<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><FictionBook xmlns="http://www.gribuser.ru/xml/fictionbook/2.0" xmlns:l="http://www.w3.org/1999/xlink"><description><title-info><genre>sf_fantasy</genre><author><first-name>Richard</first-name><middle-name>A.</middle-name><last-name>Knaak</last-name></author><book-title>Die Quelle der Ewigkeit</book-title><annotation><p>Viele Monate sind vergangen seit die Brennende Legion durch die verheerende Schlacht am Mount Hyjal endg�ltig von Azeroth verbannt wurde. Doch das B�se lauert im Verborgenen. In den Bergen von Kalimdor werden drei h�chst unterschiedliche Helden durch einen mysteri�sen Energiespalt in eine Zeit bef�rdert, in der weder Orcs noch Menschen oder Elfen die Lande durchstreiften. Die Drachen waren auf dem H�hepunkt ihrer Macht � doch unter ihnen gab es einen, der schon bald ein Zeitalter der Dunkelheit bringen w�rde, �ber die Welt von WARCRAFT</p><p>Die Ankunft der drei vergessenen Helden in der Vergangenheit wird den �Krieg der Ahnen� entscheidend ver�ndern. Die Kr�fte und Erinnerungen des Drachenmagiers Krasus an den uralten Krieg sind auf unerkl�rliche Weise verblasst. Der Zauberer Rhonin ist hin und hergerissen zwischen seiner Familie und der verlockenden Quelle seiner wachsenden Kr�fte und der alternde Orc-Veteran Broxigar strebt nach einem glorreichen Untergang im Kampf. Diese ungleiche Truppe soll nun den Halbgott Cenarius und die misstrauischen Nachtelfen von einem t�dlichen Geheimnis in ihren eigenen Reihen �berzeugen. Doch bevor ihnen dies gelingt, �ffnet sich das Tor nach Azeroth f�r die Brennende Legion erneut.</p></annotation><date>2005</date><coverpage><image l:href="#cover"/></coverpage><lang>de</lang><src-lang>en</src-lang><translator><first-name>Claudia</first-name><last-name>Kern</last-name></translator><sequence name="Krieg der Ahnen" number="1"/></title-info><src-title-info><genre>sf_fantasy</genre><author><first-name>Richard</first-name><middle-name>A.</middle-name><last-name>Knaak</last-name></author><book-title>The Well of Eternity</book-title><date>2004</date><lang>en</lang></src-title-info><document-info><author><nickname>N/A</nickname></author><date>2016</date><id>B1476245-9313-4BBD-B96B-8F1984FE879A</id><version>1.0</version><program-used>fb2cut 2.5.4, fb2cut 2.6.2</program-used></document-info></description><body><title><p>Krieg der Ahnen 1</p><p>Richard A. Knaak</p><p>Die Quelle der Ewigkeit</p></title><epigraph><p>F�r Martin Fajkus</p><p>und meine Leser in der ganzen Welt</p></epigraph><section><title><p>1</p></title><p>Der hohe, d�stere Palast sa� am Rand der Klippe und �berschaute die gewaltigen, schwarzen Wassermassen, die unter ihm sch�umten. Fast schien es, als wolle er sich in die dunklen Tiefen des Sees st�rzen. Einst, als man die riesige Burg gebaut und mit Hilfe der Magie Stein und Wald zu <emphasis>einer</emphasis> Gestalt verschmolzen hatte, war sie ein Wunder gewesen, das jedes sie betrachtende Auge ber�hrte. Ihre T�rme waren B�ume, zwischen denen � zur Verst�rkung � rauer Fels wucherte, und ihre stolzen Wipfel ragten weit in den Himmel hinein. Darin prangten gro�e offene Fenster. Die Mauern erhoben sich aus vulkanischem Stein, zusammengehalten von Ranken und gigantischen Wurzeln. Der eigentliche Palast im Zentrum der Feste war vor langer Zeit durch die mystische Verbindung von mehr als hundert riesiger, uralter B�ume geschaffen worden. Man hatte sie gebogen, um das Skelett des runden Zentrums zu schaffen, �ber das die Steine und Ranken gelegt wurden.</p><p>Damals hatte die Burg die Herzen aller mit Staunen und einem Gef�hl f�r Wunder erf�llt, doch jetzt erregte sie in manchen Seelen nur noch Furcht. Eine beunruhigende Aura umgab das Geb�ude, und sie wurde durch diese st�rmische Nacht noch verst�rkt. Die Wenigen, deren Blick heute Abend die uralte Feste streifte, wendeten sich rasch ab.</p><p>Doch jene, die stattdessen auf den See unterhalb des Palastes sahen, fanden auch keinen Frieden. Die ebenholzschwarzen Wasser tobten in wildem, unnat�rlichem Aufruhr. In der Ferne wuchsen brodelnde Wellen empor, als wollten sie gierig nach der Burg greifen. Sie fielen donnernd in sich zusammen � um sich von neuem zu erheben, wieder und wieder. Blitze zuckten �ber die weite Fl�che, und ihr unheimliches Licht lie� das Wasser in Rot und Gold und dem Gr�n der F�ulnis gl�nzen. Donner grollte wie tausend Drachen, und jene, die an den Ufern des Sees lebten, fassten einander angstvoll an den H�nden, dr�ngten sich enger zusammen und fragten sich, was f�r eine Art Sturm hier entfesselt wurde.</p><p>Von den Mauern des Palastes starrten die dunklen Schattenrisse der W�chter misstrauisch in die Finsternis. Sie hielten nicht nur jenseits der Zinnen nach Seelen Ausschau, die so t�richt sein mochten, sich der Burg zu n�hern. Sie schauten auch von Zeit zu Zeit verstohlen hinter sich, und auch zum Hauptturm wanderte ihr Blick. Dort, so f�hlten sie, waren unkontrollierbare Kr�fte am Werk.</p><p>Und in jenem hohen Turm, in einer steinernen Kammer ohne Fenster, beugten sich gro�e, schlanke Gestalten in schillernden, t�rkisfarbenen Gew�ndern, mit silbrigen Symbolen bestickt, �ber ein sechsseitiges Muster, das man auf den Boden geschrieben hatte. Im Zentrum des Musters loderten Zeichen einer uralten Sprache, als bes��en sie ein eigenes Leben.</p><p>Glitzernde, silberne Augen ohne Pupillen starrten unter Kapuzen hervor, w�hrend die Nachtelfen singend ihre Zauberspr�che woben. Dunkle, violette Haut �berzog sich mit Schwei�, als die Magie innerhalb des Musters st�rker wurde. Alle sahen m�de aus, bereit, sich von der Ersch�pfung �bermannen zu lassen. Alle waren v�llig entkr�ftet � bis auf einen. Und dieser betrachtete das von ihm initiierte Ritual nicht durch silberne Augen wie der Rest der Versammlung, sondern durch k�nstliche, schwarze Aug�pfel, �ber die waagerechte, rubinrote Streifen verliefen. Trotz dieser magischen Augen bemerkte er jedes Detail, ihm entging nicht die kleinste Geste der anderen. Auf seinem langen, schmalen Gesicht, das selbst f�r einen Elf hager wirkte, lag, w�hrend er seine Untergebenen antrieb, ein Ausdruck von Erwartung und Gier.</p><p>Eine weitere Gestalt beobachtete all dies und sog jedes Wort, jede rituelle Bewegung in sich auf. Die Frau sa� auf einem luxuri�sen Sessel aus Elfenbein und Leder. Pr�chtiges, silbernes Haar umrahmte ihre perfekten Z�ge, w�hrend das seidene Kleid � das so golden war wie ihre Augen � ihre bezaubernde Figur betonte. Von Kopf bis Fu� die Vision einer K�nigin, lehnte sie sich in den Sessel zur�ck und kostete Wein aus einem goldenen Kelch. Ihre juwelenbesetzten Armreife klimperten, als sich ihre H�nde bewegten, und der Rubin ihrer Tiara glitzerte im Licht der zauberischen Kr�fte, die die anderen beschworen.</p><p>Ab und zu wandte sie leicht den Kopf, um die schwarz�ugige Gestalt zu mustern, und �ber ihr Gesicht huschte ein Ausdruck von Argwohn. Doch als der Meister des Rituals einmal pl�tzlich zu ihr schaute, als sp�re er ihren Blick, verschwand alles Misstrauen aus ihr und wurde durch ein tr�ges L�cheln ersetzt.</p><p>Die Ges�nge der Zauberer wogten fort.</p><p>Der schwarze See brodelte wild.</p><empty-line/><p>Es hatte einen Krieg gegeben, und der Krieg war vor�ber.</p><p>Also, wusste Krasus, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Geschichtsschreiber die Geschehnisse aufzeichnen w�rden. Und diese Niederschriften w�rden wenig zu sagen haben �ber die zahllosen Leben, die vernichtet oder die einst bl�henden L�nder, die verw�stet worden waren, auf der gesamten sterblichen Welt, die beinahe ihr Ende gefunden h�tte.</p><p><emphasis>Selbst die Erinnerungen von Drachen sind unter solchen Umst�nden fl�chtig</emphasis>, gestand die bleiche, in eine graue Robe gekleidete Gestalt sich selbst gegen�ber ein. Krasus wusste das sehr gut, denn obwohl er den meisten Augen als ein langer, d�nner, fast elfenhafter Mann mit falken�hnlichen Gesichtsz�gen, silbernem Haar und drei langen Narben, die sich �ber seine rechte Wange zogen, erschien, war er in Wirklichkeit sehr viel mehr als das. Die Meisten kannten ihn als Zauberer, aber ein paar ausgew�hlte Gesch�pfe nannten ihn <emphasis>Korialstrasz</emphasis> � ein Name, den nur ein Drache tragen w�rde.</p><p>Krasus war als Drache geboren worden, als eine majest�tische rote Echse, der j�ngste Gemahl der gro�en Alexstrasza. Sie, der Aspekt des Lebens, war seine liebste Gef�hrtin � doch wieder einmal zog es ihn von ihr fort zu den kurzlebigen V�lkern mit ihrer allt�glichen Not und ihrer ungewissen Zukunft.</p><p>In seiner versteckten, aus dem Fels gehauenen Wohnst�tte, die er sich als neues Allerheiligstes erw�hlt hatte, blickte Krasus auf die Welt von Azeroth hinab. Der leuchtende, smaragdgr�ne Kristall erlaubte ihm, jedes Land, jedes Wesen zu sehen, das er sich w�nschte.</p><p>Und wohin der Drachenmagier auch blickte, er sah nur Verheerung.</p><p>Es schien, als seien nur wenige Jahre vergangen, seit man die grotesken, gr�nh�utigen Unget�me namens Orcs besiegt hatte, die von einer jenseitigen Welt in das Land eingefallen waren. Nachdem die �berlebenden Monster in Lagern zusammengepfercht worden waren, hatte Krasus geglaubt, die Welt sei bereit f�r den Frieden. Doch dieser Frieden war nur von kurzer Dauer gewesen. Die Allianz � die von den Menschen angef�hrte Koalition, zugleich die vorderste Linie des Widerstandes � hatte sofort begonnen zu zerbr�ckeln, und ihre Mitglieder hatten sich um die Herrschaft �ber ihre alten B�ndnispartner gestritten. Teilweise war dies die Schuld von Drachen gewesen � oder besser gesagt, die Schuld des <emphasis>einen</emphasis> Drachen Deathwing �, doch vieles war auch einfach auf die Gier von Menschen, Zwergen und Elfen zur�ckgegangen.</p><p>Aber selbst diese Krise h�tte man ohne gr��ere Probleme meistern k�nnen, w�re nicht die Brennende Legion erschienen �</p><p>Heute betrachtete Krasus das ferne Kalimdor, das auf der anderen Seite des Meeres lag. Selbst jetzt noch glichen gro�e Gebiete dort einem Land nach einem schrecklichen Vulkanausbruch. Kein Leben war in diesen Gegenden verblieben, keine Spuren von Zivilisation. Doch es war keine Naturgewalt gewesen, die das Land so verw�stet hatte. Die Brennende Legion hatte ihrem Gefolge nichts als Tod hinterlassen.</p><p>Die feurigen D�monen, von einem Ort jenseits der Realit�t gekommen, hatten Magie gesucht und hatten Magie <emphasis>verschlungen</emphasis>. Zusammen mit ihrer monstr�sen Dienerschar, der Untoten Gei�el, hatten sie die Welt in Tr�mmer legen wollen. Doch sie hatten nicht mit dem Unwahrscheinlichsten aller B�ndnisse gerechnet �</p><p>Die Orcs, einst selbst Marionetten der D�monen, hatten sich gegen ihre ehemaligen Herren gewandt und sich den Menschen, Elfen, Zwergen und Drachen angeschlossen, um die d�monischen Krieger und ihre teuflischen Bestien zu dezimieren und die �berlebenden in das h�llische Jenseits zur�ckzudr�ngen, aus dem sie einst hervorgebrochen waren. Tausende hatten den Tod gefunden, aber die Alternative w�re gewesen �</p><p>Der Drachenmagier schnaubte. Es hatte <emphasis>keine</emphasis> Alternative gegeben.</p><p>Krasus lie� seine langen Finger �ber die Kugel spielen und beschwor eine Vision der Orcs herauf. Das Bild wurde f�r einen Augenblick verschwommen, dann enth�llte sich ein gebirgiger, felsiger Landstrich, der weiter im Innern Kalimdors lag. Es war ein raues Land, aber noch immer voller Leben, und es hatte die neuen Siedler auf seinem Grund willkommen gehei�en.</p><p>Mehrere steinerne Geb�ude erhoben sich bereits in der Hauptsiedlung, wo der Kriegsh�uptling Thrall herrschte, einer der gro�en Helden des vergangenen Krieges. Das hohe, runde Geb�ude, das ihm als Quartier diente, mochte nach den Ma�st�ben der meisten anderen V�lker primitiv sein, doch die Orcs hatten eine Neigung zum Einfachen. Extravaganz bedeutete f�r einen Orc schon, einen st�ndigen Platz zu haben, an dem er leben konnte. Diese Wesen waren so lange Nomaden und Gefangene gewesen, dass ihnen die Bedeutung von �Heimat� fast verloren gegangen w�re.</p><p>Mehrere der bulligen, gr�nlichen Gestalten bestellten ein Feld. W�hrend er die brutal aussehenden Krieger mit ihren riesigen Sto�z�hnen betrachtete, erf�llte die Vorstellung von Orc-Bauern Krasus mit gro�er Verwunderung. Doch Thrall war ein sehr ungew�hnlicher Orc, und er hatte die Ideen, die seinem Volk Stabilit�t verleihen konnten, bereitwillig ergriffen.</p><p>Stabilit�t war etwas, das die ganze Welt verzweifelt ben�tigte. Mit einer kurzen Handbewegung schickte der Drachenmagier Kalimdor fort und beschwor einen Ort, der sehr viel n�her lag � die einst stolze Hauptstadt seines geliebten Dalaran. Beherrscht von den Magiern der Kirin Tor, den wichtigsten Vertretern der Zauberk�nste, war sie in Lordaeron die vorderste Linie im Kampf der Allianz gegen die Brennende Legion gewesen � und damit eines der ersten Angriffsziele der D�monen.</p><p>Halb Dalaran lag in Schutt und Asche. Von den Meisten der einst stolzen T�rme waren nur noch gro�e Tr�mmerhaufen �brig geblieben. Die gro�en Bibliotheken waren niedergebrannt, immenses Wissen � �ber Generationen angeh�uft � f�r immer verloren gegangen � ebenso wie zahllose Leben. Selbst der Rat der Kirin Tor hatte schwer gelitten. Einige der obersten Zauberer, die Krasus als Freunde oder zumindest als geachtete Kollegen betrachtet hatte, hatten den Tod gefunden. Die F�hrung der Magischen Gilde befand sich in einer Krise, und Krasus wusste, dass es geboten war, ihr zur Seite zu stehen. Dalaran musste mit einer Stimme sprechen, und sei es auch nur, damit das, was von der zerbr�ckelten Allianz noch existierte, intakt blieb.</p><p>Doch trotz all des Elends und der Pr�fungen, die noch auf die Welt zukommen mochten, hatte der Drache Hoffnung. Die Probleme konnten bew�ltigt werden. Man musste sich nicht mehr vor den Orcs f�rchten, man musste sich nicht mehr vor den D�monen f�rchten. Azeroth w�rde hart zu k�mpfen haben, aber Krasus war �berzeugt, dass die L�nder dieser Welt am Ende nicht nur �berleben, sondern sogar neu erbl�hen w�rden.</p><p>Der Magier lie� von dem Kristall ab und erhob sich. Die Drachenk�nigin, seine geliebte Alexstrasza, w�rde ihn erwarten. Sie ahnte bereits, dass er in die Welt der Sterblichen zur�ckkehren wollte, um ihnen beizustehen, und von allen Drachen konnte sie das am Besten verstehen. Er w�rde sich in sein wahres Ich verwandeln, sich von ihr verabschieden � f�r kurze Zeit � und dann gehen, bevor Reuegef�hle ihn zur�ckhalten konnten.</p><p>Er hatte sein neues Allerheiligstes nicht nur wegen seiner Abgeschiedenheit gew�hlt, sondern auch wegen seiner Gr��e. Als er die kleinere Kammer verlie�, betrat Krasus eine gewaltige H�hle, deren H�he es leicht mit den inzwischen verlorenen T�rmen des fr�heren Dalaran h�tte aufnehmen k�nnen. Eine Armee h�tte in dieser Grotte zu lagern vermocht und sie h�tte sie nicht einmal gef�llt.</p><p>Genau die richtige Gr��e f�r einen Drachen.</p><p>Krasus streckte seine Arme aus � und seine feingliedrigen Finger wurden l�nger, entwickelten Krallen. Sein R�cken kr�mmte sich, und in der N�he seiner Schultern brachen zu beiden Seiten seiner Wirbels�ule zwei Geschw�lste hervor, die sich rasch in kleine Fl�gel verwandelten. Seine langen Gesichtsz�ge streckten sich noch mehr und wurden echsenhaft.</p><p>Und w�hrend all dieser kleinen Verwandlungen dehnte sich Krasus� Leib aus. Er wurde vier, f�nf, ja zehn Mal so gro� wie ein Mensch und wuchs weiter. Jede �hnlichkeit mit einem Menschen oder einem Elf schwand schnell dahin.</p><p>Der Zauberer Krasus wurde Korialstrasz, der Drache.</p><p>Aber pl�tzlich � inmitten der Metamorphose � erf�llte eine verzweifelte Stimme seinen Kopf.</p><p>Kor � strasz �</p><p>Er stockte und fiel wieder in seine Menschengestalt zur�ck. Krasus blinzelte. Dann wanderten seine Augen durch den riesigen Raum, als suchten sie hier die Quelle des Schreis.</p><p>Nichts. Der Drachenmagier wartete und wartete, aber der Ruf wiederholte sich nicht.</p><p>Er zuckte die Schultern und kam zu dem Schluss, dass seine eigenen Ungewissheiten und Sorgen ihm einen Streich gespielt hatte. Er entschloss sich, seine Verwandlung wieder aufzuneh �</p><p>Und wieder schrie die verzweifelte Stimme: <emphasis>Korialstra</emphasis> �</p><p>Dieses Mal � erkannte er sie. Sofort antwortete er auf die gleiche Weise. <emphasis>Ich h�re Euch! Was ist es, das Ihr von mir ben�tigt</emphasis>?</p><p>Es kam keine Antwort, doch Krasus f�hlte, dass die Verzweiflung nicht verschwand. Er konzentrierte sich, versuchte, die F�hler seines Geistes auszustrecken und eine Verbindung mit demjenigen herzustellen, der ihn so dringend um Hilfe rief � demjenigen, der von keinem Gesch�pf Hilfe h�tte ben�tigen sollen.</p><p><emphasis>Ich bin hier!</emphasis>, rief der Drachenmagier. <emphasis>F�hlt mich! Gebt mir einen Hinweis auf Eure Not!</emphasis></p><p>Er sp�rte eine schwache Ber�hrung als Antwort, die das Gef�hl einer schweren Krise in sich trug. Krasus konzentrierte jedes Jota seiner Gedanken in die d�rftige Verbindung und hoffte � hoffte �</p><p>Die �berm�chtige Pr�senz eines Drachens, dessen Magie der seinen tausendfach �berlegen war, lie� Krasus torkeln. Ein Eindruck von Jahrhunderten, von gewaltigem Alter, brach �ber ihn herein. Krasus f�hlte sich, als umgebe ihn die Zeit selbst in all ihrer schrecklichen Majest�t.</p><p>Aber es war nicht die Zeit � nicht ganz � sondern er, der der <emphasis>Aspekt</emphasis> der Zeit war.</p><p>Der Drache der Zeitalter � Nozdormu!</p><p>Es gab nur vier gro�e Drachen, vier Gro�e Aspekte, von denen seine geliebte Alexstrasza das Leben verk�rperte. Der wahnsinnige Malygos war die Magie, und die �therische Ysera beeinflusste die Tr�ume. Gemeinsam mit dem gr�blerischen Nozdormu repr�sentierten sie die gesamte Sch�pfung.</p><p>Krasus schnitt bei diesen Gedanken eine Grimasse. Tats�chlich hatte es einmal f�nf Aspekte gegeben. Den f�nften hatte man Neltharion genannt � den W�chter der Erde. Doch in einer Zeit, die so lange zur�cklag, dass sich selbst Krasus nur vage an sie erinnern konnte, hatte Neltharion seine Gef�hrten verraten. Der Erdw�chter hatte sich gegen seine Br�der und Schwestern gewandt und sich so einen neuen � ihm angemesseneren � Titel erworben.</p><p>Deathwing. Der Zerst�rer.</p><p>Der Gedanke an Deathwing riss Krasus aus seinem Erstaunen. Geistesabwesend ber�hrte er die drei Narben an seiner Wange. War Deathwing zur�ckgekehrt, um erneut die Welt heimzusuchen? War dies der Grund f�r die Not, die aus dem Gedankenruf des gro�en Nozdormu sprach?</p><p><emphasis>Ich h�re Euch!</emphasis>, sprach Krasus in seinem Geist, und jetzt f�hlte er noch gr��ere Furcht, was der Grund f�r diesen Ruf sein mochte. <emphasis>Ich h�re Euch! Ist es � ist es der Zerst�rer</emphasis>?</p><p>Als Antwort flutete eine weitere �berm�chtige Welle erstaunlicher Bilder �ber ihn hinweg. Die Visionen brannten sich in seinen Sch�del und machten es Krasus unm�glich, auch nur eine einzige von ihnen zu vergessen.</p><p>In keiner seiner Gestalten w�re Krasus, und mochte er auch noch so stark und noch so anpassungsf�hig sein, der entfesselten Kraft eines Aspekts gewachsen gewesen. Die Wucht der Geistesmacht des anderen Drachens schleuderte ihn gegen die H�hlenwand, wo der Magier zusammenbrach.</p><p>Es dauerte mehrere Minuten, bis Krasus sich wieder vom Boden erheben konnte, und selbst dann drehte sich ihm noch der Kopf. Gedankensplitter, die nicht seine eigenen waren, drangen auf ihn ein. Er musste seine ganze Kraft zusammennehmen, nur um bei Sinnen zu bleiben.</p><p>Langsam stabilisierten sich seine Empfindungen jedoch so weit, dass er das ganze Ausma� dessen erkennen konnte, was gerade geschehen war. Nozdormu, Herr der Zeit, hatte verzweifelt um Hilfe gefleht � um <emphasis>seine</emphasis> Hilfe. Er hatte sich aus irgendeinem Grund an den geringeren Drachen gewandt und nicht an einen seiner gleichrangigen Gef�hrten.</p><p>Doch etwas, das selbst einen Aspekt entsetzte, konnte nur eine monumentale Bedrohung f�r den Rest von Azeroth darstellen. Warum also hatte er einen einzelnen roten Drachen gew�hlt und nicht Alexstrasza oder Ysera?</p><p>Er versuchte wieder, den gro�en Drachen mit seinen Gedanken zu erreichen, doch alle Bem�hungen blieben erfolglos, erh�hten nur noch das Durcheinander in seinem Kopf. Krasus fand m�hsam seine Balance zur�ck und fragte sich, was er tun konnte. Vor allem ein Bild verlangte unabl�ssig seine Aufmerksamkeit, das Bild einer schneebedeckten Berggegend in Kalimdor. Was auch immer Nozdormu ihm hatte erkl�ren wollen, es hing mit dieser trostlosen Region zusammen.</p><p>Krasus w�rde den Hilferuf untersuchen, aber dabei w�rde er f�hige Hilfe ben�tigen, jemanden, der sich gut auf neue Situationen einstellen konnte. Obwohl Krasus auf seine eigene Anpassungsf�higkeit stolz war, neigte seine Spezies im Allgemeinen dazu, sehr starrsinnig zu sein und hartn�ckig an ihren Gewohnheiten festzuhalten. Er brauchte jemanden, der zuh�ren, aber auch sofort reagieren konnte, wenn die Entwicklung der Ereignisse dies erforderte. Nein, f�r eine solch unberechenbare Mission eignete sich nur eine Kreatur. Ein Mensch.</p><p>Insbesondere ein Mensch namens Rhonin.</p><p>Ein Zauberer �</p><empty-line/><p>Und in den Steppen Kalimdors hockte ein gebeugter, alter Orc an einem rauchigen Feuer. Die moosgr�ne Gestalt murmelte Worte, deren Ursprung auf einer anderen, lange verlorenen Welt lag, und warf ein paar Bl�tter in die Flammen, wodurch der bereits schwere Qualm noch dichter wurde und seine bescheidene H�tte aus Holz und Erde ausf�llte.</p><p>Der kahlk�pfige, alte Orc schob sich etwas n�her an die Glut und atmete tief ein. Seine m�den, braunen Augen waren von Adern durchzogen, und seine Haut hing in schlaffen Falten herab. Seine Z�hne waren gelb und gesplittert, einer der Sto�z�hne war schon vor vielen Jahren abgebrochen. Er konnte sich kaum ohne fremde Hilfe erheben, und wenn er ging, so tat er dies mit krummem R�cken und sehr, sehr kleinen und vorsichtigen Schritten.</p><p>Doch selbst der stolzeste Krieger huldigte ihm, dem Schamanen, mit Respekt.</p><p>Ein bisschen Knochenstaub, ein paar Tannar-Beeren � alles Teil einer altbew�hrten Tradition, die unter den Orcs der Gegenwart ihre Wiederbelebung erfahren hatte. Kalthars Vater hatte seinen Sohn sogar w�hrend der dunklen Jahre der Horde alles gelehrt, genau wie es Kalthars Gro�vater zuvor den eigenen Sohn gelehrt hatte.</p><p>Und nun, zum ersten Mal in seinem Leben, hoffte der alte Schamane inst�ndig, dass er ein guter Sch�ler gewesen war.</p><p>Stimmen murmelten in seinem Kopf, die Geister jener Welt, die die Orcs nun ihre Heimat nannten. Normalerweise fl�sterten sie von den kleinen Dingen, den Dingen des Lebens, aber jetzt raunten sie besorgt und warnend � ja, warnend �</p><p>Doch wovor warnten sie? Er musste mehr erfahren.</p><p>Kalthar griff in den Beutel an seiner H�fte und zog drei getrocknete, schwarze Bl�tter hervor. Sie waren fast alles, was noch von einer einzelnen Pflanze �brig war, die er vor langer Zeit aus der alten Orc-Welt mitgebracht hatte. Man hatte Kalthar ermahnt, sie nicht zu benutzen, es sei denn, er hielt es f�r absolut notwendig. Seine Vater hatte diese Bl�tter niemals gebraucht, auch sein Gro�vater nicht.</p><p>Der Schamane warf sie in die Flammen.</p><p>Sofort verwandelte sich der Rauch in ein dickes, wirbelndes Dunkel. Nicht l�nger schwarz, sondern blau. Die Brauen des Orcs f�rchten sich angesichts dieses Farbwechsels, dann lehnte er sich wieder weit vor und saugte so viel von den D�mpfen in seine Lungen, wie er nur konnte.</p><p>Die Welt verwandelte sich und mit ihr der Orc. Er war ein Vogel geworden, der seine riesigen Schwingen ausbreitete, w�hrend er �ber die Landschaft hinweg glitt. Er flog sorglos �ber die Berge, und sein Blick erfasste die kleinsten Tiere, die entferntesten Fl�sse. Ein Hochgef�hl, wie er es seit seiner Jugend nicht mehr versp�rt hatte, erf�llte Kalthar, aber er k�mpfte gegen diese Freude an. Wenn er ihr nachgab, riskierte er, sein Gesp�r f�r sein eigenes Ich zu verlieren. Dann w�rde er f�r immer als Vogel weiterfliegen und sich nicht mehr daran erinnern, wer und was er einmal war.</p><p>Und w�hrend er noch diese Gefahren bedachte, bemerkte Kalthar pl�tzlich, dass im Wesen der Welt etwas falsch war. M�glicherweise lag hier der Grund f�r die Angst in den Stimmen. Etwas <emphasis>war</emphasis>, das nicht sein <emphasis>sollte</emphasis>. Er wandte sich in die Richtung, aus der er es zu sp�ren glaubte, und wurde immer banger, je n�her er <emphasis>ihm</emphasis> kam.</p><p>Und in der tiefsten Schlucht der Bergkette entdeckte der Schamane die Quelle seiner Furcht.</p><p>Sein gelehrter Geist wusste, dass seine Seele in einer Vision einem Konzept gegen�berstand, dass nichts von dem, was er hier erfuhr, wirklich real war, nichts tats�chlich existierte. All dies wusste er. Aber er glaubte es nicht. Alles war so wirklich.</p><p>Kalthar erschien <emphasis>es</emphasis> als ein Wasserstrudel � doch einer, der die Dinge gleichzeitig verschlang <emphasis>und</emphasis>  ausspie. Und das, was aus den Tiefen erschien und in ihnen verschwand, waren Tage und N�chte, Monate und Jahre. Der Trichter schien die Zeit selbst hinunterzuschlingen und wieder auszuspeien.</p><p>Die Vorstellung entsetzte und verwirrte den Schamanen so sehr, dass er erst, als es schon beinahe zu sp�t war, bemerkte, dass der Trichter jetzt versuchte, auch ihn einzusaugen.</p><p>Sofort strengte Kalthar seine Vogelgestalt an, um sich zu befreien. Er flatterte mit den Fl�geln, legte all seine Kraft in die Muskulatur. Sein Geist griff nach dem alten Leib, der am Feuer sa�, zerrte hart an dem hauchd�nnen Band, das K�rper und Seele verband und versuchte, die Trance zu brechen.</p><p>Noch immer zog ihn der Trichter auf sich zu.</p><p>Verzweifelt rief Kalthar nach den Geistern, die ihn auf seinem schamanischen Weg f�hrten, betete zu ihnen, sie m�gen ihm St�rke verleihen. Sie kamen � wie er gewusst hatte, dass sie kommen w�rden �, doch zuerst schienen sie zu langsam zu arbeiten. Der Trichter des Strudels f�llte seine gesamte Sicht aus, schien bereit, ihn zu vertilgen.</p><p>Pl�tzlich wirbelte die Welt um den Schamanen. Der Trichter, die Berge � alles drehte und drehte sich �</p><p>� und mit einem Aufkeuchen erwachte Kalthar.</p><p>Ersch�pfter als er es jemals zuvor gewesen war, konnte er nur knapp verhindern, dass sein K�rper mit dem Gesicht voran ins Feuer st�rzte. Er fing sich mit beiden H�nden auf. Die st�ndig murmelnden Stimmen waren verschwunden. Der Orc lag auf dem Boden seiner H�tte und versuchte sich zu beteuern, dass er � ja, ganz gewiss! � jetzt wieder ganz in der sterblichen Welt existierte. Die Geister hatten ihn gerettet, wenn auch in allerletzter Sekunde.</p><p>Aber mit dieser gl�cklichen Gewissheit kam die Erinnerung an die Geschehnisse, deren Zeuge er in seiner Vision geworden war � und an das, was sie bedeuteten.</p><p>�Ich muss Thrall davon erz�hlen�, murmelte er und k�mpfte sich auf seine m�den, alten Beine. �Ich muss es ihm schnell berichten � oder wir verlieren unsere Heimat � unsere Welt � ein weiteres Mal!�</p></section><section><title><p>2</p></title><p><emphasis>Ein beunruhigendes Vorzeichen</emphasis>, entschied Rhonin, w�hrend seine lebhaften, gr�nen Augen weiter �ber die Ergebnisse seines Weissagungszaubers wanderten. <emphasis>Jeder Magier w�re in der Lage, dies zu erkennen</emphasis>.</p><p>�Bist du sicher?�, rief Vereesa aus dem anderen Raum. �Hast du deine Ergebnisse �berpr�ft?�</p><p>Der rothaarige Magier nickte, dann verzog er das Gesicht zu einer Grimasse, als er sich daran erinnerte, dass die Elfin ihn nat�rlich nicht sehen konnte. Er w�rde es ihr von Angesicht zu Angesicht sagen m�ssen. Sie verdiente es. <emphasis>Ich bete, dass sie stark genug ist</emphasis>.</p><p>In der Hose und der Jacke, deren dunkelblauer Stoff mit Gold besetzt war, sah Rhonin dieser Tage eher wie ein Politiker aus denn wie ein Zauberer. Aber schlie�lich hatten die letzten paar Jahre von ihm auch ebenso viel Diplomatie verlangt wie Magie. Die Politik war ihm, der es vorzog, sich kopf�ber in eine Situation zu st�rzen, niemals leicht gefallen. Seine dichte, rote Haarm�hne und der kurze Bart verliehen ihm das charakteristische Erscheinungsbild eines L�wen, das so gut zu seinem schwer bez�hmbaren Temperament passte, wenn er gezwungen war, mit verw�hnten und arroganten Botschaftern zu verhandeln. Seine vor langer Zeit gebrochene Nase, die � aufgrund seiner eigenen Entscheidung � niemals anst�ndig gerichtet worden war, wirkte draufg�ngerisch und unterstrich das hitzk�pfige Temperament, das man ihm nachsagte.</p><p>�Rhonin � gibt es da etwas, das du mir nicht verraten hast?�</p><p>Er konnte sie nicht l�nger warten lassen. Sie musste die Wahrheit erfahren, wie schrecklich diese auch sein mochte. �Ich komme, Vereesa.�</p><p>Rhonin packte seine Weissagungsinstrumente ein, nahm einen tiefen, schweren Atemzug und begab sich wieder in das Zimmer der Elfin. Doch noch in der T�r z�gerte er. Alles, was Rhonin sehen konnte, war ihr Gesicht � dieses wundersch�ne, perfekte Oval, in das ein gro�er K�nstler mandelf�rmige Augen vom Blau eines klaren Himmels, eine winzige, nach oben gerichtete Nase und einen verlockenden Mund, der st�ndig halb zu l�cheln schien, gesetzt hatte. Eingerahmt wurde dieses Gesicht von einer schweren Kaskade silberwei�en Haares. Trotzdem h�tte man sie f�r eine Menschenfrau halten k�nnen, h�tten aus dem Haar nicht die langen, spitz zulaufenden Ohren heraus geragt, die typisch f�r ihr Volk waren.</p><p>�Und?�, fragte sie geduldig.</p><p>�Es � es werden Zwillinge.�</p><p>Ihr Gesicht leuchtete auf, und, wenn dies �berhaupt m�glich war, so wurde es damit in seinen Augen noch perfekter. �Zwillinge! Wie gro�artig! Wie wundervoll! Ich war so sicher.�</p><p>Sie �nderte ein wenig ihre Lage auf dem h�lzernen Bett. Die schlanke und dennoch mit wohl gewachsenen Rundungen gesegnete elfische Waldl�uferin war jetzt seit mehreren Monaten schwanger. Verschwunden waren der Brustpanzer und die Lederr�stung, ohne die man sie fr�her niemals angetroffen hatte. Jetzt trug sie ein silbriges Gewand, das die kurz bevorstehende Niederkunft in keinster Weise verbarg.</p><p>Die Schnelligkeit, mit der die Schwangerschaft sich gezeigt hatte, h�tte es ihnen verraten k�nnen, doch Rhonin hatte es verleugnen wollen. Sie waren erst seit wenigen Monaten verheiratet gewesen, als seine Frau ihre Umst�nde erkannt hatte. Beide hatten sich zun�chst gro�e Sorgen gemacht, denn nicht nur war ihre Heirat etwas h�chst Seltenes, es hatte auch noch niemals jemand eine erfolgreiche menschlich-elfische Geburt f�r die Nachwelt aufgezeichnet.</p><p>Und jetzt erwarteten sie nicht nur ein Kind, sondern zwei!</p><p>�Ich glaube, du verstehst nicht, Vereesa. <emphasis>Zwillinge!</emphasis> Zwillinge von einem Magier und einer Elfin!�</p><p>Aber ihr Gesicht strahlte weiterhin Freude aus. �Elfen geb�ren nicht oft Kinder, und wir bringen nur sehr, sehr selten Zwillinge zur Welt, mein Geliebter! Sie sind f�r gro�e Dinge bestimmt!�</p><p>Rhonin konnte seinen s�uerlichen Gesichtsausdruck nicht verbergen. �Ich wei�. Das ist es ja, was mir Sorgen bereitet ��</p><p>Er und Vereesa hatten bereits einiges an �gro�en Dingen� hinter sich. W�hrend der letzten Tage des Krieges gegen die Horde hatte das Schicksal sie zusammengef�hrt. Gemeinsam waren sie in die Orc-Festung von Grim Batol eingedrungen, wo sie es nicht nur mit Orcs zu tun bekommen hatten, sondern auch mit Drachen, Kobolden, Trollen � und einigem mehr. Danach waren sie von Reich zu Reich gezogen und zu einer Art von Botschaftern geworden, hatten die Allianz st�ndig daran erinnert, wie wichtig es war, dass ihr B�ndnis intakt blieb. Das hatte jedoch nicht bedeutet, dass sie w�hrend dieser Zeit nicht st�ndig ihr Leben riskiert h�tten, denn den Frieden, der auf den Krieg gefolgt war, hatte man bestenfalls als unsicher bezeichnen k�nnen.</p><p>Dann war, ohne Vorwarnung, die Brennende Legion erschienen.</p><p>Zu dieser Zeit war das, was als eine Zweckgemeinschaft zweier sich misstrauisch be�ugender Agenten begonnen hatte, zu einer Verbindung von zwei zwar ganz und gar andersartigen, aber dennoch seelenverwandten Gesch�pfen geworden. Im Krieg gegen die m�rderischen D�monen hatten der Magier und die Waldl�uferin ebenso f�reinander wie f�r ihre L�nder gek�mpft. Mehr als einmal hatten sie den anderen f�r tot gehalten, und f�r beide war der Schmerz, den sie dann f�hlten, unertr�glich gewesen.</p><p>Vielleicht war der Schmerz, einander zu verlieren, dadurch noch schlimmer erschienen, dass so viele andere geliebte Wesen bereits den Tod in diesem Krieg gefunden hatten. Dalaran und Quel�Thalas waren von der Untoten Gei�el dem Erdboden gleich gemacht, Tausende von den fauligen Abscheulichkeiten hingeschlachtet worden � den Dienern des f�rchterlichen Totenk�nigs, der die Sache der Legion unterst�tzt hatte. Ganze St�dte hatten ein grauenhaftes Ende gefunden, und die Lage war dadurch, dass viele der Opfer sich bald von den Toten erhoben und ihre nun verdammten sterblichen H�llen den R�ngen der Gei�el angeschlossen hatten, nur noch verschlimmert worden.</p><p>Die wenigen Menschen, die von Rhonins Familie �brig gewesen waren, hatten in diesem Konflikt schon fr�h den Tod gefunden. Seine Mutter war bereits lange tot gewesen, sein Vater, sein Bruder und zwei Cousins waren beim Fall der Stadt Andorhal gestorben. Gl�cklicherweise hatten die verzweifelten Verteidiger, als ihnen alle Hoffnung auf Rettung geschwunden war, ihre eigene Stadt angez�ndet. Selbst die Gei�el hatte aus der verbleibenden Asche keine Krieger mehr rekrutieren k�nnen.</p><p>Rhonin hatte seit seinem Eintritt in die Welt der Zauberkunst keinen seiner Verwandten mehr gesehen � selbst seinen Vater nicht �, aber er hatte eine Leere in seinem Herzen versp�rt, kaum dass ihn die Nachricht von ihrem Tod erreichte. Die Kluft zwischen ihm und seinen Verwandten, die zu einem gro�en Teil auf den Beruf zur�ckging, den er sich gew�hlt hatte, war von einer Sekunde auf die andere verschwunden gewesen. Jetzt hatte nur noch gez�hlt, dass er der Letzte seiner Familie war � und vollkommen allein.</p><p>Vollkommen allein � bis er erkannt hatte, dass die Gef�hle, die er f�r die tapfere Elfen-Waldl�uferin an seiner Seite entwickelt hatte, erwidert wurden.</p><p>Als der schreckliche Kampf schlie�lich zu Ende war, hatte es f�r sie beide nur einen logischen Weg gegeben, den sie nehmen konnten. Trotz der entsetzten Stimmen, die sich sowohl aus Vereesas Volk als auch aus Rhonins magischer Zunft meldeten, hatten beide sich entschieden, sich niemals wieder zu trennen. Sie hatten ein Heiratsversprechen besiegelt und versucht, ein Leben zu beginnen, das so normal war, wie zwei Wesen ihrer so gegens�tzlichen Natur es in einer gespaltenen Welt nur irgend f�hren konnten.</p><p><emphasis>Nat�rlich</emphasis>, dachte der Magier bitter, <emphasis>sollte es f�r uns keinen Frieden geben</emphasis>.</p><p>Vereesa erhob sich in ihrem Bett, noch bevor er ihr helfen konnte. Selbst so kurz vor der Geburt, bewegte sich die Elfin flink und sicher. Sie fasste Rhonin an den Schultern und blickte ihm in die Augen.</p><p>�Ihr Zauberer! Immer seht ihr nur das Schlimmste! Und ich dachte, meine eigenen Leute w�ren tr�bsinnig! Mein Geliebter, dies wird eine gl�ckliche Geburt werden, ein gl�ckliches Paar Kinder! <emphasis>Wir</emphasis> werden daf�r sorgen, dass es so kommt!�</p><p>Er wusste, dass sie Recht hatte. Keiner von ihnen w�rde irgendetwas tun, das die Kinder in Gefahr brachte. Als sie den Zustand der Elfin erkannt hatten, hatten sie sofort ihre eigenen Bem�hungen um den Wiederaufbau der zertr�mmerten Allianz eingestellt und sich in einer der friedlichsten Regionen niedergelassen, die es noch gab � nahe dem zerst�rten Dalaran. Doch nicht zu nahe. Jetzt lebten sie in einem einfachen, aber nicht vollkommen bescheidenen Haus, und die Leute der in geringer Entfernung gelegenen Stadt achteten sie.</p><p>Die Gewissheit und Hoffnung seiner Frau versetzten den Magier noch immer in Staunen, wenn er bedachte, was sie selbst alles verloren hatte. Wenn Rhonin ein Loch in seinem Herzen gef�hlt hatte, nachdem ihm eine Familie genommen worden war, die er kaum noch gekannt hatte, so musste es bei Vereesa ein bodenloser Abgrund gewesen sein, der sich in ihrem Herzen auftat. Quel�Thalas, legend�rer noch � und gewiss sicherer � als selbst das von Magie regierte Dalaran, war vollkommen vernichtet worden. Elfische Festungen, seit Jahrhunderten von keiner feindlichen Hand ber�hrt, waren in nur wenigen Tagen gefallen, und ihr einst stolzes Volk war so einfach in die Reihen der Gei�el gepresst worden, als w�ren es nur Menschen gewesen. Zu den lebenden Leichen hatten auch mehrere Mitglieder von Vereesas fest zusammenhaltenden Clan geh�rt � und ein paar aus ihrer eigenen Familie.</p><p>Ihr Gro�vater hatte ihr von seinem verzweifelten Kampf erz�hlt, wie er versuchte, den grauenhaften Kadaver seines eigenen Sohnes zu vernichten, ihres Onkels. Von dem alten Mann hatte sie auch erfahren, wie ihr j�ngerer Bruder von einem hungrigen Mob Untoter unter der F�hrung ihres eigenen �lteren Bruders, den sp�ter die �berlebenden Verteidiger angez�ndet und zusammen mit dem Rest der Gei�el in den Flammen vernichtet hatten, zerfetzt worden war. Was mit ihren Eltern geschehen war, wusste bisher noch niemand, aber auch von ihnen nahm man an, dass sie nicht mehr am Leben waren.</p><p>Und was Rhonin ihr nicht erz�hlt hatte � und wahrscheinlich auch niemals erz�hlen w�rde �, waren die monstr�sen Ger�chte, die er �ber Sylvanas, eine der beiden Schwestern Vereesas, geh�rt hatte.</p><p>Vereesas andere Schwester, die gro�e Alleria, war w�hrend des Krieges gegen die Brennende Legion zur Heldin aufgestiegen. Aber Sylvanas, sie, der Rhonins Frau stets nachzueifern bem�ht gewesen war, hatte die Waldl�ufer in die Schlacht gegen den Verr�ter gef�hrt � Arthas, Prinz von Lordaeron. Einst die leuchtende Hoffnung seines Landes, nun der grauenhaften Diener von Legion und Gei�el, hatte er sein eigenes K�nigreich verw�stet und dann die untote Horde gegen die Elfenhauptstadt Silvermoon gef�hrt. Sylvanas hatte seinen Truppen immer wieder den Weg versperrt, und eine Zeit lang hatte es tats�chlich so ausgesehen, als w�rde sie ihn besiegen. Doch wo schlurfende Leichen, Unget�me und Abscheulichkeiten versagt hatten, hatte schlie�lich die finstere Nekromantie des verr�terischen Edelmannes den Sieg davon getragen.</p><p>Die offizielle Version besagte, Sylvanas sei tapfer im Kampf gefallen, als sie verhinderte, dass Arthas� Lakaien das Volk von Silvermoon abschlachteten. Die Anf�hrer der Elfen � sogar Vereesas Gro�vater � behaupteten, der Leichnam der Waldl�uferin sei in dem gleichen Feuer verbrannt, das die H�lfte der Hauptstadt verw�stete.</p><p>Doch w�hrend f�r Vereesa die Geschichte hier endete, hatte Rhonin durch Quellen unter den Kirin Tor und in Quel�Thalas Dinge erfahren, die ihn mit Entsetzen erf�llten. Ein �berlebender Waldl�ufer, von den Schrecken des Krieges seines Verstandes beraubt, hatte etwas davon gebrabbelt, dass seine Anf�hrerin nicht im Kampf gefallen, sondern gefangen genommen worden sei. Man h�tte sie schrecklich gefoltert und verst�mmelt und dann zuletzt zu Arthas� purem Vergn�gen get�tet. Schlie�lich h�tte der Prinz ihre Leiche in seinen dunklen Tempel gebracht und dort ihre Seele und ihren toten Leib verdorben und sie von einer heroischen Elfin in eine Botin des B�sen verwandelt � ein trauriges, klagendes Phantom, eine Banshee, die angeblich noch immer die Ruinen von Quel�Thalas durchstreifte.</p><p>Rhonin war bisher nicht in der Lage gewesen, diese Ger�chte auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu �berpr�fen, doch er war sich sicher, dass sie mehr als nur ein K�rnchen Wahrheit enthielten. Er betete, dass Vereesa diese Version niemals zu Ohren kommen w�rde.</p><p>So viele Trag�dien � es war kein Wunder, dass Rhonin seine Sorgen nicht abstreifen konnte, wenn es um seine neue Familie ging.</p><p>Er seufzte. �Vielleicht werde ich mich besser f�hlen, wenn sie erst einmal geboren sind. Ich bin wahrscheinlich nur nerv�s.�</p><p>�Womit du beweist, dass du ein f�rsorglicher Vater sein wirst�, erwiderte Vereesa von ihrem Bett aus. �Au�erdem stehen wir nicht alleine da. Jalia hilft sehr.�</p><p>Jalia war eine �ltere Frau mit einem drallen, runden Bauch. Sie hatte sechs Kinder zur Welt gebracht und bei Dutzenden Geburten als Hebamme Beistand geleistet. Rhonin war sich sicher gewesen, dass eine Menschenfrau einer Elfin nicht helfen wollen w�rde � noch dazu einer Elfin, die einen Zauberer zum Gemahl hatte �, aber Jalia hatte nur einen Blick auf Vereesa geworfen, und ihre m�tterlichen Instinkte waren durchgebrochen. Obwohl Rhonin sie gut f�r ihre Zeit entlohnte, hatte er den starken Verdacht, dass Jalia sich so oder so als Unterst�tzung angeboten h�tte, so lieb hatte sie seine Frau gewonnen.</p><p>�Ich nehme an, du hast Recht�, begann er. �Ich habe mir nur ��</p><p>Eine Stimme � eine sehr vertraute Stimme � f�llte pl�tzlich seinen Kopf aus. Eine Stimme, die ihm mit Gewissheit keine guten Nachrichten �berbrachte.</p><p><emphasis>Rhonin � ich brauche dich</emphasis> �</p><p>�Krasus?�, stie� der Magier hervor.</p><p>Vereesa setzte sich auf, und alle Freude war aus ihrem Gesicht verschwunden. �Krasus? Was ist mit ihm?�</p><p>Sie kannten beide den Meisterzauberer, ein Mitglied der Kirin Tor. Krasus war derjenige gewesen, der sie zusammengef�hrt hatte. Und er war auch derjenige gewesen, der ihnen damals nicht die volle Wahrheit �ber die Situation gesagt hatte, insbesondere, so weit es ihn selbst betraf. Erst unter dramatischen Umst�nden hatten sie entdeckt, dass er auch der Drache Korialstrasz war.</p><p>�Es � es ist Krasus�, war alles, was Rhonin in diesem Augenblick zu erwidern vermochte.</p><p>Rhonin � ich brauche dich �</p><p><emphasis>Ich werde dir nicht helfen!</emphasis>, antwortete der Magier sofort. <emphasis>Ich habe meinen Teil getan! Du wei�t, dass ich sie jetzt nicht allein lassen kann</emphasis>.</p><p>�Was will er?�, wollte Vereesa wissen. Wie Rhonin war auch ihr klar, dass Krasus nur dann mit ihnen Kontakt aufnahm, wenn sich irgendwo eine Krise anbahnte.</p><p>�Das ist doch gleichg�ltig. Er wird jedenfalls einen anderen finden m�ssen.�</p><p><emphasis>Bevor du mich abweist, erlaube mir, es dir zu zeigen</emphasis>, blieb die Stimme beharrlich. <emphasis>Erlaube mir, es euch beiden zu zeigen</emphasis> �</p><p>Bevor Rhonin protestieren konnte, durchstr�mten Bilder seinen Geist. Er erlebte noch einmal Krasus� Erstaunen, als der Herr der Zeit mit ihm Kontakt aufnahm, erkannte den Schrecken des Drachenmagiers, als ihm die Verzweiflung des Aspekts bewusst geworden war. Alles, was Krasus erfahren hatte, wurde nun von dem Zauberer und seiner Frau geteilt.</p><p>Zuletzt �berw�ltigte Krasus sie mit einem Bild jenes Ortes, von dem er glaubte, dass er der Ursprung von Nozdormus Not war: eine Region kalter, unwirtlicher, zerkl�fteter Berge.</p><p>Kalimdor.</p><p>Die Vision hatte nur ein Sekunden gedauert, aber als sie vorbei war, lie� sie Rhonin vollkommen ersch�pft zur�ck. Er h�rte ein Keuchen vom Bett her. Als er sich umwandte, fand der Magier Vereesa auf das Daunenkissen zur�ckgesunken.</p><p>Er trat sofort eilig auf sie zu, aber sie hob eine Hand und wischte seine Sorgen mit einer l�ssigen Bewegung fort. �Es geht mir gut! Bin nur � etwas au�er Atem. Gib mir einen Augenblick ��</p><p>Die Ewigkeit h�tte Rhonin f�r sie gegeben, aber f�r einen anderen hatte er nicht einmal eine Sekunde �brig. Der Zauberer beschwor das Bild von Krasus in seinem Kopf und antwortete: <emphasis>Such dir andere f�r deine Missionen! Diese Tage sind f�r mich endg�ltig vorbei! Ich muss mich jetzt um wichtigere Dinge k�mmern!</emphasis></p><p>Krasus entgegnete nichts, und Rhonin fragte sich, ob seine Antwort bereits gen�gt hatte, seinen einstigen G�nner dazu zu bringen, sich andere Helfer zu suchen. Er respektierte Krasus, mochte ihn sogar, aber jener Rhonin, nach dem der Drachenmagier verlangte, existierte nicht mehr. Nur seine Familie war ihm jetzt noch wichtig.</p><p>Doch zu seiner �berraschung begann die Person, von der er erwartet hatte, dass sie am bedingungslosesten zu ihm stehen w�rde, pl�tzlich zu murmeln: �Du musst nat�rlich sofort gehen.�</p><p>Er starrte Vereesa an. �Ich gehe nirgendwohin!�</p><p>Sie richtete sich wieder auf. �Aber du musst! Du hast gesehen, was ich gesehen habe. Er ruft dich nicht zu irgendeinem belanglosen Ausflug! Krasus macht sich gro�e Sorgen � und <emphasis>seine</emphasis>  Sorgen machen <emphasis>mir</emphasis> gro�e Angst.�</p><p>�Aber ich kann dich jetzt nicht verlassen!� Rhonin lie� sich neben ihr auf ein Knie niedersinken. �Ich werde dich und unsere Kinder nicht allein lassen!�</p><p>Ein Anflug ihrer Vergangenheit als Waldl�uferin strich �ber Vereesas Gesicht. Ihre Augen zogen sich gef�hrlich schmal zusammen und fixierten die mysteri�se Kraft � was immer es auch sein mochte �, die sie voneinander trennen wollte. �Und das Letzte, was ich mir w�nsche, ist, dass du dich in Gefahr begibst. Ich will den Vater meiner Kinder nicht opfern. Aber was wir gesehen haben, kann eine schreckliche Bedrohung f�r die Welt bedeuten, in die sie hinein geboren werden. Schon allein aus diesem Grund musst du gehen. W�re ich nicht in diesen Umst�nden, ich w�rde mit dir kommen, das wei�t du.�</p><p>�Nat�rlich wei� ich das.�</p><p>�Ich sage mir, dass er stark ist � Krasus. Sogar st�rker als Korialstrasz! Ich sage mir, dass ich dich nur gehen lasse, weil du und er zusammen sein werden. Du wei�t, er w�rde dich nicht fragen, wenn er dich nicht f�r f�hig hielte.�</p><p>Das stimmte. Drachen respektierten nur wenige sterbliche Wesen. Dass Krasus also in irgendeiner seiner Gestalten ihn um Hilfe ersuchte, bedeutete sehr viel � und als Verb�ndeter des Leviathans w�rde Rhonin besser gesch�tzt sein als irgendjemand sonst.</p><p>Was konnte schon schief gehen?</p><p>Rhonin nickte geschlagen. �In Ordnung. Ich gehe. Kommst du hier klar, bis Jalia da ist?�</p><p>�Mit meinem Bogen habe ich auf hundert Yards Orcs get�tet. Ich habe gegen Trolle, D�monen und mehr gek�mpft. Ich habe fast die ganze L�nge und Breite von Azeroth bereist � ja, mein Geliebter, ich glaube, ich komme klar, bis Jalia da ist.�</p><p>Er k�sste sie. �Dann sollte ich Krasus besser wissen lassen, dass ich komme. F�r einen Drachen ist er ein ziemlich ungeduldiger Geselle.�</p><p>�Er hat die Last der Welt auf seine Schultern genommen, Rhonin.�</p><p>Das machte es dem Zauberer auch nicht leichter. Ein altersloser Drache war sehr viel geeigneter, schreckliche Krisen zu bew�ltigen, als ein einfacher, sterblicher Magier, der gerade Vater wurde.</p><p>Rhonin konzentrierte sich auf ein Bild des Drachenmagiers und tastete mit seinem Geist nach seinem fr�heren G�nner. <emphasis>In Ordnung, Krasus. Ich helfe dir. Wo sollen wir uns tref</emphasis> �</p><p><emphasis>Finsternis umschloss</emphasis> den Zauberer. Aus weiter Ferne h�rte er Vereesas Stimme, die seinen Namen rief. Ein Gef�hl von Schwindel �berkam Rhonin.</p><p>Dann klapperten seine Stiefel pl�tzlich �ber harten Fels. Jeder Knochen in seinem Leib zitterte von dem Aufprall, und nur mit gro�er M�he konnte er verhindern, dass seine Beine nicht unter ihm nachgaben.</p><p>Er stand in einer gigantischen H�hle, die offensichtlich von mehr als nur den Launen der Natur geschaffen worden war. Das Dach war ein fast perfektes Oval und die W�nde irgendwann geschmolzen und so gegl�ttet worden. Eine d�mmrige Beleuchtung, deren Quelle nicht zu erkennen war, erm�glichte es, die einsame, in eine Robe gekleidete Gestalt auszumachen, die im Zentrum des gewaltigen Raumes wartete.</p><p>�Gut ��, gelang es Rhonin herauszubringen. �Ich nehme an, wir treffen uns hier.�</p><p>Krasus streckte eine seiner langen H�nde nach links aus. �Da ist ein Rucksack mit Proviant und Wasser f�r dich. Nimm ihn und folge mir.�</p><p>�Ich hatte kaum Gelegenheit, mich von meiner Frau zu verabschieden ��, knurrte Rhonin, w�hrend er den gro�en, ledernen Rucksack aufnahm und ihn sich �ber die linke Schulter warf.</p><p>�Du hast mein Mitgef�hl�, entgegnete der Drachenmagier, der bereits forschen Schrittes voraus schritt. �Ich habe bereits Vorkehrungen getroffen, damit sie nicht ohne Unterst�tzung ist. Es wird ihr an nichts fehlen, w�hrend wir fort sind.�</p><p>Krasus auch nur ein paar Sekunden lang zuzuh�ren, erinnerte Rhonin daran, wie oft der uralte Drachenmagier f�r ihn gedacht hatte, ohne die eigene Entscheidung des jungen Zauberers abzuwarten.</p><p>Der junge Zauberer folgte der gro�en, schlanken Gestalt zum Eingang der riesigen H�hle. Dass Krasus sein Allerheiligstes seit dem Krieg mit den Orcs an einen anderen Ort verlegt hatte, war Rhonin bekannt, nicht aber, wohin er gezogen war. Jetzt sah der Mensch, dass die H�hle eine vertraute Kette von Bergen �berblickte, die gar nicht so weit von seinem eigenen Zuhause entfernt lag. Im Unterschied zu ihren d�steren Gegenst�cken in Kalimdor, besa�en diese Berge eine majest�tische Sch�nheit und vermittelten nicht das Gef�hl von Angst.</p><p>�Wir sind ja fast Nachbarn�, merkte der Mensch trocken an.</p><p>�Ein Zufall. Aber ein Zufall, der es mir erm�glichte, dich hierher zu bringen. H�tte ich versucht, dich von der H�hle meiner K�nigin aus zu rufen, w�re die notwendige magische Arbeit sehr viel aufw�ndiger gewesen, und ich m�chte so viel von meiner Kraft erhalten wie nur irgend m�glich.�</p><p>Sein Tonfall nahm Rhonin alle Feindseligkeit. Er hatte noch nie so viel Sorge in Krasus� Stimme geh�rt. �Du sprachst von Nozdormu, dem Aspekt der Zeit. Ist es dir gelungen, wieder mit ihm in Kontakt zu treten?�</p><p>�Nein � und darum m�ssen wir alle nur erdenklichen Vorsichtsma�regeln beachten. Um genau zu sein, wir d�rfen keine Magie benutzen, um uns an unseren Zielort zu begeben. Wir werden fliegen m�ssen.�</p><p>�Aber wenn wir keine Magie benutzen, wie k�nnen wir dann �?�</p><p>Krasus� ausgestreckte Arme begannen bereits, sich zu verwandeln. Sie entwickelten Schuppen und Krallen, w�hrend der K�rper des Drachenmagiers schnell in H�he und Breite wuchs und ledrige Fl�gel ausbildete. Krasus� schmales Gesicht streckte und verbog sich, wurde reptilisch.</p><p>�Nat�rlich�, murmelte Rhonin. �Wie dumm von mir.�</p><p>Korialstrasz der Drache blickte auf seinen winzigen Gef�hrten herab.</p><p>�Steig auf, Rhonin. Wir m�ssen uns auf den Weg machen.�</p><p>Widerwillig gehorchte der Zauberer und erinnerte sich von fr�herer Gelegenheit her an die beste Art, sich auf dem R�cken eines Drachen niederzulassen. Er lie� seine F��e unter rote Schuppen gleiten, dann hockte er sich geduckt hinter den sehnigen, kraftvollen Hals des Leviathans. Seine Finger krallten sich in weitere Schuppen. Obwohl Rhonin klar war, dass Korialstrasz sein Bestes tun w�rde, um zu verhindern, dass sein Sch�tzling abrutschte, wollte er kein Risiko eingehen. Niemand konnte voraussagen, was selbst einem Drachen am Himmel widerfahren mochte.</p><p>Die gro�en Hautschwingen flatterten einmal, zweimal, dann erhob sich der Drache mit seinem Reiter pl�tzlich hoch in den Himmel. Mit jedem Fl�gelschlag lie� er Meilen hinter sich zur�ck. Korialstrasz flog m�helos davon, und Rhonin konnte sp�ren, wie das Blut durch den K�rper des Giganten raste. Obwohl er einen gro�en Teil seiner Zeit in der Maske des Krasus verbrachte, f�hlte sich der Drache ganz offensichtlich in den L�ften am wohlsten.</p><p>Kalte Luft umpeitschte Rhonins Kopf, und der Zauberer w�nschte sich, er h�tte wenigstens noch Gelegenheit gehabt, sich umzuziehen. Der Reisemantel w�re ihm jetzt sehr dienlich gewesen. Er griff nach hinten und versuchte, seine Jacke hochzuziehen � nur um zu entdecken, dass das Kleidungsst�ck pl�tzlich eine Kapuze hatte.</p><p>Als er an sich herab blickte, erkannte Rhonin, dass er tats�chlich den dunkelblauen Reisemantel und anderes, an das er gerade gedacht hatte, �ber Hemd und Hose trug. Ohne auch nur ein Wort zu verlieren, hatte sein riesenhafter Gef�hrte seine sp�rliche Kleidung aufgewertet.</p><p>Die Kapuze tief �ber das Gesicht gezogen, dachte Rhonin �ber das nach, was vor ihnen lag. Was konnte den Herrn der Zeit so sehr entsetzen? Die Bedrohung klang nach etwas Akutem von katastrophalem Ausma� � und nach etwas, gegen das ein sterblicher Zauberer kaum etwas w�rde ausrichten k�nnen.</p><p>Und doch hatte sich Korialstrasz an ihn gewandt �</p><p>Rhonin hoffte, sich als w�rdig zu erweisen, nicht nur um des Drachens Willen, sondern auch in Hinblick auf seine wachsende Familie.</p><empty-line/><p>So unm�glich es auch erschien, irgendwann w�hrend des Fluges schlief Rhonin ein. Aber selbst dann st�rzte er nicht von seinem Sitz im Nacken der Flugechse in den sicheren Tod. Korialstrasz hatte nat�rlich, was das anging, irgendetwas damit zu tun, auch wenn der Drache allem Anschein nach v�llig unbek�mmert dahin flog.</p><p>Die Sonne war fast schon untergegangen, als der Zauberer wieder aus seinem D�mmerschlaf erwachte. Rhonin wollte seinen Gef�hrten gerade fragen, ob er vorhabe, die ganze Nacht durch zu fliegen, als Korialstrasz begann, in den Sinkflug �berzugehen. Der Magier sah nur Wasser unter sich, die Gro�e See. Er konnte sich nicht erinnern, je geh�rt zu haben, dass rote Drachen begeisterte Schwimmer seien. Hatte Korialstrasz ernsthaft vor, wie eine Ente auf dem Wasser zu landen?</p><p>Einen Augenblick sp�ter wurde seine Frage beantwortet. In der Ferne erschien ein dunkler Felsen. Nein � kein simpler Felsen, eine <emphasis>Insel</emphasis>, der es fast v�llig an Vegetation fehlte.</p><p>Ein Gef�hl von Angst beschlich Rhonin, wie er es fr�her schon einmal versp�rt hatte � als er das Meer auf seinem Weg ins Land Khaz Modan �berquert hatte. Damals war er mit zwergischen Greifenreitern unterwegs gewesen, und die Insel, die sie �berflogen hatten, war Tol Barad gewesen, ein verfluchter Ort, den die Orcs schon fr�h �berrannt hatten. Die Bewohner der Insel waren alle ermordet, ihre Heimat verw�stet worden, und die hochsensiblen Sinne des Zauberers hatten gef�hlt, wie ihre Seelen nach Rache d�rsteten.</p><p>Jetzt erfuhr er wieder jenes Gef�hl schrecklicher, unh�rbarer Wehklagen.</p><p>Rhonin schrie den Drachen an, aber entweder riss ihm der Wind die Stimme fort, oder Korialstrasz entschied sich, ihn zu �berh�ren. Langsam gingen sie auf der Insel nieder.</p><p>Sie landeten auf einem kleinen Berg, der eine Reihe von im Schatten liegender, zerst�rter Geb�ude �berragte. Zu klein f�r eine Stadt, fand Rhonin, und er nahm an, dass es fr�her einmal ein Fort gewesen sein musste oder ein umfriedeter Wohnsitz. Auf jeden Fall boten die Ruinen ein beunruhigendes Bild, das die Sorgen des Zauberers nur noch mehrte.</p><p>�Wann werden wir unseren Weg fortsetzen?�, fragte er Korialstrasz und hoffte immer noch, dass der Drache nur vorhatte, f�r ein paar Minuten Rast einzulegen, ehe sie weiter nach Kalimdor flogen.</p><p>�Nicht vor Sonnenaufgang. Um Kalimdor zu erreichen, m�ssen wir in der N�he des Mahlstroms vorbei, und daf�r werden wir unseren wachen Geist und frische Kr�fte ben�tigen. Dies ist die einzige Insel, die ich im Umkreis fand.�</p><p>�Wie hei�t sie?�</p><p>�Dieses Wissen ist nicht das meine.�</p><p>Korialstrasz beugte sich tief hinab und erlaubte es Rhonin so, abzusteigen. Der Zauberer entfernte sich gerade weit genug von seinem Gef�hrten, um einen letzten Blick auf die Ruinen erhaschen zu k�nnen, bevor die Finsternis sie verschlang.</p><p>�Etwas Tragisches ist hier geschehen�, sagte Korialstrasz pl�tzlich.</p><p>�Du sp�rst es auch?�</p><p>�Ja � doch was es ist, vermag ich nicht zu sagen. Wie auch immer, hier oben sollten wir sicher sein, und ich habe nicht die Absicht, mich zu verwandeln.�</p><p>Das beruhigte Rhonin ein wenig. Er entschied sich, so nahe wie m�glich bei dem Drachen zu bleiben. Trotz seines tollk�hnen Rufs war der Zauberer kein Narr. Nichts konnte ihn hinunter in diese Ruinen locken.</p><p>Sein gigantischer Kamerad schlief beinahe sofort ein und lie� einen viel zu aufgeregten Rhonin zur�ck, der in den Nachthimmel starrte. Vereesas Bild erf�llte seine Gedanken. Die Zwillinge w�rden nicht mehr lange auf sich warten lassen, und er hoffte, ihre Ankunft durch diese Mission nicht zu verpassen. Geburt war eine ganz eigene Form von Magie, eine, die Rhonin niemals h�tte meistern k�nnen.</p><p>Die Gedanken an seine Familie entspannten den Magier ein wenig, und bevor er es bemerkte, war er doch noch in tiefen Schlummer gesunken. Dort leisteten Vereesa und die noch ungeborenen Zwillinge ihm weiterhin liebevolle Gesellschaft, obwohl er seine Spr�sslinge niemals klar als m�nnlich oder weiblich einzuordnen vermochte.</p><p>Vereesa verschwand in den Hintergrund und lie� Rhonin mit den Zwillingen zur�ck. Sie riefen nach ihm, flehten ihn an, zu ihnen zu kommen. In seinen Tr�umen begann er zu laufen, �ber eine weite Ebene zu rennen. Die Kinder wurden immer fernere Schattenrisse am Horizont. Was als ein Spiel begonnen hatte, wurde zur wilden Jagd. Die zun�chst gl�cklichen Rufe f�llten sich mit Angst. Rhonins Kinder brauchten ihn, aber erst musste er sie finden � und zwar <emphasis>rasch</emphasis>.</p><p>�Vater! Vater!�, klangen die Stimmen.</p><p>�Wo seid ihr? Wo seid ihr?� Der Zauberer k�mpfte sich durch ein Gewirr von Zweigen, das nur noch dichter zu werden schien, je entschlossener er sich vorank�mpfte. Endlich brach er durch und fand sich vor einer hoch aufragenden Burg wieder.</p><p>Und von oben riefen wieder die Kinder. Er sah ihre fernen Gestalten, ihre Arme, die sich ihm flehentlich entgegen streckten. Rhonin wob einen Zauber, um sich in die Luft zu erheben, aber als er dies tat, wuchs die Burg und hielt mit seinem Bem�hungen Schritt.</p><p>Frustriert konzentrierte er sich darauf, schneller aufzusteigen.</p><p>�Vater! Vater!�, schrillten die Stimmen, jetzt ein wenig vom Wind verzerrt.</p><p>Schlie�lich erreichte er das Turmfenster, wo die Beiden ihn erwarteten. Mit ihren Armen versuchten sie, die Entfernung zu Rhonin zu �berbr�cken. Ihre Finger waren nur noch wenige Zoll von den seinen entfernt �</p><p>Doch pl�tzlich polterte eine riesige Gestalt in die Burg und lie� sie in ihren Grundfesten erzittern. Rhonin und seine Kinder taumelten in schnellem Sturz zur Erde hinab. Rhonin versuchte verzweifelt, die Zwillinge zu retten, aber eine monstr�se, ledrige Hand fing ihn auf und trug ihn davon.</p><p>�Wach auf! Wach auf!�</p><p>Der Kopf des Zauberers pochte. Alles um ihn herum begann sich zu drehen. Die Hand verlor ihren Halt um ihn, und wieder begann er zu st�rzen.</p><p>�Rhonin! Wo auch immer du bist! Wach auf!�</p><p>Unter ihm eilten zwei schattenhafte Gestalten heran, um ihn aufzufangen � seine Kinder, die nun versuchten, <emphasis>sein</emphasis> Leben zu retten. Rhonin l�chelte dem Paar zu, und es l�chelte zur�ck.</p><p>L�chelte zur�ck mit rasiermesserscharfen, t�ckischen Z�hnen.</p><p>Und gerade noch rechtzeitig <emphasis>erwachte</emphasis> Rhonin.</p><p>Statt zu fallen, lag er auf dem R�cken. Die Sterne �ber ihm enth�llten, dass er sich in der dachlose Ruine eines Geb�udes befand. Modrig-feuchter Gestank attackierte seinen Geruchssinn, und ein aggressiver, zischender Laut drang an sein Geh�r.</p><p>Er hob den Kopf- und starrte in eine Alptraum-Fratze.</p><p>H�tte jemand einen menschlichen Totensch�del genommen, ihn in geschmolzenes Wachs getaucht und dieses dann ungehemmt abtropfen lassen, w�re es dem schockierenden Anblick, der Rhonin erwartete, ziemlich nahe gekommen. Und h�tte man diesem Gebilde noch lange, spitze Z�hne, sowie rote, seelenlose, hungrig stierende Augen hinzugef�gt, w�re das Bild h�llischen Grauens perfekt gewesen.</p><p>Es kam auf viel zu langen Beinen auf ihn zu und holte mit knochigen Armen aus. Diese endeten in drei langen, gebogenen Fingern, welche sich tief in den bereits verw�steten Stein gruben. Die makabre Gestalt trug die zerfetzten �berreste eines einst k�niglichen Mantels. Sie war so d�nn, dass Rhonin zuerst glaubte, sie bes��e �berhaupt kein Fleisch, aber dann sah er eine fast durchsichtige Hautschicht, die die Rippen und andere sichtbare Bereiche �berzog.</p><p>Der Zauberer war auf die Beine gesprungen und stolperte zur�ck, als die Monstrosit�t gerade nach seinem Fu� grabschte. Das schleimverkrustete Maul �ffnete sich, doch statt eines Fauchens oder Schreis ert�nte eine kindliche Stimme.</p><p>�Vater!�</p><p>Die gleiche Stimme wie in Rhonins Traum.</p><p>Er schauderte angesichts eines solchen Lautes aus der Kehle eines Ghouls, aber gleichzeitig weckte der Ruf einen unwiderstehlichen Drang in ihm. Wieder war ihm, als riefen tats�chlich seine eigenen Kinder nach ihm � was absolut unm�glich schien.</p><p>Ein Br�llen, das die Erde erzittern lie�, erf�llte pl�tzlich das zerst�rte Geb�ude. Rhonin erwachte wie aus einer Trance, zeigte auf das Unget�m und murmelte ein paar Worte.</p><p>Ein Ring aus Feuer flammte um das bleiche Wesen herum auf, das jetzt schrie. Es erhob sich so hoch, wie seine ungelenken Glieder es ihm erm�glichten und versuchte, den Flammen zu entkommen.</p><p>�Rhonin!�, rief von drau�en Korialstrasz. �Wo bist du?�</p><p>�Hier! Hier drin! Ein Haus, das kein Dach mehr hat!�</p><p>Noch w�hrend der Magier sprach, durchbrach die hagere Gestalt pl�tzlich das Feuer.</p><p>Flammen leckten an einem halben Dutzend Stellen ihres d�rren Leibes. Sie �ffnete ihr Maul weiter, als es h�tte m�glich sein d�rfen � weit genug jedenfalls, um Rhonins Kopf zu verschlingen.</p><p>Bevor der Magier einen weiteren Zauber wirken konnte, verdunkelte ein riesiger Schatten die Sterne, und eine gigantische Pranke traf die teuflische Bestie. Mit einem weiteren Schrei flog der brennende Schrecken durch den Raum und krachte mit solcher Gewalt gegen eine Wand, dass um ihn herum Steine nieder prasselten.</p><p>Ein Sto� Drachenfeuer beendete, was Rhonins Zauber begonnen hatte.</p><p>Der Gestank �berw�ltigte den Magier beinahe. Er hielt sich einen �rmel vor Nase und Mund und sah zu, wie Korialstrasz landete.</p><p>�Was � was f�r ein Ding war das?�, keuchte Rhonin irgendwann.</p><p>Selbst im Dunkeln konnte er den Ekel des Leviathans erkennen. �Ich glaube � es geh�rte einmal zu jenen, die diesen Ort ihr Zuhause nannten.�</p><p>Rhonin betrachtet die verkohlte Gestalt. �<emphasis>Das</emphasis> war einmal ein Mensch? Wie ist das m�glich?�</p><p>�Du hast das Grauen gesehen, das die Untote Gei�el w�hrend des Kampfes gegen die Brennende Legion entfesselte. Damit er�brigt sich jede Frage.�</p><p>�Haben <emphasis>sie</emphasis> das getan?�</p><p>Korialstrasz atmete schwer aus. Offensichtlich war er �ber diese Begegnung ebenso verst�rt wie Rhonin selbst. �Nein � dies ist viel �lter � und entspringt einem sogar noch unheiligeren Akt, als ihn der Totenk�nig jemals zelebrierte.�</p><p>�Kras � Korialstrasz! Es ist in meine Tr�ume eingedrungen, hat sie manipuliert!�</p><p>�Ja, die anderen haben das Gleiche mit mir versucht ��</p><p>�<emphasis>Andere</emphasis>?� Rhonin blickte sich um, w�hrend sich auf seinen Lippen bereits ein neuer Zauber formte. Inzwischen war er �berzeugt, dass es in den Ruinen von Monstern nur so wimmelte.</p><p>�Wir sind sicher � f�r den Augenblick. Ein paar von ihnen sind jetzt weniger als das, was von deinem Freund hier �brig geblieben ist, und der Rest hat sich in alle Spalten und Winkel der Ruinen verkrochen. Ich glaube, unter der Erde gibt es Katakomben, und dort schlafen sie, wenn sie nicht gerade auf Beutezug sind.�</p><p>�Hier k�nnen wir nicht bleiben.�</p><p>�Nein�, stimmte der Drache zu. �K�nnen wir nicht. Wir m�ssen weiter nach Kalimdor.�</p><p>Er beugte seinen R�cken auf den Boden hinab, damit Rhonin aufsteigen konnte. Wenig sp�ter schlug er mit den Fl�geln, und das ungleiche Paar erhob sich in den n�chtlichen Himmel.</p><p>�Wenn wir unsere Mission erf�llt haben, werde ich zur�ckkehren und dem Grauen hier ein Ende setzen�, versprach Korialstrasz. In einem weicheren Tonfall f�gte er hinzu: �Es gibt schon genug Abscheuliches auf der Welt.�</p><p>Rhonin antwortete ihm nicht. Stattdessen warf er einen letzten Blick nach unten. Er mochte es sich nur einbilden, aber er glaubte zu sehen, wie weitere Ghoule, nun, da der Drache verschwunden war, aus den Ruinen hervor krochen. Tats�chlich schien es ihm, als sammelten sie sich zu Dutzenden und starrten alle hungrig empor � auf den Zauberer.</p><p>Er riss seinen Blick von ihnen los und freute sich tats�chlich, auf dem Weg nach Kalimdor zu sein. Ganz gewiss konnte sie das, was sie dort erwartete, nach einer Nacht wie dieser nicht mehr schrecken.</p><p>Ganz gewiss nicht �</p></section><section><title><p>3</p></title><p>Korialstrasz erreichte die K�ste von Kalimdor sp�t am Tage. Er und Rhonin legten nur eine kurze Rast ein, um etwas zu essen � der Drache nahm seine Kost au�er Sichtweite des Zauberers ein �, dann setzten sie den Weg zu der fernen Bergkette fort, die einen gro�en Teil der westlichen Regionen des Landes bedeckte. Korialstrasz flog mit zunehmender Entschlossenheit, je n�her sie ihrem Ziel kamen. Er hatte Rhonin nicht gesagt, dass er immer wieder versucht hatte, mit Nozdormu in Kontakt zu treten � und dass dem kein Erfolg beschieden gewesen war. Bald jedoch w�rde es darauf nicht mehr ankommen, denn sie w�rden aus erster Hand erfahren, was den Aspekt der Zeit so entsetzt hatte.</p><p>�Der Berg da!�, schrie Rhonin. Obwohl er wieder geschlafen hatte, f�hlte er sich kaum erfrischt. Dunkle Bilder der b�sen Insel hatten seine Tr�ume heimgesucht. �Den Berg erkenne ich wieder!�</p><p>Der Drache nickte. Es war die letzte Landmarke vor ihrem Ziel. Auch wenn er die Spitze nicht zur gleichen Zeit wie sein Reiter gesehen h�tte, w�re ihm nicht die <emphasis>Falschheit</emphasis> im Gewebe der Realit�t entgangen � und das bedeutete, dass sie tats�chlich etwas Schreckliches erwartete.</p><p>Trotz dieser Gewissheit wurde der Leviathan sogar noch schneller. Er hatte keine andere Wahl. Was auch immer vor ihnen lag, die einzigen, die eine Katastrophe verhindern konnten, waren er und die winzige menschliche Gestalt, die er auf seinem R�cken trug.</p><p>Doch w�hrend die scharfen Augen von Mensch und Drache das Ziel erkannt hatten, bemerkten sie nicht die Augen, die wiederum sie ersp�hten.</p><p>�Ein roter Drache ��, grollte der Orc. �Ein roter Drache mit einem Reiter ��</p><p>�Geh�rt er zu uns, Brox?�, fragte sein Begleiter. �Noch ein Orc?�</p><p>Brox grunzte seinen Gef�hrten an. Der andere Orc war jung, zu jung, um im Krieg gegen die Legion von gro�em Nutzen gewesen zu sein, und er konnte sich mit Sicherheit nicht an die Zeit erinnern, als es Orcs gewesen waren und nicht Menschen, die solche Bestien geritten hatten. Gaskai kannte nur die Geschichten, die Legenden. �Gaskai, du Narr, wenn ein Drache heutzutage einen Orc tragen w�rde, dann nur in seinem Bauch!�</p><p>Gaskai zuckte nur gleichg�ltig die Schultern. Jeder Zoll seines K�rpers war stolzer Orc-Krieger � gro� und muskul�s mit einer z�hen, gr�nlichen Haut und zwei riesigen Sto�z�hnen, die aus seinem Unterkiefer nach oben ragten. Er hatte die breite Nase und die dichten, buschigen Augenbrauen eines Orcs, und seine dunkle Haarm�hne hing zwischen den Schultern herab. In einer fleischigen Hand hielt Gaskai eine riesige Streitaxt, w�hrend die andere um den Riemen seines Ziegenlederrucksacks geschlossen war. Wie Brox war auch er in einen dicken Fellmantel gekleidet, unter dem er einen Leder-Kilt und Sandalen trug, die mit Stoff umwickelt waren, um die K�rperw�rme zu bewahren. Die Orcs waren ein hartgesottenes Volk, das in jedem Element �berleben konnte. Aber in diesen unwirtlichen Bergen hier mussten selbst sie alles tun, um sich zu wappnen.</p><p>Auch Brox war ein stolzer Krieger, aber die Zeit hatte ihm Wunden geschlagen, wie kein anderer Feind es vermocht h�tte. Er war mehrere Zoll kleiner als Gaskai, was teilweise an seinem vom Alter gebeugten R�cken lag. Die M�hne des Kriegsveteranen war d�nn geworden und begann zu ergrauen. Narben und Altersfalten suchten sein breites, bulliges Gesicht heim, und im Unterschied zu seinem jugendlichen Gef�hrten war der st�ndige Ausdruck von Eifer auf seinem Gesicht einem nachdenklichen Misstrauen und stets gegenw�rtigen Ersch�pfung gewichen.</p><p>Seine abgenutzte Streitaxt fest umklammert, stapfte Brox durch den tiefen Schnee. �Die sind dorthin unterwegs, wohin wir auch wollen.�</p><p>�Woher wei�t du das?�</p><p>�Wo sollten die sonst hin?�</p><p>Da er kein Gegenargument fand, hielt Gaskal den Mund und gab Brox die Chance, �ber den Grund nachzudenken, der sie beide an diesen trostlosen Ort gef�hrt hatte.</p><p>Er war nicht dabei gewesen, als der alte Schamane bei Thrall erschien und um eine sofortige Audienz ersuchte. Aber er hatte Details dieser Begegnung erfahren. Nat�rlich hatte Thrall ihn sofort ausgeschickt, denn er hatte gro�en Respekt vor den alten Wegen und betrachtete Kalthar als einen weisen Berater. Wenn Kalthar ihn sofort zu sprechen w�nschte, musste es daf�r einen sehr guten Grund geben.</p><p>Oder einen sehr schlechten.</p><empty-line/><p>Zwei von Thralls Wachen st�tzten den gebrechlichen Kalthar, als er eintrat und auf dem Boden vor dem hoch aufragenden Kriegsh�uptling Platz nahm. Aus Respekt vor dem alten Schamanen setzte sich Thrall ebenfalls auf den Boden, damit sich ihre Augen auf gleicher H�he treffen konnten. �ber Thralls gekreuzten Beinen lag der riesige Kriegshammer mit dem schweren Kopf seit Generationen die Gei�el aller Feinde der Horde. Der neue Kriegsh�uptling der Orcs war breitschultrig, muskul�s und f�r seine Stellung relativ jung. Doch niemand stellte Thralls F�higkeiten als Anf�hrer in Frage. Er hatte die Orcs aus den Lagern, in denen man sie wie Vieh zusammengepfercht hatte, befreit und ihnen ihre Ehre und ihren Stolz zur�ckgegeben.</p><p>Er hatte einen Pakt mit den Menschen geschlossen und es der Horde so erst erm�glicht, ein neues Leben zu beginnen. Das Volk sang bereits Lieder �ber ihn, die man von Generation zu Generation weiterreichen w�rde.</p><p>In seine schwarze, mit Symbolen verzierte R�stung gekleidet, die er zusammen mit dem riesigen Hammer von seinem Vorg�nger, dem legend�ren Orgrim Doomhammer, geerbt hatte, senkte der H�chste aller Krieger den Kopf und fragte dem�tig: �Wie kann ich Euch zu Diensten sein, gro�er Schamane, der Ihr mich mit Eurer Gegenwart ehrt?�</p><p>�Indem Ihr nur zuh�rt�, erwiderte Kalthar. �Und indem Ihr <emphasis>wirklich</emphasis> zuh�rt.�</p><p>Der Kriegsh�uptling mit dem ausgepr�gten Kinn lehnte sich vor. Seine erstaunlichen und seltenen blauen Augen � die von den Seinen als ein Zeichen des Schicksals betrachtet wurden � verengten sich vor angespannter Erwartung. Auf seinem Weg vom Sklaven und Gladiator zum Herrscher hatte Thrall den Pfad des Schamanen studiert und selbst schamanische K�nste gemeistert. Er begriff sofort, dass Kalthar einen triftigen Grund haben musste, so zu sprechen, er zischte leicht. Die K�nigin zog ihre Finger zur�ck. Auf ihrem perfekten Gesicht lag ein merkw�rdig zufriedener Ausdruck. �Warum habt Ihr die Quelle dann nicht von diesen �u�eren St�rungen getrennt? Das w�rde Eure Arbeit wesentlich vereinfachen.�</p><p>Lord Xavius �ffnete den Mund, um ihr zu erkl�ren, weshalb der Charakter der Zauber, die die Hochgeborenen wirkten, dies nicht zulie�, begriff dann jedoch, dass er kein wirklich gutes Gegenargument zu ihrem Einfall hatte. The ein einzelnes Medaillon, auf dem golden eine Axt und ein Hammer eingraviert waren. Seine Augen verrieten die rasche Auffassungsgabe und die Intelligenz, die ihn als einen f�higen Anf�hrer auswiesen. Als er sich bewegte, tat er dies nicht mit tierischer Orc-Kraft, sondern mit einer flie�enden Geschmeidigkeit und Haltung, die besser zu einem Menschen oder einem Elf gepasst h�tten.</p><p>�Das riecht nach Magie�, knurrte er. �Nach m�chtiger Magie. Etwas f�r Zauberer � vielleicht.�</p><p>�M�glicherweise wissen sie schon davon�, erwiderte Kalthar. �Aber wir k�nnen es uns nicht leisten, auf sie zu warten, gro�er Kriegsh�uptling.�</p><p>Thrall verstand. �Ihr wollt, dass ich jemanden an den Ort entsende, den Ihr geschaut habt?�</p><p>�Das w�rde mir am kl�gsten erscheinen. So k�nnten wir zumindest in Erfahrung bringen, womit wir es genau zu tun haben.�</p><p>Der Kriegsh�uptling rieb sich das Kinn. �Ich glaube, ich wei�, wen ich entsenden werde. Einen guten Krieger.� Er blickte die Wachen an. �Brox! Bringt sofort Brox zu mir!�</p><empty-line/><p>Und so war Brox in seine Mission eingeweiht worden. Thrall hatte gro�en Respekt vor Brox, denn der �ltere Krieger war ein Held des letzten Krieges, der einzige �berlebende einer Schar tapferer Krieger, die einen wichtigen Pass gegen die D�monen gehalten hatten. Mit seiner Streitaxt hatte Brox die Sch�del von mehr als einem Dutzend der feurigen Feinde gespalten. Sein letzter Kamerad starb gerade als lebende Fackel, als endlich Verst�rkung eintraf und die Lage rettete. Blutverschmiert und einsam inmitten des Gemetzels stehend, erschien Brox den Ank�mmlingen wie eine Vision aus den alten Geschichten ihres Volkes. Sein Name wurde fast ebenso hoch verehrt wie der von Thrall.</p><p>Aber es war mehr als der Name des Veteranen, was ihm den Respekt des Kriegsh�uptlings eingetragen und Thrall dazu bewegt hatte, sich f�r ihn zu entscheiden. Thrall wusste, dass Brox, wie er selbst, ein Krieger war, der nicht nur mit seinem Arm, sondern auch mit seinem Verstand focht. Der Orc-Herrscher konnte keine Armee in die Berge entsenden. Er musste die Mission einem oder zwei geschickten Kriegern anvertrauen, die ihm dann ihre Erkenntnisse vermitteln konnten.</p><p>Gaskal wurde ausgew�hlt, um Brox zu begleiten, weil er immer wieder sein Geschick im Kampf und seinen absoluten Gehorsam bewiesen hatte. Der j�ngere Orc geh�rte zu der neuen Generation, die in relativem Frieden mit den anderen V�lkern aufwachsen w�rde. Brox war froh, diesen f�higen Krieger an seiner Seite zu haben.</p><p>Der Schamane hatte den Weg durch die Berge so perfekt beschrieben, dass das Paar seinem Zeitplan weit voraus war. Nach Brox� Einsch�tzung musste ihr Ziel direkt hinter dem n�chsten Kamm liegen � genau dort, wo Drache und Reiter verschwunden waren.</p><p>Brox� Griff um die Axt schloss sich fester. Die Orcs hatten sich zum Frieden bekannt, aber er und Gaskai w�rden, wenn n�tig, k�mpfen � selbst, wenn dies ihren sicheren Tod bedeuten mochte.</p><p>Der alte Krieger unterdr�ckte das grimmige L�cheln, das sich ihm beim letzten Gedanken um den Mund hatte legen wollen. Ja, er w�re bereit, bis zum Tod zu k�mpfen. Denn Brox litt unter einem schrecklichen Gef�hl der Schuld, die seit jenem Tag im Pass an seiner Seele nagte.</p><p>Sie waren alle get�tet worden, alle au�er Brox, und er konnte es nicht verstehen. Er f�hlte sich schuldig, weil er noch am Leben � weil er nicht tapfer mit seinen Kameraden gestorben war. F�r ihn war der Umstand, dass <emphasis>er</emphasis> weiterlebte, ein Quell ewiger Schande. Er hatte nicht, wie die anderen, sein Bestes gegeben. Seit dieser Zeit hatte er gewartet und auf eine Gelegenheit gehofft, seine Schuld einzul�sen. Seine Schuld einzul�sen � und zu sterben.</p><p>Nun hatte das Schicksal ihm vielleicht die ersehnte Chance geliefert.</p><p>�Weiter!�, befahl er Gaskai. �Wir k�nnen sie erreichen, bevor sie es sich bequem gemacht haben!� Jetzt erlaubte er sich ein breites Grinsen, das sein Kamerad als typische Orc-Begeisterung auffassen w�rde. �Und wenn sie uns irgendwelchen �rger machen, werden sie meinen, es mit der ganzen Horde zu tun bekommen zu haben!�</p><p>W�hrend die Insel der vergangenen Nacht wie ein unheilvoller Ort erschienen war, f�hlte sich der Bergpass, in den sie nun hineinsanken, einfach <emphasis>falsch</emphasis> an. Das war das treffendste Wort, das Rhonin einfiel, um die Gef�hle zu beschreiben, die ihn durchstr�mten. Was auch immer sie suchten � es h�tte nicht existieren d�rfen. Es war, als habe das Gewebe der Realit�t selbst einen schrecklichen Fehler begangen �</p><p>Dieses Gef�hl war ungeheuer intensiv, und der Zauberer, der sich jedem nur vorstellbaren Alptraum gestellt hatte, wollte fortan nur noch eines: dass der Drache sofort umkehrte. Er sagte jedoch nichts und erinnerte sich daran, wie er schon auf der Insel seine Unsicherheit zum Ausdruck gebracht hatte. Vielleicht bereute Korialstrasz ja bereits, dass er ihn mitgenommen hatte.</p><p>Das rote Unget�m bog seine Schwingen, als es auf die Erde niederging. Seine gigantischen Pranken sanken in den Schnee und suchten einen m�glichst sicheren Bereich zum Landen.</p><p>Rhonin klammerte sich fest am Nacken des Drachen. Er f�hlte jede Vibration und hoffte, dass seine H�nde ihn nicht im Stich lassen w�rden. Sein Rucksack schlug gegen seinen R�cken, pr�gelte auf ihn ein.</p><p>Endlich kam Korialstrasz zum Stehen. Das reptilische Gesicht wandte sich dem Zauberer zu. �Geht es dir gut?�</p><p>�Den � den Umst�nden entsprechend!�, keuchte Rhonin. Er war fr�her schon auf Drachen geflogen, aber noch nie eine so weite Strecke.</p><p>Entweder wusste Korialstrasz, dass sein Passagier noch ersch�pft war, oder auch der Drache selbst ben�tigte eine Pause nach dem gewaltigen Flug. �Wir werden ein paar Stunden hier bleiben, unsere Kr�fte sammeln. Ich nehme keine Ver�nderung in den Emanationen des � Ph�nomens wahr. Wir sollten genug Zeit haben, uns zu erholen. Das ist jetzt wahrscheinlich das Kl�gste.�</p><p>�Was das angeht, werde ich mich nicht mit dir streiten�, antwortete Rhonin und glitt vom R�cken des Giganten.</p><p>Der Wind blies schroff durch die Berge, und die hohen Spitzen warfen viel Schatten. Aber mit ein wenig Magie und im Schutze eines Fels�berhangs gelang es dem Zauberer, sich warm genug zu halten. W�hrend er seinen steif gewordenen K�rper streckte, schritt Korialstrasz auf den vor ihnen liegenden Pass zu und erkundete das Gel�nde. Das Unget�m verschwand in einiger Entfernung, wo der Pfad sich hinter einer Kurve fortsetzte.</p><p>Die Kapuze �ber den Kopf gezogen, d�ste Rhonin. Dieses Mal waren seine Gedanken von guten Bildern erf�llt � wahren Bildern von Vereesa und der bevorstehenden Geburt. Der Zauberer l�chelte und dachte an seine R�ckkehr. Bald war er eingeschlafen.</p><empty-line/><p>Er erwachte durch sich n�hernde Ger�usche. Zu Rhonins �berraschung war es nicht der Drache Korialstrasz, der zu ihm zur�ckkehrte, sondern die in flie�ende Gew�nder geh�llte Gestalt von Krasus.</p><p>Als Antwort auf die Frage in den geweiteten Augen des Menschen erkl�rte der Drachenmagier: �Es gibt mehrere instabile Stellen in der N�he. In dieser Gestalt besteht weniger Gefahr, sie zum Kollabieren zu bringen. Ich kann mich jederzeit wieder verwandeln, falls dies notwendig werden sollte.�</p><p>�Hast du irgendetwas gefunden?�</p><p>Das nicht perfekt elfische Gesicht runzelte die Stirn. �Ich f�hle den Aspekt der Zeit. Er ist hier, und doch ist er es nicht. Es ist verwirrend.�</p><p>�Sollten wir anfangen ��</p><p>Noch bevor Rhonin seinen Satz vollenden konnte, hallte ein schrilles Heulen durch die Bergkette. Der Laut ging dem Zauberer durch Mark und Bein, und selbst Krasus wirkte aufs H�chste beunruhigt.</p><p>�Was war denn das?�, keuchte Rhonin.</p><p>�Ich wei� es nicht.� Der Drachemagier richtete sich auf. �Wir sollten weitergehen. Unser Ziel ist nicht mehr fern.�</p><p>�Fliegen wir nicht?�</p><p>�Ich sp�re, dass das, wonach wir suchen, in einem schmalen Pass zwischen den n�chsten Bergen liegt. Ein Drache w�rde da nicht hinein passen, zwei schlichte Wandersleute schon.�</p><p>Krasus �bernahm die F�hrung, und sie brachen in nord�stlicher Richtung auf. Rhonins Gef�hrte schien die K�lte nicht zu sp�ren, aber er, der Mensch, musste die Schutzzauber auf seiner Kleidung verst�rken. Trotzdem f�hlte er die Unwirtlichkeit des Landes auch weiterhin auf seinem Gesicht und an den H�nden.</p><p>Es dauerte nicht lange, und sie erreichten den Anfang jenes Passes, von dem Krasus gesprochen hatte. Jetzt sah Rhonin, was der andere gemeint hatte. Der Pass war wenig mehr als ein enger Korridor. Ein halbes Dutzend M�nner h�tten Seite an Seite durch ihn hindurch marschieren k�nnen, ohne sich beengt zu f�hlen, aber ein Drache h�tte kaum seinen Kopf hineinzuquetschen vermocht, ganz zu schweigen von seinem riesigen Leib.</p><p>Die hohen Steilw�nde woben noch dunklere Schatten, und Rhonin fragte sich, ob sie nicht irgendeine Form von Licht ben�tigten, um diesen Weg sicher zu bew�ltigen.</p><p>Krasus schritt ohne Z�gern weiter. Er war sich seines Zieles gewiss und marschierte immer z�giger, als k�nne er es kaum noch erwarten.</p><p>Der Wind heulte durch die Schlucht und wurde lauter und schriller, je weiter sie gingen. Rhonin musste sich anstrengen, um mit seinem fr�heren Mentor Schritt zu halten.</p><p>�Sind wir bald da?�, rief er schlie�lich.</p><p>�Bald. Es liegt nur ��</p><p>Krasus schwieg f�r einen Moment.</p><p>�Was ist?�</p><p>Der Drachenmagier lauschte konzentriert in sich hinein und runzelte der Stirn. �Es ist nicht � nun, es ist nicht mehr exakt dort, wo es eigentlich sein sollte.�</p><p>�Du meinst, es hat sich <emphasis>bewegt</emphasis>?�</p><p>�Davon gehe ich aus.�</p><p>�Ist es normal, dass es sich bewegt?�, fragte der Zauberer mit dem Feuerschopf und lugte den dunklen Pfad hinab, der vor ihnen lag.</p><p>�Du unterliegst dem Irrtum, dass ich genau w�sste, was uns erwartet, Rhonin. Ich wei� und verstehe nur wenig mehr als du selbst.�</p><p>Das gefiel dem Menschen �berhaupt nicht. �Also, was schl�gst du vor, sollen wir tun?�</p><p>Die Augen des Drachenmagiers gl�hten in einem inneren Feuer, als er �ber die Frage nachsann. �Wir gehen weiter. Das ist alles, was wir tun k�nnen.�</p><p>Aber nach nur kurzer Strecke stie�en sie auf eine neue Art von Hindernis, eines, das Krasus aus der Luft nicht hatte erkennen k�nnen. Der Pass gabelte sich in zwei Richtungen, und obwohl es m�glich war, dass die beiden Schluchten sich irgendwo voraus wieder verbanden, konnte das Paar nicht sicher davon ausgehen.</p><p>Krasus betrachtete beide Wege. �Sie verlaufen beide in der N�he unseres Ziels, aber ich kann nicht sp�ren, welcher Pfad n�her liegt. Wir werden sie beide versuchen m�ssen.�</p><p>�Trennen wir uns?�</p><p>�Ich w�rde es vorziehen, wenn wir dies vermeiden k�nnten, aber ja, wir m�ssen uns trennen. Wir werden beide f�nfhundert Schritt weit unserem Pfad folgen, dann drehen wir um und treffen uns wieder hier. Hoffentlich haben wir dann herausgefunden, welcher Weg der Erfolgversprechendere ist.�</p><p>Rhonin nahm den Korridor zur Linken und folgte Krasus� Anweisungen. W�hrend er die Schritte abz�hlte, kam er bald zu dem Schluss, dass sein Weg Potenzial hatte. Nicht nur wurde der Pass vor ihm immer breiter, der Zauberer meinte auch, die St�rung klarer als jemals zuvor sp�ren zu k�nnen. Obwohl Krasus� magische Sinne sch�rfer als die seinen waren, h�tte selbst ein Novize das <emphasis>Abnorme</emphasis> wahrnehmen k�nnen, das die vor ihm liegende Region durchdrang.</p><p>Trotz seiner Zuversicht kehrte Rhonin noch nicht um. Die Neugierde trieb ihn weiter.</p><p>Er hatte jedoch kaum mehr als einen weiteren Schritt getan, als er etwas Neues f�hlte, etwas reichlich Verst�rendes dazu. Rhonin hielt inne und versuchte zu bestimmen, was sich an der Anomalie pl�tzlich anders anf�hlte.</p><p>Sie bewegte sich. Aber das war nicht alles.</p><p>Sie bewegte sich <emphasis>auf ihn zu</emphasis> � und zwar �beraus schnell!</p><p>Er f�hlte sie, bevor er sie sah. Es war, als w�rde alle Zeit zusammengepresst, dann gestreckt, dann wieder gequetscht � Rhonin f�hlte sich alt, jung � und jeden Augenblick seines Lebens dazwischen. �berw�ltigt z�gerte der Zauberer.</p><p>Und die Finsternis vor ihm l�ste sich in einem Kaleidoskop schillernder Farben auf, von denen er manche noch nie zuvor gesehen hatte. Eine st�ndige Explosion elementarer Energie ersch�tterte sowohl die leere Luft, als auch den festen Stein und erhob sich zu phantastischer H�he. Rhonins begrenzter Geist erschien das Ph�nomen wie eine hoch aufragende, feurige Blume, die bl�hte, verwelkte und wieder erbl�hte � und mit jedem Aufbl�hen wurde sie gr��er.</p><p>Als sich das Ph�nomen n�herte, kam der Magier schlie�lich wieder zu Sinnen. Er wirbelte herum und rannte los.</p><p>Ger�usche dr�hnten in seinen Ohren. Stimmen, Musik, Donner, V�gel, Wasser � <emphasis>alles</emphasis>.</p><p>Trotz seiner Furcht, dass es ihn einholen w�rde, fiel das r�tselhafte Schauspiel hinter ihm zur�ck. Aber Rhonin h�rte nicht auf zu laufen. Er f�rchtete, dass es jederzeit vorst�rmen und ihn verschlingen k�nnte.</p><p>Krasus hatte die letzte Verschiebung gewiss ebenfalls gesp�rt. Mit Sicherheit eilte er bereits zu Rhonin. Gemeinsam w�rden sie einen Wegen finden, um �</p><p>Ein schreckliches Heulen hallte durch den Pass.</p><p>Eine riesige, achtbeinige Wolfsgestalt st�rzte auf Rhonin herab.</p><p>W�re er jemand anderes gewesen, als der Mann, der er war, der Zauberer h�tte hier und jetzt den Tod gefunden und w�re die Beute einer wilden, s�belzahnbewehrten Kreatur mit vier flammend gr�nen Augen geworden, die ihre acht Tatzen in ihn grub. Das monstr�se Wolfswesen warf ihn zu Boden, doch Rhonin, dessen Kleidung durch Magie vor den Elementen gesch�tzt war, erwies sich als widerstandsf�hig. Die Klauen schlugen in einen Mantel, den sie eigentlich sofort h�tten zerfetzen m�ssen �</p><p>� nur um eine Kralle einzub��en, die prompt abbrach.</p><p>Graues Fell str�ubte sich im Nacken der Bestie. Sie heulte entt�uscht auf. Rhonin ergriff seine Chance beim Schopf und wob einen einfachen, aber effektiven Zauber, der ihm schon in der Vergangenheit gute Dienste geleistet hatte.</p><p>Eine Kakophonie von Licht explodierte vor den Smaragdaugen der Kreatur. Das Tier wurde sofort geblendet und zuckte erschreckt zur�ck, w�hrend es erfolglos nach den blitzenden Mustern schlug.</p><p>Rhonin kroch au�er Reichweite und kam wieder auf die Beine. Er hatte keine M�glichkeit zu fliehen. Damit h�tte er der Bestie nur den R�cken zugekehrt, und sein Schutzzauber verlor bereits an Kraft. Noch ein paar weitere Schl�ge dieser Pranken und die Krallen w�rden dem Zauberer das Fleisch von den Knochen sch�len.</p><p>Feuer hatte bei dem Ghoul auf der Insel funktioniert, und Rhonin sah keinen Grund, warum ein so altbew�hrter Zauber ihm nicht auch hier gute Dienste leisten sollte. Er murmelte die Worte �</p><p>� die jedoch unerkl�rlicherweise <emphasis>r�ckw�rts</emphasis> aus seinem Mund drangen. Schlimmer noch, Rhonin erkannte zu seinem Entsetzen, dass er sich r�ckw�rts <emphasis>bewegte</emphasis> und vor die Klauen der geblendeten Bestie zur�ckkehrte.</p><p>Die Zeit hatte sich um ihre eigene Achse gedreht � aber wie?</p><p>Die Antwort materialisierte etwas weiter den Pass hinab. Krasus� Anomalie hatte ihn eingeholt.</p><p>Geisterhafte Bilder flatterten an Rhonin vorbei. Ritter, die in die Schlacht ritten. Eine Hochzeit. Ein Sturm auf dem Meer. Orcs, die um ein Feuer herum Kriegsges�nge anstimmten. Seltsame Wesen, die im Kampf ineinander verkrallt waren.</p><p>Pl�tzlich konnte er sich wieder vorw�rts bewegen. Rhonin schoss aus der Reichweite der Bestie, dann wirbelte er herum, um sich ihr wieder zu stellen. Dieses Mal z�gerte er nicht und wob seinen Zauber.</p><p>Die Flammen schossen in Gestalt einer m�chtigen Pranke vor, aber als sie sich der monstr�sen Kreatur n�herten, verlangsamten sie � hielten an, gefroren in der Zeit.</p><p>Fluchend begann Rhonin einen neuen Zauber.</p><p>Der achtbeinige Schrecken sprang um das gefrorene Feuer herum und br�llte, als er auf den Menschen zu st�rmte.</p><p>Rhonin schleuderte den Zauber.</p><p>Die Erde unter der Abscheulichkeit explodierte, ein Sturm von Schmutz erhob sich in die Luft und bedeckte die Wolfskreatur. Sie br�llte ein weiteres Mal, und trotz der enormen Kr�fte, gegen die sie angehen musste, k�mpfte sie sich weiter auf den Magier zu.</p><p>Um Beine und Rumpf des Tiers bildete sich eine Kruste. Sein Maul schloss sich fest, als eine Schicht felsenharter Erde es versiegelte. Eines nach dem anderen verschwanden die gr�nen Augen unter einem Staubmantel.</p><p>Nur wenige Fu� vor ihrem Opfer kam die Kreatur zum Stehen. H�tte ein Unbeteiligter sie betrachtet, so h�tte er den Eindruck gewinnen k�nnen, es mit einer perfekt modellierten Statue zu tun zu haben, nicht mit dem Monster selbst.</p><p>In diesem Moment erf�llte Krasus� Stimme Rhonins Sch�del.</p><p><emphasis>Endlich!</emphasis>, rief der Drachenmagier. <emphasis>Rhonin � die St�rung w�chst! Sie hat dich fast erreicht!</emphasis></p><p>Von der f�rchterlichen Bestie abgelenkt, hatte der Zauberer nicht mehr auf die Anomalie geachtet. Als er dies nun tat, weiteten sich seine Augen.</p><p>Sie f�llte einen Raum aus, der zehn Mal h�her und zweifellos auch zehn Mal breiter war als der Pass. Massiver Fels bedeutete ihr nichts. Die St�rung strich einfach durch ihn hindurch, als existiere er nicht. Doch in ihrem Gefolge ver�nderte sich die Landschaft. Einige der Felsen sahen verwitterter aus, w�hrend andere Abschnitte wirkten, als seien sie gerade erst nach den titanischen Wehen einer vulkanischen Geburt erkaltet. Die schlimmsten Verwandlungen schienen dort stattzufinden, wo die R�nder der feurigen Blume einander ber�hrten.</p><p>Rhonin wollte nicht daran denken, was mit ihm geschehen w�rde, wenn dieses Ding auch in Kontakt mit ihm geriet.</p><p>Er begann wieder zu rennen.</p><p><emphasis>Die Bewegungen und das Wachstum des Ph�nomens haben sich pl�tzlich viel schneller erh�ht, aber ich wei� nicht, warum</emphasis>, sprach Krasus weiter in seinem Kopf. <emphasis>Ich f�rchte, ich werde dich nicht rechtzeitig erreichen. Du musst einen Teleporationszauber weben!</emphasis></p><p><emphasis>Meine Zauber funktionieren nicht immer so, wie sie sollten!</emphasis>, erwiderte Rhonin. <emphasis>Die Anomalie bringt sie durcheinander!</emphasis></p><p>Wir werden in Verbindung bleiben! Das sollte helfen, deine Magie zu st�rken! Ich werde dich zu mir f�hren, damit wir gemeinsam vorgehen k�nnen!</p><p>Rhonin hatte wenig Lust, sich an Orte zu teleportieren, die er noch nie gesehen hatte, und das Risiko einzugehen, in einem Berg eingeschlossen zu enden. Doch wenn Krasus mit ihm verbunden war, w�rde die Aufgabe erheblich leichter werden.</p><p>Er konzentrierte sich auf Krasus und stellte sich das Bild des Drachenmagiers vor. Der Zauber begann sich zu formen. Rhonin f�hlte, wie sich die Welt um ihn verschob.</p><p>Die feurige Blume wuchs pl�tzlich auf fast das Doppelte ihrer vorherigen Gr��e an.</p><p>Zu sp�t erkannte Rhonin, warum. Sie reagierte auf den Einsatz von Magie � seiner Magie! Er wollte den Zauber abbrechen, aber es war bereits zu sp�t.</p><p>Krasus! Brich die Verbindung ab! Brich sie ab, bevor auch du �</p><p>Die Anomalie verschlang ihn.</p><p>Rhonin?</p><p>Aber Rhonin konnte nicht antworten. Er wirbelte herum und herum, wurde wie ein Blatt im Sturm hin und her geschleudert. Mit jeder Umdrehung flog er schneller. Erneut attackierten ihn Ger�usche und Bilder. Er sah die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft und erkannte jeden dieser Abschnitte als das, was er war. Er fing einen Blick auf die versteinerte Bestie auf, als sie wild an ihm vorbei segelte und von etwas verschlungen wurde, das man nur als einen Strudel aus Zeit beschreiben konnte.</p><p>Andere Dinge flogen an ihm vor�ber, willk�rliche Objekte und sogar Gesch�pfe. Ein ganzes Schiff mit zerfetzten Segeln, dessen Rumpf in der N�he des Bugs eingedr�ckt war, schoss dahin und verschwand. Ein Baum, auf dem noch immer ein Schwarm V�gel sa�, folgte. In der Ferne streckte ein Krake, der von der Spitze seines Kopfes bis zum Ende seiner Tentakel gut f�nfzig Fu� ma�, einen seiner Fangarme nach ihm aus, um Rhonin mit sich zu rei�en, aber dann verschwand auch er wie alles andere.</p><p>Von irgendwoher erklang noch einmal Krasus� schwacher Ruf. <emphasis>Rhonin</emphasis> �</p><p>Der junge Zauberer seinerseits rief den Namen des Drachenmagiers, erhielt aber keine Antwort.</p><p>Der Strudel f�llte sein gesamtes Blickfeld aus. Und als er ihn in sich hinein sog, galten Rhonins letzte Gedanken Vereesa und den Kindern, die er niemals kennen lernen w�rde.</p></section><section><title><p>4</p></title><p>Er f�hlte das langsame, stete Wachsen der Bl�tter, Zweige und Wurzeln. Er f�hlte die zeitlose Weisheit, die ewigen Gedanken im Innern der B�ume. Jeder Gigant hatte seinen eigenen, einzigartigen Charakter, so ausgepr�gt wie bei jedem Individuum.</p><p><emphasis>Sie sind die W�chter des Waldes</emphasis>, erklang die Stimme seines Mentors. <emphasis>Sie sind genauso sehr seine Seele, wie ich es bin. Sie</emphasis> sind <emphasis>der Wald</emphasis>. Eine Pause. <emphasis>Und jetzt � komm zu uns zur�ck</emphasis> �</p><p>Der Geist von Malfurion Stormrage zog sich respektvoll aus den riesigen B�umen zur�ck, den �ltesten des Waldlandes. W�hrend er sie verlie�, kehrten die Gef�hle seines eigenen K�rpers langsam zur�ck, wenn auch zun�chst nur schwach. Er blinzelte zweimal mit seinen silbernen, pupillenlosen Augen, und sein Blick wurde wieder klar. Sein Atem ging rasselnd und keuchend, aber sein Herz schwoll vor Stolz. Noch nie zuvor hatte er so weit ausgeholt!</p><p>�Du hast gut gelernt junger Nachtelf�, rumpelte eine Stimme, die wie die eines B�ren klang. �Besser als selbst ich es erwartet hatte ��</p><p>Schwei� lief Malfurions Gesicht herab. Sein Mentor hatte darauf bestanden, dass er diesen monumentalen Schritt seiner Lehre am helllichten Tage versuchte, dann also, wenn die Kraft seines Volkes am schw�chsten war. W�re es zur Nacht gewesen, dessen war sich Malfurion sicher, w�re er st�rker gewesen. Aber wie Cenarius gesagt hatte: Das war nicht Sinn der Sache. Was sein Mentor ihn lehrte, war nicht die Zauberei der Nachtelfen, sondern fast ihr genaues Gegenteil.</p><p>Und in so vielerlei Hinsicht war Malfurion bereits das genaue Gegenteil seines Volkes geworden. Trotz der Neigung der Nachtelfen zu extravaganter, pr�chtiger Garderobe war Malfurions Kleidung �beraus zur�ckhaltend gew�hlt: ein Stoffhemd, ein einfaches Wams, eine Hose aus Leder, kniehohe Stiefel � W�ren seine Eltern nicht schon vor vielen Jahren bei einem Unfall ums Leben gekommen, sie w�ren in der Zwischenzeit gewiss aus Scham �ber ihren Sohn gestorben.</p><p>Sein schulterlanges, dunkelgr�nes Haar umrahmte ein schmales Gesicht, das an einen Wolf erinnerte. Malfurion war zu einer Art Ausgesto�enem unter seinen eigenen Leuten geworden. Er stellte Fragen, erkl�rte, dass alte Traditionen nicht unbedingt die besten seien, und meinte sogar einmal, dass der von allen geliebten K�nigin Azshara die Sorgen ihrer Untertanen vielleicht nicht immer vorrangig am Herzen lagen. Seine �u�erungen und sein Verhalten hatten ihm viele ver�chtliche Blicke, aber nur wenige Freunde eingetragen.</p><p>Tats�chlich h�tte Malfurion, h�tte man ihn danach gefragt, nur drei wirkliche Freunde benennen k�nnen. Zun�chst einmal w�re da sein eigener Zwillingsbruder gewesen, der ebenso rebellische Illidan. Obwohl Illidan sich den Traditionen und der Zauberei der Nachtelfen nicht in der Weise verweigerte wie Malfurion, neigte auch er dazu, die Autorit�t der �lteren in Frage zu stellen � was kein wesentlich geringeres Vergehen war.</p><p>�Was hast du gesehen?�, fragte Illidan eifrig. Er sa� neben Malfurion im Gras und h�tte seinem Bruder zum Verwechseln �hnlich gesehen, w�ren nicht das mitternachtsblaue Haar und die bernsteinfarbenen Augen gewesen. Als Kinder des Mondes hatten fast alle Elfen silberne Augen. Jene wenigen Ausnahmen, die mit Augen wie Bernstein geboren wurden, betrachtete man als zu gro�en Taten bestimmt.</p><p>Doch falls Illidan tats�chlich einmal gro�e Taten vollbringen wollte, musste er zun�chst einmal lernen, Temperament und Ungeduld zu z�geln. Er war mit seinem Zwillingsbruder gekommen, um den neuen Weg zu studieren, der die Kr�fte der Natur benutzte � ihr Mentor nannte ihn den �Pfad des Druiden� � und hatte geglaubt, er werde sich als gelehriger Sch�ler erweisen. Stattdessen verwob er Zauber oft falsch und konzentrierte sich selten genug, um seine Trance ausreichend lange aufrechtzuerhalten. Dass er ziemlich geschickt war, was traditionelle Zauberei betraf, befriedigte Illidan nicht. Er hatte den Pfad des Druiden erlernen wollen, weil solch einzigartige F�higkeiten ihn in den Augen seines Volkes zu etwas wahrhaft Besonderem gemacht h�tten. Vielleicht h�tte er sich damit endlich dem Potenzial angen�hert, von dem man seit seiner Geburt sprach.</p><p>�Ich sah ��, begann Malfurion und stockte. Wie sollte er es seinem Bruder erkl�ren? Malfurion legte die Stirn kraus. �Ich sah in die Herzen der B�ume, ihre Seelen. Und auch nicht einfach ihre Seelen. Ich sah � Ich glaube, ich sah in die Seele des gesamten Waldes!�</p><p>�Wie wundervoll!�, rief eine weibliche Stimme neben ihm.</p><p>Malfurion versuchte zu verhindern, dass seine Wangen sich ins Schwarze verdunkelten, der Art wie Nachtelfen err�teten. In letzter Zeit f�hlte er sich in Gegenwart seiner anderen Begleitung best�ndig unbehaglicher � und doch konnte er sich auch nicht vorstellen, zu weit von ihr entfernt zu sein.</p><p>Mit den Br�dern war Tyrande Whisperwind gekommen, ihre beste Freundin seit fr�her Kindheit. Die drei waren zusammen aufgewachsen und unzertrennlich in jeder Hinsicht gewesen, bis Tyrande vergangenes Jahr die Gew�nder einer Novizin im Tempel der Mondg�ttin Elune angelegt hatte. Dort lernte sie, den Geist der G�ttin in sich zu erwecken und die F�higkeiten zu nutzen, die allen Priesterinnen verliehen wurden, damit sie das Wort ihrer Herrin verbreiten konnten. Sie war es gewesen, die Malfurion zu seiner Entscheidung ermutigt hatte, als er dar�ber nachdachte, sich von der Zauberei der Nachtelfen ab- und einer anderen, irdischeren Macht zuzuwenden. Tyrande erkannte im Pfad des Druiden eine Lehre, die den Lehren ihrer eigenen Gottheit verwandt war.</p><p>Doch aus dem mageren, blassen M�dchen, das die beiden Br�der mehr als einmal beim Rennen und bei der Jagd geschlagen hatte, war, seit Tyrande sich dem Tempel angeschlossen hatte, eine schlanke, doch wohl gerundete Sch�nheit geworden, deren glatte Haut jetzt in einem weichen, hellen Violett schimmerte, w�hrend ihr dunkelblaues Haar von Silber durchzogen war. Das scheue Gesicht war voller, weiblicher und �beraus anziehend geworden.</p><p>Vielleicht sogar <emphasis>zu</emphasis> bet�rend.</p><p>�Hmpf!�, kommentierte Illidan, nicht sonderlich beeindruckt. �War das <emphasis>alles</emphasis>?�</p><p>�Es war ein Anfang � ein akzeptabler Anfang�, kam es dunkel aus dem Mund ihres Lehrers. Sein riesiger Schatten fiel �ber die drei jungen Nachtelfen und brachte sogar Illidans sonst so z�gelloses Mundwerk zum Schweigen.</p><p>Obwohl sie selbst alle mehr als sieben Fu� gro� waren, wirkte das Trio vor Cenarius wie eine Versammlung von Zwergen, denn ihr Lehrer ma� weit �ber zehn Fu�. Sein Oberk�rper erinnerte an den eines Nachtelfs, obwohl ein Hauch des smaragdgr�nen Waldes seine dunkle Haut f�rbte und er eine viel breitere und muskul�sere Statur aufwies als seine beiden m�nnlichen Sch�ler. Aber jenseits des Oberk�rpers endete jede �hnlichkeit. Cenarius war kein einfacher Nachtelf. Er war nicht einmal sterblich.</p><p>Cenarius war ein Halbgott.</p><p>Seine Urspr�nge kannte nur er selbst, aber er war ebenso ein Teil des gro�en Waldes, wie dieser ein Teil von ihm. Als die ersten Nachtelfen aufgetaucht waren, hatte Cenarius bereits lange hier gelebt. Er behauptete, mit ihnen verwandt zu sein, doch hatte er niemals erkl�rt, in welcher Weise.