<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><FictionBook xmlns="http://www.gribuser.ru/xml/fictionbook/2.0" xmlns:l="http://www.w3.org/1999/xlink"><description><title-info><genre>sf</genre><author><first-name>C.</first-name><middle-name>J.</middle-name><last-name>Cherryh</last-name></author><book-title>Das Schiff der Chanur</book-title><annotation><p>Die katzenartigen Chanur befahren weite Gebiete der Galaxis. Ihre Handelsschiffe sind ausschlie�lich von Frauen "bemannt", die demselben Familienclan angeh�ren�� �hnlich wie bei den menschlichen Kauffahrern. Auch auf "Chanurs Stolz" ist das so, die von Pyanfar Chanur kommandiert wird, einer Lady mit seidigem Pelz, aber messerscharfen Krallen und einem messerscharfen Verstand.</p><p>Pyanfar ist eine edle Hani im Kapit�nsrang, und sie kennt eine Menge anderer Rassen, wie die Stsho, die ammoniakatmenden Kif, die Knnn, aber ein Wesen wie dieses�� bleich, schmutzig, pelzlos bis auf ein B�schel auf dem Kopf, und unverst�ndliche Kehllaute aussto�end�� ist ihr noch nie begegnet. Es ist von einem Kif-Frachter im Dock der Meeting-Station geflohen und in einem unbewachten Augenblick in die Luftschleuse der "Chanurs Stolz" geschlichen. Ist es ein Tier? Das Alien geh�rt einer raumfahrenden Rasse an, die in den Au�enbezirken der Galaxis lebt. Sie nennt sich "Menschen".</p></annotation><date>1984</date><coverpage><image l:href="#cover"/></coverpage><lang>de</lang><src-lang>en</src-lang><translator><first-name>Thomas</first-name><last-name>Schichtel</last-name></translator><sequence name="Chanur (de)" number="1"/></title-info><src-title-info><genre>sf</genre><author><first-name>C.</first-name><middle-name>J.</middle-name><last-name>Cherryh</last-name></author><book-title>The Pride of Chanur</book-title><date value="1982-01-01">1982</date><lang>en</lang></src-title-info><document-info><author><nickname>Cosmopilit</nickname></author><program-used>calibre 2.53.0, FictionBook Editor Release 2.6.6, fb2cut 2.5.4, fb2cut 2.6.2</program-used><date value="2016-06-24">24.6.2016</date><id>1A3C9D00-FC41-4DC2-B834-CEA4BB8D23ED</id><version>1.0</version></document-info><publish-info><book-name>C. J. Cherryh. Das Schiff der Chanur</book-name><publisher>Wilhelm Heyne</publisher><city>M�nchen</city><year>1984</year><isbn>3-453-30981-2</isbn></publish-info></description><body><title><p>C. J. Cherryh</p><p>Das Schiff der Chanur</p></title><section><title><p>Erstes Kapitel</p></title><p>Den ganzen Morgen schon trieb sich etwas im Bereich des Stationsdocks umher, schlich sich zwischen den St�tzbl�cken und Kabeln und Kanistern heran, die auf ihre Verladung warteten; versteckte sich dort, wo Schatten fielen zwischen den Zugangsrampen der vielen Schiffe am Dock der Treffpunkt-Station. Das Wesen war blassh�utig, nackt und vermittelte einen verhungerten Eindruck in den fl�chtigen Blicken, die jeder von der <emphasis>Chanurs Stolz</emphasis> von ihm erhaschte. Offenbar hatte niemand den Stationsbeh�rden davon berichtet, und die <emphasis>Stolz</emphasis> tat es auch nicht. Sich in die Belange anderer an der Treffpunkt-Station einzumischen, wohin mehrere Rassen zum Zwecke des Handels und der Versorgung kamen, war schlecht beraten�� zumindest solange, bis man pers�nlich betroffen wurde.</p><p>Worum auch immer es sich hierbei handelte, es war zweif��ig, ging aufrecht, hatte zwei Arme, und war sehr schnell darin, sich unsichtbar zu machen. Sicherlich war es jemandem entlaufen, und am wahrscheinlichsten den Kif, die in allem einen Diebesfinger hatten und die sich nicht zu schade waren zum Kidnapping. Oder vielleicht war es irgendein gro�es und bizarres Tier; die Mahendo�sat neigten dazu, seltsame Tiere zu halten und Handel mit ihnen zu treiben, und in dieser Beziehung hatten sie schon bei mehr als nur einer Gelegenheit das Missfallen der Station erregt. Bis jetzt hatte das Wesen nichts angestellt und auch nichts gestohlen. Niemand wollte in ein Frage- und Antwortspiel zwischen den urspr�nglichen Eignern und den Stationsbeh�rden verwickelt werden, und bislang war auch keine offizielle Bekanntmachung von diesen Stationsbeh�rden gekommen und auch keine Verlustanzeige von seiten irgendeines Schiffes, was an sich schon besagte, dass eine kluge Person besser keine Fragen stellte. Die Besatzung berichtete nur dem Kapit�n davon und jagte es zweimal aus dem Ladebereich der <emphasis>Stolz.</emphasis> Dann, nachdem sie das �rgernis zu ihrer Zufriedenheit bereinigt und aus den Weg hatte, machte sich die Besatzung an die Erledigung notwendiger Aufgaben.</p><p>Diesem exotischen Wesen galt kein Gedanke des edlen und vornehmen Kapit�ns Pyanfar Chanur, als sie sich auf den Weg die Rampe hinab zu den Docks machte. Sie war eine Hani, dieser Kapit�n, mit rotgoldenem Bart, der ihr in seidigen Locken bis zur Mitte der nackten, gl�nzend bepelzten Brust reichte, uns sie war bekleidet, wie es sich f�r eine Hani von Kapit�nsrang schickte, mit blusenartigen scharlachroten Kniehosen, die um die Taille von einem breiten, goldenen G�rtel gehalten wurde, um den wiederum seidene Schn�re in allen Schattierungen von Rot und Orange gewickelt waren, jede verknotete Schnur mit einem Juwelenanh�nger am baumelnden Ende. Golden war der untere Abschluss der Kniehosen. Goldfiligran war ihr Armband, und eine Reihe feiner goldener Ringe sowie ein gro�er Perlenanh�nger schm�ckten den b�scheligen Schwung des linken Ohres. In der Sicherheit der Eignerschaft schritt sie die eigene Rampe hinunter- das Blut noch aufgew�hlt von einem Streit mit ihrer Nichte�� und sie schrie auf und entbl��te die Krallen, als der Eindringling auf sie zugelaufen kam.</p><p>Sie landete einen raschen und erstaunten Schlag, der eine Hani im Kampf ferngehalten h�tte, aber die haarlose Haut riss auf, und das Wesen, gr��er als sie, st�rzte an ihr vorbei.</p><p>Es rutschte um die Biegung des gebogenen Rampenhohlgangs und rannte geradenwegs ins Schiff hinein, hinterlie� �berall eine Blutspur und einen blutigen Handabdruck auf der wei�en Plastikwand der Rampe.</p><p>Pyanfar riss emp�rt den Mund auf und st�rzte hinterher, wobei ihre Krallen auf den Bodenplatten nach Halt scharrten. <emphasis>�Hilfy!�</emphasis> rief sie nach vorne; ihre Nichte hatte sich im unteren Korridor aufgehalten. Pyanfar schaffte es in die Luftschleuse, schlug dort auf die Sperre der Kom-Tafel und schaltete auf Rundspruch. �Alarm! Hilfy�� Ruf die Mannschaft herein! Etwas ist an Bord gekommen. Schlie� dich in der n�chsten Kabine ein und ruf die Mannschaft!� Sie riss das neben dem Kom liegende Schlie�fach auf, ergriff eine Pistole und machte sich an die Verfolgung des Eindringlings. Das Auffinden der Spur war nicht schwer bei der gesprenkelten roten Linie auf dem wei�en Decksbelag. Die Spur f�hrte nach links zur ersten Korridorkreuzung, die verlassen war�� der Eindringling musste sich weiter nach links gehalten und die Umrundung der quadratischen Anlagen rings um die Liftsch�chte begonnen haben. Pyanfar h�rte im Rennen einen Schrei aus diesem kreuzenden Korridor und hastete dort hinein: <emphasis>Hilfy!</emphasis> Rutschend kam sie um die Ecke und gelangte unvermittelt in eine dramatische Situation�� mit dem haarlosen, blut�berstr�mten R�cken des Eindringlings und der jungen Hilfy Chanur, die den Flur dahinter hielt, mit nichts au�er entbl��ten Krallen und jugendlicher Gro�tuerei.</p><p>�Idiot!� schrie Pyanfar sie an, und pl�tzlich wandte sich der Eindringlich <emphasis>ihr</emphasis> zu, und ihr stand er viel n�her. Auf einmal erbrach er sich in einer kauernden Stellung, in der er schwankend hockte, erblickte dann die mit beiden H�nden auf ihn gerichtete Pistole. Vielleicht hatte er genug Intelligenz, sich nicht auf die Waffe zu st�rzen; vielleicht� aber das w�rde ihn direkt wieder zu Hilfy wenden, die unbewaffnet dahinter stand. Pyanfar nahm festen Stand ein, um bei der geringsten Bewegung zu schie�en.</p><p>Er blieb v�llig reglos in seiner Hockstellung und keuchte aufgrund seines Laufes und seiner Wunde. �Verschwinde von hier!� wies Pyanfar Hilfy an. �Zieh dich zur�ck!� Der Eindringling wusste jetzt Bescheid �ber Hani-Krallen und Pistolen, aber vielleicht unternahm er doch etwas, und Hilfy, mit Unsicherheit im Blick, der g�nzlich auf den Eindringling geheftet war, blieb hartn�ckig stehen. <emphasis>�Los!�</emphasis> schrie Pyanfar.</p><p>Auch der Eindringling schrie, ein Knurren, das ihm fast den Todesschuss einbrachte, raffte sich dann auf und deutete mitten auf seine Brust, zweimal und trotzig. <emphasis>Los, schie� doch! s</emphasis>chien er sie einzuladen.</p><p>Das verlockte Pyanfar. Der Eindringling war nicht attraktiv. Die goldene M�hne und der Bart waren verschmutzt, und sein fast unsichtbarer Brustpelz verengte sich zu einer Linie, die �ber den wogenden Bauch hinab verlief und in etwas verschwand, was einwandfrei ein Kleidungsst�ck war, ein so stark zerlumpter Fetzen, dass er kaum noch vorhanden war und kaum zu erkennen in all dem Dreck, der das �brige haarlose Fell bedeckte. Das Wesen stank widerlich. Aber eine aufrechte Haltung und eine wild�ugige Einladung an seine Feinde�� das verdiente einen zweiten Gedanken. Es kannte Pistolen; es trug zumindest einen Hauch von Kleidung; es zog seine Linie und beabsichtigte, sein Territorium zu halten.</p><p>M�nnlich, m�glicherweise. Es hatte dieses �ber den Rand Schauende in seinem Blick.</p><p>�Wer bist du?� fragte Pyanfar langsam und nacheinander in mehreren Sprachen einschlie�lich Kif. Der Eindringling gab bei keinem Mal ein Zeichen des Verstehens. �Wer?� wiederholte sie.</p><p>Langsam kauerte er sich wieder hin und runzelte m�rrisch die Stirn, neigte sich ganz zum Boden hinunter, streckte einen Finger mit stumpfem Nagel aus und schrieb mit seinem eigenen Blut, das reichlich in Lachen um seine nackten F��e lag. Er schrieb eine pr�zise Symbolreihe, mit zehn Zeichen, und dann eine zweite Reihe, in der das zweite Symbol dem ersten vorausging, dann das zweite mit dem zweiten, das zweite mit dem dritten� geduldig und mit zunehmender Konzentration, trotz des immer st�rker werdenden Zitterns seiner Hand, tauchte den Finger in das Blut und schrieb, vertieft in eine verr�ckte Fixierung auf seine Aufgabe.</p><p>�Was macht es?� fragte Hilfy, die es von ihrer Seite aus nicht sehen konnte.</p><p>�Ein Schriftsystem, wahrscheinlich numerische Notierung. Es ist kein Tier, Nichte.�</p><p>Der Wortwechsel lie� den Eindringling aufblicken�� dann aufstehen, eine abrupte Bewegung, die sich nach seinem Blutverlust als unklug erwies. Ein glasiger, verzweifelter Ausdruck trat in seine Augen, und er fiel mit ausgebreiteten Gliedern in die Pf�tze und auf die Schriftzeichen, glitt in seinem eigenen Blut aus, als er versuchte, sich wieder aufzurichten.</p><p>�Ruf die Besatzung!� sagte Pyanfar ruhig, und diesmal eilte Hilfy in gro�er Hast davon.</p><p>Pyanfar blieb stehen, wo sie war, die Pistole in der Hand, bis Hilfy einen anderen Korridor hinab und au�er Sicht war, und kauerte sich dann mit der Gewissheit, dass niemand ihren Mangel an W�rde sehen konnte, nieder, die Pistole mit beiden H�nden locker zwischen den Knien gehalten. Der Eindringling m�hte sich immer noch, st�tzte sich mit dem blutigen R�cken gegen die Wand, hielt den Ellbogen gegen den tiefer liegenden Ausgangspunkt der Kratzer an seiner Seite gedr�ckt, von dem das meiste Blut herr�hrte. Seine blassblauen Augen schienen trotz all ihrer Glasigkeit Intelligenz zu signalisieren. Wachsam erwiderte er ihren Blick mit anscheinend verr�cktem Zynismus.</p><p>�Sprichst du Kif?� fragte Pyanfar wieder. Ein Aufflackern dieser Augen, was vielleicht etwas bedeutete. Nicht ein Wort von ihm. Er fing an zu zittern, wobei es sich um den einsetzenden Schock handelte. Schwei� war auf seiner nackten Haut ausgebrochen. Nicht ein einziges Mal lie� er den Blick von ihr. Laufschritte ert�nten in den Korridoren. Pyanfar erhob sich rasch, um nicht dabei erwischt zu werden, wie sie sich derart mit der Kreatur besch�ftigte.</p><p>Hilfy kam zur�ckgerannt, die Besatzung n�herte sich aus der anderen Richtung, und Pyanfar trat zur Seite, als sie ankamen und der Eindringling versuchte, sich davonzumachen. Die Mannschaft packte ihn und zerrte ihn rutschend durch die blutige Pf�tze. Er schrie auf und versuchte, sich zu widersetzen, aber schon beim ersten Zupacken hatten sie ihn auf dem Bauch und mit einem Schlag benommen gemacht. <emphasis>�Vorsichtig!� s</emphasis>chrie Pyanfar sie an, aber da hatten sie ihn schon fest, banden ihm die Arme mit einem ihrer G�rtel auf den R�cken, banden seine Kn�chel zusammen und lie�en von ihm ab, ihre Pelze so blutig wie das des Eindringlings, der sich weiterhin kraftlos bewegte.</p><p>�Verletzt es nicht noch mehr!� sagte Pyanfar. �Ich will es sauber haben, wenn ich darum bitten darf. Gebt ihm zu essen und zu trinken und seht zu, dass es gesund wird, aber haltet es in Gewahrsam. Denkt euch Erkl�rungen aus, wie es m�glich war, dass es mir im Rampengang gegen�berstand, und wenn einer von euch au�erhalb des Schiffes hier�ber ein Wort verliert, dann verkaufe ich euch an die Kif.�</p><p>�Kapit�n�, murmelten sie und lie�en ehrerbietig die Ohren h�ngen. Es handelte sich bei ihnen um Pyanfars Kusinen zweiten und dritten Grades, zwei Schwesterpaare, ein gro�es und ein kleines und beide gleicherma�en gekr�nkt.</p><p><emphasis>�Raus!�</emphasis> sagte sie. Sie packten den Eindringling an den Armfesseln und machten sich daran, ihn wegzuschleifen. �Vorsichtig!� zischte Pyanfar, und daraufhin gingen sie sanfter vor, als sie ihn fortschleppten.</p><p>�Du�, sagte Pyanfar dann zu Hilfy, der Tochter ihres Bruders, die die Ohren senkte und ihr Gesicht wegdrehte�� eine kurze M�hne hatte sie und den beginnenden Bart einer Jugendlichen, und sie legte jetzt das Betragen einer M�rtyrerin an den Tag. �Ich schicke dich rasiert zur�ck, wenn du noch einmal einen Befehl missachtest! Hast du mich verstanden?�</p><p>Hilfy verbeugte sich pflichtgem�� zerknirscht vor ihr. �Tante�, sagte sie und richtete sich wieder auf, brachte es fertig, alles mit bed�chtiger W�rde zu vollziehen, blickte ihr dann mit gekr�nkter Verehrung direkt in die Augen.</p><p>�Still!� sagte Pyanfar. Hilfy verbeugte sich ein zweites Mal und tappte so leise wie m�glich an ihr vorbei. Hilfy war genau wie die Besatzung in gew�hnliche blaue Kniehosen gekleidet, aber ihr Gebaren war ganz Chanur und gar nicht einmal l�cherlich bei einer so jungen Frau.</p><p>Pyanfar schnaubte und brachte mit den Fingern wieder die Seide ihres Bartes in Ordnung, blickte dann ernst und nachdenklich hinab auf die verwischte Schmiere, wo der Au�enseiter gest�rzt war und die ganzen Schriftzeichen ausgel�scht hatte, bevor die Besatzung sie sehen konnte.</p><p>So so so.</p><p>Pyanfar verschob ihren Gang zu den Stations�mtern, ging zur�ck zum Operationszentrum des Unterdecks und setzte sich inmitten all der Kontrollanzeigen f�r den Stand der Ladearbeiten und die Kabel und Greifer und die automatisch von der <emphasis>Stolz</emphasis> durchgef�hrten Routine-Operationen an das Kom-Pult. Sie gab das Signal f�r die aktuellen Mitteilungen, ging diese durch und fand nichts, vertiefte sich dann in die Schiffsaufzeichnungen aller Mitteilungen, die seit dem Andocken empfangen worden waren, und obendrein alles, was an andere gerichtet durch die Kommunikationskan�le der Station geflossen war. Sie suchte zuerst nach etwas, das von den Kif stammte, ein rasches Aufflackern von Zeilen auf dem Schirm vor ihr, s�mtliche Operationsgespr�che in Transkription�� eine ganz sch�n gro�e Menge. Dann fragte sie nach irgendwelchen Verlustanzeigen, und danach, ob irgend etwas entflohen war.</p><p><emphasis>Mahendo�sat?</emphasis> wollte sie anschlie�end wissen und hielt sich ausschlie�lich an die eigenen Schiffsaufzeichnungen einkommender Mitteilungen von der Art, wie sie st�ndig in einer gesch�ftigen Station umgingen, und sandte in keiner Weise irgendeine Anfrage an das Computersystem der Station. Schlie�lich ging sie den gesamten Bericht noch einmal durch, lie� ihn mit blickverwischender Geschwindigkeit ablaufen, hielt dabei Ausschau nach einem Schl�sselwort �ber Fluchtf�lle oder Warnungen betreffs der Anwesenheit von Fremdwesen im Treffpunkt.</p><p>Also tats�chlich. Niemand wollte ein Wort �ber diesen Fall verlieren. Die Eigner wollten immer noch nicht �ffentlich best�tigen, dass sie dieses Besitzst�ck verloren hatten. Die Chanur waren nicht so dumm, �ffentlich bekanntzugeben, dass sie es gefunden hatten.</p><p>Oder darauf zu vertrauen, dass die Kif oder wer immer sonst es verloren hatte, in diesem Moment nicht damit besch�ftigt waren, auf verstohlener Suche das Innere der Station nach au�en zu wenden.</p><p>Pyanfar blendete die Maschine aus und zuckte mit den Ohren, so dass die Ringe am linken Ohr beruhigend klimperten. Sie stand auf und lief in der Mitte des Raumes umher, steckte die H�nde hinter den G�rtel und dachte �ber Alternativen und m�gliche Gewinne nach. Es w�rde wirklich ein dunkler Tag sein, wenn eine Chanur zu den Kif ging, um eine Erwerbung zur�ckzugeben. Sie k�nnte gerechtfertigterweise einen Anspruch darauf erheben in Anbetracht rechtlicher Verpflichtungen und der Invasion eines Hani-Schiffes. �ffentliche Gef�hrdung w�rde das genannt. Aber es gab keine au�enstehenden Zeugen f�r das Eindringen, und die Kif, die beinahe mit Sicherheit dahinter steckten, w�rden nicht ohne Kampf nachgeben� und das bedeutete ein Gerichtsverfahren und einen verl�ngerten Aufenthalt in der N�he der Kif, deren graues, runzelh�utiges �u�eres sie verabscheute; deren von Natur aus schmerzlichen Gesichter sie verabscheute; deren Klagelieder �ber ihnen angetane N�te und Ungerechtigkeiten unaufh�rlich und unertr�glich waren. Eine Chanur im Stationsgericht, und das zusammen mit einem heulenden Mob von Kif� und zu diesem Extremfall w�rde es kommen, wenn Kif kamen und den Eindringling f�r sich beanspruchten. Die ganze Geschichte war in all ihren Ver�stelungen unangenehm.</p><p>Was immer es war und wo immer es herkam, das Gesch�pf war auf jeden Fall erzogen. Das wiederum gab Hinweise auf andere Dinge, auf zwingende Gr�nde, warum die Kif vielleicht tats�chlich aufgebracht waren �ber den Verlust dieses Gegenstandes und warum sie bei der Suche so wenig auf �ffentlichkeit bedacht waren.</p><p>Sie schaltete auf Intraschiff. �Hilfy.�</p><p>�Tante?� kam nach einem Moment Hilfys Antwort. �Erkundige dich nach dem Zustand des Eindringlings!�</p><p>�Ich beobachte gerade, wie sie ihn behandeln. Tante, ich glaube, es ist ein <emphasis>er,</emphasis> wenn es irgendeine Analogie der Form und��</p><p>�K�mmere dich jetzt nicht um Zoologie! Wie schwer ist es verletzt?�</p><p>�Es hat einen Schock, aber es scheint wieder kr�ftiger zu sein als noch vor einem Moment! Es�� er�� wurde ruhig, als wir es geschafft haben, ein Narkotikum auf die Kratzer zu tun. Ich glaube, er konnte sich dann ausrechnen, dass wir zu helfen versucht haben, und h�rte auf zu k�mpfen. Wir dachten schon, die Droge h�tte ihn geschafft, aber sein Atem geht jetzt besser.�</p><p>�Wahrscheinlich wartet es nur auf seine Gelegenheit. Wenn du es sicher eingesperrt hast, dann �bernimm deine Schicht bei den Dockarbeiten, da du so eifrig darauf aus warst, einen Blick nach drau�en zu werfen. Die anderen werden dir deine Arbeit zeigen. Sag Haral, sie soll zum Unterdeck-Op kommen! Sofort!�</p><p>�Ja, Tante.� In Hilfys Stimme lag kein Schmollen. Der j�ngste Verweis durfte sich noch nicht verschlissen haben. Pyanfar unterbrach die Verbindung und lauschte in der Zwischenzeit auf das Stationsgeschw�tz, sehnte sich vergeblich nach etwas, das Klarheit in die Sache brachte.</p><p>Haral kam herbeigeeilt, schwei�durchtr�nkt, blutbespritzt und atemlos. Sie verbeugte sich kurz unter der T�r und richtete sich wieder auf. Sie war die �lteste der Mannschaft, gro� und mit einer dunklen Narbe �ber die breite Nase hinweg sowie einer weiteren auf dem Bauch, aber die stammten noch aus ihrer wilden Jugend.</p><p>�Mach dich sauber�, sagte Pyanfar, �nimm dir Geld und geh Einkaufen, Kusine! Geh zu den Zweithandm�rkten und tue so, als w�rest du auf eigene Faust unterwegs. Die Ware, die ich haben m�chte, wird vielleicht schwer zu finden sein, aber an einem Ort wie Treffpunkt nicht unm�glich, wie ich meine. Ein paar B�cher, wenn du so willst�� ein Mahendo�sat- Lexikon, eine Mahendo�sat-Version ihrer heiligen Schriften. Den Philosophen Kohboranua oder einen anderen von dieser Sorte, das ist mir v�llig egal. Und einen Mahendo�sat- Symbol�bersetzer, seine Module und Handb�cher, von den elementaren an aufw�rts, so viele Niveaus, wie du nur finden kannst� und vor allem diese Ware. Der Rest dient nur der Bem�ntelung. Wenn man dir Fragen stellt�� ein Klient hat ein religi�ses Interesse.�</p><p>Haral verneigte sich in Annahme des Befehls und fragte nichts. Pyanfar steckte die Hand tief in die Tasche und brachte eine kunterbunte Sammlung von M�nzen mit gro�em Nennwert zum Vorschein, einen ganzen Haufen davon.</p><p>�Und vier goldene Ringe�, f�gte sie hinzu.</p><p>�Kapit�n?�</p><p>�Um euch alle daran zu erinnern, dass sich die <emphasis>Stolz</emphasis> um ihre eigenen Angelegenheiten k�mmert. Dr�ck das so aus, wenn du sie ihnen gibst. Es wird eure Gef�hle bes�nftigen, hoffe ich, wenn wir es uns entgehen lassen m�ssen, uns hier eine Freiheit herauszunehmen, wie es sehr gut sein kann. Aber wenn du redest und Argwohn bez�glich dieser Dinge erregst, Haral Araun, dann wirst du kein Ohr mehr haben, um sie daran zu tragen.�</p><p>Haral grinste und verneigte sich ein drittes Mal.</p><p>�Geh!� sagte Pyanfar, und Haral huschte in eifriger Hingabe hinaus.</p><p>So. Es war ein Risiko, aber eines von der kleineren Sorte. Pyanfar lie� sich die Dinge kurz durch den Kopf gehen, ging dann aus dem Op-Raum hinaus und den Korridor hinab, nahm den Lift zur mittleren Ebene, wo sich ihre Quartiere befanden, hinaus aus dem schrecklichen Gestank der Desinfektionsmittel, der das Unterdeck erf�llte.</p><p>Mit einem Seufzer schloss sie die T�r hinter sich, ging ins Bad und wusch sich die H�nde�� achtete darauf, dass kein Fleischfetzen an der Unterkr�mmung der Krallen h�ngenblieb��, untersuchte die feinen seidenen Kniehosen, um sicherzugehen, dass sie keine Blutspritzer abbekommen hatten. Mit Hilfe einer Dosis Parf�m beseitigte sie die Erinnerung in der Nase.</p><p>Dummheit. Sie wurde schwerf�llig wie ein Stsho, da sie es nicht geschafft hatte, zu allererst den Eindringling festzuhalten. <emphasis>Alt</emphasis> war kein Wort, an das sie gerne dachte. Langsam im Kopf, zerstreut, deshalb hatte sie zugeschlagen wie eine Jugendliche auf ihrem ersten Beutezug.</p><p>Faul. Das h�rte sich eher danach an. Sie t�tschelte sich den flachen Bauch und entschied, dass der jahrelange erfreuliche Umfang ihres G�rtels erneut verengt werden musste. Sie verlor ihre Kanten. Ihr Bruder Kohan war noch fit genug, so planetengebunden er auch war und ohne die Gabe der Zeitdehnung des Sprunges; er schaffte es. Zank mit anderen M�nnern und zwei S�hne aus dem Haus zu werfen hielt sein Blut in Schwung, und es gab �blicherweise jederzeit ein Trio von Gef�hrtinnen im Haus, mit Nachwuchs, der zu z�chtigen war. Es wurde langsam Zeit, dachte sie, die <emphasis>Stolz</emphasis> ins Heimatdock von Anuurn zu bringen, damit das Schiff sorgf�ltig �berholt werden konnte und sie selbst den Aufenthalt mit ihrem eigenen Gef�hrten Khym hoch in den Kahin-Bergen verbringen konnte, auf den Liegenschaften der Mahn. Den Duft der Heimatwelt f�r ein paar Monate wieder in die Nase zu bekommen. Ein wenig jagen, sich das zus�tzliche Loch in ihrem G�rtel ablaufen. Nach ihrer Tochter Tahy schauen und nachsehen, ob dieser Sohn von ihr immer noch umherwanderte oder ob ihm schlie�lich jemand dazu verholfen hatte, sich das Genick zu brechen. Gewiss h�tte der Bursche die �bliche H�flichkeit aufgebracht, durch Khym oder Kohan eine Nachricht zu schicken, wenn er sich irgendwo niedergelassen h�tte; und vor allem nach ihrer Tochter schauen, die�� die G�tter wussten es�� erwachsen war und weich wurde, weil sie im Haus ihres Vaters h�ngenblieb, und das zwischen einem Dutzend anderer T�chter, die �berwiegend bruderlos waren. Sohn Kara sollte sich mit irgendeiner noch verf�gbaren Ehefrau niederlassen und seiner Schwester eine gewinnbringende Besch�ftigung geben, die ihn reich machte�� das vor allem: sich niederlassen und seinem Vater und seinem Onkel nicht in die Quere kommen. Ambiti�s, so war Kara. Sollte der junge W�stling doch versuchen, sich seinem Onkel Kohan zu n�hern, und es w�re seine letzte Tat. Pyanfar bog die Krallen bei diesem Gedanken und erinnerte sich daran, warum alle ihre Heimatferien immer nur kurz waren.</p><p>Aber das jetzt, diese Geschichte mit diesem bisschen entflohenen Leben, das sich an Bord verirrt hatte und das vielleicht Besitztum der Kif war.., der ehrenwerte Lord Kohan Chanur, ihr Bruder, w�rde ein Wort �ber diese Sorglosigkeit der Besatzung seines Schiffes zu sagen haben, dass sie es zugelassen hatte, in einen solchen Zwischenfall verwickelt zu werden.</p><p>Und es w�rde eine gr��ere Umstrukturierung im Haushalt erfolgen, wenn Hilfy etwas zustieߠ� der bruderlosen Hilfy, die zu sehr zu einer Chanur geworden war, um noch einem Bruder zu folgen, wenn ihre Mutter ihr jemals noch einen verschaffen w�rde. Hilfy Chanur <emphasis>par</emphasis> Faha, die sich mehr als nach allem anderen nach den Sternen sehnte und die sich an ihren Vater klammerte als den einen, der sie ihr geben konnte. Es war Hilfys lebenslang erwartete Gelegenheit, diese Reise, diese Ausbildung auf der <emphasis>Stolz.</emphasis></p><p>Es hatte Kohans verliebte Seele zerrissen, Abschied von seiner Favoritin zu nehmen; das war deutlich dem Brief zu entnehmen, den er Hilfy mitgegeben hatte.</p><p>Pyanfar sch�ttelte den Kopf und �rgerte sich. Diese Besatzung aus vier Lumpen-Ohrigen im Gefolge dieser Angelegenheit um einen Heimaturlaub zubringen, war eine Sache, aber Hilfy zur�ck nach Anuurn zu schicken, w�hrend sie einen gr��eren Streit mit den Kif austrug, eine andere. Es w�rde teuer werden, den heimw�rtigen Kurs abzuk�rzen. Und mehr, Hilfys Stolz w�rde sterben, wenn sie der Grund f�r diese Neufestsetzung des Kurses w�re, wenn sie gezwungen sein sollte, nach pl�tzlicher R�ckkehr in den Haushalt wieder ihren Schwestern gegen�berzustehen; und Pyanfar gestand sich selbst ein, dass sie an diesem Fratz hing, der wollte, was auch sie in diesem Alter gewollt hatte, die wahrscheinlich tats�chlich einmal ein Chanur-Schiff befehligen <emphasis>w�rde,</emphasis> vielleicht sogar�� mochten die G�tter die Stunde hinausz�gern�� die <emphasis>Stolz</emphasis> selbst. Pyanfar dachte an ein solches Verm�chtnis� eines Tages, an dem Kohan seine Bl�tezeit hinter sich lie� und sie ebenfalls. Andere im Haus der Chanur waren eifers�chtig auf Hilfy, warteten auf eine Gelegenheit, ihre Eifersucht auszulassen. Aber Hilfy <emphasis>war</emphasis> die Beste. Die Kl�gste und Beste, wie Pyanfar und Kohan, und bis jetzt hatte niemand etwas anderes beweisen k�nnen. Welcher junge Mann auch immer nach Kohans Niedergang die Chanur-Holding gewann, er w�re gut beraten, wachsam zu sein und Hilfy zu gefallen, oder Hilfy mochte sich einen Gef�hrten nehmen, der dem Eindringling die Ohren abriss. So war Hilfy eben, ihrem Vater und dem Haus treu.</p><p>Und diesen Geist zu zerst�ren oder ihr Leben wegen dieses beschmutzten Au�enseiters zu riskieren, war es nicht wert. Vielleicht, dachte Pyanfar, sollte sie die bittere Pille schlucken und die Kreatur auf dem n�chsten Kif-Schiff absetzen. Sie �berlegte das ernsthaft. Wenn sie dabei das falsche Kif-Schiff aussuchte, dann gab es unter Umst�nden einen lebhaften Spa�; es w�rde Aufruhr geben bei den Kif und Best�rzung auf der Station. Aber im Grunde blieb Nachgeben verabscheuenswert.</p><p>G�tter! Auf diese Weise hatte sie also vor, der jungen Hilfy den Umgang mit Schwierigkeiten beizubringen. <emphasis>Das</emphasis> war das Beispiel, das sie gab:�� �bergeben, was sie besa�, weil sie glaubte, dass es vielleicht gef�hrlich war, es zu behalten.</p><p>Sie wurde <emphasis>tats�chlich</emphasis> weich. Erneut t�tschelte sie ihren Bauch und entschied sich gegen einen Heimaturlaub am Ende der Reise, gegen eine weitere Liegezeit und gegen einen weiteren Mahn-Nachkommen, der die Dinge durcheinander brachte. Entschied sich gegen den R�ckzug. Sie holte tief Atem und setzte ein grimmiges L�cheln auf. Das Alter kam, und die Jungen wurden alt, aber nicht zu alt, den G�ttern sei es gedankt. Auf dieser Reise w�rde die junge Hilfy Chanur das Gebaren zu rechtfertigen lernen, mit dem sie durch die Korridore des Schiffes marschierte, wirklich.</p><p>An ein Verlassen des Schiffes war nicht zu denken, solange die Dinge an Bord noch im Fluss waren. Pyanfar ging in die kleine, zentral gelegene K�che, die Steuerbordkr�mmung von ihrem Quartier und der Br�cke hinauf, und fuhrwerkte herum, um sich eine Tasse Gfi aus dem Spender zu holen, sich an den Tisch neben dem Ofen zu setzen und das Zeug in Ruhe zu genie�en, w�hrend sie wartete, bis ihre Besatzung reichlich Zeit gehabt hatte, sich um den Au�enseiter zu k�mmern. Sie gab ihnen noch ein wenig zu, warf schlie�lich die leere Tasse in den Sterilizer, stand auf und ging wieder zum Unterdeck hinab, wo die Korridore stark nach Desinfektionsmitteln stanken und Tirun herumlungerte, an die Wand neben der T�r zum Unterdeckswaschraum gelehnt. �Nun?� fragte Pyanfar.</p><p>�Wir haben es da hineingesteckt, Kapit�n. Am leichtesten sauberzumachen, mit deiner Erlaubnis. Haral ist gegangen. Chur und Geran und <emphasis>ker</emphasis> Hilfy sind drau�en beim Laden. Dachte, jemand sollte bei der T�r bleiben und lauschen, ob die Kreatur auch wirklich in Ordnung ist.�</p><p>Pyanfar legte die Hand auf den Schalter und blickte zur�ck zu Tirun�� Harals Schwester und genauso breit und solide, mit den schon gut verwitterten Narben der Jugend und dem Gold erfolgreicher Reisen am linken Ohr. Sie beide zusammen konnten mit dem Alien fertigwerden �berlegte sie, unter allen Umst�nden. �Gibt es irgendwelche Anzeigen, dass es den Schock �berwindet?�</p><p>�Es verh�lt sich ruhig; flacher Atem, der Blick an irgendeinen anderen Ort gerichtet�� aber sich dessen bewusst, was vorgeht. Hat uns einen Moment lang erschreckt; wir dachten, es habe durch die Medizin einen Schock erlitten, aber ich glaube, es wurde einfach ruhig, als der Schmerz aufh�rte. Wir haben versucht, ihm mit unserer Umgangsweise verst�ndlich zu machen, dass wir es nicht verletzen wollen. Vielleicht hat es das kapiert. Wir haben es hier hineingetragen, und es hat sich niedergelegt und nicht mehr bewegt�� au�er w�hrend unserer Behandlung, aber nicht widerspenstig, sondern mehr, als h�tte es zu denken aufgeh�rt, als h�tte es auch aufgeh�rt, irgendwas zu tun, wozu es nicht gezwungen war. Ersch�pft, w�rde ich sagen.�</p><p>�Hm.� Pyanfar dr�ckte gegen den Riegel. Das dunkle Innere des Waschraumes roch ebenfalls antiseptisch, nach dem St�rksten, was sie in der Beziehung hatten. Die Lichter waren herabgedimmt, die Luft erstickend warm und trotz des antiseptischen Gestanks mit einem Geruch durchsetzt. Ihre Augen verfehlten die Kreatur einen Augenblick lang, suchten �ngstlich und machten sie in der Ecke aus, ein Haufen Decken zwischen der Duschbox und der Waschk�che� schlafend oder wachend�� das konnte sie nicht erkennen��, den gesenkten Kopf in den Unterarmen geborgen. Ein gro�er Wasserbeh�lter und ein Plastikteller mit ein paar Fleischstreifen und �brig gebliebenen Kr�meln stand neben ihm auf den Fliesen. Na ja, wiederum. Es war also ein Fleischfresser und letztlich gar nicht so empfindlich, wo ihm der Appetit verblieben war. Soviel zu seinem Zusammenbruch. �Ist es gefesselt?�</p><p>�Die Kette reicht bis zur Toilette, wenn es begreift, wozu die gut ist.�</p><p>Pyanfar trat zur�ck und wieder nach drau�en und schloss die T�r. �Das begreift es sehr wahrscheinlich. Tirun, es <emphasis>ist</emphasis> intelligent, oder ich bin blind. Geh nicht davon aus, dass es keine Schalter bedienen kann. Niemand darf allein hineingehen, und niemand darf Feuerwaffen in seine N�he bringen. Gib diesen Befehl pers�nlich an die anderen weiter, auch an Hilfy! Besonders an Hilfy.�</p><p>�Ja, Kapit�n.� In Tiruns breitem Gesicht war keine Meinung erkennbar. Die G�tter mochten wissen, was sie mit der Kreatur nur <emphasis>machen</emphasis> sollten, wenn sie sie behielten. Tirun fragte nicht. Pyanfar schlenderte davon, dachte �ber die Szene hinter der T�r des Waschraumes nach, den Haufen t�uschender Decken, das so gesund verzehrte Essen, den �berwundenen Zusammenbruch� es war nicht dumm, dieses Gesch�pf, das zweimal das Sicherungssystem ihres Schiffes auf die Probe gestellt und beim dritten Versuch Erfolg darin gehabt hatte, an Bord zu gelangen. Warum die <emphasis>Stolz?</emphasis> fragte sie sich. Warum ihr Schiff und nicht eines der anderen am Dock? Weil sie die letzten in der Sektion waren, bevor das Schott des Dockverschlusses die Kreatur m�glicherweise zwang, irgendein Versteck zu verlassen, und sie die letzte Chance gewesen waren? Oder gab es irgendeinen anderen Grund?</p><p>Sie durchquerte den Korridor zur Luftschleuse und dann den Rampengang, kam schlie�lich aus dessen gekr�mmter und gerippter L�nge hinaus in die kalte Luft der Dockanlagen. Beim Herauskommen blickte sie nach links, und dort war Hilfy, die zusammen mit Chur und Geran Kanister verlud, die gro�en Frachtcontainer vom seitlichen Transportgestell der Station auf das Flie�band rollte, das die G�ter in die Lader�ume der <emphasis>Stolz</emphasis> trug, bezahlte Fracht auf ihrem Weg nach Urtur und Kura und Touin und Anuurn selbst, Stsho-Fracht, Gebrauchsg�ter und Textilien und Arzneimittel, gew�hnliches Zeug. Hilfy hielt bei ihrem Anblick inne, atmete schwer vor Anstrengung und schien bereits dicht vor einem Zusammenbruch zu stehen, richtete sich v�llig auf, die H�nde an den Seiten und die Ohren zur�ckgelegt, mit wogendem Bauch. Es war eine harte Arbeit, mit diesen Kanistern umzugehen, besonders, wenn man ungeschickt war und nicht daran gewohnt. Chur und Geran arbeiteten weiter, waren von kleiner Statur und drahtig, kannten die Gleichgewichtspunkte genauestens. Pyanfar t�uschte vor, ihre Nichte nicht zu bemerken, und ging mit weit ausholenden Schritten weiter, l�ssig und dabei vor sich hin l�chelnd. Hilfy war m�chtig emp�rt gewesen, dass es ihr verwehrt wurde, hinaus zum Stationsmarkt zu rennen, uneskortiert umherzuschweifen und bei diesem ihrem ersten Besuch in Treffpunkt, wo Spezies andockten, die niemals die Heimatwelt besuchten, eine Besichtungstour zu machen�� Anblicke, die sie auf Urtur und Kura vermisst hatte, wo sie ebenfalls an Bord des Schiffes eingepfercht gewesen war oder dicht am Liegeplatz der <emphasis>Stolz</emphasis> festgehalten. Dieser Fratz besa� mehr Enthusiasmus, als gut f�r ihn war. Also bekam sie den Blick auf die ber�hmten Docks von Treffpunkt, den sie hatte haben wollen�� jetzt, an genau diesem Tag��, aber nicht die Besichtungstour ihrer jugendlichen Vorstellungswelt.</p><p>Beim n�chsten Besuch in der Station, dachte Pyanfar, beim n�chsten Besuch w�rde ihre Nichte vielleicht genug gelernt haben, um ohne Begleitung losgelassen werden zu k�nnen, wenn dieser wild blickende Eifer nachgelassen hatte, wenn sie aus diesem Zwischenfall gelernt hatte, dass in Docks Gefahren lauerten und ein wenig Vorsicht unumg�nglich war, selbst wenn man den freundlichsten aller H�fen durchstreifte.</p><p>Sie selbst nahm den direkten Weg, nicht ohne ihre Umgebung im Auge zu behalten.</p></section><section><title><p>Zweites Kapitel</p></title><p>Ein Besuch bei den Beamten der Treffpunktstation war normalerweise eine gem�chliche und angenehme Sache. Die ruhigen und w�rdevollen Stsho betrieben die �mter und B�ros auf dieser Seite der Station, wo die Sauerstoffatmer andockten. Da allzu methodisch, konnten die Stsho erm�dend sein, voller grenzenlos feinsinniger Bedeutungen in ihren Pastellverzierungen und den T�towierungen ihrer perlenfarbenen H�ute. Sie waren eine weitere haarlose Spezies�� stengeld�nn, dreigeschlechtlich und nur unter �u�erster Strapazierung der Vorstellungskraft als hani�hnlich zu betrachten, wenn auch Augen, Nase und Mund in biologisch passender Ordnung eine �hnlichkeit begr�ndeten. Ihre Verhaltensweisen waren in ihren eigenen Reihen bizarr. Aber die Stsho hatten es gelernt, ihre methodische Arbeitsweise und ihre Zeremonienhaftigkeit dem Hani-Geschmack anzupassen, was bedeutete, einen weichen Sessel zu haben, eine bereitstehende Tasse mit Kr�utertee, eine Platte voller exotischer Esswaren und ein Individuum, das so angenehm wie m�glich war bez�glich der Form und der Statistiken und das alles wie ein gem�tliches Schw�tzchen gestalten konnte.</p><p>Dieser Stsho war unvertraut. Stsho wechselten Beamte bereitwilliger aus als ihre Verzierungen. Entweder hatte ein anderes Individuum die Leitung der Treffpunktstation �bernommen, vermutete Pyanfar, oder ein Stsho, den sie einmal gekannt hatte, war in eine neue Phase eingetreten. Neue Begebenheiten? fragte sich Pyanfar unter dem Ansto� eines kleinen und prickelnden Instinktes�� neue Begebenheiten? Frei herumlaufende Au�enseiter und Machtk�mpfe bei den Stsho? Alle Ver�nderungen waren verd�chtig, wenn etwas aus der Tasche gefallen war. Wenn er derselbe war wie der vorherige Stationsleiter, dann hatte er das Muster all des fein ausgearbeiteten Silberfiligrans und der Federn gewechselt�� blau und kalkig jetzt, nicht mehr blau und Minze; und wenn das stimmte, dann war es alles andere als h�flich, die renovierte Person zu erkennen, selbst wenn eine Hani die Identit�t vermutete.</p><p>Der Stsho bot Delikatessen und Tee an, verneigte sich, faltete <emphasis>gtst</emphasis> stengelhafte Glieder�� <emphasis>er, sie</emphasis> oder sogar es konnte man bei Stsho kaum sagen��, und setzte <emphasis>gtst</emphasis> in <emphasis>gtst</emphasis> Schalensessel, eine gepolsterte Vertiefung im Boden des B�ros. Der erforderliche Tisch erhob sich vor <emphasis>gtst</emphasis> auf einem Sockel. Pyanfar nahm die gegen�berliegende Vertiefung ein, st�tzte sich auf einen Ellbogen und langte nach dem ger�ucherten Fisch, den der Nieder-Status-Diener des Stsho auf einem �hnlichen Tisch links von ihr abgestellt hatte. Der Diener, schmucklos und ein Niemand, sa� an der Wand, die Knie angezogen und h�her als <emphasis>gtst</emphasis> Kopf, die Arme um die staksigen Kn�chel gelegt, und wartete darauf, sich n�tzlich machen zu k�nnen. Der Stsho-Beamte nahm ebenfalls ein St�ck vom Fisch und goss Tee ein, w�rdevolle Gesten der Stsho-Eleganz und��Gastfreundlichkeit. Gefiederte und kosmetisch vergr��erte Brauen nickten zierlich �ber Mondsteinaugen, als <emphasis>gtst</emphasis> aufblickte�� wei�e Brauen, deren T�nung sich zu Lila und Blau verlagerte; blaue Zeichnungen auf der gew�lbten Stirn, die auf dem haarlosen Sch�del zu Kalkwei� verblassten. Ein anderer Stsho w�rde nat�rlich die Muster genauestens lesen k�nnen, die Station auf dem Lebensweg, die erw�hlte Stimmung f�r diese Phase von <emphasis>gtst</emphasis> Existenz, die Verbindungen und Erscheinungsformen und dazu <emphasis>gtst</emphasis> Zug�nglichkeit. Nicht-Stsho wurden ihre �bertretungen vergeben; und ein Stsho in der Erscheinungsform des R�ckzuges w�rde wahrscheinlich kein �ffentliches Amt einnehmen.</p><p>Pyanfar startete einen vorsichtigen Versuch zum Thema des Au�enseiters: �Die Dinge sind hier ruhig verlaufen?�</p><p>�Oh, sicherlich.� Der Stsho strahlte, l�chelte mit schmalem Mund und schmalen Augen, ein Fleischfresserverhalten, obwohl die Stsho nicht aggressiv waren. �Sicherlich.�</p><p>�Auf meiner Welt auch�, sagte Pyanfar und nippte an ihrem Tee, der ein Gew�rzaroma besa�, das all ihre Nebenh�hlen entz�ckte. �Kr�uter. Aber welche?�</p><p>Der Stsho l�chelte sogar noch breiter. �Ah; Von meiner Welt importiert. Wir f�hren sie hier in unseren �mtern ein. Zollfrei. Neue Anbautechniken machen sie f�r den Export tauglich. Zum erstenmal, verstehen Sie. Die allererste Fracht im Angebot. Sehr selten, ein Geschmack von meiner sehr fernen Welt.�</p><p>�Kosten?�</p><p>Sie diskutierten dar�ber. Sie waren emp�rend, aber der Stsho ging, wie vorherzusehen gewesen war, damit herunter, besonders, als er mit Hani-Delikatessen in Versuchung gef�hrt wurde, die Pyanfar von den Docks in die B�ros zu karren versprach. Pyanfar verlie� diese notwendige Unterredung in bester Laune. Tauschhandel tat ihr so gut wie das Atmen heimischer Luft.</p><p>Sie nahm den Lift hinunter zur Dock-Ebene, direkt hinunter, ohne durch die verschiedenen Seitenkorridore zu gehen, die sie h�tte nehmen k�nnen. Sie ging den langen Weg zur�ck zum Liegeplatz der <emphasis>Stolz,</emphasis> schlenderte beil�ufig durch die Docks, die sich vor und hinter ihr aufw�rts erstreckten, sich vor ihr entfalteten, w�hrend sie ging, �mter und B�ros auf der einen Seite und die hohen mobilen Signalbr�cken auf der anderen, T�rme, deren Spitzen auf die ferne Achse von Treffpunkt zielten, so dass die entferntesten von ihnen auf dem gekr�mmten Horizont irrsinnig vorn�bergebeugt wirkten. Bildschirme gaben in periodischen Intervallen Informationen �ber Ank�nfte, Abfl�ge und Schiffe im Dock, von welchem Hafen sie kamen und welche Fracht sie mitf�hrten, und sie betrachtete sie forschend im Vor�bergehen.</p><p>Ein Wagen kam auf dem Dock von hinten an ihr vorbeigeschossen; kugelf�rmig und verschlossen webte er seinen Weg an Kanistern und Passanten und Kabeln vorbei, mit gr��erer Geschwindigkeit, als sie ein automatisches Fahrzeug benutzt h�tte. Es war mehr als wahrscheinlich, dass ein Methanatmer es steuerte, irgendein Beamter von jenseits der Trennungslinie, die sich zwischen den unvereinbaren Realit�ten von Treffpunkt erstreckte.</p><p>Tc�a betrieben jene Seite der Station, gewundene Wesen von ledrigem Gold, vollkommen fremdartig mit ihren vielteiligen Gehirnen�� sie trieben Handel mit den Knnn und den Chi, blieben im allgemeinen unter sich und hatten wenig mit den Hani oder auch nur den Stsho zu schaffen, mit denen sie Bau und Betreibung von Treffpunkt teilten. Die Tc�a hatten nichts gemein mit dieser Seite der Linie, nicht einmal Ambitionen; und die Knnn und die Chi waren sogar noch seltsamer, noch weniger beteiligt an den Welten und Regierungen und Territorien des Paktes. Pyanfar sah zu, wie das Fahrzeug dahinglitt, den Horizont der Treffpunkt-Docks hinauf, und der Sektionsverschluss entzog es ihrem Blick, als es mit eiligem Zickzackkurs dahinhuschte, was an sich schon daf�r sprach, dass ein Tc�a-Gehirn an den Kontrollen sa�. Von <emphasis>ihnen</emphasis> gingen keine Schwierigkeiten aus� es gab keine M�glichkeit, dass sie etwas mit diesem Alien, diesem Au�enseiter zu tun gehabt haben k�nnten; ihre Gehirne waren so andersartig wie ihre Atemorgane. Pyanfar blieb stehen und starrte zu den nahegelegenen Registriertafeln hinauf, durchsiebte die unwahrscheinlichen und un�bersetzbaren Methanatmer-Namen nach vertrauteren Registrierungen�� nach potentiellen Schwierigkeiten und m�glichen Verb�ndeten in einer Krise. F�r letzteres gab es nur wenig Auswahl an diesem Apog�um des planlosen Kurses der <emphasis>Stolz.</emphasis></p><p>Es <emphasis>gab</emphasis> ein weiteres Hani-Schiff im Dock, die <emphasis>Handurs Reisende.</emphasis> Sie kannte entfernt ein paar Angeh�rige der Handur-Familie. Sie stammten von Anuurns anderer Halbkugel, waren weder Rivalen noch enge Verb�ndete, da beide Familien auf Anuurn nichts teilten. Es gab eine Menge Stsho-Schiffe, was hier am Rande des Stsho-Raumes zu erwarten war. Eine Menge Mahendo�sat, durch deren Territorium die <emphasis>Stolz</emphasis> k�rzlich gekommen war.</p><p>Und auf der Seite der Schwierigkeiten gab es vier Kif, von denen sie einen kannte: <emphasis>Kut,</emphasis> befehligt von einem gewissen Ikkukkt, einem alternden Schurken, dessen Stil es war, zu erlauben, dass die Kanister eines anderen Schiffes mit seinen auf dem Dock vermengt wurden, und dann irgendeinen leicht zu verwirrenden Eigner einzusch�chtern, der vielleicht protestierte. F�r sich allein war er nur ein kleines Problem. Kif in Gruppen konnten anders sein, und sie kannte die anderen nicht.</p><p>�Ha!� rief sie, als sie am Dockbereich eines Mahendo�sat vorbeikam, an einem Schiff namens <emphasis>Mahijiru,</emphasis> wo einige dieser hochgewachsenen und dunkelpelzigen Rasse sich um ihre Angelegenheiten k�mmerten, fluchten und sich die K�pfe kratzten wegen eines Problems mit einem Verbindungsreifen, einem Verschlussring, der ordentlich zerlegt zwischen den wartenden Kanistern �ber das ganze Deck verteilt war. �Haben Sie eine gute Reise, <emphasis>Mahe?�</emphasis></p><p>�Ah, Kapit�n.� Der Mahe im Mittelpunkt rappelte sich auf, und die anderen folgten seinem Beispiel, w�hrend er auf sie zuging, sich vorsichtig seinen Weg zwischen den St�cken des Rings hindurch suchte. Jede gutgekleidete Hani war f�r einen Mahendo�sat Kapit�n; die Mahendo�sat irrten sich lieber mit einem Kompliment als auf andere Weise. Aber nach seinen Goldz�hnen zu urteilen, war dieser wahrscheinlich Kapit�n seines eigenen Frachters.</p><p>�Sie verkaufen?�</p><p>�Was verkaufen?�</p><p>�Was haben?�</p><p>�Hai, <emphasis>Mahe,</emphasis> was brauchen?�</p><p>Der Mahendo�sat grinste, ein strahlend goldenes Blitzen mit scharfen Schneiden. Nat�rlich begann niemand einen Handel, indem er Bedarf eingestand.</p><p>�Brauche ein paar Kif weniger in der Station�, beantwortete Pyanfar ihre eigene Frage, und der Mahendo�sat lachte pfeifend und nickte zustimmend.</p><p>�Wahr, wahr�, sagte Goldzahn irgendwo zwischen Humor und Emp�rung, als habe er eine pers�nliche Geschichte zu erz�hlen. �Winselnde Kif wir w�nschen Ihnen Ende des Docks, guter Kapit�n, ehrbarer Kapit�n. <emphasis>Kut</emphasis> nicht gut. <emphasis>Hukan</emphasis> noch weniger gut, und <emphasis>Lukkur</emphasis> dasselbe. Aber <emphasis>Hinukku</emphasis> machen neue Art Handel nicht gut. Warten in Station, warten nicht gehen selben Kurs mit <emphasis>Hinukku,</emphasis> guter Kapit�n.�</p><p>�Was, <emphasis>bewaffnet?�</emphasis></p><p>�Wie Hani, vielleicht.� Goldzahn grinste, als er das sagte, und Pyanfar lachte, gab vor, dass es ein guter Witz sei.</p><p>�Wann haben Hani jemals Waffen?� fragte sie. Der <emphasis>Mahe</emphasis> hielt das auch f�r einen guten Witz. �Verkaufe Ihnen zwei Zentner Seide�, bot Pyanfar an. �Stationszoll fressen meinen ganzen Gewinn.�</p><p>�Ah, zu schlecht. Harte Arbeit, das hier.� Sie scharrte mit dem Fu� in Richtung des unp�sslichen Ringes. �Ich kann Ihnen sehr gute Hani-Werkzeuge leihen, Edelstahl, zwei sehr gute Hani-Schwei�er. Faha-Haus-Produkte.</p><p>�Ich leihen Ihnen gut Qualit�t Illustrationen.�</p><p>�Illustrationen!�</p><p>�Vielleicht eines Tages gro�en Mahen-K�nstler, Kapit�n.�</p><p>�<emphasis>Dann</emphasis> kommen Sie zu mir. Ich behalte meine Seide.�</p><p>�Ah, ah, ich machen Sie beehren mit Illustrationen, Kapit�n, aber nein, ich bitten Sie gehen kein Risiko ein. Ich haben stattdessen kleine Zahl sehr feiner Perlen wie Sie tragen.�</p><p>�Ah.�</p><p>�Geben Ihnen Sicherheit f�r leihen Ger�te und Schwei�er.</p><p>Mein Mann hier kommen zu Ihnen bald holen Werkzeuge. Zeigen Ihnen Perlen gleiche Zeit.�</p><p>�F�nf Perlen.�</p><p>�Wir sehen Werkzeuge, Sie sehen zwei Perlen.�</p><p>�Sie bringen vier.�</p><p>�Fein. Sie suchen am besten drei aus.�</p><p>�Alle vier, wenn sie nicht vom besten sind, mein guter, mein gro�er Mahe-Kapit�n.�</p><p>�Sie sehen�, schwor er. �Absolut beste. <emphasis>Drei</emphasis>.�</p><p>�Gut.� Sie grinste fr�hlich, ber�hrte den dicknageligen <emphasis>Mahe</emphasis> von Hand zu Hand und schlenderte davon, grinste immer noch, damit alle Passanten es sehen konnten, aber das Grinsen verschwand, sobald sie am Ring ihrer Kanister vorbei war und �ber den n�chsten Liegeplatz schritt.</p><p>So. Kif-�rger hatte angedockt. Es gab Kif und Kif, und in dieser Diebeshierarchie gab es einige Schiffskapit�ne, die dazu neigten, als R�delsf�hrer f�r Unheil mit h�chstem Einsatz zu dienen, und einige Auserw�hlte, die in der Tat sehr gro�e Probleme bedeuteten.</p><p>Mahendo�sat-�bersetzungen waren immer schwierig, aber es h�rte sich unbehaglich nach einem von den letzteren an. Bleiben Sie im Dock, hatte der Mahendo�sat empfohlen; nicht das Auslaufen wagen, solange der Kif nicht verschwunden war. Das war Mahendo�sat- Strategie. Sie funktionierte nicht immer. Sie konnte die <emphasis>Stolz</emphasis> im Dock liegen und eine monstr�se Rechnung auflaufen lassen, und sie w�rde dann immer noch keine Garantie eines sicheren Kurses nach drau�en haben; oder sie konnte fr�hzeitig auslaufen und hoffen, dass die Kif <emphasis>nicht</emphasis> vermuteten, was sie an Bord hatte�� hoffen, dass die Kif wenigstens auf etwas Einfacheres zu kauen warten w�rden als eine Mundvoll Hani.</p><p>Hilfy. Diese Sorge beherrschte ihre �berlegungen. Zehn friedliche Reisen, zehn Reisen voller schmerzlicher, knochenerm�dender Ruhe� und jetzt das.</p><p>Die Docks voraus schienen alle ruhig zu sein, dort oben, wo die <emphasis>Stolz</emphasis> angelegt hatte und ihre Leute drau�en am Ladeband arbeiteten, wie sie es auch tun sollten, und die Post und die Fracht an Bord schafften. Haral war zur�ck und arbeitete mit den anderen zusammen; es erleichterte sie, das zu sehen. Auch Tirun war jetzt drau�en, und Hilfy musste hineingegangen sein; die anderen beiden waren Geran und Chur, schm�chtige Gestalten neben Haral und Tirun. Sie entdeckte keinen Grund zur Eile. Hilfy hatte wahrscheinlich mittlerweile genug und sich nach drinnen zur�ckgezogen, um den Au�enseiter zu bewachen�� mochten die G�tter geben, dass sie vor der T�r blieb und davon absah, sich mit ihm zu befassen.</p><p>Aber die Mannschaft erblickte sie, als sie n�her kam, und urpl�tzlich zeigten die Gesichter verzweifelte Erleichterung und richteten sich die Ohren auf, so dass sich Pyanfars Herz unter der Vorahnung von etwas entschieden Falschem verkrampfte. �Hilfy?� fragte sie als erstes, als Haral ihr entgegenkam; die drei anderen machten mit den Ladearbeiten weiter, allzu gesch�ftig f�r diese �ngstlichen Blicke, spielten die Rolle von voll in Anspruch genommenen Arbeiterinnen.</p><p><emphasis>�Ker</emphasis> Hilfy ist sicher an Bord�, berichtete Haral schnell. �Kapit�n, ich habe die Dinge, die du wolltest, ins Unterdeck-Op gebracht, alles. Aber �berall, wohin ich ging, waren Kif, Kapit�n, als ich im Markt war. Sie durchsuchten die G�nge, starrten jeden an, kauften nichts. Ich habe meine Gesch�fte beendet und bin zur�ckgegangen, und da waren sie immer noch am Herumsuchen. Also habe ich <emphasis>Ker</emphasis> Hilfy befohlen, hineinzugehen und Tirun herauszuschicken. Pl�tzlich schn�ffeln Kif auch hier herum.�</p><p>�Und machen was?�</p><p>�Sieh mir �ber die Schulter, Kapit�n!�</p><p>Pyanfar warf einen raschen Blick, ein kurzes Drehen der Augen. �Nichts�, sagte sie. Aber Kanister waren dort am Sektionsverschluss aufgeh�uft, zwanzig, drei�ig, jeder so gro� wie eine Hani und alle zweifach aufeinander gestellt, ausreichende Deckung. Pyanfar legte die Hand auf Harals Schulter und spazierte umg�nglich mit ihr zur�ck zu den anderen. �Hark, es wird eine kleine Stsho-Lieferung geben und einen Mahendo�sat mit einem Drei-Perlen- Handel; beide sind echt� beobachtet sie beide! Aber keine anderen. Ein weiteres Hani- Schiff liegt weit um den Rand herum im Dock, neben denen der Methanatmer. Ich habe nicht mit der Mannschaft gesprochen. Es ist die <emphasis>Handurs Reisende.�</emphasis></p><p>�Kleines Schiff.�</p><p>�Und verletzlich. Wir werden die <emphasis>Stolz</emphasis> hinaussteuern, und zwar mit aller schicklichen Eile.</p><p>Ich glaube, hier kann es nur noch schlimmer werden. Tirun, eine kleine Aufgabe: geh zur <emphasis>Reisenden!</emphasis> Ich m�chte die Situation nicht �ber Kom mit ihnen besprechen. Warne sie und setz sie davon in Kenntnis, dass ein Schiff namens <emphasis>Hinukku</emphasis> im Dock liegt und dass sich die Mahendo�sat erz�hlen, es bedeute ungew�hnlich gro�en Arger! Und dann sieh zu, dass du schnell hierher zur�ckkommst.., nein, warte. Eine gute Werkzeugtasche und zwei gute Schwei�er�� gib sie der Besatzung der <emphasis>Mahijiru</emphasis> und nimm dir rasch die Perlen, wenn du sie kriegen kannst. Siebenter Liegeplatz da unten. Sie haben sich das und noch mehr verdient, wenn ich die Kif auf sie gelenkt habe, als ich dort Fragen stellte. Los!�</p><p>�Ja, Kapit�n�, hauchte Tirun und huschte davon, die Ohren zur�ckgelegt, die Service- Rampe neben dem Frachtband hinauf.</p><p>Pyanfar warf einen zweiten Blick auf die doppelt geh�uften Kanister, als sie sich umdrehte.</p><p>Kein Kif war zu sehen. <emphasis>Beeil dich!</emphasis> w�nschte sie sich von Tirun, <emphasis>mach schnell!</emphasis> Es war nur ein kurzer Weg, die Austauschg�ter aus dem automatischen Spender im Schiff zu holen. Tirun kam mit den Schachteln unter einem Arm zur�ck und machte sich mit genau der angebrachten Eile auf den Weg, die sie zur Ausf�hrung eines Befehles von ihrem Kapit�n benutzen mochte.</p><p>�Huh.� Pyanfar wandte sich erneut um und blickte in die Schatten.</p><p>Dort. Doch bei den Kanistern. Ein Kif stand dort, gro� und schwarzgewandet, mit weit vorspringender Schnauze und gekr�mmter Haltung. Pyanfar starrte ihn direkt an�� <emphasis>winkte</emphasis> ihm in energischer und sarkastisch kameradschaftlicher Weise zu, als sie sich ihm n�herte.</p><p>Er trat sofort zur�ck in den Schutz der Kanister und des Schattens. Pyanfar holte tief Atem, bog die Krallen und ging weiter, leise auftretend herum um die Kanisterhaufen�� und stand dem hoch aufragenden Kif gegen�ber, der auf sie herabsah mit seinen rotger�nderten dunklen Augen und seinem langnasigen Gesicht und seinen schwarzen Gew�ndern gleich denen aller Kif, von derselben T�nung wie die graue Haut� ein St�ck Schatten, das zum Leben erwacht war. �Verschwinden Sie!� sagte sie zu ihm. �Ich will nicht, dass hier Kanister durcheinandergebracht werden. Ich kenne Ihre Tricks.�</p><p>�Uns ist etwas gestohlen worden.�</p><p>Sie lachte, wobei ihr die schiere �berraschung half. �Etwas von <emphasis>Ihnen</emphasis> gestohlen, Meisterdieb? Das ist ein Wunder, von dem man noch lange erz�hlen wird.�</p><p>�Es w�re am besten, wenn es seinen Weg zur�ck zu uns findet. Am besten sollte es das, Kapit�n.�</p><p>Sie legte die Ohren zur�ck und grinste, was keine freundliche Geste war.</p><p>�Wohin geht Ihre Frau mit diesen Schachteln?� fragte der Kif.</p><p>Sie sagte nichts. Fuhr die Krallen aus.</p><p>�Es ist doch nicht so, Kapit�n, dass Sie diesen verlorenen Gegenstand gefunden haben.�</p><p>�Was, <emphasis>verloren,</emphasis> auf einmal?�</p><p>�Verloren und wiedergefunden, glaube ich.�</p><p>�Von welchem Schiff <emphasis>sind</emphasis> Sie, Kif?�</p><p>�Wenn Sie so schlau w�ren, wie Sie es sich einbilden, Kapit�n, dann w�ssten Sie es.�</p><p>�Ich m�chte gerne wissen, mit wem ich rede, sogar bei einem Kif. Ich vermute, Sie kennen meinen Namen, wo Sie hier herumschleichen. Wie lautet Ihrer?�</p><p>�Er lautet Akukkakk, Chanur-Kapit�n. Pyanfar Chanur. Ja, wir kennen Sie. Kennen Sie gut, Kapit�n. Wir haben <emphasis>Interesse</emphasis> gefunden an Ihnen� Diebin!�</p><p>�Oh! Akukkakk von welchem Schiff?� Ihr Bild von diesem Kif wurde sch�rfer, diesem Kif, dessen Gew�nder einen Hauch feiner als �blich waren, dessen Haltung nur wenig von der kifischen Gebeugtheit beim Umgang mit kleineren Rassen zeigte, diese Senkung der Schultern und das Vorsto�en des Kopfes. Er schaute den langen Weg auf sie herab, von seiner ganzen Gr��e aus. �Ich w�rde Sie gerne genauso gut kennen, Kif.�</p><p>�Das werden Sie auch, Hani� Nein. Eine letzte Gelegenheit. Wir werden diesen Preis, den Sie gefunden haben, ausl�sen. Dieses Angebot will ich Ihnen machen.�</p><p>Ihre Schnurrbarthaare zogen nach unten wie bei einem beleidigenden Aroma. �Interessant, wenn ich dieses Ding h�tte. Ist es rund oder flach, dieses verlorene Objekt? Oder hat jemand von Ihrer Besatzung Sie beraubt, Kif-Kapit�n?�</p><p>�Sie kennen seine Form, da Sie es haben. Geben Sie es her und nehmen Sie die Bezahlung! Oder tun Sie es nicht�� und werden auch dann bezahlt, Hani, auch dann!�</p><p>�Beschreiben Sie mir diesen Gegenstand.�</p><p>�F�r seine sichere R�ckkehr�� Gold, zehn Barren reines Gold. Denken Sie sich Ihre eigene Beschreibung aus!�</p><p>�Ich werde es mir merken, Kif, sollte ich etwas finden, das ungew�hnlich ist und nach Kif riecht. Aber bislang war da nichts.�</p><p>�Gef�hrlich, Hani.�</p><p>�Welches Schiff, Kif?�</p><p><emphasis>�Hinukku.</emphasis>�</p><p>�Ich werde mir Ihr Angebot merken. Das werde ich tats�chlich, Meisterdieb.�</p><p>Der Kif sagte nichts weiter. Eine g�nzlich neue Art von Schwierigkeiten, hatte der Mahendo�sat gesagt, und dieser m�rrische Kif oder ein anderer <emphasis>hatte</emphasis> vielleicht gesehen� oder mit denen geredet, die etwas gesehen hatten. <emphasis>Gold</emphasis> boten sie an! Kif� boten <emphasis>L�segeld</emphasis> an! Und es war auch kein gew�hnlicher Kif gewesen, den sie da gesprochen hatte. Sie ging mit einem prickelnden Gef�hl zwischen den Schulterbl�ttern und einer sich vervielfachenden Besorgnis um Tirun, die jetzt nur noch eine kleine Gestalt war, die �ber die sich hinaufkr�mmenden Docks davonmarschierte. Es bestand keine Hoffnung, dass die Stationsbeh�rden irgend etwas taten, um einen Mord zu verhindern� keinen zwischen Kif und Hani. Die Neutralit�t der Stsho bestand vor allem in Zur�ckhaltung und ihr Gesetz in der Schlichtung nach der Tat.</p><p>Stsho-Schiffe waren die h�ufigsten Opfer marodierender Kif, und immer noch dockten Kif ungepr�ft in Treffpunkt an. Wahnsinn. Ein Haarestr�uben lief ihr den R�cken hinauf, und die Ohren zuckten und klimperten mit den Ringen. Hani konnten sich eventuell um die Kif k�mmern und ihnen eine Lektion erteilen, aber es lag keinerlei Gewinn darin, nicht bis zu Augenblicken wie dem jetzigen. Jedes Hani-Schiff von profitablem Handel abziehen, um Kif zu jagen? Ebenfalls Wahnsinn�� bis es um die <emphasis>Stolz</emphasis> ging.</p><p>�Packt hier drau�en alles zusammen!� wies sie die �briggebliebene Besatzung an, als sie sie erreichte. �Schafft die letzten Kanister hinauf und macht dicht! Macht alles zum Ablegen bereit. Ich werde Tirun zur�ckholen. Es ist schlimmer, als ich dachte.�</p><p>�Ich gehe ihr nach�, sagte Haral.</p><p>�Tu was ich sage, Kusine�� und halte Hilfy drau�en!�</p><p>Haral blieb zur�ck. Pyanfar machte sich auf den Weg die Docks hinab�� es war eine alte Gewohnheit, nicht zu rennen; ein Vorbehalt des Stolzes und der Vorsicht, irgendeines entweder guten oder schlechten Instinktes. Vor Zeugen rannte sie immer noch nicht. Sie vergr��erte ihre Schritte, bis einige Umstehende�� Stsho�� etwas merkten und starrten. Sie kam Tirun n�her. Beinahe, beinahe in ausreichender Rufweite zu Tirun, und immer noch eine weite, nackte Entfernung, die Kr�mmung der Docks hinauf, um die <emphasis>Handurs Reisende</emphasis> zu erreichen. Die <emphasis>Hinukku</emphasis> lag an einer Stelle, wo Tirun vorbeimusste, bevor sie bei dem Hani-Schiff war. Aber das Mahendo�sat-Schiff <emphasis>Mahijiru</emphasis> lag noch davor, wenn Tirun doch nur diese unwesentliche Aufgabe auf dem Wege erledigte, eigentlich die logische Vorgehensweise mit einer schweren Last unter dem Arm. Sicherlich war das logisch, selbst wenn man die Dringlichkeit der anderen Botschaft in Erw�gung zog.</p><p>Ah. Tirun blieb tats�chlich am Liegeplatz des Mahendo�sat stehen. Pyanfar holte vor Erleichterung tief Luft und brach ihre eigene Regel im letzten Moment, sprintete hinter einige Kanister und schritt geradewegs in die Versammlung, die angefangen hatte, sich um Tirun zu schlie�en. Pyanfar gab einem �berraschten Mahendo�sat-Zuschauer einen Klaps auf den Arm, zog ihn herum und schubste sich ihren Weg zu Tirun frei, packte ohne jede Zeremonie deren Arm. �Arger. Lass uns verschwinden, Kusine!�</p><p>�Kapit�n!� rief Goldzahn zu ihrer Rechten aus. �Sie kommen zur�ck, machen gr��eren Handel?�</p><p>�Lassen Sie es gut sein! Die Werkzeuge sind ein Geschenk. <emphasis>Komm</emphasis> schon, Tirun!�</p><p>�Kapit�n�, begann die verwirrte Tirun, die mitten durch die Mahendo�sat-Ansammlung hindurch weggezerrt wurde. Mahendo�sat wichen vor ihnen zur Seite, und deren Kapit�n folgte ihnen immer noch und gab dabei ein konfuses Geschnatter �ber Schwei�er und Perlen von sich.</p><p>Kif. Ein schwarzgekleideter Halbkreis von ihnen tauchte pl�tzlich am Saum des Durcheinanders aus dunkelpelzigen Mahendo�sat auf. Pyanfar hielt Tiruns Handgelenk und zog sie vorw�rts. �Schau mal!� schrie Tirun auf einmal: Einer der Kif hatte eine Pistole aus seinem Gewand zum Vorschein gebracht. <emphasis>�Los!�</emphasis> gellte Pyanfar, und sie tauchten zur�ck zwischen fluchende und kreischende Mahendo�sat, wieder hinaus durch ein Kif-Gemenge hindurch, die hinter den Kanistern einen Kreis gebildet hatten. Feuer krachte hinter ihnen her. Pyanfar schlug einen Kif in ihrem Weg mit einem Hieb nieder, der ihm die Wirbels�ule brechen sollte, blieb aber nicht stehen, um sich davon zu �berzeugen. Tirun lief neben ihr her; sie sprinteten dahin, und Sch�sse lie�en Rauchringe von den Bodenplatten vor ihnen aufsteigen.</p><p>Pl�tzlich kam ein Schuss von rechts. Tirun schrie auf und taumelte, hinkte heftig. Noch mehr Kif befanden sich entlang der den Docks zugewandten B�ros, einer davon sehr gro� und vertraut. Akukkakk mit Freunden. �Ohrloser Bastard!� schrie Pyanfar, packte Tirun von neuem und lief weiter, zog sie hinter die Kanister eines anderen Mahendo�sat-Schiffes, inmitten eines Hagels von Lasersch�ssen und dem Gestank von verbranntem Plastik. Tirun sackte im Schock zusammen�� ein verzweifelter Fluch und ein Ruck an ihrem Arm brachten sie wieder zum Laufen; die Verbrennung riss auf und blutete. Sie st�rzten auf eine offene Fl�che hinaus, hatten keine andere Wahl. Schrilles Heulen ert�nte hinter und rechts von ihnen�� Kif auf der Jagd.</p><p>Ein zweiter Schrei ert�nte vor ihnen, weiteres Aufblitzen von Pistolen in vielen Farben am Liegeplatz der <emphasis>Stolz;</emphasis> die Besatzung der <emphasis>Stolz</emphasis> erwiderte das Feuer, hoch der beiden flehenden wegen, aber ernst gemeint. Der Stationsalarm fing an zu heulen, ein tiefer Basston. Rote Lichter blitzten an den W�nden und die Kr�mmung hinauf, bis dort, wo die Decke verschwand. Weiter oben auf der Kr�mmung der Docks hastete Stationsvolk in Panik umher und suchte Deckung. Wenn sich Kif zwischen ihnen befanden, w�rden sie auch aus dieser Richtung im R�cken der Besatzung angreifen.</p><p>Und Hilfy war drau�en, dort an diesem Zugang, die vierte in der Reihe ihrer eigenen Sch�tzen, und sie legte ein berserkerhaftes Muster aus Sch�ssen. Pyanfar zerrte Tirun am Genick durch diese Viererreihe. Tirun kr�mmte sich und st�rzte auf die Platten, und Pyanfar half ihr wieder auf, nicht ohne einen wilden Blick nach hinten zu werfen, auf die Dockanlagen, von wo ihre Feinde aus der Deckung heraus schossen, von der ihre Besatzung nur so wenig hatte. <emphasis>�An Bord!�</emphasis> schrie sie die anderen mit ihrem letzten Atem an, und sie rutschte selbst auf dem Deck aus, als sie sich nach dem Rampengang umdrehte.</p><p>Haral zog sich zur�ck und packte Tiruns umherdreschenden Arm von der anderen Seite, und Hilfy nahm pl�tzlich den von Pyanfar. Wieder schaute Pyanfar zur�ck, wollte sich umdrehen und k�mpfen. Geran und Chur machten einen geordneten R�ckzug hinter ihnen, waren immer noch den Kif zugewandt und schossen auf sie�� die Kif waren von weiterem Vordringen abgehalten und in eine bessere Angriffsstellung gedr�ngt worden. Hilfy zog an ihrem Arm und Pyanfar sch�ttelte ihn frei, als sie die erste T�r des Rampenganges erreichten. <emphasis>�Los,</emphasis> kommt!� schrie sie Chur und Geran an, und noch in dem Moment, an dem sie sich feuernd nach ihnen zur�ckzogen, schlug sie auf die T�rverriegelung. Die massive Stahlt�r begann sich dr�hnend und donnernd zu schlie�en, und taumelnd wichen die beiden ihr aus. Hilfy kam durch die T�r hereingest�rzt und rammte den Verschlusshebel nach unten.</p><p>Daraufhin sah sich Pyanfar wieder zu Tirun um, die auf den F��en stand, wenn auch in Harals Armen zusammengesunken und ihren rechten Oberschenkel haltend. Ihre blauen Kniehosen waren dunkel vor Blut, das von dort bis zum Fell ihrer Wade verlief und daran hinab bis in eine Pf�tze um den Fu�. Sie knurrte einen konstanten Strom von Fl�chen.</p><p>�Weiter�, sagte Pyanfar. Haral hob Tirun hoch und trug sie geradezu, und sie war keine leichte Last. Sie zogen sich durch den gekr�mmten Rampengang bis in die eigene Schleuse zur�ck, verschlossen die T�r und f�hlten sich etwas sicherer.</p><p>�Kapit�n�, meinte Chur gesch�ftsm��ig, �alle Leinen sind los und die Frachtrampe abgekoppelt. Alles im Kasten.�</p><p>�Gut gemacht�, sagte Pyanfar, ungeheuer erleichtert, das zu h�ren. Sie gingen durch die Schleuse und um die Biegung herum in den unteren Hauptkorridor. �Sichert den Au�enseiter! Haltet ihn die ganze Zeit unter Beruhigungsmitteln! Du�� Sie blickte zur Seite, auf Tirun, die mit einem Arm �ber den Schultern ihrer Schwester zu gehen versuchte.</p><p>�Sieh zu, dass du schnell einen Verband um das Bein bekommst! Keine Zeit f�r weiteres. Wir legen ab. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die <emphasis>Hinukku</emphasis> dazu stillhalten wird, und ich m�chte keinen Kif an meinem Schwanz vorbeifliegen haben, solange wir mit der Schnauze zur Station stehen. Macht euch bereit f�r die Man�ver!�</p><p>�Ich kann mir das Bein selbst verbinden�, meinte Tirun. �Setz mich einfach in der Krankenstation ab.�</p><p>�Hilfy�, sagte Pyanfar und schnappte sich ihre Nichte auf dem Weg zum Aufzug.</p><p>�Ungehorsam�, brummte sie, als sie dicht bei ihr war. �Vergib mir�, sagte Hilfy. Gemeinsam betraten sie den Lift; die T�r ging zu. Pyanfar verpasste der Halbstarken eine Ohrfeige, die sie gegen die Liftwand warf, dr�ckte dann auf den Knopf f�r die Hauptebene. Hilfy richtete sich wieder auf und verschm�hte es, sich auch nur die Hand ans Ohr zu legen, aber ihre Augen tr�nten, die Ohren waren angelegt und die Nasenl�cher geweitet, als stemme sie sich in einen starken Wind. �Vergeben�, sagte Pyanfar. Der Lift entlie� sie, und Hilfy setzte an, durch den Korridor zur Br�cke zu rennen, aber Pyanfar ging mit einem bed�chtigeren Schritttempo einher, und Hilfy blieb erst stehen und ging dann neben ihr her, durch den Bogengang in das Hauptoperationszentrum mit seinem gekr�mmten Deck.</p><p>Pyanfar setzte sich in den Sessel im Zentrum einer Bank von Sichtschirmen und begann damit, die Systeme einzuschalten. Die Station kreischte Proteste in der Stsho-Sprache, Einw�nde, Emp�rung. �K�mmere dich darum!� wies Pyanfar ihre Nichte an, ohne die Bedienung der Schalter zu unterbrechen. �Sag der Station, dass wir ablegen und sie damit fertig werden m�ssen!�</p><p>Eine Verz�gerung. Hilfy gab die Botschaft in unbeholfenem Stsho weiter, ignorierte in ihrer Eile den mechanischen �bersetzter. �Sie beschweren sich dar�ber, dass du jemanden umgebracht hast.�</p><p>�Gut.� Die Greifer l�sten sich dr�hnend, und eine Kontrollanzeige gab bekannt, dass sie g�nzlich eingezogen worden waren. �Sag ihnen, wir freuten uns dar�ber, einen Kif eliminiert zu haben, der ohne jede Provokation zu schie�en anfing und dabei Passanten und Eigentum auf dem Dock in Gefahr brachte.� Sie feuerte den Ablegerr�cksto�, und sie waren frei, ein pl�tzlicher G-Verlust und ein Wiedereinsetzen in die andere Richtung� feuerte die Hilfstriebwerke, die die <emphasis>Stolz</emphasis> aus der Ebene der Station herausf�hrten, eine Neuorientierung von Oben und Unten. Die Schiffsschwerkraft setzte ein, ein leichtes Ziehen gegen den Schub nach achtern.</p><p>�Die Station ist m�chtig aufgeregt�, berichtete Hilfy. �Die Flugkontrolle verlangt mit dir zu reden, Tante. Sie droht damit, uns nicht mehr bei Stsho andocken zu�</p><p>�K�mmer dich nicht um die Stsho!� Pyanfar schaltete den Scanner von Bild zu Bild. Sie entdeckte ein weiteres abgelegtes Schiff in ungef�hr der richtigen Position f�r die <emphasis>Hinukku.</emphasis></p><p>Pl�tzlich zeigte der Scanner alle Arten von St�rungen, mehr als wahrscheinlich von der <emphasis>Hinukku</emphasis> erzeugte St�rger�usche, um eigene Operationen zu verdecken. �M�gen die G�tter sie verfaulen lassen!� Sie griff heftig nach den Kontrollen und reorientierte die <emphasis>Stolz</emphasis> sanft genug, um die Knochen jener zu retten, die sich noch nicht f�r die Man�ver gesichert hatten�� Warnung genug f�r die weiter unten, sich in Sicherheit zu bringen. �Wenn die auf uns schie�en, zerst�ren sie die halbe Station. G�tter!� Sie schaltete auf Rundspruch. �Haltet euch fest! Wir sto�en heftig zur�ck.�</p><p>Diesmal l�sten sich Sachen. Ein Notizbuch segelte durch die Sektion und landete irgendwo weiter vorne, wobei es die Kontrollen verfehlte. Hilfy spuckte, und Fl�che kamen aus dem Kom. F�r solche Man�ver war die <emphasis>Stolz</emphasis> nicht gebaut. Auch nicht f�r das n�chste, das gegen den r�ckw�rtigen Impuls h�mmerte und sie mit gekippter Nase unter den Nadir der Station schie�en lie� (das Notizbuch flog zur�ck zu seinen Urspr�ngen), dann eine Bremsung (ein weiterer Sturzflug flatternder Seiten).</p><p>�Mutterlose Bastarde�, meinte Pyanfar. Sie dr�ckte Kontrollen und verband den Gesch�tzturm mit dem Scanner. Er w�rde sich auf jedes gesichtete massive Objekt einschwenken. <emphasis>�Jetzt</emphasis> k�nnen sie ruhig die Nase hier unten reinstecken.� Ihre Gelenke waren wund. Alarm klingelte, und Lichter blitzten auf dem Instandhaltungspult, k�ndeten von losgebrochener Ladung. Sie fuhr mit der Zunge �ber die Zahnspitzen und runzelte die Nase zum Atemholen, �berlegte sich sorgenvoll, welchen Quadranten des Scanners sie beobachten sollte. Sie brachte die <emphasis>Stolz</emphasis> in eine langsame Achsenrotation, wagte zu vermuten, dass die Kif nicht auf einem so offenkundigen Weg an die Unterseite der Station kommen w�rden, wie dem in einer Linie mit der letzten bekannten Position. �Behalte den Scanner im Auge,� mahnte sie Hilfy und wandte sich f�r einen halben Herzschlag dem Op- Pult zu, um sich davon zu �berzeugen, dass alle Kontrollanzeigen die richtigen Werte zeigten. <emphasis>�Haral, komm hier rauf!�</emphasis></p><p>�Tante!� sagte Hilfy. Pyanfar warf den Kopf wieder herum. Ein bisschen Staub war auf den Schirmen aufgetaucht, ein Teil des St�rrauschens, das ihren Weg von oben herab verfolgte.</p><p>Sie richtete die scannerverbundenen Feuerkontrollen darauf, und die Waffen reagierten nicht. Der Lift weiter hinten im Korridor krachte und summte in Funktion. Haral hatte nicht best�tigt, aber sie kam. �Wir schie�en auf alles, das sich als solide erweist�, sagte Pyanfar.</p><p>�Beobachte weiter diese St�rwolke, Nichte! Und denk daran, es k�nnte die reinste Ablenkung sein. Ich traue nichts und niemandem.</p><p>�Ja�, sagte Hilfy ziemlich ruhig. Und dann: <emphasis>�Schau mal.�</emphasis> �St�rungen�, identifizierte Pyanfar das Rauschen, ihr Herz unter dem Ruf erstarrt. �Gib den genauen Quadranten an! Die Nummer reicht.�</p><p>Rennende F��e im Korridor. Haral war da. Hilfy machte Anstalten, ihren Platz am Scanner zu �bergeben, aber Haral glitt in den dritten Sitz und legte die Gurte an.</p><p>�Ich hatte eigentlich nicht vor, so viele Man�ver zu machen�, sagte Pyanfar, ohne den Blick vom Scanner zu wenden. �Jemand verletzt?�</p><p>�Nein�, sagte Haral. �Alles sicher.�</p><p>�Die da oben �berlegen es sich noch einmal�, meinte Pyanfar. <emphasis>�Tante!</emphasis> 4/2!�</p><p>Der Sch�tzturm schwenkte. Augen wanderten zum Schirm Nummer Vier. Energie �bersp�lte den Rand der Station; noch mehr St�rger�usche folgten, gr��ere Tr�mmerst�cke.</p><p>�K�pt�n, sie haben die Station getroffen.� Harals Stimme klang ungl�ubig. �Sie haben <emphasis>geschossen!�</emphasis></p><p>�Die <emphasis>Handurs Reisende.</emphasis>�</p><p>Pyanfar hatte den Ursprung auf dem Stationstorus im Kopf und stellte die Verbindung her. �Oh, G�tter!� Sie schaltete auf R�cksto� und schickte das Schiff wirbelnd in den Schatten des Stationskerns, neigte die Nase mit einer zweiten Z�ndung und schaltete den Hauptschub dazu, Impuls zum Nadir der Station, die Nase in die Unendlichkeit gerichtet. Pyanfar streckte die Hand aus und schlug den Deckel von einem roten Schalter, dr�ckte ihn, und die <emphasis>Stolz</emphasis> ruckte unter einer Explosion.</p><p>�Was war <emphasis>das?�</emphasis> Hilfys Stimme. �Sind wir getroffen?�</p><p>�Ich habe nur unsere Lader�ume entleert.� Pyanfar holte tief Luft, eine Weitung der Nasenl�cher. Die Krallen kr�mmten sich nach au�en und fuhren wieder ein, w�hrend sie den Knebelgriff umklammert hielt. Die Schwerkraft zerrte heftig an ihnen. Die <emphasis>Chanurs Stolz</emphasis> befand sich mitten in einer wilden Flucht, hatte gerade das Masse/Antriebs-Verh�ltnis ge�ndert, sich zur Erh�hung des Tempos entleert. �Haral, such uns einen Kurs heraus!�</p><p>�Bin dabei�, sagte Haral. Zahlen begannen auf dem Computerschirm links von Pyanfar aufzutauchen.</p><p>�Wir werden ein ruhiges Pl�tzchen finden m�ssen.�</p><p>�Urtur liegt gerade in Reichweite eines einzigen Sprunges�, berichtete Haral, �so ausgeleert, wie wir es sind. Vielleicht.�</p><p>�Es muss sein.� In der anderen Richtung lag hinter Treffpunkt der Stsho-Raum, wo es nur sp�rlich Sprungpunkte gab, die ihnen weiterhalfen, diese Massen, anhand derer die <emphasis>Stolz</emphasis> und jedes andere Sprungschiff gesteuert wurde; und die anderen Seiten waren Kif-Gebiete und auch Knnn, ebenso unerforschte und nicht kartographierte Regionen ohne Sprungkoordinaten.</p><p>Wenn sie blind dort hineinsprangen, w�rden sie nie wieder in irgendeinen bekannten Raum zur�ckkehren Pyanfar erweckte ein weiteres Pult zum Leben und rief Sprunggraphiken ab. Urtur. Das war der Weg, den sie gekommen waren, beladen und in zwei Spr�ngen�� ein sehr gro�es System, wo Mahendo�sat ein wenig Bergbau und Fabrikation betrieben und auch anderen entsprechende Lizenzen erteilten. Sie <emphasis>konnten</emphasis> diese Entfernung jetzt in einem Sprung schaffen; sie wurden nicht von Kif verfolgt�� noch nicht. Die hatten es nicht n�tig zu folgen.</p><p>Sie konnten die m�glichen Ziele nach der abgeworfenen Masse und aus der Logik der Situation heraus sch�tzen. <emphasis>Oh, mein Bruder,</emphasis> dachte Pyanfar und fragte sich, wie sie wohl Kohan gegen�berstehen w�rde. Er w�rde betroffen sein von dieser Entw�rdigung, dieser Schmach verlorener Fracht, einer Flucht, w�hrend ein Hani-Schiff stationsgebunden und hilflos unterging. Kohan Chanur zerbrach vielleicht daran; vielleicht f�hrte diese Situation junge M�nner in Versuchung, ihn herauszufordern. Und wenn genug Herausforderungen erfolgten und oft genug�</p><p>Nein! Kein solches Ende f�r Chanur! Es w�rde keine Heimkehr geben mit dieser Art von Nachrichten. Nicht, bis die Kif bezahlt hatten, nicht, bis die <emphasis>Stolz</emphasis> die Dinge wieder in Ordnung gebracht hatte!</p><p>�Marke F�nfzehn zum Sprungpunkt�, sagte Haral. �K�pt�n, sie werden uns nachsp�ren, keine Frage.�</p><p>�Keine Frage�, best�tigte sie. Hinter Harals narbigem Gesicht erblickte sie das von Hilfy, nicht entstellt und mit schwachem Bartwuchs�� ver�ngstigt und doch bem�ht, es nicht zu zeigen. Pyanfar �ffnete den Rundspruch: �Bereit zum Sprung.