<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><FictionBook xmlns="http://www.gribuser.ru/xml/fictionbook/2.0" xmlns:l="http://www.w3.org/1999/xlink"><description><title-info><genre>sf_fantasy</genre><author><first-name>Aaron</first-name><last-name>Rosenberg</last-name></author><book-title>Im Strom der Dunkelheit</book-title><annotation><p>Orgrim Schicksalshammer hat den korrupten Kriegsh�uptling Blackhand vernichtet und die F�hrung �ber die Horde der Orcs �bernommen. Jetzt gilt es, den Rest Azeroths niederuwerfen, damit sein Volk wieder �ber ein eigenes Reich herrscht.</p><p>Anduin Lothar, ehemaliger Champion Sturmwinds, hat die �berreste seiner zerst�rten Heimat hinter sich gelassen und ist nun an den Gestaden Lordaerons gelandet. Dort will er, unterst�tzt von dem edlen K�nig Terenas, eine m�chtige Allianz mit den anderen Nationen der Menschen schmieden. Doch selbst das mag nicht ausreichen, den w�tenden Ansturm der Horde zu stoppen. Elfen, Zwerge und Trolle werfen sich in den Kampf, als die beiden Heere aufeinanderprallen. Wird die Allianz den Sieg davon tragen oder wird die Horde alles in einen Strom der Dunkelheit rei�en?</p></annotation><keywords>Fantasy, Rollenspiel</keywords><date>2008</date><coverpage><image l:href="#cover"/></coverpage><lang>de</lang><src-lang>en</src-lang><translator><first-name>Mick</first-name><last-name>Schnelle</last-name></translator><sequence name="World of Warcraft" number="3"/></title-info><src-title-info><genre>sf_fantasy</genre><author><first-name>Aaron</first-name><last-name>Rosenberg</last-name></author><book-title>Tides of Darkness</book-title><lang>en</lang></src-title-info><document-info><author><nickname>N/A</nickname></author><date>2016</date><id>D154ECF7-B046-4BA4-8783-5C3A30E37718</id><version>1.0</version><program-used>fb2cut 2.5.4, fb2cut 2.6.2</program-used></document-info></description><body><title><p>Im Strom der Dunkelheit</p><p>Aaron Rosenberg</p></title><epigraph><p>F�r meine Familie und Freunde und ganz besonders f�r meine gro�artige Frau, die mir geholfen hat, den Strom aufzuhalten.</p><p>F�r David Honigsberg (1958 � 2007), Musiker, Autor, Computerspieler, Rabbi und ganz besonderer Freund. Zeig dem Himmel, wie man rockt, Amigo.</p></epigraph><section><title><p>Erster Prolog</p></title><p>Die Morgend�mmerung kroch �ber das Land und nagte am dichten Nebel, der alles vereinnahmte. Im kleinen Dorf Southshore erwachten die Menschen und gingen ihren Besch�ftigungen nach. Das Licht der aufgehenden Sonne w�rmte sie noch nicht, aber die Nacht neigte sich unaufhaltsam ihrem Ende zu.</p><p>Noch aber lag der dichte Dunst �ber den schlichten Holzh�tten und bedeckte das Meer jenseits des Dorfes. Obwohl nicht zu sehen, war die Brandung, die ans Ufer rollte und sich am Kai brach, deutlich zu h�ren.</p><p>Doch etwas anderes klang darin mit, langsam und gleichm��ig, als w�rde etwas durch den Nebel gleiten. Das Ger�usch hallte von allen Seiten wider, bis die Menschen von Southshore nicht mehr sagen konnten, um was es sich dabei handelte und aus welcher Richtung es kam. Erklang es vom Land hinter ihnen � oder kam es von der See? Schlugen nur die Wellen etwas fester gegen die Gestade, oder war es der Regen, der den Nebel niederk�mpfte? �</p><p>Oder sollte es sich gar um den Wagen eines H�ndlers handeln, der einen der Feldwege hinunterfuhr?</p><p>Nachdem sie angespannt gelauscht hatten, erkannten sie, dass das merkw�rdige neue Ger�usch aus Richtung des Wassers kam. Sie liefen zum Strand und versuchten, in der Finsternis etwas zu erkennen.</p><p>Was war das f�r ein Ger�usch, und wovon wurde es verursacht?</p><p>Langsam begann sich der Nebel zu ver�ndern � als w�rde er von dem Ger�usch vor sich her getrieben. Er wurde dichter und dunkler. Die Finsternis begann Form anzunehmen, bildete eine Art <emphasis>Welle</emphasis>, die auf die D�rfler zurollte.</p><p>Sie wichen zur�ck, einige schrien laut. Die M�nner waren mit der See gro� geworden, geborene Fischer, die schon alles gesehen zu haben meinten, was mit dem Wasser zu tun hatte.</p><p>Doch diese Welle bestand erkennbar nicht aus Wasser, sondern aus etwas g�nzlich anderem. Und sie bewegte sich <emphasis>falsch</emphasis>�</p><p>Die Dunkelheit n�herte sich immer mehr. Sie brachte den Nebel mit sich. Das begleitende Ger�usch wurde lauter, dann durchbrach es den diesigen Schleier. Die riesige Welle teilte sich in viele kleinere und nahm dabei� Form an.</p><p>Es waren Boote. Die D�rfler entspannten sich, weil ihnen das zun�chst einmal vertraut war. Dennoch blieben sie auf der Hut. Southshore war ein winziges Fischerdorf, und seine Bewohner nannten gerade mal ein Dutzend kleiner K�hne ihr eigen. �ber die Jahre hatten sie kaum mehr als ein Dutzend fremder Fahrzeuge gesehen.</p><p>Und nun, pl�tzlich, n�herten sich ihnen auf einen Schlag Hunderte!</p><p>Was bedeutete das? Die M�nner umfassten ihre kurzen Holzkn�ppel, Messer, Hakenstangen, sogar mit Gewichten versehene Netze. Sie warteten gespannt. Immer mehr Schiffe kamen aus dem Nebel, eine endlose Armada.</p><p>Mit jeder neuen Reihe Schiffe wuchs die Best�rzung der Fischer. Das waren nicht Hunderte, sondern Tausende!</p><p>Mehr Boote, als sie jemals zuvor gesehen hatten. Wo kamen die her? Was konnte ihre Insassen aufs Wasser getrieben haben� und was f�hrte sie nach Lordaeron?</p><p>Die D�rfler packten ihre Waffen fester, Kinder und Frauen verbargen sich in den H�tten. Und noch immer erh�hte sich die Zahl der Boote.</p><p>L�ngst war klar geworden, dass das Ger�usch von den Rudern stammte, die ungleichm��ig durch das Wasser gezogen wurden.</p><p>Das erste Boot legte am Kai an. Jetzt konnten die Einheimischen das erste Mal die Gestalten darauf erkennen. Sie entspannten sich, obwohl ihre Verwunderung wuchs. Es handelte sich um Menschen, darunter auch Frauen und Kinder. Hell- und dunkelh�utige, mit Haarfarben in s�mtlichen Schattierungen.</p><p>Das waren keine Monster oder irgendeine andere Rasse, von denen die Dorfbewohner bisweilen zwar geh�rt, die sie aber nie mit eigenen Augen gesehen hatten. Diese Menschen wirkten auch nicht, als w�ren sie f�r den Krieg ger�stet. Denn offensichtlich waren die meisten der Ank�mmlinge keine Krieger.</p><p>Nein, dies war keine Invasion. Es wirkte eher, als w�ren sie auf der Flucht vor einer schrecklichen Katastrophe. Die Fischer sp�rten, dass sich ihre Furcht in Sympathie verwandelte.</p><p>Was aber konnte eine solche Zahl von Fl�chtlingen auf die See hinausgetrieben haben?</p><p>Weitere Boote erreichten die K�ste, und ihre Besatzungen verlie�en wankend die unsicheren Planken. Einige brachen auf dem steinigen Strand zusammen und weinten. Andere beherrschten sich besser und atmeten tief durch, als w�ren sie einfach nur heilfroh, endlich der Wasserw�ste entkommen zu sein.</p><p>Der Nebel lichtete sich allm�hlich. Die Morgensonne brach durch und l�ste die Schwaden mit ihren starken Strahlen mehr und mehr auf. Die Dorfbewohner konnten jetzt vieles klarer erkennen.</p><p>Diese Menschen geh�rten zu keiner Invasionsarmee. Viele waren Frauen und Kinder, �rmlich gekleidet, die meisten abgemagert und schwach. Es handelte sich um einfache Leute, die eindeutig von gro�em Ungl�ck betroffen waren. Manche waren so ersch�pft, dass sie kaum noch stehen konnten oder wie trunken �ber den Strand stolperten.</p><p>Ein paar immerhin trugen auch R�stungen. Einer, der sich auf dem vordersten Boot befunden hatte, kam auf die versammelten D�rfler zu. Er war von gro�er, kr�ftiger Statur, fast kahlk�pfig, mit einem dichten Schnurrbart und einem harten, ernsten Gesicht. Seine R�stung hatte sich erkennbar in mehreren K�mpfen bew�hrt, und der Griff seines gro�en Schwertes ragte �ber die Schulter hinaus. Seine H�nde aber umfassten keine Waffen, sondern zwei kleine Kinder. Weitere liefen neben ihm her und klammerten sich an R�stung, G�rtel oder Waffenscheide des Kriegers.</p><p>Neben ihm schritt ein merkw�rdiger Mann daher. Er hatte breite Schultern, war ansonsten aber hager. Sein wei�es Haar wehte in der leichten Brise. Er trug ein zerfleddertes violettes Gewand und einen abgewetzten Rucksack. �ber einer Schulter lag ein Kind, ein weiteres, das noch aus eigener Kraft gehen konnte, hielt er an der Hand.</p><p>Und noch eine dritte erwachsene Gestalt geh�rte zu dieser Vorhut: ein junger, braunhaariger Mann mit braunen Augen, der seine Umgebung kaum wahrzunehmen schien. Eine Hand hatte sich in den Umhang des gro�en Mannes gegraben, um Halt zu finden. Mehr noch als die tats�chlichen Kinder wirkte er wie ein kleiner Junge, der sich verzweifelt an ein Elternteil klammerte. Seine Kleidung war von edler Machart, aber von Wind und Wetter verblichen.</p><p>�Seid gegr��t!�, rief der Krieger und kam mit einem breiten Lachen auf die D�rfler zu. �Wir sind Fl�chtlinge, die einer schrecklichen Schlacht entkommen sind. Ich bitte euch um Nahrung und etwas zu trinken, so ihr es entbehren k�nnt. Und um Unterkunft f�r die Kinder.�</p><p>Die Einheimischen schauten einander an. Dann nickten sie und senkten ihre Waffen. Sie waren kein reiches Dorf, aber auch nicht verzweifelt arm. Und es h�tte ihnen schon deutlich schlechter gehen m�ssen, um Kinder und deren Angeh�rige abzuweisen.</p><p>Ein paar M�nner traten vor und nahmen dem Krieger die Kleinen ab, und der Mann mit der violetten Robe f�hrte sie zur Kirche, dem gr��ten und stabilsten Geb�ude im Dorf. Die Frauen bereiteten derweil schon t�pfeweise Haferbrei und Eintopf zu.</p><p>Schnell hatten die Fl�chtlinge Unterkunft in der Kirche und unmittelbar davor bezogen. Sie a�en und tranken, teilten sich Stoffe und M�ntel. Es h�tte fast ein Fest sein k�nnen, w�re da nicht der betr�bliche Ausdruck auf den Gesichtern der Fl�chtlinge gewesen.</p><p>�Unser Dank ist euch gewiss�, wandte sich der Krieger an den Dorfvorsteher, der sich ihm als Marcus Redpath vorgestellt hatte. �Ich wei�, dass ihr eigentlich nicht viel entbehren k�nnt. Deshalb wiegt das Wenige, das ihr mit uns teilt, umso schwerer.�</p><p>�Wir lassen Frauen und Kinder nicht hungern�, antwortete Marcus. Er schaute finster drein und musterte Schwert und R�stung seines Gegen�bers. �Aber erz�hlt mir doch, wer Ihr eigentlich seid � und warum Ihr hierher gekommen seid.�</p><p>�Ich bin Anduin Lothar�, erwiderte der Krieger mit Bedacht und strich sich �ber die Stirn. �Ich bin� ich <emphasis>war</emphasis> der Held von Stormwind.�</p><p>�Stormwind?� Marcus hatte von dieser Nation geh�rt. �Aber das liegt jenseits des Meeres!�</p><p>�Ja�, nickte Lothar traurig. �Wir sind tagelang gesegelt, um hierher zu kommen. Wir befinden uns in Lordaeron, nicht wahr?�</p><p>�Ganz gewiss sind wir das�, sagte der violett gekleidete Mann, der damit zum ersten Mal das Wort ergriff. �Ich erkenne das Land wieder, obwohl mir das Dorf fremd ist.� Seine Stimme war sehr fest f�r jemanden seines Alters. Obwohl nur seine Haarfarbe und die Falten in seinem Gesicht auf sein Alter hinwiesen, ansonsten wirkte er wie ein J�ngling.</p><p>�Ihr seid in Southshore�, sagte Marcus. Er be�ugte den wei�b�rtigen Mann misstrauisch und fragte schlie�lich: �Stammt Ihr aus Dalaran?� Er bem�hte sich um einen neutralen Tonfall.</p><p>�Aye�, gab der Fremde zu. �Und habt keine Furcht � ich werde dorthin zur�ckkehren, sobald meine Gef�hrten reisen k�nnen.�</p><p>Marcus versuchte, sich seine Erleichterung nicht anmerken zu lassen. Die Zauberer von Dalaran waren �beraus m�chtig, und er hatte geh�rt, dass der K�nig sie als Verb�ndete und Berater sch�tzte. Er selbst aber wollte mit Magie und Zauberei nichts zu tun haben.</p><p>�Wir m�ssen uns beeilen�, stimmte Lothar zu. �Ich muss so schnell wie m�glich mit dem K�nig sprechen. Wir d�rfen der Horde keinen weiteren Vorsprung schenken.�</p><p>Marcus verstand diese Anmerkung nicht, doch er erkannte die Dringlichkeit im Tonfall des st�mmigen Kriegers. �Die Frauen und Kinder k�nnen eine Weile bei uns bleiben�, versicherte er ihm. �Wir werden uns um sie k�mmern.�</p><p>�Danke�, sagte Lothar aufrichtig. �Wir schicken Nahrung und G�ter, sobald wir beim K�nig waren.�</p><p>�Es wird Zeit kosten, die Hauptstadt zu erreichen�, erkl�rte Marcus. �Ich werde deshalb jemanden auf einem schnellen Pferd vorausschicken, damit man auf Eure Ankunft vorbereitet ist. Was soll er ausrichten?�</p><p>Lothar runzelte die Stirn. �Er soll dem K�nig berichten, dass Stormwind gefallen ist�, sagte er schlie�lich leise. �Der Prinz ist bei uns und mit ihm so viele Leute, wie ich retten konnte. Wir brauchen so rasch wie m�glich Vorr�te. Und wir bringen ihm schlechte Nachrichten von h�chster Dringlichkeit.�</p><p>Marcus� Augen waren angesichts des Geh�rten immer gr��er geworden. Sein Blick war zu dem Jungen gewandert, der neben dem Krieger stand. Dann aber schaute er weg, bevor es unangenehm wurde. �Wird erledigt�, versicherte er ihnen und sprach mit einem der D�rfler.</p><p>Der nickte und sprang auf eines der bereitstehenden Pferde.</p><p>Er galoppierte schon los, bevor der Dorfvorsteher zwei Schritte zur�ck in die Kirche gemacht hatte.</p><p>�Willem ist unser bester Reiter, und sein Pferd ist das schnellste des Dorfes�, versicherte Marcus den beiden M�nnern. �Er wird die Hauptstadt lange vor Euch erreichen und die Botschaft �berbringen. Wir organisieren derweil Pferde und Nahrung f�r Euch und Eure Begleiter.�</p><p>Lothar nickte und dankte. Dann wandte er sich an den Mann im violetten Gewand. �Sammelt alle, die mit uns kommen, Khadgar, und haltet Euch bereit. Wir brechen so bald wie m�glich auf.�</p><p>Der Zauberer nickte und begab sich zu den Fl�chtlingen.</p><empty-line/><p>Ein paar Stunden sp�ter verlie�en Lothar und Khadgar Southshore. Prinz Varian Wrynn begleitete sie zusammen mit sechzig Mann. Die meisten aber wollten lieber zur�ckbleiben. Entweder um ihre Wunden auszukurieren oder um sich von der Ersch�pfung zu erholen. Manche waren auch einfach noch zu ver�ngstigt und schockiert und wollten mit den wenigen �berlebenden aus ihrer Heimat zusammenbleiben.</p><p>Lothar nahm es ihnen nicht �bel. Ein Teil von ihm w�re auch gern in dem Fischerdorf geblieben. Doch er hatte eine Aufgabe zu erf�llen. Wie so oft.</p><p>�Wie weit ist es bis zur Hauptstadt?�, fragte er Khadgar, der neben ihm ritt. Die D�rfler hatten ihnen an Reittieren und Wagen �berlassen, was sie entbehren konnten. Lothar wollte den gro�z�gigen Menschen nicht zu viel wegnehmen, aber schlie�lich hatte er die Hilfe doch akzeptiert, weil er wusste, dass sie auf diese Weise deutlich an Zeit gewannen. Und die war wertvoll.</p><p>�Ein paar Tage noch, vielleicht eine Woche�, antwortete der Zauberer. �Ich kenne mich in diesem Teil des Landes nicht so gut aus. Doch ich erinnere mich daran, wie es auf den Karten ausgesehen hat. Wir sollten die Turmspitzen der Stadt in sp�testens f�nf Tagen sehen k�nnen. Dann m�ssen wir noch durch den Silberwald, der zu den gro�en Wundern Lordaerons geh�rt. Er liegt am Rande des Lordamere-Sees. Die Stadt erhebt sich am n�rdlichen Ufer.�</p><p>Khadgar verfiel wieder in Schweigen, und Lothar beobachtete seinen Begleiter verstohlen. Er sorgte sich um den jungen Mann. Als er ihn das erste Mal getroffen hatte, bewunderte er ihn f�r seine Gelassenheit und Selbstsicherheit. In so jugendlichem Alter war beides gepaart �u�erst selten zu finden.</p><p>Khadgar war damals erst siebzehn Jahre alt gewesen und doch bereits ein vollwertiger Zauberer. Zudem war er der erste, den Medivh je als Lehrling akzeptiert hatte!</p><p>Sp�tere Treffen hatten Lothar gezeigt, dass Khadgar klug, strebsam und freundlich war. Er mochte den J�ngling. Es war das erste Mal, dass er wieder freundschaftlich mit einem Zauberer verkehrte, seit� nun, seit der Zeit von Medivh. Aber nach allem, was in Karazhan geschehen war�</p><p>Lothar erschauderte, als er sich den h�sslichen, albtraumhaften Konflikt in Erinnerung rief. Er hatte gemeinsam mit Khadgar, der Haibork Garona und einer Handvoll M�nner gegen Medivh antreten m�ssen. Khadgar hatte einen t�dlichen Angriff gegen seinen Meister gef�hrt. Doch war es Lothar gewesen, der seinem ehemaligen Freund den Kopf abschlug. Den Kopf, den er in ihrer Jugendzeit so oft verteidigt hatte, damals, als er, Medivh und Liane noch Freunde und Gef�hrten gewesen waren.</p><p>Lothar sch�ttelte den Kopf, um die Tr�nen zur�ckzudr�ngen. Er hatte auf der langen Seereise oft getrauert. Aber immer noch schienen ihn die Qual, die Wut und das Bedauern zu �berw�ltigen.</p><p>Liane! Sein bester Freund, sein Gef�hrte, sein K�nig. Liane, mit dem breiten Grinsen, den lachenden Augen und der schnellen Auffassungsgabe. Liane, der Stormwind in ein goldenes Zeitalter gef�hrt hatte � nur, um miterleben zu m�ssen, wie die Orcs es zerst�rten.</p><p>Die Horde fegte �ber das Land und verw�stete alles, was ihr dabei im Weg stand.</p><p>Und dann� hatten sie erkennen m�ssen, dass <emphasis>Medivh</emphasis> f�r all das verantwortlich war! Dass <emphasis>seine</emphasis> Magie den Orcs dabei geholfen hatte, diese Welt zu erreichen � dass sie nur dadurch Stormwind �berhaupt hatten erreichen k�nnen!</p><p>Und als Folge davon war nicht nur das K�nigreich vernichtet worden, sondern auch Liane gestorben�</p><p>Lothar schluckte beim Gedanken daran, was er alles verloren � was sein Volk verloren hatte. Doch dann riss er sich zusammen, wie schon so viele Male zuvor auf ihrer Reise. Er konnte sich diesen Gef�hlen nicht ergeben. Sein Volk brauchte ihn, genauso wie die Bewohner dieses Landes, auch wenn sie es noch nicht ahnten.</p><p>Und Khadgar folgte seinem Beispiel. Lothar verstand immer noch nicht alles, was in Karazhan in jener Nacht passiert war. Doch irgendwie hatte sich Khadgar w�hrend des Kampfes mit Medivh ver�ndert. Seine Jugend war verschwunden, sein K�rper unnat�rlich gealtert. Jetzt sah er wie ein uralter Mann aus, viel �lter als Lothar, obwohl Khadgar fast vierzig Jahre weniger z�hlte.</p><p>Lothar fragte sich, was damals <emphasis>noch</emphasis> mit dem jungen Zauberer geschehen war. Khadgar wiederum war viel zu sehr in Gedanken versunken, um den besorgten Blick seines Gef�hrten zu bemerken. Der junge und doch so alt anmutende Zauberer war in sich gekehrt, obwohl er �ber dieselben Dinge nachgr�belte wie sein Begleiter. Er durchlebte noch einmal den Kampf von Karazhan. Dabei sp�rte er sogar erneut das schreckliche Zerren, als Medivh ihm seine Magie und Jugend entzog.</p><p>Die Magie war zur�ckgekehrt � sie war sogar auf vielerlei Weise st�rker geworden als zuvor -, doch seine Jugend war ihm genommen, lange vor der eigentlichen Zeit. Er war ein alter Mann geworden, zumindest dem Aussehen nach, auch wenn er sich immer noch gesund und munter f�hlte wie eh und je. Und tats�chlich war er genauso ausdauernd, stark und beweglich wie einst. Nur sein Gesicht war voller Falten, seine Augen lagen tiefer in den H�hlen, und sein Haar und der frisch sprie�ende Bart schimmerten wei�.</p><p>Obwohl er erst neunzehn war, sah Khadgar gut dreimal so alt aus. Damit �hnelte er dem Mann in seinen Visionen, jener �lteren Ausgabe seiner selbst, die er w�hrend des Kampfes aufgrund der in Medivhs Turm freigesetzten Magie gesehen hatte � der �ltere Mann, der eines Tages unter einer merkw�rdigen roten Sonne sterben w�rde, weit weg von zu Hause�</p><p>Khadgar analysierte die Gef�hle, die ihn seit Medivhs Tod bewegten. Der Mann war das personifizierte B�se gewesen, ganz allein verantwortlich daf�r, dass die Horde auf diese Welt hatte gelangen k�nnen. Auch wenn er nicht er selbst gewesen war, denn Medivh war von Sargeras beherrscht worden, dem Titan, den Medivhs Mutter ein Jahrtausend zuvor besiegen konnte. Doch jener Sargeras war seinerzeit nicht vollst�ndig gestorben, nur sein K�rper war vergangen. Er hatte sich in Aegwynns Mutterleib eingenistet und dort ihren noch ungeborenen Sohn beeinflusst.</p><p>Nein, Medivh war f�r seine Taten nicht verantwortlich. Im Sterben hatte er Khadgar verraten, dass er gegen das B�se in sich bereits seit Jahren ank�mpfte, vielleicht schon sein ganzes Leben lang. Khadgar war sogar einem merkw�rdigen Trugbild seines toten Meisters begegnet, kurz nachdem dessen K�rper begraben worden war. Es stammte laut Medivh aus der Zukunft, endlich befreit von Sargeras Geist � dank Khadgar.</p><p><emphasis>Wie sollte ich mich also f�hlen</emphasis>?, �berlegte Khadgar. Sollte er trauern, weil sein Meister tot war?</p><p>Zeitweilig hatte er Medivh sehr gemocht. Und ganz sicher hatte die Welt durch seinen Tod einen herben Verlust erlitten.</p><p>Sollte er also stolz darauf sein, dass er seinen Teil dazu beigetragen hatte, den Mann zu befreien und Sargeras erneut aus dieser Welt zu vertreiben? Sollte er w�tend auf Medivhs Taten sein � oder beeindruckt, weil der Magier der Einflussnahme durch den Titanen so lange widerstanden hatte?</p><p>Er war sich nicht sicher. Khadgar war sowohl im Geiste als auch im Herzen verwirrt. Dazu kamen noch andere Dinge. Denn hier war er zu Hause. Immerhin war er zur�ck in seinem Heimatland Lordaeron. Wenn auch anders, als er es erwartet hatte.</p><p>Als er auf Gehei� seines vorherigen Meisters in Dalaran ausgezogen war, um Medivhs Sch�ler zu werden, hatte Khadgar nicht damit gerechnet, dass er zur�ckkehren w�rde, bevor er nicht selbst ein Meistermagier geworden war. Er hatte sich vorgestellt, wie er auf einem Greifen zur�ckgeflogen kam, so wie Medivh es ihn gelehrt hatte. Er w�re auf dem Dach der violetten Zitadelle gelandet, sodass alle seine ehemaligen Lehrer und Freunde sein K�nnen h�tten bestaunen k�nnen�</p><p>Stattdessen ritt er nun auf einem Ackergaul, Seite an Seite mit Stormwinds ehemaligem Helden, um mit einer heruntergekommenen Truppe von Kriegern den K�nig dazu zu �berreden, die Welt zu retten.</p><p>Immerhin bot man ihnen gewiss einen dramatischen Empfang, was seine alten Lehrer und Freunde zu sch�tzen wissen w�rden.</p><p>�Was machen wir, wenn wir die Stadt erreicht haben?�, fragte er Lothar und riss den alternden Krieger aus seiner Tagtr�umerei.</p><p>Sein Kamerad war schnell wieder bei der Sache und musterte ihn mit diesen entwaffnenden, sturmblauen Augen, die die Gef�hle des Kriegers verrieten, ohne zugleich den scharfen Verstand durchblicken zu lassen.</p><p>�Wir werden mit dem K�nig reden�, antwortete Lothar. Er schaute zu dem J�ngling, der still neben ihnen ritt. Dann strich er �ber den Schaft seines Schwertes. Die Edelsteine und das Gold darauf glitzerten in der Nachmittagssonne. �Auch wenn Stormwind verloren ist, ist Varian immer noch der Prinz, und ich bin nach wie vor sein Berater. Ich habe K�nig Terenas nur einmal kurz getroffen, das war vor vielen Jahren. Doch vielleicht erkennt er mich ja. Varian wird er jedenfalls sicherlich kennen, und durch den Boten ist er von unserem Eintreffen unterrichtet. Er wird uns eine Audienz gew�hren. Und dann erkl�ren wir ihm, was passiert ist � und was getan werden muss.�</p><p>�Und was ist das?�, fragte Khadgar, obwohl er es wusste.</p><p>�Wir rufen die K�nige dieser L�nder zusammen�, antwortete Lothar, wie Khadgar es erwartet hatte. �Wir m�ssen sie dazu bringen, die Gefahr zu erkennen. Keine Nation kann der Horde allein widerstehen. Mein eigenes Land hat es versucht und ist deshalb vernichtet worden. Das darf hier nicht geschehen. Die Menschen m�ssen sich vereinen und als Verb�ndete k�mpfen!� Seine H�nde umklammerten die Z�gel, und nun erkannte Khadgar wieder den m�chtigen Krieger in ihm, der Stormwinds Armee angef�hrt und f�r so viele Jahre die Grenzen gesichert hatte.</p><p>�Dann sollten wir hoffen, dass sie uns zuh�ren�, sagte Khadgar leise.</p><p>�Das werden sie�, versicherte ihm Lothar. �Sie m�ssen einfach!�</p><p>Keiner von ihnen sprach aus, was beide dachten. Sie hatten die Macht der Horde erlebt. Und wenn die Nationen sich <emphasis>nicht</emphasis> vereinten, wenn ihre K�nige die Gefahr <emphasis>nicht</emphasis> erkennen wollten, w�rden sie untergehen.</p><p>In diesem Falle w�rde die Horde dieses Land ebenso �berrennen wie Stormwind. Und nichts w�rde von ihr verschont bleiben.</p></section><section><title><p>Zweiter Prolog</p></title><p>Eine dunkle Gestalt stand auf dem hohen Turm und blickte auf die Welt darunter. Von diesem Aussichtspunkt aus konnte sie die Stadt und das Umland sehen. Beides war von einer sich bewegenden Dunkelheit bedeckt. Einer Flut, die sich �ber Umgebung und Geb�ude ergoss� und nichts als Ruinen hinterlie�.</p><p>Die Gestalt schaute zu. Gro�, m�chtig und muskelbepackt stand sie bewegungslos auf der steinernen Spitze. Ihre scharfen Augen analysierten die Szenerie in der Tiefe. Langes dunkles Haar hing zu Z�pfen geflochten �ber ein kantiges Gesicht. Die mit Quasten versehenen Enden strichen �ber die langen Hauer, die aus der Unterlippe sprossen.</p><p>Die Sonne brannte auf sie herab, und die Haut leuchtete gr�nlich. Das Licht wurde von zahlreichen Troph�en und Medaillons, die um den Hals hingen, reflektiert. Schwere Plattenpanzer bedeckten Brust, Schultern und Beine. Die verkratzte Oberfl�che gl�hte schwarz. Auff�llige Bronzeschnallen prangten darauf. Gold leuchtete an den R�ndern und unterstrich die Wichtigkeit des Wesens.</p><p>Schlie�lich hatte die Gestalt genug gesehen. Sie hob ihren riesigen schwarzen Kriegshammer, auf den sie sich gest�tzt hatte und dessen Steinkopf das Sonnenlicht zu absorbieren schien. Dann br�llte sie los. Es war ein Kriegsschrei, der zur Zusammenkunft rief. Er drang in die Geb�ude und selbst die H�gel ringsum ein und wurde zur�ckgeworfen.</p><p>Die schwarze Flut wurde langsamer. Dann kr�uselte sie sich, als sich die Gesichter nach oben wandten. Jeder Orc in der Horde blieb stehen und schaute zu der einsamen Gestalt empor, die nun erneut aufbr�llte und den Hammer hochhielt. Und dieses Mal brach die Flut der Orcs in ohrenbet�ubenden Jubel aus. Die Horde huldigte ihrem Anf�hrer.</p><p>Befriedigt lie� Orgrim Doomhammer seine markante Waffe sinken � und die dunkle Flut nahm ihre Verderben bringende Bewegung wieder auf.</p><empty-line/><p>Unten, jenseits der Stadttore, lag ein Orc auf einem Feldbett. Sein kurzer, magerer K�rper war in dicke Felle geh�llt, und edle Kleidung lag bereit. Aber die Gew�nder waren seit Wochen nicht mehr anger�hrt worden.</p><p>Der Orc bewegte sich nicht, und es schien, als sei er tot. Sein h�ssliches Gesicht war vor Schmerz oder Konzentration verzerrt. Ein dichter Bart verdeckte den knurrenden Mund.</p><p>Pl�tzlich �nderte sich alles. Keuchend setzte sich der Orc auf. Die Felle fielen von seinem schwei�getr�nkten K�rper. Seine Augen �ffneten sich. Zuerst waren sie glasig und ohne echte Wahrnehmung. Dann blinzelte er den langen Schlaf weg und blickte sich um.</p><p>�Wo�?�, wollte er wissen.</p><p>Eine gr��ere Gestalt war schon unterwegs zu ihm. Ihre beiden K�pfe waren angenehm �berrascht, und als der Blick des Orcs den Doppelh�uptigen traf, wurde die Welt wieder klar, enth�llte ihre Details.</p><p>Was auch immer ihn ausgeschaltet hatte, lag nun hinter ihm und war �berwunden. Heimt�cke und Wut erf�llten ihn. �Wo bin ich?�, wollte er wissen. �Was ist passiert?�</p><p>�Du bist eingeschlafen, Gul�dan�, antwortete die Kreatur, die neben dem Feldbett kniete und ihm einen Kelch anbot.</p><p>Der Orc nahm ihn, roch daran und trank den Inhalt grunzend. Dann wischte er sich mit der Hand �ber den Mund.</p><p>�Ein Schlaf wie ein Toter. Seit Wochen hast du dich nicht mehr bewegt, hast kaum geatmet. Wir dachten schon, dein Geist sei fort.�</p><p>�Tats�chlich?� Gul�dan grinste. �Hattest du Angst, dass ich dich verlassen w�rde, Cho�gall, und dich damit Blackhands Gnade ausliefere?�</p><p>Der zweik�pfige Ogermagier schaute ihn an. �Blackhand ist tot, Gul�dan!�, sagte einer der K�pfe. Der andere nickte eifrig.</p><p>�Tot?� Zuerst glaubte Gul�dan, sich verh�rt zu haben. Aber Cho�galls finsteres Mienenspiel �berzeugte ihn vom Gegenteil, noch bevor beide K�pfe nickten. �Was? Wie?� Er richtete sich auf und setzte sich hin. Die pl�tzliche Bewegung lie� ihn taumeln, und kalter Schwei� brach aus. �Was ist passiert, w�hrend ich schlief?�</p><p>Cho�gall begann zu antworten, aber seine Worte erstarben, als jemand die Eingangsflappe beiseite schob und in den engen Raum trat.</p><p>Zwei kr�ftige Orc-Krieger schoben Cho�gall aus dem Weg, packten Gul�dan fest an den Armen und stellten ihn auf die F��e.</p><p>Der Oger begann zu protestieren. Seine beiden K�pfe liefen dunkel an vor Wut, aber zwei weitere Orcs dr�ngten in den Raum und verstellten ihm den Weg. Ihre Kriegs�xte waren bereit zuzuschlagen. Sie standen Wache, w�hrend die ersten beiden Gul�dan aus dem Zelt schleiften.</p><p>�Wohin bringt ihr mich?�, verlangte er zu wissen. Dabei versuchte er, seine Arme frei zu bekommen. Aber er hatte keine Chance. Selbst bei v�lliger Gesundheit w�re er kein ernstzunehmender Gegner f�r einen dieser Krieger gewesen. Und jetzt konnte er sich gerade auf den F��en halten.</p><p>Sie schubsten ihn mehr, als dass sie ihn f�hrten. Er bemerkte, dass er zu einem gro�en Zelt gebracht wurde.</p><p>Blackhands Zelt.</p><p>�Doomhammer ist jetzt an der Macht, Gul�dan�, sagte Cho�gall leise. Er ging neben ihm, hielt sich aber au�er Reichweite der Krieger. �Als du ohnm�chtig warst, hat er den Schattenrat angegriffen und die meisten seiner Mitglieder get�tet! Nur du, ich und ein paar der niederen Hexenmeister sind �brig geblieben!�</p><p>Gul�dan sch�ttelte den Kopf und versuchte, einen klaren Gedanken zu fassen. Er f�hlte sich immer noch benommen.</p><p>Nach allem, was Cho�gall erz�hlt hatte, war dies ein denkbar ung�nstiger Zeitpunkt, um das Bewusstsein zu verlieren. Doch was der Oger ihm erz�hlt hatte, verwirrte ihn. Blackhand get�tet? Der Schattenrat zerst�rt?</p><p>Das war Wahnsinn!</p><p>�Wer war das?�, wollte er erneut wissen. Dabei wandte er sein Gesicht Cho�gall hinter den breiten Schultern der Krieger zu. �Wer hat das getan?�</p><p>Aber Cho�gall war zur�ckgefallen. Auf seinen beiden Gesichtern spiegelten sich Furcht und Best�rzung.</p><p>Gul�dan sah wieder nach vorne. Eine kr�ftige Gestalt trat vor. Und als er den imposanten Krieger in seiner schwarzen Plattenr�stung sah, der den gigantischen Kriegshammer mit spielerischer Leichtigkeit in H�nden hielt, verstand Gul�dan endlich.</p><p>Doomhammer.</p><p>�Ah, du bist wach.� Doomhammer spie die Worte f�rmlich aus.</p><p>Die Krieger lie�en Gul�dan sofort los. Doch der Orc-Hexenmeister konnte sich nicht auf den Beinen halten und fiel hin. Er lag auf den Knien, schaute auf und schluckte angesichts der nackten Wut und des Hasses im Gesicht seines Gegen�bers.</p><p>�Ich��, begann Gul�dan.</p><p>Doch Doomhammer unterbrach ihn. Mit der R�ckhand schlug er so fest zu, dass Gul�dan einige Meter durch die Luft geschleudert wurde und in einem M�llhaufen landete.</p><p>�Ruhe!�, knurrte der neue Anf�hrer der Horde. �Ich hatte dir noch nicht erlaubt zu sprechen!� Er kam n�her und hob Gul�dans Kinn mit der Spitze seiner f�rchterlichen Waffe an. �Ich wei�, was du getan hast, Gul�dan. Ich wei�, wie du Blackhand kontrolliert hast. Du und dein Schattenrat.� Er lachte heiser, erf�llt von Bitterkeit und Abscheu. �Oh ja, ich wei� davon. Aber deine Hexer werden dir jetzt nicht helfen. Die meisten sind tot. Und die wenigen, die es noch gibt, bleiben angekettet und unter Beobachtung.� Er beugte sich vor. �<emphasis>Ich</emphasis> befehlige die Horde jetzt, Gul�dan. Nicht du, nicht deine Hexenmeister � sondern ich, Orgrim Doomhammer! Es wird keine Ehrlosigkeit mehr geben! Keinen Verrat mehr! Keine Hinterlist und keine L�gen!� Doomhammer erhob sich zu seiner vollen beeindruckenden Gr��e und �berragte Gul�dan. �Durotan ist wegen dir gestorben, aber er ist der Letzte, der deinen Intrigen zum Opfer fiel. Und er wird ger�cht werden! Du wirst dein Volk nie wieder aus den Schatten heraus regieren! Du wirst unser Schicksal nie mehr lenken und uns zu deinem alleinigen Vorteil missbrauchen. Unser Volk wird frei von dir sein!�</p><p>Gul�dan zitterte und dachte nach. Er hatte gewusst, dass Doomhammer zu einem Problem werden konnte. Der selbstbewusste Orc-Krieger war zu intelligent, zu ehrenhaft und nobel, um leicht beeinflusst oder gar kontrolliert zu werden. Er war Blackhands Stellvertreter gewesen, die rechte Hand des einstmals m�chtigen Anf�hrers des Blackrock-Clans, den Gul�dan zu seiner Marionette f�r die Herrschaft �ber die Horde auserkoren hatte.</p><p>Blackhand war ein starker Krieger gewesen, hielt sich jedoch f�r cleverer, als er war � und konnte deshalb leicht kontrolliert werden. Gul�dan und der Schattenrat hatten die wahre Macht in H�nden gehalten. Und Gul�dan seinerseits kontrollierte den Rat ebenso leicht wie den Kriegsh�uptling.</p><p>Aber �ber Doomhammer hatte er keine Gewalt gehabt. Dieser hatte ihm die Gefolgschaft verweigert und seinen eigenen Weg beschritten, Doomhammer war nur von der Loyalit�t zu seinem Volk getrieben. Er wusste nat�rlich, was hinter den Kulissen geschah. Kannte die Korruption. Und als er schlie�lich genug gesehen hatte� als er es nicht mehr ertragen konnte� hatte er handeln m�ssen.</p><p>Doomhammer hatte den Augenblick klug gew�hlt. Nachdem Gul�dan nicht mehr im Weg stand, war Blackhand verwundbar. Wie er dem Schattenrat auf die Schliche gekommen war, war unklar, aber offensichtlich war er erfolgreich gewesen und die meisten Mitglieder waren eliminiert worden. Es blieben nur Gul�dan, Cho�gall und ein paar andere �brig.</p><p>Und jetzt stand er mit erhobenem Hammer vor Gul�dan, bereit, ihn ebenfalls zu vernichten.</p><p>�Warte!�, schrie Gul�dan. Er hatte beide H�nde instinktiv erhoben, um sein Gesicht zu sch�tzen. �Bitte, ich flehe dich an!�</p><p>Doomhammer wartete. �Du, der m�chtige Gul�dan, bettelst? Sehr gut, H�ndchen, winsle! Bettle um dein Leben!� Er hielt den Hammer immer noch erhoben.</p><p>�Ich�� Gul�dan hasste ihn, hasste ihn mit einer Leidenschaft, die er niemals f�r etwas anderes als die pure Macht aufgebracht hatte. Aber er wusste, was er zu tun hatte. Doomhammer hasste ihn ebenso, weil er Schuld am Tod seines alten Freundes Durotan trug. Und weil er ihr Volk von friedfertigen J�gern in rasende Monster verwandelt hatte.</p><p>Wenn er jetzt auch nur die kleinste Entschuldigung vorbrachte, w�rde der Hammer seinen Sch�del zerschmettern und danach mit Blut, Haar und Hirn �berzogen sein!</p><p>Soweit durfte er es nicht kommen lassen.</p><p>�Ich beuge mich deiner Macht, Orgrim Doomhammer�, rang er sich schlie�lich ab. Jedes Wort erklang klar und deutlich. Alle Umstehenden konnten es h�ren. �Ich erkenne dich als Kriegsh�uptling der Horde an, und ich unterwerfe mich dir. Ich werde dir in allen Belangen gehorchen.�</p><p>Doomhammer grunzte. �Du hast niemals zuvor Loyalit�t bewiesen�, erwiderte er scharf. �Warum sollte ich dir glauben?�</p><p>�Weil du mich brauchst�, antwortete Gul�dan. Dabei hob er den Kopf und hielt dem Blick des Kriegsh�uptlings stand. �Du hast meinen Schattenrat get�tet und deine Macht �ber die Horde gest�rkt. Und so soll es sein. Blackhand war nicht stark genug, um uns zu f�hren. Du bist es, und deshalb brauchst du den Rat nicht.� Er sch�rzte die Lippen. �Aber du brauchst Hexenmeister. Du brauchst unsere Magie � weil die Menschen ihre eigenen Zauberer besitzen. Ohne uns hast du keine Chance gegen sie.� Er sch�ttelte den Kopf �Und du hast nur noch wenige Hexenmeister �brig. Mich, Cho�gall und eine Handvoll Neophyten. Ich bin zu n�tzlich, um mich nur aus Rachegel�sten heraus zu t�ten.�</p><p>Doomhammer knurrte, aber er senkte den Hammer. Einen Moment lang sagte er gar nichts und blickte Gul�dan nur an. Seine grauen Augen f�llten sich mit Hass.</p><p>Doch schlie�lich nickte er. �Du hast Recht�, r�umte er ein, obwohl es ihn offensichtlich enorme Selbst�berwindung kostete. �Und ich werde die Bed�rfnisse der Horde �ber meine eigenen stellen.� Er entbl��te seine Z�hne. �Ich erlaube dir zu leben, Gul�dan. Dir und den �brigen Hexenmeistern. Doch nur solange ihr euch als n�tzlich erweist.�</p><p>�Oh, wir werden n�tzlich sein�, versicherte ihm Gul�dan und verbeugte sich tief. Sein Verstand lief bereits auf Hochtouren. �Ich werde dir Kreaturen erschaffen, die du niemals zuvor gesehen hast, m�chtiger Doomhammer. Krieger, die nur dir allein geh�ren. Mit ihrer Macht und unserer Magie werden wir die Zauberer dieser Welt zermalmen, so wie die Horde die Krieger des Feindes zerstampfen wird.�</p><p>Doomhammer nickte. Seine gefletschten Z�hne wichen einem nachdenklichen Stirnrunzeln. �Sehr gut�, sagte er schlie�lich. �Du hast mir Krieger versprochen, die den Magiern der Menschen Paroli bieten. An diesem Versprechen werde ich dich messen.� Damit wandte er sich von ihm ab. Die Orc-Krieger folgten ihm. Der Hexenmeister meinte, sie lachen zu h�ren, als sie gingen.</p><p>Gul�dan blieb zur�ck. Cho�gall befand sich in seiner N�he.</p><p><emphasis>Verdammt sei Doomhammer</emphasis>! dachte Gul�dan, als er sah, wie der Kriegsh�uptling zur�ck in sein Zelt ging. <emphasis>Und verdammt sei dieser menschliche Zauberer</emphasis>!</p><p>Gul�dan sch�ttelte den Kopf. Vielleicht h�tte er auch sich selbst verfluchen m�ssen � wegen seiner Ungeduld. Denn die hatte ihn in Medivhs Geist getrieben, wo er nach den Informationen suchte, die der Magier ihm versprochen, jedoch bislang vorenthalten hatte.</p><p>Gul�dans Pech war gewesen, dass er sich in Medivhs Geist befunden hatte, als der Mensch gestorben war. Sein eigener Verstand war von diesem Eindruck �berw�ltigt und gefangen gewesen, unf�hig, in seinen K�rper zur�ckzukehren. Er hatte die Welt um sich herum nicht wahrnehmen k�nnen. Und so hatte Doomhammer die Gelegenheit beim Schopf gepackt, die Macht zu ergreifen.</p><p>Doch jetzt war er wieder wach und handlungsf�hig, konnte seine Pl�ne ausf�hren.</p><p>Immerhin war dieser Akt der Verzweiflung, mit dem er sich das Leben gerettet hatte, nicht umsonst gewesen. Gul�dan hatte die Information, die er brauchte. Und schon bald w�rde er Doomhammer oder die Horde nicht mehr l�nger brauchen. Schon bald w�rde er auch ganz ohne sie an die Macht gelangen und sich dort behaupten!</p><p>�Ruf die anderen zusammen�, befahl er Cho�gall, w�hrend er aufstand, sich streckte und in sich hineinlauschte. Er war schwach, aber er w�rde es schaffen. Er hatte keine Zeit zu verlieren. �Ich werde sie zu einem Clan zusammenschmieden, der mich vor Doomhammers Zorn besch�tzen wird. Sie werden Sturmr�cher sein � und der Horde beweisen, was wir Hexenmeister zu erreichen imstande sind. Bis selbst Doomhammer unseren Wert nicht mehr bestreiten kann.�</p><p>Cho�gall f�hrte den Schattenhammer-Clan an, der besessen war vom drohenden Ende der Welt � aber furchtlose K�mpfer vorzuweisen hatte.</p><p>�Es gibt viel zu tun!�</p></section><section><title><p>1</p></title><p>Gegen seinen Willen war Lothar beeindruckt.</p><p>Stormwind war eine ebenso gewaltige wie beeindruckende Stadt gewesen, voller T�rme und Terrassen, gebaut aus massivem Stein, der Wind und Wetter trotzte. Aber auf ihre ganz eigene Art war die Hauptstadt von Lordaeron vergleichbar sch�n.</p><p>Nicht, dass sie Stormwind sonderlich �hnlich gesehen h�tte. Sie war zum Beispiel nicht so gro�. Doch was ihr an Gr��e mangelte, glich sie mit Eleganz aus. Sie lag am n�rdlichen Ufer des Lordamere-Sees und leuchtete in Wei� und Silber. Sie funkelte nicht in der Art, wie Stormwind es tat, vielmehr schien sie zu leuchten, als w�rde die Sonne aus den anmutigen Geb�uden heraus scheinen und nicht etwa vom Himmel herab. Sie war ruhig und friedlich, strahlte fast etwas Heiliges aus.</p><p>�Ein machtvoller Ort�, sagte Khadgar und best�rkte Lothar damit in seinem eigenen Empfinden. �Obwohl ich ein wenig W�rme bevorzuge.� Er blickte hinter sich zum s�dlichen Rand des Sees, wo sich eine zweite Stadt erhob. Ihre Umrisse waren denen der Hauptstadt �hnlich, doch diese Spiegelstadt mutete um einiges exotischer an. Ihre Mauern und T�rme leuchteten violett und in warmen Farben. �Das ist Dalaran�, erkl�rte er. �Dort befindet sich der Kirin Tor und seine Zauberer � meine Heimat, bevor ich zu Medivh geschickt wurde.�</p><p>�Vielleicht ist soviel Zeit, damit du nach Hause kannst, wenigstens kurz�, schlug Lothar vor. �Aber jetzt m�ssen wir uns auf die Hauptstadt konzentrieren.� Er betrachtete erneut die leuchtende Stadt. �Lasst uns hoffen, dass sie so ehrenhaft in ihren Ansichten sind, wie ihre Geb�ude es vermuten lassen.�</p><p>Er trieb sein Pferd in einen leichten Galopp und ritt aus dem majest�tischen Silberwald. Varian und der Magier befanden sich direkt hinter ihm. Die anderen M�nner folgten in den Wagen.</p><p>Zwei Stunden sp�ter erreichten sie das Haupttor. W�chter standen am Eingang, obwohl die Doppeltore offen waren. Gen�gend Platz f�r zwei oder gar drei Wagen nebeneinander.</p><p>Die Wachen hatten sie nat�rlich l�ngst aus der Ferne bemerkt. Der W�chter, der vortrat, trug einen roten Umhang �ber seinem polierten Brustharnisch. Goldene Verzierungen befanden sich an R�stung und Helm. Sein Benehmen war h�flich, fast schon respektvoll. Aber Lothar fiel sofort auf, dass der Mann nur ein paar Schritte von ihnen entfernt stehen blieb, genau in Reichweite seines Schwertes.</p><p>Er zwang sich, entspannt zu bleiben. Hier war nicht Stormwind. Diese Leute waren keine erfahrenen Soldaten, gest�hlt durch st�ndige Gefechte. Sie hatten noch nie um ihr Leben k�mpfen m�ssen.</p><p>Bis jetzt jedenfalls.</p><p>�Tretet ein und seid willkommen�, sagte der Hauptmann der Wache und verneigte sich. �Marcus Redpath hat uns Euer Kommen angek�ndigt und von Eurer Notlage berichtet. Der K�nig befindet sich im Thronsaal.�</p><p>�Seid bedankt�, antwortete Khadgar nickend. �Kommt, Lothar�, erg�nzte er und trieb sein Pferd an. �Ich kenne den Weg.�</p><p>Sie ritten durch die Stadt und kamen in den breiten Stra�en gut zurecht. Khadgar schien sich tats�chlich auszukennen und wurde nie langsamer, um nach dem Weg zu fragen.</p><p>Schlie�lich erreichten sie den Palast. Dort stiegen sie ab und gaben die Pferde in die Obhut einiger ihrer Begleiter, die sich darum k�mmern w�rden.</p><p>Lothar und Prinz Varian stiegen bereits die breite Palasttreppe hinauf, doch Khadgar war dicht dahinter und holte schnell auf.</p><p>Sie schritten durch die �u�eren Palastt�ren und erreichten einen breiten Hof. Logen standen an den Seiten. Momentan waren sie leer, aber Lothar vermutete, dass sie w�hrend der hier stattfindenden Feste wahrscheinlich aus allen N�hten platzten.</p><p>Auf der anderen Seite der Halle endete eine kleine Treppenflucht vor einer weiteren Reihe von T�ren, die in den Thronsaal f�hrten � ein beeindruckender Raum.</p><p>Das Deckengew�lbe war so hoch, dass es sich in den Schatten verlor. Der Raum selbst war rund und wurde getragen von B�gen und S�ulen. Goldenes Sonnenlicht schien durch das Buntglasfenster, das in der Deckenmitte eingesetzt war. Dabei entstanden komplizierte Muster auf dem Boden, ineinander verschachtelte Kreise, jeder anders, wobei ein Dreieck in der Mitte den innersten Ring �berlappte.</p><p>Und im Zentrum prangte das goldene Siegel von Lordaeron.</p><p>Es gab mehrere hohe Balkone, die, wie Lothar glaubte, den Adeligen vorbehalten waren. Aber sie hatten auch einen strategischen Wert. Ein paar Wachen reichten aus, um von dort mit B�gen jederzeit jeden Punkt unter Feuer nehmen zu k�nnen.</p><p>Unmittelbar darunter befand sich eine kreisrunde Empore, von der konzentrisch angeordnete Stufen bis zum Thron hinauf f�hrten. Der Thron selbst war aus glitzernden Steinen erbaut. Darauf sa� ein Mann, gro� und kr�ftig, dessen blondes Haar von leichtem Grau durchwirkt war. Seine R�stung strahlte, die Krone auf seinem Kopf hingegen wirkte mehr wie ein Stachelhelm.</p><p>Ein wahrer K�nig, das wusste Lothar sofort. Jemand wie Liane, der nicht z�gerte, f�r sein Volk zu k�mpfen. Seine Hoffnung wuchs bei diesem Gedanken.</p><p>Es waren auch andere Leute anwesend, Stadtmenschen und Arbeiter, sogar Bauern. Alle hielten sich in geb�hrendem Abstand zur Empore. Viele hatten etwas dabei, Pergamente, sogar Nahrungsmittel, doch sie alle entfernten sich ger�uschlos, als Lothar und Khadgar sich n�herten.</p><p>�Ja?�, rief der Mann auf dem Thron. �Wer seid ihr und was wollt ihr von mir?�</p><p>Selbst von hier aus konnte Lothar die merkw�rdig gef�rbten Augen des K�nigs erkennen. In ihnen waren blau und gr�n vermischt. Sie blickten scharf, sodass Lothars Hoffnung weiter anstieg. Hier stand ein Mann, der klar sehen konnte.</p><p>�Euer Majest�t�, antwortete Lothar, und seine tiefe Stimme war �berall im Raum zu verstehen. Er blieb mehrere Schritte vor dem Podest stehen und verneigte sich. �Ich bin Anduin Lothar, ein Ritter aus Stormwind. Dies ist mein Begleiter Khadgar von Dalaran.� Er konnte Gemurmel aus der Menge hinter sich h�ren. �Und dies��, dabei drehte er sich so, dass der K�nig Varian sehen konnte, der hinter ihm gestanden hatte, entnervt von der Menschenmenge und den merkw�rdigen Staatssymbolen, �� ist Prinz Varian Wrynn, Erbe des Thrones von Stormwind.�</p><p>Das Murmeln schwoll an zu lautem Raunen, als die Leute begriffen, dass der J�ngling ein echter Monarch war. Aber Lothar ignorierte sie und konzentrierte sich nur auf den K�nig. �Wir m�ssen mit Euch sprechen, Majest�t. Es ist �u�erst wichtig und von gro�er Bedeutung.�</p><p>�Selbstverst�ndlich.� Terenas erhob sich bereits von seinem Thron und kam auf sie zu. �Lasst uns allein�, bat er die Umstehenden.</p><p>Obwohl ein Befehl, war er h�flich formuliert. Die Leute gehorchten, und bald blieben nur eine Handvoll Adliger und Wachen zur�ck. Die M�nner, die Lothar begleitet hatten, traten ebenso zur Seite, sodass Lothar, Khadgar und Varian allein waren, als Terenas die Distanz zwischen ihnen vollends �berwand.</p><p>�Euer Majest�t�, gr��te Terenas Varian und verneigte sich wie vor einem Ebenb�rtigen.</p><p>�Euer Majest�t�, antwortete Varian, dem es gelang, den ersten Schreck zu �berwinden.</p><p>�Wir waren sehr betr�bt, vom Tod Eures Vaters zu h�ren�, fuhr Terenas freundlich fort. �K�nig Liane war ein guter Mann, und wir durften ihn einen Freund und Verb�ndeten nennen. Wisset, dass wir alles in unserer Macht Stehende tun werden, um Euch Euren Thron zur�ckzuerobern.�</p><p>�Ich danke Euch�, sagte Varian, wobei seine Unterlippe ein wenig bebte.</p><p>�Nun kommt und setzt Euch und erz�hlt mir, was geschehen ist�, forderte Terenas ihn auf und wies auf die Stufen zur Empore. Er setzte sich auf die oberste und winkte Varian, neben ihm Platz zu nehmen. �Ich habe Stormwind selbst gesehen und bewundere die St�rke und Sch�nheit dieser Stadt. Was konnte solch eine Bastion zerst�ren?�</p><p>�Die Horde�, sagte Khadgar und sprach zum ersten Mal, seit sie den Thronsaal betreten hatten.</p><p>Terenas wandte sich ihm zu. Lothar sah, wie sich die Brauen des K�nigs zusammenzogen. �Die Horde hat das angerichtet.�</p><p>�Und was ist diese Horde?�, wollte Terenas wissen und wandte sich zuerst an Varian, dann an Lothar.</p><p>�Es ist eine Armee, aber eigentlich mehr als das�, antwortete Lothar. �Es ist eine Vielzahl von Truppen, mehr, als man z�hlen kann. Genug, um das Land von K�ste zu K�ste zu �berziehen.�</p><p>�Und wer kommandiert diese unglaubliche Zahl von M�nnern?�, fragte Terenas.</p><p>�Es handelt sich nicht um M�nner oder �berhaupt Menschen. Es sind Orcs�, korrigierte ihn Lothar.</p><p>Der K�nig blickte verwirrt, deshalb erl�uterte Lothar: �Es ist eine neue Rasse, eine, die nicht von dieser Welt stammt. Sie sind so gro� wie wir, aber kr�ftiger gebaut. Sie haben gr�ne Haut, leuchtend rote Augen und riesige Hauer, die aus ihrer Unterlippe wachsen.�</p><p>Ein Adeliger schnaubte im Hintergrund. Lothar drehte sich um. �Zweifelt Ihr an meinen Worten?�, rief er. Er schaute jeden der Balkone an, um herauszufinden, wer gelacht hatte. �Ihr denkt, ich l�ge?� Er schlug mit seiner Faust auf die R�stung, dort, wo eine der gr��eren Beulen sie zierte. �Das stammt vom Kriegshammer eines Orcs!� Er schlug auf eine andere Stelle. �Und das von einem Orc mit einer Kriegsaxt!� Er wies auf einen Einschnitt im Unterarm. �Hier hat ein Hauer gew�tet, als mich eins der Monster ansprang und zu nahe kam, um es mit der Klinge zu bek�mpfen! Diese �blen Kreaturen haben mein Land vernichtet, meine Heimat, mein Volk! Wenn Ihr an mir zweifelt, dann kommt herunter und sagt mir das ins Gesicht! Ich zeige Euch dann, was f�r eine Sorte Mann ich bin und was denen widerf�hrt, die mich der L�ge bezichtigen!�</p><p>�Genug!� Terenas� Ruf unterdr�ckte jede m�gliche Antwort. Die Wut war aus seiner Stimme herauszuh�ren. Aber als er sich an Lothar wandte, erkannte der, dass die Wut des K�nigs sich nicht gegen ihn richtete. �Genug�, wiederholte der K�nig noch einmal und versicherte dann leiser: �Niemand hier zweifelt an Eurem Wort.� Ein ernster Blick bedeutete seinen Adeligen, dass er keinen Widerspruch duldete. �Ich kenne Eure Ehre und Eure Loyalit�t. Ich traue Eurem Wort, auch wenn diese Kreaturen uns merkw�rdig erscheinen.� Er drehte sich um und nickte Khadgar zu. �Mit einem Zauberer von Dalaran, der f�r Euch b�rgt, k�nnen wir Eure Aussage gar nicht anzweifeln. Genauso wenig wie die Absichten einer Rasse, die uns bislang unbekannt war��</p><p>�Ich danke Euch, K�nig Terenas�, erwiderte Lothar f�rmlich und z�gelte seinen �rger. Er wusste nicht, was er als n�chstes tun sollte.</p><p>Gl�cklicherweise wusste es Terenas. �Ich werde die Herrscher der Nachbarreiche zusammenrufen�, k�ndigte er an. �Diese Ereignisse gehen uns alle etwas an.� Er wandte sich wieder an Varian. �Euer Majest�t, ich biete Euch mein Heim und meinen Schutz an, solange Ihr beides ben�tigt�, sagte er so laut, dass jeder es h�ren konnte. �Wenn Ihr bereit seid, wisset, dass Lordaeron Euch dabei unterst�tzen wird, Euer K�nigreich zur�ckzufordern.�</p><p>Lothar nickte. �Euer Majest�t, Ihr seid sehr gro�z�gig�, sagte er im Namen Varians. �Und ich kann mir keinen sichereren oder besseren Ort vorstellen, an dem unser Prinz bis zu seiner Vollj�hrigkeit leben kann, als hier, in Eurer Hauptstadt. Wir sind aber nicht nur gekommen, um Zuflucht zu finden. Wir wollen Euch auch warnen.� Er stand hochaufgerichtet da, seine Stimme dr�hnte durch den Raum und seine Augen fixierten den K�nig von Lordaeron. �Denn die Horde wird sich nicht mit Stormwind begn�gen. Sie wollen die ganze Welt erobern! Und sie haben die Macht und die Zahl an Kriegern, um ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Es fehlt ihnen auch nicht an magischer Unterst�tzung. Wenn sie erst mit meiner Heimat fertig sind�� Seine Stimme klang jetzt noch tiefer und rauer, doch er zwang sich weiterzureden, �� werden sie einen Weg finden, den Ozean zu �berqueren. Und dann kommen sie hierher.�</p><p>�Ihr meint, wir sollen uns auf einen Krieg vorbereiten�, erwiderte Terenas ruhig.</p><p>Es war keine Frage, aber Lothar antwortete trotzdem. �Ja.� Er sah sich unter den versammelten M�nnern um. �Ein Krieg, bei dem es um das nackte �berleben unserer gesamten Rasse geht.�</p></section><section><title><p>2</p></title><p>Orgrim Doomhammer, Anf�hrer des Blackrock-Clans und Kriegsh�uptling der Horde, beobachtete die Geschehnisse um sich herum. Er stand fast in der Mitte von Stormwind, w�hrend seine Krieger die einst gro�artige Stadt in Schutt und Asche legten. Wohin er auch blickte, herrschten Tod und Zerst�rung. Obwohl aus Stein gemauert, brannten die Geb�ude. Leichen und Schutt verschandelten die Stra�en. Blut floss �ber das Pflaster und sammelte sich hier und da. St�ndige Schreie verrieten, dass es noch �berlebende unter den einstigen Bewohnern gab, die nun gefoltert wurden.</p><p>Das war auch gut so. Doomhammer nickte. Stormwind war eine imposante Stadt gewesen � und ein gewaltiges Hindernis. Eine Zeit lang war er nicht sicher gewesen, ob sie die m�chtigen Mauern st�rzen und ihre unersch�tterlichen Verteidiger w�rden �berwinden k�nnen. Obwohl ihnen die Horde zahlenm��ig weit �berlegen war, hatten die Menschen mit unglaublicher Entschlossenheit und enormem Geschick gek�mpft. Und daf�r respektierte Doomhammer sie. Sie waren w�rdige Gegner gewesen.</p><p>Aber sie hatten verloren. Wie letztlich alle vor der Macht seines Volkes kapitulieren mussten.</p><p>Die Stadt war dem Erdboden gleich gemacht worden, ihre einstigen Verteidiger waren entweder tot oder geflohen. Das Land geh�rte jetzt der Horde. Dieses reiche, fruchtbare Land, das so stark ihrer Heimat vor der Katastrophe glich.</p><p>Bevor Gul�dan sie zerst�rt hatte.</p><p>Doomhammer wurde zornig, und er umfasste seinen ber�hmten Hammer fester.</p><p>Gul�dan! Der verr�terische Schamane, der zum Hexenmeister geworden war, hatte mehr �rger verursacht, als er wert war. Und nur die �ffnung des Spalts in diese Welt hatte ihn davor bewahrt, von seinen zornigen Clanbr�dern zerrissen zu werden.</p><p>Aber irgendwie hatte es dieser Intrigant geschafft, selbst das zu seinem Vorteil zu nutzen. Blackhand war unter seiner Kontrolle gewesen.</p><p>Doomhammer hatte seinen ehemaligen H�uptling �ber Jahre beobachtet und wusste, dass er schlauer gewesen war, als viele es dachten. Aber er war nicht schlau <emphasis>genug</emphasis> gewesen. Indem er Blackhands Ego schmeichelte, hatte Gul�dan ihn beeinflusst und letztlich vollkommen kontrolliert. Von ihm stammte die Idee, die Clans zur Horde zu vereinen. Dessen war sich Doomhammer sicher.</p><p>Und Gul�dans Schattenrat hatte hinter den Kulissen die F�den gezogen und Blackhand derart manipuliert, dass er nicht einmal begriffen hatte, dass er lediglich Befehlen folgte.</p><p>Doomhammer grinste. Das zumindest war jetzt vorbei, auch wenn er Blackhand nur ungern get�tet hatte. Blackhand war der Stellvertreter des Kriegsh�uptlings gewesen. Er hatte geschworen, <emphasis>mit</emphasis> Doomhammer zu k�mpfen, nicht <emphasis>gegen</emphasis> ihn. Aber die Tradition erlaubte es einem Krieger, seinen H�uptling herauszufordern. Doomhammer hatte sich schlie�lich gezwungen gesehen, diesen Weg zu gehen.</p><p>Er hatte gewonnen, weil er es musste. Mit einem Hieb hatte er Blackhands Sch�del zerschmettert und die F�hrung seines Clans und der Horde �bernommen.</p><p>Danach hatte er sich noch um den Schattenrat k�mmern m�ssen. Und das war ihm eine Freude gewesen.</p><p>Er grinste bei dem Gedanken daran. Wenige Orcs hatten �berhaupt Kenntnis von der Existenz des Schattenrats gehabt.</p><p>Und noch weniger h�tten zu sagen vermocht, wer ihm angeh�rte und wo seine Mitglieder tagten.</p><p>Aber Doomhammer wusste, wen er fragen musste. Die Halb-Orc Garona war gefoltert worden, bis sie den Tagungsort des Schattenrats preisgab. Zweifellos machte sie der Anteil an fremdem Blut in ihren Adern zu schwach, um der Folter zu widerstehen.</p><p>Die Gesichter der Hexenmeister zu sehen, als er in ihre Versammlung platzte, w�re nicht mit Gold aufzuwiegen gewesen. Und erst das Gef�hl, w�hrend er sie einen nach dem anderen erschlug� Doomhammer hatte die Macht des Schattenrats an jenem Tag gebrochen. Niemals w�rde er wie Blackhand kontrolliert werden. Er w�rde sich seine eigenen K�mpfe aussuchen und seine eigenen Pl�ne schmieden, die nicht dazu dienten, irgendjemandes Macht zu vergr��ern� sondern das �berleben seines Volkes zu sichern.</p><p>Als h�tte er sie per Gedankenbefehl herbeizitiert, erblickte Doomhammer in diesem Moment zwei Gestalten, die auf ihn zukamen. Die eine war kleiner als ein Durchschnitts-Orc, die andere weitaus gr��er und hatte einen merkw�rdigen Umriss.</p><p>Doomhammer erkannte die beiden sofort, und seine Lippen w�lbten sich h�hnisch um seine Hauer.</p><p>�Hast du deine Aufgabe erf�llt?�, fragte er, als Gul�dan und sein Lakai Cho�gall n�her kamen. Er behielt den Hexenmeister im Auge, w�hrend er seinen massigen Untergebenen ignorierte.</p><p>Doomhammer hatte wie die meisten Orcs sein Leben lang gegen Oger gek�mpft. Er war angewidert gewesen, als Blackhand ein B�ndnis mit diesen Monstern einging � obwohl er zugeben musste, dass sie sich im Kampf bew�hrt hatten. Aber er mochte sie immer noch nicht, geschweige denn, dass er ihnen traute.</p><p>Cho�gall war zudem noch �bler als alle anderen. Er war einer der seltenen zweik�pfigen Oger und wesentlich intelligenter als seine brutalen Artgenossen.</p><p>Cho�gall war ein echter Magier. Der Gedanke an einen Oger mit derartiger Macht erf�llte Doomhammer mit Schrecken. Au�erdem war Cho�gall auch noch der Anf�hrer des Schattenhammer-Clans geworden und legte denselben Fanatismus an den Tag wie seine Gefolgsleute. Dadurch wurde der zweik�pfige Oger zur besonderen Gefahr.</p><p>Doomhammer lie� sich seine Vorbehalte nicht anmerken au�er vielleicht, dass er seinen Hammer fester umfasste, sobald der Ogermagier in der N�he war.</p><p>�Nein, habe ich nicht, werter Doomhammer�, antwortete Gul�dan und blieb neben ihm stehen. Der Hexenmeister wirkte d�rr, fast ausgezehrt, was angesichts seines monatelangen Schlafs jedoch kein Wunder war. �Aber ich habe die allerletzten Nachwirkungen meines langen Schlafs abgelegt. Und ich bringe dir wichtige Nachrichten, die ich aus dieser Ruhephase gezogen habe.�</p><p>�Oh? Der Schlaf hat dich weiser gemacht?�</p><p>�Er hat mir einen Weg zu gro�er Macht gewiesen�, erkl�rte Gul�dan mit gierigem Blick.</p><p>Doomhammer wusste, dass es keine normale Gier war, keine nach Frauen, gutem Essen oder Reichtum etwa. Nein, Gul�dan sann nur nach wahrer Macht und war bereit, alles zu tun, um sie zu erlangen. Seine Taten auf ihrer Heimatwelt hatten das allzu deutlich bewiesen.</p><p>�Macht f�r dich � oder f�r die Horde?�, fragte Doomhammer.</p><p>�F�r beide�, antwortete der Hexenmeister. Seine Stimme wurde zu einem durchtriebenen Fl�stern. �Ich habe einen Ort gesehen � alt, jenseits aller Vorstellungskraft. �lter selbst als der Heilige Berg auf unserer Welt. Er liegt tief im Ozean verborgen. Und in ihm wohnt eine Kraft, die diese Welt ver�ndern kann. Wir sollten sie f�r uns gewinnen � und niemand wird sich uns je wieder entgegenstellen k�nnen!�</p><p>�Niemand kann sich uns derzeit entgegenstellen�, knurrte Doomhammer. �Und ich ziehe die ehrliche Macht eines Hammers und einer Axt der verderbten Zauberei vor, die du entdeckt hast. Schau doch nur, was deine Intrigen unserer Welt und unserem Volk angetan haben! Du wirst sie nicht wieder zerst�ren, kaum dass wir begonnen haben zu erobern!�</p><p>�Es geht um etwas viel Gr��eres als deine W�nsche�, blaffte der Hexenmeister. Sein Temperament lie� ihn jede Vort�uschung von Unterwerfung vergessen. �Mein Schicksal liegt unter dem Wasser, und du kannst nichts tun, um mich daran zu hindern! Diese Horde ist nur der erste Schritt auf dem Weg unseres Volks. Und ich werde es zum Ziel f�hren, nicht du!�</p><p>�Vorsicht, Hexenmeister�, antwortete Doomhammer. Er hob seine Waffe und stie� Gul�dan damit leicht gegen die Wange. �Denk daran, was dem letzten Schattenrat zugesto�en ist. Ich kann deinen Sch�del wie eine �berreife Frucht zerschmettern. Wo liegt deine Bestimmung dann?� Er schaute den sich aufrichtenden Cho�gall finster an. �Und glaube ja nicht, dass dich diese Abnormit�t sch�tzen wird�, zischte er, hob den Hammer noch h�her und lachte, als der Ogermagier einen Schritt zur�ckwich. Angst zuckte �ber seine beiden Gesichter. �Ich habe schon Oger vor dir erschlagen, und auch ein paar Gronns. Ich kann und werde das wieder tun!� Er beugte sich weit vor. �Deine Absichten sind nicht l�nger von Interesse. Nur die Horde z�hlt.�</p><p>Einen Moment lang sah er Wut in Gul�dans Blick aufflackern und hielt es f�r m�glich, dass der Hexenmeister nicht nachgeben w�rde � und ein Teil von ihm freute sich darauf.</p><p>Doomhammer hatte stets die Schamanen seines Volkes geachtet. Aber diese Hexenmeister waren etwas ganz anderes. Ihre Kr�fte stammten nicht von den Elementen oder den Geistern der Ahnen, sondern aus einer anderen, aus einer schrecklichen Quelle. Magie hatte sein Volk von braun nach gr�n gef�rbt und seine Heimatwelt zerst�rt. Deshalb waren sie gezwungen gewesen, hierher zu kommen und ums �berleben zu k�mpfen.</p><p>Und Gul�dan war ihr Anf�hrer gewesen, ihr Anstifter � der m�chtigste, durchtriebenste und selbsts�chtigste von allen.</p><p>Doomhammer kannte den Wert der Hexenmeister f�r die Horde. Dennoch war er sicher, dass sie <emphasis>ohne</emphasis> diese Kerle weit besser dran gewesen w�ren.</p><p>Vielleicht erahnte Gul�dan diese Gedankeng�nge nach einem Blick in Doomhammers Augen. Denn seine Wut schwand und wurde ersetzt von Vorsicht und widerwilligem Respekt.</p><p>�Nat�rlich, gro�er Doomhammer�, kr�chzte der Hexenmeister und neigte den Kopf. �Du hast Recht. An erster Stelle steht die Horde.� Er grinste, und von seiner Furcht war bereits nichts mehr zu sp�ren. Die Wut war entweder verschwunden oder zumindest zur�ckgedr�ngt. �Ich habe ein paar neue Ideen, die unserem Feldzug dienen k�nnten. Doch zuerst einmal liefere ich dir die versprochenen Krieger. Sie sind unaufhaltsam, stehen aber v�llig unter deiner Kontrolle.�</p><p>Doomhammer nickte langsam. �Sehr gut�, sagte er. �Ich werde nichts au�er Acht lassen, das unserem Sieg dient.� Er wandte sich ab und entlie� den Hexenmeister und seinen Anh�nger.</p><p>Gul�dan verstand den Wink, verneigte sich und ging. Cho�gall stapfte neben ihm her.</p><p>Doomhammer wusste, dass er die beiden im Auge behalten musste. Gul�dan war niemand, der eine Schmach einfach wegsteckte, und er lie� sich gewiss auch nicht lange g�ngeln. Aber solange der Hexenmeister linientreu blieb, war seine Magie n�tzlich, und Doomhammer w�rde sie nutzen. Je eher sie die Gegner vernichteten, desto schneller konnte sein Volk die Waffen beiseitelegen, um wieder H�user zu bauen und Familien zu gr�nden.</p><p>Mit solchen Gedanken suchte Doomhammer nach einem seiner Offiziere. In der ehemaligen gro�en Halle, wo sich seine Krieger an Speis und Trank labten, die sie hier gefunden hatten, wurde er f�ndig.</p><p>�Zuluhed!� Der Orc-Schamane schaute auf. Er schob sofort Kelch und Teller von sich weg, als Doomhammer seinen Namen rief. Schleunigst eilte er herbei. Zuluheds rotbraune Augen waren immer noch scharf, umrahmt von zerfransten grauen Z�pfen.</p><p>�Doomhammer.� Anders als Gul�dan wimmerte oder verbeugte Zuluhed sich nicht. Doomhammer respektierte es. Zuluhed war selbst H�uptling, Oberhaupt des Dragonmaw-Clans. Er war zudem Schamane, sogar der einzige, der der Horde erhalten geblieben war. Aufgrund dieser Voraussetzungen war Doomhammer an ihm interessiert.</p><p>�Wie geht die Arbeit voran?� Doomhammer hielt sich nicht mit F�rmlichkeiten auf. Aber er nahm den Becher entgegen, den Zuluhed ihm anbot. Der Wein war exzellent, und die Reste menschlichen Blutes darin verbesserten das Bouquet sp�rbar.</p><p>�Wie immer�, antwortete der Anf�hrer des Dragonmaw-Clans. Man konnte ihm die Emp�rung vom Gesicht ablesen.</p><p>Vor ein paar Monaten hatte Zuluhed Doomhammer von merkw�rdigen Visionen erz�hlt, die ihn plagten. Visionen einer bestimmten Gebirgsregion, unter der ein m�chtiger Schatz vergraben liegen sollte. Allerdings versprach der Schatz keinen Reichtum, sondern einzig und allein� <emphasis>Macht</emphasis>.</p><p>Doomhammer vertraute dem �lteren H�uptling und erinnerte sich der Kraft einer Schamanenvision in ihrer urspr�nglichen Welt. Er hatte Zuluhed erlaubt, mit seinem Clan nach dem Berg und der darin schlummernden Machtmittel zu suchen. Es hatte Wochen gedauert, aber schlie�lich hatte der Dragonmaw-Clan eine H�hle tief unter der Erde gefunden.</p><p>Darin lag ein merkw�rdiges Objekt: eine goldene Scheibe, die sie <emphasis>D�monenseele</emphasis> genannt hatten. Obwohl Doomhammer das Artefakt noch nicht selbst gesehen hatte, hatte Zuluhed ihm versichert, es strahle ein hohes Alter und unglaubliche Kr�fte aus. Ungl�cklicherweise war diese Kraft jedoch nur schwer zu kontrollieren.</p><p>�Du hast mir versprochen, du k�nntest die Macht darin beherrschen�, erinnerte Doomhammer ihn und warf den leeren Becher beiseite. Er traf die Wand mit einem dumpfen Krachen.</p><p>�Und das werde ich auch�, versicherte Zuluhed. �Die D�monenseele besitzt gewaltige Kr�fte und genug Macht, um Berge zu zertr�mmern und den Himmel aufzurei�en!� Er runzelte die Stirn. �Aber bislang hat sie meiner Magie widerstanden.� Er sch�ttelte den Kopf. �Doch ich werde den Schl�ssel dazu finden! Dessen bin ich mir sicher. Ich habe vieles in meinen Tr�umen gesehen! Und wenn wir erst seine Kr�fte beherrschen, werden wir sie nutzen, um unsere Gegner zu versklaven! Und wenn wir das geschafft haben, werden wir die L�fte beherrschen, und Feuer wird auf all die hinabregnen, die sich uns entgegen stellen!�</p><p>�Ausgezeichnet.� Doomhammer klopfte dem Orc auf die Schulter. Manchmal beunruhigte ihn der Fanatismus des Schamanen, besonders weil Zuluhed nicht zur G�nze in dieser Welt zu leben schien. Aber er zweifelte seine Loyalit�t nicht an. Deshalb hatte er die Suche des alten Orcs unterst�tzt, w�hrend Gul�dans Wunsch, der auf einer �hnlichen Vision basierte, von ihm abgelehnt worden war.</p><p>Doomhammer wusste, dass Zuluhed sich niemals gegen ihn oder sein eigenes Volk wenden w�rde. Und wenn diese D�monenseele auch nur halb so viel konnte, wie Zuluhed behauptete � wenn sie es dem Schamanen erm�glichte, seine Vision wahr werden zu lassen -, w�rde sie der Horde die �bermacht im Kampf sichern. �Sag Bescheid, wenn alles bereit ist.�</p><p>�Selbstverst�ndlich.� Zuluhed prostete ihm mit seinem eigenen Trinkgef�� zu, das er aus einem blutverschmierten Krug nachf�llte.</p><p>Doomhammer �berlie� den Schamanen seiner Feier und wanderte durch die gefallene Stadt. Er sah gern mit eigenen Augen, was seine Krieger trieben. Und er wusste, dass, wenn die anderen ihn dabei sahen, es ihnen ein Gef�hl vermittelte, als w�re er einer von ihnen.</p><p>Und das band sie nur noch st�rker an ihn. Blackhand hatte das auch gewusst. Er sorgte daf�r, dass seine Orcs ihn ebenso als Krieger wie auch als H�uptling respektierten und sp�ter dann als Kriegsh�uptling.</p><p>Das war eine der Lektionen, die Doomhammer von seinem Vorg�nger gelernt hatte. Sein Gespr�ch mit Zuluhed hatte den fauligen Geschmack weggesp�lt, den Gul�dan in ihm zur�ckgelassen hatte. Als er durch die Stra�en wanderte, f�hlte er sich gut. Seine Leute hatten hier einen gro�en Sieg errungen und verdienten es zu feiern. Er w�rde sie sich ein paar Tage vergn�gen lassen. Erst dann w�rden sie sich dem n�chsten Ziel zuwenden.</p><empty-line/><p>Gul�dan beobachtete Doomhammer aus der Entfernung, verborgen im Schatten einiger Geb�ude.</p><p>�Was haben er und Zuluhed nur vor?�, murmelte er. Dabei behielt er den Kriegsh�uptling im Blick.</p><p>�Keine Ahnung�, antwortete Cho�gall. �Sie sind dar�ber sehr verschwiegen. Ich wei�, dass es um etwas geht, das der Dragonmaw-Clan in den Bergen gefunden hat. Der halbe Clan ist jetzt dort. Aber ich wei� nicht, was sie dort tun.�</p><p>�Das ist eigentlich auch gleichg�ltig.� Gul�dan furchte die Stirn und rieb sich geistesabwesend �ber einen seiner Hauer, w�hrend er nachdachte. �Was immer es auch ist, so sorgt es jedenfalls daf�r, dass Doomhammer abgelenkt ist. Und das ist sehr zu unserem Vorteil. Es w�re nicht gut, wenn er unsere Pl�ne aufdeckte, bevor wir sie umgesetzt haben.� Er grinste. �Und wenn das erst einmal geschehen ist � ist es zu sp�t f�r ihn.�</p><p>�Wirst du ihn als Kriegsh�uptling absetzen?�, fragte Cho�galls anderer Kopf, w�hrend sie zu ihrem Quartier zur�ckgingen.</p><p>�Ich? Nein.� Gul�dan lachte. �Ich habe keine Lust, mit Axt oder Hammer durch die Stra�en zu ziehen, um meine Feinde zu erschlagen. Ich habe andere Vorstellungen: Ich treffe sie in ihrem Geist � und erschlage sie aus der Ferne. Hunderte oder Tausende auf einen Streich!� Er l�chelte bei dem Gedanken. �Schon bald wird alles, was mir versprochen wurde, auch mir geh�ren. Und dann ist Doomhammer nichts mehr gegen mich. Selbst die Macht der Horde wird gegen mich verblassen. Ich werde meine Hand ausstrecken und diese Welt s�ubern� um sie dann nach meinen Idealen neu zu errichten!� Er lachte abermals, und das Gel�chter hallte von den eingest�rzten W�nden und Geb�uden wider, als w�rde die sterbende Stadt darin einstimmen.</p></section><section><title><p>3</p></title><p>Khadgar beobachtete die Ereignisse von der Seite des Thronsaals aus. Er war auf Lothars Wunsch anwesend. Sowohl als Zeuge der Ereignisse als auch, wie Khadgar vermutete, als vertrautes Gesicht in diesem merkw�rdigen Land.</p><p>Khadgars Neugierde hatte dazu beigetragen, die Einladung anzunehmen. Aber er vermied es wohlweislich, sich diesen M�nnern als Gleichgestellter zu pr�sentieren. Trotz der Macht, die er verk�rperte.</p><p>Jeder von ihnen war ein K�nig und in der Lage, ihn mit einem Fingerschnippen t�ten zu lassen. Au�erdem hatte Khadgar viel zu lange im Mittelpunkt der Ereignisse gestanden. Dabei war er seit fr�hester Jugend viel mehr daran gew�hnt zu beobachten, abzuwarten, zu analysieren und erst nach reiflichem �berlegen zu reagieren.</p><p>Es war sch�n, zu diesen alten Gewohnheiten zur�ckkehren zu k�nnen. Selbst, wenn es nur f�r kurze Zeit sein w�rde.</p><p>Er erkannte viele der anwesenden M�nner, zumindest der Beschreibung nach. Der gro�e, brummige Mann mit den markanten Gesichtsz�gen, dem dichten schwarzen Bart und der schwarz-grauen R�stung war Genn Graymane. Er herrschte �ber die s�dlichen L�ndereien von Gilneas. Khadgar hatte geh�rt, dass er viel schlauer war als es den Anschein erweckte.</p><p>Der gro�e hagere Mann mit der verwitterten Haut und der gr�nen Marineuniform war nat�rlich Admiral Daelin Proudmoore. Er herrschte �ber Kul Tiras. Aber es war sein Amt als Kommandeur �ber die gr��te und effektivste Marine der Welt, weshalb ihn selbst Terenas wie einen Ebenb�rtigen behandelte.</p><p>Der ruhige, kultiviert wirkende Mann mit dem ergrauenden braunen Haar und den dunklen Augen war Lord Aiden Perenolde, der Herrscher �ber Alterac. Er blickte gerade zu Thoras Trollbane, dem K�nig des Nachbarreichs Stromgarde.</p><p>Aber der gro�e, raue Trollbane ignorierte ihn. Das Leder und die Felle schirmten ihn von Perenoldes Wut offensichtlich genauso ab wie sie ihn vor dem unberechenbaren Wetter seiner Heimatberge sch�tzten.</p><p>Seine rauen Gesichtsz�ge waren einem kleinen, kr�ftigen Mann mit einem schneewei�en Bart und freundlichem Gesicht zugewandt. Er musste nirgends auf dem Kontinent extra vorgestellt werden, selbst wenn er seine Feiertagsgew�nder und den Stab einmal nicht trug: Alonsus Faol war der Erzbischof der Kirche des Lichts und wurde allerorten von den Menschen geachtet.</p><p>Khadgar erkannte, warum das so war. Er hatte Faol niemals pers�nlich getroffen, aber selbst wenn man ihn nur beobachtete, verbreitete eine Aura von Frieden und Weisheit ihren Einfluss.</p><p>Ein violettes Flackern aus dem Augenwinkel lenkte Khadgar ab. Er drehte sich um � und k�mpfte dagegen an, nicht d�mmlich dreinzuschauen.</p><p>In den Thronsaal trat eine Legende. Gro� und hager, mit langem, grau durchwirktem braunem Bart und dazu passenden Augenbrauen, die Glatze von einer goldumrandeten Kappe bedeckt, erschien nun Erzmagier Antonidas.</p><p>In all seinen Jahren in Dalaran hatte Khadgar den Anf�hrer der Kirin Tor nur zweimal zu Gesicht bekommen. Einmal im Vorbeigehen� und dann, als Khadgar dar�ber informiert wurde, dass er zu Medivh gehen sollte.</p><p>Den Meistermagier, der mit jedem Zoll wie ein echter Monarch wirkte, hier neben den anderen Regenten zu sehen, erf�llte Khadgar mit blanker Ehrfurcht und dem �berraschenden Gef�hl von Heimweh. Er vermisste Dalaran und fragte sich, ob er die Stadt der Zauberer wohl jemals wieder betreten w�rde.</p><p>Vielleicht, wenn der Krieg vorbei war. Falls er ihn denn �berlebte.</p><p>Antonidas war der letzte Ank�mmling. Als er die Fl�che vor der Empore erreichte, erhob sich Terenas und klatschte in die H�nde. Das Ger�usch hallte nach, und die Gespr�che erstarben. Alle Aufmerksamkeit richtete sich jetzt auf den k�niglichen Gastgeber.</p><p>�Danke, dass ihr alle hier erschienen seid�, begann Terenas. Seine Stimme durchdrang den Raum. �Ich wei�, dass die Einladung �berraschend kam, aber ich habe wichtige Dinge mit euch zu besprechen, die keinen Aufschub dulden.� Er machte eine Kunstpause, dann wandte er sich an den Mann, der auf der Empore neben ihm stand. �Ich pr�sentiere euch Anduin Lothar, Held von Stormwind. Er ist als �berbringer einer Nachricht gekommen � und vielleicht sogar als unser aller Retter. Ich glaube, am besten erz�hlt er euch selbst, was er erlebt hat und was uns vielleicht bald schon bedroht.�</p><p>Lothar trat vor. Terenas hatte ihn mit frischer Kleidung versorgen wollen, aber Lothar hatte darauf bestanden, seine R�stung anzubehalten, anstatt sie gegen tadellose Gew�nder aus Lordaeron einzutauschen. Sein Schwert ragte immer noch �ber seine Schulter, was, wie Khadgar vermutete, viele der Monarchen ebenfalls bemerkt hatten. Aber es waren das Gesicht des Helden und die Worte, die er sprach, wodurch er von Beginn an ihre ungeteilte Aufmerksamkeit hatte.</p><p>�Eure Majest�ten�, begann Lothar. �Ich danke Euch daf�r, dass Ihr zu diesem Treffen gekommen seid und mir zuh�rt. Ich bin kein Dichter und auch kein Diplomat, sondern ein Krieger. Deshalb werde ich meine Worte knapp und direkt w�hlen.� Er atmete tief durch. �Meine Heimat Stormwind ist nicht mehr.� Einige der K�nige schnappten nach Luft. Andere wurden bleich. �Sie fiel einer Horde von Kreaturen zum Opfer, die sich Orcs nennen�, erkl�rte Lothar. �Es sind schreckliche Feinde. So gro� wie ein Mensch, aber sehr viel st�rker. Mit bestialischen Gesichtsz�gen, gr�ner Haut und roten Augen. Diese Horde erschien vor Kurzem und begann damit, unsere Patrouillen zu attackieren�, fuhr Lothar fort. �Aber das waren nur ihre Voraustrupps. Als uns ihre volle Armee angriff, waren wir v�llig �berrascht. Es sind Zehntausende von Kriegern. Genug, um das Land wie ein b�ser Schatten zu �berziehen. Und sie sind erbarmungslose Gegner. Stark, grausam und gnadenlos.� Er seufzte. �Wir bek�mpften sie, so gut wir konnten. Aber es reichte nicht aus. Sie belagerten unsere Stadt, nachdem sie das Land verw�stet hatten. Und obwohl wir sie eine Zeit lang zur�ckhalten konnten, durchbrachen sie schlie�lich doch unsere Verteidigungslinien. Sie haben K�nig Liane get�tet��</p><p>Khadgar bemerkte, dass Lothar verschwieg, wie der K�nig gestorben war. Vielleicht h�tte das Erw�hnen der Halb-Orc-M�rderin, der sie als Kundschafterin vertraut hatten, den Bericht abgeschw�cht. Khadgar hatte daf�r vollstes Verst�ndnis. Er wollte die Sache auch nicht weiter vertiefen, zumal er Garona ebenfalls f�r eine Freundin gehalten hatte und immer noch ob ihres Verrats best�rzt war.</p><p>�� und die meisten unserer Adeligen�, fuhr Lothar fort. �Ich bekam den Auftrag, Llanes Sohn und so viele Menschen wie m�glich in Sicherheit zu bringen und den Rest der Welt davor zu warnen, was passiert war. Weil die Horde nicht aus unserem Land stammt, nicht einmal aus dieser Welt. Und sie sich nicht damit zufrieden geben wird, einen einzigen Kontinent zu beherrschen. Sie will auch alle anderen Gebiete vereinnahmen � die ganze Welt!�</p><p>�Ihr wollt damit sagen, dass sie auch hierher kommen�, sagte Proudmoore, als Lothar eine Pause einlegte, und es war mehr eine Feststellung als eine Frage.</p><p>�Ja.� Lothars einfache Antwort versetzte die anderen in Erstaunen, und vielleicht �ngstigte sie sie auch.</p><p>Aber Proudmoore nickte. �Haben sie Schiffe?�, fragte er.</p><p>�Das wei� ich nicht�, antwortete Lothar. �Wir haben keine Boote bei ihnen gesehen. Andererseits haben wir die Horde selbst auch erstmalig im letzten Jahr entdeckt.� Er furchte die Stirn. �Doch selbst wenn sie bislang keine Schiffe hatten, so besitzen sie auf jeden <emphasis>Fall jetzt</emphasis> welche. Sie haben �berall l�ngs der K�ste �berf�lle begangen. Und auch wenn einige Schiffe sicherlich gesunken sind, so sind andere seither einfach verschwunden.�</p><p>�Dann k�nnen wir davon ausgehen, dass sie die Absicht haben, den Ozean zu �berqueren.� Proudmoore wirkte nicht sonderlich �berrascht, fand Khadgar. Wahrscheinlich hatte er bereits das Schlimmste angenommen. �Sie k�nnten gerade jetzt schon unterwegs zu uns sein.�</p><p>�Sie k�nnen auch auf dem Landweg kommen�, knurrte Trollbane. �Vergesst das nicht.�</p><p>�Aye, das ist wahr�, stimmte Lothar zu. �Wir haben sie das erste Mal im Osten erwischt. In der N�he der S�mpfe des Elends. Sie hatten ganz Azeroth durchquert, um Stormwind zu erreichen. Wenn sie sich nach Norden wenden, k�nnen sie die Brennenden Steppen und die Berge �berqueren und sich Lordaeron von S�den her n�hern.�</p><p>�Von S�den?�, fragte Genn Graymane. �An uns kommen sie nicht vorbei! Ich werde jeden, der versucht, meine S�dk�ste einzunehmen, vernichten!�</p><p>�Ihr versteht nicht.� Lothar sah m�de aus und klang auch so. �Ihr seid ihnen noch nicht gegen�ber getreten. Ihre Anzahl und ihre St�rke sind deshalb f�r Euch nur schwer einzusch�tzen. Aber ich sage Euch, Ihr k�nnt nicht gegen sie bestehen.� Er schaute die versammelten Monarchen voller Stolz und Kummer an. �Stormwinds Armee war erstklassig�, versicherte er ihnen. �Meine Krieger waren gut ausgebildet und im Kampf ge�bt. Wir waren den Orcs schon fr�her entgegengetreten und hatten sie auch geschlagen. Aber das war nur ihre Vorhut gewesen. Der Horde gegen�ber f�hlen wir uns wie verwirrte Kinder, wie alte M�nner� wie reifes Gem�se.� Seine Stimme war br�chig, seine Worte transportierten eine bittere �berzeugung. �Sie werden �ber die Berge hinwegstr�men und dann �ber Euch und Eure L�nder herfallen.�</p><p>�Was sollten wir dann gegen sie tun k�nnen?�, fragte Erzbischof Faol. Seine souver�ne Stimme beruhigte die aufgeheizten Gem�ter im Saal. Niemand wurde gern ein Narr gehei�en, erst recht kein K�nig. Und das vor allen Dingen nicht vor Gleichgestellten.</p><p>�Wir m�ssen uns <emphasis>verb�nden</emphasis>�, sagte Lothar. �Keiner von Euch kann es allein mit ihnen aufnehmen. Aber wir alle zusammen� k�nnten es schaffen.�</p><p>�Ihr sagt, dass sich diese Bedrohung n�hert, und das will ich gar nicht bestreiten�, merkte Perenolde an. Seine glatte Stimme fiel zwischen den anderen K�nigen auf. �Und Ihr sagt, dass wir uns zusammenschlie�en m�ssen, um die Bedrohung zu beenden. � Doch ich frage mich, habt Ihr auch andere Mittel erprobt, um den Konflikt zu l�sen? Sicherlich sind diese� Orcs� der Vernunft zug�ngliche Kreaturen. Sicherlich verfolgen auch sie ein Ziel. Vielleicht k�nnen wir ja mit ihnen verhandeln?�</p><p>Lothar sch�ttelte den Kopf. Seine gequ�lten Gesichtsz�ge demonstrierten allzu deutlich, f�r wie t�richt er diese Diskussion hielt. �Sie wollen die Welt, unsere Welt�, antwortete er langsam, als w�rde er mit einem naiven Kind sprechen. �Sie werden sich mit nichts Geringerem zufrieden geben. Wir haben Kundschafter ausgeschickt, Boten, Botschafter.� Er verzog die Lippen zu einem d�steren, harten L�cheln. �Die meisten kamen in Einzelteilen zur�ck. Wenn sie denn zur�ckkehrten.�</p><p>Khadgar beobachtete, wie sich einige der K�nige unterhielten. Aus dem Tonfall der Gespr�che schloss er, dass sie das Ausma� der Gefahr, in der sie alle schwebten, immer noch nicht begriffen hatten. Er seufzte und trat vor. Dabei fragte er sich, warum sie ihm wohl eher zuh�ren sollten als Lothar. Aber er musste es wenigstens versuchen.</p><p>Gl�cklicherweise trat noch jemand nach vorne. Und obwohl er eher ein Gewand als eine R�stung trug, strahlte diese Person deutlich mehr Autorit�t aus.</p><p>�H�rt mich an!�, rief Antonidas. Seine Stimme war d�nn, vermochte aber immer noch in ihren Bann zu ziehen. Er hob seinen geschnitzten Stab, und die Spitze leuchtete, was die anwesenden M�nner verwirrte. �H�rt mich an!�, verlangte er erneut, und dieses Mal verstummten alle. �Ich habe schon vorher Berichte �ber diese Bedrohung erhalten�, erkl�rte der Erzmagier. �Die Zauberer von Azeroth waren zuerst fasziniert und dann entsetzt �ber das Aussehen der Orcs. Sie sandten uns viele Briefe mit Informationen und der Bitte um Hilfe.� Er runzelte die Stirn. �Ich bef�rchte, wir haben ihnen nicht gut genug zugeh�rt. Wir erkannten ihre Gefahr, hielten die Orcs jedoch f�r nur wenig mehr als eine lokale Plage, die sich auf den Kontinent beschr�nkte. � Offenbar haben wir uns get�uscht. Ich kann euch versichern, dass sie hoch gef�hrlich sind. Wir haben die Worte des Helden von Stormwind missachtet � und ich vermute, zu unserem eigenen Nachteil.�</p><p>�Wenn sie so gef�hrlich sind, warum haben sich die Zauberer dort nicht um sie gek�mmert?�, wollte Graymane wissen. �Warum haben sie nicht ihre Magie benutzt, um dem ein Ende zu machen?�</p><p>�Weil auch die Orcs �ber Magie verf�gen�, konterte Antonidas. �Wirksame Magie. Die meisten ihrer Hexenmeister sind zwar schw�cher als unsere Magier. Zumindest den Berichten nach, die meine Kameraden �bermittelt haben. Doch sie sind uns zahlenm��ig weit �berlegen und k�nnen zusammenarbeiten. Das ist unseren Leuten leider nie leicht gefallen.�</p><p>Khadgar war sicher, dass er einige Bitterkeit in der Stimme des alten Magiers mitschwingen h�rte, und er verstand ihn gut. Wenn es etwas gab, was jedes Mitglied der Kirin Tor zu sch�tzen wussten, dann war es die eigene Unabh�ngigkeit. Auch nur zwei Zauberer dazu zu bringen, gemeinsam zu arbeiten, war bereits enorm schwierig. Und der blo�e Gedanke, <emphasis>mehr</emphasis> als zwei gemeinsam wirken zu lassen, lag jenseits aller Vorstellungskraft.</p><p>�Unsere Zauberer haben zur�ckgeschlagen�, erkl�rte Lothar. �Sie haben das Ruder in mehreren Schlachten herumgerissen. Aber der Erzmagier hat Recht. Es waren viel zu wenige, um effektiv sein zu k�nnen. F�r jeden Hexenmeister, den wir t�teten, kam einer, der seinen Platz einnahm � und noch zwei weitere mit ihm. Sie reisten mit den Vorhuttrupps und den kleineren Armeen, die sie vor Angriffen sch�tzten. Dabei nutzten sie ihre Magie, um die Kraft der Krieger zu verst�rken.� Er runzelte die Stirn. �Unser gr��ter Zauberer, Medivh, verfiel der Finsternis der Horde. Die meisten unserer Magier waren auch verloren. Ich bezweifle, ob Magie allein sie zur Umkehr bewegen kann.�</p><p>Khadgar fiel auf, dass Lothar unerw�hnt lie�, wie oder warum Medivh gestorben war und bewunderte das Taktgef�hl des Kriegers. Ihm entging nicht der scharfe Blick, den Antonidas in seine Richtung warf und unterdr�ckte ein Seufzen. Irgendwann w�rde der Rat der Kirin Tor eine vollst�ndige Erkl�rung der Sachlage verlangen. Khadgar wusste, dass sie sich dann mit nichts weniger als der Wahrheit zufrieden geben w�rden. Und er vermutete, dass es t�dlich f�r sie alle enden konnte, wenn sie etwas zur�ckhielten � weil es eng mit der Anwesenheit der Horde und fr�heren Ereignissen verkn�pft war.</p><p>�Ich finde es merkw�rdig�, s�uselte Perenolde, �dass ein Fremder sich so um unser �berleben sorgt.� Er grinste selbstgef�llig, als er Lothar ansah.</p><p>Khadgar musste sich beherrschen, um den Bart des K�nigs nicht in Brand zu stecken. �Verzeiht, wenn ich den Daumen in offene Wunden lege. Aber Euer K�nigreich ist verschwunden, Euer K�nig tot, Euer Prinz noch ein Knabe� und Euer Land wurde �berrannt. Stimmt das nicht?�</p><p>Lothar nickte z�hneknirschend. Es bedurfte einiger Selbstbeherrschung, dem arroganten K�nig nicht den Kopf abzubei�en.</p><p>�Ihr habt uns von dieser Bedrohung berichtet, daf�r sind wir dankbar. Aber dann sprecht Ihr immer wieder davon, was wir tun m�ssen und wie wir uns zu vereinigen haben�� Perenolde blickte sich �bertrieben auff�llig im Thronsaal um.</p><p>Varian war nicht anwesend. Terenas hatte ihn aufgenommen und behandelte den aus der Bahn geworfenen Prinzen wie ein Mitglied seiner eigenen Familie. Lothar und Terenas hatten gemeinsam beschlossen, dass der Junge von der weiteren Untersuchung verschont bleiben sollte.</p><p>�Ich sehe hier niemanden aus Eurem K�nigreich. Und Ihr selbst habt gesagt, dass der Prinz noch ein Knabe ist und das Land besetzt wurde. Wenn wir uns also tats�chlich dazu entschlie�en w�rden, uns zu vereinen, was k�nntet Ihr dazu beitragen? Abgesehen von Eurem eigenen K�nnen, selbstverst�ndlich.�</p><p>Lothar �ffnete den Mund, um voller Wut zu antworten. Aber er wurde erneut unterbrochen. �berraschenderweise von K�nig Terenas.</p><p>�Ich toleriere es nicht, wenn meine G�ste derart beleidigt werden�, verk�ndete Lordaerons Herrscher. Seine Stimme war schneidend wie Stahl. �Dieser Mann hat uns von gro�er pers�nlicher Gefahr berichtet und uns damit nichts anderes als Ehre und Hingabe ohne R�cksicht auf seinen pers�nlichen Kummer bewiesen!�</p><p>Perenolde nickte und deutete eine halbherzige Geste der Entschuldigung an.</p><p>�Au�erdem irrt Ihr Euch, wenn Ihr ihn f�r allein oder wertlos erachtet�, fuhr Terenas fort. �Prinz Varian Wrynn ist nun mein Ehrengast und wird das auch bleiben, bis er selbst beschlie�t wieder abzureisen. Ich habe mich pers�nlich verpflichtet, ihn bei der R�ckgewinnung seines K�nigreichs zu unterst�tzen.�</p><p>Einige der anderen Monarchen murmelten. Khadgar konnte sich denken, was in ihnen vorging. Terenas hatte gerade offiziell auf alle Anspr�che auf Stormwind verzichtet und die anderen K�nige dar�ber in Kenntnis gesetzt, dass er Varian beistehen wollte � und das alles innerhalb einer einzigen Aussage.