</p><p>Die Wenigen, die zu ihm kamen, um von ihm zu lernen, verlie�en ihn stets ber�hrt, sogar ver�ndert. Andere verlie�en ihn �berhaupt nicht und wurden so von seinen Lehren verwandelt, dass sie sich entschieden, ihr eigenes Volk zu verlassen und sich stattdessen dem Halbgott zum Schutze seines Reiches anzuschlie�en. Sie waren nicht l�nger Elfen, sondern Waldw�chter, deren Leiber f�r immer umgeformt waren.</p><p>Eine dicke, moosgr�ne M�hne floss von seinem Kopf herab, w�hrend Cenarius seine Sch�ler mit freundlichen Augen aus purem Gold betrachtete. Er klopfte Malfurion sanft mit H�nden auf die Schulter, die in Krallen aus knorrigem, altem Holz endeten � Klauen, die in der Lage waren, einen Nachtelf m�helos in St�cke zu rei�en. Dann trat Cenarius zur�ck � auf seinen vier Beinen.</p><p>Der Oberk�rper des Halbgottes mochte dem eines Nachtelfen gleichen, aber die untere H�lfte war die eines riesigen, pr�chtigen Hirsches. Cenarius bewegte sich so flink und beh�nde wie jeder der drei anderen. Er hatte die Geschwindigkeit des Windes, die St�rke der B�ume. In ihm spiegelte sich das Leben und die Vitalit�t des Landes. Er war zugleich sein Kind und sein Vater.</p><p>Und wie ein Hirsch trug auch er ein Geweih � riesige, gro�artige Sprossen, die Schatten auf sein gestrenges, aber auch v�terliches Gesicht warfen, das von einem langen, dichten Bart umrahmt wurde. Das Geweih erinnerte daran, dass jede Blutsverwandtschaft zwischen Halbgott und Nachtelf weit, weit in der Vergangenheit liegen musste.</p><p>�Ihr habt eure Sache alle gut gemacht�, f�gte er mit einer Stimme hinzu, die stets wie ferner Donner klang. Bl�tter und Zweige, die buchst�blich seinem Bart entsprossen, brachten das Haar der Gottheit in Bewegung, wann immer sie sprach. �Geht jetzt. Bewegt euch wieder eine Zeit lang unter eurem eigenen Volk. Es wird euch gut tun.�</p><p>Alle drei erhoben sich, aber Malfurion z�gerte. Er blickte seine Gef�hrten an und sagte: �Geht ihr voraus. Ich treffe euch am Ende des Pfades. Ich muss mit Cenarius sprechen.�</p><p>�Wir k�nnen warten�, meinte Tyrande.</p><p>�Das ist nicht n�tig. Es wird nicht lange dauern.�</p><p>�Dann sollten wir ihn in Ruhe lassen�, warf Illidan schnell ein und fasste den Arm des M�dchens. �Komm, Tyrande.�</p><p>Sie warf Malfurion einen letzten, langen Blick zu, aber der Nachtelf drehte sich schnell um. Er wollte seine Gef�hle verbergen. Er wartete, bis beide verschwunden waren, dann wandte er sich wieder dem Halbgott zu.</p><p>Die sinkende Sonne schuf Schatten im Wald, die zu Cenarius� Unterhaltung zu tanzen schienen. Der Halbgott l�chelte ihnen zu, den B�umen und anderen Pflanzen, die sich im Gleichklang bewegten.</p><p>Malfurion sank auf ein Knie und wandte seinen Blick zur Erde. �Mein Shan�do�, begann er und sprach Cenarius mit dem Titel an, der in der alten Sprache �Geehrter Lehrer� bedeutete. �Vergebt mir meine Frage ��</p><p>�Du solltest dich vor mir nicht so unterw�rfig benehmen, junger Elf. Steh auf ��</p><p>Der Nachtelf gehorchte z�gernd, aber er hielt seinen Blick gesenkt.</p><p>Das brachte den Halbgott zum Kichern, ein Laut, der durch das pl�tzliche lebhafte Zwitschern von Singv�geln verst�rkt wurde. Wann immer Cenarius sich regte, regte sich der Wald im Einklang mit ihm.</p><p>�Du erweist mir sogar noch mehr Ehre als jene, die behaupten, in meinem Namen zu beten. Dein Bruder verbeugt sich nicht vor mir, und trotz all ihres Respekts vor meiner Macht, unterwirft sich Tyrande Whisperwind nur Elune.�</p><p>�Ihr habt angeboten, mich zu lehren � uns zu lehren �, was kein Nachtelf jemals erlernt hat �� Er erinnerte sich noch immer an den Tag, als er sich dem heiligen Wald gen�hert hatte. Dutzende von Legenden berichteten von Cenarius, aber Malfurion hatte die Wahrheit erfahren wollen. Als er jedoch den Namen des Halbgottes rief, hatte er nicht wirklich mit einer Antwort gerechnet.</p><p>Er hatte au�erdem nicht erwartet, dass Cenarius sich anbieten w�rde, sein Lehrer zu werden. </p><p>Warum der Halbgott eine so <emphasis>banale</emphasis> Aufgabe annehmen sollte, ging �ber Malfurions Fassungsverm�gen hinaus. Doch hier standen sie einander gegen�ber. Sie waren mehr als Gottheit und Nachtelf, mehr als Lehrer und Sch�ler � sie waren auch Freunde.</p><p>�Kein anderer Nachtelf m�chte wirklich meine Wege lernen�, antwortete Cenarius. �Selbst jene, die den Mantel des Waldes angelegt haben � Keiner von ihnen ist wahrlich dem Pfad gefolgt, den ich dir nun weise. Du bist der Erste mit der m�glichen Begabung, dem m�glichen Willen, um wahrhaft zu <emphasis>verstehen</emphasis>, wie man die Kr�fte f�hrt, die aller Natur innewohnen. Niemand hat je zuvor ein solches Potenzial bewiesen, junger Elf.�</p><p>Dies war es nicht gewesen, wor�ber Malfurion hatte sprechen wollen, und so trafen ihn die Wort vollkommen unvorbereitet. �Aber � aber Tyrande und Illidan ��</p><p>Der Halbgott sch�ttelte den Kopf. �Von Tyrande haben wir bereits geredet. Sie hat sich Elune versprochen, und ich werde nicht im Reich der Mondg�ttin wildern! Was deinen Bruder betrifft, so kann ich nur sagen, dass Illidan ein vielversprechender junger Mann ist � aber ich glaube, seine Bestimmung liegt anderswo.�</p><p>�Ich � ich wei� nicht, was ich sagen soll �� Und Malfurion wusste es wirklich nicht. So pl�tzlich zu erfahren, dass Illidan und er nicht dem selben Weg folgen w�rden, dass Illidan seine Anstrengungen hier sogar vergeudete � es war das erste Mal, dass die Zwillinge ihren Erfolg nicht teilen w�rden. �Nein! Illidan wird lernen! Er ist einfach nur eigensinniger! Er steht unter einem solchen Druck. Seine Augen ��</p><p>�Sind ein Zeichen zuk�nftiger gro�er Taten f�r die Welt, die er jedoch nicht vollbringen wird, indem er meinen Lehren folgt.� Cenarius schenkte Malfurion ein sanftes L�cheln. �Aber du wirst versuchen, ihn selbst zu lehren, nicht wahr? Vielleicht hast du da Erfolg, wo ich versagt habe.�</p><p>Die Wangen des Nachtelfs wurden dunkel. Nat�rlich konnte sein Shan�do seine Gedanken lesen. Ja, Malfurion hatte vor, alles in seiner Macht stehende zu tun, um Illidan voran zu bringen � und er wusste, dass dies eine schwierige Aufgabe werden w�rde. Von dem Halbgott zu lernen, war eine Sache, von Malfurion zu lernen, w�rde etwas ganz anderes sein. Es w�rde darauf hinauslaufen, dass Illidan nicht der Erste war, wohl aber der Zweite werden k�nnte.</p><p>�Aber jetzt zu dir�, f�gte der Waldherr leise hinzu, w�hrend ein kleiner, roter Vogel auf seinem Geweih landete und sein bleicherer Gef�hrte sich auf einem Arm niederlie�. Solche Dinge geschahen h�ufig in Cenarius� Gegenwart, aber sie erf�llten den Elf immer wieder mit Erstaunen. �Du bist gekommen, um mich etwas zu fragen ��</p><p>�Ja. Gro�er Cenarius � ich werde von einem Traum geplagt, einem Traum, der immer wiederkehrt.�</p><p>Die goldenen Augen wurden schmaler. �Nur ein Traum? Das ist alles, was dir Sorgen macht?�</p><p>Malfurion schnitt eine Grimasse. Er hatte sich selbst bereits mehrmals gescholten, weil er auch nur daran gedacht hatte, den Halbgott mit seinem Problem zu bel�stigen. Wie viel Schaden konnte ein Traum schon anrichten, selbst einer, der sich st�ndig wiederholte? Jeder tr�umte. �Ja � er kommt jedes Mal zu mir, sobald ich schlafe, und seit ich bei Euch lerne � ist er st�rker geworden, fordernder.�</p><p>Er erwartete, dass Cenarius ihn auslachen w�rde, doch stattdessen musterte der Herr des Waldes ihn genauer. Malfurion sp�rte, wie die goldenen Augen � die noch faszinierender waren als die seines Bruders � sich tief in ihn bohrten und den Nachtelf von innen und au�en <emphasis>lasen</emphasis>.</p><p>Schlie�lich lehnte Cenarius sich zur�ck. Er nickte kurz, wie zu sich selbst, und sagte dann mit ernsterer Stimme: �Ja, ich glaube, du bist bereit.�</p><p>�Bereit? Wof�r?�</p><p>Als Antwort hob Cenarius eine Hand. Der rote Vogel sprang herunter auf die ihm dargebotene Hand, und sein Gef�hrte schloss sich ihm dort an. Der Halbgott streichelte beiden einmal �ber den R�cken, fl�sterte ihnen etwas zu und lie� das Paar dann davonflattern.</p><p>Cenarius blickte zu dem Nachtelf hinab. �Illidan und Tyrande werden informiert werden, dass du eine Zeit lang bei mir bleiben wirst. Man wird ihnen sagen, dass sie ohne dich gehen sollen.�</p><p>�Aber warum?�</p><p>In den goldenen Augen flackerte ein warmes Feuer auf. �Erz�hl mir von deinem Traum.�</p><p>Malfurion sch�pfte einen tiefen Atemzug und tat, wie ihm gehei�en. Der Traum begann immer mit dem Quell der Ewigkeit. Zuerst waren seine Wasser ruhig, aber dann bildete sich in seinem Zentrum rasch ein Strudel � und aus seinen Tiefen brachen Kreaturen hervor, manche von ihnen harmlos, andere b�sartig. Viele von ihnen erkannte Malfurion nicht einmal. Sie kamen von anderen Welten, aus anderen Zeiten. Sie breiteten sich nach allen Richtungen aus, enteilten seinem Blickfeld.</p><p>Pl�tzlich verschwand der Strudel, und Malfurion stand inmitten von Kalimdor � doch es war ein Kalimdor bar jeden Lebens. Etwas schrecklich B�ses hatte das ganze Land verw�stet und nicht einmal einen einzigen Grashalm, nicht das winzigste Insekt zur�ckgelassen. Die einst stolzen St�dte, die weiten, gr�nen W�lder � nichts war unversehrt geblieben.</p><p>Und was noch schrecklicher war: So weit das Auge reichte, lagen �berall die verkohlten, zermalmten Knochen von Nachtelfen verstreut. Ihre Sch�del waren eingeschlagen. Der Gestank des Todes lag bleiern in der Luft. Niemand, nicht einmal die Alten und Gebrechlichen, nicht einmal die <emphasis>Kinder</emphasis> waren verschont worden.</p><p>Dann griff eine Hitze Malfurion an, eine ganz f�rchterliche Hitze. Er wandte sich um und erkannte in der Ferne ein gigantisches Feuer, ein Inferno, das sich bis in den Himmel erstreckte. Es verbrannte alles, was es ber�hrte, sogar den Wind selbst. Wohin es sich auch wandte, es blieb nichts � absolut nichts! � zur�ck. Doch so Furcht erregend diese Szene auch war, es war nicht sie, die den Nachtelf schlie�lich in kalten Schwei� gebadet erwachen lie�, sondern vielmehr etwas, das er <emphasis>an</emphasis> diesem Feuer sp�rte.</p><p>Es <emphasis>lebte</emphasis>. Es wusste um das Grauen, das es schuf, wusste darum � und <emphasis>genoss</emphasis> es. Genoss es � und gierte nach mehr.</p><p>Aller Humor war aus Cenarius� Gesichtsz�gen verschwunden, als Malfurion seinen Bericht beendet hatte. Sein Blick schweifte seinem geliebten Wald entgegen und den Gesch�pfen, die darin wuchsen und gediehen. �Und dieser Alptraum wiederholt sich bei jedem Schlaf?�</p><p>�Bei jedem Schlaf. Ohne Ausnahme.�</p><p>�Dann f�rchte ich, dass es ein Omen ist. Ich f�hlte in dir seit unserer ersten Begegnung den Samen einer besonderen Begabung � es war einer der Gr�nde, warum ich mich dir zu Erkennen gab �, doch sie ist noch viel st�rker ausgepr�gt, als selbst ich es erwartet hatte.�</p><p>�Aber was bedeutet es?�, flehte der junge Nachtelf ihn um eine Antwort an. �Wenn Ihr sagt, dass es ein Omen ist, dann muss ich wissen, was es bedeutet.�</p><p>�Und wir werden versuchen, es herauszufinden. Ich sagte ja, dass du bereit bist.�</p><p>�Bereit wof�r?�</p><p>Cenarius kreuzte die Arme vor seiner Brust. Der Ton seiner Stimme wurde schwerer. �Bereit, den <emphasis>Gr�nen Traum</emphasis> zu beschreiten.�</p><p>Der Halbgott hatte in seinen Lehren noch nie einen Gr�nen Traum erw�hnt, aber die Art, in der Cenarius davon sprach, lie� Malfurion sp�ren, wie wichtig dieser n�chste Schritt war. �Was ist das?�</p><p>�Was ist es nicht? Der Gr�ne Traum ist die Welt jenseits der wachen Welt. Er ist die Welt des Geistes, die Welt der Schl�fer. Er ist die Welt, wie sie h�tte sein k�nnen, wenn wir intelligenten Wesen nicht gekommen w�ren, um sie zu verderben. Im Gr�nen Traum kann jemand, der ge�bt genug ist, alles sehen, �berall hingehen. Dein K�rper wird in eine Starre versetzt, und deine Traumgestalt wird aus ihm entweichen, zu jedem Ort fliegen, den du besuchen musst.�</p><p>�Das klingt ��</p><p>�Gef�hrlich? Das ist es auch, junger Malfurion. Selbst jene, die gut trainiert sind, selbst die Erfahrenen k�nnen sich im Gr�nen Traum verlieren. Du wirst bemerkt haben, dass ich diese Welt den <emphasis>Gr�nen</emphasis> Traum nenne. Es ist die Farbe seiner Herrin Ysera, des Gro�en Aspekts. Der Gr�ne Traum ist das Reich, das ihr und ihrem Drachenschwarm geh�rt. Meine eigenen Dryaden und W�chter nutzen den Gr�nen Traum zur Erf�llung ihrer Pflichten � doch nur sehr selten.�</p><p>�Ich habe nie davon geh�rt�, gab Malfurion kopfsch�ttelnd zu.</p><p>�Wahrscheinlich weil keine Nachtelfen bis auf die, die in meinen Diensten stehen, jemals diese Pfade begangen haben � und auch jene nur, als sie nicht l�nger Mitglieder deines Volkes waren. Du w�rdest der Erste deiner Art sein, der diesen Weg beschreitet � so du es w�nschst.�</p><p>Malfurion fand die Idee gleicherma�en beunruhigend wie verlockend. Dies w�rde der n�chste Schritt seiner Studien sein und vielleicht eine M�glichkeit, seinem st�ndigen Alptraum einen Sinn zu entlocken. Doch Cenarius hatte klar gemacht, dass der Gr�ne Traum auch t�dlich enden konnte.</p><p>�Was � k�nnte passieren? Was k�nnte schief gehen?�</p><p>�Selbst die Erfahrensten k�nnen sich auf dem R�ckweg verirren, wenn sie abgelenkt werden�, antwortete der Halbgott. �Selbst ich. Du musst die ganze Zeit �ber deine Konzentration aufrechterhalten. Du musst dein Ziel kennen und darfst es niemals aus den Augen verlieren. Sonst � sonst k�nnte es sein, dass dein Leib <emphasis>auf ewig</emphasis> schlafen wird.�</p><p>Es gab noch mehr, sp�rte der Elf, aber Cenarius wollte aus irgendeinem Grund, dass er es selbst in Erfahrung brachte � falls Malfurion sich entschied, den Gr�nen Traum zu beschreiten.</p><p>Er kam zu dem Schluss, dass er gar keine Wahl hatte. �Wie fange ich es an?�</p><p>Cenarius ber�hrte freundlich den Scheitel seines Sch�lers. �Du bist dir sicher?�</p><p>�V�llig.�</p><p>�Dann setze dich einfach nieder, wie du es bei deinen anderen Lektionen getan hast.� Nachdem Malfurion gehorcht hatte, lie� Cenarius seine vierbeinige Gestalt ebenfalls auf die Erde sinken. �Ich werde dich bei diesem ersten Mal f�hren. Danach musst du selbst den Weg finden. Sieh mir in die Augen, Nachtelf.�</p><p>Die goldenen Augen des Halbgottes fingen Malfurions Blick ein. Selbst wenn er es gewollt h�tte, es h�tte ihm eine unermessliche Anstrengung abverlangt, sich wieder davon zu l�sen. Er f�hlte, wie er in Cenarius� Geist gezogen, wie er in eine Welt gef�hrt wurde, in der alles m�glich war.</p><p>Ein Gef�hl der Leichtigkeit ber�hrte Malfurion.</p><p>F�hlst du den Tanz der Steine, den Tanz des Windes, das Lachen des rauschenden Wassers?</p><p>Zuerst f�hlte Malfurion nichts von alledem, aber dann h�rte er das langsame, stete Mahlen, mit dem die Erde sich verschob, und er erkannte, dass dies die Weise war, in der die Steine und Felsen sprachen, w�hrend sie sich �ber �onen hinweg von einem Punkt der Welt zu einem anderen bewegten.</p><p>Danach wurden auch die anderen Stimmen deutlicher. Jedes Element der Natur sprach in seinem eigenen, einzigartigen Tonfall. Der Wind wirbelte in fr�hlichem Tanz umher, wenn er gl�cklich war, und begann, brutal zu treten und zu schlagen, sobald seine Stimmung sich verd�sterte. Die B�ume sch�ttelten ihre Kronen, und das vorst�rmende Wasser eines nahe gelegenen Flusses gluckste vor Vergn�gen, als die Fische in ihm zu laichen begannen.</p><p>Aber im Hintergrund � glaubte Malfurion einen best�ndigen Missklang zu sp�ren. Er versuchte, sich darauf zu konzentrieren, aber es gelang ihm nicht.</p><p><emphasis>Du bist noch nicht im Gr�nen Traum. Zuerst musst du deine H�lle abstreifen</emphasis>, instruierte ihn die Stimme in seinem Kopf. <emphasis>Wenn du den Zustand des Schlafes erreichst, wirst du deinen K�rper ablegen wie einen Mantel. Beginne mit deinem Herzen und mit deinem Verstand, denn sie sind die Ketten, die dich am st�rksten an die Ebene der Sterblichkeit binden. Siehst du? So macht man es</emphasis> �</p><p>Malfurion ber�hrte sein Herz mit seinen Gedanken, �ffnete es wie eine T�r und befreite seinen Geist. Er tat das Gleiche mit seinem Verstand, obwohl die irdische, praktische Seite jeder lebenden Kreatur gegen diese Tat protestierte.</p><p>�berlass� dich deinem Unterbewusstsein. Lass dich von ihm leiten. Es kennt das Reich des Tr�umens und freut sich stets, dorthin zur�ckkehren zu k�nnen.</p><p>W�hrend Malfurion gehorchte, fielen die letzten Barrieren von ihm ab. Er f�hlte sich, als habe er sich geh�utet � so wie es eine Schlange tun w�rde. Ein Hochgef�hl erf�llte ihn, und er verga� beinahe, zu welchem Zweck er all dies tat.</p><p>Aber Cenarius hatte ihn gewarnt, stets auf sein Ziel konzentriert zu bleiben, und so rang der Nachtelf die Begeisterung nieder.</p><p>Jetzt � erhebe dich.</p><p>Malfurion stemmte sich empor �</p><p>� sein K�rper jedoch, dessen Beine noch immer gekreuzt waren, blieb dort zur�ck, wo er sa�. Seine Traumgestalt schwebte ein paar Fu� �ber dem Boden, frei von allen Fesseln. Malfurion wusste, dass er, wenn er es gew�nscht h�tte, zu den Sternen selbst h�tte aufsteigen k�nnen.</p><p>Aber der Gr�ne Traum war anderswo beheimatet. <emphasis>Wende dich ein weiteres Mal an dein Unterbewusstsein</emphasis>, trug ihm der Halbgott auf. Es <emphasis>wird dir den Weg weisen, denn er liegt im Inneren und nicht Drau�en</emphasis>.</p><p>Und w�hrend er Cenarius� Anweisungen folgte, sah der Nachtelf, wie sich die Welt um ihn herum weiter verwandelte. Ein Dunstschleier umgab alles. Bilder, eine endlose Folge von Bildern, �berlappten einander, aber mit etwas Konzentration entdeckte Malfurion, dass er jedes von ihnen einzeln betrachten konnte. Er h�rte ein mannigfaltiges Fl�stern und erkannte, dass es die inneren Stimmen der Tr�umer auf der ganzen Welt waren.</p><p>Ab hier musst du den Weg allein beschreiten.</p><p>Er f�hlte, wie seine Verbindung zu Cenarius fast verschwand. Um Malfurions Konzentration Willen war der Halbgott gezwungen, sich zur�ckzuziehen. Doch Cenarius blieb eine Pr�senz, die bereit war, ihrem Sch�ler zu helfen, falls dies notwendig wurde.</p><p>Als Malfurion weiter vorw�rts schwebte, verwandelte sich seine Welt in ein leuchtendes, kristallenes Gr�n. Der Dunstschleier wurde dichter, aber die fl�sternden Stimmen waren nun besser zu verstehen. Eine Landschaft schien ihn leise zu rufen.</p><p>Er war zu einem Teil des Gr�nen Traums geworden.</p><p>Malfurion folgte seinen Instinkten und schwebte der flie�enden, sich st�ndig ver�ndernden Traumlandschaft entgegen, die sich vor ihm �ffnete. Wie Cenarius gesagt hatte, war sie so, wie die Welt ausgesehen h�tte, wenn die Nachtelfen und die anderen intelligenten Wesen sie niemals betreten h�tten. Es lag eine Ruhe im Gr�nen Traum, die es verlockend erscheinen lie�, f�r immer hier zu bleiben, aber Malfurion weigerte sich, dieser Versuchung nachzugeben. Er musste die Wahrheit �ber seine Tr�ume erfahren.</p><p>Zun�chst hatte er nicht die geringste Ahnung, wohin sein Unterbewusstsein ihn trug. Er hoffte jedoch, es w�rde ihn zu den Antworten f�hren, die er suchte. Malfurion flog �ber das leere Paradies hinweg, und was er sah, erf�llte ihn mit Staunen.</p><p>Aber dann, inmitten seiner wundersamen Reise, f�hlte er wieder, dass etwas nicht stimmte. Der leichte Missklang, den er zuvor gesp�rt hatte, wurde st�rker. Malfurion versuchte, ihn zu ignorieren, aber er nagte an ihm wie eine hungrige Ratte. Schlie�lich wandte er ihm seine Geistgestalt zu, und pl�tzlich lag vor ihm ein riesiger, schwarzer See. Malfurion f�rchte die Stirn. Er war sich sicher, dass er die unheimlichen Wassermassen irgendwoher kannte. Dunkle Wellen leckten �ber die Ufer des Gew�ssers, und eine Aura der Macht strahlte von seinem Zentrum aus.</p><p>Die Quelle der Ewigkeit.</p><p>Doch wenn dies tats�chlich der Quell war, wo war dann die Stadt? Malfurion blickte in der Traumlandschaft dorthin, wo er wusste, dass eigentlich die Hauptstadt h�tte liegen m�ssen, und versuchte, ein Bild von ihr heraufzubeschw�ren. Er war aus einem bestimmten Grund hierher gekommen, und jetzt glaubte er, dass dieser Grund etwas mit der Stadt zu tun hatte. Schon f�r sich allein war die Quelle der Ewigkeit etwas Erstaunliches, aber er war nur das Energiezentrum. Der Missklang, den der Nachtelf sp�rte, ging von einem anderen Ort aus.</p><p>Er starrte auf die leere Welt und verlangte, ihre Realit�t zu sehen.</p><p>Und ohne Vorwarnung materialisierte sich Malfurions Traum-Ich �ber Zin-Azshari, der Hauptstadt der Nachtelfen. In der alten Sprache bedeutete Zin-Azshari �Der Ruhm der Azshara�.</p><p>Das Volk der Nachtelfen hatten seine K�nigin, als sie den Thron bestieg, so geliebt, dass es darauf bestanden hatte, ihr zu Ehren die Hauptstadt umzubenennen.</p><p>Malfurion dachte an seine K�nigin, als er pl�tzlich den Palast selbst erblickte, ein pr�chtiges Geb�ude hinter einer hohen, gut bewachten Mauer. Er runzelte die Stirn, denn er kannte diesen Ort gut, war es doch die Wohnstatt seiner K�nigin. Obwohl er gelegentlich die Fehler erw�hnt hatte, die er an ihr wahrzunehmen meinte, bewunderte Malfurion sie in Wirklichkeit viel mehr, als die Meisten dachten. Im Gro�en und Ganzen hatte sie viel Gutes f�r ihr Volk getan, auch wenn er manches Mal das Gef�hl hatte, dass Azshara das Gef�hl f�r die wahren Bed�rfnisse der Ihren verlor. Wie viele andere Nachtelfen hegte auch er den Verdacht, dass viele Probleme im Land zum gr��ten Teil auf die Hochgeborenen zur�ckgingen, die das Reich in Azsharas Namen verwalteten.</p><p>Das Gef�hl der Falschheit wurde st�rker, je n�her er an den Palast heran schwebte. Malfurions Augen weiteten sich, als er den Grund erkannte. Mit der Beschw�rung der Vision Zin-Azsharis hatte er auch ein unmittelbareres Bild des Quells hervor geholt. Der schwarze See brodelte nun wild, und etwas, das aussah wie monstr�se B�nder aus vielfarbiger Energie schoss aus seinen Tiefen hervor. M�chtige Magie wurde aus dem Quell gezogen und in den h�chsten Turm des Palastes geleitet. Der einzige vorstellbare Zweck eines solchen Unterfangens war das Weben eines Zaubers von ungeheuerlichem Ausma�.</p><p>Die dunklen Wasser jenseits des Palastes bewegten sich mit solcher Gewalt, dass es f�r Malfurion aussah, als kochten sie. Je dringlicher die Zauberer im Turm die Macht des Quells beschworen, desto schrecklicher entlud sich die Wut der Elemente. �ber Malfurion schrie und blitzte der sturmgepeitschte Himmel. Einige der Geb�ude am Ufer des Quells drohten, von den riesigen Wellen fortgewaschen zu werden.</p><p><emphasis>Was tun sie da</emphasis>?, fragte sich Malfurion, der seine eigene Suche vergessen hatte. <emphasis>Warum fahren sie selbst in der Schw�che des Tages mit ihrem Werk fort</emphasis>?</p><p>Aber �Tag� war hier nur noch ein Wort. Verschwunden war die Sonne, die die F�higkeiten der Nachtelfen d�mpfte. Obwohl der Abend noch nicht gekommen war, war es schwarz wie die Nacht �ber Zin-Azshari � nein, sogar noch schw�rzer. Dies war nicht nat�rlich und auf jeden Fall nicht sicher. Womit spielten die Zauberer im Turm nur herum?</p><p>Malfurion trieb �ber die Mauern hinweg, vorbei an Wachen mit steinernen Gesichtern, die seine Gegenwart ignorierten. Malfurion schwebte auf den Palast selbst zu, aber als er versuchte, in ihn einzudringen � in der festen �berzeugung, dass seine Traumgestalt problemlos durch etwas so Einfaches wie Stein dringen w�rde �, stie� der Nachtelf auf eine undurchdringliche Barriere.</p><p>Jemand hatte den Palast mit Schutzzaubern umschlossen, die so komplex waren, so stark, dass er sie nicht zu durchdringen vermochte. Das machte Malfurion nur noch neugieriger, noch entschlossener. Er schwenkte um das Geb�ude herum und flog ein weiteres Mal auf den fraglichen Turm zu. Es musste einfach einen Weg in ihn hinein geben. Malfurion musste sehen, was f�r ein Wahnsinn darin geschah.</p><p>Mit einer Hand tastete er nach der Phalanx der Schutzzauber, suchte den Punkt, der sie alle miteinander verband, den Punkt, an dem sie auch gel�st werden konnten �</p><p>� und ein pl�tzlicher, unvorstellbarer Schmerz begrub Malfurion unter sich. Seine Traumgestalt litt still, kein Laut h�tte auch ihre Agonie ausdr�cken k�nnen. Das Bild des Palastes, das Bild Zin-Azsharis � alles verschwand. Malfurion fand sich in einer gr�nen Leere wieder, gefangen in einem Sturm aus reiner Magie. Die elementaren Kr�fte drohten, seine Traumgestalt in tausend St�cke zu rei�en und sie in alle Richtungen zu verstreuen.</p><p>Aber mitten in dem monstr�sen Tumult h�rte er pl�tzlich den schwachen Ruf einer vertrauten Stimme.</p><p>Malfurion � mein Kind � komm zur�ck zu mir � Malfurion � du musst zur�ckkehren �</p><p>Vage erkannte der Nachtelf Cenarius� als den verzweifelten Rufer. Er klammerte sich daran ihn wie ein Ertrinkender inmitten eines sturmgepeitschten Meeres an ein winziges St�ck Treibholz. Malfurion f�hlte, wie der Geist der Waldgottheit nach ihm tastete, um ihn in die richtige Richtung zu f�hren.</p><p>Der Schmerz lie� nach, doch Malfurion war �ber alle Ma�en ersch�pft. Ein Teil von ihm wollte einfach nur noch zwischen den Tr�umern treiben, seine Seele wollte nie wieder in sein Fleisch zur�ckkehren. Doch er erkannte, dass dies sein Ende bedeutet h�tte, und so k�mpfte er gegen den t�dlichen Wunsch an.</p><p>Und w�hrend der Schmerz schwand, w�hrend Cenarius� Ber�hrung st�rker wurde, f�hlte Malfurion wieder seine eigene Verbindung mit seinem sterblichen Leib. Er folgte dem Band eifrig, bewegte sich schneller und schneller durch den Gr�nen Traum �</p><p>Mit einem Keuchen erwachte der junge Nachtelf. Unf�hig sich aufrecht zu halten, fiel er ins Gras. Starke und zugleich sanfte H�nde brachten ihn wieder in eine sitzende Position. Wasser tropfte in seinen Mund.</p><p>Er �ffnete die Augen und blickte in Cenarius� besorgtes Gesicht. Der Waldgott hielt Malfurions Wasserschlauch.</p><p>�Du hast getan, was nur Wenigen anderen gelungen w�re�, murmelte sein Mentor. �Und indem du es tatest, h�ttest du dich beinahe selbst f�r immer verloren. Was ist mit dir geschehen, Malfurion? Du bist sogar aus meinem Blick entschwunden ��</p><p>�Ich � ich sp�rte � etwas Schreckliches ��</p><p>�Die Ursache deiner Alptr�ume?�</p><p>Der Nachtelf sch�ttelte den Kopf. �Nein. Ich wei� nicht � Ich � ich fand mich von Zin-Azshari angezogen �� Er versuchte zu beschreiben, was er gesehen hatte, aber Worte schienen ihm nicht in der Lage zu sein, die Vision zu beschreiben.</p><p>Cenarius sah sogar noch verst�rter aus als er selbst, was gro�es Unbehagen in Malfurion weckte. �Dies l�sst nichts Gutes ahnen � nein�, sch�ttelte der Waldgott den Kopf. �Du bist dir sicher, das es der Palast war? Dass es Azshara und ihre Hochgeborenen gewesen sein m�ssen?�</p><p>�Ich wei� nicht, ob sie oder ihre Diener � oder sie mit ihren Dienern � aber ich kann mir nicht helfen: Ich habe das Gef�hl, dass die K�nigin daran beteiligt ist. Azshara hat einen zu starken Willen. Sogar Xavius kann sie nicht kontrollieren � glaube ich.� Der Berater der K�nigin war eine r�tselhafte Gestalt, der das Volk ebenso sehr misstraute, wie es Azshara liebte.</p><p>�Du musst genau �ber das nachdenken, was du sagst, junger Malfurion. Du deutest an, dass die Herrscherin der Nachtelfen � sie, deren Name jeden Tag in Liedern gepriesen wird � an einem Zauber beteiligt ist, der nicht nur f�r ihr Volk zu einer Bedrohung werden k�nnte, sondern f�r die ganze Welt. Begreifst du, was das bedeutet?�</p><p>Das Bild von Zin-Azshari vermischte sich mit der Szene der Verw�stung � und Malfurion fand, dass beide miteinander vereinbar war. Sie mochten nicht direkt verbunden sein, aber sie teilten etwas miteinander.</p><p>Doch was dies war, wusste er noch nicht.</p><p>�Mir ist nur eines klar�, murmelte er und erinnerte sich an das perfekte, wundersch�ne Gesicht seiner K�nigin und an den Applaus, der selbst den K�rzesten ihrer Auftritte begleitete. �Ich muss die Wahrheit herausfinden, wohin auch immer mich diese Wahrheit f�hren mag � und selbst wenn sie mich am Ende mein Leben kostet.�</p><empty-line/><p>Die schattenhafte Gestalt ber�hrte mit ihrer Kralle die kleine, goldene Kugel, die sie in ihrer anderen, von Schuppen bedeckten Hand hielt und erweckte sie zum Leben. Im Rund erschien ein zweiter, fast identischer Schatten. Das Licht der Sph�re vermochte die Finsternis, die die Gestalt umgab, nicht aufzul�sen und ebenso versagte auch die andere Kugel, die von der zweiten Gestalt benutzt wurde. Die Magie, deren Aufgabe es war, die Identit�t der Beiden zu verbergen, war uralt und immens stark.</p><p>�Der Quell wird noch immer von schrecklichen Qualen heimgesucht�, erkl�rte derjenige, der den Kontakt aufgenommen hatte.</p><p>�So geht es schon seit einiger Zeit�, entgegnete der andere, und sein Schwanz zuckte hinter ihm. �Die Nachtelfen spielen mit M�chten, von denen sie keine Ahnung haben.�</p><p>�Hat man sich bei Euch bereits eine Meinung gebildet?�</p><p>Die verdunkelte Gestalt im Innern der Kugel sch�ttelte einmal den Kopf. �Nichts von Bedeutung bisher � aber was k�nnen sie schon tun, au�er vielleicht sich selbst zu vernichten? Es w�re nicht das erste Mal, dass eines der kurzlebigen V�lker sich aus eigener Dummheit in sein Verderben st�rzt, und es wird gewiss nicht das letzte Mal sein.�</p><p>Der Erste nickte. �So scheint f�r uns � und die anderen.�</p><p>�Alle anderen?�, zischte die zweite Gestalt, und zum ersten Mal klang echte Neugierde in ihrer Stimme. �Sogar jene im Schwarm des Erdw�chters?�</p><p>�Nein � sie behalten ihre Meinung f�r sich � wie �blich in letzter Zeit. Sie sind wenig mehr als Neltharions Spiegelbilder.�</p><p>�Also unwichtig. Wie ihr werden auch wir fortfahren, die Narrheiten der Nachtelfen zu beobachten, aber es ist zweifelhaft, ob sie zu viel mehr f�hren als der Ausrottung ihrer eigenen Art. Sollte die Angelegenheit sich als dringlicher erweisen, dann werden wir handeln, so uns unser Herr, Malygos, zu handeln befiehlt.�</p><p>�Der Pakt bleibt ungebrochen�, erwiderte der Erste. �Auch wir werden nur handeln, wenn wir den Befehl Ihrer Majest�t, der glorreichen Alexstrasza, erhalten.�</p><p>�Dann ist dieses Gespr�ch beendet.� Mit diesen Worten wurde die Sph�re schwarz, die Verbindung war unterbrochen worden.</p><p>Die andere Gestalt erhob sich und legte die Kugel zur Seite. Mit einem Zischen sch�ttelte sie den Kopf �ber die Unwissenheit der niederen V�lker. Sie spielten st�ndig mit Dingen, von denen sie keine Ahnung hatten, und oft bezahlten sie einen t�dlichen Preis f�r ihren Unverstand. Aber sie hatten ein Recht auf eigene Fehler, und sie durften ruhig unter ihnen leiden, so lange die Welt als Ganzes keinen Schaden nahm. Sobald dies aber geschah, w�rden die Drachen handeln m�ssen.</p><p>�Dumme, t�richte Nachtelfen. Ihr spielt mit eurem Schicksssal ��</p><empty-line/><p>Aber an einem Ort zwischen Welten, inmitten des wieder erstandenen Chaos, wandten sich, als das Wirken von Azsharas Hochgeborenen auch hierher drang, feurige Augen in pl�tzlichem Interesse um. Irgendwo, erkannte der Betrachter, irgendwo hatte irgendjemand die <emphasis>Macht</emphasis>  angerufen. Irgendwelche Wesen hatten die Magie beschworen und glaubten in ihrer Dummheit, dass sie � und nur sie allein � sie beherrschten, dass nur sie w�ssten, wie man sie benutzte �</p><p>� aber wo?</p><p>Er suchte, hatte die Quelle fast schon entdeckt, da verlor er sie wieder. Doch sie war nahe, sehr nahe.</p><p>Er w�rde warten. Wie die anderen war auch er wieder hungrig geworden. Wenn er noch ein wenig l�nger ausharrte, w�rde er sicher erkennen, wo unter den Welten die t�richten Zauberer ihren Narrheiten fr�nten. Er roch ihren Eifer, ihren Ehrgeiz. Sie w�rden nicht in der Lage sein, damit aufzuh�ren, die Magie zu beschw�ren. Bald � bald w�rde er den Weg zu ihrer kleinen Welt finden �</p><p>Und dann w�rden er und die anderen <emphasis>fressen</emphasis>.</p></section><section><title><p>5</p></title><p>Brox hatte ein schlechtes Gef�hl, was ihre Mission anging, ein sehr schlechtes Gef�hl.</p><p>�Wo sind sie?�, murmelte er. �Wo sind sie?�</p><p><emphasis>Wie versteckt man einen Drachen</emphasis>?, fragte sich der Orc. Die Spuren des Riesenreptils waren bis zu einem gewissen Punkt klar zu erkennen, aber dann konnten er und Gaskal nur noch die Fu�spuren eines Menschen finden, m�glicherweise auch die von zwei Menschen. Da die Orcs so nahe waren, dass sie es bemerkt h�tten, wenn sich ein Drache in die Luft erhob � und etwas solch Erstaunliches hatten sie nicht bemerkt �, musste sich der Leviathan noch in der unmittelbaren Umgebung befinden.</p><p>�Vielleicht ist er hier entlang�, schlug Gaskal vor und legte seine breite Stirn in tiefe Falten. �Durch diesen Pass.�</p><p>�Zu eng�, knurrte Brox. Er schn�ffelte. Drachengeruch f�llte seine Nase. Und ganz schwach, durch die Echsenausd�nstungen fast �berlagert, der Geruch von Mensch. Ein Drachen und ein Zauberer.</p><p>Vertrag hin, Vertrag her, dies war ein guter Tag zum Sterben � was ihre Gegner betraf. Und falls Brox sie stellen konnte.</p><p>Als er sich auf die Knie niederlie�, um die F�hrten besser lesen zu k�nnen, musste der Veteran sich eingestehen, dass Gaskais Vorschlag den meisten Sinn machte. Die beiden Spuren f�hrten in den schmalen Pass, wo die des Drachen einfach <emphasis>aufh�rte</emphasis>. Trotzdem war sich Brox sicher, dass die Bestie, sobald sich die Orcs den anderen Eindringlingen widmeten, augenblicklich erscheinen w�rde.</p><p>Ohne seinem Gef�hrten durch irgendein Zeichen seine wahren Absichten zu erkennen zu geben, erhob sich der �ltere Krieger. �Geh�n wir.�</p><p>Die Waffen kampfbereit umklammert, trotteten sie vorsichtig in den Pass. Brox grunzte, als er den Felskorridor studierte. Eindeutig zu schmal f�r einen Drachen, selbst f�r einen, der noch nicht ausgewachsen war. Wo <emphasis>war</emphasis> die Kreatur?</p><p>Sie hatten erst eine kurze Strecke zur�ckgelegt, als sie weiter vorne in der Schlucht ein monstr�ses Br�llen h�rten. Die beiden Orcs blickten einander an, aber sie wurden nicht langsamer. Kein wahrer Krieger floh beim ersten Laut einer Gefahr.</p><p>Sie drangen tiefer in die Schlucht vor. Schatten spielten �ber die Felsen und erweckten den Eindruck, als tanzten groteske Gesch�pfe um sie herum. Brox� Atem ging schneller. Er versuchte, mit Gaskai Schritt zu halten. Die Axt wog schwer in seiner Hand.</p><p>Ein Schrei � ein menschlicher Schrei � hallte durch den Pass. Er kam von irgendwo voraus.</p><p>�Brox ��, setzte der j�ngere Orc an.</p><p>Doch in diesem Moment f�llte eine Vision ihr Blickfeld aus, ein feuriges Bild, wie sie es noch nie zuvor gesehen hatten.</p><p>Der Schrecken nahm die ganze Breite des Passes ein und schien sogar in den Fels hinein zu flie�en. Er erweckte nicht den Eindruck, lebendig zu sein, und doch bewegte er sich, als verfolge er ein Ziel. Ger�usche � willk�rliche, chaotische Laute � f�llten die Ohren der Orcs, und als Brox in das Zentrum der Erscheinung blickte, f�hlte er sich, als starre er in die Ewigkeit.</p><p>Orcs waren keine Wesen, die sich schnell �ngstigten, aber die schaurige und gewiss magische Vision �berw�ltigte die beiden Krieger. Brox und Gaskai erstarrten vor ihr und ahnten, dass diese Erscheinung gewiss nicht vor ihren Waffen weichen w�rde.</p><p>Brox hatte sich einen heldenhaften Tod gew�nscht, nicht <emphasis>das</emphasis> hier. Es lag keine Ehre darin, auf solche Art zu sterben. Das Ding sah aus, als k�nne es ihn mit Haut und Haaren verschlingen. Ohne ihn �berhaupt zu bemerken. Wie eine Fliege.</p><p>Und so war die Entscheidung f�r ihn klar. �Gaskai! Beweg dich! Lauf!�</p><p>Doch Brox selbst gelang es nicht, seinem eigenen Befehl nachzukommen. Ja, er wirbelte herum, um fortzurennen. Aber er rutschte in dem glatten Schnee aus wie ein t�lpelhaftes Kind. Der riesige Orc st�rzte zu Boden und stie� sich den Kopf. Er verlor seine Axt, die au�erhalb seiner Reichweite niederfiel.</p><p>Gaskai, der nicht mitbekommen hatte, was mit seinem Kameraden geschehen war, rannte nicht zur�ck, sondern warf sich zur Seite und fand in einer Vertiefung der Felswand Zuflucht. Er dr�ckte sich gegen den kalten Stein und war offenbar der Ansicht, hier gesch�tzt zu sein.</p><p>Brox erkannte Gaskais Fehleinsch�tzung. Er erhob sich auf die Knie und schrie: �Nicht da! Weg da!�</p><p>Doch die Kakophonie des kreischenden Chaos ertr�nkte seine Warnung, und die furchterregende Abnormit�t bewegte sich weiter voran � Brox sah mit Grausen, wie Gaskai von ihrem Rand erfasst wurde.</p><p>Tausend Schreie entstr�mten Gaskais Kehle, w�hrend er gleichzeitig �lter und j�nger wurde. Die Augen des Orcs traten hervor, als wollten sie aus seinem Sch�del platzen, und sein K�rper floss wie Wasser. Er dehnte sich aus, wurde kleiner, dehnte sich wieder aus �</p><p>Und mit einem letzten verzweifelten Schrei schrumpfte Gaskai in sich zusammen wie ein St�ck Pergament, das von einer riesigen Hand zerkn�llt wird. Er wurde kleiner und kleiner, bis er vollkommen verschwunden war.</p><p>�Bei der Horde!�, keuchte Brox, wie versteinert im Angesicht des Schreckens. Er starrte auf den Punkt, wo kurz zuvor sein j�ngerer Gef�hrte gestanden hatte, und hoffte irgendwie immer noch, dass dieser wie durch ein Wunder unversehrt erscheinen w�rde.</p><p>Dann erkannte er pl�tzlich, dass auch er selbst nur wenige Atemz�ge davon entfernt war, von der Monstrosit�t verschlungen zu werden.</p><p>Brox wirbelte herum, langte instinktiv nach seiner Axt und rannte. Er f�hlte keine Scham ob seiner Flucht. Kein Orc konnte gegen dieses Ding k�mpfen. Zu sterben, wie Gaskai gestorben war, w�re eine sinnlose Geste gewesen.</p><p>Doch so schnell der Orc auch lief, die flammende Vision war schneller. W�hrend das Kreischen der Ger�usche und Stimmen ihn beinahe taub machte, biss Brox die Z�hne zusammen. Er wusste, er konnte dem Strudel nicht entkommen. Nicht mehr. Dennoch hastete er weiter �</p><p>Ihm gelangen nur noch zwei weitere Schritte, bevor die Monstrosit�t seinen Leib v�llig verschlang.</p><empty-line/><p>Jeder Knochen, jeder Muskel, jeder Nerv in Krasus� K�rper br�llte, und letztlich gelang es ihm dadurch, sich aus dem schwarzen Abgrund der Bewusstlosigkeit empor zu k�mpfen.</p><p>Was war geschehen? Der Drachenmagier wusste es noch immer nicht wirklich. Im einen Moment versuchte er, Rhonin zu erreichen, und im n�chsten verschlang ihn die Anomalie � obwohl er �berhaupt nicht in ihrer N�he war. Seine mentale Verbindung zu dem Menschen hatte Krasus gemeinsam mit dem jungen Zauberer in das Ph�nomen hinein gezogen.</p><p>Wieder durchblitzten Bilder seinen verwirrten Geist. Landschaften, Kreaturen, Artefakte. Krasus hatte die Zeit in ihrem ultimativen Aspekt erlebt, alle Zeit auf einmal!</p><p><emphasis>Aspekt</emphasis>? Dieses Wort beschwor eine andere machtvolle Vision herauf, die er gl�cklicherweise bis dahin vergessen hatte. Inmitten des wirbelnden Chaos der Zeit hatte Krasus einen Blick auf etwas erhascht, das sein Herz und all seine Hoffnungen zerschmetterte.</p><p>Dort, im Zentrum des w�tenden Sturms, hatte er Nozdormu gesehen, den gro�en Aspekt der Zeit � <emphasis>gefangen wie eine Fliege im Netz der Spinne</emphasis>.</p><p>Nozdormu war in all seiner schrecklichen Glorie dort gewesen, ein gigantischer Drache, nicht aus Fleisch, sondern aus dem goldenen Sand der Ewigkeit gewoben. Seine edelsteingleichen Augen, die in der Farbe der Sonne leuchteten, waren weit offen gewesen, und dennoch hatten sie die unbedeutende Gestalt von Krasus nicht bemerkt. Der gro�e Drache hatte sich in den Qualen von Kampf und Schmerz gewunden. Gefangen hatte er weiterhin darum gerungen, alles zusammen zu halten � absolut <emphasis>alles</emphasis>.</p><p>Nozdormu war sowohl Opfer als auch Retter. Treibend im sturmgepeitschten Ozean der gesammelten Zeit, hatte allein er verhindert, dass sie vollkommen aus den Fugen geriet. Wenn nicht der Aspekt gewesen w�re, das Gewebe der Realit�t w�re l�ngst geborsten. Die Welt, die Krasus kannte, w�re f�r immer verschwunden. Schlimmer noch, sie w�rde niemals existiert haben.</p><p>Eine neue Welle aus Schmerz suchte Krasus heim. Er schrie in der alten Sprache der Drachen und verlor f�r einen Augenblick die Kontrolle, an die er so gew�hnt war. Doch mit dem Schmerz kam auch die Erkenntnis, dass er noch lebte. Dieses Wissen brachte ihn dazu, zu k�mpfen, sich wieder zu vollem Bewusstsein zu zwingen �</p><p>Er �ffnete die Augen.</p><p>B�ume begr��ten seinen Blick. Hoch aufragende B�ume mit gr�nen Kronen, die fast den Himmel verbargen. Ein Wald in voller Bl�te und Lebendigkeit. V�gel sangen, w�hrend irgendwo andere Kreaturen raschelnd durch das Unterholz huschten. Vage nahm Krasus die untergehende Sonne und weiche, treibende Wolken wahr.</p><p>Die Landschaft war so friedlich, dass der Drachenmagier sich fast fragte, ob er nicht doch gestorben und ins Jenseits eingegangen war. Dann erweckte ein wenig himmlisches Ger�usch seine Aufmerksamkeit, ein gemurmelter Fluch. Krasus blickte nach links.</p><p>Rhonin rieb sich den Hinterkopf, w�hrend er versuchte, sich ein wenig aufzurichten. Der Mensch mit Haaren wie Feuer war mit dem Gesicht nach unten nur wenige Yards von seinem fr�heren Mentor entfernt gelandet. Der Zauberer spuckte kleine Gras- und Erdbatzen aus, dann blinzelte er. Aus purem Zufall blickte er zuerst in Krasus� Richtung.</p><p>�Was �?�, war alles, was er herausbrachte.</p><p>Krasus versuchte zu sprechen, aber aus seiner Kehle drang nur ein kr�nkliches Kr�chzen. Er schluckte. Dann versuchte er es noch einmal. �Ich � wei� nicht. Bist du � bist du irgendwie verletzt?�</p><p>Rhonin streckte Arme und Beine � und schnitt eine Grimasse. �Tut alles h�llisch weh � aber � aber es scheint nichts gebrochen zu sein.�</p><p>Nach einer �hnlichen Pr�fung gelangte der Drachenmagier f�r sich selbst zum gleichen Ergebnis. Dass sie so unversehrt angekommen waren, erstaunte ihn, aber er erinnerte sich an die Magie Nozdormus, die in der Anomalie gewirkt hatte. Vielleicht hatte der Aspekt der Zeit sie ja doch bemerkt und alles in seiner Macht Stehende beigetragen, um sie zu retten. Doch wenn dies der Fall war �</p><p>Rhonin rollte sich auf den R�cken. �Wo sind wir?�</p><p>�Das kann ich nicht sagen. Ich habe das Gef�hl, ich sollte diese Gegend kennen, aber �� Krasus musste innehalten, als er pl�tzlich von einem Schwindelgef�hl �bermannt wurde. Er fiel zur�ck auf den Boden und schloss die Augen, bis es vorbei war.</p><p>�Krasus? Was ist passiert?�</p><p>�Nichts � nichts Schlimmes � glaube ich. Ich habe mich nur noch nicht ganz von dem erholt, was uns widerfuhr. Meine Schw�che wird bald vorbei sein.� Doch ihm fiel auf, dass Rhonin bereits sehr viel erholter aussah, sich sogar aufsetzte und versuchte, die Glieder zu strecken. Warum �berstand ein zerbrechlicher Mensch das Chaos der Anomalie besser als er?</p><p>Mit grimmiger Entschlossenheit setzte sich auch Krasus auf. Das Schwindelgef�hl wollte ihn wieder �berw�ltigen, aber der Drachenmagier k�mpfte es nieder. Er versuchte, seinen Geist von seinen Sorgen abzulenken, und blickte sich ein weiteres Mal um. Ja, er sp�rte ganz eindeutig eine gewisse Vertrautheit mit dieser Umgebung. Irgendwann einmal hatte er diese Region besucht, aber wann?</p><p>Wann?</p><p>Die einfache Frage erf�llte ihn mit j�hem Entsetzen. <emphasis>Wann</emphasis> �</p><p>Nozdormu gefangen in der Ewigkeit � alle Zeit von den Klauen der Anomalie zerfetzt �</p><p>Der dichte Wald und die wachsenden Schatten, die die sinkende Sonne schuf, machten es praktisch unm�glich, genug zu sehen, um die Gegend zu identifizieren. Er w�rde sich in die Luft erheben m�ssen. Ein kurzer Flug sollte risikolos sein. Dieses Gebiet erweckte nicht den Anschein, als g�be es in der N�he irgendwelche Siedlungen.</p><p>�Rhonin, du bleibst hier. Ich werde die Umgebung von oben erkunden. Ich bin bald zur�ck.�</p><p>�Ist das klug?�</p><p>�Ich f�rchte, es ist absolut notwendig.� Ohne ein weiteres Wort hob Krasus seine Arme und begann sich zu verwandeln.</p><p>Oder besser: Er <emphasis>versuchte</emphasis>, sich zu verwandeln. Doch der Drachenmagier brach, von Schmerz und Schw�che �berw�ltigt, zusammen. Sein ganzer K�rper f�hlte sich an, als sei ihm das Innere nach au�en gekehrt worden.</p><p>Starke Arme fingen ihn auf, als er fiel. Rhonin f�hrte ihn vorsichtig zu einer weichen Stelle, dann half er seinem Gef�hrten, sich niederzusetzen.</p><p>�Bist du in Ordnung? Du siehst aus, als ob ��</p><p>Krasus schnitt ihm das Wort ab. �Rhonin � ich � ich konnte mich nicht verwandeln. Ich konnte mich nicht verwandeln!�</p><p>Der junge Zauberer runzelte die Stirn und verstand nicht. �Du bist noch schwach. Die Reise durch dieses Ding ��</p><p>�Aber <emphasis>du</emphasis> stehst auf deinen Beinen! Ich m�chte dich nicht beleidigen, Mensch, aber das, was wir gerade hinter uns haben, h�tte dich viel st�rker mitnehmen sollen als mich.�</p><p>Der andere nickte. Er verstand. �Ich hatte nur angenommen, du h�ttest dich verausgabt, als du versuchtest, mich in diesem Ph�nomen am Leben zu erhalten.�</p><p>�Ich f�rchte, da muss ich dich entt�uschen. Sobald wir in die Anomalie hineingezogen waren, konnte ich nicht mehr f�r dich tun als f�r mich selbst. Und ich glaube, wenn Nozdormu nicht gewesen w�re ��</p><p>�Nozdormu?� Rhonins Augen weiteten sich. �Was hat er mit unserem �berleben zu schaffen?�</p><p>�Hast du ihn nicht bemerkt?�</p><p>�Nein.�</p><p>Der Drachenmagier holte tief Luft und beschrieb, was er gesehen hatte. Im Laufe seiner Worte wurde Rhonins Gesichtsausdruck zunehmend grimmiger.</p><p>�Unm�glich!�, stie� der Mensch schlie�lich hervor.</p><p>�Schrecklich�, korrigierte ihn Krasus. �Und jetzt muss ich dir noch etwas sagen. Auch wenn Nozdormu uns vor den barbarischen Kr�ften im Inneren der Anomalie gerettet hat, so f�rchte ich, dass er uns nicht dorthin hat zur�cksenden k�nnen, von wo wir gekommen sind � oder auch nur, von <emphasis>wann</emphasis>.�</p><p>�Du glaubst � du glaubst, wir befinden uns in einer anderen Zeit?�</p><p>�Ja � aber in welcher �ra � kann ich nicht sagen. Und ich habe auch keine Ahnung, wie wir wieder in unsere eigene Zeit zur�ckgelangen k�nnten.�</p><p>Rhonin lie� sich im Sitzen auf den Boden zur�ckfallen. Auf dem R�cken liegend, starrte in den leeren Raum vor seinen Augen. �Vereesa ��</p><p>�Fass Mut! Ich sagte, ich habe keine Ahnung, wie wir zur�ckkommen k�nnen, aber das hei�t nicht, dass wir es nicht versuchen werden! Trotzdem m�ssen wir uns zun�chst darum k�mmern, etwas zu essen aufzutreiben � und wir m�ssen etwas �ber dieses Land in Erfahrung bringen. Wenn wir wissen, wo wir sind, k�nnen wir vielleicht auch herausbekommen, wo wir die Hilfe finden, die wir ben�tigen. Jetzt hilf mir hoch.�</p><p>Mit der Hilfe des Menschen kam Krasus wieder auf die Beine. Nach ein paar z�gerlichen Schritten, erkl�rte er, das Weitergehen bew�ltigen zu k�nnen. Eine kurze Diskussion �ber die Richtung, die sie einschlagen sollten, endete damit, dass sie sich darauf einigten, sich nach Norden zu wenden, auf eine Reihe ferner H�gelkuppen zu. Dort sollten sie bis zum morgigen Tag in der Lage sein, weit genug �ber die B�ume zu blicken, um ein Dorf oder eine Stadt auszumachen.</p><p>Kaum eine Stunde, nachdem sie ihre Wanderung begonnen hatten, versank die Sonne hinter dem Horizont, aber das Paar zog weiter. Gl�cklicherweise hatte Rhonin in einer seiner G�rteltaschen noch ein paar kleine Rationen, und ein Busch, an dem sie vorbeikamen, lieferte ihnen eine Handvoll genie�barer, wenn auch saurer Beeren. Die kleinere, fast elfische Gestalt, die Krasus trug, ben�tigte weit weniger Nahrung als seine wahre Drachengestalt. Trotzdem war ihnen beiden klar, dass sie am n�chsten Tag etwas kr�ftigere Kost finden mussten, wenn sie �berleben wollten.</p><p>Die dickere Kleidung, die sie f�r die Berge getragen hatten, erwies sich als perfekt, um sie warm zu halten, sobald es dunkel geworden war. Krasus� �berlegenes Sehverm�gen erm�glichte ihnen zudem, ziemlich sicher ihren Weg zu finden. Trotzdem kamen sie nur langsam voran, und der Durst begann sie zu plagen.</p><p>Schlie�lich f�hrte sie ein leises, von Westen kommendes Pl�tschern zu einem kleinen Bach. Rhonin und Krasus knieten sich dankbar am Ufer nieder.</p><p>�Dank sei den F�nf�, erkl�rte der Drachenmagier, w�hrend sie tranken. Rhonin nickte schweigend und war viel zu sehr damit besch�ftigt, den ganzen Bach zu leeren, um eine richtige Antwort zu geben.</p><p>Nachdem sie ihre B�uche gef�llt hatten, lehnten sie sich zur�ck. Krasus wollte weitergehen, aber es war klar, dass weder er noch der Mensch die n�tige Kraft dazu hatten. Sie w�rden die Nacht �ber hier rasten m�ssen und dann im ersten Morgenschimmer aufbrechen.</p><p>Als er dies vorschlug, stimmte Rhonin bereitwillig zu. �Ich glaube nicht, dass ich noch einen Schritt weiter gehen kann�, sagte der junge Zauberer. �Aber ich kann uns immer noch ein Feuer machen, wenn du m�chtest.�</p><p>Die Idee eines Feuers war verlockend, aber etwas warnte Krasus davor. �Wir werden es in unseren Sachen warm genug haben. Ich w�rde es vorziehen, wenn wir die n�chste Zeit lieber etwas �bervorsichtig w�ren.�</p><p>�Du hast wahrscheinlich Recht. Nach allem, was wir wissen, k�nnten wir zu Zeiten der ersten Invasion der Horde angekommen sein.�</p><p>Das schien Krasus angesichts der Friedlichkeit dieses Waldes unwahrscheinlich, aber die Jahrhunderte hatten andere Gefahren hervorgebracht. Aber ihr gegenw�rtiger Standort w�rde sie vor den meisten Kreaturen verbergen, die in ihrer N�he vorbeikommen mochten. Ein kleiner H�gel bot sich zudem an, sich hinter ihm zu verstecken.</p><p>Ihre Ersch�pfung war gr��er, als sie sich hatten eingestehen wollen, und sie schliefen fast sofort ein. Doch Krasus� Schlaf wurde von unruhigen Tr�umen heimgesucht, in denen sich die k�rzlichen Ereignisse widerspiegelten.</p><p>Wieder erschien ihm Nozdormu, der gegen das k�mpfte, was sein eigentliches Wesen war. Der Drachenmagier sah alle Zeiten zu einem unl�sbaren Knoten miteinander verwoben und mit jedem Augenblick, den die Anomalie weiter existierte, instabiler werdend.</p><p>Krasus sah auch etwas anderes, einen schwachen, aber feurigen Blick, fast wie Augen, die hungrig auf alles starrten, was sie ausmachen konnten. Der Drachenmagier w�lzte sich in seinem Schlaf, w�hrend sein Unterbewusstsein versuchte, sich zu erinnern, warum ihm dieses Bild so schrecklich vertraut erschien �</p><p>Doch dann drang das leichte Klirren von Metall gegen Metall in die Bilder und zerstreute seine Tr�ume, riss die Vision in Fetzen, als Krasus gerade kurz davor stand, sich zu entsinnen, wof�r die flammenden Augen standen.</p><p>Er wollte sich gerade r�hren, als Rhonins Hand sich fest �ber seinem Mund schloss. Fr�her in seinem langen, langen Leben h�tte ein solcher Affront den Drachen dazu gebracht, der sterblichen Kreatur eine schmerzhafte Lektion in Sachen gute Manieren zu erteilen, aber jetzt hatte Krasus nicht nur mehr Geduld als in seiner Jugend, er hatte auch mehr Vertrauen.</p><p>Da erklang wieder das Scheppern von Metall. Nur ganz leise, doch f�r die trainierten Ohren der beiden Zauberer so laut wie Donner.</p><p>Rhonin zeigte nach oben. Krasus nickte. Die beiden M�nner standen vorsichtig auf und versuchten, �ber den Rand des H�gels zu sp�hen. Offensichtlich waren mehrere Stunden vergangen, seit sie eingeschlafen waren. Der Wald lag still, bis auf das Zirpen einiger Insekten. Wenn nicht die unnat�rlichen Ger�usche gewesen w�ren, die sie geh�rt hatten, Krasus h�tte geglaubt, alles sei in Ordnung.</p><p>Dann materialisierten zwei gro�e, fast monstr�se Gestalten jenseits des H�gels. Zuerst waren sie nicht klar zu erkennen, aber schlie�lich konnte Krasus� nicht nur zwei Kreaturen ausmachen, sondern derer gleich <emphasis>vier</emphasis>.</p><p>Zwei Reiter auf riesigen, muskul�sen Panthern.</p><p>Die M�nner waren gro� und, obwohl sehr schlank, doch eindeutig Krieger. Sie trugen R�stungen von der Farbe der Nacht und hohe Helme mit Nasensch�tzern. Krasus konnte ihre Gesichter noch nicht erkennen, aber sie bewegten sich mit einer geschmeidigen Eleganz, wie man sie nur selten bei Menschen antraf. Die Soldaten und ihre schlanken, schwarzen Reittiere gaben sich, als w�rde ihnen die Finsternis wenig ausmachen, was den Drachenmagier dazu bewegte, seinen Gef�hrten zur Vorsicht zu ermahnen.</p><p>�Sie werden dich sehen, bevor du sie klar erkennen kannst�, fl�sterte Krasus. �Ich wei� nicht, was sie sind, aber sie sind nicht von deiner Art.�</p><p>�Da sind noch mehr!�, gab Rhonin zur�ck. Trotz seines schlechteren Sehverm�gens bei Nacht hatte er in genau die richtige Richtung geblickt, um ein weiteres Reiterpaar auszumachen, das sich ihrem H�gel n�herte.</p><p>Die vier Soldaten bewegten sich in fast vollkommener Stille. Nur leise Ger�usche verrieten die Krieger, die sich auf einer Jagd zu befinden schienen �</p><p>Krasus kam zu dem besorgniserregenden Schluss, dass sie Rhonin und ihn suchten.</p><p>Einer der vorderen Reiter zog an den Z�geln seines monstr�sen, mit S�belz�hnen bewehrten Reittiers und brachte es zum Stehen. Dann hob er eine Hand an sein Gesicht. Ein kurzer Blitz blauen Lichts beleuchtete die Gegend um ihn herum. In seiner rechten Hand hielt der Reiter einen kleinen Kristall, den er auf die dunkle Landschaft richtete. Einen Moment sp�ter bedeckte er das Artefakt mit der anderen Hand und l�schte das Licht.</p><p>Der Einsatz des magischen Kristalls bereitete Krasus noch die geringsten Sorgen. Das Wenige, das er von dem m�rrischen, brutalen Gesicht des J�gers erkannt hatte, machte ihn weit nerv�ser.</p><p>�<emphasis>Nachtelfen</emphasis> ��, fl�sterte er.</p><p>Der Reiter, der den Kristall benutzt hatte, blickte sofort in Krasus� Richtung.</p><p>�Sie haben uns gesehen!�, fl�sterte Rhonin.</p><p>Krasus fluchte �ber seine eigene Dummheit und zog den jungen Zauberer mit sich fort. �In den Wald! Wir m�ssen uns ins Geb�sch schlagen! Es ist unsere einzige Chance!�</p><p>Ein vereinzelter Schrei hallte durch die Nacht � und pl�tzlich wimmelte der Wald vor Reitern. Die Furcht einfl��enden, aber agilen Reittiere sprangen flink vor, und die weichen Sohlen ihrer Pfoten verursachten keinerlei Ger�usch auf dem Waldboden. Wie ihre Herren hatten auch sie leuchtende, silberne Augen, die es ihnen trotz der Finsternis erm�glichten, ihre Beute ausfindig zu machen. Die Panther br�llten laut und freuten sich auf ihre Beute.</p><p>Rhonin und Krasus schlitterten einen Abhang hinab und in ein Dickicht. Ein Reiter raste an ihnen vorbei, aber ein anderer wirbelte herum und setzte die Verfolgung fort. Hinter ihnen verteilten sich mehr als ein Dutzend weiterer Reiter �ber das Gebiet, um den beiden M�nnern den Weg abzuschneiden.</p><p>Die Zauberer erreichten den dichter bewachsenen Bereich, aber der vorderste Reiter war fast bei ihnen. Rhonin wirbelte herum und schrie ein einzelnes Wort.</p><p>Ein blendend heller Ball reiner Energie traf den Nachtelf mitten in die Brust und schleuderte ihn von seinem Panther. Mit gewaltigem L�rm krachte er in einen Baum.</p><p>Rhonins Gegenangriff schien die anderen Nachtelfen nur noch in ihrer Absicht zu best�rken, sie zu fangen. Obwohl sie auf dem waldigen Gel�nde nur m�hsam vorankamen, trieben die Reiter ihre Tiere weiter.</p><p>Krasus blickte nach Osten und sah, dass einige der Soldaten bereits vor ihnen angekommen waren und daran gingen, ihnen den Weg abzuschneiden. Instinktiv wob er einen eigenen Zauber. Gesprochen in der Zunge der reinen Magie h�tte er eine Flammenwand schaffen sollen, um die Verfolger auf Abstand zu halten. Stattdessen erwachten winzige Feuer wahllos �ber das Gebiet verteilt zum Leben, von denen nur die wenigsten zur Verteidigung zu gebrauchen waren. Sie lenkten bestenfalls eine Handvoll Reiter f�r ein paar Sekunden ab. Die meisten der Nachtelfen beachteten sie nicht einmal.</p><p>Und was noch schlimmer war: Krasus brach erneut unter Schmerz und Schw�che zusammen.</p><p>Auch dieses Mal eilte ihm Rhonin zu Hilfe. Er wiederholte eine schw�chere Variante des Zaubers, den der Drachenmagier gerade versucht hatte. Doch wo Krasus glanzlose Resultate und k�rperliche Schmerzen f�r seine Bem�hungen geerntet hatte, vollbrachte der menschliche Magier ganz Erstaunliches. Im Wald vor ihren Verfolgern explodierten hungrige, m�chtige Flammen, die die Soldaten in vollkommener Verwirrung zur�cktrieben.</p><p>Rhonin blickte ebenso �berrascht auf das Ergebnis seines Zaubers wie die Nachtelfen, aber er erholte sich rascher als sie von seinem Schrecken. Er rannte an Krasus� Seite und half dem schwer angeschlagenen Magier wieder auf die Beine. Gemeinsam zogen sie sich vom Schauplatz des Kampfes zur�ck.</p><p>�Sie werden �� Krasus rang um Atem. �Sie werden bald einen Weg um das Feuer herum finden! Es scheint, als w�rden sie diesen Ort sehr gut kennen!�</p><p>�Wie hast du sie genannt?�</p><p>�Das sind Nachtelfen, Rhonin. Erinnerst du dich an sie?�</p><p>Der Drachenmagier und der Mensch hatten den Krieg gegen die Brennende Legion nur aus der Umgebung von Dalaran erlebt, aber auch dort hatten sie Berichte �ber das Erscheinen der Nachtelfen erreicht, jenes legend�ren Volkes, von dem Vereesas Leute abstammten. Die Nachtelfen waren erschienen, als es so ausgesehen hatte, als sei die Katastrophe nicht mehr aufzuhalten, und es war nicht untertrieben zu behaupten, dass der Krieg wahrscheinlich einen ganz anderen Ausgang genommen h�tte, wenn sie sich nicht den Verteidigern angeschlossen h�tten.</p><p>�Aber wenn das Nachtelfen sind, sind wir doch Verb�ndete?�</p><p>�Du vergisst, dass wir uns nicht unbedingt im gleichen Zeitalter befinden. Um genau zu sein, bis zu ihrem Wiedererscheinen glaubten selbst die Drachen, dieses Volk sei seit langem ausgestorben, seit dem Ende des �� Krasus stockte und war sich nicht sicher, ob er die Gedanken, die ihn pl�tzlich �berfielen, bis zu ihrem logischen Schluss weiterverfolgen wollte.</p><p>Schreie brachen in ihrer N�he aus. Drei Reiter preschten mit erhobenen Krummschwertern auf sie zu, und an ihrer Spitze ritt der Mann, der den blauen Kristall benutzt hatte. Rhonins Flammen erhellten sein Gesicht, dessen elfentypische Sch�nheit unwiederbringlich durch eine gro�e Narbe ruiniert war, die auf der linken Wange vom Auge bis zur Lippe verlief.</p><p>Krasus versuchte, einen weiteren Zauber zu weben, aber wieder �berkamen ihn nur Schmerz und Schw�che. Rhonin half ihm sanft zu Boden, dann stellte er sich den Angreifern.</p><p>�<emphasis>Jiytonus Zerak!</emphasis>�, schrie er.</p><p>Das Ge�st der B�ume, an denen die Nachtelfen vorbei ritten, flocht sich pl�tzlich zusammen und bildete eine netz�hnliche Barriere. Ein Reiter verfing sich darin und glitt von seiner Raubkatze. Ein zweiter brachte seinen protestierenden Panther hinter dem Gest�rzten zum Stehen.</p><p>Doch der Anf�hrer schnitt durch die Zweige, als zerteile er Luft, und hinterlie� einen roten Blitz in seinem t�dlichen Kielwasser.</p><p>�Rhonin!�, gelang es Krasus herauszubringen. �Flieh! Verschwinde von hier!�</p><p>Sein fr�herer Sch�ler hatte ebenso wenig die Absicht, einem solchen Befehl zu gehorchen, wie sie der Drachenmagier an seiner Stelle gehabt h�tte. Rhonin griff in seine G�rteltasche und zog etwas daraus hervor, das zun�chst wie ein Band aus leuchtendem Quecksilber aussah. Die Substanz verband sich schnell zu einer leuchtenden Klinge, einem Geschenk, das ein Elfenkommandant Rhonin gegen Ende des Krieges gemacht hatte.</p><p>Im Licht der magischen Klinge verwandelte sich der hochm�tige Ausdruck auf dem Gesicht des Soldaten in �berraschung. Trotzdem stellte er sich Rhonins Schwert mit seinem eigenen.</p><p>Rote und silberne Funken spr�hten. Rhonins ganzer Leib erzitterte. Der Nachtelf st�rzte beinahe aus dem Sattel. Der Panther br�llte, doch wegen seines Reiters konnte er den Feind nicht mit seinen rasiermesserscharfen Krallen erreichen.</p><p>Wieder trafen sich die Klingen. Rhonin mochte ein Zauberer sein, doch er hatte im Laufe seines Lebens gelernt, dass es n�tzlich war, auch das Schwert zu beherrschen. Vereesa hatte ihn so gut trainiert, dass er selbst gegen erfahrene Krieger bestehen konnte � und mit der Elfenklinge hatte er gute Chancen, gegen jeden Gegner den Sieg davonzutragen, der ihm im Zweikampf gegen�bertrat.</p><p>Aber nicht gegen eine ganze Bande auf einmal. W�hrend er noch den Nachtelf und seine Bestie auf Abstand hielt, trafen drei weitere Reiter ein, von denen zwei ein Netz zwischen sich f�hrten. Krasus h�rte ein Ger�usch hinter sich und blickte �ber die Schulter, wo noch drei andere Reiter erschienen, die ebenfalls ein gro�es Netz schleppten.</p><p>Wie sehr er es auch versuchte, er brachte die Worte der Macht nicht �ber seine Lippen. Er, der Drache, war hilflos.</p><p>Rhonin sah das erste Netz und wich zur�ck. Er hielt sein Schwert bereit, falls die Nachtelfen versuchten sollten, ihn damit einzufangen. Der Anf�hrer trieb sein Reittier vorw�rts und zog Rhonins Aufmerksamkeit auf sich.</p><p>�Hinter dir!�, rief Krasus, der wieder von Schw�che �berw�ltigt wurde. �Das ist noch ein ��</p><p>Ein schwerer Stiefel trat dem geschw�chten Magier gegen den Kopf. Krasus behielt das Bewusstsein, aber er konnte sich nun vollends nicht mehr konzentrieren.</p><p>Durch verschleierte Augen musste er zusehen, wie sich die dunklen Gestalten der Elfen um seinen Gef�hrten sammelten. Rhonin wehrte zwei Schwerter ab, trieb eine der Gro�katzen zur�ck � und dann erwischte ihn das Netz von hinten.</p><p>Es gelang ihm, einen Teil davon zu zerschneiden, aber dann fiel das zweite Netz auf ihn, und Rhonin verfing sich vollends in den Maschen. Der junge Magier wollte den Mund zu einem weiteren Zauber �ffnen, aber der Anf�hrer der Nachtelfen st�rmte vor und rammte ihm die Faust hart gegen den Kiefer.</p><p>Der menschliche Zauberer brach zusammen.</p><p>Wutentbrannt gelang es Krasus, sich teilweise von seiner Benommenheit zu befreien. Er murmelte ein paar magische Worte und zeigte auf den Anf�hrer.</p><p>Dieses Mal funktionierte sein Zauber, aber er ging fehl. Der goldene Blitz traf nicht das Ziel, das der Drachenmagier ins Auge gefasst hatte, sondern nur einen Baum neben einem der anderen J�ger. Drei gro�e �ste brachen weg und st�rzten auf den Mann. Sie begruben ihn und seinen Panther unter sich.</p><p>Der Anf�hrer der Nachtelfen starrte finster in Krasus� Richtung. Der Drachenmagier versuchte vergeblich, sich zu sch�tzen, als F�uste und Stiefel auf ihn einprasselten � und er schlie�lich das Bewusstsein verlor.</p><empty-line/><p>Er sah zu, wie seine Untergebenen auf die seltsame Gestalt einpr�gelten, die einen der ihren mehr durch Zufall als mit Absicht get�tet hatte. Auch nachdem ihr Opfer l�ngst bewusstlos geworden war, lie� er seine Krieger weiter ihre Wut an dem bewegungslosen K�rper austoben. Die Panther fauchten und knurrten, witterten Blut, und ihre Reiter hatten M�he, sie davon abzuhalten, sich ebenfalls dem Gewaltausbruch anzuschlie�en.</p><p>Als er zu dem Schluss kam, dass sie die Grenze erreicht hatten, dass jeder weitere Schlag das Leben des Gefangenen gef�hrden w�rde, befahl er seinen M�nnern aufzuh�ren.</p><p>�Lord Xavius will sie lebend�, schnappte der narbengesichtige Elf. �Wir wollen ihn doch nicht entt�uschen, oder?�</p><p>Die anderen erstarrten, und pl�tzlich zeichnete sich Furcht auf ihren Gesichtern ab. Eine berechtigte Furcht, dachte er grinsend, denn Lord Xavius neigte dazu, Nachl�ssigkeit mit dem Tode zu ahnden � mit einem schmerzhaften, langsamen Tod.</p><p>Und oft w�hlte er die bereitwillige Hand von Varo�then, um diesen Tod zu schenken.</p><p>�Wir waren vorsichtig, Hauptmann Varo�then�, erkl�rte einer der Soldaten rasch. �Sie werden beide die Reise �berleben ��</p><p>Der Hauptmann nickte. Es erstaunte ihn noch immer, wie der Berater der K�nigin �berhaupt die Pr�senz dieser ungew�hnlichen Fremden entdeckt hatte. Als er den treuen Varo�then zu sich gerufen hatte, hatte Lord Xavius nur erkl�rt, es habe eine seltsame Manifestation gegeben und er wolle, dass der Hauptmann sie untersuche. Er solle jede ungew�hnliche Person mitbringen, die er in der Umgebung des Ph�nomens antr�fe. Varo�thens stets scharfe Augen hatten das leichte Runzeln auf der Stirn des Beraters der K�nigin bemerkt, den einzigen Hinweis darauf, dass ihn diese unbekannte �Manifestation� mehr verst�rte, als er es zugeben wollte.</p><p>Varo�then betrachtete die Gefangenen, w�hrend ihre gefesselten K�rper r�cksichtslos �ber einen der Panther geworfen wurden. Was auch immer der Berater erwartet hatte, es war sicher nicht dieses Paar hier gewesen. Der Schwache, dem der letzte Zauber gelungen war, hatte eine vage �hnlichkeit mit einem Nachtelf, aber seine Haut war bleich, fast wei�. Der andere, offensichtlich ein j�ngerer und viel talentierterer Magier � nun, Varo�then wusste nicht, was er von ihm halten sollte. Auch er hatte eine leichte �hnlichkeit mit den Nachtelfen, aber er geh�rte offensichtlich einem anderen Volk an. Der erfahrene Soldat hatte noch nie eine Kreatur wie diese gesehen.</p><p>�Egal. Lord Xavius wird das schon kl�ren�, murmelte Varo�then leise. �Und wenn er ihnen alle Gliedma�en ausrei�en oder sie lebendig h�uten muss, um die Wahrheit zu ergr�nden.�</p><p>Und f�r welche Methode der Berater sich auch entscheiden mochte, der gute, treue Hauptmann Varo�then w�rde zur Stelle sein, um ihm dabei mit ganzer Erfahrung zur Hand zu gehen.</p></section><section><title><p>6</p></title><p>Es war ein von tiefen Sorgen geplagter Malfurion, der in sein Haus in der N�he der Tosenden F�lle zur�ckkehrte, das gleich hinter der gro�en Nachtelfen-Siedlung Suramar lag. Er hatte diesen Ort wegen der Ruhe und der ungest�rten Natur in der Umgebung der F�lle gew�hlt. Er kannte keinen anderen Ort, der so friedlich war, au�er vielleicht Cenarius� versteckten Hain.</p><p>Malfurions schlichtes Zuhause, ein niedriges, rundliches Domizil, aus B�umen und Erde geformt, bot einen starken Kontrast zu den H�usern der meisten Nachtelfen. Dem jungen Mann lag nichts an den grellen Farbphalanxen, die von der Tendenz seines Volkes zeugten, einander ausstechen zu wollen. Die Farben seines Zuhauses waren jene der Erde und des Lebens � das Gr�n des Waldes, das satte, fruchtbare Braun � und die Farbt�ne, die ihnen am n�chsten standen. Er versuchte, sich an seine Umgebung anzupassen, und nicht die Natur zu zwingen, sich ihm anzupassen, wie es das Trachten seines Volkes war.</p><p>Doch nichts an seinem Haus konnte Malfurion in dieser Nacht auch nur das geringste Gef�hl des Trostes vermitteln. Noch immer zeichneten sich die Gedanken und Bilder, die er erfahren hatte, als er den Gr�nen Traum beschritt, extrem klar in seinem Geist ab. Er hatte T�ren in seiner Vorstellungskraft ge�ffnet, von denen er sich nun verzweifelt w�nschte, er k�nne sie wieder schlie�en. Doch er wusste, dass dies unm�glich war.</p><p>�Die Visionen, die du im Gr�nen Traum siehst, sie k�nnen vieles bedeuten�, hatte Cenarius ihm erkl�rt. �Selbst das, von dem du glaubst, dass es real ist � wie zum Beispiel dein Bild von Zin-Azshari �, ist es m�glicherweise nicht, denn das Traumland spielt seine eigenen Spiele mit unserem begrenzten Geist ��</p><p>Malfurion wusste, dass der Halbgott nur versucht hatte, ihn zu beruhigen. Er war �berzeugt, dass das, was er gesehen hatte, die Wahrheit gewesen war. Er hatte bemerkt, dass Cenarius sich ebenso viele Sorgen wegen der tollk�hnen Zauberei in Azsharas Palast machte wie sein Sch�ler.</p><p>Die Macht, die die Hochgeborenen beschworen hatten � wozu mochte sie dienen? Merkten sie nicht, dass das Gewebe der Welt in der N�he der Quelle kurz vor dem Zerrei�en stand? Es erschien ihm weiterhin unvorstellbar, dass die K�nigin ein solch leichtfertiges und m�glicherweise zerst�rerisches Wirken zulie� � und doch konnte sich Malfurion nicht von der Gewissheit befreien, dass sie ebenso sehr ein Teil dieser Vorg�nge war wie ihre Untergebenen. Azshara war nicht einfach nur eine symbolische Galionsfigur, sie herrschte tats�chlich, auch �ber ihre arroganten Hochgeborenen.</p><p>Malfurion versuchte, zu seiner normalen Routine zur�ckzukehren, und hoffte, dass sie ihm helfen w�rde, seine Sorgen zu vergessen. Es gab nur drei R�ume in seinem Haus, ein weiteres Beispiel f�r die Einfachheit seines Lebens im Vergleich zu jenem seiner Landsleute. In der einen Stube befanden sich sein Bett und die Handvoll B�cher und Schriftrollen �ber die Natur und seine gegenw�rtigen Studien, die er gesammelt hatte. In einem anderen Raum, der nach hinten hinaus lag, standen der Speiseschrank und ein kleiner, einfacher Tisch, auf dem er sein Essen zubereitete.</p><p>Malfurion betrachtete diese beiden R�ume eigentlich nur als pure Notwendigkeit. Der dritte, der Gemeinschaftsraum, war ihm stets sein liebster Aufenthalt gewesen. Hier, wo das Licht des Mondes nachts hell schien und man die glitzernden Wasser der F�lle erkennen konnte, sa� er im Zentrum und meditierte.</p><p>Hier, bei einem Schluck des Honigweins, den sein Volk so liebte, ging er seine Arbeiten durch und versuchte die Dinge zu verstehen, die Cenarius ihn lehrte. Hier, an dem niedrigen Elfenbeintisch, auf dem ein Mahl ausgebreitet werden konnte, traf er sich auch mit Tyrande und Illidan.</p><p>Doch heute Abend waren keine Tyrande und kein Illidan anwesend. Tyrande war in den Tempel der Elune zur�ckgekehrt, um ihre eigenen Studien fortzusetzen, und Malfurions Zwillingsbruder zog jetzt den wilden L�rm des st�dtischen Lebens von Suramar der Stille des Waldes vor � ein weiteres Zeichen daf�r, dass sie einander immer un�hnlicher wurden.</p><p>Malfurion lehnte sich zur�ck, und sein Gesicht leuchtete im Licht des Mondes. Er schloss die Augen, um nachzudenken und hoffte, seine Nerven beruhigen zu k�nnen �</p><p>Doch kaum waren seine Lider herab gesunken, als etwas Gro�es durch das Mondlicht rannte und Malfurion f�r einen kurzen Moment in die totale Finsternis seines Schattens h�llte.</p><p>Die Augen des Nachtelfen sprangen gerade noch rechtzeitig auf, um einen Blick auf eine riesige, beunruhigende Gestalt zu erhaschen. Malfurion sprang sofort an die T�r und schwang sie auf.</p><p>Doch zu seiner �berraschung traf sein gespannter Blick nur die rauschenden Wasser der nahegelegenen F�lle.</p><p>Er trat nach drau�en, sp�hte forschend umher. Sicher konnte sich eine Kreatur, die derma�en gro� war, nicht so schnell bewegen. Die stierartigen Tauren und b�renartigen Furbolgs waren ihm nicht unbekannt, doch w�hrend sie es an Gr��e mit dem seltsamen Schatten h�tten aufnehmen k�nnen, waren diese beiden Arten nicht f�r ihre Flinkheit bekannt. Ein paar Zweige raschelten im Wind, und ein Nachtvogel sang irgendwo in der Ferne, aber Malfurion konnte keine Spur des seltsamen Eindringlings erkennen.</p><p><emphasis>Es waren wohl nur deine Nerven, die dir einen Streich gespielt haben</emphasis>, schalt er sich schlie�lich selbst. <emphasis>Nur deine eigene Verunsicherung</emphasis>.</p><p>Als er in das Haus zur�ckkehrte, setzte sich Malfurion wieder nieder, und sein Geist war bereits in den Irrgarten seiner Sorgen zur�ckgekehrt. Im Unterschied zu dem Phantom seines Eindringlings war er sich sicher, dass er sich nichts von dem eingebildet, dass er nichts missverstanden hatte, was Palast und Quelle betraf. Irgendwie musste Malfurion mehr erfahren, mehr als der Gr�ne Traum ihm im Augenblick enth�llen konnte.</p><p>Und er hatte das Gef�hl, dass er dies sehr, sehr bald w�rde in Angriff nehmen m�ssen.</p><empty-line/><p>Er w�re beinahe geschnappt worden. Wie ein Kind, das kaum laufen kann, w�re er fast in die Arme der Kreatur gestolpert. Kaum eine w�rdige Demonstration der �berlegenen F�higkeiten, f�r die die Kriegerveteranen der Orcs bekannt waren.</p><p>Brox hatte sich keine Sorgen gemacht, sich nicht angemessen verteidigen zu k�nnen, wenn die Kreatur ihn angriff, doch jetzt war nicht die Zeit, sich seinen eigenen Wunsch nach einem ruhmreichen Ende zu erf�llen. Au�erdem deutete das Wenige, was er von der einsamen Gestalt gesehen hatte, nicht gerade auf einen ebenb�rtigen Gegner hin. Gro�, aber zu d�rr, zu ungesch�tzt. Menschen waren viel interessantere und w�rdigere Gegner �</p><p>Nicht zum ersten Mal schmerzte sein Sch�del. Brox legte eine Hand an die Schl�fe und k�mpfte gegen das dunkle Pochen an. Tosende Verwirrung herrschte in seinem Geist. Was mit ihm in den letzten Stunden geschehen war, konnte der Orc noch immer nicht mit absoluter Sicherheit sagen. Statt Gaskais Schicksal zu teilen und in St�cke gerissen zu werden, wie er es erwartet hatte, war er in den Wahnsinn geschleudert worden. Dinge, die �ber das Fassungsverm�gen eines einfachen Kriegers hinaus gingen, waren vor seinen Augen erschienen und verschwunden, und Brox erinnerte sich daran, durch einen Wirbel chaotischer Energien gest�rzt zu sein, w�hrend zahllose Stimmen und Ger�usche in seinen Ohren gedr�hnt hatten, dass er beinahe taub geworden w�re.</p><p>Am Ende war alles zu viel f�r ihn gewesen. Brox hatte das Bewusstsein verloren. Er war sich sicher gewesen, er w�rde nie wieder erwachen.</p><p>Nat�rlich war er dann doch wieder zu sich gekommen, aber es hatte ihn nicht wieder in die Berg verschlagen, noch war er weiterhin von Wahnsinn umfangen gewesen. Stattdessen hatte Brox in einer fast friedlichen Landschaft aus hohen B�umen und sanften H�geln gelegen, die sich so weit erstreckte, wie das Auge blicken konnte. Die Sonne war dabei gewesen zu sinken, und als einzige Ger�usche von Leben waren die musikalischen Rufe von V�geln zu h�ren gewesen.</p><p>Selbst wenn er in die Mitte einer entsetzlichen Schlacht geschleudert worden w�re statt in diese ruhige Szene, Brox h�tte nichts anderes tun k�nnen, als dort, wo er war, liegen zu bleiben. Der Orc hatte mehr als eine Stunde gebraucht, um wieder genug Kraft zu sammeln, damit er nur stehen konnte � von gehen gar nicht zu reden. Gl�cklicherweise hatte Brox w�hrend der bangen Wartezeit ein Wunder entdeckt. Seine verloren geglaubte Axt war mit ihm verschlungen worden und nur ein paar Yards von dem Orc entfernt gelandet. Noch nicht in der Lage, seine Beine zu benutzen, war Brox zu der Waffe gekrochen. Er h�tte sie nicht schwingen k�nnen, aber nur ihren Griff zu halten, hatte ihm bereits Trost gespendet, w�hrend er darauf wartete, dass seine Kraft zur�ckkehrte.</p><p>Sobald er wieder laufen konnte, war Brox schnell weitergezogen. Es war nicht gut, an einem Ort zu verweilen, wenn man sich in einem fremden Land befand, egal wie ruhig er erscheinen mochte. Die Lage �nderte sich st�ndig, selbst an den friedlichsten Pl�tzen, und seiner Erfahrung nach �nderte sie sich selten zum Besseren.</p><p>Der Orc hatte versucht zu verstehen, was mit ihm geschehen war. Er hatte von Magiern geh�rt, die mit Hilfe besonderer Zauber von einem Ort zum anderen reisten, aber wenn dies ein solcher Zauber gewesen war, dann hatte der Magier, der ihn gesprochen hatte, mit Sicherheit vollkommen den Verstand verloren. Entweder das oder die Beschw�rung war schief gelaufen. Nat�rlich auch eine M�glichkeit �</p><p>Allein und verirrt hatte sich Brox ganz seinen Instinkten �berlassen. Egal, was bisher geschehen war, Thrall w�rde wollen, dass er mehr �ber die Bewohner dieses Landes und ihre m�glichen Absichten herausfand. Wenn sie durch Zufall oder aus Vorsatz mit ihrer Magie nach der neuen Heimat der Orcs gegriffen hatten, stellten sie eine m�gliche Bedrohung dar. Brox konnte sp�ter immer noch sterben. Seine erste Pflicht galt dem Schutze der Seinen.</p><p>Zumindest hatte er jetzt eine gewisse Ahnung davon, was f�r ein Volk hier lebte. Brox hatte vor dem Krieg gegen die Brennende Legion noch nie einen Nachtelf erblickt oder von diesen Leuten geh�rt, aber er w�rde ihr einzigartiges Aussehen niemals vergessen. Irgendwie war er in einem Reich gelandet, das von ihnen regiert wurde. Das er�ffnete ihm zumindest die Hoffnung, in seine Heimat zur�ckkehren zu k�nnen, sobald er genug Informationen gesammelt hatte. Die Nachtelfen hatten in Kalimdor an der Seite der Orcs gek�mpft; gewiss bedeutete das, dass Brox nur in einem obskuren Winkel des Kontinents gelandet war. Ein wenig Erkundung w�rde ausreichen, um herauszufinden, in welcher Richtung die L�nder der Orcs lagen, und sich dorthin auf den Weg zu machen.</p><p>Brox hatte nicht die geringste Absicht, einfach zu einem Nachtelf zu gehen und ihn nach dem Weg zu fragen. Auch wenn dies die gleichen Kreaturen waren, die sich mit den Orcs und den Menschen verb�ndet hatten, so konnte er sich nicht sicher sein, ob die B�rger dieser Nachtelfen-Provinz einem Eindringling freundlich begegnen w�rden. Bis er mehr wusste, plante der vorsichtige Orc, sich niemandem zu zeigen.</p><p>Obwohl Brox zun�chst auf keine weiteren Behausungen traf, bemerkte er in der Ferne ein Leuchten, das h�chstwahrscheinlich von einer gr��eren Siedlung stammte. Nachdem er einen Augenblick nachgedacht hatte, packte der Orc seine Waffe fester und machte sich auf den Weg in diese Richtung.</p><p>Doch kaum hatte er diese Entscheidung getroffen, als sich pl�tzlich Schatten aus der entgegengesetzten Richtung n�herten. Brox presste sich flach gegen einen dicken Baum und beobachtete, wie sich zwei Reiter n�herten. Seine Augen weiteten sich vor �berraschung, als er an Stelle guter Pferde schnelle, riesenhafte Panther erkannte, auf denen die M�nner �ber den Pfad jagten. Der Orc knirschte mit den Z�hnen und machte sich zum Kampf bereit f�r den Fall, dass entweder die Reiter oder ihre Tiere ihn bemerken w�rden.</p><p>Doch die ger�steten Gestalten eilten an ihm vorbei, als m�ssten sie irgendeinen Ort sehr schnell erreichen. Sie schienen kein Problem damit zu haben, bei dem geringen Licht unterwegs zu sein, und pl�tzlich erinnerte sich der Orc daran, dass Nachtelfen in der Finsternis ebenso gut sehen konnten wie er am Tag.</p><p>Das lie� nichts Gutes erahnen. Orcs konnten auch bei Nacht ganz ordentlich sehen, doch nicht ann�hernd so gut wie Nachtelfen.</p><p>Er hob seine Axt. Vielleicht war er im Nachteil, was die Sicht anging, aber Brox w�rde gegen jede dieser d�rren Klappergestalten seinen Mann stehen. Tag oder Nacht, eine Axt in der Hand eines Orc-Kriegers, der mit ihr umzugehen verstand, hatte stets den gleichen tiefen, t�dlichen Biss. Selbst die pr�chtigen R�stungen dieser Soldaten w�rden seiner geliebten Waffe nicht lange standhalten.</p><p>Als die Reiter au�er Sicht waren, schlich Brox vorsichtig weiter. Er musste mehr �ber diesen speziellen Stamm der Nachtelfen herausfinden, und die einzige M�glichkeit, dies zu tun, bestand darin, ihre Siedlung auszuspionieren. Dort w�rde er hoffentlich genug erfahren, um bestimmen zu k�nnen, wo seine Heimat lag. Dann konnte er zu Thrall zur�ckkehren. Thrall w�rde wissen, was er von all dem hier zu halten hatte. Thrall w�rde mit diesen Nachtelfen fertig werden, die sich an gef�hrlicher Magie versuchten.</p><p>Es war alles ganz, ganz einfach �</p><p>Brox blinzelte. Er war so sehr in seinen Gedanken versunken gewesen, dass er erst jetzt die gro�e, weibliche Gestalt bemerkte, die in silbrigen, vom Mond beschienenen Gew�ndern vor ihm stand.</p><p>Sie sah ebenso erschrocken aus, wie sich auch der Orc f�hlte. Dann �ffnete die Nachtelfin den Mund und schrie.</p><p>Brox streckte eine Hand nach ihr aus � er hatte nur vor, ihren Schrei zu ersticken �, doch bevor er irgendetwas tun konnte, erhoben sich weitere Schreie, und aus allen Richtungen erschienen Nachtelfen.</p><p>Ein Teil von Brox� Seele w�nschte sich, hier stehen zu bleiben und bis in den Tod zu k�mpfen, aber der andere Teil � jener, der Thrall diente � erinnerte ihn daran, dass dies nichts n�tzen w�rde. Er h�tte bei seiner Mission versagt, h�tte das Vertrauen seines Volkes entt�uscht.</p><p>Mit einem w�tenden Schrei wandte er sich um und floh zur�ck in die Richtung, aus der er gekommen war.</p><p>Aber jetzt schien es, als w�rden hinter jedem Baumstamm, hinter jedem Erdhaufen neue Nachtelfen erscheinen � und jeder Einzelne von ihnen schrie entsetzt auf, als er den bulligen Orc sah.</p><p>H�rner schmetterten. Brox fluchte, denn er ahnte, was dieser Klang ank�ndigte. Und tats�chlich ert�nte nur wenige Sekunden sp�ter ein katzenhaftes Fauchen, auf das entschlossenes Gebr�ll folgte.</p><p>Der Orc blickte �ber seine Schulter und sah, wie sich die Verfolger n�herten. Im Unterschied zu dem Soldaten-Paar, vor dem er sich vor kurzem noch versteckt hatte, waren die meisten der neuen Reiter nur in Gew�nder und Brustpanzer gekleidet, aber das bedeutete nicht, dass sie keine Bedrohung darstellten. Und nicht nur waren die Elfen alle bewaffnet, ihre Reittiere stellten eine noch entsetzlichere Gefahr dar. Ein Hieb dieser Pranken w�rde dem Orc das Fleisch aufschlitzen, ein Biss der s�belzahnbewehrten Kiefer ihm den Kopf abrei�en. Brox wollte seine Axt nehmen und durch ihre Reihen m�hen, auf Reiter und Panther gleichzeitig einhacken und eine Spur des Blutes und der zerfetzten Leichen hinter sich herziehen. Doch trotz seines brennenden Wunsches, jene zu vernichten, die ihn bedrohten, hielten Thralls Lehren und Befehle seine Impulse unter Kontrolle. Brox knurrte und stellte sich den ersten Reitern mit der flachen Seite seiner Axt. Er schleuderte einen Nachtelf von seinem Reittier. Dann, nachdem er den Krallen der gro�en Katze ausgewichen war, wirbelte er herum, um einen weiteren Reiter am Bein zu packen. Der Orc warf den zweiten Nachtelf �ber den ersten und presste so beiden die Luft aus den Lungen.</p><p>Ein Schwert zischte an seinem Kopf vorbei. Brox zerschmetterte die schlanke Klinge mit seiner m�chtigen Axt, und sie l�ste sich in winzige Splitter auf. Der Nachtelf wich klugerweise zur�ck, w�hrend er immer noch fest den Stummel seiner Waffe umklammerte.</p><p>Der Orc st�rzte sich in die L�cke, die durch den R�ckzug entstanden war, und versuchte, an seinen Angreifern vorbei zu schl�pfen. Einige der Nachtelfen machten durchaus nicht den Eindruck, als w�ren sie begeistert von dem Gedanken, ihn verfolgen zu m�ssen, und das hob Brox� Laune erheblich. Sein eigenes Ehrgef�hl str�ubte sich gegen die Flucht, aber Thralls Stolz auf den von ihm ausgew�hlten Krieger hielt Brox davon ab, umzukehren und sich einem t�richten letzten Kampf zu stellen. Er w�rde seinen H�uptling nicht entt�uschen.</p><p>Doch gerade als das Entkommen m�glich schien, tauchte ein weiterer Nachtelf vor ihm auf. Der neue Mann war in leuchtende Gew�nder aus hellem Gr�n gekleidet, und goldene und rote Sterne sprenkelten seine Brust. Eine Kapuze verbarg den gr��ten Teil des langen, schmalen Gesichts, aber er schien keine Furcht vor dem riesigen, bulligen Orc zu haben, der auf ihn zust�rmte.</p><p>Brox schwang seine Axt und schrie. Er versuchte, dem Nachtelf Angst einzujagen und ihn zu vertreiben.</p><p>Ruhig hob der Nachtelf eine Hand auf Brusth�he. Der Zeige- und der Mittelfinger wiesen in den mondhellen Himmel.</p><p>Als der Orc erkannte, dass hier ein Zauber gewoben wurde, war es bereits zu sp�t.</p><p>Zu seinem Erstaunen fiel eine kreisf�rmige Scheibe des Mondes vom Himmel und senkte sich auf Brox wie eine weiche, neblige Decke. Als sie ihn einh�llte, wurden seine Arme schwer, seine Beine schwach. Er musste k�mpfen, um seine Augenlider offen zu halten.</p><p>Die Axt entglitt seinem schlaffen Griff, und Brox sank auf die Knie. Durch den silbrigen Dunst sah er jetzt andere, �hnlich gekleidete Nachtelfen, die ihn umzingelten. Die ebenfalls unter Kutten und Kapuzen verborgenen Gestalten standen ruhig und sahen zu, wie der Zauber seine Arbeit tat.</p><p>Eine Welle der Wut brandete in Brox� Brust auf. Mit einem leisen Knurren gelang es ihm, sich auf die Beine zu k�mpfen. Dies war nicht der ruhmreiche Tod, den er sich erhofft hatte! Die Nachtelfen wollten, dass er wie ein hilfloses Kind zu ihren F��en niedersank! Das w�rde er nicht tun!</p><p>Zitternden Fingern gelang es, wieder die Axt zu packen. Zu seiner Freude bemerkte er, wie ein paar der Kapuzenm�nner erschraken. Einen solchen Widerstand hatten sie nicht erwartet.</p><p>Aber als er versuchte, seine Waffe zu heben, senkte sich ein weiterer silbriger Schleier �ber ihn. Alle Kraft, die Brox gerade noch hatte sammeln k�nnen, schwand dahin. Als die Axt dieses Mal fiel, wusste er, dass er nicht mehr in der Lage sein w�rde, sie neuerlich aufzuheben.</p><p>Der Orc tat einen letzten wackligen Schritt, dann fiel er nach vorn. Selbst jetzt noch versuchte Brox, auf seine Feinde zuzukriechen. Er war entschlossen, ihnen den Sieg nicht zu leicht zu machen.</p><p>Ein dritter Schleier legte sich �ber ihn � und Brox wurde von Schw�rze umfangen. Drei N�chte � drei lange N�chte, und noch immer zeitigen unsere Bem�hungen kein Ergebnis �</p><p>Xavius war unzufrieden.</p><p>Drei der Hochgeborenen traten zur�ck von ihrem Zauberwerk und wurde sofort durch jene ersetzt, die ihre Kr�fte durch ein wenig dringend ben�tigten Schlaf wieder hatten auffrischen k�nnen. Xavius� k�nstliche schwarze Augen wandten sich den dreien zu, die ihre Schicht gerade beendet hatten. Einer von ihnen bemerkte sein dunkles Starren und zuckte zusammen. Die Hochgeborenen mochten die H�chsten der Diener Azsharas sein, aber Lord Xavius war der H�chste � und Gef�hrlichste � der Hochgeborenen.</p><p>�Morgen Nacht � morgen Nacht erh�hen wir das Energiefeld um das Zehnfache�, erkl�rte er, und die roten Streifen in seinen Augen loderten auf.</p><p>Unf�hig, sich seinem Blick zu stellen, brachte einer der anderen Hochgeborenen trotzdem den Mut auf zu sagen: �Mit allem geb�hrenden Respekt, Lord Xavius, aber damit riskieren wir zu viel! Solch eine zus�tzliche Energieerh�hung k�nnte alles gef�hrden, was wir bereits erreicht haben.�</p><p>�Und was haben wir erreicht, Peroth�arn?� Xavius hohe Gestalt ragte bedrohlich �ber den anderen in Roben gekleideten M�nnern auf, und sein Schatten schien sich in dem wahnwitzigen Licht des Zaubers nach eigenem Willen zu bewegen. �Was <emphasis>haben</emphasis> wir erreicht?�</p><p>�Nun, wir gebieten �ber eine gr��ere Macht als Nachtelfen je zuvor in ihren H�nden gehalten haben.�</p><p>Xavius nickte. Dann runzelte er die Stirn. �Ja, und mit dieser Macht k�nnen wir ein Insekt mit einem Hammer zerquetschen, der so gro� ist wie ein Berg! Ihr seid ein kurzsichtiger Narr, Peroth�arn! Seid froh, dass ich Eure F�higkeiten f�r dieses Projekt ben�tige.�</p><p>Mit krampfhaft fest verschlossenem Mund senkte der andere Nachtelf dankbar den Kopf.</p><p>Der Berater der K�nigin blickte ver�chtlich auf den Rest der Hochgeborenen. �F�r das, was wir vorhaben, ben�tigen wir die absolute Macht �ber die Quelle! Wir m�ssen die F�higkeit erlangen, das Insekt zu t�ten, ohne dass es �berhaupt seinen Tod bemerkt � bis es l�ngst geschehen ist! Wir ben�tigen eine solche Pr�zision, ein solches Feingef�hl, dass es keine Frage mehr ist, ob wir unser Endziel auch perfekt ausf�hren werden! Wir ��</p><p>�Predigst du wieder, mein lieber Xavius?�</p><p>Die melodische Stimme h�tte jeden anderen Hochgeborenen so verzaubert, dass er sich selbst get�tet h�tte, w�re dies der Wille der Sprecherin gewesen. Nicht so Xavius mit den Onyxaugen. Mit einer achtlosen Geste schickte er die m�den Zauberer fort, dann wandte er sich der einen Person im Palast zu, die ihm nicht den ihm geb�hrenden Respekt zollte.</p><p>Sie glitzerte, als sie eintrat, eine Vision der Vollkommenheit, die durch Xavius� magische Augen noch verst�rkt wurde. Sie war die Pracht und die Herrlichkeit der Nachtelfen, ihre geliebte Herrin. Wenn sie atmete, machte sie die Menge atemlos. Wenn sie die Wange eines ihrer Lieblingskrieger ber�hrte, dann zog er aus und k�mpfte bereitwillig gegen Drachen und mehr, mochte dies auch seinen sicheren Tod bedeuten.</p><p>Die K�nigin der Nachtelfen war gro� f�r eine Frau, gr��er sogar als viele M�nner. Nur Xavius �berragte sie noch. Doch trotz ihrer Gr��e bewegte sie sich wie der Wind. Stille Eleganz wiegte in jedem ihrer Schritte. Keine Katze ging so leise wie Azshara, und keine Katze ging mit solcher Selbstsicherheit.</p><p>Ihre tief violette Haut war so glatt wie das hauchfeine Seidengewand, das sie trug. Ihr Haar, lang, dicht, �ppig und vom Silber des Mondlichts, floss in Kaskaden um ihre Schultern und ihren wohlgeformten R�cken herab. Im Unterschied zu ihrem letzten Besuch, bei dem sie Gew�nder getragen hatte, die zu ihren Augen passten, pr�sentierte sie nun ein wallendes Gewand von der gleichen wundersamen Farbe wie ihr luxuri�ses Haar.</p><p>Selbst Xavius begehrte sie heimlich, doch auf seine sehr eigene Art. Sein Ehrgeiz beherrschte ihn weit mehr, als ihre weiblichen Schliche es jemals vermocht h�tten. Trotzdem fand er gro�en Nutzen in ihrer Pr�senz, genauso wie er wusste, dass sie gro�en Nutzen in der seinen fand. Sie teilten einen gemeinsamen Ehrgeiz, doch am Ziel ihrer W�nsche w�rde unterschiedliche Belohnung auf sie warten.</p><p>Wenn das Ziel schlie�lich erreicht war, w�rde Xavius Azshara zeigen, wer in Wahrheit regierte.</p><p>�Licht des Mondes�, begann er, und ein Ausdruck des Gehorsams lag auf seinem Gesicht. �Ich predige �ber Eure Reinheit, Eure Makellosigkeit! Ich erinnere diese anderen an ihre Pflichten � nein, an ihre <emphasis>Liebe</emphasis> � Euch gegen�ber. Daher sollten sie nicht w�nschen, Euch zu entt�uschen ��</p><p>�Denn sie w�rden auch dich entt�uschen, mein liebster Berater.� Hinter der hinrei�enden K�nigin trugen zwei Kammerzofen die Schleppe ihres langen, durchscheinenden Gewandes. Sie hoben die Schleppe auf die Seite, als Azshara sich auf dem besonderen Sessel niederlie�, den sie von den Hochgeborenen hatte aufstellen lassen, damit sie ihre Bem�hungen bequem verfolgen konnte. �Und ich glaube, sie f�rchten dich mehr, als sie mich lieben.�</p><p>�Kaum, meine Herrin!�</p><p>Die K�nigin setzte sich so in Position, dass sie die Bem�hungen ihrer Zauberer im Auge behalten konnte und ihre perfekte Figur auf vorteilhafte Weise betont wurde.</p><p>Xavius blieb durch ihr Man�ver unbewegt. Er w�rde sie besitzen � und alles andere, was er begehrte �, wenn sie erst mit ihrer gro�en Mission Erfolg hatten.</p><p>Ein pl�tzlicher Blitz blendenden Lichts zog ihrer beider Aufmerksamkeit auf die Arbeit der Zauberer. Im Zentrum des von den Hochgeborenen geschaffenen Kreises bildete sich eine w�tende Energiekugel st�ndig neu. Die Myriaden von Formen und Farben, die �ber ihre Oberfl�che spielten, besa�en eine hypnotische Wirkung, vor allem da sie oft ein Tor in das <emphasis>Anderswo</emphasis> zu �ffnen schienen. Xavius verbrachte lange Stunden damit, allein in die Sch�pfung der Nachtelfen zu blicken und mit seinen magischen Augen zu schauen, was keiner der anderen sehen konnte.</p><p>W�hrend er jetzt hinblickte, runzelte der Berater die Stirn. Er kniff die Augen zusammen und studierte die endlosen Tiefen im Innern der Sph�re. Einen winzigen Augenblick lang h�tte er schw�ren k�nnen, dass er etwas gesehen hatte, das �</p><p>�Ich glaube, du h�rst mir nicht zu, mein liebster Xavius! Ist so etwas m�glich?�</p><p>Es gelang ihm, sich wieder zu fangen. �Ebenso wie es m�glich ist, dass man lebt, ohne zu atmen, Tochter des Mondes � Aber ich gestehe, ich war abgelenkt genug, dass ich Euch vielleicht nicht richtig verstanden habe. Ihr spracht noch einmal etwas �ber ��</p><p>Ein kurzes, kehliges Kichern brach aus K�nigin Azshara heraus, aber sie widersprach ihm nicht. �Was gibt es da zu verstehen? Ich habe einfach nur noch einmal erkl�rt, dass wir mit absoluter Gewissheit triumphieren werden! Bald besitzen wir die Macht und die F�higkeit, unser Land von seiner Unvollkommenheit zu reinigen und hier das perfekte Paradies zu schaffen ��</p><p>�So wird es sein, meine K�nigin, so wird es sein. Wir stehen kurz vor der Geburt eines gro�en goldenen Zeitalters. Das Reich � <emphasis>Euer</emphasis> Reich � wird gereinigt werden. Die Welt wird ewige Herrlichkeit erleben!� Xavius erlaubte sich ein leichtes L�cheln. �Und die niedrigen, unreinen V�lker, die in der Vergangenheit verhindert haben, dass ein solches perfektes Zeitalter entstehen konnte, werden <emphasis>nicht mehr existieren</emphasis>.�</p><p>Azshara belohnte seine Worte mit einem zufriedenen L�cheln, dann sagte sie: �Es freut mich, dass du so sprichst. Ich hatte heute wieder mehr Bittsteller, mein liebster Berater. Sie kamen in Furcht vor der aufgew�hlten Quelle und fragten mich um Rat, was die Ursachen dieses Aufruhrs betrifft, und ob Gefahr best�nde. Nat�rlich habe ich ihre Anfragen an dich weitergeleitet.�</p><p>�Da habt Ihr recht getan, Herrin. Ich werde ihre �ngste lange genug bes�nftigen, um unsere wichtige Aufgabe zur Vollendung f�hren zu k�nnen. Danach wird es Eure Freude sein, verk�nden zu d�rfen, dass alles zum Wohle Eures Volkes geschah ��</p><p>�Und es wird mich noch umso mehr daf�r lieben�, fl�sterte Azshara, und ihre Augen wurden schmaler, als sie sich die dankbare Menge vorstellte.</p><p>�Falls es Euch �berhaupt noch mehr lieben kann als es dies bereits tut, meine glorreiche K�nigin.�</p><p>Azshara belohnte sein Kompliment mit einem kurzen Senken ihrer Mandelaugen, dann erhob sie sich mit der weichen Eleganz, zu der nur sie f�hig war, aus dem Sessel. Ihre Kammerzofen ergriffen schnell die Schleppe des Kleides, damit es sie in keiner Weise in ihren Bewegungen behinderte. �Ich werde die wunderbare Erkl�rung bald abgeben, Lord Xavius�, verk�ndete sie und wandte sich von dem Berater ab. �Sorg daf�r, dass alles bereit ist, wenn ich dies tue.�</p><p>�Ich werde alle Stunden meines Wachseins dieser Mission widmen�, antwortete er und verbeugte sich vor ihrer bereits durch die T�r entschwindenden Gestalt. �Und sie wird die Tr�ume meines Schlummers beherrschen.�</p><p>Doch in dem Augenblick, da sie und ihre Begleiterinnen fort waren, legte sich ein tiefes Stirnrunzeln auf das kalte Gesicht des Beraters. Er winkte einen der steingesichtigen Soldaten, die st�ndig am Eingang der Kammer Wache standen, zu sich.</p><p>�Sollte ich das n�chste Mal nicht vorher benachrichtigt werden, wenn sich Ihre Majest�t entschlie�t, uns zu besuchen, verlierst du deinen Kopf. Hast du verstanden?�</p><p>�Jawohl, Herr�, erwiderte der Wachmann, und sein Gesicht zeigte weiterhin keine Regung.</p><p>�Au�erdem erwarte ich, dass man mich noch vor Ihrer Majest�t �ber die R�ckkehr von Hauptmann Varo�then informiert. Seine Mission ist nichts, womit sie sich ihre H�nde schmutzig machen sollte. Sorge daf�r, dass der Hauptmann � und was auch immer er mit sich f�hrt � sofort zu mir gebracht wird.�</p><p>�Jawohl, Herr.�</p><p>Xavius schickte den Wachmann wieder fort und kehrte zu seiner Aufgabe zur�ck, den Zauber der Hochgeborenen zu �berwachen.</p><p>Ein Netz tanzender, magischer Energien umspielte nun die feurige Sph�re, die sich weiterhin immer wieder neu erschuf. W�hrend Xavius sie betrachtete, faltete sich die Kugel nach innen, fast so, als wolle sie sich selbst verschlingen.</p><p>�Faszinierend ��, fl�sterte er. Aus solcher N�he konnte der Lord-Berater die starken Emanationen sp�ren, die kaum zu fesselnden Energien, die aus der Quelle aller magischen Macht der Nachtelfen beschworen worden waren. Es war Xavius gewesen, der als Erster geahnt hatte, dass sein Volk bisher nur die Oberfl�che des Potenzials dieser dunklen Wasser ber�hrt hatte. Je mehr er sie studierte, desto mehr wurde die Quelle der Ewigkeit ihrem Namen gerecht, und desto mehr erkannte Xavius, dass ihre Kr�fte unendlich waren. Die physischen Dimensionen der Quelle waren nur ein Trick des begrenzten Geistes � die wahre Quelle existierte in tausend Dimensionen, an Tausenden von Orten gleichzeitig.</p><p>Und aus jedem Aspekt der Quelle, aus jeder ihrer Inkarnationen, w�rde der Hochgeborene lernen herauszuziehen, was auch immer ihm gefiel.</p><p>Das hier geballte Potenzial brachte sogar seinen Geist ins Wanken.</p><p>Energien und Farben, die selbst die anderen nicht sehen konnten, tanzten und fochten vor Xavius� magischem Blick. Sie zogen ihn mit ihrer verlockenden, elementaren Macht an. Der Lord-Berater trank den phantastischen Anblick vor sich wie einen berauschenden Wein �</p><p>Doch pl�tzlich f�hlte er, wie aus dem Innern der Sph�re � aus einer Tiefe jenseits der physischen Welt � etwas zur�ckstarrte.</p><p>Dieses Mal wusste der Nachtelf, dass er sich nicht get�uscht hatte. Xavius sp�rte eine ferne Pr�senz. Doch trotz der unglaublichen Entfernung war die Macht, die von ihr ausging, schwindelerregend.</p><p>Er versuchte, sich zur�ckzuziehen, doch es war bereits zu sp�t. Tief innerhalb der missbrauchten Energien der Quelle, wurde der Geist des Beraters pl�tzlich �ber die Grenzen der Realit�t gezogen, �ber die Grenzen der Ewigkeit hinaus � bis �</p><p><emphasis>Ich habe lange nach dir gesucht</emphasis> � sprach die Stimme. Sie war Leben, sie war Tod, sie war Sch�pfung und Zerst�rung � und unbegrenzte Macht.</p><p>Selbst wenn er es gewollt h�tte, Xavius w�re nicht in der Lage gewesen, seinen Blick von dem Abgrund loszurei�en, der sich im Zentrum der Energien auftat. Andere Augen zogen den Lord-Berater nun in ihren Bann � die Augen seines neuen <emphasis>Gottes</emphasis>.</p><p>Und jetzt bist du zu mir gekommen �</p><empty-line/><p>Die Wasser brodelten als w�rden sie kochen. Gigantische Wellen erhoben sich und st�rzten zusammen. Immer und immer wieder. Blitze erhellten den Himmel �ber dem dunklen Quell.</p><p>Dann kamen die Fl�sterstimmen.</p><p>Die ersten Nachtelfen, die sie h�rten, meinten, bei den Ger�uschen handele es sich nur um den heulenden Wind. Sie ignorierten sie bald vollkommen und machten sich vor allem Sorgen um die m�gliche Zerst�rung ihrer noblen H�user.</p><p>Ein paar, deren scharfe Sinne sensibler f�r die unirdischen Energien der Quelle waren, verstanden sie als das, was sie waren: Stimmen, die aus der Quelle selbst kamen. Doch was die Stimmen sagten, das konnten die Meisten nicht verstehen.</p><p>Es waren ein oder zwei Nachtelfen, die die Stimmen klar h�ren konnten und sich wahrhaft f�rchteten � und doch nicht zu den anderen �ber ihre Furcht sprachen, damit man sie nicht f�r verr�ckt erkl�rte und aus der Gemeinschaft verbannte. So ignorierten sie die einzige Warnung, die sie jemals erhalten w�rden.</p><p>Die Stimmen sprachen von nichts anderem als dem Hunger. Sie hungerten nach allem. Nach Leben, Energie, Seelen � Sie wollten zu dieser Welt durchbrechen, ins unber�hrte Reich der Nachtelfen.</p><p>Und sobald sie dort angekommen waren, w�rden sie es verschlingen �</p></section><section><title><p>7</p></title><p>Die Nachtelfen wurden nerv�s, und in Rhonins Augen machte sie das zu einer noch gr��eren Bedrohung.</p><p>Es hatte viel mit der Region des Waldes zu tun, in die sie soeben einritten. Rhonin fand, dass sich diese Gegend anders anf�hlte als die dunklen Gebiete, die sie bisher durchquert hatten. Hier schienen die Nachtelfen nicht die Herren zu sein, sondern unerw�nschte Eindringlinge.</p><p>Der Morgen n�herte sich rasch. Er und Krasus, der immer noch bewusstlos zu sein schien, lagen gefesselt �ber dem R�cken eines Panthers, und Rhonin f�hlte sich, als w�rde ihm jeder etwas zu heftige Schritt der gro�en Katze fast die Rippen brechen. Aber er zwang sich, keinen Laut von sich zu geben, keinen Muskel zu r�hren, damit die Nachtelfen nicht merkten, dass er bereits wach war.</p><p>Doch welchen Unterschied h�tte es gemacht, wenn sie es w�ssten? Er hatte bereits mehrmals versucht, einen Zauber zu weben, aber all seine Bem�hungen hatten ihm nur sch�delspaltende Kopfschmerzen eingetragen. Die Nachtelfen hatten ein kleines, smaragdgr�nes Amulett um seinen Hals gelegt, ein vollkommen harmlos aussehendes Ding, das die Quelle seines Frustes war. Wann immer er versuchte, sich auf einen Zauber zu konzentrieren, wurden seine Gedanken vollkommen durcheinander gewirbelt, und seine Schl�fen pochten. Er konnte nicht einmal den Talisman von seinem Hals sch�tteln. Die Nachtelfen hatten ihn gut gesichert. Auch Krasus trug ein solches Amulett, obwohl es nicht den Eindruck machte, als h�tten die Nachtelfen irgendetwas von ihm zu bef�rchten. Rhonin hatte wie sie gesehen, was jedes Mal passiert war, wenn sein fr�herer Mentor versucht hatte, ihm im Kampf beizustehen. Krasus hatte seine Kr�fte sogar noch weniger unter Kontrolle als Rhonin � eine Erkenntnis, die den jungen Zauberer �ber die Ma�en verst�rte.