�</p><p>Der Alarm setzte ein, ein anhaltendes Heulen, das durchs <emphasis>Schiff</emphasis> drang. Die <emphasis>Stolz</emphasis> sprang durch die Entstehungsimpulse vorw�rts, entnahm der Grenzebene Geschwindigkeit, mehrfaches verzerrendes Flackern, und peitschte in das Dazwischen. Pyanfar zog die Krallen ein, seit Jahrzehnten an dergleichen gew�hnt, k�mpfte gegen die mentale Verdrehung, die dem Innenohr L�gen erz�hlte, und hielt das Gleichgewicht. <emphasis>Komm schon! s</emphasis>uggerierte sie dem Schiff, als k�nne die Absicht allein es �ber diese kritische Entfernung weiter tragen.</p></section><section><title><p>Drittes Kapitel</p></title><p>Die <emphasis>Stolz</emphasis> erreichte ihr Ziel, eine tr�ge und alptraumhafte Ankunft, trat rhythmisch heraus und fiel wieder zur�ck, ein Flackern sprungverzerrter Instrumente, die anzeigten, dass sie sich weit drau�en im Ortungsbereich von Urtur befanden, nicht nahe genug, um mehr aufzufangen als den Hinweis auf eine stellare Masse.</p><p>Beinahe daneben. Sie hatten die Toleranzen ausgesch�pft, soweit es nur m�glich war.</p><p>Pyanfar k�mpfte darum, sich wieder in ihrem Sessel bewegen zu k�nnen, die Finger einer Hand zu bedienen, den Scanner abzuschalten, die Lichter, die an waren, die schwachen Au�en- und I.D.-Transmissionen, jede vom Schiff ausgehende Emission, und sie verga� nichts in der mentalen Verwirrung, die das Hervorkommen begleitete. Dann begann sie mit der Schaltfolge zum Wegnehmen der Geschwindigkeit, eine ungem�tliche Aktion, sogar bei der alptraumhaften Langsamkeit, mit der sie hervorkamen. Sie hielt ihren Verstand konzentriert, versuchte, ihre Gedanken nicht zu dem Schrecken in ihrem R�cken streunen zu lassen und zu der Knappheit, mit der sie es geschafft hatten.</p><p>Hilfy erbrach sich erneut�� keine ungew�hnliche Reaktion auf die Transition. Es half Pyanfars eigenem Magen nicht.</p><p>�Wir gehen runter auf systeminterne Driftgeschwindigkeit�, gab Pyanfar �ber Rundspruch bekannt. �M�glicherweise sind die Kif zur�ckgeblieben, um sich anzuschauen, was wir �ber Bord geworfen haben, aber sie werden in K�rze hier sein. Oder sie sind es bereits�� dann wahrscheinlich mit weiteren Kif, die ihnen helfen. Alles andere w�rde mich �berraschen. Wir haben alle �bermittlungen abgestellt und den ganzen Scanner-Output. Auch die Haupttriebwerke laufen nicht. Alle dort unten noch in Ordnung?�</p><p>Die Antwort erfolgte nach einigem Z�gern. �Sieht so aus�, kam dann Tiruns Stimme von Unterdeck-Op, der die meisten seiner urspr�nglichen Funktionen verloren hatte, die darin bestanden, die Lader�ume zu �berwachen. �Chur und Geran fangen mit einer Fernkontrolle an, aber es sieht so aus, als sei beim Aussprengen eine saubere Trennung erfolgt. Alle Arbeitssysteme sind sauber.�</p><p>Die Geschwindigkeit wurde weiter verringert. Hilfy k�mmerte sich besch�mt um das Saubermachen. Haral blieb an ihrem Posten. Pyanfar besch�ftigte sich mit fieberhaften Berechnungen und sortierte und kalkulierte auf der Basis dieses einen Ankunftsschemas, das sie erhalten hatten, bevor der Scanner g�nzlich abgeschaltet worden war, und dessen, was sie durch passiven Empfang wussten. Sie vollzog eine heikle Lageanpassung und nahm eine auf den Strom, in den sie einzutreten versuchten, bezogene Gleichgewichtslage ein, um nur so wenig wie m�glich Angriffsfl�che zu bieten und eine m�glichst geringe Gef�hrdung zu erreichen� f�hrte die <emphasis>Stolz</emphasis> in Synchronisation mit der allgemeine Rotation des Systems, eins mit den Tr�mmern und dem Gestein und dem Gas, die Urtur bildeten, verteilt �ber die Umlaufbahnen von zehn Planeten, siebenundf�nfzig gr��eren Monden und einer Unmenge von Planetoiden und kleineren Gefahren�� insgesamt eines der f�r den raschen Durchflug irgendeines Schiffes in die Zentralebene schwierigeren Systeme. Die <emphasis>Stolz</emphasis> empfing verz�gerte Signale von einer tiefer im System befindlichen Mahendo�sat- Einrichtung� zumindest sollte diese Station deren Ursprung sein, Gerede, das nicht nur aufgrund der Entfernung, sondern auch wegen der seit der Sendung vergangenen Zeit bedeutungslos war. Manches mochten Streusendungen von Schiffen sein, die im System operierten, H�ndler, zahllose Bergleute in Schiffen aller Gr��en vom gro�en Erzfrachter bis zum einsitzigen Gleiter. In angemessener Reihenfolge h�tten sie selbst ihre Ankunft und Identit�t bekannt geben m�ssen, aber Pyanfar hegte nicht die Absicht, das zu tun. Es gab eine exzellente Chance, dass ihre Ankunft weit au�erhalb der Kapazit�t des am weitesten reichenden Scanners vom Au�ensystem-Relais gelegen hatte, und sie konnte keinen Gewinn darin sehen, wenn sie die Mahendo�sat von Urtur in einen privaten Streit mit Kif hineinzog. Die Kif konnten schon vor Tagen angekommen sein, sie im Dazwischen �berholt haben, was mit einem st�rkeren Schiff m�glich war�� die Unterhaltungen im System brachten das vielleicht an den Tag. Sie lauschte ihnen weiterhin mit einem Ohr, beendete den Bremsvorgang und brachte das Schiff schlie�lich in einen Trimm; zumindest nach ihren Berechnungen war es einer, und sie hoffte, dass ihre Position tats�chlich so war, wie sie glaubte.</p><p>Daraufhin driftete die <emphasis>Stolz</emphasis> und behielt als einzige Bewegung noch die Rotation zur Schwerkrafterzeugung bei. Pyanfar rechnete weiter. Tr�mmer krachten pl�tzlich gegen die ungesch�tzte H�lle, ein ferner Beschuss, gelegentlich das Donnern und Knirschen gr��erer Objekte. Sie hatte das Ziel exakt getroffen, einen Haufen Felsbrocken mit nur gering abweichender Geschwindigkeit, eine kalte Masse, die sie umschw�rmte, ein Schirm zwischen ihnen und den m�glicherweise schon angekommenen Kif. Sie feuerte die Richtungsd�sen und trimmte wieder. Die Einschl�ge verringerten sich zu einem gelegentlichen Prasseln von Staub. Hilfy, die neben der Kom-Konsole stand, sah sich um, als erwartete sie, die Aufschl�ge sehen zu k�nnen, wo doch alle Sensorenaugen abgeschaltet waren. Sie begegnete Pyanfars Blick und betrachtete dann Haral, die grimmig an ihrem Posten sa� und fortw�hrend versuchte, ein Positionsdiagramm zu zeichnen; und Hilfy entspannte ihr Gesicht und schaffte es sogar, nicht zusammenzuzucken, als ein weiterer Felsbrocken donnernd �ber den Bug scharrte.</p><p>Pyanfar stemmte ihren schmerzenden K�rper aus dem Sessel, ging schwankend um die im Wege stehende Konsole herum und legte die Hand auf die Lehne von Harals Sessel.</p><p>�Schalte die Funkger�te zusammen!� sagte sie. �Nimm Kanal Eins und achte darauf, dass st�ndig jemand daran h�ngt! Stell die Verbindung zum Unterdeck-Op her! Sie werden da unten noch f�r eine Weile arbeiten. Die Kif werden sich zeigen, dar�ber gibt es keinen Zweifel. Also liegen wir still und ruhen uns aus. Wir empfangen Signale und senden nicht, und wir machen keine Man�ver. Wir tun nichts au�er driften.</p><p>�Aye.� Haral fing damit an, die Verbindungen herzustellen, Nebenschaltungen an einigen Komfunktionen durchzuf�hren, eine Operation, die auch Hilfy h�tte erledigen k�nnen. Harals breites, narbiges Gesicht zeigte keinerlei Beunruhigung �ber diesen ganzen Wahnsinn. Sie kannte das Spiel; gemeinsam hatten sie es schon ein- oder zweimal gespielt, dieses in die L�nge gezogene dunkle Schweigen, das Abwarten, was ein Kif oder ein Unbekannter tat�� aber nicht in Urturs tr�mmer�bers�tem Feld, nicht dort, wo wahrscheinlich auch andere Schiffe waren und eine Kollision m�glich. Haral wusste Bescheid. Es war Hilfy, wegen der Pyanfar ihre Instruktionen ausgesprochen hatte.</p><p>Sie nahm ihr eigenes Funkger�t neben dem Ausgang von der Wand, ging zur�ck, um Hilfy auch eines zu geben, die mit geschlitzten Nasenl�chern und zur�ckgelegten Ohren an der Konsole lehnte. Pyanfar klopfte ihr auf die Schulter und schob ihr das Funkger�t in die Hand. �Raus! Verschwinde! Hier geht bald alles automatisch, und es gibt nichts, was du tun kannst.� Sie ging an Hilfy vorbei hinaus und dann durch den Korridor. Sie hatte scheu�liche Kopfschmerzen, Unruhe in den Eingeweiden, und versp�rte das besessene Bed�rfnis nach einem Bad.</p><p>Der Zustand ihres ungesichert gebliebenen Quartiers war nicht so schlimm, wie es h�tte sein k�nnen. Die Spannbez�ge auf dem runden Bett hatten gehalten, und der einzige Verlust war ein Sto� jetzt wild verteilter Karten. Pyanfar knirschte mit den Z�hnen gegen das Pochen im Sch�del und sammelte die Karten auf, ordnete den Sto� und knallte ihn unsortiert wieder auf den Tisch, streifte dann die blutigen Kleider ab, b�rstete sich getrocknetes Blut aus dem Fell und auch eine Wolke aus abgeworfenen Haaren. Im Sprung warf sie immer welche ab� schiere Angst. Ihre Muskeln waren verspannt. Sie beugte die verkrampften Schultern und einen vom Kampf gegen die Schwerkraft �berspannten Arm.</p><p>Ein Stich lief den ganzen Weg bis zu ihren Rippenmuskeln hinunter. Und sie hob das Funkger�t wieder auf und nahm es mit sich ins Bad, h�rte ihm zu, auch wenn nichts au�er Statik herauskam�� setzte es auf dem Badezimmertisch ab, bevor sie in die Duschbox trat.</p><p>Das Duschen war die reinste Freude, warm und beruhigend. Sie hielt das Gesicht hinein, lie� den Strom aus der D�se M�hne und Bart k�mmen, drehte dann den R�cken in den Guss, um sich den Schmerz aus den m�den Schultern massieren zu lassen.</p><p>Das Funkger�t ging los, das Notfallpiepen. Sie fluchte und warf die Duscht�r auf, rutschte auf dem Boden aus, rannte hinaus aus dem Bad und ihrem Quartier, obwohl sie noch nackt war und tropfte. Sie traf Haral und Hilfy, die getrennt zur�ckkamen, und trieb sie wieder zur Zentralkonsole.</p><p>Ein Schiff war dort drau�en, ein St�ck entfernt, wo vorher keines gewesen war. Eine Ankunft aus dem Sprung. Pyanfar beugte sich �ber die Konsole, wischte etwas Wasser vom Bildschirm, versuchte, nicht mehr alles vollzutropfen. Der Neuank�mmling stand dichter an Urtur als sie, ein gutes St�ck tiefer im System und zum Zenith hin; war tats�chlich bereits vor einer ganzen Weile angekommen. Der passive Empfang hatte ihn an seinen Eigenger�uschen erkannt.</p><p>�Vor fast einer Stunde�, rechnete Haral. �Ich kann es herausfiltern.�</p><p>�Mach das!�</p><p>Sie schauten eine Weile zu, w�hrend Pyanfar eine kalte Pf�tze auf Deck und Konsole tropfte. �Er fliegt einw�rts�, verk�ndete sie schlie�lich anhand der Zahlen, die Hilfy ihr reichte, anhand des laufenden Empfangs gepr�ft. �Wenn es die Kif sind, haben sie uns �bersprungen und jetzt ein sch�nes St�ck Jagd vor sich. Wir empfangen sie, aber sie uns nicht, haben nichts, woran sie uns aus dem ganzen Ger�mpel hier drau�en heraussuchen k�nnten. Gut.� Sie erinnerte sich an ihren Zustand und richtete sich aus der gebeugten Haltung �ber der Konsole auf. �Wisch das auf!� wies sie Hilfy an, die die J�ngste war. Sie schritt davon, stachelig in ihrer W�rde.</p><p>�Kapit�n�, kam Harals Stimme �ber das Funkger�t, und Pyanfar durchquerte die Kabine mit zwei Schritten, um den Kom neben ihrem Bett zu erreichen�, schaltete ihn mit dem Zeigefinger ein, den Kamm noch mit derselben Hand umklammert. �Auf Empfang.�</p><p>�Habe da ein bisschen Gerede hereinbekommen, das sich nicht gut anh�rt�, berichtete Haral. �Ich glaube, es sind Kif hier, eindeutig. Was da vor einer Weile in das System kam, ist nicht sicher, aber es k�nnte ein Mahendo�sat sein; und ich bekomme Kif-Stimmen und Kif-Signale aus dem Zentrum des Systems.�</p><p>�Das �berrascht mich nicht. Man kann den <emphasis>Mahe</emphasis> bedauern, der in <emphasis>diesen</emphasis> Teich gefallen ist, wenn es einer ist. Aber damit sind vielleicht alle Ger�usche �berdeckt worden, die wir beim Anflug gemacht haben, wenn ich das richtig sehe.�</p><p>�K�nnte hinkommen�, meinte Haral. �G�tter, Kapit�n, unm�glich festzustellen, wie viele Kif von Anfang an auf Urtur gewesen sein m�gen. Sie werden die Mahendo�sat �berschwemmen.�</p><p>�Die G�tter allein wissen, wie viel Kif-�rger sie hier bereits hatten. Dieser P�bel aus Treffpunkt k�nnte uns um an die f�nf, sechs Sprungtage voraus gewesen sein. Vergiss es! Ruhen wir uns aus! Unsere Angelegenheiten sind unsere Angelegenheiten.�</p><p>�Aye�, sagte Haral z�gernd.</p><p>�Schalt es ab, Haral! Solange sie uns nicht entdecken, bleiben wir versteckt.�</p><p>�Aye, K�pt�n.�</p><p>Die Verbindung wurde unterbrochen. Pyanfar holte tief Luft und stie� sie wieder hervor, stand vor dem Ger�t und schaltete nach einem Moment auf das Bild, das sie empfangen <emphasis>konnten,</emphasis> und zwar vom Teleskop in der Ausschaukuppel. Urtur war ein herrlicher Anblick, aus dieser Entfernung eine Untertasse aus milchigem Licht. Ein Schatten zog �ber das Bild, ein St�ck Gestein zweifellos, ein Teil des Schwarmes, in dem sie sich mitbewegten. Sie schaltete wieder ab. Sie rollten blind dahin, bekamen gelegentlich von Gesteinstr�mmern einen Sto� gegen die H�lle, ged�mpft bis hierhin im Zentrum der <emphasis>Stolz,</emphasis> w�hrend sie ihre Rolle als Splitter in Urturs gewaltiger Linse spielten. Dieses Stillhalten war ein alter Trick. Er funktionierte manchmal.</p><p>Pyanfar fuhr mit dem K�mmen fort und wechselte schlie�lich, als das Fell trocken war und M�hne und Bart gek�mmt und wieder seidig an den Ringell�ckchen, in ihre drittbesten Hosen, aus schwarzer Seide, mit Aufschl�gen und G�rtel in Gr�n und Gold sowie einem Geh�nge aus echten Goldketten um die H�fte. Den Perlenohrring tauschte sie gegen einen Smaragd aus, untersuchte dann ihre Krallen und trimmte sie an den rauen Stellen. Eine Spitze war abgebrochen. Harte H�ute hatten sie, die Kif. Aber sie hatte ihn erwischt, diesen Bastard auf dem Dock. Das war zumindest ein gewisser Trost f�r die verlorene Fracht und Tiruns Schmerzen. F�r Hani-Leben� daf�r war der Preis noch einzutreiben.</p><p>Sie schlenderte wieder hinaus und auf die Br�cke, wo Hilfy einsame Wache hielt. Unter Rotation hatten sie viel mehr Raum als sonst, wenn die Schiffsschwerkraft die Privatquartiere der Besatzung und einen Gro�teil der Lader�ume zug�nglich machte, ebenso wie die gro�e vordere Sektion im Anschluss an den Kontrollbereich selbst, die im Dock nicht zu erreichen war. Einige Angeh�rige der Besatzung sollten jetzt keinen Dienst haben und statt dessen essen oder schlafen. Sie arrangierten solche Einzelheiten unter sich, wenn die Lage sicher war, wussten selbst am besten, wann sie Ruhe brauchten und wie die Bed�rfnisse des Schiffes gegen die eigenen abzuw�gen waren. Hilfy sah zerknautscht aus, als sie sich zu Pyanfar umwandte, die hinter ihr in den Halbschatten der Br�cke trat, zwischen die toten Schirme und die faktisch lichtlosen Konsolen. Hilfy stand dort, als g�be es etwas, das sie tun konnte, die Ohren aufgerichtet und die Iris der Augen geweitet in ihrem allgemeinen Kummer.</p><p>�Hat Haral dich als Wache hiergelassen, Kleine?�</p><p>�Haral hat gesagt, sie ginge nach unten.�</p><p>�Ich dachte, ich h�tte dich entlassen.�</p><p>�Ich dachte, es w�rde niemandem wehtun, wenn ich hier bin. Ich kann nicht schlafen.�</p><p>�Nicht schlafen k�nnen ist Betrug am Schiff. Nicht schlafen k�nnen ist etwas, das man zu beheben lernt, Kleine. Die Wartezeit wird zu lange werden, als dass wir uns hier oben verschlei�en sollten. Es gibt nichts zu tun.�</p><p>��ber Korn ist st�ndig weiteres zu h�ren. Es sind sie�� dieselben Kif. Sie fragen die Mahendo�sat-Schiffe, wo wir sind, und sie �u�ern Drohungen. Sie bezeichnen uns als Diebe.�</p><p>Pyanfar spuckte trocken und gluckste. �Welch z�rtliche Verehrung. Was machen die Mahendo�sat dagegen?�</p><p>�Nichts. Aber dies <emphasis>ist</emphasis> doch schlie�lich eine Mahendo�sat-Station; es gibt noch weitere Schiffe�� �berall hier��, also Hilfe f�r sie, oder nicht? Ich dachte, sie w�rden etwas <emphasis>tun,</emphasis> nicht einfach die Kif machen lassen, was die wollen.�</p><p>�Es gibt hier m�glicherweise auch einen Haufen Kif.� Pyanfar beugte sich vor und pr�fte selbst die Konsolen, rief die wenigen Daten ab, die der Computer �ber die passive Ortung bekommen konnte. Ein Felsen traf sie, ein langsames Entlangkreischen am Metall; ein Bildschirm flackerte und zeigte Statik, korrigierte sich dann selbst wieder�� der Aufschlag hatte eine Antenne getroffen. �Ich will dir gar nicht erz�hlen, Kleine, wie knapp wir daran vorbeigerutscht sind, w�hrend dieses Sprunges unsere Bezugspunkte zu verlieren. Wenn dieses Kif-Schiff vor uns hier angekommen ist, dann ist es betr�chtlich st�rker als wir. Nur Energie und recht wenig Lader�ume. Sagt dir das etwas?�</p><p>�Es handelt sich nicht um einen Frachter.�</p><p>�Ein Kif-Renner. Hat sich ein paar falsche Tanks zugelegt, nur H�lle und keine erw�hnenswerte Masse, um sich zu tarnen. Verstehst du? Schiffe wie dieses erledigen das T�ten. Die Aasfresser kommen hinterher, echte Frachter, die die Fracht aufnehmen und im Dock verkaufen; wenn sie einen Hafen erreichen. Damit haben wir es wahrscheinlich zu tun.</p><p>Ein Renner. Ein Jagdschiff. Ein Killer. Sie haben unsere Kapazit�t �bersch�tzt�, uns mehr als wahrscheinlich �bersprungen, und der ankommende Verkehr war m�glicherweise ausreichend, die ganze Sache noch weiter durcheinander zu bringen. Wenn das der Fall ist, haben wir gerade alles Gl�ck aufgebraucht, das uns zusteht.�</p><p>�Werden wir einfach nur hier sitzen?� fragte Hilfy. �Ein Schiff nach dem anderen wird in dieses System kommen, ohne zu wissen, wo es hineinger�t� die ganzen Schiffe von Treffpunkt, die nicht die Stsho-Route nehmen�</p><p>�Kleine, wir sind im Moment blind. Wir haben keinerlei Geschwindigkeit mehr�� vielleicht im Gegensatz zu manchen von denen, die uns jagen; und vielleicht werden einige von ihnen erst noch kommen. Du wei�t, in welche Art Situation uns das bringt. Ruhendes Ziel.�</p><p>�Wenn sie alle weiterhin einw�rts gehen�, schlug Hilfy behutsam vor, �k�nnten wir einfach wieder hinausspringen�� verschwunden sein, bevor sie uns fangen k�nnen, den Druck von diesen <emphasis>Mahe</emphasis> nehmen, bevor jemand anderem etwas zust��t. Vielleicht kommen wir genauso vom n�chsten Sprungpunkt wieder weg und erreichen Kirdu� k�nnten wir nicht nach Urtur Kirdu in zwei Spr�ngen schaffen? Nur weg von hier, und nach hier gibt es andere M�glichkeiten, oder nicht?�</p><p>Pyanfar starrte sie an. �Ein bisschen nachgeforscht, was?�</p><p>�Ich habe nachgeschaut.�</p><p>�Ach ja.� Es war eine vern�nftige Idee, und noch dazu eine, die sie selbst schon vor dem Sprung gehabt hatte, aber es gab lose Teile in diesem Vorhaben. Z�ge, die noch nicht berechnet waren. Es blieb noch zu messen, wie sehr die Kif durcheinander waren. Und warum. �M�glich.� Sie stach mit einem Finger nach Hilfy. �Zuerst machen wir bei uns selbst Bestandsaufnahme. Wir gehen nach unten, nicht wahr, und schauen nach, was uns von der Fracht verblieben ist.�</p><p>�Ich dachte, wir h�tten alles �ber Bord geworfen.�</p><p>�Oh, nicht das, was die Kif wollen, nicht das, meine Nichte.�</p><p>Sie beugte sich �ber die Konsole und pr�fte die Verbindung der Funkger�te. �Ich glaube, wir k�nnen das hier f�r eine Weile alleinlassen. Komm mit! Alles wird aufgezeichnet, was hier oben durch Kom und Scanner reinkommt. Wir pr�fen es anschlie�end. Leben k�nnen wir hier oben nicht.� Sie legte Hilfy eine Hand auf die Schulter. �Wir gehen und stellen ein paar Fragen�� das werden wir machen.�</p><p>Ihr uneingeladener Passagier hatte sich nach dem Sprung beruhigt, war w�hrenddessen in einen Kokon aus Decken gewickelt und unter Beruhigungsmittel gesetzt gewesen, jetzt wieder davon befreit und erneut in diesem Haufen aus Decken in der Ecke des Waschraumes zusammengerollt. Ganz klein hatte es sich gemacht und sich eine der Decken �ber den Kopf gezogen, und nichts war zu sehen au�er den Bewegungen seines Atmens.</p><p>�Die Kn�chelkette ist wieder dran�, sagte Chur, w�hrend sie es von der T�r aus beobachteten. �Es war die ganze Zeit f�gsam� aber lass mich Geran rufen, und wir werden uns davon �berzeugen.� Chur war die Kleinste in der Mannschaft, kleiner noch als ihre Schwester Geran, die selbst nicht von gro�er Statur war�� mit d�nnem Bart und d�nner M�hne und einer gelblichen Pelzfarbe; zierlich, konnte man fast sagen, wenn man Chur nicht kannte.</p><p>�Wir sind schon zu dritt�, sagte Pyanfar. �Schauen wir mal, wie es reagiert.� Sie ging in den Waschraum und n�herte sich dem Haufen atmender Decken. Hustete. Es gab eine Bewegung in den Decken, eine Ecke hob sich und ein blasses Auge blickte verstohlen darunter hervor. Pyanfar winkte.</p><p>Es h�rte auf, sich zu bewegen.</p><p>�Es versteht mich recht gut�, meinte sie. �Chur, ich glaube, du wirst Geran holen m�ssen. Vielleicht m�ssen wir es herausholen, und ich m�chte ihm nicht wehtun.�</p><p>Chur ging. Hilfy blieb. Die Decken regten sich wieder, und die Kreatur m�hte sich schwankend, ihren R�cken in die Ecke zu lehnen, die von Duschbox und Waschk�che gebildet wurde.</p><p>�Es ist einfach zu schwach�, sagte Hilfy. �Tante, es ist einfach zu schwach, um zu k�mpfen.�</p><p>�Ich bleibe hier�, schlug Pyanfar vor. �Wir haben da einen Mahendo�sat-Symbol�bersetzer sowie einige Handb�cher und Module. Haral sagte, sie h�tte sie in den Unterdeck-Op gebracht. Ich m�chte das elementare Buch. M�gen die G�tter verhindert haben, dass es eine von euch in die Lader�ume gebracht hat.�</p><p>Hilfy z�gerte, warf einen Blick auf den Au�enseiter und eilte dann fort.</p><p>�So�, sagte Pyanfar. Sie lie� sich wieder auf das Ges�� nieder wie zuvor, streckte einen Zeigefinger aus und zeichnete die Zahlen von eins bis acht auf dem Boden nach. Von Zeit zu Zeit hob sie den Blick und richtete ihn auf das Gesch�pf, das sie beobachtete. Es streckte einen Arm aus seinem Nest aus Decken hervor und machte versuchsweise Schreibbewegungen auf dem Boden, zog den Arm wieder zur�ck und sah ihr zu, bis sie bei sechzehn aufh�rte. Es zog die Decken fester um sich und blickte aus freudlosen, blauen Augen. Gewaschen sah es besser aus. M�hne und Bart waren sogar sch�n, seidig und bl�tenstaubgolden. Aber der unter den Decken hervorgestreckte nackte Arm zeigte h�ssliche Quetschungen von Fingerumklammerungen. Es hatte eine Menge Quetschungen unter dem Schmutz gehabt, sagte sie sich. Das Wesen hatte Gr�nde f�r seine Haltung. Es war jetzt nicht f�gsam, sondern einfach schwach. Es hatte sich wieder eine Linie gezogen, sich eine Ecke abgesteckt. In den blauen Augen stand ein merkw�rdiger Ausdruck, vielleicht Nachdenken, irgendein komplizierter Gedankenprozess.</p><p>Sie stand auf, h�rte Chur und Geran kommen, ihre Stimmen im Korridor�� drehte sich um und winkte ihnen bei der Ankunft zu, noch einen Moment zu warten. Sie beobachtete, wie die blassen Augen des Aliens die Verst�rkungen in Rechnung stellten. Und da kam auch Hilfy mit dem Handbuch zur�ck. �Es war im�� In der allgemein herrschenden Stille brach sie ab.</p><p>�Gib�s her!� sagte Pyanfar und streckte die Hand aus, ohne den Blick von dem Allen zu nehmen.</p><p>Hilfy gab es ihr. Pyanfar �ffnete das Buch und drehte die Seiten zum Au�enseiter, dessen Augen verwirrt flackerten. Sie beugte sich herab, legte angesichts des Ernstes der Sache f�r einen Moment ihre W�rde ab und stie� das Handbuch �ber die Fliesen hinweg an eine Stelle, die das Gesch�pf mit der Hand erreichen konnte. Es ignorierte das aufgeschlagene Buch. Eine weitere List war fehlgeschlagen. Pyanfar sa� f�r einen Moment still, die Arme auf den Knien, erhob sich dann wieder und gl�ttete die seidene Kniehose. �Ich nehme an, der Symbol�bersetzer hat alles heil �berstanden.�</p><p>�Er ist in Ordnung�, sagte Hilfy.</p><p>�Also versuchen wir es einmal damit. Kannst du ihn montieren?�</p><p>�Ich habe mit einem gelernt.�</p><p>�Dann mach es!� sagte Pyanfar und winkte Geran und Chur zu. �Stellt es auf die F��e. Seid freundlich mit ihm.�</p><p>Hilfy eilte davon. Geran und Chur gingen vorsichtig heran, und Pyanfar wich ihnen aus, glaubte, das Gesch�pf w�rde vielleicht gewaltt�tig, aber das wurde es nicht. Es stand f�gsam auf, als sie es t�tschelten und ihm aufhalfen. Es war nackt, und�� <emphasis>er</emphasis> war eine sinnvolle Annahme, schloss Pyanfar, sah zu, wie er hastig nach den Decken um seine F��e griff und sie hochzog, um sein Geschlecht zu bedecken. Scham? fragte sich Pyanfar, w�hrend Chur vorsichtig die Kette aufschloss, die sie ihm um einen Kn�chel gelegt hatten.</p><p>Geran hielt ihn am rechten Arm fest. Pyanfar runzelte die Stirn, beunruhigt dar�ber, dass ein m�nnliches Wesen auf dem Schiff war, mit all den Gedanken, die <emphasis>dadurch</emphasis> hervorgerufen wurden. Chur und Geran zeigten sich ungew�hnlich freundlich ihm gegen�ber, und schon das stellte eine Gef�hrdung dar.</p><p>�Gebt gut acht!� sagte Pyanfar. �Bringt es in den Op-Raum, und achtet auf das, was ihr macht!� Sie b�ckte sich und hob selbst das Symbolbuch auf, w�hrend die anderen das Gesch�pf durch die T�r f�hrten.</p><p>Der Au�enseiter blieb im Eingang pl�tzlich stehen, und Chur und Geran t�tschelten seine haarlosen Schultern und lie�en ihn f�r einen Moment ruhig �berlegen; was die richtige Ma�nahme zu sein schien. Er blieb f�r eine geraume Weile stehen, blickte in beide Richtungen den Korridor hinab, schien erstarrt zu sein, entschied sich dann aber auf neues Dr�ngen hin�� �Komm schon!� sagte Geran mit der sanftestm�glichen Stimme und zog sehr leicht an ihm��, zu kooperieren und sich in den Gang und Richtung Op-Raum f�hren zu lassen. Pyanfar folgte mit dem Buch unterm Arm und machte ein finsteres Gesicht wegen der Kosten, die der Au�enseiter ihnen bereits verursacht hatte, und auch wegen des verzagten Gef�hls, dass sie sich vielleicht in allen ihren Annahmen irrte. Sie hatten bereits viel zuviel daf�r bezahlt.</p><p>Und was dann?�� Ihn nach allem doch den Kif zur�ckgeben, die Achseln zucken und vorgeben, es sei nichts gewesen?</p><p>Der Au�enseiter stutzte mehr als einmal auf dem Wege und sah sich dabei jeweils so ausgiebig um, als gingen ihm die Dinge zu schnell vonstatten und er musste sich erst eine �bersicht verschaffen. Chur und Geran lie�en ihn auch immer wieder stehen bleiben, wenn er wollte, dr�ngten ihn nie zur Eile, bewegten ihn dann auf sanfte Weise, weiterzugehen.</p><p>Das Gesch�pf ging ihretwegen�� vielleicht, dachte Pyanfar griesgr�mig, wartete es den rechten Augenblick ab, testete ihre Reflexe und pr�gte sich die Korridore ein�� wenn sein Verstand dazu ausreichte.</p><p>Sie brachten ihn in den Op-Raum, vor all die Pulte und die schimmernden Lichter, und wieder stutzte er und atmete schwer, sah sich um. Jetzt, glaubte Pyanfar, bekamen sie m�glicherweise Schwierigkeiten; aber nein, er lie� sich weiterf�hren und in einen der Sessel an der abgeschalteten Frachtmonitorkonsole setzen, dicht an dem Tisch, wo Hilfy an dem �bersetzer arbeitete und eine Zahlenfolge �ber den Schirm laufen lie�. Der Au�enseiter sackte in sich zusammen, sobald er sa�, wirkte bet�ubt und schwitzte �berreichlich, eingewickelt in die Decke, die er fest um sich geschlungen hielt. Pyanfar trat an die Armlehne des Sessels; sein Kopf ruckte augenblicklich hoch, als sie dort stand, und Wachsamkeit kam wieder in die Augen. Mehr als Wachsamkeit�� Angst. Er erinnerte sich daran, wer ihn verletzt hatte. Er kannte sie als Individuen, auch �ber einen Kleiderwechsel hinaus. Zumindest das.</p><p>�Hai�, sagte Pyanfar auf ihre beste Freundmit-Au�enseitern-Art, t�tschelte seine haarlose und schwitzende Schulter, fegte Hilfy zur Seite, als sie sich dem �bersetzter n�herte, einem billigen und austauschbaren Aufsatzger�t, per Kabel mit einem ihrer nicht so billigen Scanner verbunden. Sie schaltete auf <emphasis>L�schen,</emphasis> beseitigte damit Hilfys Zahlen, dr�ckte dann auf den Knopf f�r zweif��ige Intelligenzen, mit der Strichfigur eines langgliedrigen Wesens darauf. Dasselbe Bild erschien auf dem Schirm. Sie rief das n�chste ab, das eine Hani in fotografischer Abbildung zeigte, und deutete auf sich selbst.</p><p>Er begriff. Seine Augen gl�nzten vor Furcht. Er schlang die Decke noch fester um sich und machte einen schwankenden Versuch, seine F��e wieder auf den Boden zu setzen und aufzustehen. Er langte nach der Maschine. �Lasst es los!� sagte Pyanfar, und Chur half ihm auf. Er ignorierte sie alle, beugte sich �ber den Tisch und hielt eine zitternde Hand �ber die Tastatur. Der ganze Arm zitterte. Er dr�ckte auf einen Knopf.</p><p><emphasis>Schiff.</emphasis> Er blickte auf, und seine Augen suchten in den ihren nach Begreifen.</p><p>Pyanfar nahm vorsichtig seine fremde Hand�� ganz vorsichtig��, aber er lie� die Ber�hrung zu. Sie streckte seinen Zeigefinger aus und f�hrte ihn zum L�schknopf, dann wieder zur�ck zum <emphasis>Schiffsknopf.</emphasis> Er befreite die Hand und suchte, und das Zittern der Hand wurde heftig, w�hrend sie �ber die Tasten glitt. <emphasis>Gehende Gestalt,</emphasis> dr�ckte er. <emphasis>Schiff�� gehende Gestalt.</emphasis></p><p>Wieder <emphasis>Schiff.</emphasis> Dann <emphasis>Hani.</emphasis> Schlie�lich <emphasis>L�schen.</emphasis> Er wandte den Blick zu Pyanfar um.</p><p>�Ja�, sagte sie, erkannte die �u�erung. Bedeutete ihm, fortzufahren.</p><p>Er drehte sich wieder um, untersuchte noch einmal die Schl�ssel. <emphasis>Liegende Figur,</emphasis> dr�ckte er. Er fand die bildliche Darstellung f�r <emphasis>Kif.</emphasis> Dieses langschnauzige graue Gesicht schm�ckte den Schirm neben der Liegenden Gestalt.</p><p>�Kif�, sagte Pyanfar.</p><p>Er verstand. Das war eindeutig. �Kif�, wiederholte er. Seine Stimme war voller vibrierender T�ne, wie Schnurren. Es war seltsam, zu h�ren, wie er ein vertrautes Wort �u�erte� schwierig, das Wort �berhaupt zu verstehen, wo seine Zunge weder das Kif-Klicken noch das Hani-Husten zustande brachte. Und der Blick in seinen Augen war jetzt mehr als besorgt. Wild. Pyanfar fuhr die Krallen aus und hielt sie demonstrativ �ber das Bild. Dr�ckte auf <emphasis>L�schen.</emphasis> Sie rief wieder das Hani-Symbol ab und schaltete auf Aufnahme:</p><p><emphasis>Hani,</emphasis> verk�ndete der Audio auf Hani-Sprechweise. Pyanfar nahm das billige Mikro in die Hand und sprach f�r das Studienband der Maschine, die ihre Stimme aufzeichnete. �Hani.�</p><p>Sie rief ein weiteres Bild ab. �Stehen.� Ein drittes. �Gehen.� Es brauchte ein paar Wiederholungen, aber der Au�enseiter fing an, sich mit dem Vorgang zu besch�ftigen und nicht mehr mit seiner bebenden Hysterie wegen des Kif-Bildes. Er begann mit dem ersten Knopf� arbeitete trotz seiner Schw�che an dem System, zeichnete seine eigene Identifizierung f�r all die einfachen Symbole der ersten Reihe auf, n�chtern und ohne Freude �ber seine Entdeckungen, aber auch nicht tr�ge. Er wurde schneller und schneller, dr�ckte Kn�pfe, redete, eins nach dem anderen mit wahnsinnigem Tempo, als w�re er dabei, etwas zu beweisen. Es gab sechsundsiebzig Schl�ssel an diesem Ger�t, und er ging sie alle durch, obwohl gegen Ende seine Hand kaum noch kontrollierbar war.</p><p>Dann hielt er inne und wandte ihnen wieder denselben finsteren Blick zu, tastete dann nach dem Sessel, aus dem er aufgestanden war. Er schaffte es kaum, sank in die Polster und wickelte sich die Decke um die bleichen und schwitzenden Schultern.</p><p>�Es ist an den Grenzen seiner Kraft�, meinte Pyanfar. �Holt ihm etwas Wasser!�</p><p>Chur holte es aus dem Automaten. Der Au�enseiter nahm es mit einer Hand an, roch an dem Pappbecher und leerte ihn dann. Es gab den leeren Becher zur�ck, deutete auf sich und auf die Maschine auf dem Tisch, betrachtete Pyanfar, sch�tzte korrekt ein, wer den Befehl innehatte. Er wollte weitermachen, las Pyanfar die Gesten.</p><p>�Hilfy�, sagte sie, �das Handbuch auf dem Tisch. Gib es her!�</p><p>Hilfy reichte es her�ber. Pyanfar suchte auf den ersten Seiten nach den exakten Symbolen f�r das augenblickliche Modul in der Maschine. �Wie viel haben wir von diesen Modulen?�</p><p>�Zehn. Und zwei Handb�cher.�</p><p>�Damit sollten wir bis zu abstrakten Begriffen kommen. Gut f�r Haral.� Sie legte dem Au�enseiter das ge�ffnete Buch auf den Scho� und deutete auf die Symbole, die er gerade benutzt hatte, zeigte ihm, wie weit diese Sektion f�hrte. Jetzt verstand er. Er dr�ckte das Buch mit beiden Armen an sich, wollte es behalten. �Ja�, sagte Pyanfar und nickte zustimmend. Vielleicht war Nicken eine Geste, die sie gemeinsam hatten; er nickte als Antwort, sah zu keinem Moment gl�cklich aus, zeigte jetzt aber weniger Schmerz in seinem Blick. Das Buch umklammerte er noch fester.</p><p>Pyanfar schaute zu Hilfy, Geran und Chur, die ihre Gesichter unter Kontrolle hielten. Sie wussten jetzt sehr wohl, welche Art von f�hlendem Wesen sie an Bord hatten. Wie viel sie �ber ihre Schwierigkeiten mit den Kif vermuteten, war eine andere Sache; jedenfalls eine Menge, vermutete Pyanfar�� sie schnappten die Dinge aus der Luft heraus auf und setzten sie zusammen, ohne Fragen stellen zu m�ssen. �Eine Passagier-Kabine�, sagte sie. �Ich glaube, er w�rde Kleider begr��en. Essen und Trinken. Sein Buch. Ein Bett mit sauberem Bettzeug, um darin zu schlafen. Einrichtungen der <emphasis>Zivilisation.</emphasis> Das bedeutet nicht, dass ihr nicht vorsichtig mit ihm sein m�sst. Bringen wir ihn weg, nicht wahr, und lassen wir ihn sich ausruhen.�</p><p>Er blickte von Chur zu Geran, als die beiden sich ihm n�herten, zeigte Kummer, als Chur ihm am Arm packte und auf die F��e half, deutete zur�ck auf die Maschine� wollte seine Gelegenheit zur Kommunikation nicht verlieren. Vielleicht hatte er noch mehr mit Hilfe der Symbole zu sagen. Gewiss rechnete er damit, dass es zur�ck in die Ecke des Baderaumes ging. Pyanfar streckte die Hand aus und packte ihn von der anderen Seite her an der Schulter, ber�hrte das Buch, das er festhielt, und dr�ckte seine Hand noch fester dagegen, zeigte ihm damit, dass er es behalten sollte, das beste Versprechen, dass sie mit dem Gespr�ch noch nicht am Ende waren, das ihr einfiel. Zumindest beruhigte er sich, lie� sich auf die F��e ziehen und, einmal im Gleichgewicht, hinausf�hren.</p><p>Pyanfar blickte zu der Maschine auf dem Tisch, ging hin�ber und schaltete sie ab. Hilfy stand immer noch dort. �Bau die ganze Vorrichtung ab!� sagte Pyanfar. �Wir werden die Ausr�stung aufs Spiel setzen.� Sie zog die St�psel des Tastenmoduls heraus, das zwar �berhaupt keine Last war, daf�r aber unhandlich. �Nimm du den Bildschirm mit!�</p><p>�Tante�, fragte Hilfy, �was werden wir mit ihm machen?�</p><p>�Das h�ngt davon ab, was die Kif mit ihm vorhatten. Aber wir k�nnen sie kaum fragen, nicht wahr?� Sie folgte dem Au�enseiter und Chur und Geran durch den Seitenkorridor zu einem der drei R�ume, die sie f�r die gelegentlichen zahlenden Passagiere der <emphasis>Stolz</emphasis> bereithielten, die Kr�mmung hinauf in den Bereich, der die Privatquartiere der Besatzung enthielt. Es waren h�bsch eingerichtete Kabinen. Die eine, die Chur und Geran ausgesucht hatten, war in frischen Gr�nt�nen gehalten, mit gewebtem Gras an den W�nden und mit Bett und Sesseln in blass zitronellenfarbener Vollkommenheit. Pyanfar �berschlug die m�glichen Besch�digungen und zuckte zusammen, aber sie hatten in dieser Sache bereits weit schlimmere Verluste erlitten als zerrissene Bez�ge.</p><p>Und der Au�enseiter schien eine gr��ere Wende in seinem Geschick zu erkennen. Er stand inmitten des Zimmers, hielt Buch und Decke krampfhaft fest und starrte mit einem weniger finsteren Ausdruck um sich als zuvor� schien durch dies alles eher bet�ubt zu sein, wenn seine schmalen Gesichtsz�ge �berhaupt lesbar waren. �Zeigt ihm als erstes besser die sanit�ren Einrichtungen�, meinte Pyanfar. �Ich hoffe, er begreift.�</p><p>Chur nahm seinen Arm und zog ihn behutsam in das Bad. Hilfy brachte den Bildschirm herein, und Pyanfar baute das Modul an, w�hrend sie es auf den Tisch stellte und die St�psel in die Fassungen f�r die Hilfseinrichtungen von Kom und Computer steckte. Aus dem Bad war kurz das Ger�usch der arbeitenden Dusche zu h�ren und dann das der Toilette. Chur brachte den Au�enseiter zur�ck ins Zimmer, und beide sahen verlegen aus.</p><p>Dann erblickte der Au�enseiter die �bersetzungsvorrichtung auf dem Tisch, und Interesse flackerte in seinen Augen.</p><p>Keine Freude. Das niemals.</p><p>Er sagte etwas. Zwei unterscheidbare W�rter. F�r einen Moment h�rte es sich so an, als spr�che er seine eigene Sprache, und dann klang es vage nach Kif. Pyanfar spitzte die Ohren und holte Atem. �Sag�s noch mal!� dr�ngte sie ihn auf Kif und machte eine ermutigende Bewegung in Richtung ihres Ohres, ein Standardhandzeichen auf den Docks.</p><p>�Kif� Freund?�</p><p><emphasis>�Nein.�</emphasis> Sie atmete tiefer. �Bastard! Du <emphasis>verstehst.�</emphasis> Und wieder auf Kif: �Wer bist du? Von welcher Rasse bist du?�</p><p>Er sch�ttelte den Kopf, wirkte hilflos. Offenkundig geh�rte <emphasis>wer</emphasis> nicht zu seinem Wortschatz.</p><p>Pyanfar machte sich Gedanken �ber den �ngstlichen Au�enseiter, streckte dann die Hand aus und legte sie auf Churs in geeigneter N�he befindliche Schulter. �Das ist Chur�, sagte sie auf Kif. Und auf Hani: �Tu mir einen gro�en Gefallen, Kusine, und bleib w�hrend dieser Wache bei ihm. Sieh zu, dass er mit diesen Identifizierungen weitermacht und �ndere die Module sofort, wenn er einen g�nzlich identifiziert und die Audio-Spur vollgesprochen hat. Er soll sich noch eine Weile damit besch�ftigen, aber zwinge ihn nicht. Wei�t du, wie das funktioniert?�</p><p>�Ja�, erwiderte Chur.</p><p>�Sei vorsichtig. Wir wissen nicht, was er denkt, was er durchgemacht hat, und ich glaube auch, dass sich Verschlagenheit durchaus im Bereich seiner M�glichkeiten befindet.</p><p>Ich will ihn gespr�chig; sei nicht grob und erschrecke ihn auch nicht, aber bring dich auch nicht selbst in Gefahr! Geran, du bleibst drau�en und machst deine Funktions�berwachung per Funkger�t, solange sich Chur hier drin aufh�lt, h�rst du?� Gerans Ohren�� das rechte war eingekerbt und beeintr�chtigte ihre ansonsten betr�chtliche Sch�nheit�� zuckten gequ�lt, ein Blinken goldener Ringe am linken. �Klar verstanden�, sagte sie.</p><p>�Hilfy.� Pyanfar winkte ihrer Nichte und machte sich auf den Weg zur T�r. Der Au�enseiter wollte hinterher, aber Churs ausgestreckter Arm hinderte ihn daran, und er blieb stehen, wollte keine Auseinandersetzung. Chur redete hastig auf ihn ein, fasste behutsam an seine nackte Schulter. Er sah ver�ngstigt aus, zum erstenmal v�llig ver�ngstigt.</p><p>�Ich glaube, er will <emphasis>dich,</emphasis> Tante�, stellte Hilfy fest.</p><p>Pyanfar legte die Ohren zur�ck, verabscheute den Gedanken, einen Griff nach ihrer Person abzuwehren, ging jedoch ohne jede Eile mit Hilfy zusammen hinaus. Vom Eingang aus blickte sie zur�ck. �Seid vorsichtig mit ihm!� wies sie Chur und Geran noch einmal an. �Er ist vielleicht zehnmal freundlich und einverst�ndlich� und geht euch beim elften Mal an die Kehle.�</p><p>Sie ging hinaus, und die Haut ihrer Schultern zuckte vor Abscheu. Hilfy folgte ihr, aber Pyanfar rammte die H�nde auf dem R�cken hinter den Hosenbund und nahm ihre Nichte nicht zur Kenntnis, bis sie den Lift erreicht hatten. Hilfy dr�ckte auf den Knopf, der die T�r �ffnete, und sie traten ein.</p><p>Dr�ckte auf �Zentrum�; der Lift brachte sie hinauf, und Pyanfar trat hinaus in den zur Br�cke f�hrenden Korridor, immer noch ohne ein Wort zu �u�ern.</p><p>�Tante�, sagte Hilfy.</p><p>Pyanfar schaute zur�ck.</p><p>�Was sollen wir mit ihm machen?�</p><p>�Ich bin sicher, dass ich es nicht wei߫, sagte Pyanfar schroff.</p><p>Ihre Ohren waren immer noch zur�ckgelegt. Sie machte bewusst ein freundlicheres Gesicht. �Nicht dein Fehler, Nichte. Dies war mein eigener.�</p><p>�Ich w�rde gern einen Teil der Ruhepause nehmen und helfen, wenn ich nur w�sste, was tun. Ohne die Fracht Pyanfar runzelte die Stirn, und die Ohren senkten sich erneut. <emphasis>Du willst mir meine Sorgen erleichtern?</emphasis> dachte sie. <emphasis>Dann mach keine Dummheiten!</emphasis> Aber da war dieses Gesicht, jung und stolz und voller guter Absichten. Das meiste von dem, was Hilfy auf dem Schiff hatte tun k�nnen, war jetzt nach Abwurf der Fracht und dem Abschalten des Scanners nicht mehr zu tun. �Kleine, ich bin da in ein gr��eres Spiel geraten, als ich vorgehabt hatte, und es gibt keine Heimkehr, bis wir die Sache geregelt haben. Wie wir das machen, ist eine andere Frage, weil die Kif unseren Namen kennen. Hast du eine Idee, die du bisher f�r dich behalten hast?�</p><p>�Nein, Tante�� ich wei� so vieles nicht.�</p><p>Pyanfar nickte. �So geht es mir selbst, Nichte. Lass es dir eine Lektion sein! Exakt meine Lage, als ich den Au�enseiter aufnahm, anstatt ihn direkt wieder den Kif auszuh�ndigen.�</p><p>�Das h�tten wir nicht tun k�nnen.�</p><p>�Nein�, stimmte Pyanfar bedr�ck tzu. �Aber es w�re sicherlich bequemer gewesen.� Sie sch�ttelte den Kopf. �Geh und ruh dich aus, Kleine, und diesmal meine ich, was ich sage!</p><p>Dir war �bel w�hrend des Sprunges; du h�ltst sonst nicht durch, wenn ich dich brauche. Und brauchen werde ich dich.� Sie ging weiter und durch den T�rbogen auf die Br�cke. Hilfy folgte ihr nicht. Pyanfar setzte sich an ihren Platz zwischen all den toten Instrumenten, lauschte dem gelegentlichen Fl�stern gr��eren Staubes an der H�lle, rief die ganzen Aufzeichnungen ab, die in der Zwischenzeit hereingekommen waren, h�rte ihnen mit einem Ohr zu und dem laufenden Komfluss mit dem anderen.</p><p>Schlechte Nachrichten. Eine zweite Ankunft im System� mehr als ein Schiff. Vielleicht Kif, vielleicht weitere von der Katastrophe am Treffpunkt. In beiden F�llen war es schlecht. Die bereits vorher Angekommenen waren ohne jeden Zweifel auf der Jagd�� die Kif waren erregt genug, um ihre Ladungen abgeworfen zu haben, damit sie vom Treffpunkt hierher springen konnten. Keine anderen Schiffe hatten einen Grund, die <emphasis>Stolz</emphasis> zu jagen oder sie Dieb zu nennen. Es waren fraglos dieselben Kif, erregt genug, um sich f�r die Jagd zum Rudel zusammengeschlossen zu haben. Lauter schlechte Nachrichten.</p><p>Die Urtur-Station war jetzt im Kom-Fluss� Prahlerei, Warnungen an die Kif mit Androhung ernster Strafen und Geldbu�en. Das war sehr altes Geschw�tz, noch von den Anf�ngen des ganzen �rgers her, eine Wellenfront, die sie gerade jetzt erreichte. Drohungen von den Kif�� die aktueller waren. Das Mahendo�sat-Schiff� setzte unter Bel�stigungen seinen Weg zur Station fort. Die Kif wandten ihre Aufmerksamkeit anderen Dingen zu, den Neuank�mmlingen. In K�rze w�rden sie damit anfangen, sich auszurechnen, dass die zuletzt angekommenen Frachter nach der <emphasis>Stolz</emphasis> gesprungen waren. Dass die <emphasis>Stolz</emphasis> sie ausgetrickst hatte und woandershin verschwunden war, in die Stsho-Territorien, oder dass sie hier sein musste.., und genau das tat, was ja auch wirklich der Fall war. Und sehr wahrscheinlich w�rde ein nerv�ser Kif mit der Vermutung spielen, auf die er bereits seine Reputation verwettet hatte. Sie w�rden anfangen, Schatten zu jagen, sobald sie einmal an diesen Schluss gelangt waren, ein paar ver�ngstigte <emphasis>Mahe</emphasis> befragt hatten. Sie w�rden ausschw�rmen, das System durchsuchen, Bergbauschiffe anhalten, scharfe Fragen stellen, wahrscheinlich gleichzeitig auch ein wenig Piraterie betreiben, um die Gelegenheit nicht zu verschwenden. Die Station konnte nichts machen; eine gr��ere vielleicht, aber nicht Urtur, das �berwiegend der Fertigung diente und kaum verteidigt war. Kein Mahendo�sat-Schiff w�rde bereit sein, sich anhalten zu lassen, aber es gab keine Hoffnung f�r sie, diesem getarnten Kif-Schiff zu entkommen, zumindest hatten sie keine Chance, f�r die ein gew�hnlicher Mahendo�sat-Kapit�n ausger�stet war.</p><p>Und es gab keine Chance, dass sich eines dieser von Treffpunkt kommenden Schiffe als Hani erweisen und sie alle von dieser Missetat entlasten w�rde. Die <emphasis>Handurs Reisende</emphasis> war nicht mehr, war jenseits von Hoffnung und Hilfe. Wahrscheinlich war diesem Angriff niemand entgangen, der auch nur in der N�he von Treffpunkt gewesen war. Die Kif waren vor allem anderen gr�ndlich: sie praktizierten selbst die Blutfehde und lie�en niemanden am Leben.</p><p>Die Kif hatten es irgendwie geschafft, sich beim Vordringen von ihrer Heimatwelt in den Weltraum nicht gegenseitig umzubringen. Sie hatten es�� so vermuteten die Hani schon immer�� in gegenseitigem Misstrauen geschafft, in gegenseitigem Hass geradezu. Sie waren in einem <emphasis>Wettstreit</emphasis> untereinander in den Raum vorgedrungen und hatten dabei einander gejagt�� bis sie leichtere Beute fanden.</p><p>Nicht die <emphasis>Stolz,</emphasis> schwor sie sich, und nicht Pyanfar Chanur. Dieser Flegel, der da drau�en das Kommando f�hrte�� sie war sich dessen sicher, dass es sich um Akukkakk von der <emphasis>Hinukku</emphasis> handelte, der als erster gekommen war, um Urtur abzustecken und auf sie zu warten��, w�rde, sobald er erst wusste, dass sie durchgekommen waren, damit anfangen, all seine zur�ckliegenden Aufzeichnungen durchzuforsten, alles durchzuschn�ffeln in der Hoffnung, irgendeine verfehlte Spur von der Ankunft der <emphasis>Stolz</emphasis> zu finden. Sie hatten nur sehr wenig vom Schatten einer Wellenfront zum Aufsp�ren hinterlassen; aber vielleicht gab es doch etwas, irgendein kleines bislang �bersehenes Flackern.</p><p>Abzuhauen�� jetzt�� barg Risiken in sich. Solange einige Kif das System mit relativ hoher Geschwindigkeit durchquerten, konnten diese Schiffe �ber sie kommen, w�hrend sie noch versuchten, aus buchst�blichem Stillstand selbst wieder Geschwindigkeit aufzubauen. Ihre Chancen beim Ausbrechen und Fliehen hingen von der Position der Kif-Schiffe ab und davon, ob ihnen die kritische Zeit zur Verf�gung stand, die sie vielleicht brauchten, ihren Bezugspunkt zu finden und Sprungposition einzunehmen. Blind, wie sie sich selbst gemacht hatten, bestand die einzige M�glichkeit zum Herausfinden, wo jene Schiffe standen, darin, etwas zu probieren; und herausfinden, wie viele es gab, konnten sie nur, indem sie den Kif- Gespr�chen zuh�rten und darauf achteten, ob sie einzelne Schiffe heraush�ren konnten.</p><p>Dieser Akukkakk w�rde wahrscheinlich nicht so unvorsichtig sein. Es war ziemlich sicher, dass die Kif keine I.D.-Signale ausstrahlten, was an sich schon Proteste der Station hervorrief. Kein I.D.-Signal und kein Positionssignal von irgendeinem Kif. Nur von Bergleuten und legitimen Bewohnern�� wenn diese Signale waren, was sie sein sollten.</p><p>So, so, so. Sie steckten in einer Flasche, und es w�re zuviel der Hoffnung, dass die Kif die Mahendo�sat schlie�lich nicht zur Jagd auf sie zwingen w�rden. Die Station und die Bergleute konnten durchaus eingesch�chtert werden, wenn die Kif Druck aus�bten. Was noch mehr war, Hani-Schiffe kamen und gingen in Urtur, und diese Schiffe waren verwundbar gegen�ber den Kif, erwarteten keine Greueltat von der Art, wie sie die Kif in Treffpunkt begangen hatten. Sie w�rden in eine Konfrontation mit den Kif geraten, ohne zu wissen, welche Interessen hierin verwickelt waren. Vielleicht gingen die Kif ohne Warnung gegen sie vor, um auf diese Weise die <emphasis>Stolz</emphasis> hervorzulocken. Solche Taktiken entsprachen nicht der Hani-Praxis; aber Pyanfar war viele Jahre lang von Anuurn weg und unter Au�enseitern gewesen, und sie verstand sehr wohl, wie ein Kif zu denken, auch wenn dieser Vorgang ihr den Magen umst�lpte und ihr die Nackenhaare str�ubten.</p><p><emphasis>Also was mache ich dann?</emphasis> fragte sie sich selbst. <emphasis>Wage ich mich lammfromm hinaus, um zu sterben? Oder lasse ich das andere machen?</emphasis> Ihre Besatzung hatte nicht mehr und nicht weniger Recht zu leben als die Besatzung irgendeines anderen Hani-Schiffes, das zuf�llig in die Falle geriet. Ihre Leben standen auf dem Spiel. Und das von Hilfy�� und dazu das aller Chanur.</p><p><emphasis>Das n�chste Mal zuhause,</emphasis> schwor sie sich, <emphasis>lasse ich diese weitere Gesch�tzbatterie einbauen, was immer sie auch kostet.</emphasis></p><p><emphasis>Das n�chste Mal zuhause.</emphasis></p><p>Sie runzelte die Stirn und schaltete die Aufzeichnungen ab, die jetzt den Punkt erreicht hatten, wo sie hereingekommen war. Die momentanen Sendungen waren sp�rlich und kurz.</p><p>Jemand sollte sich hier oben aufhalten, um den Komfluss und den Rest st�ndig direkt zu �berwachen. Damit hatte Hilfy recht. Aber sie waren kein Kriegsschiff und verf�gten �ber kein Personal, das sie f�r den Kampf abstellen konnten. Sechs waren sie, mit den gew�hnlichen Pflichten und einem Gefangenen, der zu bewachen war. Ein Kurs war zu planen, �berpr�fungen waren nach einem Sprung unter Druck durchzuf�hren, an Systemen, deren sie sich sicher sein mussten, und es gab die M�glichkeit, dass sie sich in Bewegung setzen, verteidigen und in jedem Moment fliehen mussten, was bedeutete, dass drei Besatzungsmitglieder k�rperlich und geistig fit zu sein hatten, um jeden Moment in Aktion zu treten, egal welche Zeit es war. Die automatischen Funktionen, unter denen die <emphasis>Stolz</emphasis> im normalen Arbeitsalltag betrieben wurde, hatten nichts mit ihrer jetzigen Situation zu tun, mit Systemen, die �berlastet waren nach einem Sprung, den zu machen das Schiff nie entworfen worden war, und mit der behelfsm��igen Sicherung eines fremdartigen und m�glicherweise unberechenbaren Passagiers�� G�tter. Pyanfar �berpr�fte zweifach die Funkger�tschaltungen, die auf �bertragung standen, und gab der wachehaltenden Besatzung bekannt, dass sie selbst f�r eine Weile die �berwachung �bernahm, damit sie sich von der Verantwortung ausruhen konnten.</p><p>�Er ist in Ordnung�, berichtete Geran �ber den Au�enseiter. �Schl�ft ein Weilchen.�</p><p>Es war gut, dachte sie, dass das jemand konnte.</p><p>Sie ging schlie�lich die Kr�mmung hinauf in die K�che, ohne besonderen Appetit, aber mit vor Hunger schwachen Gliedern. Sie erw�rmte eine Mahlzeit aus dem Gefrierfach, zwang sie gegen die ernsten Beschwerden ihres Magens hinunter und warf den Teller anschlie�end in den Sterilisator. Dann ging sie zur�ck in ihr Privatquartier, um zu versuchen ein wenig zu schlafen.</p><p>Aber sie machte sich zuviel Sorgen, um schlafen zu k�nnen, schritt ziellos auf dem Boden umher, sortierte den Kartensto� und setzte sich und plante wieder und immer wieder m�gliche Alternativen, die sie bereits eingesch�tzt hatte, gegen Chancen, die sie bereits kannte. Schlie�lich schob sie diese ganze Arbeit zur Seite und benutzte die Konsole an ihrem Bett, um via Hauptcomputer und Zugangskodes eine Verbindung mit dem Terminal des Au�enseiters herzustellen. Er war wieder aktiv; sie h�rte seine Stimme ebenso wie sie die Symbole sah, die mit Hilfe der �bersetzungsschl�ssel abgerufen worden waren. Er benutzte sie einen nach dem anderen, und als Pyanfar auch den Kom einschaltete, konnte sie Churs Stimme aus dem Raum des Au�enseiters empfangen, ein ruhiger Beistand�� T�ne, die auch zu einer Pantomime gepasst h�tten. Gelegentlich erfolgte eine paarweise Zusammenstellung von Symbolen, die nicht von der Maschine stammte�� Churs Eingriff vielleicht, der Versuch, einen Punkt zu �bermitteln. Pyanfar schaltete Kom und �bersetzerempfang ab und starrte auf den toten Schirm.</p><p>Das Geschw�tz aus dem Urtur-System drang weiterhin aus dem Funkger�t an ihrem G�rtel, ged�mpft und deprimierend im Inhalt. Mahendo�sat-Schiffe wurden von ihrer eigenen Station angewiesen, nicht zu fliehen, sich der Durchsuchung zu unterwerfen, im Falle sie von den Kif ausgesondert wurden, an der Station liegenzubleiben, wenn sie bereits dort waren, und auf Sicherheit zu hoffen.</p><p>Eine Hani-Stimme warf eine Frage ein.</p><p><emphasis>Hani!</emphasis></p><p>Pyanfar sprang von der Bettkante auf; die W�nde ihrer Kabine wurden immateriell vor ihrer Vision von dieser Station mit einem Hani-Schiff im Dock; mit Kif, die in der Lage waren, sich jederzeit draufzust�rzen. Die Hani hatte schon vor langer Zeit gesprochen angesichts der Zeitverz�gerung. Was auch immer geschehen konnte� hatte vielleicht seitdem schon lange stattgefunden. Zeit und Raum lagen zwischen der <emphasis>Stolz</emphasis> und diesem Hani-Schiff und den Kif, und es gab nichts, was sie�� Pyanfar�� tun konnte, blind und in antriebslosem Drift, um ihm zu helfen.</p><p><emphasis>�G�tter!�</emphasis> spie sie hervor und schleuderte den Schreibtischstuhl auf seiner Schiene krachend beiseite. Ein Faha-Schiff lag im Hafen�� <emphasis>Fahas Sternj�ger</emphasis>��, und dabei handelte es sich um ein Haus und eine Gesellschaft, die mit Chanur verb�ndet war. Ihres Bruders Kohan erste Frau war Huran Faha. Hilfys Mutter, um der G�tter Willen! Es gab Bindungen, Pakte, B�ndnisvereinbarungen��� und Hilfy.</p><p>Die Mahendo�sat auf der Urtur-Station dr�ngten das Hani-Schiff, ruhig zu bleiben. Die <emphasis>Mahe</emphasis> hegten, wie sie bekannten, nicht die Absicht, in einen Kif-Streit verwickelt zu werden, und sie wollten auch nicht zulassen, dass eine �bereilte Hani sie mit hineinzog.</p><p>Die Hani verlangte Informationen; Kif jagten ein Chanur-Schiff. Bis jetzt hatten die Faha zugeh�rt und sich in ihrer Klemme Sorgen gemacht, und sie wollten jetzt Antworten. Sie wussten, dass das alles �ber Kom hinausging, wie auch die Station wusste, was die Faha taten, wenn sie stimmlichen �rger machten und sicherstellten, dass Informationen hinausgelangten in die Dunkelheit, wo Chanur-Ohren sie m�glicherweise auffingen.</p><p>O G�tter, o G�tter. Da war ein Verb�ndeter und tat das Beste f�r sie, was er im Augenblick tun konnte� und sie beide waren hilflos vor dem Feind.</p><p>Pyanfar zog den Stuhl wieder heran, setzte sich und verlor sich f�r eine Weile im Lauschen.</p><p>Es gab keine weitergehenden Informationen. Sie hatten diesen Gru� aus den Fernsendern der Station oder der <emphasis>Sternj�ger</emphasis> erhalten� Informationen, die wie ein Leuchtfeuer gezielt in das �u�ere System geschossen worden waren. Und wenn die Faha sich ausgerechnet hatten, dass die <emphasis>Stolz</emphasis> hier war, dann hatten das auch die Kif.</p><p>Es gab Echos, Wiederholungen der Botschaft; der Kom sortierte die Sendungen nach abweichenden Graden der Klarheit, und die Haare kribbelten in Pyanfars Nacken bei der pl�tzlichen und dankbaren Erkenntnis, dass im ganzen System Schiffe damit begonnen hatten, die Botschaft weiterzuleiten, sie auszustrahlen wie sich vervielf�ltigende Ringe in stillem Wasser, ein massiver Trotz gegen die Kif. Und die Kif hatten kein Schweigen befohlen.., nicht auf dieser Zeitlinie. Sie vermochten eine solche Forderung nicht durchzusetzen innerhalb der augenblicklichen Grenzen ihrer Aggression in Urtur, aber diese Grenzen konnten sich verlagern. Die Informationen gingen wie ein vervielf�ltigter Ruf hinaus;�� waren schon vor langer Zeit hinausgegangen und immer noch unterwegs.</p><p>Sie fand Hilfy diesmal dort, wo sie sein sollte, schlafend in ihrem Quartier. Sie z�gerte, als sie die schl�frige Stimme auf den T�rkom-Gru� antworten h�rte, belie� es aber bei einem kurzen Z�gern. �Aufstehen�, sprach sie in den Kom. �Ich muss dir etwas mitteilen.�</p><p>Hilfy war rasch an der T�r. Sie wurde aufgerissen, und dort stand Hilfy, noch zerzaust vom Schlaf und mit einer Grimasse in das volle Licht des Korridors blickend. Sie hatte sich nicht mit Anziehen aufgehalten.</p><p>Pyanfar ging an ihr vorbei hinein und wartete, w�hrend Hilfy die Innenbeleuchtung verst�rkte, hob abwehrend die Hand, damit das Aufblenden nicht f�r dauernd oder auch in voller St�rke geschah. Es handelte sich um einen Raum, den Hilfy selbst gestaltet hatte, mit sehr viel Chanur-Stil, mehr als in Pyanfars eigener Kabine, mit an den W�nden befestigten Andenken, Bildern von den Bergen der Heimatwelt und den weiten Ebenen der Chanur- Besitzungen, der Holding selbst, oder mit Goldstein, von Ranken �berwuchert. Pyanfar sah sich um und betrachtete dann Hilfy. �Um es kurz zu sagen�, begann sie, �ich habe dir etwas mitzuteilen; und es gibt nichts, was wir diesbez�glich tun k�nnten, das will ich gleich vorausschicken. Wir haben ein Signal von einem Faha-Schiff im Dock der Station aufgefangen. Sie stecken mitten zwischen den Kif, und sie haben eine Botschaft f�r die Station abgesandt, die wir, wie ich glaube, h�ren sollten: ger�uschvolles Gerede. Ich glaube, sie wissen, dass wir hier drau�en sind und in welcher Art von Schwierigkeiten wir stecken.</p><p>Aber die Kif sind zwischen uns, und es gibt keine M�glichkeit, dass wir viel f�reinander tun k�nnten. Verstehst du?��� Hilfy hielt die Augen jetzt nicht mehr vor dem Licht zusammengekniffen. Sie starrte, mit Bernsteinringen um die schwarzen Pupillen und ihre Ohren senkten sich und richteten sich durch eine Willensanstrengung wieder auf. F�r eine junge Frau, nackt aus dem Schlaf gerissen, erlangte sie doch eine ruhige W�rde bei dem Versuch, ihre Geister zu sammeln. �Wei�t du, um welches Schiff es sich handelt, Tante?�</p><p>�Die <emphasis>Sternj�ger.</emphasis> Lihan Faha f�hrt den Befehl.�</p><p>Hilfy nickte. Die ringlosen Ohren zuckten, aber das Gesicht blieb gelassen. �Sie werden in Gefahr sein, wie die <emphasis>Reisende.</emphasis> Und sie werden es nicht wissen, denn niemand erwartet einen solchen Angriff.�</p><p>�Lihan ist keine Anf�ngerin, Kleine, glaub mir das! Wir spielen nicht ihr Spiel, und sie mischen sich nicht in unseres ein. K�nnen sie auch nicht. Und wir k�nnen hier drau�en nichts machen.�</p><p>�Wir k�nnten ihnen eine Warnung hinwerfen und abhauen.�</p><p>�Das halte ich im Moment nicht f�r eine geeignete Ma�nahme. Wenn wir sie aus der Entfernung senden, dann haben die Kif sie eher als die <emphasis>Sternj�ger.</emphasis> Und das w�rde eine �ffentliche Verh�hnung bedeuten und die <emphasis>Sternj�ger</emphasis> in unseren Abflug verwickeln, worauf die Kif zu reagieren gezwungen w�ren. F�r die Kif ist Vergeltung ein Teil ihrer Geistesstruktur. Das muss man in seine �berlegungen mit einbeziehen. Nein. Die <emphasis>Sternj�ger</emphasis> muss sich an ihr eigenes Gl�ck halten; ich habe nicht vor, es f�r sie zu zwingen. Also geh wieder ins Bett, h�rst du?�</p><p>Hilfy stand f�r einen Moment reglos da. Nickte dann, strahlte weiterhin ihre W�rde aus.</p><p>�Gut�, sagte Pyanfar knapp und marschierte hinaus. Sie h�rte die T�r hinter sich zugehen und ging durch den sich emporkr�mmenden Korridor, der von Hilfys Quartier zu ihrem eigenen f�hrte, durch den oberen Hauptkorridor hindurch und wieder ein kurzes St�ck abw�rts.</p><p>So hatte sie Hilfy vielleicht um ihren festen Schlaf gebracht, und die Mahlzeit, die sie verzehrt hatte, lag wie Blei in ihrem Magen, aber die Verwicklung von Faha in eine gef�hrliche Situation war nichts, das Hilfy sp�ter herausfinden sollte, wie ein Kind, dem die Unannehmlichkeiten der Erwachsenen erspart wurden. Hilfys Gesicht blieb ihrem inneren Auge sichtbar; das Funkger�t an ihrer H�fte gab weiterhin statisches Murmeln von sich, die ersterbenden Echos der Botschaft, gelegentliche Fetzen von n�heren Sendungen, aber immer seltener. Ein Stsho-Schiff war in das System eingeflogen. Die Kif verzichteten darauf, es zu bel�stigen; es erbat sich Instruktionen von der Urtur-Station, eifrig bedacht, vor dem Sturm einzulaufen.</p><p>Eine Menge <emphasis>Mahe</emphasis> im System mochten dieselbe Idee haben, denn bei ihnen handelte es sich wohl um Bergleute, die es bereits f�r an der Zeit hielten, den Hafen anzulaufen, der Kif- Jagd aus dem Weg zu gehen.</p><p>Es war ein gewaltiges System hier drau�en. Die meisten Schiffe darin waren nicht sprungf�hig, dienten ausschlie�lich Operationen innerhalb des Systems. Bislang waren alle bemerkenswert ruhig geblieben, sogar die Hani im Sturmzentrum.</p><p>Mochten die G�tter geben, dass m�glichst viele Schiffe systemeinw�rts flogen�� und damit den Kif ein schwieriges Ziel boten, wenn diese vorhatten, die Station auf der Suche nach einem Hani-Schiff zu �berfallen. Das war eine Hoffnung. Lihan Faha von der <emphasis>Sternj�ger</emphasis> war zu alt und zu bed�chtig, um sich in einen ungleichen Kampf hinauszust�rzen. Lihan w�rde auch von der <emphasis>Stolz</emphasis> keine Dummheiten erwarten. Vielmehr gingen die Faha gewiss davon aus, dass sie sich selbst durchschlugen und vor allem nichts vorzeitig ausl�sten. Die Faha brauchten Zeit. Es bestand die Chance, dass sie, wenn die Zeit reichte, Fracht entladen und das Schiff der Geschwindigkeit wegen leeren konnten�� um Masse abzugeben, ohne eine Ladung verlieren zu m�ssen. Mehr Unterst�tzung war nicht zu erwarten.</p><p>So sprach die Logik.</p><p>Aber es tat weh.</p></section><section><title><p>Viertes Kapitel</p></title><p>In ihrer Kabine sa� sie noch f�r eine Weile da und h�rte zu, nahm schlie�lich mit Geran auf dem Unterdeck Kontakt auf und �bertrug ihr die �berwachungsaufgaben. �Faha�, war Gerans einziger Kommentar.</p><p>�Hilfy wei� Bescheid�, sagte Pyanfar.</p><p>�So�, murmelte Geran. Und dann: �Ich habe Dienst. Ich habe es mitbekommen.�</p><p>Pyanfar schaltete ab und seufzte schwer, sa� auf der Bettkante, die Arme auf den Knien�� nahm schlie�lich ein leichtes Beruhigungsmittel, zog sich aus und rollte sich f�r eine k�stliche Zeit des Vergessens in dem sch�sself�rmigen Bett zusammen, versuchte, nicht an Notf�lle und Unw�gbarkeiten zu denken und an die Kif-Horde, die das System durchsuchte.</p><p>Das schaffte sie nicht, aber daf�r tat es das Beruhigungsmittel. Sie ging unter wie ein Stein im Teich und erwachte wieder, aufgeschreckt durch den Alarm�� aber es war nur der Wecker, und sie lag in den Bett�chern, w�hrend ihr Herz langsam wieder in einen normalen Rhythmus zur�ckfiel.</p><p>�Irgendwas Neues?� fragte sie durch den Kom neben dem Bett das Unterdeck. �Was passiert, w�hrend ich weg war?�</p><p>�Nein, K�pt�n.� Harals Stimme antwortete ihr. Ein Schichtwechsel hatte w�hrend ihres Schlafes stattgefunden. �Die Situation scheint sich in einem vor�bergehenden Stillstand zu befinden. Die Station sendet im Moment nur operatives Gerede. Von den Kif ist nicht viel zu h�ren. Nichts Alarmierendes. Wir h�tten dich geweckt, h�tte es Neuigkeiten gegeben.�</p><p>Also verlief alles ordnungsgem��. Interpretationen von Notlage waren unterschiedlich, aber Haral war der kl�gste Kopf in der Mannschaft, die Umsichtigste. Pyanfar lag da, starrte f�r einen Moment an die Decke und kam letztlich zu dem Entschluss, dass sie sich Zeit lassen konnte. Nichts dr�ngte zur Eile. Die unter Schwerkraftzug �berspannten Rippenmuskeln hatten sich versteift. �Wie steht es mit der �berpr�fung der Systeme? Hat jemand die Zeit gefunden, sich daranzumachen?�</p><p>�Wir sind noch dabei, K�pt�n, aber es sieht durchweg gut aus. Die Absprengung war v�llig sauber, und die Neukalibrierung stimmte fast um Haaresbreite.�</p><p>�Mehr Gl�ck, als wir verdienen. Was macht der Au�enseiter?�</p><p>�Arbeitet wieder an seinen Tasten. Chur und Geran haben jetzt frei, und Tirun hat Dienst, aber ich hatte nicht das Gef�hl�� mit deiner Erlaubnis, K�pt�n��, dass sie in ihrem Zustand bei ihm ihren Platz hat, und ich war zur G�nze mit den visuellen Pr�fungen der Trennungsablesungen besch�ftigt�� wieder mit deiner Erlaubnis.�</p><p>�Du hattest recht.�</p><p>�Er hat ein wenig geschlafen, und er hat auch keinerlei Schwierigkeiten gemacht. G�tter, er blieb bei der Arbeit, bis er fast umkippte, sagte Chur, und in dieser Schicht ist er schon wieder dabei, so schwach er auch ist. Wir haben ihn gef�ttert, sobald er aufgewacht war, und er hat alles gegessen und sich wieder an seine Paukerei gemacht, so h�flich, wie es einem gef�llt. Ich �berwache seinen Zimmerkom und seinen Computeranschluss von der Op-Station aus, also h�ren wir ihn zumindest mit einem Ohr.�</p><p>�Gut.� Pyanfar fuhr sich mit einer Hand durch die M�hne und kniff in der heller werdenden Zimmerbeleuchtung die Augen zusammen. Der Wecker hatte den Tageszyklus im Zimmer in Gang gesetzt. �Lass den Au�enseiter arbeiten! Wenn er umf�llt, lass ihn schlafen! Wie geht es Tirun?�</p><p>�Humpelt und hat Schmerzen und st�tzt das Bein bei der Arbeit auf. Sie ist noch ziemlich wei� um die Nase.�</p><p>�Mir geht es gut�, mischte sich Tiruns Stimme ein.</p><p>�Du nimmst dir frei�, sagte Pyanfar, �wann immer dir danach ist. Wir driften nur, und jemand anders kann den Flautendienst aufnehmen, wenn ihr mit den ersten �berpr�fungen fertig seid. Du achtest darauf, Haral. Sonst noch etwas, das ich wissen sollte?�</p><p>�Das war�s�, meinte Haral. �Soweit alles klar.�</p><p>�Huh�, sagte sie wieder, erhob sich aus den von Federn gehaltenen Laken und schaltete den Kom ab, zog sich die schwarze Hose an und legte sich G�rtel, Armband und Ohrringe an�� sch�ttelte sie zurecht und k�mmte M�hne und Bart rasch durch. Zum Teufel mit der Eitelkeit.</p><p>Sie verlie� ihre Kabine und stattete der K�che einen kurzen Besuch ab, verzehrte ein einsames Fr�hst�ck und f�hlte sich daraufhin etwas besser. Dabei schaltete sie das Funkger�t auf den Monitorkanal und lauschte dem Gerede, das sie erreichte, stellte fest, dass es weitgehend dem entsprach, was Haral gesagt hatte, eine Flaute in den Ereignissen, die nat�rlich l�stige M�glichkeiten in sich barg. Inzwischen hatten sich die Kif sicherlich ausgerechnet, was geschehen war, und waren jetzt gewiss auf einer verstohlenen Jagd�� daher die verd�chtige Ruhe. Die <emphasis>Stolz</emphasis> hatte einer starken seitlichen Abtrift von ihrem Ankunftspunkt unterlegen, aber wenn sie dieser Kif-Kapit�n gewesen w�re und versucht h�tte, den Ankunftspunkt eines frachtlosen Fl�chtlings nach einem fast die M�glichkeiten des Schiffes �berschreitenden Sprung zu berechnen, dann w�re sie von einem Grenzbereichsprung in gerader Linie von der Masse des Treffpunktes zu der von Urtur ausgegangen. Und das w�rde die Jagdzone betr�chtlich verengen, von den gewaltigen Gebieten des linsenf�rmigen Urtursystems zu einer spezifischen Zone an dessen Rand, die Richtung des Systemdriftes und bestimmte Stellen, wo ein deckungssuchendes Schiff sich hinwenden konnte. Die Zeit war der andere Faktor; die Zeit definierte das Raumsegment, in dem sie logischerweise einhertrieben, zwei fragliche Stellen, die dann immer enger gefasst werden konnten.</p><p>Zeit, Zeit und wieder Zeit.</p><p>Sie lief unerbittlich ab.</p><p>Pyanfar schaltete das Funkger�t ab, ging zur�ck in ihre Kabine, breitete die Diagramme ihrer j�ngsten Bem�hungen aus, stellte eine Computerverbindung her und begann mit Berechnungen, so exakt wie nur m�glich, �ber die ihnen verbliebenen M�glichkeiten.</p><p>Von dem Hani-Schiff�� sie unterbrach sich, um Haral und Tirun dar�ber zu befragen�� war im Verlauf der zur�ckliegenden Wache nichts weiter zu h�ren gewesen. �berhaupt keine Sendung. Die Besatzung der <emphasis>Sternj�ger</emphasis> arbeitete sicher fieberhaft an ihren eigenen Vorhaben, entleerte das Schiff und provozierte nichts in diesem kritischen Augenblick.</p><p>Warten. Alle aufgefangenen Sendungen lie�en darauf schlie�en, dass Schiffe aller Arten mit gr��tm�glicher Eile Kurs auf die Urtur-Station nahmen, f�r einige Schiffe eine Reise von Tagen, sogar von Wochen f�r andere der systeminternen Operatoren� aber selbst schon die Geste unterrichtete die Kif davon, dass die <emphasis>Mahe</emphasis> die Urtur-Station selbst verteidigen wollten und dabei andere Stellen allem aussetzten, was die Kif zu tun beliebten. Die ankommenden Sprungschiffe hatten ihr Ziel l�ngst erreicht, sich im Versteck verkrochen. Es handelte sich um bewaffnete Schiffe, aber zumindest eines davon war Stsho, und seine Bewaffnung war nur geringf�gig und der Wille seiner Besatzung zum Kampf praktisch nicht vorhanden.</p><p>Erneut �berlegte sich Pyanfar, dass sie, wenn sie der kommandierende Kif gewesen w�re, diese systeminternen Schiffe nicht ungeschoren davonkommen lassen w�rde. All die, die aus dem verd�chtigen Vektor kamen, wo sich ein Hani-Schiff versteckte, w�rden genau untersucht werden�� um sicherzustellen, dass nicht eine clevere Hani im �brigen einw�rts gehenden Verkehr versteckt mit hineintrieb. I.D.-Sendungen w�rden gepr�ft und durch den Computer gejagt werden, Schiffe m�glicherweise geentert� jede Art von Unannehmlichkeit.</p><p>Die meisten w�rden eine visuelle Inspektion bestehen. Es gab recht wenig �hnlichkeit zwischen einem leergepusteten Sprungfrachter mit seinen gewaltigen Maschinen und einem klobigen Bergbauschlepper mit seinem blo� systeminternen Antrieb, der eben dazu ausreichte, ihn mit vollem Schleppzug in Bewegung zu bringen.</p><p>Nur die Minenschiffe, die das Pech hatten, vom entferntesten Rand des m�glichen Verstecks der <emphasis>Stolz</emphasis> zu kommen, w�rden vielleicht angehalten und ihre Aufzeichnungen untersucht werden, ihre Computer geleert und ihre Besatzungsmitglieder schweren Unbequemlichkeiten unterzogen, bis sie freiwillig Informationen gaben, wenn sich die Kif gem�� ihrer Gewohnheiten verhielten.</p><p>�Jemand ist gesprungen, Kapit�n.�</p><p>Tiruns Stimme aus dem Kom. Pyanfar drehte sich sofort in ihrem Sessel und griff nach dem Antwortregler. �Wer? Wo?�</p><p>�Nur das charakteristische Gespenst auf dem Bildschirm, sonst nichts. Ich wei� es nicht. Es ist schon eine ganze Weile her und war an der gegen�berliegenden Seite des Systems. Keine weiteren Daten, aber es stimmt mit unserer Zeitlinie �berein. So knapp.�</p><p>�Gib mir die Abbildung!�</p><p>Tirun schaltete sie auf den Schirm. Nadir-Bereich und eine w�st vermengte Aufnahme: zuviel Tr�mmergestein lag im Weg.</p><p>�Richtig�, sagte sie zu Tirun. �Nichts zu erkennen.�</p><p>�Weg damit?� fragte Tirun.</p><p>�Ja�, best�tigte Pyanfar und schaltete auch die Abbildung aus, starrte m�rrisch auf die Diagramme und Zahlen, die, egal wie man sie drehte, immer wieder zu demselben Ergebnis f�hrten: es gab keine M�glichkeit, mit einem einzigen Sprung ein Ziel jenseits von Urtur zu erreichen, so sehr sie jetzt auch ihre Masse reduziert hatten.</p><p>Der gerade empfangene Sprungschatten mochte von jemandem stammen, der erfolgreich hatte fliehen k�nnen. Vielleicht waren schon mehr Schiffe als nur dieses von hier weggesprungen, verloren im Gas und den Tr�mmern von Urturs Umgebung.</p><p>Aber �u�erst wahrscheinlich war, dass es sich bei diesem Schiff um einen Kif handelte, ein �berz�hliges Schiff, das weitergeflogen war, um am logischsten Sprungpunkt, den die <emphasis>Stolz</emphasis> vielleicht benutzte, einen Hinterhalt aufzubauen.</p><p>Mochte Akukkakk verfaulen. Sie erinnerte sich an die flachen schwarzen Augen mit den roten R�ndern, das lange graue Gesicht, die vom winselnden Tonfall geringerer Kif so stark verschiedene Stimme. Ein bitterer Geschmack bildete sich in ihrem Mund.</p><p>Wie viele waren es? fragte sie sich, zog die verstreuten Diagramme auf dem Tisch zu sich her und machte sich wieder Gedanken wie ein Kif, fragte sich einfach, wo er wohl seine bei Urtur gebliebenen Schiffe stationierte, nachdem er sich jetzt unvermeidlicherweise ausgerechnet hatte, was die Hani im Schilde f�hrten.</p><p>Diese einw�rtige Flucht, die der Station gr��ere Sicherheit verschaffte, gew�hrte andererseits auch diesem Akukkakk ein freies Operationsfeld. Es gab nur eine endliche Zahl von undurchsichtigen Stellen in dem Quadranten, wo der Bogen aus Tr�mmergestein m�glicherweise die <emphasis>Stolz</emphasis> versteckte. Eine geringere Zahl anderer Fl�chtlinge, um ihn zu verwirren� schlie�lich nur noch sie und er mit den anderen Kif-Schiffen, die er herbeigerufen hatte.</p><p>Vier Kif hatten am Treffpunkt gelegen. Einige oder alle mochten mit ihm gekommen sein, und ebenso viele waren vielleicht schon bei Urtur gewesen, als die <emphasis>Hinukku</emphasis> eintraf. Acht Schiffe, konnte man sagen. Durchaus m�glich.</p><p>Sie ging ihre Berechnungen noch einmal durch und stie� sich dann vom Schreibtisch zur�ck, zuckte mit den Ohren, um sich durch das Klimpern der Ringe beruhigen zu lassen.</p><p>So. Sie zumindest kannte ihre Optionen�� beziehungsweise deren Fehlen. Wirklich ein �bles Spiel, in das sie hineingeraten war. Sie stemmte den schmerzenden K�rper aus dem Sessel, in dem er zu viele Stunden lang gesessen hatte, streckte sich wieder und rechnete sich aus, dass es etwa die Zeit sein musste, wo Chur und Geran wieder ihren Dienst antraten. Und Hilfy; kein Wort war von ihr zu h�ren gewesen. M�glicherweise hatte der Balg erst sp�t wieder Schlaf gefunden nach den Neuigkeiten, mit denen sie in ihrer Freizeit �berfallen worden war. Wenn sie geschlafen hatte, umso besser.</p><p>Pyanfar ging hinaus in den Korridor und durch diesen in die matt erleuchtete Zone der Br�cke hinter dem Bogengang, wo die meisten Lampen gel�scht waren und die toten Schirme dunkle Bereiche bildeten, die eigentlich vor Lichtern h�tten blitzen sollen. Es gab einen unerwarteterweise hellen Fleck, eine beleuchtete Konsole in dieser Seitennische der Br�cke hinter der Hauptbank des Computers. Jemand war zur�ckgekommen und hatte dann nicht abgeschaltet, dachte sie, und ging hin, um sie auszuschalten. Und fand dort Hilfy, die davor sa� und ihre Aufmerksamkeit auf den �bersetzer gerichtet hielt, die Stirn in die linke Hand gest�tzt und die rechte Hand �ber der Tastatur des �bersetzers schwebend. Der Schirm vor ihr wurde von Mahendo�sat-Symbolen belebt. �ber Audio kam die kl�gliche Au�enseiterstimme herein, die zu sprechen versuchte. Pyanfar runzelte die Stirn und ging n�her heran, und Hilfy bemerkte die Bewegung und drehte sich halb um, wandte sich dann hastig wieder zur�ck, um den Audio der Br�cke abzuschalten. Pyanfar lehnte sich an den Sessel, um die Symbolreihen auf dem Schirm zu betrachten, und Hilfy erhob sich schnell.</p><p><emphasis>Gehen,</emphasis> versuchte der Au�enseiter zu sagen. Das war das Symbol, welches momentan auf dem Schirm stand. <emphasis>Ich gehe.</emphasis></p><p>�Ich dachte, du solltest schlafen�, sagte Pyanfar.</p><p>�Ich hatte keine Lust mehr dazu.�</p><p>Pyanfar nickte zum Schirm hin, der jetzt die gehende Figur zeigte. �Was macht es?�</p><p>�Er.�</p><p>�Es, er, wie macht er es?�</p><p>�Seine Aussprache ist nicht sonderlich gut.�</p><p>�Du hast dich in seine Lektionen eingemischt, dich mit ihm unterhalten?�</p><p>�Er erkennt mich nicht an der Maschine�. Hilfy hatte die Ohren angelegt, war auf der Hut vor Zurechtweisungen. �Man kann das zweite Handbuch nicht ohne Hilfe bearbeiten; es enth�lt S�tze. Er braucht Stichw�rter. Ich habe mit ihm zusammen einen gr��eren Wortschatz erzielt. Wir sind jetzt schon voll bei abstrakten Begriffen, und ich konnte schon etwas von seinem Satzbau ableiten, wobei ich davon ausgegangen bin, was er bei unserem f�r Fehler macht.�</p><p>�Hm. Und hast du zuf�llig zwischen all den Fehlern auch einen Namen aus ihm herausbekommen? Seine Rasse? Einen Hinweis, woher er kommt? Eine Ortsangabe?�</p><p>�Nein.�</p><p>�Na ja, habe ich auch nicht erwartet. Aber gut gemacht, trotzdem. Ich werde es mir anschauen.�</p><p>�Siebenhundertdreiundf�nfzig W�rter. Er hat das ganze erste Handbuch durch. Chur hat den Wechsel der Tastatur und der Kassette demonstriert, und er hat wieder alles durchgemacht, einfach so, machte sich an das zweite Buch und versuchte sich mit S�tzen. Aber er hat keine vern�nftige Aussprache, Tante; es kommt einfach alles nur auf diese kl�gliche Art heraus.�</p><p>�Seine Mundform ist anders. Man kann auch noch nicht sagen, dass wir mit seiner Sprache einmal viel anfangen k�nnen. Es ist, als versuchte man, mit den Tc�a oder den Knnn zu reden� vielleicht hat das Geh�r sogar einen anderen Bereich, und sicherlich hat er nicht dieselbe Sprechausstattung. G�tter, es gibt nicht einmal eine Garantie auf dieselbe Logik, aber ich denke, die haben wir vielleicht mit ihm. Manches von dem, was er tut, ergibt halbwegs Sinn.� Sie lie� sich in den freigewordenen Sessel sinken, streckte die Hand aus und schaltete einen zweiten Schirm ein. �Geh und �berrede Tirun, ihre Arbeit unten im Op einzustellen, Kleine! Sie hat Dienst geleistet und sollte das eigentlich nicht. Ich werde versuchen, deine siebenhundertdreiundfuznfzig W�rter auf ein �bersetzerband aufzunehmen.