�rdigsten geometrischen Formen, die mir Kopfschmerzen bereiteten, wenn ich sie zu lange ansah. Bewegten sich die R�nder dieser schrecklichen geometrischen Symbole <emphasis>tats�chlich</emphasis>? Jede der Frauen hielt au�erdem eine Kerze vor sich � eine Kerze, deren Flamme <emphasis>gr�n</emphasis> brannte �, und ich glaubte, einen leisen Gesang zu vernehmen, dessen Noten bis tief in mein Innerstes eindrangen; ein Gef�hl unsagbarer Furcht aufgrund der Illusion vollkommener <emphasis>Abwesenheit.</emphasis> Kein Licht, keine G�te, keine Moral, Abwesenheit von allem <emphasis>Vern�nftigen.</emphasis> Noch leiser als die Kl�nge unbekannten Ursprungs drang eine vokale Diafonie an mein Ort, bei der ich am liebsten auf die Knie gefallen w�re und mich �bergeben h�tte: eine misst�nende und kakod�monisch unstrukturierte Sequenz aus Worten, die sich anh�rten wie:</p><p>�Ei ��</p><p>�Cf�ayak vulgtuum ��</p><p>�Ei ��</p><p>�Vugtlagln, sjulnu ��</p><p>�Ei, ph�nglui, hkcthtul�ei ��</p><p>�Wgah�nagl fhtagen�ei ��</p><p>�Ei, ei, ei ��</p><p>Die perversen Ges�nge schienen eher leiser als lauter zu werden, aber aus irgendeinem Grund, je schwerer dieses teuflische Lied zu verstehen war, eine umso gr��ere Wirkung hatte es auf meinen Geist; ein veritabler <emphasis>Druck,</emphasis> ein Tasten auf dem <emphasis>Gesicht.</emphasis> Doch so krank ich mich f�hlte, sp�rte ich gleichzeitig etwas anderes: eine �u�erst starke sexuelle Erregung.</p><p>�Halten Sie sich zur�ck�, fl�sterte Zalen. Er zwang mich tiefer in die Hocke. �Dieser See geht in die Bucht �ber ��</p><p>Der Ernst dieser Information wurde mir zuerst nicht klar. Mein Blick blieb weiterhin gefangen von diesen makaberen Frauen in ihren Roben. Der Refrain wurde erneut gesungen, als auf einmal alle Frauen ihre Roben fallen lie�en und nackt dastanden.</p><p><emphasis>Nackt,</emphasis> wie mir unweigerlich auffiel, <emphasis>und schwanger.</emphasis></p><p>Alldieweil schien der Gesang mein Gehirn in meinem Sch�del zusammenzudr�cken. Es war schmutzig und erotisch, dies auf solch eine Weise zu sehen, dass ich einfach nicht wegschauen konnte � es war in der Tat b�se. Die meisten der Frauen schienen in den Zwanzigern zu sein, aber ich machte auch Mrs. Nowry aus und einige andere mittleren Alters. Dann warfen sie alle nacheinander ihre seltsame gr�ne Kerze ins Wasser, und ich h�tte schw�ren k�nnen, als diese unter die Oberfl�che sanken, ging keine der gr�nen Flammen aus. Gleichzeitig schienen sich meine Augen besser an die gl�nzende Nacht zu gew�hnen: Das Mondlicht wurde heller und klarer, wodurch ich sch�rfer sehen konnte. Selbst aus dieser betr�chtlichen Entfernung konnte ich kleinste Details an jeder der schwangeren Frauen erkennen. Ich sah die Poren auf deren wei�er Haut, die feine Linie zwischen Iris und dem Wei� der Augen, die Feinheiten jeder einzelnen Brustwarze sowie das filigrane Venenmuster jeder mit Milch gef�llten Brust. Schlie�lich lie�en sich alle in die Br�he am Uferrand nieder; was sich dann abspielte, werde ich lediglich als obsz�nes Bacchanal des Fleisches bezeichnen, eine freiz�gige Orgie, fixiert auf die gegenseitige Befriedigung wie auf der Insel Lesbos. Ich muss wohl nicht gesondert erw�hnen, dass es sich bei einer der l�sternen Beteiligten um Mary handelte �</p><p>Meine Augen starrten hingerissen die orgiastische Szene an, und f�r eine Weile glaubte ich, dass ich selbst mit einer Waffe an meinem Kopf nicht h�tte wegschauen k�nnen, und das trotz der Selbsterkenntnis, dass die Augen abzuwenden die einzige gottgef�llige Handlungsweise gewesen w�re. Aber es war Zalen, nicht Gott, der mich zum Ablassen dr�ngte.</p><p>�Es kommt gleich raus ��</p><p>�Es?�, fragte ich fl�sternd.</p><p>�Wir werden nicht hierbleiben, um es anzuschauen. Glauben Sie mir, Morley, Sie <emphasis>wollen es gar nicht sehen �</emphasis>�</p><p>Er schleifte mich zur�ck in den Wald, genau in dem Moment, in dem sich eine Gestalt aus dem Wasser zu erheben begann.</p><p>Gl�cklicherweise wurde mein Kopf wieder ann�hernd klar. �Was � Was <emphasis>war</emphasis> das, Zalen?�</p><p>�Das war einer von ihnen. Was dachten Sie denn?�, r�gte mich der langhaarige Mann in dem schmutzigen Regenmantel.</p><p><emphasis>Einer von ihnen,</emphasis> dachte ich. <emphasis>Ein Vollbl�tiger �</emphasis></p><p>�Einer der Hierarchen, aber es k�nnten auch andere in der N�he sein.�</p><p>Ich schreckte ob des Aberwitzes zur�ck. �Das war ein okkultes Ritual, das wir da gerade beobachtet haben, Zalen. Nach allem, was ich herausgefunden und was Sie mir erz�hlt haben, muss da noch mehr sein ��</p><p>�Nat�rlich ist da noch mehr�, erwiderte der d�rre Strolch. �Aber der ganze Schei� da drau�en am See?� Er wirkte am�siert. �Das ist nur Tradition, Morley; es ist nur ein Ritual; es bedeutet gar nichts. Es beweist lediglich, wie viel <emphasis>armseliger</emphasis> die Mentalit�t der Menschheit ist; der einzige Weg, auf dem wir jemals wirklich eine Verbindung zu den Vollbl�tigen aufbauen konnten � selbst schon zu Zeiten von Obed Larsh �, ist ignorante Rituale wie dieses ausf�hren ��</p><p>�Nichts als Fassade�, spekulierte ich, denn der Okkultismus im Werk des Meisters war ebenso gestaltet. �Wollen Sie mir das damit sagen?�</p><p>�Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Was wie eine Teufelsanbetung und schlichtes Heidentum aussieht, ist nur der Zuckerguss auf einem ganz anderen Kuchen.�</p><p>Diese Analogie, so banal sie auch gewesen war, best�tigte meine Vermutungen. Ich folgte Zalen eine Zeit lang unbewusst, da mein Kopf mit einer �berf�lle an Spekulationen besch�ftigt war. �Doch alle gesellschaftlichen Systeme haben letzten Endes einen bestimmten Zweck�, insistierte ich. �Wenn dieser Okkultismus nur Fassade ist � oder �Zuckerguss� �, dazu da, um etwas anderes zu verbergen � was <emphasis>ist</emphasis> dann dieses andere?�</p><p>�Sie stellen zu viele Fragen. Ich habe Sie diesbez�glich doch gewarnt�, sagte er. �Wir m�ssen hier weg, das ist alles. Sie haben Geld und eine Waffe, und ich habe den Weg hier raus. Wenn wir Gl�ck haben, k�nnen wir es schaffen.�</p><p>�Jetzt erz�hlen Sie mir nicht, Sie haben einen Personenkraftwagen�, rief ich schon beinahe.</p><p>�Nat�rlich habe ich den � besser gesagt, ich wei�, wo wir einen bekommen k�nnen�, f�gte er kichernd hinzu. �Die Onderdonks haben einen Lieferwagen. Da kommt dann Ihre Waffe ins Spiel.�</p><p>Aus irgendeinem Grund verringerte diese ausgesprochen vielversprechende Neuigkeit nicht die Wichtigkeit weiterer meiner Fragen. �Sie h�tten den Wagen jederzeit stehlen k�nnen. Warum wollen Sie ausgerechnet <emphasis>jetzt</emphasis> fliehen?�</p><p>�Ich habe es Ihnen doch gesagt�, grinste er im Mondlicht. �Weil sie uns jetzt auf den Fersen sind. Jemand hat unsere Unterhaltung von vorhin mit angeh�rt ��</p><p>�Das ist es also, ein Bruch der Verschwiegenheit, die hier jeder einzuhalten hat�, vermutete ich. �Mehr, Weiteres aus der Geschichte.�</p><p>�Weil Lovecrafts Geschichte eigentlich gar keine ist. Das habe ich Ihnen ebenfalls gesagt. Der Gro�teil ist wahr. Und jetzt werden wir damit leben m�ssen � oder sterben.�</p><p>Ich folgte ihm weiterhin, immer noch verwirrt und � weshalb, da bin ich nicht sicher � eher w�tend als �ngstlich. Der Geruch von langsam ger�uchertem Fleisch wurde dominant; er kam uns auf dem schmalen Weg entgegen, sodass ich wusste, dass Onderdonks Haus in der N�he sein musste. Best�rzt stellte ich fest, dass ich diesen Duft � obwohl ich jetzt den Ursprung des Fleisches kannte � k�stlich fand. Ebenso entsetzte mich, dass Zalen, ein unverbesserlicher Dieb, Verbrecher und � schlimmer � jemand, der sich bereitwillig an Kindst�tung beteiligte, meine gr��te Chance darstellte, mit Mary fliehen zu k�nnen.</p><p>�Mary�, sagte ich daraufhin. �Sie muss mit uns kommen.�</p><p>�Das kann nicht Ihr Ernst sein!�, fuhr er mich an.</p><p>�Ich bestehe darauf. Ich besitze sehr viel Geld, Zalen. Es w�re klug von Ihnen, meine Interessen zu unterst�tzen. Mary, ihr Sohn, ihr Bruder und ihr Stiefvater werden uns auf unserer Flucht begleiten.�</p><p>Daraufhin lachte er sogar. �Sie und ihr Kind vielleicht. Aber Paul ist eine Last; er ist ein Erzeuger, der impotent geworden ist. Der einzige Grund daf�r, dass er nicht get�tet und in die Tunnel gebracht wurde, ist, dass sie den Hierarchen um sein Leben angefleht hat.�</p><p>�Und der Stiefvater? Haben Sie mir nicht zugeh�rt?�</p><p>Sein folgendes Kichern h�tte als Todesr�cheln durchgehen k�nnen.</p><p>�Ich kann Sie nicht begreifen, Zalen. Marys Stiefvater ist alt und von Gebrechen geplagt. Es w�re unchristlich von uns, den alten Mann zur�ckzulassen.�</p><p>�Der Stiefvater ist ein Mischling!�</p><p>Ich gaffte bei diesen Worten, als seien sie Schrapnellsplitter. �Aber � aber � ich dachte ��</p><p>�Die Vermischung der beiden Spezies wurde von den neuen Hierarchen verboten, daher ��</p><p>�Daher wurden alle existierenden Mischlinge bei besagtem Genozid ausgel�scht.� So viel hatte ich inzwischen begriffen. �Was nicht erkl�rt, warum Marys Stiefvater noch am Leben ist.�</p><p>Zalen blieb stehen und drehte sich mit dem nihilistischen Grinsen zu mir um, an das ich mich schon � zu sehr � gew�hnt hatte. �Sie werden diesen Teil lieben, Morley � Aber sind Sie sich sicher, dass Sie den h�ren wollen?�</p><p>�Spielen Sie keine Spielchen mit mir, Zalen. Ihre psychologischen Salonkunstst�ckchen sind ziemlich kindisch, wenn Sie die Wahrheit wissen wollen. Also erz�hlen Sie es mir freundlicherweise � die <emphasis>Wahrheit.</emphasis>�</p><p>�Wir wissen nicht genau, wie ihr politisches System funktioniert, aber wir glauben, dass mehrere von ihnen das Sagen haben und dass es einen gibt, der mehr Macht hat als die anderen.�</p><p>�Das nennt man eine oligarchische Monarchie, Zalen. Der oberste Hierarch ist der Souver�n, �hnlich wie es heute in der Sowjetunion der Fall ist oder wie bei diesem Mann in Deutschland, Hitler.�</p><p>�Ja. Der Souver�n. Der Souver�n ist scharf auf Ihre wundersch�ne kleine Mary. Wie gef�llt Ihnen das? Er <emphasis>steht</emphasis> wirklich sehr auf sie. Das war er vermutlich, vorhin am See. Keine Sorge, er wird sie nicht ficken � das ist nicht erlaubt �, aber er wird vermutlich alles andere tun.�</p><p>Diese Information ekelte mich an, aber machte mich auch ruhelos. Ohne nachzudenken, zog ich meine Waffe und drehte mich um, um zum See zur�ckzugehen.</p><p>�Sie sind wirklich ein Idiot, Morley�, meinte Zalen lachend. Er packte meinen Arm und stie� mich nach hinten. �Selbst wenn Sie ein gutes Schussfeld h�tten, w�ren innerhalb von zwei Minuten Hunderte von denen hinter Ihnen her. Sie k�nnen uns <emphasis>erschn�ffeln.</emphasis> Wir h�tten nicht die geringste Chance.�</p><p>Ich lehnte mich gegen einen Baum, gepackt von einer qu�lenden Verzweiflung. �Sie wollen mir also erz�hlen, dass Marys Stiefvater dem Genozid entkommen konnte, weil ��</p><p>�� weil Mary den Hierarchen angefleht hat, ihn nicht zu t�ten. Sie stimmte zu, den alten Knacker bei sich in ihrem Haus zu verstecken.� Zalen nickte. �M�chte gar nicht dr�ber nachdenken, was sie als Gegenleistung f�r <emphasis>diesen</emphasis> Gefallen tun musste.�</p><p>Ich h�tte ihn auf der Stelle umbringen k�nnen, weil er so etwas sagte, aber ich wusste, dass er nicht unrecht hatte; Verzweiflung f�hrte zu verzweifelten Taten. Stattdessen riss ich mich zusammen und fuhr fort, ihm zu folgen. �Was ist mit den Leuten, die nicht im Stadtkollektiv von Olmstead sind?�</p><p>�Abgewiesene wie ich werden in Ruhe gelassen, solange wir keinem Au�enseiter verraten, was hier vor sich geht, und solange wir die Stadt nicht verlassen.�</p><p>�Diese Dinger k�nnen unm�glich �berall sein�, verk�ndete ich. �Mit einem Mindestma� an Voraussicht, vermute ich, sollte die Flucht einfach zu bewerkstelligen sein.�</p><p>�Klar, dass Sie <emphasis>das</emphasis> denken w�rden�, meinte er, �aber was glauben Sie, warum es niemand versucht? Warum ist Mary Ihrer Meinung nach immer noch hier? Es ist nicht so, dass sie hier sein m�chte, das kann ich Ihnen versichern. Niemand von uns will das.�</p><p>�Also Angst?�</p><p>�Oh ja. In der Vergangenheit haben Leute � meist Frauen � versucht zu fliehen. Sie kamen einfach nicht damit klar, dass sie ihre Babys abgeben mussten. Aber jeder Einzelne wurde wieder hergebracht �� Jetzt verfinsterte sich Zalens Miene. �� und an ihm wurde ein Exempel statuiert. Es gibt eine ganze Menge mehr von diesen Dingern, als irgendwer sich vorstellen kann. Wenn man geht, dann sp�ren sie einen auf die Art auf, wie ein Bluthund eine F�hrte aufnimmt, Morley. Sie reisen alle bestehenden Wasserwege entlang, und sie sind sehr schnell.�</p><p>Ich hatte keine andere Wahl, als es auszusprechen. �Also, selbst wenn es uns gelingt, von hier wegzukommen, halten Sie unsere Erfolgsaussichten f�r nicht sehr hoch.�</p><p>�Nein, aber wenn sie einen Wutanfall haben wie gerade jetzt, dann w�ren wir morgen fr�h mit Sicherheit nicht mehr am Leben, wenn wir es <emphasis>nicht</emphasis> versuchen.�</p><p><emphasis>Wasserwege, eine F�hrte aufnehmen,</emphasis> dachte ich. Falls wir es bis nach Providence schafften, dann w�rde ich Pinkertons M�nner rund um die Uhr einsetzen. Entweder das oder ich z�ge um an einen Ort, der weit entfernt von jeglichem Wasserweg l�ge.</p><p>�Da ist der Lieferwagen�, fl�sterte Zalen, gerade als uns der Weg zu einer freien Stelle im Wald direkt hinter Onderdonks Grundst�ck f�hrte. Das Aroma ger�ucherten Fleisches hing schwer in der Luft. Mehrere H�tten standen schwankend in den Schatten; zwischen zweien von ihnen ersp�hte ich einen Pritschenwagen, der ebenso heruntergekommen aussah wie alles andere. Das einzige Ger�usch, das ich h�ren konnte, war das glucksender Schweine.</p><p>�Onderdonk hat seit Jahren dieselben Schweine�, kam Zalens n�chste h�hnische Bemerkung, �aber die sind nur Tarnung. Ich w�rde wetten, dass dieser Hinterw�ldler und sein Kind in Wirklichkeit seit einem Jahrzehnt kein Schweinefleisch mehr ger�uchert haben.�</p><p>�Aber wo steckt er?�, fragte ich. �Der Ort sieht verlassen aus.�</p><p>�Wahrscheinlich sind sie zu Bett gegangen, nachdem sie das Fleisch zum R�uchern aufgeh�ngt haben�, vermutete er und deutete auf die Reihen hochgelagerter Metallf�sser, die als Kochger�t herhielten. �Das w�re gut f�r uns � Aber halten Sie Ihre Waffe vorsichtshalber bereit.�</p><p>Ich gehorchte der Anweisung und folgte ihm auf das �berwucherte Gel�nde. Wir gingen mit gro�er Sorgfalt weiter, um ja nicht auf einen Ast zu treten. Mondlicht und Schatten tauchten die diversen H�tten in helle und dunkle Flecken; mehrere Paare kleiner Augen funkelten uns an, als die Schweine im Pferch uns bemerkten. Eine Eule stie� einen Schrei aus und wurde dann still.</p><p>�Das scheint nicht ordnungsgem�߫, kommentierte ich die Leinens�cke in der N�he der F�sser. �Diese S�cke scheinen voll zu sein. Ich habe Onderdonk mit eigenen Augen gesehen, wie er die S�cke aus der H�hle getragen hat, nachdem er und sein Sohn einige der Mischlingsleichen zerhackt haben.�</p><p>Zalen �ffnete einen Sack; in ihm befanden sich noch Streifen frisch zerkleinerten Fleisches. �Ja, und wenn das Fleisch noch in den S�cken ist, was zur H�lle ist dann ��</p><p>Die Frage erforderte keine Vervollst�ndigung. Ich nehme an, tief in meinem Inneren kannte ich die Antwort schon, bevor wir die Deckel der R�ucherf�sser abhoben. Ich leuchtete mit meiner Taschenlampe hinein, dann zuckten wir beide zusammen.</p><p>Rauch quoll von Onderdonks mit rosa Pusteln �bers�tem Gesicht auf, w�hrend Schwaden davon an den Haaren auf seinem Kopf herunterhingen. Weiterer Rauch kam aus seinem Mund, der im Tode zu einem schrecklichen Schrei erstarrt war; seine Augen waren wolkenwei� geronnen. Ein starker, schweineartiger Geruch verbreitete einen Bodennebel �berall in dem Kuddelmuddel der H�tten. Ein weiteres Fass besiegelte das Schicksal von Onderdonks Jungen � ein wahrhaft mitleiderregender Anblick. Das geringere K�rpergewicht und die Wahrscheinlichkeit, dass der Junge schon l�nger �gekocht� wurde als sein Vater, wurde durch den Fakt bewiesen, dass seine Augenh�hlen mit brodelnden K�rperfl�ssigkeiten gef�llt waren. Dampf aus dem pochierten Gehirn des armen Jungen quoll aus seinen Nasenl�chern und Ohren.</p><p>�Gott steh uns bei�, qu�kte ich.</p><p>�Die Vollbl�tigen haben sie erwischt�, stellte Zalen ern�chtert fest, �was bedeutet, dass sie immer noch hier sein k�nnten.�</p><p>Diese Aussicht ergriff mein Herz wie mit einer Geierklaue und dr�ckte zu. Wir schlitterten beinahe in Richtung des Wagens und wagten nicht zu blinzeln. Aber dennoch wirbelten meine Fragen strudelartig im Kopf herum. �Vorhin haben Sie mir erz�hlt, dass die Frauen ihr erstgeborenes Kind behalten d�rfen, w�hrend die anderen den Vollbl�tigen �berlassen werden m�ssen.�</p><p>�Ja, und?�</p><p>�Aber Sie haben auch gesagt, dass Sie der Vater von Marys drittem oder viertem Kind w�ren. Was f�r ein verr�terischer Kretin k�nnte denn sein <emphasis>eigenes Kind</emphasis> diesen Dingern im Wasser ausliefern?�</p><p>�Ich hatte dabei keinerlei Mitspracherecht, Morley. Wir haben keine <emphasis>Wahl</emphasis> hier � begreifen Sie das denn nicht? Wenn ich �verr�terisch� bin, dann ist Ihre geliebte Mary es auch.�</p><p>Davon wollte ich nichts h�ren. Ich <emphasis>wusste,</emphasis> ich wusste im tiefsten Innern meiner <emphasis>Seele,</emphasis> dass Marys Verfehlungen nur unter Zwang geschehen waren. H�tte sie sich geweigert, w�ren ihr Sohn, ihr Bruder und ihr Stiefvater zu Futter f�r die Vollbl�tigen verarbeitet worden.</p><p>�Und das Kind, das wir bekamen, war ein Unfall�, berichtete er. �Ich nehme an, damals habe ich sie wirklich geliebt � bevor sie dem Kollektiv beigetreten ist.�</p><p>Bei dieser Ausrede zuckte ich zusammen. �Nur ein gottloser Mann kann behaupten, eine Frau zu <emphasis>lieben,</emphasis> die er wie eine Handelsware prostituiert.�</p><p>�Sie haben ja keine Ahnung, wovon Sie reden.� Dann kicherte er. �Und ich glaube sowieso nicht an Gott.�</p><p>�Ich w�rde sagen, das ist offensichtlich ��</p><p>�Also, falls Ihr Gott wirklich existiert, werden Sie eine Menge beten m�ssen, um uns hier wegzubringen.� Wie erreichten den Lieferwagen; auf dessen Ladefl�che standen zwei Benzinkanister. Zalen duckte sich, nahm einen und entleerte ihn vorsichtig in den Tank des Fahrzeugs. �Und�, f�gte er hinzu, �Sie sollten <emphasis>beten,</emphasis> dass diese Rostsch�ssel anspringt ��</p><p>�Zuerst noch eine letzte Frage.� Ich konnte einfach nicht locker lassen und packte seine Schulter. Meine Neugier brannte gl�hend wie ein Brandeisen. �Ich will die Antwort, die Sie mir vorhin nicht geben wollten.�</p><p>�Ach, kommen Sie, Morley, wir m�ssen ��</p><p>�Ich bestehe darauf! Sie haben gesagt, dass das Ritual nur Fassade ist und sich auf ignorante, uralte Traditionen st�tzt: Okkultismus als �Zuckerguss�, um etwas anderes zu verbergen.�</p><p>�Genau!�</p><p>�Also, was ist mit den Babys? Was ist mit den Opfern? Wenn das Opfern von Neugeborenen keine <emphasis>okkulte</emphasis> Opfergabe ist, was <emphasis>kann</emphasis> es denn dann sein?