</p><p>�Dies ist nicht der Pfad, auf dem wir gekommen sind�, knurrte der narbengesichtige Anf�hrer, den seine Untergebenen mit Varo�then ansprachen. �Hier stimmt etwas nicht ��</p><p>�Aber wir haben den gleichen Weg genommen wie vorher, mein Hauptmann�, antwortete einer der anderen Nachtelfen. �Wir sind nirgendwo vom Pfad abgewich ��</p><p>�Sieht das am Horizont vielleicht aus wie die Turmspitzen von Zin-Azshari?�, schnappte Varo�then. �Ich sehe nur B�ume, nichts als B�ume und noch mehr B�ume, Koltharius � und au�erdem hat dieses Gr�nzeug etwas an sich, das mir �berhaupt nicht gef�llt! Obwohl wir einfach nur zur�ckgeritten sind, bewegen wir uns aus irgendwelchen Gr�nden ganz woanders hin als zur Hauptstadt!�</p><p>�Sollen wir kehrtmachen? Unseren Weg zur�ckverfolgen?�</p><p>Rhonin konnte das Gesicht des Hauptmanns nicht sehen, aber er hatte eine ziemlich genaue Vorstellung von dessen unzufriedenem Ausdruck. �Nein � nein � noch nicht ��</p><p>Doch w�hrend Varo�then noch nicht bereit war, den Pfad aufzugeben, machte sich Rhonin zunehmend Sorgen um sein eigenes Wohl. Mit jedem Schritt, der sie tiefer in den dichten, sich um sie schlie�enden Wald f�hrte, f�hlte der Zauberer eine immer st�rker werdende Pr�senz, wie er sie noch nie zuvor gesp�rt hatte. Auf gewisse Weise erinnerte sie ihn an die Art, wie er Krasus empfand, wenn der Drachenmagier Kontakt mit ihm aufnahm.</p><p>Doch dies hier war mehr � viel mehr.</p><p>Aber was?</p><p>�Die Sonne ist fast aufgegangen�, murmelte einer der Soldaten und klang dabei wenig begeistert.</p><p>Nach dem, was Rhonin bisher in Erfahrung gebracht hatte, konnten die Nachtelfen bei Tageslicht aktiv sein, mochten es aber ganz und gar nicht. Auf irgendeine Weise schw�chte es sie. Sie waren Gesch�pfe der Magie � auch wenn sie als Einzelwesen wenige einsetzen mochten �, aber ihre Magie war offenbar an die Nacht gebunden. Wenn Rhonin sich nur von dem Amulett h�tte befreien k�nnen, sobald die Sonne aufging, w�ren, das sp�rte er, die Chancen sofort anders verteilt.</p><p>Er versicherte sich, dass niemand hinsah, und sch�ttelte verstohlen den Kopf. Das Amulett schwang hin und her, aber es wollte nicht abgleiten. Schlie�lich versuchte Rhonin, seinen Kopf hoch zu werfen, und hoffte, auf diese Art das verdammte Ding l�sen zu k�nnen. Es bestand die Gefahr, dass sein Tun von den Nachtelfen bemerkt wurde, aber dieses Risiko musste er eingehen.</p><p>Im D�mmerschein, der den Morgen ank�ndigte, starrte ihn aus dem Buschwerk, an dem sie gerade vorbei ritten, ein Gesicht an.</p><p>Nein, korrigierte er sich, das Gesicht war <emphasis>Teil</emphasis> des Geb�schs. Bl�tter und Zweige bildeten die Gesichtsz�ge und bildeten sogar einen �ppigen Bart. Die Augen waren Beeren, und eine L�cke im Gr�n sah aus wie ein schelmisch grinsender Mund.</p><p>Das Antlitz verschwand ebenso schnell wieder, wie es erschienen war, und Rhonin fragte sich, ob er sich das gr�ne Wesen nur eingebildet hatte. Ein Lichtspiel? Er verneinte dies. Daf�r war es zu detailliert gewesen.</p><p>Und doch �</p><p>Das Kratzen, mit dem ein Schwert aus seiner Scheide gezogen wurde, erregte Rhonins Aufmerksamkeit. Weitere Klingen scharrten. Einer nach dem anderen machten sich die Nachtelfen f�r einen Kampf bereit, �ber den sie noch nichts wussten, au�er dass er kommen w�rde. Auch die Gro�katzen sp�rten, dass sich �rger anbahnte. Sie beschleunigten ihren bereits schnellen Schritt, und ihre Nackenhaare str�ubten sich. Sie entbl��ten ihre t�ckischen Z�hne.</p><p>Pl�tzlich zeigte Varo�then nach rechts. �Da lang! Da lang! Schnell!�</p><p>In diesem Moment explodierte der Wald vor Leben.</p><p>Riesige, dicht mit Bl�ttern bewachsene �ste schwangen herab und raubten den Reitern die Sicht. B�sche sprangen auf und verwandelten sich in kleine, beh�nde Gestalten mit stumm grinsenden Gesichtern aus Gr�n. Der Waldboden schien nach den Klauen der Panther zu schnappen, und mehr als ein Reiter st�rzte aus dem Sattel. Die Nachtelfen schrien verwirrt und versuchten, sich zu organisieren. Doch damit verst�rkten sie nur das Chaos.</p><p>Ein leises St�hnen hallte durch den Wald. Rhonin erhaschte nur einen kurzen Blick, doch er war sich sicher, dass einer der riesigen B�ume sich nieder gebeugt und mit seiner dicht belaubten Krone zwei Nachtelfen und deren Reittiere fortgefegt hatte.</p><p>Fl�che bellten auf, als Varo�then versuchte, das Kommando �ber seine Truppe zur�ckzuerlangen. Jene Elfen, die noch auf ihren Panthern sa�en, hieben verzweifelt nach den sie umschw�rmenden Buschwesen und bem�hten sich, ihre Reittiere unter Kontrolle zu halten. Den riesigen Katzen gefiel das, womit sie es hier zu tun hatten, offenbar �berhaupt nicht, und oft wichen sie zur�ck, w�hrend ihre Reiter versuchten, sie vorw�rts zu treiben.</p><p>Varo�then rief etwas, und pl�tzlich schossen grelle, violette Energietentakel durch das Holz. Ein Strahl traf einen der Buschgeister und verwandelte die zwergenhafte Kreatur sofort in eine lebende Fackel. Doch das Wesen lief trotz der scheinbar t�dlichen Bedrohung unbek�mmert weiter und zog eine brennende Spur hinter sich her.</p><p>Nur wenige Sekunden sp�ter begann der Wind, der vorher fast unh�rbar gewesen war, zu heulen und zu br�llen, als habe ihn der Angriff der Nachtelfen in wilde Wut versetzt. Er blies mit solcher Vehemenz, dass Erde, abgebrochene �ste und Zweige sowie lose Bl�tter durch die Luft zu wirbeln begannen und den Elfen die Sicht nahmen. Die Flammen am Leib des Waldgeistes wurden erstickt, doch das Gesch�pf schenkte dieser wundersamen Rettung ebenso wenig Beachtung wie zuvor der Gefahr und huschte weiter um die Beine der panischen Katzen herum. Ein riesiger, herumfliegender Ast schmetterte den Nachtelfen, der direkt neben Varo�then ritt, zu Boden.</p><p>�Formiert euch neu!�, schrie der narbengesichtige Hauptmann. �Formiert euch neu, und zieht euch zur�ck! Schneller, verdammt!�</p><p>Eine bl�ttrige Hand legte sich auf Rhonins Mund, und er blickte wieder in das erstaunliche Pflanzengesicht. Hinter sich sp�rte er, wie H�nde seine Beine packten und ihnen einen heftigen Schubs versetzten, der den Magier nach vorne dem Waldboden entgegen schickte.</p><p>Der Panther bemerkte dies und br�llte. Mehr der kleinen Strauchgestalten wimmelten um die Bestie herum und versetzten sie in Angst. W�hrend die Welt um Rhonin herum durcheinanderwirbelte, fiel sein Blick auf Varo�then, der sich auf seinem Reittier umdrehte, um zu schauen, was hinter ihm vor sich ging. Der Elf mit dem brutalen Gesicht fluchte, als er erkannte, dass man versuchte, ihm die Gefangenen zu stehlen. Doch bevor er eine Hand heben konnte, um die Pflanzenkreaturen aufzuhalten, griffen weitere Zweige nach ihm, wickelten sich um Arme und Gesicht des Hauptmanns und machten ihn blind.</p><p>Die Buschwesen fingen Rhonin auf, bevor er Gefahr lief, mit dem Kopf voran auf den Boden zu schlagen. Schweigend packten sie ihn wie einen Rammbock und trugen ihn in den dichten Wald. Rhonin hoffte, dass auch Krasus befreit worden war, aber er konnte nichts erkennen au�er der bl�ttrigen Gestalt direkt vor ihm. Trotz ihrer geringen Gr��e waren diese Wesen offenbar sehr stark.</p><p>Dann schnitt ihnen zur Best�rzung des Zauberers ein einzelner Nachtelf auf einem fauchenden Panther den Weg ab. Der Zauberer erkannte den Soldaten, den man Koltharius nannte. Der Elf trug einen verzweifelten Ausdruck auf seinem Gesicht, als w�re Rhonins Entkommen das Schlimmste, was ihm passieren k�nnte. Und nach dem Wenigen, was der Magier von dem brutalen Hauptmann mitbekommen hatte, zweifelte er auch nicht daran, dass dies tats�chlich der Fall war.</p><p>Ohne ein einziges Wort zu verschwenden, dr�ngte der Nachtelf sein Tier vorw�rts. Die Elfen, die Rhonin kannte � vor allem seine eigene geliebte Vereesa �, waren Wesen, die der Natur den allergr��ten Respekt entgegenbrachten. Aber Koltharius� Volk schien sich kein bisschen um die Bewohner des Waldes zu scheren. Die Klinge des Nachtelfen hieb mit ungez�gelter Wut auf die �ste und Str�ucher ein, die ihm den Weg versperrten. Nichts w�rde ihn von seiner Beute abhalten.</p><p>So zumindest glaubte er wohl. Riesige, schwarze V�gel lie�en sich pl�tzlich aus den Baumkronen auf ihn herab fallen, umflatterten den Nachtelf und hackten unbarmherzig nach seinen silbernen Augen. Koltharius schlug w�tend um sich, aber er trennte nicht eine einzige Schwanzfeder von einem seiner gefl�gelten Angreifer.</p><p>Derma�en abgelenkt war der Soldat von diesem letzten Angriff, dass er nicht bemerkte, wie sich eine weitere Gefahr aus der Erde erhob. Die B�ume, durch die er hindurch musste, erhoben sich um mehr als zwei Fu�, als w�rden sie ihre Wurzeln strecken.</p><p>Koltharius� von den V�geln fast in den Wahnsinn getriebenes Reittier achtete nicht auf den Weg.</p><p>Zuerst kam die flinke Katze leicht aus dem Gleichgewicht, dann stolperte sie, als ihre Krallen sich mehr und mehr in den Wurzeln verstrickten. Ein schmerzhaftes Jaulen entrang sich ihrer Kehle, als sie zur Seite st�rzte. Ihr Reiter versuchte, sich festzuhalten, doch damit verschlimmerte er nur seine Lage.</p><p>Der riesige Panther wand sich, und Koltharius geriet zwischen die Katze und zwei riesige Baumst�mme, die den Nachtelf erbarmungslos zerquetschten. Seine R�stung zerkn�llte wie Papier unter der gewaltigen Kraft. Dem Panther erging es unter dem Angriff der Wurzeln, die sich um seinen Hals schlangen, wenig besser, und mit einem trockenen Knacklaut brach sein Genick.</p><p>Rhonins Retter liefen weiter, als sei nichts geschehen. Noch ein paar weitere Minuten lang h�rte der Zauberer den Kampf der Nachtelfen, aber dann verschwanden die Ger�usche zuletzt in der Ferne, als habe Varo�then seiner geschlagenen Truppe schlie�lich den R�ckzug befohlen.</p><p>Weiter und weiter trugen ihn die kleinen Kreaturen. Er bemerkte eine Bewegung zu seiner Rechten und erkannte etwas, das die bewegungslose Gestalt des Drachenmagiers zu sein schien. Offenbar wurde er in der gleichen Weise getragen wie Rhonin.</p><p>Was mochten ihre Retter mit ihnen vorhaben? Hatte man sie den H�nden der Nachtelfen entrissen, um sie einem vielleicht noch schrecklicheren Schicksal zuzuf�hren?</p><p>Die Waldgeister wurden langsamer und kamen schlie�lich am Rande einer Lichtung zum Halt. Obwohl dies aufgrund des niedrigen Sonnenstandes eigentlich h�tte unm�glich sein sollen, erhellten die zarten Ausl�ufer des Tageslichts bereits den Bereich. Unsichtbare Singv�gel zwitscherten fr�hlich. Myriaden von Blumen in hundert Farben bl�hten in �ppiger F�lle, und hohes Gras wiegte sanft im Wind, als wolle es den Neuank�mmlingen lockend zuwinken.</p><p>Wieder r�ckte ein Gesicht aus Bl�ttern in sein Blickfeld. Die L�cke des Mundes weitete sich zu einem breiten Lachen, und zu seiner �berraschung erkannte Rhonin eine kleine, vollkommen wei�e Blume, die darin bl�hte.</p><p>Eine Pollenwolke schoss vor und legte sich auf Nase und Mund des Menschen.</p><p>Rhonin hustete. Sein Blick verschwamm. Er f�hlte, wie die Gesch�pfe sich wieder bewegten und ihn ins Sonnenlicht trugen. Doch bevor ein einziger Strahl sein Gesicht ber�hren konnte, verlor der Zauberer das Bewusstsein.</p><empty-line/><p>Rhonin hatte es nicht bemerkt, aber Krasus war w�hrend der meisten Zeit nicht bewusstlos gewesen. Schwach, ja, fast bereit, sich der Finsternis zu �berlassen, durchaus � aber der Drachenmagier hatte gegen die k�rperliche und mentale Schw�che angek�mpft, und mochte er auch nicht gesiegt haben, so hatte er doch auch keine Niederlage erlitten.</p><p>Krasus hatte die busch�hnlichen Beobachter ebenfalls bemerkt und sofort als Diener des Waldes erkannt. Mit Sinnen, die noch immer sensibler waren als die seines menschlichen Gef�hrten, hatte Krasus begriffen, dass die Nachtelfen mit Absicht an diesen Ort <emphasis>gelenkt</emphasis> worden waren. Irgendeine Macht wollte etwas von den Soldaten, und es bedurfte keiner allzu gro�en logischen Anstrengung, um anzunehmen, dass es sich dabei um ihn und Rhonin handelte.</p><p>Und so hatte sich der Drachenmagier w�hrend des gesamten Kampfes vollkommen still verhalten. Er hatte sich gezwungen, nichts zu tun, als der Trupp angegriffen wurde und die Kreaturen des Waldes ihn und Rhonin unter den Augen der Elfen mit sich nahmen. Krasus sp�rte keine Bosheit in ihren Befreiern, aber das bedeutete nicht, dass dem Paar kein sp�terer Schaden erwachsen konnte. W�hrend der gesamten Reise durch den Wald war der Drachenmagier im Geheimen wachsam geblieben und hatte sich der Hoffnung hingegeben, dieses Mal eine gr��ere Hilfe sein zu k�nnen als bei der letzten Auseinandersetzung.</p><p>Aber als sie die sonnenbeschienene Lichtung erreicht hatten, zeigte sich, dass er sich verkalkuliert hatte. Das Buschgesicht war zu schnell erschienen, hatte ihn zu unerwartet angehaucht. Wie Rhonin verlor auch Krasus das Bewusstsein.</p><p>Aber anders als Rhonin schlief er nur wenige Minuten.</p><p>Als er erwachte, fand er zu seiner allergr��ten Verbl�ffung einen kleinen, roten Vogel, der auf seinem Knie hockte. Dieser freundliche Anblick �berraschte den Drachenmagier so sehr, dass er aufkeuchte. Der winzige Vogel flog erschreckt auf und verschwand in den Zweigen �ber dem Magier.</p><p>Mit gro�er Vorsicht studierte Krasus seine Umgebung. Allem Anschein nach lagen er und Rhonin in der Mitte einer mystischen Lichtung, einem Bereich starker Magie, der mindestens so alt war wie die Drachen. Dass die Sonne so hell schien, dass die Blumen, das Gras und die V�gel einen solchen Frieden ausstrahlten, war kein Zufall. Dies war das pers�nliche Allerheiligste eines Wesens, das Krasus eigentlich h�tte kennen m�ssen � und doch wollte ihm nicht einfallen, wer es sein mochte.</p><p>Und das war ein Problem, �ber das er seinem Kameraden nicht alles gesagt hatte. In Krasus� Erinnerung klafften gigantische L�cken. Er hatte die Nachtelfen als das erkannt, was sie waren, doch andere Dinge, viele von ihnen vollkommen banal, waren verschwunden. Wenn er versuchte, sich auf sie zu konzentrieren, fand der Drachenmagier nichts als Leere. Er war so schwach im Geiste geworden wie er es auch in seinem K�rper war.</p><p>Aber warum? Warum hatten seine F�higkeiten so viel st�rker gelitten als die von Rhonin? Mochte der Mensch auch ein Magier von beeindruckenden F�higkeiten sein, so war er doch immer noch ein leicht verwundbarer Sterblicher. Wenn irgendjemand von ihrem wilden Flug durch Zeit und Raum schwer h�tte geschw�cht sein sollen, so h�tte es eigentlich der Geringere der beiden Reisenden sein m�ssen.</p><p>In dem Augenblick, als er dies dachte, �bermannte Krasus ein Gef�hl der Schuld. Was auch immer der Grund daf�r sein mochte, dass Rhonin das Chaos besser �berstanden hatte, brachte es nur erb�rmliche Schande �ber Krasus, wenn er sich w�nschte, ihr Schicksal w�re vertauscht. Rhonin hatte sich bereits mehrmals beinahe f�r seinen fr�heren Mentor geopfert.</p><p>Trotz seiner gro�en Schw�che und des anhaltenden Schmerzes kam Krasus auf die Beine. Von den Gesch�pfen, die sie hierher gebracht hatten, war nichts zu sehen. Wahrscheinlich waren sie wieder Teil des Waldes geworden und widmeten sich den Bed�rfnissen ihrer gr�nen Welt, bis ihr Herr ihnen das n�chste Mal eine besondere Aufgabe erteilte. Dass sie nur die Einfachsten der Waldw�chter gewesen waren, dar�ber war sich Krasus vollkommen im Klaren. Die Nachtelfen stellten eine relativ armselige Bedrohung f�r den Wald dar.</p><p>Aber was wollte die Macht, die hier herrschte, von zwei verirrten Wanderern?</p><p>Rhonin schlief noch immer tief und fest, und wenn er an seine eigene Reaktion auf die Pollen dachte, dann rechnete Krasus nicht damit, dass er so bald wieder erwachen w�rde. Da keine offensichtliche Bedrohung in Sicht war, lie� er den Menschen schlafen und entschied sich, die Grenzen ihrer Freiheit auszuloten.</p><p>Das dichte Blumenfeld umgab das weiche, offene Gras wie einen Zaun, und es schien, als neige sich die gleiche Anzahl an Pflanzen nach innen wie nach au�en. Krasus n�herte sich den Blumen und beobachtete sie misstrauisch.</p><p>Als er bis auf einen Schritt an sie herangetreten war, wandten sie ihm die K�pfe zu und �ffneten ihre Bl�tter ganz.</p><p>Sofort trat der Drachenmagier zur�ck � und die Blumen nahmen wieder ihr normale Erscheinung an. Eine Wand aus effektiven W�chtern. Er und Rhonin waren vor jeder Gefahr, die von au�en kommen mochte, gesch�tzt, w�hrend man sie gleichzeitig davon abhielt, dem Wald irgendwelchen Schaden zuzuf�gen.</p><p>In seiner gegenw�rtigen Verfassung dachte Krasus nicht einmal dar�ber nach, �ber die Blumen hinweg zu springen. Zudem hatte er ohnehin den Verdacht, dass er, t�te er dies, nur einen weiteren, versteckten W�chter wecken w�rde � und wahrscheinlich einen, der weniger zur�ckhaltend war.</p><p>Er sah nur eine M�glichkeit. Um seine Kr�fte zu schonen, setzte er sich und kreuzte die Beine. Dann atmete Krasus tief ein, studierte die Lichtung ein letztes Mal � und sagte in die Luft hinein:</p><p>�Ich m�chte mit Euch sprechen.�</p><p>Der Wind nahm seine Worte auf und trug sie in den Wald, wo sie mehrmals widerhallten. Die V�gel wurden still. Das Gras h�rte auf, sich zu wiegen.</p><p>Dann kam der Wind zur�ck � und mit ihm eine Antwort.</p><p>�Und also werden wir sprechen.�</p><p>Krasus wartete. In der Ferne h�rte er das leise Klappern von Hufen, als sei in diesem wichtigen Augenblick zuf�lligerweise ein Tier vorbei gekommen. Er runzelte die Stirn, als das Klappern lauter wurde, n�her kam. Dann bemerkte er eine schattenhafte Gestalt, die aus dem Wald trat. Ein Reiter mit einem geh�rnten Helm auf einem monstr�sen Pferd?</p><p>Doch dann, als die Erscheinung sich den Blumenw�chtern n�herte und das Licht der Sonne sie ganz erfasste, konnte der Drache in sterblicher Gestalt nur mit offenem Mund starren � wie ein staunendes Menschenkind. Es war ein imposanter Anblick.</p><p>�Ich kenne Euch ��, begann Krasus. �Ich kenne Euch ��</p><p>Doch der Name, wie so viele andere Erinnerungen, wollte sich ihm nicht offenbaren. Er konnte nicht einmal mit Gewissheit sagen, ob er diesem mythischen Wesen schon einmal begegnet war, und das sagte viel �ber das Ausma� der L�cken in seinem Geist aus.</p><p>�Ich kenne Euch nicht�, sprach die hoch aufragende Gestalt, deren Rumpf einem Nachtelfen glich, w�hrend die untere H�lfte die eines Hirsches war. �Aber ich muss sagen, Ihr habt meine Neugier geweckt ��</p><p>Auf vier starken Beinen schritt das majest�tische Gesch�pf durch die Mauer der Blumen, die ihm den Weg frei machten, wie treue Hunde es f�r ihren Herrn getan h�tten. Einige der Bl�ten und Gr�ser streichelten sogar sanft und liebevoll seine Beine.</p><p>�Ich bin Cenarius ��, stellte er sich der um einiges schm�chtigeren Gestalt vor, die vor ihm sa�. �Dies ist mein Reich.�</p><p>Cenarius � Cenarius � Fetzen von Erinnerungen flatterten wie Lumpen im Wind durch Krasus� angegriffenen Geist. Ein paar schlugen Wurzeln, doch die meisten l�sten sich einfach in Nichts auf. Cenarius. Von dem die Elfen und anderen Waldbewohner erz�hlten. Kein Gott, aber � fast. Also ein Halbgott. Auf seine eigene Art so stark wie die Gro�en Aspekte.</p><p>Allein, da war mehr, noch so viel mehr. Doch, so sehr er sich auch anstrengte, der Drachenmagier bekam nichts davon zu fassen.</p><p>Seine Bem�hungen mussten sich auf seinem Gesicht abzeichnen, denn Cenarius� strenge Z�ge wurden etwas freundlicher. �Es geht Euch nicht gut, Reisender. Vielleicht solltet Ihr noch ein wenig l�nger ausruhen.�</p><p>�Nein.� Krasus zwang sich auf die Beine und stand hoch und aufrecht vor dem Halbgott. �Nein � ich m�chte jetzt sprechen.�</p><p>�Wie Ihr w�nscht.� Die Gottheit mit dem riesigen Geweih legte ihren b�rtigen Kopf auf die Seite und studierte den Gast. �Ihr seid mehr als Ihr zu sein scheint, Reisender. Ich erkenne Spuren von Nachtelf in Euch, doch da ist noch mehr, viel mehr. Ihr erinnert mich fast an � aber nein, das ist nicht sehr wahrscheinlich.� Die riesige Gestalt zeigte auf Rhonin. �Und er dort ist anders als jedes Gesch�pf, das man innerhalb und au�erhalb meines Reiches antrifft.�</p><p>�Wir kommen von weit her und haben uns, um ehrlich zu sein, verirrt, gro�er Cenarius. Wir wissen nicht, wo wir sind.�</p><p>Zur �berraschung des Magiers rief dieser Satz ein tiefes, donnerndes Lachen in der gewaltigen Brust des Halbgottes hervor. Cenarius� Heiterkeit brachte noch mehr Blumen zum Erbl�hen, rief Singv�gel in die Zweige der B�ume, die die Lichtung umstanden, und beschwor eine weiche Fr�hlingsbrise, die Krasus� Wange streichelte wie eine Geliebte.</p><p>�Dann habt Ihr Euch <emphasis>tats�chlich</emphasis> m�chtig verlaufen! Wo <emphasis>k�nntet</emphasis> Ihr wohl sein, mein Freund? Wo sonst k�nntet Ihr sein als in <emphasis>Kalimdor</emphasis>?�</p><p>Kalimdor. Das zumindest machte Sinn. Wo sonst w�rde man Nachtelfen in solcher Anzahl antreffen? Aber die Erkl�rung des Waldherren beantwortete nur ein paar wenige von Krasus� vielen Fragen. �So nahm ich es auch an, hoher Herr, doch ��</p><p>�Ich sp�rte eine beunruhigende Ver�nderung in der Welt�, unterbrach ihn Cenarius. �Ein Ungleichgewicht, eine Verschiebung, eine � <emphasis>Falschheit</emphasis>. Ich suchte ihren Ursprung auf � und obwohl ich keine Antworten auf meine Fragen fand � so fand ich dort eine Spur, die mich zu Euch und Eurem Begleiter f�hrte.� Er trat ein weiteres Mal an Krasus vorbei, um den schlafenden Rhonin zu mustern. �Zwei Wanderer von Nirgendwo. Zwei verlorene Seelen aus dem Nichts. Zwei R�tsel, von denen mir lieber w�re, es h�tte sie niemals gegeben.�</p><p>�Und doch habt Ihr uns aus der Gefangenschaft befreit ��</p><p>Der Waldherr gab ein Schnauben von sich, das des st�rksten Hirsches w�rdig gewesen w�re. �Die Nachtelfen werden immer arroganter. Sie nehmen sich, was ihnen nicht geh�rt. Sie gehen dort hin, wo man sie nicht haben will. Sie glauben, dass alles unter ihre Herrschaft f�llt. Obwohl sie nicht wirklich in mein Reich eingedrungen waren, entschied ich mich, sie hierher zu locken, um ihnen eine Lektion in Sachen Demut und Manieren zu erteilen.� Er l�chelte grimmig. �Und sie machten es mir einfacher, indem sie das, was ich w�nschte, direkt hierher brachten.�</p><p>Krasus f�hlte, wie seine Beine unter ihm nachgeben wollten. Die Anstrengung des Stehens erwies sich als enorm. Doch er war entschlossen, seiner Schw�che nicht nachzugeben. �Auch sie schienen unsere pl�tzliche Ankunft bemerkt zu haben.�</p><p>�Zin-Azshari mangelt es nicht an eigener Magie. Schlie�lich liegt die Stadt direkt am Quell.�</p><p>Der Drachenmagier schwankte, doch dieses Mal nicht vor Schw�che. Cenarius hatte zwei Worte ausgesprochen, die abgr�ndige Furcht in Krasus� Herz weckten.</p><p>�Zin� Zin-Azshari?�</p><p>�Ja, Sterblicher! Die Hauptstadt der Nachtelfen, die an den Ufern des Quells der Ewigkeit liegt! Wisst Ihr nicht einmal das?�</p><p>Krasus lie� sich zu Boden sinken, und es k�mmerte ihn nicht, dass er dem Halbgott damit seinen Zustand verriet. Er hockte im Gras und versuchte, die schwindelerregende Wahrheit zu begreifen.</p><p>Zin-Azshari.</p><p>Die Quelle der Ewigkeit.</p><p>Er kannte diese Namen, so l�ckenhaft seine Erinnerung auch geworden sein mochte. Manche Legenden waren von solch epischer Gr��e, dass man Krasus� Geist vollkommen h�tte ausl�schen m�ssen, damit er sie h�tte vergessen k�nnen.</p><p>Zin-Azshari und die Quelle der Ewigkeit.</p><p>Der erste Name: das Zentrum eines Imperiums der Zauberei, eines Reiches, das von den Nachtelfen regiert wurde. Wie dumm war er gewesen, dass er dies nicht schon w�hrend ihrer Gefangennahme erkannt hatte. Zin-Azshari war �ber viele Jahrhunderte hinweg das Zentrum der Welt gewesen.</p><p>Der zweite Name: die Quelle der Ewigkeit. Ein Ort der puren Magie, das unendlich tiefe Reservoir der Macht, von dem die Magier und Zauberer zu allen Zeiten nur in ehrf�rchtigem Fl�sterton sprachen. Der Quell war das Zentrum der magischen Kr�fte der Nachtelfen gewesen und hatte ihnen erlaubt, Zauber zu weben, die selbst den Drachen Respekt einfl��ten.</p><p>Doch beide lagen in der Vergangenheit � <emphasis>weit</emphasis> in der Vergangenheit. Weder Zin-Azshari, noch der wundersame und m�chtige Quell existierten in der Gegenwart. Sie waren vor langer, langer Zeit in einer Katastrophe untergegangen, die � die �</p><p>Und hier versagte Krasus� Ged�chtnis wieder. Etwas Schreckliches war geschehen, das beide vernichtet, das die ganze Welt in St�cke gerissen hatte � doch so sehr er sich auch bem�hte, er konnte sich nicht erinnern, <emphasis>was</emphasis> es gewesen war.</p><p>�Ihr habt Euch noch nicht ganz erholt�, sagte Cenarius, und Sorge klang in seiner Stimme. �Ihr solltet Euch weiter ausruhen.�</p><p>Noch immer um seine Erinnerung k�mpfend, antwortete der Magier: �Es geht � mir bestimmt wieder besser, wenn mein Freund erwacht. Wir � wir werden sobald wie m�glich weiterziehen und Euch nicht l�nger zur Last fallen.�</p><p>Die Gottheit runzelte die Stirn. �Kleiner Mann, Ihr missversteht. Ihr seid mir sowohl ein R�tsel als auch ein Gast � und so lange Ihr das Erstere seid, werdet Ihr auch das Letztere bleiben.� Cenarius wandte sich um und schritt auf die wachsamen Blumen zu. �Ich glaube, Ihr ben�tigt Speise. Ihr werdet sie bald erhalten. Bis dahin ruht Euch aus.�</p><p>Cenarius wartete nicht ab, dass Krasus protestierte, aber der Drachenmagier hatte dies auch gar nicht vor. Wenn ein Wesen wie der Waldgott darauf bestand, dass sie blieben, wusste Krasus, dass es <emphasis>unm�glich</emphasis> war, ihn umzustimmen. Er und Rhonin waren G�ste, solange Cenarius dies w�nschte � und bei einem Halbgott konnte das bedeuten, f�r den Rest ihres Lebens.</p><p>Doch das bereitete Krasus weniger Sorgen als der Gedanke, dass dieses Leben m�glicherweise sehr kurz w�hren w�rde.</p><p>Zin-Azshari und der Quell waren durch eine monstr�se Katastrophe zerst�rt worden � und je mehr der Drachenmagier dar�ber nachdachte, desto mehr gelangte er zu der �berzeugung, dass sich diese Katastrophe mit raschen Schritten und unaufhaltsam n�herte.</p><empty-line/><p>�Ich warne dich, ich liebe �berraschungen, aber von dieser hier erwarte ich, dass sie mich <emphasis>verz�ckt</emphasis>.�</p><p>Xavius l�chelte nur, als er die K�nigin an der Hand in die Kammer f�hrte, in der die Hochgeborenen arbeiteten. Er war mit aller Liebensw�rdigkeit, die er aufbringen konnte, zu ihr gekommen und hatte sie h�flich gebeten, sich ihm anzuschlie�en, um zu sehen, was seine Zauberer erreicht hatten. Der Berater wusste, dass Azshara als Wiedergutmachung f�r diese St�rung eine ganz erstaunliche �berraschung verlangte, und sie w�rde nicht entt�uscht werden � selbst wenn es etwas <emphasis>anderes</emphasis> sein w�rde, als die Herrscherin der Nachtelfen erwartete.</p><p>Die Wachleute knieten nieder, als sie eintraten. Obwohl sie die gleichen steinernen Gesichtsz�ge wie sonst darboten, waren auch sie � wie Xavius � <emphasis>ber�hrt</emphasis> worden. Jeder in der Kammer verstand, worum es ging, nur Azshara nicht.</p><p>Doch auch sie w�rde gleich ihre Offenbarung erleben.</p><p>Die K�nigin betrachtete den wirbelnden Mahlstrom innerhalb des Musters, und ihre Stimme troff vor Entt�uschung. �Es sieht genauso aus wie immer.�</p><p>�Ihr m�sst es genauer betrachten, Licht der tausend Monde. Dann werdet Ihr verstehen, was wir erreicht haben ��</p><p>Azshara f�rchte die Stirn. Sie hatte auf seine Bitte hin ihre Begleiterinnen zur�ckgelassen, und vielleicht bereute sie dies nun. Trotzdem war Azshara die K�nigin, und es geziemte sich f�r sie zu zeigen, dass sie � auch wenn sie allein war � jede Situation durch ihre blo�e Gegenwart beherrschte.</p><p>Mit eleganten Schritten trat Azshara bis fast an den Rand des Musters heran. Sie begutachtete zuerst die Arbeit des Hochgeborenen, der gerade an dem Zauber wob, dann lie� sie sich dazu herab, einen Blick in das Inferno selbst zu werfen.</p><p>�Es scheint mir immer noch unver�ndert, liebster Xavius. Ich hatte mehr von dir erwart ��</p><p>Ein Keuchen entrang sich Azsharas Kehle, und obwohl ihr Gesicht von Xavius abgewandt war, wusste er, das sich j�hes Begreifen auf ihren Z�gen abzeichnete.</p><p>Und die Stimme, die zuerst zu ihm gesprochen hatte, die Stimme seines Gottes, erkl�rte so, dass alle es h�ren konnten:</p><p>Ich komme �</p></section><section><title><p>8</p></title><p>Das Ritual des Hohen Mondes war beendet. Nun hatte Tyrande Sinn und Muse f�r sich selbst. Elune erwartete Hingabe von ihren Priesterinnen, doch sie verlangte nicht, dass sie ihr all ihre Zeit opferten. Mutter Mond war eine freundliche, liebevolle Herrin, und das war es gewesen, was die junge Nachtelfin in den Tempel gef�hrt hatte. Der Eintritt in die Schwesternschaft hatte Tyrande einen gewissen Frieden in ihren Sorgen, in ihren inneren Konflikten geschenkt.</p><p>Doch ein Konflikt wollte ihr Herz nicht verlassen. Die Zeit hatte das Verh�ltnis zwischen ihr, Malfurion und Illidan ver�ndert. Sie waren nicht l�nger jugendliche Freunde. Die Einfachheit der Kindheit war der Komplexit�t erwachsener Beziehungen gewichen.</p><p>Ihre eigenen Gef�hle f�r die beiden jungen M�nner hatten sich ge�ndert, und sie wusste, dass auch die Br�der inzwischen ihr gegen�ber anders empfanden. Der Wettstreit zwischen den Zwillingen war stets freundlich und verspielt gewesen, aber in letzter Zeit hatte er sich auf eine Weise gesteigert, die Tyrande missfiel. Nun schien es, als k�mpften sie gegeneinander, als wetteiferten sie um einen Preis.</p><p>Tyrande begriff � selbst wenn die Br�der dies nicht taten �, dass dieser Preis <emphasis>sie</emphasis> war.</p><p>Obwohl die Novizin sich geschmeichelt f�hlte, wollte sie keinen von beiden verletzen. Und doch w�rde Tyrande diejenige sein, die zumindest einen der Br�der schwer entt�uschte, denn sie wusste in ihrem Herzen, wenn die Zeit kam, sich ihren Gef�hrten f�rs Leben zu w�hlen, w�rde es entweder Illidan oder Malfurion sein.</p><p>In das silberne Kapuzengewand der Novizin gekleidet, schritt Tyrande schweigend durch die hohen Marmorhallen des Tempels. �ber ihr stellte ein magisches Fresko den Himmel dar. Ein fl�chtiger Betrachter mochte sogar meinen, dieser Saal bes��e tats�chlich kein Dach, so perfekt war die Illusion. Doch nur die Gro�e Kammer, in der die Rituale stattfanden, stand dem Himmel wirklich offen. Dort besuchte Elune ihre Getreuen in der Gestalt der Mondstrahlen und ber�hrte sie sanft wie eine Mutter ihre geliebten Kinder.</p><p>Vorbei an den hoch aufragenden Statuen, die die irdischen Inkarnationen der G�ttin zeigten � die Hohepriesterinnen der Vergangenheit �, bewegte sich Tyrande schlie�lich �ber den weiten Marmorboden der Vorhalle. Hier erz�hlte ein verschlungenes Mosaik von der Sch�pfung der Welt durch Elune und die anderen G�tter, wobei Mutter Mond in den Bildern nat�rlich eine dominierende Rolle einnahm. Bis auf wenige Ausnahmen waren die G�tter vage Gestalten mit schattenhaften Gesichtern, keine blo�en Gesch�pfe des Fleisches, die man in ihren wahren Erscheinungsformen darstellen konnte. Nur die Halbg�tter, ihre Kinder und Helfer hatten erkennbare Gesichter. Einer von ihnen war Cenarius, von dem viele glaubten, er sei das Kind von Mond und Sonne. Cenarius best�tigte dies nat�rlich nicht, noch leugnete er es, und Tyrande hatte f�r sich beschlossen, dass die Geschichte stimmte.</p><p>Drau�en beruhigte die k�hle Nachtluft ein wenig Tyrandes Sorge um sich selbst und um die beiden Br�der. Sie stieg die wei�en Alabaster-Stufen des Tempels hinab und tauchte in die Menge der Nachtelfen auf den Stra�en ein. Viele neigten ihr Haupt ehrerbietig vor der Novizin, w�hrend andere ihr h�flich den Weg frei machten. Es brachte gewisse Vorteile mit sich, eine Dienerin der Elune zu sein, doch im Augenblick w�nschte sich die junge Frau, die Welt h�tte sie einfach nur als sie selbst betrachtet.</p><p>Suramar war nicht so glanzvoll wie Zin-Azshari, doch die Stadt hatte ihre ganz eigene Atmosph�re. Helle Farben herrschten vor, als sie den Marktplatz betrat, wo Kaufleute der Bev�lkerung ihre Waren feil boten. W�rdentr�ger in pr�chtigen, diamantbesetzten Gew�ndern, die in sonnigem Rot und feurigem Orange strahlten, gingen mit erhobener Nase, die Augen nur auf den Weg vor sich gerichtet, neben Elfen der niedrigeren Kasten, die einfachere Kleidung in Gr�n, Gelb, Blau oder einer Mischung dieser Farben trugen. Die Leute kamen auf den Markt, um sich der Welt von ihrer besten Seite zu pr�sentieren.</p><p>Selbst die Geb�ude beteiligten sich am Imponiergehabe ihrer Bewohner und leuchteten vor Tyrandes Augen in allen Farben des Regenbogens. Die Fassaden mancher Gesch�fte waren in nicht weniger als sieben Farben bemalt und zeigten dramatische Szenen, die sich �ber s�mtliche Mauern zogen. Fackellicht beleuchtete die meisten Hausmauern, denn man betrachtete die tanzenden Flammen als einen lebhaften Akzent.</p><p>Die wenigen Nicht-Nachtelfen, die die Novizin in ihrem kurzen Leben getroffen hatte, schienen ihr Volk geschmacklos zu finden. Manche gingen sogar so weit zu behaupten, Tyrandes Leute m�ssten farbenblind sein. Obwohl ihr eigener Geschmack dazu neigte, etwas konservativer zu sein � jedoch nicht so konservativ wie der von Malfurion �, fand Tyrande, dass die Nachtelfen einfach eine gr��ere Liebe f�r die Vielfalt der Muster und Formen hatten, die in der Welt existierten.</p><p>Sie bemerkte eine Traube von Elfen, die sich in der Mitte des Marktplatzes gebildet hatte. Die Meisten gestikulierten lebhaft und schienen auf etwas zu zeigen, und ein paar lie�en Kommentare vernehmen, die entweder von Ekel oder von Spott durchsetzt waren. Neugierig trat Tyrande n�her, um zu sehen, was das allgemeine Interesse erweckt hatte.</p><p>Zuerst bemerkten die Schaulustigen die Novizin nicht, ein eindeutiges Zeichen daf�r, dass das Objekt ihrer Neugierde tats�chlich einen seltenen Anblick bieten musste. Sie ber�hrte h�flich einen Nachtelf an der Schulter, der sofort zur Seite trat, als er sie erkannte. Auf diese Weise arbeitete sie sich ins Zentrum der Ansammlung vor.</p><p>Bald konnte sie ausmachen, dass die Leute sich um einen K�fig scharten. Er bestand aus starkem Eisen und beherbergte offensichtlich eine Bestie von gro�er St�rke, denn er klirrte gelegentlich dumpf, als werfe sich etwas wild gegen seine Gitterst�be, und dann und wann war ein tierisches Knurren zu h�ren, das bei den Schaulustigen interessiertes Gemurmel hervorrief.</p><p>Die Elfen, die direkt vor Tyrande standen, wollten sich nicht fort bewegen, nicht einmal, als sie bemerkten, wer sie da auf die Schulter tippte. Die schlanke Novizin suchte sich unerm�dlich eine bessere Position, sp�hte schlie�lich zwischen zwei R�cken hindurch.</p><p>Was sie erblickte, lie� sie aufkeuchen.</p><p>�Was ist denn <emphasis>das</emphasis>?�, entfuhr es ihr.</p><p>�Das wei� niemand, Schwester�, antwortete eine Stimme. Sie wandte den Kopf und blickte auf einen Soldaten, der hier mit seinen Kameraden Wache stand. Er trug den Brustpanzer und die Gew�nder eines Mitglieds der Wache von Suramar. �Die Mondgarde musste mindestens drei Zauber wirken, bis sie die Bestie endlich �berw�ltigt hatte.�</p><p>Tyrande blickte sich instinktiv nach einem der Magier in den gr�nen Kapuzengew�ndern um, doch sie konnte keinen von ihnen erkennen. H�chstwahrscheinlich hatten sie den K�fig mit einem Zauber belegt und dann die gefangene Kreatur den f�higen H�nden der Soldaten �berlassen, w�hrend sie jetzt untereinander diskutierten, wie sie weiter mit dem Wesen verfahren sollten.</p><p>Aber <emphasis>was</emphasis> hatten sie zur�ckgelassen?</p><p>Es war kein Zwerg, obwohl seine Gestalt sie in vieler Hinsicht an dieses Volk erinnerte. H�tte das Wesen aufrecht gestanden, es w�re etwa einen Fu� kleiner gewesen als ein Nachtelf, doch mindestens doppelt so breit. Offensichtlich war die Kreatur eine Bestie von brutaler Kraft, denn noch nie zuvor hatte Tyrande solche Muskeln gesehen. Obwohl der K�fig offensichtlich verzaubert war, erstaunte es die Novizin, dass der Gefangene nicht einfach die Gitter zur Seite bog und entkam.</p><p>Ein Schaulustiger, der einer der h�heren Kasten angeh�rte, stupste die gebeugt sitzende Kreatur pl�tzlich mit seinem goldenen Stock an � was erneute Wut in dem K�fig ausl�ste. Es gelang dem Nachtelfen nur knapp, seinen Stock aus der Reichweite der dicken, fleischigen Pranken zu ziehen. Das breite, animalische Gesicht des Monsters verzerrte sich, als es knurrend seinen Zorn kund tat. Wahrscheinlich w�re es ihm gelungen, den Stock an sich zu rei�en, wenn es nicht durch dicke Ketten um Hand- und Fu�gelenke sowie den Hals gebunden gewesen w�re. Die schweren Fesseln waren nicht nur der Grund daf�r, dass es gezwungen war, in seiner geb�ckten Haltung zu verharren, sondern sie machten es ihm auch unm�glich, sich jemals den Gitterst�ben zu widmen, selbst wenn man davon ausging, dass es dazu die n�tige Kraft und Entschlossenheit besessen h�tte.</p><p>Tyrandes Gef�hle verschoben sich von Entsetzen und Ekel zu Mitleid. Der Tempel und Cenarius hatten sie gelehrt, alles Leben zu achten, selbst jenes, das auf der ersten Blick nur monstr�s erschien. Das gr�nh�utige Unget�m trug primitive Kleidung, und das bedeutete, dass es � oder <emphasis>er</emphasis>, was am wahrscheinlichsten schien � ein gewisses Ma� an Intelligenz besa�. Es war also nicht Recht, dass man das Gesch�pf wie ein seltsames Tier zur Schau stellte.</p><p>Zwei leere, braune Sch�sseln lie�en vermuten, dass der Gefangene zumindest etwas zu essen bekommen hatte, doch angesichts seiner massigen Gestalt nahm die Novizin an, dass es nicht ann�hernd genug gewesen war. Sie wandte sich an den W�chter. �Er braucht mehr zu essen und zu trinken.�</p><p>�Ich habe keine dahingehenden Befehle erhalten, Schwester�, antwortete der Wachposten respektvoll, w�hrend er weiter die Menge im Auge behielt.</p><p>�F�r so etwas sind keine Befehle n�tig.�</p><p>Tyrande wurde mit einem leichten Achselzucken belohnt. �Die �ltesten haben noch nicht entschieden, was mit dem Ding geschehen soll. Vielleicht wird die Kreatur nichts mehr zu essen und zu trinken ben�tigen, Schwester.�</p><p>Seine Andeutung widerte sie an. Die Justiz der Nachtelfen konnte sehr drakonisch sein. �Wenn ich ihm etwas zu essen bringe, werdet Ihr dann versuchen, mich aufzuhalten?�</p><p>Jetzt wirkte der Soldat, als werde ihm auf einmal sehr unbehaglich. �Das solltet Ihr wirklich nicht tun, Schwester. Was, wenn die Bestie Euch den Arm ausrei�t und ihn frisst statt der Speise, die Ihr ihr geben wollt? Ihr w�ret gut beraten, das Ding in Ruhe zu lassen.�</p><p>�Ich werde das Risiko eingehen.�</p><p>�Schwester ��</p><p>Doch bevor der Soldat weiter versuchen konnte, ihr ihr Vorhaben auszureden, wandte sich Tyrande bereits um. Sie lief direkt zum n�chsten H�ndler und holte einen Krug Wasser und eine Sch�ssel Suppe. Die Kreatur im K�fig sah aus wie ein Fleischfresser, also entschied sie sich f�r ein St�ck frisches Fleisch. Der H�ndler weigerte sich, von ihr Geld anzunehmen, ein Vorteil ihres Amtes, also gab sie ihm den Segen, von dem sie wusste, dass er ihn erhoffte, dann bedankte sie sich und kehrte zum K�fig zur�ck.</p><p>Ein Teil der Menge, die sich offenbar zu langweilen begann, hatte sich, als Tyrande das Zentrum erreichte, aufgel�st. So war es einfacher f�r sie, zu dem Gefangenen zu gelangen. Er blickte auf, als die Novizin sich ihm n�herte, und hielt sie zun�chst offensichtlich f�r einen weiteren Gaffer. Erst als er sah, was Tyrande in den H�nden hielt, zeigte er mehr Interesse.</p><p>Er setzte sich so gut auf, wie es ihm angesichts seiner Ketten m�glich war, und die tief liegenden Augen unter den dichten, buschigen Brauen musterten Tyrande misstrauisch. Die Novizin hatte das Gef�hl, dass er sich in der zweiten H�lfte seines Lebens befand, denn sein Haar war grau, und sein brutales Gesicht trug die vielen Spuren, auch Narben, einer rauen Existenz.</p><p>Kurz bevor sie die Reichweite seiner Arme erreichte, z�gerte die junge Nachtelfin. Aus dem Augenwinkel bemerkte Tyrande den W�chter, der vorsichtiges Interesse an dem zeigte, was sie tat. Ihr war klar, dass er dem Gefangenen seinen Speer in die Eingeweide rammen w�rde, falls dieser irgendeinen Versuch unternahm, sie zu verletzen. Tyrande hoffte, dass es dazu nicht kommen w�rde. Es w�re die Schrecklichste aller vorstellbaren Ironien, wenn ihr Versuch, einer leidenden Kreatur zu helfen, zu deren Tod gef�hrt h�tte.</p><p>Vorsichtig kniete sie sich vor den Gitterst�ben nieder. �Verstehst du mich?�</p><p>Er grunzte und nickte dann.</p><p>�Ich habe dir etwas gebracht.� Sie hielt ihm zuerst die Sch�ssel mit der Suppe hin.</p><p>Die misstrauischen Augen, die so anders waren die ihren, richteten sich auf die Sch�ssel, und der Gefangene schien nachzudenken, was er tun sollte. Einmal flackerte sein Blick f�r einen kurzen Moment in Richtung des n�chsten Wachpostens. Seine rechte Hand schloss sich. Dann �ffnete sie sich wieder.</p><p>Langsam, ganz langsam, streckte er sie aus. Als sie Tyrandes Hand erreichte, sah die Novizin wie riesig und dick sie tats�chlich war, gro� genug, um ihre eigenen H�nde m�helos zu umschlie�en. Sie stellte sich die St�rke dieser Pranken vor und h�tte ihre Gabe fast zur�ckgezogen.</p><p>Dann nahm der Gefangene mit einer Behutsamkeit, die sie �berraschte, die Sch�ssel aus ihren H�nden, stellte sie sicher vor sich ab und sah die Nachtelfin erwartungsvoll an.</p><p>Die Tatsache, dass er ihre Gabe angenommen hatte, brachte sie zum L�cheln, doch er antwortete nicht in der gleichen Weise, und sein Gesicht blieb weiter verschlossen. Etwas entspannter reichte ihm Tyrande als N�chstes das Fleisch, zuletzt den Krug mit Wasser.</p><p>Nachdem er alles sicher vor sich abgesetzt hatte, begann der gr�nh�utige Gefangene zu essen. Er schlang den Inhalt der Sch�ssel mit einem gewaltigen Schluck in sich hinein, und etwas von der br�unlichen Fl�ssigkeit spritzte �ber sein Kinn. Das Fleischst�ck folgte, und m�chtige, gezackte, gelbe Z�hne rissen ohne zu z�gern an dem rohen, blutigen Fleisch. Tyrande musste schlucken, doch sie zeigte ihr Unbehagen angesichts der monstr�sen Manieren des Gefangenen in keiner anderen Weise. Unter den gleichen Bedingungen h�tte sie selbst sich vielleicht kaum besser verhalten als er.</p><p>Ein paar Gaffer betrachteten diese Aktivit�t als w�re sie ein belustigendes Schauspiel, doch Tyrande ignorierte sie. Sie wartete geduldig, w�hrend der Gefangene fortfuhr, sein Essen zu verschlingen. Er nagte selbst den letzten Fetzen Fleisch von dem Knochen und zerbrach diesen dann knackend in zwei St�cke, denen er mit solchem Genuss das Mark aussaugte, dass die letzten Schaulustigen � deren elfisches Feingef�hl durch solch einen tierischen Anblick empfindlich verst�rt wurde � endlich verschwanden.</p><p>Als die Letzten gegangen waren, lie� der Gefangene schlie�lich die Knochen-Bruchst�cke fallen und griff mit einem grollenden Kichern nach dem Krug. Nicht einmal hatte er seine Augen f�r mehr als eine Sekunde von der Novizin abgewandt.</p><p>Als das Wasser verschwunden war, wischte er sich den breiten Mund mit dem Arm ab und grunzte: �Gut.�</p><p>Ein echtes Wort von seinen Lippen zu h�ren, �berraschte Tyrande, obwohl sie bereits fr�her angenommen hatte, dass er, wenn er sie verstehen konnte, auch sprechen konnte. Sie musste wieder L�cheln und lehnte sich so nahe an die Gitterst�be, dass sie die Besorgnis der W�chter weckte.</p><p>�Schwester!�, rief einer der Soldaten. �Ihr solltet nicht so nah herangehen! Er wird Euch ��</p><p>�Er wird nichts tun�, versicherte sie ihnen schnell. Mit einem l�chelnden Blick auf den Gefangenen f�gte sie hinzu: �Oder doch?�</p><p>Er sch�ttelte den Kopf und zog seine H�nde zur Best�tigung nah an seine Brust. Die Soldaten traten ein wenig zur�ck, blieben aber wachsam.</p><p>Tyrande ignorierte sie ein weiteres Mal und fragte: �Willst du noch etwas? Mehr Essen?�</p><p>�Nein.�</p><p>Sie hielt einen Augenblick inne, dann sagte sie: �Mein Name ist Tyrande. Ich bin eine Priesterin der Elune.�</p><p>Die Gestalt im K�fig schien nicht daran interessiert, das Gespr�ch fortzusetzen. Aber als der Gefangene erkannte, dass sie entschlossen war, auf seine Erwiderung zu warten, antwortete er schlie�lich: �Brox � Broxigar. Treuer Diener von Kriegsh�uptling Thrall, dem Herrscher der Orcs.�</p><p>Tyrande versuchte zu verstehen, was er gerade gesagt hatte. Dass er ein Krieger war, �berraschte sie angesichts seines Aussehens wenig. Er diente einem Anf�hrer, diesem Thrall, dessen Name in vielerlei Hinsicht seltsamer war als sein eigener, denn er bedeutete �Sklave�.</p><p>Von welcher Art mochte ein Herrscher sein, der einen solchen Titel trug?</p><p>Und dieser Thrall war Herr der Orcs, und ein Orc musste das sein, was Brox war. Der Tempel hatte Tyrande gut und gr�ndlich unterrichtet, doch niemals hatte sie dort oder irgendwo sonst von einem Volk geh�rt, das man Orcs nannte. Und wenn sie alle so aussahen wie Brox, h�tten sich die Nachtelfen sicher gut an sie erinnert.</p><p>Sie entschied sich, weiter nachzuforschen. �Wo kommst du her, Brox? Wie bist du hierher gekommen?�</p><p>Sofort erkannte Tyrande, dass sie einen Fehler begangen hatte. Der Augen des Orcs verengten sich, und er klappte seinen Mund fest zu. Wie dumm von ihr, nicht daran gedacht zu haben, dass die Mondgarde ihn bereits verh�rt haben musste � und gewiss ohne die Freundlichkeit, die sie ihm erwiesen hatte. Jetzt musste er glauben, dass man sie gesandt hatte, um ihm auf liebensw�rdige Weise das zu entlocken, was die Zauberer ihm mit Gewalt und Magie nicht hatten entrei�en k�nnen.</p><p>Brox, der offensichtlich ein Ende dieser Begegnung w�nschte, nahm die Sch�ssel auf und hielt sie Tyrande hin. Sein Gesichtsausdruck war finster und misstrauisch.</p><p>Ohne Warnung fuhr �ber den R�cken der Novizin hinweg ein Energieblitz in den K�fig und traf die Hand des Orcs.</p><p>Mit einem wilden Knurren ergriff Brox seine verbrannten Finger und hielt sie schmerzerf�llt fest. Er bedachte Tyrande mit einem solch m�rderischen Blick, dass sie entsetzt zur�ckfuhr und aufstand. Die Wachen sammelten sich sofort um den K�fig und trieben Brox mit ihren Speeren gegen die hinteren Gitterst�be.</p><p>Starke H�nde ergriffen die Novizin an den Schultern, und eine vertraute Stimme fragte besorgt: �Geht es dir gut, Tyrande? Diese scheu�liche Biest hat dich nicht verletzt, oder?�</p><p>�Er hatte nicht vor, mir irgendetwas anzutun!�, stie� sie hervor und wandte ihr Gesicht dem Mann zu, der den Energieblitz geschleudert hatte. �Illidan! Wie konntest du?�</p><p>Der gut aussehende Nachtelf runzelte die Stirn, und seine faszinierenden, goldenen Augen verloren etwas von ihrem Glanz. �Ich hatte nur Angst um dich! Diese Bestie ist f�hig, dich zu ��</p><p>Tyrande schnitt ihm das Wort ab. �In dem K�fig ist er zu wenig f�hig � Und er ist keine Bestie!�</p><p>�Ach nein?� Illidan beugte sich vor, um Brox zu inspizieren. Der Orc fletschte die Z�hne. Malfurions Bruder schnaubte ver�chtlich. �Das Ding sieht mir nicht gerade nach einem zivilisierten Wesen aus ��</p><p>�Er wollte nur die Sch�ssel zur�ckgeben. Und wenn es irgendwelchen �rger gegeben h�tte, h�tten die Soldaten eingegriffen.�</p><p>Illidan runzelte erneut die Stirn. �Es tut mir Leid, Tyrande. Vielleicht habe ich �berreagiert. Aber du musst zugeben, dass nur wenige andere, selbst unter den Priesterinnen, das schreckliche Risiko eingegangen w�ren, so einem Tier zu helfen. Du wei�t es vielleicht nicht, aber es hei�t, das Ding h�tte beinahe ein Mitglied der Mondgarde erw�rgt, als es wieder zu sich kam.�</p><p>Die Novizin blickte in das steinerne Gesicht des W�chters, und dieser nickte z�gerlich. Er hatte vergessen, ihr von diesem Zwischenfall zu berichten. Aber Tyrande bezweifelte, dass es einen Unterschied gemacht h�tte. Brox war misshandelt worden, und sie hatte gesp�rt, dass sie ihm zu Hilfe kommen musste.</p><p>�Ich wei� deine Sorge zu sch�tzen, Illidan, aber ich sage es noch einmal: Ich befand mich nicht in Gefahr!� Ihre Augen verengten sich, als ihr Blick auf die Verletzung des Orcs fiel. Seine Finger waren leicht geschw�rzt, und der Schmerz in Brox� Augen war offensichtlich. Trotzdem schrie der Orc nicht und bat auch nicht darum, behandelt zu werden.</p><p>Tyrande lie� Illidan stehen und kniete noch einmal bei dem K�fig nieder. Ohne zu z�gern, griff sie durch die Gitterst�be.</p><p>Illidan rief entsetzt: �Tyrande!�</p><p>�Bleib zur�ck! Bleibt alle zur�ck!� Ihre Augen trafen den misstrauischen Blick des Orcs, und sie fl�sterte: �Ich wei�, dass du mich nicht verletzen wolltest. Ich kann das hier f�r dich heilen. Bitte. Lass mich.�</p><p>Brox knurrte, doch es klang nicht, als sei er w�tend, sondern als w�rde er einfach seine M�glichkeiten abw�gen. Illidan stand weiterhin neben Tyrande, und ihr wurde klar, dass er den Orc ein weiteres Mal mit einem Blitz angreifen w�rde, wenn er auch nur das geringste Gef�hl hatte, dass etwas nicht stimmte.</p><p>�Illidan � Ich muss dich bitten, dich f�r einen Augenblick abzuwenden.�</p><p>�Was? Tyrande ��</p><p>�Tu es f�r mich, Illidan.�</p><p>Sie sp�rte seine unterdr�ckte Wut. Trotzdem gehorchte er ihrer Bitte, drehte sich um und wandte sein Gesicht einem der Geb�ude zu, die den Marktplatz s�umten.</p><p>Tyrande betrachtete Brox. Sein Blick hatte sich Illidan zugewandt, und f�r einen kurzen Moment glaubte sie, in seinen Augen Genugtuung zu lesen. Dann kehrte sich der Orc wieder ihr zu und streckte ihr vorsichtig seine verst�mmelte Hand entgegen.</p><p>Sie nahm sie in ihre eigene Hand und starrte schockiert auf die Wunde. An zwei Fingern war das Fleisch teilweise weg gebrannt, und ein dritter war rot und brandig.</p><p>�Was hast du ihm angetan?�, fragte sie Illidan entsetzt.</p><p>�Etwas, das ich vor kurzem gelernt habe�, war alles, was sie zur Antwort bekam.</p><p>Es war offensichtlich kein Zauber, den er in Cenarius� Wald gelernt hatte. Dies war ein Beispiel hoher Nachtelfen-Magie, ein Zauber, den er bestimmt mit nur wenig Konzentration gewirkt hatte. Tyrande erkannte, wie geschickt Malfurions Bruder sein konnte, wenn ihn das Thema interessierte. Scheinbar gefiel ihm das schnelle Zaubern besser als der langsame Pfad des Druiden.</p><p>Tyrande war sich nicht sicher, ob ihr seine Wahl gefiel.</p><p>�Mutter Mond, erh�re meine inst�ndige Bitte �� Sie ignorierte die best�rzten Gesichter der Soldaten und nahm die Finger des Orcs. Sie k�sste jeden von ihnen sanft. Dann sprach die Novizin mit fl�sternder Stimme zu Elune und bat die G�ttin um die Gabe, Brox� Not lindern zu k�nnen, die Wunden zu heilen, die ihm Illidan zugef�gt hatte.</p><p>�Streck deine Hand so weit aus, wie du kannst�, wies sie den Gefangenen an.</p><p>Die Wachleute im Auge behaltend, beugte sich Brox vorsichtig nach vorne und bem�hte sich, seine groben H�nde durch die Gitterst�be zu strecken. Tyrande erwartete eine Art magischen Widerstand, doch nichts geschah. Sie nahm an, dass der Zauber des K�figs nicht reagierte, weil der Orc keinen Fluchtversuch unternommen hatte.</p><p>Die Novizin blickte zum Himmel auf, wo der Mond genau �ber ihnen schwebte. �Mutter Mond � erf�lle mich mit deiner Reinheit, deiner Gnade, deiner Liebe � Schenke mir die Kraft, diese Wunde zu heilen ��</p><p>Als Tyrande ihre Bitte wiederholte, h�rte sie, wie einer der Soldaten aufkeuchte, Illidan begann, sich umzudrehen, doch dann entschied er offensichtlich, dass es besser war, Tyrande nicht weiter zu ver�rgern.</p><p>Ein Strom von silbernem Licht � Elunes Licht � wusch �ber die junge Priesterin. Tyrande strahlte so hell, als sei sie der Mond selbst. Sie f�hlte, wie die Herrlichkeit der G�ttin ein Teil von ihr wurde.</p><p>Brox w�re beinahe erschrocken vor dem wundersamen Anblick zur�ckgewichen. Doch er vertraute der Nachtelfin und lie� es zu, dass sie seine Hand so gut sie es vermochte in das Leuchten hinein zog.</p><p>Und als das Mondlicht seine Finger ber�hrte, heilte das verbrannte Fleisch, die L�cken, aus denen die Knochen hervor schimmerten, schlossen sich wieder, und die schreckliche Verletzung, die Illidan verursacht hatte, <emphasis>verschwand</emphasis>.</p><p>Tyrande brauchte nur ein paar Sekunden, um den Gefangenen zu heilen. Der Orc hielt still, seine Augen weit wie die eines Kindes.</p><p>�Ich danke Euch, Mutter Mond�, fl�sterte Tyrande und lie� Brox� Hand los.</p><p>Jeder der Soldaten lie� sich auf ein Knie nieder und neigte den Kopf vor der Akolythin. Der Orc zog seine Hand an sich heran, starrte auf seine Finger und bewegte sie erstaunt. Er ber�hrte die Haut, zuerst vorsichtig, dann mit gro�er Zufriedenheit, als kein Schmerz durch seine Nerven fuhr. Ein freudiges Grunzen entwich seinen wulstigen Lippen.</p><p>Pl�tzlich begann Brox, seinen K�rper in dem kleinen K�fig zu verrenken. Zuerst f�rchtete Tyrande, er habe eine weitere Verletzung erlitten, die sich erst jetzt enth�llte, aber dann h�rte der Orc auf, sich zu bewegen.</p><p>�Ich ehre Euch, Schamanin�, sprach er und verneigte sich vor ihr, so gut es ihm seine Fesseln erlaubten. �Ich stehe in Eurer Schuld.�</p><p>So tief war Brox� Dankbarkeit, dass Tyrande sp�rte, wie sich ihre Wangen vor Verlegenheit verdunkelten. Sie erhob sich und trat einen Schritt zur�ck.</p><p>Illidan wandte sich sofort um und nahm ihren Arm, als wolle er sie st�tzen. �Bist du in Ordnung?�</p><p>�Es geht � mir gut �� Wie sollte sie erkl�ren, wie sie sich gef�hlt hatte, als Elune sie ber�hrte? �Es ist getan�, sagte sie schlie�lich nur, unf�hig, eine richtige Antwort zu geben.</p><p>Schlie�lich erhoben sich die Soldaten, deren Respekt vor ihr noch gestiegen war. Der Vorderste der M�nner trat ehrf�rchtig an sie heran. �Schwester, darf ich um Euren Segen bitten?�</p><p>�Nat�rlich!� Der Segen der Elune wurde frei gegeben, denn die Lehren von Mutter Mond erkl�rten, je mehr man von ihr ber�hrt werde, desto mehr verst�nde man die Liebe und die Eintracht, die sie repr�sentierte, und k�nne so das Verstehen an andere weitergeben.</p><p>Mit ihrer offenen Hand ber�hrte Tyrande jeden der W�chter am Herzen, dann an der Stirn, womit die symbolische Einheit von Gedanke und Seele zum Ausdruck gebracht wurde. Jeder der M�nner dankte ihr �berschw�nglich.</p><p>Illidan nahm wieder ihren Arm. �Du musst dich ein wenig ausruhen, Tyrande. Komm! Ich kenne einen Ort ��</p><p>Aus dem K�fig erklang Brox� raue Stimme: �Schamanin, darf auch dieser Niedrige um Euren Segen bitten?�</p><p>Die Wachen erschraken, doch sie sagten nichts. Wenn selbst eine Bestie so h�flich um den Segen einer Erw�hlten der Elune bat, wie h�tten da sie einschreiten k�nnen?</p><p>Sie konnten es nicht, aber Illidan wohl. �Du hast genug f�r diese Kreatur getan. Du zitterst ja praktisch vor Ersch�pfung! Komm ��</p><p>Doch sie w�rde sich dem Orc nicht verweigern. Tyrande befreite sich aus Illidans Griff und kniete wieder vor Brox nieder. Sie langte ohne zu z�gern in den K�fig hinein, ber�hrte die raue, haarige Haut und den harten Kopf mit den riesigen Brauen.</p><p>�M�ge Elune �ber dich und die Deinen wachen ��, fl�sterte die Novizin.</p><p>�M�ge Euer Axt-Arm stets stark sein�, erwiderte er.</p><p>Diese seltsame Antwort lie� sie f�r einen Moment die Stirn runzeln, doch dann erinnerte sie sich daran, welche Art von Leben Brox gef�hrt haben musste. Er w�nschte ihr auf seine eigene merkw�rdige Art Leben und Gesundheit.</p><p>�Ich danke dir�, antwortete sie l�chelnd.</p><p>Als Tyrande sich erhob, erklang sofort wieder Illidans Stimme. �K�nnen wir jetzt �?�</p><p>Pl�tzlich f�hlte sie sich sehr m�de. Doch es war eine wohltuende M�digkeit. Als habe Tyrande lange und schwer f�r ihre Herrin gearbeitet und viel in ihrem Namen erreicht. Sie erinnerte sich auf einmal, wie lange es her war, dass sie zuletzt geschlafen hatte. Mehr als einen Tag. Gewiss h�tte ihr die Weisheit von Mutter Mond geraten, in den Tempel zur�ckzukehren und sich in ihr Bett zu begeben.</p><p>�Bitte vergib mir, Illidan�, murmelte Tyrande. �Ich bin auf einmal sehr m�de. Ich w�rde gerne zu meinen Schwestern zur�ckkehren. Du verstehst das doch, nicht wahr?�</p><p>Seine Augen wurden f�r einem Moment schmal, doch dann beruhigte er sich. �Ja, das ist wahrscheinlich das Beste. Soll ich dich zur�ck begleiten?�</p><p>�Das ist nicht n�tig. Ich m�chte lieber alleine gehen.�</p><p>Illidan sagte nichts, sondern gab nur durch eine Verbeugung zu erkennen, dass er ihre Entscheidung respektierte.</p><p>Sie schenkte Brox ein letztes L�cheln. Der Orc nickte. Tyrande verlie� den Marktplatz und f�hlte sich in ihrem Geist trotz k�rperlicher Ersch�pfung seltsam erfrischt. Wenn es m�glich war, w�rde sie mit der Hohepriesterin �ber Brox sprechen. Gewiss konnte der Tempel etwas f�r den Ausgesto�enen tun.</p><p>Das Mondlicht schien auf die Novizin herab, w�hrend sie durch die Stra�en ging. Mehr und mehr hatte Tyrande das Gef�hl, dass sie heute Nacht eine Erfahrung gemacht hatte, die sie f�r immer verwandeln w�rde. Sicher war ihre Begegnung mit dem Orc von Elune vorherbestimmt gewesen.</p><p>Sie konnte es kaum erwarten, mit der Hohepriesterin zu sprechen �</p><empty-line/><p>Illidan sah Tyrande nach, als sie ging, ohne ihm auch nur einen weiteren Blick zu schenken. Er kannte sie gut genug, um zu wissen, dass sie sich noch immer ganz im Nachhall ihres Dienstes f�r die G�ttin befand. Das erstickte jeden anderen Einfluss, auch den seinen.</p><p>�Tyrande �� Er hatte gehofft, mit ihr �ber seine Gef�hle sprechen zu k�nnen, doch diese Chance war ruiniert. Stundenlang hatte Illidan gewartet, den Tempel heimlich beobachtet, ob sie endlich erschiene. Er hatte gewusst, dass es nicht vorteilhaft f�r ihn ausgesehen h�tte, h�tte er sich ihr in dem Augenblick angeschlossen, als sie aus dem Tempel trat. Und so hatte er im Hintergrund gewartet, hatte so tun wollen, als tr�fe er sie nur ganz zuf�llig.</p><p>Dann hatte sie die Kreatur entdeckt, die von der Mondgarde gefangen worden war, und all seine wohl �berlegten Pl�ne waren zunichte gemacht worden. Nun hatte er nicht nur seine Gelegenheit verpasst, er hatte sich auch vor ihr zum Narren gemacht und sah jetzt aus wie der Schurke in ihrer Geschichte � und alles nur wegen eines solchen <emphasis>Dings</emphasis>!</p><p>Bevor er sich zur�ckhalten konnte, str�mten fast lautlos Worte aus seinem Mund, und er ballte die rechte Hand zur Faust.</p><p>Ein scharfer Schrei erklang aus der Richtung des K�figs. Schnell blickte er dorthin.</p><p>Die Gitterst�be loderten hell auf, doch es war nicht das silberne Licht des Mondes, sondern eine w�tende, rote Aura, die den K�fig umh�llte, als wollte sie ihn verschlingen � ihn und seinen Insassen.</p><p>Die widerw�rtige Kreatur im Innern des Zwingers br�llte vor rasendem Schmerz, und die Soldaten rannten verwirrt wie aufgescheuchte H�hner um den K�fig herum.</p><p>Schnell murmelte Illidan den Gegenzauber.</p><p>Die Aura verschwand. Der Gefangene stellte sein Geschrei ein.</p><p>Niemand bemerkte den jungen Nachtelf, als er sich schnell vom Schauplatz entfernte. Er hatte sich von seiner Wut �berw�ltigen lassen und nach dem offensichtlichsten Ziel geschlagen. Illidan war froh, dass die Wachen nicht die Wahrheit erkannt hatten und dass Tyrande bereits fort und nicht Zeugin seines Wutausbruchs geworden war.</p><p>Er war auch froh, dass die M�nner der Mondgarde ihre magischen Barrieren um den K�fig errichtet hatten � denn w�ren die Schutzzauber nicht gewesen, h�tte er die Kreatur im K�fig <emphasis>umgebracht</emphasis>.</p></section><section><title><p>9</p></title><p>Sie starben �berall.</p><p>Wohin Brox auch blickte, sah er seine Kameraden sterben. Garno, mit dem er aufgewachsen war, der praktisch sein Bruder gewesen war, fiel als N�chster. Sein Leib wurde in St�cke gehackt von der kreischenden Klinge eines der feurigen Giganten mit ihren h�llischen, geh�rnten Fratzen, aus denen spitze Z�hne drohten. Der D�mon selbst starb nur wenige Sekunden sp�ter durch Brox� Hand. Der Orc sprang auf die Schultern des Teufelsmonsters, und mit einem Schrei, der selbst diese f�rchterliche Kreatur z�gern lie�, wurde Garnos M�rder trotz seiner lodernden R�stung in zwei H�lften gespalten.</p><p>Doch die Legion griff weiter an und dezimierte die Orcs. Nur eine Handvoll Verteidiger war noch �brig, und mit jeder Minute fand ein weiterer Orc den Tod.</p><p>Thrall hatte befohlen, den Pass zu halten, damit die Legion hier nicht durchbrach. Hilfe war bereits unterwegs, aber die Horde ben�tigte Zeit. Sie brauchte Brox und seine Kameraden.</p><p>Sie wurden weniger und weniger. Duun war nicht mehr. Sein Sch�del sprang bereits seit mehreren Sekunden �ber den blutgetr�nkten Boden, als ihm endlich auch der riesige Leib nachfolgte. Fezhar lag tot da, doch die �berreste seines K�rpers waren nicht wiederzuerkennen. Er war von einer Woge unnat�rlicher, gr�ner Flammen erfasst worden, die einer der D�monen gegen ihn gespien hatte, ein Feuer, das den Leib des Orcs weniger verbrannt, als <emphasis>aufgel�st</emphasis> hatte.</p><p>Wieder und wieder hatte Brox� starke Axt seine schrecklichen Feinde gef�llt, und dem Anschein nach niemals die gleiche Art von Kreatur zweimal. Doch wann immer er den Schwei� von seiner Stirn wischte und nach vorne blickte, sah er nur noch mehr von ihnen.</p><p>Und mehr und mehr �</p><p>Jetzt stand nur noch er gegen sie. Stand gegen eine kreischende, hungrige See von Monstern, die alle nichts anderes im Sinn hatten als die absolute Vernichtung jeglichen Lebens.</p><p>Und als sie sich auf den einzigen �berlebenden st�rzten � <emphasis>erwachte Brox</emphasis>.</p><p>Der Orc zitterte in seinem K�fig, und das der K�lte wegen. Nach mehr als tausend Alptr�umen h�tte er gedacht, er w�re immun gegen die Schrecken, die sein Unterbewusstsein immer von Neuem von den Toten erweckte. Doch jedes Mal, wenn die Bilder �ber ihn herfielen, kamen sie mit neuer Wucht, neuem Schmerz.</p><p>Neuer Schuld.</p><p>Brox h�tte damals sterben sollen. Er h�tte mit seinen Kameraden untergehen sollen. Sie hatten das H�chste aller Opfer f�r die Horde gebracht, doch er hatte �berlebt. Es war nicht richtig.</p><p><emphasis>Ich bin ein Feigling</emphasis> � dachte er wieder. <emphasis>Wenn ich h�rter gek�mpft h�tte, w�re ich jetzt bei ihnen</emphasis>.</p><p>Aber als er Thrall dies erz�hlt hatte, hatte der Kriegsh�uptling nur den Kopf gesch�ttelt und gesagt: �Niemand hat h�rter gek�mpft als du, alter Freund. Deine Narben beweisen es. Die Kundschafter sahen dich k�mpfen, als sie sich n�herten. Du hast deinen Kameraden, deinem Volk, einen ebenso gro�en Dienst erwiesen wie jene, die starben ��</p><p>Brox hatte Thralls Dankbarkeit akzeptiert, doch niemals das, was der Anf�hrer der Horde gesagt hatte.</p><p>Und jetzt war er hier, eingepfercht wie ein Schwein, das darauf wartete, von diesen arroganten Kreaturen geschlachtet zu werden. Sie starrten ihn an, als sei er eine Missgeburt mit zwei K�pfen und staunten �ber seine H�sslichkeit. Nur die junge Frau, die Schamanin, hatte ihm Respekt und F�rsorge entgegengebracht.</p><p>In ihr sp�rte er die Macht, von der sein eigenes Volk sprach, den alten Weg der schamanischen Magie. Mit einem einfachen Gebet zum Mond hatte sie die feurige Wunde geheilt, die ihr Freund ihm geschlagen hatte. Sie besa� wahrlich eine gro�e Gabe, und Brox f�hlte sich geehrt, dass sie ihm ihren Segen gab.</p><p>Nicht, dass dies auf lange Sicht einen gro�en Unterschied gemacht h�tte. Der Orc zweifelte nicht daran, dass diese Nachtelfen bald eine Entscheidung dar�ber treffen w�rden, auf welche Weise sie ihn hinrichten wollten. Aber was sie von ihm erfahren hatten, w�rde ihnen nichts n�tzen. Er hatte sich geweigert, ihnen ganz bestimmte Informationen �ber sein Volk zu geben. Sie hatten nicht aus ihm herauspressen k�nnen, wo es lebte. Gewiss, er wusste ja selbst nicht genau, in welcher Richtung seine Heimat lag, doch es war besser, wenn er davon ausging, dass alles, was er �ber die Orcs sagte, den Nachtelfen helfen konnte, sein Volk anzugreifen. Im Unterschied zu jenen Nachtelfen, die die Verb�ndeten der Orcs gewesen waren, empfanden diese hier nur Verachtung f�r Au�enseiter � und das machte sie zu einer Bedrohung f�r die Horde.</p><p>Brox rollte sich auf den R�cken � so gut es ihm seine Ketten erlaubten. Noch eine Nacht, und er war wahrscheinlich tot, doch nicht auf die Art, die er selbst gew�hlt h�tte. F�r ihn w�rde es keine ruhmreiche Schlacht geben, kein gro�es Epos, das noch den zuk�nftigen Generationen von seinem ehrenvollen Tod erz�hlte �</p><p>�Gro�e Geister�, murmelte er. �H�rt diesen Unw�rdigen an. Gew�hrt mir einen letzten Kampf, eine letzte Sache, f�r die zu streiten sich lohnt. Lasst mich in W�rde sterben ��</p><p>Brox starrte in den Himmel und betete schweigend weiter.</p><p>Doch im Unterschied zu der jungen Priesterin zweifelte er daran, dass die M�chte, die �ber die Welt wachten, einer niederen Kreatur wie ihm zuh�ren w�rden.</p><p>Sein Schicksal lag in den H�nden der Nachtelfen.</p><empty-line/><p>Was Malfurion nach Suramar f�hrte, konnte er selbst nicht genau sagen. Drei N�chte lang hatte er allein in seinem Haus gesessen und �ber all die Dinge gebr�tet, die Cenarius ihm erz�hlt hatte, �ber all das, was er selbst im Gr�nen Traum erfahren hatte. Drei N�chte ohne Antworten auf seine wachsenden Sorgen. Er zweifelte nicht daran, dass das Zauberwerk in Zin-Azshari weiterging und dass die Lage nur immer verzweifelter werden w�rde, so lange niemand eingriff.</p><p>Doch niemand sonst schien �berhaupt ein Problem zu <emphasis>bemerken</emphasis>.</p><p>Vielleicht, entschied Malfurion schlie�lich, war er einfach nur deshalb nach Suramar gekommen, um irgendeine andere Stimme zu finden, irgendeinen anderen Geist, mit dem er �ber sein inneres Dilemma sprechen konnte. Aus diesem Grund hatte er sich entschlossen, Tyrande aufzusuchen und nicht seinen Zwillingsbruder. Sie dachte sehr viel sorgf�ltiger �ber die Dinge nach, die sie tat, w�hrend Illidan dazu neigte, sich in eine Aktion zu st�rzen, egal ob er einen Plan hatte oder nicht.</p><p>Ja, es w�rde gut sein, mit Tyrande zu sprechen � und sie einfach nur zu sehen.</p><p>Doch als er in die Richtung des Tempels der Elune ging, kam pl�tzlich ein gro�es Kontingent Reiter aus der anderen Richtung auf ihn zu. Malfurion trat zur Seite, und mehrere Soldaten in graugr�nen R�stungen ritten auf ihren seidigen, gut gepflegten Panthern an ihm vorbei. Einer der M�nner, der sehr weit vorne ritt, hielt ein gro�es Banner in die H�he, auf dessen pr�chtigem rotem Hintergrund der schwarze Schattenriss eines Raben prangte.</p><p>Das Banner von Lord Kur�talos Ravencrest.</p><p>Der Elfenkommandant ritt vor seiner Truppe her. Sein Reittier war gr��er, seidiger und offensichtlich das weibliche Alpha-Tier der Meute. Ravencrest selbst war gro� und schlank und wirkte sehr k�niglich. Er ritt, als k�nne ihn nichts von seiner Pflicht abhalten � was immer diese auch sein mochte. Ein goldener Mantel bauschte sich hinter ihm, und sein hoher Helm mit dem roten Kamm zeigte ebenfalls das Raben-Symbol.</p><p>Vogelartig war auch die beste Art, seine Gesichtsz�ge zu beschreiben: lang, schmal, mit einer schlanken Nase, die an einen nach unten gerichteten Schnabel erinnerte. Der buschige Bart und die strengen Augen verliehen ihm einen Ausdruck von Weisheit und Macht. Abgesehen von den Hochgeborenen geh�rte Ravencrest zu jenen M�nner, die den gr��ten Einfluss auf die K�nigin hatten. Sie hatte in der Vergangenheit oft auf seinen Rat geh�rt.</p><p>Malfurion verfluchte sich selbst daf�r, dass er nicht eher an Ravencrest gedacht hatte. Doch jetzt war keine gute Gelegenheit, den Edelmann anzusprechen. Ravencrest und seine Elitegarde ritten durch die Stra�en, als bef�nden sie sich auf einer Mission von gro�er Dringlichkeit, und Malfurion fragte sich sofort, ob seine Zin-Azshari betreffenden �ngste sich bereits materialisiert haben mochten. Aber wenn dies der Fall w�re, w�re sicher die ganze Stadt in Unruhe gewesen. Die Kr�fte, die sich in der N�he der Hauptstadt manifestierten, k�ndigten eine Katastrophe von monumentalem Ausma� an, die schnell auch Suramar erreichen w�rde.</p><p>Als die Reiter verschwunden waren, ging auch Malfurion weiter. So viele Leute, die sich auf so engem Raum zusammendr�ngten, erweckten in dem jungen Nachtelf ein klaustrophobisches Gef�hl, nachdem er lange Zeit im Wald verbracht hatte. Aber Malfurion k�mpfte diese Empfindungen nieder, denn er wusste, er w�rde bald Tyrande sehen. So unsicher er sich in letzter Zeit auch f�hlte, wenn er in ihrer N�he war, ihre Gegenwart beruhigte seinen Geist auch mehr als irgendetwas anderes dies vermocht h�tte, nicht einmal seine Meditationen.</p><p>Er wusste, er w�rde auch seinen Bruder besuchen m�ssen, aber die Idee gefiel ihm heute Nacht nicht so wie sonst. Es war Tyrande, die er sehen, mit der er ein wenig Zeit verbringen wollte. Illidan war sp�ter immer noch da.</p><p>Beil�ufig bemerkte Malfurion, dass sich eine Reihe von Leuten um etwas auf dem Marktplatz versammelt hatten, aber sein Wunsch, Tyrande zu sehen, lie� ihn das dortige Geschehen ignorieren. Er hoffte, er w�rde sie schnell finden und nicht eine Akolythin nach der anderen fragen m�ssen. Obwohl die Dienerinnen der Elune nichts dagegen hatten, wenn Freunde und Verwandte eine ihrer Schwestern besuchen wollten, war Malfurion heute aus irgendeinem Grund nerv�ser als sonst. Und diese Nervosit�t hatte wenig mit seinen Sorgen um Zin-Azshari zu tun, viel mehr mit dem seltsamen Unbehagen, das er nun f�hlte, wann immer er sich in der N�he seiner Freundin aus Kindertagen aufhielt.</p><p>Als er den Tempel betrat, beobachteten ihn zwei Wachen. Anstelle von Roben trugen sie Kilts und leuchtende, silberne Brustpanzer, in deren Zentrum ein Halbmond-Muster prangte. Wie alle Diener der Elune waren sie Frauen und gut trainiert in den K�nsten der Verteidigung und der Schlacht. Tyrande selbst konnte geschickter mit dem Bogen umgehen als Malfurion oder Illidan. Die friedlichen Lehren von Mutter Mond verboten nicht, dass ihre treuesten Kinder lernten, sich zur Wehr zu setzen.</p><p>�K�nnen wir dir helfen, Bruder?�, fragte die rechts stehende Frau h�flich. Sie und ihre Kameradin standen in Habachtstellung, und ihre Speere waren bereit, sich sofort auf ihn zu richten, sollten die W�chterinnen dies f�r notwendig erachten.</p><p>�Ich komme, um die Novizin Tyrande zu besuchen. Sie und ich sind gute Freunde. Mein Name ist ��</p><p>�Malfurion Stormrage�, fiel die zweite Frau, die in etwa in seinem Alter war, ihm ins Wort. Sie l�chelte. �Tyrande teilt ihre Novizenkammer mit mir und zwei anderen Frauen. Ich habe euch beide gelegentlich zusammen gesehen.�</p><p>�Ist es m�glich, mit ihr zu sprechen?�</p><p>�Wenn sie ihre Meditationen beendet hat, sollte sie um diese Stunde Zeit haben. Ich werde jemanden fragen. Du kannst in der Kammer des Mondes warten.�</p><p>Die Kammer des Mondes war der offizielle Name f�r das dachlose Zentrum des Tempels, in dem viele der gro�en Rituale abgehalten wurden. Wenn der Bezirk nicht von der Hohepriesterin benutzt wurde, ermutigte der Tempel jeden dazu, diesen friedlichen Ort zu genie�en.</p><p>Malfurion f�hlte die Ber�hrung von Mutter Mond, sobald er den rechteckigen Raum betrat. Ein Garten mit nachtbl�henden Pflanzen umgrenzte den Bereich, und im Zentrum erhob sich ein kleines Podium, das die Hohepriesterin f�r ihre Ansprachen benutzte. Auf dem Steinpfad, der zu dem Podest f�hrte, stellte ein Mosaik die j�hrlichen Zyklen des Mondes dar. Malfurion hatte bei seinen fr�heren Besuchen an diesem Ort bemerkt, dass es egal war, wo am Himmel der Mond gerade schwebte, stets wurde die Kammer durch sein weiches Licht vollst�ndig erhellt.</p><p>Er schritt auf das Zentrum zu und setzte sich auf eine der Steinb�nke, die von den Dienerinnen und Gl�ubigen benutzt wurden. Obwohl ihn die Umgebung sehr beruhigte, musste Malfurion doch schnell erkennen, dass er zunehmend ungeduldig wurde, w�hrend er auf Tyrande wartete. Au�erdem machte er sich Sorgen, sein unangek�ndigtes Erscheinen k�nnte ihr missfallen. Bisher hatten sie sich immer nur getroffen, wenn sie sich vorher verabredet hatten. Dies war das erste Mal, dass er so dreist war, ohne Vorwarnung in ihre Welt einzutreten.</p><p>�Malfurion ��</p><p>F�r einen Moment verschwanden all seine Sorgen, als er aufblickte und Tyrande ins Mondlicht treten sah. Ihr silbernes Gewand nahm ein mystisches Leuchten an, und in Malfurions Augen h�tte selbst Mutter Mond nicht herrlicher aussehen k�nnen. Tyrandes Haar hing lose herab. Es lag um ihr bezauberndes Gesicht und endete gerade �ber dem Dekollet�. Das Licht der Nacht betonte ihre Augen, und als die Novizin l�chelte, war es, als beleuchte sie selbst die Kammer des Mondes.</p><p>Tyrande kam auf ihn zu, und Malfurion erhob sich von der Bank, um ihr entgegen zu gehen. Er war sich sicher, dass seine Wangen sich verdunkelten, doch er konnte nichts tun, au�er zu hoffen, dass Tyrande es nicht bemerkte.</p><p>�Ist alles in Ordnung mit dir?�, fragte die Novizin in pl�tzlicher Sorge. �Ist etwas geschehen?�</p><p>�Es geht mir gut. Ich hoffe, ich habe dich nicht gest�rt.�</p><p>Ihr L�cheln kehrte zur�ck, sch�ner denn je. �Du k�nntest mich niemals st�ren, Malfurion. Ich bin sogar sehr froh, dass du gekommen bist. Ich wollte dich auch sehen.�</p><p>Wenn sie seine dunkel gewordenen Wangen zuvor noch nicht bemerkt hatte, so tat sie es gewiss jetzt. Dennoch dr�ngte Malfurion weiter: �Tyrande, k�nnen wir drau�en spazieren gehen?�</p><p>�Wenn dir das lieber ist, nat�rlich.�</p><p>Als sie die Kammer verlie�en, begann er zu sprechen. �Du wei�t, dass ich diese immer wiederkehrenden Tr�ume habe ��</p><p>�Ich erinnere mich.�</p><p>�Ich habe mit Cenarius dar�ber gesprochen, nachdem du mit Illidan gegangen warst, und wir haben zu ergr�nden versucht, warum sie sich st�ndig wiederholen.�</p><p>In ihrer Stimme klang Sorge auf. �Und habt ihr etwas herausfinden k�nnen?�</p><p>Malfurion nickte, doch er hielt seine Zunge im Zaum, w�hrend sie an den beiden Wachtposten vorbei gingen und den Tempel verlie�en. Erst als sie die �u�eren Stufen hinabstiegen, fuhr er fort.</p><p>�Ich habe Fortschritte gemacht, Tyrande. Gr��ere Fortschritte, als du oder Illidan erkennen konntet. Cenarius hat mir einen Weg in die reine Welt des Geistes gezeigt � den Gr�nen Traum nannte er sie. Aber es war mehr als das. Durch diese Erfahrung � durch diese Erfahrung war ich in der Lage, die wirkliche Welt auf eine Weise zu sehen, wie ich sie nie zuvor geschaut hatte ��</p><p>Tyrandes Blick glitt zu der kleinen Menge, die sich in der Mitte des Marktplatzes versammelt hatte. �Und was hast du gesehen?�</p><p>Er fasste Tyrande an den Schultern und wandte ihr Gesicht dem seinen zu. Sie musste genau verstehen, was er entdeckt hatte. �Ich sah Zin-Azshari � und die Quelle.�</p><p>Ohne ein einziges Detail auszulassen, beschrieb Malfurion die Szene und die verst�renden Empfindungen, die ihn bewegt hatten. Er erz�hlte, wie er versucht hatte herauszufinden, was dort vor sich ging � und wie sein Traum-Ich abgewehrt worden war, als es versuchte hatte, den Turm zu betreten.</p><p>Tyrande blickte ihn wortlos an und war offensichtlich wie bet�ubt angesichts dieser beunruhigenden Entdeckungen. Als sie ihre Stimme wiederfand, fragte sie: �Die K�nigin? Azshara? Bist du dir da ganz sicher?�</p><p>�Nicht vollkommen. Ich habe nicht viel von dem wahrnehmen k�nnen, was im Innern des Turmes geschah. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Wahnsinn ohne ihr Wissen geschieht. Es stimmt, Lord Xavius hat gro�en Einfluss auf sie, aber selbst Azshara w�rde bei einem solch gewaltigen Zauber nicht tatenlos zusehen, wenn sie ihn nicht unterst�tzte. Ich muss annehmen, dass sie die Risiken kennt, die die Magier eingehen � Allerdings glaube ich nicht, dass irgendeiner von ihnen sich wirklich bewusst ist, wie gro� diese Risiken sind! Die Quelle � wenn du gef�hlt h�ttest, was ich gef�hlt habe, als ich den Gr�nen Traum beschritt, Tyrande, du h�ttest ebenso starke Besorgnis empfunden wie ich.�</p><p>Sie legte eine Hand auf seinen Arm und versuchte, ihn zu beruhigen. �Ich zweifle nicht an dir, Malfurion, aber wir m�ssen mehr erfahren. Wenn du behauptest, Azshara bringe ihre Untertanen in Gefahr � musst du mit gr��ter Vorsicht handeln.�</p><p>�Ich hatte mir �berlegt, Lord Ravencrest in dieser Angelegenheit anzusprechen. Er hat Einfluss bei ihr.�</p><p>�Das k�nnte klug sein �� Wieder wanderte ihr Blick zur Mitte des Marktplatzes.</p><p>Fast h�tte Malfurion etwas gesagt, doch stattdessen folgte er ihren Augen und fragte sich, was ihre Aufmerksamkeit st�ndig von seinen Enth�llungen ablenken mochte. Die meisten der dort versammelten Nachtelfen waren inzwischen weitergegangen, und endlich sah er das, was er zuvor nicht beachtet hatte.</p><p>Ein bewachter K�fig � und darin eine Kreatur, die nicht im Entferntesten aussah wie ein Nachtelf.</p><p>�Was ist das?�, fragte er mit gerunzelter Stirn.</p><p>�Dar�ber wollte ich mit <emphasis>dir</emphasis> sprechen, Malfurion. Sein Name ist Broxigar � und er ist anders als jedes Gesch�pf, das ich jemals sah oder von dem ich auch nur h�rte. Ich wei�, deine Geschichte ist wichtig, aber ich m�chte, dass du ihn jetzt kennen lernst. Tu mir den Gefallen.�</p><p>Als Tyrande ihn zu dem Wesen f�hrte, bemerkte Malfurion, dass die Soldaten aufmerksam wurden. Sie starrten seine Freundin einen Augenblick lang an, dann beugten alle zu seiner �berraschung die Knie, um ihr zu huldigen.</p><p>�Wir hei�en Euch wieder willkommen, Schwester�, erkl�rte einer von ihnen. �Ihr ehrt uns mit Eurer Gegenwart.�</p><p>Tyrande war dieser Respekt offensichtlich peinlich. �Bitte! Bitte erhebt euch!�, dr�ngte sie die M�nner mit einem nerv�sen L�cheln. Nachdem die Soldaten gehorcht hatten, fragte sie: �Was f�r Neuigkeiten habt ihr �ber ihn?�</p><p>�Lord Ravencrest hat sich der Sache angenommen�, antwortete ein anderer Wachmann. �Er ist gerade ausgeritten und inspiziert den Ort, an dem die Kreatur gefangen wurde. Er sucht nach weiteren Spuren. Er bef�rchtet eine Invasion dieser � Dinger. Und wenn er zur�ckkehrt, so hei�t es, will er den Gefangenen pers�nlich verh�ren. Also kommt die Kreatur wahrscheinlich bis morgen in die Zellen von Black Rook Hold.�</p><p>Black Rook Hold war der ummauerte Landsitz von Lord Ravencrest, eine regelrechte Festung.</p><p>Dass der Soldat all diese Information so freim�tig preisgab, �berraschte Malfurion, bis er erkannte, welche Ehrfurcht der Mann Tyrande entgegenbrachte. Sicher, sie war eine Dienerin der Elune, aber irgendetwas musste geschehen sein, dass sie einen solchen Eindruck bei den Wachen hinterlie�.</p><p>Tyrande wirkte beunruhigt �ber die neuen Nachrichten. �Dieses Verh�r � was werden sie tun?�</p><p>Der W�chter konnte ihr nicht l�nger in die Augen blicken. �Was immer Lord Ravencrest f�r n�tig h�lt, Schwester.�</p><p>Die Priesterin bohrte nicht weiter. Ihre Hand, die leicht auf Malfurions Arm gelegen hatte, dr�ckte diesen einen Moment lang sehr fest.</p><p>�D�rfen wir mit ihm sprechen?�</p><p>�Nur f�r einen Augenblick, Schwester. Und ich muss Euch bitten, so zu sprechen, dass wir Euch h�ren k�nnen. Ihr versteht.�</p><p>�Ich verstehe.� Tyrande f�hrte Malfurion zum K�fig, vor dem sie beide niederknieten.</p><p>Malfurion unterdr�ckte ein Aufkeuchen. Aus n�chster N�he versetzte die grobschl�chtige Gestalt ihn in noch gr��eres Erstaunen. Cenarius hatte ihm von vielen seltsamen und ungew�hnlichen Wesen erz�hlt, doch niemals hatte er ein solches erw�hnt.</p><p>�Schamanin ��, murmelte es � <emphasis>er</emphasis> � mit einer tiefen, rumpelnden und <emphasis>schmerzerf�llten</emphasis> Stimme.</p><p>Tyrande beugte sich n�her zu ihm hin und machte sich offensichtliche Sorgen. �Broxigar � bist du krank?�</p><p>�Nein, Schamanin � es sind nur � Erinnerungen.� Er gab keine weitere Erkl�rung ab.</p><p>�Broxigar, ich habe einen Freund mitgebracht, den ich dir gerne vorstellen m�chte. Sein Name ist Malfurion.�</p><p>�Wenn er Euer Freund ist, Schamanin, f�hle ich mich geehrt.�</p><p>Malfurion rutschte etwas n�her heran und zwang ein L�cheln auf seine Lippen. �Hallo, Broxigar.�</p><p>�Broxigar ist ein Orc, Malfurion.�</p><p>Der junge Nachtelf nickte. �Ich habe noch nie zuvor von einem Orc geh�rt.�</p><p>Die in Ketten geschlagene Gestalt grunzte. �Aber ich kenne die Nachtelfen. Ihr habt an unserer Seite gegen die Legion gek�mpft � doch wie es scheint, erl�schen die B�ndnisse mit dem Krieg.�</p><p>Seine Worte ergaben keinen Sinn, doch sie erweckten in Malfurion eine neue Furcht. �Wie � wie bist du hierher gekommen, Broxigar?�</p><p>�Die Schamanin darf mich Broxigar nennen. F�r dich � bin ich Brox.� Er atmete tief aus, dann blickte er Tyrande in die Augen. �Schamanin � letztes Mal habt Ihr mir Fragen gestellt, und ich wollte nicht antworten. Doch ich schulde Euch etwas. Nun erz�hle ich Euch, was ich denen da �� Brox blickte ver�chtlich in Richtung der Soldaten. �� und ihren Herren bereits erz�hlt habe. Aber auch Ihr werdet mir nicht mehr Glauben schenken, als sie es getan haben ��</p><p>Die Geschichte des Orcs begann phantastisch, und sie wurde mit jedem Atemzug phantastischer. Offensichtlich achtete er darauf, nichts �ber sein Volk und dessen Heimat zu verraten. Er sprach nur davon, dass er auf Befehl seines Kriegsh�uptlings zusammen mit einem anderen Orc in die Berge aufgebrochen war, um ein beunruhigendes Ger�cht zu untersuchen. Dort hatten sie etwas gefunden, das der Orc als ein <emphasis>Loch in der Welt</emphasis> beschrieb � ein Loch, das alle Dinge verschlang, w�hrend es sich unerbittlich ausweitete.</p><p>Es hatte Brox verschlungen � und seinen Gef�hrten in St�cke gerissen.</p><p>Und je l�nger Malfurion zuh�rte, desto st�rker wurde sein eigenes Gef�hl der Angst. Jede Enth�llung des Orcs f�tterte diese Angst mit neuer Nahrung, und mehr als einmal musste der Nachtelf an die Quelle der Ewigkeit denken und an die Macht, die ihr von den Hochgeborenen entzogen wurde. Mit Sicherheit konnte die Magie der Quelle einen solch schrecklichen Strudel erschaffen �</p><p><emphasis>Aber es kann nicht sein!</emphasis>, versuchte Malfurion seinen eigenen Geist zu �berzeugen. <emphasis>Das kann doch nichts mit Zin-Azshari zu tun haben. Die Hochgeborenen sind nicht so wahnsinnig</emphasis>.</p><p>Oder etwa <emphasis>doch</emphasis>?</p><p>Je l�nger Brox fortfuhr, je mehr er von dem Strudel erz�hlte und von den Dingen, die er gesehen und geh�rt hatte, als er durch das Ph�nomen st�rzte, desto schwerer fiel es Malfurion, die M�glichkeit zu leugnen, dass es hier <emphasis>irgendeine</emphasis> Verbindung gab. Schlimmer noch, ohne zu wissen, wie sehr er den Nachtelf damit traf, spiegelte der Gesichtsausdruck des Orcs genau jene Empfindungen wider, die Malfurion gesp�rt hatte, als sein astrales Ich �ber dem Palast und der Quelle geschwebt hatte.</p><p>�Eine Falschheit�, sagte der Orc. �Ein Ding, das nicht sein sollte�, f�gte er an einem anderen Punkt hinzu. Diese und andere Beschreibungen trafen Malfurion wie geschliffene Dolche �</p><p>Er merkte nicht einmal, als Brox mit seiner Geschichte fertig war, denn sein Geist f�hlte sich von der Wahrheit all dieser Dinge mitgerissen. Tyrande musste seinen Arm dr�cken, um seine Aufmerksamkeit wiederzugewinnen.</p><p>�Bist du in Ordnung, Malfurion? Du siehst aus, als w�rdest du frieren ��</p><p>�Ich � ich � ich bin in Ordnung.� An Brox gewandt, fragte er: �Du hast diese � diese Geschichte � Lord Ravencrest erz�hlt?�</p><p>Der Orc blickte unsicher, doch eine der Wachen antwortete: �Jawohl, genau das hier hat er erz�hlt, Wort f�r Wort!� Der Soldat gab ein rau bellendes Lachen von sich. �Und Lord Ravencrest glaubte ihm genauso wenig wie Ihr jetzt! Aber morgen bringt er das Ding schon dazu, die Wahrheit zu sagen � und wenn es Freunde in der N�he hat, dann sollten die es sich zweimal �berlegen, bevor sie uns angreifen, was?�</p><p>Also vermutete Ravencrest lediglich eine Invasion von Orcs. Malfurion f�hlte sich entt�uscht. Er bezweifelte, dass der Elfenkommandant die m�gliche Verbindung zwischen seiner eigenen Vision und Brox� Geschichte erkennen w�rde. Und je mehr er dar�ber nachdachte, desto mehr bezweifelte der junge Nachtelf, dass Ravencrest seinen eigenen Worten Glauben schenken w�rde. Hier war Malfurion, der dem Edelmann erz�hlen wollte, dass ihre geliebte K�nigin an tollk�hnem Zauberwerk beteiligt war, welches eine gro�e Katastrophe �ber ihr Volk zu bringen drohte. Malfurion konnte es selbst kaum glauben.</p><p>Wenn er nur mehr Beweise besessen h�tte.</p><p>Der Soldat begann nerv�s, von einem Fu� auf den anderen zu treten. �Schwester � ich f�rchte, ich muss Euch und Euren Gef�hrten jetzt bitten zu gehen. Unser Hauptmann kommt bald, und ich h�tte Euch wirklich nicht ��</p><p>�Es ist schon in Ordnung. Ich verstehe.�</p><p>Als sie gerade aufstehen wollten, r�ckte Brox n�her an die Vorderseite des K�figs heran und streckte eine Hand nach Tyrande aus. �Schamanin � ein letzter Segen. Wenn Ihr ihn geben k�nnt.�</p><p>�Nat�rlich ��</p><p>W�hrend sie wieder niederkniete, dachte Malfurion verzweifelt dar�ber nach, was er tun sollte. Eigentlich h�tte er seinen Verdacht Lord Ravencrest mitteilen m�ssen, aber er wusste, dass das vergeblich sein w�rde.</p><p>Wenn er sich nur mit Cenarius besprechen k�nnte, doch bis dahin k�nnte der Orc �</p><p>Cenarius!</p><p>Malfurion blickte auf Tyrande und Brox, und eine schicksalhafte Entscheidung formte sich in seinem Geist.</p><p>Tyrande verabschiedete sich von Brox und erhob sich wieder. Malfurion nahm sie am Arm, und die beiden jungen Leute dankten den Soldaten f�r die Zeit, die sie ihnen gew�hrt hatten. Auf dem Gesicht der jungen Priesterin stand Besorgnis zu lesen, als sie gingen, aber Malfurion sagte nichts. Seine eigenen Gedanken wirbelten noch in seinem Kopf.</p><p>�Es muss doch etwas geben, das man tun kann�, fl�sterte sie schlie�lich.</p><p>�Was meinst du damit?�</p><p>�Morgen bringen sie ihn nach Black Rook Hold. Und dann werden sie ihn �� Tyrande stockte. �Ich habe allen Respekt vor Lord Ravencrest, aber ��</p><p>Malfurion nickte nur.</p><p>�Ich habe mit Mutter Dejahna gesprochen, der Hohepriesterin, aber sie sagt, dass wir nichts tun k�nnen, au�er f�r seine Seele zu beten. Sie lobte mich f�r mein Mitgef�hl, doch sie meinte, ich solle den Dingen ihren Lauf lassen.�</p><p>�Den Dingen ihren Lauf lassen�, murmelte Malfurion und starrte ins Leere. Er knirschte mit den Z�hnen. Er musste jetzt handeln. Es gab kein Zur�ck mehr, nicht, wenn seine Bef�rchtungen auch nur ansatzweise zutrafen. �Hier � rechts�, sagte er pl�tzlich und zog Tyrande in eine Seitenstra�e. �Wir m�ssen mit Illidan sprechen.�</p><p>�Illidan? Aber warum?�</p><p>Malfurion atmete tief ein, dachte an den Orc und an die Quelle und sagte: �Weil wir den Dingen ihren Lauf lassen werden � aber unter unserer Regie.�</p><empty-line/><p>Xavius stand vor der feurigen Kugel und starrte mit gespannter Aufmerksamkeit in das klaffende Loch. Tief in dessen Inneren starrten die Augen seines Gottes zur�ck, und seine Stimme sprach zu ihm.</p><p><emphasis>Ich habe deine Bitten geh�rt</emphasis>, sagte er zu dem Berater. <emphasis>Und ich kenne deine Tr�ume � eine Welt, die von allem Unreinen, von aller Unvollkommenen gereinigt ist. Ich will dir diesen Wunsch erf�llen, dir, Erster meiner Getreuen</emphasis> �</p><p>Ohne seinen Blick von der Sph�re abzuwenden, kniete Xavius nieder. Die anderen Hochgeborenen fuhren mit ihrem Zauberwerk fort und versuchten, das auszubauen, was sie bereits geschaffen hatten.</p><p>�So werdet Ihr zu uns kommen?�, fragte der Nachtelf, und in seinen magischen Augen blitzte Erwartung auf. �Ihr werdet in unsere Welt kommen und sie s�ubern?�</p><p>Noch ist der Weg nicht offen � er muss gest�rkt werden � damit er in der Lage ist, mein glanzvolles Erscheinen zu tragen �</p><p>Der Berater nickte. Er verstand. Eine so gro�artige, so herrliche Kraft wie der Gott war viel zu m�chtig f�r das kl�gliche Portal der Nachtelfen. Die blo�e Pr�senz des Gottes w�rde es zerrei�en. Das Tor musste vergr��ert werden, gest�rkt und befestigt.</p><p>Warum die angebliche Gottheit diese Aufgabe nicht selbst bewerkstelligen konnte, war eine Frage, die Xavius nicht stellte. Er war zu sehr versunken in das Wunder seines neuen Herrn.</p><p>�Was k�nnen wir tun?�, fragte er. So sehr sie sich auch anstrengten, die Zauberer der Hochgeborenen waren offenkundig an den Grenzen ihres Wissens und ihrer F�higkeiten angelangt � auch Xavius.</p><p>Ich sende euch einen meiner geringeren Diener, um euch anzuleiten � Er kann in eure Welt hin�ber gehen � mit M�he � Doch ihr m�sst ihm sein Kommen vorbereiten �</p><p>Der Nachtelfen-Lord sprang sofort auf und befahl seinen Untergebenen: �Keiner darf in seinen Anstrengungen nachlassen! Der Gott segnet uns mit dem Erscheinen eines seiner Auserw�hlten!�</p><p>Die Hochgeborenen verst�rkten ihre Bem�hungen, und die Kammer knisterte unter den rohen, f�rchterlichen Energien, die geradewegs aus der Quelle str�mten. Drau�en br�llte der Himmel w�tend, und jeder, der in diesem Moment auf den gro�en, schwarzen See, der sich in seinen Schmerzen w�lzte, geschaut h�tte, h�tte seine Augen in Furcht abgewandt.</p><p>Die Feuerkugel innerhalb des Musters schwoll an, die L�cke in ihrem Zentrum dehnte sich aus wie ein klaffender, breiter Mund. Etwas, das klang wie Millionen Stimmen, die alle gleichzeitig heulten, erf�llte die Kammer. Musik in Xavius� Ohren.</p><p>Aber dann wankte einer der Hochgeborenen unter der Anstrengung und drohte zu st�rzen. Xavius f�rchtete das Schlimmste und dr�ngte sich in den Kreis, f�gte dem magischen Kraftakt seine eigene St�rke hinzu. Er w�rde seinen Gott nicht entt�uschen! Er w�rde sich seiner w�rdig erweisen!</p><p>Doch zun�chst sah es aus, als m�ssten er und die anderen doch versagen. Energien tobten in dem Portal, aber es wuchs nicht. Xavius konzentrierte all seine Kraft und alle Entschlossenheit auf das Tor. Schlie�lich zwang er die L�cke weiter auseinander.</p><p>Und dann � wurden die versammelten Hochgeborenen durch ein wundersames, blendendes Licht <emphasis>zur�ck</emphasis> getrieben. Dennoch gelang es ihnen irgendwie, ihr Werk aufrechtzuerhalten.</p><p>In der Tiefe der Pforte formte sich eine seltsam anmutende Gestalt. Zun�chst schien sie nur wenige Zoll gro� zu sein, doch sie kam rasch auf sie zu und wuchs � und wuchs � und <emphasis>wuchs</emphasis>  �</p><p>Der Belastungen forderten von weiteren Zauberern Tribut. Zwei der M�nner brachen zusammen. Einer von ihnen atmete kaum noch. Die anderen Magier wankten, doch wieder gelang es ihnen, unter Xavius� manischer Mitwirkung die Macht �ber das Portal zur�ckzugewinnen.</p><p>Pl�tzlich erzitterten die Nachtelfen unter dem schaurigen Heulen von Hunden. Und nur der Berater mit seinen magischen Augen sah, was als Erstes aus dem Tor heraustrat.</p><p>Die Kreaturen besa�en die Gr��e von Pferden, und auf ihren K�pfen bogen sich niedrig sitzende H�rner nach unten und nach vorne. Ihre schuppige Haut hatte eine t�dlich rote Farbe, die durch Sprenkel von Schwarz betont wurde, und auf dem R�cken schaukelte ein Kamm wildzotteligen, braunen Fells. Es waren hagere, aber muskul�se Raubtiere, und jede ihrer dreizehigen Pranken endete in scharfen Krallen, mehr als einen halben Fu� lang. Die Hinterbeine der Kreaturen waren etwas k�rzer als die vorderen Gliedma�en, aber Xavius zweifelte nicht im Geringsten an der Schnelligkeit und Beh�ndigkeit dieser Bestien. Selbst die Kleinsten ihrer Bewegungen verrieten J�ger, die �beraus geschickt darin waren, ihre Beute zu fangen.</p><p>Oben auf dem R�cken der Monster ragten zwei lange, peitschen�hnliche Tentakel hervor, die in kleinen, gierigen Saug-M�ulern endeten. Die Fangarme wiegten sich vor und zur�ck, und es war, als gelte ihre ganze Aufmerksamkeit den versammelten Zauberern.</p><p>Die K�pfe der Kreaturen erinnerten an eine absonderliche Mischung aus Wolf und Reptil. Aus langen, wilden Schnauzen ragten Dutzende scharfer Z�hne hervor. Die Augen waren schmal und vollkommen wei�, doch von einer t�ckischen Schl�ue erf�llt, die mehr als reinen Tiergeist vermuten lie�.</p><p>Dann trat hinter ihnen die riesige Gestalt ihres Herrn aus dem Portal.</p><p>Er trug eine R�stung aus geschmolzenem Stahl, und in seiner gewaltigen Hand hielt er eine Peitsche, um die herum Blitze aufzuckten, wann immer sie sich bewegte. Seine Brust und die Schultern, die so viel breiter waren als der Rest des Oberk�rpers, lie�en selbst den m�chtigsten Krieger im Vergleich zu ihm winzig erscheinen. Wo immer die R�stung seine Gestalt nicht verbarg, z�ngelten Flammen von seiner schuppigen, <emphasis>unirdischen</emphasis> Haut auf.</p><p>Ein flammendes Antlitz blickte auf die Nachtelfen herab. Es erinnerte am ehesten an einen d�steren Sch�del mit gewaltigen, geschwungenen H�rnern. Trotzdem erkannten die Hochgeborenen in ihm den himmlischen Bote, der gesandt worden war, um ihnen bei ihrem Traum von einem perfekten Paradies zur Seite zu stehen.</p><p>�Wissset, dasss ich der Diener euresss Gottesss bin ��, zischte er, und die Flammen, die seine Augen waren, loderten hei� auf, w�hrend er sprach. �Ich bin gekommen, um euch zzzu helfen, den Weg f�r ssseine Heerscharen und sssein <emphasis>glanzzzvollesss</emphasis> Ssselbssst zzzu �ffnen!�</p><p>Eine der Bestien heulte auf, aber ein Schnappen der Peitsche lie� helle Blitze �ber ihren R�cken krachen und brachte sie sofort zum Verstummen.</p><p>�Ich bin der Herr der Hunde ��, fuhr die titanische Gestalt fort, deren feuriger Blick nun auf den knienden Xavius gerichtet war. �Ich bin <emphasis>Hakkar</emphasis> ��</p></section><section><title><p>10</p></title><p>Schlie�lich erwachte Rhonin.</p><p>Er tat es nur widerwillig, denn w�hrend seines gesamten magischen Schlummers war sein Geist mit Tr�umen erf�llt gewesen, von den sich die Meisten um Vereesa und die Zwillinge gedreht hatten. Doch im Unterschied zu den Visionen auf der Schreckensinsel waren dies gl�ckliche Bilder eines Lebens gewesen, das er einst f�r seine Zukunft gehalten hatte.</p><p>Sein Erwachen erinnerte ihn schmerzhaft daran, dass er m�glicherweise nicht lange genug leben w�rde, um seine Familie je wiederzusehen.</p><p>Rhonin �ffnete die Augen und erblickte eine vertraute, wenn auch vielleicht nicht ganz willkommene Gestalt. Krasus beugte sich �ber ihn, und ein Anflug von Sorge zeichnete sich auf seinem Gesicht ab. Das �rgerte den Menschen nur noch mehr, denn seiner Meinung nach war es die Schuld des Drachenmagiers, dass er jetzt hier war.</p><p>Zuerst fragte sich Rhonin, warum sein Sehverm�gen etwas eingeschr�nkt wirkte, aber dann erkannte er, dass er Krasus nicht im Licht der Sonne sah. Ein voller Mond beschien die Lichtung mit einer Intensit�t, die unm�glich nat�rlich sein konnte.</p><p>Mit wachsender Neugier begann er, sich aufzurichten � und musste erkennen, dass sein K�rper dagegen aufbegehrte, v�llig steif war.</p><p>�Langsam, Rhonin. Du hast mehr als einen Tag geschlafen.</p><p>Dein K�rper braucht ein oder zwei Minuten, um sich deinem Geist beim Erwachen anzuschlie�en.�</p><p>�Wo � sind wir?� Der junge Zauberer blickte sich um. �Ich erinnere mich an diese Lichtung � wir wurden hierher getragen ��</p><p>�Wir sind G�ste des Herrn dieses Ortes. Wir befinden uns nicht in Gefahr, Rhonin, aber ich muss dir sagen, dass wir diese Lichtung nicht verlassen k�nnen.�</p><p>Rhonin setzte sich auf und begutachtete die Umgebung. Er f�hlte eine seltsame Pr�senz, doch nichts, was an ein Gef�ngnis erinnert h�tte. Trotzdem hatte er inzwischen gelernt, sich auf Krasus� Einsch�tzungen einer Lage zu verlassen.</p><p>�Und was w�rde passieren, wenn wir doch versuchten zu gehen?�</p><p>Sein Gef�hrte zeigte auf die Blumen. �Sie w�rden uns aufhalten.�</p><p>�Die <emphasis>Pflanzen</emphasis>?�</p><p>�Vertrau mir, Rhonin. Ich wei�, wovon ich spreche.�</p><p>Einerseits neugierig, was die Blumen gegen ihn unternehmen wollten, entschied sich der Zauberer am Ende doch, kein unn�tiges Risiko einzugehen. Krasus war offenbar der Ansicht, dass keine Gefahr bestand, so lange sie nur blieben, wo sie waren. Doch nun, da sie beide bei Bewusstsein waren, konnten sie vielleicht einen Fluchtplan entwickeln.</p><p>Sein knurrender Magen erinnerte Rhonin daran, dass er einen Tag oder noch l�nger geschlafen hatte, ohne etwas zu sich zu nehmen.</p><p>Bevor er noch ein Wort sagen konnte, reichte ihm Krasus eine Sch�ssel mit Fr�chten und einen Krug Wasser. Der Mensch verschlang die Fr�chte schnell und gierig, und obwohl sie seinen Hunger nicht vollkommen stillten, wurde er zumindest nicht l�nger durch seinen knurrenden Magen gest�rt.</p><p>�Unser Gastgeber hat seit heute Morgen kein neues Essen mehr gebracht. Ich rechne sehr bald mit ihm � vor allem, da er wahrscheinlich wei�, dass du erwacht bist.�</p><p>�Er wei� es?� So etwas h�rte Rhonin gar nicht gern. Der Mann, der sie gefangen hielt, schien mehr Kontrolle auszu�ben, als dem Zauberer lieb war. �Wer ist dieser Kerl?�</p><p>Krasus� Gesicht sah aus, als sei ihm die Antwort aus irgendeinem Grund peinlich. �Er hei�t Cenarius. Sagt dir dieser Name etwas?�</p><p><emphasis>Cenarius</emphasis> � Der Name schien vertraut, doch nur sehr vage. Cenarius. Ein Begriff aus seinen Studien, jedoch nicht direkt mit Magie verbunden. Er musste an Geschichten denken, Mythen, an �</p><p>� einen <emphasis>Waldgott</emphasis>?</p><p>Rhonins Augen verengten sich. �Wir sind die G�ste eines Waldgottes?�</p><p>�Eines Halbgottes, um genau zu sein � und damit immer noch eine Macht, die selbst mein Volk respektiert.�</p><p>�Cenarius ��</p><p>�Ihr sprecht von mir, und hier bin ich!�, kicherte eine Stimme von �berall her. �Ich hei�e Euch willkommen, Zauberer, den man Rhonin nennt!�</p><p>Eine gewaltige, nichtmenschliche Gestalt trat in das Mondlicht. Sie schien halb Elf, halb Hirsch zu sein und �berragte sogar den gro�en, d�nnen Krasus. Rhonin starrte mit offenem Erstaunen auf das Geweih, das b�rtige Gesicht und den seltsamen K�rper.</p><p>�Ihr habt lange geschlafen, junges Wesen, und so bezweifle ich, dass das Essen, das ich Euch fr�her brachte, f�r Euren Hunger gereicht hat.� Er machte eine Geste, die hinter die beiden Zauberer gerichtet war. �Hier ist mehr f�r euch beide.�</p><p>Rhonin blickte �ber seine Schulter. Wo die leere Sch�ssel gestanden hatte, war jetzt eine neue, und sie war bis oben hin mit Fr�chten gef�llt. Au�erdem lag auf einem h�lzernen Teller direkt daneben ein dickes St�ck Fleisch, das, dem Geruch nach zu urteilen, genauso zubereitet war, wie der Magier es am liebsten mochte. Rhonin zweifelte nicht daran, dass auch der Wasserkrug wieder gef�llt war.</p><p>�Ich danke Euch�, begann der menschliche Zauberer und versuchte, sich durch das neben ihm stehende Essen nicht ablenken zu lassen. �Aber ich wollte Euch eigentlich fragen ��</p><p>�Die Zeit f�r Fragen wird kommen. F�r den Augenblick w�re ich nachl�ssig, w�rde ich Euch nicht zun�chst essen lassen.�</p><p>Krasus nahm Rhonin am Arm. Mit einem Kopfnicken schloss sich der Magier seinem fr�heren Mentor an, und beide a�en sich satt. Rhonin z�gerte zuerst, als er zu dem St�ck Fleisch kam. Nicht, dass er es nicht wollte, aber es �berraschte ihn, dass ein Waldbewohner wie Cenarius ein Wesen in seiner Obhut opferte, um zwei Fremde zu speisen.</p><p>Der Halbgott bemerkte seine Neugierde. �Jedes Tier, jedes Wesen dient vielen Zwecken. Sie sind alle Teil der Zyklen des Waldes, und dazu geh�rt die Notwendigkeit zu essen. Ihr seid wie der B�r oder der Wolf, die beide frei in meinem Reich jagen. Nichts wird hier vergeudet. Alles kehrt zur�ck, um das neue Wachstum zu n�hren. Das Reh, von dem Ihr Euch nun n�hrt, wird wiedergeboren werden und wieder sein Leben leben. Und es wird sein Opfer vergessen haben.