</p><p>Es war ein cleverer Schachzug, und sein Respekt vor dem K�nig von Lordaeron wuchs noch mehr.</p><p>�F�rst Lothar hat ihn zusammen mit einigen anderen aus seinem K�nigreich hierher gebracht�, fuhr Terenas fort. �Darunter auch Soldaten. Obwohl ihre Zahl nicht gro� ist, verglichen mit der Gefahr, der wir uns gegen�bersehen, ist ihre Erfahrung im Kampf gegen die Orcs unbezahlbar. Einige von Stormwinds Truppen ziehen vielleicht noch herum, verwirrt und f�hrungslos. Sie schlie�en sich sicher dem Aufruf ihres Helden an und verst�rken unsere Truppen. Lothar ist ein erfahrener Kommandant und Taktiker. Und ich habe h�chsten Respekt vor seinen F�higkeiten.�</p><p>Er machte eine Pause und blickte Lothar fragend an. Khadgar sah fasziniert zu, wie der Held nickte. Lothar und der K�nig hatten sich mehrfach getroffen, w�hrend sie auf die Ankunft der anderen Monarchen warteten. Khadgar war nicht bei allen Gespr�chen zugegen gewesen, und nun fragte er sich, was ihm dabei wohl entgangen sein mochte.</p><p>�Schlie�lich ist da noch die Behauptung, er sei ein Fremder�� Terenas l�chelte. �Obwohl Lothar diesen Kontinent noch nie zuvor mit seiner Gegenwart beehrt hat, ist er alles andere als ein Fremder. Weil er starke Bindungen zu dem Land und zu unserem K�nigreich hat. Er stammt von den Arathi ab. Er ist der letzte ihrer edlen Linie. Und deshalb hat er mehr Recht, in diesem Rat zu sprechen als jeder andere von uns!�</p><p>Diese Enth�llung sorgte f�r Unruhe unter den anderen K�nigen. Und auch Khadgar betrachtete seinen Begleiter pl�tzlich mit anderen Augen.</p><p>Ein Arathi! Er hatte nat�rlich von Arathar geh�rt, wie wohl jeder in Lordaeron. Vor langer Zeit war es das erste Volk auf dem Kontinent gewesen. Seine Angeh�rigen hatten starke Kontakte zu den Elfen gepflegt. Gemeinsam hatten die beiden V�lker am Fu� des Alterac-Gebirges gegen eine riesige Armee von Trollen gek�mpft. Und vereint war es ihnen gelungen, die Attacke abzuwehren und die Trollgemeinschaft f�r immer zu zerschlagen.</p><p>Das arathorianische Reich war erbl�ht und hatte sich ausgeweitet, bis es Jahre sp�ter in die kleineren Nationen zerfallen war, die heute den Kontinent pr�gten. Die Menschen verlie�en Strom, die Hauptstadt des arathorianischen Reiches, um in fruchtbarere Gegenden im Norden zu ziehen. Damals war auch der letzte Arathi verschwunden. Einigen Erz�hlungen zufolge waren sie nach S�den gewandert, noch �ber Khaz Modan hinaus, in die Wildnis von Azeroth. Und Strom wurde schnell zum Zentrum von Stromgarde, Trollbanes Reich.</p><p>�Es stimmt�, verk�ndete Lothar feierlich, seine Augen schienen jeden herauszufordern, der ihn der L�ge bezichtigen wollte. �Ich stamme von K�nig Thoradin ab, dem Gr�nder von Arathor. Meine Familie zog nach Azeroth, nachdem das Reich zusammenbrach, und gr�ndete dort eine neue Nation, die als Stormwind bekannt wurde.�</p><p>�Also seid Ihr gekommen, um Eure Herrschaft �ber uns zu verk�nden?�, wollte Graymane wissen.</p><p>�Nein�, versicherte Lothar ihm. �Meine Ahnen gaben jeden Anspruch auf Lordaeron schon vor langer Zeit auf, als sie sich entschlossen, wegzuziehen. Aber ich habe immer noch Bande zu diesem Land, das mein Volk zu erobern und zu zivilisieren half.�</p><p>�Und er kann sich immer noch auf den alten Beistandspakt berufen�, f�gte Terenas hinzu. �Die Elfen schworen, Thoradin und sein Haus zu unterst�tzen, wann immer sie Hilfe ben�tigten. Sie werden diese Vereinbarung sicher auch heute noch einhalten.�</p><p>Das erzeugte dankbare Blicke und Gefl�ster. Khadgar nickte. Pl�tzlich war Lothar in ihren Augen mehr als nur ein Krieger, mehr sogar als ein Anf�hrer. Jetzt war er der potenzielle Botschafter zu den Elfen. Und wenn dieses alte, magiewirkende Volk sich tats�chlich mit ihnen verb�ndete, erschien die Horde pl�tzlich gar nicht mehr so unbezwingbar.</p><p>�Das ist ein gro�artiges Angebot�, sagte Perenolde trocken. �Vielleicht sollten wir uns alle ein wenig Zeit g�nnen, um all das zu ber�cksichtigen, was wir geh�rt haben. Das ist n�tig, um unsere L�nder vor dieser neuen Gefahr zu besch�tzen.�</p><p>�Einverstanden�, sagte Terenas und fragte die anderen erst gar nicht nach ihrer Zustimmung. �In der Tafelhalle habe ich ein Buffet vorbereiten lassen, und ich lade Euch alle ein, mich dahin zu begleiten. Nicht als K�nige, sondern als Nachbarn und Freunde. Lasst uns diese Sache nicht beim Essen bereden, sondern f�r uns selbst entscheiden. Dann k�nnen wir leichter eine Entscheidung treffen, nachdem wir das Essen und die drohende Gefahr verdaut haben.�</p><p>Khadgar sch�ttelte den Kopf, als die Monarchen nickten und sich auf die T�r zu bewegten. Perenolde war gerissen, das war klar. Er hatte bemerkt, dass die anderen K�nige Lothar Unterst�tzung gew�hren w�rden, und einen Weg gefunden, sich umzuentscheiden.</p><p>Khadgar vermutete, dass der K�nig von Alterac nach dem Essen verk�nden w�rde, dass er es sich �berlegt habe und fortan Lothar unterst�tzen wolle. So vermied er es, das Gesicht zu verlieren oder in eine schw�chere Position innerhalb der entstehenden Allianz gedr�ngt zu werden. Denn f�r eine solche w�rden die K�nige sich wahrscheinlich in K�rze entscheiden.</p><p>Als er den Oberh�uptern der L�nder aus dem Raum folgte, bemerkte Khadgar eine Bewegung �ber sich. Er drehte sich um und erhaschte einen Blick auf zwei K�pfe, die von einem der oberen Balkone heruntersahen.</p><p>Eines der H�upter war dunkelhaarig und ernst, er erkannte Prinz Varian. Nat�rlich wollte der Erbe von Stormwind wissen, was in der Besprechung beschlossen wurde. Der zweite Kopf war blond und j�nger und geh�rte zu einem Knaben, der weit genug im Hintergrund blieb, dass Varian seinen Schatten nicht bemerkte.</p><p>Der J�ngling bemerkte, dass Khadgar hinaufsah und grinste, bevor er hinter dem Vorhang des Balkons verschwand.</p><p>Khadgar verstand. Der junge Prinz Arthas wollte ebenfalls wissen, was sein Vater und die anderen planten. Und warum auch nicht? Lordaeron w�rde ihm eines Tages geh�ren � falls sie es schafften, die Horde daran zu hindern, alles zu �berrennen.</p></section><section><title><p>4</p></title><p>Doomhammer sprach gerade mit einem seiner Offiziere, Rend Blackhand vom Black-Tooth-Grin-Clan, als ein Kundschafter hereinst�rzte.</p><p>Obwohl der Orc eindeutig eine Nachricht zu �berbringen hatte, blieb er einige Schritte von Doomhammer und Rend entfernt stehen und wartete. Dabei versuchte er, wieder zu Atem zu kommen. Schlie�lich schaute Doomhammer in seine Richtung und nickte.</p><p>�Trolle!�, keuchte der Orc-Kundschafter. �Waldtrolle, eine komplette Armee, wie es aussieht!�</p><p>�Trolle?� Rend lachte. �Was ist, greifen sie uns an? Ich dachte, sie w�ren etwas kl�ger als Oger, nicht d�mmer!�</p><p>Doomhammer musste ihm zustimmen. Bei dem einen Mal, dass er auf Waldtrolle gesto�en war, hatten sie ihn beeindruckt und wegen ihrer Gerissenheit sogar ein wenig beunruhigt. Obwohl die Trolle gr��er als Orcs waren, waren sie schlanker und beweglicher � besonders in den W�ldern, was sie dort zu einer echten Gefahr machte. Das Wasser zu �berqueren, um zu dieser Insel zu gelangen, passte allerdings nicht zu ihrem �blichen Verhalten.</p><p>Aber der Kundschafter sch�ttelte den Kopf. �Sie greifen nicht an. Sie sind auf dem Festland und wurden gefangen genommen.� Er grinste. �Von Menschen.�</p><p>Doomhammer war interessiert. �Wo?�, wollte er wissen.</p><p>�Unweit der K�ste, entlang der H�gel, fast noch im Wald�, antwortete der Kundschafter prompt. �Sie wollten nach Westen, obwohl sie sehr langsam waren.�</p><p>�Wie viele sind es?�</p><p>�An die vierzig Menschen�, antwortete der Kundschafter. �Zehn Trolle.�</p><p>Doomhammer nickte und wandte sich an Rend: �Nimm dir deine st�rksten Krieger. Und seid schnell. Ihr macht euch sofort auf den Weg.� Er schaute den Anf�hrer des Black-Tooth-Grin-Clans finster an. �Lasst euch in keine Gefechte verwickeln�, befahl er. �Das ist nur ein �berfallkommando. Ihr sollt die Trolle retten und hierherbringen. Vermeide, dass man dich sieht, und t�te jeden, der dich bei der Aktion beobachtet. Ich will nicht, dass unsere Kriegspl�ne ruiniert werden, nur weil du achtlos warst.�</p><p>Der H�uptling nickte und verschwand ohne ein Wort. Er lief zu einem Untergebenen, der tr�ge in der N�he d�ste.</p><p>Rend bellte seine Befehle schon, bevor er den anderen Orc erreicht hatte. Der Krieger richtete sich schnell auf, nickte und rannte los, um seine Kameraden zu suchen.</p><p>Doomhammer wartete ungeduldig und signalisierte dem Kundschafter, ebenfalls zu warten. Nerv�s faltete er seine H�nde in Erwartung der R�ckkehr des Trupps. In seinen Gedanken war er w�hrenddessen weit weg. Er erinnerte sich seines ersten Zusammentreffens mit den Trollen vor vielen Monaten�</p><empty-line/><p>Blackhand hatte die anderen Orc-Clans auf der Heimatwelt geschockt, als er ihnen mitteilte, dass er sich mir den Ogern verb�nden wollte. Doch es hatte sich als eine n�tzliche Partnerschaft erwiesen. Die monstr�sen Kreaturen verschafften der Horde eine enorme zus�tzliche St�rke. Dennoch ging es vielen immer noch gegen den Strich. Und so waren viele Orcs auch skeptisch gewesen, als sie in Berichten von �hnlichen Kreaturen auf dieser neuen, fruchtbaren Welt erfahren hatten � und Blackhand ihnen verk�ndete, dass er auch diese Monster unter seinem Kriegsbanner vereinen wollte.</p><p>Er hatte Doomhammer mit einer Handvoll Blackrock-Kriegern ausgeschickt, um den Kontakt herzustellen. Ein Zeichen des gro�en Vertrauens, das er in seinen jungen Stellvertreter setzte.</p><p>Noch immer f�hlte Doomhammer sich schuldig, weil er das Vertrauen seines Kriegsh�uptlings missbraucht und sich gegen ihn gewandt � ihn get�tet! � und seinen Platz als Anf�hrer eingenommen hatte.</p><p>Aber so war es eben bei den Clans, und Blackhand h�tte sein Volk in Tod und Vernichtung gef�hrt. Doomhammer war <emphasis>gezwungen</emphasis> gewesen so zu handeln � um sie alle zu retten.</p><p>Er griff hinter sich und lie� seine Finger �ber den glatten Hammerkopf aus Stein gleiten. Der Griff ragte weit �ber seine Schulter, und der t�dliche Teil hing etwa auf H�he des Oberschenkels.</p><p>Vor langer Zeit hatte ein Schamane prophezeit, dass diese m�chtige Waffe sein Volk eines Tages erl�sen w�rde. Gleichzeitig sollte derjenige, der den Hammer f�hrte, es aber auch verdammen. Und au�erdem war geweissagt worden, dass derjenige auch der <emphasis>Letzte</emphasis> der Doomhammer-Linie sein w�rde�</p><p>Doomhammer hatte sich viele Male gefragt, ob alles tats�chlich genauso kommen w�rde. Ganz besonders, da er nun zum Kriegsh�uptling und Anf�hrer der Horde geworden war.</p><p>War seine Macht�bernahme die prophezeite Erl�sung gewesen? Er selbst glaubte daran. Aber bedeutete das auch, dass er dazu auserw�hlt war, sein Volk sp�ter zu verdammen? Und dass seine Ahnenreihe mit ihm endete?</p><p>Er hoffte es nicht.</p><p>Seinerzeit, vor ein paar Monaten, hatte Doomhammer sich noch nicht so stark mit diesen Dingen auseinandergesetzt. Damals vertraute er Blackhand noch v�llig, zumindest was dessen Loyalit�t zu seinem Volk anging, und wollte ihn als Herrn dieser Welt sehen. Gleichzeitig tat er sein Bestes, um Blackhand von unn�tiger Gewalt abzuhalten.</p><p>Nicht dass Doomhammer den Kampf gescheut h�tte. Wie die meisten Orc-Krieger sch�tzte er die Herausforderung und den ganz eigenen Nervenkitzel eines Kampfes. Aber es gab auch Situationen, in denen <emphasis>zu viel</emphasis> Gewalt den Wert eines Sieges schm�lern konnte.</p><p>Und bei diesem Vorsto�, davon war er felsenfest �berzeugt, ging es weniger um Krieg als vielmehr um Kommunikation.</p><p>Doomhammer war fasziniert und geehrt gewesen. Und vielleicht, tief in seinem Innern, auch ein wenig ver�ngstigt. Bislang hatten sie nur Menschen und ein paar kleine, aber m�chtige Kreaturen, die Zwerge genannt wurden, auf dieser neuen Welt angetroffen. Wenn es hier aber Oger gab, dann konnte es passieren, dass die Horde auf m�chtigere Gegner traf, als sie es bislang erlebt hatte.</p><p>Es dauerte zwei volle Wochen, bis Doomhammer endlich einem Troll begegnete. Er durchstreifte mit seinen Kriegern den Wald dort, wo ein Kundschafter sie gesehen hatte. Die Orcs trafen keinerlei Vorkehrungen, ungesehen zu bleiben. Als immer mehr Zeit ereignislos verstrich, waren sie schon davon �berzeugt, dass der Kundschafter entweder gelogen oder sich schlicht vor ein paar Schatten gef�rchtet und sp�ter eine Geschichte zusammengereimt hatte, nur um von seiner Feigheit abzulenken.</p><p>Dann, eines Abends aber, als sich die D�mmerung gerade �ber das Land legte und lange Schatten unter die B�ume warf, schwang sich eine Gestalt aus den �sten herab. Sie landete unh�rbar auf dem Boden au�erhalb des Scheins ihrer Lagerfeuer. Eine weitere Gestalt erschien eine Sekunde sp�ter, dann noch eine� bis die Orcs schlie�lich von sechs lautlosen und schattenhaften Erscheinungen umzingelt waren.</p><p>Anfangs hatte Doomhammer geglaubt, der Kundschafter habe doch Recht gehabt und ihnen st�nden Oger gegen�ber. Auch wenn diese hier etwas kleiner waren und sich lautlos mit einer Anmut bewegten, die ihnen von Ogern eigentlich fremd war.</p><p>Doch dann traf der Schein eines Feuers eine der Gestalten, die sich vorw�rts bewegte, und Doomhammer erkannte, dass ihre Haut gr�n war � so gr�n wie seine eigene, so gr�n wie die Bl�tter in den B�umen.</p><p>Das erkl�rte, warum sie die Kreaturen nicht schon fr�her bemerkt hatten. Ihre Farbe erlaubte ihnen, mit dem Blattwerk zu verschmelzen, besonders, wenn sie sich durch die �ste bewegten, wie es diese hier offenbar getan hatten. Er bemerkte auch, dass die Kreaturen gr��er als er, aber schlanker als ein Oger waren. Au�erdem wirkten die Proportionen harmonischer, denn sie hatten keine �berlangen Arme, keine �bergro�en H�nde und keine allzu massigen K�pfe.</p><p>Und der Blick, den ihm die sich n�hernde Gestalt zuwarf, das Licht des Feuers, das sich in ihren dunklen Augen spiegelte, als sie mit einem Speer nach Doomhammer stach, verriet eine gewisse Intelligenz.</p><p>�Wir sind keine Feinde!�, rief Doomhammer, und seine Stimme zerriss die stille Nacht. Er schlug den Speer mit der Hand beiseite. Dabei stellte er fest, dass die Spitze der Waffe aus behauenem, extrem geschliffenem Stein bestand. �Ich suche euren Anf�hrer!�</p><p>Ein Grummeln klang von den Kreaturen her�ber. Nach einer Weile erkannte Doomhammer, dass es Gel�chter war.</p><p>�Was du von unserem Anf�hrer wollen, Appetithappen, kleiner?�, antwortete die am n�chsten stehende Kreatur. Ihr Mund verzog sich zu einem ebenso h�mischen wie monstr�sen Grinsen.</p><p>Diese Gesch�pfe hatten ebenfalls Hauer, wie Doomhammer sah, obwohl ihre l�nger und dicker als seine eigenen waren, daf�r stumpfer, wie es den Anschein hatte. Er bemerkte auch das Haar der Kreatur, das in einer dunklen Krone �ber ihrem Kopf auslief.</p><p>Das war gewiss kein nat�rliches Aussehen und bedeutete somit, dass die Kreaturen sich pflegten.</p><p>Ganz offenkundig waren es keine wilden Bestien.</p><p>�Ich w�rde gern mit ihm im Auftrag meines eigenen Anf�hrers sprechen�, antwortete Doomhammer. Er behielt seine H�nde am K�rper und zeigte sie offen, um zu demonstrieren, dass er keine Waffen darin hielt. Trotzdem blieb er wachsam, schlie�lich war er kein Narr.</p><p>Und das war sein Gl�ck. Die Kreatur lachte erneut. �Wir nicht reden mit Beute�, antwortete sie. �Wir sie essen!� Und dann stie� sie mit ihrem Speer zu � vergessen das testende Stochern. Der wuchtige Sto� erfolgte aus einer geschickten Bewegung heraus, und die Speerklinge h�tte Doomhammer wie einen Fisch gnadenlos aufgeschlitzt, h�tte er weiter reglos dagestanden.</p><p>Stattdessen aber drehte er sich weg, zog seinen Hammer und br�llte einen Schlachtruf. Das Gebr�ll schien die Kreatur zu erschrecken, und sie z�gerte, ihre Waffe zur�ckzuziehen. Doomhammer lie� ihr keine Zeit, um sich von dem Schreck zu erholen. Er sprang vor, schwang seinen Hammer� und traf eines der Beine voll am Knie. Die Kreatur humpelte, schrie vor Schmerz und umklammerte das zerschmetterte K�rperteil.</p><p>Doomhammer schlug erneut zu. Ein m�chtiger �berhandschlag, der den Sch�del der Bestie zerschmetterte.</p><p>�Ich sage es noch einmal, ich will mit eurem Anf�hrer sprechen!�, rief er und wandte sein Gesicht den anderen Wesen zu, die sich w�hrend des schnellen Gefechts nicht ger�hrt hatten. �Bringt mich zu ihm, oder ich t�te den Rest von euch und suche mir andere, die hilfsbereiter sind!�</p><p>Er hob den Hammer mit Nachdruck, weil er aus Erfahrung wusste, dass der Anblick des schwarzen Steinkopfs, an dem frisches Blut, verfilztes Haar und Knochen klebten, die meisten Gegner beeindruckte.</p><p>Die Geste zeigte Wirkung. Die anderen Gestalten traten einen Schritt zur�ck und hoben ihre Waffen, um zu zeigen, dass sie nicht angreifen wollten. Dann ging einer um die anderen herum und kam auf Doomhammer zu. Sein Haar bestand aus Z�pfen, statt zu einer steifen Krone geformt zu sein. Er trug eine Knochenkette um seinen Hals.</p><p>�Du mit Zul�jin reden wollen?�, fragte die Kreatur. Doomhammer nickte und nahm an, dass der Anf�hrer entweder so hie� oder es sich um seinen Titel handelte. �Ich bringen ihn her�, bot die Kreatur an. Sie drehte sich um, verschwand ger�uschlos in den Schatten und lie� ihre vier Gef�hrten zur�ck. Sie tauschten Blicke, dann starrten sie auf die Orcs. Offensichtlich wussten sie nicht, wie sie sich verhalten sollten.</p><p>�Wir warten�, verk�ndete Doomhammer ruhig sowohl den Trollen als auch seinen eigenen Kriegern. Er stellte den Kopf seines Hammers auf den Boden und st�tzte sich auf den langen Schaft. Dabei blieb er wachsam, aber unbek�mmert.</p><p>Als sie sahen, dass er die Kreaturen nicht angriff, entspannten sie sich ein wenig und senkten ihre Waffen ebenfalls. Eine der Gestalten setzte sich sogar auf den Boden. Seine Augen beobachteten aber weiter jede Bewegung der Orcs.</p><p>�Wie hei�t du?�, fragte Doomhammer ihn nach ein paar Minuten.</p><p>�Ich bin Krul�tan�, antwortete die Kreatur.</p><p>�Orgrim Doomhammer�, stellte Doomhammer sich vor, wobei er mit dem Daumen auf sich wies. �Wie sind die Orcs vom Blackrock-Clan. Wer seid ihr?�</p><p>�Wir Waldtrolle�, kam es �berrascht, als k�nnte Krul�tan nicht glauben, dass sie das nicht wussten. �Vom Amani-Stamm.�</p><p>Doomhammer nickte. Waldtrolle also. Und sie waren in St�mme aufgeteilt, was bedeutete, dass sie zivilisiert waren. Sehr viel mehr jedenfalls als Oger.</p><p>Zum ersten Mal zog er ernsthaft in Erw�gung, dass Blackhands Idee weise sein k�nnte. Diese Kreaturen �hnelten mehr den Orcs als den Ogern, abgesehen von ihrer Gr��e und St�rke nat�rlich.</p><p>Was f�r pr�chtige Verb�ndete sie abgegeben h�tten! Und sie stammten von dieser Welt, was bedeutete, dass sie ihnen vertraut war und sie die hiesigen Lebensformen und Gefahren wohl bestens kannten.</p><p>Eine Stunde verging. Pl�tzlich l�sten sich ohne Warnung Schatten von den B�umen und bewegten sich auf gro�en, lautlosen F��en.</p><p>Es waren Trolle, derjenige, der sie verlassen hatte, und drei weitere.</p><p>�Du wollen Zul�jin treffen?�, fragte einer. Er trat so nah genug heran, dass Doomhammer die Perlen und die Metallteile sehen konnte, die an seinen langen Z�pfen baumelten. �Hier ich bin!�</p><p>Zul�jin war etwas gr��er als die anderen Trolle und auch etwas schlanker. Er trug schwere Stoffe, die um seine H�fte gewickelt waren, und eine offene Weste aus schwerem Leder. Ein dicker Schal war um seinen Hals geschlungen und bedeckte das Gesicht bis zur Nase. Das verlieh ihm ein d�steres Erscheinungsbild.</p><p>Aus dieser N�he konnte Doomhammer auch erkennen, dass die Haut des Trolls mit Pelz �berzogen war. Erst nach einer Weile fiel ihm auf, dass es wie Moos aussah�</p><p>Die Trolle wirkten so gr�n, weil sie sich mit Moos bedeckten! Was f�r merkw�rdige Kreaturen sie doch waren�</p><p>�Ich bin Doomhammer � und ja, ich w�rde gern mit dir sprechen.� Doomhammer schaute zu dem Waldtroll auf und zeigte dabei keinerlei Furcht. �Mein Anf�hrer Blackhand herrscht �ber die Horde. Zweifellos habt ihr unsere Leute schon durch den Wald ziehen gesehen.�</p><p>Zul�jin nickte. �Wir euch gesehen, wie ihr durch B�ume gekracht. Ihr sein unbeholfener als Menschen�, sagte er. �Aber st�rker, ja. Und f�r Krieg bereit. Was ihr wollt von uns?�</p><p>Selbst hinter dem Schal konnte Doomhammer das Grinsen des Trolls erahnen. Kein sehr angenehmer Gesichtsausdruck.</p><p>�Ihr wollt unsern Wald, ja? Ihr mit uns k�mpfen m�sst darum.� Zul�jins H�nde glitten zu den beiden �xten, die er am G�rtel baumeln hatte. �Und ihr verlieren.�</p><p>Doomhammer bef�rchtete, dass der Trollh�uptling damit sogar Recht haben k�nnte. Die Horde war zwar deutlich zahlreicher, aber wenn alle Waldtrolle so stark und leise wie diese hier waren, konnten sie aus dem Nichts heraus zuschlagen� und dorthin auch wieder verschwinden. Sie konnten jeden Orc t�ten, der dieses Gebiet aufsuchte, w�hrend die Horde keine gro�e Streitmacht durch die B�ume f�hren konnte, um den Angriffen erfolgreich zu begegnen.</p><p>Zum Gl�ck hatte sie das auch gar nicht vor.</p><p>�Wir wollen euren Wald nicht�, versicherte Doomhammer dem Anf�hrer der Trolle. �Wir wollen eure <emphasis>St�rke</emphasis>. Wir wollen die Welt erobern � und euch dabei als Verb�ndete haben.�</p><p>Zul�jin runzelte die Stirn. �Verb�ndete? Warum? Was wir h�tten davon?�</p><p>�Was <emphasis>wollt</emphasis> ihr denn haben?�</p><p>Einer der anderen Trolle sagte etwas in einer merkw�rdigen, zischenden Sprache. Doch Zul�jin schnitt ihm mit einer knappen Geste das Wort ab. �Wir nichts brauchen�, antwortete er schlie�lich. �Wir Wald haben. Niemand hinein sich wagt, nur verdammte Elfen. Doch um die wir uns selbst k�mmern.�</p><p>�Seid ihr sicher?�, fragte Doomhammer, der einen m�glichen Ansatzpunkt witterte. �Diese Elfen � sind sie ein eigenes Volk? Ein m�chtiges Volk?�</p><p>�M�chtig, ja�, stimmte der Troll ihm knurrend zu. �Aber wir sie t�ten seit alten Tagen, als sie kamen in unser Land. Wir Hilfe nicht brauchen.�</p><p>�Warum kn�pft ihr sie euch nur nach und nach vor?�, fragte Doomhammer. �Warum geht ihr nicht in ihre St�dte und vernichtet sie restlos � ein f�r alle Mal? Wir k�nnten euch dabei helfen! Mit der Horde auf eurer Seite k�nntet ihr die Elfen f�r immer vernichten, und der Wald w�rde k�nftig ganz allein euch geh�ren.�</p><p>Zul�jin schien dar�ber nachzudenken. Und einen Moment lang wagte Doomhammer zu hoffen, dass der schlanke Waldtroll zustimmen w�rde. Aber schlie�lich sch�ttelte er den Kopf. �Wir selber bek�mpfen Elfen�, erkl�rte er. �Wir Hilfe nicht brauchen. Und wir nicht brauchen Rest der Welt, nicht mehr. Deshalb wir nichts davon haben, wenn ziehen aus, um bek�mpfen andere.�</p><p>Doomhammer seufzte. Er erkannte, dass er den Waldtroll nicht umstimmen konnte. Und er vermutete, dass zu starkes Dr�ngen ihn nur ver�rgern w�rde. �Ich verstehe�, sagte er schlie�lich. �Mein H�uptling wird sehr entt�uscht sein, so wie ich auch. Aber ich respektiere eure Entscheidung.�</p><p>Zul�jin nickte. �Geh in Frieden, Orc�, fl�sterte er und trat bereits zur�ck in die Schatten. �Kein Troll wird euch bel�stigen.� Dann war er fort und die anderen Trolle mit ihm�</p><p>Blackhand war tats�chlich entt�uscht gewesen. Der Kriegsh�uptling hatte Doomhammer angebr�llt und ihm und den anderen Orcs Versagen vorgeworfen. Aber nachdem er sich wieder beruhigt hatte, stimmte er Doomhammers Einsch�tzung zu, dass ein zu hartn�ckiges Bedr�ngen die Trolle vielleicht zu Feinden statt zu einer neutralen Partei h�tte machen k�nnen. Was sie auf gar keinen Fall riskieren durften.</p><p>Doomhammer bereute die Entscheidung des Trollh�uptlings noch immer. Deshalb hatte er seinen Kundschaftern aufgetragen, nach Trollen Ausschau zu halten, wann immer sie dem Wald nahe kamen oder ihn durchquerten.</p><p>Und das hatte sich jetzt vielleicht ausgezahlt.</p><empty-line/><p>Doomhammer beobachtete, wie die beiden Boote an der n�rdlichen K�ste der Insel anlegten. Rend sprang an Land, gefolgt von einem langsameren Troll, dessen Haar zu Z�pfen geflochten war. Ein langer Schal war um seinen Hals und die untere Gesichtsh�lfte geschlungen.</p><p>Doomhammer freute sich. Es war Zul�jin h�chstpers�nlich!</p><p>�Sie waren zusammengepfercht und angekettet�, berichtete Rend. Er blieb wenige Schritte von Doomhammer entfernt stehen. �Die Menschen waren achtlos, weil sie annahmen, dass die einzige Bedrohung im Wald die gewesen sei, die sie selbst eingefangen hatten.� Der H�uptling des Black-Tooth-Grin-Clans lachte. �Keiner, der uns gesehen hat, lebt noch.�</p><p>�Gut.�</p><p>Sie warteten, w�hrend der H�uptling der Trolle sich n�herte. Er sah noch genauso aus wie bei der letzten Begegnung. Von seinem Gesicht konnte Doomhammer ablesen, dass er sich an diese Begegnung ebenfalls noch erinnerte.</p><p>�Deine Krieger uns gerettet haben�, sagte der Waldtroll, trat zu Doomhammer und nickte ihm anerkennend zu. Eine Begr��ung unter Gleichrangigen. �Zu viele es waren, und hatten Fackeln, um zur�ckzuhalten uns.�</p><p>Doomhammer nickte. �Ich freue mich, dass ich einem Krieger helfen konnte�, sagte er. �Als ich h�rte, dass du gefangen genommen wurdest, schickte ich meine Leute sofort los.�</p><p>Zul�jin grinste. �Dein H�uptling dich geschickt?�</p><p>�Ich bin jetzt der H�uptling�, antwortete Doomhammer und grinste nun selbst breit.</p><p>Der Troll blickte nachdenklich drein. �Deine Horde immer noch die Welt erobern will?�, fragte er schlie�lich.</p><p>Doomhammer nickte stumm und voller Anspannung, wie Zul�jins n�chste Reaktion aussehen w�rde.</p><p>�Wir euch dann helfen�, verk�ndete dieser nach einem nicht enden wollenden Moment. �So wie ihr uns geholfen � Verb�ndete!� Er streckte seine Hand aus.</p><p>�Verb�ndete!� Doomhammer ergriff sie. In seinem Kopf schwirrten bereits die Ideen, wie es weitergehen w�rde.</p><p>Mit den Trollen, der Horde und den neuen Streitkr�ften, die Zuluhed dem Oberbefehl der Horde unterwarf, konnte sich ihnen nichts mehr in den Weg stellen.</p></section><section><title><p>5</p></title><p>Zwei Tage nach ihrem ersten Treffen befand sich Lothar zusammen mit den Herrschern des Kontinents im Thronsaal von Lordaeron. Khadgar begleitete ihn erneut, und Lothar war dankbar f�r die Anwesenheit seines Freundes. Terenas war ein freundlicher Gastgeber und ein guter Mann, genauso wie einige der anderen Monarchen. Aber der junge Zauberer war der Einzige, den Lothar noch von Azeroth her kannte. Selbst wenn dieser gar nicht in Stormwind geboren war, so erinnerte seine Gegenwart Lothar doch an sein Zuhause. An seine Heimat.</p><p>Heimat� ein Ort, den es nicht mehr gab. Lothar wusste, dass er sich damit abfinden musste. Dennoch erschien es ihm immer noch unwirklich. Er erwartete jederzeit, dass er Liane lachen h�rte oder ein paar Greifen �ber seinen Kopf hinwegflogen. Oder dass seine M�nner im Hof exerzierten.</p><p>Doch all das war nun vorbei. Ihre Freunde waren tot. Ihre Heimat war gefallen. Und er schwor sich, dass er dieses Land davor bewahren w�rde, in die Dunkelheit zu st�rzen, selbst wenn er daf�r sein Leben geben musste.</p><p>Gerade jetzt f�hlte er sich eher so, als w�rde er seine geistige Gesundheit verlieren. Lothar hatte f�r Politik nie genug Geduld aufgebracht. Er hatte �ber die Jahre fasziniert dabei zugesehen, wie Liane erst diesen Adeligen beruhigte und dann jenen, Streitigkeiten schlichtete und dabei nie einen Einzelnen bevorzugte oder seine pers�nlichen Interessen die Staatsgesch�fte beeinflussen lie�.</p><p>Es war ein gro�es Spiel, hatte ihm Liane immer wieder erkl�rt. Ein Spiel, bei dem es um Positionierung, Einfluss und subtile Man�ver ging. Niemand gewann jemals, zumindest nicht f�r lange. Das Ziel war es, die st�rkste Position einfach so lange wie m�glich zu halten.</p><p>Soweit Lothar es beurteilen konnte, waren die Herrscher dieses Kontinents Meister in diesem Spiel. Und weil er gezwungen war, sich mit ihnen auf gleicher Stufe zu messen, trieb ihn das an den Rand des Wahnsinns.</p><p>Nach dem Essen des ersten Tages waren sie in den Thronsaal zur�ckgekehrt, um weiter zu diskutieren. Jedermann schien inzwischen zu akzeptieren, dass die Horde angreifen w�rde. Selbst der aalglatte Perenolde.</p><p>Jetzt stellte sich die Frage, was dagegen getan werden sollte.</p><p>Es hatte den Rest des Tages gedauert, jedermann davon zu �berzeugen, dass nur eine vereinigte Armee Sinn zur L�sung dieser Frage machte. Terenas hatte gl�cklicherweise sofort zugestimmt, ebenso Trollbane. Proudmoore musste erst ein wenig geschmeichelt werden.</p><p>Perenolde und Graymane waren um einiges schwieriger. Lothar war nicht �berrascht gewesen, dass Perenolde Widerstand leistete. Er hatte �hnliche M�nner in Stormwind erlebt, glatt und geschmeidig, gemein und immer auf ihren Vorteil aus. H�ufig hatten sie sich als Feiglinge erwiesen.</p><p>Perenolde hatte vielleicht Angst, selbst in den Krieg ziehen zu m�ssen, und erweiterte diese Furcht auf seine Untergebenen� die jedoch ohne Zweifel tapferer als er waren.</p><p>Graymanes Zaudern hingegen war eine �berraschung, denn der Mann wirkte wie der personifizierte Krieger, er war kr�ftig gebaut und trug stets eine schwere R�stung. Er hatte sich auch nicht direkt gegen das K�mpfen ausgesprochen. Aber er hatte stets auf andere Optionen gedr�ngt, wenn sich das Gespr�ch dem Thema Krieg n�herte.</p><p>Perenolde hatte nat�rlich darauf bestanden, jeden der vorgebrachten Alternativvorschl�ge im Detail zu pr�fen. Erst nachdem Proudmoore und Trollbane kurz davor standen, Graymane Feigheit vorzuwerfen, stimmte der st�mmige Mann endlich darin �berein, dass die Armee ihr einziger R�ckhalt war.</p><p>Am zweiten Tag war es �hnlich weitergegangen. Sie hatten sich auf den Krieg verst�ndigt, doch nun mussten sie die logistische Zusammenarbeit koordinieren. Welche Armee w�rde welche Truppen bereitstellen? Wo wurden sie stationiert, wie wurden sie versorgt?</p><p>Alles Fragen, mit denen Lothar sich seit Jahren auseinandersetzte, allerdings nur auf eine Armee bezogen. Doch jetzt musste er <emphasis>f�nf unter</emphasis> einen Hut bekommen. Und dabei waren die �berlebenden von Stormwind noch gar nicht ber�cksichtigt.</p><p>Jeder K�nig hatte eigene Vorschl�ge und eigene Vorgehensweisen. Und nat�rlich war die wichtigste Frage, wer das Kommando �bernehmen sollte.</p><p>Jeder K�nig schien sich selbst f�r den besten Anf�hrer einer vereinigten Armee zu halten. Terenas f�hrte an, dass Lordaeron das gr��te K�nigreich mit den meisten Soldaten sei. Au�erdem sei er es gewesen, der sie alle zusammengerufen habe.</p><p>Trollbane war der Meinung, dass er �ber die gr��te Kampferfahrung verf�gte. Und wenn Lothar sich den rauen Bergk�nig betrachtete, glaubte er ihm das sogar.</p><p>Proudmoore erw�hnte die Macht seiner Marine und die Bedeutung von Schiffen als Truppen- und Nachschubtransporter.</p><p>Graymane geh�rte das s�dlichste K�nigreich. Er war der Ansicht, dass er das Kommando f�hren sollte, weil sein Land das erste sein w�rde, das die Orcs angriffen, wenn sie �ber Land kamen � auch wenn das nicht ganz stimmte, denn Stromgarde lag noch eher auf dem Weg der Horde, falls diese von Khaz Modan nach Dun Modr vorr�ckte.</p><p>Perenolde f�hrte aus, dass reine Gewalt allein nicht ausreichen w�rde, sondern dass der Oberkommandierende auch �ber Klugheit, Weisheit und Weitsicht verf�gen sollte � was er nat�rlich im �berfluss vorweisen konnte.</p><p>Und dann gab es da noch die beiden, die eigentlich keine K�nige waren, aber echte Anf�hrer: Erzbischof Faol, dessen Glaubensanh�nger die meisten Menschen in allen K�nigreichen umfassten, und Erzmagier Antonidas, der zwar nur �ber eine Stadt herrschte, aber deren Bewohnern Kr�fte innewohnten, die es an St�rke mit jeder Armee aufnehmen konnten.</p><p>Gl�cklicherweise waren die beiden M�nner � der eine klein und freundlich, der andere gro� und ernst � nicht am Oberkommando �ber die vereinigte Armee interessiert. Beide nutzten ihren Einfluss dankenswerterweise vielmehr, um m��igend auf die anderen Parteien einzuwirken. Dabei machten sie klar, dass die Horde kommen w�rde, ganz egal, ob eine Armee bereitstand, gegen sie anzutreten oder nicht. Und sie erinnerten die Monarchen daran, dass eine Armee ohne Anf�hrer v�llig nutzlos war, ganz egal, wie gro� sie war.</p><p>Lothar hatte die Diskussion mit einer Mischung aus Belustigung und Schrecken verfolgt. Seine Best�rzung schien die Oberhand zu erringen, als er immer �fter in die Gespr�che miteinbezogen wurde. Zeitweilig diente er als Experte in Orc-Fragen. Dann wieder war man an seiner Meinung als Au�enstehender interessiert. Sehr selten hatten sie ihm auch einmal die entscheidende Stimme zugestanden, wobei sie raffiniert darauf hinwiesen, dass seine Familie der eigentliche Herrscher dieses Landes gewesen war und er deshalb einige angestammte Rechte besa�.</p><p>Die H�lfte der Zeit konnte Lothar nicht sagen, ob sie ihn verspotteten oder anhimmelten. Er wusste, dass einige der K�nige etwas von ihm erwarteten. Nur schien sich deren Erwartung st�ndig zu �ndern.</p><p>Er w�rde auf jeden Fall erleichtert sein, wenn die Diskussionen vorbei waren und er zu den Fl�chtlingen aus Stormwind zur�ckkehren konnte. Aus ihnen w�rde er versuchen, wenigstens eine kleine Streitmacht zu formen.</p><p>Als sie darauf warteten, dass K�nig Terenas das Morgentreffen er�ffnete, erkannte Lothar, dass die anderen Monarchen ihn beobachteten. Einige, wie Trollbane, taten das ganz offen. Andere, Perenolde und Graymane, verfuhren subtiler und warfen ihm nur ab und zu einen Blick zu. Lothar wusste nicht genau, was vor sich ging, aber es gefiel ihm nicht.</p><p>�Sind dann alle anwesend?�, fragte Terenas, obwohl er leicht selbst erkennen konnte, dass dem so war. Dem K�nig von Lordaeron entging nicht sehr viel. �Gut. Wir wissen, dass Eile geboten ist, wenn wir unsere Streitkr�fte b�ndeln wollen, um die Horde aufzuhalten. Und wir haben uns alle auf eine Vorgehensweise geeinigt.�</p><p>Die anderen Monarchen nickten, was Lothar �berraschte und weiter verunsicherte. Sie hatten immer noch miteinander gestritten, als er in der Nacht schlafen gegangen war. Wann waren sie zu einer �bereinkunft gekommen? Und worum genau ging es hier eigentlich?</p><p>Die n�chsten Worte des K�nigs verschafften ihm Klarheit, und Lothar lief es eiskalt �ber den R�cken, denn ihm war die Bedeutung dieses historischen Moments nur allzu bewusst.</p><p>�Dann erkl�re ich hiermit die Gr�ndung der Allianz von Lordaeron f�r beschlossen! Wir stehen vereint zusammen, wie es unsere Vorfahren vor langer Zeit im Reich der Arathi taten.� Die anderen nickten, und Terenas fuhr fort. �Und es ist mehr als passend, dass der Oberkommandierende aus eben diesem Herrschaftshaus kommt. � Wir, die K�nige der Allianz, ernennen hiermit F�rst Anduin Lothar, Held von Stormwind, zu unserem Oberkommandierenden!�</p><p>Lothar sah Terenas an, der ihn herbeiwinkte. �Das war wirklich die einzige M�glichkeit�, erkl�rte ihm der K�nig von Lordaeron so leise, dass nur er es verstehen konnte. �Jeder wollte das Kommando, und keiner h�tte je einen anderen <emphasis>K�nig</emphasis> auf dem Posten akzeptiert. Ihr seid keiner, und deshalb muss niemand f�rchten, jemand h�tte eine Sonderbehandlung erfahren. Gleichzeitig seid Ihr durch Eure Herkunft adelig genug, dass sie sich nicht �bergangen f�hlen.� Der K�nig beugte sich vor. �Ich wei�, es ist viel von Euch verlangt. Und ich entschuldige mich daf�r. Ich h�tte nicht gefragt, wenn es nicht um unser aller �berleben ginge � wie Ihr selbst uns ja gewarnt habt. Werdet Ihr dieses Amt annehmen?�</p><p>Die letzten Worte hatte er lauter ausgesprochen. Terenas� Stimme klang jetzt wieder formeller. Stille legte sich �ber den Raum, da jedermann auf Lothars Antwort wartete.</p><p>Es dauerte nicht lange. Er hatte eigentlich gar keine Wahl, und Terenas wusste das. Aus dieser Geschichte gab es kein Entrinnen mehr. Nicht jetzt, nicht nach all dem, was bereits geschehen war.</p><p>�Ich nehme das Amt an�, antwortete er deshalb, und seine Stimme hallte schwer durch den Raum. �Ich werde die Armee der Allianz gegen die Horde f�hren.�</p><p>�Sehr gut!� Terenas klatschte in die H�nde. �Wir sollten jetzt alle unsere Truppen zusammenrufen und Vorr�te und Ausr�stung erg�nzen. Ich schlage vor, wir treffen uns in einer Woche wieder, um F�rst Lothar unsere Soldaten zu pr�sentieren. Damit er sieht, welche Streitkr�fte ihm zur Verf�gung stehen, und er mit der eigenen Planung beginnen kann.�</p><p>Die anderen K�nige murmelten oder nickten zustimmend. Jeder trat vor, um Lothar zu gratulieren und ihm seine vollst�ndige Unterst�tzung zuzusagen � auch wenn die Zusicherungen von Perenolde und Graymane etwas weniger aufrichtig klangen.</p><p>Dann waren die K�nige gegangen, und nur vier M�nner blieben zur�ck. Lothar blickte Khadgar an, der ihn anl�chelte.</p><p>�Wie die Jungfrau zum Kinde��, sagte der junge Magier und sch�ttelte den Kopf. �Und du hast dich da reinreden lassen. Diese cleveren Hurens�hne! Sie w�rden ihre eigenen Kinder verkaufen, wenn es ihnen einen einzigen Morgen Land mehr einbr�chte. Ich fand es toll, wie sie einfach davon ausgingen, dass du akzeptieren w�rdest� Aber das passiert, wenn du Macht �ber andere aus�bst. Es tr�bt deinen Blick f�r die Dinge, die wirklich z�hlen.�</p><p>��hem!� Das H�steln schnitt dem jungen Zauberer das Wort ab. Er sah zu einem der anderen noch anwesenden M�nner auf, dem die Emp�rung noch im Gesicht geschrieben stand. �Nicht alle Autorit�ten sind korrupt und eigenn�tzig, junger Mann�, erkl�rte Erzbischof Faol. Sein normalerweise freundliches Gesicht wirkte bitterernst. �Es gibt auch solche, die dienen, indem sie f�hren � so wie Euer Freund.�</p><p>�Nat�rlich, ehrw�rdiger Vater. Bitte vergebt mir. Ich wollte Euch nichts unterstellen. Ich meinte nur die Leute, die <emphasis>zeitweise</emphasis> Macht aus�ben� Ihr hingegen��</p><p>Es war das erste Mal, dass Lothar erlebte, wie seinem normalerweise glattz�ngigen Freund die Worte ausgingen. Und so musste er einfach �ber die Zwickm�hle schmunzeln, in die sich sein Freund man�vriert hatte. Und Faol lachte selbst derart gutm�tig, dass schlie�lich auch Khadgar einfiel.</p><p>�Genug, Freund�, sagte Faol schlie�lich und hob eine Hand. �Ich trage Euch Euren Ausbruch nicht nach. Und F�rst Lothar wurde tats�chlich in diese Verantwortung hineinman�vriert. Ich muss sogar zugeben, dass ich daran nicht ganz unschuldig bin. Ihr seid ein guter Mann, und ich glaube, Ihr seid die beste Wahl als Oberkommandierender der Allianz. Jedenfalls bin ich mehr als beruhigt, dass <emphasis>Ihr</emphasis> die Schlachtpl�ne ausarbeitet und unsere Truppen anf�hrt.�</p><p>�Danke, Vater.� Lothar war nie sonderlich religi�s gewesen. Aber er hatte gro�en Respekt vor der Kirche des Lichts. Alles, was er bislang von Faol geh�rt hatte, erf�llte ihn mit gro�er Hochachtung. Dass der Erzbischof ihn derart lobte, machte ihn durchaus stolz.</p><p>�Ihr werdet Euch beide im Verlauf des Krieges beweisen m�ssen�, warnte sie Faol. Seine Stimme klang jetzt tiefer und voller als zuvor. Als w�rde er eine Verk�ndigung aus sehr gro�er H�he vortragen. �Ihr werdet an Eure Grenzen sto�en, nicht nur mit Euren F�higkeiten, sondern auch mit Eurem Mut und Eurer Entschlossenheit. Doch ich bin mir sicher, dass Ihr diese Herausforderungen meistert und siegreich sein werdet. Ich bete darum, dass das Heilige Licht Euch mit St�rke und Reinheit erf�llt und Ihr die Leidenschaft und innere Balance findet, die Ihr braucht, um zu �berleben und zu siegen.� Seine Hand hob sich zum Segen. Lothar glaubte, einen schwachen Schein um die Hand herum zu sehen, ein Leuchten, das sich auf ihn und Khadgar ausdehnte. Danach f�hlte er sich friedvoller und gelassener und von einer unerkl�rlichen Fr�hlichkeit erf�llt.</p><p>�Da ist noch etwas.� Pl�tzlich war Faol wieder ein normaler Mensch, wenn auch alt und weise. �Was k�nnt Ihr mir �ber Nordhain sagen? Besonders �ber die Abtei dort. Hat sie die Schlacht �berstanden?�</p><p>�Leider nicht, ehrw�rdiger Vater�, antwortete Lothar. �Die Abtei ist zerst�rt, nur noch eine Ruine. Ein paar Kleriker haben �berlebt und sind nun in Southshore mit dem Rest unserer Leute. Die anderen�� Er sch�ttelte den Kopf.</p><p>�Ich verstehe.� Faol war bleich geworden, wahrte aber Haltung. �Ich werde f�r sie beten.� Er schwieg, tief in Gedanken versunken, und Lothar und Khadgar warteten respektvoll ab, bis er sich wieder gesammelt hatte. Nach einer Weile schaute der Erzbischof zu ihnen auf, und in seinen Augen lag eine neue Entschlossenheit.</p><p>�Ihr werdet Offiziere f�r Eure Armee brauchen�, sagte er. �Ich denke, es ist das Beste, wenn einige nicht aus den K�nigreichen kommen, sondern von der Kirche abgestellt werden. Ich habe da schon eine Idee. Ein neuer Orden k�nnte sich n�tzlich f�r die Allianz erweisen. Ich brauche ein paar Tage, um die Details auszuarbeiten und die geeigneten Kandidaten daf�r auszuw�hlen. Treffen wir uns in vier Tagen von heute an auf dem Burghof, nach dem Mittagsmahl? Ich bin mir sicher, Ihr werdet nicht entt�uscht sein.� Er nickte freundlich und entfernte sich dann ohne Eile, aber festen Schrittes.</p><p>Einer blieb noch da. Antonidas hatte sie wortlos beobachtet. Jetzt n�herte sich der alte Zauberer. �Macht und Weisheit der Kirin Tor stehen Euch zur Verf�gung�, sagte er an Lothar gewandt. �Ich wei�, dass Ihr mit dem Tun unserer Br�der in Stormwind vertraut wart. Deshalb wisst Ihr, wozu wir in der Lage sind. Ich werde einen von uns benennen, der Euch assistieren soll und als Kontaktmann dient.� Der m�chtige Zauberer legte eine Pause ein. Seine Augen huschten so kurz zur Seite, dass Lothar es fast nicht mitbekommen h�tte. Er musste l�cheln.</p><p>�Ich w�rde Khadgar f�r diese Rolle vorschlagen�, sagte er und freute sich �ber das L�cheln, das �ber das Gesicht des Erzmagiers flog. �Er ist bereits ein vertrauter Begleiter und hat den Orcs mehr als einmal gegen�ber gestanden.�</p><p>�Selbstverst�ndlich.� Antonidas wandte sich an den jungen Mann. Dann griff er pl�tzlich nach vorne, fasste Khadgar mit einer Hand am Kinn und hob seinen Kopf an, um sein Gesicht zu studieren. �Du hast viel erlitten�, sagte der Erzmagier leise. Lothar erkannte die Sorge und die Sympathie in den Augen des �lteren Mannes. �Deine Erfahrung hat dich gezeichnet, und das nicht nur �u�erlich.�</p><p>Khadgar zog sanft seinen Kopf zur�ck. �Ich tat, was getan werden musste�, antwortete er und rieb sich abwesend �ber das Kinn, wo Antonidas die wei�en Barthaare ber�hrt hatte, die dort zu sprie�en begannen.</p><p>Antonidas furchte die Stirn. �Wie wir alle es m�ssen.� Er seufzte, dann schien er die schwerm�tigen Gedanken abzusch�tteln. �Du sollst uns �ber die Vorg�nge in der Schlacht auf dem Laufenden halten, junger Khadgar, und uns F�rst Lothars Bed�rfnisse und Anforderungen �berbringen. Und das so schnell wie m�glich. Du sollst au�erdem die Aktionen der anderen Magier koordinieren. Ich vermute mal, dazu bist du in der Lage?�</p><p>Khadgar nickte.</p><p>�Gut. Ich erwarte dich dann in Dalaran, wo wir andere wichtige Dinge besprechen und entscheiden werden, wie wir der Allianz am besten dienen k�nnen.� Der Edelstein auf seinem Stab gl�hte auf, und wie als Antwort geisterte ein Leuchten von dem Edelstein an der Spitze seines Knochenhelms abw�rts, genau zwischen den Augen. Dann schien Antonidas zu verblassen, und schlie�lich war er tats�chlich weg.</p><p>�Er will wissen, was mit Medivh passiert ist�, sagte Khadgar, nachdem der Erzmagier verschwunden war.</p><p>�Nat�rlich.� Lothar drehte sich und f�hrte den j�ngeren Mann aus dem Thronsaal, zur�ck in den Palast und in Richtung Speisesaal.</p><p>�Was soll ich ihnen sagen?� Der junge Zauber ging neben ihm.</p><p>�Sagt ihm die Wahrheit�, antwortete Lothar, zuckte mit den Achseln und hoffte, dass die Geste beil�ufig wirkte. In seinem Magen rumorte es. �Sie m�ssen wissen, was geschehen ist.�</p><p>Khadgar nickte, obwohl er unzufrieden wirkte. �Ich werde es ihnen erz�hlen�, sagte er schlie�lich �Aber das kann bis nach dem Mittagsmahl warten.� Er grinste, was sein tats�chliches Alter verriet. �Nicht einmal die Horde selbst k�nnte mich jetzt vom Essen abhalten��</p><empty-line/><p>Ein paar Tage sp�ter kehrten Lothar und Khadgar zum Hof zur�ck und warteten jetzt auf Erzbischof Faol. Er erschien wenige Minuten sp�ter und trat ruhig auf sie zu.</p><p>�Danke f�r Eure Nachsicht�, sagte der Erzbischof, als er sie erreichte. �Ich wollte Euch nicht l�nger als n�tig warten lassen und ganz gewiss nicht Eure Zeit stehlen. Doch ich glaube, es hat sich gelohnt, und dies hier wird sich f�r Euch und die Allianz als gro�e Hilfe erweisen. Aber zuerst sollt Ihr wissen, dass sich die Kirche verpflichtet hat, Stormwind zu helfen. Wir werden Geld sammeln, damit Euer K�nigreich wieder aufgebaut werden kann, sobald diese Krise erst einmal �berwunden ist.�</p><p>Lothar l�chelte so offen und herzlich, wie Khadgar es bislang nur selten bei ihm gesehen hatte, seit Stormwind gefallen war. �Danke, Vater�, sagte er mit bewegter Stimme. �Das bedeutet mir sehr viel � und nat�rlich auch Prinz Varian.�</p><p>Faol nickte. �Das Heilige Licht wird Euer Heim neu erf�llen�, versprach er freundlich. Dann machte er eine Pause und betrachtete sie beide. �Als wir uns das letzte Mal unterhielten�, begann Faol und schritt vor ihnen auf und ab, �habt Ihr mir von der Zerst�rung der Abtei von Nordhain erz�hlt. Ich war best�rzt und fragte mich, wie der Rest meiner Kleriker den Krieg �berleben k�nnte, der sich so schnell n�hert. Diese Orcs sind schon eine Herausforderung f�r gestandene Krieger wie Euch selbst. Wie kann da ein einfacher Priester sich und seine Gemeinde verteidigen?� Er l�chelte. �Als ich diese Bedenken hatte, kam mir zugleich eine Idee, als w�re sie mir vom Heiligen Licht selbst eingefl�stert worden: Es musste einen Weg geben, dass Krieger <emphasis>f�r</emphasis> das Licht und <emphasis>mit</emphasis> ihm k�mpfen. Sie sollten die Gabe und ihr kriegerisches K�nnen nutzen und sich trotzdem so benehmen, wie es die Kirche erwartet und guthei�en kann.�</p><p>�Und Ihr habt diesen Weg gefunden?�, fragte Lothar. �Ja, davon bin ich fest �berzeugt�, stimmte Faol zu. �Ich werde einen neuen Zweig der Kirche gr�nden, die Paladine. Ich habe bereits die ersten Kandidaten f�r diesen Orden ausgew�hlt.</p><p>Einige waren zuvor Ritter, andere Priester. Ich erw�hlte diese M�nner wegen ihre Fr�mmigkeit und ihrer k�mpferischen F�higkeiten. Sie werden nicht nur in der Kriegskunst ausgebildet, sondern auch im Gebet und der Heilung. Und jeder dieser tapferen K�mpfer wird die milit�rischen und spirituellen Voraussetzungen besitzen, um sich selbst und andere mit der Kraft des Heiligen Lichts zu segnen.�</p><p>Er drehte sich um und winkte. Vier M�nner erschienen aus einem nahe gelegenen Gang und schritten schnell auf Faol zu. Sie trugen gl�nzende R�stungen mit dem Zeichen der Kirche auf Brust, Schild und Helm. Jeder besa� ein Schwert. An der Art, wie sie sich bewegten, konnte Lothar erkennen, dass diese M�nner auch mit ihren Waffen umgehen konnten, obwohl ihre Ausr�stung noch neu und makellos war. Sie verf�gten �ber das notwendige Wissen und die Ausbildung � doch Lothar fragte sich, ob einer dieser M�nner sich je in einem echten Kampf hatte beweisen m�ssen.</p><p>Diejenigen, die zuvor Krieger gewesen waren, mussten das eigentlich. Obwohl sie vielleicht nicht gegen menschliche Feinde hatten bestehen m�ssen.</p><p>Die ehemaligen Priester hingegen waren wahrscheinlich nur in �bungsk�mpfen gegen ihre Kameraden erfahren. Und nun w�rden sie praktisch ohne �bergang gegen Orcs antreten m�ssen.</p><p>�Darf ich Euch Uther, Saidan Dathroban, Tirion Fordring und Turalyon vorstellen?� Faol strahlte wie ein stolzer Vater. �Das werden die Ritter der Silbernen Hand sein.� Auch Lothar und Khadgar stellte er vor. �Das ist F�rst Anduin Lothar, Held von Stormwind und Oberkommandierender der Allianz. Und sein Begleiter ist der Zauberer Khadgar aus Dalaran.� Faol l�chelte. �Ich �berlasse euch sechs jetzt euch selbst.�</p><p>Und so geschah es.</p><p>Er lie� Lothar und Khadgar, umringt von den Paladin-Anw�rtern, zur�ck. Einige von ihnen, wie Turalyon, schienen regelrecht �berw�ltigt zu sein. Andere, wie Uther und Tirion, sahen alles entspannter.</p><p>Uther erhob das Wort, w�hrend Lothar noch dar�ber nachdachte, was er ihnen sagen sollte. �Mein F�rst, der Erzbischof hat uns von der bevorstehenden Schlacht erz�hlt. Wir stehen zu Euren Diensten und denen des Volkes. Setzt uns dort ein, wo Ihr es f�r richtig erachtet. Wir schlagen unsere Feinde und vertreiben sie. Wir besch�tzen dieses Land mit dem Heiligen Licht.� Er war ein gro�er, kr�ftig gebauter Mann, mit markanten, vage vertrauten Gesichtsz�gen und ernsten Augen, die die Farbe des Ozeans hatten. Lothar konnte die Fr�mmigkeit des Mannes sp�ren, als w�re sie greifbar. Sie glich der des Erzbischofs, lie� es aber an W�rme mangeln.</p><p>�Wart ihr zuvor Ritter?�</p><p>�Ja, mein F�rst.�, antwortete der Paladinanw�rter. �Aber ich bin ein Anh�nger der Kirche und glaube an das Heilige Licht seit meiner Jugend. Ich traf den Erzbischof das erste Mal, als er gerade Bischof geworden war. Er war so freundlich, mein geistiger Ratgeber und Mentor zu werden. Ich war geehrt, als er mir von seinen Pl�nen berichtete, einen neuen Orden zu gr�nden � und mir zugleich darin einen Platz anbot.� Uther presste kurz die Z�hne aufeinander. �Seit diese b�sartigen Kreaturen hier eingedrungen sind, wei� ich, dass wir den Segen des Lichts brauchen, um sie zu schlagen. Um unser Land,unsere Heimat und unser Volk zu besch�tzen.�</p><p>Lothar nickte. Er konnte verstehen, warum der Mann sich den Glauben als Antwort � oder zumindest als Teil einer Antwort � gew�hlt hatte. Und er bezweifelte nicht, dass Uther ein mutiger K�mpfer auf dem Schlachtfeld sein w�rde.</p><p>Aber etwas am Eifer des Mannes st�rte ihn. Er vermutete, dass Uther zu sehr auf Ehre und Glauben eingeschworen war, um notfalls weniger noble Methoden einzusetzen.</p><p>Und das war gar nicht gut. Lothar hatte aus bitterer Erfahrung gelernt, dass, wenn man es mit Orcs zu tun hatte, Ehre allein nicht gen�gte. Um gegen die Horde bestehen zu k�nnen, musste man <emphasis>jedes</emphasis> Mittel nutzen.</p><p>Er und Khadgar verbrachten die n�chste Stunde damit, sich mit den vier potenziellen Paladinen zu unterhalten. Lothar war erfreut, dass sein junger Freund sie ebenfalls befragte.</p><p>Nachdem die heiligen Krieger gegangen waren, um sich zur Nachmittagsandacht zu begeben, schaute Lothar den alt wirkenden Zauberer an. �Nun�, fragte er. �Was h�ltst du von ihnen?�</p><p>Khadgar furchte die Stirn. �Ich bezweifle, dass sie uns viel n�tzen werden�, sagte er wenig sp�ter.</p><p>�Ach? Und warum?�</p><p>�Sie hatten keine Zeit, sich vorzubereiten�, erkl�rte der Zauberer. �Wir gehen davon aus, dass die Horde Lordaeron binnen weniger Wochen erreichen wird. Wenn nicht gar noch schneller. Keiner dieser M�nner war je in einem richtigen Gefecht � zumindest nicht als Paladin. Ich behaupte nicht, dass sie nicht k�mpfen k�nnen. Aber Krieger haben wir schon genug. Wenn der Erzbischof Wunder von ihnen erwartet, wird er wahrscheinlich schwer entt�uscht werden.�</p><p>Lothar nickte. �Ich stimme dir zu�, sagte er. �Doch Faol vertraut ihnen, und vielleicht m�ssen wir das auch tun.� Er l�chelte schwach. �Nehmen wir mal an, sie w�ren doch irgendwie bereit. Was w�rdest du dann von ihnen halten?�</p><p>�Uther wird der Horde gef�hrlich werden, das ist sicher�, antwortete Khadgar. �Aber ich glaube, er kann keine anderen M�nner als Paladine befehligen. Seine Fr�mmigkeit ist zu gro�, zu vordergr�ndig, als dass die meisten Soldaten sie ertragen k�nnten.� Lothar ermunterte seinen Begleiter fortzufahren. �Saidan und Tirion sind fast genauso. Saidan war ein Ritter und Tirion Krieger. Aber seitdem haben sie zum Glauben gefunden. Deshalb k�nnten sie gehemmt sein, gewisse Taktiken zu nutzen, die sie als einfache K�mpfer noch ohne mit der Wimper zu zucken eingesetzt h�tten.�</p><p>Lothar nickte. �Und Turalyon?�</p><p>�Scheint mir der mit dem wenigsten Glauben zu sein, und deshalb sch�tze ich ihn am meisten�, sagte Khadgar grinsend. �Er wurde auf die Priesterschaft vorbereitet und ist ein loyaler Gl�ubiger. Aber er hat nicht den blinden Eifer der anderen. Er blickt auch weiter als sie und ist cleverer.�</p><p>�Das sehe ich auch so.� Der junge Mann hatte Lothar ebenfalls beeindruckt. Turalyon hatte zun�chst nur z�gerlich gesprochen, doch nach einer Weile war klar geworden, wieso. Er hatte von Lothar und seinen Taten in Stormwind geh�rt und war beeindruckt gewesen. Das wiederum war Lothar unangenehm, obwohl es ihm nicht zum ersten Mal passierte. Viele in seiner Heimat hatten ihn verehrt und darum gebettelt, von ihm ausgebildet und in seine Wache aufgenommen zu werden.</p><p>Aber nach dieser leicht versch�chterten Phase war Turalyon aufgetaut und entpuppte sich als kluger junger Mann mit einer wesentlich besseren Auffassungsgabe f�r Feinheiten als seine Kameraden.</p><p>Lothar mochte ihn von Anfang an, und dass Khadgar �hnlich dachte, best�rkte ihn in seiner Ansicht.</p><p>�Ich werde mit Faol sprechen�, sagte Lothar schlie�lich. �Die Paladine sind ohne Zweifel eine wertvolle Unterst�tzung. Ich werde Uther zu unserem Verbindungsmann zu ihnen und allen anderen Truppen machen, die die Kirche ausr�sten kann.� Dann fiel ihm noch etwas ein. �Au�erdem werde ich einen weiteren Kandidaten erw�hlen�, sagte er. �Gavinrad. Er war einer meiner Ritter in Azeroth. Der Treueste von uns, und ein guter Mann. Ich vermute, er w�rde einen guten Paladin abgeben.� Er grinste. �Aber Turalyon will ich als einen meiner Offiziere.�</p><p>Khadgar nickte. �Eine gute Wahl, wie ich finde.� Er sch�ttelte den Kopf. �Dann lass uns darauf hoffen, dass uns die Horde genug Zeit l�sst, sie und den Rest unserer Truppen darauf vorzubereiten��</p><p>�Wir tun, was wir k�nnen�, antwortete Lothar pragmatisch. Er dachte bereits dar�ber nach, wie er die Truppen aufstellen w�rde. �Wir werden ihnen entgegentreten, wenn wir es m�ssen. Sehr viel mehr k�nnen wir momentan nicht tun.�</p></section><section><title><p>6</p></title><p>Gul�dan war w�tend. �Warum seid ihr noch nicht fertig?�, wollte er wissen. Die anderen Orcs zuckten zur�ck. Sie hatten den Ober-Hexenmeister schon fr�her manchmal aufgebracht erlebt und wussten, dass er seine furchtbaren Kr�fte, wenn er unzufrieden war, auch gegen sie einsetzen konnte.</p><p>�Wir tun ja bereits, was wir k�nnen, Gul�dan�, antwortete Rakmar beschwichtigend.</p><p>Der �lteste der �berlebenden Orc-Totenbeschw�rer, Rakmar Sharpfang, war der inoffizielle Anf�hrer der Nekromanten. Meistens war es an ihm, dem Hexenmeister ihre Fortschritte oder R�ckschl�ge zu melden. �Wir haben die Toten reanimiert. Aber wir konnten ihnen kein Bewusstsein einhauchen. Sie sind nicht mehr als leere H�llen. Wir k�nnen sie wie Puppen herumlaufen lassen, doch ihre Bewegungen sind plump und langsam. Sie stellen f�r niemanden eine Bedrohung dar.�</p><p>Gul�dan starrte auf die K�rper hinter Rakmar. Es waren menschliche Leichen, Krieger, die hier in Stormwind get�tet worden waren. Sie w�rden die Horde nachhaltig verst�rken, so wie er es Doomhammer versprochen hatte. Allerdings nur, wenn seine nichtsnutzigen Assistenten sie in etwas anderes als tapsige Kreaturen verwandeln konnten!</p><p>�Finde einen Weg!�, br�llte Gul�dan. Speichel flog aus seinem Mund. Er ballte die F�uste und war versucht, die Nekromanten allesamt auf der Stelle niederzustrecken. Aber was h�tte ihm das f�r einen Nutzen gebracht? Tot konnten sie ihm schwerlich helfen.</p><p>Ihm kam ein Einfall, und Gul�dan wippte vor Begeisterung mit seinen Fersen. Seine eigene Brillanz verbl�ffte ihn immer wieder. Nat�rlich! Das war die L�sung!</p><p>�Du hast Recht, Rakmar�, sagte er leise, �ffnete seine H�nde und strich �ber seine Robe. �Ich wei�, du tust dein M�glichstes. Wir wollen etwas v�llig Neues schaffen. Das w�re f�r jeden eine gro�e Herausforderung. Ich h�tte nicht w�tend werden d�rfen, weil du noch keinen Erfolg hattest. Bitte, geh zur�ck an die Arbeit. Ich verschwinde jetzt, damit du in Ruhe weitermachen kannst.�</p><p>�Oh� danke�, stammelte Rakmar. Seine Augen waren weit aufgerissen. Gul�dan merkte, dass sein Untergebener von seinem Sinneswandel �berrascht war. Genauso wie die anderen Hexer. Er unterdr�ckte ein L�cheln, nickte ihnen stattdessen zu und ging davon. Sollten sie doch denken, er h�tte es sich anders �berlegt. Oder dass er sich anderen Dingen zuwenden wollte.</p><p>Sollten sie doch glauben, was sie wollten. Schon bald w�rde es v�llig egal sein.</p><p>Auf seinem Spaziergang sah Gul�dan sich um. Cho�gall befand sich wie immer in der N�he. Der Ogermagier lebte in einem zerst�rten Geb�ude. Es lag ganz in der N�he, damit er schnell vor Ort sein konnte, wenn Gul�dan ihn brauchte. Aber das Haus befand sich zugleich auch etwas abseits der Nekromanten, die Cho�galls Gegenwart mieden.</p><p>Gul�dan winkte, und der zweik�pfige Oger erhob sich und kam auf ihn zu. Mit langen Schritten �berwand er rasch die Distanz zwischen ihnen.</p><p>�Die Nekromanten haben ihren Zweck erf�llt�, stellte Gul�dan fest. �Jetzt sollen sie einem h�heren Ziel dienen, einem sehr viel h�heren.� Er grinste und fuhr sich durch den Bart. �Bereite unsere Instrumente vor. Wir vollziehen eine Opferung.�</p><p>�Wir beschw�ren unsere gefallenen Br�der?�, fragte Rakmar leise. Er stand mit den restlichen Nekromanten wie befohlen um den Altar, den Gul�dan und Cho�gall aufgebaut hatten.</p><p>Gul�dan entging nicht, dass sie vehement herauszufinden versuchten, welchem Zweck er letztlich dienen sollte. Es beunruhigte ihn nicht. Wenn sie es endlich erfuhren, w�rde es l�ngst zu sp�t f�r sie sein, noch etwas daran zu �ndern.</p><p>�Ja�, antwortete Gul�dan. Er konzentrierte sich auf die Beschw�rung. �Doomhammer hat die anderen Hexenmeister get�tet. Doch ihre Seelen leben noch. Wir werden sie rufen und in die menschlichen K�rper einfahren lassen.� Er grinste. �Sie werden auf jeden Fall in diese Welt zur�ckkehren wollen, um der Horde erneut zu dienen.�</p><p>Rakmar nickte. �Das wird sie beleben�, stimmte er zu. �Aber wie erlangen sie die ben�tigte Kraft? Denn sonst sind sie ja nicht mehr als wandelnde Leichname.�</p><p>Gul�dan runzelte die Stirn. Er war �berrascht und ver�rgert, dass der Nekromant so schnell den wesentlichen Punkt herausgefunden hatte. �Ruhe!�, befahl er, um weiteren Fragen zuvorzukommen. �Wir fangen an!�</p><p>Er begann das Ritual, beschwor seine Magie und sp�rte, wie sie ihn langsam mit Macht erf�llte. Noch war es nicht genug, aber das w�rde sich bald �ndern. In der Zwischenzeit konzentrierte er sich auf seine Aufgabe, kanalisierte seine Energien in den Altar und bereitete die Str�me auf die Transformation vor, die er gerade beschwor.</p><p>Rakmar und die anderen Nekromanten fielen mit ein, spendeten ihre eigene nekromantische Energie f�r seine Beschw�rung. So waren sie abgelenkt und bekamen nicht mit, wie Gul�dan sich bewegte � bis es zu sp�t war.</p><p>�<emphasis>Rrargh</emphasis>!� Gul�dan konnte das Knurren nicht unterdr�cken, das ihm �ber die Lippen kam. Doch es spielte auch keine Rolle mehr. Er stand bereits direkt hinter Rakmar, hielt den Krummdolch bereit, und als der gr��ere Orc sich umdrehte, stie� Gul�dan zu und zog dem Nekromanten die Klinge quer �ber die Kehle.</p><p>Blut spritzte heraus und traf dabei alle beide. Rakmar stolperte, umfasste die Wunde und schnappte nach Luft. Er fiel auf den Altar und keuchte panisch, w�hrend er versuchte, sich davon wegzudr�cken. Aber Gul�dan war bereits �ber ihm, kniete sich auf den sterbenden Nekromanten und schlug dessen Hand weg. Dann trieb er den Dolch in Rakmars Brust und zerrte daran, um die Wunde zu vergr��ern. Schlie�lich griff er in den offenen Leib und holte mit einem harten Ruck Rakmars noch schlagendes Herz heraus.</p><p>Vor den Augen seines ehemaligen Assistenten sprach Gul�dan den vorbereiteten Zauber. Seine Magie umh�llte das blutige Organ und sperrte Rakmars Geist darin ein. Die Magie des Altars stieg auf, ver�nderte das Herz, verkleinerte und festigte es und versah es mit einem widernat�rlichen Glanz.</p><p>Als der Nekromant, dessen K�rper jetzt nur noch eine leere H�lle war, zusammenbrach, grinste Gul�dan ihn an und hielt den leuchtenden Edelstein hoch.</p><p>�F�rchte dich nicht, Rakmar�, versicherte er dem toten Orc. �Dies ist nicht dein Ende. Ganz im Gegenteil. Du wirst mit meiner Hilfe erfolgreich sein. Du wirst wieder f�r die Horde k�mpfen. Und Doomhammer wird seine untoten Krieger bekommen.� Er lachte. �Das ist das Gute an uns Totenbeschw�rern � wir lassen nichts verkommen.�</p><p>Er schaute auf. Cho�gall hatte bereits mehrere andere Nekromanten get�tet und ihre Herzen und Seelen auf dieselbe Weise verwandelt. Der Rest kauerte in der N�he, ihre Magie war immer noch im Altar gefangen. Sie konnten nicht entfliehen und waren zu verschreckt, um k�rperlich zu k�mpfen.</p><p>Gul�dan schnaubte. Wertloses Pack! <emphasis>Er</emphasis> h�tte gek�mpft. Aber das machte es ihm zumindest leichter. Er lachte, w�hrend er sich erhob und zu den verbliebenen Hexenmeistern hin�berging. Dabei leckte er sich das Blut von den Hauern.</p><p>Schon bald w�rden sie f�r den nach Blut d�rstenden Kommandanten einsatzbereit sein.</p><empty-line/><p>�Nun?�, fragte Doomhammer, als er kam. �Hattest du Erfolg?�</p><p>Es entging Gul�dans Aufmerksamkeit nicht, dass die Worte des Kriegsh�uptlings exakt dieselben waren, die er selbst den Nekromanten vor wenigen Tagen entgegengerufen hatte.</p><p>Aber diesmal war die Antwort eine v�llig andere.</p><p>�Ja, das hatte ich, verehrter Doomhammer�, antwortete er und wies auf die K�rper hinter ihm.</p><p>Doomhammer schaute hin. Die Leichen lagen ausgestreckt auf dem Boden.</p><p>�Das sind gefallene Krieger aus Stormwind�, knurrte Doomhammer. �Was ist damit? Oder hast du mich nur hierher bestellt, um mir zu zeigen, dass du Leichen wundersch�n arrangieren kannst?�, feixte er. �Ist das die Erweiterung deiner F�higkeiten, Gul�dan � dass du Leichen f�r ihre Bestattung vorzubereiten vermagst?�</p><p>Gul�dan h�tte dem Kriegsh�uptling mit Freude das Lachen aus dem Gesicht gerissen, um dem arroganten Krieger die wahre Ausweitung seiner F�higkeiten zu demonstrieren. Doch jetzt war daf�r nicht der richtige Zeitpunkt.</p><p>�Nat�rlich nicht�, antwortete er, immer noch aggressiv genug, dass sich Doomhammers Blick verengte. �Schau!� Er nickte Cho�gall zu, der neben der ersten Leiche kniete und einen edelsteinbesetzten Stab in ihre kalten, starren H�nde legte.</p><p>Diese verzauberten Waffen waren der aufw�ndigste Teil des Prozesses gewesen. Aber Gul�dan wusste, dass seine neuen K�mpfer ohne sie weitaus schw�cher gewesen w�ren, wie Rakmar richtig erkannt hatte. Gl�cklicherweise hatten er und Cho�gall bereits mit solchen Dingen experimentiert. Deshalb hatten sie den Zauber nur modifizieren und die Waffen den neuen Erfordernissen anpassen m�ssen.</p><p>W�hrend er und Doomhammer hinsahen, begann der Leichnam sich zu bewegen. Seine Finger schlossen sich fest um den Stab, der sofort aufgl�hte. Das Licht floss zu den H�nden der Leiche, dann die Arme entlang und umgab so langsam den gesamten K�rper mit einer gr�nen Aura.</p><p>Und dann �ffnete die Leiche die Augen.</p><p>Doomhammer erschrak leicht, auch wenn er keinen Ton von sich gab. Gul�dan grinste h�hnisch. Allerdings konnte er dem Kriegsh�uptling die Reaktion nicht ver�beln. Er selbst fand den Anblick ebenfalls schrecklich, dabei hatte er diese Kreaturen erschaffen.</p><p>Die Leiche erhob sich langsam, ihre Bewegungen waren noch steif, wurden aber mit jeder Sekunde fl�ssiger. Sie wandte ihre leuchtend roten Augen Gul�dan zu. Offensichtlich erkannte sie ihn.</p><p>�Du hattest also Erfolg, Gul�dan�, sagte die Kreatur. Ihre Worte klangen undeutlich, weil sie ein unbekanntes Gebiss und merkw�rdige, zu klein wirkende Z�hne bewegen musste. Sie schaute an sich selbst herunter und musterte Glieder und Torso. Dann hob sie eine Hand und ber�hrte ihr Gesicht. �Du hast meinen Geist auf diese Welt zur�ckgerufen!� Sie lachte heiser, was deutlich mehr nach Orc als nach Mensch klang. �Ausgezeichnet!�</p><p>�Willkommen zur�ck, Teron Gorefiend�, antwortete Gul�dan und bem�hte sich, nicht in Gel�chter auszubrechen. �Ja, ich habe dich zur�ckgeholt, damit du weiter der Horde dienen kannst.�</p><p>Doomhammer trat vor und beobachtete die merkw�rdige Kreatur vor sich. �Gorefiend? Einer der Hexenmeister aus dem Schattenrat? Ich habe dich h�chstpers�nlich get�tet.�</p><p>�Wir alle tun unser Bestes f�r die Horde�, antwortete Gul�dan sp�ttisch. Dabei verneigte er sich so tief, dass Doomhammer seinen Gesichtsausdruck nicht erkennen konnte. �Gorefiends Seele war noch nicht von dieser Ebene verschwunden. Ich habe sie zur�ckgerufen und ihr ein neues Zuhause gesucht. Mit dem einzigen Unterschied, dass sein neuer K�rper jetzt von Magie durchdrungen ist. Er ist m�chtiger denn je, und die anderen Hexenmeister sind es auch.� Cho�gall hatte seine Aufgabe fortgesetzt, und die anderen Leichen erhoben sich jetzt ebenfalls.</p><p>�Das also ist dein gro�artiges Geschenk?�, fragte Doomhammer. �Leichen aus Kriegern, die von deinen toten Akolythen beseelt sind?� Sein Gesicht verzog sich vor Ekel.</p><p>�Du wolltest Krieger haben�, erinnerte ihn Gul�dan. �Ich habe sie dir geliefert. Sie sind perfekt geeignet f�r alles, was die Menschen ihnen entgegenstellen k�nnen � und noch viel mehr. Und wenn auch ihre K�rper aus verwesendem Fleisch bestehen, so sind sie doch von Geist und Gesinnung her immer noch Orcs. �berleg nur, wie sie sich im Kampf machen werden!�</p><p>Doomhammer nickte langsam, weil er die Vorteile erkannte. �Wirst du mir dienen?�, fragte er Gorefiend und offenbarte dabei etwas, das Gul�dan als verh�ngnisvolle Schw�che wertete.</p><p>Kriegsh�uptlinge fragten nicht, sie befahlen. Obwohl man Kreaturen wie diese hier besser nicht ver�rgerte.</p><p>Gorefiend �berlegte einen Moment lang, und seine gl�henden Augen musterten den Kriegsh�uptling. Schlie�lich nickte er. �Gul�dan hat Recht�, sagte er mit kratziger Stimme. �Ich bin immer noch ein Orc, trotz dieser H�lle. Und ich werde dir und unserem Volk dienen.� Er grinste und schnitt dabei eine schreckliche Grimasse. �Du hast mich get�tet, aber das nehme ich dir nicht �bel. Weil es mich zu diesem neuen m�chtigen K�rper gef�hrt hat. Ich bin mit dem Tausch zufrieden.� Die anderen Leichen hinter ihm nickten beipflichtend.</p><p>�Gut!� Doomhammer trat vor und schlug dem �berraschten Gorefiend auf die Schulter. Eine Geste, die sich eher f�r gleichrangige Personen geziemte, nicht f�r H�herstehende gegen�ber vergebenen. �Ihr sollt meine Todesritter sein. Die Spitze unserer gro�artigen Horde�, erkl�rte er den wiederbelebten Kreaturen. �Zusammen werden wir die Menschen vernichten, ihr Land erobern und diese Welt f�r unser Volk sichern!� Damit wandte er sich Gul�dan zu. �Du hast dein Versprechen gehalten, Gul�dan�, r�umte Doomhammer ein. �Du hast mir eine m�chtige Streitmacht gegen unsere Feinde verschafft. Ich danke dir daf�r.�</p><p>�Alles f�r unser Volk, gesch�tzter Doomhammer�, antwortete Gul�dan und hoffte, dass er aufrichtiger klang, als er es meinte.</p><p><emphasis>Dummkopf</emphasis>, dachte er f�r sich, w�hrend er Doomhammer nachschaute, der wegging. Die neu erweckten Ritter schritten neben ihm. <emphasis>Nimm sie und geh, ja, geh zur�ck in deinen Krieg. Ich muss mich anderen Aufgaben widmen. Und nachdem ich dich jetzt zufrieden gestellt habe, verf�ge ich endlich �ber die Freiheit, mich auf diese wesentlicheren Dinge zu konzentrieren. Ich werde den loyalen Hexenmeister noch ein Weilchen mimen, aber nicht f�r immer. Denn schon bald besitze ich, wonach ich gesucht habe, und dann k�nnen du und deine Horde meinetwegen zu Staub zerfallen. Ich werde eine neue Rasse erschaffen � um euch alle zu ersetzen. Eine Rasse, die nur mir allein treu ergeben ist. Und mit ihr werde ich die Welt aus den Angeln heben</emphasis>!</p><empty-line/><p>Eine Woche sp�ter sprach Doomhammer zu der versammelten Horde. Sie hatten sich vor einer Festung versammelt, die, wie Zul�jin ihm verraten hatte, <emphasis>Schwarzfelsspitze</emphasis> genannt wurde. Ein m�chtiges Bauwerk, aus demselben glatten schwarzen Stein errichtet, wie er die gesamte Landschaft dominierte.</p><p>Sie standen auf dem Blackrock, dem h�chsten Berg der Brennenden Steppe, deren Ausl�ufer sich �ber den ganzen Kontinent erstreckten.</p><p>Zuluhed hatte sie hierher gef�hrt. Er hatte die Macht, die diesen Bergen innewohnte, gesp�rt.</p><p>Nachdem er eine Handvoll Zwerge besiegt hatte, nahm Doomhammer die Festung ein. Er hielt es f�r ein gutes Omen, dass der Ort, den er als Basis f�r die Horde gew�hlt hatte, denselben Namen trug wie sein Clan.</p><p>Unterhalb von ihm hatten sich Orcs jedes Clans versammelt und warteten ungeduldig darauf, was er zu sagen hatte. Sie hatten das Land f�r sich erobert. Doch obwohl es ihnen bessere Jagdgr�nde bot und fruchtbarer war als ihre Heimat, reichte seine Fl�che immer noch nicht aus, um die Horde bequem unterzubringen.</p><p>Au�erdem war Rache zu erwarten: Sie hatten zwar die Menschen von diesem Kontinent vertrieben, doch es gab keinerlei Garantie, dass sie nicht mit Verst�rkung oder gar Verb�ndeten zur�ckkehren w�rden.</p><p>Doomhammer grinste. Jetzt hatte auch er starke Verb�ndete.</p><empty-line/><p>�Mein Volk!�, br�llte er und riss seinen Hammer hoch �ber sich. �H�rt mich an!�</p><p>Die Menge wurde still, alle Blicke waren auf ihn gerichtet.</p><p>�Wir haben dieses Land erobert, und das ist gut!�</p><p>Jubel brandete auf, und Doomhammer wartete ab, bis er wieder erstarb, bevor er weiterredete.</p><p>�Diese Welt steckt voller Leben, und wir k�nnen hier m�chtige Familien gr�nden!� Wieder Jubel. �Trotzdem gibt es noch gen�gend einheimische Verteidiger! Die Menschen sind stark und wehrhaft. Und sie k�mpfen hart um ihr Eigentum.�</p><p>Zustimmendes Raunen zog sich durch die Horde. Es war keine Schande, einen starken Feind anzuerkennen. Und das waren die Menschen ganz gewiss. Gen�gend Orcs hatten inzwischen gegen sie gek�mpft, um das best�tigen zu k�nnen.</p><p>�Wir m�ssen unseren Feldzug fortsetzen!�, teilte Doomhammer seinen Leuten mit und wies mit dem Hammer Richtung Norden. �Ein weiteres Land, Lordaeron, liegt jenseits von diesem hier. Und wenn wir das erst kontrollieren, k�nnen unsere Clans endlich ausreichend Gebiete beanspruchen, sich niederlassen, H�user bauen und neue Familien gr�nden. Aber zuerst m�ssen wir uns dieses neue Land von den Menschen nehmen! Sie werden es nicht einfach hergeben.�</p><p>Die Menge brummte wie ein einziger titanenhafter Orc und bekundete damit ihren unbedingten Willen, weiterzuk�mpfen. Doomhammer brachte sie mit seiner erhobenen Hand zum Verstummen.</p><p>�Ich wei�, dass ihr stark seid�, versicherte er ihnen. �Ich wei�, dass ihr Krieger seid und keinem Kampf ausweicht. Doch die Menschen sind zahlreich, und dieses Mal� sind sie auf uns vorbereitet.� Er st�tzte sich auf seinen Hammer. �Aber auf unsere <emphasis>Verb�ndeten</emphasis> sind sie nicht vorbereitet!�</p><p>Er wies hinter sich, und Zul�jin trat vor. Der Waldtroll hatte hundert seiner Leute zu dem Treffen mitgebracht. Nun standen sie geordnet hinter ihm und Doomhammer, trugen dabei ihre �xte, Kurzschwerter und Speere.</p><p>�Das sind die Waldtrolle�, sagte Doomhammer. �Sie geh�ren ab sofort zur Horde und werden mit uns k�mpfen! Sie sind so stark wie ein Oger, aber zugleich beh�nde wie ein Orc. Und in Sachen Waidmannskunst sind sie un�bertrefflich! Sie werden unsere F�hrer sein, unsere Kundschafter � und unsere Waldkrieger!�</p><p>Zul�jin trat vor. Sein langer Schal bewegte sich im Wind. �Wir der Horde verpflichtet�, erkl�rte er, und seine Stimme war gut zu verstehen, obwohl ein St�ck Stoff seinen Mund verh�llte. �Wir mit ihr k�mpfen und gemeinsam wir schlagen Menschen, Elfen und alle anderen, die uns in Weg stehen!�</p><p>Die Orcs jubelten auf diese Worte hin ebenso lautstark wie die Waldtrolle. Zul�jin nickte zufrieden, bevor er zur�cktrat.</p><p>�Doch sie sind nicht unsere einzigen Verb�ndeten�, verk�ndete Doomhammer. Er drehte sich leicht, und Gorefiend trat vor. Die restlichen Todesritter standen neben ihm. Sie hatten sich maskiert, um ihre abscheulichen Fratzen zu verbergen. Schwere Stoffe waren um Kopf und Gesichter gewickelt, man konnte nur ihre gl�henden Augen sehen. Gorefiend hielt seinen Stab hoch. Die Edelsteine in der Waffe leuchteten heller als die Sonne.</p><p>�Wir sind die Todesritter�, sprach Gorefiend. Seine merkw�rdige Stimme �berzog die Menge wie Frost das Land. �Wir haben uns der Horde und Doomhammer verschrieben. Wir werden wie ihr k�mpfen und die Feinde der Orcs von dieser Welt tilgen!�</p><p>Er hatte Doomhammer gebeten, ihre wahre Natur nicht preiszugeben. Und Doomhammer hatte zugestimmt. Vielen h�tte nicht gefallen, dass diese neuen Krieger eigentlich Orcs waren, ehemalige Hexenmeister, die er get�tet hatte und die Gul�dan nun f�r ihn in verwesende menschliche K�rper gebannt hatte.</p><p>�Die Todesritter werden unsere Kavallerie und unsere Vorhut sein�, verk�ndete Doomhammer. �Sie sind geborene Streiter und gebieten �berdies �ber dunkle Magie, mit deren Hilfe sie die Verteidigung unserer Feinde umgehen k�nnen.� Er machte eine Pause. �Vielleicht haben wir noch weitere Verb�ndete�, sagte er dann. Er hatte gehofft, dass sie auch schon bereit w�ren. Aber Zuluhed hatte mehr Zeit gefordert, um die Vorbereitungen abzuschlie�en. �Doch dazu sp�ter mehr. Zun�chst einmal wenden wir uns nach Norden, gehen �ber Land nach Khaz Modan, in die Heimat der Zwerge. Die dortigen Gebiete sind reich an Erz und �l. Wir nehmen uns die Ressourcen und benutzen sie, um eine m�chtige Flotte zu bauen. Mit diesen Schiffen werden unsere Streitkr�fte nach Lordaeron �bersetzen. Denn die Menschen werden nicht erwarten, dass wir �ber das Wasser kommen. Wir werden im Westen landen, dann zur�ckmarschieren und aus dem Hinterhalt angreifen. Wir werden sie vernichten. Dann beherrschen wir das Land, und die ganze Welt geh�rt uns!�</p><p>Die Horde jubelte wieder. Ihr Geschrei schwoll immer lauter an, bis es von den umgebenden Felsen zur�ckhallte.</p><p>Doomhammer sp�rte das Echo unter seinen F��en. Die Bergspitze vibrierte. Er blickte auf Zuluhed, der hinter ihm stand. Das Gebr�ll und die Kriegsrufe seiner Leute konnten doch wohl nicht den Berg selbst geweckt haben?</p><p>Aber der alte Schamane nickte. �Der Vulkan spricht�, sagte Zuluhed leise. Er trat vor, damit Doomhammer ihn besser verstehen konnte. �Die Geister in diesem Berg sind zufrieden.� Er l�chelte. �Sie gew�hren uns ihren Segen!�</p><p>Doomhammer nickte. Die Steine vibrierten immer noch, als er den Hammer hochriss und �ber seinem Kopf wirbeln lie�. Die Menge begann, seinen Namen zu skandieren.</p><p>�Doomhammer!� Sie riefen nach ihm, immer wieder, und schlie�lich ert�nte ein lauter Knall. Der Himmel wurde schwarz.</p><p>�Doomhammer!�, jubelten sie weiter, und die Luft schien z�her zu werden, war pl�tzlich voller Rauch.</p><p>�Doomhammer!!�</p><p>Und mit einem lauten Krachen explodierte der Berg hinter ihnen, spie Lava, Steine und Asche aus. Die Rufe der Horde wurden noch lauter. Aber nicht aus Furcht. Wie Zuluhed betrachteten sie das Geschehen als Segnung der Erde selbst, die ihr Vorhaben gut hie�.</p><p>Doomhammer lie� den Tumult eine Weile zu. Er akzeptierte die Begeisterungsst�rme als Zeichen des Respekts und der Loyalit�t, die seinem Volk zu neuen H�hen verhelfen w�rde.</p><p>Dann aber zeigte er mit seiner Waffe in Richtung Norden. �Wir ziehen los!� Er �bert�nte die Horde fast m�helos. �Lasst die Menschen bei unserer Ankunft erzittern!�</p></section><section><title><p>7</p></title><p>�Erz�hlt uns alles!�</p><p>Khadgar nickte, schaute sich aber gar nicht erst um, da es ohnehin zwecklos gewesen w�re. Er war vor den Rat der Kirin Tor zitiert worden, und dessen Mitglieder waren nur dann sichtbar, wenn sie es wollten.</p><p>Er hatte schon fr�her einmal in der Ratskammer gestanden. Damals, als ihm mitgeteilt worden war, dass er der Sch�ler Medivhs werden sollte. Seinerzeit war er von dem Raum, der den Anschein erweckte, als w�rde er irgendwie in der Luft h�ngen, beeindruckt gewesen.</p><p>Nur der Boden war schwach sichtbar, w�hrend die Welt ringsum abwechselnd dunkel und wieder heller wurde und sich viel schneller bewegte, als es in der Wirklichkeit der Fall war.</p><p>Die Ratsmitglieder hatten ihn ebenso fasziniert. Sie waren verh�llte Gestalten, Aussehen und Geschlecht lagen verborgen hinter Kleidung und Magie. Das war sowohl effektvoll als auch von praktischem Nutzen. Die Anf�hrer der Zauberergemeinschaft wurden in geheimer Abstimmung gew�hlt, um sie vor Bestechung, Entf�hrung und anderen Versuchen der Einflussnahme zu sch�tzen. Die Ratsmitglieder kannten sich untereinander, aber sonst wusste niemand um ihre Identit�t.</p><p>Viele Mitglieder am�sierten sich dar�ber, dass jeder, der eintrat oder ging, von dem Gesehenen in Verwirrung gest�rzt wurde. Oftmals wusste der Betreffende nicht mehr, was er geh�rt und erlebt hatte.</p><p>So war es damals auch Khadgar ergangen. Er hatte die Kammer mit aufgew�hltem Herzen verlassen, beeindruckt von der Macht, die die Meister beherrschten. Auch er hatte sich nicht mehr genau daran erinnern k�nnen, was w�hrend des Empfangs genau passiert war.</p><p>Vieles war seitdem anders geworden. Obwohl nur ein paar Jahre verstrichen waren, hatte Khadgar viel Wissen und Macht hinzugewonnen. Sein Aussehen hatte sich ebenfalls ge�ndert. Er l�chelte innerlich, als er sich vorstellte, dass diesmal einige Ratsmitglieder von ihrem Besucher verwirrt sein w�rden. Immerhin war er als junger Mann gegangen� und nun deutlich gealtert zur�ckgekehrt. Er war jetzt �lter als viele von ihnen, obwohl er weniger lange <emphasis>gelebt</emphasis> hatte.</p><p>Khadgar hatte keine Lust mehr, Spielchen zu spielen. Er war m�de, denn er war nach Dalaran teleportiert. Und wenn seine Magie es ihm auch erm�glichte, die Strecke zu �berwinden, so blieb es doch eine gewaltige Entfernung. Au�erdem hatte er gestern Abend noch sp�t mit Lothar diskutiert, in Vorbereitung auf ihre offizielle Strategiebesprechung in der n�chsten Woche.</p><p>Khadgar sch�tzte das Interesse seiner ehemaligen Lehrer an den Ereignissen. Und ihm war klar, dass sie erfahren mussten, was in Azeroth geschehen war. Aber das konnte er ihnen besser ohne das ganze Brimborium drumherum erkl�ren.</p><p>Deshalb hob er schlie�lich den Kopf und schaute zu der vermummten Gestalt zu seiner Linken. �Ich werde mich gern der Dinge erinnern, Prinz Kael�thas�, sagte er freundlich, �aber ich f�nde es weitaus leichter, wenn ich mein Publikum richtig sehen k�nnte.�</p><p>Er h�rte, wie jemand nach Luft schnappte, doch die vermummte Gestalt, die er ansprach, lachte. �Du hast Recht, junger Khadgar�, antwortete der Magier. �Ich f�nde es auch anstrengend, zu solchen Schattengestalten zu sprechen.� Mit einer schnellen Geste lie� der Elfenprinz seine Tarnung sinken. Jetzt konnte Khadgar ihn in seinen violetten und goldenen Gew�ndern erkennen. Sein langes goldenes Haar reichte �ber die Schultern. Die scharfen Gesichtsz�ge zeigten Anteilnahme. �Ist es so besser?�</p><p>�Erheblich�, sagte Khadgar. Er sah sich nach den anderen Ratsmitgliedern um. �Und was ist mit Euch? Darf ich Eure Gesichter nicht sehen? Lord Krasus? Lord Kel�Thuzad? Lord Antonidas hat keine Verkleidung n�tig. Und Prinz Kael�thas hat sich entschlossen, sie abzulegen. Wird der Rest dasselbe tun?�</p><p>Antonidas sa� vor Khadgar auf einem unsichtbaren Stuhl und lachte. �In der Tat, junger Mann, in der Tat�, stimmte er zu. �Diese Angelegenheit ist viel zu ernst f�r solche Tricks. Und Ihr seid nicht l�nger mehr ein Welpe, der sich solche Taschenspielereien bieten l�sst. Legt eure Verkleidungen ab, meine Freunde, und lasst uns zum Thema kommen, bevor es noch sp�ter wird.�</p><p>Die anderen Magier gehorchten, obwohl ein paar fluchten. Sekunden sp�ter sah sich Khadgar von sechs Gestalten umringt. Er erkannte Krasus an seinem K�rperbau; grazile Gesichtsz�ge und das silberne Haar, das immer noch von rot durchzogen war. Kel�Thuzad war ihm ebenfalls vertraut; ein charismatischer Mann mit dunklem Haar, einem Vollbart und merkw�rdig glasigen Augen, als w�rde er nicht wirklich in die Welt blicken, die ihn umgab. Die beiden anderen, ein dicklicher Mann und eine gro�e Frau, kannte Khadgar nicht, obwohl ihm ihre Z�ge vage vertraut vorkamen. Wahrscheinlich hatte er sie schon einmal in der Violetten Zitadelle gesehen, als er dort studiert hatte. Er war damals einfach nicht wichtig genug gewesen, als dass man ihn direkt angesprochen h�tte.</p><p>Das war heute anders. Sie alle musterten ihn aufmerksam.</p><p>�Wir haben getan, was Ihr verlangtet�, sagte Kel�Thuzad. �Jetzt berichtet, was passiert ist!�</p><p>�Was wollt Ihr denn wissen?�, fragte Khadgar den �lteren Magier.</p><p>�Alles!� In seinen Augen konnte er lesen, dass er es auch so meinte. Er hatte immer als Tr�umer und Forscher gegolten. Jemand, der stets auf der Suche nach Informationen war, besonders, was die Magie betraf, ihre Quellen, ihre M�glichkeiten. Von allen Kirin Tor war er am meisten daran interessiert gewesen, Zugang zu Medivhs geheimnisvoller Bibliothek zu erhalten. Und, so vermutete Khadgar, er war einer derjenigen, der ihre Zerst�rung am meisten bedauerte.</p><p>Er hatte niemandem gesagt, dass er die wertvollsten B�nde an sich genommen hatte, bevor er den Turm verlie�.</p><p>�Nun gut�� Also erz�hlte er es ihnen. Dankbar nahm er den Platz an, den der beleibte Mann ihm auf einem Stuhl anbot. Khadgar schilderte haarklein, was geschehen war, seit er Dalaran vor zwei Jahren verlassen hatte. Er berichtete von der merkw�rdigen Lehrlingszeit bei Medivh, �ber den Zauberer und seine launenhaften Stimmungen und dessen immer wieder merkw�rdiges Verschwinden. Er erz�hlte vom ersten Gefecht mit den Orcs, von den Morden des Zauberers, von Medivhs Verrat und wie er und Lothar das Leben des Magiers beendet hatten.</p><p>Dann erz�hlte er von der Horde und den Schlachten gegen sie, von der Belagerung Stormwinds, Llanes Tod, dem Fall der Stadt und ihre darauf folgende Flucht.</p><p>Die Meistermagier h�rten aufmerksam zu. Nur gelegentlich stellte einer eine Frage. Dabei legten sie eine �berraschende Zur�ckhaltung jemandem gegen�ber an den Tag, der so viel j�nger war. Ihre wenigen Fragen waren kurz und pr�gnant. Als er mit der Gr�ndung der Allianz und den Paladinen geendet hatte, holte Khadgar Atem und wartete ab, was die Magier als n�chstes von ihm wissen wollten.</p><p>�Ihr habt den Orden von Tirisfalen nicht erw�hnt�, f�hrte Kel�Thuzad aus, was Antonidas ein scharfes Husten entlockte. �Er ist wichtig, wenn wir �ber Medivh reden!�</p><p>�So ist es�, antwortete Khadgar. �Und ich entschuldige mich f�r den Fehler. Aber�� Er schaute sich um, versuchte, das Wissen der Magier anhand ihrer Gesichter abzusch�tzen� und entschied sich f�r Zur�ckhaltung. �Ich wei� nur wenig von den wahren Taten des Ordens. Medivh geh�rte ihm an, und ein oder zweimal sprach er davon. Doch er nannte keine Mitglieder oder gab mir Einblick in ihre Aktivit�ten.�</p><p>�Nat�rlich nicht�, stimmte ihm die Frau zu, und Khadgar bemerkte die Entt�uschung in ihrem Blick, als sie Kel�Thuzad ansah.</p><p>Er hatte richtig entschieden, erkannte er. Sie wussten nichts �ber den Orden und hatten nur versucht, ihm dessen Geheimnisse zu entlocken. Nun, sie hatten es nicht geschafft und w�rden die Sache nicht weiter verfolgen.</p><p>�Aber ich bin besorgter �ber Medivh selbst und was ihm passiert ist�, fuhr sie fort. �Seid Ihr Euch sicher, dass Ihr Sargeras in ihm gesehen habt?�</p><p>�Absolut.� Khadgar beugte sich vor. �Ich hatte den Titan bereits in einer Vision erlebt und erkannte ihn sofort wieder.�</p><p>�Also war es Medivh, beziehungsweise Sargeras durch ihn, der den Weltenspalt f�r die Orcs ge�ffnet hat�, vermutete der dickliche Mann. �Und wie, sagtet Ihr, nannten sie ihre Welt noch gleich?�</p><p>�Draenor�, antwortete Khadgar und schauderte. Denn er dachte an die andere Vision in Medivhs Turm, mit ihm selbst als altem Mann � oder zumindest alt <emphasis>aussehendem</emphasis> Mann � der eine kleine Gruppe Krieger gegen eine �bermacht der Orcs anf�hrte. Auf einer Welt mit einem blutroten Himmel� Garona hatte ihm gesagt, dass sich das nach Draenor anh�rte, was bedeutete, dass ihm bestimmt war, dorthin zu gehen � und er es wahrscheinlich nicht �berleben w�rde.</p><p>Er sch�ttelte die unguten Gedanken ab</p><p>�Was wissen wir dar�ber?�, fragte Krasus. �Von dieser Welt. Ihr habt uns den Himmel beschrieben, aber wisst Ihr noch mehr dar�ber?