�</p><p>�Es ist kein Opfer, um Himmels willen. Sie wollen die Neugeborenen studieren � um <emphasis>uns</emphasis> zu studieren. Ihr Gehirn, ihre Zellen, ihr Blut � einfach alles, um zu sehen, wie sie wachsen. Etwa, wie ich bereits sagte � die mikroskopischen Dinge in jeder Zelle, die uns zu dem machen, was wir sind � <emphasis>Das</emphasis> ist es, was sie studieren, <emphasis>damit</emphasis> experimentieren sie.�</p><p>�Ihr Verst�ndnis der genetischen Wissenschaft muss das unsere tausenfach �bersteigen�, meinte ich. �Das ist es also.�</p><p>�Ja. Opfergaben an den Teufel? Schwarze Magie? Das ist alles Stuss, wie es mein Gro�vater so sch�n ausgedr�ckt hat. Verzierung, Morley, um die unwissende Masse zu t�uschen: <emphasis>uns.</emphasis>�</p><p>Wenig positiv gestimmt dachte ich �ber das Potenzial seiner Erkl�rung nach. Basierend auf dem Wenigen, was ich gelesen hatte, wusste ich, dass, theoretisch, das Studium der menschlichen Gene (insbesondere jener, die sich noch in der Entwicklung befanden wie bei Kindern) nicht nur das Verst�ndnis �ber das menschliche Leben vergr��ern konnte, mit dessen Hilfe lie� sich das menschliche Leben sogar <emphasis>ver�ndern.</emphasis> Daher sah ich mich gezwungen, als N�chstes zu fragen: �Was ist der Zweck dahinter, dass sie uns auf genetischer Ebene studieren, Zalen?�</p><p>�Das ist der schlimmste Teil�, entgegnete er. �Sie hassen uns, Morley. Sie wollen uns ausl�schen, aber nicht mit brutaler Gewalt.�</p><p>�Wie dann?�</p><p>�Mit Krankheiten, Missbildungen, Unfruchtbarkeit.�</p><p>�Nat�rlich�, kr�chzte ich, mir nun der Folgen bewusst. �Durch die Erforschung der Neugeborenen und durch Experimente an ihnen k�nnen die Vollbl�tigen unsere biologischen Schwachstellen herausfinden und Viren, Malignome und ansteckende Krankheiten entwickeln, mit dem sie die Menschen aus einer Vielzahl von Richtungen verheeren k�nnen.�</p><p>�Das ist richtig. Das ist es, was sie letzten Endes tun wollen ��</p><p>�Und Sie helfen ihnen dabei!�, fuhr ich ihn an.</p><p>Er runzelte im Mondlicht die Stirn. �Ich dachte, ich helfe <emphasis>Ihnen.</emphasis> Ich helfe Ihnen und Ihrer kostbaren Mary fliehen. Vergessen Sie das nicht.� Dann wandte er sich dem heruntergekommenen Fahrzeug zu. �Fangen Sie an zu beten, Morley. Beten Sie zu Ihrem Gott, dass es einen Anlasserknopf hat anstelle eines Z�ndschlosses ��</p><p>Ich betete tats�chlich darum, doch bevor ich damit fertig war, sprang ich zur�ck und schrie vor Angst auf, denn als Zalen die eingedellte und ausgeblichene T�r des Wagens �ffnete, <emphasis>stieg</emphasis> er nicht etwa hinein, sondern er wurde <emphasis>hineingezogen</emphasis> �</p><p>� von zwei langen, d�nnen, seltsam verdrehten, muskul�sen Armen mit H�nden, die eher den Vorderpfoten eines Frosches glichen, aber glatte, mit Schwimmh�uten verbundene, etwa 30 Zentimeter lange Finger hatten. Ich habe sein Gesicht nie gesehen, doch mir war v�llig klar, was <emphasis>es</emphasis> war, aufgrund des penetranten Geruchs, der aus dem Wagen drang, nachdem Zalen die rostfleckige T�r ge�ffnet hatte. Es war der Geruch nach einem Fischberg, angereichert mit dem erdigen Geruch von Brackwasser. Ebenfalls nach Brackwasser sah die Haut dieses Dings aus. Es dauerte einige Momente, bis ich in den Schatten wieder einen klaren Gedanken fassen konnte. Ich glaubte, die von Beulen �bers�te, kr�nklich gr�ne Haut <emphasis>schimmern</emphasis> zu sehen, als w�re sie nass, und als es im Lastwagen zur Auseinandersetzung kam, h�rte ich �berdies nasse <emphasis>Ger�usche</emphasis> � <emphasis>�berschwappende</emphasis> Ger�usche �; und danach Ger�usche, die noch gr��licher waren.</p><p>Nur das Wort <emphasis>b�se</emphasis> konnte das beschreiben, was ich als N�chstes h�rte, und um einen direkten Vergleich zu ziehen, m�sste ich sagen, es klang, als w�rde jemand einem rohen Huhn die Gelenke auskugeln, nur dass das �Huhn� in diesem Fall Zalen war. Ein heftigeres, rei�endes Ger�usch ert�nte, anschlie�end ein lautes, feuchtes <emphasis>Platschen,</emphasis> als die inneren Organe des langhaarigen Strolchs aus dem Wagen geworfen wurden, gefolgt von dem abgenutzten schwarzen Regenmantel des S�chtigen.</p><p>Danach folgten die Arme, an den Schultergelenken entwurzelt.</p><p>Dann die Beine.</p><p><emphasis>Das Ding nimmt ihn St�ck f�r St�ck auseinander,</emphasis> wurde mir bewusst.</p><p>Zuletzt folgte der Torso, doch Zalens Genitalien schienen sich nicht an der Leiste zu befinden. Ich konnte nur hoffen, dass ich mir das Kauger�usch, das ich aus dem Wagen h�rte, blo� einbildete.</p><p>Ich betrachte mich nicht als Feigling, dass ich allerdings nicht versucht habe, mit meiner Pistole dazwischenzugehen, dazu m�ssen Sie wissen, dass die oben beschriebene Zerlegung von Cyrus Zalen eine Angelegenheit von lediglich ein paar Sekunden gewesen ist. Stattdessen rollte ich hinter einen verrotteten Baumstumpf von betr�chtlicher Breite. Eher Reflex denn bewusste Entscheidung lenkte meine Positionierung; ich lag auf dem Bauch, die H�nde ausgestreckt und die Waffe haltend, tat ich mein Bestes, um eine Schussbahn zu etablieren zu dem Bereich, von dem ich wusste, dass die Kreatur ihn durchqueren m�sste, falls sie mir nachjagte. Mit meinem Schussauge zielte ich �ber den Lauf der Waffe hinweg und wartete.</p><p>Und wartete.</p><p><emphasis>Komm raus!,</emphasis> flehte ich.</p><p>Innerhalb des Wagens war keine bedeutsame Bewegung zu erkennen, wenngleich ich glaubte, ein geringf�giges Zucken darin bemerkt zu haben. Einen Augenblick sp�ter � und <emphasis>nur</emphasis> f�r einen Augenblick � schien ein ganz schwaches gr�nliches Leuchten darin zu fluoreszieren, und ich kann nur sch�tzen, dass es vom Beifahrersitz ausgegangen war. Eine Sekunde sp�ter war es fort.</p><p>Was mich dazu bewogen hat, Zalens Torso zu untersuchen, liegt au�erhalb meiner Vorstellungskraft, aber als ich es tat, hatte ich die abscheuliche Offenbarung, dass der Kopf des Schuftes nicht l�nger Anschluss an dessen Hals besa�. Warum hatte das froschartige Monstrum alles herauskatapultiert bis auf den Kopf?</p><p>Etwas beschrieb in der Dunkelheit einen Bogen, schlug auf und rollte dann herbei, um meine Frage zu beantworten.</p><p>Zalens Kopf.</p><p>Der Kopf grinste auf eine Art und Weise, der Zalens abf�lligen Ausdruck perfekt widerspiegelte. Das Wei� in seinen Augen gl�hte schwach und weniger als eine Minute lang in demselben gr�nlichen, geisterhaften Licht, dass ich im Wagen bemerkt hatte. ��berlegen Sie sich gut, was Sie tun, Morley�, sagte Zalens zerst�rte Stimme, die von einem feuchten, matschigen Kichern begleitet wurde. �Sie haben nicht genug Kugeln, um die alle in Angriff zu nehmen, aber Sie haben eine <emphasis>Wahl.</emphasis>�</p><p>Die Worte des Toten paralysierten mich nahezu. Zalens Kopf kicherte, als ich mit der Waffe zitternd auf seine Stirn zielte. Mir fiel au�erdem auf, dass der abgerissene und blutige Stumpf seines Halses phosphoreszierend gl�hte; ganz feine, rankenartige Spuren des Unterweltelixiers, das man dem Kopf verabreicht hatte � ich vermutete, das Elixier hatte auch Mr. Nowry, Candace und Gott wei� wie viele andere wiederbelebt.</p><p>�Was f�r eine � Wahl?�, brachte ich schlie�lich heraus.</p><p>�Schlie�en Sie sich dem Stadtkollektiv von Olmstead an ��</p><p>�Bombast�, stie� ich ungeachtet meines Ekels und meiner Furcht hervor. �Ich werde mich nicht am Kindsmord beteiligen noch werde ich den Feinden meiner Rasse Behilfe leisten.�</p><p>�Gro�er Gott, Mann. Wenn Sie sich ihnen nicht anschlie�en, sind Sie tot. Oh, sicher, vielleicht k�nnen Sie ein paar von denen niederschie�en mit ihrem Pusterohr, aber letzten Endes werden die Sie kriegen.� Er zwinkerte. �Und wenn sie das tun, dann wird das kein sch�ner Anblick.�</p><p>�Eher w�rde ich mich selbst erschie�en.�</p><p>�Nun, das ist die einzige <emphasis>andere</emphasis> Wahl, die Sie haben. Wenn Sie sich ihnen nicht anschlie�en wollen, dann tun Sie sich einen gro�en Gefallen, halten sich gleich jetzt die Waffe an den Kopf und bet�tigen den Abzug, Morley. Das Ding im Wagen hat mich in k�rzerer Zeit auseinandergerissen, als man f�r einen Lidschlag braucht. Haben Sie eine Ahnung, wie <emphasis>weh</emphasis> das getan hat?� Dann begann der tote Mund bellend, feucht und matschig zu lachen.</p><p>Als ich aufblickte, sah ich die Silhouette des Dings direkt neben dem Wagen stehen, von wo aus es mich aufmerksam anstarrte. Seine Augen, die in der Dunkelheit leuchteten, hatten eine goldene Iris und schienen von der Gr��e von F�usten eines Erwachsenen. Seine b�sartig schwimmh�utigen H�nde hingen weit runter bis unterhalb der Gelenke, die als Knie fungierten.</p><p>�Allerdings�, fuhr der verfluchte Kopf fort, �falls Sie sich umbringen wollen, m�ssen Sie zuerst Mary umbringen ��</p><p>�Mary?�, rief ich aus.</p><p>�Wenn Sie sich nicht dem Kollektiv anschlie�en, werden die ihr Dinge antun, gegen die die Heilige Inquisition wie zwei Kinder wirken w�rde, die im Sandkasten spielen. Sie werden sie bis zum Gehtnichtmehr foltern, Morley, mit ihren Chemikalien und ihren Werkzeugen, und dann bringen sie sie um. Und danach holen sie sie einfach zur�ck und fangen von vorne an.�</p><p>�Seien Sie still!�, schrie ich und hielt ihm die Waffe vor ein Auge.</p><p>�Aber nichts davon wird geschehen, wenn Sie sich dem Kollektiv anschlie�en. Sie werden mit Ihrer Mary zusammen sein bis an Ihr seliges Ende.�</p><p>So verlockend das sein mochte, wusste ich, dass ich seinen Versprechungen nicht anheimfallen durfte. Falls ich zustimmte, w�rden sie mich trotzdem umbringen, wegen dem, was ich wusste. Ich machte Ausfl�chten, wartete die rechte Zeit ab � da war noch immer der Vollbl�tige am Wagen, um den ich mich k�mmern musste �: �Lassen Sie mich dar�ber nachdenken�, wich ich aus, doch dann sah ich zur�ck zum Wagen und bemerkte, dass die abscheuliche, schlammh�utige Kreatur nicht l�nger dort war.</p><p>�Zu sp�t�, meinte Zalen und kicherte.</p><p>Von hinten kam eine schleimige Hand und umfasste mein ganzes Gesicht. Ich wurde zur�ckgerissen, konnte nicht mehr atmen, und die Pistole fiel mir aus der Hand. Die rund 30 cm langen Finger h�llten meinen Kopf vollst�ndig ein, und so d�nn sie sein mochten, �bten sie doch solche Kraft aus, dass ich wusste, es konnte nur Sekunden dauern, bis mein Sch�del wie ein K�rbis unter Druck platzen w�rde. Zalens scheu�licher Kopf fuhr fort zu gackern, w�hrend meine Anstrengungen schw�cher wurden; schlimmer, die andere sch�ndliche Hand dieser Abnormit�t glitt unter meinen G�rtel und in meine Hose. Das, wessen ich sie verd�chtigte, mit Zalens Genitalien getan zu haben, wollte sie mit meinen anscheinend wiederholen.</p><p>�Sieht so aus, als h�tte sich Ihr Gott vom Acker gemacht, Morley�, kommentierte der abgetrennte Kopf und lachte b�se. �Ich kann es ihm nicht verdenken ��</p><p>Es war beinahe eine Gnade, dass mein Bewusstsein sich tr�bte, als die marodierende Hand meine Genitalien ergriff und zu verdrehen begann. W�rde mein Sch�del platzen, bevor ich letztendlich erstickte? Ich sp�rte die d�nnen, knochigen, von Froschschleim bedeckten Finger sich straffen. Dann schien das Wesen sich zu m��igen, als ob es simultan mein Gem�cht entwurzeln und mein Kopf zum Platzen bringen wollte; doch als ich f�hlte, was ich sicher f�r meine letzten Herzschl�ge hielt, lie� mich die Abscheulichkeit los, als h�tte sie einen elektrischen Schlag bekommen, sprang hoch auf ihre widerlichen F��e und stie� einen Schrei aus, so misst�nend und unmenschlich, dass ich glaubte, allein durch den Klang den Verstand zu verlieren.</p><p>Er klang wie ein an- und abschwellender Schrei, verflochten mit einem Pl�tschern, wie wenn Fl�ssigkeit versch�ttet w�rde.</p><p>Ich fiel auf die Seite und rang verzweifelt nach Luft. Ziehende Wolken �ber dem Wald lie�en ungn�digerweise mehr Mondlicht hindurch, genau in dem Moment, als ich aufblickte �</p><p>Das scheu�lich gebaute, schaudernde Ding war irgendwie mit einem von Onderdonks Sch�reisen, durch einen seiner kugelf�rmigen Aug�pfel gerammt, an einen Baum gepflockt worden. W�hrend der unm�gliche Protestschrei leiser wurde, zuckte es krampfhaft und erzeugte dabei ein zus�tzliches Ger�usch �hnlich dem von flatterndem nassen Leder.</p><p>Schnelle Schritte; ein dunkler Fleck tr�bte meine Sicht, als ich deutlich eine Gestalt im Wald verschwinden sah.</p><p>Wer hatte mich gerettet? <emphasis>Mary?,</emphasis> �berlegte ich, aber nein, wenn sie es gewesen w�re, h�tte sie etwas gesagt, und keine Frau in ihrem Stadium der Schwangerschaft konnte sich derart flink bewegen. M�glicherweise hatte ein Stadtbewohner gewisse Einw�nde gegen die garstigen Aktionen der Stadt. Oder �</p><p>Konnte es Klein Walter gewesen sein?</p><p>Der Wahnsinn der vergangenen Minuten gab meine Sinne frei. Ich war noch immer auf einer Mission: Mary und ihren Sohn retten, f�r ihre Flucht sorgen aus dieser makabren, geheimen Unterweltherrschaft. Entferntes Knacken aus dem Wald sagte mir, dass mein Retter in Richtung Westen lief, �ber die Stra�e �</p><p>Zu Marys Haus �</p><p>Jetzt erholt griff ich wieder meine Pistole.</p><p>�Bringen Sie sie um�, forderte mich Zalens Kopf auf, �und dann sich selbst.�</p><p>Mit mehr als nur einem bisschen Abscheu hob ich den Kopf an den fettigen Haaren auf und �</p><p>�Wagen Sie es nicht, Morley!�</p><p>� lie� ihn in das Fass fallen, in dem Mr. Onderdonk bereits schonend gegart wurde. Als ich den Deckel wieder schloss, konnte ich ged�mpft seine Vorhaltung h�ren: �Nichts als ein reicher Waschlappen ��</p><p>�Aber ein reicher Waschlappen weiterhin im Besitz seines Kopfes�, erwiderte ich. Dann rannte ich los � der Gestalt hinterher, die mir das Leben gerettet hatte.</p><p>Es war gr��tenteils blindes Vertrauen, das mich durch das nachtumwobene Dickicht und das Labyrinth aus knorrigen B�umen leitete. Gl�hw�rmchen erhellten stellenweise die Dunkelheit. Ich seufzte erleichtert auf, als ich endlich den flachen, finsteren Umriss von Marys �berwuchertem Domizil erblickte; Kerzenlicht schimmerte schwach aus den Fenstern. Und �</p><p><emphasis>Da ist er!</emphasis></p><p>Vor einem dieser Fenster sah ich die obskure Gestalt, die Person, die mir das Leben gerettet hatte. Doch bevor ich auch nur einen Schritt vorw�rts machen konnte, wirbelte sie herum und verschwand gewandt wie ein Waldgeist zwischen den B�umen. Mein erster Impuls war, ihr laut hinterherzurufen, dann erinnerte ich mich an die Notwendigkeit, nicht aufzufallen. Wer wusste schon, wie viele Vollbl�tige in der N�he lauerten? Auch rannte ich der Gestalt nicht nach, denn das w�re ein kompletter Umweg zu meinem Ziel. Stattdessen sp�hte ich durch das matt erleuchtete Fenster, vor dem die Gestalt eben gestanden hatte, und dort sah ich Marys jungen Sohn Walter auf einem armseligen Sack voller Bl�tter und trockenem Gras liegen und schlafen. Nur der Kerzenrest, der in einem Leuchter auf dem schmutzigen Boden stand, spendete ein wenig Licht.</p><p>Ich hatte keine Zeit zum Nachdenken; leisere und unregelm��igere Schritte auf der S�dseite des Hauses schreckten mich auf. Mit der Pistole im Anschlag ging ich hinter einem Baum in Deckung und hielt den Atem an �</p><p>Die Gestalt, die in das Mondlicht hinaustrat, war Mary �</p><p>Sie schleppte sich m�hsam vorw�rts; offenbar kehrte sie von dem erzwungenen Bacchanal am See zur�ck. Ersch�pft keuchte sie auf, dann beugte sie sich �ber und erbrach sich. Ich eilte an ihre Seite, w�hrend sie sich qu�lte.</p><p>�Oh Foster!�, schluchzte sie. �Ich habe gebetet, dass Sie noch am Leben sind ��</p><p>�Ihre Gebete wurden erh�rt�, sagte ich, half ihr auf und umarmte sie. <emphasis>Aber wir werden mehr als nur Gebete brauchen, f�rchte ich,</emphasis> kam mir ein erg�nzender Gedanke. Sie trug die esoterische Robe von vorhin mit der verwirrenden Stickerei am Saum. Ihr warmer, schwerer K�rper bebte in meinen Armen. �Ich bin Ihret- und Ihres Sohns wegen hergekommen ��</p><p>Sie entwand sich meiner beruhigenden Umarmung. �Wir m�ssen ins Haus und ganz leise sein.�</p><p>�Mary, ich ��</p><p>�Pst! Sie verstehen <emphasis>nicht</emphasis>!� Sie nahm meine Hand und zog mich durch eine schmale, ungleichm��ige T�r in das armselige Haus. V�llige Dunkelheit und ein dichter Geruch nach Staub h�llten mich mit einem Mal ein; nur Marys warme Hand leitete mich noch.</p><p>Sie lotste mich in ein anderes Zimmer mit niedriger Decke, das von einer einzelnen Kerze erleuchtet wurde und in dem deutlich als provisorisch erkennbare M�bel herumstanden. Ich half ihr, sich auf eine zum Stuhl umfunktionierte Milchkiste zu setzen, und als sie endlich zu Atem gekommen war, sah sie mich mit traurigen Augen an. �Oh Foster, es tut mir so leid. Sie haben Ihr Leben in Gefahr gebracht, indem Sie hierher gekommen sind.�</p><p>�Ich bin hierher gekommen, um Sie und Ihren Sohn zu holen, Mary�, versicherte ich ihr.</p><p>Sie schlug die H�nde vor ihr err�tetes Gesicht. �Es gibt so vieles, das Sie nicht wissen.�</p><p>�Beruhigen Sie sich. Ich wei� jetzt alles.�</p><p>Erstaunt blickte sie auf. �Sie haben � Sie haben die Dinger gesehen?�</p><p>�Ja, vorhin am See, bei dem bedauerlichen Ritual, zu dem Sie durch die Umst�nde gezwungen wurden, und ebenso vor wenigen Minuten bei Onderdonk. Einer der Vollbl�tigen h�tte mich beinahe umgebracht.�</p><p>�Dann � <emphasis>wissen</emphasis> Sie von den Vollbl�tigen?�</p><p>�Ich wei� alles. Ich wei�, was im ersten Stock des Hilman House vor sich geht, ich wei� von den beiden Leichenlagern in den H�hlen unterhalb der K�ste. Ich wei�, warum Ihr Bruder Paul invalide ist, und ich wei� au�erdem, dass Ihr Stiefvater ein Mischling zwischen deren und unserer Rasse ist und der Einzige seiner Art, dem nach dem vor ein paar Jahren angeordneten Genozid weiterzuleben erlaubt wurde.� Ich nahm ihre Hand. �Und, Mary, ich wei�, warum sie die Frauen des Kollektivs dazu zwingen, st�ndig schwanger zu sein. Die Neugeborenen werden nicht geopfert, sie werden f�r Forschungszwecke <emphasis>benutzt,</emphasis> die zum Untergang der Menschheit f�hren sollen. Vor einigen Stunden habe ich mit angesehen, wie Zalen den Vollbl�tigen einige Neugeborene �berreicht hat, drau�en auf der Sandbank.�</p><p>Sie schluchzte erneut auf. �Zalen? Oh mein Gott, Sie m�ssen mich f�r eine Teufelin halten, dass ich meine Babys daf�r hergebe.�</p><p>�Ich denke nichts dergleichen�, stellte ich klar, �denn ich wei� auch, dass Sie in diesen perversen Dienst <emphasis>gezwungen</emphasis> werden. Wenn Sie sich weigern, dem nachzukommen, w�rden Sie und Ihre Familie abgeschlachtet.� Ich wurde still und dr�ckte ihre Hand noch ein wenig fester, um sie zu beruhigen. �Mary, ich wei� auch von den servilen Diensten, die auszu�ben Sie in der Vergangenheit gezwungen waren, aus Verzweiflung, unter Cyrus Zalens kuppelndem Einfluss und pornografischen Bestrebungen.�</p><p>Sie schluchzte heftig. Tr�nen liefen aus ihren Augen und platschten buchst�blich auf den schmutzigen Boden. �Wie kann ein moralischer Mann wie Sie es dann �berhaupt ertragen, sich im gleichen Raum mit mir aufzuhalten?�</p><p>Mein Grund lie� keinen Spielraum zum Z�gern. �Ich habe mich in Sie verliebt, Mary. Mein Herz w�rde es nie verwinden k�nnen, wenn Sie mir das nicht glauben.