�</p><p>Rhonin runzelte die Stirn. Er konnte Cenarius� Erkl�rung nicht ganz folgen, doch er hatte das Gef�hl, dass es besser war, ihn nicht zu bitten, sie etwas klarer zu formulieren. Der Halbgott betrachtete ihn und Krasus als Raubtiere und f�tterte sie dementsprechend. Das war alles.</p><p>Als sie zu Ende gegessen hatten, f�hlte sich der Zauberer viel besser. Er wollte gerade die Angelegenheit ihrer Gefangenschaft ansprechen, aber Cenarius ergriff zuerst das Wort.</p><p>�Ihr solltet nicht hier sein, Meister Rhonin.�</p><p>Dann blickte der Herr des Waldes den Drachenmagier an.</p><p>�Und auch Ihr nicht, Meister Krasus.�</p><p>Keiner der beiden M�nner konnte darauf etwas entgegnen.</p><p>Cenarius schritt vor ihnen auf und ab. �Ich habe mit den anderen gesprochen, ausf�hrlich �ber meine beiden G�ste diskutiert. Wir haben versucht zusammenzutragen, was wir wissen � Wir wissen nichts � Aber wir sind uns alle darin einig, dass diese seltsamen Wesen nicht hier sein d�rften. Sie geh�ren nicht an diesen Ort, sie sind hier falsch, doch auf eine Art, die wir erst noch bestimmen m�ssen.�</p><p>�Vielleicht kann ich es erkl�ren�, warf Krasus ein. Rhonin fand, dass er immer noch schwach aussah, doch nicht mehr so sehr wie unmittelbar nach ihrer Ankunft in dieser Zeit.</p><p>�Vielleicht kannst du das�, pflichtete ihm der junge Zauberer bei.</p><p>Der Drachenmagier blickte auf seinen Gef�hrten. Rhonin sah keinen Grund, die Wahrheit zur�ckzuhalten. Cenarius schien das erste Gesch�pf zu sein, auf das sie hier gesto�en waren, das ihnen vielleicht helfen konnte.</p><p>Doch die Geschichte, die Krasus ihrem Gastgeber erz�hlte, war nicht diejenige, die der Mensch erwartet hatte �</p><p>�Wir kommen aus einem Land jenseits des Meeres � weit jenseits, doch das ist unwichtig. Von Bedeutung ist allein der Grund, aus dem wir hierher geraten sind ��</p><p>In Krasus� �berarbeiteter Fassung war es er selbst, nicht Nozdormu, der die Anomalie entdeckt hatte. Der Drachenmagier beschrieb sie auch nicht als ein Loch in der Zeit, aber durchaus als ein Ph�nomen, welches das Gewebe der Realit�t st�rte und m�glicherweise eine immer gr��er werdende Katastrophe erschuf. Er hatte den einzigen anderen Zauberer zu sich gerufen, dem er vertraute � Rhonin �, und zusammen waren sie aufgebrochen.</p><p>�Wir reisten zu einer Kette �der Berge im bitteren Norden unseres Landes, wo ich das Ph�nomen am st�rksten sp�rte. Wir fanden die Anomalie � und die monstr�sen Dinge, die sie ausspie. Die Unnat�rlichkeit dieses Risses in der Wirklichkeit empfanden wir beide sehr stark, doch als wir ihn n�her untersuchen wollten � bewegte er sich und verschlang uns. Wir wurden unserer Heimat entrissen ��</p><p>�Und in das Land der Nachtelfen geschleudert�, vollendete der Halbgott den Satz.</p><p>�Ja�, nickte Krasus. Rhonin f�gte nichts hinzu und hoffte, dass sein Gesichtsausdruck seinen Gef�hrten nicht verriet. Zus�tzlich zu Krasus� Auslassung ihrer wahren Herkunft, hatte sein fr�herer Mentor auch ein anderes Detail unterschlagen, das Cenarius m�glicherweise interessiert h�tte.</p><p>Er hatte mit keinem Wort erw�hnt, dass er ein Drache war.</p><p>Die Waldgottheit trat einen Schritt zur�ck und betrachtete die beiden Gestalten. Rhonin konnte Cenarius� Mimik nicht durchschauen. Glaubte er Krasus� �berarbeitung der Wahrheit, oder hatte er gemerkt, dass sein �Gast� ihm gegen�ber nicht ganz ehrlich war?</p><p>�Ich muss das sofort mit den anderen diskutieren�, meinte Cenarius schlie�lich, und sein Blick schweifte in den Wald, als sei er auf einen sehr fernen Punkt gerichtet. Schlie�lich wandte er seine Augen wieder Rhonin und Krasus zu und erkl�rte: �Ich werde wiederkommen.�</p><p>Bevor sie irgendetwas darauf erwidern konnten, verschmolz der Herr des Waldes bereits mit dem Mondlicht und lie� sie ein weiteres Mal allein.</p><p>�Das war zwecklos�, knurrte Rhonin.</p><p>�Vielleicht. Aber ich w�sste gern, wer diese anderen sind.�</p><p>�Noch mehr Halbg�tter wie er selbst, nehme ich an. Warum hast du ihm nichts erz�hlt von deiner ��</p><p>Der Drachenmagier bedachte ihn mit einem solch scharfen Blick, dass Rhonins Stimme stockte. Krasus sprach anschlie�end sehr leise, als er antwortete. �Ich bin ein Drache ohne Kraft, mein junger Freund, und du hast keine Vorstellung, was das f�r ein Gef�hl ist. Egal, wer Cenarius ist, ich will, dass dies ein Geheimnis bleibt, bis ich selbst wei�, warum sich meine Kr�fte nicht erholen.�</p><p>�Und der � der Rest der Geschichte �?�</p><p>Krasus l�ste seinen Blick von ihm. �Rhonin � ich habe dir gegen�ber erw�hnt, dass wir uns in der Vergangenheit befinden k�nnten.�</p><p>�Davon hast du gesprochen.�</p><p>�Meine Erinnerungen sind � nun, sie sind ebenso angeschlagen wie meine k�rperlichen F�higkeiten. Ich wei� nicht, warum. Doch einer Sache habe ich mich entsinnen k�nnen. Etwas, das ich w�hrend deines Schlafes erfahren habe, hat mich auf die Spur gebracht. Ich wei� jetzt, <emphasis>wann</emphasis> wir hier sind.�</p><p>Ein L�cheln erhellte Rhonins Gesicht, und er sprudelte heraus: �Aber das ist doch gut! Dann haben wir zumindest eine Art von Anker. Jetzt k�nnen wir bestimmen, wen wir am Besten ��</p><p>�Lass mich bitte ausreden.� Krasus� finsteres Gesicht schien Schlimmes zu verhei�en. �Es gibt einen sehr guten Grund daf�r, warum ich unsere Geschichte so stark ab�nderte wie nur m�glich. Ich hatte das Gef�hl, dass Cenarius einen Teil von dem wusste, was vor sich ging, vor allem, so weit es die Anomalie betrifft. Was ich ihm nicht verraten konnte, waren meine Mutma�ungen dar�ber, was auf die Anomalie folgen k�nnte.�</p><p>Je leiser und dunkler die Stimme des Magiers wurde, desto st�rker und k�lter griff die Furcht nach Rhonins Herz. �Was?�</p><p>�Ich f�rchte, wir befinden uns kurz vor dem ersten Erscheinen der <emphasis>Brennenden Legion</emphasis>.�</p><p>Er h�tte Rhonin keine schrecklichere Nachricht er�ffnen k�nnen. Seit der junge Zauberer gegen die d�monische Horde und ihre Verb�ndeten gek�mpft und dabei mehr als einmal fast den Tod gefunden hatte, litt er noch immer unter furchtbaren Alptr�umen. Nur Vereesa kannte das Ausma� dieser Angstzust�nde, und sie musste gegen viele eigene Schreckgespenster k�mpfen.</p><p>Nur ihre wachsende Liebe zueinander und die bevorstehende Ankunft ihrer Kinder hatten ihre Herzen und Seelen heilen k�nnen, doch dies hatte viele Monate gebraucht.</p><p>Und jetzt war Rhonin wieder in seine finstersten Alptr�ume geschleudert worden.</p><p>Er sprang auf und erkl�rte: �Dann m�ssen wir es Cenarius sagen! Wir m�ssen es allen sagen, die wir finden k�nnen! Sie werden ��</p><p>�Sie d�rfen es nicht wissen. Ich f�rchte, es ist bereits zu sp�t, um die Dinge so zu erhalten, wie sie einst waren.� Krasus erhob sich ebenfalls und blickte an seiner langen Nase vorbei hinab auf seinen fr�heren Sch�ler. �Rhonin � so wie die Dinge sich urspr�nglich zugetragen haben, wurde die Legion nach einem schrecklichen, blutigen Krieg besiegt, dem Vorl�ufer jener Ereignisse, die unsere eigenen Zeit heimsuchen sollten.�</p><p>�Ja, nat�rlich, aber ��</p><p>Krasus verga� offensichtlich seine Sorge dar�ber, dass Cenarius sie belauschen k�nnte, und packte Rhonin an den Schultern. Trotz der Schw�che des �lteren Magiers gruben sich seine langen Finger schmerzhaft ins Fleisch des Menschen. �Verstehst du denn immer noch nicht? Rhonin, dadurch, dass wir hierher gekommen sind, dadurch, dass wir einfach hier sind � haben wir vielleicht die Geschichte ver�ndert! Es k�nnte sein, dass unser Erscheinen jetzt daf�r verantwortlich ist, dass die Brennende Legion dieses Mal den ersten Krieg <emphasis>gewinnt</emphasis> � und das w�rde nicht nur den Tod vieler Unschuldiger in dieser Zeit bedeuten, sondern es w�rde auch unsere eigene � <emphasis>ausl�schen</emphasis>.�</p><empty-line/><p>Es hatte Einiges an �berzeugungskraft bedurft, Illidan f�r Malfurions pl�tzlichen und tollk�hnen Plan zu gewinnen, und Malfurion zweifelte nicht daran, dass der entscheidende Faktor nicht seine eigenen Argumente gewesen waren, sondern vielmehr Tyrandes leidenschaftliche Bitte. Unter ihrem Blick war selbst Illidan dahingeschmolzen und hatte sich bereit erkl�rt zu helfen, obwohl er f�r den Gefangenen nicht das Geringste �brig hatte. Malfurion wusste, dass irgendetwas zwischen seinem Bruder und dem Orc vorgefallen war, das auch mit Tyrande zu tun hatte. Die Novizin hatte diese gemeinsame Erfahrung benutzt, um Illidan auf ihre Seite zu bringen.</p><p>Jetzt musste sein Plan nur noch Erfolg haben.</p><p>Die vier Soldaten umstanden wachsam den K�fig, jeder der M�nner auf eine andere Ecke des Kompass konzentriert. Bald w�rde die Sonne aufgehen, und der Marktplatz war bis auf die Soldaten und den Orc leer. Die meisten Nachtelfen schliefen jetzt. Es war die perfekte Zeit, um zuzuschlagen.</p><p>�Ich �bernehme die Soldaten�, schlug Illidan vor und hatte seine linke Hand bereits zur Faust geballt.</p><p>Malfurion hielt das f�r keine gute Idee. Er stellte die F�higkeiten seines Bruders nicht in Zweifel, doch wollte er auch, dass den Wachen, die nur ihre Pflicht taten, kein bleibender Schaden erwuchs. �Nein. Ich sagte, ich w�rde mich um sie k�mmern. Gib mir einen Moment.�</p><p>Er schloss die Augen und entspannte sich, wie Cenarius es ihm beigebracht hatte. Malfurion zog sich aus der Welt zur�ck und sah sie gleichzeitig klarer, sch�rfer. Er wusste genau, was er zu tun hatte.</p><p>Als er sie darum bat, erschienen die notwendigen Elemente der Natur, um ihn bei seinem Vorhaben zu unterst�tzen. Ein k�hler, sanfter Wind streichelte das Gesicht jedes Soldaten mit der Z�rtlichkeit einer Geliebten. Mit dem Wind kamen die beruhigenden Ger�che der Blumen, aus dem Wald um Suramar, und der schmeichelnde Ruf eines nahen Nachtvogels. Diese verlockende Kombination umfing alle vier M�nner und zog sie, ohne dass sie es bemerkten, in eine friedliche, angenehme und sehr tiefe Lethargie, die sie der wachen Welt gegen�ber blind machte.</p><p>Zufrieden, dass die Wachen unter seinen Bann geraten waren, blinzelte Malfurion. Dann fl�sterte er: �Kommt ��</p><p>Illidan z�gerte und folgte erst, als auch Tyrande hinter seinem Bruder auf den offenen Platz trat. Die drei jungen Nachtelfen gingen langsam auf den K�fig und die Soldaten zu. Trotz der Hoffnung, dass sein Zauber halten w�rde, war Malfurion auch darauf gefasst, dass die vier M�nner in ihre Richtung blicken k�nnten. Doch selbst als er und seine Gef�hrten nur noch wenige Yards entfernt waren, schienen die Soldaten nichts von ihrer Anwesenheit zu bemerken.</p><p>�Es hat funktioniert ��, fl�sterte Tyrande staunend.</p><p>Illidan hielt vor dem vordersten Mann an und wedelte mit der Hand vor dessen Augen � nichts passierte. �Ein netter Trick, Bruder, aber wie lange wird er halten?�</p><p>�Ich wei� es nicht. Deshalb m�ssen wir uns beeilen.�</p><p>Tyrande kniete vor dem K�fig und sp�hte hinein. �Ich glaube, Broxigar steht ebenfalls unter deinem Zauber, Malfurion.�</p><p>Und tats�chlich lehnte der riesige Orc zusammengesunken gegen den hinteren Teil seines Gef�ngnisses, und seine stumpfen Augen blickten durch Tyrande hindurch. Er bewegte sich nicht, selbst dann nicht, als sie leise seinen Namen rief.</p><p>Nachdem er einen Augenblick nachgedacht hatte, schlug Malfurion vor: �Ber�hre ihn leicht am Arm und versuche es noch einmal mit seinem Namen. Sorge daf�r, dass er dich sofort sieht, und bedeute ihm, dass er sich still verhalten soll.�</p><p>Illidan f�rchte die Stirn. �Der schreit bestimmt sofort.�</p><p>�Der Zauber wird halten, Illidan, aber du musst bereit sein, deinen Teil beizutragen, wenn die Zeit kommt.�</p><p>�<emphasis>Ich</emphasis> bin nicht derjenige, der uns in Gefahr bringt�, versetzte Malfurions Bruder naser�mpfend.</p><p>�Seid still, ihr beiden �� Tyrande griff in den K�fig und ber�hrte den Orc vorsichtig am Oberarm, w�hrend sie erneut seinen Namen fl�sterte.</p><p>Brox fuhr auf. Seine Augen weiteten sich, und sein Mund �ffnete sich zu etwas, das mit Sicherheit ein ohrenbet�ubender Schrei werden sollte.</p><p>Doch ebenso schnell klappte der Mund wieder zu, und das einzige Ger�usch, das ihm entfuhr, war ein leichtes Grunzen. Der Orc blinzelte mehrmals, als sei er sich nicht sicher, ob er �berhaupt seinen Augen trauen durfte. Dann ber�hrte Tyrande seine Hand, nickte dem Orc zu und blickte wieder in Brox� Augen.</p><p>Malfurion sah sich zu seinem Bruder um und fl�sterte: �Jetzt! Schnell!�</p><p>Illidan griff hinab und murmelte gleichzeitig Worte. Als er die Gitterst�be ergriff, loderten seine H�nde in einem hellen Gelb auf, und der K�fig selbst wurde pl�tzlich von roter Energie erfasst. Ein leichtes Summen war zu h�ren.</p><empty-line/><p>Malfurion schielte mit angehaltenem Atem nerv�s zu den Soldaten hin�ber, aber selbst dieses wundersame Schauspiel blieb von ihnen unbemerkt. Er atmete erleichtert aus und sah zu, wie Illidans Zauber sein Werk verrichtete.</p><p>Die Nachtelfen-Zauberei hatte gewisse Vorteile, und sein Bruder hatte gelernt, sie einzusetzen. Das erstaunliche gelbe Leuchten um seine H�nde griff auf den K�fig �ber und verschlang schnell das rote Gl�hen. Schwei� tropfte von Illidans Stirn, als er seinen Zauber voran trieb, aber er stockte nicht ein einziges Mal.</p><p>Schlie�lich lie� er los und fiel zur�ck. Malfurion fing seinen Bruder auf, bevor dieser gegen einen der Wachleute stolpern konnte. Illidans H�nde leuchteten noch f�r ein paar Sekunden nach. �Du kannst den K�fig jetzt �ffnen, Tyrande ��</p><p>Sie ber�hrte die T�r von Brox� K�fig, die sofort aufschwang.</p><p>�Die Ketten�, erinnerte Malfurion seinen Zwilling.</p><p>�Nat�rlich, Bruder. Das habe ich nicht vergessen.�</p><p>Illidan trat in den K�fig und setzte sich vor den Orc. Er griff nach dessen Fesseln, aber Brox reagierte nicht sofort, und seine Augen wurden gef�hrlich schmal, als er den Nachtelf erblickte. Tyrande musste die H�nde des Orcs nehmen und sie zu ihrem Gef�hrten f�hren.</p><p>Mit weiteren gemurmelten Worten ber�hrte Malfurion eine der Ketten am Schloss. Die Handfesseln schnappten auf wie kleine M�uler, die hungrig darauf warteten, gef�ttert zu werden.</p><p>�Seht ihr, klappt doch alles hervorragend�, meinte Illidan mit einem �beraus selbstzufriedenen L�cheln.</p><p>Der Orc trat langsam heraus. Sein K�rper war durch die Enge des K�figs steif geworden. Er nickte knapp in Illidans Richtung, um seine Dankbarkeit zu bekunden, doch dann suchte sein Blick auch schon Tyrande.</p><p>�Broxigar, h�r mir gut zu. Ich will, dass du mit Malfurion gehst. Er wird dich an einen sicheren Ort f�hren. Dort werde ich dich sp�ter treffen.�</p><p>Dieser Teil des Plans hatte zun�chst einen kleinen Streit zwischen Tyrande und Malfurion entfacht, denn die Novizin hatte den Orc pers�nlich in Sicherheit bringen wollen. Malfurion hatte sie jedoch schlie�lich � mit Illidans mehr als bereitwilliger Unterst�tzung � davon �berzeugen k�nnen, dass es schon genug �rger geben w�rde, wenn man Brox� Flucht entdeckte. Und wenn auch noch Tyrande, die sich vor aller Augen um ihn gek�mmert hatte, fort w�re � nun, die Mondgarde w�rde nicht lange brauchen, um zwei und zwei zusammenzuz�hlen.</p><p>�Sie w�rden den Zusammenhang schnell herstellen�, hatte Malfurion sie eindringlich beschworen. �Du warst die Einzige, die ihm geholfen hat. Darum <emphasis>musst</emphasis> du hier bleiben. Sie werden wahrscheinlich nicht so bald an mich denken, und selbst wenn sie es tun, bezweifle ich, dass sie dir die Schuld geben werden. Du bist eine Dienerin der Elune. Dass du mich kennst, ist kein Verbrechen, das sie dir zur Last legen k�nnen.�</p><p>Obwohl Tyrande nachgegeben hatte, gefiel ihr der Gedanke, dass Malfurion alle Verantwortung auf sich nahm, immer noch nicht. Ja, er war derjenige, der auf diesen tollk�hnen Plan gekommen war, doch sie war es gewesen, die das Ganze eingeleitet hatte, indem sie Malfurion den gefangenen Orc vorstellte.</p><p>Jetzt bat auch die junge Priesterin den Orc, Vertrauen in jemanden zu haben, den er nicht gut kannte. Brox sah Malfurion an. Dann blickte er wieder auf Illidan. �Kommt der auch?� Illidan zog die Brauen zusammen. �Ich habe dir gerade die Haut gerettet, Bestie ��</p><p>�Genug, Illidan! Er ist dankbar!� An Brox gewandt, sagte Tyrande: �Nur Malfurion. Er wird dich an einen Ort bringen, wo dich niemand aufsp�ren kann. Bitte. Du kannst mir vertrauen.�</p><p>Die monstr�se Kreatur nahm Tyrandes Hand in ihre riesigen Pranken und sank vor ihr auf ein Knie. �Ich vertraue Euch, Schamanin.�</p><p>In diesem Moment bemerkte Malfurion, dass einer der Soldaten unruhig zu werden begann.</p><p>�Der Zauber l�sst nach!�, zischte er. �Illidan! Nimm Tyrande und verschwinde! Brox! Komm mit mir!�</p><p>Mit erstaunlicher Flinkheit richtete sich der riesige Orc auf und folgte dem Nachtelf. Malfurion blickte nicht hinter sich und betete, dass sein druidischer Zauber noch ein wenig l�nger Wirkung zeigen w�rde. Um Tyrande und seinen Bruder machte er sich wenig Sorgen. Ihr Ziel war Illidans Quartier, das nur eine kurze Strecke entfernt lag. Niemand w�rde die Beiden verd�chtigen.</p><p>F�r Malfurion und Brox war die Lage jedoch schwieriger. Niemand konnte den Orc f�r etwas anderes halten als das, was er war. Sie mussten so rasch wie m�glich aus der Stadt verschwinden.</p><p>Doch als sie den Marktplatz hinter sich lie�en und in die gewundenen Gassen von Suramar eintauchten, erhob sich das Ger�usch, vor dem Malfurion sich am meisten gef�rchtet hatte.</p><p>Einer der Soldaten war schlie�lich erwacht. Seine Schreie verbanden sich schnell mit denen seiner Kameraden, und nur wenige Sekunden sp�ter erklang das Schmettern eines Horns.</p><p>�Schnell! Dort entlang!�, dr�ngte er den Orc. �Ich habe Reittiere, die auf uns warten!�</p><p>Eigentlich h�tte Malfurion gar nichts sagen m�ssen, denn der Orc bewegte sich trotz seiner massigen Statur mindestens ebenso schnell wie sein Befreier. W�ren sie drau�en in der Wildnis gewesen, h�tte ihn Brox wahrscheinlich sogar �berholt.</p><p>�berall erklang H�rnerschall. Stimmen schrien. Suramar war zum Leben erwacht � viel zu fr�h f�r Malfurions Geschmack.</p><p>Endlich erblickte der Nachtelf die Stra�enecke, die ihr Ziel war. �Hier! Sie warten da um die Ecke!�</p><p>Doch als er in die Seitenstra�e einbog, kam Brox abrupt zum Stehen. Der furchterregende Orc stierte auf die Reittiere, die Malfurion besorgt hatte.</p><p>Die gro�en Panther waren schwarze, kraftvolle Schatten, die knurrten und fauchten, als sie die Ank�mmlinge erblickten. Dann, als Malfurion sich ihnen vorsichtig n�herte, beruhigten sie sich. Er strich den beiden Katzen sanft �ber die Flanken.</p><p>Brox sch�ttelte den Kopf. �Wir sollen <emphasis>darauf</emphasis> reiten?�</p><p>�Nat�rlich! Und jetzt beeil dich!�</p><p>Der Orc z�gerte, doch die Schreie kamen immer n�her. Also nahm Brox die Z�gel, die Malfurion ihm gab, und sah genau zu, als der Nachtelf ihm vormachte, wie man die Tiere bestieg.</p><p>Der ehemalige Gefangene brauchte drei Anl�ufe, um endlich den R�cken der riesigen Katze zu erklimmen, dann eine weitere Minute, um herauszufinden, wie man richtig darauf sa�. Malfurion blickte immer wieder die Gasse hinab und f�rchtete, dass jeden Moment Soldaten auftauchen k�nnten � oder schlimmer noch, die Mondgarde! Er hatte nicht bedacht, dass Brox m�glicherweise nicht wusste, wie man einen Nachts�bel ritt. Was f�r ein anderes Reittier hatte der Orc erwartet?</p><p>Brox r�ckte ein letztes Mal seine Position zurecht und nickte dann z�gerlich. Malfurion atmete tief ein und trieb sein Reittier vorw�rts. Brox folgte ihm, so gut er dies vermochte.</p><p>Innerhalb von wenigen Minuten hatte der Nachtelf seine Zukunft f�r immer ver�ndert. Dieser tollk�hne Akt mochte ihm den Kerker von Black Rook Hold einbringen, aber Malfurion wusste, dass er diese Chance nicht hatte verstreichen lassen d�rfen. Irgendwie gab es eine Verbindung zwischen Brox und dem b�sen Treiben der Hochgeborenen � und ganz gleich, was auch geschehen mochte, Malfurion musste in Erfahrung bringen, worin diese Verbindung bestand.</p><p>Er hatte das entsetzliche Gef�hl, dass das Schicksal von ganz Kalimdor davon abhing.</p><empty-line/><p>Varo�then hegte nicht den Wunsch, sich Lord Xavius zu stellen, aber diese Entscheidung lag nicht in seiner Hand. Sofort, nachdem seine Truppe im Palast eingetroffen war, hatte er den Befehl erhalten, vor dem Berater zu erscheinen, und Befehle von Lord Xavius mussten mit der gleichen Dringlichkeit befolgt werden, als stammten sie von K�nigin Azshara selbst � vielleicht sogar mit noch gr��erer.</p><p>Der Bericht des Hauptmanns w�rde dem Berater nicht gefallen. Wie sollte der Soldat erkl�ren, dass man sie irgendwie in die Irre gef�hrt hatte und dass sie dann von einem <emphasis>Wald</emphasis> angegriffen worden waren? Varo�then hoffte, den verstorbenen und wenig betrauerten Koltharius als S�ndenbock verwenden zu k�nnen, doch er bezweifelte, dass sein Herr eine so j�mmerliche Entschuldigung akzeptieren w�rde. Varo�then hatte den Einsatz geleitet, und sonst w�rde f�r Lord Xavius nichts z�hlen.</p><p>Er brauchte nicht zu fragen, wo der Berater zu finden war, denn wo sonst hatte sich der Meister in letzter Zeit aufgehalten als in der Kammer, in der das Zauberwerk stattfand? Ein Mann wie Hauptmann Varo�then zog Schwerter der Magie vor, und die Kammer war durchaus nicht sein Lieblingsort. Zwar stand auch ihm ein wenig Zauberei zur Verf�gung, doch was Lord Xavius und die K�nigin vorhatten, war zu viel f�r einen einfachen Soldaten wie ihn.</p><p>Die Wachen vor der Kammer nahmen Haltung an, als er sich n�herte, doch obwohl sie ihm den Respekt bezeigten, der ihm geb�hrte, war etwas an ihrer Art anders, irgendwie � beunruhigend.</p><p>Fast so, als w�ssten sie genau, was ihn erwartete, und zwar besser als er selbst.</p><p>Die T�r schwang vor ihm auf. Den Kopf ehrerbietig gesenkt, betrat Hauptmann Varo�then das Allerheiligste der Hochgeborenen � und eine alptraumhafte Bestie baute sich vor ihm auf.</p><p>�Bei Elune!� Instinktiv zog er seine geschwungene Klinge. Die h�llische Kreatur heulte auf, und zwei bedrohliche Tentakel, die aus ihren muskul�sen Schultern wuchsen, tasteten eifrig auf ihn zu. Der Hauptmann bezweifelte, dass er irgendeine Chance gegen solch ein Unget�m hatte, aber er w�rde bis zum letzten Atemzug k�mpfen und � Eine zischende Stimme, die Varo�then bis ins Mark seiner Knochen schaudern lie�, rief etwas in einer unbekannten Sprache, und eine furchterregende Peitsche fuhr auf den buckligen R�cken der Bestie hinab.</p><p>Als die d�monische Kreatur mit einem elenden Winseln kuschte und sich zur�ckzog, blickte Varo�then mit offen stehendem Mund auf ihren Herrn.</p><p>�Sein Name ist Hakkar�, erkl�rte Lord Xavius mit freundlicher, ruhiger Stimme, als er neben den Hauptmann trat. �Die Feibestien befinden sich vollkommen unter seiner Kontrolle. Der Gott hat ihn geschickt, damit er uns hilft, den Weg zu �ffnen ��</p><p>�Der �G-Gott�, Milord?�</p><p>Zu Varo�thens Best�rzung legte der Berater einen Arm auf fast v�terliche Art um die Schulter seines Hauptmanns und f�hrte ihn zu der feurigen Kugel �ber dem Muster. Etwas an der Sph�re sah anders aus, als er es in Erinnerung hatte, und erweckte in dem Nachtelf das schreckliche Gef�hl, dass sie ihn, wenn er nur nahe genug bei ihr stand, mit K�rper und Seele verschlingen w�rde.</p><p>�Alles ist in Ordnung, mein guter Hauptmann. Ihr habt nichts zu bef�rchten ��</p><p>Man wollte ihn f�r das Fiasko mit den Fremden bestrafen. Und wenn dem schon so war, wollte Varo�then wenigstens vorher eine Erkl�rung f�r sein Versagen abgeben, damit er nicht noch mehr an Gesicht verlor. �Milord Xavius, wir haben die Gefangenen verloren! Der Wald selbst hat sich gegen uns gewandt ��</p><p>Aber der Berater l�chelte nur. �Ihr werdet bald Gelegenheit erhalten, Euren Fehler wieder gutzumachen, Hauptmann. Doch zun�chst m�sst Ihr die gro�artige Wahrheit erkennen ��</p><p>�Milord, ich verstehe nicht ��</p><p>Weiter kam er nicht. Seine Augen waren von dem gefangen, was ihn aus der Kugel anblickte.</p><p>�Jetzt versteht Ihr�, sagte Xavius, und seine magischen Augen verengten sich zu einem Ausdruck der Befriedigung.</p><p>Varo�then f�hlte den Gott, f�hlte, wie die wundersame Pr�senz jede Schicht seiner Pers�nlichkeit absch�lte. Der Gott innerhalb der feurigen Sph�re blickte in die tiefsten Tiefen seiner Seele � und freute sich �ber das, was er dort fand.</p><p>Auch du wirst mir ein guter Diener sein �</p><p>Und Varo�then lie� sich auf ein Knie nieder und ehrte ihn.</p><p>�Er wird bald zu uns kommen, Hauptmann�, erkl�rte Lord Xavius, als der Soldat sich erhob. �Doch so gro�artig ist er, dass erst der Weg gest�rkt werden muss, damit er seine �berw�ltigende Pr�senz tragen kann! Er hat diesen edlen W�chter gesandt, um den Pfad f�r andere aus seiner Heerschar zu �ffnen, die ebenfalls unsere Bem�hungen unterst�tzen werden, das Portal zu verst�rken � und damit die Erf�llung all unserer Tr�ume einzuleiten!�</p><p>Varo�then nickte und f�hlte sich gleichzeitig erfreut und besch�mt. �Milord, mein Versagen bei der Gefangennahme dieser Fremden, die ich in der N�he der St�rung fand ��</p><p>Er wurde von der zischenden Stimme Hakkars unterbrochen. �Dein Missserfolg kann korrigiert werden. Man wird sssie fangen � Der Grossse Gott issst sssehr interesssiert an dem, wasss Lord Xaviusss �ber diessse � <emphasis>St�rung</emphasis> � erzzz�hlt hat und m�chte die m�gliche Verbindung der Fremden zzzu ihr ergr�nden.�</p><p>�Aber wie wollt ihr sie finden? Dieser Wald ist das Reich des Halbgottes Cenarius! Ich bin mir sicher, dass er es war, der uns angriff!�</p><p>�Cenarius ist nur ein Waldgott�, erinnerte ihn der Berater. �Hinter uns stehen weit gr��ere M�chte als er.�</p><p>Hakkar wandte sich von den Nachtelfen ab und schnappte mit seiner Peitsche auf einen offenen Bereich vor sich. Als die sehnige Waffe knallte, traf ein gr�nlicher Blitz den Steinboden.</p><p>Der getroffene Bereich begann hell aufzuleuchten. Das gr�ne Lodern wurde schnell gr��er und aus ihm begann etwas zu erwachsen.</p><p>Die beiden Feibestien heulten, und ihre f�rchterlichen Tentakel zuckten zu dem Leuchten hin, doch Hakkar hielt sie zur�ck.</p><p>Eine vierbeinige Gestalt bildetet sich, wurde gr��er, wurde breiter. Sie nahm ein Erscheinungsbild an, das Hauptmann Varo�then bereits vertraut war, und gab ein markersch�tterndes Heulen von sich.</p><p>Der neue Hund sch�ttelte sich einmal, dann schloss er sich den anderen an. W�hrend die Nachtelfen wie hypnotisiert zusahen, wiederholte Hakkar den Zauber mit seiner Peitsche und rief eine vierte monstr�se Bestie, die sich zu ihren Artgenossen stellte.</p><p>Dann lie� er die Peitsche im Kreis wirbeln und schuf ein rundes Muster, das heller und heller aufloderte, bis ein <emphasis>Loch</emphasis> in der Luft vor ihm erschien, ein Loch, so gro� wie seine eigene f�rchterliche Gestalt � und doppelt so breit.</p><p>Hakkar bellte einen Befehl in irgendeiner dunklen Sprache.</p><p>Die h�llischen Feibestien sprangen eine nach der anderen durch das Loch und verschwanden. Als die Letzte der Kreaturen fort war, l�ste sich auch das Loch selbst auf.</p><p>�Sie wisssen, wasss sssie sssuchen m�sssen�, informierte Hakkar seine fassungslosen Gef�hrten. �Und sssie werden finden, wasss sssie sssuchen �� Der feurige Gigant rollte seine Peitsche zusammen, und sein dunkler Blick wandte sich dem Zauberwerk der Nachtelfen zu. �Und jetzzzt beginnen wir damit, unsssere eigene Aufgabe zzzu erf�llen ��</p></section><section><title><p>11</p></title><p>Krasus hatte einen ganzen Tag gebraucht, bis er bemerkte, dass er und Rhonin beobachtet wurden.</p><p>Es hatte noch einen weiteren halben Tag gedauert, um zu dem Schluss zu gelangen, dass der Beobachter nichts mit Cenarius zu tun hatte.</p><p>Wer es war, der die F�higkeit besa�, seine Gegenwart vor dem m�chtigen Halbgott zu verbergen, konnte der Drachenmagier nicht sagen.</p><p>Einer von Cenarius� Gegenst�cken? Nicht sehr wahrscheinlich. Der Herr des Waldes war gewiss zu vertraut mit ihren Schlichen oder den Tricks ihrer Diener.</p><p>Die Nachtelfen? Krasus verwarf auch dies sofort, ebenso die M�glichkeit, dass irgendein anderes sterbliches Volk den Lauscher gesandt haben k�nnte.</p><p>So blieb ihm nur noch eine logische Schussfolgerung � dass derjenige, der Cenarius und seine beiden �G�ste� ausspionierte, ein Mitglied von Krasus� eigenem Volk war.</p><p>Dort, woher er kam, sandten die Drachen Beobachter aus, um jene im Auge zu behalten, in denen sie das Potenzial sp�rten, die Welt zu ver�ndern, sei es nun zum Guten oder zum Schlechten. Menschen, Elfen, Zwerge, Orcs � unter <emphasis>jedem</emphasis> Volk bewegten sich Spione. Die Drachen betrachteten diese Vorgehensweise als ein notwendiges �bel. Wenn man die j�ngeren V�lker sich selbst �berlie�, neigten sie zu Katastrophen. Und auch in dieser Periode der Vergangenheit gab es mit Sicherheit irgendeine Art von Spionen. Krasus zweifelte nicht daran, dass einige von ihnen ein misstrauisches Auge auf Zin-Azshari warfen � aber es war typisch f�r die Seinen, nichts zu unternehmen, bis sie sich absolut sicher waren, dass eine Katastrophe tats�chlich unmittelbar bevorstand.</p><p>In diesem Fall w�rde es dann bereits zu sp�t zum Einschreiten sein.</p><p>Vor Cenarius hatte er seine Geheimnisse wahren k�nnen, aber wenn er es mit einem seiner eigenen Br�der zu tun hatte, selbst einem aus dieser Vergangenheit, dann, so entschied Krasus, musste er ihm preisgeben, was er wusste. Wenn irgendjemand die potenzielle Katastrophe verhindern konnte, die seine und Rhonins Anwesenheit in dieser Zeit vielleicht bereits ausgel�st hatte, dann waren es die Drachen � und auch nur dann, wenn sie bereit waren zuzuh�ren.</p><p>Er wartete ab, bis sein menschlicher Gef�hrte schlief und die Wahrscheinlichkeit, dass Cenarius pl�tzlich zur�ckkehrte, gering war. Stille, unsichtbare Waldgeister k�mmerten sich um die Bed�rfnisse von Krasus und Rhonin. Essen erschien zu bestimmten Zeiten, und die Reste verschwanden, sobald das Paar fertig gespeist hatte. Andere Bed�rfnisse menschlicher Natur wurden in �hnlicher Weise behandelt. So konnte Cenarius seine mysteri�sen Gespr�che mit seinen Gegenst�cken weiterf�hren � die, da es sich um Gottheiten handelte, Tage, Wochen, Monate oder sogar noch l�nger dauern konnten �, ohne sich sorgen zu m�ssen, dass seine G�ste in seiner Abwesenheit verhungerten.</p><p>Egal in welchem Zyklus sich der Mond gerade befand, auf der Lichtung war es stets so hell wie am Tag. Sobald er sicher war, dass Rhonin fest schlief, erhob sich Krasus leise und schritt auf die Barriere der Blumen zu.</p><p>Selbst jetzt, da es Nacht war, richteten sie ihre Bl�tenk�pfe sofort auf ihn. Der Drachenmagier trat so nahe an sie heran, wie er konnte, ohne sie zu aufzuwecken, und sp�hte in den Wald, der hinter ihnen lag. Eindringlich studierte er die dunklen B�ume. Er kannte die Geheimnisse der Tarnung, die seine Art benutzte, besser als jeder andere, besser noch als ein Halbgott. Was auch immer Cenarius m�glicherweise �bersehen hatte, Krasus w�rde es finden.</p><p>Zuerst erschienen ihm die B�ume alle gleich. Er musterte jeden von ihnen der Reihe nach, dann ein weiteres Mal, Baum f�r Baum. Noch immer hatte er nichts entdeckt. Sein K�rper bettelte um Schlaf, doch Krasus weigerte sich, seiner nat�rlichen Schw�che nachzugeben. Wenn er dies einmal tat, so f�rchtete er, w�rde er sich nie wieder davon erholen.</p><p>Pl�tzlich blieb sein Blick an einer hoch aufragenden Eiche mit einem besonders dicken Stamm h�ngen.</p><p>Der m�de Zauberer fasste sie scharf ins Auge und legte einen mentalen Schutz um seine Gedanken. Dann konzentrierte er sich auf den Baum.</p><p>Ich kenne dich � Ich wei�, was du bist, Beobachter �</p><p>Nichts geschah. Keine Antwort. Einen kurzen Moment lang fragte sich Krasus, ob er sich geirrt haben k�nnte, doch Jahrhunderte der Erfahrung widersprachen dem.</p><p>Er unternahm einen weiteren Versuch. <emphasis>Ich kenne dich � Getarnt als Teil des Baumes beobachtest du uns und den Herrn des Waldes. Du fragst dich, wer wir sind, warum wir hier sind</emphasis>.</p><p>Krasus f�hlte, wie sich eine Pr�senz regte, wenn auch nur sehr verhalten. Dem Beobachter war das pl�tzliche Eindringen in seine Gedanken unangenehm, und er war noch nicht bereit, sich zu offenbaren.</p><p>Ich k�nnte dir vieles sagen, das ich vor dem Herrn des Waldes geheim halten musste � doch ich w�rde es vorziehen, wenn ich nicht mit einem Baumstamm sprechen m�sste �</p><p><emphasis>Du bringst uns beide in Gefahr</emphasis>, antwortete schlie�lich ein etwas arrogant klingender Geist. <emphasis>Der Halbgott k�nnte uns seinerseits beobachten</emphasis>.</p><p>Der Drachenmagier verbarg seine Freude �ber die Antwort hinter einer Maske stoischer Gelassenheit. <emphasis>Du wei�t so gut wie ich, dass er nicht hier ist � und vor den Augen jedes anderen Betrachters kannst du uns tarnen</emphasis>.</p><p>Eine kleine Weile lang geschah nichts. Krasus fragte sich, ob er zu weit gegangen war. Dann riss sich pl�tzlich ein Teil des Stammes von dem Baum los und nahm eine humanoide Gestalt aus durchfurchter Rinde an. Als das gro�e Wesen n�her trat, verschwand die Borke und verwandelte sich in lange, flie�ende Gew�nder und ein schmales Gesicht, das durch einen Zauber in undurchdringliche Schatten geh�llt war. Diese Art von Magie war Krasus wohlbekannt, und auf eine seltsame Weise tat es ihm gut, in dieser fernen Zeit auf etwas so Vertrautes zu treffen.</p><p>In Kleidung geh�llt, die die Farbe der B�ume hatte, hielt die praktisch gesichtslose Gestalt an der �u�ersten Grenze der magischen Lichtung inne. Unsichtbare Augen studierten Krasus von Kopf bis Fu�, und obwohl der gefangene Magier in keinem Mienenspiel lesen konnte, war er sicher, dass der andere frustriert war.</p><p>�Wer bist du?�, fragte der Beobachter leise.</p><p>�Man k�nnte sagen, ein verwandter Geist.�</p><p>Darauf reagierte der andere mit einem gewissen Unglauben. �Du hast nicht die geringste Ahnung, wovon du sprichst ��</p><p>�Ich wei� genau, wovon ich spreche�, erwiderte Krasus mit fester Stimme. �Ebenso wei� ich, dass sie, die man Alexstrasza nennt, die K�nigin des Lebens ist. Er, der den Namen Nozdormu tr�gt, ist die Zeit selbst. Ysera ist die von den Tr�umen, und Malygos die inkarnierte Magie ��</p><p>Die Gestalt brauchte einen Augenblick, um die Namen zu verdauen. Dann schien es, als warte sie auf etwas, und als Krasus schwieg, fl�sterte sie: �Du hast jemanden vergessen.�</p><p>Krasus unterdr�ckte ein Keuchen und nickte. �Und Neltharion ist die Erde und der Fels, der W�chter des Landes.�</p><p>�Nur wenige au�erhalb meines Volkes kennen diese Namen, aber ein <emphasis>paar</emphasis> kennen sie. Unter welchem Namen k�nnte ich dich kennen, wenn ich dich f�r einen von meiner Art hielte?�</p><p>�Man kennt mich als � Korialstrasz.�</p><p>Der andere lehnte sich zur�ck. �Dies ist ein Name, den ich kenne, geh�rt er doch einem Gemahl der K�nigin des Lebens � doch hier stimmt etwas nicht. Ich habe seit deiner Gefangennahme alles beobachtet, und du verh�ltst dich nicht wie einer von meiner Art. Cenarius ist m�chtig, sehr m�chtig, aber er sollte dich nicht so einfach gefangen halten k�nnen, nicht den, den man Korialstrasz nennt ��</p><p>�Ich wurde schwer verletzt.� Krasus unterstrich seine Erkl�rung mit einer geringsch�tzigen Handbewegung. �Aber wir haben wenig Zeit! Ich muss Alexstrasza erreichen und ihr sagen, was ich wei�! Kannst du mich zu ihr bringen?�</p><p>�Einfach so? Du besitzt tats�chlich die Arroganz eines Drachens! Warum sollte ich es riskieren, die Wut des Waldgottes auf alle Drachen zu ziehen? Nur weil du mir einreden willst, du seiest selbst ein Drache? Cenarius w�rde erkennen, dass er beobachtet wird, und dementsprechend handeln.�</p><p>�Warum? Nun, weil die m�gliche Bedrohung dieser Welt � unserer Welt � wichtiger ist als die beleidigte W�rde eines Halbgottes.� Der Drachenmagier atmete tief ein und fuhr fort: �Und wenn du es mir erlaubst, werde ich dir enth�llen, was ich meine ��</p><p>�Ich bin mir nicht sicher, ob ich dir vertrauen soll�, sagte der Beobachter und legte seinen Kopf auf die Seite. �Doch bei deinem Zustand glaube ich nicht, dass ich viel von dir zu bef�rchten habe. Wenn du kannst � dann zeige mir, was deine Worte so mit Sorge erf�llt.�</p><p>Krasus sparte sich einen Kommentar, aber er mochte den anderen Drachen immer weniger. �Wenn du bereit bist ��</p><p>�Tu es.�</p><p>Ihre Geister ber�hrten einander � und Krasus enth�llte die Wahrheit.</p><p>Unter der machtvollen Brandung der Bilder wich der andere Drache zur�ck. Der Schattenzauber um seinen Kopf l�ste sich f�r einen Augenblick auf und lie� eine seltsame Mischung aus reptilischen und elfischen Z�gen erkennen, die in einem Ausdruck absoluten Unglaubens gefroren waren.</p><p>Doch die Schatten kehrten so schnell zur�ck, wie sie verschwunden waren, und obwohl ihm das, was er gerade geschaut hatte, offenkundig noch zu schaffen machte, gewann der Beobachter einen Teil seiner Fassung zur�ck. �Das ist unm�glich ��</p><p>�Ich f�rchte, es ist eher wahrscheinlich.�</p><p>�Das sind Hirngespinste, die du selbst erfunden hast!�</p><p>�Ich w�nschte, dem w�re so�, erkl�rte Krasus traurig. �Verstehst du jetzt, warum ich mit der K�nigin sprechen muss?�</p><p>Der andere sch�ttelte den Kopf. �Was du verlangst, ist ��</p><p>Pl�tzlich erstarrten beide Drachen. Sie sp�rten gleichzeitig, wie sich eine �berw�ltigende Macht n�herte.</p><p>Cenarius! Der Halbgott kehrte unerwartet zur�ck!</p><p>Sofort floh der Beobachter von der Lichtung. Krasus, der f�rchtete, seine einzige Chance verloren zu haben, rief ihm nach: �Nein! Du musst mir helfen! Ich muss mit Alexstrasza sprechen!�</p><p>Er streckte seinen Arm in Richtung des Fliehenden aus und griff dabei �ber die Blumen hinweg. Die Bl�ten reagierten, �ffneten sich sofort und bespr�hten ihn mit ihrem magischen Staub.</p><p>Krasus� Welt verschwamm. Er taumelte vorw�rts, st�rzte in ihre Mitte.</p><p>Pl�tzlich fingen ihn starke Arme auf. Er h�rte ein leises, besorgtes Zischen und wusste, dass der andere Drache ihn gepackt hatte.</p><p>�Ich bin ein Narr, dasss ich dasss tue!�, h�rte Krasus ein w�tendes Fl�stern.</p><p>Krasus dankte dem Beobachter still f�r seine Entscheidung. Doch dann �berw�ltigte j�hes Begreifen den zusammenbrechenden Magier. Er versuchte, etwas zu sagen, aber aus seinem Mund kam nur ein unartikuliertes St�hnen.</p><p>Als die Welt um ihn herum schwarz wurde, galten seine letzten Gedanken nicht l�nger der Dankbarkeit gegen�ber dem anderen Drachen, der ihm endlich half � sondern nur noch der entt�uschten Wut auf sein eigenes Versagen. Weil er nicht daf�r hatte sorgen k�nnen, dass der andere auch <emphasis>Rhonin</emphasis> mitnahm.</p><empty-line/><p>Die Panther eilten durch den dichten Wald, und der ungl�ckselige Brox hatte gro�e Schwierigkeiten, nicht den Halt auf seiner Katze zu verlieren. Obwohl er daran gew�hnt war, die riesigen W�lfe zu reiten, die seinem Volk dienten, waren die Bewegungen dieser Gesch�pfe auf eine schwer beschreibbare Weise <emphasis>anders</emphasis>. Sie brachten den Orc in Not, und er klammerte sich verzweifelt an die Z�gel.</p><p>Er konnte vor sich gerade noch Malfurions schattenhafte Gestalt ausmachen, der tief �ber sein eigenes Tier gebeugt ritt und es mal in eine Richtung, mal in eine andere trieb. Brox war froh, dass sein Befreier �berhaupt einen Weg kannte, gleichzeitig hoffte er, dass die beschwerliche Reise nicht mehr lange dauern w�rde.</p><p>Bald w�rde die Sonne aufgehen. Der Orc hatte dies f�r etwas Schlechtes gehalten, denn dann w�rde man sie schon aus gro�er Entfernung erkennen k�nnen. Aber Malfurion hatte angedeutet, dass ihnen der Tagesanbruch zum Vorteil sein w�rde. Falls die Mondgarde sie verfolgte, w�rden die F�higkeiten der elfischen Zauberer nachlassen, sobald die Finsternis schwand.</p><p>Aber nat�rlich gab es dann noch immer die Soldaten, die ihnen auf den Fersen waren.</p><p>Hinter sich h�rte Brox die immer lauter werdenden Ger�usche der Verfolger. H�rner, ferne Schreie, das gelegentliche Knurren eines Panthers. Er hatte geglaubt, das Malfurion einen besseren Plan hatte, als einfach nur darauf zu hoffen, die anderen Reiter abh�ngen zu k�nnen. Doch offenbar war dies nicht der Fall. Sein Befreier war kein Krieger, sondern lediglich eine Seele, die versucht hatte, das Richtige zu tun.</p><p>Die Schw�rze der Nacht begann dem Morgengrauen zu weichen, doch es war ein tr�bes, dumpfes Grau � Fr�hnebel. Der Orc hie� den unerwarteten Dunst willkommen, mochte er auch bald wieder verschwunden sein. Aber er hoffte, dass sein Reittier Malfurion darin nicht verlieren w�rde.</p><p>Vage Formen erschienen um ihn herum und verschwanden wieder. Dann und wann glaubte Brox, Bewegung auszumachen. Seine Hand sehnte sich nach seiner treuen, alten Streitaxt, die sich noch immer in der Obhut der Nachtelfen befand. Malfurion hatte ihm keine Waffe ausgeh�ndigt, wohl eine Vorsichtsma�nahme aus Misstrauen gegen�ber dem kriegerischen Fremdling.</p><p>Wieder erklangen die H�rner, dieses Mal n�her. Der alte Orc knurrte.</p><p>Malfurion verschwand im Nebel. Brox richtete sich auf seinem Panther auf und versuchte, seinen Gef�hrten ausfindig zu machen. Er f�rchtete, sein eigenes Tier k�nnte nun in eine vollkommen andere Richtung davonst�rmen.</p><p>Unvermittelt wich der Panther mit einem abrupten Man�ver einem gro�en Felsen aus, und der �berraschte Orc verlor das Gleichgewicht.</p><p>Mit einem entsetzten Grunzen st�rzte Brox vom R�cken der flinken Katze, krachte kopf�ber auf den harten, unebenen Boden und rollte in ein Geb�sch.</p><p>Seine ge�bten Reflexe �bernahmen das Kommando, und Brox kam in geb�ckter Stellung wieder hoch. Er war bereit, erneut auf seinen Panther zu klettern, doch das Tier, das das Missgeschick des Orcs offenbar gar nicht bemerkt hatte, rannte einfach weiter und verschwand im Nebel.</p><p>Und die Ger�usche der Verfolger wurden immer lauter.</p><p>Sofort suchte Brox nach etwas � <emphasis>irgendetwas</emphasis> �, das er als Waffe benutzen konnte. Er hob einen abgebrochenen Ast auf, der jedoch augenblicklich zwischen seinen H�nden zerbr�ckelte. Die einzigen Felsen hier waren entweder zu klein, um von Nutzen zu sein, oder so gro�, dass sie sich kaum bewegen lie�en.</p><p>Im Geb�sch zu seiner Linken raschelte etwas.</p><p>Der Orc bereitete sich auf einen Angriff vor. Falls es ein Soldat war, hatte er eine gute Chance. War es ein Mitglied der Mondgarde, standen Brox� Karten �u�erst schlecht, aber auch dann w�rde er sich nicht kampflos ergeben.</p><p>Eine riesige, hechelnde, vierbeinige Gestalt brach aus dem nebelverhangenen Wald.</p><p>Der Schreck fuhr Brox bis ins Mark, denn was dort auf ihn zusprang, war kein Panther. Sein Heulen erinnerte an einen Wolf, doch damit ersch�pfte sich auch schon die �hnlichkeit. An den Schultern war es etwa genauso gro� wie er selbst, und aus seinem R�cken ragten zwei abscheuliche, ledrige Tentakel hervor. Die Schnauze der Bestie f�llten Reihe um Reihe wilde, scharfer F�nge, von denen dicker, gr�nlicher Speichel herab tropfte.</p><p>Schlimme Erinnerungen st�rmten auf den Geist des Orcs ein. Er hatte solchen Schrecken schon gesehen, auch wenn er noch nie selbst dagegen gek�mpft hatte. Sie waren vor den anderen D�monen her gerannt, riesige Rudel geifernder, b�sartiger Monster.</p><p>Feibestien � die Vorhut der <emphasis>Brennenden Legion</emphasis>. Doch bevor die Feibestie ihn erreicht hatte, erwachte Brox aus seinen Schreckenserinnerungen. Er warf sich nach vorne, unter den K�rper der riesigen Kreatur, die auf ihm entgegensprang. Die Feibestie versuchte, ihn mit ihren Krallen zu erwischen, aber ihr eigener Schwung trug sie �ber ihn hinweg. Das Monster kam mit einem Straucheln zum Halten und blickte zur�ck auf die dreiste Beute, die sich offenbar entschieden hatte, ihr Widerstand entgegenzusetzen.</p><p>Der Orc hieb dem Tier mit der Faust auf die Nase.</p><p>Bei den meisten Gesch�pfen h�tte ein solcher Schlag wahrscheinlich nur zu wenig mehr als dem Bruch der Handknochen gef�hrt, aber Brox war nicht nur ein Orc, er war auch ein schneller und starker Orc. Er griff an, bevor die Feibestie reagieren konnte, und er tat es mit all der Wut und all der Kraft der st�rksten Krieger seines Volkes.</p><p>Der Schlag zerschmetterte die Nase des d�monischen Hundes. Die Bestie stolperte markersch�tternd heulend zur�ck, und eine dicke, dunkelgr�ne Fl�ssigkeit troff aus ihrer Wunde.</p><p>Brox� Hand pochte vor Schmerz, aber er hielt seinen Blick fest auf die Augen des Gegners gerichtet. Man durfte keinem Tier gegen�ber Angst zeigen, vor allem keinem, das so h�llisch war wie dieses hier. Nur indem er sich seinem Feind stellte, hatte der Orc eine Chance zu �berleben, so klein diese auch sein mochte.</p><p>Dann brach pl�tzlich Brox� Reittier aus dem Nebel hervor, in dem es zuvor verschwunden war. Das Fauchen der Katze brachte die Feibestie dazu, sich umzudrehen. Pl�tzlich hatte sie jedes Interesse an dem Orc verloren. Die beiden Unget�me kollidierten in einem Wirbel aus von Krallen und Z�hnen.</p><p>Brox, der wusste, dass er nichts f�r den Panther tun konnte, begann zur�ckzuweichen. Doch ihm waren erst wenige Schritte gelungen, als hinter ihm ein leises Hecheln erklang. Mit langsamen, vorsichtigen Bewegungen sp�hte der Orc �ber seine Schulter.</p><p>Nur wenige Yards von ihm entfernt machte sich eine zweite Feibestie sprungbereit.</p><p>Da er keine andere M�glichkeit sah, entschied sich der frustrierte Krieger schlie�lich f�r die Flucht.</p><p>Der zweite D�mon nahm heulend die Verfolgung auf. Die beiden ineinander verkrallten Tiere ignorierten ihn, waren sie doch ganz in ihrem eigenen Kampf gefangen. Der Panther hatte bereits zwei tiefe Wunden empfangen und w�rde nicht mehr lange durchhalten, aber Brox dankte der Kreatur still f�r diese, wenn auch nur vor�bergehende Rettung. Dann wandten sich seine Gedanken wieder seiner eigenen Lage zu. Er musste versuchen, seinen Verfolger in dem nebligen Wald abzusch�tteln.</p><p>Wo auch immer der Pfad am engsten wurde, versuchte der Orc sich durchzupressen. Die viel breitere Feibestie musste die nat�rlichen Hindernisse umgehen oder versuchen, sie unter Aufbietung all ihrer Kr�fte niederzuwalzen � und das erm�glichte es Brox, knapp au�erhalb ihrer Reichweite zu bleiben. Er hasste es, immer weiter rennen zu m�ssen, doch ohne eine Waffe hatte er keine Chance, das Monster zu besiegen.</p><p>In seinem R�cken erklang der traurige Ruf eines sterbenden Tieres, und Brox wusste, dass der Panther seinen Kampf verloren hatte. Bald w�rden <emphasis>zwei</emphasis> Feibestien hinter dem Blut des Orcs her sein.</p><p>Vom Todesschrei der Katze abgelenkt, achtete Brox nicht genug auf seinen Weg. Pl�tzlich schien eine Baumwurzel hochzuspringen, als wolle sie nach seinen Fu� schnappen. Es gelang ihm gerade noch, einen Sturz zu verhindern, aber er war aus dem Gleichgewicht geraten und taumelte wild zur Seite. Er suchte an einem schlanken, blattlosen Baum Halt, der nur um einen Kopf h�her war als er selbst. Doch der d�nne Stamm brach unter seinem Griff ab, und Brox kollidierte mit einem viel gr��eren, viel h�rteren Baum.</p><p>Der Kopf des Orcs schmerzte, und er konnte sich kaum auf das anst�rmende Ungeheuer konzentrieren. Den kleinen Baum noch immer in H�nden, schwang er ihn herum und stach mit ihm zu, als w�re es eine Lanze.</p><p>Der D�monenhund schlug nach der armseligen Waffe, riss das ganze obere Drittel ab und hinterlie� ein Ende voller ausgefranster Splitter. Der Blick des Orcs war noch immer verschwommen, als er sich weiter an dem festhielt, was noch von dem Baum �brig war, und damit auf das Monster losst�rmte.</p><p>Der Schaden, den die Feibestie angerichtet hatte, verlieh der behelfsm��igen Lanze eine T�dlichkeit, die sie zuvor nicht besessen hatte. Brox stie� sie mit aller Kraft vor und bohrte das scharfe, zersplitterte Ende tief in den aufgesperrten Rachen des Tieres.</p><p>Mit einem w�rgenden Heulen versuchte der D�mon zur�ckzuweichen, doch Brox lie� nicht von ihm ab und legte alle Kraft seines K�rpers in das Bem�hen, die Lanze tiefer in das Maul der Bestie zu rammen.</p><p>Einer der Tentakel griff nach ihm. Der Orc lie� mit einer Hand die Lanze los, packte den peitschen�hnlichen Strang und zog daran so fest er konnte.</p><p>Mit einem feuchten Ger�usch riss der Fangarm ab.</p><p>Ihre eigenen abscheulichen K�rpers�fte flossen nun �ber den Leib der Bestie, und ihre Vorderbeine gaben nach. Auch jetzt lie� Brox den Baum noch nicht los, passte sich lediglich jeder der zunehmend verzweifelter werdenden Bewegungen seines Gegners an.</p><p>Die Hinterbeine des Tieres brachen ein. Sein Schwanz zuckte panisch, w�hrend die f�rchterlichen Pranken nach dem Fremdk�rper in seiner Kehle schlugen. Es gelang dem Monster schlie�lich, Brox� Waffe entzwei zu brechen, aber das Vorderteil blieb fest in seinem Maul stecken.</p><p>Der Orc, der wusste, dass die Feibestie sich immer noch erholen mochte, suchte verzweifelt nach etwas, um seine verlorene Lanze zu ersetzen.</p><p>Stattdessen sah er sich wieder seinem ersten Feind gegen�ber.</p><p>Die andere Feibestie hatte tiefe Wunden, die �ber ihren gesamten K�rper verliefen, und zus�tzlich zu der zerschmetterten Nase, die Brox ihr beigef�gt hatte, war ein gro�es St�ck Fleisch aus ihrer Schulter gerissen worden. Doch trotz ihres verschlechterten Zustands wirkte die Kreatur mehr als gesund genug, um den ersch�pften Orc t�ten zu k�nnen.</p><p>Brox ergriff einen dicken, abgebrochenen Ast und schwang ihn wie ein Schwert. Aber er wusste, dass er am Ende seiner Gl�cksstr�hne angelangt war. Der Ast war nicht ann�hernd stark genug, um das riesige Monster abzuwehren.</p><p>Die Feibestie ging in die Hocke. Die Muskulatur ihrer Hinterbeine spannte sich an �</p><p>Doch als sie sprang, erwachte pl�tzlich der Wald selbst zum Leben, um Brox zu verteidigen. Das wilde Gras und die Blumen unter der d�monischen Kreatur begannen st�rmisch zu wachsen und schossen mit solch erstaunlicher Schnelligkeit hoch, dass sie die Feibestie erfassten, unmittelbar nachdem sie gerade den Boden unter sich zur�ckgelassen hatte.</p><p>Mit hoffnungslos verfangenen Gliedma�en krachte das Monster wieder zu Boden. Es knurrte und schnappte nach dem Gras, und seine beiden Tentakel streckten sich nach unten und versuchten, die Pflanzen anzugreifen, die es von seiner Beute fernhalten wollten.</p><p>�Brox!�</p><p>Malfurion ritt auf den Orc zu und sah ebenso ersch�pft aus, wie auch Brox sich f�hlte. Der Nachtelf kam direkt neben ihm zum Stehen und streckte eine Hand nach ihm aus.</p><p>�Ich schulde dir wieder etwas�, knarrte die Stimme des alten Kriegers.</p><p>�Du schuldest mir nichts.� Malfurion blickte auf die gefangene Feibestie. �Vor allem, da es scheint, als w�rden die Pflanzen das Monster nicht mehr lange b�ndigen k�nnen!�</p><p>Und tats�chlich, wo immer die abscheulichen Tentakel das Gras und die Blumen ber�hrten, welkten die Pflanzen. Eine Vorderpfote hatte das Tier bereits befreien k�nnen, und w�hrend die Feibestie noch daran arbeitete, ihre anderen Gliedma�en zu befreien, versuchte sie bereits, nach Brox und dem Nachtelf zu schlagen.</p><p>�Magie ��, murmelte Brox und erinnerte sich an �hnliche Schauspiele. �Es verschlingt die Magie ��</p><p>Mit grimmigem Gesicht half Malfurion seinem Gef�hrten auf den Panther. Die Katze grunzte, aber das war ihr einziger Protest gegen das zus�tzliche Gewicht. �Dann sollten wir besser schleunigst verschwinden.�</p><p>Ein Horn erschallte, dieses Mal so nah, dass Brox fast damit rechnete, den Trompeter sehen zu k�nnen. Die Verfolger aus Suramar hatten sie fast eingeholt.</p><p>Pl�tzlich z�gerte Malfurion. �Sie werden genau in diese Bestie hinein reiten! Wenn ein paar von ihnen Mondgardisten sind ��</p><p>�Magie kann eine Feibestie trotzdem t�ten, wenn es genug davon gibt, Nachtelf � Aber wenn du bleiben und zusammen mit ihnen gegen die Bestie k�mpfen willst, werde ich dir zur Seite stehen.� Dass dies entweder seinen Tod oder seine erneute Gefangennahme bedeutet h�tte, erw�hnte Brox nicht. Er w�rde Malfurion, der ihn bereits zweimal gerettet hatte, nicht im Stich lassen.</p><p>Der Morgennebel begann sich bereits zu lichten, und in der Ferne waren vage Gestalten auszumachen. Malfurion packte die Z�gel fester und drehte den Panther abrupt von der Feibestie und den sich n�hernden Reitern weg. Ohne ein Wort trieb er die gro�e Katze zu ihrem H�chsttempo an, und sie lie�en beide Bedrohungen hinter sich zur�ck.</p><p>Inzwischen hatte die Feibestie ein weiteres Bein befreit, und ihre Aufmerksamkeit wandte sich bereits den immer lauter werdenden Ger�uschen zu, die ihr eine neue Beute ank�ndigten �</p><empty-line/><p>Etwas riss Rhonin aus seinem Schlummer, und er sp�rte sofort, dass es etwas Beunruhigendes war.</p><p>Er bewegte sich nicht sofort. Stattdessen �ffneten sich seine Augen gerade weit genug, um einen Teil seiner Umgebung erkennen zu k�nnen. Im anbrechenden Tageslicht erkannte der Zauberer die B�ume, die die Lichtung s�umten, die mit Vorsicht zu genie�ende Barriere der Blumenw�chter und das Gras, auf dem er lag.</p><p>Was Rhonin nicht ausmachen konnte, war Krasus.</p><p>Er setzte sich auf. Gewiss war der Drachenmagier irgendwo auf der Lichtung.</p><p>Er blickte sich um, aber es war nicht zu leugnen: Krasus war fort.</p><p>Misstrauisch erhob sich der Zauberer und trat an den Rand der Lichtung. Die Blumen wandten sich ihm zu, und jede der Bl�ten �ffnete sich weit. Rhonin war versucht auszuprobieren, wie stark sie tats�chlich waren, aber er nahm an, dass der Halbgott sie wohl kaum hier eingesetzt h�tte, w�ren sie nicht in der Lage gewesen, mit einem normalen Sterblichen fertig zu werden.</p><p>Rhonin sp�hte in den Wald und rief leise: �Krasus?�</p><p>Nichts.</p><p>Der Zauberer starrte auf die B�ume, die direkt an sein Gef�ngnis grenzten, und runzelte die Stirn. Irgendetwas war anders, aber er konnte nicht genau sagen, was.</p><p>Er trat zur�ck, versuchte nachzudenken � und pl�tzlich merkte er, dass sich ein Schatten �ber ihn gelegt hatte.</p><p>�Wo ist der andere?�, verlangte Cenarius zu wissen, und in seiner Stimme lag nicht die geringste Spur von Freundlichkeit. Der gerade noch klare Himmel begann pl�tzlich zu grollen, als ziehe in der Ferne ein Gewitter auf. Ein scharfer Wind fegte aus dem Nichts und traf den Menschen wie eine Ohrfeige. �Wo ist Euer Freund?�</p><p>Rhonin wandte sich dem hoch aufragenden Waldgott zu und versuchte, keine Regung zu zeigen. �Ich wei� es nicht. Ich bin gerade erst aufgewacht, und da war er verschwunden.�</p><p>Die goldenen Augen der geweihgekr�nten Gestalt loderten auf, und sein finsterer Blick lie� es kalt �ber Rhonins R�cken laufen. �In der Welt h�ufen sich b�se Vorzeichen. Ein paar der anderen haben gerade eben Eindringlinge aufgesp�rt, Kreaturen, die keinen nat�rlichen Ursprung haben. Sie schn�ffeln herum. Sie suchen etwas � oder <emphasis>jemanden</emphasis>.� Er betrachtete den Zauberer sehr genau. �Und das alles geschieht so kurz, nachdem Ihr und Euer Freund aus dem Nichts gefallen seid ��</p><p>Rhonin konnte nur raten, worum es sich bei diesen unbekannten Kreaturen handeln mochte, aber wenn er mit seiner Ahnung Recht behielt, blieb ihm und Krasus sogar noch weniger Zeit, als sie geglaubt hatten.</p><p>Nachdem sein �Gast� nichts zu der neuen Entwicklung zu sagen hatte, f�gte Cenarius hinzu: </p><p>�Euer Freund h�tte nicht ohne Hilfe entkommen k�nnen, aber er l�sst Euch zur�ck. Wie kommt das?�</p><p>�Ich ��</p><p>�Unter den anderen gab es Stimmen, die der Meinung waren, ich h�tte Euch und Euren Gef�hrten sofort an sie �bergeben sollen. Sie wollten gr�ndlichere Methoden einsetzen als die meinen, um herauszufinden, warum ihr hier seid und was es ist, das die Nachtelfen so an euch interessiert. Ich hatte sie bisher von meiner Vorgehensweise �berzeugen k�nnen ��</p><p>Auf einmal sp�rte Rhonin die Pr�senz einer anderen starken Macht, die auf ihre eigene Art jener von Cenarius in nichts nachstand.</p><p>�Jetzt sehe ich, dass ich mich der Mehrheit werde beugen m�ssen�, beendete der Herr des Waldes mit trauriger Stimme seine Ausf�hrungen.</p><p>�Wir h�rten deinen Ruf ��, knurrte eine tiefe, schwere Stimme. �Du gibst zu, dass du Unrecht hattest ��</p><p>Der Zauberer wollte sich umdrehen, um zu erkennen, wer dort gerade sprach, aber seine Beine verweigerten ihren Dienst. Sein ganzer K�rper war wie gel�hmt.</p><p>Etwas, das noch riesiger als der Halbgott war, n�herte sich Rhonin von hinten.</p><p>Cenarius schien �ber die Bemerkungen des anderen �berhaupt nicht erfreut zu sein, sagte aber: �Ich gebe nur zu, dass man jetzt andere Schritte unternehmen muss.�</p><p>�Die Wahrheit wird enth�llt werden �� Eine schwere, pelzbesetzte Hand mit dicken Klauen schloss sich um Rhonins Schulter und packte schmerzhaft zu. �� schon sehr bald ��</p></section><section><title><p>12</p></title><p>�Du solltest im Tempel bleiben!�, erkl�rte Illidan. �Malfurion hielt es f�r das Beste � und ich auch!�</p><p>Aber Tyrande lie� sich nicht umstimmen. �Ich muss wissen, was vorgeht! Du hast gesehen, wie viele M�nner ihnen nachgeritten sind! Wenn sie sie gefangen haben ��</p><p>�Sie werden sie nicht fangen!� Er blinzelte. Die blendende Sonne war gar nicht nach seinem Geschmack. Er f�hlte, wie seine Kr�fte nachlie�en, wie der Rausch der Magie schwand, und Illidan mochte solche Empfindungen nicht. Er genoss die Magie in all ihren Facetten. Das war einer der Gr�nde daf�r gewesen, dass er versucht hatte, dem Pfad des Druiden zu folgen � das und die Tatsache, dass Cenarius� Lehren angeblich nicht von Nacht oder Tag beeinflusst wurden.</p><p>Sie standen seiner Meinung nach gef�hrlich nahe am Marktplatz. Tyrande hatte hierher zur�ckkehren wollen, sobald sich die Lage ein wenig beruhigt hatte. Die Mondgarde und die Soldaten waren fortgeritten und verfolgten Malfurion. Nur zwei der Zauberer waren zur�ckgeblieben, um den K�fig zu untersuchen � was sie getan und dabei keinerlei Spur der T�ter gefunden hatten. Genau wie Illidan es erwartet hatte. Er war mindestens ebenso f�hig wie irgendeiner der ach so ehrw�rdigen Magier, wenn nicht sogar noch f�higer.</p><p>�Ich sollte ihnen nachreiten!�</p><p>W�rde sie denn niemals aufgeben? �Wenn du das tust, bringst du uns alle in Gefahr! Willst du, dass sie dein Haustierchen nach Black Rook Hold und zu Lord Ravencrest schaffen? Dann k�nnten sie genauso gut auch uns dorthin bring ��</p><p>Pl�tzlich schloss Illidan den Mund. Am anderen Ende des Marktplatzes erschienen mehrere Reiter in R�stungen � angef�hrt von Lord Kur�talos Ravencrest pers�nlich.</p><p>Es war zu sp�t, um sich noch zu verstecken. Als der Nachtelfen-Kommandant an ihnen vorbei ritt, fiel sein finsterer Blick erst auf Tyrande, dann auf ihren Begleiter.</p><p>Ravencrest brachte seinen Panther abrupt zum Stehen und fixierte Illidan.</p><p>�Ich kenne dich, junger Mann � Illidan Stormrage, nicht wahr?�</p><p>�Jawohl, Milord. Ich hatte einmal die Ehre, Euch kennen lernen zu d�rfen.�</p><p>�Und das M�dchen?�</p><p>Tyrande verbeugte sich. �Tyrande Whisperwind, Novizin im Tempel der Elune ��</p><p>Die Nachtelfen auf ihren Reittieren machten ehrerbietig das Zeichen des Mondes, und auch Ravencrest neigte respektvoll den Kopf. Dann wandte der Edelmann sich wieder Illidan zu. �Ich erinnere mich an unsere Begegnung. Du hast damals die magischen K�nste studiert.� Er rieb sich das Kinn. �Du bist noch kein Mitglied der Mondgarde, oder?�</p><p>Die Art, wie Ravencrest die Frage stellte, machte klar, dass er die Antwort bereits kannte. Offensichtlich hatte er seit ihrem ersten Zusammentreffen ein Auge auf Illidan gehabt, und das machte den jungen Nachtelfen sowohl stolz, als auch besorgt. Er war sich nicht bewusst, irgendetwas getan zu haben, das das Wohlwollen des Kommandanten verdient h�tte. �Nein, Milord.�</p><p>�Dann bist du auch nicht durch ihre Beschr�nkungen gebunden, nicht wahr?� Die Beschr�nkungen, von denen der Kommandant sprach, bezogen sich auf die Eide, die jeder Zauberer ablegen musste, wenn er dem ber�hmten Orden beitrat. Die Mondgarde war ein vollkommen eigenst�ndiges Gebilde, das niemandem Treue schuldete au�er der K�nigin � Und das bedeutete, dass selbst ein Mann wie Lord Ravencrest nicht �ber sie verf�gen konnte.</p><p>�Ich denke nicht.�</p><p>�Gut. Sehr gut. Pr�chtig. Dann m�chte ich, dass du mit uns reitest.�</p><p>Jetzt schauten sowohl Tyrande als auch Illidan verwirrt drein. Die junge Priesterin, die sich offenbar um Illidans Sicherheit sorgte, sagte: �Milord Ravencrest, wir w�rden uns geehrt f�hlen ��</p><p>Weiter kam sie nicht. Der Nachtelfen-Lord hob h�flich eine Hand, um sie zum Schweigen zu bringen. �Nicht Ihr, Schwester, obwohl der Segen von Mutter Mond stets willkommen ist. Nein, ich will jetzt nur mit dem Jungen sprechen.�</p><p>Illidan, der versuchte, seine wachsende Nervosit�t zu verbergen, fragte: �Aber wof�r k�nntet Ihr einen wie mich brauchen, Milord?�</p><p>�Im Augenblick f�r eine Untersuchung. Die Kreatur, die hier eingesperrt war, ist entkommen, wie auch ihr mit Sicherheit geh�rt habt. Ich selbst habe erst vor wenigen Minuten von dieser Flucht erfahren. Falls sie noch nicht wieder eingefangen ist, habe ich ein paar Ideen, wie man sie finden k�nnte. Ich k�nnte aber gut die Hilfe eines Zauberers gebrauchen, und obwohl die Mondgarde sehr f�hig ist, w�rde ich jemanden vorziehen, der meinen Befehlen folgt.�</p><p>Einem Nachtelfen von so hohem Rang wie Ravencrest ihn bekleidete eine Bitte zu verweigern, w�re mehr als verd�chtig gewesen. Aber wenn Illidan sich ihm anschloss, brachte er Malfurion in Gefahr. Tyrande musterte Illidan verstohlen und versuchte, seine Gedanken zu erraten. Er wiederum w�nschte sich, sie k�nnte ihm sagen, was er Ravencrest zur Antwort geben sollte.</p><p>Im Grunde blieb ihm keine Wahl. �Es w�re mir eine gro�e Ehre, mich euch anschlie�en zu d�rfen, Milord.�</p><p>�Pr�chtig! Rol�tharak! Ein Reittier f�r unseren jungen Zaubererfreund hier!�</p><p>Der angesprochene Offizier f�hrte einen in Reserve gehaltenen Nachts�bel heran. Fast schien es, als h�tte Ravencrest erwartet, hier auf Illidan zu treffen. Das Tier kauerte sich nieder, damit der neue Reiter seinen R�cken besteigen konnte.</p><p>�Die Sonne geht gleich auf, Milord�, wandte sich Rol�tharak an seinen Herrn, w�hrend er Malfurions Bruder die Z�gel des Tieres �bergab.</p><p>�Wir kommen schon klar � und du auch, was, Zauberer?�</p><p>Illidan verstand den versteckten Sinn ganz genau. Seine Kr�fte w�rden im Tageslicht schw�cher sein, doch der Kommandant war offensichtlich zuversichtlich, dass er sich trotzdem w�rde n�tzlich machen k�nnen. Das Vertrauen, das Ravencrest ihm damit bewies, lie� Illidans Brust vor Stolz schwellen.</p><p>�Ich werde Euch nicht entt�uschen, Milord.�</p><p>�Pr�chtig, Junge!�</p><p>Als er sich auf den Panther schwang, warf Illidan Tyrande einen kurzen Blick zu, der ihr sagen sollte, dass sie sich um Malfurion und den Orc keine Sorgen machen musste. Er w�rde mit Ravencrest reiten und dem Edelmann helfen, so gut er konnte � so lange dadurch die Flucht des Paares nicht gef�hrdet wurde.</p><p>Eine gr��ere Belohnung als Tyrandes kurzes, aber dankbares L�cheln h�tte er sich nicht vorstellen k�nnen. Illidan war geh�rig stolz auf sich und nickte dem Kommandanten zu, dass er nun bereit sei.</p><p>Mit einem Winken und einem lauten Ruf f�hrte Lord Ravencrest seine bewaffnete Truppe dem Wald entgegen. Illidan lehnte sich vor, entschlossen, mit dem Edelmann Schritt zu halten. Irgendwie w�rde es ihm gelingen, Ravencrest zu gefallen und gleichzeitig zu verhindern, dass sein altruistischer Bruder im Kerker von Black Rook Hold endete. Malfurion kannte sich in den W�ldern aus, was bedeutete, dass es ihm wahrscheinlich gelingen w�rde, Soldaten und Mondgardisten abzuh�ngen. Aber wenn die Verfolger seinen Zwillingsbruder und Tyrandes Gesch�pf doch eingeholt haben sollten, w�rde Illidan ernsthaft dar�ber nachdenken m�ssen, Brox zu opfern, um wenigstens seinen Bruder zu retten. Selbst Tyrande w�rde das verstehen m�ssen. Er w�rde alles in seiner Macht Stehende tun, um diese Situation zu vermeiden, aber das eigene Blut ging ihm �ber alles andere �</p><p>Wie so oft hatte sich ein Morgennebel �ber die Landschaft gesenkt. Die Luft w�rde bald aufklaren, aber noch erh�hte der Dunst Malfurions Chancen. Illidan hielt seine Augen auf den Pfad vor sich gerichtet und fragte sich, ob es der gleiche war, den auch sein Bruder benutzt hatte. Vielleicht war die Mondgarde ja in die falsche Richtung geritten, und dann w�re auch Lord Ravencrests Suche zum Scheitern verurteilt gewesen. Der junge Nachtelf n�hrte diese Hoffnung in sich.</p><p>Als sie auf ihren schnellen Nachts�beln tiefer und tiefer in das Waldland vordrangen, legte sich der Nebel allm�hlich. Die Morgensonne nagte bald ebenso eifrig an Illidans Kr�ften, wie sie den Nebel fra�. Aber er biss die Z�hne zusammen und versuchte, nicht zu sehr dar�ber nachzudenken. Wenn es dazu kam, dass er seine Zauberkr�fte unter Beweis stellen musste, wollte er den Edelmann keinesfalls entt�uschen. Die Jagd nach dem Orc war zu Illidans gro�er Chance geworden, wertvolle neue Beziehungen in der Nachtelfen-Welt zu kn�pfen.</p><p>Doch gerade als sie die Spitze eines Kamms erreichten, sah Illidan etwas, das ihn die Stirn runzeln lie�. Lord Ravencrest fluchte und z�gelte seinen Nachts�bel. Der Rest der Truppe tat es ihm gleich.</p><p>Vor ihnen lagen seltsame Haufen �ber den Pfad verteilt. Die Nachtelfen ritten vorsichtig zur anderen Seite des Kamms hinab und hielten ihre Waffen bereit. Illidan betete, dass er seine F�higkeiten bei Tage nicht �bersch�tzt hatte.</p><p>�Bei den Augen der Gesegneten Azshara!�, entfuhr es Ravencrest.</p><p>Illidan konnte gar nichts sagen. Er hatte nur noch Augen f�r das unfassbare Gemetzel, das sich ihnen im N�herreiten enth�llte.</p><p>Mindestens ein halbes Dutzend Nachtelfen, darunter zwei Mitglieder der Mondgarde, lagen tot vor den Neuank�mmlingen, ihre Leichen in St�cke gerissen und im Fall der beiden Zauberer offenbar von irgendeiner vampirischen Kraft <emphasis>ausgesaugt</emphasis>. Der Anblick der beiden Magier erinnerte Illidan an vertrocknete Fr�chte, die zu lange in der Sonne ged�rrt hatten. Ihre ausgemergelten Leiber lagen in Haltungen, die extreme Qual ausdr�ckten, auf dem Waldboden, und offensichtlich hatten sie sich w�hrend ihrer gesamten Tortur mit aller Kraft gewehrt.</p><p>F�nf Nachts�bel waren ebenfalls tot, drei mit heraus gerissenen Kehlen, die anderen beiden mit aufgeschlitzten B�uchen. Von den �berlebenden Panthern war nichts zu sehen.</p><p>�Ich hatte Recht!�, schnappte Ravencrest. �Diese gr�nh�utige Bestie war nicht allein! Es m�ssen zwei Dutzend oder mehr von ihrer Sorte gewesen sein, die das hier angerichtet haben � und die Mondgarde war dabei!�</p><p>Illidan achtete nicht auf ihn, sondern machte sich mehr Sorgen um Malfurion. Dies konnte nicht das Werk seines Bruders oder eines einzelnen Orcs sein. Hatte Lord Ravencrest vielleicht doch Recht? Hatte Brox Malfurion verraten und ihn zu seinen wilden Kameraden gef�hrt?</p><p><emphasis>Ich h�tte die Bestie t�ten sollen, als ich die Gelegenheit dazu hatte!</emphasis> Er ballte die F�uste und f�hlte, wie die Wut seine Kr�fte verst�rkte. Wenn er jetzt ein Ziel gehabt h�tte, einen Gegner, er h�tte dem Edelmann seine magischen F�higkeiten bewiesen.</p><p>Da bemerkte einer der Soldaten etwas, das rechts etwas abseits des Gemetzels lag. �Milord! Schaut Euch das an! So etwas habe ich noch nie gesehen!�</p><p>Illidan und Ravencrest wendeten ihre Panther und starrten mit gro�en Augen auf das Tier, das der andere Nachtelf entdeckt hatte.</p><p>Es war eine Kreatur aus einem Alptraum. Die Gestalt erinnerte vage an einen Wolf, doch war sie auf eine monstr�se Art verzerrt, als habe irgendein wahnsinniger Gott sie in den Tiefen seines kranken Geistes geschaffen. Selbst im Tod hatte sie nichts von ihrer Grauenhaftigkeit verloren.</p><p>�Was h�ltst du davon, Zauberer?�</p><p>F�r einen Augenblick verga� Illidan, dass <emphasis>er</emphasis> hier der Quell magischer Weisheit war. Er sch�ttelte den Kopf und antwortete in aller Offenheit: �Ich habe nicht die geringste Ahnung, Lord Ravencrest � nicht die geringste Ahnung.�</p><p>So Furchterregend dieses Monster auch sein mochte, jemand hatte es get�tet und einen behelfsm��igen Speer in seinen Rachen gerammt, woran es wahrscheinlich erstickt war.</p><p>Wieder wandten sich Illidans Gedanken seinem Bruder zu, den er zuletzt auf dem Weg in diesen Wald gesehen hatte. War dies Malfurions Werk? Unwahrscheinlich. Lag sein Zwillingsbruder stattdessen irgendwo in der N�he, in Fetzen gerissen wie die anderen Nachtelfen?</p><p>�Sehr seltsam�, murmelte Ravencrest. Dann richtete er sich pl�tzlich in seinem Sattel auf und blickte sich um. �Wo ist der Rest der ersten Gruppe?�, fragte er, an niemand Bestimmten gewandt. �Wir h�tten eigentlich doppelt so viele M�nner finden m�ssen!�</p><p>Wie zur Antwort auf seine Frage erklang ein klagender Hornruf von S�den her, wo das Waldgel�nde abrupt abfiel.</p><p>Der Kommandant wies mit seiner Klinge in die Richtung, aus der das Horn erklungen war. �Dort entlang � aber seid vorsichtig. Vielleicht sind hier noch mehr von diesen Monstern unterwegs!�</p><p>Die Gruppe arbeitete sich das Gel�nde hinab, und jeder Nachtelf, auch Illidan, beobachtete den dichter werdenden Wald mit Beklemmung. Das Horn ert�nte nicht wieder. Kein gutes Zeichen.</p><p>Bald trafen sie auf einen weiteren toten Nachts�bel, dessen gesamte linke K�rperh�lfte von furchtbaren Klauen aufgerissen war. Nicht weit davon entfernt lag die ausgemergelte Leiche eines dritten Mitglieds der Mondgarde gegen einen gro�en Felsen gepresst, und der in grenzenlosem Schrecken erstarrte Gesichtsausdruck lie� selbst die Hartgesottensten unter Lord Ravencrests M�nnern erschaudern.</p><p>�Ruhig ��, befahl der Edelmann mit leiser Stimme. �Ordnung wahren ��</p><p>Ein weiteres Mal erklang das Horn, jetzt viel n�her und direkt vor ihnen.</p><p>Die Neuank�mmlinge ritten auf den klagenden Ruf zu, und Illidan hatte das scheu�liche Gef�hl, dass irgendetwas sie beobachtete � insbesondere ihn! Doch wann immer er sich umblickte, sah er nur B�ume.</p><p>�Noch einer, Milord!�, rief der Nachtelf namens Rol�tharak und zeigte auf den Weg voraus.</p><p>Und tats�chlich lag dort noch eine weitere der h�llischen Bestien. Sie war tot, aber ihr K�rper lag in einer seltsamen Haltung ausgebreitet, als habe sie noch im Sterben nach weiteren Opfern gesucht. Zus�tzlich zu der zerschmetterten Nase und einer Schulter, aus der gro�e Fleischbatzen gerissen waren, hatte sie seltsame Striemen an den Beinen, als sei sie mit Stricken gefesselt worden. Was sie jedoch get�tet hatte, waren eine Reihe gut gezielter Hiebe von Nachtelfenklingen gewesen. Eines der Schwerter steckte noch immer im Rachen der Kreatur.</p><p>Sie fanden zwei weitere Soldaten in der N�he. Die gut ausgebildeten Krieger des Reiches lagen wie weggeworfene Stoffpuppen �ber den Waldboden verstreut. Illidan runzelte verwirrt die Stirn. Wenn es den Nachtelfen gelungen war, die beiden Monster zu t�ten, wo waren dann die �berlebenden?</p><p>Wenige Sekunden sp�ter fanden sie, was noch von der Gruppe �brig war.</p><p>Ein Soldat sa� gegen einen Baum gelehnt. Sein linker Arm war abgerissen worden, und jemand hatte einen kl�glichen Versuch unternommen, die riesige Wunde zu verbinden. Der Mann starrte vor sich hin, ohne die Ank�mmlinge wahrzunehmen, das Horn in der einen Hand, die ihm geblieben war. Blut besudelte seinen Oberk�rper.</p><p>Neben ihm lag der andere �berlebende � wenn man bei einem Mann, dem die rechte Gesichtsh�lfte abgerissen war und dessen linkes Bein am Knie in einem unm�glichen, �belkeit erregenden Winkel abstand, noch von �berleben sprechen konnte. Sein Atem ging sto�weise und hob kaum den Brustkorb.</p><p>�Du da, Mann!�, bellte Ravencrest den Nachtelf, der das Horn hielt, an. �Sieh her zu mir!�</p><p>Der �berlebende blinzelte, dann zwang er seine Blick zu dem Edelmann hinauf.</p><p>�Ist das alles? Gibt es noch mehr �berlebende?�</p><p>Der verst�mmelte Soldat �ffnete den Mund, aber nur ein R�cheln drang aus seiner Kehle.</p><p>�Rol�tharak! K�mmere dich um seine Wunden! Gib ihm Wasser, wenn er es braucht!�</p><p>�Jawohl, Milord!�</p><p>�Der Rest von euch sichert das Gel�nde! Verteilt euch! Sofort!�</p><p>Illidan blieb bei Ravencrest und sah skeptisch zu, wie sich die Krieger in weitem Bogen verteilten und so eine Grenze absteckten, von der sie hofften, dass sie sicher war. Dass so viele ihrer Kameraden, darunter drei Zauberer, offenbar problemlos massakriert worden waren, hob ihre Moral in keiner Weise.</p><p>�Sprich!�, br�llte Ravencrest. �Ich befehle es dir! Wer ist f�r dieses Gemetzel verantwortlich? Der entflohene Gefangene?�</p><p>Bei diesen Worten brach aus dem blutverschmierten Soldaten wildes Gel�chter hervor. Es erschreckte Rol�tharak so sehr, dass er einen Schritt zur�ckwich.</p><p>�D-Den haben wir nie zu Gesicht bekommen, M-Milord!�, antwortete die verst�mmelte Gestalt. �Der ist wohl selbst g-ge-fressen worden!�</p><p>�Also waren es diese Monster? Diese Hunde?�</p><p>Der schwer verletzte Nachtelf nickte.</p><p>�Was ist mit den Mondgardisten passiert? Warum haben sie die Dinger nicht aufgehalten? Sicher konnten sie selbst bei Tage ��</p><p>Und wieder lachte der verwundete Soldat. �Milord! Die Zauberer waren die leichteste B-Beute ��</p><p>Mit einiger M�he brachte er seine Geschichte schlie�lich heraus. Die Soldaten und die Mondgarde hatten die entflohene Kreatur und eine weitere, nicht identifizierte Gestalt durch den Wald gejagt. Sie waren ihren Spuren gefolgt, sogar durch den Nebel und die aufgehende Sonne hindurch. Sie hatten das Paar niemals wirklich zu Gesicht bekommen, glaubten aber, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis sie sie eingeholt h�tten.</p><p>Dann waren sie vollkommen unerwartet auf die erste tote Bestie gesto�en.</p><p>Keiner der M�nner hatte je zuvor solch eine Kreatur gesehen. Selbst im Tod hatte sie den Nachtelfen noch Angst eingefl��t. Hargo�then, der Anf�hrer der Zauberer, hatte etwas Magisches an ihr wahrgenommen und den anderen M�nnern befohlen, ein paar Schritte hinter ihm zu warten, w�hrend er an den Kadaver heran ritt, um ihn zu untersuchen. Niemand hatte etwas dagegen eingewandt.</p><p>�Das ist ein Gesch�pf wider die Natur�, hatte Hargo�then erkl�rt, als er von seinem Nachts�bel stieg. �Tyr�kyn ��, hatte er sich sodann an ein anderes Mitglied der Mondgarde gewandt, �ich will, dass du ��</p><p>In diesem Moment war das zweite Monster �ber ihn hergefallen.</p><p>�Es kam zwischen den B�umen hervor, M-Milord � und es st�rzte sich direkt auf � auf Hargo�then! T-T�tete seinen Nachts�bel mit einem einzigen Prankenhieb und dann � d-dann ��</p><p>Der Zauberer hatte keine Chance gehabt. Bevor seine entsetzten Kameraden reagieren konnten, hatten sich zwei schreckliche Tentakel wie Blutegel an Hargo�thens Brust und Stirn geheftet. Der Anf�hrer der Mondgarde hatte geschrien, wie noch keiner der M�nner je einen anderen Nachtelfen hatte schreien h�ren, und vor ihren Augen war sein K�rper zu einer welken H�lle vertrocknet, deren Schreie rasch erstarben. Die sabbernde, vierbeinige Monstrosit�t hatte seinen Leichnam fortgeschleudert wie einen abgenagten Knochen.</p><p>Schlie�lich hatten die anderen Nachtelfen sich von ihrem Schreck erholt und waren auf die Bestie eingest�rmt, um wenigstens Hargo�thens Tod zu r�chen. Zu sp�t hatten sie erkannt, dass sie von hinten von einer dritten Bestie angegriffen wurden. So waren sie zwischen zwei d�monischen Kreaturen geraten.</p><p>Das Ergebnis des darauf folgenden Gemetzel hatten die Ank�mmlinge bereits gesehen. Die Zauberer der Mondgarde waren zuerst gefallen, ihre geschw�chte Magie machte sie zu einer �u�erst leichten Beute � und einer offenbar delikaten dazu. Den Soldaten war es wenig besser ergangen, doch zumindest hatten ihre Klingen eine gewisse Wirkung bei den D�monen gezeigt.</p><p>W�hrend sich der �berlebende dem Ende seines Berichts n�herte, wurden seine Worte immer unzusammenh�ngender. Als er schlie�lich davon erz�hlte, wie er und drei andere M�nner sich an diesem Ort zusammengetan hatten, um gemeinsam gegen die Bestie vorzugehen, konnten Lord Ravencrest und Illidan seine S�tze kaum noch verstehen. Dann brach seine Stimme vollst�ndig ab, und sein Kopf sank ihm auf die Brust.</p><p>Rol�tharak untersuchte den Soldaten. �Er ist wieder ohnm�chtig geworden, Milord. Ich f�rchte, er wird nicht wieder erwachen.�</p><p>�Sieh zu, was du tun kannst, um seinen Schmerz zu lindern. Und untersuch� auch den anderen da.� Der Edelmann f�rchte die Stirn. �Ich m�chte noch mal einen Blick auf diesen ersten Kadaver werfen. Zauberer, begleite mich.�</p><p>Illidan folgte Ravencrest den Pfad zur�ck. Zwei Soldaten l�sten sich von der Truppe, um sich ihnen anzuschlie�en. Die anderen M�nner fuhren fort, den Ort des Gemetzels zu untersuchen und hielten erfolglos nach weiteren �berlebenden Ausschau.</p><p>�Was h�ltst du von dieser Geschichte?�, wandte sich der Kommandant an Illidan. �Hast du jemals von solchen Monstern geh�rt?�</p><p>�Noch nie, Milord � doch ich geh�re auch nicht der Mondgarde an, und so bin ich nicht in deren gesamtes arkanes Wissen eingeweiht.�</p><p>�Ein Wissen, dass ihnen wenig gen�tzt hat! Hargo�then war immer zu sehr von sich selbst �berzeugt. Wie die meisten Angeh�rigen der Mondgarde.�</p><p>Illidan kommentierte dies nicht.</p><p>�Hier ist es ��</p><p>Das gr�ssliche Gesch�pf sah aus, als versuche es noch immer, sich den Keil aus dem Rachen zu rei�en. Trotz der offenen Wunden an seinem K�rper hatte sich noch keiner der �blichen Aasfresser auf den Kadaver gest�rzt, selbst die Fliegen waren ausgeblieben. Es schien, als f�hlten sich sogar die Tiere des Waldes von dem toten Eindringling abgesto�en.</p><p>Ravencrest wandte sich an die beiden Soldaten und befahl ihnen: ��berpr�ft den Weg, den wir genommen haben. Seht nach, ob der Pfad noch weiter f�hrt. Ich will immer noch diese Gr�nhaut � jetzt mehr denn je!�</p><p>W�hrend die beiden M�nner davonritten, stiegen Illidan und der Edelmann von ihren Panthern. Der Kommandant zog sein Schwert. Den Nachts�beln schien es bei der Leiche �berhaupt nicht zu gefallen, und so f�hrten ihre Reiter sie zu einem dicken Baum in einiger Entfernung und banden sie fest.</p><p>Sobald sie wieder bei der Leiche waren, kniete sich Lord Ravencrest nieder. �Einfach scheu�lich! In all meinen Jahren als Soldat bin ich noch nie auf eine Kreatur gesto�en, die so gut f�r das reine T�ten geschaffen ist wie diese �� Er hob einen der ledrigen Tentakel. �Seltsames Ding � Damit hat das andere Monster also Hargo�then ausgesaugt. Was h�ltst du davon?�</p><p>Illidan versuchte, nicht vor dem abscheulichen Fangarm zur�ckzuweichen, den der Edelmann ihm vor das Gesicht hielt, und es gelang ihm herauszubringen: �Von vampirischer Art, Milord. Manche Tiere trinken Blut, doch dieses hier n�hrt sich offenbar von magischer Energie.� Er blickte sich um. �Der andere Tentakel wurde abgerissen.�</p><p>�Ja, so scheint es. Wahrscheinlich von einem Tier ��</p><p>W�hrend der Edelmann seine schaurige Untersuchung fortsetzte, dachte Illidan �ber den Tod der Monstrosit�t nach. Der Soldat hatte berichtet, dieses erste Tier sei bereits tot gewesen, als sie es fanden, und der scharfe Verstand des jungen Nachtelfen schloss, dass nur Malfurion oder Brox es get�tet haben konnten � Und angesichts der heftigen Kampfes, der hier offensichtlich stattgefunden hatte, tippte Illidan eher auf den Orc.</p><p>Die an den Baum gebundenen Katzen wurden zunehmend unruhiger und protestierten heftig dagegen, der Kreatur so nahe zu sein. Illidan versuchte, ihr Fauchen zu ignorieren, denn er machte sich immer noch Sorgen um seinen Bruder. Sie hatten keine anderen Leichen gefunden als die der ersten Gruppe und den Kadaver der zweiten der drei Bestien, von denen der Soldat gesprochen hatte, aber �</p><p>Pl�tzlich schnellte Illidans Kopf hoch, als fahre er aus einem tiefen Schlaf auf. �Milord Ravencrest! Wir haben keine Spuren von der dritten ��</p><p>Das Fauchen der Nachts�bel erreichte einen neuen H�hepunkt.</p><p>Illidan sp�rte etwas hinter sich.</p><p>Er warf sich zur Seite und stie� unbeabsichtigt mit dem ahnungslosen Edelmann zusammen. Beide M�nner st�rzten zu Boden, und der j�ngere Nachtelf kam �ber dem Kommandanten zum Liegen. Durch den Aufprall entglitt Ravencrest sein Schwert, flog wild durch die Luft und landete weit au�erhalb seiner Reichweite.</p><p>Die riesige, krallenbewehrte Gestalt, die gerade auf Illidan losgesprungen war, flog �ber die �berreste ihres Artgenossen hinweg.</p><p>�Was im Namen der �?�, stie� Ravencrest hervor � und brach j�h ab.</p><p>Die Nachts�bel wollten das Unget�m angreifen, doch ihre um den Baum geschlungenen Z�gel hielten und verhinderten, dass die Katzen ihnen zu Hilfe eilen konnten.</p><p>Illidan erholte sich als Erster von dem Schreck, und als er aufblickte, sah er, wie sich die h�llische Kreatur umwandte, um einen zweiten Angriff zu unternehmen. Die toten Tiere waren schon furchtbar genug gewesen, doch eines dieser Monster <emphasis>lebend</emphasis> zu sehen, das sich noch dazu auf ihn st�rzen wollte, brachte Illidan beinahe dazu, in blinder Panik zu fliehen.</p><p>Anstatt aber ein weiteres Mal zu springen, lie� der entsetzliche Hund seine beiden Tentakel nach Illidan peitschen. Erinnerungen an die vertrockneten Leichen, die einst m�chtige Mitglieder der Mondgarde gewesen waren, fielen �ber den Geist des jungen Nachtelfen her. Doch als die schleimigen Fangarme seine eigene Magie suchten, seinen K�rper aussaugen wollten, �bernahm sein Selbsterhaltungstrieb die Regie. Es gelang ihm im letzten Moment, den vorschie�enden Tentakeln auszuweichen und sich zur Seite zu werfen.</p><p>W�hrend die Bestie ihre Saugarme zur�ck zog, um f�r einen weiteren Schlag Schwung zu nehmen, erinnerte sich Illidan daran, dass ein Tentakel der toten Bestie abgerissen gewesen war, und sein wacher Verstand entwickelte blitzschnell einen Plan.</p><p>Er versuchte gar nicht erst, das Monster direkt zu treffen, ahnte er doch, wie wenig er damit erreichen w�rde. Das Tier w�rde einfach Illidans Zauber verschlingen und ihn vielleicht sogar als �Br�cke� missbrauchen, um den jungen Nachtelfen direkt auszusaugen. Stattdessen entschied sich Illidan, seinen Zauber auf Lord Ravencrests verlorene Klinge zu richten, die au�erhalb des Blickfelds der h�llischen Kreatur lag.</p><p>Noch w�hrend die Bestie ihre Fangarme bereit machte, erhob sich das Schwert wie von selbst in die Luft und begann, sich zu drehen, schneller und schneller zu wirbeln. Illidan richtete es auf den R�cken der Kreatur und zielte auf die parasit�ren Tentakel.</p><p>Mit h�chstm�glicher Genauigkeit schoss die wirbelnde Klinge �ber die Schultern des Unget�ms hinweg und durchtrennte beide Tentakel so m�helos, als seien es Grashalme.</p><p>Ein markersch�tterndes Heulen sch�ttelte das hunde�hnliche Monster, w�hrend eine dicke, gr�ne Fl�ssigkeit �ber Schultern und R�cken spritzte. Es knurrte, und seine b�sartigen Augen konzentrierten sich auf den Mann, der es verletzt hatte.</p><p>Ermutigt durch diesen Erfolg und weniger angsterf�llt, nun, da die akute Gefahr f�r seine Magie beseitigt war, richtete Illidan Ravencrests Schwert erneut auf das Monster. Als das Tier auf ihn zusprang, schenkte der junge Nachtelf ihm ein dunkles L�cheln.</p><p>Mit einer Kraft, die durch seinen brennenden Willen verst�rkt wurde, grub er die Waffe in den harten Sch�del der Kreatur.</p><p>Der Sprung des Monsters stockte. Es stolperte unbeholfen. Ein glasiger Blick f�llte die schrecklichen Augen. Der riesigen Bestie gelangen noch zwei weitere Schritte auf Illidan zu � dann brach sie zu einem schlaffen Haufen zusammen.</p><p>Eine unglaubliche Ersch�pfung �berkam den jungen Nachtelf, doch sie war gemischt mit extremster Genugtuung und schwindelerregendem Triumph. Ohne gro�e Probleme hatte er gesiegt, wo drei Mitglieder der Mondgarde versagt hatten. Dass er aus ihren Fehlern gelernt hatte, focht Illidan nicht an. Er wusste nur, er hatte sich allein einem D�monen gestellt � und gewonnen!</p><p>�Gut gemacht!� Eine schwere Hand klatschte auf seine Schulter und schickte ihn stolpernd in Richtung seines monstr�sen Feindes. W�hrend Illidan um sein Gleichgewicht k�mpfte, trat Lord Ravencrest an ihm vorbei, um das Werk seines Gef�hrten zu bewundern. �Ein pr�chtiger Gegenangriff! Entferne die gr��te Gefahr, dann f�hre den Todessto�, noch bevor der Feind sich erholen kann! Pr�chtig!�</p><p>Der Edelmann platzierte einen Stiefel auf dem Nacken des toten D�mons und bem�hte sich, seine Klinge aus dem Sch�del des Monsters zu ziehen. Vom Weg her kamen die beiden Soldaten angeritten, und weiter hinten h�rte Illidan Rufe, als die restlichen M�nner schlie�lich erkannten, welche Bedrohung sich ihnen gen�hert hatte.</p><p>�Milord!�, rief einer der beiden Soldaten. �Wir haben geh�rt ��</p><p>Rol�tharak eilte herbei. �Lord Ravencrest! Ihr habt eine der Bestien erschlagen!�</p><p>Illidan erwartete, dass Ravencrest den Ruhm f�r sich beanspruchen w�rde � schlie�lich steckte immer noch die Waffe des Edelmannes im Sch�del der Bestie �. doch stattdessen streckte der Kommandant eine Hand aus und wies auf Malfurions Bruder. �Nein! Dort steht der Mann, der erst sein Leben riskierte, um mich vor der Kreatur zu sch�tzen, und dann mit Todesmut die Gefahr beseitigte! Ich hatte dich von Anfang an richtig eingesch�tzt, Illidan Stormrage! Du bist t�chtiger als ein Dutzend M�nner der Mondgarde!�</p><p>Illidans Wangen verdunkelten sich, als er das Lob des m�chtigen Kommandanten vernahm. All die Jahre, in denen die Leute immer davon gesprochen hatten, dass er einmal ein gro�er Held, ein Champion seines Volkes werden w�rde, hatten eine schwere Last auf seine Schultern geladen. Doch jetzt f�hlte er sich, als habe sich ihm sein Schicksal endlich enth�llt � und zwar durch seine eigene angeborene Magie, die er beinahe zugunsten von Cenarius� subtilerem Pfad des Druiden aufgegeben h�tte.</p><p><emphasis>Ich war ein Narr, mein Erbe abzulehnen</emphasis>, erkannte Illidan. <emphasis>Malfurions Weg war niemals f�r mich bestimmt. Selbst im Licht des Tages gehorcht mir die Magie der Nachtelfen</emphasis> �</p><p>Das ermutigte ihn, denn er hatte sich niemals wohl dabei gef�hlt, den Weg seines Bruders zu beschreiten. Welche Legenden erz�hlten schon von Helden, die anderen Helden folgten? Illidan war stets dazu bestimmt gewesen zu <emphasis>f�hren</emphasis>.</p><p>Die Soldaten � Lord Ravencrests kampferprobte, erfahrene M�nner � betrachteten ihn mit neuem Respekt.</p><p>�Rol�tharak!�, rief der Edelmann. �Ich f�hle, dass das Gl�ck heute auf meiner Seite ist! Nimm die H�lfte der M�nner und f�hre sie weiter den Pfad hinab! Vielleicht kriegen wir den Gefangenen und den Verr�ter, der ihn befreit hat, ja doch noch! Los! Geh!�</p><p>�Jawohl, Milord!� Rol�tharak rief mehrere Soldaten zu sich, dann ritten sie in die Richtung davon, die Malfurion und Brox wahrscheinlich eingeschlagen hatten.</p><p>Illidan dachte kaum noch an seinen Bruder. Wahrscheinlich hatte die Verz�gerung Malfurion all die Zeit gegeben, die er ben�tigte, um seine Verfolger abzusch�tteln. Aber er dachte an Tyrande. Sie w�rde nicht nur hoch zufrieden sein, weil es aussah, als habe er die J�ger zur�ckgehalten, sondern auch sehr von dem Lob beeindruckt sein, mit dem Lord Ravencrest ihn �berh�uft hatte.</p><p>Und es schien, als wolle der Kommandant dem Mann, von dem er glaubte, er habe ihm das Leben gerettet, noch mehr schenken.</p><p>Ravencrest kam auf Illidan zu und legte ihm eine schwere Hand auf die Schulter. Dann erkl�rte er: �Illidan Stormrage, die Mondgarde mag deine F�higkeiten nicht kennen, aber ich kenne sie. Ich ernenne dich hiermit zu einem Mann von Black Rook Hold � und zu meinem pers�nlichen Zauberer! Als solcher wirst du einen Rang au�erhalb der Mondgarde haben. Du wirst mit ihren Besten auf einer Stufe stehen, und keiner aus dem Orden kann dir Befehle erteilen! Gehorsam schuldest du nur mir und der K�nigin, dem Licht der Lichter, Azshara!�</p><p>Die anderen Nachtelfen legten sich die linke Hand auf die Brust und senkten huldigend den Kopf, als der Name der K�nigin fiel.</p><p>�Ich bin � geehrt � Milord ��, stammelte Illidan.</p><p>�Komm! Wir reiten sofort zur�ck! Ich will eine gr��ere Truppe sammeln, um diese Kadaver nach Black Rook Hold zu schaffen! Die Angelegenheit muss genau untersucht werden! Wenn uns die Invasion irgendeiner h�llischen Horde bevorsteht, m�ssen wir in Erfahrung bringen, was wir k�nnen, und Ihre Majest�t alarmieren.�</p><p>Angesteckt von der Begeisterung des Edelmanns, schenkte Illidan der Erw�hnung Azsharas kaum Aufmerksamkeit. H�tte er es getan, so h�tte er sich zumindest leichte Sorgen gemacht, denn war es nicht ihretwegen gewesen, dass Malfurion sich dem Zorn von Illidans neuem G�nner gestellt hatte? Sie war es, von der Malfurion behauptete, sie sei an einem Wahnsinn beteiligt, der das ganze Volk der Nachtelfen in eine Katastrophe st�rzen k�nne.</p><p>Doch f�r den Augenblick konnte Illidan nur an eines denken. <emphasis>Ich habe endlich meine Bestimmung gefunden</emphasis> �</p></section><section><title><p>13</p></title><p><emphasis>Er hat einen starken Geist, eine starke Seele und einen starken K�rper</emphasis>, sagte eine ebenso m�chtige wie zornige Stimme in Rhonins Kopf.</p><p><emphasis>Zu anderen Zeiten � bemerkenswerte Qualit�ten</emphasis>, antwortete eine zweite, ruhigere Stimme, die ansonsten mit der Ersten identisch zu sein schien.</p><p><emphasis>Die Wahrheit wird sich zu erkennen geben</emphasis>, beharrte die Erste. <emphasis>Es ist mir stets gelungen, sie zu finden</emphasis> �</p><p>Rhonin schien au�erhalb seines K�rpers zu schweben, aber er wusste nicht, wo. Er f�hlte sich, als hinge er zwischen Leben und Tod, Schlaf und Erwachen, Dunkelheit und Licht � nichts erschien ihm richtig, nichts erschien ihm v�llig falsch.</p><p><emphasis>Es reicht!</emphasis>, meldete sich eine dritte Stimme, die ihm bekannt vorkam. <emphasis>Er hat schon genug durchlitten. Lasst ihn zu mir zur�ckkehren � f�r den Augenblick</emphasis>.</p><p>Und pl�tzlich erwachte Rhonin im Tal des Cenarius.</p><p>Die Sonne stand hoch �ber ihm, aber er konnte nicht sagen, ob es wirklich Mittag war oder ob ihm der magische Ort nur etwas vorgaukelte.</p><p>Rhonin versuchte sich zu erheben, aber sein K�rper gehorchte ihm noch immer nicht.</p><p>Er h�rte, wie sich etwas bewegte und sah den geh�rnten Waldgott vor sich.</p><p>�Ihr seid voller Kraft, Magier Rhonin�, donnerte Cenarius� Stimme. �Ihr habt mich �berrascht, was selten geschieht � und was noch wichtiger ist, Ihr habt Eure Geheimnisse f�r Euch behalten, wie dumm das auch sein mag.�</p><p>�Es � es gibt nichts � das ich Euch verraten k�nnte.� Es verwunderte Rhonin, dass sein Mund ihm gehorchte.</p><p>�Das werden wir sehen. Wir werden erfahren, was Eurem Begleiter widerfahren ist und warum Ihr, der Ihr nicht hier sein solltest, doch hier seid.� Der Gesichtsausdruck des Halbgottes wurde milder. �Aber jetzt m�chte ich, dass Ihr Euch ausruht. Das habt Ihr verdient.�</p><p>Er strich mit der Hand �ber Rhonins Gesicht � und der Magier schlief ein.</p><empty-line/><p>Krasus selbst h�tte liebend gern gewusst, wo er war. Die H�hle, in der er erwacht war, weckte keine Erinnerung in ihm. Er nahm kein anderes Wesen wahr, auch keines seiner eigenen Art, und das beunruhigte ihn. Hatte der W�chter ihn nur hierher gebracht, um ihn loszuwerden? Wollte er, dass Krasus hier starb?</p><p>Die Gefahr, dass Letzteres eintreten w�rde, war gro�. Schmerz und Ersch�pfung nagten an dem hageren K�rper des Drachenmagiers. Krasus f�hlte sich, als habe jemand einen Teil aus ihm herausgerissen. Sein Ged�chtnis war immer noch voller L�cken, und er bef�rchtete, dass seine Schw�che weiter zunehmen w�rde, ihm nur noch wenig Zeit blieb.</p><p><emphasis>Nein! Ich werde mich nicht der Verzweiflung hingeben! Nicht ich!</emphasis> Er zwang sich zum Aufstehen und sah sich um. F�r einen Menschen oder einen Orc w�re die H�hle absolut dunkel gewesen, aber Krasus vermochte das Innere fast so gut zu erkennen, als l�ge es im Licht des Tages. Er sah gewaltige, spitz zulaufende Stalaktiten und Stalagmiten, Risse und Vorspr�nge in den W�nden und bemerkte sogar die kleinen blinden Echsen, die �ber den Fels huschten.</p><p>Leider entdeckte er keinen Ausgang.</p><p>�Ich habe keine Zeit f�r diese Spiele!�, zischte er in den leeren Raum hinein. Seine Worte hallten von den W�nden wider, schienen ihn mit jedem Echo verh�hnen zu wollen.</p><p>Etwas musste ihm entgangen sein. Man hatte ihn gewiss aus einem ganz bestimmten Grund hierher gebracht � aber aus welchem?</p><p>Dann erinnerte sich Krasus an die Br�uche seines Volks, Br�uche, die auf Nicht-Drachen �u�erst grausam wirken konnten. Ein grimmiges L�cheln umspielte seine Mundwinkel.</p><p>Der Magier richtete sich auf und drehte sich langsam im Kreis, ohne auch nur einmal zu blinzeln. Gleichzeitig rezitierte er eine rituelle Begr��ung, geschrieben in einer Sprache, die �lter als die Welt war. Er wiederholte die Gru�formel dreimal und betonte die Nuancen in einer Weise, die nur jemand kennen konnte, der die Sprache in ihrer Urform erlernt hatte.</p><p>Wenn er damit nicht die Aufmerksamkeit seiner W�chter erregte, wusste er auch nicht mehr weiter.</p><p>�Es spricht die Sprache derer, die Himmel und Erde an ihren Platz r�ckten�, donnerte jemand. �Die, die uns erschaffen haben.�</p><p>�Es muss zu uns geh�ren�, sagte ein anderer, �denn es geh�rt sicherlich nicht zu ihnen.�</p><p>�Wir m�ssen mehr erfahren.�</p><p>Und pl�tzlich erschienen sie wie aus dem Nichts rund um die kleine Gestalt � Vier gewaltige rote Drachen setzten sich neben Krasus. Ihre weltumspannenden Fl�gel falteten sie w�rdevoll hinter ihnen zusammen. Sie betrachteten den Magier, als sei er ein kleiner, aber schmackhafter Kr�mel Nahrung.</p><p>Wenn sie glaubten, damit seine scheinbar primitiven Sinne erschrecken zu k�nnen, so lagen sie damit erneut falsch.</p><p>�Sicherlich einer von uns�, murmelte ein schwerer m�nnlicher Drache, dessen Geschlecht an seinem Schuppenkamm zu erkennen war. Er schnaubte und schickte Rauchwolken in Krasus� Richtung.</p><p>�Dasss isst der Grund, ausss dem ich ihn herbrachte�, entgegnete ein kleinerer Leviathan bitter. �Dasss � und ssseine st�ndigen Klagen ��</p><p>Krasus, den der Rauch nicht st�rte, wandte sich gelassen an ihn. �Wenn du die Vernunft gebraucht h�ttest, die dir der Sch�pfer gegeben hat, dann h�ttest du mich und die Dringlichkeit meiner Warnung sofort erkannt! Wir h�tten uns den chaotischen R�ckzug aus dem Reich des Waldgottes sparen k�nnen.�</p><p>�Ich bin mir immer noch nicht sssicher, dasss es kein Fehler war, dich hierher zu bringen!�</p><p>�Wo ist hier?�</p><p>Alle vier Drachen legten �berrascht den Kopf zur�ck, und einer der beiden weiblichen antwortete. �Wenn du wirklich zu uns geh�rst, kleiner Drache, dann sollte dir dieser Ort so vertraut sein wie dein Nest ��</p><p>Krasus verfluchte seine fehlende Erinnerung. Es konnte sich nur um einen Ort handeln. �Dann bin ich in den Heimath�hlen? Im Reich der geliebten Alexstrasza, der K�nigin des Lebens?�</p><p>�Du wolltest hierher kommen�, erinnerte ihn der kleinere Drache.</p><p>�Aber ��, unterbrach ihn der zweite weibliche Drache. Sie war j�nger und schlanker als die anderen. �Kommt er von hier aus auch noch weiter?�</p><p>�Er kommt so weit, wie er w�nscht�, mischte sich eine neue Stimme ein. �Wenn er mir eine einfache Frage beantworten kann.�</p><p>Die vier Leviathane und Krasus drehten sich um und entdeckten einen f�nften und offensichtlich wesentlich �lteren Drachen, der pl�tzlich hinter ihnen sa�. Im Gegensatz zu den beiden anderen m�nnlichen Drachen verf�gte er �ber einen pr�chtigen Schuppenkamm, der vom Kopf bis �ber die Schultern verlief. Er �bertraf das Gewicht der anderen Drachen um mehrere Tonnen, und allein schon seine Klauen waren bereits gr��er als die kleine Gestalt in der Mitte zwischen den Giganten.</p><p>�Wenn du trotz der Verkleidung, die du tr�gst, wirklich zu uns geh�rst�, donnerte der Drachen, �musst du wissen, wer ich bin.�</p><p>Der Magier k�mpfte mit seiner l�ckenhaften Erinnerung. Nat�rlich wusste er, wer das war, aber der Name fiel ihm einfach nicht ein. Sein K�rper verkrampfte sich, und sein Blut schien zu kochen, w�hrend er gegen den Nebel in seinem Geist ank�mpfte. Krasus wusste, dass er den Namen des Riesen nennen musste, sonst w�rde man ihn versto�en, und er w�rde die anderen niemals vor der Gefahr warnen k�nnen, die seine Anwesenheit in dieser Zeit m�glicherweise darstellte.</p><p>Und dann, nach einer gewaltigen Anstrengung, stie� er den Namen, den er so gut wie seinen eigenen h�tte kennen sollen, endlich hervor. �Du bist <emphasis>Tyranastrasz</emphasis> � Tyran, der Gelehrte, Gef�hrte von Alexstrasza!�</p><p>Der Stolz in seiner Stimme, als er sich an Namen und Titel des dunkelroten Riesen erinnerte, musste deutlich h�rbar gewesen sein, denn Tyranastrasz lachte lauthals auf � beinahe wie ein Mensch.</p><p>�Du geh�rst tats�chlich zu uns, auch wenn ich dich nicht erkenne. Der, der dich herbrachte, hat mir einen Namen genannt, aber er ist offensichtlich falsch, denn bei uns wird ein Name nur ein einziges Mal vergeben.�</p><p>�Er ist nicht falsch�, beharrte der Drachenmagier. �Und ich kann dir auch erkl�ren, warum er es nicht ist.�</p><p>Alexstraszas Gef�hrte sch�ttelte sein m�chtiges Haupt. Rauch kr�uselte sich aus seinen N�stern empor. �Die Erkl�rung, die du genannt hast, wurde uns berichtet, doch sie ist so unglaublich, dass sie nicht wahr sein <emphasis>kann</emphasis>. Was du sagst, geh�rt ins Reich von Nozdormu, dem Zeitlosen. Aber selbst er w�re nicht so unvorsichtig die Dinge zu tun, die du unterstellst.�</p><p>�Er ist ganz einfach verwirrt�, sagte der Beobachter aus dem Wald. �Einer von uns, aber verletzt durch eine Waffe oder einen Unfall.�</p><p>�Vielleicht �� Tyranastrasz �berraschte die anderen Drachen, als er den Kopf neigte, bis er fast auf einer H�he mit Krasus war. �Aber da du mich erkannt hast, ist meine Frage beantwortet. Du geh�rst zum Schwarm und hast daher das Recht, die innersten Bereiche des Nests zu betreten. Komm mit! Ich bringe dich zu der, die diese Sache kl�ren kann, denn sie kennt ihren Schwarm, so wie sie all ihre Kinder kennt. Sie wird dich erkennen und daher auch die Wahrheit ��</p><p>�Du wirst mich zu Alexstrasza bringen?�</p><p>�Zu wem sonst? Klettere auf meinen Hals, wenn du dazu in der Lage bist.�</p><p>Trotz seiner k�rperlichen Schw�che gelang es Krasus problemlos, nach oben zu klettern. Die Hoffnung, endlich Hilfe zu finden, trieb ihn ebenso sehr an wie die Aussicht, seine Geliebte wieder zu sehen, selbst, wenn sie ihn nicht erkennen sollte.</p><p>Der riesige Drache trug Krasus durch ein Labyrinth aus Tunneln und Kammern, die er h�tte erkennen sollen, die ihm aber fremd erschienen. Ab und zu regte sich eine Erinnerung, aber es war nie genug, um den Magier zufrieden zu stellen. Selbst die anderen Drachen des roten Schwarms, denen sie auf ihrem Flug begegneten, waren ihm nicht mehr vertraut, obwohl er sie einst alle gekannt hatte.</p><p>Er w�nschte sich, er w�re wach gewesen, als der Beobachter ihn hierher brachte. Vielleicht h�tte die Landschaft rund um die H�hle des roten Schwarms seine Erinnerungen geweckt. </p><p>Au�erdem gab es sicher keinen gro�artigeren Anblick als den der Drachen auf dem H�hepunkt ihrer Macht. Die gewaltigen Berge noch einmal zu sehen und die gro�en L�cher in den W�nden der Klippen, von denen jedes in Alexstraszas Reich f�hrte. Zahllose Jahrhunderte waren seitdem vergangen, und Krasus hatte das Ende des Zeitalters der Drachen stets bedauert.