�</p><p>�Ich war noch nie dort�, antwortete Khadgar und dachte: <emphasis>zumindest bis jetzt noch nicht</emphasis>. �Aber eine Begleiterin, eine Haibork, verriet mir viel �ber diese Welt und �ber die Orcs.� Er konnte Garona fast vor sich sehen und wandte sich schnell von der schmerzhaften Erinnerung ab. �Die Orcs waren auf ihrer Welt friedvoller. Sie stritten untereinander, doch bek�mpften sich nicht. Ihre einzigen echten Feinde waren die Oger. Allerdings sind die Orcs diesen zahlenm��ig hoch �berlegen.�</p><p>�Was ist passiert?�, fragte Kel�Thuzad.</p><p>�Sie wurden korrumpiert�, erkl�rte Khadgar. �Sie kannte nicht alle Details, wusste nichts �ber das Warum und Wie, aber die Hautfarbe der Orcs �nderte sich allm�hlich von braun nach gr�n, und sie begannen Magie zu praktizieren, die sich von ihrer alten Schamanenkunst unterschied. Sie wurden wilder, brutaler. Es gab eine gro�e Zeremonie und irgendeinen Kelch. Die H�uptlinge und die Krieger tranken daraus, zumindest die meisten. Ihre Haut wurde daraufhin hellgr�n und ihre Augenfarbe rot. Sie wurden st�rker, machtvoller und barbarischer. Und alle ergaben sich dem Blutrausch. Sie t�teten jeden Feind, auf den sie trafen � und sie wandten sich pl�tzlich auch gegeneinander. Derweil hatte ihre Magie das Land unfruchtbar gemacht, das Getreide wuchs nicht mehr. Sie waren dabei, sich selbst auszurotten oder Hungers zu sterben. Doch dann wandte Medivh sich an Gul�dan, den obersten Hexenmeister der Horde. Er bot ihm Zugang zu dieser Welt an, unserer Welt. Gul�dan akzeptierte, und gemeinsam schufen sie ein Portal. Sie schickten ein paar Clans auf einmal hindurch und wurden allm�hlich immer mehr. Dann mussten sie eigentlich nur noch abwarten, ihre Streitkr�fte aufbauen, unsere Verteidigung auskundschaften � und schlie�lich angreifen.�</p><p>�Und jetzt kommen sie in voller St�rke?�, fragte Kael�thas mit sorgenvollem Blick.</p><p>�Ja.�</p><p>Khadgar wartete ab, aber niemand anders ergriff das Wort, und schlie�lich blickte er zu dem unsichtbaren Stuhl. �Wenn es nichts weiter gibt, ehrenwerte Meister, werde ich jetzt gehen�, sagte er. �Es war ein langer Tag, und ich bin sehr m�de.�</p><p>�Was f�r Pl�ne habt Ihr nun?�, fragte die Frau, als er sich vom Stuhl erhob.</p><p>Khadgar furchte die Stirn. Er hatte sich dasselbe gefragt, seit er in Lordaeron angekommen war. Ein Teil von ihm wollte die Kirin Tor um Schutz bitten � vielleicht konnte er ja in seinen alten Beruf als Bibliothekar zur�ck? Er w�rde keinen �rger machen, und er w�re in Sicherheit hinter den st�rksten magischen Schutzeinrichtungen dieser Welt. Ein anderer Teil von ihm hingegen str�ubte sich, vor dem bevorstehenden Konflikt zu fl�chten.</p><p>Er war immerhin einem D�mon gegen�ber getreten � und hatte �berlebt. Wenn er das schaffen konnte, brauchte er sich gewiss nicht vor einer Armee von Orcs zu verstecken.</p><p>Au�erdem galten ihm Freundschaft und Respekt noch etwas.</p><p>�Ich werde bei F�rst Lothar bleiben�, sagte Khadgar schlie�lich betont gelassen. �Ich habe ihm meine Unterst�tzung zugesagt, und er verdient sie wirklich � nach dem Krieg, vorausgesetzt, ich �berlebe ihn�� Er zuckte die Achseln.</p><p>�Ihr seid immer noch mit Dalaran verbunden�, merkte die Frau an. �Wenn wir Euch zur�ckberiefen und Euch eine wichtige Aufgabe zuteilen w�rden, w�rdet Ihr dem Ruf folgen?�</p><p>Khadgar dachte kurz dar�ber nach. �Nein�, antwortete er langsam. �Ich k�nnte nicht zur�ckkehren. Wenn wir den Krieg �berleben, werde ich mich weiter meinen Studien widmen. Ob ich das hier oder in Medivhs Turm mache oder sonst wo, steht noch nicht fest.�</p><p>Die Ratsmitglieder musterten ihn und er sie. Krasus brach schlie�lich die Stille. �Als Ihr gegangen seid, wart Ihr noch ein J�ngling, ein rechter Gr�nschnabel�, sagte er. �Aber Ihr seid als Meister und Mann zur�ckgekehrt.�</p><p>Khadgar nickte, um das Kompliment anzunehmen, erwiderte allerdings nichts.</p><p>�Euch wird nichts befohlen�, versicherte ihm Antonidas. �Wir respektieren Eure W�nsche und Eure Unabh�ngigkeit. Wir w�rden nur gern auf dem Laufenden gehalten werden, besonders �ber alles, was Medivh, die Totenbeschw�rer, den Orden und das Portal betrifft.�</p><p>Khadgar nickte. �Darf ich dann gehen?�</p><p>Antonidas l�chelte angespannt. �Ja, Ihr d�rft gehen�, sagte der Erzmagier. �M�ge das Licht Euch besch�tzen und Euch St�rke schenken.�</p><p>�Haltet uns auf dem Laufenden�, bekr�ftigte der dicke Mann noch einmal. �Je eher wir die Pl�ne der Orcs kennen, desto schneller k�nnen wir Soldaten dorthin entsenden, wo sie auftrumpfen wollen � und nat�rlich auch magische Hilfe gew�hren.�</p><p>Khadgar nickte. �Selbstverst�ndlich.� Schnell verlie� er den Raum. Doch kaum hatte er die T�ren hinter sich geschlossen, zauberte er eine Wahrsagekugel herbei. Die Kirin Tor trafen sich in einem stillen Raum, der, wie er annahm, magisch nicht nur gegen handfeste Attacken, sondern auch gegen Lauschangriffe gesichert war. Aber Khadgar hatte viel von Medivh gelernt und noch mehr aus den B�chern, die er nach dem Tod seines Meisters studierte. Zudem befand er sich noch nah an der Quelle.</p><p>Er konzentrierte sich, und die Farben wirbelten in der Kugel umher. Sie �nderten sich von gr�n nach schwarz und wieder zur�ck. Gesichter erschienen, und ein schwaches Murmeln erklang. Dann sah er die Mitglieder des Rates in ihren violetten Roben. Selbst das sich bewegende Bild im Raum war zum Stillstand gekommen, sodass nur eine Kammer mit sechs Leuten �brig blieb.</p><p>�� wir nicht, wie weit wir ihm trauen k�nnen�, sagte der dicke Mann gerade. �Er schien nicht sehr geneigt zu sein, unseren W�nschen zu entsprechen.�</p><p>�Nat�rlich nicht�, antwortete Kael�thas knapp. �Ich bezweifle, dass du zug�nglicher gewesen w�rst, wenn du das alles erlebt h�ttest. Wir m�ssen ihm auch gar nicht trauen. Wir brauchen ihn nur, damit er uns mit Lothar bekannt macht und zwischen uns und den anderen vermittelt. Ich bin mir sicher, dass er unsere Anliegen nicht sabotieren oder sich gegen uns wenden wird. Oder uns Informationen vorenth�lt, die wir ben�tigen. Ich w�sste nicht, was wir sonst noch erwarten k�nnten.�</p><p>�Diese andere Welt, Draenor, beunruhigt mich�, murmelte Krasus. �Wenn die Orcs durch jenes Portal kommen konnten, k�nnten das auch andere tun. Von jeder Seite aus. Wir wissen, dass sie Oger mit sich brachten. Aber wir haben keine Ahnung, was von dort sonst noch kommen k�nnte. Sie k�nnten also noch viel �blere Kreaturen besitzen, die nur darauf warten, unsere Welt zu verw�sten. Au�erdem haben wir keinerlei M�glichkeit, die Orcs daran zu hindern, auf ihre Heimatwelt zur�ckzukehren, wann immer ihnen der Sinn danach steht. Einen Feind zu bek�mpfen, der eine uneinnehmbare Heimatbasis besitzt, ist erheblich schwieriger. Weil er angreifen und dann sofort wieder verschwinden kann. Wir sollten die Suche nach diesem Portal zu unserem vorrangigsten Ziel erkl�ren.�</p><p>�Das sehe ich auch so�, sagte Kael�thas. �Zerst�ren wir das Portal.�</p><p>Die anderen nickten.</p><p>�Gut, das ist also beschlossen. Was gibt es noch zu besprechen?�</p><p>In der Folge unterhielten sie sich �ber allt�glichere Dinge wie Reinigungspl�ne f�r die Laboratorien der Violetten Zitadelle.</p><p>Khadgar lie� die Kugel verschwinden. Es war besser gelaufen, als er erwartet hatte. Kael�thas hatte Recht. Er hatte viel in den letzten drei Jahren erreicht und eigentlich erwartet, dass die Kirin Tor sich �ber seinen Mangel an Respekt beschweren w�rden. Aber sie hatten gar nichts dazu gesagt und ihm seine Geschichte ohne weitere Fragen abgenommen.</p><p>Nun musste er in die Hauptstadt zur�ckteleportieren und schlafen, damit er morgen ausgeruht war.</p><empty-line/><p>Eine Woche sp�ter stand Lothar im Kommandozelt im S�den Lordaerons, unweit von Southshore, wo er mit Khadgar an Land gegangen war. Sie hatten diesen Bereich gew�hlt, weil er zentral genug lag, um jeden Teil des Kontinents schnell erreichen zu k�nnen, besonders mit dem Schiff.</p><p>Drau�en wurden die Truppen auf Vordermann gebracht. Drinnen standen er, die K�nige Lordaerons und die vier M�nner, die er zu seinen Offizieren gemacht hatte, um einen Tisch herum und studierten die Karte, die darauf ausgebreitet lag.</p><p>Lothar hatte Uther zu seinem Verbindungsmann zur Silbernen Hand und zur Kirche bestimmt. Die Paladine hatten �berraschende Fortschritte bei der Kampfeskunst und in der Beherrschung des Lichts gemacht. Khadgar stand im Kontakt mit den Magiern und seinem objektivsten Berater. Proudmoore befehligte nat�rlich die Marine, das hatte von vorneherein au�er Frage gestanden.</p><p>Aber Turalyon, den guten Turalyon, hatte Lothar zu seinem Stellvertreter erw�hlt. Der junge Mann hatte ihn und Khadgar beeindruckt, indem er sich als schlau, konzentriert, loyal und flei�ig erwies, auch wenn er Lothar immer noch wie eine Sagengestalt behandelte.</p><p>Lothar war sicher, dass der J�ngling dieses Verhalten schon bald ablegen w�rde, und konnte sich niemanden vorstellen, der besser als seine rechte Hand geeignet gewesen w�re.</p><p>Turalyon war nat�rlich immer noch hoch nerv�s in Anbetracht der gro�en Verantwortung, die ihm aufgeb�rdet worden war.</p><p>Sie besprachen dieselben Dinge wie schon seit einer Woche: welchen Weg die Horde wohl am wahrscheinlichsten w�hlen w�rde, wo sie angreifen w�rde und wie man die Truppen der Allianz am schnellsten dorthin verlegen konnte, ohne dabei jene Felder und die Ernte zu zertrampeln, die sie eigentlich besch�tzen wollten.</p><p>Gerade warf Graymane zum zehnten Mal ein, dass die Streitkr�fte der Allianz am effektivsten entlang der Grenzen von Gilneas postiert w�ren, f�r den Fall, dass die Orcs dort zuerst erscheinen w�rden� da st�rmte ein Kundschafter ins Zelt.</p><p>�Sire, das m�sst Ihr Euch ansehen!�, rief er, w�hrend er seine Vorw�rtsbewegung abbremste, sich verneigte und respektvoll gr��te. �Sie sind hier!�</p><p>�Wer ist hier, Soldat?�, fragte Lothar mit gefurchter Stirn. Er versuchte, aus dem Gesichtsausdruck des Kundschafters etwas herauszulesen, was angesichts der Nervosit�t des Mannes aber schwierig war. Er sah nicht v�llig panisch aus, sodass Lothar erst einmal durchatmete und sein eigenes rasendes Herz wieder unter Kontrolle bringen konnte. Offenbar handelte es sich nicht um die Horde, auch wenn im Blick des Kundschafters Angst, gemischt mit Respekt, ja selbst Ehrfurcht flackerte.</p><p>�Die Elfen, Sire�, rief der Kundschafter. �Die Elfen sind hier!�</p><p>�Die Elfen?� Lothar musterte den Kundschafter und versuchte, die erhaltene Information zu verdauen. Dann sah er zu den versammelten K�nigen. Wie er vermutet hatte, h�stelte einer von ihnen und schaute demonstrativ schuldbewusst drein.</p><p>�Wir brauchen Verb�ndete�, erkl�rte K�nig Terenas. �Die Elfen sind ein m�chtiges Volk. Ich hielt es f�r das Beste, sie so schnell wie m�glich zu kontaktieren.�</p><p>�Ohne mit mir vorher dar�ber zu sprechen?� Lothar war w�tend. �Und was passiert, wenn sie eine ganze Armee geschickt haben und pl�tzlich verlauten lassen, dass sie die F�hrung �bernehmen? Was passiert, wenn die Horde angreift, w�hrend wir noch versuchen, sie in unsere eigenen Streitkr�fte zu integrieren? Man verbirgt solche elementaren Details nicht vor seinem milit�rischen F�hrer! Es k�nnte unseren Tod bedeuten. Oder zumindest den von vielen Eures Volkes!�</p><p>Terenas nickte n�chtern. �Ihr habt nat�rlich Recht�, antwortete er und erinnerte Lothar damit daran, warum er den K�nig mochte: Die meisten M�nner konnten keine Fehler eingestehen, am wenigsten diejenigen, die �ber viel Macht geboten. Aber Terenas �bernahm die volle Verantwortung f�r seine Taten, f�r die guten ebenso wie f�r die schlechten. �Ich h�tte zuerst mit Euch dar�ber sprechen sollen. Die Zeit dr�ngte, doch das ist keine Entschuldigung. Es wird nicht noch einmal geschehen.�</p><p>Lothar nickte knapp. �Gut. Nun lasst uns herausfinden, wie diese Elfen aussehen.� Er verlie� das Zelt, und die anderen folgten ihm.</p><p>Das erste, was Lothar sah, als er nach drau�en trat, waren seine eigenen Soldaten. Die Armee f�llte das Tal und die Gegend dahinter. F�r einen Moment f�hlte Lothar Stolz und Zuversicht. Wie sollte irgendjemand oder irgendetwas sich gegen eine derart m�chtige Streitmacht stellen k�nnen? Aber dann sah er im Geiste noch einmal, wie die Horde �ber Stormwind gekommen war � eine unaufhaltsame gr�ne Flut. Seine Gedanken verloren ihren Optimismus. Dennoch war die Armee der Allianz um einiges gr��er als die Streitkr�fte von Stormwind. Sie w�rden die Horde auf jeden Fall aufhalten.</p><p>W�hrend er seine Truppen musterte, wanderte Lothars Blick auch zur K�ste und dem anschlie�enden Meer. Proudmoores Schiffe lagen �berall vor Anker. Es waren alle Gr��en und Bautypen vertreten, von kleinen, schnellen Aufkl�rern bis hin zu wuchtigen Zerst�rern. Ein wahrer Wald aus Masten und Segeln breitete sich �ber den Wellen aus. Doch viele waren in die Docks gezogen worden, wodurch eine offene Fahrrinne entstanden war. Sie durchfuhr nun ein Verband von Schiffen, wie Lothar sie noch nie zuvor gesehen hatte.</p><p>�Elfische Zerst�rer�, fl�sterte Proudmoore. �Schneller als unsere und leichter. Sie tragen weniger Waffen, aber gleichen das durch Geschwindigkeit wieder aus. Eine wahrhaft exzellente Erg�nzung f�r unsere Streitkr�fte.� Der Admiral runzelte die Stirn. �Aber nur so wenige? Ich z�hle nur vier gro�e und acht kleinere Boote. Das ist ein einziges Geschwader��</p><p>�Vielleicht kommt der Rest noch�, vermutete Turalyon.</p><p>Proudmoore sch�ttelte den Kopf. �Das ist nicht ihre Art. Sie w�rden alle zugleich eintreffen.�</p><p>�Ein Dutzend Schiffe sind immer noch ein Dutzend mehr, als wir vorher hatten�, merkte Khadgar an. �Au�erdem befinden sich auch noch K�mpfer an Bord.�</p><p>Lothar nickte. �Wir sollten ihnen entgegengehen und sie begr��en�, sagte er, und alle anderen stimmten zu.</p><p>Gemeinsam schritten sie durch das Tal. Perenolde und Graymane waren an solche Anstrengungen nicht gew�hnt und keuchten binnen weniger Minuten. Aber der Rest hatte eine gute Kondition, sodass sie rasch vorankamen. Sie erreichten die Docks mit dem Anlegen des ersten Schiffes.</p><p>Eine gro�e, geschmeidige Gestalt ging von Bord und landete leichtf��ig auf der h�lzernen Kaizunge. Das lange goldene Haar fing das Sonnenlicht ein, und Lothar h�rte, wie jemand hinter ihm nach Luft schnappte. Als die Gestalt n�her kam, erkannte Lothar, dass es eine Frau war, eine sehr sch�ne Frau. Ihre sanften Gesichtsz�ge waren fein geschnitten und ausdrucksstark. So wie ihr ganzer gertenschlanker K�rper. Sie trug waldgr�ne und eichenbraune Kleidung, einen auff�llig leichten Brustpanzer, ein �berhemd und Stiefelhosen und einen langen Umhang mit zur�ckgeschlagener Kapuze. Lederhandschuhe bedeckten ihre Arme bis zu den Ellbogen, so wie ihre Stiefel ihre Beine bis zu den Knien sch�tzten. Ein schlankes Schwert hing an einer Seite, ein Beutel und ein Horn an der anderen. �ber ihrem R�cken trug sie einen Langbogen und einen K�cher f�r die Pfeile.</p><p>Lothar hatte �ber die Jahre viele Frauen kennengelernt, einige so sch�n wie die Elfe, die auf ihn zukam. Doch er hatte nie eine erlebt, die St�rke und Anmut so in sich vereinte wie sie.</p><p>Er konnte verstehen, warum einigen seiner Begleiter das Herz schneller schlug.</p><p>�Milady�, rief Lothar, als sie nur noch ein paar Schritte weit entfernt war. �Willkommen. Ich bin Anduin Lothar, Kommandeur der Streitkr�fte von Lordaeron.�</p><p>Sie nickte und blieb nur eine Handbreit von ihm entfernt stehen. Er konnte ihre spitzen Ohren erkennen, die durch ihre Haare stachen. Und die gro�en, gr�nen Augen, die wie Edelsteine wirkten und nach oben hin schr�g wurden. �Ich bin Alleria Windl�ufer, und ich �berbringe Euch die Gr��e von Anasterian Sonnenl�ufer und dem Rat von Silbermond.� Ihre Stimme war angenehm und vollt�nend. Lothar vermutete, dass sie selbst dann noch angenehm klang, wenn sie w�tend war.</p><p>�Danke.� Er drehte sich um und bedeutete den M�nnern, sich um ihn zu versammeln. �Erlaubt mir, Euch mit den K�nigen der Allianz und meinen Offizieren bekannt zu machen.� Nachdem er alle vorgestellt hatte, wandte er sich ernsteren Belangen zu. �Vergebt meine Direktheit, Lady Alleria�, sagte er, und bekam ein L�cheln von ihr geschenkt f�r den Titel. �Aber ich muss fragen� ist das die <emphasis>ganze</emphasis> Hilfe, die Euer Volk aufbieten kann?�</p><p>Sie furchte die Stirn. �Ich will Euch offen antworten, F�rst Lothar�, sagte sie. Dabei achtete sie darauf, dass niemand zuh�rte.</p><p>Einige andere Elfen, sowohl M�nner als auch Frauen, hatten die Schiffe nun verlassen und sammelten sich am entfernten Ende des Piers. Sie warteten offensichtlich auf Allerias Erlaubnis, sich zu n�hern.</p><p>�Anasterian und die anderen waren nicht sonderlich besorgt ob des Berichts, den Ihr uns sandtet. Diese Horde ist f�r uns sehr weit weg und scheint nur das Land der Menschen erobern zu wollen, nicht unsere W�lder. Die Ratsmitglieder hielten es f�r besser, diesen Kampf den j�ngeren V�lkern zu �berlassen. Stattdessen verst�rken wir unsere eigenen Grenzen, um einen feindlichen Einfall zu verhindern.� Ihre Augenbrauen zogen sich zusammen, wodurch zu erahnen war, was sie pers�nlich von dieser Entscheidung hielt.</p><p>�Immerhin seid Ihr hier�, sagte Khadgar. �Das hat doch sicherlich einen Grund?�</p><p>Sie bejahte. �Der Bote von K�nig Terenas�� Sie nickte in dessen Richtung. �� informierte uns, dass Ihr, F�rst Lothar, der Letzte der Blutlinie der Arathi seid. Unsere Vorfahren schworen K�nig Thoradin und all seinen Nachfahren ewigen Beistand. Anasterian konnte sich dem nicht verweigern. Er schickte deshalb diese Kampfgruppe, um unserer Verpflichtung nachzukommen.�</p><p>�Und Ihr?�, fragte Lothar, der bemerkt hatte, dass sie nur die Schiffe erw�hnt hatte.</p><p>�Ich bin hier auf meinen eigenen Wunsch�, verk�ndete sie stolz. Dabei warf sie ihren Kopf zur�ck wie ein temperamentvolles Wildpferd, wenn es herausgefordert wurde. �Ich bin eine Waldl�uferin. Ich entschloss mich, meine eigene Abteilung mitzubringen und Euch unsere Unterst�tzung anzubieten.�</p><p>Sie schaute an Lothar vorbei. Ihre Augen suchten die Gegend ab. Er wusste, dass sie die Armee inspizierte, die hinter ihm stand.</p><p>�Ich sp�rte, dass dieser Konflikt weit ernster ist, als meine Herrscher erkennen wollen. Solch ein Krieg k�nnte sich leicht auf uns alle ausweiten. Und wenn die Horde so b�sartig ist, wie Ihr sagt, werden unsere W�lder nicht lange verschont bleiben.� Sie sah Lothar an. Er erkannte, dass sie nicht nur eine sch�ne, sondern auch starke Frau war, ge�bt im Gefecht. �Wir m�ssen sie aufhalten.�</p><p>Lothar nickte. �Dem stimme ich zu.� Er verbeugte sich. �Seid willkommen, Milady. Ich bedanke mich bei Euren Regenten f�r ihre Unterst�tzung. Aber ich bin noch viel dankbarer f�r Eure Gegenwart und die Eurer Waldl�ufer.� Er lachte. �Wir besprachen gerade unsere n�chsten Schritte. Ich w�re erfreut, Eure Meinung dazu zu h�ren. Und wenn Eure Leute sich ausgeruht haben, m�chte ich Euch bitten, sie auszuschicken, damit wir sicher sein k�nnen, dass der Feind nicht schon nahe ist.�</p><p>�Wir brauchen keine Pause�, versicherte ihm Alleria. �Ich werde sie sofort aussenden.� Sie gab ein Zeichen, und die Elfen n�herten sich. Jedes dieser Gesch�pfe war wie sie gekleidet und bewegte sich ebenso lautlos � auch wenn Lothar der Meinung war, dass sie nicht �ber ihre einzigartige Anmut verf�gten.</p><p>Alleria redete mit ihnen, ihre Worte klangen melodisch, wohlt�nend, aber auch v�llig fremd in Lothars Ohren. Die anderen Elfen nickten, liefen mit einem kurzen Nicken an ihnen vorbei und verschwanden w�hrend des Laufs von den Docks durch das Tal.</p><p>�Sie werden kundschaften und berichten�, erkl�rte Alleria. �Wenn die Horde sich bis auf zwei Tage gen�hert hat, werden wir es erfahren.�</p><p>�Ausgezeichnet.� Lothar fuhr sich abwesend mit der Hand �ber die Stirn. �Wenn Ihr uns dann zur�ck zum Kommandozelt begleiten wollt, Milady? Ich zeige Euch, was wir bislang wissen, und wir werden Eure Ansichten dazu h�ren.�</p><p>Sie lachte. �Nat�rlich. Aber Ihr m�sst aufh�ren, mich ,Milady� zu nennen. Sagt einfach Alleria.�</p><p>Lothar nickte, wandte sich um und f�hrte sie von den Docks weg. Dabei fiel ihm Turalyons Mienenspiel auf.</p><p>Lothar unterdr�ckte ein Schmunzeln. Jetzt wusste er auch, wer da eben nach Luft geschnappt hatte.</p><empty-line/><p>Zwei Tage sp�ter hatte Lothar nichts mehr zu lachen. Allerias Kundschafter waren zur�ckgekehrt, genauso wie die Schiffe, die Proudmoore ausgeschickt hatte. Beide hatten dasselbe zu berichten.</p><p>Die Horde hatte Khaz Modan eingenommen und das Erz der Zwergenminen dazu benutzt, selbst Schiffe zu bauen. Massige, plumpe Eisenschiffe, die sich nur ungelenk vorw�rts bewegten. Aber sie konnten Tausende Orcs in ihren tiefen B�uchen bef�rdern.</p><p>Diese Schiffe hatten die Horde schnell �ber das Wasser gebracht und waren unterwegs zur s�dlichen K�ste Lordaerons, nicht in Graymanes Herrschaftsbereich. Es sah so aus, als wollte die Horde bei den H�gellanden von Bord gehen, auf halber Strecke zwischen hier und Gilneas. Wenn die Allianz nicht z�gerte, konnte sie die Horde dort erwarten.</p><p>�Sammelt die Truppen!�, br�llte Lothar. �Lasst alles zur�ck, was ihr nicht braucht. Wir k�mmern uns sp�ter darum � falls wir �berleben! Im Moment ist Schnelligkeit unser gr��ter Verb�ndeter. Los! Los!� Er wandte sich an Khadgar, w�hrend seine anderen Offiziere vom Kommandozelt aus zusammen mit den K�nigen zu ihren jeweils eigenen Truppen liefen. �Und so f�ngt es an�, sagte er zu dem jungen, jedoch alt wirkenden Zauberer.</p><p>Khadgar nickte. �Ich h�tte gedacht, uns bliebe etwas mehr Zeit�, sagte er.</p><p>�Das dachte ich auch�, stimmte Lothar zu. �Aber diese Orcs sind ungeduldig und brennen darauf, alles zu erobern. Das mag ihr Untergang sein.� Er seufzte. �Zumindest hoffe ich das.�</p><p>Er blickte auf die Karte des H�gellandes und versuchte sich die bevorstehende Schlacht vorzustellen. Dann sch�ttelte er den Kopf. Es gab noch so viel zu erledigen. Und das Gemetzel w�rde noch fr�h genug beginnen.</p></section><section><title><p>8</p></title><p>�Sind wir soweit?�</p><p>Turalyon schluckte und nickte. �Fertig, <emphasis>Sire</emphasis>�</p><p>Lothar nickte und wandte sich ab. Er runzelte die Stirn, und eine Sekunde lang glaubte Turalyon, dass dieser Ausdruck ihm galt. Hatte er die falsche Antwort gegeben? Wollte F�rst Lothar mehr Details h�ren? H�tte er irgendetwas anderes sagen sollen?</p><p><emphasis>H�r auf</emphasis>, rief er sich zur R�son. <emphasis>Du wirst schon wieder panisch. Beruhige dich. Du machst das prima. Er runzelt die Stirn, weil wir in die Schlacht ziehen, nicht, weil du ihn entt�uscht hast</emphasis>.</p><p>Er zwang sich, nicht mehr dar�ber nachzudenken, und inspizierte erneut seine Ausr�stung. Die Gurte seiner R�stung waren in Ordnung und sa�en fest. Sein Schild hing sicher an seinem Arm, sein Kriegshammer war am Sattelhorn befestigt.</p><p>Er war bereit. So bereit, wie man nur sein konnte.</p><p>Er sah sich um und beobachtete die anderen. Lothar redete mit Uther. Turalyon beneidete die beiden M�nner um ihre Haltung. Sie wirkten leicht ungeduldig, doch ansonsten v�llig gelassen. War das etwas, was man mit mehr Erfahrung lernte?</p><p>Khadgar schaute �ber die Ebene und musste Turalyons Blick gesp�rt haben, weil er sich umdrehte und ihn anl�chelte. �Nerv�s?�, fragte der Zauberer.</p><p>Turalyon lachte �ber sich selbst. �Sehr�, gab er zu.</p><p>Er war mit dem �blichen Respekt vor Magiern aufgewachsen � und mit Vorsicht ihnen gegen�ber. Doch Khadgar war anders. Vielleicht weil sie ungef�hr gleich alt waren � auch wenn der Magier um Jahrzehnte �lter wirkte. Oder es lag einfach daran, dass Khadgar nicht so arrogant war wie manch anderer Zauberer.</p><p>Turalyon hatte sich an dem Tag, an dem Erzbischof Faol sie alle vorgestellt hatte, ein wenig mit Khadgar unterhalten. Dabei hatte er festgestellt, dass er ihn mochte. Lothar mochte er nat�rlich auch, dabei bewunderte er jedoch �berwiegend die Erfahrung und das K�nnen des Helden von Stormwind.</p><p>Khadgar war wahrscheinlich m�chtiger, aber zugleich auch zug�nglicher, und er und Turalyon waren schnell Freunde geworden. Er war der Einzige, dem Turalyon von seinen �ngsten erz�hlte.</p><p>�Mach dir nichts draus�, empfahl ihm Khadgar. �Jeder hat Furcht. Der Trick besteht darin, sie zu �berwinden.�</p><p>�Bist du denn auch� nerv�s?�</p><p>Der Magier grinste. �Zu Tode erschreckt w�rde es besser treffen�, er�ffnete er ihm. �So geht es mir jedes Mal, wenn wir in den Kampf ziehen. Lothar hat mir einst nach einer Schlacht gesagt, dass man Angst haben <emphasis>soll</emphasis>. Weil derjenige, der keine hat, sorglos wird. Und dann wird es heikel.�</p><p>Turalyon nickte. �Meine Ausbilder haben so ziemlich dasselbe gesagt.� Er sch�ttelte den Kopf. �Aber es ist eine Sache, so etwas zu sagen, und eine ganz andere, es auch zu glauben.�</p><p>Sein Freund schlug ihm wohlwollend auf die Schulter. �Du machst das schon�, versicherte er ihm. �Wenn es erst losgeht, bist du viel zu besch�ftigt, um noch dr�ber nachzudenken.�</p><p>Sie drehten sich beide um und schauten nach vorne. Die H�gellande waren nach ihren sanften Erhebungen benannt. Die Armee der Allianz war �ber die gesamte Breite der H�gelketten aufgestellt. Ihre Soldaten blickten in Richtung Southshore und die Gro�e See.</p><p>Die Schiffe der Horde trafen in diesem Moment ein. Schwerf�llig wirkende Gef�hrte aus dunklem Metall und geschw�rztem Holz. Segel gab es nicht, daf�r mehrere Ruderreihen.</p><p>Lothar wollte die Horde kalt erwischen, wenn sie an Land kam � noch bevor die Orcs die Chance bekamen, Stellung zu beziehen. Proudmoores Marine hatte die Schiffe bereits bei der Fahrt durch die Passage angegriffen und einige von ihnen � und sicherlich Tausende Orcs � auf den Grund des Ozeans geschickt. Aber die Horde war immer noch sehr zahlreich.</p><p>Man hatte lediglich <emphasis>die �u�ersten Schiffe</emphasis> versenkt, der Rest fuhr unbeeindruckt weiter. Es w�rde immer noch gen�gend K�mpfe geben, sobald sie landeten.</p><p>�Sie sind fast an der K�ste�, berichtete Alleria. Ihre scharfen Elfenaugen sahen weiter als die der Menschen. Sie wandte sich an Turalyon. �Bereitet Eure M�nner auf den Einsatz vor.�</p><p>Turalyon nickte. Er wagte nicht zu sprechen. Er hatte die Frau nat�rlich schon fr�her einmal gesehen. Sein Orden verbot auch keine Beziehungen oder Hochzeiten. Aber die elfische Waldl�uferin lie� jede andere Frau, die er jemals kennengelernt hatte, schwach und plump erscheinen. Sie war so zuversichtlich, so anmutig� und so sch�n, dass sein Mund jedes Mal trocken wurde, wenn er sie nur ansah.</p><p>Er merkte, dass er zitterte und wie ein Pferd, das gerade ein Rennen gelaufen war, zu schwitzen begonnen hatte. Und wenn man das Glitzern in ihren Augen bedachte oder ihr angedeutetes Grinsen, sobald sie etwas zu ihm sagte, vermutete Turalyon, dass sie das auch wusste � und sich �ber sein Unbehagen am�sierte.</p><p>Immerhin hatte er jetzt etwas, das ihn ablenkte. Turalyon signalisierte seinen Truppf�hrern, anzugreifen. Sie gaben den Befehl an ihre Herolde weiter, die die Angriffsh�rner bliesen. Binnen Minuten befand sich die gesamte Streitmacht der Allianz in Bewegung. Marschierend oder langsam reitend bewegte sie sich die H�gel hinab auf den Strand zu.</p><p>Als sie sich n�herten, konnte Turalyon Details erkennen. Er sah, wie das erste Schiff an der K�ste anlegte. Dunkle Gestalten sprangen heraus und liefen �ber den steinigen Strand auf die H�gel zu. Selbst von hier aus konnte er sehen, wie breit sie gebaut waren. Gro�e Brustk�rbe, lange kr�ftige Arme, krumme Beine. Sie schwangen ihre �xte, H�mmer, Schwerter und Speere. Jede Menge davon.</p><p>�Sie sind an Land gegangen�, br�llte Lothar, zog sein gro�es Schwert mit einer geschmeidigen Bewegung und hielt es hoch. Die goldenen Runen auf der Klinge reflektierten das Licht.</p><p>�Attacke! F�r Lordaeron!� Er trieb sein Pferd an, und es galoppierte vorw�rts, an den Reihen der Allianz vorbei, und dazu fing der goldene L�we auf seinem Schild das Sonnenlicht ein.</p><p>�Verdammt!� Turalyon trieb sein eigenes Ross an und ritt hinter seinem Kommandeur her. Dabei hob er seinen Hammer und senkte das Visier seines Helms. Soldaten sprangen aus dem Weg, andere beeilten sich, mitzuhalten.</p><p>Dann war er an ihnen vorbei und in dem schmalen Korridor zwischen beiden Armeen. Diese Fl�che hatte er rasch durchquert und kam wilder Entschlossenheit �ber die Orcs� gerade als Lothars erster Schlag mehrere Gegner f�llte. Doch sofort eilten andere zu dessen Pferd und versuchten, den Helden herunterziehen, um ihn zu zerrei�en.</p><p>�Nein!� Turalyon schwang seinen Hammer, sobald er in Reichweite war, und traf einen Orc vor den Kopf. Die Kreatur fiel um, ohne auch nur einen Laut von sich zu geben. Turalyon schleuderte einen zweiten Angreifer mit seinem Schild beiseite. Dadurch hatte er genug Zeit, den Hammer wieder zu heben und auch noch den dritten Gegner zu zerschmettern.</p><p>Beim Licht, waren diese Kreaturen h�sslich!</p><p>Lothar und Khadgar hatten sie ihnen beschrieben. Aber es war etwas v�llig anderes, sie selbst zu betrachten. Ihre hellgr�ne Haut und diese gl�henden roten Augen� und dann diese Hauer!</p><p>Er hatte so etwas vorher nur bei Ebern gesehen. Aber niemals bei etwas, das auf zwei Beinen ging und eine Waffe trug.</p><p>Sie waren stark. Er merkte es daran, dass der Kriegshammer eines Orcs mit seinem eigenen zusammenprallte und die gegnerische Waffe dabei fast in seinen Helm eindrang.</p><p>Gl�cklicherweise schienen sie sich eher auf ihre St�rke und Aggressivit�t als auf ihr K�nnen zu verlassen. Er bekam seine Waffe rechtzeitig wieder frei und hob sie an. Mit dem Stiel verpasste er dem Orc einen Schlag �ber die Wange und konnte ihn dadurch lange genug au�er Gefecht setzen, dass er ihn mit dem anschlie�enden Hieb richtig erwischte.</p><p>Lothar hatte w�hrenddessen die bei ihm befindlichen Orcs mit t�dlichen Schwertstreichen erledigt.</p><p>Turalyon brachte sein Pferd neben seinen Kommandeur, sodass sie Seite an Seite reiten konnten. Hammer und Schwert waren unabl�ssig in Aktion.</p><p>Uther befand sich direkt hinter ihnen, sein m�chtiger Hammer zerschmetterte Orcs links und rechts. Ein sichtbarer Glanz umgab ihn und seine Waffe, so blendend, dass die Orcs wegschauen mussten und ihre Augen bedeckten.</p><p>Jubel stieg bei den Streitkr�ften der Allianz auf, als sie des K�nnens des Paladins ansichtig wurden. Turalyon war nicht �berrascht. Er hatte zusammen mit Uther ge�bt und wusste, dass der Glauben des �lteren Paladins unglaublich stark war. Stark genug, um ihn <emphasis>sichtbar</emphasis> werden zu lassen.</p><p>Er w�nschte, sein eigener Glaube w�re ebenso fest.</p><p>Aber jetzt war nicht die Zeit, dar�ber nachzudenken. Weitere Kriegsschiffe der Horde landeten, und die Orcs str�mten zu Tausenden daraus hervor.</p><p>Turalyon erkannte sofort, dass sie �berrannt werden w�rden, wenn sie hier blieben. �Sire!�, rief er Lothar zu. �Wir m�ssen weg zum Rest der Armee!�</p><p>Zuerst dachte er, der Held h�tte ihn nicht geh�rt. Aber Lothar spie�te einen weiteren Orc auf und nickte dann. �Uther!�, rief er und der Paladin wandte sich ihm zu. �Zur�ck zu den anderen!�</p><p>Uther hob seinen Hammer zur Best�tigung, riss sein Pferd herum und drosch eine Schneise in die Horde. Lothar war direkt hinter ihm, und Turalyon bildete die Nachhut. Er k�mpfte mit Hammer und Schild, um die Orcs von ihnen fernzuhalten.</p><p>Ein Orc griff nach ihm, in seiner anderen Hand f�hrte er eine riesige Axt. Doch dann starb er mit einem Pfeil in seiner Kehle. Turalyon riskierte einen Blick zur Seite und sah eine schlanke Gestalt auf dem H�gel, die ihren Langbogen zum Gru� erhoben hielt. Er konnte gerade noch das Leuchten ihrer Haare erkennen.</p><p>Mehrere Male glaubte er fast, sie w�rden niedergemacht. Aber Uther, Lothar und er schafften es sicher zur�ck zur Front.</p><p>Die Horde war ihnen dicht auf den Fersen.</p><p>�Bildet Formation!�, rief Uther. �Hebt die Speere. Verbindet die Schilde! Werft sie zur�ck!�</p><p>Die Soldaten gehorchten eilig. Sie waren bereit gewesen, hatten aber nicht zusammengearbeitet. Einzelk�mpfer, keine wirklich vereinte Streitmacht. Das konnte gegen die �berzahl der Horde nicht funktionieren.</p><p>Jetzt arbeiteten sie zusammen, bildeten eine solide Schildmauer, die vor Speeren nur so strotzte. Und die Horde krachte mitten hinein.</p><p>An einigen Stellen fiel die Mauer, wenn ein Verteidiger vom Angriff eines Orcs ausgeschaltet wurde. Aber der gr��te Teil trotzte der Wucht, mit der die Orcs vordrangen. Einige fielen und standen nicht wieder auf, allerdings liefen die ihnen Nachfolgenden schnell an ihnen vorbei.</p><p>Eine zweite Welle traf den Schildwall, und mehrere Sektionen brachen ein. Doch wieder erlitten die Orcs herbe Verluste.</p><p>Turalyon gab dem n�chststehenden Truppf�hrer ein Zeichen und registrierte zufrieden, dass er schnell reagierte. Ein zweiter Schildwall entstand bereits hinter dem ersten. Sie konnten Wall auf Wall bauen, und jeder kostete die Orcs enormen Blutzoll. So konnten sie die Horde nach und nach ausd�nnen, bis die Gegner irgendwann so viele Verluste erlitten hatten, dass sie sich ihnen direkt entgegenwerfen konnten.</p><p>Nur waren die Orcs nat�rlich keine kompletten Narren. Nach dem dritten Zusammensto� hielten sie sich sp�rbar zur�ck, als w�rden sie auf etwas warten. Und Turalyon erfuhr auch schnell, worum es sich dabei handelte: Eine Handvoll vermummter Gestalten erschien. Jede trug eine Kapuze �ber dem Kopf, sodass nur die Augen tief darunter zu erkennen waren. Und jede Gestalt trug einen merkw�rdigen gl�henden Stab.</p><p>Diese Neuank�mmlinge ritten auf Pferden mit gl�henden Augen und bewegten sich schnurstracks auf den Schildwall zu. Dann hoben sie ihre St�be an.</p><p>Turalyon vernahm ein merkw�rdiges Brummen, und dann fielen die Soldaten unmittelbar vor den Vermummten einfach um. Sie hielten ihre H�upter umklammert, und Blut quoll ihnen aus M�ndern, Nasen und Ohren.</p><p>�Beim Licht!� Uther stand dicht bei Turalyon und schauderte bei dem Anblick. �Diese Teufel! Sie bringen finstere Magie gegen uns zum Einsatz!� Er hob seinen Hammer, dessen Kopf silbern wie der Mond leuchtete. �Gebt nicht auf, Soldaten!�, rief er. �Das Heilige Licht wird euch besch�tzen!�</p><p>Das Leuchten verteilte sich vom Hammer ausgehend, fiel auf die Krieger und tauchte sie in den hellen Schein.</p><p>Als die vermummten Gestalten ihre H�nde hoben, zuckten die Soldaten zwar, gingen aber nicht wieder zu Boden.</p><p>Dann kam Uther �ber die Magier. Der Schildwall �ffnete sich lange genug f�r ihn und die anderen Paladine, einschlie�lich Gavinrad, den Faol nur zu gern in den Orden aufgenommen hatte. Wieder jubelten die Soldaten der Allianz, ermutigt vom �berraschenden K�nnen und der Macht der Paladine.</p><p>Turalyon f�hlte sich hin- und hergerissen. Als Paladin war sein Platz an ihrer Seite. Aber als Lothars Leutnant geh�rte er hierher, um die M�nner zu befehligen.</p><p>Die Paladine und die vermummten Gestalten k�mpften gegeneinander, doch keiner schien die �berhand gewinnen zu k�nnen. Turalyon sah, wie einer der merkw�rdigen Invasoren eine seiner gewaltigen H�nde um Gavinrads Arm krallte und Dunkelheit von der Pranke ausstr�mte.</p><p>Doch Gavinrads heilige Aura leuchtete auf einmal heller und trieb die Finsternis zur�ck. Der Angreifer musste loslassen und zudem einem Hammerschlag des Paladins ausweichen.</p><p>W�hrenddessen droschen die Orcs weiter auf den Schildwall ein. Sie hieben L�cher hinein, die sich aber sofort wieder durch nachr�ckende Soldaten schlossen.</p><p>Dann sah Turalyon Bewegung. Mehrere neue Gestalten trafen ein, gr��er als die Orcs.</p><p>Oger!</p><p>Die tumben Kreaturen n�herten sich und schlugen mit groben Kn�ppeln zu, die nichts anderes als entwurzelte und ihres Ge�sts beraubte B�ume waren.</p><p>Ganze Sektionen des Schildwalls fielen in sich zusammen. Die Soldaten wurden von den m�rderischen Hieben durcheinandergewirbelt. Die Horde dr�ngte durch die L�cken und warf sich den Soldaten der Allianz entgegen.</p><p>�Taktikwechsel!�, br�llte Turalyon dem n�chststehenden Herold zu. Er wusste, dass der Mann die Befehle mit seinem Horn weitergeben w�rde. �Kleine Schildtrupps! Zieht euch auf die H�gel zur�ck und gruppiert euch neu!�</p><p>Der Soldat nickte und hob sein Horn. Er blies einmal kurz � und dann noch mal. Beim Klang des Horns begannen die Truppf�hrer ihrerseits Befehle zu br�llen, sammelten ihre Soldaten und zogen sich zur�ck, w�hrend sie die Orcs auf Distanz hielten.</p><p>Die Horde versuchte, sie zu �berrennen. Aber die Soldaten der Allianz waren zu dicht gruppiert und hielten ihre Waffen bereit. Sie stachen nach jedem Orc, der ihnen zu nahe kam. Jede Einheit hatte ihre Schilde miteinander verbunden. Sie bildeten einen kleinen Schildwall um sich herum.</p><p>Die Orcs �berw�ltigten mehrere Einheiten durch ihre blo�e zahlenm��ige �berlegenheit, indem sie wieder und wieder gegen die Krieger krachten, bis deren Schutz nachgab. Doch die meisten Allianzsoldaten wehrten den Gegner erfolgreich ab.</p><p>Turalyon ritt die eigenen Reihen am Fu�e des H�gels ab und organisierte sie neu, stellte auch hier eine Schildmauer auf. Als alle anderen Trupps sich zur�ckzogen, �ffnete diese sich, um sie einzulassen. Die Ank�mmlinge verst�rkten dann ihrerseits die Mauer und halfen dabei, wiederum neu eintreffende Trupps sicher aufzunehmen.</p><p>Turalyon befahl den Bogensch�tzen, die Orcs der Mauer so weit wie m�glich fernzuhalten und jede Kreatur zu attackieren, die sich dem Wall n�herte.</p><p>Die Orcs mussten einen hohen Blutzoll entrichten, doch die Horde landete immer noch weitere Schiffe, wodurch mit jeder Minute mehr Krieger in das Schlachtenget�mmel eingriffen.</p><p>�Wir k�nnen sie nicht mehr lange aufhalten!�, br�llte Turalyon Khadgar zu, der gerade einen merkw�rdig aussehenden Orc in der N�he der Boote hatte zusammenbrechen lassen. Der Orc trug eine Robe, statt einer R�stung und einen Stab anstelle eines Schwertes. Deshalb glaubte Turalyon, dass es sich um einen Hexenmeister handeln musste, vergleichbar mit ihren eigenen Magiern. �Wir m�ssen sie daran hindern, die H�gel zu erreichen! Wenn sie uns umgehen, k�nnen sie direkt nach Norden auf die Hauptstadt zumarschieren!�</p><p>Khadgar nickte. �Ich tue, was ich kann�, versprach er. Der junge, alt wirkende Zauberer konzentrierte sich, dann verfinsterte sich der Himmel. Binnen Minuten zogen dunkle Wolken auf. Im Zentrum des pl�tzlichen Sturms stand Khadgar, sein wei�es Haar umtanzte ihn. Blitze zuckten �ber den Himmel, und Funken sprangen aus Khadgars gespreizten Fingern.</p><p>Dann gab es einen ohrenbet�ubenden Knall, und ein Blitz bahnte sich einen Weg, der jedoch nicht vom Himmel, sondern aus Khadgars H�nden kam. Sein Licht durchbrach die Finsternis, schlug aus dem Schildwall in eine Gruppe Orcs, die sofort zur�ckgeschmettert und dabei verbrannt wurden. Ein zweiter Energiepfeil bohrte sich in die Reihen der Feinde, dann ein dritter.</p><p>Turalyon nutzte die magische Attacke zu seinem Vorteil. Er formierte seine M�nner neu, verst�rkte den Schildwall und schickte gleichzeitig Soldaten aus, die mit Reisig und Zunder ausger�stet waren. Sie verstellten den Orcs mit Br�nden den Weg und entfachten eine Feuersbrunst, die verhinderte, dass die Horde nach Westen ausbrach. Das reduzierte das Risiko, dass sie die Streitkr�fte der Allianz einfach umgingen.</p><p>Doch die Orcs begriffen schnell. Einige Kreaturen traten vor und versuchten, die Feuer auszutreten. Doch die elfischen Bogensch�tzen erschossen sie, bevor sie die Flammen erreicht hatten. Einer fiel in das Feuer und br�llte entsetzlich, als er davon verzehrt wurde. Das lie� die anderen zur�ckschrecken.</p><p>Die Oger waren aber immer noch ein Problem. Einer trampelte durch die Flammen, verbrannte sich dabei seine Beine, wurde aber trotzdem nicht langsamer. Turalyon schickte ihm eine komplette Einheit entgegen. Gleichzeitig zielten Katapulte auf die Kreatur. Aber der Oger erschlug etliche Krieger, bevor er schlie�lich selbst fiel. Und die n�chsten r�ckten schon hinter ihm nach.</p><p>�Visiert sie an!�, wandte sich Turalyon an Khadgar. �Schie�t die Oger ab!�</p><p>Khadgar sah ihn an. Turalyon bemerkte, dass sein Freund ersch�pft wirkte. �Ich versuche es�, antwortete der Magier. �Doch das Licht zu benutzen ist� erm�dend.�</p><p>Eine Sekunde sp�ter zischte ein Blitz aus seinen Fingern und traf den anf�hrenden Oger. Er war sofort tot.</p><p>Aber als sein massiger, geschw�rzter Leichnam fiel, sch�ttelte Khadgar den Kopf. �Mehr kann ich nicht tun�, erkl�rte er.</p><p>Turalyon hoffte, dass es reichen w�rde. Die anderen Oger z�gerten. Selbst ihre verk�mmerten Gehirne konnten die Gefahr erkennen. Dadurch bekamen seine M�nner Zeit, die Ziele mit Pfeilen und Katapulten anzuvisieren.</p><p>Der Schildwall hielt den Angriffen immer noch stand, doch die Horde rottete sich schon wieder zusammen. �ber kurz oder lang w�rde sie die Verteidiger einfach �berrennen. Die erlittenen Verluste reduzierten die Gesamtzahl kaum sp�rbar.</p><p>Uther und die anderen Paladine waren nicht zur�ckgekommen. Turalyon nahm an, dass sie immer noch diese vermummten Gestalten bek�mpften.</p><p>Er fragte sich immer noch, wie er reagieren sollte, als Lothar an seiner Seite erschien. �Haltet die Kavallerie bereit!�, rief der Held. �Und blast zum Angriff!�</p><p>Angriff? Dort hinein? Turalyon sah seinen Kommandanten an, dann zuckte er die Achseln. Gut, warum nicht? Ihre Verteidigung w�rde nicht ewig halten.</p><p>Er gab dem Herold einen Wink, der kr�ftig in sein Horn blies. Dann formierten sich die berittenen Soldaten, denen sich Turalyon anschloss. Er befand sich direkt hinter Lothar, der die Spitze �bernommen hatte.</p><p>Der Schildwall teilte sich f�r sie, und sie preschten gegen die vorderen Reihen der Horde. Dadurch entstand hinter ihnen ein offener Keil, der mitten durch die Orcs getrieben war.</p><p>Nach einer Minute gab Lothar das vereinbarte Zeichen. Sie rissen ihre Tiere herum. Die Bogensch�tzen gaben ihnen Deckung, w�hrend sie sich von ihren Gegnern zur�ckzogen.</p><p>Dann schlugen sie wieder zu.</p><p>Sie bereiteten sich gerade auf den dritten Angriff vor, als ein Trommelschlag von irgendwo aus Richtung Horde erklang und die Orcs pl�tzlich den R�ckzug antraten!</p><p>�Wir haben es geschafft!�, rief Turalyon. �Sie ziehen sich zur�ck!�</p><p>Lothar nickte, wandte sich aber nicht ab, sondern beobachtete, wie die Orcs ein kurzes St�ck zur�ckliefen, um sich dann neu zu gruppieren. Anschlie�end machten die Kreaturen kehrt und bewegten sich wieder mit schnellem Schritt auf die rechte Flanke der Allianz zu.</p><p>�Sie wollen nach Osten�, sagte Lothar ruhig. Er unternahm keinen Versuch, ihnen nachzusetzen. �Ins Hinterland, ins Zwergenk�nigreich.�</p><p>�Sollen wir sie verfolgen?�, fragte Turalyon. Sein Blut war noch aufgew�hlt vom Kampf. Er wollte den Orcs nachsetzen und sie alle t�ten. �Sie sind auf der Flucht!�</p><p>Aber der Held sch�ttelte den Kopf. �Nein�, antwortete er. �Wir haben sie aufgehalten. Doch sie fl�chten nicht vor uns. Sie <emphasis>umgehen</emphasis> uns.� Jetzt wandte er sich an Turalyon und l�chelte � ein grimmiges, m�des L�cheln. �Immerhin�, sagte er, �ist das auch schon etwas.�</p><p>�Wenn wir sie nicht verfolgen, k�nnen sie sich anderswo neu sammeln�, dr�ngte Turalyon. �Oder etwa nicht?�</p><p>�Doch, nat�rlich�, stimmte Lothar zu. �Aber schaut Euch nur um��</p><p>Turalyon tat, wie ihm gehei�en, und verstand, was der alte Krieger meinte. Ihre Leute waren, nun, da der Kampf vor�ber war, v�llig ersch�pft. Er sah, wie M�nner auf der Stelle zusammenbrachen. Entweder aufgrund ihrer Wunden oder aus reiner M�digkeit.</p><p>Die Schlacht hatte zwei Stunden gedauert, obwohl es sich nicht so lange angef�hlt hatte. Turalyon stellte fest, dass auch er sich schmerzhafte Blessuren eingehandelt hatte. Au�erdem waren viele der Waffen zerst�rt, die Katapulte leergeschossen und das meiste Brennholz samt Zunder aufgebraucht.</p><p>�Wir m�ssen uns neu ausr�sten�, erkannte Turalyon. �Wir sind nicht in der Verfassung, ihnen nachzujagen.�</p><p>�Richtig.� Lothar wendete sein Pferd in Richtung ihrer eigenen Linien. �Aber wir haben ihre St�rke ausgetestet, und unsere M�nner haben gesehen, dass sie gegen die Horde bestehen k�nnen. Das ist gut. Und wir haben sie von der Hauptstadt ferngehalten � auch gut.� Er blickte Turalyon an und nickte schlie�lich. �Ihr habt Euch tapfer geschlagen�, sagte er leise, bevor er sein Pferd zur�ck zu den Truppen und zum Kommandozelt dahinter lenkte.</p><p>Turalyon sah zu, wie er sich entfernte. Das einfache Lob erf�llte ihn mit Stolz. Als er sich anschickte, seinem Kommandeur zu folgen, wurde ihm bewusst, dass Khadgar Recht behalten hatte. Er hatte gar keine Zeit gehabt, sich gro� zu f�rchten.</p></section><section><title><p>9</p></title><p>�Nekros!� Zuluhed, H�uptling und Schamane des Dragonmaw-Clans schritt durch den langen Korridor. Er musterte jeden Orc, der ihm �ber den Weg lief. �Nekros!�, br�llte er erneut.</p><p>�Hier bin ich!� Nekros Sch�delspalter humpelte aus der nahe gelegenen H�hle. Sein Holzbein klopfte auf dem Steinboden. Er duckte sich, um mit seinem Kopf nicht gegen die niedrige T�r zu sto�en. �Was ist?�</p><p>Zuluhed blieb neben seinem Stellvertreter stehen und blickte ihn an. �Wie geht es der Waffe?�, wollte er wissen und beugte sich vor. �Ist sie bereit?�</p><p>Nekros grinste ihn an, wobei seine gelben Hauer sichtbar wurden. �Komm und sieh selbst.� Er drehte sich um und humpelte den Weg zur�ck, den er gekommen war.</p><p>Zuluhed folgte ihm, w�hrend er irgendetwas in seinen Bart murmelte. Er hasste diesen Ort. Er hie� Grim Batol� oder zumindest hatten die Zwerge ihn so genannt. Er war eine ihrer Festungen gewesen.</p><p>Jetzt geh�rte die Bastion dem Dragonmaw-Clan. Und obwohl die Kammern darin gro� genug waren, verfluchte Zuluhed die niedrigen Durchg�nge, die f�r Zwerge ausreichen mochten, f�r die meisten Orcs aber kaum gen�gten. Sie h�tten die Eing�nge erweitern m�ssen, doch Stein war nur unter gro�en M�hen zu bearbeiten, und im Grunde hatten sie keine Zeit f�r solche Extratouren.</p><p>Doch die Festung war h�chst solide. Sie war aus dem Fels des Berges geschnitten worden und konnte deshalb leicht verteidigt werden.</p><p>Das war das Wichtigste.</p><p>Nekros f�hrte ihn tiefer in die Festung hinein. Schlie�lich erreichten sie eine unterirdische Kammer. Dort lag, an die Wand mit schwarzem Eisen gekettet, was Zuluhed immer noch den Atem raubte. Die Gestalt f�llte den ganzen Raum aus, wand sich, um etwas bequemer zu liegen. Die Fl�gelspitzen erreichten die Decke und der Schwanz war am anderen Ende der Mauer befestigt. Fackeln flackerten entlang der W�nde, ihr Licht reflektierte von Schuppe zu Schuppe, die rot wie Blut leuchteten, rot wie Feuer.</p><p>Ein Drache.</p><p>Aber nicht irgendein Drache, es war Alexstrasza, der gr��te der roten Drachen. Mutter ihres eigenen Schwarms, K�nigin ihres Volkes. Vielleicht das m�chtigste Wesen auf dieser Welt. Stark genug, um ganze Clans mit einem einzigen Schlag ihrer majest�tischen Klauen zu vernichten und Oger mit einem Zuschnappen ihrer m�chtigen Z�hne zu verschlingen.</p><p>Dennoch hatten sie sie gefangen.</p><p>Nun, eigentlich war es Nekros gewesen. Der ganze Clan hatte wochenlang nach Drachen gesucht, jede Art von Drachen, und hatte dann ein einsames rotes M�nnchen aufgetrieben, das mit einem verwundeten Fl�gel niedrig �ber dem Wald flog.</p><p>Zuluhed wollte sich nicht vorstellen, welches Wesen es vermochte, solch eine majest�tische Kreatur zu verletzen. Aber es hatte ihm seine Aufgabe leichter gemacht. Sie waren dem Drachen in die H�hle seiner Familie gefolgt, einer hohen Bergspitze, um die die Drachen wie V�gel kreisten, als tanzten sie in der Luft.</p><p>Sie hatten diesen Gipfel tagelang beobachtet, unsicher, was sie als N�chstes tun sollten. Bis Nekros verk�ndete, dass er die D�monenseele gez�hmt habe. Dann waren sie vorsichtig bis zur Spitze gekrochen und hatten Alexstrasza und ihre drei M�nnchen entdeckt. Die Drachenk�nigin hatte sie sofort bemerkt und vier Orcs innerhalb eines Herzschlags get�tet, indem sie das Maul �ffnete und die K�mpfer in einer Flamme r�stete.</p><p>Aber dann war Nekros vorgetreten und hatte sie geb�ndigt. Ganz allein. Er befahl Alexstrasza und den ihren, ihm zu folgen, und sie hatten gehorcht.</p><p>Die Reste des Dragonmaw-Clans hatte Nekros an diesem Tag gehuldigt � als dem Orc, der allein eine ganze Drachenschar eingesch�chtert hatte.</p><p>Allerdings konnte der verkr�ppelte Krieger-Hexenmeister das alles nicht ohne Zuluhed erreichen � oder das Artefakt, das er gefunden hatte. Zuluhed w�nschte sich, den Gegenstand selbst benutzen zu k�nnen. Doch die D�monenseele antwortete ihm oder seiner Schamanenmagie nicht. Sie antwortete nur Nekros, deshalb war der Orc mit dem Holzbein der Einzige, der damit umgehen konnte.</p><p>Aber das war akzeptabel. Weil es bedeutete, dass Nekros hier in diesen H�hlen festsa�. Zuluhed konnte derweil mit dem Rest der Horde k�mpfen, wozu Nekros kaum bef�higt gewesen w�re. Er war in jenem Moment, da ihm ein Mensch das linke Bein unterhalb des Knies abgeschlagen hatte, f�r jeden ehrlichen Kampf nutzlos geworden.</p><p>Die meisten Orcs h�tten sich umgebracht oder sich zumindest auf den n�chstbesten anderen Feind gest�rzt und w�ren im Kampf gefallen.</p><p>Nekros aber hatte �berlebt � ob durch Feigheit oder Pech, wusste niemand so genau.</p><p>Zuluhed war froh, dass er Nekros hatte. Weil er die D�monenseele gefunden hatte und Zuluhed sie nicht benutzen konnte. Er hatte die Macht innerhalb der Scheibe sp�ren k�nnen, als er sie in einer kleinen H�hle tief unter den Bergen gefunden hatte. Doch diese Macht war in dem gl�nzenden goldenen Artefakt eingeschlossen gewesen. Ganz sicher wurde daf�r etwas anderes als Schamanenmagie ben�tigt.</p><p>Er taufte das Objekt <emphasis>D�monenseele</emphasis>, weil er die d�monenverseuchte Energie in der Scheibe sp�rte. Sie schlummerte dort zusammen mit einer anderen Kraft, die er nicht zuordnen konnte.</p><p>Er hatte �berlegt, ob er das Artefakt Doomhammer �bergeben sollte, sich aber dagegen entschieden. Der Kriegsh�uptling war ein m�chtiger Krieger und ein ehrenhafter Orc. Doch er besa� keinerlei Erfahrung im Umgang mit Magie. Gul�dan w�re ein weiterer Kandidat gewesen. Doch Zuluhed traute dem verschlagenen Hexenmeister nicht.</p><p>Er erinnerte sich an die Zeit, als Gul�dan jung und Ner�zhuls Sch�ler gewesen war. Der Sch�ler eines Schamanen, der weise und ehrenhaft war und von allen verehrt wurde. Ner�zhul hatte zum Wohle aller, nicht nur seines eigenen Clans gewirkt. Er war es auch gewesen, der das merkw�rdige Geschenk des Wissens und der Macht von den Geistern der Ahnen mitgebracht hatte. Und er hatte die engen Bindungen zwischen den Clans angeregt und gefestigt.</p><p>Eine Zeit lang war alles gut gegangen. Doch dann hatten die Geister sich als falsch erwiesen. Und ihre eigenen Ahnen weigerten sich aus Wut, noch mit ihnen zu sprechen. Die Schamanen hatten ihre Kr�fte verloren, wodurch ihre Clans die Verteidigung gegen magische Angriffe einb��ten.</p><p>Und dann trat Gul�dan auf den Plan. Der ehemalige Sch�ler verdr�ngte seinen Meister und behauptete, einen neuen Weg gefunden zu haben, eine neue Quelle der Magie. Er bot an, die anderen Schamanen zu unterrichten. Viele hatten das Angebot angenommen und waren zu Hexenmeistern geworden.</p><p>Aber Zuluhed nicht. Er hatte Gul�dan misstraut, der ihm immer selbsts�chtig erschienen war. Und diese merkw�rdigen Kr�fte rochen nach D�monen.</p><p>Es war schon schrecklich genug, dass die Ahnen nicht mehr zu ihm sprachen und die Elemente nicht l�nger auf seinen Ruf zu antworten vermochten. Er w�rde sich nicht auch noch damit besudeln, mit solch unnat�rlichen Kr�ften zu arbeiten, wie Gul�dan sie angeboten hatte.</p><p>Zuluhed war nicht der einzige Schamane, der das abgelehnt hatte. Doch die meisten waren auf Gul�dan eingegangen. Und dann hatten sie sich ver�ndert, waren gr��er geworden und d�sterer. Als reflektierten ihre K�rper die Verderbnis.</p><p>Ihre Welt war verw�stet worden, das Land starb St�ck f�r St�ck, und der Himmel f�rbte sich rot. Die Horde war gezwungen gewesen, auf diese merkw�rdige Welt zu wechseln, und sie musste sie erobern, wollten ihre Clans jemals wieder in Frieden leben.</p><p>Nekros hatte als Schamanensch�ler Potenzial bewiesen. Und Zuluhed hatte auf ihn gehofft. Aber als Gul�dan ihm diese andere Magie angeboten hatte, war Nekros darauf eingegangen.</p><p>Der junge Orc hatte die K�nste der Hexenmeister leicht erlernt, aber aus irgendeinem Grund war er wieder davon abgekommen. Er lie� alles hinter sich und wurde ein Krieger.</p><p>Dadurch war das Vertrauen in den j�ngeren Orc zur�ckgekehrt. Er hatte ihn nie gefragt, was den Wandel verursacht hatte, aber er wusste, dass es etwas mit Loyalit�t zu tun hatte: mit Gul�dan und dem Schattenrat oder dem Dragonmaw-Clan.</p><p>Nekros hatte sich f�r den Clan entschieden. Danach begann Zuluhed, wieder an ihn zu glauben. Er hatte ihn auch um Rat gebeten, wann immer er mit dem Hexenmeister zu tun hatte. Deshalb hatte er die Scheibe zu Nekros gebracht, und bislang hatte ihn der verkr�ppelte Krieger-Hexenmeister nicht entt�uscht. Nekros war es zu verdanken, dass sie heute soweit waren. Bereit, ihre Pl�ne umzusetzen.</p><p>�Nun�, sagte Zuluhed und n�herte sich der Bestie. �Haben wir�� Er unterbrach sich, als Nekros seinen muskul�sen Arm ausstreckte und ihm den Weg verstellte.</p><p>�Warte�, warnte ihn der grauhaarige Orc. Er holte die D�monenseele aus einem Beutel an seinem G�rtel, hielt die gro�e, glatte Goldscheibe hoch und rief: �Erscheine!�</p><p>Zuluhed beobachtete, wie winzige Flammen sichtbar wurden, durch die Kammer flogen und sich zu einer Gestalt vereinigten. Sie nahm mehr und mehr Form an, gewann an Gr��e und Tiefe, enth�llte Details und wurde zu einem gro�en, kr�ftig gebauten Humanoiden mit einem merkw�rdigen Knochenpanzer. Dessen Kopf sah aus wie ein von Flammen umrahmter Sch�del, die Augen Kugeln aus schwarzem Feuer. Das Wesen �berragte sie und war so gro� wie ein Oger, aber weniger plump. Es strahlte St�rke und Wachsamkeit aus.</p><p>�Wir treten ein�, sagte Nekros und hielt die D�monenseele vor sich.</p><p>Die merkw�rdige Kreatur spie wieder einen Funkenschauer aus, der durch den Raum stob. Und der verkr�ppelte Orc nickte seinem H�uptling zu, weiterzumachen.</p><p>Zuluhed schritt weiter, anfangs vorsichtig, f�r den Fall, dass das Monster doch nicht verschwunden war. Aber es war weg. Nekros Schutz schien zu funktionieren. Gl�cklicherweise, denn sie hatten beide erlebt, was sonst passieren konnte.</p><p>Eines ihrer Clanmitglieder war mit einer Botschaft von Doomhammer in die Halle gest�rmt und hatte nicht auf Nekros gewartet, bis dieser den W�chter vertrieben hatte. Die Kreatur war wie aus dem Nichts erschienen, und ihre langen feurigen, skelettierten Klauen hatten den Kopf des unachtsamen Orcs gepackt. Flammen waren entstanden und hatten den ungl�ckseligen Boten verzehrt. Innerhalb weniger Sekunden erstarben die Schreie, sein K�rper wurde schlaff, und der Kopf fiel in sich zusammen. �brig blieb nur ein H�ufchen Asche.</p><p>Jetzt dagegen konnte der H�uptling unbehelligt in die H�hle treten, und er n�herte sich der Drachenk�nigin. Au�erhalb der Reichweite ihrer Ketten blieb er stehen. Ihr schwerer dreieckiger Kopf drehte sich. Ihre gro�en gelben Augen schauten ihn an, w�hrend er sie beobachtete.</p><p>�Bist du gekommen, um deine H�me auszusch�tten, kleiner Orc? Hast du mich noch nicht genug gefoltert und meinen Kindern Schmerzen zugef�gt?�, fragte Alexstrasza. Ihre Z�hne schnappten w�tend, aber die Kette hielt sie in Schach. Deren normale Festigkeit wurde durch das Artefakt noch erh�ht.</p><p>�Nein, ich will dich nicht dem�tigen�, sagte Zuluhed, der immer noch von ihrer schieren Gr��e und Kraft beeindruckt war. �Ich wollte nur sicher gehen, dass alles vorbereitet ist. Du wei�t, was passieren wird, wenn du dich uns verweigerst?�</p><p>�Das wurde mir sehr deutlich gemacht�, antwortete sie. Ihre Worte klangen gereizt vor Wut und Kummer. Sie blickte in die Ecke der H�hle. Ein paar bleiche Gegenst�nde lagen dort verstreut. Und obwohl er sie von hier aus nicht erkennen konnte, wusste Zuluhed, dass sie d�nn wie Papier oder Blattgold waren. Es waren die �berreste eines riesigen Eis, das so gro� wie der Kopf eines Orcs gewesen sein musste.</p><p>Ein Drachenei.</p><p>Als sie Alexstrasza gefangen genommen hatten, hatte sie es abgelehnt, mit ihnen zu kooperieren. Nekros hatte das Problem gel�st, indem er eines ihrer noch nicht ausgebr�teten Eier nahm, es der gefangenen K�nigin vor das Gesicht hielt� und es mit seiner Faust zerst�rte. Dabei spritzte Eidotter auf ihn und sie.</p><p>Ihre Schreie hatten ihn fast taub gemacht, und ihr W�ten hatte mehrere Orcs zu Boden geworfen. Zwei hatten sich dabei etwas gebrochen. Aber die Ketten hatten gehalten, und danach hatte sie mit ihnen zusammengearbeitet, wenn auch nur widerstrebend. Sie tat alles, damit nicht noch weitere ihrer ungeborenen Kinder get�tet wurden.</p><p>�Du wirst damit nicht durchkommen�, prophezeite ihm Alexstrasza. �Du kannst mich anketten, aber meine Kinder werden dich vernichten und ihre Freiheit zur�ckerringen.�</p><p>�Nicht, solange wir dies hier haben�, antwortete Nekros und zeigte ihr die Scheibe. Er legte die Stirn in Falten, konzentrierte sich offensichtlich, und die Drachenk�nigin wand sich vor Qual. Ein schwaches Fauchen drang durch ihre zusammengepressten Z�hne.</p><p>�Ich� werde� dich� eines� Tages� t�ten�, warnte sie ihn. Sie wand sich immer noch vor Pein, und ihre Augen verengten sich vor Schmerzen und Hass.</p><p>Nekros lachte. �Vielleicht�, sagte er leichthin. �Aber bis dahin werden du und die Deinen der Horde dienen.�</p><p>Zuluhed machte ein Zeichen, worauf Nekros nickte und ihm in die H�hle folgte. Die Z�hne der K�nigin schnappten in die Luft. Ihr Ausdruck von Verachtung war unbedeutend, solange sie nur ihre Macht demonstrierte � in Zuluheds Sinne.</p><p>Er f�hrte sie einen Gang hinunter in einen anderen Korridor und in eine zweite, noch gr��ere Kammer. Diese war zu einer Seite des Berges hin offen. Drau�en flogen leuchtende Gestalten � wie bunte Funken am sich verdunkelnden Himmel.</p><p>�Lasst sie frei!�, verlangte eines dieser Wesen und rauschte mit ausgestreckten Krallen, die Z�hne weit aufgerissen, nah heran. �Lasst unsere Mutter frei!�</p><p>�Niemals!� Nekros hielt die D�monenseele hoch, und der sich n�hernde Drache schrie vor Qual und geriet ins Trudeln, weil sein K�rper zitterte und zuckte. Die anderen Drachen zogen sich erkennbar zur�ck, kreisten aber weiter �ber ihren K�pfen.</p><p>�Eure Mutter ist unsere Gefangene, so wie ihre Gef�hrten�, rief Zuluhed. Er wusste, dass die Drachen ihn selbst in gro�er H�he verstehen konnten. �Das wird auch so bleiben. Du und all ihre Kinder werden uns dienen, werden <emphasis>der Horde</emphasis> dienen, oder eure Mutter wird br�llend an demselben Schmerz verenden, den du eben gesp�rt hast. Und damit wird ihre Linie aussterben, weil es ohne Alexstrasza keine weiteren roten Drachen geben wird. Ihr w�rt dann die letzten eurer Art.�</p><p>Die Drachen schrien vor Wut, doch Zuluhed wusste, dass sie gehorchen w�rden. Er hatte das Band zwischen der Mutter und ihren Kindern gesehen, es war stark, stark genug, um sie alle zum Gehorsam zu zwingen. Solange Alexstrasza glaubte, dass es noch Hoffnung f�r ihre Brut gab, w�rde sie weiter neue Dracheneier produzieren. Und solange sie und ihre drei Gef�hrten ihre Gefangenen waren, w�rden die Kinder ihnen dienen � in der Hoffnung, ihre Mutter eines Tages befreien zu k�nnen.</p><p>Zuluhed grinste, als er die jungen Leviathane �ber sich emporschnellen sah. Seine Orcs schufteten hart daran, passendes Sattelzeug herzustellen.</p><p>Schon bald w�rden sie den ersten roten Drachen in die H�hle bringen und ihn mit Geschirr und Sattel ausstatten. Er w�rde es nat�rlich hassen. Drachen waren unglaublich freiheitsliebend, und niemand hatte es jemals zuvor gewagt, auf ihnen zu reiten.</p><p>Aber sein Clan w�rde es wagen. Das hatte er Doomhammer versprochen.</p><p>Der Kriegsh�uptling war begeistert von dieser Idee gewesen. Die Drachen w�rden ihre Geheimwaffe sein. Die Menschen hatten Fu�soldaten, Kavallerie und Schiffe, aber nichts Schlagkr�ftiges f�r die L�fte.</p><p>Mit den Leviathanen unter ihrer Kontrolle und loyalen Orcs, die sie ritten, konnte Zuluhed die Menschen aus der Luft angreifen und sich ebenso rasch wieder aus ihrer Reichweite entfernen.</p><p>Die Drachen waren mit ihren Krallen, Z�hnen und Schw�nzen schon rein physisch imposante Kreaturen. Doch ihr feuriger Atem w�rde den eigentlichen Unterschied ausmachen, den gr��ten Schaden anrichten. Sengendes Feuer w�rde auf die Menschen herabregnen, w�rde sie und all ihre Ausr�stung zerst�ren.</p><p>Und es gab nichts, was sie dagegen tun konnten. Mit den Drachen auf ihrer Seite war die Horde unbesiegbar.</p><p>Und er, Zuluhed vom Dragonmaw-Clan, hatte all dies vollbracht. Ohne die Visionen h�tte er niemals die D�monenseele gefunden. Und ohne deren und Nekros Kr�fte, der sie entdeckt hatte, h�tten sie Alexstrasza nicht versklaven k�nnen. Aber es war gelungen, und schon bald w�rden die ersten Drachenreiter die L�fte durcheilen, sich mit dem Rest der Horde vereinen und auf Doomhammers Befehle warten.</p><p>Zuluhed grinste. Alles verlief genau nach Plan.</p></section><section><title><p>10</p></title><p>�Dort, Thane! Schau, dort!�</p><p>Kurdran Wildhammer riss Sky�ree herum und blickte nach unten, in die Richtung, die Farand wies.</p><p>Ja, dort! Seine scharfen Augen machten eine Bewegung aus, und er trat Sky�ree leicht mit den F��en. Sein Greif kr�chzte leise als Antwort, bevor er die Fl�gel anlegte und in den Sturzflug �berging. Der Wind zerrte an ihnen beiden.</p><p>Ja, jetzt konnte er die Gestalten besser erkennen, die durch den Wald liefen. Waren es Trolle? Sie waren jedenfalls genauso gr�n wie die verhassten Waldtrolle. Aber sie gingen auf dem Boden, statt sich durch die �ste zu bewegen. Und ihre Schritte waren viel zu schwer, zu sorglos, um Trolle zu sein, die den Wald fast so gut wie die Elfen kannten.</p><p>Nein, diese Gestalten waren etwas anderes. Kurdran konnte eines der Wesen genau sehen, als er �ber eine kleine Lichtung flog.</p><p>Er runzelte die Stirn. Sie waren von massiger Statur und fast so gro� wie Menschen, mit dicken Muskeln und langen Beinen. Und mit schweren Waffen: �xten, H�mmern und St�ben. Was auch immer sie sein mochten, sie waren f�r den Kampf ger�stet.</p><p>Er zog an den Z�geln, und Sky�ree f�cherte ihren Schwanz auf, breitete die Fl�gel aus und stieg wieder �ber die Baumh�he hinaus, zur�ck in den Himmel.</p><p>Farand und die anderen kreisten weiter weg, die wettergegerbte Haut des Zwergs vermischte sich auf die Entfernung mit dem gelbbraunen Pelz ihrer Reittiere. Kurdran flog ebenfalls hoch. Sein geflochtener Bart und das Haar flatterten hinter ihm her. Er genoss das Gef�hl des Fliegens, selbst unter diesen unfreundlichen Bedingungen.</p><p>In der Ferne sah er das riesige Steinbild eines Adlers, der wachsam und zuversichtlich in die Welt blickte. Dort lag seine Heimat � und das Herz seines Reiches: der Nistgipfel.</p><p>Aber diesmal erf�llte ihn der Anblick nicht mit Stolz und Freude, denn der Gipfel schien viel zu weit entfernt, um Trost zu spenden, vor allem, wenn man die Geschehnisse unter ihnen bedachte.</p><p>�Hast du�s gesehen, Thane?�, fragte Farand. �Ich hab�s ja gesagt. H�ssliche Strolche in unserem Wald!�</p><p>�Ja, du hattest Recht�, sagte Kurdran dem Kundschafter. �Sie sind h�sslich, und sie dringen hier einfach ein. Es sind eine ganze Menge. Es wird schwer sein, sie zu erwischen, solange sie sich unter den B�umen befinden.�</p><p>�Dann lassen wir sie einfach so durch unser Gebiet ziehen?�, wollte einer der anderen Kundschafter wissen.</p><p>�Oh nein�, antwortete Kurdran. Er grinste den anderen Wildhammerzwergen zu. �Wir m�ssen sie nur zuerst aufschrecken und ins Freie scheuchen. Los, Leute, ab nach Hause. Ich habe ein paar Ideen. Aber keine Angst, wir r�umen schon bald mit den Gr�nh�uten auf und machen ihnen klar, dass sie auf unserem Territorium unwillkommen sind!�</p><empty-line/><p>�He, Ihr da, Paladin!�</p><p>Turalyon schaute auf, als der Elf neben ihm stehen blieb. Er hatte nicht bemerkt, wie der Waldl�ufer eingetroffen war, doch das �berraschte ihn auch nicht. In den letzten paar Wochen hatte er vielfach erfahren, wie schnell Elfen kommen und gehen konnten � und wie leise sie dabei waren. Ganz besonders Alleria, der es Spa� bereitete, ihn zu erschrecken, indem sie ihm �berraschend etwas ins Ohr fl�sterte, obwohl er noch nicht einmal mitbekommen hatte, dass sie wieder im Lager war.</p><p>�Ja?� Er s�uberte seine Ausr�stung, wartete aber respektvoll.</p><p>�Die Orcs sind im zwergischen Hinterland�, berichtete der Elf. �Und sie treffen sich dort mit den Trollen.� Er sprach den Satz voller Ekel aus.</p><p>Turalyon hatte erfahren, dass die Elfen die Trolle hassten und dass diese Gef�hle auf Gegenseitigkeit beruhten. Beide waren Waldbewohner, doch die W�lder hier waren nicht gro� genug f�r <emphasis>zwei</emphasis> V�lker. Sie waren schon seit Jahrtausenden verfeindet, seit die Elfen die Trolle aus einem Teil des Waldes vertrieben und ihr K�nigreich auf dem eroberten Land errichtet hatten.</p><p>�Seid Ihr Euch sicher, dass sie wirklich Verb�ndete sind und sich ihre Pfade nicht durch Zufall kreuzten?�, fragte Turalyon und legte seine R�stung beiseite. Er rieb sich �ber das Kinn. Wenn Orcs und Trolle sich wirklich zusammentaten, bedeutete das zus�tzlichen �rger.</p><p>Der Waldl�ufer schnaubte als Antwort. �Nat�rlich bin ich mir sicher! Ich habe sie belauscht. Sie haben eine Art Pakt geschlossen.� Der Elf sah zum ersten Mal besorgt aus. �Sie planen einen Angriff auf den Nistgipfel � und dann wollen sie gegen Quel�Thalas marschieren.�</p><p>Das erkl�rte seine Erregung. Quel�Thalas war die Heimat der Elfen, und die Trolle hassten sie. Wenn sie sich tats�chlich mit der Horde verb�ndet hatten, machte es also durchaus Sinn, sie genau dorthin zu f�hren.</p><p>�Ich sage Lothar Bescheid�, versicherte ihm Turalyon und stand auf. �Wir halten sie auf, bevor sie sich Eurer Heimat n�hern k�nnen.�</p><p>Der Elf nickte, obwohl er nicht �berzeugt wirkte, drehte sich um und lief zur�ck zu den B�umen, zwischen denen er verschwand. Turalyon sah ihm nicht hinterher. Er war bereits auf dem Weg zum Kommandozelt.</p><p>Drinnen traf er Lothar und Khadgar, Terenas und ein paar andere.</p><p>�Die Orcs greifen den Nistgipfel an�, erkl�rte er im Eintreten. Jedermann wandte sich ihm zu, und Turalyon sah, dass sich einige Augenbrauen �berrascht hochzogen. �Das hat mir gerade einer der Waldl�ufer berichtet�, erkl�rte er. �Die Orcs haben sich mit den Waldtrollen verb�ndet, und jetzt wollen sie den Nistgipfel angreifen.�</p><p>Terenas nickte und wandte sich der obligatorischen Karte auf dem Tisch zu. �Das macht Sinn�, gab er zu und tippte auf den Nistgipfel. �Die Wildhammerzwerge sind stark genug, um sich dem Kampf zu stellen, aber sie wollen einen Angriff aus dem Hinterhalt vermeiden. Und wenn die Orcs mit den Trollen zusammenarbeiten, wollen sie gemeinsam die Zwerge aus dem Hinterland vertreiben.�</p><p>Lothar betrachtete ebenfalls die Karte. �Es wird schwer werden, sie im Wald zu bek�mpfen�, merkte er an. �Wir k�nnen uns dort nicht richtig aufstellen, und wir w�ren gezwungen, unsere Katapulte zur�ckzulassen.� Er strich sich nachdenklich mit der Hand �ber die Stirn. �Andererseits k�nnen sie ihre eigenen Truppen auch nicht optimal antreten lassen. Wir k�nnten vereinzelte kleinere Gruppen von Orcs angreifen, ohne uns darum sorgen zu m�ssen, dass sie die ganze Armee gegen uns einsetzen.�</p><p>�Au�erdem w�ren die Zwerge starke Verb�ndete�, meinte Khadgar. �Wenn wir ihnen helfen, helfen sie uns vielleicht auch. Sie sind exzellente Kundschafter.�</p><p>�Wir k�nnten die Zwerge und ihre Greifen sicherlich gut gebrauchen�, stimmte Lothar zu. Er schaute auf, blickte Turalyon an und nickte. �Sammelt die Truppen�, befahl er. �Wir ziehen in den Wald, um die Zwerge zu retten.�</p><empty-line/><p>�Bei den Ahnen, sind das viele! Wie die Fliegen � nur gr��er und besser bewaffnet!� Kurdran fluchte, als er die Lage unter sich betrachtete. Er und eine Jagdgruppe waren auf Patrouille und flogen hoch �ber den Orcs, um eine bessere �bersicht �ber die Gr�nh�ute zu bekommen. Was er sah, war gar nicht gut.</p><p>Die Kreaturen marschierten schnell und waren nur noch einen Tagesmarsch vom Nistgipfel entfernt. Zuerst hatte er lediglich ein paar von ihnen gesehen, aber dann war ihm eine weitere Gruppe nicht weit entfernt aufgefallen� und dann eine dritte. Die anderen hatten �hnliches berichtet. Obwohl die Gr�nh�ute in Gruppen von jeweils zwanzig Kriegern aufgeteilt waren, gab es mehr dieser Einheiten, als man z�hlen konnte.</p><p>Die Wildhammerzwerge hatten vor nichts Angst, aber wenn diese Kreaturen auch nur halb so stark waren, wie sie aussahen, konnten sie den Gipfel allein schon durch die schiere �bermacht �berrennen.</p><p>Nicht, dass sie das zulassen w�rden.</p><p>Kurdran sah sich um, und jeder der Zwerge nickte zur�ck. �Gut�, sagte er und hob sein Horn an die Lippen. �Wildhammerzwerge, zum Angriff!� Er blies ins Horn und h�ngte es sich dann wieder um. Dabei brachte er Sky�ree bereits mit den Knien in Position. Sie reagierte mit einem wilden Schrei, breitete die Schwingen aus und stieg auf, bevor sie die Fl�gel anlegte und sich auf den Sturzflug vorbereitete. W�hrend sie nach unten st�rzten, l�ste Kurdran seinen Sturmhammer und hob die Waffe.</p><p>Aber vorerst waren die Gr�nh�ute nicht seine Ziele. Stattdessen schlug er dem ihm am n�chsten befindlichen Baum hart gegen den Stamm. Durch den Aufprall regnete es Bl�tter, Beeren und Nadeln, was die verwirrten Gr�nh�ute �rgerte.</p><p>Kurdran schlug gegen zwei weitere B�ume, aus deren Wipfeln Tannenzapfen und N�sse auf die Kreaturen hagelten, so heftig, dass sie Beulen verursachten. Die Gr�nh�ute duckten sich und hoben abwehrend die H�nde, um ihre Augen zu sch�tzen. Doch die Aktion wurde fortgesetzt, als die Wildhammerzwerge weiter gegen die B�ume schlugen.</p><p>Die Gr�nh�ute wussten nicht, wie sie damit umgehen sollten. Aber es gefiel ihnen ganz und gar nicht. Schlie�lich reagierten sie mit der einfachsten L�sung. Wenn der Baumbereich nicht sicher war, lie� man ihn besser hinter sich zur�ck, entfloh dem bedrohlichen Bl�tterdach und eilte der n�chsten Lichtung entgegen.</p><p>Das war genau der Moment, auf den die Wildhammerzwerge gewartet hatten.</p><p>Mit einem lauten Kriegsschrei f�hrte Kurdran den Angriff an, seinen Hammer hielt er bereit. Die erste Gr�nhaut hatte noch Zeit aufzuschauen und die gro�e Kriegsaxt halb zu ziehen, bevor ihr Kurdran seinen blitzgest�hlten Sturmhammer entgegenschleuderte.</p><p>Er erwischte den Gegner am Kiefer, zerschmetterte ihn mit einem Donnerschlag und drosch die Kreatur durch die Luft. �Du bist zu h�sslich f�r meinen Wald, du Bastard!�, br�llte er ihr hinterher.</p><p>Der Hammer landete in seiner Hand, und er warf ihn erneut. Der Schlag zermalmte eine zweite Gr�nhaut. Dann spreizte Sky�ree ihre Fl�gel, um sie au�er Reichweite der Gegner zu bringen, bevor sie einen Bogen flog und sich erneut n�herte.</p><p>Der Rest von Kurdrans Gef�hrten schlug sich ebenfalls wacker, und der Wald war erf�llt von Heulen, Schreien, Fl�chen und Beleidigungen, als die Greifen abdrehten.</p><p>Was auch immer das f�r Kreaturen waren, sie lie�en sich jedenfalls nicht leicht �ngstigen. Als er zu einem neuen Anflug ansetzte, bemerkte Kurdran, dass die �brig gebliebenen Gr�nh�ute ihre Waffen gezogen hatten. Gleichzeitig formierten sie sich zu engeren Gruppen, weshalb die Zwerge sie nicht mehr so leicht treffen konnten.</p><p>Doch sie hatten sich nicht auf die Luft�berlegenheit verlassen. Kurdran schwang seinen Hammer �ber dem Kopf und lie� ihn fliegen. Der schwere Stein traf eine Gr�nhaut direkt an der Schl�fe. Sie kippte mit einem Ger�usch um, das wie eine kleine Explosion klang. Als die Kreatur fiel, stolperte sie gegen zwei andere, die vorw�rts taumelten, um nicht mitgerissen zu werden.</p><p>�Ha! Das hat euch umgeworfen, wie!�, rief Kurdran den gefallenen Kreaturen zu. Er war �ber ihnen, noch bevor sie ihren Fehler erkannten. Doch obwohl er seinen Sturmhammer l�ngst wieder in H�nden hielt, lie� er die daliegenden Kreaturen von Sky�ree erledigen. Mit ihren machtvollen Klauen packte sie den einen, erwischte den zweiten mit ihrem scharfen Schnabel und schlug einen dritten mit dem Fl�gel bewusstlos.</p><p>Der Kampf war rasch vorbei. Woher auch immer diese Gr�nh�ute kamen, sie waren langsam und nicht an Angreifer aus der Luft gew�hnt. Kurdran und seine Leute hingegen waren Meister in Sachen Luft-Bodenangriffe.</p><p>Den Kreaturen waren ein paar Treffer gelungen, und einige seiner Leute hatten Wunden abbekommen. Aber sie hatten niemanden verloren und auch niemanden zur�ckgelassen. Nur ein paar der Gr�nh�ute in dieser Gruppe hatten �berlebt, und das auch nur, weil sie unter die B�ume geflohen waren.</p><p>�Das sollte sie gelehrt haben, nach oben zu schauen�, l�sterte Kurdran, und die Zwerge lachten. �Zur�ck zum Gipfel, Kameraden. Wir schicken eine weitere Mannschaft aus, die eine andere ihrer kleinen Gruppen ausschaltet. Vielleicht machen sie dann ja einen Bogen um den Nistgipfel��</p><empty-line/><p>�Macht euch bereit�, fl�sterte Lothar. Er hatte sein Pferd auf Schritttempo verlangsamt, weil ein schnelleres Laufen das Risiko erh�ht h�tte, dass sie gegen B�ume ritten oder jemand an den �sten und Zweigen h�ngen blieb. Er zog sein Schwert und hielt es vor sich, sein Schild hing an seinem Arm. �Sie sollten ganz nah sein.�</p><p>Turalyon nickte und befestigte seinen Kriegshammer. Er ritt wie stets unmittelbar hinter seinem Kommandeur. Khadgar befand sich neben ihm, die drei bildeten das klassische Kavalleriedreieck. Und auch wenn die H�nde des Magiers waffenlos waren, so hatte Turalyon doch die Magie zu sch�tzen gelernt, die sein Freund in der Schlacht beschw�ren konnte. Mit angespanntem Blick versuchte Turalyon, das Dickicht der B�ume zu durchdringen und ihre Beute zu ersp�hen. Irgendwo hier in der N�he�</p><p>�Dort!� Er zeigte nach rechts, hinter Khadgar. Seine beiden Begleiter folgten seiner Geste. Einen Moment sp�ter nickte Lothar. Der Zauberer brauchte eine Minute l�nger, bevor auch er Bewegungen vor dem Hintergrund der B�ume ausmachte. Bewegung, die zu niedrig erfolgte f�r einen Vogel und zu gleichm��ig f�r eine Schlange oder ein Insekt. Nein, die Bewegung konnte nur von etwas stammen, das so gro� wie ein Mensch war und auf zwei Beinen durch den Wald ging. Und dass sie sich wiederholte, bedeutete, dass sich dieselbe Gestalt vor- und zur�ckbewegte oder es sich um eine gr��ere Gruppe handelte.</p><p>Da die Bewegung kaum zu erkennen war, mussten die Gestalten dieselbe Farbe wie ihre Umgebung haben.</p><p>Das alles f�hrte zu einem Schluss: Es waren Orcs.</p><p>�Wir haben sie�, stimmte Lothar leise zu. Er schaute sich zu Khadgar um. �Informiert die anderen�, befahl er.</p><p>Der junge, aber alt aussehende Magier nickte.</p><p>�In der Zwischenzeit passen wir auf�, sagte Lothar zu Turalyon, der ihm mit einer Geste seine Zustimmung signalisierte. �Und wenn es so aussieht, als w�rden sie davonkommen, stellen wir beide sicher, dass das nicht passiert.�</p><p>�Ja, Sire!�, grinste Turalyon und griff nach dem Stiel seines Kriegshammers. Er war bereit, wenn auch immer noch nerv�s. Immerhin sorgte er sich nicht mehr, dass er starr vor Angst werden oder gar weglaufen k�nnte. Er war den Orcs schon einmal gegen�bergetreten, und er wusste, dass er es wieder schaffen w�rde.</p><empty-line/><p>�Wir haben Tearlach verloren�, berichtete Iomhar. Kurdran sah ihn �berrascht an. �Oengus auch�, fuhr der K�mpfer der Wildhammerzwerge fort. �Und zwei weitere sind zu ersch�pft, um weiterzuk�mpfen.�</p><p>�Was ist passiert?�, wollte Kurdran wissen. Der andere Zwerg wirkte zun�chst verlegen, dann wurde er streitlustig.</p><p>�Die Gr�nh�ute, das ist passiert!�, antwortete er. �Sie waren auf uns vorbereitet! Als wir auf sie hinabstie�en, warfen sie Speere! Dann verteilten sie sich, weshalb wir sie unter den B�umen nicht mehr so gut anvisieren konnten.� Er sch�ttelte den Kopf. �Euer Angriff stand unter einem gl�cklichen Stern und hat sie �berrascht. Aber jetzt haben sie dazugelernt, diese h�sslichen Bastarde, und zwar verdammt schnell.�</p><p>Kurdran nickte. �Nicht dumm, diese Gr�nh�ute�, stimmte er zu. �Und es waren mehr, als wir dachten.�</p><p>Er blickte auf die vor ihm aufgeschlagene Karte des Zwergenk�nigreichs. Markierungen zeigten an, wo die Gr�nh�ute sich befanden. Die Karte war fast vollst�ndig damit �bers�t.</p><p>�Nun gut, wir m�ssen sie treffen, bevor sie reagieren k�nnen. Sagt euren Streitern, dass sie schnell und hart angreifen und sich au�erhalb der Wurfweite der Gr�nh�ute halten m�ssen. Sie arbeiten gegen die Schwerkraft � und wir mit ihr. Also haben wir einen Vorteil.�</p><p>Iomhar nickte, aber bevor er etwas sagen konnte, st�rmte Beathan herein. �Trolle!�, rief er und sank auf einem Hocker zusammen. Sein linker Arm hing nutzlos an seiner Seite und blutete aus einem tiefen Schnitt an seiner Schulter. �Wir stie�en auf eine Kampfgruppe dieser Gr�nh�ute hinab, als eine Gruppe Waldtrolle uns angriff! Sie haben Moray und Seaghdh mit den ersten Schl�gen erwischt und Alpin und Lachtin von ihren Greifen geschlagen.� Er zeigte seine Wunden. �Das kam von einem hinterh�ltigen Schlag mit einer Axt. Aber ich habe den zweiten Schlag abgewehrt, sonst w�re mein Kopf futsch gewesen.�</p><p>�Verdammt!�, knurrte Kurdran. �Sie haben sich also mit den Trollen verb�ndet. Gr�nhaut und Gr�nhaut! Und diese Trolle hindern uns daran, die B�ume zu nutzen!� Er zupfte frustriert an seinem Schnurrbart. �Wir brauchen etwas, das die Chancen ausgleicht. Und zwar schnell, Kameraden. Oder sie �berrennen uns wie Ameisen einen K�fer.�</p><p>Wie auf Stichwort erschien ein dritter Zwerg und berichtete. Aber dieser, ein Kundschafter namens Dermid, war nicht verwundet. Und er sah auch eher zufrieden als besorgt aus.</p><p>�Menschen!�, verk�ndete er gl�cklich. �Sehr viele! Sie sagen, dass sie uns gegen die Orcs helfen wollen � so nennen sie die Gr�nh�ute.�</p><p>�Den Ahnen sei Dank�, knurrte Kurdran. �Wenn sie diese Orcs besch�ftigen k�nnen, sodass deren neue Taktik nicht zum Tragen kommt, k�nnen wir sie wieder von oben angreifen.� Er grinste und schulterte seinen Sturmhammer. �Gut, und wir werden uns auch um die Trolle k�mmern, die uns zu nahe kommen. Sie m�gen die B�ume kontrollieren, aber wir kontrollieren die L�fte, und unsere Greifen werden sie zerrei�en, sobald sie in Reichweite kommen.� Er ging durch die T�r und pfiff bereits nach Sky�ree. �Wildhammerzwerge, lasst uns starten!�, rief er.</p><p>Hinter ihm jubelten die anderen Zwerge und kamen eilends seinem Befehl nach.</p><empty-line/><p>�Jetzt!� Lothar trieb sein Pferd an und attackierte eine Gruppe Orcs. Die Gr�nh�utigen wirbelten sichtlich �berrascht herum. Sie waren damit besch�ftigt gewesen, den Himmel zu beobachten. Viele von ihnen hielten Speere statt der sonst �blichen �xte und H�mmer in H�nden.</p><p>Einer wollte seinen Speer gegen Lothar schleudern, doch der war schon zu nah heran. Er schlug mit seinem Schwert zu, durchtrennte den Speer samt Arm, holte dann erneut aus und enthauptete den Orc, noch bevor der fallende Arm den Boden ber�hrte.</p><p>Turalyon war unmittelbar neben ihm. Sein Hammer erwischte einen Orc und zerschmetterte seinen Brustkasten. Seine zweiter Schlag trennte einen Orc-Arm ab, und die gr�nh�utige Kreatur lie� ihre Axt fallen. Daraufhin schlug er ihr einfach auf den Kopf.</p><p>Aber Turalyon h�rte ein merkw�rdiges Ger�usch � irgendetwas zwischen Husten und Lachen � und schaute auf. Eine gro�e Gestalt, gr��er als ein Orc und schmaler gebaut, sprang aus den B�umen direkt vor ihm. In ihren gro�en, langfingrigen H�nden hielt sie einen Speer. Ihre Augen standen eng zusammen, und die Kreatur grinste ihn an. Dann stach sie mit dem Speer zu und bleckte ihre spitzen Z�hne.</p><p>Ein Troll!</p><p>Turalyon hob seinen Schild und blockte den Speersto� ab, sodass er gegen seinen Schild krachte. Er parierte mit einem wilden Hammerschlag. Der Troll taumelte, wollte aber nicht zu Boden gehen. Die Kreatur schritt weiter vorw�rts, den Speer zur Attacke bereit.</p><p>Turalyon trieb sein Pferd an und schmetterte dem Gesch�pf seinen Schild ins Gesicht. Mit einer solchen Attacke hatte es nicht gerechnet und bekam deshalb den Schlag mit voller Wucht zu sp�ren. Es st�rzte r�ckw�rts und sch�ttelte den Kopf, um wieder zu sich zu kommen.</p><p>Turalyon lie� ihm jedoch keine Zeit, sich wieder zu erholen. Sein Hammer traf die Z�hne und schleuderte den Troll davon.</p><p>Turalyon schaute gerade noch rechtzeitig auf, um einen zweiten Troll zu sehen, der sich von einem nahen Ast herabschwang. Seine Augen waren vor Hass zu schmalen Schlitzen zusammengekniffen, und er hielt seinen Speerwurf bereit.</p><p>Turalyon wusste, dass die Waffe auf ihn zielte und er nicht stark oder schnell genug war, um sie abzuwehren. Er bereitete sich auf das Schlimmste vor, schloss seine Augen und lauschte nach dem Ger�usch des heransausenden Speers.</p><p>Stattdessen h�rte er einen merkw�rdig schrillen Schrei, gemischt mit einem tiefen Bellen, kurz darauf einen massiven Donnerschlag und schlie�lich einen Schmerzensschrei.</p><p>Er �ffnete seine Augen und sah etwas Erstaunliches. Der Troll fiel von seinem Ast, seine H�nde umfassten noch die Gesichtsh�lfte, die offensichtlich zerfetzt war. Dar�ber schwebte eine m�chtige Kreatur, wie Turalyon sie noch nie gesehen hatte. Sie war wie ein L�we gebaut, mit demselben braunen Fell, hatte aber den Kopf eines Raubvogels. Der Schnabel war gebogen und breit, und aus ihm drang ein Kreischen, das er schon fr�her einmal geh�rt hatte. Die Vorderf��e endeten in t�dlichen Klauen, die Hinterbeine in dicken Tatzen. Seine gro�en Fl�gel waren ausgebreitet, Gefieder bedeckte den Kopf bis hinab zu den Schultern. Und ein Mann ritt das Tier wie ein Pferd.</p><p>Nein, es war kein Mann. Turalyon sah etwas anderes. Er hatte von den Wildhammerzwergen bereits geh�rt, allerdings noch nie einen von ihnen leibhaftig gesehen. Sie waren gr��er und schlanker als ihre Bronzebart-Vettern. Aber auch die Wildhammerzwerge waren kleiner und st�mmiger als Menschen, mit einem m�chtigen Brustkorb und dicken Armen. Sie benutzten Sturmh�mmer, die der riesigen Waffe glichen, die der Zwerg gerade wieder in die Hand nahm.</p><p>Er war eindeutig f�r den Tod des Trolls verantwortlich.</p><p>Der Zwerg merkte, dass Turalyon ihn ansah und grinste. Er hob seinen Hammer zum Gru�. Turalyon gr��te mit seinem eigenen zur�ck, dann trieb er sein Pferd weiter und suchte sich den n�chsten Orc.</p><p>Dank der Zwerge, die �ber ihnen kreisten, musste er sich nicht l�nger um Angriffe von oben k�mmern. Er konnte sich jetzt voll auf die Horde konzentrieren. Die Orcs wiederum mussten sich jetzt um Angriffe von allen Seiten sorgen, au�er von unten. Dadurch wurden sie verwirrt und nerv�s. Und wie Lothar gehofft hatte, zwangen die B�ume die Orcs dazu, sich in kleineren Gruppen zu bewegen, statt als eine einzige tobende Masse. Dadurch mussten sich die Soldaten der Allianz immer nur um einen Teil von ihnen zur selben Zeit k�mmern. Es h�tte nicht besser kommen k�nnen.</p><empty-line/><p>Stunden sp�ter begr��te Kurdran die Anf�hrer der Menschen in seinem Heim. Der Kommandeur war ein gro�er Mann, gr��er als die meisten anderen. Er trug einen Bart nach Zwergenmanier und einen langen Zopf, obwohl sein Kopf kahlk�pfig war. Er bewegte sich wie der geborene Krieger, und Kurdran wusste, dass dieser Mann schon viele K�mpfe erlebt hatte. Seine blauen Augen blieben stets wachsam, und der goldene L�wenkopf auf Schild und Brustpanzer gl�nzte immer noch.</p><p>Der J�ngere war beklagenswerterweise bartlos und schien sich seiner selbst weniger sicher. Aber Zoradan hatte gesagt, dass er gesehen hatte, wie auch er seinen gro�en Hammer fast wie ein Zwerg gef�hrt hatte. Es war noch etwas anderes Beachtliches an diesem Kerl, etwas Ruhiges, das Kurdran an einen Schamanen erinnerte. Vielleicht war er ja ein Schamane oder stand sonst wie mit den Elementen oder den Geistern in Verbindung.</p><p>Das traf auf den dritten Mann sicherlich zu. Der in eine violette Robe gekleidete Mann mit dem kurzen, ungepflegten wei�en Bart, aber dem Gang eines jungen Mannes, war ein Zauberer, das schien offensichtlich.