�</p><p>�Habe ich schon gemacht.�</p><p>�Oh, tats�chlich?�</p><p>�W�hrend ich hier sa�.� Hilfy griff hastig an die Konsole und zeigte ihr die Kassette im Eingabeschlitz des �bersetzers. �Ich habe das grundlegende Muster gezeichnet und die W�rter darin eingeordnet. Auch die Satzlogik. Es ist fertig.�</p><p>�Funktioniert es?�</p><p>�Ich wei� nicht, Tante. Er hat mir nicht einen einzigen Satz in seiner eigenen Sprache genannt. Nur W�rter. Es ist niemand da, mit dem er in seiner eigenen Sprache reden k�nnte.�</p><p>�Aha�� na ja.� Pyanfar war beeindruckt. Sie lie� etwas von dem Audioband ablaufen, schaltete ab und blickte zu Hilfy auf, die ungew�hnlich stolz auf sich selbst aussah. �Bist du dir bez�glich des Bandes sicher?�</p><p>�Das Hauptprogramm schien eindeutig zu sein. Ich, ich habe die �bersetzungsprinzipien ziemlich gut gelernt; Vater hat das nicht so sehr mit der Raumfahrt in Verbindung gebracht. Ich konnte dieses Studium von Anfang an betreiben, aber <emphasis>ich</emphasis> wusste, wof�r ich es wollte. Wie Computer. Ich bin gut darin.�</p><p>�Warum versuchen wir es dann nicht?�</p><p>Hilfy nickte, war immer mehr von sich selbst eingenommen.</p><p>Pyanfar stand auf und durchsuchte die F�cher in der Kom-Konsole, zog die Schachtel mit den hygienisch eingewickelten Audio-Ohrst�pseln hervor und dr�ckte eine Handvoll davon Hilfy in die Hand, entdeckte dann im selben Fach ein weiteres Funkger�t. Sie setzte sich an den Hauptkom und ging die Doppelkan�le des �bersetzers �ber die B�nder Zwei und Drei f�r die Funkger�te durch. Sie nahm einen St�psel und steckte ihn sich ins Ohr, testete ihn mit einer momentanen Verbindung zum Zimmerkom des Au�enseiters, empfing nichts au�er Ausbr�chen von wei�em Rauschen, durchsetzt mit zerfetzten Hani-W�rtern, die ein Teil des schizoiden �bersetzergehirns sich als W�rter anzuerkennen weigerte. �Wir sind zwei, er drei�, sagte sie zu Hilfy, hatte den Audio f�r einen Moment abgeschaltet. �Bring ihn herauf!�</p><p>�Hierher, Tante?�</p><p>�Du und Haral. Dieser Au�enseiter, der versucht, uns mit seinen siebenhundertdreiundf�nfzig W�rtern zu beeindrucken� wir werden ein f�r alle Mal herausfinden, wie seine Manieren in der �ffentlichkeit sind. Geh keine Risiken ein, Kleine!</p><p>Wenn der �bersetzer versagt, tu es nicht. Wenn der Au�enseiter in seinem Verhalten nicht stabil ist, auch nicht. Geh!�</p><p>�Ja, Tante.� Hilfy stopfte sich die Audio-Ger�te und das zus�tzliche Funkger�t in die Taschen und hastete in einem Anfall von Wichtigtuerei den Bogengang hinaus.</p><p>�Hm�, knurrte Pyanfar im Nachhinein, stand da und starrte ihr hinterher. Ihre Ohren zuckten nerv�s und klimperten mit den Ringen. Das Alien konnte etwas anstellen. Es hatte ihr Schiff ausgesucht, um darin einzudringen, und es hatte es einer Reihe bequemerer M�glichkeiten vorgezogen. Es� <emphasis>Er!</emphasis> Hilfy und die Besatzung schienen unersch�tterlich vom <emphasis>er</emphasis> �berzeugt zu sein, analog zur Hani-Struktur. Aber darauf gab es nach wie vor keine Garantie.</p><p>Schlie�lich gab es noch die Stsho. M�glicherweise machte das die Kreatur in ihren Augen tragischer.</p><p>G�tter. Nackth�utig, mit stumpfen Z�hnen und Fingern� es hatte nur geringe Chancen in einer handgreiflichen Auseinandersetzung mit einem Haufen Kif gehabt. War unglaublich wehrlos�� auf eine herausfordernde Weise. Es sollte f�r seine augenblickliche Situation dankbar sein.</p><p>Nein, schloss sie. Sollte es nicht. Jeder, der diese Kreatur in die Hand bekam, w�rde seine Pl�ne mit ihr haben, von der einen oder anderen Art, und vielleicht sp�rte sie das; daher ihr st�ndig trauriger und missmutiger Gesichtsausdruck. Auch Pyanfar hatte nat�rlich ihre eigenen Pl�ne.</p><p><emphasis>Er,</emphasis> beharrte Hilfy bei jeder Gelegenheit. Ihre erste Reise, ein tragischer (und absolut unerreichbarer) fremder Prinz.</p><p>Reifezeit.</p><p>G�tter!</p><p>Aus der Hauptsektion der Kom-Konsole summten und wimmerten die Sendungen von drau�en, glitten in eine verschlungene Folge von Heulern und r�ckenmarkqu�lenden Piepsern hinein. Pyanfar sprang unwillk�rlich auf, setzte sich wieder und verband den �bersetzer mit dem Kom.</p><p><emphasis>Knnn,</emphasis> informierte sie der Schirm, was sie l�ngst wusste. <emphasis>Lied. Keine erkennbare Identit�t.</emphasis></p><p><emphasis>Kein numerischer Inhalt. Umfang</emphasis>� <emphasis>unzul�ngliche Eingabe.</emphasis> Auch <emphasis>diese</emphasis> Rasse besuchte Urtur, Bergleute, die ohne Lebenserhaltungseinrichtungen in der Methan-H�lle des Mondes Uroji arbeiteten und sich dort heimisch f�hlten. Seltsames Volk in jeder Beziehung; vielbeinige Haarnester, schwarz und das Licht hassend. Sie besuchten die Station, um Erze und Abf�lle abzuladen und verstohlen jedweden erreichbaren Handel zu t�tigen, bevor sie zur�ck in die Dunkelheit ihrer Schiffe eilten. Die Tc�a begriffen sie vielleicht.., und die Chi, die noch weniger rational waren�� aber niemand hatte jemals eine ausreichend klare �bersetzung aus einem Tc�a herausbekommen, um zu bestimmen, ob die Tc�a ihrerseits aus den Knnn irgendwie schlau wurden. Die Knnn sangen irrational, selbstgen�gsam oder in der Liebe verloren oder eine Sprache sprechend.</p><p>Niemand wusste etwas �ber sie (aber m�glicherweise die Tc�a, und diese diskutierten niemals irgendein Thema, ohne sich in tausend Abschweifungen zu ergehen, bevor sie die zentralen Fragen beantworteten, und waren in ihren Gedankeng�ngen so schlangenartig wie in ihren k�rperlichen Bewegungen). Niemand hatte die Knnn jemals dazu bringen k�nnen, eine ordentliche Navigation zu betreiben; alle anderen mieden sie, denn es blieb ihnen nichts anderes �brig. Im allgemeinen verbreiteten sie numerische Botschaften, mit denen die mechanischen �bersetzer fertig wurden�� aber dabei handelte es sich um einen Kode f�r besondere Situationen� Handel, Einlaufen, oder ein Signalkode. An der Anwesenheit von Knnn hier war nichts Ungew�hnliches, denn sie waren Gesch�pfe, die sich �berall herumtrieben, wie es ihnen gefiel, und die blind waren gegen�ber den Streitigkeiten von Sauerstoffatmern.</p><p>Gelegentlich war immer noch das Pingen oder Hallen von Staub und Felsst�cken auf der H�lle der <emphasis>Stolz</emphasis> zu h�ren, das konstante Rumpeln des Rotationskernes, das Fl�stern der Luft in den Leitungen. Die toten Instrumente bedr�ckten Pyanfar. Schirme starrten zur�ck in den Schatten der Br�cke wie viele blinde Augen.</p><p>Und sie waren hier drau�en und trieben mit Kif und Felsen und einem Knnn einher, der keine Ahnung hatte, was los war.</p><p>�Kapit�n�, brach Tiruns Stimme in die Stille ein.</p><p>�Ich h�re dich.�</p><p>�Da drau�en ist ein Knnn.�</p><p>�Habe ich auch mitbekommen. Was machen Hilfy und Haral bez�glich des Au�enseiters?�</p><p>�Ich bekomme mit, dass sie ihn holen. Er macht keine Schwierigkeiten.�</p><p>�Verstanden. Sie sind auf dem Weg herauf. Pass weiter auf den Kom-Fluss von au�en auf; hier oben wird es gesch�ftig zugehen.�</p><p>�Ja, K�pt�n.�</p><p>Die Verbindung brach ab. Pyanfar stellte das Funkger�t auf den �bersetzerkanal ein und empfing das wei�e Rauschen von Hani-W�rtern. Alles schien ruhig zu sein. Endlich h�rte sie das Ger�usch des Aufzuges und Schritte im Korridor, die auf die Br�cke zukamen.</p><p>Er erschien wie ein Geist vor dem helleren Licht des Korridors hinter ihm, hochgewachsen und eckig, mit zwei Hani-Gestalten dicht an seinen Fersen. Z�gernd trat er in das matte Licht der Br�cke, dem Auge jetzt deutlich erkennbar� erstaunlich blasse M�hne und Bart, bleiche und mit Quetschungen und den gewundenen Streifen seiner Wunde gesprenkelte Haut, mit einem Gel verschlossen, aber zornrot. Irgend jemandes blaue Arbeitskniehosen, mit Zugband um die Taille und losen Knien, passten zu seiner hochgewachsenen Statur.</p><p>Unter der niedrigeren Decke der Br�cke ging er mit leicht gebeugtem Kopf�� nicht, dass er das h�tte tun m�ssen, aber vielleicht f�hlte sich die Decke f�r ihn ein wenig niedriger an, als er es gewohnt war. Er blieb stehen, mit Hilfy und Haral zu beiden Seiten hinter ihm.</p><p>�Komm n�her!� forderte ihn Pyanfar auf und erhob sich von ihrem Platz, um sich mit verschr�nkten Armen an die Computerkonsole zu lehnen. Der Au�enseiter hatte immer noch einen kr�nklichen Ausdruck und war wackelig auf den Beinen, aber sie langte nach hinten, um die Sicherung des Computers einzuschalten�� die nur durch einen Kode wieder aufgehoben werden konnte, richtete dann den Blick wieder auf den Au�enseiter� der nicht sie betrachtete, sondern sich mit verlangendem Gesicht auf der Br�cke umsah, mit einem Gef�hl, wie es jemand haben mochte, der erst k�rzlich die Freiheit einer derartigen Einrichtung verloren hatte. Also kam er von einem Schiff, dachte sie. Es musste so sein.</p><p>Hilfy stand hinter ihm. Haral baute sich im anderen Zwischengang auf und blockierte den R�ckzug in diese Richtung, sollte ihn irgendein pl�tzlicher Impuls �berkommen. Auf diese Weise umgaben sie ihn mit einem sch�tzenden Dreieck�� sie, Hilfy und Haral. Aber er lehnte nur schwankend am Sessel des zweiten Piloten, der ihm am n�chsten stand, und zeigte keinerlei Neigung zur Flucht. Er trug das Funkger�t an der H�fte und hatte sich den Audio- St�psel ins Ohr gesteckt, gleichg�ltig der Tatsache gegen�ber, wie unbequem er f�r ihn sein musste. Pyanfar langte hinauf und befestigte ihren eigenen, schaltete das Funkger�t auf Empfang und richtete dann von ihrem Platz an der Konsole aus den Blick wieder auf ihn.</p><p>�Alles klar?� fragte sie ihn, und er wandte ihr sein Gesicht zu. �Du verstehst wirklich�, sagte sie. �Dieser �bersetzer funktioniert in beiden Richtungen. Du hast sehr hart daran gearbeitet. Du wusstest sehr gut, was du tatest, vermute ich, und so hast du erreicht, was du wolltest. Du verstehst uns. Du kannst jetzt sprechen und es uns verst�ndlich machen. M�chtest du dich setzen? Bitte!�</p><p>Er griff nach der Beuge des Sessels und lie� sich auf die Armlehne sinken.</p><p>�So ist es besser�, meinte Pyanfar. �Wie hei�t du, Au�enseiter?�</p><p>Lippen wurden zusammengepresst. Keine Antwort. �H�r mir zu!� sagte Pyanfar ruhig. �Seit du auf mein Schiff gekommen bist, habe ich meine Ladung verloren und sind Hani gestorben�� get�tet von den Kif. Begreifst du das? Ich m�chte wissen, wer du bist, woher du kommst und warum du zu meinem Schiff gelaufen bist, wo du doch zu jedem anderen Schiff im Dock auch h�ttest gehen k�nnen. Also sag es mir! Wer bist du? Woher kommst du? Was hast du mit den Kif zu schaffen und warum mein Schiff, Au�enseiter?�</p><p>�Ihr sein nicht Freunde von Kif.�</p><p>Laut und deutlich. Pyanfar holte Atem, stie� die H�nde vor sich in den Hosenbund und betrachtete den Au�enseiter mit l�chelnd gesch�rzten Lippen. �So. <emphasis>Na ja.</emphasis> Nein, das sagten wir schon. Ich arbeite nicht f�r die Kif und bin nicht mit ihnen befreundet. Negativ. Kennst du das Wort blinder Passagier? Illegaler Fahrgast? Jemand, der auf ein Schiff geht und nicht bezahlt?�</p><p>Er dachte �ber das nach, was er davon verstand, aber er hatte keine Antwort darauf. Er atmete tief, als sei er m�de� sprang auf, als eine pl�tzliche Knnn-Sendung durch den offenen Kom kam. Angsterf�llt blickte er zur Konsole, die H�nde um die Sessellehne geklammert.</p><p>�Nur ein Nachbar�, sagte Pyanfar. �Ich m�chte eine Antwort, Au�enseiter! Warum bist du zu uns gekommen und nicht zu einem anderen Schiff?�</p><p>Sie hatte seine Aufmerksamkeit wiedergewonnen. Er betrachtete sie, wobei er gedankenvoll auf der Unterlippe nagte, machte schlie�lich eine Bewegung, die ein Achselzucken sein konnte. �Ihr sein weit von Kif-Schiff. Und ihr lachen.�</p><p>�Wir <emphasis>lachen?�</emphasis></p><p>Er vollf�hrte eine vage Handbewegung in Richtung auf Haral und Hilfy. �Deine Besatzung arbeiten drau�en vor dem Schiff, sie lachen. Sie sagen mir gehen, gehen ##### keine Waffen auf mich. ### Ich kommen zur�ck. ###.�</p><p>�In den Rampengang hinein, meinst du.� Pyanfar machte ein finsteres Gesicht. �So. Was wolltest du in meinem Schiff? Stehlen? Dir Waffen besorgen? Ist es das, was du wolltest?�</p><p>�#### nein ####.�</p><p>�Langsam. Sprich langsamer, damit der �bersetzer mitkommt! Was wolltest du auf meinem Schiff?�</p><p>Er holte tief Luft und schloss kurz die Augen, als versuche er, Worte oder Gedanken zu sammeln, �ffnete sie dann wieder. �Ich wollen keine Waffen. Ich sehen Rampengang hier bei Hani, kleine Angst.�</p><p>�Vor uns hattest du weniger Angst, nicht wahr?� Sie f�hlte sich nicht so recht geschmeichelt. �Wie hei�t du? <emphasis>Name,</emphasis> Au�enseiter.�</p><p>�Tully�, sagte er. Sie h�rte es, wie die gelegentlichen �u�erungen des Kom, mit dem anderen Ohr� ein Name wie der nat�rliche Fluss seiner Sprache, die aus Schnurren, Keuchen und St�hnen bestand, kombiniert mit noch seltsameren Lauten.</p><p>�Tully�, wiederholte sie; er nickte, erkannte offensichtlich den Versuch. Sie ber�hrte die eigene Brust. �Pyanfar Chanur hei�e ich. Die Namen kann der �bersetzer nicht f�r dich verstehen. Pyanfar. Chanur.�</p><p>Er probierte es. Pyanfar war herauszuh�ren� zumindest, dass er den Rhythmus in seiner Sprache schnurrte. �Recht gut�, meinte sie. Sie setzte sich entspannter hin und legte die H�nde im Scho� zusammen. �Zivilisierte Wesen sollten mit Namen umgehen. Tully�� stammst du von einem Schiff, Tully, oder haben dich die Kif von einer Welt geholt?�</p><p>Er dachte dar�ber nach. �Schiff�, gab er schlie�lich zu. �Habt ihr zuerst auf sie geschossen? Habt ihr zuerst auf die Kif geschossen, Tully?�</p><p><emphasis>�Nein. Keine Waffen. Mein Schiff haben keine Waffen.�</emphasis></p><p>�G�tter, so kann man doch nicht reisen! Was soll ich mit dir machen? Dich zu welcher Welt zur�ckbringen, Tully?�</p><p>Seine H�nde packten die Sessellehne fester. Er starrte d�ster daran vorbei auf Pyanfar.</p><p>�Du wollen, was sie wollen. Ich nicht sagen!�</p><p>�Du kommst auf mein Schiff und du willst mir nichts sagen. Hani sind wegen dir tot, und du willst mir nichts sagen.�</p><p>�Tot?�</p><p>�Kif haben ein Hani-Schiff getroffen. Sie wollten dich, Tully. Sie wollten <emphasis>dich!</emphasis> Meinst du nicht, dass ich da Fragen stellen sollte? Das hier ist mein Schiff. Du bist an Bord gekommen. Meinst du nicht, dass du mir ein paar Antworten schuldest?�</p><p>Er sagte nichts. Wollte nichts sagen, das war klar. Die Lippen hatte er zusammengepresst.</p><p>Schwei� stand auf seinem Gesicht und glitzerte im matten Licht.</p><p>�M�gen die G�tter diesen �bersetzer verfaulen lassen�, sagte Pyanfar nach einem Moment. �In Ordnung, also hat jemand auch dich schlecht behandelt. Ist es auf diesem Schiff besser? Geben wir dir die richtige Nahrung? Hast du genug zum Anziehen?�</p><p>Er strich �ber die Hose und nickte ohne Begeisterung.</p><p>�Du musst nicht zustimmen. Gibt es etwas, das du willst?�</p><p>�Wollen meine T�r # offen #.�</p><p>�Was�� offen?�</p><p>�Offen.�</p><p>�Aha.</p><p>Seine Schultern sackten herab. Er hatte keine Zustimmung dazu erwartet, das konnte man sehen. Er machte eine vage Handbewegung auf das, was ihn umgab. �Wo sein wir? Die Ger�usche��</p><p>Staub scharrte �ber die Schiffsh�lle. Es war ein Hintergrundger�usch gewesen, ein verr�cktmachendes Fl�stern, mit dem sie lebten. Unten, auf dem Unterdeck, hatte er wohl viel davon geh�rt. �Wir treiben�, sagte Pyanfar. �Gestein und Staub da drau�en.�</p><p>�Wir sitzen auf ein Sprungpunkt?�</p><p>�Ein Sternsystem.� Sie streckte die Hand aus und schaltete das Teleskop in der Observationskuppel hinzu, brachte das Bild auf den Hauptschirm. Das Teleskop schwenkte sich auf Urtur ein, das Energie-Inferno im Zentrum des staubigen und linsenf�rmigen Systems, ein beringter Stern, der Ranken ausstreckte, deren Bewegung nur in Jahrhunderten zu messen war, seilartige F�den, die dunkel vor den Flammen des Zentrums standen. Das Bild warf Licht auf das Gesicht des Au�enseiters, ein Moment des Staunens: den verdiente Urtur. Pyanfar sah sein Gesicht und erhob sich, trat an die Seite dieses zottelm�hnigen Au�enseiters�� eine kalkulierte Bewegung, denn es war ihre Kunst, Handel zu treiben, den Augenblick zu erkennen, wenn eine Zur�ckhaltung fiel. �Ich werde es dir erz�hlen�, sagte sie und packte ihn am Arm.</p><p>Er erzitterte, protestierte aber nicht dagegen, auf die F��e gezogen zu werden. Er �berragte sie, w�hrend sie auf den Mittelpunkt des Bildes deutete. �Ein Teleskopbild, wie du siehst. Ein gro�es System, eine Horde von Planeten und Monden�, die dunklen Ringe dort, die entstehen, wenn die Planeten und Monde den Staub und die Felsen aufsaugen. Auf diesem entferntesten Ring gibt es eine Station, die diesen Gasriesen umkreist. Das System ist unbewohnt, abgesehen von Mahendo�sat-Bergleuten und ein paar Knnn und Tc�a, die es f�r gem�tlich halten. Methanatmer. Aber viele Bergleute, viele Leute aller Rassen sind jetzt in Gefahr, dort, in diesem Zentrum. Urtur ist der Name des Sterns. Und irgendwo da drau�en sind die Kif. Sie sind uns gefolgt, als wir hierher sprangen, und jetzt sind wegen dir eine Menge Leute in Gefahr. Kif sind da, verstehst du?�</p><p>�Regierung.� Seine Haut f�hlte sich kalt an unter ihren Fingerballen, seine Muskeln waren hart und bebten, ob nun wegen der vergleichsweisen K�lte im gro�en Raum der Br�cke oder aus irgendeinem anderen Grund. �Regierung dieses Systems. Hani?�</p><p>�Mahendo�sat-Station. Auch sie m�gen die Kif nicht sonderlich. Niemand tut das, aber man kann sie nicht loswerden. Mahendo�sat, Kif, Hani, Tc�a, Stsho, Knnn, Chi� alle treiben hier Handel. Wir m�gen uns nicht alle gegenseitig, aber wir k�mmern uns um unsere eigenen Angelegenheiten und tauschen Waren und manchmal Informationen aus.�</p><p>Schweigend h�rte er allem zu, was er von dem verstand, was sie sagte. Wieder meldete sich der Kom mit dem Pfeifen und Wimmern der Knnn.</p><p>�Manche von ihnen�, sagte Pyanfar, �sind noch fremdartiger als du. Aber du kennst die Namen nicht, oder? Diese ganze Region des Alls ist dir fremd.�</p><p>�Weit, weit von mein Welt�, sagte er.</p><p>�Tats�chlich?�</p><p>Das trug ihr einen zweifelnden Blick von ihm ein. Er entzog sich ihrer Hand, betrachtete sie und die anderen.</p><p>�Wo auch immer sie sein mag�, sagte Pyanfar l�ssig. Sie wandte sich zu Haral und Hilfy um. �Ich glaube, das d�rfte genug sein. Unser Fahrgast ist m�de und kann in sein Quartier zur�ck.�</p><p>�Ich wollen mit dir reden�, sagte TuIIy. Er hielt sich am n�chststehenden Sessel fest, widerstand jedem Versuch, ihn wegzuf�hren. <emphasis>�Ich wollen reden.�</emphasis></p><p>�Wirklich?� fragte Pyanfar. Er streckte die Hand nach ihr aus. Sie hielt m�hsam still, aber er ber�hrte sie gar nicht, sondern zog die Hand zur�ck. �Wor�ber willst du reden?�</p><p>Stehend st�tzte er sich mit beiden H�nden auf den Sessel. Seine blassen Augen waren aufmerksam und wild, und welche Emotion sein Gesicht auch immer anzeigte, es legte stets ein hohes Ma� von Erregung an den Tag. �Du #### mich. Arbeiten, verstehen. Ich bleiben dieses Schiff, und ich arbeiten wie Besatzung. Alles du wollen. Wohin zu gehen. # geben mir ###.�</p><p>�Ah�, sagte sie. �Du bietest an, f�r deine Passage zu arbeiten.�</p><p>�Arbeiten auf dieses Schiff, ja.�</p><p>�Verstehe.� Sie h�tte lieber auf ihn hinabgeblickt, aber war gezwungen, aufzublicken. �Du machst einen Handel, nicht wahr? Du arbeitest f�r mich, Au�enseiter? Du tust, was ich sage? In Ordnung. Du ruhst dich jetzt aus. Du gehst zur�ck in deine Kabine und lernst deine W�rter und machst dir dar�ber Gedanken, wie du mir sagst, was die Kif von dir wollen�� denn die Kif wollen dieses Schiff immer noch, verstehst du; sie wollen <emphasis>dich,</emphasis> und sie suchen nach diesem Schiff.�</p><p>Er dachte einen Augenblick lang dar�ber nach. Beinahe schien es, als w�rde er reden; seine Lippen formten ein Wort und nahmen es wieder zur�ck, wurden zusammengepresst.</p><p>Und etwas schloss sich hinter seinen Augen, als er das tat, eine �dnis, schlimmer als sie je dort gewesen war. Ein Prickeln lief ihre Wirbels�ule hinab. <emphasis>Diese Kreatur denkt ans Sterben,</emphasis> erkannte sie. Es war der Blick wie von der Wand her und aus der Ecke des Waschraums, nur noch k�lter. �H�r zu!� sagte sie in ihrer besten Umgangsart und legte ihm die Hand auf die gebeugte Schulter, grob, aber vorsichtig mit den Krallen. Sie sch�ttelte ihn. �Tully, du bist noch nicht stark genug, um zu arbeiten. Es reicht, wenn du dich ausruhst. Du bist in Sicherheit, verstehst du? Hani handeln nicht mit Kif.�</p><p>Daraufhin gab es ein Aufflackern, einen pl�tzlichen Bruch in diesem Siegel. Er streckte v�llig unerwartet die Hand aus und ergriff ihre andere, und seine stumpfen Finger hielten und erforschten sie gleichzeitig, die pelzige Schwimmhaut, die ihm fehlte, die Ballen an den Fingerspitzen. Ein Druck traf das Zentrum der Hand und die Krallen f�hren heraus, aber nur ein wenig; sie war vorsichtig, obwohl ihre Ohren sich warnend senkten. Zu ihrer weiteren Beunruhigung legte er ihr die andere Hand auf die Schulter, zog dann beide H�nde wieder zur�ck und sah sich zu Haral und Hilfy um, dann wieder zu ihr. Sie hielt ihn f�r verr�ckt. Und dann dachte sie an die Kif und ging davon aus, dass er das Recht auf ein wenig Seltsamkeit hatte. �Ich werde dir etwas sagen�, begann sie, �und zwar umsonst. Die Kif sind dir durch das Treffpunkt-Dock zu meinem Schiff gefolgt. Sie folgten meinem Schiff hierher nach Urtur, und jetzt sitzen wir hier und versuchen nichts anderes, als so ruhig zu sein, dass die Kif uns nicht finden. Versuchen zu entscheiden, wie wir am besten wieder von hier wegkommen. Es gibt einen bestimmten Kif, der den Befehl �ber ein Schiff namens <emphasis>Hinukku</emphasis> hat. Akukkakk.</p><p><emphasis>�Akukkakk�,</emphasis> wiederholte er und versteifte sich pl�tzlich. Sein Gesicht wurde noch wei�er.</p><p>Das Wort erreichte sie, wie bei Namen nicht anders m�glich, durch das andere Ohr, durch seine eigene Stimme. Seine Augen waren geweitet.</p><p>�Aha. Du wei�t Bescheid.�</p><p>�Er wollen mich bringen sein Schiff. Gro�es. Autorit�t.�</p><p>�Sehr gro�. Sie haben ein Wort daf�r; kennst du es? <emphasis>Hakkikt.</emphasis> Das bedeutet: er jagt, und andere sammeln die Reste auf, die er liegen l�sst. Ich habe am Treffpunkt etwas verloren: ein Hani-Schiff und meine gesamte Ladung; und das hat dieser gro�e <emphasis>Hakkikt,</emphasis> dieser gro�e und m�chtige Kif angerichtet. Du bist ihm entkommen! <emphasis>Du</emphasis> bist ihm davongelaufen. Also ist es mehr als Profit, worauf er in dieser Sache aus ist. Er will dich, Tully, um Rechnungen zu begleichen. Sein Stolz ist es, der auf dem Spiel steht, sein Ruf. F�r einen Kif ist das das Leben selbst. Er wird nicht aufgeben. Wei�t du, er hat versucht, dich mir abzukaufen. Gold hat er mir angeboten, viel Gold. Vielleicht h�tte er sich sogar an den Handel gehalten und sich nicht mit Piraterie aufgehalten. Er ist derma�en verzweifelt.�</p><p>Tullys Augen schweiften von ihr zu den anderen und wieder zur�ck. �Du handeln mit ihm?�</p><p>�Nein. Ich will etwas f�r tote Hani und verlorene Fracht. Ich will diesen gro�en <emphasis>Hakkikt.</emphasis> Verstehst du mich, Tully?�</p><p>�Ja�, sagte Tully pl�tzlich. <emphasis>�Ich</emphasis> wollen auch.�</p><p>�Tante�, protestierte Hilfy mit schwacher Stimme.</p><p>�Du willst arbeiten�, sagte Pyanfar, ohne sich um die Besorgnis ihrer Nichte zu k�mmern.</p><p>�Du wirst Gelegenheit dazu bekommen. Aber du wirst warten, Tully, dich ausruhen. Bei Schichtwechsel rufe ich dich wieder. Du wirst mit uns essen. Essen, verstehst du? Aber zuerst wirst du etwas schlafen, h�rst du? Du arbeitest auf meinem Schiff, also nimmst du als erstes Befehle entgegen. Befolgst die Anweisungen. Richtig?�</p><p>�Ja�, sagte er.</p><p>�Dann geh! Haral und Hilfy bringen dich wieder nach unten. Geh!�</p><p>Er nickte und �berlie� sich wieder Haral und Hilfy; keine von beiden blickte zur�ck, als sie ihn hinausf�hrten. Und er auch nicht. Pyanfar schaute ihnen nach und ertappte sich dabei, wie sie die Hand rieb, die er ber�hrt hatte.</p><p>Das Wimmern des Knnn-Liedes verklang wieder. Die Knnn waren Nachbarn der Kif. Das trug Erinnerungen in sich. Dieser Knnn war ungew�hnlich gespr�chig. Niemand wusste jemals, was die Knnn dachten oder was ihre Reisen von Stern zu Stern bewirkte.</p><p>Sie wandte sich der Kom-Bank zu, schaltete auf Aufzeichnung und lie� den Gesang noch einmal durch den �bersetzer laufen. Er gab ihr auch diesmal nicht mehr Informationen als beim vorherigen Mal. Der Gesang endete, und es blieb nur das Fl�stern des Staubes.</p><p>�berall im Urtur-System war es sehr still geworden.</p><p>Der �bersetzer sendete weiterhin wei�es Rauschen, auch Harals Stimme oder Hilfys. Der Au�enseiter sagte nichts, w�hrend er zu seinem Quartier zur�ckgebracht wurde. Pyanfar f�hlte sich etwas unbehaglich, weil er sich nicht mehr in ihrem Blickfeld befand. Vielleicht war er letztlich doch wahnsinnig. Vielleicht brachte er sich um und lie� ihnen nichts anderes mehr als eine Fehde mit den Kif, als einziges, was sie f�r den Zusammensto� vorzuweisen hatten. Bis zu einem gewissen Punkt konnte sie ihn nicht daran hindern, sich zu t�ten, au�er eben Ma�nahmen zu ergreifen, die ihn zu dem Entschluss nicht ermutigten.</p><p>Aber Rache war etwas, das einen Zweck lieferte, etwas, das das Leben lohnend machte.</p><p>Sie hatte es ihm angeboten.</p><p>Sie rief sich sein Gesicht in Erinnerung, wie es sich dicht vor ihr befunden hatte, lebhafte, verr�ckte Augen, eine Hand, so kalt wie eine Stunde nach Eintritt des Todes eine Kreatur, erinnerte sie sich, die allein mit einem Feind gek�mpft hatte, der einen Stsho h�tte zu Brei machen k�nnen.</p><p>Sie grinste leicht, wobei sie die Lippen zur�ckzog und die Nase runzelte, und starrte gedankenvoll auf das Bild des Teleskops.</p><p>R�ckzug war unm�glich. Unm�glich bei diesem Kif-Prinzen, diesem <emphasis>Hakkikt</emphasis> Akukkakk, dessen pers�nliches �berleben von dieser Au�enseitergeschichte abhing. Seine eigenen Sykophanten w�rden sich auf ihn st�rzen, wenn er in dieser Sache das Gesicht verlor. Er selbst hatte den Au�enseiter verloren.., vielleicht durch irgendeine kleine Unvorsichtigkeit in dem alten Kif-Spiel, das darin bestand, Opfer mit Versprechungen und Drohungen und der Zerst�rung ihres Willens zu qu�len. Ein altes Spiel�� das die Hani begriffen; unwiderstehlich f�r einen Kif, der an der Angst seiner Opfer sich weidete und gedieh.</p><p>Akukkakk musste diese Peinlichkeit wieder wettmachen, die ihm am Treffpunkt unterlaufen war. Er w�re schon zur Vergeltung gezwungen gewesen, wenn ihm auch nur ein Spielzeug auf dem Dock gestohlen worden w�re. Aber dieser Au�enseiter Tully war weit mehr als das.</p><p>Eine bislang unbekannte, kommunikative, raumfahrende Rasse, von der den Kif ein Exemplar in die H�nde geraten war. Zivilisiertere Gebiete der Galaxis, von denen man nichts gewusst hatte. Die Kif hatten neue Nachbarn. Nur�� wo befanden sie sich?</p><p>Eine m�gliche Gefahr f�r sie. Eine m�gliche Ausdehnung der Kif-Jagdgr�nde�� in eine Richtung, in der Hani und Mahendo�sat unber�hrt blieben. Das waren hohe Eins�tze, zu hoch f�r die Schultern eines einzelnen armen Fl�chtlings.</p><p>Urtur w�rde von Kif wimmeln, bevor alles gesagt und getan war. Das war gewiss.</p><p>�O G�tter!� Pyanfar vergrub sich in den Kom-Lagerf�chern und fing damit an, Bauteile f�r einen Sender von betr�chtlicher St�rke zu suchen, weckte auch Chur und schickte sie los, in den dunkleren Bereichen des Schiffsk�rpers der <emphasis>Stolz</emphasis> nach weiterem Ger�t zu suchen.</p></section><section><title><p>F�nftes Kapitel</p></title><p>Es war ein Monster wie Tully, dieses Ding, das sie im scheinwerfererleuchteten, kalten Inneren der weitgespannten Au�enlinie der <emphasis>Stolz</emphasis> konstruiert hatten. Der Anfang war hanif�rmig gewesen, ein zusammengeflickter und gef�hrlicher Raumanzug, den sie f�r Teile ausgeschlachtet und dann erfolglos anderen Hani-Schiffen anzudrehen versucht hatten. Die Glieder des Dings waren einfach l�nger geworden, abgeteilt und mit R�hrenmaterial gesplei�t, und es war mit einem aus dem letzten Loch pfeifenden Lebenserhaltungssystem ausgestattet.</p><p>�Hol Tully!� sagte Pyanfar und besch�ftigte sich mit den letzten Schwei�arbeiten, die dazu dienten, das System in Ordnung zu bringen. Und Chur ging, beschmutzt wie Pyanfar auch von dem Staub und Schmutz der Lagerr�ume f�r Bergungsgut.</p><p>Pyanfar arbeitete und splei�te, fluchte, als das System eine weitere frustrierende Rauchwolke hervorstie�, l�ste die entsprechende Komponente und w�hlte nach einer neuen, befestigte diese und gratulierte sich selbst, als es funktionierte; eine Vibration und ein Flackern gr�ner Lampen am G�rtel und innerhalb des Helmes. Sie grinste und wischte sich die H�nde an den blauen Arbeitshosen ab, die sie f�r diese schmutzige Aufgabe angezogen hatte� lange her, seit sie Derartiges gemacht hatte, lange her, seit sie abgetragene blaue Arbeitskleidung angehabt und sich Blasen an den H�nden zugezogen hatte. In ihrer Jugend hatte sie solche Dinge unter einem anderen Kapit�n der <emphasis>Stolz</emphasis> gemacht, aber nur Haral und Tirun konnten sich noch an diese Zeit erinnern. Sie leckte �ber eine Fingerverbrennung und kauerte sich auf das Deck, zufrieden mit der Funktion des Apparates. Lass ihn eine Weile laufen! entschied sie, und sehen, ob er auch weiterhin funktioniert. Die R�stung starrte zur�ck, steif und hochragend auf den gewaltigen F��en, und reflektierte Pyanfar als ferne Miniatur auf ihrer gekr�mmten Gesichtsplatte. Sie stand da wie irgendein Mahendo�sat-D�mon, wohl mit zwei Gliedern zu wenig daf�r, aber gr�sslich genug mit ihren freiliegenden Schl�uchen und unstimmigen Proportionen vor dem dunklen Hintergrund der Maschinenwerkstatt. Blutgestank vermischte sich mit dem versengten Geruch des Schwei�ens. Ein Eimer auf dem Deck fing das gelegentliche Tropfen aus dem geh�uteten Kadaver auf, der dahinter unter der Lichtquelle hing. Er war etwas mehr als hanigro�, an eine Schiene gekettet, mit langgesichtigem Kopf, der unten an einem ziemlich langen Hals hing, und er baumelte dort kopfunter, um aufzutauen und leerzutropfen. Er hatte angefangen zu stinken. Die langen Glieder standen im Begriff, sich zu l�sen, und der Bauch ging auf. <emphasis>Uruus.</emphasis> S��es Fleisch und ein fettes Exemplar obendrein; nach dieser Pl�nderung von Pyanfars privater Speisekammer waren die besten Steaks bereits zur K�che unterwegs.</p><p>Er hatte Wunden, dieser Kadaver, aber das verl�ngerte nur die Glieder und lie� das Ges�� herabh�ngen.</p><p>In der dunklen Ferne ging die T�r auf und wieder zu; Schritte raschelten �ber die metallenen Decksplatten. Pyanfar stellte ihren �bersetzer an und empfing nichts, aber sie konnte sehen, wie in der weiten Dunkelheit die Lichter angingen, illusionenhaft und hoch aufgrund der aufw�rtsgerichteten Kr�mmung des Decks in der gewaltigen Lagerhalle, in der sich zwei Gestalten abzeichneten, eine davon bleich und hochgewachsen. Pyanfar sa� da und wartete, w�hrend die Lampen entlang des Gangs nacheinander von selbst an- und wieder ausgingen und ihr die beiden Gestalten immer n�her brachten.</p><p>Tully und Chur nat�rlich. Der Au�enseiter kam ziemlich bereitwillig, blieb aber abrupt stehen, als er n�hergekommen war, und das Licht ging �ber ihm aus, und Chur und er blieben in der Dunkelheit au�erhalb des Bereiches stehen, wo Pyanfar sa�. Sie stand auf, erkannte ihn doch deutlich genug im Schatten. �Tully, alles in Ordnung. Komm doch! Alles in Ordnung, Tully.�</p><p>Und er kam, langsam, ein fremdartiger Schatten inmitten all der �brigen Fremdheit, und Chur hielt vorsichtshalber seinen Arm fest. Er betrachtete die leere R�stung, dann den h�ngenden Kadaver, und an letzterem blieb sein Blick h�ngen.</p><p>�Ein Tier�, sagte Pyanfar. �Tully, du sollst sehen, was wir machen. Ich will, dass du begreifst. H�rst du?�</p><p>Er wandte sich ihr zu, die Augen tief in den schattigen H�hlen, und das schr�g auf ihn fallende Licht lie� seine bleiche M�hne und die so entschieden unhanihaften Gesichtsfl�chen gl�nzen. �Du stecken mich da rein?�</p><p>�Wir stecken das hinein�, erkl�rte Pyanfar fr�hlich. �Einen Sender, der Signale sendet, was das Zeug h�lt. Wir erz�hlen den Kif, dass wir dich hinauswerfen, und geben ihnen daf�r das, verstehst du, Au�enseiter? Wir lassen sie nach dem Ding jagen. Und wir hauen ab.�</p><p>Er fing an zu begreifen. Seine Augen funkelten wieder in Anbetracht der Situation, der leeren R�stung, des gefrorenen Kadavers. �Ihre Instrumente sehen hinein�, sagte er.</p><p>�Ihre Instrumente werden es abtasten, ja; und das ist, was sie kriegen werden.�</p><p>Er deutete auf den Kadaver. �Das? Das?�</p><p>�Nahrung�, sagte sie. �Keine Person, Tully. Ein Tier. Nahrung.�</p><p>Pl�tzlich erschien auf seinem Gesicht ein erschreckendes Grinsen. Sein K�rper erzitterte unter einem sto�haften Keuchen, das sie als eine Art Gel�chter erkannte. Er hieb Chur auf die Schulter, wandte dann Pyanfar das zuckende Gesicht mit der aus den Augen str�menden N�sse zu und zeigte noch immer dieses Mahendo�sat-Grinsen. �Du # die Kif.�</p><p>�Steck das da rein!� wies sie ihn an, wobei sie auf den Kadaver deutete. �Bring ihn her! Du hilfst, Tully!�</p><p>Er tat es mit Chur gemeinsam, stemmte seinen geschmeidigen K�rper gegen die halb gefrorene Last, wobei er immer wieder vor Abscheu �ber den Anblick oder dar�ber, wie sich der Kadaver anf�hlte, das Gesicht verzog. Pyanfar schaltete das Lebenserhaltungssystem der R�stung aus, �ffnete ihr Kunstwerk und runzelte die Nase, als der Au�enseiter und Chur den stinkenden Kadaver herbeibrachten. Es ging jetzt darum, das Ding unterzubringen. Sie legte jede �berempfindlichkeit ab und machte es selbst, wobei sie schon einen Begriff davon hatte, wie es wohl passte. Der Kopf ging in den Helm, ein St�ck Hals kam hinterher und dann noch der Kadaver in die leere K�rperh�lle, wozu ein wenig Brechen und Rei�en am Brustkorb n�tig war, ein Zerrei�en und Zurechtbiegen der Glieder.</p><p>�Wird gut riechen, wenn es eine Weile mit eingeschalteter Heizung einhertreibt�, stellte Chur fest. Tully lachte sein keuchendes Lachen und wischte sich �ber das Gesicht, verschmierte dabei seinen Schnurrbart mit dem schleimigen Dreck, der die Arme bis zu den Ellbogen bedeckte. Pyanfar grinste, pl�tzlich der Widersinnigkeit von alldem gewahr werdend, wie sie hier zusammen mit einem verr�ckten Alien und der mit einem Uruus- Kadaver gef�llten R�stung in der Dunkelheit hockte, zu dritt mit einer Verschw�rung des Wahnsinns besch�ftigt. �Festhalten!� befahl sie Chur, w�hrend sie versuchte, die Bauchnaht zu schlie�en. Chur hielt die Seiten am unteren Ende zusammen, und Tully half oben, und fertig war das Ganze, verschlossen und von Tullys Gestalt.</p><p>�Kommt!� sagte Pyanfar und nahm die F��e, und Tully und Chur packten energisch die Schultern, schleppten sich mit dem Ding ab, und die Lampen erkannten sie im Vorbeigehen und leuchteten nacheinander auf.</p><p>�Frachtluke?� fragte Chur.</p><p>�Luftschleuse�, sagte Pyanfar. �Seit wann verlassen Fahrg�ste ihr Schiff auf einem anderen Weg?�</p><p>Das Ding war nicht leicht. Sie taumelten mit ihm einher, wobei es hierhin und dorthin zog, legten es in der n�chsten Sektion auf einen Wagen und seufzten erleichtert, als es endlich wie eine Leiche auf dem Wagen lag, die spiegelnde Gesichtsplatte nach oben starrend.</p><p>Tully war wei� im Gesicht und zitterte vor Ersch�pfung; Schwei� stand auf seiner Haut, und er st�tzte sich nach Luft schnappend auf die hintere Haltestange des Wagens, aber seine Augen leuchteten.</p><p>�Du bist Pyanfar, richtig?� fragte er zwischen Atemz�gen. �Pyanfar?�</p><p>�Ja�, gab sie zu und wischte sich mit schmutziger Hand �ber die juckende Nase, wobei sie davon ausging, dass sie ohnehin nicht mehr schmutziger werden konnte, nickte dann in Churs Richtung und nannte ihm erneut auch deren Namen.</p><p>�Ich #�, sagte er und nickte best�tigend. Er half ihnen begeistert dabei, den Wagen zu schieben, und sie brachten ihn leicht in Bewegung, den Gang durch die innere Lagerhalle entlang, vorbei an den dr�uenden Schatten der Tanks und der Recycling-Anlagen, wieder hinaus in die normal erleuchteten Sektionen des Unterdecks unter einer tieferen Decke, und dann durch die �blichen Korridore zur Schleuse.</p><p>�# er gehen #?� fragte Tully und stolperte, als er ihnen beim Abladen der R�stung half, blickte �ngstlich nach links, als die innere Luke der Schleuse aufging. �Gehen schnell hinaus?�</p><p>�Ah, nein�, sagte Pyanfar. Sie trug die F��e hindurch und st�tzte sie ab, als Chur und Tully den Oberk�rper hineinpraktizierten und aufrichteten. �Dorthin, an die Au�enluke. Wenn wir die Schleuse leerpusten, geht das Ding sch�n mit hinaus.� Sie setzte die F��e ab und f�gte ihr Gewicht hinzu, als sie die R�stung hochstemmten und anlehnten, trat zur�ck und begutachtete ihr Werk mit einem Grinsen und einem h�mischen Gedanken an die Kif. Mit den K�pfen am G�rtel schaltete sie die Lebenserhaltung ein, und der Kokon stellte sich etwas steifer hin, wobei er auf Minimalbetrieb blieb. Sie schaltete ihn wieder ab, um keinen guten Zylinder zu verschwenden.</p><p>Und f�r den Moment starrte auch Tully das Ding an, keuchte und schwitzte, die Arme an den Seiten, und ein verst�rter Blick trat pl�tzlich an die Stelle des Lachens, ein Ausdruck, der ein gewisses Schaudern zum Ausdruck brachte, als habe er letztlich begonnen, sich �ber das Ding und die Situation Gedanken zu machen und sich Fragen zu stellen, an die er bislang nicht gedacht hatte.</p><p>�Hinaus!� sagte Pyanfar und scheuchte Chur mit einem Wink aus der Schleuse, schloss Tully in diese Armbewegung ein. Er z�gerte. Da er bet�ubt wirkte, machte sie Anstalten, seinen Arm zu nehmen, und pl�tzlich legte er ihr die Hand auf die Schulter, erst die eine, dann die andere, und neigte den Kopf an ihre Wange�� eine kurze Geste, rasch wieder aufgegeben, die H�nde so schnell zur�ckgezogen, wie sich ihre Ohren gef�hrlich senkten.</p><p>Pyanfar gebot sich kurz vor einem Zischen Einhalt, entspannte mit Willenskraft die H�nde, um die Krallen einzuziehen, t�tschelte mit Bedacht seine haarlose Schulter und schob ihn aus der Schleuse hinaus in den Korridor.</p><p>Dank schien diese seine Geste auszudr�cken. Also doch. Er besa� also ein subtiles Begriffsverm�gen, dieser Tully. Sie zuckte mit den Ohren und machte ein Gesicht, auf das hin ihr Chur rasch die Schulter zuwandte, und schob den Au�enseiter nach links, auf Chur zu. �Geh dich saubermachen!� sagte sie. �Dusch dich, h�rst du? <emphasis>Waschen!�</emphasis></p><p>Chur nahm ihn und gab ihm zu verstehen, dass er ihr mit dem Wagen helfen sollte, und sie rollten ihn durch den Korridor dorthin zur�ck, wo er hingeh�rte. Pyanfar atmete kurz aus und schloss die innere Luke, machte sich dann auf in den gemeinsamen Waschraum, wo sie ihre besseren Kleider gelassen hatte�� wusch kurz die Haut ab an der Stelle, wo der Au�enseiter die Hand auf ihre Schulter gelegt hatte.</p><p>Aber er hatte begriffen, was sie taten, sehr gut begriffen, was sie mit dem K�der beabsichtigten, und dass dies in der Tat nichts mit Humor zu tun hatte. Mochten die G�tter die Kif verfluchen!</p><p>Und dann dachte sie an das lange, feierliche Gesicht des Uruus, so wohltuend dumm, und an den t�dlichen Stolz des gro�en <emphasis>Hakkikt</emphasis> der Kif, und ihre Nase runzelte sich unter einem Lachen, das keinem Humor entsprang.</p><p>Das Abendessen stand bevor; ein k�stliches Aroma kam von oben aus der K�che, nachdem Hilfy und Geran eine Zeitlang dort und auch in den gr��eren Einrichtungen des Unterdecks gewirtschaftet hatten. Es war diesmal eine wirkliche Mahlzeit, eine jener k�stlichen Zubereitungen, auf die Geran sich verstand, der vorletzte Beitrag des Uruus zu ihrem Wohl, vorbereitet mit all der Sorgfalt, die sie w�hrend gew�hnlicherer Reisen auf das Essen verwendeten, wenn das Essen eine Besessenheit war, eine kostbare Abwechslung in der Routine, eine Kunst, die sie zum Erg�tzen ihrer gelegentlichen Passagiere aus�bten und dazu, sich selbst zu �berraschen.</p><p>Jetzt war die Hauptmahlzeit sehr willkommen; ein k�hnes Aroma durchwehte den Luftstrom aus dem Korridor, und Pyanfar schaltete ihre Kom-Verbindungen zur Br�cke und tat das Erforderliche, um den Platz zu sichern, wobei ihre H�nde vor Hunger fast zitterten und sie einen gro�en schmerzenden Hohlraum in der K�rpermitte sp�rte. Nichts Ernstes war bislang aus dem Kom zu h�ren gewesen, nur �rgernisse, kein Hinweis auf gr��ere Schwierigkeiten, als sie bereits hatten; und der Uruus in seinem Kokon wartete in der Schleuse, schmelzend und�� wie sie per Sichtkontrolle feststellte�� immer noch auf den etwas ver�ndert stehenden F��en an die �u�ere Luke gelehnt. Sie schaltete das Bild ab und �berpr�fte erneut die K�che-Gemeinschaftsraum-Verbindung, empfing Hilfys Stimme und schaltete den Strom um, schwor jedem Kif einen gewaltigen Fluch, der vielleicht die Stunde unterbrach, die sie sich verdient hatten. Aber die Verbindung war da f�r den Fall, dass sie gebraucht wurde, und das Ger�t im Gemeinschaftsraum w�rde alles Wichtige �bertragen. Sie empfing das Wort von Geran und leitete es an das ganze Schiff weiter, verlie� endlich die Br�cke und machte sich auf den Weg zum Essen, wieder sauber und voller Erwartung.</p><p>Sie grinste innerlich und �u�erlich bei dem sich bietenden Anblick des so weit ausgezogenen Tisches, dass kaum mehr Platz war, herumzugehen, sein Zentrum mit phantastischer kulinarischer Kunst �berh�uft, mit Platten voller Fleisch, bei den G�ttern, keine abgestandenen gefriergetrockneten Scheibchen und Charque und dergleichen; Fleischsaft und So�en, in denen Leckerbissen schwammen, garniert mit Kr�utern und gebrutzelten Fettst�ckchen. Der sterile wei�e Gemeinschaftsraum war wie umgewandelt, und Hilfy und Geran hasteten umher, um Kissen mit hellen Mustern auszulegen, voller Chanurwappen in Rot, Gold und Blau.</p><p>�Wunderbar�, verk�ndete Pyanfar und atmete tief ein. Pl�tze f�r sieben Personen. Sie h�rte den Lift und blickte zum Korridor. In kurzer Folge kamen Haral und Chur mit Tully im Schlepp, und hinter ihnen kam Tirun auf ihrem Rohrstock herbeigehumpelt. �Setzt euch, setzt euch!� befahl Pyanfar den anderen Hani und Tully, und sie verteilten sich um den Tisch herum mit den ausweichenden Bewegungen, die die enge R�umlichkeit ihnen abverlangte, nahmen dann Schulter an Schulter ihre Pl�tze ein. Pyanfar setzte sich an das der Br�cke zugewandte Kopfende, Haral an das zur K�che hin liegende. Tirun und Chur nahmen Tully in ihre Mitte, w�hrend Hilfy und Geran sich an der anderen Seite des Tisches niederlie�en. Ein bizarrer Anblick, diese wei�goldene M�hne zwischen zwei rotgoldenen, haarlosen Schultern neben rotbraunem Pelz, und obendrein machte sich Tully etwas krumm, um mit seinen langen Gliedma�en den Nachbarinnen nicht in die Quere zu kommen� Pyanfar gluckste vor guter Laune und w�nschte den anderen Wohlsein, erhielt die angemessene Antwort, deren Lautst�rke Tully �berraschte. Dann goss sie Gfi aus ihrem Flachmann in den Becher, was von der ganzen Gesellschaft imitiert wurde, mit etwas Versp�tung auch von Tully; und f�r einen Moment war nichts zu h�ren au�er dem Klappern der Messer und Becher und Platten, als Gerans und Hilfys Monumente einem raschen Abriss unterzogen wurden. Tully nahm Happen von diesem und jenem, w�hrend die Teller auf der Drehplatte in der Mitte des Tisches die Runde machten, kleine Portionen zu Anfang, als sei er sich nicht sicher, wozu er berechtigt war, und dann gr��ere, nachdem er verstohlene Blicke auf das geworfen hatte, was die anderen nahmen, sch�pfte Saucen und legte von diesem und jenem bei f�r den offensichtlichen Fall, dass es kein zweites Mal vorbeikam. Fragen stellte er nicht.</p><p>�Uruus�, sagte Chur boshaft, legte eine Klaue auf seinen Arm, um seine Aufmerksamkeit zu erlangen, und deutete auf die Steaks. �Dasselbe Tier, das da, wie wir es den Kif geben.�</p><p>Tully wirkte f�r einen Moment unsicher, stach mit dem Messer nach dem Steak und hob den Blick wieder zu Churs Grinsen. �Dasselbe, dies?�</p><p>�Dasselbe�, best�tigte Chur. Tully zog ein komisches Gesicht und fing dann an zu essen, lachte nach einem Moment auf eine verr�ckt wirkende Weise in sich hinein, die Schultern gebeugt und die Aufmerksamkeit g�nzlich dem Essen zugewandt, und er warf nur gelegentlich kurze Blicke auf ihre H�nde und versuchte, die Utensilien hanihaft zu gebrauchen.</p><p>�Gut?� unterbrach Pyanfar das allgemeine Schweigen. Tully blickte sofort auf und sie alle nacheinander an, denn er wusste nicht, wer geredet hatte. Der in sein Ohr sprechende �bersetzer besa� keinerlei Pers�nlichkeit.</p><p>�Ich, Pyanfar. In Ordnung, Tully? Ist diese Nahrung das Richtige f�r dich?�</p><p>�Ja�, sagte er. �Ich sein hungrig.� <emphasis>Hungrig</emphasis> sagte der �bersetzer leidenschaftslos in ihr Ohr; aber der Ausdruck, den Tullys Gesicht einen Moment lang zeigte, legte sehr viel mehr hinein. Die Quetschungen traten im wei�en Licht des Gemeinschaftsraumes deutlich hervor; die Eckigkeit der Knochen wurde an der Oberfl�che seiner Schultern und um die Rippen herum erkennbar.</p><p>�Er sagt, dass er die meiste Zeit friert�, berichtete Chur. �Schlie�lich besitzt er nicht unseren nat�rlichen Schutz. Ich habe ihm eine Jacke anprobiert, aber er ist zu gro�. Er will sie immer noch, hat darum gebeten, sie zurechtzuschneiden. Vielleicht w�re es besser, zuerst mal mit Sachen von Haral anzufangen.�</p><p>�Auch noch zu klein f�r diese Arme�, urteilte Haral. �Aber ich werde schauen, was ich finden kann.�</p><p>�Kalt�, sagte Tully in seinem begrenzten Verst�ndnis der Diskussion.</p><p>�Wir werden es versuchen, Tully�, sagte Chur. �Ich frage Haral, verstehst du. Vielleicht findet sie etwas f�r dich.�</p><p>Tully nickte. �##�, sagte er verloren, und f�gte dann mit hellerem Gesicht und einem Wink auf das Essen hinzu: �Gut. <emphasis>Gut.�</emphasis></p><p>�Du beschwerst dich nicht, oder?� kommentierte Pyanfar. �Du� <emphasis>G�tter!�</emphasis></p><p>Der Kom fuhr dazwischen, ein Knnn-Lied, und Tully sprang auf. Alle blickten reflexhaft zum Lautsprecher, und Pyanfar holte tief Luft, als sich herausstellte, dass es sich nur um Knnn handelte. Nur Tully starrte auch weiterhin in diese Richtung.</p><p>�Das ist nichts�, sagte Pyanfar. �Wieder Knnn. Es wird in einem Moment wieder aufh�ren.�</p><p>Ernst betrachtete sie die anderen, jetzt, wo die ganze Situation wieder in ihr Bewusstsein getreten war. �Ich habe f�r den Fall des Falles einen Kurs festgelegt und in den Comp gegeben, falls wir ihn brauchen sollten. Und das werden wir wohl. Auch einen K�der habe ich vorbereitet, mit Chur und Tully zusammen� ein Geschenk f�r die Kif, das ihnen kritische Geschwindigkeit kosten wird, wenn sie es auflesen wollen. Wir haben es so zurechtgemacht, dass es f�r ihre Sensoren gut aussieht.�</p><p>F�r einen Moment herrschte Schweigen.</p><p>�Kann ich reden?� fragte Hilfy.</p><p>Pyanfar nickte ohne Kommentar.</p><p>�Wohin?� fragte Hilfy. �Wenn wir abhauen� wohin? Wieder Treffpunkt?�</p><p>�Nein. Ich habe mir sicherheitshalber �berlegt, ob man die Kif dadurch absch�tteln kann. Aber wenn man es hin und her wendet�� selbst bei Urturs ganzer Masse als Bezugspunkt h�tten wir es hierher beinahe nicht geschafft, und kein Gebet wird uns in die andere Richtung helfen, wo wir nur die geringe Masse von Treffpunkt zur Orientierung haben. Immer wieder habe ich m�gliche Kurse ausgearbeitet, und da gab es nicht viel�� au�er einem Doppelsprung nach Kirdu. Das ist eine gro�e Station, und m�glicherweise finden wir dort Hilfe.�</p><p>�Das�, meinte Geran, �werden sich die Kif auch ausgerechnet haben und uns bei Kita abfangen.�</p><p>�Also werden wir die Spr�nge aneinanderreihen�, meinte Pyanfar und nahm einen Schluck Gfi. �Es gibt keine andere M�glichkeit, Geran, absolut nicht.�</p><p>�G�tter�,�� brummte Chur undiplomatisch. Hilfy machte ein besorgtes Gesicht. Ihre Augen zuckten rasch zu den anderen, die mehr Erfahrungen besa�en. Tully hatte zu essen aufgeh�rt und sah jetzt ebenfalls auf, begriff etwas von dem Gespr�ch.</p><p>�Direkte Sprungfolge�, sagte Pyanfar zu Hilfy. �Keinerlei Aufenthalt zur Erholung, keine Geschwindigkeitsabnahme im Intervall und�� die G�tter wissen es�� Gefahren, wo wir auch hinkommen. Wir sind gezwungen, einen Teil des Tr�mmergesteins im Sprung mit uns zu rei�en. Aber dieses Risiko ist immer noch besser, als hier sitzenzubleiben, w�hrend die lokale Kif-Bev�lkerung w�chst. Es gibt einen Sprungpunkt, den wir mitnehmen m�ssen: Kita. Jenseits von Punkt Kita werden sich die Kif drei Vermutungen gegen�bersehen, wohin wir uns gewendet haben k�nnten: Kura, Kirdu oder Maing Tol. Sie k�nnten letztendlich richtig vermuten, aber dann trotzdem noch einige Schiffe verteilen, um andere M�glichkeiten abzudecken.�</p><p>�Wir kehren heim?� mutma�te Hilfy.</p><p>�Wer hat etwas von Heimkehren gesagt? Wir werden diese Sache regeln, das werden wir tun. Wir werden ein paar von ihnen absch�tteln, uns ein Pl�tzchen suchen, wo wir ein paar Verb�ndete finden k�nnen. Das werden wir machen.�</p><p>�Und die Faha� wir k�nnten sie warnen.�</p><p>�Was, �berall verbreiten, wohin wir uns wenden? Sie k�nnen sich das selbst ausrechnen� Kirdu bietet die gr��te Hoffnung. Wahrscheinlich werden sie sich dorthin begeben.�</p><p>�Wir k�nnten sie hier warnen. Ihnen die Chance bieten, herauszukommen.�</p><p>�Sie k�nnen auf sich selbst aufpassen.�</p><p>�Nachdem wir den ganzen �rger angeschleppt haben��</p><p>�Meine Entscheidung�, sagte Pyanfar.</p><p>�Das bestreite ich nicht. Was ich sage��</p><p>�Wir k�nnen ihnen nicht helfen, indem wir in ihre Richtung springen. Oder wie hast du vor, sie zu benachrichtigen? Wir w�rden es nur schlimmer f�r sie machen, wir k�nnen es nur verschlimmern. Klar?�</p><p>�Ich verstehe.� Die Ohren legten sich zur�ck, richteten sich mit etwas Anstrengung dann wieder auf. Es herrschte Schweigen am Tisch, abgesehen von den Knnn, die allein f�r sich weiterjammerten, versunken in irgendeinem Impuls�� welche Art Impuls auch immer die Knnn zum Singen brachte.</p><p>Und der Gesang h�rte auf. �G�tter�, brummte Haral reizbar und warf einen besorgten Blick �ber den Tisch hinweg. Pyanfar erwiderte ihn, vorbei an Hilfy und dem Au�enseiter.</p><p>�Pyanfar.� Tully hatte das gesagt, und hielt seinen Becher, als habe er ihn vergessen, und etwas wallte offensichtlich in ihm empor, das gesagt werden wollte, w�hrend sein Gesicht fast Panik zum Ausdruck brachte. �Ich sprechen?� fragte er. Und als Pyanfar nickte:</p><p>�Wohin fahren dieses Schiff?�</p><p>�N�her zum Heimat-Territorium, zum Hani-Raum. Wir fliegen in eine Richtung, in die die Kif uns nicht so gern folgen werden und wo es zuviel Hani- und Mahendo�sat-Verkehr gibt, als dass sie es noch leicht h�tten, gegen uns vorzugehen. Bessere Gegend, verstehst du. Sicherer.�</p><p>Er setzte den Becher ab und machte eine vage Geste mit seiner langgliedrigen Hand mit den flachen Fingern�geln. �Zwei Sprung.�</p><p>�Ja.�</p><p>�#. Brauchen #, Kapit�n. #.�</p><p>Er war ernsthaft und tief beunruhigt. Pyanfar holte Luft und machte eine beruhigende Geste.</p><p>�Noch einmal, Tully. Sag es noch einmal! Dr�ck es anders aus!�</p><p><emphasis>�Schlafen.</emphasis> Brauchen Schlaf bei Sprung.�</p><p>�Ah. Wie die Stsho. Sie m�ssen es auch, jawohl. Ich verstehe; du willst deine Drogen haben, die dich dann schlafen lassen, ohne Angst.�</p><p>Er begann zu zittern. Pl�tzlich str�mte ihm N�sse aus den Augen. Er senkte den Kopf und wischte sich dar�ber, war f�r einen Moment ruhig. Alle waren es, denn sie erkannten einen tiefen Schmerz. Vielleicht bemerkte er es; er regte sich in der Stille, hob ungeschickt sein Messer hoch, stach nach einem St�ck Fleisch auf seinem Teller, steckte es sich in den Mund und kaute, und er hob kein einziges Mal den Blick.</p><p>�Du brauchst Drogen zum Schlafen�, sagte Pyanfar. �Und die Kif haben dich ohne welche mit durch den Sprung genommen. Das haben sie doch getan, nicht wahr?�</p><p>Er sah zu ihr auf.</p><p>�Warst du von Anfang an allein, Tully? Warst du mit anderen zusammen?�</p><p>�Tot�, sagte er mit vollem Mund und schluckte den Bissen mit Schwierigkeiten hinunter.</p><p>�Tot.�</p><p>�Das wei�t du mit Sicherheit?�</p><p>�Ich wissen sicher.�</p><p>�Hast du mit den Kif gesprochen? Hast du ihnen gesagt, was sie von dir wissen wollten?�</p><p>Ein Kopfsch�tteln.</p><p>�Nein?�</p><p>�Nein�, sagte Tully und senkte den Blick, hob ihn dann wieder unter den bleichen Brauen.</p><p>�Wir geben falsche # in ihren �bersetzer.�</p><p>�Was, falsche W�rter?�</p><p>Er hielt das Messer noch in der Hand. Es blieb dort, mit dem n�chsten Bissen daran�� das Essen war vergessen.</p><p>�Er hat ihren �bersetzer angeschmiert!� rief Tirun begeistert aus. �G�tter!�</p><p>�Und unseren nicht?� hakte Pyanfar nach.</p><p>Tullys Augen suchten sie.</p><p>�Ich dachte, du w�rest die Tastatur zu rasch durchgegangen�, sagte Pyanfar. �Schlauer Au�enseiter. <emphasis>Wir,</emphasis> sagtest du. Dann waren zu Anfang mehrere von euch in den H�nden der Kif.�</p><p>�Die Kif nahmen gefangen vier von uns. Sie nehmen uns mit durch Sprung ohne Medizin�� wach, verstehen du? Sie geben uns nicht gutes Essen, nicht viel Wasser, lassen uns an �bersetzer-Schema arbeiten, wie ihr haben. Wir wissen, was sie wollen von uns. Wir arbeiten langsam, sagen wir nicht verstehen Tastatur, nicht verstehen Symbole, arbeiten nur langsam. Sie haben wenig Geduld. Sie schlagen uns b�se, treiben uns b�se�� machen uns arbeiten diese Maschine, machen schnell. Wir arbeiten diese Maschine ganz falsch, machen viele falsche W�rter, tauschen dies Wort f�r jenes Wort, langes, ganz langes Band.</p><p>Manches richtig, viel falsch.� Sein Gesicht verzerrte sich. �Sie arbeiten das Band, und wir machen Fehler mehr. Sie verstehen wir tun, nehmen eine von uns, t�ten sie. Schlagen uns alle, sehr b�se. Sie geben uns wieder selbe Arbeit, machen Band sie wollen. Wir machen Nummer Zwei Band falsch, andere Fehler. Kif t�ten zweite mein Freund. Ich�� Mann Name Dickjames�� wir zwei auf Schiff kommen Station. Sie machen uns kennen diesen Akukkakk; er kommen an Bord Schiff sehen uns. Er..</p><p>Wieder ein verzerrtes Gesicht, eine Geste. �Er�� nehmen mein Freund Arm�� brechen ihn�� brechen viele Male zwei Arme, Bein, Brust�� ich k�mpfen ihn, nicht gut; er schlagen mich�� gehen hinaus. Und mein Freund�� er bitten�� ich ihn t�ten, du verstehen. Ich machen es, ich t�ten mein Freund, # Kif nicht mehr tun ihm weh.�</p><p>Das Schweigen am Tisch war toten�hnlich. Pyanfar r�usperte sich. Die Ohren der anderen waren zur�ckgelegt, die Augen geweitet.</p><p>�Sie kommen�, fuhr Tully ruhig fort. �Finden mein Freund tot. Sie # b�se, mich schlagen, bringen mich Richtung dieses zweites Schiff. Drau�en. Docks. Ich weglaufen�� rennen lange. Ich kommen zu dein Schiff.� Er zog den Kopf ein, blickte wieder auf mit einem blassen Mahendo�sat-L�cheln. �Ich machen Tasten richtig f�r dich.�</p><p>�Dieser Kif will t�ten�, meinte Haral.</p><p>�Tully�, sagte Pyanfar, �ich verstehe, warum du so vorsichtig bist bei Fragen danach, woher du kommst. Aber ich wette darauf, dass euer Raum neben dem der Kif liegt. Du h�rst mir zu.</p><p>Ich denke, dass euer Schiff zwischen Kif geriet, und jetzt wissen sie, dass es eine raumfahrende Rasse neben ihren Territorien gibt, entweder eine, von der sie rauben k�nnen�� oder eine, vor deren Gef�hrlichkeit sie ganz furchtbare Angst haben. Ich wei� nicht, was davon zutrifft. Aber das ist, was die Kif von dir wollten�� darauf wette ich��, n�mlich mehr �ber euch wissen. Und das wiederum ist dir klar. Und du bist auch uns gegen�ber zur�ckhaltend.�</p><p>Tully sa� f�r einen Moment reglos da. �Meine Rasse sein Menschen.� Sie fing das Wort aus seiner Sprache auf.</p><p>�Menschen.�</p><p>�Ja, sie versuchen mich fragen. Ich nicht sagen; machen sie nicht verstehen.�</p><p>�Dein Schiff�� hatte keine Waffen. Ihr tragt keine?� Keine Antwort.</p><p>�Ihr wusstet nicht, dass eine Gefahr auf euch lauert?�</p><p>�Nicht kennen diesen Raum, nein. Langer Sprung. Zwei Sprung. # wir h�ren Sendung.�</p><p>�Kif?�</p><p>Er sch�ttelte den Kopf, seine Art, nein zu sagen. �Ich h�ren�� Er deutete auf den Kam, der ruhig blieb. �Das. Machen das Ger�usch.�</p><p>�Knnn�� um der G�tter willen!�</p><p>Er fasste an sein Ohr. �Sagen noch einmal. Nicht verstehen.�</p><p>�Knnn. Ein Name. Eine Rasse. Methanatmer. Ihr wart in Knnn-Gebiet. Immer schlechtere Nachrichten, mein Freund. Der Knnn-Raum liegt zwischen Stsho und Kif.�</p><p>�K�pt�n�, sagte Geran, �ich wette mit einem Chi darum, dass die Stsho ihre Finger in der Sache drin haben. Denk an ihre Station� wo die Kif es sich leisten konnten, ihn �ffentlich auf den Docks herumzuf�hren� ich darf wohl behaupten, dass die Kif von den Stsho keinerlei Fragen gestellt bekamen.�</p><p>Pyanfar nickte nachdenklich, erinnerte sich an den Stsho-Beamten, die <emphasis>Ver�nderung</emphasis> in jenem B�ro oder bei jenem Beamten. Ein l�chelndes Willkommen, unbewegte Mondsteinaugen und zierliche Lavendelbrauen. Eine gewisse K�lte stieg ihr den R�cken empor. �Die Stsho richten ein blindes Auge auf alles, das nach Problemen aussieht, soviel ist sicher� Kleine�, sagte sie, als sie Hilfys zur�ckgelegte Ohren und geweitete Augen sah, �pass mal auf! Das ist die Art unserer Freunde und Verb�ndeten hier drau�en. M�gen die G�tter sie verdammen� I� auf!�</p><p>Tully schaute auf seinen Teller, wandte seine Aufmerksamkeit wieder darauf, und Pyanfar kaute nachdenklich auf einem neuen Bissen.</p><p>Knnn, Kif, Stsho� G�tter, der ganze Tiegel war aufger�hrt worden, als dieser Au�enseiter, dieses Alien, dieser <emphasis>Mensch,</emphasis> mitten hineingefallen war. Ein unbehagliches Gef�hl lastete beharrlich auf ihrem Nacken, wie ein kalter Wind versp�teten Erkennens. Das ganze Dock von Treffpunkt im eifrigen Versuch, etwas Verkehrtes nicht zu sehen oder zu h�ren, mit einem Fl�chtling unterwegs und Kif auf der Jagd�</p><p>Die Stsho waren in keiner Weise besonders schlecht�� abgesehen von ihrem Verlangen, m�glichst jedem Problem aus dem Wege zu gehen. Das war stets ihre Art gewesen. Aber sie, die Hani, waren anders. Keine Hani durchschaute die Muster. Keine Hani verstand sie.</p><p>Und, G�tter, wenn die Knnn aufgest�rt worden waren�� ebenso wie die Kif�</p><p>Sie schluckte das trockene Mundvoll hinunter und goss noch einen Schluck Gfi hinterher, f�llte noch mal den Becher. Tully a�, als habe er tats�chlich Appetit. Auf dem ganzen Tisch verschwanden Speisen, und die Platten rotierten f�r die zweiten Portionen.</p><p>�Ich habe vor, Tully in bestimmtem Umfang Aufgaben zuzuteilen�, sagte sie. �Er kann nicht lesen, das ist sicher. Aber es gibt manches, das er machen kann.� Tully hatte aufgeblickt.</p><p>�Nichte�, sagte Pyanfar, �du bist nicht l�nger die J�ngste auf der <emphasis>Stolz,</emphasis> was diesen Flug angeht. Du solltest dich gl�cklich sch�tzen.�</p><p>Hilfys Geistesabwesenheit verfl�chtigte sich zu Unruhe. <emphasis>�Er</emphasis> ist J�ngster?�</p><p>�Ein williger Arbeiter�, sagte Pyanfar mit gerunzelter Nase. �Jetzt teilweise in deiner Verantwortung.�</p><p>�Tante, ich��</p><p>�Ich habe dir gesagt, wie es ist, Nichte. H�rst du? Du wei�t, worum es geht und welche Eins�tze im Spiel sind?�</p><p>�Ich verstehe�, sagte Hilfy mit schwacher Stimme. �Nein, ich wei� es nicht. Aber ich bin dabei, es mir auszurechnen.�</p><p>�Kif�, fauchte Geran. �Wenn die Chancen gegen sie stehen, sind sie auf einmal ganz anders.�</p><p>�Fr�her einmal��, sagte Haral und zuckte dann zusammen. Der Knnn-Gesang war wieder zu h�ren, schriller diesmal. �Verflucht!�</p><p>�Dicht bei uns�, urteilte Pyanfar. Der Empfang war au�erordentlich klar. Sie begegnete Harals Augen, die sie �ber den ganzen Tisch hinweg anblickten und immer unruhiger wurden. Der Gesang ging noch einen Moment lang weiter, zu laut, als dass man sich noch h�tte unterhalten k�nnen, und verklang dann wimmernd, kauderwelschte in tieferen Tonlagen weiter.</p><p>�Verdammt zu nahe�, sagte Haral. �K�pt�n��</p><p>Pyanfar machte Anstalten, sich vom Tisch wegzusto�en, ergab sich der Furcht.</p><p><emphasis>�Chanur-Kapit�n�,</emphasis> sagte der Kom viel schw�cher, eine knackende Stimme, die Hani sprach. <emphasis>�Chanur-Kapit�n</emphasis>�� <emphasis>machen Sie sich nicht die M�he zu best�tigen. H�ren Sie nur zu��</emphasis></p><p>Pyanfar versteifte sich und blickte mit gestr�ubten Nackenhaaren und gesenkten Ohren zum Kom. Alle waren wie erstarrt.</p><p><emphasis>�Der Handel, den Sie auf Treffpunkt abgelehnt haben</emphasis>� <emphasis>wird nicht mehr angeboten. Ich biete jetzt andere Bedingungen, wie sie der Situation entsprechen. Ein neuer Handel. Sicherer Abflug aus diesem System f�r Sie selbst und das Faha-Schiff im Dock, Ich garantiere die Dinge, die Sie eigentlich interessieren, als Gegenleistung f�r eines, das es nicht tut. Werfen Sie den Rest Ihrer Ladung �ber Bord, Hani-Dieb. Sie kennen unsere Methoden. Wenn Sie klug handeln, werden wir Sie nicht weiter verfolgen. Sie wissen, dass wir die rechtm��igen Besitzer dieser Ware sind. Sie wissen, dass wir Ihren Namen und die Namen Ihrer Verb�ndeten kennen. Wir vergessen Unrecht nicht, das uns angetan wurde. Alle Kif erinnern sich an Verbrechen, die gegen uns begangen wurden. Aber l�utern Sie Ihren Namen, Pyanfar Chanur, und mehr noch, retten Sie die Leben, die urspr�nglich nicht in Ihren Akt der Piraterie verwickelt waren. Geben Sie uns nur unser Eigentum, Pyanfar Chanur, und wir werden keine weiteren Aktionen gegen die Faha und Sie selbst durchf�hren. Das ist mein bestes Angebot. Und Sie wissen aus Erfahrung, dass ich keine leeren Drohungen mache. Ist diese Sache Ihre sichere Vernichtung und die der Faha wert? Oder wenn Sie daran denken, erneut zu fliehen und Ihren Verb�ndeten im Stich zu lassen, hoffen Sie wirklich, f�r immer fliehen zu k�nnen? Das w�rde Ihren Handel nicht verbessern und Sie auch nicht willkommener machen auf Stationen, die von den Risiken Ihrer Gesellschaft Kenntnis erlangen. Geben Sie es auf, Dieb! Es ist nur ein kleiner Gewinn gegen Ihren Verlust, dieses Ding, das sie uns gestohlen haben.</emphasis>�</p><p>�Akukkakk�, sagte Pyanfar mit leiser Stimme, als er fertig war. �So.�</p><p>�Tante�, sagte Hilfy sorgf�ltig beherrscht. �Sie werden als erstes gegen die <emphasis>Sternj�ger</emphasis> vorgehen.�</p><p>�Zweifellos.� Die Botschaft begann sich zu wiederholen. Pyanfar stie� sich auf die F��e.</p><p>�Die G�tter m�gen dieses Ding verdammen! Stellt es leiser!� Chur war am nahesten dran. Sie sprang von ihrem Sitz auf und stellte die Lautst�rke des Wandger�tes leiser. Die anderen hatten sich von ihren Pl�tzen erhoben, auch Tully.</p><p>Schwei� war auf seiner Haut ausgebrochen, ein feiner, sichtbarer Tau.</p><p>�Verschlie�t die K�che!� sagte Pyanfar. �Sichert alles f�r den Sprung! Wir fliegen.�</p><p>Hilfy warf ihr einen letzten bittenden Blick zu, den Pyanfar finster erwiderte. Auch Tully z�gerte, obwohl Geran ihn weiterdr�ngte, und streckte eine Hand aus, um sie Pyanfar auf die Schulter zu legen. �Schlafen�, bat er, erinnerte sie daran, Panik im Blick.</p><p>�Um der G�tter willen, stellt ihn kalt!� knurrte Pyanfar, drehte sich um und warf ihren Teller und einige der n�chststehenden Platten in den M�llschlucker, schob andere in die H�nde von Haral und Tirun und Chur, die die Sachen so schnell hineinwarfen, wie es nur ging. Hilfy machte Anstalten zu helfen. �Raus!� sagte Pyanfar zu Chur. �Das Ding in der Luftschleuse� schalte sein Lebenserhaltungssystem ein. Setz es in Gang!�</p><p>Chur kletterte �ber den Tisch hinweg und rannte mit scharrenden Krallen zur T�r. Pyanfar drehte sich beherrscht um und schritt in Churs Kielwasser hinaus zu den Kontrollen. Tirun humpelte hinterher, aber Pyanfar dachte nicht daran zu warten. Angst kribbelte in ihren Eingeweiden, und die Mahlzeit, die sie gerade verzehrt hatte, lag ihr wie Blei im Magen. Sie empfand ein pl�tzliches Misstrauen gegen alle Entscheidungsm�glichkeiten, die sie bis jetzt ausgearbeitet hatte, einschlie�lich der mit einem leicht verr�ckten Au�enseiter, der in einer Krisensituation frei auf dem Schiff herumlief; dazu Knnn in ihrer N�he; und die nach au�en gewandten Augen ihres Schiffes blind und die Ohren taub�</p><p>Sie ging auf die verdunkelte Br�cke, glitt in den gut eingesessenen Pilotensitz, der genau den Dimensionen ihres K�rpers entsprach, schnallte sich an; h�rte das Treiben der anderen um sich herum, Tirun, Hilfy und Haral. Die Kif-Stimme war immer noch auf Kom. Anderswo h�rte sie Tully Geran um etwas bitten, vernahm seinen Versuch, etwas durch den �bersetzer zu bekommen, was er nur halb sagen konnte. Sie begann mechanisch die Checks durchzugehen, alle die internen Funktionen betreffend, und warf einen Blick auf ihre Gef�hrtinnen. Haral und Tirun hatten ihre Pl�tze eingenommen und gingen dort ihre pers�nlichen Checks durch; raue und solide Gestalten, auf ihre Aufgaben konzentriert. Hilfys Ohren waren zur�ckgelegt und ihre H�nde zitterten sichtlich, w�hrend sie ihre Konsole fertigmachte. So. Es war eine Sache, bei Treffpunkt durch Kif-Feuer zu fliegen, und eine ganz andere Sache, ihm gegen�berzustehen, nachdem man sich dar�ber Gedanken gemacht hatte.</p><p><emphasis>�Bitte�,</emphasis> kam eine Mahendo�sat-Stimme durch, pl�tzlich von Hilfys Konsole an die anderen weitergeleitet. <emphasis>�Bleiben Sie der Station fern! Wie appellieren an alle Seiten, Ruhe zu bewahren. Wir schlagen ein Schiedsgerichtsverfahren vor�</emphasis>�</p><p>Sie hatten das mit weitreichenden Sendern ausgestrahlt, diese Bitte an das ganze System, ihre ungeb�rdigen G�ste, diese Station voller Unschuldiger, wo alle aus dem System Zuflucht gesucht hatten, denen es m�glich gewesen war.</p><p>Und unter ihnen die <emphasis>Sternj�ger.</emphasis></p><p>�Das muss der anderen Botschaft vorangegangen sein�, meinte Pyanfar m�rrisch. �Alte H�te auf der Station.� Das galt Hilfy, damit sie innerlich klarkam. Tully redete immer noch; sie nahm sich den St�psel aus dem Ohr und schaltete den Empfang aus diesem Bereich ab, vertraute auf Gerans beachtlichen rechten Arm, falls alles andere scheitern sollte.</p><p>�K�pt�n.� Das war Chur auf Rundspruch. �Lebenserhaltung an und Schleuse wieder verschlossen.�</p><p>�Verstanden, Chur�, brummte sie, bediente eifrig die Tasten und rief ihre Kursskizzen ab.</p><p>�Bezieh Posten im Unterdeck-Op!� Lieber h�tte sie Chur auf der Br�cke gesehen, aber Tully war schlie�lich los, desgleichen ein Kif, und die Zeit lief ihnen davon. Es wurde sp�t daf�r, jemandem das Risiko zuzumuten, durch die Korridore zu marschieren.</p><p>Unentschlossen wirbelte sie halb herum. Hilfy, das schwache Glied, sa� am Kom und am Reserve-Scanner. �Was macht der Kif? Irgendwas empfangen?�</p><p>�Negativ�, sagte Hilfy recht gelassen. �Wiederholung der Botschaft. Ich bekomme verst�mmelte Sendungen von Schiffen im System, bislang noch kein Anzeichen von einem ernsten Zwischenfall. Die Knnn��</p><p>Deren Laute st�hnten wieder im Hauptkom, eine zunehmend deutlichere und klarere Sendung. Die Knnn waren ihnen in diesem Mahlstrom von Staub und Tr�mmergestein wieder n�hergekommen. Pyanfar holte tief Luft. �Bereithalten zum Senden, volle Sensoren, alle Systeme! Ich will einen <emphasis>Blick</emphasis> nach da drau�en, Kusinen!� Sie fing an, Schalter heftig umzulegen. Das Nervensystem der <emphasis>Stolz</emphasis> erwachte in einem Glei�en von Licht und Farben wieder zum Leben, gesch�ftige Kr�uselungen �ber alle Konsolen, als sich die Systeme selbst rekalibrierten. Pyanfar stellte den Antrieb neu ein und griff nach dem Hauptcomp.</p><p>�G�tter�, brummte Tirun und schaltete das hereinkommende Scannerbild auf ihren Hauptschirm, eine mit Felsen durchsetzte staubige Suppe. �Ein <emphasis>Schiff�,</emphasis> sagte Haral auf einmal am Hauptscanner und legte ihr unterteiltes Bild �ber das andere. Panik schlug Pyanfar in die Eingeweide. Es war ihnen NAH�� und es bewegte sich.</p><p>�St�rkere Aufl�sung!� verlangte sie. Die <emphasis>Stolz</emphasis> beschleunigte jetzt, aber noch ohne Schilde.</p><p>Das Fl�stern des Staubes auf dem Rumpf wurde zum Kreischen, zum Schreien. Sie stie�en mit einem Felsen zusammen, der �ber die H�lle knirschte; dann noch gegen einen anderen, und ein Schirm explodierte vor Statik. �G�tter, was f�r ein Mist!�</p><p>�Die Schilde�, meinte Haral.</p><p>�Noch nicht.�</p><p>�Keine Aufl�sung�, sagte Tirun. �Zuviel Gestein da drau�en.</p><p>Wir sind immer noch blind.�</p><p>�Verflucht!� Pyanfar schlug auf die Kontrolle der Luftschleuse und lies sie aufgehen. �Wir haben etwas verloren�, sagte Tirun; �Piepimpulse�, kam es sofort von Hilfy. �Laut und deutlich. Tante, ist das unser K�der?�</p><p>Die gepeinigte Pyanfar ignorierte die Fragen. �Fernkom auf meine Konsole! Sofort!�</p><p>Es geschah ohne weitere Fragen, und eine Lampe leuchtete vor ihr auf der Instrumententafel auf. Sie schaltete das Mikro ein. �Hier Pyanfar Chanur an <emphasis>Hinukku.</emphasis> Wir haben gerade einen Raumanzug zur Schleuse hinausgeworfen. Das sollte Ihnen reichen, <emphasis>Hakkikt.</emphasis> Verschwinden Sie!�</p><p>Und nach Unterbrechung der Verbindung zu Hilfy: �Das soll sich wiederholen, Kleine, noch zweimal. Dann Schluss mit allen Signalen und I.D.-Sendungen und raus mit dem Signal auf Kanal F�nf des �bersetzers!�</p><p>Eine halbe Sekunde der L�hmung: Hilfy griff nach der Konsole, erstarrte und schaltete dann etwas anderes dazu, ein statikverzerrtes Knurren, eine Hani-Stimme. <emphasis>�Chanur! Weg mit euch! Wir starten!�</emphasis> Es wiederholte sich, ein lauter werdendes Kreischen der Dringlichkeit wie das des Gesteins auf dem Schiffsrumpf.</p><p>�Nicht unsere Zeitlinie�, fuhr Pyanfar Hilfy an, aber Hilfy war schon wieder bei ihren Aufgaben, strahlte eine Sendung ab, l�schte dann und machte sich mit zur�ckgelegten Ohren und Panik im Gesicht an die befohlene Aufzeichnung, wie verr�ckt die auch immer sein mochte.</p><p>�Prim�rer Kurs eingegeben�, sagte Haral unersch�ttert. �Bezugspunkt erfasst.�</p><p>�Bereitschaft!� Die Beschleunigung ging weiter; Staub scharrte �ber die H�lle. Ein weiterer Bildschirm zeigte St�rungen und erholte sich wieder.</p><p>�Tante!� rief Hilfy. �Wir senden Knnn-Signale!�</p><p>�Das tun wir in der Tat�, sagte Pyanfar mit zusammengebissenen Z�hnen. Sie steuerte die <emphasis>Stolz</emphasis> zum Zenith des Systems, wo abgehende Schiffe nicht hingeh�rten. Prickelnder Schwei� k�hlte ihre Nase, eine krankhafte K�lte, und das Heulen an der H�lle dauerte an.</p><p>�Ablesung im Gebiet hinter uns�, sagte Geran. �Knnn best�tigen, und zwar das Schiff da hinten.� Mochten die G�tter es verdammen, nichts war jemals leicht. Der Differentialkom empfing pl�tzlich ein weiteres Signal aus dem Staubstrudel. �Chanur! <emphasis>Weg�</emphasis>�</p><p>Und eine Kif-Stimme: <emphasis>�Bedauernswerte Entscheidung, FahaKapit�n.</emphasis>�</p><p>Pyanfar fauchte und verschluckte Luft unter dem Zerren der Schwerkraft, und die Anspannung und der Zorn verengte ihr Blickfeld zu einem Tunnel. Ein stundenaltes Signal, das von den Faha; zumindest eine Stunde alt, vielleicht mehr.</p><p>�Zweites Schiff�, sagte Tirun. �3/4 zu 32 unseres Bezugspunktes.�</p><p>�Gib mir den <emphasis>Sternj�ger-Kurs!�</emphasis> forderte Pyanfar.</p><p>�Bin dabei�, erwiderte Haral. �Richtung NSR-Station, beste Sch�tzung unsicher.� Zahlen sprangen auf den Sekund�rschirm, eine schematische Darstellung eines Viertels von Urturs staubbewehrtem System, Systembezugspunkt unter ihnen.</p><p>�Knnn-Schiff n�hert sich dem Piepsender�, sagte Hilfy. �Tante, sie fangen ihn ab!�</p><p>Pyanfar z�gerte einen halben Herzschlag lang, drehte sich um, warf einen fl�chtigen Blick auf den Scanner, der blitzend ein wahrscheinliches Abfangman�ver des sie verfolgenden Schiffes anzeigte. Knnn�� bei den G�ttern, Knnn n�herten sich dem K�der, und sie waren f�r Bergungsman�ver nicht bekannt. Etwas umkrampfte ihr Herz, ein instinktiver Abscheu, und mit dem n�chsten Schlag richtete sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf das Systemschema.</p><p>Keine M�glichkeit, den Faha zu helfen. Die <emphasis>Sternj�ger</emphasis> war auf sich allein gestellt. Die Knnn hatten den K�der; den Kif w�rde das nicht gefallen. Noch weitere als die <emphasis>Stolz</emphasis> konnten dieses gef�hrliche Spiel mitspielen. Das Kreischen auf der H�lle wurde schriller� �Die Bildschirme!� fuhr sie Haral an. Sie langte nach den Fahrtkontrollen und klappte die Deckel �ber den Schaltern zur�ck. �Bereitschaft! Ich werde unsere ganze Navigation �ber den Haufen werfen und unsere Nase Richtung Alijuun halten, wenn wir gewendet haben.�</p><p>Sie lie� den Sprungantrieb impulsweise laufen, einmal, zweimal, dreimal, mikrosekundenlanges Flammen der D�sen. Ihr Magen schlingerte und der Puls beschleunigte sich, bis sich das Blut in der Nase und hinter den Augen sammelte und ihr Blickfeld zu einer verschleierten Nadelspitze verengte. Zum dritten Mal waren sie blind, die Instrumente der wiedererlangten Bezugspunkte beraubt, die Geschwindigkeit in immer gr��eren Steigerungsbetr�gen zunehmend. Wenn Haral jetzt versagte, waren sie tot. Aber sie waren alte Hasen bei Urtur, kannten das System und besa�en sogar bei Blindheit ein Gesp�r daf�r, wo sie waren, sofern von einem bekannten Ort aus gestartet.</p><p>Vom Zenith aus mitten durch das Suchschema der Kif� wieder z�ndete sie die D�sen, eine weitere Beschleunigung, und schluckte schwer gegen das Essen, das wieder emporzukommen versuchte. Der Differentialkom �bertrug ihnen ein Kif-Geheul und die jammernde Klage eines Mahendo�sat.</p><p>Das, was auch immer sie der <emphasis>Sternj�ger</emphasis> angetan hatten, machten ihnen den R�cken frei, diese rasende Suche nach einem Ziel.</p><p><emphasis>�Ai!�</emphasis> kreischte Haral. Instrumente flackerten auf, gerieten an den Rand des Zusammenbruches. <emphasis>�Chanur!�</emphasis> h�rte sie. Der Name w�rde hier dieselbe Verrufenheit annehmen wie auf Treffpunkt. Ein Wogen und Branden der Energie str�mte �ber alle Konsolen. Sie schaltete und schaltete, und die Instrumente drehten durch. �G�tter�, �chzte Haral. �Ich hatte es beinahe.�</p><p>�Jetzt, Haral! Finde es, um der G�tter willen!�</p><p>Instrumente flackerten, und vor Statik rauschende Bildschirme sonderten sich selbst aus, da auf vielf�ltige Weise beeintr�chtigt. Ein fremdartiger Schrei brach aus ihrem Kom hervor.</p><p><emphasis>Tully,</emphasis> erkannte Pyanfar pl�tzlich; seine Drogen wirkten nicht schnell genug. Wie die Kif hatten auch sie ihn verraten.</p><p>Ein Bild tauchte auf dem Hauptschirm auf: <emphasis>Alijuun.</emphasis> Der Stern wurde gesichtet und erfasst und das I.D. war positiv.</p><p><emphasis>�Hai!�</emphasis> schrie sie, die reinste Erleichterung, und hieb auf den Impulsschalter f�r einen weiten Sprung. Ihre Stimme verdrehte sich in einem Dutzend Klangfarben, schl�ngelte sich hierhin und dorthin durch die Gitterfenster, die sich vor ihnen auftaten, und dann wurden sie von der magenverrenkenden Wahrnehmung des Sprunges verschluckt�</p></section><section><title><p>Sechstes Kapitel</p></title><p>� und wieder ausgespuckt, eine schwindelerregende Wahrnehmung des Anderswo. Ein Schimmer vor ihren Augen, das war der Bildschirm, und die automatischen Instrumente suchten. Bei Bewusstsein bleiben, es nicht verlieren, nicht jetzt, die Hand auf den Kontrollen behalten� �Es klappt.� Aus der Unendlichkeit schwebte Harals Stimme zu ihr. �Oh, G�tter.