</p><p>Sollte es mir gelingen, sie zu �berzeugen, wird sie mir das Land der Drachen vielleicht ein letztes Mal zeigen � bevor sie entscheidet, was mit mir geschieht.</p><p>Tyranastrasz� gewaltiger K�rper glitt m�helos durch die hohen glatten Tunnel. Krasus f�hlte einen Stich der Eifersucht, denn er war gezwungen, mit seiner Geliebten in diesem schwachen sterblichen K�rper zu sprechen. Er mochte die niederen V�lker und genoss es, Zeit mit ihnen zu verbringen, aber nun, da vielleicht seine Existenz auf dem Spiel stand, h�tte er sein wahres Aussehen bevorzugt.</p><p>Ein helles, aber dennoch angenehmes Licht erschien pl�tzlich vor ihnen. Das r�tliche Leuchten w�rmte Krasus innerlich und �u�erlich, als sie sich ihm n�herten. Es erinnerte ihn an seine Kindheit, daran, wie er gelernt hatte, nicht nur auf der Erde, sondern auch am Himmel aufzuwachsen. Fl�chtige Erinnerungen an sein Leben tanzten in seinen Gedanken, und zum ersten Mal seit seiner Ankunft in dieser Zeit f�hlte sich der Drachenmagier beinahe wie er selbst.</p><p>Sie erreichten die Quelle des majest�tischen Leuchtens. Es war der Eingang zu einer gewaltigen H�hle. Tyranastrasz kniete nieder, senkte den Kopf und sprach: �Mit deiner Erlaubnis, mein Leben, meine Liebe ��</p><p>�Immer�, antwortete eine Stimme, die ebenso fein, wie machtvoll klang. �F�r dich bin ich immer da.�</p><p>Erneut sp�rte Krasus einen Stich der Eifersucht, doch er wusste, dass die Sprecherin ihn ebenso sehr geliebt hatte, wie den Leviathan, auf dem er ritt. Die K�nigin des Lebens schenkte diese Liebe nicht nur ihren Gef�hrten, sondern dem ganzen Schwarm. In Wahrheit liebte sie sogar alle Wesen dieser Welt, obwohl es sie nicht davon abhielt, die zu zerst�ren, die den Rest bedrohten.</p><p>Und das war etwas, das er gegen�ber Rhonin absichtlich nicht erw�hnt hatte. Bereits fr�h hatte Krasus erkannt, dass man weitere St�rungen der Zeitlinie vermutlich beheben konnte, indem man die Objekte entfernte, die nicht hinein geh�rten.</p><p>Um zu verhindern, dass sich die Geschichte noch st�rker ver�nderte, musste Alexstrasza vielleicht ihn und den menschlichen Magier t�ten.</p><p>Als er und Tyranastrasz die H�hle betraten, verschwanden alle Sorgen �ber sein Schicksal aus Krasus� Gedanken, denn er stand derjenigen gegen�ber, die auf ewig �ber sein Herz und seine Seele herrschen w�rde.</p><p>Das angenehme Leuchten, das jede Ecke und jeden Spalt der gro�en H�hle erf�llte, ging von dem schimmernden roten Drachen aus. Alexstrasza war die Gr��te ihrer Art, doppelt so gewaltig wie der Riese, auf dem Krasus ritt. Trotzdem sp�rte man die angeborene Sanftheit, die ihren m�chtigen K�rper erf�llte. Noch w�hrend Krasus sie betrachtete, zog die K�nigin des Lebens ein zerbrechliches Ei unter ihrem K�rper hervor und legte es in einen rauchenden Spalt, wo sie es sorgf�ltig sicherte.</p><p>Sie war von zahlreichen Eiern umgeben, die aus ihrem letzten Gelege stammten. Jedes war rund einen Fu� hoch � was gro� war, wenn man es mit normalen Eiern verglich und winzig, wenn man die betrachtete, die sie gelegt hatte. Krasus z�hlte drei Dutzend. Nur die H�lfte davon w�rde schl�pfen und eine weitere H�lfte w�rde sterben, bevor sie ausgewachsen war. Doch das war der Weg des Drachen � auf einen harten Anfang folgte ein Leben voll von Ruhm und Wundern.</p><p>Rund um die Eier wuchsen bl�hende Pflanzen, die es unterirdisch und bei diesen Bedingungen eigentlich nicht h�tte geben d�rfen. Krasus sah Efeugew�chse an den W�nden und ausgedehnte Teppiche aus purpurnen Blumen. Goldene Dahlien zierten eine Seite des Nests, w�hrend Rosen und Orchideen den Bereich umgaben, wo Alexstrasza sa�. Jede Pflanze bl�hte und wurde gen�hrt von der Anwesenheit der K�nigin des Lebens.</p><p>Ein kristallklarer Bach floss durch die H�hle und kam so nah an die K�nigin heran, dass sie jederzeit, wenn ihr danach war, einen Schluck daraus trinken konnte. Das sanfte Pl�tschern sorgte f�r eine ruhige und gelassene Stimmung in dem unterirdischen Reich.</p><p>Krasus� Drache senkte den Kopf, damit sein winziger Reiter absteigen konnte. Der Drachenmagier lie� Alexstrasza nicht aus den Augen, als er den H�hlenboden betrat und niederkniete.</p><p>�Meine K�nigin ��</p><p>Aber sie sah nicht ihn an, sondern den gro�en Drachen, der ihn hierher gebracht hatte. �Tyranastrasz � w�rdest du uns f�r eine Weile allein lassen?�</p><p>Wortlos verlie� der Leviathan den Raum. Die K�nigin des Lebens wandte ihren Blick Krasus zu, schwieg jedoch. Er kniete vor ihr und wartete auf ein Zeichen des Erkennens, erhielt aber keines.</p><p>Schlie�lich ertrug Krasus die Stille nicht mehr und keuchte: �Meine K�nigin, meine Welt, wie kann es sein, dass gerade du mich nicht erkennst?�</p><p>Sie betrachtete ihn durch zusammengekniffene Augen, bevor sie antwortete. �Ich wei�, was ich f�hle und ich wei�, was ich sp�re. Aus diesen Gr�nden habe ich �ber die Geschichte, die du den anderen erz�hlt hast, ernsthaft nachgedacht. Ich habe bereits beschlossen, was geschehen muss, doch zuerst m�chte ich mit einem anderen reden, dessen weise Ansichten mir ebenso lieb wie meine eigenen sind � Ah! Hier kommt er bereits!�</p><p>Aus einem anderen Gang trat ein m�nnlicher Drache, der nur etwas kleiner als Tyranastrasz war. Der Neuank�mmling bewegte sich beh�big, als w�re jeder Schritt mit gro�en Anstrengungen verbunden. Sein K�rper war lang gezogen und zeigte verblichene r�tliche Schuppen. Seine Augen waren tr�b und auf den ersten Blick erschien er wesentlich �lter als Alexstraszas Gef�hrte � bis der Magier erkannte, dass es nicht das Alter war, das den Drachen beugte, sondern eine unbekannte Krankheit.</p><p>�Du � hast mich gerufen, Alexstrasza?�</p><p>Als Krasus den geschw�chten Giganten sprechen h�rte, drehte sich seine Welt. Er kam auf die F��e und stolperte zur�ck, konnte sein Entsetzen nicht verbergen.</p><p>Die K�nigin des Lebens bemerkte seine Reaktion, obwohl ihr Blick sich weiter auf den Neuank�mmling richtete. �Ich habe um deine Anwesenheit gebeten. Vergib mir, wenn dich der Weg zu sehr angestrengt hat.�</p><p>�Es gibt � nichts, das ich nicht f�r dich tun w�rde, mein Leben, meine Welt.�</p><p>Sie zeigte auf den Magier, der da stand, als habe ihn der Blitz getroffen. �Dies ist � wie nennst du dich?�</p><p>�Kor � Krasus, meine K�nigin, Krasus ��</p><p>�Krasus? Also wollen wir dich so nennen �� Ihr Tonfall klang belustigt, so als am�siere sie sich �ber seine spontane Namenswahl. Sie wandte sich wieder an den erkrankten Leviathan. �Und das, Krasus, ist einer meiner geliebtesten Untertanen, mein neuester Gef�hrte und einer, auf dessen Weisheit ich mich bereits stark st�tze. Da du zu uns geh�rst, ist dir sein Name vermutlich bekannt. Er hei�t <emphasis>Korialstrasz</emphasis> ��</p><empty-line/><p>Sie ritten entlang des gewundenen Waldpfads. Malfurion glaubte mittlerweile, dass sie alle m�glichen Verfolger abgesch�ttelt hatten. Er hatte einen Weg gew�hlt, der sie �ber Felsen und andere Gebiete f�hrte, in denen die Tatzen der Katzen kaum Spuren hinterlassen w�rden. Er hoffte, m�gliche Verfolger damit in die Irre gef�hrt zu haben. Das bedeutete zwar, dass sie mehr Zeit ben�tigen w�rden, um zu dem Ort zu gelangen, an dem er sich immer mit Cenarius traf, aber Malfurion hatte beschlossen, dieses Risiko einzugehen. Er wusste immer noch nicht, was der Waldgott denken w�rde, wenn er von den Taten seines Sch�lers erfuhr.</p><p>Als sie sich dem Treffpunkt n�herten, z�gelte Malfurion seine Katze. Brox folgte seinem Beispiel etwas ungeschickter.</p><p>�Wir halten?�, grunzte der Orc. Er sah sich um, entdeckte jedoch nur B�ume. �Hier?�</p><p>�Fast. Nur noch ein paar Minuten. Die Eiche wird bald in Sicht kommen.�</p><p>Obwohl er seinem Ziel so nah war, spannte sich der Elf noch st�rker an. Einmal glaubte er, Blicke zu sp�ren, die sie beobachteten, aber als er hinsah, war da nichts au�er Wald. Die Erkenntnis, dass sich sein Leben f�r immer ver�ndert hatte, ersch�tterte ihn noch immer. Wenn die Mondgarde ihn identifizierte, riskierte er den Bann, die schlimmste Strafe, die man einem Nachtelf au�er dem Tod zuf�gen konnte. Sein Volk w�rde sich von ihm abwenden und ihn wie einen Toten behandeln, obwohl er noch lebte. Niemand w�rde sich mit ihm besch�ftigen oder auch nur seinen Blick erwidern.</p><p>Noch nicht einmal Tyrande oder Illidan.</p><p>Er hatte seine Vergehen verschlimmert, als er es den Verfolgern �berlie�, sich den d�monischen Kreaturen zu stellen, die Brox �Feibestien� nannte. Sollte eine Feibestie einen Verfolger get�tet oder verwundet haben, w�rde es Malfurion unm�glich sein, seine Taten wieder gutzumachen � und, was noch schlimmer war, er w�rde die Verantwortung f�r den Tod Unschuldiger tragen. Aber was h�tte er sonst tun k�nnen? Seine einzige andere M�glichkeit w�re Brox� Auslieferung an die Mondgarde gewesen � und damit auch an Black Rook Hold.</p><p>Die Eiche, die er suchte, tauchte vor ihnen auf und hinderte Malfurion, l�nger �ber seine wachsenden Schwierigkeiten nachzudenken. Jeder andere h�tte in dieser Eiche einfach nur einen Baum gesehen, aber f�r Malfurion war es ein uralter W�chter, einer, der Cenarius l�nger als die meisten gedient hatte. Dieser hohe Baum mit seinem breiten Stamm und der furchenreichen Rinde hatte gesehen, wie der Wald um ihn herum wuchs. Er hatte unz�hlige anderer seiner Art �berlebt und Tausende Generationen kurzlebiger Tiere beobachtet.</p><p>Die Eiche erkannte Malfurion, als er sich n�herte, und trotz des fehlenden Winds bewegten sich die Bl�tter ihrer m�chtigen Krone. Das war die uralte Sprache aller B�ume, und der Nachtelf f�hlte sich geehrt, dass Cenarius ihm schon fr�h beigebracht hatte, zumindest ein wenig davon zu verstehen.</p><p>�Brox � ich muss dich um einen Gefallen bitten.�</p><p>�Ich schulde dir viel. Sprich.�</p><p>Malfurion zeigte auf die Eiche. �Steig ab und geh zu diesem Baum. Lege deine Handfl�che auf den knorrigen Bereich des Stammes.�</p><p>Der Orc hatte sichtlich keine Ahnung, weshalb das von ihm verlangt wurde, aber da es Malfurion war, der ihn bat, gehorchte er sofort. Er reichte dem Nachtelf seine Z�gel und trottete zu dem W�chter. Der m�chtige Krieger musterte den Stamm sorgf�ltig, dann legte er seine Hand auf das St�ck, das Malfurion hervorgehoben hatte.</p><p>Dann drehte er den Kopf und sah seinen Begleiter an. �Und was soll ich j ��</p><p>Er keuchte �berrascht, als seine Hand in die Rinde einsank, als habe sich diese in Schlamm verwandelt. Brox wollte sie herausziehen, aber Malfurion befahl ihm geistesgegenw�rtig, sich nicht zu bewegen.</p><p>�Unternimm nichts! Bleib einfach nur stehen. Der Baum lernt von dir. Deine Hand kribbelt nur ein wenig, sonst geschieht dir nichts.�</p><p>Er erkl�rte Brox nicht, was das Kribbeln bedeutete. Winzige �ste des W�chters bohrten sich in das Fleisch des Orcs. Indem sich die Eiche f�r einen kurzen Moment mit Brox verband, las sie in ihm. Pflanze und Tier verschmolzen miteinander. Die Eiche w�rde sich f�r immer an Brox erinnern, egal, wie viele Jahrhunderte vergingen.</p><p>Die Halsschlagader des Orcs pochte heftig und verriet seine wachsende Angst. Trotzdem blieb Brox so regungslos wie die Eiche stehen und starrte auf die Stelle, wo seine Hand verschwunden war.</p><p>Sie wurde so pl�tzlich frei gelassen, dass er einen �berraschten Schritt zur�ck machte. Brox bewegte seine Finger, schien sie sogar sicherheitshalber zu z�hlen.</p><p>�Der Weg ist jetzt frei f�r uns�, verk�ndete Malfurion.</p><p>Brox stieg wieder auf, und der Nachtelf ritt an der Eiche vorbei. Als er auf einer H�he mit dem W�chter war, bemerkte Malfurion eine leichte Ver�nderung der Luft. Ohne Erlaubnis w�ren er und Brox eine Ewigkeit lang geritten, ohne die Lichtung zu finden. Nur diejenigen, die Cenarius zu sprechen w�nschte, konnten dem Weg hinter den W�chtern folgen.</p><p>Die Ver�nderungen in der Landschaft wurden deutlicher, als die beiden weiter ritten. Eine k�hle Brise erfrischte sie. V�gel h�pften umher und sangen in dem umgebenden Ge�st. Die B�ume selbst sch�ttelten sich fr�hlich und begr��ten vor allem den Nachtelf � der sie verstehen konnte. Beide begannen sich so wohl zu f�hlen, dass Malfurion sogar ein L�cheln im Gesicht des Orcs zu erkennen glaubte.</p><p>Eine Barriere aus dichtem Wald verstellte ihnen pl�tzlich den Weg. Brox sah Malfurion an, der ihm bedeutete abzusteigen. Nachdem beide ihre Tiere verlassen hatten, f�hrte Malfurion den Orc zu einem schmalen Trampelpfad, den man auf den ersten Blick zwischen den B�umen nicht hatte erkennen k�nnen. Mehrere Minuten lang folgten sie dem Weg, bis sie eine helle, offene Lichtung fanden, die mit hohem weichen Gras und bunten Blumen bewachsen war.</p><p>Die Lichtung des Waldgottes.</p><p>Doch die Gestalt, die inmitten eines Blumenkreises stand, h�tte man nie mit Cenarius verwechseln k�nnen. Sie hatte gesessen, sprang jedoch auf, als sie die beiden Neuank�mmlinge bemerkte. Die merkw�rdigen Augen des Mannes musterten vor allem Brox, so als wisse er genau, was ein Orc war.</p><p>�Du ��, murmelte der Fremde an den gr�nh�utigen Krieger gewandt. �Du solltest hier nicht sein ��</p><p>Brox missverstand die Bemerkung. �Ich geh�re zu ihm, Magier � und brauche deine Erlaubnis nicht.�</p><p>Doch der Feuerschopf � zu welchem Volk er geh�rte, war Malfurion noch unklar � sch�ttelte den Kopf, machte einen Schritt auf den Orc zu und z�gerte dann doch am Rand des Rings. Mit einem merkw�rdigen Blick auf die Blumen � die ihn ebenfalls zu mustern schienen � stie� der Fremde hervor: �Dies ist nicht deine Zeit! Dich sollte es hier �berhaupt nicht geben.�</p><p>Er bewegte die Hand auf den Nachtelf zu, dem die Geste bedrohlich erschien. Malfurion erinnerte sich an das Wort �Magier� und bereitete schnell einen eigenen Zauber vor. Er hoffte, dass Cenarius� Druidenzauber an diesem heiligen Ort m�chtiger sein w�rden als die Magie des Fremden.</p><p>Pl�tzlich donnerte es im Himmel, und aus der leichten Brise wurde ein st�rmischer Wind. Brox und Malfurion wurden einige Schritte zur�ckgesto�en, und der Magier wurde beinahe in die Luft gerissen, so heftig stie� man ihn vom Rand des Ringes weg.</p><p>�In meinem Reich wird es so etwas nicht geben!�, verk�ndete Cenarius� Stimme.</p><p>In der N�he des Blumenbeets wirbelte der starke Wind Bl�tter, Staub und andere Dinge des Waldes auf, schleuderte sie umher und erschuf einen Wirbelsturm. Die kleine Windhose wurde gr��er und gr��er, bis die Bl�tter und �ste zu einer gewaltigen Gestalt verschmolzen.</p><p>Die Luft beruhigte sich, als Cenarius vortrat und Malfurion und die anderen betrachtete.</p><p>�Von dir h�tte ich Besseres erwartet�, bemerkte er ruhig und mit einem Blick auf den Nachtelf. �Aber dies sind seltsame Zeiten.� Er sah Brox an. �Und wie es scheint, werden sie mit jeder vergehenden Stunde seltsamer.�</p><p>Der Orc knurrte Cenarius an. Malfurion brachte ihn rasch zum Schweigen. �Dies ist der Herr des Waldes, der Halbgott Cenarius � der, zu dem ich dich bringen wollte, Brox.�</p><p>Brox entspannte sich ein wenig und zeigte dann auf den Magier in seinem Umhang. �Und der? Ist das auch ein Halbgott?�</p><p>�Er ist Teil des R�tsels�, antwortete Cenarius. �Und du scheinst zum gleichen R�tsel zu geh�ren.� An das Wesen im Ring gewandt, f�gte er hinzu: �Du hast den Neuank�mmling erkannt, mein Freund Rhonin.�</p><p>Der Magier schwieg.</p><p>Der Halbgott sch�ttelte sichtlich entt�uscht den Kopf. �Ich will dir nichts tun, Rhonin, aber es ist zu viel geschehen, das mich und die anderen verst�rt und nicht hierher zu geh�ren scheint. Du und dein verschwundener Begleiter und jetzt dieser ��</p><p>�Sein Name ist Brox�, half Malfurion aus.</p><p>�Dieser Brox�, f�gte Cenarius hinzu. �Ein weiteres Wesen, das selbst ich noch nie gesehen habe. Und wie ist Brox hierher gelangt, mein Sch�ler? Ich nehme an, es gibt eine verst�rende Geschichte �ber ihn zu erz�hlen.�</p><p>Der Nachtelf nickte und begann sofort von seiner Orc-Rettungsaktion zu berichten. Dabei nahm er jede Schuld auf sich. Tyrande und Illidan erw�hnte er kaum.</p><p>Doch Cenarius, der viel weiser und �lter als sein Sch�ler war, erkannte einen Gro�teil der Wahrheit. �Ich sagte bereits, dass das Schicksal dir und deinem Bruder unterschiedliche Wege auferlegt hat. Ich glaube, dass ihr diese Kreuzung nun erreicht habt, auch wenn ihr es nicht wisst.�</p><p>�Ich verstehe nicht, was ��</p><p>�Dar�ber reden wir ein anderes Mal.� Der Halbgott ging pl�tzlich an Malfurion und Brox vorbei und blickte in den Wald. Rund um die Lichtung begannen die Baumkronen voller Wut zu erzittern. �Wir haben keine Zeit mehr. Ihr solltet euch besser bereit halten � auch du, Freund Rhonin.�</p><p>�Ich?�, fragte der Zauberer.</p><p>�Was ist los, Shan�do?� Malfurion sp�rte die Wut der B�ume.</p><p>Der sonnendurchflutete Himmel donnerte, und der Wind wurde erneut st�rker. Ein Schatten fiel �ber Cenarius� majest�tisches Antlitz, ein dunkler Schatten, der selbst Malfurion vor seinem Lehrer zur�ckweichen lie�.</p><p>Der Herr des Waldes streckte seine Arme aus, als wolle er jemanden umarmen, den niemand au�er ihm sehen konnte. �Wir werden gleich angegriffen � und ich bef�rchte, dass ich euch nicht alle besch�tzen kann.�</p><empty-line/><p>Die einsame Feibestie folgte der Spur, wie es kein Tier und kein Reiter vermocht h�tte. Sie witterte nicht den Geruch ihrer Beute, sondern die Magie, die in ihr wohnte. Die Energie, die man Magie nannte, war Nahrung, ebenso wie Fleisch und Blut � und wie alle anderen ihrer Art war die Feibestie stets hungrig.</p><p>Sterbliche Wesen h�tten die Magie des W�chters nicht bemerkt, aber dem D�mon fiel sie sofort auf. Er st�rzte sich voller Gier auf sein unbewegliches Ziel. Die furchtbaren Tentakel schlugen wie Peitschen aus und trafen den dicken Stamm.</p><p>Die Eiche tat ihr Bestes, um gegen den unbekannten Feind zu bestehen. Wurzeln griffen nach den Pfoten, aber die Feibestie wich ihnen aus. Lose �ste st�rzten von hoch oben herab und prallten von der dicken Haut des Monsters ab.</p><p>Als die Eiche bemerkte, dass das, was sie versuchte, keine Wirkung zeigte, stie� sie einen seltsam klagenden Schrei aus, der immer heller wurde. Schon bald hatte er eine H�he erreicht, die f�r die meisten Wesen unh�rbar war.</p><p>Doch f�r die Feibestie war dies ein furchtbarer Laut. Der D�mon jaulte und versuchte, seinen Kopf in die Erde zu stecken. Gleichzeitig jedoch weigerte er sich, den W�chter loszulassen. Die beiden Wesen k�mpften �</p><p>Am Ende erwies sich die Feibestie als st�rker. Der Eiche wurde die Magie immer weiter entzogen, und sie fiel mehr und mehr in sich zusammen. Schlie�lich starb sie � so wie es mit der Mondgarde geschehen war �, nachdem sie Tausende von Jahren den Pfad erfolgreich bewacht hatte.</p><p>Die Feibestie sch�ttelte ihren Kopf und zog die Luft durch die N�stern. Die Tentakel zuckten gierig vor, aber der D�mon verlie� seine Position nicht. Er war durch die Magie der Eiche gewachsen und jetzt doppelt so gro� wie zuvor.</p><p>Dann kam es zur Verwandlung. Eine tiefschwarze Aura umgab die Feibestie und h�llte sie vollst�ndig ein. Darin gefangen wand sich der D�mon, als versuchte er, vor sich selbst zu fliehen.</p><p>Und je st�rker er dies versuchte, desto mehr ver�nderte er sich. Ein Kopf erschien, dann zwei, drei, vier � schlie�lich f�nf. Jedes Haupt zog heftiger und st�rker am K�rper, bis breite H�lse, kr�ftige Schultern und muskul�se Oberk�rper und Beine zum Vorschein kamen.</p><p>Durch die reiche Magie des uralten W�chters wurde aus der einzelnen Feibestie ein Rudel. Die Anstrengung schw�chte die D�monen vor�bergehend, doch sie erholten sich innerhalb weniger Augenblicke. Das Wissen, dass vor ihnen noch mehr Nahrung und noch mehr Macht lag, spornte sie an.</p><p>Das Rudel der Feibestien st�rmte der Lichtung entgegen.</p></section><section><title><p>14</p></title><p><emphasis>Du bist ein wahrer Diener</emphasis>, sagte der Erhabene zu Lord Xavius. <emphasis>Deine Belohnung wird unendlich sein � Alles, was du dir ertr�umst, sollst du haben � alles � und jeden</emphasis>.</p><p>Die magischen Augen des Nachtelfen blinzelten nicht, als er auf einem Knie vor dem feurigen Portal hockte und die Versprechen des Gottes in sich aufsog. Er war der bevorzugte Diener des Erhabenen. Er w�rde unvorstellbare Macht erlangen, sobald der Weg bereitet war.</p><p>Und je l�nger die Hochgeborenen daran scheiterten, Letzteres zu erreichen, desto mehr verz�gerte sich die Ankunft des Gottes. Das frustrierte den Berater zusehends.</p><p>Dieses Gef�hl teilte er mit zwei weiteren Personen. Die eine war K�nigin Azshara, die sich ebenso sehr nach dem Tag sehnte, an dem all die Unreinen von der Welt getilgt w�rden und nur die Nachtelfen �brig blieben � und auch von ihnen nur die Besten �, um �ber das neue Paradies zu herrschen. Sie wusste nat�rlich nicht, dass der Erhabene in seiner Weisheit beschlossen hatte, sie zu Xavius� Gef�hrtin zu machen. Aber der Berater nahm an, dass ihre Proteste nur von kurzer Dauer sein w�rden, wenn ihr wundervoller Gott sie davon in Kenntnis setzte.</p><p>Auch der riesige Hakkar war von dem Mangel an Erfolg frustriert. Der Herr der Hunde wurde stets von zwei Feiwachen begleitet, wenn er die hochgeborenen Magier aufsuchte, sie auf Fehler in ihren Zaubern hinwies oder seine eigene Macht zu ihrer Unterst�tzung einsetzte.</p><p>Doch selbst mit seinem uralten Wissen war es ihnen gerade erst gelungen, einen kleinen Triumph zu erzielen. Jetzt hielten sich Hakkar und seine Haustiere nicht mehr allein unter den Nachtelfen auf. Zu ihnen hatten sich drei weitere geh�rnte Riesen mit roten Gesichtern gesellt, die manch einer entsetzlich fand. Lord Xavius aber bewunderte sie. Sie waren mehr als neun Fu� gro� und �berragten die Hochgeborenen, die selbst bereits sieben Fu� ma�en.</p><p>Dies waren die Abgesandten des Gottes, Himmelskrieger, deren einzige Pflicht darin bestand, jeden seiner Befehle auszuf�hren, egal, was es sie kostete. Jeder von ihnen war rund neun Fu� hoch, und obwohl sie seltsam d�rr wirkten, hatte keine der in Flammenr�stungen geh�llten Gestalten Probleme damit, ihre massiven Schilde zu halten und den brennenden Streitkolben zu schwingen. Sie gehorchten jedem Befehl aufs Wort und behandelten den Berater mit dem gleichen Respekt, den sie Hakkar erwiesen.</p><p>Und schon bald w�rden weitere eintreffen. Als Xavius zur�cktrat, sah er, wie das Portal aufleuchtete. Es dehnte sich aus, wurde gr��er und gr��er, bis �</p><p>� eine weiterer Feibestie � so nannte Hakkar die m�chtigen K�mpfer � durch das Tor kam. Der Neuank�mmling betrat die sterbliche Welt und neigte sein furchterregendes Haupt zuerst in Hakkars Richtung, dann in Xavius�.</p><p>Hakkar befahl ihm mit einer Geste, sich neben die anderen zu begeben. Dann wandte sich der Herr der Hunde an Xavius und zeigte auf die vier Krieger. �Der Erhabene hat sssein erssstes Versprechen erf�llt, Lord Nachtelf. Befiehl ihnen! Sssie werden allesss tun, wasss du von ihnen verlangssst.�</p><p>Xavius wusste genau, was sie f�r ihn tun sollten. �Da sie ein Geschenk f�r mich waren, m�chte ich sie der K�nigin vermachen. Sie werden Azshara als w�rdige Leibwache dienen.�</p><p>Der Herr der Hunde nickte anerkennend. Sie beide wussten, wie wichtig es war, die K�nigin der Nachtelfen bei Laune zu halten, ebenso wie beide das geheime Verlangen des Beraters kannten. �Esss wird am besssten sssein, wenn Ihr ssselbssst der K�nigin diesssesss Geschenk �berbringt, Lord Nachtelf. Wir werden die Arbeit w�hrend Eurer Abwesssenheit fortsssetzen, darauf werde ich achten.�</p><p>Der Vorschlag gefiel Xavius �ber die Ma�en. Er verbeugte sich vor Hakkar und befahl den riesigen Kriegern mit einem Fingerschnippen, ihm zu folgen und das Turmzimmer zu verlassen. Er wusste genau, wo er Azshara um diese Zeit finden w�rde.</p><p>Als er sich abwandte, schaute der Herr der Hunde ihm mit gl�henden Steinaugen nach.</p><empty-line/><p>W�hrend ihr Berater nur wenig schlief � in der letzten Zeit so gut wie gar nicht � nahm sich Azshara als K�nigin das Recht heraus, zu ruhen, wann immer ihr danach war. Schlie�lich musste sie in jeder Hinsicht perfekt sein und auch auf ihre Sch�nheit achten. Daher schlief die Herrscherin der Nachtelfen meistens den ganzen Tag lang, um dem harten, brennenden Sonnenlicht zu entgehen.</p><p>Dementsprechend reagierte Azshara im ersten Moment nicht gerade freundlich, als eine versch�chterte Dienerin eintrat. Die junge Frau fiel rasch vor dem raumf�llenden runden Bett auf die Knie und verschwand beinahe hinter dem Vorhang, der es umgab.</p><p>Mit einer l�ssigen Handbewegung erlaubte das Licht der Lichter der Dienerin zu sprechen.</p><p>�Herrin, vergebt meiner Wenigkeit, aber der Lord-Berater bittet um eine Audienz. Er sagt, er habe etwas, das euch interessieren w�rde.�</p><p>Azshara konnte sich im Moment nichts vorstellen, das sie dazu bringen k�nnte, ihr Bett zu verlassen, auch nicht f�r ihren Berater. Sie spitzte die Lippen, w�hrend silbernes Haar �ber ihre Kissen floss, und �berlegte, ob sie Xavius fortschicken sollte.</p><p>�Lass ihn f�nf Minuten warten�, schnurrte sie schlie�lich und begann sich kunstvoll in Pose zu legen. Sie kannte Xavius� Geschmack und wusste diesen Vorteil zu nutzen. Der Berater glaubte vielleicht, seiner Monarchin �berlegen zu sein, doch als Frau war sie jedem Mann �berlegen. �Dann erlaube ihm, einzutreten.�</p><p>Die Dienerin hinterfragte die Entscheidung ihrer Herrin nicht. Azshara beobachtete aus halb geschlossenen Augen, wie sie den Raum verlie�. Dann streckte sie sich elegant und bereitete sich auf das Treffen mit ihrem wichtigsten Berater vor.</p><empty-line/><p>Die junge Dienerin kehrte nerv�s zur�ck. Xavius wartete bereits seit mehreren Minuten. Sie hielt den Kopf gesenkt, was den Ausdruck auf ihrem Gesicht verbarg, und f�hrte den Berater durch dicke, kunstvoll bearbeitete Eichent�ren in die Privatgem�cher der K�nigin.</p><p>Nur wenige Male hatte er es gewagt, sie in diesem intimen Bereich aufzusuchen. Xavius ahnte, was ihn erwartete. Azshara w�rde makellos und verf�hrerisch wirken und dabei so tun, als bemerke sie selbst nichts davon. Sie spielte dieses Spiel gern und gut, aber er war darauf vorbereitet. Er war ihr in seinem Denken stets voraus.</p><p>Tats�chlich lag die K�nigin der Nachtelfen ausgestreckt auf ihrem Bett, einen Arm hinter dem Kissen. Zwei in Seide geh�llte Dienerinnen knieten in ihrer N�he. Ein silbernes Tablett mit einer smaragdgr�nen Karaffe voller Wein stand in Reichweite und ein halb gef�llter Kelch verriet, dass sie ihn bereits gekostet hatte.</p><p>�Mein �ber alles gesch�tzter Lord-Berater�, hauchte sie. �Ihr m�sst eine furchtbar wichtige Mitteilung f�r mich haben, wenn Ihr zu solcher Stunde um eine Audienz ersucht.� Das d�nne, gl�nzende Tuch der Zudecke betonte ihren makellosen K�rper.</p><p>Er legte die Faust auf sein Herz und st�tzte ein Knie auf den Boden. Lord Xavius blickte auf den wei�en Marmorboden und antwortete: �Licht der Lichter, geliebtes Herz des Volkes, ich danke Euch f�r die Zeit, die Ihr mir gew�hrt. Es tut mir Leid, Euch jetzt zu st�ren, aber ich habe ein hochinteressantes Geschenk mitgebracht, ein Geschenk, das der K�nigin der Nachtelfen, der K�nigin der Welt w�rdig ist. Wenn ich es hereinbringen d�rfte?�</p><p>Er sah auf und bemerkte, dass er ihre volle Aufmerksamkeit hatte. Ihre verschleierten Augen konnten ihre wachsende Neugier und Erwartung nicht verbergen. Azshara richtete sich halb in ihrem Bett auf. Das Tuch bedeckte ihren Oberk�rper gerade eben.</p><p>�Das interessiert mich, mein lieber Xavius. Ich gew�hre dir die Ehre, mir dein Geschenk zu pr�sentieren.�</p><p>Der gro�e Berater erhob sich, drehte sich zur T�r und schnippte mit den Fingern.</p><p>Man h�rte �berraschte Rufe au�erhalb des Zimmers, dann st�rmten zwei aufgel�st wirkende Dienerinnen ins Innere, wo sie wohl den Schutz und die Geborgenheit ihrer Herrin suchten. Stirnrunzelnd beugte sich Azshara vor, allerdings nicht so weit, dass die Bettdecke herab fiel.</p><p>Die vier furchterregenden Krieger marschierten in einer Zweierreihe in die Privatgem�cher der K�nigin. Sie waren so gro�, dass sie sich im T�rrahmen ducken mussten, um nicht mit ihren H�rnern �ber das Holz zu schrammen. Sie verteilten sich, nachdem sie eingetreten waren und hoben salutierend ihre Flammenschilde und brennenden Streitkolben.</p><p>Azshara betrachtete sie fasziniert. �Was sind das f�r Gestalten?�</p><p>�Euer, meine K�nigin, sie geh�ren fortan Euch! Der Schutz Eures Lebens ist ihre einzige Pflicht, der einzige Grund ihrer Existenz. Vor Euch steht Eure neue Leibwache, Majest�t.�</p><p>Er sah, wie sehr ihr das gefiel. Es w�rden noch viele Himmelskrieger durch das Portal kommen, aber diese waren die ersten und er hatte sie ihr zum Geschenk gemacht. Damit waren sie etwas Besonderes.</p><p>�Wie wundervoll�, murmelte sie und streckte einen Arm nach einer Dienerin aus. Die junge Frau griff sofort nach Azsharas Robe. Die anderen Zofen bildeten mit ihren K�rpern eine Wand, bis nur noch der Kopf der K�nigin f�r Xavius und die Feibestien sichtbar war. �Wie �beraus passend. Euer Geschenk ist mehr als akzeptabel.�</p><p>�Es freut mich, dass es Euch gef�llt.�</p><p>Die Dienerinnen traten zur�ck. K�nigin Azshara war in eine halb durchsichtige, frostfarbene Robe gekleidet, als sie sich vom Bett erhob. Mit gemessenen Schritten ging sie zu den riesenhaften Gestalten und betrachtete sie eingehend. Der Saum ihres Kleids glitt �ber den Marmorboden. Die Feibestien standen so regungslos, als w�ren sie aus Stein.</p><p>�Gibt es mehr von ihnen?�</p><p>�Es werden weitere eintreffen.�</p><p>Sie runzelte die Stirn. �Wie soll der Erhabene selbst das Portal durchschreiten, wenn wir immer nur ein paar seiner Krieger zu uns holen k�nnen?�</p><p>�Wir sch�pfen so gut es geht aus der Quelle, o glorreiche K�nigin. Aber es gibt widerspenstige Str�mungen, Reaktionen von au�en, die Einfl�sse anderer Zauberer ��</p><p>Wie ein Kind, das ein neues Spielzeug bewundert, streckte die K�nigin die Hand aus und ber�hrte ganz leicht die brennende R�stung eines Kriegers. Es zischte leicht. Die K�nigin zog ihre Finger zur�ck. Auf ihrem perfekten Gesicht lag ein merkw�rdig zufriedener Ausdruck. �Warum habt Ihr die Quelle dann nicht von diesen �u�eren St�rungen getrennt? Das w�rde Eure Arbeit wesentlich vereinfachen.�</p><p>Lord Xavius �ffnete den Mund, um ihr zu erkl�ren, weshalb der Charakter der Zauber, die die Hochgeborenen wirkten, dies nicht zulie�, begriff dann jedoch, dass er kein wirklich gutes Gegenargument zu ihrem Einfall hatte. Theoretisch hatte Azsharas Vorschlag ungemeine Vorteile.</p><p>�Ihr seid wahrhaftig eine K�nigin�, sagte er schlie�lich.</p><p>Ihre goldenen Augen musterten ihn. �Nat�rlich bin ich das, mein lieber Berater. Es hat stets nur eine gegeben und es wird auch immer nur <emphasis>eine</emphasis> Azshara geben.�</p><p>Er nickte stumm.</p><p>Sie ging zur�ck zum Bett und setzte sich grazi�s auf die Kante. �Wenn das dann alles ist ��</p><p>�F�r den Moment ist es das, meine K�nigin.�</p><p>�Dann habt Ihr jetzt doch sicher noch einiges zu erledigen.�</p><p>Lord Xavius akzeptierte den Rauswurf mit einer tiefen Verbeugung und verlie� das Gemach der K�nigin. Ihre Haltung und k�nigliche �berheblichkeit verdrossen ihn nicht und dass sie ihn g�ngelte, st�rte ihn nur ein bisschen.</p><p>Die Quelle von den St�rungen trennen �</p><p>Es war machbar. Selbst wenn es die Hochgeborenen allein nicht vermochten, unter Hakkars F�hrung musste es m�glich sein. Er war �berzeugt, dass der Herr der Hunde wusste, wie man am besten vorging. Wenn nur noch der Palast die Quelle nutzten konnte, w�rde sich ihre Kraft leichter von den Hochgeborenen manipulieren und transformieren lassen.</p><p>Wen interessierte es da schon, dass beim �brigen Volk das nackte Chaos ausbrechen w�rde, sobald man es von dem magischen Born isolierte.</p><empty-line/><p>�Er ist ganz gewiss einer von uns � aus irgendeinem Grund erkenne ich das so sicher, wie mich selbst ��</p><p>Das waren vielleicht die ironischsten Worte, die jemals gesprochen wurden, zumindest erschien es Krasus in diesem Moment so. Schlie�lich hatte der Drache Korialstrasz, der Neueste von Alexstraszas Gef�hrten, sie ausgesprochen.</p><p>Gleichzeitig war er Krasus� j�ngeres Ich.</p><p>Korialstrasz erkannte sich selbst nicht, zumindest nicht bewusst. Dass Alexstrasza ihn auch nicht �ber die Zusammenh�nge aufgekl�rt hatte, warf einige Fragen auf.</p><p>Eine davon, die m�glicherweise mit den anderen zusammenhing, betraf den Zustand des Drachen. Obwohl Krasus� Erinnerung voller L�cken war, bezweifelte er, dass er eine solche Krankheit, wie sie seine fr�here Inkarnation in diesem Moment durchlitt, vergessen hatte. Korialstrasz wirkte zu alt und zu schwach f�r sein Lebensalter. Er wirkte sogar verbrauchter als Tyran, der einige Jahrhunderte mehr als Korialstrasz gesehen hatte.</p><p>�Was kannst du sonst noch �ber ihn sagen?�, fragte Alexstrasza ihren Gef�hrten.</p><p>Der andere Drache sah Krasus durch zusammengekniffene Augen an. �Er ist alt, sehr alt.� Korialstrasz legte den Kopf schief. �Etwas in seinen Augen � seinen Augen ��</p><p>�Was ist mit ihnen?�</p><p>Der gewaltige Drache wich zur�ck. �Vergib mir! Mein Geist ist verwirrt. Ich bin im Moment deiner Gegenwart nicht w�rdig. Ich sollte mich zur�ckziehen ��</p><p>Doch sie lie� ihn nicht gehen. �Sieh ihn an, mein Gef�hrte. Ich bitte dich nur noch um eine Antwort: Trotz der geringen Kenntnis, die du �ber ihn hast, w�rdest du seinem Wort vertrauen?�</p><p>�Ich � ja, meine Alexstrasza � das w�rde ich.�</p><p>Pl�tzlich geschah etwas Seltsames mit Krasus. W�hrend die Drachen sich �ber ihn unterhielten, begann er sich st�rker zu f�hlen, kr�ftiger als er sich seit seiner Ankunft in der Vergangenheit gef�hlt hatte. Nicht so stark, wie er h�tte sein sollen, aber wesentlich vitaler als zuvor.</p><p>Und das schien nicht nur ihm so zu ergehen. Ihm fiel auf, dass sein j�ngeres Ich trotz gegenteiliger Aussage, besser aussah. Ein wenig Farbe war in seine Schuppen zur�ckgekehrt und Korialstrasz bewegte sich weniger schwerf�llig. Seine Worte kamen auch nicht mehr sto�weise.</p><p>Alexstrasza nickte auf die Antwort ihres Gef�hrten hin. Dann sagte sie: �Das wollte ich h�ren. Es bedeutet einiges, dass du so denkst.�</p><p>�W�nschst du sonst noch etwas von mir? Meine St�rke kehrt zur�ck. In deiner Gegenwart zu weilen und dich zu unterst�tzen, scheint mir wohl zu tun.�</p><p>Ein L�cheln, das Krasus nur zu gut kannte, strich �ber das Gesicht der Drachenk�nigin. �Stets ein Poet, mein geliebter Korialstrasz. Ja, ich w�nsche viel mehr von dir. Ich wei�, es wird dir schwer fallen, aber ich muss dich um deine Begleitung bitten, wenn ich diesen hier zu den anderen Aspekten bringe.�</p><p>Es gelang ihr, beide Versionen von Krasus zu �berrumpeln. Die junge Inkarnation sprach zuerst. In ihren Worten spiegelte sich die �berraschung der �lteren. �Du willst zu einem Treffen der F�nf aufrufen? Wegen ihm? Warum?�</p><p>�Weil er eine Geschichte erz�hlt hat, die sie h�ren m�ssen, eine Geschichte, die ich dir jetzt erz�hle � danach darfst du ein weiteres Mal entscheiden, ob du ihm vertraust oder nicht.�</p><p>Also w�rde der andere doch noch die Wahrheit erfahren. Krasus bereitete sich auf seinen Schock vor.</p><p>Doch so wie er Rhonin �berrascht hatte, als er eine Geschichte erz�hlte, die nicht nur einen Teil der Wahrheit, sondern seine eigene Identit�t auslie�, so �berraschte die Drachenk�nigin jetzt ihn. Sie sprach �ber die St�rungen und all die anderen Dinge, die Krasus dem W�chter berichtet hatte, lie� jedoch die wahre Identit�t des Magiers aus. F�r ihren Gef�hrten war Krasus nur ein Angeh�riger des roten Schwarms, einer, dessen Geist beim Angriff �berm�chtiger Kr�fte zerr�ttet worden war.</p><p>Krasus selbst versuchte nicht, sich zu erkennen zu geben. Sie war Alexstrasza, seine Liebe, sein Leben. Er war vielleicht ihr Berater, aber sie verf�gte �ber die Weisheit eines Aspekts. Wenn sie der Meinung war, sein j�ngeres Ich solle unwissend bleiben, hatte er dem nicht zu widersprechen.</p><p>�Eine bemerkenswerte Geschichte�, murmelte Korialstrasz. �K�me sie aus einem anderen Mund als dem deinen, meine K�nigin, w�rde ich sie nicht glauben.�</p><p>�Dann vertraust du ihm nicht mehr?�</p><p>Die Blicke des J�ngeren trafen die des �lteren. Auch wenn Korialstrasz sich selbst nicht erkannte, so sp�rte er doch die Seelenverwandtschaft. �Nein, ich vertraue ihm immer noch. Wenn du glaubst, es w�re richtig, ihn zu den anderen zu bringen, dann stimme ich dir zu.�</p><p>�Wirst du mit mir fliegen?�</p><p>�Aber ich bin keiner der F�nf � ich bin nur ich.�</p><p>Die K�nigin des Lebens lachte hell auf, ein melodisches Ger�usch aus der Tiefe des Drachenk�rpers. �Und daher bist du so viel wert wie ein jeder von uns.�</p><p>Korialstrasz f�hlte sich sichtlich geschmeichelt. �Wenn ich so stark sein sollte wie heute, dann werde ich gerne an deiner Seite fliegen und mich vor die anderen Aspekte stellen.�</p><p>�Danke � das ist alles, worum ich bitte.� Sie lehnte sich vor und ber�hrte seinen Kopf mit ihrem.</p><p>Krasus sp�rte eine seltsame Eifersucht. Da stand er und beobachtete die Z�rtlichkeit zwischen sich selbst und seiner Gef�hrtin, ohne wirklich er selbst zu sein. Er w�nschte sich, er k�nne f�r einen Moment den Platz mit Korialstrasz tauschen und f�r diesen einen wundervollen Moment wieder sein wahres Ich annehmen.</p><p>Mit einem letzten sehns�chtigen Blick wandte sich der Drache ab und verlie� die Kammer. Als Korialstrasz� Schwanzspitze im Gang verschwand, wurde dem Magier pl�tzlich schwindelig. Die Schw�che kehrte mit einem Ruck zur�ck und lie� ihn taumeln.</p><p>Er w�re gefallen, h�tte sich nicht etwas Schuppiges sanft um ihn geschlungen � Alexstraszas eigener Schwanz hatte ihn vor einem Sturz bewahrt.</p><p>�Die beiden Teile wurden zusammengef�gt � zumindest f�r eine Weile.�</p><p>�Ich wei� nicht �� Seine Gedanken verschwammen.</p><p>�Du hast dich in seiner Gegenwart viel besser gef�hlt, nicht wahr?�</p><p>�J-Ja.�</p><p>�Ich w�nschte, ich w�re jetzt Nozdormu. Er w�rde mehr begreifen als ich. Ich denke � dass in der irdischen Welt kein Wesen neben sich selbst existieren kann. Ich glaube, dass du und er, die ja eins sind, auf die gleiche Lebenskraft zugreifen. Wenn ihr weit voneinander entfernt seid, werdet ihr halbiert, aber wenn ihr einander nah seid, so wie eben, ist der Effekt nicht so stark. Ihr helft einander.�</p><p>In ihrer sicheren Umarmung erholte sich Krasus so weit, dass er �ber ihre Worte nachsinnen konnte. �Deshalb hast du ihn gebeten mitzukommen.�</p><p>�Deine Geschichte muss erz�hlt werden und sie wird besser erz�hlt, wenn er nahe ist. Was deine unausgesprochene Frage angeht � weshalb ich ihm die Wahrheit verschwiegen habe �, nun, das liegt an dem, was vielleicht getan werden muss, um die Angelegenheit zu bereinigen.�</p><p>Ihr Tonfall wurde in diesem letzten Satz grimmiger, was Krasus� eigenen Verdacht best�tigte. �Du glaubst, dass es zu einer Situation kommen k�nnte, in der einer von uns aus dieser Zeitperiode entfernt werden muss � auch wenn es den Tod bedeutet.�</p><p>Der Leviathan nickte z�gernd. �Das bef�rchte ich, mein Geliebter.�</p><p>�Ich akzeptiere die Entscheidung. Das war mir von Anfang an klar.�</p><p>�Dann gibt es nur noch eines, wor�ber wir sprechen m�ssen, bevor ich die anderen kontaktiere � Was soll mit dem anderen geschehen, der dich begleitete?�</p><p>Innerlich bat Krasus Rhonin, ihm zu vergeben, aber laut sagte er ohne Z�gern: �Er wird mein Schicksal teilen, wenn es denn sein muss. Auch er sorgt sich um andere. Er w�rde sein Leben f�r sie geben.�</p><p>Die K�nigin des Lebens nickte. �Ich vertraute deinem Rat, als es um dich ging, und nun vertraue ich ihm erneut. Sollte der andere zustimmen, wird auch er entfernt werden.� Der Gesichtsausdruck des Drachen wurde sanft. �Bitte glaube mir, dass ich auf ewig dar�ber trauern werde.�</p><p>�Dich trifft keine Schuld, meine K�nigin, mein Herz.�</p><p>�Ich muss mit den anderen sprechen. Am besten wartest du hier. An diesem Ort wirst du nicht ganz so schwach sein.�</p><p>�Du ehrst mich, meine K�nigin.�</p><p>�Ehren? Du bist mein <emphasis>Gef�hrte</emphasis>. Dir steht nicht weniger zu.�</p><p>Mit ihrem Schwanz f�hrte sie ihn zu einem Teil des Raumes, der direkt an den Bach grenzte. </p><p>Krasus setzte sich in eine nat�rliche Mulde, die ihm als riesiger Stuhl diente.</p><p>Die Drachenk�nigin z�gerte, bevor sie den Gang betrat. �Ich hoffe, du wirst dich inmitten der Eier wohl f�hlen.�</p><p>�Ich werde darauf achten, sie nicht zu ber�hren.� Krasus verstand den Wert, den sie darstellten.</p><p>�Ich bin mir sicher, dass du das wirst, mein Geliebter � vor allem, weil es deine sind.�</p><p>Sie lie� ihn wortlos zur�ck. Als sie verschwunden war, betrachtete Krasus jedes einzelne Ei. Als Gef�hrte hatte er sich nat�rlich mit der K�nigin fortgepflanzt. Viele seiner Kinder waren erwachsen geworden und hatten dem Schwarm Ruhm gebracht.</p><p>Er schlug mit der Faust gegen den Stein und ignorierte den Schmerz, der nach dieser dummen Tat durch seine Hand schoss. Obwohl er seiner geliebten Alexstrasza manches berichtet hatte, kannte sie doch einige wichtige Fakten noch nicht, allen voran war die bevorstehende Ankunft der Brennenden Legion. Krasus f�rchtete, dass seine K�nigin trotz ihrer Weisheit in Versuchung geraten w�rde, mit der Geschichte zu spielen � und daraus konnte eine noch schrecklichere Katastrophe erwachsen.</p><p>Schlimmer war jedoch, dass Krasus ihr nichts �ber die Zukunft ihrer eigenen Art hatte sagen k�nnen, in der nur wenige Drachen �berleben w�rden � eine Zukunft, in der die Nachkommen dieser und zahlreicher anderer Eier sterben w�rden, noch bevor sie ganz ausgewachsen waren.</p><p>Eine Zukunft, in der die K�nigin des Lebens zu einer Sklavin werden w�rde � und ihre Kinder zu den Kriegshunden eines eroberungss�chtigen Volkes.</p></section><section><title><p>15</p></title><p>Die Feibestien preschten durch den verzauberten Wald. Ihre N�stern bl�hten sich, als der Geruch von Magie st�rker wurde.</p><p>Doch als eine von ihnen �ber einen vermodernden Baumstamm hinwegsetzen wollte, griffen die �ste eines anderen Baumes nach ihren Beinen und hielten sie fest. Die Tatzen einer weiteren Feibestie versanken im pl�tzlich schlammig gewordenen Boden. Eine Dritte kollidierte mit einem vorschnellenden Busch, dessen rasiermesserscharfe Dornen sogar ins von dicker Haut umgebene Fleisch des D�mons drangen, es aufrissen und ihm immense Schmerzen zuf�gten.</p><p>Der Wald erwachte zum Leben, um sich und seinen Herrn zu verteidigen. Der Angriff der f�nf Feibestien geriet ins Stocken � war jedoch noch nicht gescheitert. Gewaltige Klauen rissen die �ste aus ihren St�mmen. Eine andere Kreatur zog den im Sumpf gefangenen D�mon heraus, bevor sie selbst ihren Weg fortsetzte. Hunger und Wut verliehen dem D�mon, der im Buschwerk zappelte, solche Kr�fte, dass er durch die Dornen brach, ohne sich l�nger um die blutenden Wunden zu k�mmern.</p><p>Die J�ger, daran gab es kaum noch einen Zweifel, w�rden ihre Beute nicht davonkommen lassen �</p><empty-line/><p>�Shan�do? Was ist passiert?�</p><p>Der Halbgott sah seinen Sch�ler an. In seinem Blick lag kein Vorwurf. �Die Hunde, von denen du gesprochen hast � sie sind dir hierher gefolgt.�</p><p>�Gefolgt? Das kann nicht sein. Es war nur einer �brig und er ��</p><p>Brox unterbrach ihn. Seine rumpelnde Stimme hatte nichts ann�hernd Beruhigendes. �Die Feibestien � sie sind dunkle Magie. Wo es eine gab � k�nnen weitere entstehen, falls sie etwas zu fressen bekommen � Das habe ich gesehen ��</p><p>�Ein enger Freund und treuer W�chter ist einer von ihnen zum Opfer gefallen�, antwortete Cenarius, bevor er seine Aufmerksamkeit wieder dem dichten Wald zuwandte. �In ihm wohnte uralte, m�chtige Magie. Das B�se f�hlte sich davon angezogen.�</p><p>Der Orc nickte. �Also sind aus einer viele geworden.� Brox griff instinktiv hinter sich, aber seine geliebte Streitaxt hing nicht �ber seinem R�cken. �Ich habe nichts, womit ich k�mpfen k�nnte.�</p><p>�Du wirst bewaffnet werden. Suche rasch nach einem Ast, der die L�nge deiner Lieblingswaffe hat. Malfurion � hilf mir.�</p><p>Brox folgte der Aufforderung. Er zeigte dem Halbgott und dem Nachtelf einen dicken Ast, den er auf Cenarius� Bitte vor Malfurion ablegte.</p><p>�Knie davor nieder, mein Sch�ler. Du ebenfalls, Krieger. Malfurion, lege deine H�nde auf den Ast, Krieger, lege deine auf die seinen.� Der Waldgott wartete, bis sie ihm gehorcht hatten, dann befahl er: �Krieger, denke jetzt nur noch an die Waffe, an nichts anderes. Nur noch daran! Wir m�ssen schnell handeln. Malfurion, du musst deinen Geist �ffnen und seine Gedanken in deine flie�en lassen. Ich werde dir weiterhelfen, wenn das geschehen ist.�</p><p>Der Nachtelf befolgte den Befehl. Er reinige seine Gedanken, wie sein Shan�do es ihn gelehrt hatte, und tastete nach einer Verbindung mit dem Orc.</p><p>Fast augenblicklich sp�rte er eine urweltliche Kraft, die in seinen Geist stie�. Malfurion h�tte sie beinahe zur�ckgeworfen, beruhigte sich dann jedoch. Er akzeptierte Brox� Gedanken und wartete ab, wie das Bild, an das der Krieger dachte, Gestalt annahm.</p><p><emphasis>Siehst du die Waffe, mein Sch�ler</emphasis>?, sagte Cenarius� Stimme. <emphasis>F�hlst du sie und die Muster ihrer Entstehung</emphasis>?</p><p>Das tat Malfurion. Er f�hlte auch die enge Verbindung zwischen dem Orc und seiner Waffe. Sie war mehr als nur ein Werkzeug, sie war Teil des Kriegers.</p><p>F�hre deine Hand �ber das Holz und behalte das Bild in deinem Kopf. Folge den nat�rlichen Mustern und verwandele sie in die gew�nschte Form �</p><p>Brox� H�nde lagen immer noch auf den seinen, als der Nachtelf begann, seine Finger �ber das Holz zu f�hren. Er sp�rte, wie es unter seiner Ber�hrung weich wurde und sein Aussehen ver�nderte.</p><p>Nach und nach entstand eine Axt mit breiter Klinge, die komplett aus Eichenholz bestand. Malfurion sah zu, wie sie Gestalt annahm und sp�rte Zufriedenheit dar�ber, dass er eine gute, starke Waffe erschuf, genau wie jene, die er bei seiner Gefangennahme durch die Nachtelfen verloren hatte �</p><p>Er spannte sich an. Das waren die Gef�hle des Orc, nicht seine eigenen. Malfurion dr�ngte sie rasch zur�ck und konzentrierte sich auf die letzten Schritte seiner Arbeit � die Kr�mmung des Stiels, die Sch�rfe der Klinge.</p><p><emphasis>Die Aufgabe ist vollbracht</emphasis>, sagte Cenarius. <emphasis>Kehre zu mir zur�ck</emphasis> �</p><p>Der Nachtelf und der Orc unterbrachen ihre Verbindung. Einen Augenblick lang starrten sie einander an. Malfurion fragte sich, ob Brox auch seine Gedanken wahrgenommen hatte, aber das gr�nh�utige Wesen gab nicht zu erkennen, ob dies geschehen war.</p><p>Zwischen ihnen lag eine blank polierte Waffe, so wie Brox sie sich gew�nscht hatte. Der Nachtelf bezweifelte jedoch, dass sie mehr als zwei Hiebe �berstehen w�rde.</p><p>Der Waldgott hob die H�nde, als habe er diesen Gedanken gelesen � und die Axt lag pl�tzlich auf seinen Handfl�chen. Cenarius betrachtete sie mit seinen goldenen Augen.</p><p>�Sie soll stets ihr Ziel finden und ihren Herrn immer sch�tzen. Sie soll im Namen von Leben und Gerechtigkeit geschwungen werden. Sie soll ihrem Herrn Kraft schenken, so wie er ihr Kraft gibt.�</p><p>W�hrend er diese Worte sprach, entstand eine blaue Aura rund um die Axt. Das Licht wurde von der Axt aufgesogen. Sie begann bl�ulich zu schimmern.</p><p>Der Halbgott reichte dem Orc die Axt. �Sie geh�rt dir. Sie wird dir gute Dienste erweisen.�</p><p>Der Orc nahm die Axt mit geweiteten Augen entgegen und schwang sie probeweise. �Die Balance � perfekt! Das Gef�hl � wie ein Teil meines Arms. Aber sie wird zerbrechen ��</p><p>�Nein�, antwortete der Waldgott. �Au�er Malfurions K�nnen hat sie jetzt auch meinen Segen erhalten. Du wirst feststellen, dass sie st�rker als jede von Menschen geschmiedete Axt ist. Das garantiere ich dir.�</p><p>Der Nachtelf griff nach keiner Waffe und w�nschte sich auch keine, wie Brox sie trug. Obwohl er wusste, dass die d�monischen Kreaturen sich von Magie und Zauberei ern�hrten, setzte er immer noch auf seine Zauber, nicht auf Waffen, die er nur mittelm��ig zu f�hren verstand. Er hatte bereits einen Plan, wie er seine Talente einsetzen konnte, ohne dass es ihm zum Nachteil gereichte.</p><p>Und so stellte das Trio sich dem Feind.</p><p>Die Alptr�ume aus Rhonins Vergangenheit kehrten zur�ck, um ihn zu qu�len, ihn zu jagen, und dieses Mal wurden sie Realit�t. Feibestien, die Boten der Brennenden Legion, hatten die Dimension der Sterblichen erreicht. Die endlosen Reihen der geh�rnten Feuerd�monen konnten folglich nicht mehr weit sein.</p><p>Krasus hatte dem rothaarigen Magier drastisch vor Augen gef�hrt, was geschehen w�rde, wenn er weiter in die Vergangenheit eingriff. Was wie ein Sieg aussah, konnte sehr wohl das Ende der bisherigen Zukunft bedeuten. Wenn Rhonin wirklich die Leben derjenigen, die er liebte, sch�tzen wollte, so unternahm er am besten gar nichts mehr.</p><p>Doch als die erste Feibestie auf die Lichtung sprang, verga� er s�mtliche hehren Vors�tze.</p><p>Donner krachte rund um den Halbgott, als er den Feibestien entgegen trat. Seine Hufe ersch�tterten den Boden und rissen ihn an manchen Stellen sogar auf. Wenn er die H�nde zusammenschlug, schossen Blitze daraus hervor.</p><p>Doch nicht nur das, denn pl�tzlich stieg eine Miniatursonne aus seinen H�nden empor und schoss auf den vordersten D�mon zu. Vielleicht testete der Halbgott seinen Gegner nur oder er untersch�tzte dessen Widerstandskraft, denn die Feibestie lie� ihre Tentakel vorschnellen � und absorbierte Cenarius� Zauber m�helos.</p><p>Die Feibestie z�gerte, leuchtete auf � und pl�tzlich standen dort, wo gerade noch eine gewesen war, <emphasis>zwei</emphasis>.</p><p>Sie griffen den Hirschgott an, schlugen nach ihm und versuchten seine starke Magie aus ihm herauszuziehen. Mit einer Hand hielt Cenarius den ersten auf. Der D�mon wand sich und schnappte nach dem Arm, der ihn in der Luft festhielt. Der zweite st�rzte sich jedoch auf seine Schulter; die Tentakel tasteten nach dem Fleisch des Halbgottes. Die drei K�mpfer st�rzten in einem Gerangel aus Gliedern nach hinten.</p><p><emphasis>Das haben sie noch nie getan!</emphasis> Rhonin hatte noch nie einer Feibestie gegen�ber gestanden, aber er hatte ihre Kadaver untersucht und alle Informationen gesammelt, die er �ber sie bekommen konnte. Selten war er auf Geschichten gesto�en, in denen sich die Feibestien vermehrten, aber wenn, dann hatte es gehei�en, sie m�ssten sich gro�e Mengen Magie einverleiben, um dies zu bewerkstelligen. Auch sollte es ein langsamer und schwieriger Prozess sein. <emphasis>Das muss an der uralten Magie liegen, die der Halbgott und der Wald benutzen � sie ist so reich und m�chtig, dass die Bestien durch sie noch furchtbarer werden</emphasis>.</p><p>Ihn schauderte, als er daran dachte, dass Magie stets sein bester Helfer gewesen war. Zwar konnte er auch mit der Hand k�mpfen, aber er verf�gte �ber keine Waffe und bezweifelte, dass Cenarius ihm eine geben w�rde. Gegen diese Ungeheuer w�re er jedoch selbst mit einem Schwert chancenlos geblieben. Er <emphasis>brauchte</emphasis> seine Magie.</p><p>Als Cenarius ihn und Krasus zu dem Ring gebracht hatte, war es ihm nicht gelungen, einen Zauber zu wirken. Der Waldgott hatte einen Bann um seinen Geist gelegt, um die Macht seiner beiden �G�ste� unter Kontrolle zu halten. Allerdings hatte Rhonin gesp�rt, wie der Bann wich, als Cenarius die Gefahr erkannte, in der sie alle schwebten. Der Halbgott wollte dem Zauberer nicht wirklich schaden. Er hatte nur aus Sorge um seinen Wald und seine Welt gehandelt.</p><p>Doch selbst wenn er Krasus Warnungen in den Wind schlug, war nicht klar, was er mit seinen Kr�ften �berhaupt ausrichten konnte. Die D�monen w�rden sicherlich nach seiner Magie lechzen, so wie sie nach der Magie aller Magier gegiert hatten, die sie im k�nftigen Krieg gegen die Legion ausgesaugt hatten.</p><p>Die Feibestien bedr�ngten ihre Gegner und n�herten sich Rhonin mehr und mehr. Seine H�nde ballten sich zu F�usten, und die Worte der Macht lagen ihm auf der Zunge.</p><p>Und dennoch hielt er sich weiter zur�ck �</p><empty-line/><p>W�hrend Cenarius und die Zwillings-Feibestien zu Boden gingen, sprangen zwei weitere auf Brox zu. Der kr�ftige Krieger stellte sich ihnen mit einem solch urgewaltigen Kriegsschrei entgegen, dass eine der Bestien kurz z�gerte. Der Orc nutzte dies zu seinem Vorteil und schlug hart nach seinem Gegner.</p><p>Die verzauberte Axt grub sich tief in die Vordertatze der Feibestie und trennte drei Klauen mit solcher Leichtigkeit ab, als habe er nur die Luft geteilt. Die faulig gr�ne Fl�ssigkeit, die bei vielen D�monen das Blut ersetzte, spritzte �ber den Boden und verbrannte die Grashalme wie S�ure.</p><p>Die verletzte Feibestie stie� ein Jaulen aus und taumelte zur Seite, aber ihr Kampfgenosse preschte weiter und warf sich auf den Orc. Brox, der noch versuchte, nach seinem Schlag das Gleichgewicht zur�ck zu gewinnen, konnte sich gerade noch retten, indem er den Schaft der Axt in die Brust des vorspringenden Angreifers rammte.</p><p>Die Feibestie stie� ein monstr�ses St�hnen aus, wurde aber nicht langsamer. Sie prallte gegen Brox und begrub ihn beinahe unter ihrem riesigen K�rper.</p><p>Der Nachtelf sah sich w�hrenddessen einem Monster gegen�ber, das gierig mit seinen vampirischen Tentakeln nach ihm griff. Malfurion konzentrierte sich und versuchte, wie Cenarius zu denken. Von ihm hatte er gelernt, die Natur als Waffe und Freund zu betrachten.</p><p>In Anlehnung an die Begegnung mit dem Halbgott erschuf Malfurion aus dem Wind einen br�llenden Wirbelsturm, der die Feibestie sofort einh�llte. Die Tentakel schwangen wild hin und her und suchten nach Magie. Doch Malfurions Zauber hatte lediglich die nat�rliche Kraft des Windes verst�rkt, daher fand der D�mon nur wenig Nahrung.</p><p>Mit einer Geste seiner rechten Hand bat er die umstehenden B�ume, ihm all die Bl�tter zu schenken, die sie entbehren konnten. Er ben�tigte nur die St�rksten, diese aber in gro�er Zahl � und rasch.</p><p>Aus den Kronen der �bergro�en W�chter fielen Hunderte von Bl�ttern, alle, die sie ihm schenken konnten. Malfurion benutzte eine weitere Brise, um die Bl�tter auf den Wirbelsturm zuzutreiben.</p><p>Darin k�mpfte sich die Feibestie vor, n�herte sich unaufhaltsam ihrer Beute. Der Wirbelsturm glich sich jedem ihrer Schritte an und behielt den D�mon in seiner Mitte.</p><p>Die Bl�tter wurden in den Wirbelsturm gesogen. Ihre Zahl wurde rasch gr��er, und sie bewegten sich immer schneller. Die Feibestie beachtete sie zuerst nicht, denn f�r den m�chtigen D�mon waren sie kaum mehr als ein wenig Dreck im Wind. Dann aber schnitt das erste Blatt in seine Schnauze und hinterlie� eine klaffende Wunde.</p><p>Die w�tende Bestie schlug danach, doch im gleichen Moment schnitten weitere Bl�tter in seine Tatze, seine Beine und den �brigen K�rper. Der hundertfach verst�rkte Wind verlieh jedem Blatt die Wirkung einer Klinge. Sie schnitten in das Fleisch der Kreatur, wo immer sie es ber�hrten. Gr�ne Fl�ssigkeit tropfte �ber den Leib des D�mons, lief �ber seine Beine und raubte ihm die Sicht.</p><p>Cenarius und seine Angreifer hatten sich im Kampf weit von den anderen entfernt. Das Kreischen der D�monen fand seine Antwort im majest�tischen Gebr�ll des Waldgottes. Er ergriff den Vorderlauf der Feibestie, die an ihm hing und brach ihr mit einem einzigen Ruck den Knochen. Der D�mon heulte auf. Seine Tentakel l�sten sich und peitschten hin und her als Reaktion auf die Schmerzen.</p><p>Cenarius hatte ein Problem zumindest vor�bergehend gel�st und konzentrierte sich auf das zweite. Sein Gesicht verdunkelte sich, und sein stechender Blick war voller Zorn. Pl�tzlich schoss ein Lichtstrahl aus seinen Augen und h�llte den D�mon ein. Die Tentakel der Bestie tasteten gierig nach dem Licht, sogen es auf und warteten auf mehr.</p><p>Doch dies war kein Zauberer oder Magier, dessen Energie man einfach stehlen konnte. Cenarius, der jetzt von einer m�chtigen blauen Aura umgeben war, f�hrte seinen Angriff unger�hrt weiter, f�tterte seinen Feind und gab ihm, was er wollte � aber viel zu schnell und in so gro�en Mengen, dass selbst der D�mon nicht alles in sich aufzunehmen vermochte.</p><p>Die Feibestie begann anzuschwellen und bl�hte sich auf, als f�lle man einen Sack mit Wasser. F�r einen Moment schien sie sich teilen zu wollen � doch die Kr�fte, die sie in sich aufgenommen hatte, erwiesen sich zu gewaltig.</p><p>Der monstr�se Hund <emphasis>explodierte</emphasis>, und �bel riechende Fleischst�cke regneten auf die Lichtung nieder.</p><empty-line/><p>Bislang war das Gl�ck Rhonin hold gewesen. Keine Feibestie hatte ihn als Opfer auserkoren. Er stand weiterhin im Zentrum des Rings und hoffte, dass dessen Macht ihm die Entscheidung �ber den Einsatz seiner Magie abnehmen w�rde.</p><p>Rhonin beobachtete, wie Brox eine Kreatur vernichtete, die ihn beinahe zerquetscht h�tte. Der erfahrene Krieger schien die Situation trotz zweier Angreifer unter Kontrolle zu haben. Doch noch w�hrend der menschliche Magier Brox zusah, war ihm ein schrecklicher Gedanke gekommen. Rhonin hatte begriffen, dass man ihn und Krasus m�glicherweise t�ten musste, wenn es nicht gelang, sie in ihre angestammte Zeit zur�ckzuverpflanzen. Damit sollten weitere Ver�nderungen der Zeitlinie verhindert werden.</p><p>Nur hatte niemand bedacht, dass auch ein einzelner Orc-Krieger in diese Zeitperiode geschleudert worden war �</p><p>Rhonin begann �ber eine andere Art Zauber nachzudenken, w�hrend er auf den R�cken des Orcs starrte. Da der Kampf tobte, w�rde der Zauber, mit dem er wom�glich eine weitere Gefahr f�r die Zeitlinie erschuf, vielleicht niemandem auffallen. Krasus h�tte ihn sicher darin best�rkt, dass er die richtige Entscheidung getroffen hatte � dass in diesem Moment Brox eine weitaus gr��ere Gefahr f�r die gesamte Welt darstellte als die D�monen �</p><p>Aber seine Hand zitterte, und Rhonin schob den Zauber, den er bereits halb gesponnen hatte, in die tiefsten Abgr�nde seines Geistes zur�ck. Er sch�mte sich. Brox� Volk war zu einem wertvollen Verb�ndeten geworden, und dieser Orc k�mpfte nicht nur, um sich selbst zu retten, sondern auch f�r andere, <emphasis>inklusive</emphasis> dem Zauberer.</p><p>Krasus� Worte dr�ngten Rhonin dazu, sich Brox� rasch zu entledigen und sich sp�ter Gedanken �ber die Konsequenzen zu machen. Doch je l�nger Rhonin zusah, wie der Orc neben dem Nachtelf � einem weiteren verb�ndeten Volk der Zukunft � k�mpfte, desto mehr bedauerte Rhonin seinen Moment geistiger Umnachtung. Seine Gedanken erschienen ihm so furchtbar wie die Gr�ueltaten, die die Brennende Legion in seiner Zeit begangen hatte.</p><p>Doch Rhonin konnte nicht mehr l�nger zusehen, ohne selbst zu handeln �</p><p>�Es tut mir Leid, Krasus�, murmelte er und begann einen neuen Zauber zu weben. �Wirklich Leid.�</p><p>Unter seiner Kapuze nahm der Magier einen tiefen Atemzug und starrte eine der Feibestien an, die gegen den Orc k�mpfte. Er dachte an die Beschw�rungen, die ihm gegen die unmenschlichen Diener der Legion geholfen hatten. Er musste so schnell handeln, dass den Feibestien keine Gelegenheit blieb, die Macht aus seinem Zauber zu ziehen.</p><p>Weit zu seiner Rechten war es Cenarius mittlerweile gelungen, seinen zweiten Gegner abzusch�tteln. Mit seiner gebrochenen Vorderpfote konnte der D�mon sich nicht l�nger festhalten. Die Muskeln des Halbgottes spannten sich, als er sich zur�cklehnte und die Bestie �ber seinen Kopf hob. Mit einem Triumphschrei warf er sie hoch �ber die Baumwipfel hinweg tief in den wartenden Wald hinein.</p><p>Rhonin wob seinen Zauber.</p><p>Er hatte gehofft, die Feibestie, auf die er sich konzentrierte, durch einen magischen Schlag zu verletzen und Brox den Rest �berlassen zu k�nnen. Doch was Rhonin stattdessen ausl�ste, �bertraf seine k�hnsten Erwartungen.</p><p>Eine unsichtbare donnernde Wand, die die Luft selbst zum Erzittern brachte, entstand vor ihm und raste wie der Wind auf sein Ziel zu. Sie wurde gr��er, w�hrend sie sich bewegte und h�llte bereits einen Lidschlag sp�ter die gesamte Lichtung ein.</p><p>Brox und der Nachtelf bemerkten nichts davon, doch die drei D�monen, die ihr im Weg standen, wurden von der Gewalt, die Rhonin entfesselt hatte, v�llig �berrascht. Die Feibestien konnten nicht mehr reagieren, hatten nicht gen�gend Zeit, um ihre Tentakel einzusetzen. Sie waren wie Zweige in einem br�llenden Feuer.</p><p>Die Wand �berrannte sie, und die D�monen verbrannten. Der Zauber l�ste sie komplett auf, bis nichts �brig blieb au�er Aschewolken. Einem D�mon gelang es noch, ein wildes Heulen auszusto�en, doch danach h�rte man nur mehr das Rauschen des Windes, der die �berreste der Monster durch die Luft wirbelte.</p><p>Stille senkte sich �ber die Lichtung.</p><p>Brox lie� seine Axt fallen. Augen und Mund waren in ungl�ubigem Staunen aufgerissen. Malfurion starrte auf seine H�nde, als seien sie in irgendeiner Weise daf�r verantwortlich. Dann sah er zu Cenarius, als erwarte er dort eine Antwort zu finden.</p><p>Rhonin blinzelte einige Male. Er konnte kaum glauben, dass <emphasis>er</emphasis> f�r diesen Zauber gesorgt hatte. Erst jetzt fiel dem Magier der kurze Kampf gegen die bewaffneten Nachtelfen ein, bei dem Krasus so verst�rend schwach gewesen war und Rhonin Zauber vollbrachte, die er niemals f�r m�glich gehalten h�tte.</p><p>Doch jede Freude �ber den unerwarteten Sieg verging, als er pl�tzlich entsetzliche Schmerzen in seinem R�cken sp�rte. Es f�hlte sich an, als w�rde sein Innerstes herausgerissen, als w�rde ihm die Seele heraus gesogen.</p><p><emphasis>Gesogen</emphasis>? Trotz der Schmerzen begriff Rhonin pl�tzlich, was geschah. Eine weitere Feibestie musste unbemerkt hinter ihm aufgetaucht sein und ihn angreifen.</p><p>Rhonin wusste, was mit den Zauberern geschehen war, denen die Feibestien die Magie gestohlen hatten. Er erinnerte sich an die ausgetrockneten, leeren H�llen, die man zur Untersuchung nach Dalaran gebracht hatte.</p><p>Auch er w�rde bald so aussehen �</p><p>Doch obwohl er bereits in die Knie gegangen war, leistete Rhonin Widerstand. Mit aller Macht, die ihm zur Verf�gung stand, musste ihm doch die Flucht vor dieser Bestie gelingen!</p><p>Flucht � das war der einzige Gedanke in seinem von Schmerzen gepeinigten Geist. Rhonin wollte nur noch dem Schmerz entfliehen, irgendwohin, wo er in Sicherheit war.</p><p>Wie durch einen Nebel h�rte er die Stimmen des Orcs und des Nachtelfs. Die Angst, die er empfand, schloss jetzt auch die anderen ein. Mit all der Magie, die der D�mon aufsog, w�rden auch sie keine Chance mehr gegen ihn haben.</p><p>Flucht � nur danach trachtete Rhonin. <emphasis>Irgendwohin</emphasis> �</p><p>Dann verschwand der Schmerz, wurde abgel�st von einer schweren, aber angenehmen Taubheit, die seinen K�rper warm und wohlig ausf�llte. Rhonin akzeptierte die unerwartete Ver�nderung dankbar, lie� zu, dass die Vorboten des Todes ihn einh�llten �</p><p>� und verschlangen.</p><empty-line/><p>Nicht zum ersten Mal schlich Tyrande durch die stillen G�nge des gro�en Tempels, vorbei an den zahllosen Kammern der schlafenden Altardiener, den Meditationsr�umen und den Orten der �ffentlichen Anbetung. Sie ging auf ein Fenster in der N�he des Haupteingangs zu. Das helle Sonnenlicht blendete sie beinahe, aber sie zwang sich, den leeren Platz, der dahinter lag, mit ihren Blicken abzusuchen.</p><p>Sie drehte gerade den Kopf, als ein metallisches Ger�usch sie vor einer herannahenden W�chterin warnte. Das ernste Gesicht der Nachtelfin wurde sanfter, als sie Tyrande erkannte.</p><p>�Du wieder! Schwester Tyrande � du solltest wirklich in deinem Quartier bleiben und etwas ruhen. Du hast seit Tagen kaum geschlafen, und jetzt bringst du dich auch noch in Gefahr. Deinem Freund wird nichts geschehen. Da bin ich ganz sicher.�</p><p>Die W�chterin meinte Illidan, um den sich Tyrande auch sorgte. Wirklich Angst hatte sie jedoch, dass Illidan mit seinem Bruder und dem gl�cklosen Orc zur�ckkehren w�rde. Die Novizin glaubte nicht, dass Malfurions Zwilling ihn je verraten w�rde, aber wenn Lord Ravencrest die beiden fasste, w�rde auch er nichts unternehmen k�nnen.</p><p>�Ich kann nichts daf�r, Schwester, ich bin einfach ruhelos. Bitte vergib mir.�</p><p>Die W�chterin l�chelte verst�ndnisvoll. �Ich hoffe, er begreift, wie viel er dir bedeutet. Die Zeit f�r deine Wahl ist bald gekommen, richtig?�</p><p>Diese Worte bereiteten Tyrande gr��ere Sorgen, als sie sich eingestehen wollte. Ihre Gedanken und Reaktionen, seit die drei Broxigar befreit hatten, waren mehr als nur ein vager Hinweis darauf, wen sie bevorzugte. Aber sie traute dem noch nicht ganz. Ihre Sorge galt sicherlich nur dem Freund, den sie seit fr�hester Kindheit kannte.</p><p>So musste es sein �</p><p>Sie h�rte, wie Metall gegen Metall schlug und Nachts�bel fauchten. Tyrande dr�ngte sich an der irritierten W�chterin vorbei und trat auf die Au�entreppe von Elunes Tempel.</p><p>Staub bedeckt ritten Lord Ravencrests M�nner auf den Platz. Der Adlige, der einen Umhang trug, wirkte entspannt, sogar erfreut �ber etwas, aber die Gesichter der meisten Soldaten waren ernst, und sie sahen sich immer wieder an, als teilten sie ein furchtbares Geheimnis.</p><p>Von Malfurion oder Broxigar war nichts zu sehen.</p><p>An Lord Ravencrests Seite tauchte Illidan auf. Er ritt hoch aufgerichtet und stolz, wirkte h�chst zufrieden, und wenn seine Zufriedenheit darauf beruhte, dass es ihm gelungen war, seinen Zwillingsbruder vor der Gefangennahme zu retten, konnte Tyrande ihm das nicht �bel nehmen.</p><p>Die junge Priesterin lief, ohne recht zu wissen, was sie tat, die Stufen hinab. Lord Ravencrest entdeckte sie, und er machte Illidan auf sie aufmerksam. Der b�rtige Kommandant fl�sterte Malfurions Bruder etwas zu und hob seine Hand.</p><p>Die Soldaten hielten an. Illidan und Ravencrest lenkten ihre Tiere auf Tyrande zu.</p><p>�Nun, wenn das nicht die Sch�nste von Mutter Monds eifrigen Dienerinnen ist!�, rief der Kommandant aus. �Wie interessant, dass Ihr unsere R�ckkehr trotz der sp�ten Stunde abgewartet habt.� Er musterte Illidan, dessen Gesichtsausdruck versch�mt wirkte. �Sehr interessant, denkst du nicht auch?�</p><p>�Ja, Milord.�</p><p>�Wir m�ssen uns nach Black Rook Hold aufmachen, Schwester, aber ich denke, ich kann euch beiden ein paar Augenblicke Zeit geben, wie?�</p><p>Tyrande sp�rte, wie sich ihre Wangen verdunkelten, als Ravencrest seinen Panther zu den anderen zur�cklenkte. Illidan stieg rasch ab, kam zu ihr und nahm ihre H�nde in die seinen.</p><p>�Sie sind in Sicherheit, Tyrande � und Lord Ravencrest hat sich meiner angenommen! Wir haben eine furchtbare Bestie bek�mpft, und ich habe verhindert, dass sie ihn verletzt. Mit meiner Macht habe ich sie vernichtet!�</p><p>�Malfurion ist entkommen? Da bist du dir sicher?�</p><p>�Nat�rlich, nat�rlich�, entgegnete er aufgeregt und wehrte weitere Fragen �ber seinen Bruder ab. �Verstehst du nicht, dass ich endlich meine Bestimmung gefunden habe? Die Mondgarde hat mich fast ignoriert, aber ich habe ein Monster get�tet, das drei von ihnen niederstreckte, unter anderem einen ihrer h�chsten Zauberer!�</p><p>Sie wollte wissen, was er �ber Malfurion und den Orc erfahren hatte, aber es war deutlich zu erkennen, dass Illidan nur �ber sein eigenes Gl�ck gr�belte. Tyrande konnte es verstehen, denn sie hatte beobachtet, wie er hart, aber erfolglos f�r die ruhmreiche Zukunft gerackert hatte, die ihm prophezeit worden war. �Ich freue mich so f�r dich. Ich hatte bef�rchtet, die langsamen Fortschritte von Cenarius� Lehren w�rden dich frustrieren, aber wenn es dir gelungen ist, Lord Ravencrest zu besch�tzen, als es seinen eigenen Soldaten nicht gelang, dann ��</p><p>�Du missverstehst mich! Ich habe nicht diese langsamen, schwerf�lligen Zauber benutzt, die uns Malfurions verehrter Shan�do immer wieder beizubringen versuchte. Ich habe gute, traditionelle Nachtelfen-Magie eingesetzt � und das sogar bei Tageslicht! Es war unglaublich!�</p><p>Dass er so schnell vom druidischen Weg abgewichen war, �berraschte Tyrande nicht sehr. Auf der einen Seite war sie froh, dass er in einem so gef�hrlichen Moment zu sich gefunden hatte, auf der anderen Seite war das nur ein weiteres Zeichen f�r die zunehmenden Unterschiede zwischen den Zwillingen.</p><p>Auch dar�ber musste ihr ohnehin schon �berforderter Geist nachdenken.</p><p>Hinter Illidan r�usperte sich Lord Ravencrest h�flich.</p><p>Malfurions Bruder setzte sich in Bewegung. �Ich muss gehen, Tyrande! Man wird mir mein Quartier in der Festung zeigen, und dann soll ich dabei helfen, einen gr��eren Trupp zusammenzustellen, der die toten Bestien und die ganzen Leichen zur�ckbringt.�</p><p>�Leichen?� Sie hatte es zun�chst so verstanden, dass einige Mondgardisten ihr Leben gegen ein Ungeheuer verloren hatten, und erst jetzt d�mmerte ihr, dass <emphasis>nur</emphasis> Ravencrests Trupp zur�ckkehren w�rde. Der Trupp, der davor Malfurion verfolgt hatte, war offenbar vollst�ndig aufgerieben worden.</p><p>Der Gedanke daran lie� Tyrande erschaudern � erst recht, da Malfurion ebenfalls dort drau�en gewesen war.</p><p>�Die anderen Bestien haben die Verfolger beinahe komplett niedergemetzelt. Tyrande, hast du das nicht begriffen?� Illidans Stimme klang beinahe h�misch. Das wachsende Entsetzen in ihrem Gesicht ignorierte er v�llig. �Die Zauberer sind sofort gestorben, haben niemandem geholfen. Nur zwei K�mpfer �berlebten den Kampf gegen die anderen Ungeheuer, aber <emphasis>ich</emphasis>  konnte eine Kreatur mit zwei simplen Zaubern zur Strecke bringen!� Er schien vor Stolz regelrecht aufzubl�hen. �Dabei konnten diese Monster Magie aussaugen!�</p><p>Der Adlige r�usperte sich erneut. Illidan f�hrte rasch ihre H�nde an seine Lippen und k�sste sie leicht. Dann lie� er Tyrande los und stieg auf seinen Nachts�bel.</p><p>�Ich wollte mich deiner w�rdig erweisen�, murmelte Illidan pl�tzlich. �Schon sehr bald.�</p><p>Er wendete den Panther und ritt zu dem wartenden Kommandanten. Ravencrest versetzte Illidan einen freundschaftlichen Klaps auf den R�cken. Er blickte er �ber seine Schulter zu Tyrande. Dann nickte der Adlige Malfurions Zwilling zu und zwinkerte.</p><p>Tyrande versuchte immer noch das Geh�rte zu verarbeiten, als der bewaffnete Trupp bereits in Richtung Black Rook Hold aufgebrochen war. Illidan sah ein letztes Mal zur�ck, bevor er der Sicht entschwand. Seine Blicke aus goldenen Augen waren intensiv. Es fiel Tyrande nicht schwer, die Begierde darin zu entdecken.</p><p>Sie zog ihren Umhang enger um sich und eilte in den Tempel zur�ck. Die W�chterin, mit der sie auch vorhin schon gesprochen hatte, erwartete sie im Inneren.</p><p>�Verzeih mir, Schwester. Ich habe einiges von dem geh�rt, was drau�en gesagt wurde. Ich trauere um die Leben, die bei der erfolglosen Jagd verloren gingen, aber ich m�chte auch deinen Freund zu der strahlenden Zukunft begl�ckw�nschen, die vor ihm liegt. Lord Ravencrest muss gro�en Respekt vor ihm haben, wenn er ihn zu sich holt. Man kann wohl kaum eine bessere Partie machen, oder?�</p><p>�Nein � nein, ich denke nicht.� Als Tyrande auffiel, wie sie klang, f�gte sie rasch hinzu: �Vergib mir, Schwester, meine Ersch�pfung fordert wohl doch ihren Tribut. Ich sollte zu Bett gehen.�</p><p>�Das ist nur allzu verst�ndlich, Schwester. Zumindest wei�t du, dass angenehme Tr�ume auf dich warten.�</p><p>Doch als Tyrande zu ihrem Zimmer eilte, vermutete sie, dass ihre Tr�ume alles andere als angenehm sein w�rden. Sie war nat�rlich froh �ber die Nachricht, dass Malfurion und Broxigar die Flucht gelungen war und dass offenbar niemand Malfurion mit der Angelegenheit in Verbindung brachte. Auch freute es sie, dass Illidan sich selbst gefunden hatte, etwas, das sie fast nicht mehr erhofft hatte.</p><p>Sie machte sich jedoch Sorgen, weil sie den Eindruck hatte, dass Illidan bereits eine Entscheidung bez�glich einer gemeinsamen Zukunft getroffen hatte, w�hrend Tyrande noch l�ngst nicht so weit war. Schlie�lich gab es da auch noch Malfurion und ihre unklaren Gef�hle ihm gegen�ber.</p><p>All dies hing jedoch letztlich von der Frage ab, ob es Malfurion gelingen w�rde, dem wachsamen Auge der Mondgarde und dem von Lord Ravencrest zu entgehen. Wenn sie die Wahrheit erfuhren, bedeutete dies f�r Malfurion wahrscheinlich Black Rook Hold.</p><p>Und noch nicht einmal Illidan w�rde es schaffen, seinen Bruder von dort zur�ckzuholen.</p><empty-line/><p>Weder die B�ume, noch das Unterholz hatten den Sturz der Feibestie verhindern k�nnen. Der d�monische Hund war vom Halbgott in die L�fte geschleudert worden und au�erstande, sich aus eigener Kraft zu retten.</p><p>Doch dem stets so unberechenbaren Zufall gelang, was niemand sonst vermocht h�tte. Cenarius hatte seinen b�sartigen Gegner so weit wie m�glich fortgeschleudert und war davon ausgegangen, dass dessen Aufprall den Rest besorgen w�rde. W�re die Feibestie auf einem Felsen oder dem Boden gelandet, oder w�re sie gegen den Stamm einer m�chtigen Eiche geprallt, h�tte sie augenblicklich ihr Leben eingeb��t.</p><p>Wie sich jedoch herausstellte, hatte der Waldgott sie in eine Richtung geworfen, in der ein so tiefer See lag, dass selbst die Geschwindigkeit der Feibestie nicht ausreichte, um sie den Grund erreichen zu lassen.</p><p>Der Aufstieg zur Oberfl�che vollbrachte beinahe, was dem Fall nicht gelungen war. Dem D�mon gelang es nur knapp, ans Ufer zu kriechen. Ein Vorderlauf hing nutzlos herab, als die Feibestie zu einer schattigen Mulde hinkte und sich dort mehrere Minuten lang ausruhte.</p><p>Als der D�mon sich, so gut dies bei seinen Wunden m�glich war, erholt hatte, hob er seine Nase und suchte nach einer bestimmten Witterung. Als er fand, wonach er gesucht hatte, richtete er sich auf. Langsam, aber stetig hinkte er dem Ursprung des Geruchs entgegen. Selbst aus dieser Entfernung konnte die Feibestie die Kraft sp�ren, die von der Quelle der Ewigkeit ausging. Dort w�rde sie die Magie finden, die sie zur Heilung ben�tigte. Sogar ihren verletzten Lauf w�rde sie dort retten k�nnen.</p><p>Die Feibestien waren nicht wirklich die schlichten Ungeheuer, f�r die Brox und Rhonin, die sie immerhin noch aus ihrem eigenen Krieg kannten, sie hielten. Kein Wesen, das dem Herrn der Brennenden Legion diente, war ganz ohne Verstand, sah man einmal von den Infernalen, diesen zerst�rerischen Riesen ab. Die D�monenhunde waren ein Teil ihres Herrn, und was sie wussten, wusste auch Hakkar.</p><p>Und von diesem einsamen �berlebenden erfuhr der Herr der Hunde nun viel �ber die, die dem Eintreffen der Legion im Wege standen.</p></section><section><title><p>16</p></title><p>�Es ist so weit.�</p><p>Alexstraszas R�ckkehr �berraschte Krasus ebenso wie ihre Ank�ndigung. Der Drachenmagier war so tief in seinen Gedanken versunken, dass die verstreichenden Minuten und Stunden f�r ihn jede Bedeutung verloren hatten. Er wusste noch nicht einmal, ob er lange auf ihre R�ckkehr gewartet hatte.</p><p>�Ich bin bereit.�</p><p>Sie beugte sich vor und lie� ihn in ihren Nacken steigen. Alexstrasza bewegte sich grazi�s durch die uralten G�nge, die von Generationen des roten Drachenschwarms in den Fels gegraben worden waren. Schon bald erreichten sie und Krasus eine �ffnung, durch die der Wind pfiff und von der aus man �ber ein weites, wolkenverhangenes Land blickte. Dies war das Reich der roten Drachen, ein atemberaubendes Land voller m�chtiger Berge mit schneebedeckten Gipfeln, die in ewigen Nebel geh�llt waren.</p><p>Krasus konnte sich vorstellen, wie hoch der Berg seines Clans sein musste, wenn die meisten Wolken darunter hingen. In seinem l�ckenhaften Ged�chtnis fand er Erinnerungsfetzen eines majest�tischen Landes, dessen lang gezogene T�ler durch Eis und Zeit entstanden waren und in dem jeder Gipfel ein eigenes zerfurchtes Gesicht hatte.</p><p>Er schwankte pl�tzlich. Die d�nne Luft reichte seinem verletzten K�rper nicht. Nur Alexstrasza und ihre Fl�gel bewahrten ihn vor einem Sturz.</p><p>�Vielleicht ist dies nicht der beste Ort f�r dich�, sagte sie in besorgtem Tonfall.</p><p>Doch so abrupt Krasus� Zusammenbruch gekommen war, so schnell sp�rte er jetzt eine neue St�rke seinen K�rper durchstr�men.</p><p>�Ich hoffe � ich habe mich nicht versp�tet.�</p><p>Korialstrasz ging m�de auf seine Gef�hrtin zu und sah dabei aus, wie Krasus sich noch kurz zuvor gef�hlt hatte. Doch auch dem Drachen schien es mit einem Mal besser zu gehen. Die Ersch�pfung wich aus seinem Gesicht, als er sich n�herte.</p><p>�Das hast du nicht. F�hlst du dich stark genug f�r die Reise?�</p><p>�Bis gerade eben dachte ich, ich k�nne nicht mitkommen � doch es scheint mir wieder besser zu gehen.� Sein Blick glitt von Alexstrasza zu Krasus und wieder zur�ck zu ihr. Er schien den Grund f�r die �berraschende Besserung seiner Befindlichkeit zu ahnen, wollte ihn aber wohl nicht akzeptieren.</p><p>Die Drachenk�nigin reichte Krasus an ihren Gef�hrten weiter. Als Krasus sein j�ngeres Ich ber�hrte, f�hlte er, wie sein K�rper sich noch schneller erholte. Der direkte Kontakt mit Korialstrasz machte ihn beinahe glauben, er w�re wieder ganz er selbst.</p><p>Beinahe.</p><p>�Bist du bereit?�, fragte ihn der Drache.</p><p>�Das bin ich.�</p><p>Alexstrasza trat vor, breitete ihre Schwingen aus und lie� sich aus der �ffnung fallen. Sie st�rzte nach unten und verschwand in den Wolken. Korialstrasz trat an den Rand des Abgrunds, was seinem winzigen Passagier eine noch atemberaubendere Aussicht gew�hrte. Dann schwang auch er sich in die L�fte.</p><p>Zun�chst fielen sie in die Wolken hinein, dann aber stieg Korialstrasz in einer Windb�e nach oben. Durch den Nebel sah Krasus, dass Alexstrasza weit voraus flog. Allerdings war sie so langsam, dass ihr Gef�hrte rasch aufholte.</p><p>�Ist alles in Ordnung?�, rief sie, eine Frage, die sich an beide Gef�hrten richtete.</p><p>Krasus nickte und auch Korialstrasz bejahte. Die Drachenk�nigin konzentrierte sich wieder auf ihren Flug und schwieg.</p><p>Das Gef�hl zu fliegen, und sei es auch nur auf dem R�cken eines anderen, begeisterte den Magier. Er war daf�r geboren, dies zu tun. Das machte es ihm noch schwerer, die momentane Situation zu ertragen. Schlie�lich war er ein <emphasis>Drache</emphasis>. Ein Herr der L�fte! Er sollte nicht zu einer solch armseligen Existenz verdammt sein.</p><p>Sie lie�en einen Berg nach dem anderen hinter sich, flogen durch dichte Wolken und zerfurchte Gipfel. Krasus� menschlicher K�rper zitterte in der K�lte, aber er bemerkte es kaum, so sehr faszinierte ihn die Aussicht.</p><p>Elegant umrundeten die beiden Drachen einen schroffen Gipfel und tauchten ab in ein breites Tal inmitten der Bergkette. Krasus sah sich sorgf�ltig um. Er konnte nichts au�er der Landschaft erkennen, ahnte aber, dass sie ihrem Ziel nahe gekommen waren.</p><p>�Halt dich gut fest!�, rief Korialstrasz.</p><p>Krasus wollte nach dem Grund fragen, doch da sp�rte er bereits die Ersch�tterungen. Die Luft selbst b�umte sich auf und rollte nach au�en � wie Wellen auf einem See, nachdem man einen Stein hineingeworfen hat. Im ersten Moment f�rchtete Krasus, die Anomalie, die ihn in diese Zeit geschleudert hatte, k�nnte zur�ckgekehrt sein. Doch dann bemerkte er, mit welchem Eifer sein Drache auf das verst�rende Ph�nomen zuhielt.</p><p>Vor ihnen tauchte Alexstrasza in die gewaltige Ersch�tterung der Luft � und verschwand.</p><p>Uralte Bilder stiegen widerstrebend aus dem dunklen Abgrund in Krasus� Geist auf. Es waren Erinnerungen an eine andere Zeit, in der er sich als Drache willentlich in genau das gleiche Ph�nomen gest�rzt hatte. Krasus spannte sich an, um auf das vorbereitet zu sein, was auf ihn einst�rmen w�rde, sobald Korialstrasz seiner K�nigin folgte.</p><p>Sie flogen hinein.</p><p>Elektrizit�t schien jeden Zentimeter des K�rpers des Magiers zu durchflie�en. Seine Nerven summten. Krasus f�hlte sich, als sei er zu einem Bestandteil des Himmels geworden, zu einem Kind von Licht und Donner. Der Drang, selbst zu fliegen, �bermannte ihn beinahe. Er musste seine ganze Disziplin aufbieten, um seinen Drachen nicht loszulassen und sich Wolken und Wind anzuschlie�en.</p><p>Das Gef�hl verging so pl�tzlich wieder, dass Krasus sich noch st�rker an Korialstrasz festhalten musste, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Er blinzelte, f�hlte sich sehr erdverbunden und sehr sterblich. Dieser Perspektivenwechsel �berw�ltigte ihn derma�en, dass Krasus im ersten Moment nicht bemerkte, dass sich seine Umgebung v�llig ver�ndert hatte.</p><p>Sie schwebten in einer riesigen H�hle, so gewaltig, dass selbst Alexstrasza nicht gr��er als ein Insekt darin wirkte. Ganze K�nigreiche h�tten hineingepasst, K�nigreiche mit W�ldern, Feldern und Farmen. Und selbst dann h�tte es noch Platz f�r weit mehr gegeben.</p><p>Aber dies war nicht nur eine H�hle von unglaublicher Gr��e, es gab noch andere Dinge, die diesen Ort von allen anderen unterschieden. Die W�nde waren glatt, aber dennoch gebogen, ihre Gl�tte so perfekt, dass man die Hand dar�ber gleiten lassen konnte, ohne den geringsten Widerstand zu sp�ren. Bis hinab zum Boden war das so, wo die Wand auf einen gewaltigen flachen Kreis traf, der sich, h�tte ihn jemand vermessen, als geometrisch perfekt erwiesen h�tte.</p><p>Der Boden war v�llig flach und eben. Die W�nde kr�mmten sich auf ihrem Weg zur Decke immer weiter nach innen und schufen so eine Kuppel, dessen Aussehen durch die fehlenden Mineralien einen eigenartigen Reiz erlangte. Keine Stalaktiten hingen drohend von der Decke herab, keine Stalagmiten bohrten sich vom Boden in die H�he. Es gab keine Risse und keine sonstigen Makel in der H�hle, die Krasus schlie�lich als die <emphasis>Kammer der Aspekte</emphasis> erkannte.</p><p>Diese Kammer war uralt. Man sagte, die Sch�pfer h�tten die Welt an diesem heiligen Ort erschaffen und wachsen lassen, bevor sie sie in den Kosmos entlie�en. Selbst die gr��ten Drachen konnten diese Behauptung nicht entkr�ften, denn es gab nur diesen einen magischen Eingang, den sie durch Zufall vor Jahrhunderten entdeckt hatten. Sie wussten noch nicht einmal, ob dieser Ort in die Dimension der Sterblichen eingebettet war. Alle Versuche, die W�nde zu durchbohren, waren gescheitert, und die Aspekte hatten ihre diesbez�glichen Bem�hungen schon vor langer Zeit wieder aufgegeben.</p><p>Ein weiteres Mysterium dieser unglaublichen H�hle war das helle, goldene Licht, das die Kammer der Aspekte erf�llte und keinen erkennbaren Ursprung besa�. Krasus erinnerte sich, dass niemand wusste, ob das Leuchten verschwand, sobald die Kammer verlassen wurde � oder ob es <emphasis>immer</emphasis> dort war. Alle, die eintraten, f�hlten sich jedenfalls von ihm willkommen gehei�en, wie von einem treuen W�chter.</p><p>Als Korialstrasz zur Landung ansetzte, erkannte Krasus, dass er sich trotz seines l�ckenhaften Ged�chtnisses sehr gut an diesen heiligen Ort erinnern konnte. Das sagte einiges �ber die Kammer der Aspekte aus � denn hier wurzelten Erinnerungen, die er niemals vergessen konnte und die niemals vergehen w�rden.</p><p>Die beiden Drachen landeten auf dem Felsboden und sahen sich um. Trotz der gewaltigen Ausma�e wussten sie, dass die anderen noch nicht eingetroffen waren.</p><p>�Hast du mit allen gesprochen?�, fragte Korialstrasz.</p><p>Die K�nigin des Lebens sch�ttelte ihr majest�tisches Haupt. �Nur mit Ysera. Sie sagte, sie w�rde die anderen benachrichtigen.�</p><p>�Und ich tat, was ich konnte�, antwortete eine vertr�umt klingende weibliche Stimme.</p><p>In einiger Entfernung erschien eine verschwommene smaragdgr�ne Gestalt in der Luft. Sie wurde nicht ganz stofflich, aber Krasus erkannte einen schmalen, grazilen Drachen, fast so gro� wie Alexstrasza. Ein st�ndiger Nebel umgab die halb durchsichtige Gestalt, dennoch war zu erkennen, dass sie ihre Augen geschlossen hielt, selbst w�hrend sie redete.</p><p>Die anderen Drachen senkten ihre K�pfe in ehrerbietiger Begr��ung. Alexstrasza sagte: �Es freut mich, dass du so schnell gekommen bist, meine gute Ysera.�</p><p>Die Tr�umerin, wie sie auch genannt wurde, erwiderte den Gru�. Ihr Gesicht wandte sich den beiden zu, die mit ihr gekommen waren, und obwohl ihre Augen geschlossen blieben, sp�rte Krasus ihren durchdringenden Blick. �Ich bin hier, weil du meine Schwester bist. Ich bin hier, weil du nur um eine Zusammenkunft bitten w�rdest, wenn es wichtig ist.�</p><p>�Und die anderen?�</p><p>�Nozdormu ist der Einzige, den ich nicht direkt erreichen konnte. Du kennst ihn ja. Ich musste mit jemandem sprechen, der ihm dient, und dieser sagte, er w�rde tun, was in seiner Macht stehe, um seinem Herrn die Nachricht zu �berbringen � mehr konnte ich dort nicht erreichen.�</p><p>Alexstrasza nickte dankbar, konnte ihre Entt�uschung aber nicht verbergen. �Selbst wenn die anderen hierher kommen, k�nnen wir keine endg�ltige Entscheidung treffen.�</p><p>�Der Zeitlose kommt vielleicht noch.�</p><p>Krasus, der nach wie vor auf seinem j�ngeren Ich sa�, hielt die gescheiterte Kontaktaufnahme mit Nozdormu f�r ein schlechtes Omen. Er wusste, wie schwierig der Zeitlose war, denn Nozdormu verk�rperte Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft � und damit alles, was jemals geschehen war oder noch geschehen w�rde. Krasus hatte gehofft, gerade ihn hier zu treffen, denn in ihm sah er eine Chance, mit seinem Begleiter zur�ck in seine eigene Zeit zu gelangen und die ganze Geschichte doch noch friedlich zu beenden.</p><p>Ohne diese Hoffnung musste sich Krasus mit dem Gedanken vertraut machen, dass die Aspekte zum Schutz der Zeitlinie vielleicht ihn und Rhonin w�rden ausl�schen m�ssen.</p><p>Pl�tzlich tauchten �ber ihm rote Lichtblitze auf und erschufen einen Sturm, der sich wirbelnd dem Boden n�herte. Als er ihn erreichte, platzte er in leuchtenden Farben auseinander, dehnte sich aus und bildete eine Gestalt.</p><p>Die Lichter verloschen flackernd, und in ihrem Zentrum stand ein gro�er, glitzernder Drache, der zu einem Teil aus Kristall, zu einem anderen aus Eis zu bestehen schien. Sein Gesichtsausdruck war f�r einen Leviathan ungew�hnlich fr�hlich, als habe er das von ihm verursachte Spektakel noch mehr genossen als seine Zuschauer.</p><p>�Willkommen, Malygos�, sagte Alexstrasza h�flich.</p><p>�Es ist mir eine Freude, dich zu sehen, K�nigin des Lebens!� Der glitzernde Riese lachte aus voller Brust. �Und dich ebenfalls, meine h�bsche Tr�umerin.�</p><p>Ysera nickte. Ihr Gesichtsausdruck wirkte leicht am�siert.</p><p>�Wie geht es deinem Reich?�, fragte die rote K�nigin.</p><p>�So wundervoll, wie ich es mir nur w�nschen kann! Es ist voller Licht, voller Farben und voller Jugend.�</p><p>�Vielleicht h�tten die Sch�pfer dich eher zum Vater des Lebens als zum W�chter der Magie machen sollen, Malygos.�</p><p>�Ein interessanter Gedanke. Vielleicht sollten wir bei einer anderen Gelegenheit dar�ber sprechen.� Er lachte erneut.</p><p>�Ist alles in Ordnung?�, wandte sich Korialstrasz an Krasus, der bei der Ankunft des neuen Drachen vor Entsetzen ganz starr geworden war.</p><p>�Alles in Ordnung. Ich musste nur meine Sitzhaltung ein wenig ver�ndern.� Die winzige Gestalt war dankbar, dass Korialstrasz sein Gesicht nicht sehen konnte. Je l�nger Krasus Malygos beobachtete und ihm zuh�rte, desto mehr bedauerte er, dass er den Aspekten nicht die Wahrheit �ber die Zukunft sagen durfte.</p><p>Was w�rdest du tun, W�chter der Magie, wenn du w�sstest, welches Schicksal dich erwartet? Verrat, Wahnsinn, ein gefrorenes Reich, in dem niemand au�er dir selbst mehr existiert �</p><p>Krasus konnte sich nicht an alle Details von Malygos� Zukunft erinnern, aber in seinen Gedanken befanden sich so viele Fragmente, dass er die Trag�die verstehen und bedauern konnte. Trotzdem brachte er es nicht �ber sich, den funkelnden Drachen zu warnen.</p><p>�Und diesem hier verdanken wir also unser Treffen?�, fragte Malygos mit einem Blick auf Krasus.</p><p>�Das ist richtig�, antwortete Alexstrasza.</p><p>Der W�chter der Magie bl�hte die N�stern. �Er tr�gt unseren Geruch, doch das k�nnte an seiner N�he zu deinem Gef�hrten liegen. Da bin ich mir nicht sicher. Ich sp�re auch, dass ihn alte Magie umgibt. Steht er unter einem Zauber?�</p><p>�Er soll uns seine Geschichte selbst erz�hlen�, antwortete Alexstrasza und ersparte Krasus damit ein Verh�r. �Sobald die anderen eingetroffen sind.�</p><p>�Einer kommt gerade�, verk�ndete Ysera.</p><p>Die Decke warf Falten und begann zu leuchten. Eine riesige gefl�gelte Gestalt erschien und glitt in weit ausholenden Kreisen dem Boden entgegen. Die anderen Aspekte schwiegen respektvoll und sahen zu, wie sich der gewaltige Drache n�herte.</p><p>Er war gr��er als die anderen Drachen, ein gefl�gelter Leviathan so schwarz wie die Nacht und mit mehr W�rde, als selbst die k�hnsten Darstellungen eines Drachen zeigen konnten. Schmale Streifen aus echtem Silber und Gold durchzogen seinen K�rper bis zum Schwanz und betonten den R�cken und die Flanken. Glitzernde Blitze zwischen den Schuppen lie�en die Diamanten erahnen, die sich dahinter verbargen. Von dem Ank�mmling ging eine Aura uralter Macht aus, �hnlich der Kr�fte, aus denen die Welt an ihrem Anfang beschaffen gewesen sein mochte.</p><p>Er landete hinter den anderen und faltete seine gro�en Fl�gel majest�tisch zusammen. Mit tiefer, vollt�nender Stimme sagte der schwarze Drache: �Du hast gerufen, und ich bin gekommen. Ich freue mich immer, meine Freundin Alexstrasza zu sehen ��</p><p>�Und ich hei�e dich willkommen, mein lieber Neltharion.�</p><p>Krasus hatte eben schon gro�e Schwierigkeiten gehabt, Malygos zu ignorieren. Nun aber k�mpfte er darum, nicht zu erzittern und mit keinem Wimpernschlag anzudeuten, wie sehr ihn Neltharions Gegenwart ber�hrte. Als er Malygos sah, hatte er an das schreckliche Schicksal denken m�ssen, das dem W�chter der Magie bevorstand, doch jetzt machte sich Krasus Sorgen um das Schicksal aller Drachen � und das der Welt, sollte sie die Brennende Legion weiter bestehen.</p><p>Vor ihm stand Neltharion.</p><p>Neltharion, der W�chter der Erde. Er war der Aspekt, den man am st�rksten respektierte und au�erdem eng mit Krasus� geliebter K�nigin befreundet. W�re Neltharion Teil ihres eigenen Schwarms gewesen, h�tte sie ihn sicherlich schon l�ngst als einen ihrer Gef�hrten erw�hlt. Abgesehen von ihnen war auch der W�chter der Erde der, den Alexstrasza aufsuchte, wenn sie Rat brauchte, denn der ernste schwarze Drache hatte einen scharfen Verstand. Neltharion handelte nur, wenn er alle Konsequenzen bedacht hatte, und als junger Drache hatte Krasus oft versucht, ihm nachzueifern.</p><p>Doch in der Zukunft, in die der Magier geh�rte, h�tte jeder Gedanke an ein Nacheifern Neltharions puren Wahnsinn bedeutet. Neltharion hatte den Schutz, den die Aspekte den Sterblichen boten, abgelehnt. Stattdessen hatte er sich auf den Standpunkt zur�ckgezogen, die niederen V�lker tr�gen die Schuld an allem B�sen, das in der Welt war. Er hatte beschlossen, sie zu entfernen � und all jene, die ihnen Beistand leisteten.</p><p>In dieser Zukunft tr�umte Neltharion von einer Welt, in der die Drachen � vor allem sein eigener Schwarm � �ber alles herrschten. Diese wachsende Besessenheit trieb ihn zu zahllosen dunklen Taten, Taten, die so gr�sslich waren, dass Neltharion schlie�lich zu einer ebenso gro�en Gefahr f�r die Welt wurde, wie die Brennende Legion. Die anderen Aspekte hatten sich schlie�lich gegen ihn zusammengeschlossen, doch zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits furchtbare Verw�stungen angerichtet.</p><p>Als er alles, was er einmal war, ablehnte, verleugnete Neltharion auch seinen Namen. Seine ehemaligen Freunde gaben ihm einen neuen, unter dem er allen Wesen bekannt wurde und der schlie�lich zum Synonym f�r das B�se werden sollte.</p><p>Deathwing �</p><p>Dort vor Krasus stand also Deathwing, der Zerst�rer. Doch der Drachenmagier konnte die anderen nicht warnen. Tats�chlich war es so, dass Krasus zwar wusste, zu welcher Gefahr Neltharion erwachsen w�rde, aber er konnte sich nicht erinnern, wo und wann die Trag�die ihren Anfang genommen hatte. Wenn er jetzt, an diesem kritischen Punkt, Misstrauen unter den Aspekten s�te, beschwor er eine Katastrophe, die vielleicht noch gr��er war als die, die der Erdw�chter in der Zukunft verk�rperte.</p><p>Und doch �</p><p>�Ich war �berrascht, dass Ysera mich benachrichtigte und nicht du�, sagte der Schwarze. �Geht es dir gut, Alexstrasza?�</p><p>�Ja, Neltharion.�</p><p>Er betrachtete ihre Begleiter. �Und dir, junger Korialstrasz? Dir scheint es nicht gut zu gehen.�</p><p>�Eine vor�bergehende Krankheit�, antwortete der rote Drache respektvoll. �Es ist mir eine Ehre, Euch wiederzusehen, W�chter der Erde.�</p><p>Sie unterhielten sich wie Bekannte und doch erinnerte sich Krasus, dass Neltharion ihn als Deathwing kaum erkannt hatte. Zur Zeit der Orc-Kriege war der schwarze Riese dem Wahnsinn bereits so lange verfallen gewesen, dass er vergangene Freundschaften l�ngst vergessen hatte. Nichts au�er seinem dunklen Ziel hatte f�r ihn gez�hlt.</p><p>Aber hier war Neltharion immer noch sein Verb�ndeter. Er blickte �ber Korialstrasz� Kopf hinweg auf die kleine, angespannte Gestalt. �Du bist also derjenige. Hast du einen Namen?�</p><p>�Krasus!�, schnappte der Magier. �Krasus!�</p><p>�Ein mutiger kleiner Mann�, sagte Neltharion am�siert. �Ich glaube, dass er tats�chlich ein Drache ist, so wie Ysera es angedeutet hat.�</p><p>�Ein Drache, der eine Geschichte zu erz�hlen hat�, f�gte Alexstrasza hinzu. Sie blickte empor zur Decke, zu der Stelle, wo sie und die anderen in die H�hle gelangt waren. �Aber ich w�rde es vorziehen, Nozdormu noch etwas Zeit zu lassen, bevor wir beginnen.�</p><p>�Du willst dem Zeitlosen mehr Zeit geben?� Malygos lachte. �Wie nett! Ich werde den schlechtgelaunten Nozdormu erst gehen lassen, wenn er sich dazu ge�u�ert hat.�</p><p>�Und du wirst ihn bestimmt <emphasis>zeitig</emphasis> daran erinnern, nicht wahr?�, gab Neltharion zur�ck. Er grinste breit.</p><p>Malygos lachte noch lauter. Er und Neltharion traten beiseite und begannen sich zu unterhalten.</p><p>�Sie m�gen vielleicht nicht vom gleichen Gebl�t sein�, sagte Ysera und folgte ihnen mit Blicken aus ihren geschlossenen Augen. �Aber sie sind Br�der im Geiste.�</p><p>Alexstrasza stimmte zu. �Es ist gut, dass Neltharion sich mit Malygos besch�ftigt. Mir gegen�ber hat er sich in der letzten Zeit sehr schweigsam verhalten.�</p><p>�Ich sp�re seine Distanz ebenfalls. Die Taten der Nachtelfen erf�llen ihn nicht eben mit Freude. Er sagte einmal, sie h�tten den gr��enwahnsinnigen Wunsch, wie die Sch�pfer zu werden, ohne deren Wissen und Weitsicht zu besitzen.�</p><p>�Damit hat er vielleicht Recht�, antwortete die K�nigin des Lebens. Ihre Blicke glitten zu Krasus.</p><p>Der Magier f�hlte sich unwohl unter ihrem Blick. Alexstrasza war es, die seine Warnung am dringlichsten ben�tigte. Durch Deathwings Taten war sie zu einer Sklavin der Orcs geworden, und ihre Kinder waren skrupellos dem Kampf geopfert worden. Deathwing hatte die letzten Tage des Orc-Kriegs genutzt, um nach dem zu suchen, wonach ihn wirklich gel�stete � nach den Eiern der K�nigin des Lebens. Seinen eigenen Schwarm hatte er durch seine wahnsinnigen Pl�ne beinahe ausgel�scht.</p><p><emphasis>Welche Grenze ziehe ich</emphasis>?, fragte Krasus sich selbst. <emphasis>Wann werde ich sie endg�ltig �berschreiten? Ich kann nichts �ber die Orcs preisgeben, nichts �ber den Verrat des Erdw�chters, nichts �ber die Brennende Legion � ich kann ihnen nur so viel sagen, dass es wahrscheinlich gen�gen wird, mich und Rhonin hinzurichten!</emphasis></p><p>Frustriert starrte er einen der Gr�nde f�r sein Problem an. Neltharion unterhielt sich freundlich mit Malygos, der den anderen wartenden Drachen den R�cken zuwandte. Der gro�e Schwarze streckte seine Fl�gel aus und nickte zu einer Bemerkung seines glitzernden Gespr�chspartners. W�ren sie Menschen, Zwerge oder Angeh�rige eines anderen sterblichen Volks gewesen, h�tte man sich die beiden auch biertrinkend in einer Taverne vorstellen k�nnen. Die niederen V�lker betrachteten die Drachen entweder als monstr�se Bestien oder als w�rdevolle Weise � doch in Wirklichkeit waren ihre Pers�nlichkeiten in mancher Weise so erdverbunden wie die der Wichte, �ber die sie wachten.</p><p>Neltharions Blicke l�sten sich kurz von Malygos und wechselten zu Krasus.</p><p>Und in diesem kurzen Augenblick begriff Krasus, dass er und die anderen bisher nur die Fassade des Schwarzen gesehen hatten. Die Dunkelheit hatte bereits Besitz vom W�chter der Erde ergriffen.</p><p><emphasis>Das ist unm�glich!</emphasis>, beharrte Krasus und versuchte verzweifelt, nichts von seinen Bef�rchtungen nach au�en dringen zu lassen. <emphasis>Nicht jetzt schon!</emphasis> Zu einem so fr�hen und brisanten Zeitpunkt konnte Neltharions Verwandlung in Deathwing noch nicht beginnen. Die Aspekte mussten vereint und einig bleiben � nicht nur wegen der bevorstehenden Invasion, sondern auch wegen der St�rung der Zeitlinie, die Krasus und sein ehemaliger Sch�ler ausgel�st hatten. Er musste sich in dem schwarzen Leviathan geirrt haben. Neltharion geh�rte gewiss noch zu den sagenumwobenen Besch�tzern der Dimension der Sterblichen �</p><p>Krasus verfluchte seine fehlende Erinnerung. Wann <emphasis>hatte</emphasis> Neltharion mit seinem Verrat begonnen? Wann war er zum Schrecken allen Lebens geworden? Sollte es wirklich hier und jetzt beginnen � oder hatte Neltharion noch an der Seite der anderen gek�mpft, obwohl die Dunkelheit ihn bereits umschlungen hielt?</p><p>Der Magier starrte den W�chter der Erde an. Trotz seines Versprechens fragte sich Krasus, ob er die Regeln nicht doch w�rde brechen m�ssen. Konnte es denn tats�chlich falsch sein, die Aspekte vor dem Schurken in ihrer Mitte zu warnen?</p><p>Neltharion blickte erneut zu ihm her�ber � und dieses Mal blieben seine Augen auf Krasus ruhen.</p><p>Erst jetzt begriff Krasus, dass Neltharion den Funken des Wiedererkennens bei ihm bemerkt hatte. Der schwarze Drache schien zu wissen, dass hier jemand war, der sein furchtbares Geheimnis enth�llen konnte.</p><p>Krasus wollte wegsehen, aber seine Pupillen bewegten sich nicht. Zu sp�t erkannte er den Grund: Der W�chter der Erde hatte bemerkt, dass man sein wahres Ich durchschaut hatte � und schnell und entschlossen gehandelt. Er hielt Krasus mit der gleichen Leichtigkeit in seinem Bann, mit der er atmete.</p><p><emphasis>Ich werde ihm nicht unterliegen!</emphasis> Er war entschlossen, eine Flucht zu versuchen, aber sein Wille erwies sich als nicht stark genug. Mit ein wenig Vorbereitung h�tte Krasus den Kampf gegen Neltharions Geist vielleicht aufnehmen k�nnen, aber seine furchtbare Entdeckung hatte ihm die Konzentration geraubt � eine Gelegenheit, die der schwarze Drache sich nicht hatte entgehen lassen.</p><p>Du kennst mich � aber ich kenne dich nicht.</p><p>Die eiskalte Stimme erf�llte seinen Geist. Krasus betete, dass jemand bemerkte, was zwischen ihnen vorging, aber f�r die anderen musste es aussehen, als sei weiterhin alles in Ordnung. Es �berraschte ihn, dass selbst seine geliebte Alexstrasza nicht die Wahrheit erkannte.</p><p>Du willst dich gegen mich wenden � willst, dass die anderen mich so sehen wie du � Du willst, dass sie ihrem alten Freund misstrauen � ihrem Bruder �</p><p>Die Worte des W�chters der Erde verrieten, wie tief der Wahnsinn bereits in ihm nistete. Krasus sp�rte den rasenden Verfolgungswahn in Neltharion und die brennende �berzeugung, dass niemand au�er dem schwarzen Drachen wusste, was die Welt n�tig hatte. Jeder, der auch nur die geringste Bedrohung f�r Neltharion darstellte, verk�rperte in seinen Augen das B�se.