</p><p>Und dann war da dieses Elfenm�dchen. Sch�n, stark und geschmeidig, wie sie alle waren, mit einem Bogen und lachenden Augen.</p><p>Kurdran hatte selten so interessante Leute getroffen, und unter anderen Umst�nden w�re er dar�ber gl�cklich gewesen. Doch auch jetzt war er froh, ihre Bekanntschaft zu machen.</p><p>�Seid gegr��t, Kameraden und Kameradinnen!�, sagte er. Er wies auf die St�hle, Hocker und Kissen, die �berall im Raum verteilt waren. �Ihr seid willkommen! Wir f�rchteten, dass diese Gr�nh�ute � die ihr Orcs nennt � unser Heim �berrennen w�rden, es waren so viele! Aber eure Ankunft hat ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht, und gemeinsam werden wir sie aus dem Hinterland vertreiben! Ich stehe tief in eurer Schuld.�</p><p>Der gro�e Krieger sa� auf einem Hocker nahe Kurdrans eigenem Stuhl. Sein Schwert hatte er auf den R�cken gebunden. �F�hrt Ihr die Wildhammerzwerge an?�, fragte er.</p><p>�Ich bin Kurdran Wildhammer�, antwortete Kurdran. �Ich bin der Chef-Thane � und damit ihr Anf�hrer.�</p><p>�Gut.� Der Krieger nickte. �Ich bin Anduin Lothar, ehemaliger Ritter von Stormwind und jetziger Oberkommandierender der Streitkr�fte der Allianz.� Er erz�hlte von der Horde und �ber Stormwinds Schicksal. �Wollt ihr Euch uns anschlie�en?�</p><p>Kurdran runzelte die Stirn und zupfte an seinem Schnurrbart. �Ihr sagt, die Orcs wollen das ganze Land erobern?�</p><p>Lothar nickte.</p><p>�Und sie sind in gro�en schwarzen Eisenbooten gekommen?�</p><p>Noch ein Nicken.</p><p>�Dann m�ssen sie durch Khaz Modan gekommen sein�, sagte er und sch�ttelte den Kopf. �Wir haben von unseren Verwandten in Eisenschmiede schon seit vielen Wochen nichts mehr geh�rt. Ich hatte mich gefragt, warum. Das ist die Antwort.�</p><p>�Sie eroberten die Minen und verwendeten das erbeutete Eisenerz, um Schiffe zu bauen�, sagte der Zauberer.</p><p>�Ja.� Kurdran fletschte die Z�hne. �Wir Wildhammerzwerge hatten �ber die Jahre viele Zwistigkeiten mit dem Bronzebart-Clan. Deshalb verlie�en meine Leute schlie�lich Khaz Modan.</p><p>Aber sie sind immer noch unsere Vettern, unsere Verwandten. Und diese verdammenswerten Kreaturen � diese Horde � haben sie angegriffen� und attackieren jetzt uns. Nur Eure rechtzeitige Hilfe hat uns davor bewahrt, das Schicksal unserer Vettern zu teilen.� Er schlug mit der Faust auf die Lehne seines Stuhls. �Ja, wir werden uns Euch anschlie�en! Wir m�ssen diese Orcs zur�ckdr�ngen, bis die Bedrohung durch die Horde nicht mehr existiert!� Er erhob sich und streckte die Hand aus. �Ihr habt Wildhammers Hilfe.�</p><p>Lothar war ebenfalls aufgestanden und ergriff ernst die Hand an. �Danke�, sagte er nur, doch das reichte schon.</p><p>�Zumindest haben wir sie aus dem Hinterland vertrieben�, sagte der junge, bartlose Krieger. �Euer Heim ist sicher.�</p><p>�Das ist es�, stimmte Kurdran zu. �Wenigstens f�rs Erste. Aber wohin gehen diese Orcs als n�chstes? Werden sie sich wieder gegen das H�gelland wenden? Oder gegen die Hauptstadt von Lordaeron? Oder marschieren sie nach Norden, um sich dem Rest ihrer b�sen Brut anzuschlie�en?�</p><p>Vielleicht war es falsch gewesen, das zu erw�hnen. Doch pl�tzlich erhoben sich all die neuen Verb�ndeten.</p><p>�Was habt Ihr gesagt?�, wollte die Elfe wissen.</p><p>�Dass sie sich mit dem Rest ihrer Leute vereinigen k�nnten?�, fragte Kurdran verwirrt. Sie nickte schnell, und er zuckte die Achseln. �Meine Kundschafter sagen, dass wir hier nur einen Teil der Horde erlebt haben. Der Rest sei nach Norden gezogen, habe unsere W�lder nur am Rand gestreift und sei weiter in die Berge.� Er sah in ihre Gesichter. �Wusstet ihr das nicht?�</p><p>Der junge K�mpfer ohne Bart und der Magier sch�ttelten die K�pfe, der �ltere Krieger fluchte bereits. �Das war eine Finte!�, sagte er, dabei spie er die Worte f�rmlich aus. �Und wir sind darauf reingefallen!�</p><p>�Eine Finte?� Kurdran legte die Stirn in Falten. �Mein Heim war in Gefahr! Das war doch nicht nur eine Finte!�</p><p>Lothar sch�ttelte den Kopf. �Nein, die Bedrohung war echt�, stimmte er zu. �Aber wer auch immer die Horde anf�hrt, ist schlau. Er wusste, dass wir Euch helfen w�rden. Er hat den Rest seiner Streitkraft nach Norden geschafft und einen kleinen Teil zur�ckgelassen, um uns aufzuhalten.�</p><p>�Und er marschiert auf Quel�Thalas zu!�, rief die Elfe. �Wir m�ssen sie warnen!�</p><p>Lothar nickte. �Wir sammeln sofort die Truppen und marschieren los. Wenn wir schnell genug sind��</p><p>Aber die Elfe unterbrach ihn. �Wir haben keine Zeit!�, sagte sie. �Ihr habt selbst gesagt, dass die Horde einen Vorsprung hat. Wir haben bereits Tage verloren! Und die Truppen erst zu sammeln, wird uns noch weiter verlangsamen.� Sie sch�ttelte den Kopf. �Ich gehe allein.�</p><p>�Nein.� Die Stimme klang ruhig, doch der Tonfall duldete keinen Widerspruch. �Ihr geht nicht allein�, sagte Lothar und ignorierte ihren Blick. �Turalyon, nehmt den Rest der Kavallerie und die H�lfte der Soldaten. Ihr habt den Befehl. Khadgar, Ihr begleitet ihn. Ich will, dass die Allianz pr�sent ist bei der Verteidigung von Quel�Thalas.�</p><p>Er wandte sich wieder an Kurdran, der beeindruckt war. Dieser Mann wusste, wie man f�hrte. �Es sind bestimmt noch Orcs in den W�ldern�, warnte er ihn. �Und wir k�nnen es uns nicht leisten, sie in unserem R�cken zu haben. Wir bleiben und sorgen daf�r, dass der Wald v�llig von ihnen befreit wird. Erst danach marschieren wir los und vereinigen uns wieder mit den anderen.�</p><p>Kurdran nickte. �Ich danke Euch f�r Eure Hilfe�, antwortete er f�rmlich. �Und wenn das Hinterland erst wieder sicher ist, werden meine Krieger und ich Euch nach Norden folgen und es mit dem Rest der Horde dort aufnehmen.�</p><p>�So sei es.� Lothar verneigte sich. Dann wandte er sich an die Elfe, den jungen Mann ohne Bart und den Zauberer. �Seid Ihr immer noch hier? Ab mit euch, jeder Augenblick, den ihr vergeudet, bringt die Horde n�her an Quel�Thalas heran.�</p><p>Die drei verneigten sich und verlie�en eilig den Raum. Kur-dran beneidete sie nicht um ihre Aufgabe, eine Armee zu jagen, verzweifelt zu versuchen, sie zu �berholen� und schlie�lich die Elfen zu warnen.</p><p>Er hoffte nur, dass sie all dies rechtzeitig schafften.</p></section><section><title><p>11</p></title><p>�Los, weiter, Bewegung!�, br�llte Doomhammer und sah, wie die Horde hinter ihm her marschierte. �Wir m�ssen diese Gipfel so schnell wie m�glich hinter uns bringen!�</p><p>�Warum?� Die Frage stellte Rend Blackhand. Er und sein Bruder Maim hassten Doomhammer, weil er ihren Vater get�tet und dessen Platz als Kriegsh�uptling eingenommen hatte. Sie geh�rten zu den wenigen, die Doomhammers Befehle auch hinterfragten.</p><p>Doomhammer lie� es zu. Weil er wusste, dass jede seiner Erkl�rungen ihren Weg zur�ck zur Horde finden w�rde, und weil der Black-Tooth-Grin-Clan sehr m�chtig und deshalb sehr n�tzlich war. Und mochten sich die Br�der auch kritisch mit seinen Befehle und Entscheidungen auseinandersetzen, verweigerten sie doch nie einen direkten Befehl, selbst wenn sie nicht damit einverstanden waren. Doomhammer sch�tzte das und war deshalb bereit, ihre Widerborstigkeit bis zu einem gewissen Punkt zu tolerieren.</p><p>�Wie, <emphasis>warum</emphasis>!�, fragte Doomhammer. Er arbeitete sich den steilen Pfad die Berge hinauf. Der gr��te Teil seiner Aufmerksamkeit galt den Steinen zwischen seinen H�nden und F��en. Die Waldtrolle waren bereits hier vorbeigekommen, sie �berwanden die Klippen so schnell, wie sie auf B�ume kletterten.</p><p>Sie hatten f�r die Orcs Seile heruntergelassen, die beim Aufstieg helfen sollten. Aber Doomhammer verbot sich, sie zu benutzen. Seine Truppen sollten sehen, dass er immer noch der St�rkste von ihnen war. Die Berge ohne Hilfe zu �berwinden war eine M�glichkeit, das zu erreichen.</p><p>Rend hatte solche Bedenken nicht und �berholte Doomhammer mit einem der Seile, das fest um seinen linken Arm geschlungen war.</p><p>�Warum sollen wir klettern?�, fragte Rend. �Wir h�tten diese Berge auch umgehen k�nnen. Warum nehmen wir also ausgerechnet diesen Weg? Er ist sicherlich k�rzer, aber auch h�rter. Diese Gipfel zu �berwinden kostet uns wertvolle Zeit.�</p><p>Doomhammer erreichte die Spitze der Klippe und grunzte. Er wischte sich den Steinstaub von seinen H�nden, indem er sie gegen die Oberarme rieb. Dann wandte er sich Rend zu, der ihn gerade einholte. Sein Bruder und die anderen Anf�hrer der Horde waren unmittelbar dahinter. Sie waren klug genug, den Gipfel nicht vor Doomhammer zu erreichen.</p><p>�Die Menschen halten uns f�r dumm�, begann Doomhammer, dabei achtete er darauf, dass alle ihn verstehen konnten. Er mochte es nicht, sich zu wiederholen. �Sie halten uns f�r Dummk�pfe, so wie wir die Oger einsch�tzen.�</p><p>Einige schauten nach unten, wo die Oger beim Klettern sogar hinter die Orcs zur�ckfielen. Sie waren stark genug, um sich zu bewegen, aber zu plump, als dass es ihnen wirklich leichtgefallen w�re, hier heraufzusteigen. �Ich habe sie in diesem Bild von uns noch best�rkt.� Er grinste und zeigte seine Hauer. �Sollen sie uns f�r hirnlos halten! Dadurch wird unser Feldzug nur um so leichter, weil sie uns untersch�tzen.�</p><p>Er b�ckte sich, hob einen kleinen Stein auf und jonglierte damit herum. �Wir haben sie bereits einmal an der Nase herumgef�hrt, indem wir im Hinterland ein paar Clans abstellten. Die Menschen waren damit besch�ftigt, diesen Teil der Horde zu bek�mpfen, w�hrend wir den Weg in die Berge nahmen. Und sie sind immer noch damit besch�ftigt, w�hrend wir sie hier �berqueren.�</p><p>�Aber wir gehen nach Quel�Thalas, oder nicht?�, fragte Maim. Der fremde Name bereitete ihm einige Schwierigkeiten. �Warum segeln wir nicht einfach so weit wie m�glich und sind schon lange da, bevor die Menschen aus dem Zwergenk�nigreich anr�cken?�</p><p>�Weil die Elfen unsere Schiffe niemals einfach so durchlassen werden�, f�hrte Doomhammer aus. �Zul�jin sagt, dass sie exzellente Bogensch�tzen sind, und wir w�ren auf den Schiffen gefangen, w�hrend ihre Pfeile auf uns herabregnen. Wir w�rden Tausende Orcs verlieren, ganze Clans, bevor wir auch nur in die N�he der K�ste k�men, um sie zu bek�mpfen.�</p><p>Einige der H�uptlinge murmelten. So hatten sie das noch gar nicht gesehen. Die Horde war, abgesehen von ein paar Ausnahmen wie den Sturmr�chern, immer noch nicht daran gew�hnt, Schiffe zu benutzen.</p><p>�Wir h�tten die Berge auch umgehen k�nnen�, merkte Rend an. �Ein l�ngerer Weg zwar, aber auch einfacher.�</p><p>Doomhammer lachte auf. �Hast du Angst vor einer Herausforderung?� Mehrere der H�uptlinge lachten, und Rend str�ubte sich.</p><p>�Nat�rlich nicht!�, zischte er und ballte seine H�nde zu F�usten. Er war bereit, jeden, der etwas anderes behauptete, niederzuschlagen. �Ich schaffe das schon. Ich war die ganze Zeit direkt hinter dir!�</p><p>Niemand wagte es, ihn darauf hinzuweisen, dass er ein Seil benutzt hatte, w�hrend Doomhammer ohne diesen Vorteil ausgekommen war. Die Angeh�rigen des Blackhand-Clans waren grausame K�mpfer und wurden daf�r respektiert. Ein weiterer Grund, warum Doomhammer ihnen so viele Fragen erlaubte.</p><p>�Dann willst du dich mit mir messen?�, fragte er ruhig. Dabei senkte sich seine Stimme.</p><p>Rend wurde blass, als ihm d�mmerte, was er beinahe gesagt h�tte. Die Blackhands wollten die Horde anf�hren, doch dazu mussten sie Doomhammer herausfordern und ihn im ehrlichen Kampf besiegen.</p><p>Und sie alle wussten, dass er sie umbringen w�rde. Selbst wenn sie ihn beide gleichzeitig angegriffen h�tten.</p><p>Ein Teil von ihm hoffte, dass sie es dennoch wagen w�rden. Dann konnte er sie durch einen vern�nftigeren Black-Tooth-Grin-H�uptling ersetzen. Aber bislang hatten sie immer einen R�ckzieher gemacht.</p><p>�Drumherumlaufen w�re vielleicht schneller gewesen�, sagte Doomhammer schlie�lich, als er sah, dass Rend den K�der nicht schluckte. �Aber wir w�ren auch leichter zu entdecken gewesen. So allerdings haben die Elfen keine Ahnung, dass wir uns ihnen n�hern.� Er grinste wieder. �Wenn die Menschen den Kampf im Hinterland �berleben und um die Berge herum marschieren, erreichen sie Quel�Thalas vielleicht sogar noch vor uns. Und wenn die Elfen ihnen den Zutritt erlauben, sind sie alle miteinander versammelt, wenn wir angreifen.� Er lachte und zerdr�ckte den Stein in seiner Hand. Staub w�lkte zwischen seinen Fingern auf. �Sie k�nnen nirgendwo sonst hingehen. Wir werden sie vernichten und uns das Land aneignen. Und wenn sie doch hinter uns sein sollten, werden sie feststellen, dass wir bei ihrer Ankunft Quel�Thalas bereits eingenommen haben. Wir werden sie zur�ckschlagen und am Fu� der H�gel zerschmettern.� Er machte eine �bertriebene Geste, wie er sich danach die H�nde reinigen w�rde. �Wir gewinnen auf jeden Fall.�</p><p>Die anderen murmelten, einige von ihnen grinsten und lachten auch.</p><p>Rend konnte sich dem nicht entziehen. �Du bist schlau�, gab er zu. �Das ist ein guter Plan.�</p><p>Doomhammer nickte, um das Kompliment anzunehmen. �Jetzt m�ssen wir weitermachen�, sagte er, an alle gewandt. �Es sind noch einige Gipfel zu �berwinden.� Er drehte sich zu Zuluhed um. �Wo sind sie?�, fragte er.</p><p>�Unterwegs�, antwortete der H�uptling des Dragonmaw-Clans. Er lachte �ber das Gemurmel, das hinter ihm aufkam. Keiner der anderen Orcs wusste etwas Genaueres �ber das, wor�ber sie gerade sprachen. Ihnen war nur bekannt, dass der Dragonmaw-Clan etwas mit Doomhammers voller Unterst�tzung plante. �Sie m�ssen einen langen Weg zur�cklegen, doch sie sind schnell. Sie werden bald hier sein, und die Welt wird bei ihrer Ankunft erzittern.�</p><p>�Gut.� Doomhammer blickte zu der gro�en Gestalt, die ein kleines St�ck entfernt stand. Ihr langer Schal wehte im Wind. �Wie weit sind wir noch von Quel�Thalas entfernt?�</p><p>�Vier Tagesreisen bei diesem Tempo� antwortete Zul�jin. �Aber wir k�nnten eher da sein.� Die Augen des Waldtrolls strahlten bei dieser Vorstellung, und seine Hand wanderte zur Axt an seinem G�rtel.</p><p>�Nein�, befahl Doomhammer und ignorierte die offensichtliche Entt�uschung des Trolls. �Du bleibst bei uns und bringst weiter Seile f�r die Truppen an.� Er lachte dem Anf�hrer der Trolle zu. �Keine Angst, du bekommst deine Chance, die Heimat der Elfen anzugreifen. Doch nicht, bevor die Horde nicht vollst�ndig hinter dir steht, bereit, sich in die Schlacht zu st�rzen.�</p><p>Zul�jin dachte einen Moment lang dar�ber nach. Dann nickte er. �Sie werden w�tend sein�, bemerkte er. �Sie werden wie Wespen ausschw�rmen, bereit zum Stich. Und ihr werdet wie Ameisen, die alles verschlingen, in den Kampf ziehen.�</p><p>�Ja.� Doomhammer gefiel der Vergleich. Ameisen waren industrielle Arbeiter und z�h jenseits aller Vorstellung. Aber sie konnten auch hinterh�ltig sein und sich zusammenrotten, um weit gr��ere Kreaturen zu �berw�ltigen.</p><p>Ja, Ameisen w�rden sich gut behaupten.</p><p>Er gab das Signal zum Aufbruch. Die Horde, die den Berg hinter ihm heraufkletterte, wirkte wie eine Insektenarmee auf einem Eroberungsfeldzug.</p><p>Vier Tage sp�ter sp�hten Doomhammer und seine H�uptlinge von einem H�gel hinab, der zwischen dem letzten Gipfel und dem Beginn des gro�en Waldes lag. Der Rest der Horde rottete sich dahinter zusammen. Sie waren des Kletterns und Marschierens m�de, aber mit dem Ziel vor Augen sch�ttelten sie die Ersch�pfung ab.</p><p>Doch niemand war aufgeregter als die Waldtrolle.</p><p>�Geht es jetzt los?� Zul�jin schaute eifrig zu Doomhammer, der nickte.</p><p>�Ja, jetzt geht es los�, stimmte der Kriegsh�uptling zu. �Wir bringen den Krieg zu den Elfen. Verschont nichts und niemanden.�</p><p>Der Anf�hrer der Waldtrolle grinste und warf den Kopf in den Nacken, um einen tr�llernden Kriegsschrei auszusto�en.</p><p>Ein weiterer Troll erschien dort, wo die beiden Anf�hrer standen. Er bewegte sich so leise und verstohlen wie ein Geist. Ein dritter fiel von den Steinen �ber ihnen herab, daneben noch einer. Es wurden immer mehr, bis das kleine Tal hinter dem H�gel voller gro�er, schlaksiger Waldkreaturen war.</p><p>Es waren viel mehr, als Doomhammer erwartete hatte. Seine �berraschung musste ihm anzusehen sein, denn der Waldtroll lachte unter seinem stets pr�senten Schal hervor.</p><p>�Ich habe noch ein paar aufgetrieben�, erkl�rte er glucksend. �Vom Bleichborkenstamm. Sie sind mit uns verb�ndet.�</p><p>Doomhammer nickte. Er empfand keinerlei Furcht vor ihnen, obwohl ihn die Trolle �berragten. Er war schon gr��eren und st�rkeren Feinden ohne Scheu gegen�bergetreten � und stets hatte er �berlebt. Au�erdem hatte ihn Zul�jin in den Monaten seit der Bildung des B�ndnisses beeindruckt. Der Waldtroll war nicht nur schlau, sondern auch absolut ehrenhaft. Er hatte der Horde die Unterst�tzung seines Volks versprochen und w�rde dazu stehen. Doomhammer w�re bereit gewesen, selbst sein Leben darauf zu verwetten.</p><p>Nat�rlich half es, dass die Waldtrolle diese Hochelfen hassten. Die Trolle waren erpicht darauf gewesen, nach Norden, Richtung Quel�Thalas, zu ziehen, und nun waren sie ebenso versessen darauf, in den Wald einzudringen und die Elfen anzugreifen.</p><p>Doomhammer hatte jedoch darauf bestanden, dass sie warteten. Er wollte, dass der Rest der Horde erst richtig in Position gebracht war, bevor die Trolle zuschlugen.</p><p>Zul�jin hatte es geschafft, seine Artgenossen im Zaum zu halten. Und das, obwohl er selbst es kaum erwarten konnte, anzugreifen.</p><p>Aber jetzt hatte alles Warten ein Ende. Mit Gebr�ll sprang Zul�jin los und rannte den H�gel hinunter. Er wurde auch nicht langsamer, als er in den Wald eindrang. Er sprang zwischen die B�ume und dort weiter von Ast zu Ast. Der Rest seiner Leute folgte ihm und verschwand aus der Sicht. Nur das Rascheln des Laubs und ein gelegentliches Knurren zeugte noch von ihrer Gegenwart.</p><p>Doch Doomhammer wusste, dass sie sich tief in den Wald hineinarbeiten, Elfen suchen und sie t�ten w�rden, wann immer sie sie fanden. Bald schon w�rden die Verteidiger des Waldes Bescheid wissen, dass die Trolle angriffen, und sich ihnen entgegenstellen. Und das w�rde die Elfen besch�ftigt halten � zu besch�ftigt, um ihre Grenzen auf noch andere Bedrohungen hin zu �berpr�fen.</p><p>Auf ein Zeichen von Doomhammer str�mte der Rest der Horde �ber den H�gel. Sie marschierten �ber den engen Streifen Grasland und erreichten bald die ersten Baumreihen.</p><p>�Nun, Kriegsh�uptling?�, fragte ein in der N�he stehender Orc-Krieger, der die Axt bereithielt.</p><p>Doomhammer nickte, und der Krieger ging zu dem Baum neben sich. Der Stamm war altersdick und glatt wie Seide, die Bl�tter gr�n und saftig. Sie rochen nach Natur, Leben, Sch�nheit und Beute� Mit einem kr�ftigen Hieb schlug der Orc gro�e Splitter Baumrinde und Holz aus dem Stamm. Dann schwang er die Axt erneut und vergr��erte damit die Kerbe.</p><p>�Nein! Stopp, nein!� Doomhammer riss dem verbl�fften Krieger die Axt aus der Hand und stie� ihn zur�ck. �Nicht in einem solchen Winkel zuschlagen, sondern <emphasis>gerade</emphasis>�, wies er ihn an. Er schwang die Axt �ber seinen Kopf, spannte seine Muskeln an, schlug mit aller Kraft zu und trieb die Klinge ein gutes St�ck durch den Stamm. Mit einem kr�ftigen Ruck riss er sie sodann zur�ck und schlug wieder auf dieselbe Stelle ein. Dadurch vertiefte er die bestehende Wunde weiter. Ein dritter Schlag brachte das Beil fast bis auf die andere Seite, nur eine hauchd�nne Trennschicht aus Holz und Rinde blieben noch �brig.</p><p>Doomhammer zog die Axt zur�ck, und als sie den Stamm abermals traf, kippte der Baum um. Der Boden bebte, als der Stamm aufschlug. Bl�tter und Beeren wirbelten durch die Luft.</p><p>�So geht das.� Er gab dem Krieger die Axt zur�ck. Der nickte und marschierte zum n�chsten Baum. Ein zweiter Krieger wandte sich derweil dem gef�llten Baum zu und begann, ihn mit seiner Axt in kleinere St�cke zu hacken.</p><p>Hinter ihm machten sich mehrere Krieger an dieselbe Aufgabe. Vorr�te f�r eine Armee von der Gr��e der Horde mitzunehmen, war ein hoffnungsloses Unterfangen. Stattdessen holten sie sich, was sie brauchten, aus dem eroberten Land. Das Holz dieser B�ume w�rde die Feuer der Horde wochenlang brennen lassen. Vielleicht sogar �ber Monate.</p><p>Dass jeder fallende Baum auch den Lebensraum den Elfen dezimierte, motivierte sie nur noch um so mehr.</p><empty-line/><p>Doomhammer st�tzte sich auf seinen Hammer und schaute den Arbeiten zu, als er aus dem Augenwinkel eine Bewegung wahrnahm. Ein kleiner, schwer gebauter Orc mit einem dichten Bart kam auf ihn zu. Sein erhitztes Gesicht zeigte einen Ausdruck, der Doomhammer gar nicht gefiel. Gul�dan wirkte einfach <emphasis>zu</emphasis> gut gelaunt.</p><p>�Was ist los?�, wollte Doomhammer wissen, als der Hexenmeister ihn erreichte.</p><p>�Da ist etwas, das du dir ansehen solltest, m�chtiger Doomhammer�, antwortete Gul�dan und verneigte sich. Cho�gall lachte und �ffte die Geste hinter Gul�dans R�cken nach. �Etwas, das der Horde sehr n�tzen k�nnte.�</p><p>Doomhammer nickte und schwang seinen Hammer �ber die Schulter. Er bedeutete Gul�dan, ihm zu folgen. Der Hexenmeister wandte sich um und f�hrte Doomhammer und Cho�gall etwas abseits. Vor einem Felsen, der eine L�cke in den B�umen erzwang, kam er schlie�lich zum Stehen. Die raue Oberfl�che des Steins war mit Runen �berzogen, und selbst Doomhammer, der kein sonderlich ausgepr�gtes Gesp�r f�r spirituelle Dinge hatte, konnte die Kraft f�hlen, die von dem kruden Monolithen ausging.</p><p>�Was ist das?�, wollte er wissen.</p><p>�Ich wei� es nicht genau�, antwortete Gul�dan und strich sich �ber den Bart. �Aber es ist sehr m�chtig. Ich glaube, es gibt hier noch einige weitere Runensteine. Sie dienen als magische Barriere.�</p><p>�Uns haben sie nicht aufgehalten�, gab Doomhammer zu bedenken.</p><p>�Nein, weil wir nichts anderes als unsere H�nde, F��e und Klingen benutzt haben�, antwortete Gul�dan. �Diese Runensteine verhindern wahrscheinlich den Einsatz von Magie. Wahrscheinlich erlauben sie nur den Elfen, Zauberei zu benutzen. Ich habe versucht, meine Magie hier zu wirken, konnte es aber nicht. Doch wenn ich zehn Schritte weg gehe, klappt es wieder.�</p><p>Doomhammer betrachtete den Felsklotz mit mehr Respekt als zuvor. �Wenn wir die also n�hmen und um unsere Feinde herum auslegten, k�nnten sie keine Magie mehr wirken�, vermutete er.</p><p>Gleichzeitig �berlegte er, wie viele Orcs wohl n�tig waren, um diese Monolithen zu bewegen.</p><p>�Das w�re ein Ansatzpunkt, ja�, stimmte ihm Gul�dan zu. Sein Tonfall verriet jedoch, was er von dem Vorschlag hielt. �Aber ich habe eine andere Idee, Kriegsh�uptling. Wenn du mich f�r einen Moment entschuldigst.�</p><p>Doomhammer nickte. Er traute Gul�dan nicht, doch der Hexenmeister hatte sich als n�tzlich erwiesen, als er die Todesritter erschuf. Er war neugierig, was der untersetzte Orc vorhatte.</p><p>�Diese Steine enthalten immense Magie�, erkl�rte Gul�dan. �Ich glaube, dass ich diese Kraft f�r uns nutzbar machen kann.�</p><p>�Was meinst du?�, fragte Doomhammer. Er war nicht so naiv, dass er Gul�dan freie Hand lie�. Nein, er wollte stets im Bilde sein und alle Details eines Vorhabens kennen.</p><p>�Ich kann sie benutzen, um einen Altar zu errichten�, antwortete Gul�dan. �Einen <emphasis>Altar der St�rme</emphasis>. Indem ich die Energie aus diesen Steinen kanalisiere, vermag ich Kreaturen zu ver�ndern. Ich kann sie m�chtiger und gef�hrlicher machen, allerdings kann es dabei auch zu einigen� Entstellungen kommen.�</p><p>�Ich bezweifle, dass sich dir auch nur ein einziger Orc noch einmal freiwillig als Experimentieropfer zur Verf�gung stellt�, merkte Doomhammer scharf an. Er erinnerte sich noch gut an den sogenannten Kelch der Wiedergeburt, aus dem jeder H�uptling der Horde und jeder f�r w�rdig erachtete Krieger getrunken hatten. Doomhammer hatte dem Hexenmeister schon damals misstraut, und als Blackhand ihn aufforderte, daraus zu trinken, hatte er abgelehnt. Er hatte behauptet, er wolle dem H�uptling nicht ebenb�rtig werden, indem er dessen Macht teilte. Aber er hatte gesehen, was die Fl�ssigkeit Freunden und Clanbr�dern angetan hatte.</p><p>Sie hatte sie gr��er und st�rker gemacht. Das stimmte. Doch sie hatte auch die Augen rot ergl�hen lassen und ihre bereits gr�nliche Haut in ein <emphasis>helles, w�ssriges</emphasis> Gr�n verwandelt � das Zeichen d�monischer Verseuchung. Und sie hatte sie alle verr�ckt vor Blutdurst gemacht, vor Wut, vor Hunger. Sie hatte die einst ehrenhaften Orcs in Tiere verwandelt, in wahnsinnige M�rder. Ein paar hatten ihre Verwandlung sp�ter bereut. Aber da war es schon zu sp�t gewesen.</p><p>Gul�dan l�chelte, als ahnte er, was der Kriegsh�uptling dachte. Und vielleicht tat er das ja auch. Wer wusste schon, �ber welche merkw�rdigen Kr�fte der Hexenmeister verf�gte. Doch er antwortete nur auf Doomhammers Worte, nicht auf seine Gedanken.</p><p>�Ich werde keine Orcs verwenden, um diese Alt�re zu testen�, versicherte ihm Gul�dan. �Ich werde eine Kreatur aussuchen, die am meisten von gr��erer St�rke profitiert, dabei aber auch keinen sonderlichen Intelligenzverlust bef�rchten muss.� Er grinste. �Ich werde es mit einem Oger versuchen.�</p><p>Doomhammer dachte dar�ber nach. Sie hatten nicht viele Oger, aber die wenigen, die bei ihnen waren, wogen das Zehnfache normaler Krieger auf. Sie noch st�rker zu machen, w�re sicherlich ein Risiko wert.</p><p>�Gut�, sagte er schlie�lich. �Du darfst einen dieser Alt�re bauen. Lass uns dann sehen, was passiert. Wenn es funktioniert, werde ich dir weitere Oger zur Verf�gung stellen oder Angeh�rige jedes anderen Volkes, die du haben willst.� Gul�dan verneigte sich tief, und Doomhammer nickte. Im Geiste besch�ftigte er sich bereits mit logistischen Problemen.</p></section><section><title><p>12</p></title><p>�Schneller, verdammt! Bewegt euch schneller!� Alleria schlug sich mit der Faust auf den Oberschenkel, als k�nnte sie mit dieser Bewegung die Truppen zu erh�htem Tempo antreiben.</p><p>Sie lief etwas langsamer, wurde dann wieder schneller, unf�hig, sich �ber einen l�ngeren Zeitraum derart gem�chlich zu bewegen. Binnen Minuten war sie an der langen Reihe von M�nnern vorbei und hatte wieder zur Kavallerie aufgeschlossen. Automatisch schaute sie sich um und suchte nach dem kurzgeschorenen blonden Haar ganz vorne.</p><p>Da!</p><p>�Ihr m�sst mehr Tempo machen�, zischte sie Turalyon zu, als sie zwischen die anderen Pferde glitt. Der junge Paladin war verwirrt und err�tete. Aber diesmal hatte sie keinerlei Spa� daran, ihn dazu gebracht zu haben. Jetzt war keine Zeit f�r solche Narreteien!</p><p>�Wir bewegen uns so schnell, wie wir k�nnen�, erkl�rte er ihr. Dann aber fiel ihr auf, dass er nach hinten blickte� und das Tempo etwas anzog. �Ihr wisst, dass unsere M�nner nicht so schnell sind wie Ihr. Au�erdem bewegen sich Armeen immer langsamer als Einzelne.�</p><p>�Dann gehe ich eben allein, wie ich es von Anfang an h�tte tun sollen�, erwiderte sie. Sie machte sich bereit, um hinter dem Pferd hervorzupreschen und im Wald zu verschwinden.</p><p>�Nein!� Etwas in seiner Stimme bremste sie, und sie fluchte. Warum verweigerte sie ihm nicht einfach den Gehorsam? Er hatte nicht dieselbe Ausstrahlung wie Lothar, und sie arbeitete freiwillig mit der Armee zusammen, nicht auf irgendeinen Befehl hin.</p><p>Aber wenn er ihr Anweisungen erteilte, konnte sie sich ihnen einfach nicht widersetzen.</p><p>�Lasst mich gehen!�, verlangte sie. �Ich muss meine Leute warnen!� Ihr Herz schmerzte erneut, wenn sie an ihre Schwestern dachte, ihre Freunde, ihr Volk, die alle warnungslos auf die Horde treffen w�rden.</p><p>�Wir werden die Elfen verst�ndigen�, versicherte ihr Turalyon mit fester Stimme. �Und wir helfen ihnen gegen die Horde. Aber wenn Ihr allein geht, werdet Ihr nur gefangen genommen und get�tet. Das� w�rde niemandem n�tzen.�</p><p>Es klang, als h�tte er etwas anderes sagen wollen. Sie sp�rte das pl�tzliche Aufwallen von� sie wusste nicht, was � Freude?� in ihrer Brust. Doch sie hatte keine Zeit, sich dar�ber zu wundern.</p><p>�Ich bin Elfe und eine Waldl�uferin!�, erwiderte sie hitzig. �Ich kann inmitten dieser B�ume verschwinden! Niemand findet mich dann noch.�</p><p>�Auch kein Waldtroll?�</p><p>Sie sah den Zauberer an, der an Turalyons Seite ritt.</p><p>�Die Kerle arbeiten nachweislich mit der Horde zusammen�, fuhr er fort. �Und wir wissen, dass sie Euch im Wald ebenb�rtig sind.�</p><p>�Fast, vielleicht�, gestand sie ein. �Aber ich bin trotzdem besser.�</p><p>�Niemand bestreitet das�, stimmte Khadgar diplomatisch zu, obwohl sie ein kurzes Schmunzeln hinter seiner ruhigen Miene aufblitzen sah. �Doch wir wissen nicht, wie viele Trolle da drau�en sind. Und zehn w�rden Eure �berlegenen F�higkeiten sicherlich ausgleichen.�</p><p>Alleria fluchte erneut. Er hatte Recht. Sie wusste es. Aber das �nderte nichts daran, dass sie schleunigst nach Hause wollte, ganz egal, welche Hindernisse ihr im Weg standen. Sie hatte die Horde erlebt, hatte gesehen, was sie anrichten konnte. Sie kannte die Gefahren, die davon ausgingen. Und jetzt waren Orcs und Trolle unterwegs in ihre Heimat � und niemand dort hatte eine Ahnung, welche Gefahr ihm drohte!</p><p>�Seht einfach zu, dass Eure Leute sich <emphasis>angemessen</emphasis> bewegen!�, zischte sie Turalyon zu, sprintete voraus und erkundete den Weg.</p><p>Sie hoffte beinahe, dass sie auf ein paar Trolle oder Orcs stie�. Aber sie wusste, dass sie daf�r noch zu weit entfernt waren. Die Horde hatte einen deutlichen Vorsprung, und wenn diese menschlichen Soldaten nicht schneller als in ihrem Schneckentempo vorankamen, w�rde der Abstand noch sehr viel gr��er werden!</p><empty-line/><p>�Sie ist besorgt�, sagte Khadgar leise, w�hrend sie Alleria beobachteten, wie sie in der Ferne verschwand.</p><p>�Ich wei߫, antwortete Turalyon. �Ich kann es ihr nicht verdenken. Ich w�re auch besorgt, wenn sich die Horde meiner Heimat n�hern w�rde. Ich war es jedenfalls, als wir geglaubt haben, dass sie auf die Hauptstadt zumarschieren. Und diese Stadt ist mir mehr Heimat als jeder andere Ort, wo ich in den letzten zehn Jahren gelebt habe.� Er seufzte. �Au�erdem hat sie nur die halbe Armee der Allianz als Schutz. Und nur mich als Kommandanten.�</p><p>�Stell dein Licht nicht so unter den Scheffel�, warnte ihn sein Freund. �Du bist ein guter Kommandeur und ein ehrenhafter Paladin. Du geh�rst zur Silbernen Hand, den Besten. Sie hat Gl�ck, dass sie dich hat.�</p><p>Turalyon l�chelte, dankbar f�r den R�ckhalt. Er w�nschte sich nur, dass er alles h�tte glauben k�nnen. Er wusste, dass er in der Schlacht gut war � er hatte ausreichend trainiert, und der erste Zusammensto� mit der Horde hatte bewiesen, dass er sich auch in einem echten Gefecht behaupten konnte.</p><p>Aber war er auch ein Anf�hrer? Vor diesem Krieg hatte er niemals irgendjemanden angef�hrt. Er war nicht einmal Vorbeter gewesen. Was wusste er also schon dar�ber?</p><p>Ja, als Junge war er immer ganz vorne mit dabei gewesen. Oftmals hatte er die Spiele erfunden, die er mit seinen Freunden spielte � oder hatte eine ihrer Fantasiearmeen kommandiert. Doch seit er in die Priesterschaft eingetreten war, hatte sich alles ge�ndert. Er hatte Befehle von �lteren Priestern entgegen genommen. Als er in Faols Dienste getreten war, f�hrte er die Anweisungen des Bischofs aus. Und nachdem er den Paladinen beigetreten war, hatte Uther sich um ihn gek�mmert.</p><p>Uther war eine starke Pers�nlichkeit, die keinerlei Diskussion duldete. Er war zudem der �lteste und derjenige, der dem Erzbischof am n�chsten stand.</p><p>Turalyon war �berrascht gewesen, dass Lothar nicht Uther zu seinem Leutnant ernannt hatte. Vielleicht glaubte er, dass der Glaube des Paladins es ihm schwer gemacht h�tte, mit weniger gl�ubigen M�nnern umzugehen.</p><p>Turalyon jedenfalls hatte sich durchaus geehrt gef�hlt, auch wenn er sich fragte, was er denn Gro�artiges getan hatte, um sich diese Ehre zu verdienen.</p><p>Falls er sie denn �berhaupt verdiente.</p><p>Lothar schien davon �berzeugt zu sein. Der Held von Stormwind hatte gen�gend Erfahrung, um so etwas beurteilen zu k�nnen. Er war ein unglaublicher Krieger und ein beeindruckender Anf�hrer dazu. Jemand, dem die M�nner automatisch folgten. Die Sorte Mann, die jedem Respekt und Gehorsam abn�tigte. Die Soldaten der Allianz nannten ihn �den L�wen von Azeroth�, was vom Anblick des Symbols auf seinem Schild kam, das durch die Reihen der Orcs im H�gelland schimmerte.</p><p>Turalyon fragte sich, ob er jemals selbst auch nur einen Hauch dieser Pers�nlichkeit besitzen w�rde.</p><p>Er fragte sich au�erdem, ob er genauso fromm wie Uther werden konnte. Und ob aus seinem Glauben auch derartige Kr�fte erwachsen w�rden.</p><p>Turalyon glaubte nat�rlich an das Heilige Licht. Das tat er seit seiner Kindheit. Der Dienst in der Priesterschaft hatte ihn dem herrlichen Licht n�her gebracht. Aber er hatte es noch nie direkt gesp�rt, nicht mit voller St�rke, nur einen Schimmer seiner Gegenwart � oder wie es auf jemand anders wirkte. Nachdem er die Horde gesehen und sie im Kampf erlebt hatte, war sein Glaube schw�cher denn je.</p><p>Das Heilige Licht befand sich in jedem lebenden Gesch�pf, in jedem Herzen und jeder Seele. Es war �berall, eine Energie, die alle f�hlenden Wesen zu einem Ganzen verband.</p><p>Aber die Horde war f�rchterlich, war monstr�s. Sie tat Dinge, die kein rationales Wesen tun w�rde, lasterhafte, schreckliche Dinge, jenseits aller Vergebung. Wie konnten solche Kreaturen Teil des Heiligen Lichts sein? Wie konnte sein heller Schein in solch v�lliger Dunkelheit wohnen?</p><p>Und wenn es doch da war, was sagte das �ber seine St�rke aus, wenn seine Reinheit und Liebe derart korrumpiert werden konnte? Und wenn die Horde <emphasis>nicht</emphasis> Teil des Heiligen Lichts war, dann war das Licht auch nicht �berall, wie Turalyon es gelernt hatte.</p><p>Er war verwirrt. Und genau das war das Problem. Sein Glaube war nachhaltig ersch�ttert. Er hatte mehrmals zu beten versucht, seit sie auf die Horde getroffen waren. Aber es waren nur leere Worte gewesen. Er war nicht mit dem Herzen bei der Sache. Und ohne diese Hingabe bedeuteten diese Worte nichts, bewirkten nichts. Turalyon wusste, dass die anderen Paladine ein Segen f�r Soldaten sein konnten. Sie sp�rten das B�se. Sie heilten sogar schlimme Wunden durch eine einzige Ber�hrung.</p><p>Aber er konnte das nicht. Turalyon war sich nicht sicher, ob er dieses Talent je besessen hatte. Auf jeden Fall besa� er es jetzt ganz gewiss nicht. Er fragte sich, ob er �berhaupt jemals dazu f�hig sein w�rde.</p><p>�Du bist still geworden.� Khadgar beugte sich zu ihm und stupste ihn mit einer Hand an. �Denk nicht zu viel nach, oder du f�llst noch aus dem Sattel.�</p><p>Sein Tonfall war freundlich und klang nur leicht besorgt. Turalyon gab sein Bestes, um �ber den schwachen Witz zu lachen.</p><p>�Mir geht es gut�, versicherte er dem alt wirkenden Magier. �Ich fragte mich nur, was wir als N�chstes tun sollen.�</p><p>�Was meinst du?� Khadgar sah sich um und schaute zu den Truppen zur�ck, die hinter ihnen marschierten. �Du machst das doch schon alles prima. Halte die M�nner in Bewegung und hoffe, dass wir die Horde erwischen, bevor sie zuviel Unheil anrichten kann.�</p><p>�Ich wei߫, antwortete Turalyon. �Ich w�nschte nur, dass es einen Weg g�be, wie wir die Horde <emphasis>�berholen</emphasis> k�nnten � um Quel�Thalas vor ihnen zu erreichen. Vielleicht hat Alleria Recht, vielleicht sollte ich sie ziehen lassen. Aber wenn sie gefangen genommen wird, wenn ihr auch nur das Geringste zusto�en w�rde�� Er brach ab und schaute Khadgar an, der jetzt breit grinste. �Was?�</p><p>�Oh, gar nichts�, sagte sein Freund lachend. �Nur, wenn du dich um jeden deiner Soldaten derart sorgen w�rdest, k�nnten wir gleich aufgeben, weil du sie aus Angst, sie k�nnten sich verletzen, nicht in die Schlacht schicken w�rdest.�</p><p>Turalyon schlug freundschaftlich nach dem Magier, der sich unter dem Schlag wegduckte und immer noch lachte. So ritten sie weiter, gefolgt von ihrer Armee.</p><empty-line/><p>�Wir sind fast da�, versicherte Turalyon Alleria, die um sein Pferd herumlief, als w�rde es stillstehen.</p><p>�Das wei� ich!�, fuhr sie ihn an, ohne aufzusehen. �Dies ist meine Heimat. Ich kenne mich hier besser aus als Ihr!�</p><p>Turalyon seufzte. Die zwei Wochen hatten sich lange hingezogen. Eine Armee zu f�hren war anstrengend, auch wenn er auf anderen M�rschen schon etwas Erfahrung gesammelt hatte. Der Unterschied war, dass vorher Lothar f�r die letztendliche Entscheidung verantwortlich gewesen war. Dieses Mal blieb alles an ihm h�ngen � was ihn mehrfach um den Schlaf gebracht hatte.</p><p>Und dann war da noch Alleria gewesen. Alle Elfen waren die ganze Zeit �ber gereizt gewesen und sorgten sich um Quel�Thalas. Aber sie waren dennoch ruhig geblieben, um die Belastung nicht noch zu verst�rken.</p><p>Nicht so Alleria. Sie hatte jede Entscheidung angezweifelt: � warum sie durch das eine Tal zogen und nicht das andere; warum sie Lagerfeuer entz�ndeten, statt in der K�lte zu schlafen und kalt zu essen; warum sie bereits in der D�mmerung Rast einlegten, statt bis tief in die Nacht hinein zu marschieren.</p><p>Turalyon war schon nerv�s genug, aber Allerias permanente N�rgeleien hatten es zehnmal schlimmer gemacht. Er f�hlte sich unter st�ndiger Beobachtung, und f�r jede Entscheidung erhielt er neue Missbilligung.</p><p>�Wir erreichen bald den Fu� der H�gel�, erinnerte er sie. �Dann sollten wir die Grenze nach Quel�Thalas sehen k�nnen und erkennen, wie weit uns die Horde voraus ist. Vielleicht sind sie aufgehalten worden, weil sie �ber die Berge kamen�� Lothar hatte die Wildhammerzwerge �berredet, einen Kundschafter hin�ber nach Alterac zu entsenden. Der Zwerg hatte Befehle f�r Admiral Proudmoore �berbracht, der einige Schiffe nahe dem Darromersee stationiert hatte.</p><p>Proudmoore hatte die Schiffe den Fluss hinunter geschickt. Sie hatten sich bei Stromgarde mit Turalyon und der Armee getroffen und die Soldaten an Bord genommen. Dann waren sie den Fluss hinauf an den Bergen vorbeigesegelt. Dadurch ersparten sie es sich, die Berge wie die Horde zu Fu� zu �berqueren und hatten deutlich Zeit gewonnen.</p><p>Turalyon hoffte, dass diese Ersparnis am Ende ausreichen w�rde. Er w�re lieber direkt bis nach Quel�Thalas gesegelt, aber Alleria hatte ihm versichert, dass das unm�glich war. Ihr Volk w�rde einem Menschenschiff niemals erlauben, auf seinem Teil des Flusses zu fahren. Deshalb waren die Menschen gezwungen gewesen, nahe Stratholme auszusteigen und den Weg zu Fu� fortzusetzen.</p><p>�Sobald ich den Wald sehe, gehe ich schnurstracks weiter�, warnte ihn Alleria. �Versucht nicht, mich aufzuhalten.�</p><p>�Ich will Euch gar nicht aufhalten�, antwortete Turalyon, der froh war, ein kleines L�cheln �ber ihr Gesicht huschen zu sehen, dem Verbl�ffung folgte.</p><p>�Ich m�chte, dass Ihr und Eure Waldl�ufer Eure Leute findet und sie warnt�, erinnerte er sie. �Ich wollte nur verhindern, dass Ihr auf dem Weg dahin der Horde in die H�nde fallt. Aber jetzt sind wir nah genug, sodass wir die Horde lange genug ablenken k�nnen. Das verschafft Euch die Zeit, an ihr vorbeizuschl�pfen und Euer Volk zu warnen. Danach k�nnt Ihr sie aus dem Hinterhalt angreifen, wir attackieren sie von vorne. So zerquetschen wir die Horde zwischen uns.�</p><p>Alleria nickte. Sie blickte zu ihm auf, sagte kein Wort und legte dann ihre Hand auf sein Bein. Turalyon glaubte einen Moment, die Hitze einer kleinen Sonne w�rde sein Blut zum Kochen bringen. Seine Glieder prickelten.</p><p>�Danke�, sagte sie sanft.</p><p>Er nickte, unf�hig zu sprechen.</p><p>Einer ihrer Waldl�ufer platzte dazwischen und beendete den Moment. �Die Grenze nach Quel�Thalas liegt direkt vor uns�, sagte er eilig. �Ich kann die B�ume dahinter sehen!�</p><p>Alleria sah Turalyon an. Er nickte, beruhigt, dass sie tats�chlich um Erlaubnis fragte. Sie wandte sich um und lief los, der andere Waldl�ufer folgte ihr. Doch sie kamen nicht weit. Die beiden Elfen waren beide noch in Sichtweite, als sie wie vom Blitz getroffen stehen blieben. Alleria begann zu weinen. Ihr Schluchzen war derart von Kummer erf�llt, wie Turalyon es noch nie geh�rt hatte.</p><p>�Beim Licht!� Er trieb sein Pferd in vollen Galopp, bis er sie erreichte. Und dann sah auch er, warum sie so aufgel�st war.</p><p>Die H�gel endeten, und der majest�tische Wald von Quel�Thalas erstreckte sich vor ihnen. Seine hohen B�ume schwankten leicht, als tanzten sie zu einer stillen Musik, und ihre m�chtigen Kronen warfen tiefe Schatten �ber das Land. Schatten, die irgendwie friedvoll, nicht bedrohlich wirkten.</p><p>Es war ein sch�ner Anblick, voll erhabener Anmut� und wurde nur durch den grauen Rauch gest�rt, der von mehreren Stellen gleichzeitig aufstieg. Wie etwa am Waldrand leicht westlich von ihrer Position.</p><p>W�tend beobachtete Turalyon dunkle Gestalten, die zwischen den B�umen herumliefen. Und jetzt entdeckte er auch gro�e L�cken in der gr�nen Decke und hohe Feuerzungen, die �ber die B�ume strichen.</p><p>Als er den Geruch von brennendem gr�nem Holz auffing, musste er fast husten.</p><p>Die Horde war vor ihnen angekommen. Und sie brannte Quel�Thalas nieder.</p><p>�Wir m�ssen sie daran hindern!�, schrie Alleria. Sie dreht sich zu Turalyon um. �Wir m�ssen sie aufhalten!�</p><p>�Das werden wir�, versprach er und blickte ein zweites Mal hin, �berpr�fte was er sah. Dann erst wandte er sich an den Herold, der hinter ihm wartete. �Informiere die Truppf�hrer�, befahl er. �Wir werden n�rdlich durch die H�gel reiten, bis wir mit den Orcs auf einer H�he sind. Dann greifen wir an und erwischen sie unvorbereitet. Ein Teil der Truppen soll soviel Wasser wie nur m�glich sammeln. Andere Einheiten m�ssen sofort damit beginnen, die Feuer l�schen. Wir wollen nicht, dass der Wald um uns herum abbrennt.�</p><p>Der Herold nickte, riss sein Pferd herum und ritt zur�ck, um die neuen Befehle zu �berbringen.</p><p>Turalyon wandte sich bereits an Khadgar. �Kannst du etwas gegen die Feuer tun?�, fragte er.</p><p>Sein Freund grinste. �W�rde ein Gewitter ausreichen?�</p><p>�Solange die Blitze nicht weitere B�ume entz�nden, ja.� Turalyon wandte sich an Alleria. �Alleria.�</p><p>Sie antwortete nicht, sondern starrte immer noch auf den Rauch. Ihr Gesicht war bleich.</p><p>�Alleria!�</p><p>Schlie�lich reagierte sie und sah ihn an.</p><p>�Nehmt Eure Waldl�ufer und geht. Geht! Eure Leute bek�mpfen zweifelsfrei bereits die Horde irgendwo im Wald. Findet sie und lasst sie wissen, dass wir hier sind. Wir m�ssen unsere Angriffe koordinieren, oder die Horde wird Euer Volk unter den B�umen vernichten und uns dann �berrennen.�</p><p>Sie sah ihn an, nickte, stand aber immer noch unter Schock.</p><p>�<emphasis>Sofort</emphasis>!�, br�llte er. Er hasste es, derart schroff mit ihr umzugehen, doch er wusste, dass es der einzige Weg war. �Oder seid Ihr zu langsam, um es sicher unter die B�ume zu schaffen?�</p><p>Das handelte ihm einen zornigen Blick ein � ganz wie er es erhofft hatte. Sie knurrte ihn an, wandte sich aber ab. Mit ein paar Worten an die anderen Elfen und einem schnellen Ruck, um den Bogen zu richten, den sie �ber dem R�cken trug, lief sie los. Sie rannte schnell wie ein Pfeil den H�gel hinunter in den Schutz der B�ume und tauchte in die Schatten ein.</p><p>�M�ge das Heilige Licht Euch besch�tzen�, fl�sterte Turalyon.</p><p>�M�ge es uns alle besch�tzen�, sagte Khadgar rau. �Wir k�nnen es sicher brauchen.�</p></section><section><title><p>13</p></title><p>�Ruhe jetzt. Kein Laut�, befahl Zul�jin seinen Leuten. Sie waren gut zwischen den B�umen vorangekommen und tief ins Herz von Quel�Thalas vorgesto�en. Aber jetzt warnte ihn sein N�schen, dass irgendwo in der N�he Elfen waren.</p><p>Er verlangsamte das Tempo, setzte einen Fu� vorsichtig vor den anderen und balancierte auf dem Ast. Die �xte hielt er fest in seinen H�nden, um zu verhindern, dass sie gegeneinanderschlugen. Er wollte nicht, dass die Elfen sie bemerkten. Noch nicht.</p><p>Um ihn herum bewegten sich die anderen Amani-Trolle ebenso leise und die Waffen bereit. Die meisten grinsten breit und zeigten ihre dreieckigen Z�hne. Zul�jin konnte sie gut verstehen. Sie befanden sich in der Heimat der Elfen und bereiteten einen Angriff an dem Ort vor, an dem diese sich v�llig sicher f�hlten. Die Vorfreude auf das Bevorstehende lie� ihn innerlich jubilieren.</p><p>Die Elfen hatten sie viel zu lange heimgesucht. Seit die bleichh�utigen, spitzohrigen Eindringlinge zum ersten Mal vor Jahrtausenden erschienen waren und die Gebiete vom gro�em Amanireich gestohlen hatten, hatten sie die Herrschaft �ber die W�lder beansprucht.</p><p>Als wenn sie es mit einem Troll in Sachen Geschwindigkeit, Unsichtbarkeit und Geschicklichkeit h�tten aufnehmen k�nnen!</p><p>Aber die Elfen besa�en durchaus eigene Vorz�ge. Der gr��te war ihre verdammte Magie. Die Trolle hatten nie zuvor mit solchen Zaubern zu tun gehabt. Sie wussten deshalb nicht, was sie dieser Kunst entgegensetzen sollten.</p><p>Gl�cklicherweise waren die Trolle ihnen aber zahlenm��ig �berlegen und hatten die verhassten Elfen zun�chst einfach �berrennen k�nnen.</p><p>Doch dann hatten sich die Elfen mit den Menschen verb�ndet.</p><p>Gemeinsam hatten die fahlen V�lker das Amanireich zerst�rt. Sie hatten Trollfestungen geschleift und Tausende seiner Vorfahren get�tet.</p><p>Zul�jin knurrte bei dem Gedanken daran. Der Laut wurde von seinem dicken Schal aufgesogen.</p><p>Vor dem Krieg waren seine Leute zahlreich und m�chtig gewesen und hatten gro�e Teile des Landes beherrscht. Danach waren sie �ber das ganze Land verstreut, ein Schatten ihrer selbst, und wurden auch nie wieder zahlreich genug, um ihr gestohlenes Erbe zur�ckfordern zu k�nnen.</p><p>Bis heute.</p><p>Die Horde hatte ihnen versprochen, dass sie ihre Rache bekommen w�rden. Und Zul�jin glaubte ihnen. Der Anf�hrer der Orcs, Doomhammer, besa� das Ehrgef�hl eines gro�en Anf�hrers, der sich seiner Macht bewusst war. Er w�rde kein falsches Spiel mit ihnen treiben. Er w�rde ihnen helfen, das versunkene Amanireich neu erstehen zu lassen.</p><empty-line/><p>Zul�jin hatte mit dieser Aufgabe bereits begonnen. Er war der erste Troll seit jenen f�rchterlichen Kriegen, der die St�mme wieder vereinigen konnte. Einen nach dem anderen hatte er die anderen Stammesf�hrer herausgefordert und sie geschlagen, entweder im Kampf, beim Wettkampf oder einer anderen Aufgabe. Und alle hatten sich vor ihm verneigt, hatten sich und ihre St�mme seiner Herrschaft unterworfen.</p><p>Die Waldtrolle waren wieder ein gemeinsames Volk. Und mit der Hilfe der Horde w�rden sie die Welt von Menschen und Elfen befreien und wieder die W�lder regieren.</p><p>Die Orcs hatten keinerlei Interesse an B�umen. Zul�jin vermutete, dass sie die T�ler und die Ebenen der Welt besetzen w�rden. Sollten sie ruhig. Alles, was <emphasis>er</emphasis> wollte, waren die W�lder.</p><p>Aber die mussten sie erst den Elfen wegnehmen. Und das w�rde ihm das pure Vergn�gen sein.</p><p>Seine Nase juckte und warnte ihn, dass sie ihrem Ziel nahe waren. Zul�jin blieb stehen und hob eine Hand, damit auch die anderen innehielten.</p><p>Er sp�rte seine Br�der mehr, als dass er sie h�rte. Er sp�hte durch die Bl�tter nach unten, und seine scharfen Augen durchdrangen die Dunkelheit mit Leichtigkeit.</p><p>Er wartete.</p><p>Da! Ein Hauch von Bewegung unter ihm. Etwas auf dem Waldboden kam in Sichtweite. Was auch immer es war, es war in Braun und Gr�n gekleidet wie die B�ume, aber er erhaschte auch den Hauch einer helleren Farbe. Es verursachte kein Ger�usch, als es sich �ber die Bl�tter bewegte, als best�nden sie aus festem Boden.</p><p>Ein Elf!</p><p>Ein weiterer erschien hinter dem ersten, dann ein dritter und vierter. Bald passierte sie eine komplette Jagdgruppe, alles in allem zehn Elfen. Sie sahen nicht hoch, f�hlten sich sicher in ihrem eigenen Wald. Es kam den Elfen gar nicht in den Sinn, auf der Hut zu sein.</p><p>Zul�jin grinste. Das w�rde leichter werden, als er gedacht hatte.</p><p>Er gab seinen Leuten ein Zeichen und steckte die �xte wieder in ihre Schlaufen. Dann sprang er lautlos auf einen tieferen Ast und schwang sich von dort aus weiter nach unten.</p><p>Jetzt war er weniger als drei, vier Elfenl�ngen �ber ihnen und konnte sie gut erkennen. Ihre Umh�nge wehten hinter ihnen her.</p><p>Sie trugen die verfluchten B�gen und Pfeile geschultert, ihre H�nde waren leer. Sie hatten keine Ahnung, was �ber ihnen lauerte.</p><empty-line/><p>Zul�jin sprang vom Baum und zog noch im Fallen seine �xte. Er landete direkt zwischen zwei Elfen und schlug zu, bevor sie �berhaupt reagieren konnten.</p><p>Sein erster Schlag erwischte den Elfen, der ihn ansah, an der Kehle, w�hrend der zweite Schlag tief in den Sch�del eines zweiten drang. Blut spritzte �ber die Bl�tter.</p><p>Die anderen Elfen drehten sich �berrascht um und griffen nach ihren Waffen. Doch jetzt fielen Zul�jins Br�der �ber sie her, �xte, Dolche oder Kn�ppel in den H�nden.</p><p>Die Elfen fingen sich und schlugen zur�ck. Sie versuchten verzweifelt, genug Raum zu gewinnen, damit sie ihre Schwerter ziehen oder ihre B�gen in Position bringen konnten.</p><p>Aber die Trolle lie�en ihnen keine Chance. Die Elfen mochten schnell sein, doch die Trolle waren gr��er und st�rker und kamen wie das personifizierte Unheil �ber die Waldl�ufer, bevor sie fliehen konnte.</p><p>Ein Elf jedoch schaffte es, sich loszurei�en. Er taumelte zwei Schritte nach hinten, dann drehte er sich um und nutzte einen Baum als Deckung. Zul�jin erwartete, dass der Elf seinen Bogen in Anschlag bringen w�rde � stattdessen griffen seine H�nde nach einem Horn, das an seinem G�rtel hing. Der Waldl�ufer hob das Horn an seine Lippen und blies kr�ftig hinein.</p><p>Aber das Ger�usch erstarb, als einer der anderen Trolle dem Elf in den Bauch schlug. Nur noch ein ersterbendes Keuchen war vernehmbar, w�hrend der Waldl�ufer zusammenbrach. Blut quoll aus seinem Mund und seinen Eingeweiden.</p><p>Das Gefecht war vorbei. Zul�jin griff nach unten und schnitt dem ersten Elf, den er erschlagen hatte, ein Ohr ab. Er steckte es in einen Beutel an seiner H�fte. Sp�ter w�rde er das Ohr trocknen und zusammen mit den anderen Troph�en an einer Kette aufreihen, um seinen Mut zu demonstrieren.</p><p>Doch zuerst warteten andere Aufgaben auf ihn.</p><p>�Kommt�, rief er seinen Br�dern zu, die lachten und sich damit vergn�gten, selbst Ohren, Haare und andere K�rperteile von den toten Elfen abzuschneiden. Einige hatten die langen Schwerter der Elfen als Troph�en aufgesammelt. Solche Waffen waren h�bsch anzusehen, aber beileibe nicht robust genug f�r die kr�ftigen Schl�ge der Trolle.</p><p>�Wir werden noch mehr Elfen t�ten�, versprach Zul�jin. �Doch jetzt zur�ck in die B�ume. Wir locken sie auf unsere F�hrte. Wir m�ssen sie besch�ftigt halten.� Er grinste, und seine Leute antworteten mit wildem Grunzen. �Und dann t�ten wir sie alle.�</p><p>Schnell sprangen die Waldtrolle hoch, packten niedrig h�ngende �ste mit ihren langfingrigen H�nden und zogen sich in den Schutz der Bl�tter. Sie schwangen sich hoch und lie�en die Leichen und das Blut hinter sich. Ihre Augen waren wachsam, und ihre Nasen versuchten, jeden Hinweis auf Elfen zu erschnuppern.</p><p>Zul�jin war unbesorgt. Er wusste, dass bald weitere Elfen kommen w�rden. Sie waren darauf vorbereitet.</p><p>Es war lange her, dass er Elfenblut vergossen hatte. Doch schon der kurze Kampf hatte seine Lust nach mehr gesteigert.</p><p>Seine Br�der f�hlten dasselbe. Viele schnappten mit den Z�hnen und waren voller Erwartung eines weiteren Kampfs mit den fahlh�utigen Elfen.</p><p>Zul�jin lie� keinen Zweifel daran, dass sie bald ihre Chance bekommen w�rden, so viele Elfen zu t�ten, wie sie nur wollten. Der Wald w�rde sich rot f�rben vor Blut, und die Elfen w�rden wissen, dass das Ende ihres Reiches gekommen war. So, wie die Trolle es vor Jahrtausenden hatten erleben m�ssen.</p><p>Und er, Zul�jin, w�rde daf�r verantwortlich sein. Er w�rde den Kopf des Elfenk�nigs im Triumph hoch �ber sich halten� kurz bevor er ihn in einem St�ck verschlingen w�rde.</p><p>Er konnte es kaum noch erwarten.</p><empty-line/><p>�Ist alles bereit?�, fragte Gul�dan ungeduldig. Unweit von ihm sch�ttelte Cho�gall beide K�pfe. Der schwere Oger grunzte und schob. Seine massigen Schultern bewegten das letzte St�ck des Runensteins �ber die grasbewachsene Lichtung.</p><p>�Jetzt ist es fertig�, rief er, richtete sich auf und rieb sich seine Schulter.</p><p>Gul�dan nickte. Es hatte mehrere Stunden gedauert, nur einen einzigen Runenstein auszugraben, den Monolithen in mehrere immer noch riesige St�cke zu zerschlagen und f�nf davon auf diese Lichtung zu schaffen. Danach hatten sie weitere Stunden ben�tigt, um die Steine so anzuordnen, dass sie einen Kreis bildeten und sich gleichzeitig ein Pentagramm dazwischen bildete.</p><p>Gl�cklicherweise hatte Doomhammer ihnen die Hilfe mehrerer Oger zugestanden, und Cho�gall konnte mit seinen tumben Artgenossen leichter kommunizieren als jeder Orc es vermochte.</p><p>Die Runensteinst�cke waren gro�, aber zwei Oger konnten sie anheben, wof�r sonst ein Dutzend Orcs n�tig gewesen w�re. Gul�dan fragte sich ernsthaft, wie die Elfen die vollst�ndigen Steine an den ihnen zugedachten Ort gebracht hatten. Wahrscheinlich mithilfe von Magie. Oder sie hatten auch mit Sklaven gearbeitet. Die Waldtrolle waren fast so stark wie die Oger und �berdies schlauer. Sie h�tten selbst detailliertere Anweisungen ausf�hren k�nnen.</p><p>Doch jetzt lagen die Steine an Ort und Stelle. Gul�dan gab ein Zeichen, und drei weitere Hexenmeister nahmen ihre Pl�tze neben drei Runensteinst�cken ein. Es war gut, dass Doomhammer sie nicht get�tet hatte, denn sonst h�tte das Ritual niemals funktioniert.</p><p>Gul�dan vermutete, dass es wie geplant ablaufen w�rde, sicher war er sich aber nicht. Doch selbst wenn es misslingen sollte, w�rde er es unverletzt �berstehen.</p><p>Er nickte Cho�gall zu, der die Oger rief, die an der Seite gewartet hatten. Nach einem Moment des Dr�ngelns, Schiebens und Knurrens trat einer von ihnen vor. Cho�gall br�llte einen Befehl, und der Oger zuckte mit den Achseln und trottete zwischen die Steine. Er stand im Zentrum des Pentagramms und wartete bewegungslos. Eine der guten Seiten von Ogern war, dass sie, wenn n�tig, v�llig still verharren konnten. Wenn sie keinen anderslautenden Befehl erhielten oder hungrig wurden, konnten sie stundenlang warten, so bewegungslos wie eine Statue.</p><p>Gul�dan hatte sich schon oft gefragt, ob sie wohl von den Steinen abstammten. Das h�tte zumindest ihr dickes Fell und ihre unglaubliche Dummheit erkl�rt.</p><p>Er konzentrierte sich wieder auf seine unmittelbare Aufgabe. Gul�dan hob die Arme und rief die dunklen Kr�fte, die sein d�monischer Meister ihm noch auf Draenor verliehen hatte. Die Energieentladungen knisterten um ihn herum, und er leitete sie in das Runensteinst�ck, das direkt vor ihm lag. Cho�gall hatte den letzten Platz eingenommen, und er und die Hexenmeister steuerten ihre Kr�fte bei, jeder in einen eigenen Stein. Als alle f�nf Steine vor Energie summten, fast schon vibrierten, sprach Gul�dan eine kurze Formel und konzentrierte sich.</p><p>Noch mehr Strom floss von seinen Fingerspitzen in den Runenstein, doch diesmal sprang die Energie auf den Stein zur Linken �ber. Dort endete sie aber nicht. Sie floss durch den n�chsten Stein und von dort zum benachbarten� bis alle f�nf Steine in einem Feld aus zuckender Magie eingeh�llt waren.</p><p>Die Luft schien sich �ber dem Altar verdunkelt zu haben. Sie war angereichert mit Magie, so �hnlich wie der Himmel vor einem Gewitter. Der Oger bewegte sich immer noch nicht, obwohl Gul�dan einen Hauch von Angst in seinen Augen sah.</p><p>Sehr gut, Cho�gall hatte ein schlaues Exemplar ausgesucht.</p><p>Jetzt, nachdem die Steine unter Strom standen, lenkte Gul�dan die Energie ins Zentrum auf die hoch aufragende Gestalt zu. Blitze dunkler Energie zuckten vom Stein heran und schlugen dem Oger in die Brust, wodurch er von einer gespenstischen Aura umgeben wurde.</p><p>Die anderen Runensteinfragmente verliehen ihm St�rke, und der Oger verschwand fast in dem d�steren Gl�hen, das den Raum zwischen den Steinen erf�llte. Mehr und mehr Energie tanzte innerhalb dieser Sph�re, die sich irgendwie selbst n�hrte.</p><p>Jetzt konnten sie die Gestalt der Kreatur kaum noch erkennen. Gul�dan war sicher, dass er seine �berm�deten Arme sp�rte, aber die Erregung lie� ihn zittern.</p><p>Nach ein paar Minuten wurde das d�stere Leuchten schw�cher. Langsam verging es, und die Gestalt darin war besser zu erkennen.</p><p>Der Oger �berragte sie immer noch alle, bis auf Cho�gall. Aber etwas an ihm hatte sich ge�ndert. Gul�dan wartete ungeduldig, dass das Gl�hen verschwand, damit er hineinsehen konnte. Schlie�lich war es verebbt, und Gul�dan warf den ersten Blick auf die Kreatur, die seinem Altar der St�rme entsprungen war.</p><p>Es war immer noch eindeutig ein Oger, obwohl gr��er als zuvor, und irgendwie hatten sich die Proportionen verschoben. Seine Arme waren nicht mehr so lang, seine Beine nicht mehr so krumm, und er wirkte� aufmerksamer.</p><p>Und nat�rlich waren da die zwei K�pfe.</p><p>Auf Draenor waren zweik�pfige Oger sehr selten gewesen. Sie waren gr��er und st�rker als andere und koordinierter. Sie wurden verehrt.</p><p>Cho�gall war der erste seit Generationen gewesen. Er war intelligent genug gewesen, um ein Magier zu werden. Gul�dan hatte den Oger getroffen, als er noch jung gewesen war und hatte ihn sorgf�ltig ausgebildet. Cho�gall hatte sich als wertvoller Assistent und m�chtiger Hexenmeister erwiesen und war bis heute bei Gul�dan geblieben. Und jetzt, schien es, war Cho�gall nicht mehr allein.</p><p>Der neue zweik�pfige Oger schaute Gul�dan an. Er erkannte irgendwie, dass Gul�dan der Verantwortliche war.</p><p>�Was bin ich?�, wollte er wissen. Ein Kopf sprach, w�hrend der andere sich umsah. Seine Sprachf�higkeit war viel besser als die eines normalen Ogers.</p><p>�Du bist ein Oger�, antwortete Gul�dan. �Vielleicht ein Ogermagier.�</p><p>�Ein Ogermagier�, wiederholte der andere Kopf des neuen Ogers. �Was ist das?�</p><p>Gul�dan erkl�rte ihm, was Magier, Hexenmeister, Schamanen und andere Magiekundige waren.</p><p>�Und? Geh�re ich dazu?�, fragte der neue Oger.</p><p>�Schon m�glich.� Gul�dans Augen zogen sich zusammen. �Es gibt einen einfachen Test.� Er b�ckte sich und hob ein einzelnes Blatt vom Boden auf. Er reichte es dem Oger. �Nimm das.�</p><p>Der Oger nahm das Blatt �berraschend sicher entgegen und bewies, dass sich seine Fingerfertigkeit dramatisch verbessert hatte.</p><p>�Nun konzentriere dich auf den Gedanken an Feuer oder Hitze oder eine Flamme�, sagte Gul�dan.</p><p>Der Oger runzelte die Stirn und beobachtete das Blatt. Dann nickte er leicht, zuerst mit dem einen Kopf, dann mit dem anderen.</p><p>�Gut.� Gul�dan sprach leise, denn er wollte die Konzentration der Kreatur nicht st�ren. �Jetzt erwecke die Flamme zum Leben. Lass sie das Blatt beanspruchen, das Feuer dar�ber flie�en, die Hitze deine Haut erw�rmen, dir fast die Finger verbrennen.�</p><p>Er beobachtete, wie ein Funke in der Mitte des Blattes erschien und schnell zu einer Flamme heranwuchs, die sich hungrig ausdehnte. Das Blatt zog sich zusammen, wurde dunkel und binnen Augenblicken vom Feuer verschlungen. Der Wind trug es fort, und der Oger schaute auf. Der Blick seiner vier Augen traf die Augen von Gul�dan.</p><p>�Dann bin ich ein Ogermagier, ja?� Es klang befriedigt. Ein Kopf grinste, der andere lachte leicht, obwohl er verwirrt schien.</p><p>�Ja�, stimmte Gul�dan zu, ebenfalls zufrieden. �Du bist einer von uns.�</p><p>�Was bedeutet einer von uns�?�, fragte die Kreatur als n�chstes, ihr kleinerer Kopf furchte die Stirn. �Was fange ich mit diesem Geschenk an?�</p><p>Gul�dan erz�hlte dem Oger von der Horde. Er erz�hlte auch von der Notwendigkeit, diese Welt zu erobern � und alles �ber die anderen V�lker, die ihnen bereits begegnet waren. Der Ogermagier h�rte ruhig zu und nahm jedes Detail auf.</p><p>�Du hast mich erschaffen�, sagte er schlie�lich. Es war keine Frage, aber Gul�dan nickte. �Dann bin ich deine Kreatur�, best�tigte der Oger. �Ich werde dir dienen. Dein Weg ist meiner. Was soll ich tun?�</p><p>Innerlich war Gul�dan hoch erfreut und zufrieden. Es war genau so, wie er gehofft hatte. Indem er einen zweik�pfigen Oger durch seine Magie geschaffen hatte, hatte er ein Band zwischen ihnen gewoben.</p><p>Die Kreatur war v�llig loyal! Nach au�en hin zumindest� Er bem�hte sich, nicht zu viel Optimismus zu zeigen. Stattdessen winkte er Cho�gall zu sich heran.</p><p>�Das ist Cho�gall�, erkl�rte Gul�dan an den Oger gewandt. �Er ist wie du mein vertrauter Assistent und ein Ogermagier. Er wird dir alles erkl�ren. Und er wird dir einen eigenen Namen geben.�</p><p>Der neue Oger senkte beide K�pfe. �Habt Dank, Meister�, sagte der d�stere Kopf, bevor die Kreatur mit Cho�gall fortging.</p><p>Gul�dan wusste, dass sein Assistent den neuen Ogermagier dazu benutzen w�rde, den Altar erneut aufzuladen. Und jedes Mal w�rde dabei ein neuer zweik�pfiger Oger entstehen. Er wusste, dass er nicht erwarten durfte, dass sie alle auch zauberkundig sein w�rden. Aber wenn auch nur einer von zehn die notwendige Intelligenz besa�, w�rde er einen zweiten Altar bauen und den ebenso mit Energie versorgen.</p><p>Gul�dan lachte. Er w�rde jeden Oger der Horde verwandeln, wenn Doomhammer ihn nicht stoppte. Und warum sollte er? Doomhammer wusste nur, dass er gr��ere und st�rkere Krieger bekam. Der Kriegsh�uptling w�rde nie vermuten, dass diese neuen Kreaturen Gul�dan ergeben waren. Und Gul�dan w�rde daf�r sorgen, dass sie ihre wahre Loyalit�t nicht zu fr�h offenbarten. Erst, wenn es an der Zeit war. Und dann w�rde Doomhammer erkennen, dass es eine neue Fraktion innerhalb der Horde gab. Eine, die er nicht so leicht zerschlagen oder beiseite schieben konnte.</p><p>Gul�dan lachte wieder und wandte sich ab. Cho�gall w�rde f�r den Rest des Prozesses Sorge tragen. Er selbst musste sich um andere Aufgaben k�mmern. Sie w�rden sp�ter sicherstellen, dass er in nicht allzu ferner Zukunft die Macht beanspruchen konnte, die woanders bereits auf ihn wartete.</p></section><section><title><p>14</p></title><p>�Beim Silbermond � wo sind sie?� Alleria rannte durch den Wald, das Schwert in der Hand. Bl�tter und Zweige jagten verschwommen an ihr vorbei. Die anderen Waldl�ufer hatten sich verteilt, um einen gr��eren Bereich abzudecken. Alleria hoffte, dass sie nicht auf Trolle oder Orcs gesto�en waren � diese b�sartigen gr�nh�utigen Eindringlinge wollte sie f�r sich selbst.</p><p>Sie sah die Feuer und w�nschte sich nicht zum ersten Mal, ihre Heimat nie verlassen zu haben. Wie hatte sie nur annehmen k�nnen, dass die Allianz ihre Hilfe brauchte? Waren Anasterian Sonnenwanderer und die anderen Ratsmitglieder nicht viel �lter und weiser als sie und wussten daher besser, welche Art von Hilfe die j�ngeren V�lker brauchten?</p><p>Andererseits war Anasterian davon �berzeugt gewesen, dass die Horde niemals eine Bedrohung f�r Quel�Thalas darstellen k�nnte. Und so hatte er entschieden, dass die Allianz sie nichts anging, denn die Elfen waren ja nicht bedroht.</p><p>Offensichtlich hatte er damit falsch gelegen.</p><p>Doch wenn Alleria auf ihn geh�rt und seine Entscheidung akzeptiert h�tte, w�re sie im entscheidenden Moment hier gewesen. Sie w�re nicht den Fluss hinuntergefahren und �ber die H�gel marschiert. Als die Orcs und Trolle kamen und die Horde die Grenze �berschritt, h�tte sie ihrer Familie, ihrem Volk beistehen k�nnen.</p><p>Aber h�tte ihre Anwesenheit �berhaupt einen Unterschied ausgemacht? Sie wusste es nicht. Was konnte ein einzelner Waldl�ufer schon ausrichten? Und wie konnte er einen Feind aufhalten, von dem er gar nicht wusste, dass er anr�ckte?</p><p>Doch immerhin w�rde sie sich nicht f�hlen, als h�tte sie ihr Volk in der Stunde der Not im Stich gelassen.</p><p>Der Gedankengang spornte sie an und verlieh ihr mehr Schnelligkeit. Auf einer kleinen Lichtung sprang sie �ber einen niedrigen Busch, landete zwischen zwei B�umen�</p><p>� und sah pl�tzlich die Spitze eines Pfeils vor sich, der auf ihre Kehle gerichtet war.</p><p>Die Gestalt, die den Bogen hielt, war ann�hernd so gro� wie sie und trug sogar �hnliche Kleidung. Allerdings war die ihres Gegen�bers sauberer. Langes Haar fiel unter der Kapuze hervor und gl�nzte fast wie Elfenbein in der Sonne. Das leuchtende Silber kannte Alleria nur zu gut.</p><p>�Vereesa?�</p><p>Die Gestalt senkte den Bogen. Ihre blauen Augen weiteten sich vor �berraschung und Erleichterung. �Alleria?� Ihre j�ngere Schwester umarmte die Elfe herzlich. �Du bist wieder zuhause!�</p><p>�Nat�rlich.� Alleria dr�ckte Vereesa und strich ihr �ber den Kopf. Die Geste war so vertraut und kam ganz wie von selbst. �Wo ist Sylvanas? Sind Vater und Mutter in Sicherheit?�</p><p>�Sie sind wohlauf�, antwortete Vereesa, die Alleria loslie� und ihre Waffen einsammelte. �Sylvanas ist mit einer Jagdgruppe am Flussufer. Vater und Mutter sollten in Silbermond sein. Sie wollten sich mit den �ltesten treffen.� Sie machte eine Pause und steckte die Pfeile in den K�cher. �Alleria, wo warst du? Hier gibt es zahlreiche Br�nde. �berall in Quel�Thalas. Und einige der Waldl�ufer melden sich pl�tzlich nicht mehr.�</p><p>Alleria sp�rte, wie ihr Magen sich angesichts dieser Information verkrampfte. Wenn Waldl�ufer verschwunden waren, musste die Horde bereits tief in den Wald vorgesto�en sein. �Wir werden angegriffen, kleine Schwester�, antwortete sie � dann hob sie unvermittelt ihr Schwert und wirbelte herum. Dabei wandte sie ihrer Schwester den R�cken zu. Ihre Ohren zuckten. �Und jetzt, sei still.�</p><p>�Aber�� Vereesa verstummte, als eine gro�e Gestalt aus den Baumwipfeln herunterkrachte. Sie hielt eine kurzstielige Axt in der Hand.</p><p>Alleria ging zum Angriff �ber, noch bevor die Kreatur auf dem Boden gelandet war. Sie hob ihr Schwert, parierte den Schlag ihres Gegners, drehte sich seitw�rts� und entging so geschickt dem zweiten, mit einem langen Krummdolch gef�hrten Angriff.</p><p>Alleria schwang ihr Schwert und schlug der Bestie den Kopf ab. Der Troll st�rzte, die Waffen fielen aus seinen leblosen H�nden.</p><p>�Schnell!�, rief Alleria. �Wir m�ssen hier weg! Sofort!�</p><p>Vereesa hatte die Augen vor Schreck weit aufgerissen. Sie nickte, gehorchte dem Befehl ihrer Schwester und rannte los, um wahrscheinlichen weiteren Angreifern zu entkommen. Sie war noch jung, die j�ngste von drei Schwestern, und war noch nie in einen echten Kampf verwickelt gewesen. Alleria hatte gehofft, dass das auch noch f�r einige Zeit so bleiben w�rde. Doch jetzt war es zu sp�t, sich darum zu sorgen.</p><p>Sie hetzten durch den Wald. Alleria war sicher, dass sie von irgendwoher Gel�chter h�rte.</p><p>Trolle! Die Kreaturen folgten den beiden Elfen und hielten hoch oben im Ge�st mit ihnen Schritt. Zweifellos wollten die Bestien sich von dort auf sie herabst�rzen und sie t�ten, bevor einer von ihnen Hilfe alarmieren konnte.</p><p>Aber die Trolle kannten diesen Wald nicht � im Gegensatz zu Alleria.</p><p>Vereesa und ihre unsichtbaren Verfolger im Schlepp, lief Alleria Haken schlagend durch das Unterholz, wechselte die Richtung und �berquerte kleine B�che und Lichtungen, warf sich durch B�sche oder duckte sich unter B�umen und Lianen hindurch.</p><p>Vereesa hielt Schritt mit Alleria, ihren Bogen hatte sie fest in der Hand. Und von oben erklang nach wie vor Gel�chter.</p><p>Dann sah Alleria ein silbernes Band vor sich. Der Fluss! Sie beschleunigte noch einmal, um ein noch h�heres Tempo zu erreichen.</p><p>Vereesa holte sie ein, und gemeinsam brachen sie zwischen den B�umen hervor, traten auf eine flussnahe Lichtung.</p><p>Alleria h�rte, wie hinter ihr erst einer und dann mehrere Trolle aus den Baumkronen sprangen. Die Kerle wussten, dass sie sie erwischen mussten, bevor sie durch das tiefe Wasser in Sicherheit schwimmen konnten.</p><p>Trolle verabscheuten Wasser.</p><p>�Nette Jagd, Bleichgesicht�, knurrte eine der Kreaturen hinter ihnen. �Aber jetzt wirst du sterben!�</p><p>H�nde griffen nach Alleria, lange Klauen kratzten �ber ihre Haut, fassten in ihr Haar� doch sie riss sich wieder los und entging dem Griff. Sie wirbelte herum und hob das Schwert, bereit so lange zu k�mpfen, wie sie konnte�</p><p>� und sah, wie sich der Troll pl�tzlich versteifte und umfiel. Ein langer Schaft ragte aus seinem Hals.</p><p>�hnliche Pfeile t�teten die anderen Trolle, bevor sie die Sicherheit der B�ume erreichen konnten.</p><p>Als sie sich zum Fluss umwandte, entdeckte Alleria mehrere Waldl�ufer am anderen Ufer. Ihre B�gen zitterten noch. Einer von ihnen, eine junge Frau, trug einen langen gr�nen Umhang und eine geschm�ckte Tunika. Sie hatte langes blondes Haar, etwas dunkler als Allerias, ansonsten aber glichen sie einander.</p><p>Die Augen ihres Gegen�bers waren eher grau als gr�n oder blau. Doch sie hatten dieselbe Form wie die von Alleria und Vereesa. Die Waldl�ufer bauten sich um sie herum auf, w�hrend die Elfe lachte und ihren Bogen zum Gru� erhob.</p><p>�Willkommen daheim, Alleria!�, rief Sylvanas. �Was f�r einen �rger bringst du denn da mit?�</p><p>Selbst �ber den Fluss war ihre unglaubliche Ausstrahlung zu sp�ren.</p><p>Alleria lachte bei der Begr��ung durch ihre Schwester. Sylvanas, Waldl�uferin und Oberkommandierende aller Streitkr�fte von Quel�Thalas, trat so selbstbewusst auf wie immer.</p><p>Alleria sch�ttelte den Kopf. �Ich hatte gehofft, dass wir den Biestern entkommen�, antwortete sie ehrlich. �Aber ich komme nicht mit leeren H�nden.� Sie schaute sich die toten Trolle an. Dann blickte sie zu Vereesa, die leicht wankte. Ihr Gesicht war bleich, und sie mied den Anblick der Leichen. �Ich muss mit dem Rat sprechen. <emphasis>Dringend</emphasis>.�</p><p>�Ich wei� nicht, ob man dir zuh�ren wird�, warnte Sylvanas sie. �Sie sind zu besch�ftigt mit diesem Feuerproblem. So wie ich auch. Die Br�nde entstehen �berall im Wald, ohne einem erkennbaren Muster zu folgen.� Sie sah zu den toten Trollen hin�ber. �Und jetzt muss ich mich auch noch darum k�mmern.�</p><p>Alleria schnitt eine Grimasse und schaute nach unten. �Sie <emphasis>werden</emphasis> mir zuh�ren�, versprach sie. �Ich lasse ihnen gar keine andere Wahl.�</p><empty-line/><p>�Was soll das hei�en?�, fragte Anasterian Sonnenreiter. Er und der Rat von Silbermond diskutierten die Ereignisse in ernstem, besonnenem Ton, als Alleria unangek�ndigt eintrat. Mehrere Herrscher der Hochelfen erhoben sich von ihren Sitzen, �berrascht von ihrem Erscheinen, doch Alleria ignorierte sie. Sie konzentrierte sich allein auf Anasterian.</p><p>Der K�nig der Hochelfen war selbst f�r einen Elfen <emphasis>alt</emphasis>. Sein Haar war schon vor langer Zeit wei� geworden, seine Haut d�nn wie Pergament und faltig wie knorrige Rinde. Er war nicht mehr nur schlank, sondern wirkte gebrechlich, aber seine blauen Augen blitzten immer noch durchdringend, und seine Stimme, obwohl d�nn geworden, unterstrich im Tonfall dennoch seine Autorit�t. Alleria schreckte angesichts seiner Wut instinktiv zur�ck, dann aber erinnerte sie sich daran, warum sie hier war und straffte sich.</p><p>�Ich bin Alleria Windl�ufer�, verk�ndete sie, obwohl sie wusste, dass die meisten Ratsmitglieder sie bereits kannten. �Ich war au�erhalb unserer Grenzen und habe zusammen mit den Menschen in ihrem Krieg gek�mpft. Ich bin zur�ckgekommen, um Euch schlimme Kunde zu �berbringen. Nicht nur f�r die Menschen, sondern auch f�r uns.� Sie furchte die Stirn und musterte jetzt doch die M�nner und Frauen vor sich. �Die Horde, vor der uns die Menschen gewarnt haben, ist <emphasis>real</emphasis>, und sie ist gewaltig. Der Hauptteil ihrer Streitkr�fte besteht aus Orcs, aber es mischen sich auch andere Kreaturen darunter. Waldtrolle zum Beispiel.�</p><p>Diese Aussage l�ste aufgebrachtes Gemurmel aus. Keiner der anwesenden Hochelfen ahnte, was ein Orc war. Alleria hatte es auch nicht gewusst � bis sie die Monster in den H�gellanden bek�mpft hatte. Aber sie alle kannten die Trolle. Einige, Anasterian eingeschlossen, hatten vor langer Zeit in den Trollkriegen gegen sie gek�mpft. Viertausend Jahre bevor Quel�Thalas gegr�ndet wurde.</p><p>�Du behauptest, der Horde geh�ren auch Trolle an�, sagte einer der F�rsten. �Nun gut, aber was geht uns das an? Lass doch die Trolle diesen merkw�rdigen Kreaturen folgen, von denen du sprichst, und hoffentlich gehen sie dann einfach mit ihnen weg von hier. Oder vielleicht tun uns die Menschen einen Gefallen und t�ten sie f�r uns!�</p><p>Mehrere Elfen lachten scheu und nickten.</p><p>�Ihr versteht nicht�, antwortete Alleria w�tend. �Die Horde ist nicht irgendein weit entferntes Problem, das wir ignorieren k�nnen! Sie will ganz Lordaeron erobern, von einer K�ste zur anderen � und das schlie�t uns hier in Quel�Thalas mit ein!�</p><p>�Lasst sie doch kommen!�, meinte ein Elfenmagier namens Dar�kahn, �Unser Land ist gut gesichert, keiner kommt an den Runensteinen vorbei und �berlebt es.�</p><p>�Ach, bist du dir da sicher?�, zischte Alleria. �Bist du dir wirklich sicher? Denn die Trolle <emphasis>sind</emphasis> bereits in unseren Wald eingedrungen. Sie durchstreifen in diesem Moment unser Gebiet, t�ten unsere Leute. Und die Orcs sind nicht weit dahinter. Sie sind etwas schw�cher als die Trolle, aber sie sind so zahlreich wie Heuschrecken. Sie werden unser Land �berrollen. Und sie sind bereits da.�</p><p>�Wie?�, rief Anasterian. �Unm�glich.�</p><p>Als Antwort schleuderte Alleria ein Objekt von sich, das sie bei sich trug, seit sie und Vereesa geflohen waren. Der Kopf des Trolls flog durch die Luft, ein Windhauch strich durch sein kurzes dunkles Haar, die Sonne schien auf die Hauer� und er landete genau vor Anasterians F��en.</p><p>�Der hier hat Vereesa und mich angegriffen�, erkl�rte Alleria. �An einer Stelle, keine Stunde von der Flussm�ndung entfernt. Mehrere andere verfolgten uns dort. Ihre Leichen liegen immer noch am anderen Ufer, wenn Sylvanas und ihre Gruppe sie nicht schon wegger�umt haben.� Sie bemerkte, dass keinem der F�rsten mehr zum Lachen zumute war. �Sie sind hier�, wiederholte sie. �Die Trolle sind in unserem Wald und t�ten unsere Leute. Und die Orcs brennen die Grenzen zum Immersangwald nieder!�</p><p>�Unglaublich!� Dieses Mal war Anasterians Zorn nicht gegen sie gerichtet. Der K�nig der Elfen trat gegen den Kopf des Trolls, der unter den Stuhl eines anderen F�rsten rollte. Anasterians Augen blitzten zornig, er zog eine Augenbraue hoch. Als er sich wieder zu Alleria umdrehte, konnte sie die Kraft und Zielstrebigkeit erkennen, die ihn schon seit Jahren zu einem gro�artigen K�nig machten. Alle Hinweise auf Schw�che waren verschwunden, beiseite geschoben worden von der aktuellen Krise.</p><p>�Diese Kreaturen wagen es, in unsere Heimat einzudringen?�, knurrte Anasterian. �Oh ja, sie wagen es offenbar tats�chlich!� Er sah auf, und sein Gesicht wirkte, als braue sich darauf ein Unwetter zusammen. �Wir werden sie lehren, sich hierher zu trauen! Sammelt unsere Krieger! Ruft unsere Waldl�ufer! Wir greifen die Trolle an und vertreiben sie aus unserem Wald, auf dass sie niemals wiederkehren m�gen!�</p><p>Alleria freute sich, ihren K�nig derart resolut zu erleben. Sie stimmte ihm voll und ganz zu, sch�ttelte aber trotzdem den Kopf. �Die Trolle sind nur ein Teil der Gefahr�, erinnerte sie Anasterian. �Die Horde ist reich an Zahl, jenseits aller Vorstellungskraft reich. Und die Orcs sind stark, hartgesotten und �beraus zielstrebig in ihrem Vorgehen�� Pl�tzlich umspielte ein L�cheln ihre Lippen. �Gl�cklicherweise bin ich nicht allein gekommen.�</p><empty-line/><p>Turalyon k�mpfte gegen zwei Orcs und hatte gerade erst einen von beiden mit seinem Hammer zu Boden geschmettert, als er einen heftigen Schlag auf seinen Schild abwehren musste.</p><p>Ein dritter Orc sprang ihn an und warf ihn fast von seinem Pferd. Weil die Kreatur zu nah war, um sie mit seiner Waffe zu erwischen, verpasste er ihr einen Kopfsto�. Sein schwerer Helm erwischte den Orc an Augenbraue und Nasenwurzel.</p><p>Der Orc war benommen. Turalyon sch�ttelte ihn ab und schleuderte ihn gegen seinen zweiten Feind. Dann nutzte er die Gelegenheit, beiden gut gezielte Hiebe zu verpassen.</p><p>Keiner von ihnen w�rde sich je wieder erheben.</p><p>Er wischte Wasser von der Vorderseite seines Helms und nahm sich einen Moment Zeit, um die dicken grauen Wolken am Himmel zu beobachten.</p><p>Der Regen schien nicht nachlassen zu wollen, und das war auch gut so. Zumindest erloschen die Br�nde dadurch und w�rden wohl auch nicht wieder ausbrechen.</p><p>Er wollte das K�mpfen in solch feuchtem, schlechtem Wetter gern ertragen, wenn es dazu beitrug, dass die Heimat der Elfen nicht v�llig in Schutt und Asche gelegt wurde.</p><p>An seiner Seite konnte er Khadgar ausmachen, der mit Schwert und Stab k�mpfte. Der Zauberer hatte sich bei der Beschw�rung des Sturms, der sich entlang der gesamten Front zog, magisch ziemlich verausgabt. Aber er war auch im Umgang mit normalen Waffen sehr versiert, sodass Turalyon sich wohl keine ernsthaften Sorgen um ihn machen musste � zumal er gerade so viele Widersacher gegen sich hatte, dass er vollauf damit ausgelastet war, sich Sorgen um sich selbst zu machen.</p><p>Turalyon k�mpfte gerade gegen zwei Orcs zu seiner Linken, als sich einer der beiden versteifte, zuckte und dann umfiel. Ein Pfeil ragte aus seinem Hals.</p><p>Turalyon erkannte die Fiederung und l�chelte. Eine geschmeidige junge Frau jagte einen Moment sp�ter auf ihn zu. Ihr Reiseumhang wirbelte trotz des Regens, und die Spitzen ihrer langen Ohren stie�en durch die goldene Haarm�hne, die ein wundersch�nes Gesicht umrahmte.</p><p>Irgendwie ignorierte der Regen Alleria und fiel um sie herum, anstatt sie zu durchn�ssen. Turalyon wusste nicht genau, ob Elfenmagie dahintersteckte oder ob die reine Kraft ihrer nat�rlichen Sch�nheit daf�r gen�gte�</p><p>�Ich sehe, ich bin gerade rechtzeitig gekommen�, meinte Alleria, als sie ihn erreichte und einem weiteren Orc einen Pfeil in den Hals rammte. �Was w�rdet Ihr nur machen, wenn ich Euch nicht immer wieder rettete?�</p><p>�Ich komme schon zurecht�, antwortete Turalyon, der zu sehr auf den Kampf konzentriert war, um <emphasis>in</emphasis> ihrer Gegenwart nerv�s zu sein. Er blockte einen Angriff ab, schlug den Orc nieder und wandte sich bereits dem n�chsten Feind zu. �Habt Ihr Euren K�nig gefunden?�</p><p>�Ja�, best�tigte sie. �Er wird uns helfen. Unsere Krieger und die Waldl�ufer sind mobilisiert. Sie k�nnen binnen Minuten hier sein, wenn Ihr das wollt.�</p><p>Turalyon nickte, benutzte den langen Schaft seines Hammers, um eine Axt abzuwehren, und verk�rzte dann den Griff, sodass der Kopf des Hammers den angreifenden Orc mit dem R�ckschwung erwischte.</p><p>�Nat�rlich will ich! Dieser Ort ist so gut wie jeder andere�, antwortete er. �Und solange wir sie hier bek�mpfen, geht die Horde auch nirgendwo sonst hin.�</p><p>Alleria pflichtete ihm bei, dann sagte sie: �Ich werde zur�cklaufen und meine Leute informieren. Ihr m�sst nur aushalten, bis wir eintreffen.� Ihre Stimme hatte einen merkw�rdigen Klang.</p><p>Turalyon warf ihr einen Blick zu. Beim Licht! Weinte sie? Sie sah auf jeden Fall traurig aus. Aber das war auch kein Wunder, die Invasion ihrer Heimat hatte sie hart getroffen.</p><p>�Wir werden standhaft sein�, versicherte er ihr. �Wir m�ssen.�</p><p>Dann war Alleria auch schon wieder verschwunden. Turalyon hoffte nur, dass sie mit der versprochenen Unterst�tzung zur�ckkam, bevor der Rest der Horde seine schwachen Verteidigungslinien durchbrochen hatte. Schon jetzt str�mten Wellen von Orcs von allen Seiten heran. Turalyon wusste, dass seine Truppen der Orc-Armee auf Dauer nicht gewachsen waren. Erst recht nicht hier auf dem offenen Feld, wo die Orcs sie umzingeln und �berrennen konnten.</p><p>Sie brauchten dringend Hilfe, und zwar schnell. Er betete, dass die Elfen so f�hig waren, wie Alleria sie ihm beschrieben hatte.</p><empty-line/><p>Ter�lij, einer von Zul�jins Untergebenen, grinste. Er und seine Gruppe hatten etwas Unangenehmes in der N�he gerochen und sich von ihren Nasen zu einem herrlichen Ger�usch f�hren lassen. Schritte! Verursacht wurden sie von jemandem auf dem Waldboden � einem einzelnen Elf.</p><p>Ter�lijs Auftrag lautete, den Weg zu bewachen, der zur Stadt der Elfen f�hrte. Er sollte die Spitzohren daran hindern, ihn zu benutzen. Nun, dieser Elf w�rde nicht weit kommen.</p><p>Er kletterte leise durch das Blattwerk nach unten. Dann sah Ter�lij seine Beute. Der Elf bewegte sich sehr schnell. Den meisten anderen Kreaturen w�ren seine Schritte leise vorgekommen. Aber Ter�lij fand sie laut wie Donnerhall. Der Elf trug einen langen braunen Umhang, die Kapuze hatte er �bergezogen, und er st�tzte sich auf seinen langen Stab. Einer der �lteren also. Noch besser.</p><p>Ter�lij leckte sich aus Vorfreude die Lippen und bedeutete seiner Gruppe, ihm nach unten zu folgen. Dann lie� er sich aus dem Baum fallen, den Krummdolch in der Hand, und grinste sein Opfer an.</p><p>Er war �berrascht, als der Elf seinen Umhang zur�ckwarf und sich lachend aufrichtete. Der Stab schnellte hoch und enth�llte eine lange Klinge an einem Ende. Die R�stung des Elfs leuchtete selbst im Schatten der B�ume.</p><p>�Hast du wirklich geglaubt, wir k�nnten nicht h�ren, wie du �ber uns raschelst?�, zischte der Elf. Seine Gesichtsz�ge verh�rteten sich. �H�ltst du uns f�r so taub, dass wir nicht mitbekommen, wie ihr unseren Wald verschandelt? Ihr seid hier nicht willkommen, Kreatur, und jetzt wirst du sterben.�</p><p>Ter�lij erholte sich schnell von der �berraschung und lachte. �Sehr schlau, kleines Bleichgesicht�, stimmte er zu. �Ein netter Trick, mit dem du Ter�lij da gekommen bist. Aber du bist allein mit deinem Stab, und wir sind viele.�</p><p>Der Rest seiner Gruppe landete hinter ihm, bereit, sich �ber den arroganten Elf herzumachen.</p><p>Doch der Elf grinste noch breiter, seine Gesichtsz�ge wirkten jetzt regelrecht geh�ssig. �Glaubst du das, du Dummkopf?�, spottete er. �Ihr bildet euch etwas auf eure Waldl�uferf�higkeiten ein. Aber ihr seid blind im Wald verglichen mit uns. Blind und taub.�</p><p>Pl�tzlich erschien ein zweiter Elf hinter einem Baum. Und dann ein dritter. Und ein vierter. Ter�lij runzelte die Stirn. Es wurden immer mehr, bis er und seine Gruppe umzingelt und zahlenm��ig unterlegen waren. Alle Elfen trugen die gleichen langen Speere und hohe, l�ngliche Schilde.</p><p>Damit hatte Ter�lij nicht gerechnet. Nichtsdestotrotz war er ein erfahrener J�ger und Krieger und lie� sich nicht so leicht einsch�chtern.</p><p>�Das ist ja noch besser!�, rief er schlie�lich und richtete sich zu seiner vollen Gr��e auf. �Was f�r eine Herausforderung, nicht nur einen unbewaffneten Elf abstechen� Das gef�llt mir!�</p><p>Mit diesen Worten sprang er dem f�hrenden Elf entgegen. Sein Schwert war hoch erhoben, und er�</p><p>� starb mitten im Sprung, als sich der Speer des Elfenanf�hrers durch seine Brust bohrte und das Herz durchdrang, bevor die Spitze aus dem R�cken wieder heraustrat.</p><p>Der Elf trat zur Seite und lie� Ter�lijs K�rper vom Speer rutschen. Er drehte sich und wirbelte mit dem Speer, um die Hand eines angreifenden Trolls abzutrennen.</p><p>Der Kampf war schnell entschieden. Der Elfenanf�hrer trat vor einen der Toten und nickte. Er hatte schon fr�her gegen Waldtrolle gek�mpft. Allerdings noch nie hier in Quel�Thalas. Und obwohl die Trolle an sich gute J�ger waren, konnten sie sich mit einem Elf nicht messen.</p><p>Sylvanas hatte die Patrouille als eine von vielen mit dem Befehl ausgeschickt, jeden Troll aufzusp�ren und zu t�ten. Dies war die zweite Gruppe, die sie erwischt hatten. Und er fragte sich, wie viele mehr wohl noch im Wald herumliefen.</p><p>Er �ffnete den Mund, um seine M�nner zu rufen, als eine schlanke Gestalt auf die Lichtung st�rmte. Ihr goldenes Haar flatterte im Wind.</p><p>Haidurons Ohren hatten sie erst Sekunden zuvor wahrgenommen. Und das auch nur, weil Alleria zugunsten von h�herem Tempo bewusst auf Lautlosigkeit verzichtet hatte.</p><p>�Haiduron!�, rief sie, und blieb wenige Schritte von ihm entfernt stehen. �Gut, dass ich dich finde! Ich habe mit dem Oberkommandierenden der Allianz gesprochen und auch mit Sylvanas. Sie braucht uns alle an der s�dwestlichen Ecke des Waldes. Dort hat sich die Horde versammelt, und die Menschen k�nnen sie nicht mehr lange aufhalten.�</p><p>Haiduron Wolkenglanz nickte. �Ich werde Lor�themar informieren � seine Gruppe befindet sich ganz in der N�he�, sagte er. �Er wird unseren Freunden zu Hilfe eilen. Ihr Kampf ist jetzt auch der unsere. Wir werden nicht zulassen, dass die Menschen diesen �blen Kreaturen zum Opfer fallen.� Er machte eine Pause und musterte sie genauer. �Geht es dir gut, Alleria? Du wirkst� verwirrt.