�</p><p>Sie legte erneut die H�nde vor das Gesicht. �Das macht alles nur noch schlimmer ��</p><p>�Warum!�, erwiderte ich, vielleicht ein wenig zu laut. �Ich erwarte nicht, dass Sie mich ebenfalls lieben, aber ich kann beten und mit der Hoffnung leben, dass Sie es eines Tages vielleicht tun werden, und sollte es nie passieren, dann werde ich Sie <emphasis>dennoch</emphasis> ebenso sehr lieben wie am heutigen Tag.�</p><p>Ganz pl�tzlich schlang sie die Arme um mich. �Oh, Foster, aber ich <emphasis>liebe</emphasis> dich, schon seit du heute das Restaurant betreten hast ��</p><p>Der Freudentaumel, der mich �berkam, lie� mich beinahe zusammenbrechen. In diesem Moment wusste ich, dass ich in meinem Leben im �berfluss eigentlich nichts besessen hatte � bis jetzt.</p><p>Jetzt besa� ich alles.</p><p>�Warum in aller Welt sagst du dann, dass unsere Liebe alles <emphasis>schlimmer</emphasis> macht?�, wollte ich wissen.</p><p>�Foster! Denk doch mal dar�ber nach! Lovecrafts Geschichte <emphasis>ist wahr,</emphasis> und ich lebe mittendrin!�</p><p>�Was Zalen mir nicht erz�hlt hat, habe ich selbst herausgefunden.�</p><p>�Aber, Foster � Zalen ist der Grund daf�r, dass die Vollbl�tigen auf der Jagd sind. Sie jagen � nach <emphasis>dir.</emphasis>�</p><p>�Als ich am alten Innswich Point war, war ich gezwungen, auf eine ihrer Wiederbelebten zu schie�en, eine von Zalens Prostituierten�, berichtete ich ihr und erinnerte mich dann an den verst�rendsten Punkt. �Ich habe sie nicht wirklich get�tet, da sie bereits tot war. Doch mein Schuss hat sie lange genug abgelenkt, dass ich entkommen konnte. Es ist durchaus m�glich, dass einer oder mehrere Vollbl�tige das gesehen oder geh�rt haben, und noch wahrscheinlicher, dass Candace sie direkt nach meiner Flucht dar�ber informiert hat.�</p><p>�Das ist nicht der Grund, Foster�, warf sie ein und legte eine Hand auf ihren Bauch, als ob es ihr nicht gut gehen w�rde. �Es liegt an dem, was Zalen viel fr�her am heutigen Tag gemacht hat. Die W�chter sind �berall. Jeder einzelne Bewohner der Stadt erstattet ihnen Bericht. Und einige von ihnen sind wie Candace k�rperlich tot. Einer von ihnen hat belauscht, wie Zalen dir von den Tunneln unterhalb der K�ste am Innswich Point erz�hlt hat. Niemand darf etwas dar�ber wissen, Foster. Das ist eins ihrer gr��ten Geheimnisse, daher wird jeder, der davon erf�hrt � zur Strecke gebracht.�</p><p>Das war fraglich, dennoch h�tte ich mehr Kapital aus meiner Erinnerung an Lovecrafts Geschichte ziehen sollen. Selbst das leiseste Fl�stern wurde geh�rt, wenn nicht von den degradierten Stadtbewohnern, dann von den Tiefen Wesen selbst, deren auditive F�higkeiten �bernat�rlich waren. Doch ein entscheidender Punkt kollidierte mit meinen Schlussfolgerungen aus den gesammelten Daten. �Ich nehme an, dann sind wir in deinem Haus nicht sicher. Wir sollten sofort aufbrechen.�</p><p>�Sie werden nicht hierher kommen, Foster�, versicherte sie mir mit niedergeschlagenen Augen. �Einer ihrer Anf�hrer � hat Gefallen an mir gefunden.�</p><p>�Daf�r musst du dich nicht sch�men�, beruhigte ich sie. �Zalen hat das bereits erw�hnt. Er nannte sie �Souver�ne�, aber er hat auch erw�hnt, dass Geschlechtsverkehr mit Menschen selbst diesen Hierarchen von ihren neuen Gesetzen verboten wird. Ich wei� auch, dass diese Schw�che des Souver�ns f�r dich der Grund daf�r ist, dass dein Bruder und dein Stiefvater verschont wurden.�</p><p>Sie begann zu sprechen, aber beugte sich dann nach vorne und verzog das Gesicht.</p><p>�Mary! Du hast Schmerzen.�</p><p>�Nein, nein, mir geht es gut. Ich muss mich nur kurz ausruhen �� Sie streckte die Hand aus. �Bitte hilf mir, zum Bett zu gelangen, Foster.�</p><p>Mit gro�er Sorgfalt leistete ich ihr Hilfestellung; sie wirkte ersch�pft und ausgelaugt und schien Schmerzen zu haben, alles auf einmal. Ein Blick auf das �Bett� zwang eine Grimasse auf mein Gesicht, denn es bestand eigentlich nur aus einer �u�erst primitiven Strohmatratze. <emphasis>Mit etwas Gl�ck kann sie morgen in einem RICHTIGEN Bett schlafen, vermutlich zum ersten Mal in ihrem schrecklich schweren Leben.</emphasis></p><p>Ein freudiger Seufzer entfleuchte ihren Lippen. �Das ist sehr viel besser, Foster. Danke. Dr. Anstruther hat gesagt, ich w�re in einer Woche oder so f�llig.�</p><p>�Anstruther�, spuckte ich den Namen giftig aus. �<emphasis>Seiner</emphasis> H�nde Werk habe ich gesehen. Ich nehme an, er ist ein f�hrendes Mitglied des Olmstead-Kollektivs.�</p><p>Sie nickte. �Er ist derjenige, der hier alles leitet � f�r <emphasis>sie.</emphasis>�</p><p>�Ich h�tte es wissen m�ssen.�</p><p>Sie legte sich hin, jetzt sehr viel ruhiger, und � betete ich zu Gott � verbannte den gottlosen Ausflug zum See aus ihrem m�den Geist. �Hier, Foster�, murmelte sie, nahm meine Hand und legte diese mitten auf ihren aufgedunsenen Bauch. �Sp�re das Leben in mir.�</p><p>Das tat ich voller Staunen. <emphasis>Ein Segen,</emphasis> gr�belte ich. <emphasis>Jedes Leben ist ein Segen �</emphasis></p><p>�Ich w�rde es so gern behalten�, murmelte sie weiter. Tr�nen flossen. �Ich w�rde alles daf�r geben ��</p><p>�Du wirst es behalten, Mary � das schw�re ich.� Der gro�e Fleischwulst unter der okkulten Robe schien vor Hitze zu <emphasis>gl�hen.</emphasis> �Du bleibst hier und ruhst dich aus, w�hrend ich zu den Onderdonks zur�ckgehe und den Wagen hole. In weniger als einer Stunde bringe ich dich und Walter von hier weg, in die Sicherheit meines Anwesens in Providence ��</p><p>�Du verstehst einfach nicht�, st�hnte sie frustriert. �Wenn ich versuche wegzulaufen, werden sie hinter mir her sein. Niemand aus dem Kollektiv kann <emphasis>jemals</emphasis> von hier weggehen.�</p><p>�Das wird sich finden�, erwiderte ich, aber weiterhin eingedenk dessen, was mir Zalen �ber das Schicksal derjenigen angedeutet hatte, die es versucht hatten. ��berlass das mir. Ich werde dich in Sicherheit bringen oder bei dem Versuch sterben.�</p><p>Als sie mich anblickte, sah ich etwas in ihren Augen, das nur ein verzweifelter Hoffnungsfunke sein konnte.</p><p>�Ich liebe dich nur noch mehr, dass du das f�r uns tun m�chtest. Aber ich kann das nicht zulassen. Wir w�rden es niemals herausschaffen; wir w�rden alle sterben.�</p><p>�Ich bin bereit, dieses Risiko einzugehen�, sagte ich ihr ohne ein Z�gern jeglicher Art. �Bist du es auch? W�rdest du die Chance ergreifen, damit Walter endlich ein gutes Leben haben und wie andere Jungen auf eine gute Schule gehen kann? W�rdest du diese Chance ergreifen�, ich streichelte z�rtlich ihren tr�chtigen Bauch, �damit dieses ungeborene Kind leben und die Sch�nheit dieser Welt sehen kann, damit es nicht den blasphemischen Tod erleiden muss, der es ansonsten erwarten w�rde?�</p><p>Sie schluchzte, schluckte schwer und nickte dann. �Ja! Ich <emphasis>werde</emphasis> das Risiko eingehen! Selbst wenn wir alle sterben, dann sterbe ich wenigstens zusammen mit dir ��</p><p>�Warte hier�, sagte ich mit belegter Stimme. �Ich komme gleich wieder.� Dann war ich auch schon aus der T�r und stand wieder in der mondhellen Nacht.</p><p>Ich gestattete mir keine Gedanken, die mich ablenken konnten, auch wenn sie noch so wohltuend gewesen w�ren. Mit den sprichw�rtlichen ge�ffneten Augen ging ich zu Onderdonks Haus zur�ck, meine Colt-Pistole lag rutschig in der schwei�nassen Hand. Der Wald war jetzt �berreich an n�chtlichen Kl�ngen, die zuvor nicht da gewesen waren. Das gab mir zu denken. Falls diese vollbl�tigen Monstrosit�ten tats�chlich Jagd auf mich machten, so sah ich doch auf dem ganzen Weg zu Onderdonks heruntergekommenem Anwesen keine Spur von ihnen.</p><p>Die R�ucherf�sser qualmten, und ich ignorierte den reichhaltigen, k�stlichen � und unaussprechlichen � Duft. Nur aus dem Augenwinkel erlaubte ich mir einen Blick auf die tote, an den Baum gepflockte Kreatur. Die Aussicht, eine dieser Abscheulichkeiten im Detail betrachten zu k�nnen, lie� meine Neugier kalt. N�her beim Wagen musste ich um Zalens Innereien und K�rperteile herumgehen, eine an sich ziemlich einsch�chternde Aufgabe, jedoch ersparte ich mir einen mentalen Ausrutscher: <emphasis>Es h�tte keinen ehrlicheren und aufrechteren Gentleman treffen k�nnen.</emphasis></p><p><emphasis>Gro�er Gott!,</emphasis> dachte ich angewidert, als ich in das altersschwache Fahrzeug stieg; meine Hose wurde augenblicklich von dem Vorkommen an Zalens Blut durchtr�nkt, das sich hier bei dessen Ausweidung und Zerst�ckelung gebildet hatte. Ich sa� einen Augenblick lang still da, begutachtete bed�chtig die unmittelbare Umgebung durch die Windschutzscheibe und sah nichts � absolut <emphasis>nichts</emphasis> � Ungew�hnliches. <emphasis>Wenn mich diese Vollbl�tigen jagen, dann geben sie sich dabei bisher aber keine gro�e M�he.</emphasis> Doch dann �berfiel mich eine d�stere Erinnerung: Zalens fr�here Besorgnis �ber den Z�ndmechanismus des Wagens. Ich war Antiquar und Philanthrop, kein Autodieb. <emphasis>Wenn der Wagen ein Z�ndschloss hat, dann habe ich keine andere Wahl, als Onderdonks halb garen K�rper aus dem R�ucherfass zu holen und in seinen Taschen nach dem Schl�ssel zu suchen �</emphasis> Ich holte meine Taschenlampe heraus, schloss mein Zielauge, um dessen Nachtsicht zu bewahren, dann, blo� f�r einen Sekundenbruchteil, schaltete ich vor dem Armaturenbrett die Lampe ein.</p><p>Mir rutschte das Herz in die Hose.</p><p>Die Lampe beleuchtete den Schlitz eines Zylinderschlosses, das in das Armaturenbrett eingebaut war.</p><p>�Hier ist der Schl�ssel, Mr. Morley�, sagte auf einmal eine leise Stimme direkt neben dem offenen Wagenfenster. War mein Herz eben noch in tiefster Verzweiflung versunken, h�pfte es mir nun vor Schreck beinahe aus dem Mund.</p><p>Es war Klein Walter, der neben dem Wagen stand.</p><p>�In Himmels Namen, Junge!�, fl�sterte ich zur�ck. �Deinetwegen w�re mein Herz fast stehen geblieben!� Doch dann wanderte mein Blick zu seiner jugendlichen Hand, und ich stellte fest, dass seine Behauptung zutraf. �Wie � Wie in aller Welt hast du ��</p><p>Ein leicht stolzes L�cheln zeichnete sich auf seinen Lippen ab. �Mr. Onderdonk hat den Schl�ssel immer unter dem Fu�abtreter aufbewahrt; ich habe ihn den oft dort hinlegen sehen, Sir, w�hrend meiner Wanderungen durch den Wald.�</p><p>�Du hast nicht nur gute Manieren�, lobte ich ihn, �sondern bist auch noch t�chtig.� Ich blinzelte. �Aber du hast doch eben noch geschlafen.�</p><p>�Ich bin aufgewacht und habe Sie und meine Mom reden geh�rt, deshalb bin ich auf eigene Faust hierher gekommen, um den Schl�ssel f�r Sie zu holen.�</p><p>Das war freilich ein Geschenk, mit dem ich niemals h�tte rechnen k�nnen. �Du bist ein guter Junge, Walter, und ein sehr tapferer noch dazu. Doch hier drau�en ist es �ber die Ma�en gef�hrlich. Wei�t du �ber �� Ich wusste nicht, wie ich es sagen sollte.</p><p>�Ich wei� alles �ber die Vollbl�tigen, Sir. Ich habe sie ein paar Mal gesehen, aber heute Nacht habe ich eine ganze Menge von ihnen gesehen.�</p><p><emphasis>Und das ist meine Schuld,</emphasis> rief ich mir ins Ged�chtnis. Walters Mut war lobenswert, aber er brachte ihn durchaus in gro�e Gefahr. �Steig in den Wagen zu mir, Walter. Wir holen jetzt deine Mutter ab, dann nehme ich euch beide mit und ihr k�nnt bei mir leben.�</p><p>�Aber Sie werden Hilfe brauchen, Sir�, entgegnete er. �Es w�re am besten, wenn ich auf der Ladefl�che sitze. Ich bekomme kein gutes Ziel, wenn ich mit Ihnen im Wagen sitze.�</p><p>�Kein gutes <emphasis>Ziel</emphasis>? Walter, wovon redest du?�</p><p>Er hob seinen selbst gebauten Bogen hoch. �Sie k�nnten versuchen, die Stra�e zum Haus zu versperren, aber ich bin ein ziemlich guter Sch�tze.�</p><p>Unwillk�rlich musste ich grinsen. �Bursche, du bist bestimmt der mutigste Junge, der mir je begegnet ist, aber ich bef�rchte, Pfeile mit Saugn�pfen werden gegen die Vollbl�tigen nicht viel ausrichten k�nnen.�</p><p>Dann zeigte er mir eine Handvoll <emphasis>echter</emphasis> Pfeile.</p><p>�Sehen Sie, Mr. Morley? Wir sollten lieber losfahren, bevor sie kommen.�</p><p>Was konnte ich solch jugendlichem Genie und bereitwilligem Wagemut entgegenhalten? �Gut, Walter, steig hinten ein und sei wachsam � Und dr�ck uns die Daumen, dass diese alte Kiste anspringt.�</p><p>Der Junge sprang hinten auf. Mit geweiteten Augen und zitternden Lippen steckte ich den Schl�ssel ins Schloss, sprach ein Gebet, das jedoch deprimierend kraftlos schien, und drehte den Schl�ssel herum.</p><p>Der verrostete Koloss ruckelte und stie� ein lautes, metallisches Jaulen aus, bei dem mir die Nackenstr�nge rausstanden, sprang dann aber rumpelnd an. Es knirschte bei meinem Versuch, den ersten Gang einzulegen, und ich biss die Z�hne zusammen, dann setzten wir uns endlich in Bewegung. Der Wagen war tats�chlich fahrt�chtig, doch der Krach, den er beim Starten gemacht hatte, musste bestimmt noch in der Stadt zu h�ren gewesen sein.</p><p>Ich fuhr los und wendete schleunigst, sodass der Kies und die Austernschalen unter den abgenutzten Reifen knirschten. �Pass gut auf!�, rief ich Walter zu, als ich �ber die Notwendigkeit nachdachte, die Frontscheinwerfer ausgeschaltet zu lassen. �Ja, Mr. Morley!�, erwiderte der Junge, und als ich durch das Loch, in dem sich einst eine Glasscheibe befunden hatte, nach hinten blickte, sah ich, dass der Junge sich auf der Ladefl�che postiert hatte und seinen primitiven Bogen bereithielt. Mir wurde bewusst, dass ich in seinem Alter nicht ein Zehntel seines Muts besessen hatte. <emphasis>Ich werde ihn gro�ziehen, als w�re er mein eigener Sohn,</emphasis> schwor ich, <emphasis>und ich werde der Vater sein, den er nie hatte, und dasselbe gilt auch f�r Marys Baby �</emphasis> Rostige Federn knirschten, als ich das archaische Vehikel �ber die zerfurchte Stra�e Richtung Stadt steuerte. Der Mond schien sein Licht in den wenigen Sekunden, in der die Stra�e uns preisgab, derart auf uns zu verspr�hen, dass die Stra�e selbst sowie die B�ume und die Vegetation an deren Rand zu schillern schienen, und das lie� mich an Lovecrafts Meisterwerk <emphasis>Die Farbe aus dem All</emphasis> denken, von dem es hei�t, es sei seine Lieblingsgeschichte gewesen. Auch wenn der Grad meiner Angst durch die Blo�stellung sprunghaft anstieg, erm�glichte das Licht mir, die Stra�e in beide Richtungen zu �berblicken. Doch wo ich erwartet hatte, Feinde zu Gesicht zu bekommen, war erneut nichts dergleichen zu entdecken.</p><p><emphasis>Seltsam,</emphasis> dachte ich. <emphasis>Es sei denn, sie liegen irgendwo auf der Lauer �</emphasis></p><p>Der altersschwache Wagen schaukelte, als ich das Lenkrad drehte und ihn auf den langen, holperigen Waldweg steuerte, der uns zum Haus f�hren w�rde. Auf einmal wurden wir von der Dunkelheit verschluckt, die nur hin und wieder vom Mondlicht durchbrochen wurde; die Kronen der B�ume verschmolzen �ber dem Weg beinahe miteinander und verwandelten unsere Fahrstrecke in eine Art Tunnel. Ich musste die Geschwindigkeit wegen der reduzierten Sicht jetzt deutlich heruntersetzen.</p><p>Walters blasses Gesicht sp�hte durch das Loch in der R�ckwand herein. �Mr. Morley? Vielleicht sollten Sie die Scheinwerfer einschalten. Ich kann <emphasis>rein gar nichts</emphasis> sehen.�</p><p>Die Lichtdisziplin eines Soldaten kannte gewiss taktische Ausnahmen, ganz abgesehen davon war ich nicht im Entferntesten so etwas wie ein Soldat. <emphasis>Nur ein reicher Waschlappen,</emphasis> rief ich mir Zalens Beleidigung ins Ged�chtnis, doch er hatte recht. Ich w�hnte, ihn nun �ber mich lachen zu h�ren, selbst da sein verhasster Kopf derzeit gegart wurde. Doch jetzt w�rde ich ein Soldat sein <emphasis>m�ssen,</emphasis> und ich w�rde Risiken eingehen m�ssen, um erfolgreich zu sein. Ich befolgte den Rat des Jungen und schaltete die Scheinwerfer ein.</p><p>Der Junge kreischte auf, und ich tat es ihm nach.</p><p>Gestalten st�rmten aus dem mit Brombeerstr�uchern ges�umten Wald hervor. Bevor ich auch nur zum Zielen kam, sah ich eine seltsam gekleidete Kreatur � jedoch eine mit einem eindeutig menschlichen Gesicht � sich vorw�rtsst�rzen, dann jedoch zur�ckschrecken; ihre Hand schoss an ihr Gesicht, wo ein Pfeil sie direkt in den offenen Mund getroffen hatte.</p><p>�Guter Schuss, Walter!�</p><p>Als eine Hand � eine menschliche Hand, nicht die schwimmh�utige Extremit�t, die ich erwartet hatte � zum Beifahrerfenster hereinkam, richtete ich die Hand mit der Pistole auf sie und dann �</p><p><emphasis>PENG!</emphasis></p><p>Der Gl�ckstreffer erwischte den Eindringling direkt am Adamsapfel. Sch�umendes Blut schoss aus der Wunde, als der mit einer Robe bekleidete Angreifer schrie.</p><p>Und es war ein Mann, erkannte ich. <emphasis>Mr. Wraxall, der Restaurantbesitzer �</emphasis></p><p>Das waren nicht die monstr�sen Vollbl�tigen, mit denen ich gerechnet hatte, dass sie mir auflauerten, sondern Stadtbewohner, alle in jener Robe mit dem esoterischen Saum gekleidet. Weitere Gesichtsfetzen kamen zum Vorschein: der Rezeptionist, der Wartungstechniker, der Mann aus dem Restaurant, der dort mit seiner Geliebten gegessen hatte, und andere. Als zwei weitere von links und rechts auf uns zuschossen, traf Walter den einen an der Schulter; dieser blieb unklugerweise stehen und br�llte dann, als ihn die R�der des Wagens unter das Chassis zogen. Der zweite Angreifer versuchte, in mein offenes Fenster zu klettern, woraufhin ich ihm einfach in den Kopf schoss. Er fiel nach hinten, doch nicht, bevor ich das Gesicht unter der Kapuze erkennen konnte: Dr. Anstruther.</p><p>S�nde oder nicht, ich kicherte �ber den Tod dieses Schuftes, und ich betrachtete die Kleckse seiner Hirnmasse auf mein Hemd als eine ganz besondere Ehrenmedaille.</p><p>Der restliche Weg bis zum Haus war frei.</p><p>Wo ich mit erheblichem Widerstand gerechnet hatte, waren wir nur auf halbherzige Angriffsversuche gesto�en. Das flache Haus kam jetzt in den Sichtbereich der Scheinwerfer.</p><p>�Das war fast schon zu einfach, Walter�, rief ich nach hinten. �Und das macht mir ein bisschen Sorge.� Ich schaltete den Motor ab und h�pfte raus. �Wir m�ssen uns jetzt beeilen und deine Mutter holen. Aufgrund der Motorenger�usche und der Sch�sse werden bald mehr hinter uns her sein ��</p><p>Ich ging zur Ladefl�che, um Walter herunterzuhelfen, aber �</p><p><emphasis>Oh, gro�er Gott, nein �</emphasis></p><p>Die einzigen Objekte, die hier Platz belegten, waren der j�mmerliche Bogen des Jungen und der letzte Benzinkanister.</p><p>Ich blickte hin�ber in den Wald, aber sah und h�rte nichts.</p><p><emphasis>Wie konnte ich das nur geschehen lassen?,</emphasis> verdammte ich mich. <emphasis>Das Stadtkollektiv hat Walter von der Ladefl�che geholt � und ihn weggeschafft �</emphasis></p></section><section><title><p><strong><emphasis>IV</emphasis></strong></p></title><p>Eine halbst�ndige verzweifelte Suche f�hrte zu keinem positiven Ergebnis, und l�nger Ausschau halten w�rde nur die Chance aufs Spiel setzen, Mary und das Ungeborene lebend herauszubringen. Daher stapfte ich zur�ck zu der von Efeu �berwucherten Ziegelh�tte wie ein Mann auf dem Weg zum Galgen. Was sollte ich Mary sagen? Ihr Sohn war entf�hrt worden und war h�chstwahrscheinlich schon tot � alles unter meiner Aufsicht �</p><p>Das ganz gew�hnliche Ger�usch von Grillen folgte mir bis ins Haus, aber dann ert�nte ein anderes Ger�usch, eines, das meine allumfassende Verzweiflung ins Wanken brachte:</p><p>Das Ger�usch eines weinenden Babys.