</p><p>Ich werde dir nicht erlauben, deine boshaften L�gen zu verbreiten �</p><p>Krasus erwartete, auf der Stelle niedergestreckt zu werden, aber zu seiner �berraschung wandte sich Neltharion ab und setzte seine Unterhaltung mit Malygos fort.</p><p><emphasis>Was spielt er f�r ein Spiel</emphasis>?, fragte sich der Drachenmagier. <emphasis>Zuerst droht er mir, dann ignoriert er meine Anwesenheit</emphasis>.</p><p>Er beobachtete den schwarzen Drachen misstrauisch, aber Neltharion schien ihn nicht einmal mehr zu bemerken.</p><p>�Er kommt nicht�, sagte Ysera schlie�lich.</p><p>�Vielleicht doch noch�, antwortete Alexstrasza. Krasus sah sie an und begriff, dass sie sich �ber Nozdormu unterhielten.</p><p>�Nein, ich habe mit dem gesprochen, der seinen Herrn suchen wollte. Er kann ihn nicht finden. Der Zeitlose h�lt sich jenseits der Welt der Sterblichen auf.�</p><p>Yseras Neuigkeiten waren ein schlechtes Omen. Krasus wusste einiges �ber Nozdormu und nahm an, dass die Diener des Zeitlosen ihn aufgrund der Anomalie nicht hatten kontaktieren k�nnen. Wenn allein Nozdormu, wie Krasus glaubte, die Zeit zusammen hielt, ben�tigte er jetzt jede Faser seiner Existenz. Viele Nozdormus w�rden gegen die Zeit k�mpfen � da blieb niemand f�r diese Zusammenkunft �brig.</p><p>Krasus� Hoffnung schwand weiter. Nozdormu war verschwunden und Neltharion wahnsinnig �</p><p>�Dann stimme ich dir zu�, antwortete Alexstrasza auf Yseras Worte. �Wir werden trotz des fehlenden Mitglieds beginnen. Es gibt keine Regel, die es uns verbietet, �ber die Angelegenheit zu sprechen, nachdem wir den Bericht geh�rt haben. Wir k�nnen nur keine Entscheidung �ber unser weiteres Vorgehen f�llen.�</p><p>Korialstrasz senkte sein Haupt und lie� seinen Reiter absteigen. Mit ausdruckslosem Gesicht trat Krasus vor die versammelten Riesen und versuchte dabei, den W�chter der Erde nicht anzusehen. Alexstraszas Blicke ermutigten ihn, sodass der Drachenmagier wusste, was er zu tun hatte.</p><p>�Ich bin einer der Euren�, verk�ndete er mit einer Stimme, so laut wie die der ihn umgebenden Leviathane. �Die K�nigin des Lebens kennt meinen Namen, aber f�r den Augenblick bin ich einfach nur Krasus!�</p><p>�Er br�llt gut, der Kleine�, scherzte Malygos.</p><p>Krasus sah ihn an. �Das ist nicht die Zeit f�r Scherze, vor allem nicht, was Euch angeht, W�chter der Magie. Die Dinge sind aus dem Lot geraten. Ein furchtbarer Fehler, eine St�rung der Realit�t bedroht alles � absolut alles!�</p><p>�Wie dramatisch�, kommentierte Neltharion beinahe gelangweilt.</p><p>Krasus musste sich zusammenrei�en, um nicht die Wahrheit �ber den Schwarzen Drachen zu enth�llen. Zumindest noch nicht �</p><p>�H�rt meine Geschichte�, beharrte Krasus. �H�rt und versteht sie � denn am Horizont lauert eine weit gr��ere Gefahr, eine, die <emphasis>uns</emphasis> betrifft. H�rt zu ��</p><p>Doch als er die ersten Worte seiner Geschichte aussprechen wollte, musste Krasus erkennen, dass ihm seine Zunge nicht mehr gehorchte. Anstelle klarer S�tze stie� er nur unvollst�ndige Silben hervor.</p><p>Die meisten versammelten Drachen zeigten sich verwirrt von seinem seltsamen Benehmen. Krasus blickte rasch zu Alexstrasza, suchte ihre Hilfe, aber sie wirkte ebenso irritiert wie die anderen.</p><p>Im Kopf des Magiers begann sich alles zu drehen. Schwindel �bermannte ihn und lie� ihn taumeln. Schwachsinnige Worte kamen �ber seine Lippen, aber Krasus wusste ohnehin l�ngst nicht mehr, was er hatte verk�nden wollen.</p><p>Als seine Beine unter ihm nachgaben und der Schwindel ihn vollends �bermannte, erklang unerwartet die t�dlich sanfte Stimme von Neltharion in seinem Geist.</p><p>Ich hatte dich gewarnt �</p></section><section><title><p>17</p></title><p>Die Dunkelheit kam, und die Welt der Nachtelfen erwachte. H�ndler �ffneten ihre Gesch�fte, w�hrend die Gl�ubigen zum Gebet str�mten. Die Nachtelfen lebten ihr Leben und f�hlten sich wie an jedem anderen Abend. Sie konnten mit der Welt anstellen, was ihnen beliebte, ganz gleich, was die niederen V�lker dar�ber denken mochten.</p><p>Aber einige stie�en auf unerwartete Hemmnisse in ihrem t�glichen Leben, Kleinigkeiten, die ihre t�gliche Routine unterbrachen.</p><empty-line/><p>Ein hoher Magier der Mondgarde, der sein langes wei�es Haar zum Zopf zusammengebunden trug, richtete geistesabwesend einen Finger auf eine Weinkaraffe auf der anderen Seite des Zimmers. Gleichzeitig studierte er eine Sternenkarte als Vorbereitung auf einen wichtigen Zauber, den sein Orden geplant hatte. Auch wenn er zu den �ltesten Zauberern z�hlte, hatten seine F�higkeiten nicht nachgelassen, deshalb behielt er auch weiterhin seine hohe Position. Zu zaubern war ebenso Teil seiner Existenz wie zu atmen. Man tat es einfach und ganz normal, ohne dar�ber nachdenken zu m�ssen.</p><p>Der Knall, der ihn zusammenzucken und die Karte beinahe in der Mitte entzwei rei�en lie�, stammte vom pl�tzlichen Aufprall der Karaffe auf dem Boden. Wein und Glas verteilten sich �ber den gr�n-roten Teppich, den der Zauberer erst k�rzlich erworben hatte.</p><p>W�tend schnippte er mit den Fingern in Richtung des versch�tteten Weins. Glasscherben begannen zu schweben, w�hrend der Wein zusammenfloss und die Form der Karaffe annahm, in der er sich befunden hatte. Das Glas begann, sich um den Wein zu formen �</p><p>Aber nur eine Sekunde sp�ter verteilte sich wieder alles auf dem Teppich und verursachte noch mehr Scherereien als zuvor.</p><p>Der alte Zauberer starrte darauf. Grimmig das Gesicht verzogen schnippte er erneut mit seinen Fingern.</p><p>Dieses Mal hielten sich Glas und Wein an den Befehl, den er ihnen gegeben hatte, bis nicht einmal mehr die Ahnung eines Flecks zur�ckblieb. Allerdings bewegten sie sich z�gernd und ben�tigten wesentlich mehr Zeit, als der Zauberer der Mondgarde erwartet h�tte.</p><p>Der alte Nachtelf kehrte zu seiner Karte zur�ck und versuchte sich auf das bevorstehende Ereignis zu konzentrieren. Aber sein Blick schweifte immer wieder zur Karaffe. Irgendwann richtete er den Finger darauf � senkte ihn jedoch unverrichteter Dinge wieder und drehte seinen Sessel anschlie�end so, dass er die Ursache seiner schlechten Laune nicht mehr st�ndig betrachten konnte.</p><empty-line/><p>Am Rande aller gr��eren Siedlungen patrouillierten bewaffnete Wachen und besch�tzten die Nachtelfen vor m�glichen Feinden. Lord Ravencrest und andere M�nner wie er beobachten das Land jenseits der Reichsgrenzen, f�rchteten sie doch, dass die Zwerge und andere V�lker unabl�ssig R�nke schmiedeten, um sich den Wohlstand der Nachtelfen einzuverleiben. Sie blickten nicht nach innen � denn wer aus ihrem eigenen Volk h�tte sie schon bedroht? �, sondern gestatteten jeder Siedlung, sich selbst um ihre Sicherheit zu k�mmern und f�r das Wohlergehen ihrer B�rger zu sorgen. In Galhara, einer gro�en Stadt, die in einiger Entfernung von Zin-Azshari auf der anderen Seite der Quelle lag, begannen die Zauberer mit dem n�chtlichen Ritual der Neuausrichrung ihrer Smaragdkristalle, die die Stadtgrenze markierten. Wenn die Kristalle richtig aufeinander eingestimmt waren, wehrten sie auch magische Angriffe ab. Niemand konnte sich daran erinnern, dass man sie jemals eingesetzt hatte, aber ihre blo�e Existenz beruhigte das Volk.</p><p>Obwohl es Hunderte Kristalle gab, war es nicht schwer, sie auszurichten. Sie alle zogen ihre Kraft direkt aus der Quelle der Ewigkeit, und die Zauberer brauchten nur den Stand der Sterne zu berechnen, um die Kraftlinien, die von einem Kristall zum anderen liefen, zu justieren. Dazu musste man den Kristall, der auf einer hohen Obsidianstange ruhte, einfach nur kurz drehen. Die Zauberer konnten mehrere von ihnen in nur wenigen Minuten einstellen.</p><p>Doch als ein wenig mehr als die H�lfte ausgerichtet war, begannen die Kristalle matter zu leuchten und verdunkelten sich am Ende sogar. Die Zauberer von Galhara besa�en zwar nicht die Erfahrung der Mondgarde, aber sie verstanden ihr Handwerk immerhin gut genug, um zu wissen, dass Derartiges nicht h�tte passieren d�rfen. Sofort �berpr�ften sie die Ausrichtung, fanden jedoch keinen Fehler.</p><p>�Sie ziehen keine Kraft mehr aus der Quelle�, behauptete ein junger Magier schlie�lich. �Etwas versucht, sie von ihrer Macht abzuschirmen.�</p><p>Er hatte diese Worte kaum ausgesprochen, als die Kristalle ihre normale Aktivit�t jedoch auch schon wieder aufnahmen. Seine �lteren Kollegen sahen den J�ngeren am�siert an und versuchten sich daran zu erinnern, ob sie in ihrer Jugend auch solch absurde Thesen aufgestellt hatten.</p><p>Und das Leben der Nachtelfen ging weiter, als h�tte es keine warnenden Signale gegeben �</p><p>�Esss <emphasis>issst fehlgeschlagen</emphasis>!�, schrie Hakkar. Er h�tte den Hochgeborenen, der neben ihm stand, beinahe ausgepeitscht, zog sein Werkzeug jedoch im letzten Moment zur�ck. Aus t�dlich dunklen Augen starrte er Lord Xavius an. �<emphasis>Wir</emphasis> haben versagt ��</p><p>Die Feibestien an der Seite des Herrn der Hunde kommentierten seine Worte mit einem b�sartigen Knurren.</p><p>Xavius war ebenso w�tend. Er betrachtete das von den Hochgeborenen und Hakkar gemeinsam vollendete Werk und sah darin nur vertane Zeit � obwohl er und der Herr der Hunde urspr�nglich geglaubt hatten, der Plan der K�nigin k�nne funktionieren.</p><p>Offenbar besa�en sie aber nicht das n�tige Wissen und die Macht, um ihn umzusetzen.</p><p>Dass die M�hen der Hochgeborenen zumindest daf�r gesorgt hatten, eine Anzahl von Feiwachen durch das Portal zu leiten, hob seine Laune nicht im Geringsten. Das war nur ein schwacher Abglanz des Erhofften, ein Rinnsal im Vergleich zu dem m�chtigen Strom, den sie ben�tigten, um den <emphasis>Erhabenen</emphasis> zu sich zu holen.</p><p>�Was sollen wir tun?�, fragte der Nachtelf.</p><p>Zum ersten Mal las er Unsicherheit im gr�sslichen Antlitz des Herrn der Hunde. Der riesige Krieger blickte sehns�chtig zum Portal, wo die Hochgeborenen weiterhin versuchten, es zu st�rken und zu weiten. �Wir m�ssssen ihn fragen.�</p><p>Der Berater schluckte, aber bevor sein monstr�ses Gegen�ber seine Absicht in die Tat umsetzen konnte, dr�ngte sich Lord Xavius an ihm vorbei und beugte sein Knie selbst vor dem Portal nieder. Er w�rde vor seinem Gott f�r alle Fehler gerade stehen.</p><p>Sein Knie hatte den Boden noch nicht ber�hrt, als er bereits die Stimme in seinem Kopf h�rte.</p><p>Ist das Portal gefestigt?</p><p>�Nein, Erhabener � die Arbeit schreitet nicht so rasch voran, wie wir erhofft hatten.�</p><p>F�r einen kurzen Moment glaubte der Nachtelf von irrsinniger Wut �bermannt zu werden, dann verging das Gef�hl. Xavius war �berzeugt, dass er sich die Anwandlung nur eingebildet hatte und lauschte den n�chsten Worten des Gottes.</p><p>Du suchst nach etwas � so rede.</p><p>Lord Xavius erl�uterte den Plan, der darauf zielte, alle au�erhalb des Palasts von der Macht der Quelle abzuschotten � und gestand den Fehlschlag ein, den sie bei der Umsetzung erlitten hatten. Er hielt den Kopf gesenkt, demonstrierte Demut vor einer Macht, gegen die selbst die geballte Kraft aller Nachtelfen nicht wirkungsvoller als die eines Insekts war.</p><p><emphasis>Ich habe bereits dar�ber nachgedacht</emphasis>, antwortete der Gott schlie�lich. <emphasis>Der, den ich zuerst entsandte, hat seine Pflicht nicht erf�llt</emphasis> �</p><p>Hinter Xavius stie� der Herr der Hunde einen kurzen, verzweifelt klingenden Laut aus.</p><p>Ein anderer wird dir gesandt werden. Du musst sicherstellen, dass das Portal bereit f�r ihn ist.</p><p>�Ein anderer, Herr?�</p><p>Ich werde dir jetzt einen meiner � einen der Kommandanten meiner Armee schicken. Er wird daf�r sorgen, dass geschieht, was geschehen muss � und zwar rasch.</p><p>Die Stimme verschwand aus Xavius� Kopf. Er taumelte einen Moment, denn der R�ckzug des Gottes erfolgte so pl�tzlich und unerwartet, dass er sich f�hlte, als habe man ihm einen Arm abgeschlagen. Ein Hochgeborener half ihm auf die Beine.</p><p>Xavius blickte zu Hakkar, der mehr als ungl�cklich wirkte, w�hrend der Berater selbst die Nachrichten f�r wundervoll hielt. �Er schickt uns einen seiner <emphasis>Kommandanten</emphasis>! Wei�t du, welchen?�</p><p>Der Herr der Hunde rollte besorgt seine Peitsche auf. Neben ihm duckten sich die beiden Feibestien. �Ja, ich wei�, welchen, Lord Nachtelf.�</p><p>�Wir m�ssen alles vorbereiten. Er wird bald eintreffen!�</p><p>Hakkar wirkte niedergeschlagen, trat jedoch mit Xavius zu den Hochgeborenen und begann den neuen Zauber zu weben. Die beiden stellten den anderen ihr Wissen und ihre F�higkeiten zur Verf�gung und st�rkten auf diese Weise so gut sie es vermochten die Kr�fte, die das Portal �ffneten.</p><p>Das brennende Tor gewann an Breite. Bunte Funken spr�hten pl�tzlich daraus hervor. Sie pulsierten, schienen zu atmen. Das Portal dehnte sich aus. Ein br�llendes Ger�usch, wie Donner, begleitete die Ver�nderung.</p><p>Schwei� lief �ber Xavius� Gesicht und �ber seinen K�rper, aber das k�mmerte ihn nicht. Der Ruhm, nach dem er strebte, verlieh ihm St�rke. Mehr noch als der Herr der Hunde setzte er sich ein, um den Zauber nicht nur zu halten, sondern zu vergr��ern.</p><p>Das Portal wuchs, bis es die Decke ber�hrte. Dann spie es eine gro�e, dunkle Gestalt aus, deren Anblick so furchtbar und gleichzeitig so wundervoll war, dass Xavius beinahe seinem Gott entgegen geschrien h�tte, wie dankbar er ihm daf�r war. Vor ihm stand einer der Himmelskommandanten, eine Gestalt, neben der Hakkar so unw�rdig wirkte, wie Xavius selbst sich im Schatten des Herrn der Hunde f�hlte.</p><p>�Elune, steh uns bei!�, keuchte einer der Zauberer. Er l�ste sich aus dem Verbund und h�tte das Portal beinahe vernichtet. Xavius gelang es gerade noch, es aufrecht zu halten, bis die anderen sich wieder gefangen hatten.</p><p>Eine riesige vierfingrige Hand, gro� genug, um den Kopf des Beraters zu umschlie�en, wurde ausgestreckt und zeigte mit einem der klauenartigen Finger auf den Zauberer, der alles gef�hrdet hatte. Eine Stimme, die wie eine Mischung aus einer tosenden Welle und dem Unheil verhei�enden Rumoren eines ausbrechenden Vulkans klang, murmelte ein einziges, unverst�ndliches Wort.</p><p>Der Nachtelf, der den Kreis unterbrochen hatte und zur�ck gestolpert war, begann zu schreien, als sein K�rper wie ein Tuch zerquetscht wurde, aus dem man das Wasser herauswrang. Krachende Laute �berlagerten seine schw�cher werdenden Schreie. Die meisten Hochgeborenen sahen weg, und selbst Hakkars Feibestien winselten.</p><p>Schwarze Flammen stiegen auf und h�llten die �berreste des ungl�cklichen Zauberers ein. Die Flammen fra�en an ihm wie ein Rudel hungriger W�lfe. Sie verschlangen ihr Opfer, bis von ihm nichts au�er einem H�ufchen Asche am Boden zur�ckblieb.</p><p>�Es wird kein weiteres Versagen geben�, donnerte die Stimme.</p><p>Der Herr der Hunde und die Feiwache hatten Lord Xavius bereits beeindruckt, aber nach diesem Neuank�mmling glaubte er, dass nichts au�er dem Gott selbst ihn mehr �hnlich ersch�ttern k�nne. Die furchteinfl��ende Gestalt bewegte sich auf vier muskul�sen Beinen, die an die eines Drachen erinnerten, jedoch in breiten F��en mit jeweils drei Klauen besetzten Zehen endeten. Ein langer, schuppiger Schwanz zuckte �ber den Boden und verriet vermutlich die Ungeduld des Himmelsdieners. Von seinem Kopf bis zur Schwanzspitze trug er eine M�hne aus gr�n lohendem Feuer. Gewaltige lederne Schwingen ragten aus seinem R�cken, aber trotz der enormen Spannweite fragte sich Xavius, ob sie einen so gigantischen und schweren K�rper �berhaupt tragen konnten.</p><p>Die Haut, die unter seiner schwarzen R�stung zu erkennen war, zeigte ein dunkles Graugr�n. Er war doppelt so breit wie Hakkar und mindestens sechzehn Fu� hoch, wenn der Berater richtig sch�tzte. Die massiven Sto�z�hne, die aus seinem Kiefer ragten, kratzten beinahe �ber die Decke und seine anderen, dolchartigen Z�hne waren so lang wie die Hand des Nachtelfs.</p><p>Die gl�henden Augen lagen unter wulstigen Augenbrauen, die sie beinahe verbargen. Der Auserw�hlte des Erhabenen starrte den Lord-Berater an � vor allem jedoch den Herrn der Hunde.</p><p>�Du hast ihn entt�uscht.� Mehr sagte der gefl�gelte Kommandant nicht.</p><p>�Ich �� Hakkar brach seinen Widerspruch ab und senkte das Haupt. �Ich habe keine Entschuldigung daf�r, Mannoroth.�</p><p>Mannoroth legte den Kopf schief und betrachtete den Herrn der Hunde, als w�re er etwas Unappetitliches, das er auf seinem Teller gefunden hatte. �Nein, die hast du nicht.�</p><p>Die Feibestie an Hakkars rechter Seite jaulte pl�tzlich auf. Schwarze Flammen, �hnlich denen, die den Zauberer get�tet hatten, umgaben das ver�ngstigte Tier. Es rollte sich verzweifelt �ber den Boden und versuchte, Flammen zu l�schen, die sich nicht l�schen lie�en. Das Feuer breitete sich aus und verschlang ihn.</p><p>Als nur noch eine Rauchwolke an die Feibestie erinnerte, wandte sich Mannoroth erneut an den Herrn der Hunde. �Es wird keinen weiteren Fehlschlag geben.�</p><p>Xavius sp�rte Furcht, aber es war eine wunderbare, glorreiche Furcht. Dieses Wesen, so etwas wie die rechte Hand des Erhabenen, verf�gte �ber die gr��te Macht, die er je erlebt hatte. Es w�rde wissen, wie man die Niederlage in einen Erfolg umwandeln konnte.</p><p>Sein dunkler Blick fiel auf ihn. Mannoroth bl�hte die N�stern seiner breiten Nase � und nickte. �Dem Erhabenen gefallen Eure Bem�hungen, Lord Nachtelf.�</p><p>Er war gesegnet worden! Xavius senkte seinen Kopf noch tiefer. �Ich danke ihm.�</p><p>�Wir werden den Plan ausf�hren und den Quell der Macht vom Rest des Reiches trennen. Dann kann das Eintreffen der Armee endlich voranschreiten.�</p><p>�Und der Erhabene? Wird er kommen?�</p><p>Mannoroth l�chelte so breit, dass er den Berater h�tte verschlingen k�nnen. �O ja, Lord Nachtelf. <emphasis>Sargeras</emphasis> wird dabei sein wollen, wenn diese Welt gereinigt wird. Nichts w�nscht er sich mehr ��</p><empty-line/><p>Gras steckte in Rhonins Mund und in seiner Nase.</p><p>Zumindest nahm er an, dass es Gras war. Es schmeckte danach. Der Geruch erinnerte ihn an wilde Felder und friedlichere Zeiten � Zeiten mit Vereesa.</p><p>M�hsam setzte er sich auf. Es war Nacht, und obwohl der Mond recht hell leuchtete, lie� sich in seinem Lichte nur erkennen, dass Rhonin sich in einem bewaldeten Gebiet befand. Er lauschte, h�rte jedoch kein Ger�usch, das auf Zivilisation hindeutete.</p><p>Die pl�tzliche Furcht, erneut in eine andere Zeit katapultiert worden zu sein, �bermannte ihn kurz, doch dann erinnerte er sich daran, was geschehen war. Sein eigener Zauber hatte ihn hierher gebracht. Er hatte ihn gewirkt, um den D�mon aufzuhalten, der ihm Kraft und Leben stehlen wollte.</p><p>Aber selbst wenn er sich in der gleichen Zeit aufhielt, <emphasis>wo</emphasis> hatte ihn der Zauber abgesetzt? Seine Umgebung gab ihm keinen Hinweis. Vielleicht war er nur ein paar Meilen entfernt, vielleicht aber auch am Ende der Welt.</p><p>Wenn Letzteres zutraf � w�rde er dann jemals nach Kalimdor zur�ckkehren k�nnen? Er hoffte, dass Krasus noch irgendwo am Leben war. Der Zauberer wusste, dass er, wenn �berhaupt, nur mit der Hilfe seines ehemaligen Mentors nach Hause zur�ckzugelangen vermochte.</p><p>Rhonin kam wankend auf die F��e und fragte sich, in welche Richtung er sich wenden sollte. Er musste wenigstens herausfinden, wo er war.</p><p>Ein Ger�usch zwischen den B�umen lie� den Magier herumfahren. Er hob die Hand, um einen Zauber zu wirken.</p><p>Eine gedrungene Gestalt trat vor.</p><p>�Kein Streit, Zauberer! Ich bin�s nur, Brox ��</p><p>Rhonin lie� die Hand langsam sinken. Der gro�e Orc trat vor. Er hielt die Axt, die Malfurion und der Halbgott f�r ihn gefertigt hatten, immer noch in der Hand.</p><p>Beim Gedanken an den Nachtelf sah sich Rhonin um. �Bist du allein?�</p><p>�War ich, bis ich dich sah. Du machst viel L�rm, Mensch, benimmst dich wie ein betrunkenes Kind.�</p><p>Der Zauberer ignorierte die Beleidigung und sah an dem Orc vorbei. �Ich meinte Malfurion. Er stand neben mir, als ich den Zauber wob. Er k�nnte ebenso wie du in ihn hineingeraten sein ��</p><p>�Ger�usche.� Brox sch�ttelte seinen h�sslichen Kopf. �Habe keinen Nachtelf gesehen. Und auch keine Feibestie.�</p><p>Der Mensch erschauderte. Er hoffte inst�ndig, dass er den D�mon nicht ebenfalls mitgerissen hatte. �Irgendeine Idee, wo wir sein k�nnten?�</p><p>�B�ume � Wald.�</p><p>Rhonin h�tte beinahe w�tend auf diese nutzlose Antwort reagiert, doch dann machte er sich klar, dass auch er keine bessere h�tte geben k�nnen. �Ich wollte da lang gehen�, sagte er und wies in eine Richtung, die er f�r Osten hielt. �Hast du einen besseren Vorschlag?�</p><p>�Wir k�nnten bis Sonnenaufgang warten. Man kann dann besser sehen, und die Nachtelfen m�gen Helligkeit nicht sonderlich.�</p><p>Obwohl das Sinn machte, f�hlte sich Rhonin nicht wohl bei dem Gedanken, auf den Tagesanbruch zu warten. Er sagte es seinem Begleiter. Brox �berraschte ihn, indem er sich einverstanden erkl�rte, gleich aufzubrechen.</p><p>�Dann lass uns die Gegend erkunden, Zauberer.� Er hob die Schultern. �Deine Richtung ist so gut wie jede andere.�</p><p>Als sie losmarschierten, kam Rhonin ein Gedanke, den er unbedingt zur Sprache bringen musste. �Brox � wie bist du hierher gekommen? Nicht genau an diesen Ort � die Antwort kenne ich nat�rlich �, aber wie bist du <emphasis>in dieses Reich</emphasis> gelangt?�</p><p>Zuerst schwieg der Orc, doch dann erz�hlte er dem Zauberer bereitwillig, was geschehen war. Rhonin lauschte der Geschichte. Der erfahrene Krieger und sein gl�ckloser Partner waren unmittelbar hinter ihm und Krasus gewesen und dabei ebenfalls in die Anomalie geraten.</p><p>�Wei�t du, <emphasis>was</emphasis> uns verschlungen hat?�</p><p>Brox hob die Schultern. �Spruch eines Zauberers. Schlechter Spruch. Hat uns weit von Zuhause weg verschlagen.�</p><p>�Weiter als du ahnst.� Rhonin entschied, dass Brox ein Recht auf die Wahrheit hatte, auch wenn Krasus das vermutlich anders sah. Also erz�hlte er dem Orc, was geschehen war.</p><p>Zu seiner �berraschung akzeptierte Brox das Geh�rte offenbar, ohne Zweifel zu �u�ern. Erst als Rhonin sich die Geschichte des Orc-Volkes in Erinnerung rief, verstand er den Grund daf�r. Die Orcs waren einst schon einmal durch Zeit und Raum in eine andere Welt gereist. Ein Zauber, der jemanden in die Vergangenheit warf, unterschied sich wahrscheinlich nicht sonderlich davon.</p><p>�K�nnen wir zur�ckkehren, Mensch?�</p><p>�Ich wei� es nicht.�</p><p>�Du hast es gesehen. Die D�monen sind hier. Die Legion ist hier.�</p><p>�Das ist ihr erster Versuch, unsere Welt zu erobern. Jenseits von Dalaran kennt man diese �berlieferung nicht mehr.�</p><p>Brox verst�rkte den Griff um seine Axt. �Dann werden wir k�mpfen ��</p><p>�Nein � das geht nicht.� Rhonin weihte Brox in Krasus� Meinung ein.</p><p>Alles andere hatte der Orc widerspruchslos akzeptiert, doch warum er sich nicht in die Vergangenheit einmischen sollte, schien er nicht zu begreifen. F�r ihn war die Angelegenheit klar: Hier gab es einen gef�hrlichen, hinterh�ltigen Feind, der alle, die ihm im Weg standen, abschlachtete. Nur Feiglinge und Narren w�rden so etwas zulassen, und das sagte Brox auch mehr als einmal.</p><p>�Wir k�nnten den Lauf der Geschichte ver�ndern, wenn wir eingriffen�, beharrte der Zauberer, auch wenn sein Herz dem Orc beipflichtete.</p><p>Brox schnaufte. �Du hast gek�mpft.�</p><p>Seine einfache Aussage warf Rhonins komplette Argumentation �ber den Haufen. Er hatte bereits gek�mpft, ja, und damit seine Wahl getroffen.</p><p>Aber war es die Richtige? Die Vergangenheit war bereits ver�ndert worden, nur � wie stark?</p><p>Sie gingen schweigend weiter. Rhonin k�mpfte mit seinen pers�nlichen D�monen, w�hrend Brox vorsichtig nach realen Ausschau hielt. Sie fanden keinen Hinweis auf den Ort, an dem sie gestrandet waren. Nach einer Weile zog Rhonin in Erw�gung, sich auf die Lichtung zu konzentrieren und sie beide dorthin zur�ckzubef�rdern. Dann erinnerte er sich jedoch an die Feibestie und das, was sie ihm beinahe angetan h�tte.</p><p>Die B�ume standen jetzt dichter und bildeten einen richtigen Wald. Rhonin fluchte lautlos, denn die von ihm gew�hlte Richtung schien sich als Fehlschlag zu entpuppen. Brox �u�erte seine diesbez�gliche Meinung nicht, sondern schlug nur ge�bt mit seiner verzauberten Axt auf das Ge�st und Gestr�pp ein, wenn der Pfad zu schmal wurde. Auch Knochen h�tten der Klinge wenig Widerstand geleistet.</p><p>Der Mond verschwand hinter den Baumkronen. Der Weg wurde unpassierbar. Nachdem sie sich einige Minuten durch das Geh�lz gek�mpft hatten, entschieden sie gemeinsam, dass jeder weitere Vorsto� wohl sinnlos war. Aber selbst jetzt sparte sich der Orc jede Bemerkung �ber Rhonins vorausgegangene Wegwahl.</p><p>Aber als sie sich umdrehten, mussten sie erkennen, dass der Pfad hinter ihnen verschwunden war.</p><p>Riesige B�ume standen dort, wo eben noch ein Weg verlaufen war, umgeben von fast l�ckenlosem Dickicht. Der Orc und der Mensch starrten die B�ume misstrauisch an.</p><p>�Wir sind von dort gekommen. Da bin ich mir sicher.�</p><p>�Richtig.� Brox hob seine Axt und ging auf die mysteri�s aufgetauchten B�ume zu. �Und wir gehen auch den selben Weg wieder zur�ck.�</p><p>Doch als er ausholte, griffen gro�e Asth�nde nach der Klinge und zerrten daran.</p><p>Brox lie� nicht los, sondern hielt krampfhaft den Stiel fest. Seine Beine strampelten, als er versuchte, die Axt unter Einsatz aller Kraft und seines Gewichts von dem fremden Zugriff zu befreien.</p><p>Rhonin lief zu ihm, um zu helfen, vermochte aber mit roher Gewalt wenig auszurichten. Schlie�lich starrte er auf die langen, unmenschlichen Finger und begann einen Spruch zu formen.</p><p>Doch etwas schlug in seinen R�cken. Der Zauberer stolperte und w�re gegen den n�chsten Baum geprallt, wenn dieser nicht im letzten Moment ausgewichen w�re.</p><p>Der eigene Schwung lie� Rhonin zu Boden gehen. Allerdings fiel er auf etwas unerwartet Weiches.</p><p>Einen K�rper.</p><p>Rhonin keuchte, weil er glaubte, ein fr�heres Opfer der t�ckischen B�ume gefunden zu haben. Aber als er sich aufrichtete, fiel ein einzelner Mondstrahl, der sich an den Baumkronen vorbeistahl, auf ein Gesicht.</p><p>Malfurion!</p><p>Der Nachtelf st�hnte. Seine Augen �ffneten sich und entdeckten den Zauberer.</p><p>�Du �?�</p><p>Weiter hinten schrie Brox etwas. Mensch und Nachtelf fuhren herum. Rhonin hob die Hand zum Angriff, aber Malfurion �berraschte ihn, indem er seinen Arm festhielt.</p><p>�Nein!� Der Nachtelf setzte sich auf und betrachtete die B�ume. Dann nickte er und rief: �Brox! K�mpfe nicht gegen sie. Sie wollen dir nichts tun.�</p><p>�Nichts tun?�, grollte der Orc. �Sie wollen meine <emphasis>Axt</emphasis>!�</p><p>�Tu, was ich sage! Es sind W�chter.�</p><p>Der Krieger grunzte z�gernd. Rhonin sah Malfurion an und erwartete eine Erkl�rung, erhielt aber keine. Stattdessen lie� der Nachtelf den Arm des Zauberers los und stand auf. Rhonin folgte ihm zu der Stelle, wo Brox k�mpfte.</p><p>Sie fanden den Orc umgeben von seltsam aussehenden B�umen. �ste hingen �ber ihm, und darin steckte Brox� Axt. Der Orc atmete schwer, sein K�rper war immer noch angespannt. Er sah von seinen Begleitern zu seiner Axt und wieder zur�ck, schien zu �berlegen, ob er am Stamm emporklettern sollte.</p><p>�Hab deine Stimme erkannt�, schnarrte er. �Hoffe, du hast Recht.�</p><p>�Habe ich.�</p><p>Der Zauberer und der Krieger sahen zu, wie Malfurion neben dem gr��ten Baum stehen blieb und sagte: �Ich bedanke mich bei den Br�dern des Waldes, den Bewahrern der Natur. Ich wei�, dass ihr mich besch�tzt habt, bis meine Freunde mich finden konnten. Sie wollen euch nicht verletzen � es war ein Missverst�ndnis.�</p><p>Die Bl�tter der B�ume raschelten, obwohl Rhonin keinen Wind sp�rte.</p><p>Der Nachtelf nickte und fuhr fort: �Wir werden euch nicht l�nger bel�stigen.�</p><p>Ein weiteres Rascheln, dann teilten die �ste sich und lie�en Brox� Axt fallen.</p><p>Bevor sie den Boden ber�hren konnte, trat der Orc blitzschnell vor. Seine Hand fing die Axt am Griff auf. Anstelle die Waffe erneut gegen die B�ume zu schwingen, kniete er mit nach unten gerichteter Klinge nieder.</p><p>�Ich bitte um Vergebung.�</p><p>Erneut sch�ttelten sich die Kronen der gro�en B�ume. Malfurion legte eine Hand auf die breite Schulter des Orcs. �Sie verzeihen.�</p><p>�Kannst du wirklich mit ihnen reden?�, fragte Rhonin schlie�lich.</p><p>�Bis zu einem gewissen Grad.�</p><p>�Dann frage sie, wo wir sind.�</p><p>�Das habe ich bereits. Wir sind nicht sehr weit weg, aber weit genug. Um genau zu sein, haben wir ebenso viel Gl�ck wie Pech.�</p><p>�Wie ist das zu verstehen?�</p><p>Der Nachtelf l�chelte bedauernd. �Wir sind in der N�he meines Dorfes.�</p><p>Das klang nach einer guten Nachricht f�r Rhonin, aber der Nachtelf schien das nicht so zu sehen. Das Gleiche traf auf Brox zu, der einen Fluch in seiner Sprache ausstie�.</p><p>�Was ist los? Was wisst ihr beiden?�</p><p>�Ich bin nahe diesem Dorf gefangen worden�, grollte der Krieger. �Sehr nahe ��</p><p>Rhonin dachte an seine eigene Gefangennahme und verstand die Reaktion des Orcs nun besser. �Dann bringe ich uns von hier weg. Dieses Mal wei� ich, worauf ich zu achten habe ��</p><p>Malfurion widersprach mit einer Geste. �Wir hatten einmal Gl�ck, aber hier riskierst du die Aufmerksamkeit der Mondgarde. Sie haben die M�glichkeit deinen Zauber zu ver�ndern � vermutlich haben sie auch schon den ersten bemerkt.�</p><p>�Was schl�gst du also vor?�</p><p>�Da wir in der N�he meines Zuhauses sind, sollten wir das nutzen. Es gibt Leute, die uns helfen k�nnen. Mein Bruder und Tyrande.�</p><p>Brox stimmte sofort zu. �Die Schamanin � sie wird helfen.� Sein Tonfall wurde zur�ckhaltender. �Dein Zwilling auch ��</p><p>Rhonin sorgte sich immer noch um Krasus, aber da er nicht wusste, wo er seinen ehemaligen Mentor finden sollte, schien der Vorschlag des Nachtelfen sinnvoll. Mit Malfurion an der Spitze zog das Trio los. Der Weg durch den Wald erwies sich als �berraschend einfach, vor allem, wenn man ihn mit dem Weg verglich, den sich der Orc und der Mensch zuvor hatten bahnen m�ssen. Die Landschaft schien sich zu bem�hen, Malfurions Reise so angenehm wie m�glich zu gestalten. Rhonin wusste ein wenig �ber Druiden und erkannte, dass Malfurion einer sein musste.</p><p>�Der Halbgott � Cenarius � hat er dich die Sprache der B�ume und das Wirken von Zaubern gelehrt?�</p><p>�Ja, ich scheine der Erste zu sein, der seine Art von Magie wirklich versteht. Selbst mein Bruder zieht die Macht der Quelle dem Weg des Waldes vor.�</p><p>Die Erw�hnung der Quelle l�ste in Rhonin ein Gef�hl von Erwartung und � Begierde aus. Er unterdr�ckte diese Anwandlungen. Bei der Quelle, von der sein Begleiter sprach, musste es sich um die Quelle der Ewigkeit handeln, die legend�re Quelle der Macht. Waren sie ihr nahe? Waren seine Zauber deshalb so stark geworden?</p><p>Solche Kr�fte zu erhalten � und so leicht �</p><p>�Es ist nicht mehr weit�, sagte Malfurion kurze Zeit sp�ter. �Ich erkenne den knorrigen Alten.�</p><p>Der �Alte�, von dem er sprach, war ein knorriger m�chtiger Baum, von dem Rhonin nur einen dunklen Umriss erkannte. Etwas anderes erregte jedoch die Aufmerksamkeit des Zauberers.</p><p>�H�re ich Wasser flie�en?�</p><p>Der Nachtelf klang fr�hlicher. �Es l�uft in der N�he meines Zuhauses vorbei. Nur noch ein paar Minuten, dann ��</p><p>Bevor er seinen Satz zu Ende sprechen konnte, f�llte sich der Wald mit Gestalten in R�stungen. Brox grunzte und zog seine Axt. Rhonin bereite einen Zauber vor und war �berzeugt, dass es sich um die gleichen hinterh�ltigen Angreifer handelte, die ihn und Krasus gefasst hatten.</p><p>Malfurion wirkte vollkommen �berrascht �ber das Auftauchen der Krieger. Er wollte ihnen seine Hand entgegen strecken, z�gerte dann jedoch.</p><p>Malfurions Z�gern lie� auch Rhonin innehalten. Das erwies sich als Fehler, denn im n�chsten Moment fiel ein flirrendes rotes Netz �ber jeden in der kleinen Gruppe. Rhonin sp�rte, wie seine Muskeln steif wurden und alle Kraft daraus verschwand. Er konnte sich nicht l�nger bewegen, nicht l�nger handeln, nur mehr zusehen.</p><p>�Hervorragende Arbeit, Junge�, dr�hnte eine befehlsgewohnte Stimme. �Das ist der Tiermensch, den wir gesucht haben � zusammen mit denen, die ihm bei seiner Flucht geholfen haben.�</p><p>Jemand antwortete so leise, dass Rhonin die Worte nicht verstand. Mehrere Reiter, von denen zwei leuchtende Smaragdst�cke trugen, l�sten sich aus der Gruppe der Soldaten. An ihrer Spitze ritt ein b�rtiger Nachtelf, der das Kommando zu f�hren schien. Neben ihm �</p><p>Rhonins Augen weiteten sich. Eine andere Reaktion lie� sein momentaner Zustand nicht zu. Seiner �berraschung �ber den Mann, der neben dem Kommandanten ritt, war das jedoch kaum angemessen.</p><p>Er trug andere Kleidung und hatte die Haare zu einem Zopf zusammen gebunden, dennoch gab es nicht den geringsten Zweifel, dass sein ernstes Gesicht das von Malfurion war.</p></section><section><title><p>18</p></title><p>Mannoroth war zufrieden, und das stimmte auch Lord Xavius optimistisch.</p><p>�Es ist also gut?�, fragte der Nachtelf den Himmelskommandanten. So viel hing davon ab, dass ihre Pl�ne aufgingen.</p><p>Mannoroth nickte mit seinem schweren, Sto�zahn bewehrten Sch�del. Seine Fl�gel streckten sich zum Zeichen der Zustimmung. �Ja, sehr gut sogar � Sargeras wird Gefallen daran finden.�</p><p><emphasis>Sargeras</emphasis>. Erneut hatte der Himmelskommandant den wahren Namen des Erhabenen genannt. Xavius� magische Augen leuchteten auf, als er ihn stumm wiederholte. <emphasis>Sargeras</emphasis>.</p><p>�Wir werden das Portal �ffnen, sobald der Zauber steht. Zuerst wird die Armee erscheinen, dann, wenn alles vorbereitet ist, mein Herr selbst ��</p><p>Hakkar kam herbei. Der gestrafte Herr der Hunde fiel vor Mannoroth auf die Knie. �Verzeiht die St�rung, aber einer meiner J�ger issst zur�ckgekehrt.�</p><p>�Nur <emphasis>einer</emphasis>?�</p><p>�Ssso scheint esss.�</p><p>�Und was hast du von ihm erfahren?� Unter Mannoroths dunklem Blick schien der Herr der Hunde zu schrumpfen.</p><p>�Ssssie haben zwei mit dem fremden Geruch gefunden, von dem Lord Nachtelf sprach, und einen von ssseiner Art, der bei ihnen issst. Doch bei der Jagd trafen sssie auch ein Wesssen mit gro�er Macht � sssehr gro�er Macht.�</p><p>Zum ersten Mal verriet Mannoroths Mimik ein wenig von seiner Unsicherheit. Xavius bemerkte es und fragte sich, was ein so wundersames Wesen verst�ren konnte. �K�nnte <emphasis>sie</emphasis> �?�</p><p>Hakkar sch�ttelte den Kopf. �Das glaube ich nicht. Vielleicht ein Hauch von ihrer Kraft, ein W�chter, der zur�ckgeblieben issst.�</p><p>Die beiden sprachen von etwas Bedeutungsvollem, aber der Berater wusste nicht, von was. Er wagte es, sie zu unterbrechen. �Gibt es eine Beschreibung dieses Wesens, von dem ihr sprecht?�</p><p>�Ja.� Hakkar drehte seine Hand, bis die Innenfl�che nach oben zeigte. �ber ihr erstand ein kleines Bild. Es zuckte hin und her und verschwamm immer wieder, aber nach einer Weile lie� sich die Gestalt darin klar erkennen.</p><p>�Gesssehen durch die Augen einer Feibessstie. Ein Wesssen mit H�rnern, ssso grosss wie eine Felbessstie.�</p><p>Lord Xavius runzelte die Stirn. �Dann stimmt die Legende � es gibt den Herrn des Waldes tats�chlich.�</p><p>�Du kennst diese Kreatur?�, fragte Mannoroth.</p><p>�In uralten Mythen taucht der Herr des Waldes auf, der Halbgott Cenarius. Er soll ein Kind von Mutter Mond und ��</p><p>�Das reicht.� Das Maul mit den Hauern verzog sich ungehalten. �Wir werden uns mit ihm befassen.� An Hakkar gewandt, sagte er: �Zeig uns die anderen.�</p><p>Der Herr der Hunde gehorchte und lie� vor ihnen die Bilder eines gr�nh�utigen, primitiven Kriegers, einen jungen Nachtelfs und einer seltsamen Gestalt mit feuerrotem Schopf, in eine Robe gekleidet, entstehen.</p><p>�Ein merkw�rdiges Trio�, bemerkte Xavius.</p><p>Mannoroth nickte. �Der Krieger sieht vielversprechend aus � ich m�chte mehr �ber sein Volk erfahren und das Potenzial, das es in sich birgt ��</p><p>�Eine solche Bestie? Ist das Euer Ernst? Sie wirkt ja grotesker als ein Zwerg.�</p><p>Die gefl�gelte Gestalt widersprach nicht, sondern betrachtete den Dritten aus der Gruppe. �Eine d�rre Kreatur, aber mit wachem Blick. Ein Wesen der Magie, glaube ich. Fast wie ein Nachtelf.� Er ging �ber Xavius� Protest hinweg. �Aber nicht ganz.� Das gewaltige Reptilienwesen wandte sich von Hakkar ab und begann in der Kammer auf und ab zu gehen. Mannoroth dachte �ber die Dinge nach, die er gerade erfahren hatte.</p><p>�Wir k�nnten weitere Feibessstien ausssenden, um ssssie zu finden�, schlug der Herr der Hunde vor.</p><p>�Aber nur zusammen mit Feiwachen. Dieses Mal ist das Ziel eine Gefangennahme.�</p><p>�Gefangennahme?�, wiederholten der Berater und der Herr der Hunde gleichzeitig.</p><p>Die tief liegenden Augen verengten sich. �Sie m�ssen erforscht werden, wir m�ssen ihre St�rken und Schw�chen erkunden, f�r den Fall, dass es noch mehr von ihnen gibt ��</p><p>�K�nnen wir die Feiwache entbehren?�</p><p>�Es werden bald sehr viele W�chter kommen. Lord Nachtelf, sind Eure Hochgeborenen bereit?�</p><p>Xavius warf einen Blick auf die Zauberer und nickte. �Sie sind bereit, alles zu tun, was getan werden muss, um unseren ruhmreichen Traum in Erf�llung gehen zu lassen, die Welt zu s�ubern von allen, die ��</p><p>�Die Welt wird ges�ubert werden, Lord Nachtelf, dessen k�nnt Ihr sicher sein.� Mannoroth sah Hakkar an. �Ich �berlasse dir die Jagd, Hundeherr. Versage nicht noch einmal.�</p><p>Mit gesenktem Haupt entfernte sich Hakkar.</p><p>�Und nun, Lord Nachtelf ��, fuhr das gewaltige Wesen fort, �� lasst uns die Zukunft Eures Volkes angehen!� Mannoroth streckte seine Fl�gel, wie er es immer zu tun schien, wenn er wohliges Behagen versp�rte. �Eine Zukunft, wie Ihr sie Euch nicht in Euren k�hnsten Tr�umen vorstellen k�nnt ��</p><empty-line/><p>Deathwing kreiste �ber der Landschaft und spie Feuer. Krasus h�rte Schreie aus allen Richtungen, konnte aber keinen derer, die um Hilfe riefen, entdecken. Eingeschlossen in seinem winzigen sterblichen K�rper stolperte er wie eine Ratte �ber die verbrannte Erde, versuchte dem Feuer zu entgehen und gleichzeitig den Sterbenden zu helfen.</p><p>Pl�tzlich fiel ein dunkler Schatten �ber das Feld, �ber das er rannte, und eine donnernde Stimme begann ihn zu verh�hnen. �Was haben wir denn hier? Was ist denn das f�r ein kleiner Kr�mel?�</p><p>Gewaltige Klauen, zweimal gr��er als der Drachenmagier, griffen nach ihm und hoben ihn ohne jede Anstrengung in die Luft, bis er in Deathwings b�sartiges Gesicht blickte.</p><p>�Das ist ja nur ein St�ck altes Drachenfleisch! Korialstrasz, du hast dich zu lange unter den niederen V�lkern aufgehalten. Ihre Schw�che hat sich auf dich �bertragen!�</p><p>Krasus versuchte einen Zauber zu weben, aber aus seinem Mund drangen keine Worte, sondern winzige Flederm�use. Deathwing atmete ein und zog die Flederm�use gnadenlos in seinen hei�en tiefen Schlund.</p><p>Der schwarze Riese schluckte alles hinunter. �Nicht gerade wohlschmeckend. Ich bezweifle, dass du besser mundest, aber da du ohnehin vergehen wirst, kann ich dir auch ein Ende machen.� Er hob die zappelnde Gestalt �ber sein Maul. �Au�erdem n�tzt du ohnehin niemandem mehr etwas.�</p><p>Die Klauen lie�en Krasus los, aber als er Deathwings Maul entgegen fiel, �nderte sich alles. Deathwing und die brennende Landschaft verschwanden. Krasus schwebte pl�tzlich im Zentrum eines furchtbaren Sandsturms und wurde von immer st�rker werdenden Kr�ften umher geschleudert.</p><p>Der Kopf eines Drachen entstand im Sturm. Im ersten Moment f�rchtete Krasus, der schwarze Riese sei ihm gefolgt, weil er seinen Imbiss nicht entkommen lassen wollte. Doch dann tauchte ein zweiter Sch�del neben dem ersten auf, gefolgt von weiteren, bis eine endlose Horde Krasus� Blickfeld ausf�llte.</p><p>�Korialstraaaaasz ��, st�hnten sie immer wieder. �Korialstraaaasz ��</p><p>Krasus erkannte, dass die K�pfe nicht die gleiche Form wie Deathwings Sch�del hatte, und dass sie aus dem Sandsturm geformt waren.</p><p>Nozdormu?</p><p>�Wir � ziehen unsss durch allesss�, stie� der Zeitlose hervor. �Wir sssehen � allesss ��</p><p>Krasus wartete darauf, dass Nozdormu die Kraft fand fortzufahren.</p><p>�Alle Enden f�hren insss Nichtsss! Alle Enden ��</p><p><emphasis>Ins Nichts</emphasis>? Was bedeutete das? Wollte er damit sagen, dass sich die Bef�rchtungen des Magiers erf�llt hatten und die Zukunft ausgel�scht worden war?</p><p>�� bis auf einesss ��</p><p>Eines! Krasus griff nach dem Strohhalm. �Sag mir, was ich tun muss! Zeig mir den Weg!�</p><p>Die K�pfe der Drachen ver�nderten sich. Die Schnauzen wichen zur�ck, die K�pfe wurden l�nger, menschlicher � nein! Nicht menschlicher, elfischer �</p><p>Ein Nachtelf?</p><p>War dies jemand, den er f�rchten oder suchen sollte? Er versuchte Nozdormu danach zu fragen, aber der Sturm wurde immer wahnsinniger, er riss die Gesichter auseinander und wirbelte den Sand auf. Krasus versuchte seinen K�rper zu sch�tzen, als der Sand seine Haut aufsch�rfte und sogar die Kleidung durchdrang.</p><p>Er schrie �</p><empty-line/><p>� und setzte sich im n�chsten Moment auf. Sein Mund war immer noch zum stummen Schrei ge�ffnet.</p><p>�Meine K�nigin, er ist wieder bei uns.�</p><p>Langsam kehrte Krasus� Geist in die Wirklichkeit zur�ck. Der Alptraum mit Deathwing und seine Vision von Nozdormu nagten noch an seinen Gedanken. Aber er konnte sich zumindest so weit konzentrieren, dass er seine Umgebung erkannte. Er lag in der Eikammer, wo er und Alexstrasza ihr erstes Gespr�ch gef�hrt hatten. Die K�nigin des Lebens sah ihn besorgt an, ebenso wie sein j�ngeres Ich, das rechts neben ihr sa�.</p><p>�Ist der Zauber verweht?�, fragte Alexstrasza ruhig.</p><p>Dieses Mal wollte er ihr alles erz�hlen, ganz gleich, was auch die Konsequenzen sein w�rden. Nozdormus angsteinfl��ende Worte hatten darauf hingewiesen, dass es nur noch einen Weg in die Zukunft gab. Konnte er da wirklich noch mehr Probleme hervorrufen, wenn er ihr von Neltharions Wahnsinn berichtete und von dem Schrecken, den der schwarze Drache verbreiten w�rde?</p><p>Doch erneut �berw�ltigte Krasus ein Schwindelgef�hl, als er �ber Deathwing sprechen wollte. Nur m�hsam blieb er bei Bewusstsein.</p><p>�Zu fr�h�, warnte Alexstrasza. �Du musst dich l�nger erholen.�</p><p>Er brauchte mehr als nur Ruhe. Er brauchte ein Gegenmittel f�r den hinterh�ltigen und dunklen Zauber, den der W�chter der Erde �ber ihn ausgesprochen hatte. Keiner der Aspekte schien zu bemerken, dass sein Zustand durch Magie hervorgerufen wurde. In all seinen Inkarnationen hatte sich Deathwing als der Gerissenste aller B�sen herausgestellt.</p><p>Da Krasus nichts gegen den schwarzen Drachen unternehmen konnte, dachte er an den Nachtelf, dessen Gesicht Nozdormu ihm gezeigt hatte. Er erinnerte sich an die Angreifer, die ihn und Rhonin gefangen genommen hatten. Aber keiner von ihnen hatte ihm �hnlich gesehen.</p><p>�Wie weit ist es von hier ins Land der Nachtelfen?�, fragte Krasus � und ber�hrte �berrascht seinen Mund, als er begriff, dass er die Worte ohne Schwierigkeiten aussprechen konnte. Anscheinend beschr�nkte sich Neltharions Zauber nur auf ihn selbst, nicht auf andere wichtige Dinge.</p><p>�Wir k�nnen dich bald dorthin bringen�, sagte seine Gef�hrtin. �Aber was ist mit der Angelegenheit, die du erw�hnt hast?�</p><p>�Dies � dies betrifft noch immer die Angelegenheit, aber mein Plan hat sich ge�ndert. Ich glaube � nun, ich glaube, ich habe gerade mit dem Zeitlosen gesprochen, der mir etwas mitzuteilen versuchte.�</p><p>Sein j�ngeres Ich mochte das nicht glauben. �Du hattest Alptr�ume, Wahnvorstellungen! Du hast mehrmals gest�hnt. Ich bezweifle, dass der Aspekt der Zeit Verbindung zu dir aufnehmen w�rde. Mit Alexstrasza vielleicht, aber nicht mit dir.�</p><p>�Nein�, widersprach die rote K�nigin. �Ich glaube, dass er die Wahrheit spricht, Korialstrasz. Wenn er glaubt, dass Nozdormu ihn ber�hrt hat, stimmt das sicherlich auch.�</p><p>�Ich beuge mich deiner Weisheit, Geliebte.�</p><p>�Ich muss zu den Nachtelfen�, beharrte Krasus. Jetzt, wo er sich in Korialstrasz� N�he aufhielt und nicht versuchte, Neltharions Verrat aufzudecken, verbesserte sich sein Zustand merklich. �Ich suche nach einem von ihnen und hoffe, dass ich nicht bereits zu sp�t komme.�</p><p>Der weibliche Leviathan legte den Kopf schief und sah Krasus eindringlich an. �Ist das, wovon du mir vorhin berichtet hast, immer noch wahr?�</p><p>�Das ist es, aber da gibt es noch viel mehr zu sagen. Die Drachen � <emphasis>alle</emphasis> Drachen � werden f�r diesen Kampf ben�tigt.�</p><p>�Aber in Nozdormus Abwesenheit k�nnen wir keinen Konsens erzielen. Die anderen werden dem nicht zustimmen.�</p><p>�Du musst sie �berzeugen, dass sie gegen die Tradition handeln!� Er zwang sich hoch. �Wahrscheinlich haben sie es in der Hand, ob die Welt weiter besteht oder vernichtet wird.�</p><p>Und mit diesen Worten begann er, ihnen all seine Erinnerungen an die Gr�uel der Brennenden Legion zu schildern.</p><p>Sie lauschten seinem Bericht �ber Blut, Vernichtung und das seelenlose B�se. Selbst die beiden Drachen waren angesichts des dargelegten Grauens ersch�ttert. Als Krasus endete, verstanden sie seine Angst.</p><p>Doch selbst jetzt sagte Alexstrasza: �Sie werden vielleicht trotzdem keine Entscheidung treffen. Wir haben �ber die Welt gewacht, aber wir �berlassen den j�ngeren V�lkern ihren Fortschritt. Selbst Neltharion, der �ber die Erde selbst wacht, zieht es vor, so zu handeln.�</p><p>Er w�nschte sich, er h�tte ihr alles �ber Neltharion erz�hlen k�nnen, aber der Gedanke allein brachte bereits den Schwindel zur�ck. Mit einem z�gerlichen Nicken antwortete Krasus: �Ich wei�, dass du tun wirst, was du tun musst.�</p><p>�Und du musst das tun, was du m�chtest. Geh zu den Nachtelfen und suche deine Antwort, wenn du glaubst, dass es die Lage verbessern wird.� Sie sah ihren Gef�hrten an. �Ich m�chte, dass du mit ihm gehst, Korialstrasz. W�rdest du das tun?�</p><p>Der Drache neigte respektvoll den Kopf. �Wenn du mich darum bittest, erf�llt es mich mit Freude, deinem Wunsch zu folgen.�</p><p>�Ich bitte dich auch, seinem Befehl zu folgen, mein Gef�hrte. Vertraue ihm, denn er verf�gt �ber eine Weisheit, die wichtig f�r dich sein wird.�</p><p>Seinem reptilischen Gesicht war nicht anzusehen, ob er dieser Behauptung Glauben schenkte, aber er nickte erneut.</p><p>�Es ist Nacht�, sagte Alexstrasza zu Krasus. �Wirst du bis zum Morgen warten?�</p><p>Der Drachenmagier sch�ttelte den Kopf. �Ich habe bereits zu lange gewartet.�</p><empty-line/><p>Der Erste, der den Clan-Namen Ravencrest trug, hatte auf die gewaltige Granitformation auf dem Gipfel des hohen, schwer zu erklimmenden Berges geblickt. Er hatte seinem Begleiter erkl�rt, wie sehr die Felsformation ihn an den schwarzen Turm eines Schachspiels erinnerte und dass die dunklen V�gel, die die Felsen umkreisten und sogar auf ihnen nisteten, darauf schlie�en lie�en, dass es sich um einen speziellen Ort handelte, um einen Ort der Macht.</p><p>Eine Generation lang � und die Generationen der Nachtelfen dauerten l�nger als die der meisten V�lker � hatten die Diener des Ravencrest-Clans eine Festung aus dem Granit gemei�elt, die ihresgleichen suchte. Black Rook Hold, wie dieser dunkle, widrige Ort schon bald genannt wurde, dehnte seinen Einfluss rasch �ber das Reich der Nachtelfen aus und wurde nur noch vom Palast �bertroffen. Als es zum Konflikt zwischen Nachtelfen und Zwergen kam, entschied Black Rook Hold �ber Sieg oder Niederlage. Die Angeh�rigen des Ravencrest-Clans wurden vom Thron geehrt, und beide Blutlinien vermischten sich. Wenn die Hochgeborenen, die Azshara dienten, Neid gegen�ber Angeh�rigen ihres eigenen Volkes empfanden, dann gegen�ber den Bewohnern der Ebenholzfestung.</p><p>Man hatte Fenster in die obersten Etagen des grandiosen Baus gemei�elt, aber der einzige Eingang bestand aus einem doppelten Eisentor, das sich nicht etwa an der Unterseite der Burg, sondern am Fu� des Berges befand. Die massiven Tore waren verschlossen und wurden schwer bewacht. Nur Narren glaubten, sie k�nnten dort unerlaubt Einlass erlangen.</p><p>Doch f�r den gegenw�rtigen Lord Ravencrest �ffneten sich die Tore sofort. Sie �ffneten sich ebenso bereitwillig f�r seine drei Gefangenen, von denen einer die Geschichten �ber Black Rook Hold kannte und sich Sorgen machte.</p><p>Malfurion h�tte niemals geglaubt, dass er die dunkle Festung einmal unter solch d�steren Umst�nden betreten w�rde. Schlimmer noch, er h�tte niemals gedacht, dass sein Zwilling verantwortlich f�r diese Tatsache sein w�rde. Im Verlaufe seiner Reise hatte er erfahren, dass Illidan, der auf einmal in Lord Ravencrests Diensten stand, Rhonins Zauber entdeckt hatte. Mit der Hilfe von Malfurions Bruder war der Kommandant der Nachtelfen mit seinen Soldaten losgeritten. Dieses Mal wollte er die Eindringlinge nicht davonkommen lassen.</p><p>Er war angenehm �berrascht gewesen, Brox zu sehen � und mehr als erstaunt, Illidans Zwilling bei ihm zu entdecken.</p><p>Lord Ravencrest inspizierte seine Beute in einer f�nfeckigen Kammer, die von glitzernden Smaragdkristallen erhellt wurde. Der Kommandant sa� auf einem Stuhl, aus dem gleichen Stein gefertigt, wie seine Festung. Der Stuhl stand auf einem ebenfalls steinernen Sockel, sodass Ravencrest von seiner erh�hten Position aus selbst sitzend auf seine Gefangenen herabblicken konnte.</p><p>Bewaffnete Soldaten standen an den W�nden der Kammer verteilt, weitere umringten Malfurion und seine Begleiter. Neben Ravencrest standen seine h�chsten Offiziere. Sie hatten ihre Helme in die Armbeugen geklemmt. Zur Rechten des Adligen wartete Illidan.</p><p>Ebenfalls anwesend waren zwei hochrangige Mitglieder der Mondgarde. Sie waren sp�t eingetroffen, zur gleichen Zeit etwa, als der Kommandant seine Gefangenen durch das Tor gef�hrt hatte. Die Mondgarde hatte Rhonins Zauber ebenfalls bemerkt, aber ihre Spione hatten sie �ber Ravencrests Trupp informiert, bevor sie die Gelegenheit hatten, eigene Soldaten zu entsenden. Die Zauberer waren nicht eben erfreut �ber die Taten des Adligen und die Anwesenheit von Illidan, der in ihren Augen Magie ohne Berechtigung anwandte.</p><p>�Noch einmal muss ich Euch bitten, Lord Ravencrest ��, begann der D�nnere und �ltere der beiden Mondgardisten, ein aufgeblasener Zauberer namens Latosius, �� uns diese Fremden zum Verh�r zu �bergeben.�</p><p>�Ihr hattet den Tiermann bereits und habt ihn wieder entkommen lassen. Er sollte ohnehin zu mir gebracht werden. Auf diese Weise k�rzen wir den ganzen Vorgang also lediglich ab.� Der Adlige betrachtete das Trio. �Hier geht es um gr��ere Dinge, als es auf den ersten Blick den Anschein haben mag. Illidan, du wei�t bestimmt mehr.�</p><p>Malfurions Bruder wirkte nerv�s, antwortete aber ohne zu z�gern. �Ja, Milord. Er ist mein Bruder.�</p><p>�Das ist so offensichtlich wie Tag und Nacht.� Er sah den gefangenen Zwilling an. �Ich wei� etwas �ber dich, so wie ich auch etwas �ber deinen Bruder wei�. Dein Name ist Malfurion, richtig?�</p><p>�Ja, Milord.�</p><p>�Du hast diese Kreatur gerettet?�</p><p>�Das habe ich.�</p><p>Der Kommandant beugte sich vor. �Und du hast einen guten Grund daf�r? Einen, der diese verr�terische Tat gar entschuldigen w�rde?�</p><p>�Ich bezweifle, dass Ihr mir glauben w�rdet, Milord.�</p><p>�Oh, ich bin bereit einiges glauben, mein Junge�, antwortete Lord Ravencrest ruhig und strich �ber seinen Bart. �So lange jemand die Wahrheit erz�hlt. Wirst du das tun?�</p><p>�Ich �� Malfurion wusste, dass er keine andere Chance hatte. Fr�her oder sp�ter w�rde man eine Methode finden, um ihm die Wahrheit zu entrei�en. �Ich versuche es.�</p><p>Und so berichtete er von seinen Studien bei Cenarius, was ihm etliche zweifelnd hochgezogene Augenbrauen einbrachte. Er sprach �ber seinen wiederkehrenden Traum und dar�ber, dass der Halbgott ihn gelehrt hatte, die Welt der Tr�ume zu durchwandern. Vor allem erz�hlte er jedoch von den gef�hrlichen M�chten, die ihn nach Zin-Azshari zogen, zum Palast der von allen Nachtelfen verehrten K�nigin.</p><p>Sie h�rten interessiert zu, als er von der Quelle sprach und von den Turbulenzen, die die Zauberer im Palast erzeugten. F�r Ravencrest und die Mondgarde lie� er ein Bild des Turms und der Dinge entstehen, die er im Inneren sp�rte.</p><p>Nur eines erw�hnte er nicht, da es in seinem Bericht auch so schon offensichtlich wurde, n�mlich seine Furcht, dass K�nigin Azshara all das billigen k�nnte.</p><p>Ravencrest kommentierte seine Darstellung nicht. Stattdessen blickte er zur Mondgarde. �Sind Eurem Orden solche Probleme aufgefallen?�</p><p>Der �ltere Zauberer antwortete: �Die Quelle ist aufgew�hlter als sonst, was tats�chlich von einem Missbrauch r�hren k�nnte. Wir haben Zin-Azshari nicht auf die beschriebenen Aktivit�ten hin untersucht, aber eine so unglaubliche Geschichte ��</p><p>�Ja, sie ist unglaublich.� Der b�rtige Kommandant wandte sich an Illidan. �Was sagst du zu deinem Bruder und seinen Behauptungen?�</p><p>�Er hat noch nie unter Halluzinationen gelitten, Milord.� Illidan sah Malfurion nicht an. �Aber ob er die Wahrheit spricht ��</p><p>�Genau. Allerdings w�rde ich es Lord Xavius und den Hochgeborenen zutrauen, dass sie sich ohne das Wissen der K�nigin auf irgendeine Teufelei eingelassen haben. Sie taten schon immer, als sei die Quelle ein Schatz, den sie mit niemandem zu teilen bereit sind.�</p><p>Sogar die Mondgarde stimmte diesen Worten nickend zu. Die Arroganz des Lord-Beraters und der Personen rund um Azshara war allseits bekannt.</p><p>�Wenn ich auch etwas sagen d�rfte ��, ergriff Latosius das Wort. �Sobald wir die Angelegenheit hier beendet haben, werde ich die F�hrer unseres Ordens informieren. Sie werden die Hochgeborenen und ihre Aktivit�ten einer unverz�glichen �berpr�fung unterziehen.�</p><p>�An dem Ergebnis w�re ich sehr interessiert. Junger Malfurion, deine Geschichte � von der wir annehmen, dass sie gr��tenteils der Wahrheit entspricht � erkl�rt einige deiner Taten, aber nicht, weshalb du einen Gefangenen deines Volkes befreit und damit ein schweres Verbrechen begangen hast ��</p><p>�Darauf kann ich vielleicht besser antworten�, sagte f�r alle unerwartet Rhonin.</p><p>Malfurion war sich nicht sicher, ob es eine gute Idee von dem Fremden war, f�r sich selbst zu sprechen. Nachtelfen waren anderen V�lkern gegen�ber wenig tolerant. Es w�rde ihm auch nicht helfen, dass er seinem Volk ein wenig �hnelte � zumindest mehr als ein Troll.</p><p>Ravencrest schien ihm jedoch zuh�ren zu wollen, denn er winkte dem Zauberer wohlwollend zu.</p><p>�In meinem Land � einem Land, das nicht weit entfernt von seinem ist�, erkl�rte Rhonin und nickte Brox zu, �hat sich eine magische Anomalie ge�ffnet. Mein Volk sandte mich dorthin, und Brox� Volk entsandte ihn. Wir entdeckten die Anomalie getrennt voneinander � und wurden gegen unseren Willen hineingezogen. Er kam an einem Ort an, ich an einem anderen.�</p><p>�Und wie h�ngt das mit dem jungen Malfurion zusammen?�</p><p>�Er glaubt � ebenso wie ich �, dass diese Anomalie durch die zauberische Aktivit�t entstand, die er bereits erw�hnte.�</p><p>�Das w�re ein Grund zur Sorge�, bemerkte der �ltere Mondgardist z�gernd. �Aber die gr�nh�utige Kreatur wirkt nicht wie jemand, den man zur Inspektion eines magischen Vorgangs ausschicken w�rde.�</p><p>�Mein Kriegsherr hat befohlen, also bin ich gegangen�, versetzte Brox knurrend.</p><p>�Ich kann nicht f�r die Orcs sprechen�, antwortete Rhonin, �aber ich habe Erfahrung in diesen Dingen.� Seine Augen, die sich so krass von denen der Nachtelfen unterschieden, musterten den Zauberer provozierend.</p><p>Nach einer kurzen Pause nickten beide Mondgardisten zustimmend. Malfurion begriff, dass sie zwar nicht genau wussten, was Rhonin war, wohl aber erkannten, dass er die magischen K�nste beherrschte. Vermutlich war dies auch der Grund, warum man dem Zauberer erlaubt hatte zu sprechen.</p><p>�Vielleicht werde ich alt, aber ich muss gestehen, dass ich einen Gro�teil dieser Geschichte glaube.� Dieses Gest�ndnis Lord Ravencrests handelte ihm einige erstaunte Blicke seitens seiner Offiziere ein und l�ste eine Welle der Erleichterung in Malfurion aus. Wenn der Kommandant seine Geschichte ernst nahm �</p><p>�Wir sind noch unentschlossen�, erkl�rte Latosius. �Diese Behauptungen k�nnen wir nicht einfach so hinnehmen. Es muss ein intensives Verh�r stattfinden.�</p><p>Der Adlige hob die Augenbrauen. �Habe ich etwas anderes gesagt?�</p><p>Er schnippte mit den Fingern, und die Wachen ergriffen Malfurion an den Armen und zogen ihn auf den Sockel zu.</p><p>�Jetzt m�chte ich das Vertrauen testen, das ich meinem neuen Zauberer schenke. Illidan, wir m�ssen die ganze Wahrheit erfahren, wie unangenehm dir das auch erscheinen mag. Ich vertraue darauf, dass du beweisen wirst, dass alles, was dein Bruder sagt, der Wahrheit entspricht.�</p><p>Der Nachtelf mit dem Zopf schluckte hart und blickte auf einen Punkt hinter Malfurion. �Ich vertraue den Worten meines Bruders, aber f�r die Person in der Robe kann ich nicht die H�nde ins Feuer legen, Milord.�</p><p>Illidan wollte verhindern, dass sein Bruder Schaden durch seine Kr�fte nahm, deshalb konzentrierte er sich auf einen der Fremden. Malfurion war froh �ber diese Besorgnis, aber es gefiel ihm nicht, Rhonin oder Brox an seiner Stelle leiden zu sehen.</p><p>�Lord Kommandant, das ist absurd!� Der �ltere Zauberer marschierte zum Sockel und sah Illidan ablehnend an. �Dieser ungenehmigte Magier ist der Bruder eines Gefangenen. Seinem Verh�r ist nicht zu trauen!� Er wandte sich Malfurion zu. Seine silbernen Augen starrten den jungen Nachtelf drohend an. �Die Gesetze, die zu Beginn unserer Zivilisation niedergeschrieben wurden, sehen vor, dass alle magischen Angelegenheiten unter die Verantwortung der Mondgarde fallen und dass sie das Recht hat, s�mtliche Verh�re zu f�hren.�</p><p>Er ging bis auf Armesl�nge auf den Gefangenen zu. Malfurion versuchte, seine Angst nicht zu zeigen. Die k�rperlichen Misshandlungen, die ihn in Black Rook Hold erwarteten, hoffte er durch seine Druidenausbildung zu �berstehen, aber ein Zauberer, der in seinen Geist eindrang, stellte eine wesentlich gr��ere Bedrohung dar. Eine solche Befragung w�rde nicht seinen K�rper verletzen, aber daf�r vielleicht sein Gehirn derma�en in Mitleidenschaft ziehen, dass er sich nie wieder erholte.</p><p>Illidan sprang von der Erh�hung. �Milord, <emphasis>ich</emphasis> werde meinen Bruder verh�ren!�</p><p>Malfurion wusste nicht, was sein Zwilling vorhatte, nahm jedoch an, dass Illidan weitaus vorsichtiger zu Werke gehen w�rde als die Mondgarde, der es nur um schnelle Antworten ging. Malfurion blickte zu Lord Ravencrest und hoffte, dass der Adlige Illidans Angebot akzeptieren w�rde.</p><p>Doch der Herr von Black Rook Hold lehnte sich nur in seinem Stuhl zur�ck. �Dem Gesetz soll Gen�ge getan werden. Er geh�rt Euch, Mondgarde � aber nur, wenn Ihr die Befragung hier und jetzt durchf�hrt.�</p><p>�Wir erkl�ren uns einverstanden.�</p><p>�Bedenkt bei Eurem Vorgehen, dass er vielleicht die Wahrheit sagt.�</p><p>Malfurion nahm an, dass Lord Ravencrest nicht noch mehr unternehmen w�rde, um Illidans Zwillingsbruder zu sch�tzen. Schlie�lich musste der b�rtige Kommandant in erster Linie f�r den Schutz des Reiches sorgen. Und wenn das einen Nachtelf das Leben oder den Verstand kostete, musste dieses Opfer eben erbracht werden.</p><p>�Wir werden die Wahrheit finden.� Mehr sagte der Zauberer nicht. Den Soldaten befahl er: �Haltet seinen Kopf fest.�</p><p>Eine der R�stung tragenden Gestalten brachte Malfurion f�r die Mondgarde in Position. Der Zauberer in seiner Robe streckte die Arme aus und ber�hrte die Schl�fen des sich windenden Gefangenen mit den Zeigefingern.</p><p>Ein Schock durchfuhr Malfurion, und er war sicher, dass er schrie. Seine Gedanken wirbelten durcheinander, alte Erinnerungen stiegen ungebeten an die Oberfl�che. Jede Einzelne wurde zur�ckgeworfen, w�hrend sich eine scharfe Klaue immer tiefer in seinen Geist grub.</p><p><emphasis>Wehre dich nicht!</emphasis>, befahl eine kalte Stimme, die Latosius geh�ren musste. <emphasis>Gib mir deine Geheimnisse preis, und alles wird leicht</emphasis>.</p><p>Malfurion wollte gehorchen, aber er wusste nicht wie. Er dachte an die Geschichte, die er der Versammlung bereits erz�hlt hatte und versuchte sie anzubieten. Azsharas m�gliche Beteiligung wollte er noch verschweigen. Man h�tte ihm nur noch weniger geglaubt, h�tte er diesen Verdacht ausgesprochen.</p><p>Dann, so pl�tzlich, wie die Klaue in sein Gehirn gegriffen hatte, verschwand sie auch wieder. Sie zog sich nicht zur�ck, weder langsam noch schnell. Sie verschwand einfach.</p><p>Malfurions Beine gaben unter ihm nach. Er w�re zusammengebrochen, h�tten die Wachen ihn nicht gest�tzt.</p><p>Nach und nach h�rte er die Rufe, manche wutentbrannt, andere ungl�ubig. Eine der herausragendsten Stimmen geh�rte dem �lteren Mondgardisten. �Das ist unglaublich!�, rief ein anderer. �Doch nicht die K�nigin!�</p><p>�Niemals!�</p><p>Also hatte er doch seine tiefste Bef�rchtung preisgegeben. Malfurion verfluchte seinen schwachen Geist. Das Verh�r hatte kaum begonnen, und schon hatte er vor sich selbst und als Cenarius� Sch�ler versagt �</p><p>�Es sind die Hochgeborenen! <emphasis>Sie</emphasis> m�ssen dahinterstecken. Das ist Xavius� Schuld!�, behauptete eine andere Stimme.</p><p>�Er hat seinem eigenen Volk Schande angetan!�, stimmte die n�chste zu.</p><p>Wor�ber sprachen sie? Obwohl Malfurions Geist noch nicht wieder ganz klar war, sp�rte er, dass etwas mit dieser gebr�llten Unterhaltung nicht stimmte. Die Sprecher waren zu laut, reagierten zu aufgebracht auf seine blo�e Annahme. Er war doch nur ein Nachtelf ohne hohen Rang. Wieso sorgte sein unbewiesener Verdacht bereits f�r einen solchen Ausbruch von Hysterie?</p><p>�Lasst mich zu ihm�, sagte eine Stimme. Malfurion sp�rte, wie die Wachen ihn an jemanden �bergaben, der ihn vorsichtig auf den Boden sinken lie�.</p><p>H�nde umfassten sein Gesicht und hoben es an. Malfurions verschwommener Blick erkannte seinen Bruder.</p><p>�Warum hast du nicht sofort nachgegeben?�, seufzte Illidan. �Zwei Stunden. Ist dir dein Verstand geblieben?�</p><p>�Zwei � Stunden?�</p><p>Illidan atmete erleichtert auf, als er die Antwort h�rte. �Gepriesen sei Elune. Nachdem du den Bl�dsinn �ber die K�nigin erz�hlt hast, wollte der alte Narr alles noch Vorhandene aus deinem Kopf herausrei�en. Wenn sein Zauber nicht pl�tzlich fehlgeschlagen w�re, h�tte er vielleicht nichts von deinem Verstand �brig gelassen. Sie haben den Verlust ihrer Br�der nicht vergessen. Sie geben dir die Schuld daf�r.�</p><p>�S-Sein Zauber ist fehlgeschlagen?� Das ergab keinen Sinn. Malfurions Inquisitor war einer der h�chsten und f�higsten Magier.</p><p>�Alle ihre Zauber sind fehlgeschlagen�, behauptete Illidan. �Als er die Kontrolle �ber den ersten verlor, versuchte er einen zweiten � und als der nicht gelang, versuchte sein Begleiter einen dritten � alles ohne Erfolg.�</p><p>Malfurion verstand immer noch nicht. Die Worte seines Zwillingsbruders klangen, als h�tten beide Zauberer der Mondgarde jegliche Macht verloren. �Sie konnten nicht zaubern?�</p><p>�Nein � und meine eigenen Kr�fte sind auch geschw�cht.� Er beugte sich zu Malfurions Ohr hinab. �Ich glaube, ich habe noch ein wenig Macht � aber wirklich nur ein wenig. Wir scheinen von der Quelle getrennt worden zu sein.�</p><p>Die Unterhaltung wurde immer hektischer. Er h�rte, wie Lord Ravencrest fragte, ob die Mondgarde noch Kontakt zu ihrem Orden halte, worauf einer der Zauberer zugab, dass die sonst st�ndige Verbindung unterbrochen sei. Der Adlige fragte dann seine eigenen Anh�nger, ob wenigstens sie einen Teil ihrer F�higkeiten behalten hatten.</p><p>Niemand konnte dies bejahen.</p><p>�Es hat begonnen ��, fl�sterte Malfurion, ohne zu �berlegen.</p><p>�Was?� Sein Zwillingsbruder hob die Brauen. �Was meinst du? Was hat begonnen?�</p><p>Er sah an Illidan vorbei und dachte an die gewaltigen Kr�fte, die von jenen im Turm gedankenlos beschworen wurden. Und er ahnte erneut die Konsequenzen, die dies f�r alle au�erhalb des Palastes haben w�rde.</p><p>�Ich wei� es nicht�, sagte Malfurion schlie�lich. �Ich w�nschte bei Mutter Mond, ich w�sste es � aber das ist nicht der Fall �� Hinter Illidan sah Malfurion die besorgten Gesichter von Rhonin und Brox. Vielleicht verstanden sie nicht in voller Tragweite, was geschah, aber sie erweckten den Eindruck, als teilten sie seine Bef�rchtungen. �Ich wei� nur, dass es begonnen hat � was auch immer es sein mag.�</p><empty-line/><p>Allenthalben im Reich der Nachtelfen, �berall auf dem Kontinent Kalimdor, sp�rten Tausende den Verlust. Die Quelle war von ihnen getrennt worden. Die Macht, die sie so sorglos benutzt hatten � war fast zur G�nze verschwunden. Angst breitete sich aus. Es war, als habe jemand in den Himmel gegriffen und den Mond gestohlen.</p><p>Diejenigen, die in der N�he des Palastes lebten, wandten sich nat�rlich an ihre K�nigin und baten Azshara um Hilfe. Sie warteten vor den verschlossenen Toren und versammelten sich zu einer gro�en Menge. Von oben beobachteten die Wachen sie mit leeren Gesichtern. Sie �ffneten weder die Zug�nge, noch versuchten sie, die Menge mit Worten zu beruhigen.</p><p>Erst als die H�lfte der Nacht vergangen war und sich fast die gesamte Stadt vor dem Palast eingefunden hatte, �ffneten sich die Tore schlie�lich. Die Bewohner machten sich erleichtert auf den Weg ins Innere. Sie waren �berzeugt, dass Azshara ihre Rufe endlich erh�rt hatte.</p><p>Doch nicht die K�nigin kam zwischen den Palastw�llen hervor, sondern etwas, das sich niemand in der Elfenwelt je auch nur h�tte ertr�umen k�nnen.</p><p>Und so fand die Brennende Legion ihre ersten Opfer.</p></section><section><title><p>19</p></title><p>Schwindel schwappte wie eine Welle �ber Krasus hinweg. Der Angriff erfolgte so unvermittelt, dass er ihn beinahe das Leben gekostet h�tte. Nur Momente zuvor hatte er sich wegen seiner gro�en N�he zu Korialstrasz wieder wie er selbst gef�hlt, und der Drache trug ihn gerade mit hoher Geschwindigkeit in die ungef�hre Richtung, in der Cenarius� Lichtung lag. Aber sie waren ihr noch nicht so nahe, dass der Halbgott sie h�tte bemerken k�nnen. Die Entschlossenheit, den Nachtelf zu finden, den Nozdormu ihm gezeigt hatte, verlieh Krasus zus�tzliche Kraft. Deshalb traf ihn das pl�tzliche Schwindelgef�hl so unvorbereitet, dass er beinahe von Korialstrasz� Nacken gest�rzt w�re.</p><p>Der Drache verlagerte sein Gewicht im letzten Moment, doch Krasus� j�ngeres Ich wirkte ebenfalls verst�rt.</p><p>�F�hlst du dich immer noch nicht besser?�, rief der Drache.</p><p>�Ich � erhole mich.� Krasus blickte in den Nachthimmel und versuchte zu verstehen, was gerade passiert war. Er durchsuchte seine l�ckenhafte Erinnerungen und fand schlie�lich eine m�gliche Antwort. �Mein Freund, kennst du die Hauptstadt der Nachtelfen?�</p><p>�Zin-Azshari? Ich kenne sie ein wenig.�</p><p>�Flieg dorthin.�</p><p>�Aber deine Suche ��</p><p>Krasus lie� sich nicht von seinem Entschluss abbringen. �Wir m�ssen sofort dorthin! Es ist von allergr��ter Wichtigkeit.�</p><p>Sein j�ngeres Ich murmelte etwas, das ver�rgert klang, wandte sich aber in die Richtung von Zin-Azshari. Krasus lehnte sich vor und erwartete die ersten Hinweise auf die legend�re Stadt. Wenn seine Erinnerung ihn nicht trog � und das war keineswegs sicher � symbolisierte Zin-Azshari den sch�pferischen und kulturellen H�hepunkt der Nachtelfen-Zivilisation, eine riesige, pulsierende Metropole, wie es sie in dieser Form wohl kein zweites Mal gab.</p><p>Die Opulenz der uralten Stadt interessierte ihn jedoch nicht. Krasus dachte nur daran, dass Zin-Azshari nahe der legend�ren Quelle der Ewigkeit gelegen hatte.</p><p>Und es war diese Quelle, die ihn anzog. Obwohl Krasus sich nicht mehr daran erinnerte, wo die Brennende Legion zuerst in die Welt gest�rmt war, hatte sein Verstand nicht gelitten, und es gab einige deutliche Hinweise auf jenen Ort.</p><p>In jener Zeit ging die Macht von der Quelle aus, und die D�monen brauchten sie, um in die Reiche zu gelangen, die sie zu zerst�ren trachteten.</p><p>Deshalb war es sehr wahrscheinlich, dass sich das Portal, das die Brennende Legion zur Passage benutzte, in unmittelbarer N�he der gr��ten jemals gefundenen Quelle reiner Magie befand.</p><p>Sie schossen durch den Nachthimmel. Korialstrasz legte rasch Meile um Meile zur�ck. Dennoch vergingen Stunden, wertvolle Stunden, die sich die Welt vielleicht nicht leisten konnte.</p><p>Schlie�lich rief der Drache: �Wir werden Zin-Azshari bald erreichen. Was erhoffst du dir dort zu sehen?�</p><p>Die Frage war eigentlich, was er hoffte, dort <emphasis>nicht</emphasis> zu sehen, doch das konnte Krasus seinem Begleiter nicht verst�ndlich machen. �Ich wei� es nicht.�</p><p>Vor ihnen tauchten zahllose Lichter auf. Er stutzte. Bestimmt beleuchteten die Nachtelfen einen Teil ihrer Stadt, aber die Lichter wirkten �bertrieben f�r ein Volk aus nachtaktiven Gesch�pfen. Selbst eine Stadt wie Zin-Azshari h�tte nicht so hell sein sollen.</p><p>Als die beiden sich n�herten, bemerkten sie, dass die Helligkeit nicht von Fackeln oder Kristallen r�hrte, sondern von riesigen Br�nden, die �berall in der Hauptstadt der Nachtelfen tobten.</p><p>�Die Stadt steht in Flammen!�, rief Korialstrasz. �Was k�nnte ein solches Inferno ausgel�st haben?�</p><p>�Wir m�ssen tiefer gehen�, war Krasus� einzige Antwort.</p><p>Der rote Drachen neigte sich vor und fiel um einige hundert Fu�, bis Einzelheiten sichtbar wurden. Farbenfrohe, helle Geb�ude brannten lichterloh, einige zerfielen bereits. G�rten voller Skulpturen und gro�e Baumh�user wurden zu Scheiterhaufen.</p><p>Und �berall in den Stra�en lagen Tote.</p><p>Man hatte sie brutal abgeschlachtet, ohne Mitgef�hl f�r die Alten, die Kranken oder die Jungen. Viele waren in Gruppen gestorben, w�hrend andere offensichtlich einzeln gejagt worden waren. Au�er der Bev�lkerung von Zin-Azshari waren auch die Kadaver von Tieren zu sehen, vor allem die gro�er Nachts�bel. Auch sie waren hingemetzelt worden.</p><p>�Hier fand ein Krieg statt!�, stie� der Leviathan hervor. �Nein, kein Krieg. Ein Massaker!�</p><p>�Das ist das Werk der Brennenden Legion�, fl�sterte Krasus.</p><p>Korialstrasz hielt auf das Stadtzentrum zu. Seltsamerweise nahmen die Sch�den ab, je mehr sie sich einem Geb�ude n�herten, das wie ein Palast aussah. Einige von Mauern umgebene Teile des Zentrums wirkten sogar v�llig unber�hrt.</p><p>�Wei�t du etwas �ber diese Bereiche der Stadt�?�, fragte Krasus seinen Begleiter.</p><p>�Ein wenig. Ich glaube, die Anwesen, die durch Mauern mit dem Palast der K�nigin verbunden sind, geh�ren denen, die man �Hochgeborene� nennt. Sie gelten als die H�chsten der Nachtelfen und stehen alle irgendwie im Dienst ihrer Majest�t Azshara.�</p><p>�Dreh eine Runde dar�ber.�</p><p>Korialstrasz folgte seiner Bitte. Krasus betrachtete die Gegend und fand seinen Verdacht erh�rtet. Die Anwesen, in denen die k�niglichen Hochgeborenen lebten, waren von der monstr�sen Katastrophe vollst�ndig verschont geblieben.</p><p>�Im Nordwesten bewegt sich etwas, Krasus.�</p><p>�Flieg dorthin. Schnell!�</p><p>Er musste seinen Begleiter nicht ermuntern, denn Korialstrasz suchte ebenso sehr nach Antworten wie er. Das war auch nicht verwunderlich, wenn man bedachte, dass sie ein und die selbe Person waren.</p><p>Nun sah auch Krasus, was der Drache mit seiner �berlegenen Sehkraft vor ihm bemerkt hatte. Wimmelnde Bewegung ergoss sich wie ein Heer von Heuschrecken �ber die Stadt. Korialstrasz ging noch tiefer, um einzelne Gestalten unterscheiden zu k�nnen.</p><p>F�r Krasus war es die R�ckkehr des B�sen.</p><p>Die Brennende Legion marschierte durch Zin-Azshari und hinterlie� ein Bild des Grauens. Geb�ude fielen bei ihrem Angriff. Da gab es die gro�en, brutalen Feiwachen mit ihren Streitkolben und Schilden. Infernale ohne Verstand brachen durch Steinmauern und sonstige Hindernisse. In ihrer N�he schwebten gro�e, gefl�gelte Wesen mit brennenden gr�nen Schwertern, R�stungen aus Lava und t�nernen F��en � die W�chter der Verdammnis.</p><p>An der Spitze der Horde sah Krasus die hundeartigen Feibestien, die der Legion stets vorauseilten. Sie wirkten besonders aktiv. Ihre Nasen reckten sich nicht nur schnuppernd in die H�he, auch ihre gef�hrlichen Tentakel peitschten unabl�ssig.</p><p>Und dann sah der Magier, was die Legion jagte.</p><p>Fl�chtlinge liefen durch das Zentrum der Stadt. Familien und einzelne Nachtelfen k�mpften sich verzweifelt durch die engen Gassen. Hinter ihnen befand sich ein kleiner Trupp bewaffneter Soldaten und in Roben geh�llter Gestalten � die Krasus f�r die legend�re Mondgarde hielt �, die gemeinsam versuchten, die D�monen aufzuhalten.</p><p>W�hrend sie sich n�herten, versuchte ein Angeh�riger der Mondgarde, einen Zauber zu weben. Doch als er sich ohne Deckung vor die Angreifer stellte, fiel auch er ihnen zum Opfer. Eine Feibestie sprang vor und landete unmittelbar vor ihm. Ihre Tentakel schossen mit ungeheurer Geschwindigkeit vor. Sie hefteten sich an die Brust des Zauberers und hoben ihn in die Luft.</p><p>Bevor ihm jemand zu Hilfe eilen konnte, wurde dem sich windenden Mondgardisten seine magische Kraft entrissen. Zur�ck blieb nur eine tote, verdorrte H�lle.</p><p>Der rote Drache br�llte. Selbst wenn Krasus es gewollt h�tte, h�tte er sein j�ngeres Ich nicht von einem Angriff abhalten k�nnen. Au�erdem lie�en seine Erinnerungen an �hnliche Massaker den Magier schweigen. Zu viele waren bereits durch die Brennende Legion gestorben. Zwar war Korialstrasz nur wegen Krasus� Einmischung an diesen Ort gelangt, aber das interessierte den Magier nicht mehr. Er hatte versucht, weitere St�rungen der Zeitlinie zu verhindern, doch nun war es genug.</p><p>Die Zeit des Widerstands war gekommen.</p><p>Als Korialstrasz an den vorderen R�ngen der d�monischen Armee vorbei flog, stie� er eine gro�e Stichflamme hervor. Die Feuerlanze verschlang nicht nur die Feibestie, die den Zauberer get�tet hatte, sondern viele Angeh�rige des Rudels, das ihr folgte. Winselnd zogen sich die wenigen �berlebenden mit versengtem Fell zur�ck.</p><p>Viele vergingen sofort. Einige der st�rkeren Feiwachen k�mpften sich durch die Flammen, brachen jedoch schwer verwundet zusammen. Ein brennender Infernaler versuchte, das Drachenfeuer zu ersticken und rannte, als das nicht gelang, kopf�ber in ein Geb�ude. Nur Sekunden sp�ter brach auch er zusammen.</p><p>Selbst die Brennende Legion hatte der reinen Macht eines Drachen nichts entgegen zu setzen, doch das machte sie keineswegs wehrlos. Aus ihren R�ngen stiegen pl�tzlich mehrere W�chter der Verdammnis auf. Krasus bemerkte sie als Erster, erkannte die Gefahr und sprach einen Zauber.</p><p>Starke Winde brandeten gegen die vorderen D�monen und schleuderten sie gegen andere. Die W�chter kollidierten miteinander und gerieten ins Straucheln.</p><p>Korialstrasz atmete ein zweites Mal aus.</p><p>F�nf der gefl�gelten D�monen st�rzten als brennende Geschosse zu Boden und richteten weiteren Schaden unter der Legion an.</p><p>Die anderen W�chter sammelten sich. Weitere stiegen auf und verdoppelten ihre Zahl.</p><p>Korialstrasz wollte sich ihnen stellen, aber Krasus sp�rte erste Zeichen der Schw�che. Alexstrasza hatte erkl�rt, dass sie zusammen beinahe komplett seien � aber eben doch nicht ganz. Der st�ndige Einsatz brauchte ihre St�rke schneller auf als sie gedacht hatten. Der Drache flog bereits langsamer, obwohl es ihm selbst nicht auffiel.</p><p>�Wir m�ssen weg!�, sagte Krasus.</p><p>�Und den Kampf aufgeben? Niemals!�</p><p>�Die Fl�chtlinge sind dank unserer Hilfe entkommen!� Die Verz�gerung hatte ausgereicht, um den Nachtelfen die Flucht ins Umland zu erm�glichen. Krasus war sich sicher, dass die Legion sie nicht mehr erreichen w�rde. �Wir m�ssen die Neuigkeiten denen �berbringen, die mehr ausrichten k�nnen. Wir m�ssen unseren eigentlichen Weg fortsetzen!�</p><p>Krasus bedauerte, dass er so handeln musste, denn in seinem Herzen wollte er all diese D�monen zu Asche verbrennen. Doch noch w�hrend er dies dachte, stiegen bereits weitere in den Himmel auf, um gegen den Drachen zu k�mpfen.</p><p>Mit einem Aufschrei spie Korialstrasz eine weitere Feuerlanze aus. Sie vernichtete drei W�chter der Verdammnis und lie� die anderen ausweichen. Anschlie�end drehte sich der rote Drache um und flog davon. Trotz seiner Ersch�pfung lie� er die Legion weit hinter sich zur�ck.</p><p>Als sie wieder am Palast vorbei flogen, bemerkte Krasus zu seinem Entsetzen, dass weitere D�monen aus den Toren st�rmten. Verst�render aber war noch der Anblick der Nachtelfen-Wachen, die auf den T�rmen standen und sich nicht um die Not der B�rger zu k�mmern schienen.</p><p>Krasus hatte eine solche Gleichg�ltigkeit im Angesicht von so viel Entsetzen schon einmal gesehen. W�hrend des zweiten Krieges hatte es Nachtelfen gegeben, die ebenso gleichg�ltig gewirkt hatten. <emphasis>Sie erstarren unter dem wachsenden Einfluss der D�monen! Die Lords der Legion m�ssen nahe sein � wenn nicht sogar schon hier</emphasis>.</p><p>Falls dem tats�chlich so war, f�rchtete er um die Zukunft der Welt � und um ihre Vergangenheit.</p><empty-line/><p>Furchtbare Ger�usche st�rten ihre Ruhe. Azshara hatte befohlen, man solle Musik aufspielen, um diese unangenehmen Kl�nge zu �bert�nen, aber das war den Harfen und Fl�ten nicht gelungen. Schlie�lich erhob sie sich und machte sich, begleitet von ihrer neuen Leibwache, auf den Weg durch den Palast.</p><p>Sie begegnete nicht etwa Lord Xavius zuerst, sondern Hauptmann Varo�then. Der Hauptmann fiel auf ein Knie und legte seine Faust auf sein Herz.</p><p>�Wundervollste Majest�t ��</p><p>�Mein lieber Hauptmann, was ist die Ursache dieses ungeb�hrlichen L�rms?�</p><p>Der narben�bers�te Nachtelf sah sie mit einem undeutbaren Gesichtsausdruck an. �Vielleicht sollte ich Euch das besser zeigen.�</p><p>�Nun gut.�</p><p>Er f�hrte sie auf einen Balkon, von dem aus das Zentrum der Stadt zu �berblicken war. Azshara benutzte ihn sonst nur f�r �ffentliche Reden. Sie bevorzugte die Aussicht auf ihre extravaganten G�rten oder die Quelle der Ewigkeit.</p><p>Doch der Anblick, der sich der K�nigin nun bot, war nicht der gewohnte. Azsharas goldene Augen nahmen das Bild der Stadt auf, sahen die zerst�rten H�user, die endlosen Feuer und die Leichen auf den Stra�en. Sie blickte zu ihrer Rechten, wo die von Mauern umschlossenen Anwesen der Hochgeborenen unbeschadet standen.</p><p>�Erkl�rt mir das, Hauptmann Varo�then.�</p><p>�Der Berater hat mir gesagt, dass sie sich als unw�rdig erwiesen h�tten. Um eine vollkommene Welt zu errichten, muss alles Unvollkommene hinweggesp�lt werden.�</p><p>�Und die dort unten waren in Lord Xavius� Augen nicht � vollkommen?�</p><p>�So sah es der enge Vertraute des Erhabenen, der Himmelskommandant Mannoroth.�</p><p>Azshara hatte den beeindruckenden Mannoroth nur kurz gesprochen und war wie ihr Berater von dem hohen Diener des Erhabenen �berw�ltigt gewesen.</p><p>Die K�nigin nickte: �Wenn Mannoroth sagt, es m�sse geschehen, dann muss es geschehen. F�r ein ruhmreiches Ziel m�ssen Opfer gebracht werden. Das habe ich stets gesagt.�</p><p>Varo�then neigte den Kopf. �Eure Weisheit ist grenzenlos.�</p><p>Die K�nigin nahm dieses Kompliment mit der gleichen k�niglichen Gelassenheit entgegen, mit der sie die vielen anderen Komplimente, die sie t�glich erhielt, hinnahm. Mit einem Blick auf das Massaker unter ihr, fragte Azshara: �Wird es noch lange dauern? Wird auch der Erhabene bald eintreffen?�</p><p>�Das wird er, meine K�nigin � und man sagt, dass Mannoroth ihn <emphasis>Sargeras</emphasis> nennt.�</p><p>�Sargeras �� K�nigin Azshara sp�rte den Namen auf ihrer Zunge und auf ihren Lippen. �Sargeras � ein trefflicher Name f�r einen Gott.� Sie legte eine Hand auf ihre Brust. �Ich hoffe, man wird mir fr�h genug Bescheid geben, wenn er zu uns kommt. Ich w�re sehr entt�uscht, wenn ich ihn nicht selbst begr��en k�nnte.�</p><p>�Ich werde pers�nlich darauf achten, dass man Euch so fr�h wie m�glich informiert�, versicherte Varo�then und verbeugte sich. �Vergebt mir, meine K�nigin, aber die Pflicht ruft mich.�</p><p>Sie entlie� ihn mit einer l�ssigen Handbewegung, war immer noch fasziniert vom Anblick der Stadt und dem wahren Namen des Gottes. Der Hauptmann lie� sie mit ihrer Leibwache allein.</p><p>In ihrer Phantasie stellte sich Azshara die neue Welt vor, die auf den Grundmauern der alten entstehen w�rde. Eine noch gro�artigere Stadt, ein wahres Monument ihres Ruhmes. Sie w�rde nicht mehr den Namen Zin-Azshari tragen, auch wenn dies eine noble Geste ihres Volks gewesen war. Nein, das n�chste Mal w�rde sie einfach <emphasis>Azshara</emphasis> genannt werden. Das war K�nigin Azsharas Domizil sehr viel angemessener. Sie sprach es zweimal laut aus und genoss den Klang des Wortes. Sie h�tte diese �nderung bereits vor langer Zeit durchsetzen sollen, doch das war jetzt nicht mehr wichtig.</p><p>Dann kam ihr ein weiterer, interessanterer Gedanke. Nat�rlich war sie die Vollkommenste ihres Volkes, aber es gab da einen, der noch ruhmreicher, noch gewaltiger war � und schon bald w�rde er eintreffen.</p><p>Sein Name war Sargeras.</p><p>�Sargeras�, fl�sterte sie. �Sargeras, der Gott �� Ein beinahe kindliches L�cheln huschte �ber ihr Gesicht. �� und seine Gemahlin Azshara ��</p><empty-line/><p>Im Abstand von nur wenigen Minuten trafen Boten in Black Rook Hold ein. Alle wollten sofort mit dem Herrn der Festung sprechen, denn jeder brachte wichtige Neuigkeiten.</p><p>Und mit jeder Nachricht, die Lord Ravencrest erhielt, wurde die Lagebeschreibung d�sterer.</p><p>Die Zauberei war den Nachtelfen praktisch gestohlen worden. Sogar die Begabtesten vermochten nur noch wenig auszurichten. Hinzu kam, dass Zauber, die darauf beruhten, dass der Quelle st�ndig Kraft entzogen wurde, pl�tzlich nicht mehr funktionierten, was mancherorts katastrophale Folgen hatte. Allenthalben brach Panik aus. Man konnte nichts weiter tun, als gegen das Chaos anzuk�mpfen.</p><p>Vom wichtigsten Ort des Landes, der Region rund um Zin-Azshari, hatte man nichts geh�rt.</p><p>Bis zu dieser Stunde.</p><p>Der Bote, der von den Wachen eingelassen wurde, konnte kaum noch stehen. Seine R�stung hatte man ihm teilweise vom K�rper gerissen, und blutige Wunden �bers�ten seinen K�rper. Er taumelte vor Lord Ravencrest und kniete nieder.</p><p>�Hat er Speise und Trank bekommen?�, fragte der Adlige. Als niemand eine Antwort wusste, erteilte er einem Soldaten, der an der T�r stand, einen entsprechenden Befehl. Nur Sekunden sp�ter erhielt der Ank�mmling zu essen und zu trinken.</p><p>Zu den ungeduldig Wartenden z�hlten auch Rhonin und seine Gef�hrten. Sie waren zwar keine Gefangenen mehr, konnten ihren neuen Status jedoch schwer einsch�tzen. Keine Verb�ndeten wohl, aber auch keine Au�enseiter. Der Zauberer hatte sich zum Schweigen entschlossen und hielt sich im hinteren Teil des Raumes auf. Damit wollte er daf�r sorgen, dass er nicht erneut wie ein Gefangenen behandelt wurde.</p><p>�Kannst du jetzt sprechen?�, fragte Ravencrest den Boten, nachdem er ein paar Fr�chte gegessen und fast einen halben Schlauch voll Wasser ausgetrunken hatte.</p><p>�Ja � vergebt mir, Herr � dass ich vorher nicht dazu in der Lage war.�</p><p>�Wenn ich deinen Zustand betrachte, kann ich kaum glauben, dass du es �berhaupt bis hierher geschafft hast ��</p><p>Der Nachtelf, der vor ihm kniete, warf einen Blick auf die anderen Versammelten. Rhonin bemerkte den gehetzten Ausdruck in seinen Augen. �Ich kann selbst kaum glauben, dass ich hier bin � Milord.� Er hustete. �Milord � ich komme, um euch von etwas � etwas zu berichten, das ich � f�r das Ende der Welt halte.�</p><p>Seine stammelnde Art zu sprechen und sein leiernder Tonfall unterstrichen noch das Grauen seiner Worte. T�dliche Stille erf�llte die Kammer. Rhonin dachte an das, was Malfurion gesagt hatte. <emphasis>Es hat begonnen</emphasis>. Selbst Malfurion hatte nicht verstanden, was er damit zum Ausdruck hatte bringen wollen, sp�rte nur, dass etwas Furchtbares im Anmarsch war.</p><p>�Was soll das hei�en?�, dr�ngte Ravencrest und beugte sich vor. �Bringst du schlechte Nachrichten aus Zin-Azshari? Wer hat dir aufgetragen, uns von dieser Gefahr zu berichten?�</p><p>�Milord, ich <emphasis>komme</emphasis> aus Zin-Azshari.�</p><p>�Unm�glich!�, unterbrach Latosius. �Man w�rde drei bis f�nf N�chte brauchen, um hierher zu gelangen, und Zauber stehen nicht zur Verf�gung.�</p><p>�Ich wei� besser, was zur Verf�gung steht als du!�, raunzte der Soldat, ohne auf den h�heren Rang des Mondgardisten zu achten. An Lord Ravencrest gewandt, sagte er: �Ich wurde geschickt, um Hilfe zu erbitten. Alle, die noch dazu in der Lage waren, haben ihre Kr�fte zusammengeschlossen, um mich hierher zu bringen. Sie sind vermutlich bereits tot �� Er schluckte. �Ich habe vielleicht als Einziger �berlebt ��</p><p>�Die Stadt, Junge! Was ist mit der Stadt?�</p><p>�Milord � Zin-Azshari liegt in Schutt und Asche. Die Stadt wurde von blutd�rstigen Ungeheuern �berrannt, von Kreaturen wie aus einem Alptraum.�</p><p>Die Schilderung der Geschehnisse sprudelte aus dem Boten heraus, wie Blut aus einer nicht zu verschlie�enden Wunde. Die Nachtelfen der Hauptstadt waren ebenso wie alle anderen von dem pl�tzlichen und unerkl�rlichen Verlust ihrer Kr�fte �berrascht worden. Viele waren zum Palast gezogen, um eine Erkl�rung zu verlangen. Hunderte hatten sich schlie�lich dort versammelt.</p><p>Und dann war aus den Toren des Palasts warnungslos eine endlos scheinende Horde monstr�ser Krieger gest�rmt, einige mit H�rnern, andere mit Fl�geln, die sich begierig auf die wartende Menge st�rzte. Innerhalb von Sekunden starben Dutzende. Panik breitete sich aus, und viele wurden von anderen, die zu fliehen versuchten, niedergetrampelt.</p><p>�Wir sind gerannt, Milord, wir alle. Ich kann nur f�r die sprechen, die in meine Richtung liefen, doch selbst die st�rksten Krieger blieben nicht stehen.�</p><p>Doch die D�monenhorde folgte ihnen, berichtete der Bote weiter, und meuchelte, wer ihnen unter die Klauen kam. Kleineren Gruppen gelang die Flucht aus der Stadt, doch selbst dort hetzten die Ungeheuer sie weiter.</p><p>Niemand unterbrach den Entkr�fteten. Niemand behauptete, er leide unter Wahnvorstellungen. Sie alle lasen die Wahrheit in seinen Augen und in seiner Stimme.</p><p>Der Bote beschrieb dann, wie er hierher gelangt war. Einige Mondgardisten und Offiziere hatten �ber eine m�gliche Verteidigung oder einen Schlachtplan diskutiert. Man hatte entschieden, dass Black Rook Hold informiert werden musste, und das Los war auf diesen Soldaten gefallen.</p><p>�Sie haben mich gewarnt, sagten, der Zauber w�rde vielleicht nicht wirken wie geplant. Im schlimmsten Fall w�re ich auf dem Grund der Quelle oder wieder in der Stadt heraus gekommen �� Er hob die Schultern. �Ich sah keine Alternative ��</p><p>Unter gr��ten Anstrengungen hatten die Zauberer ihr Werk begonnen. Er hatte in der Mitte gestanden, w�hrend sie ihre letzten Kr�fte sammelten. Die Welt hatte sich um ihn herum aufgel�st �</p><p>� und im Verschwinden sah er noch, wie monstr�se Hunde die Gruppe ansprangen �</p><p>�Ich bin n�rdlich von hier gelandet, Milord, verletzt, aber lebend. Einige Zeit verging, bis ich einen Au�enposten fand, wo ich einen Nachts�bel erhielt � und dann bin ich so schnell wie m�glich hierher geritten.�</p><p>Schockiert lie� sich Ravencrest zur�cksinken. �Und der Palast? Liegt der Palast auch in Tr�mmern? Sind alle dort get�tet worden?�</p><p>Der Bote z�gerte, dann sagte er: �Milord, es standen Wachen auf den Mauern. Sie beobachteten die Leute, bevor sich die Tore �ffneten � und sie beobachteten die Monster, als sie herauskamen und uns abschlachteten.�</p><p>�Die K�nigin w�rde das niemals erlauben!�, rief ein Offizier. Einige nickten zustimmend, aber die meisten behielten ihre Meinung dazu f�r sich.</p><p>Der Kommandant hatte seine eigenen Ansichten �ber die Bedeutung der Botschaft. Mit grimmigem Gesichtsausdruck murmelte er: �Es ist also ganz so, wie wir dachten. Dies muss das Werk der Hochgeborenen sein.�</p><p>�Sie k�nnen doch nicht so wahnsinnig sein!�, widersprach Latosius. �Es stimmt, dass ihre Zauberer glauben, selbst der Mondgarde �berlegen zu sein, aber sie sind immer noch Nachtelfen wie wir!�</p><p>�Das mag sein, aber ihre Arroganz kennt keine Grenzen!� Ravencrest schlug mit der Faust auf die Armlehne seines steinernen Sitzes. �Und vergesst nicht, dass die Hochgeborenen auf den Befehl von Lord-Berater Xavius h�ren!�</p><p>Rhonin hatte den Namen schon fr�her geh�rt, aber der Hass, mit dem er jetzt ausgesprochen wurde, �berraschte ihn. Er beugte sich zu Malfurion hinab. �Wer ist dieser Xavius?�</p><p>Malfurion hatte sich mit der Hilfe seines Zwillingsbruders bereits etwas erholt. Mit Brox� Unterst�tzung konnte er sich jetzt auf den Beinen halten. �Er fl�stert der K�nigin Dinge ein. Er ist ihr engster Vertrauter und ein Rivale von Lord Ravencrest. Ich selbst zweifle nicht daran, dass Xavius eine zentrale Rolle spielt, aber das k�nnte er nicht ohne Azsharas Zustimmung. Sogar die Hochgeborenen verehren sie.�</p><p>�Das werden sie niemals glauben�, bemerkte Illidan. �Vergiss das erst einmal. Lass sie im Glauben, der Berater stecke dahinter. Letztes Endes werden ihre Entscheidungen die selben sein.�</p><p>Obwohl Rhonin Illidan nicht traute stimmte er mit dessen Einsch�tzung �berein.</p><p>Und es schien, als habe man bereits entschieden, wer der B�se in diesem Spiel war. Ravencrest stand auf und begann Befehle zu br�llen. Seine Offiziere setzten ihre Helme so entschlossen auf, als wollten sie sofort der Hauptstadt entgegen reiten.</p><p>�Alle Angeh�rigen der Mondgarde, alle Zauberer mit ernstzunehmenden F�higkeiten sollen sich so schnell wie m�glich hier versammeln! Garo�thal! Entsende Boten zu jedem milit�rischen Posten und jedem Kommandanten. Wir m�ssen die Verteidigung organisieren � und tun, was getan werden muss!�</p><p>Latosius antwortete: �Wir m�ssen die Kontrolle �ber die Quelle zur�ck gewinnen. Waffen allein werden gegen diesen Feind nicht ausreichen. Ihr habt den Boten geh�rt!�</p><p>Der b�rtige Adlige sah den Mondgardisten durchdringend an. �Ich hoffe, ich werde Zauberkraft erhalten, vor allem von Eurem Orden, aber wenn dem nicht so sein sollte, muss ich wohl mit den Waffen vorlieb nehmen m�ssen, oder?�</p><p>Pl�tzlich trat Illidan vor. �Milord, vielleicht kann <emphasis>ich</emphasis> Euch helfen. Ich verf�ge noch �ber ein wenig Magie.�</p><p>�Pr�chtig! Die brauchen wir. Zin-Azshari muss ger�cht und die K�nigin aus den H�nden der Hochgeborenen befreit werden!�</p><p>Rhonin konnte nicht l�nger schweigen. Er hatte gesehen, was die Brennende Legion anzurichten vermochte. Obwohl sich all dies hier in seiner Vergangenheit abspielte, war er nicht in der Lage, den Unbeteiligten zu spielen, wie Krasus es erhofft hatte. Er sp�rte in sich immer noch das Verm�gen, Zauber zu weben.</p><p>�Milord Ravencrest!�</p><p>Der Adlige sah ihn an, schien aber nicht zu wissen, was er mit Rhonin anfangen sollte. �Was willst du?�</p><p>�Ihr braucht einen Zauberer. Ich biete mich Euch an.�</p><p>Ravencrest wirkte unschl�ssig.</p><p>Daraufhin lie� der Zauberer eine blaue Lichtkugel �ber seiner linken Handfl�che entstehen. Es kostete ihn mehr Kraft als sonst, aber nicht so viel, dass es aufgefallen w�re.</p><p>Der Zweifel verschwand aus dem Gesicht des Kommandanten. �Gut, du bist uns willkommen.� Aus den Augenwinkeln schien er zu bemerken, dass Latosius widersprechen wollte. �Vor allem, da uns sonst nur wenig Vergleichbares angeboten wurde ��</p><p>�Wenn der Zauber, der uns von der Quelle trennt, beseitigt w�rde ��</p><p>�Wof�r man Magie in betr�chtlichem Ma�e brauchte, nicht wahr?�, fiel Ravencrest Latosius ins Wort. �Und wenn ihr �ber die verf�gtet, Mondgarde, g�be es das ganze Problem nicht!�</p><empty-line/><p>Als Malfurion dem Streit lauschte, sanken seine Hoffnungen. Solche Streitigkeiten halfen ihnen nicht weiter. Sie mussten handeln, aber da sie Lord Ravencrests Truppen kaum mit Magie unterst�tzen konnten, sah die Zukunft finster aus. Wenn nur �</p><p>Seine Augen weiteten sich. Vielleicht konnte er etwas tun.</p><p>So wie vor ihm schon Rhonin und sein Bruder, trat nun auch Malfurion nach vorne. Ravencrest musterte ihn ungl�ubig.</p><p>�Und was willst du jetzt? Willst du behaupten, dass du wie dein Bruder noch �ber Zauberei gebietest? Ich w�rde dich trotz deiner Verbrechen willkommen hei�en ��</p><p>�Ich kann Euch keine Zauberei anbieten, wie Ihr sie kennt, Lord Ravencrest, wohl aber Magie anderer Art. Ich biete euch an, was mich mein Shan�do Cenarius lehrte.�</p><p>Latosius lachte sp�ttisch auf. �Ist das ein Witz? Die Lehren eines mythischen Halbgottes?�</p><p>Doch Ravencrest lehnte Malfurions Angebot nicht sofort ab. �Glaubst du wirklich, dass du uns helfen k�nntest?�</p><p>Der junge Nachtelf z�gerte, dann sagte er: �Ja, aber nicht hier. Ich muss mich daf�r an einen ruhigeren Ort begeben.�</p><p>Die Augenbrauen des Adligen zogen sich zusammen. �Ruhiger?�</p><p>Malfurion nickte. �Ich muss zum Tempel der Elune.�</p><p>�Der Tempel von Mutter Mond? An die hatte ich gar nicht gedacht. Wir brauchen nat�rlich ihre Unterst�tzung bei dieser Krise. Aber was willst du dort ausrichten?�</p><p>Malfurion Stormrage versuchte seine Unsicherheit zu verbergen. �Ich werde den Zauber beseitigen, der unsere Magier von der Quelle der Ewigkeit abschottet.�</p></section><section><title><p>20</p></title><p>Die Zukunft sah rosig aus � zumindest f�r Lord Xavius.</p><p>Seine Tr�ume und Ziele waren zum Greifen nah, und der Erhabene zeigte sich zufrieden mit seiner Leistung. Dem Schildzauber, den er und Mannoroth initiiert hatten, war es nicht nur gelungen, alle au�er den Hochgeborenen von der Macht der Quelle zu trennen, er hatte es ihnen auch erm�glicht, das Tor auszudehnen und zu st�rken. In nur wenigen Stunden hatten es Hunderte Himmelssoldaten durchschritten.</p><p>Mannoroth hatte sofort das Kommando �bernommen und sie ausgeschickt, um die Unreinen zu vernichten. Fr�her einmal h�tte diese Idee Xavius entsetzt, doch jetzt stand er voll und ganz hinter Sargeras� Methoden und Ansichten. Der Gott wusste schlie�lich am besten, wie er das perfekte Paradies, nach dem sich Xavius sehnte, erschaffen konnte. Hatte er nicht die Anwesen der Hochgeborenen komplett verschont? Die, die dem Palast dienten, w�rden ein neues Goldenes Zeitalter des Volkes der Nachtelfen erschaffen, eine �ra, die alles davor in den Schatten stellen w�rde.</p><p>Lord Xavius f�hlte sich geehrt, dass er die Arbeit �berwachen durfte, die all das erm�glichte. Er achtete sorgf�ltig auf das Gleichgewicht des Zaubers, der den Schild konstant hielt. Die Anstrengung, die daf�r notwendig war, hatte selbst Mannoroth untersch�tzt. Wenn der Zauber jetzt fehlschlug, w�rde ihnen nichts anderes �brig bleiben, als das Portal zu versiegeln und die vereinte Macht der hochgeborenen Zauberer zum Einsatz zu bringen.</p><p>Doch Xavius hatte nicht vor, eine solche Katastrophe zuzulassen. Er erwartete auch keine Probleme. Was sollte hier im Herzen des Palasts schon geschehen?</p><p>Eine ernste Gestalt betrat die Kammer und sah sich ungeduldig um. �Wo issst Mannoroth?�, zischte der Herr der Hunde.</p><p>�Er kommandiert nat�rlich die Armee�, antwortete der Nachtelf. �Er reinigt Zin-Azshari von den Unvollkommenen.�</p><p>Etwas an Hakkars Gesichtsausdruck verst�rte Xavius f�r einen Moment. Es schien fast so, als habe der Berater etwas gesagt, das der Herr der Hunde am�sant fand. Um was es sich dabei handeln sollte, wusste der Nachtelf jedoch nicht.</p><p>Im Portal erschienen vier weitere Feiwachen. Einer der noch bedrohlicher wirkenden W�chter der Verdammnis stand in ihrer N�he. Er bellte etwas in einer unbekannten Sprache, und die Neuank�mmlinge marschierten sofort aus der Kammer.</p><p>Die Himmelsarmee bewegte sich mit erstaunlicher milit�rischer Disziplin. Sie gehorchten allen Befehlen sofort und waren sich st�ndig ihrer Pflicht bewusst. Selbst Hauptmann Varo�thens Elitegarde verblasste im Vergleich dazu � zumindest war das Xavius� Eindruck.</p><p>�Wie laufen die Vorbereitungen f�r die Jagd?�, wandte sich der Berater an Hakkar.</p><p>Das L�cheln verschwand aus dem Gesicht des Herrn der Hunde. �Sssie laufen gut, Lord Nachtelf. Meine Hunde und die Feibestien, die sie begleiten, haben genaue Befehle erhalten. Mannoroth wird die bekommen, deren Gefangennahme er w�nscht.�</p><p>Er drehte sich um und verlie� den Raum. Zur�ck blieb ein merkw�rdig zufriedener Lord Xavius. Obwohl er den Rang des Herrn der Hunde respektierte, sah er sich selbst doch eher auf einer Stufe mit dem j�ngsten Gesandten des Erhabenen, mit Mannoroth.</p><p>Der Berater blickte erneut zu dem Zauber, den er mit geholfen hatte zu erschaffen. Nur wenige Schritte vom Portal entfernt hingen blaue, blinkende Knoten �ber dem Diagramm, das Mannoroth gezeichnet hatte. Sie waren die einzigen klar erkennbaren Teile des Zaubers. Mit seinen magischen Augen vermochte Xavius jedoch die komplizierten, pulsierenden Muster zu erkennen, die eine bunte und m�chtige Verbindung magischer Kr�fte darstellten. Dar�ber hatte er die Macht.</p><p>Und nicht nur dar�ber, sondern auch �ber das Schicksal seines eigenen Volkes � und das der ganzen Welt.</p><empty-line/><p>Der Tempel der Elune musste nicht vor der Katastrophe gewarnt werden, die �ber das Reich der Nachtelfen gekommen war. Pers�nlich hatte der Verlust der Quelle die Priesterinnen nicht beeintr�chtigt, auch wenn sie nat�rlich die pl�tzliche Leere sp�rten. Als Bittsteller zu den verschiedenen Tempeln kamen und um Rat baten, schlossen sich die Priesterinnen im ganzen Reich zusammen und benutzten dabei Methoden, mit denen bereits Mutter Mond das Herz ihrer ersten Anh�ngerin ber�hrt hatte. So diskutierten sie �ber ihre Ratschl�ge und entschlossen sich, die Nachtelfen zu einem Massengebet einzuladen, damit Elune ihnen Geborgenheit schenken konnte. Auch suchten sie mit ihren ureigenen F�higkeiten nach der Quelle � aber ebenso wie die Mondgarde vermochten sie nicht zu ergr�nden, was geschehen war.</p><p>Obwohl die Priesterinnen noch immer �ber die Gaben ihrer G�ttin verf�gten, waren sie nicht sicher vor dem Horror, der bald darauf ausbrach. Als die Brennende Legion die Tempel der Hauptstadt �berrannte, sp�rte man selbst weit entfernt in Suramar das Sterben der Schwestern und ihr grenzenloses Entsetzen, als die Horde sie gnadenlos hinmetzelte.</p><empty-line/><p>�Schwester?�, rief eine der anderen Priesterinnen Tyrande zu, als diese gerade Wasser f�r die Gl�ubigen bereit stellte. �Jemand m�chte dich am Haupteingang sprechen.�</p><p>�Danke, Schwester.� Tyrande ging weiter und eilte zum Eingang. Sie nahm an, dass Illidan zur�ckgekehrt war, um sie zu sehen. Tyrande f�rchtete sich vor einer Unterhaltung mit ihm und wusste nicht, was sie antworten w�rde, wenn er �ber eine m�gliche Verbindung zwischen ihnen sprechen wollte.</p><p>Aber es war nicht Illidan, sondern jemand, denn sie schon lange nicht mehr gesehen hatte.</p><p>�Malfurion!� Tyrande dachte nicht nach, als sie ihre Arme um ihn legte und ihn fest umarmte.</p><p>Seine Wangen verdunkelten sich, und er fl�sterte: �Es ist sch�n, dich zu sehen, Tyrande.�</p><p>Sie lie� ihn los. �Wieso bist du hier?� Eine pl�tzliche Angst stieg in ihr auf. �Broxigar? Was haben sie mit ihm ��</p><p>�Er ist bei mir.� Malfurion zeigte hinter sich, und Tyrande entdeckte den Orc in einer dunklen Nische nahe des Eingangs. Der monstr�se Krieger wirkte nerv�s, w�hrend er die vielen Nachtelfen im Auge behielt.