�</p><p>Alleria sch�ttelte den Kopf, allerdings glitt ein Schatten �ber ihr Gesicht. �Mir geht es gut�, versicherte sie. �Jetzt aber los! Bring unsere Krieger zur Front! Ich kehre zu meiner Schwester und zur Allianz zur�ck und berichte ihnen, dass Hilfe kommt.� Sie machte auf dem Absatz kehrt und verschwand zwischen den B�umen.</p><p>Haiduron sah ihr kurz hinterher, dann sch�ttelte er sich. Er kannte Alleria Windl�ufer schon sehr lange und konnte beurteilen, wenn sie etwas st�rte oder beunruhigte.</p><p>In diesen Tagen waren sie alle beunruhigt, wenn merkw�rdige Kreaturen durch die heiligen W�lder strichen.</p><p>Doch das w�rde nicht mehr lange so bleiben. Haiduron zog den Speer aus dem Troll und s�uberte ihn an dem Leichnam, bevor er sich abwandte.</p><p>Sp�ter w�rde noch genug Zeit sein, sich um den Kadaver zu k�mmern. Jetzt waren erst einmal die noch lebenden Feinde an der Reihe.</p><p>F�r Turalyon schienen nur ein paar Minuten vergangen zu sein, seit Alleria ihn verlassen hatte� als sie auch schon wieder neben ihm auftauchte. Sie trug den Bogen jetzt auf dem R�cken und stattdessen das Schwert in der Hand, das sie soeben benutzte, um einen Orc niederzuschlagen, der versucht hatte, Turalyons Pferd ins Hinterteil zu stechen.</p><p>�Sie werden bald hier sein�, versicherte sie ihm mit gl�nzenden Augen, und Turalyon nickte. Er sp�rte Erleichterung � ob angesichts der zu erwartenden Unterst�tzung oder aufgrund der Tatsache, dass sie noch lebte, konnte er selbst nicht genau sagen.</p><p>Er furchte die Stirn. Solche Gedanken kannte er nicht und schob sie deshalb f�rs erste beiseite. Zun�chst einmal musste er sich um das �berleben seiner Soldaten k�mmern.</p><p>Der Regen hatte schlie�lich aufgeh�rt, obwohl die Wolken blieben, und das Schlachtfeld weiter verdunkelten. Als Turalyon sah, wie ein finsterer Umriss auftauchte, dachte er zuerst, es w�re der verzerrte Schemen eines Orc-Kriegers. Aber der Umriss wurde gr��er und gewann an Sch�rfe. Er betrachtete ihn fasziniert� und wurde deshalb beinahe von einem Orc aufgespie�t.</p><p>�Konzentriere dich!�, warnte ihn Khadgar, der neben ihm ritt und den Orc wegtrat, bevor er noch einmal zuschlagen konnte. �Worauf starrst du denn da?�</p><p>�Darauf�, antwortete Turalyon und wies mit dem Hammer in die entsprechende Richtung, bevor er seine Aufmerksamkeit wieder dem um ihn herum tobenden Kampf widmete.</p><p>Auch Khadgar schaute ungl�ubig. Der alt wirkende Zauberer fluchte ein paar Mal, als er die schwere Gestalt gewahrte, die jetzt vollst�ndig zwischen den B�umen am anderen Ende des Schlachtfelds hervortrat. Sie war doppelt so gro� wie ein Orc, mit einer Hautfarbe wie altes Leder. Die Kreatur schwang einen riesigen Hammer, eigentlich eine Zweihandwaffe, die sie aber mit nur einer Hand hielt. Und sie trug eine merkw�rdige R�stung.</p><p>Turalyons Z�hne knirschten, als er einen zweiten Blick riskierte und erkannte, dass die Panzerung �hnlich wie bei den Menschen beschaffen war. Brustplatte, Bein- und Armschienen wurden von dicken Ketten zusammengehalten, um die Kreatur zu sch�tzen.</p><p>Ihre beiden K�pfe waren kahl, sie starrten auf die Soldaten und die Orcs hinunter. Gerade sauste der Kn�ppel nieder, zerschmetterte zwei M�nner mit einem einzigen Schlag und glitt dann, noch in derselben Bewegung, zur Seite. Vier weitere Soldaten wurden von den F��en gerissen und flogen meterweit.</p><p>�Was zum Teufel ist das f�r ein <emphasis>Ding</emphasis>?�, fragte Turalyon, schlug einem angreifenden Orc ins Gesicht und warf ihn vor einen anderen, der unter dem Aufprall schwankte.</p><p>�Ein Oger�, antwortete Khadgar. �Ein zweik�pfiger.�</p><p>Turalyon wollte seinem Freund erz�hlen, dass er schon bei anderer Gelegenheit Oger gesehen und dabei durchaus mitbekommen hatte, dass dieser hier zwei K�pfe hatte, da hob der merkw�rdige Oger seine leere Hand in Richtung einer Gruppe von Allianzsoldaten.</p><p>Turalyon blinzelte, glaubte seinen Augen nicht zu trauen. Hatte er wirklich gerade gesehen, wie Feuer aus der Hand der Kreatur auf die Soldaten zuflog?</p><p>Er schaute noch einmal hin. Ja, Flammen umh�llten jetzt seine Krieger. Die M�nner lie�en ihre Waffen fallen, um die Br�nde zu ersticken. Das Feuer tanzte �ber R�stung und Kleidung. Einige warfen ihre Umh�nge ab, die sich entz�ndet hatten, w�hrend sich andere im Gras w�lzten und versuchten, der Flammen Herr zu werden.</p><p>Wie hatte der merkw�rdige, neu aufgetauchte Oger das nur gemacht?</p><p>�Verdammt!� Khadgar hatte es ebenso gesehen wie er. �Es ist ein Ogermagier!�</p><p>�Ein <emphasis>was</emphasis>?�</p><p>�Ein Zauberer�, schnappte Khadgar. �Ein verdammter Ogerzauberer!�</p><p>�Ah.� Turalyon erledigte einen weiteren Gegner und starrte erneut auf den riesigen Oger.</p><p>Er versuchte es zu verstehen: Die gr��te Kreatur, die er je gesehen hatte, konnte Magie wirken? Unglaublich. Was brauchte man, um so ein Biest zu t�ten? Er wollte Khadgar dazu befragen und suchte noch nach den entsprechenden Worten� als der Ogermagier pl�tzlich schwankte und vorne�ber fiel. Die Haare an seinem Hinterkopf ragten steil auf.</p><p>Zuerst dachte Turalyon, dass er etwas mit den Leichen machen wollte, die vor ihm lagen � vielleicht sie mit seinen beiden M�ulern fressen? Aber die Kreatur stand nicht wieder auf.</p><p>Und dann erkannte er, dass die Haare am Hinterkopf in Wirklichkeit Sch�fte waren.</p><p>Speersch�fte!</p><p>�Ja!�, jubelte Alleria und hob ihren Bogen zum Gru�. �Meine Leute sind eingetroffen!�</p><p>Turalyon sah, dass sie Recht hatte. Aus dem Wald drang Reihe um Reihe an Elfen. Sie trugen schwerere R�stungen als Alleria und ihre Waldl�ufer und mehr als nur Schilde und Speere. Es waren eindeutig elfische Waffen, die den Oger get�tet hatten.</p><p>Turalyon war nie froher gewesen, diese Verb�ndeten zu sehen.</p><p>�Das ist exzellentes Timing!�, wandte er sich an Alleria. Er musste br�llen, um sich �ber das Chaos der Schlacht verst�ndlich zu machen. �Kannst du Botschaften �bermitteln?�</p><p>Sie nickte. �Wir benutzen Gesten zum Jagen, die man auch auf die Entfernung gut erkennen kann.�</p><p>�Ausgezeichnet.� Turalyon nickte und rammte einen weiteren Orc in den Boden, w�hrend er seine Gedanken sammelte. �Wir m�ssen die Horde zwischen uns einkeilen. Sag deinen Leuten, sie sollen auf uns zumarschieren, aber auch an den R�ndern ausschw�rmen. Wir tun dasselbe. Ich will nicht, dass die Orcs an den Flanken entkommen, weil sie sich dann wieder gegen uns wenden k�nnen.�</p><p>Alleria nickte und begann, Gesten in Richtung Wald zu vollf�hren. Turalyon sah, wie eine der Elfen nickte und sich an ihre Gefolgsleute wandte.</p><p>Khadgar war dicht genug bei Alleria und Turalyon gewesen, um ihrer Diskussion folgen zu k�nnen. Nun wandte sich mit Befehlen an einen in der N�he stehenden Truppf�hrer und ordnete an, seine Anweisungen weiterzugeben.</p><p>Beide Armeen begannen, sich auseinanderzuziehen. Die Allianz wich leicht zur�ck, um mehr Bewegungsspielraum zu erhalten.</p><p>Die Horde wertete dies als Zeichen der Niederlage, und die Orcs jubelten. Die meisten von ihnen hatten die Elfen, die sich teilweise hinter den B�umen versteckt hielten, noch gar nicht bemerkt.</p><p>Das war gut so. Turalyon wollte das �berraschungsmoment so lange wie m�glich auf seiner Seite haben, um die Chance der Orcs auf Flucht zu verringern. Er zog seine M�nner zur�ck und stellte einige Truppenteile ab, um die Orcs auf Abstand zu halten. Dann sandte er ein Drittel seiner Leute zu jeder Seite und befahl, dass sie von dort aus langsam zur�ckkehren sollten. Den Rest behielt er bei sich.</p><p>Er sah die Verwirrung der Horde, als er den Angriff direkt von der Mitte aus anf�hrte.</p><p>Auf der anderen Seite hatten die Elfen dasselbe veranstaltet. Und als die Horde sich anschickte, Turalyons Angriff entgegenzutreten, schritten die Elfen vorw�rts und stachen mit ihren Speeren zu, um die Orcs in den hintersten Reihen aufzuschlitzen.</p><p>Viele fielen, ohne ein Ger�usch von sich zu geben, aber einige keuchten, seufzten oder st�hnten, sodass andere die Ger�usche mitbekamen und sich umdrehten, um zu sehen, was mit ihren Kameraden passierte.</p><p>Dann ert�nte ein vielstimmiger Schrei, als die Orcs begriffen, dass sie von zwei Seiten in die Zange genommen wurden.</p><p>Mehrere Orc-Krieger versuchten wegzulaufen, als sie erkannten, dass sie zwischen zwei Armeen eingekeilt waren. Aber die Waffen von Menschen und Elfen verhinderten jede Flucht. Die Orcs waren gezwungen, zu bleiben und zu k�mpfen.</p><p>Die meisten taten das sogar mit Freude und verga�en sich in ihrem Blutrausch. Doch mit Feinden zu beiden Seiten � Elfenbogen und Speeren erg�nzt durch menschliche Schwerter, �xte und H�mmer � erlitten die Orcs schwere Verluste.</p><p>Turalyon sp�rte Hoffnung in sich keimen. Sie gewannen!</p><p>Die Horde war zwar immer noch zahlreicher als seine Soldaten und die Elfenkrieger, aber sie war eingepfercht und undiszipliniert. Jeder Orc k�mpfte nur f�r sich selbst oder mit einer Handvoll anderer, wahrscheinlich Mitglieder desselben Clans.</p><p>Gegen die ausgefeilte Taktik der Elfen und Menschen hatten sie keine Chance. Das machte sich vor allem bemerkbar, als seine eigenen M�nner und die Elfen gemeinsam gegen den Feind vorgingen. Die elfischen Bogensch�tzen feuerten in die Orcs hinein, um ihre Reihen auszud�nnen und Verwirrung zu stiften, bevor die Menschen sich ins Schlachtenget�mmel begaben. Dabei dienten die Elfenspeerk�mpfer direkt hinter ihnen als Deckung, um die Orcs davon abzuhalten, sich in Gruppen auf die Soldaten zu st�rzen.</p><p>Turalyon konnte bereits gr��ere L�cken in der Verteidigung der Horde erkennen. Und als die Allianz und die Elfen in diese vorstie�en, blieben nur vereinzelte Orcs zur�ck.</p><p>Dann h�rte Turalyon ein lautes Br�llen und schaute nach Osten. Dort sah er etwas, das ihm den Atem raubte.</p><p>Noch einer jener riesigen zweik�pfigen Oger warf sich in die Schlacht. Er war mit einem riesigen Kn�ppel bewaffnet, der nichts anderes als ein ausgerissener Baum war, vom dem die �ste entfernt worden waren. Ein zweites Monstrum erschien hinter dem ersten, den gleichen Kn�ppel in seinen enormen Pranken. Und dann tauchten ein drittes und ein viertes auf.</p><p>Wo kamen all diese Kreaturen her?</p><p>Die zweik�pfigen Oger stapften in die Truppen der Allianz und droschen ganze Einheiten auf einmal weg. Turalyon beorderte seine M�nner rasch zur�ck, damit sich die Elfen um diese Plage k�mmern konnten. Denn der erste Oger war nur dank seiner �berrumpelung gefallen. Diese hier aber waren deutlich besser vorbereitet. Sie nutzten ihre Kn�ppel, um die Pfeile und Speere wegzuschlagen. Und dann hieben sie damit in die Elfen und schmetterten die schlanken Krieger durch die Luft.</p><p>Die Horde begann, sich um die Giganten herum neu zu formieren. Und immer mehr Orcs schlossen sich ihnen an, f�llten die Reihen und bildeten bald wieder eine homogene zahlenm��ige �bermacht.</p><p>�Wir m�ssen etwas tun, schnell!�, rief Turalyon Khadgar zu, der wieder neben ihm war. �Sonst dr�ngen sie uns zur�ck in die Berge oder nach Westen zum Wasser, und wir sind eingeschlossen!�</p><p>Khadgar setzte zu einer Antwort an, aber Alleria unterbrach ihn. �H�r mal genau hin�, rief sie, und ihre eigenen Ohren zitterten.</p><p>Turalyon sch�ttelte den Kopf �Ich kann nichts h�ren au�er dem K�mpfen�, sagte er. �Was soll da denn sein?�</p><p>Sie l�chelte ihn vielsagend an. �Hilfe�, antwortete sie. �Hilfe von oben.�</p><empty-line/><p>�Da! Ich kann sie sehen!�</p><p>�Ja, ich auch, Kamerad�, sagte Kurdran Wildhammer, w�tend dar�ber, dass der junge Greifenreiter neben ihm das Gefecht eher ersp�ht hatte als er. �Kreist herum, und dann greift diese monstr�sen Missgeburten in der Mitte an. Passt auf ihre Kn�ppel auf.�</p><p>Er trat Sky�ree leicht mit den Hacken und st�rzte sich mit seinem Greif schreiend dem Schlachtfeld entgegen.</p><p>Eines der merkw�rdigen zweik�pfigen Monster schaute hoch und br�llte auf, als es sie erblickte. Aber Kurdran war zu schnell, als dass es h�tte ausweichen k�nnen.</p><p>�berall standen Orc-Krieger und behinderten das Vorw�rtskommen der Riesen. W�hrend Kurdran nach unten st�rzte, hob er seinen Sturmhammer und spannte seine Muskeln an.</p><p>Die Bestie br�llte erneut und schlug mit dem schweren Kn�ppel nach ihm. Doch Sky�ree wich aus und flog so nah heran, dass die Fl�gelspitze �ber das Gesicht einer der Kreaturen wischte. Dann schleuderte Kurdran den Hammer und legte all seine St�rke in den Wurf. Donner dr�hnte, und ein Blitz traf das Monstrum. Es taumelte, ein Kopf war eingesunken, der andere geschw�rzt und zur Seite geneigt. Der Oger begrub drei Orcs unter sich, als er st�rzte, und sein Hammer erwischte noch ein paar mehr.</p><p>�Ja!�, jubelte Kurdran. Er fing seinen Hammer wieder auf und stie� Sky�ree noch einmal leicht an f�r einen weiteren Durchgang. �Denen haben wir es gegeben, meine Sch�ne! Ganz egal, wie gro� sie sind, wir Wildhammerzwerge k�nnen sie trotzdem besiegen!� Er hob seinen Hammer und br�llte einen lauten Schlachtruf.</p><p>�Worauf wartet ihr denn noch?�, rief er seinen Kriegern zu, die von ihren eigenen kreisenden Reittieren herabgrinsten. �Ich habe euch gezeigt, wie es geht! Los jetzt, geht runter und sorgt daf�r, dass der Rest dieser Riesen ebenfalls umkippt.�</p><p>Die Zwerge salutierten sp�ttisch, weil sie wussten, dass seine Sticheleien gut gemeint waren. Dann rissen sie ihre Greifen herum und begannen ihre eigenen Attacken.</p><p>Kurdran lachte. Er sah nach unten und bemerkte den Magier, den Elf und den Kommandeur, die er am Nistgipfel kennengelernt hatte. �Hallo, da unten!�, rief er, hob seinen Hammer und wirbelte damit herum. Der Elf hob den Bogen zum Gru�, der Kommandeur und der Magier nickten ihm zu.</p><p>�Euer F�rst Lothar hat uns geschickt!�, rief Kurdran, der sich nicht sicher war, ob man ihn aus der H�he verstehen konnte. �Wir sind offensichtlich gerade rechtzeitig eingetroffen!� Dann umfasste er den Hammer mit beiden H�nden und steuerte Sky�ree zur n�chsten der mammutgro�en zweik�pfigen Kreaturen. Mehrere der Monster waren bereits gefallen, und die Horde verteilte sich darum herum. Sie erkannten, dass ihre Besch�tzer jetzt pl�tzlich eine Gefahr f�r sie darstellten. Die Menschen und die Elfen nutzten das entstandene Chaos, um die panischen Orcs linker und rechter Hand zu t�ten.</p><p>Pl�tzlich bewegte sich etwas im Wind. Kurdran schaute auf. �ber ihm im S�den ersp�hte er einen dunklen Umriss. Zuerst dachte er, dass es einer von seinen eigenen Kriegern sei, der neue Befehle �berbrachte. Doch dann erkannte er, dass die Gestalt nicht wie ein Greif flog. Au�erdem schien sie eher aus Richtung Osten zu kommen, von jenseits des Zwergenk�nigreichs.</p><p>Aber was war es dann?</p><p>Kurdran brach seinen Angriff ab, lie� Sky�ree �ber Angriffsh�he steigen und begann langsam zu kreisen. Er beobachtete den sich n�hernden Schatten. War es ein Vogel? Wenn, dann flog er h�her als alle anderen � und seine Umrisse muteten merkw�rdig an.</p><p>Eine neue Angriffsart? Er lachte. Das Wesen war nicht gr��er als ein Adler! Schickte die Horde Adler gegen sie aus, vielleicht mit Gnomen auf den R�cken? <emphasis>Als wenn irgendein Raubvogel es mit meiner Sch�nen aufnehmen k�nnte</emphasis>, dachte er, und streichelte dabei liebevoll Sky�rees Nacken. Zum Dank bekam er ein melodisches Kr�chzen zu h�ren.</p><p>Aber der Umriss war jetzt n�her heran und wurde gr��er. Und gr��er. Und immer noch gr��er�</p><p>�Bei allen Gipfeln!�, murmelte Kurdran, beeindruckt. Was war das? Wie konnte es sich in der Luft halten, obwohl es derart riesig war? Es war fast so gro� wie Sky�ree, und er hatte den Verdacht, dass es ihn noch weit �berragte.</p><p>Jetzt konnte er die Gestalt besser erkennen: lang und schlank, mit einem ausgepr�gtem Schwanz, einem Hals und gro�en Fl�geln, die nur gelegentlich schlugen.</p><p>Das Ding glitt dahin! Es musste hoch fliegen, um derart auf dem Wind reiten zu k�nnen.</p><p>Kurdran sp�rte einen Schauder, als er erneut die Gr��e absch�tzte. Er kannte nur eine fliegende Kreatur, die so riesig war, und er konnte sich nicht vorstellen, was eine von ihnen mit diesem Krieg zu tun haben sollte.</p><p>Aber dann verschwand die letzte Wolke, und die Sonnenstrahlen trafen das Wesen. Es leuchtete rot. Und da erkannte Kurdran mit letzter Gewissheit, dass er richtig gelegen hatte.</p><p>Es <emphasis>war</emphasis> ein Drache.</p><p>�Drachen!�, rief er. Die meisten seiner Krieger k�mpften noch gegen die zweik�pfigen Oger. Aber der junge Murkhad blickte hoch und sah, wohin Kurdran wies. Der Dummkopf lie� seinen Greifen in einen schnellen Steilflug gehen. Das Tier hatte seine Fl�gel ausgebreitet, um an H�he zu gewinnen.</p><p>�Was machst du denn, du T�lpel?�, schrie Kurdran. Aber wenn Murkhad ihn geh�rt hatte, gab er keine Antwort. Stattdessen trieb der junge Wildhammerzwerg seinen Greifen gegen den Drachen, der jetzt in den Sinkflug ging, und hob seinen Sturmhammer.</p><p>Mit einem wilden Schrei griff Murkhad den herabst�rzenden Leviathan an� und verschwand v�llig ger�uschlos, als der Drache sein Maul �ffnete und seine riesigen dreieckigen Z�hne zeigte, die gr��er als ein Zwerg waren. Auch eine lange gespaltene Zunge von blutroter Farbe wurde sichtbar.</p><p>Den ungl�cklichen Zwerg und seinen Greif verschlang das Biest mit einem Biss.</p><p>Murkhad sah niemals das Bedauern in den riesigen goldenen Augen des Drachens oder die st�mmige gr�nh�utige Gestalt, die auf seinem R�cken hockte und lange Lederriemen um eine Hand gewickelt hatte.</p><empty-line/><p>�Beim Licht!� Turalyon hatte ebenso wie die anderen auch gejubelt, als die Wildhammerzwerge aufgetaucht waren und Kurdran den ersten zweik�pfigen Oger t�tete.</p><p>Er schaute wieder auf, als der schwache Kriegsschrei des Anf�hrers der Wildhammerzwerge erklang. Deshalb bekam er mit, wie der wilde Drache sich auf einen der Greifenreiter st�rzte und ihn wie eine kleine Zwischenmahlzeit mit einem Bissen verschlang.</p><p>Und nun st�rzte dieser Drache sich auf sie, w�hrend weitere direkt hinter ihm erschienen � rote Streifen, die vom Himmel fielen.</p><p>Die roten Drachen hatten beinahe die Farbe von Feuer. Rauch stieg aus ihren N�stern auf, und Funken stoben aus ihren M�ulern, wenn sie atmeten. Sie waren heller als das Sonnenlicht, das sich auf ihren Klauen spiegelte und auf ihren Fl�geln und Schw�nzen glitzerte. Der Rauch und die Funken wurden intensiver, je l�nger Turalyon darauf starrte.</p><p>Und pl�tzlich wusste er, was passieren w�rde.</p><p>�Zieht euch zur�ck!�, schrie er und schlug dabei auf Khadgars Schildarm, um dessen Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. �Lass alle sich zur�ckziehen!� Er wirbelte mit seinem Hammer �ber dem Kopf und hoffte, dass er damit sowohl die Blicke seiner M�nner auf sich ziehen als auch die der Orcs. �Zieht euch zur�ck! Weg vom Wald! Sofort!�</p><p>�Weg vom Wald?�, fragte Alleria scharf und blickte ihn an. Er hatte nicht einmal bemerkt gehabt, dass sie sich immer noch neben ihm befand. �Warum? Wir gewinnen!�</p><p>Turalyon setzte zu einer Erkl�rung an, dann erkannte er jedoch, dass daf�r keine Zeit blieb. �Tu es einfach!�, br�llte er und sah �berraschung in ihren Augen aufflackern. �Sag deinen Leuten, sie sollen sich zu den H�geln zur�ckziehen. <emphasis>Schnell</emphasis>!�</p><p>Etwas in seiner Stimme oder an seinem Gesichtsausdruck �berzeugte sie. Sie nickte, hob ihren Bogen und versuchte den anderen Elfenkriegern Signale zu geben. Turalyon lie� sie gew�hren. Er schnappte sich den ersten Allianzoffizier, dessen er habhaft wurde, und erteilte seine Befehle erneut. Der Mann nickte und begann die Befehle an die Truppen weiterzugeben, w�hrend er seine Kollegen aufforderte, es ihm gleichzutun.</p><p>Mehr konnte Turalyon nicht tun. Er riss sein Pferd herum und trieb es im Galopp den H�gel hinunter. Dann h�rte er ein merkw�rdiges Ger�usch, das wie aufkommender Wind oder das laute Ausatmen eines Menschen klang, und blickte �ber seine Schulter.</p><p>Der erste Drache war herabgeflogen, hatte die Fl�gel gespreizt und �ffnete nun weit das Maul, aus dem Flammen schlugen, riesige Wellen von Feuer, die sofort auf den Wald �bersprangen.</p><p>Die Hitze war unglaublich und verdampfte augenblicklich alle Fl�ssigkeit, mit der sie in Ber�hrung kam. Der Wald schien wie eine Fata Morgana im grellen Sonnenlicht zu wabern. B�ume wurden binnen einer Sekunde schwarz und zerfielen zu Asche, obwohl sie noch Minuten zuvor mit Wasser vollgesogen waren. Rauch stieg von ihnen auf. Dichter schwarzer Qualm, der die Sonne zu verfinstern drohte. Die Flammen erstarben nicht, im Gegenteil � an einigen Stellen hatten sie auch weiter zur�ckstehende B�ume erreicht, die dadurch entz�ndet worden waren. Und diese Feuer breiteten sich jetzt aus. Es war fast schon hypnotisch mit anzusehen, wie sie von Baum zu Baum �bersprangen.</p><p>Turalyon musste sich zwingen, sich abzuwenden und dorthin zu schauen, wohin sein Pferd sich bewegte. Bald darauf hatte er den Fu� der H�gel erreicht und konnte die Katastrophe eingehend beobachten.</p><p>�Tu doch etwas!�, br�llte Alleria, die neben ihm erschien und gegen das Licht und die Hitze blinzelte. Sie trommelte mit ihren F�usten gegen sein Bein. �Tu irgendetwas!�</p><p>�Ich kann nichts dagegen machen�, erkl�rte Turalyon, und es brach ihm das Herz angesichts des Kummers in ihrer Stimme. �Ich w�nschte, ich k�nnte es!�</p><p>�Dann unternimm wenigstens du etwas�, verlangte die elfische Waldl�uferin von Khadgar, der neben ihnen ritt. �Setze deine Magie ein! L�sche die Flammen!�</p><p>Aber der alt wirkende Magier sch�ttelte traurig den Kopf. �Es ist zu viel Feuer, als dass ich es komplett ersticken k�nnte�, erkl�rte er sanft. �Ich habe mich bereits verausgabt, als ich den Sturm herbeirief.�</p><p>Seine Stimme klang bitter, und Turalyon f�hlte mit seinem Freund. Es war nicht Khadgars Fehler, dass er die erste Feuerwelle gel�scht hatte� nur um jetzt mitzuerleben, dass diese hier noch viel schlimmer w�tete.</p><p>�Ich muss unbedingt nach Silbermond�, sagte Alleria mehr zu sich selbst. �Meine Eltern sind dort � und unsere �ltesten. Ich muss ihnen helfen!�</p><p>�Und was willst du tun?�, fragte Turalyon. Seine Worte klangen harscher, als es gemeint war, aber immerhin rissen sie sie lange genug aus ihrer Tr�bsal, sodass sie ihn ansah. �Wei�t du denn, wie wir die Flammen bek�mpfen k�nnten?�</p><p>Er wies auf den Wald, auf den die Drachen sich st�rzten und �ber dem sie wie spielende Flederm�use kreisten. Dabei verteilten sie bei jedem �berflug weitere Feuer. So weit das Auge reichte, brannte Quel�Thalas. Der Rauch schien eine dichte graue Wand �ber der Heimat der Elfen zu bilden. Und sein Schatten erreichte sie selbst am Fu� der H�gel und erzeugte Finsternis hinter ihnen, �ber den Bergen. Turalyon war sicher, dass man die Folgen des Brandes auch noch in der Hauptstadt zu sp�ren bekam.</p><p>Alleria sch�ttelte den Kopf, und er sah, dass Tr�nen ihre Wangen herabliefen. �Aber ich <emphasis>muss</emphasis> etwas unternehmen�, weinte sie. Ihre normalerweise so sch�n klingende Stimme war nun rau vor Wut und Schmerz. �Meine Heimat stirbt!�</p><p>�Ich wei�. Und ich verstehe dich.� Er legte eine Hand auf ihre Schulter und dr�ckte sie leicht. �Selbst wenn du es bis zum Fluss schaffst, kocht der bestimmt angesichts der Hitze. Du w�rdest sterben, und das w�rde niemandem n�tzen.�</p><p>Sie sah ihn an. �Meine Familie, meine F�rsten� wie mag es ihnen ergehen?� Er konnte die Verzweiflung in ihrer Stimme h�ren. Sie brauchte etwas, an das sie glauben konnte, einen Hoffnungsschimmer.</p><p>�Sie sind m�chtige Magier�, merkte Khadgar an. �Und obwohl ich ihn selbst noch nie gesehen habe, ist der Sonnenbrunnen eine Quelle gro�er Macht. Er wird die Stadt abschirmen. Selbst die Drachen werden sie nicht ber�hren k�nnen.� Er klang v�llig �berzeugt, obwohl Turalyon sah, wie er ihm zuzwinkerte als wollte er sagen: �Zumindest hoffe ich das.�</p><p>Alleria nickte zaghaft, auch wenn sie immer noch ersch�ttert war. �Danke�, sagte sie leise. �Du hast Recht. Mein Tod w�rde zu gar nichts f�hren.�</p><p>Turalyon vermutete, dass sie sich mit diesen Worten selbst vom Wahrheitsgehalt ihrer Aussage �berzeugen wollte. Sie sah, wie die Drachen an H�he gewannen.</p><p>�Aber�, fuhr sie fort, �<emphasis>ihr</emphasis> Tod w�rde es. Der Untergang der Horde w�rde es. Ja, ganz besonders das Ende der Orcs k�nnte alles �ndern.� Ihre gr�nen Augen zogen sich zusammen, und Turalyon bemerkte etwas, das er lange nicht mehr gesehen hatte: Hass.</p><p>�Sie haben Not, Tod und Zerst�rung �ber uns gebracht�, zischte sie. �Und daf�r will ich <emphasis>sie</emphasis> leiden sehen!�</p><p>�Das wollen wir alle.� Turalyon sah auf, als ein anderer Elf zu ihnen trat. Er trug seine volle Kriegsr�stung, die zwar sch�n und anmutig, aber eindeutig auch funktional� und mittlerweile mit Blut bedeckt war. Er f�hrte ein Langschwert mit sich und hatte einen dunkelgr�nen Umhang �ber den Schultern liegen. Den laubbedeckten Helm hatte der Elf abgesetzt. Seine dunkelbraunen Augen leuchteten unter dem gl�nzenden blonden Haar. Sein Gesichtsausdruck erinnerte an den von Alleria.</p><p>�Lor�themar Theron�, stellte Alleria ihn vor. �Einer unserer besten Waldl�ufer.� Dann l�chelte sie kurz, als ein zweiter Elf sich n�herte. Es war eine gro�e Frau, mit einem Umhang und Gesichtsz�gen, die Allerias �hnelten, obwohl ihr Haar etwas dunkler war. �Und das ist meine Schwester Sylvanas Windl�ufer, Waldl�ufer-Generalin und Kommandantin unserer Streitkr�fte. Sylvanas, F�rst Theron� das ist Sir Turalyon von der Silbernen Hand, stellvertretender Kommandant der Streitkr�fte der Allianz. Und Khadgar von Dalaran, ein Magier.�</p><p>Turalyon nickte, und Theron erwiderte die Geste � Respekt unter Gleichgestellten.</p><p>�Die meisten meiner Krieger sind diesem Inferno entkommen�, sagte Theron. �Wir k�nnen die Flammen nicht durchbrechen. Deshalb sind wir davon eingeschlossen. Aber wir wissen jetzt, wie sich die Br�nde so schnell aus so vielen Richtungen durch den Wald ausbreiten konnten.� Seine Hand krallte sich um den Griff seines Schwertes. �Doch wir k�nnen uns nicht in solchen Gedanken verlieren�, verk�ndete er fest, seine Worte direkt an Alleria gerichtet und vielleicht auch an sich selbst. �Wir sind hier, und m�ssen tun, was wir k�nnen, um unserem Volk so schnell wie m�glich zu helfen. Und das geht nur, indem wir die Kr�fte vernichten, die uns bedrohen.�</p><p>�Euer Oberkommandierender, Anduin Lothar, hat uns schon einmal benachrichtigt und angefragt, ob wir uns an dieser Allianz beteiligen wollen�, stellte Sylvanas fest und sah Turalyon an. �Meine Kommandeure beschlossen, nicht darauf einzugehen und lediglich symbolische Unterst�tzung zu entsenden.� Ihr Blick wanderte zu Alleria hin�ber, und so etwas wie ein L�cheln huschte �ber ihr Gesicht. �Obwohl einige unserer Waldl�ufer freiwillig Hilfe geleistet haben. Aber meine Vorgesetzten haben ihren Fehler erkannt, als die Trolle und Orcs in unser Land eingedrungen sind. Wenn Quel�Thalas davor nicht sicher ist, was dann? Sie haben mich beauftragt, all unsere Krieger zu sammeln und mich euch anzuschlie�en, um euch nach Kr�ften zu unterst�tzen.� Sie verneigte sich. �Wir w�ren stolz, wenn wir uns der Allianz anschlie�en d�rften, Sir Turalyon. Und ich hoffe, unsere Taten werden unsere Versp�tung beim Eintritt aufwiegen.�</p><p>Turalyon nickte und w�nschte sich einmal mehr, Lothar w�re hier gewesen. Er h�tte gewusst, was zu tun war. Aber er war nicht da, und deshalb musste Turalyon das Beste daraus machen.</p><p>�Ich danke Euch und Eurem Volk�, sagte er Sylvanas schlie�lich. �Wir hei�en Euch willkommen in der Allianz. Gemeinsam werden wir die Horde von diesem Kontinent vertreiben, von Eurem Land und unserem, sodass wir danach in Frieden leben k�nnen.�</p><p>Alles, was er sonst noch sagen wollte, wurde von einem Schrei �ber ihnen und dem pl�tzlichen Flattern von Fl�geln unterbrochen. Turalyon duckte sich, ebenso wie Khadgar es tat, und Theron griff nach seinem Schwert.</p><p>Aber die herabschwebende Kreatur war kleiner als ein Drache, mit Federn bedeckt und einem Fell statt Schuppen.</p><p>�Tut mir leid, Kamerad�, sagte Kurdran Wildhammer, als er mit Sky�ree hinter ihnen landete. Die Pferde schnaubten und stampften mit den F��en. �Wir haben es versucht. Aber diese Drachen sind einfach zu gro� und m�chtig f�r uns paar Zwerge. Gebt uns etwas Zeit, und wir werden einen Weg finden, mit ihnen in den L�ften fertig zu werden. Doch im Moment haben sie die Oberhand.�</p><p>Turalyon nickte. �Ich danke Euch f�r Eure Anstrengungen�, sagte er dem Zwergenanf�hrer. �Und f�r Eure Hilfe davor. Sie hat vielen das Leben gerettet.� Er sah sich um, musterte der Reihe nach jeden: Khadgar, Alleria, Sylvanas, Lor�themar Theron und Kurdran Wildhammer. Alles gute Leute.</p><p>Pl�tzlich f�hlte er sich nicht mehr so allein. Mit ihnen an seiner Seite konnte er ihr Anf�hrer sein � zumindest bis Lothar zur�ckkam.</p><p>�Wir m�ssen unsere Leute hier rausbekommen�, sagte er nach einem Moment. �Sp�ter werden wir wiederkehren und Quel�Thalas von der Horde zur�ckerobern. Aber zuerst m�ssen wir uns neu formieren und abwarten. Ich vermute, die Horde wird hier nicht lange bleiben. Sie hat ein ganz anderes Ziel im Auge.�</p><p><emphasis>Nur welches</emphasis>?, fragte er sich. Sie hatten den Wald erobert und die Elfen aus ihrer Heimat vertrieben. Sie hatten den Nistgipfel angegriffen und Khaz Modan zerst�rt. Wo w�rden sie als n�chstes zuschlagen?</p><p>Er versuchte, wie ein Orc an die Frage heranzugehen. Wenn er sie w�re, wo w�rde er von hier aus hingehen? Was war die letzte gro�e Bedrohung?</p><p>Da fiel es ihm wie Schuppen von den Augen: Die gr��te Bedrohung war das Herz der Allianz. Der Ort, wo alles angefangen hatte.</p><p>Er schaute zu Khadgar, der nickte und offensichtlich auf dieselbe Idee gekommen war.</p><p>�Die Hauptstadt!�</p><p>Von Silbermond aus, das an der n�rdlichsten Ecke von Quel�Thalas lag, konnten die Orcs �ber die Berge direkt nach Lordaeron einmarschieren. Sie k�men nah am Lordamere-See vorbei. In der Stadt gab es nur noch wenige Verteidiger. K�nig Terenas hatte die meisten seiner M�nner mit der Allianz geschickt.</p><p>Gl�cklicherweise bedeutete der Marsch �ber die Berge, dass die Orcs zuerst durch Alterac mussten. Und obwohl Perenolde nicht das treueste Mitglied der Allianz war, w�rde er seine Streitkr�fte gewiss bei der drohenden Invasion seines eigenen Herrschaftsbereichs zusammenziehen.</p><p>Aber die Orcs konnten Alterac allein aufgrund ihrer zahlenm��igen �berlegenheit �berrennen. Und dann w�rde es ein Leichtes f�r sie sein, im Anschluss �ber die Hauptstadt herzufallen.</p><p>�Von Lordaeron aus k�nnten sie sich �ber den Rest des Kontinents ausbreiten�, f�hrte Alleria aus. �Und wenn sie dort Streitkr�fte positionieren, haben sie zwei Ausbreitungsrichtungen. Sie k�nnten das Land binnen weniger Wochen erobern.�</p><p>Turalyon nickte. �Jetzt wissen wir, was sie vorhaben�, sagte er und war sicher, dass sie Recht hatten. �Das bedeutet, dass wir einen Weg finden m�ssen, um sie aufzuhalten.� Er betrachtete die w�tenden Br�nde. �Aber nicht hier. Zieht Euch mit den M�nnern in die Berge zur�ck. Dort treffen wir uns und besprechen die Lage.�</p><p>Damit riss er sein Pferd herum und lie�, ohne sich noch einmal umzusehen, den Wald hinter sich. Zum einen vertraute er darauf, dass seine Offiziere seine Befehle geflissentlich ausf�hrten, und zum anderen wollte er die majest�tischen Berge, die hinter ihm in Flammen standen, auch nicht mehr anschauen.</p></section><section><title><p>15</p></title><p>�Los geht�s�, br�llte Doomhammer. �Schnappt euch eure Sachen, und dann <emphasis>Bewegung</emphasis>!� Er beobachtete die Krieger einen Moment lang, sah zu, wie seine H�uptlinge sie riefen, schoben und schubsten, damit sie sich in Bewegung setzten. Dann wandte er sich wieder an Gul�dan, der geduldig neben ihm wartete. �Was ist?�, wollte er wissen.</p><p>�Mein Clan und ich bleiben eine Zeit lang hier�, antwortete Gul�dan. �Ich habe mit dem Altar der St�rme Pl�ne, die der Horde auf ihrem Feldzug n�tzen werden.�</p><p>Doomhammer runzelte die Stirn. Er traute dem kleinen, h�sslichen Hexenmeister immer noch nicht. Aber er musste sich eingestehen, dass sich die zweik�pfigen Oger als extrem n�tzlich bei der Einnahme von Quel�Thalas erwiesen hatten. Zwar hatten diese verfluchten Zwerge auf ihren Greifen eingegriffen, was ihn mehrere der Kreaturen gekostet hatte, doch ohne die Oger h�tten sie nie die Linien der Allianz durchbrochen und sich danach nicht neu gruppieren k�nnen.</p><p>Schlie�lich nickte er. �Mach, was du willst. Aber halte dich nicht zu lange damit auf. Wir brauchen jeden Vorteil, wenn wir Lordaeron schnell erobern wollen.�</p><p>�Ich werde mich nicht versp�ten�, versicherte ihm Gul�dan. �Du hast Recht� Tempo ist alles.�</p><p>Sein Tonfall missfiel dem beunruhigten Doomhammer. Im gleichen Moment meldete sich jedoch Zuluhed, und der Hexenmeister r�ckte vor�bergehend <emphasis>aus Doomhammers</emphasis> Aufmerksamkeit. Interessiert lauschte er den neuesten Berichten �ber die verbliebenen Verteidiger des Waldes.</p><p>�Wir k�nnen ihre Verteidigungsanlagen nicht durchbrechen�, meinte der H�uptling des Dragonmaw-Clans. Er wirkte eher w�tend, als dass es ihm leid tat. �Selbst die Drachen k�nnen nichts ausrichten�, fuhr er fort und sch�ttelte den Kopf. �Ihr Feuer fegt �ber die Stadt, aber es kann sie nicht zerst�ren. Und die Klauen der Drachen scheitern an einer unsichtbaren Mauer.�</p><p>�Schuld daran ist dieser Sonnenbrunnen�, sagte Gul�dan. �Die elfische Quelle der Magie. Sie verleiht ihnen immense Macht.�</p><p>Dar�ber wusste der Hexenmeister nat�rlich Bescheid.</p><p>�Wie kann man den Brunnen zerst�ren, trockenlegen� oder wie k�nnen wir ihn f�r uns selbst nutzen?�, fragte Doomhammer.</p><p>Gul�dan sch�ttelte den Kopf. �Keine Ahnung. Ich habe es versucht. Ich kann seine Kraft zwar sp�ren � doch sie ist mir fremd, und ich kann sie nicht ber�hren.� Er kratzte sich seinen ungepflegten Bart. �Ich vermute aber, dass die Elfen sehr wohl etwas mit seiner Macht anfangen k�nnen, weil der Sonnenbrunnen an sie und das Land gebunden ist.�</p><p>�Kannst du die Alt�re dazu benutzen, die Verteidigung der Elfen zu brechen?�, fragte Doomhammers.</p><p>Gul�dan grinste erneut. �Das �berpr�fe ich derzeit�, antwortete er. �Ich wei� noch nicht, ob es funktioniert. Aber die Alt�re wurden aus den Runensteinen der Elfen geschaffen, die urspr�nglich vom Sonnenbrunnen mit Energie versorgt wurden. Vielleicht kann ich diese Verbindung in umgekehrter Richtung nutzen, um meine eigene Magie in ihre Energiequelle einflie�en zu lassen und sie auf diese Weise zu zerst�ren� oder den Elfen zu entrei�en.� Es bedurfte keiner weiteren Worte, um zu wissen, welcher Methode der Hexenmeister den Vorzug gab.</p><p>Doomhammer missfiel der Gedanke, dass Gul�dan �ber derart viel Macht verf�gen sollte. Doch das war immer noch besser, als diese Energie den merkw�rdigen Elfen zu �berlassen.</p><p>�Tu, was du kannst�, sagte er zu Gul�dan. �Aber eigentlich ist es zweitrangig, die Stadt einzunehmen. Wir kommen zwar nicht hinein, daf�r k�nnen die Elfen aber auch nicht hinaus.� Er wandte sich wieder an Zuluhed. �Das gilt auch f�r die Drachen. Doch die brauchen wir vorrangig, wenn die Allianz noch weitere Krieger in ihrer Hauptstadt hat. Wenn du die Barriere nicht in ein paar Tagen eingerissen hast, dann brich deine Bem�hungen ab und entsende deine Drachen zur Horde.�</p><p>Er blickte zu Gul�dan, der sich bereits au�er H�rweite befand. �Und stell� sicher, dass der Kerl und seine Hexenmeister dann auch tats�chlich mitkommen.�</p><p>Zuluhed grinste und versprach: �Ich werde ihn mitbringen � und wenn ich einem Drachen befehlen m�sste, ihn zu fressen und in seinem Bauch zu transportieren!�</p><p>Doomhammer nickte. Dann verlie� er den Anf�hrer des Dragonmaw-Clans, damit dieser seine Drachenreiter instruieren konnte. Er selbst musste sich darum k�mmern, dass seine Krieger abmarschbereit waren.</p><empty-line/><p>Es dauerte zwei Stunden, bis die Horde schlie�lich loszog. Gul�dan und Cho�gall beobachteten, wie eine Welle Orcs nach der anderen aus Quel�Thalas aufbrach. Sie trampelten �ber die verkohlten St�mpfe der B�ume, die den Flammen der Drachen zum Opfer gefallen waren. Ein Drittel des Waldes war niedergebrannt. �berall fanden sich Ru�, Asche und Bl�tter, die angesengt, aber nicht vollst�ndig verbrannt waren.</p><p>Die Krieger hatten hier gelagert. Sie f�hlten sich im Freien wohler als unter den �brig gebliebenen B�umen, auch wenn der Boden mit Resten von Rinde, Bl�ttern und N�ssen �bers�t war. Ru�wolken stoben durch die vielen dar�ber stapfenden F��e auf.</p><p>Doomhammer marschierte allen voran, und w�hrend er sich bewegte, schlug seine Waffe gegen R�cken und Beine. Er sah sich nicht um und war froh, dass sie in keinerlei Gefahr schwebten.</p><p>Gul�dan wartete, bis der letzte Orc seiner Sicht entschwunden war, dann wandte er sich an Cho�gall. �Sind wir bereit?�</p><p>Beide K�pfe des Anf�hrers des Schattenhammer-Clans grinsten. �Bereit�, antwortete er.</p><p>Gul�dan nickte. �Gut. Sag unseren Kriegern, dass wir sofort aufbrechen. Es ist ein langer Weg bis Southshore.� Er kratzte sich am Bart. �Zuluhed ist mit der Elfenstadt besch�ftigt und wird nicht merken, dass wir weg sind � bis es zu sp�t ist.�</p><p>�Was ist, wenn er seine Drachen hinter uns herschickt?�, fragte Cho�gall. Von seiner gewohnten Furchtlosigkeit war bei dem Gedanken, dass diese Kreaturen sie jagen w�rden, nur noch wenig zu sp�ren.</p><p>�Wird er nicht�, versicherte Gul�dan dem Oger. �Das wagt er nicht ohne Doomhammers Befehl. Dazu muss er zuerst einen Boten hinter dem Rest der Horde herschicken und dann auf die Antwort warten. Bis dahin sind wir au�er der Reichweite der Drachen. Doomhammer kann es sich zudem nicht leisten, einen Teil seiner Truppen hinter uns herzuschicken, wenn er die Stadt der Menschen erobern will.�</p><p>Er lachte. Seit Wochen hatte er nach einem Weg gesucht, um Doomhammer loszuwerden und endlich seine eigenen Pl�ne verfolgen zu k�nnen. Und nun hatte ihm der Kriegsh�uptling selbst die perfekte L�sung geliefert!</p><p>Er hatte fast erwartet, dass Doomhammer darauf bestehen w�rde, dass Gul�dan die Horde begleitete. Doch der Widerstand der Elfen hatte ihm die perfekte Entschuldigung geliefert, zur�ckzubleiben.</p><p>�Ich werde nach den Kriegern sehen�, versprach Cho�gall und entfernte sich. Bereits im Gehen bellte er die ersten Befehle.</p><p>Gul�dan nickte und k�mmerte sich um seine eigene Ausr�stung. Er freute sich auf den Marsch. Jeder Schritt w�rde ihn weiter von Doomhammer weg und seiner Bestimmung n�her bringen.</p><empty-line/><p>Doomhammer arbeitete sich den schmalen Pfad entlang, der in den Berggipfel geschlagen war. Er bewegte sich auf ein kleines Tal weit unter ihm zu. Es war Nacht, und der Rest der Horde schlief bereits.</p><p>Er aber musste etwas Dringendes erledigen. Er bewegte sich leise, seine Stiefel fanden guten Halt auf dem ausgetretenen Stein. Mit einer Hand hielt er seinen Hammer, damit er nicht gegen seinen R�cken schlug oder gegen die Steinwand prallte. Mit der anderen ertastete er den Weg. Der Halbmond spendete ausreichend Licht. Er konnte Insekten in der N�he summen h�ren. Ansonsten war es still in den Bergen.</p><p>Er hatte beinahe das Tal erreicht, als er pl�tzlich noch andere Ger�usche vernahm. Es klang, als w�rde etwas von Gr��e eines Orcs sie verursachen, indem es sich schwerf�llig an der gegen�berliegenden Seite des Tales vom dortigen Berghang her n�herte.</p><p>Doomhammer legte sich hin. Dabei benutzte er den Rand des Pfades als Deckung und zog den Hammer von seiner Schulter. Er blickte vorsichtig auf und wartete, bis das Ger�usch lauter wurde. Dann sah er, wie eine vermummte Gestalt das letzte Gef�lle �berwand und den Talboden betrat.</p><p>Eigentlich war es weniger ein Tal als eher eine Nische im Fels, vielleicht zehn Meter breit und acht tief. Die Felsen erhoben sich allseitig. Sie boten Schutz und Versteckm�glichkeiten. Wahrscheinlich hatte man die Stelle deshalb ausgesucht.</p><p>W�hrend Doomhammer regungslos zuschaute, lehnte sich die Gestalt gegen einen der Steine, keuchte und streckte sich dann. �Hallo?�, rief der vermummte Mann leise.</p><p>�Ich bin hier�, antwortete Doomhammer, straffte sich und trat zwischen den Felsen hervor. Der Fremde keuchte, als er sich n�herte. Doomhammer konnte erkennen, dass der Mann ein Langschwert trug, das fachm�nnisch gearbeitet und makellos war. Er wusste, dass der Fremde es nie benutzt hatte. Warum musste er es immer mit Feiglingen, Schw�chlingen und Intriganten zu tun haben? Warum nicht mit Kriegern, die viel direkter und geradeheraus waren? Jemand wie der Mann, der die Armee der Allianz bei Quel�Thalas angef�hrt hatte. Oder jener andere, der sie im H�gelland befehligte.</p><p>Diese beiden konnte er respektieren. Beide waren K�mpfer, die einem Ehrenkodex folgten, St�rke und Ehre respektierten. Aber solche M�nner w�rden auch niemals ein Treffen wie dieses vorschlagen.</p><p>�S-seid Ihr F�rst Doomhammer?�, stammelte der Mann und zuckte leicht vor ihm zur�ck. �Sprecht Ihr meine Sprache?�</p><p>�Ich bin Orgrim Doomhammer, Oberhaupt des Blackrock-Clans und Kriegsh�uptling der Horde, und ich spreche deine Sprache�, best�tigte Doomhammer. �Und du, Mensch? Hast du mir die Botschaft geschickt?�</p><p>�Ja�, antwortete der Mann und zupfte an seiner Kapuze, als wollte er daf�r Sorge tragen, dass sie immer noch sein Gesicht bedeckte. Es war ein feiner Stoff, wie Doomhammer sah, und elegant entlang des Saums verziert. �Ich dachte, es w�re das Beste, wenn wir uns treffen, bevor etwas� Unangenehmes passiert.� Er sprach so langsam, als h�tte er ein Kind vor sich.</p><p>�Sehr gut.� Doomhammer sah sich um, um herauszufinden, ob der Mensch Attent�ter mitgebracht hatte. Aber falls dem so war, konnte er sie weder riechen noch h�ren. Er musste das Risiko eingehen und annehmen, dass dieser Mensch tats�chlich allein gekommen war, wie er es in seiner merkw�rdigen Botschaft behauptet hatte.</p><p>�Ich hatte nicht erwartet, dass mich ein Mensch kontaktieren w�rde�, sagte Doomhammer leise und hockte sich hin, damit er den Mann leichter beobachten konnte. �Besonders auf diese Art und Weise. Kommuniziert ihr Menschen so? Durch abgerichtete V�gel?�</p><p>�Das ist eine unserer Methoden, ja�, antwortete der Mann. �Ich wusste, dass keiner meiner Leute nah genug an Euch herankommen w�rde, um Euch eine Botschaft zu �berbringen, und wusste nicht, wie ich Euch sonst erreichen sollte. Habt Ihr den Vogel get�tet?�</p><p>Doomhammer nickte und konnte ein Grinsen nicht unterdr�cken. Der Mann begann zu schwitzen. �Wir wussten nicht, dass er ein Bote war, bis wir das Pergament fanden, das an sein Bein gebunden war. Aber da war es schon zu sp�t. Ich hoffe, du wolltest ihn nicht zur�ck haben.�</p><p>Sein Gegen�ber winkte die Entschuldigung mit seiner schlanken, behandschuhten Hand ab. Sie zitterte dabei leicht, aber die Stimme klang ruhig und beherrscht. �Es war nur ein Vogel�, sagte er. �Ich bin viel mehr daran interessiert, eine gr��ere Zahl von bedauerlichen Todesf�llen zu verhindern.�</p><p>Doomhammer nickte. �Das stand in deiner Botschaft. Was willst du von mir?�</p><p>�Eine Zusicherung�, antwortete der Mann.</p><p>�Welcher Art?�</p><p>�Ich m�chte Euer Wort darauf als Krieger und Anf�hrer, dass Ihr Eure Krieger von uns fernhaltet�, sagte der Mann. �Kein T�ten, Pl�ndern, Schleifen oder Schlimmeres hier in den Bergen. Lasst unsere St�dte und D�rfer heil und unsere Leute unbehelligt.�</p><p>Doomhammer bedachte es und rieb �ber den Kopf seines Hammers. �Und was bekommen wir daf�r?�</p><p>Jetzt l�chelte der Mann. Ein kaltes L�cheln, das zwar Freundlichkeit vort�uschen sollte, aber nur intrigant wirkte. �Freien Durchzug�, antwortete er langsam und lie� die beiden Worte in der Nachtluft schweben.</p><p>�Ach?� Doomhammer neigte seinen Kopf und deutete dem Mann an, fortzufahren.</p><p>�Ihr und Eure Krieger wollt durch diese Berge, um in Lordaeron einzumarschieren�, f�hrte der Mann aus. �Diese Gipfel sind t�ckisch, und jemand, der sich hier auskennt, kann leicht eine gro�e �bermacht bek�mpfen. Eure Horde w�rde wahrscheinlich trotzdem gewinnen, aber nur mit schweren Verlusten. Und dann w�rt Ihr f�r Euren Kampf gegen Lordaeron geschw�cht.� Er l�chelte wieder und lehnte sich gegen den Stein, sichtlich zufrieden, wie sich die Situation entwickelte. �Ich kann sicherstellen, dass die Verteidiger dieser Region sich von Euch fernhalten�, bot er an. �Ich w�rde Euch sogar zeigen, welche Pfade Ihr nehmen solltet, um die Strecke schneller zu schaffen. Eure Horde kann schnell und sicher durch unsere Heimat gelangen.�</p><p>Doomhammer �berlegte. �Du willst den Weg f�r uns ebnen�, sagte er laut, �wenn wir dein Land unangetastet lassen?�</p><p>Der Mann nickte. �Exakt.�</p><p>Doomhammer stand auf und trat vor, bis er nur noch einen Schritt von dem Mann entfernt war. Aus der N�he konnte er vage die Gesichtsz�ge unter der Kapuze erkennen. Sie waren verschlagen und berechnend, trotz der offensichtlichen Gefahr. Der Mann erinnerte ihn ein wenig an Gul�dan, clever und stets auf seinen eigenen Vorteil bedacht, aber wahrscheinlich zu feige, um eine �berlegene Macht zu betr�gen.</p><p>�Sehr gut�, sagte er schlie�lich. �Ich stimme zu. Zeig mir den schnellsten Weg durch diese Berge, und ich werde meine Krieger hindurchf�hren, ohne anzuhalten, um zu pl�ndern. Wenn wir das besagte Gebiet erobern, genie�t du meinen Schutz in diesen Bergen. Du und die deinen sind dann in Sicherheit.�</p><p>�Ausgezeichnet.� Der vermummte Mann l�chelte und klatschte wie ein Kind in die H�nde. �Ich wusste, dass man vern�nftig mit Euch reden kann.� Er zog ein zusammengerolltes Pergament aus seinem G�rtel und reichte es Doomhammer. �Hier ist eine Karte dieser Region�, erkl�rte er. �Ich habe dieses Tal markiert, damit Ihr Euch leichter orientieren k�nnt.�</p><p>Doomhammer entrollte die Karte und studierte sie. �Ja, das ist leicht verst�ndlich�, sagte er einen Moment sp�ter.</p><p>�Gut.� Der Mann musterte ihn. �Ich gehe jetzt zur�ck zu meinen Leuten��, sagte er nach einer kurzen Pause.</p><p>Doomhammer nickte, antwortete aber nicht. Der Mann wartete noch einen Moment, dann wandte er sich ab und entfernte sich schnell. Er ging geduckt zwischen den Felsen und arbeitete sich vorsichtig den Weg die Klippe hinunter.</p><p>Doomhammer �berlegte, hinter ihm herzugehen. Ein einziger Schlag w�rde das Leben des Mannes ausl�schen, und er hatte die Karte ja schon. Aber das w�re unehrenhaft gewesen, und er missbilligte den Mangel an Ehre bei seinem Volk. Fr�her, auf Draenor, waren sie edel gewesen. Doch Gul�dans Verrat hatte alles ver�ndert. Sie waren nicht nur blutdurstig geworden, sondern es hatte sich einiges mehr zum Schlechten hin gewandelt.</p><p>Doomhammer war entschlossen, den Stolz und die Reinheit seines Volkes wiederherzustellen. Und das bedeutete, dass man einem strikten Kodex folgen musste. Der andere Mann hatte in gutem Glauben gehandelt, und Doomhammer w�rde dieses Vertrauen nicht verraten. Er w�rde dem Pfad folgen, den der Mann markiert hatte. Wenn er sich als schnell erwies und die Menschen sich ihnen tats�chlich nicht in den Weg stellten, w�rde er seine Seite des Abkommens einhalten.</p><p>Kopfsch�ttelnd rollte Doomhammer die Karte wieder zusammen und schob sie hinter seinen G�rtel. Dann ging er den Pfad, den er gekommen war, wieder zur�ck. Im Lager w�rde er seine Offiziere zusammenrufen und ihnen den schnellsten aller Wege erkl�ren.</p><empty-line/><p>�Ihr habt uns gerufen, Euer Majest�t?� General Hath, der Oberkommandierende von Alteracs Streitkr�ften stand an der halb ge�ffneten T�r zum Kartenraum. Perenolde erkannte hinter dem st�mmigen General die anderen Armeebefehlshaber.</p><p>�Ja, tretet ein�, sagte Perenolde und versuchte ruhig zu klingen. �Ich habe gerade neue Informationen �ber die Horde und ihre Bewegungen erhalten.�</p><p>Er sah, wie Hath und ein paar andere sich anblickten, aber sie sagten nichts, als sie ihm zur Teppichkarte folgten, die Alterac zeigte. St�dte und Forts waren aus silbernem Garn gewirkt, und goldene F�den symbolisierten das Schloss.</p><p>�Ich habe erfahren�, begann Perenolde, �dass die Horde tats�chlich hierher unterwegs ist.� Mehrere Offiziere schnappten nach Luft. �Sie will offensichtlich in Lordaeron einmarschieren und hat sich f�r den Weg durch die Berge entschieden, um die Hauptstadt von Norden her zu erreichen.�</p><p>�Wie weit sind sie noch entfernt� fragte Colonel Kavdan. �Aus wie vielen Kriegern besteht die Horde? Was f�r Waffen f�hren sie mit sich?�</p><p>Mehrere andere murmelten zustimmend.</p><p>Perenolde hob eine Hand, und die Offiziere verstummten. �Ich wei� nicht, wie weit entfernt die Orcs noch sind�, antwortete er. �Ich vermute einen Tagesmarsch, vielleicht zwei, aber auf keinen Fall mehr. Ich kenne die Anzahl der K�mpfer nicht, doch allen bisherigen Berichten zufolge bilden sie eine riesige Streitmacht.� Er l�chelte d�nn. �Das ist allerdings nicht l�nger von Bedeutung f�r uns.�</p><p>General Hath richtete sich auf. �Nicht von Bedeutung f�r uns, Euer Majest�t?�, fragte er aufgebracht. Sein Atem lie� seinen dicken grauen Schnurrbart flattern. �Aber wir sind Teil der Allianz und haben uns verpflichtet, die Horde gemeinsam zu bek�mpfen.�</p><p>�Die Situation hat sich ver�ndert�, informierte ihn Perenolde, der sp�rte, dass sein Schwei�ausbruch den Offizieren nicht entging. �Ich habe unsere M�glichkeiten neu bewertet und entschieden, dass wir uns in diesem Konflikt neu ausrichten m�ssen. Alterac ist mit sofortiger Wirkung nicht l�nger mehr Bestandteil der Allianz.� Er atmete tief durch. �Glaubt mir, so sind wir weitaus besser dran.�</p><p>Alle Offiziere blickten �berrascht. �Wie meint Ihr das, Euer Majest�t?�, fragte Kavdan.</p><p>�Ich habe einen Nichtangriffspakt mit der Horde geschlossen�, erwiderte Perenolde. �Wir hindern die Orcs nicht daran, durch unsere Berge zu ziehen, und daf�r lassen sie Alterac in Ruhe.�</p><p>Seine Offiziere wirkten betroffen, ein paar sogar w�tend.</p><p>�Ihr lasst uns mit den Orcs konspirieren, Euer Majest�t?�, fragte Hath emp�rt.</p><p>�Ja, das tue ich!�, schnappte Perenolde und verlor die Fassung. �Ich will doch nur, dass wir �berleben!� Zorn und Panik erfassten ihn. �Wisst ihr �berhaupt, mit wem wir es da zu tun bekommen? Mit der Horde, der <emphasis>ganzen</emphasis> Horde! Sie wird durch diese Berge ziehen! Durch unsere Heimat. Hat irgendjemand eine Ahnung, viele das sind? Tausende! Zehntausende!�</p><p>Hath nickte widerwillig, so wie ein paar andere auch. Sie hatten dieselben Berichte gelesen wie er.</p><p>�Und kennt jemand diese Orcs? <emphasis>Ich</emphasis> habe einen gesehen, nicht weiter von mir entfernt, als ihr es jetzt seid. Die sind riesig! Fast so gro� wie Trolle und doppelt so breit! Starke Muskeln, dazu Hauer und Rei�z�hne. Jener Orc trug einen Hammer, den drei Mann gemeinsam nicht heben k�nnten. Und er wirbelte damit herum, als w�re er ein Kinderspielzeug! Niemand kann <emphasis>dagegen</emphasis> bestehen. Sie t�ten uns alle, versteht Ihr denn nicht? Die Orcs haben bereits Stormwind zerst�rt, und Alterac w�re als n�chstes dran.�</p><p>�Aber die Allianz��, begann Hath noch einmal, ehe er unterbrochen wurde.</p><p>Perenolde lachte bitter. �Was ist mit der Allianz?�, wollte er wissen. �Wo ist sie denn gerade? Nicht hier jedenfalls, soviel kann ich Euch sagen! Wir haben die Allianz gebildet, um unsere K�nigreiche zu besch�tzen, gegen genau diese Art von Angriff. Und hier sind wir nun mit der Horde im Nacken, und wo, bitte sch�n, ist die tolle Allianz? Sie l�sst uns im Stich. Seht Ihr das denn nicht?� Er merkte, dass seine Stimme fast hysterisch wurde, und gab sich M�he, wieder normal zu klingen. �Jetzt muss jedes K�nigreich f�r sich selbst sorgen�, sagte er, so ruhig er konnte. �Ich muss zuerst an Alterac denken. Die anderen K�nige w�rden dasselbe tun.�</p><p>�Ja, aber diese animalischen��, setzte Trand, ein anderer Offizier, an.</p><p>�Diese Kreaturen sind monstr�s und t�dlich, ja�, schnitt ihm Perenolde das Wort ab. �Aber sie sind Argumenten der Vernunft durchaus zug�nglich. Ich habe mich mit ihrem Anf�hrer getroffen. Er redete unsere Sprache. Er h�rte zu und versprach, uns in Frieden zu lassen, wenn wir seinen Durchmarsch nicht behindern.�</p><p>�K�nnen wir� k�nnen wir ihm denn vertrauen?�, wollte ein junger Offizier namens Verand wissen.</p><p>Perenolde seufzte, als er sah, dass auch ein paar andere nickten. Und wenn seine Offiziere solche Fragen stellten, dann hatten sie insgeheim bereits akzeptiert, dass ein solch ungew�hnliches Abkommen n�tig sein k�nnte. Jetzt sorgten sie sich nur noch darum, ob dieses angestrebte B�ndnis auch halten w�rde.</p><p>�Wir haben keine andere Chance�, erwiderte er langsam. �Sie k�nnen uns jederzeit zerquetschen. Wenn die Orcs uns hintergehen, sind wir erledigt. Aber wenn sie sich an ihr Wort halten, und ich denke das werden sie, wird Alterac �berleben. Ganz egal, um welchen Preis.�</p><p>�Ich mag diesen Plan immer noch nicht�, antwortete Hath stur. �Wir haben den anderen Nationen unser Wort gegeben.�</p><p>Trotz dieser Worte merkte Perenolde, dass der General die Situation �berdachte und sehr wohl erkannte, dass in einem Stillhalteabkommen tats�chlich ihre einzige Hoffnung auf ein �berleben liegen mochte.</p><p>�Ihr m�sst es nicht m�gen�, antwortete Perenolde deshalb scharf. �Ihr m�sst nur gehorchen. Ich bin der K�nig, und ich treffe die Entscheidungen. Ihr habt mir Treue geschworen, und Ihr werdet diesen Schwur nicht brechen.�</p><p>Er wusste, dass er innere �berzeugung nicht befehlen konnte. Aber er hoffte darauf, dass sie ihm zumindest solange folgen w�rden, bis die unmittelbare Gefahr vor�ber war.</p><p>Hath musterte ihn einen Moment lang. �Wie Ihr w�nscht, Euer Majest�t�, sagte er schlie�lich. �Ich werde gehorchen.�</p><p>Die anderen nickten.</p><p>Perenolde l�chelte. �Gut. Und was die Allianz angeht, werde ich alle sich daraus ergebenden Konsequenzen pers�nlich tragen.� Er wandte sich erneut der Karte zu. �Nun denn, die Horde wird hier, hier und hier entlang ziehen.� Er zeigte auf die s�dlichen P�sse. Dabei �rgerte er sich, dass seine Hand leicht zitterte. �Wir werden diese P�sse ungesichert lassen, und die Horde wird weiterziehen. Wir werden nicht mit einem einzigen Orc zusammensto�en.�</p><p>Hath studierte die �rtlichkeiten. �Offensichtlich wollen die Orcs Lordaeron von Norden her angreifen�, sagte er und zog eine Linie vom Kartenrand bis zu der Stelle, wo die Stadt l�ge, w�re sie auf der Karte eingezeichnet gewesen. �Ich w�rde nicht von dort kommen, aber ich verf�ge auch nicht �ber die �bermacht der Orcs � oder ihre Arroganz.� Er wandte sich Perenolde zu und stellte k�hl fest: �Es k�nnte sein, dass die M�nner da nicht mitmachen, Euer Majest�t. Sie k�nnten glauben, sie w�rden damit ihren Eid brechen oder Schlimmeres.� Sein Tonfall lie� keinerlei Zweifel daran, dass er, was das anging, einer Meinung mit ihnen war. �Wenn sie revoltieren, k�nnen wir sie nicht davon abhalten.�</p><p>Perenolde �berlegte kurz. �Sehr gut�, sagte er schlie�lich.</p><p>�Dann sagt den M�nnern, dass die Horde die drei n�rdlichen P�sse nehmen wird. Wenn sie wissen wollen, woher Ihr die Informationen habt, erkl�rt Ihnen, unsere Kundschafter und Spione h�tten sie unter Einsatz ihres Lebens erhalten.� Er nickte, stolz auf seine Schl�ue. �Das sollte jedermann im Zaume halten.�</p><p>Hath nickte br�skiert. �Ich werde unsere M�nner sofort dort stationieren, Euer Majest�t�, versprach er.</p><p>�Das ist sch�n.� Perenolde schenkte dem General das w�rmste L�cheln, dass er zustande brachte, um ihm zu zeigen, dass alles vergeben und vergessen war. �Nun sollten wir das Erforderliche in die Wege leiten. Wir wollen doch nicht riskieren, dass die Orcs bereits eintreffen, w�hrend unsere Truppen noch unterwegs sind.�</p><p>Die Offiziere salutierten und verlie�en den Kartenraum � alle au�er Hath.</p><p>�Was ist noch, General?�, fragte Perenolde. Die M�digkeit in seiner Stimme musste er nicht vort�uschen.</p><p>�Ein Bote ist eingetroffen�, antwortete der General. �Von der Allianz. Er kam, als ihr� schlieft.� Haths Blick heftete sich kurz an den Umhang, der auf einem Stuhl in der Ecke lag. Sein Blick sagte deutlich, dass er von Perenoldes Ausflug wusste. �Er wartet drau�en.�</p><p>�Dann lasst ihn sofort ein�, antwortete Perenolde, der zum Stuhl ging und den Umhang ergriff und �berstreifte. �Habt Ihr schon mit ihm gesprochen?�</p><p>�Ich wei� nur, wer ihn geschickt hat�, versicherte ihm Hath, �und dachte, dass Ihr seine Nachricht so schnell wie m�glich h�ren wollt.� Der General war fast schon an der T�r des Kartenraums, als er das sagte. Einen Atemzug sp�ter winkte er denjenigen herein, der drau�en wartete.</p><p>Ein junger Mann in verschmutzter Lederkleidung erschien und schaute nerv�s zu Boden.</p><p>�Euer Majest�t�, sagte der junge Mann, sah kurz auf� und dann wieder weg. �Ich �berbringe Euch Gr��e und eine Nachricht von F�rst Anduin Lothar, dem Anf�hrer der Allianz.�</p><p>Perenolde nickte und durchquerte den Raum, bis er neben dem jungen Mann stand. �Danke, General, das w�re dann alles f�r den Augenblick�, sagte er an Hath gewandt, der gehorsam den Raum verlie� und die T�r hinter sich schloss. �Nun, junger Mann�, wandte Perenolde sich wieder dem Boten zu, �was f�r eine Botschaft habt Ihr denn f�r mich?�</p><p>�F�rst Lothar m�chte, dass Ihr Eure Truppen nach Lordaeron f�hrt�, antwortete der junge Mann nerv�s. �Die Horde wird wahrscheinlich die dortige Stadt angreifen, und Eure Streitkr�fte werden f�r die Verteidigung ben�tigt.�</p><p>�Ich verstehe�, nickte Perenolde und rieb sich das Kinn. Er legte einen Arm um die Schulter des Boten. �Und erwartet er, dass Ihr ihm nach Eurer R�ckkehr Bericht erstattet?�, fragte er.</p><p>Der Bote nickte.</p><p>�Ich verstehe�, sagte Perenolde wieder. �Es ist eine Schande.� Er wandte sich dem jungen Mann zu, sein Arm hielt ihn fest. Ruckartig zog er ihn sodann zu sich heran� und stach mit einem Dolch zu, den er inzwischen in der anderen Hand hielt. Die Klinge glitt zwischen die Rippen und drang in das Herz des jungen Mannes ein. Er zuckte, und Blut quoll aus seinem Mund. Dann brach er zusammen. Perenolde fing ihn auf, bevor er den Boden erreichte.</p><p>�Es w�re mir lieber gewesen, wenn die Botschaft schriftlich �bersandt worden w�re�, sagte Perenolde sanft zu dem Toten, w�hrend er seinen Dolch an dem Leichnam abwischte und dann in die Falte seines Gewandes zur�cksteckte. Er schleifte den K�rper quer durch den Raum bis zum M�llschacht in der Ecke und warf ihn dort hinein. Er h�rte die dumpfen Laute, mit denen der Tote auf dem Weg nach unten gegen die W�nde schlug. Dann legte er den blutbespritzten Umhang ab und warf ihn hinterher.</p><p>Eine Schande, er hatte die Verzierungen daran sehr gemocht.</p><p>Nachdem er eine Minute gewartet hatte, schloss Perenolde das Tuch �ber dem M�llschacht und begab sich zur�ck in die Mitte des Raumes. Falls Hath noch drau�en wartete, w�rde er ihm sagen, dass der Bote so eilig wieder wegmusste, dass er ihm erlaubt hatte, seinen Privatausgang zu nehmen. Ansonsten w�rde er den General beim n�chsten Wiedersehen nur dar�ber informieren, dass der junge Mann zur Allianz zur�ckgekehrt sei. Und wenn er nach dem Inhalt der Botschaft gefragt wurde, w�rde er ausweichend antworten.</p><p>Perenolde l�chelte, wusste er doch, dass kein Orc ihre Verteidigung durchbrechen w�rde. Solange aus der Verteidigung kein Angriff wurde�</p><empty-line/><p>Bradok zerrte an den Z�geln � aber nicht aus Furcht. Die hatte er bereits hinter sich gelassen, als sein Drache abgehoben und ihn hoch in die L�fte getragen hatte.</p><p>Es war unglaublich gewesen, durch die Wolken zu sto�en. Bradok, der bis dahin ein zwar pflichtbewusster, aber auch immer unzufriedener Krieger gewesen war, hatte pl�tzlich wahres Gl�ck entdeckt.</p><p>Er war dazu bestimmt, durch den Himmel zu segeln. Sein gro�er roter Drache schlug mit den Fl�geln, und der Wind fuhr ihm durchs Haar. Er erinnerte sich an die Erregung, als er das erste Mal sah, wie die Flammen aus dem Maul des Drachens gezischt waren. Er hatte miterlebt, wie die B�ume zerplatzten, als sie von der pl�tzlichen Hitze ber�hrt wurden.</p><p>Bradok schaute nach unten. Er sah einen silbernen Streifen in all dem Gr�n und Braun dieser �ppigen Welt. Das war das Meer, das sie �berquert hatten, nachdem sie jenes andere K�nigreich gebrandschatzt hatten.</p><p>Er trat dem Drachen mit seinen Abs�tzen in die Flanken und dr�ngte ihn, niedriger zu fliegen. Der Drache gehorchte, faltete seine Schwingen zusammen und schoss in einem berauschenden Sturzflug hinab.</p><p>Die See wurde immer gr��er und erstreckte sich jetzt bis zum Horizont. Dort, wo das Meer auf das K�stenufer traf, konnte er dunkle Umrisse erkennen. Das mussten die Schiffe sein, die die Horde benutzt hatte, um von dem anderen Kontinent zu diesem zu gelangen.</p><p>Bradok hasste Schiffe. Generell hatte er nicht viel f�r Wasser �brig. Die Luft hingegen war etwas Wunderbares.</p><p>Er man�vrierte seinen Drachen aus dem fast freien Fall und �berflog die Schiffe. Er sah die armen Orcs auf den B�nken sitzen und an den langen Rudern schuften, die das Boot bewegten. Ein Oger stand zentral auf jedem Schiff und gab den Takt mit einer gro�en Trommel vor. Die Orcs handelten danach, ihre steten Ruderschl�ge lie�en die dunklen Schiffe durchs Wasser gleiten.</p><p>Bradok machte eine Pause und lie� seinen Drachen eine Kurve f�r einen erneuten �berflug nehmen. Ja, er hatte beim ersten Mal richtig gesehen. Die Schiffe verlie�en die K�ste und fuhren hinaus.</p><p>Aber sie sollten doch eigentlich hier ausharren, falls die Horde sie erneut brauchte. Warum fuhren sie dennoch davon?</p><p>Bradok sah sich um und ersp�hte eine vertraute Gestalt auf dem f�hrenden Boot. Es war Gul�dan, der Hexenmeister. Fr�her hatte Bradok ihn gef�rchtet, doch das war jetzt vorbei. Jetzt war er ein Drachenreiter. Wovor sollte er noch Angst haben?</p><p>Er lenkte seinen Drachen zum f�hrenden Schiff. Gul�dan wandte sich ihm zu, als er ihn bemerkte.</p><p>�Warum nimmst du die Boote?�, rief Bradok und winkte mit seinem freien Arm, w�hrend sein Drache sich der Geschwindigkeit des Schiffes anpasste.</p><p>Der Hexenmeister blickte irritiert und hielt in seiner Verwirrung beide H�nde hoch.</p><p>Bradok steuerte seinen Drachen n�her heran. �Du musst wenden! Die Horde ist in Lordaeron, nicht jenseits des Meeres!�, rief er noch einmal.</p><p>Gul�dan machte ihm durch Gesten begreiflich, dass er ihn nicht verstand. Daraufhin steuerte Bradok seinen Drachen fast bis zur Spitze des Bootes und war damit keine f�nf Schritte mehr von dem Hexenmeister entfernt. �Ich sagte -�</p><p>Pl�tzlich schossen Gul�dans H�nde vor, und ein gr�ner Strahl traf Bradok mitten in die Brust. Er sp�rte einen starken Schmerz und merkte, dass sich seine Lunge zusammenzog und sein Herz raste. Dann schnappte er nach Luft, als beide Organe gleichzeitig ihre Funktion einstellten.</p><p>Die Welt wurde dunkel. Bradok kippte aus dem Sattel und st�rzte knapp neben dem Schiff in die Wellen. Sein letzter Gedanke war, dass er immerhin einmal hatte fliegen d�rfen.</p><empty-line/><p>Gul�dan lachte h�hnisch, als er den K�rper des Drachenreiters im Wasser verschwinden sah. Er hatte diesen Narren n�her heranlocken m�ssen, damit er seine Magie zur Entfaltung bringen konnte. Au�erdem musste er schnell genug handeln, damit der Kerl sich nicht mehr zur Wehr setzen konnte.</p><p>Er war auch besorgt, wie der Drache reagieren w�rde, nachdem sein Reiter umgekommen war, und beobachtete misstrauisch, wie die rote Bestie aufstieg, ihren Kopf zur�ckwarf und einen wilden Schrei ausstie�.</p><p>Doch dann schlug sie mit den Fl�geln und schoss in den Himmel davon. Gul�dan schaute dem Drachen lange genug nach, um sicher gehen zu k�nnen, dass er nicht wendete und einen neuen Angriff startete.</p><p>Schlie�lich wandte er den Blick ab und betrachtete den Bug des Schiffes. So entging ihm die zweite Gestalt, die hoch �ber ihm kreiste.</p><p>Torgus war mit Bradok um die Wette geflogen, bevor sein Freund die Schiffe ersp�ht hatte. Torgus hatte alles beobachtet. Jetzt wendete er seinen Drachen und jagte zur�ck nach Quel�Thalas.</p><p>Zuluhed w�rde wissen wollen, was passiert war, und Torgus vermutete, dass er von ihm ausgeschickt werden w�rde, um dem Rest der Horde und vielleicht sogar Doomhammer pers�nlich dar�ber zu berichten.</p><empty-line/><p>Die P�sse waren v�llig verlassen, und Doomhammer f�hrte seine Krieger in schnellem Lauf hindurch. Er hatte gehofft, dass der vermummte Fremde sein Wort halten w�rde und war froh, dass seine Annahme sich bewahrheitete. Aber der Weg war immer noch gef�hrlich. Bei solch engen Pfaden zwischen Felsh�ngen brauchte man nur eine Handvoll Krieger, um sie zu versperren. Und wenn sich erst ein paar Leichen auft�rmten, wurde jeder Durchgang unm�glich.</p><p>Deshalb trieb er seine Truppen immer weiter. Er w�rde froh sein, wenn sie die kalte Bergregion hinter sich gebracht hatten.</p><p>Es dauerte zwei volle Tage, die schneebedeckten Berge zu �berqueren und in die T�ler auf der anderen Seite zu gelangen. W�hrend dieser Zeit sahen die Orcs keinen einzigen Menschen. Einige der Krieger beklagten sich sogar dar�ber, dass sie keine Gelegenheit bekamen, irgendjemanden w�hrend ihrer Reise zu t�ten. Aber ihre H�uptlinge versicherten ihnen, dass sie ihre Chance noch erhalten w�rden.</p><p>Am zweiten Tag st�rmten die ersten Reihen der Horde die Berge hinab. Wie stets f�hrte Doomhammer sie an. Irgendwann blieb er stehen, um die Szenerie vor sich zu genie�en.</p><p>Jenseits der H�gel erstreckte sich ein riesiger See. Sein Wasser glitzerte silbern im fr�hen Morgenlicht. Auf der anderen Seite erhoben sich weitere Berge, die in einem leichten Winkel von Nord nach S�d verliefen.</p><p>Die Berge, die die Orcs gerade �berquert hatten, waren �hnlich gewesen, nur dass sie sich nach Osten hin bogen. Diese neuen Gipfel neigten sich gen Westen, und zusammen bildeten die beiden Bergketten ein riesiges V mit dem See in seinem Zentrum. Auf der n�rdlichen Seite lag eine majest�tische befestigte Stadt.</p><p>�Die Hauptstadt.� Doomhammer betrachtete sie eine Weile. Dann hob er seinen Hammer mit beiden H�nden hoch �ber sich und br�llte einen Kriegsruf.</p><p>Die K�mpfer der Horde nahmen diesen Ruf auf, und bald schon hallte von den H�geln ringsum ihre Wut, ihre Freude und ihr Blutdurst wider.</p><p>Doomhammer lachte. Die Stadt sollte ruhig wissen, dass er und seine Leute hier waren. Nach diesem Gebr�ll w�rden ihre Bewohner erzittern. Und die Horde w�rde �ber sie gekommen sein, noch ehe sie sich davon wieder erholt hatten.</p><p>�Auf zur Stadt!�, rief Doomhammer und hob seinen Hammer erneut. �Wir werden sie zerst�ren � und damit das Herz des Widerstands! Vorw�rts, Krieger. Lasst uns den Kampf zu ihnen tragen, noch w�hrend ihnen unser Kriegsruf in den Ohren schallt!�</p><p>Doomhammer st�rmte die H�nge hinab. Und dabei behielt er die schwer befestigte Stadt unabl�ssig im Blick.</p></section><section><title><p>16</p></title><p>�Sire! Sire, die Orcs greifen an!�</p><p>K�nig Terenas blickte erschreckt auf, als Morev, der Kommandant der Wache, in den Thronsaal st�rzte. �Was?� Er erhob sich, ignorierte die panischen Ausrufe der Adligen und Gemeinen, die um Audienz ersuchten, und winkte den Kommandanten zu sich. �Die Orcs? Hier?�</p><p>�Ja, Sire�, antwortete der Mann. Morev war ein erfahrener Veteran. Ein Krieger, den Terenas seit seiner fr�hesten Jugend kannte. Es war schockierend, ihn bleich und vor Angst schlotternd zu sehen. �Die Orcs m�ssen �ber die Berge gekommen sein � sie marschieren in diesem Moment auf der anderen Seite des Sees herbei.�</p><p>Terenas eilte an dem Kommandanten vorbei und lief aus dem Thronsaal. Schnell durchquerte er die Halle und stieg eine kleine Treppenflucht hinauf zum n�chstliegenden Balkon, der sich im Malzimmer seiner Gattin befand. Lianne hielt sich dort mit ihrer Tochter Calaia und ihren Hofdamen auf. Sie schauten �berrascht auf, als er an ihnen vorbei eilte, Morev im Gefolge.</p><p>Terenas riss die Fenster auf, trat auf den Balkon� und blieb wie gebannt stehen. Normalerweise hatte man von hier aus einen atemberaubenden Blick auf die Berge und den See. Das war auch heute so. Aber der gr�ne Streifen, der normalerweise zwischen Wasser und Bergen lag, war nun schwarz vor Orcs.</p><p>Der K�nig sah, wie sie sich bewegten. Die Horde war wahrhaftig eingetroffen.</p><p>�Wie konnte das passieren?�, wollte er von Morev wissen, der ebenfalls herausgetreten war und sich das Spektakel offenen Mundes ansah. �Die Horde ist offensichtlich �ber Alterac gekommen � warum hat Perenolde sie nicht aufgehalten?�</p><p>�Sie m�ssen ihn ausgeschaltet haben, Sire�, antwortete Morev. Seine Meinung von Alteracs K�nig und Soldaten war nicht sonderlich hoch. �Die Bergp�sse sind schmal, und ein f�higer Trupp k�nnte die Horde aufhalten � aber nicht, wenn sie den Befehlen eines Narren gehorchen m�ssen.�</p><p>Terenas runzelte die Stirn und sch�ttelte den Kopf. Er teilte Morevs Ansichten, er hatte Perenolde nie ausstehen k�nnen. Der Herrscher von Alterac war selbsts�chtig und durchtrieben. Aber Hath, Perenoldes General, war ein f�higer Kommandeur und hervorragender Krieger. Er war in der Lage, eine solide Verteidigung aufzubauen. Wenn Perenolde ihm dies jedoch <emphasis>verbot</emphasis>, w�rde Hath gehorchen.</p><p>�Schickt einen Boten nach Alterac�, sagte er schlie�lich. �Und einen zur Armee der Allianz. Lasst sie wissen, wie es um uns steht. Wir werden sp�ter herausfinden, was passiert ist�, befahl Terenas, verschwieg aber wohlweislich, dass seine Entscheidung ihr �berleben voraussetzte. �Wir haben jetzt Wichtigeres zu erledigen. Zieht die Wachen zusammen, schlagt Alarm und holt jedermann hinter die Tore.� Er sp�hte erneut �ber den See, wo sich die finstere Orc-Horde bereits l�ngs des Wassers am Strand entlangzog.</p><p>Nein, viel Zeit blieb ihnen wahrlich nicht mehr.</p><empty-line/><p>Brieftauben wurden zu den anderen Anf�hrern der Allianz und zur letzten bekannten Position der Armee im Zwergenk�nigreich entsandt. Eine dieser Tauben flog geradewegs nach Stromgarde, und ihre Botschaft wurde sofort zu Thoras Trollbane gebracht, dem b�rbei�igen Herrscher.</p><p>�Was?�, rief er, als er die Botschaft gelesen hatte. Er trank Bier aus einem schweren h�lzernen Krug und warf diesen jetzt an die gegen�berliegende Wand, wo er zerbrach. Bierreste und Holzsplitter blieben an der Wand zur�ck. �Dieser Dummkopf! Warum hat er die Bande denn durchgelassen?�</p><p>Trollbane mochte Perenolde nicht. Nicht nur, weil sie als Nachbarn des �fteren Grenzstreitigkeiten hatten, sondern weil er ihn ganz pers�nlich nicht ausstehen konnte. Er war ihm viel zu �lig und zu glatt.</p><p>Aber selbst ein arroganter, eitler Schn�sel wie Perenolde h�tte die einmarschierende Armee aufhalten k�nnen! Vielleicht w�re der Vormarsch nicht vollst�ndig zum Erliegen gekommen, wenn die Horde wirklich so zahlreich war, wie Lothar behauptete und wie ein Bericht es best�tigt hatte. Die Orcs konnten sich ihren Weg wahrscheinlich freik�mpfen. Aber Alterac h�tte sie zumindest deutlich bremsen und schweren Schaden unter ihnen anrichten m�ssen. Au�erdem h�tten sie Lordaeron rechtzeitig warnen k�nnen�</p><p>Jetzt aber war es zu sp�t. Die Orcs befanden sich bereits am See. Terenas konnte nicht viel mehr tun als die Tore schlie�en und darauf hoffen, den ersten Ansturm zu �berstehen.</p><p>Trollbane stand auf. Er ging auf und ab, die Botschaft hielt er immer noch in seinen H�nden. Er wollte seinem Freund zu Hilfe eilen, war sich aber nicht sicher, ob das wirklich die bestm�gliche Reaktion war. Terenas war ein ausgezeichneter Stratege, und seine Krieger geh�rten zu den besten des Landes. Seine Tore und Mauern waren stark und dick.</p><p>Trollbane war fest davon �berzeugt, dass Lordaeron der ersten Angriffswelle standhalten konnte. Allerdings drohte die Gefahr, dass die Horde die Hauptstadt einfach �berrennen w�rde.</p><p>�Verdammter Bastard!� Trollbane schlug mit seiner Faust gegen die Lehne seines schweren Stuhls. �Perenolde h�tte sie aufhalten m�ssen! Er h�tte uns zumindest warnen m�ssen! Nicht einmal er kann so inkompetent sein��</p><p>Pl�tzlich kam ihm ein Verdacht. Perenolde war nie ein gro�er Verfechter der Allianz gewesen. Er und Graymane waren die Einzigen gewesen, die gegen den Bund gewesen waren, wie Trollbane sich erinnerte. Er dachte an das Treffen in der Hauptstadt zur�ck, mit Lothar, Terenas und den anderen.</p><p>Graymane war zwar auch dagegen gewesen, aber wohl haupts�chlich, weil er damit prahlte, Gilneas w�rde jedermann umbringen, der dumm genug war, dort einzumarschieren.</p><p>Perenolde dagegen mochte keine K�mpfe. Trollbane hatte seinen Nachbarn immer f�r einen Feigling und Tyrannen gehalten. Perenolde war nur zum Kampf bereit, wenn er sicher wusste, dass er den Sieg davontrug. Doch er ging nie ein Risiko ein. Au�erdem hatte Perenolde Verhandlungen vorgeschlagen.</p><p>�Dieser Narr! Dieser verr�terische kleine Bastard!� Trollbane trat so fest gegen seinen Stuhl, dass dieser �ber den Steinboden rutschte.</p><p>Er hatte es getan � oder; nicht? Er hatte mit der Horde verhandelt!</p><p>Trollbane wusste, dass er Recht hatte. Perenolde interessierten andere nicht. Ihm ging es immer nur um sich selbst. Er w�rde jederzeit einen Handel mit den D�monen eingehen, wenn es ihm und seinem Land einen Nutzen brachte.</p><p>Es passte alles zusammen. So war die Horde durch die Berge gelangt, ohne Alarm auszul�sen. Und das war auch der Grund, warum Perenolde nicht geantwortet und niemanden gewarnt hatte. Er hatte sie unbehelligt passieren lassen. Wahrscheinlich im Austausch gegen Privilegien nach dem Krieg.</p><p>�Waaah!� W�tend riss Trollbane seine Axt aus der Halterung und trieb die Klinge in den Tisch vor sich. Er zerschmetterte ihn mit einem einzigen Hieb. �Ich werde ihn t�ten�, br�llte er.</p><p>Seine Krieger und Adeligen zuckten zusammen, und Trollbane erinnerte sich daran, dass er nicht allein war. Und dass seine pers�nliche Rache warten musste. Der Krieg hatte Vorrang.</p><p>�Sammelt die Truppen� instruierte er seine aufgeschreckten Wachen. �Wir ziehen nach Alterac.�</p><p>�Aber Sire�, antwortete der Hauptmann der Wache, �wir haben bereits die H�lfte unserer Truppen mit der Armee der Allianz ausgeschickt!�</p><p>Trollbane runzelte die Stirn. �Gut, daran kann man nichts �ndern. Nehmt jeden, den Ihr finden k�nnt.�</p><p>�Kommen wir Alterac zu Hilfe, Sire?�, fragte einer der Adeligen.</p><p>�Gewisserma�en�, antwortete Trollbane, der seine Axt wieder zur�cksteckte und den Mann angrinste. �Gewisserma�en.�</p><empty-line/><p>Anduin Lothar hob sein Visier und blickte sich um. Mit dem Handr�cken wischte er sich Dreck und Schwei� aus den Augen, w�hrend er sein Schwert �ber den K�rper eines gefallenen Orcs zog und so die Klinge vom Blut reinigte.</p><p>�War das der Letzte?�, fragte einer der Soldaten.</p><p>�Ich wei� es nicht�, antwortete Lothar ehrlich und beobachtete die B�ume. �Ich hoffe es mal, aber ich w�rde mich nicht darauf verlassen.�</p><p>�Wie viele davon sind denn hier?�, wollte ein anderer Soldat wissen. Er zog seine Axt aus dem Orc zu seinen F��en.</p><p>Die kleine Lichtung war �bers�t mit Leichen, und nicht alle waren Orcs. Es war eine h�ssliche kleine Schlacht gewesen, und die �ste hingen zu niedrig. Die Wildhammerzwerge konnten deshalb ihre Greifen nicht einsetzen. Deshalb hatten Lothar und seine M�nner sich darum k�mmern m�ssen. Sie hatten gewonnen, doch nur weil diese kleine Gruppe Orcs sich weit vom Hauptverband entfernt hatte.</p><p>�Zu viele�, antwortete Lothar und grinste seine M�nner geistesabwesend an. Dann fing er sich. �Aber zumindest sind es jetzt ein paar weniger, was?�</p><p>Sie lachten zur�ck. Lothar war stolz. Einige dieser M�nner stammten aus Lordaeron oder Stromgarde, andere kamen aus Gilneas und selbst aus Alterac. Und einige waren mit ihm von Stormwind hierhergekommen. Aber w�hrend der letzten paar Wochen hatten sie alle lokalen Streitigkeiten beiseitegelassen. Sie waren jetzt Soldaten der Allianz und k�mpften zusammen, fast wie Br�der.</p><p>Ja, er war stolz auf sie. Wenn der Rest der Armee sich auch derart durchmischte wie diese eine Gruppe, bestand Hoffnung f�r sie alle. Sowohl im Krieg als auch in den Friedenszeiten, die, wie er hoffte, folgen w�rden.</p><p>Dann sah er eine Bewegung und warnte: �Vorsicht!� Er lie� sein Visier sinken und ging in die Hocke, sein Schwert erhoben und in Richtung der Bewegung weisend. Aber die Gestalt, die durch die B�ume brach, war kein Orc, sondern ein Mensch � einer seiner eigenen Soldaten.</p><p>�Sire!�, keuchte der Mann ganz au�er Atem. Er sah unverletzt aus, und sein Schwert steckte noch in der Scheide. �Nachrichten, Sire!�</p><p>Jetzt erst erkannte Lothar, dass der Mann ein Pergament in der Hand hielt, das er ihm reichte.</p><p>�Danke�, sagte er und nahm es entgegen. Ein Soldat gab dem Boten einen prall gef�llten Wasserschlauch, den der dankbar annahm.</p><p>Indessen war Lothar bereits damit besch�ftigt, die Worte zu lesen, die auf dem kleinen Papierst�ck standen. Die Krieger um ihn herum wurden nerv�s, als sie sahen, wie seine Kiefer zu mahlen begannen.</p><p>�Was ist los?�, fragte schlie�lich einer, weil Lothar aufsah, das Pergament zwischen den H�nden zerkn�llte und wie ein l�stiges Insekt wegwarf. �Gibt es ein Problem?�</p><p>Lothar nickte und versuchte immer noch die Informationen zu verdauen, die er gerade erhalten hatte. �Die Horde ist in Lordaeron aufgetaucht�, sagte er leise. Mehrere Soldaten schnappten nach Luft. �Die Orcs greifen die Hauptstadt vielleicht schon in diesem Moment an.�</p><p>�Was k�nnen wir dagegen tun?�, fragte einer der M�nner, der aus Lordaeron stammte, wie Lothar sich erinnerte. �Wir m�ssen uns unverz�glich auf den Weg machen!�</p><p>Lothar sch�ttelte den Kopf. �Die Strecke ist viel zu weit�, antwortete er traurig. �Wir w�rden niemals rechtzeitig ankommen.� Dann seufzte er. �Nein. Wir m�ssen unsere Arbeit <emphasis>hier</emphasis> erledigen, um sicherzustellen, dass die Orcs im Hinterland tot oder vertrieben sind. Wir k�nnen der Horde nicht erlauben, sich hier festzusetzen, wo sie sich neu gruppieren und auf dem Kontinent nach �berall hin ausbreiten k�nnten.�</p><p>Seine M�nner nickten, obwohl sie nicht von dem Gedanken begeistert waren, durch die W�lder zu streifen, w�hrend ihre Freunde und Familien sich der Horde allein gegen�ber stellen mussten. Lothar konnte es ihnen nicht verdenken. �Turalyon und der Rest der Allianz-Armee sind bereits unterwegs�, versicherte er ihnen, und einige Krieger schauten ihn hoffnungsvoll an. �Er wird der Hauptstadt helfen.� Er umfasste fest sein Schwert. �Und wenn wir hier fertig sind, werden wir zur Hauptstadt marschieren und uns aller Orcs annehmen, die dann vor dem Angriff geflohen sind.�</p><p>Die M�nner jubelten, und Lothar l�chelte, obwohl er immer noch fror. Er wusste, dass ihnen der Gedanke gefiel, die Allianz k�nnte so siegreich sein, dass f�r sie selbst nur noch das letzte Aufr�umen blieb.</p><p>Er hoffte nur, dass es auch tats�chlich so kommen w�rde.</p><p>�Genug der Ablenkung!�, sagte er nach ein paar Momenten. �Lasst uns sicherstellen, dass keine weiteren Orcs in der Gegend sind, und dann geht es zur�ck zum Nistgipfel, wo wir uns neu gruppieren.�</p><p>Die Soldaten nickten gehorsam, hoben ihre Waffen auf und begaben sich zur�ck in die Formation. Lothar �bernahm die F�hrung. Gemeinsam traten sie wieder unter die B�ume. Der Bote blieb in ihrer Mitte.</p><empty-line/><p>�Sie kommen!�</p><p>K�nig Terenas sp�hte nach unten und verzog das Gesicht. Die Orc-Horde hatte den See �berquert.</p><p>Seine scharfsichtigen Bogensch�tzen erkl�rten, dass die Gr�nh�ute primitive Br�cken gebaut hatten. Aber von hier aus wirkte es, als w�rden sie �ber das Wasser <emphasis>laufen</emphasis>. Gerade erreichten die Ersten die Stadtmauern.</p><p>Er war immer noch von ihrer Statur und Zahl �berw�ltigt. So wie er es hier vom Wall aus beurteilen konnte, waren sie grobschl�chtige K�mpfer. Etwas gr��er als der gr��te Mann � und breiter, mit kr�ftigen Muskeln und wuchtigen brutalen K�pfen. Immerhin schienen sie keinerlei Belagerungsvorrichtungen zu besitzen, mit Ausnahme eines dicken Stamms, der offenbar als Rammbock dienen sollte. Daf�r f�hrten die Orcs gro�e H�mmer, �xte und breite Schwerter mit sich, und er war sicher, dass sie auch Seile und Kletterhaken dabei hatten.</p><p>Nun, die Mauern der Hauptstadt waren solide gebaut und dick. Kein Feind hatte sie je �berwunden, und Terenas war fest entschlossen, das auch k�nftig so zu belassen.</p><p>Die Menschen hatten sich nicht mehr optimal auf die Konfrontation vorbereiten k�nnen. Die Leute in Sicherheit zu bringen war einfach gewesen, weil die meisten ohnehin innerhalb der Mauern lebten. Beim Vieh war es problematischer gewesen, und einige Tiere hatten sie auch drau�en ihrem Schicksal �berlassen m�ssen. Jedermann hatten nur kleinere und wertvolle Dinge mitgenommen. Die Wachen hatten ihr Bestes dazu beigetragen, dass alles und jedermann im Innern war, als die Tore geschlossen und verrammelt wurden.</p><p>Die meisten Menschen aus der Umgebung waren nur mit wenig mehr als den Kleidern am Leib und dem, was sie gerade in der Hand hielten, angekommen. Ihre H�user w�rden mit hoher Wahrscheinlichkeit von der Horde zerst�rt werden, und Terenas wusste, dass es einige Zeit dauern w�rde, bis alles wieder neu errichtet sein w�rde. Wobei er davon ausging, dass sie die Orcs besiegen w�rden.</p><p>Er schaute entlang der Verteidigungsanlagen, wo Wachen und Soldaten bereitstanden.</p><p>So wenige Streiter, um solch gewaltige Mauern zu verteidigen!</p><p>Aber die meisten Soldaten waren mit Lothar gezogen, und Terenas bereute die Entscheidung nicht. Die Horde hatte gestoppt werden m�ssen, und Lothar hatte jeden K�mpfer gebraucht, den Terenas er�brigen konnte.</p><p>Nat�rlich hatte Terenas nicht erwartet, dass die Horde die Hauptstadt angreifen w�rde. Und schon gar nicht, dass die Streitkr�fte der Allianz hinter die Orcs zur�ckfallen w�rden. Aber auch wenn die Hauptstadt fiel, war ihm das recht, solange am Ende die Allianz siegreich sein w�rde.</p><p>Was nicht bedeutete, dass er sich ergeben w�rde. Terenas blickte wieder nach unten und sch�tzte, dass die Orcs jetzt nah genug heran waren. Er konnte ihre Hauer von hier oben aus erkennen. Und die Z�pfe, die Knochen und die Medaillen, die vielen um den Hals hingen � fraglos Troph�en aus vorherigen Schlachten.</p><p>Nun, sie w�rden diesen Kampf als schwieriger erleben als jedes vorhergegangene Gefechte. Ganz egal, wie alles ausging, die Horde w�rde sich dieses Kampfes erinnern.</p><p>�Siedendes �l!�, rief Terenas.</p><p>Morev und die anderen nickten. Sie kippten die gro�en Kessel �ber die Mauern und lie�en das kochende Gebr�u jenseits der Mauer hinunterlaufen. Die ersten Orcs hatten zu diesem Zeitpunkt fast schon die Mauern erreicht. Das �l durchtr�nkte sie vollst�ndig. Viele schrien vor Schmerz, als es ihre Haut Blasen werfen lie� und wegbrannte. Die gesamte Frontreihe brach zusammen.</p><p>Ein paar Krieger wandten sich noch taumelnd zur Flucht, aber die meisten standen nicht wieder auf.</p><p>�Bereitet mehr �l vor!�, befahl Terenas.</p><p>Bedienstete beeilten sich, den Befehlen Folge zu leisten. Sie benutzten dicke Stangen, um die schweren Kessel anzuheben und abzutransportieren. Es w�rde eine Weile dauern, bis sie nachgef�llt, neu erhitzt und zur�ckgebracht worden waren.</p><p>Aber die Horde w�rde nicht einfach wieder verschwinden. Dies w�rde kein schnelles Gefecht werden.</p><p>Terenas richtete sich auf eine lange Belagerung ein, und er dankte dem Heiligen Licht, dass sie ausreichend Wasser und Nahrung f�r Wochen hatte. Das �l jedoch w�rde ihnen nach ein, zwei weiteren Eins�tzen ausgehen. Aber es war auch nur der Er�ffnungszug ihrer Verteidigungsstrategie. Terenas hatte noch andere Tricks auf Lager, mit denen er diesen unb�ndigen Orcs, die es wagten, sein Heim anzugreifen, zusetzen w�rde.</p><empty-line/><p>Thoras Trollbane bewegte sich leichtf��ig durch die Berge. Dabei fanden seine genagelten Schuhe sicheren Halt auf dem rauen, grauen Granit. Seine M�nner befanden sich hinter ihm, jeder ein erprobter Gebirgsj�ger.</p><p>Stromgarde war ein Bergk�nigreich. Und bereits die Kinder lernten, wie man Felsen erklomm und Gipfel bestieg.</p><p>Vor ihm lag der erste von Alteracs Gebirgsp�ssen. Trollbane konnte bereits einige Gestalten durch den fallenden Schnee erkennen. Gro�e, klobige Wesen, die sich zwar etwas linkisch, aber stetig vorw�rts bewegten.