� Das war jemand anders. Hilfy? Ein Stern erschien im Fadenkreuz auf dem Schirm und verschwamm wieder.</p><p>�Bezugspunkt checken!� sagte Pyanfar. Ihre schwimmenden Augen suchten die Instrumente. Eine rote Lampe leuchtete. �Habe ein Problem�, sagte Haral, was ihr kalte Schauer �ber den R�cken jagte. �Keine positive I.D. f�r Bezugspunkt.�</p><p>�Festhalten!� Sie begann den geplanten zweiten Sprung abzufangen, nahm genug Geschwindigkeit weg, damit die suchenden Sensoren sich einstellen konnten. Ein St�hnen war in Pyanfars N�he zu h�ren, als das Bremsman�ver zupackte. Ihre Hand zitterte �ber den Kontrollen, schwebte �ber dem Schalter. �G�tter�, �chzte Haral. �Wir haben es verfehlt.� Und dann Tirun: <emphasis>�Stop!</emphasis> Wir werden von der Masse abgelenkt!�</p><p>Eine dunkle Masse lag vor ihnen, genau die Masse, die sie aus dem Sprung gerissen hatte, die in ihrem Weg aufgetaucht war. Sensoren bemerkten sie; Alarmsignale gingen los und tosten durch das Schiff. Pyanfar bremste wieder heftig, zuckte zusammen, als die Schirme statisch rauschten und einer ausfiel. Etwas hatte nachgegeben.</p><p>�Wir wenden!� warnte sie die Besatzung. Die <emphasis>Stolz</emphasis> schwang mit dem n�chsten Satz herum; Blut st�rzte in Pyanfars Nase, und die inneren Organe, die Gelenke und das Fleisch wurden unabh�ngig voneinander hin- und hergerissen. Sie fauchte und k�mpfte mit den Augenmuskeln, um ein klares Bild zu behalten, k�mpfte mit einem verspannten Muskel, um die Hand an den Kontrollen zu behalten. Der Scanner zeigte, wie sie jetzt um Haaresbreite vorbeischossen, und sie trimmte das Schiff und lie� es dann weiterlaufen, buchst�blich am Hindernis vorbeigleiten.</p><p>Eine Kif-Stimme kam �ber Kom herein. �Identifikation; <emphasis>dringend!�</emphasis> Jemand wartete hier, stand Wache, erneut einer von Akukkakks langen Armen.</p><p>�Tante�, sagte Hilfys schwache Stimme, h�rte sich an wie ein Gurgeln von Fl�ssigkeit.</p><p>�Kif..</p><p>�Hab�s geh�rt.� Pyanfar zog Blut oder Schwei� in der Nase hoch, leckte den salzigen Geschmack von den Lippen und starrte auf die Bildschirme, die eine zu ihnen emporschwebende dunkle Masse zeigten� knapp vorbei, unglaublich knapp. Sie sendeten immer noch Knnn-Gesang, ein die Tonleiter hinauf und hinab wanderndes Klagen, Ticken und Winseln� <emphasis>das</emphasis> musste die Kif einfach fernhalten. Haral und Tirun redeten wild aufeinander ein, suchten mit den Sensoren nach einem Ausweg.</p><p>�Ich habe ihn!� rief Haral pl�tzlich aus. Ein Stern zeigte sich im Fadenkreuz.</p><p>�Ich schaffe es nicht�, sagte Pyanfar. Die Masse war zu nahe. Sie hatten keine andere Wahl, als daran vorbeizugleiten und zu hoffen.</p><p>�Identifizieren!� beharrte die Kif-Stimme.</p><p>Instrumente flackerten pl�tzlich und Bildschirme zeigten nur noch Statik. �Beschuss auf unseren vorherigen Vektor�, sagte Pyanfar zu Hilfy. �Dank den G�ttern.�</p><p>Ein zweites Aufflackern: die Automatik der <emphasis>Stolz</emphasis> hatte einen Schuss erwidert. Erneut brach Alarm aus, ein Crescendo mechanischer Panik.</p><p>�Massenn�he�, erkl�rte Pyanfar �ber Rundspruch denen, die das Geschehen auf dem Unterdeck durchmachten. �Wir schaffen es, wir kommen daran vorbei.�</p><p>Die Solidit�t war da, ein pl�tzlicher Sprung in allen Masse! Antrieb-Instrumenten auf der Br�cke, rot flackernde Lampen, ein statisches Rauschen auf dem Quart�rschirm: die Masse von Punkt Kita, ein Felsklotz, ein St�ck Schlacke, das nur wenig W�rme in die Dunkelheit abstrahlte, lichtlos, einsam und viel zu gro�, als dass die <emphasis>Stolz</emphasis> es mit in den Sprung h�tte ziehen k�nnen�</p><p>Lichtpunkte erschienen, dicke Hecken, die in dieser Dunkelheit wie Sonnen leuchteten und die Oberfl�che von Kita beleuchteten. Das Gestein, das sie in ihrem Feld von Urtur mitgerissen hatten, hatte seinen Vektor nicht ver�ndert. Fast mit Lichtgeschwindigkeit prallte es gegen die dunkle Masse, ein aufbl�hendes Feuerwerk in der Finsternis.</p><p>Sie durchquerten das Leuchten dieser Aufschl�ge in einer rasanten Schleife, deren Zerren wieder einen Blutschwall in Pyanfars Kehle trieb� Verblassen� und R�ckkehr. <emphasis>�Haral!�</emphasis></p><p>Ein wilder Augenblick. <emphasis>�Dort!�</emphasis> Der Bezugspunkt lag wieder im Fadenkreuz. Eine Kif-Stimme knackte und schnatterte au�er Phase mit dem, was ihnen eigentlich zugedacht war; also gab es da drau�en ein zweites Schiff, das vor Kitas Zenith lag.</p><p>Feuer traf sie.</p><p>Pyanfar rammte den Antrieb wieder auf volle Leistung, das Geheul der Kif in den Ohren und das statische Fauchen der auf das Chaos in ihrem Kielwasser gerichteten Instrumente. Sie versuchte unter Anspannung ihres ganzen Verstandes, die Orientierung zu behalten, streckte langsam den Arm aus, w�hrend sich um sie herum die Materie aufl�ste, sie dem Dazwischen preisgegeben wurden und die Zeit mit ihren Sinnen spielte. Unm�glich, dass die Kif hatten folgen k�nnen. Sie hatten den Spie�rutenlauf �berstanden, das Schlimmste hinter sich. Hinter Kita gab es drei Ziele und nach dem n�chsten noch zwei mehr; und die M�glichkeiten multiplizierten sich, und f�r die Kif wurde es schwerer und schwerer, Kr�fte gegen sie aufzubringen�</p><p>�Wir schwinden�, sagte Haral, Worte, die sich in die Unendlichkeit dehnten, gef�hlsm��ig bet�ubt, im Nirgendwo; so war es, wenn Schiffe verlorengingen, wenn sie sprangen und es nicht schafften, wieder hervorzukommen� vielleicht ein mathematischer Limbus� oder auch der direkte Weg in die H�lle der Mahendo�sat, wo vierarmige D�monen sich mit dem Erfinden von Schrecken befassten� Pyanfar hielt nach einem weiteren derartigen Verschwimmen Ausschau. Sch�den durch Beschuss hatten vielleicht Auswirkungen auf die D�sen, sie ihrer Kapazit�t beraubt, sie unter Umst�nden f�r immer ins Nichts verbannt.</p><p>�zweite Ankunft, ein schwindelerregender Absturz der Sinne zur�ck in das Hier und Jetzt.</p><p>Pyanfar griff ans Schaltpult und befahl Scanner-Suche. Der Differentialkom empfing bereits Signale: es war der Signalgeber des Kirdu-Systems mit einer wunderbaren, sch�nen Mahendo�sat-Stimme, die Boje des Sprungbereiches.</p><p>�Wir sind da!� schrie Hilfy. �Wir sind <emphasis>da!�</emphasis></p><p>�Eindeutig und in Reichweite�, meinte Pyanfar selbstgef�llig.</p><p>Sie nahm Geschwindigkeit weg, und die Selbstgef�lligkeit schwand etwas; die Impulse des Antriebes waren etwas schw�chlich, weniger kraftvoll, als sie eigentlich h�tten sein m�ssen.</p><p>�K�pt�n?� Harals Stimme.</p><p>�Ich sp�re es.�</p><p>�Weiter auf Knnn senden?� fragte Hilfy.</p><p>�Ja.� Pyanfar hielt den Blick auf die Anzeigen gerichtet, hieb wieder auf den Impulsgeber.</p><p>�Berechne Eingangsvektor!� befahl sie Tirun. �Wir schleppen vielleicht wieder Gestein mit.�</p><p>�Sch�tze, wir haben das meiste bei Kita verloren�, brummte Tirun. Sie fing an, die Schemata abzurufen, schoss ein Computersignal ab, das vielleicht langsamen Schiffen im Weg ihres gesteinsbegleiteten Eingangsvektors half. Die Abbremsung ging weiter, schw�chliche Impulse, die endlich in Takt kamen.</p><p>�So ist�s besser�, meinte Pyanfar und schluckte gegen die Spannung. �Hilfy, wie lautet die gesch�tzte Verz�gerung?�</p><p>�Ann�hernd drei�ig Minuten, wenn wir bei der Station eintreffen, sch�tze ich�, sagte Hilfy mit schwacher Stimme.</p><p>Knapp, bei den G�ttern, zu knapp! Pyanfar behielt die Bremsimpulse in den engstm�glichen Intervallen. Blickte jetzt ausschlie�lich auf den zentralen Bildschirm, dem �ber Relais hereinkommenden Scannerbild von der Stationsboje, das die Positionen der Schiffe, Planeten und gr��eren Objekte im System zeigte. �ber Automatik war die von der <emphasis>Stolz</emphasis> gesendete Warnung hinzugef�gt worden, eine kegelf�rmige, vom Zenith ausgehende Gefahrenzone.</p><p>�Bekomme genauere Kursbestimmung�, sagte Haral, als eine Skizze auf dem Sekund�rschirm auftauchte. Es erforderte nur wenig Lenken. <emphasis>Geschwindigkeit �berpr�fen,</emphasis> blitzte fortw�hrend ein Warnzeichen. Pyanfar nahm erneut Tempo weg und vollzog die leichte Korrektur, w�hrend ihre Sinne jetzt unter der ausgedehnten Anspannung der Hochgeschwindigkeitsberechnungen verschwammen, wobei sie ihren Verstand entlang dieser Entfernungen und Geschwindigkeiten spannte, die der Schiffscomputer auf eine spezielle konfliktreduzierende Weise handhabte.</p><p>�Durch den Spalt!� schrie Tirun, als die Linien zusammenfielen.</p><p>Sie waren schlie�lich auf Kurs, frei und sicher und auf der Anflugbahn, die die Station dem n�chsten Ank�mmling in diesem Bereich zugewiesen hatte. Pyanfar g�nnte sich leichteres Atmen, den Blick immer noch auf den Scanner fixiert, und versuchte zu berechnen, wie stark sie noch bremsen konnten.</p><p>Wenn nur ein Minenfahrzeug dort war, wo es nicht hingeh�rte, wenn nur ein Gleiter aus irgendeinem privaten Grund gestartet war, ohne die Station vorher zu unterrichten, wenn irgendein Idiot die Einflugschneisen kreuzte, irgendein verr�ckter Knnn oder Chi, mit denen man nie vern�nftig reden konnte und die �berall, wo sie operierten, eine Navigationsgef�hrdung darstellten Schwei� str�mte�� oder war es Blut? Sie zog die Nase hoch und wischte sich dar�ber, die Augen weiterhin fixiert und die Hand auf dem Schalter. Sie ritten auf Zuf�llen; wie ein Schuss kamen sie herangebraust, verlie�en sich auf die Statistik und blindes Gl�ck und darauf, dass der Verkehr sich dort befand, wo er hingeh�rte; man konnte das einige Male im Leben tun, ohne seinen Gl�cksvorrat zu ersch�pfen.</p><p>�Empfange Stationssignal�, gab Hilfy bekannt. �Ich glaube, ein Tc�a redet da gerade. Wahrscheinlich hat unsere Knnn-Sendung��</p><p>�Abschalten! Gib der Station unsere richtige I.D.! Gib Piratenangriff bekannt. Besch�digungen und Notfall und wahrscheinlich begleitendes Gestein!�</p><p>�Ausgef�hrt�, sagte Hilfy.</p><p>Pyanfar bremste wieder, zwang sie ein St�ck n�her zu einer vern�nftigen Geschwindigkeit.</p><p>Ein Pult leuchtete in Rot. Sie schaltete ein Reservesystem ein. Haral gurtete sich los und beugte sich in die Vertiefung neben ihrer Konsole, vollzog mit raschen Griffen Neueinstellungen.</p><p>M�glicherweise lagen Kif im Dock von Kirdu� G�tter, Kif <emphasis>w�rde</emphasis> es hier geben, aller Wahrscheinlichkeit nach, und m�glicherweise war einer von ihnen gerade von Urtur gekommen. Aber dies hier war Kirdu: in eigenem Gebiet besa�en die Mahendo�sat Z�hne und lie�en sich nicht von Besuchern beschwatzen. Sie w�rden Erkl�rungen f�r einen derartigen Anflug verlangen. Mochten die G�tter geben, dass keiner der von Urtur aus mitgerissenen Gesteinsbrocken ein Mahendo�sat-Ziel gefunden hatte, oder mehr als nur Erkl�rungen w�rden f�llig sein.</p><p>�Etwas hat die Station verlassen�, sagte Tirun. Das Bild tauchte auf dem Sekund�rschirm auf. Schiffe strebten von der Station fort, vier an der Zahl, eines hinter dem anderen auf einem Abfangkurs, der <emphasis>Stolz</emphasis> in den Weg. �Hilfy�, sagte Pyanfar, �signalisiere Generalalarm an alle Hani-Schiffe im System!�</p><p>�Erledigt�, sagte Hilfy nach den erforderlichen Handgriffen. Haral glitt an ihren Platz zur�ck und besch�ftigte sich hastig mit dem Computer. Auf dem Prim�rschirm begannen Berechnungen aufzutauchen, Positionsver�nderungen der Ank�mmlinge und auch aller anderen im System. Mit gr��ter Wahrscheinlichkeit handelte es sich bei den gerade gestarteten Schiffen um die Stationswache: seit ihrem Eintritt bis zu diesem Augenblick hatte die <emphasis>Stolz</emphasis> Vorschriften �bertreten, und zwar ganze Ordner davon. Irgendein lausiger Mahe-Stationsbeamter steckte ohne Zweifel in diesem Augenblick bis zu den Ellbogen in den Gesetzb�chern und suchte Strafen heraus. Pyanfars Nase runzelte sich bei dem Gedanken an die Geldstrafen, die Erhebungen, die Beweisf�hrungen.</p><p>�Empfange Signale von den n�herkommenden Schiffen�, berichtete Hilfy. �Es sind Mahendo�sat�� alles in Ordnung.�</p><p>�Huch.� Pyanfar seufzte erleichtert. Es h�tte Schlimmeres passieren k�nnen, in der Tat.</p><p>�Geran�, sagte sie �ber Rundspruch, �Chur, empfangt ihr das da unten? Wir sind in Sicherheit; die Station schickt uns eine Eskorte.�</p><p>�Kommt klar herein, K�pt�n.�</p><p>�Ist bei euch alles gesichert? Was macht Tully? �berwacht ihr ihn?�</p><p>�Er ist bei uns in Op�, sagte Geran. �Die Wirkung der Drogen l�sst nach. Er ist beduselt, folgt aber allem, was geschieht.�</p><p>�Keine weiteren Risiken, verdammt noch mal! Wer hat das erlaubt? Scanner auf Nummer Vier f�r Anflug; helft uns hier oben ein wenig; und sichert Tully!�</p><p><emphasis>�Ich Freund�,</emphasis> drang Tullys Stimme mit Hani-Worten zu ihr durch. Und dann weitere in seiner eigenen Sprache, die reinste W�rterflut. �Bringt ihn zum Schweigen!� zischte Pyanfar, und es trat Ruhe ein. �Es funktioniert�, berichtete Churs Stimme, und Tirun machte eine Pause in ihrer eiligen Arbeit und ergriff die Gelegenheit, aus einer Plastikflasche, die unter der Konsole klebte, einen Schluck zu nehmen. Sie reichte sie an Hilfy weiter, diese an Haral, und von dort kam sie zu Pyanfar. Der Rest ging hinunter, ein willkommener k�hlender Trank.</p><p>Pyanfar nutzte die Gelegenheit, den Computer die Sch�den lokalisieren zu lassen, und kaute auf der Unterlippe, als die Information unvollst�ndig hereinkam. Sie blickte nach rechts zu Hilfy und den anderen, die auf etwas lauschten, und ihr Gesicht zeigte Ersch�pfung. �Schaltet das nach unten um, sobald sie dort mit dem Au�enseiter fertig sind!� wies Pyanfar sie an und blickte dann zur Haral, die nach wie vor mit Bestandsaufnahmen besch�ftigt war. �Schaden unbestimmt�, berichtete sie ihr.</p><p>�Wenigstens konnte ich keine Verz�gerung bei den systeminternen Antworten feststellen. Ein normales Dock sollte reichen, aber wir werden diese Reparatur sehr schnell erledigt haben m�ssen, und ich wei� nicht, wie, bei allen G�ttern, wir die Bestechung finanzieren sollen.�</p><p>�Tante�, sagte Hilfy, �die Station ist dran. Sie wollen mit dir pers�nlich reden. Ich habe ihnen gesagt..�</p><p><emphasis>�K�pt�n.�</emphasis> Das Unterdeck fuhr dazwischen, schickte ein Bild auf den Scanner.</p><p>Ein Schiff im Sprungbereich, das auf ihrer Spur hereinkam. �G�tter�, zischte Pyanfar, �Die G�tter verdammen alle Kif� Hilfy, I.D., schnell!�</p><p>Hilfy z�gerte einen halben Atemzug lang; Tirun streckte bereits einen Arm in ihren Bereich aus. Ein Jammern kam herein, und Pyanfar schnitt eine Grimasse unter dem hohen Qu�ken.</p><p>�Knnn�, meinte Tirun. �K�pt�n, es sind die verfluchten Knnn.�</p><p>�Wir wissen nicht, ob es <emphasis>diese</emphasis> Knnn sind�, fauchte Pyanfar zur�ck, packte das Mikro und winkte damit �rgerlich in Hilfys Richtung. �Die Station. Die <emphasis>Station!</emphasis> Und setz endlich deinen Verstand in Aktion, Nichte!�</p><p>Die Bereitschaftslampe ging an. �Fertig�, sagte Hilfy verst�rt und mit wildem Blick, und drehte das Knnn-Heulen herab.</p><p><emphasis>�Hier Kirdu-Station�,</emphasis> kam die maschinell �bersetzte Stimme durch. <emphasis>�Wir erheben ernsten Protest gegen diesen Einflug. Bremsen Sie ab, einfliegender Hani-Kapit�n!�</emphasis></p><p>�Hier <emphasis>Chanurs Stolz,</emphasis> Pyanfar Chanur am Kom. Wir sind besch�digt und werden von unidentifiziertem Schiff verfolgt, aber wir sind man�vrierf�hig. Das Schiff hinter uns k�nnte eine Bedrohung f�r die Station sein; ich schlage vor, dass Ihre Eskorte ihre Aufmerksamkeit dem widmet, was uns folgt.�</p><p>Der Kom blieb schweigsam, l�nger als die Zeitverz�gerung es erforderte.</p><p>�Eskorte passiert tats�chlich Wendepunkt�, meldete sich Gerans ruhige Stimme aus dem anderen Op-Zentrum. �K�pt�n, sie werden an uns vorbeifliegen und sich diesen Bastard da drau�en vornehmen.�</p><p>Pyanfar schaute hin, sah es, wandte dann die Aufmerksamkeit wieder dem Comp zu, wo eine neue Berechnung der Position des einfliegenden Schiffes gemeldet wurde. Es war verflucht nah, flog sehr schnell und bremste nicht.</p><p>�Habe einen Hani-Kontakt�, sagte Hilfy. �Tahar.�</p><p>�G�tter und Donner!� Dieses Haus war Chanur nicht freundlich gesinnt. Pyanfar �bernahm die Verbindung zu ihrem Pult. �Tahar-Schiff, hier Pyanfar Chanur. Bereiten Sie sich auf Probleme vor und lassen Sie sich nicht im Dock �berraschen.�</p><p><emphasis>�Chanur, hier Dur Tahar. Sind das</emphasis> Ihre <emphasis>Probleme?�</emphasis></p><p>�Sie haben noch kein Patent, Tahar, bis jetzt jedenfalls noch nicht. Ich empfehle Ihnen, sich von der Station zu entfernen�� f�r alle F�lle!�</p><p><emphasis>�Chanur�,</emphasis> mischte sich die �bersetzte Stimme von der Station ein, <emphasis>�Tahar-Kapit�n; das verst��t gegen die Vorschriften. Benutzen Sie Stationskanal! Und diese Station befiehlt Ihnen zu bleiben! Kein Abflug!�</emphasis></p><p>�Wir fliegen ein, Station. Wir geben hiermit bekannt, dass Schiffe vernichtet wurden und Leben. Wenn dieses Schiff da hinten Knnn ist, in Ordnung; aber wenn nicht, ist Kirdu in Schwierigkeiten.�</p><p>Eine andere Stimme, knackend und rau. Kif.</p><p>�Das kommt von einem Schiff im Dock�, sagte Hilfy rasch.</p><p>�Kommt �ber Stationsrichtstrahl.�</p><p><emphasis>�K�pt�n.�</emphasis> Das war Tirun. �Ank�mmling hat gerade begonnen zu bremsen. Sie checken ihre Geschwindigkeit.�</p><p>Pyanfar blinzelte; der Verdacht auf gute Nachrichten traf dumpf in ein bet�ubtes Gehirn. Sie holte tief Luft. �Die G�tter geben, dass es ein Knnn <emphasis>ist�,</emphasis> brummte sie. �Station, Sie sollten das jetzt empfangen: wir werden eine umfassende Erkl�rung abgeben, sobald wir angelegt und unsere mechanischen Probleme in Ordnung gebracht haben. Wir m�chten sehr darauf dr�ngen, dass Sie umfassende Vorsichtsma�nahmen ergreifen und die angebliche Knnn- Ankunft visuell �berpr�fen. Wir haben ernste Anklagen zu erheben.�</p><p>Schweigen von der Station. Die Leute dort waren wahrscheinlich nicht �bergl�cklich.</p><p>Pyanfar unterbrach die Verbindung. �Bastarde!� Sie wischte sich den Mund ab. Das Fell auf ihrem Handr�cken war blutig. �Feiglinge!� Die Eskorte passierte sie und eilte dem hinter ihnen einfliegenden Schiff entgegen. Pyanfar machte es sich bequem und lauschte den Berichten.</p><p>�Tante�, sagte Hilfy schlie�lich, �die Mahendo�sat geben visuelle Best�tigung bekannt. Es <emphasis>ist</emphasis> ein Knnn-Schiff!�</p><p>�Den G�ttern sei Dank�, brummte Pyanfar, legte den Gurt ab und beugte sich zu einer bequemeren Stellung vor. Die Station kam n�her. Ein ganzer Schauer von Andock- Instruktionen erschien auf dem Terti�rschirm.</p><p>Kein Kif hinter ihnen, nur ein v�llig verwirrter Knnn. Sie stellte sich den �rger der merkw�rdigen Gesch�pfe vor, die in einem weit gr��eren Aufruhr gelandet waren, als die Knnn ansonsten gemeinhin zu erregen pflegten. Ein Zufall vielleicht; Schiffe kamen und gingen von und nach �berall; G�tter, es war selten, dass zwei Schiffe so dicht beieinander in einen Sprungbereich kamen, aber auch wiederum nicht allzu selten. Kirdu besa� einen weit st�rkeren Verkehr als den, den die <emphasis>Stolz</emphasis> jetzt hervorgerufen hatte. Schlie�lich war Kirdu ein Bestandteil der Zivilisation.</p><p>Sie machte eine Reihe kurzer Atemz�ge und betrachtete die Skizze, die ihnen den Weg zum Dock wies. M�de war sie, wirklich m�de. Die Knochen schmerzten ihr. Es erforderte eine moralische Anstrengung, die Andockman�ver durchzuf�hren, und das auch noch manuell, weil sie das Gesp�r haben und sich nicht von irgendeiner weiteren automatischen Fehlfunktion �berraschen lassen wollte.</p><p>Im Geist war sie bereits damit besch�ftigt, sich m�gliche Diskussionen mit den Tahar zu �berlegen, machte sich auch Gedanken �ber einen Kredit, alles, was die Reparaturen an der <emphasis>Stolz</emphasis> erm�glichte und bezahlte, damit sie diesen Ort wieder verlassen konnten. Mehr Sch�den, als sie bereits hatten, konnten sie nicht gebrauchen, und am wenigsten von allem brauchten sie einen ausgedehnten Aufenthalt hier.</p><p>Wenn sie sehr viel Gl�ck hatten, waren die Kif derzeit damit besch�ftigt, Dinge mit einem bestimmten Knnn zu regeln, der ein Bergungsgut bei Urtur aufgesammelt hatte; gut m�glich, dass dieser Knnn keine Freude an dem Hani-Scherz versp�rte. Und der gro�e <emphasis>Hakkikt</emphasis> Akukkakk w�rde wohl noch weniger am�siert sein� daf�r eine schwere Zeit haben, w�hrend er mit dem Knnn um einen Blick auf die Beute verhandelte, und eine noch schwerere Zeit mit seinen Kif-Br�dern� ganz gewiss. Alles in allem empfand Pyanfar <emphasis>Befriedigung.</emphasis></p><p>Aber zuf�llig war ein Knnn mit ihnen durch den Sprung gegangen; befand sich ganz zuf�llig auf ihrem Pelz. G�tter� besa�en die Knnn ein Ger�t, dass die Verfolgung erm�glichte?</p><p>Und die Stimme war wieder zu h�ren, fern und unheimlich wie die, die sie bei Urtur aufgezeichnet hatte, um eine Knnn-Stimme als Maske und Verkleidung zu benutzen.</p><p>Die G�tter mochten wissen, was sie f�r Knnn-Ohren gesendet hatten; <emphasis>Folgt mir? Helft mir?</emphasis></p><p>Etwas weit weniger Freundliches?</p><p>Die Tc�a wussten es vielleicht; aber dieser Seite von Kirdu-Station konnten keine Fragen gestellt werden.</p><p>Sie gelangten ins Dock, glitten neben dem Tahar-Schiff hinein; offensichtlich wollte Kirdu seine Hani-Probleme h�bsch beisammen halten, und hatte ihnen deswegen angrenzende Liegepl�tze zugeteilt. In gewisser Weise war das gut, denn es gew�hrte ihnen die M�glichkeit, sich ohne Zeugen zu unterhalten; und in anderer Hinsicht war es nicht gut, denn so bildeten sie ein geschlossenes Ziel.</p><p>�Wo sind die Kif?� fragte sie grob die Station und blockierte die Ann�herung. �Ich werde meine Nase nicht in die Station stecken, bis ich wei�, welche Liegepl�tze sie haben.�</p><p>�Nummern Zwanzig und Einundzwanzig�, wurde sie informiert. �An den Pl�tzen dazwischen liegen <emphasis>Mahe</emphasis> und Stsho, keine Probleme, keine Probleme Hani-Kapit�n! Bitte, Sie k�nnen beruhigt sein!�</p><p>Sie runzelte die Nase und schnaubte. Sie war anderer Ansicht.</p></section><section><title><p>Siebtes Kapitel</p></title><p>Die Nase der <emphasis>Stolz</emphasis> glitt sanft in das Dock, die Greifer packten krachend zu, Zug�nge glitten dumpf dr�hnend auf und Pyanfar stie� sich mit einem pl�tzlichen w�ssrigen Gef�hl um die Gelenke vom Pult ab. �Abschalten!� sagte sie knapp und gab Haral mit m�der Hand ein Signal, drehte dann den Sessel das kurze St�ck, das m�glich war. �Hilfy, ruf das Stationsamt an und gib ihnen Bescheid, dass wir einige Besch�digungen haben! Ich werde mit den Leuten dort sprechen, sobald wir unsere internen Angelegenheiten geregelt haben.�</p><p>�Aye�, brummte Hilfy und gab die Nachricht weiter. Bei ihrem Gespr�ch mit dem Beamten zuckten ihre Ohren fortw�hrend und senkten sich schlie�lich. Pyanfar verk�rzte den Brennpunkt ihrer Augen auf Tirun, die mit ihren letzten paar Checks besch�ftigt war. Ihre H�nde machten kleine und unsichere Bewegungen und ihre Ohren hingen herab. �Tirun�, sagte Pyanfar, und als die Angesprochene ihr das Gesicht zuwandte, war die Anspannung darin zu lesen. �Raus!� sagte Pyanfar. �Sofort!�</p><p>Tirun starrte sie kurz an; normalerweise h�tte sie sich jetzt wiedersetzt. So aber sah sie nur bet�ubt drein und erhob sich m�hsam und schwankend, griff mit den H�nden an das n�chste Pult. Alle eilten auf sie zu, aber Hilfy war die Schnellste, legte einen Arm um sie.</p><p>�Sie kommt in ihr Quartier!� ordnete Pyanfar an. �Aye�, sagte Haral und �bernahm Tirun von Hilfy, legte selbst den Arm um sie.</p><p>Hilfy blieb f�r einen Moment dort stehen. Pyanfar betrachtete ihren R�cken und die R�cken von Tirun und Haral, w�hrend erstere davon humpelte und dabei gleichzeitig versuchte, nicht zu humpeln; und dann straffte Hilfy die Schultern und wandte sich um. �Ich bleibe am Kom�, bot sie an.</p><p>�Lass es sein! Soll die Station sich wundern. Mach dich sauber!�</p><p>Hilfy nickte steif, drehte sich um und ging hinaus, tats�chlich ganz ohne jede Gro�spurigkeit, und sie benutzte eine Hand, um angesichts des Gef�hls einer Kr�mmung des Decks, das beim Liegen im Dock auftrat, das Gleichgewicht zu halten. Pyanfar fiel ein, dass es Hilfy diesmal nicht schlecht geworden war. Sie holte tief Luft, stie� sie wieder aus und beugte sich �ber den Kom. �Unterdeck, wer tut dort Dienst?�</p><p>�Geran�, lautete die Antwort. �Alles klar hier.��� �Mach dich zurecht! Und vor allem sieh zu, dass Tully hergerichtet und vorzeigbar gemacht wird!�</p><p>�Verstanden.�</p><p>Pyanfar unterbrach die Verbindung. Ein weiterer Anruf kam �ber Kom.</p><p><emphasis>�Chanur, hier Tahars</emphasis> Mondaufgang. <emphasis>Private Konferenz.</emphasis>�</p><p>�Tahar, hier Pyanfar Chanur; wir sind im Moment mit medizinischen Aufgaben besch�ftigt. Stellt diese Konferenz zur�ck!�</p><p><emphasis>�Ersucht ihr um Beistand,</emphasis> Chanurs Stolz?�</p><p>Nur ganz leicht im Tonfall angedeutet, aber vorhanden: die Befriedigung �ber diese M�glichkeit. Pyanfar vers��te ihre Stimme mit einer gewaltigen Anstrengung. �Kaum, <emphasis>Mondaufgang.</emphasis> Ich werde bei n�chster Gelegenheit den Anruf erwidern. Chanurs Respekt, Tahar. Ende.�</p><p>Sie unterbrauch abrupt, stie� sich zur�ck und stapfte hinaus, ebenfalls ohne gro�tuerische Schritte. All ihre Gelenke schienen ausgerenkt zu sein, und ihr Kopf sa� gef�hrlich pochend auf einem K�rper, der sich �ber Misshandlung beschwerte. Ihr Nackenfell str�ubte sich, nicht wegen der Gegenwart von Kif, sondern der eines Feindes, der n�her an der Heimat lag.</p><p>G�tter. Etwas von den Tahar erbitten?</p><p>Von einem Haus, das w�hrend Kohans ganzer Regierungszeit eine ungeheure Bedrohung f�r Chanur bedeutet hatte? Die Befriedigung in der Stimme des Tahar-Balgs �berraschte sie kaum. Es war ein Spektakel; die <emphasis>Stolz</emphasis> mit fehlenden Eingeweiden und versengtem Schwanz. In Tahar w�rde es zischelndes Gel�chter geben, das Videobild nach Hause gebracht f�r die Erbauung von Kahi Tahar und seinen Gattinnen und T�chtern.</p><p>Und von Tahar w�rde es �ber ganz Anuurn hinausgehen, so dass Kohan mit Sicherheit davon erfuhr. Das w�rde zu Herausforderungen f�hren, ganz ohne Zweifel. Irgendein Tahar- Balg w�rde sich das Genick brechen, bevor sich der Staub wieder setzte, in der Tat; junge M�nner waren stets Optimisten, stets bereit, beim Geruch eines Vorteils in der Luft aufzubrechen, sogar wenn die Situation ihnen nur die winzigste �berlegenheit bot.</p><p>Sie w�rden es versuchen. So. Sie hatten das zuvor schon getan.</p><p>Das war es, was sich Dur Tahar versprach.</p><p>�Es geht ihr recht gut�, berichtete Haral an der T�r zum Mannschaftsquartier auf dem Unterdeck. Pyanfar blickte an ihr vorbei und sah Tirun schlafend ins Bett gekuschelt. �Das Bein ist unter der Spannung etwas geschwollen, aber es besteht kein Grund zur Sorge.�</p><p>Pyanfar runzelte die Stirn. �Diese Station besitzt gute medizinische Einrichtungen, aber es k�nnte sein, dass wir pl�tzlich ablegen m�ssen; ich m�chte nicht riskieren, eine von uns f�r eine Fahrtunterbrechung hier zulassen, nicht�� unter diesen Umst�nden.�</p><p>�Ja�, stimmte Haral zu. �Das muss nicht sein. Aber wir machen langsam schlapp, K�pt�n.�</p><p>�Ich wei߫, sagte sie.</p><p>�Du auch, mit deiner Erlaubnis.�</p><p>�Huch.� Sie legte Haral eine Hand auf die Schulter, ging dann zum Lift, blieb dort stehen und lauschte in Richtung von Churs und Gerans Posten. Sie ging diesen Weg zur�ck und beugte sich zur T�r des Op hinein, wo Geran Wache sa�, gewaschen und in sauberen blauen Hosen, aber mit einem stumpfen Blick, wie er bei jemandem zu erwarten war, der ohne Schlaf mehr als eine Schicht durchgemacht hatte. �Okay�, sagte Pyanfar, die sich daran erinnerte, dass hier ihre Befehle befolgt wurden, und st�tzte einen Arm gegen den T�rrahmen. �Tully hat seine Sache hier unten gut gemacht, oder?�</p><p>�Keine Schwierigkeiten von seiner Seite.�</p><p>�Ich werde sein Arbeitsangebot annehmen m�ssen. Du und Chur wechselt einander bei ihm ab. Tirun geht es nicht gut.�</p><p>�Schlimm?�</p><p>�Die wechselnde Beschleunigung hat dem Bein nicht gerade gut getan. Wir werden uns hier soviel ausruhen, wie es eben geht. Ich werde mal schauen, wie viel Wohlt�tigkeit ich den Tahar entlocken kann. Aber als erstes m�ssen wir herausfinden, welche Sch�den das Schiff hat.�</p><p>�Habe ein Fernbild davon�, sagte Geran, drehte sich um und lie� es auf dem n�chsten Schirm erscheinen. Pyanfar ging in den Raum hinein und betrachtete das Bild von der Au�enkamera der Beobachtungsblase, und sie erlitt einen k�rperlichen Schmerz durch den Anblick. Die Hauptd�se hatte eine losgerissene Verankerung und schwebte, angetrieben durch die Rotation der Station, umher, und auch Platten fehlten, dunkle Flecken auf der langen Silberstange. �Daran lag der Schwund�, stellte Pyanfar mit versp�tetem Fr�steln fest. �G�tter! Damit h�tte alles verloren sein k�nnen. Wir werden eine Gleitermannschaft brauchen, die diese Verankerung wieder festmacht. Wir sechs k�nnen das unm�glich schaffen.�</p><p>�Geld�, meinte Geran d�ster. �M�ssen vielleicht letzten Endes doch einen von uns an die Kif verkaufen.�</p><p>�Schlechter Witz�, sagte Pyanfar und ging hinaus.</p><p><emphasis>Tully,</emphasis> war ihr in den Sinn gekommen, mit einem Impuls, dessen sie sich herzlich sch�mte.</p><p>Aber sie dachte weiterhin daran, den ganzen Weg bis in ihr Quartier.</p><p>Sie zog sich aus und duschte, verlor dabei einen Haufen Haare in den Abfluss; dann trocknete, k�mmte und frisierte sie M�hne und Bart. Diesmal zog sie die rote Seidenkniehose an, das goldene Armband und den Perlenanh�nger. Sie begutachtete sich anschlie�end mit einer Befriedigung, die ihre Geister belebte. Schlie�lich bedeutete das �u�ere etwas. Die Mahendo�sat hatten genauso viel Sinn daf�r wie die Stsho. Die beleidigte Wohlhabende zu spielen, das war im Moment die richtige Vorgehensweise ihnen gegen�ber. Sie kannten die <emphasis>Stolz.</emphasis> Solange der Anschein Bestand hatte, dass der Reichtum von Chanur weiterhin intakt war und dass Chanur bei den Hani auch weiterhin eine Macht darstellte, mit der zu rechnen war, solange konnte man auf der <emphasis>Stolz</emphasis> einige Hoffnung auf den Diensteifer der Mahendo�sat bewahren.</p><p>Und in dieser Eile, �berlegte sie mit einem kalten L�cheln �ber den pr�chtigen Hani-Kapit�n im Spiegel, in dieser Eile lag t�dlicher Ernst.</p><p>Es gab n�mlich Akukkakk.</p><p>Mochten die G�tter sie alle verdammen!</p><p>M�glicherweise hatte sie ihn ausreichend in Verlegenheit gebracht, so dass sich die eigenen Leute gegen ihn wandten. Es brauchte Zeit, das herauszufinden. Eine lange Zeit, fern des Heimathafens und mit Ohren, die wachsam nach Ger�chten lauschten.</p><p>Den Au�enseiter Tully loswerden� w�re es doch so einfach, aus dieser Sache loszukommen!</p><p>Mit flach gelegten Ohren starrte sie in die eigenen Augen und dachte �ber die Schurkerei nach, an die jeder H�ndler denken w�rde, der den Au�enseiter zu Gesicht bekam, und nach etwas �berlegung sch�rzte sie die Lippen zu einem grimmigen und selbstgef�lligen L�cheln.</p><p>So, so, so, Pyanfar Chanur. Es gab eine M�glichkeit, mehr als ein Problem zu l�sen.</p><p>Wahrscheinlichw�rde sie Tully nicht gefallen, aber ein Au�enseiter, der kam und um Mitfahrt bat, konnte ruhig nehmen, was es f�r ihn gab, und es fiel ihr nicht ein, von den Tahar etwas zu erbitten.</p><p>Sie �berpr�fte den Kom und fand den erwarteten Schwarm Nachrichten, der auf Beachtung wartete. �Nichts wirklich Dringendes�, meinte Geran. �Nach wie vor Verwirrung auf der Station, lautet das Fazit aus allem.�</p><p>�Chur hat sich Tully vorgenommen, oder? Und ihn zurechtgemacht?�</p><p>�Es gibt dort ein kleines Problem.�</p><p>�Erz�hl mir nichts von Problemen! Ich habe Probleme. Was f�r ein Problem?�</p><p>�Er hat seine eigenen Ideen, unser Tully. Er m�chte rasiert werden.�</p><p>�G�tter und Donner. Im Waschraum?�</p><p>�Hier, jetzt.�</p><p>�Ich komme runter!�</p><p>Sie setzte sich in Richtung T�r in Bewegung, ging noch einmal zur�ck, besorgte sich den Ohrst�psel f�r den �bersetzer und eilte dann nach unten. <emphasis>Rasiert!</emphasis> Die Ohren senkten sich, hoben sich aber wieder unter dem Zwang der �berlegung, dass Gebr�uche eben Gebr�uche waren.</p><p>Aber �u�erlichkeiten, bei den G�ttern�</p><p>Sie erreichte den Op in gemessener Eile und fand dort das Trio Geran, Chur und Tully, alle reinlich und verst�rt und damit besch�ftigt, ihr Elend in einer Gfi-Runde zu ertr�nken. Sie blickten auf, wobei Tully das �ngstlichste Gesicht machte, und dank den G�ttern befand er sich noch im Besitz von M�hne und Bart und war mit einer sauberen Hose anst�ndig bekleidet. �Pyanfar�, sagte er im Aufstehen.</p><p>�Kapit�n�, berichtigte sie ihn mit Bestimmtheit. �Was m�chtest du, Tully? Was gibt�s f�r ein Problem?�</p><p>�Er will die Schere�, sagte Chur. �Ich habe ihn etwas getrimmt.� Das hatte sie. Es war gute Arbeit. �Er will den Bart lossein.�</p><p>�Huch. <emphasis>Nein.</emphasis> Tully. Falsch!�</p><p>Tully sank wieder auf seinen Stuhl, hielt die Gfi-Tasse in beiden H�nden und sah ver�rgert aus. �Falsch?�</p><p>Pyanfar seufzte schwer. �So ist�s vern�nftig. Du tust, was ich sage. Tully. Du musst f�r die Mahendo�sat das richtige Aussehen haben. Du siehst gut aus. Fein.�</p><p>�Dasselbe # Hani.�</p><p>�Wie Hani, ja.�</p><p>�Mahendo�sat hier.�</p><p>�Du bist in Sicherheit. Alles in Ordnung. Freundliches Volk.� Tullys Lippen spannten sich nachdenklich. Er nickte recht friedlich. Dann griff er hinter seinen Kopf und knotete die bleiche M�hne mit den Fingern nach hinten. �So richtig?�</p><p>�Nein�, sagte Pyanfar. Die Hand sank herab.</p><p>�Ich tun alles du sagen.�</p><p>Pyanfar zuckte mit den Ohren und stie� die H�nde hinter das Gurtband. �Du tust alles?�</p><p>Sie war heikel, was ihre Ehre anging, und die blassen Augen des Au�enseiters starrten mit beunruhigendem Vertrauen zu ihr auf. �Was ich von dir will, k�nnte dich erschrecken. Ich k�nnte zuviel von dir wollen.�</p><p>Ein Teil davon drang durch. Das Vertrauen wurde sichtlich kleiner.</p><p>�Mache ich dir Angst, Tully?� Sie machte eine weitr�umige Geste zum Bug hin. �Dort drau�en liegt eine Station; die Kirdu-Station. Die Rasse der Mahendo�sat hat die Herrschaft hier�ber. Neben uns liegt noch ein Hani-Schiff im Dock. Weiter unten auch Stsho.�</p><p>�Kif?�</p><p>�Zwei Kif-Schiffe, aber nicht dieselben. Wahrscheinlich keine von Akukkakk. H�ndler. Sie k�nnten ein Problem f�r uns werden, wenn wir zu lange hier bleiben, aber sie werden keinen pl�tzlichen Zug machen. Ich m�chte, dass du hinausgehst, Tully. Ich m�chte, dass du mit mir kommst, hinaus ins Freie, auf das Stationsdock, um dich den Mahendo�sat zu zeigen.�</p><p>Er begriff. Am Kinn zuckte ein Muskel. �Ich geh�ren zu Mannschaft von dieses Schiff�. sagte er. Es schien eine Frage zu sein.</p><p>�Ja. Ich werde dich nicht hier lassen. Du bleibst bei mir.�</p><p>�Ich kommen�, sagte er.</p><p>So einfach war das. Sie starrte ihn einen Moment lang an und streckte mit Bedacht die Hand nach der Tasse aus, die er hielt. Er wirkte f�r einen Augenblick verwirrt, gab sie ihr dann aber. Sie trank, unterdr�ckte einen gewissen Schauder, und reichte ihm die Tasse zur�ck.</p><p>Er trank ebenfalls und warf ihr einen fl�chtigen Blick zu, ma� damit ihre Reaktion, trank aus.</p><p>Keine Vorurteile. Keine �berempfindlichkeit gegen eine andere Spezies. Sie nickte beif�llig.</p><p>�Komme mit, K�pt�n�, bot Chur an.</p><p>�Einverstanden�, sagte Pyanfar. �Geran, du bleibst hier; ich kann das Schiff nicht verlassen, ohne dass jemand bleibt und aufpasst, und die anderen haben alle frei. Wir gehen nur zum Stationsamt und zur�ck, und es sollte keine Probleme geben. Zumindest erwarte ich keine.�</p><p>�In Ordnung�, sagte Geran, konnte sich aber einen besorgten Blick nicht verkneifen.</p><p>Pyanfar legte Tully eine Hand auf die Schulter, sp�rte die K�lte seiner Haut, die st�ndig gebeugte Haltung, die er im Sitzen einnahm. Er stand auf, zitterte etwas. �Tully. Der �bersetzer funktioniert au�erhalb des Schiffes nicht, verstehst du? Sobald wir aus dem Rampengang sind, k�nnen wir uns nicht mehr miteinander verst�ndigen. Also sage ich dir gleich hier: Du bleibst bei mir; du verl�sst meine Begleitung nicht; du tust alles, was ich sage!�</p><p>�Gehen zum Amt.�</p><p>�Amt, richtig.� Sie dr�ckte eine Fingerspitze mit spitzer Kralle gegen seine Brust. �Ich werde versuchen, es dir verst�ndlich zumachen, mein Freund: Wenn wir mit dir heimlich an Bord herumfliegen, wenn wir mit dir das Mahendo�sat-Gebiet verlassen und Anuurn anfliegen, unsere Welt�� das k�nnte Schwierigkeiten mit sich bringen. Die Mahendo�sat k�nnten denken, dass wir etwas f�r uns behalten, wor�ber sie Bescheid wissen sollten. Also machen wir dich �ffentlich, lassen sie alle einen Blick auf dich werfen, die Mahendo�sat, die Stsho, ja sogar die Kif. Du tr�gst Kleider, du sprichst ein paar Worte Hani, du l�sst dich registrieren, mit richtigen Papieren, all den Dingen, die ein normales zivilisiertes Wesen braucht, um eine juristische Person des Paktes zu sein. Ich werde das alles f�r dich arrangieren. Wenn du einmal diese Papiere hast, hat niemand mehr die M�glichkeit zu behaupten, du w�rest kein Intelligenzwesen. Ich registriere dich als meinen Besatzungsangeh�rigen. Ich gebe dir ein Papier, und wo ich es dir sage, setzt du deinen Namen darauf! Und du machst mir keine Schwierigkeiten! Kapierst du genug davon? Es ist das letzte, was ich dir sagen kann.�</p><p>�Nicht alles verstehen. Du sagen, ich machen.�</p><p>Sie gab Chur einen ungeduldigen Wink. �Komm!�</p><p>Chur kam. Auch Tully tat es, mit einem blinden Vertrauen, �ber das Pyanfar die Stirn runzelte. Sie ging vor den beiden her zur Schleuse und fragte sich, ob das Stationsamt �ber Detektoren verf�gte und ob sie vielleicht mit einerversteckten Waffe durchkommen w�rde, dort, wohin sie ging. Sie entschied sich dagegen, welche anderen Risiken es auch geben mochte.</p><p>Ein Beobachter stand drau�en vor dem Rampengang, ein Mahe-Dockarbeiter, der eilig davonhastete, als sie sich drau�en zeigten, und der wahrscheinlich seine Vorgesetzten benachrichtigen w�rde� die Mahendo�sat verhehlten ihre Beunruhigung und waren h�flich in ihren �berwachungsmethoden. Aber sie waren da. Pyanfar und Chur sahen das; und Tully reagierte auf die pl�tzliche Bewegung des <emphasis>Mahe</emphasis> mit einem ver�ngstigten Blick. Er redete auf sie ein, aber der �bersetzer war jetzt nutzlos, au�erhalb der Reichweite der Inner-Schiff-Komkreise, und Pyanfar legte dem Au�enseiter beruhigend die Hand auf die Schulter und achtete darauf, dass er weiterging. �Nur eine Vorsichtsma�nahme�, sagte sie ruhig und blickte hin�ber zur Zugangsrampe der <emphasis>Mondaufgang,</emphasis> wo ein weit gef�hrlicherer Beobachter stand, eine Hani-Schiffsfrau.</p><p>�Wir k�mmern uns besser darum�, sagte Pyanfar zu Chur und schlug einen anderen Weg ein, der diagonal zwischen den Container-Wagen hindurch auf die <emphasis>Mondaufgang</emphasis> zu f�hrte.</p><p>Eine weitere Hani erschien im Laufschrift drau�en: eine zweite Schiffsfrau, ein Spiegelbild der anderen, derselbe breite Stand und stetige Blick. In einer bestimmten Entfernung von den beiden blieb Pyanfar stehen und wartete, gab Chur ein subtiles Zeichen, woraufhin diese vor- und den anderen gegen�bertrat.</p><p>Es erfolgte ein Wortwechsel, den Pyanfar nicht h�ren konnte� keinerlei Freundlichkeit in den K�rperhaltungen, aber auch keine offenkundige Ablehnung. Chur kehrte mit flach anliegenden Ohren zur�ck, nicht hastig, aber auch ohne zu z�gern.</p><p>�Ihr Kapit�n schl�ft�, berichtete sie. �Sie schl�gt vor, an Bord der <emphasis>Stolz</emphasis> zu kommen, wenn ihr Nickerchen vor�ber ist. Antwort, K�pt�n?�</p><p>�Wozu? Ich bin nicht benachrichtigt worden. Aber vielleicht lasse ich sie kommen. Es behagt mir so.� Sie drehte sich um, ohne den anderen noch einen Blick zuzuwerfen, legte Tully eine Hand auf den haarlosen R�cken und f�hrte ihn mit sich fort.</p><p>Und wenn der Tahar-Kapit�n tats�chlich schlief, dann w�rde es damit aus sein, sobald die beiden Lumpenohren wieder drinnen waren, um zu berichten, dass der Chanur-Kapit�n einen Begleiter hatte, der einer unbekannten Lebensform angeh�rte, und mit ihm unterwegs zum Stationsamt war. Die Tahar waren ein Opfer ihrer eigenen Arroganz geworden, und Chanur verzichtete darauf, sich provozieren zu lassen, marschierte einfach von dannen.</p><p>Pyanfar legte ein wenig Gro�tuerei in ihren Abgang, und sie tat es f�r die Tahar und die gaffenden Mahe-Dockarbeiter, von denen einige davon hasteten, um Vorgesetzten zu berichten oder Kameraden zusammenzutrommeln, eine dunkelpelzige und sp�rlich bekleidete Menge.</p><p>�Sie haben es bemerkt�, meinte Chur.</p><p>�Das haben sie.� Pyanfar legte die H�nde hinter dem R�cken zusammen, und gemeinsam bummelten sie einher, ein gro�er Hani-Kapit�n in Scharlachrot, eine recht kleine Hani- Schiffsfrau in grobgewebtem Blau, und zwischen beiden der unwahrscheinliche Anblick eines hochgewachsenen breitschultrigen Aliens mit nackter Haut und einer sch�nen goldenen M�hne auf dem Kopf, eine geradezu qualvoll auff�llige Erscheinung. Pyanfar litt an einem nicht unterdr�ckbaren Rauschen des Blutes und presste die Lippen zusammen, als eine Menge sich zu versammeln begann, weit mehr Leute, als auf dem Dock besch�ftigt waren. Mahendo�sat, Docker und Kaufleute und Bergleute und die G�tter wussten was sonst noch; und verstreute Stsho, bleich und pastellfarben in der Menge, ihre wei�lichen Augen so rund wie Monde, und sie hielten einander an den H�nden und schnatterten schockiert aufeinander ein. Von den Kif� gab es bisher noch kein Anzeichen, aber die Ger�chte w�rden sie herbeilocken, dessen war sich Pyanfar gewiss, und sie w�nschte sich, die Pistole mitgenommen zu haben, deren Mitnahme sie erwogen hatte.</p><p>Sie erreichten den Lift, dr�ckten auf den Knopf, und <emphasis>Mahe</emphasis> wichen vor ihnen aus und dr�ngten sich bei erster Gelegenheit wieder hinter ihnen zusammen, und das Gerede der Menge umgab sie wie ein Rauschen.</p><p>�Kapit�n�, fragte jemand, einer von den Mahendo�sat, �was ist das f�r ein Wesen?�</p><p>Sie drehte sich mit einem Grinsen um, dem es an Geduld fehlte, und die Mahendo�sat, die mit Hani Bescheid wussten, wichen zur�ck, aber es lag auch Humor darin, Befriedigung �ber den Aufruhr. Der Lift kam an, und ein halbes Dutzend verbl�ffte <emphasis>Mahe</emphasis> entschlossen sich, ihn zu verlassen, egal, ob sie nun vorgehabt hatten, auf dieser Ebene auszusteigen, oder nicht. Hastig dr�ngten sie sich zur T�r hinaus, und Pyanfar ergriff Tully am Arm und f�hrte ihn hinein. Chur z�gerte w�hrenddessen und kam dann als letzte, das Gesicht der Menge zugewandt. Die T�r blieb noch f�r einen Moment offen, Zeit genug f�r jedermann sonst, der mit ihnen hinauffahren wollte, aber es trat niemand ein.�� Die T�r ging zu und der Lift schoss nach oben. Pyanfar lie� Tullys Arm los und legte die Hand an seinen R�cken, bereit dazu, ihm das Zeichen zum Hinausgehen zu geben. Er schwitzte trotz der kalten Luft.</p><p>An der anderen Seite t�tschelte Chur seinen Arm. Einmal hielt der Lift, aber die Wartenden entschieden sich gegen das Einsteigen, starrten nur aus geweiteten Augen. Und der Lift setzte seinen Weg nach oben fort.</p><p>�Freund�, sagte Tully nerv�s aus seinem begrenzten Hani-Repertoire.</p><p>�Mahendo�sat und Stsho. Freunde, ja.�</p><p>Die Liftkabine hielt ein zweites Mal, diesmal in einem ruhigeren Korridor des B�rokomplexes. Tully ging mit ihnen hinaus und den Gang hinunter, wobei er wieder arbeitende <emphasis>Mahe</emphasis> �berraschte.</p><p>Und blieb abrupt stehen. Ein Kif verlie� die voraus liegenden B�ros, hielt an und starrte, anonym in seinen bodenlangen grauen Roben und mit dem tr�bseligen kifischen Gesicht.</p><p>Pyanfar packte Tully am Arm und zog die Klauen ein, als er zusammenzuckte, aber der Stich brachte ihn wieder in Bewegung. Sie gingen an dem Kif vorbei, und dieser drehte sich um; Pyanfar reagierte nicht darauf, wohl aber Chur, die Besatzungsangeh�rige war und nicht die B�rde des Kapit�ns trug, und sie wandte das Gesicht mit flachen Ohren und zu einem Knurren verzogen um. Der Kif starrte sie weiterhin an. Pyanfar stie� Tully durch die willkommene B�rot�r, und drehte sich erst dann zu einem Blick nach hinten um, aber da war der Kif schon wieder mit vor Eile wirbelnden Roben auf seinem Weg, und Chur gesellte sich mit immer noch flachanliegenden Ohren innerhalb des Registrationsb�ros zu ihnen. Tully roch nach Schwei�. Die Venen standen an seinen Armen hervor. Pyanfar t�tschelte ihm die Schulter und sah sich in dem grellfarbenen Raum um, erblickte ein B�ro voll erstarrter Mahendo�sat, von denen die meisten standen.</p><p>�Ich bin Pyanfar Chanur. Sie haben um eine Unterredung gebeten.�</p><p>Es gab ein allgemeines Durcheinander, und der vorderste der Beamten beeilte sich bibbernd, sie durch den allgemeinen Registraturbereich zu dem mehr abgeschlossenen Komplex hinter den T�ren zu f�hren, wobei er ein Dutzend neugieriger Blicke auf Tully warf.</p><p>�Komm schon!� dr�ngte Pyanfar diesen sanft, hielt mit einer Hand seinen Ellbogen, und es war jetzt sie, die schwitzte, als sie sich �berlegte, welche Schocks Tully bis jetzt durchgemacht hatte, ein Kif im Flur, enge R�umlichkeiten� nur ein einziger irrationaler Augenblick, und er konnte ausbrechen�� oder auch nach jemandem schlagen. �Freund�, sagte sie beruhigend, und er blieb bei ihr.</p><p>Der Beamte f�hrte sie in einen luxuri�s ausgestatteten Wartebereich mit dickem Teppich und kissen�hnlichen Couchen in hellen Farben, hastete dann umher und versorgte sie mit Erfrischungen, w�hrend sie sich auf zwei gegen�berliegenden Couchen setzten. �Setz dich, setz dich!� sagte Pyanfar und gab Tully das Beispiel, die Beine angezogen und die Kn�chel gekreuzt, und Chur wartete, bis Tully sich nerv�s auf die gegen�berliegende Couch gesetzt hatte. Erleichtert lie� sie sich dann auch darauf sinken.</p><p>Der Beamte stellte das willkommene Tablett auf einen tragbaren Tisch zwischen ihnen. In seinen dunklen <emphasis>Mahe-</emphasis>Augen funkelte unverhohlene Neugier. �Bitte um Verstehen, Hani- Kapit�n� dieses ist� Fahrgast?�</p><p>�Besatzung�, sagte Pyanfar mit spr�de gesch�rzten Lippen. Sie nahm das von dem kauernden <emphasis>Mahe</emphasis> gef�llte Glas entgegen, hielt es mit dem beidh�ndigen Mahe-Griff und stellte zu ihrer Befriedigung fest, dass der Mahe tats�chlich drei Gl�ser besorgt hatte. Er f�llte das zweite und reichte es Chur, deren Manieren einwandfrei waren, und bot das dritte dann mit einiger Sch�chternheit Tully an.</p><p>Tully nahm es auf die selbe Art entgegen, eifrig in der Nachahmung. Pyanfar l�chelte in sich hinein und unterdr�ckte das L�cheln mit einem Schluck des Mahendo�sat-Getr�nks. Der Beamte trippelte mit �berschw�nglichen und eifrigen Verbeugungen hinaus; und was Tully auch von dem Getr�nk denken mochte, er besa� die Selbstbeherrschung, nicht davor zur�ckzuzucken.</p><p>�Freund?� sagte er wieder und machte dabei ein besorgtes Gesicht. Chur, die neben ihm sa�, legte ihm die Hand aufs Knie, was ihn zu beruhigen schien. Er war nicht ganz in Panik, aber seine Haut gl�nzte vor Schwei� und seine Muskeln waren verspannt. Schritte ert�nten direkt hinter der T�r an der Seite des Raumes, und er wollte sich daraufhin umdrehen, aber Chur t�tschelte sein Knie, und er lie� es bleiben.</p><p>Die T�r ging auf. Eine Handvoll bedeutender Mahendo�sat in kunstvollen hellen Xilts und Kragen kam zu ihnen herein, und einer davon wurde von einem kleinen braunwei�en Flauschwesen begleitet, das zu seinen F��en �ber den Boden huschte und sich str�ubte, als es die Hani erschnupperte. Es zischte, und der Beamte musste es in die Arme nehmen; trotzdem behielt Pyanfar ein wachsames Auge darauf gerichtet. Chur und Tully folgten ihrem Beispiel, als sie sich verbeugte und das offen absch�tzende Starren der Mahendo�sat auf Tully ertrug. Die <emphasis>Mahe</emphasis> schwatzten nicht wenig beunruhigt miteinander, und Pyanfar verstand manches davon, Ausrufe der Neugier. Das Flauschwesen knurrte, und sein Besitzer�� ein �ltlicher Mahe, dessen dunkles Fell grau wurde und dessen flaches Gesicht all die anderen Attribute des Alters zeigte�� betrachtete sie mit gesenkten Ohren.</p><p>�Chanur-Kapit�n?�</p><p>�In Person. Habe ich die Ehre, Sie zu kennen?�</p><p>�Ahe Stasteburanato bin ich.�</p><p>Der Stationsmeister pers�nlich.</p><p>�Meine Verehrung, Pers�nlichkeit�, sagte sie und verbeugte sich ein weiteres Mal, und der Stationsmeister tat es ihr gleich, hielt dabei die verz�rtelte Kreatur auf seinen Armen im Gleichgewicht, versuchte beim Wiederaufrichten erfolglos, ihr Geknurre zu bes�nftigen. Und mit offenkundiger Verwirrung schlenderte Stasteburana davon, w�hrend ein Mitglied seiner Begleitung eine steifere Verbeugung machte und auf sie losging. �Sie, Chanur-Kapit�n, zahlen Geldstrafen f�r leichtsinnigen Anflug. Geldstrafen daf�r, Gestein mitgerissen zu haben, eine Gefahr f�r Unschuldige. Geldstrafen f�r sorglose Man�ver in Stationsn�he. F�r die Herbeif�hrung einer gef�hrlichen Situation.�</p><p>�Ich spucke auf Ihre Beschuldigungen. Ich hatte das Gestein bei Kita abgeworfen und Sie nur wegen der entfernten M�glichkeit gewarnt, dass ich noch etwas davon in Schlepp hatte; ich k�nnte hinzuf�gen: habe es abgeworfen und Schaden erlitten dadurch, dass ich Ihre wertlose Station vor Besch�digungen bewahrte. Und was die Geldstrafen angeht, so sind Sie Briganten und Blutsauger, wenn Sie ein befreundetes Schiff auspl�ndern, das einen seit langem bestehenden Ruf auf dieser Station hat, als wir zum Schutz unseres Lebens und des Paktes hier vor Piraterie Zuflucht suchen mussten. Eine Hani, bedenken Sie, <emphasis>eine Hani</emphasis> sucht Sch�tz; wann h�tten wir das je zuvor gemacht? Sind Sie ebenso blind und taub wie gierig?�</p><p>�Wir haben Aufruhr. Wir haben Knnn, die sich da drau�en verr�ckt auff�hren. Wir haben Berichte, dass��</p><p>Die �Pers�nlichkeit� hob die altersfleckige, sorgsam manik�rte Hand. Seine �Stimme� hielt inne, unterbrach sich mit einer Verbeugung, w�hrend Stasteburana zur�ckgeschlendert kam, seinen Flauschball streichelnd, der nicht aufgeh�rt hatte zu knurren. �Sie machen einen gro�en Aufruhr, ehrenwerte Chanur, gro�er Hani-Kapit�n, ja, wir kennen Sie�� Sie waren lange nicht mehr hier. Vielleicht Handel getrieben mit unserem Rivalen Ajir, aber wir kennen Sie. Gute Freunde sind wir. Vielleicht einigen wir uns bez�glich der Geldstrafen. Ist aber eine ernsthafte Angelegenheit. Woher kommen Sie jetzt?�</p><p>�Von Treffpunkt und Urtur �ber Kita, weiser <emphasis>Mahe</emphasis>.�</p><p><emphasis>�Hiermit?�</emphasis> Mit gesenkten Ohren ein Blick auf Tully.</p><p>�Ein Ungl�cklicher, ein Wesen von gro�er Empfindlichkeit, weiser und freundlicher <emphasis>Mahe.</emphasis> Sein Schiff wurde zerst�rt, seine Gef�hrten alle verloren� er unterwarf sich meinem Mitgef�hl und erweist sich als von betr�chtlichem Wert.�</p><p>�Wert, Hani-Kapit�n?�</p><p>�Er braucht Papiere, weiser <emphasis>Mahe,</emphasis> und mein Schiff braucht Reparaturen.�</p><p>Wieder ging Stasteburana fort, weitab von seiner �Stimme�. �Ihr Schiff ist ohne Ladung�, spie die �Stimme�. �Sie kommen mit leeren H�nden und machen hier einen gro�en Aufstand. Fast gehen Sie soweit, um einen Kredit zu bitten, Hani-Kapit�n; was f�r einen Kredit? Wir erlegen Ihnen Geldstrafen auf, Sie schicken nach Anuurn um Waren, vielleicht zwei, drei Hani-Schiffe, die die Sch�den abzahlen. Sie haben uns Knnn angeschleppt. Sie haben uns Kif angeschleppt. Das wissen wir. Sie gehen zur Hani am n�chsten Liegeplatz, bitten sie um Zahlung Ihrer Strafen.�</p><p>�Albern. Ich habe bessere Fracht als die <emphasis>Mondaufgang.</emphasis> Ich werde einen Handel mit Ihnen machen, in der Tat, trotz Ihres unzivilisierten Betragens. Ich werde einen Handel mit Ihnen abschlie�en, auf den alle Mahendo�sat scharf sein werden.�</p><p>Die �Stimme� betrachtete Tully, und Stasteburana drehte sich um und kam mit gelassener W�rde wieder herbei, �berreichte der �Stimme� das ger�uschvolle kleine Tier und machte ein finsteres Gesicht. Stasteburana gab einem seiner drei anderen Begleiter ein weiteres Zeichen, und der rief jemanden herein.</p><p>Es war nicht einfach, Mahendo�sat desselben Alters, Geschlechtes und K�rperbaues voneinander zu unterscheiden. Aber der gro�e und relativ einfache Bursche, der dem Ruf Folge leistete, vermittelte sofort den Eindruck einer kitzligen Vertrautheit, besonders als er mit aufblitzenden Goldr�ndern l�chelte. Pyanfar holte tief Atem und verschr�nkte die H�nde hinter dem R�cken, zog dabei die Krallen wieder ein.</p><p>�Kapit�n Ana Ismehananmin vom Frachter <emphasis>Mahijiru�,</emphasis> sagte Stasteburana sanft. �Ein Bekannter von Ihnen, ja ja.�</p><p>�Tats�chlich�, sagte Pyanfar und verneigte sich, eine Geste, die Goldzahn �berschw�nglich erwiderte.</p><p>�Diese Kif-Geschichte�, sagte Stasteburana und faltete die runzligen, altersfleckigen H�nde vor der K�rpermitte. �Erkl�ren Sie, Hani-Kapit�n!�</p><p>�Woher sollte ich wissen, was ein Kif denkt? Sie lassen dieses ungl�ckliche Wesen durch ihre Finger rutschen und erwarten von mir, es ihnen zur�ckzuverkaufen, was ganz offenkundig illegal ist. Dann haben sie ein Hani-Schiff angegriffen, das von dieser Sache �berhaupt nichts wusste. Ein Handur-Schiff wurde v�llig vernichtet, sofern nicht der Kapit�n der <emphasis>Mahijiru</emphasis> bessere Nachrichten hat.�</p><p>�Nicht gute Nachrichten�, berichtete Goldzahn traurig. �Alle verloren, Hani-Kapit�n. Alle. Ich gehen rasch fort, kommen her, erz�hlen Geschichte in mein Hafen.�</p><p>Die �Pers�nlichkeit� drehte sich um, tippte Goldzahn auf die Schulter und sprach mit ihm in einer dieser geheimnisvollen <emphasis>mahen</emphasis> Sprachen, die Pyanfar nicht verstand. Goldzahn verneigte sich tief und trat zur Seite, und Pyanfar betrachtete wachsam den Stationsmeister.</p><p>�Sie wissen�, sagte sie, um die Initiative zur�ckzugewinnen, <emphasis>�was</emphasis> die Kif wollten; und Sie wissen, dass es unm�glich ist, eine solche Beute zu verstecken, nicht hier und auch nicht auf Anuurn. Man kann sie �berhaupt nirgendwo gut verstecken.�</p><p>�Ich mache Ihnen�� Es piepte aus jemandes Funkger�t. Eine Stimme folgte und einer der Begleiter trat best�rzt vor und reichte Stasteburana das Ger�t. Es war die Rede von Knnn, soviel wurde aus dem lokalen Dialekt heraus verst�ndlich, und die Augen der �Pers�nlichkeit� weiteten sich. <emphasis>�Wo</emphasis> ist es?� Soviel begriff Pyanfar von dem Gespr�ch, und sie erkannte die Bedr�ngnis bei den anderen. �Sie kommen mit�, sagte Stasteburana selbst, ohne f�r diese Instruktion seine �Stimme� zu benutzen, und wies zum Eingang, durch den die Mahendo�sat gekommen waren.</p><p>�Kommt!� sagte Pyanfar zu Chur und Tully und begleitete dann die <emphasis>Mahe</emphasis> in deren Mitte, die Begleiter und die �Stimme� und den Kapit�n der <emphasis>Mahijiru,</emphasis> und alle gingen sie im Gefolge der �Pers�nlichkeit�, die in erkennbarer Besorgnis voraneilte.</p><p>Der Korridor m�ndete in ein Operationszentrum. Die Techniker in den G�ngen str�mten vor der �Pers�nlichkeit� und seiner Begleitung zur Seite. Die �Stimme� zischte Befehle und auch der Flauschball zischte und fauchte allgemeine Drohungen. Die Stimme eines Tc�a war in der Luft zu h�ren, ein Ger�usch wie statisches Krachen und Knacken.</p><p>�Bildschirm�, befahl Stasteburana mit eigener Zunge.</p><p>Der Hauptbildschirm erwachte vor ihnen zum Leben und zeigte in mehreren Metern Breite das matt erleuchtete Dock. Blau und Violett, ein gr�ssliches Licht wie in einem Alptraum, und eine dahinhuschende Gestalt, die einem Haarkn�uel �hnelte�� und �ber eine unendliche Zahl d�nner schwarzer Beine verf�gte. Sie huschte hierhin und dorthin und schleppte dabei in den Kiefern�� Forts�tze unter dem Haar?�� etwas mit sich, das metallisch glitzerte und aussah wie ein langgliedriger Hani-K�rper.</p><p>Pyanfar erkannte das Ding mit sinkendem Mut. Sie w�re jede Wette darauf eingegangen, dass auch Chur und Tully es erkannten, die an seiner Konstruktion mitgewirkt haften.</p><p>�Das ist ein Knnn�, erkl�rte Pyanfar Tully. Er erwiderte etwas, kurz und ungl�cklich. Auf dem Bildschirm eilte die Kreatur mit ihrer Last hierhin und dorthin, wich den Versuchen sich windender Gestalten in den Schatten aus, die mit ihr zu verhandeln versuchten; das waren Tc�a. Etwas Stelzenhaftes gesellte sich zu dem Tumult, zuckte auf den flitzenden Knnn zu und zerrte an der Beute, huschte dann wieder weg. <emphasis>Chi,</emphasis> bei den G�ttern, diese manischen Bettler. Die Glieder leuchteten phosphoreszierend gelb und hinterlie�en in der Hast des Wesens verwirrende Wischspuren auf dem Bildschirm.</p><p>Auf einmal schl�ngelte sich ein Tc�a-Paar in den Weg des Knnn und nahm ihm seine Last ab; und der Knnn fegte nur noch heftiger durch die Gegend und heulte vor Zorn oder Kummer oder versuchte einfach nur, in Kontakt zu treten. Die Szene war ein totales Chaos; und pl�tzlich str�mten noch weitere Knnn hinzu. Der einsame Chi ergriff die Flucht, ein Verschwimmen gelbleuchtender Stelzen; und im Kontrollzentrum der Mahendo�sat erhoben sich Techniker, die bisher gesessen hatten, um das zu beobachten, was sich in einen Aufruhr verwandelt hatte. Zischen, Klicken und Heulen t�nte aus den Lautsprechern. Die Knnn begannen zur�ckzuweichen, eine Phalanx von Haarkn�ueln.</p><p>Pl�tzlich st�rmte einer vor und packte einen der ledrigen, schlangenf�rmigen Tc�a, zog ihn mit in seine zur�ckweichende Reihe. Ein rasendes Zischen und Klicken drang aus der Tc�a- Menge, aber au�er Herumwimmeln, einem Schl�ngeln und Verwinden dutzender Schlangenk�rper wie Finger, die bek�mmert verschr�nkt und wieder getrennt wurden geschah nichts. Nicht der kleinste Versuch eines Gegenangriffs oder einer Rettung. Pyanfar beobachtete die Entf�hrung mit zur�ckgelegten Ohren.</p><p>Also hatte der Knnn nach seiner Art einen Handel abgeschlossen, war auf die Station hinausgeeilt und hatte die angebotenen Waren ausgelegt�� machte sich jetzt wieder davon mit etwas, das er f�r angemessene Bezahlung hielt; eine weitere Rasse war jetzt auf das Niveau des Handelns mit intelligenten Wesen herabgestiegen.</p><p>�Was ist das?� fragte ein <emphasis>Mahe</emphasis> besorgt und verfiel wieder in Schweigen. Die Hauptmasse der Tc�a schaffte es, die Handelsg�ter der Knnn davon zu schleppen, ein groteskes Umherpeitschen bekleideter Arme und Beine. Eine Nachricht traf ein und ein Techniker n�herte sich der �Pers�nlichkeit� Stasteburana.</p><p>�Hanigefertigter Raumanzug�, sagte er, und Stasteburana warf Pyanfar kurz einen beunruhigten Blick zu, woraufhin sie die Ohren hob und ihr sorglosestes Gesicht machte.</p><p>�Ich hatte nicht vor, Sie zu beunruhigen�, sagte sie. �Alles, was Sie in diesem Anzug finden werden, weiser <emphasis>Mahe,</emphasis> ist ein sehr verdorbener Haufen Fleisch aus unserer Speisekammer. Ich empfehle Ihnen, Entseuchungsma�nahmen in die Wege zu leiten, bevor Sie den Anzughelm abnehmen.�</p><p>�Was machen Sie?� Stasteburana sprach im Zorn ohne seine �Stimme� und scheuchte sie weg, als sie sich einzumischen versuchte. �Was treiben Sie eigentlich, Chanur-Kapit�n?�</p><p>�Die Knnn scheinen ein Geschenk von mir abgefangen zu haben, das den Kif zugedacht war. Sie sind verwirrt, dessen bin ich mir sicher. Wahrscheinlichwerden sie den Tc�a zur�ckgeben� zu der fraglichen Zeit handelte es sich um eine Sache der Notwendigkeit, verehrter <emphasis>Mahe.</emphasis></p><p>�Notwendigkeit!�</p><p>�Ausschlie�lich verdorbene Nahrung, das versichere ich Ihnen. Nicht mehr� Wir waren dabei, die Reparaturen an meinem Schiff zu besprechen� die dringlich sind. Sie werden doch nicht den Wunsch haben, dass wir l�nger in Ihrem Dock liegen als n�tig. Fragen Sie den ehrbaren Kapit�n der <emphasis>Mahijiru.</emphasis></p><p>�Frevel!� rief die �Stimme� aus. �Erpressung!�</p><p>�Sollen wir die Angelegenheit besprechen?�</p><p>Der Flauschball musste eine erneute Weiterreichung �ber sich ergehen lassen, die ihn zum n�chststehenden W�rdentr�ger f�hrte, und die �Stimme� schien sich auf eine verbale Auseinandersetzung vorzubereiten; aber die �Pers�nlichkeit� hob gelassen und ruhefordernd die Hand, winkte die Gruppe zur�ck in den Korridor und verweilte selbst noch, um Anweisungen bez�glich der Tc�a zu erteilen. Dann f�hrte sie die ganze Gruppe zur�ck in den bequemen Raum am anderen Ende des Korridors.</p><p>�Es geht um Profit�, sagte Pyanfar rasch und bes�nftigend, als der �ltliche <emphasis>Mahe</emphasis> und sein Gefolge sich umdrehten und ihr und ihren Leuten entgegenblickten.</p><p>�Probleme zuerst mit Kif und jetzt auch noch mit Knnn und Tc�a. T�uschung und Gef�hrdung der Station!�</p><p>�Eine neue Lebensform, verehrter <emphasis>Mahe.</emphasis> Das ist der Preis, der die Kif aufgest�rt hat. Sie hoffen auf Profit in ihnen bisher nicht bekanntem Ausma�; und ich habe hier das einzige �berlebende Mitglied seiner Gruppe, die einem raumfahrenden Volk angeh�rt, kontaktf�hig, zivilisiert, weiser Mahe, und dazu f�hig, das im Pakt herrschende Gleichgewicht umzukippen. Das war der Preis, um den es auf Treffpunkt ging. Das war der Grund f�r den Verlust des Handur-Schiffes, und das war der Teil meiner Ladung, den �ber Bord zu werfen ich ablehnte. Sicher stimmen wir darin �berein, verehrter <emphasis>Mahe,</emphasis> was die Kif zu tun vorgehabt h�tten, w�ren diese Informationen als erstes in ihre H�nde gelangt. Soll ich Ihnen mehr von meinem Verdacht erz�hlen� dass die Stsho etwas wussten �ber das, was vor sich ging?</p><p>Dass die Kif vorhatten, einen gro�en Teil angrenzenden Raumes zu annektieren�� nachdem sie die Stsho eingesch�chtert hatten? Dass sie anschlie�end in der Lage gewesen w�ren, ihren Operationsbereich auszuweiten und die Karte des Paktes ihren Vorstellungen entsprechend neu zu gestalten? Eine Erwerbung, von der die anderen Mitglieder des Paktes ausgeschlossen geblieben w�ren; nur nicht die Stsho� die immer bereit sind, den Kif die F��e zu lecken. Und wie h�tte dann die Zukunft des Paktes ausgesehen? Was w�re aus diesem Pakt geworden, der unseren ganzen sehr profitablen Handel zusammenh�lt? Was aus dem Gleichgewicht der Kr�fte? Aber ich werde Ihnen sagen, was ich habe: ein Band, ein Band, mein guter, mein gro�er und weitblickender Mahe-�ltester, ein Band f�r einen Symbol-�bersetzer� ein Band, f�r dessen Erlangung die Kif intelligentes Leben bezahlt haben und das sie doch nicht erhielten. Wir sind nicht selbsts�chtig; ich stelle dieses Band den Mahendo�sat gleicherma�en frei zur Verf�gung wie den Hani, im Interesse der gr��tm�glichen Verbreitung dieses Wissens unter gleichgesinnten Leuten. Aber ich will mein Schiff repariert haben, will, dass wir die Geldstrafen vergessen, und die Zusicherung, dass Chanur auch weiterhin die Freundschaft dieser gro�en und m�chtigen Station besitzt.�</p><p>Die �Pers�nlichkeit� legte die Ohren zur�ck; ihre Augen waren geweitet. Er wandte sich ab und �berlie� es seiner �Stimme�, sich mit der Sache auseinander zusetzen. �Woher kommt diese Kreatur? Woher wissen wir, sie intelligent? Woher wissen wir, sie freundlich gesinnt?�</p><p>�Tully�, sagte Pyanfar, fasste ihn am Arm und zog ihn vor. �Tully, dies ist die Stimme des Stationsmeisters� Freund, Tully.�</p><p>Einen schrecklichen Augenblick lang war sein Gesicht gespannt, als wolle er m�glicherweise davonlaufen. �Freund�, sagte er dann gehorsam. Die �Stimme� schaute finster drein und begutachtete Tullys Gesicht von allen Seiten; es hatte dieselbe H�he wie das der <emphasis>Mahe.</emphasis> �Spricht Hani?� fragte die �Stimme�.</p><p>�Ich gehen auf Pyanfar Schiff. Freund.�</p><p>G�tter, ein Satz! Pyanfar dr�ckte seinen Arm und schob ihn besch�tzend hinter sich. Die �Stimme� runzelte die Stirn, und hinter ihr hatte sich die �Pers�nlichkeit� interessiert wieder umgedreht. �Du bringst uns diese Schwierigkeiten�, sagte Stasteburana. �Und Knnn� warum Knnn?�</p><p>�Ein Bewohner Urturs. Ich behaupte nicht, die Knnn zu begreifen. Etwas hat sie beunruhigt� aber das ist nicht <emphasis>meine</emphasis> Tat, edler <emphasis>Mahe.</emphasis> F�r die Kirdu-Station ist das unter allen Umst�nden Sicherste, dass ich in Sicherheit meinen Weg fortsetzen kann�� und daf�r sind, f�rchte ich, bestimmte wichtige Reparaturen��</p><p>Der Alte weitete die N�stern und atmete heftig ein und aus. Er besprach sich mit seiner �Stimme�, die hastig auf ihn einredete und dabei Kif und Knnn erw�hnte. Ein weiteres Mal drehte sich die �Pers�nlichkeit�um. �Dieser Handel mit dem Band��</p><p>��der Schl�ssel zu einer anderen Lebensform, verehrter <emphasis>Mahe.</emphasis> Die Mahendo�sat werden Zugang zu dieser Entwicklung haben, werden Schiffen dieser Rasse begegnen�� eine garantiert friedliche Begegnung mit Handelsbeziehungen und umfassender Kommunikation. Und bedenken Sie, Sie treffen kein Abkommen mit einem Fremden; niemand wird Sie betr�gen und anschlie�end verschwinden. Chanur erartet, auch in Zukunft wieder nach Kirdu zukommen, erwartet�� darf ich vertraulich zu Ihnen sprechen�� diesen neuen Fund zu <emphasis>entwickeln,</emphasis> Pers�nlichkeit.�</p><p>Stasteburana warf Tully einen nerv�sen Blick zu. �Und was finden Sie, ah? �rger. Machen �rger.�</p><p>�Wollen Sie den Kif das Handeln und das St�rkerwerden und Inbesitznehmen �berlassen? Und das alles werden sie mit Gewissheit tun, guter <emphasis>Mahe,</emphasis> wenn wir es nicht selbst machen.�</p><p>Die �Pers�nlichkeit� wedelte nerv�s mit den H�nden, ging zu dem unter seinen Begleitern, der den zornigen Flauschball hielt, nahm diesen zur�ck, streichelte ihn und redete sanft auf ihn ein. Er blickte auf. �Die Reparaturen werden durchgef�hrt�, sagte Stasteburana und trat zu Tully, der trotz der knurrenden Kreatur in den Armen des <emphasis>Mahe</emphasis> stehen blieb. Das Knurren wurde lauter. Der <emphasis>Mahe</emphasis> stand f�r eine geraume Weile dort und starrte, zuckte sichtbar mit der Haut seiner Schultern und hob eine Hand von seinem Scho�tier, um der �Stimme� ein Zeichen zu geben. �Mach Papiere, dass dies intelligentes Wesen. Und Reparaturen. Alle Hani gehen, gehen fort.� Er wandte sich pl�tzlich Pyanfar zu.</p><p>�Aber Sie geben Band! Wir sagen den Kif nichts.�</p><p>�Weiser Mahe�, erwiderte Pyanfar mit gr��tm�glicher W�rde und verneigte sich. Die �Pers�nlichkeit� wedelte mit den Fingern und entlie� sie in Begleitung seiner �Stimme�,�� und der Flauschball knurrte hinter ihnen her.</p><p>So, dachte Pyanfar, als sie drau�en an den Schreibtischen verweilten und nerv�se Mahendo�sat-Beamte mit Tully die Prozedur der Identifikation durchf�hrten. Also hatten sie ihre Zusagen. Sie hielt die Ohren aufgerichtet, legte einen angenehmen Gesichtsausdruck an den Tag und widmete den B�robewohnern ein au�erordentlich gutwilliges L�cheln. Chur hielt st�ndig von hinten eine Hand in der N�he von Tullys Arm und beruhigte ihn so auf Schritt und Tritt, antwortete an seiner Stelle, sorgte daf�r, dass er ruhig blieb, als sie ein Bild von ihm machen wollten, und dr�ngte ihn, an der passenden Stelle zu signieren. Pyanfar reckte den Hals vor und ersp�hte einen Eindruck von der Unterschrift, von einer komplizierten Ordnung von Symbolen, die niemand f�r das Zeichen eines Analphabeten halten konnte.</p><p>�Gut�, sagte sie und t�tschelte seine Schulter, als die Dokumente zur�ck in die H�nde der Mahendo�sat-Beamten gingen�� sah sich um und runzelte die Nase, als sie Parf�m witterte, denn zwei Stsho hatten gerade das B�ro betreten. Dort standen sie in ihrer juwelengeschm�ckten Bl�sse und wirkten innerhalb der massiven Mahendo�sat-Architektur, zwischen den m�chtigen blockartigen Tischen und den grellen Farben fehl am Platz.</p><p>Mondsteinaugen starrten unverfroren auf Tully und die Hani. Die Stsho-Gehirne beherbergten in ihrer beachtlichen Kapazit�t eine Menge Kleinigkeiten zum Tratschen, und die Stsho handelten damit wie mit anderen G�tern. Pyanfar bleckte die Z�hne, und sie waren klug genug, dann auch nicht n�her zu kommen.</p><p>Die Papiere kamen zur�ck, konserviert durch eine Plastikbeschichtung, und Tullys Gesicht starrte aus ihnen hervor, die Rasse handgeschrieben, die allgemeine Klassifikation lautend auf angelernter Raumfahrer, Geschlecht m�nnlich und die meisten anderen Rubriken nicht ausgef�llt. Der Beamte reichte Pyanfar die Mappe, und sie gab sie Tully, hieb ihm auf die Schulter, drehte ihn um und f�hrte ihn an den glotzenden Stsho vorbei zur T�r.</p><p>An anderer Stelle, davon war sie �berzeugt, wurden Befehle ausgegeben, die einen Reparaturgleiter mit Priorit�t der <emphasis>Stolz</emphasis> zuwiesen. Das vorrangige Anliegenheit der Mahendosat war es geworden, die Hani so schnell wie m�glich loszuwerden; daran hegte sie keinerlei Zweifel.</p><p>Bevor alles erledigt war, w�rde ein Mahe-Beamter dieses Band fordern. Auch daran bestand kein Zweifel. Es w�rde auch zu allererst noch einen Austausch von Spitzfindigkeiten dar�ber geben, was zuerst kam, die Reparaturen oder das Band. Die Reparaturen, dazu war sie entschlossen. Die <emphasis>Mahe</emphasis> hatten da keine Wahl.</p><p>Vom B�roeingang gingen sie rechts durch den zum Lift f�hrenden Korridor, sie drei, vorbei an gelegentlichen Mahendo�sat-B�roangestellten und Gesch�ftsleuten, die entweder einen Grund fanden, sich hinter T�ren zur�ckzuziehen, oder die eifrig versuchten, sich nicht um sie zu k�mmern.</p><p>Aber dann die drei, die vor ihnen am Lift warteten� Pyanfar hielt einen halben Schritt inne, machte dann einen gr��eren. �Sie�, sagte sie und trat vor, und auch der vorderste <emphasis>Mahe</emphasis> tat es, lie� seine beiden Begleiter zur�ck, die Goldz�hne in einem finsteren Gesicht verborgen.</p><p>�Bringen Schwierigkeiten, Sie�, meinte der Kapit�n der <emphasis>Mahijiru.</emphasis></p><p>�Wovon leben Sie, <emphasis>Mahe?</emphasis> Ah? Verkauf von Informationen in jedem Hafen, den Sie anlaufen?�</p><p>�Mein Hafen, Kirdu. Sie bringen Probleme.�</p><p>�Huch. Die Probleme haben mich gebracht. Meine Besatzung wurde beschossen bei dem Versuch, Ihnen die verfluchten Schwei�ger�te zu bringen, um unser Gesch�ft auszuf�hren. Rede ich denn von Perlen, die Sie mir schulden? Nein, ich mache Ihnen ein Geschenk, tapferer <emphasis>Mahe,</emphasis> und bitte nicht um Gegenleistung.�</p><p>Goldzahns Gesicht wurde noch finsterer. Er betrachtete Chur und trat n�her an Tully heran, neigte das runde Kinn und begutachtete ihn von oben bis unten, fasste ihn jedoch nicht an.</p><p>Dann warf er Pyanfar einen kurzen Blick zu. �Dies Sie auflesen auf Dock.�</p><p>�Stellen Sie Fragen f�r die �Pers�nlichkeit�? Genauso, wie Sie auf Treffpunkt Informationen gesammelt haben?�</p><p>Zum ersten Mal lie� der <emphasis>Mahe</emphasis> wieder sein scharfkantiges Goldgrinsen aufblitzen. �Sie schlau, Hani-Kapit�n.�</p><p>�Sie <emphasis>kennen</emphasis> diesen Akukkakk.�</p><p>Das Grinsen erstarb und hinterlie� t�dlichen Ernst.</p><p>�Vielleicht.�</p><p>�Sind Sie wirklich Kaufmann, <emphasis>Mahe-Kapit�n?�</emphasis></p><p>�Schon lange, ehrbare Hani. <emphasis>Mahijiru</emphasis> schon lange Handelsschiff, mein Mannschaft bereits lange Kaufleute, S�hne und T�chter von Kaufleute. Aber wir kennen diese <emphasis>Hinukku,</emphasis> ja. Schon lange b�se Probleme.�</p><p>Pyanfar blickte in dieses breite dunkle Gesicht und runzelte die Nase. �Ich schw�re Ihnen, Mahe-Kapit�n, ich hatte nicht die Absicht, Sie in Schwierigkeiten zu bringen. Ich gebe Ihnen die Handelsg�ter, beanspruche keine Gegenleistung. Sie haben uns die Haut gerettet, uns auf diesen Kif-Bastard aufmerksam gemacht. Wir schulden Ihnen viel daf�r.�</p><p>Der <emphasis>Mahe</emphasis> runzelte die Stirn. �Handel, Hani. Sie machen Ihnen Reparaturen, Sie fliegen rasch ab� Gefahr. Sagen Ihnen das ohne wollen Bezahlung.�</p><p>�Die <emphasis>Mahijiru</emphasis> erlitt keinen Schaden beim Verlassen von Treffpunkt?�</p><p>�Kleine Schaden. Sie nehmen Ratschlag, Hani.�</p><p>�Ich folge ihm.� Sie dr�ckte auf den Liftknopf und warf noch einmal einen Blick auf den <emphasis>Mahe,</emphasis> um sich sein Gesicht zweifelsfrei einzupr�gen. �Kommt!� sagte sie, als der leere Lift eintraf. Sie trieb Chur und Tully hinein und drehte sich innen noch einmal um. Goldzahn und seine Begleiter machten keine Anstalten, ihnen zu folgen. Die T�r schob sich dazwischen und der Lift setzte sich nach unten in Bewegung. Sie betrachtete Tully und Chur und fasste Tully am Ellbogen, als der Lift�� diesmal auf dem ganzen Weg nach unten ohne Anhalten durch andere Fahrg�ste�� angekommen war und sie auf die Docks hinaus entlie�.</p><p>Die Menge hatte sich etwas verteilt, dank den G�ttern, aber noch nicht genug. Sie versammelte sich ziemlich schnell wieder, als sie das Dock �berquerten, und Pyanfar warf rasche Blicke nach allen Seiten, rechnete sich aus, dass Schwierigkeiten inzwischen Zeit genug gehabt hatten, sich zu organisieren.�� Und da waren sie�� Kif standen neben den Verladeger�sten und beobachteten sie. Das �berraschte Pyanfar �berhaupt nicht. Tully bemerkte die Kif nicht, schien bet�ubt zu sein in der Masse der K�rper, von denen ihnen keiner zu nahe kam, die sie jedoch dicht umstanden.</p><p>Die �ffnung der Rampe g�hnte vor ihnen. Eine Gruppe von Mahendo�sat-Gesetzesh�tern stand dort mit Kn�ppeln in den H�nden, und die Menge blieb zur�ck. Pyanfar stie� ihre Begleiter durch die Reihe hindurch, wobei ihr selbst die Beine zitterten�� Mangel an Schlaf, G�tter, Mangel an Ruhe. Chur war sicher im selben Zustand, und auch Tully hielt sich kaum noch auf den Beinen, geistig und k�rperlich f�r diese Art von Aufruhr nicht mit den n�tigen Kr�ften ausgestattet. Pyanfar visierte die Rampe an und ging schweratmend darauf zu.</p><p>Und neben ihnen zwischen den Verladeger�sten�� Hani-Schatten. Leute von der <emphasis>Mondaufgang,</emphasis> keine von ihrer eigenen Besatzung, waren vom n�chsten Liegeplatz her�bergekommen und standen jetzt hinter der Reihe der Sicherheitskr�fte.</p><p>�Kommt!� sagte Pyanfar zu Chur und Tully �K�mmert euch nicht um sie!�</p><p>Sie f�hrte sie hinein in den gerippten und erleuchteten Schlund des Rampengangs und hatte die beiden anderen schon den gekr�mmten Gang hinauf bis fast in die Sicherheit der eigenen Luftschleuse gef�hrt, als sie etwas von hinten herankommen h�rte. �Hinein!� wies sie ihren Begleiter an und machte kehrt, um den Eindringling auszusperren, der um die Biegung kam. Pyanfars Ohren waren zur�ckgelegt; instinktiv griff sie nach der Waffe, die sie gar nicht mitgenommen hatte�� aber die Gestalt war eine Hani in seidenen Kniehosen und juwelengeschm�ckt, die k�hn die Rampe heraufgeschritten kam.</p><p>�Tahar�, fauchte Pyanfar und winkte abwehrend. �G�tter, brauchen wir vielleicht noch Komplikationen?�</p><p>�Ich bin mit meinem Nickerchen fertig.� Der Tahar-Kapit�n blieb erst ganz kurz vor Pyanfar stehen und baute sich auf, die H�nde in die Taille gestemmt, eine gro�e Gestalt mit zerfetztem linken Ohr, beh�ngt mit den Ringen des Wohlstands. Ein breites Gesicht, eine schwatze Narbe �ber den Schnurrbart hinweg, wodurch dieser links etwas sp�rlich geworden war, erlaubte Dur Tahar keinen angenehmen Ausdruck. Bart und M�hne waren gekr�uselt, charakteristisch f�r die S�dl�nder, und von dunkler Bronze. Hinter ihr tauchten zwei Besatzungsmitglieder auf, die sich �hnelten wie Klone.</p><p>�Wir haben es geschafft, ohne euch M�he zu machen�, sagte Pyanfar.</p><p>Dur Tahar ignorierte sie und blickte ihr statt dessen �ber die Schulter. Was sie dort betrachtete, das zu vermuten fiel Pyanfar nicht schwer. �Was ist das f�r ein Ding, Chanur? Was f�r eine Kreatur?