</p><p>Ich st�rzte aus der tintenschwarzen Dunkelheit der Diele in das von einer Kerze erhellte Zimmer, in dem das Babygeschrei meinen Blick gefangen nahm und auf den Haufen auf einer Matratze lenkte. �Mary!�</p><p>Dort sa� sie zwischen den behelfsm��igen Kissen und l�chelte ersch�pft. In den Armen, an ihren schwellenden Busen gedr�ckt, hielt sie ein neugeborenes Baby, das sie in Leinen gewickelt hatte.</p><p>�Ich habe Wehen bekommen, gleich nachdem du weg warst�, berichtete sie mit rosigen Wangen. �Und dann, nur Minuten sp�ter, war es da.� Sie drehte das Kind, dass ich es sehen konnte.</p><p><emphasis>Ein Wunder,</emphasis> dachte ich. Es war so perfekt, wie jedes Baby, das ich je betrachtet habe. In dem Moment, in dem es mich bemerkte, wurde es still und sah mich mit gro�en Augen an.</p><p>�Sieh nur, er mag dich, Foster. Schon dein Anblick beruhigt ihn.� Mary wiegte ihn so gut sie konnte.</p><p>�Was f�r ein Wunder�, fl�sterte ich. �Es tut mir nur leid, dass ich nicht hier war, um dir beizustehen, als es so weit war.�</p><p>�Mit jedem Mal wird es leichter�, informierte sie mich. �Bei diesem hatte ich kaum Schmerzen.� Sie sah mich hoffnungsvoll an, und ihre Augen funkelten im Kerzenlicht. �Aber wir m�ssen ihm sofort einen Namen geben, f�r den Fall ��</p><p><emphasis>F�r den Fall, dass wir bei dem Fluchtversuch sterben,</emphasis> beendete ich den Satz f�r sie.</p><p>�Ich werde ihn Foster nennen�, sagte sie.</p><p>Ich war sprachlos und hatte Tr�nen in den Augen.</p><p>Dann wurde ihr hoffnungsvoller Blick hart wie Granit. �Und sie werden dieses Baby <emphasis>nicht</emphasis> bekommen. Nur �ber meine Leiche ��</p><p>Sie wusste noch immer nicht, dass Walter verschwunden war.</p><p>�Mary, ich � ich ��</p><p>�Ich liebe dich so sehr, Foster�, unterbrach sie mich, selbst mit Tr�nen in den Augen. �Ich m�chte, dass du mich heiratest. Ich m�chte den Rest meines Lebens mit dir verbringen und dieses Kind zusammen mit dir aufziehen � und ich m�chte dich nachtn�chtlich lieben ��</p><p>Die Worte, sch�ner als jedes Geschenk, das ich je erhalten hatte, zogen meinen Geist nur noch tiefer in den Abgrund trauriger Wahrheit.</p><p>�Du, Walter und ich�, sinnierte sie, w�hrend sie ihr Kind stillte. �Wir werden solch eine gl�ckliche Familie sein.�</p><p>Trauer verschn�rte mir die Kehle. Ich brachte die Worte kaum heraus: �Mary, du verstehst nicht. Es geht um ��</p><p>�Ich wei�, worum es geht�, sagte sie ruhig. �Es geht um Walter.�</p><p>Ich glotzte.</p><p>�Ich hatte bisher nicht die Gelegenheit, es dir zu erkl�ren�, fuhr sie fort und verdeckte z�chtig genug ihrer Brust, um meinen Blicken zuvorzukommen. �Du hast vorhin gesagt, dass du Cyrus Zalen auf der Sandbank gesehen hast, wo er den Vollbl�tigen S�cke voller Neugeborener gegeben hat.�</p><p>�Ja, aber � aber, Mary, was ��</p><p>�Keine <emphasis>Sorge,</emphasis> Schatz. Du hast dich einfach geirrt.�</p><p>�Geirrt?�, fragte ich und war jetzt v�llig durcheinander. �Nein, nein, Mary, ich habe ihn gesehen, es war Zalen.�</p><p>�Du hast einen Mann in einem schwarzen Regenmantel gesehen, nicht wahr, Foster?�</p><p>��h � ja.�</p><p>Sie sah mich direkt an. �Foster, der Mann, der dich fr�her am Tage im Wald verfolgt hat, war nicht Zalen.�</p><p>Der Kommentar best�rzte mich. �Aber � Ich war mir so sicher.�</p><p>�Und der Mann, den du heute Abend auf der Sandbank gesehen hast, war ebenfalls nicht Zalen.�</p><p>�Wer dann?�, wollte ich wissen.</p><p>Mary wand sich an ihrem Platz, Kerzenlicht schien fahl auf ihr Gesicht. �Das war Walters Vater ��</p><p>�Was!�</p><p>�Foster � dreh dich um.�</p><p>Ich kam dem kryptischen Befehl nach, und meine Augen weiteten sich bei dem surrealen Anblick.</p><p>In der gegen�berliegenden Ecke stand ein gro� gewachsener, hagerer Mann. Der schwarze Regenmantel schien mehrere Nummern zu gro�, und die Kapuze verdeckte den Gro�teil seines Gesichts. Wichtiger war die geringe Last in seinen Armen: Es war Walter. Zuerst bef�rchtete ich, der Junge w�re tot, doch dann sah ich, dass sich seine junge Brust hob und senkte.</p><p>�Das ist Walters Vater�, erkl�rte mir Mary im flackernden Licht. �Die Male, als du ihn versehentlich f�r Zalen gehalten hast, der dir nachstellt, war er eigentlich auf dem Weg hierher, um einen Blick auf seinen Sohn zu erhaschen.�</p><p>Ich sch�tze, ich wusste durch irgendein finsteres �therisches Omen bereits, bevor die Gestalt die Kapuze abnahm, dass sie das Gesicht von Howard Phillips Lovecraft enth�llen w�rde.</p><p>Ich stand mit offenem Mund da und starrte benommen die Ikone an, als s�he ich vom h�chsten Felshang der Erde herunter �</p><p>Die Stimme, die �ber die d�nnen Lippen kam, klang hoch, aber ausged�rrt, ein angestrengtes Fl�stern. Er bewegte seine lebendige Last. �Mein Sohn ist nicht in Gefahr, Sir; er ist nur durch den Schreck �ber die Entf�hrung durch mehrere Mitglieder des Stadtkollektivs in Ohnmacht gefallen. Bitte seien Sie versichert, dass selbige Entf�hrer nicht l�nger unter den Lebenden weilen.�</p><p>�Sie haben sie umgebracht?�</p><p>Das d�nne Gesicht nickte. �Ebenso wie ich den Vollbl�tigen umgebracht habe, der bei Onderdonk auf Sie losgegangen ist. Und wie Mary Ihnen bereits mitgeteilt hat, war <emphasis>ich</emphasis> der F�hrmann, den sie heute Abend auf der Sandbank gesehen haben.� Die Stimme schwankte nun zwischen br�chig und hohen T�nen, irgendwie hohl, gleichzeitig aber auch sehr tief. �Bei der Aus�bung meiner verabscheuungsw�rdigen Pflicht. Diese sch�ndliche Tat ist seit dem sechzehnten M�rz neunzehnhundertsiebenunddrei�ig ganz allein meine Dom�ne.�</p><p><emphasis>Dem Tag nach seinem Tod,</emphasis> wie ich wusste. Die Worte des Meisters klangen schwach, wie d�nne Fetzen, die vom Wind durch die Latten eines Zauns geweht wurden. Die obsz�ne Umgehung des Todes hatte sein schmales Gesicht so bleich werden lassen, als wenn altes Leichenwachs auf einen Totensch�del aufgetragen worden w�re. Diese Halbdurchsichtigkeit seiner Haut lie� mich erschaudern, ebenso wie sein Augenwei� es tat, das eher schmutzbeflecktem Harsch glich.</p><p>�Und wie Sie selbst bereits teilweise begriffen haben�, fuhr er fort, �sind die widerlichen Kreaturen, die ich als �Tiefe Wesen� fiktionalisiert habe, im Besitz aggressiver Tr�nke, die die Nukleotidaktivit�t in einer gewissen spiralf�rmigen Struktur, die innerhalb jeder menschlichen Zelle existiert, k�nstlich nachbilden k�nnen. Dieser geniale � und diabolische � Prozess besitzt neben anderen Dingen die Macht, das Leben in den Toten wiederherzustellen. Daher, Sir, auch meine Verdammnis zur Wiedergutmachung meiner S�nden.�</p><p>�Ihrer � <emphasis>S�nden</emphasis>?�, erkundigte ich mich. �Aber Sie waren Ihr ganzes Leben hindurch als Atheist bekannt. Das Konzept der S�nde ist keines, an das Sie glauben.�</p><p>�Ich rede nicht von <emphasis>meiner</emphasis> Auffassung�, entgegnete der gequ�lte Mann, �sondern von <emphasis>deren</emphasis> Auffassung.�</p><p>�Was auch immer meinen Sie damit?�</p><p>�Ich habe <emphasis>Schatten �ber Innsmouth</emphasis> vor knapp einem Jahrzehnt geschrieben, aber sehen Sie, ob seiner M�ngel wurde es nicht ver�ffentlicht, und da dies so war, erfuhren die Vollbl�tigen auch nichts von dessen Existenz ��</p><p>�Aber all das �nderte sich�, spekulierte ich, �Ende 1936, als die Visionary-Publications-Ausgabe der �ffentlichkeit zug�nglich gemacht wurde. Und die Nachricht gelangte zu ��</p><p>�� gelangte zu den ewig w�hrenden Monstren, die an diesem Ort das Sagen haben, genau. Aber sie machten sich damals nicht die M�he, mir nachzujagen � es war bereits bekannt, dass ich an einer t�dlichen Krankheit litt. Einige Monate sp�ter jedoch, als ich starb, drang die Nachricht von meinem Hinscheiden ebenfalls an ihr Ohr. In der Nacht, nach dem ich begraben wurde, kam ein Rudel dieser verfluchten Dinger aus der Narragansett Bay herauf, exhumierte mich und erweckte meinen erb�rmlichen Leichnam wieder zum Leben. Seitdem bin ich gezwungen, ihnen zu dienen, auf mehrere, widerw�rtige Weisen, deren Details ich Ihnen ersparen werde. Doch der H�hepunkt meiner Bestrafung, der, wie ich denke, nunmehr ziemlich klar ist, besteht in der Auslieferung aller Neugeborenen an die seelentoten Machenschaften der Vollbl�tigen.�</p><p>Meine Kehle zog sich pl�tzlich zusammen. �Daf�r haben die Sie zur�ckgeholt. Damit Sie ihnen dienen.�</p><p>�Daf�r und f�r weit, weit schlimmere Dinge, Sir. Allerdings bin ich ein unwilliger Verr�ter an meiner Rasse � und der Botenjunge des Teufels. Der einzige Weg, das Leben meines Sohnes zu sch�tzen, war, zu tun, was mir aufgetragen wurde, und die Neugeborenen in <emphasis>deren</emphasis> entsetzliche Klauen zu geben.� Die toten Augen sahen Mary und ihr jetzt schlafendes Baby an. �Es ist eine Pflicht, die ich nie wieder erf�llen werde.� Er legte Walter neben Mary ab und wandte sich dann erneut an mich. �Und Sie, Sir, muss ich um einen Gefallen bitten.�</p><p>�Ich verdanke Ihnen mein Leben�, erkl�rte ich. �Die Bestie bei Onderdonk war kurz davor, mich umzubringen, als Sie eingeschritten sind ��</p><p>�Tun Sie, was Sie versprochen haben�, flehte die geisterhafte Stimme, �und bringen Sie Mary und meinen Sohn in Sicherheit.�</p><p>�Das werde ich tun. Ich verspreche es ��</p><p>Dann z�gerte ich, als mir etwas Entscheidendes einfiel; gleichzeitig wirkte Mary mit einem Mal niedergeschlagen.</p><p>�Dein Bruder, Mary. Und dein Stiefvater�, begann ich die finstere Schlussfolgerung.</p><p>�Ich wei߫, erwiderte sie. �Paul ist nicht hier, er schl�ft im Hinterzimmer des Ladens.�</p><p>Die Blicke, die wir uns zuwarfen, sagten alles.</p><p>�Wir haben keine Wahl, au�er ihn zur�cklassen. Ein Rettungsversuch w�rde unsere Chancen auf eine gefahrlose Flucht mit Walter und dem Baby deutlich verringern ��</p><p>�Ich werde selbst die Pflicht �bernehmen, ihn von seinem Leid zu erl�sen�, bot Lovecraft an. �Die Vollbl�tigen werden ihn umbringen, sobald sie herausfinden, dass Mary aus dem Kollektiv geflohen ist, und sie werden das auf eine sehr grausame und qualvolle Weise tun. Ich bin sicher, ihn beseitigen zu k�nnen, bevor die Gelegenheit dazu haben. Er wird kein Jota Schmerz erdulden m�ssen.�</p><p>�Aber mein Stiefvater �� Mary weinte beinahe. �Er ist im Nebenzimmer, und ich habe Angst ��</p><p>Sie brauchte den Satz nicht zu beenden. Er w�rde euthanasiert werden m�ssen, und da ich derjenige mit der Waffe war � �Dieses Zimmer?�, fragte ich und deutete auf die primitive, leicht schiefe Holzt�r an der Seitenwand.</p><p>Sie schluckte schwer und nickte.</p><p>�In Ordnung.� Ich zog meine Handfeuerwaffe und ging auf die T�r zu.</p><p>Mary kam m�hsam auf die Beine und n�herte sich mir. �Aber, Foster, du musst verstehen. Mein Stiefvater � er ist inzwischen fast v�llig hin�bergewechselt.�</p><p>�Hin�bergewechselt?�</p><p>Lovecraft �bernahm die Erkl�rung: �Die Metamorphose, welche die Mischlinge bef�llt, verdirbt nicht nur ihr k�rperliches Erscheinungsbild, sondern, ich bedaure, das mitteilen zu m�ssen, auch ihre <emphasis>mentalen</emphasis> Veranlagungen. Es besteht eine gewisse M�glichkeit, dass solche Hybriden in fortgeschrittenem Alter wie Marys Stiefvater mit der Zeit feindselig werden und Aspekte der Denkweisen, Standpunkte und Ansichten der Vollbl�tigen annehmen.�</p><p>�Das ist wahr, Foster�, f�gte Mary zu. �Er ist jetzt schlimmer als je zuvor. Wenn du da reingehst, wird er dich angreifen.�</p><p><emphasis>Dann soll er es versuchen,</emphasis> dachte ich, aber als ich mich der T�r n�herte, legte mir Lovecraft eine Hand auf die Schulter. �Sie sind nicht entbehrlich, Sir, ich aber schon. Es ist sehr viel schwerer, einen toten Mann zu t�ten, als einen, der noch am Leben ist.�</p><p>�Aber ich habe das Gef�hl, dass es in meine Verantwortung f�llt�, �u�erte ich.</p><p>�Sie d�rfen das Risiko nicht eingehen�, wiederholte er. �Sie sind Marys und Walters einzige Hoffnung. Sparen Sie Ihre Munition.� Er nahm die Waffe und steckte sie wieder in meine Tasche, dann zog er aus seiner eigenen ein rasiermesserscharfes Filettiermesser hervor. �Wenn ich keiner anderen, monstr�seren Aufgabe zugeteilt bin, zwingen die Vollbl�tigen mich, in den Arbeitsh�usern Fisch zu filetieren, und zuf�lligerweise �� Er erschauderte bei dem Gedanken. �� <emphasis>hasse</emphasis> ich Fisch.� Seine ruinierten Augen sahen mich direkter an. �Gehen Sie jetzt. Bringen Sie sie hier raus � und erf�llen Sie Ihr Versprechen mir gegen�ber.�</p><p>�Aber � aber�, stammelte ich und konnte noch immer nicht recht fassen, dass es tats�chlich Lovecraft war, der vor mir stand, mit seinem missgebildeten Kinn und all dem. �Sie k�nnten mit uns kommen.�</p><p>�Nein, es wird Zeit, dass die Natur ihren wahren Lauf nimmt�, fl�sterte seine Stimme. �Meine Existenz hat den Tod schon viel zu lange pervertiert. Heute Abend � daf�r sorge ich � werde ich endg�ltig tot sein.� Dann hob er den noch immer bewusstlosen Walter auf, deponierte ihn in meine Arme und half dann Mary mit dem Baby zur T�r.</p><p>Mary versuchte ihr M�glichstes, ihre Schluchzer zu unterdr�cken, als wir in die Nacht hinaustraten. Lovecraft entbot nicht mehr als ein Adieu; er warf lediglich einen letzten Blick auf den Jungen in meinen Armen und schloss dann leise die T�r.</p><p>Ich verstaute meine Passagiere im vorderen Teil des Wagens, aber geriet ob eines pl�tzlichen und sehr grotesken Zwangs ins Stocken. �Foster!�, fl�sterte mir Mary energisch zu. �Wo willst du hin?�</p><p>�Nur � einen Moment�, erwiderte ich und dann zog diese Pression mich zum hinteren Teil der Bruchbude.</p><p>An das R�ckfenster�</p><p>Ich <emphasis>musste</emphasis> hineinsehen, da ich am Nachmittag nicht mehr als die Umrisse von Marys Stiefvater erhascht hatte, als dieser im Schatten sa�. Doch jetzt sah ich mit geweiteten Augen durch die matte Glasscheibe. Als die tiefe Dunkelheit des Raums durch die sich �ffnende T�r durchbrochen wurde und Lovecraft couragiert mit einer Kerze in der Hand das Zimmer betrat. Jetzt konnte ich Marys Stiefvater genau erkennen �</p><p>Das Ding lag schl�ngelnd dr�ben auf dem Boden und sein Atemger�usch klang wie unter Wasser ausgesto�ene Blasen. Als es Lovecrafts Gegenwart bemerkte, zuckte der Kopf, der nach unten zusammengequetscht aussah, zur�ck. Mary hatte gesagt, dass ihr Stiefvater jetzt v�llig �hin�bergewechselt� war, aber ich konnte erkennen, dass die Metamorphose noch nicht ganz abgeschlossen war. Ein Auge sah in der Tat frosch�hnlich aus insofern, als es halb aus der Augenh�hle hervorstand unter einem gl�nzenden gr�nschwarzen Lid. Eine goldene Iris gl�nzte in der pfirsichgro�en Kugel; dennoch, das andere Auge sah weit menschlicher aus, und diese Vereinigung der Gegens�tze lie� das lebende Resultat der Vermischung der beiden unterschiedlichen Rassen nur noch grotesker wirken. Zwei einfache L�cher fungierten als Nase; Falten, bei denen es sich nur um Kiemen handeln konnte, pulsierten an der Kehle, und am ganzen K�rper sah die Haut nach einer seltsamen Kombination aus Kr�te und Mensch aus.</p><p>Dann klaffte der breite Mund der Kreatur auf und �</p><p><emphasis>Ssssschnapp!</emphasis></p><p>� heraus schoss ein ekelhaft rosafarbener Strang, der nur seine Zunge sein konnte. Augenblicklich fielen mir die Details meines Blicks durch das Fenster fr�her am Tage wieder ein, als dieselbe deformierte und missgebildete Gestalt, die Walter �Opa� genannt hatte, denselben Strang abgefeuert hatte, den ich irrt�mlich f�r eine Peitsche gehalten hatte. Aber jetzt sah ich, dass es keine Peitsche war, sondern ein schmaler, aber von vielen Adern durchzogener Tentakel voller winziger Saugn�pfe, die abscheulich funkelnd pulsierten. Das be�ngstigende, knochenlose K�rperglied wurde geschickt von Lovecrafts Handgelenk aufgehalten, woraufhin dieser den Tentakel mit seinem Messer abtrennte.</p><p>Der Schmerz der Kreatur war sogleich offenkundig; Arme, nur noch vage menschlich, schossen protestierend in die H�he. Der schiefe Kopf erschauderte, der gro�e Mund klappte auf, um einen Schrei zu entlassen, der nur in der H�lle geboren sein konnte: ein Pfeifen wie von einem Teekessel begleitet von dem �berschwappenden, spritzenden Schrei, von dem ich zuvor einen Abklatsch geh�rt hatte. Als das Wesen aufzustehen versuchte, auf Gelenken, die sich nach hinten durchbogen, kam Lovecraft mit seinem Filetiermesser n�her �</p><p>Ich trottete fort, unf�hig, mehr von dieser d�steren Hinrichtung zu ertragen. Als sich Tonh�he und Lautst�rke des Schreis des Mischlings vervierfachten, wusste ich, dass die furchtbare Aufgabe erledigt war.</p><p>Mit einer gro�en Leere im Kopf lie� ich das klapprige Fahrzeug an und fuhr los. Rauch kam aus dem Auspuff und Federn quietschten, aber jetzt rollte der Wagen die Stra�e hinunter, weg von dem furchtbaren Haus, das Mary nie wieder w�rde betreten m�ssen.</p><p>Die Stra�e gen S�den schien der direkteste Weg zu sein, und die erste Viertelmeile war er wundersamerweise frei. Nach einer Kurve allerdings �</p><p>Mary und ich schrien gleichzeitig auf.</p><p>Eine veritable Barrikade aus Monstern versperrte die Durchfahrt. F�nfzig von ihnen? Oder hundert? Auf die genaue Zahl kam es schwerlich an. Das Licht unserer Scheinwerfer erhellte eine durch und durch chaotische Szenerie: gr�n gl�nzende Haut, kr�tengleich �bers�t mit braunen Beulen, Augen, die Kugeln aus schwarzem Glas gleich aus platt gedr�ckten, ohrlosen K�pfen hervorstanden. Da sie alle aufrecht standen, konnte man ihren wei�en, zerfurchten Unterbauch und ihre mit seltsamen Muskeln ausgestatteten Beine erkennen. Die herunterh�ngenden schrecklichen Genitalien verrieten, dass es �berwiegend m�nnliche Exemplare waren. Ihre Gr��e schwankte zwischen 1,50�m und 2,10�m, doch selbst in ihrer aufrechten Haltung waren die meisten halb vorgebeugt, sodass nur Gott allein ihre <emphasis>wahre</emphasis> Gr��e kennen konnte. Sollte ich es wagen, vorw�rtszurasen, und versuchen, sie niederzum�hen? Alleine h�tte ich es riskiert, aber mit Mary und ihren Kindern im Wagen konnte ich es nicht tun.</p><p>Das Bild gefror, was den Schrecken dessen, was wir sahen, nur vergr��erte. Die Versammlung aus Abscheulichkeiten stand da und spannte die hervortretenden Muskeln an, und als das Licht der Scheinwerfer auf sie fiel, lehnten sich alle zur�ck, legten den Kopf in den Nacken und sahen zum Himmel hinauf; dann �ffneten sie wie auf einen �bersinnlichen Befehl hin alle auf einmal ihren h�sslich breiten Mund und begannen zu schreien.