</p><p>Die Orcs der Horde waren eindeutig nicht an die H�he gew�hnt. Aber die P�sse waren f�r solch unge�bte Kletterer aus dem Berg gehauen worden � damit Alterac und Stromgarde mit ihren tiefer gelegenen Nachbarn Handel treiben konnten.</p><p>Trollbane und seine Leute brauchten solche Erleichterungen nicht. Sie kletterten mit unnachahmlichem Geschick selbst entlang steiler Flanken und waren nicht auf die engen Wege angewiesen, die man allzu leicht blockieren und als Hinterhalt nutzen konnte.</p><p>Trollbane ging in die Hocke, die Axt lag kampfbereit in seiner Hand. �ber Gesten kommunizierte er mit seinen M�nnern: noch nicht, noch nicht� <emphasis>jetzt</emphasis>!</p><p>Er sprang �ber die Begrenzung und landete sicher auf dem Boden des Passes zwischen zwei Orcs, die von dem Angriff v�llig �berrascht wurden.</p><p>Seine Axt blitzte auf, trennte einen Kopf vom K�rper und erwischte den anderen an der Kehle. Beide Gegner fielen um.</p><p>Die Orcs auf der anderen Seite gerieten in der aufkommenden Hektik ins Straucheln und verfingen sich ineinander. Dann aber schafften sie es doch noch, ihre Waffen ziehen.</p><p>Vier weitere von Trollbanes Kriegern sprangen in den Pass, zwei zu jeder Seite, und attackierten die Gr�nh�ute. Weitere M�nner folgten, griffen an. Binnen Minuten waren zwei Dutzend Orcs tot und der Pass mit Leichen �bers�t.</p><p>Trollbane und seine M�nner stapelten die aufgrund der K�lte schon steif werdenden Orcs auf einen Haufen. Dann lie� er zehn Mann als Wache an der improvisierten Barrikade zur�ck und nahm den Rest der Krieger mit sich.</p><p>�Gut�, sagte Trollbane, als sie unterwegs nach Norden waren. �Einen haben wir befreit.�</p><p>Der n�chste Pass lag weniger als eine einst�ndige Kletterei entfernt. Auch hier trafen sie auf durchmarschierende Orcs und griffen sie auf dieselbe Art und Weise an.</p><p>Trollbane erkannte, dass die Gr�nh�ute furchtlose Krieger waren. Gro�, stark und hartgesotten. Aber sie hatten keine Erfahrung mit der K�lte der Berge und kamen nicht mit Feinden zurecht, die aktiv gegen sie vorgingen.</p><p>Den zweiten Pass eroberten sie ebenso leicht wie den ersten, und auch am dritten erging es ihnen so. Der vierte Pass bereitete jedoch ein paar Schwierigkeiten, weil er deutlich breiter war. Vier M�nner konnten bequem nebeneinander hergehen � oder drei Orcs. Deshalb sprang Trollbane mit dreien seiner M�nner gleichzeitig in den Pass, und schnell waren auch hier alle Feinde beseitigt. Danach errichteten sie eine Barrikade aus Felsen, um den Weg unpassierbar zu machen.</p><p>Der folgende Pass war frei, zumindest frei von Orcs. Trollbane traf auf f�nf Krieger, die hier stationiert waren. Es handelte sich um Menschen, die das Orange von Alterac trugen und hier stationiert waren.</p><p>�Halt�, rief einer der Alterac-Soldaten und richtete seinen Speer gegen Trollbane. �Nennt Euren Namen und Euer Begehr!� Mehrere seiner Gef�hrten eilten hinzu.</p><p>�Thoras Trollbane, K�nig von Stromgarde�, antwortete Trollbane knapp. Er starrte die Soldaten durchdringend an, obwohl er wusste, dass sie nur Befehle ausf�hrten. �Wo ist Perenolde?�</p><p>�Der K�nig ist im Schloss�, antwortete derselbe Soldat hochm�tig. �Und Ihr befindet Euch auf unserem Grund und Boden.�</p><p>�Und die Orcs?�, fragte Trollbane. �Sind sie G�ste � oder nur auf der Durchreise?�</p><p>�Die Orcs kommen an uns nicht vorbei�, erkl�rte ein anderer Soldat. �Wir werden diesen Pass mit unserem Leben verteidigen.�</p><p>�Gut�, sagte Trollbane, �nur dass die Gr�nh�ute nicht an diesem Pass zu finden sein werden. Sie halten die vier Durchg�nge im S�den besetzt.�</p><p>Der Soldat blickte verwirrt. �Uns wurde gesagt, dass wir hier Wache halten sollen�, sagte einer. �Die Orcs sollen <emphasis>hier</emphasis> durchkommen.�</p><p>�Nun, tun sie aber nicht�, schnappte Trollbane. �Gl�cklicherweise kontrollieren meine M�nner und ich die P�sse jetzt. Aber viele Feinde sind schon nach Lordaeron durchgekommen.�</p><p>Einer der Soldaten war �lter, eindeutig ein Veteran. Sein Gesicht wurde bleich, als er verstand, was passiert war. Trollbane wandte sich an ihn. �Wo ist Hath?�</p><p>�General Hath befindet sich beim n�chsten Pass. Dort befindet sich auch die Hauptstreitmacht unserer Armee�, antwortete der Soldat. Er dachte eine Sekunde lang nach, bevor er anbot: �Ich kann Euch hinbringen.�</p><p>Trollbane kannte den Weg, aber er wusste auch, dass er leichter mit Hath sprechen konnte, wenn er mit einer Eskorte ankam. Deshalb nickte er und bedeutete seinen M�nnern, ihm und dem Alterac-Soldaten zu folgen.</p><p>Sie ben�tigten eine Stunde, um den Pass zu erreichen, der breit genug war, um zwei Wagen aneinander vorbeizulassen, ohne dass sie die Wand dabei ber�hrten. Es war logisch, hier die meisten Soldaten zu stationieren. Allerdings nur, wenn die Orcs nach Norden statt nach S�den gezogen w�ren.</p><p>Trollbane erblickte Hath, der sich mit mehreren jungen Offizieren unterhielt. Er wartete, bis der Soldat, der sie hierher gebracht hatte, den st�mmigen General gr��te.</p><p>�General Hath!�, rief der Mann auch schon. �Besucher aus Stromgarde, die Euch sehen wollen!�</p><p>Hath sah auf und runzelte die Stirn, als er Trollbane bemerkte. �Danke, Sergeant�, sagte er, kam zu ihnen und gr��te respektvoll.</p><p>�Euer Majest�t� sagte er feierlich.</p><p>Trollbane nickte. �General.� Trollbane hatte Hath immer gemocht. Der Mann war ein t�chtiger Soldat, ein guter Taktiker und anst�ndig. Er hatte stets ungern gegen ihn gek�mpft und hoffte, dass es dieses Mal nicht dazu kommen w�rde. �Die Orcs dringen durch eure s�dlichen P�sse�, sagte er. �Wir haben sie f�r euch aufgehalten.�</p><p>Hath wurde bleich. �Unsere s�dlichen P�sse? Seid Ihr sicher? Nat�rlich seid Ihr das. Aber wie kann das sein? Der K�nig hat mir pers�nlich versichert, dass sie von Norden kommen w�rden. Deshalb bewachen wir diese P�sse ja.�</p><p>Trollbane sah sich um. Keiner der Soldaten von Alterac stand nah genug, um verstehen zu k�nnen, was er sagte. Er senkte seine Stimme. �Ihr seid ein guter Soldat und ein guter Kommandeur, Hath�, begann er leise. �Aber Ihr wart immer schon ein grauenhafter L�gner. Ihr wusstet, dass die Orcs s�dw�rts ziehen, nicht wahr?�</p><p>Der General von Alterac seufzte und nickte. �Perenolde hat sich irgendwie mit der Horde arrangiert�, gab er zu. �Freie Durchreise im Tausch gegen Immunit�t.�</p><p>Trollbane nickte. Er hatte so etwas vermutet. �Und Ihr habt da mitgemacht?�, wollte er wissen.</p><p>Hath versteifte sich. �Uns drohte die Vernichtung!�, erwiderte er scharf. �Wir w�ren alle get�tet worden. Die Horde h�tte unsere Leute hingemetzelt! Und niemand war da, der uns half!� Er sch�ttelte den Kopf. �Perenolde traf die Entscheidung, weil er Alterac sch�tzen wollte. Vielleicht war das nicht ehrenhaft, aber dadurch wurden Leben gerettet!�</p><p>�Und was ist mit den Leben in Lordaeron?�, fragte Trollbane leise. �Dort sterben Menschen, weil ihr der Horde freies Geleit gew�hrt habt.�</p><p>Hath sah ihn an. �Das sind Soldaten! Sie kennen das Risiko! Die Horde h�tte unsere Familien get�tet, unsere Kinder! Das ist nicht dasselbe!�</p><p>Trollbane empfand Sympathie f�r den alten Mann. �Nein, ist es nicht�, sagte er. �Und Eure Loyalit�t zu Euren Leuten ist lobenswert. Doch wenn die Horde erst einmal Lordaeron erobert hat, wird sie den ganzen Kontinent einnehmen. Wie k�nnt Ihr da glauben, sicher zu sein?�</p><p>Hath seufzte. �Ich wei� es nicht�, gab er zu. �Ihr Anf�hrer gab Perenolde sein Wort. Aber ich wei� nicht, inwieweit man solch einer Kreatur trauen kann.� Er sch�ttelte den Kopf. �Ich habe Perenolde gedr�ngt, unseren Bund mit den anderen Nationen aufrechtzuerhalten. Doch er widerrief ihn. Ich habe Perenolde Treue geschworen und musste deshalb gehorchen. Au�erdem dachte ich, er k�nnte vielleicht Recht haben. Vielleicht <emphasis>war</emphasis> das unsere einzige Chance aufs �berleben.� Er furchte die Stirn. �Aber das �berleben unseres Volkes ist wichtiger als das eines K�nigreichs. Und wenn wir unsere Ehre verlieren, haben wir gar nichts mehr.� Er reckte sein Kinn, sein Gesicht blickte ernst. �Nun, ich werde unsere Ehre zur�ckfordern�, erkl�rte er. Dann wandte er sich seinen M�nnern zu. �Korporal! Sammelt Eure M�nner und begebt Euch mit ihnen schnellstm�glich zu den s�dlichen P�ssen! Wir helfen unseren Freunden aus Stromgarde bei der Verteidigung dieser Durchg�nge!�</p><p>�Aber�� wollte der Offizier widersprechen.</p><p>Doch Hath br�llte ihn nieder. �<emphasis>Sofort</emphasis>, Soldat!�</p><p>Der Offizier salutierte eilig und gehorchte. Daraufhin wandte sich Hath an Trollbane. �Er ist im Schloss�, sagte der General knapp. Er musste nicht erkl�ren, wen er meinte. �Seine Leibwache wird noch dort sein, aber das sind h�chstens zwanzig Mann. Ich kann ihn absetzen.�</p><p>Trollbane sch�ttelte den Kopf. �Wir haben keine Zeit, uns um ihn zu k�mmern. Au�erdem gibt es folgendes Problem: Wenn <emphasis>ich</emphasis> ihn absetze, ist es eine Invasion. Und wenn <emphasis>Ihr</emphasis> es tut, ist es Hochverrat.� Er runzelte die Stirn. �Die Allianz wird sich sp�ter um Perenolde k�mmern. Im Moment ist nur wichtig, dass wir die Horde stoppen.�</p><p>Der General nickte. �Danke.� Damit wandte er sich ab und k�mmerte sich um die Offiziere, die damit besch�ftigt waren, die M�nner zusammenzutrommeln.</p><empty-line/><p>�Verdammt, wir sind zu sp�t!� Turalyon z�gelte sein Pferd und schaute �ber das Tal unter ihm. Er, Khadgar und die anderen Kavalleristen hatten ein scharfes Tempo vorgelegt, w�hrend die Truppen weiter hinter ihnen marschierten. Sie waren westlich durch die H�gel von Hearthglen gezogen, um dann n�rdlich der Hauptstadt herauszukommen. Dadurch erreichten sie die Stadt aus der Gegenrichtung, wo sich die Haupttore befanden.</p><p>Die Idee hatte gut geklungen. Aber jetzt war er sich nicht mehr sicher, ob die bessere Positionierung die zus�tzliche Reisezeit wert gewesen war.</p><p>Turalyon hatte auch auf weitere Truppen von Thoras Trollbane gehofft. Doch Stromgarde lag einfach zu weit ab vom Weg. Turalyon hatte �berlegt, einen Umweg dorthin einzuschlagen. Aber die Nachricht, dass die Horde vor ihnen durch die Berge gezogen war, hatte ihn zur Eile gemahnt. Sie mussten die Hauptstadt unbedingt rechtzeitig erreichen!</p><p>Und jetzt blickte er eine abfallende Bergflanke hinunter �ber das Tal nach Lordaeron und den See dahinter. Er hatte versagt. Die Horde war bereits da, hatte sich �ber das Tal und um die stolze Stadt wie Bl�tter um einen Herbstbaum verteilt.</p><p>�Sie sind noch nicht durch die Mauern gebrochen�, rief ihm Alleria, die neben ihm stand, ins Bewusstsein. Die Elfen, Krieger und Waldl�ufer hatten leicht mit den Pferden mitgehalten. Alleria und Lor�themar Theron hatten ihn begleitet. �Es ist noch nicht zu sp�t.�</p><p>�Ja, du hast Recht�, erkannte Turalyon. Er schob seine Entt�uschung beiseite und studierte die Lage n�chterner. �Diese Schlacht ist noch nicht verloren, und mit unserer Hilfe wird die Hauptstadt nicht fallen.� Er rieb sich am Kinn. �Es k�nnte sogar unser Vorteil sein�, sagte er leise und �berdachte die Lage genauer. �Die Horde ahnt nicht, dass wir hier sind. Deshalb k�nnen wir die Gr�nh�ute zwischen uns in die Zange nehmen.� Er furchte die Stirn. �Wir sollten Terenas wissen lassen, dass wir hier sind. Dann k�nnen wir unsere Aktionen koordinieren.�</p><p>Theron nickte und be�ugte die Masse von Orcs unter sich.</p><p>�Ein guter Plan�, stimmte er zu. �Aber wie sollen wir die Stadt erreichen? Niemand kommt unbeschadet an diesen Kriegern vorbei. Nicht einmal ein Elf.�</p><p>Alleria nickte. �Wenn dies ein Wald w�re, k�nnte ich es schaffen�, erkl�rte sie. �Doch hier auf der offenen Ebene gibt es keine Deckung. Jeder Versuch k�me einem Selbstmord gleich.�</p><p>Khadgar setzte sich gerade auf seinem Pferd auf und lachte den dreien zu. �<emphasis>Ich</emphasis> werde es wagen � und schaffen�, versicherte er ihnen und quittierte ihre ungl�ubigen Gesichter mit einem sp�ttischen L�cheln. �Mit ein wenig Unterst�tzung nat�rlich�, f�gte er hinzu und blickte zu der kleinen t�towierten Gestalt, die sich auf dem Felsen neben ihnen niedergelassen hatte.</p><empty-line/><p>�Sire!�</p><p>Terenas sah auf und fand einen Soldaten, der hinter die Mauern wies. Einen Moment lang glaubte der K�nig, dass die Orcs sich f�r einen neuen Angriff zusammengezogen hatten. Er folgte dem ausgestreckten Arm des Mannes mit seinem Blick. Aber der Soldat zeigte hoch, statt nach unten. Terenas keuchte entsetzt, als er die dunkle Gestalt auf sich zufliegen sah.</p><p>�Bogensch�tzen bereit�, rief er, nachdem er sich wieder gefangen hatte, und starrte auf den Umriss. �Aber schie�t erst, wenn ich es befehle.�</p><p>Etwas an dieser Situation war merkw�rdig. Warum schickte die Horde fliegende Einheiten voraus, wenn sie �ber Tausende Orcs verf�gte? Handelte es sich um einen Kundschafter, einen Spion? Oder um etwas ganz anderes?</p><p>Die Bogensch�tzen stellten sich auf. Sie hatten die Langb�gen gespannt, die Pfeile eingehakt und warteten nun geduldig. Der Umriss wurde gr��er, und nun erkannte Terenas, dass es ein Greif war, der aber beeindruckender und sch�ner wirkte als auf den heraldischen Symbolen, die er kannte. Seine Federn leuchteten golden, violett und rot im Sonnenlicht. Sein Kopf ruckte vogelgleich herum, und gro�e, goldene Augen pr�ften die Umgebung.</p><p>Auf seinem R�cken sa� eine Gestalt und hielt die Z�gel. Sie hatte es sich auf einem Sattel bequem gemacht, wie auf einem Pferd. Besagter Reiter war gro�, aber nicht so gro� wie ein Orc. Und er trug � anders als die gr�nh�utigen Krieger unter ihm � Kleidung.</p><p>Terenas atmete erleichtert auf, als er die violette Robe erkannte. Das konnte nur eines bedeuten.</p><p>�Senkt eure Waffen�, rief er den Bogensch�tzen zu. �Es ist ein Zauberer aus Dalaran!�</p><p>Der Greif glitt auf sie zu. Seine Fl�gel schlugen m�chtig aus. Dann kreiste er �ber ihnen. Die Bogensch�tzen zielten wieder auf die Orcs. Der Reiter suchte eindeutig nach einem Landeplatz. Schlie�lich ging er auf dem nahe gelegenen Turm nieder, der �ber eine gro�e Plattform f�r Kessel und Katapulte verf�gte. Terenas eilte ihm entgegen, Morev befand sich dicht hinter ihm. Sie erreichten den Turm gerade, als der Greif aufsetzte und die Fl�gel um seinen K�rper faltete.</p><p>�Nun, es ist gut zu wissen, dass ich es nicht verlernt habe�, verk�ndete der Reiter und schwang sich aus dem Sattel. �Danke.�</p><p>Terenas h�rte, wie der Zauberer mit dem Greifen sprach, der als Antwort kr�chzte. Dann wandte der Ank�mmling sich um. Sein kurzer wei�er Bart machte ihn unverkennbar, und Terenas atmete tief durch.</p><p>�Khadgar!�, rief er dann, hielt ihm die Arme entgegen und dr�ckte dem Magier schlie�lich die Hand.</p><p>�Ich komme mit guten Neuigkeiten�, antwortete der alt wirkende Magier und grinste. Er sah m�de aus, aber sonst schien es ihm gut zu gehen. �Turalyon und seine Streitkr�fte sind auf der anderen Seite des n�rdlichen Tals�, informierte er Terenas und nahm dankbar einen Weinschlauch entgegen, den Morev ihm reichte. Er trank einen Schluck. �Wir werden die Horde von hinten angreifen und sie von euch weglocken.�</p><p>�Ausgezeichnet!� Terenas klatschte in die H�nde und war das erste Mal seit Tagen erleichtert. �Mit der Armee der Allianz hier k�nnen wir von zwei Seiten angreifen und die Orcs zwischen uns zerquetschen!�</p><p>�Das war Turalyons Plan�, stimmte der Magier ihm zu. �Kurdran hat mir seinen Greifen geliehen, damit ich euch erreichen konnte und alles koordiniere. Ich bin dankbar, dass ich von Medivh gelernt habe, wie man so ein Tier lenkt.�</p><p>�Kommt�, sagte Terenas. �Meine Diener werden sich um den Greifen k�mmern. Er wird Wasser bekommen, und ich bin mir sicher, wir werden auch etwas zu essen f�r ihn auftreiben. Lasst uns �ber Turalyons Pl�ne sprechen � und wie wir die Orcs dazu bringen, dass sie den Tag bereuen, an dem sie es wagten, ihre Waffen gegen unsere Stadt zu erheben.�</p><empty-line/><p>�Attacke!� Turalyon hielt den Hammer wie eine Lanze vor sich. Er trieb sein Pferd aus dem Wasser an den Strand und auf die Orcs zu.</p><p>Die konzentrierten sich noch auf die Stadtmauern, welche sie mit grimmiger Entschlossenheit einrei�en wollten. Nur ein paar h�rten das Ger�usch der Pferdehufe und drehten sich um.</p><p>Ein Orc �ffnete das Maul, um eine Warnung zu br�llen, aber Turalyons Hammer erwischte ihn voll �ber dem Kiefer, zerschmetterte ihn und brach ihm mit der Wucht des Schlages zugleich das Genick. Der Orc fiel um, und Turalyons Pferd trampelte �ber ihn hinweg.</p><p>Hinter ihm ritt der Rest der Kavallerie, gefolgt von den Fu�soldaten, die die Ebene n�rdlich der Stadt �berquert hatten und jetzt gegen die Horde zogen.</p><p>Das war der Moment, in dem die Katapulte der Stadt zu feuern begannen. Steine fielen auf die Orcs herab, dazu hagelte es Pfeile.</p><p>Turalyon f�hrte seine Reiter in die vordersten Reihen der Horde und durch sie hindurch, wendete� und pfl�gte mit seiner Waffe in anderer Richtung durch die Feinde.</p><p>Die Verteidiger der Stadt kannten so wenig Pardon wie die Angreifer.</p><p>Die Orcs zeigten sich verunsichert durch soviel Vehemenz, Entschlossenheit und strategischem Geschick. Wenn sie die Stadt attackierten, griffen die Soldaten der Allianz von hinten an. Wandten sie sich dann den Soldaten zu, attackierte sie die Stadtwache.</p><p>Noch trotzten die Stadtmauern dem best�ndigen Anrennen, und so konnten die Orcs nicht in die Hauptstadt zur�ckweichen. Und auch der Weg zum See, auf die Ebene oder in die Berge war ihnen von den Soldaten der Allianz versperrt.</p><p>Egal, wohin sie sich auch wandten, die Orcs starben.</p><p>Ungl�cklicherweise konnte die Horde sich diese Verluste leisten. Eine Reihe massiger Orc-Krieger marschierte mit erhobenen Waffen vorw�rts, und Turalyon war gezwungen, seine Reiter zur�ckzuziehen. Die elfischen Bogensch�tzen schossen eine Pfeilsalve ab, die auf die Orcs herabregnete und viele t�tete. Aber neue Krieger nahmen sofort ihren Platz ein. Die Orcs begannen, sich der Allianzarmee entgegenzuwerfen, die dadurch zum R�ckzug gezwungen wurde. Schritt um Schritt wurden Turalyon und seine Mannen �ber die Br�cken zur�ckgetrieben.</p><p>Als die Streitkr�fte der Allianz au�er Reichweite waren, wandte die verbliebene Horde ihre Aufmerksamkeit wieder der Hauptstadt zu. Die Orcs rannten gegen die Mauern an, und die �lvorr�te der Stadt waren schnell aufgebraucht, ebenso wie Steine, Kies und was sonst noch zur Abwehr genutzt werden konnte.</p><p>Die Katapulte konnten nicht �berallhin feuern, sonst riskierten die Verteidiger, dass die Treffer den Mauern mehr Schaden zuf�gten, als die Horde es vermochte. Und deshalb befanden sich einige Orcs nun in einer unantastbaren Position, um die W�lle zu erklimmen und die Tore anzugehen. Derzeit hielten sie noch stand. Niemand wusste jedoch, wann sie nachgeben w�rden.</p><p>Orc-Krieger erreichten jetzt die Befestigungen, zogen sich daran hoch und warfen sich dar�ber. Die meisten wurden von den Verteidigern sp�testens dann zur�ckgeschmettert, erdolcht oder erschlagen, wenn sie die Mauerkrone erreichten. Aber ein paar schafften es doch hin�ber und begannen, die Wachen zu attackieren, warfen sich ins Gefecht und rissen L�cken in die Verteidigung.</p><p>Die erste Welle, die den Wall �berklettern wollte, starb praktisch sofort, doch es folgten stetig neue. Die sich auft�rmenden Leichen verhalfen den Orcs zu etwas Deckung, w�hrend sie die W�nde erklommen. Dadurch fanden ihre F��e Halt, und sie konnten ihre Waffen in Position bringen, um die Wachen zu attackieren.</p><p>�Das funktioniert nicht�, rief Khadgar Turalyon zu, als sich sie mit ihren Pferden �ber eine Br�cke zur�ckzogen, die die Orcs errichtet hatten, um den See zu �berqueren. �Wir haben nicht genug K�mpfer, um sie niederzuringen. Wir m�ssen etwas anderes versuchen!�</p><p>�Ich bin offen f�r Vorschl�ge�, antwortete Turalyon und erschlug einen vorst�rmenden Orc mit seinem Hammer. �Kannst du deine Magie nicht noch einmal einsetzen?�</p><p>�Doch, aber sie w�rde nicht viel n�tzen�, antwortete Khadgar und stach einen Orc, der ihm zu nahe kam, mit dem Schwert nieder. �Ich kann immer nur ein paar Gegner auf einmal t�ten. Ich k�nnte einen Sturm heraufbeschw�ren, aber das w�rde uns nicht viel helfen. Ich w�re danach zu ausgelaugt, um weitere Zauber wirken zu k�nnen.�</p><p>Turalyon nickte. �Lass uns die M�nner zur�ck �ber den See f�hren und diese Br�cke halten�, schlug er seinem Freund vor und schwang seinen Hammer. Dabei stie� er einen Orc mit seinem Schild ins Wasser. �Dann m�ssen wir abwarten, bis sie das Interesse an uns verlieren. Sobald sie die Stadt wieder angreifen, greifen wir sie erneut an.�</p><p>Khadgar, der nicht reden konnte, weil er sich gerade verteidigen musste, nickte. Er hoffte, dass sein neuer Plan funktionieren w�rde. Denn falls die Horde auf die Idee kam, die Br�cke einfach abzubrennen, konnte sie danach die Stadttore v�llig ungest�rt zum Einsturz bringen. Waren die Orcs erst einmal in der Stadt, w�rden sie sie dort nicht wieder hinaus bekommen. Khadgar hatte schon bei anderer Gelegenheit gesehen, was passierte, wenn die Orcs eine Stadt einnahmen � in Stormwind. Er wollte so etwas nicht noch einmal erleben.</p><empty-line/><p>�Die Tore geben nach!�</p><p>Terenas sch�ttelte den Kopf, als k�nnte er den Angriff auf diese Weise ungeschehen machen. Er war zu besch�ftigt, um auf sich selbst zu achten. Ein Orc war auf die Mauer geklettert, nicht weit von der Stelle entfernt, wo Terenas stand und die Schlacht beobachtete. Die Gr�nhaut kam auf ihn zu. Sie grinste breit, fletschte ihre scharfen Hauer und lie� ihren Kriegshammer langsam kreisen.</p><p>Terenas wurde aufmerksam, nahm widerwillig ein fallen gelassenes Schwert auf und wurde sich schmerzhaft bewusst, dass er kein K�mpfer war.</p><p>Jemand tauchte an seiner Seite auf, und zu seiner Erleichterung erkannte er Morev. Der Kommandant der Wache trug eine Lanze und stach damit nach dem Orc. So trieb er ihn zur�ck.</p><p>�Ihr m�sst zum Tor, Sire�, sagte er ruhig und stach erneut auf den Orc ein. �Ich k�mmere mich hierum.�</p><p>Terenas bemerkte, dass auch noch weitere Wachen heranst�rmten, von denen zwei ebenfalls mit Lanzen bewaffnet waren.</p><p>Terenas akzeptierte, dass er hier nicht l�nger gebraucht wurde.</p><p>Erleichtert legte er das Schwert ab. Dann st�rmte er eine Treppenflucht innerhalb der W�lle hinab, die nahe einer kleinen Waffenkammer der Wache endete. Von hier aus f�hrte ein schmaler Weg �ber mehrere Etagen und die Brustwehr an der Mauer entlang und endete vor einer Treppe direkt �ber dem Haupttor.</p><p>Terenas sp�rte das schwere Pochen, bevor er das Ende der Brustwehr erreichte. Seine Z�hne klapperten, und der Stein erbebte.</p><p>Er sah, wie sie mit einem schweren Stamm die Vordertore rammten. Selbst von hier aus konnte Terenas erkennen, dass die Tore bei jedem Treffer heftiger ersch�ttert wurden.</p><p>�Verst�rkt es�, befahl er einem jungen Offizier, der in der N�he stand. �Nehmt Euch ein paar M�nner und verst�rkt das Vordertor.�</p><p>�Womit?�, fragte der Mann.</p><p>�Mit allem, was Ihr finden k�nnt�, antwortete Terenas. Er blickte �ber die Mauern, wo sich eine unglaubliche Zahl von Orcs sammelte, die gegen ihn und die Stadt zog. Dahinter sah er das Glitzern von Metall auf der Br�cke und wusste, dass Turalyon und seine Streitkr�fte sich zur�ckgezogen hatten, um ihren n�chsten Schritt zu planen.</p><p>Terenas hoffte nur, dass er Wirkung zeigen w�rde.</p></section><section><title><p>17</p></title><p>�Wir haben sie!�, rief ein Orc, und Doomhammer grinste. Der Sieg war nicht mehr fern. Die Mauern der Stadt hielten noch immer stand, wie viele Krieger sich auch dagegen warfen. Aber die Tore begannen dank des st�ndigen Ansturms nachzugeben. Und wenn sie erst fielen, w�rden seine Krieger hineinstr�men, jeden Verteidiger niedermachen und die Stadt pl�ndern.</p><empty-line/><p>Mit der Stadt und dem Elfenwald als Basis konnten sie sich schnell �ber den Rest des Kontinents ausbreiten, die Menschen an die K�sten treiben und schlie�lich ins Meer jagen.</p><p>Und dann w�rde das Land der Horde geh�ren. Sie konnten diesen Krieg beenden und endlich ein neues Leben beginnen.</p><p><emphasis>Wenn doch nur die Oger hier w�ren</emphasis>, dachte Doomhammer erneut. Er st�tzte sich auf seinen Hammer und beobachtete, wie seine Leute wieder gegen die robusten Tore aus Holz und Eisen anrannten. Die Oger w�ren in der Lage gewesen, die Mauern zu �berklettern � oder noch besser, mit ihren Kn�ppeln L�cher hineinzuschlagen. Er fragte sich, warum Gul�dan und Cho�gall und ihre Clans noch nicht eingetroffen waren. Er war sehr schnell �ber die Berge gezogen, das wusste er. Trotzdem h�tten sie mittlerweile hier eingetroffen sein m�ssen.</p><p>�Doomhammer!�</p><p>Er sah, wie einer seiner Krieger zum Himmel wies. Waren es weitere Greifen? Er verzog das Gesicht. Die gefiederten Flugtiere hatten sich in den W�ldern des Hinterlands und Quel�Thalas als t�dliche Gegner erwiesen. Er hatte bislang nur eine Handvoll der fliegenden Bestien zu Gesicht bekommen. Eine war zur Burg und wieder zur�ck geflogen, hatte aber sonst nicht an der Schlacht teilgenommen. Doch Doomhammer war immer noch vorsichtig. Die Wildhammerzwerge waren stark und z�h, ihre Reittiere schnell� und ihre Sturmh�mmer so t�dlich wie die Kriegsh�mmer seines eigenen Volkes. Diesen Feind durfte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, trotz der kleinen Statur. Und wenn weitere Zwerge eintrafen, musste er darauf vorbereitet sein.</p><p>Aber die dunkle Silhouette vor den Wolken wurde gr��er und gr��er � zu lang und geschmeidig f�r einen Greifen. Doomhammer h�rte, wie viele seiner Krieger jubelten, als der Schatten auf sie fiel.</p><p>Ein Drache!</p><p>Das waren gute Neuigkeiten! Das schwere Tier konnte seine Flammen gegen die Tore einsetzen und die Burgmauern von Verteidigern s�ubern. Die Stadt geh�rte so gut wie ihnen!</p><p>Der Drache landete in der N�he des Sees. Ein gro�er Orc stieg aus dem Sattel, kaum dass der Leviathan aufsetzte. Doomhammer lief ihm entgegen und verstaute seinen Hammer auf dem R�cken.</p><p>�Wo ist Doomhammer?�, wollte der Drachenreiter wissen. �Ich muss mit ihm sprechen!�</p><p>�Ich bin hier�, antwortete Doomhammer, und seine Krieger lie�en den Reiter durch. �Was gibt es?�</p><p>Der Reiter sah ihn an, und Doomhammer erkannte, dass er ihm schon fr�her einmal begegnet war. Er war einer von Zuluheds Lieblingen, ein m�chtiger Krieger, der den Berichten zufolge der Erste gewesen war, der es gewagt hatte, die rebellischen Drachen zu reiten. Sein Name war Torgus.</p><p>�Ich bringe eine Nachricht von Zuluhed�, verk�ndete Torgus mit einem merkw�rdigen Ausdruck auf dem breiten Gesicht. Doomhammer las darin Wut, Verwirrung, vielleicht Scham und sogar Angst.</p><p>�Fang an�, antwortete Doomhammer und trat so nah an ihn heran, dass er in die Reichweite des Drachenschwanzes kam, der zusammengerollt auf dem Schlachtfeld lag. Die Orcs in der N�he begriffen, was von ihnen erwartet wurde, und traten zur�ck, damit sich beide ungest�rt unterhalten konnten.</p><p>�Es geht um Gul�dan�, begann Torgus. Er war ein gro�er Orc, so gro� wie Doomhammer, mied aber den Augenkontakt. �Der Hexenmeister ist geflohen.�</p><p>�Was?� Jetzt verstand Doomhammer die Furcht im Gesicht des Drachenreiters. Er sp�rte, wie sein Blut vor Wut fast kochte und seine H�nde den Hammer fester umschlossen. Der h�lzerne Stiel knackte protestierend. �Wann? Und wie?�</p><p>�Kurz, nachdem du weg warst�, erz�hlte Torgus. �Cho�gall ist auch mit dabei. Sie haben den Schattenhammer-Clan und die Sturmr�cher mitgenommen und sind mit den Schiffen nach S�den hinaus auf die Gro�e See gefahren.� Jetzt erst blickte er auf, und die Angst dominierte �ber die Wut. �Einer meiner Clansbr�der hat sie gesehen und flog ihnen nach, um sie zu fragen, warum sie in die falsche Richtung unterwegs seien. Gul�dan t�tete ihn. Er benutzte dazu seine b�se Magie. Ich habe es selbst gesehen! Ich wollte sie weiter verfolgen, aber ich musste ja auch Zuluhed davon berichten. Und der hat mich sofort hierher geschickt.�</p><p>Doomhammer nickte. �Das war v�llig richtig�, versicherte er dem Drachenreiter. �Wenn Gul�dan deinen Clansbruder get�tet hat, h�tte er nicht gez�gert, auch dich umzubringen � und dann h�tten wir nicht von seinem Verrat erfahren.� Er fletschte die Z�hne. �Verdammt sei er! Ich wusste, dass man ihm nicht trauen kann! Und jetzt hat er auch noch die Schiffe mitgenommen!�</p><p>�Wir k�nnen ihn verfolgen�, bot Torgus an. �Zuluhed meint, dass die anderen Drachenreiter bereit sind. Wir k�nnten die Schiffe in Asche verwandeln � und jeden Orc, der sich darauf befindet.�</p><p>Doomhammer furchte die Stirn. �Ja, aber nur, wenn ihr nahe genug herankommt. Gul�dans Magie ist stark, und Cho�gall ist ebenfalls sehr m�chtig.� Er lie� seinen Hammer auf den Boden krachen. �Ich wusste, dass diese Alt�re zum Problem werden w�rden! Und ich habe auch noch zugelassen, dass er die Oger in neue Krieger verwandelt hat, die seine Reihen verst�rken!� Doomhammer biss sich auf die Lippe � zur Strafe f�r so viel eigene Dummheit. Er war so begierig auf neue Waffen im Krieg gegen die Menschen gewesen, dass er seinen eigenen Instinkten misstraut hatte.</p><p>Torgus wartete immer noch auf Befehle. Aber dann wandten sich beide einem anderen Orc zu, der pl�tzlich auftauchte. Es war Tharbek, Doomhammers junger Blackrock-Stellvertreter.</p><p>Er blieb exakt au�erhalb der Reichweite des Drachenschwanzes stehen, der �rgerlich zuckte.</p><p>�Ja?�</p><p>�Es gibt ein Problem�, informierte ihn Tharbek ohne Umschweife. �Der Weg durch die Berge ist abgeschnitten.�</p><p>�Warum?� Doomhammer starrte an dem Drachen vorbei in Richtung der Berge von Alterac. Er erkannte, dass der stete dunkle Strom aus Orcs zum Erliegen gekommen war. �Was ist passiert?�</p><p>Tharbek sch�ttelte den Kopf. �Ich wei� es nicht�, antwortete er. �Aber wir kommen nicht mehr durch die P�sse. Ich habe Krieger ausgesandt, doch sie sind nicht zur�ckgekommen.� Sein Gesichtsausdruck machte klar, dass sie bereits �berf�llig waren.</p><p>�Verdammt!� Doomhammer biss die Z�hne zusammen. �Dieser Mensch hat uns verraten! Ich wusste, dass man einem, der die eigene Rasse verkauft, nicht trauen kann!�</p><p>Trotz solcher Vorbehalte hatte er darauf gesetzt, dass der vermummte Mann zu feige w�re, um sich gegen ihn zu stellen. Entweder hatte die Allianz St�rke bewiesen, oder man hatte dem Kerl mit etwas Schlimmerem als dem W�ten der Horde gedroht.</p><p>Vielleicht hatte man auch den Verrat durchschaut und ihn seines Amtes enthoben. Ja, das war am wahrscheinlichsten. Dieser Mann war viel zu versessen auf das Stillhalteabkommen gewesen, als dass er einen R�ckzieher gemacht h�tte. Vor allem, weil immer noch Krieger der Horde in der N�he waren. Offenbar war er entmachtet und ersetzt worden. Andere kontrollierten jetzt die Bergregion.</p><p>�Wie viele Orcs sind dort gefangen?�, wollte er wissen.</p><p>Tharbek zuckte die Achseln. �Unm�glich zu sagen�, erwiderte er. �Aber mindestens der halbe Clan, wenn nicht mehr.� Er sah sich um. �Wir haben hier noch viele Krieger�, sagte er. �Und wenn Gul�dan und die anderen eintreffen, sind es noch mehr.�</p><p>Doomhammer lachte bitter. Ihm schwirrte der Kopf. �Die anderen! Die anderen kommen nicht!�</p><p>Tharbek blickte �berrascht auf.</p><p>�Gul�dan hat uns verraten�, teilte Doomhammer seinem Stellvertreter mit. Er konnte die Worte kaum aussprechen. �Er hat sich die Schiffe und zwei unserer Clans unter den Nagel gerissen und ist hinaus auf die Gro�e See gefahren.�</p><p>�Aber warum?�, fragte Tharbek verwundert. �Wenn wir diesen Krieg verlieren, haben wir alle kein Zuhause mehr. Er auch nicht.�</p><p>Doomhammer sch�ttelte den Kopf. �Der Krieg war ihm nie wichtig.� Seine Gedanken kehrten zu seinen Zusammentreffen mit dem Hexenmeister in Stormwind zur�ck. �Er hat etwas anderes gefunden, etwas �beraus M�chtiges�, erinnerte er sich dunkel. �Etwas, das ihn so stark machen kann, dass er den Schutz der Horde nicht mehr braucht.�</p><p>�Was sollen wir tun?�, fragte Tharbek. Er sah zur Stadt hin und beobachtete sie. �Wir haben vielleicht nicht genug Krieger, um sie jetzt noch einzunehmen�, �berlegte er.</p><p>Doomhammer weigerte sich hinzusehen, aber sein Stellvertreter hatte Recht. Die Stadt wehrte sich z�her als erwartet. Der Angriff durch die Streitkr�fte der Allianz hatte die Orcs �berrascht und ihre Zahl merklich reduziert. Und jetzt konnten sie nicht einmal mehr auf Nachschub aus irgendeiner Richtung hoffen.</p><p>Doch das war nicht der einzige schwerwiegende Aspekt. Gul�dans Verrat war schon schlimm genug � aber er hatte auch andere Orcs mitgenommen. Sie stellten ihre eigenen Ziele �ber die der Horde. Ihr eigenes selbsts�chtiges Verlangen �ber die Bed�rfnisse ihres Volkes.</p><p>Eines solchen Vergehens wegen hatte Doomhammer urspr�nglich Blackhand get�tet. Und er hatte geschworen, die Korruption zu beenden und die Ehre seines Volkes wiederherzustellen.</p><p>Folglich durfte dieser Verrat nicht unges�hnt bleiben. Ganz egal, was es kostete. Und wenn er selbst dabei umkam.</p><p>�Rend! Maim!�, bellte Doomhammer. Die Blackhand-Br�der h�rten ihn und kamen schnell. Wahrscheinlich hatten sie erkannt, dass der Tonfall ihres Kriegsh�uptlings keinen Aufschub duldete.</p><p>�F�hrt euren Black-Tooth-Grin-Clan nach S�den�, instruierte sie Doomhammer. Vor seinem geistigen Auge sah er die Karte, die die Kundschafter mit Hilfe der Trolle angefertigt hatten. �Zieht euch vom See zur�ck und marschiert durch die H�gellande zum Meer. Gul�dan ist geflohen, aber er hat sicherlich nicht alle Boote mitgenommen. Nicht mit nur zwei Clans. Der Rest der Schiffe sollte noch da sein.� Er verzog das Gesicht und zeigte seine Hauer. �Verfolgt die Verr�ter und vernichtet sie bis auf den letzten Orc. Dann versenkt ihre Leichen im Meer.�</p><p>�Aber� diese Stadt!�, protestierte Rend. �Der Krieg!�</p><p>�Die Ehre unseres Volkes steht auf dem Spiel!�, blaffte Doomhammer, hob seinen Hammer in Angriffsposition und knurrte die H�uptlinge an. Er provozierte sie f�rmlich, seine Befehle zu missachten. �Wir d�rfen sie nicht ungestraft davonkommen lassen!� Er musterte die beiden Blackhands. �Betrachtet es als M�glichkeit, eure eigene Ehre wiederherzustellen.� Er atmete tief durch und versuchte sich selbst zu beruhigen. �Ich werde meinen Clan langsamer s�dw�rts f�hren und mich der Allianz in den Weg stellen, damit sie euch nicht folgt. Und gleichzeitig das Land verw�sten. � Wir werden die Route bis zur Stadt offen halten. Wir werden wiederkommen�, versicherte er ihnen, �und beenden, was wir begonnen haben.�</p><p>Er sagte dies, obwohl er seine Zweifel daran hatte. Denn dieses Mal hatten sie die Stadt �berrascht. Das w�rde nicht noch einmal passieren.</p><p>Die Blackhands nickten, obwohl sie nicht sonderlich gl�cklich wirkten. �Es sei, wie du befiehlst.�</p><p>Maim stimmte zu, und er und sein Bruder erteilten den anderen Kriegern kurz darauf Marschbefehle.</p><p>Doomhammer wandte sich wieder Torgus zu, der gewartet hatte. �Sag Zuluhed, er soll alle Drachen zur Gro�en See schicken�, instruierte er den Reiter. �Flieg so schnell du kannst. Du wirst die Chance bekommen, den Tod deines Clanbruders zu r�chen.�</p><p>Torgus nickte und grinste d�ster beim Gedanken an Vergeltung. Dann wandte er sich seinem Drachen zu, wartete, bis Doomhammer zur�ckgetreten war, und lie� die riesige Kreatur ihre Fl�gel ausbreiten und abheben.</p><p>Doomhammer sah zu, wie er wegflog, und knirschte wieder mit den Z�hnen. Seine H�nde zitterten vor Wut. Er war so nahe dran gewesen! Noch ein Tag h�chstens, und die Stadt w�re sein gewesen!</p><p>Jetzt aber war die M�glichkeit vertan. Seine Chancen, diesen Krieg doch noch zu gewinnen, standen schlecht.</p><p>Aber die Ehre stand an allererster Stelle.</p><p>Teron Gorefiend stand in der N�he. Doomhammer wandte sich an den Todesritter. �Was ist mit dir, du verfaulender Leichnam?�, wollte Doomhammer von der Kreatur wissen. �Du bist einst Gul�dan gefolgt und hast uns verraten. Gehst du jetzt wieder zu ihm?�</p><p>Der untote Krieger sah ihn einen Moment lang mit seinen gl�henden Augen an, dann sch�ttelte er den Kopf. �Gul�dan hat unser Volk verraten�, antwortete Gorefiend. �Wir tun das nicht. Die Horde ist alles, und ihr geb�hrt unsere Treue � so wie dir, solange du sie anf�hrst.�</p><p>Doomhammer nickte br�sk, �berrascht von der Antwort der Kreatur. �Dann geh und besch�tze unser Volk, w�hrend es sich von der Stadt zur�ckzieht�, befahl er.</p><p>Gorefiend gehorchte, ging zu den anderen Todesrittern und ihren untoten Pferden. Tharbek entfernte sich ebenfalls. Innerhalb weniger Momente stand nur noch Doomhammer allein da.</p><p>�Gul�dan!�, br�llte er, reckte seinen Hammer und sch�ttelte ihn gen Himmel. �Du wirst daf�r sterben! Ich werde daf�r sorgen, dass du f�r diesen Verrat unendliche Qualen leidest!�</p><p>Der Himmel antwortete nicht, aber Doomhammer f�hlte sich nach diesem Gef�hlsausbruch ein wenig besser. Er senkte seinen Hammer und lenkte seinen Blick auf das Schlachtfeld. Er musste sich zwingen, dar�ber nachzudenken, wie er seine Krieger am schnellsten nach S�den und den Rest der Horde zum Meer f�hren konnte.</p><empty-line/><p>Gul�dan lehnte sich �ber den Bug und atmete die Seeluft ein. Er schloss die Augen und brachte seine mystischen Sinne zur Entfaltung. Mit seinem Geist suchte er nach der charakteristischen Aura der Magie.</p><p>Er fand sie fast augenblicklich. Sie war so stark, dass er sie wie das metallische Aroma frischen Blutes schmecken konnte, und so machtvoll, dass Haut und Haare davon knisterten.</p><p>�Halt!�, rief er �ber die Schulter, und seine Clansleute h�rten auf zu rudern, brachten das Boot zum Stehen. Gul�dan l�chelte. �Wir sind da�, verk�ndete er.</p><p>�Aber� hier ist nichts� sagte einer der Orcs, ein Mitglied seines eigenen Sturmr�cher-Clans namens Drak�thul. Gul�dan wandte sich ihm zu, �ffnete schlie�lich die Augen und starrte den jungen Hexenmeister an.</p><p>�Nein?� Er grinste. �Dann werden wir dir Ketten �berh�ngen und dich auf den Meeresgrund schicken, damit du ihn f�r uns erforschst. Oder w�rdest du es vorziehen, hier zu sitzen und darauf zu vertrauen, dass ich wei�, was ich tue?�</p><p>Drak�thul zog sich zur�ck, stammelte eine Entschuldigung. Aber Gul�dan ignorierte ihn bereits wieder. Stattdessen blickte er �ber das Wasser zum n�chsten Boot. Dort stand Cho�gall an der Reling.</p><p>�Informiert die anderen�, rief Gul�dan seinem Offizier zu. �Wir werden sofort anfangen. Doomhammer hat vielleicht schon von unserer Abfahrt geh�rt. Ich will nicht riskieren, dass er uns st�rt, bevor wir unser Ziel erreichen.�</p><p>Der zweik�pfige Oger nickte und wandte sich an das n�chste Boot, um die Befehle weiterzuleiten � von wo dann die Botschaft wiederum weitergereicht wurde. Leinen wurden zwischen den Schiffen geworfen, und schon bald wechselten Ogermagier und Orc-Totenbeschw�rer zu Gul�dans Schiff �ber. Manche benutzten die Leinen, um sich daran entlangzuhangeln. Andere schwammen, je nachdem, wie ge�bt sie im Umgang mit Wasser waren.</p><p>�Wir suchen einen alten Tempel, der unter uns liegt�, erkl�rte Gul�dan, als sich all seine Hexenmeister auf dem Deck versammelt hatten. �Wir k�nnten jetzt versuchen, dort hinunterzutauchen, aber ich wei� nicht, wie tief das Wasser hier ist. Au�erdem ist es da unten dunkel und kalt, und das mag ich nicht.� Er grinste. �Stattdessen werden wir den Boden anheben und den Tempel <emphasis>zu uns</emphasis> bringen.�</p><p>�Geht das denn?�, wollte einer der Ogermagier wissen.</p><p>�Allerdings�, antwortete Gul�dan. �Vor nicht allzu langer Zeit haben wir Orcs auf unserer Heimatwelt einen Vulkan im Schattenmondtal angehoben. Ich leitete damals den Schattenrat an � und heute werde ich uns entsprechend anleiten.� Er wartete auf weitere Fragen oder Einw�nde, aber es gab keine, und er nickte zufrieden. Seine neuen Untergebenen waren nicht nur st�rker als die alten, sondern auch gehorsamer. Zwei Merkmale, die er aus tiefstem Herzen sch�tzte.</p><p>�Wann fangen wir an?�, fragte Cho�gall schlie�lich.</p><p>�Sofort�, antwortete Gul�dan. �Warum sollen wir auch warten?� Er ging zur Schiffsreling, seine Assistenten stellten sich rechts und links von ihm auf. Dann schloss er die Augen und begann nach der Kraft zu tasten, die er tief unter sich f�hlen konnte. Sie war leicht zu erfassen. Als er sie fest im Griff hatte, begann Gul�dan zu zerren. Magisch zog er die Energie und ihre Quelle zu sich. Zur selben Zeit streckte er seinen Geist aus und weitete seinen Zauber auch auf die Umgebung aus, die er ebenso anhob. Der Himmel verd�sterte sich, und die See wurde rau.</p><p>�Ich habe es�, teilte er seinen Helfern durch zusammengebissene Z�hne mit. �Vereint euch mit meiner Magie, und ihr werdet es selbst sp�ren. Gebt eure Energien dazu und hebt es mit mir. Jetzt!�</p><p>Er sp�rte den Ruck, als zuerst Cho�gall und dann die anderen ihre Kraft mit seiner vereinten. Ein tiefrotes Leuchten erf�llte den Himmel, es donnerte und begann zu regnen. Schwere Wellen warfen das Boot hin und her. Das gewaltige Gewicht wurde leichter. Es war zwar immer noch schwer, aber diesmal ertr�glich, nicht l�nger schmerzhaft. Und mit jedem Zug wurde die Magie st�rker und sein Griff fester. Die Natur widersetzte sich, doch er hielt stand, gab nicht nach.</p><p>Stundenlang standen sie so da, unbeweglich in den Augen der versammelten Krieger, aber versunken im Kampf gegen die Kr�fte des Ozeans. Wasser durchn�sste sie von oben bis unten. Donner lie� sie taub werden. Blitze blendeten sie.</p><p>Die Boote waren zusammengebunden, und die Krieger griffen nach ihren Rudern, um nicht zu Fall gebracht zu werden. Einige schauten zu Gul�dan und den anderen Hexern und warteten auf Anweisungen. Aber keiner bewegte sich, auch wenn das Schiff besorgniserregend schlingerte.</p><p>Dann stieg ein kleines St�ck vom vordersten Schiff entfernt eine Wolke auf und erf�llte die Luft mit Feuer, Asche und Rauch. Durch die brennende Luft konnten sie erkennen, dass etwas durch das Wasser schlug wie ein K�kenschnabel, der die Schale seines Eis durchdrang. Das Etwas schien aus Fels zu bestehen, und die Krieger erlebten starr vor Staunen mit, wie die Landmasse gr��er wurde, sich aus den Wellen erhob, und wie Wasser und Lava abtropften. Aus dem kleinen Fels wurde ein gr��eres Fragment, das Fragment verwandelte sich in ein kleines Plateau, das Plateau wurde zu einem breiten Riff, und das Riff ging �ber in eine steinige Ebene.</p><p>Aber es stiegen noch weitere Formen auf und erhoben sich aus der aufger�hrten See unweit der ersten Landmasse.</p><p>Alle Teile waren miteinander verbunden, und als sich die See zur�ckzog, konnten die Orcs eine komplette Insel sehen, die immer noch Feuer, Dreck und Dampf ausspie. Eine zweite, kleinere Insel folgte � dann eine dritte und vierte.</p><p>Am Ende lichtete sich der Himmel. Seine Farbe wandelte sich vom wirbelnden Rot zu bleiernem Grau. Die Wellen schlugen nun bereits nicht mehr so hoch.</p><p>Gul�dan �ffnete die Augen. Er schwankte leicht und lehnte sich an die Reling, wie auch ein paar seiner Hexer es taten.</p><p>Er blickte �ber die neue Inselkette, die immer noch dampfte, immer noch knirschte und knarzte, bis sich ihr neues Aussehen gefestigt hatte.</p><p>Er l�chelte. �Bald�, sagte er leise, w�hrend er das Land betrachtete und mit seinem Geist erkundete. �Bald werde ich uns zu dem Tempel f�hren, in dem der gro�e Lohn all unserer M�hen auf uns wartet��</p><p>�Ich kann sie sehen�, rief ein Krieger. �Da sind sie, bei den Inseln dort!�</p><p>Rend Blackhand, einer der beiden H�uptlinge des Black-Tooth-Grin-Clans, schaute in die angezeigte Richtung. Sie hatten miterlebt, wie See und Luft sich wie verr�ckt geb�rdeten. Schlie�lich hatten sie den schmalen Landstreifen im Westen und die dunklen Umrisse darum herum entdeckt.</p><p>�Gut�, sagte er, nickte und lie� seine H�nde auf dem Stiel seiner Axt ruhen. �Erh�he die Geschwindigkeit�, wies er den Trommler an. �Ich will sie einholen, bevor sie in ein Versteck verschwinden.�</p><p>Auf einem der anderen Boote sah er seinen Bruder Maim mit dessen Trommler sprechen. Gewiss erteilte er ihm denselben Befehl.</p><p>�Was machen wir, wenn sie Magie gegen uns einsetzen?�, fragte einer der j�ngeren Krieger. Mehrere andere nickten zustimmend.</p><p>Davor hatten sie die meiste Angst, noch mehr, als von der Allianz gefangen genommen oder von einem Drachen gefressen zu werden.</p><p>Rend konnte ihnen ihre Bedenken nicht ver�beln. Er war auch nicht begeistert von der Idee, Gul�dan und seine Getreuen zu bek�mpfen. Doomhammer hatte ihnen einen Befehl gegeben, und der Ruf des Namens Blackhand stand auf dem Spiel.</p><p>Rend wollte seine Anordnungen befolgen � oder bei ihrer Ausf�hrung sterben.</p><p>�Seine Magie ist m�chtig�, gab er zu, �Gul�dan allein k�nnte leicht drei oder vier von uns binnen Minuten t�ten. Aber er braucht diese Minuten. Und er ben�tigt physischen Kontakt oder muss uns zumindest nahe sein. Oder er muss etwas haben, was aus dem Besitz des Opfers stammt.� Er grinste. �Hat irgendjemand dem Hexer einen Wasserschlauch, ein paar Handschuhe oder einen Wetzstein geliehen?� Das brachte ihm ein paar Lacher ein, ganz wie er es gehofft hatte. �Dann bleibt den Hexenmeistern aus dem Weg, bis wir da sind. Lasst sie nicht zu nah an euch heran und attackiert sie, bevor sie ihre Zauber wirken k�nnen.� Zur Bekr�ftigung seiner Worte fuhr er mit der Hand �ber die Axt. �Trotz ihrer Macht sind sie doch immer noch Orcs und k�nnen bluten und sterben. Es ist nichts anderes, als wollte man daheim einen Oger jagen. Jeder Einzelne mag st�rker sein als einer oder zwei von uns. Aber wir k�nnen sie �berw�ltigen, wenn wir in Gruppen angreifen.� Seine Krieger nickten. Sie verstanden die Idee dahinter, und eigentlich war Magie auch nur eine Waffe, vor der man keine �bertriebene Angst haben musste.</p><p>�Wir sind fast da�, verk�ndete der Steuermann. Rend sah an ihm vorbei. Die Konturen der Insel zeichneten sich bereits ab. Rend konnte anhand der Schiffe absch�tzen, dass das neue Land gro� war, gr��er als die meisten Inseln, die er auf dieser Welt gesehen hatte.</p><p>Aus den winzigen Flecken am Horizont waren mittlerweile vollwertige Boote geworden. Er konnte klar erkennen, wie die Orcs aus ihnen kletterten oder sprangen und auf die dunkle K�ste zuliefen.</p><p>Rend unterdr�ckte ein Knurren, das tief in ihm lauerte und heraus wollte. Er befahl: �Bereitet euch auf die Landung vor! Zielt auf die Hexenmeister. Und t�tet jeden, der sich euch in den Weg stellt!�</p><empty-line/><p>�Wir haben Gesellschaft bekommen�, sagte Cho�gall zu Gul�dan. Ihr Boot war schlie�lich auf den Sand des Strandes aufgelaufen. Die Insel bebte immer noch, sonderte Dampf ab, spie Feuer und Lava.</p><p>Gul�dan folgte der Geste seines Assistenten und ersp�hte eine Flotte von Schiffen, die sich der Insel von der anderen Seite her n�herte.</p><p>Seiner Insel.</p><p>An der Art, wie das F�hrungsboot sich bewegte, konnte Gul�dan erkennen, dass es gerudert wurde, statt von Segeln bewegt. Das bedeutete normalerweise nur eines: Es wurde von Orcs gelenkt.</p><p>Doomhammers Truppen hatten sie gefunden.</p><p>�Verdammt soll er sein!�, murmelte Gul�dan. �Warum trifft er seine Entscheidungen immer so schnell? Nur ein Tag mehr, und wir w�ren fertig gewesen, bevor sie angekommen w�ren�� Und lauter f�gte er hinzu: �Du wirst sie eine Weile besch�ftigen m�ssen, w�hrend ich in den Tempel gehe und nach der Gruft suche.�</p><p>Cho�gall grinste mit beiden K�pfen. �Aber gerne doch.� Der riesige zweik�pfige Oger war ebenso fanatisch wie der Rest seines Clans und glaubte daran, dass er das Ende der Welt einleiten k�nnte. Vorzugsweise mit Gewalt und Blutvergie�en.</p><p>Alle Orcs des Schattenhammer-Clans teilten denselben Glauben und w�rden mit Freude jeden bek�mpfen, wenn es die Welt ihrem Untergang n�her brachte. Dabei war es nicht von Schaden, dass das D�monenblut, das sie auf Draenor getrunken hatten, ihre nat�rliche Gewaltbereitschaft noch gesteigert hatte.</p><p>�Sie werden nicht an uns vorbeikommen�, versprach der Oger und zog sein langes Krummschwert.</p><p>Gul�dan nickte. �Gut.� Er marschierte vorsichtig �ber die Insel, von der vielerorts Rauch aufstieg.</p><p>Drak�thul und die anderen Totenbeschw�rer und Ogermagier folgten ihm.</p><empty-line/><p>�Angriff!�, br�llte Rend, die Axt in der Hand, w�hrend er mit seinen Kriegern vorw�rts st�rmte. �T�tet die Verr�ter!�</p><p>�Tod den Verr�tern!� Maim griff die Losung neben ihm auf.</p><p>�In den Kampf!�, rief Cho�gall. Er hielt seine sensen�hnliche Klinge erhoben, sodass ihre scharfe Schneide im schwachen Nachmittagslicht gl�nzte. �Tr�nkt dieses Land mit ihrem Blut, auf dass ihr Tod das Ende aller Zeiten einl�ute!�</p><p>Die beiden Armeen trafen auf dem lavaumfluteten steinigen Strand mit Urgewalt aufeinander. Orc gegen Orc. Waffen blitzten, �xte, H�mmer, Schwerter und Speere verkeilten sich, wurden geschwungen und droschen voller Leidenschaft und Kraft aufeinander ein. Blut floss allenthalben, erf�llte selbst die Luft mit einem roten Spr�hnebel und f�rbte die Wellen dunkel. Der unebene Boden wurde rutschig. Viele Krieger verloren das Gleichgewicht� und wurden erschlagen, w�hrend sie sich noch bem�hten, wieder auf die Beine zu kommen.</p><p>Die Schlacht wogte wild hin und her. Cho�galls Krieger k�mpften ohne R�cksicht auf die eigene Sicherheit. Das einzige Ziel war, soviel Schaden wie nur m�glich anzurichten.</p><p>Doomhammers Soldaten stritten f�r Rache und Gerechtigkeit. Sie r�chten Gul�dans Verrat. Die Schlacht hatte ihnen bereits einen hohen Blutzoll abverlangt. Denn beide Seiten glaubten an ihre Ziele, und keine wollte nachgeben.</p><p>Der Hauptunterschied war die Anzahl der K�mpfer. Gul�dan gebot �ber zwei Clans: seine eigenen Sturmr�cher und Cho�galls Schattenhammer-Clan. Seine Sturmr�cher waren der kleinste Clan, und setzte sich ausnahmslos aus Hexenmeistern zusammen. Jeder Einzelne von ihnen war jetzt bei Gul�dan. Damit blieb nur der Schattenhammer-Clan, um Doomhammers Streitkr�fte abzublocken.</p><p>Rend und Maim hatten den Gro�teil ihres Black-Tooth-Grin-Clans mitgebracht, einen der gr��ten der Horde. Der Schattenhammer-Clan war zahlenm��ig unterlegen, und sie wussten es.</p><p>Als der Kampf weiterging und beide Seiten schwere Verluste hinnehmen mussten, begann sich aber der Unterschied auszuwirken.</p><p>Die fanatischen Orcs weigerten sich aufzugeben und k�mpften bis zum Schluss. Sie nahmen viele von Doomhammers Kriegern mit sich in den Tod. Cho�gall selbst schlug einem der besten Black-Tooth-Grin-Kriegern den Arm ab, bevor er selbst fiel. Beide �xte des Orc-Kriegers steckten in seiner Brust.</p><p>Ein anderer Streiter verlor ein Auge durch einen gut gezielten Schlag mit einer Kriegsaxt. Aber am Ende war der Strand von Leichen �bers�t, und nur die Truppen des Blackhand-Clans waren noch �brig.</p><p>�Und nun��, Rend wischte seine Axt an der Brust eines gefallenen Orcs ab, und Blut troff aus einer langen Wunde, die quer �ber seine Brust verlief, �� jagen wir Gul�dan. Der Hexer ist mir einige Antworten schuldig!�</p><empty-line/><p>Gul�dan stand am Fu� des alten Tempels. Seine �u�eren Mauern waren kaum noch erkennbar unter der jahrhundertealten Schicht aus Moos, Pilzen, Korallen und Entenmuscheln. Aber er konnte immer noch die Spuren einer Architektur ausmachen, die zu dem passte, was er in Quel�Thalas gesehen hatte. Sowohl was die Gr��e anging, als auch den Stil.</p><p>Elfen hatten diesen Bau entworfen, und einst war er pr�chtig verziert gewesen, dessen war Gul�dan sich sicher. Jetzt allerdings waren die W�nde ramponiert, und das Geb�ude erinnerte eher an eine willk�rliche Ansammlung von Schmutz, Seegras und Verkrustungen als an etwas, das nach einem ausget�ftelten Plan errichtet worden war.</p><p>Aber das Aussehen interessierte Gul�dan nicht. Was ihn interessierte, ja <emphasis>erregte</emphasis>, war das Pulsieren, das er in seinem Geist sp�ren konnte. Eine Kraft, die ihn so stark anzog, dass er sie beinahe greifen konnte.</p><p>�Hinein�, sagte er zu Drak�thul und den anderen. �Wir m�ssen hinein.�</p><p>Er hatte mit ihnen vereinbart, sie in den Tempel zu bringen. Er wusste, dass die Gruft, die das Auge des Sargeras beherbergte, darin lag. Das Auge, das ihm gottgleiche F�higkeiten verleihen w�rde. Aber konnte er das allein schaffen, oder musste er das Potenzial mit dem Rest des Schattenrats teilen?</p><p>Schlie�lich war er zu dem Schluss gelangt, dass er nicht absehen konnte, was der Tempel noch alles enthielt. Deshalb hielt Gul�dan es f�r das Beste, seine Diener mitzubringen. Falls n�tig, konnte er sie immer noch t�ten, sobald sie die Gruft erreichten.</p><p>Er trat vorsichtig ein und erschuf eine Kugel aus gr�nem Licht, um besser sehen zu k�nnen. Die Hallen und R�ume hier waren so verschmutzt und l�diert wie das �u�ere, der Boden war von Sand, Kies und Seegras �berzogen. An den W�nden wucherten Pflanzen und Muscheln verschiedener Gr��e und Art. Selbst die Durchg�nge hatten sich ver�ndert, waren deformiert worden von Kreaturen, die hier all die Jahre gelebt hatten.</p><p>�Schnell, ihr Dummk�pfe�, ermahnte er seine Clanbr�der ungeduldig. �Los doch, vorw�rts, sucht den Hauptdurchgang! Wir m�ssen die Kammer des Auges erreichen, bevor der W�chter der Gruft erwacht!�</p><p>�W�chter?�, fragte einer der Zauberer, Urluk Wolkent�ter, z�gerlich. �Du hast nie vor W�chtern gesprochen!�</p><p>�R�ckgratlose Feiglinge!�, rief Gul�dan und schlug dem sich duckenden Urluk ins Gesicht. �Ich habe <emphasis>vorw�rts</emphasis> gesagt.�</p><p>Seine Wut mobilisierte sie und �berlagerte zumindest zeitweise ihre Angst vor dem seltsamen Ort und den Schrecken, die hier lauern mochten. Die Hexenmeister begannen, das Geb�ude zu durchsuchen. Schlie�lich fanden sie den Hauptkorridor und folgten ihm.</p><p>Als sie weiter vordrangen, wurden die Sch�den geringer. Bald erkannte Gul�dan filigrane Schnitzereien an den S�ulen und Pfeilern. Feine Gravuren liefen entlang der Mauern, genauso wie sich sch�ne Mosaike �ber die B�den und Decken erstreckten. Die Farben war nat�rlich schon lange vom Salzwasser zerst�rt worden, aber anhand der Dekorationen konnte man erahnen, wie prachtvoll das Geb�ude einst gewesen war. Ein wahrhaft imposanter Tempel, der jedermann beeindruckt haben musste, selbst den desinteressiertesten Besucher.</p><p>Gul�dan hatte daf�r jedoch keinen Blick �brig. Er wollte nur eines, und das war die Magie, die in der Kammer auf der untersten Ebene auf ihn wartete.</p><p>Als er dort schlie�lich ankam, blieb er einen Moment lang stehen, um den Augenblick auszukosten.</p><p>�So, Sargeras�, fl�sterte er, �jetzt werde ich f�r mich beanspruchen, was von deiner Macht noch �brig ist. Und ich werde diese erb�rmliche Welt in die Knie zwingen!�</p><p>Er konnte die hier schlummernde Energie schon fast f�hlen. Es war genug, um seine Sinne anzuregen und seinen Geist vor Erwartung beben zu lassen.</p><p>Die Lichtkugel war, als er sie beschworen hatte, nicht gr��er als sein Kopf gewesen. Inzwischen aber war sie doppelt so gro� und von einem wilden gr�nen Feuer erf�llt. Er konnte nicht unverwandt in sie hineinsehen. Sie war so grell und hei�, dass er sie in der Mitte der Halle halten musste, um zu verhindern, dass sie sich durch die Wand schmolz.</p><p>Und er war noch weit von der Quelle entfernt.</p><p>Zu was w�rde er erst f�hig sein, wenn er jene Macht <emphasis>ber�hrte</emphasis>� und sie v�llig in sich aufsog?</p><p>In solche Gedanken versunken schickte Gul�dan die anderen zur anderen Seite des Raumes.</p><p>Sie gehorchten.</p><p>Dann zog er am Steinhebel einer massiven schwarzen Eisent�r. Es war die einzige Stelle im ganzen Tempel, die v�llig schmucklos war. Und diese Schmucklosigkeit verlieh ihr eine Eleganz und W�rde, die all die Statuen und Schnitzereien nicht zu erzeugen vermocht hatten.</p><p>Dieser Ort war einfach zu wichtig f�r Firlefanz. Begierig zu sehen, was sich hinter der T�r befand, zog Gul�dan mit aller Kraft am Hebel.</p><p>Er merkte, dass er nach den vielen Jahrhunderten ein wenig fest sa�, und er sp�rte das Prickeln von Magie.</p><p>Nichts Gef�hrliches, eher ein Hinweis darauf, dass Magie gewirkt wurde. Aber er konnte den m�chtigen Spruch erahnen, der damit verbunden war.</p><p>Der Anfangszauber jedoch, dieser Vorbote von etwas Gr��erem, glitt ohne Schaden anzurichten durch ihn hindurch, und der eigentliche Zauber wurde gar nicht erst ausgel�st.</p><p>So, wie Sargeras es ihm versichert hatte.</p><p>Aegwynn hatte die Gruft gegen das Eindringen von Menschen, Elfen, Zwergen und selbst Gnomen gesichert. Kurz gesagt: gegen jedes Volk. Zumindest gegen jedes, das auf dieser Welt ans�ssig war.</p><p>Aber er war ein Orc. Und Aegwynn hatte niemals etwas von Draenor geh�rt. Folglich schloss ihr Spruch ihn nicht ein, und deshalb war er in der Lage, den Hebel ganz nach unten zu dr�cken.</p><p>Ein lautes Knirschen ert�nte. Dann gab es einen heftigen Ruck, und die T�r schwang weit auf.</p><p>Jenseits des Durchgangs lag eine Finsternis, die selbst Gul�dans Licht nicht aufzuheben vermochte. Eine Finsternis, so kalt, dass seine Finger binnen einer Sekunde taub wurden und sein Atem sich in Eiskristalle verwandelte.</p><p>Und langsam nahm die Dunkelheit Form an, wurde zu einzelnen, kriechenden Schemen. Sich kr�mmende Schatten mit Augen, die dunkler gl�hten als der Rest, so dunkel, dass es weh tat, sie nur anzusehen.</p><p>Und dann l�chelten diese dunklen Schemen, als sie die Gruftt�r erreichten und ihr uraltes Gef�ngnis verlie�en. Sie kamen auf den wie versteinert dastehenden Gul�dan und seine Hexenmeister zu.</p><p>D�monen! D�monen, wie er sie noch nie zuvor erblickt hatte!</p><p>Gul�dan hatte geglaubt, in der Vergangenheit schon wirklich schrecklichen Kreaturen begegnet zu sein. Aber diese hier machten alle anderen vergessen, lie�en sie im Vergleich wie Scho�tierchen erscheinen.</p><p><emphasis>Nein</emphasis>!, schrie Gul�dans Geist auf. Er war immer noch unf�hig, seinen Mund zu bewegen, um die Worte laut auszusprechen. <emphasis>So war das nicht vereinbart! Sargeras hat es versprochen</emphasis>.</p><p>Er versuchte, Magie zu beschw�ren, die H�nde zu heben, zu rennen� <emphasis>irgendetwas</emphasis> zu tun. Aber der schiere Anblick der Wesen hatte ihn paralysiert. Sowohl den K�rper als auch die Seele.</p><p>Und er, der sich f�r den Meister gehalten hatte, konnte nichts anderes tun, als hilflos zuzusehen und zu erschaudern, als sie ihm entgegen kamen. Zuzusehen, wie ihre schattenhaften Klauen vorschossen� um sein Gesicht zu liebkosen.</p><p>Die erste Ber�hrung reichte aus, um die Erstarrung zu l�sen, und Gul�dan merkte, wie er losrannte, um diesem Albtraumort zu entkommen.</p><p>Drak�thul und die anderen hatten direkt hinter ihm gestanden. Jetzt waren sie nirgendwo mehr zu sehen, mussten schon geflohen sein.</p><p>Schreie hallten von der Gruft her�ber, als Gul�dan Korridor um Korridor durchquerte. Sein Gesicht brannte, wo die Klauen ihn ber�hrt hatten. Und als er eine Hand an seine Wange hob, erkannte er, dass er dort geschnitten worden war, und zwar sehr tief.</p><p>�Verdammt seist du, Sargeras!�, fluchte er, als er zwischen den S�ulen und Pfeilern entlang stolperte, durch R�ume und Alkoven hetzte. �So werde ich mich nicht geschlagen geben! Ich bin Gul�dan. Ich bin die Inkarnation der Finsternis! Es kann noch nicht so� enden!�</p><p>Er machte eine Pause, um zu Atem zu kommen und zu lauschen. Nichts. Die Schreie hatten aufgeh�rt. <emphasis>Verdammte kleingeistige Schw�chlinge</emphasis>, dachte er und stellte sich die Sturmr�cher vor, die ihm hier hinunter gefolgt waren.</p><p>�Sie sind wahrscheinlich alle schon tot!� Seine Wange pochte, und er presste die Hand dagegen. Er versuchte, die Blutung zu stillen. Ihm wurde schwindelig, und seine Glieder f�hlten sich ganz schwach an. �Ich muss trotzdem weitermachen�, knurrte er grimmig. �Meine Kraft allein sollte ausreichen, um��</p><p>Gul�dan h�rte auf zu sprechen, um besser lauschen zu k�nnen. Auf seinen Armen bildete sich eine G�nsehaut. Was war das f�r ein Ger�usch? Es war schwach und wiederholte sich, klang grausam und� am�siert zugleich�</p><p>�Dieses Gel�chter� bist du das, Sargeras?�, fragte er laut. �Willst du mich verspotten? Nun, wir werden sehen, wer zuletzt lacht, D�mon. Wenn ich erst deine brennenden Augen f�r mich beanspruche!�</p><p>Er bog um eine Ecke� und stand in einem gro�en Raum, dessen W�nde �berraschenderweise wei� waren. Von etwas, das er nicht benennen konnte inspiriert, ging Gul�dan zur n�chstgelegenen Wand und begann, etwas darauf zu schreiben. Er kritzelte eine Beschreibung der Gruft und ihrer W�chter mit seinem eigenen Blut an die Wand. Mehrere Male unterbrach er sich. Seine Hand war zu schwer, um sie zu erheben.</p><p>��berfallen� von den W�chtern�, schrieb er schwach. �Ich� sterbe.�</p><p>Er wusste, dass es stimmte und k�mpfte darum, seine Niederschrift zu beenden, bevor er tot war. Aber hinter ihm konnte er bereits dasselbe trockene, hungrige Ger�usch ausmachen, das er auch schon in der Gruft geh�rt hatte.</p><p>Sie kamen, um ihn zu holen.</p><p>�Wenn meine Diener mich nicht verlassen h�tten�, schrieb er, und seine Augen waren kaum noch in der Lage, sich zu konzentrieren, seine Kehle war zu eng geworden, um �berhaupt noch Worte zu formen.</p><p>Doch nun erkannte er, dass es nicht ihr Fehler gewesen war. Es war seiner gewesen. Die ganze Zeit �ber hatte er geglaubt, alles unter Kontrolle zu haben. Doch in Wirklichkeit war er nicht mehr als ein T�lpel gewesen, ein Werkzeug, ein Sklave. Seine gesamte Existenz war nur Schein gewesen, ein Witz. Und bald w�rde es vorbei sein.</p><p><emphasis>Ich war ein solcher Narr</emphasis>, dachte er und h�rte zu schreiben auf. M�hsam wandte er sich um, wollte mit seinen letzten Kraftreserven davonlaufen� und wusste doch, dass es daf�r l�ngst zu sp�t war.</p><p>Dann erwischten ihn die Klauen � und Gul�dan gewann lange genug seine Stimme zur�ck, um lauthals und verzweifelt aufzubr�llen.</p><empty-line/><p>Rend streckte seinen Arm aus und hinderte Maim daran, weiterzugehen. �Nein�, sagte er leise. Blut quoll aus der primitiven Binde, die er aus dem G�rtel eines gefallenen Kriegers gemacht hatte.</p><p>�Wir m�ssen hinter Gul�dan her�, sagte Maim, obwohl er zahlreiche Wunden hatte und die primitiven Verb�nde, die er um ein Bein und die Schulter trug, bereits von Blut durchtr�nkt waren.</p><p>�Daf�r gibt es keinen Grund mehr�, versicherte ihm sein Bruder. �Diese� Kreaturen haben die Aufgabe f�r uns erledigt.�</p><p>Etwas Erstaunliches, nein <emphasis>Ungeheuerliches</emphasis> war vom Geb�ude vor ihnen aufgestiegen, etwas mit vielen Gliedern und zu vielen Gelenken� und viel zu vielen Z�hnen. Das Unget�m war von anderen, die ebenso waren wie es, begleitet worden, und gemeinsam hatten sie die Orcs ohne Pause attackiert. Sie zerrissen sie wie vor Hunger wahnsinnig gewordene Tiere, die sich tobs�chtig auf ihre Beute st�rzten.</p><p>Etliche Orcs waren vom blo�en Anblick dieser schrecklichen Kreaturen zu Salzs�ulen erstarrt. Aber andere hatten gek�mpft und schlie�lich auch noch die letzte dieser Kreaturen besiegt. Obwohl sie zuvor ein Dutzend Orcs erschlagen hatte.</p><p>Die Unget�me waren aus dem Geb�ude gekommen. Aber nur ein Krieger, Rend, hatte ein Gesp�r f�r Magie. Er konnte die Zauberei in dem merkw�rdigen alten Geb�ude vor ihnen <emphasis>riechen</emphasis>.</p><p>Diese Mauern waren von Hass erf�llt, ein Hass, der �berm�chtig strahlte und gegen alles und jeden gerichtet schien.</p><p>Dann hatte etwas die Orcs zu Fall gebracht, eine gewaltige Ersch�tterung, ein Beben begleitet von einem ohrenbet�ubenden Ger�usch, das aus Richtung des Eingangs kam.</p><p>Ein dunkles Rumpeln und Rumoren, wie Gel�chter, war von tief unten zu ihnen heraufgedrungen. Luft kam aus dem Geb�ude, stinkend und faul, und noch etwas war darin, etwas, das Rend die Nackenh�rchen str�ubte. Er sah nichts, aber war sicher, dass er etwas B�ses gesp�rte hatte, das von diesem merkw�rdigen Ort stammte. Das Rumpeln hielt an. Risse wurden in den Steinen unter ihren F��en sichtbar. Die ganze Insel fiel auseinander.</p><p>�Gul�dan stellt keine Bedrohung mehr dar�, sagte Rend, als er wieder auf die Beine kam.</p><p>Und irgendwie wusste er, dass das stimmte. Was auch immer Gul�dan zu finden gehofft hatte, hier hatte nur sein Tod auf ihn gewartet.</p><p>Rend hoffte nur, dass Gul�dans Sterben langsam und qualvoll vonstatten gegangen war. Er war fast sicher, dass dem so gewesen war.</p><p>�Was machen wir dann jetzt?�, fragte Maim, als sie sich abwandten und den Tempel hinter sich lie�en.</p><p>�Wir kehren zu Doomhammer zur�ck�, sagte Rend. �Wir haben immer noch einen Krieg zu f�hren, und jetzt brauchen wir uns wenigstens keine Gedanken mehr um Verr�ter zu machen, die unsere St�rke von innen heraus zersetzen.�</p><p>Eintr�chtig begaben sich die Br�der zum Strand, wo die Boote auf sie warteten.</p></section><section><title><p>18</p></title><p>�Sind wir bereit?�</p><p>�Bereit, Sire.�</p><p>Daelin Proudmoore nickte und blickte weiter geradeaus. �Gut. Gebt das Signal, in Position zu gehen. Wir greifen an, sobald wir in Reichweite sind.�</p><p>�Ja, Sire.� Der Quartiermeister salutierte und l�utete dann die gro�e Messingglocke neben dem Steuerrad.</p><p>Proudmoore h�rte, wie die F��e seiner Leute �ber das Deck trommelten, Seile gerefft wurden und die M�nner auf seinem Flaggschiff eiligst ihre Positionen einnahmen.</p><p>Er l�chelte. Er liebte Ordnung und Pr�zision, und seine Mannschaft wusste das. Er hatte jeden seiner Leute handverlesen. Nie war er mit besseren M�nnern gesegelt. Und auch wenn er das niemals offen zugegeben h�tte, wusste die Mannschaft, dass er gro�e St�cke auf sie hielt.</p><p>Proudmoore richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf das Meer. Er beobachtete die Wellen und den Himmel. Er hob sein Fernrohr und suchte nach den dunklen Umrissen, die er bereits gesehen hatte.</p><p>Da! Die Schiffe waren jetzt viel n�her, und er konnte einzelne Umrisse voneinander unterscheiden, nicht mehr l�nger nur die Mastspitzen.</p><p>Der Ausguck hatte von seinem Kr�hennest aus eine noch viel bessere Sicht. In sp�testens zehn Minuten w�rden die Umrisse sich in Schiffe verwandeln.</p><p>Orc-Schiffe! Die Flotte der Horde, um genauer zu sein.</p><p>Proudmoore schlug mit der Faust auf die Hartholzreling. Es war das einzige sichtbare Zeichen seiner Erregung.</p><p>Endlich! Davon hatte er seit Beginn des Krieges getr�umt. Er war begeistert gewesen, als er die Nachricht von Turalyon erhalten hatte, dass die Horde nach Southshore segele. Als der Ausguck dann die Orc-Schiffe auf der Gro�en See ersp�ht hatte, versuchte er seine Aufregung zu unterdr�cken.</p><p>Der Ausguck hatte ihn auch dar�ber informiert, dass die Orcs zwei verschiedene Gruppen bildeten. Die erste hatte schnellstm�glich das offene Meer angesteuert, w�hrend die zweite sich noch m�hte, aufzuholen. Es war schwer abzusch�tzen, ob die beiden einfach schlecht koordiniert waren, oder ob die zweite Gruppe die erste verfolgte.</p><p>Konnte es so etwas wie Orc-Rebellen geben? Proudmoore wusste es nicht, und es war ihm auch egal. Es z�hlte nicht, wohin die Gr�nh�ute gefahren waren oder was sie vorhatten. Ihn interessierte lediglich, dass die Orc-Schiffe zur�ckkehrten � zur�ck nach Lordaeron.</p><p>Und jetzt waren sie endlich in Reichweite.</p><p>Proudmoore konnte die Schiffe mit blo�em Auge erkennen. Sie bewegten sich sehr schnell, obwohl sie keine Segel hatten. Er hatte bislang nur wenige Orc-Schiffe aus der N�he gesehen. Um dieses Tempo erreichen zu k�nnen, mussten die Orcs v�llig synchron rudern. Das hohe Tempo bedeutete aber auch, dass sie an Man�vrierbarkeit einb��ten. Seine eigenen Schiffe konnten die Orcs leicht umkreisen�</p><p>Er wollte vermeiden, dass die Orcs sie zu fr�h bemerkten. Seeschlachten waren ein riskantes Unterfangen. Proudmoore wollte die Orc-Flotte so schnell und effizient wie m�glich versenken.</p><p>Nun also harrte er hinter der Insel Wappenfall aus, nord�stlich von seinem geliebten Kul�Thiras. Seine gesamte Flotte war bereit und wartete darauf, dass die Gegner in Reichweite kamen.</p><p>Und das passierte gerade.</p><p>�Feuer!�, rief Proudmoore, als das zehnte Orc-Schiff ihre Position passiert hatte. Die Gr�nh�ute schienen nicht gesehen zu haben, dass er mit seiner Flotte zwischen den beiden Inseln wartete. Die Segel waren noch aufgerollt und die Laternen zugeh�ngt.</p><p>Die erste Salve erwischte das anvisierte Schiff. Die Kugeln trafen es genau in der Mitte, wodurch es auseinanderbrach und schlie�lich sank.</p><p>�Segel setzen, volle Kraft voraus!�, befahl Proudmoore. Das Schiff schoss f�rmlich �ber das Wasser, als der Wind sich in den Segeln fing. Er wusste, dass seine Kanoniere bereits nachluden, und weitere Seeleute standen mit Armbr�sten oder kleinen F�ssern mit Schwarzpulver bereit.</p><p>�Zielt auf das n�chste Schiff in der Reihe�, instruierte Proudmoore sie. Die Besatzung best�tigte und schleuderte die F�sser auf das n�chste Orc-Boot. Dann z�ndeten sie �lgetr�nkte Lappen an, die um die Bolzen der Armbrustsch�tzen gewickelt waren und feuerten sie ab. Eines der F�sser explodierte und streute Feuer �ber das Deck� dann ging ein zweites hoch. Das Schiff stand schnell in Flammen, seine teergedeckten Planken brannten lichterloh.</p><p>Dann war Proudmoores Schiff an der Reihe der Orc-Schiffe vorbei und drehte bei, um von der anderen Seite anzugreifen.</p><p>Es lief alles so gut, wie Proudmoore es erwartet hatte. Die Orcs waren keine Seeleute und wussten nur wenig �ber Segeln oder Seekriegsf�hrung. Aber sie waren unerschrockene Krieger, und es konnte gef�hrlich werden, wenn sie in Enterreichweite kamen. Aber Proudmoore hatte seine Kapit�ne instruiert, sich von ihnen fernzuhalten. Mehrere seiner Schiffe waren ihm durch die gegnerische Flotte hindurch gefolgt und bedrohten die Fahrzeuge der Gr�nh�ute nun von der gegen�berliegenden Seite. Eine zweite Gruppe war nahe bei Wappenfall geblieben und schlug von dort aus zu. Ein dritter Verband wiederum hatte sich nach Norden gewandt und die k�mpfenden Schiffe passiert. Jetzt bildeten sie eine Blockade f�r diejenigen Orc-Boote, die zu fliehen versuchten. Ein vierter Pulk schlie�lich hatte sich s�dlich gehalten, wodurch er die Orc-Schiffe umzingeln konnte.</p><p>Drei Boote hatte die Horde bereits verloren. Proudmoores Flotte dagegen musste bislang keinerlei Verlust beklagen.</p><p>Er erlaubte sich ein seltenes L�cheln. Bald w�rde das Meer wieder orcfrei sein�</p><p>In diesem Moment meldete der Ausguck: �Admiral! Da� da kommt was auf uns zu � aus der Luft!�</p><p>Proudmoore sah auf und erblickte den Seemann, der bleich geworden war, sich sch�ttelte und nach Norden stierte. Der Admiral wandte sein Fernrohr in diese Richtung und erkannte schon bald, was den Ausguck derart ver�ngstigte.</p><p>Kleine dunkle Flecke stie�en aus den Wolken auf sie herab. Sie waren noch zu weit entfernt, um klar identifiziert werden zu k�nnen, aber er sah, dass es mehrere waren, die sich schnell n�herten.</p><p>Er wusste nicht, �ber welche fliegenden Einheiten die Horde verf�gte. Doch etwas sagte Proudmoore, dass diese Schlacht noch lange nicht gewonnen war.</p><empty-line/><p>Derek Proudmoore sah auf. Er stand neben dem Steuermann.</p><p>�Was war das?�, wandte er sich an den Mann im Ausguck, aber der war im Kr�hennest zusammengesunken und gab keine Antwort.</p><p>Derek �berlegte nicht lange, sondern sprang auf und eilte zum Hauptmast. �ber die Aufbauten gelangte er zum Hauptholm und von dort aus weiter zum Kr�hennest.</p><p>�Gerard?�, rief er, oben angekommen. �Alles in Ordnung?� Gerard sah ihn mit Tr�nen in den Augen an. Er sch�ttelte den Kopf und kauerte sich noch mehr zusammen als ohnehin schon.</p><p>�Was ist?� Derek kletterte in das Kr�hennest und setzte sich neben den Seemann. Er kannte Gerard seit Jahren und vertraute ihm v�llig.</p><p>Nach einer Weile begriff er, dass der Mann nicht krank, sondern v�llig verschreckt war, vor Angst unf�hig zu sprechen. Der Gedanke, dass ein tapferer Seemann, ein Veteran vieler Schlachten, derart ver�ngstigt war, lie� Derek schaudern.</p><p>�Hast du etwas gesehen?�, fragte er freundlich.</p><p>Gerard nickte. Er kniff die Augen zusammen, als wollte er das Gesehene aus der Erinnerung verdr�ngen.</p><p>�Wo?�</p><p>Zuerst sch�ttelte der Ausguck den Kopf, aber schlie�lich zeigte er mit zitternder Hand nach Norden.</p><p>�Ruh dich aus�, sagte Derek leise. Dann stand er auf und schaute, was seinen Freund und Mannschaftskameraden derart ersch�ttert hatte � und kippte vor Verbl�ffung fast selbst nach hinten.</p><p>Aus den Wolken st�rzte ein Drache herab. Seine Schuppen gl�nzten blutrot im fr�hen Morgenlicht. Hinter ihm entdeckte Derek einen zweiten, dann einen dritten. Schlie�lich noch weitere, bis er schlie�lich mindestens ein Dutzend der massigen Kreaturen z�hlte. Ihre ledrigen Fl�gel schlugen kraftvoll, um sich in der Luft zu halten. Mit jedem Schlag kamen sie ihrem Ziel n�her � der Flotte.</p><p>Derek bemerkte kaum das Leid in den gro�en goldenen Augen der Drachen oder die gr�nh�utigen Gestalten auf ihrem R�cken. Er �berlegte nur fieberhaft, wie das Auftauchen dieser Kreaturen sich auf den Verlauf der Schlacht auswirken w�rde. Jeder einzelne Drache war gr��er als ein ganzes Schiff, dazu deutlich schneller und beweglicher.</p><p>Und er konnte fliegen. Die scharfen Krallen w�rden sich wahrscheinlich mit Leichtigkeit durch die Bordwand bohren und Masten wie Zweige zerbrechen.</p><p>Er musste den Rest der Flotte warnen � er musste seinen Vater warnen!</p><p>Derek beugte sich �ber den Rand des Kr�hennests, um dem Steuermann etwas zuzurufen, als er eine Bewegung bemerkte und aufblickte.</p><p>Der f�hrende Drache war bereits so nah, dass Derek das Grinsen auf dem Gesicht des Orcs erkennen konnte, der ihn ritt. Die Echse �ffnete ihr gewaltiges Maul. Derek sah die lange schlangenartige Zunge, umgeben von scharfen dreieckigen Z�hnen, die so gro� wie er selbst waren.</p><p>Dann bemerkte er das Gl�hen im Schlund des Drachen, der sich n�herte und immer gr��er wurde.</p><p>Pl�tzlich explodierte die Welt um ihn herum. Er hatte nicht einmal mehr die Zeit zu schreien, als die Flammen ihn auch schon verschlangen.</p><p>In einem einzigen Durchgang zerst�rten die Drachen den dritten Verband, alle sechs Schiffe. Jedermann an Bord st�rzte ins Verderben.</p><p>Dann rissen die Drachenreiter ihre Tiere herum und wandten sich dem ersten Schiffspulk zu. Den Einheiten, die zwischen den Orcs und der Freiheit standen.</p><empty-line/><p>�Verdammt seien sie! Verdammt seien sie alle!� Admiral Proudmoore schlug so hart auf die Reling, dass entweder seine Finger brechen oder ein paar Holzst�cke aus der Wand herausbrechen w�rden.</p><p>Er sah gerade noch, wie der Zerst�rer des dritten Verbands in den Wellen versank. Zur�ck blieb nur auf der See schwimmende Asche. Proudmoore wusste, dass keine Chance bestand, Derek oder ein anderes Mannschaftsmitglied jemals lebend wiederzusehen. Aber jetzt war keine Zeit zum Trauern. Das musste bis sp�ter warten � wenn er so lange noch lebte. Er schob alle Gedanken an seinen �ltesten Sohn beiseite und konzentrierte sich auf die taktischen Auswirkungen.</p><p>Die Nordpassage war jetzt wieder offen. Die Orc-Schiffe konnten einfach durchfahren, w�hrend die Drachen Dereks Verband bedr�ngten. Wenn das passierte, konnten die Orcs wieder in den H�gelgegenden oder bei Southshore landen und sich mit der Horde vereinigen.</p><p>Dann hatte er versagt. Und das durfte er nicht zulassen.</p><p>�Dreht um!�, befahl er und machte dem eigenen Steuermann Feuer unter dem Hintern. �Ich will, dass die H�lfte unserer Schiffe nach Norden f�hrt und den Weg dort wieder blockiert! Der Rest bleibt, wo er ist, und greift weiter an!�</p><p>Der Seemann nickte. �Aber � die Drachen�, begann er, obwohl seine H�nde das gro�e Rad bereits bewegten.</p><p>�Die Orcs sind ganz normale Gegner�, antwortete Proudmoore. �Wir peilen sie an wie andere Schiffe auch.�</p><p>Seine M�nner nickten und befolgten seine Befehle. Segel wurden ausgerefft und in den Wind gedreht. Dann luden sie die Kanonen und benutzten Keile, um sie in einem steilen Winkel zu positionieren. Danach machten die Seeleute die Armbr�ste sowie die F�sser mit dem Schwarzpulver bereit.</p><p>Als ihnen der erste Drache entgegenflog, zog Proudmoore sein Schwert und hielt es hoch, dann lie� er es ruckartig herabfahren.</p><p>�Angriff!�</p><p>Sie k�mpften verzweifelt � aber der Angriff verpuffte wirkungslos. Der Drache wich jeder Kugel aus, die daraufhin ins Meer st�rzte. Er schlug die F�sser mit seinen Fl�geln beiseite und ignorierte die brennenden Armbrustbolzen einfach, die harmlos von seinen Schuppen abprallten. Immerhin wurde er durch die Heftigkeit des Angriffs zur�ckgeworfen, wodurch Proudmoore die M�glichkeit erhielt, sich andere Methoden zu �berlegen.</p><p>Gl�cklicherweise musste er sich gar nichts einfallen lassen. Er �berlegte noch, wie er die Leinen oder Ketten einsetzen konnte, um die Drachen wenigstens zu behindern, da stie�en auch schon mehrere neue Gestalten aus den Wolken herab.</p><p>Sie waren deutlich kleiner als die Drachen, vielleicht doppelt so gro� wie ein Mensch, und hatten lange gefiederte Fl�gel, Schw�nze und scharfe Schn�bel. Auf dem R�cken eines jeden ritt etwas, das wie ein kleiner Mann aussah. Sie waren in merkw�rdige, mit Federn best�ckte R�stungen gekleidet, von T�towierungen bedeckt und k�mpften mit massiven H�mmern.</p><p>�Wildhammerzwerge, zum Angriff!�</p><p>Kurdran Wildhammer stand im Sattel, schleuderte seinen Sturmhammer und erwischte einen Drachenreiter an der Brust. Der �berraschte Orc fiel aus dem Sattel, und die Z�gel entglitten den leblosen H�nden, w�hrend sein K�rper zwischen den Wellen verschwand.</p><p>Sein Drache br�llte vor �berraschung und Wut auf, was trotz des Donnerschlags zu h�ren war. Aber das Ger�usch verwandelte sich in Schmerzenslaute, als Sky�rees scharfe Klauen tief in die Flanke des Drachen schlugen. Sie schnitten durch die Schuppen hindurch, zwischen denen schwarzes Blut hervordrang.</p><p>Tomhar befand sich neben ihm. Sein eigener Greif riss mit Schnabel und Klauen ein gro�es St�ck aus dem linken Fl�gel des Drachen. Dann warf Farand seinen Hammer von der gegen�berliegenden Seite und traf den Drachen am Kopf. Dessen Augen blinzelten orientierungslos, und er begann zu fallen. Eine riesige Welle schwappte �ber das Wasser, als er aufprallte und versank. Der Drache kam nicht wieder hoch.</p><p>Kurdran flog �ber das gr��te Schiff. �Wir helfen Euch!�, rief er dem gro�en �lteren Mann zu, der auf der Br�cke stand. Der nickte und gr��te mit dem Schwert in der Hand. �Wir nehmen uns diese Bestien vor�, versicherte ihm Kurdran. �K�mmert ihr Euch um die Schiffe.�</p><p>Admiral Proudmoore nickte wieder und gew�hrte ihm ein verschmitztes Grinsen. �Oh ja, wir werden uns um sie k�mmern�, versprach er dem Zwerg. Dann wandte er sich an den Steuermann. �Fahr weiter�, befahl er. �Wir schneiden ihnen den Weg wie geplant ab, und dann schnappt die Falle zu. Ich will nicht, dass auch nur ein einziges Schiff der Orcs entkommt!�</p><p>Die Wildhammerzwerge griffen die Drachen an, t�teten mehrere und vertrieben den Rest. Proudmoores verbliebene Schiffe kreisten die Orcs ein und begannen sie von allen Seiten anzugreifen.</p><p>Er b��te ein weiteres Schiff ein. Es war den Gr�nh�uten, die von dem eigenen sinkenden Schiff flohen, zu nahe gekommen. Sie t�teten den gr��ten Teil der Besatzung, bevor der sterbende Kapit�n ein Pulverfass z�nden konnte und so sein Schiff versenkte.</p><p>Au�erdem hatte die Allianz die dritte Gruppe und ein paar weitere Boote an die Drachen verloren. Doch die Verluste der Orcs lagen betr�chtlich h�her. Eine Handvoll ihrer Schiffe schaffte es au�er Reichweite, aber der Rest fiel Proudmoores Zorn zum Opfer.</p><p>Ein paar Horden-Krieger versuchten zu schwimmen oder ergriffen treibende Planken. Die meisten jedoch ertranken, verbrannten oder wurden erschossen. Ihre Leichen trieben auf den Wellen.</p><p>Nachdem die letzten Orc-Schiffe au�er Sichtweite geraten waren, entschieden die restlichen Drachenreiter, dass sie hier nichts mehr ausrichten konnten. Sie wendeten und flohen nach Osten, nach Khaz Modan. Die Wildhammerzwerge verfolgten sie mit Rufen und Gebr�ll.</p><p>Proudmoore nahm m�de, aber siegreich den Rest seiner Flotte in Augenschein � ein Sieg, der teuer erkauft worden war.</p><p>�Sire!�, rief einer der Seeleute. Er hatte sich weit �ber die Reling gebeugt und zeigte auf etwas, das im Wasser treiben musste.</p><p>�Was ist denn?�, zischte Proudmoore und trat neben den Mann.</p><p>Aber sein Arger verwandelte sich in Hoffnung, als er sah, was der Seemann ausgemacht hatte.</p><p>Jemanden, der sich an einer Planke festhielt � ein Mensch!</p><p>�Werft ihm ein Seil zu!�, befahl Proudmoore, und die Seeleute gehorchten hastig. �Und sucht das Wasser nach weiteren �berlebenden ab!� Er hatte keine Ahnung, wie jemand aus der dritten Gruppe so weit geschwommen sein konnte. Aber offenbar hatte es jemand geschafft. Und das bedeutete, dass auch noch andere das Massaker �berlebt haben konnten.</p><p>Ein Hoffnungsfunken glomm auf, dass Derek einer von ihnen sein k�nnte. Diese Hoffnung verwandelte sich zun�chst in Verwirrung, dann in Wut, als der Mann schlie�lich an Bord geholt wurde. Statt der gr�nen Kleidung von Kul Tiras trug der Halbertrunkene das mit Wasser vollgesogene Hemd von Alterac. Und es gab nur eine M�glichkeit, wie Perenoldes M�nner auf die Gro�e See gekommen sein konnten: mit der Orc-Flotte.</p><p>�Was hast du auf einem Orc-Boot gemacht?�, wollte Proudmoore wissen und setzte dem Mann sein Knie auf die Brust.</p><p>Bereits geschw�cht, schnappte der Mann nach Luft und wurde bleich.</p><p>�Sprich!�</p><p>�F�rst Perenolde� hat uns geschickt�, sagte der Mann. �Wir� f�hrten die Orcs zu ihren� Schiffen. Er befahl� uns� ihnen� jede n�tige� Hilfe zu gew�hren.�</p><p>�Verr�ter!� Proudmoore zog seinen Dolch und presste ihn an den Hals des Mannes. �Verbr�derung mit der Horde! Ich sollte dich wie ein Tier ausweiden und deine Innereien im Meer verstreuen!� Er verst�rkte den Druck auf die Klinge und beobachtete, wie eine d�nne rote Linie auf der Haut des Mannes sichtbar wurde. Die scharfe Klinge schnitt �beraus leicht in sein Fleisch.</p><p>Aber dann zog Proudmoore sie zur�ck und stand wieder auf. �Ein solcher Tod w�re zu gut f�r dich�, verk�ndete er und steckte seinen Dolch weg. �Und lebendig kannst du Perenoldes Verrat bezeugen.� Er wandte sich an einen der Seeleute. �Fesselt ihn und werft ihn in die Brigg! Und sucht nach weiteren �berlebenden. Je mehr Beweise wir haben, desto schneller wird Perenolde h�ngen.�</p><p>�Jawohl, Sire!� Der Mann salutierte und eilte davon. Es dauerte eine weitere Stunde, bevor sie die Wasseroberfl�che in der Umgebung vollst�ndig abgesucht hatten. Sie fanden drei weitere M�nner, die alle die Geschichte des Ersten best�tigten. Es befanden sich auch zahllose Orcs im Wasser, aber diese lie� man ertrinken.</p><p>�Kurs setzen nach Southshore�, befahl Proudmoore seinem Steuermann, nachdem auch der letzte �berlebende Verr�ter aus Alterac an Bord geholt worden war. �Wir werden uns mit der Armee der Allianz treffen und unseren Erfolg und Alteracs Verrat verk�nden.�</p><p>Damit drehte er sich um und stapfte in seine Kabine, wo er sich seiner Trauer hingeben konnte. Sp�ter w�rde er einen Brief an seine Frau schreiben, um ihr mitzuteilen, was ihrem �ltesten Sohn widerfahren war.</p></section><section><title><p>19</p></title><p>�Sie kommen nicht mehr.�</p><p>Der junge Tharbek wandte sich Doomhammer zu. Er war verwirrt von der unerwarteten Aussage seines Anf�hrers. �Was meinst du damit?�, wollte er wissen.</p><p>Doomhammer verzog das Gesicht. �Der Rest der Horde� Sie kommen nicht mehr.�</p><p>Tharbek sah sich um. �Du hast sie den langen Weg zur Gro�en See hinuntergeschickt�, sagte er mit Bedacht und versuchte dabei, nicht den Zorn seines Vorgesetzten zu erregen. �Es wird viele Tage dauern, bis sie zur�ckkehren.�</p><p>�Sie haben Drachen, du Dummkopf!� Doomhammers Faust flog vor und erwischte Tharbek an der Wange. Der j�ngere Orc taumelte zur�ck. �Die Drachenreiter h�tten uns schon vor Tagen informieren m�ssen� Irgendetwas ist passiert! Die Flotte ist weg, und der Hauptteil unserer Truppen mit ihr!�</p><p>Tharbek nickte und rieb sich m�rrisch die Wange. Er sagte nichts. Er musste es auch nicht. Doomhammer wusste, was sein Stellvertreter dachte.</p><p>H�tte er die anderen Clans nicht hinter Gul�dan hergeschickt, w�re das jetzt gar kein Thema.</p><p>Doomhammer biss die Z�hne zusammen. Warum verstand niemand seine Beweggr�nde? Tharbek schaute genauso misstrauisch wie jeder andere Orc, den er in den letzten paar Tagen gesehen hatte � seit er ihren R�ckzug anordnete.