�</p><p>�Diese Frage haben wir <emphasis>gekl�rt,</emphasis> danke.�</p><p>�Bei den G�ttern, gekl�rt! Uns ist gerade befohlen worden, die Station zu verlassen, und auf dem ganzen Dock spricht man von eurem Passagier und von Hani, die mit den Kif aneinandergeraten sind. Von einem Handel, den ihr abgeschlossen habt�� bei den G�ttern, ich glaube wirklich, dass ihr Dinge gekl�rt habt. Wer seid ihr, die ihr jetzt mit lebenden K�rpern handelt? Ihr habt euch etwas Besonderes ausgesucht, nicht wahr? Dieses ganze Spektakel, aus dem heraus ihr euch mit angesengtem Schwanz hierher gefl�chtet habt�� worum geht es dabei?�</p><p>�Das reicht!� Pyanfars Krallen traten hervor. G�tter, sie war m�de und stand nur noch zitternd auf den Beinen, und w�hrend sie Dur Tahar anstarrte, schloss sich ein dunkler Tunnel um ihr Blickfeld. �Wenn du dar�ber sprechen m�chtest, dann �ber Kom. Nicht jetzt!�</p><p>�Ah. Du brauchst unsere Hilfe nicht. Hast du vor, mit h�ngendem Schwanz hier im Dock liegenzubleiben� oder hast du mit den Mahendo�sat eine Vereinbarung getroffen? Was f�r ein Spiel schl�gst du vor, Chanur?�</p><p>�Das werde ich schon noch klarmachen. Sp�ter. Und jetzt verschwinde von meiner Schleuse!�</p><p>�Welche Rasse ist das? Woher? Die Ger�chte auf den Docks reden vom Kif-Raum. Oder Knnn. Man sagt, es sei ein Knnn-Schiff hier, das einen Hani-K�rper ausgeladen hat.�</p><p>�Ich will es dir erz�hlen, Tahar: wir haben ihn auf Treffpunkt aufgelesen, und die Kif haben <emphasis>Handurs Reisende</emphasis> aus reiner Bosheit vernichtet; es gab keine �berlebenden. Sie haben sie erwischt, w�hrend sie im Dock lag, und es hatte nicht einmal Funksprechverkehr zwischen uns gegeben. Wir haben Fracht abgeworfen und sind nach Urtur geflohen, und die Kif, die uns verfolgten, haben wiederum ohne bessere Gr�nde <emphasis>Fahas Sternj�ger</emphasis> beschossen. Ob die <emphasis>Sternj�ger</emphasis> entkommen ist oder nicht, entzieht sich meiner Kenntnis, aber sie haben zumindest einen Angriff gegen sie geflogen. Die Kif wollen diesen Burschen, koste es was es wolle, und die Sache ist f�r sie l�ngst jenseits von gew�hnlichem Gewinn oder Verlust. Ein <emphasis>Hakkikt</emphasis> spielt dabei eine Rolle, und deshalb wird es kein Ende geben, bevor wir ihn nicht erwischt haben. Vielleicht ist uns das bei Urtur schon gelungen. Er hat dort schlecht ausgesehen, und damit mag alles erledigt sein. Aber wenn du dich n�tzlich machen willst, dann bist du willkommen, denselben Kurs zu nehmen wie wir.�</p><p>�Sch�tze, du gibst dich gro�z�gig. Aber dann gib mir dieses Ding gleich in die Hand, und ich bringe es sicher nach Anuurn.�</p><p>�Nein danke.�</p><p>�H�tte ich auch gewettet. Mit den Mahendo�sat kannst du letztlich zu einem Handel kommen, aber nicht mit einer Rivalin. Na ja, Chanur wird mich nicht unterkriegen, das versichere ich dir, Pyanfar Chanur. Und wenn das hier f�r dich zu dem Fiasko wird, das sich anzubahnen scheint, werde ich dir auf den Fersen sitzen. Dein Bruder wird langsam weich. Zu Hause ist das bekannt. Das sollte reichen, meinst du nicht auch?�</p><p>�Raus!�</p><p>�Gib mir die Information, die du den Mahendo�sat verkauft hast, und vielleicht sehen wir die Dinge dann in einem g�nstigeren Licht.�</p><p>�Wenn du <emphasis>Mahe</emphasis> w�rst, w�rde ich dir mehr vertrauen. Schau ihn dir gut an, Dur Tahar! Aber was du sonst noch wissen willst� dar�ber werde ich entscheiden, sobald das alles geregelt ist. Mach dir keine Sorgen; du wirst dieselben Daten erhalten, die ich den Mahendo�sat gegeben habe. Aber wenn du uns alles �berl�sst, dann, bei den G�ttern, dann werden wir es auch ohne deine Hilfe mit unseren Methoden regeln.�</p><p>Dur Tahar legte die Ohren zur�ck und machte Anstalten zu gehen, verweilte noch f�r einen letzten giftigen Blick in Richtung der Luftschleuse und Pyanfars. �Dann werde ich dich auf Anuurn fragen. Und du wirst dann Antworten haben, verdammt noch mal! Du wirst sie vorbringen!�</p><p>�Es ist nicht pers�nlich gemeint, Tahar, aber dir hat immer der Durchblick gefehlt.�</p><p>�Wenn du mich um Hilfe bittest�� k�nnte ich sie <emphasis>vielleicht</emphasis> gew�hren.�</p><p>�Raus!�</p><p>Dur Tahar hatte ihr Angebot gemacht, vielleicht aber eine andere Antwort erwartet. Sie wich zur�ck, schaffte es jedoch, eine faule Gleichg�ltigkeit an den Tag zu legen, gl�ttete sich den gekr�uselten Bart, drehte sich noch einmal zu einem letzten Blick zur Luftschleuse um, ganz langsam, bevor sie hinausschritt, sammelte im Gehen ihre beiden Schiffsfrauen wieder ein.</p><p>�G�tter�, brummte Pyanfar durch die Z�hne, st�tzte sich m�de mit einer Hand an die Wand des Rampenganges und drehte sich zur Luftschleuse um, f�hlte sich auf einmal �lter. <emphasis>Das</emphasis> hatte sie verpfuscht. Sie h�tte rascher geistig auf den Beinen sein m�ssen und weniger gereizt. Die Tahar h�tte m�glicherweise �berredet werden k�nnen, hatte es vielleicht sogar gewollt. Wenn man einer Tahar im R�cken vertrauen konnte. Pyanfar hasste die ganze Sippschaft, die <emphasis>Mahe,</emphasis> Tahar, Au�enseiter, alle� und zuckte unter Churs starrem Blick zusammen. Den ganzen Weg zur�ck hatte Chur nicht ein Wort ge�u�ert, und das trotz dieses Gesch�ftes, dieses Bandes� gegen Vertrauen verkauft.</p><p>Und Tullys Gesicht� er entzog sich abrupt Churs Griff und ging in die Luftschleuse, und sie eilte hinterher, um ihn aufzuhalten. Pyanfar rannte zur Luke, aber Chur hatte ihn bereits.</p><p>Tully war an die Innenwand der Schleuse gelehnt stehen geblieben, die Augen voller Zorn.</p><p>�K�pt�n�, sagte Chur. �Der �bersetzer war in Betrieb.� Pyanfar griff in die Tasche und steckte sich den Audiost�psel ins Ohr, betrachtete Tully, der ihren Blick standhaft erwiderte.</p><p>�Tully, das war <emphasis>kein</emphasis> Freund. Was hast du geh�rt? Was?�</p><p>�Ihr genau wie Kif. Wollen dasselbe vielleicht. Was Handel mit Mahendo�sat?�</p><p>�Ich habe deine elende Haut gerettet. Was dachtest du denn? Dass du durch Pakt- Territorium reisen kannst, ohne dass jeder, der dich sieht, dieselben Gedanken hegt? Mit den Kif wolltest du nichts zu schaffen haben�� sehr vern�nftig; aber, bei den G�ttern, du hast keine andere Wahl als die Kif oder uns, mein Freund Tully. In Ordnung? Ich habe ihnen dein Band verkauft�� nicht, dass ich die Reparaturen am Schiff anders nicht h�tte erreichen k�nnen. Sie sind scharf darauf, uns loszuwerden. Sie w�ren vorbeigekommen, Band oder nicht Band, darauf kannst du Gift nehmen. Aber jetzt werden alle von deiner Rasse erfahren; G�tter, sollen die Mahendo�sat doch Kopien machen; sollen sie es doch in der Standardpressemappe verkaufen. Das ist das beste Gesch�ft, was du machen kannst. Ich verkaufe doch nicht <emphasis>dich,</emphasis> du fetzenohriger Bastard; kapierst du das nicht? Und wenn vielleicht unsere Schiffe mal euren begegnen, dann gibt es ein Band in den �bersetzern, das uns davon abhalten kann, aufeinander zu schie�en. Wir treffen einander und treiben Handel. Verstehst du? Besser als das, was du von den Kif zu erwarten hast.�</p><p>Ein Beben lief �ber sein Gesicht, eine Reihe von Ausdr�cken, die Pyanfar nicht deuten konnte. Die Augen vergossen Wasser, und er bewegte den Arm, ruckte an dem Griff, mit dem Chur ihn festhielt, und sie lie� ihn vorsichtig los.</p><p>�Verstehst du mich?� fragte Pyanfar. �Habe ich mich verst�ndlich gemacht?�</p><p>Keine Antwort.</p><p>�Du bist frei�, sagte sie. �Mit diesen Papieren kannst du �berall hin. Willst du die Rampe hinaus auf das Dock? Willst du zur�ck zum Stationsamt und bei den <emphasis>Mahe</emphasis> bleiben?�</p><p>Er sch�ttelte den Kopf. �Das hei�t nein.�</p><p>�Nein, Pyanfar. Ich��.�</p><p>�Noch mal.�</p><p>Er f�hrte die Hand an die H�fte und zog die Papiere hervor, bot sie ihr an.</p><p><emphasis>�Deine</emphasis> Papiere�, sagte Pyanfar. �Alles in Ordnung! Geh, wohin du willst!�</p><p>Vielleicht hatte er begriffen. Er deutete zum Ausgang. �Dieser Hani�� will, dass ich mit ihm komme.�</p><p>�Mit ihr. Dur Tahar, keine Freundin von mir oder diesem Schiff. Nichts, was dich angeht.�</p><p>Er stand f�r einen Moment reglos da und schien dar�ber nachzudenken. Schlie�lich deutete er zur�ck zur inneren Luke. �Ich gehen mich hinsetzen�, sagte er und lie� die Schultern herabh�ngen. �Ich gehen mich hinsetzen. Richtig?�</p><p>�Geh!� sagte sie. �In Ordnung, Tully. Du bist in Ordnung!�</p><p>�Freund�, sagte er und ber�hrte im Weggehen ihren Arm, und er ging mit gesenktem Kopf und einer K�rperhaltung, die von Ersch�pfung k�ndete. �Soll ich ihm folgen?� fragte Chur.</p><p>�Nicht so, dass er es merkt. Durch die Lage im Dock ist sein Quartier nicht benutzbar. Stell ihm ein passendes Feldbett in den Waschraum.</p><p>�Wir k�nnten ihn im Besatzungsquartier aufnehmen.�</p><p>�Nein, das will ich nicht. G�tter, am Waschraum ist doch nichts auszusetzen. Verabreiche ihm einfach ein Beruhigungsmittel. Ich denke, ihm reicht es f�rs erste.�</p><p>�Er hat Angst, K�pt�n. Ich will ihn nicht gro� daf�r kritisieren.�</p><p>�Er besitzt Verstand. Geh und sag Geran, wenn sie in einer halben Stunde noch nichts von der Reparaturmannschaft geh�rt hat, soll sie mich holen!�</p><p>�Aye�, murmelte Chur und eilte in Tullys Kielwasser davon. So. Geschehen war es, ob zum Guten oder zum Schlechten. Pyanfar lehnte an der Wand und hatte Schmerzen in allen Knochen, und obendrein tr�bte sich ihr Blick. Nach einem Moment ging sie hinaus und durch den leeren Korridor zum Lift und betete zu allen G�ttern, dass Geran kein Hindernis finden w�rde, um es zwischen ihr und dem Bett aufzustellen.</p><p>Niemand hielt sie auf. Sie fuhr mit dem Lift hinauf und ging schlaftrunken den zentralen Korridor entlang zu ihrer T�r.</p><p>�Tante�, folgte ihr Hilfys Stimme. Sie blieb mit der Hand auf der Schlie�platte stehen und wandte sich mit m�rrischem und abwehrendem Blick um.</p><p>�Die Reparaturmannschaft ist unterwegs�, sagte Hilfy schnell. �Ich dachte, du wolltest das wissen. Die Nachricht kam gerade.�</p><p>�Hast du oben Wache gesessen?�</p><p>�Habe mich etwas ausgeruht. Ich dachte��</p><p>�Wenn Geran Dienst hat, ist es Verschwendung, wenn sich sonst noch jemand die M�he macht. Geh zur�ck ins Quartier und bleib dort! Schlaf, verdammt noch mal! Oder erwartest du, dass ich dich hinterher verh�tschele? Nimm etwas ein, wenn du nicht anders schlafen kannst! Komm nicht sp�ter und beschwere dich bei mir!�</p><p>�Kapit�n�, murmelte Hilfy mit zur�ckgelegten Ohren und verbeugte sich.</p><p>Pyanfar hieb auf den Riegel und �ffnete die T�r, trat ein und schlug sie wieder zu, bevor die Automatik eine Chance fand zu funktionieren. Versp�tet kam ihr Hilfys Gesichtsausdruck wieder in den Sinn und die Tatsache, dass Hilfy w�hrend des Transits lange Dienst am Kom getan hatte und dass sie etwas W�rdigendes dazu hatte sagen wollen, und es doch nicht getan hatte.</p><p>Verflucht! Sie setzte sich auf das Bett und st�tzte den Kopf in die H�nde. G�tter, sie war durch das erforderliche Gespr�ch mit den Mahendo�sat gestolpert, hatte mit ihnen geschachert, die Tahar beleidigt und auch Tully� hatte verkauft, was zu bewahren drei seiner Schiffskameraden gestorben waren.</p><p>In einem solchen Zustand hatte sie ein Gl�cksspiel gespielt und dabei Chanur und Tullys ganze Rasse eingesetzt.�� Sie lie� die H�nde zwischen die Knie fallen und langte schlie�lich in die Schublade neben dem Bett, wo sie eine Tablettenschachtel aufbewahrte. Sie sch�ttete sich eine Pille auf die Hand und steckte sie in den Mund�� spuckte sie in pl�tzlichem Widerwillen aus und warf die offene Schachtel durch die Kabine. Pillen ratterten und drehten Kreise und blieben dann liegen. Pyanfar streckte sich, wie sie war, auf dem Bett aus, zog die Decke �ber sich, barg den Kopf in den Armen und schloss die Augen, machte sich an eine ausgiebige Kursberechnung f�r die Strecke nach dieser Station und erlaubte es dem Verstand nicht, von diesem technischen Problem abzuschweifen. Sie stellte sich die Zahlen vor dem inneren Auge vor und wehrte die Erinnerung an die Gesichter von Tully und Hilfy oder die umherhuschende Gestalt des Knnn mit seiner Beute ab, auch die an Kif, die drau�en �ber die Docks schlichen und miteinander fl�sterten.</p></section><section><title><p>Achtes Kapitel</p></title><p><emphasis>�Tante!�</emphasis></p><p>Es war nicht der Kom, sondern Hilfy pers�nlich, und sie beugte sich �ber Pyanfars Bett und sch�ttelte sie. <emphasis>�Tante!�</emphasis></p><p>Pyanfar erwachte mit einer heftigen Bewegung, um den Ellbogen unter sich zu ziehen, sch�ttelte sich und starrte in Hilfys geweitete Augen. �Die <emphasis>Sternj�ger�,</emphasis> sagte Hilfy. �Sie sind durchgekommen und haben Probleme. Sie k�nnen nicht bremsen. Die Nachricht kam gerade��</p><p>�Oh, G�tter!� Pyanfar warf die Decke zur�ck und krabbelte aus dem Bett, angezogen wie sie war, und packte beim Hinausgehen Hilfy am Arm. �Sag schon, Kleine, ist jemand hinter ihr her?�</p><p>�Die Station hat Minenfahrzeuge aufgerufen, den Weg zu verstellen� auch ein abgehender Frachter soll noch in der Lage sein, den Kurs zu �ndern�� Hilfy lie� sich durch die T�r in den Korridor ziehen und lief neben Pyanfar her zur Br�cke. �Sie haben noch zwanzig Minuten bis nach drau�en, wenn sie Lijahan Richtung Zenith kreuzen.�</p><p>�Zwanzig jetzt?�</p><p>�Etwa.�</p><p>Haral war auf der Br�cke, am Scanner, das Gesicht angestrahlt von der Beleuchtung des Ger�tes, und ihr Ausdruck war grimmig, als sie sich zu den Ank�mmlingen umdrehte. �Sie haben eben angefangen, sich ins Rettungsboot zu begeben�, sagte Haral. �Niemand kann rechtzeitig dort sein oder auch nur diese Masse zum Halten bringen, selbst im entladenen Zustand.�</p><p>�Wie lautet unser Status?�</p><p>�Wir k�nnen da nicht hinkommen�, wandte Hilfy sachlich ein.</p><p>�Nicht, um zu retten�, sagte Pyanfar ruhig.</p><p>�Die Reparaturen sind im Gang�, sagte Haral. �Eine D�se ist abmontiert. Wenn jemand hinter der <emphasis>Sternj�ger</emphasis> her ist, sind wir in Schwierigkeiten.�</p><p>Tirun kam eilig hereingehumpelt und das Unterdeck richtete eine Frage an die Br�cke. �Wir sagen euch alles, was wir hereinbekommen�, gab Haral an Geran und Chur unten weiter.</p><p>�Im Moment ist die Lage noch nicht klar.�</p><p>�Komm schon!� brummte Pyanfar dem Blip auf dem Schemabild des Systems zu. <emphasis>�Macht schon,</emphasis> Faha! Kommt da wieder raus!� Sie sank in den Kom-Sessel, ein Auge weiterhin auf den Bildschirm gerichtet, und sendete den Operationskode der Station. �Hier <emphasis>Chanurs Stolz.</emphasis> Dringende Nachricht an Stationsmeister, Pyanfar Chanur am Sender: Ich warne Sie vor m�glicher feindseliger Verfolgung des einfliegenden Notfalles! Wiederhole: Warne Sie vor m�glicher feindseliger Verfolgung des einfliegenden Notfalles!�</p><p><emphasis>�Nachricht klar empfangen,</emphasis> Chanurs Stolz. <emphasis>Mahen-Schiffe k�mmern sich um Notfall. Bitte bereithalten!�</emphasis></p><p>Sie beobachtete den Scanner, kaute auf einem Kn�chel und atmete zischend. Schiffe zeigten sich auf dem Schemabild, ein Verkehr, der jetzt v�llig stillstand im Vergleich zu dem hereinfegenden Strich, der die <emphasis>Sternj�ger</emphasis> darstellte, die Bewegung nur durch den systemumfassenden Ma�stab soweit verlangsamt, dass sie mit dem Auge zu erkennen war.</p><p>Alles war bereits Geschichte, die Bilder auf dem Schirm, die Stimmen aus der Notfallzone.</p><p>Unf�hig zu bremsen, w�rde die <emphasis>Sternj�ger</emphasis> hilflos durch das System schie�en und sich auf einer ziellosen Reise in die Unendlichkeit verlieren. Es war ein langer Weg in den Tod.</p><p>�Empfange die Sendung nicht mehr�, s�gte Haral. Hilfy trat mit verzweifeltem Blick neben sie und versuchte sich selbst an den Schaltern. Pyanfar kaute an der Unterseite einer Kralle und sch�ttelte den Kopf. Die Aufgabe, eine noch vom Sprung bet�ubte Besatzung auf die Beine zu bekommen und in das Rettungsboot zu f�hren�� beim Typ der <emphasis>Sternj�ger</emphasis> weit oben in der H�lle�� und das dann auch noch vom Schiff wegzusteuern, all das innerhalb der wenigen Minuten, die sie noch hatten�</p><p>Dann, wenn sie es soweit schaffen sollten, konnten sie nur noch hoffen, dass die Maschinen des Bootes das Tempo herunterzwangen und damit einem Sprungschiff die Chance gaben, es einzuholen und seine kleine und beherrschbare Masse in Schlepp zu nehmen. Dieser Frachter dort drau�en war die gr��te Chance f�r die gef�hrdete Besatzung, wenn es ihr nur gelang, vom Mutterschiff freizukommen.</p><p>�Boot hat abgelegt!� rief Haral aus, und Tirun und Hilfy klopften sich gegenseitig auf den R�cken. Pyanfar krampfte die H�nde vor dem Mund zusammen und starrte mit schmalen Augen auf den Scanner, wo ein neues Bild den wahrscheinlichen Kurs des Bootes zeigte, das sich von der zum Untergang verurteilten <emphasis>Sternj�ger</emphasis> getrennt hatte. Beide Punkte bewegten sich nebeneinander weiter, aber zwischen ihnen entstand eine allm�hlich breiter werdende L�cke. Die Abbremsung des Bootes reichte bei weitem nicht, um von der Geschwindigkeit des Sprungschiffes herunterzukommen, bevor dieses versagte, aber es tat, was es konnte. Die Besatzung w�rde wahrscheinlich unter den �u�eren Einwirkungen das Bewusstsein verlieren, was eine Gnade war. Der ganze Vorgang war jetzt ein Rennen, wo es darum ging, ob der Frachter das Boot einholen konnte oder ob dieses das System verlie�.</p><p>�Ein Mahe-Frachter?� erkundigte sich Pyanfar.</p><p>Haral nickte.</p><p>Die <emphasis>Stolz</emphasis> empfing die Sendungen von der Station, und diese musste von den weiter drau�en stehenden Schiffen und den Lijahan-Minen versorgt werden, wer auch immer eine entsprechend g�nstige Lage hatte. Die relative Zeit war jetzt schwer zu kalkulieren. Mit zunehmender Beschleunigung holte der Frachter auf, w�hrend die Minuten verstrichen, trieb sich selbst auf seinem Sprungfeld voran. Trotzdem verringerte sich der Abstand weiterhin nur mit qu�lender Langsamkeit, w�hrend der Scanner umschwenkte, damit er auf der H�he der Ereignisse blieb, die l�ngst entschieden waren.</p><p>Ein Jammern sprudelte aus dem Kom. Knnn. �G�tter�, sagte Tirun. �Ein Knnn steckt auch mit drin.�</p><p>Ein Stationsbefehl kam als Antwort, die Stimme eines Tc�a. Weitere Knnn-Sendungen wurden empfangen, und die heulenden Misskl�nge kamen von mehr als nur einem Schiff.</p><p><emphasis>�Chanur�,</emphasis> sagte eine Hani-Stimme deutlich aus gro�er N�he. <emphasis>�Geht das auch auf euch zur�ck?�</emphasis></p><p>Pyanfar stellte eine Gegenverbindung her und zog dabei mit einer bewussten Anstrengung die Krallen ein. �Tahar, ist das eine Frage oder eine Beschwerde?�</p><p><emphasis>�Hier Dur Tahar. Eine</emphasis> Frage, <emphasis>Chanur. Was wisst ihr eigentlich?�</emphasis></p><p><emphasis>�</emphasis>Habe ich dir gesagt. Es soll nicht �ber Kom gehen, Tahar. Schweigen. Die Tahar waren keine Verb�ndeten der Faha-Besatzung. Ein Chanur- Parteig�nger war hier in Schwierigkeiten, aber wenn irgendein Schiff von der Station rechtzeitig h�tte da drau�en sein k�nnen, dann h�tte die <emphasis>Mondaufgang</emphasis> es versucht�� daran zweifelte sie nicht. Es war schmerzlich, dem zuzusehen, was auf dem Scanner passierte.</p><p>Dicht bei ihr hatten sich Tirun und Hilfy hingesetzt, die einfach nur noch den Bildschirm betrachtete, w�hrend ihre Faha-Verwandten und das Wrack das ein Faha-Schiff gewesen war, auf die Grenzen der Aufnahme zust�rzten. Hinter einem bestimmten Punkt innerhalb des Systems konnte der Scanner nicht mehr folgen. Die Station empfing jetzt ihre Sendungen aus einer anderen Quelle, und zwar dem Handelsschiff <emphasis>Hasatso,</emphasis> dem Frachter, der hinter der <emphasis>Sternj�ger</emphasis> her war, dem einzigen Schiff in Reichweite. Der die <emphasis>Sternj�ger</emphasis> darstellende Blip verschwand schlie�lich vom Schirm.</p><p>�Chanur-Schiff�, sendete die Station, �Tahar-Schiff. Wir informieren Sie, dass Handelsschiff <emphasis>Hasatso</emphasis> seine Ladung abgeworfen hat; sie tun alles, was m�glich ist.�</p><p>�Chanur und Faha werden f�r den Verlust einstehen�, erwiderte Pyanfar, und kurz darauf lie� die <emphasis>Mondaufgang</emphasis> �ber die Station der <emphasis>Hasatso</emphasis> ihren Dank ausrichten. �M�gen die G�tter auf sie herabschauen�, brummte Haral�� �eine Ladung abgeworfen, um eine Kluft zu �berwinden, sich um einen Notfall zu k�mmern, der nicht die eigene Rasse betraf.</p><p>Ein Knnn jammerte. Ansonsten herrschte Schweigen. Lange Zeit schien es auf Br�cke und Unterdeck der <emphasis>Stolz</emphasis> nur einen Rhythmus von Atemz�gen zu geben.</p><p>�Sie sind fast dran�, fl�sterte Hilfy.</p><p>�Sie haben sie�, meinte Tirun. �Jetzt k�nnen sie sie nicht mehr verfehlen.�</p><p>Es ging langsam. Die Sendungen von der <emphasis>Hasatso</emphasis> wurden immer ermutigender. Und endlich berichteten sie vom Einfangen des Bootes. �Hani-Signal im Boot�, berichtete die H<emphasis>asatso</emphasis> an Kirdu-Station. �Sie leben.�</p><p><emphasis>�Empfangen�,</emphasis> sagte Tahar knapp.</p><p>Pyanfar unterbrach die Verbindung und sa� f�r einen Moment mit auf dem Pult verschr�nkten H�nden da. Ein Schiff und eine Tradition waren untergegangen; das war der Trauer wert. Heimat und Lebensbereich f�r die Faha-Besatzung waren verloren. �Station�, sendete sie einen Augenblick sp�ter, �richten Sie der Faha-Besatzung aus, dass Chanur sein tiefes Mitgef�hl zum Ausdruck bringt und dass <emphasis>Ker</emphasis> Hilfy <emphasis>par</emphasis> Faha die Hilfsmittel der <emphasis>Chanurs Stolz</emphasis> anbietet, wie sie vorhanden sind.�</p><p><emphasis>�Unterrichten Sie sie�,</emphasis> sendete eine andere Stimme direkt, <emphasis>�dass Dur Tahar von Tahars</emphasis> Mondaufgang <emphasis>ebenfalls ihren Beistand anbietet.�</emphasis></p><p>Das war h�flich. Pyanfar lehnte sich im Sessel zur�ck, drehte sich schlie�lich um und stand auf, streckte die Schultern. �Was getan werden konnte, ist geschehen. Hol etwas zu trinken, Hilfy! Wenn ich aus dem Bett geworfen werde, schuldet mir das jemand. Getr�nke f�r alle, die wollen. Fr�hst�ck. Und w�hrenddessen werde ich mir die weniger dringenden Berichte anh�ren.�� Haral, wer hat jetzt eigentlich Dienst?�</p><p>�Ich.�</p><p>�So. Dann leg das Unterdeck still! Tirun, du gehst wieder!�</p><p>�Aye�, brummte Tirun, erhob sich steif und humpelte hinter Hilfy her. Pyanfar lehnte sich an das Kom-Bedienungspult und betrachtete Haral, die den zweiten Platz einnahm.</p><p>�Dieser Knnn ist in eine Kreisbahn um Lijahan gegangen�, sagte Haral, die konzentriert die Bildschirme beobachtete. �Macht immer noch Aufruhr. Ein Wunder, dass er nicht versucht, die Ladung da drau�en zu bergen.�</p><p>�Huch. Hoffentlich bleiben alle, wo sie sind.�</p><p>�Der Gleiter arbeitet immer noch an unserem Heck, und eine ganze Gruppe ist mit den Verbindungsstellen besch�ftigt. Das Kabel ist zur Sicherung bereit. Aber vierzehn Tafeln fehlten und sechs hatten sich gel�st, und sie sch�tzen, dass es noch einmal zwanzig Stunden Schicht auf Schicht dauern wird, bis die neuen befestigt sind.�</p><p>�G�tter!� Pyanfar fuhr sich mit einer Hand �ber die Stirn und in die M�hne und dachte an die Kif�� an einen Angriff, der die <emphasis>Sternj�ger</emphasis> zu Schrott gemacht hatte. Es gab noch andere au�er den Knnn, von denen eventuell zu erwarten war, dass sie zu einem Bergungsunternehmen hinauseilten; dann gab es noch die Kif auf der Station� die kein Zeichen einer Bewegung an den Tag legten. Das war unnat�rlich. Niemand unternahm etwas, au�er vielleicht ein paar ehrgeizigen Bergleuten da drau�en, aber niemand von der Station. Es wurde gefl�stert, Ger�chte gingen hinter jedermanns R�cken um.</p><p>�Die Tahar�, fuhr Haral nach einem Moment fort, �haben auf den Befehl zum Auslaufen hin gebeten, die Ladeoperationen beenden zu k�nnen. Es wurde gestattet.�</p><p>�Hilfreich. Zumindest sind sie es hier.�</p><p>�So hilfreich, wie die Tahar allgemein sind, bitte um Entschuldigung.�</p><p>�Ich werde mit ihnen reden.�</p><p>�Du denkst, sie k�nnten bereit sein, uns den R�cken zu decken?�</p><p>�Nein�, sagte sie, �das tue ich nicht. Nicht, solange ihnen das keinen Gewinn verspricht. Was machen sie eigentlich? Sie nehmen doch keine Fracht an Bord.�</p><p>�Aber sie entladen, bereiten sich auf hohe Geschwindigkeiten vor. Container str�men heraus wie Maden.�</p><p>Pyanfar nickte. �Also will die Station diese Fracht in Sicherheit sehen. Und Tahar wird sie rasch ausladen bis zu dem bisschen, das sie immer zu behalten pflegt. Die �Pers�nlichkeit� hat klein beigegeben, das ist klar; ein paar der ans�ssigen Gesellschaften haben angefangen, �ber Verluste zu heulen, und Tahar wird so lange hierbleiben, wie es ihr gef�llt. Dadurch gewinne ich Zeit.�</p><p>�G�tter, das gibt eine Rechnung!�</p><p>�Er ist teuer, unser Au�enseiter, in jeder Beziehung.�</p><p>Sie wandte sich um, als Hilfy mit einem gro�en Tablett durch den T�rbogen des Eingangs kam. Zwei Becher und zwei Portionen Fr�hst�ck standen darauf. �Danke�, sagte Pyanfar und nahm Teller und Becher� hielt inne und betrachtete Hilfy, die stehen geblieben war, um sich die Situation auf den Bildschirmen anzuschauen. Nach wie vor kamen Sendungen von der <emphasis>Hasatso</emphasis> herein, mit gelegentlichen Unterbrechungen, die die Intervalle der Bremsman�ver kennzeichneten. �Wird noch eine Weile dauern�, sagte Pyanfar. �Sofern sie nicht einen medizinischen Notfall haben, bezweifle ich, dass sie nach dem Wendepunkt noch einmal beschleunigen; vielmehr werden sie langsam einfliegen, und es dauert noch Stunden bis dahin. Geh zur�ck ins Quartier! Ich meine, was ich sage.�</p><p>Ein paar H�fen fr�her h�tte sich Hilfy vielleicht aufgelehnt, die Ohren zur�ckgelegt und geschmollt. Jetzt nickte sie nur und ging. Pyanfar warf Haral, die der davongehenden jungen Frau hinterher sah und einmal nachdenklich nickte, einen kurzen Blick zu.</p><p>�Huch�, sagte Pyanfar und schaute ins Fr�hst�ck, und f�r eine Weile sa�en sie und Haral nur da, beobachteten den Scanner und a�en. �Ich will dir was sagen, Kusine�, sagte Pyanfar schlie�lich. �Du nimmst dir frei, und ich �bernehme.�</p><p>�Nicht n�tig, K�pt�n.�</p><p>�Sei nicht edel. Ich habe einiges zu erledigen. Und eines kannst du f�r mich tun. Wenn du hinuntergehst, sieh mal nach Tully! Stell sicher, dass mit ihm alles in Ordnung ist!�</p><p>�Okay�, sagte Haral. Sie stand auf und stellte die Teller wieder auf das Tablett. �Aber er ist in Ordnung, K�pt�n. Chur hat sich bei ihm hingelegt und h�lt ein Auge auf ihn.�</p><p>Pyanfar hatte gerade den letzten Schluck Gfi zu sich genommen, um Haral den Becher zu reichen. Jetzt knallte sie ihn aufs Tablett. �G�tter und Donner�� habe ich f�r ihn nun getrennte Unterkunft angeordnet oder nicht?�</p><p>Harals Ohren senkten sich in Best�rzung. �Chur sagte, er sei beunruhigt, K�pt�n; hat sich ein Lager im Waschraum gemacht, damit er nicht allein ist, wenn er aufwacht. Sie sagte�� Verzeihung, K�pt�n��, sie h�tte ihm ein Beruhigungsmittel gegeben, weil er so schlecht aussah. Du warst im Bett, K�pt�n, da habe ich es entschieden.�</p><p>Pyanfar stie� einen kurzen Atemzug hervor. �So. Na ja. Deprimiert, sagt Chur.�</p><p>Haral nickte. �Wir sollten ihn aufnehmen�, meinte sie.</p><p>�Sagt Chur.�</p><p>�Amm.� Haral begriff pl�tzlich diesen Gedankengang, und ihre Schnurrbarthaare sanken herab. �Tut mir leid, K�pt�n.�</p><p>�Ein <emphasis>er,</emphasis> um der G�tter willen!�</p><p>�Nicht so, als wenn er Hani w�re, K�pt�n.�</p><p>�Nein, so nicht�, sagte Pyanfar nach einem Moment.</p><p>�In Ordnung. Bring ihn unter, wo du willst! Das ist Sache der Besatzung, nicht meine. Lass ihn arbeiten! Er behauptet, Scan-Techniker zu sein. Lass ihn Wache sitzen! Wer ist als n�chste dran?�</p><p><emphasis>�Ker</emphasis> Hilfy.�</p><p>�Mit jemandem von den Erfahreneren. Eine, die ihre Fehler schon gemacht hat.�</p><p>Haral grinste und rieb sich die schwarze Narbe, die �ber ihre Nase verlief. �Aye. Eine von uns wird sich seiner annehmen.�</p><p>�Raus mit dir!�</p><p>Haral ging. Pyanfar glitt vom Tisch herunter und schaltete die gew�nschten Funktionen auf ihr Pult um, setzte sich in den tief gepolsterten Sessel und ging die eingegangenen Nachrichten der zur�ckliegenden Stunden durch. Es gab dabei nichts anders als das, wovon Haral schon gesprochen hatte, Tahars Auseinandersetzung bez�glich des Bleibens und die Anf�nge der <emphasis>Sternj�ger-Krise.</emphasis> Sporadische Informationen kamen weiterhin herein: die <emphasis>Hasatso</emphasis> berichtete von vier �berlebenden��� Vier! Eine kalte Niedergeschlagenheit senkte sich auf sie. Vier von der Siebenerbesatzung dieses Schiffes. Mehr als nur der physische Rumpf der <emphasis>Sternj�ger</emphasis> war dort drau�en verlorengegangen, mehr als nur ein oder zwei Leben aus einer mit Chanur verwandten Besatzung. Wenn vier von sieben �brig waren, dann waren die Verluste zu schwer f�r eine Gruppe, um sich wieder zu erholen�� so, wie sie fr�her gewesen war. G�tter, neu zu beginnen, nachdem man so viel verloren hatte�</p><p>�Station�, sendete sie, �hier Pyanfar Chanur: Best�tige Hasatso-Sendung. Namen der �berlebenden.�</p><p>�Chanurs Stolz�, antwortete die Station, �Hasatso <emphasis>berichtet, dass die vier �berlebenden in guter Verfassung sind. Keine n�heren Informationen. Geben Anfrage weiter.</emphasis>�</p><p>Abwesend dankte sie der Station und starrte f�r einen Moment auf den Schirm. Bei dieser Anfrage musste sie sich mit der Verz�gerungszeit abfinden, konnte nichts anderes tun als warten. Sie raffte sich auf, Checks durchzuf�hren, w�hrend alle Schiffe mit der Reparatur ihrer Sch�den besch�ftigt waren, den Stationsmarkt anzurufen und ein paar K�ufe und Lieferungen via Dockskurierdienst zu vereinbaren. Es gab Verz�gerungen bei dieser Verbindung: Auf der Station schien jeder in dem ganzen Durcheinander geistig benebelt zu sein, bis hinunter zu den Gebrauchsartikelmaklern.</p><p>�Station, was h�lt die Antwort auf?� sendete sie an Haupt-Op. <emphasis>�Besatzung verweigert Antwort�,</emphasis> kam es zur�ck. Auch dort ein Versagen der Kommunikation. Die Nerven. M�glicherweise lagen aufgew�hlte Hani mit den Mahe-Rettern im Streit. Schiff verloren, Fracht verloren, Leben verloren. Eine schreckliche Geschichte.</p><p>Und einer der Knnn hatte von der Station abgelegt und sendete sein Heulen, w�lzte sich entlang eines unsicheren Kurses um die Peripherie der Station wie eine Kugel aus Irrlicht, l�ste damit tickende Beschwerden/Beschuldigungen/Bitten? von der Tc�a-Kontrolle aus.</p><p>G�tter. Das Sauerstoffatmerkommando wurde f�r den Augenblick ruhig. Tc�a schnatterten und zischten. Pyanfar griff nach dem Aussto� des �bersetzers, aber fand nichts Verst�ndliches darin. Tc�a lie� sich am besten �bersetzen, wenn es sich um einfache Docksinstruktionen handelte oder allen Schiffen gemeinsame Operationen. Dies hier war etwas anderes, verdammt noch mal.</p><p>Schlie�lich trat Schweigen ein, sogar bei den Tc�a. Der Knnn fuhr weiter hinaus und blieb dort. Die <emphasis>Hasatso</emphasis> setzte ihren langsamen Anflug fort. Endlich meldete sich die Mahendo�sat- Seite der Station wieder mit ruhigen Operationsanweisungen f�r den anfliegenden Frachter, nichts Informelles.</p><p>Pyanfar sendete keine Fragen an sie. Niemand tat es.</p><p>Die Neuigkeiten trafen ein, als die <emphasis>Hasatso</emphasis> mit der letzten Phase des Anfluges begann: vier �berlebende gab es, eine f�nfte war w�hrend des Aussto�es des Rettungsbootes an ihren Wunden gestorben und blieb im Boot, als die <emphasis>Hasatso</emphasis> es wieder freigab, keine Hani- Entscheidung, sondern eine <emphasis>Ma</emphasis>he-Ehrung. Zwei waren mit der <emphasis>Sternj�ger</emphasis> gestorben, entweder beim Angriff oder weil sie es nicht geschafft hatten, das Rettungsboot zu erreichen�� diese Information war nicht eindeutig. Ein Name wurde genannt: Erster Offizier Hilan Faha, �berlebende; und noch einer: Lihan Faha�� der Kapit�n, die dritte Tote.</p><p>�Tante�, sagte Hilfy, nachdem Pyanfar sie zur Br�cke gerufen und ihr alles erkl�rt hatte, �ich w�rde gerne zu ihrem Liegeplatz am Dock gehen. Ich wei�, dass es gef�hrlich ist, aber mit deiner Erlaubnis w�rde ich es gern machen.�</p><p>Pyanfar legte Hilfy eine Hand auf die Schulter und nickte. �Ich begleite dich�, sagte sie, woraufhin Hilfy sowohl erleichtert als auch erfreut wirkte. �Geran�, sagte Pyanfar dann, nachdem sie sich umgedreht, �ber den Kom gebeugt und den Rundspruch eingeschaltet hatte. �Geran.�</p><p>Die Best�tigung traf ein.</p><p>�Geran, �bernimm wieder die Wache im Unterdeck-Op! Es sind wieder Nachrichten hereingekommen. Der Kapit�n der <emphasis>Sternj�ger</emphasis> und zwei Frauen ihrer Besatzung sind tot.</p><p>Hilfy und ich werden das Rettungsschiff aufsuchen und die Faha dann mit zu uns an Bord nehmen, wenn es ihnen recht ist. Es h�tte keinen Sinn, wenn sie sich mit den Fragen und Formularen der <emphasis>Mahe</emphasis> herumschlagen.�</p><p>Nach einer kurzen Verz�gerung kam die traurige Best�tigung. �Komm!� sagte Pyanfar dann zu Hilfy, und sie gingen hinaus zum Lift. Hilfys Haltung war ziemlich aufrecht, ihr Gesicht beherrscht� keine guten Nachrichten, wenn man bedachte, dass sie schlafen gegangen war in dem Glauben, die Lage sei besser, als es sich jetzt tats�chlich herausgestellt hatte. Aber zumindest ein Teil der Faha-Besatzung war gerettet worden, und das war mehr, als sie zu Beginn gehofft hatten.</p><p>Wieder ein Posten auf der Kif-Rechnung, wenn der Tag ihrer Aufstellung einmal gekommen war. Aber wenn jetzt dort drau�en Kif waren�� und das konnte gut sein, dass sie am Rand des Systems lauerten und dasselbe Spiel spielten, dass die <emphasis>Stolz</emphasis> ihrerseits bei Urtur gespielt hatte��, dann warteten sie auf einen Augenblick, wo sie im Vorteil waren, wo nicht mehr f�nf bewaffnete Mahendo�sat-Patrouillenschiffe im Raum kreuzten.</p><p>Der Rundspruch hatte nicht nur Geran geweckt. Tirun war auf und sa� im Op, als sie auf dem Weg zur Schleuse dort vorbeikamen, und auch Geran war da, der die Wache zugewiesen worden war. Chur stand mit Tully auch in der Gegend herum, und der Au�enseiter wirkte leicht beunruhigt in diesem ganzen Aufruhr, den er nicht begriff. Von weiter unten im Korridor kam Haral herbeigeeilt. �Ich komme mit, wenn du erlaubst�, sagte sie, und Pyanfar nickte, denn es war ihr durchaus recht. �Kif sind da drau�en�, sagte Pyanfar. �Aber ich lasse mich nicht zweimal auf dieselbe Art fangen.�</p><p>�Gebt acht!� w�nschte ihnen Tirun, als sie gingen, und in der Luftschleuse z�gerte Pyanfar, w�hrend Haral die �u�ere Luke �ffnete, um sich die Pistole aus deren sicherem Aufbewahrungsort im Schlie�fach neben dem Kom zu holen und sie sich in die Tasche zu stecken.</p><p>�Wir kommen an keinen Detektoren vorbei�, sagte sie. �Los geht�s!�</p><p>Die Luke blieb hinter ihnen offen; sie gingen den gerippten Rampengang hinaus aufs Dock.</p><p>Maschinen heulten links von ihnen; die <emphasis>Mondaufgang</emphasis> war noch mit der Entladung besch�ftigt und Container kamen heraus in die H�nde von Mahendo�sat-Dockarbeitern, nicht in die einer Hani-Besatzung.</p><p>�Vielleicht sind sie auch weg, um die Faha zu treffen�, mutma�te Pyanfar, als sie das v�llige Fehlen einer Hani-�berwacherin vor dem Schiff bemerkte. Eine h�fliche Geste, die zu erwarten gewesen war; die Politik blieb abseits, wenn ein Hani-Schiff verungl�ckte.</p><p>�Nicht viel los�, meinte Haral.</p><p>Das traf zu. Wo normalerweise die gewaltigen Docks einen regen Fu�g�ngerverkehr die Kr�mmung hinauf und hinab aufgewiesen h�tten, gab es jetzt nicht einmal mehr gelegentliche Passanten, und die Aktivit�ten bei der <emphasis>Mondaufgang</emphasis> waren die einzig erw�hnenswerten in Sichtweite. Dockarbeiter, Wartungspersonal und <emphasis>Mahe,</emphasis> die in speziellem Auftrag unterwegs waren, blieben stehen und starrten sie im Vorbeigehen an und hinter ihnen her. Stsho dr�ngten sich an den Eing�ngen ihrer Schiffe und fl�sterten miteinander. Auch die Kif waren drau�en, wie zu erwarten gewesen war, bildeten eine Traube nahe dem Zugang zu einem ihrer Schiffe�� ganze acht von ihnen, die bei ihren Containern herumlungerten und den Hani knackende Beleidigungen nachriefen.</p><p>Und bei einer dieser Unversch�mtheiten zuckten Pyanfars Ohren; sie unterbrach ein instinktives Herumfahren und versuchte den Anschein zu erwecken, sie h�tte nicht geh�rt oder nicht verstanden. <emphasis>Er wei� Bescheid, Hani-Diebin. Wie viele Schiffe willst du noch in den Untergang treiben?</emphasis></p><p>�K�pt�n��, murrte Haral, und auch Hilfy machte Anstalten, sich umzudrehen. �Nach vorn, G�tter!� zischte Pyanfar und packte Hilfy am Arm. �Was willst du hier anfangen und mit welchen Chancen?�</p><p>�Was machen wir denn?� fragte Hilfy, die gehorsam zwischen ihnen einherging. <emphasis>�Woher</emphasis> kann er etwas wissen?�</p><p>�Weil eines dieser Kif-Schiffe seins ist, Kleine; es kam von Kita hierher, und jetzt hat dieser Akukkakk noch weitere Schiffe dazu verpflichtet, ihm zu helfen. Sie werden sich von hier aus verstreuen wie Sporen, sobald wir ablegen, und die G�tter m�gen uns helfen; wir sitzen hier fest, bis die Reparaturen fertig sind.�</p><p>�Es ist so gut wie sicher, dass sie die <emphasis>Sternj�ger</emphasis> erledigt haben. Ich m�chte��</p><p>�Wir m�chten alle gern, aber wir haben mehr Verstand. Komm weiter!�</p><p>�Wenn sie uns auf dem Dock erwischen��</p><p>�Umso mehr Grund haben wir, die �berlebenden an Bord zu bekommen und abzulegen. Ich f�rchte, du wirst auch hier nicht frei umherschweifen k�nnen, Kleine.�</p><p>�Sch�tze, ich komme auch ohne das aus�, brummte Hilfy. Sie gingen weiter zwischen den Verladebr�cken einher und vorbei an unt�tigen Schiffsbesatzungen bis zum Liegeplatz Zweiundf�nfzig, wo sich ein �berma� an Passanten versammelt hatte, eine dunkle Menge Mahendo�sat mit glatten Petzen, hochgewachsene K�rper, die es schwierig machten, jetzt irgend etwas zu erkennen. Medizinisches Personal befand sich darunter, ebenso Stationsbeamte, die man an ihren auff�lligen Kragen und Kilts erkennen konnte.</p><p>Und Hani, ganz eindeutig. Als sie sich mit den Ellbogen durch die Menge schob, ersp�hte Pyanfar bronzene M�hnen und glitzernde Edelsteine an einem Hani-Ohr, und sie hielt mit Haral und Hilfy hinter sich auf diese Gruppe zu.</p><p>�H�chste Zeit, dass du dich blicken l�sst�, sagte Dur Tahar bei ihrer Ankunft.</p><p>�K�mmer dich um deinen eigenen Kram!� sagte Pyanfar. �Meine Nichte hier ist eine Faha.�</p><p>Dur Tahar lie� den Blick kurz und ohne Kommentar in diese Richtung gehen. �Die <emphasis>Hasatso</emphasis> ist jeden Moment f�llig�, sagte sie.</p><p>�Ein paar Kif versammeln sich unten auf dem Dock. Ich w�rde darauf achtgeben, wenn ich du w�re.�</p><p>�Dein Problem.�</p><p>�Nur eine Warnung.�</p><p>�Wenn du etwas anf�ngst, Chanur, dann warte nicht auf unsere Hilfe.�</p><p>�Verdammt, du ermutigst mich wirklich nicht, h�flich zu sein.�</p><p>�Ich brauche deine H�flichkeit nicht.�</p><p>�Eine gegenseitige Gef�hrdung, Tahar.�</p><p>�Was, du bittest um Gefallen?�</p><p>Die Krallen zuckten. �Um deinen Verstand, verflixt!�</p><p>�Ich werde dar�ber nachdenken.�</p><p>Die <emphasis>Hasatso</emphasis> legte an; Verschl�sse und Greifer krachten.</p><p>Ger�ste glitten herauf, und Mannschaften �ffneten eine nach der anderen die Stationsluken f�r das Schiff, stellten Kabelverbindungen her und begannen mit dem Ausfahren des Rampengangs zur Schiffsschleuse. F�r die Zuschauerreihen war das alles ein qualvoll langsamer Vorgang, und nur die Mahendo�sat ergriffen die Gelegenheit zum Schwatzen.</p><p>Und endlich k�ndigte ein fernes Wimmern und dumpfes Pochen das �ffnen der Luke des Frachters an, der erste Vorgang in der ganzen Prozedur. Die Station erwiderte die Ma�nahme, und die Mahe-Besatzung begleitete vier Hani aus dem Schiff heraus; ersch�pfte Hani, eine mit bandagiertem und an die Brust gebundenem Arm. Alle machten sie den Eindruck, als ob es eine gro�e Leistung w�re, �berhaupt noch zu gehen.</p><p>Unvermeidlicherweise marschierten die Mahendo�sat-Beamten herbei. <emphasis>Mahe-</emphasis> und Hani- Papiere wurden unterzeichnet; und Pyanfar packte Hilfy an der Schulter und arbeitete sich mit ihr nach vorn. Hilfy machte die letzten Schritte allein und umarmte die Entkommenen, eine von den Faha nacheinander m�de erwiderte Geste.</p><p>�Mein Kapit�n�, sagte Hilfy dann, �meine Tante Pyanfar Chanur. Meine Mannschaftsgef�hrtin Haral Araun <emphasis>par</emphasis> Chanur.</p><p>Es gab Umarmungen die Reihe entlang. �Unser Schiff steht euch offen�, sagte Pyanfar dem Ersten Offizier, deren abgezehrtes Gesicht und benommene Augen sie aufnahmen und im Moment anscheinend zuviel aufzunehmen hatten, wo die <emphasis>Mahe</emphasis> medizinische Hilfe anboten und die Station sofortige Aussagen w�nschte. Pyanfar �berlie� die Faha f�r den Moment Hilfy und den Tahar, die herbeigekommen waren und ihr Beileid bekundeten, und sch�ttelte nacheinander der Mannschaft des Mahe-Rettungsschiffes die H�nde, darunter auch deren offenkundigen Kapit�n, ein gro�er ungeschlachter Bursche, der so zerquetscht und verwirrt aussah wie die Faha und der wahrscheinlich gerade �ber seine verlorene Fracht und den Zorn der betroffenen Firmen nachdachte und dar�ber, was all diese Dankbarkeit ihm denn einbringen w�rde, sobald das lobende Rufen erstarb und die Rechnungen eintrafen.</p><p>�Sind Sie der Kapit�n, <emphasis>Mahe?�</emphasis> fragte Pyanfar.</p><p>Ein bejahendes Nicken.</p><p>�Ich bin Pyanfar Chanur; Chanur hat ihretwegen einen Bericht auf Kirdu eingereicht; die Chanur-Gesellschaft wird Ihnen auf Anuurn Hani-Status verleihen. Kommen Sie dorthin, ja? Fliegen Sie Anuurn an. Keine Steuern.�</p><p>Dunkle Mahe-Augen hellten sich etwas auf. �Gut�, sagte er. �Gut.� Und er dr�ckte ihr beide H�nde mit zermalmendem Griff, drehte sich um und schnatterte seinen Leuten etwas vor�� wahrscheinlich war er einer jener <emphasis>Mahe,</emphasis> die kaum das Pidgin verstanden und dessen halber Wortschatz <emphasis>gut</emphasis> m�glicherweise schon war. Er schien den anderen das Angebot zu erkl�ren.</p><p>Grinsen breitete sich aus, und Pyanfar entrann der Zermalmung und kehrte zu Hilfy und den anderen zur�ck, legte den Arm um Hilfy und bugsierte die ganze Hani-Gruppe durch das Gedr�nge der gro�en Mahendo�sat-K�rper. Die Tahar bildeten mit den Chanur einen Keil, und sie brachen ins Freie durch.</p><p>�Hier entlang!� sagte Pyanfar, und der Erste Offizier Hilan Faha nahm den anderen Ellbogen ihrer verletzten Gef�hrtin und versicherte sich der beiden anderen. Sie entkamen den Beamten, die hinter ihnen herriefen und dabei etwas von Formularen andeuteten�� Chanur, Faha und Tahar in einer Gruppe das Dock hinauf zum emporgekr�mmten Horizont, wo die <emphasis>Stolz</emphasis> und die <emphasis>Mondaufgang</emphasis> angedockt lagen.</p><p>�Wie weit noch?� fragte der Faha-Offizier mit zitternder Stimme.</p><p>�Schon ziemlich nah�, beruhigte Hilfy sie. �Lass dir Zeit!� Der Weg zur�ck wirkte weit l�nger, und ihr Marsch ging durch das von den Faha bestimmte Tempo langsamer vonstatten. Forschend betrachtete Pyanfar die dunklen Stellen entlang ihres Weges, und sie war nicht die einzige, die beobachtete, das wusste sie genau. An den Kif-Schiffen mussten sie vorbei, und dort standen die Kif, mittlerweile zehn� riefen mit h�hnischem Knacken ihre Beleidigungen und die Einladung, zu ihnen an Bord zu kommen und mitzufahren. �Wir bringen euch zu eurem Hafen�, heulten sie. �Wir werden daf�r sorgen, dass ihr euren Lohn erhaltet, Hani-Diebe!�</p><p>Ein wilder Blick trat in Hilan Fahas Augen. Sie blieb abrupt stehen und starrte sie an.</p><p>�Nein�, sagte Pyanfar sofort. �Wir sind mit Duldung der Station hier. Dies ist nicht unser Territorium�� nicht auf den Docks.�</p><p>Die Kif heulten und zirpten ihre Beleidigungen. Aber die Faha gingen weiter, und w�hrend die Kif-Stimmen in der Ferne verklangen, kamen sie an den Stsho vorbei, die mit gro�en bleichen Augen starrten, dann an einer beruhigend gro�en Zahl von Mahendo�sat-Schiffen vorbei aufw�rts, inmitten v�lliger Stille von Dockmannschaften und Passanten, die sie mit respektvoller Sympathie betrachteten.</p><p>�Es ist nicht mehr weit�, sagte Pyanfar.</p><p>Die Faha hatten nicht mehr den Atem, um noch zu antworten, gingen einfach neben ihnen her, bis sie endlich, <emphasis>endlich</emphasis> den Liegeplatz der <emphasis>Stolz</emphasis> erreichten. �Faha�, sagte daraufhin Dur Tahar, �die <emphasis>Mondaufgang</emphasis> ist nicht besch�digt, wie es bei der <emphasis>Stolz</emphasis> der Fall ist. Wir bieten euch eine Passage an, die zugesicherterma�en direkter ist und schneller nach Hause f�hrt.�</p><p>�Wir nehmen an�, sagte Hilan Faha zu Pyanfars Best�rzung.</p><p>�Kusine�, sagte Hilfy mit sorgf�ltig modulierter Stimme, �Kusine, die <emphasis>Stolz</emphasis> wird ziemlich schnell ablegen, und wir ben�tigen die Hilfe. Wir brauchen euch, Kusinen. Vielleicht findet ihr euch in die Gesellschaft ein.�</p><p>�Tamun hat alles durchgemacht, was sie �berhaupt verkraften kann�, sagte Hilan Faha und legte ihrer verletzten Kameradin besch�tzend die Hand auf die Schulter. Sie blickte zu den Tahar. �Wir kommen an Bord, mit eurer Erlaubnis.</p><p>�Kommt!� erwiderte Dur Tahar, und ihre Leute umringten die vier und begleiteten sie durch die Rampe. Hilfy machte zwei Schritte hinter ihnen her und blieb dann mit angelegten Ohren stehen, die H�nde seitlich herabh�ngend, w�hrend ihre Verwandten im Rampengang der <emphasis>Mondaufgang</emphasis> verschwanden.</p><p>Ihre ganze K�rperhaltung brachte Dem�tigung zum Ausdruck, die Erniedrigung einer abgewerteten und beiseite geschobenen Halbw�chsigen. Pyanfar steckte die H�nde hinter den Hosenbund, weil sie in ihrer Verlegenheit nicht wusste, was sie mit ihnen machen sollte�� sie konnte sie einfach nicht ausstrecken und Hilfy wie ein Kind tr�sten. Es war deren Sache, es so zu nehmen, wie es in ihren Kr�ften stand. �Sie haben einen Schock erlitten�, sagte sie einen Moment sp�ter. �Es tut mir leid, Tante.�</p><p>�Komm!� sagte Pyanfar und nickte in Richtung ihrer eigenen Rampe. Eine rote Flut �bersp�lte ihr Blickfeld, ein langsames Sieden. Hilfys wegen musste sie die Sache einfach so nehmen, wie sie ausfiel, aber es nagte trotzdem an ihr. Sie ging als erste hinauf und Haral als letzte, und sie �berlie�en Hilfy ihrem Schweigen und der Wiederherstellung ihrer W�rde.</p><p><emphasis>Feiglinge,</emphasis> dachte Pyanfar und schluckte auch diesen Gedanken Hilfys wegen hinunter. Sie ben�tigten die zus�tzlichen H�nde verzweifelt; auch diese weniger edle Erw�gung fra� an ihr. Sie brauchten die Faha. Aber die Faha hatten genug von den Kif.</p><p>Und dort drau�en lagen Kif-Schiffe und lauerten. Dessen war sie sich in zunehmendem Ma�e sicher�� wenn nicht tats�chlich an den R�ndern des Kirdu-Systems, wie es sehr wohl sein mochte, dann doch zumindest �berall verstreut und auf ihre Gelegenheit wartend. Mehr und mehr Kif-Schiffe, ein sich sammelnder Schwarm von ihnen, und diese Kooperation miteinander war bislang ohne Beispiel.</p><p>Durch die Luftschleuse betraten sie den Korridor, und Chur und Geran, die sich mit der offenkundigen Absicht, ihre Faha-G�ste willkommen zu hei�en, auf den Weg nach drau�en gemacht hatten�� blieben im Eingang des Op-Raumes stehen, einfach so.</p><p>�Unsere Freunde haben ihre Absicht ge�ndert�, sagte Pyanfar knapp. �Sie haben sich entschlossen, mit den Tahar zu fliegen. Es hat etwas mit der Verletzung zu tun, die eine von ihnen erlitt, und die Tahar haben ihnen einen schnelleren Heimweg versprochen.�</p><p>Damit war der Geschichte in Hilfys Interesse ein akzeptabler Anschein verliehen. Chur und Geran wichen zur�ck, als Pyanfar in den Op-Raum trat und Geran und Tully betrachtete, der dort sa�. Geran begriff gut und Tully sah beunruhigt aus, sp�rte die in der Luft liegende Stimmung, ganz ohne Zweifel, verstand sie aber nicht. �Hat nichts mit dir zu tun�, sagte Pyanfar abwesend und nahm in einem Sessel am hinten stehenden Tisch Platz, besah sich das Systembild, das Geran �berwacht hatte. Hilfy und Haral kamen zusammen herein, und es herrschte eine gespannte Stille, als alle hier versammelt w�ren und Hilfy sich bem�hte, ein neutrales Gesicht zu machen.</p><p>�Na ja, viel Gl�ck f�r sie�, brummte Tirun. �Sie haben wirklich genug erlebt.�</p><p>�Es sind Kif drau�en auf dem Dock�, berichtete Pyanfar. �Sie wissen zuviel und werden dar�ber frech. Sie sind vor uns von Kita hierher gekommen, ein Teil von dem Haufen auf Treffpunkt oder Urtur� Urtur, vermute ich, denn ich habe Namen �berpr�ft, und es waren nicht mehr dieselben wie dort. Die Nachricht wandert einfach von einem Kif zum n�chsten weiter. Es wird eng hier.�</p><p>�Bald werden noch mehr hier sein�, meinte Haral. �Ich wette, dass es drau�en vor dem System welche gibt. K�pt�n, glaubst du, wir k�nnten die <emphasis>Mahe</emphasis> �berreden, uns zu unserem Sprungpunkt zu eskortieren? Sicherlich reicht unser Einfluss daf�r aus.�</p><p>�Diese Geschichte wird ihren Weg von Station zu Station machen�, sagte Pyanfar bitter.</p><p>�G�tter�� aber ich glaube nicht, dass wir viel Wahl haben. Ich werde sie bewegen, uns nach drau�en zu begleiten.�</p><p>�Wenn unser Heck wieder zusammengeflickt ist�, meinte Tirun verdrie�lich.</p><p>Von weiter unten aus dem Korridor drang ein Ger�usch herein�� Schritte in der Luftschleuse.</p><p>Alle K�pfe drehten sich zur T�r, und Pyanfar griff nach der Pistole in ihrer Tasche, bahnte sich ihren Weg an Tirun vorbei zur T�r des Op-Raumes und entsicherte die Pistole klickend.</p><p>Es war eine Hani�� Hilan Faha, die �berrascht eine Hand hochwarf und stehen blieb, als sie Pyanfar erblickte. Letztere schaltete mit einer Krallenspitze wieder die Sicherung ein und stie� die Waffe in die Tasche zur�ck. Sie sp�rte, dass die anderen von ihrer Besatzung hinter ihr standen.</p><p>�Pl�tzlich die Meinung ge�ndert?� fragte sie die Faha.</p><p>�Ich muss mit dir reden. Und mit meiner jungen Kusine.�</p><p>�Mit deiner Kusine, verflucht, und mit mir. Komm rein! Weder sie noch ich werden uns hier drau�en wie Dockshausierer unterhalten.�</p><p><emphasis>�Ker</emphasis> Pyanfar�, murmelte die Faha eine Anstandsformel, die in keiner Weise den Zorn der Angesprochenen bes�nftigte. Pyanfar winkte die ganze Gesellschaft zur�ck in den Op- Raum�� erinnerte sich erst dann an Tully, der dort in der Falle sa�, aber es gab ja kein Geheimnis um seine Anwesenheit auf dem Schiff und keinen Grund, ihm zu befehlen, sich an all den anderen vorbei hinauszustehlen. Sollte die Faha doch vor ihm sprechen; sollte sie doch ihre Entschuldigungen unter dem Blick des Au�enseiters abgeben�� das geschah ihr recht.</p><p>Und Hilan Faha blieb beim Anblick Tullys im Eingang stehen, dieser nackth�utigen Kreatur von Hani-Gestalt und in Hani-Kleidung, die mit der Besatzung am Tisch sa�. Hilans Ohren sanken herab. �Das da�, sagte sie, sich zu Pyanfar umwendend, �ist das Ding, das die Kif wollen�� oder?�</p><p>�Sein <emphasis>Name</emphasis> lautet Tully.�</p><p>Hilan presste die Lippen zusammen, wobei sich bedrohlich die Nase runzelte. �Ein lebendiges <emphasis>Ding.</emphasis> Bei den gr��eren G�ttern, wo bist du gewesen, Chanur, und was geht eigentlich vor sich in dieser Geschichte?�</p><p>�Wenn du mit diesem Schiff reisen w�rdest, dann k�nntest du fragen, und ich w�rde eventuell antworten. Wie die Dinge stehen, kannst du aber dann noch alles erfahren, wenn es auch die Tahar tun.�</p><p>�Verdammt, f�r dich ist die <emphasis>Sternj�ger</emphasis> untergegangen�� <emphasis>hierf�r</emphasis>�� Sie spie aus und schluckte weitere Worte hinunter, als Pyanfar sie finster anblickte. �Es war die Entscheidung des Kapit�ns. Wir haben bei Urtur alles ausgeladen und sind abgehauen, um euch einen Ausbruch zu erm�glichen. Aber wo wart ihr dann? Wo ist die Hilfe f�r uns geblieben?�</p><p>�Blind, Hilan Faha�� wir haben im Staub gehockt und waren v�llig blind. Wir haben es versucht, glaub mir; aber letztlich hatten wir nur noch die Wahl, zu springen oder einen Zusammensto� zu riskieren. Wir hofften, ihr w�rdet in dem von uns erzeugten Durcheinander entkommen.�</p><p>Hilans Atem ging ruhiger. �Es war die Entscheidung des Kapit�ns, nicht meine. Ich h�tte mich nicht aus dem Dock ger�hrt, merk dir das! Ich w�re da hockengeblieben und h�tte es euch �berlassen, mit den Kif zurechtzukommen, mit diesem sogenannten Diebstahl��</p><p>�Du erachtest ein Kif-Wort f�r h�her als meines?�</p><p>�Wenn du eine Erkl�rung hast, w�rde ich mich freuen, sie zu h�ren. Meine Kusinen sind tot.</p><p>Wir sind erledigt. Wahrscheinlich werden wir kein neues Schiff mehr bekommen. Das gro�e Chanur macht Pl�ne, aber Leute wie wir� wir gehen auf andere Faha-Schiffe, wo immer wir einen Kojenplatz finden. Ich vermute, du wei�t, wo Gewinne zu holen sind, und�� m�gen die G�tter dein intrigantes Fell verfaulen lassen�� du hast etwas aufgest�rt, wof�r eine Menge Schiffe bluten werden. Wof�r eine Menge kleine Gesellschaften untergehen werden. Sie haben mir eine Botschaft f�r dich mitgegeben, Pyanfar Chanur; das soll ich dir von den Kif ausrichten: Das, was du gemacht hast, ist zu wichtig, als dass man es ignorieren oder durchgehen lassen k�nnte. Sie werden dir �berallhin folgen, egal wie viel Leute daf�r erforderlich sind�� <emphasis>sogar bis Anuurn!</emphasis> Sie sagen, sie w�rden allen Hani klarmachen, dass deine Beute kein Gewinn f�r sie ist. Soviel von ihrem <emphasis>Hakkikt,</emphasis> Akukkakk, dem von Urtur. Seine Worte.�</p><p>�Pah! Kif-Drohungen. Ich h�tte dir bessere Nerven zugetraut.�</p><p>�Es sind keine leeren Drohungen�, sagte Hilan Faha, die Augen geweitet, die Nasenfl�gel gebl�ht und vor Schwei� glitzernd. �Sagt allen Hani�� so Akukkakk��, verlasst diese Pyanfar Chanur oder erlebt Verw�stung, selbst die des Anuurn-Raumes!�</p><p>�Und wo hast du das alles geh�rt? Von verstreuten Schiffen und einem Kif, der uns nie erwischt hat�� der es auch nicht geschafft hat, <emphasis>euch</emphasis> zu fangen, Hilan Faha; und wenn wir bei Urtur zusammengekommen w�ren��</p><p>�Nein, nein, du verstehst nicht. Sie <emphasis>haben</emphasis> uns gefangen, Chanur, uns eingeholt und dabei zwei meiner Kusinen get�tet. Bei Kita. Und sie haben uns wieder ziehen lassen� aber w�hrend des Sprunges ist das Schiff kaputtgegangen. Sie haben uns nur ziehen lassen, um diese Botschaft zu �berbringen.�</p><p>Die Schmach der Faha war enorm. Schweigen herrschte im Raum und niemand schien zu atmen.</p><p>�So�, sagte Pyanfar. �Du glaubst alles, was deine Feinde sagen?�</p><p>�Ich sehe <emphasis>das!�</emphasis> sagte Hilan und deutete auf Tully. �Und ganz pl�tzlich sieht das Spiel viel gr��er aus als vorher. Ganz pl�tzlich sehe ich einen Grund daf�r, dass die Kif sich sammeln und vielleicht nicht mehr innehalten. Chanurs Ambitionen sind diesmal zu weit gegangen. Worin du auch steckst, ich m�chte nicht dabei sein. Meine Schwester und zwei meiner Kusinen leben noch, und wir werden heimkehren.�� Kusine��, sagte sie dann zu Hilfy gewandt, �bei dir�, entschuldige ich mich.�</p><p>Hilfy sagte nichts, starrte sie nur mit Schmerz im Blick an. �Hilfy kann mit euch gehen, wenn sie will�, sagte Pyanfar.</p><p>�Ich werde es ihr nicht vorwerfen. Es w�re vielleicht sogar klug von ihr� worauf du ja hingewiesen hast.�</p><p>�Ich nehme sie gerne mit�, sagte Hilan.</p><p>�Ich bleibe auf meinem Schiff�, sagte Hilfy, und Pyanfar verschr�nkte die Arme �ber einem Leib, in dem widerstreitende Gef�hle w�hlten� auch Stolz, das auch.</p><p>�So�, sagte sie. �Ich w�nsche euch eine sichere Reise. Am besten w�re es ja, wenn wir zusammen fl�gen, aber ich bin sicher, dass das jetzt nicht mehr die Absicht der Tahar ist.�</p><p>�Nein, ist sie auch nicht.� Die Faha blickte zu Boden und dann wieder auf zu Tully, wobei sich ihre Augen verdunkelten. �Wenn du deine Beziehung zu anderen in Betracht gezogen h�ttest, dann h�ttest du das nicht gemacht. Diesmal hast du dir zuviel vorgenommen. Und so werden auch andere denken.�</p><p>�Was ich mir vorgenommen habe, ist ohne ein �mit deiner Erlaubnis� oder meinem Wissen, dass es �berhaupt existierte, an Bord gekommen. Was w�rdest du mit einem Fl�chtling machen, der auf dein Schiff gerannt kommt? Ihn den Kif auf Anforderung aush�ndigen? Ich verkaufe intelligente Wesen nicht.�</p><p>�Aber du machst dir nichts daraus, sie zu verlieren.�</p><p>�Mit deiner Kleinm�tigkeit�, sagte Hilfy pl�tzlich, �wirfst du weg, was die Gefallenen getan haben.�</p><p>Die Ohren der Faha sanken herab. �Wer bist <emphasis>du,</emphasis> dass du urteilen k�nntest? Sprich mit mir, wenn du ein paar Jahre weiter bist, Kusine! <emphasis>Dies�</emphasis>� Sie kam Tully gef�hrlich nahe, und Chur, die auf einem Pult gesessen hatte, rutschte herunter und baute sich in ihrem Weg auf.</p><p>Tully verlie� seinen Sessel und zog sich soweit um die Biegung des Tisches herum zur�ck, wie es nur ging. Die Faha zuckte die Achseln, eine unbek�mmerte Geste, mit der sie ihre Absicht aufgab. �Ich habe noch etwas zu sagen�, sagte sie, den Blick direkt auf Pyanfar gerichtet. �Ob du nun mit Absicht hierin verwickelt bist oder nicht�� es k�nnte schlicht und einfach das Ende sein. Deine Verb�ndeten haben dir vielleicht beigestanden, aber es hat sich alles zu sehr verwickelt. Es ist zu riskant geworden. Wie lange ist es her, dass du zu Hause warst?�</p><p>�Ein paar Monate.� Pyanfar holte tief Luft und stie� die H�nde in den G�rtel� sp�rte, dass etwas B�ses auf sie zu kam; dieses schlechte Gef�hl bez�glich eines Hauses auf seinem H�hepunkt, wo jeder Hauch von Ver�nderung problematisch war. Und auf einmal gefiel ihr der Gesichtsausdruck der Faha nicht mehr, der von Wildheit zu Unbehagen umgeschwenkt war, zu einer aus Anstand resultierenden Scham. �Vielleicht noch l�nger�, sagte Pyanfar, �wenn man bedenkt, dass ich beim letzten Besuch nicht auf den Planeten hinuntergegangen bin. Was ist los, Faha? Was willst du mir unbedingt erz�hlen?�</p><p>�Einer deiner S�hne� hat Mahn von Khym Mahn �bernommen und ist jetzt Nachbar von Chanur. Er hat�� Ambitionen. Der alte Mahn ist im Exil und Kohan Chanur bedarf pl�tzlich aller seiner Verb�ndeter.� Hilan Faha zuckte die Achseln. Die Ohren hingen herab, und um die Nase herum war sie wei�, sah bereits <emphasis>so</emphasis> aus, als w�rde sie lieber woanders sein, als einem Chanur-Schiff solche Nachrichten zu �berbringen. �Mein Kapit�n h�tte dich unterst�tzt; aber wer sind wir jetzt, wo eines unserer Schiffe dahin ist, eines von dreien, die Faha besa�. Und was sollen wir dar�ber denken, wenn du so etwas anf�ngst und Chanur doch schon alles hat, mit dem es fertig werden kann? Du hast deine Fracht verloren und dir eine Fehde mit den Kif eingehandelt, die jetzt drohen, in Anuurn-Raum einzudringen, um der G�tter willen�� wie will Chanur seine anderen Verb�ndeten halten, wenn das losgeht? Ich habe mein Schiff verloren, meinen Kapit�n, einige meiner Kusinen�� und ich muss an meine Familie denken. Ich <emphasis>kann</emphasis> mich nicht mit dir einlassen, nicht jetzt. Ich kann Faha nicht an dieser Sache beteiligen und unseren Schiffen eine Fehde mit den Kif eintragen. Du stehst im Begriff, alles zu verlieren. Andere werden zu demselben Schluss kommen, und Chanur wird nicht mehr da sein, <emphasis>wenn</emphasis> du �berhaupt noch einmal zur�ckkommst. Ich kehre heim, <emphasis>Ker</emphasis> Pyanfar, und ich nehme das Tahar-Schiff, weil ich muss, weil ich nicht das, was von uns noch geblieben ist, im Geschick Chanurs verwickelt haben m�chte.�</p><p>�Du bist jung�, meinte Pyanfar und blickte ihre Nase entlang. �Die Jungen machen sich immer Sorgen. Du hast recht, dein Kapit�n h�tte mich unterst�tzt. Sie h�tte die Nerven dazu gehabt. Aber geh du deinen Weg, Hilan Faha! Ich werde deine Schulden bezahlen, wie ich es versprochen habe; Chanur wird die <emphasis>Mahe</emphasis> belohnen, die euch herausgeholt haben. Und sobald ich mit diesem Balg Kara fertig bin, werde ich auch in besserer Stimmung sein, so dass ich dies hier vielleicht sogar vergesse. Dann brauchst du dir auch keine Sorgen zu machen, mir in Zukunft noch einmal zu begegnen�� f�rchte dich nicht so sehr. Ich werde dich nicht f�r allzu schlecht erachten� die Jungen wachsen noch. Aber, bei den G�ttern, ich werde von dir niemals dieselbe Meinung haben wie von deinem Kapit�n. Du bist nicht Lihan, Hilan Faha, und wirst es vielleicht auch niemals sein.�</p><p>Die Faha zitterte direkt vor Wut. �So bezahlt zu werden, wie du sie bezahlt hast��</p><p>�Sie w�rde mich zu einer Mahe-H�lle verfluchen, wenn sie hier w�re, aber sie w�rde nicht so handeln wie du. Sie w�rde nicht �ber einen Freund herfallen. Geh, Hilan Faha, verschwinde von meinem Schiff! Ich w�nsche dir eine sichere und schnelle Reise.�</p><p>F�r einen Moment schien es, als w�rden der Faha die Hand ausrutschen, aber sie war ersch�pft und ohne Hoffnung, und der Mut verlie� sie wieder. <emphasis>�Ihr</emphasis> Fluch auf dich!� sagte sie, drehte sich um und schritt hinaus, mit nicht mehr so geraden Schultern und nicht mehr so hoch getragenem Kopf wie bei ihrer Ankunft. Pyanfar runzelte die Stirn und betrachtete Hilfy, die buchst�blich zitterte.</p><p>�Kohan hat in seinem Brief nichts von dieser <emphasis>Mahn-Ge</emphasis>schichte erw�hnt�, sagte Pyanfar.</p><p>�Was wei�t <emphasis>du</emphasis> dar�ber, Nichte?�</p><p>�Gar nichts�, sagte Hilfy. �Und ich will es auch nicht glauben. Ich denke, die Faha haben auf Ger�chte geh�rt.�</p><p>�Was <emphasis>wusstest</emphasis> du �ber den Stand der Dinge, solange du noch zu Hause warst? Wo warst du da mit den Gedanken, au�er bei der <emphasis>Stolz?</emphasis> Ist es m�glich, dass sich etwas zusammenbraute und du nichts davon geh�rt hast?�</p><p>�Es gab stets Gerede, und Kara Mahn trieb sich immer im Distrikt umher�� er und Tahy. Es wurde in diese und jene Richtung geredet, und ich glaube, <emphasis>Na</emphasis> Khym hat direkt mit Vater gesprochen.�</p><p>�Verflucht soll er sein! Kohan h�tte in seinem Brief etwas sagen k�nnen.�</p><p>�Er hat mich geschickt�, sagte Hilfy mit d�nner und schmerzerf�llter Stimme. �Als die <emphasis>Stolz</emphasis> im System aufkreuzte, bat ich darum, gehen zu d�rfen, und er sagte, er w�rde das nie erlauben. Und dann� in der darauffolgenden Nacht gab er mir den Brief und steckte mich ins Flugzeug�� G�tter, auf diese Weise verschwand ich in Richtung Hafen, fast ohne Gelegenheit, etwas einzupacken. Er sagte, ich m�sste mich beeilen, oder die <emphasis>Stolz</emphasis> w�re schon wieder weg aus dem Hafen und damit auch meine Chance. So war es in jener Nacht, aber ich dachte�, ich dachte, der Grund f�r alles liege darin, dass Schiffe nicht mit Tag und Nacht rechnen und dass sowieso eine F�hre hinaufging.�</p><p>�Oh, G�tter!� �chzte Pyanfar und setzt sich an den Tisch gelehnt hin, blickte dann wieder zu dem Kreis �ngstlicher Gesichter auf. �Soweit geht mein Sohn noch nicht. M�gen die G�tter die Kif vernichten; wir werden sie erledigen, aber wir werden uns auch um diese kleine Sache zu Hause k�mmern, und zwar als erstes.�</p><p>Ohren richteten sich auf. �Wir stehen zu dir�, sagte Haral. �G�tter� ja, nach <emphasis>Hause!</emphasis> Werden dort einige Nacken sch�tteln.�</p><p>�Hai!� stimmten Geran und Tirun zu, und Tully zuckte sichtlich zusammen und beruhigte sich erst wieder, als Chur seine Schulter t�tschelte. Er setzte sich und Hilfy nahm neben ihm Platz und legte ihm eine Hand auf die Schulter�� zwei niedergeschlagene Seelen; die miteinander nicht viel mehr teilten als ihr Elend.</p><p>�Wir bringen das in Ordnung�, sagte Pyanfar zu Hilfy. �Und wir tun das zu unseren Bedingungen. Einverstanden, Nichte?�</p><p>�Er hat mich weggeschickt�, sagte Hilfy. �Ich h�tte helfen k�nnen, und er sah es kommen und schickte mich fort.�</p><p>�Huch. Du bist noch nicht alt genug, um deinen Vater so zu sehen wie ich, bei allem Respekt vor dir. Er <emphasis>denkt nach,</emphasis> bevor ihn ein Problem erwischt�� kein gro�es �berlegen, w�hrend es abl�uft, die G�tter wissen es, aber er baut die Teile auf wie Spielfiguren auf einem Brett. Verdammt zu stolz, um mich auf den Planeten herabzurufen, ah ja; zu verdammt fein, um die junge Hilfy Chanur bei der Hand zu haben, damit sie sich mit ihren Mahn-Kusinen in die Wolle kriegt und seine eigene Stimmung anheizt� lass hier nicht deine Ohren h�ngen, Kleine! Wir sind hier in der Familie. Soweit es deinen Vater betrifft, finden Sonnenauf- und Untergang auf dem Horizont deiner Schultern statt, und mein verfluchter Sohn w�rde schnurgerade auf den gr��tm�glichen �rger zumarschieren, den er deinem Vater nur bereiten kann, um Chanur zu �bernehmen, und das betr�fe deine kostbare und unerfahrene Person. Nein, Kohan hat einfach das Feld gekl�rt, sonst nichts. Es bestehen Chancen, dass er damit einen Fehler gemacht hat; auch dagegen ist er nicht immun. Ich h�tte es vorgezogen, dich dort zu haben, weil ich glaube, du w�rst mit Klein-Kara gut fertig geworden und mit Tahy obendrein. Aber wenn die <emphasis>Mondaufgang</emphasis> heimw�rts fliegt, dann deswegen, die hier gewonnenen Neuigkeiten dorthin zu bringen; und das wird Probleme aufwerfen, dank den Faha. Und es wird einen Zeitpunkt geben, zu dem Kohan in der Enge sitzen wird. Welche Gef�hrtinnen hat er im Haus? Deine Mutter�� und wen sonst noch?�</p><p>�Akify und Lilun.�</p><p>�Ich hoffe, dass deine Mutter zu ihm steht�, sagte Pyanfar mit Nachdruck. Die Kihan und die Garas waren nur Zierrat. Sie ging hin�ber zum Pult und starrte einen Moment lang auf den Scanner. �Egal. Was da auch vor sich geht, wir werden es in Ordnung bringen.�</p><p>�Pyanfar��</p><p>Tullys seltsame Stimme. Sie drehte sich um und schaute ihn an, erinnerte sich an das Funkger�t und stellte es auf Sendung, machte sich nicht die M�he mit dem Ohrh�rer.</p><p>�Frage�, sagte Tully und machte eine vage Geste in Richtung der T�r, durch die die Faha hinausgegangen war. �Er k�mpfen�.</p><p>�Sie�, stellte Pyanfar ungeduldig richtig. �Alles sie.� Tully biss sich auf die Lippe und sah verwirrt aus. �Es hat nichts mit dir zu tun�, sagte Pyanfar. �Nichts, was du verstehen w�rdest.�</p><p>�Ich gehen�, bot er an und machte Anstalten, seinen Platz am Tisch zu verlassen, aber Chur hielt ihn an der Schulter fest. �Nein�, sagte sie. �Alles in Ordnung, Tully. Niemand ist b�se auf dich.�</p><p>�Du bist nicht der Grund�, f�gte Pyanfar hinzu. �Nicht davon.� Sie ging zur T�r, wandte sich noch einmal zu ihrer Mannschaft um. �Wir bringen das in Ordnung�, sagte sie, drehte sich um und ging hinaus, allein den Korridor hinab zum Lift.</p><p>Khym gest�rzt. Vielleicht tot. Zumindest im Exil. Der Verlust ihres Gef�hrten bedr�ckte sie in �berraschendem Ma�e. Mahn w�rde in den H�nden des jungen Kara nicht mehr das sein, was es zu Khyms Zeiten gewesen war. Khyms Stil war l�ssig und w�rdevoll gewesen und zugegebenerma�en faul. Er war ein angenehmer Bursche von einer Art, zu der man gerne zur�ckkehrte; jemand, der sch�ne Dinge mochte und es liebte, im Schatten seines Gartens zu sitzen und den Geschichten zu lauschen, die sie ihm von fernen H�fen erz�hlen konnte, von Orten, die er niemals sehen w�rde. Grenzenlose, freundliche Neugier. Das war Khym Mahn. Und der Sohn, mit dem er Nachsicht hatte walten lassen und dem er verziehen hatte, war zur�ckgekommen und hatte ihm Garten und Haus und Namen genommen, w�hrend der arme Khym� die G�tter mochten wissen, wo er sich befand und in welchem Elend.</p><p>Sie fuhr mit dem Lift zum Hauptdeck hinauf und betrat ihr Quartier, schloss die T�r und setzte sich an den Schreibtisch� verzichtete lange darauf, die wenigen Erinnerungsst�cke hervorzuholen, die aufzubewahren sie sich die M�he machte; sie bewahrte die Heimat eher im Geist als in Gegenst�nden. Schlie�lich betrachtete sie, was sie hatte, ein Bild, einen glatten grauen Stein�� merkw�rdig, wie angenehm sich ein kleines St�ck Stein anf�hlte und wie fremd es in dieser st�hlernen Welt wirkte; ein Stein, der die Kahin-Berge vor ihrem inneren Auge heraufbeschwor, den Anblick und das Rauschen des Grases im Wind, die W�rme der Sonne und die glatte K�lte des Regens auf den Felsen, die aus den grasbewachsenen Bergflanken herausragten.</p><p>Ihr Sohn� hatte Khym hinausgeworfen, sich neben Chanur niedergelassen, um Kohan selbst zu bedrohen, alles auseinander zunehmen, was sie getan und aufgebaut hatte und was Kohan bewahrte. Kaum verwunderlich, dass Kohan Wert darauf gelegt hatte, Hilfy vor Schaden zu bewahren, vor einer Situation, in der Gef�hle ausgel�st wurden und Vernunft verlorenging.</p><p>Lass sie Erfahrungen machen! hatte Kohan gebeten� Und: Pass auf sie auf!</p><p>Sie legte die Andenken weg und dachte nach, denn solange die Reparaturen im Gang waren, gab es wenig anderes zu tun. Sie sa�en in der Umarmung der Station fest und hofften, dass die Kif nicht hinter ihrem verwundbaren R�cken auftauchten. Sa�en hier�� w�hrend ihre Feinde die Zeit fanden, zu tun, was sie wollten.</p><p>Anuurn selbst angreifen�� so unbesonnen konnte Akukkakk nicht sein. So viele Schiffe besa� er nicht, wie daf�r n�tig waren. Es handelte sich um gro�es Geschrei, wie es die Kif stets von sich gaben, v�llig �bertrieben� von der Art, wie sie es immer herausbr�llten in der Hoffnung auf gr��ere Gewinne durch die Angst eines Feindes, gr��er als sie durch Anwendung von Gewalt m�glich waren. Sofern der <emphasis>Hakkikt</emphasis> nicht wahnsinnig war�� eine Definition, der es zwischen verschiedenen Lebensformen an Exaktheit mangelte. Sofern der <emphasis>Hakkikt</emphasis> nicht Gefolgsleute befehligte, die mehr am Zerst�ren interessiert waren als an Gewinn.</p><p>Noch nie zuvor in der aufgezeichneten Geschichte hatte ein <emphasis>Hakkikt</emphasis> ein so weites Gebiet aufgew�hlt und dabei so viele Schiffe eingesetzt. Noch nie hatte einer das gemacht, was dieser hier getan hatte, eine Stsho-Station angegriffen, ein ganzes Sternsystem und dessen ganzen Verkehr schikaniert und bedroht, wie bei Urtur geschehen.</p><p>Pyanfar sa� da und �berlegte, dass die Drohung letztlich doch substanziell sein konnte.</p><p>Schlie�lich �berpr�fte sie den Scanner �ber ihr eigenes Terminal. Nur das zu Erwartende war zu sehen. Die Knnn trieben sich immer noch fern der Station umher; als sie das Audio hinzuschaltete, war auch der Gesang wieder zu h�ren, ein ruhiger diesmal und �ber drei disharmonische T�ne schwankend. Die Tc�a verhielten sich still, au�er einem, der konstant in T�nen quasselte, die so langsam waren wie die der Knnn. Der Gefangene? fragte sie sich. Eine Klage �ber das Schicksal? Au�er diesen Stimmen gab es nur die normalen Ger�usche von der Station und das nahe Geschnatter der Gleitermannschaften, die zu keinem Zeitpunkt ihre Reparaturarbeiten an der <emphasis>Stolz</emphasis> unterbrochen hatten. Normalerweise h�tte auch einmal wieder ein Sprungfrachter ablegen m�ssen, aber das Schicksal der <emphasis>Hasatso,</emphasis> die dort drau�en nur mit einem Notfall konfrontiert worden war, hatte alles einschlafen lassen. Nicht einmal die Bergleute regten sich mit ihren Erztransportern vom Fleck, die im Orbit um Mala oder Kilaunan festsa�en.</p><p>Pyanfar rief bei den Stationsdiensten an und beschwerte sich �ber die versp�tete Lieferung der bestellten G�ter. Der Kurierdienst gab Versprechungen ab und erw�hnte etwas von fehlender Zeit, und sie akzeptierte das und rechnete mit dem ohnehin �blichen Eintreffen des Kuriers etwa zu der Zeit, wo der Rampengang bereits geschlossen wurde.</p><p>Stasteburanato benutzte jetzt zumindest seinen Verstand und lie� die Patrouillen drau�en durch das System kreuzen, wachsam gegen Gefahren. Die <emphasis>Mahe</emphasis> kamen ihren Verpflichtungen nach.</p><p>Von den Tahar erwartete sie weniger.</p></section><section><title><p>Neuntes Kapitel</p></title><p>Die <emphasis>Mondaufgang</emphasis> legte w�hrend der Freischicht ab, in Pyanfars Nacht, ohne noch ein Wort an sie zu richten. Sie ignorierte es, knurrte unter der Bettdecke hervor dem Kom neben dem Bett etwas Zusammenhangloses zu, als sie unterrichtet wurde, und zog die Decke dann wieder �ber sich. Die Sache war es nicht wert, dass sie aufstand und zuschaute, und sie hatte den Tahar auch keinerlei H�flichkeit zu erweisen, wo sie jetzt ein anderes Hani-Schiff unter Fremden im Stich lie�en, so besch�digt, wie es jetzt noch war. Pyanfar war kaum �berrascht. Die Wache hatte ihre Befehle, und demzufolge bestand keine Notwendigkeit, dass der Kapit�n aufstand und sich darum k�mmerte. Hilfy schlief; es war ebenfalls nicht n�tig, sie zu wecken und ihr etwas mitzuteilen, das auch sie erwartet hatte. Pyanfar vergrub sich wieder im Schlaf und verga� die Sache� damit nicht ihr Adrenalinspiegel stieg und ihr den Schlaf raubte, gab es kein Nachdenken �ber die Situation hier oder zu Hause oder �berhaupt irgend etwas Besonderes, nur vielleicht die weiter vorangehenden Reparaturen, die eigentlich fertig sein sollten, wenn sie wieder aufstand, mit allen Platten dann wieder an Ort und Stelle und am Heck arbeitenden Mahe, die sich um all die Meilen unscheinbaren Verbindungen k�mmerten, von denen das Leben der Besatzung abhing.</p><p>Die Dunkelheit nahm Pyanfar wieder auf. Sie schmiegte sich ins Bett mit einem Gef�hl von seltenem Luxus.</p><p>�K�pt�n, K�pt�n, ich st�re dich nicht gern, aber wir empfangen Bewegungen drau�en bei den Knnn.�</p><p>Sie warf einen Arm herum und tastete nach dem Zeitschalter. Noch eineinhalb Stunden bis zum Aufstehen. Sie unterbrach ihre K�rperbewegung erst gar nicht und schwang die F��e aus dem Bett.</p><p>�K�pt�n�, sagte die wachehaltende Tirun. �Dringend!�</p><p>�Ich h�re. Schalte nach hier um! Was ist los?�</p><p>In der dunklen Kabine leuchtete der Bildschirm auf. Pyanfar blinzelte und rieb sich die Augen und stellte sie auf das Bild ein. Signalbojen blinkten ihre Gefahrenwarnung, standen zu dicht aufeinander, als dass man noch von Sicherheit h�tte reden k�nnen. �Alle Knnn im Dock�, sagte Tirun. �Sie legen ab, und ihre allgemeine Richtung.</p><p>�Hinter der <emphasis>Mondaufgang</emphasis> her? Frag bei der Station an! Was ist los mit denen?�</p><p>�Hab� ich schon. Kein offizieller Kommentar.�</p><p>�Verflucht sei ihre Haut! Verbinde mich!�</p><p>Es dauerte einen Moment. Pyanfar fummelte im D�mmerlicht des Bildschirmes nach ihrer Kniehose, streifte sie �ber und zurrte die Schnallen fest.</p><p>�Die Station lehnt weiterhin einen Kontakt ab, K�pt�n. Sie bestehen auf einem Austausch per Kurier als einziger M�glichkeit.�</p><p>Pyanfar band den Knoten fest und schluckte den aufwallenden Zorn hinunter. �Meine Gr��e an sie. Was machen die Kif?�</p><p>�Verhalten sich ruhig. Wenn sie miteinander reden, dann �ber L�ufer oder Kabel.�</p><p>�Behalte sie einfach im Auge! Ich bin wach.� Sie ging ins Bad, schaltete das Licht ein und wusch sich, ging wieder hinaus und warf einen Blick auf die Lage, die der Bildschirm zeigte.</p><p>Zehn Schiffe hatten jetzt das Dock verlassen und folgten der <emphasis>Mondaufgang,</emphasis> als w�ren dieselben verflixten Knnn jetzt v�llig im unklaren dar�ber, welche Hani welche waren, und h�tten auch noch ihre Artgenossen von dieser irrigen Annahme �berzeugt� l�cherlich, absolut l�cherlich; aber der Humor lie� Pyanfar trotzdem im Stich. In alter Zeit hatte es Missverst�ndnisse gegeben, bevor die Stsho die Idee des Paktes den Tc�a hatten vermitteln k�nnen und die Tc�a ihrerseits den Knnn und Chi das Verst�ndnis der Pakt-Zivilisation beigebracht hatten, und zwar in ausreichendem Ma�e, um problemlos hineinzufliegen und wieder herauszukommen, Handel zu treiben, Provokationen und Zusammenst��e zu vermeiden und manchmal sogar zu kooperieren. Die Methanatmer waren gef�hrlich, sobald erst einmal aufgest�rt. Pyanfar runzelte die Stirn �ber das Bild, k�mmte sich, schaltete dann den Kom ab und eilte den Korridor hinab zum Lift.