</p><p>Das Ger�usch bewirkte, dass sogar der Wald zu vibrieren begann: Ein phlegmatisches Wehklagen vermengte sich mit dem Ger�usch Tausender M�nner, die durch Schlamm marschierten. Wenn Ger�usche eine physikalische Wirkung aus�ben konnten, dann sicher im Fall dieser Kakofonie, die den Wagen merklich zum Wackeln brachte. Ich bin mir sicher, dass ich selbst geschrien habe, als ich den R�ckw�rtsgang einlegte, doch selbst wenn ich aus voller Lunge gebr�llt h�tte, w�ren meine Angstschreie nicht zu h�ren gewesen bei der unirdischen Ger�uschlawine, die uns entgegengeschleudert wurde. Mary war bereits bewusstlos geworden, so musste sie nicht mit ansehen, was ich in der letzten halben Sekunde erblickte, bevor ich vollst�ndig gewendet hatte �</p><p>W�hrend uns die Vollbl�tigen protestierend anschrien, lie� jeder Einzelne von ihnen die Zunge aus seinem Mund schnellen. Anders als bei Marys Stiefvater, dessen hybride Zunge nur aus einem einzigen rosafarbenen Tentakel bestanden hatte, besa� jedes dieser Monster eine Zunge aus wenigstens einem Dutzend dieser gl�nzenden, saugnapfgepockten Anh�ngsel. Jeder Klumpen aus deformierten Zungen schien sich zu einer einzigen, dicken, pulsierenden S�ule zu verdrillen, die w�hrend des gesamten Schreis in der Luft verharrte. Und diese S�ulen widerw�rtigen Fleisches <emphasis>mussten</emphasis> wenigstens eineinhalb Meter lang gewesen sein.</p><p>Ich trat das Gaspedal ganz durch, als es mir gelungen war, in n�rdliche Richtung zu wenden. Hatten meine Augen mich getrogen, als ich es gewagt hatte, einen Blick in den R�ckspiegel zu werfen? Ich h�tte schw�ren k�nnen, dass sie mir nachjagten � die gesamte Gruppe dieser Dinger �, und einige schienen bis zu sieben Meter weite Spr�nge zu machen, sodass ich mit dem beschleunigenden Wagen noch keine gro�e Distanz zu ihnen hatte aufbauen k�nnen. Ich brauchte tats�chlich eine halbe Meile, bis ich einen halbwegs komfortablen Vorsprung erzielt hatte, aber in dem Moment, da mir das bewusst wurde �</p><p>Ich schrie erneut auf und trat heftig auf die Bremse.</p><p>Wenigstens doppelt so viele Vollbl�tige blockierten den n�rdlichen Weg hinaus. <emphasis>Mein Gott, was kann ich denn jetzt machen?</emphasis> Als ich �ber meine Schulter durch die nicht mehr vorhandene R�ckscheibe des Lieferwagens sah, konnte ich die ersten Kreaturen der s�dlichen Abteilung um die Kurve kommen sehen, mitsamt ihrem akustischen Sturm, doch mir fiel ebenso etwas anderes auf �</p><p>Der Benzinkanister, der zuvor noch auf der Ladefl�che gestanden hatte, war nicht mehr da.</p><p>Ich hatte schwerlich Zeit, dar�ber nachzudenken, wo er abgeblieben war. Nun, so schien es, hatte ich keine andere Wahl, als zu versuchen, einen Weg durch die Menge Richtung Norden zu pfl�gen. Das Baby schrie jetzt, und Walter wachte endlich ebenfalls auf, nur um auf den schrecklichen Anblick vor uns zu treffen.</p><p>�Sprich deine Gebete, Walter�, forderte ich ihn auf, und dann begannen die Vollbl�tigen vor uns, loszuwatscheln. Mir war klar, dass sie uns in weniger als einer Minute aus Norden und S�den erreichen w�rden.</p><p>Als ich selbst mein letztes Gebet sprechen und das Gaspedal in dem schwachen Versuch, die Blockade aus Monstern vor uns zu durchbrechen, durchtreten wollte, deutete Klein Walter nach links und schrie: �Mr. Morley! Wer ist der Mann da?�</p><p><emphasis>Mann?,</emphasis> registrierte mein angespanntes Gehirn, aber als ich hinblickte, sah ich Lovecraft in seinem schwarzen Regenmantel uns deutlich zuwinken. Er dr�ngte mich, den Wagen nach links auf einen schmalen Pfad zu lenken, der kaum breit genug f�r unser Fahrzeug schien.</p><p>Au�erdem sah ich, dass <emphasis>er</emphasis> es gewesen war, der den Benzinkanister von der Ladefl�che genommen hatte. Den Kanister hielt er in der Hand.</p><p>Als ich in den Pfad einbog, bemerkte ich, dass die Biester aus dem Norden selbst in den Wald liefen, als versuchten sie mir den Weg abzuschneiden, bevor ich fahren konnte, wo immer die Stra�e uns hinf�hren mochte. Kurz darauf ergoss die Menge aus dem S�den sich hinter uns in den Pfad. Das Ger�usch, das die Kreaturen machten, lie� den Waldboden erbeben: der feuchte, platschende Strom, zerteilt von Welle auf Welle unmenschlichen Maunzens. Zu diesem Zeitpunkt war der Wald verseucht von den taumelnden, beulenh�utigen Dingern.</p><p>Dann flackerte knisterndes Licht im Wald auf �</p><p>�Ein Feuer!�, schrie Walter.</p><p>Ich konnte es jetzt nur zu leicht erkennen, w�hrend ich den alten Lieferwagen an die Grenze seiner mechanischen M�glichkeiten zwang. Eine wahre Flammen<emphasis>wand</emphasis> breitete sich direkt hinter den durch den Wald eingreifenden Reihen aus, und als ich voller Verzweiflung gen S�den blickte, sah ich einen weiteren Feuerwall anwachsen. Lovecraft hatte offenbar auf jeder Seite des Pfads eine Spur aus Benzin gezogen und entz�ndet, sobald die beiden Massen fischartiger Kreaturen weit genug in den Wald gelaufen waren, um in der Falle zu sitzen. Die unentwegte D�rre dieses Monats hatte den Waldboden und das Gestr�pp trocken wie Zunder werden lassen, und nun ging dies alles nahezu gleichzeitig in Flammen auf. Orangefarbenes, waberndes Licht drang auf uns ein, und das Ger�usch brennender B�ume �bert�nte bald das schaurige Jaulen der Vollbl�tigen; deren unirdischer Schlachtruf wandelte sich schnell zu einem Laut �u�erster Best�rzung. Nach einer oder zwei Minuten stand unsere gesamte Umgebung in Flammen.</p><p>Unsere Widersacher sa�en im Wald zwischen zwei n�her kommenden Flammenw�nden fest. Die Dinger sa�en in der Falle. Jawohl.</p><p>Aber wir ebenso.</p><p>Jede der beiden Feuerlinien schien mit dem Lieferwagen Schritt zu halten. Eine unglaubliche Hitze brandete herein, und als ich zur Seite blickte, sah ich wilde, unmenschliche Gestalten um sich schlagen, zu Boden st�rzen und konvulsivisch zucken, gekleidet in Anz�gen aus Feuer. Der Blick aus dem R�ckfenster zeigte den schmalen Pfad komplett �berflutet mit geisterhaften, lodernden, bei lebendigem Leib einge�scherten <emphasis>Dingern.</emphasis> Gleichsam begann das Feuer, den Wagen zu umschlingen �</p><p>Ich h�tte bei dem Anblick in Ohnmacht fallen k�nnen.</p><p>Der Pfad spuckte uns auf einer mondbeschienenen Lichtung aus.</p><p>�Wir sind drau�en!�, schrie Walter.</p><p>�Wir haben es geschafft�, fl�sterte ich ungl�ubig. Ich fuhr dennoch weiter, aus Angst, dass einige der Vollbl�tigen der Feuersbrunst entkommen waren, doch als wir in sicherer Entfernung waren, hielt ich den Wagen an und schaute zur�ck zu der feurigen Szene.</p><p>Walter hatte sich ebenfalls umgedreht. Das Feuer breitete sich jetzt nach au�en weiter aus, und Rauch stieg von den Baumwipfeln zum Himmel auf. Das makabre, streits�chtige Jaulen Hunderter von Vollbl�tigen war zu erb�rmlichen und vereinzelten Aufschreien abgeklungen. Das Knistern der gewaltigen Flammen �bert�nte alles andere.</p><p>�Was � Was ist passiert?�, fragte Mary verwirrt, das schlafende Baby an ihrer Brust haltend. �Das sieht ja aus, als st�nde der ganze Wald in Flammen.�</p><p>�Das wird er auch, daher sollten wir schnell von hier weg�, erkannte ich, legte den Gang wieder ein und fuhr weiter. Walters Kenntnisse der Gegend aufgrund seiner vielen Wanderungen durch den Wald brachten uns gl�cklicherweise zu einem anderen schmalen Weg, der uns innerhalb von Minuten zur Hauptstra�e f�hrte. Jetzt folgte uns nichts mehr au�er einer geradezu gespenstischen Stille.</p><p>�Mr. Morley?�, fragte Walter. �Dieser Mann im Regenmantel hat uns gerettet.�</p><p>�Das hat er in der Tat, Walter.�</p><p>�Ich habe ihn schon zuvor im Wald gesehen, viele Male, aber ich bin nie in seine N�he gekommen. Wer <emphasis>war</emphasis> dieser Mann?�</p><p>Ich nahm Marys Hand. �Eines Tages werden deine Mutter und ich dir das erz�hlen, Walter ��</p><p>Nicht allzu lange danach teilte uns ein Schild die gute Nachricht mit, dass wir uns der State Route Nummer eins n�herten. Mit einem klitzekleinen bisschen Gl�ck w�rden wir bei Sonnenaufgang in Providence sein.</p></section><section><title><p><emphasis>V</emphasis></p></title><p>Die vergangenen sechs Monate haben viele freudige Ver�nderungen mit sich gebracht. Der Verkauf meines Herrenhauses in Providence � an niemand Geringeren als einen der Gesch�ftsf�hrer von Standard Oil � hatte meinen Wohlstand weiter vergr��ert. Die Worte eines toten Mannes � die Zalens � waren nie aus meinem Bewusstsein verschwunden: <emphasis>Sie reisen alle bestehende Wasserwege entlang, und sie sind sehr schnell.</emphasis> Nun, da Gott mir meinen neuen Status als Familienvater gew�hrt hatte, zog ich nur wenige Tage nach dieser Nacht undenkbaren Schreckens an einen Ort, an dem es f�nfzig Meilen in jede Richtung <emphasis>keine</emphasis> Wasserwege gab, in den 36. Staat der Union, nach Nevada. Dank meines Reichtums konnte ich uns ein unbezwingliches Haus aus Adobeziegeln inmitten der trockensten Region des Landes bauen, direkt s�dlich der Staatenmitte. Rings um uns sind alkalihaltige Lehmebenen, sandige W�ste und endlose Meilen voller Beifu� und Steppenl�ufern, wohin man auch blickt.</p><p>Und � um mich zu wiederholen � es gibt keinerlei Wasserwege.</p><p>Meine Bank befindet sich in Carson City �ber einhundert Meilen im Nordwesten, und von dort aus wird uns w�chentlich Frischwasser zum Trinken und Baden geliefert. Ferner kommen w�chentlich neue Pinkerton-Wachleute an, die im Haus leben und rund um die Uhr Wache halten. Man h�lt mich lediglich f�r einen erfolgreichen Gesch�ftsmann, der misstrauisch gegen�ber seinen Konkurrenten ist. Nat�rlich hatte ich ihnen nicht exakt gesagt, was es ist, von dem ich f�rchte, dass es eines Nachts in mein Haus einzudringen versuchen k�nnte.</p><p>Was Olmstead und sein Hafengebiet, das fr�her Innswich Point genannt wurde, betraf, kann ich nur wiedergeben, was ich an Informationen aus der Zeitung zusammengetragen habe: Der gewaltige, von der D�rre verursachte Waldbrand hatte im Umkreis von mehreren Tausend Morgen alles abgebrannt. Von den 361 registrierten Einwohnern hatte anscheinend niemand �berlebt. Viele waren bei fehlgeschlagenen Evakuierungsversuchen verbrannt, und der Rest war an Rauchvergiftung gestorben, obwohl die Br�nde, so verheerend sie auch gewesen waren, die neue Betonarchitektur der Stadt unversehrt gelassen hatten. Wie das Feuer entstanden war? Durch Blitzschlag, vermuteten die Quellen. Aber die Region konnte erleichtert aufatmen, da ein Regensturm direkt am n�chsten Tag die Feuersbrunst davon abgehalten hatte, sich weiter auszubreiten. Kurioserweise wurde im letzten Abschnitt erw�hnt, dass Bundesbeamte die �berreste der Stadt einige Tage darauf untersucht hatten, wenngleich kein Grund daf�r genannt wurde. Es gab auch keinerlei Informationen dar�ber, warum die Regierung gewisse Bereiche entlang der K�ste abrei�en lie�. Aus Sicherheitsgr�nden, war alles, was sie sagten. Und nat�rlich wurde auch nirgendwo eine Leiche in einem schwarzen Regenmantel erw�hnt �</p><p>Mary und ich haben kurz nach dem Umzug geheiratet, und das Leben, von dem ich immer getr�umt habe, liegt nun in Reichweite. Klein Walter wird von im Haus lebenden Lehrern unterrichtet, und ich darf mit Freude berichten, dass er ein �hnliches akademisches und kreatives Talent zeigt wie sein Vater. Ein Kinderm�dchen haben wir ebenfalls eingestellt, das Mary bei der Erziehung des Kindes hilft, das sie liebenswerterweise Foster getauft hat. Welcher Erzeuger aus dem verfluchten und vom B�sen durchtr�nkten ersten Stock des Hilman House auch immer tats�chlich der Vater des Kindes ist, interessiert mich nicht. Jetzt war <emphasis>ich</emphasis> der Vater des Jungen, und das war eine Station im Leben, die zu haben ich mich gesegnet f�hlte.</p><p>Daher �</p><p>Sie lebten gl�cklich bis an ihr Lebensende, wie das alte Klischee besagt. Mit Ausnahme der N�chte vielleicht; in denen schlafe ich weniger tief und fest mit meiner Pistole unter dem Kopfkissen und stehe zu seltsamen Uhrzeiten auf, um das uns umgebende Buschland mit dem Feldstecher abzusuchen oder nach den Nachtwachen zu sehen und mich davon zu �berzeugen, dass kein unsagbarer Angreifer sie im Schutze der Dunkelheit �berw�ltigt hat �</p><p>Mary ist wieder schwanger; der Arzt sch�tzt, dass sie im sechsten Monat ist. Mein Z�libat hat in unserer Hochzeitsnacht ein recht leidenschaftliches Ende gefunden, und ihre Begierde f�r meinen K�rper und meine Liebe gibt mir umso mehr Grund, Gott f�r diese Gnade zu danken. Aber das, werter Leser, beschreibt mein potenzielles Verh�ngnis.</p><p>Sie werden sich vermutlich fragen, was <emphasis>verh�ngnisvoll</emphasis> sein kann am Ehestand vor den Augen Gottes und dem folgenden Wunder der �bernat�rlichen Vereinigung, die neues Leben hervorbringt.</p><p>Allermindestens habe ich es ganz gut in die Rechnung mit einbezogen, wie ich finde. Sie m�ssen wissen, dass mir Mary erst nach unserer Eheschlie�ung voller Angst gestanden hat, dass sie nur Minuten, nachdem sie Foster geboren hatte � und w�hrend Walter und ich drau�en waren, um Onderdonks Lieferwagen zu holen �, von ihrem genetisch missgebildeten Stiefvater vergewaltigt worden ist. Und ob es nun mein eigener Samen ist, der sie geschw�ngert hat, oder der verdorbene Samen dieses Mischlings �</p><p>Das wird die Zeit zeigen.</p><p>ENDE</p></section></body><binary id="cover" content-type="image/jpeg">/9j/2wBDAAUDBAQEAwUEBAQFBQUGBwwIBwcHBw8LCwkMEQ8SEhEPERETFhwXExQaFRERGCEYGh0dHx8fExciJCIeJBweHx7/2wBDAQUFBQcGBw4ICA4eFBEUHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh7/wAARCALvAdkDASIAAhEBAxEB/8QAHAAAAQQDAQAAAAAAAAAAAAAAAAECBQYDBAcI/8QAZRAAAQMCAwQFBgcKBwsICgIDAQACAwQRBRIhBhMiMQcUMkFRI0JSYXGBFTNicoKRoRYkQ1OSorGywdEINGPC0uHwFyU1NkRUc3ST4vEmVWR2g6OztCc3RVZldYTD1PJGZleU0//EABoBAQEBAQEBAQAAAAAAAAAAAAABAgMEBQb/xAAxEQEAAwACAgEDAwIEBgMAAAAAAQIRAxIhMQQTQVEiMkIFYRQzcaFSYoGRscHC0fD/2gAMAwEAAhEDEQA/APIjymoeVvYJQ/CWI09HvN3vs3Fa9rLDDRQrh9wrv+dP+6/rTZ9iZdx5KsEknzMuZ3tzLfRjuqPGjjVpp9iayTeb6rpouz2PKZlsfcTbi+Fef8j/ALydDupvGjjVy+4i3B8K8/5H/eWUbBG8kfwgZJMnmQcPvV+l/ciykcaONXp3R7IA9zqqob7YOH3rC/Y2PgYcTII8YOH3KfTOyl8aONXFmxgJP3/oBf4r+tbEWyETZc8s0UkOa4GRwJFuz2vtV+n/AHOyjcSONXR2x1nOy1sbgfGDUeziS02xsAad5iEj3euHQezi5p9M1S0K8YjsnQ2kmgNV5vAzi87V2vP2Jz9kod20QSxxkMILjGXFzvOPPuU+mvdReI8ro4vWrp9x/wCKrIo/+xPF+cteu2OlihHVKve/P8n9q19NNVNCuA2J/wDiP/c5srvylmp9iYd/HvaySSPizsyZfq8FfpmqT39pHf2lffuPwxocBvy49l28BskdsVhr2tInnjkA4nXDs3uT6J3qomdJnVwotjm1VCyWSWpoqgdtj7O4rrFXbGTw029gqt87ThMZaQD3rMceEyqn0kfSVwGwlQYQevR7zJe2R2XN4X8PWnDYKX/nGL5fB2ffmT6Z2U3yiPKK6/cMNz/H/Kf6LhWL7hpI/wD2rH2PxRU6HdTkWKuA2K5XxOPd+luuL9ZZ6jYyMyMNPXPjY7025nfXfsq/SsvZSeNHGre7Yt99MVZ7oSssWxdLby2KPv6ois/Qv+DspmZIXK7/AHHUm4tFVybz03jhy+jYfrLX+4hx7WKsP/ZFb+jf8JqocaONW/7iD/zo3/Y/7yUbEH/nRv8Asf8AeTpJqnoVwOxDM3+Ff+6/rWU7EMy/4V/7r+tY+jf8L3UrMfBGdW6fYqSKF8gxEvyNLsrYyXO9gzJYNhnPjY44lu3FuZzd1e32q9JTsqJLvEpLu8SrediH/wDObf8AZf1pDsQ//nJv+y/rSOOTvVUfpJbfKVu+4Z3/ADiz/ZlbFFsFTS/xjaDc/wD0xP7VPo2aUjMjMr9F0c08rrR7UUzWefnge1bsPRPLIMzNoKSSM9ksgc7+crNJVzPO9LneuljoncKncjaOkvJ/0N2XLpxHWw5rOeiO3/t35/3rwt9vEnSRy1CvM/R8IpC34Zvb+Q/rRTbD0l/LYhLL6HAGt+viV+lP3Z7KLp4lL9avmIbC0enU60xeU13/AKPna+LVjqNhYd+OpYrvYt55TeMyu3fpN/cr9Ofynj8KOcwRxq7jYynGJ2mnllpN3n3mTzswG79XavdSp6N4ayolNHW1Qi3d6ccLnevMe8LP017uZoXSv7m9P1bey10UdUKR2en6x+HzacduxZQf3C4m34t0Ufd8fm9+gOnrT6ZEqihWSLYyvk6w01tCJIX5cu9535H2HxUdjeDjC6zqstRmk3LZLZfOPm/1rPXqbqMCyrH4JyzrRh1crFsKL45FNb4qN36tuHx1Ve87RWno6zyYlUSP5Rw5R9IrpQsuxIzaNQbE6tTM1nJSbr2vP7ZBoeLi+cp/Z74Iq5pRPFGKnzL9nL6lXGku0KCA3W90F4GBYTvxLkHymZ+H3rRxLHainrJaWhipyyN2XscyqsHHuebe1OBFuWqjTdxKuxCpl++JH8PDZmi0Tk/F/O4kgcAAPRSucXODh3qspGhwrrMTJZaqOnje3h8sM31LFimH9V8p1qOoj7PB5vqWXBKujg3grqXfRTWaXBtyz2JMQ6pv5NzL97dzNe17+XejSLdfNl7k5wDRZBAtz1Te5YJGp1vz7knZ08O5SuD4WMQBAnDHjmMt7JcTwg0OQ7zeZvk8KEIn2p7XeHJKWAHi5JwaCOFVgwty8uZRc96V1+fgmEqtC1k5ptyTRqjvsgfnN+acZNNdViIA70tzbQLO6rPvi3k1N3jnG9wFhGoulA9S0mHkyOdq7RNLBfndIXadlLn05KoSwA5JTewCUu15J9xl7kXTGM56JrrZgbFZWd5sgEk8goawlrs3YDSlyuvqsjnADiF0jnNPJpCs+Ug06c2oNieSW5trqEXdbloo1tTTy9SVh1tdOGXLqElrIz4PDjm8LJ5c0G17LC4HxREA51yrEJMVZrZjZpue5I4kE5g0etJkc03HIpzmlwuG3WUyIYni9gGtddNbHlPDy78qzCMeGvim7s6rUS12LFDJLI2KJjnvcdA0XcVlgrKrDJPJHzteG612mSPVri32JQbut2ge1dTF7JWCslq6+Pqu8ppJMt+PM3/grTLMKaFnWJRnydr0lQWFtrtzsPyXJzOsSmzS9/znKwupjFMQo6ip3jY7vHmnktcYgxtQ3LBGxjtC0Dmkdg84pRVN4zyLb6rQkY6muw3a46gnzVpEpDS1lVNu9GB/p8KlKeHDcJ3cNXujfi+U13o2/nKrxve7tSG/c7xSyODdXvJk7neCzLCbqXUMNT/Euf5OXlxd6y4hDV1QjlhOWLzLaNyhQG+/CE/Nd/b2J8tdUzjdyVPk82ZrfRRMPlY6E5XN181yy08ck/C5mne5avlJPwjO0toVcgEcf4lxy+26yy19pcIOGVOHY00buKORsFePNZG/8I71A5frVH6XaAUW00Dmm7ZqRrwW9nVzuS67DW0NfSGnqPJb2PdyM8199P7Bce2ygqXVcGAn43CY5owZcutPmdJG69+Lhc780LlyPRSdVTwTkwJ68uupitnR0/76rGd+5b+t/WqmrR0dD7/rD4wD9b+pdKErt2Xa8/FBPgkGoQBYr1sFBvpYXRz0PNIAg6ckYnwW2VJcjkjN9ae06X0utMmad/NI2/sWXg8HD2hIW38Ea7GtcQNCi9xrqkDstwCGoB+USpJpDoboRzRreyg26GrloJt7Sy+Uy5eNnC4etSfwzJin3rLu4+TvkucoHkk5oJzFKag3I6rLvJOzLkb5yiARn5G3gliqCzscHyu9Yszt5mtxKwWS1bQRRNyRy2nZldun8J9oWlNTE8bOy3zuSc2p63ODWVD3sHazearbh/wRVDPS7qT5XnN+vkp2aUs00zOLdvy+OVIYpjxbt+X0sq6GA22liOz6WX1JSxjmFjm3a7kPFNTq5v8AP+1SGCUEmKTdWjljjyflK2nDKDJlNJFytyWjW4XFDFIaWmkEmRuQsfl91lMXEfFs2BvL1Yfk9FvEoyeKjil8nUZ/NzNamzy1b5pN7vRn4e2W6LXOYZVSRZtklvBIXWTmi5RglieZQ0AHxQ7tc1kicGyWtdM0DNbu8U9kT3PDWDiOgHipenwiqmj3zGNIty5XPgn0mz9bUEmUthaToH948VE1BuZIPjErd2FK4rhUtAfKyxyM8zzVFyZPlcPmrbIzm1tPqQ0k6aWWvmJNtU4uI0sU6tdGYhnO+hTHZL2F00F1tQjSyi5DKLLIxo52WADNon8QHNNZmrIDlkvzA7k6SV7n7y4F9LDSyxg2GnNObdxJcWgqOfk9xgaGtbcu5klJI1sjczGlp/SsfACM1y/7E6FzHOLWlwJ527kDcoIOnsWJuXMQ42b3rNx8P81b+F4fSzQSVNVXx0/H2G9p2i0sWaEIEnxnJvoqd6phAp99FV6xjl8rxWvHgdTI3LTywPaOXlGha4wfEb7nqsn83/gjcGuxOUhzCwR5/B3JRkhJJGZ0oPeSpmDZ+uElskVvSLk2q2fq4DvQ+N4GpseSavpEAW/TcJ1i7QuGXncrJIxzJSMp9YHgkigBuWk5eZB8E/strfyNLbs1A085LELuAIDgsghc9oaCLjzfErKykc2wa5rXHt+pTGZsa1pzZdB7UpDW3cQC0ej3Jz4pA+50HLVK6HKL3GbzmjvCjmwSSARkdpp4cioG0+FmKsLDXb1jKR0kDJJNYWhx8nr2l0B8eaS3ZPauqZtyIfhv4+IbujdvOy7i1sNfSuFz5HWilt8E9Y+blkXkx6NMPaVs2F/wjLaH/I2/2+ldVM9oqybAVYhxGWOzy6aMZSBoLeP1rpxi8NOunJK43CS1m370d2q9jBwuO/ROBba6xk9yS+tjyUSYPAaToEBpJ0Gib+hKHW0V1k3iLk9uY6F5CQWvy+1ZGE31boozaxjWm/pIyWNyE67S/RhHqTrMHMe4lJlIsQPY4Oa+AE9x7wk3LrMkynI7sucLZk5uZri5jbuGo9at9Ni7atrYTRv4/juzlb/UkLEqpR0slSd3GOPLma3ksdVA+CYxmRriOdl0GGKCLWKFkXDl8mLcKiNqcNgloZKuK0crPQ4vrH85NbtCmpwW1S089XUspYe27hbmT6yjmpsm9Y1uflYIjQ/VWSF7o5M7DYp25duvijxdl1tHLLS0tRL8XTyu+ih2b9FjdXTQ7uOOA/Q/Ys7MexAayNiP0FiosJqpIt6YrR5eHL2nO9ik6ejihA3w1/r5q46s2FYya6bdSwsj4M3av9alH8r+ctKnlgHkgIvO17WV3enwT28l+v8A2/OUmGGWelp6j4+JrvcoiXZunv5OTx7WvzVLdaivz83sej6j9a2HvY3kmz9iEENmoPx/D6PetiHZ6ii+M8vxec7s/kqWY644XaJzGgnhfqoISfZqlk1j0+Tnza+bZYvua3U0cvWf5vcrJ/NQ4aXBCus6jYKSugjkc2qYHvdoCLt9f1rJihqG0T30zBvmttlabn3LcDovxrPympHuDH2cC31kLOlaqUYayefdVcku74W533dld+Stetwuqp5sphcb6kt5K+5h6nJjg15ALBda0xz4YfWPa5zYCLam7dLIkoqxh46ObL6WRyvrIWRvLmstfndyfxc76+Kky1jnu4nHagkHuSSUkn+63VXqalppPjB4uc7N3rT+BIvjY5ePzP7fNSBWYaCtdcRQbwjmGcyscdPIDkljt8nkraKGrjH3jMIQOTR2jwqPMPwhMeub0Sx5smT7QFv252qhPJyS7uTg4subnlS7o3tHd+bsuyqTqKKLdRiEbvgb9L13T6H70mfHJJHxXb8rNZOrniJkgnZrLBLG3xc1OpoI5y4unbFG0Xc9w0Clp6qrqtJd5JH2sn9vRW5g7QZbVckVv9GMzlrq11Rk+FxU0G9iqt7f5GVzVoPYX8LWEE6GzbO5KfNHEaj43diPN8rP6x+qU/qtKBm897suXN2Sph1QdNSzP4mvs1vCbOt3KTw4zxVHld6Y+x8dl7uYW4BRiEyRW7HA9/C7lyt9aj5quZpmbCcmYXva7gr1MWVsRjHnOzDMeLkfkp4MW9ZFLHHn830vSVVhxOdgFiHZNRryHqWLrpzX339J1xrfwcueN6t08ME14pYYtexbtN7tFFfAm8n5eT7Pa4svitODEt0Lx6Hs28PBbMGOTZuI7zzc3h4qOfav5bseB0wa6NzcoIJB8T+xYhhkL3FjXs0Jv3W1+1DsZDoiWix5W9PTmo+d7TMyaR7y08zyN/D1Kss2J0j4Yd3NYnNdoGt/WVHSwynMIYHv0u8gd1u7xWaSeTLvS8tcSGjvsL93is1Li80EbgXsJAA1HL2oIEwkTWIL8nnfnKobeQyivpnRQiSSpj6sTw5n8rDXvV3r6uWrrt7IN49/hw/2aqh0pUm9wynqrvaY35AxvZGb0vXoufI6Uc9AsSDzCVJyNk6y8kPSYrf0d231aO/IzTu5uVQVu6Orl9aALjIzh7+bl0pDErhbh7V0ZeHs3SxQuPmn5WULdOHVrGbx0No/SuvX6EfeyW1xdbfU2gWuXOGp0W3T4dDKQ0PkY1urjluT7lUlE2HgkDXeCss2z5ZYUsu8B7ndy2aHAYWC9Q7eO8W9ymM4qwhf6K2KemlkmcxjST4+b7VcWUFCxmQsAb33Pa9q1aiOJpexjd2PSHLztFr9zM1VeWnNPJkk+ll7kyzm8PerDTyxbncywiWPifx9r16+lyWnNFq8xQnd+Z8nT9VMMR8EbnyHyjW+1bc0dOKQWdJv762PCQtmGhjlsC6VgPM20W0zDGsDwMxDBcPv2govVEsmrd2AypkOvMO0A7gskFLWYjWiLeyZiLvJPd3qSbQOY1u8iaC7zM3d3Fb9BQVEDhIZcsg0HhZVerHRYFTwcTpZXPzXu52VSL42Oia3dsc0jsuFwsl5SLEgnxAT8q560wvAtYsA9yQlovYW9yzub4oyt8Ap3Z7MRt5mh81ak9LHKPKeU4s3o5fYpDdR9zbJN14OspWzXZGz0f3jpu4/5vh+co6aOYRbvd7w5OF/o+pWB0bmDM7sFYjE08JHCV2iWfavGmkMl7nLzItch3pLKIp4p37qaXd77jf+hTjaYmS/lL8wLWIWDFaihwrDZq6uIiip4/r9FrR49ydzqx77ct3tV5MRv439niJVax3buiohNR4TRdbr+Hdw8Vs3fmAGnszKkbQbZVmLB80svUaTMGwUzO24N9fd63/Uqx8IVJoZN240dOx1sjBq8nvL+Z9q4W5In21FVtxPafb6vqN2+rhoR6MQDP0a/Uq/jDNqp3f3wqsRmjk9EudxfNamYXsttDXw76Oknig572UFp+3X6lmfhuOYRVb6g+Fj+Nk6s5v62rm+0Lh3iW4hC1VPVUM4iqi6J/cS45v2LewnaHHKKYRUuO1kTe4O5ftUw/ZTG6nCoaiHBtZfKGpqpOOTN5zW34R7VC1OzWOQG82FVe6H0v0JWYWy74R0ibQ4W/Lj+Gdbp+QlazKfrHCV0zCcVoMao466gqg9luXJzT4H0XLzWJpY3ixe1zTpryW1g+LYng9Q6fDa6amkcLEsPP3citxy59kx6YPNM7iqH0dbdjHJ+oYq6GHEMnBJfK2Y+Fu532K9+n52XiXo9s2Nc9rc2bSwunB3pcOXn6knr/Ny93yk7L6XFm5+tRD2PudbfUscsMcjs+U35c0/kLpMxHcrCYHRRvtdmTn2fWsAoad17tBI5Fy2c/ilOVw8FOy9WHqlOWDM0uI5ZVl3UbOy0Aac/UshdZo7ghpaRfmCmjAYYubWgeDe5Bp4AxzGs0Pd3XWXK0Gw1QbatH1rWmo6TCogfJ8Nxe3csRwiEwhxuZL8Q7lLEgaA3Tbk2IPtTsmICrwp5ALY93GBnAatQYbK62Wnzgm/KxVrA4rC1/WixGvP1WV7J0VulwiWacuLTG0aXcVuDAC5pPWYy719yl3xvYdbEHUgnkse9c0kC3K+imyzNEZFgY/CVw9HNlsmVFHSUmks29+Zw/271vVLWzBwz2c7zbarUgg3ZkDtcmXIzRuVvPn4qszxx9kfuu34ZTZ3nJs0Om88/Jm/t9asYo4jB+Ckp8/B8p3dr81Yup+R/k/yszh/bzlGFZigIsbaO9a1NraemiwSaunpaeofSwOZFexbG57mjO4O0JH7VbZsOy3sOF/yeXionbTZ2rxDZefDaOESVL3xlnlPljM7Me5qXaq8/wA4DZMo5X0RqiVhZI6Mm+Q2ui58F4Iesj/OXUugoQEYsSL1fku7zdfN9veuWu5uXWOgm3VsX8c8b/0+d4cK68ZLpWQgOLHBr3d+Vqjq8VxlZJ3M9D16XKk7aApSdV6IZhV34TPLYtJc86ZnHQewrZioa9pD2uLHEW1NyLeH71OlItay1YOtRQsjljj7Op1zN9TVs/Mcn/oSfqqRYY6mPewujy3uFHSxVu6fT2+T2rKYu1vJJcuQRtHS7sPuOxw/OC2+rxfL9HhWw85tUwDNoq0Y+NrnXzklDWjlfVOAFrjmsjA0jMeaDHl4sxNyFkzk6FIAnCNxPJQJcnllCR176kJ+7OtyE0M1sVPDIN/FLY2vdGQW7SA0W1JVCkcV7oeba3KGxi/NyXICbXKgxPeSdC5OY+Qa5yldHxWzIMbu56TLbFrfm9ca6YccqcS2j+BReCiw7u/GPy8Un7l2SuMlJhdRVbvrG4hfLl9KwzWXmraHEJsYx2sxWfSSokLiPAdw+pY5J8wlW1s3hdXi+KmjpIjLIGFxubBmXvPg31LtGx3R5hOGxiesDZ5oxnMrhZjSfsa35P1qu/wfMOFQK3Ef5Tq/xfyc3a9H1f1LuVJh9JNgcwxLdNppY/L5/Pj/ALdnzs1l8T5nyZ47zSHelUP1fhigo4N58z0fb4LcOFyERjcDefjnv4WO9g4ifzflJzKbE8D3W7xvDhQx8o6+P74qQG3Plb2FuLXJ85vepOlp2unEwa/XN35vFfOvy47dVcxTAgKik38Nhu3byT+UNg3h/KUScP3++EQlh4/IX/DWs3N6tc2nsV1xKlq6g+VpWmIfK5fJ+koPEzK2ACCi6zPJwDynkg3XmTpb8r5q3x8spMOdY9slQ1GMUuJWiiqqKdu88nwzWPE0t/auV7eYH8C44Yof4rKd5B+1v0V3GqgrR5Go0k4vi8zvY3McqonSbhJnwXrvkr03H9Hk5v6pX1OHkee0Od7M1jMO2hoK57oxu525jIzM0N77jvXoPAqrreF77rO/vK9rJfxjW8ivNrcnnFeg+jqTe7C4Xux8Sx0fo6tK+jSHOU+2w5ISA6p2ll2ZHcmk69lOv4oIvyKowEvcTG3NmH2pXCd0rA3NlHP1eksrRlQXLcS0j/v+WLd7zyfE35TfNsswil3O63vxLPyXev8A3Vuh13aDml4w7TuU1ljGgzSPz25nuKPi9fTvwu85KNOEstbk3uKDY88zcqMxXGm+s7eR3a7Pq/emGvqhCZIxnz28zK13rv5q3m08ByZY+z2f91ZbRvFuXyfSTTUA3FKzQtY2TQ6nmFuUVdUSxgmO5JyktOl1vsp6e+YxtzDTMdMwWRscIbYNDR3AJsJsmta917nICMp77proXlws4WHMWWZrS0WvontNhlLQRyupsprCG2HEwO17uQWN8LXXu92Zx7tLLbGjSm2vqsdhiijEb3ksFyLZm6E3WUhuTKDoNbBFwSLc0ciVdOpoDe5RG2E5GzeLmAxvlio3PyPZvGus3ibrzUo8Adn/AIKC21DG7KYxJVySSQtpjmax1r+j+dlV1rr5edHElydcJGi2h5p1gvFrsZIur9BLBJQ4yyQAh5ia6/hxLlEi6n0ATTXxeHfXi8n5P5Wozeyy6UR1AC2g5WTkIXphggQ5KkcqBvJKkag80Chwug9nQI5dyLoC5BBSEnXVGqCEAHO9EJ2Y25arGOaeNU0PaXHUALI1xa3XmsGluZRr3FBluGjtXKRr+eYpBa3EdSks29w65U8DI10Y5kozRjmTZYyD3pCB4qjbp443gt3pZIXWa06XKSWC3YOfN6K1BqENeWlA5xceeiacw71sxVrH8FRFvb+csjqJkgz08t7+apjSHxwu+AcQDTr1ST9C81zNzTGnZzz5Ws9Li0XqCsppX4fVs3ZOaCRn2LzAx160zN18rma70eLRcuWP1FYegegGhmotkrVtFLSnrDp494zLvmuaOL3ZXBdMxHGGQ2wswSRSSx8FRUR/e+bNbLnJs145tHqVK2MfNBSYZC53krffG8ka3I3Vwb7P5qktpdv9laam6sBRYqQfKUvk8j/ov/avzXLx8nJyTaka9VcxP7XYVM/CqpjC/dSR6EaiIt4g5o53bz0XOabbjB8vVqvD6WhxqGTmS9kMjmt9gFnt7v3KZwrpM2XosKtDUw4XE6XTq8d+rvd2nOj8326hYOkbDcC2kwkYlW4iJq2lj0lAb5ThzNzZWjhvqCrx0/jf9s+4aloYbtDse3f4hhUU+aTykoc6d4yuc3M1zg7nmyhS+D4pTYzT/CwdhVDBft31+iJXDTub45brhkdNRRbSSUVdXM6vwGaSSQtDhm7GnnW0Xe9oMB2Sw/A6fEZ5KHCxSDJS12Rr79nM3K7R3ye8eavVz8fTP7pWOzBjtZSVUUm6lNTHUMdu2QRukbwt7Wg5+tcx6U24rCKmYD+90lPu3x/K5l3yT6PpaqxY10xYFHvW0zaqrtG0R5h53nON/wBCpu0/SNDjeD1VCYKqKORjvJvy/at/H4uWN8Od8c6ZAZ3tLTYXC9H7J/4u0oii3cduHzcwvoR8ly87PEse8e0tYI7H0ddbf2K9LYXS01FhtLTUsZZHuGkAm9rr63G88s505BFz3hD7iyPaV0qhdD3JLAoGvegXHJaAMvrSjKUhSA6qh9meKQN10cE3m5LqCgyHXS3vTXABuhTXanmg8uaALS2xc2/rTnC9rJCORzG3inWDnDKblRDQ3uLrpRzSuI9FN4SquHs53Lk8anQrEHAaZbpzXAO1bZExms7LyCxguvqEsjg3uKQODuQSE6hpIPJB1N7JxdlHJY87r8lVgPuo7aCWaLAa0QilMpiyM34a2PMdMpvopFzwonbSXEotl8SmwYB1THHwA5eHi4nNvzLQs6s+3mx92SFh53WVYjeR5kcbm+qyrxTGNsS6h0CfH4xL8iH5ztTquXrqnQDyxz/sf5660hHUUIQu5IR3JLDv5pT2NVpkmqdogA7vTkhoHvQGhSaJ+UWumOHFoUBceCS6UDQo8ECxuyCxY149azFsTmXzNiesDuSQc0ahkka1vZc1w7rJiFmp6Uz3vLG23pmyDDwo0W5HSwuzbx7bN8DlJTJqSNuWz3ZHeA1CmpjWc65Q4aKROGx28nL2e01q1eqT/OHpKmNYc9LpTzWaeF0RtmBWItPM6qTOqU2tohmfuCQW8EEk6C6itl+NxYXHDPXVNHDGZLB0zwwE87ary5jDcuJ1UYZuvvl9m6G3LvboV6FxnfjF6KWmbTPmhpJ5GCodaMcUYLncLnXsSO7tKgmm2O2ql6/DT/BdRmtLSxd/9G47wPaFw5OTzmKltoTiMGwmBkVFGMTiyXl3rfRytc3Xju3R319ygNncEmxrF24fQ1NPLilZVMp96fxsmZvnCzIxxesq5bXUENdhrMMoJ4omUz276Ddtyvjy8I9ViubYpBiGF1meQmS0eSS3nuzZm5W6H387rxUrsTEPZ8fkrx22Vp6V9g6zYvaKTAK40OITRU7KhlTBBazXZtJBc6cN7X5G6o2F45tC4RYNh5mMxk3ccfbf6OVun/BLi2JYhiUPWJ6apyB+e5c9xc70nFxLi313XQ+gjZD4Twmu2iqagQDe9WjkOXP5u83bvNcczQDr2jbUrVp+lxzafKc1u8w5BOyaKpfBNnEzXOzB7rXcHXOp77q34FSnGcQoo8XxBkrZ6mOJm/Pkaa97ufbTL7CFfukrYaDDMArYaCmc1jpN5TMNS6ZvpOtm5ONnXXH8JxA0h3c0W/jv2L2SOSOWNg4Z666b0lbAYJsVtFLQYZj1LjEDKBku+blIjLnfFHuzENcQeY4VzvEKVkNWawgyh7d4+OoDsw5638ezqFLQ4JiuMb0w4eaGGGTJkqH5WM9drcXuujEsFrX1wwJtU2bcxb1jJc2aXlrfw5aBarHSZiZTmt2xC4XROqMR6o6ndJ1g5uebTISP7FdQ2a2lr6bFKHD6+oFbTy5KKT+Td2W5dL82+JB4u8Lnezs9QKudkFP5cU0w3n8tlc79XT6K1MDOIuxBhhM53U8N/ovbl+ldy71nHlh6Qe2RuhCxOaQt6tqZJJpL87u7K1Lk8zdeirLGEoQ5pCVrStMk7+9KQEuWS2t0ZXH2KhtrI1WTdkt0Ka5hA5qY1hqL3KANbFDhZVkO9SUHSxRyCYdVA/3pO9N5oIQOOiOY5pLXGl0EANuQrDZbkpRldzWGSdrGg2vp3LFJXQxyDOQ4lvdyPqVZSGZo0CMpGoUbJi1K17W8fEcl7cneCwnFo90dfzTz9XykxEpNIYxJIIt5wF2TznepVTaj4Zgw7HMUvuaM4R5OjkqGudDJ2Xu00GnoucpWLG6f8JJ87K3sqD6QqmCt2KxaEH/J2vj1zcnrNoKuFBPTRbROXi9uhFeOibFKnBqqqm3BnpTkjqI48udl3cEjR3i/aVHK6t0DNBgxi4Bkzw8dvNseFb4x00t10PNJbuJTidNUcxfvXpQy9xZO1skPsS8u9aYBzAacvBKXG1iEsb3Nla6wcQPciZ7Hm7Rl9SBL3SFIDdOCBuZIsm7dpmblzdi/em2QIhLlvyQG25o0UepBCc1hIuAmvu3mjOk5cys0UzsgY6U5ALhvrWC/JKBpfRIlezLvnuLXOGo1CJJpN0Gl5y3vlWEXvdK4kHVGijxRY80gS68lAmqYRrfvWUtOW/ckLdPUrDPtX9rN9RV1NXeV3UtM+l9LI69/zh+cFQdnKZu/6+SG/B7PivxmY5sznejlc7VdbrKaGto5KSo1il4T4g9xHrHa+iuY1VAHvnhaYt4+mlg/+oDsskfzTwm3dvOFeT5EZbfy1Ds0OzOHVlBT4iBud3mMdT2eHzvO7B8Fo4zsNAP/AGfDNvdYjLlycXFl4tWtv3akZnKL6M9rt7lidVDcyC1VEfwb8uVuX0ezYj5N269q3Xr6ZuK1P3STVwq5PJSyxNf1Z3zeTm9nTTs+1fAvSaz7emrkO0myE52i+A4JhCOqsrJa2LNnfxOa1ng3VvD3LpnR/ge42awrD8O1gir/AL7O9b5smZzeIXc7M1vLU8XJVKTE8HwQV2Iz4lNXVEsn3xVS9uTK3s5W9loGgYOStnQbXtrdgKSa9pJKmpnnv6TpScq9HybTHH2/BHtm6X6eQ0tNWUdvvbrDz3N+Ifb7bad68vbKU2HV20sFHi0/V6Woux8vok8vzsq9YbbQdepSIt0AdLSdnK7hdy86zl5d282cqcFxmdww+uhwzfZIjJH8nzXcvYun9Pv4szyR6do6O9ksUwyidFtJVtkputMjoHU5dN1uGRrvN/B6uaQX21zA6G6peIwNHSc7EPLfBWERn7+MfxmXM3h0HDmdw2Hm8IVLjx/aTEsOh2elr530j35Obssoa6+ZzvVf9GbkEm0eJVQ3OCGpM1HF5Q69vh4eI6uA80L0148ljsdgroqjbKetglMULpHvjNr5M2nv10XSOjPA6c1FZUGAbmiq/wAJl46nKM0hsNModwjzXErnmwNTT0xrYKgweVjv5X5Luzm/JKvGx007aXEKzfGSKpq5Jo/Nbl0v7rtd9S9VK6w6G94vzH1rE2SJ3Zni527Xeqt12MnnKY/w3Dl4u72JZ8S8hIBFbzuPidlB5ev5y9mMLQ+WOPtSt+keFZRK7saZ2cWXvVJZW7vibI4fNJWaDEZRM+W/bZxN7WnnJirk6dz39v6KGTOa/tfRVbhxYfjfncvKfk+ipKHERUQ+TIfm/J9fzkmBJMkc1zXMzgga2KVsjSDvATc8/BYI3MfHvA5pB72u5JHSRxR5i5hPm8XNZVtSSDRrXgt9aYQwnS6wl3HlaASgP1cM4uO496oyZQDa10WaLiyxh4y3EhIHM9xWB73Fx3Mod7P0JVzbLiG6uIDfFYmuY7kXEWzHTuUZUz+R3sRt6fDxOdy5ZdFD1lXMInxgkelm1zepXFWo1DMnOzRrfw9S062sjjj+SNLeCq9TW1Uhvvbepahcb8JPFo5IOyXra+GWNrY4SB2zfxWnNUSOLRvnE20F+S1Xus0kptwW62J8UZZw92TQ3B0IJSPlktYEtaTlcFjzAt4Wts3zkxxzOOpsrIe6WTuPqUVtSZZNnsQF93wZncPa1bopJoHj61Bbcbv4HO9l8pvm5OPL387d6lpKuejmnJvnJy8Lsa7mV1joDbKafGJAPJ5oh79Vyd3Mrtf8Gtv97scB1++YvtadFriF8IN0+OF7hdrS72KadRxE3LeLw7gnRQtjHkiAO89y9LKGdR1AIOSwPesrMNe46O0Ura+l7pWcOisiGno5ImuBBt3BYCALDvU3WCV7d1fMHc7cwo8UjicpFv2JCtNwsVkiiJmaLANJ0ct1uH884LvA+KVlDJuiRMG69gq+kOdIIJGseGhnpN70x7aV4uJMmuicKV5ZqQADyPelNFEWlxa71oNNzYs7Wb65cOYb3pYqZxmDS4BttSt1tE1wBsG5ebQdAndSjaC4Zg71FBia5hG4N3G3MmwHuWtJSGwDZgXnuJtopLcMN3BtnEWJKaacCRpeAQ1vZI0KSI6OiaRmllY0jzQdQlEdFE+z5HP9i3n0sTwA0NJPf/WlNLE2wazMe8nmg0i6hJJMdvRHJNMVIYy529zjlYa/WpN1LGOFrWu7y7mUrY2t5BNEUynObM2HM1vP1p7ITvM7Iy6/c7zVLPbbT9CXKQBcAoIapYZJOBpBbzHisbaWRwNgRfxU4Q0u1aPcizbWARUIKe1vU77VRMRp8YwbaPEhTYJVYrh9XL1ilkgp95bN2oz4cV11VsdnHzU5vCwgarlyccclesq8xbSVWLYNtfJPU0jMOr3WO5j5FpbcB/pZr2Oiufw/W4ns1EXVG5Emp3cnbaPNd4hbHT9h4o8cwjaMi4lgkgl3npM1Dfa4OcPctCPZ01+GwQwgx0kuXjHZZG513e5uZeXk6VztKxKAqg7al8FPQi1HRl2aQ/hPm+k63erdj+2xwRlBhtPh5gobayxeR3b4+zu9LZhladbg8ldsG2Uw6kp4qSkiEccGXhtxH2+tV7pF2amlwTEYooN6BG6SM+DhqP1V5fr0vPhrrMKrivSLDJIyVuL4vjku9bIIqljYI4y3snhGtvBRm0m39Rjmz82HGmzTzeTAPmZXNc1zXel/SVC5eUNt36fyl0ro86Paiu+D8brpt1F246fd8WjuHXw713tSKeSJ1QgMVwqpbFUCalku14ZJmb9Y8Fjxqff4jUzEjyjxwed81d/6Q9lW41syY4YAMQpg6SA9rymXij+l+5efjQVBpZ6i3xLmtc0g3u7l3K8PLXmr2qlq46l0Y7DYLi+yzcVxSKQSTzvyZZsmVrbAN9d7fYr8Nn6SGDc0fxUbHZGea3wso7oUm690a0oIF6Wokg9HhzX954nclc90Pi/zW6L3RLmo8+Dy77Xl35PS11stKoo6UfF1fzM7M329/wA5X2sod7/I/N0UBjGFmGfQeTky8Pa+od3f9YXZFSmjtH8j0fSWGTKNe18lTtRhk3xsoLx2PnOHd61qy0Bvkz5vdogieD+jwp4eQLC4d4Lf6kWZ845c+6/El6lf7WoNKKpqWDhlc1vgDoUraue447hpvlJWx1F4cGsOcNHEB3Jr6XJIwFwzeCgysxWZpJcM7cpAa72rbGNP1AY1trcLW2v7VFmBwOVpBt4hL1d1ru7/AA71voJ+LFHOFgKcB18xPK6b8KZKgPk42gBpB5j1t8FBbtzNACMuuo5+oIYx1iQCD33U6qk3V8b2hz6fePdpz19qjjUuLsxAdY6eF/RCSOLRzWuJcdAf2e1ZZKVz7tLCCBew7wojTkyHl9Sxhl+X1LbZTW4OPj19qHR+bxaaexVOrWLBaxN/UjINC0FZmwu1AuXc7WWWRkhbcgB3IALOI1gAAAW29aY4G1xYLK2F7nFlnA30vyQ2Fz8wzWCSNVQO3EIlwnrenkPbl1P6fsVl3f5na7/pKt9IF/gBn+mblZ/bkudyqgDmslkwc09eR1MdzK7P/BrzPoMbN9WTRG3dq0j9i4w7mV2/+DVAxmF43MHHjmjFu7RpP7VrigdShiqbvkMuT0Wt7LVlEZjHxnned5oWTW/fbwRpfNp7CvSyLXKO+ya0m+qUXugUkjkkFw66XUnRHM2CoVIflJTrogiwUDefZS89ClDdNNEN0KoSw7+aXu4uaCNUHkoEF/O5IF768koSXSFkOyg6Dh8EEju0COZukdqUQAkajkl1OqNLa6IB7ggQG3NAOqOepCUA87K6C4Ca895SuOvJFidCqHaWSewIY0+knEa81kc+/hCxZujd0v4msic735m/tUnsRRRx7H4XCONxgjd9VitXp+qYG9G1TRT/ABtTUNNP8tzHcX5IcpTZKeOfZzCqmHybRRR/awL5XzfMVdeNZKZvByRVQw1VNLTzxiSKQFrmnkWnuWo+tETLKmbT7eHC8R6m2bD6WKPtmeR2Z/zWDu9bl8inBM+nbsl49hdjmNyfc9RuaDduZhNlONhbCA1oAAy2A+Sq5sdthR47DIIphwZc/v8AV2gpypnjjzSyOyxtY57j4NC1f6n802GSqA1XLemHCmikqMShaA10DHTad7Tz/JAUlgvSdgmKYoaaaGWkN7RyPy5Ht9fgfV/wU5is9BiE52cqzLva6nc8eT4Zmjm1rvNI8F6eHj5OOdul8lWP4OdSTQ41hc2jop2Sgepw/qC6mY/zPO9S4n0PGnw7pInw+eo3E0VNNT2/zhjfS+WGtvflwrtMtTH8WPO+py+5SdjHnlkyNJsQhjW2yOYHC/ek30drkgFI6qiBtdp0XU0s8MMum5Hd+ao6uwkbq8Q9LL6LdFviUeLv0pN8N7z+T+9EVHEqEsJDhy5d91GzRfkfk/2+arnUVNL25R8pz/0D9Kj58LEusRjz8/lareitbvyvH2M3syrAYtf0f7ysvwZ8ZvYb7z4vzWt01utOowy1/jPkZ+zy1t81bRFboOlLnRhvccmoBQ+nbG0WYDZpIJ7ks79zGHs4yeEtGgA9aj5JpC69w48spPIeKtkZnsj1IDi4tu3Of0JjspGaQ5bg3BHL+tar5Gi5c8EC9g3x9qBIct3WKzNlbsIY2Vsdg7MOZN7DwWXfWPp/nO939FRe/ezN6LvNWPfF/HnWYRIyT5nSNL7h2rfb5qwNkzMDiy5doPZzWsX3aCGWcO9Nc/MLOJse5aZ1ttlcXOAPL7UzfEG7RbxusIDgLh1/Ue5M7+fNRWTev7hmGbn4ppkb3G5vy8Fi/CLfoKShl8rU4myDzXs/rcomtQnT5Si9qh/ybrP9Fm992q8nAcOEHWTWPEfaz3GXL4qubZU2CVmxOLT4JinWurMj3kjHuczVw4b+Lli1mq1ccCemBPXkdDB567b/AAaT95Y8P5Sn4fytfsXExzK7R/Bod9649/pafi/2mi1T2Ow5rOKaXtDspLfYtev+J+KqO3xbn9qqtRM4TyeSlH1/WvVEMrlmb4h1vWl5+9UQSul7ZLM9vUtqGpxClPkqmpLPYXNWsTVy4kvF3qp/dBXjm9uf5jVqzYhWTPL31MwsdMrrWWcNXa4JshgdnsFVKHG5qU+V8rB+U5qk4NoqF+kkcsTvDLdXFTHaFx3IcXhvIeq6w088c8W+iJynlcJ8srY4jLI6zW87rIyOzeNvUm3PfZvrUFVYpVy+Rw6LefLydr9yiq2nxTdb2pZUZPPc48KvVVs6zScQ38WZnbGbkm9do4/8o+Vw6qlAjzvf60t3ecfafFqmJq3HFqXu/wB135S1Djlj5KIcf5TvH5rlXXO4WHx1SObZ5HjxLeJqzU+NRS6Sxbo8WfzuH962oKseT143/R18FU4ZYXScYzO8T2vYt6GWFr+A5neB/Q31ph2WgEjnqOYSgm3gVWxWkzbrXgzO+a35F1kpq0xHda7vzPOc7w96zmNLCZLHXThWDEK6iw9pkrKlkMfdm7T/AJo7Tvoqv49j81O0wQbrfSDeb+fijpmt7Uh8fNDR5zjxLkmIdJFSTkwemEc1zvK6p8pU/OHms07uQ8FxveY9EQ7dUbTYHSxb6emxN0BHxvV+rtHzd4W2VDxTpvwuncafCsJ5G3WKiTe/SsMoP5S5vR7O7Xbe1W+DqitbF/lNTLkYzNxZW5v0AKQHRHtUakU4p4Lb342Sqaz83n77LnWZn9yzKA232sxTa3Gn1mIzzPEfBDGcoZEwcmta3QfafEldg6McWgn2Jw7y+sbJIPKfIuTl92U+5UDbzo+p9k8LwtgxCauxfEZd3HDFH5EZe1l73dpo/KW/sdNUYXsfirJobVuz+JxVckYy9g9pub2ZguPNxRaIbpLo211buo6W195I9uQjtOzW4vX2mrgO2Uhk2jqWHsQWhjvrdo86/fckn3rtUWIGt2TlbLIA7DssU7+y10bmBzJfpRub9K65Ht1C07qufrIfIz29Jmmb6sq4fFjrXqXlm6MMRp8P2ga+Y5b24h3NOhv6tQuw7Wzl2xeK5LmY0kjB5PznC3D6+JeeaF2Wta7uDD87kvQ2y9XNWvqnul8iGxPYGfLhYf6WUKfIrmSUs5ezZ6gw+pwOGu+PIdvPntbmc7N6l03AKMTYjR4rVu++aWORjfptAfm/t5y5vt45w2swqJpjEflYQzzddP2qx9FWLPxGgloquM1tTTxujkgvrOBzb9Jub8ldOaJtxxeF9Tiq9JvXMC6SRi1DN1WSTy8cjOTZOT/7etXzY/pWwSugEeMCPD6waZzm3L/W13m+x35SgdvsNM+yjnPk658HFtRRVH+d0kmjC75TRwuHjGFE1XRtU4hg9DjWzdSJ4qqLedVqfwd+01snJ3FprZenhsxMO00WJ01fFnpqiGdnaY6KRp4U1+RriM5594tdeZ63C8ewSbeVeF1tA8a5mghmbxvyUrhvSDtVTGNvwmamOPuqLSE+86rt3Y6u+ZyNWhrXeLUwE3kNz8v0fA2XMML6WB/7VwrT8ZTyfzSrVh3SFslW6DFurHwqoDH9vZXTuqyzy8YbLmJe7LGS69lhpyQZI9dPZxf1eDU6kmiq4Gz08sc8TuzJE7Oz6wst/rWtQdcMuke99Nnotb6iss1Tv2+nmd2u9MABHrTJPQGbwyoy1agQym0oG77WfzW+Kga+IXkIi/8A+ffy9Sscscdvi+P0ct/zVH1MJ3/xFx9FuRua+b2XatxIrnV/Jvfn83zVrys//ZqsJ3Ovkt3J+r/u/OWlNSvvvI2Dsudk7WizJKFAykOJuBzHinOFweGy3XxNDnNMNrDh9axbsuZwguU1lqm+W99EAkWdzW11aTebvd8fa4vBZRhxZDvZKhjOWS13bz+irqNIkc7ou3znXWaWjnjNnQm/mhY3wzNYXCI284+CarH604uDeMuyu9SkqPB8QqMjzCI4nC28J0Wb4Jpov4zjNHvOLg7SmriFJJba5tm4gofabyGydZRweRhO7JZH2S7N5wCt5wuhDSZMZp9NbM4nOVO26mggwWOGAyHrvmP4XQ5ddR3+5SUrVz0c05MF7p9/UvH7dYg167D/AAaptMdi8kB97/Od8YuOyLq/8Hzd3xcyfyVr9nzu161vh/fCz6dyfUQMGV1RAHeGdQ+MS7/yTZaXdHz3vGZrhztZbQZhxYXdUhJHJuVty7xWocShpD5PDLx+vI1rW+petk7D8MhMERm3W9j/ABL+F7fWpXM22fMLfJFlFjFqU8qWoZ8jcn+anHEoqsbmIVUUsnxDzBmbm9iCRkghkALoo5PnNutQ4Vh8spcaa3iASPsUPUYVXinvNUHzuDyjvyfzlv7O0tXFBIZZ5Cc/Yvmyt9aDM3BKDk2OQi/p2Ka/A6O/k2ZnZuUk7g1SWUhoTr2cFNGsBVDyQFPHH2eDiy/lLHUiKWnlEuJfobyP71vue2Nmd9mt8XaKFxAYZNPvvhLdSeZ5zfqRUMNwKnyxmkH8nJkc93v7ljrzBHNamLpKfh0e/MpAVnEITDQ1Mf4zJl+tb9fhgmAlpIaX5+ctVRB4fW027kp62nErDyeCA8e9bVPRUO8YacVMrzyZKAGD6WZScGB0o1PN3m9n3fKW6KWmEofFFy4ne30kkaAwaheL23Y9Bzuyo3EKLDoT/HPoM8pl08VZ3MY/Ui7u8ub2VqdUil/yWPg/OaszIgG4fA+FvVp32+bcD13T34VMMpp85d38LgB8q6seH4DSyuOXeA98mbVvs8FpY7iFPhVRJguEu+EsQj7bBmbFTO0+NdzcfUOL2LN+WtPbVatKowij3ElYccipKenHl31HDG35I9agarFNCMKocRrM/wCEkywMf82/GR9FR+0OJU8NUZsY2iDpY+BjhE0uL3dpsLdQy3CHWBPrVe2v2zn6vTy4fUywUY03XEx872+a53NrR3jmvJ9flt/lwvWPumsY+Gaqkrus09FQtmpmU293jnvj4XZuyzvLu9VXCdi6XCaujqDtDhE95fJt4uP0uJp4bt7/AMlMxTG8eippuv7RTRTmLeRwimaaOTs5WZvOd6/krUdimIgQ1MEOFw10kXlI+rRtZxea6N3JwDb5ufcuUU5q/fGpx1yjmxLDsOgocMjwPD42XMWSJ7229IEuFx61H1+LYwPjNrgCfi48HwyKZ/pdp1w361y8TOlPXBGazeeUkrK1sbmZsvF3cGuYWv5qTaF8E1LDUNfuPxscUvpN7LfRb/urfXmj+bPhYa7GqDDp5sQdiBOJDUVNVJ1ys87h04I3cXIX+Ue5RHR/jcFVtXVU08Qio8ZiMUjD3+vSwaTxcha6gZ6jDw2nYynqKiV4HWKaSfOwx20y27+/1KPbUMo4TCMNfRzuIdDUymRskWumW31q2p+ia/lXQYsSODbPR9d8rCTU4LiV/P3PFE5rfO4JLfkqr4ZAMW2Sngf8fFM1zCfULfoBVt6RxTS9HNDiE8FqyqkhqJT+MldHl7Pm3a3VVLZ2oPVIqaMZc0Lqhx9Qa8fpcFisbDEwrVPdtVHvhcjg+b3ZvolegujOYWImsZKrD4ZgztZd1dh/4rz8YNZqjXSTyno6/wBauuzG0dRh2A0GIQHezYTVOEsfF5SGTVzXetZ+Rx/Up1bp4S/StAKLHcKrdyN11h3uzNH/ABVdoak4Jtb1kDcwVf4SP9bN5uv6yu/STTQ4zs5UYthbo5RI1sws3W7Tmb78mn1LnTcQ6zhYmn0h4BJ5PV73Zm+PC2zVrg/Z1/CS6/hGXGp59namD7xxFrqjD2ebHN2poOfZPbHzvUq5g+IVWwVb8GYkJ/gOWXyVTxZ6d7vNc3zm+I7+fqUXs1ikE1sIxCpmbPD8VLHL5YZeKOSP1hub9HeV1CjaNrcItX4bDWzCLdySmVuWfL2Xtjdq2/h3HMuUcn0Lxb217b3BNR5oZmyQS/F5BfO30h4hQlZsts3XSZ6vBaJzz2nNZkc76lWamDFujurE9HvpsDMmesozruM34Rngr7Q1EGI0kdbh8raimlGdkje8f0vUvfS/ZymMVOr6Odk90ZThklJH3vZUnL4d5y81A1XRls/UCWGh2gnjlOa0chbKGW813ZOivGM7PYNjDZjX0bnSytyukZM9hd86x1XKNvujqXBf744M+SsoTrKBfPT+3xHr+tdJrH8oaR1VQbWbCYoC1zqSMcpYj5CQfK9L2HVXvYXpBhxuo+C8Vhio6v8ABy5+B7vRseRcufYXtbiNBhJwepPX8M+L6vVatGb0XdpvjpyVdZeaZsVNvZJpXaeq/Za31rn3weobe9IXBvyVrUoqeqUsVRJnnZHHvXfjH5RmWM4aySMneT9nh4l6WGCoxKOI+Mfu935Lv0rD1+Y099xcn8llvOH6VsjD4vipRIfldhsazmljDTuo7yDsN7LfZ81JRGGGas0ihj3fC57+zm9q1jh08V4qSankkj4Gs87xKccXxGC43Mcjxm/KUd8MYj1jffFF/wAgcTfX4/SUG6MFr5Tr5Pzm5+H3LIMErQX+Tjd9PtLS+G6/8JLvPqaVqz4hWSz76WpmLvkusgsVNgxjIkqJw5j7nLr2fDxTmTbtzaalonNDeJocXaBR9LtI5sLRPSumfYgyB4F/BTdHilJVNG7l3dwAWOeAM3hda1WpK7FZYpXMphYdmLnqomufi8Ds87ZmggE3A4fUrTUTRwAGUluZtxlF/wBCbVMhdDlqWufBIQ42FzfuCxoo9fVVs4tVSyTBnZB81avERfKfa4K5HCqDfeTpai3Fne3zU2Cgglh3UVfW9X4mZLZcuvrWsj7op3B8lyh9p6COSgqq2U55I6dzGeq/f7fWukfc5h3CbTZh35+ajNscEwmDZTFazdSxGOjcwDecJd7+0b6fNWbeRwbvCesfnBZNV43Qx66j0ER1AhxiVvxb91l/OXL5OS7B0Fbn4OxG3x28j3nmty5NNPHtZit8fkX2aK4/jVZH9McXq7K2KZsNPSRwuj645nnzG5KALuskYHOOXK4L1QydDU9XPWLbn6VsqyT4nRfHVU299k7W5HLNBRteMri5B2bwUj+J9vtc+JExXcRx/fVG5hrKk03D2OHL8n1/OWTD460z3icaYcP4TK76lO/c1h8XxUcefL2nt4llfhjw4vjcwtPfdXVNNLiYax0OKEkC5a8aFa9S7HhAGioaTftsABWxHFE0tZVM4gb3Di3RbTXUTIyxsgDL3ItqPesxZVblosWlkOczyM5kEg5issWDV8j77kMHr0Vm3bHxtDXSA3u037kOp3E3EpB7wStdkRtPgwY3ypc33qVggigDWtJeQLXGl0NZlJIbcXv2r2SOY0SZy4tPhdS36jT3JWpm9j75WN+k1NNTAGZt/FbxzLIy+enDtrQ+E4B6b/orJBVb5uZsT8p7LraFBr7XY7LheCCnot78I1RkezJ2mQM7cg9Z5N+Uc3cuZbX48MHb8FYTiNFHvw4zSxxyPkpGOzcXD2r+J1v7bqfxKr+EMfrnu3+4Ej6feR/g4YcrXZnebcuk5a9pccrs1a+c4PAZoaqV8lz5jM3C13cOH7F4Zjvy/TbjxGt514f78VUMNJRyRbumjlkc2bL2mm7bkufxZvHMo/4OOIGfFq7fCER7wPkPG/h/NatY4jBT1W+qPv0j8IewPkxt5ZQn4dVz1M9XWVU+eFsf3wPk+j9Ll712t+ljTJHCCs+EI7RuhDWiInhzWsT+VqoSV8kshkkkc955uJuVnqSXxdZe12aYueNdMt7E/laLVWdU8Oc1udrjnb2RfRZzUzkWJi/2DeytUepSmAYVV4rWNhpcOqa1xOjYRr9fd7VJkiFn6OKXcb/aPEZhDRUkWlxz+Vl9mg9blDsbU7V7YSVEzZy2Wb743Y0ZD/wV8j2PxqppYKbaDEKPBcK3nk6Wl43yO81o9I29tuatVWNnNjMJ6xSgROtu4ouLPI/zu027ieG5+S36XnvzZ9nWKqj04VEMOE4Vg0cViZXScJsI2Nbkbp7z72qk0FPNS4RUYliO9hp5ohDCAO1Ztwf0W962seqZq/HzjGKOfxGPLSDidYW4Pbcj33UbtBirKuKKlj3to92X3OhJaOQ9Wv1rtw061xifJ1FTOpa6Wml1pJ4Whz73DhYOvb3lNwt0NJX1uHSyzQR1F2B9soDgeF4+z8orbqXtbV0jWG8VVR8RI1acrhmH1D8kqQ20wR7MHwbGiDIyd4hlczUtsSbW9x9ykTkosHRti7KSQ7N4s+RtS0uEJLeFwaMw999PqVT20ws4JiRdhhMVJVHJ6XEHat+taNXU194cRtNBW0nk/l/ybuXu/wCK6BR4xsftFs7Bh20Mxoar8aRwZ/Sa7zXD193esz+lpz/DxS1NTDPnkdWAXmbK7KZWjzmO5NPdZyu+B7W1WDTwVgqZn0l8oe1thK3xLfMDeV+TlSNqdmMT2fqS2piJhc/LHVD4lw+d4+patHiLYqiOokh3s7W5HOLuFzfAj2LrancegNnNpcMrKM02JTh15H3kk13mbizcXZbl7uXC7xUJBsxT1BnxfYXE63C5wfKQsPA/Lmbm3cnab6xouRzVMzMVb8F1d96bNc3gsdMzT7CScytWB49jDMTl69Qiarh03gPFxZcvFqz0e8dy830L0/bb/ZdhbG7Y4vgtT1fa/CS6l/5wo4+z89n/AOqteC4rhGLU2fBa6GrzccgZ5vzmnUeHEq9hG1QqqqZr5hUB2ktLMN0+D/R8PZ7Qsb+1au1uxuHuqZsZwIz4VNTfGyUpczJ8r5vf7F0r8qnH+5OraxXo32Xr3751FNSu8IJMjfq1Cy4BsPs5g9dHVUsMklTH8S+d+8a13iB2b+tRmA7ZV2FVEOE7XiO0mlPikfn+jnH7VfHtBe4tYCCNDmXtiYj2wwAG6yB1gkI8UaLrrBHElCU2QPUs2kY91DxeRac/b05rG+ho35s1HAc3Pg5rZJTSVoRFbglAYpJfiOH0+FvuUeMIwQy3+Eyfk5g3KrM5gkaWEx285v8ASUTDiFPK9kMUDeIty53tja5BqNoNnGs8rV5g51gRLrdFO3BKGYzU4knfawa42Ht1UmThsZe5sVO25uXZRa6SWfDGQPrQI3ltszmx59f2IGR1mIVETnMoYo4xc5JHWLj+5alJSTVTS6svR2cDEI5OInvu3vW9U4xTMa1kTXSSSNGWMnL9qfDURmdzahm6qAAQ17swZ67gKq2YmPjDrTzPzfjHX/JTwXnmi4f2CHLXnxChhzCSqjDm8xdYRsqqdJ2GGs2ZmxOCOKSpoo3XfkzOa09uzb2v33UxJjmGw2O/M1+5rVAbbYxQVuyWK0ofLBniID3NFr+HPv5KWgcL85ZNU22qcvK6GPXXf4N8cck2PbzituLM9LiK5G9dY/g6SmGvx0203MPzeZ71ug7FVUdPf4t/0VsWjj+LHyfUo8YpMDd0TC3uAWX4WNuKD6ivVDLZkNRoDHkHcQ7n7lgjpJZJXPlkIYPMaLEppr4XubvWPb4a3ssVRWuc7LETk8U3U1sRiGR72OgkFu9xN0ZaCFoJY9ngXuLQVpxyxODnSuAcOQs43+pYC7evGcua3uAcT+lZxW/u4awDdkMy6DUAn1pW4fKG5hURvvpYmyYMPje1jonkgi93tT48Mt+EBdzBBIstdRlOGAPa4SzNNrOINwm11M18WZsjhu9OLUvTW0FSSc1W23tKY+njjBbUYg4AahjRdZGpE+QQyESOAvYNB5rL1WqlhEjg8A6XLrXWxBJh9O1wY4vB1zWvZDsRhsRuC+2ozO5Ia1m4dLyy7v6V1twYXE0XlfvPo3Wpie0FFhtFLWV0sNPDF23Pfaw8Pnepc9xXpPxWuJbstAYYv88rI2/mN/afyVOyujYviezmzsEcmK4lQ0Rf2BN2nW+TxO/NVGx3pKrZ/vfZuhFJF/zhWR8XzmRfq5lz99IXVEuKYtUGsquck9Qf1VGVO0g6xaGHT5faU7Yx21fKHE559iK2Co1rZap1PvPGWZznZnejfiy/Oaqjt1iDqSkGHU9N1I23csfDwZe12fO7P5Llv7IYpT4x8K4R8QaqlvFvfx0fE3L8rh/NVMxrEqnEqp89W6SScnjke8uc43HO/sXkrHWXRG91lJz4gDg0WFwRbqIcUj73e93t7m+pRq28Lw6rxOujoaGF01RKbMY3mSrpjEBPUaS/JAAVj2Z2ExzHId5EIqSl756jhb9HvK6Ds5snguxlGcZ2kqIDPEPJg/g3fybbeUf6/wDiorGOkiunpppMHw4QQX3cdTL+bq39AXKea0/s8L1bY6Otk9nKYVGNY31h3O0h3MP5LeN3s0us7tvsFo/vLZXBKyWGGK0jKaK0LPO3jh5zvWVzCrdiGN4tv8TqjNKfX+r3D3rcr6+lp43UkcoxCmYfIF7zG1pHfIwWvfx70jivb99ta38JvENpduMSxSGCIy4Y2q1iyeh52VwF7LDJiVQd1XVVVBUGH733kpkb5t+E+d7rXKqmIYtV4hLv5ZiyRjd20MAY1oHc0DkFp5nEWJJ966xGIsVNUw19LJHXT5WRvizSMYGuMTnkuBt3DwT+rYJ1yWSN9Oxj2DMx7y4MbmIcRbtOy65VDUNpIailP4VnD84cQ/QsNNT1EvdaKR+Tebt3a9H2rVbdWK+F0Zhcs+0OzdHB2bFkefhzga/0lZ9s6U03RVDTHQ1Tot18vMeF2XzdGqP2Qpa/E9q4Z7bpuEYWRvB+Nkjdl4fS4r2+Sp3b6rvs7hdCaEXikiZkk7eeNvC13on0vpLx8lsmHSjmu0JqMFqacg76bqvlN55bP5rs2btN4dPDKpYV9NjNHlmlgEIiZvA8cefznbzzvH9iru1tRU1E8Uk0lPOw33c0DC1p8W2PKxv9ai6WV9PLvIpXseBoWOtZe6LdWNdV2F20pqLCTgm0YDwDu4ZZYr54vN3mbmO4LHjWwWB40Jn7K4lTwVsfxlB1pr7+dp3tb7VQ6Spp6mlmgqTuZ/wUvmScXZc232iyyzQwtIqsOcYJYiMhBdvi/LxO5aN9Y+SuX0/7r2R0Uc+FYq5tbSWycLmP5PFrEe8FZN67DzNREncmW/kz6LuF35y6pPS7P7VUTa9tRDmhbu6nrPBx8PxnonN3qhbYbOT4f98tNx2JLeY70XfsSl0mcZqnEBiFLQilxkUdRFmk8p3vd5u89mXnoS45rK4bIbXYhQTmnxGh3UsfkpY/H5vg3i9nEuQcTXNex2VzdQVbMKxOCo3UFQ65+Mljjid5sbWtc2RurbZb+C6Xr9Rp1WugwbaPCoqCezWS5Y4Zf1c3ou4XZT35fG6q+yW0eN4FtLT7K7QjyBywU8hHyjkcD5wdy948Fo7DYl8IYvC2nMO8v/lMf4XK7i4T2S1vFbvUr0xxZcKgqDYuhIkY8eZxeafqXl4rfS5+ns9w6OfRWO2qx4ZVdew2kr3Nc19VTsnIPdmF1lX1HEo5Isgtt3WQPVqoC9kyRw84lPcCfUm5fHVWZwRVeI5jpfzuD4trrjx9JRU8UeHVwMsLJc/a+V3X+UrWQO8fR7kwxxOy54mHLy05LUWj7CtQSxHeybnd9rI/tZXeHzsxUTWb7e2ffP8A2zBXpkMUcfDFHp4NTmQw244Rpr2VNVQqffNcDBG7MebmMWRkOKtElo6zKebi1Xqw7gMjfRCXP2WZvNzK90xQwK4RP3klRGx3azOLcy15WZHZSb/rK37STSdUyBhcXmxIHZCrO93nxu70vkb6S0zjU7P9uSjtp5IosAqZZR1j0GP8519HKSIzLXxiD+8Vddsm7FLJx7su7lmWvu5QCn3WLwT7Lwa6GyLqXQJVy/3zw78HZtR8q97arlr+a6X/AAf/APDWIn/o7b+l2+71LrQdZdzR7jdZqqdknKKJvF2m6LFmI7jxepemGShqRzbBbuH07pjZ8Lgz6TVISNpohu3dWDf5TiWcxMQSFIT9Vl+Kjp/yyz+ataalmhymVvC7vbr+qimwTSw9h1gU6WWWo7ctmec3RI2CWbXJlLfNWKSMs4XorZvTRUXxcm84sj/2rV/t85KXaetNv9aIX1J7W3Nh42TfWo3aWu+CNnMRxE/5PC4s+d5v5yDlWO1Dsc2+xGsJMtFTHcQC+YcOmb9Zy1cVxqloJdyLSSejyA+d4LDhRNDgET9Zqic7zd+n8p3yRw6qs18m8rpOPeW7TvSd3lYtbrGs5rbr6zE8VJEcM0hHNrPi2+z+tR1n37TLjtetZWVlVCA2KaRjfBv7VgIv3i/cuE3dFi6OoHSbSGtlFosPZJVynuGXkfrWnjVTTVTnOp4NzvjeX/7bW+7VZqPFWYfsvV4fT6VmIPY2oePNibzb9IqBPOykDLFHnuXENY3tOPcu+9GuA0Gw2w8u0eKWZWVMbZHSP/Atd2Ivtu7+pcT2YpYsQ2iwzDpexUVbGv8Am967X0lNmloxRzRWgz9ZDN5xTOb2GO9AX+cvL8j9Wcf5WPyo9fVVG1ePnEcRPkIZMkUfp+i3w05u/qVV2hng3giEELQWZ94M3nedz7x9WZZ8cxCbDahlJQS7rdRhjgfVzt6sxdZQ9bc7nvJi3n5XE79y9dYmPYlNooIKBtI2E5ZGOd5RmuduXSX6XNV46m/NSGL09RA2mbK4hkkbTldrkdl1b+zKo9JAkSoUQrXOZI2RhIc03FlNsnq6lwpqMyzR1HxcDPT7W7Hymlzre0qGiY+SojgjY5z5DlaGi5J7tF2HB9jG7KYKKvGHXxSUXfGDwU/yXZdez2rejkHNZm3USVCYNjsIp8Pb5aoIdJJL5s9S5vZd38uyO/Kqzt7VCGkiNRU/fseUx9n43tO4eWXuUPW7QuhrOujEOsH4wQjKeF3nOc3su7JsOXf3qDfT4hjdZ8IVB8h+MP8AR9ungudOP7tFEEPwT8J4iTNc5KWm7HpZs2XsjtaLU380A64MKpN1/oHZfrupB0QdSHDjVl9NHJd9xcwSeIb3x+IHJY8NlIzUTqylfTmSzpieyfSA9HwJXoZaUUcOKT7qjjbBL6Ljo93yf2NWzBMWbKTQunLXCsaIyefLiWlURxGcyUzXRP5WB1a75Pq8O9Pqajr/APH6gS7n/vPyftKyJvZ3Ea/rEM9APvz4uaI5fvyHN6LtM3j9avGFVNBjoqNnqjBp8MfFFkB3mdhb2t253qDrt9S5rSsO4didRLPTvJDKdsfKVw0Ib6h+7xV86PqupM0lfV0D4GFvV8zOeUaku9R/d5ocsclcHM8XpJcOxKoopm2fDKYz7lt7M64tv7eQpeOSTx+j51/BO2unjxDaWtqqWUyxyykNA7lZ9jMFoIWy0+LXIIvU7rtwZfwebznnwHY5nvW6yJLY7Zyoh2g+G6cijwrrLDu5M2++MaN3l83ictTpHg6zisGHCpJrJZZqipkBdkjY53kw5vqDWqYxna3DcHo4aXBCTWmLd/fOZrY+LNxZraevvyrl9TWTmaZxq5ppJJS57zw3d4rnTzeLfhV12UxvaXZ28MjBiNKQ0CKSTsgeieY07uXqVsw3pJwueq6lilFLhMvD6Lma+Lu72rmmBRVFuvTTzdU3cme8nFw81n2Dwn7qtrwasnqg8vV/Na7hZ9LhC9cTafUMQ702RsjGyR2kje1ro3tGha7sp10NAa0NaLAaAeiiy66F0QkN05oB71Z8skOqbr4peRAzD2IfYA8j6lAa+KQn1IbYgaH2Iyak8XsUmo0K3FKKl0AlMnFwa5frWt1vEasxdUEok/DZ2DLlI0ClTG3MX5Gl55ucLpz2ufze7lZWPAS148kw82z/AOctP4Hwsl2amzZuevNb2RJ3W7DvNd4J2GE0VI22SnjHm6tWvtDHTybPYnS79vl6WRvNrXcvBZJsPp6gtNTvJsnZDncI9zVEbY0VHS7L4jLFR0byIHZt6XBob32I5P8AD3qyPPwFiR4FZLLG7Q6J114cdNNeurfwe6MTVOLy/wAhH5+VrnXXKXrr3QLh8stBidVFH23tbzW+PxbSXUJ5BTTeSiDPN7ZckFZUX43vf84cLkvUd3DvJJcn6yxRTyQfFi69LLLUV5nYA+Nn0XFauQvdcAfSctvrUErPviKQn5DgtaTcl/kgbeD3Lehv5SkqDlvY5t17Xj+35qjWxudKI23Ln6ALf+DJAPKSMjf9ag2agiXd2NTIfmNyu9a0p5d4d0anyfn8Ad7+FY+pu/zmmb/2qwZbIMr+q28m2Q+0hYg4sPBYe1GV3ddPjje/kxzj81ZCWzjt5nZlQOmqtliweiwKltJUYhPnI793H/vfoXSRQ1TonvEVi2MnL2s3DysuC4RihxqsxLEsSO9xB7mBptoyMZuFvh3LMq2advV6KO/OJgaqNVnLWyetzir6+MSButgHXt4qh17m9ZkbHdzA4hryLX9yxysUs10J7WuDcxbkb4nvTFwdNJ3pU7e6Wt9nF9aag3sFl6tjWH1Z7ENVG4/lLvG374p65scu6JzMaNeFmY8K89A6ixsbrruDVI2r2TbUVB3s9HF1Ov14+H4mVvt5e1q4ckdbVt+FhRekCnYMSZXSU76OrqMwqKZ787mua4tzX9dvsUNOSKejcOYY5n5Lj+9S+1uBVFDi7GQzOrKarOaF54rki4bf1f8AFaNDkfRS4TUt3dRnDojJw2dfVpPcCvRvZLQXHsSGJthe6LJOeOb52VrRb1WaFF9yltnKgUEk4qQIp3syRSSR5xF6V2+sae9JWU+H1FVfCDrx3jP/ANv0m/b7VufLSJTqemnqaiOnponSyyHK1rRckp8NPNPUspoY3SSvfka0DUldJtT9HeEjq7eu47WRbyS8X8Xb2W5W+aO1xd/Cue4y16PDotg6WGartUbQVfk6cGXJ1Mec5ru93d3LS2v2me62H0ZMWGR9jd8b5czc2beO1aT9ah9sH5mU5xB3WMal8pUy34o83Za70uH6uShqqeacRX/B5fi+FrW+wJFRsHEhDPvcOgFH6BYbvafAHuWyKr4QpOra0U/4TXgkb2svyNdbcvYoYrewDDK3GcSZSUcL3km8jhyY3vcVfQkKejdS0z56iWeCojdpHu7EN9uZt/Vl7vDkslPT/DFeYqLDJKkPb8bFFZwd7AdfpH6uas2K0+zmzjRFjOI1mLT/AIKhEvYb5u8/t7lpf3Ra2UxUeFYfh2ER9iM2dla39H5qzN7X/bDTHhfRvjE818RqqWhi77vzu+oafapNuz2B4KZgIm1x/wA6rjkpo/mxtdeT+2qq2IYjilRiE0WN1E0kTuyYZbMHsb5ygnMfGbZ3Hd5rAlIowu/wjh01TMYKb4Ulh8nHLKNzD6Tt3G3sN9Z+c49ywuxHGdoP73UJ6hR9+77PncLXc3e7nxKMbYU4gA8hR028qv5R7srv05U7AKufEtpTIH7oAZYxz3bR2Q3wsriimjgw5xr6Fs05EdnSHg+S23tdy+a7wU47aKfB8Ith4vO4XqqqMeRgzfgY83ad4u7z42utPaWvbhlG/BWCSaWaRstfJL2ph5uXwVcxzFZ8TqGgtbDSwtDaanYAGxAfpPr5+tWfLTRkc+SV8sry9zzckpiybuVurkokiGjkxjVrwOKWbZswzWvJG5kYHo+kfeovZutxTBcQbU4XNkqwxxfERdkjW6ua7xFtU/ZyItxIx3Nm/wBE/o5+5SW0NGJMOmmhjvML2N/S5rvHliLY7XhVczE8Lo8TgFmVULZW/t/OWyjYtsFZsfhFZNyqKOMacPZb2fzVNdWoefBxdlv+6ujSFsiym301E+xLQ0kXBaFF1cTYHbsZj33KDDm9SZd1rhrreKUOF7lr7d+izg0Y0Ecz9O8opjZH3s6zh3XQ6QAcengEjjHa7bj1Jt/BGA11xcNKA4nTLZFnZM+VwakGvjZGji197kC3qS2aRYhbVLh75GbxsoDPHvWyMNaRxzEt8baqyIv3fatPH4MMmwCt65hk1fHYv6p502XVobbW6szKKBl9Dxc1obVyDBtn63EodzD1Mb7ykbn52hvZ5ttmOXVZsPKE1t67KzIbnTwS6+kmyO3krn3u5xJS6+ivLimv5uXVP4OhnnxvEILkQ9T3n0s9vtXK3cyuldAfWW41issW8bG2Bt3s812bT9q3x+8Jd5jpQDI6I5nHveeafETZuaNseXnkGh/eotrqmqbG10jbH0Tr/Wn2q4XOZmk05Ecv6l6kbBo6aS8lu38rK5rvBaraBoeWSm9z3aFZ95iNt4PpNclp5a2R15qTeADn2XIrOynijiIhZxEWu7iWKakllh/jUnpcVsub1rJA+rBs2AxNB7+JbIN+7REaMGHGNwc18YPiWrYZAGkvldE8nS4anNiYwggvcT3FycxoZcZdL35oFa5rLtDWjTnZIXNjYCcpaPUnaHkgGwAcBr4hZFZ6RNoxs9slV1zP4y8bml4cvlXcj7u19FcT2bw2ajoWzTiz5NSrr01VAxTHaTBPjeq5ZJPOa+V7rfo/aoDaeZ8FE+SKzWwj+3/Bc2eSyvbTV+4p5YITaWT6WRv73KvGnNOICbn/AEeX9b0rfUpClnoq7Et9WwH4t3zXu83RamL1ANVp5HdDd7v0OLst+V4lZtGtVjGpXziofn7EPdH6Kfh0lOze76PPdvD6lrnmkXJSefdKl826dVf0f1VFG6As6/aZm+2ykNncZrcDxJlXSPGQi0sThdsrfRPqWlunGiz37Em7+y6xHeWZ35fsCujtmHVmz222Emjo5o6Osk1NJJ5M3A13R/dr4qhdIOz2K4ZVRZ6F8VLDGyMTDygBB0znuP2Kntc5rg5riCO8FXHC+kDaCjpuoVAGI0ffHWdrL8l/O3tzLFeOa/dd1WZq5s0DWOp4xK0W3re072+K1WkhwsbFW6q+43HKsdX32CVB7vwP5XmqJ2k2crMFnBki38PMSD826sTqLL0XQCfad1RXWmno6R8sW88bLb2hqZXUWHY1i/FVV1OBvI478Dey3KdBa5zA87jwVQ2OxUYLjkWJE3DNJB87tK3bcUDoqXrTSZ9nqvWOUcfUz6PzczuH6lY8ESpL6DrTi/DaqGsv5pdkf9TlpSRGBxY9hzDta8lJVeDdXs6mqd954t2+Lzsvo+sLBNUGYCKaO0zex8r2lXER66fs5PNsp0XVGMwUw69iUjRHL+LZxNa79Y/SXMDrcH3K+7OY3g9Vsl9ymM1G5h7qr8W/Nmb9H/eWbeRRHuc95e4kuJ1JWWWoqJYdzJJmY3sC3JTO1OzNdgeSdzoqmil+JqY3Xa79yr2qseVT2CRR1tEaBmd8zoy+K5tZw1K0auEyUAqyC6eCQ08pA11Fw73DRLs2SzFopbuJiD3n1ggAD61uVTZI3YzM0FsbnC7H6C9xc+7VXTG3hr2VVCZxMxr5YBBURv5kt1z/AFWWhhTBh+JytqnMjvG6IOBuLu4gQoxuaBwY1/aZmuPC5CSEgESl4cWOuATzFjf7bLWJC07cURqhFjVPvZ4hG1s7T2ovRzKoq17ObR01PU5Xia0ua9+Ptebl85vesu02zlEab4bwU/ev4WPtNy+kz1erzVnMVU93J1XrFuDNk96xp1+7uT/JdX9ef81BsYdVS0lbFOfiirbiR67gspgP4P8AL78qqEFPLUOijOkSu+HwQQUbYoOwB38/eu3H5nHO8Lp0KY7PXbEdRP8AkFQ5n0XXLcv5TgrlfMVzHofPU8fxjDvwUkMb8n0tHD5vZXTOS6Q22qaqkiBYTdgPnC5+tZpsQhlBvTBzm6AvNwSo7VLoqwyvqqk3Odov5tliJJN3c/UjVJpa4OqNlBuLWSag3sl9QSE6Izp17i10lyOSaxp5C5WTI8C7mH6kaZqermhbZpy+pZfhOpvzYfVZaR0KAT3ojddXzHP5QcXJV/buokk2Kxlkr94w0b7tzWvopTsrQ2iihl2er2VO8ERgkDywXdbKeQUkq80M9lismvimCwcbG+qff1Lya0xf0l1v+DbCJMSxyc/E9XjZr6TnHi19HVck/eusdEsUY2ZkmERG8qnfYB+8rtxV0df61hcM38aj3mf082VykIHRuj3sbxJvBcuHeufKXwLF/g8dWli3kT/ymf0l6erK2/2ypD/YKvfdN5fyVH5Li7fad4O0W/QY2KumJjiAs/Kzj7TvDs6LPUSQe1O4Sq0dsKAEgjl/KjtfkrZp9rcClsJa3ITz0Onvy2TE1Oej/NWl16O7+rxvqsnb3GuVRu02P4JTUhikxzqx52pzeVw9Q5rmWObbYjRw7vAqfqXVf4xvZN8+f5zGizPqKk3rX3Ku1ty6iNzNdbZuS0cexSlwXCJsVrmTSU1PxPbFqT4ad3zu73rnOwfSTs7XVAGNzzYdiJ4Hvk4qd/v7vY7hb6St+3OIYU7YfF6iR0NZSdTdqPP7m5e691Yz7K5HhWIuxvFqzFqg3qHzGSU8wLmzR7o7/WsW3H+CpIr2F2/khaXRtq2uPn7xvPtZdVl2vqaeQ9WkeHZDvJQNc2ugF1z1nEJT4fHI0SiR7I3DR7Ham3ZyqCfG+MnMe+w9ak6rE4n0Rh6uxkjub43aG3azf7qiibrnZsiEIXMCEIQbVMfvaX6P7eJapve1/WlKRSAIQhAqsmzuIGdrsMrzeKSPJHf5vZ9irSew5r62srHgYuQ9V1b9hdoYaCq6licx+C6rhlaewC7znD0fS71Um80SctEzRc9sMH6gIZKW0QppLxWk4jld+nijPhZ12960usQYoyjxB8LM8cmSs4fk3v8ApVprp6c9HeCVFR2j/Njc37XfrKg4fiApsLrqdz37ypjyjh/CZrfq3WaW0RzrZzblfRGltUAWCFcE/sltDJhJ6pUffGG1d21FMdRZ2mYX5OHiFpnDKl1XVQizW08js77/ACuFRrTZwI5hZppn1E0k1RZ8kjy8uGmp7yrMJqf69BhlLuKMCPT4zh3+b28h+t8lV+snlqpS97rDk1o5AeCxFIopLJbJU6w/Hbu/5vtVDM1irNszX7nBMWEx8lFT6R+bx34frVayBZjPuKbcfjcu8+a3s/vQYIWve4NaLlxWeSKOGWRjjxNF/pJkcoika8DkPtTHuzvLnnicUlI8MjpZJJC4kl5PPvV4wrrXwfF1z47vvz96pcOajr2OfZpjNyr1RVEVfA2eM7xpGv8AbuXbi8sX8JLZifqO22EEfFV0nUajzuFzuH8krszsLjBt5T5TvSXn3FX1TI46iizsqaF4qIpW+aQu+7GTwzbIYdWwz1dW6pp9+ZJ5MzuLV2vyeIWbwtXUrDKMNY5xtKB7UNwyENJfd/sW1NHvNd5b5LWhZxmGiLjVFHSAkvhYBbXMtN7KC5bDTufY82uspN7WuaRI1zvUFginp2OLWxNie0aFzUVGCkfLL5KF0bDzzuut9lJSwhrdyC8dw71jjxIEP6yWjXhyN5rUrK2R8jTA50bR3kc1dG6a8Q6SwgfzvesRqqmqhk8pFHH+stGWSSSTt53/ACtVV8b2xwjDH7p029mDnMdCzthw5iyumrIePs/UsUdTSyGXJV0xMXxgErfJ/O10XG8e6QcaxVrqSmbLSQEZfJvyyX9reSorJJIiQx7o7nVzDZx964zcir1AHsPlA9ssfpiRuX61GbU1sMWyWJyh0VQxlLJnZn7Vxay4Rs5jc2DTSOjZvY5W2fG52h8LeCth2lwvFMEmhvuqqSnczdycLc2XuPJXtp1c577jS6yWSWtZOXnaMkXX+jaIQ7NR/fgkjkfnYz8U7L2f53vXIXrqnRcY5dmRuoqcbuqdnz8TnusNbrvwT+uElbDW0V7GpY08uazRujflbHuiTwts6902zSCQxhzeDVtUEVBvvv7eR/LhtwuXpRqVEEri6nMssd9DZ1rLTZhjWZmsq6lrT3NfZWDFaoSeRFT1yPhyVD4csnsv6Kj8nr/OVETV0WG0lM+pq5nRRMF3uLuQVMxXHN7cUQ+D8PH4eo+Ne35DFKbVQzjahk08U0tFGI+qP8xkhzF3vVJrp9+TNOBNr8ZUyZ3/AJv6F573RlkxIkeQqOqCXLnqe3N/2jufuC1jB/eo1+aczGXyvZ1+d3tusH3v1UkVHlvi/wD9W+ks+Fwb/DcXluT5P9XVcd1pEmAc4eX535KmaTaTE4tnq3ZynJNHWSwv3XzfR9vf81qhR4qx7C0InxHrp/yb8+91mskrXgGFjC8NFIB5U+Un+d/uqpbdRU7MTyxSF07xvJgdcuugFld6+p6pTTVZa6RsUTnFjfOXK6+qkrat9VMbyyG7j3LtyTmM1hhQhC4NhCEIBCEIBCEIBCEIC+iW+iS2iW2iBDySXTiNEltEiRP7R4l1ijocPp6nfQQxfzW8P19ygZDGD5N+ceNkiO5P2gQhCBdNEgGiUttc+BskcLFADmhIb/UnZefqF1Ah1SJeaOSoUaapScyahApTTzSoQBueWqlMBxOSjduoYHPb6A7Si/YpDDcTko27ttOx9+bz2lYLLXLiEUuG1UsUcrt00teMvJ1uS6t0Y1M0PR/gcIOgg7u1xSEhq5Lhs9HXMmhh+LMfY7Lr/s/rVq6FcQmzVWy85tu5LxXPnHQ/8F6Y/wAyrnX1LsFOauSnk31h+Lz9pvt9S1vhCqEu73Uefx7Wb2LOKJjtKqV8tuettFr11VS7ndUo1/Ja1VpjNfW/72XiTJjWSR+Vz5MvCtZzidbv+tEzocskslbHG/tOZKcjsv0kTToYjLoLtPa7KbiU1HhtIZa+pEMoZn3NrvLfSt5vtdlXO9qOkmaiqTBs6f5PrknpedlH9Jc5rqnEq+tmra7EZqjfuvNNIbvefbzt71m1+rS9bUdIQ1goZ/8AYZsrPp8yfm5W/KcqA74RqnEk7mKWXeEnn9H+pK1tDAbNa6c+AH9v2q17ObLYziMZmMPwfC8duo4nP+jz/VXG15zby6cPByc14rx11XcLpgL7io1/C3/N+bdV9/ad7QrBRDLjbx5WXyZZ8rh0Vek7R9qWhgiewaJhSh2iwEun3TE9A0c9V03onmm6r1L8DJv5j6WYOYBZ3doVzE8l1DogLRs9VzXFxUcd+zbIF14fFtSV45EZvDVJ3C3joqztNtZBQ/xIxVXjJ2oh7B5+X5PD8pVfEdrMUwrExNBWdajlga+QT8TX+ifUvRN8R07K/wBFYcRngood5WTxRx88z+Hi9HxJ+S1U4bdvnw0GCjjpqixzyPOaNvsHMn1KnVmN1lRUySv3hmacrpnnj/KOjPmtWZ5PGC2bXY4MRpZsOp6CbdfGc+PhdwyZfwbeLv1Kp09OKZsAxCPqYL73Hbe31FbOE4PVy10dZE6o4eJ00mh+s6rFi4dLjEAxGXPFkvc9lrfUuM/qZizQjNNBUOuxxDTYNv3+tSezL43YnWQROaxs0eXdPFidLH2c1Iw4FNV7NVGIOpYoaUyZYZXnykr72uPHl+ao3B6aJ+J5aid5u3KX2sW6/Z/vLNf9Xbkp0/j+5ARaPMZ7irbshBPTtmrpvJUnbf6WVvZ09/P1KtU9OJq2KDuv/OV12lvBszuYBrnaw/lf1JSHKyFxLG5sZoJ4TeOFnxcEEebfe3wy8/cq7L5P+3YVhp5hhWze/wBwN7XSZPoj+v8AQq7Md4b8v2pM60ahCFhQhCEAhCEAhCEAhCEAhCz0lpaqGE8pDc/0VJWGzh+FVNVZ7mAQgXvI/Lf2IxbDZ6DdOkp3shkuGuDszH+Nip91XQdekp65reoOERYALFzB4DmLO5haVPJFV4fiFNFOW0lK6R8TJNTxcrd4s5ej6cCvnn/bLl81K1jnODW6k8gEwckLzhLa2S9yEqIyxPG5MbafeyOFmnmWn1DxUtTYBLMCHzkPZbeBrQcl+VyorDzlr45CTYHhPrtzKn4mVTqr70psxbJ5RpYTYW5E/vXStWkZW4XU0OY6SsvfOBpb1rSe6PI3MzKbdod58FZ8dlbQ08cE4OaR5L4wNcmXsn3qtsijfRzvHCQ8kX5ctT6tEtH2SWshAQsIEIQgEIQgEo5pEXQbuH1FVT1HkmzE+HmfUrHFUHDq6n2ipiRuiI5o5M35vyeFV3CKnq895hIR4ef9St2HVtFirJQPi7ZHx9nhPnftXekudoduozPidJDiMPlOsDt5/wB60NpMSoNmqM1GOVcNKfMhDs0snsZzH5rVx+l2t2pw/ADhlNiPUqeI7uSSL47M35X4PhUFiE1bVz70Omnld8ZPMbvf7Sr3xtctpekDGOtE4aepQfi/jnyZvS7m+761Un4ljeI3vUn8Z8b6Xa4vN9y0amCGEeXnP+0/T4q+9FuB0OM009ZVRbzcyCNkVzktlHMDmV578sUjZej4vxrfKv0r7Uinp6KmmhjqBJJLJe/c0a6Lcr4zHE3LTtAikNmt5DXVTPSi2N22VFDTxRsjjbHmyaAaBReIwyg1DGOLhvjkZ4XeO9b4rdq6x8rh/wAPy24vwybDYtTUu0vWMRqGwwsa52YjuvyV8i20ZWCJmBUc2JVR0dJu3R04d6ydVRejnD6Ko2qqKasputxiBz8nys3JdWranCcHpYjW1VHQ7ryjIxl+xnNeHn/f62X6b+kdq/Fi1rxWv+n/AOhySATQY5PHWC0xztkjj9LN2fYqtUNtPL8936VcK6oFRtDNXwW3LpZpB5RvAx2Vzd47u85VSvGWaQj03L2eZjfu/K2pWlprHpqnuSsvyHei+vJPhAtc9ygZ3p6ZbVPQM5a2XR9hIaas2SnpqKFprKmnq4zrxkhrcrfZxrnNllpny07w+KRzXDUEG1la2xPaYZuQZR8HmOJvOOTN5PzXZW+d71lDYNosUANNuBDF39rI3s/OPdZSmzvVoMJ+EKmovNN8Zf53q11WnU4yJ6atdTDc2O7835XF831LozW2pWmwoASxd0nBfzezbktOqnw/B7UopuvVx5eT/J/tqtjAsMnx+l3+JV8sVA0ZBBT8Ofu5/wD7KPmpRBBhGImWR8grWxuzvzWt/wAVm14t6dP8LekRNvul6rAscEcWKYpKynDXgigcberX+v61X8aY4YjE7KGkh2g5BdY2jpyNnayoEZqCGlxnmPGQH20/tZcgxGtinxOEBkjWxOsS4WB1XPg5p5K+Xu/qfwqfF5cpGx1/+S34TiGHf3OYaBx39RLE8RxRxuzx8Tv6PNVVkUrKreQ5WxslyHXNz7rKUZT9YqZctTDRj8JEO39KTzVqmOKKuqYdQN7E4a25jlfxXSnHkS83yPlW5+vb+MRH/ZXpriWUmQtySEejr4WV+w2dtZgYlrbRRSU7t96Xr/RdUKvaW18ge4Bhffx71M4sTTbOw7+++l+L+QztcPyuzmTj/TrzSiMVn3xigg/ikWbd9rvdq5aadUSumcNbNHIeCYuc+WwhCFQIQhAIQhAIQhAIQhAIBLXAjQg6IQoJafHqipjZHX00FQ5uYb0s4xfXmtafEJpIZIoA2CN1musBdzfb7VhiETi9oifK/LoGmw9tueiwt3Qi1il3l9HA8NvWFvbBEIQsgQhCDZpphuOqy/F+KlKPFZIqeOKjxGsgy6k7y9neLdNFBlIlbYHyODpnlrnObfQu52TEJQphpEIQqBCEIBCEIBIlQgcAXR2HIrdYfgzE4C06U9s/zuT1qRv3cjHd2ic5+8mdIe8laqqdxkx0+K5w0vNQRxd3ErljuyAwXBpsVnxGaqqgWNjIGSO7iAbg87X77KmYw59Th2HShuQXHF7F0naimqRshWOxGpNdOXQ2PmRsu3hbH5vv1XP5Fpiax+X0v6fw8VuPlv8AiN/2crxINdPq3s9n6v6l0bojomTYNVueZcoqBdrXWBvG3n4qgYnnE3YHlPi/yf6ipLC9pMXoMIOG4PB1cz/xmX6OXh9Hhypzcc3jw5f075PFwcm8vpJ9J8DGbRxPDmu0jBAdqcoCjsRdE+N7I53ZjKS1p0vdw0utFtHUyPkq8VnN2HUPPEbFZ3VEMlI6pDd63Mct+/XRdeKvWsQ8nzeePkctuWPujeu4lQYhM+iifRVEoOYh93EOHeQs7Kexa/EQ/NMLPcbF5t3rHSPeK0OEkUcbiDMQeF7rdkLYlopeuV9WaZ3V36hxflYLjlY6rWONreMbYhp4AGtpo5HMsGBwzkC983gq5icQdibo4/Ol115klTtHSNbJYHK6NxYGBxcCALqHxhgjr+2XAnNcDlf2KWZqj5WFkr2k9nRAPIJ8xvNKddddUxht3Ln7dICesd09RTGm5ddOkLsrbJHDU2Tw9rWtuFYJTmGQvq2YRSBzWySuMcRLeEEutdbm0sHUKCooAI2uje0OcxvMi4LlqbOVDqc4fXkxtjppnvJe7iAzXATMfrZK2plq7NDcvG4O1IcSeSvad/s314/p/wDNq9bBWGzFLAYPjR/GJMvZ34DsqrOOWHwdBew61+XxG32LfwfagYbs3Qsp8O308X4SWTg+Mc5rW/ldyhKzPiLmddGQxvc8GM2Bu4nQ+9cuOk1md+73/M5qWpxxSdmroW22I4dS4PWU1bibqmpcx2VkGrQc9/r9uq5HWTtqMRb5KR1yDl5317wpWR8ErxHFK+pkaDwQi/1paSnxGCV1QGxUJc38ILuPuXTj4I4q+Hn+b87k+Xy9rRkN3Dqaodh8URhFPG6VzzlbkcRfk4nkkhgZ8KvqN5C9r33cM2bkOWi0qmpE7hJNLPVZSGl0hLLu77ju9622TUFGS6Gwa4l7mZM1j6z3j2Ltu4+fNf8AqhcejDcWlAOjpGfzVYtsBu9nhG0XBkYPqDlA7QWfjbi0tyWY8e/LdWvGooZtn3mU8sjx77qV/VEtfxq58hKeaRcnQIQhAIQhAIQhAIQhAIQhALdw2Dey0se+8pUTtYfkN/etOy2KWotAIgJRGJG5zH+t7Vai0Yc2UYo7D6KvZhYhja/XhfV34u04fZy4VA4zklLKtgYN5dpyCw0t3e9Trcaw/EKQdfp6PfQ5hvZI9fSzbv8ArVfxispp91TUcQZTw3yekb+l69F0vCo6yVLbRIuKBCEKgW/HSO3G6lmiZfsNAcXyfNGXVakEeZwLtW35K8bNiUsxOehyz1ssjt1IfwbG+j8riv8ARW+ONkVmowTEIBMW09/9J/R/eoogg2OhV8wiDEIKzcPIj3kb73zfOjdxa6HMbn0rKq7TgfdBVPAaM2UkAWF7Ba5Kda6swjSkQhckCEIQCEIQCEIQCy03f/bw7KxJ4/8A1TTFlDsmy1I6bmJLx/RcsmM7U4pjwtWTiGlHF1eD0vS9ZUaOLDYoZq2L/R+h8q6zUlF3Nor2zbyoefH0WrUxEzEz7hacl+OlqUn9NjKt0U0Zkle7MSHMDx38uXJOw5wqIZwyne5xyNiyM861766LDiDHirp8r2Ou0Djj9f280tVWV8l4p5vJtbmDYhYW5cgt9sYr5htB9TSvjhrd2JshMZfHY8rchotWpEkNCBvMj2m4t7bp8TWPgpCyQu8q8Eu59m6dibR1SQ833FrC+l1GN8tqqrXMxQ0mFU0bXvDAHAZiTl5rDtFQYnTmnmxkuDKoOLcju7lqE/AiG7UxTsc0BjGAbzQ3yhXLpHh32F0FNut9P1aV8bgbd4K5cl8vFX0vifFpyfGvzT7U6lpaYxNbG6RsHE4tboHcIvf6lG7RRtiEAhAF2209RJ/at2gqQxzmvAa1rcrAe8gkFa20ssUsMJjLubgdNBwhdbesfPr5v2lYavDmYhSQXpwJoqaL43N6PDxN1/SqnjFPHSYnNTM8zLf8kK2T1MPVAJifJUrJPi/5N3Dm81VnabXGnnxhi/UCl0qixzT7pg5p9lh0MelHxWT7Uj1uYewSxVcRs20Dn5/Rsg2cNp+tUkrvNjk7Xetikpx1a3V5pz4diHh87M5a+F1HVsLkf50knb7lN/c7PCDMcR8pumSedbymV2X85XvETkt8fBe9bWpG4j/L1Ayif3RR/F/KdI79i09/GJHbyhE9Uw2L6iZzvsU5uRBUW3Po8e8a1uX61F0mGQ11bWyOvHZw3Y55+LL7lu8458U9zgNoJ8MrX0rRBR0espjG6yZvN8brfpHfC+PUUFf8TUwxbyT28Obw5u10VqkoD8G7WinppxQlsMe9ly5/J5e03nm/pKi0LpxPFFBD5UNBj+dr+xcq8naJe75Hxv8ADclYz3/94QtqW4jUx55HsFyLMy3HiPH3qSfTyVGEOiijjlfZoa4aZWn1nv8AYs1PRV75IJqxpmhq6bfXB4tRyuFo0s29jpGtrHhrQW9nMAQeR8F0pPt4ueuf2Re0EAiqY2tJzdXjv7RaysOLy9Y2QjfG6xLmMJ9nNQe1QvUwzB9w7g+z9i2sZqoo9l6OiiF5HgS3961XxWXP+FVe70IQuTqEIQiBCEIBCEIBCEIBCE5AJwkHn9lY0KYMuc34/iliQhUCEIQCEIQZoXiI5hqfBbEWJPie5zIy0nk8OLC32ZVpFIrEiTjxzEWRGNktr9p9rud7T2io9znOe573lznaklNCVZmdXyQhIlukRAhCFQIQhAIQhBkpIRJVRx3tne1pPqK2MRp2wz7lg0DyC3xAWGlfui2bnY2A8Fle4lxleblx0V1i0Nuup93iLqKHyV3j851g26tu0ezv3P4jhhw+pJ63E/rIPDYtDc30eJyrck29x5g59YMH0OyV0vpFFpKD+UZUf+Gud+Sa8lY/L6fFx1t8Pn5J916/+XMm2f1IjlcfUOak9nKGCRsTq5xp4ZJnZJexexboDz7lDYMS7EQ15zsbbLc3GqvGzeGw1WzNPvLGR1UYXPcy7g69+fIBOW2RDn/T+Hvy2VGOFtLWQ097MZUOLTmsTo23t5JMZc2OOzg7O4XYGjT3rd2xaGYnOWA7yKrIFhc2AUTW1UFVSNlJyvzN1Ls2UaeHI+pda27REvLy8XS9qf8ACWiq2w1AkLTmLgSLchkb/WpTanF6iqrKLLG6lMYDGuBvdrhY/oUC3dvLgHlzJBa/gbKSxqlrI8Kjqn1DKiIVO6YGHUZWgm/1rFqxNodeK144rxHphip2TTWffRu8a4Hvzf8AFYcWLtxuIXEQMabnLYXsslLOWxslje0ERlpB7lrYjPLODmcN206uHeF19w88/uT7C1zKilFSYpOoRZC5p4/JEcrcrHmoPaAWxZ4/kI/1Ap2kmhdLUh1RSxR9XiEZkaOHyIHK2a9z2VB7RaYvJ/oY/wBQJMsROI0c05MHNPXLHXTD8ZqssWURvudVi87VZAGiFx70G9RfxCpd+D4eFXHFKjEKjZTrNSOowyywx/6Tdtja35vmlUugP3pOb8XDYLbZiVQamWmqcQ30G83YEnY4ey5yl6TOY9HBz1pW0T90iwULr5JY5nmws117c7qQ2Jpo6rbCs3tzuW52AnQG4Wjhu4lqOKejc7NeN0Ufhe3Ll707AcXbhW1NTNI0yDdOubgXHCfYunLW96Qz/TrUr8mk29Lrj0sgwPHRmsyQku9waP2KpbMPYzGIZW2LWga+sZ/3rWx/amurIK6hYyOBktQ5zgO9t+X2KEhrHUpLqd98zeTnX/QuPDx1rF4n7vV875deTmpevqsf+3RsRbNSYfQvBgjtG+GRoku919Gtt6m6aXVRw+IRE/eY8mfFrfO+jotCDFq91Pc6mPxky8ObwUf1oEuL4W6uLuHTmutI6vL8nn+vnjMS21Mt5qZ0g0DLKAqST33j/Uat2orm1VPmm81+VaHf6ktZwrUnvQhCgLIshJc+CBUIQgEIQgEIQgEIQgANNUBLY+KC09yAISDmnGN1rkiyQAoEvzAKErwGgFupPNIBfRAWSnuBSAaepZIw17HFzrEclNGNCEKgQhCAQhCAQj3IQCLoRqEAEpsOaCnR7vz1A0eCz88n8mCfatcpO9USVCJOtRzxtz5HA2vbkQf2K37Q7V/CckImb1eKN7nZb5nm7cts/ZVBJs8XJ/mrO405j4jr+ap1iZ2W6ct6UnjrORJaYbmpM4mvLHl3f5X7lP0eNwt1qC4De7zq0fzcva8MzWqtwyuiPA5E8r5TxOSYifbVOW1PTfxrFJcTq555G5d/NvHi9/co0/YmjtJfOVYtbsUX7tFnuerfxg+Tk+L+U7hc77GrWQUZmTu611m3/wB7bj8Ef2NWApESG4cSrTuLVD/IsyMdfiy+F02qnkq5d9UneP4deXJtlqiycM3cikTkzwT1MNNPPVK4DckHtJp5pe7XmmDJDLkZlRG7I8utzWJCqNz4TqxpG8RfMFlqkkm5Jv8AmpiVNC3N/wC2qOXL/gkQgUvu0k804vLow1w0TNb3QSbIrJq/gA0CZyJbZKZHNcAAkLiXXsphpLDxQiyFQXsjMhCAui6EIC6LoQgLouhCAui6EIEA1uSlJCLlAsEAMzza5T3NEY77poJ7kZi7RyAHNAGt7pbizQAhrXFwv3lSQ29tOaCb91ksgIlcB3IGosgRCMpRYqgQiyAgEJyaSgTVGqUEIuEA4oaPEpbsSHXkgCRfRHNHdyRqgEIQgEFCEAhCEAhCEAhCEAhCEAEo7BSIHZQLZOTfBOQY3doJUju0EqAQjvQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgE66ahQKUiEKhblJcpUiAuhCEAhCEBYIsEa+KNUAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCECt5pya3mnIMbu0EqR3aCVAd6Ed6EAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEBdCEIBCEIBCEIBCEIBCEIBCEIBCEIBCEIBCEIBCEIBCEIBCEIBCEIFbzTk1vNOQMd2kId2kIDvQjvQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgXvTk3vTkDHdpCHdpCA70I70IBCEIBCEIBCEIBCEIBCEIBCEIBCEIBCEIBCVIgEIQgEIQgEJbJEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEC96cm96cgY7tIQ7tIQHehHehAIQhAIQhAIQhAIQhAIugpEGeOmqqmNzqalmnyWzbthda/jbkn/B2JHs0NUfVuH/uW5svWS0WO0D6Y5B1hjLX81xAIU90iYpicG1s0FPW1UMbI4zaOYgdlbrWPsKrNQ1UMW9mpamKPlmkhcOL0fnJtJR1VSLxUdVKPGOPMpHEMcrsQwZmHV08lRu5t6yV7uIaWst3o4ramDaWkpmTyiGQPEjM5yu4T3LOaIv4GxftfA2J5PHqzlpzRvhl3UzHQv8JBZTe2GIV42sxAQ19YBHP5MRyOt3KS2Z2qlqXfA20TG1tHN5PeyDWP0eL0U6x9xTo4nySNjjGZzjYAd62zhmKBuuHVQeO7dO/TZSW2GCHA8Z3cDvI/GU/pZc3Z9xVlwfEZ9odh6/D+sTdegi8n8tnab/OC1Wm2iookWH100f3rSTzAcTi1t7X5ftSjD65z3Rijm31szmBuoA7/ANCnujrGH4fj9JTzPvT1Pk33dy9EfWPtUrHTPwrb/FMQrJpTRUUTqp5Lu2HaNaPa429yRUUz4NxDMGGiqQ6TSMbs8R7052G14bm6nUgN1cTGdAttlZX4/tHA4VE4qqmbJH/Jgu832KT242hdi2Ky0lNOfg6DhZb8IfOkd6SnUVhrXvkbHGwvc42AHNEkUkUz4pmOjkYbOaeYKsewYgoqqTGq2xhp5GwRX75X/wBEXKxdIVEKPayqIN96N+PQ4uf23U6iA9S2oMKxCYXZh9a75sBK1BzuFfKStrJOi7EJ5a2WSaKoybwPd2czOHMkQKZV4biFIM1VRVFOPGWMj9i1u5XLYTGp34v8DVU5qKOrHxcurOzm876Sr+0tLFQbQ1lDTi0McpEY9EHuV6+NGlTUlTU/xaGSb5jHH9i2zgmMk2bg2JE+unIWXZSrqKXG6QQVMkOaeO9n5WniHNTHSXVVI2sl6vUzDdxt5SO4OFIgVirpJ6aTJPDLE4DiD2EWWBWnZ7a6sieKfGpBiNA42kZOGuLPlNujbzAYcJr2VNJw0lVcxsPm25W+TlLbJ0FXWy2grHtEzKGqcO54jJa5ayvHRLPN12tozPKYhEJBGezmuOK3vStdFMqYKmmLRUU0sJcLt3jC2496xi99FmxCpnqq2aeokdLI95LnONyTdYBzWRt/BWK2uaCtI9UB/ck+DsQGhw6v/wBg79yuWA19Z/c3xYmeXe00jmRybx3ZNvO97lWqPaLG6SYTMxWuIHmvmc9rvaDzW7QIw084qnUroZGzh2QxlvEHeFvFZvgzE2cPwfWn1bh37kYpWGtxGety5DLKZbXva5va6utNidczouNQ6rqmPZOGiXM52VuYcN1msaKWMLxJ/D8H1o9W4d+5akkZjlfERYsdYqbw/arGaWsikdWVM0bSCYzKSHi/JRE8m9nlltbO8myehjQhCgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgXvTk3vTkDHdpCHdpCA70I70IBCEIBCEIBCEIBCEIBBQhBtYN/hmh/1qL9YK5bcz7PDaSUYhQ4jLNkZd8FQGttbTSyq2zNO+o2iw9kTCQKiO9hyAN7lTnSPRVR2odMymmdFPG0sLWX7IsQtx6EZtV8ECDC/geKRkb2PfJvfjM2a3F+SnbAf43Yd8936pWtBg1e+jrayenmggpId6XvYeIlwaG+8kLa6PGS1G1tG5kRsxr3H2ZSlYGttfptVin+sFRRJuPYrFthh9eNq8QPUJpRK/PGY43O4T7FjocHGHmGqx4iiowd7upPjp8vmtj/abBJgTPS38ZhfjuZP0N/bmULsBinwXtBFI+TLFP5F48M3J3uNvrWptNikmNYu+ueMjeUbL3yt8FGjQcktYTe22GuwfaOcRXDJH9YhIHZub6ewq07b9brtiaWrfGGzNLOutA1tbhB9jjf3rJPJQYvsrQY/XlhmoD5YF1t69vmfSNj71HdH+J/CFVieFYkd83EM0wzHzu8fV+ha/aILBS3D8KrcabdkptSUh7xK4cbx81v6yhAHMI7yftUztM8Q1MeB0xzQYeDESPwkjncbvb3e5bew+ByV+KxyzM3lHS3c8kaEt1DVnBIYps/KcLocLfimGUghjdLNHU1AjfvZBexaeWUW+3wWfpDoBNs1hGJiaKaWLLBUSU/E1/D2s3tB+tUzEqiXEMUqauoB3ssrnvceZv4q47DB2N7MYts+Wm3bp9Ow4/1tH1lajyKMrzs9TxTdGVdFPPuGPqrukfrkPAqTLFNBO+CeF0ckZsQ4a3V2wWknl6L8QhihcXvl37WNF8w4FOOvmYQmzmG0+H0c+0GHVMOKz0nxUQjcxkfpZs2ruHWyptXPLVVMlRO8vlkcXOceZKnNg8ZOEYi+OoH3pNYTA+bbk73XWXbnZw4TVdapLvoZtYyBfJm835volLR2VBYK2+NYeD/nMf6wU10lf451IH4uK/5KjNn43VO0NAGNNhUx309YU/0lUNW7aeWoZRzvjkYwNcyMuvZovyUzwKe7vV22z02I2e33xrw38nJ/wUBRYHWh3WMUYMOo2avkmNnewM5k+pO2uxz4Yq4mwx7uip2BlO09oN9aseBDK4dEn+H6r/VT+s1U9Xfojjf8K1k2U7pkRY+S3DmcRwrNPMilfhZPnH9KTvW7VYfWR1c0T6WozseQ5ojJtqsmK4RUYdQ0c9S18c1U18jYXN4gwEAE+3XT1KYVWjY51GNgMW69E+WEz8cbDYkcHf3LUwx2xtRiEdP8H1sBsd2ampzxZ/Na4Ld2Zw6eTo2xQMa68z3OhFu3a37lTOoYgZN3HQ1Tn+G6d+5dJGu0cIHrV6wmSii6NJRXwzVNP1nsRmzr5gqljdBUYTLBTVLCKqSISSRd8d+QPrtYq30lBXv6LJWxQyun3u+yvFnZMw1WaeBF4ZNsnKarcYbWQzspZXxGokDoy4NNgf2Kq8ytv4OxGc26hWgn/o7kuNUEmF1/UZTeZrGOeLWylwvb3LMjUQlSLIEIQqBCEIBCEIBCEIBCEIF705N705Ax3aQh3aQgO9CO9CAQhCAQhCAQhCAQk1SoBCEIN2ixTEaGF0dFXT0zXm7hG61yszNocebzxmuPh5UqMSgq9hu12N4xXwmCtxGpniPmvkJCSkxjEqOMRUtdUQMHcx1lplIkWElJtBj0hs/Gq8s8N8VGvfJLI580jpHON8xOqQJVk0p5JEJQgy9Yn6t1Lf8Akd5n3fm5uWZNpamoo6uKqpJnQzxOzMew2IKYUiocXFzy5xJJNyVvxY3jMETYafFqyGJgs1jJC0D6lHIV0bNVWVFVMZqqZ80rhq95uSs1NjOLU8TYafEqqCFvZbE/LZaCFnDWzVYhX1ckclVWTTyR9hz3XIW0NoMcbLmGLVoHhvioxCqQfUTS1E75pnufI83c4nUlSFFjeL0MO5pK+RkX4s6t+pRpSK+1blJiddSF7qWrmpy/V26dlus0m0ePPZl+GK7/AGxUakUGSWeeaR0k8z5Xu5ue65KxpUKAUhDjeMwQtgp8UqoYW9ljH2AUehUSzNp9oWGzMcxEDw3xWrV4niNTXMrZq2eSojtlke65BC00K6JRu0OPubd2OYgCOQEpSt2i2hcbPxvEABy8qVFJQnbBndXVxq+umrkNZnz78niutr7oce3m8+Gq/N474qNQmiU+6XaL/nuu/wBqVoVE0tRM6aZ5kkebuc46krEhNCJUIUAhCEAhCEAhCEAhCEAhCEC96cm96cgY7tIQ7tIQCEd6EAhA56q67J7J4BtMBBS7RVFLW/iZaO9/mkO1VxOqlIXTMW6LaPCKCSuxLancwR8z1S9/V2lzzEeoNrHtw2epnph2ZJ4RG4/RDnD7VZrg1kKw7NYZsximSGu2imw6pd3SUl4x9PMPtCuNb0Qzx0UslNjpnqRGXwwmny702uADmsLqYY5ZdKnPidG4teLOBsR4Jp0UhQhbeENwuSa2K1VVTR+MELZHfUXNV/wfo1wvGaXrmFbYNqKcmwIpbOB8HNzXBWsTq5qhXvanYzZ/ZpphxDaySetPxdNBR5nfS4uH3qn4UMPkntik1VTRX5wRNkd9Rc1ZxdaiF0fBOjbCMapOu4RtdvoCLH704w7wcM2irG3ezdVstikdNIXT080TZIpywtzX7Qt3EG49ysQYr6EpSDnqs6BCt+zmzWzePSR0zNpKqlrJOxDPRBoc70WuzWLlYqzoopqKimrKvancQQtzPe+msAPyufqWsMcuQt7GqfCoagNwitqayC2sk9OIjf1AOK0LHuCiFQrbhOyTRhUWMbSYjDhVFL8UDG588/8Ao2t/SVL4XQdFlQRTjHMWimOm8qMsTf0WCvVXO0K/9IuwNPs1hnwrh1fJVUhlbG7MWl4vyyOboW+xUKPdb5m9vl9Xa9yTAZql966Hs3sDhO0VFJVYTtNLdnxkclHxs/P+3km7S9H+E7O0MdXiu0svlLiOOOiu55H0/t5JhjnyFK4FBg1XWup8SxGpoIybRzCmzt+lxAt+1dDj6IN5EySPaUPEguwtptHDuscyRGmOToU5tHRYLhuI9To8VnrDFI6Opd1fJks7Lw6nN9is+znRzhm0FC6sw3aKQsY7dvbJSZXNfpoRm9fNIro54hWzarZ7Z3AhLSjaKarxFn4GKkuwfOfm0+pN2L2awfaCaPD5scmoMTl1jhkpwWOsdRmzdr1WUwxVULp+I9F+HYbSSVeIbW9Wgj7bn0trertan1C657jbMJgrTFhFZU1kA0Ms0AiufUA43CTA0kKe2Zw3Z7EZ+q4njs2HTPkyRv6rnh+k/MLfUVeD0PtDSw7S8Nr36l3flLVa6OUpRyU1j9Bs7h/3vheNy4rMJLSSdUyRZfUb3Kg+9YwKhCn9nNksdxyPrUNPFSYeO3XVkm6hb9J3P3XTFQFiixVx+CNiaA2r9sarECOYw+kP67lvUsHRLNp17aGI/wAp/UFcTFAQutQ9G+AYtTCfZ/aDfRkaGVoksfA5S0j3hcwxrDqjCcZqsMqjGZqZ+R+Q3F1q1RqIVh2aw3Z7FKiKlrMcmw+aTvkpbsHvzK7noZLC7e7SZLa60v8AvJFdTq5OhTe0+HYDhxMWF4vVYjKH5C7qmSI+w5iT9ShFhQhS+ztLgVcRFieMS4dK5+UO6tniHtNwR9Sv7ehtjmh42lBadb9U7vk6reJ1cpQrBtXhGA4RNJS0GOy4hUxvyP8AvbJG36WY39wKr6yoQhCBe9OTe9OQMd2kId2kIDvQjvQgFZOi6cwbeYRY/hsn1gqtqf6Ov8esD/1sKwOkdPjv+TGHtv8AGVp+xh/euMLsXT6f7w4SPCtk/UH71x1aslj7gLuXR3i9JSdG+E1GKTmOM1DqWOST55ytc7uC4Ve66BVH/wBA+HXP/tST9YpScaWnpV2FZijJMdwiECvAvVwD/KflN+X+suLkFpsRYjSxXV+ijbjd7vAsYnvl4aSpJt7I3Hu+Sf6k3pY2GMe8x3B6e+Xiq6YC3zpGju+UPf4qWro5SbWXT/4P0wZiWL0N/jYIpQPYbfzlzA966D0CPP3bzeBoXgj2Fp/YpWFhU9p6s1+0eJVpOs1XI7842+yyi2p1T/GJfnn9KxhSWdXvoLqZm7b7iM2ZU0krZB45eIfaF1XFafBNstnJ4N8JqdsmTeM7cErXW09fq85pXJuhH/1hUlv83n/UWjgW0tZs1tPVVVOTJCah4ngJ4ZG5j+cO4+taiVRu02AYhs/i0lBXRWtrHIOzI3uIUTz0XobEqLBNvNmYjDKHNIcYKodunf6JH6QuEY9hVfgmIyUGIU7opmd/muHiD3hSa4vVpQPMU8brngcD9RXX+nivIwbBYAT99TGeT12jb/TcuOE3IPKxXR+mKffYHsiP/h2f81jVa2K+HO+/1Kz9F+Ew4ttvRw1dpaaPNPIzxDeQ+shVdWHo6xyHZ3a2jrZh5HijqPSyu876Oh9ykMp3pykqHbasa+4hFLHuh3W1v9t1Q+/Vei9ptnMJ2twyN0pB/wAzrKf9niPUuS470cbSYdnlp6b4Rpx59NxOHtbzC3aMWUPV4/NVbJ0eASxOMdJVSTseXc7i4FvVr9ahFkexzHZXtLT4EfzVjWIsiw7B46dndpaOrBO5J3dR/o3fu5+5da6XcH+GNkX1tMd5JQjfxFvnx+d9mvuXBF3joixr4Y2SbRVB3klADBLfz4j2fs0W6T2WHB7rs3QbjTKzCanApZ7y0Z3tM0+dG7m1vsdf61zPbnBDgO09ThbgWxxnPCT58btWn6kzZPGzge0dJirdI4yGTj8ZG7Qj6lzrGKnumPBDg+18lRTi9PiPlW+qU9tvuKtWMVQ2D6OKLB4XbnG6wZj/ACYcM0h9o4QPWrtjmGYVi1HSVVYL0tC9tfE/5LW5j7nDL9i4FtjjdRtHtHU4vUGwl0hZ6EY7IXWYxEQSQ4kkknmSr/0HYQKvaWTF6mTJTYdG5/F2d45rgCfYMx9y5+LhwHMkrpW0Lhsh0c0+zzTbFcXzVNUR5kTuTfqbb8pc4RXOkfaU7RY46SJ16SI7ukj7mt9L2n9yrPdZIjvWYnsEfpG4j0CvR+M1OXo6qakczg9/riC85H4twPouC9AYoc3RNK49+Cs/8ELpTwtXn4ckJR2Vt4BROxLHKHD2HKamoZFmI0bmNnFc6o6R0V7E00tLDtHjbbNF3U0MnYsPwr/V4D1XVW6SNranafFTG05KCHSmhboOHznes/YuxdIEvUNhcZfD5PdUe4jA80GzB9hXnIcl1mMUBCQJVzRMbHYzPgO0VJXQvIYJW79gOj4+8HxWttLWMxDaPEq6K5ZU1ckrHHmWk6LQQr2DXEgk945L0d13/wBGvXJz5X4Hz/S3S84v85eh9zNW9F3UoYd7LJgbWRs857t1o1bqrzySTr70qmvuU2ntb7nsR/2BTTsrtP8A+7+Jf7By54iINrFehujqcu6OcNnJJyUr/wAwOy/oXEfuS2pP/wDHcT//ANcrt2x1HVYb0fwYfVxGKojpZc7DzbcOK3WSHni5cLnvKQFIzsBCwHIQhAvenJvenIGO7SEO7SEB3oR3oQCn+jz/AB+wX/WgoBT3R3/j9gv+tBMHQ/4QP+BMM/1p36jf3Ljy7H/CA/wHhn+tO/U/qXHAt2lLBdAr2/8AoEoP/mrvtLlQCulV9Kf7gmH/AOtNl+uRzVmGnNQS03BsR4Ls/RhtycWigwLFKgNrQ21PKf8AKG+g75Q/OXFzz5pzHSRyslie6N7DmDhzv4pSeqTZ0vpX2GFA445glNajNzWQgX3Tjze35JP5Psuo/oF/x2l/1N/6zVfOjPbJm0lH8H18wixSnjtY/h2+Pt9ILNgWxsOB7cy45hh3VLLSvZJB+Jc4Ds+r9VdJhtwOX4yX55/SmJ0nxknzz+lIufpheOgwX6R6b/V5j+aAqhihvi1Z66iQfU4q69BDAdvy/wDF0bz9bmhU/aGPdY9iDPRq5f1yhiX2D2sn2VxIS33tJKfvyn9NvpN8Cuw7R4LhW3GAQTU9S0SPZvKKqGuUu5td6vEebdeeO/krj0cbZybO1YpKsSOwud+aSMdph9Jnr7j4hbiVqrWOYTW4PiFTRV8JiqYTZze4+tp5EetXPpgFsJ2O/wDlA/Yuk7Z7M4ZthgsD2yME+W9JVs9F3ZZ62Hn6lz3pppn0lHstSy23kOHGOSxvxNsD+hSa4sucg6IQOSkMOwWvroK+eGImOgpt/M7uHyfb+4+C5stvZ/arH8BszDK7JTntU8gzxO+i7Ue6y6Psv0o09U4Uu0FN1Iu06zDm3J+c12rfbdcd7rpriba3XSLYa9E7c7K4dtFQTPZAPhOOLNT1A7Ry8QB9IFeeLk3vzBsu+7BYoaToyocTrz5OjppXXPoguy/zQuBO7TrcnOJSy2CtPRjjpwXa+lEsmWjqrw1I+SeTvcbH3KrJRcuBGhHJc4jDXaenLZ/4QwWHG4RefDtJvXA7+if1lxdrXSSsiiYXOeQGjvJXoXo8xRu0ux0claRJLZ1JWR+lw5fzhlKpmAbJU+yeLYjtDtC0SUWEEmkby60XfFu/VHtd6l2mCV82QhZh+FUmzdRUb6vo6Zr6iP0A/wA32cVlw/b7A3bO7T1mGx/xVxMkH+jdy+riHuW1s3tLVQ7fQ7QVtSbzz2qPRyv0PubfT2BdP6XdnPh7BG1FLFvMQo77pg7T2u7bf2/Wnscw6MsFixHGJMQxDgwrDIzU1Mndcdlvv1+pRe2GN1G0W0NRi9QbOlsGM9Bg5NVr2uP3J7IUOxtNpXVg67in81n5v5vrXPlzt+lAhCFAHsuvyAXoLE7Dohlv3YK3/wAILz7Nq1wHor0RjkR/uYVVOOYwcf8AhBbosPO7ToFObDTCDbTBX6aV0X2m37VAg6ABPjcWPa9vbaQR6iucRiT7ejOkWDrGwGLwWJlMDn/kOB/Y5echyC9KbMY1TbR7PxV5NxI3d1MfeyTLxD33/JK4Zt7s3Ps5jjqQgdUlOekk9OP0faOTl2tCyryEXQuSBCRoLnBrRcnkFLbSYHPgdVSUlU8dYmpo55I/xee9m+s2CCJkXojfzUPRdFXQG00eDtfH53EGcK87yc7L0NUQ/wDotlh/+D//AGmrdFcfG3+2RA/5Q1n5n9FH3fbY/wDvDW/mf0VWGp4WJkiVk+7/AGw/94K36mf0V2PZCtqsT2AhxGslMtTJTS53nzrZgvO5XoLo+FujSgFrfecn6z1uhDz3F2AnJI+yEpWNTAhCEC96cm96cgY7tIQ7tIQHehHehAgvfTmul9GOy76LGoccxupoqWKPjjj6xHne4t4XHXQcS5qkIb6lYkegdvMMw/arZo0UOL4bFVxSNnj3lTH2uWU694K4bjWGV2D1ppK6FjJLXGSVsgI9rSR9qj8rPAfUlcSeRv7UtPYT2zWyWIY55eGehpKdsmR01VUsYG+vJfMV2qWjwCTZL7ljilHuG0rYWO38fC4a57Zud9V54ystyH1JpazwH1LdbYLDtLsliOAnfVEtJPRu7E0FTG/625rhQN00ta0akmyVc58jNRVdRR1cdVSyOimjcHMc02IK79sHtpQbT0sENQ6GDFgTHJAT23W7TPH2eavPSUad6tZwZKthZVStOhDzp71kw+iq8QrGUlFEJZn8mlwb9p0WuSeaGkk3Jt7FNHaejPZ6n2b3tViGKYUK6riEe6FUzybA7Nq7Na5NvqUP0k7FyV2PVGNYJW4fOKmzpabrUTH5+8su6zguXFoPcE0t1V07Mjg5kjo3tLXNNiE0+tCFkX/ox26dgrhhWKzE4VJ8XJ+Jd6Xsd5w+kpHpze2oOB1sDhNFJHPkfGW5XcvBcwKa5zzYFziByF+S1FmtKPYut9D+N4JBhE+zuJbiCeaR8l5exUMc3Llc71NzCxXJEZdCDrdWPDLq203RNUOqTUYDVxmll16vOS1zPktf3hV12wE2F+V2nxfD8LhbziEm9nk+Yxva+sKow1VVEDkqqht/RkIWJ7nudvHvc4u7ybqaq37X7WHE8NhwPCouqYHTaMY/tSZeTn/uVOSlCm6gQhCDoPQri4oNozhZdaHEuBn+kby/K4gs/TZtKK7EYsDoZxJDR8VRbkZeWX6I+0lc5idLDMyaGR0cjDdrm8wUjiS4ucSSeZ8Ve7WG3PLku9bAbUQzbBNxTE5mmPDR1esc48enYd84t7PrAXBvWsmabI4B5DXWuy+hslbdWW5tNisuN49WYrNfPUSFwub2bya33Cw9y0EiFn2BCEKixbK7I1mPyMqGVNJS0TH2kmnqI2/U3Ndy7vUzYJLh8uHnEqIxPh6vl65Hm3Zbl8edl5n0AsAE0gX5BWLYLJtRsfWYA8zNqqSuomHgmgma6/zm3uFXPWgnSwuPehQTWy20uI7O1pqaB4IeMsscgzNkb3gjx8D3LqLdrdjNtsJGHYx94OtYR1Pp+k2T99lxRCtLYuuj4p0S4rff4HiVDiEP4MZhm+zMCo6How2ycQ6ahp4I/SfUNCpkc00XxEskXzXELK6qqn/GVVRJ8+Qmyup2dVwTZzZPYyo+EtocaoKmti+LiGu7+U2Pm53t0XPdtMaG0G1dZibb7mQgQ5u1k7rqFJN7tNikWeyrJszslVbQvbOayhoKRkmWWWpqGt/JbfM76l3frOA/B/UPhLD9xuOr5etx9jLltz8F5ltpzKZlHoj6lazjPZZtrdk5sCmMjaulraJz7RzQVDHH6TQ64/Qq2Uha1veUKKndmdmMRx7ylO+jhpw/K+SeqjZl+iXAld6wc4VhuD0uGjEqR7KeBsOY1MeoA56FeacumgH1Jhb6h9S1W3UXDbPY2fBnz1WH1eH12GE33kVUzPG1zuFrm5r/AFKp6JmRvgnLMmhCEIF705N705Ax3aQh3aQgO9CO9CAKRKhAiEqECaI0SmyNECaJbhJceKS4KByEIuEAhAI8Qi47iEAhFijVECEXCUEE2A1UlSdyTuS5T4IIaDYggpAEIQqC6Lo0RYoBCS48UX10t71ICoQhUCEIOiAQkRdQKgpAL8kvJUCEFCAShJ3ov4KYaQ3SjkkJt6R9jSlF/Aj2hUCEIQAsl0SJMwQKShAIRcLKhJZKhaQiVCEChBKRCmBClCEKgQhCBe9OTe9OQMd2kId2kIDvQjvQgEIQgEIQgFK7PY3Jg81uo0NdTu7cVVA1/wBR5hRSTvQehNmMK2TxzAqPFY9msNjbUNJLTTtuwg2I+tcx202mgfV1uG4PgODUNEx7oGyMpmGV2U2Jzd3uXRuhUn+59Sk6/fU/6Vwyul3uKVg/lXu/OXXk8V1Za6kMBxKbCagyR0tBVtdbNHV0zZWn2X5e5R3elC5I7zsbR7H7R4AMUj2cwyIseY5mbgHI4anW2otrdUPpJxfC6PGqvA8FwDCIIohu5p+qtMrz6j5vsVp6Af8AFjEv/mH8wLmW3H+OmMn/AKdL+suktIZK0FzgALkmwSLovQpsxDXYjLjdcN7DRPyU8Z8+fnm+iPzrLEV7MtDC9hBS4U7Gtr6p2E0LSDGxrA6ok9EBt+G/rWP7ssKwoBuzeyuHRa6VFYDPOfbm4R9FbPTVjUlftOcKZJemw4ZAPGR2rj+gfRVECtvA6FSdLOKw6VuF4XVDwZCWf1K14FPsPt+wwTYVDBiP4v4qX6Dxz9n5q4kstHUVNFXQVlHO+GeB4ex7DYghSLLq47ebB12zhNbQy9bw7h8p2XQ39Nvh61SV6V2YxSDaXZeKsnivHUxOjqIPN72vH9vELgO2GD/AW0dbhjReOKS8b/SaWhzfsIWrVwmWthVZFRVAlkwuhxAX7FTm09lnD9q7TsFBsxtJgoxOHZXCaQiR0ckeQO+onu1XCF2XoD/xbxIfi679LAlCEDtVtd8C7T12F0WzWzphpJ3Ql0tA1z3EevuUrs1jmxu1dUcOxnZ3C6Gtl+L8k0Mk+S2Rti136VQNvv8AHnGv9bf+kqEZJLHI2SN+WRhaWO9HLyVm3nDs6J0k7BUmC0rsVwQS9Vbc1ETzm3VzoQe8dy5yvRW0lZ1zo0r8RntepwcTP9pYLfavOotYJaEkKb2Yx2hoDav2cw3FYb3Jnztk9gcDb62qFKYdAbLCQ9Fy4fszS7MSY3TbO4WWii60xhgbqMmYC9vcuWU3SFJn+/NldnpYfQjo2tP1rplMd/0SX/8Agf8A9r/dXn0Xst3bdswjDthNtqPf0+CihqLeV3XkZo/lcOjm+u3tXONvdlazZXEWxSu31LNfcT2y5rcwR3EHn6tVs9E1fPBt/h8N9K3NDJ80i/6Qrx0/7j7m8Mv8b1p279mXi/YkV2sSjjKEKydHuzrto9ooqaUZaKHy1S8c8o80es8lzxIlsbKbEVmM0xxOpqYaDCI8xlqpTyDe1lHesxxzZXBXZNntnoa97f8ALsULiZPmxt0b71a+nPFRQYZh2zlN5GKTykkcfZ3TNGM/b7guRd1u5X0q+U3SnjsR1wzBTD+LZTBv6CrRgm1myW1Q+DtoMDoKec+TjzjMz6MmhZ/bVcb9iAWh13aFWt0dR2x6NRTsnxDZzfTtiF5KWTts+a7zvYdeFcvcC1xDhYg6grvHRLtJLjmCdXnlBq8NyszntSM8x30bW9wVA6aMCjwraBlfS6U2I55iz8XJmOZv6D71uaV6xNfCqVSybmoZIY2SgHVj72Pq0I0XU+jWq2dxqpmw+fZPCoa2GLeb27n7zK7K7hff0lydXroN/wAdv/opv2LnSUWHpJxeDZfEqSjwzAcE8vBvXulo2O861rWCjsG222dqnCl2i2cwqCE6b2lpm/nN5+8LW6ef8baUD/Mm/pK5/ZatZp2PbHoyw+uo+t7OHdVNrx0+8c6Kb5pPI/mrjj2ljixwsQbFegOh+onrth8PLjvZaaR0DPc7T7HWXEdq9391eLbrsdblt+WUskotKEIWECEIQCEIQCEIQL3pyb3pyBju0hDu0hAd6Ed6EAhCEAhCEAlPZSBKeSg7z0JcWwFK0m16uYfaqTiHR/gJr5i3b7CYjvHFwcxtwb8jxq69Cn+INP8A63P+kLhlV/HJ/wDSv/WK6z61pdhsBgV//WNgv2f009uwGBf/AORsF+z+muf2HgEth4BYR6F6OsCosDwWWCixWLEYpKjPJUU+XLmygZdCuI7af4441/rsn6V0/oD/AMWcTH/xFv6gXMNtP8ccaH/TZf0rViURe2q9DdE0G52EwgjnNnnk97nfsXnm19F6A6JKvfbC0H/Rs0Enucf2JQhw/aN75tp8VnkPE+slv+WVHqx9ImEnCtt8Rh/BSyb+P5r9f6SrfeszGIVCEKDsfQDOTgWL0N77qsa8fTbZ36irXTpD/wAr6b+UomfYSP2Kx/wfIf70YvV/jKqOEe4XP6QqZ0w14rtv6st7NKG0w9rRr9pK6z+2YVUV2PoE/wAX8U/1tv8A4a42uydAeuz+Jj/pbf8Aw1mhCmbeYBjztrcUqI8Fr5Ypqhz45I4HFpB9ads1sFj+I1LX11FLhlHHrLNUst+S3m5Z9uNrdqKHbLF6KjxurgggqnRsYx+gAV26H9rZ8co58NxOo3+J0vlIpD25GZv1gfHuckIqnSRtpQ4tSQYFg1xhjBaaX8Zl7LWt9Ec/Wud/oV76YNmTgeODFaFpOHV+Y2twwyntM9neP6lRFLJYJO8pUfuWYV6DwiOWo6JKamhjMksmCFjGjmXOjdYLiA2f2j+J+BMT/wBg5dxwiSWm6JKaqhkMUsWCZ2PHMOax1iuPN272xBEx2gqzbu11W5Va9jdmzsmDtZtUDRwQjd00Q4372RuXst9WZVTpD2ln2lxozDyVHDwQU/4vxv8AKPf7F2nDJ8M2z2PEs0WamrYt3Oxn4GUWv+Scpb7lwTabBq3AccqMLrRZ8R4COy5p5OHtS8YSjV2DoDhHwTi9X5z5o4vcBf8AauPrrnQBP97YtQ9+8jn+j2HLPH71mqudOcpO3gHcyihaPtP7VRl0jp5w2SPHKLFLeTqIDF9Jjj+xzVzZLe8akqEIURfehCq3O2fVrfH00g+qx/YrN09w32awyb0KpzfzNf0Kr9B9KajbTrP4imk+2w/apnp/r/L4RhQPxe8nk+lwt/QV1rKuV9yu/Qh/j3H/AKlN+qFSCrv0Hn/l3H/qU36AudZRM9NuE4nX7SUtZRYZVzxCkawvhiLgHXOmiqWFbFbUYnII4MHqorm28nbu42+1zuSu3TBtHjWD7SwQYZiU1JDJSNkyRhos4ki/L1LU6Ktt8Qn2g+DsaxGasbWfFyVP4ObzW5vRPK3sXSzUtrF9o4Ni9nDsng85mxWIbuapAyMje7tObm1cfR+tcn1Ny43JNyV2Lpq2S6xT/dFQi8tPHkrAO0W90ntbyd8my48e1ZYvUIhCFlkIQhAIQhAIQhAvenJvenIGO7SEO7SEB3oR3oQCEIQCEIQCd3JqldnJ8Dppny4zS1tXa27hgmEbXeOcnW3LkoO1dDTbdHuHA6Z5pnf94uF43CafGqyA/g5pG/nuXTqTpdwukpYqWDZmSGCFuWNkc4AaPDsqs7Y7R7K7Rb6sGB4hSYhJ+EjnZkf6OdtvtH2rpZpTEIUhgsuERVBOM0tbUwaWZTSBhJ9ZIOnsWGXXOgobrZOtmt8ZXHJ7mALmG38O527xs/8ATX/bqrzhvSjg+GUkdFh2zM1PSxdiMT39pJy6lQm2G1Wy+0jd/WYFV0lZbhqKeaPU92dttR6+0ty0oivvQ7tXFgeJy0FdMYsPrvP82GXk13sPJyoWndyQsxOMu79Kmycu0lD1vDiDidGLxkf5Qx3m/O8PFcKka6NxY8FrhzHf71a9j9vca2fPVi/reH/5vIeXsdzHs7PqVnxDbLo/2ibbaHAqqCq9MRtc7N88FpP0lq3lpytZ6Kmqa2tho6KB088rg1jGC5JKuVT/AHLPwA2hm/k941v2lasm10GGU/V9kcIgwS/bqS7fVL/+0cOH6ICnXGV6xXE6Xo52OhwOndDNjbml5HoPkHFJ7B5vjlC4zI4vcXON3E3JRUST1NRJUVMz5ZZDdz3G5JTFLTpAXaugKG2ydbN+Mrj9jAuS4JJg8c5OMw1k0VuBlM8NufWT3exdGoOlXCMOpWUeH7MS01PELRsbPy8T2dStU8Nap3ShHk6Qcb+XVF/5TWn9qisAxGrwTF4MToZd3UQuuD3OHe0jvBFwrhtLtdsptG0/CGzlbDUR/FVVNUt/Jdw8Tf7BUAni05LFh6Oo6jBtt9kLXBpJh5WLz6d7f1SHajxC4Xtds1X7OYpJS1UbjCXEwT5eCZniP3JNmdosU2crOsYZPlD9Jo38TJW+BH7efrXQf7qOzmJ0nVto9nJr8t3FlmZ9HNYtcuu6OSIOosFObUHZYnNs58LQ6+UjrMrm5fkn96zbNYlsrhroKnEcGrcUqAfi961kPyeG13e/RcmXZ6eim/uWxUfKT4DyfPdus385edjw6Hu5rrw6YaLLl+AKm1rW6y3+iqLthX7L4qes4VgtXhtbJJeTyjXQP8dLaH2cK1fy03+ija07O4uKXECfgqs+N/k/Rc39vq9i6f0j7KN2lwcOpdwa2P8AitUPwnnZXO9E8we5efVb9jtvMV2ei6q5sdXRDsQyfgvmO5j2cvUrWyKtW0dVQ1ktHWQvgqInFr2PFiCFLbB47Ps3tJDil95CeCoZ5z4jz/t6leMX212D2io/79YJWic/hYsudnzZG/oIXNsW6j11/wAF9Y6l+D6xl3nvy6LNoxIegdpsKods9kSaatBjkG/o5/QcPS/Q4Lz9jFBW4TXyUGIQ7iqiflex36R4hSWym0+M7My5sNqjuy/M+CTiiP0fH1q8npB2Ux2gMO0ezkt2c3RhsjW+w8JC1a2q5Tpa4StDiQHDnyV6qf7kh1h+6L/Rx/1rVftJs5goJ2X2cvOdI6vEJd89h9JrOyCszVFw2Dp6bYHZKfaHaAiGoxHlCT5R7G9lrW+vNc+Ayrl+02K1OOY3PidZffy+HZDfNaPYLD3LHi2K4hitV1uvq5aif0nm4b80dy0kiwFfugmA/dtLP3RUcv6wH7VRqbq2+Z1zfdXzDPubby3qvp9a6Hsxt1s7s5BucL2bqwZPjJJKtrnzW9dv0aJCl/hAU5+6TDpwDaSj/Q7X9K5wxxY4OYbOBuPaul490kYBjtL1XEtmKmWMG7bVQDmnxBy6LnNWKbrcppBOIS7g3xGe3dfLpf2JYl3jo32rj2kwXd1VvhOlGWqh/GD0svonzlzzpP2MfgDziuFU5dhcpubfgT6LvV6JVKoKyrw+sjq6Kokp54zmY9jrEH2rp2B9LodSCmx7Cd+OUklJl4/nMOi1ujlQNxdCtu2FRsDiG8qcDocXw+rIvuTu9wT7L3Hu+pVQ6Bc9TDUIQqBCEIBCEIFbzTk1vNOQMd2kId2kIDvQjvQgEIQgEIQgUIKRCgRKEWQtaBCEKAQhCgAlSIVAl9qRCAQhCBEqEIBKkQoFSIQgCkSoVB3JUiFJAhCFQIQhAvsSIQpgEIQqBCEIBCEIBKEiEClIUIUAlGnqSIQKUiEJgEIQqBCEIBCEBAreacmjmnIGO7SEO7SEB3oR3oQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCtfRhgGEbRY7XQY5NXRUNDhVViEnUsm+fuYy/I3PprZVWyvnQr/hbaj/qpiv/AJZIGUUPRMQD1Tb/AP29F+5BoOib/NOkD/b0X7lXL8K6H0CbKbMbfbafcxtDUYpR1U9M99HLSTxtbJI0X3Ra9jhdwDiHerkq2r3UOib/ADXpA/29F+5HUOib/NekD/b0X7lEYxBuNoJqYYfPDuq3cdRMnl2ZX23e8t2r99lfsT2T2KpOmXDNhYfh2aCSohoq+Xr0WeOpflvkszK5rHG2vO3cgrIoOiU/5Lt//t6L9yDQ9Ew/yXb/AP29F+5X9nRtsVX9MOJ9F1FiWN4XiUUj4KHEKqaKeGaVsefJIxsbDHfkCHPXJsXw+pwvFK3DasBtTRVMlNM0G9nsNne66C37J7KdF+1OPU+AUY25o6mqZLuZqmWlMQeyJ8nEGi9uDuXJ22IuNAuq9CBv0q4F7an/AMrMuTx/FtRmWQc09YxzT1ENd2kId2kIDvQjvQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgFfehX/CO03/VPFv8Ay6odlfOhb/CO03/VPFv/AC6QIDzVu4Fi9bgWNUOMYcSKuhqWVMRvbiYbhaIc3d+4WSscy7Sq29HdIWBYQzpApunOkiA2bq8H+6JrG92KCzI4PaZ3McR8l64x0Y1FRVdLuydTVyb2pmx2mfLIeb3GQEn60VW3eMy9GdL0eySF2E0+KGuYe+7gcrPYHOe63iVH7JY/Bs5tXhuPPw2Ovfh8jZ6eF0xiG9Y7M1xIGo9SDru3u3eB7CfwhdsdoaDZmbENooK+VlNPW1mekilLQ0ybtrGkktPZz6LiVdVVOIYjU4jWzGWpq5XzTPPNz3G7j7ySpfb/AGkG121uIbTyYVDh1ViExqKiOKodKwvdzIzdnlyUCCDyQXXoL/8AWxgXtqv/ACk65TD2G+xdV6Cv/WxgXtqv/KzrlcPYb7ESThzT0wc09Rljd2glSO7QSoDvQjvQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgEIQgFfuhX/Ce03/AFTxf/y6oKvvQr/hPab/AKp4t/5dBObD4bFtTsNW4BBFSw12GV8GJNqXRNM0lASGTAm1y2Iua+3hm8Fn2lqKaLYyj2zwjDMME2L45WMdnpYi2COBrNzTNjtZudrsztLvVCp6iopo3upp5YjLC6B+7dbOx4yua7xaQTcLfwit2hwujlrMOFdT0994+SMOMN4+T/RzN4teY9SrboXSrguDbFUGL4ls5SwB4x1tG9tRln6g00bZtxY3Gsj3tudbR29JZ9tqKh2Z2O2iqsKo6KKpiqsDl3UlLHJ1F9VSzSTwcbS7Lma3Q8uS5vT1O0mFNnqo+vUrauzpZZYiRJxZml2YWcb6h3jqFtHGNssKpZmb7FaSGapFTUvlDi2SXulkL29rtWJ9LRBe+kbAsF2W2Tm2hwmnoYMQrKqgjq6QRbxmEbyhbUSRxtffLnk4db2DbJm3OCYLs/slW7RYVhsMFfLLhvWYRG2RuG76j30mVp0bne22vIaNXPocR2lhqJ6kzYhDV11i574nXqrvzNzNf8ab68WZYXYntFQVtY+oq6ulrJ7dbdICDL3jeNPb114kHT9l8OosN6etleox9X6/gwxGopBo2kmmoZ3Oja3zW8nZe7NbuXn+H4pq630ISS1HTBg9ZUzSzTz9ac+SSQvc49Tn11XJIfim+xVJZAnLG3msixMM6xu7QSpHdoJVQd6EIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCEIQCvvQr/AIU2p/6oYr/5dUOyt3RVjGEYPjWIDHZqqnoq/CK3DnVFNAJnxGeLIHZLtuBz5hIEbHysurbL45Jsh0T7PY6aCarkbtFiYjiMuWA72jjj8qLHMztcOl8rlUhTdFoA/wCX20On/wDWG/8A5CHUvRg5uvSDtHl8PuZbb/zCrbo20TJpejePC4GTS47W7G4c11HM4PjfSRve58sTO+oZw2aNGxucQo3pGbiQ2kpZ6ShqmVjcGwQyVkkw6kbRRtc2TN2uPd6X81ypHVOi4kH+6BtDcCw/5Mj/APJQaTouOh2/2ht/1ZH/AOSg6PVVmIDG6DG8OwlzquprcUGIbL11UNHPib1iWkk55Htdw94kbpdUDpVpqamxzDTRV1fPSTYTTywwV5a6po2nN5CRzebm205eTLdAtcUHRUHBw2/2huP/AOsj/wDJThS9F9/8fsf9p2Zb/wDkoN/oO/8AW1gHtqv/ACky5RH8W1dh2Ixboy2X2qp9om7Z7RYjJSMl3dIcAZE2Quicwce/OXtX5FcgyhoyjkOSrMnDmnJg5p6xKGPBzJUPabosbKhEJbFBBQIhOIKSyBEJ1iksUCITiCksgRCdYpLFAiE4gpLIEQnWKSxQIhOIKSyBEJ1iksUCITiCksgRCdYpLFAiE4gpLIEQnWKSxQIhOIKSyBEJ1iksUCITiCksgRCdYpLFAiE4gpLIEQnWKSxQIhOIKSyBEJ1iksUCITiCksgRCWyLIEISapbFFigLGyTXxS2KLFAe9v5KX3t/JRZFip7Bb1t/JSEetv5KdYpLFMNIBolCLFFimGjvTkwA3T7FUf/Z</binary>
</FictionBook>