</p><p>Die Tore hatten bereits erste Risse gezeigt und immer mehr unter dem Rammbock nachgegeben. Die Stadtwachen hatten ihr �l schon lange aufgebraucht und mussten jetzt kochendes Wasser zum Einsatz bringen. Die Streitkr�fte der Allianz waren �ber den See zur�ckgetrieben und an der Br�cke aufgehalten worden.</p><p>Sie hatten fast schon den Sieg in der Tasche gehabt� und dann hatte er die Armee weggeschickt. Der Rest war zu schwach gewesen, um weiter zu trotzen.</p><p>Die Allianz hatte die Zeit zu nutzen gewusst und Kapital aus dem pl�tzlichen R�ckzug geschlagen. Die Menschen waren sofort �ber die Br�cke gest�rmt, kaum dass die Blackhands ihren Clan davon gef�hrt hatten. Sie waren durch die wenigen zur�ckbleibenden Orcs f�rmlich hindurchgerannt und so wieder zur�ck aufs Schlachtfeld gelangt. Und die Orcs waren pl�tzlich eingekeilt gewesen zwischen den Reitern und Fu�soldaten auf der einen Seite und den verschanzten Wachen auf der anderen.</p><p>Hilfe war nicht in Sicht. Wie Tharbek gesagt hatte, w�rde es Tage, wenn nicht gar Wochen dauern, bis der Rest der Horde zur�ckkehrte. Und das auch nur, wenn sie Gul�dan, seine Hexenmeister, seine Oger und was auch immer er sonst noch beschworen haben mochte, vernichten konnten.</p><p>Die Krieger, die in den Bergen in die Falle gegangen waren, konnte er v�llig abschreiben. Sie waren den Menschen zum Opfer gefallen, die die P�sse zur�ckerobert und den Weg verbarrikadiert hatten. Die Orcs, die vor der Stadt standen, waren alles, was ihm f�r den Angriff noch zur Verf�gung stand.</p><p>Und das war zu wenig. <emphasis>Deshalb</emphasis> hatte er den R�ckzug befohlen. Er hatte gehofft, schnell wieder auf die anderen Clans zu treffen. Zumindest die Drachen h�tten schon l�ngst wieder hier sein m�ssen.</p><p>Irgendetwas war eindeutig schiefgegangen. Und schuld daran war Gul�dan. Selbst, wenn der Hexenmeister die Krieger der Horde nicht pers�nlich get�tet hatte, so war es doch sein Verrat gewesen, der Doomhammer dazu gezwungen hatte, seine Streitkr�fte aufzuteilen.</p><p>Das war seine Pflicht gewesen. Er hatte den Ahnen pers�nlich geschworen, seine Rasse zu rehabilitieren. Er w�rde die Korruption bek�mpfen, den Blutrausch, die Brutalit�ten� und dazu war ihm jedes Mittel recht. Es ging nicht darum, den Krieg zu gewinnen. Sein eigenes �berleben bedeutete gar nichts. Ohne Ehre waren die Orcs nicht besser als Tiere. Vielleicht sogar weniger � weil sie das Potenzial in sich trugen, soviel mehr zu sein.</p><p>Einst waren sie ehrenvoll gewesen. Doch die Ehre hatten sie f�r Blut, Kampf und Hass aufgegeben. Wenn er Gul�dan h�tte fliehen lassen, um die Stadt f�r sich zu erobern, w�re das selbsts�chtig gewesen. Dann w�re er zumindest mit verantwortlich f�r die fortschreitende Degenerierung seines Volkes gewesen.</p><p>Immerhin konnte er jetzt sagen, dass er sein Bestes versucht hatte. Er hatte seine Ehre gewahrt und dadurch auch die Ehre der Horde. Vielleicht verloren sie den Krieg, aber sie w�rden mit Stolz untergehen. Fest auf ihren eigenen Beinen stehend und mit der Waffe in der Hand, nicht jammernd oder voller Selbstmitleid.</p><p>Au�erdem war der Krieg noch nicht vorbei. Er w�rde seine Krieger statt nach Westen nach S�den f�hren. Dort, zwischen Lordaeron und Azeroth lag Khaz Modan, die Heimat der Zwerge. Sie hatten dieses Gebiet passiert, um hierher zu gelangen. Die Zwerge waren z�he Gegner gewesen, aber ihre Bergfestungen hatten der Macht der Horde letztlich doch nicht widerstanden. Alle waren gefallen � mit Ausnahme der Stadt Eisenschmiede.</p><p>Doomhammer hatte Kilrogg Deadeye und seinen Bleeding-Hollow-Clan dort zur�ckgelassen, um die Minenarbeiten zu beaufsichtigen. Wenn es ihm gelang, seine eigenen Krieger wieder dorthin zur�ckf�hren und mit Kilroggs Kr�ften zu vereinen, w�rde ihnen wieder eine schlagkr�ftige Streitmacht zur Verf�gung stehen, stark genug, um die Kr�fte der Allianz zu stellen und zu vernichten.</p><p>Die Schlacht w�rde ihnen alles abverlangen und die Eroberung viel l�nger dauern als geplant. Aber sie konnten diesen Kontinent immer noch unter ihre Herrschaft zwingen und ihre eigenen St�dte errichten.</p><p>Vorausgesetzt allerdings, von nun an ging nichts mehr schief.</p><empty-line/><p>�Menschen!�, keuchte der Orc-Kundschafter und fiel vor Ersch�pfung auf die Knie. ��stlich von uns!�</p><p>Doomhammer starrte ihn an. ��stlich? Bist du dir sicher?� Aber er brauchte eigentlich das m�de Nicken des Kundschafters nicht, um zu wissen, dass der Orc die Wahrheit sagte. Doch wie waren die Menschen dorthin gelangt, �stlich von ihnen, wo sie sie doch die ganze Zeit verfolgt hatten und Lordaeron im Nordwesten lag?</p><p>Pl�tzlich kam ihm ein Gedanke. Das Hinterland! Er hatte einige seiner Leute dort zur�ckgelassen. Einen ganzen Clan, um die Menschen abzulenken, w�hrend der Rest auf Quel�Thalas zumarschierte.</p><p>Die Finte hatte funktioniert, und die Menschen hatten die H�lfte ihrer eigenen Streitkr�fte dort zur�ckgelassen, um die Orcs aus den W�ldern zu treiben.</p><p>Offensichtlich waren diese Krieger niemals zur Hauptstadt gelangt. Und jetzt n�herten sie sich von Osten her. Das bedeutete, wenn er nicht aufpasste, w�rden die beiden Armeen der Allianz sie zwischen sich einschlie�en und die letzte Chance der Horde auf Flucht � und letztlich den Sieg � zunichte machen.</p><p>�Wie viele sind es?�, wollte er von dem Kundschafter wissen, der Wasser aus einem Schlauch trank.</p><p>�Hunderte, vielleicht mehr�, antwortete dieser schlie�lich. Er schaute finster drein. �Und einige davon trugen schwere R�stungen.�</p><p>Doomhammer verzog das Gesicht und wandte sich ab. Er schwang den Hammer, um seiner Wut ein Ventil zu schaffen.</p><p>Verdammt sollten sie ein! So viele Allianz-Soldaten vermochten seine eigenen Krieger leicht vernichtend zu schlagen, insbesondere mit ihren schnellen Reitern, wenn diese sich von hinten n�herten� Und er war immer noch mehrere Tagesm�rsche von Khaz Modan entfernt.</p><p>Von den Drachenreitern oder den anderen Verschwundenen gab es nach wie vor kein Lebenszeichen.</p><p>Ihm blieb keine Wahl. Doomhammer starrte zu Tharbek. �Erh�he das Tempo�, befahl er. �Voller Lauf, keine Pausen mehr. Wir m�ssen Khaz Modan so schnell wie m�glich erreichen.�</p><p>Tharbek nickte und br�llte bereits Befehle. Doomhammer knurrte, als er den jungen Krieger gehen sah. Rennen erinnerte stark an Niederlage. Und diese Option auch nur ins Auge zu fassen, war etwas, das er abgrundtief verabscheute.</p><p>Aber er konnte noch kein offenes Gefecht riskieren. Er musste den Bleeding-Hollow-Clan erreichen. Erst dann konnte er sich der Armee der Allianz stellen.</p><empty-line/><p>�Dort!� Tharbek wies die Richtung, und Doomhammer nickte. Er hatte den Orc-Kundschafter, der �ber die Klippe kam, bereits ausgemacht.</p><p>�Sei gegr��t, Doomhammer!�, rief der Kundschafter, nachdem er sich aufgerichtet und seine Axt zum Gru� gehoben hatte. �Der Bleeding-Hollow-Clan hei�t dich in Khaz Modan willkommen!�</p><p>�Danke� antwortete Doomhammer. Er reckte seinen schwarzen Steinhammer ebenfalls nach oben, sodass der Kundschafter ihn selbst aus der Entfernung gut erkennen konnte. �Wo sind Kilrogg und die anderen?�</p><p>�Wir lagern in einem Tal mitten in den Bergen�, antwortete der Kundschafter. Er sprang auf einen niedrigeren Felsvorsprung, damit sie leichter miteinander reden konnten. �Ich mache mich auf und berichte von eurer Ankunft.�</p><p>Er blickte auf, und Doomhammer wusste, dass er die Menge der Krieger hinter ihm beobachtete. �Wo ist der Rest der Horde?�</p><p>�Tot, zumindest die meisten�, antwortete Doomhammer offen. Als sich die Augen des Kundschafters vor �berraschung weiteten, zeigte er seine Hauer. �Und die Armee der Allianz ist uns auf den Fersen. Sag Kilrogg, er soll seine Krieger bereit f�r den Kampf machen.�</p><p>Der Kundschafter schien zun�chst noch eine Frage stellen zu wollen, �berlegte es sich jedoch offenbar anders. Er gr��te zum Abschied und kletterte die Klippe hinauf. Kurz darauf verschwand er hinter einer Erhebung.</p><p>Doomhammer nickte. Wenigstens die Krieger des Bleeding-Hollow-Clans w�rden sie an ihrer Seite haben, wenn sie den Menschen erneut entgegentraten.</p><p>Kilrogg war trotz seines Alters sehr gewieft und besa� immer noch gro�en Einfluss. Sein Clan war hochmotiviert und l�ngst nicht kriegsm�de. Mit den Blackhands und Bleeding Hollows als vereinte Streitmacht w�rde die Allianz sich sehr, sehr schwer tun�</p><empty-line/><p>�Wir k�nnen sie nicht bek�mpfen. Nicht mit unserer vollen St�rke.�</p><p>Doomhammer starrte Kilrogg an, der den Kopf sch�ttelte. Sein Gesicht war m�rrisch, dr�ckte aber ebenfalls die felsenfeste �berzeugung aus, die er gerade in Worte gefasst hatte.</p><p>�Was? Und warum nicht?�, wollte Doomhammer wissen.</p><p>�Wegen der Zwerge�, antwortete Kilrogg knapp.</p><p>�Die Zwerge?� Zuerst dachte er, der H�uptling meinte die Greifenreiter. Doch der Nistgipfel lag weit entfernt. Er konnte nur die Zwerge meinen, die hier in den Bergen lebten. �Aber wir haben ihre Armee zerschlagen und sie aus ihren Festungen vertrieben.�</p><p>�Bis auf eine�, korrigierte ihn Kilrogg. Er hatte sich Doomhammer zugewandt, sodass dieser das gesunde und das tote Auge sehen konnte. �Wir konnten Eisenschmiede nicht knacken. Ich habe viele gute Krieger bei dem Versuch verloren.�</p><p>�Dann lass es sein�, sagte Doomhammer. �Wir brauchen die Stadt jetzt nicht. Wir m�ssen uns gegen die Menschen wenden, bevor sie die Landbr�cken �berqueren und sich auf dieser Seite des Kanals sammeln. Wenn wir ihre Armee vernichtet haben, k�nnen wir uns Eisenschmiede vornehmen. Dann stationieren wir unsere Krieger dort, w�hrend wir nach Norden weitermarschieren, um dort die Eroberung zu vollenden.�</p><p>Aber Kilrogg sch�ttelte den Kopf. �Die Zwerge sind zu wild, als dass man ihnen den R�cken zukehren k�nnte�, sagte er. �Ich habe in den letzten paar Monaten oft gegen sie gek�mpft. Und ich sage dir, wenn wir sie sich selbst �berlassen, werden sie sich aus ihrer Festung st�rzen wie w�tende Hornissen. Jedes Mal, wenn wir eine ihrer Festungen eingenommen haben, sind die �berlebenden nach Eisenschmiede geflohen. Und dort hat man sie aufgenommen. Ich kann nur sch�tzen, wie tief die Festung in den Berg hinein reicht. Aber die gesamte Zwergennation steckt darin und wartet darauf, sich zu r�chen. Wenn wir den Ort nicht bewachen und sie besch�ftigt halten, werden wir es nicht nur mit einer Armee zu tun haben, sondern mit zweien.�</p><p>Doomhammer ging auf und ab und bedachte die neuen Informationen. Er vertraute Kilroggs Einsch�tzung. Aber das bedeutete, dass sie nicht gen�gend Krieger gegen die Allianz w�rden aufbieten k�nnen.</p><p>�Bleib hier�, erkl�rte er Kilrogg schlie�lich. �Behalte so viele Krieger, wie du brauchst, um die Zwerge in Schach zu halten und die Menschen zu besch�ftigen. Ich werde den Rest zur Festung Schwarzfelsspitze f�hren, wo wir uns hinter den Mauern verschanzen k�nnen.� Er schaute den �lteren H�uptling an. �Wenn du kannst, bring danach deine Krieger dorthin. Oder du f�llst den Menschen in den R�cken. Vielleicht tauchen doch noch ein paar versprengte Einheiten unseres Volkes auf. Entweder von der See her oder aus dem Dunklen Portal.� Er richtete sich auf. �Aber die Festung Schwarzfelsspitze ist unsere Zuflucht. Wenn wir die Menschen dort nicht schlagen k�nnen, k�nnen wir sie nirgendwo aufhalten, und dieser Krieg ist verloren.�</p><p>Kilrogg nickte. Eine Sekunde lang sah er den Kriegsh�uptling der Horde an. Und als er sprach, tat er es sanfter, als Doomhammer den m�rrischen alten H�uptling jemals zuvor geh�rt hatte. �Du hast die richtige Entscheidung getroffen�, versicherte ihm Kilrogg. �Ich wei� auch, wie tief Gul�dans Verrat reicht. Er h�tte uns in die Tage zur�ckkatapultiert, bevor sich das Portal ge�ffnet hat � als wir fast wahnsinnig waren vor Wut, Hunger und Verzweiflung.� Er nickte. �Was immer auch geschieht, du hast unserem Volk die Ehre zur�ckgegeben.�</p><p>Doomhammer nickte ebenfalls. Er sp�rte pl�tzlichen Respekt und sogar Zuneigung f�r den ein�ugigen H�uptling, den er bislang immer gef�rchtet und wenig gesch�tzt hatte. Stets hatte er Kilrogg f�r einen brutalen, barbarischen Krieger gehalten, der mehr an Ruhm als an Ehre interessiert war. Vielleicht hatte er sich all die Jahre get�uscht�</p><p>�Danke�, rann es ihm schlie�lich �ber die Lippen. Es gab nicht mehr zu sagen, deshalb ging er zur�ck zu seinem eigenen Clan. Er musste Befehle erteilen und einen weiteren Marsch organisieren.</p><p>Vielleicht den letzten.</p></section><section><title><p>20</p></title><p>�Turalyon!�</p><p>Turalyon blickte auf� und glaubte, seinen Augen nicht trauen zu d�rfen. Ein Mann in voller R�stung ritt auf ihn zu. Das L�wenabzeichen von Stormwind glitzerte golden auf seinem verbeulten Schild, und der Griff des gro�en Schwertes ragte ihm �ber die Schulter.</p><p>�F�rst Lothar?� Aufgeregt erhob Turalyon sich neben dem Lagerfeuer und schaute dem Helden von Stormwind und Kommandanten der Allianz entgegen.</p><p>Schlie�lich stieg der �ltere Mann vom Pferd und schlug ihm auf die Schulter. �Sch�n, dich zu sehen, Junge!� Er sp�rte, dass Lothar es ernst meinte. �Man hat mir gesagt, dass ich dich hier finde!�</p><p>�Man?� Turalyon sah sich um, immer noch verwirrt von der unerwarteten Ankunft seines kahlk�pfigen Mentors, der m�de, aber zufrieden wirkte. �Ich habe Alleria, Theron und die anderen getroffen, als ich nach Norden ritt. Sie haben mir berichtet, was in der Hauptstadt geschehen ist, dass du den Rest der Armee hergebracht hast und verfolgst, was noch von der Horde �brig geblieben ist.� Er schlug ihm erneut auf die Schulter. �Gute Arbeit, mein Sohn!�</p><p>�Ich hatte viel Hilfe�, protestierte Turalyon, auf der einen Seite dankbar f�r das Lob, aber davon auch ein wenig aus der Fassung gebracht. �Um die Wahrheit zu sagen, ich bin mir nicht sicher, was genau geschehen ist.�</p><p>Er und Lothar setzten sich. Der alte Mann nahm dankbar etwas Essen und einen Weinschlauch von Khadgar an, w�hrend Turalyon es ihm erkl�rte. Er war so �berrascht wie jeder andere gewesen, als sich das Gros der Horde von der Hauptstadt abgewandt hatte und eiligst Richtung S�den marschiert war. Dann hatte er einen Bericht von Proudmoore �ber die Seeschlacht und ihren Ausgang erhalten.</p><p>�Der Rest der Horde war zu schwach, um gegen uns zu bestehen. Besonders, als K�nig Terenas sie jedes Mal attackierte, wenn sie in die N�he der Stadtmauern kamen�, schloss er. �Und ihr Anf�hrer muss es gewusst haben. Deshalb haben sie sich zur�ckgezogen. Seitdem verfolgen wir sie.�</p><p>�Vielleicht wartete er darauf, dass diese Orcs von der See zur�ckkehrten�, meinte Lothar und nagte an einem St�ck K�se. �Als das nicht passierte, muss er geahnt haben, dass sie sich in Schwierigkeiten befinden.� Er grinste. �Au�erdem hatte er keine Fluchtroute mehr, nachdem die P�sse in den Bergen blockiert wurden und von dort kein Nachschub zu erwarten war.�</p><p>Turalyon nickte. �Dann hast du von Perenolde geh�rt?�</p><p>�Allerdings.� Lothar machte ein ernstes Gesicht. �Wie ein Mann sich gegen sein eigenes Volk stellen kann, werde ich nie verstehen. Aber dank Trollbane m�ssen wir uns um Alterac nicht mehr sorgen.�</p><p>�Und das Hinterland?�, fragte Khadgar.</p><p>�Orcfrei�, antwortete Lothar. �Es dauerte eine Weile, bis wir alle fanden. Einige hatten sich tief eingegraben. Sie hatten sogar schon unterirdische Verstecke ausgehoben, in die sie verschwinden konnten, wenn wir sie jagten. Aber schlie�lich haben wir sie doch erwischt. Die Wildhammerzwerge patrouillieren dort immer noch.�</p><p>�Und die Elfen kehren heim nach Quel�Thalas, um auch dort aufzur�umen�, f�gte Turalyon hinzu. �Die Orcs scheinen den Wald verlassen zu haben. Doch die Trolle treiben sich dort immer noch herum.� Er l�chelte, als er an Alleria und ihre Artgenossen dachte und deren �Zuneigung� f�r Waldtrolle. �Ich m�chte nicht in der Haut der Biester stecken, wenn sie erneut auf die Waldl�ufer treffen.� Er schaute sich um. �Aber wo sind Uther und die anderen Paladine?�</p><p>�Ich habe sie nach Lordaeron geschickt�, antwortete Lothar, leerte den Weinschlauch und legte ihn beiseite. �Die sorgen daf�r, dass die Region sicher bleibt, und danach folgen sie uns.� Er l�chelte karg. �Uther k�nnte beleidigt sein, wenn wir ihm niemanden zum Bek�mpfen �brig lassen.�</p><p>Turalyon nickte und stellte sich vor, wie sein eifriger Paladinkollege darauf reagieren w�rde, wenn er das Ende des Krieges verpasste. Obwohl die Orcs noch durchaus zahlreich waren, f�hlte es sich doch an, als neigte sich der Krieg dem Ende entgegen.</p><p>Er hatte bef�rchtet, die Schlacht um die Hauptstadt bereits verloren zu haben. Aber als das Gros der Horde das Schlachtfeld verlie�, hatte sich alles ge�ndert. Die Horde war jetzt kleiner � und verzweifelter denn je.</p><p>�Sie versuchen, sich in Khaz Modan einzuigeln�, sagte Khadgar, aber Turalyon sch�ttelte den Kopf. Er bemerkte mit Stolz, dass Lothar dasselbe tat.</p><p>�Dann bekommen sie es mit den Zwergen zu tun�, erkl�rte Lothar. �Eisenschmiede ist immer noch nicht erobert, und die Zwerge warten nur auf ihre Chance, um die Berge zur�ckzugewinnen.�</p><p>�Wir sollten ihnen dabei helfen�, erkl�rte Turalyon und unterbrach Khadgar und Lothar, die ihm nun ihre volle Aufmerksamkeit widmeten. �Wir k�nnten einen Abstecher nach Eisenschmiede machen, wenn die Orcs dort nicht von sich aus hingehen, und die Greifenreiter nutzen, um der Horde auf der Spur zu bleiben. Wenn wir die Zwerge befreien, k�nnen sie die Berge halten und somit verhindern, dass sich die Orcs dorthin zur�ckziehen. Au�erdem jagen sie alle Gr�nh�ute, die sich dort noch rumtreiben m�gen.�</p><p>Lothar nickte. �Das ist ein guter Plan�, meinte er l�chelnd. �Sagt es den Truppen, und wir marschieren am fr�hen Morgen los.� Er stand auf und streckte sich. �Ich brauche Schlaf, sagte er. �Es war ein langer Ritt, und ich bin auch nicht mehr der J�ngste.� Er warf Turalyon einen ernsten Blick zu. �Du hast dich gut geschlagen, w�hrend ich weg war. Aber das wusste ich ja vorher.� Lothar machte eine Pause und schaute ihn mit einer Mischung aus Trauer und Respekt an. �Liane�, sagte er sanft. �Du erinnerst mich an ihn. Du bist genauso tapfer.�</p><p>Turalyon schluckte und war zu keiner Antwort f�hig.</p><p>Als der �ltere Krieger sich abwandte und wegging, trat Khadgar neben ihn. �Sieht so aus, als h�ttest du dir seinen Respekt doch noch verdient�, stichelte der Magier. Er wusste, wie viel Wert Turalyon auf Lothars Meinung legte � und wie sehr er sich davor gef�rchtet hatte, als Kommandeur zu versagen.</p><p>�Sei blo� still�, sagte Turalyon abwesend und schubste Khadgar leicht an. Aber er l�chelte, als er seinen Schlafsack ausrollte, sich darauf sinken lie�, die Augen schloss und versuchte, ein wenig Ruhe zu finden, bevor der Morgen kam und sie weiterziehen w�rden.</p><empty-line/><p>�Zum Angriff!�, rief Lothar. Er hatte sein Schwert gezogen, dessen goldene Runen im Sonnenlicht glitzerten, w�hrend sie auf dem Pfad um die schneebedeckten Berge herumritten. Nahe der Bergspitze war der Fels geschliffen und in eine riesige Wand mit Fenstern verwandelt worden. In diese Mauer integriert, �ber eine kurze Treppenflucht erreichbar, befand sich ein riesiges Tor, fast zwanzig Meter hoch, auf dem das Bild eines m�chtigen Zwergenkriegers prangte. �ber das Tor zog sich ein majest�tischer Bogen, auf dem ein schwerer Amboss zu sehen war.</p><p>Der Eingang nach Eisenschmiede bot ein beeindruckendes Bild.</p><p>Das schweren Torfl�gel wurden rasch geschlossen, und kein anderer Zugang war zu sehen. Das hinderte die Orcs aber nicht daran, davor auszuharren und die alten Verteidigungsanlagen der Zwerge vergeblich zu attackieren.</p><p>Gegen diese Orcs traten Lothar und seine Soldaten an, als sie das Ende des Weges erreicht hatten und auf den Felsvorsprung vor dem gigantischen Tor st�rmten.</p><p>Die Orcs wirbelten �berrascht herum. Sie waren so mit ihrem eigenen Angriff besch�ftigt gewesen, dass sie bei dem Wind, der den Gipfel umtoste, nicht geh�rt hatten, wie die Allianzkrieger eingetroffen waren.</p><p>Jetzt versuchten sie verzweifelt, sich gegen die Angreifer zu wehren. Aber die erste Reihe der Orcs wurde bereits niedergem�ht, bevor sie sich auch nur in Position bringen konnten.</p><p>�Nicht nachlassen!�, br�llte Lothar. Er schlug einem Orc mit seinem Schwert den Arm ab und schlitzte einen zweiten auf. �Treibt sie zu den Felsen zur�ck!�</p><p>Seine M�nner hoben ihre Schilde und schritten stetig voran. Dabei benutzten sie ihre Schwerter und Speere, um nach jedem Orc zu schlagen, der versuchte, diese Linie zu durchbrechen. Ansonsten dr�ngten sie die Gegner vor das Geb�ude, das sie hatten erobern wollen.</p><p>Doch wie von Lothar erhofft, waren die Zwerge bestens vorbereitet gewesen. Das riesige schwarze Tor schwang auf, und kleine, z�he K�mpfer in schwerer R�stung str�mten daraus hervor, allesamt mit H�mmern, �xten und Pistolen bewaffnet. Sie kamen von hinten �ber die Orcs, die, eingekeilt zwischen den Menschen und den Zwergen, schnell niedergemetzelt wurden.</p><p>�Seid unseres Dankes gewiss�, erkl�rte einer der Zwerge an Lothar gewandt. �Ich bin Muradin Bronzebart, der Bruder von K�nig Magni. Die Zwerge von Eisenschmiede stehen tief in Eurer Schuld.� Die Farbe seines dichten Bartes passte zu seinem Namen. Seine Axt war schartig von vielen K�mpfen.</p><p>�Anduin Lothar, Oberkommandierender der Allianz�, stellte Lothar sich seinerseits vor und bot ihm die Hand an. Muradins Griff war so fest wie erwartet. �Wir freuen uns, euch helfen zu k�nnen. Unser Ziel ist, dieses Land vom Einfluss der Horde zu befreien.�</p><p>�So soll es sein�, stimmte Muradin zu und nickte. Er runzelte die Stirn. �Die Allianz? Habt ihr vor Monaten die Boten aus Lordaeron zu uns gesandt?�</p><p>�Das stimmt.� Lothar wurde klar, dass K�nig Terenas auch hierher Kuriere geschickt hatte, genauso wie nach Quel�Thalas. Der K�nig �ber Lordaeron hatte offensichtlich keinen m�glichen Verb�ndeten ausgelassen. �Wir haben uns zu unser aller Vorteil zusammengeschlossen.�</p><p>�Und was habt ihr als N�chstes vor?�, fragte ein Zwerg, der nah genug stand, um der Unterhaltung zu folgen. Sein Gesicht war nicht so faltig wie das von Muradin, aber er trug dieselben Z�ge und einen ebensolchen Bart.</p><p>�Das ist mein Bruder Brann�, erkl�rte Muradin.</p><p>�Wir verfolgen die �berreste der Horde�, antwortete Lothar. �Viele haben wir bereits erwischt. Und jetzt wollen wir den Rest erledigen und diesen Krieg beenden.�</p><p>Die Br�der tauschten Blicke miteinander und nickten. �Wir werden Euch begleiten�, entschied Muradin. �Viele unseres Volkes werden die Berge nach Orcs durchk�mmen, unsere alten Festungen zur�ckerobern und sicherstellen, dass keine Gr�nhaut sich mehr in Khaz Modan herumtreibt.� Er l�chelte. �Aber einige Kameraden werden uns begleiten und der Allianz beitreten.�</p><p>�Wir danken euch f�r die Hilfe�, sagte Lothar ehrlich. Er war den Zwergen in Stormwind schon ein- oder zweimal zuvor begegnet. Dabei war er stets von ihrer St�rke und ihrem Durchhalteverm�gen beeindruckt gewesen. Wenn diese Bronzebartzwerge im Kampf so gut waren wie ihre Verwandten vom Wildhammer-Clan, w�ren auch nur wenige von ihnen schon eine wertvolle Bereicherung.</p><p>�Gut. Wir schicken einen Boten aus, um unseren Bruder auf dem Laufenden zu halten und uns mit Vorr�ten zu versorgen.� Muradin schulterte seine Axt und sah sich um. �Wohin ist die Horde gezogen?�</p><p>Lothar blickte Khadgar an, der grinste. Dann zuckte er mit den Achseln, l�chelte und wies s�dw�rts.</p><empty-line/><p>�Sie bewegen sich in Richtung Schwarzfelsspitze�, verk�ndete Kurdran und stieg nahe der Stelle, wo Lothar und seine Offiziere um ein kleines Lagerfeuer herum sa�en, von seinem Greifen. Er war mit den anderen Wildhammerzwergen gerade erst von einer Patrouille zur�ckgekommen.</p><p>�Schwarzfelsspitze? Seid Ihr Euch sicher?�, fragte Muradin. Turalyon hatte erkannt, dass sich die Wildh�mmer nicht sonderlich gut mit den Bronzeb�rten vertrugen�</p><p>Nein, das war nicht ganz richtig. Sie waren eher wie streitende Geschwister, �berlegte er. Sie mochten einander, mussten aber st�ndig zanken und den anderen �rgern.</p><p>�Nat�rlich bin ich mir sicher!�, zischte Kurdran. Sky�ree kr�chzte eine sanfte Warnung. �Ich bin ihnen schlie�lich gefolgt, nicht wahr?� Dann erschien ein listiger Ausdruck auf seinem Gesicht. �Oder willst du lieber selbst nachsehen?�</p><p>Muradin und Brann erbleichten und traten einen Schritt zur�ck. Kurdran lachte. Die Bronzebartzwerge liebten das Fliegen in etwa sosehr, wie die Wildhammerzwerge das Kriechen durch H�hlen.</p><p>�Die Schwarzfelsspitze�, �berlegte Lothar. �Dort befindet sich doch eine Festung?�</p><p>Die anderen nickten.</p><p>�Eine starke Verteidigungsposition�, sagte er. �Gute Sicht nach allen Seiten, stabile Befestigungen, leicht zu verteidigen, die Wege hinein und hinaus effektiv zu kontrollieren.� Er sch�ttelte den Kopf. �Wer auch immer der Anf�hrer der Horde ist, er wei�, was er tut. Das wird kein Kinderspiel.�</p><p>�Ja, und die Festung ist auch noch verflucht�, f�gte Muradin hinzu. �Ja, das stimmt�, fuhr der Zwerg fort, als die anderen ihn anstarrten.</p><p>Turalyon sah, dass sowohl Brann als auch Kurdran nickten.</p><p>�Unsere Vettern von den Dunkeleisenzwergen�� Er unterbrach sich, um auszuspucken, als m�sste er seinen Mund von ihrem Namen reinigen. �� haben diese Festung erbaut. Aber etwas D�steres lebt dort unter der Oberfl�che.�</p><p>Er und die anderen Zwerge schauderten.</p><p>�Wenn dort noch etwas anderes ist, scheint es die Orcs nicht zu st�ren�, merkte Lothar an. �Wenn sie sich dort verschanzen, werden wir es schwer haben.�</p><p>�Doch wir k�nnen es schaffen� sagte Turalyon und war selbst �berrascht davon. �Es wird eine Herausforderung. Aber das gilt ja f�r alles, was sich lohnt.�</p><p>Er wollte noch mehr sagen, als sie den unverkennbaren Klang des Knirschens einer Plattenr�stung h�rten. Sie wandten sich um und erblickten einen Mann, der auf sie zukam. Seine R�stung war verbeult, gl�nzte aber noch, und auf seiner Brustplatte prangte dasselbe Symbol, das Turalyon trug: das Zeichen der Silbernen Hand. Als der Mann n�her kam, offenbarte das Feuer sein flammendrotes Haar und seinen Bart.</p><p>�Uther!� Lothar erhob sich und reichte dem Paladin seine Hand, die dieser fest umschloss.</p><p>�Mein F�rst�, antwortete Uther. Er sch�ttelte auch Turalyon die Hand und nickte den anderen zu. �Wir sind so schnell gekommen, wie wir konnten.�</p><p>�Ist Lordaeron befreit?�, fragte Khadgar.</p><p>Uther setzte sich auf einen Stein neben ihm. Er wirkte m�de. �Ja, ist es�, antwortete er. Stolz schimmerte in seinen leuchtenden blauen Augen. �Meine Leute und ich haben daf�r gesorgt. Kein Orc ist zur�ckgeblieben � das gilt auch f�r die Berge�</p><p>Eine Sekunde lang sp�rte Turalyon einen merkw�rdigen Schmerz, als h�tte er eigentlich mit seinem Orden zusammenbleiben m�ssen. Doch er war von Faol pers�nlich mit einer anderen Aufgabe betraut worden, und er erf�llte seine Pflicht ebenso gut wie Uther und die anderen.</p><p>�Ausgezeichnet.� Lothar l�chelte. �Und Ihr seid zur rechten Zeit gekommen, Sir Uther. Wir haben gerade erfahren, wohin die Orcs sich zur�ckgezogen haben. Wir erreichen diesen Ort in�?� Er wandte sich an die Zwergenbr�der, die neben ihm standen, sie kannten sich in dieser Region am besten aus und konnten die Entfernungen am ehesten einsch�tzen.</p><p>�F�nf Tagen�, antwortete Brann, nachdem er einen Moment nachgedacht hatte. �Falls sie uns unterwegs keine �berraschung hinterlassen haben.� Er schaute seinen Bruder an und nickte. �Wenn Ihr zum Blackrock geht, kommen wir nat�rlich mit. Wir werden Euch nicht im Stich lassen.�</p><p>�Mir sind keinerlei Hinterhalte aufgefallen�, sagte Kurdran, als h�tte jemand seine Kundschafterfertigkeiten infrage gestellt. �Die gesamte Horde bewegt sich gemeinsam zur Bergspitze.� Er schaute Lothar an, als w�rde er dessen n�chsten Einwand bereits erraten. �Ja, die Wildhammerzwerge werden auch mitkommen. Zusammen sind wir ihnen zahlenm��ig �berlegen, wenn auch nicht gro�artig.�</p><p>�Wir brauchen keine riesige �bermacht�, antwortete Lothar. �Nur einen fairen Kampf.� Sein Gesicht war ernst. �Dann also f�nf Tage�, teilte er den anderen mit. �In f�nf Tagen beenden wir das alles.�</p><p>F�r Turalyons Geschmack klang das, was am Ende dieser Frist auf sie wartete, etwas zu stark nach H�lle und ewiger Verdammnis. Und er hoffte nur, dass seine Vorahnung sich nicht erf�llte� oder die Verdammnis wenigstens nicht ihnen galt.</p></section><section><title><p>21</p></title><p>�Die Menschen kommen!�</p><p>Doomhammer blickte geistesabwesend auf und �rgerte sich �ber die Angst in Tharbeks Stimme. Wann war sein barbarischer Stellvertreter derart schwach geworden?</p><p>�Das wei� ich�, knurrte er als Antwort und blickte an dem Orc vorbei. Sie standen hoch �ber der Felsenebene auf einer schroffen Platte, die aus der Spitze herausgetrennt war. Hinter ihnen erhob sich die Festung.</p><p>Von ihrer Position aus konnte Doomhammer die Horde, die dort unten lagerte, erkennen. Beim letzten Mal, als er diesen Anblick genossen hatte, hatten seine Krieger die Ebene darunter verdeckt. Es hatte keinen freien Platz mehr gegeben. Jetzt konnte man gro�e schwarze Bodenstellen erkennen, sowie gr�ne und braune. Er konnte jede Familie einzeln sehen, wie ihre Angeh�rigen sich umeinander gruppierten, klar von den jeweils anderen Sippen abgegrenzt.</p><p>Wann war seine Horde derart geschrumpft? Wohin hatte er sie nur gef�hrt? Warum hatte er nicht fr�her auf Durotan geh�rt und die Worte seines alten Freundes beherzigt? Alles, wovor er ihn gewarnt hatte, war eingetroffen!</p><p>�Was sollen wir tun?�, fragte Tharbek und trat hinter ihn. �Wir sind nicht mehr zahlreich genug, um sie zur�ckzuschlagen.�</p><p>Doomhammer sah seinen Stellvertreter so aufgebracht an, dass der andere zur�ckzuckte. Es stimmte, sie waren jetzt weniger Orcs. Sie konnten nicht mehr die ganze Welt besetzen. Aber sie waren immer noch Orcs, bei den Ahnen!</p><p>�Was wir tun werden?�, blaffte er seinen Offizier an und zog seinen Hammer. �Wir werden nat�rlich k�mpfen!�</p><p>Er wandte sich von dem zitternden Tharbek ab und trat weiter auf die Felsplatte hinaus. �Mein Volk, h�rt mich an!�, br�llte er und riss seinen Hammer hoch.</p><p>Einige schauten auf, aber andere taten es nicht, und das erz�rnte ihn. Er f�hrte einen m�chtigen Schlag gegen die Klippe. Das Krachen sicherte ihm augenblicklich die volle Aufmerksamkeit der gesamten Horde.</p><p>�H�rt mich an!�, br�llte er erneut. �Ich wei�, dass wir Niederlagen hinnehmen mussten und dass unsere Zahl schmerzlich gesunken ist. Ich wei�, dass uns Gul�dans Verrat teuer zu stehen kommt. Aber wir sind immer noch Orcs! Wir sind immer noch die Horde! Und diese Welt soll unter unseren Schritten erzittern!�</p><p>Jubel brandete unter den Kriegern auf, aber er klang nicht halb so �berzeugend, wie Doomhammer es erhofft hatte.</p><p>�Die Menschen haben uns hierher verfolgt�, fuhr er fort, wobei er jedes Wort f�rmlich ausspuckte. �Sie glauben, sie haben uns geschlagen! Sie glauben, wir w�ren vor ihrer St�rke hierher geflohen wie ein gepr�gelter Hund� aber sie irren sich!� Er hob erneut seinen Hammer an. �Wir sind hier, weil das hier unsere Festung ist, unser Ort der St�rke. Wir sind gekommen, weil wir von hier aus erneut losschlagen und das Land mit unserer St�rke unterwerfen k�nnen. Wir sind hierher gekommen, um wieder auszuschw�rmen, auf dass die Menschen beim Klang unseres Namens aufs Neue erzittern!�</p><p>Diesmal war der Jubel bereits betr�chtlich lauter, und Doomhammer lie� ihn �ber sich hinwegbranden, badete darin. Die Krieger standen auf und schwangen ihre Waffen. Er hatte eine Aufgabe f�r sie, und das war gut.</p><p>�Wir warten nicht darauf, dass sie zu uns kommen�, sagte er. �Wir werden hier nicht ausharren und sie die Schlacht diktieren lassen. Nein. Denn wir sind Orcs! Wir sind die Horde! Wir bringen den Kampf <emphasis>zu ihnen</emphasis>. Sie werden bereuen, dass sie uns hierher gefolgt sind! Und wenn wir sie vernichtet haben, werden wir �ber ihre Leichen steigen und dieses Land wieder f�r uns in Besitz nehmen!�</p><p>Er hielt den Hammer mit beiden H�nden hoch, wirbelte ihn �ber seinem Kopf. Der Jubel brachte den Stein, auf dem er stand, zum Erzittern. Doomhammer l�chelte und freute sich dar�ber.</p><p>Dies war sein Volk! Es w�rde nicht heulend untergehen! Wenn sie untergehen mussten, dann im Kampf und mit Blut an ihren H�nden.</p><p>�Mach die Krieger unseres Clans bereit�, befahl er dem wie versteinert dastehenden Tharbek. �Meine Leibw�chter und ich werden den Angriff selbst anf�hren. Der Rest der Horde wird uns folgen.� Doomhammer schaute auf die st�mmigen Gestalten, die in den Schatten standen und warteten. Jeder von ihnen straffte sich und nickte, als er seinen Blick sp�rte. Doomhammer nickte zur�ck. Das war seine Leibwache, allesamt Oger.</p><p>Doomhammer war ein richtiger Orc und hatte, w�hrend er aufwuchs, die Oger hassen gelernt. Aber diese hier waren anders. Sie waren intelligenter als die meisten ihrer Art, und zugleich doch Krieger, keine Hexenmeister. Au�erdem waren sie nur ihm pers�nlich treu ergeben. Er wusste, dass sie seine St�rke und Tapferkeit sch�tzten. Sie schienen ihn selbst f�r einen kleinen Oger zu halten und hatten sich seinem pers�nlichen Befehl unterstellt. Er wiederum respektierte ihre St�rke und verlie� sich auf sie. Er wusste, dass sie f�r ihn sterben w�rden � und erstaunlicherweise war er ebenfalls bereit, im Ernstfall sein Leben f�r sie zu geben.</p><p>Und jetzt w�rden sie alle ihr Leben in die Waagschale werfen � weil der Sieg der Horde auf dem Spiel stand.</p><p>Zumindest war das Portal in Sicherheit. Rend und Maim hatten den Kampf gegen Gul�dan und einen Angriff der Flotte der Allianz �berlebt, mit einigen ihrer Stammesangeh�rigen. Sie hatten einen Kundschafter zu Doomhammer geschickt, und er hatte ihnen befohlen, sich mit dem Rest ihres Clans zum Portal zu begeben. Er traute den Br�dern immer noch nicht, aber sie hatten sich der Horde gegen�ber als loyal erwiesen. Und er brauchte starke K�mpfer, die den �bergang nach Draenor sicherten. Auch wenn er niemals eine Flucht in Erw�gung zog, nicht einmal f�r den Fall, dass sie die Schlacht verlieren sollten.</p><p>Er nickte seinen Ogern erneut zu. Dann verlie� er das Felsplateau und stellte sich dem Kampf, der ihn erwartete.</p><empty-line/><p>Die Allianz war nicht auf den Angriff der Orcs vorbereitet. Wie Doomhammer gehofft hatte, hatten die Menschen sich auf eine Belagerung eingerichtet und erwarteten nun, die Orcs aushungern und einzelne Krieger angreifen zu k�nnen, die dumm genug waren, sich au�erhalb der sch�tzenden Klippen zu bewegen, welche den Blackrock umgaben.</p><p>Doomhammers Angriff erwischte sie eiskalt.</p><p>�Orcs!�, schrie ein Soldat und rannte zu Lothar und dessen Offizieren. �Sie haben unsere Stellung �berrannt!�</p><p>�Was?� Lothar trieb sein Pferd an und galoppierte durch das schwarze Tal, wo die Truppen der Allianz stationiert waren. Turalyon und die anderen folgten ihm dichtauf.</p><p>Eindeutig vernahm er beim N�herkommen Schlachtenl�rm. Dann sah er die K�mpfenden auch. Die eine Partei bestand aus Orcs, aber solchen, wie er sie noch nie zu Gesicht bekommen hatte. Es waren massige Kreaturen, mit dicken Armen und st�mmigen F��en. Ihre Haare waren zu stacheligen Spitzen arrangiert, erinnerten an Vogelnester oder Pferdem�hnen. Die Orcs trugen keine R�stung, nur Lendenschurz, Schulterpolster und Fellstiefel. Sie f�hrten ihre Waffen hemmungslos, mit wilder Entschlossenheit, hackten und schlugen auf alles in ihrer Reichweite ein.</p><p>Ihre gr�ne Haut war mit T�towierungen �bers�t. Die meisten hatten schartige Metallst�cke oder kleine Knochenst�cke durch Ohren, Nase, Augenbrauen, Lippen und selbst die Brustwarzen gezogen. Sie waren Barbaren, und die Menschen wurden von ihrem st�rmischen Angriff zur�ckgeworfen.</p><p>�Uther!�, br�llte Lothar, und der Paladin trat vor. Lothar senkte sein Schwert, zeigte auf die Orcs, und das reichte. Der Paladin nickte. Dann bedeutete er den Mitgliedern der Silbernen Hand, ihm zu folgen, senkte sein Visier und erhob den Kriegshammer.</p><p>�Beim Heiligen Licht!�, schrie Uther. Um ihn und seine Waffe herum erschien ein Leuchten. �Wir lassen diese Bestien nicht davonkommen!� Und er st�rzte sich ins Get�mmel, sein Hammer krachte auf den Kopf des n�chstbesten Orcs herab und zerschmetterte ihn.</p><p>Der Himmel war von ru�igen Wolken bedeckt, die alles verdunkelten, nur ab und zu erschien etwas blutgef�rbtes Licht.</p><p>Das �nderte sich abrupt. Die Wolken teilten sich. Ein Strahl klaren Sonnenlichts schien herab und tauchte Uther darin ein, w�hrend er sich durch die Horde k�mpfte. Der Paladin wurde zur reinen Lichtgestalt, ehrfurchtgebietend und erschreckend. Jeder Schlag von ihm t�tete Orc-Krieger zur Rechten und zur Linken.</p><p>Die anderen Paladine k�mpften mit ihm, sein Licht �bergoss auch sie. Die silberne Hand hatte sich in den Monaten, die der Krieg nun bereits andauerte, vergr��ert. Inzwischen standen zw�lf Paladine unter Uthers Kommando, Turalyon nicht mitgez�hlt.</p><p>Diese zw�lf wateten regelrecht durch die Schlacht, ihre H�mmer, �xte und Schwerter gl�hten vor Glauben, und der Rest der Allianzsoldaten zog sich zur�ck, um ihnen Platz zu machen.</p><p>Die Orcs wandten sich ihren neuen Gegnern zu. Es war ein brutaler Kampf, Wilde gegen Glaubenseiferer, strahlende R�stungen gegen T�towierungen und metallischen K�rperschmuck. Die Orcs waren stark, hart und verr�ckt genug, um den Schmerz zu ignorieren.</p><p>Aber die Paladine waren von gerechtem Zorn und der Macht ihres Glaubens erf�llt. Ihre heilige Aura trieb mehr als einen Orc in die Flucht. Mit diesem Vorteil umzingelten die Paladine die Orc-Barbaren, metzelten sie nieder, einen nach dem anderen, bis sie reglos zu ihren F��en lagen.</p><p>�Gute Arbeit�, lobte Lothar, als ihn ein weiterer Bote erreichte. <emphasis>Was ist denn jetzt</emphasis>?, dachte er. <emphasis>Noch ein Angriff</emphasis>?</p><p>�Ein weiterer Angriff�, best�tigte der Soldat seinen Gedanken. �Diesmal im Westen!�</p><p>�Verflucht sollen sie sein�, murmelte Lothar, trieb sein Pferd wieder an und ritt zur angegebenen Position.</p><p>Die Orcs waren gerissen, das musste er ihnen lassen. Er hatte keinen Angriff erwartet, und seine M�nner waren nicht darauf vorbereitet. Die meisten hatten sich ausgeruht und auf eine lange Belagerung eingerichtet. Einige hatten sogar ihre R�stungen abgelegt, obwohl er angeordnet hatte, dass sie trotz allem wachsam bleiben sollten.</p><p>Jetzt zahlten sie den Preis f�r ihre Nachl�ssigkeit. Wenn es den Orcs gelang, mit diesen milit�rischen Nadelstichen gen�gend Punkte in der Verteidigungslinie zu schw�chen, w�rden sie irgendwann durchbrechen und in die Berge fliehen k�nnen. Dann mochte es Monate brauchen, vielleicht sogar Jahre, sie alle zu jagen und zu stellen. Wodurch die Horde die Chance erhielt, sich neu zu formieren und abermals anzugreifen.</p><p>Das durfte er nicht zulassen.</p><p>Er st�rzte sich in die neue Schlacht, trampelte einen Orc nieder, der nicht schnell genug zur Seite sprang, riss sein Pferd herum und z�gelte es, um die Lage zu analysieren.</p><p>Dieser Angriff war viel st�rker als der letzte, sechzig Gegner oder mehr. Noch abschreckender waren die sechs Oger in der Mitte. Sie k�mpften wild entschlossen, aber nicht so hirnlos wie die letzten Angreifer, sondern zeigten Gesp�r f�r Taktik. Besonders bedrohlich wirkte der riesige Orc in ihrer Mitte, der sein Haar in geschm�ckten Z�pfen trug. Wild tanzten sie herum, als er seinen massiven schwarzen Hammer auf Allianzsoldaten herabsausen lie� und mit jedem Schlag einen Gegner links oder rechts von sich t�tete.</p><p>Lothar fiel die Art auf, wie der Riese sich bewegte: schnell, aber stets mit Bedacht, beinahe schon anmutig, trotz des schweren schwarzen Plattenpanzers. Das, wurde ihm instinktiv klar, musste ihr Anf�hrer sein.</p><p>Lothar lenkte sein Pferd in das heftigste Schlachtenget�mmel, als der Riese aufblickte. Seine Augen leuchteten nicht rot, wie Lothar es von den Orcs gewohnt war, sondern gl�nzten grau, und in ihnen glitzerte Intelligenz. Sie weiteten sich leicht, als h�tte er Lothar ebenfalls gerade gemustert� und erkannt.</p><empty-line/><p>Dort war er!</p><p>Doomhammer l�chelte, als er den gro�en Menschen ansah, der ganz in der N�he auf dem Pferd sa�. Die imposante Gestalt mit dem Schild, dem riesigen Schwert und den schlauen blauen Augen.</p><p>Das musste ihr Anf�hrer sein. Derjenige also, den Doomhammer zu finden gehofft hatte. Wenn er diesen Mann t�tete, w�rde der Widerstand der restlichen Armee zusammenbrechen.</p><p>�Zur Seite!�, br�llte Doomhammer und schlug einen menschlichen Soldaten aus dem Weg. Er trat sogar einen Orc beiseite.</p><p>Die charismatische Erscheinung, der sein Augenmerk galt, st�rzte sich ebenfalls in die Schlacht, schlug mit ihrem Schwert um sich und interessierte sich kaum f�r das Blutbad, das sie anrichtete. Die Augen des Anf�hrers der Menschen hafteten nur auf <emphasis>ihm</emphasis>.</p><p>Um Doomhammer tobte die Schlacht, aber er behielt seinen Feind unabl�ssig im Blick. Er stampfte vorw�rts, und sein Hammer schuf Platz zwischen den gefallenen K�mpfern, egal ob Mensch oder Orc.</p><p>Alles, was z�hlte, war, diesen Mann zu erreichen. Der Mensch ging kaum vorsichtiger zu Werke, auch wenn er bem�ht schien, nicht vors�tzlich einen der eigenen Leute zu treffen. Doomhammer ging davon aus, dass er sie vielfach mit seinem Pferd zur Seite stie�.</p><p>Schlie�lich waren keine Krieger mehr zwischen ihnen, und Doomhammer sah den Mann aus n�chster N�he.</p><p>Da er auf dem Pferd sa�, hatte der Mensch einen Vorteil. Doomhammer l�ste das Problem ohne viel Aufhebens. Er holte mit dem Hammer aus, und der massive Steinkopf krachte gegen den Kopf des Tieres, das augenblicklich wie vom Blitz gef�llt zusammenbrach. Blut lief aus seinem zerschmetterten Sch�del, seine Beine zuckten.</p><p>Der Mensch jedoch st�rzte nicht hilflos zu Boden. Er sprang aus den Steigb�geln und schwang sich, als das Pferd fiel, rechtzeitig auf die andere Seite. Er landete kontrolliert und war sofort wieder auf den Beinen und stellte sich zum Kampf.</p><p>Die �brige Schlacht trat in den Hintergrund, als die beiden Anf�hrer ihre Waffen hoben und wortlos aufeinander einzudreschen begannen. Jeder wollte nur noch eines � den Tod des anderen.</p><empty-line/><p>Es war eine titanische Schlacht. Lothar war ein gro�er, kr�ftiger Mann, beinahe so gro� und stark wie ein Orc-Krieger. Aber Doomhammer war <emphasis>noch</emphasis> gr��er und st�rker. Und er war j�nger.</p><p>Doch was Lothar an Jugend und Flinkheit fehlte, machte er durch Erfahrung und Geschick wett.</p><p>Beide trugen schweren K�rperschutz. Die verbeulte R�stung von Stormwind gegen die schwarze R�stung der Horde.</p><p>Beide brachten Waffen zum Einsatz, die Krieger von geringem Rang niemals h�tten f�hren k�nnen. Das glitzernde runenverzierte Schwert aus Stormwind und der schwarze Steinhammer von Doomhammers Geschlecht.</p><p>Und beide wollten um jeden Preis den Sieg davontragen.</p><p>Lothar schlug zuerst zu. Sein Schwert kam von der Seite, doch dann �nderte er leicht den Schlagwinkel, um Doomhammers Verteidigung zu unterlaufen. Er schnitt einen Scharte in die schwere R�stung des Orcs.</p><p>Der Kriegsh�uptling der Horde grunzte unter dem Treffer und revanchierte sich postwendend, indem er schnell mit seinem Hammer zuschlug. Er verfehlte Lothar nur deshalb, weil dieser einen Schritt zur�ckt�nzelte.</p><p>Aber Doomhammer drehte den Griff pl�tzlich und zog die Waffe wieder hoch. Er erwischte Lothar unter dem Kinn, sodass er zur�cktaumelte. Ein schneller Hammerschlag folgte, doch Lothar hob rechtzeitig sein Schwert, um den Schlag abzuwehren.</p><p>Beide Krieger rangen kurz miteinander. Doomhammer wollte mit dem Hammer zuschlagen, Lothar ihn zur Seite treten. Ihre Waffen zitterten, l�sten sich aber nicht voneinander.</p><p>Dann drehte Lothar seine Klinge, worauf der Hammer abrutschte. Er trat dicht heran, w�hrend Doomhammer die schwere Waffe zur�ckzog, und traf den Orc mit der stumpfen Seite seines Schwertes im Gesicht. Der Kriegsh�uptling war eine Sekunde lang erstarrt. Aber dann peitschte Doomhammers freie Hand nach vorne, erwischte Lothar am Hals und errang sowohl den Hammer als auch seine Fassung zur�ck, w�hrend der Anf�hrer der Allianz wankte.</p><p>Turalyon k�mpfte selbst gegen Orcs. Ein kr�ftiger Schlag mit seinem Hammer schickte gerade einen Gegner zu Boden, als er sah, wie Lothar und der riesige Orc einander bek�mpften.</p><p>�Nein!�, schrie Turalyon, als er seinen Anf�hrer dem monstr�sen, schwarz gepanzerten Orc gegen�berstehen sah. Er begann neu erstarkt zu k�mpfen. Sein Hammer erschlug Orcs, und er versuchte verzweifelt, die beiden Kommandeure zu erreichen. Diese gingen wieder mit Schwert und Hammer aufeinander los.</p><p>Doomhammer traf Lothars Schild mit dem L�wenemblem. Lothar w�re beinahe in die Knie gegangen. Aber sein Schwert erwischte den Orc quer �ber die Brust und drang tief in die Panzerung ein. Doomhammer trat zur�ck, fletschte vor Schmerz und Entt�uschung die Z�hne� und riss sich die zerst�rte R�stung vom Leib � gerade als Lothar wieder auf die Beine kam und seinen nutzlos gewordenen Schild beiseite warf.</p><p>Dann br�llten beide und droschen neuerlich aufeinander ein.</p><p>Doomhammer war ohne die R�stung schneller, aber Lothar f�hrte sein Schwert mit beiden H�nden und lie� es durch die Verteidigung des Orcs tanzen.</p><p>Beide steckten harte Schl�ge ein. Doomhammer erlitt eine klaffende Wunde �ber seinem Bauch und Lothar eine schwere Prellung an der rechten Seite. Die K�mpfer wankten, als sie sich das dritte Mal trennten. Um sie herum fochten die anderen Orcs und Menschen derweil ihre eigenen K�mpfe aus.</p><p>Wieder und wieder droschen die beiden m�chtigen Anf�hrer aufeinander ein. Jeder suchte den Schwachpunkt in der Verteidigung des anderen, jeder teilte aus und steckte ein.</p><p>Die beiden n�herten sich wieder einander, und Doomhammer traf Lothar mit einem gewaltigen Hieb vor der Brust. Der Aufprall lie� den Anf�hrer der Menschen in die Knie gehen und zerbeulte seinen Brustpanzer. Bevor er sich richtig erholen konnte, trat Doomhammer einen Schritt zur�ck und holte mit seinem Hammer beidh�ndig aus. Er legte all seine St�rke in den Schlag.</p><p>Lothar riss sein Schwert hoch, um den m�rderischen Angriff abzublocken und f�hrte die Klinge so schwungvoll, dass sie beim Aufprall zerbarst.</p><p>Lothar keuchte, als Teile des legend�ren Schwertes zu Boden fielen. Doomhammers Hieb ging jetzt ungehindert nach unten durch und traf die Spitze von Lothars Helm mit einem h�sslichen Ger�usch.</p><p>Der L�we von Azeroth wankte, senkte eher reflexartig sein abgebrochenes Schwert� und drang damit in Doomhammers Brust ein, bevor er zusammenbrach.</p><p>Es wurde still, als beide Seiten den Kampf unterbrachen und auf den Anf�hrer der Allianz starrten, der am Boden lag. Sein K�rper zuckte, als das Leben aus ihm str�mte. Dann erstarb jede Regung, und Blut quoll aus dem geborstenen Sch�del.</p><p>Doomhammer machte einen unsicheren Schritt, eine Hand gegen die eigene klaffende Wunde gepresst. Blut rann ihm durch die Finger, doch er stand immer noch aufrecht und reckte, wenn auch unter M�hen, den Hammer triumphierend �ber sein Haupt.</p><p>�Ich habe gesiegt!�, verk�ndete er heiser fl�sternd, taumelnd und Blut spuckend � aber siegreich. �Und so sollen all unsere Feinde sterben, bis diese Welt restlos uns geh�rt!�</p></section><section><title><p>22</p></title><p>�Nein!� Das Wort rann Turalyon �ber die Lippen, als er durch die Menge dr�ngte und neben dem Leichnam seines Helden auf die Knie fiel � seines Mentors, seines Anf�hrers. Dann wanderte sein Blick zu dem Orc, der sich �ber ihm auft�rmte, und etwas in ihm machte <emphasis>Klick</emphasis>.</p><p>Seit Monaten haderte Turalyon mit seinem Schicksal und einer ganz bestimmten Frage: Wie konnte das Heilige Licht alle Kreaturen vereinen, alle Seelen, wenn etwas derart Monstr�ses, derart Grausames und wahrlich B�ses wie die Orc-Horde auf dieser Welt wandelte?</p><p>Weil er daf�r keine Erkl�rung fand, war er sich seiner selbst und der Lehren seiner Kirche unsicher gewesen. Und er hatte Leute wie Uther und die anderen Paladine beneidet, die Segen spendeten und vor Vertrauen in ihren Glauben hell erstrahlten.</p><p>Weil er wusste, dass er nicht �ber ihre F�higkeiten verf�gte.</p><p>Aber irgendetwas hatte dieser Orc, dieser Doomhammer, gerade gesagt, auf einer unbewussten Ebene, und Turalyon wollte herausfinden, was es bedeutete.</p><p>�Bis eure Welt uns geh�rt�, hatte der Kriegsh�uptling der Horde gebr�llt. �<emphasis>Eure</emphasis> Welt�, nicht �<emphasis>unsere</emphasis> Welt� oder auch nur �<emphasis>diese</emphasis> Welt�!</p><p>Und das war die Antwort.</p><p>Sie stammten nicht von diesem Planeten, nicht von dieser Daseinsebene. Sie stammten von anderswo her und wurden von D�monen angetrieben, deren Heimat noch weit dahinter lag.</p><p>Das Heilige Licht einte alles Leben dieser Welt � wozu die Orcs nicht geh�rten.</p><p>Die Aufgabenstellung war damit klar. Turalyon wollte die strahlende Pracht des Heiligen Lichts dazu nutzen, die Welt von allen Bedrohungen von au�erhalb zu befreien und die Reinheit darin zu erhalten.</p><p>Die Orcs geh�rten nicht hierher. Und das bedeutete, dass er sie ungestraft niederstrecken durfte.</p><p>�Beim Licht, deine Zeit hier ist zu Ende!�, br�llte er und stand auf. Und ein helles Leuchten entstand um ihn herum. Das Licht war so hell, dass Orcs und Menschen gleicherma�en wegschauen und ihre Augen bedecken mussten. �Du bist nicht von dieser Welt, nicht vom Heiligen Licht. Du geh�rst nicht hierher! Verschwinde!�</p><p>Der Kriegsh�uptling der Horde verzog das Gesicht und trat einen Schritt zur�ck. Eine Hand bedeckte die Augen. Turalyon nutzte die Gelegenheit, um sich neben Lothars Leichnam zu knien.</p><p>�Geh mit dem Licht, mein Freund�, fl�sterte er. Er ber�hrte die zerschmetterte Stirn mit dem Zeigefinger, seine Tr�nen fielen herab und mischten sich mit dem Blut des toten Kriegers. �Du hast dir einen Platz unter den Heiligen verdient, und das Licht hei�t dich in liebender Umarmung willkommen.� Eine Aura entstand um den K�rper, sie leuchtete in wei�em, reinen Licht, und er meinte zu sehen, wie sich die Gesichtsz�ge seines toten Freundes leicht entspannten, ruhig wurden, friedlicher.</p><p>Dann erhob Turalyon sich wieder. Er hielt das zerst�rte Schwert in der Hand. �Und nun zu dir, du verkommene Kreatur�, begann er und wandte sich dem geblendeten Doomhammer zu. �Nun bezahlst du f�r deine Verbrechen an dieser Welt und an ihren V�lkern!�</p><p>Doomhammer musste die Drohung in seinem Tonfall erkannt haben, denn der Anf�hrer der Orcs packte pl�tzlich seinen Hammer mit beiden H�nden und schwang ihn nach oben � um den Schlag abzublocken, dessen Kommen er gesp�rt hatte.</p><p>Aber Turalyon schloss beide H�nde fest um den Griff des zerbrochenen Schwertes. Er stie� die Klinge in einem grellen Blitz nach vorne�</p><p>� und die zerst�rte Waffe prallte gegen den massiven Steinkopf des Kriegshammers. Die Ersch�tterung wanderte den h�lzernen Stiel hinab und riss ihn aus den H�nden des Besitzers. Der Hammer fiel harmlos zur Seite.</p><p>Doomhammers Augen weiteten sich, als er begriff, was geschehen war. Dann schloss er sie und nickte schwach. Er wartete auf den t�dlichen Streich, der allem ein Ende machen w�rde.</p><p>Doch Turalyon hatte die Klinge in letzter Sekunde gedreht und traf nun den Orc mit der stumpfen Seite. Doomhammer sank auf die Knie und brach neben Lothar zusammen.</p><p>Turalyon konnte sehen, dass er noch atmete.</p><p>�Du wirst dich f�r deine Verbrechen vor einem Gericht verantworten m�ssen�, sagte er dem bewusstlosen Orc, der vom Licht, das aus Turalyon drang, erhellt wurde. �Du wirst in Ketten geschlagen in der Hauptstadt stehen.� Es war jetzt heller als der hellste Tag, und jeder Orc wandte den Blick ab, um dem Licht zu entgehen. �Die Herrscher der Allianz werden �ber dein Schicksal entscheiden, und damit wird deine totale Niederlage besiegelt sein.�</p><p>Nach diesen Worten blickte er auf und wandte sich an die anderen Orc-Krieger, die bewegungslos zugesehen hatten, wie der vermeintliche Sieg ihres Anf�hrers sich in eine kapitale Niederlage verwandelt hatte.</p><p>�Ihr aber werdet so viel Gl�ck nicht haben�, begann Turalyon und zeigte mit dem zerst�rten Schwert auf sie. Licht str�mte davon aus, von seiner Hand, seinem Kopf, seinen Augen. Der schwarze Fels war bereits wei� gebleicht von der Kraft, die seinen K�rper durchfloss. �Ihr werdet hier sterben, mit dem Rest eurer Art, und die Welt wird f�r immer von eurer Beschmutzung befreit sein!� Er sprang vor, die sonnenhelle Klinge voran. Er erwischte den ersten Orc an der Kehle, bevor dieser auch nur ansatzweise reagieren konnte. Er st�rzte. Blut floss aus der Wunde, w�hrend Turalyon schon auf den n�chsten halbblinden Krieger der Horde zust�rmte.</p><p>Das riss alle aus ihrer Erstarrung. Die Menschen und Orcs konnten sich wieder bewegen. Uther und die Ritter der Silbernen Hand hatten w�hrend Lothars und Doomhammers Kampf ebenfalls in das allgemeine Get�mmel eingegriffen. Nun st�rmten sie vorw�rts, und ihre Auren brachen hervor.</p><p>Der Rest der Allianzstreitkr�fte folgte ihnen.</p><empty-line/><p>Die darauffolgende Schlacht war �berraschend kurz. Etliche der Orcs waren Zeuge von Doomhammers Niederlage geworden, und das hatte sie in Panik versetzt. Viele flohen. Andere lie�en ihre Waffen fallen und ergaben sich � sie wurden gefangen genommen, trotz anders lautender Ank�ndigung. Turalyon wollte keine hilflosen Gefangenen t�ten, ganz gleich, was sie sich zu Schulden hatten kommen lassen.</p><p>Viele stellten sich allerdings auch dem Kampf. Doch sie waren unorganisiert, benommen und stellten f�r die entschlossenen Soldaten der Allianz keine gro�e Herausforderung dar.</p><p>�Eine Gruppe, vielleicht vierhundert Krieger, flieht nach S�den in Richtung Rotkammgebirge�, berichtete Khadgar eine Stunde sp�ter, nachdem der Kampf geendet hatte.</p><p>Im Tal war es still geworden, mit Ausnahme der Ger�usche der M�nner, dem St�hnen der Verwundeten und dem Knurren der Gefangenen.</p><p>�Gut�, antwortete Turalyon. Er schnitt einen langen Streifen aus seinem Umhang und band ihn um seine H�fte. Dann steckte er Lothars zerst�rtes Schwert in die Schlaufe. �Bildet Kampfreihen und verfolgt sie, aber nicht zu schnell. Wir wollen sie nicht einfangen.�</p><p>�Warum nicht?�</p><p>Turalyon sah seinen Freund an und erinnerte sich daran, dass der Magier bei allen F�higkeiten, die er sonst hatte, kein Taktiker war. �Wo ist das Dunkle Portal, das in die Welt der Orcs f�hrt?�, fragte er.</p><p>Khadgar zuckte mit den Achseln. �Das wissen wir nicht genau�, gab er zu. �Irgendwo im Sumpfland.�</p><p>�Und jetzt hat die Horde eine vernichtende Niederlage erlitten. Wohin werden die wenigen �berlebenden wohl ziehen?�</p><p>Der alt wirkende Magier l�chelte. �Zur�ck nach Hause.�</p><p>�Genau.� Turalyon richtete sich auf. �Wir werden ihnen bis zu diesem Portal folgen und es ein f�r allemal zerst�ren.�</p><p>Khadgar nickte, setzte sich in Gang und hielt Ausschau nach den Truppf�hrern. Er blieb jedoch stehen, als Uther eintraf.</p><p>�Es gibt keine Orcs mehr au�er denen, die wir gefangen genommen haben�, verk�ndete der Paladin.</p><p>Turalyon nickte. �Gute Arbeit. Ein paar sind entkommen, aber wir werden sie verfolgen und ebenfalls vernichten oder festsetzen.�</p><p>Uther beobachtete ihn. �Du hast das Kommando �bernommen�, sagte er sanft.</p><p>�Ja, ich glaube, das habe ich.� Turalyon �berlegte kurz, der bislang keinen Gedanken daran verschwendet hatte. Er hatte sich schlicht daran gew�hnt, der Armee Befehle zu erteilen, auf Lothars Anweisung hin und als er Kommandeur im Hinterland gewesen war. Er zuckte mit den Achseln. �Wenn du willst, k�nnen wir einen Greifenreiter nach Lordaeron entsenden und K�nig Terenas und die anderen Herrscher fragen, wer das Kommando f�hren soll.�</p><p>�Dazu besteht keine Veranlassung�, sagte Khadgar, der neben ihn trat. �Du warst Lothars Offizier und Stellvertreter. Dir wurde die halbe Armee anvertraut. Du bist die einzige logische Wahl, nun, da er tot ist.� Der Magier sah Uther an, als fordere er ihn auf, zu widersprechen.</p><p>Aber zu Turalyons �berraschung nickte Uther. �Das stimmt�, sagte er. �Du bist unser Oberkommandierender, und wir folgen dir wie F�rst Lothar.� Damit trat er n�her und legte Turalyon freundschaftlich die Hand auf die Schulter. �Und ich bin froh, dass dein Glaube endlich zu Tage getreten ist, mein Bruder.�</p><p>Die Worte waren aufrichtig gemeint. Turalyon l�chelte, zufrieden, dass er auch die Unterst�tzung des �lteren Paladins genoss.</p><p>�Ich danke dir, Uther Lichtbringer�, antwortete Turalyon. Er sah, wie sich die Augen des anderen angesichts des benutzten Titels weiteten. �Denn so sollst du fortan genannt werden, zu Ehren des Heiligen Lichts, das du heute �ber uns gebracht hast.�</p><p>Uther verneigte sich, sichtlich bewegt, dann wandte er sich ohne ein weiteres Wort ab und ging zur�ck zu den anderen Rittern der Silbernen Hand, um ihnen die neuen Marschbefehle zukommen zu lassen.</p><empty-line/><p>�Ich habe gedacht, er h�tte um die Macht gestritten�, sagte Khadgar.</p><p>�Er wollte sie nicht�, antwortete Turalyon, der immer noch Uther beobachtete. �Er will anf�hren � aber nur als Vorbild. Es reicht ihm, den Orden zu leiten, weil der sich auch aus Paladinen zusammensetzt.�</p><p>�Und du?�, fragte ihn sein Freund frei heraus. �Gef�llt es dir, uns alle zu befehligen?�</p><p>Turalyon dachte dar�ber nach, dann zuckte er mit den Achseln. �Ich glaube nicht, dass ich es verdient habe. Aber ich wei�, dass Lothar mir vertraut hat. Und ich glaube an ihn und seine Urteilskraft.� Er nickte und blickte Khadgar selbstbewusst an. �Und jetzt lass uns diese verdammten Orcs jagen.�</p><p>Es dauerte eine Woche, bis sie eine Gegend erreichten, die, wie Khadgar erkl�rte, <emphasis>S�mpfe des Elends</emphasis> genannt wurde. Sie h�tten schneller dort sein k�nnen, aber Turalyon hatte seine Soldaten zur Vorsicht gemahnt. Sie mussten erst den genauen Ort des Portals kennen, dann konnten sie zuschlagen.</p><p>Lothars Tod hatte jedermann ersch�ttert. Aber er hatte sie auch zusammengeschwei�t. M�nner, die ersch�pft gewesen waren, waren jetzt zielstrebig, hart und resolut. Sie alle nahmen den Verlust ihres Kommandeurs pers�nlich und wollten seinen Tod r�chen. Und alle akzeptierten Turalyon als Nachfolger, besonders die, die mit ihm in Quel�Thalas gek�mpft hatten.</p><p>Sich durch die S�mpfe zu k�mpfen, war schwierig und forderte gro�e Opfer, aber niemand beklagte sich dar�ber. Die Kundschafter behielten die Orcs im Auge, wodurch der Haupttross sich nur langsam bewegen konnte, um nicht Gefahr zu laufen, die Spur zu verlieren.</p><p>Die Reste der Horde waren unorganisiert. Alle Orcs zog es in dieselbe Richtung, aber sie marschierten nicht einheitlich. Jeder bewegte sich in seinem eigenen Tempo, mit einer Handvoll Kameraden innerhalb einer gr��eren Gruppe.</p><p>Turalyon hoffte, dass das auch so blieb. Er vermutete, dass Doomhammer Krieger und einen Offizier beim Portal zur�ckgelassen hatte. Und wenn dieser Anf�hrer stark genug war, konnte er die verbliebenen Orcs vielleicht wieder zu einer ernst zu nehmenden Armee zusammenschwei�en.</p><p>Turalyon wies seine Offiziere an, die M�nner alarmbereit zu halten, damit sie nicht selbstzufrieden wurden. Wenn sie diesen Gegner zu leicht nahmen, konnten sie immer noch unterliegen.</p><p>Sie verbrachten eine weitere Woche in den S�mpfen, bevor sie schlie�lich eine Gegend erreichten, die <emphasis>Der schwarze Morast</emphasis> genannt wurde. Und hier wurde selbst Khadgar �berrascht.</p><p>�Das verstehe ich nicht�, sagte der Magier und �berpr�fte den Boden. �Das alles sollte Sumpf sein! Es sollte genauso sein wie das Land, das wir gerade durchquert haben: morastig, feucht und stinkend.� Er ber�hrte den roten Fels zu ihren F��en und runzelte die Stirn. �Hier stimmt definitiv etwas nicht.�</p><p>�Es sieht aus, als w�rde der Boden gl�hen�, sagte Brann Bronzebart, der neben ihm stand. Die Zwerge hatten darauf bestanden, sie zu begleiten.</p><p>Turalyon war f�r ihre Kampferfahrenheit und Gesellschaft dankbar. Er mochte die beiden Br�der mit ihrem breiten L�cheln und ihrem Sinn f�r einen guten Kampf, wohlschmeckendes Bier und sch�ne Frauen. Brann war offensichtlich der Gebildetere von beiden. Er und Khadgar hatten mehrere Abende damit verbracht, �ber obskure Texte zu diskutieren, w�hrend die anderen weniger akademische Dinge beredeten.</p><p>Und alle Zwerge von Eisenschmiede waren Experten f�r Mineralien und Edelsteine. Deshalb war es beunruhigend, dass ihm die Beschaffenheit des Bodens unter ihren F��en nicht bekannt war.</p><p>�Aber kein Feuer k�nnte so etwas anrichten.� Er kratzte mit dem Fingernagel dar�ber. �Und ganz sicher nicht auf einer so gro�en Fl�che.� Der rote Stein erstreckte sich, so weit sie blicken konnten. �Ich habe so etwas noch nie gesehen.�</p><p>�Ungl�cklicherweise habe ich das aber�, antwortete Khadgar, der sich wieder aufgerichtet hatte. �Aber nicht auf dieser Welt.� Er erkl�rte es nicht weiter, und etwas in seinem Gesichtsausdruck warnte die anderen davor, ihn deshalb zu bedr�ngen.</p><p>Muradin wollte trotzdem fragen, aber sein Bruder stoppte ihn. �Wei�t du, was dein Name auf zwergisch bedeutet, Kumpel?�, fragte Brann, an Khadgar gewandt. �Er bedeutet �Vertrauen�.� Der Magier nickte. �Wir vertrauen dir. Sag uns einfach, wenn du dazu bereit bist.�</p><p>�Es ist auf jeden Fall an die Orcs gebunden�, erl�uterte Turalyon, �und es f�llt leichter, sie �ber Fels zu verfolgen als durch Sumpfland. Deshalb habe ich nichts gegen diese Ver�nderung der Landschaft.� Die anderen nickten, obwohl Khadgar immer noch gedankenvoll schaute, als sie aufsa�en und weiterritten.</p><p>Ein paar N�chte sp�ter blickte Khadgar vom Lagerfeuer auf und sagte pl�tzlich: �Ich glaube, wir haben ein Problem.� Die anderen verstummten und wandten sich dem Zauberer zu. �Ich habe mit den anderen Magiern gesprochen, und wir glauben zu wissen, was den Boden ver�ndert hat�, erkl�rte er. �Es ist das Dunkle Portal selbst. Seine Anwesenheit beeinflusst unsere Welt. Es f�ngt an mit dem Land, das es unmittelbar umgibt. Und ich glaube, dass es sich <emphasis>ausbreitet</emphasis>�</p><p>�Warum sollte das Portal eine solche Ver�nderung bewirken?�, fragte Uther. Der Anf�hrer der Silbernen Hand war nie mit den Magiern warm geworden. Er vertrat die weit verbreitete Auffassung, dass ihre Magie unheilig sei, m�glicherweise sogar d�monisch. Aber er hatte gelernt, sie zumindest zu akzeptieren, und vielleicht w�rde er Khadgar sogar im Laufe des langen Krieges respektieren lernen.</p><p>Doch der Zauberer sch�ttelte den Kopf. �Ich muss es erst sehen, um sicherzugehen. Ich glaube, dass dieses Portal zwei Welten miteinander verbindet. Diese Welt � und Draenor, die eigentliche Heimat der Orcs. Das Tor macht mehr, als nur eine Br�cke zu schlagen. Irgendwie verschmilzt es beide Welten � jedenfalls dort, wo der �bergang geschaffen wurde, wo es zur Ber�hrung kommt.�</p><p>�Und deren Heimat besteht aus rotem Stein?�, fragte Brann nachdenklich.</p><p>�Nicht vollst�ndig�, antwortete Khadgar. �Vor einiger Zeit hatte ich eine Vision von Draenor. Was ich sah, war ein �der Ort mit viel Boden wie diesem hier. Dort ist nur wenig Fruchtbares �brig geblieben, weil die Natur selbst dem Land entzogen wurde. Ich glaube, es waren ihre Magier, die das Land befleckten. Diese Befleckung breitet sich nun durch das Portal aus. Und jedes Mal, wenn die Orcs ihre Magie nutzen, wird es schlimmer.�</p><p>�Noch ein Grund mehr, das Portal zu zerst�ren�, verk�ndete Turalyon. �Und je eher, desto besser.�</p><empty-line/><p>Sein Freund nickte. �Ja, das sehe ich auch so. Je eher, desto besser.�</p><p>Es dauerte l�nger als drei Tage, bevor die Kundschafter zur�ckkehrten und berichteten, dass die Orcs eine Rast eingelegt hatten. �Sie befinden sich alle in einem gro�en Tal direkt vor uns�, sagte einer von ihnen. �Und in der Mitte steht eine Art� Tor.�</p><p>Khadgar tauschte Blicke mit Turalyon, Uther und den Bronzebart-Br�dern. Das musste das Dunkle Portal sein!</p><p>�Sagt es den M�nnern�, sagte Turalyon leise. Er zog Lothars zerbrochenes Schwert, und in der anderen Hand hielt er seinen Hammer. �Wir greifen sofort an.� Khadgar wunderte sich erneut, wie sehr sein Freund sich in den letzten Monaten ver�ndert hatte. Turalyon war ernster geworden, befehlsgewohnter, sich seiner selbst sicherer. Er war vom unerfahrenen jungen Mann zu einem erfahrenen Krieger und Anf�hrer gereift.</p><p>Aber seit Lothars Tod umgab ihn auch eine Aura der Ruhe, Weisheit� fast etwas Majest�tisches. Bei Uther und den anderen Paladinen war es �hnlich, doch sie wirkten abgekl�rter, als st�nden sie �ber den Problemen dieser Welt. Turalyon hingegen schien mehr eins mit der Welt zu sein, die ihn umgab. Es war eine Magie, die Khadgar nicht verstand, der er aber gro�en Respekt zollte. In vielen Bereichen war sie genau das Gegenteil seiner eigenen, die die Elemente und andere Kr�fte kontrollieren wollte.</p><p>Turalyon kontrollierte gar nichts, doch indem er sich denselben Kr�ften �ffnete, bekam er die M�glichkeit, sie anzuzapfen. Er tat das mit weniger Kontrolle, daf�r mit mehr Raffinesse als jeder Magier.</p><p>Die Soldaten waren bereit und schritten neben ihren Pferden, um auf dem harten roten Stein weniger L�rm zu verursachen.</p><p>Der Boden stieg zun�chst leicht an� und fiel dann abrupt in ein tiefes Tal ab, dessen gegen�berliegende W�nde noch viel h�her reichten.</p><p>Im Zentrum des Tales befand sich, wie der Kundschafter berichtet hatte, ein massives Tor � nicht in eine Wand oder ein Geb�ude eingelassen, sondern v�llig frei stehend.</p><p>Khadgar keuchte, als er es sah. Das Dunkle Portal � es konnte sich um nichts anderes handeln � war mindestens drei�ig, f�nfunddrei�ig Meter hoch und fast genauso breit. Es bestand aus gr�nlich-grauem Stein. Schroffe, wirbelnde Muster waren auf jeder Seite eingraviert, jedes um einen finster blickenden Sch�del angeordnet. Das Mittelst�ck wies unten geschm�ckte B�nder auf, oben war es leer.</p><p>Vier breite Stufen f�hrten zum eigentlichen Portal, das gr�nlich und d�ster gl�hte und vor Energie strotzte, die durch ein leichtes Pulsieren sichtbar war.</p><p>F�r Khadgar war es wie ein Mahlstrom, der Macht ausstrahlte und eine merkw�rdige Ahnung von gro�er Entfernung, die dahinter lauerte. Er konnte sp�ren, wie es sich ausdehnte, in das Land vordrang und sich daraus Energie einverleibte.</p><p>Die Orcs sammelten sich vor dem Portal, vermittelten aber den Anschein, als w�ssten sie nicht genau, was sie tun sollten. Es waren mehr als diejenigen, die sie verfolgt hatten. Turalyon behielt offensichtlich recht. Doomhammer hatte Orcs zur�ckgelassen, um diesen Ort zu bewachen.</p><p>Aber die Allianz war immer noch in der �berzahl. Und die Orcs waren in kleine Gruppen zersplittert, als h�tten sie nicht l�nger Grund, einander zu trauen, weshalb sie sich wieder ihren eigenen Familien und Jagdst�mmen angeschlossen hatten. Sie bildeten keine in sich geschlossene Armee mehr, sondern waren mehr eine Ansammlung kleinerer Banden.</p><p>�Jetzt!�, br�llte Turalyon, setzte �ber den Rand der Klippe und rutschte den langen Abhang hinunter. Er landete fast auf ein paar Orcs, die dort sa�en. Lothars Schwert stie� vor, spie�te mit der schartigen Bruchstelle einen Orc auf, und dann erschlug Turalyons Hammer einen weiteren, zerschmetterte seinen Sch�del und sandte ihn dem Ersten hinterher.</p><p>Der fiel, seines Haltes durch das Schwert beraubt, zu Boden. Dann waren Uther und seine Paladine heran. Sie flankierten Turalyon und verfolgten die anderen Orcs. Der Rest der Allianz war hinter ihnen.</p><p>Khadgar wusste, dass er im Kampf Mann gegen Mann weniger zu bieten hatte als in seinem ureigenen Element, der Magie. Und so blieb er mit den anderen Magiern auf der Klippe zur�ck und verfolgte angespannt den Kampf� der schnell entschieden war.</p><p>Lothar und Turalyon hatten die Truppen der Allianz zu einer verschworenen Armee geeint � und entsprechend k�mpften die Soldaten auch. Die M�nner hatten einen gemeinsamen Feind, der sie zur H�chstleistung anspornte. Pikeniere wurden von Schwertk�mpfern und Axtk�mpfern verteidigt. Die Bogensch�tzen wachten �ber allen und griffen ein, wenn es n�tig war.</p><p>Die Orcs waren zu unorganisiert, um zusammenzuarbeiten. Jede Gruppe k�mpfte f�r sich. Das machte es f�r Turalyon leicht, seine M�nner loszuschicken, um eine Orc-Gruppe zu umzingeln und sie entweder zu t�ten oder gefangen zu nehmen. Er arbeitete sich methodisch durch das Tal vor, bek�mpfte Orc um Orc. Inzwischen lagen genauso viele in Ketten wie tot auf dem Boden.</p><p>Doch eine gro�e Zahl von Orcs, Todesrittern und anderen war bereits durch das Portal geflohen, anstatt sich in den Tod oder die Gefangenschaft zu ergeben. Nur eine kleine, abgek�mpfte Gruppe blieb zur�ck und verteidigte den R�ckzug der anderen.</p><p>Schlie�lich hatte Turalyon den Sockel des Portals erreicht. Zwei st�mmige Orcs standen auf der obersten Stufe. Sie hatten schwere schroffe �xte. Schmuck aus Knochen und Metall hing in ihren Haaren, den Nasen, den Ohren, den Augenbrauen und �berall an ihrer R�stung. Ihr Haar stand scharf gezackt von ihrem Kopf ab, als w�re es auch eine Waffe.</p><p>Einer der Orcs trug blutdurchtr�nkte Verb�nde um seine linke Schulter und das linke Bein. Trotzdem wirkten beide Orcs �berheblich und siegesgewiss, unger�hrt von der Niederlage ihres Anf�hrers.</p><p>�Ihr tretet Rend und Maim Blackhand vom Black-Tooth-Grin-Clan gegen�ber�, rief einer der beiden und stieg die Stufen hinab auf Turalyon zu. �Unser Vater, Blackhand, f�hrte die Horde, bis der Empork�mmling Doomhammer ihn ungerechtfertigter Weise erschlug. Jetzt, da er fort ist, werden wir die Horde wieder aufbauen, bis sie gr��er als zuvor ist, und wir werden eure Existenz ausl�schen.�</p><p>�Das glaube ich nicht�, antwortete Turalyon, und seine Worte hallten �ber das Tal. Gegen den Hintergrund der wirbelnden Energie des Portals leuchtete er wie ein kleines, aber helles Licht. �Euer Anf�hrer ist in Gefangenschaft, eure Armee vernichtet, eure Clans sind in Aufl�sung begriffen � und was noch von der Horde �brig ist, befindet sich hier, in diesem Tal, das wir umstellt haben.� Er hob Hammer und Schwert. �Stellt euch mir, wenn ihr es wagt. Oder flieht in eure eigene Welt und kehrt niemals wieder zur�ck!�</p><p>Die Worte zeigten Wirkung, die beiden Br�der st�rmten die letzten Stufe hinab und warfen sich Turalyon mit einem wilden Kriegsschrei entgegen.</p><p>Aber der junge Paladin und frisch gebackene Kommandeur schreckte davor nicht zur�ck. Er machte einen Schritt nach hinten und schlug dann mit Hammer und Schwert hart zu. Die �xte der Orcs polterten zu Boden. Sofort trat er wieder vor, zog die Waffen nach oben und traf beide Kontrahenten unter dem Kinn.</p><p>Der zur Linken taumelte ein paar Schritte, sein Bruder schwankte, Blut floss aus der tiefen Wunde unter seinem Kinn.</p><p>Khadgar h�rte, wie die beiden Orcs knurrten und dann erneut vorst�rzten. Ihre Angriffe waren jetzt schwerf�lliger, daf�r wilder, doch Turalyon entging beiden, indem er sich durch sie hindurch schl�ngelte. Er traf sie in den Bauch, als er sie passierte, und dann trat er sie von hinten, wodurch sie von der Rampe auf den harten Steinboden hinabst�rzten.</p><p>Danach war er sofort wieder bei ihnen, und seine Waffen pfiffen durch die Luft.</p><p>Ungl�cklicherweise waren die Br�der jedoch nicht allein.</p><p>�Clanbr�der, steht uns bei!�, br�llte einer von ihnen. �T�tet den Menschen!�</p><p>Zwei weitere Orcs warfen sich ins Gefecht und erm�glichten es den Blackhands, sich zur�ckzuziehen.</p><p>Die Br�der k�mpften gegen einige der M�nner, doch Khadgar hielt ihre Schl�ge f�r halbherzig. Sie hatten offensichtlich ihre Chancen neu �berdacht.</p><p>Eine L�cke tat sich zwischen den Streitkr�ften der Allianz auf, als sie das Portal erreichten. Die Orc-Br�der nutzten ihre Chance und rannten. Eine Handvoll ihrer Artgenossen folgte ihrem Beispiel. Aber Turalyon war zu besch�ftigt, um sich darum zu k�mmern.</p><p>Viele der Orcs k�mpften weiter. Einige bespuckten und verfluchten die fliehenden Blackhands sogar. Und die beiden, die zur Rettung der Blackhands gekommen waren, bedrohten Turalyon noch immer.</p><p>�Raaargh!�, knurrte einer der Neuank�mmlinge und schlug mit seiner Axt zu. Turalyon blockte den Schlag mit seinem Hammer ab und lenkte die schwere Waffe zur Seite. Dann stach er mit dem zerbrochenen Schwert zu. Die Restklinge schlitzte R�stung und Fleisch gleicherma�en auf und drang tief in den Orc ein, der seine Waffe fallen lie� und sich versteifte. Er keuchte, als seine H�nde die blutbedeckte Klinge umfassten� und dann fiel er mit stumpf gewordenen Augen zu Boden.</p><p>�Stirb!�, heulte der andere Orc und warf sich auf Turalyon, der sein ramponiertes Schwert aus dem ersten Orc zog und es sofort gegen den zweiten schwang. Er erwischte ihn mit der schartigen Bruchstelle an der Kehle.</p><p>Das allein reichte nicht, um den vorw�rts st�rmenden Krieger zu stoppen, aber Turalyon parierte den Axthieb mit dem Hammer und drosch dann damit auf den Gegner ein. Der schwere Hammer traf den Kopf des Orcs. Der Treffer musste vernichtend gewesen sein, weil der Orc auf der Stelle zusammenbrach. Blut lief aus seinem zerschmetterten Sch�del. Er bewegte sich nicht mehr.</p><p>Turalyon schaute auf die beiden Toten hinab, dann sah er, wie die Blackhands verschwanden. Er suchte Khadgar. Als er ihn ersp�hte, wies der Paladin mit Lothars Klinge auf das Portal und rief: �<emphasis>Jetzt</emphasis>! Zerst�re es!�</p><p>�Tretet zur�ck�, antwortete Khadgar. �Ich wei� nicht genau, was passieren wird.� Er bekam kaum mit, dass sein Freund nickte und sich von der massiven Steinstruktur entfernte. Er und die elf Magier konzentrierten sich bereits auf das Objekt.</p><p>Er konnte seine Macht sp�ren, ebenso wie seine Verbindung zu seiner Welt und Draenor � und dem Spalt, den er geschaffen hatte, damit man zwischen den beiden wechseln konnte. Der Spalt w�rde einfach die Magie verschlingen, vermutete er. Und die Welten selbst waren zu gro� und zu m�chtig, um sie beeinflussen zu k�nnen. Selbst wenn sie alle zusammenarbeiteten, war das unm�glich.</p><p>Und so kam eigentlich nur das Tor selbst in Betracht. Stein konnte man vernichten.</p><p>Khadgar konzentrierte sich und erweckte die Kraft in sich. Er sp�rte, wie sie anstieg.</p><p>In diesen Gefilden war nur wenig Energie �brig geblieben. Doch das Portal selbst verf�gte �ber genug davon � aber �ber keine Schutzmechanismen, die jemanden wie ihn daran hindern konnten, diese Kr�fte f�r sich selbst zu nutzen.</p><p>Das taten Khadgar und die anderen Magier jetzt: Sie lenkten die Energiereserven des Portals direkt in Khadgar hinein. Die Haare standen ihm zu Berge, und die Energie zuckte sichtbar �ber sein Gesicht und die Finger. Der Wind heulte, und er dachte, dass er Blitze gesehen h�tte, obwohl es auch nur die Energie sein konnte, die �ber � ja selbst <emphasis>durch</emphasis> � seine Augen floss. Er hoffte, dass sie ausreichen w�rde.</p><p>Er fixierte das Dunkle Portal und schloss die Augen. Dann breitete er seine Arme aus, die Handfl�chen nach oben gerichtet. Er nahm alle Magie in sich auf, die er finden konnte, jedes noch so kleine Qu�ntchen, und verwob es zu etwas wie einem mystischen Ball, der strahlend und pulsierend vor seinen Augen schwebte. Er konnte die Kugel sp�ren, f�hlen, wie sie pochte, und erkennen, wie leicht sie zusammengesetzt war.</p><p>Perfekt. Er richtete seine Sinne auf das Portal, auf die dort lagernden Energien, und orientierte sich anhand ihrer Position.</p><p>Dann �ffnete er die Augen, f�hrte die H�nde zusammen� und drehte sie im letzten Moment, sodass die Innenfl�chen aufeinandergepresst wurden. Der Energieball bewegte sich vorw�rts, wurde flacher und gr��er und verwandelte sich von einer einfachen Kugel in eine schmale Form, die einem Speer �hnlich sah.</p><p>Dieser Speer traf das Portal direkt in seinem Zentrum, und die in der Lanze enthaltene Energie str�mte in das Dunkle Portal und �ber die Steinplatten, die die Seiten und Decke bildeten.</p><p>Die Explosion warf die meisten Soldaten der Allianz und viele der verbliebenen Orcs um. Selbst Khadgar wankte. Aber der schwere Torsturz und die S�ulen� waren verschwunden.</p><p>Zum Gl�ck f�r die in der N�he befindlichen Allianzstreitkr�fte wurden die meisten Steinbrocken in die Tiefen des Portals geschleudert.</p><p>Dann l�ste sich das Portal selbst auf. Die wirbelnden Farben verblassten und wurden ersetzt durch unspektakul�ren leeren Raum. Khadgar sp�rte, dass die Welt wieder atmete, als das, was sie an Draenor gekettet hatte, zerbarst und das Zerren der sterbenden Welt beendete. Die Natur w�rde sich von selbst wieder erholen.</p><p>Als er nach unten schaute, sah Khadgar, wie Turalyon seinen Hammer vom Boden aufhob. Der Paladin war staubbedeckt, blickte aber ansonsten unverletzt zu ihm auf. Er l�chelte Khadgar zu, w�hrend er sich den Staub von Gesicht, Armen und Brust wischte.</p><p>�Ich glaube nicht, dass sie diesen Durchgang noch einmal benutzen werden�, rief er zu ihm hoch, und beide lachten erleichtert.</p><p>Der Krieg war vorbei, die Allianz hatte gesiegt, und ihre Welt war in Sicherheit.</p></section><section><title><p>Epilog</p></title><p>�Es wird ein beeindruckendes Denkmal�, sagte Turalyon. Er und Khadgar sa�en auf ihren Pferden in der N�he der Klippenkante. Sie schauten auf dieselbe Ebene hinab, auf der Lothar vor Monaten seine letzte Schlacht geschlagen hatte.</p><p>Die Landschaft war �de, grausam und harsch. Alles bestand aus schwarzem Stein und erkalteter Lava, mit Ausnahme jener Stellen, wo die Lava rot gl�hte. Die Luft war voller Asche und Ru�, und der Himmel schien st�ndig bew�lkt zu sein. Die Berge ragten wie missbilligende W�chter auf. Ihnen gegen�ber erhob sich die Schwarzfelsspitze.</p><p>�Das wird es�, stimmte Khadgar zu. �Sein Opfer wird auf ewig als Symbol f�r Treue und Tapferkeit gelten, selbst dann noch, wenn dieser Krieg l�ngst vergessen ist.�</p><p>Turalyon nickte, sein Blick hing immer noch an der Statue, die sich vor der Festung zeigte. F�rst Anduin Lothar, Held von Stormwind und Oberkommandierender der Allianz, stand dort mit erhobenem Schwert und Schild und starrte zum Himmel empor, als wollte er ihn zum Kampf herausfordern. Er trug seine volle R�stung, aber keinen Helm. Seine markanten Gesichtsz�ge zeigten Richtung Tal, sein Blick war ernst, aber freundlich.</p><p>�Wenigstens ist es jetzt vorbei�, sagte Khadgar.</p><p>Das stimmte. Die Schlacht am Dunklen Portal war tats�chlich die letzte dieses Krieges gewesen. Die wenigen �berlebenden Orcs hatten sich ergeben und waren in die Gefangenschaft gewandert. Niemand wusste so recht, was man mit ihnen anfangen sollte. Bislang hatte man sie daf�r verwandt, die Baustoffe f�r Lothars Denkmal zu transportieren � eine Ironie, die Turalyon gefiel. Nachdem das aber nun erledigt war, wurden die Orcs vermutlich anderswo f�r �hnlich harte Arbeit eingesetzt. Er bezweifelte, dass sie get�tet wurden, aber man konnte sie auch nicht freilassen, da nicht auszuschlie�en war, dass sie die Horde wieder aufbauen wollten. Einige, inklusive der ehemaligen Angeh�rigen des Blackhand-Clans, waren entkommen, doch es waren nicht genug, um eine ernstliche Gefahr darzustellen.</p><p>Aber das war auch nicht sein Problem. Terenas und die anderen K�nige w�rden diese Entscheidung f�llen, wenn die Zeit daf�r reif war.</p><p>Nach Lordaerons Befreiung war Terenas mit seinen Streitkr�ften nach Alterac marschiert und hatte den verr�terischen Perenolde unter Berufung auf das Kriegsrecht gefangen genommen. Alteracs Schicksal war immer noch unsicher. Doch die Allianz w�rde fortbestehen, und die Monarchen hatten Turalyon gebeten, weiterhin Kommandeur zu bleiben. Er hatte sich damit einverstanden erkl�rt, weil er der festen �berzeugung war, dass Lothar es so gewollt h�tte. Sein Freund und Mentor hatte immer nur sein Land und seine Leute besch�tzen wollen, und Turalyon schwor sich, dieser Tradition zu folgen und sie fortzusetzen.</p><p>�Du w�lzt schwere Gedanken�, meinte Khadgar und verpasste ihm einen Rippensto�.</p><p>�Nur �ber die Zukunft � und was sie bringen mag�, erwiderte Turalyon.</p><p>�Niemand kennt die Zukunft�, sagte sein Freund, wobei ein merkw�rdiger Ausdruck �ber sein Gesicht huschte. �Obwohl ich bef�rchte, dass wir der Horde und ihrer Welt wiederbegegnen werden.�</p><p>�Ich hoffe, du hast unrecht�, sagte Turalyon. �Aber wenn es stimmt, werden wir hier auf sie warten und sie wieder zur�ckschlagen � wie beim letzten Mal. Diese Welt geh�rt <emphasis>uns</emphasis>, und beim Heiligen Licht, wir werden sie jetzt und f�r immer f�r uns bewahren!�</p><p>Der Magier lachte. �Ein ehrenhafter Schwur, werter Turalyon�, stichelte er. �Daf�r werden sie auch dir ein Denkmal setzen, eines Tages.�</p><p>�Ein Denkmal?� Turalyon lachte schallend. �Was k�nnte einer wie wir schon Gro�artiges verrichten, um sich das zu verdienen?�</p></section><section><title><p>Danksagung</p></title><p>Wie immer geb�hrt mein gro�er Dank Chris, der den Strom erschaffen hat, und Marco, der ihn unter Kontrolle h�lt. Weiterhin m�chte ich Evelyn f�r ihre scharfen Augen und ihre freundlichen Worte danken. Aber am meisten bedanke ich mich bei den <emphasis>World of Warcraft</emphasis>-Fans, ohne die es niemanden g�be, dem man von Lothar, Orgrim und all den anderen erz�hlen k�nnte.