</p><p>�Keine Ver�nderung?� fragte sie, als sie zu Tirun in den Op marschierte.</p><p>�Alles beim alten�, entgegnete Tirun. Ihr verletztes Bein war nicht abgest�tzt, wenn auch in einem Winkel weggestreckt, als sie sich vorbeugte und gegen den Schirm tippte. �Alle in einer Reihe, alle zehn, und alle hinter den Tahar her.�</p><p>�G�tter�, murmelte Pyanfar. �Was f�r ein Schlamassel.�</p><p>�Sie haben l.D.-Signale empfangen� sie m�ssten wissen, dass es sich nicht um uns handelt.�</p><p>Pyanfar zuckte hilflos die Achseln. Sie ging zur�ck zur T�r. �Ich gehe die anderen holen. Zeit f�r dich aufzuh�ren, nicht wahr?�</p><p>�In einer halben Stunde.�</p><p>�Wer ist als n�chste dran?�</p><p>�Haral.�</p><p>�Dann fangen wir fr�her an.� Pyanfar ging hinaus und durch den Korridor zu der gro�en Kabine; die im Dock das Mannschaftsquartier bildete, stie� den Riegel auf, um die T�r zu �ffnen, und schaltete innen den D�mmerungszyklus der Beleuchtung ein. �Aufstehen! Wir haben ein wenig Durcheinander. Die Knnn sind durchgedreht. Ich halte es f�r besser, dass wir nicht im Bett liegen, wenn sie hier vorbeikommen.�</p><p>�berall regten sich im D�mmerlicht Decken auf einer Reihe von Betten unten dem sch�tzenden Netzwerk des Daches; Kojen und Feldbetten�� Tully lag links, abgeschirmt von den anderen, aber nicht von Pyanfars Blick�� ein zerzauster Kopf und verst�rter Blick unter der Decke hervor. Und Hilfy�� Hilfy befand sich bei den anderen auf der gegen�berliegenden Seite des Raumes, rappelte sich auf wie alle anderen, war genauso nackt wie sie und wie auch Tully, der auf seiner Seite des Vorhanges aus dem Bett stieg. G�tter. Zorn str�mte durch Pyanfars Nerven, Abscheu vor diesem Umsturz in der Ordnung der Dinge auf der <emphasis>Stolz.</emphasis> Auf der Reise waren sie z�libat�r. Im Geist konnte sie den Klatsch der Tahar h�ren� wieder etwas, das auf Anuurn die Runde machen w�rde. Und, G�tter, sie konnte den Blick von Kohans Augen sehen. Sie machte ein finsteres Gesicht. �Hilfy. Fr�hst�ck w�hrend der Wache, in einer halben Stunde. Mach schon!�</p><p>�Tante.� Hilfy stand auf und zog sich eilig die Kniehose an. Pyanfar schritt hinaus, ging in den Op-Raum zur�ck und sch�ttelte ihren Abscheu mit einer Selbstzurechtweisung ab. Also hatte Hilfy auf das Privileg des G�stequartiers verzichtet und sich in die Mannschaftsunterkunft begeben. Sie konnte sich denken, warum. Es hatte mit der Trennung von den Faha zu tun. Und die Mannschaft hatte sie eingeladen; es handelte sich hierbei um einen Bereich, wo Einladungen von innen kamen und Pyanfar sich nicht einmischte. Also geh�rte Hilfy in den Augen der Besatzungsmitglieder dazu.</p><p>Wie sie auch Tully dazugenommen hatten.</p><p>G�tter! In ihrem Nacken kribbelte es.</p><p>�Fr�hst�ck und Abl�sung kommen�, informierte sie Tirun bei ihrer Ankunft.</p><p>�Keine Ver�nderungen�, sagte Tirun. �Alle haben immer noch jeweils denselben Kurs. Von den Kif nichts, keine Regung, kein Wort.�</p><p>�Huch.� Pyanfar setzte sich seitlich neben das Pult. �Wohl genauso verwirrt, hoffe ich.�</p><p>�Unm�glich, dass sie eine Verbindung zu den Knnn haben?� Tirun starrte sie beunruhigt an.</p><p>�Ich bin nicht mehr an der B�rse der Vermutungen t�tig.� Die Rotte flog weiter. Die <emphasis>Mondaufgang</emphasis> folgte ihrem Kurs aus dem System hinaus mit einer Mahe-Eskorte in gro�er Entfernung und einem Schwarm verr�ckter Knnn dahinter.</p><p>�Die spinnen�, meinte Tirun.</p><p>Pyanfar sa� nur da und schaute zu, funkelte den Bildschirm an.</p><p>Haral traf mit Hilfy und dem Fr�hst�ck ein; die anderen zeigten sich unmittelbar auf ihren Fersen, eine Prozession mit Geran und Chur und Tully, die alle ihr eigenes Tablett trugen.</p><p>�Was ist da drau�en los?� wollte Haral wissen.</p><p>�Die Tahar�, sagte Tirun, �f�hren jeden geistig zerstreuten Knnn von der Station��</p><p>Das Bild auf dem Schirm hatte sich ver�ndert; die Punkte auf dem Scanner strebten auseinander, wobei die Tahar ihren Kurs fortsetzten und die Knnn�</p><p>�Sie bremsen ab�, sagte Hilfy.</p><p>�Wunderbar�, murrte Pyanfar, nahm ihren Becher Gfi und nippte daran, sah zu, wie die Abst�nde gr��er wurden. Letztendlich der Wendepunkt, vermutete sie; die Knnn entwickelten nun andere Pl�ne. Tully sagte etwas, eine Flut fremdartigen Geplappers, aber sie hatte das Funkger�t in der Kabine gelassen. Chur stellte ihres auf Sendung.</p><p>�Feindliches Schiff�, kam heraus.</p><p>�Knnn�, sagte Haral. �Keine Feinde. Neutral. Aber problematisch. Das ist die <emphasis>Mondaufgang.</emphasis> Die Knnn sind ihr gefolgt, haben es aber jetzt aufgegeben.�</p><p>�Wieso?�</p><p>�Wei� nicht, Tully.�</p><p>Die <emphasis>Mondaufgang</emphasis> sprang, verschwand pl�tzlich vom Scanner der Station�� ohne die Knnn.</p><p>�G�tter!� rief Hilfy aus, als die Knnn eine Biegung flogen. �Knnn-Man�ver�, sagte Tirun. �Die Bastarde spielen sich auf. Sie k�nnen derart springen, aufdrehen und wenden. Eine Hani w�rde dadurch get�tet. �berhaupt jeder Sauerstoffatmer. Wir k�nnten sie nie ausman�vrieren. M�gen die G�tter verhindern, dass wir je auf einen schie�en m�ssen; die Computersteuerung kann sie nicht treffen; sie ist auf solche halsbrecherischen Man�ver nicht programmiert.�</p><p>�Sie schie�en auch nicht auf uns. Sie sind unbewaffnet.�</p><p>�Fr�her�, sagte Haral, �hat man die Knnn auch nie beim Schie�en erwischt. Aber ausgepl�nderte Schiffe sind aufgetaucht, noch vor meiner Zeit. Ich habe geh�rt, sie k�nnten ein Schiff umschw�rmen und es im Sprung woandershin mitrei�en; irgendwohin, wo sie es ungest�rt aufmachen k�nnen�</p><p>�Zwischen ihnen mitrei�en?� Hilfys Gesicht zeigte Unglauben.</p><p>�Zwischen ihnen, einem Dutzend, alle synchronisiert. So habe ich es geh�rt. Hani-Schiffe w�rden einander dabei in St�cke rei�en, aber Knnn k�nnen sich derart synchronisieren.�</p><p>�Huch�, sagte Pyanfar. Das war altes Kojengarn, wie das �ber Geisterschiffe, �ber Fremde au�erhalb des Paktes. Sie starrte Tully an und �berlegte, verzehrte ihre getrockneten Chips und sp�lte sie mit Gfi hinab. Im Kom waren die Anweisungen der Station zu h�ren, die ihre Patrouillenschiffe anwies, den Knnn nicht in die Quere zu kommen. Ein Tc�a legte los, redete wahrscheinlich mit den Knnn.</p><p>Und eine Rufleuchte blinkte auf ihrem Pult; jemand wollte ihnen etwas mitteilen.</p><p><emphasis>Berichtigen Sch�tzung,</emphasis> krochen die Buchstaben �ber den Schirm, als Tirun einschaltete. <emphasis>15 Stunden zus�tzliche Reparaturzeit. Bedauern. Entsenden weitere Arbeitskr�fte. Zwei Teams. Wiederholen�</emphasis></p><p>�Die G�tter m�gen uns helfen.� Pyanfar ergriff das Mikro und hieb die Ruftaste f�r den Stations-Op. �Was soll das jetzt bedeuten? <emphasis>Wieso</emphasis> f�nfzehn Stunden? <emphasis>Weitere</emphasis> f�nfzehn Stunden?�</p><p>Die Station schickte die Beschwerde weiter, von einem zum anderen, bis zum fast unbegreiflichen Mahe-Gleiterw�chter. �Alle Gleiter im Einsatz�, lautete die dreimal wiederholte Antwort, jedes Mal lauter, als w�rde die Lautst�rke die Kommunikation f�rdern.</p><p>�Danke�, murrte Pyanfar. �Aus!� Sie fuhr sich mit der Hand durch die M�hne, legte das Mikro weg, wandte sich zu den sie anstarrenden Augen um und schaffte es, eine bessere Miene aufzusetzen.</p><p>�Na ja�, sagte Haral mit ruhiger Stimme, �zumindest haben sie es gefunden, bevor sie uns damit losschickten.�</p><p>�Ich gehe zur Heckschleuse hinaus�, sagte Geran, �und schaue mir die Sache einmal an.�</p><p>�Nein�, sagte Pyanfar. �Ich zweifle nicht daran, dass du einen Schaden findest. Mach eine Fernaufnahme von der Beobachtungskuppel aus. Und, bei den G�ttern, wenn es etwas Neues gibt, m�chte ich dar�ber Bescheid wissen.� Sie beruhigte sich einen Moment lang.</p><p>�Nein; verflixt, die <emphasis>Mahe</emphasis> wurden uns bei Bu�geldern und Geb�hren betr�gen, aber wenn ich diese Leiterin richtig einsch�tze, dann ist sie nicht der Typ. Trotzdem� nimm die Kontrolle vor!�</p><p>�Alles klar.� Geran packte ihr Tablett und ging hinaus und den Korridor hinab zum Eingang der Kuppel, eine kalte Reise zum Rahmen des Schiffsrumpfes. Pyanfar dachte daran, selbst zu gehen, verschob das aber, um ihr Fr�hst�ck zu beenden, beobachtete dabei die Knnn, die abgebremst hatten und jetzt in einer Position lagen, die s�mtlichen Flugschneisen und Regeln vollkommen Hohn sprach. Die Station berichtete von einem einfliegenden Schiff, einem Mahendo�sat-Frachter, der im Zenithbereich ankam�� sie hatten ihre eigenen Probleme, ebenso der Mahen-Frachter, der mit einem sicheren Hafen rechnete und statt dessen fand, dass s�mtlicher Verkehr zum Erliegen gekommen und Knnn durchgedreht waren.</p><p>�Ich gehe auf die Br�cke�, sagte sie schlie�lich. �Lasst es hier unten gut sein und ruht euch aus! Haral, ich �bernehme oben und melde mich dann bei dir.�</p><p>�K�pt�n�, hob Haral an zu protestieren, schluckte es aber doch hinunter, da sie ein Gesp�r f�r Dinge hatte. �In Ordnung.�</p><p>Pyanfar ging hinaus, zog sich die Hose fester zu, die in den letzten Tagen zu weit geworden war, und ging zum Lift. Sollte sie pers�nlich das Stationsamt aufsuchen und dort alles in St�cke reden? Der Gedanke war verlockend. Im Moment sehnte sie sich nach etwas Zerst�rbarem in Reichweite. Das h�tte die Lage allerdings wohl nicht gebessert. F�nfzehn Stunden. Das war kaum �berraschend; immer und �berall im Pakt blieben Reparaturen hinter dem Plan zur�ck und lagen �ber der Sch�tzung. Und dann waren es sechzehn und siebzehn Stunden und noch einmal zwanzig�</p><p>Sie nahm den Lift. nach oben, machte es sich in ihrem Sessel auf der Br�cke bequem und schickte in rascher Folge Anfragen durch alle geeigneten Kan�le. <emphasis>Defektes D�senjoch,</emphasis> lautete die Antwort vom Stationsamt, und kurz darauf von Geran: �Habe die Nahaufnahme.Sie h�ngen �berall am D�senrand, aber viel mehr kann ich nicht sagen.�</p><p>Das Bild kam durch und zeigte zwei Gleiter und drei Arbeiter in Raumanz�gen, die sich mit Greifern an die betroffene D�se h�ngten, dort, wo diese in die Strebe �berging. Kabel, D�se und Strebe waren mit roten Gefahrleuchten �berzogen, um in der Dunkelheit Unf�lle zu vermeiden. Es war eine plausible Reparatur�� G�tter, und keine billige. Der Druck, der die Platten weggerissen hatte, h�tte auch die D�se �berlasten k�nnen�� eines jener Systeme, f�r die es keine Zusatzleitungen gab und durch das ein Drittel der Kraft des Sprungantriebes geleitet wurde.</p><p>�Es ist das Joch�, sagte Pyanfar zu Geran, die in der Kuppel wahrscheinlich zitterte, dass ihr die Z�hne herausfielen. �Komm wieder ins Schiff! Wir k�nnen nichts weiter tun.�</p><p>Es war ein F�nfzehnstunden-Job. Argwohn nagte in ihren Eingeweiden. Der Defekt h�tte sich auf dem Kontrollpult zeigen m�ssen; es gab durchaus Gr�nde, warum das nicht geschehen war�� weil die Explosion bei der Ankunft erfolgt war�� etwas <emphasis>hatte</emphasis> rot aufgeleuchtet; so vieles hatte innerhalb eines Augenblickes rot aufgeleuchtet und war dann zu normalem Status zur�ckgekehrt� m�glicherweise war es wirklich so gewesen. Vielleicht war es auch eine jener �D�monenber�hrungen�, wie die Mahendo�sat das nannten, wodurch Schiffe verlorengingen und sich durch �berlastung Teile l�sten und so t�teten. Es stand f�nfzig zu f�nfzig, dass sie der Mahendo�sat-Mannschaft �u�erste Dankbarkeit schuldeten; oder sie wurden aufgehalten, betrogen, genasf�hrt. Wenn sie jetzt die Probe machte, w�rde auf jeden Fall die rote Lampe aufflammen, weil die Abdeckung entfernt war.</p><p>Pyanfar sa� da und betrachtete den Sichtschirm mit erh�htem Blutdruck und einem schwelenden Zorn, den sie nirgendwo ablassen konnte.</p><p>�Haral�, sagte sie in den Kom; �K�pt�n?�</p><p>�Das Problem, das du festgestellt hast, w�hrend wir hier einflogen. <emphasis>War</emphasis> das Hauptjoch beteiligt. K�nntest du das noch sagen?�</p><p>Ein langer Augenblick des Schweigens. �K�pt�n, wir waren im Begriff, die Eingabe zu verlieren; ich habe ein neues Pult zugeschaltet, und es lief wieder. Dieser Schwund hatte aber alles �berlastet; die ganze Sektion hatte keinen Durchblick mehr. Ich konnte es nicht mit Sicherheit feststellen; �berall war was verkehrt. Ich dachte, es seien die Platten. Tut mir leid, K�pt�n.�</p><p>Harals Stimme h�rte sich kl�glich an. Haral war es nicht gewohnt, sich zu irren. Nie. �Sicher eines dieser Dinge�, meinte Pyanfar, �die rotes Licht zeigen, wenn die Platten �berlastet sind. Ich bin mir nicht so sicher, dass du dich geirrt hast, Haral, nicht im geringsten.�</p><p>�Ich gehe nach drau�en�, sagte Haral.</p><p>�Und was willst du da? Sie haben alles derart auseinandergenommen, dass es Gleiter erfordert, alles wieder zusammenzusetzen. Mahen-Gleiter. Nein, wir warten ab.�</p><p>�Vorr�te kommen an�, informierte Chur sie schlie�lich �ber Kom vom Unterdeck aus. Es handelte sich um gefrorenen Fisch aus den planetaren Teichen von Kirdu II, einige Stsho- Waren f�r Tully und ein paar weitere �bersetzerb�nder. Pyanfar �berpr�fte die Zeit; es war <emphasis>nach</emphasis> ihrem urspr�nglich geplanten Ablegetermin. Der Kurierdienst war von der Verz�gerung ebenso rasch unterrichtet worden wie sie, eine Unversch�mtheit, die ihren Blutdruck gleich wieder um einige Punkte steigen lie�. �K�pt�n?� fragte Chur. �Hab�s geh�rt�, sagte Pyanfar kalt, und Chur unterbrach die Verbindung.</p><p>Wieder eine Stunde. Die Bildschirme zeigten fortw�hrende Aktivit�t an der D�se. Pyanfar lenkte sich ab, indem sie sich mit der Instandhaltung der Pulte besch�ftigte, sich in die Anlagen unterhalb der Konsolen vergrub, wieder und immer wieder Checks durchf�hrte und nur gelegentlich mal an die Oberfl�che tauchte, um einen kurzen neidischen Blick auf den Bildschirm zu werfen oder dem Funkverkehr zu lauschen. Die Station war dabei, zur Normalit�t zur�ckzukehren; nur die Knnn� blieben drau�en, lie�en sich im Systemdrift treiben und heulten sich weiterhin gegenseitig etwas vor.</p><p>Unten im Korridor summte der Lift; die T�ren �ffneten sich. Pyanfar h�rte das und wandte sich von einer erledigten Arbeit ab, stand auf, wischte sich die H�nde ab und gl�ttete die M�hne� leise, rasche Schritte im Korridor. �Tante?�</p><p>Sie setzte sich auf die Armst�tze ihres Sessels und betrachtete ihre Nichte mit finsterem Gesicht. Hilfy stand mit einem St�ck Papier in der Hand unter dem Bogen des Eingangs, kam dann herbei und reichte es ihr. �Gerade angekommen, per Kurier. Sicherheitssiegel.�</p><p>Pyanfar runzelte die Nase, ergriff es, hakte eine Kralle hinein und riss es auf. Stasteburanas Unterschrift. Gr��e, Ehrbezeugungen und die Zusicherung, dass alles M�gliche getan wurde. �Gr��e vom Stationsmeister�, �bersetzte Pyanfar bitter. �Wir erhalten eine Eskorte bis zum Sprungpunkt, wenn wir abfliegen; der Abflug ist auf diese f�nfzehnte Stunde festgelegt. Verflucht sollen sie sein, sie wussten bereits von dieser Verz�gerung, oder sie w�ren schon wegen des Bandes hier gewesen. Sie wollen es, soviel ist gewiss� und zwar bevor der Job erledigt ist. Wartet der Kurier noch?�</p><p>�Nein.�</p><p>�Verflucht seien sie alle!�</p><p>�Du meinst Tullys Band.�</p><p>Pyanfar hob den Blick zu Hilfy, deren Gesicht mit dem Heranwachsenden-Bart die Andeutung eines Stirnrunzelns zeigte. �Ist das ein Kommentar?�</p><p>�Nein, Tante.�</p><p>�Ich habe dem Au�enseiter den Grund erkl�rt.�</p><p>�Tully, Tante.��� Pyanfar holte tief Luft. <emphasis>�Tully</emphasis> wenn du willst. Ich habe ihm gesagt, warum. Habe ich mich verst�ndlich gemacht?�</p><p>�Er� hat mit Chur dar�ber gesprochen.�</p><p>�Was hat er gesagt?�</p><p>�Dass er verstanden hat.�</p><p>�Und der Rest von euch?�</p><p>Hilfy verschr�nkte die H�nde hinter dem R�cken, senkte den Blick und hob ihn wieder unter gesenkten Brauen. �Er sp�rt� was alles an Problemen im Gang ist. W�hrend der letzten Freischicht versuchte er, mit uns allen zu reden, G�tter, und wie er es versuchte.</p><p>Schlie�lich�� Ihre Ohren sanken herab; ein zweiter kurzer Blick zu Boden. �Schlie�lich umarmte er Chur und ging dann von einer zur anderen und machte dasselbe, nicht� von Mann zu Frau, nicht auf diese Weise, sondern einfach so, als habe er etwas zu sagen und keine andere M�glichkeit, es auszudr�cken.�</p><p>Pyanfar sagte nichts, presste nur die Kiefer zusammen.</p><p>�Er hat mit einem weiteren Band angefangen�, sagte Hilfy, �mit dem neuen Handbuch.�</p><p>�Tats�chlich?�</p><p>�Wir haben es ihm gegeben; er hat sich damit in den Op gesetzt und f�ttert W�rter hinein, so schnell es nur geht.�</p><p>Pyanfar runzelte verbl�fft die Stirn.</p><p>�Er mag auch die Stsho-Hemden, die du besorgt hast. <emphasis>Warm,</emphasis> sagt er, und die Stickereien spielen keine Rolle.�</p><p>�Huch.� Pyanfar stie� sich auf die F��e und streckte eine ausgefahrene Kralle nach Hilfy aus. �Netter Bursche, dieser Tully, so verst�ndnisvoll und dankbar und alles. Ich bin diese Route schon ein paarmal hin und hergeflogen, Kleine, und ich habe meinen Anteil an geschickten Betr�gereien erlebt. Zu aller erst�� wenn wir schon davon reden�� gef�llt mir nicht, dass dieser Au�enseiter bei euch schl�ft. Ich habe es in einem Augenblick gestattet, wo mir weichherzig zumute war, weil mir sein Tr�bsalblasen nicht gefiel und weil ich verhindert wollte, dass er sich auf die gleiche Weise t�tet, wie�� merk dir das, Kleine!�� er zugibt, einen seiner Gef�hrten aus Freundschaft get�tet zu haben.�</p><p>�Das ist nicht fair. Er hat tapfer gehandelt.�</p><p>�Zugegeben. Und vielleicht hat er noch ein paar tapfere Absichten. Die Besatzung ist an fremdartiges Verhalfen gew�hnt, und ich hatte erwartet, sie w�rde sich ihr Urteilsverm�gen erhalten, aber es gef�llt mir nicht, wenn du dabei bist. Die G�tter wissen, dass du dir das Recht verdient hast, dort unten zu <emphasis>sein</emphasis>�� und ich habe es an und f�r sich auch lieber, wenn du dort bist und alle gleich sind, aber so ist es nun mal nicht; es gibt noch diesen verflixten Au�enseiter in der Gemeinschaft, und er macht mich nerv�s, Nichte, wie mich eben Dinge nerv�s machen, die jederzeit ohne Warnung explodieren k�nnen. Ich m�chte dich nicht in seiner N�he haben.�</p><p>Hilfy hatte die Ohren eng an den Sch�del gelegt. �Verzeihung, Tante. Wenn du mir befiehlst, wieder in mein Quartier zu gehen, dann tu ich es.�</p><p>�Nein�, sagte Pyanfar, �ich werde dir etwas Schlimmeres zumuten. Ich werde mich auf deinen Verstand verlassen. Ich sage dir einfach, dass du dar�ber nachdenken sollst, was alles kaputtgeht, wenn irgendeine Banalit�t unseren Gast im falschen Augenblick aus dem Gleichgewicht wirft. Chanur, Nichte, verstehst du?�</p><p>Die Ohren richteten sich wieder auf, aber Hilfys Nase runzelte sich. Der Schuss sa�. �Mir ist klar, dass ich nach Anuurn zur�ckkehren m�chte, Tante; aber ich wei� auch, dass ich auf <emphasis>eine</emphasis> Seite der Familie stolz sein m�chte, wenn ich wieder dort hinkomme.�</p><p>Pyanfar hob die Hand�� ging so weit und hielt den Schlag dann doch zur�ck, wandte ihn in eine Geste der Entlassung um. �Raus, Kleine, raus!�</p><p>Hilfy drehte sich auf dem Absatz um und ging. Pyanfar lie� sich in den Sessel rutschen und zerkn�llte die Botschaft des Stationsmeisters mit der anderen Hand, stie� die Krallen hindurch. Verflucht�� dass sie sich in <emphasis>dieser</emphasis> Angelegenheit auf eine Halbw�chsige verlassen hatte� und noch dazu f�r nichts; f�r nichts. Wieder unterwegs, w�rden sie auch in gr��ere R�ume zur�ckkehren, zu� die G�tter allein wussten, auf was sie dort stie�en.</p><p>Sie streckte die Hand aus und schaltete den �bersetzerkanal ein, h�rte Tullys stetige Eingaben, schaltete ihn wieder aus.</p><p>Einen Augenblick sp�ter sch�ttelte sie den Kopf, gl�ttete das Papier wieder und speicherte es als Faksimile. Schaltete dann erneut den �bersetzer ein und h�rte Tully zu, einer ruhigen, vertrauten Stimme, die ein Wort nach dem anderen zur Bewahrung eingab.</p><p>Sechs Stunden; neun; zw�lf; dreizehn. Der Tag verging mit Mahlzeiten, wie sie unter den Bedingungen des Im-Hafen-Liegens �blich waren, mit Checks und Gegenchecks, erzwungener Ruhe und Sprungsicherheitsprozeduren und vor allem der �berwachung von Scanner und Kom. Pyanfar erreichte in der zw�lften Stunde das Stadium des Aufund-Ab- Gehens und des Sich-�rgerns, bis zur Unertr�glichkeit satt und ausgeschlafen�� nutzte sich die Krallenspitzen auf dem Bodenbelag ab und verbarg ihre Furcht, wenn jemand anderes von der Besatzung bei der Erledigung irgendwelcher Aufgaben vorbeikam.</p><p>Aber Hilfy brachte es fertig, nicht zu kommen. Sie blieb unten, und in welcher Gem�tsverfassung oder mit welchem Verst�ndnis der Situation, danach zu fragen fand Pyanfar keine M�glichkeit.</p><p>�Ein Kurier ist da�, krachte Churs Stimme �ber Kom vom Unterdeck in die Stille auf der Br�cke herein.</p><p>�Fragt nach dem Band, K�pt�n.�</p><p>�Frag den Kurier nach dem Abschluss der Reparaturen!� entgegnete Pyanfar.</p><p>Eine Verz�gerung.</p><p>�Der Kurier sagt, innerhalb einer Stunde, K�pt�n.�</p><p>�Verstanden.� Pyanfars Atem beruhigte sich. Sie blickte nach links, wo sie das von ihr vorbereitete Band hingelegt hatte, streckte die Hand aus, steckte die Kassette in die Tasche und eilte in solcher Hast zum Lift nach unten, dass sie erst dort drin wieder daran dachte, worum sie eigentlich zu verhandeln gedachte; weg von hier, war alles, woran sie denken konnte, und das Band war ein Mittel, um freizukommen, und die Erledigung der ganzen gr�sslichen Notwendigkeit war etwas, das getan zu haben sie nur allzu gl�cklich machte, um die <emphasis>Stolz</emphasis> von den Mahendo�sat freizubekommen und sich wieder auf den Weg machen zu k�nnen.</p><p>Aber unten war Hilfy�� pl�tzlich fiel ihr das wieder ein. Der Lift hielt an, die T�r ging auf, und sie z�gerte einen halben Herzschlag lang, bevor sie hinausging, holte tief all die Luft, die sie nur zu gern dem <emphasis>Mahe</emphasis> gegen�ber wegen der Verz�gerung verbraucht h�tte, aber als sie hinausschritt, war sie des Atems und des Zornes, den sie loswerden wollte, doch ziemlich beraubt.</p><p>Tully. Ihr G�tter, auch Tully war im Op, neben dem Korridor, wo jeder Besucher des Schiffes, der nicht nur auf die Luftschleuse beschr�nkt blieb, selbstverst�ndlich hingebracht wurde.</p><p>Sie umrundete die Ecke und fand tats�chlich eine Versammlung vor�� eine w�rdevoll aussehende <emphasis>Mahe</emphasis> mit juwelenbesetztem Kragen und Kilt, einen Mahe-Diener sowie Haral, Hilfy und Tirun. Sie trat zu der Gruppe, sich pl�tzlich ihrer formlosen Kleidung bewusst, runzelte die Stirn und richtete sich zu ihrer ganzen Gr��e auf�� nicht allzu gro� f�r die Augen von Mahendo�sat.</p><p>�B�ser Schlamassel�, fauchte die H�herrangige der beiden <emphasis>Mahe</emphasis> sie an. �Sie verursachen gro�en �rger, Hani. Wir trotzdem wiederherstellen Schiff.�</p><p>Die �Stimme� des Stationsmeisters, voller Beschuldigungen und Gro�tuerei. Die �Stimme� betrachtete Pyanfar voller erhabenem Hochmut von oben bis unten�� Juwelengeschm�ckt und parf�miert. Pyanfar bog die Krallen und drehte sich mit Bedacht und noch erhabenerer K�hle zu den eigenen Leuten um. �Tully. Wo steckt Tully? Ist er noch im��</p><p>�Sie gef�hrden die Station�, schimpfte die �Stimme� pflichtgem��. �Gro�e Schwierigkeiten mit Tc�a; Kidnapping und Erpressung von Knnn-Bastarde. Sie wollen mitnehmen Raumanzug, den Knnn mitgebracht haben zum Austausch gegen guten Tc�a-B�rger, hah? Ihr Name stehen dran, Hani. <emphasis>Chanurs Stolz,</emphasis> deutliche Buchstaben.�</p><p><emphasis>�Tully!</emphasis> Beweg dein dreckiges Fell und komm raus! Sofort!�</p><p>�Sie kommen nicht mehr zur Station, die Knnn, nein, bedeuten Navigationsgefahren f�r ganzes System. Alles durcheinander. Bergbau hat aufgeh�rt. Handel steht still. Knnn aufgebracht; nehmen Kif-Eigentum, Kif aufgebracht; Tc�a entf�hrt, Tc�a aufgebracht; Kampf gegen Stsho-Station, Stsho machen Anklage; Hani nicht sprechen mit Ihnen�� warum wir verhandeln mit Ihnen, Hani, a?�</p><p>Tully kam, von Churbegleitet, aus dem Op-Raum. Er hatte sein neues stshogefertigtes Hemd an, aus wei�er Seide und mit blauen S�umen�� sah vollkommen zivilisiert aus und nicht wenig beunruhigt durch das Geschrei. �Die Papiere, Tully�, sagte Pyanfar. �Zeig sie dieser freundlichen <emphasis>Mahe!�</emphasis></p><p>Er fischte in seiner Hosentasche nach der Mappe, Angst in den blassen Augen.</p><p>�Ich brauchen nicht verfluchte Papier�, grollte die �Stimme�. Tully hielt sie trotzdem in der Hand und klappte sie vor der <emphasis>Mahe</emphasis> auf, die sie beiseite stie�.</p><p>�Sie haben sie selbst ausgegeben�, sagte Pyanfar. <emphasis>�Eigentum</emphasis> der Kif. <emphasis>Eigentum</emphasis> der Kif, sagen Sie. Sie sehen dieses feine, ehrbare und dokumentierte Mitglied einer zivilisierten und intelligenten raumfahrenden Rasse und reden trotzdem �ber ihn als <emphasis>Eigentum der Kif?</emphasis></p><p>Schande �ber Sie! Ich fordere Sie auf, erkl�ren Sie ihm in Ihren eigenen Worten, erkl�ren sie das mit dem <emphasis>Eigentum!�</emphasis></p><p>Die �Stimme� lie� die Ohren h�ngen und blickte zu ihrem Diener, der ihr ein Duftfl�schchen reichte. Mit kunstvoller Umst�ndlichkeit �ffnete die �Stimme� es und inhalierte, sammelte sich dabei innerlich wieder. Als sie dann wieder auf die Hani herabschaute, war ihr Gesicht leidlich mild.</p><p>�Die B�nder�, sagte sie. �Die B�nder von Ihnen angeboten gleichen <emphasis>einiges</emphasis> der Sch�den aus.�</p><p>�Alle Sch�den. Keine Bu�gelder, keine Anklage, keine Beschwerden.�</p><p><emphasis>�Sternj�ger-Rettung.�</emphasis></p><p>�Eine eigenst�ndige Angelegenheit. Chanur und Faha werden zusammen daf�r gerade stehen, sobald wir zu Hause sind. Fragen Sie den Kapit�n des Rettungsschiffes, er hat meine Garantie daf�r, die seine Verluste �bersteigt. Die Sache ist bereinigt.�</p><p>Die �Stimme� dachte kurz nach und nickte. �Das Band!� sagte sie und streckte die Hand aus. �Das geben, Reparaturen beendet. Gew�hren Ihnen Geleitschutz. Fairer Handel, Chanur.�</p><p>Pyanfar holte das Band aus der Tasche, sp�rte ungewohnte W�rme um die Ohren herum, blickte zur Seite auf Tully und dr�ckte ihm die Kassette in die Hand. <emphasis>�Du</emphasis> �berreichst es! Deines.�</p><p>Hilfy �ffnete den Mund, um etwas zu sagen, schloss ihn wieder. Tully schaute auf die Kassette hinab, dann auf die �Stimme� und streckte ihr das Band z�gernd hin. �Freund�, sagte er auf Hani. �Freund f�r <emphasis>Mahe.</emphasis>�</p><p>Die dunkel bepelzte Hand schloss sich um die Kassette. Die �Stimme� legte die Ohren zur�ck und sch�rzte nachdenklich die Lippen. Tully hatte die Hand weiterhin ausgestreckt�� seine Gesten hatten stets etwas mit Ber�hrung zu tun�� und lie� sie auch. Langsam streckte auch die <emphasis>Mahe,</emphasis> deren Berufung fremdes Protokoll war, die Hand aus, erduldete lahm Tullys Ber�hrung und nahm die Hand ohne sichtbares Zusammenzucken zur�ck� alles jedoch mit einer niedergedr�ckten Ruhe, die ihr gar nicht �hnlich sah. In leichter Andeutung von H�flichkeit senkte sie den Kopf. �Ich �berbringe dein Wort�, sagte sie.</p><p>Und mit gerunzelter Stirn und einem kurzen Blick auf Pyanfar: �Ablegen in einer Stunde; verbindlich. Die Kirdu-Station gew�hrt Ihnen jede m�gliche Hilfe. Bitten Sie geben uns Lage von Heimatwelt dieses guten Burschen�� Gefahr, dass Sie untergehen, er, alles, auf dieser Reise.�</p><p>�Die Lage, die wir im Moment vermuten, ist jenseits des Kif-Raumes. Wir hatten noch nicht die Zeit, es exakt herauszufinden, Verehrte.�</p><p>�Dumm�, sagte die �Stimme� mit ihrer standesgem��en Unversch�mtheit.</p><p>�Unser ungl�cklicher Freund wurde von den Kif elenden Umst�nden ausgeliefert; verwundet, nicht dumm�� zu schlau, um ohne Verst�ndnis der Dinge etwas zu sagen. Jetzt haben wir nicht genug Zeit. Helfen Sie uns, von hier wegzukommen, und wir werden die Kif fr�her oder sp�ter erledigen!�</p><p>�Dieser <emphasis>Hakkikt�</emphasis> Akukkakk. Wir <emphasis>kennen</emphasis> ihn. Schlimmes Problem, Chanur-Kapit�n.�</p><p>�Was wissen Sie?� fragte Pyanfar, pl�tzlich und nicht zum erstenmal voller Argwohn gegen jeden <emphasis>Mahe</emphasis> auf Kirdu. �Was wissen Sie �ber diesen Kif?�</p><p>�Sie legen in einer Stunde ab. Die Gleiter werden jetzt abgezogen. Sie machen gute und schnelle Reise, Chanur-Kapit�n.�</p><p>�Was wissen Sie �ber diesen Kif?�</p><p>�Gute Reise�, w�nschte die �Stimme�, verbeugte sich einmal vor allen, sammelte ihren Diener ein und marschierte zur Luftschleuse.</p><p>�Geh!� sagte Pyanfar verdrossen und schickte mit einem Wink Haral hinter der �Stimme� und ihrem Begleiter her. Sie sah sich zu Hilfy um, deren Ohren sich etwas gesenkt hatten; und auch zu Tirun und Chur und Tully. Tully sah unruhig aus. �Gut�, sagte Pyanfar zu ihm und t�tschelte seinen Arm. �Guter Schachzug, dieses �Freund�. Du hast ihr die B�rde zugeschoben, wei�t du das? Das war die �Stimme�, die zur und f�r die �Pers�nlichkeit� selbst spricht, den Stationsmeister von Kirdu. Und, bei den G�ttern, du hast es geschafft, mein guter und gesitteter Au�enseiter, du hast die Sache dem Stationsmeister direkt in den Scho� geworfen.�</p><p>Tully senkte kurz den Blick und zuckte leicht die Achseln, sah nicht weniger besorgt aus als vorher. Pyanfar trug im Moment nicht den Ohrh�rer des �bersetzers. �In einer Stunde, habt ihr�s geh�rt?� sagte sie zu den anderen, zu Tirun und Hilfy und Chur� und auch zu Geran, die im Op-Raum Wache hielt, weil Fremde auf dem Schiff ein und aus gingen. �Noch eine Stunde, und wir sind unterwegs, weg von hier. Nach <emphasis>Hause!�</emphasis></p><p>�Wie machen wir es?� rief Geran aus dem Raum. �Lassen wir die Spr�nge wie vorher schon aufeinanderfolgen?�</p><p>�So dicht, wie es nur irgend geht�, erwiderte Pyanfar und schaute nach links, als eine Bewegung dort ihren Blick einfing. Es war Haral, die von der Schleuse zur�ckkam�� kein weiter Weg, nur bis zum Beginn des Korridors.</p><p>�Dichtmachen, K�pt�n?� rief Haral den Korridor herab. �Dichtmachen!� best�tigte Pyanfar und erstarrte in ihrer begleitenden Handbewegung, als eine hochgewachsene dunkle Gestalt hinter Haral im Korridor auftauchte. <emphasis>�Pass auf!�</emphasis></p><p>Ein Mahendo�sat. Haral war bereits herumgewirbelt, und der schlaksige, dunkelpelzige <emphasis>Mahe</emphasis> kam hereinmarschiert, als geh�re er hierher, und lie� dabei vergoldete Z�hne l�chelnd aufblitzen.</p><p>�Ismehanan��, schrie Pyanfar. ��<emphasis>Goldzahn,</emphasis> verflucht noch mal. Sie kommen hereingeschlichen ohne jede Erlaubnis� Wer hat Sie hereingelassen?�</p><p>Das Grinsen lie� nicht im geringsten nach. Der <emphasis>Mahe</emphasis> verbeugte sich schwungvoll und richtete sich wieder auf, als sie zu ihm trat. �Habe auf einmal Vorhaben, Chanur, vielleicht selbes Kurs wie Ihres.�</p><p><emphasis>�Wessen</emphasis> Vorhaben?�</p><p>�Vielleicht selbes wie Sie.�</p><p>Sie lie� die Brust durch einen tiefen Atemzug anschwellen und sah zu ihm auf. �Vielleicht reden Sie einmal deutlich, Kapit�n, und zwar sofort!�</p><p>�Wohin Sie gehen?�</p><p>�Vielleicht sollte ich das dem ganzen Dock �ber Funk ausrichten, extra f�r die Kif.�</p><p>�Heimat m�glicherweise? Ajir-Route?�</p><p>�Vermuten Sie, was Sie wollen.�</p><p>�Habe <emphasis>Mahijiru</emphasis> erstklassige Waffen besorgt; Freund von mir legen an heute, auch haben Nummer-Eins-Ausstattung. Warten deswegen, Chanur.�</p><p><emphasis>�Bastard!�</emphasis></p><p>Er wich zur�ck und hob eine Hand mit stumpfen N�geln; ihre, ebenfalls angehoben, hatte scharfe. Er grinste obendrein. �Notwendig, Zeit f�r <emphasis>Mahe</emphasis> laden aus Fracht.�</p><p>�Sie ohrensaugender L�gner. Wo ich hinfliege, hat mit Ihnen nichts zu tun; Hani-Belange, verstehen Sie? Private Belange. Wenn Sie Streit mit den Kif wollen, dann besorgen Sie ihn sich selbst.�</p><p>�Fliegen heimw�rts, nicht wahr?�</p><p>�Private Belange, habe ich gesagt.�</p><p>�Warnen Sie�, sagte Goldzahn. �Einmal. Vielleicht jetzt gehen treiben Handel in Hani- Hafen; viel Handel. Sie sprechen f�r Ihres gutes Freund dort, ja?�</p><p>�Goldzahn, was f�r ein Spiel soll das werden?�</p><p>Er grinste und machte auf dem Absatz kehrt, ging Richtung Schleuse, wo Haral voll finsterer Entr�stung stand, davon.</p><p>�Goldzahn!�</p><p>Er blieb nur stehen, um noch einmal zu winken. <emphasis>�Mahijiru</emphasis> Ihre Eskorte, Kapit�n. Sie haben Nummer Eins bestes.�</p><p>�Verdammt noch mal, ich spiele doch nicht den K�der in irgendeinem <emphasis>mahen</emphasis> Spiel mit den Kif!�</p><p>Er war schon weg, w�hrend die Echos noch hallten. Haral, die jetzt keine Befehle mehr hatte, blickte zu ihr zur�ck, aber Pyanfar lie� die Arme an den Seiten herabh�ngen und dachte nicht daran, ihr neue zu geben. Es waren die Bedingungen des <emphasis>Mahe,</emphasis> und sie hatten keine M�glichkeit, etwas dagegen zu tun, dass er ihnen folgte. �Mach diese Schleuse dicht!� sagte sie dann. �Die G�tter allein wissen, wer sonst noch alles hereinschneit.� Haral eilte sich, dem nachzukommen. Pyanfar betrachtete die anderen, Tully, Chur, Hilfy und Tirun und auch Geran, die aus dem Op gekommen war.</p><p>�Die <emphasis>Mahijiru</emphasis> ist dran�, berichtete Geran. �Jemand hat eine abgeschirmte Verbindung eingerichtet, und wir erhalten �ber sie Sendungen. Sie behaupten, Befehle zu haben, und wollen Daten.�</p><p>�Wir fliegen heim�, sagte Pyanfar kurz. �Heim, bei den G�ttern! Sie haben uns Zeit gestohlen. Wenn Stasteburana daran denkt, uns zu benutzen, verdammt soll er sein, das Spiel k�nnen auch zwei spielen! Ich werde ihnen unseren Kurs �bermitteln; ich werde sie innerhalb der Anuurn-Umgrenzung f�hren.�</p><p>�Chanur��, wandte Tirun ruhig ein.</p><p>�Noch weitere als Chanur sind hierin verwickelt. Vielleicht ist es n�tig, dass das auf Anuurn begriffen wird. Wir haben uns �rger eingehandelt, noch dazu einen, der weite Kreise zieht.</p><p>Wir wissen nicht, wie weit. Es sollten eigentlich Hani hier sein, habt ihr auch daran gedacht?</p><p>Viele Hani-Schiffe kommen und gehen hier gew�hnlich, nicht nur Tahar. Wir befinden uns hier in einem der Hauptanlaufh�fen unserer Rivalen�� und kein Hani-Schiff au�er diesem einen, das jetzt auf Heimatkurs ist. Ich wette mit euch, Kusinen, sie sind alle zu Hause geblieben,�� nachdem sie den Hafen erst einmal erreicht hatten. Das hat unsere Strecke leergefegt. Die <emphasis>Sternj�ger</emphasis> wusste Bescheid; die Nachricht ist weitergegeben worden, von Hafen zu Hafen, bei jedem Kontakt.�</p><p>�Aye�, murmelte Chur. �Aye. G�tter! Sechs Monate k�nnte das schon so gehen.�</p><p>�Ich gehe auf die Br�cke. Die Br�ckenbesatzung auf diesem Flugabschnitt: Haral, Geran, Chur! Ihr anderen bezieht Station im Op! Und besorgt Tully sofort sein Beruhigungsmittel, bevor es jemand vergisst!�</p><p>�Tante!� rief Hilfy hinter ihr her. Pyanfar blieb stehen und drehte sich um. �K�pt�n�, sagte Hilfy mit ruhigerer Stimme.</p><p>�Eine Frage?� erkundigte sich Pyanfar mit finsterem Gesicht. Hilfys Kinn hob sich. �Nein, K�pt�n�, sagte sie v�llig ruhig. Pyanfar nickte mit leicht zusammengepressten Lippen, blickte mit Befriedigung in Hilfys klare Augen, drehte sich dann um und schritt davon zum Lift.</p><p>Weiter unten im Korridor fiel dr�hnend die Schleuse zu. Die <emphasis>Stolz</emphasis> hatte mit dem Ablegen begonnen.</p></section><section><title><p>Zehntes Kapitel</p></title><p>�Bekomme Aufnahme von Begleiter�, sagte Chur, die es sich an der Korn-Station bequem gemacht hatte. �Sie schw�ren, dass es eine abgesicherte Verbindung ist.�</p><p>�Huch.� Pyanfar beendete die Checks und griff nach dem Kontakt, der auf ihrem Kom- Modul blitzte. �Hier Chanur.�</p><p>�Ich stellen Sie vor�, erwiderte Goldzahns Stimme. �Kapit�n Pyanfar Chanur, haben Verbindung mit <emphasis>Aja Jin.</emphasis> Kapit�n Nomesteturjai.</p><p>�Chanur�, polterte eine Stimme. �Hier <emphasis>Jik.�</emphasis></p><p>�Nummer Eins Bursche sein Jik�, sagte Goldzahn. �Ehrlich wie Sie, Pyanfar Chanur.�</p><p>�Ehrlich wie mich aufhalten und behindern. Chanur k�mpft um sein Leben, Sie fetzenohriger Bastard, geht das in Ihren Kopf hinein? Herausforderung, und ich bin nicht dort. Bei Ihrem Herumspionieren, haben Sie da herausbekommen, was das bedeutet?�</p><p>�Ah�, sagte Goldzahn. �Kennen dieses Problem, ja.�</p><p>Pyanfar sagte nichts, zwang ihre Krallen wieder zur�ck.</p><p>�Wissen auch wo sein dieses Akukkakk�, erkl�rte Goldzahn. �Interessiert, Hani-Kapit�n?�</p><p>�Nachdem ich meine eigenen Gesch�fte erledigt habe.�</p><p>�Selbes Ort.�</p><p><emphasis>�Anuurn?�</emphasis></p><p>�Halten Sie am Leben, Hani! Wir vielleicht machen langsam, aber Sie machen Handel wir wollen. Mehr gro� als Perlen und Schwei�er, a, Hani?�</p><p>�Sie folgen mir, verdammt!� Sie gab den Kurs und die Bahnkurve �ber Computer hin�ber.</p><p>�Das ist der Weg.�</p><p>Ein <emphasis>mahen</emphasis> Zischen kam als Antwort, kehlig und besorgt. �Sie steuern auf gut Gl�ck, Hani? Sie v�llig verr�ckt, dieses Kurs?�</p><p>�Fliege ich immer, <emphasis>Mahe.</emphasis> Erschreckt?�</p><p>�Hani-Witz, ah?�</p><p>�Zwei Kif liegen da unten im Dock. Wir fliegen, sie fliegen auch. Haben Sie die Patrouille alarmiert?�</p><p>�Erledigt�, meldete sich die zweite Stimme.</p><p>�Ha�, brummte Pyanfar. �Sie haben Ihre Daten, alles, was Sie wollten. Genug. Wir verschwinden von hier.�</p><p>�A.�</p><p>Zustimmung. Pyanfar warf einen kurzen Blick auf Haral, �ber die dazwischenliegende Konsole hinweg, und die Verbindung erlosch. Chur schickte der Dockmannschaft ihre Signale. �Wir haben Priorit�t f�r unseren Abflug�, berichtete Chur. �Kein Problem.� Die Kabel wurden gel�st, Anzeigen begannen zu blitzen, mahnten das Schlie�en der Luken an.</p><p>Haral setzte exakt in der richtigen Reihenfolge die Verschl�sse in Aktion. Vor der Prim�rkonsole belebten sich Bildschirme, als Geran das Scannerbild von der Station durchstellte. Der Luftschleusengreifer l�ste sich hallend, und die letzten Luken waren jetzt dicht. �Los geht�s!� warnte Pyanfar �ber die Rundspruchanlage und l�ste die schiffseigenen Greifer der <emphasis>Stolz,</emphasis> deren Griff an der Station unabh�ngig war von deren Griff am Schiff.</p><p>Dr�hnend f�hren sie in ihre F�cher zur�ck; Lagekontrolld�sen lie�en das Schiff gem�chlich Abstand gewinnen.</p><p>Es war ein glattes Man�ver, ein leichtes Absto�en und eine Zuwendung der Nase zum verkehrsfreien Nadir, als G einsetzte, mit einem Winseln der Rotationsmaschinen. Blitzende Comp-Anzeigen wiesen auf die Flugschneise, und der Scanner zeigte die <emphasis>Mahijiru</emphasis> und die <emphasis>Aja Jin,</emphasis> die unter dem Backbordrand der Station hervorschwebten. Die <emphasis>Stolz</emphasis> gewann an Antriebsimpulse, solide eineinhalb G jetzt in Richtung Nadir und aus dem System.</p><p>�Kif legen ab�, sagte Chur am Korn-Monitor. �Bekanntgabe von der Station.�</p><p>�Keine Scanner-Best�tigung�, sagte Geran.</p><p>Pyanfar langte bereits nach dem abgedeckten Waffenschalter, warf die Abdeckung zur�ck und schaltete ein; Lichterkr�useln gab die Bereitschaft der Gesch�tzluken bekannt.</p><p>�Bleib dran!� wies sie Haral an, ohne die Augen von ihren eigenen Aufgaben zu wenden.</p><p>�Keine Comp-Synchronisation, nicht, wenn die <emphasis>Mahe</emphasis> im Weg sind. Ich kann nicht einfach versehentlich einen von ihnen ausl�schen.�</p><p>�Hoffentlich sind sie genauso bedachtsam�, brummte Haral. �Huch.�</p><p>�Kif mit Kurs aus dem System�, berichtete Geran. �Schirm Zwei.�</p><p>�Wo steckt unsere Eskorte?� fragte Pyanfar verdrie�lich��</p><p>�Op-Deck, bleibt gesichert, h�rt zu und achtet auf eure Stichworte!�</p><p>�Eskorte unterwegs�, meldete Chur. �Sie sind auf Abfangkurs. Die Station hat sie scannerisoliert.�</p><p>�Verstanden.� Sie warf einen kurzen Blick auf das Scannerbild von der Station, auf dem sie selbst als �bergro�er Keil sichtbar waren, zusammen mit einem ganzen Haufen Schiffssignale in Synchronisation. Geran schickte ein weiteres Bild. G baute sich weiter auf, zerrte an den Eingeweiden und zwang Pyanfars Arm gegen die Ellbogenst�tze zur�ck. Die Kif holten nicht auf, bewahrten vielmehr eine gem�chliche Beschleunigung in ihrem Kielwasser.</p><p>Goldzahn und dieser Fremde, dieser Jik, als Geleitschutz. Pyanfar begriff, gestand sie sich selbst gegen�ber ein, nicht die <emphasis>mahen</emphasis> Ordnung der Dinge, nicht mehr, als Au�enseiter die Stsho verstanden. Mit ihnen Handel zu treiben, war eine Sache. Die Grenzen eines <emphasis>Mahe</emphasis> wie Stasteburana abzusch�tzen, eine andere. Goldzahn und sein Mahe-Freund, dieses Schiff, das in der Stunde des Abfluges der Tahar in das System geschlichen war�� vielleicht Kaufleute; aber was sie von der <emphasis>Mahijiru</emphasis> und der <emphasis>Aja Jin</emphasis> auf dem Bildschirm sah, war bedrohlich schlank und schmuck mit den abmontierten Frachtr�umen; eine Menge Raum war bei beiden Schiffen den Energieanlagen vorbehalten, eine verschwenderische Menge Sprungkapazit�t, bislang maskiert durch die jetzt fehlenden Lader�ume, seltsam geformte Zentralbereiche, die sich in einer Art und Weise w�lbten, dass sie in einer vern�nftigen Geometrie zu den gerade angelegten Tanks passten. D�sen mit merkw�rdigen dunklen Zwischenr�umen, �hnlich Faltgelenken, gr��er als D�sen, wie sie Schiffe dieser Masse eigentlich haben sollten. Es war eine seltsame Sache, dass Schiffe einander niemals <emphasis>sahen,</emphasis> dass sie ihre Nasen in die Stationen steckten und unsichtbar hinter W�nden versteckt blieben, dass sie wieder als Blips und Punkte und Computerzeichnungen existierten und sich zu schnell bewegten, um optisch eingefangen zu werden. Nur jetzt, wo sie in Synchronisation zueinander flogen, ein Rudel mit gleichm��iger Geschwindigkeit und untereinander in Sichtweite.</p><p>�Renner, diese Schiffe�, brummte Pyanfar bewundernd Haral zu. �Schau dir unsere Eskorte an, Kusine!�</p><p>�Habe ich�, sagte Haral. �Habe ich, K�pt�n.�</p><p>Etwas Neues bei den Mahendo�sat. Etwas, um das es lange Zeit sehr still gewesen sein musste. Schiffe, die den Kif-Rennern glichen. Jagdschiffe. Pyanfars Schnurrbarthaare str�ubten sich, als h�tte die Nase etwas erschnuppert. G�tter�� die <emphasis>Mahijiru,</emphasis> auf Streifflug um den Treffpunkt, an den Grenzen zum Stsho-Raum�</p><p>Jagdger�chte? Eine auf dem Dock herumlungernde Mannschaft, ger�uschvoll und sichtbar mit Reparaturen besch�ftigt, die sie genauso gut drinnen h�tte verrichten k�nnen. Zwei Gruppen J�ger auf den Docks neben den Kif, und sie waren gekommen, um sich gegenseitig zu beschnuppern, jeder den anderen auf so schlaue Weise auszuforschen, sie und die <emphasis>Mahe</emphasis>�</p><p>�Dieser goldzahnige Bastard wei� etwas�, meinte Pyanfar. �Von Anfang an wusste der Bescheid! Kannte diesen Akukkakk; kannte diese Kif-Schiffe; wusste, was hier drau�en im Gang war.�</p><p>Haral warf ihr einen beunruhigten Blick zu.</p><p><emphasis>�Knnn�,</emphasis> sagte Geran pl�tzlich, und ein Bildschirm ging aus und ein anderer belebte sich statt dessen, auf den Haufen Knnn-Schiffe gerichtet, der nicht l�nger bewegungslos war.</p><p>�G�tter�, brummte Chur. �Nun geht�s los!�</p><p>�K�mmere dich nicht um die verdammten Knnn!� sagte Pyanfar. �Achte auf die Kif! Op, �bernehmt das Sektorbild und haltet uns auf dem laufenden!�</p><p>Das Bild verschwand von ihrem Schirm. Tirun best�tigte von unten die �bernahme. Auf dem jetzt erscheinenden Bild begannen die Kif hinter ihnen, sich in Bewegung zu setzen.</p><p>�Haben Knnn dabei�, kam Goldzahns Stimme herein, von Churs Pult �bertragen.</p><p>�Wie �rgerlich�, meinte Pyanfar. �Wissen Sie mehr dar�ber, <emphasis>Mahe?</emphasis> Was wissen Sie eigentlich sonst noch? Dar�ber, wie Sie auf Treffpunkt �rger gesucht haben.�</p><p>�Haben nicht n�tig suchen. <emphasis>Hani</emphasis> in Hafen.�</p><p>�K�pt�n.� Tiruns Stimme. �Verk�rztes Intervall.�</p><p>Sie betrachtete es sich. Bog die Krallen vorsichtig um den Knebelgriff. �Wir fliegen raus!� informierte sie den <emphasis>Mahe.</emphasis></p><p>�Werden beschleunigen und testen. Gehen Sie mir aus dem Feld, verstanden? Haben hier keine Zeit mehr!�</p><p>�Ah.�</p><p>Sie bewegte den Hebel. Die <emphasis>Stolz</emphasis> beschleunigte, um den Abstand zwischen sich und den <emphasis>Mahe</emphasis> zu vergr��ern. Der Hauptschirm wechselte vom Scanner zu einem vom Fadenkreuz bedeckten Stern; die Bilder wechselten einander ab und verschwanden schlie�lich. Auf dem Scanner fielen die Kif immer weiter zur�ck, gingen gegen�ber der Patrouille kein Risiko ein.</p><p>Und die Knnn� sie str�mten in einer Flut des Wahnsinns dahin, beschleunigten nach dem Vorbild der <emphasis>Stolz,</emphasis> ein paar Punkte abseits von deren Kurs.</p><p>�Intervall erreicht�, sagte Haral.</p><p>�Beschleunigung!� warnte Pyanfar die anderen. Sie dr�ckte leicht den Sprungimpulsschalter; schluckte gegen die �belkeit und sah, dass die Instrumente sich auf die neue Geschwindigkeit einstellten.</p><p>�Soweit klar�, meinte Haral. �Alles stabil. N�hern uns Sprung.�</p><p>�Auf langen Sprung vorbereiten!� informierte Pyanfar die Unterdecksbesatzung. Warf einen letzten wilden Blick auf den Scanner, wo die <emphasis>Mahijiru</emphasis> und die <emphasis>Aja Jin</emphasis> auf die gesch�tzte Position zur�ckgefallen waren. Kommunikation war jetzt nicht mehr m�glich; zu gro� war die Signallaufzeit dazwischen. Diese Positionen entsprachen Pyanfars Vorstellungen�� die <emphasis>Mahe</emphasis> folgten ihrer Spur; um das, was vor ihnen lag, konnten sie sich schon selbst k�mmern. Am besten war es, durch jeden am Ziel wartenden Hinterhalt hindurchzubrausen und dabei nicht das zweite oder dritte Schiff zu sein wie die <emphasis>Sternj�ger</emphasis> bei Kita, nachdem das Nest aufgest�rt und die Kif munter geworden waren.</p><p><emphasis>Habt Gl�ck,</emphasis> w�nschte sie den <emphasis>Mahe.</emphasis> Trotz anderer Dinge.</p><p>Trotz T�uschungen und Mahe- Absichten, die nichts mit ihren zu tun hatten. <emphasis>Gl�ck,</emphasis> dachte sie. Und: <emphasis>hinterlistiger L�gner!</emphasis></p><p>Der Kurs blitzte auf dem Bildschirm; zuerst ein Sprung ins Ajir-System und danach zu Anuurn selbst, der direkte Weg und der am meisten durch Hinterhalte gef�hrdete; aber sie hatten jetzt keine Zeit mehr f�r Feinheiten.</p><p>�Bereit!� warnte sie die Besatzung.</p><p>Sie erreichten ihren Punkt. Die <emphasis>Mahijiru</emphasis> w�rde hinter ihnen sein, auf ihrer Spur dahingleiten; und die <emphasis>Aja Jin,</emphasis> dieser andere goldzahn�hnliche Typ�� die ganze Strecke.</p><p>Das Heulen einer Boje, als sie herauskamen. Der Ajir-Signalgeber verklang hinter ihnen zur Unverst�ndlichkeit. Eine Gemeinschaftseinrichtung von Mahendo�sat und Hani war diese Station, voller Verkehr und Gefahren im Sprungbereich f�r eine hindurchfegende irre Hetzjagd, die ihre Geschwindigkeit nicht anpasste. Eine zweite Gelegenheit, es mit dem Man�ver zu probieren, das bei Kita gescheitert war und zu Besch�digungen am Schiff gef�hrt hatte. Mochten die G�tter jedem anderen Ank�mmling beistehen, der ihnen zuf�llig in den Weg geriet.</p><p>ALARM-ALARM-ALARM, heulte die <emphasis>Stolz,</emphasis> strahlte eine komprimierte Sendung aus: <emphasis>Mahe- Eskorte folgt. Wahrscheinliche Feindaktionen. Achten auf Kif im System und au�erhalb! Alle Verteidigungseinrichtungen bereitmachen! Vorsichtsma�nahmen einleiten! Zwei uns folgende Schiffe sind Geleitschutz. Dahinter �rger. Verluste bei vorhergehenden Angriffen:</emphasis></p><p>Handurs <emphasis>Reisende,</emphasis> Fahas <emphasis>Sternj�ger. Kif-Angriff auf unbewaffnetes Nicht-Pakt-Schiff, Verluste von drei Fremdwesen.</emphasis> ALARM-ALARM-ALARM�</p><p>Das Chaos w�rde auf Ajir ausbrechen; im Dock liegende Kif w�rden vielleicht Ansto� nehmen; Handur waren vielleicht hier und h�rten zu, und auch Faha.</p><p>Wenn die Kif nicht bereits hier in einem Hinterhalt warteten�</p><p>Diese Masse dort vor ihnen im Raum war Ajir, eine gelbe Sonne, abseits von den meisten Sternen dieser Region gelegen, und ihr G�rtel aus Welten und Gesteinsbrocken lag extrem elliptisch um sie herum�� Gefahr, mahnte Pyanfars Ged�chtnis fortw�hrend, fern und benebelt im Durcheinander des Nachdem-Sprung, erinnerte an hohe Geschwindigkeiten und Instrumente, die sie nur mit der Fassade der Realit�t f�tterten� zu schnell, zu schnell.</p><p>�Wo <emphasis>liegt</emphasis> er?� fragte sie Haral�� um der G�tter willen, der Heimatstern� ein blindes Neugeborenes konnte ihn von Ajir aus wahrnehmen, ihn sp�ren, darauf zuhalten, egal, wie sehr durch einen Sprung ersch�ttert�� ihr Bug zeigte dorthin.</p><p>�Ausgerichtet�, schnurrte Harals Stimme langsam durch den Wahnsinn, langsam, als sie auf C zustie�en und das System an ihnen vorbei in die Unwirklichkeit brauste, sich bewegte, sich bauschte, vorbeihuschte, w�hrend sie durch Bewegungen trieben; ein dopplerverf�rbter Stern stand klar vor ihnen, vom Fadenkreuz erfasst, und alles andere war irrsinnig geworden� <emphasis>Heimat.</emphasis></p><p>Wochen in der Zeit/Nichtzeit des Sprungs�</p><p>Sie waren da. Es fiel schwer zu denken, mit den Bremsfolgen zu beginnen. Das Schiff w�rde �bernehmen, wenn die manuellen Eingriffe v�llig versagten, w�rde bremsen und au�erhalb des Systems zu einem glatten Halt kommen, noch innerhalb des R�ckkehrbereiches. Es war leichter, es dahingleiten zu lassen, das System vorbeischwimmen zu sehen, die Maschinen �bernehmen zu lassen, Nein, Sie hatten noch vom letzten Sprung her den manuellen Override eingestellt.</p><p>Maschinengesetze waren bereits verletzt. Pyanfar hob den Arm, sah mit benommenem Blick Haral, die den gleichen verzweifelten Kampf aufgenommen hatte, langsam und m�hevoll im Nachhinein ihrer Ankunft. Eine Warnleuchte blinkte; nicht dieselbe Fehlfunktion, sondern ein Au�enalarm:</p><p>Korn-Empfang�� Leitfeuer�</p><p>Sie bremsten ab und wurden f�r einen Moment v�llig blind. Das Anuurn-Leitfeuer hie� sie daraus hervor willkommen; ihr eigener Alarm ging weiterhin, schrie verheerend, wo sie auch vorbeikamen. Pyanfar bekam die Hand hoch, gab Chur ein Zeichen �ber Leuchtsignal; nach einem unbestimmbaren Moment ging es wieder aus.</p><p>Zweite Bremsung. Tullys Stimme kam durch den offenen Kom, und die Hilfys, die ihn tr�stete� Hilfy, die noch vor gar nicht langer Zeit die Spr�nge nur mit �belkeit durchgestanden hatte, sie half jetzt ihrem Passagier.</p><p>�Kriege Bild herein�, meldete sich Geran. �Es sind Schiffe hier drau�en.�</p><p>Keines in ihrem Weg, denn sonst w�re Geran nicht so ruhig gewesen. Sie standen im Zenith von allem und jedem.</p><p>�Bekomme Kurseingabe�, sagte Haral, und das Bild auf dem Schirm ver�nderte sich, wurde zu aufblitzenden Linien und einer Forderung nach Angleichung�� die Flugschneisen- Zuweisung von der Boje.</p><p>Dritte Bremsung. Pyanfar schluckte m�hsam und betrachtete wieder den Scanner, als dieser sich neu einstellte. �Bild achtern�, sagte Geran; es erschien auf dem Sekund�rschirm. Die <emphasis>Mahijiru.</emphasis> Die Wellenfront kam von hinten herangesp�lt, zeigte an, wo dieses Schiff und sein Begleiter landen w�rden, wenn sie mit dem Bremsen z�gerten.</p><p>�Zu dicht, <emphasis>Mahe!�</emphasis> brummte Pyanfar.</p><p>Abschlie�ende Bremsung. Sie kamen auf Kurs und flogen exakt die Schneise entlang, gef�hrt vom Scannerbild der Station. �Haben vor, in Gaohn anzudocken�, sendete Pyanfar.</p><p>Das war die innere der beiden Stationen im Ahr-System, die Station, die Anuurn selbst umkreiste. Das Signal ging aus; eine der Robotbojen blitzte die Best�tigung, automatische Kursangabe, Routineeinflug wie bei jedem ankommenden Handelsschiff.</p><p>�Bremsman�ver beendet�, sagte Chur. �Zweite Ankunft; unsere Freunde sind beide drin.�</p><p>��bermittle ihnen die Anweisung, die Flugleitung zu ignorieren und auf unserer F�hrte zu bleiben!�</p><p>�Der Stationsscanner�, meldete Geran, �zeigt einen Haufen Schiffe. Einen <emphasis>gro�en</emphasis> Haufen Schiffe.�</p><p>Pyanfar besah sich die Sache. Sechs gr��ere Planeten um Arh: Gohin, Anuurn selbst, Tyo, Tyar, Tyri und Anlas�� mit verschiedenartigen Monden, Ringen und Planetoiden. Nur Anuurn war bequem bewohnbar, und es wurde von der Gaohn-Station umkreist; dann gab es noch die Kilan-Station, die die kleine Kolonie auf Tyo unterst�tzte. Verkehr war immer vorhanden.</p><p>Hani waren keine gro�en Kolonisatoren, wie es Mahendo�sat, Stsho und sogar die Knnn zu sein neigten; aber hier im Heimatsystem herrschte stetiger Verkehr von kleinen, das System regelm��ig befahrenden Schiffen bis zu den gr��eren, die von den Sternen her hereinsprangen; es gab eine gro�e Null-G-Schiffswerft der Harn-Station, wo alle Hani- Schiffe entstanden und wo sie zur Neuausstattung und Reparatur hinkamen.</p><p>Aber diesmal waren es das Doppelte der �blichen Zahl, gut das Doppelte, wartende Schiffe au�erhalb der Schneisen. Schiffe in ganzen Schw�rmen und in Gruppen zu vieren oder f�nfen.</p><p>�Das gef�llt mir nicht�, sagte Haral.</p><p>�Es sind nicht alles unsere�, sagte Pyanfar. Und einen Moment sp�ter: �Er ist <emphasis>hier</emphasis>. Goldzahn hat es gesagt und die Kif auf Kirdu haben es gesagt. Die <emphasis>Hinukku</emphasis> ist hergekommen. Auf der Suche nach Rache.�</p><p>Niemand sagte etwas. Die Minuten krochen auf dem Chronometer dahin. Die <emphasis>Stolz</emphasis> sendete ihr eigenes Signal�� von Computer zu Computer. Eine Anzeige blitzte auf und ein Signal kam �ber Korn herein. �Die <emphasis>Mahijiru�,</emphasis> sagte Chur. �Die <emphasis>Aja Jin.</emphasis> Beide n�hern sich auf unserer Spur.�</p><p>�Signalisiere ihnen, nach vorn zu kommen�, befahl Pyanfar. �Geb�ndelter Strahl, mehr nicht.�</p><p>�Erlaubnis zur freien Bewegung�, sendete Tirun vom Unterdeck.</p><p>�Abgelehnt! Wir haben hier eine kritische Situation. Bleibt auf den Posten!�</p><p>�Verstanden�, antwortete Tirun.</p><p>Chur beugte sich nach unten, �ffnete ein Fach an ihrem Pult und brachte eine Flasche zum Vorschein, trank einen Schluck daraus und reichte sie weiter; sie ging zu Geran und Chur und schlie�lich in Pyanfars H�nde, als noch ein genaues Viertel durch das durchsichtige Plastik erkennbar war. Sie nippte daran; ihr Mund f�hlte sich an wie Papier und schmeckte nach tagelanger Abgestandenheit. Von der linken Hand blieben ein paar Pelzhaare an der feuchten Flasche h�ngen, als sie sie in den Abfallbeh�lter warf. Das Salz und die Fl�ssigkeit halfen, linderten das Zittern der Glieder. Sie sp�rte immer noch Schmerzen in R�cken und Gelenken, und ihre Augen neigten noch dazu, das Bild verschwimmen zu lassen. Ein Zweifachsprung war nicht leicht f�r den K�rper. K�rper waren f�r solche Misshandlungen nicht geschaffen. Sie dachte ans Andocken, ans Herumlaufenm�ssen und sich mit m�glichen Schwierigkeiten auseinandersetzen m�ssen�</p><p>Eine F�hre besorgen und mit ihr auf dem Planeten landen, w�hrend alles andere �ber ihr schwebte�</p><p>Etwas umkrampfte protestierend ihre Eingeweide. Sie blickte auf den Scanner, den eigenen, das schmale Bild auf dem Quart�rschirm, wo ein freundlicher Blip sich auf einem Abfangkurs n�herte. Noch ein Blip zeigte sich am Rand des Bildes.</p><p>�In Synchronisation�, meldete sich Goldzahns Stimme. �Jik kommen von anderes Seite.�</p><p>�Wir haben hierzu viele Schiffe�, sagte Pyanfar und winkte Chur, das durchzugeben. �Wir wollen Sie dort, wo Sie sind, <emphasis>Mahe.�</emphasis></p><p>Ein Mahen-Glucksen�� �Ah.��� �Zum Teufel mit Ihnen!�</p><p>Sie schaltete ab.</p><p>�Habe Kontakt mit der Station�, sagte Chur. �Sie melden nichts Ungew�hnliches; normale Einfluganweisungen.�</p><p>�Drei Liegepl�tze�, sagte Pyanfar. �Nebeneinander. Sag ihnen, sie sollen sie freimachen, wenn sie im Moment nicht so verf�gbar sind! �berrede sie dazu!�</p><p>Eine lange Pause. Die Entfernung zur Station war immer noch gro� genug, um eine Verz�gerung zu bewirken. �Der Stationsmeister�, berichtete Chur schlie�lich, �hat interveniert, damit wir sie bekommen. Wir haben Zwanzig bis Zweiundzwanzig.�</p><p>�Kommentar?�</p><p>�Nichts�, berichtete Chur.</p><p>�rger! Pyanfars Ohren zuckten. Wenn sie verlangen konnten, dass Schiffe umgelegt wurden und ihre Bitte gew�hrt wurde, dann weil sie ein Recht dazu hatten; und wenn sie das hatten, dann war <emphasis>tats�chlich</emphasis> eine Notsituation gegeben. Heimkehrende Verwandtschaft besa� ein Vorfahrtsrecht�� in Situationen des Todes, der Herausforderung, der Katastrophe.</p><p>�Im System ist es ruhig�, meldete Chur. �Ich empfange kein sinnloses Gerede. Niemand gibt freiwillig irgendwelche Informationen, K�pt�n.�</p><p>�Kif�, sagte Pyanfar. �Au�enseiter sind hier.�</p><p>Tully sagte etwas vom Unterdeck her. Wurde wieder still.</p><p>Hilfys Stimme folgte, redete ihm leise und dr�ngend zu.</p><p>�Veranstaltet keine Panik da unten�, sagte Pyanfar. �Tully, sei ruhig! Richte dich nach den Befehlen, h�rst du?�</p><p>�Verstehen�, sagte Tully.</p><p>Die Minuten krochen dahin. Jiks <emphasis>Aja Jin</emphasis> erreichte jetzt ihre Position, so dass die <emphasis>Stolz</emphasis> von den <emphasis>Mahe</emphasis> flankiert wurde. �Goldzahn�, sagte Pyanfar. �Sie kommen mit mir auf die Station; ich m�chte, dass Ihr Freund vom Dock wegbleibt und beobachtet, ah?��� �Ah�, kam die Antwort, kurz und s��. Jik lie� nichts h�ren. Er w�rde das befolgen, dachte Pyanfar. Die Station schickte jetzt spezifische Anweisungen: Haral k�mmerte sich darum, gab alles dem Computer ein. Pyanfar dr�ckte den Schalter, der die Daten zu Harals Schirm umlenkte, mit einer blitzenden Warnung, dass die Kontrolle �ber das Schiff damit verkn�pft war. Haral nickte und akzeptierte, ohne einen einzigen Tastendruck zu vers�umen. Pyanfar l�ste die Gurte, schwang den Sessel herum und versuchte, die F��e unter sich zu bekommen.</p><p>�Kommt auf die Br�cke!� forderte sie �ber Kom gebeugt die auf dem Unterdeck Befindlichen auf. �Aye�, sendete Tirun zur�ck. Pyanfar marschierte ein wenig auf und ab, war unsicher auf den Beinen, beugte sich dann weit genug herunter, um sich getrocknetes Essen aus dem Fach an ihrer Konsole zu besorgen. Trockenfleisch und Salzfl�schchen. Sie machte sie auf und schob sie in Reichweite von Haral und Geran und Chur, kaute auf einem St�ck getrocknetem Fleisch und sp�lte es mit einer halben Flasche der Fl�ssigkeit hinunter.</p><p>Dehydriert. Die Spr�nge raubten dem K�rper <emphasis>einige</emphasis> Zeit. Lebenszeit. Sie wanderte umher und versuchte, die stechenden Schmerzen aus den Gelenken zu vertreiben, h�rte den fahrenden Lift und dann Schritte in den Korridoren.</p><p>�K�pt�n.�</p><p>Knnn-Gesang drang heulend aus dem Kom.</p><p>�G�tter und Donner!� fauchte Pyanfar. �Lokalisier das!�</p><p>�Vor uns�, sagte Geran. �Eines der Schiffe, die sich der Station n�hern.�</p><p>Tirun und Hilfy und Tully waren angekommen und standen zusammen unter dem T�rbogen, der sich auf die Br�cke �ffnete, und sie schwiegen in den raspelnden Lauten, die die Tonleiter entlang liefen.</p><p>Knnn besuchten niemals Anuurn. Niemals, bis jetzt!</p><p>�Er hat uns �bersprungen�, meinte Pyanfar mit�� wie sie es einsch�tzte�� bemerkenswerter Ruhe. �Wenn das unser Knnn ist, dann hat er uns einfach um mindestens eine Stunde �bersprungen.�</p><p>�Schneller Bastard�, murmelte Tirun:</p><p>�Die <emphasis>Mahijiru</emphasis> fragt�, meldete Chur, �ob wir das bemerkt haben.�</p><p>�Schaltet das Geheul ab!� sagte Pyanfar. �Teil der <emphasis>Mahijiru</emphasis> mit, dass wir es bemerkt <emphasis>haben!�</emphasis> M�hsam richtete sie die Ohren auf und zuckte mit dem linken, um die Ringe ordentlich aufzureihen. �Hilfy, gib mir Tullys Kanal!� Hilfy schaltete ihr Funkger�t auf Sendung. �Tully, wir sind jetzt zu Hause. Anuurn. Wir haben hier Probleme.�</p><p>�Kif�, sagte Tully. �Ich h�ren. Hani�� machen Handel mit ihnen?�</p><p>�Die Papiere�, sagte Pyanfar scharf, und als Tullys Hand zu seiner linken Hosentasche fuhr: �Die tr�gst du immer bei dir! Du bist registriert; du hast im Pakt eine Nummer. Nein, es besteht keine M�glichkeit, dass die Kif dich hier �ber die Rechtsprechung wieder einfangen. Wir finden vielleicht einen Haufen verr�ckter Kif vor; vielleicht auch ein paar verr�ckte Hani. Aber sie k�nnen dich nicht wiederbekommen, es sei denn durch Gewalt.�</p><p>�K�mpfen mit ihnen.�</p><p>�Du h�rst auf meine Befehle! Meine Besatzung, meine Befehle!�</p><p>�Pyanfar.� Tully streckte heftig die Hand aus, um sie daran zu hindern, sich umzudrehen.</p><p><emphasis>�Ich nicht gehen von dir.�</emphasis></p><p>Pyanfar senkte die Ohren und blickte auf in Tullys blasse und verst�rte Augen. �Ich brauche niemanden, der mir Bedingungen stellt. Du tust, was ich sage!�</p><p>�Tun. Ja. Ich gehen auf dieses Schiff. Mit dir. #### geben #### Hani ich schnell tot.�</p><p>�Wir haben genug Schwierigkeiten, Au�enseiter. Hani-Schwierigkeiten ebenso wie Kif. Lass es gut sein!�</p><p>�Mit dir. Lange Zeit Reise. Mit dir.�</p><p>�Ich bin keine von euch, verflixt. Du kommst auf mein Schiff, du machst mir Schwierigkeiten�� was bei allen <emphasis>mahen</emphasis> H�llen schulde ich dir?�</p><p>�Tot, drau�en. <emphasis>Brauchen</emphasis> dich!�</p><p>�Huch.� M�nnlich. Dem Schrei folgte Stille. M�nnlicher Fremder, aber trotzdem sah sie die gezogene Linie, die Grenze, �ber die hinaus nicht gedacht werden konnte� ihr geduldiger, gelehriger Au�enseiter. Sie knuffte seinen Arm mit nicht ganz eingezogenen Krallen. �H�r mir zu, Freund Tully! Du kannst <emphasis>denken,</emphasis> verdammt noch mal! Wir verlassen dieses Schiff, mit dir, wir kommen zur�ck, du kommst mit uns zur�ck! H�rst du?�</p><p>�Kommen mit euch?�</p><p>�Wenn ich es sage.�</p><p>Er warf die Arme um sie. So sehr er auch schwitzte und stank, so sehr sie es beide taten, dr�ckte er sie doch mit Hingabe an sich. Sie befreite erst einen Arm und dann den anderen und schob ihn entr�stet weg, was den Blick seiner Augen in keiner Weise ver�nderte.</p><p>�Tun alles du sagen�, erkl�rte er.</p><p>�Bei den G�ttern, das wirst du! Mach einen Fehler, und ich kratze dir die Augen aus! Sieh zu, dass dein Gehirn intakt bleibt, oder ich werde es sch�tteln wie einen K�rbis! Wirst du das schaffen? Kannst du einen Kif anschauen, ohne durchzudrehen?�</p><p>Dar�ber musste er einen Moment nachdenken. Dann nickte er. �Kriegen sie anderesmal�, meinte er zuversichtlich und winkte in die weite Unendlichkeit. �Wir gehen finden Kif anderesmal� rei�en ihnen K�pfe ab.�</p><p>Diese wirre Verstiegenheit fand bei Pyanfar Anklang, wie er selbst mit seiner klar�ugigen Verr�cktheit. Sie knuffte ihn fester und erzeugte f�r einen Moment Schrecken, keinen Zorn�� wie bei Khym, ihrem leichtlebigen Khym, wo Kohan unter dem Hieb geschwankt und geflucht h�tte. Sie war beruhigt, weil er zur Selbstbeherrschung f�hig war, weil ein Sto� gegen die Ohren eine Chance hatte, seine Aufmerksamkeit zu gewinnen; weil er mit seinen stumpfen Fingern und seiner Schlankheit die M�glichkeit bot, dass zwei Hani ihn festhalten konnten, wenn es sein musste. �Wenn wir hier herauskommen�, versprach sie ihm, �gehen wir ein paar Kif h�uten. Auf der n�chsten Reise nach drau�en. Ich nehme dich mit!�</p><p>Das war vorschnell. Sie besa� nichts, das sie weggeben konnte, am wenigsten von allem die Verf�gung �ber den Au�enseiter. Verliere Chanur, dachte sie mit einem Gef�hl der K�lte, und sie konnten �berhaupt keine Versprechungen mehr machen. Aber Vertrauen brannte in Tullys Augen, ein Vertrauen, dass er zu ihnen geh�rte.</p><p>G�tter, zu <emphasis>ihnen,</emphasis> auf dass sie ihn f�hrten und benutzten und den Sektor der Galaxis fanden, wo sein fernes Volk lebte, und einen Keil f�r den Chanur-Handel vorantrieben, bevor die Mahendo�sat oder die Kif das tun konnten. Aber es war Hilfys Art zu blicken, wie er es jetzt tat. Verehrung� nicht ganz. Absoluter Glaube. Um sicherzugehen, betrachtete sie Hilfy und fand dasselbe. Blickte dann beunruhigt zu den anderen, zu Haral und Geran und Chur und Tirun, die ihre eigenen Rechte auf diesem Schiff besa�en, das ihnen ebenso geh�rte wie ihr, die schon l�nger hier waren und es besser wussten und auch wissen mussten, wie die Chancen standen. Auch dort fand sie es�� stiller, aber ein genauso verr�cktes Zutrauen. Sie redete von der Jagd auf Kif, und sie widmeten ihr einen solchen Blick.</p><p>�Seht zu, dass hier drin alles normal bleibt!� sagte sie, fast ein wenig ger�hrt. �Ich werde mich waschen. Und Tully, um der G�tter willen, nimm ein <emphasis>Bad!�</emphasis></p><p>Sie schritt hinaus. Die <emphasis>Stolz</emphasis> jagte weiter auf die Station zu. Sie zweifelte nicht daran, dass manche der Schiffe dort drau�en Kif waren und dass zumindest die entfernte M�glichkeit bestand, dass die Kif in einer berserkerhaften Anwandlung von Rachedurst sich umwandten und einen Angriff auf sie flogen.</p><p>Wenn dieser Akukkakk keine andere M�glichkeit sah, tat er das vielleicht wirklich. Aber seine Anwesenheit hier, noch vor ihr, zeigte, dass ihm eine Menge Fakten bekannt waren�� dass sie herkommen musste und auch warum�� und dass er die M�glichkeit zu einer Rache hatte, die viel mehr umfasste als nur ein Schiff und eine Handvoll Tote.</p><p>Es war Chanur, worauf er zielte. Seine Informationen waren exakt genug, um ihn hergef�hrt zu haben. Irgendwo hatten Hani geredet; und er wusste, wo der Druck auszu�ben war.</p><p><emphasis>Faha,</emphasis> dachte sie unw�rdigerweise, aber der Argwohn nagte nun einmal an ihr. Wenn nicht die Faha, dann andere, die auf irgendeinem Dock zuviel geredet hatten; oder auch�� mochten die G�tter ihnen beistehen�� Handur-Gefangene, die am Treffpunkt lebendig genommen worden waren. Am letzteren zweifelte sie, denn die Zerst�rung war gr�ndlich gewesen und Goldzahn hatte verneint, dass es m�gliche �berlebende gab. Aber irgend jemand hatte irgendwo zu viel in die falschen Ohren geredet. Sie legte den Gedanken zur Seite. Er war zu bitter.</p><p>Diesmal trug sie die rote seidene Kniehose und ihre besten Ringe und den Perlenanh�nger.</p><p>�u�erlichkeiten. Sie k�mmte und b�rstete sich, bis M�hne und Bart in rotgoldenem Glanz leuchteten. Sie bespr�hte sich mit Parf�m und dachte, dass ein s��erer Duft Tully kaum wehgetan h�tte, steckte dann eines der verschiedenen Fl�schchen aus der Schublade in die Hosentasche.</p><p>Auch f�r Hilfy steckte sie etwas ein. Daraufhin kehrte sie auf die Br�cke zur�ck und lenkte sich selbst mit den laufenden Berichten �ber ihren Einflug ab. Hilfy war nicht dort, auch Tully, Chur und Geran nicht, aber Tirun hatte den Nummer-Drei-Sessel neben Haral eingenommen. �Keine Schwierigkeiten�, stellte Pyanfar fest.</p><p>�Routine bis jetzt�, meinte Haral.</p><p>�Ich �bernehme von dir.� Pyanfar lie� sich in ihren Sessel gleiten und Haral machte ihren frei, war m�de und stolperte aufgrund der verkrampften Muskulatur.</p><p>�Empfange ein paar Kif-Sendungen�, sagte Tirun einen Moment sp�ter. �Operationelle Sachen. Sie wissen, dass wir hier sind. Nichts weiter.�</p><p>�Zu wievielt sind sie, was meinst du?�</p><p>�Die Station hat uns die genaue Zahl gegeben. Sieben.�</p><p>�Die G�tter seien gn�dig!�</p><p>�Aye.</p><p>Pyanfar sch�ttelte den Kopf und rief die verschiedenen verf�gbaren Bilder auf ihren Schirmen ab. Im Moment flogen sie unter automatischer Steuerung durch die Station. Ein Bild f�llte einen Schirm, Anuurn selbst, blau und mit Wolken marmoriert. Sch�n. Es war immer sch�n beim Anflug, nie so spektakul�r wie Urtur, aber voller Leben. Der Anblick beschwor den blauen Himmel herauf und die Grasebenen, die breiten Fl�sse und die gewaltigen Meere; er beschwor Farben herauf und D�fte und Gewebe und ein Gef�hl in den Eingeweiden, das sich f�r Hani von allen anderen W�rtern unterschied�</p><p>Sie schaute mit Mu�e zu: wenn die <emphasis>Stolz</emphasis> unter Automatik stand, gab es sonst kaum etwas zu tun. Eine Schwenkung der zweiten Vid-Kamera zeigte ihren Mahen-Geleitschutz, der ihnen in kurzem Abstand achtern folgte, zwei schlanke Killer mit kr�ftigen Motoren, so exakt in ihrer Position, dass sie genauso gut ein einziges Schiff h�tten sein k�nnen.</p><p>�Die <emphasis>Aja Jin</emphasis> informiert uns, dass sie als Wache zur�ckbleiben wird, wenn wir einlaufen�, sagte Tirun.</p><p>�Verstanden.�</p><p>�Empfange immer noch Signale von diesem Knnn. Habe den �bersetzer daran versucht. Ich bekomme nichts anderes heraus als Andock-Instruktionen, abgesehen von dem Gesang.�</p><p>�Sie haben angelegt?�</p><p>�Vor einer Viertelstunde. Die G�tter m�gen wissen, was die Station mit ihnen vorhat. Keine Einrichtungen au�er dem Notfallsystem. Ich empfange keinerlei �u�ere Sendungen zu diesem Problem.�</p><p>�Huch.�</p><p>�Nicht ein Wort von irgend jemandem sonst im System. Alles unnat�rlich ruhig.�</p><p>�Kif haben angelegt?�</p><p>�Alle sieben.�</p><p>�Den G�ttern sei Dank daf�r. Bist du ganz sicher?�</p><p>�Bekanntgabe der Station.�</p><p>Pyanfar legte die Ohren nach hinten und machte ein finsteres Gesicht. Es verlief alles <emphasis>zu</emphasis> kooperativ; Kif, die sich brav in die Station begaben� etwas stimmte hier nicht. Alles b�se aus dem Gleichgewicht. Zum Umdrehen war es viel zu sp�t. Und dann gab es noch Kohan und all die Chanur unten auf der Welt, die nicht die M�glichkeit hatten, sich umzudrehen und wegzurennen. Also tat es auch die <emphasis>Stolz</emphasis> nicht.</p><p>�Die Station w�nscht, dass alle Waffen gesichert werden.� Pyanfar �berlegte einen Augenblick lang, langte dann aufs Pult und entsprach dem Ersuchen. �Gesichert�, sagte sie und w�nschte sich das Gegenteil. Wahrscheinlich tat die <emphasis>Mahijiru</emphasis> dasselbe. Die <emphasis>Aja Jin</emphasis> war jetzt etwas hinter sie zur�ckgefallen, hatte eine Verteidigungsposition hinter ihrem verwundbaren R�cken eingenommen.</p><p>�Haben Plan?� erreichte Goldzahns Stimme daraufhin ihre Ohren, weitergeleitet von Tiruns Pult.</p><p>�Ich m�chte Sie dabeihaben, wenn wir hinausgehen�, sagte sie. �Sie kennen die Hani- Stationsgesetze. Wirklich alle?�</p><p>�Alle�, best�tigte Goldzahn.</p><p>�Dann treffe ich Sie auf dem Dock.�</p><p><emphasis>Waffen,</emphasis> wollte sie sagen. Auf Hani-Stationen gab es keine Waffengesetze. Aber das war nichts, was sie �ber Kom diskutieren wollte. Sie vertraute darauf, dass die <emphasis>Mahe</emphasis> bewaffnet erschienen.</p><p>Es stand fest, dass die Kif es tun w�rden.</p></section><section><title><p>Elftes Kapitel</p></title><p>Die Automatik holte sie schlie�lich herein, ausgerichtet auf den Konus. Es war ein problemloses Man�ver. Die Greifer packten zu und hielten sie an beiden Seiten fest. Die Anweisung zum �ffnen der Kabelluken traf ein. <emphasis>Abgelehnt,</emphasis> sendete Pyanfar zur�ck, verweigerte diesen Befehl. Unter den gegebenen Umst�nden war es nicht wahrscheinlich, dass die Station das �bergenau nahm. Es erfolgte auch keine Beschwerde, sondern nur eine Druckanzeige f�r die Station selbst und eine Empfehlung, die Luftregler in der Schleuse zu benutzen.</p><p>�Sie wissen, dass es �rger gibt�, brummte Pyanfar. �Tirun, jemand muss an Bord bleiben. Und zwar du, du und Geran! Tut mir leid.�</p><p>�Aye�, murrte Tirun ungl�cklich. Keine Diskussion. �Soll ich Geran anrufen und es ihr sagen?�</p><p>�Tu das!�</p><p>�Ich m�chte, dass ihr beide fit seid. Wenn wir nicht zur�ckkommen k�nnen, dann �bernimm nach eigener Einsch�tzung den Befehl. �bernimm das Schiff und verschwinde von hier! Stell auf Kirdu eine Mannschaft ein�� Mahendo�sat oder sonst welche; und sieh zu, dass sie sich bezahlt macht, h�rst du?�</p><p>Tiruns Ohren sanken herab. �Du planst das doch nicht.�</p><p>�G�tter, nein, das ist kein fester Plan. Aber falls. <emphasis>Falls,</emphasis> alte Freundin. <emphasis>Falls</emphasis> wir verlieren�� in irgendeinem Sinn��, dann soll weder Hani noch Kif eine Hand an die <emphasis>Stolz</emphasis> legen. Das steht fest.�</p><p>�Das steht fest�, sagte Tirun. �Tully�� unser Problem oder eures?�</p><p>�Meines�, sagte Pyanfar. �Er ist ein wandernder Beweis, und ein gr��eres Problem, als ihr es gebrauchen k�nnt. Ihr habt dieses Band; ihr habt mit dem Kirdu-Stationsmeister einen Verb�ndeten, wenn es soweit kommen sollte. Ich lasse euch keinerlei Instruktionen hier. Wenn etwas schief geht, schafft euch eure eigenen Regeln.�</p><p>�Klar�, sagte Tirun.</p><p>Der Befehl trennte die Schwesternpaare. Wenn es soweit kam, dann w�rden Tirun und Geran eine verwundete H�lfte sein. Aber so war die Lage: Sie wollte Harals Gr��e und Kraft dabeihaben, und Tirun war kaum fit f�r einen Kampf. Chur war die Kleinste von allen, aber von den beiden �brigen das ausgeglichenere Temperament. Pyanfar streckte im Aufstehen eine Hand aus und dr�ckte Tiruns Schulter. Praktische Erw�gungen. Tirun wusste das.</p><p>Sie versammelten sich alle auf dem Unterdeck, sauber und gek�mmt mit Ausnahme von Tirun, die zu keinem Zeitpunkt Gelegenheit zum Waschen gefunden hatte. Tully trug ein wei�es Stsho-Hemd, das um die H�fte von einem G�rtel gehalten wurde, sowie eine bessere blaue Kniehose�� wahrscheinlich von Haral, die Kleider mit ihm geteilt hatte. Pyanfar betrachtete sich die Gruppe; das Parf�m in ihrer Tasche kam ihr wieder in den Sinn, und sie holte es hervor und warf es Tully zu. �Viele Dinge sind hilfreich�, sagte sie. Tully �ffnete die Flasche und schnupperte, runzelte die Nase und machte ein zweifelndes Gesicht, aber als sie ihm bedeutete, es anzuwenden, spr�hte er etwas auf die Hand und wischte es in den Bart und an den Hals. Er hustete und steckte sich das Fl�schchen in die eigene Tasche.</p><p>�Noch etwas�, sagte Pyanfar und brachte einen h�bschen goldenen Ring aus der Tiefe ihrer linken Hosentasche zum Vorschein, reichte ihn Hilfy und erlebte die Befriedigung, den Blick in deren Augen zu sehen. �Ich m�chte dich nicht ohne Ring irgendwohin mitnehmen. Wenn wir Kif treffen oder auch h�flichere Gesellschaft� siehst du besser nach dem aus, woher du stammst, h�rst du, Kleine?�</p><p>�Danke�, sagte Hilfy, sah unsicher aus und nerv�s, aber Geran zog sofort ihren Kopf heran und packte eine f�r den Ring geeignete Stelle, stie� ihn f�r Hilfy darauf und befestigte ihn.</p><p>�Huch�, sagte Pyanfar, als ihre Nichte dort stand, am Ohr das erste schimmernde Gold und aus den Augen leuchtenden Stolz. �Kommt! Schauen wir uns an, was da drau�en auf uns wartet!�� Tirun, Geran, ihr haltet die Schleuse f�r jeden au�er uns verschlossen, ganz egal, wie schlimm sich etwas anh�rt, egal, was euch auch angeboten wird! Besetzt den Kom im Op! Sagt Goldzahn, dass er sich auf den Weg machen soll!�</p><p>�Aye�, best�tigte Tirun. Weder sie noch Geran war mit der Anweisung, auf dem Schiff zu bleiben, zufrieden. Geran versuchte fr�hlich zu sein, hatte aber keinen Erfolg dabei. �Seid vorsichtig�, sagte sie und t�tschelte Churs Schulter. �Gl�ck sei mit euch!� schloss Tirun.</p><p>Pyanfar nickte den anderen zu und ging mit ihnen den Korridor hinab, lie� Geran und Tirun zur�ck und machte sich auf den Weg zu den sich ihr stellenden Aufgaben; sie und Haral und Chur und Hilfy und Tully, der als einziger von ihnen zur�ckblickte und dabei ein verlorenes Gesicht zeigte.</p><p>Pyanfar betrat als erste die Luftschleuse und wartete auf Tully, die Hand auf dem Griff der Pistole in ihrer Tasche�� wie alle von ihnen eine hatten, au�er Tully. Er eilte zu ihnen hinein, und Haral schloss die innere Luke. Einen weiteren verr�ckten Augenblick lang debattierte Pyanfar mit sich selbst, fasste dann einen Entschluss und �ffnete das Schlie�fach neben der �u�eren Luke, holte die dort aufbewahrte Pistole heraus und reichte sie Tully.