</p><p>Sie sah sich um, entdeckte aber nur die Wachen des Tempels. �Malfurion! Welcher Wahnsinn hat dich hergef�hrt? Hast du dich nur in die Stadt geschlichen, um mich zu sehen?�</p><p>�Nein � wir wurden gefangen.�</p><p>�Aber ��</p><p>Er legte sanft einen Finger auf ihre Lippen und brachte sie zum Schweigen. �Diese Geschichte muss warten. Hast du von den schrecklichen Ereignissen in Zin-Azshari geh�rt?�</p><p>�Nur wenig � aber schon das war zu viel. Malfurion, du kannst dir die Panik in den Gedanken und den Seelen unserer Schwestern dort nicht vorstellen! Etwas Furchtbares ��</p><p>�H�r mir zu! Es dehnt sich bereits �ber die Hauptstadt aus. Das Schlimmste ist, dass die Mondgarde all dem hilflos gegen�ber steht. Ein Zauber trennt sie von der Macht der Quelle.�</p><p>Sie nickte. �Das haben wir uns schon gedacht, aber was hat das mit deinem Kommen zu tun?�</p><p>�Wird die Kammer des Mondes gerade benutzt?�</p><p>Sie dachte nach. �Das geschah schon vor ein paar Stunden, aber so viele kamen, um sich Rat zu holen, dass die Hohepriesterin sp�ter stattdessen den gro�en Gebetsraum f�r sie ge�ffnet hat. Die Kammer des Mondes m�sste jetzt wieder frei sein.�</p><p>�Gut. Wir m�ssen hinein.� Er nickte Brox zu, der daraufhin zu ihnen kam. Zu Tyrandes �berraschung trug der Orc sogar eine Axt.</p><p>�Ihr wart gefangen ��, wiederholte sie.</p><p>�Lord Ravencrest sah keinen Grund, uns weiter festzuhalten, so lange Brox bei mir bleibt.�</p><p>�Ich schulde euch viel�, sagte der breitschultrige Krieger. �Ich schulde euch mein Leben.�</p><p>�Du schuldest uns nichts�, antwortete Illidans Bruder. Zu Tyrande sagte er: �Bitte bring uns zur Kammer.�</p><p>Sie lie�en sich von ihr durch den Tempel f�hren. Obwohl sich Brox so nahe wie m�glich bei seinen Begleitern aufhielt, konnte er seine Abstammung vor den Nachtelfen, die sich im Inneren versammelt hatten, nicht verbergen. Viele sahen ihn entsetzt an, einige schrien sogar und zeigten auf den Orc, als trage er die Schuld an der Katastrophe.</p><p>Als sie die Kammer des Mondes erreichten, verstellten ihnen die Wachen den Weg. Die befehlshabende Frau war die, mit der Tyrande �ber Illidan gesprochen hatte.</p><p>�Schwester � zwar ist es �blich, allen den Zugang zum Tempel von Mutter Mond zu erlauben, aber diese Kreatur ��</p><p>�Sagt Elune, dass er nicht das gleiche Recht hat wie andere Gl�ubige?�</p><p>Die W�chterinnen sahen einander unschl�ssig an. �Es gibt keine Niederschriften �ber die Rechte anderer V�lker, aber ��</p><p>�Aber sind wir nicht alle Elunes Kinder? Hat er nicht das Recht, sich an uns zu wenden und alle Einrichtungen des Tempels zu nutzen?�</p><p>Darauf fand niemand eine Antwort. Schlie�lich winkte die Frau, die das Sagen hatte, sie einfach durch. �Verbergt ihn nur so gut es geht vor den anderen. Es herrscht schon gen�gend Aufregung.�</p><p>Tyrande nickte dankbar. �Ich verstehe.�</p><p>Als sie eintraten, entdeckten sie zwei betende Novizinnen. Tyrande ging zu ihnen und erkl�rte, weshalb sie den Raum f�r sich allein ben�tigten. Dabei zeigte sie auch auf den Orc. Dessen Anblick allein brachte die Schwestern schon dazu, die Kammer rasch zu verlassen.</p><p>Tyrande ging zur�ck zu Malfurion und fragte: �Was willst du hier?�</p><p>�Ich werde versuchen den Smaragdtraum zu tr�umen, Tyrande.�</p><p>Die Idee gefiel ihr nicht. �Du willst nach Zin-Azshari reisen?�</p><p>�Ja. Ich hoffe dort die Gr�nde f�r die Blockade der Quelle zu erfahren.�</p><p>Tyrande kannte ihn besser als er ahnte. �Du willst nicht nur die Ursache ergr�nden, Malfurion. Ich glaube, du willst etwas unternehmen.�</p><p>Statt zu antworten betrachtete er die Mitte der Kammer. �Das scheint die harmonischste Stelle zu sein.�</p><p>�Malfurion ��</p><p>�Ich muss mich sputen, Tyrande. Vergib mir.�</p><p>Zusammen mit Brox ging er zu der Stelle, die er ausgesucht hatte und setzte sich auf den Boden. Er schlug die Beine �bereinander und blickte in den mondhellen Himmel.</p><p>Der Orc setzte sich auf die gegen�berliegende Seite, machte aber Platz, als Tyrande sich neben ihm niederlie�. Malfurion sah sie fragend an. �Du musst nicht bleiben.�</p><p>�Wenn Mutter Mond mir irgendwie helfen kann, dich auf deiner Reise zu besch�tzen, werde ich das tun.�</p><p>Malfurion l�chelte dankbar, wurde dann aber schnell wieder ernst. �Ich muss jetzt beginnen.�</p><p>Tyrande ergriff seine Hand, obwohl sie nicht wusste, weshalb sie das tat. Seine Augen blieben geschlossen, aber das L�cheln kehrte f�r einen Moment zur�ck.</p><p>Und dann sp�rte Tyrande, wie er sie verlie�.</p><empty-line/><p>Es war ein hektisch improvisierter, verzweifelter Plan, von dem sich Lord Ravencrest � wenn Malfurion sich nicht irrte � nur wenig erwartete. Da die Mondgarde jedoch praktisch machtlos war, hatte er keinen Grund gesehen, dem vorlauten jungen Nachtelf diesen Versuch zu verbieten.</p><p>Malfurion konnte jetzt nur hoffen, dass er den Mund nicht zu voll genommen hatte.</p><p>Tyrandes Hand, ihre f�hlbare N�he, half ihm bei seinem Weg in die schlafartige Trance. Sie beruhigte Malfurion und l�ste die starke Spannung, die seit den Ereignissen der letzten Tage auf ihm lastete.</p><p>Ruhig griff er nach der Welt um ihn herum, nach den B�umen, dem Fluss, den Steinen und anderem � so wie er es von Cenarius gelernt hatte.</p><p>Doch dieses Mal begr��ten ihn nicht die harmonischen Elemente der Natur, sondern blanker <emphasis>Aufruhr</emphasis>.</p><p>Die Welt war aus dem Gleichgewicht geraten. Der Wald wusste es, die H�gel wussten es, selbst der Himmel sp�rte die Ver�nderung. Ganz gleich, wohin Malfurion auch blickte, allenthalben sp�rte er den Misston, die Disharmonie, und zwar mit solcher Macht, dass der Nachtelf fast darin ertrunken w�re.</p><p>Dann aber gelang es, sich auf Tyrandes sachte Ber�hrung zu konzentrieren, seine Kraft aus ihrer St�rke zu ziehen. Das Chaos schwand, wenn auch nicht v�llig. Aber es konnte ihn nun nicht mehr �bermannen.</p><p>Erneut tastete Malfurion nach den Geistern der Natur, ber�hrte sie alle und lie� sie seine Ruhe sp�ren. Er verstand ihren Aufruhr und versprach, dass er in ihrem Sinne handeln w�rde. Im Gegenzug bat der Nachtelf sie um ihre Hilfe und erinnerte die Geister daran, dass sie und er das gleiche Ziel verfolgten: die R�ckgewinnung des Gleichgewichts.</p><p>Das Chaos nahm weiter ab. So lange die Hochgeborenen den Quell blockierten, w�rde es nicht ganz behoben werden k�nnen, aber Malfurions Einsatz hatte zumindest einen Ansatz von Ordnung zur�ck gebracht.</p><p>Nachdem er das erledigt hatte, konnte er die Traumsph�re sicher betreten.</p><p>Er verhielt au�erhalb seiner k�rperlichen H�lle und blickte auf seine Freunde hinab, vor allem auf Tyrande. Dieses Mal fiel es ihm leichter, die Bilder heranzuholen und die Realit�t auf die idyllische Landschaft zu projizieren. Brox und Tyrande tauchten unverz�glich auf � ebenso wie sein eigener K�rper.</p><p>Zu seiner �berraschung entdeckte er eine Tr�ne, die �ber Tyrandes Wange lief. Instinktiv wollte er sie wegwischen, aber sein Finger glitt durch sie hindurch. Trotzdem schien es, als k�nne die junge Priesterin seine N�he sp�ren, denn sie wischte sich die Tr�ne mit ihrer eigenen Hand nicht einfach weg, sondern ber�hrte ihr Gesicht viele Herzschl�ge lang sanft, fast z�rtlich.</p><p>Malfurion zwang sich, seinen Blick von ihr zu l�sen und den Himmel zu betrachten. Er konzentrierte sich auf die Richtung, wo Zin-Azshari lag, und brach auf.</p><p>Der vertraute gr�nliche Schleier lag �ber allem. Malfurion konzentrierte sich erneut und projizierte Elemente der Realit�t in die Schattenwelt. Halb gehend und halb fliegend glitt er durch die Traumwelt und nahm Myriaden von Eindr�cken wahr, die aus der wahren und der unterbewussten Welt stammten.</p><p>W�hrend seiner Reise bemerkte er jedoch auch eine unerwartete Pr�senz. Im ersten Moment zweifelte er an seinen Sinnen, aber bei genauerem Ersp�ren der Umgebung erh�rtete sich sein Verdacht.</p><p><emphasis>Shan�do</emphasis>?, fragte er.</p><p>Malfurion f�hlte, wie sein Mentor seine Gedanken streifte. Der fl�chtige Kontakt verriet ihm, dass Cenarius wohlauf war. Die letzten Feibestien waren tot, aber eine andere dringende Angelegenheit verlangte nach der Aufmerksamkeit des Halbgottes. Malfurion erkannte, dass der Herr des Waldes seinen Sch�ler im Smaragdtraum aufgesp�rt hatte und ihm nur vermitteln wollte, dass noch nicht alles verloren war.</p><p>Cenarius� stumme Botschaft beruhigte Malfurion, und er zog weiter. Der gr�ne Schleier wurde d�nner, und schon bald sah er die Welt so, als w�re er wahrhaftig ein Vogel, der durch die L�fte schwebte. H�gel und Fl�sse zogen rasch unter ihm vorbei, w�hrend er sich st�rker auf sein Ziel konzentrierte.</p><p>Als er sich der Hauptstadt n�herte, sah Malfurion den Schrecken erstmals pers�nlich.</p><p>Die Schilderungen des Boten mochten schon erschreckend gewesen sein, hatten aber den entsetzlichen Anblick, den die ber�hmte Stadt bot, dennoch nicht wirklichkeitsgetreu vermitteln k�nnen. Ein Gro�teil von Zin-Azshari war dem Erdboden gleich gemacht, als w�re ein gewaltiger Felsen immer und immer wieder dar�ber hinweg gerollt. Am Stadtrand stand kein einziges Geb�ude mehr. �berall brannten Feuer, aber Malfurion sah nicht nur die roten Flammen, die ihm vertraut waren, sondern auch faulig gr�ne und tiefschwarze, die nicht von dieser Welt stammen konnten. Als Malfurion �ber sie hinweg flog, vermochte er, obwohl er sich in der Traumwelt aufhielt, ihre b�sartige Hitze zu sp�ren.</p><p>Dann sah er zum ersten Mal die D�monen.</p><p>Die Feibestien waren bereits schlimm, aber die Kreaturen, die ihnen folgten, jagten Schauer um Schauer �ber seinen R�cken, denn sie waren eindeutig <emphasis>intelligent</emphasis>. Trotz ihrer riesigen H�rner, ihrer teuflischen Gesichter und ihrer grotesken K�rper, bewegten sie sich einheitlich und v�llig auf ihr furchtbares Ziel ausgerichtet. Dies war keine geistlose Horde, sondern eine von Verstand geordnete Armee des B�sen.</p><p>Als er sich dem Palast n�herte, sah er, dass immer neue D�monen aus den Toren str�mten.</p><p>Es �berraschte ihn nicht, dass das gro�e, erhabene Geb�ude unangetastet geblieben war. Wie der Bote es gesagt hatte, standen noch immer W�chter auf den Mauern. Malfurion flog an einigen vorbei und bemerkte ein abnormes Vergn�gen auf ihren Gesichtern. Ihre silbernen Augen waren mit roten Adern durchwoben, und einige sahen aus, als h�tten sie sich den D�monen am liebsten angeschlossen.</p><p>Angewidert wich Malfurion vor ihnen zur�ck. Sein Blick r�ckte etwas von dem Palast ab, und er sah, dass die Besitzt�mer der Hochgeborenen ebenfalls unversehrt waren. Einige Diener der K�nigin wechselten sogar zwischen den Geb�uden hin und her, als spiele sich �berhaupt nichts Ungew�hnliches um sie herum ab.</p><p>Mit wachsendem Ekel flog Malfurion zum Turm. Wie schon zuvor sp�rte der Nachtelf die ungeheuren Kr�fte, die der dunklen Quelle unter gr��ten Anstrengungen entrissen wurden. Die Hochgeborenen mussten ihre Bem�hungen mehr als verdoppelt haben. Wilde St�rme tobten �ber der Quelle, die Ausl�ufer reichten bis in die umk�mpfte Stadt hinein.</p><p>Beim letzten Mal hatte er versucht den Turm dort zu betreten, wo der Zauber am Sp�rbarsten gewesen war. Malfurion lie� sich an der Mauer hinabsinken und fand einen Balkon. Der Nachtelf bewegte sich fast, als habe er einen K�rper. Er schwebte dicht �ber dem Boden des Balkons in den Eingang hinein.</p><p>Zu seiner �berraschung hielt ihn nichts und niemand auf. Er h�tte beinahe laut aufgelacht. Niemand hatte daran gedacht, die inneren Bereiche vor jemandem wie ihm zu sch�tzen. Diese Arroganz der Hochgeborenen erlaubte es ihm nun, den Palast unbehelligt zu betreten.</p><p>Langsam schwebte Malfurion durch die G�nge und suchte nach einem Weg nach oben. Schlie�lich fand er die Haupttreppe und mit ihr mehr als ein Dutzend der gewaltigen, geh�rnten Krieger, die er auch schon drau�en gesehen hatte.</p><p>Malfurion wollte instinktiv zur�ckweichen und hoffen, dass sie ihn nicht entdeckten. Allerdings fand er sich nirgends ein geeignetes Versteck. Er bereitete sich auf ihren Angriff vor �</p><p>� und verfluchte seine Dummheit, als der erste Krieger achtlos an ihm vorbei marschierte.</p><p>Sie konnten seinen Geistk�rper doch gar nicht sehen.</p><p>Er atmete auf und sah zu, wie die Gruppe hinter einer Biegung verschwand. Als der Letzte den Raum verlassen hatte, schwebte Malfurion langsam die Treppe hinauf.</p><p>Er passierte mehrere Kammern auf dem Weg nach oben, sah aber in keine hinein. Das, was Malfurion suchte, lag an der Spitze des hohen Turms und je eher er es erreichte, desto schneller konnte er die n�chsten Schritte ersinnen.</p><p>Wie er genau vorgehen w�rde, wusste der Nachtelf noch nicht. Obwohl sich Malfurion der Druidenkunst verschrieben hatte, war er ein fast so guter Magier wie sein Bruder. In seinem augenblicklichen Zustand traute er sich zu, einen Zauber zu weben.</p><p>Nach einer Weile fand sich Malfurion pl�tzlich vor einer Barriere. Eine unsichtbare Kraft blockierte den Weg, vermutlich die gleiche, die ihn bei seinem ersten Versuch aufgehalten hatte. Vielleicht waren die Hochgeborenen doch nicht so nachl�ssig, wie er zun�chst glaubte �</p><p>Entschlossen warf sich der Nachtelf mit aller Macht nach vorne. Er sp�rte, wie er gegen das unsichtbare Hindernis prallte, als w�re er gegen eine reale Wand gelaufen. Doch je mehr er sich dagegen stemmte, desto schw�cher wurde der Widerstand, so als w�re die Barriere aus � Malfurion fiel hindurch.</p><p>Der Durchbruch erfolgte so abrupt, dass er v�llig davon �berrascht wurde. Er drehte sich um und versuchte die Barriere zu ber�hren, abzutasten, sp�rte aber nur noch ein sehr schwaches Kraftfeld. Entweder hatte seine Anstrengung das Hindernis beseitigt, oder es war so konstruiert, dass es nur das Eindringen, nicht aber das sp�tere Verlassen verhinderte.</p><p>Ein St�ck weiter oben begegnete er zwei Wachen und sah eine schwere T�r, die zu dem Raum fuhren musste, in dem die Hochgeborenen arbeiteten. Als Malfurion sicher war, dass die W�chter ihn nicht sehen konnten, streckte er probeweise eine Hand nach der T�r aus.</p><p>Seine Finger glitten durch das Holz, als w�re sie nicht da. Der junge Nachtelf schluckte und trat ein.</p><p>Im ersten Moment f�hlte er sich v�llig orientierungslos, denn der Raum, in dem die Hochgeborenen ihre ebenso ehrgeizigen wie d�steren Pl�ne umsetzten, war wesentlich gr��er, als er gedacht h�tte. Malfurions eigenes Zuhause h�tte man mehrfach darin unterbringen k�nnen.</p><p>Und die Hochgeborenen ben�tigten so viel Raum auch durchaus, denn neben ihnen standen Dutzende der grotesken Krieger. Sie marschierten gerade auf die T�r zu, durch die Malfurion getreten war. Aus n�chster N�he entsetzten ihn ihre monstr�sen Gesichter noch mehr. Er fand keine Gnade darin, nicht einmal einen Hauch von Mitleid �</p><p>Er verdr�ngte diese Gedanken und schwebte zu den Hochgeborenen, studierte ihre Anstrengungen mit einer Mischung aus Faszination und Ekel. Die Hochgeborenen schufteten wie Wahnsinnige. Alle wirkten ausgehungert. Ihre einst makellosen Gew�nder hingen an knochigen K�rpern. Einige konnten sich kaum noch auf den Beinen halten, doch sie alle starrten eindringlich und in fiebriger Erwartung auf das Resultat ihrer M�hen, eine pulsierende Wunde in der Wirklichkeit.</p><p>Malfurion schaute kurz ins Zentrum des Spalts und sah sofort wieder weg. Der fl�chtige Blick hatte gereicht, um die monstr�se Natur dieses Risses und das darin lauernde absolut B�se zu erkennen. Es verwunderte ihn, dass die Hochgeborenen nicht in der Lage schienen zu begreifen, worauf sie sich hier eingelassen hatten.</p><p>Malfurion versuchte die j�he Furcht zu verdr�ngen. Er drehte sich um � und stand vor jemandem, der nur Lord Xavius, der Berater der K�nigin, sein konnte.</p><p>Malfurion schwebte wenige Zentimeter vor den verst�renden Augen des �lteren Nachtelfs. Er hatte von den magischen Augen des Beraters geh�rt, der seine nat�rlichen mit voller Absicht gegen k�nstliche eingetauscht hatte. Rote Schlieren trieben �ber die schwarzen Pupillen, die beinahe so dunkel waren, wie das Urb�se, das Malfurion in dem magischen Riss gesp�rt hatte.</p><p>Die Z�ge des Beraters waren so grimmig, dass der junge Nachtelf im ersten Moment glaubte, er sei entdeckt worden. Doch dem war nicht so. Nur wenig sp�ter trat Xavius vor und ging achtlos durch Malfurion hindurch auf die Hochgeborenen zu.</p><p>Malfurion erholte sich allm�hlich von der unerwarteten Begegnung. Die Mondgarde und Lord Ravencrest sahen vor allem in Lord Xavius den Schuldigen an dem schrecklichen Massaker. Nach einem Blick auf ihn zweifelte auch Malfurion kaum noch daran. Er hielt aber an seiner Meinung fest, dass die K�nigin genau wusste, was geschehen war und weiterhin geschah. Doch noch Beweisen daf�r konnte er auch noch sp�ter Ausschau halten.</p><p>Entschlossen ging Malfurion auf das Diagramm zu, mittels dessen die Abschirmung aufrechterhalten wurde. Drei hochgeborene Zauberer umstanden es, schienen es aber nur zu �berwachen, nicht zu stabilisieren. Er schwebte an ihnen vorbei, um sich mit den Details vertraut zu machen.</p><p>Es war ein meisterhaft konstruiertes Diagramm auf einem Niveau, das weit �ber allem lag, was Malfurion selbst zu schaffen vermochte. Trotzdem brauchte er nicht lange, um zu verstehen, wie er es beeinflussen, ja, sogar zerst�ren konnte.</p><p>Was nat�rlich voraussetzte, dass Malfurion �berhaupt <emphasis>irgendetwas</emphasis> in dieser seiner Geistgestalt auszurichten vermochte.</p><p>Um seine M�glichkeiten zu testen, fl�sterte er der Luft eine einfache Bitte zu. Sie hatte seine Lippen kaum verlassen, als eine schwache Brise die Haare im Nacken eines Zauberers bewegte.</p><p>Sein Erfolg begeisterte Malfurion. Wenn er das bewirken konnte, w�rde er auch etwas schaffen, das den Abschirmungszauber zerst�rte. Mehr Vorarbeit ben�tigte die Mondgarde nicht.</p><p>Er starrte auf das Zentrum des magischen Labyrinths und konzentrierte sich auf seine schw�chste Stelle.</p><p>�Was f�r ein t�richter, t�richter Versuch�, sagte eine kalte Stimme.</p><p>Malfurion sah �ber seine Schulter.</p><p>Lord Xavius starrte ihn an.</p><p>Ihn an.</p><p>Der Berater hielt einen schmalen wei�en Kristall in der Hand. Seine Augen � Augen, die anscheinend auch Geistgestalten zu sehen vermochten � leuchteten auf.</p><p>Eine gewaltige Kraft zog Malfurion auf den Kristall zu. Er versuchte, zur�ckzuweichen, aber alle Versuche schlugen fehl. Bald f�llte der Kristall sein gesamtes Blickfeld aus � und wurde zu seiner Welt.</p><p>Aus seinem winzigen, unglaublichen Gef�ngnis heraus betrachtete er wenig sp�ter das riesige, l�chelnde Gesicht des �lteren Nachtelfs.</p><p>�Mir ist da gerade ein interessanter Gedanke gekommen�, sagte Lord Xavius k�hl bis ins Herz. �Wie lange mag dein K�rper wohl ohne deinen Geist, der ihn verlassen hat, bestehen k�nnen, ehe er an dem Verlust zugrunde geht?� Als Malfurion nicht antwortete, hob der Berater die Schultern. �Aber das werden wir bald herausfinden, nicht wahr?�</p><p>Mit diesen Worten schob er den Kristall in seine Tasche und st�rzte Malfurion in v�llige Dunkelheit.</p><empty-line/><p>Sie erreichten das Gebiet, in dem Krasus den Elf zu finden hoffte. Er fragte sich nicht, woher er wusste, dass der Gesuchte hier in der N�he lebte, nahm jedoch an, dass Nozdormu ihm diese Information w�hrend der Vision �bermittelt hatte. Krasus dankte dem Aspekt daf�r, dass er die Schwierigkeit einer solchen Suche erkannt hatte. Das lie� ihn auch hoffen, dass die Katastrophe aufzuhalten war und dass er und Rhonin nach Hause zur�ckkehren w�rden.</p><p>Vorausgesetzt nat�rlich, dass er Rhonin �berhaupt fand.</p><p>Seine Schuldgef�hle gegen�ber seinem ehemaligen Sch�ler, den er noch nicht zu finden versucht hatte, wurden nur zum Teil durch die Tatsache aufgehoben, dass der, nach dem er suchte, laut einem der f�nf Aspekte, eine wesentliche Rolle in Vergangenheit und Zukunft spielte. Sobald der Drachenmagier den mysteri�sen Nachtelf aufgesp�rt hatte, w�rde er nach Rhonin suchen. Schlie�lich schuldete er dem Menschen mehr, als dieser ahnte.</p><p>Korialstrasz wurde langsamer und flog auf einige B�ume zu. �Ich kann dich nicht n�her heranbringen.�</p><p>�Ich verstehe.� Wenn sie weiterflogen, w�rden die Bewohner der Nachtelfensiedlung den Leviathan bemerken.</p><p>Der rote Drache landete und neigte seinen Kopf, sodass Krasus absteigen konnte. Dann sah sich Korialstrasz in der Umgebung um.</p><p>�Es ist nicht mehr weit. Vielleicht eine Stunde oder zwei.�</p><p>Krasus erw�hnte nicht, wie hart diese zwei Stunden ohne die N�he seines j�ngeren Ichs sein w�rden. �Du hast mehr getan, als ich erwarten durfte.�</p><p>�Ich werde dich jetzt nicht verlassen�, antwortete Korialstrasz und faltete seine Fl�gel zusammen. �Trotz des K�rpers, den du benutzt, hast du vielleicht vergessen, dass unsere Art andere Gestalten anzunehmen vermag. Ich werde mich in etwas verwandeln, das denen, die wir treffen m�ssen, �hnlicher sieht.�</p><p>Der gewaltige K�rper des Drachen begann zu leuchten. Korialstrasz schrumpfte und nahm ein menschlicheres Aussehen an.</p><p>Doch nur eine Sekunde sp�ter verwandelte er sich zur�ck in seine urspr�ngliche Form. Seine Augen waren glasig, sein Atem ging sto�weise.</p><p>�Was ist?� Korialstrasz sah sein j�ngeres Ich hilflos an.</p><p>�Ich � ich kann mich nicht verwandeln! Sobald ich es versuche, erleide ich entsetzliche Qual.�</p><p>Der Magier erinnerte sich an seine eigene Reaktion, als er nach seiner Ankunft vergeblich versucht hatte, in seinen Drachenk�rper zur�ckzukehren. Es �berraschte ihn nicht, dass Korialstrasz vor den gleichen Schwierigkeiten stand. �Versuche es nicht noch einmal. Ich gehe allein.�</p><p>�Bist du sicher? Mir ist aufgefallen, dass wir beide weniger unter unseren Krankheiten leiden, wenn wir zusammen sind ��</p><p>Eine Mischung aus Sorge und Stolz �berkam Krasus. Seine j�ngere Version hatte also die Wahrheit erkannt. Wusste Korialstrasz auch, weshalb es so war?</p><p>Falls er es wusste, behielt der Drache es f�r sich. Stattdessen f�gte er nur hinzu: �Nein � Aber ich wei�, dass du gehen musst.�</p><p>�Wirst du hier bleiben?�</p><p>�So lange es geht. Die Nachtelfen scheinen sich hier nicht allzu h�ufig herumzutreiben, und die hohen B�ume werden mir zus�tzlich Schutz vor Entdeckung bieten. Wenn du mich brauchst, werde ich deinem Ruf folgen.�</p><p>�Das wei� ich�, antwortete Krasus.</p><p>Der Magier verabschiedete sich von dem Drachen und brach zur Siedlung der Nachtelfen auf. Als er fast schon au�er Sicht war, rief Korialstrasz ihm nach: �Glaubst du, dass du den finden wirst, nach dem du suchst?�</p><p>�Das kann ich nur hoffen �� Er verzichtete darauf hinzuweisen, dass, falls er versagte, alle darunter zu leiden h�tten.</p><p>Korialstrasz nickte.</p><p>Je n�her er der Stadt kam und sich dabei immer weiter von dem Drachen entfernte, desto kranker und matter f�hlte sich Krasus. Trotzdem ging er weiter. Irgendwo in der Siedlung hielt sich der gesuchte Nachtelf auf. Krasus wusste noch nicht, was er tun w�rde, wenn er ihn fand. Er hoffte, dass Nozdormu auch diese Information irgendwo in seinem Unterbewusstsein hinterlegt hatte und dass sie frei gesetzt w�rde, sobald er sie ben�tigte.</p><p>Wenn nicht, musste sich Krasus ganz auf sein eigenes Verm�gen st�tzen.</p><p>Die Reise schien ewig zu dauern, aber schlie�lich entdeckte er erste Anzeichen von Zivilisation. Die weit entfernten Fackeln markierten vermutlich einen Wall oder das Haupttor der Stadt.</p><p>Jetzt kam der schwierigste Teil. In seiner augenblicklichen Gestalt sah er zwar den Nachtelfen nicht un�hnlich, diese w�rden aber dennoch erkennen, dass er keiner der ihren war. Vielleicht, wenn er die Kapuze �ber seinen Kopf zog und ihn neigte �</p><p>Krasus erkannte pl�tzlich, dass er nicht l�nger allein im Wald war.</p><p>Die Nachtelfen kamen von allen Seiten. Sie trugen �hnliche R�stungen wie jene, die ihn schon einmal gestellt hatten. Lanzen und Schwerter richteten sich drohend auf den Fremden.</p><p>Ein junger, ernst wirkender Offizier stieg von seinem Nachts�bel und trat auf ihn zu. �Ich bin Hauptmann Jarod Shadowsong. Du bist ein Gefangener der Garde von Suramar! Verhalte dich nur friedlich, dann werden wir dich gut behandeln.�</p><p>Krasus blieb gar keine andere Wahl, also streckte er seine H�nde aus und lie� sich fesseln. Tief im Kern war er jedoch nicht unzufrieden �ber seine Gefangennahme. Jetzt war er zumindest auf dem Weg in die Stadt.</p><p>Und wenn er erst einmal dort war, musste er nur noch fliehen �</p></section><section><title><p>21</p></title><p>Der Nachts�bel fauchte, als Rhonin aufzusteigen versuchte. Er hielt die Z�gel fest und hoffte, dass das Tier ihn auf seinem R�cken akzeptieren w�rde.</p><p>�Alles in Ordnung?�, fragte Illidan.</p><p>Malfurions Bruder war zu Rhonins inoffiziellem Aufpasser avanciert, eine Aufgabe, die Illidan nicht zu st�ren schien. Er beobachtete Rhonin ununterbrochen, als wolle er von jeder seiner Bewegungen lernen. Jedes Mal, wenn der Mensch etwas auch nur entfernt mit Magie Zusammenh�ngendes tat, schenkte ihm der Nachtelf seine ungeteilte Aufmerksamkeit.</p><p>Rhonin hatte schon bald erkannt, warum dem so war. Von allen Anwesenden verk�rperte er die wohl m�chtigste Quelle an Magie. Ungeachtet ihres arroganten Auftretens verstanden die Nachtelfen offenbar nur wenig von den Kr�ften, die sie einsetzten. Rhonin fiel es zwar schwerer, seine Zauber zu wirken, aber im Gegensatz zu den meisten anderen war er nicht v�llig hilflos. Nur der junge Illidan konnte sich ansatzweise mit Rhonins F�higkeiten messen.</p><p><emphasis>Ich kann ihm helfen</emphasis>, dachte der Zauberer. <emphasis>Wenn er bereit ist zu lernen, kann ich ihm helfen</emphasis>. Auch wenn das nichts an seiner Meinung �ber Malfurions Zwillingsbruder �nderte, sah Rhonin in Illidan einiges an Potenzial.</p><p>Er hoffte nur, dass ihnen davon etwas zur Verf�gung stehen w�rde, sobald sie der Brennenden Legion begegneten.</p><p>Sie ritten aus Suramar heraus und, so schnell die Panther dies vermochten, Zin-Azshari entgegen. Rhonin f�hlte sich nicht wohl dabei, da sich dadurch die Distanz zwischen ihm und Krasus vergr��erte. Der Zauberer war immer �berzeugter, dass es sein Schicksal sein w�rde, nie mehr in die eigene Zeit zur�ckzukehren. Er konnte nur hoffen, dass Vereesa und den Kindern ein Leben verg�nnt sein w�rde, das ihrer w�rdig war.</p><p>Falls sie eine Zukunft hatten.</p><p>Lord Ravencrest lie� seinen Trupp die ganze Nacht und den halben Tag hindurch reiten. Erst als die meisten Tiere nicht mehr weiter konnten, erlaubte er z�gerlich eine Rast.</p><p>Ihr Trupp hatte sich vergr��ert. Dank der angek�ndigten Vorhut waren etliche dazu gesto�en. Sie z�hlten jetzt mehr als tausend K�mpfer, und st�ndig kamen weitere hinzu. Lord Ravencrest wollte eine m�glichst gro�e Armee um sich scharen, bevor er dem Feind entgegentrat. Rhonin unterst�tzte diese Absicht, kannte er doch die furchtbare Macht der D�monen.</p><p>Der Zauberer hatte beschlossen zu helfen, also begab er sich schlie�lich an Lord Ravencrests Seite und bot ihm s�mtliches Wissen an, das er �ber die Brennende Legion besa�. Um seine Kenntnisse zu erkl�ren, behauptete er, die Legion habe einst seine �weit entfernte Heimat� angegriffen und alles zerst�rt � zumindest Letzteres entsprach dabei v�llig der Wahrheit. Rhonin berichtete auch von den Gr�ueln des schrecklichen Krieges und wie viel Not und Vernichtung es gegeben hatte, bis die D�monen endlich hatten abgewehrt werden k�nnen.</p><p>Es blieb unklar, was Lord Ravencrest davon glaubte, aber zumindest nahm er Rhonins Schilderung der D�monen ernst. Er befahl seinen Soldaten, ihre Taktik zu �ndern und den Schw�chen anzupassen, die er beim Gegner vermutete. Latosius und die Mondgarde erbleichten bei der Beschreibung der Feibestien, aber Ravencrest versicherte ihnen, dass ein Kontingent seiner besten Soldaten sie stets unterst�tzen w�rde. Er machte auch deutlich, dass diese zuerst auf die Tentakeln zielen w�rden, um die Gefahr f�r die Zauberer zu verringern.</p><p>Der Kommandant der Nachtelfen hegte wohl den Verdacht, dass Rhonin einiges ausgelassen hatte. Aber da er bereits wertvolle Tipps erhalten hatte, hakte er nicht weiter nach. Er nahm auch richtigerweise an, dass Rhonin das eigene Leben hoch genug sch�tzte, um eine Niederlage unter allen Umst�nden vermeiden zu wollen.</p><p>Obwohl die Armee immer gr��er wurde, geriet sie in ihrem Vormarsch nicht ins Stocken. Aus einer Nacht wurden zwei, dann drei.</p><p>Rhonin wob einen einfachen Zauber, der es ihm erlaubte, bei Dunkelheit klarer zu sehen, und passte sich den n�chtlichen Erfordernissen rasch an. Dabei verga� er jedoch nicht, dass es die D�monen nicht scherte, ob die Sonne oder der Mond schien und vermittelte dies auch dem Adligen. Die monstr�sen Krieger der Brennenden Legion w�rden k�mpfen, bis sie umfielen. Die Verteidiger mussten bereit sein, ihnen auch bei Tageslicht entgegen zu treten.</p><p>Als sich die Nachtelfen Zin-Azshari n�herten, bemerkten sie einen seltsamen gr�nen Schein, der das Land vor ihnen erhellte. Das Licht schien nicht vom wolkenverhangenen Himmel, sondern von der Stadt selbst auszugehen.</p><p>�Elune, steh uns bei!�, murmelte ein Soldat.</p><p>�Bleibt ruhig�, befahl Lord Ravencrest. Er erhob sich im Sattel und blickte nach vorn. �Etwas kommt auf uns zu � sehr schnell.�</p><p>Rhonin brauchte nicht zu fragen, worum es sich dabei handelte. �Das sind sie. Sie haben gewusst, dass wir kommen und wollen uns so schnell wie m�glich angreifen. Sie verschwenden niemals Zeit. Die Legion lebt einzig f�r den Kampf.�</p><p>Der Kommandant nickte. �Ich h�tte es vorgezogen, zuerst die Umgebung zu erkunden und mir meine eigene Meinung �ber den Gegner zu bilden. Aber wenn sie keine Zeit verlieren wollen, werden wir sie nicht entt�uschen. Gebt das Signal!�</p><p>H�rner wurden geblasen und die Linien der Nachtelfen nahmen Kampfformation ein. Die Armee bestand jetzt aus mehreren tausend gepanzerten Reitern und Infanteristen und bot einen grandiosen Anblick. Rhonin erinnerte sich an die m�chtige Armee der Allianz und wie beeindruckt er gewesen war, als er Zeuge wurde, wie sie sich auf den Kampf gegen die D�monen-Verb�ndeten vorbereiteten.</p><p>Er erinnerte sich auch daran, wie die Formationen zerschlagen wurden, als die Angreifer mit monstr�ser Wut attackierten.</p><p><emphasis>Das darf � das</emphasis> wird <emphasis>nicht noch einmal geschehen</emphasis>! Er blickte zu Illidan, der jetzt, da der Kampf unmittelbar bevorstand, weit weniger Selbstsicherheit verstr�mte als zuvor.</p><p>�Verlier dich nicht in der Furcht�, sagte der Zauberer, der sehr genau wusste, wohin dies f�hren konnte. �Du hast ein Talent, Illidan. Ich habe dir gezeigt, wie du besser auf die Macht zugreifen kannst. Die Quelle mag unzug�nglich geworden sein, aber ihre Essenz findest du �berall im Land, im Himmel, in allem. Wenn du wei�t, wie man sie sich erschlie�t, vermagst du alles zu tun, was du auch vor der Abschottung der Quelle zu tun imstande warst.�</p><p>�Ich folge deiner Weisheit, Shan�do�, erkl�rte der junge Nachtelf ernst.</p><p>Rhonin hatte das Wort schon einmal geh�rt, als Malfurion von seinem Lehrer, dem Halbgott Cenarius, sprach. Er fragte sich, wo der Herr des Waldes in diesem Augenblick war. Ein Elementarwesen wie ihn h�tte man in einer Zeit wie dieser gut gebrauchen k�nnen.</p><p>Dann marschierte ihnen die erste der schrecklichen Gestalten entgegen, und Rhonins Gedanken kreisten nur mehr ums nackte �berleben.</p><p>Ums �berleben und um � Vereesa.</p><p>Bis hierhin hatte die Brennende Legion alles zerst�rt und sehnte sich nach noch mehr Zerst�rung, noch mehr Gewalt. Die Feibestien heulten, und die D�monentruppen hinter ihnen br�llten vor freudiger Erwartung auf, als sie die Silhouetten vor sich entdeckten. Es galt, neue Opfer abzuschlachten und neues Blut zu vergie�en.</p><p>Mit einem schrecklichen Kampfschrei st�rmten sie los.</p><p>Lord Ravencrest nickte.</p><p>�Bogensch�tzen bereit!�, rief ein Offizier.</p><p>Mehr als tausend B�gen richteten sich gen Himmel.</p><p>Der Adlige hielt seine Hand nach oben und wartete. Die D�monenhorde r�ckte n�her � und n�her �</p><p>Ruckartig lie� er die Hand sinken.</p><p>Einem Hornissenschwarm gleich stob der Pfeilregen dem Feind entgegen. Obwohl die Brennende Legion wusste, dass sie dem Tod entgegen lief, wurde sie nicht langsamer. Ihre Gier trieb sie an.</p><p>Die Pfeile senkten sich.</p><p>Es handelte sich zwar um D�monen, aber um D�monen, die k�rperlich waren. Die erste Reihe wurde komplett aufgerieben. In einigen Kriegern steckten so viele Pfeile, dass sie nicht flach am Boden zu liegen vermochten. �berall brachen Feibestien zusammen. Einige W�chter der Verdammnis st�rzten vom Himmel.</p><p>Doch die Brennende Legion trampelte einfach �ber ihre Gefallenen hinweg, als existierten sie gar nicht. Feibestien ignorierten ihre toten Artgenossen, heulten und bellten und n�herten sich dabei unbeeindruckt weiter den gegnerischen Linien.</p><p>�Verdammt!�, fluchte Ravencrest. �Noch eine Salve. Schnell!�</p><p>Die Bogensch�tzen folgten dem Befehl routiniert und mit der ihnen eigenen Pr�zision. Der b�rtige Adlige musste sie kein weiteres Mal zum Schie�en auffordern.</p><p>Wieder regnete der Tod auf die Horde herab, doch dieses Mal mit weitaus geringerer Wirkung. Die Legion hatte ihre Schilde gehoben und eine effektivere Formation eingenommen.</p><p>�Das sind keine simplen Bestien�, murmelte ein Offizier neben Rhonin. �Sie lernen zu schnell.�</p><p>Lord Ravencrest ignorierte den Einwurf. �Alle Bogensch�tzen nach hinten. Nehmt eure Stellungen ein und haltet euch bereit, auf die Innenbereiche zu feuern. Lanzentr�ger! Bereit zum Angriff!�</p><p>�Milord!�, rief Rhonin. �Mit Eurer Erlaubnis?�</p><p>�Du hast meine Erlaubnis, Zauberer, ganz gleich, was du vorhast. Tu es einfach!�</p><p>Rhonin starrte auf einen Punkt unmittelbar vor der Angriffsfront der heranst�rmenden D�monen. Er konzentrierte sich, sammelte Kraft. Es war anstrengender als sonst, verhinderte aber nicht den Erfolg.</p><p>Seine Augen verengten sich.</p><p>Der Boden vor der Brennenden Legion explodierte. Dreck und Steine flogen den monstr�sen Kriegern wie Geschosse aus schweren Katapulten entgegen. Viele Feibestien wurden in die Luft geschleudert, andere unter tonnenschwerer Erde begraben. Ein Felsen landete auf einer Feibestie und brach ihr das R�ckgrat wie einen morschen Zweig. Der Sturm der Legion geriet ins Stocken. Etliche D�monen rannte sich gegenseitig �ber den Haufen.</p><p>Die Bogensch�tzen nutzten die Gelegenheit und schickten der eng beisammen stehenden Horde eine weitere Pfeilsalve entgegen. Zahlreiche Krieger fielen. Das Chaos nahm zu.</p><p>W�hrend Ravencrests Soldaten jubelten, blickte die Mondgarde eher neidisch zu Rhonin hin. Latosius br�llte seine Zauberer an und trieb sie zu effektiverem Handeln an.</p><p>Das Ergebnis des anschlie�enden Nachtelfen-Zaubers war jedoch weit weniger spektakul�rer als der von Rhonin. Die Ringe aus magischer Energie, die sich um die Brennende Legion legten, verpufften meist ohne gro�e Wirkung. Eine Handvoll D�monen ging zwar zu Boden, erholte sich aber auch rasch wieder.</p><p>�Sie sind nutzlos!�, schnappte Illidan.</p><p>�Sie geben ihr Bestes�, widersprach der Zauberer.</p><p>Der junge Nachtelf antwortete nicht, sondern zeigte murmelnd auf die Horde.</p><p>Tentakel aus schwarzer Energie legten sich um die Kehlen einiger Dutzend D�monen. Sie lie�en Waffen und Schilde fallen, versuchten sich von davon zu befreien � doch noch bevor ihnen das gelingen konnte, brannten sich die Tentakel durch Haut und Fleisch �</p><p>� und eliminierten ein jedes von Illidans Zielen.</p><p>Rhonin konnte seinen Ekel kaum verbergen. Illidan hatte auf eine Art und Weise angegriffen, die ihm nicht gefiel. Als Illidan ihn fragend ansah, nickte der Zauberer dennoch lobend. Er konnte den einzigen anderen Magier mit nennenswerten F�higkeiten nicht vor den Kopf sto�en. Wenn sie �berlebten, w�rde Rhonin Illidan humanere Methoden beibringen.</p><p>Und wenn sie nicht �berlebten �</p><p>Die Brennende Legion st�rmte erneut vor. Ihre F��e zermalmten die Leichen ihrer Gefallenen. Sie br�llten unabl�ssig, schwenkten Streitkolben und andere furchterregende Waffen.</p><p>�Wir m�ssen zum Nahkampf �bergehen�, entschied Ravencrest. �Ihr beide haltet euch hinten und tut weiter, was ihr k�nnt! Ihr seid die durchschlagkr�ftigste Waffe, die wir haben.�</p><p>Illidan neigte den Kopf vor dem Adligen. �Ich danke Euch, Milord.�</p><p>�Es ist die Wahrheit, mein Junge � nichts als die schreckliche Wahrheit.�</p><p>Der Kommandant der Nachtelfen wandte sich ab und ritt zu seinen Kriegern. Lord Ravencrest zog seine Waffe und reckte sie hoch �ber den Kopf.</p><p>Die Lanzentr�ger spannten ihre K�rper an. Hinter ihnen machten sich die Fu�soldaten bereit. Und noch weiter hinten legten Bogensch�tzen ihre Pfeile an.</p><p>Ravencrest brachte sein Schwert schwungvoll nach unten.</p><p>H�rnerschall erklang. Die Bogensch�tzen schossen.</p><p>Die Nachtelfen-Streitkr�fte st�rmten dem Feind entgegen. Ihre Nachts�bel fauchten.</p><p>Kurz bevor die Lanzentr�ger den Gegner erreichten, schlugen die ersten Pfeile ein. Die vorderen Reihen der D�monen, die sich von dem Angriff der Reiter hatten ablenken lassen, wurden schwer getroffen. F�r einen Moment herrschte helles Chaos, genau wie Lord Ravencrest es erhofft hatte.</p><p>Aufgrund der Geschwindigkeit der Nachts�bel wurden die Lanzen tief in den Gegner getrieben. Trotz ihrer Gr��e hoben die Waffen einige Feibestien in die Luft, durchbohrten nicht nur die R�stung, sondern auch alles darunter Liegende.</p><p>Der entschlossen gef�hrte Angriff stoppte den Vorsto� der Brennenden Legion f�r kurze Zeit. Nachts�bel bissen und schlugen nach den D�monen, die sich um sie herum dr�ngten. Fu�soldaten folgten, f�llten die L�cken aus und griffen alles an, was nicht ihr Wappen trug.</p><p>Die Lanzen waren jetzt nutzlos, also lie�en die Reiter sie fallen und zogen stattdessen ihre Schwerter. Hinter ihnen schossen Bogensch�tzen Salve um Salve auf die D�monen ab, die noch nicht ins Kampfget�mmel eingebunden waren.</p><p>Eine zweite Reihe Reiter, unter ihnen auch Lord Ravencrest selbst, hielt sich noch zur�ck. Der Adlige studierte die Schlacht und suchte nach Schwachstellen.</p><p>Rhonin und Illidan waren ebenfalls nicht unt�tig. Der Magier wob einen Zauber, der die Luft �ber einem Teil der Horde <emphasis>h�rtete</emphasis>, sodass der Himmel wortw�rtlich auf sie nieder krachte. Illidan wiederholte seinen Tentakelspruch und erw�rgte mehrere D�monen gleichzeitig.</p><p>Die Mondgarde tat, was sie konnte und brachte zumindest ein wenig Unterst�tzung auf die Beine. Trotz aller Anstrengung konnte sie ihre unterbrochene Verbindung zur Quelle jedoch nicht ausgleichen. Das zeigte sich auch auf ihren frustrierten Gesichtern.</p><p>Dann schrie pl�tzlich einer der Nachtelfen auf und strauchelte. Seine Haut fiel wie Wasser von ihm ab. Als er den Boden ber�hrte, war von ihm nur noch ein Skelett zu sehen, das in der Pf�tze seines einstigen Fleisches zum Liegen kam. Die anderen Zauberer sahen den Toten verwirrt an, bis Latosius� sie wieder an ihre Aufgabe erinnerte.</p><p>Rhonin suchte die Legion nach dem Ursprung des Zaubers ab. Seine Blicke fanden den Schuldigen schnell, eine d�ster aussehende Gestalt in den hinteren Reihen. Der Zauberer erinnerte an eine Feibestie, hatte jedoch einen langen Reptilienschwanz. Au�erdem trug er eine rotschwarze Robe �ber seiner R�stung, und die Augen, mit denen er das Schlachtfeld sondierte, verrieten hohe Intelligenz.</p><p>Rhonin war noch nie einem Eredar-Kriegszauberer begegnet, kannte sie aber aus Erz�hlungen. Sie waren nicht nur die Magier der Brennenden Legion, sondern auch ihre Offiziere und Strategen.</p><p>Doch der Kriegszauberer hatte einen Fehler begangen, denn offenbar nahm er an, die Mondgarde sei f�r die st�rksten Zauber verantwortlich. Das verschaffte Rhonin den Vorteil, den er brauchte.</p><p>Er wartete ab, bis der Kriegszauberer einen neuen Zauber wob und freisetzte. Blitzschnell nahm er den dunklen Spruch auf und schleuderte ihn gegen seinen Sch�pfer.</p><p>Dem D�mon quollen die Augen heraus, als seine Haut vom K�rper zu tropfen begann. Sein Mund �ffnete sich zu einem unmenschlichen Schrei � und sein Blick traf den des Zauberers.</p><p>Dann ging alles blitzschnell. Sein Mund �ffnete sich immer weiter, weil es nichts mehr gab, das die Kiefer gehalten h�tte. Einen kurzen Moment stand die fleischlose Gestalt noch aufrecht, dann brach sie zusammen und verschwand unter den �ber sie hinwegtrampelnden Feibestien.</p><p>Ohne einen Kommandanten brach in diesem Teil der Legion heillose Verwirrung aus. Die Nachtelfen dr�ngten vorw�rts. Die Reihen der D�monen zeigten erste L�cken �</p><p>�Wir besiegen sie!�, rief ein junger Offizier neben Ravencrest.</p><p>Doch die D�monenreihen schlossen sich ebenso schnell wieder, wie sie aufgerissen waren. Entschlossen dr�ngten sie vor. Von hinten kamen W�chter der Verdammnis, die sie mit Peitschen antrieben. Feibestien versuchten, die Verteidigungslinien zu durchbrechen und die Zauberer zu erreichen.</p><p>Nachtelfen schrien, als zwei Infernale die Reiter angriffen und sie, ebenso wie ihre Tiere, zur Seite warfen. Eine Schneise entstand, in die sich die D�monen mit Inbrunst warfen.</p><p>�Vorw�rts!�, rief Ravencrest seinen Leuten zu. �Lasst nicht zu, dass sie unsere Linien durchbrechen!�</p><p>Er und die anderen Reiter griffen die monstr�sen Krieger an. Ravencrest trennte die Tentakel einer Feibestie ab und stie� ihr seine Klinge in den Sch�del. Ein Nachts�bel fiel �ber einen der D�monensoldaten her und zerfetzte ihn mit seinen Klauen und Z�hnen.</p><p>Die L�cke wurde kleiner � und schloss sich. Die Nachtelfen kehrten in die Formation zur�ck.</p><p>Obwohl sie jetzt wieder eine gerade Frontlinie bildeten, wurden die Verteidiger zur�ck gedr�ngt. F�r jeden der entsetzlichen Krieger, den die Nachtelfen t�teten, schienen zwei neue die Reihen der Horde aufzuf�llen.</p><p>Rhonin fluchte, als er einen weiteren Zauber wirkte und der Brennenden Legion t�dliche Blitze entgegenschleuderte. Obwohl seine Macht immer noch gro� war, wusste er, dass er mit Unterst�tzung der Quelle weit mehr h�tte ausrichten k�nnen. Er und Illidan unterst�tzten die Nachtelfen zwar mit ihrer Magie, aber sie konnten nicht �berall sein. Illidan bem�hte sich, so viele D�monen wie m�glich umzubringen, aber er war bereits ersch�pft, und Rhonin ging es nur wenig besser.</p><p>Unter lautem Geschrei wurden die Nachtelfen zur�ck gedr�ngt. Feibestien schlugen K�pfe ein und zertr�mmerten R�stungen. Ihre H�llenhunde rissen Soldaten auseinander. W�chter der Verdammnis schwangen sich �ber dem Schlachtfeld in die L�fte und stie�en Waffen schwingend zwischen den Nachtelfen nieder. Infernale tauchten �berall auf und regneten auf die Nachtelfen nieder, so wie deren Pfeile es kurz zuvor in ihren Reihen getan hatten.</p><p>Ein weiterer Zauberer der Mondgarde br�llte auf, weil eine Feibestie durchgebrochen war. Vier Soldaten gelang es, die Tentakel zu durchtrennen und ihre Klingen in die Brust der Bestie zu sto�en.</p><p>Eine weitere Salve verlie� die B�gen der Sch�tzen. Die Pfeile machten jedoch pl�tzlich kehrt und flogen zur�ck zu ihren Absendern. Viele waren klug genug, wegzulaufen, doch einige blickten den heranrasenden Pfeilen wie erstarrt entgegen. Sie starben, als die eigenen Geschosse ihre Kehlen und Oberk�rper durchschlugen.</p><p>Rhonin suchte nach dem verantwortlichen Eredar-Kriegszauberer, konnte ihn jedoch nicht entdecken. Er verfluchte erneut, dass er sich nicht an mehreren Orten gleichzeitig aufhalten konnte und dass die Taten, zu denen er f�hig war, offenbar nicht ausreichten.</p><p><emphasis>Wir verlieren!</emphasis> Trotz aller bewiesenen Entschlossenheit ben�tigten die Soldaten die Unterst�tzung der Mondgarde, um den Kampf gegen die D�monen zu gewinnen. Die Mondgarde ihrerseits brauchte die Verbindung zur Quelle.</p><p>In Black Rook Hold hatte Malfurion behauptet, er k�nne den Abschirmungszauber der Hochgeborenen m�glicherweise zerst�ren. Aber das war bereits Tage her. Rhonin musste davon ausgehen, dass die Bem�hungen des jungen Nachtelfs gescheitert waren � dass Malfurion bei dem Versuch vielleicht sogar ums Leben gekommen war.</p><p>�Sie brechen durch! Gleich �berrennen sie uns!�, rief jemand.</p><p>Rhonin dachte nicht mehr an Malfurion. Jetzt gab es nur noch die Schlacht � die Schlacht und Vereesa. In Gedanken verabschiedete er sich zum vielleicht letzten Mal von ihr, dann konzentrierte er sich wieder auf die endlose Flut der D�monen. Dabei wusste er, dass auch seine besten Zauber keine Wunder wirken konnten.</p><empty-line/><p>�Schamanin, gibt es Neuigkeiten?�</p><p>Tyrande sch�ttelte den Kopf. �Nein. Der K�rper atmet zwar, aber es ist kein Geist in ihm.�</p><p>Der Orc runzelte die Stirn. �Wird er sterben?�</p><p>�Ich wei� es nicht.�</p><p>W�re es besser gewesen, sie h�tte es gewusst? Sie hatte keine Ahnung. Seit drei N�chten wachte sie �ber Malfurions K�rper, zuerst in der Kammer des Mondes, dann in einem unbewohnten Raum innerhalb des Tempels. Die Hohepriesterinnen gaben sich sehr verst�ndnisvoll, lie�en aber wenig Zweifel daran, wie klein die Chance war, noch etwas f�r ihren Freund bewirken zu k�nnen.</p><p>�Vielleicht schl�ft er f�r immer�, hatte eine gesagt. �Oder der K�rper stirbt an Durst und Nahrungsmangel.�</p><p>Tyrande hatte versucht Malfurion zu f�ttern, aber der K�rper war wie komplett gel�hmt und reagierte nicht. Sie wagte es nicht, Wasser in seine Kehle zu tr�ufeln, aus Sorge, er k�nne daran ersticken.</p><p>Vergangene Nacht hatte Brox vorsichtig den Vorschlag unterbreitet, Malfurions Leiden zu beenden, falls sich herausstellte, dass keine Hoffnung mehr f�r ihn bestand. Er hatte sogar angeboten, die entsprechenden Schritte selbst zu �bernehmen. F�r die Novizin klang das schrecklich, aber sie begriff, dass der Orc nur anbot, was er jedem guten Kameraden zu schulden glaubte. Er sch�tzte Malfurion.</p><p>Sie wussten nicht, was mit seinem Geistk�rper geschehen war. Es war m�glich, dass seine Seele um den K�rper herum kreiste, aber keinen Weg mehr hinein fand. Tyrande zweifelte jedoch daran, vermutete eher, dass ihm etwas zugesto�en war, als er versucht hatte, den Abschirmungszauber zu beseitigen. Vielleicht war sein Geist bei dabei ausgel�scht worden.</p><p>Der Gedanke, Malfurion f�r immer zu verlieren, setzte Tyrande mehr zu, als sie jemals erwartet h�tte. Selbst Illidans gefahrvolle Mission ber�hrte sie nicht ann�hernd so stark. Sie machte sich zwar Sorgen um ihn, aber nicht so sehr wie um seinen Bruder, dessen K�rper hier vor ihr lag.</p><p>Die Priesterin legte eine Hand auf seine Wange und dachte zum wiederholten Mal: <emphasis>Malfurion, komm endlich zur�ck zu mir</emphasis>.</p><p>Doch es passierte nichts.</p><p>Dicke, gr�ne Finger ber�hrten sanft ihren Arm. Tyrande blickte in die besorgten Augen des Orcs. In diesem Moment wirkte er nicht h�sslich auf sie, war nur eine weitere trauernde Gestalt, wie sie selbst.</p><p>�Schamanin, du hast nicht geschlafen, du hast den Raum nicht verlassen. Das ist nicht gut. Geh hinaus. Atme die Nachtluft.�</p><p>�Ich kann ihn nicht ��</p><p>Er lie� ihren Protest nicht zu. �Was willst du, was <emphasis>kannst</emphasis> du tun? Nichts. Er liegt hier. Nichts wird ihm geschehen. Er w�rde w�nschen, das du dich erfrischst.�</p><p>Die anderen sahen in dem Orc eine barbarische Kreatur, aber Tyrande wurde immer klarer, dass der brutal aussehende Krieger einfach nur ein Wesen war, das in einer <emphasis>anderen</emphasis> Kultur aufgewachsen war. Er hatte ein Gef�hl f�r die Bed�rfnisse eines Lebewesens und ebenso f�r die Gefahren, wenn man diese Bed�rfnisse unterdr�ckte oder ignorierte.</p><p>Sie konnte Malfurion nicht helfen, wenn sie selbst geschw�cht war oder krank wurde. So schwierig zu akzeptieren es f�r Tyrande auch sein mochte, sie musste sich auch etwas Zeit f�r sich selbst nehmen.</p><p>�Also gut � aber nur ein paar Minuten.�</p><p>Brox half ihr beim Aufstehen. Die junge Priesterin bemerkte, dass ihre Beine steif waren und ihren K�rper kaum trugen. Ihr Begleiter hatte Recht, sie musste sich dringend erfrischen, wenn sie weiterhin f�r Malfurion da sein wollte.</p><p>Gemeinsam mit dem Orc begab sich Tyrande zum Eingang des Tempels, wo es immer noch von ver�ngstigten und verwirrten B�rgern wimmelte. Sie alle suchten Trost bei den Dienerinnen von Mutter Mond.</p><p>Sie f�rchtete, sich m�hevoll einen Weg durch die Menge bahnen zu m�ssen, aber die Nachtelfen wichen vor ihnen zur�ck, um einen Bogen um Brox zu schlagen. Ihre Ablehnung schien ihn selbst kaum zu interessieren, besch�mte aber Tyrande. Elune hatte stets Respekt vor <emphasis>allen</emphasis> Gesch�pfen gepredigt, dennoch tolerierten nur wenige Nachtelfen andere V�lker.</p><p>Wenig sp�ter traten sie Seite an Seite auf den Platz. Eine k�hle Brise streichelte Tyrande und erinnerte sie an ihre Kindheit. Sie hatte den Wind immer geliebt. Fr�her hatte sie sogar die Arme ausgebreitet und versucht, ihn zu umarmen. Doch heute h�tte sich das wohl nicht mehr geziemt �</p><p>Minutenlang standen Tyrande und Brox einfach nur da. Dann bekam die Priesterin Schuldgef�hle, denn die Gedanken an Malfurion wurden wieder alles beherrschend. Schlie�lich bat sie den Orc, sie zur�ck ins Tempelinnere zu begleiten. Brox nickte verst�ndnisvoll und folgte ihr.</p><p>Sie hatten die Stufen des Tempels noch nicht erreicht, als einer der Suramar-W�chter nach ihr rief. Tyrande z�gerte, da sie sich nicht sicher war, ob der Soldat �rger wegen Brox machen wollte.</p><p>Doch der Offizier f�hrte offenbar anderes im Schild. �Vergebt mir, Schwester. Ich bin Hauptmann Jarod Shadowsong.�</p><p>Sie kannte sein Gesicht, nicht aber seinen Namen. Er war nur wenig �lter als sie und f�r einen Nachtelfen fast schon etwas rundlich. Seine Augenschlitze waren ausgepr�gter als allgemein verbreitet, was ihm eine nat�rliche Strenge verlieh, selbst wenn er, wie in diesem Moment, eigentlich freundlich sein wollte.</p><p>�Ihr w�nscht etwas von mir, Hauptmann?�</p><p>�Ein wenig von Eurer Zeit, wenn ich so dreist sein darf. Ich habe hier einen Gefangenen, der dringend Hilfe ben�tigt.�</p><p>Im ersten Moment wollte Tyrande ablehnen, da es sie dr�ngte, zu Malfurion zur�ckzukehren. Doch dann besann sie sich ihrer Pflichten. Sie konnte sich doch nicht von einem Bed�rftigen abwenden, der ihrer Hilfe bedurfte. �Also gut.�</p><p>Der Orc schloss sich ihnen ebenfalls an, was Hauptmann Shadowsong zur entsetzten Frage veranlasste: �Kommt <emphasis>das</emphasis> etwa auch mit?�</p><p>�M�chtet Ihr lieber, dass er in diesen unsicheren Zeiten unbeaufsichtigt auf dem Platz zur�ckbleibt?�</p><p>Der Offizier sch�ttelte z�gernd den Kopf, womit die Angelegenheit erledigt war. Er drehte sich um und schritt vor den beiden her.</p><p>In Suramar gab es nur eine kleine Einrichtung f�r Gefangene. Solche, die wichtig waren, landeten ohnehin in Black Rook Hold.</p><p>Das Geb�ude, zu dem Hauptmann Shadowsong sie f�hrte, hatte man aus dem Stamm eines abgestorbenen Baumes errichtet. Die Wurzeln bildeten das Fundament des Geb�udes. Den Rest hatten die Arbeiter Stein auf Stein hinzugef�gt. Au�er Lord Ravencrests Festung gab es kein solideres Geb�ude, und die Stadtwache von Suramar war darauf sichtlich stolz.</p><p>Tyrande betrachtete das farblose Geb�ude mit Vorbehalt. Das monotone �u�ere lie� darauf schlie�en, dass sich in seinem Inneren nur die �belsten Schurken aufhielten, und so bereitete sie sich auf das Schlimmste vor, ohne sich etwas von ihren Gedanken anmerken zu lassen, als der Hauptmann sie bat, einzutreten.</p><p>In der �u�eren Kammer stand nur ein einfacher h�lzerner Tisch, an dem vermutlich der diensthabende Offizier arbeitete. Da die meisten Soldaten Suramar verlassen hatten, hielten sich Hauptmann Shadowsongs Kameraden wahrscheinlich gerade drau�en auf und versuchten, f�r Ruhe zu sorgen.</p><p>�Wir fanden ihn am gleichen Abend, an dem Lord Ravencrests Armee loszog. Die meisten Entdeckungszauber funktionieren nicht mehr, Schwester, aber manche enthalten eigene Magie. Einer dieser Zauber hat uns zu dem Eindringling gef�hrt. Wegen der j�ngsten Ereignisse �� Hauptmann Shadowsong warf dem Orc einen schnellen Blick zu. Er schien �ber Brox� Bescheid zu wissen, sonst h�tte er ihn sicher sofort verhaftet. �� wollten wir kein Risiko eingehen und haben sofort nachgesehen.�</p><p>�Und was hat das mit mir zu tun?�</p><p>�Der Gefangene, den wir entdeckten, war ziemlich ersch�pft. Als uns klar wurde, dass er das nicht nur vort�uscht, brachten wir ihn hierher. Es geht ihm immer noch nicht besser. Aufgrund seiner <emphasis>seltsamen</emphasis> Erscheinung m�chte ich, dass er �berlebt, bis � nun, <emphasis>falls</emphasis> Lord Ravencrest zur�ckkehrt. Deshalb habe ich Euch aufgesucht.�</p><p>�Dann zeigt mir bitte, wo er ist.�</p><p>Es gab nur ein Dutzend Zellen im angrenzenden Raum. Der Offizier erw�hnte jedoch, dass es tiefer unten noch eine ganze Anzahl weiterer g�be. Sie nickte h�flich und war ansonsten nur neugierig, was f�r ein Wesen sie wohl erwartete. Nach Brox h�tte sie sich �ber einen weiteren Orc nicht gewundert, aber dazu passte Hauptmann Shadowsongs Reaktion nicht.</p><p>�Hier ist er.�</p><p>Die Priesterin hatte einen imposanten Krieger erwartet, aber die Gestalt in der Zelle war nicht gr��er als ein gew�hnlicher Nachtelf. Und sehr d�nn. Unter der Kapuze der einfachen Robe sah sie ein hageres Gesicht, das fast zu einem Angeh�rigen ihres eigenen Volkes h�tte geh�ren k�nnen. Es war allerdings �beraus blass, fast schon geisterhaft, mit m�den Augen. Die Ohren waren schmaler als bei einem Nachtelf.</p><p>�Er sieht beinahe aus wie einer von uns�, bemerkte sie.</p><p>�Wohl eher wie der <emphasis>Geist</emphasis> eines der Unsrigen�, korrigierte sie der Hauptmann.</p><p>Brox trat vor und wirkte beinahe wie hypnotisiert von der fremden Gestalt. �Elf?�</p><p>�Vielleicht ��, antwortete der Gefangene mit einer dunklen und befehlsgewohnten Stimme, die nicht zu seinem Aussehen passte. Er zeigte deutliches Interesse an dem Orc. �Und was macht ein Orc hier?�</p><p>Er wusste demzufolge, um wen es sich bei ihrem Begleiter handelte. Tyrande fand das mehr als interessant, zumal es in letzter Zeit so viele seltsame Besucher gegeben hatte.</p><p>Dann begann der Gefangene zu husten, und sie erinnerte sich an ihre Pflicht. Sie bestand darauf, dass Hauptmann Shadowsong die T�r f�r sie aufschloss.</p><p>Als sie sich der Matte n�herte, auf der er lag, blickte die junge Priesterin erneut in sein Gesicht. Sie fand mehr darin, als sie auf den ersten Blick vermutet h�tte. Eine Weisheit und Lebenserfahrung, die sie im Innersten aufw�hlte. Irgendwie begriff Tyrande, dass sie einem sehr, sehr alten Wesen gegen�ber stand, dessen Zustand nichts mit der langen Dauer seines Lebens zu tun hatte.</p><p>�Du bist talentiert�, fl�sterte er. �Das hatte ich gehofft.�</p><p>�Was � fehlt dir?�</p><p>Er schenkte ihr ein v�terliches L�cheln. �Nichts, was du heilen k�nntest. Ich habe den Hauptmann �berredet, nach dir zu suchen, weil die Zeit knapp wird.�</p><p>�Ihr habt mich zu nichts �berredet!�, protestierte Jarod Shadowsong. �Es war meine freie Entscheidung.�</p><p>�Wenn du das sagst �� Aber die Augen des Gefangenen verrieten Tyrande, dass er anderer Meinung war. Dann sah er Brox an. �Mit dir h�tte ich hier nicht gerechnet, und das bereitet mir Sorge. Du solltest hier nicht sein.�</p><p>Der Orc grunzte. �Das hat der andere auch gesagt.�</p><p>�Der andere? Welcher andere?�</p><p>�Der, dessen Haare aus Feuer sind, der, der sagte �� Brox unterbrach sich und murmelte nach einem misstrauischen Blick auf den Hauptmann: �Der, der dies hier f�r die Vergangenheit hielt.�</p><p>Zu Tyrandes �berraschung setzte sich der Gefangene auf. Hauptmann Shadowsong machte einen Schritt nach vorn, aber die Priesterin winkte ihn zur�ck.</p><p>�Du hast Rhonin gesehen?�</p><p>�Ihr kennst ihn?�, fragte Tyrande.</p><p>�Wir sind zusammen hierher gekommen � ich dachte, er s��e in der Falle � aber anderswo.�</p><p>�Auf der Lichtung des Cenarius�, f�gte sie hinzu.</p><p>Er lachte. �Dank sei dem Schicksal, dem Zufall oder Nozdormu � wer auch immer die Ereignisse in Fluss gebracht hat. Ja, genau dort � aber woher kennst du ihn?�</p><p>�Ich bin dort gewesen � mit meinen Freunden.�</p><p>�Warst du das?� Das hagere Gesicht kam n�her. �Mit Freunden?�</p><p>Tyrande war nicht sicher, was sie von ihm halten sollte. Er wusste viele Dinge, von denen gew�hnliche Nachtelfen keine Ahnung hatten. Davon war sie �berzeugt. �Bevor wir weitermachen, m�chte ich deinen Namen wissen.�</p><p>�Vergib meine schlechten Manieren! Du kannst mich � Krasus nennen.�</p><p>Jetzt reagierte Brox. �Krasus? Rhonin hat von Euch erz�hlt!� Der Orc fiel auf ein Knie nieder. ��ltester, ich bin Broxigar � dies ist die Schamanin Tyrande.�</p><p>Krasus f�rchte die Stirn. �Offenbar hat Rhonin etwas viel geplaudert � und sich noch mehr eingemischt.�</p><p>Die Novizin stand auf und wandte sich an den Hauptmann. �Ich m�chte ihn mit zum Tempel nehmen. Dort kann man sich besser um ihn k�mmern.�</p><p>�Das geht nicht! Wenn er entkommen sollte ��</p><p>�Ich gebe Euch mein Wort, dass das nicht geschehen wird. Au�erdem habt Ihr selbst gesagt, wie wichtig seine Unversehrtheit ist. Schlie�lich m�sst Ihr ihn Lord Ravencrest vorf�hren ��</p><p>Der Offizier der Wache z�gerte. Tyrande l�chelte ihn an.</p><p>�Nun gut � aber ich muss Euch dorthin begleiten.�</p><p>�Nat�rlich.�</p><p>Sie drehte sich um und half Krasus, sich zu erheben. Brox unterst�tzte ihn von der anderen Seite. Aus den Augenwinkeln bemerkte Tyrande, dass der Gefangene versuchte, ein zufriedenes L�cheln zu verbergen.</p><p>�Freut Euch etwas?�</p><p>�Ja, zum ersten Mal seit meiner ungewollten Ankunft. Es gibt tats�chlich noch Hoffnung.�</p><p>Er erkl�rte nicht, was er meinte, und sie hakte nicht nach. Mit ihrer Hilfe verlie� er das Hauptquartier der Stadtwache. Tyrande war sicher, dass er zumindest in einer Hinsicht nichts vort�uschte: Er war tats�chlich sehr schwach, auch wenn sie die nat�rliche Autorit�t sp�rte, die er ausstrahlte.</p><p>Jarod Shadowsong blieb hinter ihnen, als sie zum Tempel zur�ckkehrten. Erneut reichte das Auftauchen des Orcs aus, um sich den Weg zu bahnen.</p><p>Tyrande bef�rchtete, dass die Wachen und die Hohepriesterinnen Probleme bereiten w�rden, aber auch sie schienen Krasus� Autorit�t zu sp�ren. Die Hohepriesterinnen verneigten sich sogar vor ihm, obwohl sie vielleicht selbst nicht den Grund daf�r kannten.</p><p>�Elune hat gut gew�hlt�, bemerkte Krasus, als sie sich dem Wohnbereich n�herten. �Das wusste ich sofort, als ich dich sah.�</p><p>Ihr Gesicht verdunkelte sich bei seiner Bemerkung, aber nicht, weil sie sich zu Krasus hingezogen f�hlte. Tyrande hatte den Eindruck, dass sie ein Kompliment von jemandem erhalten hatte, der mindestens so wichtig wie die Hohepriesterin war.</p><p>Sie wollte ihn in einen separaten Raum bringen, betrat jedoch aus Unbedacht den, in dem Malfurion lag. Im letzten Moment wollte Tyrande zur�ckweichen.</p><p>�Gibt es ein Problem?�, fragte Krasus.</p><p>�Nein � dieser Raum wird nur f�r einen kranken Freund benutzt ��</p><p>Sie wollte weiter sprechen, aber der Gefangene l�ste sich aus ihrem Griff und blickte auf Malfurions reglosen K�rper.</p><p>�Schicksal, Zufall oder Nozdormu, genau so ist es!�, keuchte er. �Was fehlt ihm? Rasch!�</p><p>�Ich �� Wie sollte sie es erkl�ren?</p><p>�Er durchwanderte den Smaragdtraum�, antwortete Brox. �Er ist daraus nicht zur�ckgekehrt, �ltester.�</p><p>�Nicht zur�ckgekehrt � wonach hat er gesucht?�</p><p>Der Orc erz�hlte es ihm. Tyrande h�tte nicht geglaubt, dass Krasus� Gesicht noch blasser werden k�nne, doch genau das geschah. �Ausgerechnet dieser Ort � aber das ergibt leider Sinn. Wenn ich es nur gewusst h�tte, bevor ich von dort aufbrach!�</p><p>�Ihr wart in Zin-Azshari?�, stie� Tyrande hervor.</p><p>�Ich war in den Ruinen der Stadt, aber ich bin hierher gekommen, um nach deinem Freund zu suchen.� Er betrachtete den starren K�rper. �Doch wenn er hier bereits seit acht N�chten liegt, k�nnte es bereits zu sp�t sein � f�r uns <emphasis>alle</emphasis>.�</p></section><section><title><p>22</p></title><p>Ein Nachtelf schrie. Brustpanzer und Brustkorb wurden von einer D�monenklinge gespalten. Ein anderer, der neben ihm stand, erhielt nicht einmal mehr Gelegenheit zu einem letzten Schrei, denn der Streitkolben einer Feiwache zertr�mmerte ihm den Sch�del.</p><p>�berall starben die Verteidiger, und Rhonin hatte bisher nichts unternehmen k�nnen, was an dieser schrecklichen Tatsache etwas ge�ndert h�tte. Trotz Lord Ravencrests mutigem Einsatz in den vorderen Reihen wurden die Nachtelfen regelrecht abgeschlachtet. Die Brennende Legion g�nnte ihnen keine Verschnaufpause, sondern griff unabl�ssig an.</p><p>Obwohl der Zauberer wusste, dass er und die anderen sterben w�rden, k�mpfte er weiter.</p><p>Was sollte er sonst auch tun?</p><empty-line/><p>Die Nachricht vom Eintreffen der Verteidigungsstreitmacht hatte Lord Xavius nicht gelinde �berrascht. Am Ausgang der Schlacht hegte er dennoch nicht den geringsten Zweifel. Er beobachtete, wie ein Himmelskrieger des Erhabenen nach dem anderen aus dem Portal trat und war �berzeugt, dass keine Armee ihnen lange Widerstand w�rde leisten k�nnen. Bald schon w�rden die Unvollkommenen aus der Welt getilgt sein.</p><p>Mannoroth f�hrte die Legion gegen die Narren an, w�hrend Hakkar auf der Jagd war. Der Rest lag in Lord Xavius� f�higen H�nden. Er warf rasch einen Blick in eine Nische in der N�he des Eingangs. Dort hatte er seine neueste Troph�e abgestellt. Sobald die Verteidiger besiegt waren, w�rde er sich mit seinem �Gast� besch�ftigen. Im Moment allerdings hatte er noch dringlichere Dinge zu erledigen.</p><p>Er richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf das Portal, wo eine weitere Gruppe von Feibestien auftauchte. Sie erhielt ihre Anweisungen von dem riesigen W�chter der Verdammnis, den Mannoroth zur�ckgelassen hatte. Dann marschierten die Ank�mmlinge ihren blutr�nstigen Kameraden entgegen. Immer wieder hatte sich diese Szene in den letzten Minuten wiederholt, und mit jedem Mal wurde die Zahl der Krieger gr��er. Jetzt f�llten sie schon fast den kompletten Raum.</p><p>Als der letzte Trupp Feibestien vorbeizog, vernahm Lord Xavius Sargeras� ruhmreiche Stimme in seinem Kopf. <emphasis>Das Tempo zieht an � ich bin zufrieden</emphasis>.</p><p>Der Nachtelf kniete nieder. �Das ehrt mich.�</p><p>Es gibt bereits Widerstand.</p><p>�Das sind nur einige Unvollkommene, die das Unvermeidliche aufschieben wollen.�</p><p>Das Portal muss gesch�tzt werden � es muss offen bleiben und noch weiter verst�rkt werden. Bald � sehr bald � werde ich hindurch treten �</p><p>Das Herz des Beraters �berschlug einen Takt. Der lange erwartete Moment r�ckte n�her!</p><p>Er erhob sich und sagte: �Ich werde daf�r sorgen, dass Euch der Weg bereitet wird! Das schw�re ich!�</p><p>Er sp�rte eine Welle der Zufriedenheit, dann verlie� Sargeras seine Gedanken.</p><p>Lord Xavius wandte sich sofort dem Diagramm zu, das den Schildzauber erm�glichte. Er hatte es bereits untersucht, nachdem der Eindringling versucht hatte es zu zerst�ren, aber man konnte nie gr�ndlich genug sein.</p><p>Ja, alles war in bester Ordnung. Xavius dachte an seinen �Gast� und die Dinge, die er tun w�rde, wenn Sargeras endlich aus dem Portal trat. Die K�nigin w�rde sicherlich zugegen sein, au�erdem musste eine Ehrengarde organisiert werden. Darum w�rde sich Hauptmann Varo�then k�mmern. Der Berater wollte der Erste sein, der den Himmelsherrscher begr��te. Als Geschenk, so beschloss Xavius, w�rde er Sargeras den Kristall mitsamt seinem Inhalt �berreichen. Schlie�lich geh�rte er zu den dreien, die Mannoroth f�r wichtig genug hielt, um den Herrn der Hunde ein zweites Mal auf ihre Spur zu setzen. Wie dumm w�rde Hakkar aus der W�sche schauen, wenn er zur�ckkehrte und feststellen musste, dass der Berater bereits einen von ihnen dingfest gemacht hatte.</p><p>Lord Xavius konnte es kaum erwarten, den Gefangenen Sargeras zu pr�sentieren. Er war neugierig, was genau der Gott mit dem jungen Narren anstellen w�rde �</p><empty-line/><p>Sein Alptraum endete nicht.</p><p>Malfurion schwebte in dem Kristall und starrte auf den kleinen Ausschnitt des Raums, den er einsehen konnte. Man hatte ihn auf einem Regal in einer kleinen Nische abgestellt. Dadurch konnte er den Bereich neben der T�r erkennen und den nicht abrei�enden Strom von d�monischen Kriegern beobachten, die vorbeizogen und in deren Gesichtern nichts als der Tod geschrieben stand. Das zog ihm das Herz noch enger zusammen, wusste er doch, dass sie jeden Nachtelf erschlagen w�rden, den sie fanden � und das nur, weil es Malfurion nicht gelungen war, den Schild zu zerst�ren.</p><p>Obwohl seine Umgebung ihm nicht verriet, wie viel Zeit verstrich, glaubte Malfurion, dass seit seiner Gefangennahme mindestens zwei N�chte vergangen waren. In seinem Geistk�rper schlief er nicht, was die Zeit noch l�nger erscheinen lie�.</p><p>Wie t�richt er gewesen war! Malfurion kannte die Geschichten �ber Lord Xavius� Augen, in denen es hie�, sie k�nnten die Schatten der Schatten erkennen, aber er hatte nie daran geglaubt. Es war ihm nicht in den Sinn gekommen, dass die Augen, die es dem Berater erlaubten, die nat�rlichen Kr�fte der Zauberei zu erkennen, auch dazu benutzt werden k�nnten, um einen Geist in einem Raum aufzusp�ren.</p><p>Wie Lord Xavius gelacht hatte!</p><p>Malfurion hatte anfangs versucht, seinem Kristallgef�ngnis zu entkommen, aber es widerstand allen Bem�hungen. Er hatte <emphasis>versagt</emphasis>. Er hatte sich selbst, seine Freunde, sein Volk � ja, seine <emphasis>Welt</emphasis> im Stich gelassen.</p><p>Jetzt bot vermutlich nur noch Lord Ravencrests Armee den D�monen die Stirn.</p><p>Er musste etwas unternehmen.</p><p>Malfurion wappnete sich und versuchte noch einmal das umzusetzen, was ihm Cenarius beigebracht hatte. Der Kristall war ein Teil der Natur und somit f�r seine Zauber empf�nglich. Er lie� seine H�nde �ber die Kanten gleiten und suchte nach einer Schwachstelle. Dazu benutzte er etwas �hnliches wie einen Druidenzauber.</p><p>Doch er konnte nichts finden.</p><p>Malfurion schrie frustriert auf. Tausende w�rden seines Versagens wegen sterben. Illidan w�rde sterben. Brox w�rde sterben. Tyrande � <emphasis>Tyrande</emphasis> w�rde sterben.</p><p>Er sah ihr Gesicht klarer in seinem Geist als jedes andere. Malfurion stellte sich vor, wie gro� ihre Sorge um ihn war. Er wusste, dass sie wahrscheinlich neben seinem K�rper sa� und darum bem�ht war, ihn zur�ckzuholen. Der gefangene Nachtelf konnte beinahe ihre Stimme h�ren.</p><p>Malfurion �</p><p>Der Nachtelf erzitterte. Offenbar begann er bereits, den Verstand zu verlieren. Es �berraschte Malfurion, dass dies bereits so fr�hzeitig geschah, andererseits war seine Situation mehr als prek�r und forderte gewiss das Hin�bergleiten in den Wahnsinn �</p><p>Malfurion � kannst du mich h�ren?</p><p>Erneut glaubte er, Tyrandes Stimme in seinen Gedanken zu h�ren. Er blickte aus seinem Gef�ngnis, um herauszufinden, ob Lord Xavius vielleicht versuchte, ihn geistig zu foltern. Aber der Berater war nirgends zu sehen.</p><p>Nach langem Z�gern erwiderte er in seinen Gedanken schlie�lich: <emphasis>Tyrande</emphasis>?</p><p>Malfurion! Ich hatte die Hoffnung fast aufgegeben �</p><p>Er konnte es kaum glauben. Sie war zwar eine Priesterin der Elune, aber etwas Derartiges h�tte auch ihre F�higkeiten �bersteigen m�ssen. <emphasis>Tyrande � wie hast du mich gefunden</emphasis>?</p><p>Mit Hilfe eines anderen � er sagt, er habe nach dir gesucht.</p><p>Die Einzigen, die Malfurion dazu einfielen, waren Rhonin und Brox. Tyrande kannte den Orc jedoch. Und Brox mochte ein tapferer Krieger sein, mit Magie hatte er nichts zu schaffen. Konnte also Rhonin dahinterstecken? Auch das ergab keinen Sinn, war der Zauberer doch angeblich mit Lord Ravencrest fort geritten.</p><p><emphasis>Wer</emphasis>?, fragte er schlie�lich. <emphasis>Wer</emphasis>?</p><p>Mein Name ist Krasus.</p><p>Der pl�tzliche Wechsel verst�rte Malfurion. Die Stimme klang wie keine, die er je vernommen hatte. Allerdings erinnerte sie ihn ein wenig an Cenarius. Dieser Krasus war auf keinen Fall ein Nachtelf, sondern viel, sehr viel mehr.</p><p><emphasis>Sp�rst du uns noch</emphasis>?, fragte die neue Stimme.</p><p>Das tue ich � Krasus.</p><p>Ich habe Tyrande gezeigt, wie sie die Verbindung zwischen euch nutzen kann, um deinen Geistk�rper zu erreichen. Das ist nicht einfach, aber wir hoffen, dass wir es lange genug durchhalten, um dich zu befreien.</p><p>Befreien? Malfurion warf einen Blick aufs ein Gef�ngnis. Er bezweifelte, dass das m�glich war.</p><p><emphasis>Ja, das ist eine listige Falle</emphasis>, fuhr Krasus �berraschend fort. Anscheinend konnten sie mittels die Verbindung sehen, wo ihn Lord Xavius gefangen hielt. <emphasis>Aber damit habe ich Erfahrung</emphasis>.</p><p>Malfurion begann, neue Hoffnung zu sch�pfen. <emphasis>Was m�ssen wir tun</emphasis>?</p><p><emphasis>Da wir deinen K�rper bewegt haben � Ihr habt was getan</emphasis>? Sie hatten seinen K�rper bewegt? Das Risiko war �</p><p><emphasis>Mir sind die Risiken bekannt</emphasis>. Malfurion protestierte nicht weiter, und Krasus fuhr fort: <emphasis>Wir mussten ihn � n�her zu einem aus unserer Gruppe bringen. Jetzt h�r mir zu, denn es ist n�tig, schnell zu handeln</emphasis>.</p><p>Der Nachtelf wartete angespannt. Er w�rde alles tun, was sie sagten, wenn es ihn nur befreite.</p><p>Ich muss den Kristall sehen, jeden Aspekt seines Wesens. Du bist ein Druide. Du kannst es mir zeigen.</p><p>Malfurion best�tigte, dass er verstanden hatte und studierte das Innere seiner magischen Zelle. Er nahm jede Ecke, jede Facette in Augenschein und zeigte so die St�rken des Kristalls � und seine m�glichen Schw�chen � auf. Nichts von dem, was er sah, erschien ihm selbst vielversprechend, aber er hoffte, dass Krasus besser wusste, wonach Ausschau zu halten war.</p><p><emphasis>Da!</emphasis> Die k�rperlose Stimme lie� ihn vor einer Ecke innehalten. Malfurion hatte sie bereits fr�her genauer untersucht, weil ihm ein winziger Riss aufgefallen war � aber letztlich hatte er nichts damit ausrichten k�nnen.</p><p>Dies ist der Schl�ssel zu deiner Flucht. Ber�hre ihn mit deinem Geist. Siehst du, was dieser Riss bedeutet?</p><p>Er gehorchte. Der Riss war nur ganz fein, aber dennoch hervorstechend.</p><p>Krasus befahl Malfurion, die F�higkeiten einzusetzen, in denen ihn der Waldgott unterrichtet hatte. Damit sollte er die L�nge und Breite des Risses ertasten, bis er ihn ebenso gut kannte wie sich selbst.</p><p><emphasis>Jetzt solltest du die Schwachstelle erkennen, den</emphasis> Schl�ssel, <emphasis>wenn du willst</emphasis>.</p><p><emphasis>Nein � Doch! Da � ja!</emphasis> Er sah es! Malfurion konnte die Stelle sp�ren. Er dr�ckte in seinem Drang nach Freiheit fest dagegen, doch der Kristall gab nicht nach.</p><p>Du bist stark, aber noch nicht voll ausgebildet. �ffne deine Gedanken. Lass uns hinein, egal, wie viele wir auch sein m�gen. Wir werden dich mit unserer St�rke und unserem Wissen unterst�tzen.</p><p>Malfurion �ffnete seinen Geist so gut es ging f�r Tyrande und den mysteri�sen Krasus. Er f�hlte sofort den Unterschied zwischen beiden. Tyrandes Gedanken waren besorgt, aber entschlossen, w�hrend die von Krasus weise, aber auch frustriert anmuteten. Diese Frustration hatte jedoch offenbar nichts mit Malfurions Lage zu tun.</p><p>Und jetzt versuche es noch einmal.</p><p>Der gefangene Nachtelf stellte sich vor, sein Geistk�rper sei real. Er dr�ckte gegen die Schwachstelle, als w�re sie lediglich ein schwaches Hindernis. Wenn er nur kr�ftig genug dr�ckte �</p><p>Pl�tzlich sp�rte er, wie ihn die beiden unterst�tzten. Es war fast so, als st�nden sie neben ihm.</p><p>Der Riss wurde breiter, l�nger �</p><p>Als der Riss sich erweiterte, entstand eine winzige L�cke.</p><p><emphasis>Das ist deine T�r!</emphasis>, dr�ngte Krasus. <emphasis>Geh hindurch!</emphasis></p><p>Und Malfurions Geistk�rper str�mte durch die �ffnung hinaus.</p><p>Der Nachtelf wuchs, kaum dass er die Falle des Beraters hinter sich gelassen hatte, wuchs, bis er seine normale Gr��e erreicht hatte. Die Ver�nderung bezog sich nur auf seine eigene Perspektive, aber sie gefiel ihm wesentlich besser als die insektenartige Sichtweise, mit der er sich als Gefangener hatte begn�gen m�ssen.</p><p>Nun � bevor sie dich entdecken � kehre zu uns zur�ck!</p><p>Doch dieses Mal widersprach Malfurion. Er war schon so weit gekommen, um sein Volk zu retten und seine Welt. Der Schildzauber musste gestoppt werden.</p><p><emphasis>Malfurion!</emphasis>, rief Tyrande entsetzt. <emphasis>Nein!</emphasis></p><p>Er ignorierte beide, glitt um eine Ecke � und hielt j�h inne. Lord Xavius stand auf der anderen Seite des Raumes und blickte auf ein dunkles Portal, durch das ununterbrochen D�monen kamen. Der Berater schien mit etwas zu sprechen, das sich tief im Inneren befand, und Malfurion erschauderte, als er an das B�se erinnert wurde, das er in diesem Tor gesp�rt hatte.</p><p>Die augenblickliche Lage bot ihm jedoch einen Vorteil. Wenn Xavius nur noch ein paar Sekunden l�nger in diesen Abgrund schaute, konnte Malfurion sein Werk vollenden und sogar noch verschwinden.</p><p>Er schwebte zu dem Diagramm, wusste bereits, wie es zu zerst�ren war. Ein paar leichte Ver�nderungen w�rden ausreichen, um den Zauber zu unterbrechen.</p><p>Tyrande und Krasus sprachen nicht mehr zu ihm. Entweder hatten sie entschieden, ihn gew�hren zu lassen, oder die Verbindung war unterbrochen. Es machte keinen Unterschied, es gab kein Zur�ck mehr f�r ihn.</p><p>Nach einem letzten Blick zum Lord-Berater griff Malfurion mit seinen magischen Kr�ften in das Diagramm ein. Zuerst manipulierte er einen wichtigen Bestandteil des Zaubers und sorgte so daf�r, dass seine Stabilit�t in jedem Fall verloren ging, ganz gleich, was noch geschehen w�rde.</p><p>Dann beschwor Malfurion die Kraft der Welt, die Macht der Natur. Er benutzte sie, um dem Diagramm eine neue Form aufzuzwingen, eine, die seinem urspr�nglichen Zweck widersprach und f�r seine letztendliche Aufl�sung sorgen w�rde.</p><p>Der Schutzzauber begann zu flackern �</p><p>Lord Xavius sp�rte sofort, dass etwas nicht stimmte. Etwas Schreckliches geschah mit seinem Schutzzauber.</p><p>Im Portal sp�rte auch Sargeras, dass sich etwas ver�ndert hatte.</p><p><emphasis>Suche!</emphasis>, befahl er seinem Werkzeug.</p><p>Der Berater fuhr herum. Seine dunklen, magischen Augen starrten auf das kostbare Diagramm � und auf den geisterhaften Eindringling, den er zuvor gefangen hatte.</p><p>Der Ungl�ubige mischte sich in den Zauber ein!</p><p>�Haltet ihn auf!�, br�llte Lord Xavius.</p><p>Der Schrei riss Malfurion beinahe aus seiner Konzentration. M�hsam gelang es ihm, die Kontrolle zur�ck zu gewinnen. Dann sah er zu Xavius, der w�tend auf ihn zeigte und die Hochgeborenen und D�monen anbr�llte. Sie wirkten verwirrt, denn sie konnten Malfurions Geistk�rper weder sehen, noch ber�hren.</p><p>Lord Xavius jedoch vermochte beides.</p><p>Als dem k�niglichen Berater klar wurde, dass die anderen ihm nicht helfen konnten, warf er sich selbst auf Malfurion. Seine magischen Augen sonderten dunkle Energie ab, und Malfurion sp�rte den bevorstehenden Angriff. Instinktiv hob er die Hand, bat Wind und Luft um Unterst�tzung.</p><p>Rote Lichtblitze schossen auf den jungen Nachtelf zu. Sie h�tten ihn vernichtet, h�tten sie ihn getroffen. Doch nur eine Handspanne von ihm entfernt schlugen sie gegen eine unsichtbare Wand und wurden von einem starken Wind umgelenkt.</p><p>Mit t�dlicher Pr�zision trafen die Blitze die riesigen Krieger neben dem Portal.</p><p>Die D�monen wurden umher gewirbelt wie Bl�tter im Sturm. Einige krachten gegen die W�nde, w�hrend zwei von ihnen mit den Zauberern, die das Portal offen hielten, zusammenstie�en. Ihre Konzentration wurde unterbrochen, Chaos entstand. Das Portal �chzte, als k�nne es atmen, �ffnete und schloss sich in wildem Wechsel.</p><p>Die hochgeborenen Zauberer k�mpften um die Kontrolle des Portals. Einige D�monen, die hindurch treten wollten, verschwanden wieder in der dahinter liegenden Dunkelheit.</p><p>Eine der gro�en, gefl�gelten Gestalten, die neben der �ffnung stand, lief auf Malfurion zu. Der gewaltige D�mon konnte den Nachtelf offensichtlich nicht sehen, schwang jedoch seine Waffe in der Hoffnung, einen zuf�lligen Treffer landen zu k�nnen, wild hin und her. Malfurion wich der Waffe so gut es ging aus, unsicher, ob sein Zustand als Geist ihn auch davor sch�tzte.</p><p>Lord Xavius hatte sich unter dem umgelenkten Zauber hinweg geduckt, doch nun griff der Berater wieder in den Kampf ein. Aus einer Tasche an seiner H�fte zog er einen weiteren Kristall.</p><p>�Aus dem wirst du nicht entkommen ��</p><p>Die magischen Augen glommen auf.</p><p>Malfurion bewegte sich schnell und brachte den D�mon zwischen sich und den Berater. Nicht das beabsichtigte Opfer, sondern der �berraschte D�mon wurde auf den Kristall zugezogen. Die gr�ssliche Gestalt br�llte vor Zorn und versuchte nach Malfurion zu greifen, wurde aber unaufhaltsam in den Kristall gerissen. Keine Gegenwehr fruchtete.</p><p>Xavius fluchte und schleuderte den Kristall von sich. Das Schicksal seines unbeabsichtigten Gefangenen interessierte ihn nicht. Seine Aufmerksamkeit richtete sich allein auf den Geistk�rper, den niemand au�er ihm zu sehen vermochte.</p><p>�Milord!�, schrie einer der Zauberer. �Sollen wir ��</p><p>�Unternehmt nichts! Widmet euch nur eurer Aufgabe. Achtet darauf, dass das Portal ge�ffnet und der Schildzauber funktionsf�hig bleibt. Ich k�mmere mich um den unsichtbaren Eindringling!�</p><p>Xavius bereitete einen weiteren Zauber vor. Malfurion blieb jedoch nicht unt�tig. Er drehte sich um und lief aus dem Raum, wurde von den Wachen noch nicht einmal bemerkt, als er durch die geschlossene, �u�ere T�r brach.</p><p>Der w�tende Berater folgte ihm. ��ffnet die T�r!�</p><p>Die Wachen gehorchten. Xavius eilte aus dem Raum und folgte seinem Gegner die Treppe hinunter.</p><p>Malfurion hatte die Treppe allerdings gar nicht benutzt. Er befand sich in der Innenmauer des Turmes. Dort konnte er unbemerkt vom Lord-Berater abwarten, bis sich der Aufruhr legte.</p><p>Sodann kehrte Malfurion in die Kammer zur�ck und schwebte zum Diagramm. Er musste es schnellstens zerst�ren, bevor die Hochgeborenen es verst�rken konnten.</p><p>Aber als er danach griff, sp�rte er ein vertrautes mulmiges Gef�hl. Malfurion erschauderte und blickte fast gegen seinen Willen zum Portal.</p><p><emphasis>Du wirst den Schild nicht ber�hren!</emphasis>, sagte die furchtbare Pr�senz inmitten seines Geistes. <emphasis>Du willst es nicht. Du willst nur mir dienen � mich anbeten �!</emphasis></p><p>Malfurion k�mpfte gegen den Zwang an, der Stimme zu gehorchen. Er wusste, was mit einem jeden geschehen w�rde, wenn der, der zu ihm sprach, erst einmal die Welt betrat. All das B�se, das die D�monen bisher �ber die Welt gebracht hatten, war nichts im Vergleich zu ihrem Herrn.</p><p><emphasis>Ich werde � werde nicht zu deinem Werkzeug!</emphasis> Malfurion schrie beinahe, so sehr strengte es ihn an, den Blick von dem Portal abzuwenden.</p><p>Er sp�rte die Wut des anderen, w�hrend er um Atem rang. Das B�se konnte ihn nicht direkt angreifen, es vermochte nur mit seinen Gedanken zu spielen. Malfurion musste ihn ignorieren, musste sich stattdessen auf seine Freunde konzentrieren und darauf, was sein Versagen f�r sie alle zur Folge h�tte.</p><p>Nur ein paar Augenblicke �</p><p>Sein Geistk�rper kr�mmte sich zusammen, wurde pl�tzlich von entsetzlichem Schmerz durchdrungen. Er fuhr herum, brach in die Knie.</p><p>�Keine weiteren Spiele�, murmelte Lord Xavius, der im T�rrahmen stand. Neben ihm suchten mehrere verwirrte Wachen vergeblich nach dem Eindringling, zu dem er sprach. �Keine weiteren Halbkatastrophen! Ich werde deinen Geist zerfetzen, dein Innerstes �ber die Welt verteilen � und erst dann werde ich dich dem Erhabenen �berreichen, damit er mit dir anstellen kann, was immer ihm beliebt ��</p><p>Mit dieser Drohung zeigte er auf Malfurion.</p><empty-line/><p>Die Brennende Legion dr�ngte die Reihen der Nachtelfen immer weiter zur�ck. Lord Ravencrest f�hrte seine Soldaten so gut er es vermochte, aber sie konnten die Stellung nicht halten.</p><p>Ein Rammbock, von Rhonin erschaffen, prallte gegen die D�monen. Er fegte einige zur Seite und grub sich tief in die Horde. Ihr Angriff geriet an dieser einen Stelle ins Stocken, aber an allen anderen r�ckte die Legion weiter vor.</p><p>Irgendwo schrie Lord Ravencrest Befehle. �Verst�rkt die rechte Flanke! Bogensch�tzen! K�mmert euch zuerst um die gefl�gelten Wesen! Latosius, wo bleibt deine Mondgarde?�</p><p>Es war nicht genau auszumachen, ob der oberste Zauberer die Frage geh�rt hatte, aber die Mondgarde blieb, wo sie war. Latosius stand vor ihnen und befahl seinen Zauberern, auf die unterschiedlichen Situationen zu reagieren. Rhonin verzog das Gesicht. Der alte Nachtelf verstand nichts von Taktik. Er vergeudete die geringe Kraft seiner Gruppe auf wirkungslose Einzelangriffe, anstatt sie zu einem gro�en Zauber zusammenzufassen.</p><p>Auch Illidan bemerkte dies. �Der verfluchte alte Narr verschwendet ihre M�glichkeiten! Ich k�nnte sie besser anleiten.�</p><p>�Vergiss sie und konzentriere dich auf deine eigene Magie.�</p><p>Der Zauberer hatte den Satz noch nicht beendet, als Latosius pl�tzlich taumelte und sich an die Kehle griff. Er ging in die Knie. Blut quoll aus seinem Mund. Seine Haut wurde schwarz, als er tot zusammenbrach.</p><p>�Nein!� Rhonin blickte suchend nach vorne, entdeckte den Kriegszauberer und zeigte auf ihn. Er benutzte den gleichen Trick, den vielleicht sogar dieser D�mon vorher angewandt hatte und griff mit einem Zauber nach einigen der fliegenden Pfeilen. Sie wurden umgelenkt und schossen dem Kriegszauberer entgegen. Der sah auf, entdeckte sie und begann zu lachen. Mit einer Handbewegung erschuf er etwas, das Rhonin f�r einen Verteidigungsschild hielt.</p><p>Der Eredar stellte sein Gel�chter j�h ein, als die Pfeile nicht nur seinen Schild, sondern auch seinen Oberk�rper durchschlugen.</p><p>�Bist wohl nicht so stark, wie du dachtest�, murmelte der Zauberer mit grimmiger Zufriedenheit.</p><p>Rhonin drehte sich zu Illidan um, doch dieser stand nicht mehr neben ihm. Er entdeckte den jungen Nachtelf, wie er im wilden Galopp der Mondgarde entgegen ritt. Die Zauberer waren ohne ihren Anf�hrer v�llig in Aufruhr.</p><p>�Was will er �?� Aber Rhonin hatte keine Zeit, sich um seinen Beinahe-Sch�ler zu sorgen, denn er war pl�tzlich von f�rchterlicher Hitze umgeben. Es f�hlte sich an, als w�rde seine Haut schmelzen.</p><p>Die Eredar-Kriegszauberer hatten also doch gemerkt, dass die gr��te Gefahr von ihm ausging. Mehr als einer schien ihn anzugreifen. Es gelang ihm, gen�gend St�rke zu sammeln, um die Hitze ein wenig zu mildern, mehr aber auch nicht. Nach und nach w�rden sie ihn bei lebendigem Leibe r�sten.</p><p>Das war es also. Er w�rde hier sterben, ohne jemals zu erfahren, ob seine Beteiligung an der Schlacht daf�r sorgte, dass die Geschichte einigerma�en intakt blieb, oder ob er sie damit erst vollends aus den Fugen geworfen hatte �</p><p>Dann nahm der furchtbare Druck, der auf ihm lastete, pl�tzlich ab. Rhonin reagierte instinktiv und setzte seine Magie ein, um den gegnerischen Zauber komplett zu zerst�ren. Sein Blick wurde klar, und er fand den Hauptschuldigen.</p><p>�Du magst Feuer? Ich bin eher f�r etwas K�hleres.�</p><p>Der Zauberer kehrte den Spruch seines Gegners um und sandte ihm eine machtvolle K�ltewelle entgegen.</p><p>Rhonin sp�rte, wie der Frost den Kriegszauberer �bermannte. Der Eredar erstarrte, seine Haut wurde wei�. Sein Gesichtsausdruck fror ihm schmerzverzerrt ein.</p><p>Eine der Feibestien prallte gegen den Kriegszauberer. Die gefrorene Gestalt kippte und zerschellte auf dem Boden. Splitter d�monischen Eises verteilten sich �ber das Schlachtfeld.</p><p>Rhonin rang nach Atem und blickte zur Mondgarde, in die Richtung, aus der Beistand gekommen war. Seine Augen weiteten sich, als er Illidan an ihrer Spitze sah.</p><p>Der junge Nachtelf l�chelte ihm zu und widmete sich dann wieder dem Kampf. Er dirigierte die altgedienten Zauberer, als sei er dazu geboren. Illidan fasste ihre St�rke zusammen und potenzierte sie noch durch seine eigene. Dann sammelte er alle Macht in sich und fokussierte sie.</p><p>Eine Explosion in der Mitte der Brennenden Legion t�tete zahlreiche D�monen. Illidan br�llte triumphierend, dabei entging ihm die Ersch�pfung auf den Gesichtern der anderen Zauberer. Er hatte ihre Kr�fte perfekt ausgespielt, aber wenn er diesen Vorgang noch einige Male wiederholte, w�rde die Mondgarde nicht mehr lange bestehen.</p><p>Doch es war Rhonin unm�glich, Illidan darauf hinzuweisen. Er war sich noch nicht einmal sicher, ob er das sollte. Falls diese Verteidigungsfront fiel, was blieb ihnen dann noch?</p><p>Wenn doch nur Malfurion nicht versagt h�tte �</p><empty-line/><p>Mannoroth betrachtete das Schlachtfeld voller Zufriedenheit. Seine Armee fegte �ber das Land hinweg und stie� nur noch an einem Punkt auf Widerstand, dort wo die nutzlosen Bewohner dieser Welt sich zusammengerottet hatten, um der Legion im Kampf entgegenzutreten.</p><p>Es gefiel ihm, dass sie die Schlacht schon so fr�h suchten. Wenn sie besiegt waren, konnte sein Herr Sargeras endlich die Welt betreten. Sargeras w�rde das, was sie in seinem Namen bewirkt hatten, mit Wohlwollen betrachten. Er w�rde Mannoroth belohnen, war ihm dieser Sieg doch ganz ohne Archimondes Hilfe gelungen.</p><p>Ja, Mannoroth w�rde reich belohnt werden, w�rde mehr Macht und gr��eren Einfluss innerhalb der Legion erhalten.</p><p>Auf die Nachtelfen jedoch, die den D�monen bis jetzt bei der Eroberung der Welt unterst�tzt hatten, wartete der einzige Lohn, den Sargeras f�r solche Diener bereit hielt.</p><p>Ihre v�llige Ausrottung.</p></section><section><title><p>23</p></title><p>Malfurion hatte geglaubt, Lord Xavius austricksen zu k�nnen � stattdessen aber war der Nachtelf ein weiteres Mal ausgetrickst worden. Wieso hatte er geglaubt, der Berater w�rde ihn weiter die Treppen hinab jagen, wo es doch offenkundig war, dass Malfurion zur�ck in den Turm wollte, um seine Mission zu vollenden?</p><p>Es w�rde sein letzter Fehler gewesen sein. Lord Xavius war ein �u�erst f�higer Zauberer, der sich die Macht der Quelle zunutze machen konnte. Malfurion hatte einiges von seinem Shan�do gelernt, aber, wie es schien, nicht genug, um gegen einen solch t�dlichen Feind bestehen zu k�nnen.</p><p>Lord Xavius wusste das sehr genau.</p><p>Doch pl�tzlich h�rte Malfurion eine Stimme in seinem Kopf � nicht die aus dem Portal, sondern die des mysteri�sen Krasus. Malfurion war die ganze Zeit davon ausgegangen, der andere habe ihn l�ngst wieder verlassen.</p><p>Malfurion � unsere St�rke ist deine St�rke � Wie bereits im Kristall musst du dich auf die Liebe und Freundschaft derer besinnen, die dich kennen � und Kraft aus der Entschlossenheit von solchen wie mir ziehen, die gemeinsam mit ihnen f�r dich streiten.</p><p>Nicht alles, was er h�rte, ergab f�r den Nachtelfen einen Sinn, aber die Grundaussage war klar: Er sp�rte jetzt nicht nur Tyrande und Krasus, sondern auch Brox. Alle drei �ffneten ihren Geist und ihre Seelen f�r Malfurion, liehen ihm die St�rke, die er so n�tig hatte.</p><p>Du bist ein Druide, Malfurion, vielleicht der Erste deiner Art. Du ziehst deine Kraft aus der Welt, der Natur � und sind wir nicht ein Teil von beidem? Zieh also deine Kraft auch aus uns �</p><p>Malfurion gehorchte � und das gerade noch rechtzeitig.</p><p>Lord Xavius schleuderte seinen Zauber. Es sollten nur noch ein paar Fetzen von Malfurions Geistk�rper �brigbleiben.</p><p>Der j�ngere Nachtelf hob seine Hand, um den brutalen Angriff abzuwehren, glaubte aber nicht wirklich, dass seine verst�rkten Kr�fte daf�r ausreichten. Der letzte Angriff des Beraters hatte ihn zu sehr geschw�cht.</p><p>Doch der Zauber erreichte nie sein Ziel. Der Angriff wurde so m�helos abgewehrt, als h�tte Malfurion nach einer Fliege geschlagen.</p><p><emphasis>Erhebe dich!</emphasis>, dr�ngte Krasus. <emphasis>Erhebe dich und tue, was getan werden muss!</emphasis></p><p>Damit meinte er nicht, dass Malfurion sich auf einen Kampf mit dem Berater einlassen sollte. Das w�re nur gef�hrliche Zeitverschwendung gewesen. Nein, der Nachtelf sollte zu Ende bringen, was er bereits begonnen hatte.</p><p>Malfurion griff den Schildzauber an.</p><p>Das Diagramm verschob sich. Zwei Hochgeborene eilten herbei, um es wiederherzustellen, doch der Boden unter ihren F��en verschwand pl�tzlich. Malfurion hatte die Steine stumm darum gebeten, ihre St�rke und ihren nat�rlichen Drang, Dinge zusammenzuhalten, f�r einen Moment zu vergessen. Schreiend fielen die beiden Nachtelfen ins Bodenlose.</p><p>Lord Xavius griff Malfurion w�tend an, h�llte ihn in einen Nebel, der sich um seinen Geistk�rper legte und versuchte, ihn zu zersetzen. Malfurion bem�hte sich, dagegen anzuk�mpfen und zog seine Kraft erneut aus der geb�ndelten St�rke von Tyrande, Krasus und Brox. Rasch rief er einen Wind herbei, der den Nebel auseinander trieb.</p><p>W�hrend sich Malfurion noch mit dem Nebel besch�ftigte, nutzte Xavius die Gelegenheit, um ein wenig Ordnung in den Schildzauber zur�ckzubringen. Dann wandte er sich wieder seinem Gegner zu. Er hatte nur noch ein Ziel im Blick.</p><p>Malfurion war entt�uscht. Das konnte nicht ewig so weitergehen. Irgendwann w�rde er entweder verlieren oder fliehen. Etwas musste sich �ndern, und zwar schnell!</p><p>Er drehte sich um, aber nicht zum Diagramm oder zu Lord Xavius hin, sondern zum Portal.</p><p>Erneut rief er den Wind. Dieses Mal bat er ihn jedoch, seine wahre St�rke zu beweisen und nicht nur einfachen Nebel zu vertreiben. Malfurion warf einen Blick auf die Hochgeborenen und forderte den Wind heraus, seine wahre Macht zu demonstrieren.</p><p>Und die Zauberer standen pl�tzlich in einem Sturm. Drei von ihnen wurden durch den Raum geschleudert und prallten hart gegen die Wand. Noch w�hrend sie fielen, taumelte ein anderer zur�ck und stolperte �ber einen der reglosen K�rper.</p><p>Die anderen kr�mmten sich, versuchten der brutalen Kraft des Winds zu entgehen. Es fiel keiner mehr dem w�tenden Sturm zum Opfer, aber die erlittenen Verluste waren ein schwerer Schlag f�r die �berlebenden. Das Portal begann zu flackern und zu erzittern. Das Gef�hl des B�sen, das Malfurion die ganze Zeit �ber gesp�rt hatte, schw�chte ab.</p><p>Brennende H�nde griffen pl�tzlich von hinten nach seinem Hals und begannen ihn zu w�rgen. Sie brannten sich in Malfurions Geistk�rper, als w�re es wahrhaftiges � sein eigenes! � Fleisch. Er stie� einen furchtbaren Schrei aus, den nur der Angreifer h�ren konnte.</p><p>�Die Macht des Erhabenen ist mit mir!�, br�llte der Berater der K�nigin triumphierend. �Gegen uns beide kannst du nicht bestehen!�</p><p>Malfurion sp�rte, wie neuerlich das B�se aus dem instabilen Portal kroch. Es war zwar noch immer nicht so m�chtig wie vorhin, als es versucht hatte, ihn auf die Seite der Hochgeborenen zu ziehen. Aber es unterst�tzte den ohnedies schon m�chtigen Berater. Dagegen kam selbst die Kraft, die Malfurion von den dreien in seinem Geist erhielt, nicht an.</p><p><emphasis>Tyrande</emphasis> � Er wollte die Priesterin nicht rufen, f�rchtete aber, dass er sie nie wieder sehen, ihr nie wieder nah sein w�rde.</p><p>Wiederum erf�llte Krasus� Stimme seinen Geist. <emphasis>Sei mutig, Druide � ein anderer hat genau auf diesen Moment gewartet</emphasis>.</p><p>Eine vierte Pr�senz tauchte auf und schloss sich sofort mit den anderen zusammen. Malfurion sp�rte die Schw�che des Neuank�mmlings, aber verglichen mit den Kr�ften seines eigenen Volks war sie vernachl�ssigbar. Seltsamerweise f�hlte sich die neue Pr�senz so vertraut an, als sei sie Krasus� Zwilling. Es fiel Malfurion in den ersten Momenten schwer, sie voneinander zu unterscheiden.</p><p>Sogar die Stimme in seinem Kopf erinnerte ihn an Krasus. <emphasis>Ich bin Korialstrasz � und ich gebe gerne, was ich besitze</emphasis>.</p><p>Sie alle gaben das, womit das Leben, die Natur sie ausgestattet hatte. Korialstrasz� Erscheinen verst�rkte Malfurions Kraft hundertfach und schenkte ihm eine Hoffnung, wie er sie noch nicht gesp�rt hatte.</p><p><emphasis>Du bist ein Druide</emphasis> � Krasus erinnerte ihn erneut daran. <emphasis>Die Welt gibt dir Kraft</emphasis>.</p><p>Malfurion f�hlte sich euphorisch. Jetzt sp�rte er nicht nur seine weit entfernten Begleiter, sondern auch die Steine, den Wind, die Wolken, die B�ume � einfach alles. Malfurion wurde beinahe �berw�ltigt vom Zorn, den die Welt nun ausstrahlte. Das B�se, das die Hochgeborenen und die D�monen ges�t hatten, beleidigte die Elemente wie nichts anderes je zuvor.</p><p><emphasis>Ich habe euch versprochen, ich w�rde tun, was ich kann</emphasis>, sagte er zu ihnen. <emphasis>Wenn ihr mir eure St�rke ebenfalls leiht, wird dies auch geschehen!</emphasis></p><p>F�r Malfurion schien eine Ewigkeit zu vergehen, aber als sein Blick wieder zu Lord Xavius zur�ckkehrte, erkannte er, dass nur ein Lidschlag vergangen war. Der Berater stand da wie eingefroren. Aber sein Gesichtsausdruck �nderte sich langsam, als er sich gemeinsam mit seinem Herrn darauf vorbereitete, seinen Gegner, den Geist, endg�ltig zu vernichten.</p><p>Malfurion l�chelte �ber die Dummheit des anderen Nachtelfen. Er hob seine H�nde zum verborgenen Himmel und beschwor seine Macht.</p><p>Drau�en donnerte es. Die Hochgeborenen rings um Portal und Diagramm wankten erneut, erkannten, dass das, was sich entfaltete, nicht Teil ihres Zaubers war. Sogar Lord Xavius zuckte zusammen.</p><p>Dann, pl�tzlich, erbebte der Palastturm und � wurde <emphasis>auseinander gerissen</emphasis>.</p><empty-line/><p>Hauptmann Varo�then kniete vor Azshara. Sein Helm klemmte unter seinem Arm. �Ihr habt mich gerufen, meine glorreiche K�nigin?�</p><p>Zwei Dienerinnen k�mmten Azsharas seidiges Haar. Sie taten dies mehrmals t�glich, damit es weich und vollkommen blieb. W�hrend sie diese Aufgabe verrichteten, genoss Azshara die exotischen D�fte, die H�ndler ihr k�rzlich gebracht hatten.</p><p>�Ja, Hauptmann. Ich habe mich gefragt, was das f�r ein L�rm ist, den man von oben h�rt. Es klingt, als k�me er aus dem Turm. Gibt es Probleme, �ber die man mich nicht informiert hat?�</p><p>Der Nachtelf straffte die Schultern. �Keine, von denen ich w�sste, Licht der tausend Monde. Vielleicht sind es die Vorbereitungen f�r Sargeras� Ankunft.�</p><p>�Glaubt Ihr?� Ihre Augen leuchteten. �Wie wundervoll!� Sie scheuchte ihn mit einer Geste davon. �In diesem Fall sollte ich mich vorbereiten! Wir werden sicherlich ein wundersch�nes Ereignis erleben.�</p><p>�Wie Ihr meint, Ruhm unseres Volkes. Wie Ihr meint.� Der Hauptmann erhob sich und setzte seinen Helm auf. �Soll ich, um sicher zu gehen, nachsehen?�</p><p>�Nein, ich bin sicher, dass Ihr Recht habt. St�rt <emphasis>blo�</emphasis> Lord Xavius nicht.� Azshara roch an einem anderen Gef��. Es gefiel ihr, wie der daraus entsteigende Duft ihr Blut in Wallung versetzte. Vielleicht w�rde sie diesen f�r ihr Zusammentreffen mit dem Gott w�hlen. �Mein gesch�tzter Berater hat schon alles im Griff ��</p><empty-line/><p>Die obere H�lfte der Turmkammer existierte nicht mehr. Die Blitze, die der Himmel schickte, hatten sie fortgerissen und sie mitsamt des Daches in die dunkle Quelle st�rzen lassen.</p><p>Einige gro�e Steine waren in den Raum gefallen, hatten zwei Hochgeborene get�tet und den Rest auseinander getrieben. Das Schilddiagramm und das Portal standen noch � aber beides war stark geschw�cht worden.</p><p>Heulende Winde rissen an den Wesen im Innern. Ein Zauberer, der durch die Explosion ans Ende des Raumes geschleudert worden war, versuchte aufzustehen. Der Wind verfing sich in seiner Robe und dr�ckte ihn nach hinten. Kreischend folgte er dem bereits vorausgeeilten Teil des Turmes hinab in die Tiefe.</p><p>Starker Regen prasselte auf die �berlebenden. Die Hochgeborenen sanken auf die Knie und versuchten verzweifelt, ihren Zauber aufrecht zu erhalten. Der Sturm war jedoch so stark, dass es ihnen kaum gelang, gegen ihn anzukommen.</p><p>Nur zwei Gestalten wurden von den Elementen nicht ber�hrt. Die eine war Malfurion, der in seinem Geistk�rper immun gegen Wind und Regen war. Die andere war Lord Xavius, der nicht nur von der Macht, die er aus der Quelle zog, besch�tzt wurde, sondern auch von dem B�sen aus dem dunklen Portal.</p><p>�Beeindruckend!�, rief der Berater. �Letzten Endes jedoch sinnlos, mein junger Freund! Du kannst deine Kraft nur aus dem Quell ziehen � w�hrend ich �ber die Macht eines Gottes gebiete!�</p><p>Seine Bemerkungen riefen bei Malfurion Genugtuung hervor. Der Lord-Berater hatte keine Ahnung, gegen was er gerade k�mpfte. Er glaubte, lediglich einem talentierten Zauberer gegen�berzustehen.</p><p>�Nein, Milord�, rief der junge Nachtelf zur�ck. �Ihr irrt Euch. F�r Euch gibt es nur die Macht der Quelle und die angebliche St�rke eines D�mons, der behauptet, ein Gott zu sein! Ich hingegen � nun, die Macht der <emphasis>Welt</emphasis> ist mein Verb�ndeter!�</p><p>Xavius musterte ihn herablassend. �Ich habe keine Zeit mehr f�r dein Gefasel ��</p><p>Malfurion sp�rte, wie er mehr Kraft als jemals zuvor aus der Quelle erhielt. F�r einen Moment f�rchtete sich der Druide, aber dann beruhigte ihn seine eigene St�rke.</p><p>�Ihr m�sst aufgehalten werden�, erkl�rte er dem Berater. �Du und das Ding, dem du dienst, ihr m�sst aufgehalten werden!�</p><p>Malfurion w�rde nie erfahren, welchen Zauber Lord Xavius wirken wollte. Der Berater vollendete ihn nicht, denn die Elemente selbst griffen ihn nun an. Blitze bohrten sich immer wieder in Xavius, verbrannten ihn von innen und au�en. Seine Haut wurde schwarz und platzte auf. Aber er stand immer noch.</p><p>Der Regen wurde zur Sintflut und st�rzte auf Malfurions Gegner herab. Xavius� Gestalt begann vor den Augen des jungen Nachtelfen zu zerlaufen. Fleisch und Muskeln rutschten von seinen Knochen � und dennoch versuchte der Berater noch immer, nach ihm zu greifen.</p><p>Dann donnerte es so laut, dass der Turm erneut ersch�ttert wurde und ein weiterer Hochgeborener in die dunklen Wasser der Quelle st�rzte.</p><p>Malfurion sp�rte, wie selbst er zu zittern begann.</p><p>So laut war der Donner, dass Lord Xavius, Berater der K�nigin und H�chster aller Hochgeborenen � <emphasis>zerbarst</emphasis>.</p><p>Er heulte wie eine h�llische Feibestie, bevor er explodierte. Das Heulen setzte sich sogar noch fort, als seine Teile sich bereits in der Luft verstreuten. Die Staubwolke, in der sich die �berreste des Beraters befanden, wurde von einem w�tenden Wind empor geschleudert.</p><p>Jetzt verlie�en auch die letzten Hochgeborenen ihre Posten. Sie flohen vor dem Zorn des Gegners, der gerade ihren gef�rchteten Anf�hrer get�tet hatte. Malfurion lie� sie ziehen, denn er wusste, dass er, obwohl �ber alle Ma�en ersch�pft, noch eine letzte wichtige Aufgabe erf�llen musste.</p><p>Lord Xavius konnte das Schilddiagramm nicht l�nger sch�tzen, und schon wenig sp�ter brach es zusammen. Eine einfache Geste des jungen Druiden entfernte den Zauber des B�sen und erh�hte die Chance auf ein �berleben seines Volkes. Er hoffte nur, dass es noch nicht zu sp�t war.</p><p>Schlie�lich wandte er seine Aufmerksamkeit dem Portal zu.</p><p>Es war nur noch ein Abglanz dessen, was es noch kurz zuvor dargestellt hatte, nur mehr ein kleines Loch in der Wirklichkeit. Malfurion starrte es an. Ihm war klar, dass er die Welt nicht auf ewig vor dem B�sen darin besch�tzen konnte � aber wenigstens eine Atempause wollte er ihr verschaffen.</p><p><emphasis>Du z�gerst das Unvermeidliche nur hinaus</emphasis>, h�rte er die gef�rchtete Stimme. <emphasis>Ich werde deine Welt verschlingen � wie so viele vor ihr</emphasis> �</p><p>�Wir werden dir sauer aufsto�en�, gab Malfurion grimmig zur�ck.</p><p>Ein weiteres Mal entfesselte er die Elemente.</p><p>Der Regen beseitigte das Muster, �ber dem das Tor schwebte. Blitze trafen ins Innere des Loches und zwangen das B�se darin, sich weiter zur�ckzuziehen. Der Wind umtoste den geschw�chten Zauber mit der Intensit�t eines Wirbelsturms.</p><p>Und die Erde � die Erde erbebte und zerst�rte das letzte Fundament des hohen Turms.</p><p>Da Malfurion keine k�rperliche Gestalt besa�, hatte er von dem einst�rzenden Geb�ude nichts zu f�rchten. Trotz seiner zunehmenden Ersch�pfung beobachtete er den Einsturz genau, achtete darauf, dass nichts, aber auch gar nichts �brig blieb.</p><p>Der Boden neigte sich. Werkzeuge der dunklen Magie und Steine des Gem�uers rutschten ans untere Ende. Ein schweres �chzen begleitete den Untergang.</p><p>Der Turm fiel.</p><p>Gleichzeitig st�rzte auch das Portal in sich zusammen, schrumpfte rasch.</p><p>Malfurion wurde �berrascht, als er pl�tzlich darauf zu gezogen wurde. Er sp�rte, wie sein Geistk�rper von einer starken Macht gepackt und in Richtung der schwindenden �ffnung gerissen wurde.</p><p><emphasis>Du geh�rst mir</emphasis> � h�rte er eine ferne, Hass triefende Stimme.</p><p>Der Nachtelf k�mpfte, dr�ngte seinen K�rper weiter weg von dem Riss. Staub wurde durch ihn hindurch ins Innere des schwindenden Portals gerissen. Tr�mmer folgten.</p><p>Der Kraftaufwand wurde immer unertr�glicher. N�her und n�her rutschte der Geist des Nachtelfs dem alles verschlingenden Moloch entgegen �</p><p><emphasis>Malfurion!</emphasis>, rief Tyrande. <emphasis>Malfurion!</emphasis></p><p>Er hielt sich an ihrer Stimme fest, als w�re es ein Seil. Unter ihm fielen die Reste des Turms in den dunklen Abgrund der Quelle der Ewigkeit. Nur Malfurion und das b�sartige, kleine Loch blieben zur�ck.</p><p><emphasis>Tyrande!</emphasis>, antwortete er stumm. Er schloss die Augen und versuchte sich ihr Gesicht vorzustellen, zu ihr zu gelangen.</p><p>Und eine Stimme, die er nicht zuordnen konnte, sagte: <emphasis>Ich habe dich!</emphasis></p><p>Die Welt stand auf dem Kopf.</p><empty-line/><p>Mannoroth sp�rte den Verlust. Mannoroth sp�rte die Leere, noch bevor es begann.</p><p>Der riesige, monstr�se Kommandant stoppte am hinteren Ende seiner Horde und wandte sein h�ssliches Gesicht dem Turm zu.</p><p>Einem Turm, der nicht mehr existierte.</p><p>�Neeeeeeiiiiiiiiinnnn!�</p><empty-line/><p>Rhonin sp�rte es. Er sp�rte den pl�tzlichen Anstieg der Kr�fte, die Euphorie der Macht. Er glaubte, er k�nnte Welten erbauen, die Sterne vom Himmel holen oder sie nach seinem Wunsch neu im Firmament ordnen. Er war un�berwindbar und allm�chtig.</p><p>Der Zauber, der die Quelle der Ewigkeit blockiert hatte, existierte nicht mehr.</p><p>Sofort blickte er zu Illidan, wollte wissen, ob der junge Nachtelf Vergleichbares sp�rte. Rhonin h�tte sich keine Sorgen zu machen brauchen, denn Illidan erlebte offensichtlich auch einen Kraftschub. Tats�chlich wirkte nicht nur die Mondgarde neu erstarkt, sondern die gesamte Armee.</p><p><emphasis>Die Quelle und die Nachtelfen sind eins</emphasis>, erkannte der Magier. Selbst die, die keine Zauber woben, waren irgendwie mit ihm verbunden. Sie hatten nicht begriffen, was sie verloren, als sie von ihm getrennt wurden. Jetzt bemerkte Rhonin bei jedem Einzelnen � angefangen bei Lord Ravencrest bis hin zum niedrigsten Soldaten � neue Zuversicht und Entschlossenheit. Sie glaubten, niemand k�nne sie schlagen.</p><p>Nicht einmal die Brennende Legion.</p><p>Krieger stie�en in H�rner. Die Nachtelfen brachen in einen gemeinsamen Kampfschrei aus, der dem der D�monen in nichts nachstand. Die vordersten Reihen der Legion gerieten ins Stocken. Sie waren unsicher, was diese j�he Ver�nderung zu bedeuten haben mochte.</p><p>�Schlagt los!�, br�llte Lord Ravencrest.</p><p>Die Verteidiger st�rmten vor. Die D�monen gerieten unvermittelt in arge Bedr�ngnis. Feibestien wurden abgeschlachtet, bevor sie in die Sicherheit der Horde zur�ckfanden. Sto�zahn bewehrte Krieger sanken zu Boden, als die Klingen der Nachtelfen ihre Ziele fanden. Der Vormarsch der Legion geriet ins Stocken.</p><p>Illidan f�hrte die Mondgarde gegen die Angreifer, leitete sie mit seinen Zaubern. Der Boden begann unter den F��en der Brennenden Legion zu beben, warf D�monen umher, als seien sie nichts. Einige der gefl�gelten W�chter der Verdammnis gingen in Flammen auf, als sie sich in die L�fte schwangen. Sie wurden zu brennenden Geschossen, die zum Chaos in ihren eigenen R�ngen beitrugen.</p><p>Rhonin st�rzte sich ebenfalls in die Schlacht. Er dachte an all die, die an diesem Tag gestorben waren und all die, die im weiteren Verlauf des Krieges noch sterben w�rden. Dann griff er die Verantwortlichen an. Ein Eredar-Kriegszauberer, der dumm genug war, sich ihm zu stellen, wurde von seiner eigenen Robe umschlungen und zerquetscht. Dann schoss der Zauberer einige blaue Lichtblitze ab, die systematisch die anderen Kriegszauberer verfolgten und von den ehemaligen Feinden nur Asche �brig lie�en.</p><p>Zum ersten Mal brach echter Tumult unter den gef�rchteten Kriegern aus. Das war nicht die erwartete Schlacht, das erwartete Blutbad. Hier gab es nichts zu gewinnen au�er dem eigenen Tod, eine Aussicht, die selbst den D�monen Angst einfl��te.</p><p>Ihre Linien l�sten sich auf. Die Nachtelfen stie�en weiter vor.</p><p>�Wir haben sie!�, br�llte Lord Ravencrest. �Lasst sie nicht entkommen!�</p><p>Die Verteidiger nahmen seinen Ruf auf. Trotz der gewaltigen Gr��e der Angreifer, marschierten sie ihnen nun angstfrei entgegen.</p><p>Rhonin und Illidan bereiteten den Weg f�r den Sieg. Der Zauberer sah auf und bemerkte drei Infernale, die sich auf die Verteidiger st�rzen wollten. Wie immer rollten sich die D�monen zu Feuerb�llen zusammen, um wie Kanonenkugeln zwischen ihren Gegnern einzuschlagen.</p><p>Dieses Mal brachte Rhonin eine von Illidans Taktiken zum Einsatz. Mit der Kraft, die er aus der Quelle zog, baute er eine gro�e goldene Barriere am Himmel auf, der die Infernalen nicht entgehen konnten. Die Barriere war jedoch mehr als nur eine Wand, denn Rhonin beabsichtigte etwas anderes. Er formte sie nach seinen Vorstellungen und lie� die D�monen von der Barriere zur�ckprallen und in jene Richtung fliegen, die er sich w�nschte.</p><p>Zur�ck zwischen ihre eigenen Krieger.</p><p>Selbst die Lichtblitze, die er gerade erschaffen hatte, richteten weit weniger Schaden an als die gezielt zur�ckgeschleuderten Infernalen. Mehr als zwei Dutzend von ihnen schlugen an unterschiedlichen Punkten der Legion auf und rissen gewaltige rauchende Krater. Die K�rper der Feinde flogen �berall durch die Luft, krachten in andere hinein und erh�hten so die Verluste auf das Zehnfache.</p><p>Irgendwo von der Seite her h�rte der Zauberer triumphierendes Lachen. Illidan applaudierte dem Menschen und wies auf den zur�ckgeworfenen Feind.</p><p>An der linken Flanke der Brennenden Legion sackte ein Teil der Armee pl�tzlich ab. Der Boden unter ihnen war so nachgiebig wie eine Fl�ssigkeit geworden, und die schweren gepanzerten Soldaten sanken hilflos unter die Oberfl�che. Einige k�mpften noch ums �berleben, aber schlie�lich gingen alle unter, die das Pech hatten, in Illidans Zauber zu geraten.</p><p>Mit einer Geste h�rtete der junge Nachtelf den Boden wieder und tilgte jede Spur seiner Feinde. Dann wandte er sich Rhonin zu und verneigte sich theatralisch.</p><p>Rhonin blickte ernst zur�ck und nickte. Man konnte sagen, was man wollte, aber Illidan brachte vollen Einsatz gegen die D�monen.</p><p>Schlie�lich tat die Brennende Legion das Einzige, was sie unter einem solch brutalen Ansturm noch tun konnte: Sie setzte zum R�ckzug an.</p><p>Kein Horn wurde geblasen, keine Rufe gellten. Die D�monen wichen einfach zur�ck. Sie erhielten zumindest einen Hauch von Ordnung aufrecht, aber mehr konnten ihre Kommandanten nicht mehr erreichen. Trotzdem bewegten sie sich nicht schnell genug f�r die Verteidiger, die den Schwung ihres Sieges nutzten.</p><p>Vor allem die Mondgarde genoss die unerwartete Wendung. Sie konzentrierte sich auf die Feibestien, verwandelte einige in knorrige B�ume und andere in Ratten. Einige gingen einfach in Flammen auf, als sie mit eingezogenen Schw�nzen versuchten, die fragw�rdige Sicherheit der Legion zu erreichen.</p><p>Hier und da bildete sich Widerstand, wurde von den entschlossenen Soldaten jedoch rasch niedergerungen. �berall lagen Feibestien. Rhonin war �berzeugt, dass jeder Nachtelf an die zahllosen Toten dachte, die die Brennende Legion hinterlassen hatte. Viele hatten Freunde und Verwandte unter den Opfern von Zin-Azshari zu beklagen.</p><p>Allerdings st�rte es den Zauberer, in wessen Namen die Soldaten immer noch k�mpften. Selbst jetzt rief Ravencrest ihren Namen, um die Truppen weiter zu motivieren.</p><p>�F�r Azshara! F�r die K�nigin! Wir reiten zu ihrer Rettung!�</p><p>Rhonin kannte Malfurions Verdacht, die K�nigin betreffend. Die meisten anderen glaubten, dass nur ihr Berater und die Hochgeborenen Schuld an dem Massaker trugen. Der Zauberer tr�stete sich mit dem Gedanken, dass die Wahrheit herauskommen w�rde, sobald sie den Palast erreichten.</p><p>Immer weiter zog sich die Brennende Legion zur�ck, erreichte bereits die Grenzen der zerst�rten Hauptstadt. Ihre Krieger starben durch Klingen, sie starben durch Zauber � ganz gleich, sie starben. Ohne Unterbrechung wogte die Schlacht in der Dunkelheit, bis der Boden unter den Leichen der Gefallenen nicht mehr zu sehen war.</p><p>Vielleicht w�re es so weitergegangen, vielleicht h�tten sie den Kampf nach Zin-Azshari und bis zum Palast getragen, aber als der Tag die Nacht verdr�ngte, wurden auch die Verteidiger m�de. Sie hatten alles gegeben, was sie zu leisten vermochten, und Lord Ravencrest erkannte, dass er sie nur unter gro�en Risiken noch l�nger antreiben konnte. Er z�gerte � dann gab er das Signal zur Waffenruhe.</p><p>Als Illidan H�rnerschall h�rte, reagierte er ver�rgert. Er wollte die Mondgarde dazu bringen, ihm zu folgen, aber obwohl einige dazu bereit schienen, waren doch alle zu ersch�pft.</p><p>Rhonin war ebenfalls fast am Ende seiner Kr�fte. Er konnte zwar noch immer zerst�rerische Zauber wirken, aber sein K�rper war schwei�gebadet, und in seinem Kopf drehte sich alles, wenn er sich zu schnell bewegte. Es fiel ihm immer schwerer, sich zu konzentrieren.</p><p>Abgesehen von Illidan wussten alle Nachtelfen, dass sie im Tageslicht nicht weiterk�mpfen konnten. Doch was sie erreicht hatten, vermochte ihnen niemand mehr zu nehmen. Die Bedrohung war zwar noch nicht v�llig ausgel�scht, aber sie wussten jetzt, dass die D�monen Schw�chen hatten. Man konnte sie t�ten. Man konnte sie zur�ckwerfen.</p><p>Der Kommandant suchte nach Freiwilligen, die mit zwei Auftr�gen durch das Reich der Nachtelfen reiten sollten. Zum einen sollten sie mit einer gr��eren Armee zur�ckkehren, denn die Verteidiger rechneten mit einem erneuten Angriff der Brennenden Legion. Zum anderen sollten sie sich ein Bild der Verw�stungen machen.</p><p>Zus�tzlich �bertrug der Adlige seinem pers�nlichen Zauberer � Illidan � das Kommando �ber die Mondgarde. Es gab einige schwache Proteste seitens der �lteren Zauberer, aber der junge Nachtelf brachte seine Kritiker zum Schweigen, als er mit einer l�ssigen Geste einen Feuerball mitten unter den fliehenden D�monen explodieren lie�.</p><p>Illidan war so gl�cklich �ber seine Bef�rderung, dass er sofort Rhonin davon erz�hlte. Der Zauberer nickte h�flich. Auf der einen Seite fragte er sich, ob er in Jugendjahren ebenso enthusiastisch gewesen war, zum anderen machte er sich Sorgen, wie diese Bef�rderung sich auf Illidans Pers�nlichkeit auswirken w�rde. Illidans Potenzial war gr��er als alles, was er bisher gezeigt hatte, aber seine Selbst�bersch�tzung konnte zu einer Falle werden, so t�dlich wie die Brennende Legion. Rhonin nahm sich vor, auf den Nachtelf aufzupassen.</p><p>Als er schlie�lich allein war, betrachtete der einzige Mensch unter den Nachtelfen die Streitmacht, die man gegen die D�monen aufgeboten hatte. Im Sonnenlicht glitzerten die R�stungen der Soldaten und lie� sie beinahe mythisch wirken. Sie sahen aus und benahmen sich, als k�nnten sie jeden Feind schlagen. Trotzdem wusste Rhonin, dass sie eine weit gr��ere Armee ben�tigten, um den letzten Kampf zu gewinnen. Die Geschichte sprach von einem Sieg, aber zu viele Faktoren � zu denen auch er geh�rte � beeinflussten inzwischen den Ausgang der Schlacht. Schlimmer noch, die Brennende Legion kannte nun die magische Macht, der sie gegen�ber stand. Sie w�rde sich st�rker auf den Zauberer und Illidan konzentrieren.</p><p>In seiner eigenen Zeit war Rhonin das Ziel von D�monen und deren Verb�ndeten gewesen. Er sehnte sich nicht danach, diese Erfahrung hier erneut zu machen.</p><p>Und was war mit dem, der die wahre Verantwortung f�r den Erfolg dieser Nacht trug? Nicht Rhonin. Nicht Illidan. Nicht die Mondgarde oder Lord Ravencrest mit seinen Truppen. Nein, sie alle waren nicht der wahre Garant des Sieges.</p><p><emphasis>Was</emphasis> � fragte sich der ersch�pfte Zauberer, als er auf das dunkle Zin-Azshari und die demoralisierte Horde blickte. <emphasis>Was ist blo� mit Malfurion geschehen</emphasis>?</p></section><section><title><p>24</p></title><p>Er lag still wie der Tod. Diese Vorstellung wurde noch dadurch verschlimmert, dass niemand mehr die Verbindung sp�rte, die mit ihm bestanden hatte. Malfurions Kopf lag in Tyrandes Scho�, w�hrend das weiche Gras dem Rest seines K�rpers als Lager diente.</p><p>�Haben wir ihn verloren?�, fragte Jarod Shadowsong verwirrt. Der Hauptmann hatte die Gruppe an diesen Ort tief im Wald begleitet, um seinen Gefangenen Krasus weiter zu bewachen. Er hatte sich an dem Zauber nicht beteiligt, aber sie als W�chter unterst�tzt, als die Lage sich ver�ndert hatte. Er hatte sich vom Bewacher zum besorgten Freund gewandelt, auch wenn er nur wenig von dem verstand, was passierte.</p><p>�Nein!�, gab Tyrande ver�rgert zur�ck. In einem freundlicheren Tonfall f�gte sie hinzu: �Das darf nicht sein ��</p><p>�Er riecht nicht Tod ��, donnerte Korialstrasz� Stimme.</p><p>Jarod Shadowsong reagierte jedes Mal nerv�s, wenn Korialstrasz etwas sagte. Er musste sich noch an die Anwesenheit des roten Drachen gew�hnen.</p><p>Zu einem anderen Zeitpunkt h�tte Tyrande das vielleicht lustig gefunden, doch jetzt beachtete sie es kaum. Sie selbst hatte den Leviathan schnell akzeptiert, vor allem, da sie eine verborgene Verbindung zwischen ihm und Krasus sp�rte. Sie wirkten fast wie Br�der oder Zwillinge.</p><p>Der Gedanke an Zwillinge lenkte ihren Blick zur�ck zu Malfurions.</p><p>Krasus ging auf und ab. Er sah jetzt wesentlich ges�nder aus, und die junge Priesterin hatte bemerkt, wie sehr sich sein Zustand besserte, sobald er in Sichtweite des Drachen war. Zugleich schien sich die bleiche Gestalt um Malfurion zu sorgen � und das obwohl Krasus den Nachtelf vor der Begegnung im Tempel noch nie gesehen hatte.</p><p>Brox kniete gegen�ber von Tyrande und hatte seine Axt neben den erkrankten Freund gelegt. Das Kinn des Orcs ber�hrte seine Brust, und sie konnte h�ren, wie er etwas murmelte, das wie Gebete klang.</p><p>�Das Gebiet war mit m�chtigen magischen Energien aufgeladen�, sagte Krasus leise, wie zu sich selbst. �Teile seines Traum-Ichs k�nnten in alle Teile der Welt geschleudert worden sein. Vielleicht findet er sich wieder � aber wie unwahrscheinlich ist das �?�</p><p>Hauptmann Shadowsong sah die anderen an. �Vergebt mir diese unangemessene Frage, aber ist ihm wenigstens gelungen, was er sich erhofft hatte?�</p><p>Die Gestalt in der Robe sah ihn ernst an. �Das zumindest ist ihm gelungen. Ich hoffe, es hat gereicht.�</p><p>�Redet nicht so!�, emp�rte sich Tyrande. Sie wischte sich eine Tr�ne aus dem Auge und sah hinauf in den sonnigen Himmel. Trotz der Helligkeit hielt Tyrandes Blick stand. �Elune, Mutter Mond, vergib dieser Dienerin die St�rung deiner Ruhe. Ich wage nicht, darum zu bitten, dass er uns zur�ckgegeben wird � aber gib uns bitte eine Erkl�rung f�r sein Schicksal!�</p><p>Doch kein Licht fiel auf Malfurion. Der Mond tauchte nicht urpl�tzlich auf und sprach zu ihnen.</p><p>�Vielleicht sollten wir ihn in den Tempel zur�ckbringen�, schlug der Hauptmann der Wache vor. �Vielleicht kann sie ihn dort besser h�ren ��</p><p>Tyrande antwortete ihm nicht.</p><p>Krasus verhielt im Schritt. Er blickte nach S�den, wo der Wald dichter wurde, kniff die Augen zusammen und spitzte die Lippen. �Ich wei�, dass du da bist.�</p><p>�Und ich wei� jetzt, was du bist�, antwortete ihm eine hallende Stimme.</p><p>Einige B�ume verschmolzen miteinander und bildeten eine Gestalt mit dem K�rper eines Hirschs und einem Gesicht, das eher zu Tyrande oder Jarod Shadowsong gepasst h�tte.</p><p>Mit geballten F�usten ging Cenarius langsam auf die Gruppe zu. Er und Krasus sahen einander an, nickten einander respektvoll zu.</p><p>Der Waldgott ging zu Tyrande, die immer noch Malfurion st�tzte. Brox trat h�flich zur Seite, w�hrend der Hauptmann der Wache den Halbgott mit offenem Mund anstarrte.</p><p>�Tochter meiner lieben Elune, deine Tr�nen ber�hren Himmel und Erde.�</p><p>�Ich weine um ihn, Milord � um einen, den auch Ihr m�gt.�</p><p>Cenarius nickte. Seine Vorderl�ufe knickten ein, und er ber�hrte sanft Malfurions Stirn. �Er ist wie ein Sohn f�r mich � und ich bin froh, dass er jemanden wie dich hat � der ihn festh�lt ��</p><p>�Ich � wir sind Freunde seit unserer Kindheit.�</p><p>Der Gott des Waldes lachte, ein Ger�usch, das die V�gel zum Singen brachte und eine erfrischende, k�hle Brise weckte. �Ja, ich habe dein Flehen an meine liebe Elune geh�rt, das ausgesprochene und das unausgesprochene.�</p><p>Tyrande konnte nicht verbergen, wie peinlich ihr das war. �Aber all mein Flehen war umsonst.�</p><p>Sein Gesichtsausdruck zeigte Verwirrung. �Glaubst du das? Weshalb bin ich denn hier?�</p><p>Die anderen erstarrten. Die Novizin sch�ttelte den Kopf. �Ich verstehe nicht ��</p><p>�Weil du noch jung bist. Warte, bis du mein Alter erreichst �� Cenarius �ffnete seine linke Faust. Ein gr�nes Licht stieg aus seiner Handfl�che empor. Es schwebte, als m�sse es sich erst zurechtfinden.</p><p>Der Halbgott erhob sich und trat zur�ck, um seinen Sch�ler zu betrachten. �Ich ging durch den Smaragdtraum und suchte Antworten auf unsere vielen furchtbaren Fragen. Ich suchte nach etwas, was man gegen die Anh�nger des Todes einsetzen k�nnte �� Ein schwaches L�cheln erschien auf seinem b�rtigen Gesicht. �� und stellt euch meine �berraschung vor, als ich einen Bekannten im Smaragdtraum fand, einen sehr verwirrten und benommenen Bekannten. Der nicht einmal mehr wusste, wer er selbst war, geschweige denn, dass er mich erkannte!�</p><p>Als Cenarius seinen Satz beendete, schwebte das Licht zu Malfurion und drang in seinen Kopf.</p><p>Der Nachtelf �ffnete die Augen.</p><empty-line/><p>�Malfurion!�</p><p>Tyrandes Stimme war das erste, was Malfurion h�rte. Er hielt sich daran fest wie an einem Strick. M�hsam zog er sich aus dem Abgrund der Bewusstlosigkeit auf ein helles, aber angenehmes Licht zu.</p><p>Als er seine Augen �ffnete, sa� Tyrande vor ihm in der Morgensonne. Das Tageslicht st�rte ihn nicht. Er hatte sogar den Eindruck, dass es ihm Tyrandes Sch�nheit in einer Weise enth�llte, wie er sie vorher noch nie sah.</p><p>Beinahe h�tte er ihr das gesagt, aber die Gegenwart der anderen verhinderte, dass er seine Gef�hle aussprach. Er ber�hrte nur ihre Hand und nickte den anderen zu.</p><p>�Der � der Schild!� Seine Stimme klang wie die eines Froschs. �Ist er �?�</p><p>�Verschwunden, ja�, antwortete eine Gestalt, die beinahe wie ein Nachtelf aussah. Malfurion glaubte, dass das Krasus war. �F�r den Augenblick wurde die Brennende Legion zur�ckgedr�ngt � zumindest an einer Front.�</p><p>Malfurion nickte. Er wusste, dass der Krieg noch nicht vorbei war und sein Volk sich weiter gegen die Vernichtung zur Wehr setzen musste. Doch das lenkte nicht vom Triumph der Nacht ab. Es gab immer noch Hoffnung.</p><p>�Wir werden gegen sie k�mpfen�, versprach Tyrande. �Wir werden unsere Welt retten.�</p><p>�Sie k�nnen geschlagen werden�, stimmte Brox zu und hob stolz die Axt, die der junge Druide mit erschaffen hatte. �Das wei� ich.�</p><p>Krasus blieb pragmatisch. �Das stimmt � aber wir brauchen weitere Unterst�tzung. Wir brauchen die Drachen.�</p><p>�Du brauchst mehr als nur Drachen!�, donnerte Cenarius. �Und daf�r werde ich sorgen.� Er wandte sich von den anderen ab, l�chelte Malfurion jedoch ein letztes Mal zu. �Du hast mich mit Stolz erf�llt, mein &gt;<emphasis>Thero�shan</emphasis> � mein Ehrensch�ler.�</p><p>�Danke, Shan�do.� Er sah zu, wie der Halbgott wieder mit den B�umen verschmolz.</p><p>�Kehren wir jetzt nach Suramar zur�ck?�, fragte ein Nachtelf in der Uniform der Stadtwache. Malfurion kannte ihn nicht, nahm aber an, dass man ihn aus einem bestimmten Grund mitgebracht hatten.</p><p>�Ja�, sagte Krasus. �Wir kehren zur�ck nach Suramar.�</p><p>Mit Tyrandes Hilfe erhob sich Malfurion. �Aber nur f�r kurze Zeit. Das Portal, durch das die D�monen kamen, ist zwar zerst�rt, aber im Gegensatz zum Schild k�nnen die Hochgeborenen es schnell wieder herstellen. Ich bef�rchte, es werden weitere kommen.�</p><p>Obwohl jeder das Gegenteil hoffte, widersprach niemand. Malfurion blickte in die Richtung von Zin-Azshari. Etwas furchtbar B�ses war in sein Land eingedrungen, und es musste gestoppt werden, bevor es alles ausl�schte. Malfurion hatte dabei geholfen, den ersten Angriff der Brennenden Legion niederzuschlagen. Aus Gr�nden, die er selbst nicht verstand, wusste er, dass die D�monen bald wieder versuchen w�rden, sein geliebtes Kalimdor zu vernichten.</p><p>Malfurion hoffte nur, dass er dann gewappnet sein w�rde. Wenn nicht, w�rde vielleicht nicht nur Kalimdor, sondern die ganze Welt dem Untergang geweiht sein.</p></section><section><title><p>�ber den Autor</p></title><p>Richard A. Knaak, Fantasy-Autor aus der Bestsellerliste der <emphasis>New York Times</emphasis>, hat bereits 26 Romane und mehr als ein Dutzend Kurzgeschichten verfasst. Dazu geh�ren THE LEGEND OF HUMA und NIGHT OF BLOOD f�r <emphasis>Dragonlance</emphasis> sowie DER TAG DES DRACHEN f�r <emphasis>Warcraft</emphasis>. Er hat auch die beliebte <emphasis>Dragonrealm</emphasis>-Serie und mehrere unabh�ngige Romane geschrieben. Seine Arbeiten sind in verschiedene Sprachen �bersetzt worden, unter anderem ins Russische, T�rkische, Chinesische, Tschechische, Deutsche und Spanische. Er hat das koreanische Manga RAGNAROK (erschienen bei Tokyopop) f�r amerikanische Leser adaptiert und �berwacht die Arbeit am neuen <emphasis>Warcraft</emphasis>-Manga, das zeitgleich mit <emphasis>Die Quelle der Ewigkeit</emphasis> erscheinen wird. Neben dem zweiten Band von KRIEG DER AHNEN � DIE D�MONENSEELE � arbeitet der Autor an EMPIRE OF BLOOD, dem letzten Buch seiner epischen <emphasis>Dragonlance</emphasis>-Trilogie THE MINOTAUR WARS.</p></section></body><binary id="cover" content-type="image/jpeg">/9j/2wBDAAUDBAQEAwUEBAQFBQUGBwwIBwcHBw8LCwkMEQ8SEhEPERETFhwXExQaFRERGCEYGh0dHx8fExciJCIeJBweHx7/2wBDAQUFBQcGBw4ICA4eFBEUHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh4eHh7/wAARCAK8AdADASIAAhEBAxEB/8QAHQAAAAcBAQEAAAAAAAAAAAAAAAIDBAUGBwEICf/EAGEQAAEDAwIDBAYGBAgJBwkGBwEAAgMEBREGIQcSMRMiQVEIFDJhcYEVI0JSkaEzYnKxFiRDgqKywdEXJTRTc5Kz4fAJJjdEY2SDGFRVdZOjwtLxJyg4ZXTDVnaEhpS08v/EABwBAAEFAQEBAAAAAAAAAAAAAAABAgMEBQYHCP/EAEARAAEDAgQDBgQDBgUDBQAAAAEAAgMEEQUSITEGE0EiUWFxgZEUMqGxQsHRBxUjUuHwFjNDYvEkcoIXJaKy8v/aAAwDAQACEQMRAD8AxRdacLgKC4hfUR1Sr3bBJHcrp3AXD1SoARUF3BxkLiEl0ow4KPzJEFdyhPaUZzUVGLkUkpE266BujgJMORuYoTmusjuaQUA3ZJ9o5d7QosE0vcug4KDn5RScoAJTlQ0lKSuBxhJFdO52QLXBIlLl05xugQOXdB3MOq6COXdKmopOQEZg6LnL3crgeWnZInbI8xIIQY9xcuyEOAOEWNwa7dCRdBBKUDuUbJA7LnMShOvZODM49UXtUm0Z8UfsxjJKNEFwCI0pVru7hJDGcZQccHZKodihjBQDsFce7ZFAJ6AlIn5tEZBBcSpy6CjgpMIwKEJZ8mdkg7qj9Siubg9UIKBzyhGAyN11zmhuEmXbIQlY9ggdjlJB5BXXu2QmrpduuPdkYRQcriRLdAdV1Atx1Q5SRsEIXcrrCETB8l3lI8UJC66O13K3C453M1cnGHYQgbzOS9Ey6L4LiUkADsLjAM+CE9FZ7SXce6kgcHou8+yEoRSg3KBQzjwSIKKguhApUi4gjDdAoQutGSuyDDl2PwXZ+qEOKVhz2JAOGklR7LnRRzuElREHZ6kpxI0shJBOCDgFZXWhz6mU832jstKiomzglxK4/iXiGbCCwRMa7NdaXPeLSfZq4M/tIQ3C3ydK2D5uWVchCMwvPstcfgFoHC2d65KP9oNWP9Jv1Wuc8ThmOcv/AJq6KjbkdOCPu4Cyv1mrbs2WYfziuet1oOe1l/1lCcKLj8w9loN/aEMvagPutXywjan+YR2Mixl0bz8llcV5uUZwyrkGPAlOmamvDRgVcgUZwqYHSx91Yj/aDSubZ0bh7LRnMd1AZ+KNG6RoxyNIWajUt2zvO0/zEZ2p7uW49ZAHuCT91P8AD6qX/H9Db5HfRaW8xAbU7eb4ZQbMQ3HZ7fsLK5L3c3nJq3ZQF2upGfWZsee6kGFG34fqoP8A1ApAdIj9FpzOTOz912US7fW5+SzEXa7eNROPmVLWPVdbQ1IFXK6SLxHVQPwqZoJbY+Cnh4+o5ZA17C0d6vJE4bux2EVjiTgtJ+SjIdQ0E5wKrfywVLUddCWcz2NDfB2CqMkMsej2kLrafEoKlmaF7XLnZZ3IwFxzWDbDiUhJXxSOLmzN5fIIMlYd99+m6a+J7fmBVmKqjk+VwS3NIB0P4I0YDyeYYKIxz2e0HEHzRJLpTRAsMjeZNAeflF0ktVHF85sl6aVjWlh8V3s4mnJJx5KCv18goIg2FoMhOVXqvV9ycQ2J5jPuVyLDqiQZwNPFc9iPFlBQymIuuR3K+9rSFhMj2R48XuUPcL9baN3L6yJvcxUKor6qoyZJnOz70zJ3zndaEOEMBvK6/kuQruP53H/pWW8SrbW6v524p6fkPnlRp1Nds91+AoFdGVoso6dgsGBcvNxNikrszpiPI2Vpp9XVjBioZG8e5Sts1XRvd9a90efJVO2WW43KCpno6WSaOlZzzFrc8rc4yo/Bz03UDqGlkuA3XwVmm4pxSkAu+7fHVa3FLTVQMtLOyQeIalOZpGHNwPcsoobhU0UofBK5hHgCrNS6wa6MNrKcucPtMOCVnT4bKDePULt8J45ppGZKvsn6K5ED/OH8EXDf87+Sg6fVNpcQ0ucw+9qexXihmGWzxkftAKg6lnb8zF1UGOUFR/lzD3Ug4sH/AFgv92CuCWP/AM25veoyXUNphzmcH/RqJrdYxNcRSwuk970rKKd+zVUq+JMNptJZR6a/ZWoMaenL8Mo/Zv8ABg/FURmrpAe9SDHuKdR6xgA71G/PuIVj931I6X9lTHGWFH/Vt6FW1jwP5LK69xd/J4+SpY1nUs3bTtd8Qms+rbpK7IcIx5ZwnDC5SbmwUUvHGFx/KS70Wh9jCP0knKk5JIweWLvfreKrVl1JQ1LuS4vMT/AqfEtPKB6ie2P31WkppmOyvBA+nutmixukrWZoXh339k4nj6Hn5/gkxI5mzSUwrrvbqAZ9ca4jq1hyoOr1rhx9VpBj7zxlKykkkN2MNvHRQVnE+HUfZkkBPhqrVI6Q+2/80pDFA4d+bB9yzifUte7oS1Js1DdPs1Rb81Z/dE9twsSTj/Dx8rXFaSTHnrIujk8O1/FZwNR3Yf8AWI/wRhqi6j+Xi/BL+6puhCaOP8Pdux/0/VaIT96Pm+SAMeP8jcfmVQ4tXXFrvriJB7lKU2ty1uHxuB9wUL8MqR0v6q9T8Z4XPu7J5gqzse8t/TfIlcja5zuoPnuq3HqN9fPHR0VGWSSHeSU7/JQl7u0r6t8VPM4NaMFwd7RT2YXMTZ1goKnjqgiF42l30+60E1ELGFjZBlcp3Pq3iJszVlbZ6x7hy1EmfHvKd0rBVVFwLnVEhjaN+/0UkmFiNhcXbKrRcb/FTshZAe0bbq68pyuEFKjACTcd1kr0ELrpAQuZGEmEDslTG9lKHHKg0Iue6g04SJ5ddGD8Dk8FTb7Z6r6Vkmo6LtIn+f8Af4K7Rwc0Hb58VAcQC6emy3IDRjZaVFUESgd65Pi6hbVYe53VmoVFqB2RwFZuGmrG6Vv0FVU07au3uIE8DhnmaeuPIqp/FPJocjIXQTNEjCx2xXisLix/MZpZew9XcKrtX2SG96TdR3Kknj7eGB8QDnDHUHxWOab4dahul4lN7p5rVTMkJcHRYe856AeK9M+ibfzfeCFnEpzNQF9C/wDmHu/0S1NeIVEabVlc7fv8s4/ZIx+8FePQ8QV2HVs+HRkdi/a66fRd5hVU7FJQ2pN9LryFxD09HBqW6x2+DsYad+I2e5rRzE/EqhlsmeR4wVt/FWGO367uG31dbTxzR/MYP5grH729nrrXsGANl6hhFU+aJjXajKNfQLJ4gwyKFnPYbEuNx6pGloqism7GmjMj+VzsAb4AyT+ATTEmei2H0adOfS1x1HdJBmKhtMrBt9qTuj8uZUTUFq9Vqqtsf/VpXMf8M7KZtcw1bqY7gA+6x24a+ak+JaetrKs8rs9F6j4B6Q/hdwgjMkjKWqp6qWGCcxc2WbEBw8QC5y8ydo3OV719GixepcE9P5BD6mJ9Q7b773Eflhc/xnXyUtA17DY5h9ipMIcIZi5pvovNmstFavo9U/RNbbYCMnsahu0TmZ9rKbaq05ZNJWbt7g6Ktu9UMQta3EcbfvYPVbzxQcf4d1kbM/xeCGH8eZ5/eF5i4oX0XPWNWXH6qmHq8X83r/8AEq+CVk1cWFvZaGgkDx6LtsQEEFE2ebtPk2v0VEqW8kpAO3uSjaycQdg17sfFIvcTueqEcb5JA1g3Xa201XmpeQ/sdUTvj7w+aWhqJI/0b3fipWfTtdFpsX2UEUpqPVx+1jKhS3vbJA5rxpqkLZYnC+hUi67VnLg1MoHuUeXkn2nfijlu3UpIAF2ADlK1jQNAllmlkdeRxPmgS4nckrimaKx1VQ1r8cjHHAJCk9faMuGj7oKatYXQvAMcoHdcPj5pgqYs4jLtSpHUU7Y+aW6KqtzggAlHZDKWcxGApakp4HwlzAC5NmOke58cg5QEnN1OmyDT5cva3TGXyCmtKWSpvFUWt+qhb7chG3/1S2i9NV2pri6kpRyNaeaV+Nmt81tVPp6IUUGnNOUZfV1ADAM7vd4uJWfieJtpyIYz2z9B3rouHeH/AI+9TPpEz6+CS9HpgZxAqKWjbz07LdKHZGQe8P3qP48cKTb+21TpinPqpOaykYP0J+8wfc/cvUnB3h7Z9BWkUgAqbnUf5ZUkfpD5D3BPdc6ffGJqy3DMBjPa05Gc/D3e5eZz8Wmkxjns/wAs6b/N+iuONNW/wJRa+x7l81yMHcLuFsHGXh5HRSTXuzUzm0hOZIGN/Rn3e5ZAR7l6zS1cdSzOwrl6/DpqCXlyjy8Un47ruSB1Kd2631NfP2NPGXO+CtVj4f3S9UNfJSEGWgGZIxuT8FJLPFF/mOsoqehqJxeNt1SSudUoWFshY8EFpwQUrDG0v3UpsFVDXOKbZI2QyU5nYxsmwSZ5A7om3TixwSQXQjgE9BlTFj09crvWwUlLAXSTuDWD4pZHsYLkpYoJJDZguVBozZHgbPcPmpOrtctPW1FMTnsXuZnHXDsJKWiaPFM5jSncl7Ux3zucriMRg4S1JSyVMnJGHFxOAAMqTYXUYYXG3VIFBWfTtngm1HR0NaJJmzyAPbGNwP7064iaMqtMXYxsje+ilf8Axd4H9E+9VxWRc4QX7RFx4q+7CapsBnLdGmx8CqiyF7/EBLiid1MrR8k5bZrwd2W+sP8A4Tkp9B37/wBG1mP9EVK6QD8QUDIT1YUxdBy/bz8iidm49AnzrNeR7Vtqx/4RRTa7qP8AqdSP/DKbzW/zBOdTyH5WH6pQ0c1LAyRhk55gQ74JpLQyxxB+3L8V2WCta3v+sbdc52XJKkupWxd7IO5Stzd9014Z/LlSUT3NfgLRNG0Rg0762fbqH5PwCz2lYZp2RjxcGrU7NEYqWGjBJYO6T5LNxR9mBg6nXyXacC0vMqnTuOjBp5lKkAN6omEH+0RlGZjxXPr10ORe6AiuISZcjAAtTtlBmslG45VzYLgwAiuOySyXmJSNxxhEmgbICDjdJlxautlOFLG7KopCCLLPb9bZLbUNa8dwkkKS05Ey4UVTFJ7bYjhOeILzI2lLvMhN9COHb1ZPURHC6UPLog5eH19LFS4i+AbL0l6A96DoNUabkI5opYquIe45Y79zVt3F2Al1DWNGxDoifzH9q8m+irc36e4826FzsQXaKWlcB4kglv5gL2fr6jFZpafAy+ne2Rvw6H8iV4zxbCaXH3Fu0zQfbT8lJg0wgqmE9Db3Xk30lKJoo9P3aPbaSlk26EHmH7yvO1c/nqXFvQuJC9Z8fraKvhHcJ2tw+hqGzA+W/If3rySY3Pka3xc7AXovCFQ2ooARuwlv5/mrHE7yJch23Xsb0TNOCk4Baiu1Q0tfeDK5uR1jjaWg/jzLCOKdJ9H6odO39FWs5/5wwHL2PbLQNH8FLJp8ACRlJT0kmPvyEc5/Fzl5o472F7NLw3EfpKCrMTz+3kfvC5vh7FHVOLzOedHSuaPIfL9loYSwNwqZw6WP6rz/ABsMlS2MfaIH5r6j6FtYtOirJbMb0dvghd8WsAP55Xza4Y2w3riVpy0j/rdzgiP7JkbzfllfTqolZBBI87NjjLj8gq37Tawh1PCP9x+w/VcnSNsSV59vbDctQXq7TbRmaSTP6se37mrxfcHOq7hNLgkvkLgB8V7a4gAWHhbqGsd+lbQvaD+tJ3f3uXknh/qJmjtUU13qrZR3GFrsSQVLMhzT1wfA+9bvCBcYpZ7XcbWC6jiOYSNii/AxK2LQlwNL6/ev4jS9QH+2/wCX96m7Fo+83F7YrNaKhtPkdrXmDDIx+17K9qVFu0VUaFZrOhsFvkEtGJoHPgDnDm6dfHwVmt7ILxpKGOONrIJ6fk5AAOXIwVkV3G87Ll0Ww2B0+2qqwvpYIQ6OLS9iXb/0XkL0jLPBaeFlnoaLHZU1X3iPt8zTv8yvOi9WcWLJPeNBV1vlB9ao4e3GfvR+3/R5l5ZcRBVNL29q0EZaf712PC9QJKPlk3c0m6j4mpHRVDZOhAUjprTd31DV+q2ujlleN3u5e6xvmT4LV7Dw2fTTUUFE2a6X6XrHFD2gb/x94raeAVXwi1haG2exvksdeWjtbZLLh7z+q/8AlP3+5anqJlr4c6VlrNPW2AyjaRz/AGnfF3UrmcX4pqmv5YiczpZ1gXeR10U2EfBQWyM5kx2vsFkPDv0dnBxuut7gdjzx2+n8P2n/ANgUvxX0TQV9qmt9wj56V/6KTGXN+B80/vvGeaw2X6TuVubLR9rG2Ys6taTuR7/ctRtFXpjWOk6e4W+WKvt1azLXt6g+/wAiPJcjNiOLGNtTWCzQdHA2AI6eoVySrmoaox1YzZtx4L5zay0zc9G3TsKiMvp3H6mYDZ4/vUX28b4zKep6L1jx70fBRQmiukfa2+Q/xeUjdvv+K8q6t0/V6erfV3nnppN4pfBw8vivVsDxT9502aTR4+viqOK4UaJjaun7UL/p4L0x6CVot9z0zqw3CnEuKunA/wBR60quk0lw/wCIrfVLRg1FN2j5er2eHK0noCqR6Aw/5namOOtwix8mH+9WrjZBG7WFNK4b+pAf03LzfGKgzcQVNNoGFmvsFPwsw1Mop5HOyEHRVP0nONFHQWuDT+kHSC41o56ip6djF4Bv6x/cn/Azi5U0VDDZte1IkpeyzT3R59j9WXz9xXnLj3hmuIw3YCljVg1BHbp+GsFytNx7V0oYyUZ9h32mnyXTScO0UuHwxmIHOQSR0KsRUtK2apgld8ny960jjNxrj1NRz6f0JbAYZT2RrHxZdN4dxmNgc9eqyTT/AAgr4WCr1LKKWM7+r475+P3U/wCCurqjSN9+kBZ6S7UOeSeOYgOx+o7z93ReuNN3Ph3rez/Tluo434IjmpZG4fE7yLf7eibiVUzhymMVFCddyN/6KOOCCKRktTEXt6dxXm/TfDS/apkbTaQtLorcR9ZVyDkgZ/O/lHfBafaeFA4f2+V1LWmrleP4253TPuT3UfGa62u+11hsVmp4oqKR0LS52QSOmBgYT7gLxTt/EBlxsl6xBfaPm54ycduzpzN948QsavrMQq4HPLC2MWJuQbePiD5BalXV1VM+OqlYGxn5Wju7lgvGLhr9KxT6iskQbVt3qIAP0vvb71gzCWuIkBBG2F9B9eaWkoQbvb4SaYDEkY8PevNPFzQtHeO1vOm4Gw1g3qabwk/Wb7/MLouGeIopoxTONwNnd6zcUwltdG6voPUdyw6V2T3fFWDT2ib5eWiaGmcym/z0gwz8VD2+kdUXGGlIIJkAXrb0db/WXOafSN5stPXR0NL21PUPxztZkAMdtvjmOCujxfEHUUBfHa471h4Vh7ZwaioaSwG1gbLD6PQ1TFO2ms1HNcquTr2cXMB8v71rfCrh5WaZqam53YYuYZytj8Gggq96Cv1LQcWLhamhrKeUsjjH64/3q969traG809dEC2KdnI79ob/ALsrzjGceq5WGnadC0Fx7+4bLtpmxU1U2BseRpF2r533GadlfVxybO7VwcPIgpjJUPOwzlaH6RWnv4PcUbh2Y/i1eBWxfz/a/MFG4MU2koLm2661ttdW0ROxpv5P+b9r4L05lZGKRtSRfMAbDfyXANpZZJzTx/hv9FEaN0FeL7GK6WH1Wib/ACsg6/sjxWlaI4cXm8zNotIUHLGf0lfKO634u/sC9Oaao+GWo7O64Waamr6WPZ4Y5zSzyDmncH3EKCu3E1mlr1LYrdp+lbbaWNjoRGTG7fz2XnU3FtXXTSRxQklupabN09zf1t5LsMJghZHyqCIul/mNh7BSHC/glpzQ9tfV1rIrleZGfWVEjctYPJoPT4qjcXdJvt9BJWtgjqqLJeC7fk+fgs44+cc9VaovMukrR/im2DlEgi/Sz+Ped5e4Ky6C4rModLVGmNVE+ovi+rqJOsX6p8wkGGYo2WLEHvuXDRvUd2uvskwKaqp5pXStzBrgHg637/ZWrg9YLvqS3VVQ2rZHSwPxE54OH+f4FW64cKr9Vg/4+oh/4b/71lOnePItNLFZdCacpJrbRs7M1FwkdzTOO7ncrOm60bhZxU1Brf6XorpbrfRyURiwaN7vt5Pj+yqWJ0WIUgfUSNyxDxB+innxjFJZTUU9gw7aBVmThFqW8V09BDregbLD7YFM8f2qOqfRq1BNLh+s6Elx738Xk3/NPdR6qqdK8SKp1AHF2Iyd/a7vQqJuXpWVVPcp6Gm0VFK+OTk531h3OcdA3ZTQP4knjjdSDMCA65yiwPTUp+NVGKU0UUrpLseNNBuqtxM0BTcPNB323PlFZcj2ZdU4+zzDujyC84YyvTvG3iNZ9aaBq/WKb6LvjuzYYfaZIOb7Lv7CsUvWkorZbO3ZVukcxhe8FuNtv713PD8sopi+o/zHON/pZcpjYzvjuLENF/NQmkKVlTdBFLsAc5K0MAQfVtPMHDAKp2jYWz1LJ293lHKT71b2vaS0Hq05yn4k7NLa+gH1Xe8F04hoOaRqT9EngoEEIvaHJR2uysyy7YPRXO72yI9x8EVzi12F0+zlPAss3mWRmbtyUUjK6wktKRDncxCAEx01kqHY2K7zBIk5RXOIUjo7KPntKjdewNkoWvY3DmO/JVvS7g27NYXYDwrRfA+a1TNO7sZCo0EhjlaI9nt6FbdF26fIvL+KG8vERIBurxS3N9pvVn1BQxyRPt1ZFOXY8WOBd+9fR/tKe4W3tYHB0FTCHMdjq1wyD+a+aeoYzTR0tIxsnI5mZj2ewPxXvH0dL87UfBXTdfK/mljpvVJPcYSY/wBzQfmvO/2hwcuhgqh+Eke9rfZZR1ncFGa/sQuuh7va/wCUmpHtH7WMj814t4Q6eOpOK2n7DI0mGa4M7f8A0bTzP/IFe+r2BT1sjD0eMf8AH4rz76NGizSekVqmpIPY2RkrYzj7UrsN/oFyo8LYu2lwmrlaLEC4Hja33IWniLTK1jyt84hvEl001bwe+6tE2PcMNH7ys341aWfX0WrLawZ7eF9RHt9oDmH55V31PI2biVbMOyKd7G4z08VNako2OvMc8jeZlRC5smentf3ErnaGodRT0zepAPt/wtKI/Dxsj/mY76m68T+iPaDdOPFl5m92jbLVO26cjDj8yF7wv8wgs9RkZ7QBg+e39q82eibpR1n43a4kfH3bZE6njOOnaSgt/osK9FawJFtjYBkvkyPlurXHlT8XjETotQGN9jr+awqSDJOIz3rAfSjuHYcK54G+1WVsUWPcO9/8K8kV8cj3x00YLiXgMA6k5H95Xoz0tK58R09aCe4TJUvHmQQB+8rKOEFkbqXjLpq0FvNC6tZNIMdWM77vyBXpPDNqLCGveNGhzj6f8K3i7btcQd7Bex79RP0xwgsmndzKylhieD94N5nfmj+jxq7+ENvvVsBBdZK7sG4+44bH8Q5Jce7kKZtCM5MUUszh+7+r+awv0KNUSR8Wr3apHEtvFO94GftxEuz+BcvPqbDnYlg9XVHQm0n1ufoFYqiIMKgZb5iT7aLa9cUNPT6tro5hiKU9o3383X88rw9r63yW3VdwpZRh8dQ5pHwXv/i/RtH0bcMYyXRv9/iP7V5M486Sra7V30ha4XVImjb2gHgQ3C6HgfEGtmPOcBmb9R/RXK2KWvwuJ8bSSOnloqRwdcWcVNJlpIzdIOh/XC9+8UbeJNI3AE7dm3+sF4T4Yafulq4u6MNyo5abtLzS8nP9rErM4X0E1rB63puvhzuWj+sFX/aHNkqaWx3P2P8AVYeGSmKpYHDUEX+i81ekTQsoeC8kbDnNVC0efiqF6LGqNa6bvkjaHvWKT/K4Z/0fxb5P+HzWy8eaOgk0XT2uryQ+qY7H4pDhToE3FzDFT+q2yD2nD7X9596mp8YijwdzXD5ib3Gg2+q6x2ExVT3YjWPtGP8A5LSay4N4gWt1nqLFmjd+kle7PZ/71nnEbg3pK3aSnnvOoXQ0UYJaOXLy7G3KObvH3LZNU37TvD/R8l0rpW0lvpRgNG75HeDQPFxXkDXOt71xDvb73cZPV7ZR5fS0Q/kW/rebzjc+OAsfAIq+okM0UhYxvW3Wx+XoT6aX96GGzzVL3UtL2ITuN/e61H0EYmx6J1C2N2Wi6kA+YEbVduMsHPqqkwBj1TH9Iqm+gk0/4Pr68dDdn/1Gq/cVGdpqekOCQKX/AOIrNxWS3ElVm7x9lU4adkrGEdxXjT0jI3R69DDsfVI/7VQYn1EdK6ON7uRw7w8Fo/pQxmPiMwkEZooz+bln9FHz0+AfaAyva8Lc0UMJG1gsbEyZMQmJ7/zV14b1lqfTzUVwqRSS4yznHcf8/Ar0H6JjvXrdf54N2/SQ6f6MLx7XRvjn2Oy9m+gjS9jpC9c/e5q5p/8Adhc5xbDFDRumG7nN+4WhDjNS+lEDx2WBQt6sMdPxHu9U4d+WqJ/ILAtIUepZeJVRUaZc6Gupq1z2zj+SHN7R9y9RcTJoLVrmvnmIDe2P7gqlwttMVZc5aGy0fNNVydpLL/b8FlYXiz6eikkIu4gAX28b+S7atwxuI0kD5DaNgufULcdLawuN3jhtrrfFPKIsTOZ3Q7bfbyKi7xwjoK24TVdNXvomybui5OZrfPxV50/p+h05bTh+ZQ3Msp/P5Lzpxt4wSanuU2kdGzu+ixllbWs/6x+qw+DPf4/BcTQ01dV1JpqLsAavdoQB0097AFczBWvZVEYaMgOnn53WM8XZdLaY4oxTaVnbc46XLarDeSMv9k8v9/mt89EKlF4oNQ6tMRjhqZ207CfKNgJ/eF481FJG+7zmLPIxxYD54XuvgbRu0r6MVteIyyarp31Ltty6Zxwf9UtXonFcMEOExQvJLn2bc7kDtWWNHV1UlRJTtN8zvrtdYxxS1C3TV5tF8pz9Ybw2sJ9zDn+5ertVMiu+jRNTntY5GNnhcPtAjmB/Arwt6Q1bm9261DcU1KJH/tP/ANwC9eejNf49UcFbI6aTmno4fUpw7qCzZv8AR5Vz3EtDM3DaerjHaN7/APlt9B9VqY1V3xIlvyx2HsvPnpWWEz6Ztmo2nL6Sf1WQfqPGW/m0/is+0HqKzvjoaOtmFL6qCPrPYPzXori/aYbpabnpaRp+vcGRuxnkeCCD/wAeaznRnoxVl0kc+uq6tkTRs7s+y3+ZytnCMXppMGbHWEgtJtYEm3p52VyZtVQ1Hx0FsrxrcgfdW/0e5o7nqfUzadwFOBC0NHxeu8SLZI7X1Q/BbG6niaR8ikfQ0onUmq9bUUx5zSvjiyf1XvCvPGejNPqF1XCwvdJTxENAzuMrAq5eTj7mt2EbR56BaeB4rzMRv3grx/xHqJLFxRqJ4mhz4ez2Pj3Wrmr9UUN7ojKyH1WeQYkj8M+73LWK/SAu96luV50u6qa8fpRFKCfL2Snun+Edj1C+okfpt1FSQNJMhkkBJxno5dx+9KKPll7HZmAC9h+qr12EV9O6oeyoZkkubX7/AM1jOldS0VqsUtCIpDWzYDJW/Zxn+9b36ITpKmTVT3AukLqUlx/8VeWaJgbc43SHuiUN+WV659Cbs5ZNYHkzGDSAHH+lUXGLWswqct6gH6rnaXEZX0mWQ3ymwHonHFmga/WFc8t73Ow/kF5WqZY49d1rXHDBVvyf569ncVadp1NUv5fb5T+S8T6hZjWNzDBv65L/AFyqXBVQKinPg1v5rd4gq3fA0Lh0/QKxcSKylra+KG3j6rHaPk96qlXf7pUQSU8tTmJ/KH9xvM7l6ZdjJVgZRH1NsxB6Kn1bc1UpHmV2NCxjWBjRsuOxeofUTGZ53V50s8PtUDQPsqZYD2ZaeoCrOgpTJC6M9GOwrJI/EoCyqwZKh3uvUOHavm4fH5W9kHLrCi7LodhUSFvc26SlOXLucN3SLnnmXC4kqZ0dllOmSzH4BSXMXE4QOeXYpMPwhoULp0oXYOFxx2yk3OyUV79sKQgvKgNS1C4ntKGZjB3uXZZ/Kx0R5uhyr1J3XbOyCq/qSBjCwsaACVpUJ5bzGeq5HianErRO12yudrrPpy0wVhZHz0kXZSnm3kd8V6I9CK9GqsWpdNuO1urGTxDybK05+WWLyhw5nMep4Kd36KfLHD4rc/RnqJdIekfX6XmOG3GjMZJ8S1glb+S53jCgjkwypi6taHj0Nz/fisFr3yxtl7jZeodZsDKiKU9HNx+Cb8NLFR2+vvl7gGJrtNG+U/sM5Qn2vYyLD6yOsT8fimuia3tNDTT5weeQf3LxumdJ8NcHS1z431/ILZc0yYeHDvyrK+MGofoC33fUUbyJY5GOj+Lnjb8FsVeW3KwUtxpxzCeNkjCPuvbn+5eU/Stub6XTtJbGnvVlTzuH6rG4H5uXofgDeH6g4GaXqnnmlbRNp5D+tF9X/YujxPDzR4TTYi4atLm++g+x90/FZw2pbC38ICltDaehtF11BeY2gS3WSHn9/ZsI/wDiKc6xqQxtJD9ohzvzx/YpOlmb6z6o32gA7CqGrJjLqB7Gu2jAaB5Hx/Nc2HOdU53a2YPyt9Eyjj5tXmPn9F5R9KG6it4mR0Tj3KKijYP2nd4/vVg9CCxmt4oXK/FuWWqh5Wu8OeU4/qhyynjFczdOKF+qc7Nq3RM/Zb3R+5eoPQbsraDhZcb69v1tzr3bkfycQ5W/mXr1nHHnDOGNNyxrfU7/AJqhV1HNfk/3Jt6SVZVVU16ZQn64RinZ/Ow0rE+DOm77ZdfWm82yCSrucMuW08A59uXldn5L0N/AK5621FPU1o9TtIky6Zxw+QHfuD+0ouoOLXD3hdDJYNDWsXa4t2mkif8AVB368uCXn3Db4KpgtTKyjNLBqXau02BHf3H0XVVr6FjYYwzmysba34B5+Pgr/cafVFx0RU/wmgo4Z/0zKeAcxYG/ednGfgqNdb9pbSekPpu8aYFyIkawvZy83e6e0tF4b6nGutBWy+yRsjfXQOE0bDkMeCWuH5LLuIVndX6dvOmyN3QPEf7bRlv5rlqSeP497JRZrHZD76rPwwvmgkhOhBzaaLK9R6+g11x94cMobMLXRUVzp+zZzNPM50zM9APuheu9S93T1WW9cD94Xz74U3AVvGXRX1ZYW3mlaf8A2gX0G1Jhunaou6bfvCtcc0wpqilhaNGsd91jROidU3iNxcKgv4at1lNDc7pejJHE7HYhmMe7qr1UMOnbZDSWi0GpjYOXDXYxt16LJ9f8R6nhxpyO+UdJHWRPrI4Jonv5csIcTyn722yvHDDitpHiHbhLZa0CsY3M9FN3Zo/l4j3jZZlWyd1CKvlkRi4vvbv06X71dxKrn5rYpnZmjYbD6WWA+kjbdS6yvFPcYqz6iiZ3Lce6GeZH3nH3rz5qu5VtOz6Pex0LjtJle/eImkKK4QsraZ/YSPeOflHULzX6V1gt9r0dapomMNU+se10g6kALtOFseZO9lLIwWOx7rfdX6maD92ONE4sJ3C0f0EO7wnuBA3dd5Mn+Yxabr+HnvVOcfyA/eVm/oK8o4PVZ6E3ebP+pGtR10S270+PGL+9cJjQz8RVP/cAsrBXFszCO4rxb6WjS3iPAHDH8RjP5uWa0ZPqTuXqStP9L5xdxJp8kbW+P97lkYqOzpg1ucle24IzPhsNu4LNrZAyrkLly4P5nD4r2x6Dr/8AmXfT4isj/wBmF4ec4uO69segw4nRd9H/AH2P/Zhc/wDtCJjwR5G9x90yjfmEnor1qDQGltZa6rJL9JXOkj/Rxxy8jfDPhn81cNPaMs2l6B1Lpumjosu5i9+ZHO+JJz+ag743s9WTcjsSbEH5LBbV6Sl90nxGvNq1HS/S1hjuEkbCCBPTN5j7P3x7j+K4LC6CtxindCTmDdbHTu29StnEnyxwxyNecpA09Fr/ABZZqa86dnsVbJPbqeU5MtPt2g+6T5HyXlniBp7WGmbRNTUMLZKCRuJqyBu7WeRH2QvfFBV0V9slNWRsbLR11OyZnMPaY8Aj8iqFre20VFojUUojaxzLfOAf5hUmEY7UUBbThmdt9Qe/7/fyUsVZFLSOhDMh7x+i+dNoo56+50tvgjdLNPO1jWjq4k4wvo7xKfDZNA0NlpxhjI2RN9zY24H9i8UeizZhfeOmmqV/6KCpfWP/APCY54/MBe3teWiDU+paOyTTuiZFE6SUN6n3fMLqeO6sfFQw/wAouf8Ay/8AysrACyOqbLJ8rTc+n/K8lw2CbWWv62ShtEt8nBw1sewj5e7v/vXo7hxwwuVqjgnvlc6l8fVKblAZ7iW7fhlNuJPEvQvBjTRs9ktVP9Lcn1FvpvsnwdM7r799z+ax7grxV1dqLjJar3qi7TS0tZI+iFHH3YmNf7OGdNncu/Xbqqcor8Uw/n0xyRgWbck5reGlv71W+/HKuoL4aZgYDdzrDX3Xo3UjZLDf4LpRY+ubyHn3z71jHFHiPxNpKm8ht6bbqGIHsvVmNDuTwdkgnPzXoHX1CJrMKlvWmdkD3HYryJ6VVVdKMW6WmmMVvrWugqGM+25u+/yP5LD4SZz6lkMgHa79tNdBt4JIpoDQOnkZnc0W/RX70J3Svump5qmbtqieCCaR56nmLuq2/UtdJb9RUk8bQcxjOR71gnoPzdpetUnOc0lPj/Wctp4l1HZXGgzt9Wf3qDiRrxxH5W+w/RQUsUc1aYwNCPyUDq/0jdI6Y1FPYauzXeaqga0vNOyMtORnYl4TbT/HbSms7TcWClqrSWRuEbqwt5XnHmDt815c44VlOzi/dyQSH9njH7ATXUdbR0OiYorZPCW10neAPfZ97mC7o8N080cRAN3W1B26lRtoqVrZHF9st9FnDc+twnw7TP8ASK9ieg0QaTWpx/L0f7pV5AaA19N8v3r176Cjs0Otv9PSfumV3jd3/sk3l+ax4BaI+Y+y0XiXR9reXlo3ww/0V4Uuzf8An3dmkZxWzf1yvfeuHB1+e0eDGf1QvB1z5f8ACNd3H2fXpgf9crn/ANn7xaZjdgG/craxR7nUdKw/3orRRkG0mTHZ9z7ay+vhMVRIWuHVa5HRf4vJ/k8flhZDWBpq5AXEjmXoVCcxNisbEwGsFwrjpSM0tqY77UrslS0snayHHgmlCBHSRgDYN2SlK/6wk+9Z0hLpS49SvRsMy09MxjfwhLjPilG4KQdL5BdY4lVzHfZaYnSRADsEornAHZJOcS7JRJHjGFIxl1iPqEpHIOX5ort0mwgQg9TlJukJKkDbKF82icwjA3SUhHPuuNlw3qkXvy9KxuqruqClXuAPVQmqA9zY3N6BScjxnqmN7w+iznorsAyPusvEnCWmLUno2tpqO8eu1YJjiZ+fgrlb9eB3GyyayYC10NZB23va0NY7+iqnTwug0fU3HsBipq+w7Q+5vO5v9VWj0edH0erNf0jrrXUNFaqCRtRVPqZ2xh2MlrBnrkhJWMp3xTSy7WLT5W191zUj5IoWQADvX0JvNM2ssdfTFoPNESPiN/7FR9JTmHRtwonMIkFQMZ8v+ArMdU6PY8mTVVk6Yx6/Fj96Tl1HoWaF0Ump7GQ7/v0Wf3r57pGzRwCHIb6i9j1WxT1YijdERcEg+y8UelhcDPr+mtrc4oqRvN+05xd+7lW5egneRWcM7nZifrLfcXO/myNB/eCsS9LW2QUfEKC6UlzoK6Gtp2kGlqWvxy7d7l6H3LRvQmNvtumr5WXC/W2gjq6hga2WpayTu+YPQe9epY5QCbhVkDd7N976/mqc7xJWOdfRejJal1HqcVL2ks5S3b4LP7jdo3XCvrHZD8Pe3bxWknWOjejtSWEf/wBbH/eqnqWbhxXdrJTaqsNJI4Hn/j0Za7Puzt8l57h8L4tDrYg7H8gtigromOPNYRcWuvnjX1E1Xc6iSQl8s0xJJ8SXL6JcO7SNJ8ErLZwO+y2sEnue/vv/AKTivHOiNKae/wANZs971FaWWmiqjIav1sOimaDloY8dc7L2tSa44bspBA7WthfkYeX10Z5vzXe8ePfVRQ08QNvmNhfpYD2JWHTsbHJzHa6rGfSB4rXWyadtmlKbEH0kxwqake0Im4byjyz4ledLjJT24RyMqxg7ndbJ6Ytv07crZb77YNR2i4+qvcySOnq2Pl5X4x3QegLf6S8wkmXYkrc4aoG/Bsc699Q7x10+llqSY22izNhYBn1B7l7S9BvU30lpe92AsLW0FSyeL4S82fzatF1vRik1W6qPsTBjx8R1WL+g++1WeyX27XK/WukfWSxwsgmqmRvDWcx5sOI6lx/Bei7hd9FXKHsq6/WaX7rvXowW/A5XnHE0JhxydkTTlcWm+unZH5qHDa10J5rtbggrw/bLMNNek3aaV3+StvtPJH/o3Shw/Je7tVkv0tXcu7uUdP2gsW1rw/0zceJOmNQjU9m/xbUNklPrsbedrXczds9QQtpZqnS0XdbqO07/APfI/wC9WOI6t9eKWWxztYQ4W6m36XUTmMhmzx6i9wvL3pQSn/BlTRnxuMZ/oPWa+iGSOOdqAJ3inGPP6ty9OcbdHac1ro2robVqSzeutaZKeN9XGGl46b8y8XaNvtz4f8Q6O9Qxj1m2VOJGZ2eAcPbt5jI+a6/h+B1bgU1HbK5wcNf9wsCjFKtk0zZm7L6G61FXTWCWdhIAcHfABeUvSmqpq3Stql3LWVbyQPDLeq9RaR4m6D1ppiKtF7tkLJ28ktLVVLGPY7xaQSst42aD0zftOVkdg1LZ5jgyR077hHzNeN/Pp4LjuGKJ1BXNdIw2Ydb9Lgg+260KSqgno3079Hu2PTyRfQonkHCaQBm30nMf6LFofEKuP0zDy/Yix+9YB6H3E2h0xV1Og9S9nTU085fR1R2YJeha4+/AwV6rvGnqS6SduYwyZo2x0PuKp8SUslHjzpnnSQlw7rafZVsKq4IHtc8bCy8G+lB28mvIZng9n6owMPnguWeabsF01FcY7faaczzv8Ogb8T4L2BxY0JSamqprJURCNxeOymxl0R9yuPDjg/bdNWqGhtkLY3cg9YqvtzO967mk4sbR4Y2GNl5GaW6adf6KxiOEROqhUSvsx+vivInFzhRX6AstiuE9UKmO5B/abY7ORp9n37L0b6CUE40XfqlwxBJcGNYfMtZ3v3hW30qdNUly4NVFHLNS000FRE6ifM5rOaQuxyAnpkE/gprhDTaT0BoS26eGpbO90EYdK/12Pvyu3eevmsbEcffiuBhkjTnc+23QEG9vYLEaxrJHZRoo7XstXDreTkJbE7l73yXhPiBOZ9aXqbxkr5Xf0ivo9qG6aBvtCYLhqCyxyY7kwro2lvzz+S8HekPpCDSuu5pKG8227UFaTNBNRztkxnq12OhC3eDYGQvcRu4eS0MQrmVNFHGBZzPr4r3Twal9Y4T6SlzzD6Jpxn4MAVX403CSLSeoaWIcz3Ukw5fdyFUL0ReL+nptFxaP1FdKW21luDhTyVEjYo5YuuOZxxkb/JanqmXQl7Y6WLWOn2Pe0tdm4ROa4H3cy4SowurocQe0sJAde/h090mHVMDX5pdivOvoFWft9Y3y+OH+S0rYIz+tI7J/Jn5rVOMOs7lpitv9+trWmroo3Rxlw23HJ+StXCyj4Z8PbDNa7dqmxB00hlfJ69HufDxTzXv+DnV9kno63U1i55ozEZfXY+n4rZrpjiWKGuMZLbtsCOjenrqjD5YaQvjfqHAi/n18l4A1Jcai7yyXG4VslRVVUhklkkOXF3iSVe4Yqel0jYLrQHBa8Ekf51pz/Y1Z7xD0+/TGqqqzOq6arbC76uemmEkcjfAhwUzwsirNRajtOlJKyGChlrA97pnhrWN25jv7gvTayma+laWfK3X0spMOxrkVby/qLL6J2Ct+ndGUNXLHj6Qoo5SPLnYD/avP3pK6dFdw4r2ho7eglZUs28Blrv6LivQNBetM0VFBRUt4tTYYI2xsaKuPYAYHiojVcGkb7SuhN8tcBkY5kmJ2EPa4YIO/5rw7AnGkque0EBpGUe9/om01UyPNHJ8rlg3oQsp23bUZgcTmjp858+Zy17jF/lVq/Yfn8VSPRcsNt0XJqt1fdLdF2tf6tT89ZGeaOPOHdfHmWzXSbR93oXU9wu1sdt3HCqj5mHzG60sXEk/Ej5Gjs2GvTYHf6KxTYhFS1YqCLj+ll89uOMxbxVuziM8pj/qNUBDbqqtIfG3bHmth9K/Q8Nmq4dQUNfSV8Ex7F8sM7Xvz4FzR7Pl5KiaLipnWRjp9z2EhDPPovV6Gd3wEbhuAAVnTmGWtfY3BNwqdWfU3KKL7oXrb0FMGl1rj/PUf7pV4/rZTNcpJB4HAXuz0WtPWrh/oTtrveLbDeLtyz1UbquMdmwZ7Np364OfmsrjUD91vhO7xYKtDOzK8DvurDrOeODVUpd4iNeDdddtbeIF5c6MxyC4SktPkXEr6QXCs0Pd4TDc73ZHkew8V0Yezzwc7Ly96U/DazSWr+Fel7xZq6WL/ACqKKsiMj2fe9rvOHuWFwMX07WxuGjhbxBBO48brQrqyOppWNGj2fXyWSVF9irtMimhmDDy7rOXOc2bkByefYqVoYWwWaSepyA4YaF2ktzai3NlZguBzjxXoUTWw37lSc19ZZoGo1VjgdyQRD9VHcWlm3mmjS4MY13gErD03WYRqSu8ik7ACcB4x1XWSYPtJLK63r4KI9lWWz2TbtCSiSO7yQLiDhElk3wrXLssF1RdOA/DR4jKSMuSic31YSJdvhOyKF1QUvv8AeQDsO3Kbvkx4ool3TwxQc02S7pAXJGqb2sBb70XmGcrpkGMeCe1pBuopJA5tipfVc9HDoy32yGcSSsnlnkA8OZrQP6qpEMrmHmDnD4FPK2Lmq3sBOEykYWHszlWqeNrGkX3JPvqsLEqp083MAtbT2U/R3SkYz6yM837KfUt+txdiaMgeYaqegldTB97kq5BxBVQtDW208Ffpb1Yaq3Ppp43PIH1T89FGaSvlNY7g8GAVVI8/WN8FV04paKsqmudS0k84b7RjjLsfHCjbQQhjma5XdLpZsfqZnRyWAezY21WkDUmkXDMbnRH3sJUNdb1Z3PzBL2n/AIaplTTz07uWop3wuIzhzcHCNTUtVUNLqemlmA6ljScKOLDhCbtkd7q2/i2uk+cA+ila2po2ztnpyRIDnHkpiG70MtMDUH6zG+AqUQQcEbru6nfSRvaAb6dVTpsfqaeRzmgdrorg+52xsBaxjPeSqxWdlJP9WcRpueiIUsEDYzcX9VXxDFZK4Wc0N8lK2Ovgoa0GeMyRZ3CuX8KbBOMThw8u6s6KKUyajZM7Ncg+BU9Bj1Th8fLYAR4hXmtu9nfGZAXCWJ47Pu9Qnb9RWaV/bhru1czEndWd/iupn7tgIsb+6sDiepDs2UeyuBv1vMhIjcP56grxUw1VQTDsotBTR0scTszb+6pVmMz1ceSQD2Vp0LcLRb66WW6RGUcnc6bFTldqGzTuJp28mfes6CMD70ySia92fMQfNWKDiGooY+XGBZS9bPE28ieF3PDkOz717U9FjitLeKGm0pqeo5qoD/FlZI7aZv8AmXH74+z5jb4+FMq16Q1E+jeyinJdEDlhzjkeqGL4WyrgAy3LfdMop4J3Oin0zbHuP6L6Z6g05brhVQXCdhE0By1zds+4qB1xrOwaE09UXi9VTKemib9XEHDtJnfdYCdysv0nx+orVw5ll1tLJLX0zeWmdH7Vb7vc4eJ+a8r8WNf3riHqR14vcxZTx92lpWn6uFvuHmfE+K4ObhSTEa9r3OLYgASB1J7j7eSfPFUQO5M3TbuS3GPilfeJWphWXKSWnoIHfxOgjkPJCPE48XEdSkTqPS9REIzSvhlEeObm8Vn81W+SX7DB7lyGmlqJ+WkZLM/yYMr0cYfGGNY27A3axsoqLGJaDNybHN3hXyGv06LeOaoex/3cqo3+rpqmrxTEhg8T4pjWUk9NjtoZI89OZpCbsbzKSGkjifnBJ8ynYhjs9bHy3NAHgFO6TltkVaX3M/VjGPerJdLppk/oWEH3NVAK4cpZaJk0nMcT6FJh+NzUMPKY0HzCuM1TbKucOfJFF8MlPjdLfSwYD43gDqSs+C7k+aaaCN4AJNh0urrOKZ253ZG5ndbJaqm7apMu538VY9DXC10lRJNdM5H6PDFVkPBTyxNljMZ2WBT1T4JhNuVqVVd9FOflk4BP6pTKsuulyz6qqA/mErOEMKqzD3D/AFXe63/8W1f8jfZXSkrdOch7aN+fcCk5K/TwkzGyT3bf71UN0FIKBhN8x91XdxFMW2yN9lKXOdlVWcvOWt8MlWem1DBDY5YP4pFL2fZjs+bw+116lUMbldUpgYWhvcso1kjnl53KnLZPbY8+tdpLnyTwTWHmyXux5EFVg9EVN+GDnXLirUOLGFgYI2+ytoqLB2n2Cz9kqIutTB6wRSBph8ByqLXQnNgEZvclMqcSdUNtkA8gnFVXTTx9lzfVt6BS2np2MgeHO7/gFXjuMBTNmhlhcXTNHI8bFEzRkISYdKRUBxF7qe7UvcD5JVjxjdNIyAChz+9ZOXRdiJu1ZPQ4Y8UXnAPikGSEjqjA58VG5qkE6Zyvy4JN78EpN78EJIvySrrWXWI6ZOG+xzZST3knDQSfcg1/c5USnqJaeds8Ej4pGey5hwQU8aquX2RubK4SPNJF/jlcyD0KWyYZUrtjdcB96RLt90V8gaNynBt00y2SEdRUwyF8MhYfMJtPNJK9z5Xlzj4lL08juYjb5peppi8tDG5JHgFYDspWaWcxm6i0F0gh2CMLilVFALYvRc4i6k0dxJslpt1afoe73OCmrqR2CyQSPazn/abzZBWOq1cHyf8ACrpD/wBe0X+3YnBKty/5QuJ0nHSzQQxZJ07AA1jep9YqVdtIXVvo2ejdPJd2RR611E989LQOAMkQczljMjfAMwXH3nlWlcYOJPDjR/Gi323VtpbQ3qrsrH0Oo3Uzaj1HmmlY0cjh3cFrnc4z1wdl5B9KDRestNa6N21PfJdSUl5BqKC9ZzHVM2OB4N5QR3RsAW42wkQqVw90rW6+1pSacobjbKCuuD3dlJXymKJz8EhmQCeZ3QDG5wFqVJ6LmvYbjNFqW76Z01QxyckdZca/kZUf6MYyfnhYzpaSSLU9rkhkMcjauLDgdx3gvU3p/Wy9X7i1pKw2Shq66pmtfLBTwMLnFxmeOg+A/BKhY7xq4E6u4Vw01wvE9DX2mqeWRV1E9zmB+Mhrg4AtJGceBwd9lO2j0ZtW3nQr9Y2XVekLlbmUzqhzaermc8creZzD9VgPHkSFp/paXuh0jwB0nwjnrhXahjgpTW5l5zAyGPqfi7ZvuaU09BeWV3C3itAXExNo43NHkTDUZ/cEiF5NpoJ6qrZS00L5ppHBsbGDLnE9AAtjtPoy8T57aLlfIbPpejcMtkvNe2En3YHMWn3OwtT9AzRNnorRfeK+oWU7mW9zoKOSXcUzY2c80uPPlLQD+0q5xXreFPEbVFTe77x/uxD5HGClGmqgw00Z6MYObw8/FKEbKAqvRY1yzS9fqKj1HpK5UNFBJM91FXPk5gxpc5oPJjOB5rErHaLne7pDa7TRT1tbO/kighYXPe7yAC9P8ILPwosMGpptMcY668V8ljq447dLSvoIZyYX+2HnEuPBo3BIKnvRattv4a+j1qDjRXULZLpLDP6o5wziNncjYPLnm6nyASlKFktL6MvENtLBNfK/S+nHTjLIrpdGRP8AwGVEcXOAusuGulqbUd8q7PU0NRVNpozRTueS5zXOB3aNsMKoGrNR3fVV9qb7fa6esr6qQySySPzufAeQHgPBP6rX2pqrh3FoOpr31FkgrG1lPFKeYwvDXNw0+A77tvekukVUQQWvWjhXpZ3Cq0cQ75rae326vrXUEscVu7V8NQ3mPLjnGe63OdkgF0LIUZuxyFpPEDhDeLBfLBT2Gri1LbNSta6x19IwtFXkgcvKd2vGRlp6ZVjreCum7BeY9O6v4mU9uvJLBVU1DZ561tM5zWkNfI3Azv0GUuVCzOfUs1RYm2qcEiKTnjPkoatm9Zm2W3f4BrHSW+83m9cRoLfaLNepbRVzm2vkk7UcpjLWNcfbDs7kYx4qi8buHVRwy1fHY5LpDc4KikjrKWqjYWdpE/OCWndpyDsoxEG7KzJVSyizyqF4qa0tqK76YvdLerDWzUVxpXh8MsbvHOcEdHDwwVCrcOB+kbLYtGXDjJre3Cstdtk9XsdvlGGXCv8As8w+1Gz2j4HB68rgnhVl6N4622TjH6KFDrEWp1NeqSiF1azs8EcjXNnYM78hAc9vnysXgWNpe9rc4yQMnwXvr0SdX6hvFJXf4QLt28mrZZJ7LbpRzZhjaWzFjTs2LHKA0DHdcvHXGzRz9BcU77pkgiGmqXOps/5lx5o/6JCcEK33D0b+IVHoer1m2psFZZ6WjfWmakrxJ2kTGlxLdt+izbROnarVuoqexUNbbaOpqA7s5K+pEEWQM4Lj4nwC9V+jE6pqfQ44mU4L5nCO4Nij6kZpG7BeQ22m5gb22s/9g7+5Ihalrn0fNfaLfaRqGWx00V1qhSQzmvAijeQSO0e4ANGAd0x4mcDNfcO7DBfr/R0slrmdyes0c4maxxGW82Ogd4Hot09LOaok9FHhjJUc/bvFJ2naZ5s+qHrnxV84Uao0vJwx4c8MdWxNfSaq09IxjpXdx72PwI9/tO5u77wMb4SEoXg6zW990utLbop4IJKmZsTJJ5BHG0uOAXOOwHvVk4r8NdUcMrvSWvVMVKyoq6f1iH1ecStLOYtzke9pT3jrw2uvDDX9bYaxsslI49tb6oswJ4Ce6fiOh94K0zjlaKvV1x4HWFkxNVdNK26na958Xuxk/BLZCx3QPD7WOu6wUulbFV3J/wBuRjOWKP8AbkdhjfmVpMPoscU31ApzFZGzn+QddYhJ/qgleluMU2kOHfDm3cLLPxBpOHkk0PO+cW+WeeWn7zS7mj6Pe4bv6+0vMkGgOFz7k2ZvpD29kvNnthYqtr8/tEjf3pQi6aP9HDiRFrH+Cc4skN2dRtrY4ZLiwdrGXlndPiQWnIVJ4naC1Rw61D9AapovVankEzCx4fHI132muHXpg+8Fb/xOEFP6QPBiCj1dLqqFsNsaLrJM2R1R/HTuXN6/PJ8yVrXFe02P0g7DqrSlGYqTWWkLlPFSB7sc4DiGn9iQDB+64IKF4q4Y8PNQ8RbrNadMihkrmM5xBPVthdI3x5ebrjqfcFXtQWqssV3rLRcYxHW0VQ+nqGA5DHsOHDPuOVfPR+p6+zekXpGhqI5aSrhvkVNURuGHMdz8j2EfiCobjt/02a3H/wCfVv8AtnJLoVM6hcHRDC5hNQuhA9UMeSAz5JEIEEBSNsq2w55mc5PT3Jg1pO4GE7ipKl4Dmx5HuSP10U8Liw5lNRS87eZrgfPB6I4eHHfZRZnNNK1j6Z0Xnv1T1r+docOngqT4dbroaWt5gyp2ZBhCOTBTcZ80YbKExgK5zU1ml5nZSTnZKLzAooOFZAWKXpTmy3CIHEbIoPVcDsJcqTOj5Q5sdEmXZ6IvMnZE26OZAPaTWolMj+UDIRjzSPEUe+U+gt8jG7Ny4+5PDhHuomxyVPyN2UppHSNyv0Dp6enm5WBznPDWhjWjqXOc4YCuWnqWSYw01Dcqb6yPnMZjH7LuXb8Ss0raaanJjlkc0jwDkyE87SHMe5uOhBTSwSdUwl1ObEK68QdOS0VT2wwef7YZy/iqKWkbFSdPX1zpwXVNXN98GRyRu0nb1jngdU9t2myiewOZmTDBVp4Qf9K2kP8A17Rf7dirPZPG5Vi4Z3GgtXEfTV1uckkVDQ3Wmqah0cZe4Rska52AOpwCpQVWst2/5Rf/AKarJ/8Ay3D/AP7NSpT0bKq3cXuEF34J6mnzV0QNdYqpx3g8MfzXu6eLZHeSovpja80vxF17ab/petqKmCG1to5RNTuiLXNlkeOvXaT8ll3DvVdx0RrK26ntTyyqoZg8DOz29HMPuc0kH4pQlLbJxV6bumk+IYsN6p3U9fR10ccjCPEPG482nqD4hfSLVes7JR8SqPQFfKbZeL9aX+oXWMM52nLx2YJGx7vM3PdJ2xnr574v8c+CWq7Xp66O0xT3TUMhj7SaqhlH0U3n73O5uDNy4y1gyPHb2XUH0w+ImmNc6z07qPQmoH1JttMYjJHTzQmFweXtI52jz8PJLe6QC6zXj5ozVOieI9ytmp5pq2okkM0Nc8kiqjcch+d9/MZ2OQt29Az/AKNeLOf/ADKL/Y1KFw4vcLuMvCqms3F+vfp/U9EOWC5QUEszefAzKwRtOOblHMw4Hl4YhfRh1/w04faf4gWa9av5PpflgoZPo6oPbMayVvPhrHcue0Gxx0SpFevRSeNQeibrnTlE7muLG1zTFH7WJqYdn+JDh8l4pJAGxyFpfAHizeOE2spLrbmCtt1Q0xVtE53K2dm/KQcd1wO4PxHitA1lprgHr+8S6n05xJh0i6sJlq7VcqGX6p568hG3yaXD3jomoXn230VXWzGGgpp6mYMLyyFhc7lAyTgeAC9naVcdU/8AJ5XK1WkGWrt1PMyoZ5dlU+sP/wDd7rNY9XcJeEmjbva+HlVNq/Vd4pZKOa9Swuhgp4ndWsY7f+/z8FUfRt4z1XCu/wBZFcaR9009dGiOvo+YZHh2jM/aAJGOjgcbbEKhZfp6e3Ul6pai8W91xoI5A6albMYjK3y5huF6U4x8MuFkPozUPE7RForaCorJqflE9W+UsDnFsjCCcbOBGfcq9qjQHAvU92dfdI8XKHTVDUEvda7pQS9pTnxa3GO6PAb/ABK1TjZb7FafQYtVu03evpq1RVcQp67sHQ9v9fJzO5Hbjv8AN1SIXic9VuVwY9/oRWhrGucf4aS7AZ/6uVhqvejuLOt9I6e/g/YbnDFbfWvWuxqKCnqQ2TlxzN7WN3L8sICF6h4Q3O3aR01wEsWrCKa5vrrhUxRzdYop46hsWc9Od00eP9ywbWetOMtr4n3WwP1TqKO7QXF7GU8VU45dz9zlHiDtj3YWa6p1JfNU3uW96gulVcLjLgvnmfl23QDyAVypuOXFCnp42DUpkmih7CKrko4HVcbPIVHJ2o/1k+yF6I4JOtzuHmq4OMlO11VLrmNlYao9yKudEzkfLyOAc0O6jOF5z9Iun1tT8V7vFr2UzXUSd2RmexdF9jsfKPHQeHjvlVp2sdRu0rWaXdc5Taa2s9dqYC1v1s/3ycZz80pqnXerNT2a2Wi/3eS4Ulrj7OjbMxpfG3y58cx+ZKLIVdiYZHtjb1c4NHzK9z8bOHMFLw74caZuva0GjdMUUtwv9SDgExtjHZt/7WR0kgH7Tj4Lw1QvbFVwSvzysla53wBXoH0vuOLOJF0g0/pyoeNN0XLM7/vM+Blx9zeg+Z8UwIWfXTijd5+L9BryAMphbKiEW6kjOI6alh7scAH3QzY+eT5rd/TwsNJqHT2k+LdjHa0tXSspZ3jGOzeDLCT7+9ID8gvIS9XcD+K3Dqt9He48LuJ2oTayOeCik9UlnAid32O+rYd2Scxwf1U4oU76Il1rbH6LHEm82uXsq+hdV1NPJjPJIyka5pwfIhYb/wCUZxpxn+Htd/7GH/5Fp3A3XfD7THo96+0ndtXUcVzu/r8dHEKaUCQGmEcbshm3MfNeWMeCahexvS+uddevRb4bXm6TCetrpqeonlwBzufSvcTtt4rKuO0kkXCbgzLG4te2xzkOHUHtQrd6QuuOH1/9G3Q+lLFqaGvvNmFH6xTMil2xTFknec0DZyhuMl14b3vgLoSgsmroKnUem6TspaP1aWPtBNymQZLeXLHe/fdOQtQ05cqD0o+Bk+m7nO2HXun2dpTykjMzsYEn7D9mP8jg+QVd1i2bTHGP0emXuH1SWjs1up6mObYwu7UsOfLBK858N9ZXbQetrdqeySmOoopMlme7Kw7PY73EbLUPS/4lWLiNqnSt/wBN1OXxWdgqYuVwdTT9o9xjJIGSNtxshCnv+UOt1RT8ZbdcXkmCts0RYfBrmySNLfyB+a80r1QziVw/428NbfpPiveDpnU1sAFFfOy7aKV3Ql7W+zlvUHAzuCPZVXs/CDhbYKwXTW3GbTdfaYx2gpbNzzz1GPs7exn4H+1NshZpwYglbxh0Nzh4El9ouTPl27OnzV91vry9cNvS01Pqazy5dT3up7eAk8s8Ln9+N3x/I4PgnV74l6T1f6Qeh7rS0sOmNI6ZmpKenfK0k9hBL2nO8N6E+W+PElQHpSSaQuPFau1Fo7UVHeaG7n1mbsefmhlJ7wdzNHXqMe9CF6Wv2ibNxF1/w7478PIRJHLdqQ3mBgwQA8c0hH32Ecr/AHYPmvIPHbfjZrc//n1b/tnrQfRO4zScNNTvtN4mJ0tc5AKhu/8AFpOgnGN/c4DqPgFmXFm6UV64m6nu1sk7airrtU1MEmPaa+QuH70qFVuiGxQAOUYMcTgBNQi4SscL39CEHxPa3JGEQOcOjiEm6UC26lqm11kFLHWd0xH7j/3geymQnnh6T5+EiblzsYycfFFxkgI3Tye5Kdq97i5xyVLUz2mNuPJRskBZI3ycnUBEIMbvFRyWcFcps8b3J815Rw7Katl2RmSbqsW2Wm2ZNpiAUXmCLUE8w+CQ5jlT2WZzE5b7J+KLkZKKxx5D8EmSeZKjOlQECUXm2RHOKUJrnKzafprZSUvr9bM18o35CkLnfXVUpfTShrB0ZhQLiQ7qlO0IaAFGIu1mOq0/3s9tO2niaGAd259UlNLJM8ueeY+ZSLWOc/DSSfJOmcrgO7go3KGu2G6lzWWSYi83JQpYixzi4lrvJPRO4UZj7MA56prlwRwDkYKjebq1BZhs0pMRVFS5gfsB3VK0VFHSMeZN+cciY5cEpGXlRvcSLBXKZsUZzOFylrtCKiOJtPGRjqmcFuEriZ3luPJSULMDvFLxYzthRiUxtsrD6aOebO8IlPp2PbkfBL7u1wlZNNzEYYyCP/xguStc3xCTbIB1IUXMkPVaDY6EC5i9j/RN5bPUwZpu1aR8VFVNFNSvLOUOU1LIx7e1y/PxTKaoik2JOR71ZjkcN1kVlPA75G27tVCmNzfArhHmFKioj8Ywm9Q+N3ssAVkPJWRJThuyYjPgukFLAHyCN8gnZlDkXaGOCaugiqp+wgfI1skvKXcjc7nA64Wy8eeK1nvujLDw20VBO3SliazNTU92atnaCO1Lfst7zzjzd4dFivKhyJSUzIU+sVs+lrpFQ+vUdF2mfrqqTkjbgZ3KuFdwwr6SCikfqPTma+nbUUrfW3fWtdJybd3zVAWg6pv1orGaHFJVdo62WyGKrHKR2cjZ3PI9+xCjn5lwbpzAES9cKdRWhpNZV2pvZXMWqqxU7U1Rvs/bpt1GUx1fw9vmlaGerub6V7ae5Ptkop5OfknY3mIPux4rROLeudK6wrpayhuJt3qN6fMymETuxuDHyZ9Y2G0vL15uvgia+1DpjWFt1DQ0epKOjNZq2a4ROqY5R9Q5vLz91h/BUoqmchpePPRTOiYPlWes0JdGst7LhV2+2zXGITUsNVLyyPY72XY8A7wzjKTZoPUIdXOuFNHbIbZKIKueqfyxskPstz9on3ZVn1/X6e1lqykv4vsNBA2jpqWsjkjcXxdjG1nNGMDtOblyBt13wpviHr2zcQrJcrX6z9FuZeBWUBqB3aiIQMh+s5GnldiMO+ZT46idwbfQnfTb9UnKYqHJoK6eoXStpqy2V0VsghqZ/VajnJjkOGubtvh2AR1HknDuGOpop46WuFDbquSLtW01TPiTl5ebcAHlOPsnB9y0Svq9I6CluNPTOgilrNOWyTsoS57JantYppPa3blrehVc1xf7ffNZXTVdBrqekorg+So9V55vWYy7J7Ll9nYnlznGER1M0j+zsdikc0LIntLXlp6g4KAHXZdO7s5zkpRkbjnDSfkr5UIF9kT4oK2yWeCLS0NX2DpZ5ZCMZTCCyB5eZ3YLlAJ2kXWnLg9Ux7WBtyQD7qvkldByfFWc6fii6u5kT6PgjP6NRmrjStwic76KCgpZ5nd2M4808+iHhuRIM+SlemzRyrrmOcMnITHVKtMwtrW9rVQ0VsqZpeygjc95+6E6ms00DOWdksb/AHhSdNFWNeJKYuYR4hPn1F1ezEzxJ73KN9S82srdPhlJZ2e9/oqO6MsJAJKJyuHgrNJStxlzm/gmcsEbjgKyKi6ypcNydVF0jxFO17xkZ6KcrKL1mkFTG5rNvZUc+lZzB2cEeCX5nc4POeUeGUE5jcJ9M3lscx7bgpnQyuhqRI9nacpR6oOnqXTN+rz4IzmtjPdPVdEjeh3Tut1C1gazKdlx8okY1hG7fFJClbyuPPufBGft08VwF3kkGia4ZtTqkHRkYB6BTVJT0Xq7XOP1rhknyKjct5d0AXY5QUjgTZS0rmQlxcLpaMGW4NZUYxnvfBPbrFT8v8XIby7Ee5Rbnd7mPVGBcTklAGoUrJwIntIvfr1SoOyGQSkslGYR4ppCj5ibyOy4IhXXdVwndSrPujMPcK4Duus/RH4oo6lClBQJQQIXWhCXdcSjEUhdai6c1v8AMlAMIeK5gowzjdISnt3QGfNLREeKRGM7lLMIA2URUjBqjvb5JF0j4/FKmQ4yQmVTIXHGU5m6WV+VqW9cf4lKx1w+0VGbhcwcqV0Q6qu2tkaOypiWsjeP0hTGaoIPdeU2yhlIyINSS1cj0oJ3O2LygX/rJI58EBlSEBVuY47pZrh4rjyPBJEnzRm+8pLBOzuO6HM5AZQcD4FFwfNCbquhHBRAjBBTgntC+ma76+Lmaeh8QpM2OnqGMkoaoPcerD4KDly0AbBGpZ54JeaGRzXDcEFMLJLXa6yu01RTscGzx5m+GhVhj0nVybMBzjoVA11LLRVLoJmGORvgrvpzWbG03q17OcHuyNG6itZihrZvXLbIZmnd2RuFWhmn5pbI2w710OI4bhclAKihf2+rDv7qoOJKMwkHI6oH4I8Q5jgDKvFy4xrEpPPNUS9pK975DgZKM6mkZGXyAnmU9QWuK3RNra8Hf7JTG73KCok5YIy2PwUAlJdlaFsuw1kEHNqX2cdh19VGsaxreY9R0UnT3+ohgEYiYMdHYUO5znP5QuuBA6j4KRzcw1VOGqfTvzQmym47vNW1gbXTEDw/UVipuY07eZ7Hjwc3xVDHXZW3SPJMOxk9r7CpVUQtotvCat8sha/UnqpOOGaTo3HxQkowfbIUo1gxhzsJlWEMOxyssTP7l0boyN0ydAzPXCNG2njOXuBScjnHxTKYd7cFTNbmVJ7izQJ7UXKKM8scYUbU1kkrs8xaPJJPHeTeZ+D1VlkVlnTVBOhXXzJF7spJ8iAOQrAZZZ75bOXHlJklHPVcdjCkaFE92ZEduiY7yAOShnvJwUDkokyd0CUXO6VNXebC5z7rhCL4pUhcls5XQQk+bZAZSJbpRpK7kIm4CDSMpEFJze2uDdGmAL0UJ5VUDMlGt7iIRulWH6r5rhG6RThqKWbrnLgpRcQly2QJ2QAyu4CHRNTkYDPig7YYRWHfolBGXbo2TmtcTqhGzm3whI4RjcIxd2Y6ptJmY+1hIBcpXuyDTdckqXP2DAEl3s9E7ihZGRkByk6dkMkeHQAe8JzpAzokhpX1GpcoEjC6G5UpU0kWSWpjJC7O3RAlDkk1JJHoQm7m7oYSrhge9Fbt1Ul1Ty2RHjA2XMbI3xRM7oTXaIZXVwro3Qi6MN10NQa0o6LqQBcIRSPJGQOyRIiEZ6ovTojoBuUqAidU/t1Y6jl5xuPEJidlzcoc24slhlMbsw3ViqqShuDhJQTdgw+3GR0RagU1BGI7Y/nf9uQ+Choi8NR4pXgqHlkaX0WkKqM2c1tnHr+nckp5TK7L3H8UkdzsnUsDXnmYm5aWOwpgRZZsjHZ7uQ5Q7c9UfbG6J7JyV0d5HRIPmujlvl4qw6NeIZ3ucd1XmZB+CfWmoc24R46OUErMzSFeoXiGdrirw+oGN00mnBTeWY4TYzZKyOUuzdUhLunBHRMqmbruhI55SLoy7clTxxgaqjLIXbJF0pJSUgLkq6PBXC33q0Hdyz3tvumzmkeC4BhOXDPgknt9yUOVV8XVJYyUV6VARX8vmpQVXI70iQilHdlFIKeFE4EIhKIV0g5QKVRnVcC5jdd3QyhFlzfKP0C4Oq64oRlXQdlzmQzsieKE5zkDuUbGyKCu82yFGAAlGfoj8V1Bn6IruEKVoQCGEMLo6JEtlwAoYOUdnVH5U1SNZdcY33JZsRKc2+klqqhkUTC8vOwV8islsstMyquJD5gNo/71UnqhEbbrUpqMkXVAhs89Rgnu5+ypSnsMMUfLUOJJ+yAn9w1RSNcRS0AGPtKCuGo6uqd3A2PHimt+Ikt0CsOOHU9/xFGq7dStBIbMz4hRpfNTv+qcXN8ilZL5WkYfIx4+CRdWiUd9oBPkrTWPbodVlT1EMmrOyUaStEgw9oafNIulZnrlN5sk5HRJgEb5Uojb0VJ1TK7RxuFIyQZi7dm7T4JjIMOStNVuhyDuw9Qk53BxPJ0Kc1pCbK5j+11SJch1XMLqcqlkF1o3yudUcdEFKlARhcJCIgd01SZkc7opOFzmwuJQE1d6oF3KuE+SLhOSI2AhnC5uV3lSIBXRugR71zBQGUiVLwy8rseC5UtDnB4SbW8qdwMD4yHFMOhU7SZG2KZPGcIA4wjchbKR4LkgAOE+91AQQnccYdB2g8UvZoHPrGuaNmbpKjcPU3M9+yn7DAIYckd53iq0r8oN1tYfS857C38OpTiVvMEkIQDunTI3k+K5I3l6hZjSQuqdTtGpSBjyEk+Nw22S5c7ywkpX4GSQnAuKjc2JoSfq5IySEhJA0HJKElWG5Gcps+pe87BWGNKzpJIr6JR/KOibzPGEQl6Ic53UzWrPlkzbIheTsFzlz1SnKF04wpRoquTvRAiuRxhBwGEoch7UgiuRjjK4cJ6rEIi4ulDwQmriGVzxQKVMJXfBF8V0HZcBQo3OXMLo6Lq61uUqfZKxkdkV0lcY08iHKmqZrUGnKMQuhmEdrEilaw5lxozhLNbl2CjRQZcMFPWUMspHIFC94Cuw0zj8oVq4S2SruupWPiGIYGkvceg2ReIV5o4bnPQt7xieRzfJXfhbGLFw5vV3l7sjmlrHfJYfXyuuFbNI/Li9xdzLMgibVVZedmq7PO+mp+Wz5nJnK90mcHZJ8px0OVL0VtfIwPDTjxRaimZEXbjPgtYSNvYLFdRSEZyozB8kMFPJOzxsEiWk9E4OuoHwZUhlDAK7JE4dUUDCeqxZZccCi4R8nxRHdU8FIugBFd7l3C4hNXQhndcQRZCMSucy4u4CLIXF0LiCELq6ioITl3OEOYlcQQm3XcrodvuioEJUuaydjlOAF2MOa7AKaxOKUZK4OyUxzSp4pm3S0zCDzJFjOd+6fHE9PkdQmIdyOIKY0qSVoBujQP5ZRvtlXfT9RBU0+CAHM2VLDGvZkBHpqqop3fVOLR4pk8YlFlew2sdROvuCtDfNE0Y5hhMqqeF4wHBV6O4GpHtEFGaTndxWXHSGNdT+82yatGicV1Tn2FGSTPdsSU4maANspERZ3V1gACyZnlxskgzO5yjtGBslGNxs7og4xt8U8KDKBqUQtXHY5VznBCDd+qUaFMks5tgkN+ZdIK7KAHbIHonKEjZFDUHDZdzhdd0SblNc1IEbojko5EcpVUeEmVxdK4lUa50QKB6oYSqJyCK5dJRSU4KJK8u6NGjFuSjRsTC5XGsuusPc+aNjdKRR7JVsQyo3PsrUcV0k1h8kqxh8k6jhDvBOoqUeShdItGGmJSNO3vBTNI3DQnVPpqtit0d37PNLI90THfreSWlj7FseyzZ33XTUFGWm6tV+m/8AsSih6Smok/1eYLMLNRtfAx/3jyLW6qh7fg/ER4cxWa6Ph7aSSA/yffVeilLYJPAplZSMNdEO8Lkswp6Z8YaAT0VeqvrHA5+KsWp6cRyAMOygHwPc0hgyVp0rg4Zr7rKxFpaMgGySEcDnD7X3inTWU7XBrHAlPrRpupqInOOWsaMuTQWuZ9S5seQGnYqwJIzcX2VSKmqI8rsm6Z1cfNuo+RuNlLVkT4xgqMma4HKfESQs6uja12yQLwinBRnAIvKrAKySEVwXAF0ricmIBdXEYIRZDlXMFGyuEoSIDbqEUkk7dEeJvO7BKkrfb3TyhrG5CQuspIoHSmzVFBr3HuglKxwyuODGVaGW5rHCNsY5lI09sD8MDQHKB1QAtSLCHHdypv0bWFvM2Bxb8E1exzHYLCCtks9lf2fLK1pafco3UekopiTTtAcU1tWL6qzJw/IGZmrKx7SBznYqw3fTdRQxmQjmA8lBHu+G6tNeHjRYUtO6J1nIg7qMzGUUnmK4Gu5shO8FDbqE/pWuzt0SNUz63Zdp5nMO6VqBzN7QKI9krQNnxIQNDcbqYioo3UvsjffKgg/EeT1U9ZZXSwAOd0CgmuRotLC+W51iOiZspWxuywpbma32iiyEtyPFIuBeN1GHX1KtOBj7LBolDUcx2CO2OSTcbJu36s7pzHXhreXASuaSNE1krAe2jCke/wC0mlYxlPs52Sl315bkgqMuEpmPNlELHE6qCtmja3speBwe3ICcsYCEnQQu9X5k5a08qHGxSwsJYCeqbyRbopYAE8jZkbojou8mCRTcjomjmorhgJxIzdJSN2UjDdV5G2TZyIlXtSRBU4VGREeFxBx3XAnKArhXCuuXPBKFC5FJRSUZyTTgo1Jtbg7pUMRTuUvG3ZVHFbTIgjRsyMJeKn8V2FuEuCfBV3OK0oWBKMwDsnNO1xdskYw0lOojynZVpHaLYhNnLQ+HL4KqB1muOJKWoOWA/Zf5phq6zz2q4TUphd2XtRuA9oJhpmqEL278gdtzeWOi33Tlog1ppuKURsfVQjkn82t81gVtZNR1BI2K7B1RA2Fr3bbHwWb6JqBVcOay15yYnuz+y5ZPFBPary6YeMj416WpuG1HbpJ5aB0wY6PlfFk95YbdKAR3uuoZ9pYpDIPknYbXwVD5BE7MLa+F1RqWw1AbJCbOaQVT6+r7ZoY4eyCPyUlo+2S1NXExgy6VwaPmE0go2TVTyfYxzD5q68KYg/VFFCB0eTj4Ba9ZPyoHNasuhps9QJXLSq3SQoaJlNTwgQgYdsst1lZW0FVKaaPlDBzFewJdKT1Om/WOy77m5wsK1ZYWyXOV1ZGRG0EFcvh1dMx4eb2ctmkqKfF2GI2zMXma69o6R7iOpTZj8x4djIVn1xboqavn9XaRCHd1Vdsbei76B7ZGAheb4pSSUtU9pSb90k4BLvGDsimPm6BTiwWNK1zk2JRevRLvicB0SbRg9FI0gqsY3N3XGgg7rvQ5XcZyF0dce5F0g12XMjphKxR8x2CEEXMd1MWuFjX8zmjoo3PsrlNSuk3RKC1SSPaTCrPbaQ0LRzAd78kWBoog2RuXOf8AZz0T7LZ2ZKqGVzl1tFRU8OyVjpHyvLsDdLQwzUsoLW5c1GppDCBtkAJ5TO9cfs3BHmoTdazYGO2Kkaar54yRsR096RE3aSFj3HB6hOaakdTgktBcfZHkm1SwcxdkNcEhcFPMwhN7hEGQOa5vNFjcrK9S0Loqx0jAGxOOwWmVckvIWPflp8FT9TsgbEe0jc4fZ9ykpn5HLnMXp+dD5KlAb7ozeq68bZCKtNcZ0R846J1GO0jwU0bsRlP6NvaHAUcgsrNKMxsmRdkEJ7Z5xATumLxyPwuw5a7OUpZdqZBOYpmnuVjfyh3e3HmkJGAO5s5Caw1Ej2cnVOGPDG4O5VPIQulbM2btLj4vFJStAblKCYnZJzuAOSVKwEqtOWAapnNJ4FNt3uwlKtwe7DUa2wmSfHVTtGUXKxZCZZMjVLUXOyHlCcRxyPb4JeGAcm4wnNPTggjosx0oK6qKmcAAmTIgOuMrkjcJ96m7m2IRX0Lh1KZnVo0zrqMkGeibSsIUs6NgCZVTdjhWWOWfVQ5VHOyNkk8JSQHmRHA4VkFY8o7SSIRUod0TlTlVRHopR3IhKeFE9FKLhGK4nKJTDQwO80tHsduif0dlmkBMk0EI/XkCkrfZbaJMVt1gDf1BlZ0k7GhdNBC66YUdLPOzMbGEe9yVdbqlg7zcD3AlWOmtWmeYNjutU/3RswrHQ2fT8cId9JSNH/aygLNlrw06LUZCVncdMcZ5CloGOLuUsKv8TNMSzckde1mdsiEn81LU2iYa+PtLddYJwfslu6qvrwBYhXY2vBvZUaho/qMZWrcANR/wd1tTxvOYqv6mceG+Q381SK3Sddbpe0EMuf5zVywTG1aip66oikkZBM2V8fLn2TkjJwq1QWVLC0G4Nj+ivPr2SwPgtcO0K9t3K1Us0UclDA8PL8A+BC8nekxps6a10K6PPJXR8xx8MELWrT6QdCZsz20xUgHsMZ9Z8suwqLx04h6N13aOztbpvXI9x6zFy4P6vXwWBg9FPSVbZYmdi/a0t5fdYGGvnpJ8kx0I77+S8/2ljo5+zeMBzgtP9H22escQmPlH1bCcLJ7hUTxXJsPi0jot49FaSkn1U2KpcBI4nqV11fmNMD3kLZgqmBj8nRp+y9hWqVklFEW+Swjjq1lLVVLoWYe8Fb9S08DGAR7AeCyPjja2vJmc3bHVc/LCWZQOi57hWZjMTBPVeHdb9s6b64knKqwG58ldOIbRHeKhjdwHbKnyNIaM7ZXbUb7suVa4kjHxz3NSbm8xRmNwgAR0QBOVYuuey6pXmaG4cE2lhEhyzZPImiTZyWFE/rGgOspHwZwoptO8NJx4IRxAP7wUoKKdoOdxhImNwk3HRLzAm/BW6Ju2Jwd3QpOhoqqYkMOBhJc4226KXs83JnfGQmSPzDRaNJA0HUptQQT1D3PMrxybAhS0FvfgE1L8nzKUpo2RMAaMN8glXSxxjmcd/AFViSFtQRRs1cnlHbQWkmpflSFNQhrmESv5h1KhZrxS0kQfI4tcfBqc2rVFrYCXykuf4O8ElnFW21NI02JV3iiAh3fhNp6eNwOW8yqd21/QUo/ig9Yk/ooU2vrb6uwytqZ5fcOVqj5L7Xsklxaje/KHqVr4GMHM6PI81B11O2TLns5o/JRdTrO4VhOIooov2OZ357ItTqOWWnxDDIf+0e8c35KURvCzX4hSSggKrXy2mhmLm7xnp7lF82SrPUXNlTHy1DGHPkEyFDTyuzGx2fcrzJdNQuTqKRr3nku0UOXnYcpynVCSZQGux71KxU1Kw8pjJPjlPKWS1RNIwz35THzA9E+GkLCLuVanac7AlHjoa2QdylkPyU9PeKKI5paABqPBdrpWjEcPLF8E7mutsk+EjL7Z9fJQcdBc883qs7R7wnLaOUd6dz2H3qYnuFVE3lNRIfkoWuraid3LzEqNr53nayscmCD8RKJUStiOG7pnIZJTnJwnMUBkO6FUwQ4aOqma4KvKx7xmKZlpGylbPF2f1mEyiYXPAKloSImgBMlfpZSUMIbJmUgOfk3CVGQweCbRy5wCjvkGMLMey5XTRynKnkLgMEu/NErJ2jYHKYOec7EroHiUoZonuqHAosjxhNZXZCVlI8E3kOynY2yzp333TWQd5JyJRwJKTlCstWVK3tJLGyC6eiKpt1Tc2yTeNykSd0s7qkSE4BVpFxBBcKcoSVYmMIOU7YzOCkGk+ScsftjCyXXK6+NqcwYERwuxcxd1JScBIYU5h69FBexV6N1lI2q41VK8GNsJP67AVardra70cgET6Zh8hE1U+nALhspCOLIWfUNjcflWvTuzC5Wh0PE26OB9dpYan5YRae72a91OKy19kT/KQP8A3hUqKPs4k4tVTNFVB8DjG4eIWW6miaCYhZWeWHOsVYNT6XdTH+INmnz/AJoKhXuguFJvNRVjAfEtXszgJpeKv4euulRiqrphJ2Jn3b+HhumereE0TaN07pn1QDfrG8n5hSisqaRge5t2Hrf8lgyy0L6p0J0INl4cqYY4jmPtYyldP3u42S4R3ChndHVRHmikBwWlb1qbhRYLl2stFW1NLN/m+TmWdXzhLrClk+rt7p4mjZ7AtqDEIJxYlRvwyeEgtVmtnpLcQKC5w1s5pJwI+zkpyzuv/W/a+CmL96Qv8LI+S4Cqth86bvs/nNO68+XOhq7fUuZWU00B/XbhMvWR95WHYXTTMs3S/cVlx1clHOHhozDvCsGr75FcLo6WMbeah+eOYgOOFHzZyXIvM4EElX44GRsDWqtUYjLNIXvUk6EdWuRBGRv4ppHM4HIKewyCTqcEJSCAiOVj3aozQWt7uxSkZc7x7wXYnNkzvuF1haNvFN2ViOPq1FM9U1pcclo8U0E7iD3vaPRPquTtoeyY3AHUqIPLG/Oc4Tm2IUNWXseMp0CmrfSmojJHshOYYWBpke7AZthQdLcpoGdw93PRdrbg+ePu9wHqgxlLHiDWglu6kKm7uY88hUe+5TucXEndMXnI6rjuYM6qRsYVCevmedSl3zGTJcUiAMdURpcun3KQNVTPmOqOzb4JVknkMpKCN7zgNIPvU3b7Yx8eXvw4+ATJCGq1TQySHsKPZK47EbIB8hdhufgpyOyxDvOfn4J9QWqmDstwT71BzAVpNoJXHtqv09JLJJ3mYKc19OaWgc7JDlY/VWNaOVu/mmGpIiLW7ujbxUTZMzlbfSCOEn8VlShLM/ZxOPBHhy5+/VJk95PbVTuqahrWjYuxlXzoLrmYWl7sif2qgmrZQ4MIjb7R81LVeIYhDB3WdHKx+px0dpAjAbgb481UqqZ8tS9ob3WfmqRdndZdJyjTxX6qMla+V5Azv0TiG38jQXA5PRPqKmBcCW/BOpcgbN6dFIXdAoYqe5zvUZM1sQ3Ciql3aS4aFJ18obsRkplGW82cbob2VXqMpdYJSkgwBkYKkWMaG7pq12QPApUNkd7LlE85lbiYA1OWwkjLUp2Q5d+qFM4jYuCXeMhVS6yvMvsmEjS1JPe7HRSLYHHqw480WalaBkHPuT2SC2qY+I5rqKd59Uk/fwwn76Y/BIyQEDI3UzXA7Ku9vemZBI6pB3NndO3DB6YSLwM7lTNKpSA9ybORHDdKvCI4KUG6pvSTwkyNkq9E8FICqcguk3IqO4Ih2TrqJWgYJ2CcMaNik2DBwlgCSFjvK65gslWDEZOE4iIDc4SUZ+qIR4+mFXerkSd0/NkEFSdIcO96jYPZGOqkIWHulvVVHuylakOyfN73xTukb38YTWnBA36qVtTC+oaCN1myagrSi3C9jejk5h4W26Np3Zz5H88q16upgywzCPPsk/kq/wABbf6nw8t5OQ6RhOPLclXG8uZ6q8PHdEZytV8AkwsOk+bp7rzCtlazEnub/OvKbaeor9T08fRxqByj5/7l6vZRQyUTIZo2SN5QCHNBBWFaIsvrnE6GTH1Mb3T/AOruPzXoLwUHDdGbPnkG5sPJdBxrXCaSGJn4W39/+F5I9JXh6623ue428w1VLco+U0RwzsCNu75heTtUWSsttWY56OWEj/OBe2fSL1HQ/TAoK2NkfZbMkJ9pYZcrhZK6kfb7hLGYj0Ljj8CpIMVyzuZGLt9fVdDScNnE8LjmndZ9tzb0XnyQP6JN7yMZU/qCjgpp3mN3dzsoN5Y7C6WJ4e0OGxXn9bSOppDG89oIjJMHonEbwO8keQZQL+UYPgnbqqw5N07jmDc4O5Skc4bklR7S54zhG7w69EwsF1ZZVOa3RStNWxiIsDOYuHVRsxaHnI8U4tcRfUgNHdKlLpZ3wRdq5mxGQm3DXWVrky1MRd3KuPznOMBcJIA967I48xaUOXDMlT9FiuvmRJCchGAc4ABA9N0pGQBkJeic1t3arrYJCRsloaY9p30n609u4XTVOO52THZuisMMIOqkWsAOGgJ1DPLEOVrBv4qLhmkdsDspugdT9jyyHLvNQPBbutykIk+XRO6GKV3fycnzUvbKZwk5huUztcTt/ruZnkp+0xs5yAqsh7l0MMLcvaKDoGhodtzeSitQwCW0y4aeYeCla13YtczG4+0mk72m3Oa4jce0mR96jqA1wLVlZxjyU3o1rZbnG0vw3Ow8yoWXvOcG9M7J3aHFtwjMRLX5BatWQXauBpX5ZwVp935mxtixsUyjsucOczDerlM26E1zIZZjnlbuExvF67KvFBE3IOxPms0aGwXdOa1zRK7ZRdSyOBoPLjyTCsqGRRF22T0T2/lzZSTs0dFVLxUOOCDt4KwwXWVWy8tI1lQDLzHcJvBJ2lQN8BNOYnxRmnkPMOqs5NFzpqiXXKnXR4AI3COwP6tJCi4ro9jeUtBXXXKU7huAqxhddaLa2K2qmRytGXuwUeGtbG7DTzlVuWplee9IUenm5Hc3NulNNonMxAZ9Fa21skn6TDGromgz3pW/iqzUV7pBy5KamaTPtFRmiDlZOL5el1dC2GZv1bw5NZWOZsWqt0tXNC/IeQPipqluAlwHnJUbqd0OxU8NfDU9LFclgadyd0xmiIcpeYtLcgJhUjKdE6yZUMATF4SLwnMgTd/Qq0zVZUoSTkkeqVPRJH2lKqL1wojkoiOTgoVau8X9E5iYuYy/OE5jblYjiu0YNF2Nu2MJzEzfBCEDMdQnMbMuVUv3VljLnRdiZ0Cf07SSAElDECd09pmNDlRletKIJRjWhytGhre+vvtFAz+VmEf4lV9rGcyv3B6PGvLOD7HrLVRqnFrCe4q5myROe3+Ve0rRTsorXT0zBhkUTWj5BR+oqyCCne2VwHO3AClJTiE+AAWGcTtUyfTTYoZMMYC0jPitLG6jkwMpm75QvOMEw1+I1Ra3pqrhwZiiNTdZv5TmDf5vMf7gtHcdis+4HW2aLTcl0mO9bIXtH6o6KX4p1tytek6i62k/xqkaXgHoW9Dn8Vq4c8x4eyS3TZPxWL4jFXQtOpIHrt915S44XY3fWlXRzjuxyuiJ8dndfyWHalgZHVzUfOZiOhC1e/23UN8nrr0KIy84xM5m/XxwFV9A2exC5XCXU9XTQxh+GCV+5/m9VnYPHm7F+pPuvXsWhayjhpY7aNs492ix6tje7wcU13Xr2kpeBYteKzVVtpv+zEbs/uWVcR7VwebVf83NQtnP6kMrR/SC7H4a27x7ryurw1nMLY5RfxuFiTdylWx56p/d7e2lrHNpX+sQ+D2hN6dmx5wfmFXc7RZEcJDstlIUdJy0ckmNsKMqMtctPbp5o0hJUAb4WdXKHlkIVWCXOStevoRFG0juS+n+7WML3YaTutWvOlpzp2O6UY7SMsy4LKLZE71lg6ZIC9M6Sa12j46d+4MWMH4KrWS5XCy6bhuDmwvY4ry/cYoxOXFvI7PRNJQMb7q06+ozT3qZjQS0OJwGqryRTAZc1zfkr0MgcwG65DEqZ0FQ5obokQWnYJQMceid2umhe8GolZG3O/e3Wo6Hl4Y0rWi9zTSu8cRZVtsefZR0lD8QLveGhZOKKUuBZTyH5Jx6qA366nlHyXru13D0dm0RDNQxxOx7D6N4P9VZnry5cMzVuFiqZJR950GGn8WqV1KR1V2DDYXZsknuFiooIXRc1PUFx+6USPEDg143BUhdaeOG4ZoZMxOOwaOiNNa6oxdqYXuHXPKqMpDUsdIQCWjUKfttTEYImlpyQrBRU0jWmXblxsFTrS4ODYpXFhb02wVdbXNil5c5x5qhMO5dXSvbJE2481HVWclzjt0UTepD9HyAdOXCkrl2gnLPs9VD3ckUskY6YykY1Uat1g5UTpsFIUcf1kZO2Uwxl5A80/kywNx4LTedLLiqZtnF3ctm00yM0dJ2hw4xcjj71C6mpWQXmlmZju5a5OrRKfoqije7lkfvlJ6rY5sQ8XNOSVlgZSu8sHxBip+oKjOWk9CqlXyc05cFM6kl5Zxg9Qq+4Fzt/FaUTMouuLxKXPI5qLldyECFzIUwWWgu5K4u8pShLddyurmVwlB1S37l0lF5l0DKO2HKTRLZ7tkRp7wTylP4hJCnf1DSi5fG7BTSMw0UjAYnahWG0vEkbg7wRKtv1hAKLZHc0DyOviuyNy9xyqGQB5W+1+eIFNXdSmz25ynbhuUg7oVYacqpStTUtwEV4SrkVwUo1VNzUiRuuELr1wdEqrv3V2DA52wTmKLBC40fWZCeQt5iFz75D0Xcsi0SscbeQbJRrRnol4WAsCOxg5uipF+UK0xtiuws7u4TmFndyFyAZOCE4a0gbBVHvurcaNF9hWfS1U+lr4alntQuDvwUDSRc7wrHbqblZlUKqWzbLVp4g/de0LBdWXzSUFzh/lIunvXmnX8jzquSIg/pf7VufAmR0vDak5/B7h+azfiBp+SfVr5KeIuL5M9PereJxykU82/Z19ly/C746LEqiJ2wuFuuj42x6Xt0bAGgU7AAPDZKalpfW7JWUwwTLC4DPwSliifBZaOF45XMhaCPLZOnN5xg7jcELs6eK9K1ngFwEklpy/xv9V49oau+6O1G+SipJ6y2kntGY9r5Jlq/V2lrtVzVlLp0duBt6xDj9rlXpfifp+tulikhtgoaZrWkvkk2Pw2XjfiBp260JqS6SKUOeRmPYN9+y5mWmfTEQg7+C9iwWvhxhjqprf4rdLX+bz2Wea8rbPLK71GjYxp8Gs5cKgyMeSSGqy17K31g9s573eIc3CavpmYy48vmF0VM/K1cXi8Rqqh2YWTGirKmKPswSG+WFMWQQyz807m48iOqZVDIWt5WMwfPKdafoZblcqeih2fPIGD4pJXZhpoikjdG4BwuvR+itFtvXD+sfHnuxEsb8l5y1XQy0Vxkp3bFpILV794PaegodMSW094tpzzO8zheO+O9rhoNX1bI/GQkO+axcMfaZ7/5lpVj/iw9n8lvY/1VBs0TjIx4Zkh46r0bpmItscLuYgcvRYrp215dGHj7YJwtwoZ2R0EFNGOjRlWqt13arosBp+TCS0XVX1BZqWqnllfGzn8CWrL9UUVdQ1L9mSMxsORbhXwGR57MEn4KqantElQwvGefGMYSU8pCtYjh7KkEEWKwWcukJw0JsA5pV1vNs9RmLRGzHwUQ6nie7vMaB5rYZKLXXm9ThErX2doU0t0kALedo96vunKSxVLWmWNsjvHZVynttEWtLSHHxCnKR3qjGiCFjSq08nN0BW3hdM+E9poKuFNS2SlGW01Pz+G2UlVxzTgspnNAPgGbJlbKR80rZZXNLR4BWilp4w3PMWRhUXF7TZxXRiNhFw1UuoshnnDZYuzlb9oDGVJttvZ0hbG7MoR7vXxS3FtNC5x5epTmEdm3LnHdSPJsqzYhc6Ku17S1pkePs4VVvdQeykI6cuFdb80diXY7qol+Z9Q9w9nCngBJWHiRyxuVYi2nGfFScnLIIvecFROcSE+Sec57NuD7O60XrkKd2hCuN2vAZdYKeF2I6duMjzUobgbjb28/tjZ3wWel75JHSOOSTklWOxVX8XLHHvEqtJEuhpqwuJUBqPPrIb5KLHUJ/qCTnrXfFMmjcq23Rq5urdmncUkRuilKouBlSAqmWooRwSu8oXQw+CLp7Yiicp8kdrAPHKPHE9xx1Cf0tqkmx2QySo3SNb1ViGkkk2amDY+Z2wVgstqbVNBl7qeWzTvKRJUOAx4Ka5I4GcsYGAqFVVaWat6iw0M1kUfUUtMyMxxsGAOqptYOaqdy9AcK4XiYNoX9ns5w2Ves1tfUSiaXZjTkp1LJkYXOKrV7MzxGAndri7CkIPV+6PI0EEFSL44/ZaNh0TV0Y7ygMmd1wrTY8keVRjmnJSLm7J/MACUzd0VlrrqnKE2e3BSTz1S8gy5IOGxVgKk8JJ+EXIAXXJNykDbhUn7rRGxkO2TqnzlFxiTbOEvCAegXMhwG679twFIUrQYxlOWRDGUhSjLMJ7A0EAHKzZb6lXIt11kO2SEuyLLcHonDGgjohho6KqHnMrkbbhLU7RGBhWWw0766tpqaHrLI1v5qsxNO2VbNETGC90Lm9WztG/xVSXKXDMtFjnMjcW7r2JpuzUthsdNbaMYiiZj4nxP4p9DSU7X9t2Tef72N0q3vQtPuRo9mr0JsTOYLDYLxEvc4kk7o/VceeVpONsLucospww/BW3Ps0uTOtl5k448S7nPcH2y3NmpYWnAAd7SwPUOobw8dnmftQcuycZWl8WXNGr6tuw5ZCso1CYczEE/pFxoqhPIHuHa/vovoGioIKTDGfDtykjdVargla9zppQ4lQtYXGUAdFPzsEjiCTlNHW8F3M47LbZJbdcXVw8x2YKK7Il+VcuE8cTtc22MkZdMFBRUwJVh4VW2Z+urdM0kck4UdTIDTPSwQmORhI6r3voinFJQVZGe5Dn5YK8L8Y6mKs1dOGn9EXBx+a9rV14dZ9L1EpbiSeANB92CvB2rqkT6lr5ictLu6PM5VagsWMaOjXfkqNCxxjne78ZA9gbqwaQgbK9sYHQrTKCmZHOHDqAqJoKLGSG7rQ4O538eCbO4Fy9Bw5gbTiycti2PcUTdaGaUnldhNdWa1itOKaliZUVOOmdmqLtVTqa8H1htRTxc3WPKgYwtFwonVbA/Ja7lXr/b8OdHO0bKkXqhb2hLG8rR4rUtRW6Rp5ZpeZ5G5VGrqQkuHPzAHC1ad5tZZVcwSaKr0k3YO7wy3plSdNXRBzQXZwkq+jLAMN2yjx0bnswIsOx1VgtA1WLGJI32ClKKtme/s2uIanVVV1XKIw8lN7TSDGHNcCPFTFPZu2f2gc74JgIGpWnFDI4dpMKGF0kgBzzKbjie1uJMp7Q2nshzvBBCLdTys5hnZVnyZjZKWcoaKv3Z4Y1wKoOrZO6MK43mUgPycrP8AUs/PKG+Ct0wN1zOMSAR2Chx7WU5aQG5TVgw4ZTxseei0HlctT3K7GchSlucWnIUZyFruUp9A/kYq8pzDRadNma6yjLjvUFN2nBwlqsl0xISBacqduyx5MwkulpWjGQm56pVjidiiyMxuEoKHtzJMvS9LIObDk3xuu532Ty3RRMkLXaq5WehgcAXMB96nWxU0bQA0NPmqDartUUhwDzM8irPar3SVXdmw0+9ZNRBNc9QuxoMUpnRhoGUqYJp4xv38+KS7eAO5RHt5p3DT0z2AxTxuz4ZXTQRtd3SAVnluTUq+9ubZRtXFTy4xAzZI8j4z3ImgKZ7KJu4a0pvMWkkBrUrKjs2URg7V1Flr8E4wm0wcNnFTD48t8Ao6sj32IUkb7lQTMsLKJm6lNH9E9qOpTJ3itBhuseVIydU1kPVOpCmj8bq21UZSki5EcUZwwiKUKg7QrVzHl2QnNNH3ScLjWgOx4J7AxvJsFxjiXar0hrdEpRx5B2T6JnKBkLtBGzlO26eiJhwFQfLmu1XI49bokQCP2bXdAl4aVrjnKVbAScBVo5AXrSbTmyRpoyJBzDmapyha5lQx0TuQtIcMeaY01PuN8nKmqSAANEYz4kqnUTuv2Fo08DfxL1nw9vw1DpeluB2lI5Zm/deOoVhkPKzmKwrhHq9toLbXNF9RO/Z/3Xf8YWzXiZsVonqicBjCV2tBjEdRQlzDd7BqF43i+Fvoq0xkdknRO6U5p2n3I7hlhURo2ujuGn4KmLdhyPwKmvs5Wth5D6SPxaPssqZhjkc09CvEvF2KWTW18LsjlmLcfB2P3LNbv9W+VvUCPPzWs8ZC53EDUMjWHsnSgDbxGxWVX2JwEjyRiRuw/BcnTNyyAeB+5X0hTh8uERj/AGt/+oVZdkvR42vLHHGQlIIpHyezkp7R04MMpmfy4WjI7uXPR0wa1wc1PtBaSumrL9DbrREZaiU+yRgNHiXHwC9BU3A+5aKudvvVNUMrKeIj1qLl6fBTvoU2ajh0DX3004bW1Va+LtD17NoBA/ElbTfr7QW2MNnJlLti0DOPipZKRkjM7ja/0/VcFV45Ux1Zp4m3DdD4/os0411UFLpCF0ZDY3s7p8gvCFXVCa9STs3w/uDz6r2b6TN2t9fw9qjQv5RDFnA8N14hjjmdM58fhg5/FLQRBwcR4hSxSPjpImHR1yVtnDYMdSyc2OYrQRSZoCPtELHuHFfJgxE9/IWyU0znU0YPXCrVDMriu8o5c1O2ypdVoS0AyPfPO+pk+0T0VAqa6XTF5fSSzSNDT3HE9V6AqqBpi8OdY5xssYmgFzpR9ZF+kUlK+7srhoqtc0GIzRDtBNK/UzayBsjt5MYKhJqgFwOM8xyVS4blJz8weR7lN0NxDyC8YGOq0cgjWRHiXPN1L1DI5GZLseQSNM+SMuMndA6FFhmD5/Z5mhSkrWPpQeUbpuYqZha51ylbTWMc/kLFORT8h7mQFU6UGmOQSSnz6/uAZIKY4X2VttQQNVPTXV57uTsoq43DLcElRs1XjvAlRlfWYyXE4KGRXVOon0TO73IYeM7lVK5PEx5j1Tm5zc0nM0qImeSPmtGJmVcPiNUJVwe0pOij5xvsmELMuyFK0g5YmlPkKrUbLo08Yc7mARSMMTlwHJskHOAOFWabbrUy5dVHOZ390SRidluXFcMeyna9Zj6cuF0we3HRFGTsU4cPBJuGPBSqrksm724KKAc7JeQbIkBDJMuGQCpQdFWe3tICJzujXfJSNus1dVvBhicB5q46bqrFcWiNtK2OYfZx1Vojjhp2ckcQZ8AseqxXlEsLdV0dDgMcrRIH3CqVp0vUR4lmmfkeAU36vJEzl3cpMTuYO6N0QO7R3eGHLElqny6kLp4aOOIWaVGBjh9lJSRu68ikpSBnZNp5HgYDRgpYzdK9mUKPnIDcKLrDg7KSqiCSoupwc5KuQBZlS6xUZK7Limkh2KczDDimch2K1YwsGZyRkdsm7zulJDgJBx3VpoWdK5JuOVxdwuHZTtVJ261+MF2MeSf07XABMac5cMHwUxSsJA5lws78uy9Vgjzbp9QxOdFlnXKdxwyk4AGUa207mt5h0ypiGIZDg0ZWZK8tFwtimgDkxpaOQN8U/p6EOHeOCn9M4N2dGlA7mfsxZskoGq3GwWTWOmfAOfHVOaUPLgzzKfwUFXUbQU0sh8mtVq0BpCae6xzXSGSmp2u/lB7Z8gq7jI5o00Oyp1VdT0bHSPOoVp0Nw+qZnW2415IgP8YwNtvst+fVVnjvrG9QXCezMm7KiDsFo25h/avRzi1kbWgbAYXmTj9SNdqGWR4258rfxKhhoZYGA3c4kO8dFwXDdc/FsVzVABsNPDVaF6NOo4rjpyW2FwD4XczWnrgrYO6vJHAqvmtuv6WGBxDJTyObnq1ethy9V1OA1PNhMf8ALosfjTD/AILEnEbP7X6qjai0HbbwKp1REOeRxcNvFeWtfaBqqTUU9LTscIWAuydx1Xt07hVfVlvt1Np+41dTC04he578e5UcUw19K3m02hF7lTcOcVVOHuLH9prrCy8A10b6GrfG/cKLqq5sELgRgEqf1oYpLq6OmOSXH96pmonPYzsXjBS0AMzQHL0fiKp5F3s6r1zwT1fSWD0Z5blLmMQ1s0RcOvn/ALlnX+HO3RVHY1EtbKwnrJy/0cKjcIuLl00BYK+zSWukuVJVEuDJxsxxGM+9ZrqGpN5vUlc6CKn5yTyQjlAV1sGZ1r6LgKeqFMHuDQ4k31/vSy9G8WWOu2gayvt+Z4XM5jyb7LzxTAU5e4tPK4dFe+H2vq2hpDZKrldRSjs3NfvgFQGvrY6hu8pha9sEvfYWjIwUlOTGchWtVtFUwVDemllI6Qkip6qJzXhrAQ3J8VrI1NRW+lDRK1zh5FYZb4zR0YmmcXE7hvkVySa4XSUClc+MfaynzU4kdur8Fe2nha3dx6LSK7iQW1n1b98kBnmnN7uLL9YASOTtGEOaFmFnsdRPWgO5nlp3efBWu9VTrbbfVqMGRzGd4jzTDTsjsGm6np6qaVrnyDKFlFW31eolhP2TgJxbKprWhp3PgmtxMzpnSyxkEnfZJU0g5h7itYMa5t1wYldFLlVst1U4TYcOnRSgneQSFA2vL5Gud4KXjdjLeipkZSunjfo2yBmwclAVA8t0lL3dvFNnSnyQRcpHy5d07mnDmHyUJd6ochGE7q3kM2O3ioC4Sl8hHgFK1l1mV1RlbomUhJBSHJlKvPeK4OittFguYku4o9KMSqWLMRBRkLcOBUk2QlgVWW5K0qFoA1XHnCS5OY5SzRzjKUjj2UZdlV9rHPKb9njdFeNsYTwM36Ij4xlGdD4spUbO3HgkCApGoj5k3dAp45NFmTw9rRMCNkg7qnr2YCayN3Vlj1kzsc1L2urloqhs8DyHhabp6+tuVM1s5b2mOpWVg8p7oU3aLrDABG+Eh3mFTracTMOmq0sHrTA8AnRamyAZBG/wSs1MMAtB5k00nWZp2uc0uaehKsUoDm8wAyuPeZoyWhd3E5knasoCop+7uN1G10PKp2rJAORuoiuf3dwpYZCSo5xooKraGjAUTV7OJCk6956qKmkG5K2acaLDqXC6YVKYTHqndQ/KYylasYIXP1DrlN5Eg7OUu5Iu6q01ZspXEVGRU8KJbJTtAcDnwU5SEHlJUdTQAOGceypijp+ZzSei8/qnNAXsFLC5xU3RxukpwW9MqQponMA5gULVD9TjwBT4Rc7uULn5pHXXTU0LWDVFGP5RWrQ1prrnXhtuoxO4bHnHdb7yneguHlxv9QJpD2dGDlzz4j3Lf9I2O3WKgbSW9gPLs55G5Wrh+F/GHLMLD6rluJOJqejYYYe2/wCg80bSdrntduENXMySX/so+VrfcMf2plqyH1u40ULeoPMfkrW44blV+Noluk1U7cNHI35dVs8QtjpqNlLELC4v/wBvVeVwTEymY7p7WEtwG9MLCOO8YnncG4LubdbRfa+Ohts1XJ7MbV5q4man7aSWZ57z3kAe5cfWuE9Ywx/KV13BtPIKo1B2ao7hS8N4nWjfDcuYfjkL2IBlrF4h0DWmHWtukae82XmyvbsB5oGH9ULueHxke9v+1pUnH7xNURSt2sR7H+qVA/cqzxKuFHbdGXGorsermItdnxz4Ky53WS+lO8Dhq4E9ahuPwK2MWflpX+OnvouSwWlFXiEMJ6uAXiu7yGe51tY1pawSFwB8spvZ7bNf7vFRUsTpnvdzEY6hS12jb2c0J2ztnzC9EejNw8p4NK118uNO2Oonj5YHFvsMx1WKZS4Bjd16xxC9tGDPN8v31Xn25aadhzJ4QzleqterNDTFxjkIOfBbfrO19m6qIz3XlZhUQmWdzXAEZ8UUkz5XEO6KzVUNM5jXsbus7lm9VqGvx3g5TP8ADqv7JsckcU4aMDnGdlK2iwQXS/sj9Xc8F3M7yxhVfU9o9Wqp5I29nDzlrR81qxvjfYHdcVVU9XSh74/lUnZxPe6zmbkt5u6wLUNP6SfFRCaUBriM4Czvg7LAy/sjqD3ZDhvuK9BU9L2UWOfIxtlUK+V7H5G7LocBp4qiBs8mrgqVHbWQvAbhrhuQPFJOt1O+oPdDeb2sq0V1KxrnSOHh1Cieza+Q8vsqrFI7quikhYQQVWNWaKgqLdO6lDecjIWL1FLLbq4wVDcEFejZ5niN8fkFmWurEKuU1ELRzndaNFM5vZcuSx7CGuaJodwoGzyDkaGjKnImB45uVVW2vkgqRBIeU5wrnbGnmDRvgK1MMuqr0H8Ztx0TOvY58YeyIgjrsmL6d0kYkZ81dXwB1OWGMZIUG+FtPzRkdVEJLq5VUtxcKq1uQwtBUHV7OKtlZTBvOcZyqtcBiZ3kFZjddc3XsyixTLIyjhu4SfUpRhJCsErDbdxS7BuE9gGYym0TdgU9o29Qq0jrLVpY9NUanaXEBoyT5KbtenbxXT9jTUb3u+1t0V44Sabof8rrADUn2A/7Hv8Aitzo6O3W+jjNHFG+R/6QtHTHT+1MyZt1YNRlNmrzfU8O9R00XO8MaD5hVq82autT+esifyD7TRsvUV8bC9zu8HEdGs3CoWobK2sa5jjzF32HDZNLbKVrs6wcyMk6JBwwn+oKGWxX6Wl+57H7KaNAfunZbKvmbJ2eqYyMTWWIqSkbukJGhTtcs+aAlRwYefCdtZE5m55XBFkaT0G6RJc3cAqa5KpNAjPaCmrZqG428CJsmYx0yrzYdWGqjbHK0c3ms1imjkYGvACfU0MmQ6neR81Rq6KKYa6FbWH1b2HQ3C1Opl5xzZyCouud1z0wk7NUyupDHMMvXK6TuHKwQwRvsumkdnZdQFxfhpGfFQc7yCclSV0my7AChqh55iSNlt08fZXLV8pDk3lkykXnZFe7dFLtlpALFe+6K5JOSjiiKQBVH6oqKjFFT0xbzCwyEbfqqxUNNH2sag6R4H9ZWXTtPUV07KemHPM7ovNqs5jZq9jpn5W3crJaqSSr5YaaFz53nAaOq0Oy2Kz6dbFLd+WruUmC2mG4HxULaXRWGmdS0WJrxIMPkIyI/cFbNE6WqfWhdrvK6arduI3+HvVWCmBkBDdfo39So8Srs0Lsz7N+r/0atUskDpaaIys7Bg6Rs8f9ynmNDGEA4Ci7Hks5nZ28vBPi90khaMcviV2dPUMhY125Og8f6LyaoBL3JG6VDKejMme87DQFHwj1WnIcc9SmtVVtq7qMu/i8Ac53yVH1VqyZtT2VM7IXEY/iJnkL2/g08/H1N/ZaeH4bJOeWzzKgtWavkuLLzTg8oiYAB5LzvrermkgYXOz2ZLs/eWw6mNLT2K4XGQ8hkwxp++vPmrLoe/E77Du4PNT4PDK+cGPX+yu/bFDTUzhHp/YVp4Tc1Rq6I/ZwML33TDEEf7IXgXg9O2K8Uu3edKBle+4v0Lf2QutwVo50nouX4uLuXT37j+SGMkrBfSyrmR22hoZHjk9rHmt7zgZXi70sNVxXXXUNrpZCWUww74q3jF5I2wDdx+yrcFR3xRsp2br+igeG+mZNSavtcPLzsNQC8ebB4/ivZeoRBa9JzwRENYyDs2D4BefvRYgb9N1VzqQGRUtOWgn4Kc17xFL31dM+X6kuxHv1WHDVCOJ4f1Juuv4no6jFMXZTM+SEAnzP9FQ9bztjp3RDLnP8R/as4rKSQNcwhplk8G7hT2qNRQtmcZJWxsAyXHoVn9bryjpOc0cOZ3Egyv3afgrNNA++gW5XV9LSQCKQ9pXTSdohs731tTKyOZzTytJ75VN1jbpqo1ErctD3Et96pNfq2tqKp0/byiXmy0l3h7lbLJqpt4om0FWWslA2f4kq6KR8Ts65tuM0tW0wkqsaYp6qkv8ADyQOdMHjDR4L1LTti+hqeSplEZ5BzZ8SvOtdWC0TucJo31H2XRpKn17eiPV5al8jW9GuOyKmB85vZRYdXU+HNMRdrfvXoi4MYKHmhaJ8/ZB8FAOhlLS4QuZjwws4s2vLm1oe479CB0WgaW1dT3iA08gDanwb5qgaV0eq6inxKGa7QeqjLgJKaoM7s4dsVE3QAtc1oyHDKud4dSz28sewB56KjV0csdThz8NIwFJA+6Jjldb8Kouo7c+NrZo2fayVJ2CuAha8uwcYKfXho9VcSQR0UBaojFJJA4ZzuFoF2dq54M+HqL/hKvtNI2ambKD3ioO6uxOWnxSVuqZYpQwu7vkla+F07HSAqvE0jdXp5GlvZUJWuLeYKp3HBlcrFcZSCcqs1zsvJWhBGGrk8RfmTOMYJS8bfBJR9d0vHy8wwVO46LDiHaTqDYKQo2u7VoxnKYw9d+idioMAEkYzhVH7rai0Ytn0TB6nQNu9XN2Ue2Oq1OjkpJriI7vcRA31bMccZ7n7S8x2fU99vdbT2GL6wVLmRsj+PRazxU0HchCPV3TysihHQ/s83L81I27N1DGWzGzCtHuPELhxbKbsfW4nEf5hnNn4rO7hra13e4fxPFKO027TvO5fJZRbdM3qrcC6OWglzuHR9w/s+9XjSug7xT1jai6QTVNF4udH3/5vuRPKZWFtgPJTwRgOus+4nUc/0/Jdc9pBL0cq3R7v5T4rYeJljgFgrawnswz9FEstsFuZWSvknnEUUQ323cT0A/BMDrtsk5eSe/em80REKb9mQrLcocWmhAi7MzF0ufa+r6D+1REkYA2SB2qsPgDmXCinsw7bokntzt4J65m+MIhj32Gyla9ZklPbQqPc3BT22TdnJkoj4klylp2Tz2xZV47wvzBWiivDWsw5CquRnaWtVehk33SoqOR2ypmlaDcDVa/xznNtm0Ss4IJJTCoJKcTVDX7JpM4A9VZjYQsqreHOTWYYSRSspBSZVsLIkNiiFcyg4oo6p4UJK74IqNjZFTk1brY6hty7tIDI/wAlrOltOXeCCKGj7KIy/p55PsfqtWb2i+CKBsGm7R6pLVHs49ueV7vtOc77IC3OxR+oUkbJKl9RIGgve/q53mVx0tI1xzFd7PiLmNDW6K0aWs1FZBFn6+qP8p9r/cFa6c5PZ/yn/wAKrdjlklOT7asdLN/GJJYf0f8AX/V+CoTXjsGrGmrXyuzOVpgJjYylidkY3d5JHUt7prPbwJ5Wte8YBz+airteKeyW9zpXA1Ug2Geh96wvWWoa3Uda6nFSY6WF/NUVBPdb7vj5BVa2sdTnJDuevQDuTaHCzUnmO+UfVaLqXU9Da7C9/MHdpnDQd3KmaZfPXRyV07TySOPKz73u+Cqdwe6/10ERfJBaaIDJJ77/AHftlaLZXRQ2Q1DmNa0NAY1vRrfA/FYE0HJFzu7d3c3u9V0NK1sVw3ZZ16QV1Zb9LQRAgTO9hvxXnO71TuSMdStC45X1911MY+bMEWzB8PFZfVyiWaMHzXd4JTCOla4JlTUWJYtZ4XCshrqGbGRI8f6xOF9BIN4mn9ULwTwyqxSS0Uh8ZWBe9KU81LG7zaFawWTNO9VOM2WZT+v5JpqSrFvsdZXEE9hA5+PPZfOnWlz+ltcTVrm8vbVnMR7gvotqKBlTY62meMskgcD+C+cPEnsaXXlZDA3ljhm5QArOI3dKB4FHCDomQzPO92rV9DarNg0ndJYn8z5qh4GPu42WNaw1vVXKtMbSQ2Lmxg9SSpGxXdjqGqhmcRG3cD3KEsVngmrJauoGYS4uGfLKo01OyJrzKLkbrpsSkkmd/wBK6xfuf78FAXG53K6N70b1DTU9S3PPG4fJavVVdlpR9VTsPyVbvdxpp2kRUzR8lpwVV9A2wXN1uEN3kluVQnBzTgnC4HOYctcfkn1azncTyYSdNExp7zcq+HgjVctJTuD7NKSbJLIcgSPI+JQJnzkNePfhWCyjkkD4oxt9k75Vpo6t0krY3UdMYj7QLN1E6YNNrLYpcGdUtLi63oqBT3WtpWhgdlvlhTFtvjo5WTMlfDM07OB6K+Sabs1xae1pWxkjZzNiqxddAzRyOdQVHPHnoRuoubE466K6/DcSohmYcwV4tOrob/Sijl+qrh4/f94SWr3kU8dR9zYrKgy6WGuE/LPFLFJ1wrzUXv6Usscv6n1n7XiqktPl1B0WrQ4uZ2mOUWcER8hkpWg77JlBGe2aY9t12lkds0bjCXg3kGNjlPJVlzuYmN9MtM8VbTs07p9Hci+h7RrgWObummoJYzRP5t2v6KAoKsR076Vztj0T2tuFmT1XJky30LU6rZDICcqFnLXAg9UtJVODywpo45ecqeKMjdYNVNzflXGM3O6Wia3PvRY2Yd1TqKIcwSvNgm08PaSjWuDckbJ1Rx9rI2IbZ80pEwFvKcLkgdCRKzblVcPuVstiysV90r9BaSvltvtbiU00nPJ/q93l/wBZXx/Eu03yoc+muclPMzL25YCD7likX+OWxtlOHj960Dg5ZLd6+fXp6PLXEFkjm7nySg6qpF2bkLa+GmrLLdaKJlXBG+qGS55jAJ96U11quitg7Gi7JRmp6Cz0brfXU7IaSTlLJmwvbgjzWbaymfJLUBh5hHjveeVLJO4Myt6qeOEOOcouu7sL1YqiN7g53J3cfeVH0VbaztJRTSxR1jHsfT9r7LnDPdPxVjucMFPaKeON3NLyd79pQEcEsscoa4xOf9pp3A8fyVRgIUz2i+iY3tkslUySRjIyXv7rH5aN98e7OVFvj7pTurl7Ts89p2eeRh9yQd7GAoi65WjHHdt01MQDs4SZiG/KE7a13LkprUSmlqBndhUjSXbKtNG1mrk2lhwmr498KVlbl3RNJWgPU8cipVFKAcoTEx8pRnbtTl0eQkzGfJSB+YqiYS1qYu2KSe5OZ2bpu6NWWkFUJWFNXkrmdkrI1JOGFKLLOkaiHdAILhKcoCjeCL4oZRUJF610fR0dioY39n/GQMMf4s/+qt9squcB7n7kqgQVZceZ79yp+y1jI38zznbAXKVNVy2LZJM1yVpdprHPyyJ/Kf5QjxHkrPJd6WioxuDIBsAen/1WZU15bQUBe1uHuP1YPX4qs6i1JVEiipJuaqqTgnPsny+Cw5JDrbdW6aiz2cdgp7Wupam7XMwU1QBysxO/O0TP71TJ7g2eobb6I/xSm9n/ALZ/3lXLtdo5SbTQyns2nnqZwd5X+XwU7o+3McRc69/YwQd4g7Zwo20vIJB6rb52RgaxW660httPa+0OHTN5mReJPvUnxDvTtP6TpaGN4bWVI5neYCpdl1XT6i1zNdLi8CgtzMsHgQOmFVtTaom1Nqapuc+TEzLII/ADwUdPhZa+6U1QIuVn2qK4TVtRJnIjbyfMqtch9YazOMNAU/V0bTDVc5y7myfiq6HB1Ucnp0Xb09msLAsqWRzn5lrmmKuKKkp3hw+qkjfn3gr33o+pFVpugnLgS+BpO/uXzOtVzfFEIwTyFufmvoRwMuTbnwws1a1/MXU4afiFm04dSVGuxV3iaVtRRxP6j9FdrwP8VVGP8079y+aGupJZtYV0rhh/rUjQP2XL6V3WT/Fc/wDoz+5fPninZZKTXtXPOOWKZzpI/mVaqpmPqdO5R8KC8ErfEfms5M8nZvhOznu3T641xFGykhGG8uHFIx0UjrkWEZLU5koHNa50oxnoE7My7VuciXK83UFkh2ASE1n5y8/WJ7cuaCTIaMKLklL3E8uFdj7WoXNVbns33RZCR7Ryg0Mc3AOCm0jnl3XKDXvBVoArN5w/Epu3xycrQyVh9xV40Vboa24xsq6lkTW/dKzCKeVh7pwcqYs15mpakEnmydzlVponOGi3cJxGngkDnBeh6W32elkDWzMleNsko1Sy2Mjd7JeBtylY869GqmD4KhzCRggOVrsFU2YMY9r3lo7zi7qsx8Luq9EgxKlnAsVN3S1wXO0PY9oLuXGMdVj9ZQVtkuD6cMc1sh2B6FbJLVtFPI2MjLTnAVW1HPDWQN7eNvaNOx8VJSPMYyrIxmjhm/iDQhVKCRrHgfaI3S8dU0TAM6pnOw82226BAYO9srIYHG6wWzmNuU63RrzI11HIOuyp8sgE+R5K2TlroJGu+6qbUjEhI6KzANFgYtJmcClZHh/IR1wu7uDSU3bu0JxGCW4ypTosthunELcuT+BgGCUzp2HIKk4mEtBwq0jgt2iY4pxDCHDOcLtQwNhf4o8Lg3mL9mrs7mOYeTduFRO9wt4RZ4zG5R9LNKDyx7b7n3K62Oo05FGDW6fr6pvLu9sxbk+eyo1v/wAvj7Xoth05qygis30aRB2cfsMx/arLtFiU+yaSx2Ctp82atuVA8M9mY9oD7u8izzCSi+tPZyPhbz/tBNai40cVdL2WI/2PeoC7XHtOhVd0mZX9k/q61nb7HP3VC3q4OpJGOjOMdUlHUs6uOfuqNvDZKiN7pNuXonxMzHVQTyEN7CZ192E7WQtz2bTzfzk5pa0OLZHfo3jl/nJXSFl+l6K69mP4xTQCaL5OHN+WU7oLN29hqqmR/KXs7SP9trui0iwWWUKqaSTOTquFwfG4tKibyQIWE+eyToqt8UbmPznwQu8zJ6eN7R3Rs74qnHDy3q9NXiemLeoTmyVBm+oce8B+KeSUvPJgjr0VcpJZIJ2SNO4OfiFdbcW1TGygbOH5plX/AAu0rWEPFW3l9Qow0zmjHIuNhfy4IVh9Ra1pc/u/NIExgkMi7RU+cXHQLafRRNbd5VbkowXHOR8k2noi3cFWCsZI4EtaI1D1NNVSOIEmVdhc47rAq3QjRuqhaiMNHXKad3JzupKSBjQQ5xJTF8Ra4ktIHvWgwhczUMde1k2cigo0vVJhWFmu0XXLgRnIqE0r0DRVT53AnuQndufLyPxU/BcIYYBKQQwd1jPEuVJt9W1/LLK7lpmjJP3j5rk13L3Gd5w0bN/Vb/euMnhztK6mKMGwVxuF/e2kfNUzZc3ZgHifBqq9yuNRFE6MS/4xqx3zn/J2eXxKhxcC9zq1/sM2hjPQnzStjopLnWOfI4gnd7ilhpm08eaTdWnTh/Zj2Cn9IW2ObE8p5YYeuftJHXerX1z/AKCtJ5YQMSPb93yURqvUP0fA6w2x2ZAMSPH2R5qCpiKGFrh3nPGST4qxFTXAe9VviO0WhSslV6tQ+rU7y0S7PwlZa0UdEIoQC8t5Xv8A7Qq+yU1Ez3uy1n2fihKXduW8+W8uwUogsdFEZT1T6ZwbYqqqB3cezb71UKSXNUM9FOavqjS01LboTtE3MnvKrVO/lcPPK0oI+yT3pr5rOa3uUu2bs7kCdgvXPoY61o4KWt0jWz/XSSes04c7blwAQP3rxxWy4e0jqrFpq91VBPT11JIWVUDg6J4+zjwVeqpyWhwV2N7KproH9V9QKw5o5AN+4V469J+Llq44mjJMn7ltvo58UKTXNhFJU4bcYGhszCfa26qlek7pPsi2thlzzP5wD+awyXfM7odVb4db8LWPp3/MRp4rzU1hZKyYNABPeJR7xJEG87cE42CnbzaDSW6OonPK2Yd0Km1faTObCPaB2KtRASG99l21VeNtrbqOubOZmThQNSC1pwFZ/VwRh+SmlRbmSP5Qwha0LhGNVxtfRumd2VVBzB2SjtIc7BCsFRYsDLASj2+1ASYkgyFa+IbZYbcMmL9RooaGhnfuxjnDzARJoXxnDmOHvV9oaVwDRAwxxA4JwnzrXST1DWSR9r8QofibFbQwJr4hY9pUS10j3OY9ji0eeVfbG+Wnga5rgQ7Y5TK86ZeydsdMey8cBL2uF9JJ6vVtJz7JUMsgdqFfoaZ9I4McFMUr52TSOc/uluxPiou5OLXued8hS0UecgnPgAoS5yAPMZPeyoGWBWhVyOy3coirfyhzvJRtTUZe0t8eqd1czSS3xUDV1bTnk2LeoV1rSVy9RUtabp5cKsscR5sVeeS7c+acVMzpHAk+CQY0uyFaYzKsOqm5pCMxuSAEtGOUoMZy4S8cWWhxKa8p8MWqcU2FK00gDcYUdCwAhO25HRUZSXbLoqLKzdPCGcpaT1CgKuOSGVzW5wVJSyBoEjj0TGpr45JRt0UkLC1MxB7ZW9o2KYtqHteGdcp62qfC9pOdk0jjDqxvJupaShMlMZMb5U8lhusemEljlcg6+PezlYMHzRYRU1AIOTzLtNaJXvOG4GMq26Vs3PIwP3VaV4bsFoU8ckgs5yi7XQeafXC1DsBK7YFnL0UyLdDDcJIs/wD/ACrBQWOmutJWQQz9jIOyjgkk8Hd57vlhQxskkPZCuvyxt1Vc4K0PqRvF0r/8jjp+z/nOcO6l9YW+mtttp6OFxxJVdq3H3HO6Kyx3exW5sViowKqGm75+rc51VL9pzvmouSfmpqyuhHqlux2E4qf5aX7rWu3GFq57lZ4hbG0ELK7tTAuJH2FFSP7IEffU5V9iXH6ns9/t83Mo6itNZdLr6rRxFz03ZUpmG1wi0VGZuR/KcE4wrlpyz3G5VDbfQNcxgy8ux0T+x6YqaKm+kKxn1MTC1g83FatpeK22G0t7drW1Tow+Q+QKz5ZhLpZa1JC+n7YdqqNTaNqKPBuEhkPi5J3Sno6WMtYwDH5qf1TqiKRpFOMuPRvkqTUSuqAX1UmD5KPfZW7AdoqJrphJzFpxhQlRO17+yDvi9PrxNDE4u5tv3qvz1DCSccoPQeatRsuLLMqpupTmSaigGQOc+aia+obMdhgLju+0lx5UykeS4jwVyNixKioIFrIkm6TRhuuFWFmO1XMoIIITFolxr8uDM4jZ+RUdLcjU1DYB+jx3veoeqrXSB0YOc7H3pWmxBE1r/bO5PksttMGarb+JLmqw0rx2bnyfY9geSkam9ttlo5Iz9fN+arVJWNkLnOOGM6+8qNr6p0svaPOST9WPIJhphI/VK6pIZYKZscYqbg3td+9zSlPrvzVUxkacNYeVnwUbQymmpyW/pHHvlJyV/Nytad2EoczM/TopGu5cVndU8q5Y6a3sa3r4/FRctZ2U8T3HLQ3vJC9VpfFHCPHcqNlcSWDOxG6tQw2GYqrLUZTkapG71Ilr3PzthN8M2flNj33OJKEbu7gqfLYKJs2tilZZeZ5R6OrfTzB46JsdzsjEENTbC2oTg97XXa5avwb1o/Sepo7hTZdHIAyRg8z4r19V18GtdNQx1bw8iMPa/wDsXz0tlW+lmD2OwPtFemOBPEEXGmNukdh0UeCCfBc9idI5pzjVvVdbhtTHVtaDpKNk515ZDNKyKVgIheezWZXOzzU8jg2MNAJx8Vut6iFRJJK5pdz7xqi67thhthqDG5uXgBZ8MjxIANl6BlZNBZ/zLNvVQe7y95FdSHoG7qREkROQ7vI7C0nOclaJkzLHkpiEwiifF7TctwuA0ze88AKXr4I2wu5X4YxmzvNVK8CSKNjpHcpeO63zT425jZU6o8luZWW1tp6nsxC/kLXb+9WChtZfVdsyPAafaHis707VyRnmLs7bhaBpm+lpMLiDHjclPkBGikoalrhcKYfQSetvlc8Pby7DyTOrtkFTSiKQ97myCnzLhFNI5rshgHtDxSLiWs7RpyG7hVNQr8r2l2ZV2ohloC7A69SqrfGntDKx2OYbq33yvp5qSRzHg7Ki11YHx9idzgq7Ttz6lYOIz5AbKvS1RYxzi7cFREspkkdJj2il61wHcJ7wcmYGGkeK2GDRcHUTOdIbhBzslOaVuUgGEqZslnrbg8tpo+YD2j5JXOsiJhKaDu+03KUa8u9hhVrp9ICKv9VrJ9o+Uz8n9X4qekoLJDDilaNvDxVR8wC1oadxcs8ZPKByiLZdkllDe63GVaa2mifu2ANb5qErqaHPdeQVG2Vrmq0+OZjbXUM8E5JdukOTLs8yfTQM6Nfkps6MAe0rbTduiyZGO/EnFBHmTm8grPa380ULfeoHTcPa1bSWcwH5Kdqc2qozGO1ik78H/wAvyVaYXKv0mjVbaOmj7Hol21Roa6NrIe1lPKI2D2uZVpl/dL2cUI7Q/cWmcKdPT1MpulSP42R9XIfYh/W/Wf8AuUMTOZJk2Wg6QZcwUFedK6hberfDR0fNcamJ0lQ8DmbGSfteQAUnXzUWldPOtsFSauqqpnPmq+zw3nIxyt8gCp3VV0q9OQUtoewGB+YmzmXldKT15nLOdT3O4XB8gqy2hpovq+Tq5xP2Wj+1XpDywqzNU1u8sxApJofVOz+sy+P2Pu8vL7TvgjW6luV4EYmmlMUZ7nbv9mNJUtrr7gYYTATFF3KaPvf8ZVnbZdSW6n7UUUpiH6ndVRjU97y83BVauVspo64wPLS7J6K4cK7Vb7Xa7ndKhuKiST1eDm8AfFVCvo5fWhVvEgMnMHE/ZKl6CucIaamfPkdpzuafEYTnyuidYpGRiQaK165uVPUXWntVJyiitkbJZiPtOVUu15lr2ydnNgAdPMKrV94qH1Vfu5pllLNvFoTeOolDW4PKANz5qs9pe+6nzNa3KpKSUhnO87hRlxuLWjOMkpCuriI8A5JUFUVzmP5nNzhTxQXOqp1FUA2ycugqqp3Ny8rXdHHoiT0sEAzK/tpG/ghS3CaqGJBiNvl0TG8Vgx2bep8R0VkNN7KjLJEGZkzq5g87Jm45Ruo3RPFXG6LEfIX7rmcIYQdjK4SlUNwFw9UEEEqYpCHuFzjvy+z8UWSpc7qUj2hDeU9UQnLgosqtCUbBPaaTMbwTgJNkgc8Of4JNzw1nKPHquR46nwSZErpFJS1J7PlTaKRzCSkHPJKK956JGsU7pbos73STZQkLgxEyQco7iS1S2tZVQ7MHIoOEYBJlGDtkFJ1RydkeI5SY3C4HcpTbXT2PylLy7KZ0hfKm01Hb0+yhO0yl45w1uEx7M7S0hXaeblSNkBXpHhFrAXmkkp62ZpkppA4ZO7mlazVUVu1DQuopY+0ZCA/HgSvEenbzUWe7w1kRdyxyNDwDsQF6e4G6xiul2uVukmDwIBNE79U9QuaxCidFJmaOwV22G4wyphsXfxWrMNU0jxqSv7FoYwS4ACaWqvhiklD+ZrmP5c+au3Euqt8xir7ayMtkBLnAYyVkFVIYJucveSX85ATqVnNC0K3ETFMrzea2L1djMd3OSqRqu5w1VcOyHsDASldeTO3kx7Q2VbqSXyDl6+KvU1Pl3WDimJ/EHs7J3T1b45QGO5QQp62V0zCDz8zSNwFT5C5jgSnVpq3R1LTzYBPirskQssulrnQvyq/0uoZoWlpbkeRSs19rKincYjyDGN1W3SMe8vAzk9Uv6xEI/rHhnuVTlC63vjS5l0Kmt7KLk5u8Tvuq3cqhzTKWO7wS94rYHBxjdu47FQdRMXtzjfxVqGK3Rc7iVY1x7LkjI8vJcXZceqNDkHplJM3dkhO4YXAB33uitkhoWIy7nXulaWIyytawZJKv1jfJaKDMT+9y8zv2vBVy00zacRvLAXOdunVxuXPFKIupduPeOipSPLyt+mYyKP8A3KWpbg95IJ9p2SfeeqWklgh359yVXoJ5Y4A8t26olVcI3R4GefqoRBcqf4qwUzU1dVURgQw4i+94qNusNTHGHylscfnndcp6mot8Rlqptj0aoSvrpq2c88rizOwzsFJHESUyadgZruuyyRZ+oBe/xcUmyCaQFxH4IkbiwcowR5q16T05cL00OAFPTf513irDuwqTGtm3SmlqRoo5aWZvZyPAliLvtO8irDV8t3oDQugYWwENLwft+YUlqnTjaGjhrKN/a9m0M38T5qtujmqXNmtgfu4c7Gn2XjwVJzt7la7GWy5GqwWS0WuhGZ+yix5v9v5qduWra4+qW+zz9jF+jPZRue/5NVdZRhlTBLf62iipY5OeSASF0kvuAAUjbRLcTLQaUoJbdBIfrK2T/KH/AKvP9kJzGeKc+QdAom8yOjuY+k62S8VcJ+ojZkt5vN3kpvTmn31Va2uvsYlmdvDC0jr5DzUrT2W22OMOc5rnA4lqDk5d5Nz1UzRtsUt0pKuvpq62vZvFVZHZk+ZHgrjKe6qvnyKSFILTUQn1ftbjL/k9PGP0fdw3nd/YpEUd7tNKLoQZQ+Qunp+kb2nqMKy18VO59NXRuY5he1rznqD4p1WVAMDx1H2ltspgOqz3Tk7rL+JbrVJTUlZSQMYyaOR7mgdCsjmqSaqjLWt2bnPuV04q1JidWRxE8nZO5Q37GVkdTWOEcDmvOw5Vi4hle8AK5DIY2XKF1rT6+/HdDpSdvJJMrebYEkHY5Sb6JszmymoAYdz5ogZFEMR5cAc5PioWsCh5jj2kSpq8DGOiZSPM0gDRnPgiVkhfLlowChQO7OpDjuArAbbVUHzF7sikp2+pU5aD1UDM9z3kp3cKp878ZTI5UjGWGqrVUud3Z2RcrmUPFcOykVQlAri7lcQmGyCCCCEiM/ddCKuoTzulGnddcUmCu5TbJ90cFFPVcyhlFkt0CgEUrpQkuhndBBBBSN0RnHZFC7jK7jCE5GaV0pPO6O1I4JW6rqm9I6irNO3P12idhxHZn4HqoMopSFocLFPZI6F2Zh1W4229W2+aWloqXaaNmf6Xh+Kol6osdpN5cyr2nLj6nXNkz2YDS1T8laJ7HNFntDzcyy/heS45dl0TMQbVRtD91DF+KZ0gHQprNONnAb4XWTkU0sBHRMuc7ghXmsssV70v6wX91yTc8B2W+CTPXKIdjlS2AUTnu3CkY7pLGzA8EhU175+8U2d0wuBu2CgNaNbJrqiV2gcjAuA6oOcS0AoYbg79FyNpe8Z6ZTrKO5OgS1JA6WRrWnZSUUGJQHHcLlJTdnNkHbCLVSFsri09FA45itSCLlMzFSHrHaua0t3XKeGczOmJbExvTCjI64sky5oLfcn0NypiAHNOPIphjspG1HMdmLrI0s4kc8RvBceuUhA1rHiV4BDeqevq7RKRzR8jx4hMrrJFLyx0pHL4pWtule6xzZrpCpq6i41AJO/i1O/oxsMfbOcAPFqZUMRNSGtOCOrk7ne6qnFKx55R1cnO10TYnf6r9Sl7Ta566pzBATFlvcWl0lmnf6pDLMW/Y/VZ8k84O/RdtoKqaukDQ13d+CmNQ1VDPUyVNtk54nDu/FRPGl1bgc0BI397qS3yQkh8be6cj2iqHQ224VVW/wBUqezjd3pACrDqiaWrqojG8u5wOVgci2GUUV2YCzm5ThzQ3PMqwAcVe6WUhbtDwnDqg9rUjckqbpG0frHqFquppD2n+b+q/wBdJ3i4U9BQVFOZXySVkTouQbO5TjGT4Kz6K+i/4LRw1sNKJT3Mn+xXaeIOdlCqSv0ui3Kw+pVNtr62oE9GwtZ2f3Hfad8z4q811HRXG3iKWEAY2VNuEZo7TLS9t63Qv7rP+y8nBNdZXos0vSVVHPKJQ9o7n7K2o8rb3CpO1Vht9JPZopKQzdrQyH6v7zP9y5q6+RW+gkf2vZl4/pKhQcSa+GnkFVSx1EmO4/2d/eqLqPU9Zcppaysm2+wPu/AKOSoGQtCOUQQSkeIl8bNTSczzzybLOpi+SnHLvypzWz1F3rwyON0jumBuAkOSWjmdFO0gjYhZT972SvlLhYbItFFLNs0YA3c5Er52CXEHMSz805dV9nHy7NYfADqkxJRAANZudyUocO5RSfLYKPlcCMDK60FjMp3NVUg9iNuUzqJu06DAUgF1W0bsU3cEUhHIRHJ4VR6TQXSFxOUJXEEEEJqCCCCEILuVxBCF1dBRQV3KE4FdK6OiLldCE664ulAhcSJV0LoXPBdb0SoRmdUYhFZ1RsphCcEl4owKDuqL4pU0aI7kXwQJ2QSpboeKc09S6MYymwBQwUhbdKH2KeSyGTdJApNrj0RXkjdNyp73ZglSVwIjSjotZMQXHFA9FwboshdaznzhSNtpC6Pnf0ykqVgDRkKYow1kYB6FRSP6K/TQj5ihOGtYOUb4UXUkZJKkKuXu7KLrHgxZ8c7qOLdWKqTs2CJSRiWqa0juZ3Uq+igbOWADGNlDU0jWEnJynbKvmd4vUzgqsD2gZTqnNLBSOc5ksZc8HqElUxxskLYdh8UZk7Y2YgBa93XKI90fMSc58UxWDlaOyk2VAhZIG9TsjUUwhcHHqU1lLXOy3ouOGcbp1lXbLrorjYK8CF/M72lMw3n6sU7TsFQKeodEMA7FOm1TxgsO6hexX4ptNVebVd4XTsNW7k7DIYSOoTyW8wU8wjtkBmqJMntCdmlZvXVT5ZsglufDPRT9vrRDEHdoNx5JgiIVkVGYq1290VJN21yPrVVJ/wAfIJxNW19cY8TY5PYYz2Wqm/TULZSP+HKXtN4gbEXf8NUoNkoex26tVHdL3RexWvMf3D3mrmodRT1tCYJWMZnpydFATajh9lMKy8w45lJzVG/L0Rqup5x9Yf1VB1pqLtcqa1U4Luc8u3kk6u5bSq5cELV201TealodyDliz5psMec2VaZ+U2Vn0no+htdPtC0yke0eqir5oamlqZKt9S1nMclpVxuF3p4opDHjnb4DwVHuVdPUyuc97y5/sgLTkDWC1lGzM4X6KEk0vbHEtdPudslNqnT1npox2hBPnlPK/wBb7IvMZAHgqleauU8zTJlp8CeioF+uymcxjW3RLrT2uJ31DSVGSmLGAzCQdOeb2spOSRzjulaCVnySN6BBxCReQgSiFOAVR7l3K4VxBPUV0CggghNQQQQQhBBBBCFwLqCCELqCCCE666gFxBCW66utXCutKE4Lo6oZ3QygkSoFcXSuJEiCCCCEIIIIIQu5XVwIJUq7jC6HYRnYwkyDlN3S9F13eTimjSMbTlOYjypHmwUsMdzqpCGNjfaKX7QNGB0UYJXF25Shmw1VyzMVpGQBqFVNuSo6V5c5KzShxKQjaZH4CsNZZZ00l9EImSSPDW9VaLDpuacNfIC0HxR9MWpjD20/KT+5Xu39mxuI3NdgdB4J1rqWngsouj0jSh4D5ngn7qkn6XoIYiXPdIfhhOW3GCKXBkGfHzCSrq2qq4uwooJZAftObgIOUdFphoWf6loYYnkxjfzVeBw7Hir7X6dvNVCQKGTHmq3W6XvdJlz6CQt81C26p1LPxNChs7p1TkY3Vhtloh/g5NWzjvCXkwR02C7bqCkM/wBcCe59hK5OjgNrXVeEMksnPGwuapamoKiWMOdJ2TPJabp7T9mlt/a9qB2ft/8AyqH1XFYLbPTeqH6z+U6+ynviVkU9uqa2PQFTVacnujX7BjnRk77BRdLo+4S2tlfT1DXdqPZBwpm1cQXW2zVNqjbiHLgzG/dKh7DqSop7caUvLmteS0OOwBS/wgmuyqFudpvdFvUUspj8xuPyUd2j2jlc0j4rQKTVs9O7tGgOx9g9HJ4zUloupAvVpohF7h3k0ZHfKUwsPVZe+Uk8g3W56bi+hdE08X6OSRna/MhUPUlr0565RGx7y1Eo+r51dr7Uvkijp4+84kNAViAZLqLIeqZUs/bOldUSOdC4Zdy9VFXK7RxbUzeyDduY7uStwuEdFTGGF7XBuzyeqqVzr4ntIHtdcqGSRWey1qRvV4lkJBflVmolMkhKWq5XTSYAwisp/EuUYGXdUpXcx2VqbORHJaUAJBxUrQqMgyopRSgcoBKoHFBBBBKkQQQQQhBBBBCEEEEEIQQCCCEIFBAoIQgOq6eiL4rqEt10ZQXAgeqE66NuuhczshlCW6GV1c2XUIugguZQykQuoLiGUiVdyu9UULqEqMjAIgO6OOiQpwSjCEpzgBNwUHFGW6l5ltkrzZdhdkdyhNw7Byg5xckATeYUVxyU5oSGPyU1zkp7QMDn95OJ0TI+05WGhqnvcGNaS7yCslqhrTnmmbEx3XHVQlr9WaAWEc58U/iuM0TjH2efeEXa1acattuo6CmId2bZHnrI85Ur69BEwASN5B4Khm4SshL53dkzOwzuU2dXzzyYjJDP3p/NHQKcGyvgvNO4ERu2RGVri8ubJt5FVaja8DmLk6dUxsH6TfySc134k9SFvioK2z3qjqv0oLpG48gq/T3NlPaWSQBrnZwT5Y6JL6S9WukzmHEdRA5hBVbgn5RNTnIa52R8VXkfdOMmRWaK9ijo42veXOnJf8Cq1dq2WpuMr+buOOQB5JhUVDzG1jzkNzhNnS4xjISAZgqktSlnzd4hcp3SyTiOMFzicADxTZofJOGRguLjgALQtJ2OC1Qitrg18xGRn7CeI1XYXSfKmtFovUE8YeynMbT/AJxwClKfh1XFnaTXOlhf4g5Kd1+q5w3EUjSPc7KhKvUVXMO/M4D9XIRmhar2S3zKbtNoorDVetSVYq52+yeXla35ZKLdr4O2k+tHf+3/AMdFT5bxgHJUZV3TtCgyut2dFC6Rjeql7jXEtODlQNRUOflN31MjupSfOSUmVQPqMxyhHYSHZK7JKiO6ZSL3pRqonvyDVB8mSikopG674KQKmXXRT1QQQTlGgggghCCCCCEIIIIIQgggghCCCC6OiELiCCCEILhXUEIXCuri6OqVKuhBdXEiVBBdAQIQi6CGVwouEWSXRl0BcCGcJE666QgPegDlBFkoK6ujZcCCROCMUVAboHZCLrrRyhFOSUM+9BKm3Qa1znBrWlzj0AG6kYaWqY3mfTzNaPEsICtPABgfxu0S17Q5hvtGHAjOR2zV7QtOoGXfjbdtLz6ivd5gM9XTixV2nIhbctDsNM/KXco+9jfCCC70SsdlXhOlqHwEP5nBp6EjYpYV1YagAFw5vZyOq2Hi5ZrjL6OvC51Lbg91LJd46uSnblrH+tBrRt+y7GfurX7TYrSzV2jzX2Wmq77aOGraq12qphH8ZrW/eZ4u/Px8FEGtLc3n9Fa+I8F5JdBWYEla97W+HM0gJQ3A0uGMY7JG2R1Wh3viTxg1Zar7b9R2wXygip3PqY6qxtAt/wD2jSGh0TgrzxztPDiWHh9PqjVF0s1e7SVCRBQWttQJW4PfJ5h3ieYfzU4tsO0D7KUVXgvPL7nNnme5zD5EYRPX5Q0zBzi3pnGy1L00I6Wl409hRtDaf6JpOXAxnudUtRTUlV6G90cLZRQSUepYYjPG36yb6rm5nHz72NvAJvKaReyT4p2ixmpqnTu5ikJJTsiF7QNkhI/BSBqSWdLOdk5KI887g0BJGQkpSmcGyhxCdaygz3V60JZIIs19Xz5+xhWC7xW+Vhz2smPDmVPp9UujgEDGcjAMDKJPee2AGRnx3SOlLRYrRY2Jrd0rXxUQBEbpWFQlTC4ZLJZHfFOX1TXZy4ogkY87vwoswsh9nKLkbJnfKRcpicQluMcyZPiiBJzhPjeXdFUlpyfxJmDldHVKOLB0CRcd1IoC3IjPOyS3JRnZRRlOAsoi666ildRSnJrjdBBBBCYgggghCCCCCEIIIIIQgggghCCCCCEIIIIIQgggghCCCCCEIIIBanwW4RXTiJUS1ck/0bYaEc1bcZfYYOXm5R78fgo5544GGSQ2ATmtLjYLMMe4rq2e8XrgfpuufabVo2v1WyI4fcaq5PhEh/Uazw+Kl9OaJ4Y8WY5qXRJrNK6jhi522+ul7aCoPkyTqqTsTDGCSSNzWnqRt5i+Yeo0UwhvsQvPqCmNU2O5abvVTZ7tTOpq2meY5YndWkfvHvUe6lqGs53QShv3iw4WkCCAQdCoC1N0UpWON8ji2NjnnyaMoPjdG7le0tPkRgpEW0SYXV0NLncrcknwASopanwp5j/4ZQdENN0kglRTVBJHYS5HUch2RHtdG4teC13kRhInri4UeOOSXPZse/HXlaSg+N0Z5ZGuYfJwwhJdJIDr1RuUZXeRx2Y1zvgMoumJ1Z7pcLNdaW62qrmo66kkEsE8TuV8bx0IPmr1U8bOK88Doptf3/kcMFvrZGfwWfCJ/wBx34IhBDsEEEHoUpsU7ZXTSHE/XmkaJ1HpvVNzt1M7J7CKb6sOPVwb0BPmo2u1rq6u1OzU9XqS6TXpmOSudUu7VuBgYdnbbbZV1DdADR0UivOpuK3ETU9nNq1BrC711HjBgdPhj/2wB3/moC/ajvl+dQOvF0qq42+mZSUhmfnsYWeyxvkBlQhcUOZJaybmUxqO/wB21FcBcL1XTV1UI2RdrK7LuRow0Z9wR4dR3qHTFRpmKvlbaaipbUy02e46QN5Q7HnjZQgRgk0GwS5kbm8EOXm3Vz4X8O9R8R70LZp2iPLH+nqn/ooR5uP9nVaFqLQHB7QdULdqvV96vt1iHLU01lpmNjid5F7s7qrNiEMb+Vu7uAufXu9VK2IuHgsKDMFHDsLftE6a9HbVF1jtgverbTUTHlh9fdExjz5cwBA+eFj2vbRDZNaXix0cj5oKGtlp4nu6ua1xAO3wSQVrJ5DHlII11FlJy3Ri4Kggd9uiM54xsTlEdG9ntBzc+YwuOY9reYhwB8S04VsxqPmIc5B3JQc9FDHvPda53wGV3keSWhry4dRynZJkTeYUYTOAxzFJl/Md90YMcHcr2lp8iMIcozsU8NskuSiDPiUHfFK8v6jvwXOzLvZaT8EJLJJcShYR12PkVxwcB7OPehNRCFz5ruD4roYD0Dj8AhMKLj3oY96OWY6jCBbjc7J1kWSf4oY96OY3Dcg4+C6G7dCiyak/mu4RuQ9eU4QI9w/FJZKioIIJEIIIIIQgggghCCPDDJPMyGFhfI93K1o6koiPGSGkg4I6IQrf/g0139cDpS7ZiGXD1c5x/b8sqJtGmL9dmVL7daK+rFLvUdjA5xib5uHgtW4/3W5WrWOh7xbauanqINLW2aNzHEEPa0kFadU0VPb/AEkb1NTxiD6Y0ZNXVMLNh2z6bvbfEZ+axZcSfHE15AOYEj0tf7q6ILuIvsvKVltF0vNWaW10FTVz/chjLj+Sf33RmqLDRMrb3YLjb6Z7+TtpoCGc3llbYy8W3Qfo4afkprb6xUapnnNfPFU+ryAQv5RHztaTj3LM79rW112hKnTtHYqqiklrYqoSyXF87e61zS3kcMfa6+5W4a2adxyN7IJHsbE76a+BUb4Q3qqHTs5zyDq4gBevuPDxw39F+waMt31M11ayOpkH2+6Hy/icD4LyFA7s5WuPg8H81669NVhunCHQ2oKbvUgkAJ/0kILf6qyccGeto43fLmJ9QNE6nNmuK8g5wVL6Qv1bp3UlvvNBIY6mkqGSsdnxBBUNuTsjwMc+eOMA5c4AD5rpCA5pDtlVB1Xqz02LJS3CyaR4gUMZ57jEIJSB1DmiSL545wm/HTV+otN+jxpLRt3MQu14pQ6qIYMx00fL2bf2vZBP6q0ni3R0/wDBXg9oy6t7816oIpY/1YoeV4/FwCxf076l83GGlp3DuwWiIN+b5D/avPcDImZSUjhcR5iCfA2HsfsFpydnMe9Un0ZtQV9g4x2JtKWOiuVTHRVDXAEOje7/AIKt/pU2KqvvpLPsdqga6qrWUkMLGjHeMYWbcCf+mPSP/rim/rhelLhHHJ6d1J2ozyUIe39oUxwtTF6v4LEXTNbctge7zykWCjibmj9bJ1eNAw8HdMW9mj9Av1fqyYO7a5S0rpmQ/rY6N9w/VyVU7Rr30lYrowz6Qnq4Sd6d9lbE3/WGCPjlUT0q9S3+n46agpaa8XGmgjMIZHFUPY0DsmeAKzKj1hqulnZNBqO7NkYctPrb9vzSUGGTVNK2aUMe54Bu4EnXW2+lvCyc6ZjTYkjyXp5uttRWX0sqazVVLFQ099FHFX28lkwY90A3Dh4g+IWTemVHHHx7vDGMa0CnpdgMfyTUx4YamvOrvSJ0je7/AFXrVwkuVJFJMWhpeGYYCcdTgBSPpn/9P15A/wDN6b/ZBTUVGKXEY22F+VY22uCAopH5mHzVc4Ea7u+jNc0It7mOpa6pigrKdzQWyx83v6H3haH6ekccfFq2iONkbTZ2HDRgfpZVh+jB/wA7LP5/SEH9cLdPT8x/hatYH/oaP/ayqzVRtbjUDgNS11/HRJGf4Dx/fRZJwk0PW8Qtb0enaN/YiTvzzY/RRj2nL03ra2ScJmQ6b4WcLpbvcOxZ63e56B1Xk4+HLzeO2w8lTv8Ak+oY3a51JKcdq22tDfgZBn9wWR624ga0frK9PGpbxAPX5/q2VkjQz6x3dAztjoq87p6/EpKW4yRBuhvqXC9za3sljLY4853K3/hprfjw7U1NS3nQLbrQzS4l7W0NpOzB8e0wGjHvXmzi83HFLU45Q3/GtR3R4fWHZOrLxO19aa2OsotV3YSMOeWSpc9rviCd1Wr9dKu9Xmsu9c5rqqsmfPM5rcAvcckgeG5Wph2HOpKhz8rACPwgi/mmSy52WT206O1NdaeOotthuVZFK5zY5IKdz2uLeu46YTG82q42eufQ3OiqKOqjOHxTRljmn3grVtFVFSz0YNbmOZ7S28UABBxjm5s/uVksVsbr7gPYJL6Aa+36njtNPVkd91NNy/Ve/DnbeSd+8CHOzDQOy/QG/wBUNiv16XWG2fTWoLw3mtNkr69o9o09O54H4BLu0nqVlRJA/T10EsTmskj9VdzNLugIwtw48a6sdr11U6OprNeqSg0+71SCGhuvq8buXq4tEZ3Pnkqd4NX2fiBq3XA0/PW0ElXpJlNF65Xc7xM3lY1zpDjJ9rdQyYlM2PmmOwtffyTxAzYuXmm/6fvNhnZDeLVWW98jeZjamIscR8Co0AuADRkk4C2X0i706mt9j4dzPmq6zS4ngrK6TP18z3BzuXPeLRtgnrlY3A7lexx8HArSo5XzQiR4sT9R0PqontDTlXuG0fQXBT0aKE3I1sFReoW9tLQhvb9vPHzfa27jdvkvNUj+Dkjy99w1m5zjkkwQb/mt09LsG5+j/oa50/6ESQOOP16fZeQD1XL8M03xEMlQ55D3ON7eCtTPyECy2nQFPwAm1JTm83LVYhDsg1McbIc/rchL8fBc0DSVtZ6Sg/gMynqWfSk5jyOeHsO9zZz9nlWL+9ep/QAoYTd9U15/Tw08DI/2Xl5d/UaruND93UU1XmL7NtY7am35psT8zgLLPPSo1nFqnibV0VDS01PbrK91HB2cQY6R4x2jnefeyB7gFfOL9ZVw+iVpM3ejpGXG41LMOjhaCYW8xbn345V5wvMslRfKuWoc5731LnPcepJduV6h9Ncdlwz4cwQ7RMjfygdMCGLCr1cLYZaOnaNLk+w/MqRrtHFZ56H9+mpOLVFZvVqaakubXNmbNE15aWtcWlpI2wQrlDq2q016XF0sVPR0U1uud3hpp4JYGEAODQHN22I5isz9FL/p70z/AKSX/ZuVm1v/APjS/wD7hpf/ANtJWwsdXygjeK/rdLGdAPFH9LexvuXpG/Q1npWiorYKSOOONuA5zhy9ArZrKm0T6P2nLdb4rFQag1pWU3aSyV7A6On/AFgz47DfJx18FP6oggqPTptPrAyI6WJ7P2mwvLfzWMemBUVU/He9iqyeyZCyH/R9mCPzLlSw2V1aaelcSGCMPIvv0A8krzkF1YdCekfcYLzA3VmnbJW2onEnq1EyF8f+qMOx5Fd4Ja6MXHuey2+C3VNiv14l7stIzIDnO5XNdjI+HRZ7w04Ras4hW+Sr03Ja5uydyywvrGtlZ7yzrj3qT4PWKv0z6SWnrBdBGKyhvLIZgx3MOYeR8Vq1FFh4ZO2O2bKbgdLag26eahZLICO5XXi/w8u2tvSYulg0/RBkIdT9tM1vLHAOxblzsf8ABTX0utX6ZmqrboLSUNKaWzgNq6uFrT2sgaGhvMOuPE+J+C2HiXxYsp4l37hRqinktNvrexiiu9BJySMe6NpBk8x9n4Lybxb0LdOH2sqixXPMrM89PU4w2ojPR4/46qlgpfUPh+I7ORoLB/MLC7r9bd3RLORYkeq0D0YuDA4jVtTeL5IYbBb3crwz2qmTryg+AHiVbNUav1BZa02vhrwip7ZaoDiKqqrC6eao/W7ze7+as2lbrXab9BWa7WKeWlrSZMzxnDml1X2WQR+qvNP+E3X/AP8AxpqD/wDz5P71NBHNidRLI+xaxxaAb203Nhv6pMwjbYLfZtTaw1Bwc1cdUcM6WgdR0Ikiuv0c2l74kb9l3U/sqT01fYdb+ihqi+XayWdlxtsUlMJ4qRjS/kaxwf02dv4eSwFnFvXbtP3Ww11/rbnbrnT9jLFWyGTl36tJ6LX+DI/+5pxA/wD1E39SJUsRw00kYJAH8RhFr7GwO/22To5c59FDUfpFUtLoK1W5ujLLW6hha6OpqqqjYYiBsHcrcZcR1Wi3zXJt/o2WTiHDpbTH0tW1fZTN+jmdly80g2b1+yPFeMgvTWsv/wADWm//AFi3/aTKzjVBTUz6YMb/AJkoadTsQ4+3go4pS5riegUHrDj3RX3hhPZqfR9mtd+nl5JauCjZydj17ud2u8FgB6opQXTUlJDSscyIWBN1VdIX7oIIIKwo0EEEEIQQQQQhBGHVFQSgoW0XPiHoS81enLzetOXirrbLbaeiFGKpjaafsfZc4gc3yUdpvizPDxRu+t7/AEktbNcaSppxFHIB2fas5QASPZGemyyrJQyVV+BisR6eim5xWi6f17bXaIm0Xqy1TV9o7c1FFNSyBk9HK7qW52cD4gqN1DqDTZ0xDp7Ttjlib23bVNwrHtdUyuHsgY2a0eQVLXVK2kjY7MO+++l++yYZXu6rp6r03wM1/p3WvCyp4O64r2UTsf4qr5t8Hm5mgn7zXdPMbLzIuAlrstJBHQhQ4hh7K2MNcbEG4I3BHVLHIWFegtGaUu3CbV5OreGI1TbzLiKrhidIMeEseMt/mkLSdO8BbTXcUINeOfJS6clqPpKK01VMYKvtva7Lk8Wc2Dt1Gy8vaf4h62sFJ6pZtV3mhg/zcVU4N/BNLnrDVF0ukN0uOoLnV1kBDop5alznsI6EEnZYs+E4hK4u5oaSLEi+o8joD4gqy2eFvRar6R3EbUd14wU1zqbZX2iKzTM9QpqmIsdhjubtC0/aJWkcf9ON416Ss3EPQjmXCshpRT1dvix27B3nYx4uDtseI6LGeJPG3UuvNK0lgvdvtMkdPFEPWRE7t3SM/lOfm2LvEdPcs/sGpL5p+q9bsl2rLdUAgiSnlLDkfBSRYTII4nMAY+O4HUEHe+x1+iaZgCeoK3j0eeCmqKTiJadQ6tt8titluqmSNFYezfUS/YY0deqP6SWpanR/pWx6io2c0lC2jmLPvjs+835gkLE7zrrWF6qqequ+prtXTUzueF01U53ZnzG+yiLvdK67Vrq65VlRWVT9nTTyF73fEnqpm4VNLVfEVLgRlLbAaWJ80c5gbZq9K+kJotvFLsOJ3Dxzbq2eFjLjSRfpoi0d08nXpsf2c+KyjQXBfXOqLr2TrPVWyhjOaisrYjDHG3xOX4yqTp7UV70/WCrst2rbdMPt00xYfyUxqLiRrjUNIaS9aputdTn+TmnJb+HRPgo62kiEELwWjQEg3A+xt02QZInm5C0Wy27Str9KjTVt0ZVeu2ujuFHH2wPN2kjf0js/tKe9Krh9rbU3HG511j0rdq6CWCDs5IadxYeWMA97p1Xnm119bbK6Out9XNS1UZzHNC8se0+4jcK1UvFTiNSnNNre/MP/AOuk/vTJMPqWTsmheCWty9q+ut76JrZWEEOCsVw4Z6j0DfdIN1HHBT3G6V8ckdEyVr3xtD2t7xBwDl35Far6aejNV6l4qWyq09p243KH6MjiMlPTueObtJO7kfFefNT631Zqa60d1vd8qautomBlNO44dGASRgjxyeqfU/FniVCfqtcX9uP+/P8A702SgrXTRTlzczQ4HQ217vJOD22I11WtcKLbqPgHeLVrLWtP9H0F5l+jpqQ96YQnvmUgdOVwbt1UX6Q/Cm6DU1RrHSVL9NafvUr6tk1B9Z2TnnmcHAdASSQsq1lr3VmsYqSPU97qbp6nzdgZiCWc2M7+PQLmktfay0nlum9R3G2h/VkMxDfw6J0eHTMlFUXDmEWdpoR08Rb1SGYEZbaK/cI+Cd41BWm8aobLp/StF9ZX1tZ9SeQdQ3m8+mfBZlqgWsalugshzaxVyCkO+8fMeXr7sKQ1Zr7WerG8mpNR3G5Nb9iaYlv4dFWMrSp2T5i6Z1+4DYfqonPHQLTeHus9NUHDLUeidRtuMQulbTVUdRRxsk5OyzsQ4jzSetuIsNRp+0aR0hFUW6x2qoNWx8sgM9RUn+VeRsMfZA6LNEEvwbM2Y99/W1ro5pWt6v1noTXl3h1Hqegu9uvPZtZcG29kboq4tGObJI7Nx8Tgo1g4maftNbrCSk056lR3ay/Rdvp4ZM+r49l7ifadtknzWRhApfg4yMvRHOK03XWv7XrnSNALzbpG6roIhT+vxezVxeHafrDzWagDokxldTooWwNys2SOfmN16j4K6vsev+EFRwa1dcI6Ov3Fmq5emR3oxnzDvxBwsV1tw01lpK5miu1irA/PcmijL4pPe1w6qlse5jg5riHDoQd1dbHxb4kWWjFJb9Z3eKBvsRmbna34c2cLOjw+ejlc+lcLONy09/eCO/qLKbmhw1CuXCrg9PK8ar4jD+DukaPElQ+syx9T+pG32jnzUpwC4jWHSvH241MH8R01eZ5YI8naBjn5iyPIHb5rHtVaw1Jqqo9Y1DfLhcpvOebIHwHgoIEg5BwU6TDn1THtqXXzC1hsP1Pj9EhnyEWC3jjtwQ1PadZVtdpmz1l1sddKZqR9L3+zDt+VzRv8D4ha3rHRupuJHo12G23GgfRasszWvho5cNknY36vp4ZZg7+IXl+w8UuINht4obRq260kA2bGyc8rPgPBR8ettWxX76ej1FcW3T/zrtj2n4rMkwrEphHzZWkxm7TlNz01169bKYTs1Nt91uHovcKdbW7irb9RXuy1FooLc5xc+sbydo5zS0Nb5ndRWt8n00zjc/whpf8A9tZndOKGv7nXwVtbqy6Sz05zC7tj3D5hQp1Jfjffp03aqN17TtPXef67m8+fqrUeHVUk8lRO5t3My2F9PdN5zRawW9+k7qOo0h6Udv1JTjL6CCkm5fvgc2W/MZHzT/0itLQcTbZQ8V9Bf4za+lbFc6SDvTQ8uSHOZ1yAcHbwC846l1DftSVwrb/dKq51LRjtKiTmdj4pzpTVeotL1ZqdP3artk7ur4JOVRxYA6EQSxutLE3LfWxB3B+4PRJ8RckEaFbF6HWntRRcaKOsNuroKOOCb1mR0RY0NLHYBJ9+EfB/8tzpuNR/uVl9GPiPxF1Jraa66r1TWSabs1K+WuklAEXeGGh3KB47/wA1YfrXWNXW8VLzrSx1tTQS1NxlnppInlrmNJ2/JV2009RXVAfYExZNLkAuOnQa9fJKXhrWnpdWr0xC5vpC6hIyCBTEf+wYta0xbaT0huBlNbZapsWrdOARslk+0PDP6rm7e4tXlbUV8u2ork643q41FfWOaGumnkL3EDoMlLaV1RqDS1xNw09dam3VLmGN0kL8EtPUK5Lg0jqSGON9pIwLHxAsfQhRiYBxJGhXqLg/HS27S+pfR/13dLfR1tW1/qhjmEgY+TvBmfZ5w7ldjPu6rztq/h1qvS2oJLNc7NV9s12I3xRlzJh4Fh8VVX1c8lS6pkle+ZzuYvJ3J88q92jjZxQtVEKKi1lco4GjDGuLZC35vBP5qaChqKWR8kRBz6kG4GbvFr792vmh0jXixVhbwjfp/hhdNW65ldZq2SLls9unPJLO847xb1xjw96v/Bhp/wDIz4gbHeon/qRLzrqLUl71HcPpC/3SruVX/nZ5OYpzQa11Vb9Py6fob/XU9pm5u0pGSYjdzdcj3plVh9RVRBsjxfMHeAAOw/qlbKGHQKvBem9Yt/8AuL6cz/6Sa7/3sy8xqw1etdV1emI9MVN/rpLLFy8lEZPqhy9NlNiuHOrXQFrrcuRr/OwOn1TIpQwHxVbQQQWmq6CCCCEqCCCCEIIIIIQgggghCCCCCEIIIIIQgggghCGdkEEEIQQQQQhcGV1BBCEEEEEIQQQQQhBBBBCEEEEEIQQQQQhBBBBCEEEEEIQQQQQhBBBBCEEEEEIQQQQQhBDKCCRCCCCCVCftudxZbXW2OuqGUTn9o6nbIQwuxjmLemceKZIqCSyW6CCCCVIgggghCCCCCEIIIIIQgggghCCCCCEIIIIIQgggghCCCCCEIIIIIQgggghCCCCCEIIIIIQgggghCDei9d0XBqzu0bompsHCluq57rZ4qqtnl1L6ke2c3dojc7JH2uYDC8iNWj3Xixf6q4aNudHHFQVuk6KGlo5Inuw8RnOXDPj0I8RslBshJ+kFpzS2l+Klxsejq4VlohMfIROJezeWgvj5x15XEhO/SK0rZtJaytNvsVM+np6mx0dXIxzy76yRhLtz8FUuIGoo9VawrdRx2ijtLqyXtpKWkBEQkPtFoPTJyce9PuKGuKvXl8o7rW0cFLJS2+Gha2LOCyIYB38UqFp2qLJw04V2PT1JqLRs+r73eLVDc6iQ3KWlip2SZ5Gs5Pazg5z5DzwMk1pNpOpvfa6OpLrSW+Vgc6nuEzJHxSHq1rmgZYNsEjPmrxbeM0NXpe02HXGhbFq4WaH1e3VdW+aKojh8I3Pje3nY3wB6Kka51K/VV+ddnWi02hoiZDHSWyn7GGNjBgbZJJx1cSSUEoWy8Q+AM3YaSrdHMtkVHcNPUdXWfSF6ihe6peHGQtEjhlvTHLsqV6TmirHoTivU6b0/DJDSRUlPIWvkLzzuiBdufeoDidxBrdc1Wnpqqgp6UWOy09pibGSRIyHmw92fE8yLxZ15V8Q9ZP1LXUNPRyup4YDFATy4jYG5+eEXQtc4H8ErBqTho6s1I6ph1Fqf1qDSrWv5Yw6CJzu0k/VLwG/L3rz5cqGqt10qLfcIHw1NLK6KaJwwWuacEH5habeOPeu31VkGnbjPpu32ejgpYLfQVD2wOEfi8Z73N45VR4qau/h1rm4apNppbVNXuEk8FO4lhkx3n775cdz7yUiF6qr+BGkItTUluouE9ZW2V9NA+e9fwqZAYw9uZH9k77n54XmHWFhsNu4t3HT9grBXWeG6OgppxKH88fNgd4bO8sjqrRU8cr9JxaouIUVvpI54aSGjqKEkugqYmM5XNcP1h+CzututK/VLrzQW6Ohh9b9ZjpWSOc1g5uYMBO+PBLmQvQurdM8FLNxqPCyr0NdYR61TUv0pFenc+ZWMPNyOYejnYxlYNxM0y7R2vL1pd0/rBtlW+nbKWcpkAOxIzstTunpAW+r1o/W/+CnTcmpXPZIK6oqaiTlewANcGc4bkYHh4LF9R3u46gvtde7tO6orq6Z088rurnuOSUhN0JhGx0kjWMGXOIAHmV6O19wLtNo4NPfbY6p2vLDR01yv1M7OOwn5+ZjW49qPuk+7KwrRF6h05q2132e3RXJlBVR1PqsxxHKWHIDvdlaTZ/SI4gUuuanUFzulVd7fVvm9YstTUPNG+OQOHZ8mfZbzbDwwhCxtAKast2tlBqumu1TY4K6ghn7R9tmkd2cjP82T1wmFxqIaquqKiGljpmSyue2JhJbG0nZoz5JEK0cFrHbtT8WNNadu0b5KCvr44Z2sdyuLT1APgtY4pcI9K8KdM3K9ako6y+VdfX1NLaKejlc2noWMd3HVEjf5Qtc3ue4rFOHmpJtHa3tGqKeBlTNbKptQyJ5w15b4Eq5WjjFcYafWVqu1qp7rZNVVE1XNRSvx6tUPdzdrG7HdcOnRPBshJejNpGya64wWzTl/bIbdPFUSSiN/K7uQveMH4tC0Wz8C7QzidAxtR9PaGuVuq621XOjl2JZE5zYpHcu0jSBlp/vCx3hDrWXh5ruk1VT2+Gvkpo5mMhlcWjMkbmZyPLmz8lZuDXHDUfDWmvNuo4Irha7nC9po53kMilIx2rcePLsfPA8gmIWaUdFNXXSCgpY3STVMrYomNGXOc44AA81vvG3g5p/TfDySv0o+WruumKiGk1UXPLm88sTS2WPwDA8lp959yyPhbrAaH11Qar+iaa6T0LnSQQ1BIY2QtIa/bxaTke8K4ad4+62p33em1LWz6mtV1oJaOegrpnGJvP8AbZ91zfBKhZrpqy1t/v1DZ7dGZautqGQQsB9pzjgBbV6Q3CXTultO0t/0TPUVlDQVklmvb5Dkx1jOXDh+q7LvwWbcKdau0Bql+pKS2w1lfHTTRUTpTtTSPYWCUDxc3OysVu446wl05qDT2raubVdvu9GYGx3GZzvVpQcslZ5OB396UISnozcO6DiVqjUdjq6aaeoptPVNXQNjmEY9ZDmMj5ifs5funvGjQemuFmn7Zp240tZctZ11OyrmropA23xxO6Ni6mVwx7XdCp/CnX9XoCsv9RSUUdUbzY6m0P5nlhjbNy98EeILQU8rOJc914R02gL9a4bgbdUdra7k52KikZ4wg43j/V/uGEQs9cguO6rqRCCCCCEIIIIIQgggghCCCCCEIIIIIQgggghCCCCCEIIIIIQgggghCCCCCEIIIIIQgggghCCCCCEIIIIIQgggghCCAQQQhBBBBCEEEEEIQKCCCEIIIIIQhkoIIIQgggghCCCCCEIIIIIQgggghCCCCCEIIIIIQgggghCCCCCEIIIIIQgggghCCCCCEIIIIIQgggghCCCCCEIIIIIQgggghCCCCCEIIIIIQgggghCCCCCEIIIIIQgggghCCCCCEIIIIIQgggghCCCCCEIIIIIQgggghCCCCCEIIIIIQgggghCCCCCEIIIIIQgggghCCCCCEIIIIIQgggghCCCCCEIIIIIQgggghCCCCCEIIIIIQgggghC//9k=</binary>
</FictionBook>