</p></section></body><binary id="cover" content-type="image/jpeg">/9j/2wBDAAUDBAQEAwUEBAQFBQUGBwwIBwcHBw8LCwkMEQ8SEhEPERETFhwXExQaFRERGCEYGh0dHx8fExciJCIeJBweHx7/2wBDAQUFBQcGBw4ICA4eFBEUHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh7/wAARCAK8Ae0DASIAAhEBAxEB/8QAHAAAAQUBAQEAAAAAAAAAAAAABAIDBQYHAQAI/8QAWRAAAQMDAwEFAwcJBAYHBwALAQIDBAAFEQYSITEHEyJBURQyYQgjQlJxgZEVM1RicpKhsdEWJEPBNFOCouHwFyVjk7LS8TVEVXODwuJlKDY3ZHR1lKOz8v/EABwBAAEFAQEBAAAAAAAAAAAAAAQAAQIDBQYHCP/EADkRAAICAgEDAwMCBAQGAQUAAAABAgMEESEFEjETIkEGMlEUYSNCcYGRobHBFSQzUtHhJVNicvDx/9oADAMBAAIRAxEAPwD5HcmSv0h798037bK/SXv+8NNummfOkMwn2yV+kvf94a4Zcr9Ie/fP9aYTjNKOKkMPCZK/SHv+8P8AWu+1yv0l7/vDQ4rvFPobY97XK/SXv+8NeMuV+kvf94aZyK9xTC2O+2S/0l798/1rwmS/0l798/1pnj0rx+ynFsf9sl/pL375/rXvbJf6S/8A94aZr1R0OP8Atkr9Je/fP9a97ZK/SXv3z/Whj9ldFMIJEuV+kvfvn+td9rlfpL375/rQ4FepCHfa5f6S/wDvmu+1y/0l7980xxXePSkIf9rl/pL3/eGve2S/0l7980OSBXsikIfMyX+lPfvmue2S/wBKe/fNMniufdSEECZL/Snv3zXfbJf6U9+8r+tDfdXs0hBJmS/0h798/wBa57XL/SXv3zTAJ+NdyfPNIQ97XL/SXv3zXfa5f6Q9++f60xn7a6KQhwy5Y/8AeX/3z/WvCZL/AEl7/vDTZAIpJAB6UhBSZUs/+8vfvmu+1Sv0l7980MlQHlSgQabQh/2qT+kO/vH+te9qk/pDv7x/rTBVXs/CkkIf9qk/pDv7x/rXDKk/pD375pkGvZ+FLQhz2uX+kPfvmuGXL/SHv3zTRPxrmftpxDntcv8ASHv3zShLl/pD375pmuc/GkII9slfpDv75/rXPa5X6Q7+8f60yD8K8TikIfEyV+kO/vH+tKEyV+kO/vH+tDA/ClAim2If9rl/pL375r3tcv8ASXv3zTOa5ninEPe1y/0l798172uX+kv/AL5/rTO6vZpCHva5X6S9++f6132uUP8A3l799X9aaArysUhDhmSv0l798/1rwlyv0l798/1pjz6UofZSEECXK/SXv3z/AFrpmSv0l798/wBaH+6uZpIbY+Zkr9Je/fP9a57XK/SXv3z/AFpj7qUkfCnFse9qlfpDv7x/rXva5P6S7+8f602ofCkjr0paFsf9qlfpDv7x/rXDKk/pD375pIFcNMOdEmRn/SH/AN8/1pwSX8f6S/8Avn+tMJpVIcZVzSdtdUea6DSExvGK6eldNcJqQx2k0rIrhp9i0crprorxphHMV7FdxXsUti0cwa9zXcV7NLYhJzXhmlV6oiOZNcJNezXQaQjlaP8AJ50dZ9ddpLdhvokmEYT75EdW1ZU2jcMfhWcVsHyRbtCsvbGzPn3KNbkfk+U2h+Q5sQlZaO3J8uaZiHe13sws0C26Vu2iWLsDqEraatdwH963pOMp/VqrzuyDtFg3a3Wp/Trntdx3eyobcSsL2e/4kkgbfPJGK3HVtz01erz2c2/WOtoE69szHzOukCV820yeUI7xPu81K3/U1ugq0LHs2r9HWefDn3DmO6XoyG1p8KXefp+avWkOYS32W3i3f2jY1RZprMm3Wf22N3Lzew+LAcJz4kfZUNd+zPW9p0qnU06xOt2soQvvd6SUpV7qinOQD64rdtRz9CW+TrBu0362Ifm6NCHozcsvRUye+GWoylc/HFP9rGubPP7KprsC+ab2z7LBgllvx3BxaMbkq58KUeXFLYjDJfZF2gRfYQ9YHR+UVNIh/OIy6pxO5OOfSuSex/tDjaigWF7T7iZ1wbW7FT3qCl1KM7iFZxxg55rWLprGwMfKY0TdpF9aVaIdthNOuId3Ntn2cen6yqtP9s7LH7SdIRJeptJexwIt2UDachlnvUnaFLJO9Sjg4wMU4x8/vdkXaCxqSHp53T7huExn2hhLbzakKbHvK3bscfbRnbjoSLoT+zEVv2hMydaUSpiHVpUEuqUrO3b5fea17SOqNNrRoyFI1NAYKtL3GC6t17/R3nFnZ3n1azX5Scq2uHRcC33e33Q27T7UWS9Df7xPepWrOT99MOVVjsx1s/pH+1jVlcVaO5U/33eJz3aeq9uc4+OKUezTWWXh+Sshm2N3RfzqeI7nur619BWSXoyx9lc1u337TjqJmi1NurenldwVKUnd3CUH3UJ9KRfrrpyRoe9XNjU9kJl6BiW1uL7Wnvu/bxuTtpxMyTt27OoPZ1D0xEYU65Mn24SpTinEqTuVjwpx6f50/wBmXY/c73Yp2otRWuUxaPyNImwn0OpTvU37vqcH7KD+Ufc7bdb9pp623CNMDGm4Md7uXAru1oRyk/EZrXNOX/Tqez+x3D+09lYSxoSZaXYjkrD3tKllQ8NIYwN3sy1w3o3+167E4mz913we7xOe7z7+3OcfHFTSewjtPVFEoaeHclpD24ymvcX7qve90+tbBqzWNmf7EVIt9900wlzSbNtdZI33Bx4HlvGfCn0NN601Xp5yNrbuL/Dc9p0tZ2ouHvfWjbvSn9YUhHzjqPTd203qFyw3uMqJcGVJS6yog7cgEdPga3XVPYvoqHZNQW623C7/ANpbDYmLvKdd2+zP7wPAkdU9aoXyj7tbLt2yybnbJbEqMpiL84yrckkNpzW2ax1JpJEHWmtGdW2l9i+6Yj2yLDbdzKDwSEnc35DikSMCunZBr+26eXqGdY+5tjbbT7jqX0Ehpz3V4znHxq0a+7MLLY9R6ugwod3kMWa1RJTTqXkYbW6hJKl+ZTlXSr1qnVGnpFo1ayzf4biZGjLXFjAPghTqFJUtCRnqADmuay1Ppt+/dprrV8gutTdOwGIyg8PnXEJb3JHqRg8VEiY1qTse7Q9PWaRd7tY+5hsBsuLD6CR3mNnhznnPpQWq+zPWulrIxeL5Y3okR4pAcK0K2lQyncAcjI6ZFbv2hay03Ih9ogavkN4SY1kEUIdz3xax3u37KV8ovXdouOkrq9CuelJ8e63KJIbhxQsyn0Nj3njnw493HpTiMZ7ItHW3V9h1emSZAutttvtcAN+4s7wCFVqmouwLTljnyZEuTchb42k1XVxXejiWPo9Pdz5VBdhfaHpRvtntEpenbTpS1OMuxpfdPKLLm8DG/f8AEVdde9q1jvHYZrqMLkyq8Sru7Chtd5lfsRUn3f8As/DTiMCe7MtbM6PTrByxuiyqbD/f7057snAXtznaTxnFajdOwGLJvN8bs0p4R7ZYI1wR3rqR3kh1AVt56Jq0an1zZXuxjfAvmmmEOaXatpYwpdwceB5bxnCU+ea5O1Jpm6a11RFY1NZ2Bc9FRITLzskBsvIQnKN3r8KQjB2uy/W72kv7VNWN5Vp2Lc77ejOxPvL25ztHrip3THYnrC4zrI9LgIj2q5qZIkmSgZQs9U7jzxWv2fWlpj9iUFuPftKxzD03KtUgvFTk5TilK+aQgdEqz1qk6v1DaJGveyZUa7xXItvtltblkO+BhaXPFu9DSERWvOxm7vdot709oWyzJMG2KQ2XXpTfKj0+8+lRI7OVDsrF19hmf2l/tN+RfY/9jO3b9bd8a13Tuo9L3LUetof9qLZBKtcM3Zp+S9saejtuHcUq8/spI1XabqRKsk6JMlu9qHt8ePvwtxrb7+3rg/ZTMRh2seynXWkrYu532zJiw0HapwSG14V9Xwk+IeY8qpINfT/yqLK9/Y9+PYIrb1qt95em3CSZ6XloefV7m0e6mvl/zpxDmeKSTXhXcUhHhXa5SqQhOa9XcCu4pxjlKTXMV6kIUa4etdrhp2MerlerxphzgHNOpVgU3XqQmNLFdA4ry68DTIkxJ617Fd867UhhNerp6V4UhHK9XjXvKkI9Xq9XqQj1ezxXq5motCOmuCuV0GkI8a9ivda9SEdwMVzoeK8mvbSTSb2OKBpSQDSdpFeTT6I7F4pJFKyccUnNMlsc4U5NeAx0rvNe59KfQnwcJVXua6Ac4pe00tDbEZFeJFKKR51zCabQ+xGKX5V4D0FWHTWidVai+dttpecZP+KobG/xNRlwPH3Ffr2SfMmtZsnY2ACbte2cjq3H+h968fyIo636E0gm3PTSzLd7r8424tW7/cxVX6qv+XktWPN/Bi/n8a71FbNcdKaJTZo89ESY2l5YSnG7d9+c0Bcuz6wJmFluXKbW8gFAG3b9+cUv1K/AvS/cyfNeq33DQF3ZK/Z+5kqb/ONoX4vw/pVZlwZcJ3up0Z2OvyC04qyNkJ/ayuUJR+5A5rhrma9gmrHEZHM13dXCmvbafwI4PSlDFJrwNR0MKzXc+dIGa7SEdzT9ouc60XOPcrZJdiTIzgcZebVhSFDoQaGrgRk0lyItuqe0nW2pra5brzfpEiM653jiMJT3ivVW0DNVPBroQaXin0OczXc16u0wxwZrteNeqSGZ0V6ug12kMJrua7XqQ5zNcruK4RTDHia4K9XqQ6OilVwJNewaQtMQ6DSADRLiaRt4paFsaA5rpFKxzXSKccbxXgKc217FIQ0quZpShzXKQx41wCu13FIRwiuV2vYpaH2JxXsUrFcphj1JpZpJp0LyGWiRBYmocuEIy2AfE0HNmR9tbtE0j2VXrR41FZbbPLbSf74z7crvGFf+WsEjRHpD6GWUKW4s4SkDk1qunI1x7PHmXn5Hfiaz3c+J/q2nPdoHM29KD93wvyGUcb2HWvRuhJ570WjURb+u0+lSa8/2dafUh1cKx3R4NkBQXLCDz08jUpYbgxZILd8jz3mZT6VGO1nO9I8tnkn9bP3UTqHVl2u13YkOXCPbretJDqC3uU0sDoQP92stTu/+o/7v/wBBfbD4RRL7p7TVnlJjS7JdkOH6LU0LSPvAphy16MTHLjlpuqCPoGaCT8cAVN6h1EY6W0R7+pzYfEFlO5Q/Go2VqdgOoXFmTH3FDxEpRgH7jR1Ur5fkHarAYsLRb60tpttyCD6zAnPw5FekxtEtqLLVmvJcB/TQE/iRT6NUyVR3t61lxPuJ2oyPjkmhW9SSXNouEtZ3dEpKcn+NXav/AHGfpo8qDpRKk/8AUU9ef/0kCf4DFOrt+k0lomxzwlR6flJJP8OaSjVjqJDmHlhsnwfOpBx9mKW9qpaJYUmQtaCBt8aQQf402rxt1CzbtJd+f+p7l83/APxw/wA8dKTaLFpq63Zq2RNPXl2S/wAtpRKSePU8cUQLlc75Mj2+2Sn5E2UcKKxxgeZ+FbTo+0wdLWf8ox5cWTcFDMl1zqCPon9WqrbHWTUNkdoXsV07bGHrtcnmLhLY5MZaz3TXw/XPxNWu8XRNxjNW602hxEpDgWEMjCAodMHy86XZY83U8hyS6+iDa1cPhDgCpHwx6fEVpNjgWy0Q0IisISwnoQOT99F43Q5ZT9XJfH4M3J6pGmWqlyZcrQmoLq6Zkt6NDyPoIyaaXoi3w2VIuV5kOZ8lL2CtYulzZaHGKx/tFlvNyPbGTlpxfjR9RX/Guhjh41f2w2ZccvJt+4DvWlbMwO8FzX9FYHf1UJ1unNSu9EzvkbtwQ82D/EYr0+7tHz/+5VBPXFa93er73b021VZXVP8AlRbCyyP3DTr3sXfd7GDLknq+hXh/D+lCyxBnWZph9j2sn9//AGfTHxohySVpUhadqU9DUXLUCpMiMdjyfpVm29PjLmth9HUG32z5Il/SVptpckSIs2XDPuoac8TX2+v3UzGt+kFHAtN2VvTuR/ewn/hU/b7vG9reecioVMUMKQlZ2n7B5/fUXfYtztEZi52lL6Izv5xrdks5PGPSs5zk5KPyaDjF/aDuW7SAiLcVZbhlKilRNwB5+5OK87btKJSErsU8gAEqRcUH+QohzVJRGAalSO7WD3iFuIHi+ykNaoltMNFT0nvVEd4kKQPD9uadeuN/CB3LdpBpIcds102nyRcEZ/DFPt23RTrRcYtVzTt695OQn8OKGa1UFFZlSFh3J2FBQRjyyaVH1XI9oQJEwuN452lKjnypONj/AD/iJOCPMQtFrXsVbbkkqPnLH88Ut616NQvw225Y9TLB/wAq7J1e4C40Hypvojbt3A+eRRzmqmHIzCIN3dbcVgqS8kYx54qt+pH8/wCJLcA206JsVwjtOxrDdXG3DgkywTn0x6GpCN2f6TwfaLPqMu/UjrSv/Z6UuPelyITi42pmm3Us4SAwCN/plPnViha3uDGnGLHcHwz3/wDpVwi+Mo+qnw+vmfKs+d+WvMnH+heoV/BXLZo/Qq72zaxYb4ZTpwEOS+f4VHdsMLsx08PyHYbVMfvCBiS+ZhLTSvQfWqVmXIaWmPm0K7+a/F/uKu977HeK2+FX9aoOsNH3C3R2r6297XGle85+v9KisRydi9WZXYope1FPApQFK24r2K2HJMzu7Z7bXtlKArtJDCQmu4Fdr1IZCcV7FdxSgmkON13FL214Cn2LQjbXttOAV6mEIwa8KW2lSzRCYalDNRlJItUGwYoOK4oEU7nIrhSDTlQyc0hINOqRSAj40hbEYr2aURXMU4jhNcpW2vYpCEqG6vAbaWBivKGadCE0mlhJJwKnLLpK6XMZbbKc+5xndUJzUPJYodxAGkmjbvbnrbMcjvZ8H0sdaGqSexnHQ35VxIJIAGT5V2rn2Vacj3u9ZkTWmg0tJS3/APd91RssVcHL8Dxj3MuGgrHHs1oYvVwj/wB9ec7uI25/iL95R2/UR5+tS+sfZo8T+8yA/dZnzmHP8NH+sV/kmvakuSpupbYbcUtWqM2W2ivqGU8rV+0uqlqva9HfuC9zk2Q4VMhfQJVw2PtTWHXF5E03waHd6cNjNpNwVKFmgKYL0r8485/hI+j3ivq1fLF2I6hv8ZU4Xu2T2U53LjyOmPXyqs6WsjUSAFE/Oue//wA/bWsdh98Tp7U7jCyfZp6kggnw761up42Vh4ryKIqU18P4XywGm6u6fa3ozdjRdkEwobnW51A4MjvPm0bfo5q2/wDRHLasJvrD9mNs7veZAkdP1un40322WaN2eawkNxrcfybcz7Q26DwpR6j7qs3ycdU2u6xrloq4sn2Kana22fQ9fxqN2fbXjfqK0tf0/wDYyqjKWpGXsaMs9zdMeJdrcpW7u2nO8Pi9B9/nT+qOyhzTjiGrxPszDq05Skv+I1dLFodnS3aDcIcy3gWSxpMlD6yAHcnwgeuazztWni4apGp7pFdlJfUptCAvwtKHu/hSh1KzMvjXQ/Y1tsd41VVfdZ5G7Z2PP6ly1Y7pbvaw33ncOObVbapWsNETtMnEm5WuXte7lfskjvNivjxxW86XljTvZI5qFKC3db0ksw0HqmOPeP3187u3B6XdHIoa2odWO9B8wDk/yqFeZbbkWJr2x+Sz0oKKcfk1/sU01IstuGoTAMyXJ/Nhvx+Hy/H/AIVoF6sc5coe2sw7RFc+ccD7m1b3+x1486srTY7PuyZOq5B/v8hlAiRT7kfd7qU1it51yqDKW/MSZk+QNxPXFZWHffl2SlVHxx5CbI1Qj22N8mpIZtDAAF6gj6m/elO77as8X+1Bjl1bcWXADfgfiOd6mvmqL2kybm4tmVDyznbtxU92W9pU/Smr0uhSjZ3XcS4xPg8X0v8A1rdWR1PHrc5aaRmyxMG16jvZqNwuz7pdaLpbIqJUkTTtflwo7Z+nJe7tH2VofajYo4tqdS2sANOhJeGPez9L7fWsO18phyz/AN+b3IB47lWFfyNHYXUf+I43q0Pn5X4fygZ48KZuNj4J7VPZNdrdFN2bmWpq2q24dVJwnxdOcVDQOz69SngiHdbFIJ6tpmAKP4gD+Nav2lOex/JUhyGmiHUIZxnnNfLye0ie2e5dhNrQPBnousbDzsrIjJr4eg/9NQi76jsmodOOJTfLVJhtrVtQ6pPzavsV0NVeU+44vclYQPxr6g0NNTrP5O5nalAdKY6trjv6vuqr531DDgLgvrDSEd1uICBjJHnR/SM6Wd3qcdOPD+dgeVR6TSTAtP6aevmHWL3bre8XP7uJD/dOn/n+dX27dkeprdATcr1NtUaGpG19xUnOaxnR91fe1RbmH2Ppdy3+pX1t8o10sdlmn+8T825KaStX/wBOsXrOZdVlRj52amHUlWl+T5G1FpMW2b3DE2LJYKyplxo5oVm0SpEre6vlflWiautEx2xtXN0NNd3+b/Z/4VVGnDGie2ukkN10uBJ3w3+AHKXpWOI3bNGidI2e0RGsoOFyHA0hP2qq/Rfk9X0Whq9OzrQmEUd4p323wfvYrOBd2b5Ii2t6GWsyPBivq/WDDcH5IDjbIOxqIlH/APkrM6rmzx5wgkuXouprUo9x83yey0vyHe41Hpj85/8AEP8AhRsfsR1M/FV7I3DnqA8PsknvDVPtuowz1Y2Nj8avOldZQ35jaGFvQ3QnIeBxtNTutya1uEVJfuWQjTJ63yUS+aSvenpaot3jS4D4OAHBtBoq3TrnbU4bf74IH5v6qvgfjX1roW4WjtItDuktZw2bhJ7r+6yneqxWBdpPZ7/ZPWE2xn5wNH+7ufqfRp8DqeP1ByokkpLzoqyK50vb5RXdOyx7b7Stpl5nzjFvZj6yU/redaBKTAZtQc78TrJcjv3t/wCEf9Z+qoedZaxG3XIkxi4pKtriM/Q6b8joatrPfx7VNt0JeELR7Uyn9ZPDiMnqCmgeo4vZYo7CqLe6O9FO7TNODTt+Uy23sZWMoI91f6yfQHPTyqrAVuBjwNS6IZgXH/SbdG7xs/8AZf8ABVYvcI/ss55gLQ4ltWAtJ4VV+Jf6m9rlA91fboHAxSgM17rSsbaLTKNCQmu7anbLpqfc4ftDSSP1cZqNnwZUGQWJTZQqo+om9C9NrwB4ruK6a5mpDI4etJyc04QKTjnjml8cjpPftEkgdadYaU6eBxT8eGpxQKxk+QFTMOCGwCoc+QqqVugmFHO2CQICh7wxUw2whKcFNdbQM+KnsChZTC4xSKWenSklXNEKiu7elMqZWFc0X3Jmc65CFGkjGKWpJB5FcAGKkmmRakhsppNOGk4qSIia9SgmvYp9i0eNJ6nA5NK86umj7E0xZ5GqpSG1MMHaxxuK3PVXpVU59q2WVx73oB0W5IYZekfkq3SvZXEr+f3BSv1Qnz++tXh6kfk6d7+y2SAHzw7/ALP6v0apc2ZLiSI8K+xoR9ocQgBhhIUrP0irzp9STpqfdLHHyZTkwFHze/ahPiUrb54wPxrOvh6ug6l9myH1Qiau7Ih3mNEcc7ha0JbkqIbJ9TjNF2q06YQlludYnHH1tp8bctzZn7xUOu436+Kl3UuPLdfloY3NOBsJH2EZohV6mMB2K7NmoktrLf8ApQKEgefSiHXalorc4E67YdJ4Vu09Ia2cqxKdG778UVb7hZtLh6XZLQEzX0FAUVOuBIPqSMVVW75c0TUpdvNwfZUBtLcr/IikXDUVwEhXcS5IRgY3yFfyxVf6W6XljerBFks0S4os8tElppq4StjESOv6e5Q3K/ZOBn7qjylEy+R2i0ttplKVAKGNyiOT/OoqVfke2RpkN2YZDCgoKkDoQcjH31cIzglXSFdHnQ57dCGf1VJ6p/iKJxK3C5b+SN0u6PBOMtjKdyE0ZZo2yWs7sYKSKSyW9iCpSaVGeaTKXgn6NdWYUtfBr13hRu0jsqdtj+DerePmviE+7WEaBmy7RcF2ptoieHwlhOPF3pOCn8ea1Ds51K1Zr008fzecOfs/h5VP9oOkrRYtXPdpEdCQpTJ9njDp7SocL/DmuFsyH0m+yqf2ze4muofqYqX4He3e1XXVPZM67Y3mlXS0PpVcUMp5cAGSg49KwPTrEvXl5s1mZipRHHilnZ0APKj9laV2DagTp++SRdbiuXFv6lJcbWrPznQmpS+aXtnZl+WZEJ4l67vYipB5ZZPKgPtoDHy49Kg8Rfe17f8Af/AJsrV9nfDwVztGultcQ8+yjurdbmO4iNgYwkdOPjWSdl9qYuuu0zprGGW1Bf7atyandfTkS5ceztLUtxRBdx6ngUTAhi2OIjwmw2thgjvPVR866F4rxMCXc+deQaFqsyNLxvRufytkv/8ARJFmxk/MtT2lrx0CcYrLrZYLNG0PZbx3MaSue0X3pR5CFbtvdfdWkaE1TaO0PRUvs51JISzcfZu4Qo9Fn6Kx8R51l1/0/qrRlvi2SWlTaGXeD77Lw+skfz86x/p+G6HQnqSf+KZdm16mnJFrtekbAjW+nnYjEUJnRC5Ih48KFA4z9/WqnrG36fuLpYS7b2Hg87gR29v732/GoW96yusDUVumAHvQP9Ib8P8As/CpHsybna81g4hEcohh3vJMl1vCEJ+l4q244ksdO258peALu7+II+jLw8IPydUPXLIdFvQFZ67ugrBHE+0I2vNhaFDoaN+Uz2pMT/YNC6ce3Q2HECQ4Oi9vTFQrUo90hPnx/wA5qn6bx5140pyX3cofqOlNRPoDVyrY32BwU3FSksNtslW1O7+FZNoPQfZv2i3N1gXRx19rlbXs/dOlP7X/AK1o/arHmv8AybY7MIfPbGs8frV879k93m6S1+yqce5ckHwOfX/V++sfBeRHAutonqW2HfwpWKM0WTXWurvbbi72fOWtu0W21nuxHb8WWvrKV9LP2VU410auned013gR7+9HrX0N2yaUt+sNPf21s8EOzW2tkrH02/6ivnW0RkWxDyApS+8cKyVHp8K6PoNtU8buqf8AX+oBm90Lu2S8EYhlkdo1i7pnuu8fr6h+Uy2VdjlqbGOHEH/dr5ZvMvu9YWqUOdjo8Yr6m+UGzJf7FrY8AVeJGQB+pWV1hf8AylD/AKhGO/8AlmjHHxCmaYAmTne+W3w39qf8/Kqra2GZcNCXR+b9/wDWq76djn+yUd02gvH2dPz+9PgTtoDR2mFXt2QppZjsx2i8+5jcG0j+tHdMyKsdWOyWkNnRlZ2dqMftrIb1oy0OAiYB80M/xr7LnLSj5MUguIyhSRjvTu+n6V8Xh8x9SqfT1EgqBJ2/wr7LUibdfkmtpabJWqF3pwMH36zevrWRj3fuWY3NLR8s3awQ3QTHCWHlcoCU8E1RVxpEaSsvZZdY9341ew4pawkggq45qH1RBen6gRFjNqdWfewK6rfCXwAQZrfyV50id2m2cd+9+YV3lX75Vr0FjVMTHL3sfzv73hqJ+T1p6J2ZWt7Ver3wi7yW9kKDnK0N/s+Sv5Cqdr+8zNQ3+bcpqyoukbQfoJ8hXOYON6/UHk1PcEvIZk2agovyUm5s+2fPsHufm/nKe0688+iBLCAlKHwHyo8d37n8fOnZgQGVNvqU3tRjclIO6o6+S5NrsMC1NOIcLrXfPNgZ2gq3AH41r9UXf2qP7leG1ptkqxcZ2nrvJS7HMmE8yWO8ZypDrWSMggfA15226QkOlw2Rai5zj2p4bf4VVjqL2WCy1bplwbP+Iha9qP8AZx/nRDepnww4TepYd8iiUkBJ+ORmsdUS+A52xf3E/ItelAlJXp1aW0e4PaXhn7eKg7pbrPlt9i0qaa2e4uU5/nzx/GmWtQ3PKXJOo33Qr3kIkgHH3jFeM+6ySHmH5bzDbqOsnx+L6P8ASnjVKHllcpxf2lu0LI1TGhwpkGHAlRZCigLK9ykgdAU9RxRGvL4LjK/I8DTlp7//ABS59D/a4qs2S93O0zZlscU4qNAeEsoDe5aMdQHE9OPWn0lhmJdNSHL2Z3dt/wC14vd+yhrKe2ewiFm4Io1xUpVyfCojEbZ4NjKipOR8STQ1aUA/ce4YuEaOLZcnPZ4rrTSUL3+8nw1S79YJVnu79vkrRubPhUnkEeRrRruS4A5U7+SKShbqglI++pWDbzgEDJ8zRNst+7BxxU/HZbQjbjHwqudwVXSooAhxggcDnzJosNDFOrAHSuKPhqhy2y7WlyDq4PFdBzSHCFGltkBPu0zIpoS1GQWk7k/RH8qbXb2VHlNSjTKi2kjHuj+VeUjA5qMrNMaMdpEE9aEK5RQi7NzzVkIx0pOzJ5qSuZaVF61kHwpIoN6KtpXIJq7Fjf7wFMOw2VeQqyNsiidcJvxopWD6UkmrQ9bA5TNqsEaQ+8Z8kxocfHeq2Z3ZzhI+JxxV8bt+UDyo14ZCWmHJuc9qFDaUt51QSMdB8SfKtA0bAnaalyot+FtmWt8YeYfnhAWfVNAiNOelwY9nt35Ltc932cEfnn931lf8ikTdFw2DNnqWr2Np3ummyfGtfl/Hr6VXN9y0ShHteywRD+V9cvXIv2t5KW0R4rUbxobx7v4J3VD3jUL8+63WdBjjvx3rXen9b/Pw8URZ34unLTyGU3M7m43zm7e6rwqc/Z29KhhbH7gm4RGT3RQ5nj6eKnjUOyeo+R7bvbojLLFhst5mzm92c4zViTLsLbADkxkitC7ALF2f6lYlWi/6OJu8I+NxElQ7xP1ttbYeyHsZjxPaJFjb7ryHeq3/ALtVX/UdOFa67Y8kI4M7oqUHwfK4e0sek2JUpbmLPcmz7I4y73fXHWrB29WTTVjegt6Z07DtqX925Sm9yzjHn99ULsoZ/wCt7nn1SjwfbWzgdR/Va44YNmYksf7vJbvyQyXfm2R/z/M0ljTTkNxblvlJQFr3ONrTuSk+qPq5865qu8zLZPYtVuhIluuIU94jgpSjrzURYdR3drU0eDdXI62pWdvdeWPX8aLnbU5+nJ8gkK7fOuC/vvRIccOzHmmz8V+GoIas0+mQopuccEdcqqK7R2WXJ1plSEIfY9qCHI6v8RJxX0dZuy7sokR2zL0vEiOFIKt6/D+NZfVOtx6dOMXFvYRi4EsqtyizCzrTT4SNlzYUfMg809f+0RV3REsZurX5NaY+bXnxb/RX+Va5qXSfY1a2XHI2l4cxTQ5UheED7TXzLd2I+q9dmDZLazBgJV/hfUoOvqEOpPbg12/kNeDPDr7m+GEwYtyXeY9vYfdKkO7/ALvrVctcTtVaiEmZdSW/ZG0CPs+m1/PI8/jU9b7VbYmHUpUXkt7O8PU042U+xEPvDu9nn9Wt+3Bqtadi3rwY8MiUN9pQdEQXZdwdusj50JBCFK5JWasbqPn1d+g9y8kMqV9VR5zUxZoDEfHsydsc+JAHnQ17aU6PmmypCV9Ksy4erTKDRHHk67u79ynaqiwUgO2mYsyYyiQ40cHPpVgsna9OYit2u6rU9sQAUTU7k8DrmoqdGLaHGoVvSltzJW86eT8agWbnZXnlW+b3T7gwArH8BXNYOLVlJ1Sl74G/lXTrnGUOYtF6k660vN5NosWQ51cH/wBv/Cqt2g9qpcj/AJLtDwRF82Iw2Nf7tL/sbYprHes942f26Q/oK2+yd2ywSv661edaEejQlp9zbAF1OS4UUin6Pgv3u5i6zQe7bPHxq/T9Vf2ZZRMQxE37xt9oa3nj+VOSGWLXbu8OGm226d7JezS4dql+E66h6HpyK5nkeJ79n/Ors6dGHjNzekV0yldbyEsfKDvL8MQbuO5guDjMfcF/dVf1g5H1SwJcHugR842ttGzxCt27WOzDTV0hGyNRxGTHZQmEtH+Dj4edfOT6Zmgro7p+9MHaT83I+gU1gfT+bh2TlWlp/g1epY9/pqxJNP5NG7Ge2V2ySEW+7R9/0ZSD1WnzIT61Jdruk4d6ivak7OcSoUnxSoRPzsU+awn0rJLzZmLqPabXzLxlOPp1CxbvfbG/gKfiuf8AZnxfjWr/AMMnjZHr4S0n5XwBRyK8iG7HyTdv1S3YjFZiwLfKfjf4kqHuUhXwzV1k/KE1a7A9kfmRMKG1SDFynFVy1ezahuDT15eZkyu7+n/wrs2z2UPocdgp7lkHeAPez0psvArcHZctyJ4184yjCC4JxjtbmNxO7cTCwv3sRvCano/aNcndMvsPOsQ7e83z3bWzNZ/JtNkVHbcgwztfV4B9Tb71WuNZIsm1tiS1836VXgdLxr4d7jv/AMjZ2XZCXa0jNfyvBskp6emE1cZbjvzftbe5KP8AZ+NaTZ+3/VDcRqC5KZiR0pxtS1kAemKZe0pYXN39xGagbrpmxwm1SHg0hAPRTlaGZ0urIn71sGo6hKEdMn5HaPZpHezXY1oel/C3eJf8qQzqjUEhjNtRCtTUn33IkJKV/f5pqKsECArDsJmKW9/lyatiYQ7/AL10AfZ9JP2dKhX0iuPl7Hsz2/5UDQLfIbDkuY+67IX7y3F95u+P+XHFcmtpkvBpaQCMeIDrU7hpr9zwIqC1Hf4FnZ33GS2g+SEcq/CteuFdFajFaM9tzfyQF4ti5baVxlpOxeAlSSc1BSbFdG7pIkOKW4HE/nynxOeHGAKtFmv9rvBYahSmw5n3D4VVYPY/H7mcedQ7IWLaJd0oLRkU/TTn0ZRY3+43ivQdGNvcvPklHvjFak7bnZMpp0gYA8xxn4U45CeCenOfHnril6MGTjdNmYT9NRIzYSGAo+RqBvkVyGyEpC0KPTbWzPWoOpJcKVAdMVVdUWhlccrbSe8HSmsqhIeFjM+0nPmsXkls96JIUy4gubd6Txj7/L41oej5TL9kvFseYCGmtnefN7sJVuTuP6wUU5+2s2uceVGRl5ktknj41adCXpiKTOnHbDI9nm+fgX4c4+3n7qwcvFaNKqZZdK3H8n2hu3SP7Oznorp9gLsnYuOv/aqvp0/eSt25zm/aC4rcpSXUrOc58iaRdrLGn3fchIEeU33Yk95+cX9Fz4fGnV6bkWKySJjUh9F0gOt8IPB3Z/pQbSj4fkKjINYZSlHFKUCBxXI0jLvsl0Y/J9wdGW1/4T39D9lNR5KXkK8KkrQSFoUMFJFVuOiyMjyh50lRJ604o7uRSFYxSHkDkDNLSQBikrICqQVc9KdrZDeiWaISynn6I/lTasHkmm2lZaTn6o/lXlHI4qqUeS2PhHFH0pKjx1rvIFMu5I60lok0KWvA601u9TS+6SU+I0pDaMcc1PZX4YzJSrDaG/zriwlH20fqy3v3C5C0QO5YDIGf+0e+l/wrmmFwlatitTHW091lbaF/SV5UVCSYEy93l9JkPRZSgO8/Mo7xXvfrKpKWm2Vz9wHF1HAjarszCXHX40UoSsq9xD2MbqsWsZMBi8s29yQ0GbfHVIUk+6txZzuqK1wbM8XV26yYuggoLuPzLf0lL/a92ofUrjNyiWu/JOXp4WHP9jakfyqdUPVmvjZCU+yGinXufLuMtbsxsKU4rKFE8JH2VetGW9TMdKy8UoI3ADkqNRkfTbjyEKQW/QEnkirZYYogrZiK7xe/wgIGQPvrpcehUrSMayzuD9GyTpvtesdzSSGZzvszp/a4r6b1tEWLP7Rg5YdB+0E4r5V1zHejWFu4NEh2BJRISfQA5r66hTWtSdncS5AZEyCl37ynP868y+vqf02RXl/2Oh6Dl9uq/wBzAe3iC4qBbbiAT7O8Un7DWWadZ/J2v5kEnCJbSHB9/Wt/1rD/ACjoya26MqabS6PtT1r551g+uDd7ReUcHapCz/EVp/TWbuUV+TR+o8fvTkXrs8tP5a1Fq+8vOd43AgextfDdnP8AAGqPrCGuDDjXRpPiiSNg+ArcuwOw+xdhd5v8j87c3HHh+x0FUjWNoRLhXCGlICXmN7XwNSr6n6/UrJv86/w//pTTib6dL+pCPQzfNfaQtYVuTIltuq/2ea+lddqETSE19Q8ZSUAftcCvnT5NTS9QdqlrcdJUbVAW4c/W6CvpntFZD9riRdow8+krHwTzWF9XdR9XqkKPnt2S+n4diT/cwLtZuRiaUFvHBkBSV/siqd2VQUwbObop8N+0evlVj+UA3tWIyeoYwP2lqqV7Lewq8X6DGc1jfPyVbmsFMGL+ecH6yvo10/RuoU4eN6lvGyH1FvLyu2L+3gr8/UwkTW7dpuPKvNyc4Qyw3kZqC7UNP6y09Y4c7U77cd2S4UeyMnlsgZO4g9R6V9hWSx6X0Jph5GjrAyhbTSvnjypf2qPJrCu22Oi/WGG664Xdri1g+pUn/hVK+q45d0aoeP8AMExei/w7LGvtK52buy39IRHXZfeHGQT6VKXSWxEiLflSktNJHJ9TWe6R1SYWno1pt8J2Xdu87huOgZrVdF9isu791fu1O5Jhw2+W7c27jP7Z/pXVZXVKsWpSnLl+F+TEqw7LZtpeGZ3aIOrO0G8Ks+jLY68wrAXMXkNtj7fOrTrPsAZ07pptSrg5KvAyp1xPAQfhWyz9e2LTcFVi0Ra47CUADvUJwj7R60u0xrne7CLnKkrdkPFR3q5z8K4DqnXb6F30163/AI/3OswelScV+oek/B8x6BvjkKc7Yr781Mb4Q4fpp/5860pnuixny+v/ACqO7W9DN3JJnQ/mp6OQKpek9XO28mzX9JbcRwFHzrteidex+oUJ1y215Od6v0izCltrj4LPoLRkjtS1zKZff7jTtsc2SMe88r6o/wA6+l9Vahs/Z5pRmBbmGdzTeyNHH81Vj/yTO7etOoZaSebor7+KN1+69J1fPbPICkp5rher59mZ1GyictKL0jouh9Jrt7X8Llk72c36Lf7hPYvEv+9PneyXDjB9E1E9sujrfdWPyTcWwvI3svjhSTXzxJfv12vs68QpLsdVsd/ugQcAY9fWrLqDtm1NeIMK2TIyY11SAyqaU+9njO3yNXX/AE7mUWwycSSS+Sa6xR60oTTcX8FVDrmibtNtN0WpZI2x3UJ3Hb6AVKaT0Tq7Wzoi2i3vxYRVlZcHjcB88+VbD2WdllhZKLzrO/R5stxIWlOdwGeeT5Vqk/XGn9OMiHY4KFlCdoW0MIP9a1Mn6iyVqihbfy/gzYdKjbKUoQfPwYdrH5Pi9M6eivWy4uC95UpOOi+OhPrWZWS8OolG03hoMSIwUH0vDG4/bX1QzJn6kgLnzJRLuTsSPdT/AErK+1Xs7japiOPximPeY48B6Jc/aNZfT+vQtu/SXvz4ZsS6PZGruj90fJTbE4HrmJbw7of4bf6v/PWrNdXYUFkOvThHQRnO7ACapeipjqw9absBEusXgA+8uoy2wzqHW35L1TPLCy7/AHdEj81t+7rXocsmvFo7oraOL9GVtzhLhkrM1JOmPriaWiqllR2KluH5tH21aNFdid91M4m636S440BvU46rax9w+lWu6E0/oLScZLz62Zq2+fzXgSf1U/1q4aqvT0i0tNwkhiErAI28lPl9grhuofU1s4bktL8m9i9GUbOw+UJmlIGm+2Bdksc1TjDcJK3N3QFVWt99mE0l191CEI/OKWcA/wBKq/a7JkaV7WJ9zdCXBNiIUzt8gKjNN2i8doszv58rvmf8KLGP/irrcPqddODG+x8aRlZWHKWTOEfhj951tdLlMVE03HCyjhUg/mkj1FWDs57Hb5rCUJshanQ6fnJ0hJG0+iB9Ktb0L2daWsTKJN7dgqU3yYrZ8I+361WDUnaAlbH5O020I7bQ2h5KQCkfAVyGX9STzMjspf8A7NjC6PPt7Iw/v+DOe1Psb03abTDhWg93d2vGZg97f+t8KzSwaf7SL9JdjWma2p1o7VjZ4q1Kxax0x/aR6x3O8NKlyvNz6/6yqE1WJ2mdSxVxnwyo/ONuN9Pv+2qqeqdQo3GHz42vJtf8FwciOu5Oa/wZVx2V9sqwD7UsH/5YpaeyPtkcJ3T1gH/sxV4Z7TNaOupaRcGyVnAwwDUncNW69gNsreuI+dTn/RxV0us9UrfMl/gZ6+nFP4W/6mZnsd7Xuf8ArQn4eFNVHXmm+0XQsZuXqRuCI61pTvQvd1rcE9o2rRwq6p/7lNZx293l2+6GZdkeJ325ver160fg9V6h6sVfLh/hFWR0OMISlxx+5VW9NI1DAU6t3uwBwfjWeX2xrtqnNzqHdh8YHT7q0dvv0WkIZeWgKHjAPWq5c7U88nK1pB9TXZyp7/v/ALHLxnrwAaOuZfivWifxDca+aLv+H+zWhahvUUdmIuL2HnnYyIX/AMxbalbVVkkpj2E4Z/xTirjMUIIsmnYDPtzDbXtrsbP1k+JP7Vc/nYjU1s0KLeGCzXBqm3W16JNWJUZKvaA4gbUD9rz+FSVxcDum4kxwYdEju5jn1/qq+/ofjzU1BcsbdmtUC02hKY9wWth/eg98o/tfR+FRtpjR0xNUx5D7whMu92HJX6tB+rsvUNEd/l0+FeUtKaFguhyOnDiHAOik+dLUQqrdFmzhUCquHGelexivUiDCGHR3aP2R/KlKWKCZWA2j9kfype4motEkwkOUlaqbT0pxKc0zRJM9Se+R0yK46j/V/wDP2jzppU++xVgtRbW8gefsyd330tbEx3TFpauurwJEz2NrYNj56BVW/VU+56Ru/wCRgYV1Z37kSYsbdtx7p252lQ9agdO611FIuyYbNitDyumPZUgffVnu+v7jp2WIN701AZ8/m4mxf/8AzQ1jmppa3+wya0Uk3m4+2XT8oRXvyZLa9jck91sX4fF/4lc0VYYEdmGhJYRs8s0dqt1Oq4ErUqIV1iNPOnYGP9EPrmuRSyI7cfv0ZxXTdMXcpca8GVmvWh9YYbdaSrDzPAQop4TRypv/AFkhtvuwk8lZTxQTCITkV1kF55ZJwAeBTDjDgZZYZWpEgDhtR61rOLMuJY7yW5mnJMRJQ8FtL6joa2b5KV7RdeyKNEcWC9bXFRHE+g6isKjNymXHo6XCrYkKJxwc9RV0+SFe3YurtTaZfUkB0iUhJ65HB/hXE/XeL6/TJWL+TTNTpU+yevyapOtQSZ8JW1SVb0Afqkcfzr5Y7QoSn4S7a1kvtydiQkZPXFfZF9ZQ1N70dXBk1g1o033vb/7CW0lrvPatqhkFIG41wX03mwpg7W/sWzss9erjxNaftLVk0JpzR6FcFLbKvuTk/wATWa61jezQIL5ThDTjkd34c8Vrt92ytbW9k4KWcKH2n/0qr9p1mL1svUVtA3f6Q2P40L07MSuhbL+b/dhFFfZj+l+eSjfJE08ImrdW3RScJZKI7fxCvH/lWz6uSly5RwD7jW77ycVWPk6MNDRj1ybTtXMlEL+OwYqa1I+hM+Q8VeBCE5Ppjk1ndXyHkdTtn8w4/wAtAnS6+2bPmbt/uDUy+KipXgLlJbJ/YFav8le/TXuz+6i4LMhm1SlNsLV7xRt3Yz9tfO/aJMM7U/eFfeNjvJPHxOK+lOym2p092BQAWu7k3FJddSoYIK1Zz+Fdx1qiOP0Sql/c3FANDd3UWvgvvZ9cmrhY3rc47vfbUoqR5pQvJH8c1nurbL/1HPtDaN64qld2rHiODmozsj1K3F7bZdnWvcibFLaSfJSOcCtH14wWLr3obARJbPI88cVzE6P0PVGl5simv/3/ABNvFsTvnT/KfHkC3Ea3mewXD2GQP7xGcb/WrXeyCRcdU3u42S9SFOOW5CV70knvM/Dyqgan05qKPr52RZbeXUwzsHeDaFprT/kyW65ta91DIvEVMWS7GaVsB6Cu461m0Q6VKfcnOEf7rwc/jetj5bS+xstVxsjTWqVMMMbWm2W8A+pzVD0b22q0p2gztNagy9YzKU2lzzjH/wAtbTqCE4NUOqTwAy39+M1T9BdhFr/tFL1ZqtkS3JMhTseP9FPi+lXIdIz6LMeX6lcJPX52bvWLHZRX2su2sbNE1DYhcLS833yk72VngLHoa+b9e6WVeob7jzKmp7Sik7OmR6fCt019qWM3m0WJKG0IG1S2/dSPQV8/a41hLC3rFYlremH89K+i2PT7a0fprGu7N43n5b8E7ZVVYn/Ofb8L5NV+RjEUnQ12Qrgi5HJ9fDU9q6KlWrbkM+AODP4VC/I7cdR2bT1LOXFXJeT68Va720HdTTnFp95Y/lWXmWujrVqXlvn+2hvp/jcvjT1/c+VNPamFjuV2YKd3eSV/zr14vlsuERxh6Iy4Fkk7eFj7qr1xgSpGoLoYqN2yUsH8adTpy6PkH2RpnPn3hVXrsHKUdxOJv9ONsufkv/YDerk7rFGm1y1v29aFLSlfVHB4FaP2lW1Y1TBjRdzbC2MKPx3elZp8na1PQ+2mJCfcC1KjryoD9U19D62hBq8RlYCiEbRxnzrzvrGRLH69VGPCcX/udn9PXbp1J+GYjontDuOjO0W42iQiRLszjqUvISN3ckgeICvpC52Vu92NNwhOFDim0uMqPAUnrg+lR2gey63QrvKv16YZ3uLDjbZA44Byqm+0LXbIXItVkSlpDfgcfTwCPRI9KzOp+hnZ9V9C1JcN/BXjTvV81W/D2Yzr/Tyb+tE1lkRLvEJKHQcb/gayyRIuN/1PBt8tAEmG2pLwT0BHQ5q6ax1ZLuMtVksD++RnbKkDoyOh5qD7HLEu5doYYTILm2alsrV1cxyqu6qsysXAcrfhGf1ieNdlfw/uN9vtp9i0JabYEPlx5tKVKz4sjkk1aezmezqzs4EhC0lyOXI72D0W3wP5VEdtlwTGt73dObTEhueBHvBSh4SKo3yMrtOj/lnTV1ZcaL5EporHXyVmuBsh+q6TZkRe5JmnlZc4RqhrSZF/KOtSXrHbL2UZVbnwy6EpzubV6/fWWXZSdKNNX3TlyejPOp+daQrwk+WRX1P2kae/KFqu9hQ2pftbJDQHJz1FYmx8nfUEqzpW425HlJ53Ou53D7K6b6a6rRV06OPly018P8MyurYznkq6nhP5Lh2B3yTrO0SHpyU9/HdSCr14qBvSJra7s224vd3z20jy5qz/ACU7K/Ai6ihrbBLcpKUn14qxRdJv3W7XCEEBrvH3AVHyzWb+rrr6hatcJo6PpmVqlru+GfLtittiuFj9qnTjEuHfEBefGpXkaktXS9ZSdOJjzLz7VBgtHDv01J8hW5sfJctaGlJmXsOEkkHuFD/76xbtj0lcezlTNt/LXt0G4tr/AN2u0w+pYGZcq15+N/7cHCzqtqk5xet+RjsA79farZAtxSkqJ6n9WvontMbUqREIzjaqsV+T1bGla+07J3HK+f8Adr6M7QYCT7ISPoqriusZDj1Slx8aZ1/09NQkos+UrxCVdtcXthdyejdwvwbHKbnWfVDsEWp64NyYPeJXvPvcfxqeiJDfaxqMY9KsjoGOlel9Nxq548Ja50jiuo5dsMmxdz8srTUdkMlJWSEHnxHFB3BhsRsoJVlXTJqfdSppt0cAZ5BqPfkNpOzeM46Vs63Ey4lJu9tW8zuU3xTelJgt98N2KFuyWE/MNjz++pG8rd7/ACl3DXpUfbojTuoGG3HZiwrOPZEbnB9lBZMN1N/gKqnyTmnNR3mBHfVOtrxf77K2/ZcoXu8Xi+rjyq2zbH+WNHqvV3vUFgy3P9Eab8dNDWsbRrb9l/Ibqni4iR3s8Ze/2v1aIXqXVcjTv5aj6StQg+X9w/8AMfFXH3OUmmlo2a+DNLMPZohZcylSXVDn0qSyk0k6vu090oTbbMj1/uSeK4p2Y82lD3sjW1W7dHYCCaM1P+ZaII6eaTiu1wmmfhCBGFEto/ZFEJXQjGe7R+yP5U+kGk+RL4CUqp5C6YbHFOYHlTNExxKkjpXcqPSmt2DTiCCOtQcdj7HtGqnKvzsW3tZWpaXFvE+BsA5yqpfXVwt2pLsmQu4zfbbfwW3fckISr6P+QqF06+9G1O9DZdwLi0Uf7W3j/n40xYXrFI0wu3Xqb7JMYlO9253e7rjP8hTdnu7itvgmrrAgBp1izm+TXYgU6R3qURY6FeL/AGk+tVD+0YEkAj/s6vUKNIuGimbgiT3cJ1v2a5915x0q8P4f+tUTUsBiDID3sP8A1c6tXsfj8fh/5+ytXpd7VjiC5VW0iyNXiNDytKitKgNyEDkUJJ1C6bmhTWEIyNqljkVD2swVNhLDZKicY38mrDGtLbjaS/EQjcMjeqt17Zl9miyQnkiO4uG6ZC1ZChn76V2dvK0323afuax3bdxJYfO7jKxwKEs7IjtLS00hKN5yoHzqN1otcKLDurf52DKbfBz9VWaB6lirJxZ0vxJMeizssTPszVDJcitPNYB3HJPp0quaYsDStZyNRHYp9qIGQccgk8/wqftkxF80dGn4wl+Il4Y9cZqP0jLw3ccJwNmefXGK+da8eymq2pP7n2nolOrsXf4Kxqu/xrDdxe5Lo7v2xDSc/rHFXDVMZEmSXknLciOU5+7H8jXz/wDKQmPtxLZbkjHeSDIV/s8j+Vb3puYm+dnlku7YOHY7Sz68Jwf41rdSxf02LTZH8v8Ay8f7krLdZCj+OAjs4sLen9HRoDeMIWtxR+05qn69uCYunrtM25SELA/2jgfzq+szEpsEsA47lBH41jfa3NEfRKmFq8UlxCfwOTVGFQ8jMTl5sfI2ND0o2z/B80KjO3fVqLcyFJXJdaipx5blYNfZfaAUW7TdstTKNxjM4UEj3tqQB/KvmT5ONrVqHtthr2hbEV5yS4k9AQPD/GvqjUlzhQdRqlSdrpjJCUNkZBV15rs/qSXr5FeL8RXd/wCDL6PHd0r/AJZlfZx2Sajmaxi6/ucgWqMy8VttOHClJ8zWtasks3WEp2CrvUQ3vE4Oh8v86xztD7ZpUyc9BtTK7g60kgttn5pv/kVp/ZBeYupuy6PLDSWXnUlt9KegWPP8aw+vVXqvH6lfwovX9EwnGsVV/wD9zKlrbtMTpCPEN0isFpz3C3G3VE/Js1CdW9qer7sgKTGdZbUwk+SKX2x2pm7aVILGTGc39KgfkURlRNW6pirBGxlASD6bjRs6arOiXy8y1p/4or6sp1XRS4Ru2pLg1b9Rh6U24601tJSihb1rkXtj2C2suxEkEKUrqac1UhlV+dD3IDaawiy9q1qZ1NOtF5QYyG5Cm2n0p4wFY5HlWV0jFycuE51pNI1EsWEK5Wb3om+1Cw35+yhixPNoW4SHieFFPwPlWJORrxpDv93z8M8Ok+Fea+s02sy4Bd35YKAtCweoNZN8o+0RYPZut1sAvmY3lXniuk6F1uasjjuH3PRT1fCpyaZTb+1Ft+R8Er7MZTv1rg4cVebu3i8SztByoc/dVL+RxtHZGvjxGe7n+FXi+KCbxI+qTz+Fcz1e1LrN2vO3/sR6LJqCXxpHyzo2Il696gKm/wD35z/xVavY2G/oI/Z4qt6QXtul/VvAHtzn86Zvmt2mH3DbIBuAj/6Q79Svc8KahTHf4OAyq5Tul2/l/wCpYuyQJR8o63NpG3dGXx6+E19PTGbc1qtp2eAo9yO7SRwFZ4Jr5S7HZ6J3yhLDMaUCh2OokDy8J4r6k1ehJmx3FjqjH8a8m+roRfWqp/Pb/wCTp+irvh2b8olta2663eEqLb5XcDA71AON4wPOsO7QNB3aTAXAYlKiuucLIGCRjpmq3e+2/Uug+1a6w0hNws7biUKirPu5SOQa+m4k+FqbTESf7IA3IjpfAUOU5TnFQtrt6XRC6xLTe0E4mZ6VsqX88Hw/LgXvs7nqbnJ723uj873f0q0b5JtkTJvqLw8hWB3kj4cnaP4VYPlUMMjsuAaaALk9oI45qx/JotxtmhJ9xcQB3KUMg+u0c/xrT6j1OWT0SU5LT/1BZ4kKMtwh4DdRaZf1pe5kOHI9nTuCXHlDICR5fwqURC0doVpDsRTtxuOA24sEAj1+7NUXWmu06Ytcj2mT3Da171Bs/OOHyH2Vhetda6wk9xdiDAt6nh3SAfEcHPNU4vQ7MrEdFT7YL5NPqF9VNqla9tfB9e35E5yJHuq0KjOLGE85KR5Zr5/7We1PVuldU/khpCUIKUqQ+twlS0qr6FsV1Rqfs8t9yCc9/EQshPkoDB/ka+c/lTWBLsC139lnC2SWZCgOoJ8Oay/pq3EuynVctuLcf7olkOU8KU4rlc6NW+TK6t+HfJDmNzr6VcD4VM6oS5HmTZKJDzOxZWdhxxjNRHyYh3douBGDu2E/hUx2hPBqRdUdSI+4D/YoHJUpdXmovjhC6btuS18NmR/9NdiCiDOvDuDg/nKpnyhtX2jWLNlnWyShwpYdDjafoe7j/OgOzSG3K09lbLbh75Xvj40Xq3S1pYsVyuHdNtvBo8Ir1anoOPRJXRb2jm8jrFtu6pLgsfye2Eo1lpJYHVPX/Zr6Q7RGO9aiADkBf86+c/k/vH+1mkk46f8Alr6T1wvu2oij5lYrzTr71nS3/wBpu9Nf8aB8lPuCP2ualCz9ID+FTbktsAZX1FQGoGye2HUhQM5cH8qNWhxW3azkivY+jR3hVf8A4r/Q5Hqi3l2f1BLhcEdw6tbySpJ8KNp8VVd2a45J7wnu0q4OUnipm6tqfK1bW21FXA54qGmTOW4r6WRhWOOpo5v4BYRALhcmu+/8dDaZL9zvgaZZlyQ2d60R3Ni9v0uaCvs0Z7iOO7NW/QdjegSGXwZDN/U4hyCWvcIV9GsrOyIqDig7Hrblolb1Gttwi5h3Ccz7W4hsuT9u9hDPiV4v3asC73+UNINWzS8ma8zaAnLUr33E7t3h/wAqgNWM2ePehaLzcO4aiR+9Lnd7+8Wr9X+VBxbqhGo73eICsREMceWVdEjH21gTj6iX7GjvtK7bZHtNxnLLXdHePB6dakM5oO0NqWh2S4rc66sqUcck0Z7tEzS8IhFiRmug10DikHrUW/BIbSja0j9kfyryTzTqeWkfsj+VIxg1HYo/A8g8UtJppPAroVSJC1HmlpVxTeAfOudKQmB3ze02iY1nvGFbkkeX/OKYfFvk3dL0jvvyZcW+8Ja/w1/S/wB7rUg6hLqChadySMEHzqJ7gwfmXfnIrnT4f8/xq6EtFNkdmu9nRg2Z262Vr55iOtOz5vfvStA94fGojV9mS+qbItGLoO7VHRFc9+Hu+rUBp2VOSfabPcQJo2d4HT8y/t/+71qF1FqG9K1S/dIsV2Ctw4koR4kqUnyOKEjjS9RtMvdy14AbjAVG9vudu4jRltI7tz3s/wDCpGNqvvmGmT3bZrlwuLGoGkF9L42gKX3I4zXXtNQ57l3lwQv2aJCDjZPXvK2KM1wXKM+yju+Sy2y6pLXdvvBDfeeIfGpC/uw39LTU94E/NnJqu9nHZnrTWSg4wgRIo6vvn/7ane17QLGk7fCDN2duRb/01oftVbb1fGjYob5KFhTkto+gfk43ZbnYtYXJp8YS40M/VSsgfwxU3BkRo0yfHL7a1Pe7tUDxz6V8zQO2G4t29i3QdMluGwgNttIdwAPwrn/SdqHOWNLYP/zP+FefS+lsid9tta0py7tfjev/AAdbi51GPBRnIt3bPmdqJ5k/4UP5vP31oPyX9RIHYoxEuTwHsj70YZ+r/wAmvnzV991drBxl523+wrab7tTnee9RWkdUal01YG7Mxp7v0NuFZX3nvE1qXfTuVPp8MfS2tAc+oY12W7HI+pJN0jmA/HjSEOrdIyB5DnNZX2xtO3GLbYoPdt73Nx/2aon/AEg6wXyNMNj/AOtQWoNba0vduMA2NlrkKQ/3niQaGxfprLqvhbrx+dGjf1fE9J1p+S/fJMsv9mjqC9Tw2hbx9njlWOQnnINWHt1Dz+lZEiCsGRIdSAtB9etZLD1XrmJbmLeiyw+6YQBkLPjPrmn3td60etq7c9p+Gpk5IK3SNp8iKV/091OzqTzONfjYLjdQwqMd1xfJD9liX4NwuVmltI74/OJB4PPU1rXyTZyo72q7Q4pKYcKUFoUo+ajyKzHStrlt+13i5uNKuspohPzmNgPQCmdGXvWelIMmHCszL6pUkuOO994legrpOvdLt6j0+NHat7X+Rg4V0YXympH0fqhiPNanxWVoLUlKkpUnkDNUnsCYRaNZ391I2vIZbQ+PjuNZ6e0bWzB//Z1r/vKQntM1Owp51GjojT0nAfcbc5cx03Vyz+nOofprKI692udnR5HUsK5x7peD6GvM+NPub7rLoUQAk/dXxr2h2q52m8T332PmpE5w/wC9n/0q+ntG1M2oO/2Y/Byq3ra93nWT7DD9pFvAPjWF+99v2VpdE6Jk9Pm12rtf7lHUuoY+RRGEJco+wNKJEnQMJ1Chsct6ClXlnbWO9s8WTe9HSLcMlaXEL3eXBqh6c7QtaaQ06vTjQbulvwO6U6fE2PNIPpTau0vVsiMWDpxl1o/9pWXV9M5+Plq2Gmovf42XY/Vsd0Shbw5LRqfyW5KbX2ZqZefDTonO5QTV5u0j224uvMk92oV8o6bveoNM3p28PskW6S7/AHiOD0/Wr6Q0tc2Z1rYuMOSh+O+nchSTn7QfQj0rO+oOlW4mTPLm/bPX9mHdEyarI9keWuP7Hzne9H6ja7QZdmAfaZkuqf8Am/ppUry/54rcNCdk0WTYpFmmMdyhxleEfEjwqUr9qrbHEWI67NmBov8A+HxzVZ1B2kL0mh6YmQG0Ho13fjXV1vUc7qDrqog+NbY8+l0Yqnbtb5KF8mjRsuB2jv3O6HuV2tS0c/q7ga+gNW3SLdXWjBkpd7kFKwOvX/1r5r/6RdaPS5k2PpyIBPc79z6G+uDWushyNMND/wCoa1sn6fzsq/17Uk0tLkysLPwsZa2VbtdaI7Q708rO/c0tAP0sCvtDspuke79ndmnRj4HIqRj0I4x/CvjzV72o9ZXKJKm2NqI6xw4+F++n41ZdJ6q1xoO1v2WzNx51vUve13hVuYz1249f8qN630DI6jiQrgtOP5M2OXCN8pLlM0L5R8O4TtFhqIyZBYlIdLY88VadCy02HsngWSU6W7jKb7xwL+gpXUVi/wDb7Xuw7rJEOz1X7lDJ1prx9zJskTx/9p79A2dAzZUKnsek9/H/AJNddRwJWqxz8C+1NjHaxEF1/MOw/wC7+hV51C6wKbxf7VpaPgMDY47Sda3TV2o4CWJunWWlR3N7EgOeNFN3uyTfybDnQ3c3Fpv5xfee/XW4mPkLB9Dt92tef8zAzsimzK9VS4PpvsIX+TNDFmccRWHnO43/AOrqH7VrPF1PpK4wILqXEOp3MqHPiFYqe0jXP5OYjGwtd1GQG0Iz1+NJj9pms2RhqxNtj9v/AJFcLT9MZ0Mn1/lPfOl/uzoKupYcanqRt/ydSzAs907x0BtK2xuNSOvsTpFykw3W3W3EFCFJPntr52tvaBqq3wpEVuxstx35BfcT3quppxntK1S0Rs08ykeZ7w81Y/pnOeVO/j3a/wAiWN1LFpWk/jQL2aP+zRJNtfSvvoyylxHQpOa5r+6OuITYoySuZM8JBPuJqFE66SNWyL67DRbmXT8+nPCjT+p2Yl2cE1qSGZrYyhxKutekQ9SeKovycbZ6ayZP+U1fsfshhaw033H/ALt+d+Hh8VbVrq6x5BYbZkNO90TkDyr5E0n2k6g08h1hiGh594YcfU4QojPOMdM1IvdrOoM94uxRUlXT52vOOo/TGTm2zcno6zDzsamSk/gJ7Qmpenu1CRd57WIN3Pzbg8lelEuuhA7wdPrJ/wAqgbzr+9axt4sc2xxHd5+bc+m2r6yVVo1r7K7k/o9ly13ZmXLDWXI6zgg/bXYYOe+n40Ks1pPx/XRh52PDJvlOjlMyG/6naaW4wnqhdVRAcvF6ZQDgOOetWRWiLw9rU2a5w5Ed19xWMevlzTTNpt8aC3GdQ6m4sPLK17eUn0I8qKyMuMvtKK6ZR8khpKx5ufs7FuM16LJX3hd9zulJ21p+jGYNljlAmflKWg9zw34Yqf8AVp9PjWRzNWXFmKu2WcvIUEhKnEp3KIHxqZ0Ter0zYHIdrS1D2yN0mW8rcslXwrCz8eWTU470H0y7XsVrH8jyfbtQ3Ave0e3vRmmm/wBVPh/41WG3VQ7JFtyiRKmPd++PVH0R+HNGXV6GgnuZPtG4qW33ic7nVe8v7/SmY7ID4mv/AOlOUXHUY6ZVqU57XySKDsGOlJKjnrSVLST7w/Gvb2/rj8ag2WKMl8C8nHWupJxSAtvPvj8aWFt/XH40z0Jxk/gSg5bR+yP5V40logNo/ZH8q8VUhIVXPOvDkV0JpiWxQHHWlJrgropCFUh1CXUFC0gpIwQa6a6mnERUi2FPukuNfA7Ff0qQ03dmdP3yPIkRHHIbngloUNxIP0h9lOf8+tIlITIYU0ocEVN2dz7X8lbgaFqu1oiWtu52iK3LjH862ny/WHwobV+n7nbOyCHIgMd3FkyUvXB4HkbvLFVvsy1UbS87ZLspa4n+EtRzj9U/CrVq1vURsIgadV+ULS6e9jD6bC/e2/rJ9Kymp1zUW/n/ABClJTT/AKFU0xbdVwEStQ2a4Psoaf7juu9UpS0/H4V26aqbnTyxdn+7b/3j+rU/aNSLK3Wr/Z58aU+PzbTeGVr+vs8lfHNUq+2tyRey13OHEFOzvPpq/wCeKMrl3zbmvBTNajpfJNW+3xRZ2/7rO7qS4lftDady0fqp6D7aeftLTih+TZd0AHXv4qVc/cajJ4m2u3ezvQ4i2o68d4trxb/Trj4ULNui7db2JDsOKlx1ee7Qz4gfXrj4UTHIyF9kil1wf3IsLsdUV1O24yndw8IbgFQ6ftYpxUpht1KHbhIQvHiT7ErI49M1E5c75SZohRHG/cDkVQJ4+BxTC5MuQFLcjwkR0Hap3uvh161Z+sy15kyCpp/7Sy980llKlz5JSv3cwSM/xpqKYSluFN1nHYfnECGcJ48sqqsTpMaKSttuDJCBkLSk46ehNOLuMQBpMaLbXXHRuUkxlAp48zupnmZeuJMXoUr+UuaTC7pP/XclRUOE+ydP40JLkW6M53cq9v7s8pTDzx+NViJd2JTbokRbVGLS8D+7qyr8DSGbxbPa0pXCtzZUdpdLBI/nUY5WR7k5f6ClVXpe0t0iRYg2l43aSlHkowj/AFrrMyxyUtobvcxa0KBUr2A8fxqoT59jjvDwW2UEoOEoaVjPx5rky7WtEBDrEKApasZaCFYx+NTWVkba7nx/QaVFKa0i1TLpp51zu03+Wtw9O6glX/3UG2q1uPKbVe5ygOTmDtx9vi6VWkTbat1Tpi21otjjDa0n7vFRFvvUBZUgxYCCvgqcjOEH7Tu6VJ5OVrh/6C9GsmJD1sbYWXNQvJHRP9xJP3eKo9CIDqe8avM0o83DCyP/ABVFXC6RWpYZMa3vNjyQhf8ADxdaMM63xLcp1k25xS+rAZWcfb4qb9TlJeRvTrQfCtsJ4hxq9SlpUrx5jdf96pGPBtyT/wC33WynyMM/+aq7bLpbXVnJgRVJPgSIyuacs9+9tuxgpjQlowrcr2Q1CWVk8k1VUWe7QIaoO+HKStOxCMEeKSVeg8sfGhNK366dm2o5HfNOu2h1z+8R8/m1fWT/ACoaJckiYI8FUKZzy222pnCvopSpX0qtN7Gn1WtwkF50rCHG/pI3e/uV60K8iTXp3LuTCa4qqXdXwyzdonaBZ4MOJOhu+1+0MZjoa5LhPrWVw4k6+SxqPUL3s478MpC/dZB6ZqZXYdJ2x+HMjBe87cIK930vFt/l/lUjqdVujQ+5tH98LXgdcd3IQ2n/AA1KT9JXlQ2O68VJVLbfyF5WRZlcWcL8D2LK22wH5xbkIKkObE7w4R5p5/hTa5loU2XGJ8t1HqmN/wDlVTj3cORXZgk252SllS1sGKco/Hj8KjYl/amd77YqA17v/uv9PStCGVkxh2qRlyoqb8FwVd7T42G58xx/HGInH4BVCv360LR7Iq6ymHyobv8Aq8g/Zyqqwm8W/wDKWxuPbySspLvspGB9oVTd2m29p1CksW+SFAnKGVE5/eoj9dleNkXTQy+NXK2bS27dZhCeTmERkfvUy7ebIWsJuMvaPP8AJquPvCqqFtvEMRBLXHtgcCeUKZWokfvUz+UoElbja2YDKF8jehwD8Aqm/V5e/I0qaNFxRMtElpKI2qXQCOGvyaon8Qqmn5thU42yNQym1jwndBPX96qc3eITTwb9jgBO7HeIQoDH3KoyTcLKzs/u0Bzco5X3RPP27qTy8jf3P/IZU0lkkGyNJHeX99SuuTCV/wCahnLbBkse0I1DLZaUcpWiOVfwCqjETrMiEXgbQ+soOWu7UT+G6mLXdbc6gpSxbIwS3lKe5UP5KqDyslriRP0qQyTp2IpYSzqK4KStI3q9hPiH3mkuWxlJc7vU1wUlKkpG63dD6daDevynCpK7dAdQ0oJKu6PI+416VcYoKWWWre73ysqSmMfCfxquOTnL7pf6ElVR8Ehd7PBeiKZevNwQ7ndlMI4P8aindMNLZbW1dpymz0UiAcn/AHqMaf3oT7ObeXuQlkt85/GlNPOrQ5HkCBHw2SrcwcEfDBqSyL35mN6dMfgBGhEFkPMXWSfVPsvi/DdUgNM2hjuXn3L1LltOf6lPdfs7ev4GhbhPkwWE/NRnIpf7nvO4Vt9fX+dKuDjjEln/AKugutSfp7Vf186b1JS8kgi7M26zXT8oPKeh9613jTQb+n9VVTFi1FqG52j8nWaUWZMjanf12oV5VXr9b5kthUyTAS00lwJJQeEn0qx6AkxbbbHLlPtbjiUtrbKWveSPWh8hLs35ZdU/d2leGn77Z9SCE1KVInMz0ezku+/9LdWgdo9gmWfU0GcILLky7tBTjY+i95/jVamz9R3iZBNlsb6WWZSZC3Xh431/rKq3Trp+RYpuOo5Xf3aU1kNNn81/2baaHybZScS6qKSZEayfgaWsiHB3DlxkI2oRjlK/P8KzQw35TIcjW14rXy4onaFK9T61M24SdVaicvVySoobOG2yOB6c/CrQiMAvjpRFSWOmny/kqVbseylW3Tj+Qp84/UqRVY0j6VWnu0+lIDBV5U0rnIJhDRWfyKj1V+FLbsrOeSfwqxllINILfi4FN3k+wr5szRVgKV+FcXY0Z4UfwqcdQUq4FI8VO5Mi0VZKQGwR0x5VxKOck+dAWmSXGAHVDOPI0YHU9AfOiZQAIS7h84xwK51Gc0gOp+koAVxbzQ6KBHwqGi6KY8ARSt2B1oT2tHQJ/jXO/WT4UZpJof0pv4CzyOtcA4oce1LPhaV9wpYYnK6MPfcmmbRKOPMXwK9vxTTcO4K6RVj7qWLTc1HPdqH+1TKSLP08l8jE+KmUB1Rj6SepqS0rqW66bITFfOz6rnibH2+lDCw3BZ//ADpQ09OSME/71PLsmtTjsisdx+S2al7T79e4cezx4saD3Pzkl4Df3n/41SrlOfuh64aC963PpvK+t8Pvpf8AZu6933Ab/u/1M/511VguoHhbA/26kvSr/wCmitUzsepSG5cu4TYseJNmKfYjp2tJUPEB6E+dDOIccShtyTILTadqG9/AFOrtd0SeWnePhSDCmgZU07x+rUvUQ8sV/lDj65cn/S5r7/l4lfdn7ccZpn2CJj80T99IV7Qk8tn93FLQ+sdUfxpdyZCePNHkwYh/91bFd9jiE/mEV0SE45QoVxL7YPU1JNIrdcvwK9hik8sN4rjluh4JSwjNKDycZCkmlpeCh1H2U65IOPb5I0RIwUQphP21wRW8/mQE+tHup3jIApKClSO7UnBp4ycWEOEb6u1eQdMNjH5pNPNQ45VyyKdaGBRDYBoxKLW2ZfujLt+UDG3xSSe5TSPydFIPzKaPSmlBvIp+1LwQbI4WyP8A6pNOM25hvJbG1f1/pfjUglvilhsnypxmiJ/JUcKyCrd13ZqRYudwmNrhKk92toh5TX+u2/S+PXr50raUrpmTHDw4O1Y6EeVVWV9xdXPTNN7U7yLvYdLMxZKGXWIu91WMbKym5Tpt/JDr7rjI/OOD/GV/zxTtykyJ6YjEjc22yx3aiD79eSlKUhKeABgAUDhYnpUpF99/cwN2FGBHCk/qpPWmXYMXH5sJ+CaJWd6s0lYyMVopaBHICVEiJHDf+8aaEZjPDf8AvGjCiubAKTex+QcRGfqfxNcVEYP0B+8aLAJHWubRnmko7I7YKYrWzGymXGW/d20aocUw9wTxUtL8D7b/AGBO5aHRFeDTYUfDRKG90crwetJ2bhnBqHdr4JRUpfuNd00UchWaLaiRe4CnE7FeVORIy1EKUkhFGGOEqBJG30NCXWb4Rt9Pwm4uUxuHFhpRuWzuV5EV32Foub2t7K/Wj40Z5xQKNrbfrUsxDaGNydx9aHc5IsnXTUvyyLTAuE1lKJUt9xpJ3IBXyk+tSA04HWUmRcZTi0DDe5fCR6VNMhKG8V5RGM1BWA7hGQA7bJ02MkXOet1TACYob8KWwPh5586HjXa82mR3Vu+bnNeNGfce2/8APPrU133zeKDuUVMyOWydiuqFgcpPqPv4qyNuvghKnfySV37V71eYbKY9tj28gYOBu7xf/ZpquR7JIu1x9uvj7zrvX854vv8AT7qLs9tZifOu/Oyfpr+in4D/AJ5qYb2bP1f86o7YV/atEowcvLHITbTLQaZbS2gDhKRgCnUbc0MtxI6U2H1A8VB8hClokThJyRTDr4CuBTCppUnkUyp3cMgUu0fvH1rGc0pKhjNDElRxmloOB1pNLfBHvFu8+VNEJFdW8OgNNkg85zU9bFvZl8YJQlKu9wceVS0JluQADJwSfWohAG0ZHlSkcHPI5rW9NSMaF0olxh2iLtHeObvvqTYtEFKc7ARVCQ8+k5S44PvqSj3y4Msd2HRj40PZiSl4Ca8wuiYERI8LDYP2UQ220hPhQM/AVVIupJAT880F/ZUrD1DBUPnkutqqh484BUMmL+SVUncrhOKeU04EcKxXLfLhy+WJCFH0zzVxb00w9osX+PcA6+ZzcL2MNeLev3fFnHND9kl5Rf6kV8lPZQW+FJp4J38JFXO56YsNvv7WnLnqXu7wral1uPG71qOtXupWvcMfhSV6Vtlpvg0zddR4vgc7vumIqnGWlHoHF5GM/ZT9jF6qXkpqWVpdAAyTV4Xp/SWlY0c63l3N+7TGw+za7chJcS2ehWo+78KhpkR6yamEC5thtyJJAeTjPAOfwxWy9qPZy/q+7J13pdTM1qbFabcbB8YKBjw/5/GnrWkym6XuSfyU/RmmezTWs/8AJ8CVf7DcXOGkTe7Whf4f1FUbUFgMDUdys8IvXH8nvmO68yydpWOo+6i5tr1BpyY3LlwJlueaWFNrcRtOR0Io/SOu9TaSgXUWiQlx24rU7ukJ3pQ4TnfjzpOa3pj9vayqosVyHP5Lm/8Acq/pXTZbp0Frm/8AcK/pW19jWp9V3LSutp141HNnSIltLsdTgT80rBOUjHHSqLZe1vW8fTkyIu+GY7MjhKHZCcrZJ+kkpx+FSlXr5Iq+cm0orgor9pcCd70J0A8ZU2aZuGjpaYvtr9lkJYI/OqaUBW39jN1ltdlGs1SXU3FVoje2RjMT3uHdqlZ59TS/k16s1Te7pcjqa7u3OyiGXZRlhPdtf0qUKd/JXPIcXo+bX7BF/wAPvG/+fwp6B2e3q7DdaIEyYPVEdS/5cVsPY/pO1a317dpcjiwW5x6Sr0WgK8I+zz+yoLWvaPfdS3R9q03OTZ9OMOqRChQFhkKSDgKUU8nP21KKfyyTvZk140hf7S/3M63Ox1frp21DOxXmvzrDjePQZr6i7ItWI1LJZ0LrN1N2iTAW4r0gbnmF+Xi+PlUTYuy9c3tlkaMf4YhvF19R82B4h+Ip9/geNqX3I+fYFvulwXst0OTLI6hlpS8fgKVNt1ytjmy4W+TFWRkB5spOPvree1LtFlW69yNKdnbgsFitrpZU9EQEuSlD3sq68fZVh7DLi52ki4aQ124q9Q0Ry+w9IPzrIHkFeVT7XIlC+MHtRPm622i63BtSoNsmyUjzaZUoU0tl+O4WpDLrLg95DiSlQ+6tE1p2r6jRd3LZpeS7p2wwnVNwosE7OAcb1K+kTir3pRhrtu7MbwzPQkazsg3Rp4GFyW/1vrVdXNLgpyaJzj6qXDMDRTyKGQChZQr3knBq6saWsKdDRNV3TUMmKy9MchKZahd4pLiRu67hkYq5WJgc6JQ8lXj4cVT60gDirc72aXhq72mLZ3W7rFvSe8tslsFKXU+e7PulPmD0qWR2dWxN3Nne1DLVNSooWqPaXnGAoeW/j+VT2DMzf2dSlU5DbjNzIz0pDjrQdAWhCgkqT5jODjOK0q06As62dPvStUFr8vLWzFQIaiQ4lzYUq549c1RdU2tVjvNxtLriHHYMlbC1I6Ej0pbH7TV772Y9mP8A0dQu0pi7X2LaCcSIPzbru/pt3fROevUVV9PjsO1BchaH2NSaddf8DU12Q28hKj03DbgD4/xrQJ7IHyI4gV+lJ/8A9tfNqm0o5T1qom1ot3bB2Y3bs5vCI8132uBIG6HNQnCHR+PB+FU1m3XGQ2XI8CS+2Oq22yoD8K+pJRGvfkbiRcPFMsiVd04evzX/AONVPQV2v/Zv8m276hdnJze5PslriqSCUbvfd/dqbeiLWz57jtuypCI8Rlx95Y4bQklRPpiiFWi6B8MG3TA8eQ2WFbj68Yp2w3Kdab5FusCU7HnMvJWh5CsEHPX7f519DfK1vV3tepdBXu1zX4kxVoU4X21gKJUpH/JFMmSkfNkiLLhPBqXHejLPIDiCP516PGlTXu5iMOyXPRtGTX2R2paatHa5p9yzRX0J1rYYLEojAHfIca3ffmvl/QU+86S7RbTIt77kWezcG2FAHgguJSsKB6jBNS2R0Vxm03N/cGLbMWUKKFgMK8KvTpUfLjvxpC48llxp5PvIWkhQ+419K6U1Xd7L8ry42iDNcEC5XtTcqMR4F+GvdpPZpKunbxfNTajT+SNJR5nfSJ8gYS4nPuo9elOmLR83OR59sT/fIElhLvuF5pSAfsyOaVbkNpa8fn0rRflH9pKe0TU7RtaFMWO3p7qI0obVLxwVkfGrx8lbsvs99s9x1zqwNOWqBlEaO94UOu+pPw/nVNqcg3EsjXLcjHItunzYxMCDKebBxubZUofypqPa7kw53lwts9tvO0KcjqT4vIdPOt81Xdu2e5zD+QbrYdOWxB/u0O3XGMjYn9b1rurn+1IdhV0f1lerZOYjy43srrElLkgL7z6Sm6EVWnvZo2ZvfHt7eDIVRZTEYLfhyWUpOMuMqSOfXI4rraXHXEtstqcUr3UpGSfura71qG46p+R3Kn3pa3JjNyRHDqx417Vj/wA1fPVtn3K3y25kR1YfZUFtLSdpSR501i7dFNNTs3r4LG9FuEQbpMSSwjpueaUjn05puPHmzCfZIz74T17porx9uK2jtT1DL1H8mTR96ujijNkTQHHB1Xt3e9Wddjmqrvp7XFt/JctbTcmUht5v6LiSoDBH30zgVKe+SuPtvx17JDLjSvqrSUn8DXG+9dUEtNLWT5JGTWv9tenpmq/lNuWGKvHtTcccfQTtO5VW/W1tuWiIcfS/ZixZYT4GLhdZctr2jf8A7XT+VOql8EXe9Hz43arule78lzsf/wAuv+lKRBuT+4NW2YspVtO1lRwrzHTr8K2TQH/TVH1PHCtZ224B1zBak3Fh1C/htHP2Y5p3se1He2flD3WxqmKMOVcZXesY8G8fST5/Z8KTqT8j+t+xibUG6OlYagyXChW1QQ0o7T6Hjg0+LTdSP/Zk3/uFf0q8Su1DU2he0XXka1OIcEq4vpQHRlLat3vCrv8AJ/1rq3UjWr373fJU5Ue2FxgLCQlpeD4kgAYpKqIztMM/JV1/+Fzv/wC3V/ShltrbcU24koUk4Uk9QfQ1edO9tmv4NolQ5N4NxTIZLaFvAFbJ+sCMfhVCa75xSnZD7j76zucdcOVKPqaZxLIT2OLJ64r2VY4rznKetNhxSQQcYqHan4LHLXk6rA5UeaQZDaOFECoe73ptrKI53r9fSq4/NkuuFanFZq6uhsGsydeAVpv5tP7I/lSko5pe4BCcfVH8q8lQrRRnCkj1pxCRSUeKlpBBqaGQ4BXNvNLSa8SKkOIbcU2rchRBzkEGt37JNRiD2XO3i6+ONC1PAccXjnaM5+FYRTipspERUNEl5MZxQUtkLOxRHQkdM1XKHcST0b/qHTVya7RZc6LHcnQ5twE2NLZTlt1pagoEHp5460Tr3T96ufbTeEQ7dKxMuCNj2zwAbU+Ld8Kwa2ahukRCY/5Qnew/SjpkKSg/dVltl5lTUyS3d7iESF/OIMlXirPlV2Bqs7i8dqt5iXftKvC7e530Vsoj98PdccbSErUPvoXT2qNT6aIctN5nwGnOgQTsX93T76rSEIbbCG07QBxWrB3s21D2fWe0S9S/ka9WtnlyUwooXv5KfDnj086oUS9+0uHZt2vzdRXmPpvV1viXFmYsNB4N4PPkpPQist7U4sSya/u9mhcMRnz3Y9Eq5A+6pbTNz7OtBXFF9OpTqm5xvHChwIygjf5FalVm9xuc+83mderm5vmT5Cn3eMBOegHwAxUreVsjU9M2rsDPeaK7QM//AApX/gVWKRFhEFg/qCtN7HNT2DT+k9Xxrzdm4btyhGPGQpCjuUUq9AfhWTRVlUdlvy2CmktpEoPU5I335OztrOh9dOXttx22phj2pDfvKb2rzime2OLKjdnEBehH2GdCzGkd6Yo+fcP/AGyvq/8AJqu9lOpNO2bQetbXeLs3DlXSH3EZCkKVvOxX1QfUUL2E9pUfTTC9L6nT3+mp2Q6Mb+6UfpY+Pn6eVXx8A8i7fJfI/shra1Mf6Y7DHdfH5tQr58a+ZittnwFCMLT+t0rUndT2Ds9123qLQ+oW7vb3DsdgKQpKgg9Qo9Dx/Gm9UWrs61dcXb1p/VsDT7snxvW64sqSlCj1KVjj/jVbXeSj7XsrXY4H5fajp1lgHeZyD+HJ/gDX0nY7jb3/AJUepmGVDv02htoY+kscn8E1i+m9RaC7KY790t13GqdTON7I4jNYjxz6lRPP4Vm+n9Z6kt2uP7YNSlflVyR3zzn18+8n7COKnGSgtMsWPO5txGtQsGHe7mxKR3byJr+4H9s1q3yOnm3u0i4NjOPyU5/MUD2gf9HPaU43qZq+HS97d5nx5cVxTTqvrJKR1Pmcc1J9hd00DoPVzr39o1TFGC4JE32dSGM5GG0DqftqCW5tk3Belz5R8/XlQcnzg7+ku/8Air6B+RI22i9almK4iswB3v3nj+RqkM6a0NfI4uLWq2LI+4tZkM3FhR3K3HxIUPI+mBjj1qX1T2h6a0h2du6E7OXXZb8zP5SvPd7Cr1Qnz+z4VOEedk53L01WlyZFcpLcm5zHGh4FSXFI/ZKjitDECTcPk82hMaE9IV/aZ/IbbKv8Gst5RF68r5/yqbsd4vVtjqjwrtNjMqVuKGXlITn1wD1qyr7tkc7ipQ+T6C0ldY2nF6O0ZOlhq7fk2aHCT/obj4+aRWTwrN2ksXgWpmTe2ZLbp714uuIbR9ZW7piqm4txchclbri3VHJWpRKifXJ5pV1vt7fiCEu8XExiNvc+0K2fhV0uFsyVyfQek3oDHZ7pC3L2xr1NbnN2y9LPgivd7xn7f8qxDVllulgmSIV9YdamJcUXFLJO9XmoE9QaDefedYYaW++UsJw0nf4W/M7R5UHcZ8i5d77RKefLaAjLjil/+Imq7J9hfTDvej6AvUjvfkLtOp+jKT//ALa+Y47zxHHKP16+kNG3DSd++TFG7Ppus7ZZrsHu8PtgOPf3c/b8DVSs2iOzLTUxNz1b2g2u5NRzlNvtQ7wyPgpXlUGyagttM0i0n+xvyMJLly4fu4X3LZHOHf8A8aiflGsY+Tp2dmEP7rtbzj17msu7be0u59p16hxbex+TbJbxthQR0x9ZXx/gBxV20Xr7St47OXey7tCeeixRzbbi3z3B8t32fy4qXqbIutwi2zBR+fbx9Yfzr6A+WCD32gxz/wCxv/JUDZNJ9kul5gu9711EvzMchxq3W6MvfIWOiVbvo+tFfKd1vprWupNLybFNC4rEUtOjH+j7inj7qu0UaBO07VF10V26M361LKZDUCDkZ4WjuE7kn7avPadpi29oK9P9rOiUjPtjH5Yhp/wj3qfH93nWd/KIkaVvOobfedM35q4KXb2I8pCG1JwttATu59f8qZ7A+0yR2eamAfHfWebhua0ecDycH6wqT5ETkUY+WK2R1/tCf5GrT2gdqcqB2337R+rybrox+X3LsV4bvZwU++n7Koln1DYHvlKnVbt0bYtCbqZIkOIVgoAxnGM/wqudvd2tt57XL7d7PMRLhTFh1pxII4Ix0I+FJoimNdvHZ67oHVxYjr7+zzh39tkjoto8gH41sNuJkfIbf/JROWH1e146/n/FUb2b9oegNW9lX9iu1NJCrOD7FLH5zZ5BP61Vjsp7UbJpC8XixGA/L0RdElpyNJO9aT/rMY/hTT5ROv2yUjKp7YCQ9tX+8ambUt021xnv3i04Ulbe/wAJ29OKvd20Boye4ZFj7TrOm3E5xMCkPN/Ap88fxr2qbroWw6HGjdHOO3mdJfbdm3l1vYnCVZ7ttPp+FAxi15NjJnGSXaXmMP8A9UOSP/02n/xIrKlW+K6584PL/wBa1TTNz0hN7Af7G3LVkW0XF24GWQ6w45hIIIHhHwoOPY+z+1aXuV6e1pEvs2M1lmFHBa3qVwn3qjYtlGPZ2NvRZrxJFi+TVpUQ7XbbiDOLYbuDHeoR73ix8KoGmNZXRrVtpZXpTSqG3JbaS63bEhScqAyDnirLqm/2WV2KaZ02xcULusSUH32AhXhB8s4wfxqu6O9nZ1Jb35jndsNym1uK9EhWTVc7EmtllMW4tmrtyI7Hy1le0EDvbeG2/wBvZxWC9szL7XbBq0P7io3R0pyfo8Yq69q96t907anNYaZuPfmOhlTDwbUnatPXhQHpRfaa3o7tOeZv7l3Z0zqQMhuSmSglh/HQ709D18quc+5NFEavD+DF2x3a0uoyhSDkFJwQftrU/kzuuL7cbQ6+4tx1xTylqWcknYev40Bp+B2f6KkJu2qdWsaikxlhxi3W1pSg4ocjctWBjOOKV2Maus7fbGNYXt5i2x1uvvrGFYRv91IA/pSWkhpRk5PSK72mf/vM1X//AFiT/wCM1pvyXP8AR9a4/wDgyv8AOsq19JiXDXmoJ0CUmTFlXF6Q06lJAUlasjrzWgfJ71Jp3TkHVCr/AHdFvVMt5jRwpCld4pQPoD04/GnT5ZF/boyeJxFawfo/50+FELxzTMbiMhPXAxTgBJJqsuXhC0OetQ+oZKQ2EocOQcECjJ61tM94FgBNVmQ6t5xZJyCc0RRXvkots0mgReSrJppWQeKIKOeaaWnmjPAEIRyhP7I/lXUprrA+bT+yP5U4BmnSIjjKacKaQ2dtObqQjw4rhNcya5k5qSY6PDNeWM1zJrySTT7HOpA+6nYrq47veNLIpscHmu7sDA4qtpS4F3NLaLjAniSyhSlJCgPFmnytPJChVKaUc4DhHPODU/FJS0kIVkYrPtp7HsOpuco6ZJJUlPQD7qSt3xDFMBZrilZVzVCQQuAouAjnmkd5t5HFNo4FdxlJJp0M3o4TuzmvKCcAZplchtJ4Oa41GlzlbGEKOfTpUZWOK4CKsadn7IU/IbQNiU7yfSmWo8uSdqE5HokVZ7PpQhKVTXNxP0UVPxLexFBbbbSkD0od5H4DY41UP3f+RT7dpx5eFPkNp9fOptm1wYrfuBxf1lDmphbeEk9PuoN5GTk9arc3LyTl9v4A39uNoH4ih1J2J8sUU4McmgJ6jgkdKnFpgk4pIAnqCk4HlVZugO9KB65NT696jzVemAqmO89OlErhEKId0tiFkOKSnHSj2k4GKjY5PfpB8qkUK5z61o0LUTM6jPvt1vwEJoWTw2QOpNEJNLjsB+Wtr1TkU1z7UU43uloWlacNlXRSgDQAQWpU5lPCXFZSKXIcDbzDKz4g6kEU/qJhTdyCmeCroKEyZ9wdjV6iRK3C2e6fRlPlmmkobDnzfn0zTk2QQgocQCo9CetG6UtD1xlIHPdJOSo1T3OMe4Kx4ruJSyW0xILk6SMOEcemKrMmQVzFuDGM8AVctdSi1Ebt7XG0YKk1RFoUk7V8E9DUqeX3FtijPgMAVIUFKICPSnVNoHh4HwoWEsgd0eSeho9LQSPGcqrQrltGHdX6UmNhGOcV4pzzTyhjik/CrwbYwUimlgnrRJTmkqRSQ3cArQR0HFIKtvSiljFMKSM5p2icJaHmiULTzwrrUjbkp9pAB+NRPfgoQQakY6trjaknk1my4Zup91f7ljYSOpHNScVptfhUgYPwqKiLzyealoTyd3IqmZVDhkokpbSCDmiGnUhOcc0Ghe8DHSiQELAQDzQsohUW9h7Gx1O4pAppLTRKgQk5plsqZSpKiTTzTjaQFKQTmqnsJ2miOulkiSkkLjpz5KFUu62KXAdK2kb0jpWjOSkg4CCRTDxS/wAJb5pVya+8dcLSRnTMlRAQ+jav1oxPKOFZFWe42GHMbPHdO/WFVqZap9qUSRvY+tRcb+QeeJCUW48P8HRgDamltgAZJpthYdRvSoHmlHOcY6VYuWAOOiN1EohgNjGVVAYIHSpW8rUuaUZ4TQJR5GtOiOkZt0vc0NhJ9KbWgZ6USTtHIoV0kq4qwqG46B3aQfQfyp7uR5UiOglCSfqj+VEoSo8VZHwSGe7GeaSQR0owRzjJppbeKdrgQNuwa7murAzSVdKhrQwrGa6BgU2CaUCaTYjygaSTxilHIJrgGeaiN8nm/e+ypyzvEo7s+XNQqOpzRUN7ZIRjoeKrtj3ItqemWNRBGU0kDPOK8pxIGR0rjRckOBuOncTWdJqJpwg7PAoqSByefSlRosyYrDbZSPWrBZ9MhZS7JOVdcVZ2oKY7YSGwE/ZQduR2vg06cVJc8sqlt0y0ghck7z6CrGxDQ0yA0kISOgFGCOEqyOlPBACcjyoKVvcGRSfwDtnakbuK44vxelPAA545oV4pDuVHkU65ITfb8CHVEpx50MUE5HnXQ94iT1p/ehLH6xq2PJTKW0R0hGEYPWoyUCODUpJUT73Wo5/xnJ8qIggafgjJPhQryyKqSlgvLOeSasN3eKG1HOCBiq0pWFA7c0VFbWiun2pzHI4w8aOQQRUXDWXH3cnFHIzjINaNX2mJkvU2Egk4waegkpnIWFcp5FCpICefSnIywmU2VZwDg/fUb1uI+NqNif5C9ZQlQ7umWhtJQ6Q5nyGaI1HF3W5qYpwd4lIwrPTNTdyii56NCi384ydmfPiqK7LmymW4rpwEeEj7Kx+5zls3e1J9iXkHZjyJdyTDSreVYAJ6gVoUZlmxWgsDAcQnOT5mq1Y4y2XVvJKd3QKPWkailySNinC75K+FPNqxdr8BdeHZCPcjrsn2xfeOHKlnpQV0i5OUJyQOKesDRdWXFpyEdc1JPsITHW44CCroKIraUVH4MdylC1sqGO7IOealGypxpKs5PnQM5rY7sHTrRMBRKMDzorHfI+fX3VqfyEpBI617Yc9KUBivKVgdaMZka2NHqQaSRxSVHmkqVxilwR1+RLhG0igpX5rIPIohwnpTL2NpBpNk46ieYe2x9g2j7qW08pR2gAkdKbgutg57tJ9ATT7q2A6nAKCeu0UBNGzjS3JEhAlubSl1xLe0dCetS1kckrSXXHMoz4QBVXWcOAKG4A5yR1q2Wl9LjSdqQBjjFVyfGhW1dljkWaE8hKPo59KfQ4lKgqoZtRCgqjW96to4oeUdkoT18EqlQe+kBRiFICQjA6VChpp9HdOrUgZ6g1Jx4zbLaAgkgDqT1qiUNhUJsfcLLTSnHCEJHVRoCDerTIkiO1ISVE8cUZLl2rue5lvNAK6pKqpl3Y041NDsacWSOfmueaauhTXIrMiUPDReLm1uQCkjIoRlouNlCiDnqFVCtantyIqWjIeeIGNyk805E1Jby6ElxSU+pTTrHlAaOZGXzpgd7sLjYXJt4w4OVNg8GoWM8Xld06nu3E8KR5ireq+2xxxKA+jnoaAvVth3EmRGfabkjopJ96rK+6PkjNwu9pSL1HLcrvPrUFgVMT/aXAYsvHtA9yocg1sUS4MLIr7ZeTjmKawKdODSCnmrihHYzZS2n9kfyo+OxkgkUmO0diOPIfyqQQ34BjrRFcOBtjC2CDxQElHPNSrhUjrUVNUVrwKea0iSAFgA0gkU64mkhNUtbEI+FcOaUUHNd2nFNoYSATgk0rHHWuFJNK2Hb1qIvk4nlX2U+zgODjpzTTaCM4pbe8eLHXioyW0ShwyzMMxiA7Ne7tseVTdpvWnGfmxJ7tI88VQCoq6qNI2486ElhqXlh0c6UVqHBsv9pbA1F3t3Fs46jzqDuuvYC46m4jjzSz0X3YOKzZQpojmoR6fWvBKXUbTT7FrOAhopnXBbyz5lnGKkHdY2MDKJyVH0KFVkOVeVOIJqEunU/gePUrUbbb5yJsNMhk7kK90jqaZnL58NUTS2qhbmExJSNzKehT1FHO6wju3HHdlDH1vP8KFnhtPgLhnxcVssqkBSFKwQB0rhWQ2PSotGoLbI8CZOCegPFOJk7vDvQr0wai6miX6hS8MXJO4cdaDdJb94E0QeVZoW5S4zA+debH31ZBEXJ/JX7+tC3Ng6+dVx5ampRSkbhjipaY8mRMdWj3fKoFb+2Qsq5xVlfDC7Y9lKQpha0y95IAPlUmlfhAFQKXN8sE556VJokbTtxWjW+Dn8uO2iST7tcQr54H1P8qGS8VIHlRdsaMpZSDgio2y1BsfEq9W2Mf3J613hLUG4RVqJUsb0D41E26E6+suKZ+ccOR8BXLbb1yZJSFFJzjJ8xVuZiGLEL/dKAx3aR6msWU1CWjt8PCc7O5rwVuesQ46EZ2qz4R60O2oFkuO4yT50rUMSenUiIs1rYpKc936UgRJC1iLsOOVnd5gUnx/QOaUnpeAm04SpO4HBVnAqTuAceRuWgIQSAgetP6Htzct2S+pQS2jg56U9fFMLmfNuZYYTyr1q2Fm+Pg47OqSvfb+Sk3VGJRSaZt+9BUSPCrpTk9RW+pfVNchZ2qVnw+VGY732sWb7KVH5CCcedNLNKWabUa0IvZhCFKpAyVYppySkHaE0y5Je3BLaePWoOaRZGqUuQp1JFN7FOnalBVn0oZ5T6lAqVgUZb5BYUCTnNQlYgunFUvI+1DYY296384egFdfiRlKDjAUHB7wJqRMdt1eVg8dDmhZyEoCkjk44IoF37Z08OlxhBTI+W2SnOCVH41J6bccDa0Z93pUYJYMZaQjxDjmiLaHhB+aiObyeFA1OEe8zM5xi9FvYWSAcc+ldeurEUHcobh5CoUz5TMEJdSEvnrUWtG9W9RJJOTU68fuMuzJ14J93UK1D5tGaCeu1xczmWtI8gDQKcgDw5p5KEnkjmilRFfAK7pvwxjK1K8air7aUEE9E4p3CUq5pfGOOatil40VbbBwnmngnwcV7Fdxkcmk00OkhBTnqaT4kHwqI++nMAV5SQaXbsZt8aYI+66o+JVDHGc5ot1AUqm+6wc4plHQm2/LGOlKSRilLSBSRtpxIl2ACyggeQ/lTm/bjNDtObW0gfVH8qS4960SpcCSHX3cmo+QQDmvOyMq4oda99M3sQ26RTea6quZGKrbEdrqOteSM0oJxS2McIpSRiu4rp6UzELBGKSrk0nPFeSaiOewK8UivHrXuc0hHCBikpbyaWRXRxTCELGBTYzmncZFcIGKjoY4CMV3pXNvFdA4phLg8oj76XCnSIkkPNqJx5E0ghNN7gF46ioygpIeMnHlMu8Oe3do4bakdw751EXi2SQVOLUHUp9agWH3YzwdYWptWasUW/MOMYkghQ68cGhHX2MNquUvJCRF7lbR0zQ7zCEOrcUMgHNPSHGzMC4qdqc8ipUJjrjbVoG5fpQ/MJaZ0mM4ZdO98ldLSH096Ttx0FMMF0PEZwkH8akLhD9mBwrCM9BTTJS8tKEJCSfM1erO3wZN2LzpoWlY8zUlYpYiz0qV7h4NRcmKWcbSVHzNIZdUc58qu4sjpgSU8a2Mo+Ey7tzo8CalBIKkbgCec+lLu+ojLtTENhtW5PiWUjG0+dAWaCHmgteVKc4B64q2WzTYkXF1stp7nCConjPrWBbJKX9D1Pp1M7qf68kZCT3chMmYFSZasJCE8lQ6Cr5YtAz4mm7xf72ylDzzCiw1/q0noftpjR+l1zdYRPZ8lplQwo8nHxraO0+EuJpSUpne8AgJWnyHHWsy3Ok3r8mRn2xrmqV8Hzhou1j8mlThUSXDuR5Y9aav2x8upjo+YZGC4KsWlWQ/bgw4s5LqgEN9VfaaE1TEMeEtKQlJ91Laf5mteqz2Js5nIj33v+pll1BakDaCAR0rkFZKSlYJ560XfW0oW4XTlQ8hUe26202DtV8a1MVrRHqlLSSCnTg5xx5UJJfISUgYUelPNrLvjbA+HNAKZfS+pa0ZGeOaLckjFqxpuSYkoLDYUrCs+dOMpccbKm0FWPhXkMqeUd6tqR0qScc9mjNstgAK6kUM3o2aaNrT4RHIZkLIC2cJPxqQjwW1rCVpIA+NDKf2kccD4043IwrO4AH41RJSZoUxpr/qicVhpKdigQngH4VFXJ5G9aknk+dDuvrLBcCz3batpphDZkqBUSlCFc/Gowxm2XZXVodmkDrBeUChJz51NRXnY7CWwc48q4hppKcISAM0rYCrg1pV1aRyORlOyXAp1SnlblVxCc8GlgYNKyPSrorQKeSnApSRzzSQadQUmpMcSpIKuKVt2ilpA3V1xPNIYHwSTSVEp6U8pQSMYphWCetIcSXPWlhYI6006gZrgSEjrTiOkEniuKBpQWBXcg0xEYUnjmmVNjPSjFAnypJHwqItnUnCE/sj+VMPL4p1JAaST9UfyoZ1xOatj4LGMqVzSArArzihnIpoKp2MODkGk+dcCwK9uzUJIYcRTqBmmW+aIZSc06QwoJyK5tp8NkCkFNO0IHI5rnQ04pNMrzmoa0IV50sCmEk5p3dTCOmu4pI5NLUcJpCODpScc1wHJr3nTMQrHGK9wK8DzXCMmoCG3Tg8UwDlVPuU2hPPxpxaHW0AjxUopwORxXWQTwaIbaJHI4pmhvAwy22G1rdWd3kBT0WbhkJxtIPnT7bSR7oz9tMzIRUguNcLzkiqbqFNGp0/P/Ty0kGykNqipWgBRJ8WaDVFSsgpG0+WKHYmLawXEkoHFOJnblHY2ck8UGouPB0Nt9N67pcMSuO/3vdbsp8666yzHb8Kd3rTjs1ClklO1XpQjz+R73WpRUkUWV1LxyjT9BWlAt7ailQdwAgGrJZoSYktxftqHAsqStR+gfSqJ2X6kS3chAnOLIWAEKPlWl2CI3cNSs2e2MB1tKi4+T9KuY6h/DtSf5O4x+oduJ3w/Bp/YrpxMZb9zdcS93qTsT6H4VKdsEpTWmHykkrQQCE/51a7JAiWW1tsRm+4Gzorqg+lZv2pT5C3XIqGC8pxBDQT6/rVmOxTyIwOPhJ22SukZtpCRFiWolqP38hbiiCkcc+WaitcMPJiNyHRsffJS22nqKs9rCLda2YCYyXHVeJQbHVR8qgNZQ5SAiRLdBdcJCUDq2n+tbsPv7Qaxbs3+5meoIaWW1ZGVmqytJI2rXgjqMVfdRNtSWkNx1K3n3siqjMY7g+NJVzjpWljW6XJr9SxU2iOACRuSSKUy8Qglf3UU1GXIJbRGcDn0R60LLgvocKXQtv7a0FNS8mFKt1oQXjsG3FLaSp85KlYTQLhW253eBuPTFS0FtSGdqxgmrFHbAMm/UdCPZG1e8M172Rs8AUXjyFeCcdTVvajNV8wJcPCRsPGaObSlKUpPUCknrS0DJxT6SIuUn8ndpNKbQQaWlIp5tI86lsh/cZWK5gngU84lOOKQkHNSQyE7CDXcEHNEoRnqKSpAyamiTEIV511SyRim1pKTxSCrHNMMJdcI60MXMK5NLfczQjihmnQgvvQTXStJoEKIpaXKYQSKX3iQOlD97hNdZWlR5pbI7CkncK9t+NcUQBxTRWR50hgdT2WUgfVH8qDUo5pTavm05+qP5UhRqa8FgndjrXiRXD617HFRTEePIriOuKUkHbXQkjmnGHWhijWE5oNpKic1JR04TmpxQh0DPQU2pHPNGsI3eVKejEDNWtbERK0+KmVg56VJljJ4FdTCOckVU4bERSWyT0rq0YHNSi44QOlAysCq3HQgVB5rpGetIScGvLVUBCxiugA0jGRTrSM+dLQjwGPKvAU7sAFdAFQEDqbJryG8Gi0ozTiGOeamhAzSPFRaEHFKS0AadSMU4jyEjNOKQDXW08ZpSRzTaHRGrbQtvudvvOZXToZQ2NqRwKL7jatSuMqOaV3ORUVXySc5SImXEDgyCNw6UNHgEuJDgUAPMVMPM7EncR4uhodKFpcCEvY58XwoPKkorRq9NhO1aHbDARIviGm9xSgglZ6V9TdjNnbiESVpBccAIV6isT7PbMw64hb3hCjwnzUa+lNCRhGZjNjaBtwRXD9ZzW5emddGn0qOS13XAO/eeniFZdrVxSsrbyXCcJrS78UpHvjcR0rPb+w845vYAUsngViK3tuRTjV7qZB2eCxa4Spch0FZHiz0qi66kOvNOT4w2IQfBV/csD6xvu0glrzZR61TtcNodQIsdsIZa6keldVRLuWv2MyXE1J/kpkxTD0WMtKD35Sc5HBJqMk2V72fC1Z3jeo+QNWiMgTLG63JYS2WFhGU9TT8yApEdled7KCEBI8/tp68mSscTu449eRiKyPJnFvekRryzIcaI2K2kkcYqU1LHZlRw8lsAKOQsdDUtrG3Mt29T7AzkYIHlmqrHkSoTIb3h1g9UK8s1oVzdjOZyKktxfBAFCWJPzg5J4o9BCsEHj1oaYA9JWSOSMilQVZb2n1rcqmmlo5DPp7WEAAGu7QrmueeKWE4q4zUN7Bmn208UpASeSKeQkZpCGgnAp0A7eKfShKuorqm8dKdDDCUqUjOKcbbT504SEpwBSAcmpDClYCcChXOKJxgUM/yafY4O6rI4oZaiAeaIfwBxQTu7GakmIQs+dNKOa6VHGKaTkq5qLYhzGea8TgUkqxxSFLzTiPLJ60ppRFNgmvbscUhdoUHlEda93iqYQeKUFUhaG0IPdp/ZH8q9tp1KcNJP6orwxip72IYUkkVxKD0opKQa9s5pJDjaUcYp9poEYrqU0+0nBqxIYU2wAOlENp4xXWxmjWo4Kc1YkIcgN5xxR7kUrGMUiK13YBqVjFJxmroxERzNsV120+5b8N521YobaHEgAVIu25Ps+4irlVtDmbTo5RkAVCy2lZORV7ukNPeEAVCTYAweKFsqGKe4gjpSQPWpmXDCaCUxzQko6EMttFQp9tkinWwMcCn221GqxA6kEUppsGi+545rnd7RxTpCG0oxTqBXEpOaebT60+hCAjJpwNn0p5KBmlgCn0IYSnilIb86dO0UsFIFIca2AYVmvKKQM06sjaQBQTrgUD5YOKjKXA8YuXgZmLynAOR1Hwp7T8R6XPbWtjaygbl7vpGm2Yrq3TlOQeQkedWez2yRLcYQlSu+eUAEJ8gPKsXPtT5Oy6TiSqr7mXPSEN+TcWng13aEEbfsrfdJtDeEp5CSKx7Squ7uzcTaoOIGzHp8a2XSJ8WD5jrXn2fZGeRwalsnKlklf2NgLiuePDVLurqo0ZTqEgqB4q96hGGvF7oHFZ7e194gI6AHJoCT/jorw+amV8s366tKceWIsfHBPU1X79GYZhiKhZcfWevrVhm3B25uCFbXCEJ/OOHoKB1A3GtsIqV4nF8Bw+VdZRLWjKujvaRnVxkOxLs6I4yhxHKD0qV9pjSITCUOKaSBuWD5qNRN1QW5JkONk7lYSPMCi4ntPdOsIaQ43t3JV6fCirau195tfT/AFFxj6MiOucJTwfjong5Rv2nzqlzWkBByScdfhV9uUdf5PZlezf4mxWOtV64w0rXIZEUoGNwV61djtxaNHLpjNOa5K7Ogsm3MusqySMk1Ewlf3vuvM1LNqkIjlGzKAOU+lQ6CUS0O453c1s4m1vZxvUa0kSvdV1LairpxRraUnxetEsNIUcY5rRT2cv+QJLB9KdLJA4FTUeMlQwRXZEPCcJFITIZKT0p0MuEdKkWLc4RnFGJi7EcikJEG5GX6UhDRQeRUpJOFdKDkKG2n2MDO4xQrgBPFOPK9aYKwM0hgd5OaEcGOKKeczmg3SSakmSGXAAaZNOr6803inENLOKQD504U7jXdmBTiEZGK555pYTXlY6UhHkqGKUFD0prOB0roVxSEFpGWkfsivBHFda5aR+yP5U8lPFWLwOkMpGKXjNOhvNK2YqQtDQyTRDQBrgaNEx2sipRGH4zY20dFQcUOwnaKMZORxVgkFtIBGD1ohhvxgZoZnccAJOT5VY7DZpM2ShlpBUtWPLpVyW0Im9CWwTb0w2sZaByqpHWMlhqbIZYxtQrANTSIMDRUUzH5iXpi0cNg+7WZXO4uSpz0g9Fq3Yq7vUVoQ7IQhxe4ZqOksdeKX7QomuOrynrVbsQtEDNh7lnAocW5YGQCamwElWVCiU7CMAUPLTEV5MIJPKc0pMfBwBUy4hO7OKSW09cAVU4CI32bI54pl2MArpUqUJwTmmHnGW2io8mo9vaNsiO5UD1pxDZHWlurcfBUlISU0uKC4kk9RVblyTSElPSlNoyaIS1kZpaEgDkYqTIgq0AUjB9KLcSKaJA8qiOgOW6pporI5qPcVu8RBKVCpCeMrSkjIIpMWJIlyWYw2Nt+ZNAZM9I3ukYisaCrcHGwhTSe4WCcrPmDVi0rcWrXqCOtC0qUpva4aAZtodiqLr+2OFlBWfOoKQtyNdmWA2Qfoq+sKw5xVq1s7G1elS46NytzwfvDMgEha1dR5itp0i18yMp5wcVgfZwmRKktrd3AJIGK+kNHNgxxlPlXGZdKjmySZlysccTwB6qcWlkBXkKoFxCX0r3L2itH1g1hK0Y8qzO5sJcQUFRTzWXa5xvWgzp/bLHIqRdINra7lgBK+gSOSajJrKXYwkzVlTg5bT1xQ63Ycaa68EFSGuEA8lRoG/uXSTHDiWxEbPO36RFdljLZj5HBW74oSZSmx4SfL0pFmmD2xMZawlo+Fzd50m8KRbo+zeHH1cqWaqkqStZceaz4Bk/bW1CKsjoAVkoWuS8mj3CFDiR1Qm5Kilz5zB6Y+FV26RlvthcOSpYHGSPKhNIalfnxzBlpQuSx+bUrqpJ8qsu1KY644LYSv3D6E1l392PLeuDtcC39TUk3yZndIj0eUpDi8JNQ77baH0J94Dzq5X2KlaVJdyXUH8aqslnu3FIQNwc6/CtvGu7jJz8ZsOtLgebKfq8ipFrKTnFRFk27lISCOODUuDgjP31rVvaRxGZW4WMkYzu3rRrawrmotog4xRrS0pT1qYMyQRu25HSm3FE5zTSJQHHlTEh/J4NKIkMTE5zQDqQEHJoiQ8SDUW++eRmpaIjMnnOKCJwTRLrmRQalgk0hCXFCh1HmnHCKaBpDoStO6msY4p8c0gjmpJEhCU805tBFezxSd2KloY6UACmXQKcSvJ5rq0hQpaECrTxwaaANF7PUUkpA8qYQXHHzaP2R/KiEDmm2E+BH7I/lTqB4qsi+CTFpTS9lLSkVMWiyOzGvaC62wjy7zjdU4rYiLaa56UY01xxU61p1SuBNhn/AOpR0TSTy+fboSR8XasjBjFZQj4UbDhOyDhpo/8APlVoXbLHaxvlTUyVD6LfShnNUpj/ADdrgtMp+sRzVijFeRid03o2U+ptUooZSTgAnmrfcTD0rBLMHCphHiWR0ql6FnT7hqCM7JkLdCVZPPAozXd172c/kgYVgGiFKMYCK3frm9KkF15wrWeuTUT3gVj1oaZI7x0qSrjNKYyeTQcp9zJD+4Y4NL5UKQjHTBFPNoJOBUdiGduFU+lTQ5UofjT7cbccKANGxoEYnxMpP20xFogZV1jp8LDK3VfZQK3bhIOUxVoT+zV4MWOjlLSEn4Jpl3pjFN26+RaKSuLPUnIbcH3UKY00HxNrV99XR1RGaCfJ6pAquUJL5ForsIrCyl1BSKcyI0ncnlKutST5bKCXCB6UCsIWg7Oapa+ScWEF5BSEprpwU5qOiLwtTauvlRzecAVOL2hmuTx6U0pPNOqB60g5PlTiAZCu6cwoblY4oyxoZXOC5ZXgjgJpmahXfNEDkpqb0bEBmBxQDi0+RrG6jLtg9HY/TkFZJEubNFctzqGXj3GcJSo9FetVSZCWq+tlx5Kg0QjcOgFaXdW7cq3KVtUjweIJ81VTIsaOzdyyAHGFYJz1BNc/hTk4Ns6rrUYxqUk/Jq3Z+0y2y2lvxZUFA19DaUZbbgJzjdjNYNoKAstNKbbJCVAZHpW/WT5uA2CBnbwa51T7smc5I5fqUZQx4JPyRGsvE0sp4VistvSFmE75Z6Vqmq0FbRKfvrNbwkrSto8elc/lW/8AOwbD+kc0OKM7Z2QnitZyc9PjQeo5TshSGUqw45/uij7+23HcLh5KfdHqagw422lUiWrxK979UV3eFLemjLzPbJpkJdIaW2jLmr3BsYCPU1Wn8ezLcUNhc52+gqYvdyZfWSonuUHKUeZNV2e6++5x4W0jdmt2kynH3bIJuQ5CnIkMrKHEKyk1fdOXuNcmFJlhSX08gg8ZrOZKdu9TniJPHwqzdnkHvJomSnC3EA289CqpZcYSr5RvdMco2LTLRNlsSmiW2vnWx4iR1qp3MBt1C2kZW6elXWQwG2ypaAhpzor1quXJoOSwWUjumepoKmejfyYdxCxe9R4jhKd34VILfRxlYJoBxCkOKCz4VHKx6Ui2Rw/PdSklTSRlJrepm9JHFdVxYRfeTjCkhvOeaeSsqGKbZY2cnpTm0DkUSjnpPYvdhPWm3FHHBrw5NNv5HSpogxl1XGKDdbB5p90nzoVxzqKciCv8EihDjNEucqNMLSN1JjjLuaQMk0QoCmyMUxJDQ64pXnXRjNeKSTxU0OcCRmud2SelHQoanlVIItah5Vaq2xIgA2RniuhOOoqbcglGcimlxUbelM4tDaIhaTTRSc1JOMjPSm1Mc9KbQ4qM066hCW0LUrHkKkItqnLPMco+KuKJVd+5aQi3spZTt95Y5oRUyW8cuSXFffTrSJMl48CFC8dwX3i0jKWk/S+2uTbg9LG3AQ2n3UDoKjGwSck5opscU+xhxlPmTRKVkcBR/GmW8gcivbsq4p+4Q+Nyj1rqUgcedCqcIXycV4PYVkk1D1B9F90I+zb2Jc55ISlKNoqr6gvAlvuqSvGVU2qaVafejoWQc5PNVZ14lfBqyy99uhJBjbpK81Isv8CoZpYo5l1AHXmh4vQtE02CRnFGRinPNR0aSCMbhRIcA86sU9jNaJNDqM+8KIVKShPhNQgcGa6qQkdTUtjEx7YVDJOKYXJ3HhWaivaec5yK97Sn1pNv8iD3ZCQOaBkykAblHH20NIfeUPmkfeaBMZ55e6S5lPoKZNjHHHHJjwKDhCRwPWlMNvMHvFD5ujGm0IBKUjgUh5eQAenpVPY2xLhkdMBZkJdH0uakGF70BaB1ppbCpKe4A6cpVR8SN3YS2OVedUObhwEV1972cQ1nk/hToSduEt4+NEoaKUb3RgDzoKfcWUAoZXuUKFdzDI0RZHXVe6S2hasJSMnb51P6RRFKiUqCFL4I+HpUTZmEvtBTrKnnFHOQM4FW2Vp0MwmpkbK0kgqxwU1n59ndW4nSdHyf0rRelRVuW5CmtpCGtoSPMelZ/Fgtt3qQGo+z50FYz0q8aagz2YLnev5S6jLeT7tQFvQ1HujxlDdJeXgDPvfGuZpsVbkze6hb6tUTVez1ja22VDCh5VrdmK3GSV8AdKy7QjLpeQpQ4rXoTaW4nTGRWTSk5SkvkwesyUe2JDah/NK44xWYagDq0rW2OU5rTb4FFKkZODWdahxGWobgQaw76VO+L/AV0eXsZj+oLhKU4WVp3FKuBUI60hQU9OcUseTQqV1a9ie6lDKgQc7hVVlOyZBOCUI+sa9BwknBIys2TVjBL9MbC+6bSltAHQVFLS4uKEgKUVdSqipDaXXkjaA2nqo9a6s98sAK8KPwrar0jNm1op9zjutyEpUCSrjitW0jZ8aeYYdbPebd2w/H1qkMQ3Lrd0txRlSSD+FbBaoiorDEcO7nVN/PSDwE/AUH1K7a7UdP0CpzffIruoEJahn2mQN7Y2oQPOqY7Md7gslHdAc5qc1G/HTOIi7pOz3lHoKq898vBZTwT1zSx6FvuRq5lnagNbgDThyVEnrR1lSlLO1BOTypPrUeVhIQlaRgHp61OwSMBTbQRuFbMIdxxHUr9sPS5tGK4rCvdpBrrZGeKOjHXBz8pNvkUkbetMyCOvnT61ADihJHNT0R42BSFKKvD0oR4nNGKOBQ60g9aSECOHA4phSvUUU6kDpQzvPlT62PobUqk7x50vYo/RNcUwSM9KZR0Po5tB5FeQcLrqRt4zTjaNy6sitiLDpkoUdqk1PuhjacDpVdtDbjfizRr7y0g89aOrlqIhuetonrUZIUPomvSVqUSDQxJPSqJskeVXUqAFeVzSCKr+BDTQ+bR9lPN9RSWUnu0fZT7bfIqvnQ7HGaJbBpppBFPoBAp+dDDrZ5xThbBGU8U022VHJOKd7zYMdaZ7YkMOIIGeppghZNEqJUeKOt8MurACc1HtbJDFpgvvqW2AdpSc1EuwS0+tCscVpESPGhxFBLgK1AiqZObBeKj5k1dOC7RkQncqHIodx1aFYFS6kjBoCU0AcgUO+B9i4M3xc8VKCQCAd1V7aUnwmiGXVdDUU2JvZOpf4zmuLe3dDUc04QMGnEupz1q1SK09hwXxiutrBPQZoNLmehroXhVLaY65Dy5jjNcz8KEK/OlNvHHxpuF8iaHVuEHCT9tIihUj5tsbjmkDLitqRlRp3TrwiXJ2O4nCldD6VTZNpF1UO4mmYQYT3YOT9I0S22EIICQAPpU4lCsgHzobUAeas0h5knKBz9lZNknKzWzShWoR2RN4nFzcwyCrzUAelBw46nZqkAY2Izz60HZ5jbj7qpDjY2JCknPv0+udm4vOIaPjxwD0FSkpb0i6pQcQoTJNpmZD/cuJTvQMZSv4Vpts1FHn2hhUpjYJLXiS2Oiqzp1pq+Q22Xj3XdpO1z41Y9LsSIsaNEmEZKfAR5j1oW9Rsjz5LVY4PtiWOVdnW4ZSFEMtjBwecUzpq0HUV6jTGSoMsnJUT/AApV+goRGcDCwUkDOfWrb2bRBGhJ2thJJ8Q9fjWL1WyrExnNh+ErrmuTT9IwUoUgAdK0FJCWQPhVY0ugIT4k81ZhgpwTXOdOXYtMF6pY52bZE3hA7hajWXasQkOqR685rUb2tIYc9cdKyzVSAsqCFZVjP2VkX7jYn+5rdGXkzC9sJXKcSV7SfUdapF5YWHFJS4QB5etX26AF0F9QHkDVPvbyUIWS42SDwK7jp1jlFFPUa1tlXkLG0pCdgHvFVRsiSdpZbyB5n1p6dJW+tQKNqD61IaIgJn3UtrSFoSMqz5VtdzqhtmJVQ8i3siWjs3sYtzD13mbQpTeG2+pVmpq+3B2VZmlJQllhsk92OFK+2lrQ3DeTHhgvnacbujdUq8XhInvNOKK3Ejok8cVlxU77dnouPi1YmPpkXfJKkO942A22vkpHU1APLJSVFQGTwKIu85SFhwp8sHPlUMp8vuBIB2nqa38ajtXJz3UbnJ8DjyXHNzmT4fSp6zXBLye7PvhOBUQCllgNsncD1zSYai27k+EpNHw9pzeVX3othPGB1pKSQaDhSC6jI609vOcGi098mBOLg+R4qxTaznrSCumVrJNIbS2Jf60Os+Qpbu7OVGmBvdXtT0pIloafUfM0hoBR460cIJV8TS2beSrHSrFHRIHRHcI+FJfZUgcipdiKtCeVZrr7G5OMZq70xiuKbyc4oyExuPSjlQgBkppyMyEKyRTdmhthcdAQ2Bmh5q+cA08V4HWgpK8k1ZvgQG4olRpCKUrzJrgIHlVLeyR5VINLUvNJqO+BbHWB80j9kU43nNIaPzaPsFPNCojsdbzuohIJppAOaIbzmnIjiRhNFQbbInL2xmVOq+FMIG5WKs2j3HY0kob9xaFbqshHY4G5YEREBU18Nr+onrT3tKEM9y0nYn18/wAaZmlQeO5RUSepoUrqyb0MPOKIQTnmoiVgqol145JzUe6slZNUzlsc4pIxQkhtJGKIKiaaWknmoCAi2ATkV3anqMU6tJI60I84UnaAKi2lyThCUvAtxxATyRQ3tBSSAMCuJQp5J8IAzSA0jJC1c0NOz5QRGmK+4WuS4eQvbSRKdK8kqVRkZMYoClBGakUMwlM8oRu+FUu5l8XWvggVPOKVnepP30lLz27h1Z++ppuFGXnekAUwuCwVHbkD7ah6qYRGdT+A3TjTuwynVknomvXBCm7klwEjdzkUTYG31LVHbSXE/RIHAqzMWJneh2UorWnonyppT7ltlVkY79o3Eltux2wkLUvGDxUitt6RBXEU2kNLHiV50fDgo5CW0oHwFPvd3HawBn1oBzTeohEU+0ylzT5tl+ZTIjLeZC/CrFTOqrQWUpukBlO1H51Hwq7WoouVxLCW/nEp3EKHAFJvbKWFhlpAc3DCh5UzyWpJMaNft2Z1piYhxDjSfEEK3YPVOavNmaU9d4SVkqAHSmW9LxYssSWmSHSnLqh0FT2mIyTeW1kY2/xqq+yMk2icNqSRM3eHmGSnyGKvPZ6y2uE0tXmkD8Kr11ZSmMB61NdmshK44YUcFtzFc31JuzH1+DWxG65Nfk1yzoQlOAM7hUotSUDOKBtKQI6VJ5xxRbyhWbDivZj3f9VkPekb0KWM4x0rML8lKHVkqwTnitVuKyppXgIGKyfWSVImbsHHrWTYnKSZ0nQ2m2jPNZssOQwULwpJyRWTXma0h5bSUEKPvGtc1HESWVKDoAUCSTWHX9T4vOxK0EFRBruekQdiRT1mv03sYdcU44dvToB51pWibY/B0y9LUEshSh3pX72PhVH03blzrq02BwkgqrZ1xWm46W3kj2dtsFWeizV/U7XVJVt+R/p6iM07GvBVdQPEJcXAaWWm08qHU8VmM7KXVhW7K8qQo+9mtIv95P8AZ+S1Fa2OOrKTge6KzVpalyWA8lSkoJ3A9TV3T3DXKNbqMm0kn5BJEVS2g5tyodcqzQiElKyBxxU/Mjx3EqWxltKvhUTLSvZsaScp8/WtOu7uMjJxuzwNMLRlG3hWeRSlLw7lXWhVFQdSCMHHJrwSQN+VFOeTRqlwYljXdpkxFkbSSCQR/GpJh7vEZH4VXW1Lz4D4T7poqPIWk7+hHWrYsByKE1tE0tR9eabKjjypLbiXkBSD9tIUcqOOnrRHlGX2tMSsqV73SnGUeIYFcQCetGw2SXR6VbVHY5IRG8tg4o+Pby4oKSKVCQkpAxU9AdajYKkgitKqpMRGu2rumiTyKj1xkN+8BV4vLTamkuNgBpwcEeVUq7pCFKwTkVO+CiuBgN5psgpzUe/hCsJ6Ut1/GU0C66QDQDkSHFufGmHFZpvfmuE1TsQhyk/Rrq+TivFJxTbENGuZNLVxSM0u4YKY9xH2CimsYoeOBsR9g/lT6SM0xJhCDkcU/GG40w0ncqpOBHK3AlA5NTSIhtqtzspeUo8A95XkKlpMxm3R/ZYoys9V0qe97BDECMduOXVep9KrklZKiQrr1q9LsE+Tr8kqVzXArcKYI3dKW34aobHG3AMmhVjxdKJdVg00TkZxUWhhojyFIcBHHlTmDQlwkhpvH0jUW9E4x2BTZHjKUHGOtCgGSshIPA5NDLXuVknqean4UVlMVK287lDmh1/FfAW/4SI4p7pGE0O4CVZo6akIVjmgwobjnmpygktIEc3J8nEEJothWfOglkZrwcSge9TJ6EHrPPBqQscKVcZWxsEND3letQ0FftLuFZCPpGtB05LiIjBhgBKB1V61Cxx0WVJuQeiM1bYwbYAClfSxXY0hcSQAt72hJGcAedckPIlI7ptWdn06ZaeEZ1K8pKh0oeSXbpBMXyTdulyAHHHk7Un3RUROkSnVuBa8JUfKiEO3G4u7GUgk/VHQU9GtD77bhjtKWtH5w+lAwrjCW5Bm5NcBWnrg9BKmjEJeeTt73H0ak7dBVMmhWzKEnkGoO2SnmXUx5BO08AnqkVPTJSbcqK5EmIW0TlYHXFB3199vtL6ppR9xJ3CKltnYB4lcGkWKEhq5JWfooz9pqHevUibKVIQ6Ce9AQ0B1FWqyx1LkvPOD0GPShbouriQTBKcvaO3taRFyBXNEPCPdCMkBzmnbsElgN461H2fLFwaV6KxWXcvUpkE1y7JpM37TLwegpANSDwAyfSoXSmER0Z88VOPbTnPnWFCXdjv8mXlrWQ/wweQlDjDic8kcVnOqoaTuCk7up+ytCdQUe7zkVTdUJPiTjhVC3NUrZqdJk1doxvVcVSoiwoe9nGKym86dcaR+UFqScnAT5it3ucdDgWyU+fBNUHVFjeXcGmGgdjnArpOh9RRq9Zx3OGyt9m1tU9PkT1vBtllHJA98+labKlsKtbUMRkslzlbiuTQkh606et4tPct7gU7ikeI01rVh1hLMtsbW1tgjnk8UTlQszMv1H4QDjWLEpjXF8spWpYoahv8AdpCWwsnePpVmkmUo3LerchtPBcxxW1WZcG96efZCCh5GQoqrObxp+Tb0SPaGCWXVcFXStfp861L035I5mVNtSS4QK4pxdpU8V7kZ8IxUBcH1rG1DIQcck1I22UyiImO4BuCuRuzUdqJ5C3l9ySU4wQBRdMNS0EXW+rX3IiEqJUEnnJ61PR4yFsBpXugVAMKw4kqQQAfOrNEeZW0FJUMkdKOm+1HL5G97ZFvMqjLKQlSmx0pHep4HIqwJCXAUKTketQ82EplwrR4kE/hTQsexo2KUTzEpTLgUcYVwRUsjDiQpBBTVfWD5UVbJamFlKzuQf4UbXIFux3JbRNIRjFScPAAzQjKA4kLSeKMZQQRzWlVHYA+CXgkeZp6U/sA8VRgdKBwaYkSVFVXeo4i0Wmx3hK8QZSstr90nyoe/wwNxzjHT41WUvnIVnBByKs8O+RpjSESGckDANTVnfwxFOmJKFlJ60E6Mq68VatS2xpxj22KfAPeFVVQIO0ig7ItSHG8c13oK9515XNUMiJAyaUrGMV1CcVxQyagPobUnNNlFE7MVwgU451KvAnHoKca5NNsoKkp/ZFHRmatgtiCrc0VL3GrlpqAGQqc/4QnoT9GoawQg8vb0FHX67HaLcwdrSepH0qLhFRW2RfIBdZXevKV8ajlKKlE02++CuuJcyKHsnskuB4+Vd6DNNJJKsU6o4RiqRxlfNIxSlYApAVzU0Mhic8mO0CckmoMqQ60684Son3KnbkplEVSlAKVjABqCZdaRD8YHByKEuegulbAtoKilI8SuBVhtSVswkocSQRxzUE0la5CShJ3BWeKsqtxSN3pSo2+SN0uQSckKHTNRimVbjxxUy4Ao8UK81joTzVrXILvkinElNIiRVSngnnA5JowRnH3u7HB+NTFuhpZG1I58zVDZbGO0DNM9yjukI4PU0XDWWUKcBwlPWpViCFM7ldKiJQCSttAOM1RPXwEwWkFW+5Ol4ts8NrPioyS46lQX1SDxURbcJeCeg86nrj3QtLZSfFuqh29si+MP4f7lo09exFsXdxce1yOAfqipKLdmbfH9lb5Uvlz9Y1nVmlqK1JzjH0ematDd/jxm0IZt/wA95p97NAZdegvFew6T3l0kBceKtJBxuApi1Me2XB6G4FJU2CBnzNOW/tAMFJYftwAPO5Kcc0Fbr+wmc9OSNryzlKVVOlz7GktMa3tc1sumjrZIgsvKlAHPujFWe2oPdqUMgGoK1XhqREbaW6lUhwZwBwKsdvOI4yK57Ksn6jc/JsVxioLtAbiDkcdKCcQoALT4TnrRzwK3SPIUy8gFOzyqmFn8pZKG47NA0Vcy9HZacXlSKvSne9b3pyKwqy3VyDIAyUhJ6+ta9Y7sxNgtqQ4k5HirKyaHVLaAsitT5RJd8S2rPVNVPUjinUqUAODgirBIewFqIOKqt4ktqK0A4PnWVktoL6fWu9FWmBHekEjNCvsxYrC58lWFtj5vjjNenOtlxRLiUgHrmq7qzUUaPARAcQXwoeJSTyKO6dXKaXab+Wo9nJmut7u5ctQK70KKwoeFHQpFXfU9vSrREC5JVuceSDuT1bSKq2lYX5Tnynvm/H0/8tXfVV9gQuzmJAeju+1tOdxXXWvmCicu+G9mXafvcm1S1OspC21LOEnoaldc36LqeJFb7p+K42nC0/RJqmsy/wC+uR+7W3+34aLJ3jGf/WulrwoWas8MxrM6yEu1sr1rtzbUlxzc66UHAJ6EU6/H2qVsb5PkanLRbgi2LWsLUpKjyPSgQQ9LLaOiQcnFATtTntG3G3VeityoRSskqOOvPlXozLrSkvIVuTmpi6toVHWlQ2rA4UOhoVxAMZtDZwEpycetFVz3ywC/UohTMjLQ67ieaJbKAk5AIPrUfZnEyW1x3AA6ge9nrRKkuNYSSFJ9QKvdDXJld+n2sHmQ2yoqQTk84qPcbUkkEYqZQcqyeRTMxlLo4G34ilCWvJONuuBmy3ExXww4r5tXnVpDgCAoKznpVDktLac2LHHkambDcCf7u8cke7mtDGv1wyF9Ka3En1PZ8+aaWverFNKOVZxXUg9RRUpfIEt/I8OaWyraqmEKNLSpIByaZMRZLXMwvuXBuZc4Un/OoXUVu9jlnYdzTnKVf5V6DI2VN+1QJ8NuLK+h7i0/881dtT8DspBTznrXgBmrNcLAAjvYjveN+qetQb8J5skqHHoOtCSrkiIKRjpSVGnCkhPNNOHw1W+BzveDFJ3imsVzpURE5BikoTx5D+VTMG3FW1avCgfSNKtjKShPH0R/Ku3SWtG5CTtQPo1owh2xRELutwixYXssDxn6a6rLsrfTD7+40OtzFVSnsSQ/vyrOaeZVlQoBCiVUShW1OapZIkNwSM0yt3kmme+yMUhxXHWoiHi7k4pQ6ZoIKOc0+2vIxUkxbGbolsRVvOE5I4FQimAYLSwCE5yc1KXdJcilZVt28YqHW+4lpthRy2OTQN8gukLtiX/amHwn5sjBqfK058zUNaXg4ytlJ905GKkBkY60TS0oFNvMh7j0oaQpDaCpSSog8Yp7kAnNdG0gcZqUltlXgVZ0mXdEOqb2AjpVlZs6uXCMJJ6Uxo+IH7iHVDwNjpVufWlS8AYTngULrXkKh7kRZhJTDICag50JtDZRsG5VWmaohvaOMVELYXIVwMmsvJuaekaFNO0UtxlSXFFII21OiO6q3t/rDmiHrfsdc7wYAqQfQG7ehSem2oZEvTipD1Q7nopD61R5Hh4KTU7ZZid7TjnJzzUNdkguBwevNJgOLIwnyPFQs92l+SUPZLRbripdwVsjtJQznlahyagn46kyyhI2pT5ilR7nIbAazxkkk0pcrdlfA3dar7pR4J9ib2y56Ew5JZS/ISS30B6mtPZXhO0Hy6Cvn6Ldn4Kw5HIz5GrFp/WktrLjyytzqeegoHIx5TfdHlhdV6itGtbS2s9TmmXE5ziozTt/bvLXBAcHvCpR9YWdqeMVixjKM+TZbi4aQD3RLniwQKnLJcHISgWlnb5pzUaGcDOefOvOjukhahhNXuHqrTBGoxfJqTF1EuEFJUBuGeKhZaWVLdKsd6egJqr2e6iE5sWpXs6h1J6GrCt5p5tLiCFZ6EVy/Uanjv3BeKouXtKRfrOovfNPHKifPzqk32DOhK71cdTh6EYzkVrz0ZLzniGBnimJlpcUjwgLB6A0X0/I9OK0ad6TjyfPtg1BP0zcXm0wUOsbvzRGRVte1pYbrF9nudplN7jyEp3AH1FW686KYntKS60llec72h4qod77P9RxVrXb5za0A8IVwuuqpupyFxwzlsmqyuXPgBuOndM3NYkQJwU4g+FqQrYR9lRTlkealtMqT4Vq8/EPxqMukS9wXdkxgocB67NwP30xEu9ziymnO8KylXCSfDW1TXk1x9stmVbOEpcmk3dhhi3Kt0dthKm05Kc4UazeAptGoFw1NgKUk8586D1JqF5+YJjSVNS3Hs4UrgponSzC5mpBNlqSkJG5ScVVDDlXV3NhayYyehWqIpjxg262hHiwCD1qLtENxyE8VZJC9qPQ1N62mw7hGU5FWlXdK2K9QaBsbojWl1TqlOEHCBnndV8FL0tlM7IpkWpl21Tt7qBtWMHFP+3t4PhISB69aAukozO7G0ocCsEbs08xbZajsQsEHrkdKPrnPXuALq03wPlbakhbW4Z65pUdt2SCEoG3zPTNFx7eplI9peCsHhIHWjEtjJBTtR5AVFrkXZqJB3GMQyUKGSOhqHC1sOggEKSamrk4+uUQ2MoTUfOQVM94pOCOtThLT2Si9e0nYL6X4yVg845p9skkgVXtPSvnCx61PNqxkYrRhPuQDanGQ4o7RSN/OK4pRzivJ5NS2QFncB1rqHVpHWm3FYFMl0AdaSnolslIt2kxVbkOEDzB6Gjhfmnh85CQT5n1qprWrqVEj0p9hZUnAOKn6rIFoJiz4TjfsrbbiPcWiqxJGKl7DIQ3JPfL8HSlX+EhtJeZX4HOaU1tDlcKsGkk5p11GDTJIBodrQi+od7mKFngbR/Kq5dZqnXSE+7RF1nFYDTZ8G0fyqCU4STR05rSQyQ8XDimlKJNI31wHNDyY/gdSog9ad77jGaEya6Ac1EYMS9XVOZoTdg11S+KQgkLpwKxzmgg5gZzXu++NLYh2573oxQg/Go9TiPYEoVwo8Kopa1FJx51GOr3SFBacJR1oW2Owul8MlbRtSwNoqS35HIqOtoSGRgGpJGCKugvaDzfuFjxJrikkdKW2Biuq68Cp70QLhpZAj20Lzkudalwcq+FQ2nSowE56eVTAzx9lZl123yaNMPaObUqCioZoiCy2QVBOCKFJJKUijmUnaMcVi38y2atL1Eg76wEyXARwRQjLyJNsDeMlvipDUQUod6VcdKi9OJQLiWFnwq5omS9WhFCfp3EfdbayYBcSnx5zVZbJQ4rbxitKvLTIKmkAYxVCuMVDFy7vOAuqKeK3FErVqW18jtvMduQ25ISVtE+JNTa9Oru0h1y0tqLaU52+YFREWOkBSVZyOhrWezuOm12Z2duK1qR18qAzch0Q7kH4tHqvsRkku3uQ0EPtrT1AyKgg6ppw+IgE1u6rXbtSQn0n5qTztOPOqg52a9zHcRJQ848FZykdRTY/UqXDdnA2RgTg9Ii+z65rZuLSw8UJBwfjW3WdliZEUdyVL94kdRWUWTs4vySXmmFoazlIxzWtaS07eoMBLQYwt0YccV1FZ/UsujzAnjtwemzyI+0FCVgqAyM9TQctl6SkIZbUr1IHSnHolxt9xKH1h05wkj0q2QnY7cVDLbYbXjK1epoK/MjVUpQWw7s7yihpxkFCto45CqTa7wYUgIbWpTajyg9B9lTutGGVQsslBWnqrzNUd5wBtLK0n1z50ZiS/WV/wAVFNq9FrRo1oms3BRCVgKz7tWJuMnueVjcKxiHM7l0kKWCPdKTzU5F17Jt0ZwSo/ftpHvZ8VCS6SoybrJvMb0maKtSclAKSqoW4lBd7pxASfWqTpzX9wvF6Q1Ft3zRVyo1c7oXXpKSQnJHPwp1jyg/cKVikuCu3qztPLUUtoXxVMmWS3B1SZEFJPrV/nIkMArbWFfCq/OlJUfnm0g1q42TOPABbRCXKMo7QtMxVwG37fH2PNOBRV6poa3W4pi+3RF4WElCkepxWnzILcltWwhQxgpqtO2pcJxQKNiCrcK16s3vXaBSo7XsymVHT+UUttq2BxBDo+OaNkwg3a3JDOQWyCR64qbvOmpAuzMyOnchRJWKkY9rSuO7HeHgcTg/CjVaktlMobKXpq2OPuqmrRlSj1q1CI55DAxUhZrWm3RfZ928DzrsxSidqRgDzpetuWkL0tES6yEkDGcU24N59BRDu776QEZUSav8LZVJFXcUEvupz0NDTD4PtFHXphMedkfT5qKmLO0n0FTjywaT0wK3q2Tmx6qq0pXjjNVKEd1xaI8jmrGXMmj6iq57YUlXip1TgCaEbX611xYx1q0HOSXjQpdrq8qNI7v1qLJCzkop2PkIodWQdop9vwpxmoxYmGMnxJ569anY/wA/aXWz1QariDxwalrNKxILSz4XODREJfAxHTWwlRAHNAODmrBdmAh9SccY4NQy0eI8VVOPIh59XgGD5D+VCGiUjLSfTA/lTK0+lJPbHY0lNOoQfSltop9AApk9jArqCnoKbyfSjHgT5UwtNS2NsYVSVLwOtdd4pAANM2LZ0q4rw5T0pSRxSgMCm2I8gHJGaRJaTuBPRXWl7sHgc06rapsZHWmcdkoSabHmlBCAOlPJcH1qDcOEAmmW3dyiM0/hDN7kTDLgPAVT4PrUMw6pK+DRqJA+mql5RBl40q4XIQSnnBqYfXsxVT0ZNSmWtnf4SM1bJCkrRxWHm+2XBs4nMAFU5aVqUPomnId8Je2K86HnBtLRwOT1oFothQITyKG7VKOwrbSJu6q76OoHpnNQfeJiyEyBxt60TMuP932+nWoC8zUiPnPChRWKvY4lGQ/cmH3a+h3HdHKjULOdW8A6oeMVCpcVuylR60sPPqIBVxVUKVCRNWd3kutgYTKbSpwjAOCPWtU0vAfTbX2QCWdvA8qyLSTS1zWEJ3q3qGRX0dEYZj2qM1tLO5A3Z61yXXrFT7ZPg6LpM+e7XJB6Zsjza97bSiAc9OBV/hwsNgFCSceYoKxPhsbQtJbB5GOTU3+U4ragjIKvQVytrV/EXwEZdtkp8LklbTbtrRUsAHyGKNmMpS1lSRj4VHxb7HCRkFPqDT0q8wu7KlOAJA5zVj3KBgzhd370VHUkNCXC+tAI8iOoqACFKQtaVqyOlW2fPgTAdqwUg1EzFwUeLHGeiaGVlta93g6DGs7Y+5FblwTJa2OLWpf1h1qk6ldgWxxaXZJccHGxHUfbWgXoTZEZbcQ90D0Kfe/GqczolEmaJE51S0k5UgedbuDmdu5T4Q1sI2aSRSWmr9epaW7Sw5jyKRx95q72/Qt1YtrS7q+hwOHxpSelW2CGICA1CYQygDGEjrUu1L7yIphSUnP408uueu+2rjRGzp2tMjrHaIdrhsPR205bGCAOtTT7DUhaXEJHI4INMt7m4xRt4JwB8KHt0juZC4xRjJ+aJPlVfruzkZVdnBHXoHu1ICfOqpcGlKKk7avk6Opwk7fOoqVbuSdoo6i9Iosp7ihLZfbVuSSKeS9uRtdRuqzu21ODhOajpFsIz5VoV3qQM6u0r0luM4CEpwaiJEPxHb0qySIJQrjmhnYiyPdxRldvaUzr2Vlxt1PRPFAPx1lJBOKtT0NSUk9ajJDGAVEUdVctg062isPoUlW0im1YCcEc0dcUEuYHFDJjOLUOeK0lNaApx0VTVT6fam0j3kDmq9Pknu8DzFFakloXcpCgeArAqEJW8soB86IrW+QSzyGWULMlTihwBxU2hWeaj4zfs7YSepotKgQOaNhxEFse5D4WK8VE9DQ5PNdCiOlWbID24iu7hih1qVSCsgVVKQ4UnGaURjnNDMK3daIBGMGlAccbJPnRLStqgc4IoZPTIp0EcHzq5cESxh5qZA8eNyeCajHYKt/gOU+VNwZASosK6LH8ac715PgB4TxU29jAaBubTx5CuBvmn2U5QnHoKdS2T5VUSYLt211JNGdwVeVe9m56U6jsgCKyfKm3EeHkVMMwifKvSoCtnAqXpSEV14U2lJHOKLktlCsEUyogcYquXC0SQgCkrUQOteLmKaec44FQctj6Pb/WltujGCaDUvjrSAsikpD9pIqXlPPNCuO7ORTffYHWuKWlQqqyZJRPKeczkGlokuK4VTJGBxXkDJqhSZbqJI26c6zISpKsYq82m/CQ3tUsg1mxVhWeeKmrO6Q33iSR8aGuh3chNMki+S5HeteE5NRaX3G3SVZx55oWDNdcfSkDd9lTn5PceWFKSVhXkBQ+muAxPZAypS3Xi2hKyKAfiTHVY7tQHxFaBA0+22Mk+L4c1MR7PHcSAUkkeoqP6hVol6DmZhGsEp0jCSSfqipaFo6asj5pWfjWrW60pTgIQBj4VJMw0pcwsHPlQN2fthlWAvkpultLvwX0P+6pJzWhNuS3QkvPHwjivNMAAEmi2UoB2kZBrFy5u97Zq49cKPAuI44sgrWTUq0EhaVgHdUaAGj4cYotmQCQnIoOdMWtBDs7iRKj1pD7hU0UqFcU+kNgcZodx9KjjzoRY+mPsT4S0W8Y+FR03LSDsGaN71KFZIzmmJaGlq94jNX/AKffkk58EazdX2xtwCPjRaLglak5bBz1IoV6Og5yMCmlM7UZRkUp4kbOCr1nFk4yqG42rasBXmDRkOMlRCkkKqqMb0kn3SfWihcH2NqGyoK9RQlvS1H7S1X9y5LtGglSPH0FA3e2L7oyUDKm+QfWk6Z1EH1+yy0FPlu9auyITbzBCcEEVXGj9PwjOtypRl7vBS4TrcphCt3jHCh6GluxQokYpNyguWSap9tsqZdPI9KkWR7QylaMcirVYt6RerFKPciDkR0Iazwajw4yy8pYSh046HyqXuUfCD1B9KixBJByEqyPwqyNpJwTIKUhLri17UjJ6AUG6yhIPAB9an1wFtg4ANRb8ZfeHckketGwuYPKCRAS0p5GKi5LIJ8IBqzuQN56Ghn7O4PEGTj1o2vIBrIopF0ggupKABgc1XtVvm1WR5zHjc4TWizrO8UqV3awn1rI+1Fx5M9uHvJQjyroMGfrSUTLytVx7k+DO0RnnlEvHqc1IxWmmBhI5pSUGlpGPKukUYow3PuHPe6144SOK8n40lzHlT+CDQlSuK8lfnmmjnpXk8dar9TkkoMe7wnrSck0kDJ4pxCR503lj8oWzx1opIBTxQyBzxRsUJUQDxV8Vog3s6ngYpQ6c0V7KFDINJEZYOE805EYbBCwoZyKNUC4ArPOOaY2EZJ4xTsdY2nJp9j8D8VADY+wUS0ih28hCfsFFM9KloZjiU060ncqkIIzTrOAc5qyC2RJiLHTgDGc0/Phsxo5WtQKiOB6UzaZCVoWoclCfDUZcpjjrisqJUfL0otPtgNsg71tKtyRUQsE1NSkb081GuNEGsucW3stiCrQnZ8aFWnHU0XIG1NAuFSqqa0S2MrRk5pJTxSllQ4zSVGmHGFhWeaUycHmlYKjXtoFVyJxFbt1dCttKjRJEl0Nx2luKPoKsls0dIc5mObP1U/1pnpCXdLwVvC3PA2CVHyAyau2ldMTJMVK5Q9maP0l9asFpskGBGAbaRvHVShk1LpJ2pSr3fIUJddFeA2jHm/Ixa7DbbeoLSfaHB5q4FTLaVOr2ghKT5AYFBtODOCAaLakttqBUc/Csu66XwalVMV5JKLFKByAPvqThtthPOM1CInpPCSMfA143Db5igZqUg6LiizB3aobFYFOoeAc3Hn76rTVyOMnp8aUq9R0eEuNj76odLZZ6qRaky0lfOMUYhxpKd5UPsqmMTy4fmwVGj+9kd3u2Kx6VBwUeCStTJ16WcZR7tERnm1ICwoZqtBchaMpScedPR3nG0YCSTUXCOh1bosy5JcylKgAKYZllK8EhVRIk8+FJOaSp8NOZ2kVX6SJ+qWMvNqAyOtMF1G4jOaiEXIdc/dTzUltXiJGTUJRJqWw9ZbPrz60y6QRjdTT0lG0dAfjTBcC1ZCqdDbQvclIyrmnCpDoSemPSmVp8OfKuB9tKdvnUkti2ERXO5c7xR5HSrdprU3sW1mSsllZwk/VNUaRMSWwjaAoUP3688r4NNPFVkQa7U1qRtN1ZbuNtXhQUlYylQ9aonfzLe+pnedyPeHqPhQ2kdUPRnhBku7oyuEk+VSWo4KJaPaWJWFjlJ9awrMeVE+SzCSXD8EbKuMwHvcEpPukHpQbl7fBypleR1V60M42lpO9MpwJH51JV7tKdRb3I28XFzn3QDV1fpRlyH21e3geGpmR4XGlIPmcZoeRqC2g5W4AfQioaS7CDoAuKvD1yKirrHbeVlueFbugxWnTXRYzNmpxRZFahthGdySa8vUsIt4QtH3mqC/anhwmW2PhUc9AmJXgOpPxo6GFVLwwOVk18Ghp1GlSi25tU2qs67SNMs3Zz8pW5aSsdU5rhant5IUVHpih1quCTlO4Y6ij8Wl48u6MuQO1xsj2tcGcSoUlg7XWlN/amhQkg84NaTKlS1ApW2y6P101BzWozgVvgthXqnit+vqCfEzJsxEvBUdwTnjNNEk9TR9yjMoJ7tBH30EGlY4SVVc79kPSaOJAUac7rjpXEpIV0xRCAFcBWT6Uo8sZpjSWxivKT5UWY76EblIwmh14KuDzREEtlT2Jb8PFPoPpSAjFOpTjmrdkCUt61OK7o9KeWwtmRnoKio8stPAp61IzJLkhCSeOOtR2VSYQ9IjoRhxIyajVz2UKKQgYoSSQkeJRKjQSzuPOalsq7mWpsfNJz6D+VPN8Cm0+4P2R/Ku7uKkvATLyLU4Qriul/bx600OOc0VEho2KlvL+bT0q2K0hxTL4hIUVnxrHh+FMNr3qKlHOaYfC3SpR5J6/CksKKDg0pTIoclKwcUMU5Gafd8ZzTS+BUSRHywCDQPdnPFSLyd3ShigpqhrY+9AbiDQ60GpRDC33A00grWfKpaJpxAAcmr/2E1GekSUWysW6HKmOJRGZWsnzA4/GrXZ9JMpw5cXNyv8AVo6fean4LEaM1tbbDYHkOBXpNxgxk/OSEJI681StsuSj8hcaOzHQG2G0NoHkkf50ayE4yKpd41Q3tSmAgqIPKzwKjZGorm8nYHtoH1RiqrK5SLIWxh4NCmTYsdIDzwQT5VHP3+E0nagl1R9Kz4SJUhz511Sx8TUzarfIfZU4hAKUdeaFsxowW2XwyZzeoltttzExSkNJ2Edc1IIjvLPjcUkVBaejPMP71tlO7irC7Laj7dyt5HUVkZElDmJtYsO5e4l7DaA6FvvOENep6Gi7hcNP23CW4yZL3mAar/td2u6hFh5bYP1RxVm01oVbchMmcvefT1rDyboxffZ5NWNTUdQKjdLtd7wpUW3W0R2ScYSOtWbQfZPOuS0yrsott9QB1rUbNYITG1XcMoHriphd3iwMtg4Unpt86GXU52+2K4BJ46XPySOl9FWS1Q0tNw2yr6xNTK7LaEIwthgfGqadRK2qIPHoDQytQSFnHJHxqtwufLBv0jb8lyTa7CncFR2CfWoa52SxuqUlthCSfMGoKTcpC0hQXgeleaffcCSCDn407VuvIRXjdj8nJdhgoVlt0o+yot+wcqWmSFE9N1S8oOlGRmh2y7nnNTqjOPyFdqKvLsdyQTsQ06PRJxUROdkxF7JEdxrHmBmtAWsqB3cYqNmNtPHBwqjq5teSucN+Cmi4oGEl0p+2i4kg8qCkqBqQuVnjPIUQ2nPwqvPWxxhXzLpGPLNX6hMr90ScE1KkYVnimXn0rGUjFV5cieyshxG5HqKci3BK/Du2n406q2O7SQW8e8wqurdURgelBLcSo5B5pBfKDycGpRhp8FUpb8hLTrqCQtPXoaslivSVs+yyXTvCcIz51U1SQ6jaT0pCHShYOefI+dVZWOr46ZKqyUGXeTFVJPetAKWn3k/WFAu29ppYeaQDHP5xHmg0jTt9a2K79BS6keOo+7Xlt2WfZ8oH0h5Krnq6LIS7Ww2F6l8Dt3XZIrie7SHFKGTioWRfo7SlBu3ggdCa65GaO+Q0krUeVJJ6VC3JbS+Gjj1rbxKYpedkchdy4QU9qeQrpBjJ+6oudqSQ22pfs8fI56UDLdS0jzJqFu7nfRVADk1sUY9cnyjGulKK4C3dcS8EexRh9goN3W81WU+yRwPsqvODaNqgc0A54XCFKzWsqMdLwZMp278k67qmWoH5poZ+BoZ7UUpSRlpo/cajn3WEpG0BVBPOlQO0AVNKL8QGc5L7pbH5UxchZUppKcmlMP7MhWKjiVZ5FONqxnIqxVlTsDnZCHB7uRXWXu58TIANCtnJwKc2mr4Vd3DK3MedkOvcrcz8KSkYHSuJCRwad4ouMFHhA83sUPjzXhuIKgOK4VYGKU4e7Y3BRG7oKRWNKJSRxzmnpCnRtKUnpTTSSsF0kHaOaaLzqlBRXwOgFMUyY4lkrKlLKkkeRpC07TyjNGwZCzIQl0BYVSbstTMop7nA8qciTyRlCT8B/KlBvccV1hOWkn4D+VGx2dywAKsjHYTJ8iW46CANuSacuqAzAai9OcqowhuMhIWcuE8VGXZxTskDPQVbN9iHXJXPy5Jtl0WtttRQrrnoamUXWzzGA48hcV89dvQ0LcmWu6w5HLvHG0ciqz3T4U4poktg9FdRWd+p0E+lsuUiM6033oT3jB91xPI++gHFZqNtF9lxOG3ePptmppm5WiUkvPNONO/UZ+lU43/krlQ34ANhPQGjolqHde0TXe5R9X6X/CmYMqUWTcIg+a+vQUiS68vctX3VOXuZFx7Sc9ugxEbWWsJ9fM0BJv68nuEjP61R3eJWnBoZwDdTdgvUaOuzJr5O+QvH20ypK1nKiT9pp5IATiljAOOMVJLSIN7YOlogZPNEiMsthfdK2nzxTraG1kla8AeVGNOuGOGk5LY+iKFtscXwF1VrXILDjLU+lDSNy1dB61drBbDbYxk3IlAX7reete0XbRIZEmQ2ltps+FXmass5lmdtbcTlKelZuZfxo1MKjT2CQ0yJzm2IykNp/hUnB00l6TulkLSfoij7FA2DahBSMdB51bbbEShsEpHPXPWuPy8uUJaOqoohrbO6XsSMDukIbx9HHWrS4uBaWiuWpG7HTPSoKZeY1tjHuU/OfCqvIkyLlL759agD9Eng0BidOvyl3ZDIZGQk+2ssd61O9N2x7elLbefeHnUfHVJW4S64VmmmW0IwEhKaKaWhC+SBW3GmmqPakBre9yHkJKUFRzR0NAW350L7Qlzw5AFLRMbjp2pO41VKPJYpLQd7OgnKlK+yjorjLKU4Rn7agXbko9OKHduigSlTh+6ouO+B+7jZZZUsAkZB++g1ygjxZH3VVZF1QFHCuftpLE9Skk94ogVNY6F6paVTmygpx19aEUULTlJ/Cohc5KkAjGftoP29QUQF7RUfQX5F6qJp5znzAqMdDRdXuyab9t3NnKuRTIkp8yOasjBoXemJea3Dw4wfWoqXAbLhOOf1alX3U7CRQXeYG8Kx9tXQ2VTSIvuX0uFLCt4A6HrXFOOIO2S0pB8sinJKiFlxCiD8Kn7NdrZcmk268tJUejbgGDmlZa6/drgrjFS4K2HkpJ2YoiMpC3QFdfWpO+aJmtyfaLcovtk5CR6VEFp6M6W329q0qwfhV0L67o+1kLITr8jqlqZfUjOQrzoCdISgZKvFnijXFoLZClDJ86hbiyVgnfiqba4v4LKpbXkNNxHsuG3FJcHn9b4VDSpaFLKgru3fppoCVMcjEISQoDzqLdkuSHi4oDI6YqWNQ1zoUrnvWwuXLJWts4B9TUW47xjKl/DypXLr5S+o7vLNKedS2kIKcH4CjI92wSaTRCz31kqSkpSf41FpBKvEST8albuhG7eng1DEqKs5rVojHXJl3PngdUE+tNrArh3ZrhB4orYJrQ2Qc14k7hRUmI9GKe+Rt3dKYKBwc1ZFkJ8Ckk+VOpcGME4ofJHFJUo+tWRZU2EqdCemDXEukjNMIAI5zS0kIPWr02VNhzBSVKU4rAA4plx0vL4BOPdFDLWFKAB4qWsZithbjniUOgpyqUzkhIYgJbTjc571DNpSE5IJxS5LinHVKOMZ4FeCgRgcZpipsItqkKkJUrgJOambhNtctxKlJ5SMGq2VFtBIPNBEZJUFnmnEuS+xEeBI86PMpMJo45eX0+FDwwlA7xzoE8fE0A+6tbhcV7x/lVyl7S9scEhRkKWTnCSVUK5LG8rPrXkAlLqs/ROKAUcjB6VRY+9aLKpdrLVHfjtRw6l3Y6BhKh7qgfI1XX0NrmOS0gI38lA6Z9aYaU4jwZ+b9KWte5OKzaMdxs7g63JjOOkBy4TUlJX7jnkqoKWl1lfdu5V6GrCtzacCm3FBwbV4xWhOpSA42OIzYbxKtrJZbVvaV9A+7U5H/Jd1GN/skg+vuk1VpERTXjjq+1NDtyC27lSihVCuM4eAmMoy4ZZLlbJtv8Tze5o9HE8ioxS/EQDxUjadQyIzfdOfOtHrv5FFKjWu7K3xlCLIPlnwGrK8jX3Fc8ZeUQyFZ5zTwwohPAHrSplsnW90+0NHZ5LQMpppjuu8y7nb8KlK1S8DVV/9w+jzGRgVM6ag+3Tgjo2PeNQQ27j3ZwknAB61etMMpt1vy4NpcGcUBk2aRq4WP3S8lhOxDaGWvCgcACj4LYBwTk1BplpK88Yo2E64uQPEdnnWDdKdj7Ub/bCtd3wXezlOMkgAUVcbqhpsMsYKvVR61VTc1tp7uPwnzPrQzji3XCsrJNUw6d2PukVPMclqPglVyVuukuYpxqUEKGBn76hO+UBjdzXkqfUcNpUonyAzRG4pckO5osKpySvz/Ghn7gck7gK5btO6gnhJjQHznzKcVYI/Zxd3mUrfeaYV5hflQs8vFqfukhd/cV1m4OdCpOPKlLuxQPEeR51aEdnyWFH2u5NkAZIQORQ7lg0s3KDb099wAeIZAFBvqmNvaLY12SXCKlLv6jyFD7RQEi/JVg97tUOpzVqlW3RgkLSlDikA9O8zmjdPR9HuzTEFoQQRxvGSamupKXMI7JTxZxj3SM+Vdh73ejnz2mvIvJ28L+0BNa5Ph6a9ieDNvjBaBkJ2c1VkT7IgDZBYTz1Kas/4g3/IV1Ys7PkqLd1WTlJV9m00pua4dysr+9NXb8rWRLqR7KxgDlQTQ02+WjO1DbO3zSE1BZrf8gS+nyXyVVFycHBWs/aK9+UlqXnAI+JqzDUNiAw5bmDn0FN+0adlJITCSgnzBqcc1L7oEf0VutpkJ+UFEYI4rhmbx1KcVa4Fr0/PZLcdSEvDyJqPu+mX4qCv5vZ5U6y6d/aUSrsXDK286d3CgQaFdUEncM5HORRk+3vMgFxJSfShUJKVZPPwopW12LUWUtSjy0X3s/1YSUQpyuDwlR8qtd/skO5MlxQSVnkLFZCx4FBQ8J+FXPT1/cZQIstxSmj51jZeHZU++DDKL4y4kiB1FaFwMtk7gDnNVueorRgnA6cVpWqAJrRbbRuCxwoVSHrDKQfGMJxxmisXOVq0yFlfbLgrDkNsqWB4s+tQ11hPIGUoJB8hVrZZQmUplw5UDjinLjGQw0HPpK6A0Ur+x6J2Y249xQXHMIKHwBjp60G9cShkoTtcA/Gj700tby1BGFmq26ytD2Feta1UU4cmLZZLfApb6nRuUon4Uwc7+B1o1lphL29xBUnHQedJUhK1EhO0Z4FFKaUQeUHJ7G22SeKcMYhG7PFHw4yxtcUkbcefnXpGNpAFJXLZH0W1sj30rWBlSlgetDhOVKUpQHwNG7HFDCR9tIcZ2cqxiiYPYNNaGY/dEckpT8aS4IpVtAx8ab95YKzx6UmRsUeBtAo2D4M+b0PBEYnaXsChlsIDhCHMimXPCNyDmnICVPvhOKs+ClsWzHcK+7QglazxiiXY78R9DK8hRqz29uLDShx5AU6Rxih7+A8EyBwoeopeCtkRIZUlAzxmmFHandkE+VEe1d4QhxPA8684iGeOfhikRI5xS1EHH3UUxbJbyN6GVY+NGwHILKioo7xQ9afevC0qw0ran0ApEk9eSZclJLCUZ4xQil586BDpCEpPpzXkuEK61PYQGLVtjqPrQSx4qKYSp7I+gBxXVspQrJ5FRSIuQKBSc5yKPbcjpOCkULLCQvKBgU2tDp8Ayk0ytOOTTqVjdya46N44NIffAPn0/ChJLCHR4xg+WKnrRanJityRjB8/OpHUWn0xramSlQKx1ApaXyRUn8FEUHY5weUetOMvd2QptwgHyBolaFLc5HlQr8LAK2eD5ihrKIyC672vJZrLqV1pIjyNrrJ8lc1KKt1luiC7Fc9jePQZ8JNZ4FqQraUlCx0TRsOc5HWkhRx6E0JKuUXwGxnCS9xZkWKfGuLTcmOVtFWQ4noas0x0oAQk8IGMVXrPqmSAG3VlbY8j0FS06dBdiKkoO7jxoTQ1jlLgOo7a1vYRb0uyVhPOPWrG04GW0sghI8z61To1zd2MRI5CAT4lDzq6WeI0VpUrLnqT5UFfOOLHumG1byvbEkbdGVKUG2m1KPwFW+1aFlz4xdUQ0kfiaI00yy1scShJ+GKsr9/TCSdowgdQfKuQzesZMrN1/aaz6fGuGvkXp/s6sERoSLm6XleijgVOJ/spZk94xHYJT08ANZtqHWLzjR7hfg+NUl++uOPKVIeKk9cBymoWTlLctg/6BfzSN2uGvbXHZU4ShtI+iCP8qo2pe0+OolMFSunWsyeM64KPsjLq21fDj8aHRYZfefPOoaKvIqzREOiqx+8lqin5Ja860nSHytEhwjHJKutQjt7fccKvECoelTMPSsZbanJL7jqEH3UcVY7bpG1HYpMFboWPecVkCtirCxq129o0s6uK4Znap8pauXlDHkBVg0MuQ5qiJvU8QrjcQcVd4totUFQU49bY6QrBBAzREW/aejPPqMpsBnoUIFWKlx9sIA9vUYzWmwy5eyx3C0pbaFq8KlDqapV00xem5rnsjDbsZzxIUpwA0bdtbWhy5JIh9+lv6Yd4P3V2V2j2sIx7AvI6eI4q9YVso+DPr6kqZESvS1+DW9TMZIHX5+o2VY7y2chpleegQ6DUi92mpIU2i2J2njxLqGd1tslhyNb20hXvbnCeanDp9nhotn1t74B12i9FRxAV9u6vfkO9IG72FYP6qqXJ7Q5TaltptrAz8TQKO0GbyPY2h/tGr4dM1/Kip9cmmECLfIUlMtmJLQtPOEq61f8ATGonr3D9knxVtOo4Pe+dUGLr9STvchkn4LotvtGilWV29W71SeaUunSf8pCfVO/yy139i4wNz0RRlRR7yM+7VVTfWStReYbz5YH86Jj9oFpfexIW+2PpNrGU0mVO0VcyTvbYUfNKthNBWdKklxwG0dXg/uWxtF1hKPLuPuqaanNoGVIBQfpt8iq8dO2qX/7OugH/AMxxKqfstq1BZpHe24tS2v8AV5ylf3Uzx3EveRRYtQemXzTN2jpkCFLUkMr9xzPSrc7CtspossFLiscrNZ81aIt/Ywlt21TU890o8ZqTspvlicEO6bS0rgOfCub6pjTglOhb/KDMOyNsmm9P4BdR6Wjxiq5NIHfoPKR9IVB39MVVqTJWhboA/NJHnWvwdP3G8NpkOuNhkDw4+kmqpcbCzbrwqIUktOHLaj0zQmNlzUt3rS+A3vh2uEXt/Jh6LfJucg5bLOPJQ5qHu1owFoRy4k+Q61rOt7UUXhaoaVIT6Y61EIsK1IStQBUTz6iuop6gpx4MuGBtcmaosshtltT7RSD0OelKdgMRHPnU7yrpWh3GzocUGyVbQKiblZC1GOEhxR90nqKIjlKS0Rn05rkrjjSi0kFCtqvd46UKuMVEgAVZMhDLIUg70cKBFISyypx1ICN3XNTU23sjPGSWisezlvJwQaCkJK1bcHNWma0UEKUkKBHGKCiezOvBCxg5x0ourKW9GTkYbjyVZxhQOEjJ9aYcYWDhwdavki0xWlktuJWPSq5dkIbdJSOR5VpUZHc9GPdRogHIqlD3ikfZT8TuoytwXyPOuOSHis5CdvpTAS46TuRgUap8gbhol7bPWt9CnD0PFWlXdPxVJUWyFdKpxaaZYyMhVMflB5nwpUSPtqxFLLFIsoX+aPP21HO2aduwlOMelRybrOQjJfUCTxUta746HkLkSAEjinI6QOzbZCc70/fTDqHWlbUI3VpmmxarqoMOJ2qc4BFSc3s5dYeOwhSV8im2Vz58GXtcoQVEinv7vsyXRmoxDzvzaTk0SHEhGFIGakgiUgkyx3ZQhWaaW64pOAo00hQBOEin8KKchNORUtjC+MZV4qJS+hbQbIGfU0x3avIZpssL3ZVmmfJI862U8k5GakrRBU46HXThv4022uKy2Ao7l+hpiZcl57tCtqceVMh3IlLldG4ig1E4Tj3hUaxc5TjhbkO72l1ErUpTisk4NeaVsBUFZNJjJbYfPjqYIW3nZ1FBk7j6CpC33ZhTCoswbwRhJHlQUtsIJUyrvEDn7KT4LfgFkhpeUqGCOhFR7za08pAxRpVwSRS23Ww2UqZCs+fpVM9F1baIpL7jZyFEEUdBub4Ud/KT51MN2RqbahMZby6eoqvSYkhhSkuNqQkHzFBt1Pl+TQUZqPBKW26LbcYCera84rYLFqqGoI79PdLwBkdKwyIEp+lzUvDmvRwcLKgT50Nl4sL48oJw8udE/J9HRr+ylr5tQx6ihJ9wM/cEveHHrxWMwb682koTJVyOU5p1y9TG0KDEsjI93NYMeiQg9mrb1ayzg02VEhtsNtuJlPqJyE7sCmxIscJe0rjNFQ8QV4iKyR+/z0EB2W8D8VUMq8ISolTm/PJPrW5j9PqitGJk598ma05qW3sulKO8cbT7pScChV6vWtRTFhMgDqpYyayOTfHO8QIo2DORuOc0tV+u6vcUhvy4Tii44laBJX2zXJqjmspuwtrcZjpPoMVGu6ucjBW677knqEqrLpCpLw3vyVLPxNNtxw4ocrUfQ9Kuhjp/aipzfyaFM1fbinmS6pR68ZoM6wjN/m4rrv2nFVVuEsHPdgUTHgqVkqcA+GKJjjv5ISmS7urpBUSiElOf1aDe1Nc1khLDQJ/UptMBGPeVn40y9b2m3AFKIz0OTVix5eGN3oWbzdz5NA/BNMOXa6rcwp0E/hRKrfhPX76HVFbQNpSXM9TjpVUqpR42Si0xl24XNRwpxB++uKmTgQAtsH4mivyY2RvRz68138npUMkgY9asVG+dkW2vIKi4Tkq95JpX5RlpSSEgH1zSRFb9oCVHjzA86clxGN4Lba2x8R1qE49vGyajsQ3dXE57xsrPnSvyqg9WyBQvs6EufNuLJPWuLikHa2+VH0IpOv8AA3gNRdm04KX1oPlipKFqabHUCxcXkn7arxaVt2qIz9lIU14cJbST6k0zo3/KLejSrT2k6hjqRl+PJSjydb/zGK1KwdtDNwjC3320B6KeB3fWvl8Ah0e9WkaN1JZo8qGJlkz3ZGXO86msrMxopd0o7NDFcpPUZaf5PqS1SZ1hgRXgp2TbHh4WP8RgfH4U3fTFm4eS4HGlnKVpPKD8PQ1V5er4rduTPkyFd0pPgCeqvgPhVQka7gd7ujhxvcfGnPBrzq3EsyPsidrj01Y/3yLTdy9IKELUFOo43Ee8KiXIfdOBRcIz0odnULNwSFMOkr24Ax0p+RLDjLAWQAjjk4yavhG6LfcuTWXpuK54G3S02lRUR9pqvzboFrCUpTtBwcijLr3z/gS4kbjjaKTCsK2Y/eyXEg56EUdBxhqVhTOamnGHghD3rxWUDxkc5qFkQiMqU7sUDzVsuyVQYTkpDWSemKze6XCWH1FfAVWnjRdnkwsyyMNb8hjinGANy+8SKGnXCM4U92jY6KjkT1YwrzpXzDoyrhVaEKNa4Med+988BX5QWwpC0rKt3UUJdVmQjcnxE9SPKmnmSUYSTkdKYjqeZGzBSonnPnWjCtIyr+4HDCuvkOpriVJbJyQc1OMuMvsltbYCvPFCzreypoLZISocEURF6A5IiHnlLUEpTimVpSkArPPpR7MF/GCAk+tSUSwMOeOdJAHUJHnVymUSiVlaVKXhKcgedHWdcT2gNym87vp+lSF2hMMKAQpIa/VPNRKlIaX834k/GrO4o1o2PQFijOOolB0KKT4RurS5zVxQWwhorG3qDXzrpK9ymZLTbJKAFeLmt2tGp0sQW0rIcJHUmlsqktmR6g0r3UBu4w+friqshpznekp+6paBeZ6YyUIkKAAx1zmnnb0//qm1/wCxUkWtESzGc6hpw/dRTcdzG5xZbHpXZF4fcSScNn0AqMdedWsqW4pXwzU9Ee3Qd3kZB8BK1Zpp51S1dNtChZT4sV5TyySccVEkLeIx5ZoV04OcUopdXgoQVfZUxbLfEY2TLsvDf1KcdEAG3AO8IVsPQ4psNrWopTgVbr26xIgqVDSgMY8IA6VV0oKRmoyJRYKElCio9RT8WQ40og4UhXUVxSTvJNJSkBf86qlIIiti5ag6pIQnaCenrSn4MiMoB1G0LHHNLQguJAQNykmpKJEekuAyCokDw58qEttcQ2itSJnRPeKZTHQnxJ61bnLHb53hcZSpSuoqq2uci3uraYSC4rjNaJ2eWOXcri3JeWU55xXMdQyOyzuj4OjxXCNXuRRdQdmMhDS5luCg0BnbiszkrciSlxn0nchWCCK+zNYTYNvtCYTexS0pOQBzXyjrVbEy8SFqSlACjjAq/ofULszff4Beo00xXfAjI2FZW2oAkdDTof7shKs7qinFKYUk53o8iKMbkB1CEugKz0PnXQyh8aMmE1raYTIdQ6jChk1FytoTuSnj0p15Kmz4V5HlTeSU+IVGPch5e7yLjJUpIUgc0QGXCN6hmuW4gAoPANSLRbaGVKyPsrRpip+QSz2+AFhpJZCVNYV61IsMnYlLQDivgKc3qcGG2VY9cYrimFpRuU6ofsHmiOxx8FXcpDhZeaILqdn2062pPkc/dXIqpWAEOBSfR0Zo5kP7gDEZV8QcVLumRaGENuuDKUkn404qHIcRtXtSB5nyopb8hvOYrY9AHKbUt59speeQyPNKeTS75fCF2gDgW38006txZ446CuogEDDjiipXUZo6II7YKWy6v18NeeDo9yI4snpk0oRSe2J8EUqG/HyuP0+rSS+2EASWnGz5lIqVDb4AUYO0HyNNusvnI7hv7FCpenv5HjIiFi2rc7xMh9Kh8KS9IafbKNy148yKLWy5zlhhB+yo+WhbawVNISn1AqiyjXyTU9i+4cUn5pIbB86aVBdSfAs7vM0UytSQEoRuR5GuvSCPCpv8Kvg49hXLewFbRPDiTkedMqjqUfCoYowOoUTyQPjXFLaweDVT3rhk0tAqEELAJHoalobKAcNgqUPSoSQ8GznBxVr0NMjs3NjvEpWh3wnNYvUZuqDlrZq4MI2TUd+QgLmPtJaedWWm+Ug0slKHUfHrWi3CNaLbHU+6ylXGcYqjvzYTj6nFRtqc5TXP0WO6LlrtOgyaFS0tktZJ64yMsOJSSMk4607JmS5bgUtZI6+E9KVpWLFuyHGWmld4gZAHpUrJtTNvihSnQAvlOep+FUzS7mn5LYTs7FLfBBic6h5Kty1FJ8JPnUne9VumO2000QtI8RqHMhlToSnKiVYA9KYuMWSjKi0s5+FP2VyaU0JZMtNwPTdTSlxltPEFK/L0qvKjvT3ihrxZ8z5UqW04HtqkFPwNLU/7PHSyyva4rqRR9Vah48GbOyVmu7lgzlrVHVgrQ9t4yioyS24l0oCVcfCnHwW+dylHzNWTsyAn3R61yFtr9pR4CvyUOn86M7u1bA1FWzcPBXY63GCkuKLiSakS21IBUn3wOAakVaeSy9OYUoh5hXhFRA3MEpUMuqOM+lKGR370KVHalsaS0oKUAcGl42snKgTRTYRvVuOPj6064zHLfAxx1ouvbM61RTZBKecyQFEDyp+CxLdWVBfhx1Jo5mIwQSGyVJ+getcKHBkYLY/lV8VoCkyNlQJSnOm39YnrQxtqs8ncr0HSplISpourLiwD18qHfeSW1Fs4x5VYDTFQmURBnduV54o5N3dQNraiB8TUAXZK+iSD8KUlqWoZSPxpvJBoKjthISA4kDHl0ohtTfIUokfAVFR1kNpPXIopDnAAAz9tM7X3Fsoy0TECBFlqUlWQ4fcAPWmpNkdQ2pawWyDjChUvZre83ZHLtncpJwnA92mhcnVju3/nATzkVYrmNCtPyQBiKyEnFFw7UHDmQvY38POpIRGXMqaX4upyaDe3Aq3u4CeAB51YpxbIyi/BZrMNORR3J+bcc+vQ140f+UvnbRcu9+C6gbY9GZWp9zcv7asNrvUZDqHUFKMHoarnZoerkhrXbZdpnP265s8LT4D5CoabBdbWo8BsGtQ1u7GmWhMtlKA8fpg9KpTTplRVx3k+6OFY60NDJUpaDHjS1sq7qUggDFJRGW6rKRxnnJp/u9rpB5IPFFNbUKBWOD6VOchQTHbe2iMQpQGfWlynty8tqAHnQ4PeuFJG0Cno0Xe93AB5PFZ8pae34NKqPwiQ01GEm4tK/OEGtnVfIOm7OkKGJCkeEJNZ9p2HHtcRbjxy8rhOKUiI5dJChJfKG0q4So8msDMj60tfBr1R+By+6kk3BmRNWO7QBsRjzrJbtIC1laxklRBrQ9aJjw30wILmWUHxE+dZxeABIWhPTOa6DplMK4JwMrPsbs9MiXl4xjmlMHvPPZSFIwTmjI8TvYAe/wARtdaijsAb0LYS/ICT7iE+8qiLlAaLSVMq3J8yKfbeQ7H2Y2KV1r0dSkktFPhNDTWn/QvhLcSMiAtyAFncDwAKm2tySAEhQ9KiZTZjvFKhszyM0VBW5szv4oiiev7kLV7SZabScLkLSkeiTTrjzC0FqOMn1AxUcypJUkFJJ/X4o0qbQsb1t49Aa00kn5M59wppLiEYKkJ+05NHR4pdwVOuK+HlQrE6MgENgKP6qcmjoirjKP8Ad4SyPVZ21W7IRlyyxKTRJR4DSWxuSkE/jTvs7QG1CaRDD6Uj2iRFj4PI3ZNdnzrZHeG6c8rI52JFDyzYLwSjjzl5BG0+z3AqLWQem+nXXVKOcoQR0weKDVebapwlNtlScHhS1ECmVX5aVkR7SB6BXNVLOa8F6xd+QpxwrzlzGOgzUVNfUyrcDyfNNIkXyc4pahDYbB8gmol2dPKCDsyfLbSfUJSYljNeSUQ+26DlLu4ennQT4edSS6w6loH6tMOXFx+OltASy+jqc9aHclXADxSV59AeKU8qbRKFMV5C0LZZWrYHcp9aYlKeOVbVAGkMl52Whta1bnK6tE5LriFBXdoPnUVbLQu3YwgqCepzTD63SSBmn3VuBxKW8E0lb0jd42knNKOQ0xelsCU6sHBBIqQtkzu1co6Uh2WMbTHBNdalsDgxTn4VXfareEWVrsLhLv0q5NxUu7+7bHQmnkoclQHpXG5HCQaqSJcbABbcSfgakW3UJiJUh2SOeQKzXT28IPjd3e6RO6S1E5Ybo3OaSFBPDiD5ipW96kcvUxUp5wJSTlDafKgtAWBy+LckYSplpJKwfOom+x5MCeUI7tCAvp548qHljrzLyWK9tdu+A6RLMdSFuJWHAc7cdauMm928WdmUhQW84nBbPkazaXOlyDvlNlwo4AT5iuNzmCNndOJPxqFmK7F7lwPXkem9J8E/cHPbVF3O1YFOQocaRbXH3VAKbVtJoSFPtzcZfekkrSADTZVGEVbTEgncckZp9clsXpb2CSkIWpxthG5CRXbct6DKQ8ydjjCgpIoq1R2FK8buzj8aHkJ7qWsZ3HdxV6s2taKVDUu7ZYLvLbF2YuTS8IljasUFIjsuynG9gBT7hoJ5Di7T3KlAuMK3Ci3ziLHlBQ3nG7mhowcGFznGcQHuu6WQoZIPNElxuRtaZ3JB4OaYlcT8qUdihnIqaYtbUpDfdvlskccVr0NSRzmU3CRD3F5m3uER153DBKj0qN/KEfdh1xS6sMjS6yojfvyaGmWSNb2jgB2QR0I4FGqGkZjsj8DDqkKt4UkqTu91OajVxcKysgE/VNeUzIW6nKkhI/AUUw0tWW0IyfM4oW2xJhVNfcNABtCgSED49TQbkk5wnIAo52NlWHclXxpYgDAw0pfxxUI3rQ86W2V2E9taTu54qVtkNybI7uOkrVjP2U3YYEdxpLk7KEAVMKvUW2pKYMXanGAsnxVKa5Ixb+TSNDRmm9Lv224BpLizwCaDOi257i1RHwxtOAlf0qoTV7muKSrvcrByKsVp1HIfKWHXVIUCOScVQ5STLO6JbUaCiwbIp2TI72SvptNUDUlr9j3kKCU+QNa1ph5M+yyGXHt7rXKefKs712xvfX12Hr9tUTnZGYXVCuysoisk+mKkYLYWpOeaaLAJAPGakICENNk9dtF+pwBxp1ItF2ZWzZo4ZAU30XUA0oNPKQU53Dip61SW5tr9kdXtCjlJqJvUNxhQGMLz4VeooFvtsNGLbrK5Pj928rCSOc5pMdK3QQkEn7KsRlkISkxmlEDqR1r1vkIXJUXUoZGOiRRfqpvQNGqS5IRuM50QnKvSrFZo7MVAfeTl0+VSsW1QXke2NrJx5Uy9DKwoY58qzcm3ctLwa+JT8gJnlcsjBACsjPSpy0y2n95eA3J6KqAeb2JQ3gbieT6UZJLbDOyO73pCcqI8qC7HKfHgNg+xbIC/SUyZDz3qc1R7ivetWTyT1q2agAZjbvJZxVULba5TYfd7tK1BO70FdJWo6ikc/OXvk2XjRPY9ftVdnV21nBlJDdv3FEQt/OyQkZVsGecVUYAIgyQeCPI1u7XbNozSmoNMWnT9sN0tVjY9nTO9pWhDve/nStvb4utZn2htaVXrK6L0xdG3LM+6FMObMbNyvEkp68da0I8A3knNEdkt11R2fXHV0aUG24e7ZHLeVyNqcq7vnnFZ+lBOM8HOMelb412u6Q0vdtN2mzWx+52yxtIbZmiV3e/f+fKkbTnP21lPaaNOta8mvaXnGVaZLvetZRt7sE5KarshseEtFl1T2U262vW63XntAtsKbMZakNtrhOqO1zpyM1SdWaQn6O1jI01dpDa3mwChxscLCuUkD7K3TUHbJa4HaHp55lMW7adYhMMSiYiO8bWBypKlJ3eGsQ7VLm0/2myL1Dvrt9jqlB1qU8nBUEnISR5elD+S5MuD3ZlBtSYsfVGs7VZrjKwpERYU4pCT7pXt93NVPXOn16Kv67Rc7cpctOFJcQvKFoPKVJPmCOavetZ3Z92k6hZ1ZI1SqyPutNouEF2Gt1YKRj5tSfCc/Gq92zawiay1THkW5pxu22+G3Bi98PnFoRnxK+2mlIdEnrbs81bpPSVp1O0iNJttwYbeW5HYwYwcTlAXycZqF1zpi7aZ/JIm3j238pwG5qAgFOxK/on1PFaJeO12PZ7rYG7O9+VLP+RI0G7Q3R82vb72P1v/AEqE7fNTaZ1FqKzu6We3wY1sajhBRt7sp+jTSJIoUKCWx3pJK/8An1rQT2f29jS9qvl21Oxb0XRClMpVCcdxtPIymqA/KDTYQpYGa1iT2sxrLofQ9vs0xia5AKvylGdjJP0vd3KHn8CKqqHmyqay0o5pGTBS/MYnxLhHD8WQ0CAtP2HkEZ6USzoJDFgavl/v0OwMXAf3Jt1tTrryfr7R0Hxoft21LBv+rWLpZLq7cIbscd3GcG0Qj5tp6eEeXr61M3m86Y11pqxt3W/HT13tUP2Ml6Kt1l1APBBRyD8KtcSPdopuuNGXDSyoTj7rUyDcGu9hzY53NOp+3yPwo6z9m7MnScPUt71HGs8Ka4pEUKjuPKXtVg8IBxT3atq2zTtOad0ppxx6RCsjSgZjjfd984r3iEnkCj9CXqJB0nHah9qE3Tz4VmTEeiKcZ6/Q2/Co9o7mUDW2nYtju4gM3SHckqbS4HoyiUgHoDkDn+oq33Ds2iWW1WiVf9awGRdIaZLDZtzy1BJ/YqN7cdR6a1Lq9qbp8d42iI21Ildx3PtLozuc2fRzWnXnXEK4aX0pBsPaZH0+LbaWo8lt2Ete5wDnnbU4ojJmDX5dqtt5TGtM5F1ZSElMtCS2FE/qnkY+NXjtW7M9V6Rs9rusl2PMts9pCg+yjb3RX7oUOfxqn6ntkCDeFJh3WJeGl4X7YywpCCc8gBWDWvX/ALXLfF1w223/ANd6Vk2qLFuMR33FFKeSn0Uk1JMjJbM21/otejLtEt7s5MtUiCzM3pRtCQ4M7fuqZd7NLXB07ZbzfdaxLWi8xzIjNrguuHaDg5KMinPlFan07qLXDErS8nv7c1AZYbP1doI2/dVyc1zbX+z7R9ss3aVC01Lt1v7ma09FWvevOeu09KjBEnIyntN0FK0TcYcZ2exOanRUyozzSSnc2roSk8j7DU9I7L7fbdPWK733XMC3i9RfaY7Yguunb8Smpjtb1JZdW6ptEizSXrq9Htwjz7gWtgfWPMJ8qtl/1lBe0dpOzWHtNi6WetcDuZcV+I45vXnyKUmnSGcjAtS262Wq6qi2+8tXeOEg+0IZU0M+Y2q5GK1Rvspj2Z+1xrprOGy7cIrUltn2F1eEucDlOfPisw1LbocS/wD90v0e+B1XeuSWG1JSVE8+9zX1AO1G2xLvYZrElmTaotsYiSm1MISd3mUqxk4/j50khSs0QA0vH0VfHbFNns98R/hVEdoXZ9Z1SISLtquFa5r7XfojFlTqwk+73hT7mfjVS1nchM7TZdyg3169srd71qQ6FI/2SP8AkVeLtftH6l1Sxq/8rw4FwXGQzcoE63rkICkp272yk+fXGKp9ClfsQhkWGN6rsBsN7ftrdyizA0R89GXuQrIB4P31DpQ6n/F/hWkdp03Tl81Y3/Z2F7LBRGbQsiP3SXXud60gknB461SLxBMaV3GDiqHLQZCXcCFay3zg1yOpHVbaPuNIGQrb1pt5AByBg1X9xfFdqJRlbePChQ+ymnnHG1bkKP30LGfKfCoqFPLBWcJUTVbh2vZZ3cHmXluFRSVeh+NLZL4KgvJT5AmmHmnmsJQc/ZS2XXkKy6gqFS13Lkh3dpYrJJQos+0MJWnODVony0NsJVDjI8HAwKpFrlIyUhJHOaudseiJgqbcc2rUMgmiKJ9hn5lbmuCLfkz3nQ22+pgfAUu66dnNNNSH33He8HlVl05ZjPkJdkJCY7Zyp3yNXiRctNsJS3KcYKWh4U55NWStk+EwKMFHlxMXZs+EkOKCEA9COalo1uipb27lYI5URjFWq/XbSLjgkRmSpY8garcq/Mq3BqAFZ6JNZ11ct72aOPdB8doOLTuBcSlPd/WV1oFx9TDhbbQkAUuXcp0wpaQnYj6op6PY5D6N5Kqsqi0ii6xSf4M2iyVPlAV0CeacefQ4tKR0FR7IW22MDnbzSY6jvGa13ABVhKxlLS5wako52uBajURGWA718qOS4pXI6UNZDYpPZedCXV2Lcy227hDgwTmrPqaI460tzuytCk+8BWT22aqJLS+g+IGtr0fdlybO0FMJcQ5wokdKoujusuxJdtmjIpLSm3TuBAHQU4yD7Osj3scCrDqZhg3aU20gYCunpUAtZjnaUeE1Cqfe+wKsj2y2ct85UcbHQS3nkCpxhCZACe8C2lDIz1FQceO3PJ7hexaeVA9K83JEXc2XiUj06Zp74p8EceTT5JiVDbH5lecdQaGZiFwlSilAT/GhE3NC2SlRyc9c0dACpI7vYSjyNBTh6fJp1SUkGRHpDCEhCc4HSptFyQ80xuZDak9dvnUMiApK05LoB+NGrjoQAA6E4Hl1oWXJoQWojU9piQ6otA7lHoa5Jt7kRlLjiEhB8iakLVsQ8Fu7VY+tRF9REmW4vJkYWk+6RxT0QUnyD3zaRl+s3ip4MgAITzVNkEre3E5ANWjVzR9qVhYKT0OaqnjS5yOK6ShaZjSezzKdzhUPWpVwhuMEqxlRzUdDKcqdVwPJPrRad8hYVxwOBR+9lD4DIpCEhX4U4+cx3HVngnCaFQ+Eq7kjJz+FOSdz6tqDltscAetV3WJLQoLbPRpJdZLSwStv+VecbbdbU0FEZGU/bQLqHWXgvJBHvD4VJNBCmg6PcVyPhQD3oL0tDNrcW0C0EjkedFDwrUXFhaumAKEcQtTwW0k5A5xRqk94xtCcLA6j1p9dwt6HEJWsYSEf50lRQhfvFSh1oRqSqMs78KV0xmmn5ai4dqAMjJJqLJbTJIyVOupwOvGTT6o21HzqwknmgbDGfmPJC15yrokdKuunrLbnLqr8o96tCB4R6mnUNFU5pIgbdCD60OIVvCDzxT11ZcbZLm0AZ4FavZtNxthUIqWm1njjyoe76HZuDb6WivCOQR0q3sBXctmLR9zylJ2EZPSh7oXGj7OkgAdcVd39JvNOKajBaXUnJcI4xUPebAhKVpCi6+rqodKj2F0bEyot7yeTkVKYdbZbayQVeYo+PYn4iC64k8jjivezKALzmT5AeVJLtH7+4LRYZUuyuONOqSED6I61W/ZnlPrZWpfhGMgV9C9k6Ik3TSkKipJ5CjtpuP2dx5s6Q8GwhABO4DipKDZSshR8mFxrG++2XU7WmkDK3FedBxY3tTvcx1b1jzxWl3+yx4yHYZJwg44PBoOyQbdbnfa462gpI6KplXPYv1MCY0vpNmyWBVwlyVpkOo8CT0FUu96YuUmUZaG3XUqzyBUnrbXkm693FaShpDY91FRDWtb4yUJaeQUgYwoVN1J8Ary2l3bLBYrFGs9ubmXpgJb6jd1NQuor6i7SAxFBbZQcISKj77fbhdGUJeWVAdRml6XscqbKS4lohvPJVxTT1BaIQssue9Fk0va1iWypQUpHRRPSrejSC21rcKsF05QkVHqv1tsiTEETv1g4AJ4BrSND3xgQxM1IiIw2E5ZAPOKB9FuXueg2V8Y8L4KI7p95g4caQ6E9AE8io+4td+lUeSwjbjG/HIrStR6404w6lTbQcbc43tpqGuVvtF1t5nxZoClc7ehoW2qdUva9oLx8qi9bXlGZy9JuNsd/EWHuMkedVp6I4VbVtLSRx0rRmJD0BwIUglPkc8KpcpcB9orXAUlR8084PrTKbb4QXvS5ZmrFufcUUpbIPx86sUTTExaA6hpR48Ro6HCU3MK0PocAVn44qwKvRSgpj/NhPCuOtWSsTXJWpS37Ct/2adUrxtKQr9akOafU2Pr/AAqYRMnSZW9+QpAPAJqQtEORKWtIKnQjJKvKqHkxjxon6Nk/c3oB0rpwyLihDkJIZPvKFW9+3WG0y1P3BxJab91smq7edTfkeCWITie8OQr1FUKZOmXBRW/IcXk58RoiD2tvgz7pvu1F7L3qzWyXmvZ7S0GWenhFVJq23We2ualCnEDlSvSnLLb3pa2285UvoAM1sdlgWy16XXEUW+/cQc+tNU++xvZFpxjyjDI6wF43cZ5q0WGDEuclDEZ0lw9QrpUXdGEInuJCNw3HoK0Xsn00HFpuDu1AB4BHNTs7V7S2CaXdsjIulJftxwhRaHTirtbtMtmMnekhXnV5MGKhkOKIQlPw60Au6xGFlAxijKKO1e4z8jJ3Lg+e+0rQD0J/2y2j+6ufQqnwtFXmY4lyPHUskckCt70rJcu+iGPb8O+BPXPpU1pOMxHgOJabSBn0o2b0geC7mfOF00nKssZMm4L2qJ90VDuuoQfBWl9tjy27gtCcbcdDWQvOrCcg0LFdzZfKPakHNOEE4HOa2js6eCrKsNOJWoI5TWIxlEpGTWodnzq27dlGEnHlVWQtVBGP/wBQRNS17e8ohQVuJINRUhtuUVp78Ng+tHajBU4p3cQrd1BqMLaFNFRGT61l4j1s07+USgtQt1nLxWHi6OVJ8qhkMsvwihXhUDxVm0/85Z3mV+JAHANBRojDrigpJwPSr1JylyVTiox4IAWoqUAg7vPKakojjsMgbiQP4VddNW2GhKlBkFWOpqvXtltNxWQnzq2yClEqrk1IdaujMlABIQQKD9v7lRUGwok8Gh4yEl7btGMVJ9y0WG0d2nGfShI0oMd89ASJUh55K1qO30FF3GUfyS422rH2ilJjNBeACB9tTD9siLsS1qQSr1zU4VKLGdrceTGr53il5BKlemaiXQtoAuIyoj8KndRsIakO7Nwx05quOuLPVRNa8PIG2dSpKY+9ScmjLU7GK1KcQrftwDQrwBt/2qpUNISnjNGwYPNEs3bVPJdksPpKvq163pMR7C0nJPiBFNWx9xqagIIAKxkVpn5LgyoffOsJ37QcjihrUmyyD0U6dbmH2NzCh7QoeL7KYZtMuOhLRZKkq6GrgxaYe/O1Wf2qssa3RVWpJUgkp6HNVdvOh3NoyzuGGo/epS6Hk+8PI1M6WhtXUIYLYS6peBx1qyXa1Qipv5vGRyAaY0ovuL8yhpKUBDoAwKaMdDSm9EVrLQMy1OhxUXwrOQU1WbnbShLUdLagRyr1r6f1iy3JtSFvjepKcgmsgdgRnbp3i0ZV9tWKKK4WtkL2cWiU+H3mohQWxwSOtXrSdgnm7ZlNbkrOenSrno6BFTagpDKUlQ5xVpgRGEBtaU4UfOniimdjG4llWlkJIC0EYHwqVasDfclH5tGPFjzqdiNNtspSlIwU5r0lxQawMYNWJAstsyzXUPuUiFbWQVK43BNQ7ehFQ4bciSEuSVjJSegrTHENrd7xTaSrPpQt4AVAdJ5yPwqMkSU2Y7fbet7+5xWUhYzvIHAoW1aAkPQilalKbKsqUR0rRrXBjKloyjqefjVxU22hCUpbSEpHTHFQcdhCsaRUuz+FE0/bXWn1BpspPChzRB1NbI1tfeZcb7tOQRnrUB2oyXkQZSkK2kDAxWYvLWvR6ipRyXOeetWpGdO+Wtk9qZ62SUOSUOJUp0+EA8c1neorfKSlYRuCc8bT1phxS0o2ha8JOQM9KS3NlOsthbylfbTS2hqLvU8oGbtisApSSfPIpKretK8KQM+QxVg9pdQ0ANv24pyOkOupWseIHNU9z2aMox7dJEXCtqEuIckJzjyxgCpyVdRFh9zDcSD5qA6UJMWp+WpDh8I4wOKk7dbYhU2kt8E81VdNLlk8aEpPtTK7AiS5a0Kcb95zblXU/GrVqKSwhiLbGFFS2U7FqJ6UVObQxCfltpAcbQQj0FZ1ClSHit511S3FKJKjUt96kwLLgq5qJbQjbG2KWMUOLk418yhRxUd3zhj8qNNNKO/OeaDdSLMTcSRW6+tQy8opByMnpS0zriwe8ZWog9c9KHjLUpxQOCAKcQpRByTQcqZb8m3Veu3wFRZ7rznzjYbUT7yaJU4hrIVJU5jngVDKJClYJp+KgEbiSTTut6FG1pknFnKLjbbiS4lS8fZU/dr85Z2RBhJT86nxLHlVXZ4kIx61KX9hsdwrGSoc5qp1altFkr246ZXpYcmOqWVJUqj7dbA4hAfJSB6CuQ20LnLSUjA6YqRMp0SExxtCPsopNyWmUxriuUS0N+Ha2lSkJKClOEioBGqpZmrcDhUTkBJFJv7zi8ME+CmbdFZSO825VjzqxwVS4HrXqfcHW9D0uWh54bd6s4FbnodBYs6AW0nPQ4rF9MoS9eG0rHGelbhJT7HY2jHJTxUaaXO3bY2Zaq69JEVrfVkaCPZC+EqQOaxLUOubm/clmJIHdjgUfr15x511bh3KIPNZJJfcbfUlKsDNbGto5uXDP//Z</binary>
</FictionBook>