</p><p>�Hosentasche�, sagte sie, als er sie �ngstlich und �berrascht anblickte. �Hosentasche. Nicht anfassen. Nicht daran denken. Wenn <emphasis>ich</emphasis> schie�e, dann kannst du auch, h�rst du? Wenn du mich schie�en siehst, dann schie�t du auch! Aber das werde ich nicht machen. Hier geht es zivilisiert zu. Hani glauben nicht jeden Unsinn, den ihnen Kif erz�hlen, und die Kif wissen das. Wenn sie unversch�mt werden, dann werden sie sich mehr Hani gegen�bersehen, als sie es sich jetzt vorstellen, vor denen sie nicht weglaufen k�nnen. Das verspreche ich dir. Wenn du das Ding zur falschen Zeit ziehst, dann ziehe ich dir die Haut ab!�</p><p>�Verstanden�, sagte Tully inbr�nstig. Er steckte sich die Pistole in die Tasche und steckte die H�nde demonstrativ auf dem R�cken in den G�rtel. �Ich h�ren Befehle. Ich nicht machen Fehler.�</p><p>�Huch.� Sie packte den Riegel. Die Au�enluke der Luftschleuse �ffnete sich vor ihnen und ihre Ohren knackten unter der Druckver�nderung, als die kalte Luft vom Dock durch die R�hre des Rampenganges hereinstie�. Sie h�rten Echos von den Ger�uschen drau�en, aber nichts Ungew�hnliches war darunter. Pyanfar f�hrte die anderen auf die Platten des Rampengangs, um die Biegung herum und hinunter in die graue Eint�nigkeit des Docks mit all seinem Metall und seinen Maschinen.</p><p>Der �bersetzer befand sich jetzt au�erhalb seines Empfangsbereiches; damit war Tully effektiv taub und stumm. Pyanfar betrachtete ihn von der Seite her, w�hrend sie durch den T�rbogen der �u�eren Schleuse auf das Dock selbst herauskamen. Er hielt sich dicht an Chur und Hilfy�� oder sie sich an ihn, w�hrend Haral den Schluss bildete, gro� und solide und sachlich aussehend mit ihren Narben und dem beringten linken Ohr. Sie hatte diesen Platz instinktiv eingenommen, um den R�cken zu decken und m�glicherweise auch Tully abzufangen, falls er den Kopf verlor. Letzteres war nicht wahrscheinlich, dachte Pyanfar mit einiger Beruhigung. Als alte J�gerin, die sie war, hatte sie doch viel Gesp�r daf�r, in welche Richtung sich Dinge in einer Krise entwickelten, und ihrer Einsch�tzung nach ging es mit Tully in die andere Richtung. Sie richtete ihre Aufmerksamkeit entschlossen nach vorn, wo Dockarbeiter Seilbarrieren angebracht hatten und wo eine Stationsbeamte�� entweder aus dem Haus Llun oder einem von einem halben Dutzend anderer Besch�tzter Familien, die die Station betrieben�� mit ihrem K�rper den Zugang verstellte, Schutz genug f�r eine Hani- Station, wo zivilisierte Leute wussten, was sie ausl�sten, wenn sie eine W�chterin angingen, die hier ihre Familie und deren Stellung repr�sentierte.</p><p>Diese Wache war eine Llun, wenn die Haltung der Ohren irgendein tats�chliches Indiz war, eine reife Hani in der schwarzen Kniehose eines unvorstellbar alten Beamtentums. Die Llun zog ein Papier aus dem G�rtel hervor, als sie sich ihr n�herten, und bot es an, nicht ohne einen Ohrenunten-Blick auf Tully; jedoch bewahrte sie ihre W�rde. �Ker Chanur, du wirst gebeten, dich zur Versammlung in den Hauptversammlungsbereich zu begeben. Du wirst f�r die anderen deiner Gruppe verantwortlich gemacht; es wird angenommen, dass das Mahen- Schiff unter deinem Schutz steht.�</p><p>�Akzeptiert�, sagte Pyanfar und nahm das Papier entgegen. Die Llun trat zur Seite, um sie vorbeizulassen, makellos in ihrer Neutralit�t. Ein St�ckchen weiter entfernt, am n�chsten Liegeplatz, war vor dem Zugang zur <emphasis>Mahijiru</emphasis> eine �hnliche Barriere eingerichtet. �Kommt!� sagte Pyanfar zu den anderen und ging dorthin, ergriff die Gelegenheit, einen pr�fenden Blick auf die amtliche Vorladung zu werfen. �Anklagen sind erhoben�, sagte sie.</p><p>�Verletzung des Paktes und Piraterie.�</p><p>�Verflucht sollen sie sein!� murrte Chur.</p><p>�Wir werden daf�r sorgen, dass das zu den Akten gelegt wird�, sagte Pyanfar, sah wieder auf und lie� das Kinn herunterfallen, als Goldzahn eine betr�chtliche Anzahl <emphasis>Mahe</emphasis> auf das Dock f�hrte, ein Goldzahn, der mit dunkelrotem Kragen und Kilt gl�nzte und vor Mahen- Auszeichnungen glitzerte. �Bei den G�ttern, schaut ihn euch an!�</p><p>�Kaufmann?!� fauchte Haral. �Dann bin ich ein Kif.�</p><p>�Kommt!� sagte Pyanfar zu ihren Begleitern. Goldzahn reichte seine Papiere der wachhabenden Hani, aber diese winkte ihn ungepr�ft durch. Der <emphasis>Mahe</emphasis> und seine Besatzung kamen herbeimarschiert, um sich auf dem Weg zum Haupteingang des Docks zu Pyanfar zu gesellen, eine hochragende dunkle Menge Mahendo�sat. Sie trugen offen Handfeuerwaffen, n�chtern aussehende schwere Pistolen, ans rechte Bein geschnallt. Mehr als nur einer trugen in dieser Gruppe Orden.</p><p>�Wohin wir gehen?� fragte Goldzahn.</p><p>�Zur Versammlung. <emphasis>Ihi.</emphasis> Der Ort, wo wir Dinge regeln. Hani-Gesetz hier, <emphasis>Mahe.</emphasis> Zivilisiert.�</p><p>�Haben Kif hier�, brummte Goldzahn. �Haben Jik bewachen unser R�cken.�</p><p>Sie betraten den Korridor. Er erstreckte sich vor ihnen, poliert, sauber, ungewohnt leer.</p><p>Keine jungen Leute zu sehen, �berhaupt wenig Leute au�er uniformierten Beamten, sehr wenige Hani in Raumfahrerkleidung, die schweigend zuschauten und ihnen auswichen.</p><p>�Zu wenige�, beobachtete einer der <emphasis>Mahe.</emphasis> Goldzahn brummte nichtssagend.</p><p>�Verdammt zu wenige�, meinte Pyanfar. Sie bog um eine unvermeidliche Ecke und erblickte voraus die Tore der Versammlungshalle, die zweifach bewacht waren. Daraufhin dachte sie nicht mehr gro� an ihre Begleiter, ob <emphasis>Mahe</emphasis> oder Au�enseiter oder Verwandte, zuckte mit den Ohren, damit die Ringe sich ordentlich reihten, und winkte den schwarz behosten Hani, die dort standen, mit erhabener Geste zu.</p><p>�Chanur�, sagte eine. Die Tore schwangen auf, und dahinter war eine wimmelnde und ger�uschvolle Menge Hani versammelt�� eine Menge, die stiller wurde und sich zur�ckzog, als die Neuank�mmlinge hereinrauschten. Pyanfar blieb in der Mitte stehen und blickte zum Kardinalpunkt des Raumes, wo die Stationsverantwortlichen beisammen standen, Llun und Khai und Nuurun, Sahan und Maura und Quna, erkennbar an ihrer Stellung und den aufgeh�ngten Fahnen, vor denen sie standen.</p><p>Und Kif zu ihrer Rechten, eine Horde griesgr�miger Reptiliengesichter mit bodenlangen schwarzen Gew�ndern. Ein Stsho-Paar. Pyanfar runzelte die Nase und lie� die Ohren h�ngen, hob sie aber wieder, als sie die Llun anblickte, die im Zentrum standen und zwischen den �brigen Stationsfamilien hervorragten. Sie hob das Funkger�t und reichte es einem Amtsdiener, der es zur Llun-�ltesten brachte.</p><p>�Chanur erbittet Transport auf den Planeten�, sagte Pyanfar ruhig. �Unser Anspruch hat Vorrang vor jedem Prozess.�</p><p>Die Llun-�lteste�� Kifas Llun selbst, breit und solide und unverkennbar in ihrem Gold und ihrer W�rde, nahm das Funkger�t bed�chtig und schob es sich in den G�rtel, blickte dann wieder zu Pyanfar. �Eine Beschwerde wegen Piraterie ist gem�� Paktgesetz eingereicht worden; nach dem Vertrag hat diese Station Verpflichtungen, die selbst Vorrang besitzen.�</p><p>�Die Rechte einer Familie haben, wenn in Frage gestellt, Einfluss auf das Vertragsrecht und definieren den <emphasis>Han.</emphasis> Unsere Stellung steht in Frage.�</p><p>Die Llun z�gerte, hatte die Lippen zusammengepresst. �Noch ist keine Herausforderung erfolgt.�</p><p>�Noch nicht. Wird es jetzt aber�� oder nicht, <emphasis>Ker</emphasis> Kifas? Du wei�t es, und ich wei� es, und es gibt solche, die ganz offen darauf z�hlen. Eine Frage der Billigkeit, <emphasis>Ker</emphasis> Kifas, eine Frage der Billigkeit.�</p><p>Ein langes Schweigen kehrte ein. Die Ohren der Llun-�ltesten senkten sich und richteten sich wieder auf. Ihre Nase runzelte und gl�ttete sich wieder. �Eine Frage der Billigkeit�, erkl�rte sie. �Die Beschaffenheit des <emphasis>Han</emphasis> steht tats�chlich in Frage. Familienrecht besitzt Vorrang. Die Anh�rung wird verschoben, bis die Rechte von Chanur und Mahn geregelt sind.�</p><p><emphasis>�Nein�,</emphasis> sagte eine vertraute kifische Stimme. Unter den hochgewachsenen schwarzgewandeten Gestalten regte sich etwas, und Pyanfar hob die H�nde an die H�ften und dicht an die Hosentaschen. Weitere Kif bewegten sich�� und zur Emp�rung der Halle verlie� die Kif-Gruppe den Rand der Versammlungshalle und kam zum Zentrum. Die Stsho gingen mit ihnen, spindeld�rre und bleiche Gestalten, sorgenvoll und finster, ihre Pastellmuster auf den wei�en H�uten asymmetrisch und erratisch; sie waren unruhig und lie�en die K�pfe h�ngen. Und ein Kif �berragte die anderen, und seine Haltung k�ndete von Autorit�t in ihren Reihen. Pyanfar sch�rzte die Lippen, behielt die gesamte Kif-Gruppe fest im Auge, ein gutes Dutzend von ihnen und, die G�tter wussten es, mit Waffen unter den Gew�ndern.</p><p>�Akukkakk�, sagte sie.</p><p>�Wir protestieren gegen diese Entscheidung�, sagte der Kif zur Llun. Nicht winselnd, keineswegs; er richtete sich auf bis an die Grenze zur Arroganz. �Eigentum von uns steht in Frage. Wir haben Schaden erlitten. Dieser Au�enseiter und diese <emphasis>Mahe,</emphasis> um die geht es. Ich beanspruche genauso auch diese <emphasis>Mahe</emphasis> f�r Verbrechen, die sie in unseren Territorien begangen haben. Sie stammen vom Schiff <emphasis>Mahijiru,</emphasis> das aufgrund von Verbrechen gegen den Pakt gesucht wird.�</p><p>�Tully�, sagte Pyanfar. �Die Papiere!�</p><p>Er kam an ihre Seite und reichte sie ihr, starr und ruhig. Sie gab die Papiere an den Amtsdiener weiter, der sie nahm und las.</p><p>�Tully. Eingeschrieben bei Kirdu-Stationsbeh�rde als Besatzungsmitglied von <emphasis>Chanurs Stolz,</emphasis> mit einer <emphasis>Mahen-</emphasis>Registrationsnummer.</p><p>�Die Verbindung ist offenkundig�, sagte der Kif. �Ich beschuldige diesen Au�enseiter des Angriffs auf ein Kif-Schiff in unseren Territorien; des Mordes an Kif-B�rgern; zahlreicher Schandtaten und Verbrechen gegen den Pakt und gegen Kif-Gesetze in unseren Territorien.�</p><p>Pyanfar legte mit einem d�nnen, unfreundlichen L�cheln den Kopf zur�ck. �Reine Erfindungen. Ist Llun willens, diesen Zug zu tolerieren?�</p><p>�Wobei�, f�hr Akukkakk fort, �dieses Chanur-Schiff und seine ganze Besatzung auf Treffpunkt intervenierten, einen Feuerwechsel auf den Docks provozierten und den Tod eines Angeh�rigen meiner Besatzung, desgleichen einen Hani-Angriff in Stationsn�he, gegen den wir uns verteidigen mussten. Ein Angriff, in den auch dieser <emphasis>Mahe</emphasis> eingriff und dabei besch�digt wurde, ein r�cksichtsloser Akt der Piraterie��</p><p>�L�ge!� sagte Goldzahn. �Haben hier Papiere von mein Regierung mit Anklagen gegen dieses Kif.�</p><p>�Eine weitreichende Verschw�rung�, sagte Akukkakk, �in die sich Chanur selbst verwickelt hat. <emphasis>Ambitionen,</emphasis> weise Hani. Kennen Sie Chanur nicht�� f�r seine Ambitionen? Ich bin Kif. <emphasis>Ich</emphasis> habe sogar davon geh�rt, dass Chanur die ferneren Territorien, die Ihre Schiffe aufsuchen, fest im Griff h�lt, um sie sich und den eigenen Parteig�ngern vorzubehalten. Jetzt machen sie ihre eigenen Gesch�fte mit den <emphasis>Mahe;</emphasis> jetzt schlie�en sie separate Abkommen mit Au�enseiterm�chten, entgegen dem Pakt und f�r den eigenen Profit. Die Beziehungen zwischen Kif und <emphasis>Mahe</emphasis> sind nicht freundschaftlich; wir <emphasis>kennen</emphasis> im besonderen diesen Kapit�n und seinen Begleiter, der bewaffnet unmittelbar vor der Peripherie der Station schwebt und wartet, eine Bedrohung f�r unsere Schiffe und Ihre. Ist das Ihr Gesetz? Ist das Respekt vor dem Pakt?�</p><p>�Llun�, sagte Pyanfar, �dieser Kif missachtet die Entscheidung der Station. Ich brauche das Spiel, mit dem er sich hier besch�ftigt, nicht exakt zu beschreiben. Das Gesetz besch�tzt den <emphasis>Han</emphasis> vor solchen Manipulationen von au�en. Diese Beschuldigungen sind nur Taktik, sonst nichts�</p><p>�Nein�, sagte eine Stimme von der Empore hinter ihr. Eine Hani-Stimme. Eine Stimme, die sie schon einmal geh�rt hatte. Pyanfar drehte sich um und richtete die Ohren auf, als sie eine ganze Ansammlung vertrauter Gesichter auf der anderen Seite der Halle erblickte. Dur Tahar und ihre Besatzung, und die Faha an ihrer Seite.</p><p>�Das ist keine Anh�rung�, sagte die Llun. �Die Kif-Delegation ist berechtigt, einen Protest vorzubringen; aber die Angelegenheit ist verschoben.�</p><p>Dur Tahar trat vor und baute sich breitbeinig auf. �Was ich zu sagen habe, hat Einfluss auf den Protest. Der Kif hat recht, dass die Chanur zu weit gegangen ist und auf eigene Faust Abmachungen getroffen hat. Frag nach einem �bersetzerband, das Chanur den Mahendo�sat verkauft, uns jedoch vorenthalten hat! Frag nach dem Au�enseiter, den Chanur als Besatzungsmitglied ausgibt! Frag nach Abmachungen, die in den Stationsb�ros von Kirdu ausgearbeitet wurden, die andere Hani ausschlie�en und Zwischenf�lle von dort bis zum Treffpunkt erzeugt haben!�</p><p>�Bei den G�ttern, <emphasis>Ambitionen!�</emphasis> schrie Pyanfar und streckte eine Kralle nach der Tahar aus.</p><p><emphasis>�Ambitionen</emphasis> hat ein Raumkapit�n, der sich auf die Seite eines hanimordenden Kif stellt, um dem Griff seines Hauses nach mehr Macht zu dienen. <emphasis>G�tter!�</emphasis> rief sie und blickte sich im Raum um zu den fremden Gesichtern, zu Unbekannten, systeminterne Besatzungen und zum gr��ten Teil ohne Landbesitz auf Anuurn.</p><p>�Ist hier irgend jemand von Aheruun? Irgend jemand von dieser Seite der Welt, jemand, der f�r das Handur-Schiff sprechen kann, das dieser Kif am Treffpunkt vernichtet hat, w�hrend sie im Dock steckten und keine Vorstellung hatten, dass es im System irgendwelchen �rger gab? <emphasis>Ambitionen</emphasis>�� hat diese Tahar, die uns besch�digt und allein auf Kirdu zur�cklie� und nach Hause flog, um die Informationen zum Vorteil von Tahar zu nutzen, die gemeinsame Sache mit den Kif macht, jenen Kif, die drei Hani-Schiffe trafen und ein viertes, das von au�erhalb in unseren Raum kam, einem Kif, der diese arme Stsho terrorisiert und gezwungen hat, mit die G�tter wissen welcher Geschichte hierher zu kommen, einem Kif, der eine Krise erzeugt hat, von der die gesamte Struktur des Paktes in Mitleidenschaft gezogen wird. Bei den G�ttern, ich wei�, was die Tahar blind gegen�ber den Tatsachen macht� aber ihr, <emphasis>ihr,</emphasis> Faha� gro�e G�tter, sie haben eure Verwandten get�tet, und ihr steht hier auf der Seite des <emphasis>Hakkikt,</emphasis> der euch geentert hat? Was ist mit dir geschehen, Hilan Faha?�</p><p>Hilan �ffnete den Mund zur Antwort, trat mit zur�ckgelegten Ohren und wildem Blick vor. Die Kif heulten und knackten und ertr�nkten damit alles, was sie zu sagen versuchte, und heulten solange, bis Akukkakk selbst einen knochigen grauen Arm hob und rief und sich den Llun zuwandte. �Gerechtigkeit, Hani, <emphasis>Gerechtigkeit!</emphasis> Diese l�gnerische Diebin Chanur war von Anfang an in die Geschichte verwickelt, eine geheime Verb�ndete der Mahendo�sat, eine Agentin von ihnen, seit es losging, mit ihnen gemeinsam an Angriffen beteiligt, r�cksichtslosen Angriffen in unseren Territorien, die wir nicht vergessen.�</p><p>�Dieses Kif�, br�llte Goldzahn noch lauter. <emphasis>�Hakkikt,</emphasis> M�rder! Drei�ig Schiffe sein. Machen alle Kif zusammen, dieses <emphasis>Hakkikt!</emphasis> Machen neue Art �rger in Pakt, sich nicht scheren um Pakt, spucken auf Pakt!�</p><p>Er trat vor, zog eine Brieftasche aus seinem G�rtel hervor und stie� sie dem Amtsdiener in die H�nde. �Papiere von meines Regierung sagen Wahrheit. Hani und <emphasis>Mahe</emphasis> jagen dieses, ja. Haben Kif weglaufen vor <emphasis>Mahe,</emphasis> gehen in Territorium von dieses neue Au�enseiter, dieses Tully. Gro�e Territorium. Gro�e �rger. Ich machen Wahrheit f�r <emphasis>Han;</emphasis> ich machen L�gner dieses Akukkakk <emphasis>Hinukkui.</emphasis> Ich Zeuge auf Treffpunkt. Dieses Kif <emphasis>l�gen!�</emphasis></p><p>�Gef�hrden unsere Station�, stammelten die Stsho, nach vorne gesto�en von den Kif. �Wir protestieren.., wir protestieren gegen diesen Vorfall; verlangen Entsch�digung��</p><p><emphasis>�Genug!�</emphasis> sagte die Llun �ber den ganzen Aufruhr hinweg, und der L�rm der Hani erstarb rasch; ebenso verklang das Gebr�ll der Kif.</p><p>�Llun�, sagte Hilan Faha in dieser Stille.</p><p><emphasis>�Genug!�</emphasis> erwiderte die Llun mit finsterem Gesicht. �Der Kif ist berechtigt, zu protestieren und einen Anspruch vorzubringen. Aber da dieser Anspruch besteht, haben alle Seiten das Recht, geh�rt zu werden. Noch eine Stellungnahme ist in dieser Sache abgegeben worden.�</p><p>Sie zog eine Karte aus dem G�rtel hervor und hielt sie dem �berbeanspruchten Amtsdiener hin, der sie hastig nahm und in den Wandschlitz steckte, �ber den der die Halle �berblickende Bildschirm kontrolliert wurde. Er erwachte zum Leben und in eiligen Buchstaben erschien:</p><p>Stsho kif knnn (+) hani <emphasis>mahe</emphasis> tc�a station schiff schiff schiff schiff schiff selbst handeln t�ten sehen h�ren fliehen schauen wissen f�rchten wollen sehen hani fliehen helfen knnn bruch bruch bruch bruch bruch bruch selbst Pakt Pakt Pakt Pakt Pakt Pakt Pakt helfen helfen helfen helfen helfen helfen helfen Tc�a-Kommunikation, Matrix-Kommunikation eines vielteiligen Gehirns, simultane Gedankenketten. Pyanfar studierte sie und holte tief Luft, und auch Goldzahn schaute und die Kif und die ganzen Hani.</p><p>�Unser Schatten�, murmelte Haral. �Der Tc�a bei diesen verflixten Knnn.�</p><p>�Haben sich selbst einen <emphasis>Dolmetscher</emphasis> besorgt, bei den G�ttern�, brummte Pyanfar, und ein gewaltiges Grinsen verbreitete sich auf ihrem Gesicht. �Haben sich selbst diesen Tc�a von Kirdu geholt, und er spricht zu uns, m�gen die G�tter ihn belohnen� Sehen Sie das, Kif? Ihren Nachbarn gef�llt Ihre Gesellschaft nicht, und noch jemand hat gesehen, was passiert ist, jemand, den Sie nicht korrumpieren k�nnen.�</p><p>�Dank dir haben wir eine gr��ere Krise!� rief Dur Tahar und schob sich zwischen Pyanfar und die Llun. �M�gen die G�tter dich verdammen, Chanur, dass du Ermutigung darin findest zu wissen, auch die Tc�a stecken in diesem Schlamassel mit drin. <emphasis>Knnn</emphasis> haben nach dem Abflug von Kirdu mein Schiff bedr�ngt, Knnn, wie in den alten Tagen der toten Raumfahrer und gepl�nderten Frachter. Bist du stolz darauf, dass du <emphasis>sie</emphasis> mit hineingezogen hast? Ich fordere die Arretierung dieses Au�enseiters bis zum Rechtsspruch; Au�erkraftsetzung der Zulassung und der Papiere dieses <emphasis>Mahe;</emphasis> einen Verweis des Kapit�ns der <emphasis>Chanurs</emphasis> Stolz, ihrer ganzen Besatzung und des Hauses, das ihre Einmischungen f�rdert.�</p><p>�Aber nichts f�r die Kif?� stellte Pyanfar die Gegenfrage. �Nichts f�r einen Kif-Abenteurer, der Hani und <emphasis>Mahe</emphasis> ermordet hat und der eine m�chtige Au�enseiterrasse provoziert, mit allem, was <emphasis>das</emphasis> bedeuten mag? <emphasis>Ambitionen,</emphasis> Tahar, und Gier�� und Feigheit. Was hast du von den Kif bekommen? Ein Versprechen, dass Tahar-Schiffe sicher sein werden, wenn dies hier erledigt ist? Ich habe einen Bestechungsversuch der Kif zur�ckgewiesen. Was hast du gemacht, als sie mit dem Angebot zu dir kamen?�</p><p>Es war ein Schuss ins Blaue, ein wilder Schuss; und die Ohren der Tahar legten sich zur�ck und die Augen weiteten sich, als w�re sie schwer und unerwartet getroffen worden. Alle sahen es. Schweigen kehrte pl�tzlich im Raum ein, und die Tahar wussten sichtlich nicht, was sie tun sollten; die Kif dr�ngten sich st�rker zusammen und die Stsho hielten einander fest. Der Anblick dieses R�ckzuges bot eine bittere Befriedigung. �Bastard!� sagte Pyanfar mit pl�tzlich aufwallendem Kummer um die Tahar und die Faha, die dort mit h�ngenden Ohren standen, in dieser Gesellschaft. Akukkakk hatte die Arme verschr�nkt, und kifische Heiterkeit zog ihm die Mundwinkel herab und verl�ngerte sein graues und verrunzeltes Gesicht.</p><p>�Er lacht�, sagte Pyanfar laut, ��ber Hani-Schw�chen. �ber Ambitionen, die uns vergessen lassen, dass wir nicht auf allen M�rkten und nicht mit allen G�tern Handel treiben; und �ber seine Vermutung, dass wir auch hier feilschen, damit wir unsere Schiffe wieder au�erhalb unseres Heimatsystems operieren lassen k�nnen.., denn dort drau�en sind mehr Kif, als ihr sehen k�nnt, und nicht alle Hani werden k�mpfen. Hani tun es nie, haben es nie getan. Und ich bin lange genug aufgehalten worden. Mir ist Bef�rderung auf den Planeten zugesagt worden, und ich nehme sie in Anspruch. Ich kehre heim und ich komme wieder zur�ck, Meisterdieb, Meisterm�rder� und ich werde Sie auf dieser echten Anh�rung sehen.�</p><p>Akukkakk lachte nicht mehr. Seine Arme waren noch verschr�nkt. Die Kif waren alle sehr ruhig. Der ganze Raum war es. Pyanfar verbeugte sich steif vor den Llun, drehte sich um und ging zur T�r, aber Goldzahn und seine Leute z�gerten noch, standen den Kif gegen�ber. Tully wurde langsamer und blickte zur�ck, und auch Pyanfar tat es mit gerunzelter Stirn.</p><p>�Goldzahn, kommen Sie! Ich bin f�r Sie verantwortlich, h�ren Sie? Wie die Tahar sich f�r diese Kif auf der Station verantwortlich erkl�rt haben. Kommen Sie!�</p><p>Die Tahar sagten nichts zu dieser Stichelei. Das war ein Ma�stab f�r ihre Verwirrung.</p><p>�Haben Freund�, sagte Goldzahn zu Akukkakk. �Diesmal haben Freund, und nicht in Dock. Sie gut Dock, Kif, haben Nase an Station. Vielleicht Sie bitten Hani geben Ihnen sicheres Eskorte, ah?�</p><p>Akukkakk schaute finster drein. �Vielleicht. Und vielleicht wird Chanur so freundlich sein, das selbst zu tun. Wenn sie von Anuurn zur�ckkommt.�</p><p>Ein kalter Wind fuhr �ber Pyanfars R�cken. Sie starrte f�r einen Moment auf den Kif und erwog die Chancenverteilung. Die Llun und die systeminternen Kaufleute dachten sicher �hnlich, �berlegten wohl, was sie logischerweise �berhaupt <emphasis>tun</emphasis> konnten bei sieben Kif- Schiffen und zwei <emphasis>Mahe-</emphasis>J�gern.</p><p>�Geben Sie mir diesen Au�enseiter�, sagte Akukkakk. �Oder das �bersetzerband. Das ist nicht viel. Ich kann es von den <emphasis>Mahe</emphasis> bekommen, fr�her oder sp�ter.�</p><p>�Ha, wie Sie es kriegen von Hani?� brummte Goldzahn. �Was Hani geben�, sagte Pyanfar finster und voller Abscheu, �ist Sache des <emphasis>Han.</emphasis> �bereinstimmung. M�glicherweise, <emphasis>Hakkikt.</emphasis> Vielleicht werden wir uns im Gespr�ch �ber diese Sache einigen, mit Sicherheiten f�r alle Seiten. Bevor der Pakt mehr Schaden erleidet als bereits geschehen.�</p><p>Das allseitige Schweigen dauerte an. Die Stsho starrten aus gehetzt wirkenden blassen Augen, die Kif aus rotger�nderten dunklen Augen, die Hani aus bernsteinger�nderten schwarzen. Kif-Redlichkeit. Sie drehte sich um und zog sich bis zur T�r der Halle zur�ck, und diesmal kamen Goldzahn und seine Leute mit, ebenso Tully, dessen Gesicht blass war und schwei�gebadet.</p><p>Die T�r ging auf und schloss sich hinter ihnen wieder. Sie kamen an den Llun-Wachposten vorbei. Vor ihnen erstreckte sich der leere Korridor.</p><p>�Gehe zu mein Schiff�, sagte Goldzahn. �Werde zur�ckziehen und Wache halten �ber dieses Kif-Bastard.�</p><p>�Wir gehen zum F�hrenstartplatz�, sagte Pyanfar. �Wir haben Aufgaben, die nicht warten. Habe dummen Sohn und �rger in Chanur-Holding. Leben und Tod, <emphasis>Mahe.�</emphasis></p><p>�Kif finden Sie gehen, machen ein Schuss Ihre F�hre. Jik machen Ihnen Geleitschutz, a? Fliegen dicht Ihres Seite, machen Orbit, bringen Sie sicher zur�ck.�</p><p>Sie starrte hinauf in das sehr ernste Gesicht des <emphasis>Mahe,</emphasis> streckte die Hand aus und t�tschelte seinen dunkel bepelzten und muskul�sen Arm. �Wenn Sie hiernach einmal Hilfe brauchen, <emphasis>Mahe,</emphasis> bekommen Sie sie. Nummer Eins Hilfe. Dieser Kif l�gt. Sie wissen es.�</p><p>�Wissen es�, sagte Goldzahn. �Wissen es ganze Zeit.�</p><p>Ihre Wege trennten sich am Schnittpunkt der Korridore.</p><p>Pyanfar wies den Weg zur�ck zum Dock, ein gerader Weg voraus, und Goldzahn nahm ihn, begleitet von seiner Mannschaft, eine Gruppe hochgewachsener dunkelpelziger Gestalten, die den Korridor hinab verschwanden. Pyanfar winkte die eigene Gruppe in die andere Richtung, wo sich der Weg zum F�hrenstartplatz bog.</p><p>Schritte kamen eilig von hinten heran, krallenbewehrte Hani-F��e in w�rdeloser Hast.</p><p>Pyanfar und ihre Leute drehten sich um und erblickten eine junge Frau in schwarzer Stationsuniform, die sich keuchend n�herte. Die junge Frau verbeugte sich hastig und blickte wieder auf, die Ohren sch�chtern gesenkt. �Kapit�n. Ana Khai. Die Station bittet dich, zu kommen. Ihr alle. Schnell und still.�</p><p>�Die Station hat mir gestattet, mich um meine eigenen dr�ngenden Angelegenheiten zu k�mmern, junge Khai. Mir steht eine F�hre zum Planeten zu. Ich halte mich nicht f�r Konferenzen auf.�</p><p>�Mir ist nur das gesagt worden�, hauchte die Khai und blickte nerv�s von einem zum anderen. �Ich muss euch bringen. Der Llun ist dort. Schnell! Bitte.�</p><p>Pyanfar funkelte die junge Frau an, nickte kurz und winkte den anderen, der Botin zu folgen.</p><p>�Mach schnell!� sagte Pyanfar br�sk, und die Jugendliche eilte so schnell sie konnte dahin, schaffte es kaum, vor ihnen zu bleiben.</p><p>Es war, wie die Khai gesagt hatte, nicht weit, einer der zweitrangigen Konferenzr�ume, an dessen T�r sich ein ganzes Heer von Stationsleuten und Systemraumfahrern herumtrieb, eine Menge, die sich bei ihrer Ann�herung teilte und nach ihnen hereinschw�rmte.</p><p>Tats�chlich der Llun. Der alte Mann der Station sa� auf einem gewaltigen gepolsterten Stuhl und war umgeben von Gef�hrtinnen / T�chtern / Nichten sowie ein paar minderj�hrigen S�hnen, ohne die Vasallen zu erw�hnen, die schwarz uniformierten Beamten und die umherstehenden Raumkapit�ne. Auch Kifas Llun war da, die erste Frau, neben ihm, und obendrein Vertreter anderer H�user. Als Besch�tztes Haus konnte Llun nicht herausgefordert werden, denn es hielt eine zu empfindliche Stellung, wie andere Halter von H�fen und Wasserwegen und Dingen, die alle Hani gemeinsam nutzten. Der Llun war bereits �ber seine Bl�tezeit hinaus, aber immer noch eindrucksvoll, als er sich erhob, und Pyanfar wechselte ihr finsteres Gesicht gegen ein respektvolles Nicken vor ihm und Kifas aus.</p><p>�Dieses Problem�, sagte er, und der rollende Bass seiner Stimme lie� die Luft erzittern.</p><p>�Dieser Au�enseiter. Zeigt ihn mir!�</p><p>Pyanfar drehte sich um und packte Tully am Arm. Panik stand in seinen Augen, ein Widerwille, dichter an den Llun heranzugehen. �Er Freund�, sagte sie.</p><p>Daraufhin ging Tully hin, und Pyanfar hielt die Krallen um seinen Arm geklammert, damit er seine Manieren nicht verga�. Er verneigte sich�� soviel Verstand war ihm geblieben.</p><p>�M�nnlich, <emphasis>Na</emphasis> Llun�, sagte Pyanfar ruhig; der Llun nickte langsam, wobei seine m�chtige M�hne wippte, und spitzte interessiert die Lippen.</p><p>�Aggressiv?� wollte er wissen.</p><p>�Zivilisiert�, sagte Pyanfar, �aber mahe�hnlich. Bewaffnet, <emphasis>Na</emphasis> Llun. Die Kif hatten ihn ein Zeitlang. T�teten seine Schiffsgef�hrten. Er entkam ihnen. Damit fing das alles an. Wir haben ein �bersetzerband �ber ihn. Wir stellen es vorbehaltlos zur Verf�gung. Ich m�chte festgestellt wissen, dass er es freiwillig gab und aus seinen eigenen Gr�nden. Die Tahar- Sache� eine Frage f�r den <emphasis>Han.</emphasis> Ich traue den Tahar nicht als Kurieren. Die G�tter bezeugen es� es wird mir leid tun, recht zu behalten. Und mit deiner Erlaubnis, <emphasis>Na</emphasis> Llun, komme ich zur�ck, um deine Fragen zu beantworten. Aber die Zeit spielt jetzt eine Rolle. Ich erhielt die Erlaubnis zu gehen.�</p><p>�Die Herausforderung ist erfolgt�, sagte Kifas Llun, und Pyanfar warf ihr einen hatten Blick zu. �Die Nachricht ist gerade erst gekommen.�</p><p>Pyanfar schob Tully zur�ck in Hilfys H�nde und wandte sich ohne ein Wort zum Gehen.</p><p><emphasis>�Ker</emphasis> Chanur�, sagte Kifas, und sie warf einen brennenden Blick zur�ck. �Ein schnellerer Weg: h�r mir zu!�</p><p>�Ich m�chte eine Kom-Verbindung�, sagte Pyanfar. �Sofort!�</p><p>�H�r zu, <emphasis>Ker</emphasis> Chanur! H�r zu!� Kifas durchquerte den Raum bis zu ihr und fasste sie am Arm, um sie aufzuhalten. �Unsere Neutralit�t��</p><p>�M�gen die G�tter eure Neutralit�t verfluchten. Haltet mir den R�cken von Kif frei! Ich habe auf dem Planeten etwas zu erledigen.�</p><p>�Habe ein Schiff�, sagte eine aus den Reihen der systeminternen Kapit�ne ungebeten, eine Hani von Harals K�rperbau. �Es ist alt, <emphasis>Ker</emphasis> Chanur, aber es kann direkt auf Chanur-Gebiet landen, was mit keiner F�hre geht. Ein Tyo-Frachtlander; <emphasis>Raus Gl�ck.</emphasis> Ich bin bereit, ihn in dieser Sache einzusetzen, wenn Chanur m�chte.�</p><p>Pyanfar holte tief Luft und betrachtete den alternden Kapit�n. Rau war kein planetares Haus.</p><p>System-Hani, ohne Land und Besitz, au�er einem Schiff oder zweien, sofern es keine Tyo- Kolonisten waren.</p><p>�Dein Wort bedeutet etwas, Pyanfar Chanur�, meinte Kifas. �Wir sind durch den Pakt gebunden. Wir k�nnen nicht mehr tun, als diese Kif auf der Station festhalten. Du hast diese <emphasis>Mahe</emphasis> als Hilfe. Du kannst mehr tun als wir. Chanur hat zwei weitere Schiffe im Hafen, die m�glicherweise von Nutzen sind. Tahar��</p><p>Kifas beendete ihre Aussage nicht; beunruhigt zuckte sie mit den Ohren.</p><p>�Ja�, sagte Pyanfar. <emphasis>�Tahar.</emphasis> Ich bin mir nicht so sicher, ob ich mich im Moment auf deren Schiffe verlassen w�rde.�</p><p>�Wir k�nnen keine Verteidigung aufbauen�, sagte Kifas. �Eure Kapit�ne sind mit dem gr��ten Teil ihrer Besatzungen auf dem Planeten; andere ebenso. Wir haben die Kif im Dock, solange es uns gelingt, sie festzuhalten, aber du hast es selbst gesagt�� es kann noch mehr von ihnen geben.�</p><p>�Wir haben noch die Systemkapit�ne.�</p><p>�Gegen die Geschwindigkeit von Sprungschiffen haben die nicht die geringste��</p><p>Pyanfar sah sich zu den anwesenden Raumfahrern um.</p><p>�Geht zu den Sprungschiffen, die ihr erreichen k�nnt! Ihr k�nnt die Besatzungen auff�llen. Nehmt Befehle entgegen; egal von welchem Haus! Bringt diese Schiffe in Bereitschaft. Ich hole die Chanur-Kapit�ne zur�ck und auch alle anderen, die ich finden kann. In der Zwischenzeit ist die Erhaltung der Startbereitschaft dieser Schiffe die beste Ma�nahme gegen die Kif.�</p><p>Mit grimmigem Ernst blickte sie zu Kifas Llun. �Eure Neutralit�t ist dahin. Gib mir eine deiner Leute mit, damit sie unten bezeugt, was hier vor sich geht. Ich muss jetzt los. Sofort. Die <emphasis>Mahijiru</emphasis> und <emphasis>Aja Jin</emphasis> werden die Kif in Schach und die Wege offen halten. Wenn ich nicht hinuntergehe, <emphasis>Ker</emphasis> Llun� dann wird der Umsturz im <emphasis>Han</emphasis> Ver�nderungen herbeif�hren, und das f�r mehr als nur Chanur. Die Tahar sind da unten, daran zweifle ich nicht, dazu bereit, ihren Anteil an der Beute einzustreichen. Ihr steckt bereits mit drin. Ich werde Chanur nicht untergehen lassen.�</p><p>�Rau�, sagte Kifas Llun. �Seid ihr bereit zu gehen?�</p><p>�In diesem Moment�, sagte der Rau-Kapit�n.</p><p>�Ginas�, sagte Kifas und winkte einer ihrer Leute. �Geh mit den Chanur! Rede mit ihnen! Beantworte die Fragen, die dir gestellt werden! Du stehst unter ihrem Befehl.�</p><p>Die Ausgesuchte verneigte sich. Kifas winkte sie alle zur T�r. <emphasis>�</emphasis>Llun�, murmelte Pyanfar mit einer raschen h�flichen Verbeugung vor Kifas und <emphasis>Na</emphasis> Llun, der sich wieder gesetzt hatte.</p><p>Dann drehte sie sich um und trieb ihre Leute einschlie�lich der Llun-Gesandten zur T�r, hinter dem Rau-Kapit�n her. �Hier entlang!� sagte die Rau und deutete zu einer Biegung, die zu den Docks f�r Kleinfahrzeuge f�hrte.</p><p>Kohan, �berredete sich Pyanfar selbst, w�rde die Herausforderung nicht unmittelbar angenommen haben, ohne zu wissen, dass sie das System erreicht hatte. Und sicherlich wusste er es mittlerweile; ein Haus wurde routinem��ig unterrichtet, wenn ein zu ihm geh�riges Schiff andockte. Die Zeitplanung f�r die Herausforderung sprach daf�r, dass seine Feinde Bescheid wussten, und dann tat es gewiss auch Kohan. Er war zu schlau, sich ohne ein paar Vorkehrungen in eine solche Sache treiben zu lassen. Mit ihrer ganzen Hoffnung vertraute sie darauf.</p><p>Zwei Flugstunden vom F�hrenhafen bis zum Flugplatz f�r Chanur, Faha und die geringeren Holdings des Tales. Durch das Angebot der Rau wurde diese Zeit eingespart; und auch darauf baute sie ihre Zuversicht.</p><p>Und auf zwei <emphasis>Mahe.</emphasis></p><p>Und mochten die G�tter geben, dass Akukkakk etwas Hoffnung f�r sich sah. Wenn einer dieser Kif ein Angriffssignal ausl�ste, wenn sie sich zum Selbstmord entschlossen�� er schaffte es vielleicht, wenn noch mehr Kif-Schiffe au�erhalb des Scanner-Bereiches lagen.</p><p>Vielleicht f�nf oder sechs Stunden Zeitverz�gerung zwischen Nachricht und Angriff. Mit etwas Gl�ck wussten die Kif vielleicht nicht, dass die im System versammelten Hani-Schiffe nur Rumpfbesatzungen an Bord hatten. Mit etwas Gl�ck w�rden die Kif sie als Bedrohung einsch�tzen�� wenn niemand geredet hatte.</p><p>�Euer Schiff�, sagte Pyanfar zur Rau. �Bewaffnet?�</p><p>�Haben ein paar Gewehre an Bord�, sagte die Rau.</p></section><section><title><p>Zw�lftes Kapitel</p></title><p>F�r ein systeminternes Schiff gab es keine Zugangsrampe, nur eine dunkle R�hre, die in ein kaltes und matt erleuchtetes Inneres direkt neben dem Dock f�hrte. Die Rau tauchte als erste hinein und schrie ihrer Besatzung etwas zu, was zu einem H�mmern und Dr�hnen von F��en auf den ungepolsterten Decksplatten f�hrte. Die Luft war schlecht und stach in der Nase. Pyanfar kam Sekunden nach dem Kapit�n der <emphasis>Gl�ck</emphasis> an Bord, legte eine Hand an den Lukenrand, als sie sich zum Einsteigen b�ckte, und zog sie feucht vor Kondensation zur�ck�� irgendwo im Recyclingsystem gab es undichte Verschl�sse. Die G�tter mochten wissen, wo die Grenze dieses Lebenserhaltungssystems erreicht war. Pyanfar arbeitete sich an Schr�nken vorbei zum Leitstand der Sonde, verlie� sich darauf, dass die anderen von Haral und Chur an Bord gef�hrt und sicher untergebracht wurden.</p><p>�Name?� fragte sie den Rau-Kapit�n, w�hrend sie sich in den dreisitzigen Leitstand gleiten lie�, der nur h�fthoch war und sie zwang, sich unter die Bildschirme an der Decke zu kauern. �Nerafy�, sagte der Kapit�n, nickte in Richtung ihrer wahrscheinlichen Co-Pilotin und der Navigatorin, die an der anderen Seite in den Leitstand kamen, und f�gte hinzu; �Tamy, Kihany.�</p><p>�Habe uns eine Eskorte besorgt�, berichtete Pyanfar. �Die <emphasis>Mahe</emphasis> werden daf�r sorgen, dass wir sicher hin und zur�ck kommen. Los jetzt! Keine Erdw�rmer in meinem Haufen. Gibst du mir den Kom?�</p><p>�Wir legen ab�, sagte Nerafy und versank in ihrem Sessel. Dr�hnend fiel die Luke zu�� ein bet�ubender L�rm. �Kihany: Anuurn ist unser Ziel. Gib dem Kapit�n die gew�nschte Verbindung!�</p><p>Der R�cksto� setzte ein. Pyanfar hangelte sich mit den H�nden hinter den Sitzen herum zum Kom- / Navigations-Pult, st�tzte sich mit den F��en und einer Hand auf dem Rand ab, um sich �ber das Pult beugen zu k�nnen. �Ich m�chte�, sagte sie, ohne sich um das gegenl�ufige Zerren der Schwerkraft, gegen das sie sich ohne Nachdenken verlagerte, zu k�mmern, �Kontakt mit der <emphasis>Aja Jin. Mahe.</emphasis> Gib mir dieses Schiff zuerst!�</p><p>Es dauerte einen Moment. Eine prasselnde Mahe-Stimme drang durch. Sie verloren G, als die <emphasis>Raus Gl�ck</emphasis> ein schlingerndes Man�ver vollf�hrte, erlangten sie wieder. <emphasis>�Aja Jin.</emphasis> Erkennen Sie uns? Verfolgen Sie dieses Signal zur�ck.�</p><p>�Alles klar�, kam die beruhigende Antwort. �Alles klar. Wir sehen Sie.�</p><p>�Aus�, sagte Pyanfar. Sie unterbrach, war nicht scharf auf lange Gespr�che, wo es Kif gab, die sie empfangen konnten. Mit dem Mikro in der Hand tippte sie der geplagten Navigatorin auf die Schulter. �N�chster Ruf: �ber Satellit zur Bodenstation Enafy-Region, Gebiet 34, Ortsnummer 2-576-98. Sprich mit jedem, der sich meldet.�</p><p>Die Navigatorin warf ihr einen verzweifelten Blick zu, schaltete ihre Funktionsbereiche zum Posten der Co-Pilotin um und besch�ftigte sich dann mit dem Kom�� keine Fragen, keine Einw�nde. �Wo landen?� fragte die Co-Pilotin.</p><p>�Erst mal hinkommen�, sagte Nerafy. �Das hier ist ein Rettungsflug. Geschwindigkeit z�hlt.�</p><p>�Karten-Koordinaten 54.32/23.12�, sagte Pyanfar, w�hrend sie dem einseitigen Kom zuh�rte. Sie standen in Kontakt mit Enafy. Einen Moment sp�ter hielt die Navigatorin einen Finger hoch, und Pyanfar steckte sich den Ohrh�rer an und widmete sich dem Mikro.</p><p>�Chanur�, sagte sie zitternd, was jedoch nur der K�lte zuzuschreiben war. �Gibt Chanur Antwort?�</p><p>�Hier�, sagte eine Stimme von der Welt, fern und verzerrt durch den schlechten Empfang.</p><p>�Hier Chanur-Holding.�</p><p>�Hier Pyanfar. Wir sind im Anflug. Wer spricht?�</p><p>Einen Augenblick lang herrschte Schweigen, und sie glaubte schon, die Verbindung sei unterbrochen. �Es ist Tante Pyanfar�, zischte die Stimme am anderen Ende in Reichweite des Mikro-Empfangs. �Um der G�tter willen, sag Jofan Bescheid� und beeil dich!�</p><p>�Lass doch Jofan, du BaIg! Besorg mir Kohan, und zwar schnell, h�rst du?�</p><p>�Tante Pyanfar, hier Nifas. Ich glaube, Ker Jofan kommt� die Tahar sind hier; die Mahn haben herausgefordert�� Kara Mahn hat es getan; und die Faha sind neutral geworden, au�er Huran, die noch hier ist; und Araun und Pyruun haben angerufen und gesagt, sie w�rden kommen. Alle sind hier versammelt. Sie wissen� Tante Jofan, es ist��</p><p>�Pyanfar.� Eine andere Stimme meldete sich am Mikro. �Den G�ttern sei Dank. Komm her!�</p><p>�Hol mir Kohan! Hol ihn! Ich m�chte mit ihm reden.�</p><p>�Er ist�� Jofans Stimme verklang oder wurde von Statik �berlagert. �Ich versuche es. Bleib dran!�</p><p>�Mache ich.� Pyanfar lie� die Hand mit dem Mikro auf dem Mund ruhen und bewegte ihren schmerzenden K�rper; sie waren jetzt in der intensivsten Bremsphase. Der Rand des Leitstandes schnitt ihr in den R�cken. Sie verschaffte sich etwas Erleichterung und entdeckte, dass ihre s�mtlichen Glieder unter der Anstrengung zitterten, ihre Haltung beizubehalten. Sie beobachtete die Bildschirme, sah, dass sich dort auf dem Scanner etwas anderes bewegte. <emphasis>Aja Jin,</emphasis> hoffte sie. Es w�re besser so.</p><p>�Pyanfar!� Die statikverzerrte tiefe Stimme explodierte in ihrem Ohr. Kohan, ganz ohne Zweifel. <emphasis>�Pyanfar!�</emphasis></p><p>�Kohan, ich bin unterwegs. Ich komme. Wie viel Zeit noch, Kohan?�</p><p>Ein langes Schweigen.</p><p>�Kohan.�</p><p>�Ich warte, bis du hier bist. Ich glaube, solange kann ich alles hinhalten.�</p><p>�Ich werde direkt landen. Ich m�chte, dass du drin bleibst, nichts h�rst und nichts siehst. Ich habe etwas dabei. Etwas, was dich interessieren wird.�</p><p>�Diesen Au�enseiter.�</p><p>�Dann ist die Nachricht angekommen.�</p><p>�Tahar� erhebt Beschuldigungen gegen dich.�</p><p>�Bereits erledigt. Erledigt, verstehst du?�</p><p>Wieder ein ausgedehntes Schweigen. �Ich habe meine Sinne beisammen. Ich wusste, dass du unterwegs warst; du musstest es sein, wenn dieser Haufen mit derart w�rdeloser Hast daherkam.�</p><p>Sie atmete lang aus. �Gut. Gut f�r dich. Halte durch!�</p><p>�Wo ist Hilfy?�</p><p>�Ihr geht�s gut, und sie ist in Sicherheit. Ich bin auf dem Weg. Jetzt. Kein weiteres Reden mehr. Wir haben was zu erledigen, h�rst du?�</p><p>Ein Atemzug prasselte durch die Statik. �Ich werde diesen Mahn-Bengel zu einem Anfall treiben.� Es fing an, sich wie ein beruhigendes Glucksen anzuh�ren. �Ich werde im St�bchen sitzen und meinen Gfi trinken und mich am Schatten erfreuen. Mach Tempo, Pyanfar! Ich m�chte dich hier haben.�</p><p>�Aus�, sagte sie. Sie reichte das Mikro zur�ck, wozu sie den Arm gegen den Andruck stemmen musste, lie� ihn zur�ckfallen und zitterte bei der Erkenntnis, wie lange dieses Gespr�ch gedauert hatte, wie klar gewesen war, wer aus dieser Nussschale von einem Schiff gesprochen hatte. Sie befanden sich auf Richtstrahl zum Satelliten; vielleicht hatte also doch niemand mitgeh�rt.</p><p>�Habe alles eingerichtet�, sagte Nerafy.</p><p>�Ich gehe zu meinen Leuten zur�ck�, sagte Pyanfar. Sie stemmte sich aus dem Leitstand, einen Fu� auf dem Schott.</p><p>�Sicherheitsleine�, riet ihr der Kapit�n; sie sah sie und zog sie herab, erwischte den Halteb�gel und schob die Hand hinein. Bewegte sich den langen Schlund des Zentralkorridors hinab, vorbei an feuchten T�ren und gealtertem Plastik, hing dabei mit dem Anderthalbfachen des eigenen Gewichtes an dem Arm. Sie erreichte die verbarrikadierte Sitznische, wo die anderen untergebracht waren, und Haral packte sie, zog sie mit Schwierigkeiten �ber den gepolsterten Sicherungsriegel, der das Abteil abschloss, und in mehrere H�nde, von denen ein Paar fremdartig war, lie� sie auf die Polster zu den anderen fallen.</p><p>�Hatte Kontakt mit Kohan�, �chzte sie, w�hrend sie ihre Glieder aus denen der anderen aussonderte. �Er wird sie hinhalten.�</p><p>Hilfys Gesicht. Sie sah die Erleichterung, die zusammengepressten Lippen, und versp�rte ein wenig Best�rzung, als sie an das M�dchen dachte, das eine Reise zuvor an Bord der <emphasis>Stolz</emphasis> gekommen war, und an die Frau, die jetzt ihren Blick erwiderte, selbstbeherrscht und die Chancen abw�gend.</p><p>�Hatte auch Kontakt mit den <emphasis>Mahe�,</emphasis> sagte Pyanfar. �Sie sind bei uns.� Sie blickte an Chur und Haral vorbei zur Llun, Ginas, die die Ohren h�ngen lie� und den Blick �ngstlich erwiderte. �Du musste den R�ckflug nicht mitmachen�, sagte Pyanfar. �Du hast keinen Grund dazu, <emphasis>Ker</emphasis> Llun. Wir setzen dich nur dies eine Mal sicher ab, das ist alles.�</p><p>�Akzeptiert�, sagte die Llun verkrampft.</p><p>�K�pt�n.� Haral warf ihr ein P�ckchen mit Fleischstreifen zu sowie eine Flasche mit einem Getr�nk. Pyanfar klemmte sich die Flasche in den Scho� und hieb eine Kralle in das P�ckchen, die H�nde vor andauernder Strapazierung zitternd, benutzte die Kralle, um zwei L�cher in den Plastikverschluss der Flasche und die T�lle zu sto�en. Das Essen half, so schwierig es auch unter dem Beschleunigungsstress zu schlucken war. Sie bot auch den anderen etwas davon an.</p><p>�Wir hatten schon�, sagte Chur. Der Reihe nach senkten sich die K�rper, als sich alle zur�cklegten. Tully versuchte mit Handzeichen und verst�mmelten W�rtern zu reden, und Hilfy und Chur verst�ndigten sich mit ihm, so gut es ging, sprachen langsam �ber etwas, das mit dem Schiff und der Atmosph�re zu tun hatte. Ihm war kalt; sie hielten ihn fest und lie�en sich endlich nieder. Pyanfar rollte m�hsam die Augen zu Haral und schloss sie dann wieder, vom Schmerz bet�ubt.</p><p>F�r keine der beiden Situationen, die auf der Station und die auf dem Planeten, konnten sie jetzt noch etwas tun. Kohans Nerven w�rden mittlerweile schon fast ausgefranst sein. Diese Hinundher-Psychologie der Herausforderung w�rde st�ndlich an ihm fressen. Es war, wie wenn man sich den Mut f�r einen Sprung zuredete und dann zur�ckwich. Der zweite Versuch fiel dann noch schwerer, eine Anstrengung aus dem Herzen heraus. Die G�tter wussten, wie lange schon die Situation an Kohans Nerven s�gte. Monate. Seit der Nacht, in der Hilfy fortgegangen war. Vorher schon�� seit er wusste, dass Khym Mahn wahrscheinlich unter der Herausforderung fiel. Es gab einen Punkt, �ber den hinaus er alles Essen wieder hochw�rgen w�rde, das er zu sich zu nehmen versuchte; er die ganze Nacht herummarschierte und damit seine Kr�fte ersch�pfte, auch durch den st�ndig hohen Adrenalinspiegel, der ihn innerhalb von Tagen bis auf Haut und Knochen verzehren w�rde.</p><p>Huran und einige der anderen Gef�hrtinnen waren geblieben. Da waren auch noch seine zwei j�ngsten S�hne, die zu den Grenzen rannten, wenn sie auch nur ein bisschen Verstand besa�en, um nicht in seiner Reichweite zu bleiben. Da waren gut zwanzig T�chter, die vielleicht genug Wert an den Tag legten, um darauf zu achten, dass er a� und schlief, soviel nur m�glich war, wenn diese Zeit heranr�ckte. T�chter, Gef�hrtinnen und mit den anwesenden Kapit�nen noch ein paar Halbschwestern, die von allen am zuverl�ssigsten waren. Aber es gab auch noch ausgewachsene Chanur-M�nner, die vielleicht aus dem Exil zur�ckkamen, um die Situation weiter hochzutreiben; zur�ck vom Einsiedlerleben, vom Umherwandern, von die G�tter wussten welchen Besch�ftigungen, die das Leben der M�nner in den Freist�tten ausf�llten. Sie waren bei jeder Herausforderung dabei; hoffnungslos, aufgestachelt und gef�hrlich trieben sie sich an den Grenzen herum.</p><p>Was den jungen Kara Mahn anging, so war er wahrscheinlich gut. Er hatte Khym bezwungen, der bis dahin weit mehr durch seinen Verstand als durch Kraft �berlebt hatte.</p><p>Kara hatte das letzte mal, als sie ihn gesehen hatte, sowohl K�rpergr��e als auch Intelligenz versprochen. Chanurblut, letztendlich, und Chanurtemperament. Sie verfluchte ihre Dummheit, einen Gef�hrten wie Khym gesucht zu haben�� einen ruhigen und friedlichen Wohnsitz, eine Bergzuflucht und Khym, einen Ruheort, einen Garten wie in einem Traum.</p><p>Khym hatte ihren Geschichten gelauscht, ihre Nerven beruhigt, sie mit seinem Witz zum Lachen gebracht; ein idealer Gef�hrte, der keinerlei Bedrohung f�r Chanur-Interessen darstellte. Aber, G�tter, sie hatte nie daran gedacht, was sie an jenem Ort zur�cklie�, ihren eigenen chanurbl�tigen Spr�ssling, gr��er als Khyms T�chter und S�hne von �rtlichen Ehefrauen, gr��er und st�rker und auch�� wenn solche Dinge vererbt werden konnten�� streits�chtig und fordernd.</p><p>Nichts Derartiges wie Familientreue. Ihr Sohn begehrte sein Chanur-Erbe so sehr, dass er es sich aneignen wollte.</p><p>Verbesserung der Rasse hatten es die Hani-Philosophen genannt. <emphasis>Churrau hanim.</emphasis> Der Tod von M�nnern bedeutete nichts, nichts au�er der stattfindenden Ver�nderung: der <emphasis>Han</emphasis> passte sich an, und die �berlebenden zeugten dann die Jungen. Ein Mann war so gut wie jeder andere und diente seinem Zweck gut genug.</p><p>Aber, bei den G�ttern, es stimmte nicht, denn es gab die Jungen und R�cksichtslosen, die vielleicht eines schlechten Tages gegen einen besseren Gegner gewinnen konnten; es gab Herausforderungen wie die jetzige, die sich gegen Chanur bildete, die mehr bedeutete als den Kampf von einem gegen einen.</p><p>Und manchmal�� G�tter�� liebte man sie.</p><p>Sie schlief etwas in der stetigen Beschleunigung und bei Empfindungen, die so unbehaglich waren, dass Bet�ubung die beste Zuflucht war. Und in der Verwirrung von Sprung und Zeit lie� sich ihr K�rper �berreden, dass Freischicht war oder vielleicht die Schicht darauf.</p><p>Eine neue Wahrnehmung holte sie aus diesem Zustand heraus, Gewichtslosigkeit und jemandes Zupacken, das sie am Davonschweben hinderte, als ein Licht aufblitzte. �Zeit zum Abstieg�, sagte Haral, und Pyanfar langte vorsichtshalber nach einem sicheren Halt.</p><p>Es war ein rauer Abstieg; sie hatte nichts anderes erwartet. Sie besa� keine Vorstellung von der Form des Landers, aber es handelte sich nicht um eine der gefl�gelten, gleitenden F�hren. Der Lander h�mmerte sich auf die Art seiner Modellreihe seinen Weg nach unten, und seine Vibrationen drangen in das Mark lebendiger Knochen und lie�en Haut und Gewebe und die Augen in ihren H�hlen erzittern; man konnte nichts anderes machen, als durchhalten und sich verzweifelt w�nschen, dass es etwas zu sehen gab, dass es etwas f�r die H�nde zu tun gab, irgendeine Folge von Dingen, die Nachdenken und Erledigung erforderte.</p><p>Es ging soweit, dass Pyanfar einfach die Augen schloss und ihre wahrscheinliche Position zu errechnen versuchte; sie kam zu dem Schluss, dass ihr die Rolle eines Fahrgastes nicht zusagte. Dann nahm der L�rm zu und das Zerren �nderte die Richtung�� G�tter, dieser L�rm! Sie h�rte etwas und hoffte inbr�nstig, dass es die ausfahrenden Landebeine waren.</p><p>Sie befanden sich jetzt im geradlinigen Abstieg�� Vibrationen rhythmischer Art.</p><p>Aufsetzen, erst ein Fu� und dann die anderen, ein Ruck und noch eine Folge kleinerer Rucke, dann Stille.</p><p>Pyanfar zuckte mit den Ohren im pl�tzlichen Gef�hl, taub zu sein, blickte sich dann zu ihren durchgesch�ttelten Kameradinnen um. Oben und Unten hatten sich verlagert; der kardanisch aufgeh�ngte Fahrgastbereich hatte sich reorientiert, so dass der Zentralkorridor jetzt flach und begehbar war. �Raus!� sagte Pyanfar. �Wollen wir mal schauen, wo sie uns abgesetzt haben.�</p><p>Hilfy schloss die gepolsterte Sicherheitsbarriere auf, und sie gingen. Hydraulische Systeme arbeiteten ger�uschvoll, und als sie bis zum Leitstand gekommen waren, flutete Tageslicht durch die offene Schleuse auf das metallische Deck.</p><p>Die anderen stiegen aus. Pyanfar z�gerte einen Moment der H�flichkeit lang, um der Rau- Besatzung zu danken, die ihr Schiff gesichert hatte und aus dem Leitstand geklettert kam.</p><p>�Wenn ihr mitkommt�, sagte Pyanfar, �nun, dann seid ihr auf Chanur-Land willkommen. Oder wenn ihr hier bleibt�� wir bringen weitere Fahrg�ste, sobald wir k�nnen.�</p><p>�Wir warten�, sagte Nerafy Rau. �Wir haben euch dicht herangebracht, Chanur. Wir halten das Schiff startbereit. Wir werden warten!�</p><p>�Gut�, sagte sie. So zog sie es auch vor. Sie duckte sich unter den Rohren hindurch und schwang sich hinunter auf die ausgefahrene Leiter, kletterte auf die felsige Ebene hinab, wo sie gelandet waren, und blieb im keilf�rmigen Schatten des Landers stehen. Die Luft roch nach Verbranntem und nach hei�em Metall; das Schiff knackte und �chzte und Rauch kr�uselte sich aus dem naheliegenden Gestr�pp.</p><p>Nach Bodenzeit war es Mittag. Die Schatten zeigten es. Pyanfar gesellte sich zu den anderen und blickte dorthin, wohin Chur deutete, zu den Geb�uden, die sich am grasbewachsenen Horizont zeigten: die Chanur-Holding; Faha war noch weiter entfernt. Und die Berge, die sich rechts von ihnen in blaue Weiten erhoben�� dort lag die Mahn-Holding.</p><p>Wirklich nicht weit.</p><p>�Kommt!� sagte Pyanfar. Durch den Blick in die Ferne war ihr schwindelig geworden, und so verk�rzte sie ihren Blick auf die felsige Strecke vor sich. Der Horizont lag verkehrt; und die Farben, G�tter, die <emphasis>Farben</emphasis>� Die Welt besa� eine grelle Helligkeit, eine F�lle an Stoffen, den Duft von Gras und Staub und das Gef�hl des warmen Windes. Man konnte sich daran berauschen; man hatte schnell genug davon, und der Anblick erf�llte sie f�r einen Moment mit irrationaler Panik, ein Hin�bergleiten von einer Wirklichkeit in die andere.</p><p>�Es ist nicht so weit�, schnaufte Hilfy, die den Planeten sp�ter verlassen hatte als die anderen. �Bestimmt haben sie die Landung geh�rt. Er wird Bescheid wissen.�</p><p>�Er muss�, stimmte Haral zu.</p><p><emphasis>Auch die anderen,</emphasis> dachte Pyanfar und verlangsamte mit Bedacht ihr Tempo. Eile f�hrte zu Ersch�pfung, und das w�re wirklich keine kluge Ma�nahme. Tully folgte ihrem Beispiel und verk�rzte seine langen Schritte; die Llun, die zur�ckgeblieben war, holte wieder auf. Die M�hnen flatterten im Wind, am st�rksten die von Tully. Die Sonne strahlte mit milder W�rme herab: Herbst, erkannte Pyanfar und sah sich um, bemerkte die schweren Spitzen des Grases und die F�rbungen der Landschaft. Insekten erhoben sich panisch in die Luft und setzten sich dann wieder.</p><p>�Sie schicken sicher einen Wagen�, meinte Chur, �wenn sie uns entdeckt haben.�</p><p>�Ich hoffe�, sagte Pyanfar; aber bislang hatte sich niemand blicken lassen; es gab keine Staubfahne, nichts in der Art. �Vielleicht�, �berlegte sie, �haben sie alle H�nde voll zu tun. Es w�re auch nicht gut, wenn sie von dort weggingen, nicht, wenn sich die Lage zugespitzt hat.�</p><p>Niemand antwortete darauf. Es erforderte keine Antwort. Sie ging weiter, begab sich in die erste Reihe. Dies war vertrauter Boden; sie kannte ihn schon seit ihrer Kindheit. Sie erreichten einen Bach und durchwateten sein kn�cheltiefes Wasser; als sie auf der anderen Seite herauskamen, war Tully am Hinken. �Er hat sich den Fu� geschnitten�, sagte Chur und st�tzte ihn, w�hrend er den Fu� hob, um ihn zu untersuchen. �Du kommst mit!� sagte Pyanfar unnachsichtig, und er nickte, schnappte nach Luft und ging weiter.</p><p>Es war jetzt nicht mehr allzu weit. Sie erreichten die zu den Toren f�hrende Stra�e, auf der sie alle�� vor allem Tully�� leichter gehen konnten. Pyanfar wischte sich die M�hne aus den Augen und begutachtete den Weg voraus, wo sich der Goldstein der �u�eren W�lle der Chanur-Holding �ber den Horizont erstreckte�� keine Verteidigungsanlage, sondern ein Hemmnis f�r Gartensch�dlinge und �hnliches��, gegen das die freie Ebene in grasigen Wellen wogte. Dahinter�� weitere Bauwerke aus demselben goldenen Gestein. Dort gab es mit Sicherheit Wagen� hinter ihnen, weiter die Stra�e hinab, den Flughafen. Von dort w�rden alle gekommen sein, die ganzen interessierten Parteien und Schmarotzer, nur nicht die Abenteurer aus den Bergen, aus den Einsiedeleien und Freist�tten, die �ber das Land gekommen waren und an den Grenzen herumschlichen; gewiss waren Fahrzeuge �ber diese Stra�e hineingefahren, hatten die Tore durchquert und standen jetzt auf dem Feld hinter dem Haus geparkt� dort, wo sie stets ihre Besucher unterbrachten.</p><p>Als Kohan ihren Onkel besiegt hatte�</p><p>Die Jahre rollten r�ckw�rts und wieder vorw�rts, �hnlich den Impulsen eines Sprunges, und hinterlie�en sie ebenso aufgew�hlt. Heimw�rts� mit der ganzen Geistesverfassung, die die Dinge so leicht nahm, so gottverdammt eifrig.</p><p>Die Natur. Die Natur war es, die M�nner nutzlos machte, zu �berempfindlich, um den Planeten zu verlassen, um irgendeine Position mit Verantwortung innezuhaben, die �ber die Liegenschaften hinausging. Die Natur war es, die ihnen Verstand und Stabilit�t vorenthielt.</p><p>Oder die Erziehung.</p><p>Die Tore aus Gitterwerk standen weit offen, f�hrten zu einer Hecke aus rostbraunbl�ttrigem Ernafya, das selbst im Herbst nach Moschus duftete, einer Hecke, die zu den inneren Toren und dem Haus f�hrte, ein ununterbrochener und kopfhoher Gang. Sie durchquerte das Tor, blickte zur�ck, w�hrend die anderen sie einholten, und als sie sich dann wieder umdrehte�</p><p>�Pyanfar!� Jemand trat aus der Hecke hervor, ein Rascheln der Bl�tter; eine tiefe, m�nnliche Stimme, und sie wirbelte herum, fuhr mit der Hand zur Tasche, dachte an jemanden aus den Freist�tten. Sie erstarrte, ohne die Bewegung beendet zu haben, durch die um einen Herzschlag versp�tete Erkenntnis�� eine ihr bekannte Stimme, eine gebeugte Gestalt, die sich aufgerichtet hatte, beschmutzt und verunstaltet.</p><p>�Khym�, murmelte sie. Die anderen waren stehen geblieben und befanden sich in einem Schleier au�erhalb der Brennweite ihrer Augen. Der Anblick tat ihr weh; makellos und w�rdevoll war Khym gewesen; jetzt aber hing sein rechtes Ohr in Fetzen, waren M�hne und Bart von einer Wunde verunstaltet, die von der Stirn bis zum Kinn verlief; �ltere Wunden �berzogen seine Arme; �berhaupt war sein ganzer K�rper eine Karte aus Verletzungen, alten und neuen. Er sank zu Boden, kauerte sich noch halb innerhalb der Hecke zusammen, und die Knie standen aus den Lumpen seiner Hose hervor. Er senkte den verschmutzten Kopf und blickte wieder auf, schielte aus dem geschwollenen rechten Auge.</p><p>�Tahy�, sagte er mit schwacher Stimme. �Sie ist drinnen. Sie haben die Tore niedergebrannt� Ich habe gewartet�� auf dich gewartet.�</p><p>Sie starrte best�rzt auf ihn hinab, die Ohren hei� wegen der Anwesenheit ihrer Besatzung und der Llun�� auf dieses Wrack, das ihr Gef�hrte gewesen war, das auch diesen Namen verloren hatte, als Mahn von ihm an ihren Sohn gefallen war.</p><p>�Sie haben in der Halle Feuer gemacht�, stammelte Khym; sogar seine Stimme war nur noch ein Schatten ihres fr�heren Klanges. �Chanur hat sich nach innen zur�ckgezogen. Die anderen rufen nach <emphasis>Na</emphasis> Kohan�� aber er kommt nicht heraus. Die Faha haben ihn im Stich gelassen�� alle au�er� au�er <emphasis>Ker</emphasis> Huran; Araun ist noch da. Sie haben <emphasis>Gewehre</emphasis> benutzt, um die Tore niederzubrennen, Pyanfar.�</p><p>�Kohan wird jetzt kommen�, sagte Pyanfar. �Und ich erledige Tahy.� Sie machte Anstalten zu gehen, z�gerte dann aber. �Wie bist du nach Chanur gekommen? Wei� Kohan Bescheid?�</p><p>Das gesunde Auge sah zu ihr auf; aus dem schielenden anderen, das fast geschlossen war, str�mte Fl�ssigkeit. �Bin gegangen. Lange her. Habe vergessen, wie lange. <emphasis>Na</emphasis> Kohan lie� mich�, bleiben. Wusste, dass ich hier war, lie� mich aber bleiben. Geh weiter, Pyanfar! Geh <emphasis>weiter!</emphasis> Du hast keine Zeit mehr.�</p><p>Sie ging weiter, die zum Haus f�hrende Stra�e entlang, nicht ohne zur�ckzublicken. Und Hilfy ging neben ihr her, auch Chur und die Llun, aber Tully� Tully war zur�ckgeblieben, starrte auf Khym hinab, und Khym streckte eine Hand aus, um ihn festzuhalten, nur um ihn zu betrachten�</p><p>Khym, der sich �ber die von ihr erz�hlten Geschichten gefreut hatte, �ber die Geschichten von fremden H�fen und Au�enseitern, und der noch nie ein Schiff und noch nie einen Au�enseiter gesehen hatte, bis jetzt nicht�</p><p><emphasis>�Tully!�</emphasis> rief sie, und Haral packte ihn am Arm und brachte ihn schnell. Und dann: �Khym..</p><p>.� rief sie; Aus einem einzigen Grund�� aus Scham. Kohan war genauso weich gewesen.., als Khym hierher in sein Exil gestreunt war, um einen besseren Tod zu finden als den von fremder Hand.</p><p>Er sah zu ihr auf, ein langsames Erwachen der Hoffnung. Sie nickte in Richtung des Hauses, und er rappelte sich auf und folgte ihnen; sie wartete gerade lange genug, um sich davon zu �berzeugen, drehte sich dann sofort um und marschierte rasch die staubige Stra�e entlang, be�ugte die Hecken, die ihrer Kr�mmung folgten. Sie dachte an Hinterhalt; aber das war eine Methode von Au�enseitern, etwas f�r Kif und <emphasis>Mahe,</emphasis> nicht f�r Hani beim Versammeln�</p><p>Aber�</p><p>�Verteilt euch!� sagte sie und gab der Besatzung einen Wink.</p><p>�Die Gartenwand�� geht dorthin, und wir erledigen diese Tochter von mir. Hilfy, du gehst mit Haral. Chur, du nimmst Tully. <emphasis>Ker</emphasis> Llun, du und ich, wir gehen durch das Tor.�</p><p>Ginas Llun nickte, die Ohren flach angelegt vor Ersch�pfung, und w�hrend die anderen sich in entgegengesetzte Richtungen durch die Hecke verstreuten, steckte Pyanfar die H�nde in den G�rtel und schritt rasch um die Biegung der Stra�e und auf die inneren Tore zu. Schritte schlurften hinter ihr�� das war Khym; sie drehte den Kopf, um nachzusehen, um ihn mit einem Nicken zu ermutigen, sie selbst in grellroter Seide, ihre Begleiterin in beamtenschwarz, und Khym� in schmutzigen Lumpen, die m�glicherweise einmal blau gewesen waren. Er n�herte sich ihr, kam an ihre Seite, humpelte etwas; und, G�tter, der Gestank von Eiter aus seinen Wunden� aber er hielt tapfer mit.</p><p>Sie konnten es jetzt h�ren, das Murmeln von Stimmen, das gelegentliche Rufen einer Stimme, die lauter war als die anderen. Pyanfars Ohren senkten sich und richteten sich wieder auf; eine Adrenalinwoge belebte erm�dete Muskeln und drohte, sie in Zittern zu versetzen. �Das ist keine Herausforderung�, knurrte sie. �Das ist Aufruhr.�</p><p>�Tahar ist hier�, berichtete Khym zwischen schweren Atemz�gen. <emphasis>�Na</emphasis> Kahi und seine Schwestern. Das ist die zweite Schwierigkeit. Alles organisiert, Pyanfar.�</p><p>�Darauf wette ich. Wo ist das Gehirn unseres Sohnes?�</p><p>�Unterhalb seines G�rtels�, sagte Khym, und f�gte nach einigen Schritten hinzu, als die Ger�usche von Unruhe lauter geworden waren: �Pyanfar. Bring mich an Tahy und ihrem Haufen vorbei, und ich kann hierbei etwas �ndern� ihm die Sch�rfe nehmen, vielleicht soviel.�</p><p>Sie runzelte die Nase und blickte ihn von der Seite her an. Das, was er vorschlug, war nicht strikt ehrenhaft; aber auch das, was Tahy im Schilde f�hrte, war es nicht. Ihren Sohn� durch ein solches Man�ver zu erledigen�</p><p>�Wenn ich es nicht aufhalten kann�, sagte sie,�nimm ihn!� Khym gluckste, ein kehliges Raspeln. �Du warst immer Optimistin.</p><p>Sie umrundeten die letzte Kurve, und vor ihnen lag das Tor, weit offen zu den G�rten, den alten B�umen, dem rebenbedeckten Goldstein der Holding selbst. Eine Menge trieb sich vor dem Haus herum und zertrampelte die Anpflanzungen und die Reben. Sie br�llten Schm�hungen und Spott gegen Chanur und r�ttelten an den Fensterriegeln.</p><p>�Verflucht sollen sie sein!� fl�sterte Pyanfar und eilte auf das Tor zu. Eine Handvoll Mahn ersp�hte sie und schrie auf, und das war alles, was sie wollte. Sie schrie gellend und st�rmte mit Khym an ihrer Seite zwischen sie, und die Mahn zogen sich in die G�rten zur�ck, um Verst�rkung zu holen. <emphasis>�Hai!�</emphasis> schrie sie, und pl�tzlich tauchten Hilfy und Haral oben auf der Mauer auf und schossen Streufeuer in die Erde vor den Fu�en der Mahn, die hastig Deckung suchten.</p><p>�Nehmt die T�r!� rief Pyanfar und winkte ihnen zu, und sie sprangen und rannten los.</p><p>Weitere Mahn und einige ihrer Schmarotzer befanden sich auf der S�ulenveranda, und auf einmal erschienen Chur und Tully auf der seitlich dazu verlaufenden niedrigen Gartenmauer, und Chur br�llte, als w�rde sie eine ganze Gruppe von Hilfskr�ften anfeuern. Die Mahn rannten wie eine aufgescheuchte Herde hierhin und dorthin und verschwanden von der T�r angesichts des von drei Seiten erfolgenden Angriffs. Pyanfar raste die Stufen hinauf und traf auf Haral und Chur, die Pistole in der Hand, brach einen halben Schritt vor ihnen durch den Eingang in das mattere Licht und das Chaos von K�rpern und den Rauchgestank dahinter durch. Es war ein gewaltiger Raum, erleuchtet durch verriegelte Fenster, am hinteren Ende voller Tr�mmerst�cke der Doppeltore. Die Hani dort drehten sich um und standen ihrem Angriff in pl�tzlicher L�hmung gegen�ber, einhundert Eindringlinge, die in angelegte Chanurgewehre starrten.</p><p>Einige bewegten sich. Junge Frauen begaben sich in die vorderste Reihe. Andere nahmen um die R�nder herum vorsichtig neue Positionen ein. Stimmen hallten tief in der Halle wider.</p><p>Pyanfar hielt die Pistole mit beiden H�nden, ihr Blick zuckte hierhin und dorthin, um s�mtliche Bewegungen aufzunehmen.</p><p>Diese junge Frau dort�� ihr eigenes Ebenbild, rotgoldene M�hne und ein K�rperbau, der ihre Mahn-Schwestern �berragte:</p><p>Tahy. Pyanfars Blick verengte sich. Der junge Mann�� G�tter, gro� und aufrecht und breitschultrig� Jahre her, seit sie die beiden zum letzten Mal gesehen hatte. L�ngere Jahre f�r ihre planetengebundenen Kinder, Jahre des Erwachsenwerdens; und sie hatten Verb�ndete.., etwa zwanzig junge Malin, M�nner und Frauen; und an den W�nden des Raumes� Kahi Tahar, <emphasis>Na</emphasis> Kahi, der alte Mann, Chanurs s�dlicher Rivale, mit anderen� �ltere Frauen von H�usern, die Pyanfar als Enaury und andere von Tahars Schmarotzern verd�chtigte, die zum Pl�ndern gekommen waren.</p><p>�Raus hier!� sagte Pyanfar. �Raus hier, ihr alle!�</p><p>�Gewehre�, fauchte Tahy. �Sieht es so aus? Wir haben unsere eigenen. Ist es das, wof�r du dich entscheidest, w�hrend <emphasis>Na</emphasis> Kohan sich vor uns versteckt?�</p><p>�Steckt sie weg!� sagte Pyanfar. Sie sicherte ihre Pistole und steckte sie in die Tasche. Im Augenwinkel erkannte sie, dass Haral dasselbe tat und auch die anderen dem Beispiel folgten. �Nun�, meinte Pyanfar, �du hast dich ein St�ck aus deinem Gebiet verirrt, mein Sohn. Verlagern wir die Dinge wieder dorthin, wo sie hingeh�ren.�</p><p>�Das ist hier�, sagte Kara.</p><p>Eine Bewegung im Korridor hinter den Mahn; Pyanfar bemerkte sie und holte tief Luft.</p><p>Chanur. Gut zwanzig, die zum Haus geh�rten. Und Kohan, einen Kopf gr��er als die anderen.</p><p><emphasis>�Passt auf!�</emphasis> schrie Pyanfar und sprang pl�tzlich zur Seite, ein Ablenkungsman�ver. Die Eindringlinge regten sich verwirrt und griffen zu den Waffen, erst ein Moment erstarrter Verwirrung, und dann die Chanur im R�cken der Mahn. Letztere zogen sich eilig zu der Wand zur�ck, die ihre linke Flanke gebildet hatte, aber Tahy und ihre Leute warfen sich mit sicherem Instinkt zwischen Kara und Kohan; Pyanfar tauchte auf die andere Seite hin�ber, gefolgt von Haral und Chur und Hilfy, die derselbe Impuls trieb, stellten sich ebenfalls zwischen den Fronten auf. Sie fasste an Kohans �berhitzten Arm. Er zitterte.</p><p>�Zur�ck!� sagte sie. �Zieh dich zur�ck, Kohan.� Und zu Tahy: �Raus! Hier gewinnt niemand. Wenn Kohan gez�gert hat.., das geht auf meine Verantwortung; und ich bin jetzt hier, zusammen mit Ginas Llun, die bekr�ftigen wird, was ich sage, und mit einem Au�enseiter, der Beweis genug daf�r ist, dass wir in Schwierigkeiten sind. Wir haben Kif auf der Station; die Kapit�ne sind einberufen worden� um Gaohn zu verteidigen. So ist die Lage da oben. Wir k�nnen uns keine Spaltung im <emphasis>Han</emphasis> leisten.�</p><p>Tahy sch�ttelte absch�tzig den Kopf. �Wir haben eine durchweg andere Geschichte geh�rt. Nein. Du m�chtest etwas auf deine eigene Weise erledigen� wir werden dir den Gefallen tun. Aber braucht Kohan Hilfe, dass du <emphasis>ihn</emphasis> daf�r wieder aus den B�schen ziehst? Wir werden das erledigen.�</p><p>�Die Station ist <emphasis>gefallen�,</emphasis> sagte eine Stimme aus den Reihen der Chanur, und eine der Kapit�ne bahnte sich einen Weg nach vorn, Rhean mit ihrer Besatzung im Gefolge. �Die Nachricht kam �ber Kom: Sie rufen um Hilfe� das ist nicht gelogen, <emphasis>Ker</emphasis> Mahn.�</p><p>Unruhe brach im Raum aus, als eine Welle der Best�rzung durch s�mtliche Anwesenden lief. Die Llun schritt mitten hinein, legte ihre Neutralit�t ab. �Wie lange schon? Chanur, wie lange?�</p><p>�Die Botschaft l�uft noch�, sagte Kohan selbstbeherrscht, obwohl sein Atem schwer ging.</p><p>�Kara Mahn, ich vergesse das alles hier. Es ist vorbei. Geh jetzt! Wir wollen nicht mehr davon sprechen.�</p><p>Kara sagte nichts. Ein glasiger Blick stand in seinen Augen. Seine Ohren waren zur�ckgelegt. Tahy jedoch wirkte nicht mehr so von sich selbst �berzeugt und winkte die anderen zur�ck.</p><p>�Du hattest deine Chance�, meinte Pyanfar ruhig und gleichm��ig. �H�r mir zu! Du hast Mahn errungen. Tahar ist nicht euer Verb�ndeter. Mach nur weiter mit der Herausforderung, und Tahar wird hier sein, um sich den Sieger vorzunehmen. Einen ersch�pften Sieger, verstehst du. Um zwei Holdings zu �bernehmen. Es geht mehr um ihre Ambitionen als um deine. Die Llun kann dir etwas dar�ber erz�hlen� von einem Tahar-Kapit�n, der sich mit Kif abgibt��</p><p>�Verflucht sei deine Unversch�mtheit!� br�llte Kahi Tahar, und eine seiner Schwestern hielt einen Arm vor ihn. �Eine L�ge�, sagte sie.</p><p>�Vielleicht��, sagte Pyanfar unger�hrt, �ein Missverst�ndnis. Ein� �bereifer, eine unvorsichtige Zunge. Raus hier. Vielleicht verfolgen wir die Sache nicht� Tahy, raus! Der Pakt steht vor dem Zerfall. Jetzt ist nicht der richtige Moment. Verschwinde von hier.�</p><p><emphasis>�Na</emphasis> Mahn�, sagte Kohan. �Es dient nicht deinem Vorteil.�</p><p>�Du wirst Mahn verlieren�, sagte Khym pl�tzlich und schob sich an Hilfy vorbei. �H�r mir zu, Welpe�� du wirst es verlieren, an Kohan oder Kahi. Benutze deinen Verstand!�</p><p>Kara war dar�ber hinaus. Die Augen waren geweitet und dunkel, die Ohren angelegt, die N�stern gebauscht. Pl�tzlich kreischte er und sprang.</p><p>Und Khym tat dasselbe. Pyanfar warf sich herum, st�rzte wie ihre ganze Besatzung zu Kohan, wie Hilfy und Huran Faha und wie Rhean und ihre Besatzung. Er wich zur�ck, sch�ttelte sich, war im Besitz aller seiner Kr�fte. Pyanfar erblickte seine Augen, die auf das schreiende Gewirr hinter ihr gerichtet waren, wirbelte herum und erkannte, dass Khym den Griff verlor, der Karas Krallen von seiner Kehle fernhielt.</p><p>�Beende das!� schrie sie Tahy zu und watete selbst dazwischen, versuchte, an irgendeinem der beiden k�mpfenden K�rper einen Haltepunkt zu finden, sie auseinander zu ziehen.</p><p>Ein Ellbogen krachte gegen ihren Kopf, und sie taumelte, warf sich wieder dazwischen, und jetzt versuchten auch andere, die beiden auseinander zu bekommen.</p><p><emphasis>�Tully!�</emphasis> rief Hilfy, und auf einmal wurde eine Fl�ssigkeit auf sie gespr�ht, direkt in Karas Gesicht und �ber sie hinweg, stach in den Augen und verbreitete erstickende D�mpfe. Mit einem w�tenden Br�llen fiel Kara zur�ck; ihr ging es genauso�� sie wischte sich die Augen und hustete, wurde von freundlichen H�nden gest�tzt. Chanur hielten Tully fest, das erkannte sie mit ihren tr�nenden Augen, hielten ihm die Arme auf dem R�cken fest; und Khym war am Boden und Kara rieb sich die Augen und schnappte nach Luft. Sie kam wieder zu Atem, hustete immer noch, sch�ttelte die helfenden H�nde ab. Sie kannte dieses Aroma, sah das kleine Fl�schchen leer auf dem Boden liegen�� der Duft von Blumen machte sich vorbei an ihren stechenden Schleimh�uten bemerkbar.</p><p>�Tully�, sagte sie, immer noch w�rgend, streckte eine Hand aus und zog ihn am Nacken zu sich heran, sch�ttelte ihn von den Chanur frei, die ihn gepackt hatten�� t�tschelte ihm grob die Schulter und blickte zu ihrem Sohn hin�ber, aus dessen Augen weiterhin N�sse str�mte. �Lass ab, <emphasis>Na</emphasis> Kara! Du hast Mahn. Lass es damit <emphasis>genug</emphasis> sein!�</p><p>�Runter von meinen Land!� sagte Kohan. �Tahar, seid froh, dass <emphasis>ich</emphasis> nicht herausfordere. Verlasst Chanur-Holding. <emphasis>Na</emphasis> Kara: ein h�flicherer Abschied. Bitte. Priorit�ten. Ich werde mich jetzt nicht auf dich st�rzen. Ich k�nnte es. Denk daran!�</p><p>Kara spuckte aus, drehte sich um und schritt steif hinaus, wischte sich dabei heftig die Augen und sch�ttelte angebotene Hilfe ab, seines Impulses beraubt, seiner W�rde, seines Vorteils. Tahy blieb, blickte auf Khym hinunter, der sich auf die Ellbogen aufgerichtet hatte und dabei den Kopf h�ngen lie�. Sie h�tte noch irgendeine letzte Beleidigung hervorsto�en k�nnen. Statt dessen verbeugte sie sich, vor Pyanfar, vor Kohan, ganz zuletzt vor Khym, der es nicht sah. Dann ging sie hinaus, die anderen Mahn vor ihr her.</p><p>Die Tahar blieben als letzte, <emphasis>Na</emphasis> Kahi und seine Schwestern. <emphasis>�Raus!�</emphasis> sagte Kohan, und die Ohren des Tahar sanken herab. Aber er drehte sich um und ging hinaus aus der Halle, verschwand durch die T�r und nahm seine Schwestern und seine Parteig�nger mit.�� Kohan seufzte, ein erregtes Grollen. Er langte nach Hilfy, legte ihr einen Arm �ber die Schultern und zerzauste ihre M�hne, ber�hrte den Ring an ihrem linken Ohr�� betrachtete Pyanfar und Khym, der sich auf die Knie hochgerappelt hatte. Khym zuckte unter seinem Blick zusammen und raffte sich wieder ganz auf, zog sich mit h�ngendem Kopf und schlurfenden F��en zur�ck, ohne Kohan noch einmal anzublicken.</p><p>�Hatten keine Zeit�, sagte Pyanfar. �Gut gemacht. Es war gut gemacht.�</p><p>Kohan schnaubte und nickte, deutete mit der freien Hand auf die anderen. Nickte dann in Richtung der T�r. <emphasis>�Ker</emphasis> Llun.�</p><p><emphasis>�Na</emphasis> Chanur�, murmelte die Llun. �Bitte, die Station��</p><p>�Es wird da oben einen Kampf geben?�</p><p>�Keinen kleinen�, meinte Pyanfar. �Du k�mmerst dich darum?�</p><p>�K�nnte einige aus dem Haus gebrauchen.�</p><p>�Ich gehe�, sagte Kohan. <emphasis>�Ich</emphasis> gehe dort hinauf.�</p><p>�Und l�sst die Tahar sich auf die Jungen st�rzen? Das kannst du nicht machen. Gib mir Rhean und Anfy und ihre Besatzungen; auch alle anderen, die schie�en k�nnen! Wir m�ssen los!�</p><p>Kohan gab einen tiefen, kehligen Laut von sich, nickte dann. �Rhean, Anfy, Jofan� w�hlt aus dem Hause aus und beeilt euch!� Er t�tschelte Hilfys Schulter, ging dann zu Haral und Chur und machte dasselbe�, verweilte einen Moment lang, um Tully anzustarren, streckte die Hand aus und ber�hrte ihn beinahe�, aber nicht ganz. Dann drehte er sich um und ging zur�ck. �Hilfy�, sagte er.</p><p>�Mein Schiff�, sagte Hilfy. �Mein Schiff, Vater.�</p><p>Es kostete ihn viel, so viel wie das fr�here Nachgeben. Er nickte. Hilfy nahm seine massige Hand, drehte sich um und ergriff die H�nde von Huran Faha, die ebenfalls nickte.</p><p>�Kommt!� sagte Pyanfar. �Kommt, ihr alle! <emphasis>Bewegt euch!</emphasis> Ich bringe sie zur�ck, Kohan.�</p><p>�Kommt alle zur�ck�, sagte er. Die anderen sammelten sich und eilten zur T�r; nur manche z�gerten noch, um sich ihre Waffen zu besorgen. Pyanfar blieb noch einen Augenblick lang, betrachtete Kohan, blickte in seine goldenen, beschatteten Augen; seine Ohren waren aufgerichtet, das schaffte er.</p><p>�Diese Geschichte�, sagte sie, �mit diesem Au�enseiter��� ich komme zur�ck und erkl�re sie. Mach dir keine Sorgen! Bring Chanur wieder in Ordnung. Wir haben jetzt eine Kante, die wir vorher nicht hatten, verstehst du?�</p><p>�Geh!� sagte er sanft. �Ich werde hier alles regeln. Mach dich ran, Pyanfar!�</p><p>Sie ging noch einmal zu ihm und ber�hrte seine Hand, wandte sich dann zur T�r, durchquerte den Raum mit einem Dutzend ausholender Schritte und eilte die Veranda hinab, wo kein Zeichen von dem Angriff geblieben war au�er dem zertrampelten Garten und einer Fahrzeugkarawane, die die Stra�e hinter der Mauer hinab verschwand, sich eilig davon machte.</p><p>Und Khym. Khym war hier, am Tor, zusammengekauert und den Kopf auf die verschr�nkten Arme gebeugt. Frische Wunden gl�nzten an seinen rotbraunen Schultern. Er �berlebte. Er �berlebte weiterhin, �ber seine Zeit und seinen Grund zum Leben hinaus.</p><p>�Khym�, sagte sie. Er blickte auf. Sie winkte ihn zur Seite des Hauses, dem Weg, den die anderen zur R�ckseite genommen hatten, wo sie eine Transportm�glichkeit finden konnten.</p><p>Er stand auf und kam, hinkte noch bei den ersten Schritten, dann aber gar nicht mehr. �Ich bin schmutzig�, sagte er. �Keine feine Begleitung.�</p><p>Sie wischte sich den Bart und beroch ihre Hand, musste niesen. �G�tter, ich stinke f�r uns beide.�</p><p>�Was ist er?�</p><p>�Unser Alien? Unser Au�enseiter?�� Ein Mensch. Etwas in der Art.�</p><p>�Huch�, sagte Khym. Er keuchte, war au�er Atem und hinkte obendrein wieder. Sie gingen an der Seite des Hauses entlang, �ber den Weg an den B�umen dahinter vorbei, und Sp�tk�mmlinge aus dem Haus holten sie ein und gingen mit ihnen, trugen Gewehre. Khym blickte nerv�s zur�ck. �Es ist in Ordnung�, sagte Pyanfar. �Willst du mitkommen, Khym? Willst du einmal die Station sehen?�</p><p>�Ja�, sagte er.</p><p>Sie erreichten den Fu� des H�gels, wo Haral und Chur zwei der Lastwagen gestartet hatten, auf die eine gro�e Zahl Chanur kletterten, mindestens drei�ig oder vierzig, abgesehen noch von den rund zehn, die hinter ihr kamen. Tully stand bei Hilfy neben einem der Fahrzeuge.</p><p>Pyanfar trat zu ihnen und knuffte seinen Arm. �Gut�, sagte sie. �Rauf mit dir, Tully!�</p><p>Er kletterte hinauf auf die Ladefl�che, war trotz seiner krallenlosen Finger erstaunlich beweglich. Hilfy folgte seinem Beispiel, und dann sprang Khym mit seinem Gewicht hinauf, das den Lastwagen schaukeln lie�. Weitere folgten.</p><p>Pyanfar ging herum zur Kabine und stieg ein. �Los!� wies sie Haral an, und der Lastwagen setzte sich in Bewegung, um die Kurve herum auf die Stra�e zu den �u�eren Toren; schleuderte eine Staubfahne empor, als er zwischen den Hecken einher schaukelte und beinahe mit dem hinteren Pfosten des Tores zusammenstie�, bevor er �ber die Felder hinweg den direkten Weg zum wartenden Schiff nahm.</p><p>M�gen die G�tter uns helfen, dachte Pyanfar, als sie hinter sich auf die Versammlung blickte, die die Pritsche f�llte, junge und alte Chanur, mit Gewehren bewaffnet; dazu ein fr�herer Lord, Tully und die Llun, die sich schlie�lich entschlossen hatte, mit ihnen zusammen zur�ckzukehren.</p><p>Die Schiffe hatten die Station verlassen, um die Kif dort festzuhalten, und die Kif waren noch dort, in der Tat, betrieben die R�ume der Station�� losgelassene Kif mit dem Wunsch nach Rache, ein <emphasis>Hakkikt,</emphasis> der sein eignes Leben in seiner Lage m�glicherweise f�r wertlos hielt und der Rache viel Bedeutung beima�.</p><p>Sie drehte sich wieder um und st�tzte sich mit den Fu�en gegen die St��e ab, w�hrend der Lastwagen �ber unebenen Boden h�pfte. Haral zwang das Lenkrad in verzweifelte Drehungen und R�ckdrehungen, folgte dem Weg, den sie zuvor gekommen waren, der Spur ihrer Fu�abdr�cke im hohen Gras, wo es jetzt weniger versteckte L�cher und Buckel geben w�rde.</p><p>�Hoffentlich ist die <emphasis>Aja Jin</emphasis> noch auf ihrer Position�, brummte Haral.</p><p>�Hoffentlich sind es die <emphasis>Hinukku</emphasis> und der Rest�, sagte Pyanfar und st�tzte sich mit der Hand gegen einen Sto� ab. �Wenn wir jetzt mehr Kif haben als vorher�� wenn sie einen Ruf nach Verst�rkung hinausbekommen haben��</p><p>�Die Verz�gerungszeit arbeitet f�r uns.�</p><p>�Irgend etwas muss auch�, meinte Pyanfar. �G�tter, was w�rde ich um einen Kom geben!�</p><p>Haral sch�ttelte den Kopf und widmete ihre ganze Kraft dem Lenkrad, bremste ab, als sie den Abhang hinunter auf den Fluss zuholperten. Der Lastwagen rumpelte �ber die grasbewachsene B�schung, krallte sich �ber schlammigen Boden und �ber Steine hinweg, drehte sich und fand Halt an der gegen�berliegenden B�schung, fuhr diese hinauf und befand sich dann in Sichtweite des unansehnlichen Keils der <emphasis>Raus Gl�ck,</emphasis> der immer n�her kam.</p><p>Ein Licht blitzte, sonnenhell vor dem Schatten des Schiffes. Pyanfar deutete darauf und Haral nickte. Die Rau sahen sie kommen. Laufende Lichterreihen begannen in Rot und Wei� zu blitzen, ein Leuchtkode.</p><p>Es handelte sich um die Nachricht, die ihnen bereits bekannt war. Haral lie� die Scheinwerfer aufleuchten und griff verzweifelt zur�ck ans Lenkrad.</p><p>Planetare Geschwindigkeiten. In der Zeit, die sie gebraucht hatten, um so weit vom Haus wegzukommen, h�tte ein Sprungschiff die Entfernung zwischen Welten zur�cklegen k�nnen. Und vielleicht taten einige genau das. Der <emphasis>Han</emphasis> war intakt, die Versammlung der Holdings, die �ber die Politik entschied; aber der Verlust der Gaohn-Station� Sie verfluchte sich daf�r, weil sie geglaubt hatte, jede Art Rache sei zu viel f�r Akukkakks Stolz, jeder Angriff auf Stationen� und er hatte einen durchgef�hrt� niemand in der ganzen Geschichte der zivilisierten M�chte hatte je eine Welt angegriffen�</p><p>Au�er den Kif�� es gab Ger�chte, dass sie es getan hatten zu den Zeiten, als sie von ihrer Heimatwelt aufgebrochen waren und untereinander um die Macht gestritten hatten. Gegen ihre eigene Welt hatten sie sich einst gewandt.</p></section><section><title><p>Dreizehntes Kapitel</p></title><p>Die Maschinen gaben Schub, ein hohles Br�llen der auf die Erde gerichteten D�sen, und die <emphasis>Gl�ck</emphasis> stieg hoch. Pyanfar fiel in das Hintere des dunklen Leitstandes, als das Deck hochkam, traf schwer auf und kauerte sich zusammen, gl�ttete die Decke und das Kissen, die sie mitgebracht hatte, um diese Nische f�r ihren R�cken zu polstern; auf dem Boden des Leitstandes hinter den drei Sitzen der Rau. Der Kapit�n hob die Hand, das Signal, dass ihre Anwesenheit bemerkt worden war, und f�hrte sie dann sofort wieder an das Pult vor sich zur�ck. Die <emphasis>Gl�ck</emphasis> setzte ihren Anstieg fort. Das Landegestell verschwand dr�hnend in seiner Versenkung, und der Druck nahm zu. Pyanfar entdeckte einen Schmerz in der Schulter und stopfte eine Decke dazwischen, um ihn zu lindern.</p><p>Der Anstieg war nicht so steil, verglichen mit dem Winkel, in dem sie gelandet waren. Der Lander <emphasis>flog</emphasis> gewisserma�en, zuerst senkrecht hinauf und dann in einer schr�gen Bahn, bei der das Heck der Schwerkraft folgend nach unten gerichtet war. Die Haupttriebwerke setzten mit einem Schub ein, der Pyanfars Eingeweide gegen die Wirbels�ule presste.</p><p>Ein Teil ihrer Gruppe war achtern in der gepolsterten Fahrgastnische gut dran. Tully und Khym und Ginas Llun sa�en dort in dicken Polstern, ebenso Haral, um ihnen Gesellschaft zu leisten und sich um anfallende Probleme zu k�mmern. Der ungl�ckliche Rest war an den Schiffsseiten in kippenden und gepolsterten Abteilen untergebracht, die am n�chsten Schott begannen�� blindes dunkles Elend, zu viert wie eingemachte Fische untergebracht, der n�chstliegende Sitz fast vor dem eigenen Gesicht hin- und herschwankend� G�tter, G�tter, so zu fliegen in einem Schiff, das unterwegs war in den Kampf am Himmel� sie empfand Schuldgef�hle angesichts der relativen Bequemlichkeit ihrer eigenen Lage.</p><p>Die Co-Pilotin lie� etwas zu ihr herunterfallen. M�hsam streckte sie die Hand aus und holte sich den in Plastik geh�llten Artikel aus der Ecke der Nische, wo er sich festgesetzt hatte, wickelte den Ohrh�rer aus und steckte ihn sich an. Keine Informationen kamen w�hrend des Anstieges herein, lediglich Statik, aber es war hilfreich, den Kontakt zu haben.</p><p>Der Station war es gelungen, diese eine Nachricht abzusetzen, und sie war noch am Senden gewesen, als der Anstieg begonnen hatte, was bedeutete, dass sich das Zentralkommando noch in Hani-Hand befunden hatte und alle Stationsleute die H�nde voll zu tun gehabt hatten, so dass es ihnen nicht m�glich gewesen war, jemanden zu er�brigen, der Fragen beantwortete. Die Nachricht ging auch weiterhin hinaus, was bedeutete, dass es den Kif nicht gelungen war, sie zum Schweigen zu bringen�� oder sie kein entscheidendes Interesse daran hatten, das zu tun.</p><p>Aber die Docks� sie stellte sich die panisch fliehenden Arbeiter vor, desorganisiert, unvorbereitet auf eine Aktion, wie sie die Kif durchgef�hrt hatten. Stationen anzugreifen war nichts, was Hani je tun w�rden; demzufolge war Derartiges nicht vern�nftig; demzufolge war es kein m�gliches Ereignis, auf das man sich je vorbereitet h�tte.</p><p>Mochten die G�tter eine solche Denkweise verfluchen, und ebenso die Selbstgef�lligkeit, die sie n�hrte. Mochten die G�tter auch ihr Volk verfluchen und die Natur der Hani, weil sie sich alle nur um ihre eigenen fragmentierten Belange k�mmerten, weil ihre ganze Welt derart aufgebaut war. Pyanfar hatte keine andere Wahl gehabt, als nach Chanur heimzukehren, denn ein Hani w�rde die Herausforderung weitertreiben, w�hrend das Haus Feuer fing und das Feuer seine eigene Haut versengte. Hani gingen stets ihre eigenen Wege, verachteten die Belange der Au�enwelten, waren heikel beim Eingestehen, dass sie ohne die Mahendo�sat-Forscher, die sie gefunden hatten, gar nicht im All sein w�rden�� aber so war es. Und die Hani fuhren fort, ihre Angelegenheiten nach den alten Methoden zu verfolgen, den Methoden, die funktioniert hatten, als es noch keine Kolonien und keinen Handel mit dem Drau�en gab, als die Hani noch die unangefochtenen Besitzer der Welt waren und die Hani-Instinkte f�r die Welt, die sie besa�en, geeignet waren.</p><p>Aber, G�tter, es gab andere �kosysteme. Sie selbst waren an einem solchen beteiligt, dem Pakt selbst, und sie gingen mit unvorstellbaren Weiten um, die �ber die grasigen Ebenen Anuurns hinausgingen, ebenso mit Gesch�pfen, deren Instinkte sich in gleicher Weise geeignet erwiesen hatten, auf ihre eigene Art richtig zu sein.</p><p>In einer unvorstellbaren H�lle funktionierten die Methoden der Kif am besten; und, G�tter, selbst der Weg der Chi hatte irgendwie funktioniert, so irre er auch zu sein schien und Au�enseitern unverst�ndlich. Und Tully�� der manchmal zur H�lfte Sinn ergab und manchmal �berhaupt nicht.</p><p>Hatte Goldzahn sie f�r ihr Weggehen verachtet, weil sie aufgrund ihres Hani-Seins keine andere Wahl gehabt h�tte, w�hrend die Vernunft zum Gegenteil riet? Scham machte sich in ihr bemerkbar, der Argwohn, dass die gesamte Hani-Rasse daran gescheitert war, eine Hoffnung der <emphasis>Mahe</emphasis> zu erf�llen, diese Hoffnung, die ihnen diese beiden Schiffe zur Verf�gung gestellt hatte; und dass irgendwo dort oben vielleicht die Wracks ihrer <emphasis>mahen</emphasis> Verb�ndeten und der <emphasis>Stolz</emphasis> selbst trieben und ein Kif wartete, um diese Nussschale von einem Lander zu Gas und Schutt zu zerblasen, zusammen mit dem Hani-Gehirn, das sich gerade kritische Gedanken �ber die eigene Rasse gemacht hatte�� wenn auch viel zu sp�t.</p><p>Wahnsinn. Der Winkel des Anstiegs raubte ihrem Gehirn den Sauerstoff. Ihr Blickfeld wurde grau. Sie hatte kein Gef�hl mehr in R�cken und Armen und Beinen, und der Druck stieg weiter an.</p><p>Das Ger�usch der Maschinen ver�nderte sich. Sie standen im Begriff, die Umh�llung der Atmosph�re zu verlassen, w�hrend sie weiterhin beschleunigten. Sie blinzelte und strengte sich an, den Hals zu bewegen, erblickte durch einen verschwommenen Schleier im Dunkeln blinzelnde Anzeigen, dazu ein Aufflammen von Licht, als der Scannerbildschirm klar wurde.</p><p>Sie blinzelte erneut, versuchte, an der Silhouette des Arms der Co-Pilotin vorbeizuschauen, etwas auszumachen, das gro� war und dicht an ihrer Position stand.</p><p>��..<emphasis>Gl�ck�,</emphasis> schnappte eine Stimme durch den St�psel in ihrem Ohr. �Hier ist die <emphasis>Chanurs Stolz.</emphasis> Wir gleichen an und nehmen euch in Schlepp.�</p><p><emphasis>Tirun!</emphasis></p><p>Wenn es ihr m�glich gewesen w�re, aufzuspringen und vor Freude zu schreien, dann h�tte sie es getan. Aber durch die Gewalt des Andrucks niedergehalten, blieb ihr nichts anderes �brig, als zu l�cheln, ein angespanntes und schwieriges L�cheln, w�hrend ihr das Herz gegen die Rippen h�mmerte und das Blut Schmerz in ihre Gliedma�en sp�lte.</p><p>Dann stoppten die Maschinen der <emphasis>Gl�ck,</emphasis> und sie schnappte in der pl�tzlichen Erleichterung reflexhaft nach Luft. Die unsichtbare Hand, die sie auf das Deck gedr�ckt hatte, war nicht mehr, und sie arbeitete sich auf die bereits erprobte Hand�ber-Hand-Methode zur Kom- Konsole vor, schwebte mit den F��en an der Decke, duckte sich wieder herab und packte sich das Mikro. �Beeil dich, Tirun, um der G�tter willen!� Und zu den Rau. �Wo sind die Kif? K�nnt ihr sie ausmachen?�</p><p>�Der Stationsscanner l�uft nicht mehr�, sagte die Rau-Navigatorin. �Nicht nur der von Gaohn; auch die von Harn und Tyo arbeiten nicht mehr, sind vollst�ndig weg. Wir haben noch unseren eigenen, sonst nichts mehr.�</p><p>�Schaltet den Rettungssignalgeber ein!� sagte Pyanfar und verbannte die ernsten Nachrichten in den hintersten Winkel ihres Bewusstseins. �Die <emphasis>Stolz</emphasis> kann dann �bernehmen. Lasst euch von ihrer Automatik fuhren!�</p><p>�Durchgegeben�, sagte der Kapit�n. �Dein Job jetzt, <emphasis>Ker</emphasis> Chanur. M�gen die G�tter uns helfen! Wir sind stockblind gegen jedes Sprungschiff, das sich da drau�en herumtreibt.�</p><p>�Behaltet Trimmlage konstant bei und achtet auf die Ersch�tterung.� Eilig begab sich Pyanfar wieder in ihren gepolsterten Schlupfwinkel zur�ck. �Die Greifer �bernehmen die Feinabstimmung. Versucht es nicht mit den D�sen! Die <emphasis>Stolz</emphasis> fliegt unter Comp.�</p><p>�G�tter, sie ist �ber uns�, sagte die Co-Pilotin.</p><p>�Kommen n�her�, drang Gerans Stimme durch den Kom-St�psel. �Bereithalten, <emphasis>Gl�ck!�</emphasis></p><p>Ein N�he-Alarm ging los, wurde �ber das Schaltpult rasch wieder zum Schweigen gebracht.</p><p>Der Scanner setzte aus.</p><p>�Oh, G�tter!� sagte die Navigatorin.</p><p>Pyanfar kauerte sich fest zusammen, dr�ckte sich mit ganzer Kraft in die Polster.</p><p>Kopplung. Die <emphasis>Gl�ck</emphasis> dr�hnte und h�pfte und Pyanfars K�rper wurde hochgeschleudert, da ihr Griff kaum reichte; sie schlug wieder auf, schob sich zur�ck, als die Greifer knirschten, verlagerte sich. Hielt sich fest. Eine beruhigende Stille herrschte. Gewichtslosigkeit.</p><p>�Habe Probleme�, sagte Tiruns Stimme. �Ich blase diese Schleuse leer; wir haben noch eine R�hre an der anderen Seite. Kommt, um der G�tter willen, sofort an Bord, verlasst euer Schiff! Wir k�nnen euch nicht verteidigen.�</p><p><emphasis>�Haral!�</emphasis> schrie Pyanfar den Zentralkorridor hinunter. <emphasis>�Ihr alle!</emphasis> Macht schon!�</p><p>�Kapit�n�, sagte Nerafy Rau.</p><p>�Komm schon!� sagte Pyanfar, zog sich zum Kapit�nssitz und hing dort an einer Hand, blickte auf Nerafy hinab. �Ihr alle� G�tter, kommt mit uns! Wir bringen euch zu eurem Schiff zur�ck, falls es noch eine Chance dazu gibt. Wenn das nicht klappt, dann gibt es noch Kif zu erledigen, und diese Leute auf den Stationen�� wollt ihr hier sterben, ohne einen Schuss abgefeuert zu haben?�</p><p>�Nein�, erwiderte der Rau-Kapit�n und fing an, sich loszuschnallen. Die anderen folgten ihrem Beispiel. Pyanfar beendete ihren Purzelbaum und blickte heckw�rts den Korridor hinab, sah einen Menschen in wei�em Hemd, der unmittelbar vor einer Flut bewaffneter Hani heraufgesegelt kam. Der Rau-Kapit�n zog sich mit den H�nden aus dem Leitstand und machte sich auf den Weg zur nahegelegenen Schleuse; w�hrend die Besatzung den Stand verlie�, packte sich Pyanfar das Mikro vom Pult. �Tirun! Wo stecken die Kif?�</p><p>�Das wissen die G�tter. Die <emphasis>Mahijiru</emphasis> �berwacht die Situation aus der Ferne; den Rest erz�hle ich dir, wenn du hier bist.�</p><p>Die Leiber ihrer Gef�hrten purzelten an ihr vorbei. Die Schleuse �ffnete sich nach innen, und ein Luftschock rammte sie in einer kalten B� ins Schiffsinnere. �Ich komme�, gab Pyanfar durch, lie� das Mikro los, trat nach der n�chsten Leitung und stie� in die Flut der K�rper hinein ab, gelangte in die dunkle und bet�ubend kalte Schiffzu-Schiff-Greifr�hre der <emphasis>Stolz.</emphasis></p><p>Die Gliedma�en wurden taub. Der Atem stach in den Lungen und Feuchtigkeit drohte ihr die Aug�pfel zu �berfrieren. Es tat <emphasis>weh,</emphasis> G�tter, es tat weh! Eine gr�ne Lampe schimmerte, als sie die Nullschwerkraft des �u�eren Rahmens der <emphasis>Stolz</emphasis> erreichte, ein Sicherheitsleuchtzeichen, ein Leitstern weit jenseits der Dunkelheit, der die Lage des Personallifts kennzeichnete. Eine blaue Lichterkette zog sich durch die Schw�rze hindurch dorthin, eine Rettungsleine. �Khym!� rief Pyanfar, als ihr seine Unerfahrenheit einfiel.</p><p>�Blau ist die Leitlinie, Khym� Tully! Zu den blauen Lampen!�</p><p>�Ich hab� ihn�, rief Hilfys Stimme von weiter vorn. �Ich hab� sie beide.�</p><p>Die Liftt�r ging auf. Jemand hatte sie erreicht. Ein fernes, blendend wei�es Rechteck �ffnete sich, und etwa zwanzig dunkle K�rper m�hten und k�mpften sich den blaugesprenkelten Kurs entlang darauf zu, durch die Entfernung bedingt gro� oder klein wirkend, manche wie Schwimmer in der Luft, andere benutzten das Seil und trieben die Schwimmer voran. K�rper stie�en zusammen und fingen einander und schwebten weiter, einer nach dem anderen in die Liftkabine hinein, wo sie wieder Farbe und Identit�t annahmen. Pyanfar fand sich �ber das letzte St�ck hinweg in den Lift gezogen; und mit den letzten gelangten die Rau in dieses blendende Glei�en.</p><p>�Wir sind drin!� schrie Chur in den Korn. Haral rief eine Warnung und schloss die Liftt�r, und pl�tzlich strebten die schwebenden K�rper dem Boden zu, als sich die Kabine in Fahrt setzte. �Abst�tzen!� fuhr Pyanfar die Neulinge an, aber die erfahrenen Raumfahrer schnappten sie sich, und auf einmal donnerte und schrammte die Kabine in Synchronisation mit dem rotierenden inneren Zylinder. Es herrschte volle Schwerkraft, und der Lift fuhr weiter nach oben, wobei ein �belkeitserregender r�ckw�rtiger Beschleunigungsdruck einsetzte, als die <emphasis>Stolz</emphasis> sachte Fahrt aufnahm. In der Ferne knallte etwas.�� �Der Greifer ist drin�, sagte Haral. Der Lift fuhr weiter hinauf, am Unterdeck vorbei zur Hauptebene. Fu�e fanden wieder den Boden, und beschmutzte Weltlinge klammerten sich mit angelegten Ohren und wild blickenden Augen aneinander.</p><p>Auf dem Hauptdeck hielt die Kabine an, und die T�r �ffnete sich. Pyanfar stie� sich zwischen den anderen hindurch und hinaus, eilte durch den Hauptkorridor zur Bogent�r der Br�cke, wobei sie sich mit scharrenden Krallen auf dem Deck gegen den Zug der Beschleunigung vorarbeitete. Haral folgte ihr dicht auf den Fersen. �Unterdeck!� rief hinter ihnen Chur. �Fahrt runter!</p><p>Dort gibt es sichere Unterbringungsm�glichkeiten.� Die T�r ging zu; der Lift summte wieder in Betrieb. Pyanfar blickte nicht zur�ck. Sie warf sich �ber das letzte schwierige St�ck, vorbei an Geran und Tirun in den Sitzen Drei und Zwei, und auch Haral erreichte ihren Sitz und glitt hinein. Pyanfar fand ihren leeren Sessel und warf sich hinein, ohne ein Wort zu sagen. Scannerbilder tauchten auf den Schirmen auf, zeigten ihre Position relativ zum Planeten und zur Station. Ein Punkt mit Knnn-Symbol hielt sich dem Durcheinander der anderen Punkte fern; zwei waren als <emphasis>Mahe</emphasis> gekennzeichnet, und die schreckliche Gefahr in Stationsn�he war eine Horde von nicht identifizierten Punkten, von Tr�mmerbogen, die angaben, wo Schiffe vernichtet worden waren und wohin ihre �berreste trieben.</p><p>�Die <emphasis>Aja Jin</emphasis> wurde besch�digt�, sagte Tirun ruhig. �Kif sind in die Verkehrskontrolle der Station eingedrungen und haben den Scanner zerst�rt. Die Llun hatten alle H�nde voll zu tun. Jedermann ging an Bord aller verf�gbaren Schiffe. Wir haben das Dock verlassen und sind mit den anderen geflohen� haben uns ausgerechnet, dass die Kif heimlich einfliegende Schiffe tarnen wollten, als sie den Scanner zerst�rten. Der Angriff ist dann vor einer dreiviertel Stunde erfolgt. Jetzt ausw�rts gerichtet. Wir sind beim gegenw�rtigen Kurs auf dem Weg zur�ck zur Station. Die <emphasis>Fortune</emphasis> hat ein Landekommando abgesetzt. Noch einige andere sind gefolgt. Wie gehen wir vor?�</p><p>�Sprich weiter! Kurs beibehalten!� Sie streckte die Hand aus und schaltete die Flugwarnung ein. �Wir haben Fahrt�, sagte sie �ber Rundspruch. �Haltet euch fest! Ich werde den Kom an unserem Ende offen halten. Wir stecken in Schwierigkeiten, und ich will nicht, dass sich da unten irgend jemand herumtreibt.�� Tirun, was sagt der Comp �ber diese Kif-Bewegung? Gibt es da ein Kursschema?�</p><p>Die Daten blitzten auf den Schirm. �Alle Stationen haben Scanner-Sendungen eingestellt.�</p><p>�Ein paar Kif haben das Dock verlassen, aber wir wissen nicht, welche. Das einzig Gute daran, dass sie den Scanner der Station eine gute Weile vor dem Angriff ausgeschaltet haben, besteht darin, dass sie sich nur auf unsere letztbekannten Positionen st�tzen konnten und der Angriff daher die meisten von uns nicht traf. Die <emphasis>Aja Jin</emphasis> hat, da fest positioniert, etwas abbekommen; zumindest ein Frachter wurde getroffen und nach unseren Erkenntnissen auch ein paar Kif, aber wir wissen nicht, wen es erwischt hat, denn niemand sendet jetzt viel Unterhaltung, und eine ganze Menge Frachter haben sich der Scanner-Erfassung entzogen und verstecken sich. Ich sch�tze, beim n�chsten Angriff werden sie sich die fixen Ziele vornehmen� die Station, die letzte Position der <emphasis>Aja</emphasis> Jin��</p><p>�Vielleicht Anuurn.�</p><p>Tirun warf ihr mit angelegten Ohren einen Blick zu.</p><p>�Ihr habt unsere Ma�nahmen in Gang gebracht�, meinte Pyanfar. �Ich mache damit weiter. Nennt mir noch eure �brigen �berlegungen. Wo meint ihr, steckt Akukkakk?�</p><p>�Ich glaube, er ist bei denen, die die Station verlassen haben; und er kann nicht schnell genug beschleunigt haben, um mit den Angreifern zu fliegen. Ich sch�tze, er steckt auf einem der Schiffe da drau�en, verh�lt sich ruhig wie die anderen auch. Und wir werden herausfinden, welches seins ist, ganz einfach dann, wenn die Angriffsmacht zum n�chsten Anflug kommt.�</p><p>Pyanfar nickte. Das Man�ver zu �bernehmen, das sie ihm vorexerziert hatte�� das Ablegen der Frachter��, und es zu seinem eigenen Vorteil zu nutzen�� das war sehr wahrscheinlich.</p><p>So war Akukkakks Stil, f�r dessen Wahrnehmung sie ein Gesp�r zu entwickeln begonnen hatte; Ein Muster von Z�gen, eine Tendenz, die Eins�tze zu erh�hen, sobald er herausgefordert war.</p><p>�Er wird seine Kr�fte weiterhin gegen die Station hetzen�, urteilte sie, �um sie zu zertr�mmern. <emphasis>Das</emphasis> hat er als Lektion f�r uns parat. Aber er wei� verdammt gut, welches Schiff wir sind, Kusinen. Wir sind allzu auff�llig, und ich habe so eine Vorstellung, in welche Richtung er geht, wenn er kann�� gleiche Chancen zwischen uns und der <emphasis>Mahijiru.</emphasis> Und da die <emphasis>Mahijiru</emphasis> Jik dabei hat�� Sie warf einen kurzen Blick auf den Scanner, wo die <emphasis>Mahe</emphasis> als Doppelblip dicht bei der Kif-Position an der Station zu sehen waren. �Sie wird ihren eigenen Scanner �berlagern, diese Angriffsmacht, aber Akukkakk wird ein gutes charakteristisches Bild f�r sie haben. M�gen die G�tter ihn verfluchen!�</p><p>�Wir setzen unsere Leute auf der Station ab�, sagte Haral vom vierten Sitz her, �und dann eine enge Kurve fliegen, m�glicherweise; diesen Haufen da aussortieren.�</p><p>�M�ssen etwas unternehmen, soviel ist sicher. Tirun: zu dir.� Sie schaltete die Aufgabenbereiche wieder zur�ck, die ihr Pult �bernommen hatte. �Flieg uns rein! Ich rede mit den anderen. Ich werde euch alle hier oben brauchen. Bleib wo du bist, Haral!�</p><p>�Okay�, brummte Haral.</p><p>Pyanfar drehte den Sessel, glitt heraus und eilte mit �u�erster Anstrengung in die Richtung der Antriebskraft, suchte mit den Krallen Halt. Am Lift kollidierte sie rutschend mit der Wand, dr�ckte den Rufknopf und schnappte nach Luft, w�hrend sie wartete.</p><p>Er traf ein; sie ging hinein und wartete, w�hrend er sie rasch zum Unterdeck trug. Ihre Muskeln bebten, und sie neigte zum Zittern, obwohl es eigentlich nicht h�tte kalt sein sollen.</p><p>Unterdecks-Hauptkorridor. Dort fand sie die Chanur versammelt, wie sie an die W�nde gelehnt im Durchgang sa�en, die Gewehre auf dem Schoߠ� der sicherste Platz, den sie in der N�he des Ausgangs finden konnten. Sie rappelten sich bei ihrer Ankunft auf�� und da war Chur unter ihnen, mit Khym und Tully und Hilfy; au�erdem die Llun und die Chanur- Kapit�ne mit ihren Besatzungen. Sie ging zwischen sie, packte Chur am Arm und betrachtete die anderen. �Ihr habt verstanden?�</p><p>�Verstanden�, best�tigte Rhean Chanur. �Wir versuchen, die Stationsleute zusammenzuholen, und wenn wir einem weiteren Angriff ausgesetzt werden, suchen wir das Zentrum auf und warten darauf, dass du uns nachher abholst. M�gen die G�tter uns helfen.�</p><p>�Die <emphasis>Stolz</emphasis> wird zur�ckkommen, Rhean; es war dein Schiff, das den Durchbruch erzwang, deine Besatzung, m�gen die G�tter auf sie herabschauen. Ich wei� nicht, welche Besch�digungen es vielleicht abbekommen hat. Bereitet euch besser auf jede Abholung vor, die f�r euch kommt. Anfy, f�r dich dasselbe, jedes erreichbare Schiff. Besorgt Systeminterne, um die Posten auf den Sprungschiffen zu besetzen�� alles, was wir kriegen k�nnen. Die G�tter allein wissen, wer wo steckt. Die anderen von euch: Wenn ihr diese Gewehre benutzt, dann tut euch mit den Besatzungen zusammen und gebt Deckung. Trefft einmal das falsche Ziel, und schon habt ihr eigene Leute getroffen, kapiert? Oder auch, wenn ihr ein Schott zerschie�t; behaltet euren Verstand beisammen und �berzeugt euch davon, was sich hinter dem versteckt, worauf ihr schie�t. Ihr werdet auf einer Station schie�en, versteht mich richtig, und wenn eure Sch�sse das Deck treffen, werden die Beine anderer ganz sch�n hochgehen.�</p><p>Ohren sanken bedr�ckt herab; Augen starrten aus schwarzen Pupillen. Hilfys Blick zeigte wieder etwas anderes, die Ohren aufgerichtet, sachlich. Pyanfar starrte sie an, gleichzeitig angetan und krank im Herzen. Keine M�glichkeit, sie aus der Sache rauszuhalten. Keine Notwendigkeit. Diejenigen, die auf die Station gingen, und die, die auf der <emphasis>Stolz</emphasis> blieben, befanden sich in gleich gro�er Gefahr. Vielleicht war sie f�r die auf dem Schiff gr��er.</p><p>Akukkakk wurde daf�r sorgen, wenn sich ihm die Gelegenheit bot.</p><p>�N�hern uns Dock�, sagte der Kom. �Bereithalten f�r Bremsung!�</p><p>�Wir werden keine Zeit verschwenden�, sagte Pyanfar zu den Umstehenden. �Chur, Hilfy, ihr seid alles, was die <emphasis>Stolz</emphasis> entsenden kann; macht eure Arbeit richtig und kommt zur�ck! Ihr alle� Khym�� geh mit meiner Besatzung, ja?�</p><p>Er nickte. Es lag etwas Prickelndes in der Luft. Niemand sonst h�tte ihn gerne mitgenommen, aber in Churs und Hilfys Augen gab es kein Zur�ckzucken. Er schaute kurz zu ihnen hin, und die �berreste seiner Ohren richteten sich auf unter dem Blick, den sie ihm widmeten.</p><p>Um ihretwillen, dachte sie. Mochten die G�tter ihnen helfen� wenn er sich blindw�tig in etwas st�rzte und jemandem den Tod brachte.</p><p>Das Bremsman�ver begann. Sie st�tzten sich an die Wand des Korridors� ein harter Andruck, schlecht f�r ein Andockman�ver. Pyanfar schloss f�r einen Moment die Augen und rutschte wie alle anderen in eine kauernde Stellung hinab, im Augenblick zufrieden, dort zu sein, wo sie sich befand, und von dem Wunsch an alle G�tter erf�llt, mit den anderen zu gehen.</p><p>Tully kauerte sich neben Hilfy. Pyanfar drehte den Kopf und straffte nachdenklich den Mund.</p><p>Er war derjenige, der vielleicht ausbrach. Er war derjenige, der taub war f�r Anordnungen und wahnsinnig vor Zorn. Khym befand sich weiter unten, sch�mte sich�� wie sie wusste�� seines Zustandes, des Misstrauens um ihn herum, Erwartung, dass er eher eine Gefahr als eine Hilfe f�r die eigene Seite sein w�rde, dazu neigend, seinen eigenen Weg zu gehen, m�nnlichem Temperament und m�nnlicher Instabilit�t zum Opfer zu fallen�� er, Khym, der all den anderen hier die Haut gerettet und ihnen die Chance gegeben hatte, rechtzeitig zu starten. Wie Kohan, der sich unten auf der Welt in Agonie qu�lte, weil er in Chanur-Holding in der Falle sa�; und, G�tter, er hatte gesiegt.</p><p>Der Andruck lie� nach; sie verlagerten ihre Positionen in der Weise, dass sie ihre K�rper gegen das Zerren der Docking-D�sen aneinander lehnten; und wer einen Halt hatte, hielt ihrerseits die fest, die keinen besa�en.</p><p>Kontakt. Die letzte Richtung der Schwerkraft stabilisierte sich und Greifer packten krachend zu. Der Zugang dr�hnte in Position. �Habe Kontakt mit Hani-Kr�ften drau�en�, sagte Geran. �Sie halten einen Ausgang frei. Gl�ck f�r euch alle!�</p><p>�Habt selbst welches�, rief Chur zum Kom hinauf. �Hai, da hinauf!� schrie Hilfy, und der ganze Haufen rappelte sich auf, bereit, zur Schleuse zu eilen.</p><p>Pyanfar erhob sich mit den anderen. �Tully�, sagte sie und winkte ihm. Sein Gesicht, das Eifer gezeigt hatte, legte jetzt das Begreifen dessen an den Tag, was sie wollte. Sie winkte ein zweites Mal, w�hrend die Chanur-Truppen durch den Korridor zur Schleuse marschierten, und als er nicht kam, ging sie hinter ihm her und packte ihn am Arm, w�hrend Chur und Hilfy z�gerten.</p><p>�Geht!� sagte Pyanfar zu den beiden. �Seid vorsichtig!� Sie gingen in geordneter Hast mit den anderen, den Korridor hinab zur Schleuse. Pyanfar legte die Ohren zur�ck, sp�rte, wie Tully an ihrer Hand zerrte.</p><p>�Bitten�, sagte er. �Sie k�mpfen, Pyanfar. Ich��</p><p>�Nein�, sagte sie. �Da drau�en kannst du keine Befehle h�ren, verstehst du? Komm mit mir! Komm mit rauf zur Br�cke!�</p><p>Wenn sich diese mitleiderregend kleinen Ohren h�tten bewegen k�nnen, dann h�tten sie jetzt herabgehangen, dachte sie; er machte ein entsprechendes Gesicht. �Ja�, erwiderte er leise. �Verstehen.�</p><p>Die Schleuse ging auf und schloss sich kurz darauf wieder. �Ich komme rauf!� rief sie in den offenen Kom. �Seid vorsichtig beim Ablegen!�</p><p>Tully kam mit, lief neben ihr her. Sie bugsierte ihn in den Lift, und er lehnte sich dort an die Wand und betrachtete sie, Schmerz in den Augen, wie der Kohans�� beschattete Augen, die helle M�hne zerzaust, der ganze K�rper vor Ersch�pfung und Ungl�cksgef�hl zusammengeschrumpft.</p><p>�Wir fliegen�, sagte sie, als sich der Lift zum Korridor �ffnete, der zur Br�cke f�hrte. <emphasis>�Wir</emphasis> bekommen die Kif, Freund, finden Akukkakk und begleichen eine Rechnung, Schiff gegen Schiff.�</p><p>�Dort?� er deutete mit einer weitr�umigen Geste in die Unendlichkeit.</p><p>�In diesem System. Nur allzu nahe.� Sie schritt durch den T�rbogen auf die Br�cke, packte Tully am Arm und stie� ihn zum Hilfssitz neben Harals Posten; nicht allzu sicher war es dort, aber das galt f�r alle Pl�tze. Sie glitt in ihren eigenen gut eingesessenen Sitz und schloss die Gurt, w�hrend Tirun die Greifer l�ste, �bernahm dann die Steuerung, als die <emphasis>Stolz</emphasis> ihre schiffseigene Schwerkraft aufbaute, flog in einem engeren Winkel hinaus, als sie es getan h�tte, wenn die Stationsbeh�rden in der Lage gewesen w�ren, zu protestieren.</p><p>�Situation wie gehabt?� fragte sie Tirun.</p><p>�Ich sch�tze, wir haben noch etwas weniger als eine halbe Stunde bis zu diesem Angriff�, meinte Tirun.</p><p>�Haral, an alle Schiffe: haben Kif unter uns. Sofort I.D. senden�� Haus und Herkunft��; und sieh zu, dass auch wir unser Signal rausschicken!�</p><p>�Klar.�</p><p>Sie steuerte �ber die Station. Vid zeigte ziemlich deutlich die beiden Mahe-Schiffe und einen unregelm��ig verstreuten Haufen anderer Schiffe, die es nicht geschafft hatten, vom Dock wegzukommen, und von denen einige zerst�rt waren, w�hrend andere in der Rotation der Station Wrackteile hinter sich herzogen.</p><p>Kif-Schiffe, ganze drei, die noch im Dock sa�en und deren Schw�nze versengt waren.</p><p>Soviel hatte die <emphasis>Mahijiru</emphasis> geleistet.</p><p>Von den <emphasis>Mahe</emphasis>�� kam nichts, weder Signale noch Sendungen.</p><p>Aber sie nahmen, einer nach dem anderen, Fahrt auf.</p><p>�Wir haben etwas aufgest�rt�, meinte sie. �Unsere Freunde haben irgendwas vor, �ber das sie nicht reden.�</p><p>�Erhalte I.D.-Eingaben�, sagte Geran.</p><p>Der Scanner fing an, Daten zu zeigen, positive I.D.s von Hani-Schiffen. Die Knnn flitzten mit betr�chtlicher Geschwindigkeit hierhin und dorthin und warfen dabei kleine Schatten ab, die von Energiezuwachs k�ndeten. Pyanfar f�hr mit der Zunge �ber die Z�hne, k�mmerte sich nicht um diese Ablenkung, beobachtete das Muster der noch nicht identifizierten Schiffe, w�hrend mehr und mehr Identifikationen hereinkamen und die <emphasis>Stolz</emphasis> schneller wurde. Ein weiteres Schiff n�herte sich dem Dock, wiederum gefolgt von einem anderen, systeminterne Schlepper, die verglichen mit ihrem eigenen zunehmenden Tempo so gut wie stillstanden.</p><p>Schiffe flogen in irregul�re Richtungen, um nicht erwischt zu werden, wenn der Angriff erfolgte�� zumindest war das ihre Hoffnung.</p><p>�Verflucht sollen sie sein!� rief Haral. �Sogar besch�digt�� aber schaut euch dieses Tempo an!�</p><p>Es war Jik, den sie meinte. Die <emphasis>Aja Jin</emphasis> zog Tr�mmer hinter sich her, aber die beiden <emphasis>Mahe</emphasis> beschleunigten weiterhin ohne erkennbare Beeintr�chtigung� geradewegs in die dichteste Konzentration von Schiffen.</p><p>Sie wurde langsamer, bremste fast ganz ab. Die <emphasis>Mahe</emphasis> hatten jede Flexibilit�t aufgegeben und st�rzten sich in das Zentrum der Dinge, taten es absichtlich, verloren immer mehr die M�glichkeit, abzuschwenken und eine Kurve zu fliegen. �Wir behalten unsere Optionen�, sagte sie ruhig.</p><p>Pl�tzlich explodierte ein als Hani gekennzeichneter Frachter, bl�hte zu einem Tr�mmerhaufen auf.</p><p>�K�pt�n�, sagte Tirun. Drei Nichtidentifizierte in der N�he erlangten Feindkennzeichnung.</p><p>Die <emphasis>Mahijiru</emphasis> und <emphasis>Aja Jin</emphasis> hielten auf diese Gruppe zu. �Bleibt uns aus dem Weg, verflixt!� brummte Pyanfar. Haral war am Kom und riet allen Schiffen in diesem Gebiet, den Man�vern der Kif aus dem Weg zu gehen.</p><p>�Ich habe die <emphasis>Mahe</emphasis> genau in der Schusslinie, wenn sie hart wenden�, sagte Geran. �Feuer direkt nach vorn��</p><p>�Lass die Kif unseren Zenith passieren!� sagte Pyanfar grimmig. �Das ist sowieso unsere g�nstigste Seite.�</p><p>�Ich hab�s�, gab Tirun bekannt und klappte die Sicherung �ber den Schaltern f�r die Waffen des oberen Rahmens zur�ck.</p><p>�Knnn kommt heran�, sagte Geran scharf, und der N�he-Alarm piepte, als das Hochgeschwindigkeitsschiff Richtung Nadir l�ngs an der <emphasis>Stolz</emphasis> vorbeischoss und in der sich entwickelnden Mahe/Kif-Konfrontation verschwand, so schnell, dass der Scanner nicht mehr davon zeigen konnte als die Linie des wahrscheinlichen Kurses.</p><p>�Komplimente von der <emphasis>Mahijiru�,</emphasis> richtete Haral aus.</p><p>Der Scanner zeigte Wrackteile, ob von Hani, Mahe oder Kif, das war nicht sicher. Die Positionen lagen zu dicht beieinander. Punkte fielen aufeinander und spalteten sich wieder, w�hrend die Kif auf sie zukamen. Jemand wurde getroffen, und pl�tzlich breitete sich der Kampf auch auf die <emphasis>Stolz</emphasis> zu aus.</p><p><emphasis>�Dort</emphasis> ist Akukkakk�, sagte Pyanfar, die keine Zweifel dar�ber hatte, welcher Kif die <emphasis>Stolz</emphasis> als sein Hauptangriffsziel betrachten und dabei sogar die <emphasis>Mahe</emphasis> au�eracht lassen w�rde, die ihn gerade angegriffen hatten.</p><p>�Zwei Schiffe jetzt!� rief Tully aus. Der Scanner zeigte die <emphasis>Mahe</emphasis> immer noch als Paar; sie beschleunigten nicht mehr, bremsten wahrscheinlich f�r das Wendeman�ver ab; zeigte auch Hani, die sich von Punkten aus der Sph�re den Kif n�herten, sowie zwei aktive Kif-Schiffe.</p><p>Das dritte hatte eine Wrackspur in der N�he des erratischen Blip, der den Knnn darstellte.</p><p>�Den Kif haben sie erwischt.�</p><p>�Und dieses Paar ist unseres�, brummte Tirun. Das Doppelbild kam ihnen n�her, verkleinerte stetig den Abstand, wobei sich ihr eigener Antrieb zur gegenlaufenden Geschwindigkeit der Kif addierte. Der Knnn war jetzt auf dem R�ckflug, fegte aus der N�he der Wrackspur davon. Die <emphasis>Mahijiru</emphasis> und <emphasis>Aja Jin</emphasis> entfernten sich immer mehr, waren gezwungen, erst Tempo wegzunehmen, bevor sie den Kif folgen konnten, befanden sich zu dicht am anderen Verkehr, um Sprungimpulse zu Hilfe zu nehmen.</p><p>�Welchen?� fragte Tirun.</p><p>�Such dir das beste Ziel aus!� sagte Pyanfar. �Ich kann es nicht sagen.� Hani- Sprungschiffe waren jetzt auf dem N�he-Scanner zu sehen, einige von ihnen, und sie jagten auf einem Abfangkurs auf die Kif zu, aber nicht rechtzeitig f�r die <emphasis>Stolz.</emphasis> Nichts f�r einen Frachter, diese Hetzjagd mit schnellen Jagdschiffen, selbst dann, wenn er seine Fracht abgeworfen hatte. Keine Chance, zu gewinnen.</p><p><emphasis>�Jetzt!�</emphasis> Die Kif fegten an ihnen vorbei zum Zenith�� und sie feuerten. Bildschirme fielen aus.</p><p>Eine Explosion h�mmerte die <emphasis>Stolz</emphasis> zur Seite und lie� rote Lampen an den Pulten aufleuchten. Pyanfar geriet in die Zeitdehnung eines Adrenalinsto�es und k�mpfte gegen das Stampfen und Wackeln. Kaum hatten sich die Bildschirme wieder gekl�rt, als ein weiteres schnelles Schiff auf sie zust�rzte und ein hohes Knnn-Heulen aus dem Kom drang.</p><p>Es flog Richtung Zenith an ihnen vorbei. Pyanfar riss die <emphasis>Stolz</emphasis> um einhundertachtzig Grad in eine Heckrolle, nahm ein Kif-Wendeman�ver plus Neuanflug vorweg und hoffte darauf, einen Schuss abfeuern zu k�nnen. Die <emphasis>Mahijiru</emphasis> und <emphasis>Aja Jin</emphasis> w�rden kommen, waren schon unterwegs, schafften es vielleicht sogar rechtzeitig. Die <emphasis>Stolz</emphasis> feuerte zur�ck, als die Gesch�tze ausgerichtet waren. Der Kif hatte sein Wendeman�ver begonnen, als ihr relatives Moment sie trennte; Feuer kam zur�ck, lie� Bildschirme rauschen und die restlichen Pulte rot aufleuchten.</p><p>�Ich <emphasis>hab�</emphasis> einen!� schrie Geran. �Schau dir an, wie dieser Bastard schlingert! Bei den G�ttern, wir haben ihn erwischt!�</p><p>Der andere Kif feuerte weiter. Der Abstand zwischen ihnen nahm weiterhin zu, jedoch jetzt langsamer. Er w�rde zur�ckkommen� bald.</p><p>�Goldzahn�, sagte Pyanfar und schaltete heftig am Kom. �Verdammt noch mal, beeilen Sie sich ein wenig! Irgend jemand da drau�en sollte sich gef�lligst beeilen!�</p><p>Der Knnn zog in einer unglaublich engen Kurve herum, eines der Man�ver, die nur ein Knnn �berleben konnte, eine Hani jedoch nicht. Er brauste in das Intervall hinein, mitten in die Schusslinie.</p><p>�Gute Arbeit�, erreichte Goldzahns Stimme die <emphasis>Stolz.</emphasis> �Habe��</p><p>Der Kom war unterbrochen. Der Scanner spielte pl�tzlich verr�ckt und s�mtliche Sensoren waren blind�</p><p>�Sprungfeld. G�tter, ein Sprungfeld�� im befahrenem Raum! �K�pt�n!� gellte Tirun in weiter Ferne und auf einmal wieder nahe, als das Feld sie fahren lie�. Tully schrie auf, ein gequ�ltes Jammern.</p><p><emphasis>Da</emphasis> war etwas�� wo vorher nichts gewesen war, eine massenreiche Gegenwart, ein ungeheurer Blip auf dem sich kl�renden Scanner, ein Monster im Zenith steuerbord. Die <emphasis>Stolz</emphasis> war aus ihrem Kurs geworfen worden. Keinem erging es besser. Der Comp flackerte wild bei dem Versuch zu kompensieren. Pyanfar schaltete sich in das System ein, versuchte, einen Sinn herauszufinden. G�tter, der Neuank�mmling war <emphasis>riesenhaft!</emphasis> Der Scanner zeigte auch die anderen Blips, Kif und <emphasis>Mahe</emphasis> und Hani und den einsamen Knnn�</p><p>�K�pt�n.� Harals Stimme. Der Kom sendete wieder, und ein heulender Chor �berlastete den Audio, ein L�rm, der bis oberhalb und unterhalb des H�rbereiches vibrierte und den Ohren wehtat.</p><p>Der riesige Blip brach auseinander, zerlegte sich, fragmentierte, jedoch nicht in Tr�mmer, sondern in eigenst�ndige Teile, von denen eines in der Mitte blieb und der Rest nach au�en eilte.</p><p><emphasis>�Knnn�,</emphasis> fl�sterte Pyanfar. �Synchronflug. M�gen die G�tter uns allen helfen!�</p><p><emphasis>�Hani</emphasis>�� Durch die Statik des Kom prasselte eine vertraute kifische Stimme. <emphasis>�Pyanfar Chanur�</emphasis>�</p><p>Die Knnn-Schiffe flogen in einer Wolke zusammen und hatten Kurs auf die Kif genommen; und urpl�tzlich begann die au�enw�rts orientierte Geschwindigkeit des Kif zuzunehmen�</p><p>Akukkakk hatte Fahrt und warf alles hinein, was ihm zur Verf�gung stand. Haute ab. Unf�hig zu springen; die Knnn waren zu nahe dran und kamen ihm noch n�her.</p><p>Das einsame Knnn-Schiff fegte im Zickzack davon und beteiligte sich an der Jagd.</p><p><emphasis>�Chanur!�</emphasis> meldete sich Goldzahn.</p><p>Pyanfar betrachtete wie festgefroren die Bildschirme.</p><p>Panische Hani-Stimmen kamen �ber Kom herein und stellten Fragen. Die Hetzjagd auf dem Scanner wurde immer schneller.</p><p>Pl�tzlich traf eine weitere Sendung ein, ein Signal, das f�r den Comp unverst�ndlich war; der Scanner begann das von den Knnn zur�ckgelassene schiffsgro�e Objekt als Blinksignal zu zeigen und bat um Eingriff der Bedienungsmannschaft.</p><p>Eine fremdartige Stimme war �ber Kom zu herein, tully�hnlich und ver�ngstigt.</p><p>Pyanfar warf einen kurzen Blick auf Tully, der sich schwitzend und sprungersch�ttert am Rand der Kom-Konsole festklammerte, dessen Augen wild blickten, w�hrend die Stimme weiterredete.</p><p>�###Schiff�, lieferte der �bersetzer die Sendung des Neuank�mmlings. �##Schiff#�� ihr.�</p><p>�Kom!� schrie Pyanfar Haral an und erhielt ihn zugeschaltet. Das Herz h�mmerte ihr gegen die Rippen. �Hier spricht das Hani-Schiff <emphasis>Chanurs Stolz.</emphasis> Sie befinden sich in Hani-Raum. <emphasis>Freund,</emphasis> verstehen Sie?�</p><p>�K�pt�n!� rief Tirun, �K�pt�n, der Knnn��</p><p>Die Erwiderung des �bersetzers dr�hnte ihr in den Ohren.</p><p>Pyanfar starrte auf den Bildschirm, wo sich die L�cke zwischen den Knnn und den fliehenden Kif immer st�rker verengte. �Tully�, sagte sie, ohne sich umzuwenden. �Haral�� lass ihn an den Kom! Lass ihn dran!�</p><p>Die �bersetzerstimme ging aus, war abgeschnitten. Kurz warf sie einen Blick herum, auf Tully, der sich zusammengerissen hatte, das Mikro in der Hand hielt und mit wilden Augen ein eiliges Geplapper mit den Gesch�pfen austauschte, die in Knnn-Synchronisation angekommen waren, in einem Schiff, das wie ein St�ck Fracht herangeschleppt worden war, unf�hig, mit den Knnn in Kontakt zu treten�</p><p>�K�pt�n��</p><p>Sie sah sich wieder um. Die Knnn umschlossen die <emphasis>Hinukku,</emphasis> kreisten den Kif ein, wurden mit ihm zu einer Masse, wie schon mit dem Au�enseiterschiff bei seiner Ankunft.</p><p>�G�tter�, murmelte Tirun.</p><p>�Sie treiben <emphasis>Handel�,</emphasis> meinte Pyanfar ungl�ubig. �Wie auf Kirdu� G�tter, sie machen einen Handel. Ein Au�enseiterschiff�� f�r die <emphasis>Hinukku.</emphasis> F�r Akukkakk.�</p><p><emphasis>�Pyanfar!�</emphasis> war Goldzahns Stimme �ber Kom zuh�ren. <emphasis>�Sie haben verstanden dieses Bastard?�</emphasis></p><p>�Ein Menschenschiff�, sagte Pyanfar und schaltete die noch aktive Verbindung wieder ein.</p><p>�Die Knnn haben gerade eine lebendige Fracht bei uns abgeliefert. Tullys Rasse.�� Sie fliegen weiter, bei den G�ttern, die Knnn fliegen ab.�</p><p><emphasis>�Kif-Schiff verlassen Station�,</emphasis> sagte Jik dazwischen. <emphasis>�Er</emphasis> hauen ab!�</p><p>Ein einsamer Kif von den dreien, die besch�digt an der Station lagen�, so war es: ein lahmer Kif ohne Heck, der sich auf dem Kurs des anderen lahmen Kif hinausbewegte, sich Zoll f�r Zoll davonschlich. �Genau den Kurs des Angriffs zur�ck�, sagte Pyanfar, die vor Erregung bebte. �Bei den gro�en und den geringeren G�ttern, sie ziehen sich zur�ck, sie wollen abhauen!�</p><p>Pl�tzlich herrschte gro�e Leere auf dem Scanner, der charakteristische Streuschatten eines in den Sprung gegangenen Schiffes�� dort, wo sich die Masse der Knnn befunden hatte, eine H�lle um die <emphasis>Hinukku.</emphasis> Ein riesenhafter Schatten, ein Kr�useln in der Raumzeit; und unmittelbar darauf� ein kleinerer Schatten, ihr altbekannter Knnn. Verschwunden. Die beiden verbliebenen Kif flogen weiter durch den wirklichen Raum und die wirkliche Zeit, hatten Kurs auf die ferne Dunkelheit und sendeten ein gleichm��iges Signal, das von ihrer Katastrophe k�ndete.</p><p>Liefen um ihr Leben.</p><p><emphasis>�Wir haben geschafft�,</emphasis> meinte Goldzahn. �Geschafft, <emphasis>Pyanfar.</emphasis></p><p>�Das haben wir. Aber nur die G�tter wissen, was eigentlich.� Sie h�rte, wie Tully weiterhin mit dem Neuank�mmling schwatzte, vernahm rhythmische Weisen und T�ne in seiner Sprache, die sie bisher nicht geh�rt hatte. Sie schaute zu ihm zur�ck, sah, dass er sich Harals Pult nahezu angeeignet hatte. Er bemerkte sie. Sein Gesicht war nass. �Freund�, teilte er ihr in ihrer Sprache mit. �Alles Freunde!�</p><p>Die G�tter allein wussten, was den Neuank�mmlingen zu sagen war, das der �bersetzer ohne Irrtum weitergeben konnte. Die G�tter allein wussten, wie mit einem Dutzend weiterer Tullys fertig zuwerden war, die ebenso verwirrt und aus dem Gleichgewicht gebracht waren wie er selbst bei seiner Ankunft.</p><p>�Sie sollen kommen�, sagte sie langsam und deutlich. �Sag ihnen, sie sollen zur Station kommen!�</p><p>�Kommen, ja.�</p><p>Sie warf sich wieder herum, um die Bildschirme ins Auge zu fassen, begann damit, auf einem zur Station f�hrenden Kurs Fahrt aufzunehmen. Andere Schiffe flogen in dieselbe Richtung, die Hani-Sprungschiffe, die zu keinem Zeitpunkt Tempo weggenommen hatten; Hani, die Verwandte auf der Station hatten; Hani, die Besatzungsmitglieder von der Station hatten oder dort Landekommandos abgesetzt hatten, um den Llun beizustehen.</p><p>Alles mochte dort geschehen, sogar jetzt noch, wo die Kif anderswo wild flohen.</p><p>Einhundert vergoldete Au�enseiter h�tten Pyanfar im Moment nicht interessieren k�nnen.</p><p>�K�pt�n�, sagte Geran, und auf einmal erschienen neue Daten auf den Bildschirmen, und �ber Audio traf ein vertrautes gleichm��iges Signal ein. �Die Station ist wieder auf Sendung, K�pt�n.�</p><p>Sie h�rte, wie auch die <emphasis>Mahe</emphasis> sie von dieser Tatsache unterrichteten, h�rte das fremdartige Schwatzen des Au�enseiters, der es ebenfalls verstanden haben musste, und die Stimmen von Hani, die �ngstliche Fragen an die Station richteten.</p><p>�Die Station ist v�llig in Sicherheit�, erfolgte die Antwort. �Hier spricht Kifas Llun. Der Widerstand ist beendet und die Station vollkommen sicher.�</p><p>Pyanfar hielt die Beschleunigung aufrecht, ohne sich um die Lampen zu k�mmern, die Besch�digungen meldeten. Diese verdammte Nummer-Eins-D�se war erneut getroffen worden; mochten die G�tter wissen, was sonst noch hin�ber war, aber die Feinabstimmung funktionierte weiterhin und ebenso die Bremstriebwerke. Kein m�hsames Einfliegen; noch waren keine Flugschneisen eingerichtet; alles funktionierte nur nach Sehen und Ausweichen.</p><p>Andere Signale kamen herein. Die Harn-Station sendete wieder, dann auch Tyo mit Berichten �ber kleinere Besch�digungen und geringe Verluste.</p><p>Hilfy, dachte Pyanfar fortw�hrend, und Chur.</p><p>Und am Grund ihrer Gedanken Khym� Khym, f�r den sie keine Hoffnung hatte.</p><p>Aber dies zu suchen war er schlie�lich mitgekommen. Schwei� kitzelte auf ihrer Nase. Das Atmen war schwierig unter dem Beschleunigungsdruck.</p><p>Die <emphasis>Mahe</emphasis> begleiteten sie, und aus eigenen Gr�nden und f�r einen eigenen Zweck kam auch das Au�enseiterschiff und lie� dabei die systeminternen Schlepper hinter sich, f�r die diese Reise eine Sache von Stunden war.</p><p>Wenn sie dort eintrafen, besa� die Gaohn-Station vielleicht schon einen �berblick �ber die Verluste.</p></section><section><title><p>Vierzehntes Kapitel</p></title><p>Die <emphasis>Stolz</emphasis> �ffnete die Zug�nge, w�hrend die <emphasis>Mahijiru</emphasis> neben ihr ins Dock glitt und Jiks <emphasis>Aja Jin</emphasis> Wache hielt �ber das Viertel des Systems, aus dem immer noch der eine oder andere verirrte Kif kommen konnte� zwar war nicht damit zu rechnen, aber sie trafen Vorsichtsma�nahmen.</p><p>Das Au�enseiterschiff, dem das Andocken erlaubt worden war, fuhr noch langsamer herein, aber sie mussten es auch schaffen, ohne die Sprache und die Prozeduren zu verstehen und ohne passende Ausstattung.</p><p>�Neben uns�, hatte Pyanfar einfach mitgeteilt. �Haben Sie Vid? Sie sehen vier Greifer; Luftschleuse im Zentrum, verstehen Sie? Gehen Sie langsam vor und sehr vorsichtig. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, stoppen Sie und ziehen Sie sich zur�ck. Kleines Schiff kommt dann von der Station und hilft Ihnen beim Anlegen. Alles verstanden?�</p><p>�Verstanden�, war die Antwort durch den �bersetzer erfolgt. Und der Au�enseiter kam, vorsichtig� wunderte sich zweifellos �ber die naheliegenden durchl�cherten Kadaver von Kif-Schiffen, �ber die Zeichen von Beschuss in der angrenzenden Sektion des Stationstorus.</p><p>Jemand vom Dock stellte eine direkte Verbindung her. �K�pt�n!� rief Geran mit bernsteinfarben gl�nzenden Augen. �K�pt�n, es sind Chur und Hilfy. Sie sind <emphasis>da,</emphasis> alle beide!�</p><p>�Huch�, sagte Pyanfar �berlegt, denn im Moment schwatzte ein anlegender Au�enseiter in ihr anderes Ohr; aber die Erleichterung verwandelte ihre Eingeweide in Gelee, so dass sie �berhaupt nur wenig vom Gerede des Au�enseiters mitbekam. Sie betrachtete ihre Besatzung und Tully, dessen Augen bei der Nachricht aufgeleuchtet waren.</p><p>�Sie sein sicher�, fragte er, �Chur und Hilfy?�</p><p>�Wir gehen hinaus�, sagte Pyanfar und stie� sich von den Kontrollen zur�ck. �Wir alle, bei den G�ttern!� Sie stand auf, erinnerte sich an das Band, das sie w�hrend des Anfluges dupliziert hatte, und steckte es in die Tasche. �Kommt!�</p><p>Sie kamen, verlie�en die Br�cke und gingen mit langen Schritten den Korridor hinab, auch Tully, nahmen den Lift nach unten und marschierten zur Schleuse hinaus. Wenn es je eine Zeit gegeben hatte, um vor Freude zu rennen, dann auf dem letzten St�ck zum Rampengang hinaus; aber Pyanfar behielt einen gemessenen Gang bei, die Rampe hinab und hinaus auf das breite, feuerzernarbte Dock, wo bewaffnete Hani standen.</p><p>Chur und Hilfy und einige der �brigen Chanur�� oh, G�tter, Hilfy mit blutbefleckter Binde um die Brust und auf Chur gest�tzt, die ihrerseits einen Ann in der Schlinge trug. Sie l�chelten, waren zumindest dazu noch in ausreichender Form. Chur dr�ckte Geran mit einem Arm an sich, und Pyanfar fasste Hilfy an beiden Schultern, um sie zu betrachten. Hilfy war wei� um die Nase und dr�ckte durch die Stellung des Mundes Schmerz aus, aber die Ohren standen aufrecht, und die Augen leuchteten.</p><p>�Wir haben sie erwischt�, sagte sie rau. �Wir haben sie hinter dem Dock erwischt, w�hrend andere durchs Zentrum kamen und sie uns zutrieben. Und ich glaube, sie erhielten dann irgendeinen Befehl, denn sie versuchten auf einmal wie wild, ihre Schiffe zu erreichen. Das war die gro�e Schwierigkeit. Eines ist entwischt. Die �brigen�� haben wir gekriegt.�</p><p>�Khym.�</p><p>Hilfy drehte sich mit erkennbarer Steifheit um und deutete auf eine Gestalt, die an der Innenseite der Docks kauerte, klein durch die Entfernung. <emphasis>�Na</emphasis> Khym hat den einen erledigt, der mich getroffen hat, den G�ttern sei Dank.�</p><p>�Er ist mit den H�nden auf sie losgegangen�, sagte Chur. �Behauptete, sowieso nicht vern�nftig schie�en zu k�nnen. Er �berquerte dieses Dock dort und packte sich diesen Kif, und, G�tter, ganze f�nf von ihnen haben nicht mehr erreicht, als seinen Pelz anzusengen. Ich glaube, sie hatten noch nie einen Hani von dieser Gr��e gesehen�� G�tter, das war was! Sie verlie�en ihre Deckung,�� und wir haben die �berreste erwischt.�</p><p>Pyanfar blickte gleichzeitig stolz und traurig auf diese stille, in sich gekehrte Gestalt�� stolz auf das, was er getan hatte�� Khym, der nie viel vom K�mpfen gehalten hatte�� und traurig wegen seines Zustandes und seiner Zukunft.</p><p>G�tter, wenn sie ihn nur h�tten t�ten k�nnen�� ihm das h�tten geben k�nnen, wozu ihr Sohn nicht die Gnade gehabt hatte Oder vielleicht hatte Kara gesp�rt, dass er ihn nicht t�ten konnte, dass ein mit dem R�cken zur Wand stehender Khym Mahn ein wirklich anderer Khym Mahn war.</p><p>�Ich sehe nach ihm�, sagte sie. �Und euch beide bringen wir ins Stationskrankenhaus.�</p><p>�Entschuldige�, entgegnete Hilfy, �aber das Stationskrankenhaus hat alle H�nde voll zu tun. Eine von Rheans Leuten ist b�se getroffen worden, und auch Ginas Llun geht es nicht allzu gut, ebenso einer Menge anderer.�</p><p>�Hilan Faha und ihre Besatzung�, berichtete Chur,�.sind tot, K�pt�n. Sie alle. Sie bildeten die vorderste Reihe beim Durchbruch ins Zentrum. Sie haben darauf bestanden. Ich glaube aus Scham�� f�r die Gesellschaft, in die sie sich begeben hatten.�</p><p>�Dann m�gen die G�tter auf sie herabschauen�, sagte Pyanfar nach einem Moment.</p><p>�Die Tahar�, sagte Hilfy bitter, �haben die <emphasis>Mondaufgang</emphasis> wegbekommen und sind zu ihrem Sprungpunkt gerast, wirklich <emphasis>gerast.</emphasis> So wird auf der Station erz�hlt. Aber die Faha wollten nicht mitkommen.�</p><p>�Das ist das Ende�, meinte Pyanfar. �Und wenn dieser Bericht die Enafy-Provinz erreicht, werden Kahi Tahar und sein Haufen ihre Gesichter nicht mehr auf Chanur-Land oder sonst wo zeigen.�</p><p><emphasis>�Hani!�</emphasis> br�llte eine <emphasis>mahen</emphasis> Stimme, und da kam Goldzahn mit seiner Mannschaft anmarschiert, ein Dutzend dunkelpelziger und mit Gewehren bewaffneter Mahendo�sat, das auf die Hani zugestr�mt kam und sie �berragte. Goldzahn packte Pyanfars Hand und dr�ckte sie zusammen, bis ihn ihre Krallen zur Vorsicht mahnten. Er grinste und haute ihr auf die Schulter. �Besorgen Nummer-Eins-Hilfe, was ich Ihnen sagen?�</p><p>Hani starrten auf diese Mahe-Hani-Vertrautheit, auch Pyanfars Besatzung. Sie legte in Verlegenheit die Ohren zur�ck, erinnerte sich an das, was sie Goldzahn und seinem ungeb�rdigen Haufen schuldeten und richtete daraufhin die Ohren sofort wieder auf. Noch mehr, sie hakte sich bei dem gro�en <emphasis>Mahe</emphasis> ein und gab den Gaffern auf dem Dock etwas Ordentliches zu bestaunen. �Nummer-Eins-Hilfe�, sagte sie.</p><p>�Machen Handel�, sagte Goldzahn. �Machen Freund Jik Reparaturen, wie Sie bekommen haben auf Kirdu. Chanur bringen ihn in Ordnung, ah?�</p><p>�Sie verfl��</p><p>�Machen Handel!�</p><p>�Abgemacht�, gab sie nach und erduldete einen weiteren Hieb auf die Schulter. Sie betrachtete Tully und dachte an Chanurs Kassenbilanz, an Soll und Haben. Betrachtete ihn, dessen Augen so seltsam blass waren und voller Verehrung. Hinter ihm hatte sich eine Schiffsrampe ge�ffnet, und Leute seiner Rasse waren herausgekommen; G�tter, eine verwirrende Ansammlung aus bleichen und dunklen Gestalten und einigen von mittleren Schattierungen.</p><p>�Tully�, sagte sie und gab ihm mit den Augen ein Zeichen, dort hinzuschauen, und er tat es.</p><p>Er erstarrte f�r einen Augenblick und rannte dann auf sie zu, in Hani-Dress und Hani-Look, rannte auf seine versammelten Kameraden zu, alle mit geschorenem Haar und rasiert und von Kopf bis Fu� in hautengen Kleidungsst�cken�� ja selbst die F��e bekleidet! H�nde wurden nach ihm ausgestreckt und Arme f�r ihn ge�ffnet. Er umarmte alle und jeden, und es herrschte ein Gerede in dieser fremdartigen Sprache, dass es von der Decke hallte.</p><p><emphasis>So geht er wieder,</emphasis> dachte Pyanfar mit einer seltsamen Traurigkeit�� und auch mit einer gewissen Angst davor, einen wertvollen Kontakt zu anderen zu verlieren�� zu den Llun, bei den G�ttern, die eifrig darauf bedacht sein w�rden, ihre Krallen in die Sache hineinzubekommen; und auch zu Kananm und Sanuum und einigen der anderen Konkurrenten am Hafen. Pyanfar sch�ttelte Goldzahns Arm ab und �berquerte das Dock, hin zu dem Haufen von Menschen, und die eigenen Begleiter folgten ihr. Tully brachte ihr seine Leute mindestens die halbe Strecke entgegen, sobald er sie erblickte, kam herbeigeeilt und packte ihre Hand mit fiebriger Begeisterung.</p><p>�Freund�, sagte er, sein bestes Wort, und zerrte ihre widerstrebende Hand zu einem Menschen mit wei�er M�hne, dessen nacktes Gesicht so runzelig war wie das eines Kif und so lohfarben wie das eines Hani.�� Der Kapit�n, dachte sie�� ein alter Mann! Sie erduldete den Handschlag mit eingezogenen Krallen, verbeugte sich und erhielt eine h�fliche Verbeugung als Antwort. Tully redete hastig in seiner Sprache, brachte irgendeinen Punkt vor�� deutete nacheinander auf die Hani und nannte ihre Namen auf seine Weise� Haral und Tirun, Geran und Chur und Hilfy, und die Mahendo�sat zumindest als Rasse.</p><p>�Wollen reden�, brachte er dann hervor. �Wollen euch verstehen.�</p><p>Pyanfars Ohren zuckten und richteten sich auf; also bot sich letztlich doch eine Chance auf Profit. Sie sch�rzte die Lippen zu ihrem angenehmsten Gesichtsausdruck. G�tter, manche von den Menschen sahen <emphasis>merkw�rdig</emphasis> aus! Sie unterschieden sich untereinander gewaltig in Gr��e und Gewicht, und es gab zwei grunds�tzlich unterschiedliche K�rperformen. Frauen, erkannte sie neugierig. Wenn Tully m�nnlich war, dann waren also diese merkw�rdigen Gestalten die Frauen.</p><p><emphasis>�Wir</emphasis> reden�, mischte sich Goldzahn ein. <emphasis>�Mahe</emphasis> machen auch Handel.�</p><p>�Freund�, sagte Pyanfar zu den Menschen mit ihrem besten Versuch in deren Sprache.</p><p>Tully musste es immer noch �bersetzen, aber es zeitigte seinen Effekt. �Ich kommen auf Ihr Schiff�, s�gte sie, entschied sich f�r Tullys kleinen Hani-Wortschatz. �Ihr Schiff. Sprechen.�</p><p>�Ich kommen auch�, sagte Goldzahn hartn�ckig und unersch�tterlich. Tully �bersetzte.</p><p>�Ja�, �berbrachte er grinsend die Antwort. �Freund. <emphasis>Alles</emphasis> Freunde.�</p><p>�Verhandelt wie ein <emphasis>Mahe�,</emphasis> brummte Pyanfar. Aber diese �bereinkunft war ihr dienlich genug. Sie dachte auf einmal an bestimmte Pl�ne�� f�r die weitere Entlehnung von zwei Mahe-Jagdschiffen f�r eine profitable Reise.</p><p>�K�pt�n�, sagte Haral, fasste sie am Arm und richtete ihre Aufmerksamkeit auf eine Gruppe von Gestalten, die aus dem zu den Docks f�hrenden Korridor kamen.</p><p>Die Llun waren es�� mit Kifas Llun selbst an der Spitze der Gruppe, gekommen, um sich diesem ungewohnten Besuch auf der Gaohn-Station zu widmen, und etwa zwanzig Beamtinnen in schwarzen Hosen folgten ihr.</p><p>Sie w�rden das �bersetzerband fordern, soviel war sicher. Pyanfar rammte die H�nde hinter den Hosenbund. �Freunde�, versicherte sie Tully, der der n�herkommenden Gruppe furchtsame Blicke zuwarf, und er seinerseits beruhigte daraufhin seine Kameraden.</p><p>�Hilfy�, sagte Pyanfar, �Chur�� es besteht keine Notwendigkeit, dass ihr die ganze Zeit hier mit stehen bleibt. Geht auf das Schiff! Geran, du gehst mit und k�mmerst dich um sie, ja?�</p><p>�In Ordnung�, stimmte Geran zu. �Kommt, ihr beide!�</p><p>Es gab keine Proteste. Chur und Hilfy wollten in Gerans Obhut davongehen, aber Tully hielt sie auf, um ihnen nacheinander die H�nde zu dr�cken, als ob er damit rechnete, irgend etwas k�nnte ihn an weiteren Verabschiedungen hindern.</p><p>G�tter, sie hatte im Moment �berhaupt keine Lust, um sich mit den Llun oder sonst jemandem auseinander zusetzen. Die Knie taten ihr weh, sowieso der ganze K�rper, hervorgerufen durch den Mangel an Schlaf und die Anstrengung. Sie f�hlte sich eine Spanne �lter, als sie beim Sprung von Kirdu noch gewesen war. Ihnen allen musste es so gehen, auch Tully. Sie wollte� Zeit wollte sie haben�� um sich mit den eigenen Leuten zu unterhalten, um herauszufinden, welche Chanur sonst noch verletzt waren, um Kohan anzurufen.�� Und irgendwie� um mit Khym zu sprechen. Irgend etwas gegen sein Elend zu tun, egal, was andere dachten oder sagten.</p><p>�Geran�, rief sie hinter denen her, die gingen. �Auch Khym. Bringt ihn an Bord und versorgt ihn! Sagt ihm, ich h�tte es so haben wollen!�</p><p>Ein kurzes Zucken der Ohren. �Aye�, sagte Geran und ging hin�ber zu Khym, w�hrend Chur und Hilfy ihren Weg zum Schiff fortsetzten. Pyanfar wandte sich den ankommenden Llun mit einem bet�rend fr�hlichen L�cheln zu, fischte das Band aus der Hosentasche und h�ndigte es auf der Stelle Kifas aus, ohne auch nur einen Moment vom Anschein der guten Laune abzuweichen.</p><p>�Wir registrieren diese guten Au�enseiter, unsere G�ste, auf der Gaohn-Station�, sagte Pyanfar. �Unter Chanurs Patenschaft.</p><p>�Verb�ndete, <emphasis>Ker</emphasis> Chanur?� Ein argw�hnisches Stirnrunzeln zeigte sich auf Kifas Lluns Gesicht. �Nichts von dem, was die Tahar gesagt haben, hat jetzt bei uns noch Gewicht� aber hast du nach ihnen geschickt?�</p><p>�G�tter, nein! Die Knnn haben das getan. Knnn, die ein ger�tteltes Ma� an Kif- Interventionen in ihrem Raum gehabt haben, sch�tze ich; die diese Au�enseiter in der N�he ihres Raumes fanden und sich in ihrer eigenen kuriosen Weise entschlossen, daf�r zu sorgen, dass sie angesehenen Pakt-B�rgern von �hnlicher Biologie begegneten� die sie einfingen und in Synchronformation heranschafften, dann den <emphasis>Hakkikt</emphasis> auf die gleiche Weise wegschafften�� m�gen sie Freude an ihm haben. Es sind H�ndler, wei�t du, <emphasis>Ker</emphasis> Llun, wenn auch nach eigenartigen Vorstellungen. Ich wette, dass unsere menschlichen Freunde hier noch gar nicht wissen, wie ihnen widerfahren ist oder wie weit entfernt sie von zu Hause sind, oder wie sie hierher gekommen sind. Sicher haben sie Drogen genommen, um die Spr�nge durchzustehen, die sie hierher brachten, und allein die G�tter wissen, wie viele das waren oder wo sie anfingen.�</p><p>�Stell uns vor!� sagte die Llun.</p><p>�Ich m�chte dich daran erinnern�, sagte Pyanfar, �dass sie und wir zu viele Zeitwechsel durchgemacht haben. Wir sind nicht in Form f�r ausgedehnte Formalit�ten. Es sind G�ste von Chanur; ich berge f�r sie und f�hle mich verantwortlich, daf�r zu sorgen, dass sie ihre Ruhe bekommen� aber nat�rlich werden sie die erforderlichen Papiere unterzeichnen und sich eintragen.�</p><p>�Die Vorstellungen�, sagte die Llun trocken, zu alt und zu schlau, um sich auf diese Weise abwimmeln zu lassen.</p><p>�Tully�, sagte Pyanfar, �du hast, verflixt noch mal, zu <emphasis>viele</emphasis> Freunde.�</p><p>Es war, wie sie erwartet hatte, zerm�rbend und eine Belastung f�r jedermanns gute Laune, ebenso entschieden zu lang, dieser Besuch im Stationsamt. Einige Zur�ckhaltung wurde ausge�bt unter Ber�cksichtigung gefallener Familienangeh�riger und ausgefranster und k�rzlich hochgespannter Nervenkost�me, ebenso unter Ber�cksichtigung der Tatsache, dass einmal unter hundert Malen Hani zusammengearbeitet hatten, ohne Ansehen des Hauses und der Provinz, und der Geist dieser Zusammenarbeit war noch nicht ganz wieder geschwunden.</p><p>Es gab Dankbarkeit f�r Goldzahn und die Mahe-Schiffe, die Stationsprivilegien und Reparaturen gew�hrt bekamen. Die Gaohn-Station war nur allzu eifrig darauf bedacht, die Rechnung mit Chanur zu teilen, lechzte auch danach, die <emphasis>Aja Jin</emphasis> in die H�nde der Harn- Werft zu lotsen, wo sie im Verlauf der Arbeiten studiert und analysiert werden konnte. Die Mahendo�sat waren mit der Situation offensichtlich zufrieden�� eingebildete Bastarde, dachte Pyanfar, str�ubte sich etwas�� wie es alle Hani taten�� beim Gedanken an die ungl�ckliche Tatsache, dass die Mahendo�sat den Hani stets voraus waren, dass diese Mahendo�sat- Technologie, die sie ins All gef�hrt hatte, auch an erster Stelle verantwortlich daf�r war, dass sie sich dort halten konnten. Die Mahendo�sat waren augenscheinlich willens, ihren Verb�ndeten die Jagdschiffe zumindest einmal zu zeigen. Verflixt seien die �Pers�nlichkeit�, und sein kleiner Flauschball obendrein!</p><p>Die Station war auch scharf auf eine Besichtigung des menschlichen Schiffes; und ohne Zweifel hegten die Menschen einen gewissen Argwohn dagegen und gegen alles andere, aber es stellte sich die Frage, was sie eigentlich dagegen h�tten tun k�nnen.</p><p>Sie waren zumindest f�r den Moment effektiv auf verlorenem Posten.</p><p>�Wir finden heim�, meinte Tully, �nicht weit von Treffpunkt. Wissen das. Eure Berichte, eure Schiffsinstrumente�� uns helfen.�</p><p>��berhaupt keine Schwierigkeit�, sagte Pyanfar. �Wir m�ssen lediglich eure Aufzeichnungen durch den �bersetzer schicken und unsere Karten zusammenlegen, richtig? In k�rzester Zeit finden wir dann die Antwort.�</p><p>�Mahendo�sat�, sagte Goldzahn, �haben Nummer-Eins gute Berechnung von Lage menschliches Raum. Nummer-Eins gute Karten.�</p><p>Wirklich <emphasis>allzu viele</emphasis> Freunde, �berlegte Pyanfar.</p><p>Tully ging zu seinen eigenen Leuten, nicht ohne vorher Pyanfar und Haral und Tirun an sich gedr�ckt und Goldzahn und Kifas Llun und anderen energisch die H�nde gesch�ttelt zu haben�� ein wichtiger Bursche war dieser Tully jetzt bei seinem Volk, ganz gewiss eine Person, die sich auskannte; eine Person mit wertvollen Informationen und m�chtigen Freunden. Gut f�r ihn, dachte sie, als sie sich an die elende nackte Kreatur unter dem Haufen Decken im Waschraum erinnerte.</p><p>Sie rief Kohan an, ein kurzes Gespr�ch�� ihre Stimme wurde langsam heiser, und ihre Knie zitterten��, aber es war gut zu h�ren, dass sich die Lage auf dem Planeten beruhigt, Kohan sich eine herzhafte Mahlzeit verschafft hatte und das Haus wieder in einigerma�en ordentlichem Zustand war.</p><p>W�hrend der Planet durch Kif-Gesch�tzfeuer gef�hrdet war, hatten sie es in Ordnung gebracht, Essen gekocht und damit angefangen, den Garten neu zu bepflanzen. Pyanfar senkte die Ohren beim Gedanken daran, wie wenig wirklich das gro�e Universum f�r die planetaren Hani war, die sich zu keinem Zeitpunkt wirklich hatten vorstellen k�nnen, was ihnen beinahe widerfahren w�re; die von den schrecklichen Besch�digungen an der Station Notiz nahmen wie von irgendeinem Erdbeben in einem entlegenen Winkel des Globus, mitf�hlend den Kopf sch�ttelten und es bedauerten, ohne jedoch pers�nlich ber�hrt zu sein; nat�rlich in Sorgen �ber die eigenen Verwandten, und bei deren Heimkehr w�rde es nat�rlich auch Umarmungen und Mitgef�hl geben. Aber sie brachten die Welt in Ordnung, gleichg�ltig, was da oben �ber ihren K�pfen geschah, indem sie den Garten neu anlegten und daf�r sorgten, dass sich Kohan satt essen konnte.</p><p>Mochten die G�tter �ber sie wachen.</p><p>Mit letzter Kraft suchte Pyanfar das Krankenhaus auf, um die verwundeten Chanur zu besuchen, denn sie war die Erste unter den Chanur, und das bedeutete den anderen etwas; ebenso schuldete sie Rhean, die dort bei ihrer genesenden Schiffsgef�hrtin sa�, diese H�flichkeitsbezeugung, auch w�rden Neuigkeiten von zu Hause ihnen gut tun, diesen planetaren Chanur, die nicht zu Schiffsbesatzungen geh�rten und die ein tiefes Verst�ndnis f�r die Notwendigkeit hatten, G�rten zu bepflanzen.</p><p>Beim Stationskommando �berzeugte sie sich noch davon, dass die Rau den Weg zur�ck auf ihr Schiff gefunden hatten, das ein anderer kleiner Frachter f�r sie hatte retten k�nnen.</p><p>Und dann gingen sie und Haral und Tirun den langen Weg zur�ck zur <emphasis>Stolz,</emphasis> sie alle heiser und ersch�pft und, an den Grenzen ihrer Energie angelangt, einfach einen Fu� vor den anderen setzten. Pyanfar humpelte, stellte fest, dass sie sich irgendwie eine Kralle abgebrochen hatte; und sie dachte voller Sehnsucht an Bad und Bett und Fr�hst�ck beim Erwachen.</p><p>Aber auf der <emphasis>Stolz</emphasis> tat sie doch zuvor noch etwas; sie schaute ins Lazarett hinein und �berzeugte sich vom Zustand derer, die sich in Gerans Gewahrsam befanden, stellte fest, dass Hilfy und Chur behaglich auf Feldbetten schliefen, die Seite an Seite in das kleine Abteil gezw�ngt worden waren, und dass Geran in einem Sessel neben der T�r vor sich hind�ste.</p><p>Geran erwachte, als Pyanfars Schatten �ber ihr Gesicht f�hr, brummte mit verschwommenen Augen eine Entschuldigung. Pyanfar zuckte die Achseln. Tirun und Haral zeigten sich in der T�r und lehnten wie zwei abgemagerte Geister am Rahmen.</p><p>�Khym�, sagte Pyanfar, die ihn nicht entdecken konnte. �Feldbett im Waschraum�, sagte Geran. �Mit deiner Erlaubnis, K�pt�n. Er wollte Hilfys Quartier nicht nehmen, obwohl sie versucht hatte, darauf zu bestehen.�</p><p>�Huch.� Sie dr�ngte sich hinein, um Chur und Hilfy genauer in Augenschein zu nehmen, sah, dass ihre Gesichter entspannt waren und ihr Schlaf leicht, und ging wieder hinaus.</p><p>�Befehle?� fragte Haral mit erkennbarem Schrecken. �Schlaft!� sagte sie, und die Schwestern gingen recht gl�cklich ihres Weges.</p><p>Was sie selbst betraf, so ging sie durch den Korridor zum Waschraum und �ffnete die T�r.</p><p>Khym war fast im Bett vergraben, steckte in einem Nest aus Decken auf einem behaglichen Feldbett. Ein Auge war verbunden. Das andere ging auf und schaute sie an, woraufhin er sich aufsetzte. Er war sauber, seine armen Ohren waren so gut es ging mit Plasma geflickt, die schrecklichen Kratzer auf Armen und Schultern behandelt. Ganze St�cke seines Pelzes fehlten, wo der Schorf gewesen war; Bart und M�hne wiesen L�cher auf, zweifellos dadurch entstanden, dass Verfilzungen hatten herausgeschnitten werden m�ssen.</p><p>�Besser?� fragte sie.</p><p><emphasis>�Ker</emphasis> Geran hat genug Antibiotika in mich gespritzt; ich sollte eigentlich ewig leben.�</p><p>Trauriger Humor. Sie setzte sich ans Ende des Bettes, lehnte es wie Khym ab, ihr fr�hliches Gesicht angesichts der Lage aufzugeben. Sie t�tschelte sein Knie. �Ich habe geh�rt, dass du den Kif ganz sch�n Angst gemacht hast.�</p><p>Er zuckte die Achseln, wackelte missbilligend mit den Ohren. �Du hast einen Blick auf die Station werfen k�nnen�, sagte sie. �Was h�ltst du von ihr?�</p><p>Die Ohren richteten sich auf. �Sehenswert.�</p><p>�Ich zeige dir das Schiff, wenn wir beide etwas Schlaf gehabt haben.�</p><p>�Ich kann nicht hier oben bleiben, wei�t du. Du wirst mir morgen eine F�hre nach unten besorgen m�ssen.�</p><p>�Warum kannst du nicht hier oben bleiben?�</p><p>Er gluckste �berrascht. �Die Llun und andere werden es sagen, darum. Nicht viele Lords sind so tolerant wie <emphasis>Na</emphasis> Kohan.�</p><p>�Also ist die Station ihr Territorium. Na gut. Ich dachte, du w�rdest vielleicht daran denken, einmal in meinem zu bleiben. Auf der <emphasis>Stolz.�</emphasis></p><p>�G�tter, sie w�rden��</p><p>�Was w�rden sie denn tun? Reden? G�tter, Khym, wenn ich einen m�nnlichen Au�enseiter von einem Ende des Paktes zum anderen mitnehmen und heil wieder aus der ganzen Geschichte herauskommen kann, dann kann ich auch Getratsche verdammt gut �berleben.</p><p>Chanur kann jetzt machen, was es will. Wir haben mit diesem Au�enseiter einen Preis gewonnen, einen Kontakt, den ganz zu erforschen Jahrzehnte dauern wird. Ich kann mit Tully verhandeln und auch mit den Mahendo�sat�� eine ganz neue Art von Verhandlungen, Khym. Wer wei� schon�� wenn du auf dem Schiff bleibst�� wer sollte Fragen stellen, wenn wir nicht im Heimatterritorium sind? Was glaubst du, scheren sich die Mahendo�sat um Hani- Gebr�uche? Keinen Deut!�</p><p><emphasis>�Na</emphasis> Kohan��</p><p>�Was hat das mit Kohan zu tun? Du bist meine Angelegenheit, bist es immer gewesen. Er hat dich auf Chanur-Land geduldet, oder nicht? Wenn er das schon gemacht hat, wird es ihm noch weniger ausmachen, wenn du Lichtjahre entfernt auf einem Chanur-Schiff bist. Und was ich genau jetzt m�chte�� damit wird Kohan viel Geduld haben.�</p><p>Er lauschte mit aufgerichteten Ohren und fast zitternd. �So denkst du, nicht wahr?�</p><p>�Was hat die Welt unten dir schon zu bieten? Eine Freist�tte? Huch. Glaubst du, auf einem Schiff verr�ckt zu werden? Unstabil? Schwierigkeiten mit der Besatzung zu haben?�</p><p>�Nein�, sagte er nach einem Moment. Und dann: �Oh, verflixt, Pyanfar, so etwas kannst du nicht machen.�</p><p>�Angst, Khym?�</p><p>Ohren fielen herab. �Nein. Aber ich mache mir Gedanken �ber dich. Ich wei�, was du zu tun versuchst. Aber du kannst nicht gegen das k�mpfen, was ist. <emphasis>Zeit,</emphasis> Pyanfar. Wir werden alt. Die Jungen werden ihren Tag erleben. Du kannst nicht gegen die Zeit k�mpfen.�</p><p>�Wir werden im Kampf gegen sie geboren.�</p><p>Einen Moment lang sa� er schweigend da. Langsam hoben sich die Ohren wieder. �Eine Reise, wenn die Besatzung keine Einw�nde hat. Vielleicht eine.�</p><p>�Wir liegen noch ein Weilchen im Hafen, bis wir wieder repariert sind. Bis Einzelheiten der Navigation ausgearbeitet sind. Dann fliegen wir wieder hinaus. Eine lange Reise wird es diesmal.�</p><p>Er sah unter den Brauen hervor zu ihr auf.</p><p>�Es ist anders da drau�en�, sagte sie. �Nicht die Wege der Hani oder �berhaupt die irgendeiner Lebensform. Richtig und Falsch sind nicht wie hier. Die Einstellungen sind es nicht. Ich werde dir etwas erz�hlen.� Sie bog eine Kralle und stocherte nach ihm. �Die Hani unten auf der Welt wollen, dass ihre H�user und ihre Wege nicht in Frage gestellt werden, das ist alles. Sie fragen nicht gro� nach dem, was wir machen, solange die Waren eintreffen und nicht unversch�mt viel kosten. Es ist ihnen auch egal, was wir machen, solange wir das Haus nicht erkennbar in Verlegenheit bringen. Kara wird emp�rt sein�� aber er wird auch damit leben, wenn die <emphasis>Stolz</emphasis> erst einmal um Lichtjahre aus den Augen und aus dem Sinn ist. Eine Mode k�nnte damit beginnen. K�nnte.�</p><p>�Tr�umerin�, meinte Khym.</p><p>�Huch.� Sie stand auf, zuckte mit den Ohren und wartete, bis er sich wieder zur�ckgelegt hatte. Dann ging sie hinaus, schwankte dabei ein wenig und meinte, dass ihre Kraft etwa noch ausreichte, die eigene Kabine und das eigene Bad und das eigene Bett zu erreichen�� in dieser Reihenfolge.</p><p>Tully kam und ging, bei seinen menschlichen Kameraden ebenso wie auf der <emphasis>Stolz.</emphasis> Zu Pyanfars �berraschung schnitt er sich nicht die M�hne und rasierte sich auch nicht den Bart, noch ging er in Menschenkleidern umher. Fu�bekleidung zog er sich an, aber eine gr��ere Ver�nderung fand nicht statt.</p><p>Um der �u�erlichkeiten willen, dachte sie; in Ber�cksichtigung ihres fr�heren Rates und der Meinung der Llun (und auch der Chanurs w�hrend jener kurzen Zeit, die sie auf dem Planeten zu Besuch waren, um Kohan eine Zeit zusammen mit seiner Lieblingstochter zu erm�glichen und einen Blick auf die G�ste, f�r die das Haus b�rgte). Tully bl�hte auf�� grinste und lachte und spazierte mit einer Spannkraft in seinem Schritt umher, die bei ihm sehr seltsam wirkte. Er brachte ein Trio ernst blickender Menschen von ihrem Schiff, um an Bord der <emphasis>Stolz</emphasis> Notizen zu machen�� Goldzahn f�gte seine eigenen Aufzeichnungen hinzu��, Fragen zu stellen und Daten auszutauschen, bis sie einige gemeinsame navigatorische Bezugspunkte gefunden hatten.</p><p>Sie runzelten argw�hnisch die Stirn, diese Menschen, aber sie h�rten damit auf, als sie exakt herausfanden, wo ihre Heimat lag�� ein St�ck jenseits des Raums der Knnn und Kif.</p><p>�Haben sie dazwischen�, meinte Tully enthusiastisch und deutete auf die Karte, die die Territorien von Hani und Mahendo�sat zeigte, deckte mit einer Hand die Hani-Mahendo�sat- Seite ab und mit der anderen die menschliche Seite, mit den Kif h�bsch ordentlich dazwischen. Langsam f�hrte er die H�nde zusammen, bis sie ineinander verschr�nkt waren.</p><p>�So.�</p><p>So, so, so, dachte Pyanfar, zog die Lippen zur�ck und runzelte fr�hlich die Nase.</p><p>Zu gegebener Zeit ging Tully zu seinen Leuten zur�ck; ein letztes Schlie�en der Luken markierte die Abtrennung des Menschenschiffes von Gaohn. <emphasis>Odysseus</emphasis> lautete sein Name in der Menschensprache, der nach Tullys Erl�uterung <emphasis>weite Reisen</emphasis> bedeutete. Fast f�nfzig Menschen lebten darauf, aber ob sie miteinander verwandt waren oder nicht, konnte sie nicht bestimmen.</p><p>Sie bereiteten sich darauf vor abzufliegen. Sie ging �ber die Docks zur�ck zur <emphasis>Stolz,</emphasis> um den Menschen zu folgen�� mit einer kleinen Fracht, keiner gro�en Masse, aber Gegenst�nden von Interesse f�r die Menschen. Vielleicht gab es am Ende der Reise eine M�glichkeit, Tully zu treffen, aber es w�rde wohl kaum wieder dasselbe sein. Er geh�rte zu seinem eigenen Volk, das war es, und sie missg�nnte es ihm nicht.</p><p>Sie hatte vor, Nutzen aus dieser Bekanntschaft zu ziehen, ihrem Kontakt zu Tully und dem Kapit�n der <emphasis>Weite Reisen.</emphasis> Das traf nat�rlich auch auf Goldzahn zu mit seinem schlanken, starken, neu ausger�steten Schiff, das sie begleitete, w�hrend Jik Botschaften zur�ck nach Hause brachte, zweifellos zur �Pers�nlichkeit�, w�hrend die Mahendo�sat gewiss schon fieberhaft eine M�glichkeit suchten, eine ehrbare Hani auf betr�gerische Weise aus exklusiven Vereinbarungen auszuschlie�en.</p><p>Aber die Chancen in dieser Auseinandersetzung waren ausgeglichen.</p></section></body><binary id="cover" 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